Archiv der Kategorie: Sauerrahmbutter

Alltagsberichte – das Tagebuch

Von dem Erfolg der Drogenfahndung zu: Je suis Bataclan

09.11. Die Drogenbehörde arbeitet erfolgreich seit vielen Jahren. Woran misst sich der Erfolg? Dass sie von etwas, was es unendlich gibt, kleine Teile beschlagnahmen? Als das Koks bei Aldi in den Bananenkisten gefunden wurden, waren sich auch zur Stelle. Echt? Toll. Sie sind gekommen als man sie gerufen hat. Was für ein Fahndungserfolg. Stephan holt 2 Brötchen. ½ mit Käse für die Arbeit. Die andere Hälfte mit Honig. Der ist etwas kristallisiert, kann ich ihn Michi vorbei bringen zum Flüssigrühren?

Vor der Tür ein kurzes Gespräch über Venedig, kann man ruhig öfter mal hinfahren statt nach Berlin. An der Anlegestelle von Giudecca haben sie in einer einfachen Osteria so lecker gegessen. Der Bürohund läuft böse kläffend auf mich zu. Immer ein schöner Wochenanfang.

Herr Yoga sagt mir, dass er sich so viel mehr zutraut und hin bekommt seit ich hinter ihm stehe. Vielleicht ist das der Trick. Ich sorge dafür, dass die Leute sich besser fühlen.

Manche sorgen bei mir dafür, dass ich immer denke, ich mache was falsch. Melde mich zu selten, schreibe zu offen, bin zu laut, zu bunt, zu unsensibel. Von diesen Menschen, soweit es sich um private Dinge und Freiwilligkeiten handelt, will ich mich mehr und mehr verabschieden. Sie bringen mir nichts und stehen mir im Weg herum. Auch Einladungen bei ihnen sind die Pflichtveranstaltungen. Dann brauche ich es gar nicht. Hart, aber hey ist bin fast 50 und meine Tage sind gezählt, d.h. das Leben fühlt sich nicht mehr unendlich an und dann brauche ich das nicht mehr. Sehe klarer was ich will und was nicht.

Habe kaum noch Haare, wirklich ganz wenige, ganz dünn, offen tragen mag ich sie nicht, obwohl Stephan sagt, das sieht süß aus, sagt er zu allem und wenn sie kurz sind, sind sie zwangsläufig offen und ich kann sie nicht zurückbinden. Das will ich auch nicht. Wenigstens an den Beinen sprießen sie noch und die soll ich enthaaren? Auf keinen Fall. Keine Hütchen mehr wegen nur noch 3 Haare auf dem Kopf. Weihnachten ganz dezent mit einer kleinen, gekauften Haarspange. Sie sind dann alle glücklich und ich verhalte mich angemessener was mein Alter und meinen Berufsstand anbelangt und man sieht mehr irgendwelche anderen kleinen Details und ich werde nicht mehr so angeglotzt. Mir kommt es vor wie eine große Niederlage, aber es ist bestimmt toll. Vor der Tür überfahrener Draht, der sogar ziemlich weich ist. Doch noch ein aussagekräftiges Hütchen? Unterwegs fällt er aus dem Fahrradkorb. Soll es doch lassen. Vor lauter Laub sieht man den Radweg auf der Hildesheimer nicht mehr. Sind das Ahorn Bäume, die diese Blätter wir Händen haben? Mein Betreuter ist auch schlecht drauf. Fragt nach Sushi ob ich den noch hätte und wir führen Fachgespräche über Hunderassen. Was ist auch Springer Spaniel noch mal. Nehme seinen Hund, wenn er mal in Krankenhaus muss und die Söhne nicht wollen und können. Die Wohnbetreuerin mag Vögel. Die nerven und stinken und machen schreckliche Geräusche. Außerdem wollen wie in einem Schwarm mit Hunderten durch Afrika fliegen. Nur Hunde sind blöd und domestiziert und wollen bei uns leben. Wenigstens mit meinen Betreuten verstehe ich mich. Es wird kein Protokoll geschrieben, weil es die Stelle für Körperbehinderte ist, nicht die für Psychos, also mit denen habe ich sonst nichts zu tun.

Gehe zu Karin Klemme, weil ich Hunger habe. Riesige Portion Spaghetti Bolognese für 5,50, zu durchgekocht und weich. Wenn die Pasta von Italienern gekocht werden würde und die Portion nur halb so groß wäre, könnte man richtig was damit anfangen. Eine Rentnerin fragt mich, ob das sehr scharf sei? Scharf? Spaghetti mit Fleischsauce vom deutschen Metzger. Was bitte soll danach scharf sein? In der Markthalle gibt es eine Auster und ein Glas Prosecco für 3,95 €. Das ist mal ein kleiner Imbiss der andern Art, statt 2 Mettbrötchen, aber ob das schmeckt bezweifele ich. Bekomme beim Gedanken an das Getränk schon Kopfweh. Blazer überteuert in Cognacfarben bei Oxfam aus Samt, kleine Stoffwürste, die ausschauen, wie Parasiten unter dem Mikroskop. Vorteilhaft ist bestimmt was anderes, aber ich liebe ihn jetzt schon. Trixi heißt die Designerin. Kenne ich nicht. Wurde wohl in meinem Geburtsjahr gegründet, weiß das Internet. Was ist nicht empfehlen kann ist Fahrstuhlfahren im Fairkaufhaus. Er stand so verlockend da und ich bin reingesprungen. Dann erst mal in den Keller, wo große blaue Müllsäcke mit Klamotten beladen werden, was dauert, dann halten wir wieder im EG und die Frau drückt 1. OG. Ich bin raus. Hatte wegen Wolle geschaut, bin doch süchtig und muss immer welche zuhause haben.

Die Vermieterin von Frau Stimmen nervt und will die Wohnung zeigen. Sie hat einen Schlüssel. Ich sage, sie darf nicht ohne weiteres einfach rein (nehme allerdings an, dass Frau Stimmen es ihr erlauben würde und hatte ihr auch deswegen einen Schlüssel gelassen). Die ist einfach viel netter und umgänglicher als ich- Ich sage das Wort „Hausfriedenbruch“. Leider erreiche ich Frau Stimmen nicht. Erst ist sie in der Therapie und dann nicht auf Station. Bei meiner Mutter lasse ich Frust ab, wer mir alles gestohlen bleiben kann. Je älter ich werde, desto weniger Kompromisse, was kein Spaß macht, weg damit. Wie das Känguru in 2 Kategorien einteilen: lustig und nicht lustig. Sie hat wieder Angst um meine Ehe. Nee, Stephan ist super, die anderen gehen mir auf dem Zeiger.

Die Hausverwaltung von Herrn Ihme will ihn loswerden. Wohnung ist desolat und er kann Jederzeit ausziehen ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist. Schön praktisch, aber auch deprimierend wie ich finde.

Beim Yoga heißt es: klare Gedanken, klare Worte, klare Gefühle. Das habe ich. Mann und Arbeit supi, der Rest kann mir mal gestohlen bleiben. Meine Cousine war mit der Tochter im Clove Club, sie fahren nach Kuba zum Rad fahren. Sie hat sich getrennt, daher wieder mehr mit der Tochter machen und Stephan hat einen Facebook-Freund weniger. Stephan hat Meridol gekauft. Hat sein Zahnarzt ihm empfohlen. Das ganz Büro hat wie abgesprochen Woche der Zahngesundheit, wenn ich mir den Google Kalender so anschaue. Sedaris hatte eine griechische Oma, die in etwas so liebenswürdig war wie ich es bin.

10.11. Stephan hat das Ersatzteil gefunden. Es liegt auf dem Tresen in der Küche neben einer Werbung aus der TV-Spielfilm. Ein kleiner Automat mit dem man mit einem Greifarm Twix angeln kann (was bestimmt nicht funktioniert). Woher wussten sie das? Muss er das jetzt abonnieren lachen wir (das gibt es für eine Abo, wenn man 13,- € noch dazu bezahlt, ein Witz, die müssen die doofste Kundschaft haben) und es sieht so trashig aus und wird mit Spielgeld betrieben. Da können wir fest einen Spint mieten im Schauspielhaus und das dort einbauen.

Habe einen Hundevorschlag für Martin. Kimba. Läuft ohne Leine, kein Jagdtrieb und versteht sich mit allem, inklusive Kinder. Klingt toll und sieht auch toll aus.

Mix Rüde für Martin

Ich höre irgendwas mit meinem Namen. Ja, die Zuckerdose (die übrigens aus Silber war) hat Frau A. wieder weggenommen. Die stammte aus dem Nachlass von Constantin und ich habe es vorgezogen sie nach Kalifornien auswandern zu lassen.

Die Eilenriede ist ohne Blätter und man sieht die Straße viel näher und deutlicher, heute hätte man sich trauen können parallel mit dem Hund zu fahren.

Soll die fingierte Pflegeperson kennenlernen und fahre dafür ans andere Ende der Eilenriede. Er ist älter und trägt ein Mundschutz und hat keinen Bezug zu meiner Betreuten, drückt sich möglichst weit von ihr weg herum, aber der Pflegedienst ist sonst engagiert und die können eben mehr abrechnen. Das ist grds. in ihrem Sinn. Ich setze mich zu ihr und unterhalte mich mit ihr, alle aus der Familie sind „weg vom Fenster“ und sie würde gerne, dass ich länger bleibe. Ihr Bruder ist verstorben und kurze Zeit später die Frau und dann der Sohn. Sie haben sich verbrennen lassen und sind zwei kleine Haufen Asche unter einem Stein. Das kommt für sie nicht in Frage. Als ich sage, sie hätte es ja geregelt mit ihrer Beerdigung. Sagt sie, da mag sie gar nicht daran denken. Der russische Pflegedienstchef daraufhin: das Sterben gehört zum Leben und ich zu ihr: der redet ja schlau daher, der Herr K., wie der reinste Philosophiestudent. Der Typ vom Pflegedienst macht Billigpralinen aus dem russischen Laden für sie auf, die schon weiß angelaufen sind und füttert ihr eine und tätschelt ihr den Kopf. Arme Frau Bettlägerig sagt er vor der Tür und, dass sie „es nicht mehr lange machen wird“ seiner Meinung nach. Dann klingelt sein Handy und er geht mit dem Schritt eines Cowboys Richtung Auto. Im Büro erst mal schauen, wie viele Raten noch offen sind bis die Bestattungsvorsorgevollmacht umgesetzt werden kann. Noch 7. Dann muss sie noch eine Weile.

Frau Dittmar weiß was ich mag. Finde aber ohne ihre Hilfe ganz alleine beim Stöbern im Obergeschoss ein tolles Seidenkleid mit krukeligen Streifen, ärmellos für 5,- €. Das schwarze Samtkleid mit der Schleife auf dem Bauch mag elegant an mir ausschauen, aber ich trage es nicht. Ja, es passt gut zu meinen Schuhen, weil die sie echt erstklassig und in Venedig hergestellt und bequem und eine Wohltat für die Füße und zu denen passt alles. Eng geschnitten, auch schlecht fürs Radfahren. Gut, dass ist mir bei dem zu engen Seidenkleid egal. Ein Polyesterkleid mit defektem Reißverschluss bekomme ich geschenkt. In der List sehe ich einen bärtigen Mann auf hohen Stiefeletten. So was mag ich an Hannover. Fahre an Frau Ruanda vorbei zum Gericht. Ich will richtig leckeren Champagner oder besser noch Prosecco für Markus. Wo kaufen, Kaufhaus lehne ich ab. Stephan fragen- vielleicht außerhalb der Öffnungszeiten bei Mirjam.

Frau Querulatorisch aus Celle mit ihren Berufungsurteilen habe ich ignoriert und die ambulant Betreuung ruft an, dass sie ganz am Boden sei. Ich habe ein schlechtes Gewissen, aber irgendwie auch keinen Bock. Nichtzulassungsbeschwerde. So was gibt es quasi nicht. Experten sollen alles nachrechnen. Wer soll es machen und wie wird sie zufrieden sein? Ich weiß es nicht und kann ehrlich gesagt, wenig helfen, vielleicht etwas vermitteln und noch mal mit dem Fachanwalt und der Behörde telefonieren. Der Typ in Hamburg ist so scheiße, dass das echt ein großes Opfer wäre.

Mein Betreuter von dessen Konto zwei Mal falsch überwiesen wurde was auf meine Kappe geht telefoniere ich seinem Geld hinterher. Ja, ja, gefunden, wird erstattet. Er hat einen „Drohbrief“ von der Staatsanwaltschaft, dass er doch bei der Polizei als Zeuge aussagen soll, weil er sonst gezwungen werden kann. Ignorieren und wenn er zur Staatsanwaltschaft hin muss begleite ich ihn. Richtig so? Mein Kollege von der Strafverteidigung sagt, das machen die jetzt, weil sie genervt sind, dass so wenig zur Polizei gehen.

Meine Schwägerin schickt Fotos von meinem Schwiegervater strahlend mit dem plumpen Steinblatt im Garten. Er ist glücklich und das ist gut so. Nebenbei kommt die mail, dass die Weihnachtsfeier verschoben wurde und nicht mehr im Clichy stattfindet, sondern im Basil, wo man sich nicht auf ein Weihnachtsmenü festlegen muss und jeder a la carte bestellen kann, auch nur einzelne Sachen. Meine Erziehungsberechtigten haben entschieden so fühlt sich das an. Spontan würde ich gerne absagen, aber das ist bestimmt wieder eine Überreaktion, die direkt aus dem Unterleib kommt.

Frau Srilanka, der Sohn ist von der Schule nicht nach Hause gekommen und wird vermisst. Die Polizei ist da und spricht mit mir. Ob ich den Sohn kenne. Ja, seit er Säugling ist. Ob es Spannungen gab zwischen Mutter und Sohn. Sie brauchen Anhaltspunkte und haben das Gefühl, dass sie etwas zurück hält. Ich sage, die Großeltern sind wichtige Bezugspersonen. Zum Vater in Frankfurt besteht eher kein Kontakt und ich glaube nicht, dass er sich dahin aufgemacht hat. Ich sage, die Großeltern sind eher wichtige Bezugspersonen. Fragen mich nach der Adresse. Keine Ahnung. Meine Betreute steht neben ihnen und ist da jeden Tag. Sie wollte erst nicht die Adresse ihrer Eltern herausgeben? Ich verstehe die Welt nicht mehr. Hat sie Angst, dass sie Ärger bekommt, aber sie muss doch mithelfen, dass ihr Sohn gefunden wird, hallo? Auch dass sie so vergleichsweise ruhig ist macht mir Angst. Es wird dunkel, ich wäre aus dem Häuschen.

Letzte Amtshandlung, schreibe dem trockenen Fachanwalt in Braunschweig. Herr Yoga schreibt mir:

„Liebe Frau A,

gestern nach unserem Gespräch hatte ich so eine Eingebung, für die Enkelkinder von Herrn B (irgendeiner aus dem Lager des Vermieters) Energiesteine herzustellen. Ich habe diese mit Energien aufgeladen , den angehängten Brief formuliert und in Briefkasten gelegt.

Ich denke, dass beeinflusst Herrn B. in seiner Entscheidungsfindung über die Höhe des Betrages an mich. Wahrscheinlich erfragen sie gerade noch bei einem Klempner was so ein Badezimmerumbau kostet und deswegen habe ich noch keine Antwort.“… Was soll man dazu sagen?

Beim Sport fällt mir das Stück Apfel aus dem Ausschnitt in der Umkleide, was ich im Büro vermisst habe. Eine athletische Frau (Typ Marathon) neben mir spricht mich an, ob dieser Hüftöffner (vom Hund in eine Rückbeuge gehen) eine Yogaübung gewesen sei, sie dachte ich brauche Hilfe. Nein, war nur Dehnimpuls. Ich haue schnell ab und am Küchengarten fällt mir auf, dass ich meine Klamotten dort habe liegen lassen. Zurück und die letzten Teilnehmerinnen treffe ich noch im Treppenhaus. Dann schreibe ich dem Kollegen, dass er meine mail vergessen soll und ich nicht noch schwieriger sein will als die anderen und Basil bestimmt auch gut wird.

11.11.15 Traum (die Highlights). Vom früheren weiß ich nur, dass Stephan ignoriert wird in einem Anzuggeschäft und dann selber auf die Idee kommt mit Hilmar ein Paar zu simulieren, weil es dann besser klappen würde. Ein Laden am Schlump, bei dem es nur Gänsestoffleber und Käseplatten gab hat zugemacht und ist jetzt in Hannover. Ich fand es eine gute Idee so reduziert sich zu konzentrieren und das selber zu machen. Die Gänsestopfleber und der Brot. Es ist unser Ding. ich mag das mehr als Fleisch und könnte 2 Monate vegetarisch leben und dann eine Portion Gänsestopfleber. Das wäre schlussendlich sicher tierschonender. Stephan will da seinen Geburtstag feiern. Ich darf mir Backstage alles anschauen und die haben einen Brüter mit dem sie Eier selber ausbrüten und bestimmen können, wann die schlüpfen. Der Sellerie ist angebrannt. Man kann fertigen bestellen bei einem Gastronomieservice was einem für solche Notfälle jedes Lebensmittel „a la minute“ liefert. Der Chef will das Handy und die Nummer und dort anrufen. Der Bedienung fällt ein, dass ihre Tochter auch welchen mitbringen kann nach der Schule. Das sei auch ein „a la minute“ Lieferservice. Wir frühstücken vorher und Stephan nimmt schon eine Käseplatte zum Frühstück. Ich frage, ob es auch was Normales gibt, ja, o.k. was sei normal. Müsli oder so was. Der Laden ist klein, hat er nicht reserviert? Wie viele kommen. Ja, 10 bestimmt. Abends ist es total voll, aber es ist erst 18 Uhr, Familien usw. seine Gäste kommen auch erst um 21 Uhr. Es gibt Käsefondue, was man sich teilen soll und dann gibt es Steaks, die man auch teilen soll. Am Nachbartisch beschwert sich der Sohn meiner Cousine oder ein Kind, dass er nur ein halbes bekommt. In Wirklichkeit kann man nachhaben bis man umfällt. Es werden Teller voll mit Steaks an die Tische gebracht und ich dachte, er hat sowas vermutet ist zu jung oder kennt meinen Mann nicht. Stephan bekommt als Letztes und ohne Beilagen bzw. den Nachtisch obwohl wir auf das Hauptgericht warten und dabei hat er Geburtstag. Die Bedienung hat es nicht drauf und ich meine, sie ist die Frau, die bei uns montags gerne absagt. Nach dem Essen verwandelt sich das Ganze in einen Mitmachparcour. Erst ist es Kunst und man kann das irgendwie selber beeinflussen und bewegen. Ein abstraktes Tanzvideo, in dem Titel irgendwas mit Afrika und in dem anderen geht es um das Leben der Juden bzw. es ist irgendwie jüdisch. Das soll eine Mitmachbiennale sein bzw. ich fühle mich daran erinnert, weil Videokunst gerade schwer in ist. Dann gibt es einen sportlichen Teil, da kann man sich Arme und Beine aus Metall, die aussehen wie die Holzbesenstiele von Pinocchio, anschnallen und kann sich nur bewegen, wenn man sich die Bewegung vorstellt. Die Gäste machen damit Leichtathletik, Laufen und Hürdensprung. Ich will es auch ausprobieren, ob es bei mir klappt, d.h. die Verknüpfung zwischen Gehirn und Muskeln. Erst klappt es gut, weil ich noch wirklich laufe und das Gerät nicht richtig sitzt. Ich kann dann immerhin das Namaste mit den Händen falten. Anjeli-Mudra wie sie das nennen. Schlaue Idee von dem Inhaber, weil die Leute länger bleiben, weiter verzehren und dann wieder Hunger bekommen. Es ist auch irgendwie wie ein Videospiel in dem man selber mitkämpft und eine riesige Ameise beißt Stephan in den Kopf. Ich haue dagegen und sie ist aus Schaumstoff. Trotzdem, gut dass ich es gemacht habe.

Suche weiter Bilder raus für einen Kalender bis das ins Büro fahren wirklich drängt. Die Zeit floppt mich. Was ich habe 2014 noch Hosen getragen und in der Haasemannstraße Silvester gefeiert. Krass. 5 auf dem AB. Der Sohn von Frau Srilanka ist wieder aufgetaucht und war beim Nachbarn. Nein zur Polizei gehen wir nicht, auch wenn die Staatsanwaltschaft uns entsprechende Aufforderungsschreiben schickt. Es geht nicht, dass diese doofe Richterin einfach wild und klammheimlich Beschlüsse verschickt in denen ich und ein weiterer Typ als Verfahrenspfleger genannt sind. Die Richter sind angehalten mit den Verfahrenspflegern die Anhörungen zusammen zu machen und das muss koordiniert werden, d.h. ich werde sonst angerufen und es wird gefragt ob ich Zeit habe und das übernehmen kann. Schreibe Beschwerdeschreiben an die Bitch. Um 12 Uhr will ich ein Marmeladenbrot zuhause frühstücken. Jack Wolfskin versperrt mir den Weg.

Was, die Biennale kann man auch scheiße finden? Dann hat man definitiv was falsch gemacht. O.k. das bezog sich auf das Messegelände. Diese Palazzi sind nämlich ein Geschenk Italiens an die Menschheit und nicht weniger. In Deutschland wird immer rumgespießt, dass was kaputt gehen könnte oder abgenutzt werden. Der Terrazzo im Neuen Museum in Berlin. Das ich nicht lache. Hier darf man rein und grabbeln nach Herzenslust und keine stellt sich an. Ob das daran liegt, dass die wissen, dass man Dinge auch wieder reparieren kann oder wie mein Kollege meint, davonausgehen, dass es eh bald versinkt, sich also der Endlichkeit bewusst sind, das mag dahingestellt bleiben.

Bei Frau Ruanda ist der freie Wille aufgehoben und die Richterin will die Anhörung alleine machen. Die Familie von Frau Srilanka ist alarmiert. Sie bettelt fremde Leute an und sucht den Bruder bei der Arbeit auf und schläft schlecht und ich soll sie einweisen. Die Vermieterin von Frau Stimmen findet wirklich jeden Tag einen Grund bei mir anzurufen. Morgen werden Rauchmelder installiert zwischen 13 Uhr und 13:30. Sie hat zwar einen Schlüssel für die Wohnung und darf da Jederzeit rein und sie zeigen, aber ausgerechnet hier kann sie nicht. Frau Stimmen wird Morgen aus der Klinik entlassen und meldet mir, dass sie dann da ist.

Frage nach wegen Termin im Sprengel nächste Woche. Noch mal fahre ich nicht umsonst zu Kunst und Krempel. Derjenige welcher ruft an. Ja, habe ich gesehen mit der Versteigerung und das hat mich noch mehr davon überzeugt, dass er eine schlechte Fälschung hat, aber das will er nicht hören. Seines sieht im Vergleich aus wie peinliche Behindertenkunst. Ich gönne es ihm, dass er der reichste Mann Hannovers wird, ich sehe es nur nicht.

Aus beruflichen Gründen abzugeben in Linden-Limmer, nur zusammen. Schlafen gerne im Bett. Man muss beide nehmen. Den blonden aussetzen oder Herrn Rolli schenken und den behalten, der ausschaut wie Adolf Hitler schlage ich meinem Mann vor.

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Elisabeth: Ein kleines Mädchen, hat so geweint, ganz rotes Gesicht, langes Kleid, aber mit Punkten, wie ein Gespenst, aber die tragen weiße Sachen. Tischtücher, weiße, gestrickt, die gibt es auf dem Flohmarkt. Sie zieht sich halb aus und zeigt mir zwei winzige grüne Flecke auf ihren riesigen Oberarmen. Das sind wohl überwiegend die Polen, die voll aggressiv und auf Sex aus sind. Alles mit 7. Sieben Türme. Stupid White Men. Die erzählen, dass es die deutsche Flagge nicht gibt und wir sind in Wirklichkeit Amerika. DDR-Flagge, das Zeichen darauf, die reichen Männer, die haben einen Verein am Landesmuseum, „Freimaurer“ wende ich ein, weiße Rose, Witwe Bolte. „Die ganze Limmerstraße, die leben von Lügen untereinander“. Die wollen die Körperwärme haben, deswegen gehen die so nahe an einem vorbei. Viele dumme Menschen in Hannover wissen nicht, dass man eine Armlänge Abstand halten muss. Die können vielleicht lesen und haben ein paar Kinder. Jedes Jahr ist eine Farbe dran. Grün, rosa, dieses Jahr ist es gelb und wer sich am meistens holt davon, Vließtücher, Pfannenwender, ist der King. Sie hat was aussieht wie ein toter Kanarienvogel in einer Tüte. Das gab es für 1,- € hier in der Straße. Ohrschützer und die schenkt sie mir und holt sich dann neue. Ich sage heute nicht nein. 3 lange Straße, Hildesheimer, Schulenburger und wie heißt die vom Tak-Theater zu Pocco, Fössestraße , rate ich und wer da von oben bis unten in rosa gekleidet ist, der gewonnen hat, der ist König vom Steintor. Ist schon witziges Spiel, es geht um Straßen, die noch nicht ausgebaut sind, wie Monopoly. Limmerstraße ist schon bebaut. Sie wollen herausfinden, wer die Väter sind. Sie geht und lässt mir die Pillenquittung, an die sie gedacht hat und die Bibo-Ohren zu meiner Verwendung zurück.

Ich kann es nicht lassen und schreibe der Kollegin

Ich melde mich mit 2 Personen an und schlage für nächstes Jahr vor:

Bar Sushi Gim

Goethestr. 48 · 30169 Hannover

Da muss man nicht unbedingt Sushi essen, sondern es geht auch Teriyaki oder was anderes.

Der Kollege erzählt mir dann, die Mitarbeiterin hätte ihrer Chefin gesagt, dass ihr das französische Essen bestimmt nicht schmecken würde und hätte den Boykott vom Clichy damit ausgelöst (dabei ist Herr Reimann von gutbürgerlich wie nur was), aber was soll’s. Er hat es dann abgegeben mit der Planung und stellt fest, wie zickig wir alle seien.

Beim Yoga ist heute Neumond im Skorpion wie wir erfahren, muss man loslassen um Neues entstehen lassen zu können, wie die Bäume ihre Blätter. Bird of Paradise, auf der einen Seite hat es supergut geklappt und ich habe mir nichts dabei gedacht und einfach gemacht und super. Die andere Seite will ich erzwingen und falle auf die zierliche Asiatin und schubse sie um, wie der reinste Dominoeffekt. Wir sollen Kobra denken, aber wenn ich Edeka denke, hilft das mehr. Seitlicher Stütz, wie Krähe asymmetrisch, wir sollen Shaturanga denken, ich wieder, nein Edeka. Die Movenyo-Trainerinnen beschweren sich über Blasenentzündungen und Wehwehchen und der Abwärtstrend ab 25. Da kann ich nicht mit einstimmen. Ich habe meine Sportlichkeit erst ab 40 überhaupt entdeckt.

Auf dem Geburtstag von Markus hat Gaby den Beweisrock dabei aus der Kindergardine. Sie darf bei „Im Westen nichts Neues“ die Bombe aufs Klavier fallen lassen. Die Klatsche der Schauspieler und ihre Parallelwelt aus der sie sich nicht rauswagen und ihre Realitätsverzerrungen und ihr Leben in der Sekte. Anja erzählt vom Bildungsurlaub mit warmem Getreidebrei zum Frühstück, aus der Lebensmitte durchstarten, wir müssen alle lachen und man soll auch nicht durchstarten, sondern gelassen weiter machen und sich mit Menschen in derselben Altersgruppe umgeben. Die Männer erzählen vom Astor und den 3-D-Filmen von Ridley Scott. Der andere hetero war eben noch jung und hat jetzt eine Plautze und eine Warze und dazu ein Jack & Johns T-Shirt und macht einen tumben Eindruck und die Sehnsüchte der Partnerin liegen offenbar ganz woanders. Das merkt man deutlich und es schmerzt. Wir essen alle von dem leckeren Kuchen und Käse und sie spricht von kulinarischer Zone und streicht sich dabei über den flachen Bauch. Da haben Anja und ich schon mehr zu bieten. Anja findet Hühnerfleisch überflüssig. Das kann ich so nicht bestätigen. Dann geht auch um Morphanzüge und Community Dance sowie den Spieleladen Fridolin und das Abenteuer eine Laterne dort zu kaufen. Bei Rossmann gab es Echtkerzen mit LED und Fernbedienung. Mein Bastelkalender ist wirklich vollgetackert mit Fotos und gefällt mir nicht so gut, dafür passt die Badehose zum Hemd. Vera kommt von der Lesung und die heiße Milch mit Honig kam gut an. Es ist Vergiss-mein-nicht und Götterbaumhonig sagt der Gutachter. Ich frage sie nach Friseur, weil es immer so penibel geschnitten bei ihr ausschaut und bin erstaunt, dass sie zuletzt bei Karstadt war. Ich hatte sie viel pingeliger eingeschätzt. Da sieht man mal wieder. Anja erzählt großartig von Friseuren von früher, in der Nordstadt, nur der eine hat Frauen geschnitten, stockschwul mit einer Frisur wie Pudel und morgens schon Likörfahne. Dann geht es noch um die Frauendiskriminierung bei den Preisen und Kurzhaarfrisuren und ob die schnell schneiden sollen oder sich Zeit lassen. Dann geht es um Beige als Rentnerfarbe und Zitat von dem Theaterstück der Schwulen Sau: „Frederike mag auch Beige“. Zum Schluss geht es um Polsterarbeiten. Ja, die stehen bei uns auch an. Ein Sofa ist wie ein Familienmitglied.

12.11. Heike schreibt, ein Typ aus Hannover, Silkeumfeld ist gestorben, neulich hat er mich das erste Mal nett gegrüßt als wir uns auf Fahrrädern begegnet sind und ich dachte, der mag mich wohl doch, wie egozentrisch mal wieder. Er hat Gedichte veröffentlicht. Heike sagt, Handarbeitssucht wäre nicht schlimm. Da bekommt immerhin nicht Häkelkrebs davon. Hat sie Recht.

Frau Türkisch nervt. Sie hat Termin und ruft noch bestimmt 15-mal an. Die Tochter bekommt keine SGB II Leistungen mehr und die fordern sogar über 1.000,- € zurück. Die Tochter bekommt auch fast 700 Ausbildungsvergütung, deswegen. Sie will den Kredit nicht aussetzen, braucht das Auto, sie will in die Türkei fliegen, kleinere Wohnung geht auch nicht und die Tochter ist zur Zeit schwer belastet, weil 2 Cousins heiraten und sie Geschenke besorgen muss und zwar richtig Gute. Meine Betreute will sich was gönnen und trägt niemals 2 x dasselbe und alles muss neu sein. Warum kann ihnen keiner helfen fragt sie mich. Sie soll einen Monat oder 2 keine Klamotten kaufen rät Stephan und was gegen die Kaufsucht macht nicht täglich zu H& M oder Kik. Ich sage Termine ab und treffe mich Montag bei ihr mit der Wohnbetreuung, weil ich Angst habe, dass sie abkippt. Herr Hodscha ist laut und nervt, er ist reich und sein Erbe und die Villa, die ihm zusteht und das große Ansehen der Familie und das Krankenhaus von Saddam, wo er behandelt wurde. Er kifft und die Therapie wird abgelehnt, weil sie nichts bringt. Ich kümmere mich widerwillig um die Opferentschädigung und die zig Folgesachen, Kinderzuschlag, Ehegattenzuschlag für gleichgeschlechtliche Partnerin und Adoptivtochter, Verzinsung usw. von Frau Q. Irgendwie haben wir auch zwei Klagen zurück genommen, die eine wegen Versorgungskrankengeld, weil das Gericht uns vorher geschrieben hat, die haben richtig gerechnet und das bringt alles nichts. Frau Renovierung nervt auch. Die muss Pause einlegen um sich zu erholen. Thermenwartung ist auch nicht bestellt. Ich soll immer sofort springen, was ich mache, Fax schicken, Kostenübernahme beantragen und sie liegt dann im Bett und leckt ihre Wunden und eingespieltes Gelächter läuft vom Band. Sie muss jetzt alles selber machen. Ja, so hat sie es gewollt, Handwerker wegschicken und was von Klick-PVC, kann jeder Idiot, sie macht es in Ruhe, die Handwerker machen nur Chaos und will nur die Materialkosten und ihre Ruhe haben erzählen und sich dann beschweren, dass man es selber machen soll. Soll? WOLLTE. Die Vermieterin von Frau Stimmen nervt, hat Nachmieter, ruft mich täglich an. Die heute kommen sollten wegen Rauchmelder und es musste jemand da sein was ich alles organisiere seit gestern und die waren nicht da. Jetzt will ich alles schriftlich von der blöden Kuh. Das macht man ein Mal mit mir. Frau Stimmen hat die Räumung der Wohnung durch das Fairkaufhaus für den 27. klar gemacht, d.h. die holen das neue Sofa von Seats and Sofa und will die Einweisung in die Notunterkunft. Da ist sie fix. Die Frau in Lehrte zieht nächste Woche um und schafft es nicht selber abzustimmen, was sie gepackt haben will, das nervt auch. Stille Post zwischen mir, der Wohnbetreuung und der Hausverwaltung, Science Fiction Filme nerven, Matt Damon nervt, das volle Marktkaffee nervt. Das Bürgeramt nervt, doch kein Perso, das frühere Attest sei wohl gefälscht gewesen wird unterstellt und sie muss unterschreiben. Das klappt doch alles nicht und macht nur Stress. Früher musste man länger warten vor dem Umbau, jetzt höchstens 5 Minuten. Reichen für eine Lektion. Ab dem 01.11.2015 reicht zur Ummeldung nicht der Mietvertrag, sondern schriftliche Bestätigung des Vermieters muss man vorlegen, Eigentümer bestätigen es sich selber oder so. Ich dachte, die verarschen meine Betreute und was soll das. Ist man noch mehr auf die blöden Vermieter angewiesen und als Kontrolle, weil dem Mieter kann man nichts glauben und der fälscht den Vertrag oder was? Fotoausstellung über Altersarmut ist gerade im Rathaus in Langenhagen. Das tröstet wenn ich da Samstag hinfahren und Montag schon wieder.

Frau Borderline hat Platz in der Reha auf Usedom. Nervt aber, weil sie Mails nicht liest und sich nicht meldet oder kümmert. Fasching in Wien ist alles was mit „R“ anfängt. Das ist schön abstrakt, aber dann geht das generve auch schon weiter. Frau Srilanka nervt, Konto ist angeblich gesperrt und landet dann in Wunstorf. Telefoniere mit der Ärztin, das bringt meistens nicht. Ob es freiwillig sei? Ja, wenn sie selber kommt. Damit fällt ein Termin für Morgen aus. Das Jobcenter wünscht gute Besserung. Morgen ist die Türöffnung bei Herrn Ihme, ich hatte den Termin falsch verstanden und dachte Mittwoch. Der neue Aufenthaltstitel von Herrn Jordanien ist noch nicht angekommen. Das Sozialgericht mahnt das Empfangsbekenntnis zum Termin an und ich habe es in der Akte einfach liegen lassen, weil ich den Termin eh absagen will durch Klagerücknahme. Für Herrn Bangladesch darf ich 3 neue Klagen einreichen am Montag und die werden auch scheitern, weil er hat sich nicht im Jobcenter abgemeldet (auch wenn er das Gegenteil behauptet) und das Reisebüro in der Nordstadt kann nicht bestätigen, dass ein Flug, den er im Februar bestellt und bezahlt hat erst im Juli gebucht wurde und das Amt fragt sich, wie man im Februar wusste, dass die Schwiegermutter im August ins Krankenhaus kommen würde und er versteht es nicht. Alle nerven. Ich fresse Karamellbonbons bis mir der Bauch weh tut und es endlich dunkel wird. Draußen treffe ich jemanden mit dem wir nichts machen, weil ich und seine Frau so schwierig seien. Er lobt mein Outfit und liebt uns trotzdem. Stephan findet das nett und ich falsch.

Bei Lidl sind die restlichen roten Zwiebeln nicht mehr in den Netzen, weil die kaputt sind und fliegen herum in dem Karton. Ich frage die Verkäuferin und die sagt in Tüte und abwiegen, dass es hin kommt. An der Kasse, die Bauarbeiter kaufen Brötchen, Margarine und Wasser und Limo, sagt die Frau, die losen seien für die Tafel. Also mache ich rote Zwiebelmarmelade für 1,59 € von Zwiebeln, die ich der Tafel weggegessen habe. Schmeckt trotzdem zum Käse und dazu Salat mit angerösteten Mandeln und Sumak.

Bei Triyoga scheint es eine Novemberflaute zu geben. Ich könnte 30 Tage mit Mimi und irgendeinem Kerl yogen Flatrate all you can Shaturanga für 135 Pfund. Das wäre cool und mir die Sache Wert, aber dazu müsste ich einen Monat in London sein oder zumindest 14 Tage davon. Die Paranoia um die NSU Sache. Tatorte, die sauber gewischt werden statt zu ermitteln, Nummern aus dem Innenministerium mit denen Frau Zschäpe telefoniert hat nachdem der NSU aufgeflogen ist. Ein Film, wie sie ihre Katze rausbringt bevor die Wohnung explodiert. Sie ist unverletzt, die Wohnung wurde mit dem Bagger abgetragen statt Spurensicherung. Nie wird die Wahrheit ans Licht kommen. Steffi kommt mit zum Yoga und wir fahren dann nach Langenhagen zum Fairkaufhaus entweder mit dem Auto oder der Bahn. Beides gut. Zur Taufe gibt es einen Gutschein. Das ist ja einfach. Stephan muss niemanden seinen Geschmack aufdrängen oder ein personalisiertes Geschenk als Spur im Leben eines anderen hinterlassen (was mein Bedürfnis wäre, aber ich bin nicht ausgewählt worden). Er will nur die Erziehungsberechtigten unterstützen und die wissen es am besten, was gut und richtig ist. Ja, so uneigennützig ist mein Mann und gut einschlafen kann er auch. Auch Nachrichtensprecherinnen sind mit mir alt geworden (wie Tutti Frutti als Extraprogramm im Studio, falls es technische Programm während der Comedysendung gibt und sie schalten rüber und neben Hugo Egon Balder sind 3 Omas mit Früchten), zu meiner Zeit war das die alte Nazi-Braut Eva Hermann oder Dagmar hießen die mit Vornamen und nicht Marietta.

13.11. Traum: Mein Bareinzahler aus Bangladesch soll zusammen mit mir operiert werden. Ich sitze im Flur und Heinz von Heiden ruft an, weil er der Steuerkollegin, die ihn angeblich vertritt, gerade ein Fax schickt, in dem sie irgendwas bestätigen soll. Er interessiert sich für ein Haus und ich soll sagen, ob das Fax durchgeht. Habe direkten Blick darauf. Dann ziehe ich schon mal ein OP-Nachthemd an und mache mir ein Bändchen um das Handgelenk und sage, um 19 Uhr soll ich operiert werden. Soll ich den Mandanten noch mal anrufen und an seinen Termin erinnern, nein, gehe einfach selber hin, wir werden ja sehen. Am Lindener Markt bin ich mit Stephan verabredet, der nicht gleich da ist. Soll ich schon mal los gehen und alleine zur OP. Das ist fies und vielleicht komme ich drum herum, weil meine Halsschmerzen sind schon besser (sie wollte hier im Hals was schneiden). Wir gehen die Falkenstraße entlang Richtung Hautklinik. Ich unterschreibe den Aufklärungsbogen und, dass die Narkose Extrakosten verursachen kann, einmal zum Ausschneiden für die eigenen Unterlagen. Das mache ich. Werde morgens im Gästezimmer wach und der Autonome ist an der Decke, das ist der Putz, in dem ich immer diese Gestalt sehe und mich freue.

In der Beilage zur Haz schneide ich ein Foto von Tony Hohlfeld aus. Das gibt es später am Kiosk gegen Geld. Kurt 16, einscannen, da wollten wir mit Alex hin, stattdessen will Stephan Jante als Mittagstisch vorschlagen.

Heute ist alles besser. Herr Iran war auf dem AB und will Termin. Stephan schreibt mir parallel, er habe Geld abgehoben und sei wieder da. Das ist schön, wie wir es unterschiedlich erfahren. Ich rede Frau Srilanka gut zu, sie hat noch mal Lohn bekommen, was ungünstig ist, 2 Monate in einem wegen Zuflussprinzip, aber das soll ihr jetzt egal sein und nein, der Ex-Mann muss nicht mitbekommen, dass sie in der Psychiatrie ist, das geht den nichts an und die Frau vom Jugendamt auch nicht und der Sohn, der bei ihr lebt ist gut versorgt bei ihren Eltern (und kann sich etwas von seiner Mutter erholen), der Rentenantrag für die Frau in Zürich, die Querulantin, ist eingegangen, ich entschuldige mich, dass das Empfangsbekenntnis gebunkert wurde und kündige die Klagerücknahme an, der neue Ausweis muss bei der Bundesdruckerei bestellt werden. Die Sonne scheint und ich werde mit Stephan kurz in die Stadt fahren und Kalendernachschub holen. Beim Musikvideo meines Kollegen mitmachen. Da fühle ich mich nicht berufen. Ich stehe auf Größenwahn und warte bis Missy Elliot anfragt. Stephan muss es ihm natürlich gleich reindrücken, hätte mehr aus Höflichkeit gelogen, weil ich ja weiß, dass es an mir liegt, so doof bin ich nicht, aber im Ernst, so wie ich zur Zeit drauf bin im Übungsraum mit seinen Kumpels, was habe ich da verloren? Die Polsterin ist nicht da, dafür will uns ein netter Handwerker helfen. Ist das Herr Paulsen? Freitags gibt es Fisch bei Karin Klemme und der Espresso neben Gaues ist auch nicht schlecht. Zara-Tüte mit dem Gutschein drin tragen ist mir echt peinlich. Ich bin echt abgestoßen von so was und so weit weg, dass ich nicht mehr nachempfinden kann, wie ich dort mal kaufen konnte. Hier ist also die Seilwinderstraße. Der Pizza-Laden wird es schwer hier haben, schwieriger Standort und großer Laden, der nicht so stimmungsvoll und kultig ist wie auf der Limmerstraße. Da pilgern die Leute eher hin. Wir nehmen den Beate Uhse-Eingang vom Fairkaufhaus und ich bekomme sogar einen Knäuel rote Wolle und bei den Modeschmuck-Kette handele ich 2 € raus. Das ist dann 4 Knäuel Wolle geschenkt. Bin begeistert. Wir hatten uns neulich beim Thema Theater über den neuen Wind, der auch in grafischer Hinsicht dort weht unterhalten, d.h. ich hatte gesagt, wie super ist das finde, der Schminkfotos der Schauspieler, im Programmheft und an den Wänden. Auch die Plakate, die ich zunächst irritierend fand, weil nicht die Schauspieler darauf zu sehen sind, sondern Statisten, finde ich mittlerweile richtig super und freue mich über das Plakat zu „Was Ihr wollt“ mit dem aufgezwungenen Kuss immer wenn ich es sehen. Ich spreche über das Faschingsmotto von der Gela und dachte bei „R“ als erstes an Räuber und frage Stephan, ob er die aus 1001 Dalmatiner im Kopf hat, dicke Wampe und Rollkragen und Stephan sagt: Rollkragen. Er geht als Rollkragen und ich kann ihm was Stricken dazu, Ganzkörperanzug. Das finde ich schon abstrakt bei einem schon anspruchsvollen Thema. „Rund“ übrigens genauso. Vorbei am Verein der Beinamputierten. Hier wird man nur aufgenommen, wenn man 1,5 Beine oder weniger hat. Beim Vorbeifahren hatte ich noch an Herrn Ihme gedacht und als wir wieder kommen, die frohe Botschaft, dass er ein neues Schloss hat und wieder mit Schlüssel die Tür öffnen kann.

Frau Stimmen schreibt mir: „Hallo Frau A,

hab Vitamin b 12 Mangel. Meine roten Blutkörperchen werden zu groß.

Dienstag habe ich wieder Termin.“

Bei Herrn Yoga geht es wieder um Energiesteine und Engel und neue Betätigungsfelder. Ich freue mich aufs Wochenende und yogen und häkeln und basteln und einen kleinen Trödelausflug zwischen drin.  Was man alles mit Fotoshop machen kann!

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Mein ehemals minderjähriger Betreuter, der zurück gezogen ist in die Provinz. 2 Quartalsrechnungen von mir sind offen und seit September wurde die Abgabe an das Amtsgericht Hameln angekündigt und die Akte scheint noch in Hannover zu hängen. Hatte nachgeforscht. Wohl Streit zwischen den Gerichten, war abgegeben und kam zurück. Meiner hat Termin beim Jobcenter Bad Pyrmont und wenn ich es noch bin (was jetzt eigentlich schon feststeht), muss ich mit hin. Habe lange nichts gemacht und dann eben Außentermin. Bitte Stephan die Verbindung raus zu suchen. Er: „Mehr Glück als Verstand, entweder 9:55 ab Hbf S5 Richtung Paderborn oder 10:03 ab Fischerhof. Ankunft 10:58, 2 Minuten zu Fuß, 11:00 Jobcenter, nicht nach vorne sondern nach hinten raus, dann links auf die Mühlenbergstr und dann kommt es gleich auf der rechten Seite.

Rückfahrt immer um :02“.

Ich: „Yuhu, Häkeltime“.

Herr Schwitzehand ist nicht mehr in der Entgiftung, sondern einfach nach Hause gegangen. Sollte von dort aus direkt in die Therapie wechseln und ich rufe an, wie das logistisch geplant sei. Gemeldet hat er sich nicht, habe seinen Briefkastenschlüssel und Wunstorf hat mir natürlich auch nicht Bescheid gesagt. Er weiß, was auf dem Spiel steht mit Widerruf der Begnadigung, aber es ist ihm egal. Den Briefkastenschlüssel sollte ich abmachen von dem Ring, weil er gerade seine „Nägel geschnitten“ habe. In Wirklichkeit hat er gezittert und es motorisch nicht hinbekommen. Hoch lebe die Volksdroge. Rufe bei meinen Eltern an. Eine entfernte Tante aus München ist gerade zu Besuch. Mit ihr spreche ich auch kurz und sage, dass ich immer an sie denken müsse, wenn ich auf dem Bidet sitze. Vielleicht die falsche Stellung und das solle sie bitte nicht missverstehen, aber sie hat mir einen Froschstöpsel geschenkt und er ist dort im Einsatz.

Es gibt Pilze mit Reis und ich telefoniere mit Claudia und bin mir keiner Schuld bewusst, ja, ich habe die Hochzeitsreise abgesagt, nichts anderes erzähle ich ihr und, dass meine ständigen Umentscheidungen meinem Mann zu viel wurden und Stephan ist sauer und geht zu meinem Kollegen in den Übungsraum, der zu einem Konzert im Freundeskreis eingeladen hat. Seine Tochter wird ein Video drehen. Ich bin verunsichert und gehe dafür früh ins Bett. Mit Claudi habe ich darüber gesprochen, dass man bei Freunden das Alter nicht sieht, weil man immer den jungen Menschen vor Augen hat, bei anderen ist es gnadenloser. Claudia hätte heute Hochzeitstag, der 13.11. vor 28 Jahren hat sie geheiratet.

14.11. Traum: Der Nachbar und ich finden uns attraktiv. Ich war das erste Mal in der Wohnung, er hat ein riesiges Aquarium mit 2 Tintenfischen, einem 50 kg schweren Scampi und riesigen Fischen, 2 leben in einem noch größeren als Höhle. Er hilft mir mit Kunst, über einen Spiegel wird ein Bild von mir an die Wand projiziert, total interessant. Ich verstehe mich mit seiner Tochter besser als sie mit ihrer Mutter und soll ihr Nachhilfe geben. Es geht um ein Buch und man soll verschiedene Gemüsesorten erkennen. Mais klar, aber das eine kenne ich auch nicht. Die Lösung steht hinten drauf, ich weiß aber nicht, wie man den Namen ausspricht, hat einen holländischen Namen und ist eine Endiviensorte. Ihr Vater hat zwei Bäume mit Resten von Rot- und Weißkohl und sie isst davon und wenn man das kombiniert, sieht es gut aus. Man kann auch Hemden damit batiken. Ein Arbeitskollege von ihm lobt seine Frau, dass sie noch so ausschaut, wie früher, dann kann er die ja nehmen. Wir sind nachts unterwegs. Hochhäuser mit Comic-Ente, die sich bewegt als Detektiv angezogen ist und raucht. Das habe ich noch nie gesehen. Auf der anderen Seite, eine beleuchtete Hochhausskyline. Über die wackelige Brücke traue ich mich nachts nicht. o.k. die Kinder gehen auch alle. Die sollen vorsichtig sein. Auf einmal sinkt er mit Klamotten ins Wasser und die Kinder auch. Er mag Primzahlen, o.k., er ist sehr verschieden von mir. Stephan ist tumb und stellt fest, dass zu wenig Wasserdruck auf der Leitung ist und zeigt das den Nachbarn, dabei ist ein Schlauch nicht richtig angeschlossen und das Wasser läuft zu uns in die Wohnung. Mit einem Wischer wird es in durch einen niedrigen Durchgang in ein Nachbarzimmer geschoben, wo man nicht mehr ran kommt.

Ich habe nachts Schmerzen im Unterleib, nicht doll, aber latent, dass es nervt und bin sehr geräuschempfindlich. Die nächtlichen Botschaften mit Paris und dem Massaker bei dem „Eagles of Death Metal“ Konzert haben mich aufgeschreckt und beschäftigt und ich fühle mich dünnhäutig. Wir haben die im Sommer in Hamburg gesehen und ich kann mir ansatzweise das Publikum vorstellen und davon haben die definitiv zu wenig in Paris; finde es ganz schrecklich. Zuhause ist man sicher und das wollen die Terroristen, so sagte man, dass man aufhört auszugehen und zu feiern. Bei mir haben sie ihr Ziel schon erreicht. Dann erzählt mir Stephan noch, was unsere frühere Miteigentümerin jetzt für ein Leben lebt mit Buddhismus und Reisen in östliche Länger sowie Securityjobs wegen Martial Arts und wer ihr Freund ist und seit wie lange und wie sie so ankommt im Jugendclub. Das will ich alles gar nicht wissen. Mein Kollege hätte gut gespielt und es gab auch Cover Versionen u.a. von den Dead Kennedys.

Die von Spiegel-Online merken es später. Die heißen nur was mit Metal, aber die Musik ist eine andere. Besser recherchieren ist angesagt.

„The stiff are blessed“, ich beim Morgenyoga. So zitierte die Yogalehererin beim Thema Hüftöffner einen Yogi, weil man da die Fortschritte feststellen könne. Ein korpulenter Neuzugang kracht auf den Boden und muss den Kurs vorzeitig verlassen, kann nachdem sie auf die Schulter gefallen ist, kann sie ihren Arm nicht mehr heben. Das Auto von Steffi macht komische Geräusche. Als es an einer Ampel ausgeht sagt: „wir müssen jetzt schieben“, aber es geht auch wieder an. Als eine Tankstelle gleich auf unserer Seite auftaucht, überrede ich sie zu halten. Öl nachfüllen beim Ford, welche Marke, ein Blick in die Anleitungshefte, dann doch den Stiefvater anrufen, dann geht der Deckel nicht ab und sie will es mit meiner Nähschere versuchen, sie haben zu wenig Servicepersonal und sind mehr Verkaufskiosk. Erst habe ich Angst, dass zu wenig Retrosachen da sind, aber Steffi wird fündig. Schwarze alte Lederjacke und diverse Mützen, eine Handtasche, eine Vase, einen Rucksack. Smoothies von Penny, Apfel, Gurke, Zitrone, Banane. Beim Anblick von Lenorflaschen zu einem Turm gebaut mit blauer Flüssigkeit, die ausschaut, wie Blaubeersmoothies dreht sich bei mir der Magen um. Ich kann förmlich riechen, wie das stinkt.

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Es ist vielleicht übertrieben, aber ich fühle mich sehr emotional aufgewühlt wegen des Anschlags auf den Bataclan. Ich denke, es sind gerade nicht die staatstragenden Institutionen die angegriffen werden, sondern das alternative Leben, die Schwulen, das Liberale und alles was denen nicht in den Kram passt und wofür wir stehen (nicht nur, dass ich die EODM selber im vorletzten Sommer in Hamburg gesehen habe und nun nicht so oft auf Konzerte gehen um nicht zu sagen, gaaanz selten). Das ist kein Natobündnisfall, das ist kein Angriff von außen, die hatten französische Pässe und kamen aus den Vorstädten. Was macht man mit denen? Krieg ausrufen ist schwierig und unrealistisch und aus dem letzten Krieg gegen Terror sind sie gewachsen und der Tod ist nicht schlimm für die, die bringen sich selber um und sind dann bei den Jungfrauen.

Abends probiere ich eine Granny Square Decke. Das ist nicht meines. Hütchen doppeltürkisch, die Bäckerei in Langenhagen und Urfa Sofrasi, die Farben sind grün/gelb. Same same but different, ist wie Alqaida und IS. Zu Jasmins Geburtstag geht jetzt nicht mehr. Essen gehen und Theater, alles verplant. Hatte gerade einen Rocketikett rausgetrennt mit Eifelturm und Paris. Das schreit auch noch Hütchen, außerdem will ich eines mit Tony Hohlfeld machen für den nächsten Besuch im Jante und meine gefilzte Ente „Fup“ habe ich aus dem Büro mitgenommen. Die Kurden sind cool. Coole Klamotten, lassen Frauen an die Waffen und erobern ihre Stadt zurück und machen gleich die Bäckerei wieder auf, Recht so. Ich bin seit Jahren der Meinung, dass die unterstützt gehören, auch man immer gepredigt hat, böse PKK, böser Özalan.

15.11. Traum mit Dackelhunden und meiner Mutter. Dann bin ich auch einer Party in SF und soll Stephan am Flughafen treffen. Es ist schon spät. Wann geht der Flieger noch mal? Bitte zwei Jugendliche mich zum Flughafen zu begleiten. Der ist echt total zentral in der Stadt. Steil die letzten Meter zum Eingang und ich komme nicht alleine hoch. Bedanke mich, dass sie einer älteren Frau helfen. Panik, überhole Leute. Hier ist nur Zug, wo ist der Terminal? Es ist Viertel nach 1 in der Nacht, wenn er um 1 Uhr ging, habe ich ihn verpasst, auch für 2 ist er zu spät wegen internationalem Flug, muss man eine Stunde vorher da sein. Dann muss ich neuen Flug buchen, zahlen und finden. Frage Bedienungen, die gerade Pause machen. Wo muss ich hin? Nach Francoforte fliegt er um 3. Dann habe ich noch Zeit und will erst mal einen Drink, muss aber die Zeit im Auge behalten nicht, dass ich trödele und verpasse ihn dann doch noch. Das wäre zu ärgerlich. Nach dem Aufwachen denke ich: und wo war mein Gepäck?

David Sedaris Hörspiel. Stephan hat Recht, ist so viel besser seit man den im dem Dokumentarfilm gesehen hat und weiß wie er ausschaut. Sein Vater warnt ihn vor den ganzen Gefahren des Lebens wie Rasenmähen und Werkunterricht. Hütchen und Kalender für meine Schwiegereltern. Wenn es Morgen so regnet bin ich im Arsch. Sylter Weißbrot getoastet mit Butter, Käse und Zwiebelmarmelade und Honig. Lecker, könnte mich mittags wieder ins Bett legen, aber das ging alles von der Bastelzeit runter. 6 Hütchen. Ich gebe ihnen Namen: „Je suis Bataclan“ mit meiner gefilzten Fup-Ente; „Tony Hohlfeld, das Fanhütchen“, so was habe ich noch nie gemacht mit einem Foto. Ein „Oma-Hütchen braun“ mit einem Kinderfoto meiner Oma, dann „Urfa Sofrasi meets Cheese“ mit japanisch anmutenden Mädchen und Käsepapier zu den türkischen Verpackungen und eines „Elisabeth – Krankenpfleger“ mit einer zerschnittenen Sparkassenkarte mit der früheren Unterschrift von Elisabeth mit rosa Wärmfalsche und einem Krankenpfleger sowie „Venedig Art Nouveau aus dem Müll“ einen Einwegkaffeebecher, den ich aus dem Müll geholt habe mit einem Art Deko Pärchen und ein neues Granny Square Dreieck, was jetzt zur Decke zusammen genäht wird. Ich weiß jetzt erst, wie gerne ich das Geschenk mit dem Kalefornia von Claudia mag. Es ist praktisch für den Sport, langärmelig und trägt nicht auf. Durch den Versuch es wegzuschenken ist es mir richtig ans Herz gewachsen.

angezogen wie der reinste Totengräber

02.11. MHH Terror, weil Herr Minus nur noch 10 Zigaretten hat und dann durchdreht und die Pflegerin hat schon 10,- € verauslagt, was sie sonst nicht macht, weil sie weiß, „da ist Geld“.

Mit Frau Sri Lanka bei der Ärztin. Der Arbeitgeber hat mir ein Fax geschickt, weil die Arbeitszeitnachweise angeblich fehlen. Das macht keinen Sinn, weil die Lohnabrechnung schon erstellt wurde, außerdem war sie ab dem 02.10. krank geschrieben. Die haben alle Angst vor mir, ist meine Betreute überzeugt. Ihre Mutter begleitet sie und wenn ich in den neuen Laden komme, dann kann ich umsonst essen und sie kochen lauter Extras für mich. Später ein Fax von mir und dann gleich die Erklärung des Arbeitgebers, dass sie jetzt wohl doch zahlen. Geht doch.

Nachmittags Frau Suizid mit dem neuen Wohnbegleiter. Die ziehen um in die Hautklinik und da geht auch ein Facharzt rein. Neues Kompetenzzentrum, finde ich gut. Jetzt sind sie im Wohnhaus mit einer lauten Familie darüber und das wurde nicht passen und dort hat er ein eigenes Büro und sie haben 130 statt 50 qm. Man merkt, wie doll er sich freut, so dass die Betreute sich schon darüber lustig macht. Ist auch schön da am Fluss. Die Eltern eines Betreuten, die dort Eigentum erworben haben, fragten mich wegen der Junkies, ob das schlimm sei. Der Sozialarbeiter daraufhin, das hätte der Architekt auch gesagt, dass sie die wegkriegen, weil der Substitutionsarzt weg gehe, aber das seien nicht die Junkies. Die nehmen das Methadon oder was sie kriegen und gehen nach Hause. Das sind die Alkis, die da den ganzen Tag im Freien sitzen und krawallen. Hat er Recht. Seine Kollegin sollte es nicht machen wegen Personalunion und persönliche Anhängigkeit. Hey, davon lebt mein Geschäft. Ich bin eine Stütze und die Leute haben Vertrauen und für viele ist diese stabile Bindung ganz wichtig, warum sollte man das wechseln? Ich nutze das ja nicht fies aus mit der Abhängigkeit und manche kommen auch von mir los und das ist mir dann auch Recht.

Den Junkies gefällt mein Hut und sie rufen mir zu: „geiler Hut“ und mir bleibt nur die Replik: „geiler Köter“, weil die haben auch geile Geschosse, Creme de la Creme der Mischlinge, vom feinsten.

Yoga mit Partnerübung, Brücke. Ich kann das angeblich so gut, aber ist auch nicht meine Lieblingsübung und ich ermuntere meine Partnerin richtig fest meine Fesseln zu greifen und helfe ihr so gut es geht und ich empfehle allen das Musical vom Struwwelpeter, auch der Schwangeren, wenn sie das ab kann. Die frage ich zuerst als sie es sagt, dass das Kind die Bauchmuskelübungen nicht lustig finden würde: „wie ist das passiert“. Das ist mein Lieblingsspruch. Ich treffe Stephie mal wieder und Larissa im Gang. Sie will zu Pilates und ich will nach Hause, weil Bauch-Beine-Po bei der Schreitante würde alles nur kaputt machen. Schreibe Sabine, dass sie mir die Angoramütze wiedergeben soll, wenn ich sie ihr betrunken aufgedrängt habe und sie sie nur entsorgen will, weil ich bei den Fotos denke, die steht mir doch ganz gut und das mache ich auch nicht mehr, Mützen. Stattdessen habe ich eine Gesichtsmaske gehäkelt, soll eine Mischung aus Burka und Venedig sein. Die Tochter der Betreuten geht mit in die Aida-Premiere Ende Januar. Die Mutter hat sich heute bei mir gemeldet, weil die Anschlussheilbehandlung wohl abgelehnt wurde von der Rentenversicherung und das sollte zur AOK und ich soll mich kümmern. Habe Halsschmerzen, aber schlafe durch.

03.11. CDU schlägt wohl vor, dass Jugendliche ein freiwilliges soziales Jahr machen mit Flüchtlingen. Finden wir gut, hilft gegen Nazis. Endlich finde ich den Stilton bei Lidl, von dem Claudia uns vorgeschwärmt hat.

Ich spreche die Vermieterin von Frau Stimmen an wie die Frau, die den Polizisten als Betreuer haben will (quasi Personenverwechslung, ähnlicher Name, beide Rentner). „Sie haben über den Facharzt die Betreuung für sich angeregt und ich habe nichts mehr der Sache zu tun“. O.k. ist die Vermieterin und das ist sicherlich nicht der beste Einstieg in ein Gespräch. Sie macht Stress und will die Wohnung zurück um sie zu renovieren, aber meine soll trotzdem Miete bezahlen. Wir geraten aneinander. Warum soll meine eine Renovierungspflicht haben, wo sie kaum in der Wohnung gewohnt hat und nichts abgenutzt? ´Hat sie da eine besondere Vereinbarung mit ihr getroffen? Kann ich verstehen, dass das alles ärgerlich für sie ist und sie einen pflegebedürftigen Mann hat, aber trotzdem. Wenn wir die Wohnung übergeben, sind wir raus. Das ist normal. Und mein Herr ADHS sei auch unmöglich gewesen und mag seine jetzige Wohnung und will gar nicht ausziehen und wusste nicht, warum er sich melden sollte und fragte dann wegen seiner Freundin und wollte den Namen aber nicht sagen und sie nimmt keine Leute mehr vor mir. Frau Stimmen hat sie nicht von mir. Muss man mal bei der Wahrheit bleiben.

Von Herrn ADHS meldet sich die Kindesmutter und will das ohne Jugendamt machen. Hat manchmal Vorteile jemand Neutrales dabei zu haben und die Besuche sollen ja vielleicht nicht bei ihr in der Wohnung stattfinden und zur Zeit ist es zu kalt für Kinderspielplatz und außerdem muss es verlässlich sein und bevor er zur holländischen Grenze fährt, wollen wir den Termin schriftlich, zumindest per email. Brauche ich fürs Amt und die Fahrtkosten, das überzeugt mehr bzw. beleidigt sie nicht so sehr.

Herr Jordanien bekommt 3 Jahre erst mal wegen der, auch aktuellen, Strafsachen und danach vielleicht die Niederlassungserlaubnis

Ich esse nicht auf, meine Königsberger Klopse in der Markthalle und kaufe einen überteuerten und unpraktischen Lippenstift bei Liebe, den ich wieder los werden will. Mit Spiegel in der Verpackung. Schwer ohne Ende und unpraktisch für meine Zwecke (wo ich mich doch ohne Spiegel schminke) und so was will ich gar nicht unterstützen (10 Cent Warenwert und eine total übertriebene Einwegverpackung). Ich fühlte mich verpflichtet, weil die Verkäuferin die Farbe mit mir ausgesucht hat, aber das ist alles Quatsch. Teurer Fehlkauf und Zeitverschwendung. Gebe ihn zurück und hole mir was anderes.

Ziehen Elisabeth vor, die schon unter im Amtsgericht in der Eingangshalle steht und Selbstgespräche führt. Die haut sonst ab. Ich bedanke mich bei dem Nachfolger, Herrn Überkorrekt, er ist leichter Fall, klassische Mischkalkulation. Sie lernt so viel von mir und ist schon fast wie ich. Sie will mich nicht verlieren und liebt mich. Sie war bei der UNO und muss auch die Tauben retten. Hat eine am Steintor beerdigt und Elstern waren auch welche tot und sie sehen gar nicht schlecht aus und die ganzen Vögel und will die Richterin jetzt öfter besuchen. Die ist aber meistens nicht da, versucht sie sich zu retten. Ein Kollege, den ich aus dem Studium kenne versucht meinen Kollegen zu erreichen. Mit einem Rückruf hätte es nicht geklappt. Echt? Kann ich mir gar nicht vorstellen (haha). Es geht um Pressearbeit und da wollen sie ihn gewinnen für eine jährlich stattfindende Veranstaltung und die Presse wird da sein „und meistens auch ein Fernsehsender“. Krasses Lockangebot, aber das zieht nur Irre an und davon haben wir schon genug.

Die Mitarbeiterin der Frauenunterkunft erkennt mich nicht mit schwarzen Hut und Outfit und fragt: „zu wem wollen Sie?“. Ich: „zu einer Bewohnerin“. Sie entschuldigt sich dann mich nicht erkannt zu haben. Kurz zu Edeka, wo eine schlecht gelaunte Frau 3 Pilze stornieren lässt und 23 Cent zurück bekommt und dafür auch den Beleg haben will. Dann zu Frau List in die Wohnung. Wo sind die Katastrophen, alles weiß gestrichen, vom Heizkörper war nie die Rede, wollte sie den lieber in Gelb behalten und ja, die Schalter sind überstreichen und den Rauchmelder haben sie nicht abgeschraubt. Das muss man selber machen sagte Stephan und ihr schwarzes Kleid hätte sie nicht zum Helfen anziehen müssen und ja, sie sollte mithelfen, die Sachen wegzuräumen. Maler sind keine Umzugsleute. DVDs, die im Regal geblieben sind haben weiße Farbe abbekommen. Oh mein Gott. Ich soll alles fotografieren, nur was. Ich bin krank und mache bis zu 5 Fotos ihrer Wahl mit meinem Handy, aber überstrichene Schalter kann man sich auch so vorstellen. Rotwein im Tetrapack steht neben dem Bett und sie schaut Filme auf dem Rechner.

Ich bin krank und gehe um 16 Uhr nach Hause und fange mit einem neuen Häkeltuch an. Das Leben auf dem Sofa.

Die Opernkarte für die Tochter von Frau Eierstockkrebs kostet 50 Euro und ich freue mich, dass Stephan mich dazu auffordert nicht rumzuspießen. Warum soll die, die sonst so stiefmütterlich behandelt wird, dann hinten sitzen und nicht bei uns. Ich habe die Einladung ausgesprochen und da muss man konsequent bleiben.

Die schwierige Psychokollegin, die das Weihnachtsessen nicht durch die Personenanzahl teilen will, weil sie weniger isst und trinkt und irgendwie traut sie sich das nicht zu sagen. So eine Psychose würde ich nicht unterstützen und sagen, sie trinkt sonst genug Brühwürfel und stinkt das Büro damit voll, dann muss sie mehr essen, hungern wird nicht belohnt und so teuer ist das eben wenn man mit uns ausgeht. Stattdessen sagt der Kollege Einzelrechnung kein Problem und stellt dann heimlich fest, dass das ein Eigentor sei, weil man es dann steuerlich nicht absetzen kann.

04.11. Ich bin erleichtert, mir geht es deutlich besser und die Energie ist wieder da. Hoffe das hält länger als bis Mittag. Im Büro ist nur noch ein Fuß kalt. Stelle fest, dass Stephan und ich ein echt gutes Team sind und auch zusammen passen und beide unsere Lebenskatastrophen wohl mittlerweile überstanden haben, d.h. so aus dem Gröbsten raus sind, dass man davon sprechen kann, dass alles gut gegangen ist.

Wieder Thema Abhängigkeit. Das Gericht fragt an wegen Wechsel auf Ehrenamtliche und da reagieren meine sehr ablehnend und wollen mich auf jeden Fall behalten.

Die schwierige Psycho-Kollegen hat Tampons gekauft und zeigt uns die winkend mit den Worten: „Mädels…“ als hätte sie einen Partyspaß besorgt und ausgegeben und ich: „Toll, ich mach mir gleich 3 rein“.

Herr Borderline groß ist auf Aggro. Danke für den Tipp. Damit fängt das Gespräch an. Er hat wegen des Verfahrens wegen gefährlicher Körperverletzung zu seinem Nachteil nachgefragt und es wurde vorläufig eingestellt, weil sie den Typen nicht finden können. Dem Staatsanwalt hat er erst mal gesagt, was er von ihm hält. Der Typ haut ab und er hat den Schaden. Den Schaden hätte er so oder so und Untersuchungshaft gibt es nur in bestimmten Fällen. Er war ja auch immer auf freiem Fuß bis zur Verhandlung und der Täter wird wohl sogar per Haftbefehl gesucht, aber er will jetzt gegen Deutschland vorgehen, weil sie ihn/den Täter „hier reingelassen“ haben. Bei allem Verständnis für das kleine Gehirn und den armseligen kranken Mann, ich verliere langsam die Sympathie und Lust für den zu arbeiten. Der ist Nazi, reicht das, um einen anderen Betreuer bestellen zu lassen? Ohne mich wäre es noch schlimmer und so bin ich Korrektiv. Das weiß ich auch, aber es ist anstrengend.

Es kommt zu Fehlüberweisungen und ich drehe fast durch. Das macht mich so was von panisch, ich will alles sofort von meinem Geld ausgleichen. Nach dem Fehler gleich noch mal und der Betreute muss mich darauf aufmerksam machen.

Herr Ex-Linden wurde in der Entgiftung aufgenommen und Herrn Hodscha erinnere ich an seinen Termin beim Strafverteidiger (halt Mutti) und Herr Ihme kommt ohne Termin und ich fungiere als Sekretärin und rufe seinen Bewährungshelfer an und sage, ich würde sie gerne mit Herrn Ihme verbinden. Auf dem Land war es kacke, lauter Antennen. Noch mehr als beim Ihmezentrum. Er will seine Wohnung kündigen. Nein, das ist kein Wohnungsangebot, Daten einer Wohnung, die er aus dem Internet handschriftlich abgeschrieben hat.

Den Hund habe ich Morgen nur den halben Tag. Ja, früher abgeben ist eine Entlastung. Könnte man ihn nicht ganz in der Wohnung lassen oder das anders organisieren? Ich bin vielleicht ungerecht und sage nicht, dass ich krank bin. Können wir die Insolvenz für Frau List nicht beantragen, weil sie eine Laptop bei Otto für 3.000,- € bestellt hat und da Raten zahlen will? Das außergerichtliche Schuldenbereinigungsverfahren mache ich schon zum zweiten Mal mit allen Rundschreiben. Meine Mutter ruft an und will nur kurz sagen, dass meine Pralinen schmecken würden. Ich bin kurz angebunden und fühle mich zur Zeit recht distanziert von meinen Eltern, unverstanden irgendwie und nie macht man es Recht. Ich mache mehr eigenes Ding und für die Istanbulreise sind sie wohl schon zu alt. Das ist auch bitter. Habe mich zu 2 Yogakursen angemeldet und werde zu keinem gehe, wie es ausschaut.

Die Opernkarte hängt ausgedruckt an der Wand.

Vielleicht doch einen State Park in den USA (wollte mein Mann doch immer, aber nur West Coast) und die haben auch echt tolle Flüsse und Seen in den USA. Es gibt einen Grund warum Leute aus SF stundenlang nach Tahoe fahren statt an den Pazifik. Five Fingers Lake. Gut, dass schaut wirklich sehr beschaulich aus. Dann lieber das Geburtshaus von Walt Whitman und ich lese Prosa auf der Autofahrt vor (Leaves of Grass, sage ich nur) und dann in Philadelphia an den Atlantik.

05.11. Fotoausstellung bei Faust. Mit meiner gehäkelten Venedigmaske gehe ich endlich mehr Richtung Lee Bowery. Da wo ich hingehöre. Mit dem verglichen bin ich halt ein Zwerg, aber egal.

Nicht geräumtes Laub im Kurpark ist herrlich. Suki rutscht wieder aus, wie letztes Mal schon. Das sieht echt lustig aus. Er gibt der Bettlerin an der Ecke zum Bäcker Auftrieb und geht zu ihr hin und ist freundlich, schleckt sie ab und sie freut sich. Verhält sich besser, wenn man ihn ignoriert und nicht anfasst. Jede Bestätigung und er dreht auf und fordert mehr ein (verhaltensauffällig, wie man es nicht will). Liegt brav im Korb im Zug und ich will das bestärken und fasse ihn an und er will aufstehen, mache meine Hand auf ihn als Belohnung/Bestärkung wegen Körperkontakt und er fängt leise an zu Fiepsen und Drängelgeräusche zu machen. Dann einfach da sein und alles ist gut.

Bei den Eltern von Herrn Minus werden gerade Möbel ausgepackt und die Hand hat sich nicht entzündet. Herr Minus kann Morgen gehen. Ich organisiere alles.

Ich finde den Weg zum Krankenhaus in Lehrte. Ich denke, dass ist das Arbeitsamt, weil da welche rauchend vor der Tür stehen, ist aber das Amtsgericht. Da weiß ich jetzt auch, wo das ist und ist auch zuständig für die Betreuung. Am Krankenhaus stehen Rettungssanitäter vor der Einfahrt und einer im weißen Kittel. Der Arzt der Rauchpause macht ist unser Nachbar. Was mache ich denn hier. Mir fällt so schnell nichts ein und ich fahre weiter. Die haben einen herrlichen Patientengarten. Ja, da haben die neulich Brotaufstriche daraus verkostet/verkauft. Ach, die waren bestimmt gekauft und umgefüllt. Das mache ich auch immer vor Weihnachten, die Schwartau-Marmelade in putzige Gläser umfüllen mit krakeliger Schrift „mit Liebe gemacht“ Etiketten darauf und fertig. Meine Betreute macht zum Teil noch was mit den Leuten vom Tagestreff z.B. Weihnachtsmarkt in Goslar. Die junge Wohnbetreuung lebt in Hannover. Lehrte ist echt ganz schräg. Würde ich als Filmkulisse nutzen, wenn ich Quentin Tarantino wäre. Titty Twister nichts dagegen. Suki hat zu allem eine Meinung und egal was man sich anschaut, er muss es dann auch mit der Schnauze berühren. Der Stein für den Miniofen für eine Pizza oder was auch immer. Wir schauen uns die Wohnung an, in die meine Betreute tauschen soll. Die ist leer und sie hat schon den Schlüssel. Auf einmal steht einer mit Kehlkopfmikrophon, was er mit der Hand bedient wenn er spricht, im Zimmer. Ich habe mich verjagt und hätte normalerweise kläffen müssen. Ein anderer Nachbar spricht mich an, ob ich vom Vermieter (Wahrendorff) wäre, weil die Umzugskartons seien noch nicht da, wie versprochen. Hat der absolutes Gehör und hat unser Gespräch belauscht? Ich sage, ich habe damit nichts zu tun. Soll mal wieder kommen mit dem süßen Hund und ihn dann ohne Leine laufen lassen. Ich verstehe, dass Lehrte echt nahe ist, die ganzen Stationen in Hannover, Kleefeld, Misburg und dann Ahlten und von dort kann man über die Brücke mit dem Fahrrad nach Wahrendorff fahren. Nächstes Mal steige ich Karl-Wiechert-Allee aus und gehe auf die Hundewiese wo die Dackel in den Erdlöchern verschwinden und für 12.000 € von der Feuerwehr geborgen werden müssen mit meinem Sonnenschein.

Ich rufe Stephan an und wir treffen uns am Bahnhof und ich gehe umtauschen und der Chef macht Gerichtspost. Wir verpassen uns bei Liebe. Ich habe keine Geduld. Dort verzehren sich alle Verkäuferinnen nach Suki. Im Marktcafé bekomme ich echt leckere Birnen geschenkt und wir passen kurz auf ein fremdes Kind auf. Stephan tut immer so, ganz kurze Leine, dass er zappelt mit den Beinen und ich muss immer lachen, weil ich weiß, das würde er nie tun, sagt auch, wie sehr er den Hund mag und sich dazwischen schmeißen würde. Die Bedienung die mir die Birnen schenkt kennt sich aus mit Stuttgart und Weleda und spricht auf meine Verpackung an. Ja, die vielen Zusatzpräparate meiner Oma in Kalifornien. 30 bunte Pillen am Tag für irgendwas und die Dosen fand sie so schön und die wurden dann für Knöpfe verwendet. Muss mal googeln was das für welche waren, Leber- und Gallenschaden. Glaube nicht, dass sie außer Verstopfung was hatte. Suki pinkelt gegen die Baumaschine, den flächigen Presslufthammer mit dem sie dann gleich loslegen und drückt unser aller Meinung zu dieser Mini-Baustelle aus. Die Bedienung kennt sich auch aus mit Hundeerziehung. Die Birnenfrau streichelt ihn. „Das könnt ihr alle machen, er kann es gebrauchen, hat ADHS“. Die Birnen sind tatsächlich lecker. Die vom Markt schmecken nach gar nicths und diese sind köstlich. Wenn ich die Frau wieder treffe werde ich hart betteln und ihr Geld anbieten und Selbstabholung aus dem Garten.

Frau Perser kommt nicht alleine, sondern mit Frau Stimmen. Ich bin nicht darauf eingestellt und erst abweisend und schlecht gelaunt. Sie waren in der Gartenstraße und sie will da nicht hin. Es geht nur um Euro und durch meine Frage, ob sie da hingehen würde, wenn ich ihr 500,- € die Woche geben würde, die sie verneint, kommen wir der Wahrheit näher. Ist ihr zu sehr Altersheim mit der ganzen Ergo und so. Vielleicht eine WG mit einer anderen Frau, weil mit denen versteht sie sich und dann kann sie das Sofa behalten und gleich in eine andere Wohnung ziehen und die Erstausstattung hat sich gelohnt und man hat ganz andere Möglichkeiten eine Wohnung zu suchen. Sie will raus aus der Klinik, weil das Asphalt-Weihnachtsgeschäft läuft und die -Weihnachtsfeier. Kann sie denn da mal in der Wohnung übernachten nach der Weihnachtsfeier oder ist das Horror für sie? Sie weiß ja, dass es ein Ende hat und sie da nicht bleiben wird. Kann doch eine Freundin aus der Frauenunterkunft auch mal da schlafen auf dem Sofa und sie ist nicht alleine. Sie guckt komisch als wollte ich sie verkuppeln. Vinnhorster Weg würde ich Horrorfilm drehen. Kettensägenmassaker Teil 7. Sie konnte 3-Bett-Zimmer in der Psychiatrie gut ab, bei mir gäbe es nach 3 Tagen Blutbad und Frau A in der Fixierung. Deswegen denke ich an WG und sie ist nicht alleine und bessere Wohnung eben. Nein, aber wenn die Vermieterin ihr die Miete nicht erlässt, dann behält sie die Wohnung und vermietet sie tageweise an Obdachlose. 10,- € pro Übernachtung, Messebetrieb. Ich teste ihre Reaktion und sage, nein, ich doch nicht, Frau A kann kein Wässerchen trüben. Frau Perser soll der Vermieterin ruhig sagen, dass ich eine ganz blöde Bitch bin und sie mit mir auch nichts zu tun haben will, sonst wird ihr Kandidat gleich abgewimmelt. Das muss sie so machen. Ich spreche von meiner Idee damals nach dem ersten Wienbesuch ein Second Hand Laden aufzumachen mit Menschen, die sonst in eine WfBM gehen würden und für Pelikan Farben sortieren. Zwei Näherinnen habe ich schon und einen Fahrer und jemand für die Kasse und Frau Stimmen ist die Drückerkolonne, Werbung verteilen und Internetverkäufe. Sie sagt, sie will bei mir anfangen und hat Expert Werbung dabei mit dem Tablett was sie sich holen will. Passt wieder wie Faust aufs Auge. Sie soll bitte das Geld nicht wieder in den Wind schießen und sich was holen, was sie auch gebrauchen kann. Bitte.

Suki wird abgeholt und kläfft kurz Frauchen an und geht dann wieder mit mir rein (Missverständnis des Hundes).

Frau Lustigsprech: Will gar keinen Kerl mehr, hat ihn endgültig in den Wind geschossen, weg damit. Schmeißt seine Sachen durch die Gegend und frisst sich da durch und sie ist die Putzmarie. Der kollert rum, sie nimmt ihn mit zu voll nettem blonden Psychologen, das ist ihr peinlich, jähzorniges Gequietsche. Da kann sie nicht drauf und auch bei Beta, großkotziger Kerl, der die Türen aufreißt. Da kann sie nicht entspannen. Ätzender Kerl weg, kein Glockseegesockse mehr. Sie hat Beruhigungsmusik an, lenkt sie ab von dem scheußlichen Kerl, macht zuhause Fußbad. Bloß keine Terrorkerle mehr, der hat vorher die nette Oma fertig gemacht. Nee, so was kann sie nicht ab.

Mein Vater muss täglich 2 Stunden mit meiner Mutter ausmisten. Sie ist eisern und zieht ihm das Telefonat von der Zeit ab. Den kleinen Taschentauchsieder, der noch tut, aber illegal ist, weil nicht geerdet, ob ich den will. Nein, wir immer airbnb und damit habe ich im letzten guten/teuren Hotel in Barcelona einen großen Kurzschluss mit gemacht. In der Metallthermoskanne. Ich verstehe halt auch nichts von Strom. Mein Vater hat von allem zu viel und kann es in dieser Inkarnation nicht mehr verbrauchen, Bakelitlampen, alles weg. Die Weihnachtseisenbahn meiner Kindheit. Schlage vor, sie Weihnachten noch mal aufzubauen. Das sei nicht lustig und ob ich ihn zum Heulen bringen wollte. Ich weiß noch, wie die gerochen hat und es gab einen Wagen, der hat die Richtung gewechselt, wenn er gegen ein Hindernis, z.B. eine Hand gefahren ist. Er ist wie ich, fotografieren und ebay sind uns zu anstrengend. Er kennt auch keinen. Fühle mit meinen Eltern, die in ihrer letzten Lebensphase sind und das auch so ausdrücken. Fühle mich ihnen verbunden in diesem Abenteuer. Dass ich Milliarden Jahre tot bin, wie Stephan meine, finde ich abstrakt und uninteressant.

Der geschminkte David Bowie auf einer Stofftasche, schön, dass man den noch verehrt. Hatte bei Durch die Nacht mal einer erzählt, dass alle coolen Musiker aufgestanden seien als er reinkam. Wüsste gar nicht, wie ich die Musik hören sollte, das war noch vor Platte, das war Kassette bei mir.

Die dunkle Jahreszeit und die Bedrohung durch die vielen fahrenden Blechkisten, die habe bedrohliche Augen wie böse Monster. Ich habe einen argen Autohass mittlerweile. Ja und jetzt haben sie entdeckt, dass die Autoindustrie Immunität in Deutschland genießt. Ach was! Und alle haben sich gewundert, warum die Umweltzonen nichts bringen und jede Autofahrer hat gemerkt, dass sein Auto mehr verbraucht als er laut Hersteller soll und dass die Abwrackprämie eine steuerfinanzierte Finanzspritze für die Autoindustrie war, weil die Verbraucher Geld dafür bekommen haben, wegzuschmeißen und ein neues zu bestellen. Ähhh? Sind wir wirklich so ahnungslos? Erst die Fotoausstellung, wie ein kleiner Vorgeschmack auf die Lumix, aber die Begabungen gehen stark auseinander und die Hörspiele sind benutzerunfreundlich. In der Innenstadt haben sie so eine Art Vorweihnachtsbeleuchtung in die Bäume gehängt. Ein Leben auf kurzen Beinen kann ich mir nicht vorstellen und es erscheint mir nicht erstrebenswert.

Alle nehmen gerne den Spint mit Frau Freys Foto als Königin von England. Wir waren früh da und ich habe den Kopf genommen. Es ist total leer und traurig und in unserer Reihe sitzen nur 3, mit uns. Solange Du am mich geglaubt hast, habe ich auch an Dich geglaubt als Definition von Freundschaft. Das gefällt mir am besten. Die Freunde von Jan, die an seinem Geburtstag auch mit uns im Theater waren sind wieder da. Wir waren das letzte Mal bei Jans Geburtstag im Beckmanns und die Frau vom Koch sagte, wir sehen uns bestimmt noch und ich: ja und es war nie mehr der Fall. So ist das manchmal. Unseren Nachbarn Olaf treffen wir beim Gassi gehen. Der Terrier mit dem er sich das Sorgerecht mit seiner Ex teilt ist steinalt und schleicht nur noch. Er zählt auf, welche kleinen Hunde aus Feiningers Generation in letzter Zeit gestorben sind. Ich bin noch erkälteter als ich dachte.

06.11. Traum: im hinteren Zimmer ist ihr toter Vater. Das sieht aus wie die Plastiktütenzombies aus Vendig und ich halte das nicht aus in der Wohnung mit einem Toten und kriegen körperliche Beschwerden weil ich es so gruselig finde, dass es bei mir körperliches Unwohlsein auslöst, was ich am Geschmack, aber auch am ganzen Körper merke und ich muss da schnell raus und dann denke ich, scheiße, wie wird das bei mir, wenn meine Eltern, meine Schwiegereltern oder Stephan sterben. Stephan kommt ins Bett, ich schiebe ihm meine Wärmflasche rüber.

Traum morgens: Dellins haben mir antiken Schmuck geklaut, zwei Armreife, Dietrich weiß was sie bei ebay bringen und nach 8 Jahren des nicht miteinander Sprechens (siehe Stück von gestern) setze ich sie unter Druck mit einem Foto, was ich habe davon. Ich weiß, dass sie ihn mir geklaut habe, weil sonst war keiner da und Kay hat mich zu Boden gedrückt und festgehalten und anschließend waren die Schachteln leer und appelliere an sie ihn mir wieder zu geben, sonst werde ich ihren Kindern sagen, wie gemein sie sind und es wäre für sie besser, wenn sie sie wieder rausrücken. Versuche sie selber zu erspähen und ich würde sie dann wieder mitnehmen, aber das gelingt mir nicht.

Wir blockieren den Weg, aber da ist Fahrradständer. Eine türkische Familie muss die Räder hochhieven auf eine Grünfläche mit Baum. Das Mädchen fällt hin und bekommt einen Tobsuchtsanfall und der Vater ignoriert sie und geht weiter. Meine Mutter (noch in jungen Jahren) fragt sie: warum bist Du so wütend. Ich sage Borderline. Die Diagnose ist leicht. Ich mache Yogaübung, aber schummele, weil meine Beine bei der Stützübung auf einer Wasserflasche sind. Ich bei den Szenigen. XXL T-Shirt mit Verarschung von Mc Donalds. Der Typ, den ich mag, macht der Interviews? Führt immer Leute in sein Zimmer und wieder raus. Ist wohl schwul, jedenfalls hat er Ausschnitt, auf dem sich zwei Männer küssen. Thomas im getigerten Hemd mit Frauenschleife und Farbverlauf von blau zu lila und ich sage laut, Du bist ja aufgebrezelt, so habe ich Dich noch nie gesehen, dass der andere hinschaut. Hinten Fettrollen am Rücken.

Das perfekte Dinner in Wien. Sunla und Andras kennen die gut aussehende Architektin, die selber Cantuccini gemacht hat und alleinerziehend ist und eine tolle Wohnung hat und einen neuen Freund, auf den sie stolz ist, weil der ausschaut wie Ryan Gosling oder wie der heißt. Nur der Sohn ist nur mittelbegeistert. Ibsen litt als 8-jähriger unter dem Bankrott des Vaters und das kommt in Stücken zum Ausdruck. Ja, z.B. dem Stück gestern und wir schauen ein Stück von ihm in Berlin, Nora, geht es angeblich um das erste feministische Stück, weil die Frau ihre Familie verlässt. Ob das alles so gut ist? Ikea zahlt wohl unwesentlich mehr Steuern als ich sagt mein Mann und bei einem Gewinn von 1.3 Milliarden zahlen sie 40.000 € Steuern in Luxemburg und Starbucks auch.

Vielleicht Tagesausflug mit meinem Mann zum Hochzeitstag, ich nehme mir frei und dann nach Bremen in die Kantine und abends Essen gehen oder Theater oder (was ich zum Geburtstag vorhatte vorziehen) zu Efendi-Bey frühstücken und dann mit dem 500er Bus nach Wunstorf, Carsten am Arbeitsplatz besuchen oder Fahrt ums Steinhuder Meer und schön Händchen halten. Er ist dagegen.- Gebe „02.12.15 Kulturempfehlung Norddeutschland“ ein und da wird mir May Be Bop in Adventsstimmung, Hans Klock und Breaking Mozart in Stuttgart vorgeschlagen. Das hilft nicht. Ich bin noch ganz schön erkältet und bei 2 x Niesen sage ich „scheiße“ und überlege mir, welche Suppen ich am Wochenende machen will. Vielleicht nach Hamburg und Fisch essen gehen mit unseren Freunden am Jahrestag.

Im Hipstercafé schlingen wir wieder um die Wette. Das macht denen Angst. Schlage Stephen vor, dass wir uns den ganzen Tag in der Gastronomie herumdrücken und er immer was isst und ich immer bettele oder zuhause im Bett. Das ist doch romantisch. Irgendwie ist es ein Reizthema, was wir aber selber hinkriegen müssen. Die Psychologen kann ich nicht ernst nehmen, sorry. Clichy ist gut fürs Weihnachtsessen, gerade wenn man konservative Esser dabei hat. Frau Srilanka ohne Termin. Ich bin genervt, sie ist verpeilt. Rundbrief sieht immer sehr fleißig aus. Liegt hier seit Tagen und muss raus vor dem Wochenende. Private Briefe gehen auch 3 raus, u.a.

„Dear Paola and dear Antonio,

I am sending you and old card of Hannover, where we live. You see it in winter time with lots of snow how it used to look (old car).

We really enjoyed Venice, all the old Palazzi filled with art. It was great and thanks for the hint with Cichetti. We ate them a lot with wine at Al Timon in the Calle Misericordia, which is also a tip for you to try. It’s great there and the staff is very nice. The students sit on the boot with plastic cups. Your house was perfect and for me the Venice colors are now blue, red and green, like the curtains and textils you have at home.

The only thing I missed in Venice, which is actually better here are the trees. We have lots oft them in Hannover and our garden was orange-colored when we came back, so I can understand why you like the mountains and the nature there, because it is great and pleasurable to see the seasons changing.

Thank you again for evenything. We hope you have a good christmas time with family and friends and a healthy and happy 2016. In Germany it is tradition to have an advent calendar, as we call it. Every day you open a door and count down to Christmas. They can be filled with candy and every day you have a suprise from the frist of December until Christmas on the 24th so it is supposed to make waiting easiler I think and to build up the suspense, what ever. I am sending you a small one and you can try it out, if you like it.

All the best“.

Herr Minus wurde abgeholt vom Pflegedienst, er ist gut zuhause angekommen und die neue Verordnung lag bereit. Das hatte ich gestern super schnell und effektiv organisiert (da muss ich mich mal loben). Elisabeth ruft an und fragt, ob ich noch im Büro sei. Ich: nein, das ist ein Anrufbeantworter. Da muss sie sogar lachen. Das Wochenende kann kommen und die Erkältung kann gehen.

Am Lindener Markplatz treffen sich Eltern und Kinder zum Laternenumzug. Durch den Winter lernen die Kinder die Nacht kennen. Im Sommer gehen sie doch schon im Hellen schlafen. Sport bei Stephie, man sollte nicht mehr als 100 Bein- und Po-Übungen hintereinander machen rate ich. Sehr raffinierte Übungen dabei mit Stange bei denen man nach 2-3 Minuten schon in Schweiß gerät, weil sie so da hin gehen wo sie sollen und der Arsch brennt und als eine Teilnehmerin eine Frage hat, sage ich, sie soll uns ruhig die Entstehung der Welt erklären (wegen Pause). Ich überlege doch einen Kalender (einen kleinen) für meine Nachwuchsverwandten in Zürich zu machen, so lieb wie mir Julian zum Geburtstag geschrieben hat und so bleibe ich im Gedächtnis und die hatten noch keinen. Vielleicht sollte ich meine Zigeunerdreieckstücher teuer verkaufen. Unikate, 100,- € oder so oder 80 und mal schauen, was passiert. Das Plakat mit den verschiedenen Trüffelsorten nehme ich mit zum Trüffelmenü. Die bekommt Georg oder Dieter. Hier liegt sie nur im Schrank und das ist perfekt zu dem Motto. Sport macht Ideen. Auch, dass ich barfuß in den Schuhen nach Hause fahren muss, schmälert die Laune nicht.

Stephan hat unerwartet schlechte Laune mit der ich nicht gerechnet hatte. Ich soll nicht immer Häkelvideos schauen oder häkeln und Bildungsfernsehen schauen. Ich mache Kürbissuppe. Sabine hat meine Mütze einfach liegen lassen bei Frau Weiß. Die ist jetzt weg. Ich bin schon sauer oder verletzt deswegen. Gute Comedy im Fernsehen. Ein Sketch mit einer Frau, die mit einem Kind am Tisch sitzt mit Stiften und dann Hektik, Kind in den Schrank. Kommt Mädchen rein und fragt ihre Mutter: „Was machst Du hier?“ Sie: „malen“ und die Tochter: „aber doch nicht alleine. Hier stimmt was nicht“. Dann zum Schrank und Tür aufmachen, wo das andere Kind drin ist, was vorher sagte: „ich kriege keine Luft mehr“ und dann Frage an die Mutter: „Wie lange geht das schon?“ Und die Mutter: „Ich bin auch nur ne Frau und jetzt wo Du auch noch zwei mal die Woche zum Reiten gehst, ich warte zuhause bist Du kommst, ich bin nur noch eine Köchin für Dich“. Sehr lustig. Auch der Sketch, dass Medikamente so teuer sind, dass man sich Weihnachten statt Schmuck schenkt. „Ach, Schatz, das wäre doch nicht nötig gewesen“ und sie sind in Schatullen eingepackt. Kann nicht einschlafen. Über uns die Schritte des Nachbarn. Ich muss an den Film „At Night“ denken. Der Umzug ins Gästezimmer hat den Nachteil, dass es die Straßenseite ist und heute Nacht schreien sie auf der Straße.

07.11. Für schlecht geschlafen zu früh wach. Neue Mütze häkeln in blau-weiß? Das bringt auch alles nichts. Frau hat fast 950.000 Euro fein säuberlich zerschnitten. Falls das war, damit die Erben nicht bekommen ist der Plan fehlgeschlagen, weil die Bundesbank das Geld ersetzen wird.

Mein neuer Lippenstift ist zu hell. Fahre durch viel Laub. Möbelpacker im Treppenhaus. Ich habe Selbstliebe und fasse mich gerne an, bin schön weich. Außerdem passe ich alle Übungen so an, wie sie für meinen Körper passen. Beim Drehsitz fasse ich nicht das Knie an, weil die Hand soll locker aufliegen, sondern das Bein darüber, weil kurzer Oberkörper, kurze Arme. Meine Körperproportionen sind so. Yogamusik ist John Denver und Imagine von den Beatles und die Titelmusik von Wild at Heart als Coverversionen. Julia sagt, der Spruch in der Bahn wäre heute gewesen, wer Schmetterlinge sehen will muss auch ein paar Raupen ertragen und so sei das beim Yoga, man muss sich etwas Kraft und Muskeln ranschaffen um die Schönheit der Asanas genießen zu können. Das finde ich ganz treffend ausgedrückt. Das Beste am Yoga sind die Ideen und Erkenntnisse die mir dabei kommen. Das Körpergefühl ist gut und der Milchkaffee schmeckt danach besser, aber heute ist mir klar, dass ich Stephan manchmal Passivität vorwerfe (was machst Du um in Kontakt zu bleiben, wenn es um Briefe und Kalender geht) ist falsch, weil er unterstützt mich und ohne ihn könnte ich Vieles von dem nicht machen, was ich mache. Es ist als würde man dem Pfeiler vorwerfen, dass er nicht auch Brücke ist.

Stephan kommt nicht und ist sitze auf dem nassen Fahrradsattel. Heute habe ich mehr Geduld, wegen Yoga, klappt es nicht, dass wir uns verabreden? Fahrradunfall? Fahre zu Piu in der festen Überzeugung dort alleine Milchkaffee zu trinken und ein Panini, wo Stephan schon Rührei hatte (von der Frühstückskarte wusste ich gar nichts), dann Flohmarkt, Stephan will jetzt auch hässliche Tassen sammeln und Untertassen, weil unser Schränke nicht voll genug sind. Streit und erst mal getrennt. Noch mal Laub und schön warm ist es. Sage Stephan, dass er den schönsten Körper hat und ihn in fleckige, labbrige alte T-Shirts hüllt. Treffen die Frau von meinem früheren Prof (die schaut sie Sektverschluss an und ich erst das Teil was sie in der Hand hält und dann wandert der Blick nach oben und ich freue mich). Diethart ist von einem ehemaligen Studenten angerufen worden, der einen interessanten Fall hat, aber er ist kein Praktiker und hat da immer schlechte Erfahrungen mit gemacht und sie geht gerne alleine zum Flohmarkt. Wir sind Alkoholiker und trinken den Sekt immer gleich aus. Treffen dann noch einen Bekannten, der hässlichen Häkelschmuck mit aufgenähten Perlen gekauft hat und einige Gespräche und Shakern mit Verkäufern (alte Blechdose wie Schatzkiste ist mir zu teuer, mag sein, dass sie es wert ist, aber ich habe auch schöne und überhaupt zu viel von allem) und finde auch ganz gute Sachen u.a. eine Glasente (Murano lässt grüßen). Lustig, dass ich mir kein Glas in Italien kaufe, sondern dann in meinem Hannover auf dem Flohmarkt.

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Kaufe nur, wenn mir der Verkäufer auch sympathisch ist und in den Preis für angemessen erachte, sonst gleich weiter, habe durchaus genug, dass ich mir diese Einstellung leisten kann. Eine schöne Modeschmuckkette, aber doofe Tussi. Frage nicht einmal. Eine andere Frau schaut sich bei der die Taschen an und ihr Mann sagt immer wieder ihren Vornamen und rollt ganz heftig mit den Augen in Richtung weggehen. „Hilft das?“, will Stephan ihn schon fragen. Sind jedenfalls Szenen wie bei der Hundeerziehung. Wenn sie ihn zwei Mal ignoriert müsste er eigentlich hingehen. Szeneschönling von früher. Bringe ich mit Plattenauflegen und Nordstadt in Verbindung. Ist alt geworden. Ich ja auch, ist ca. 15 oder mehr Jahre her, dass ich ihn gesehen habe. Die Grannys haben Stil und sind echt cool angezogen. Da können diese jungen, langweiligen Dinger sich was abgucken. Ich sehe den hübschesten Hund seit langer Zeit. Mischung aus Husky und Hütehund. Ringelschwanz, recht klein, schwarz-weiß gemusterter Körper und ganz schwarzer Kopf. Ich hätte früher gut ausgesehen schreibt die Tochter einer Freundin. Ja, ich war auch jung. Doch Baklava, haben neue Verpackungen bei Yufka nur das „seit 1885“ irritiert mich. Tee mit Minze, Ingwer und Zimt wie in Venedig und ab in die Kalenderwerkstatt.

08.11. Stephan sucht einen Ersatzteil für seinen Chefsessel. Aussortieren. Ich hasse es, aber es ist auch mal gut, zu pflügen und sich etwas zu erleichtern und aus ästhetischen Gründen auch echt wichtig und richtig. Stephan ist stoisch mit meiner Hormonlaune, die ich dann ungeniert raus lasse. Stephan packt einen ganzen Sack Klamotten für die Tonne. Hosen, die zu weit sind. Sweatshirts, die er nicht trägt. Ich löse meine Sammlung Lippenkonturstifte und Kayalstifte, die ich seit vielen Jahren nicht mehr benutze, auf. Nein, was draus basteln muss ich auch bzw. habe ich schon. Habe alles schon. Lippenkonturstufte sind so 80er. Die Zimtstangen als Urlaubsmitbringsel des Kollegen habe ich für den Venedig-Tee entdeckt und die werden auch aufgebraucht. Stephan erkennt die Stimme von David Sedaris. Ich habe eine CD und Harry Rowohlt liest David Sedaris. Da muss Sephan bestimmt heulen. Das werde ich mir bald mal beim Häkeln konzentriert als Hörspiel zu Gemüte führen. Rossi und Post beim Betreuten um die Ecke leeren. Ist nur Werbung drin. Hier bin ich wieder intolerant. Mit Schlamm vollgespritzt ins Café, damit alle sehen, dass sie Rad fahren waren. Die Wurstklamotten sind eine Zumutung für die Umwelt. Am Nachbartisch haben Rentner Border Collies, reinrassig und 2. Stehen da wohl drauf. Das gehört verboten, die zu halten, wenn die nicht arbeiten und man keine Aufgabe für sich hat außer um den Block und dann wieder in die Wohnung. Das ist eine Quälerei. Der Kuchen ist saulecker, richtig Schoko und Birne mit Mandel. Scrabble und Holzpuzzle mit 5 Teilen sowie ein paar Lebensmittel aus Venedig gehen zu Michi und Markus. Panda und die Kollegin fressen eben noch frisches Gras aus dem Garten, die sehen aus wie dicke, felbezogene Pillen, dann werden sie abgeholt. Die Mitbewohnerin kommt mit ihrem Freund vom Laternenumzug wieder (ohne Kind, nur die beiden) und beschwert sich, dass sie sich nicht verabschieden konnten von den Meerschweinen. Sie macht Gute Nacht Geschichten Lesen für Erwachsene. Stephan sagt ihr, 20:30 Uhr sei ihm zu früh als Schlafenszeit. Der Honig wird gerührt in honigfarbenen Eimern. Michi schickt Markus erfolgreich auf den Balkon als wir geburtstagmäßig noch was zu besprechen haben. Wir haben zuletzt Silvester Mahjong gespielt. Heute gewinnt jeder Mal. Ich selbstgezogen und eine Bockrunde, kann also zufrieden sein. Aus dem Buch, in das die Spielstände eingetragen werden ist zu erfahren, dass wir Silvester zuletzt gespielt haben und jetzt ist November. Die Zeit rast davon und ich stecke in einer Midlifecrisis. So fühlt es sich zumindest an. Es gibt es leckere Lachs-Broccoli Quiche, die Markus gebacken hat und Salat von Michi dazu sowie leckere Weißwein, Riesling und irgendwas mit Muschelkalk. Stephan als Kulturbeauftragter sorgt dafür, dass wir nicht schwänzen, außerdem sind wir schließlich angemeldet „die haben meine E-Mail Adresse.“ Das Stück ist sympathisch und auch etwas Zeitgeist. Datingportal im Internet und Gewalt gegen Schwule wird thematisiert. Sabine meldet, dass meine Mütze wieder aufgetaucht ist. Beim Spielen habe ich noch gedacht, betrunken wegschenken (da kann derjenige davon ausgehen, dass man sie los werden will), dann wieder einfordern und sauer sein, wenn sie weg ist. Ein bisschen die Schuld auch bei sich suchen? Der Seetang aus Kalifornien trocknet hier seit einem Jahr. Die vergilbte Haz datiert vom 04.Oktober 2014. Dafür reicht ein Griff in den Schrank und ich finde den umgetexteten Struwwelpeter, den mein Paps mir zum Abi geschenkt hat („For Beginners in Adulthood“ und das Buch zur New Pop Ausstellung, zu der Stephan das T-Shirt hat. Venedig zur Hochzeitsreise, 1994.

Das Nachbeben von Venedig

27.10. Abends im Taxi stelle ich fest. Das einzige was blöd an Venedig ist bzw. besser in Hannover, dort gibt es zu wenig Bäume. Die machen Dreck, aber auch Stimmung.  Hier sehen die Absperrungen der Baustelle aus wie in Sand eingebuddelt.  Die Glasarbeit mit Herbstlaub auf Murano war unrealistisch.

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28.10. Hans Op de Beeck war meine filmische Entdeckung. Aquarellbilder aus 7 Jahren animiert, traurig, gefühlvoll und schön. Der macht Theater in Frankfurt. Es ist nebelig, aber es leuchtet gelb-orange im Garten. Deswegen will unser Venedigvermieter auch in die Berge, weil ihm die Natur fehlt. Er schickt uns Panorama-Bilder von dort.

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Mein schöner Linsenschmetterling aus Venedig und der Verkäufer, der so viel dazu erklärt und geschrieben hat (Zertifikat, wie er das nannte). „Don’t write me a letter, I’m here“ sagte ich und er hat mich leicht gehauen, d.h. wir hatten und schon angefreundet. Der hatte eine Sammlung von Insektenbroschen. Ameisen mit dickem Leib aus Bernstein und eben eine Schmetterlingssammlung und ich habe den mit eingegossenen Linsen genommen und dann die passende Schachtel und mehrfach zeigte er mir, das der Tesa sich rückstandsfrei wieder lösen lässt.

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Die Überraschung im Wintergarten. Die eine Sukkulente aus Neapel blüht. Ich bin aus dem Häuschen vor Freude. Ich bin gerne wieder in unserem Palazzo Fortuny, auch wenn er weniger stylisch ist, ist eben unserer,

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Der Fensterputzer steht unten vor der Tür und will wissen, ob mein Mann schon wach sei. Ich ignoriere die freche Frage. Manche Leute halten frühes Aufstehen für ihre größte Errungenschaft und Tugend. Ich wache selbst m Urlaub immer um 6:40 Uhr oder früher auf, aber ich mache mir nichts draus.

Eine ganzen schweren Sack voller ordentlich gefalteter, selbstgenähter Klamotten von Andrea und ein Minion begrüßen mich im Büro. 20 Nachrichten auf dem AB u.a. die Frau, die so lustig spricht und schreibt und von der ich ewig nichts gehört habe, neue Gruppe von Beta, kann man Ausflüge machen für wenig Geld und kommt unter Leute, Empelde ist ein totes Kaff, schlecht für ihre Psyche und voll mit fiesen Leute, die einen verarschen und da kann sie keine Freunde finden. Elisabeth und die Anhörung beim Gericht scheint nicht geklappt zu haben, sie ist nicht gleich rangekommen und da waren zwei Männer, sie wünscht mir gute Besserung oder einen schönen Urlaub. Frau Srilanka heult und ist verzweifelt und überfordert. Im Krankenhaus hat man sie nach Hause geschickt, in die Psychiatrie will sie nicht, soll in die Tagesklinik, hat da aber erst im Dezember einen Termin. Die Fachärztin der Beratungsstelle ist im Urlaub und ich mache schon mal prophylaktisch für nächste Woche einen Termin und hoffe, sie hält so lange durch. Sie bedankt sich und scheint erleichtert. IKEM ehrenamtlicher Besuchsdienst geht nicht, weil Frau Babykatze 60 wird und damit zu alt ist. Bei Herrn Ihme wurde der neue Zylinder noch nicht eingebaut und er hat Montag einen Termin um die stationäre Einrichtung außerhalb sich anzuschauen, die empfohlen wurde. Mir hatte er eine Absage erteilt, weil er nicht seelisch krank sei. Ich glaube, er merkt langsam, dass er schlecht zu Recht kommt. Die Wohnungstür öffnet er zur Zeit mit einer Scheckkarte. Das ganze Zimmer schwankt als sei ich auf einem Vaporetto.

Frau Stimmen will nicht zurück in die Wohnung und die kündigen. Der Polizist war mit der Vollmachtgeberin bei der Sparkasse Gehrden und es sind wohl keine Gelder groß veruntreut worden. D.h. das Vermögen ist recht konstant geblieben. Gut, man könne sich überlegen ob eine 75-Jährige einen Bausparvertag braucht. Sie hat jetzt Vertrauen zu ihm und ich bin so schwer zu erreichen und will jetzt, dass er das macht mit der Betreuung und wenn das nicht zu viel Arbeit macht, würde er es wohl machen. Kann er, ich dränge mich da nicht auf. Meine Mama ist an der Ostsee und da scheint die Sonne. Sie trifft Morgen Paps in Nürnberg. Ich fühle mich manchmal von meiner Familie nicht richtig verstanden. Sie wissen nicht, warum ich die Dinge so mache und ich bin ihnen da wohl fremd. Meine neue Familie ist ja auch mein Mann und der versteht mich.

Elisabeth kommt eine halbe Stunde zu früh und ist voll auf aggro, dass ich ihr ihre idiotische Bandansage vorgespielt habe hilft nicht bei der Deeskalierung. Sie wurde gesehen, die war zu früh und die Richterin hatte noch andere Kundschaft. Sie mag mich nicht und was ich ihr alles angetan habe mit der Polizei, Schlagstock, Arme grün und blau (wann war das denn will ich wissen) und nur weil man die Votze nicht zeigen will oder ficken, sie wird laut und sie ist iranische Soldatin zusammen mit ihrem Bruder und bald kommen die Flugzeuge und finden mich dann sieht es hier aus wie nach Weltkrieg Nr. 2 und ich werde Steine einsammeln wie eine Trümmerfrau und es blinkt rot auf ihrer Jacke. Dann ist sie wieder nett und will Stifte tauschen, weil ihrer vom Frauenarzt passt viel besser zu meinen Armreifen und der ist bunt und nur mit blau malen ist langweilig. Das sind gute Argumente aber ich lehne ab, weil ich den selber geschenkt bekommen habe und der hat einen Radierer. Sie hat Schreiben der Üstra zerrissen und ich klebe es wieder mit etwas Tesa. Man muss nicht alles glauben was schwarz auf weiß steht. Ich bin dünn geworden und mein Hintern auch und man muss wohl nicht jemanden behandeln als Arzt oder Studierter, sondern das ist reine Sympathie wie Kaffee trinken. Sie muss irgendwo abgelehnt worden sein.

Den neuen James Bond gibt es schon und das spielt noch der Alte. Konto für Jedermann muss man die Banken dazu gesetzlich verpflichten, auch klar. Hader, die Aufschneider, Mediation wird ganz falsch dargestellt, indem die Konfliktparteien alles rauslassen und aufeinander los gehen. Das muss ich meinem Kollegen sagen. Ist das Merrit Becker, die die Berlinerin spielt: das ist nicht Wiener Schmäh, das ist konfliktscheu. Häkeltuch fast zu groß.

29.10. Früh wach, Steffis Geburtstag verpennt. Das war keine Retourkutsche, Tee und Kuchen mit Kerze, kurzer Venedig-Abklatsch. Hilfeplanung mit Suki, kommt wieder gut an. Ich nehme eine japanische Tasse mit aus dem Regal „zum Mitnehmen“, war vielleicht nicht für mich gedacht. Der Tango-Mann erklärt es mir mit Vahrenwalder Straße in Richtung Süden. Richtung Süden? Welches Schuhgeschäft? Ich bin eine Frau. Kommentiere die Kuli-Sammlung und fasse sie an. Die sind nur zum Anschauen. Lege einen von mir auf den Tisch als vertrauensbildende Maßnahme. Herr Tango ist der Mann fürs Praktische, zum Schrank aufbauen und Frau Perser ist die Psycho-Tante. Gut gesagt, aber so wollen sie es nicht ins Protokoll aufnehmen. Die ist jetzt Master, hat das geklappt? Was ist sie jetzt? Master von was, Master of the universe? Herr Tango stellt fest, dass Herr Architekt in der hohen Erwartungshaltung gefangen ist. Ansprüche ganz hoch, Ergebnis dann Null, weil gar nichts gemacht wird vor lauter Druck und Überforderung und der langen Liste. Mittelmaß muss er noch lernen. Da kann ihm Herr Tango bestimmt gut bei helfen. Ich mag den Typen von der Beratungsstelle und er mich auch. Die, die mitschreibt, ist das die Ärztin gewesen? Wenn ich lache, will Herr Beratungsstelle, dass ich sie teilhaben lasse an meinen Gedanken.

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Frau Perser, hat diese Woche Urlaub und war aber bei Herrn Uno und hat ihn einweisen lassen. Er hatte sich ganz doll in die Hand geschnitten und ist dann mit dem Notarzt mitgegangen. Die MHH ist um die Ecke. Ich sage, dass mir die Eltern auf den Sack gehen, die mir ihre neue Anschrift in Linden mitteilen und der Sohn, mein Betreuter soll es nicht wissen, weil sie Angst haben, dass er sonst vor der Tür steht. Dann sollten sie es mir am besten auch nicht sagen, weil es mich nicht interessiert und ich auch nicht garantieren kann, dass ich dicht halte. Ich mag ihre Vertretung. Ist das ironisch? Nein, bloß weil ich mich auch mit Herrn Tango verstehe und sie nicht.

Die Stieftochter des Kollegen macht FSJ in Tansania. Sie strahlt. Hoffentlich kommt sie da nicht in den Kochtopf, also ich hätte Angst um meine Tochter. Der Oberarzt ist in Afrika bis Ende November. Der junge Mann, der nach Hameln gezogen ist meldet sich. Das Jobcenter will nächstes Mal den Termin mit Betreuer, wenn ich es noch bin werde ich antanzen, trage mir den Termin schon mal ein.

Das zweite Mal die Eltern von Herrn Uno, der sich die Hand geschnitten hat. Diesmal der Vater. Der lässt sich ja nicht behandeln oder Spritze geben. Ob ich schon was weiß. Nein, dann hätte ich mich gemeldet. Das habe ich seiner Frau ja so gesagt, aber das die MHH anruft ist auch unwahrscheinlich. Sie halten es wohl doch nicht aus und werden da anrufen. Zwischen totaler Einmischung und nichts damit zu tun haben sollen schwanken diese Eltern hin und her, dass es unerträglich ist.

Was ich an Suki am meisten liebe ist, dass er Kinder so mag. Wenn sie kreischen „süüüßß“ wenn sie ihn sehen und fragen: dürfen wir den streicheln kann ich bedingungslos ja sagen und rufe ihn ran. Er ist dann so nervenstark und souverän, wie ich es von keinem kleineren Hund kenne. Besser geht nicht. Ich bin dann so stolz auf ihn und nach Cesar spürt er das auch.

30.10. Die Mutter von Herrn Minus weiß, dass er Schmerzen nicht ertragen kann, sind gerade am Packen und übernachten im Steuerndieb.

Herr Gnadengesuch, der bald in die Entgiftung geht. Die Wohnung ist beim Rossi um die Ecke. CCCP und Die Linke Fahnen an der Wand. Absolut-Vodka Flasche im Deko-Regal neben Flughafen-Hannover Aufblasball. Gottseidank sei er raus aus Linden, dem Sumpf. Die Staatsanwältin wollte ihm schon mit 18 eine Auflage machen, dass er aus Linden wegziehen muss. Auch die normalen Arbeiter, saufen und kiffen alle. Das sei nicht normal. Dafür ist das Heizkraftwerk als Logo gerahmt an der sonst spartanischen Wand als Kreuz über den Sofa. Ich lobe die schöne und helle Wohnung. Das sei wohl die neue Waschmaschine. „Hat nur Touchscreen und keine Knöpfe und das für 300,- €“. Ja, er ist Vater und schon deswegen will er das alles auf die Reihe kriegen. Klingt wie aufgesagt. Ich werde seinen Briefkasten leeren wenn er zur Therapie weg ist.

Herr Auge war im Bayerischen Wald über den Sozialverband, der Urlaubsreisen veranstaltet. Wie war es, will ich wissen. Er braucht nächstes Jahr ein Attest gegen Mehrbettzimmer und hat 3 kg zugenommen. Er muss Frau Perser ihren Koffer wiedergeben, den sie ihm geliehen hat.

Ich schicke den Sozialpsychiatrischen Dienst zu Herrn Minus, dessen Hand dreckig ist und voller Tabakkrümel. Der Mann, den ich kenne, wird den Fall der Ärztin, die heute Dienst hat und Vertretung macht, schilden und die wird entscheiden, ob sie heut hinfahren oder Montag. Der von der psychiatrischen Pflege hat Alarm geschlagen und dessen Nummer gebe ich dann auch an. Erst rufe ich in der MHH an. Der Oberarzt der Psychiatrie mutmaßt, dass die Hand behandelt wurde und er wieder weggeschickt wurde. Das sei üblich in solchen Fällen. Er soll mir nicht sagen, was üblicherweise passiert, sondern was hier passiert ist. O.k. er ist abgehauen bevor ihn ein Arzt gesehen hat. Dann ist die Ärztin da und sagt was von Blutvergiftung, die Hand sei schon dick und ich sage, ich will nicht, dass Gewalt angewendet wird, mit mir fährt er mit, ich bin seine Mutti wenn die Eltern nicht da sind, sagte er mir am Telefon. Ich versuche ihn fernmündlich zu überreden und soll laut Ärztin ein Fax an das Betreuungsgericht schicken, was ich mache. Dann Feuerwehrmann. Ich muss vor Ort sein, ja kann kommen, aber er fährt wieder, dann verabrede ich mich mit ihm, wenn ich da bin. Lass mir seinen Namen sagen. Noch mal der Betreute, dass ich mitfahren soll im Krankenwagen. Dann nimmt sich die Ärztin das Telefon und sagt, sie wird das jetzt anders lösen und wird notieren, dass ich nicht hilfreich war und legt auf und geht nicht mehr ans Telefon. Losstürzen ohne Betreuerausweis. Taxifahrer merkt, dass ich aufgeregt bin. Gegen die roten Ampeln in der Marienstraße hilft das auch nicht. Erst denke ich, ich komme zu spät, weil kein Krankenwagen, aber die Tür steht auf und die Ärztin sitzt im Treppenhaus, die blöde Kuh. Wäre gleich gekommen, aber wusste ja nicht wann, ob heute oder Montag. Frechheit. Ich ignoriere sie und wende mich meinem Betreuten zu nachdem ich der Feuerwehr gesagt habe, dass ich da bin und sie kommen können. Die Wohnung ist voller Bluttropfen, wie Jackson Pollock aus Blut.

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Wollen wir Uno spielen frage ich ihn, die Ärztin holt ihm Marlboro. Im Krankenwagen sitzen wir parallel wir König und Königin beim Schach. Die Richterin ruft mich an, als wir gerade bei der MHH einfahren. Sie sagt, sie ärgert sich auch über die Ärztin und ich soll mal eine Beschwerde schreiben. Immerhin lasse ich hier gleich den Beschluss hinfaxen. Ostmäßige Gummizelle in ocker. Er ist ganz klein, kann ich ihm nicht einen Namen geben. Seinen Vornamen will er nicht. Babytiger? Er darf nicht geröntgt werden, er ist noch zu jung. Alle schauen erstaunt als er das in der vollen Notaufnahme verkündet. Dann nur Handbad und Wellness. Das steckt kein Glas drin, das ist eh übertrieben. Bei einem Typen guckt ein Metallstück aus dem Verband. Das sieht auch nicht lecker aus. Ihm wird es langsam zu viel und er will gehen. Nur mühsam kann ich ihn bei der Stange halten und wir bringen ihn auf Station. Ich trage seine Tasche. Dort fragt ein Patient an der Tür, Neuaufnahme, wer von uns. Ich antworte nicht. Das wird er schon sehen. Die Mitarbeiter kennen mich und meiner geht mit dem Neugierigen eine rauchen. Meine Ex-Betreute ist da und begrüßt mich freudig, ja, sie hat mir mehrfach auf den AB gesprochen, aber ich bin nicht mehr für sie zuständig. Ich sage meinem, dass ich verfüge, dass er hier bleiben muss, weil er seine rechte Hand noch braucht und wir die Wohnung schick machen müssen. Meine Daten soll ich wieder auf einen großen Zettel schreiben. Oh Mann, dieser Laden ist unglaublich. Arzt ruft mich noch mal in der Bahn an. War ich nicht lange genug da, ca. 1,5 Stunden? Wir hatten die Medikation schon besprochen und ich hatte gesagt, wie er zuletzt aus der MHH entlassen wurde, sonst Birkenhof anrufen. Rufe die Eltern an. Vater soll Essen auf Rädern übernehmen und Mutter hat Mitleid mit mir, das sei schon ein schwerer Fall und würde mich auch emotional bewegen. Ja, allerdings und ich bin stolz darauf, dass er so ein Vertrauen zu mir hat, aber das sage ich nicht. Die Reinigung können sie nicht selber machen, das ist was für den Tatortreiniger. Da müssen Profis ran, wozu bekommt er jetzt Pflegegeld. Sie haben es für Dienstag in Auftrag gegeben.

Der Polizist will mit Frau Vollmacht einen Beratungstermin Montag oder Dienstag. Nein, ich habe das einmal gemacht unentgeltlich aus Gutmenschentum und bin jetzt raus aus der Sache und will die Betreuung nicht übernehmen, nur die Unterlagen dem zuständigen übergeben oder der Therapeutin. Das ist alles.

Ich bringe die Röcke von Andrea, die übrig sind, zu Steffi und die sucht sich welche aus die ihr echt gut stehen und auch Sachen von mir, die Strickjacke aus Santa Cruz und die Bluse aus Nürnberg. Sehr schön. Stephan holt mich ab. In der Weinbar ist es laut und die Frauen vom Lindener Markt haben Klamottenstangen aufgebaut. Ich trinke vor der Tür mit Freundinnen von Sabine und Larissa. Meine grünen Schuhe und 4 Röcke von Andrea finden ein neues und sehr würdiges Zuhause und die Frauen, die keineswegs aus allen Nähten platzen wie ich, freuen sich richtig. Andrea, da haben wir welche glücklich gemacht und zwar die Richtigen. Die eine hat ihren Mann verloren, der vorher nach einem Schlaganfall im Pflegeheim war und sie mit 2 Kindern auf Grundsicherung, weil sie die 4.000 jeden Monate nicht aufbringen konnte. Jetzt hat sie ihre Mutter ins Heim gebracht, die unzufrieden ist und sagt, hier soll ich bleiben bis ich sterbe und sie erklärt ihr, dass es ihr in 20 oder 30 Jahren auch so ergehen wird, weil der Sohn wird sie auch nicht aufnehmen bei sich, was dieser bestätigt und sie findet es arg bzw. ein Ungleichgewicht, dass man sein ganzes Leben arbeitet seit 15, wie im Fall ihrer Mutter und noch nicht mal für die Kinder eine Pause eingelegt hat und die Rente nur 1.200 beträgt und nicht fürs Heim reicht. Ja, da stimmt am System nicht. Trinke zu viel. Hänge die eine Bluse, grün mit großem Blumenmuster auf einen Ständer vorne ran, weil die mir nicht selbstgenäht erscheint und ich sie los werden will. Eine Frau nimmt sie. Ich schnell hin, weil die wollen doch alle Geld bei diesem „Tausch“ und sage, die gehört mir und die Knöpfe fehlen, aber sie kann die gerne haben. Die ist aus dem Häuschen vor Freunde und will mir noch einen Wein ausgeben. Bloß nicht. Schon zu viel Gin Fizz getrunken. Sabine habe ich eine Strick-Häkelmütze von mir geschenkt. Angora und blau. Wenn ich mal wieder so eine mache, mache ich nicht mehr, dann soll sie die nehmen. Trage ich ganz selten und habe noch andere Modelle.

31.10. Basteln und abends Shockheaded Peter.

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Struwwelpeter war bei uns Familienlektüre, das heißt, ich habe eine umgewidmete Version von Paps zum Abi bekommen. Das wäre mehr ihr Thema gewesen und es war derart grandios umgesetzt. Das Bühnenbild und die szenischen Darstellungen der Hammer. So lasse ich mir Musical gefallen. Punk Oper nennen sie das. Der Riesenelefant als Puppe und dann Chucky als Jack in the Box Puppe und später als Kostüm und seine Eltern, deren Verfall, Trauer und Scheitern an der Frustration man miterlebt, einfach großartig, auch Paulinchen, die Katzen, die Figur, die ich zu meinem 21sten war und der Suppenkasper, der von den Augen des Publikums von dick zu tot geht sowie der Daumenlutscher, dem die Daumen abgeschnitten und er stirbt am Blutverlust. Das Blut sind rote Stofffäden. Einfach toll gemacht. Nachdenklich stimmen, die Zombies, die zerfallen und dann zum Ende hin zärtlich zueinander werden, sie wollen ein „Baby“, vor allem die Frau vom Storch. Das Baby ist hässlich und stinkt und hat lange Nägel und sie können keine Liebe dafür empfinden und dann werden sie so wie das Kind. Ein Zirkus-Revue-Feuerwerk der Extraklasse und so kurzweilige Unterhaltung, dass man die 2,5 Stunden nicht gemerkt hat und noch eine Zugabe hätte vertragen können. Wir treffen Markus mit Gabi und nein, der Stoff an meinem Rock habe ich nicht von ihr vom Flohmarkt gekauft. Mag sein, dass es die Kindergardine ihres Bruders war, aber da ist wohl mehr von hergestellt worden und ich weiß was ich von ihr gekauft habe, eine Tasche mit blauen Nelken aus einem Morgenmantel und ein Buch über die Farben der Tiere. Beides überflüssig im Übrigen. Phantasielose Halloweenverkleidungen in der Bahn. Tim Burton-artige Totenkopfbemalung im Doppelpack. Das lenkt von den kurzen dicken Beinen ab und Kontaktlinsen, auch immer wieder beliebt. Wir treffen den ehemaligen Schülermitarbeiter, der nach Köln zum Studieren gegangen ist. Die Burschenschaft war eine Sache (angeblich nur fechten und nicht rechtsradikal), jetzt ist er nach der Zwischenprüfung nach Göttingen gewechselt, näher an der Heimat und kommt gerade aus der Madonnenausstellung im Landesmuseum, dort war er mit Kollegen und sie haben ein paar Bier getrunken. Der junge Mann war unsere szenige Hoffnung. Das geht in eine komische Richtung. Wir zu Urfa und lauter Extras, Salate und Baklava. Die Bäuche tun uns weh.

01.11. Traum: Gestern kam u.a. die Frage vor, dass wir wohl das glücklichste Paar von Hannover seien. Heute sind wir in einem Ferienhaus und müssen aufbrechen. Die Tramperin, die wir mitgenommen haben trinkt ein Bier und ich schlage Handabwasch vor, weil das überwiegend Goldrand hat und darf nicht in die Maschine. Wir wohnen mit Punks zusammen und es geht ans Packen, ich werfe alles in den Koffer, wie immer. Ein Affe fährt mich auf dem Fahrrad. Das schaut wohl sehr lustig aus. Er soll sich noch mal auf meine Schultern setzen, nein, nicht auf den Kopf. Schultern ist stabiler. Gegenverkehr. Constantin ist jetzt Pilateslehrer, da kann man einzelne Muskelpartien üben. Das man besser atmet und weniger Atemzüge braucht, wenn man Yoga praktiziert, das habe ich schon bemerkt, aber man soll ganz aufhören können. Das kann auch nicht sein. Claudia nimmt am Kochwettbewerb teil und macht nur eine kleine Probierportion. Ich wollte ihr helfen, aber da war eine Plastiktüte in der Pfanne und die ich geschmolzen und ich sagte, das muss ich wohl noch mal machen und ich hoffe, das hat sie noch mal, war aber nur eine Scheibe Brot, die angeröstet werden sollte, spüle erst mal. Sie brät ganz kleine Zimtcroutons an. Leiht sich eine Hose von Sylvia, weil das sei ihre Größe und ihre ist ganz dreckig und sie hat nur die eine dabei und tatsächlich hat sie einen großem, braunen Fleck hinten und sie dachte sowieso, dass die Jogging-Trainingshose besser sitzen würde als sie es tut (hat Gürtel und Gesäßtaschen hinten).

Kalender, noch nicht mal die Hälfte geschafft. Susann soll ich die noch machen? Man hat gar keinen Kontakt mehr. Kommt mir vor wie ein Haufen Asche. Vielleicht einen letzten mit Absage, d.h. Schluss machen.

Frau List hatte mich in Venedig schon genervt, dass die 65jährigen Handwerker der Hausverwaltung nicht schnell genug seien und noch andere Aufträge hätten. Der Fußboden muss gleich am nächsten Tag gemacht werden. Die Hausverwaltung will ihre Leute schonen und sagt, meine soll sich selber Handwerker suchen, die das so machen, wie sie will und die zahlen. Wieder Ungläubigkeit, wie ich das hinbekommen habe.

Heute schreibt sie seitenlange mail über die neusten Katastrophen für die sie nichts kann. Das Leben macht es mit ihr:

Hallo Frau A!

Ich brauche dringend ihr talent als Krisenmanagerin!
Ich hatte am Samstag einen Nervenzusammenbruch und habe bis heute morgen durchgeheult.
Der einzige Grund warum ich ihnen schreiben kann, ist weil ich zu fertig bin um weiter zu heulen.
Doch das größere Problem ist, dass ich nicht mehr klar denken kann.
Die situation hier ist total eskaliert. Ich hatte im web inseriert, dass ich jemanden suche der mir Freitag/samstag Fußboden verlegt.
Es hat sich auch ein Parkettleger, Herr XY, gemeldet.
Doch als der hier war, hat er die Arbeit von Herrn Rentner von der Hausverwaltung gesehen und meinte das wäre Pfusch und das er auch Malerarbeiten machen würde.
Ich habe ihm daraufhin gesagt, dass ich so fertig von dem Chaos in meiner Wohnung bin, dass ich die Arbeit von Herrn Rentner von der HV abnicken werde, weil ich nur noch will dass mein Wohnraum wieder bewohnbar wird. Die Malerarbeiten im Flur wollte ich später machen lassen, weil ich da ja schon am Limit war.
Wie sehr, war mir garnicht klar.
Da die Hausverwaltung ja einen Kostenvoranschlag haben wollte, ist Her XY zu denen gefahren und hat mit Frau HV wer-weiß-was ausgemacht.
Er hat mich dann angerufen und meinte, er könne sofort mit den Malerarbeiten anfangen und würde Samstag mit seinem Kollegen kommen um Das Zimmer neu streich, außerdem den Heizkörper und würde die Fenster und die Türen anschleifen.
Da habe schon gesagt, dass ich eigentlich den Fußboden wollte und dann ging drerselbe Scheiß wie mit Herrn Rentner von der HV wieder los:
Es muss zuerst gestrichen werden, dann die Türen und nächsten Samstag erst der Fußboden.
Zusätzlich haben die mich jetzt zu zweit gegen meinen Willen praktisch dazu genötigt den Flur auch noch auszuräumen. Ich habe versucht was ich konnte, um das zu verhindern, aber offensichtlich hatte ich da schon abgeschaltet. Ich konnte mich einfach nicht gegen die wehren.Am Ende habe ich nur noch gejammert dass ich Angst habe dass meine Sachen kaputt gehen.
Damit muss ich leben war deren Antwort und ich solle froh sein dass die mir Kartons mitgebracht haben! Andere Handwerker würden,
ich zitiere „meinen Scheiß“ einfach auf´s Bett schmeißen!
Ich hab´s weiter versucht und gesagt, dass das genau das ist was ich nicht wollte:Noch eine Woche auf noch engerem Raum mit noch mehr Dreck leben!
Bei dieser ruppigen Schnellaktion, die garnicht hätte sein müssen wenn der eh erst nächstes Wochenende Boden verlegt, ist nun auch schon was beschädigt worden.
Beim ausräumen des Flurs musste ich mithelfen und habe dabei mein (einziges) Kleid und meine (einzige) Sweatshirtjacke mit Lackkram vollgeschmiert.
Ich habe kurz versucht das rauszuwaschen, aber es ging nicht und richtig waschen kann ich jetzt nicht. Außerdem haben die eine kleine Holzgaderobe einfach mit Wandfarbe übergeschmiert.
Was sonst von meinem Kram bei der Aktion noch beschädigt wird weiß ich noch gar nicht.
Was das Eigentum der HV angeht, haben sie die Lichtschalter im Flur mit Wandfarbe übergeschmiert.
Als der Typ das nebenbei erwähnte dachte ich noch er wüsste was er tut, doch diese zugeschmierten Schalter gehen Garnicht.
Außerdem ist unter der Heizung auf einmal ein Loch in der Wand und Herr Rentner von der HV Hätte dasbestimmt zugespachtelt, aber ich weiß es nicht.
Ich weiß nur, dass da ursprüglich kein Loch war.
Heute morgen in der Sonne habe dann gesehen, dass mein Computer total voll Feinstaub ist, weil die natürlich auch in der Küche angefangen haben zu schleifen, obwohl ich da drin saß.
Nuun habe ich Angst dass dieser Feinstaub meinen Computer schädigt. Der wird ja warm und ich will garnicht wissen was da passieren kann.
Am Liebsten würde ich ihn vorsichtshalber zu ACER schicken und reinigen lassen. Doch das kann ich mir nicht leisten. Der kostet mich 900€ und ist 1 Woche alt.
Was soll ich bloß machen? Morgen kommt der eine von den beiden wieder und macht die Türen und Fenster fertig und ich kann eigentlich nicht.
Ich will nur noch dass das fertig wird, aber ich kann nicht mehr mit denen reden. Die hören eh nich zu und machen was sie wollen. Sie müssen mir helfen!
Ich hab solche Angst, dass die mit meinen eh schon klapprigen Möbeln genauso umgehen wie mit mir.
Ich kann doch nichts davon ersetzen.
Außerdem muss ich jetzt noch 1 Woche in dem Chaos sitzen bis der Typ den Boden verlegt und eigentlich wollte ich den Boden mit ihm zusammen kaufen, aber ich kann nicht.
erstens will ich am Liebsten keinen von denen je wieder sehen und zweitens labert und diskutiert der XY ohne Punkt und Komma.
Das kann ch jetzt nicht mehr leisten. Ich bin froh, das ich dies hier schreiben kann.
Gestern ging´s mir so schlecht, dass ich fast ins Krankenhaus gegangen wäre. Ich bräuchte eigentlich Beruhigungstabletten und müsste 1 Wche im Bett bleiben.
Doch kann ich ja nicht!
Der Maler muss hier überall ran und ich kann mich nirgendwohin mehr zurück ziehen, geschweige denn ins Bett. Mal angesehen davon dass die Farbe stinkt wie verrückt,
habe ich ja die ganze Woche genau das Chaos vor Augen was mich so belastet.
Was soll ich bloß tun? Können Sie die Leute irgendwie an die Leine legen? Können Sie Frau NV sagen, dass sie die an die Leine legen soll?
Die hören nicht auf mich! Die hörn nicht. Irgenwer muss denen auch sagen dass sie meine Gaderobe und die Lichtschalter wieder reinigen sollen.
Wenn ich das hier nicht so schnell wie möglich beenden wollte, würde ich die Leute feuern!
Wenn es irgendeine Möglichkeit gäbe schneller an den Fußbden zu kommen würde ich die feuern Doch die habe ja wohl einen Vertrag mit der Hausverwaltung, ode ?
Was soll ich bloß tun?
Ich hab´ solche Angst dass hier alles kaputt geht…
Ach ja, die Heizung ist gerade Kaputt gegangen. Sie hat gekracht und gerumpelt und hat den Fehler E5 gemeldet. Das bedeutet, sie überhitzt und müsste eigentlich umgehend von einem Monteur geprüft werden. Doch ich befürchte, im Bad ist garnicht genug platz um die auseinander zu bauen.
Dann müsste ich den ganzen Kram den ich da in die Ecken gestopft habe auch noch hier in die dreckige Wohnung stopfen.
Was dem Maler garantiert nicht passt.
Sie müssen irgendwas tun. Ich weiß nicht was ich machen soll…
Ich aknn das alles garnicht fassen. Ich wollte nur Material zum selber streichen und ´nen billiges Laminat…“.

Ich komme jetzt schon nicht klar mit der Alten und die Sekretärin der Beratungsstelle muss immer zwischen ihr und mir vermitteln. Irgendwie tut sie mir fast leid und man könnte lachen, wenn man da nicht mit drin stecken würde. Sieht sie jetzt ein, dass man es ihr nicht Recht machen kann? Bestimmt nicht, es sind wieder die anderen, aber was soll ich tun. Kann hier nicht mehr professionell agieren, weil ich mich selber zu sehr aufrege, dass ich Beruhigungsmittel brauche. Am besten dann nicht reagieren und ihre Freundin aus der Beratungsstelle Morgen anrufen.

Wir essen lecker Spagetti mit Zucchini, schön Biss. Das haben wir noch besser gelernt. Der Büffelricotta hat sich orange verfärbt vom Einwickelpapier. 2 x durch die Nacht mit. Der Regisseur von Blues Brothers ist der größere Komiker als Terry Gilliam. Als es um Tarantino geht, erzählt John Landis, dass er nach 10 Minuten meinte: City of fire, weil da geht es auch um Mr. White usw. und er kannte den Film nur, weil die fragen, warum sie sich so anziehen müssen und als Antwort „Blues Brothers“ bekommen und Tarantino hätte er das fragen wollen und der meinte von sich aus: City of Fire, bevor er fragen konnte. Auch tolle Geschichten zu Michael Jackson in Disneyland mit Mickey und ihm und die hysterischen Fans, wie eine Insektenplage innerhalb von Minuten und Body Guards nervös und aus dem Häuschen, werfen sie in eine Stretch Limo und ihm, Mickey und dem Fahrer ist der Arsch auf Grundeis gegangen und sie hatten richtig Schiss, alle bis auf Michael, der die Ruhe selbst war und den Fans zugewunken hat. Dann auch Billy Wilder, der einem aufgebrezelten Kapitän, hochdekoriert mit weißem Zweireiher und Goldknöpfen auf einem See in Italien zugerufen hat, „You still look like a jew“ und als sein Nachname verwechselt wurde mit Wyler sagte „Wilder, Wyler, Manet, Monet, where is the difference?“ Terry Gilliam lobt seine Sohn als Modell für Hermes und John Landis sagt: „oh, that’s great“ und sein eigener Sohn verdient Millionen mit Drehbüchern. Ich will schon um 9:30 zu Bett, vernähe aber zu Ende.

02.11. Frau Schimpferin, meine frühere Betreute verreist und ich soll den Schlüssel bekommen wegen Altpapier. Das ist zu lauter Paketen zusammengeschnürt in der Wohnung. Der Altpapiercontainer steht gegenüber. Da hätte ich jetzt ein paar Mal laufen können. Am Flughafen kaufe ich Herrn Minus, der ist es auf ein Mal, seine Fahrtkarte ab, die braucht er nicht mehr, gebe erst 6,20 €, aber es sind 6,60 € und ich gebe ihm noch mal 40 Cent. Muss alles seine Richtigkeit haben. Was ist das denn? Das neue Geld sieht aus wie ein Smartphone, dicke Kassetten mit Bildschirm. Die Währung steht auf der schmalen Seite. Da steht eine digitale Null. Was soll das denn und die „Scheine“ passen nicht ins Portemonnaie. Braucht man da einen Geldkoffer wenn man Bargeld dabei hat. Die wollen, dass man alles mit Karte macht, dass sie einen besser überwachen können. Bloß die alten Scheine behalten und sammeln. Das bringt auch nichts. Ich will Sex mit einem der Sozialarbeiter, das ist mir jetzt auch egal. Sage es ihm direkt. Es will was machen, was ich nicht will beim ersten Mal. Nehme den anderen und er schaut zu. Dann zurück in der Wohnung mit ihr. Ich hätte die Spagetti vom Herd nehmen sollen. Die kochen jetzt seit Stunden. Haben eine durchsichtige Hülle. Ich probiere eine, schon nicht so lecker, aber will sie die nicht mit etwas Butter mitnehmen. Dann wieder Verabschiedungsszenen am Flughafen. Ich freue mich ganz doll für sie. Dann in der Wohnung von Herrn Minus, der verreist ist. Er hat gekochtes Essen überall verteilt. Im Flur auf dem Boden und im Bett und da sind richtig fette Maden dran. Ich ekel mich und will so tun als hätte ich es nicht gesehen. Das sollen die Eltern wegmachen, vielleicht haben die Maden es auch aufgegessen bevor sie kommen und sind dann selber verschwunden. Ein mir unbekannter Sozialarbeiter sagt, wir müssten das machen und zwar bevor seine Frau es sieht, die ekelt sich nämlich. Ach!

Känguru im Spint

18.10. Herr Yoga schreibt mir zum Thema Haarschmuck.

„ich weiß Ihre Vorliebe für Haarschmuck und kann mir vorstellen, daß es nicht so einfach ist, immer das passende zu finden. Nun ich habe eine junge Frau kennengelernt, die so etwas und anderes anfertigt. Sie finden die Collection unter Fotos auf Facebook unter CactusJumper.“

Ein Tag auf dem Land bei meinen Schwiegereltern. Meine Eltern machen Mittagschlaf und wir spielen Skat mit Dieter. Immer wird neu eingedeckt mit Porzellanserviettenhaltern von meiner Schwiegermutter.

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Wir nehmen einen Sack mit Wallnüssen mit. Total gut! Sieht aus wie der Nikolaus. Schleppe den ganzen Tag außerdem Känguru und Kind im Beutel als Stofftier meiner Kindheit mit mir herum und es kommt nicht zum Einsatz, sondern guckt unentschlossen aus meiner Tasche. Auf dem Weg zum Ballhof erschrecke meine Mutter ausversehen mit der Ansage: Vorsicht tote Taube und sie überrascht mich mit einer ähnlich hysterischen Reaktion, wie ich bei einer Spinne. Daher habe ich das.

Känguru-Held. Das Kostüm mit Chucks hinten und Känguru-Füssen vorne und dem riesigen Schwanz und dem Ringel-S-Shirts: „Hier könnte ihre Werbung stehen“ ist echt sehr gut passend und eben nicht zu perfekt, sondern genau die richtige Mischung, die auch zum Charakter der Figur gut passt. Das Phänomen Mann mit Gorilla-Kostüm, den man nicht durch Bild laufen sieht in echt, d.h. man konzentriert sich so auf den Beutel auf dem Scanner bei der Flughafenkontrolle, dass man sich anschließend wundert als der andere Schauspieler auf einmal nackt auf der Bühne steht. Der muss sich in der Zeit ausgezogen haben und es hat keiner gemerkt. Anschließend Familienthemen nach dem Jugendstück. Schwer zu verstehen, wenn man weder Nirvana kennt noch Klingeltöne, die man kaufen kann. Familie ist schwierig, die Höflichkeit geht manchmal ganz flöten. Er fordert die Expertise für die gefälschte Uhr. Ich gehe auch nicht zu Gastgeberinnen und lasse mir den Kleiderschrank zeigen um denen zu sagen, wie geschmacklos ihre Klamotten sind, aber das kommt vielleicht noch. Warum schreibe ich öffentlich Tagebuch? „In der Ruhe liegt die Kraft“. Klaus Klinski sage ich nur. Ich fühle mich dem Känguru sehr nahe und meine Mutter sagt, schlechtes Beispiel für die Jugend, wenn Chaos gemacht wird auf der Bühne, aber so funktioniert das nicht, dass man fremdgehen in der Oper sieht und sich denkt: gute Idee, das mache ich auch mal. Außerdem sind wir Freunde der Aufruhr, so dass es uns sympathisch ist. Känguru, was Schnapspralinen futtert und einen Bundeswehrsoldaten verarscht. Sehr gut.

Trinke vorsätzlich im Kino Grüntee, weil ich so durstig bin. Kann nicht einschlafen.

Stephan steht mehrfach auf. Hat Weißwein im Eisfach vergessen, den ere um 0 Uhr noch reingelegt hatte.

19.10. Traum: Viel Marc und Jasmin und die Jungs. Flohmarkt, Trakt abgesperrt, indem sie Sachen auslegen. Ich laufe dazwischen, steige hindurch, was sehr mühsam ist, weil ich nichts beschädigen will und sie mich nicht hören sollen. Ginset, ganz Antik, aus Glas mit Presse für die Zitrusfrüchte, nicht den gesteppten Rock, zu einfarbig und langweilig. Habe ungewöhnliches Hütchen auf mit Metallanteilen, Komplimente. Will eher ignoriert werden, sage danke, man muss höflich sein. Man angelt, Fisch nicht tot, verwandelt sich in ein Pferd mit Pfeil im Rücken und läuft weg. Hält es Unterwasser, Marc schwimmt mit den Jungs vorbei und statt sie abzulenken, lässt er sie tauchen und Valentin sieht es und ich sehe sein entsetztes Gesicht. Valentins Oberteil sieht aus wie ganz feine Holzuntersetzer, ist Leder, geflochten. Kleiner Mann in Zimmermannkluft schiebt mich den Berg hoch und trägt mich dann eine steile Treppe hoch. Rufe ihm nach, ob er sonst an sehr schweren Türen quasi trainiert und übt, die 100 kg wiegen.

Meine Eltern flüstern im Bad. Mein Vater, der alte WG-Mensch sägt Metallstangen in der Küche  mit dem Edelstahl-Gasherd als Unterlage um dann zu beteuern, wie unproblematisch er ist. Wenn da ein Kratzer rein kommt zahlt er 1000,- €. Ich habe Angst vor so was bei mir. Ich bin auch so, verwüste Wohnungen bei Freunden, breite mich überall aus wie ein Tsunami, wenn wir zu Besuch sind und lobe mich, weil ich alles wieder zusammen räume, wenn ich gehe, wie unproblematisch ich doch sei und dabei gehe ich bestimmt auch allen tierisch auf den Sender. Ist bestimmt auch total assig wie ich drauf bin und mich verhalte. Hey, WG-Menschen zeichnen sich nicht dadurch aus, dass sie im Stehen pinkeln, wenn sie bei sehr ordentlichen Leuten mit Porzellanservierhaltern und alles passend zu Besuch sind und den Klodeckel nicht mal wieder runter klappen.

Wir haben Kamera bei meinen Schwiegereltern liegen lassen und sie müssen jetzt nach Hannover kommen und sie uns bringen. Wie peinlich ist das denn? Den ganzen Tag wurde bewirtet und neu eingedeckt, die haben lauter Krankheitsfälle im Freundes- und Familienkreis und es geht selber nicht gut und dürfen uns die Kamera hinterher fahren, Ich bin echt entsetzt und das weil ein Foto von der Tischdeko gemacht wurde, nicht dass wir tolle Garten- und Gruppenfotos gemacht hätten. Das nicht, d.h. meine Eltern auf der Besuchercouch sollte ich noch fotografieren. Trotzdem, große Blamage. Hauptsache wir haben an die 10 kg Wallnüsse für uns gedacht. Wir sollten sie zur Strafe nicht dabei haben in Venedig, ich sollte meine Blog einstampfen, Stephan schreibt: ich und meine Bestrafungsphantasien. Telefonat mit Schwägerin. Bei Bauhaus waren sie neulich, dass es im dort hinter der Kasse angekettete Sägen und Werkzeuge geben würde wo Kunden mit arbeiten und selber Sachen schneiden und bohren und sägen können, wie die Geschenkpapierstation bei Rossmann. Da ist auch Papier, Schleife und Schere für Kunden zum Selbermachen.

Der asiatische Lebensmittelladen von Frau Srilankas Familie wurde eröffnet.

Der Bruder von Elisabeth ruft mich an und bitte mich um Rat und bedankt sich für meine Arbeit. Sie ist wohl sehr aggro und schlägt die Mutter. Was kann er tun? Die Eltern müssen sich abgrenzen. Außerdem sind Angehörigengruppen auch eine Form der Unterstützung. Er lobt mich als Ausnahmetalent, weil seine Schwester sonst nie so lange Kontakt zu einem Menschen hält, wie zu mir und sie wissen alle was ich leiste. Das tut gut, Danke.

Erbkram beschäftigt mich. Bruder gestorben und die Mutter ist so alt, das man es ihr nicht sagt. Das ist ein realer Fall und ich kenne die Betroffenen und alles so Horror, dass ich es mir kaum vorstellen kann. So viel Schmerz und die Frau, die mich um Rat fragt, hilft selber so viel.

Mittags Fußbad in Senf. Ins Bett. Abends Schuhe aus im Kino, kalte Füße

Perlen Doppelprogramm. David Sedaris ist so süß. „I don‘t think, I sound like a woman, maybe like a very small man“ und er zeigt 30 cm. Er ist seit 30 Jahren mit seinem Freund zusammen, der hat eine unmännliche Stimme, aber kann handwerklich alles im Haus machen, Leitungen verlegen usw. „He can beat me or set me on fire, when I am sleeping. I never want to go on a date again in my entire life and I never want to go to a gay bar again.“ Manche nutzen die Stimme vorsätzlich, damit gleich alles klar ist. Gut gefällt mir auch der Kabarettist, der sagt: „If a should ever see 2 men blowing each other, I would be like: good evening, gentlemen. But if they start talking like (und er macht bewusst auf schwulen Singsang) if you’re from Phoenix, then your phonesian, I would be like: shut up, you faggot“. Außerdem kann auch eine schwule Stimme sehr autoritär wirken, dass man sofort alles macht, was derjenige will. So eine böse, große Diva halt. Ich kenne zumindest einen.

„In the grayscale“ hat flache Schauspieler bis auf Emilio Edwards mit 5 Fahrrädern hätten wir gerne eine Stadtführung mit ihm. Erst Stadtrundfahrt und mir kann er dann Kaffee machen und ein Avocadobrot. Die anderen Darsteller sind farblos. Goldlöckchen sieht aus wie der Sohn des Nachbarn, Schönling, aber farblos und unentschlossen, Weichei.

Der Kronleuchter am Kröpke ist das reinste Putzlicht.

20.10. Traum. Letzte Sequenz im Auto, ich sitze hinten in der Mitte, wie meistens neben Elli und mache pädagogische Hausaufgaben, indem ich frage, wie sie mit Rechtschreibung zurechtkommt, ob es ihr schwer fällt und sie lernt es ja gerade erst. Und wenn schreibt man manchmal mit 2 „n“ in dem Sinne von Bedingung, wenn Du auch da bist, sehen wir uns und wenn es zeitlich gemeint ist, dann mit „h“. Beim wachwerden merke ich, das ich englisch „when I was young“ gedacht habe. Polizeiliche Absperrung an der Glocksee. Ich bin nicht angeschnallt und tue dann zumindest so. Wir halten den Wagen, Straßenbahn steht, machen sie da Razzia, nein, die Schaulustigen sind am Fluss, hier ist ein Gitter hochgehoben und es laufen 1000e Ratten unten entlang und quietschen und machen Rattengeräusche. Viele finden das eklig, ich nicht. Manche kommen hoch und ein Hund versucht sie wieder zurück zu treiben, die 3 haben selber Hundemarken um und ich sehe den Terrier in der Ratte, sie sind größer und haben quasi ausversehen bei den Ratten gelebt. Sie laufen jetzt in Richtung Küchengartenplatz. Eine andere beißt mich durch meine Klamotten und ich habe Angst vor Krankheiten und der Biss wird die Haut durchbrechen. Um den Biss zu lösen trete ich ihr auf den Kopf mit Strümpfen (genau der gemusterten Strumpfhose, die ich anhatte an dem Tag) und wenn sie jetzt schwer verletzt ist, überlege ich, das bringt nichts, ich muss die Sache konsequent zu Ende bringen und trete doller zu bis sie stirbt. Das wird dann gefilmt von wegen wie brutal ich bin. Es fließt Blut, ein letzte Aufbäumen, dann Entspannung, sie ist tot. Mein Kollege findet mich auch krass, Zuvor hatte ich ihm Vasen aus Italien gezeigt, ein Bild was ich angeblich auf der Straße gefunden habe, in Wirklichkeit geklaut habe, es braucht einen Rahmen und dann 2 kleine Vasen mit Deutschlandfarben, echt abartig und kitschig, die eine in Stiefelform und er macht ein Arrangement daraus. Davor sind wir in Italien, auch mit Steffi. Frittierter Kuchen, ja mit Käse, zeige auf die Tafel, dauert 10 Minuten, wir sollen wieder kommen. Das historische Neapel, immer wieder krasse Szenen, man ist auf einmal in einem Altenheim. Steffi zeigt uns wo es die besten Spezialitäten gibt und den besten Kaffee. Irgendwas hat mich gebissen und da steht jetzt das Wort „Satan“ auf meinem Hals an der Stelle, vorher stand ein anderes Wort, das wechselt. Das ist mir unheimlich, Stephan soll es abkratzen. Wir sind in einem Glasgeschäft. Dieses Schnapsglas oder kleine Vase ist sehr ungewöhnlich und würde Kathrin gefallen. Der Tiger ist ganz kompliziert gemacht mit den Barthaaren, kostet aber über 100 €, ach so, ist 60% reduziert, aber hat eine Schrift auf dem Rücken, die ich nicht verstehe, ist vielleicht Werbung. Ich kaufe große blaue Glasohrringe, die Blütenblatt zeigen. Die seien nicht so interessant, doch, hinten ist das Gegenstück für das Ohrläppchen auch aus blauem Glas und nicht nur ein gekaufter Rohling. Etliche andere, echt reizvolle Träume, die ich beim Zwischenwachwerden immer noch gedanklich aufsagen kann, werden durch den Rattentraum überschrieben, bin zu faul aufzustehen um zu schreiben, lieber schlafen und Kräfte sammeln, ist wichtiger. Stephan erzähle ich den Rattentraum und er meint, ich war die Ratte, die zertreten wurde wegen Blut.

Lässt die Regel nach, wollte heute zu der TCM-Frau und mir einen Akuttee geben lassen, damit ich Venedig überstehe. Weniger rot und die Energie ist viel besser, wie normal und keine Schmerzen.

Verhelfe Herrn Borderline Groß, dem Schlägernazi nicht zur Pflegestufe.

Der Hochsitz im Gericht. Gruppe von Asiaten auf Besichtigungstour. Termin bei Dr. M. Frau Perücke wollte sich letztes Mal umbringen nach dem Termin bei ihm. Was? Er ist geschockt. Ja, sie hat immer schlimme Versagensängste und setzt sich unheimlich unter Druck. Was macht sie so tagsüber. Viel im Bett liegen. Phantasy-Hörbücher. Ist das nicht gruselig und brutal. Doch, aber anderes auch. Dann müsste sie Biene Maja hören und das ist bestimmt auch irgendwie brutal. Kennen Sie das, Frau A. fragt er mich. Nee, aber Willi wird bestimmt gemobbt. Er bekommt einen Anruf, dass ein Bekannter plötzlich verstorben ist und krickelt mit dem Füller und ist etwas von der Rolle. So schnell kann es gehen, dass was Schlimmes passiert. Höchstfrist 7 Jahre und Gesundheitssorge wird neu aufgenommen. Dann kriege ich jetzt Versagensängste, weil sie ist so krankheits- und therapieerfahren meine Betreute und jetzt habe ich neu den Aufgabenkreis und muss dieses rosane Einhorn was fliegen kann aus der Tasche zaubern und das Blatt noch mal neu wenden, will heißen, ich schaue in Absprache mit ihr wie ich sie unterstützen kann und glaube nicht, dass ich Wunder bewirken kann.

Ich bin genervt vom Schuster, der 3 x morgens zu hat. ich mache das jetzt selber. Kollege fragt wegen Kaffee, aber ich habe keine Zeit, muss Arbeit wegschaffen und will lieber zuhause kochen. Bin zur Zeit auch nicht so auf Kaffee. Harald, der wegen Rathauskantine fragt muss ich auch eine Abfuhr erteilen. Er fragt (zurecht) ob die Schwulenfilme nicht gegen das Frauenleiden geholfen hätten.

Arbeite bis abends um 20 Uhr, Sport wird abgesagt. Unser Gastgeber in Venedig ist 1,90 m groß.

21.10. Morgens packen usw.

Herr Glocksee, Handy und Laptop kaputt und Bewegungsmelder im Flur. Der ältere Sohn ist18 und studiert Kunst, d.h. er sprüht die Wände voll. Känguru-Chroniken halt. Der Jüngere macht schon eine Ausbildung, irgendwas mit Auto. Mein Stoffkänguru steht hier im Büro.

Die Vertretung von Frau Perser hat Plugs und sieht gut aus. Sie holt 50,- € für Frau Stimmen, die sie Freitag sieht und die nicht zurück will in die Wohnung. Das Alleinsein hat sie wohl unterschätzt.

Mittags schreibt die Mitarbeiterin: ein Herr H. von der Polizeiinspektion West hat angerufen…Eine Frau Misstrauen in die Bevollmächtigten war bei ihm und hat etwas wirre Sachen erzählt. Er wollte noch mal Rücksprache mit Ihnen halten, bevor er weitere Ermittlungen aufnimmt. Bitte Rückruf unter 109….

Für Herrn Schwitzehand muss ich heute was schreiben zum Gnadengesuch. Nächsten Freitag schaue ich mir seine Wohnung in Limmer an. Am 04.11. geht es in die Entgiftung und von dort zur stationären Therapie am 16.11. ohne Zwischenstopp zuhause. Wenn das nicht überzeugt. Elisabeth kommt mit Bierflaschen und das ist laut. Will alleine zur Richterin am Freitag und will wissen, wie viel Zeit die für sie hat. ich sage, ganz viel, mindestens eine Stunde. Die muss Ihnen zuhören und da können Sie mal richtig erklären, was Ihnen aus der Seele brennt. Ja, ich bin fies, aber das hilft bei der Würdigung meiner Arbeit.

Beim Yoga bin ich mal wieder irritiert, was der normalen Person alles weh tut und bei welchen Entspannungsübungen Druckgefühle im Bauch entstehen. Ich habe ein ungeheures Gefühl der Dankbarkeit, wie American Beauty, all die Schönheit, wenn ich die Augen schließe und das Erlebte abspule überwältigt es mich und ich denke, es war so viel und ich bin so gesegnet. Die Trainerin sagt, wir werden heute schlafen wie Babies und tatsächlich habe ich schon während des Kurses ein Gefühl der bleiernen Müdigkeit und nur durch eine Runde Häkeln schaffe ich 22:30.

22.10. 22.10. Umzug ins Gästebett. Ist einfach zu weich dort, fast so gemütlich wie in Lausanne, fehlt nur der Vorhang, damit es wie Himmelbett/Höhle ist. Als ich um 4 Uhr wach bin, ist es noch zu früh sich seiner Reiseaufgeregtheit hinzugeben. Um halb 7 ist Schluss mit Schlaf bzw. ich darf mich der Reiseaufgeregtheit endlich hingeben.

Traum Familientreffen, 7 Hütchen dabei, ziehe immer dasselbe an. Mein Cousin Rüdiger putzt mit einer Cousine. Schrubben den Boden mit einer Klobürste? Ein Laden mit coolen selbstgenähten Klamotten, ist ein Waschsalon und ein Modell wäscht ihre Wäsche (irgendwie Filmsequenz). Vorher hat sie gesagt, sie sei eine Kampfmaschine und kämpfe mit dem Teil in das die Männer immer rein wollen, das hätten diese nicht. Die Klamotten sind Fahrradklamotten, aber anders, der Rucksack gleich mit draufgenäht oder bunte Unterwäsche, Korsagen und Strumpfhalter. Das Modell hat einen Stalker und wird vergewaltigt auf dem Tisch wo die Klamotten standen mit dem Bein einer Schaufensterpuppe, aber es ist nicht dramatisch, sondern eher total überzogen und man denkt, unrealistisch der Film. Dann einkaufen in der Schweiz, ich bin bei Migros oder so. Bio-Klamotten, doch noch eine grüne Yogahose, ich trage die Einkäufe, die ich schon dabei hatte, aber zum Glück stehen überall Einkaufswagen herum und die sind noch ohne Pfand. Ich laufe durch den Laden, hinten haben die Möbel, wie skandinavische Holzmöbel. Stühle mit integriertem Licht, darunter eine Glühbirne und das eine ist ein Eisbär aus Holz und das Licht ist in Bewegung und wird heller und dunkler und das macht Muster, aber ich glaube nicht, dass ich den kaufen darf. Stephan treffe ich in der Kantine.

Letzten Dienstag ist der Mann der Vollmachtgeberin verstorben, War das nicht der Tag als sie bei mir war. Netter Polizist, ich schicke ihm die Unterlagen und er will sie mal zur auswärtigen Sparkasse hinbegleiten um sich einen Überblick über das Schrumpfen des Vermögens mit ihr zu machen.

Warum habe ich bei Elisabeth Uno (denke an das Kartenspiel) im Kalender stehen und was habe ich gemeint, wie habe ich mich da verschrieben. Ach so, ist die Spende und das Fax was ich schicken wollte. Bin zu doof meinem Betreuten Post zu schicken und schreibe ihm das. Ging an die alte Anschrift. In der Sache mit dem jordanischen Pass der Landkreis Holzminden. Ich mag ihn nicht mehr hat der Sachbearbeiter gehört, weil ich streng rede zu seiner Kollegin. Ich: mochte ich ihn mal? Meiner wird eine Niederlassungserlaubnis bekommen. Das ist sehr gut. Die Strafsachen sind alle Lappalien und wegen seiner Sucht. Vodkaflachmann für 1,59 € klauen und einen Teil vom Einkauf bezahlen, wenn er nicht steuerungsfähig ist.

Rentner fragen, ob die Bahn auch fährt und laufen lustig an den Gleisen die Baustelle entlang.

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Warum schimmelt eigentlich eine Chili. Ist das den Schimmelpilzen nicht zu scharf? Anders zum Flughafen, nämlich mit S-Bahn und Bus. Wir sind die einzigen Fahrgäste, wie großes Taxi. Davor fährt ein Daniel Craig –Bauarbeiter, aber 100% von der Optik her mit und eine junge Mutter, die im Industriegebiet aussteigt, Auf der grauen Trainingshose steht auf dem Arsch PARIS.

Beutel voller Stengel

12.10. Traum mit Sunla, die neues giftigen Mittel hat, was eigentlich ein Medikament ist gegen Bluthochdruck oder so was, aber die Trinkflaschen total sauber macht. Ich nutze immer eine Bürste, die ausschaut wie in der Autowaschanlage. Bühnenauftritt, auf dem Festivalparkplatz abgelaufene Joghurts, umsonst, aber Polizei mahnt zum Aufräumen. Ich habe meine Pelzstola um und Angst vor Angriffen. Ich soll bei einer Mutter und Tochter übernachten und die muss früh raus, so dass wir fahren müssen. Der Hauptakt, der viel früher spielen sollte ist doch super, so dass Stephan ihn gucken will und nach vorne geht und im Tanzmodus ist. Ich stehe neben den Akteuren. Die Tänzer haben lustige Kostüme, dass sie ausschauen wie Müll oder Farbklekse und damit machen sie unterschiedliche Übungen auf dem Fußboden und verwandeln sich dabei. Der eine Musiker hat was Selbstgestricktes an in Farbverlauf mit Muster, ich teste, ob es Baumwolle ist und schneide einen Fleck aus, d.h. es soll ausschauen wie ein Fleck und das gelingt mir ganz gut.

Doch was aussortieren von dem Venedigberg? Ich mag es einfach eine ordentliche Auswahl zu haben, wie hier. Sortiere doch was aus und habe nur noch 12 Hütchen. Reicht auch für 6 Tage.

Eine Woche voller Außentermine steht an, Stephan geht Mittwoch allein zum Faust und Freitag kommen meine Eltern. Heute erst mal Ausländerstelle, Akteneinsicht und dann zu Herrn Steintor Zählerstände ablesen.

Herr Yoga ist manisch. Nachts um nach 2 Uhr schreibt er mir:

„ich bin süchtig nach Briefe und emails schreiben, das gibt mir so richtig einen Kick ins Leben durch Gefühlsstrom.

Dieses nachfolgende Schreiben habe ich zur Erreichung meiner Forderung inhaltlich durch Engelchanneling formuliert und gebe das morgen meinen Vermietern im Hinterhaus. Das Mieterhöhungsverlangen haben sie über den Vater laufen lassen, der bis vor kurzem noch der Eigentümer hier war, wohl damit sie, die hier mit mir wohnen, nicht die Bösen sind. Ich habe auch gechannelt, daß einer aus deren Familie wohl karmisch mit mir verwandt ist und am selben Tag Geburtstag hat, sehen Sie selbst im Text, ich habe Anmerkungen hinzugefügt.

Ist schon der Hammer, wenn das so die Forderung einbringt, nachdem anwaltliche Bemühungen erfolglos waren, aber ein bißchen Glück ist schon noch dafür notwendig.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Yoga ______________________________________________________________________________________________

Sehr geehrte Frau B.,

sehr geehrter Herr Dr. B.,

ich lebe nun mehr als 13 Jahre hier und Sie sind, soweit ich informiert wurde, meine neuen Vermieter. Solange habe ich noch nie irgendwo gewohnt, nicht einmal in meiner Kindheit.

Ich fühle mich hier trotzdem nicht wohl, weil ich mich hier ungewollt fühle, die Methoden des Dr. F. nicht vertrage. Herr W. hatte keine Probleme, einen neuen Geschirrspüler zu erhalten, melde ich einen defekten Geschirrspüler, unterstellt Dr. F. mir, es verursacht zu haben und will die ganze Wohnung besichtigen. Dabei hat er mir in der Vergangenheit stets das Heimgefühl zerstört, wenn er u.a. meine persönlichen Sachen filmt usw.. Desweiteren antwortet er daraufhin mit Mieterhöhung und behauptet, es breitet sich Schimmel in der Wohnung aus mit Klageandrohung zur Besichtigung der Wohnung. Zuletzt ließ er mein Auto abschleppen, weil es unansehnlich war. Dafür habe ich ja irgendwo Verständnis, aber die Methode war kriminell, Autodiebstahl. Vor einem Monat hat mir jemand anonym die Polizei nach Hause geschickt, weil ich ein Waffenlager besitzen soll. Beschlagnahmt wurden zwei erwerbsfreie Luftpistolen,die Dr. F. damals auch filmte, sowie mein der Inhalt meines outdoor-Rucksackes mit Messern und Machete u.a. mutmaßliche Gegenstände. Das war mir zuviel des Schikane-Erlebens. Ich habe daraufhin spontan entschieden, ein kleines Haus zu kaufen, um Ruhe zu haben, bin aber wieder davon ab, weil ich mich auf andere Themen konzentriere.

—> kleine Notlüge, die Polizei hat die Vermieter während der Durchsuchung darüber informiert als sie fragten wer diese seien

Auch erzählten mir die Nachbarn, die gesamte Nebenkostenabrechnung, mir wurde diese nur auf korrigierte Version nur Anforderung zugestellt aber habe sie nicht angeschaut, ist zum Nachteil der Mieter um einen 4stelligen Betrag falsch und das wohl schon jahrelang. Das soll wohl aus Berechnungen stammen, in denen der Gärtner komplett den Mietern aufgelastet wurde und anderem, wie unerklärlich hoher Allgemeinstrom. Das ist ein Skandal. Auch weiß ich nicht, ob der Garagenstrom auf Sie uminstalliert wurde bei der Kündigung oder während der Umbauarbeiten. Ich möchte mich aber damit gar nicht beschäftigen, sondern notwendige Ruhe und Frieden finden für meine geistige Arbeit.

Ich schreibe Ihnen, weil ich innerlich diese Ungerechtigkeit quält, hier immer wieder bedrängt und benachteiligt zu werden, obwohl ich mehr als Mieterleistungen erbracht habe. Ich bin sicher, Sie wissen gar nicht, wer hier wirklich wohnt. Ich bin in dieser Wohnung ein sehr spirituell entwickelter und ausgebildeter Mensch geworden, ich bin Yogalehrer, helfe als Reikimeister unentgeltlich ADS-Kindern und Jugendlichen oder begradige Hüft- und Wirbelsäulenleiden ohne eine Berührung und aus der Ferne, führe Engelchannelings durch, bin ausgebildet in Aura- und Chakraarbeit, CQM, ERV, Prana-Lichtnahrung, OBE, Engel der Kabbalah u.a. Methoden der energetischen Arbeit.

–> die denken, ich bin der Oberprolet, der sich weltlich sättigt

Ich bin der Ansicht und überzeugt, es gibt keine Zufälle, nur Ursachen und Wirkungen, auch wenn wir Menschen sie nicht immer sehen oder verstehen und nur mit unserer Lebenszeit dazwischen schweben, sind es immer nur ursprüngliche Energien unseres Schöpfers gleich, die sich bestreben auszugleichen was sie ihrem Ursprung abweichen, die wir sind als inkarnierte Seelenwesen. So wohne ich hier auch nicht aus einem Zufall und wir werden uns als andere Existenzen wieder begegnen. So wie: man sieht sich sprichwörtlich nicht zweimal im Leben, dafür unendlich oft in der Ewigkeit bis zur Vervollkommnung. Wenn Sie oder jemand aus Ihrer Familie die Geburtszahlen 1 3 7, die kosmische Zahl, hat so wie ich. 1.3.70 oder auch 13.7 oder 17.3. oder eine zufällig vergebene Telefonnummer voller 7er oder eine 77er-Hausnummer oder ein Produkt oder Quersumme aus 7 (das sind Kabbalah-Formeln), wundert es mich nicht, ich erlebe sehr oft solche Begegnungen. Ich habe mich 1990 um einen Ausbildungsplatz bei D. L. GmbH beworben, Herr K. wollte mich gerne haben, aber Frau D. und Herr B. hatten starke Bedenken, da ich sagte, keine normale Ausbildung anzustreben, sondern vielmehr eine Assistenz der Geschäftsführung. Ich wurde dann, meinem Wunsch entsprechend, bei einem Computerhersteller zum IT-Kaufmann ausgebildet und war einige Jahre im Vertrieb.

–> das ist wirklich so. ich bin 80% sicher, jemand von denen hat am 1.3. Geburtstag

Ich zahle so viele Jahre die Miete, habe stets die Wohnung renoviert, allein in den letzten 12 Monaten sind alle Innentüren und Wände gestrichen worden, der dauerfeuchte Rasenabschnitt auf der Terrasse wurde entfernt und durch Granitplatten ersetzt, eine neue Badewanne wurde installiert und mit Granit eingefasst, der Waschtisch und die Armatur wurden ausgetauscht. Vieles hätte ich gar nicht selbst bezahlen müssen und trotzdem führe ich hier in der Wohnung Reparaturen, soweit wie möglich, selbst auf eigene Rechnung aus, meistens ist es mein fachkundiger, 77jähriger Vater, der es ausführt. So hat er auch vor dem Einzug teuren Granit verlegt uvm, ich habe eine Gipskartondecke in der gesamten Wohnung einziehen lassen und die 35m² Terrasse komplett mit Granit ausgestattet. Desweiteren wurde damals das Bad aufwendig u.a. mit einer luxuriösen Duschanlage gestaltet. Insgesamt fünfstellig. Sie, Herr Dr. B., haben damals anstelle Ihres Vaters die abgeschlossenen Arbeiten besichtigt. Dafür war eine Kostenerstattung vereinbart, die dann von Dr. F. vorwändig zurückgewiesen wurde wegen einer, aus seiner Sicht notwendigen, Duschabtrennung für ein paar Euro zum Trotz aller anderen erbrachten Leistungen. Das war auch eine grobe menschliche Missachtung.

Ich möchte Sie bitten, mir den ausstehenden Betrag zukommen zu lassen. Für mich ist es mehr Geld als für Sie und ich habe mehr als genug für Sie in diese Mietwohnung investiert und bin sicher, daß Sie eine anstandsvolle Lösung herbeiführen können.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und

grüße freundlich aus dem Vorderhaus“

Morgens um 8 schreibt er mir, dass er herrlich geschlafen hat und voller Energie sei!

Büro, Ausländerstelle, Kopierer blockieren, 3,75 €. Er war als Kind alleine mit seiner Schwester im Ausland, Mutter war nicht da und es gab einen Vormund für ihn und seine Schwester. Lauter alte Ausweise mit Kinderfotos, Bestätigungen diverser Schulen, dass er dort in die fünfte und siebte Klasse geht. Sehr traurig.

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Fairkaufhaus, neue Wollreste, Polyesteroberteil, nicht mein Stil, aber richtig geil. Sturm auf der Südseeinsel- hatte heute Morgen überlegt mit noch mal „Was ihr wollt“ anzuschauen, alte Polyesterbluse in orange, lindgrün, braun, aber sitzt. Hier gibt es Retrosackos, genauso schön wie in London nur die stylische Umgebung fehlt. Muss ich mal mit Stephan hin und wenn er nur welche mir zuliebe anprobiert.

Mittagstisch bei Metzgereimeisterin Karin Klemme in der Markthalle. Der Hunger überfällt mich. Gut, schnell, frisch, viel Umsatz, Preis-Leistung hammer. Roast Beef (wenig, aber gut) mit haugemachter Remoulade und Bratkartoffeln 6,90 €. Es gibt von Milchreis, über Hochzeitssuppe bis hin zu Salaten und dann Sauerfleisch, Schnitzel alles. Da könnte ich Freitag mit meinen Eltern hin, aber die müssen zur Thai Massage.

Ricklingen, der ruhige Platz am Kinderspielplatz. Er mag die Kälte, ist hier aufgewachsen. Die Hitze ist nicht seins. Der Vormund, da war damals, ganz lange her, die üble Tante aus Oldenburg, hässliche Familie, die kann ihm gar nichts, da bin ich eher sein Vormund, als diese blöde Kuh. Der Mann von ihr hat vom Vater Geld verlangt, 30.000,- er hat die Unterlagen der Mutter zerrissen, die sie extra aus dem Irak geholt hat, ist 3 x abgeschoben worden und zurück gekommen und ihm hat er neulich ins Gesicht gerotzt, wieder geht es um den Vater und die dritte Frau, die übelst reich sind. Er will nach Enschede ziehen zu einer Frau, die er kennen gelernt hat. Hat den Kontakt abgebrochen, weil er nur scheiße gebaut hat. Hier ist er stigmatisiert als Drogenhändler und wenn er mal Kinder bekommt, dann ist das schlecht. Er ist auf der Straße groß geworden und zwischen 14 und 2 hat er mit Gras gedealt. Das lief richtig gut. Ein Freund hat ihn um 20.000 € beschissen und ihn bei der Polizei angeschissen. Er will Kampfschule aufmachen, aber trainiert seit Jahren nicht mehr, seit er in der Psychiatrie war. Erst zeigt es mir die Therme zum Ablesen, aber da gibt es nur den Zeiger und darunter steht bar. Schlussendlich gelingt es uns, auch im dunklen Keller und seine Augen sind besser als meine. Als Polizei neulich da war haben sie Beutel beschlagnahmt, da war nicht mal Gras drin, sondern nur die Stängel. Da hat ihn nicht interessiert und lag auf der Erde. Seine Freunde machen sich davon einen Tee und breit wird man auch. Ein Verfahren wegen Sachbeschädigung ist eingestellt worden. Ich spreche ihn auf die Therapie an und er hat heute noch einen Termin.

Treffe Stephan auf einen Kaffee bei Luis, echauffiere mich über junge Frau mit nerviger Stimme, die ununterbrochen redet und zwei Männer hören ihr zu und Abstriche gemacht sagt, die früher ins Wochenende will, weil sie studiert, später anfangen bringt ihr nichts, sie frühstückt eh im Büro. Wir dürfen alles mithören. Ich bin zu intolerant. Das Spezialtörtchen für 40 Cent extra schmeckt gut.

Frau Bipolar wird weiterhin als mittellos anerkannt. Das ist auch gut.

Zicke beim Sport beide Lehrerinnen an. Beim Yoga, wenn man in der Hocke einen Twist macht, geht das eine Knie nach vorne, das soll man zurück schieben, ist aber gegen die Anatomie und ich mache es nicht so fleißig und lasse mich nur widerwillig korrigieren. Dann die andere, die immer so brüllt, wenn sie stöhnen will. Sieht gut aus, aber ist so was von unsexy, wie ich finde, keine Ausstrahlung, wie Parkuhr. Die Frau vor mir ist totale Bewegungslegasthenikerin und mich will sie korrigieren. Das kann sie mal glatt knicken. Beim unteren Rücken gibt es keine Korrekturen durchzuführen, nicht bei mir. Das weiß ich nach 10 Jahre Yoga und da lasse ich mich nicht verunsichern.

13.10. Traum: Lauter Collageteile, ich halte die erst getrennt durch die Kalenderblätter und kann sie so auch transportieren, auch wenn es etwas mühsam ist, aber durch irgendeinen Impuls kippe ich alles zusammen. Das war so dämlich, warum habe ich das gemacht jetzt muss ich alles neu sortieren. Nächstes Mal mache ich alle Teile für einen Monat in eine Zipp-Bag, dass das nie wieder passieren kann.

Eine 72-Jährige, die eine Betreuung will. Der Mann ist zwanzig Jahre älter und macht es wohl nicht mehr so lange, er ist im Pflegeheim. Es gibt eine notarielle Vollmacht, die alles umfasst, aber sie hat kein Vertrauen mehr in die bevollmächtigten Personen, ein Ehepaar. Es sind Freunde des Mannes und mit der Mutter hatte er ein Verhältnis. Sie haben Geld geerbt von der Schwägerin ca. 300.000,- € und hatten vorher selber ca. 250.000,- €. Sie hat ihn, den Ehemann, mal gefragt, ob er sie denn auch so oft nach Wunstorf gebracht hätte, wenn er sie mehr geliebt hätte und er sagte darauf, sie sei da ja gut aufgehoben gewesen. Er ist 1982 in den Ruhestand gegangen und hat dann immer lange Radtouren gemacht, auch zu anderen Frauen. Sie hat keinen Überblick und ist misstrauisch, weil der Vollmachtgeber immer sagte „ihre Millionen“ und jetzt sagte er, wenn sie weiterhin sparsam von 500,- € lebt, dann könne sie zuhause bleiben und muss nicht in ein Heim im Pflegefall und, dass sie selber, er und seine Frau, wenig Geld hätten, weil die Frau Kinder erzogen hat und nur eine kleine Rente bekommt. Sie hätten deren Kinder schon jeweils 20.000,- € geschenkt und der Sohn würde jetzt bauen und das sei eine gute Geldanlage. Sie traut denen nicht und hat Horror von dem Tod des Mannes und dann bei der Beerdigung ganz alleine mit denen zu sein. Es gibt sonst keine Familie oder Freunde. Mich mag sie und es ist ihr eine Beruhigung, wenn ich die Unterlagen gleich da behalte, eine sehr sympathische Frau. Ich telefoniere schon mal mit der zuständigen Richterin, einer Studienkollegin, weil hier gibt es ja Vollmachten, die aber nicht mehr gewollt sind. Sie hat ihrem Mann gesagt, dass sie eine Betreuung will und er meinte, das ließe sich „Gerhard“ nicht gefallen und man würde nicht gegen ihn ankommen. Ich finde das richtig übel und habe Lust den zu zerlegen.

Ich ärgere mich über Herrn ADHS, der statt Morgen um 11 Uhr heute um 10:40 Uhr kommt. Formulierungshilfen für die Therapeutin. Doch auf meinem Briefbogen.

Herr Yoga schickt mir den Beweis, dass seine Oma sich mit der Kanzlerin getroffen hat. Ich kann den Anhang nicht öffnen.

Meine Mutter arbeitet seit Tage an dem räudigen Pelzmantel (da hätte sie sagen sollen Totalschaden, der Volvo ist ausversehen drüber gefahren) und will gefrorene Kirschen mitbringen. Warum sind sie Horror für mich, wollen sie wissen. Mein Vater sagt, er sei milde und alt geworden und ich freue mich auch auf sie. Sage Sport ab für Freitag. Nur in Begleitung die Treppe hoch, krasse Baustelle mit Sturzgefahr. Erst Vernissage zum Lästern und dann Boca. Samstag bei uns und Karten spielen.

Pflegedienst ärgert mich. Ich hätte ihnen was weggenommen und jetzt verwahrlost sie. Warmwasser geht. Ich schreibe statt Schwester Schwerste. Ist das dann ein Freudsche Fehlleistung? Kollegin ärgert sich über Handtücher, sie macht den Waschservice und einer von uns nutzt sie als Einweghandtücher. Ich komme ausnahmsweise nicht als Verdächtige in Frage. War es der Kollege, der auf Hygiene aus ist, wenn es ihm zu nass ist, dann über die Heizung bzw. man kann sich auch mit nassem Handtuch die Hände abtrocknen, Hände trocknen wird überbewertet, sagt die Kollegin und ich empfehle seine Jeans und er gibt quasi zu, dass er es ist und will sich einen eigenen Haken anbringen, weil wenn nur er es nutzt, dann geht das auch 3 Wochen lang (äääähhh?, wir schauen uns irritiert an), seine Tochter sei die Hygienebeauftragte (das wird ja immer schlimmer) und den Hund kann ich richtig irritieren, wenn ich Faxen mache auf dem Stuhl, da weiß er nichts mit anzufangen und legt den Kopf schief.

Der Termin bei Frau List läuft sowas von unproblematisch. Ich soll 10 Minuten vorher kommen, damit wir uns vorbesprechen können. Mache ich und sie erklärt mir: Die Hausverwaltung kommt immer mit dem Sohnemann, wegen Zeugen und der lügt dann vor Gericht und beginnen sie die Prozesse und den wird sie nicht reinlassen. Tut sie nicht, ist nur mit dem Handwerker gekommen. Fragt nach dessen Qualifikationen. Elektromeister. Es fehlt ein Stöpsel im Waschbecken im Bad seit Jahren. Die gibt es doch für 2,- € auf der Lister Meile, er hat sich Mickey Maus geholt, gibt es auch mit der britischen Flagge. Nein, wird besorgt, Bad wird gemacht, genauso wie sie es will und Fallrohr am Balkon und Belag im Sommer oder wenn die Temperaturen es zulassen. Sie hat sich Kamera besorgt mit der sie nicht umgehen kann, ich soll wieder Handyfotos machen, habe ich aber schon und der Hausverwaltung geschickt. Sie sind mittelprächtig geworden. Denen verbietet sie das Fotografieren, auch des bemoosten Fallrohres auf dem Balkon. Die Frau Hausverwaltung soll nicht immer Sanierung sagen, die wollen nur Miete erhöhen, nein, will sie nicht. Das glaubt sie nicht und will es schriftlich. Das soll sie bitte mich machen lassen. Mit diesen Leuten kann man nicht spaßen verrät sie mir, als die kurz nach oben zur Nachbarin gehen. Ich finde sie aber nett und manchmal bringt einen Freundlichkeit halt weiter. Ist deswegen nicht meine beste Freundin. Sie wollen sie los werden, war immer die Theorie, Frau Hausverwaltung bietet einen Wohnungstausch in eine komplett sanierte Wohnung in dem selben Haus an. Sie macht alles, Handwerker sollen renovieren, wenn sie drin ist oder soll ihr helfen und sie bekommt das Material gestellt und kann es in Ruhe selber machen, neuer Bodenbelag ihrer Wahl, alles was sie will außer Hotelkosten. Das hat sie in 30 Jahren Hausverwaltung noch nicht gehört. Das es so was gibt. Sweet Chili Chips von Edeka. Teuer Schokolade im Elysée, schlecht eingerichtet ist das Café. Das können sie echt nicht. Betthupferl für meine Eltern.

Der Tod des Bruders einer Freundin beschäftigt mich und tut mir wahnsinnig leid und ich hoffe, ich kann etwas helfen.

Sport trotz kalter Füße, die Inhaberin ist krank und ich mache mir Sorgen um sie. Ballettstange ist toll um krasse Übungen zu machen, ich kann Schulterstand ohne Hände und kann da richtig die Beine auseinander grätzen und es ist cool. Cool ist auch, dass ich als Teenager keine Sit Ups konnte und mit fast 50 Bauch- und Armmuskeln entdeckt habe und Liegestütze gerne mache, zumindest an der Stange. Stephan holt mir Salat vom Türken auf meine Bitte, damit ich nicht nur Fett esse. Häkele ewig, Gisys Abschied, zu spät Kaffee getrunken, kann nicht schlafen. Ziehe ins Gästezimmer und häkele in Gedanken weiter, welche Farbe als nächste. Mache mir über den frühen Tod Gedanken. Das war der jüngere Bruder und ich weiß den Namen nicht. Bin ich so egoman, das die Leute viel von mir wissen und umgekehrt weiß ich nicht so viel oder bin einfach unaufmerksam?

14.10. Werde früh wach und trete auf die Pralinen, die neben dem Gästebett liegen. State Parks im New York. Dann fällt mir ein, dass Stephan Morgen Suki nehmen muss, weil ich ins Sprengelmuseum muss. Das hatte ich total ignoriert.

Haare schneiden, dass das nicht so zottelig ausschaut. Tanja Neef oder doch mein Mann. Hat der eine Vision? Topfschnitt und dann Kamera daneben, wenn ich wieder heule. Das macht mir ja Mut. Was ist mit den Haargummis, farblich passend? Geht wohl doch nicht.

Fahrrad umlackieren. Pastellgelb.

Eine Mandantin bekommt ein Bußgeld von 75,- €, weil sie Krankenkassenbeiträge nicht gezahlt hat. Ich habe geschrieben, sie war überfordert und es kam unverschuldet zu einem finanziellen Engpass und das hat offenbar nicht überzeugt. Sie hat zwischenzeitlich in Raten gezahlt. Ich frage nach beim Strafrechtler, ob das „normal“ sei, dass so was, was ich für zivilrechtlich halte, strafrechtliche Konsequenzen nach sich zieht.

Er: „in strafrechtlicher Hinsicht verwirklicht man nichts aber es ist eine Ordnungswidrigkeit nach § 121 Abs 1 Nr. 6 SGB XI“

Ich: „Das habe ich auch gelesen, ich frage mich halt, ob schlecht geschminkt das Haus verlassen auch bald bußgeldbewährt ist. Bin ich wohl so weltfremd. Das kommt durch die vielen Betreuungen.

Danke.“

Hatte Stephan gebeten mir die Mail Adresse von Mona zu besorgen, weil ich mich bedanken wollte.

„Liebe Mona und liebes Team vom Jante,

wir hatten einen ganz tollen Abend bei euch am 10.10. und haben noch tagelang davon geschwärmt. Ich bin so froh, dass ihr das gemacht habt mit dem Jante und es ist so gut geworden und so eine wahnsinnige Bereicherung für Hannover. Danke, danke, danke.

Das Essen ist echt super und genau nach unserem Geschmack und die Atmo ist auch total schön und entspannt und Mona: Dir steht das offene Haar und die Weine waren auch sehr lecker. Es ist halt insgesamt ein tolles Erlebnis zu euch zu kommen.

In diesem Sinne liebe Grüße an den Braunschweiger Platz“

Die Antwort kommt prompt:

„Hallo ihr lieben,

WOOOWW! Vielen, vielen, vielen Dank! Ihr seid echt so Wahnsinns lieb. Wir freuen uns soooo extrem darüber. Es macht uns immer riesig viel Spaß mit Euch und ich kann es gar nicht in Worte fassen, wie sehr wir uns freuen!!!

Fühlt Euch gedrückt 🙂

Franziska, Du sieht wieder klasse aus! ;)“.

Flippe mehrfach aus, auch gegenüber der Stellenleiterin der Wohngeldstelle. Muss Widersprüche beim Jobcenter zurück nehmen, sonst gibt es kein Wohngeld. Wo ist da sie Logik? Das Wetter ist so eklig heute und Stephan braucht einen Wollmantel. Noch mehr Argumente für Fairkaufhaus, die Männerabteilung. Die letzten Nächte immer mit kratziger Wolldecke um den Leib geschlungen. Es ist bald wieder so weit. Mittagstisch in der Kita mit den übereifrigen Spätgebärenden, Väter und Mütter. Neon lesen. Pasta, halbe Portionen gibt es auch? Wer will so was? Der Kuchen ist doch schon halbe Portion zu 1,5 Preisen. Komme hoch, der Bürohund kläfft uns an als wir rein kommen, ich erschrecke mich und lasse die schlechte Laune voll raus. Das nervt, das sie das so wenig im Griff hat. Dann kann der hier nicht frei durch die Gegend laufen, sondern muss am Heizkörper angekettet werden. Ich nehme bald eine Gitarrensaite und hänge in den Baum und hetze ihn vors Auto. Das ist natürliche Auslese. Frau Stimmen auf den AB, ich soll runter kommen zum Geldübergabe und sie geht wieder in die Psychiatrie, hat schwache Beine und rötlichen Urin. Bei mir ist auch was rot.

Herr Yoga schreibt:

„Liebe Frau A.,

gut, daß Sie nicht mit bei dem Termin waren. Er sagte mir lediglich, daß er vergeblich versuchte, mich telefonisch zu erreichen, was Quatsch ist, und, daß die Stelle für Rehabilitanten für mich zuständig sei und sich wohl bald melde. Dann versuchte er sich als Lebensberater mit aggresive talk, da hab ich mich verabschiedet.

Mit freundlichen Grüßen“.

Elisabeth kommt um 14:10 statt um 15:30 barfuß in Birkenstöckern mit zerrissener Daumenjacke und hat vorgestern 50,- € selber bei der Bank geholt, besteht aber auf die 70,- €, das wäre „ihr Glück und das braucht sie“ und sonst müsste ich ihr die Karte wieder geben, weil es eskalieren würde. Sie erzählt was von der Korn wo sie vorbeigegangen sei und Artikel 4 des Grundgesetzes zitiert hätte, die Religionsfreiheit und so Jurastudentinnen, die hatten so Beine wie ich, Gazellenbeine nennt man das und die waren in Lack und Leder und hatten Stiefel an. Ich bin schlecht drauf und kurz angebunden heute. Sie meinte, ich müsse Zeit für sie haben, bloß weil andere auch ihr Geld abholen wollten. Das bringt mich alles sehr schlecht und Anti drauf und das sollte man mit mir in diesem Zustand nicht versuchen. Würde ihr am liebsten die Karte geben und sie zum Teufel jagen.

Frau Stimmen kommt auch zu früh, sie kann keine Treppen laufen und es geht ihr sehr schlecht, die hat gestern schon geheult deswegen und ist ganz zitterig. Frage, ob sie schon im Krankenhaus angerufen hat und sie verneint (kein Telefongeld) und bittet mich darum. Ich rufe die ehemalige Stationsärztin aus Langenhagen an und kündige ihre Ankunft an. Sie kann nicht versprechen, dass sie auf dieselbe Station kommt, gut, aber eine erneute Aufnahme hatte es ihr ja angeboten bei dem Entlassungsgespräch am Freitag. Wenn sie länger in Langenhagen ist, kann ich noch zum dortigen Fairkaufhaus. Das wäre auch schön.

Thomas kommt, aber ich bin raus mit dem erneuten Vollprogramm abends. Schade, aber ist mir echt zu viel Alk und unter der Woche und Ding.

Herr Borderline groß ist durch den Wind. Hatte mich schon eine Mail geschickt, dass ich einen Reichsausweis für ihn besorgen soll, es läuft Propaganda über den Rechner. Er hat Bericht gelesen, dass Leute, die z.B. Nigger zu einem Schwarzen sagen in ein Lager kommen wo Tag und Nacht auf sie eingeredet wird, damit sie toleranter werden. Also ich wäre dafür, sage ich. Habe Angst, dass die gegen die die Intoleranz sich richtet bald in Lager kommen. Bunderepublik Deutschland ist kein anerkannter Staat, alle Wahlen seit 1956 sind unwirksam und wir sind staatenlos. Er hat Angst vor den ganze Islamisten, die herkommen, weil das keiner kontrolliert an den Grenzen was das für Leute sind. An einer Autobahnbrücke haben sie ein Transparent gehängt in Solingen oder so und da stand drauf: konvertiert zum Islam, sonst bringen wir eure Kinder um. Ähhh, was will er damit sagen? Jugendliche werfen auch manchmal Steine von der Autobahnbrücke auf Autos. Die Amis sind der größte Aggressor und wir noch Besatzungszone. Er hat Angst vor dem Atomkrieg und dann sind wir weg alles zwischen Hameln und Fallingbostel. Er hat Strafanzeige erstattet gegen Gysi und Angela Merkel. Was hat Gysi, der jetzt gerade seine politische Ämter aufgibt und nur noch in Talkshows auftritt, der alte Charmeur Schlimmes gemacht will ich wissen. Er hat Strafanzeige wegen Verhetzung gestellt und spielt uns einen Aufruf zu einer Demo gegen Nazis vor, Tonmitschnitt. Ähhhh? Und ein Major der Bundewehr hat Strafanzeige gegen Angela Merkel gestellt, weil er gezwungen wird als Schleuser zu arbeiten, weil die Flüchtlinge von den Booten aus zu uns gebracht und nicht zurück geschickt werden nach Schwarzafrika. Er nervt, ich halte dagegen. 1,3 Millionen Flüchtlinge, das sei eine Großstadt und die werden dann ihre Familien holen. Frau und Kinder und dann die Eltern. Die sind zu alt und sterben in dem vom Krieg zerstörten Land oder sind schon tot. Ich halte kräftig dagegen, aber er ist so bescheuert, dass das schwer fällt. Straftaten gegen Ausländer werden unter den Tisch gekehrt, umgekehrt, NSU. Die erschließen jahrelang Ausländer und bilden eine kriminelle Vereinigung und das mit Steuergelder unterstützt und unter den Augen der Verfassungsschutzes. Man ist nicht Nazi bloß weil man mal was gegen Ausländer sagt. Wenn man sagt, deswegen sei man kein Nazi, dann schon. Die Strafanzeige wegen Sachbeschädigung an seinem Fahrrad ist eingestellt worden, weil der Typ keinen Wohnsitz hat und wenn er jemanden gehauen hat, wurde er immer bestraft. Was soll das? Erstens: was sollen sie machen, wenn sie den Typen nicht vorladen können. Bundesweit fahnden und auch das bringt manchmal nichts und ist unverhältnismäßig bei der Vorwurf, außerdem ist Menschen beschädigen schlimmer als Sachen, oder? Er verkauft jeden zweiten Tag die halbe Subutex um über die Runden zu kommen. Wahnsinn so viel Borniertheit und Blödheit auf einmal und das aus „meinen Reihen“, aber auch das gehört wohl dazu.

Edeka, Wallnußöl. Die Erdnüsse von Ültje im großen Beutel gibt es nicht mehr. Soll ich zum Sport? Gehe hin, habe selbstgestickten Socken meiner Schwiegermutter verloren und nehme einen schwarzen Baumwollsocken aus dem Lost and Found. Es geht um das dritte Gesetz von Newton und ich friere fast die ganze Zeit. Sie macht das gut. Trikonasana ist man eine Scheibe Toast im Toaster und will knusprig werden, aber nicht ankokeln. Fahre zurück, wie ich gekommen bin, mal gegen die Fahrrichtung und finde den Socken trotz Dunkelheit, nass auf der Straße.

Will früh ins Bett. Ist dann doch nach 22 Uhr und ich kann nicht schlafen. Buscopan Plus hilft nicht. Bin wach als Stephan nach Hause kommt, aber rede nicht.

15.10. Ab 5 Uhr morgens grübel und häkel ich und bereite mich auf den Tag vor und hoffe, dass er bald vorbei geht und ich dann mal echt früh ins Bett kann bzw. früh schlafen.

Hole Suki. Da ist noch wer in der Wohnung, es brennt Licht, aber wer? Schnell wieder raus. Ist das andere Knäuel, was sie mir hingelegt hat. Macht nichts. Sie bekommt die Hipsterkette in schwarz und gold mit Fliege aus Metall.

Im Regen zum Sprengel und 10 Minuten mindestens vor der Tür warten (die öffnen erst um 10 Uhr), wie beim Jobcenter, innen wuselt alles, aber die Türen bleiben geschlossen. Der Mandant hat das Werk dabei und extra eine Kunstledertasche dafür nähen lassen. Lauter Schulklassen. Die Frau am Empfang erreicht keinen. Ich denke mir nichts und bringe meine nassen Sachen in das Schließfach. Ein junger Mann sagt zu mir: „Sie sehen toll aus“. Das ist nett, aber die Laune im Arsch, nachdem uns der Sekretär erklärt, dass die Kuratorin auf Dienstreise ist und es den Termin verschwitzt hat. Wir haben beide die Bestätigungsemail ausgedruckt und dabei aber das hilft nun auch nichts.

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Total nass nach Hause und baden, Wasser nicht heiß genug, Stephan soll mir mal irgendeine Schmerztablette raussuchen. Thomas ist da und sieht, wie so ein Arbeitstag verläuft, rumjammern, im Morgenmantel Kaffee trinken, mit dem Hund spielen. Ganz viel Wolle muss ich anziehen und Suki muss in eine Handtasche rein (wegen Bahnfahren) dann gehe ich wieder los und rufe an wegen des Nachmittagstermins, nicht dass ich da auch umsonst hinfahre. Das halte ich sonst nicht aus. Hier kommen sie zu dritt.

Herr Ihme kommt ohne Termin. Will Kaffee. Lehne ich harsch ab, Kaffee gibt es nicht, soll zu Backfactory gehen. Zeige ihm das Heim, was empfohlen wurde mit Einzelappartements. Er ist nicht seelisch behindert oder krank. O.k., dann nicht. Habe nur Ring an, sonst keinen Schmuck und er sagt: „schöner Ring“ und ist dann so irritiert, dass er nicht reden kann, immer wenn er da hinschaut, muss er lachen und kann sich nicht beherrschen. Ich glaube, der sieht komische Sachen, sein Blick wandert durch den Raum oder sonst ist es so viel, dass er sich nicht konzentrieren kann auf ein Teil. Er will zum Amt, Vorschuss holen. Ich habe neue Leistungen beantragt, o.k. das wollte er wissen, bedankt sich.

Fahre doch Fahrrad. Der Hund braucht Auslauf und vielleicht hilft mir die Bewegung. Das Gegenteil ist der Fall, Kälte und Nässe macht alles nur schlimmer. Das heilige Dreigestirn aus der Peiner Straße erteilt mir ne Abfuhr. Anderweitige vorrangige Hilfen, ehrenamtliche Helfer und mit der Ergotherapeutin Klamotten auf dem Markt kaufen und APP über die Beratungsstelle, die gerade nach Roderbruch zieht. Ich gehe auf dem Zahnfleisch. Suki merkt das, habe kaum Energie. Hund abgeben, Schüttelfrost, 37,7 °, nichts gegessen. Mir ist schlecht. Schmerzmittel helfen nichts.

Frau List meldet sich und bekomme Einblicke in die Negativität:

„Hallo Frau A!

Haben Sie die schriftliche Bestätigung dass die Miete nicht erhöht werden soll besorgt?

Doch die kriegen Sie wohl eh nicht.

Außerdem haben wir ein paar Dinge vergessen, aber ich habe Frau K. meine Liste geschickt. Ebenso habe ich sie informiert, dass ich im Waschbecken den ursprünglichen Mechanismus ersetzt haben möchte und keinen „lustigen Gummistöpsel aus dem Baumarkt“!

Was den Fußboden angeht, werde ich mir PVC angucken, im Namen der Kooperation, aber mir Laminat zu verweigern wegen meiner Zimmerpflanzen ist eine Frechheit. Es ist mir total egal ob sie beide das nicht mögen! Ich wohne hier und wenn mir das PVC nicht gefällt, lehne ich das ab!“.

Anm.: Sie hatte nicht Laminat verweigert, sondern ihr was Hochwertigeres angeboten, einen dicken PVC in Holzoptik, den man von Holz nicht unterscheiden könne, außer man fasst es an. Dann hat sie selber eine private Anekdote erzählt, wie ein nasser Rucksack eines Freundes des Sohnes 1 Stunde abgestellt wurde und das Laminat sich wellte, was sie inzwischen entfernt hat. Frau List wollte, dass der Handwerker Fußbodenmuster mitbringt! Es ist ohne Worte. Ich rufe in der Beratungsstelle an, dass ich jetzt weiß, wie schlimm das ist und dass sie nie zufrieden gestellt werden kann. Von hier hat sie sich die Kamera geliehen.

16.10. Traum: Wir sind in Süditalien und es gibt lauter supersüße Streunerhunde, dünn der eine legt sich ganz vertrauensvoll in Stephans Arm. Dann fällt uns auf, dass sie alle Halsbänder umhaben. Wir sind dann bei den Hausbesitzern mit dem großen Grundstück im Schlafzimmer und sie liegen im Bett. 2 Welpen würden wir nehmen, beide sind klein und haben viel Windhundanteil, der eine Rauhaar und der andere hat violette Flecken im Fell, sieht sehr besonders aus. Das Ehepaar hat so viele Hunde, da können wir zwei nehmen, kosten 50 oder 100. Das ist zu viel, erst mal nehmen und dann sehen wir. Einer zerbeißt den Glasring mit der weißen Flüssigkeit, den ich trage. Ich denke, der macht sich die Welpenzähne kaputt, aber stattdessen zerbricht der Ring. Die Milch läuft raus, leckt in den Glassplittern, schnell weg nehmen und aufwischen. Lustig ist, dass ich den Ring an diesem Tag auch trage.

Meine Schwiegermutter hat eine Frage an mich. Ich denke immer was Juristisches, aber die sagt stattdessen, sie habe „schön Hühnersuppe gemacht“ was heißt schön, Hühnersuppe halt und welchen Salat. Sie mag ja immer Gurkensalat, aber Else sagt, das passt nicht. Meine Laune ist unbeschreiblich schlecht. Wo ist meine Handtasche?? Ich bin 3 x durch die Wohnung gelaufen und flippe gleich aus. Stephan muss sie suchen bzw. mir sofort bringen. In diesem Zustand nehmen meine Eltern mich auch nicht wieder zurück. Ich steige nicht in die Bahn, weil ich verunsichert bin und die Station nichts mit Bemeroder Rathaus heißt sondern Am Brabrinke oder so ähnlich. Die nächste kommt zum Glück in 3 Minuten.

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Den Vater, der aus Süddeutschland angereist ist und nachts durchgefahren treffe ich unten am Fahrstuhl. Der Jugendamtsmitarbeiter ist HSV-Fan und stelle das zur Schau. Ich sage nur HSV-Kaffeetasse und Maschen kennt man von den Staumeldungen. Er zeigt uns seinen Kulli, der nervige Fußballmelodien abspielen kann. Wir sind alle peinlich berührt, auch die Kinder. Ich sage: „Kinder ich zeige euch jetzt mal, wie man lügt. Wir finden es schön hier bei Ihnen, Herr HSV“. Der Sozialarbeiter aus der Einrichtung muss viel über mich lachen und kennt meinen Kollegen, den ich grüßen soll. Haben die Kinder neben Sport auch Intellektuellenhobbys wie Skat will ich wissen. Das Mädchen singt und ich schlage einen gemeinsamen Opernbesuch vor. Sie wäre begeistert. Natürlich muss die Einrichtung zustimmen. Das tun sie wohl. Kinder und Einrichtung besuchen den Vater in Freiburg. Das ist das Essen gut und schön ist es auch und das Wetter ist besser. Auf dem Rückweg ein Tittenkuchen in der Bahn, schön helles Marzipan. Der Typ wird wohl 24. Ich treffe Stephan auf dem Rückweg in der Bahn, er steigt Markthalle zu und wir freuen uns beide. Er muss mit ins Büro, mich begleiten und ich kann gar nichts mehr. Nach Hause.

Meine Eltern sind bei Freunden zu Besuch. Das wird in der Familie als Notlüge erzählt. Dietrich ist von seiner Mutter verprügelt worden, die sich im Stundenplan geirrt hat und hinter der Tür auf ihn lauerte und dann mit beiden Armen auf ihn eingeschlagen hat bis sie ihr weh taten, so dass sie sich beschwerte, dass sie sich völlig verausgabt habe. Als er nach dem Grund fragte, hatte sie sich im Tag geirrt und tröstete ihn: er habe ein Mal gut. Hat ihn auch geliebt und das hat das offenbar ausgeglichen. Ich finde es immer faszinierend wie unterschiedlich Leute das Erlebte verarbeiten von Trauma und Leben zerstört bis hin zu einem Abschütteln scheint alles möglich.

Morgenmantel an, dolle Schmerzen. Abends Blutsturz, es läuft mir das Bein runter in den Socken. Das macht mir Angst. Später frage ich Paps, ob Oma das auch so schlimm hatte. Er hat nach den dicken Binden gefragt und sie meinte, sie blute an den Beinen. Also so wie ich, vermutlich. Nein, nicht absagen, obwohl mir schlecht ist und ich kaum was esse. Erst mal das Dreieckstuch mit Muster zu 2/3 aufribbeln. Ja, meine Mama ist wichtig und hat einen größeren Beitrag geleistet. Ihr Uterus war schließlich meine erste Wohnung. Meine Eltern haben Leinenhandtücher dabei mit Kleeblattmuster, die sind 100 Jahre alt und gehörten zur Aussteuer von Bertha Roos, geb. Münz. Die war dick und hat immer in der Ecke gegessen und gestickt. Ihr Vater war Professor und ihr Mann Erfinder und hat Dietrich das Basteln beigebracht. Er hat den Kolonialwarenladen der Familie seiner Frau bankrott gewirtschaftet und sich seiner Bastelleidenschaft und Werkstatt hingegeben. Wir haben auch Holzstühle mit Lochmuster von dieser Frau, die aber nur mit meiner Kochbuchtante befreundet war. Dann mit Tageskarte ins Boca. Kriminal Dinner in Hamburg seit 2 Jahren jeden Samstag lässt mich ahnen, was andere zu leiden haben. Das schlechte Steak wird mitgenommen für den Sonntags-Brunch. Der schwäbische Apfelkuchen wird nur gezeigt sowie die Büros in der Wohnung gegenüber. Die Mädchen spielen Instrumente. Die Mandoline ist sehr schön. Sei wie eine Laute. Das hilft mir auch nicht. Die jüngere, die Morgen eine Schlechtwetterkarte für den Heidepark hat (wird eine Dauerkarte, wenn sie Glück hat, weil eine Stunde Regen schafft sie Morgen bestimmt wieder) spielt Klavier nach penetrantester Aufforderung und das sieht entzückend aus und Paps singt „dadada“ die Titanicmelodie dazu, ob es passt oder nicht. Ich sage den Mädels, ihr denkt vielleicht ihr habt schöne Haare, aber das hier ist weicher Pflaum und zerwusele die Haare beim Rentner neben mir. Das soll ihnen die Angst nehmen vor dem Mann. Die Ältere ist begeistert als sie Känguru-Chroniker hört, scheint ein Jugendroman zu sein. Ich habe einen tollen gemusterten Stoffhandschuh aus Wien verloren, die Laune ist eh schon schlecht. Ich habe mich morgens wohl gut zusammen gerissen. Die Einrichtung schreibt:

„Hallo Frau A!

Vielen Dank für ihr engagiertes Auftreten während des HPG´s.
A und S sind immer schwer begeistert. Diesmal aber besonders, weil sie
von Ihnen gehört haben, dass das Verhalten der Mutter nicht ok ist und sie dies
auch einfach so sagen. Das hat Beiden sehr gut getan.
Und natürlich haben sie wesentlich zur lockeren Gestaltung beigetragen.
Hierfür danken L H (der nette Sozialarbeiter) und ich Ihnen sehr.

Danke!“

Noch etwas Karten spielen und Weine für Morgen aussuchen oder überhaupt welche, die uns verbinden und getrunken werden sollen und dann zu Bett. Oben ist viel Bass und schlechte Musik. Mitten in der Nacht sind wir alle wach und ich habe Angst, dass es so bleibt und ich Stephan hoch schicken muss, aber wir schlafen wieder ein.

17.10. Bin stärker als Paps und kann das Marmeladenglas aufmachen. Einkaufen auf dem Markt mit Mama, dann mit Paps zum Baumarkt. Die Würden ganz schön alt ausschauen, wenn nur ich da wäre. Mama näht für mich, Mittagsschlaf machen wir alle, außer Stephan, der zum Sport geht. Stephan wird Patenonkel. Der Unterschied zwischen Ablöschen und Aufgießen, wenn es zum einen Kabinett-Wein aus Württemberg geht. Paps kocht eingemachtes Kalbsfleisch und die Flasche ist fast leer. Ich soll neben den Schmerzmitteln sowieso nicht so viel Alk trinken. Stephan sagte noch, das war nur Vorglühen gestern und ich lache: haha und es geht abends wieder richtig zur Sache mit lauter Musik von oben. Dietrich kündigt mehrfach an, hochgehen zu wollen. Ich sage, die Reise zur Goldenen Hochzeit soll schön werden, das sei mein Ziel, meinen Eltern ein herrliches Jubiläum mit einer unvergesslichen Reise zu bescheren. Die Müdigkeit wird überwunden, ich liege hinten mit fast 40 Minus, wenn ich die 40 überschritten habe, höre ich auf, kündige ich mehrfach an, aber nur zum Spaß und weil ich halt müde bin, Stephan gleicht mein Minus aus. Wir spielen bis 1 Uhr Karten und die Jugendlichen müssen ausgegangen sein. Die Aufregung war umsonst, aber war oben ein Killer und ich muss mir Sorgen machen, dass sie alle tot sind. Die Stille tut in den Ohren weh. Meine liebste Fotoserie ist Menschen, die auf Hände starren. Ein Fotograf hat die Smartphones und Tabletts entfernt und man sieht die leeren Blicke und die Menschen stehen nebeneinander, wie die frisch Vermählten, aber jeder ist in seiner eigenen Welt

Das größere Rudel

08.10. Traum: Lieselotte ist zu Besuch gut, dass Marlis heute meine Fußböden gewischt hat. Warum ist diese Erhebung im Dorf, ich sage, ist vielleicht natürlich, aber sie sind misstrauisch und vermuten irgendwas Kriminelles dahinter. Der Typ, den sie im Verdacht haben, ein Bürgermeister oder Dorfbewohner war seit Jahren nicht mehr da wo sie wohnen und weiß nicht, wie es ausschaut. Geld ist da, dann sollen sie Probebohrung machen lassen und wenn die nur Erde finden, sind sie beruhigt. Was sollen die finden, Leichen wären schon zersetzt und auch Erde oder meinen die Giftmüll, eine illegale Mülldeponie auf der gebaut wurde? Wird an einer Stelle gebohrt einmal nach unten durch oder verschiedenen Probebohrungen? Anhand der Flechten erkennt man das wissen meine Schwiegereltern und die verschiedenen Mineralien geben Aufschluss. Schön Nix sagt meine Schwiegermutter und nennt andere Namen von Mineralien, die ich noch nie gehört habe. Ich wusste nicht, dass sie sich hier so auskennt, stehe auf und sage zu Stephan: Deine Mutter sagt komische Wort zu mir. Ich stehe kurz auf und gehe an den hellen Rechner um ein paar Stichworte aufzuschreiben. Es ist 5:20. Packen wegen Venedig ist schlecht, wenn meine Eltern an dem Wochenende da sind.

Zweiter Traum: Großes Holzrad, wo man sich anschnallen lassen an kann an Lederriemen an kleineren Rädern, die daran befestigt sind und sich auch drehen um auszuprobieren, wie Folter früher funktioniert hat, ein bisschen wie Kreuzigung. Hier lernen die Männer sich kennen, der englische Schauspieler, Colin Firth, der dort englische Reden schwingt, wie ein Animateur in historischem Gewand. Er ist wie ein Film, dann der Teenager, der sich in mich verknallt hat. Das geht nicht, er ist erst 13. Ich werde bestimmt mal in einer Band mitspielen, nein er. Er steht auf mich, bin Liebe seines Lebens. Geht nicht, ich mag ihn total, aber er ist noch ein Kind. Kronkorken aus dem Dreck, jede Menge, jeder nimmt ein paar Handvoll und macht sie vorne ins Auto hinter die Windschutzscheibe und von dort aus holen wir sie wieder raus. Es gibt Pfand beim Festival, der Typ ist Alki und ich denke, wir schulden ihm noch 10,- € für eine Flasche Alk. Ist unklar ob das so ist, aber lieber nichts schuldig bleiben und das hat uns 60 oder so gebracht und da waren die 10,- € Trinkgeld oder seine Beteiligung, aber er hat den Pfand ja vorher auch von irgendwelchen Leuten kassiert. Männliche Jugendliche im Bus machen Kommentare zu Suki: teurer Hund, teures Halsband, nicht teurer als Deines sage ich und nicht mein Hund. Wie würde die Besitzerin reagieren, wenn wir den nicht zurück bringen. Sie vertraut uns. Suki beißt zweimal Welpen fast tot und die reagieren nicht. Ich denke, das war Instinkt, dass mit denen was nicht stimmte oder natürliche Auslese. Aus Kartons werden gezüchtete Chihuahuawelpen angeboten am Straßenrand, wie Ware, die dann lieblos wieder zusammengeräumt werden am Ende des Tages. Da bin ich dagegen, die haben hier genug Straßenhunde. Das braucht kein Mensch.

Yogamatte zurück und ein schönes Wollknäuel liegt für mich bereit. Gemeinsame Hunderunde. Suki, das alte Hütetier, der sich nicht recht entscheiden konnte als unsere Wege sich trennten und ich ins Büro abgebogen bin, ich bin zurück gefahren und habe Stephan die Leine gegeben so nach dem Motto, er hat kurz durchgezählt und ihr seid zahlenmäßig das größere Rudel und bin jetzt mit Hund und ohne Leine im Büro angekommen. Macht nichts, hier ist eine alte von Feininger. Beim Foto des Tages merkt man, dass wir zu zweit unterwegs sind, weil er schaut Stephan an.

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Frau Srilanka auf dem AB. Die Asialadeneröffnung zu der wir alle eingeladen waren ist doch nicht Samstag, sondern später, weil sie noch Feuerschutzbestimmungen umsetzen müssen, Notausgang, Feuerlöscher usw. Harald hat von mir geträumt, unspektakulär wie er schreibt, aber 3D und in Farbe. Ich will ihn mal in Bremen treffen und dann Kantine, die beste der Welt und abends Theater.

Endlich raffe ich mich auf den Richter anzurufen. Die ärgerliche Münchner Kanzlei der Autovermietung, die Massenprozesse machen und mit der man keinen Vergleich schließen kann. Das Gespräch hat geholfen. Ich werde die Hauptforderung anerkennen und dann fällt die Vergleichsgebühr weg und die Gerichtsgebühren ermäßigen sich, weil auf ein Goodwill dieser Arschlochanwälte kann man nicht zählen und die werden die Raten akzeptieren, weil einem nackten Mann usw. sonst kommen sie auch nicht an ihr Geld.

Rufe in der MHH an, wo man fast 400,- € für Zahnbehandlung von Frau Dackelmischling will werden von der Finanzbuchhaltung/FiBu in eine andere Abteilung verbunden und mitten im Gespräch geht der Alarm los und sie muss Schluss machen, weil da gleich alle raus müssen. Hoffentlich brennt der Laden ab. Nein, das auch nicht.

Mandant wegen alter Zahnarztrechnung für ein Kind. Es gibt Titel, er hat nie was davon erfahren, ging alles an seine Ex, die Post. Wiedereinsetzung? Was bringt das, wenn die Forderung berechtigt ist? Kann auch Mehrkosten bedeuten unterm Strich. Klingt alles sehr kompliziert, gebe ich an die Kollegen ab bzw. rate ihm es dort zu versuchen.

Eine Schauspielerin von früher, die nach Oldenburg gezogen ist. Weiß ich, wer sie ist. Nein. Das ist bestimmt deprimierend die Antwort. Der Onkel will ihr was vererben, aber Notar ist zu teuer und er kriegt das nicht hin und ist so mit seiner kranken Frau beschäftigt. Wie kann man Erbschaftssteuer sparen. Durch Vorabschenkungen, aber wenn er das alles nicht umsetzt, dann wird sie nichts tun können. Wenn die Berliner Testament habe und er vorverstirbt ist sie raus als Erbin, es sei denn er hat das testamentarisch verfügt. Es gilt gesetzliche Erbfolge und wenn bei ihm kaum Verwandte da sind, dann erbt sie vielleicht auch regulär, wenn die Frau vorverstirbt.

Dann der Pfleger vom P-Monster. Ich kann ihm die Ghost Busters vorbeischicken. Habe das alles schon gemacht, aber das bewegte sich die ganze Wohnung, so wie ich es außer in Horrorfilmen noch nie gesehen hatte. Habe hier Angst mit Kanonen auf Spatzen zu schießen und er muss die auch reinlassen. Der Pflegedienst kam mir hysterisch vor und auch wenn er sagt, die Kollegin sieht wohl schlimm aus, manche Menschen bekommen vom Wespenstich ein Elefantenbein. Es ist halt so. Er eruiert das Morgen und meldet sich.

Zu spät, treffen den Chef mit Stella am Tor zum Von-Alten-Park. Suppenstube, Einrichtung zu Hippie und lauter Staubfänger (ja Gastro habe ich einen anderen Geschmack), aber Konzept gut. Suppe gleich abholen auf einem Tablett, keine Wartezeit. Dafür schmeckt es nicht so lecker wie in der Kaffeepause, mehr nach Würzmitteln und zerkocht. Bio-Brause. Wird wohl nicht unser neuer Stammladen. Nebenan bei V17 gibt es Apfelkuchen wie bei Isabelle, aber leckerer tendenziell, nicht so süß, Äpfel matschiger. Wird das heute Ohnsorgtheater, so wie Gabi es meinte? Die beiden Hunde passen besser zueinander als Suki und Mikrusch so viel steht fest, ähnliche Energie. Sie profitiert und orientiert sich an ihm und läuft auch schneller mit. Der Geniestreich fällt uns im Park ein. Beide Hunde aneinander leinen, die Leine mit zwei Köpfen gibt das her. Das ist genial. Sieht spitze aus, die synchronisieren sich und wenn einer von der Parkaufsicht kommt, dann sind die Hunde angeleint. Keiner sagt, dass ein Mensch die Leine halten muss. Das geht nicht mal aus dem Schild hervor. Rücksichtsvoll und geduldig wartet Suki während sie schnüffelt und bringt sie dann zurück zum Rudel. Therapie- und Hütehund durch und durch. Das ist toll.

Frau List/Renovierung nervt. Ich hätte auf ihre Mails nicht reagiert. Stimmt auch, weil Screenshot über das aus Spendenmitteln gekaufte Bett war nicht mit bei, sondern dämliche Muster für Mängelschreiben und ihre Ergüsse dazu und da halte ich nichts davon, weil Mängelschreiben dienen dazu einen neu aufgetretenen Mangel beim Vermieter anzuzeigen und den zur Beseitigung aufzufordern mit Fristsetzung. Sie hat uralt Mängel und der Vermieter will was machen lassen auf seine Kosten und dafür haben wir Termin mit Handwerken nächsten Dienstag, also was soll ein Mängelschreiben und nein, ich besorge ihr keinen Beratungsschein, wenn sie mir das nicht glaubt, dann darf sie selber morgens hingehen und Schlange stehen und ich weiß auch keinen Kollegen, den ich ihn empfehlen kann. Bis Dienstag. Irgendwie scheint sie es verstanden zu haben.

Ich habe Kontoausdrucke von Herrn ADHS ab 01.09. in der Suppenstube liegen lassen. Brauchte ich erst später, Stephan hat sie mir mitgebracht und ich hatte keine Tasche dabei und wollte sie nicht knicken. Ganz dämlich. Er ruft an, dass sie das wegschmeißen sollen und ich bitte ihn mir keine Unterlagen mehr ins Café zu bringen, wenn ich keine Tasche dabei habe. Das scheint ganz ungünstig zu sein.

Frau Geistigbehindert muss sich mit 50,- € für die Infa zufrieden geben. Das ist genauso gut wie 3 x 50. Suki springt zuhause wohl aufs Sofa und reißt sogar ein Wollknäuel von mir runter (!) Hört, hört! Die Tochter des Kollegen macht Hausaufgaben, Text korrigieren: Sehlöwe. Sie geht jetzt auf eine Schule mit dem Mädchen unter uns. Das haben sie heute entdeckt. An meinen Sekretärinnenqualitäten muss ich arbeiten, Ziffer 1 statt 9, aber klappt dann doch.

Von Herrn Steintor die Schwester bringt neue Post vorbei. Wieder ein Strafbefehl. 1 Gramm Marihuana (netto). Wahnsinn, dass man mit so was erwischt wird und es strafrechtliche Konsequenzen hat. Da muss man schon sehr begabt sein. Ich gehe jetzt Montag zu ihm, dann kann er mir mal seine Wohnung zeigen und die Zähler im Keller, deren Stände ich ablesen werde und etwa 6 Vollmachten für den Strafverteidiger unterzeichnen lassen.

Frau Krieger aus dem Ruhestand. Ob ich noch weiß wer sie ist? Klar, Orchideen, ein Schnapsglas Wasser pro Woche. Geheimnummer, weil sie Klinikberichte für Herrn Ihme bekommen (das Friederikenstift schickt sie noch nach 10 Jahren) und sich für den Ausgang eines gerichtlichen Verfahrens in einer gemeinsamen Sache interessieren. Er spricht im Hintergrund immer rein.

Frau Renovierung/List hat sich ausgeheult über mich in der Beratungsstelle, „geweint am Telefon“, ich verarsche sie und weigere mich ihr einen Beratungsschein zu besorgen und sie kann nicht mit 100 Leuten in einer Schlange warten usw. Oh Mann, wenn das Betreuerwechsel ansteht bin ich auch nicht traurig. Die Alte nervt mich echt.

Kackstreifen mit beiden Hunden, zuerst sind sie wieder aneinander geleint auf dem Weg dorthin und das sieht zum Schießen aus. Ich warne eine Frau, die sich nach Stella bückt, dass sie zu unverhofften Schnappen neigt. Sie sagt mir, da sei sie dann selber schuld, wenn sie einen fremden Hund streichelt und ich denke, nein, ich finde es nicht normal, wenn Hunde nach Menschen schnappen, auch nicht kleine und denke so was sollte eher eingeschläfert werden oder man sollte eingreifen in der Erziehung, weil das kann man und dann kommt es nicht soweit. Sie kenn mich angeblich mit Stella (verwechselt also irgendwas), jedenfalls dachte ich: ich würde mich erschrecken an ihrer Stelle und wollte nur nett sein. Ihr Hund, groß auf kurzen Beinen mit schöner Palme, ist jedenfalls herrlich spielt sehr schön mit einem Riesenwelpen.

Was hat mein Mann eigentlich abgeholt neulich von den Italienkennern? Ach ein Slow Food Gastroführer. Sich die Programmhefte wechselseitig vorlesen, ob wir das auch machen wollen? Da könnte man mal ein Hörspiel für längere Autofahrten raus machen.

Wir wollen los, habe Gästezimmer zugemacht und wir finden den Hund nicht. Stephan hat den richtigen Riecher, sie liegt im Gästebett auf der Federdecke und schläft tief und fest. Neulich hat sie Stephan bei uns im Bett erwischt (allerdings Fußende, so viel Respekt war dann schon noch da) und wegen Taub und Blind hat sie nicht gemerkt als er reinkam und das Licht angemacht hat, sondern war im Tiefschlaf. Fies.

Ich gehe schon mal rein und drehe mich um nach Stephan und denke, was ist das für ein mir unbekanntes Schwulenpärchen mit dem Stephan sich unterhält, aber es ist nur unser ehemaliger Nachbar, der meint, dass etliche der Schauspieler in Linden wohnen würden. Nach dem Stück fragt ihn Stephan, welche und er zählt sie auf und weil er ein engagierter Lindenpolitiker der Grünen ist frage ich, ob die sich bei ihm melden müssen. Das Bühnenbild bekommt eine eins. Der Linoleumboden, den sie nachgemalt haben. Sonst fragt man sich, wie man ohne Not so ein schwachsinniges Stück aufführen kann. Das ist wie Kochduell und die haben Schweinohren und Marshmellows mitgebracht aber so ist es ja nicht, die haben die freie Auswahl. Vielleicht ist es doch nicht so schlecht. Einige Ansätze sind ganz lustig und Opern haben auch schwachsinnige Handlungen. Einige Ansätze sind o.k., aber insgesamt Benno Ohnesorg Theater, wie ich es nannte, halt die Boulevard-Komödie noch überzeichnet, mit welcher Intention auch immer. Ich denke, dass man es eben noch karikiert und ins Extreme treibt. Es gehen haufenweise Leute raus.

Wieder Geburtstag vergessen. Zwei andere Gäste, die kurz nach uns kommen, aber in trocken, waren mit uns im Theater mit einem Kollegen von mir, der mit mir studiert hat. Der ist Richter am Landgericht. Das erzählen sie mehrfach. Der Geschäftsmann mit dem Rollkoffer erzählt von den dollen Restaurants in Frankfurt. Paps hatte Ausstellung im Städel empfohlen. Jan empfiehlt Botticelli-Ausstellung in Berlin. Das Theaterpärchen ist lustiger. Die wohnen in Bemerode. Das sind ganz schön viele Stationen, erstaunlich, dass das noch Zone 1 ist. Da sind es weniger nach Langenhagen. Das gehört nicht zu Hannover. Gut, das ist Definitionssache: Linden auch nicht freiwillig. Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber die zweite Maus kriegt den Käse. Feiern wir was frage ich als ich die Blumen sehe. Ich dachte die anstehende Weltreise des Sprösslings. Ja, unser Nachbar hat wieder Geburtstag (ich habe so schlimm Demenz und schäme mich) und das Haus haben wir vor 13 Jahren gekauft (aber das ist nicht Anlass, sondern zwangsläufiges Anhängsel). Die Bahncard 100. Der Berliner Busfahrer fragt, ob er aufstehen muss. Haha, ich finde diese Karte wirklich sexy und nicht eine schwarze American Express (bei der die Kellner salutieren würden, wie der Geschäftsmann der Runde uns wissen lässt) oder einen roten Porsche. So sind die Geschmäcker eben verschieden. Er will sich eine Arbeit von Pipilotti kaufen. Das sind wohl geschmackliche Überlappungen. Ich frage nicht weiter nach, weil das sein Ego noch mehr befeuern könnte. Die Frau vom Koch schaut mich an, ob wir uns noch mal sehen würden will sie wissen und ich drehe mich um und schaue den Typen hinter mir an, weil ich mich nicht angesprochen fühle. Immer wenn wir rausgehen dreht einer den Wasserhahn an.

09.10. Traum: Irgendwie das Haus, wir haben einen ausgebauten Dachboden, warum haben wir den dunklen Holzboden gewählt und auch an den Wänden vertäfelt statt hell, das sieht nicht aus, aber die Aussicht ist toll. Die Zimmerleute kommen und die Balken sind mit durchsichtigem Tesafilm geklebt. Hier könnte man sich aufhängen und solche Orte gibt es recht selten, die geeignet sind demonstriert der eine Handwerker. ich will ausmisten und brauche Unterstützung. In dem Regal sind eine Sammlung alter Tassen, zum Teil kaputt und Tupper, das kann alles weg und dann ist nur noch das Diktafon drin mit dem gewickeltem Kabel. Ich habe eine CD geschenkt bekomme in Schmetterlingsform und man kann das eine aufklappen zu einem Ganzen. Das ist auch cool. Das kommt besser zur Geltung, wenn ich alles was ich noch mehr will konsequent wegwerfe und nur die Sachen behalte, die ich aktuell gut finde, vielleicht das Regal ganz leer machen oder auch weg. Dann zwei Dörfer in der Heide, die Moorhuhn heißen und man sieht weiße Hühner als Zeichen dafür. Gibt es die in echt? Ich in der Konditorei, Ich will das mit Schoko und Wallnüssen, was die Frau vor mir hatte. Die bieten mir alle möglichen Kekse an. Nein, das war feucht und lecker und nicht trocken, Das war es alles nicht, der Typ neben mir ist Zeuge. Dann zeigt sie einen Gugelhupf und tut so, als würde sie die quadratische Schnitte daraus ausstanzen, aber stattdessen schneidet sie es nur in winzige Stücke und macht Puderzucker drauf. Enttäuschung. Dann nehme ich noch das Madelaine aus der Vitrine, was mit Obst gefüllt ist. Ist in einem Weckglas und steht in geschnittener Mango. Muss erst rausgenommen und sauber gewischt werden. Zwei Frauen hinten in der Schlange sagen was mit Hygiene. Ist doch nur Deko, auch wenn ich es auch nicht so verstehen kann. Dass meine Brüste größer geworden sind finde ich jetzt wohl auch ganz gut, werde ich gefragt. Ja, halt fester sage ich halbherzig während ich sie teste und werde wach.

Stephan hat die alten Polaroids eingescannt und will mir die immer zeigen, wie süß ich sei. Na ja, geht so. Durch die Vergrößerung könne man mehr erkennen. Ob ich das bin in dieser Werkstatt bezweifele ich, weil mir der Ort unbekannt vorkommt und der Schal auch untypisch ausschaut. Sieht ein bisschen aus wie Stephan, aber vermutlich sehen wir uns einfach total ähnlich, wie sich das gehört für Lebenspartnerpärchen. Am Morgen den Axel Schröder Witz von gestern an den Mann gebracht und meinem Studio geschickt: Pilates? Ist das nicht der Typ, der Jesus umgebracht hat? Ich habe mir gestern Tee gemacht ohne Tee, also lecker heißes Wasser, was jetzt erkaltet ist.

Frau Altersheim ruft an, das ich 300,- extra aufs Taschengeldkonto zahlen soll. Jetzt wären die Geburtstage. Wird gemacht. Montag habe ich Termin zur Akteneinsicht in der Ausländerstelle. Das mache ich immer ganz gerne.

Häkeln ist Yoga, ich stehe in der Bahn und balanciere mein Fahrrad und bin wie weggebeamt. Es ist Herbst und es fallen harte Dinge von den Bäumen und es liegen harte Dinge auf dem Boden. Im CCL kaufe ich im Kurzwarenladen ein. Ich mag das Bild Seehund im Farbenmeer oder –sturm sehr.

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Frau Stimmen knotet ein Freundschaftsarmband. Wir sind verschieden. Sie mag mehr MHH und ich diesen Laden. Hätte mir auch die offene Station 14 angeschaut. Sie: da soll es Tiere geben und man muss die Käfige sauber machen. Ja, Gorillas bzw. das sind keine, das ist Geriatrie. Es gibt donnerstags eine Disko in der MHH, da können auch andere hin, ich: „ach, auch Normale“? Vor allem die Chirurgen müssen sich locker machen. Ärzte und Pfleger begleiten das. Ja, die legen auf. Playlist, mehr Cro. Frau Perser gibt ihr den Wohnungsschlüssel zurück. Wie viele Exemplare hat sie denn? 3, eines hat die Vermieterin. Der würde ich es nicht geben, die hat einen an der Marmel und wollte ihr den anderen Mieter als Betreuer angedeihen lassen, dann lieber Frau Perser. Da ist er besser aufgehoben. Fairkaufhaus Langenhagen ist großartig, 2 Traummäntel, einer blau, Wolle, doppelreihige große, runde und schlichte Silberknöpfe, Fellkragen, braun unecht, tadellos, wie neu. 60er oder 70er, ein Traum und noch besser, total weiche Wolle, alte Knöpfe, Ton in Ton, lodengrün mit echtem Pelzkragen (zu groß). Die Blumenvasen und Porzellansachen sind hammer (leider bin ich schon eingerichtet) und die Schuhauswahl. Traumschuhe, hinten offen in weiß, aber leider Größe 39 und fast hätte ich altmodische Wanderschuhe aus Leder gekauft (nix Funktionskleidung). Außerdem viele Hüte und Taschen und alles was Herz begehrt. Das muss ich unbedingt Steffi sagen. Lange geguckt, Vieles ausgeschlagen. Großes Grand Canaria Bilderbuch für die Eltern (1,30), 2 großartige Spiele (bzw. das eines davon ein Puzzle je 2), wo ich nicht wiederstehen konnte, Hipsterschuhe für mich in kupfermetallic zu den Leggings (6) und Schmuck für Steffi (1,80), zusammen 13,10. Was will man mehr?

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Die Fußballexperten vom Jobcenter in der Bahn, steigen Vahrenwalder Straße zu. Das ist schmerzhaft, die ganze Zeit: der und der Spieler „ist heiß“, guter Schuss, die Größe der Städte (Einwohnerzahl) im Verhältnis der Bundeligaeingruppierung und von Freundschaftsspielen hält er wenig, bringen meistens nichts, er macht nie Vertretung für seinen Buchstaben. Dann wechsele ich in eine sehr volle alte grüne Bahn und spreche zwei Mitfahrende an, die ich etwas in die Ecke bei der Tür eingekeilt habe. Die Frau, die meint, dass sei die Zukunft, voll wie in Indien, alle nur Stehplätze, wenn die aus Indien auch alle kommen würden. Totaler Schwachsinn und ärgerlich. Wie Stephan meint, dass ist so als seien 99 Leute in der Disko und dann sind es 100 und man stellt fest, jetzt ist es voll geworden.

Marc muss zwischen Berlin und Hannover noch mal nach Essen wegen einer Frist und auch Parasiten. Ich denke, vielleicht kann ich helfen mit Untervollmacht und einem Faxgerät. Ich glaube, das machen schon andere in der Kaffeepause. Eine Gruppe von Frauen, Therapeutinnen und so mit einem schwulen Lehrer die sich über Kinder Gedanken machen, die man aus den Familien holen müsste. Die eine Mutter schreibt ihm eine SMS. Die wird er erst mal zappeln lassen bis 5 und ihr dann scheiben, dass er am Wochenende nicht da ist und sie frühestens Montag Kontakt haben können (der hat’s ja voll drauf).

Frau List beschwert sich bitterlich, dass ich sie nicht ernst nehme und über den Mieterschutzbund schlecht gesprochen hätte.

Jan lädt uns auch noch zum Rehessen ein (hat 2,5 Kilo vom Sohn geschenkt bekommen, der kennt seinen Vater). Ich: „Lieber Jan, Du weißt gar nicht, wie peinlich mir das ist, dass ich gestern wieder der Volldepp war. Ich hatte trotzdem einen sehr netten Abend. Danke dafür. In der Tradition des Volldepps weiß ich auch nicht, wie meine Tischnachbarn hießen, der Pärchen aus Bemerode. Die mag ich jedenfalls. Das mit dem Reh ist unverdient, aber ich freu mich trotzdem (zwischen dem Schämen). Wir würden Dich gerne ins Jante einladen in einer neuen Runde. Vielleicht wollen die aus Bemerode ja mitkommen….Deine Nachbarin mit Pelz im Kopf…“.

Beim Sport fühle ich mich wie ein Dressurpferd. Lange, dünne Beine, die haben auch einen vergleichsweise dicken Bauch. Ich kann elegant die Füße aufsetzen auf dem Trampolin. Sehe mich bei Olympia die Choreo tänzeln als Dressurpferd, die meine Reiterin, in diesem Fall Stephie mir vorgibt (das Ganze weniger konkret, mehr abstrakt) und muss an meine Kindheit und Jugend denken, wo wir Pferde gespielt haben, ich und die amerikanische Nachbarstochter. Der Beckenboden des Pferdchens funktioniert besser als noch letztens. Eine Frau, die aussieht wie meine Ex-Betreute, die Gymnastiklehrerin, die sich immer in ihrer Wohnung verschanzt hat und sich ins Bett gelegt hat um da zu sterben, hörte dann auf zu Essen und zu Trinken und man musste die mit Polizei und Feuerwehr da rausholen. Gut, die Mitturnerin sieht besser aus und hat auch keine Warze im Gesicht und keine Schuppenflechte, sie fragt nach der Critical Mass, wo es noch hingegangen sei und behauptet, wir hätten uns unterhalten. Ich erinnere mich nicht an sie. Auch krass, aber ich rede mit ihr über die Veranstaltung und sie sei zufällig dazu gestoßen und es hat ihr eben auch richtig gut gefallen.

Aldi auf der Suche nach dem Stilton, den Claudi empfohlen hat. Finde alles Mögliche andere, vor allem Eis und die haben Kassensturz. Zu Lidl gehe ich dann nicht mehr. Leckere Pasta mit Knoblauch, roter Zwiebel, Fenchel, Paprika und Chili und einer Tomatensoße mit grünen Oliven von Barilla. Die Pasta hat Biss. Ich häkele die Abschlussborte und muss das Muster wieder neu schauen, finde es aber. Bügele auch eine Runde, Stephan trägt sein Sub-Cancer T-Shirt (kannte ich gar nicht) und hat nur noch 2 im Schrank, dabei hat er angeblich so viele. Da sieht man wie weit ich es kommen lassen kann mit dem Bügelberg. Kathrin ruft an und kommt Morgen gegen 17 Uhr und wir fahren mit den Rädern und holen Michi und Markus ab. Das Aldi-Eis mit Macadamia-Nuss ist besser als das Markeneis. Die Nüsse weniger karamelisiert und haufenweise drin, richtig üppig. Das erste Eis von 5 ist gelutscht. Butter mit Meersalz und Pfefferbutter im Glas gab es auch. Ich zeige Stephan die Elastikbände, die ich in einem Kurzwarenladen im CCL gekauft habe. Lumpige 5 Stück, weniger als eine Handvoll für 17,- €. Das ist auch teuer so ein Bastelhobby. Ich kann es selber kaum fassen. An die niedlichen Rüschen muss was aus Müll um einen Kontrast zu setzen, das nehme ich mit gleich nach dem Kauf vor. Er geht recht lange mit Stella raus (ich hatte ihn ermahnt nicht nur immer um den Block) und lernt seinen Lieblingsmischling, einen Kampfhund-Dackel, wo aber angeblich Jack-Russell und nicht Dackel drin ist, näher kennen. Hat er sich als Sitter angeboten? Er wollte wohl nicht zu aufdringlich sein und das kann ich auch verstehen. Stella wollte wohl immer weiter, so dass er keine Ausrede hatte um weiter stehen zu blieben und zu glotzen bzw. sich zu verzehren. Stella ist wohl im Schlafzimmer, ich höre sie scharren (Bett machen). Wie ist sie an Stephan vorbei gekommen, der auf dem Klo sitzt. Wie ein Geist. Sonst hört man das tippeln, kann sie auch die Nägel hochziehen und quasi auf Zehenspitzen sich schleichend fortbewegen. Nicht das erste Mal erscheint sie als Geist und ist auf einmal da, hinter einem, neben einem.

10.10. Laufen und springen noch rein in den Zug, machen schon die Türen zu. Die Abteile sind wie große Klos und voll, d.h. die stehen schon. Dann zwei Plätze ganz außen, nebeneinander. Die Frauen davor stehen auf und lassen uns durch. Ich sehe den Kapitän und das Flugzeug ist steil und alle müssen sich festhalten. Ich bin heilfroh als wie sitzen und Stephan, ob ich nicht lieber Plätze mit Fenster hätte. Bin jetzt erst mal froh zu sitzen und das andere kann er später schauen. 6:30. Probleme wieder einzuschlafen. Jasmin fragt, was ist mit der Collage für Claudia? Die muss ich noch machen. Habe Fotoausschnitte wie Puzzlestücke ausgeschnitten (das eine Spiel, „Wie geht kennst Du Deutschland ist ein Puzzle mit Landkarte und 110 Stücken, Wien war auf dem einen drauf, hatte es aufgeschnitten und kurz angeschaut gestern Abend) und muss Hintergrund bemalen. Leider nur eine Seite von 2 ausgedruckt. Wie komme ich an die andere? Wer ist zuhause bzw. hat hier einen Drucker? Kathrin fragt, was ist mit ihr? Da habe ich keine Collage gemacht, weil ich wusste, sie ist zu eitel und will das nicht (sie hat heute Geburtstag und ich bastele einen Kalender für sie und das ist hier sicherlich ausschlaggebend). Stelle fest, dass die Puzzlestücke aneinander liegen und abschließen und ich wohl nichts oder so gut wie nichts malen muss. Auch Seite 2, größere Stücke und dafür weniger, aber auch DIN A 4. Wir liegen mit zwei Kindern da als Jasmin vorbei kommt und der eine Junge versucht immer mein Geschlechtsteil zu sehen. Ist vielleicht normal und er ist so jung, dass er sich später nicht erinnern wird. Ein Vater schreit und droht seinem Kind Schläge an. Woher kommen die Geräusche? Aus dem Haus oder Auto (das habe ich mich gestern beim Aldi gefragt wegen Hundegebell, eine ganze Meute, vermutlich im Auto und es schallte in den Markt). Die Frau sagt: und der sei erst zwei. Es ist 8:30. Stephan steht kurz nach mir um 8:45 auf.

Stella war im Schlafzimmer eingeschlossen. Sie liegt sonst gern in meinem Ankleidezimmer auf dem Kleid von Andrea, was auf dem Boden liegt. Sie knirscht viel mit den Zähnen.

Es gibt Zimtsterneis, bügeln, Kalender basteln für die Schwägerin mit lauter Bildern von gemeinsamen Reisen, Kopenhagen, London, Paris, San Francisco. Claudia hat den Wunderbrief bekommen. Der Inhalt sieht überzeugend aus, aber vermutlich nur für mich. Ich hätte mir selber einen schicken sollen.

Puzzle von Deutschland mit komischen Grenzen (Naziweltbild mit polnisch verwalteten Ostgebieten) und Puzzlestücken, die gleich wieder auseinander fallen und nicht einhaken. Meine Schwägerin ist zu Besuch und bringt uns immer was zu essen aus der Schweiz mit und sie weiß, was wir mögen, so lieb, so thoughtful. Statte Kathrin mit Mütze, Schal und Zigeunertuch aus. Dann gemeinsame Radtour zum Jante mit Gästefahrrad; Michi, der alte Taxifahrer führt. Es ist sehr kalt geworden. Marc und Jasmin sind schon da. Jasmin hat eine Abwesenheitsmitteilung bis Dezember 2014. Die Freundin hat den Kiefer operieren lassen. Kathrin gibt eine Runde Champagner aus. Ich bin verknallt in Mona, die immer wieder ins Sie rutscht. Die Jungköcher sind auch nicht schlecht, aber schüchtern. Ich kenne langsam meine Weindosis, die ich vertrage 4 Gläser und einen Aperitif geht. Komme in den Genuss beide Menüs zu probieren, der stramme Max aus dem kleinen ist hammer, die Gurkenvariationen, der Hummer in Buttermilch, das Reh ist aus dem großen sind auch voll lecker, das Reh ungewöhnlich, der Weißwein dazu eine gute Idee, die Schwarzwurzel ist auch toll gemacht und unser Nachtisch mit Schoko und Haselnuss aus unserem und dann noch Berliner mit Senf, yam, yam. Ich werde meine Sachen los, Schuhe und das große Spiel und bekomme ein großes Geschenk, schöner Hut, braun mit Punkten und Schuhe, die mir zu groß sind. Ich kämpfe dagegen an, dass es hier immer voller wird, aber es wird mir schwer gemacht, ein paar Schuhe weggegeben und ein neues, was auch irgendwo wieder weg muss. Marc redet über TTIP und zeigt seine Bauchmuskeln, ich mag ihn echt, unseren Trauzeugen und einen Knall haben wir alle.

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11.10. Werde um 8 wach, 9:30 Uhr hätte gereicht, da bekommen wir Stella zurück. Es ist sonnig, die Herbstfarben im Garten werden immer krasser und schöner. Schaue mir die Videos vom Schauspielhaus an, aber mit dem Frühstück um 11, das wird wohl nichts. Will lieber basteln. Stephan soll mich bitte daran erinnern, dass ich nächstes Jahr keine Fotos für Kalender nachmachen lasse. Habe für die nächsten 5-10 Jahre Material da und teils doppelt. Schwägerin nimmt ein großes Baumwollhäkeltuch mit und das freut mich ungemein, dass sie eines hat und das mochte und nicht nur ich es für sie mochte und Schuhe und Hut einer Modistin aus HH, den sie aber beschneiden will. Steffi sage ich ab, weil ich für Vendig packe. Mein Mann unterstützt mich und schaut immer wieder. Es ist wie immer, wenige Outfits enden in 14 Hütchen für 6 Tage und einem riesigen Berg Schmuck vor allem. Ich vernähe Fäden in neustem Dreieckstuch, d.h. ich habe noch eines auf Lager. Später kommen Karin und Georg, aber die Bewirtungsqualitäten sind schwach ausgeprägt. Wir haben schon am späten Nachmittag gegessen. Kokosflocken in die Tomatensauce schmeißen geht gut. Ich vergesse die zarten Zitronensetzlinge und das Hütchen aus Kuchenuntersetzern aus Castellabate (mein Geburtstagsgeschenk von ihnen) zu zeigen. Eckhard ist wieder da und holt Stella direkt. Wir schauen Wohnungen in NY und ich finde es sympathisch, dass sie das etwas punkige Loft, was mehr roh ausschaut mit den Hammerblicken bevorzugen, auch wenn es nur ein Bad hat. Hier wird es nicht klappen, die Frau schreibt zurück, dass sie nicht vermietet. Da helfen auch keine weiteren Anfragen, muss man so akzeptieren. Wo geht man außerhalb von New York hin. Muss mal meine Mutter fragen nach der Collin, die auf Long Island lebt und die mich noch als Kind kennt als ich ihrem Sohn das Wasser nicht über den Kopf schütten sollte und dann genau das getan habe. Ich war damals halt auch schon ein Schätzchen.

Glatt rasieren und mit Vaseline einschmieren

06.10. Detlef hat eine Bierflasche vorbeigebracht und da ist ein Foto von Stephan drauf. Er selber zweifelt daran, ob er das nicht sei. Das ist cool. Katja haben sie 40 Dosen Hundefutter und 2 große Flaschen Putzmittel aus dem geöffneten Auto geklaut als sie den Hund kurz in den Garten gelassen hat. Ich sage nur, gefährliches Buchholz. Der Spielplatz gegenüber ist gelb, aber es regnet und der Hund, der raus wollte überlegt es sich anders. Ich zahle die Taz, Stephan wird sie gleich abholen.

Frau Ausstellung spricht mir lange auf den AB und will, dass ich sie zurück nehme und das Aufenthaltsbestimmungsrecht habe. Sie ist noch in der MHH und hat eingeschränkte Lungenfunktion wegen Raucherraum (ist aber selber Raucherin, das ist vielleicht das Problem) und hat versucht es zu versuchen, aber die Betreuerin ist ein paar Tage an der See und ob sich die Richterin blicken lässt ist unklar, weil letztes Mal hat sie sich auch nicht an die Absprache gehalten und sie habe sie in ihr Zimmer gesteckt und keiner darf zu ihr rein und ich soll mich bitte melden (gibt die Nummer vom Patiententelefon durch).

Der Pflegedienst auf dem AB. Die immer die Mitarbeiter nicht kennen. Höre mir die Bandansage noch mal an und notiere den Namen. Was ich für einen Doppelnamen mit Rünkel-Klöninger halte, ist Ulrike und der Nachname ist auch leicht anders. Eine Mitarbeiterin hat sich mit Parasiten beim P-Monster angesteckt und geht heute zum Arzt und muss dann vielleicht in die MHH. Milben, Flöhe oder Krätze kommt in Frage und wenn ansteckend kann die nicht mehr hin und vielleicht muss das Gesundheitsamt informiert werden. Ich will nicht alle Eventualitäten durchspielen, sondern sie soll sich melden, außerdem hat er ambulante psychiatrische Pflege auch über ihren Dienst (ich weiß: getrennte Abteilung, trotzdem) und den Mitarbeiter würde und werde ich bitten ihn zum Arzt zu bringen.

Herr Schwitzehand geht der Arsch auf Grundeis, weil eine Bewährung widerrufen werden soll. Er ruft 5 x an und ich telefoniere daraufhin mit dem Bewährungshelfer um zu erfahren, dass es ein Gnadengesuch war, er wusste was auf dem Spiel steht und wenn es eng wird verspricht er alles, bekommt aber nichts umgesetzt. Soll Vater sein!? Ich sage, seine geringe Frustrationstoleranz hat Krankheitswert, wenn man nur einmal nein sagt oder er meint, dass das gesagt wird bleibt ihm als Reaktion nur Wut, aufgeben, was kaputt machen. Plan B hat er null und er kann auch nur bedingt zwischen nein und „es wird geprüft“, (kann aber trotzdem ja heißen) oder anderen Aussagen differenzieren, sobald es nicht 100 % genau das ist was er in dem Moment will und erwartet, ist es schon vorbei.

Dazwischen Frau Mittelfeld, ob jetzt Hunde da gestattet sind. Ist noch mal hingegangen und hat Bewohnerin gefragt. Sie macht mich sauer. Ich habe hier Arbeit und das ist Kicki, sie will da ohnehin nicht einziehen und ich habe gestern gleich schon der GBH geschrieben. Sie wird jetzt gefälligst warten und aufhören mich damit zu belästigen. Frau Geistigbehindert braucht 150,- € für die Messe. Ich frage: Infa. Warum geht nicht mal weniger? Ich bestelle sie ein. Fax der Wohnbetreuung für den Architekten, der mir das „Du“ aufgezwungen hat. Lese was von narzisstischer Persönlichkeitsstörung. Da muss ich wohl noch mal ein Seminar bei Carsten belegen. Ich dachte, da sei man selbstverliebt und der Typ ist ähnlich unvorteilhaft wie Nicolas Cage in dem Film, unzufrieden mit seinem Körper, schwitzt viel und kommentiert alles negativ. Habe ich was missverstanden? Ist das Narzissmus?

Die Frau an der Kasse hat grünen Daumen und ist umrankt von Grünpflanzen. Auf dem Schild mit Diskretion und Abstand bitten sind lauter Geschäftsleute abgebildet mit Anzug und Aktenkoffer. Das passt so gar nicht. Ich rufe im Wohnheim an, sie liegt im Bett und steht nicht auf. Ich erkläre gerade, dass sie nicht kommt und dann erscheint sie. Das ist technisch unmöglich in dieser Zeit. Sie soll ruandischen Pass beantragen und ich weiß nicht, ob da ein Haken an der Sache ist und ich schlage mitnehmen und beraten lassen vor, aber sie will es ausfüllen. Der Sachbearbeiter kann erst Französisch, dann doch nicht so gut. Die Kollegin, die neu ist und immer fragt, wo das im Programm ist und wie das mit der Akte aus Heidelberg läuft, ob die automatisch versandt wird oder sie die anfordern muss hat einen Stundenten da. Er muss sich den Sperrvermerk von der Bank bestätigen lassen. Er muss mindestens knapp 7.000,- € auf dem Konto haben und kann nur 690,- € pro Monat abheben, wie die Eltern das nachschießen, das überlassen sie ihm. Auch von meiner erfährt er einiges. Zwischendurch machen sie pseudo einen auf Datenschutz. Wo kommt er her will sie vom Sachbearbeiter wissen. Er ist total verunsichert, seine Augen unruhig und hilfesuchend schaut er mich an. Er ist in Deutschland geboren und ist Deutscher und das geht sie nichts an, tut nichts zur Sache. Sein Namen sei nicht Deutsch. Das ist Interesse, Smalltalk erkläre ich ihm. Sie hat Abholtermin am 03.11. und macht einen Freudentanz und die Tränen schießen ihr in die Augen. Die hat die deutschen Papiere, so lange hat sie gewartet, gibt allen die Hand, der jungen Sachbearbeiterin mit den gemalten Augenbrauen, die noch viel fragt und gerade eingewiesen wird, Herr Atak und dem Studenten. Ich sage zum Sachbearbeiter, ob das nicht schön sei, wie er die Leute glücklich machen könne, Lottoaußendienst Dreck dagegen. Vor der Tür geht der Freudentanz weiter und die Köpfe drehen sich. Ich fahre in die Apotheke und will Gesichtscreme kaufen. Steuere auf La Roche Posay zu, aber die Tuben irritieren mich. Meine hat so ein Nuppsi, was rausfährt, wenn man drückt und die Creme wird seitlich rausgepresst und dann fährt das Teil wieder rein, wenn der Druck nachlässt. Die neue Apothekerin schaut, als hätte ich einen an der Waffel. In letzter Sekunde fällt mir ein, sind andere französische Produkten und Roche ist Passé. Da hat sich das Gespräch über die Öffnung doch gelohnt, weil es mich daran hinderte das falsche Produkt zu kaufen.

Wieder die falschen Pringels, große Packung. Gut, die esse ich auch noch, werde schon schlau irgendwann. Bei Spiegel online geht es u.a. um den B-Bürger. Lustig finde ich den Satz: „Going to Mc Donalds for a salad is like asking a prostitute for a big hug.“ Haha, kann man da nur sagen und es stimmt.

Frau Stimmen soll nur 7,- € an die Üstra zahlen, aber da sind 3 ältere Verfahren offen, insgesamt 148,-. Die Sozialarbeiterin aus der Klinik wegen Abschlussgespräch auf meinem Handy und ausversehen Knöpfe gedrückt und sie versteht mich nicht. Geiles Smartphone. Flugmodus rettet mich vor weiterem Ärger.

Stephan schreibt wegen Frau Querulantin, die mich am Wochenende mit emails bombardiert hat und sich offenbar immer öfter in der Schweiz mit Ämtern, Krankenkasse usw. anlegt. Er liest sich das durch und schreibt mir: „Wieso glaubt sie, dass das zuviel ist? Am 7.11.14 hat sie in Zürich die Geschwindigkeit übertreten. Sie sagt 21 Km/h. Dann haben sie wahrscheinlich einen Radschuh angelegt was sie dazu gebracht hat 1050 (lt Radschuherledigungserklärung vom 28.08.15) oder 1080 (lt Barquittung vom 27.08.15) zu bezahlen. Das hat sie ein bisschen aufgeregt und sie hat sich am 11.09.15 mit …. von „20 Minuten“ in Verbindung gesetzt. Das hat wohl auch nichts gebracht, jetzt sollst Du helfen. Wen hat sie den noch beauftragt? Gibt es da schon mehrere Kanzleien in und um Zürich herum die mit dem Fall beschäftigt sind?“….

Der Gutachten in Sachen Elisabeth liest sich wie mein Tagebuch, aber auch mit Fachchinesisch dazwischen. „Tatsächlich konnte Frau….dort am 23.09. angetroffen werden….In der Folge war eine auch nur nährungsweise sinnhafte Exploration der Betroffenen in keiner Weise möglich“. O.k. das ist hart. Wünscht eine Fortführung der Betreuung mit mir. „Sie ist super, sehr, sehr korrekt“. „Diese Angabe mischte sich in der wertenden Betrachtung sofort mit wahnhaften Überzeugungen, wonach Frau Elisabeth eine andere, schwatzhaarige und persisch sprechende Betreuerin bekommen soll, was sie „telepathisch empfangen“ habe“. Dann geht es um die Volks-Muschaheddin in den Betrieben, die Frau von der ambulanten Wohnbetreuung mit der sie nichts zu tun haben will und die sich eine Partnervermittlung besorgen könne. Ich hätte mir das scheiben des Tagesbuchs an dieser Stelle sparen können. „Der von ihr berichtete Kauf einer „Salami-Pizza“ führte zu minutenlangen Ausführungen über verschiedene Pizza-Formen, um sich schließlich ohne jeden erkennbaren Zusammenhang ganz zu verlieren“. Lehnt Medis ab, weil „Davon bleibt das Herz stehen!“ …“In diesem Zusammenhang erkundigte sie sich zudem danach, ob sie nicht ärztlich durch den Unterzeichner versorgt werden könne, um den sie Angst habe: Das begründete Frau Elisabeth damit, dass das Musical „König der Löwen“ eigentlich nach Hannover habe kommen sollen, auf Druckausübung Dritter aber nach Hamburg gegangen sei, weshalb in Hannover die Intellektuellen in Gefahr seien. Entsprechend sei auch Frau A. gefährdet“. Dann das übliche: „adipöser Ernährungszustand“ Kleidung war „deutlich zu voluminös, „sodass sie stark schwitzte“. „Darüber hinaus fanden sich inspektorisch keine richtungsweisenden somatischen Auffälligkeiten“. Gut, diesen Schreibstil beherrsche ich halt nicht so, habe ich nicht studiert. Und er kann das: „Die Persönlichkeit imponierte noch fast juvenil, keinesfalls altersentsprechend gereift…Ihre Verarbeitungsfähigkeit komplexerer, nicht nur abstrakter Sachzusammenhänge war praktisch aufgehoben“. Das ist auch wieder fies. Es geht weiter: Auf Symptomebene imponieren massive formale und inhaltliche Denkstörungen: So ist das Denken von Frau Elisabeth deutlich beschleunigt und bei fast logorrhoischer Sprachproduktion zerfahren bis hin zur Unverständlichkeit. Inhaltlich dominiert ein praktisch alle Lebensbereiche umfassender paranoider Erlebenswandel, in dessen Rahmen Frau Elisabeth Situationen kontinuierlich verkennt und allgemeine Gegebenheiten auf sich bezieht. Dabei zeichnet sich eine allenfalls geringe Systematisierung ab (ggf. ist aber auch die Systematisierung so bizarr ausgestaltet, dass sie nicht mehr erschlossen werden kann). Begleitet werden diese massive Auffälligkeiten von einer labilen Affektlage, bei der es jederzeit zu raptusartigen Durchbrüchen auf der verbalen (und in der Vergangenheit wohl auch Handlungs-)Ebene kommen kann. Eine relevante Frustrationstoleranz besteht nicht.“ So, da weiß man Bescheid, brauche ich nicht mehr berichten im Tagebuch. Ist eh indiskret und stößt allen vor den Kopf. „Frau Elisabeth ist störungsbedingt in keiner Weise dazu in der Lage, einen freien Willen entsprechend der psychiatrischen Voraussetzungen des § 1896 Abs. 1 a BGB zu bilden oder gemäß eines solchen Willens zu handeln“. ….“. Eine Betreuungsfortführung erscheint somit auch im Falle eines künftigen Ablehnung der Betreuung durch die Betroffene nicht nur möglich, sondern unabdingbar“. ..“Ebenfalls ist es keineswegs auszuschließen, dass Frau Elisabeth zukünftig wiederum raptusartig ihre gegenwärtige Betreuerin ablehnen wird. Von einem Betreuerwechsel wird aus psychiatrischer Sicht dringend abgeraten, da eine personelle Konstanz tatsächlich wesentlich für ein weiteres Zurechtkommen von Frau Elisabeth allein in eigener Wohnung sein wird“. ..“Perspektivisch wird der weitere Störungsverlauf skeptisch gesehen…..“Es ist sehr wohl vorstellbar, dass ein Zurechtkommen in eigener Wohnung künftig nicht mehr möglich sein wird, es vielmehr einer engmaschig betreuten Wohnform bedarf. Um Solches solang wie möglich hinauszuzögern bedarf es dauerhaft der betreuerlichen Unterstützung, weshalb aus psychiatrischer Sicht eine neuerlich Überprüfung der Betreuungsvoraussetzungen nach Ablauf der hierfür vom Gesetzgeber vorgesehenen Höchstfristen (sieben Jahre) als ausreichend angesehen wird“.

Amen. Das heißt, ich werde sie behalten bis zur Rente, oder?

Flirten mit dem Staatsanwalt. Er war mal Betreuungsrichter und kennt sich aus. Könnte ihn einfach wegverhaften, Vollstreckung anordnen. Macht er nicht. Das klingt großartig, aber es sind die Vollhonks, die ich betreue, sie so was machen wie besoffen schubsen und das Handy fällt runter und er andere hebt es auf und das nennt man dann Raub. Die lassen sich erwischen und haben keine böse kriminelle Energie, waren besoffen und blöd. Die richtig Bösen lassen sich nicht erwischen und sind schlauer als wir beide. Bei mehreren Flaschen Vodka, die er angab getrunken zu haben hätte Frau P. vielleicht ein Gutachten zur Steuerungsfähigkeit einholen müssen/sollen. Das Urteil von Frau P. ist nicht so schön zu lesen. Die hätte auch bei der NP anfangen können. Er könnte die Vollstreckung sofort anordnen, aber tut das nicht, sondern wartet auf mein Schreiben. Er ist am 22. wieder da, ich fahre nach Venedig zur Biennale. Er fährt nicht weg, wenn das mit der Stimme nicht besser wird muss er sich krankschreiben lassen. Gegen seine angegriffene Stimme soll er Isla Moos nehmen, tut er schon.

Kaffee trinken in der Deisterstraße. Sie mag das neue Kaffee, ich mag aber auch Luis. Ja, mein Dreieckstuch will bewundert werden, ist unter dem Mantel leider unpraktisch und macht Körperbeulen. Sonst berichte ich nichts davon bzw. halte mich zurück, weil meine Indiskretionen kommen nicht gut an. Alle Pärchen fahren nacheinander zur Biennale, sie am 02.11. und Ende Oktober die Fraktion Gildekarree. Villa Fortuny wird empfohlen und was von einem russischen Oligarchen, Name vergessen. Ein großer Freund der hellblonden Hipstergeschwister, die auch wieder da sind mag meine Mütze. Ich soll mich freuen, die Jugendlichen beschweren sich über die Eltern die voll peinlich sind (dick und in den Wechseljahren) und ich bin Idol. Ja, aber bei meinen Kindern wäre ich es nicht. Das ist der Lauf der Dinge und normal. Ja, bei Movenyo gibt es Probestunden und auch Yoga für Anfänger. Nicht nur American Aparell soll pleite sein, das La Fit schließt. Das kenne ich nur vom Hören-Sagen dachte aber das sei sehr beliebt. Sie behält nur die Venedigperle zum Weiterverschenken und gibt mir den Rest zurück, nimmt die Papiertaschen aus meiner Sammlung und lädt mich zum Kaffee ein. Ich bekomme eine von COS. Ist wohl irgendeine Marke, die ich nicht kenne. Nein, der Laden gehört nicht zum Mio Mio Imperium. Der Sprengelanbau ist toll, die Ausstellung wohl unter aller Sau, so dass leere Räume besser gewesen wären.

Wenn die Frau Stimmen Morgen Erprobung hat und Zuhause ist und ich Donnerstag den Hund, dann geht frühestens Freitag für ein Gespräch. Wenn sie das nicht abwarten kann, hat sie Pech gehabt müsste ja in ihrem Interesse sein. Sie kann warten, aber Ergo will sie nicht weiter machen, weil die Sachen scheiße aussehen, die sie macht. Das Lederarmband ist gleich wieder auseinander gefallen. Gut, aber das lässt sich mit Übung steigern und außerdem geht es nicht um Schönheit dabei soweit ich weiß. Sie will vielleicht Musik machen. Blockflöte spielen lernen. Das ist ja nun ein unvorteilhaftes Instrument, andererseits mit der eingeschränkten Lungenfunktion ist Gitarre bestimmt besser als Trompete! Wir scherzen.

Das P-Monster hat nur Flöhe. Der Pfleger schreibt:

„ich bin am Donnerstag 12:30 Uhr bei ihm.

Laut meiner Kollegin handelt es sich um Flöhe.

Eine Idee von mir ist, ob Sie telefonischen Kontakt zum Hausarzt aufnehmen. Ich bekomme dort meist keinerlei Auskunft. Falls dieser irgendein Rezept ausstellen würde (ich weiß aber auch nicht was direkt), kann ich das Herrn P gleich mitnehmen.

Leider kann ich Herrn P-Monster unter diesen Umständen nicht mit dem Auto mitnehmen.

Falls das mit dem Rezept klappen sollte, kann ich auch Mittwoch Nachmittag hinfahren.“

Telefonat mit dem lustigsten Hausarzt von Hannover. Frontline sage ich. Das ist nur gegen Zecken und er hat es im Garten verteilt und dann war Ruhe. Goldgeist und dass die Amis einen Gürtel für fortgeschrittenes Sterben erfunden haben, aber leider keine deutsche Literatur lesen, „die Geister, die ich rief“. Die haben nur Hemmingway, den alten Säufer und die Kulturlandschaft in Hannover, Verdis Trubadour usw. Was auch hilft ist glatt rasieren und mit Vaseline einschmieren. Dafür ist dann der Pflegedienst zuständig. Schreibe dem Pfleger, dass er Morgen zwischen 9 – 11 das Rezept holen kann, nachmittags haben die geschlossen.

Lasse meinen Kollegen, der kaum noch im Büro ist, abfahren. Ich will jetzt nicht mehr mit ihm sprechen, mache es selber. Kittelschürze für die Kollegin.

Nach dem Sport sind Mann und Hund nicht zuhause. Hatte ich was missverstanden? Ein Rätsel? Beim Sport wäre es ohne Hund und so lange Gassi? Er holt sich Reisetipps für Venedig, den Termin, den er gestern verschoben hatte, hat mir aber nichts davon verraten. Riesenportion Spinatsalat. Yam, yam. Einschlafen schwierig, aber der Hund ist jetzt bei uns im Schlafzimmer. Stephan spricht von Bindung, wenig tippeln, legt sich dann wieder hin, wenig kratzen. In den Folgenächten schläft sie wieder irgendwo in der Wohnung, weit weg vom Rudel.

07.10. Traum: Reisen wie in Florida mit meinen Schwiegereltern. Erst fängt Marlis an zu saugen bei mir Zuhause. Ich bastele gerade und muss ihr den Staubsauger aus der Hand nehmen, weil das peinlich ist. Ich muss es dann selber machen. Richtig dicke Wollmäuse. Ich ziehe einen dicken Knäuel vorne vom Staubsauger ab, der 1/3 Wolle und 1/3 Staub und 1/3 Haare von mir ist und sie will ihn nicht anfassen. Dann sind wir unterwegs in so was wie Florida und man sieht haufenweise pinkfarbene Wale (Stephan will es mir erst nicht glauben, aber was soll das sonst sein?). Ich falle ins Wasser und habe erst Schiss, aber die jagen trotz ihrer Größe keine Menschen, werde mit einer Welle auf einen Parkplatz gespült. Dann ohne Stephan nur mit ihnen zum Busbahnhof. Ich will da schnell hin, aber die Türen sind noch nicht auf. Eine Freundin von denen vom Land bringt uns hin, verabschiede mich ausversehen von Marlis statt von der, bin hektisch und verpeilt. Ich vermisse Stephan. Die Busse fahren stündlich und sind nur halb so groß wie Reisebusse bei uns und man kann nicht reservieren. Sie sitzen auf der einen Seite in einer Gruppe mit einer Kranken und Deutschen und ich sitze gegenüber. Meine Schwiegermutter spricht nur deutsch, ist aber trotzdem sympathisch. Ich hoffe, dass die Übernachtung klappt da wo wir hin wollen, habe nicht noch mal angerufen, sonst stehen wir bei der Nachbarin auf der Matte, wenn ich es nicht besser organisiert bekommen habe. Die wird sich wundern, aber uns nicht abweisen.

Moses ist aus dem Ihmezentrum nach Hamburg gezogen. Das ist nun wirklich schade. Der Typ hat nach einer Durchsuchung den Namen der Polizisten und Staatsanwälte auf einen zuerst komplett geweißten Waggon der Bahn gesprüht. Das ist lustig.

Wieder Ausländerstelle, den Typen von gestern sehe ich im Flur. Different day, same shirt, ich auch. Er eines von Lacoste in französischen Farben wie ein Retroplakat und es wird für einen Sportevent fiktiv geworben. Der Sachbearbeiter heute hat chinesische Schriftzeichen tätowiert und eine Karte von Europa an der Wand hängen. Posteingang und Postausgang in Buchstaben mit Serifen oder wie das heißt. Gegenüber muss eine Kollegin sitzen, die steht auf Labrador und Golden Retriever Welpen (mit Rose im Maul). Handy ist zuhause und lädt Fotos. Er ruft im Heim an und meiner hat Zug verpasst. Dann wird das heute nichts, weil er dann Termine hat. Neuer Termin im November, aber späten Vormittag schlage ich vor wegen Anreise. Ich warte eine halbe Stunde vor der Tür und lese taz, typisch syrisch ist, dass der Fernseher immer läuft, auch wenn Gäste da sind, außerdem wird nicht gefrühstückt, Kaffee oder Tee und was Süßes und die Vitrine für die besten Stücke, die man zur Schau stellt ist das wichtigste Möbel. Syrische Benimmregeln: Fremde Frauen nicht anstarren und es gilt als unhöflich über seine Probleme zu sprechen. Der Typ sieht aus wie Martin. Außerdem haben sie eine Ratte mit Schweinerüssel und großen Ohren entdeckt (und die hat jetzt eine Facebook-Seite?) Jedenfalls: sehr süß. Kundschaft hat unser Sachbearbeiter wenig. Die könnten viel mehr bewältigen und das stelle ich fest durch im Flur sitzen, Zeitung lesen und beobachten. Will mir Pfefferminze kaufen, aber der Laden öffnet erst um 9:30 Uhr. Dafür hole ich die nächste Creme aus der Apotheke, wieder sie Frau von gestern. Ich mag sie nicht, die neue Creme, verkünde ich, weil ich hatte reichhaltig gewählt und das ist mir zu fettig, drehe ich meiner Mutter an.

Ins Büro. Ja, guten Morgen an den Kollegen, bin reserviert. Erschrecke die Psycho-Kollegin zu Tode, weil ich klopfe und in eine Therapiesitzung reinplatze, das erste Mal. Ich denke, keiner ist drin außerdem hat sie den Zucker gebunkert den ich für den Tee brauche. Dann muss sie das nicht tun oder sich selber einen Zuckerstreuer zum Bunkern besorgen und so schlimm war es nicht. Bin ich asozial? Punta della Dogano (ehemalige Zollstation) und Fondazione Prada als weitere Empfehlungen für Venedig. Ein Café von Wes Anderson eingerichtet, scheint aber in Mailand zu sein, leider. Claudia will vielleicht mit nach Teneriffa zum Familienausflug, schreibe ihr: „Sehr schön, dass macht die Reise für uns alle angenehmer, die Adoptivtochter… Es verleiht unserer Familie ein wenig Wes Anderson Flair finde ich, wobei Dietrich eine Mischung aus Bill Murray und Bruce Willis ist…..und ich finde meine Mutter hat tatsächlich was von dieser Schauspielerin, deren Namen ich nicht weiß, halt die Frau und Geliebte der oben Genannten“. Das geht nicht. Der säumige Betreute war zwei Mal auf dem AB. Nein, er war nicht eine halbe Stunde zu spät. So lange hatte ich gewartet, genau bis 9, dann hätten wir uns gesehen. Er ist jetzt bei seiner Mutter in Mittelfeld. Mehr Glück nächstes Mal. Der Bürohund kläfft wieder alle böse an. Mein Paps erzählt welche Weine er für meinen Mann für Weihnachten besorgt hat einen fränkischen Pinot Noir und ein Sekt ist bestellt, meine Mutter schimpft wegen Überraschung. Gibt es bei Lidl Sauternes, der 349,- € die Flasche kostet. Kann das sein?

Frühstück im Schauspielhaus und Frau Arnold und Hartmut mit O-Saft und Croissants. Ist das peinlich oder ist das gut?

Der Pflegedienst meldet sich in Sachen P-Monster (er hat Flöhe und Milben): „Nach den Berichten der Mitarbeiterin ist ein deutlicher Flohbefall auch in der Wohnung sichtbar  (es wurden in der Wohnung mehrere Flöhe gesehen) und Herr P-Monster sich gegen über der Mitarbeiterin geäußert hat, dass er auch unter einem Milbenbefall leidet, müssen wir zur Zeit die Versorgung bei Herrn Prömmel bis zur Beseitigung des Parasitenbefalls in der Wohnung, zum Schutz der Mitarbeiter aussetzten“. Er hatte mich gestern per What’s App um einen Termin gebeten, aber erst wenn die Seuchen wirksam bekämpft wurden, oder?

Stella findet Futterreste, schmeißt ein Bild um und erschreckt sich nicht mal. Herr Yoga schreibt: „die Geschichte um meine Oma mit der Bundeskanzlerin hat ein gutes Ende gefunden. Am 12.10. um 18:00 trifft sie die Bundeskanzlerin zu einem persönlichen Gespräch in Stade. Unglaublich, oder?“. Ich frage, ob er wirklich alleine zum Jobcenter will nächste Woche, weil ich das für meine Planung wissen muss.

Er: „nächste Woche gehe ich alleine zum Jobcenter. Ich war da ja schon mal und Ihre Zeit für mich ist sehr wertvoll. Ich finde es richtig, daß ich dies und das übernehme, um Sie zu entlasten.

Die Kündigung der Wohnung ist davon abhängig, wie schnell die Bauarbeiten voranschreiten bis zum Einzug. Mein Vater will den Boden selbst mit Granit auslegen, weil er bei so einem hochwertigem Material niemandem vertraut, es perfekt auszuführen. Ich werde ihm helfen und denke, es wird etwa 10-12 Wochen dauern bis der Boden fertig ist.

Ich werde zu Ende Februar kündigen, d.h. Ende November die Kündigung aussprechen.

Ich glaube, ich habe mich in den anderthalb Jahren Ihrer Betreung sehr positiv verändert und strebe weiterer Selbständigkeit entgegen.“

Endlich die Ergotherapeutin von Frau Babykatze. Wir haben nächste Woche Hilfeplanung wegen abW und ich wollte mal ihre Meinung dazu. Meine Betreute denkt immer, sie soll ins Heim und ist ganz skeptisch. Sie fände die Maßnahme auch prima für Frau Klumpfuss und macht funktionelles Training mit ihr, damit sie wieder laufen lernt, der Pflegedienst hatte es genauso gesehen bzw. befürwortet. Diese Termine im Herbst, die seit Monaten feststehen wie auch der Kunst und Krempel Termin im Sprengel schienen so sehr in weiter Ferne und jetzt sind sie da. Ich überlege auch, wann die Tage wieder länger werden, ist das um Weihnachten herum? Die Zeit bewegt sich unaufhaltsam nach vorne.

„Wissen Sie, wie Sie sich bewegen?“ lautet die Eingangsfrage. Ich bewege mich wie ein Guardian (angel). Ein Beschützer und Engel. Zur Richterin will sie nicht, Gutachter reicht. Die Klinikaufenthalte von früher. Ja und, bloß weil sie 2 Titten und 2 Mösen hat. Warum bekommt sie kein Geld als ehrenamtliche Hure der Kirche. Sie soll undercover für die Polizei arbeiten und kleine Gruppen ausspionieren. Polizei hat ihr eine Verkrümmung gemacht, die kriegt keine Masseurin wieder raus, die war bei dreien. Die brauchen „Gay-Hilfe“, sie ist Dr. Elisabeth. Sie will so nicht weiterleben, würde sich am liebsten den Kopf abhacken. Sie steht nicht auf Prostitution, Drogen und Gewalt, sie hat andere Führer. Arafat, Gandhi, Saddam, der war ja auch gut bis man ihn verwandelt hat. Er hat als einzigster Amerika die Stirn geboten. Jeder Polizist lässt sich durch Sex mit einer Frau, die er richtig toll findet kaufen. Sie ist jetzt bei der Flüchtlingshilfe und mag meine Tasche, die ein Frotteekulturbeutel ist, gute Farbe.

Stephan telefoniert mit Martin, dem Schädlingsbekämpfer unseres Vertrauens, der uns wohl auch bald besuchen will und schreibt mir:

  1. Flöhe: Neudorf Lauge Anti-Floh im Baumarkt, ökologisch. Stelle finden wo die Katze am liebsten liegt, da verwenden. Katze zum Tierarzt und Antiflohmittel geben.
  2. Milben: gibt es verschiedene: In der Wohnung gehen Insekten irgendwann mal aufs Tierfutter oder Essenssachen, wenn die länger befallen sind dann kommen da auch irgendwann mal Milben. Wohnung Pikobello säubern, Baumarkt/Gartencenter Neudorf Kieselgur oder Diatomenerde, sind Skelette von Kieselalgen, für uns sieht es aus wie Ton, für Milben ist es tödlich, die Ritzen sich an den Skeletten und vertrocknen dann. Aber wie gesagt, es gibt verschiedene Milbensorten, ich sagte Du fängst eine ein und zeigst ihm die dann.

Habe immer noch Fristen zu löschen wegen der Kanadierin, die gestorben ist. Das unterbricht dann leicht den Alltag und Abarbeiten der Schriftsätze. Sage den JC Termin für Herrn Tai Chi ab für Freitag. Da hätte ich sonst mit hingehen müssen und habe Abschlussgespräch mit Frau Stimmen in der Klinik. Die meinen, er kann trotz Krankschreibung hinkommen, es sei denn ein Arzt bestätigt das Gegenteil. Er hat Wasser im Herzen und ich habe im März schon einen Rentenantrag gestellt. Die sollen ihre Fällen bearbeiten und ihre Arbeit tun und nicht sich und andere mit sinnlosen Dingen beschäftigen. Taufgeschenk? Eine kleine Silberkettchen mit katholischem Heiligen und ihrem Name oder eine Dose für die Milchzähne?

Braunschweigansichtskarte aus der Sammlung meines Onkels tritt die Reise an nach Castellabate.

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Ich sage Yoga ab, mein Hals kratzt und es regnet tierisch. Da werde ich krank. Sage Tschüss beim Kollegen, der sich über meine Scheißlaune beschwert hatte und bin eine Runde nett. Er hat seine Regenjacke schon an und will wohl auch gehen. Beim Vermieter steht die Tür einen Spalt offen. Das habe ich neulich auch ausversehen gemacht wohl als ich mich bückte um Stella zu begrüßen und ich habe es nicht gemerkt und als Stephan nach Hause kam, war die Tür offen. Der Kollege sagt, wir sollen das checken und ich rufe in die Wohnung rein. Seine Frau wartet unten und es ist pisswarm. Er kommt im schwarzen Anzug und sie wollen ins Mittwochstheater. Ich bringe Post weg und hole noch mal meine Sportsachen. Gestern hat meine Betreute uns zur Einweihung des Ladens eingeladen, exotische Lebensmittel und Gewürze und Fast Food. Ich sage ab, weil das ist am Wochenende. Muss wieder daran denken als es bei Movenyo stark nach indischem Essen riecht im Treppenhaus. Eine andere Teilnehmerin hatte Knoblauch und Tomatensauce gerochen, aber ich beurteile das anders und finde die ganzen Gewürze eindeutig, so was wie Curry und frittiert. Schöne Yogaklasse mit dem Thema starke Mitte und Bauchgefühl. Ich liebe den Schulterstand und es ist total entspannend für mich. Denke an Berlin und Brigitte (und das nicht das erste Mal beim Yoga) mit warmen Gefühlen der Sehnsucht. So schöne Exzesse haben wir da immer und so lange kennen wir uns schon, seit ich 17 bin und in Gedanken fahren wir mit Carlchen Fahrrad. Berlin für die Hochzeitsreise wäre schön. Da kann man gut essen gehen, Fahrrad fahren, Critical Mass, Freunde treffen und es ist so nah und unspektakulär. Außerdem denke ich an das türkisfarbene Wollkleid, was ich Larissa anbieten wollte. Es steht für mich für Nofretete und passt daher doppelt gut. Hoffe nur, es ist ihr nicht zu eng und zu kratzig ist es bestimmt auch, aber schön in meiner Phantasie und das ist ja auch was Wert. Steffi hat angerufen wegen Schlüssel. Fahre da vorbei und Jan ist erstaunt als ich sage, Robbenanhänger war da dran? Robbe? Ja, Plexiglasrobbe. Neuer Schlüssel, neues Glück, neuer Anhänger dieses Mal von Wüstenrot.

Wie kann das was ausschaut wie Ton aus einer Sprühflasche kommen. Das Thema lässt Stephan nicht los und er will noch mal drüber sprechen. Bei Medikamenten gibt es auch Tabletten oder Spritze oder Tropfen.

Wishlist airbnb Berlin, da ist schon eine Vorauswahl getroffen und man muss nicht von Null anfangen, entweder falscher Stadtteil, das eine schöne mit großem Bett zum Hinterhof ist schon belegt, den ganzen November, aber Gräfekiez geht noch. Dann ist ja alles bestens und ich will zu Nobelhart & Schmutzig (die machen auf Noma und der Sommelier ist genau wie Felix und das haben wohl schon mehrere festgestellt d.h. ihm gesagt), ich sage nur: „Der Kohlrabi erfährt nicht genug Wertschätzung“ und noch mal Industry Standard. Critical Mass Berlin auf der Internetseite. Passantin zum Polizisten an der Absperrung. Was ist das hier? Er: Fahrraddemo. Sie: Und was ist das Thema? Er: Irgendwas mit Cristal Meth. Haha!

Mein Paps schickt ein Bild von seiner Bilderuhr. Befreundeter Künstler bemalt die Ziffernblätter und er verwandelt sie in Uhren, Das ist seine. Hat ihm Klenner-Otto geschenkt.

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Unsere Kanzlerin ist so was von cool und emotionslos, das es mir Bewunderung abnötigt. Bloß sich nicht zum Lästern hinreißen lassen oder zugeben, dass man genervt ist, immer sagen: warum, nein, der Herr Seehofer arbeitet auch hart und macht einen guten Job für Bayern, aber ich bin eben Kanzlerin von ganz Deutschland. Wie schlau. Wir gehen Morgen nach dem Theater erst mal mit Jan und Cyril zu Beckmanns, vielleicht das letzte Mal oder vorletzte. Er soll schon mal die Tagespasta für uns bestellen (2 x) oder das Risotto und Pasta oder Pasta und Fischtagesgericht. Das nehmen wir immer. Beim Insbettgehen spüre ich meine Rückenmuskeln, die auch ausgeprägt sein müssen mittlerweile. Das kontrolliere ich selten bis nie.

Die dunkle Seite der Macht

02.10. Termin bei den Johannitern. Wunddokumentation. Jede Wunde hat eigene Akte, dafür schaffen sie die handgeschriebene Falldokumentation ab, die beim Patienten liegt. Dafür gibt es eine App. Vorher in die Bar mit Stephan und Stelli. Schnappt, wenn man sie anfasst. Das ist richtig peinlich. Wie kann man so was bei einem Hund durchgehen lassen? Sie ist immer damit durchgekommen und man hat das Verhalten entschuldigt. Die hat keine Angst, die greift an. Müsste man eigentlich einschläfern so was. Ist auch krass die Einstellung, aber schuld sind die Menschen.

Roncalli Auto vor dem Amtsgericht. Circus is in town. Nur das Gerippe vom Zelt schaut noch am besten aus. Ohne Not das andere Fahrrad ohne Korb, meine schwere Tasche fällt runter und die Bommeln vom Kleid bleiben im Sattel hängen und ich bin zu warm angezogen und mir ist schlecht und mein Hütchen zu schwer und hängt.

Termin beim Arbeitsamt war umsonst, dachten es sei ein Neuantrag und wollen eine Erstberatung machen. Frau Ton, sieht 100 % asiatisch aus, spricht wie 100 % deutsch. Das ist cool, hat noch Jüngere dabei die hospitiert. Im Flur eine junge, überforderte Mutter. Die Krawallnudel von Sohn überlässt sie sich selber bzw. die ältere Schwester muss mit 5 oder 6 schon die Mutterrolle übernehmen und ihn an der Hand nehmen und beruhigen. Die Mutter ruft nur den Flur entlang, aber das ist ihm egal in diesem Alter und Zustand. Er geht einfach in die Räume rein und probiert die Lichtschalter durch. Meiner will nicht arbeiten, die zocken ihn alle nur ab, selbst die Verwandten im Ruhrgebiet, die eine Reinigungsfirma haben.

Frau List macht großes Drama, sie wollte die Renovierung und jetzt will sie es nicht, weil sie Schiss hat und das gibt bestimmt Mieterhöhung, steigert sich in Gespenster hinein, die nicht da sind. Ich muss nach Hause, bin fertig nach gestern. Muss geschlafen haben, weil gesabbert habe ich. Alles schimmelt wegen mir.

Claudi hat köstlichen Kuchen und eine Riesenportion Zitronen-Chili-Mayo für uns dabei. Der Kuchen ist Birne mit endgeilen Wallnüssen karamellisiert und Thymian als exotisches Gewürz, nicht so süß. Die weiß, was wir mögen. Meine Suppe ist zu scharf, die Chili von Günter sieht aus wie eine kleine, gelbe Paprika. Dieses Roulettespiel spiele ich nicht mehr, einfach ganze reinmachen und schauen was passiert. Claudia isst nur Käse und Suppe und kein böses Brötchen bzw. Brot. Hier ist wieder irgendwas im Diätplan geändert worden. Ich kommentiere das mehrfach, aber den Grund für die neuen Regeln erfahre ich nicht. Saint Loh, Tochter meldet sich mit ihrem neuen Namen als Claudi beim Busbahnhof ist, hat heimlich in Erlangen geheiratet und sie versteht immer nur Hallo. Die Tochter will noch mal angerufen werden und meldet sich mit dem Namen, der eben klingt wie die Grußformel. Sie hatte damit gerechnet und ist im Reinen damit, freut sich halt. Claudia geht mit meinem Dreieckstuch raus zum Rauchen und sagt, mit sowas habe sie früher Zigeuner gespielt. Claudia hätte man den Sattel verstellen müssen. Sie fährt Adler, damit sie an die Pedale rankommt bzw. die einigermaßen durchtreten kann. Ich soll ausschauen wie die Vereinigungsfeier wegen Deutschlandfarben. Was für eine unbeabsichtigte Beleidigung. Es sind viele Schauspielkollegen da. Wir sitzen in einer Reihe mit Frau Frey, dem NP-Schreiber und Olaf Raschke. Tolles Stück, die Musikeinlagen, das mehrstimmige Singen und Pfeiffen, das Bühnenbild, die Filme sind voll meine Ästhetik. Der Riffraff-Typ als Idiot, der musiziert und dichtet und später den Psychiater spielt: Dr. Topas. Alles sehr passend, all die Weil wir doch Narzissmusfachärzte im Publikum sitzen haben. Die Maori-Bemalung der Angestellten und die Flaschenmasken aus alten Flaschen im Inselstyle, habe ich schon mal als Kunstobjekte gesehen, ganz cool gebastelt. Insgesamt groß. Was irritiert sind die Touretterentner (ein Pärchen Weißkopfseeadler vor mir), die während des laufenden Stücks: „Pfui“ rufen und nicht abwarten bis zum Applaus um demonstrativ zu gehen oder mit Buhrufen die Lunge zu kräftigen, sondern während der Vorstellung mit Zwischenrufen stören. Einweisung? Jedenfalls richtig krass. Ich gebe Olaf trotzdem Recht, die erste Halbzeit hätte gereicht. Ich mag diese Schauspieler, gerade Frau Arnold mit der lustigen Stimme, die Blondine aus Maria Stuart, die Nachwuchspreise bekommen hat, finde ich affektiert, die schauspielert halt und ich nehme ihr nichts ab. Cumberlandsche ist besetzt mit einer anderen Veranstaltung, wie ärgerlich, dann Soul Kitchen. Der NP-Schreiber stellt sich bei Claudia vor, weil er sie ohne die rasierten und blondierten Haare nicht wieder erkennt. Auf den Weg durch die Innenstadt dicke Auspuffrohre, richtig Porno, aber mein Schwanz wird klein wenn ich das sehe, laute Autos machen mich aggro, warum ist so was nicht verboten, die ohne Sinn und Verstand auf Geräuschbelästigung zu trimmen. Autorennen an der Marktkirche. Das nervt. Da kriege ich Tourette und sage nur: Frontalaufprall, Vollschaden. Sabine legt auf und freut sich uns zu sehen, Claudia trifft eine Freundin von früher. Die hat eine große Blume im Knopfloch, die sie selber geschossen hat und erzählt begeistert vom Oktoberfest. Was, da seien wir noch nie gewesen? Gut, das ist echt nicht meine Sache, bei allem Verständnis für das Schräge. Dann lieber Hunderennplatz in Garbsen. Etwas die Szenerie beobachten. Knutschen an der Hausfassade, viele Skateboards auf den Rücken geschnallt, ist was in meinem Verein? Die hellblonden Schwestern von der FH, eine ist älter und dort angesiedelt und trägt immer klobige Schuhe, Sandalen um genauer zu sein. Wir treffen uns im Stephanusstübchen versprechen wir und biegen dann doch kommentarlos ab in die andere Richtung und fahren nach Hause. Ich habe zwar 3 Wärmflaschen, aber 2 davon sind im Büro. Essen Cracker mit Zitronen-Chili-Majo und Käse bis wir von den Stühlen fallen.

03.10. Traum: Ich habe viel Bauchfett und kann trotzdem die Bauchmuskelübungen, die soll er mir mal zeigen und ich demonstriere es ihm. Die Frau, die ich besuche, die Memme im Krankenhaus, die Vollnarkose brauchte, auch wenn sonst örtliche Betäubung reicht, weil sie sich die Schläuche bzw. den Anschluss aus dem Arm gerissen hat. Sie liegt am Fenster und sieht die Besucher, die zu ihr kommen. Dann kann ich das andere auch nicht glauben, wo sie meinte, dass sei schlimm, weil die offenbar ganz anders tickt als ich.

Überlegungen zum Tabu Homosexualität. Das war meines Erachtens in dem Stück enthalten. Zu Zeiten von Shakespeare war noch wenig mit sexueller Vielfalt. Da hatten sie ja bekanntlich Rückschritte gemacht gegenüber den Griechen, die schon viel weiter waren. Die Frau liebt die als Mann verkleidete Frau und hat die schon geküsst und nichts gemerkt und weil das irgendwie nicht sein darf gibt es Zwillinge, die genau identisch aussehen, aber eben Möse statt Schwanz und umgekehrt und dann stimmt das wieder mit dem Geschlecht. Der Zwilling taucht auf und wird genauso geliebt wir sein Geschwister, weil halt identisch bis auf das Geschlecht und dem Liebesobjekt geht es automatisch auch so, dass es offenbar nahtlos zurück liebt. Das ist etwas unrealistisch, weil sonst hat Herr Shakespeare das schon gut erkannt mit dem geliebt werden und einen anderen lieben, der einen wiederum nicht liebt und wie kompliziert das eben ist.  Claudia und Stephan schlafen lang und ich häkele im Wintergarten.

Steffi bringt die Yogamatte, die es gar nicht gebraucht hätte. Dafür vergisst sie ihren Hausschlüssel, den sie mir wiederbringen wollte. Claudia wundert sich, dass mich das schon nervös macht, aber es ist nicht nur meine Hysterie, es sind auch Erfahrungswerte. Nachmittags kommt sie nicht mal vorbei und nimmt den Yo-Sirup mit, den ich nicht haben will und hat den Schlüssel wieder nicht dabei, dafür lässt sie die Yogamatte bei mir im Flur stehen.

Yoga in der „Zentralidee“. Ich verrate Claudia und falle ihr in den Rücken, weil ich Bikram sage und sie ist sauer, schlussendlich bricht es das Eis mit der Lehrerin und sie verabredet sich mit der oder tauscht zumindest Nummern aus. Auf dem Boden, in der Kälte, wir frieren alle, die Lehrerin strahlt und merkt die Kälte nicht, hat Wallungen und eröffnet Montag ihr Studio in der List, entschuldigt sich vielmals und macht geile Hypnose. Ich bin ganz entspannt und voller Energie. Tatsächlich brauche ich keinen Mittagschlaf und platze vor Energie. Das ist wohl gefährlich für mich und vielleicht verwandele ich mich in einen Kamikaze-Flieger oder Auftragskiller, wenn man mir Dinge so gut suggerieren kann, dass ich dann aufstehe und wie eine Schlafwandlerin töte. Auch sonst gute Übungen, die man auch machen kann, wenn man bettlägerig ist, aber ich finde es trotzdem prima. Ich brauche hier nicht immer Sportexzess. Reicht schon, wenn ich den Exzess beim Essen und Trinken brauche, hier ist weniger auch mal gut, vor allem glaube ich nicht an die Theorie, dass hier Mehr Mehr bringt. Dieses exzessive Hecheln der Kundalinijünger und Gewaltmärsche der Übungen bis einem die Arme abfallen, ich merke schon früher was, brauche ich nicht so hart. Ich bin nach den Babyübungen auch vitalisiert. Das mag Typsache sein, manche sind ja auch satt nach einem Salat und ich erst nach dem großen Menü mit Weinbegleitung. Auch das sich erinnern, was einen gestern geärgert hat und es loslassen erscheint mir sinnvoller als meiner Begleitung, bei mir war es die Lappalie mit dem Gästerad, dass ich das ohne Korb fahre und mich damit abmühe und es war nicht notwendig. Der Termin beim Arbeitsamt ohne Grund ärgert mich nicht. Das ist Selbsterkenntnis, dass ich mir selber solche Kleinigkeiten sehr übel nehme. Den Termin hat die Frau ja verbockt und nicht ich. Sie kann auch gut anfassen, die Birte und ich atme zu ihren warmen Händen, die auf meinem Rücken liegen und habe das Gefühl, dass ich das richtig gut kann. Ich denke an die Highlandrinder in Braunschweig. Ich konnte den Atem von denen in den Hörner spüren, aber richtig deutlich. Zum Schluss singt sie ein Mantra um uns aus der Endentspanung zu erwecken. Der einen Teilnehmerin schießen die Tränen in die Augen, weil sie es so schön findet, wie sie uns anvertraut, während ich an das Theaterstück gestern denken muss, die süßen Klängen der Musik, die die Liebe erweckt, die Ständchen, die der Idiot und die anderen dargeboten haben für den König und anderen Besteller der Dienstleistung. Sie hatte ein niedliches, weißes Service und es gab Darjeeling mit Milch und wohl ein Foto für den NSA, wie wir am Boden liegen. Mein Mann hat mich erkannt.

Zentralidee 3.10.15

Draußen ist es ganz ruhig, ein Sonntag vor dem Sonntag, wir gehen in der Sonne zur alten Wohnung von Claudia. Hier ist ihr Name auf zwei Etagen verteilt. Sie hat ein neues What’s App Profilfoto (sie wechselt gerne, ich nutze mich bei BM ab), eine Werbekarte vom Schauspielhaus von Schillers die Räuber mit „Ich bin mein Himmel und meine Hölle“ mit dem kleinen Mann aus New York, den wir cool finden in sehr cooler Maske. Ich finde eine Werbebroschüre von dem Haus in meiner Schnipsel-Collage-Sammlung mit ihm und einem weiteren Darsteller von gestern (Lord Toby, der Alkoholiker) mit Geburtstagskuchen (die hatten wohl ein Jubiläum vom Theater her) und will das Foto für meinen Kalender verwenden, jetzt wo ich Stücke und Personen dazu im Kopf habe. Ja, dafür müsste man noch mal jünger sein um in der Posse mitzumischen, andererseits sind Schauspieler privat anstrengend, so die Erfahrung, also lieber nicht. Ich zitiere: „Privat bin ich kein Idiot“.

Öffentliches Urinal an der romantischen Radstrecke zwischen Schützenplatz und Sprengel. So richtig ungeniert und tagsüber stehen 20 Männer hintereinander. Überall Goldmetallicsitzüberzieher der Galerie Luise auf den Fahrrädern. Ich hätte gerne einen. Ein Experte für Adler, junger Typ, der Pfandflaschen sammelt, weiß das Baujahr und sieht was alles nachträglich angebaut wurde. Wurde für den ausländischen Markt produziert, vermutlich Österreich oder die Schweiz, weil die Luftpumpenhalterungen wurden erst nach dem Krieg serienmäßig rangebaut. Krass, der Typ kennt sich echt aus. Japanische Kinderreime an den See-Terrassen. Die sehr dünne Mutter aus Hamburg ist nett. Sie durfte in Japan nicht in ein Fitnessstudio aufgenommen werden auf dem Land weil sie eine Tätowierung hat und sie hatte versprochen, die mit einem T-Shirt zu bedecken. Ich erzähle von meinen Japanerinnerungen und das ich der Horror eines jeden japanischen Mannes bin, laut und chaotisch und mache viele Flecken. Die Tochter kennt Fingerpuppen und ich zeige ihr mein Hütchen und später auch wie man Steinchen sammelt und in die tiefen Tasche des Kleides versenkt. Sie sammelt fleißig auch Dinge, die wohl keine Steine sind, aber die Mutter ist zum Glück locker. Ihr Vater, mit dem sie sich in Hannover getroffen hat und der Pianist ist, hat Paulinchen vertont, die Gestalt die ich bei meiner Überraschungsmottoparty „Unfall“ zum 21. Geburtstag verkörpert habe, als ich Claudia noch nicht kannte und sie und Gerrit mich gefragt haben, ob ich schwanger sei, weil ich ein lange kupferfarbenes Kleid anhatte was vermutlich unvorteilhaft Falten geschlagen hat. Ja, für Beleidigungen habe ich ein langes Gedächtnis.

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Christliche Rapper am Steintor, dann noch mal Steffi (Claudia massiert ihr die Schultern und stellt fest, dass sie ganz glatte Faszien hat) und etwas Kalenderbasteln und Beckmanns. Der Radladen gegenüber ist eine Disko. Meinen Baby-Alpaka Schal und die Bienen-Wespen-Brosche werde ich los, dafür werden mir aus Draht gebastelte Bienen in Aussicht gestellt. Claudia meint gleich, dass ich den Koch beleidigt hätte, habe ich gar nicht. Viel Zensur an falscher Stelle und Benimmregeln. Da kann ich ja drauf. Ja, die Frau des Kochs mag ich nicht, aber ich bin ausnehmend charmant und freundlich zu ihr, dass mir keiner was nachsagen kann und sie sich bestimmt nicht schlecht behandelt fühlte. Michael bedankt sich für ein lausiges Foto von seinem Dipp. Das Porto nach Hamburg spare ich mir zukünftig. „Was ist ein Podbi?“. Habe Angst, dass die Jungs zu viel gezahlt haben.

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Michael muss sich Geschichten über Yoga und Sonnengrüße anhören. Wenn man nicht weiß was das ist, ist es bestimmt nur mäßig interessant bis gar nicht und gaaanz langweilig. Die sind nicht esoterisch und essen Fleisch, die von ihrem Bikramstudio. Das sind Westler, die sich einige Übungen aus dem Yoga abgeguckt haben und damit Gymnastik bzw. Leistungssport machen. Im Spiegel gucken: kein Yoga, nach innen gucken: Yoga. Außerdem ohne Atmung kein Yoga. Claudi und Michael überlassen wir in der Küche sich selber.

04.10. Traum. Mein Vater hat meiner Schwägerin eine riesige Pelikanfigur für ihr Haus gekauft, die richtig teuer ist. Das ist so ein Kunstding, aber die gab es auch in kleiner und das ist richtig krass riesig (1/3 so groß wie das Haus selber) und richtig teuer. Ich wundere mich. Neues Kapitel: Ich wohne in einem Dorf und habe einen neuen Mann, an den ich mich immer heranschmiege und viel in den Arm genommen werden will, bin irgendwie todkrank und habe nicht mehr lange. Ich schenke etwas seiner Mutter, die sind irgendwie Künstler und ich überlege mir was für einen Fotoshoot oder hoffe, dass sie mich dann fotografieren, aber sie wollen nur das was ich gebastelt habe ablichten ohne mich. Ich habe ein Tischtuch als neutralen Untergrund, damit es nicht durchscheint. Eine Koralle an der ich 3 Monate gehäkelt habe, die will sie weiterverschenken. Das bereue ich sofort und werde wach.

Claudia und Micha waren bis 4 Uhr wach, hatten aber nur eine Flasche Wein. Ja, der hat Sitzfleisch. Dass geraucht wurde in der Küche stört mich nicht, Claudi hatte sich entschuldigt. Ich freue mich, wenn Leute sich das bei mir gönnen, was sie sich bei sich selber verbieten oder wofür ihnen ihre Wohnung zu schade ist. Schräges Telefonat mit meinem Bruder, für seine Kinder ist der Pazifik nur ein kaltes Meer. Mit solchen Informationen kann ich wenig anfangen, weil das Feuer der Eltern überträgt sich und außerdem sind die Kinder Rudelmitglieder und keine Anführer. Ich sage, ein nein genügt mir, die Details der Begründung führen nicht weiter. Der Vater der Freundin, der so krank ist hat seine Firma erst 1988 gegründet. So viel Zeit für Selbständigkeit und Karriere blieb dem gar nicht bis zu seinem Unfall. Da sieht man mal wieder wie kurz das Leben so betrachtet ist. Suche Fotos für Kalender Nr. 2. Der Hund hört nicht und läuft einfach irgendwo hin und lässt sich nicht abrufen. Das nervt. Leine. Ich will ins Kino und Stephan ist beim Sport und das wird sonst knapp.

In der Stadt ist verkaufsoffen, weil ja gestern die Läden zu hatten, sagt Stephan. Es ist die Hölle los, heute mal Einbauschränke angucken gehen. Es sind 3 Menschen in Heizkraftwerktürmen aus Schaumstoff in den neuen beleuchteten Farben und ich sage beim Vorbeifahren, „das sieht ja megasüß aus“ und sie: „dito“. Die Emofreaks am Denkmal am Opernplatz mit Mundschutz. Ich weiß die Nummern der Psychiatriezentralen auswendig. Das beeindruckt Stephan: 532-0; 730003; 05031 930 und dann mit dem diensthabenden Arzt verbinden lassen, vorher Sektorzuständigkeit prüfen. Die Cineastenfreaks unter sich, wir sind erst alleine im Koki, dann die Frau mit Pudel aus dem Sprengel, die dem anderen Typen erklärt, der sich in die erste Reihe setzt, das sei nicht sein Platz und er rutscht noch mal einen Platz weiter. Wir sollten Stelli einschläfern, die ist alt und hat Demenz, die leidet nur noch und es wäre eine Erlösung. Mit einem anderen Nutztier würde man auch so verfahren. Orchid Thief mit einem herrlich unvorteilhaften Nicolas Cage, der eine Glatze bekommt und viel schwitzt und alles negativ im Kopf kommentiert. Er spielt neben Tilda Swinton und es wird gerade Being John Malkovich gedreht und man sieht die Schauspieler im Hintergrund. Soll ein Drehbuch schreiben, d.h. einen Blumenroman für die Verfilmung umschreiben, sitzt vor der Schreibmaschine: „I need coffee, it helps me think…I should write first and then reward myself with coffee…and a muffin….banana nut is a good one“. Meryl Streep als Schreiberling für den „New Yorker“, mit ihren intellektuellen Freunden trinken sie Wein und machen sich lustig über den Orchideenfreak ohne Vorderzähne. Sie beneidet heimlich seine Fähigkeit sich in Dinge hineinzusteigern und darin aufzugehen, Dinge zu sammeln und diese Begeisterungsfähigkeit, die ihnen abgeht, weil sie blutleer leben und sie nur über das Leben von anderen schreibt. Orchideenjäger leben gefährlich. Sie bekommen exotische Krankheiten, werden gefressen oder von Einheimischen ermordet. Die Einheimischen machen grünes Koks aus den Geisterorchideen, grünes Pulver was man durch die Nase zieht. Auch sehr schön, dieser Aspekt. Der Zwillingsbruder ist genauso unvorteilhaft wie der Pessimist, aber geht anders an die Dinge heran. Er hat keine Angst sich lächerlich zu machen und das wird belohnt, das er offen ist und auf das zugeht was ihm gefällt. Er hat die heiße Schauspielerin aus Beiing John Malkovich und die gutaussehende Schminkfrau von Set, die seine Freundin wird bei sich zuhause und sie sitzen auf dem Boden und spielen Boogle. „You are what you love and not what loves you. I decided that a long time ago“, ist seine Botschaft. Der Film ist von 2002, o.k. Meryl Streep sieht auch noch deutlich jünger aus. Perlenkarten für Montag. 2 Vorstellungen hintereinander und ich bin auf einer Liste und bekommen ein Ticket umsonst.

Fenchel mit Zwiebeln, halbe Chili mit Butter in Tomatensauce Frühlingszwiebeln zu Pasta, köstlich und endlich mal nicht nur scharf.

Frau Querulatorin schickt mir viele emails, u.a. Betreff: „Fw: Schikane der Stdtpolizei Zürich gegen deutschen Nummernschild gegenüber der deutschen“.

Morgen einen Film über Lance Armstrong OmU, den ich eingetragen habe muss nicht sein. Da war heute die bessere Wahl.

05.10. Stella ist nicht im Schlafzimmer, hatte schnell nach Wecker gegriffen beim wach werden, dass sie sich nicht erschreckt, weil den hatte ich unter den Morgenmantel gelegt, was ihre Schlafstätte sein sollte. Wo liegt sie denn, Fußboden bei Stephan, unterm Bett? Nein, hat draußen geschlafen auf seinem Rucksack. Ich sage, die ist null auf Menschen hin orientiert, die ist es gewöhnt, dass man ihr nachläuft und sie ihr Ding macht. Dackelt raus in irgendeine Richtung, ob man nachkommt ist ihr scheißegal. Er will sie heute nicht füttern und Leckerlis dabei haben. Das ist bestimmt eine gute Idee. Kackstreifen, ähh Kurpark. Sie sieht aus wie ein Gremlin von hinten, diese hässlichen mit den Zotteln an den Ohren aus Star Wars Teil 1. Darth Vader is ja auch älter geworden. Sie gehört jedenfalls bestimmt zur dunklen Seite der Macht. Heute ist das erste Mal die Frau dran, die Mikaels Nachfolge beim Yoga übernimmt. Ich freu mich drauf.

Typ von der Ausländerstelle in Sachen Herr Steintor. Ich denke erst, dass ich diese Woche Termin habe, aber war Verwechslung, bin jedenfalls Morgen und übermorgen bei denen im Haus. Sind keine Straftaten, sondern Ausdruck einer schweren psychiatrischen Erkrankung. Ich sollte Akteneinsicht nehmen, sagt mir das Aktenzeichen vom BAMF. Asylfolgeantrag sollte er stellen, läuft seit 2014. Eine Nachfrage seinerzeit hat nichts gebracht. Das BAMF heißt nicht nur geil, sondern hat auch eine geile Anschrift Heimkehrerstraße 16 in Friedland bei Göttingen.

Kollege nervt seit morgens, er kommt um 10, weil Schulwechsel der Tochter ist so schwierig blabla und dann noch mal Anruf, er kommt um 11 und das sei mit Puffer, soll einfach 16 Uhr sagen und wenn er früher kommt, er hat ja einen Schlüssel. Er kommt schlussendlich um 12:10. Ich bin genervt, dass wir da alle wie verrückt dran teilhaben müssen.

Frau Analphabetin, will mich nächstes Mal in dem großen Kaffee treffen am Schwarzer Bären, meint Mönicke. Die machen guten Kuchen und sie will mich einladen für meine Mühe und dann muss sie nicht die Treppen hochsteigen. Wir können uns da treffen, aber sie muss mich nicht einladen. Das ginge gerade gut finanziell und sie sei nicht geizig.

Frau List hat das ganze Wochenende gegoogelt und der Vermieter darf Wohnung wohl besichtigen, aber muss es schriftlich machen. Sie verwechselt was. Der Vermieter hat nicht den Verdacht, dass die Wohnung schimmelt, weil der Schrank an der Wand steht, sondern wir wollen die Wohnung verbessern und haben um einen Termin gebeten. Das sei „Wortklauberei“. Nein, es ist das Gegenteil, ob der Vermieter gucken will, ob ihre Unterhosen gefaltet sind oder wir um den Termin gebeten haben und ich mache jetzt einfach einen aus mit der Hausverwaltung und dem Handwerker. Mein Gott, ist die anstrengend. Ja, bin mit dabei und weiß, sie will nachmittags. Termin ist schnell gemacht. Nächsten Dienstag. Die total Jammerigen kann ich am wenigsten ab merke ich immer wieder.

Mal gucken, wie die Neue ist. Hat polnisch anmutenden Namen. Dachte ich kann wieder Neufall nehmen, wenn Groucho Marx aufgehoben wird.

Sie will die Wohnung ganz bestimmt und muss sie gar nicht besichtigen und ich soll schon mal zusagen (so Ende letzter Woche) zu ihr Kleiderschrank passt nicht rein nur der Balkon ist schön groß, die will sie nicht und das Wohnungsamt will ihr jetzt keine anderen vermitteln usw. usf. (heute). Ich bin ungehalten wegen der ganzen Telefonate und rege mich auf. Was ist mit Stromgeld, sie soll gefälligst Geld auf dem Konto lassen, hatte so viele Nachzahlungen für Pflegegeld usw. Das geht mir auf den Puffer. Sie ist still, weil ich so cholerisch bin.

Frau Dackelmischling hat neues Schloss gekauft und nicht eingebaut bekommen und hatte Schlüsseldienst da. Soll fragen was auf dem Renovierungskonto ist. Denen kann sie kein Geld rausleiern für ihre Soloaktionen, das ist ohne Aussicht auf Erfolg, bescheide ich ihr.

Einschreiben der AOK, 4 Seiten, ein Anschreiben, 2 Leerseiten und eine Seite auf der steht: „Forderungs- und Leistungsbescheid Y310 Kein Brief, weil Forderung kleiner oder gleich Null Gesamtforderung: 0,00 EUR“. Bestes Einschreiben was ich je bekommen habe.

Der kleine Mann aus Srilanka mit einem Freund. Dann geht es nur in den Besprechungsraum und nicht zu mir ins Zimmer wegen zu intim, kein Bock. Hatte gesagt, neue Fälle übernehme ich nicht. Geht doch um einen Verwandten, der in Kopenhagen geheiratet hat und einreisen will. Die Anwältin in der Nordstadt arbeitet zu langsam und hat ein Kind bekommen. Er denkt, wenn er 50,- € hinlegt, werde ich gefügig, aber das klappt nicht. Er soll selber nachfragen. Drucke ihm Liste der Wohnungsbaugesellschaften aus, weil seine Wohnung zum Jahresende gekündigt ist (das andere auch im Treppenhaus geraucht haben ist keine so brillante Ausrede), da soll er sich drum kümmern und sein Geld kann er wieder einstecken. Der Trick hat nicht geklappt. Gierig bin ich nicht.

Nach 2 Wochen legt mir der Kollege meine Unterlagen vom 15.09. wieder hin. Hatte ihn mehrfach um Rücksprache gebeten und musste schon eine Fristverlängerung beantragen. Habe kein Gesprächsbedarf mehr. Der Zug ist abgefahren, auch hier bockig auf ganzer Linie.

Doppelstundesport führt dazu, dass ich nach der Yogapraxis mit Sonnengrüßen so warm und gedehnt bin, dass ich allen Angst mache im nächsten Kurs. Wenn wir in die „weite Zweite“ sollen, eine Ballettstellung mit gegrätschten Beinen, Knie und Füße nach außen, kann ich dem Impuls nicht widerstehen in die Vorderbeuge zu gehen und mit gestreckten Beinen den Kopf auf den Boden zu machen. Die neue Lehrerin hat so ein paar Sachen erklärt über die Praxis, dass Yoga bedeutet den Geist zur Ruhe zu bringen Das könne man machen indem der Unterricht so anstrengend sei, dass man an nichts anders denken könne, aber sie verfolgen eine andere Idee, sich mit der Atmung zu verbinden. Ja, da steh ich drauf. Ujai- der siegreiche Atem, wie ihre Kollegin immer sagt. Sie, die fortgeschrittenen Yogis trinken nicht während der Praxis, sie verbietet es niemandem, aber wenn man immer Durst bekomme wenn die Bauchmuskelübungen anstünden, könne man ja mal überlegen, was das vielleicht zu bedeuten hat (schön gesagt). Die Grace-Lehrerin fragt, ob ich mein Schmuckkästchen geöffnet hätte und hat sich wohl eine Brosche genommen. Sie spricht viel von den Bauarbeitern nebenan, dass die in die Umkleide durchbrechen könnten. Ich halte das ja für Phantasien und Wunschvorstellungen. Die Teeverkäuferin im orientalischen Zelt hat wieder ihr Mera Luna 2015 T-Shirt an. Auf dem Rückweg überlege ich was wir gleich zu essen machen. Ich denke auch darüber nach, wie die Werkstattyogis manchmal nach der Praxis eine Übung machen bei der man auf dem Rücken liegt und Arme und Beine nach oben streckt und richtig kräftig durchschüttelt. Wenn man sich denkt, dass das doof ist, dann muss man es besonders intensiv machen. Wenn man sagt, ich muss nichts Negatives loslassen und das still sein macht mich aggressiv, ist es vielleicht genau das was man in Wirklichkeit nötig hat wie ich vielleicht mehr fordernde Praxis und Schwitzen wenn ich mich davor drücke. Das was man nicht braucht hat man besonders nötig. Erst Zuhause merke ich erst anhand der Nordbayerischen Kuriere, die in einer Papiertüte auf dem Tresen liegen, dass ich heute Abend alleine sein werde und Stephan mit Detlef bei Hartmut El Kurdi ist. Ich schaue die letzten Minuten von „Wer wird Millionär“ und der Stargeiger David Garrett heiß Bongartz mit echtem Namen. Wie lustig ist das denn? (Insiderwitz).

Ja statt Jein

28.09. Traum: Heike und Georg und Jan ist auch mit dabei (bei Heike und mir geht es um irgendwelche wechselseitigen Geschenke) und da eröffnet eine Disko unten im Haus und sie haben einen Typen für mich bestellt, der mich mag (einen älterer Berliner). Da sind Garagen im Hof und Marianne und Thomas wohnen hier in einer WG mit einer Frau (der Freund von Marianne war in der Schwulen Sau) aus einem Food Truck heraus wird aufgelegt. Sunla ist da und irgendwie wird ein Geheimnis um die obere Etage des Hauses gemacht, da soll auch eine WG wohnen. Schlussendlich ist es ein SM-Studio mit verschiedenen Räumen und ich denke, der Berliner steht bestimmt auf so was. Sunla dreht dann sehr auf und ist total in ihrem Element. Dann soll sie sich mit dem Typen dort vergnügen, wenn sie darf (von Andras aus) mir macht das Angst. Es ist gegen Morgen und lauter krass Halloween-mäßig geschminkte Leute, die offenbar auch in dem Haus wohnen kommen morgens vom Ausgehen nach Hause. Der eine stand auch auf mich, erklärt mir Sunla. Dann Schnitt wir sind mit Kathrin unterwegs bei meinen Eltern und dann laufen wir zu Fuß in einen Supermarkt mit mehreren Etagen- Ich finde eine Sammlung von Dosenobst mit so lustigen Verpackungen, mal ganz kleine Dosen und welche mit chinesischen Motive mit einem Pandabär (die Brosche von Brigitte). Als Kathrin die Karten vorzeigen soll wegen der Plätze hat sie die falschen dabei für einen anderen Abend. Sie nimmt es sich sehr übel und dreht um, zurück zu meinen Eltern, die richtigen holen, weil wir haben mehrere Vorstellungen gebucht. Stephan ist nicht mitgegangen und hat sie begleitet, sondern alleine laufen lassen. Die Frau an der Kasse sagt, wenn sie nicht so schnell gegangen wäre, dann hätte sie die Plätze auch reserviert, weil sie konnte anhand des email Austausches feststellen, dass Kathrin ein bestimmtes Kartenkontingent gekauft hatte (email von gestern). Es werden überall Öko-Lebensmittel verkauft. Eine Frau neben mir gefüllte Brote, die ganz lecker ausschauen und sie isst und liest ein Rezept. Neben ihr gibt es lila Brot aus Asche, was auch total gesund sein soll und die Vorteile werden auf einer Tafel angepriesen.

Richter bestellt mich in zwei Verfahrenspflegschaftssachen für die MHH. Anhörung soll man zusammen machen sagt das Landgericht. Morgen oder übermorgen. Er meldet sich nicht mehr, hatte angekündigt, dass ihm heute noch ein Kind vorbeigebracht wird (macht Familiensachen). Dieser Notfall hat vielleicht seinen Wochenplan durcheinander gebracht.

Die Freundin kommt und ich habe ein Paket zusammengestellt für eine unliebsame Pförtnerin aus dem Osten, die sie gemobbt hatte und jetzt ist das Projekt beendet und sie schenkt ihr auf mein Anraten hin ein kleines Paket mit Sachen u.a. ein Prospekt über Frauengestalten in der Bibel mit teils historischen Fotos und eine Postkarte mit einer Kuh mit bayerischem Hut und dem Text: „es muss was Wunderbares sein von Dir geliebt zu werden“ sowie andere Flyer aus Braunschweig über Naturprojekt (alles Ausbeute von Samstag) und schrecklichen, riesigen Auskleber mit „Ja“ und „Alles frisch?“ und diverse rote mit „Ja statt Jein“ und so was. Richtig gutes Paket um das gegenüber nachhaltig zu verwirren und selber dabei seinen Spaß zu haben. Ich habe Kunst für die Weinflasche dabei, den Korken kann man mit dem Steckset in einen Wasserbüffel verwandeln (mit Vogel hinten drauf). Ist das das Richtige für meinen Onkel, der trinkt bestimmt keinen Wein, heißt auch noch Corker. Mal in Zürich gekauft, wartet es auf die richtige Gelegenheit um verschenkt zu werden. Mit der Freundin habe ich Freitagmorgen einen Termin beim Pflegedienst.

Die Kanadierin, sehr sympathisch, sieht meiner Betreuten sehr ähnlich, war nur 1,5 Jahre Altersunterschied. Sie ist Betreuerin der Mutter, die Alzheimer hat, glaubt ihre Schwester hat ihre Situation falsch eingeschätzt und, dass sie Asberger Syndrom hatte, war schon seit der Kindheit schwierig und anders, hatte Probleme mit emotionalen Dingen und Einschränkungen im Leben, die sie aber negiert hat. Der Vater und die Brüder haben Huntington, eine Erbkrankheit. Sie ist alleine mit lauter Kranken und ihre Schwester hat sich aus dem Staub gemacht, weil sie keine Verantwortung übernehmen wollte. So was wie Erbe ausschlagen kommt ihr komisch vor, lieblos und nicht korrekt. Verantwortung zu übernehmen würde nicht groß geschrieben in ihrer Familie und sie will es anders machen. Sie will sich kümmern und alles zum Abschluss bringen. Schlaue Frau, hat für die kanadische Regierung gearbeitet und hat eine Freundin in Celle. Ich vermittele ihr einen Notar zu dem sie Morgen geht, weil ich sie hier nicht abschließend beraten kann, ist mir zu heikel in einem Rechtsgebiet in dem ich mich nicht auskenne und umsonst. Das bringt nichts. Ich wollte sie nur nicht abweisen und kann Übersetzungsarbeit leisten. Sie will die Sachen in der Wohnung spenden, wir hätten viele Flüchtlinge. Das stimmt, aber Entrümpelung kostet trotzdem. Wohlstandsland Deutschland, alte Möbel einlagern ist unlukrativ. Ich drucke ihr Kontaktdaten aus und spreche später noch mal mit dem netten Bestatter, der Kontakte zur Wohnungsgenossenschaft hat.

Meine Betreute, deren Hauptthema Opferentschädigung ist, hat die Berufung verloren.

Mein Kollege hatte noch beteuert, die Pipilotti-Rist Karten zu nutzen und ich sagte ihm auch, ich bin sonst sauer, aber meine Prophezeiung ist eingetreten und er hat sie verfallen lassen. Es hat nicht geklappt, zu viel anderes, familiäres Programm. Darf man ihm eigentlich nicht böse sein, aber so was kann ich immer schwer meinen Emotionen erklären, die sind immer so unvernünftig.

Yoga, die letzte Übung im Montagskurs, den Schulterstand und Pflug zeigt er mit mir und nicht der Musterschülerin, die immer überambitioniert ist. Die neben mir keucht und muss total verspannt sein. Ich komm mal auf eine Flugstunde in Godshorn vorbei. Auf Hüpfen und Undichtsein kann ich heute nicht. Lieber zu Lidl. Ich will einen Boxer zum Hüten. Da ist einer vor der Tür mit vielen Abszessen an Kopf und Körper, aber sehr aufmerksam und süß. Boxer ist einer der Lieblingshunde der Italiener, zumindest in Mailand und würde mir echt gut stehen. Zuhause mache ich Kürbissuppe für Morgen und Stephan Zucchinigemüse zu Pasta, aber so scharf, dass es fast unessbar ist. Die Chillies von Günter sind unberechenbar. Wir schauen der Dritte Mann und dann alte Fotos von früher, die Stephan eingescannt hat. Meine Wolle aus den 80er Jahren mit Linie 11, da steht „on line“ drauf. Sehr lustig. Das war früher online, Wolle.

29.09. Der erste Traum ist viel interessanter und wird überschrieben. Wir wollen ins Theater und gehen vorher essen, Sushi, kleine Portionen und 4 Gänge. Ist total angesagt, wir schaffen vor dem Essen nur einen Gang und kommen anschließend dann wieder um den Rest zu essen. Lernen ein schwules Paar kennen, sie wollen auch dahin weil der eine hatte eine externe Nebenrolle, d.h. das Videomaterial mit ihm wurde verwendet. Wir kommen zu spät und hatten irgendwelche Plätze hintereinander zweite und dritte Reihe. Da ist noch beliebig frei, weil es ein riesiges Theater ist und wir setzen uns an den Rand wo frei ist. Sehr modernes Stück. Es wird gesungen und die Darsteller haben Arm- und Beinstümpfe und der eine wird darauf über die Bühne gezogen, ohne dass man sieht wie das technisch gemacht ist. Es geht um einen Virus und wenn man sich damit infiziert verhält man sich komisch. Man sieht unsere Essensbekanntschaft wie er verkündet es jetzt zu nehmen was man ihm zugeschickt habe und an einer Wasserpfeife zieht und man sieht seine sinnlichen Lippen und den Rauch. Es gehen immer mehr Menschen und wir rücken auf und schauen noch mal auf die Tickets. Der Typ neben uns sitzt auch nicht auf „seinem Platz“. Als Schlussbild geht eine riesige Gruppe von Statisten die Zuschauerreihen entlang und bezieht diese mit ein, macht Impro, bedankt sich, reicht die Hand, macht unterschiedliche Sachen, die die Zuschauer miteinbezieht. Das findet auf einer weiten, ausladenden Treppe statt. Im Backstage ist die Stimmung super und man singt Sesam-Straßen-Songs im Chorus und ich mache mit. Wir wollen die leeren Gläser wegstellen, da bietet ein Ober noch Wein an, noch ein „Glaserl“. Stephan nimmt noch welchen und ich sage spöttisch, mein Mann sei da zum Glück flexibel und wenn der Weißwein alle sei, steigt er auf Rotwein um und mit Stephan schimpfe ich, dass es nicht Sinn des Theaters sei sich zu betrinken oder einen Rausch zu bekommen und man auch mit O-Saft ins Theater gehen könnte und das die meisten tun würden. Dann eine Szene, wo das schwule Pärchen sich auf der Straße streitet. Der Darsteller ist betrunken und dann liegen sie am Boden und der andere befriedigt ihn mit der Hand im Licht der Autoscheinwerfer und ich habe Angst, dass sie überfahren werden, weil ihnen alles um sie herum egal ist. Es folgen Szenen bei dem einen älteren Schauspieler zuhause, er hat neben uns noch andere Gäste und dann bei einer Frau, die mitgespielt hat und uns Tee aus einer selbstgemachten Gewürzmischung anbietet, sie zählt aus dem Kopf mindestens 12 Zutaten auf, die da drin seien und wir riechen an getrockneten Ästen an denen die Gewürze hängen (dieser Teil war BS, die Disteln würde ich meinen, davor der dritte Mann und Orson Welles, das Fernsehprogramm des Abends und das wir heute ins Theater gehen, keine Ahnung).

90,- € gegeben und nichts von der Quittung behalten. Gut, das war ein Fehler, aber ich bin zuversichtlich, dass ich die Quittung bekomme und gut, die Erbberatung war schlecht und falsch und mein Kollege, zu dem ich vermittelt habe kann nichts machen und sie nur wegschicken, dafür ist das Wetter schön und dafür läuft der Termin bei der Dackelmischlingsbetreuten gut. Erst lässt sich mich im Flur warten und hat angeblich nichts von dem Besuch gewusst und man hört sie die Wohnung saugen. Sie will Computerkurs machen und kann sich mehr distanzieren und erkennen, dass es Sachen sind aus der Vergangenheit, die hochkommen wenn die Substitution reduziert wird, die die Gefühle mehr dämpft. Positiver Termin, der Wohnbetreuer hat sich einen neuen Berner Sennenwelpen bestellt, der erst 4 Tage alt ist. Die Winterzoo sieht aus wie amerikanische Weihnachten schwärmt er. Der Kaffee ist Gourmet im Vergleich zu Braunschweig. Computerkurs, Zahnsanierung, Besuch in Schleswig-Holstein sind die weiteren Themen, die anstehen. Beim WTM steht, gebrauchte Sachen können glücklich machen und das stimmt. Es gibt wieder Sachen umsonst zum Basteln.

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Der Kollege, mit dem ich heute was besprechen wollte haut kurz nach Mittag ab und ich höre wie er sagt: bis Morgen. Ich sehe ihn dann mit der Tochter die Straße entlanglaufen, er schiebt sein Rad.

Frau Srilanka ruft 2 x an, weil der Sohn jetzt Schwimmunterricht hat und sie Badesachen kaufen muss. Erst 1.000,- € abheben und dann wegen einer Kinderbadehose anrufen. Darf sie im März 3 Wochen nach Sri Lanka, sie hat auch gespart. Ich frage: wo? Antwort: Armreif gekauft (die sind dann aus Gold und können wieder verkauft werden). Über den Sinn kann man mit ihr nicht diskutieren.

Ich bekomme die Quittung und alles klappt. Nachmittags kommen mehrere Jungs mit verschiedenen Anliegen. Der mit den feuchten Händen, der zu mir gewechselt hat, bringt Verurteilung wegen räuberischer Erpressung vorbei aus dem August 2015 und soll knapp 2.000,- € Verfahrenskosten zahlen. Der Strafverteidiger ist ein Arschloch und will mir erzählen, Pflichtverteidigung hätte nichts mit mittellos zu tun. Wenn ein Dulli reich ist, nimmt er sich einen Staranwalt und nicht einen Pflichtverteidiger. Herr ADHS geht am ersten in die Entgiftung. 50,- € reichen für 2 Wochen. Das ist mal sehr vernünftig. Ich erreiche endlich meine Eltern, mache mir schon Sorgen, dass mein Bruder sie umgebracht hat. Die Kaffeepause „bleibt“ hat jetzt auch montags geöffnet steht auf dem Schild in den Fenstern. Die Betreute mit Haarausfall hat zwei Männer als Wohnbetreuer zur Auswahl. Den einen kenne ich, nein, das ist nicht der Brummbär. Ich dachte, sie nimmt eine Frau. Das dachte sie auch, aber es werden ihr nur Männer angeboten. Ja, das kann ja auch gut sein.

Abends Theater, auf dem Weg sagt Stephan, dass er keine BM-Fotos mehr machen will, sondern welche von meiner schlechten Laune und dann eine ganze Wand voller Fotos und schauen, ob man Unterschiede erkennen kann und zum Glück würde er mich auch damit süß finden. Schiller mit Kunstblutunfall und Freibier (nicht, dass die Schüler denken, das sei Usus da). Die Interaktion war fast genau wie in meinem Traum, nur dass sie sich hier durch die Reihen quetschen müssen. Erst geht der Richter durch die Zuschauerreihen und begrüßt welche und flüstert ihnen Sachen ins Ohr und lacht während er seine Unbefangenheit beteuert. Dann zum Schluss noch mal groß mit Publikumsinteraktion. Maria Stuart umarmt die Zuschauer bevor ihr Todesurteil vollstreckt werden soll und verabschiedet sich und es gibt 2 Kästen Becks die verteilt werden. Bin ich Hellseherin? Der Blutunfall, wo die Bildungsbürger in den ersten Reihen bespritzt wurden und sich anschließend das „Blut“ gegenseitig aus dem Gesicht wischen, gefällt mir auch, aber ansonsten reicht es auch mit Maria Stuart. Ich habe es verstanden. Gut gemacht mit dem Licht und der Schrift aus den Protokollen auf den Körpern während des Prozesses und den Schatten. Frau Frey sammelt selber Spenden für Flüchtlinge im Fischglas und mag meine Spange. Dann hat sich der Abend schon gelohnt.

Pizzastücke von der Limmerstraße zu den Essensresten hier und heiße Schokolade. Vollmond. Ich kann nicht schlafen. Wechsel wieder ins Gästebett.

30.09. Traum: Ich bin beim Sport. Das Armprogramm macht eine andere als den sonstigen Kurs und für mich ist sie neu. Mein Arm fällt immer wieder runter mit der Hantel. Sie testet das und sagt, ich klemme mir das Blut ab im Arm. Ich: nein. Sie fordert mich auf den Arm still zu hallen und er läuft lila an. Ich soll kleinere Hanteln nehmen. Ich nehme sonst als Einzige die Roten und damit größere. Welche kleineren? Die sehen aus wie Nürnberger Würstchen. Das ist ja lächerlich, dann lasse ich es lieber ganz. Ich stehe und warte und eine andere mit mir, die wohl gesundheitliche Einschränkungen hat. Ich bin sauer und heule etwas, aber unter einem Handtuch versteckt, damit es keiner sieht.

Claudia kommt am WE, ist schreiben wegen Samstag. Mit zu Beckmanns oder was mit Steffi machen? Es ist gelb im Garten.

Die Station 87 sagt mir immer nichts, weil das neu ist, dass sie die Geronto-Leute mit in den Keller gebracht haben. Die frühstücken, ich häkele eine Runde und mit der kleineren Nadel geht das viel besser und sieht nicht so ausgeleiert aus, sondern viel ordentlicher. Zwischen den Alten ist ein junger Typ, der genau die Figur und Bewegung von Samson aus der Sesamstraße hat. Er hat sich ein Stofftier unter den Pulli gesteckt, was eine Beule macht. Ich spreche den Richter auf die Renovierungen an. Im Flur ist es farbig unterteilt mit diesen Piktogrammen der vermutlich Gründerväter und dem elektronischen Code, wo man sein Handy gegenhalten kann, würde ich mich nicht mit auskennen. Das sei ihm nicht so aufgefallen, ich hätte da mehr den Blick dafür. Hat er Klapphandy frage ich, nicht Diktiergerät. Das war ein Witz, ich hatte gesehen, dass er nur Leder aufklappt. Erst die demente Frau, sie ist sehr nett und hat mit knapp 85 ihren Mann verloren und sie vergisst viel, aber nicht willentlich und die Kinder suchen ein betreutes Wohnen, weil die Wohnung wohl auch zu groß ist. Sehr nette Frau, die dicke, jugendliche Zimmernachbarin hat, die bewacht wird von einer Mitarbeiterin, die Arme übersät mit Narben vom Schneiden. Die Ärzte sind jung und sehen gut aus, stylisch angezogen. Auf der anderen Station wird der Namen meiner Ex-Betreuten gerufen, die offenbar hier ist und mich neulich angerufen hat. Pilzmobilé aus der Ergotherapie für die Hamburger Jungs. Das muss nicht sein, ich bastele ja schon genug. Lidl Sandwich und lange Röhre mit Pringels (leider normal statt Paprika, ich wusste es nicht mehr), gierig auf der Straße essen, viel Taubenfutter fällt dabei ab. Gerichtspost, kein Gaues-Stopp, die 9 kommt gerade. Ich sehe es als Zeichen. Zu viel Chips und dann Erdnüsse. Wo soll das enden? Die tolle Üstrawerbung mit Männern in Röcken. Gefällt mir.

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Kürbis zuhause abliefern. Gelber Sack hat nicht geklappt, wieder Reinräumen. Halloween Donald Duck Comic am Kiosk gekauft. Schmuck zum Verschenken steht hier jetzt im Büro im Flur. Das Glaskreuz ist ja für Elisabeth, die heute Nachmittag kommt. Mal sehen, ob sie sich es auch aussucht. Ich trinke Kaffee mit dem Kollegen, er lädt mich ein. Die Schule fällt bei der Tochter immer aus. Sie wollen Wechsel und müssen es dem Kind beibringen. Er hat fremde Frauen im Sprengel zum Heulen gebracht, die sich über den Bau unterhalten wollten und denen er 5 Fragen gestellt hat und die dann auf ihre gescheiterten Beziehungen kamen. Seine Tochter war irritiert und dachte, er kennt die und hat gefragt, wie er das macht. Das sind eben seine Techniken, ein Masseur kann einen privat auch nicht schlecht anfassen, weil das berufliche Wissen nicht auszublenden ist. Er stimmt mir zu, dass es wohl so sein müsse. Er mag das ja auch und gefällt sich in der Rolle, so meine Theorie. Ich zähle seine privaten Fälle auf, den mit dem Freund, der vermeintlich verschwunden ist hat er jetzt gekündigt. Der ist ihm über den Kopf gewachsen wäre meine Einschätzung, weil der jetzt ernsthafte strafrechtliche Hilfe benötigt und da hört der Freundschaftsdienst irgendwann mal auf, auch wenn das dann Geld kostet, wie der Betroffene einwendet. Meine Ex-Yogalehrerin mit Hund, groß und hübsch, Rodeshian Ridgeback/Schäfer, hatte Probleme, aber das liegt ja immer am Halter und zu wenig Auslauf. Durch Auslauf hat sich das alles gegeben. Der Steinmetz und seine Frau mit Kinderwagen, die Polsterin mit Musterbüchern. Kuchen lassen sie jetzt im Teestübchen backen, die Stücke zu 2,90 € sind immer noch extrem klein (etwa 50 % eines großzügigen Stückes). Wir treffen die Freundin von Steffi von der ich neulich gesagt habe, dass sie in der textilen Nahrungskette ganz unten ist. Ich bin Säugetier, Steffi Fisch und dann kommt sie als Wurm und bekommt die Reste, die wir nicht mehr gebrauchen können. Olaf hat neuen Kunstkatalog mit Fotos vom Lindener Schützenfest, wie sie die Achterbahnen aufbauen, die Weltkugel. Das Bild ist ganz gut, das stimmt. Nackte mit Lineal, was die Körperformen umrahmt mit Kreisen.

Herr Auge holt Geld. Ich vergesse ihm den Wohngeldbescheid zu zeigen, den ich gerade geöffnet habe. Demenz. Scanne ihn ein und schreibe:

„Wohngeldbescheid ist gekommen. Sie bekommen ab November nur noch 20,- € Wohngeld (siehe Anlage), bisher 25,-, aber im Juli wurde auch die Rente um 15,23 erhöht. Sie geben für Amazon, Netleih und Maxdome Geld aus. Da schauen Sie wohl gegen Gebühren Sendungen, denke ich. Im September waren das 17,36 €. Und dann das Geld für Sky zusätzlich 102,55 und Vodafone und Congstar 76,46 auch noch. Das ist nach wie vor ganz schön viel für diese ganzen Telefonsachen/Fernsehen/Internet. Telefonieren Sie so viel? Sie könnten auch Sachen über youtube schauen, das ist zB umsonst.“

Er antwortet: „Madonna und Neid hab ich gekündigt“. Das ist ziemlich lustig.

Herr TB, ehemals Tai Chi spekuliert, ich sei krank oder überarbeitet, weil ich nicht auf jede seiner Mails antworte.

Elisabeth übersieht den Schmuck, ich schenke ihr das Kreuz. Sie freut sich, den Rest stecke ich ein für ein anderes Büro und will es bei Movenyo probieren bei den Bauchtanzmädels oder Ballettkinings oder Jana soll es auf dem Flohmarkt verhökern. Es geht um „The Crow“, die kommen einen Tag vor Halloween um die Seelen der Toten zu holen und dass man mit Zone 1 Tickets jetzt in allen Zonen fahren kann. Das haben die Kita-Mitarbeiter durchgesetzt. Wieder die Zählerstände. Tut so als würde ich ihr in den Ausschnitt gucken. Das wären doch keine Zäherstände und Kilowatt. Das mit der Kamera hat nicht geklappt und sie hat den Film nicht rausgekriegt und immer weiter daran gedreht, aber es ging nicht. Sie will mir Foto von ihrem Cousin schenken, ich lehne dankend ab. Sie findet es gut, dass die Erwachsenen auf uns aufpassen. Das meint sie jetzt zum zweiten Mal.

Der Sachbearbeiter des Alkoholikers mit den Schwitzehänden ist sauer auf ihn, weil der vorsätzlich eine Kindergeldnachzahlung von über 3.000,- € in einem Tag abgehoben und verbraucht hat, obwohl er es besser wusste und so was merkt er sich (kann ich nachvollziehen ehrlich gesagt). Es geht um die Erstausstattung und meiner wird immer gleich sauer und ich muss quasi dolmetschen.

Meine Tante meint, dass sie vielleicht nicht genug das Leben genossen und gestaltet hat. Den Vorwurf kann ich mir nicht machen. Bei Lidl gibt es Rentnerhilfsmittel z.B. Venenkissen und kleine Plastikgreifarme und andere Dinge, Blutdruckmessgeräte und so was vermutlich auch. Anruf von Claudia und nicht der Frau von der TK, die mich ständig mit Hamburger Nummer anruft. Ich notiere mir den Tauftermin in der katholischen Kirche in Hannover und sie will ihre Eltern nicht besuchen, nur uns. Frau Querulantin will von der Krankenversicherungspflicht befreit werden und lebt ja in der Schweiz und macht alle verrückt. Das soll ich wieder richten. Im November läuft das Arbeitslosengeld aus und sie muss mal eine Entscheidung treffen wegen Rente, sonst hat sie echte Versicherungsprobleme. Endlich frage ich Nadine ob sie die Königin auf dem Schaffell werden will inklusive höchst origineller Rucksacktasche.

Beim Yoga verlässt uns der einzige Mann (der andere Lange, Dünne mit dem Zopf zählt wohl nicht), Mike und wir zelebrieren daher die männliche Energie, die uns bald fehlt. Letzte Woche ging es um Winterzeit und die Veränderungen in der Natur und auch wir ziehen uns mehr zurück in der kalten Jahreszeit und Haushalten mit den Kräften und die Nächten werden länger und die Sonne fehlt uns. M & M kommen mit ins Beckmanns. Ich bin ganz aus dem Häuschen vor Freude.

01.10. Traum: Claudia, Elena und Andschi bei uns, es soll gekocht werden, aber was können wir machen. Claudia hat ein Brathähnchen am Stand gekauft und macht das Fleisch ab. Ich mache Nachspeise mit Beeren, saure Sahne, die eine war unten drunter schimmelig, ich habe schon Milch reingemacht, das ist jetzt zu flüssig. Mein Betreuter mit der verkrüppelten Hand ruft an, dass in dem Karton Ware sei und keine Lebensmittel. Da hatte Claudia bei einer solchen Gelegenheit wohl mal was mit gemacht mit irgendwas aus dem Baumarkt, was man nicht essen sollte ein Lack oder so. Noch verwunderlicher ist, dass ich mit dem verheiratet sei soll. Warum ist das eigentlich passiert? Warum sind die Glasfliesen im Bad orange und nicht blau. Die Frage stelle ich mir jeden Tag.

Mein Onkel schickt Fotos von den jungen Wasserbüffeln, die wir nur aus der Ferne gesehen haben. Ich habe Windsurfaufkleber aus der 80er Sammlung rausgesucht und er bekommt das Korkenbastelset (Korken nicht enthalten steht auf der Packung). Ist das eine von Blondie, sieht aus wie schwarze Haare, die man blondieren wollte und die Gelbpigmente sind noch drin?

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Normalerweise ist es nur lästige Werbung, aber einen Monat Yoga und Ayurveda mit Mimi in London und endlich erfahre ich ob ich Vata oder Pita bin, das wäre cool. Leider kann ich den November nicht frei nehmen. Ich verteile Aufkleber im Park. An der Sportuni passende mit Sportwear und Ball. Das freut mich sehr, sehe kurz Barbara und den dicke Bernersennenhund vorbei laufen auf den Weg ins Hotel. Gini hält kurz und schließt dann bei Frauchen auf. Die herbstliche Natur sieht herrlich aus. Da hat die kanadische Touristin die richtige Zeit erwischt für etwas Sightseeing. Ich bleibe stehen bei eines Gruppe Gänse. 8 Stück. Herrliche Vögel in der Luft noch mehr als am Boden. Herbst scheint ihre Jahreszeit zu sein. Sie quaken und lassen sich durch Spaziergänger nicht irritieren, das heißt, der darf unmittelbar vor ihnen passieren, ich schaue, Suki grast. Er schleicht sich heute wieder mal in meinem Windschatten an Hunden vorbei. Am Altersheim Linden Nord treffen wie eine herrliche Dackeldame mit nassem Geschlechtsteil, was in der Sonne glänzt, die Suki Dreck ins Gesicht schleudert, weil sie auch scharrt nach dem markieren. Sehr lustig, wie er schaut.

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Der Bürohund kläfft peinlich und Suki ist leise. Ich bin stolz.

Frau Mittelfeld bekommt die Wohnung, die angeblich weg war doch angeboten bzw. eine mit gleichen Schnitt im 2. OG. Sie liest mir alles vor, ich raste aus. Sie ist nicht imstande den Vermieter, ihren eigenen und dazu eine Wohnungsbaugesellschaft mit Hausmeisterbüro im Viertel selber anzurufen wegen einer Besichtigung. Das muss alles ich machen. Urlaubsvertretung. Offenes Gespräch über die Zusammenarbeit mit dem Wohnungsamt. Ich sage, die arbeiten wie eine DDR-Behörde, er muss lachen und ich sage: habe ich das gesagt? Er dann, sie überlegen immer, den Laden zu übernehmen und das lieber selber zu machen, weil die wohl Wohnungen nicht vermitteln innerhalb der Frist bzw. dann nicht freigeben und blockieren und dann zur Not Schreiben rückdatieren. Ich habe einen Kandidaten für die Nachfolge. Herrn ADHS, der heute zur Entgiftung antritt und dessen Wohnung nur aus Schrägen besteht.

Die geistig behinderte Betreute ruft an und gibt den Hörer weiter. Sie lässt mich mit einer Bankmitarbeiterin sprechen. Die ist so irritiert wie ich. Da wären noch 6 € auf dem Konto, die sie „nich runter kriecht“ und „die Karte wäre heile“. Alle sind irritiert und ich weiß nicht, was ich sagen soll. Sind vermutlich Kontogebühren, die einbehalten werden. Sie soll die Bankmitarbeiter nicht verrückt machen.

Der russische Pflegedienst erfindet immer neue angebliche private Pflegepersonen von Frau Bettlägerig um Verhinderungspflege beantragen zu können. Ich lüge doch nicht für die und dann müssen sie mich vorher fragen, wenn die Kasse anruft und ich weiß von nichts, sage ich das auch. Der Typ vom Pflegedienst ruft zurück, dass sie mit dem Geld wohl nicht hinkommen. Frau Scheißmutter will alle Sachen der Kinder entsorgen, weil sie gerade dabei ist und der Zug ist abgefahren und die haben sie auch verletzt und sind ein Abklatsch der Frau Sozialarbeiterin aus der Einrichtung, die sie wie eigene Familie betrachtet. Hallo? Die wohnen da auch schon seit vielen Jahren. Einem fehlen die Worte. Liebe ist es, wenn das eigene Glück wesentlich abhängt vom Glück des Gegenübers oder wie war das? Claudia fragt nach Wärmflasche, ob ich zwei hätte oder sie eine mitbringen muss. Habe drei, muss nicht. Erreiche Frau Stimmen nicht, der pakistanische Arzt ist im Urlaub, auf den Malediven fragt er einen Kollegen, der Bezugspfleger nach dem ich dann frage ist erst am 7. oder 8. wieder im Dienst. Die Oberärztin ruft mich tatsächlich zurück. Sie stimmt mir zu, dass meine gut zusammenarbeitet, sie hat Belastungserprobung am Wochenende und sie glaubt auch, dass sie nie ganz symptomfrei ist und dafür „wenig affektiv“, also trotz der Krankheitssymptome kann sie viel. Frau Querulantin aus der Schweiz, die zwei Männer hat, beide steinreich. Sie will beim Arbeitsamt tausende von Euro Fahrtkostenerstattung für Bewerbungsgespräche in der Schweiz (über 4.000). Die übernehmen nicht alles, sonst kann ich auf die Malediven fahren auf deren Rechnung, wenn ich da ein Vorstellungsgespräch habe (wie komme ich nur drauf?). Rente beantragen und Existenzgründungszuschuss vom Arbeitsamt für die Schweiz. Das ist wie schwanger werden mit 80, sage ich ihr. Ich soll die Rente beantragen, brauche Einzeiler von ihr, sonst mache ich es nicht, weil sie sich immer umentscheidet und ich ihr nicht über den Weg traue. Sonst kann sie auch Gott und der Welt schreiben und ich bin krankenversichert. Beendet jedes Gespräch seit einiger Zeit mit den Worten : „ich hab sie lieb“. Noch 4 x wegen des Wohnungswechsels. Ich verliere die Nerven. Ein Betreuter, der völlig problemlos geworden ist, kommt vorbei und will die Betreuung nicht mehr verlängern. Ich verstehe das total und freue mich für ihn. Rente unbefristet, GEZ und BaföG-Stundung wieder in 2017. Das ist echt keine Herausforderung. Er schaut aus wie Groucho Marx, aber in jung, macht Theater, cooler Typ, etwas zwängig. Erzähle von Shandiz und dem eingelegten Knoblauch. Sein Vater hat mal ein Restaurant eröffnete, mehrere glaube ich sogar und ich weiß, dass ihn das interessiert.

Der Richter ruft an, dass die nette Frau mit Demenz jetzt zur Kurzzeitpflege kommt. Die ist offen und der Beschluss wird aufgehoben. Die war ja auch lammfromm und hat alles gemacht was man ihr gesagt hat. Ich habe mehrfach an sie gedacht, was man so durchmachen muss wenn man alt genug wird. Das ist ein krasser Trip auf jeden Fall. Man ist von anderen abhängig und muss echt passiver sein und die machen lassen und blickt es nicht mehr so und der Mann stirbt und man ist ganz alleine damit, weil sonst keiner mehr da ist. Das ist echt so krass.

Stephan holt Stelli, doch kein gemeinsames Gassigehen. Bringt nichts. Post nach Braunschweig. Stuttgart und St. Gallen in der Warteschleife. Freue mich auf die Esseneinladung, die gleich ansteht. Was für ein tolles Geschenk. Gehe früher und dann zu Eckhard, Stephan ist noch da. Stella kläfft. Die Wohnung ist schräg, d.h. Bad und Küche in einem Flur zum Treppenhaus hin, viel Holz an der Stelle, ganz viele Töpfe, alles gewaschsen, komischer Schnitt. Er bewohnt die 7 Zimmer gerade mit Sohn und philippinischer Frau, zeigt uns Fotos vom Standesamt in Kopenhagen. Nicht Aperol bei den Waschweibern, das hatte ich missverstanden und mich schon gewundert. Weinweiber, die machen mit Linden Mitte auf Verkaufsveranstaltung zusammen mit den anderen Läden, hatte mich schon gewundert, warum der Stempeltisch einen Stehtisch vor dem Laden hat und da steht was mit Tombola. Schenke die Weinschürze mit Reben und Frankreichfahne Miriam und einen Baby an Bord Aufkleber und bekomme im Gegenzug eine Flasche Sekt geschenkt. Coole Tauschaktion, habe jetzt viel besseres Mitbringsel und die Wissenskarten über Frankreich. Hier ist eine Vermisstenanzeige für Echo mit Foto an der Haustür. Sabine und Larissa kennen den Kater und wissen Bescheid. Der Typ in der ehemaligen Polizeidienststelle, der da wohnt wäre nicht ohne und würde halb nackt mit Ringerhose und Machete auf dem Bürgersteig stehen, so dass sie nicht in Ruhe essen konnten im Soul Kitchen und den Wirt bitten mussten, sich zu kümmern was er tat mit Hinweis auf seine Gäste. Steffi ruft an, dass ich ihr bei der Hundeübergabe (ich war hektisch) meinen Schlüssel für ihre Wohnung in die Hände gedrückt habe. Das tolle Essen, von der Tischdeko angefangen. Wie kann man sich so viel Fleisch aussuchen bei einem vegetarischen Kochbuch, war ich das? Sabine mag keinen Blumenkohl, also fiel die Vorspeise aus. Dafür hat sie Jägerinstinkt bewiesen und in ganz Hannover die Gewürze gesucht und gefunden, die man für die Rezepte brauchte. Die Frau am Steintor, die ihr eines verkauft hatte, wollte auch zum Essen kommen, weil sie meinte, das klinge so lecker und so war es auch. Es gibt Hummus mit Lammhack und Pinienkernen und Zitrone, Salat mit Gurke, Joghurt und Tomaten und einen Reiseintopf mit Hähnchen. Die Gerichte von diesem Ottolenghi schmecken privat gekocht richtig köstlich und das lohnt sich viel mehr als seine Restaurants in London, die unspektakulär sind im Vergleich.

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Stella bekommt Knorpelreste und beißt Sabine, die sie süß findet. Ich würde so gerne wieder mehr mit denen machen, z.B. Urlaub. Der Schoko-Babka, Hefekuchen geflochten mit Schokonuss innen drin ist der Burner, weich und totlecker. Larissa ist eine tolle Köchin. Stephan hat leckere Weine mitgebracht. Wir bleiben bis man uns rausschmeißt. Es ist halb 1, aber vor allem der Alkohol macht es wieder anstrengend. Ich liebe die beiden ganz doll.

Gummistiefel in Aubergine

24.09. Traum: So viel, dass ich ihn erst mal nicht aufschreibe und das Wichtige wird dann übrig bleiben. Ich war morgens früh wach geworden und noch mal eingeschlafen. Kräfte schonen für heute Abend. Es vereint lauter Leute an die ich gedacht habe in letzter Zeit oder die irgendwie eine Rolle spielten. Wir kaufen ein kleines Haus in Linden Nord. Es sollte erst ein großes Eckhaus am Pariser Platz sein und war dann ganz klein in Linden Nord, kein Wunder war der Preis so günstig. Ich wollte sowieso lieber dort wohnen als in Linden Mitte. Sabine bestätigt, dass es eine heruntergekommene und damit ursprüngliche Nachbarschaft sei und ich sage: so groß ist das ja nicht, wird mir schon gefallen. Dann sind es zwei winzige Zimmer und Larissa und andere Frauen laden Kies ab, der dann von den Männern mit Schaufeln und Schubkarren ins Haus transportiert wird und es wird damit verfugt und verputzt wird auch. Ich habe mir extra frei genommen, weil eine Ausstellung dort läuft und die wollen wir uns in einer Gruppe anschauen. Jan ist dabei. Dieser Steinmetz, der für meine Schwiegereltern arbeitet, hat Figuren gemacht aus großen, bunten Legosteine mit Naturstein dazu und die werden in Nischen ausgestellt. Jan findet die gut, aber es ist nichts zu sehen, weil die auseinandergebaut sind und alles abgedeckt wegen des Staubes, weil geschliffen wird in den Räumen oder die Nischen werden gefräst. Auf der einen Wand hat uns der Steinmetz oder ein Künstler ein Bild auf die Wand gemalt über die ganze Fläche und alle Freunde haben unterschrieben, dass sie uns alles Gute wünschen für das neue Zuhause. Das ergreift mich so, dass wir noch mal einen Neustart machen, dass ich weinen muss. Sandra, eine Frau, die uns immer sehr auffällig ausweicht, wenn sie uns begegnet auf dem Fahrrad (jetzt in echt) schaut von der Seite zu. Dann ist eine der ausstellenden Frauen die Movenyo-Trainerin, die weggegangen ist und die so burlesque angehaucht war. Die will jetzt Tanzkurse, so ähnlich wie Zumba in England unterrichten und hat demnächst das erste Mal Probetraining als Teilnehmerin. Die näht Klamotten, lange afrikanische Kleider mit bunten Mustern. Die Kleider sind billiger als die sonstige Kunst und kosten nur 19,- €. Ich mag das Modell mit Neonfarben und Munsters und Cramps Motiven lieber (das deutet wiederum auf die Häkeltücher hin wegen der Farben), aber das gibt es nicht mehr in meiner Größe. Sie hat auch noch Gartenhandschuhe im Angebot, die sie bemalt hat mit dem Text: Gartenarbeit oder komm rein und reiß mir die Kleidung vom Leib und dann ist da eine Karikaturgeschichte mit Pferden drauf, Ring als Geschenk holen, was backen, vögeln usw. Auch süß, aber kann ich nicht gebrauchen. Dann hat sie noch Blechspielzeug umgebaut und das hat mehrere Ebenen und man kann drehen an Kurbeln und dann bewegen sich Raketen zum Mond, Rennautos, Panzer und Soldaten auf verschiedenen Ebenen. Das ist raffiniert gemacht und auch zu billig und ich will eines, auch wenn ich nicht weiß, was ich damit soll (Kathrin schrieb ja gestern, dass ich zu viel habe, aber auch immer was verschenke). Dann kommt die Überlegung, warum nicht die zwei kleinen Räume zu einem verbinden. Für eine Galerie ist es gut, wenn es mehrere Räume sind und unterteilt, aber wir wollen da zu zweit wohnen und da ist ein großer Raum besser und nach hinten offen in den Garten. Jetzt haben sie hier gerade alles frisch verputzt und farblich abgesetzt und das wird dann wieder rausgeschlagen, aber das muss wohl. Fehler erkennen, aber jetzt kann man den Plan noch ändern. Ich bin alleine, d.h. Stephan ist nicht da und soll entscheiden, wie groß das Klofenster sein soll. Das kleinste ist 9 cm, kann aber auch größer und dann teurer. Von mir aus größer, das ist ja mit Blick in den Garten und keiner kann reinschauen. Was ist jetzt mit unserer Galerie und den ganzen Sachen. Gut, Jan nimmt vielleicht eine Plastik aus Stein mit den Legosteinen und wir werden die einfach aufstellen und/oder verteilen. Der Wecker klingelt, es ist schon zwanzig nach acht.

Ich suche Klamotten raus für die Weinprobe und wenn ich mich in die Italienerin/Winzerin verknalle, schenke ich ihr meine Rotweinkette, Kette aus Weindeckeln, die ich gerollt habe und sie kann damit ein lustiges Ratespiel veranstalten. Das Wetter ist großartig und lässt auf einen Radausflug hoffen. Meine ersten Camper-Schuhe, damals aus Mailand. Die neuen spitzen habe ich schon ganz schön ramponiert an den Absätzen. 8,- €, aber das ist egal. Sie gefallen mir.

Steffi ist Zuhause und macht Home Office. Einmal wenn ich meine E-Mails nicht lese. Klamotten habe ich keine dabei, weil das ist meine größte Freude, sie sie anprobieren zu sehen, habe nur Tic Tacs Orange, die ich nicht esse. Bekomme dafür pinkfarbene Wolle mit Reflektoranteilen und mein Häkeltuch liegt über dem Stuhl und es freut mich jedes Mal. Kommt auch bei ihren FH-Kolleginnen gut an. Nehme Uni-Visitenkarte mit uns Infomaterial für die Biennale und außerdem gefütterte Gummistiefel in Aubergine (Aldi nicht Lidl). Suki lasse ich da und spreche dafür Suki-Weihnachten an, dass er bei meiner Familie als Familienmitglied schon fest eingeplant ist. Es sind geführte Touren durch Linden durch private Wohnzimmer und es wird Mucke gemacht, wie offenes Atelier und Helden Release Party im Lux. Sie hat Paprikamarmelade vom Kutschkermarkt, die wie mal beim Nähen verkosten können. Tolles Textilband um der Glas mit Kutschkermarkt 44 oder so drauf geschrieben. Muss ich wohl erbetteln. Die schöne Werbung für den Kutschkermarkt, die eine feste Konsistenz hatte und mehr aus Pappe war kann ich später nicht mehr finden im Altpapier, d.h. sie wurde Montag mit abgeholt.

Die Frau von der Hausverwaltung von Frau Borderline auf dem AB. Meine zieht jetzt doch nicht aus und sie hat Sammelbesichtigungstermin vereinbart und ob ich mir vorstellen kann, dass sie graue Haare davon bekommt. Da ist viel familiäre Veranlagung fällt mir dazu ein. Die Leute mit denen sie den Termin gemacht hat würden doch denken, dass sie „was geraucht hat“. Nein, Mieterin hat sich um entschieden. Das passiert öfter. Bei uns geht es auch um die Verlängerung der Betreuung und Abgabe an das Betreuungsgericht im anderen Bundesland und dann auch Betreuerwechsel und nicht nur die Wohnung. Da sei ich bestimmt froh die los zu werden, wenn die schon anruft mit ihrer weinerlichen Stimme. Na ja, sage ich, sie ich schon schwierig und man kann nicht so viel bewegen wie bei anderen. Dass Mietrückstände bestehen, weil das Amt nicht richtig überweist (obwohl die Mieterhöhung ab Juli bestätigt worden ist), das soll sie mir bitte zufaxen oder kommentarlos mailen, nee umgekehrt.

Frau Srilanka ruft an und ist bei mir vor der Tür und total aufgelöst, sie weint. Sie haben ihr Flaschen mitgegeben und sie muss Urin sammeln. Offenbar sind die Eiweißwerte erhöht. Das ist gut, wenn die rausfinden was es ist und ihr helfen können. Nicht schlimm. Soll sich krankschreiben lassen und in Ruhe Urin sammeln. Das Password für das Essengeld weiß sie nicht. Das hat immer diese Sekretärin mit ihr gemacht.

Herr Tai Chi ist wohl nicht mehr im Krankenhaus und es gibt Leute, die da auch positive Erfahrungen machen, offenbar. Das ist ja auch schön und freut mich:

„Na klar hab ich jede Menge Leute, die sich um mich kümmern kei ne Angst aber Danke! Aber selbst das wäre gar nicht nötig gewesen: ich habe mir dort im Siloah jede Menge neue Freunde gemacht von Patienten über das Pflegepersonal bis hin zu den Ärtzten und Doktoren. Ich wurde dort wie eine wichtige Persönlichkeit behandelt und von den Besten der Besten Nordeutschlands behandelt. Ich wurde dort gestern mit den Worten wie sollen wir hier nur ohne Sie klarkommen oder so ähnlich verabschiedet und entlassen. Hab mir dort selbst den Spitznamen „Psycho Tamme“ zugelegt (in Anlehnung an den populären XXL-Ostfriesen auch Knochenbrecher genannt, dem sie die Bude einrennen), der ist öfter im TV. muss Ihnen das alles mal in Ruhe erzählen. Irgendwie ist es denen gelungen meinen Glauben an die Menschheit wiederheruzstellen wobei mir gar nicht bewusst war, dass ich ihn verloren hatte… Fühle mich wie Neugeboren. Ich muss heute zum Artzt und was ist jetzt mit meinem Üstra ticket? ich hab dafür 38 euro hingelegt und gelte als Schwarzfahrer, wenn ich es benutze??? by the way – fand einen saunetten (ironisch gemeint) Brief vom JC in der Post.Haben Sie den Auch?“. Karin kommt mit trotz der Zahnbehandlung. Das freut mich und Stephan muss nicht weiter nach Ersatz suchen. Die Frau von der Gebrüder-Körting-Schule ist beleidigt, weil ich so kurz angebunden bin. Einfach sagen, das Password, es geht mir nicht um Essensbestellung, ich will Geld überweisen und das ist wohl der Betreff, der notwendig ist. Stephan hat schon angerufen, wie viele Leute will sie noch beschäftigen denke ich. Sagen, gut, Tschüss. Man kann nicht aus allem was Langes machen. Habe offenbar Jahrestag bei Movenyo und bekomme email. Das ist nach meinen Überlegungen der letzten Tage und meinem Traum ein guter Zufall.

Der neue Betreute. Muss sich bei der Drobs melden wegen Sozialbericht, Unterlagen abgeben reicht nicht. Wie lange das dann dauert ob die Kostenzusage noch vor Silvester da ist. Es dauert so lange es dauert und er kann es beschleunigen indem er seinen Mitwirkungspflichten nachkommt. Der Wechsel zu RWE. Das waren zwei nette Damen bei ihm und die haben gesagt, er könne Strom sparen und er sagte, die Stadtwerke seien doch gleich hier und dann hat er denen seine Wohnung gezeigt und im Keller waren sie auch. Dann sollte er die noch bewerten, wie die Beratung war und er sagt, welche Beratung, es waren zwei sehr nette Damen. Die Üstra-Vorfälle bringen das Beste in ihm zum Vorschein. Er schwankt gerne zwischen schleimiger Höflichkeit, d.h. übertriebenen Danksagungen, Unterwürfigkeit und cholerischer Beschimpfung und es geht kreuz und quer mit S-Karte vergessen, ob er noch ne Station fahren darf fragte er den Kontrolleur, das müsse er wissen und die schwulen Kanaken, Entschuldigung, dass er das jetzt so sagt, steigen mit aus und gehen auf ihn zu, dabei ist sein Kollege schwarz gefahren und der ist Profi-Boxer und schlägt gleich zu. Der Kollege der eine Monatskarte hat, aber der andere hat Haftbefehl und dann soll er den mitnehmen. Der Unterhaltungswert ist groß, weil es nach Comedy klingt und ich kann es textlich nicht wiedergeben.

Der Kollege hat seine Tochter da und die gehen eine Runde mit dem Bürohund und zeigt mir, wie ich die Bremse feststelle. Das ist super, weil da wächst mir eher ein Schwanz bevor mein Mann so was macht außerdem bin ich jetzt selbstständig und kann das auch lernen. Bin so motiviert, dass ich die Klingel selber festschraube. Zuhause hat Stephan lecker Salat gemacht und die Nudeln von gestern gibt es gebraten mit Käse dazu, weil entweder ist mir schlecht oder ich habe Hunger. Wenn keine Butter da ist, bekomme ich Beklemmungszustände, auch wenn ich sie gerade gar nicht brauche. Kurz zu Lidl. Sie haben heute Büroartikel und buntes Druckerpapier und Umschläge, aber ich beherrsche mich weitestgehend. Muh-Bonbons für BS (mein Onkel schreibt immer mit dem Betreff MUH, dann will er wohl welche) und Riegel (Twix Sonderedition, weiße Schokolade) für den Kollegen und die Tochter, dann essen wir nicht ganz so viele. Außerdem höre ich meinen Kollegen anschließend sagen: der Hund, der hier bellt wird erschossen und schon dafür hat er sich Schokolade verdient. Nein, es beruhigt mich aber zu wissen, dass nicht nur ich genervt bin davon.

Der Sohn von Frau Sofaschläferin ruft mal selber an wegen seinem Geld und das er wissen will wie viel er seiner Mutter abgeben kann. Ich sage ihm, wie er den Antrag auf Wohngeld selber im Netz ausfüllen kann und ausdrucken und was er machen muss und das ich überobligatorisch immer Sachen für ihn mitmache und er aber selber unterschreiben muss weil ich nicht seine Betreuerin bin.

Herr Ihme ohne Termin mit geplatzten Äderchen in den Augen, rote Flecken, die blutig ausschauen. Das sind die Ameisen, die durch seine Augen nach draußen in die Welt schauen wollen. Er hat den Termin zum Fäden ziehen versäumt und will in der MHH anrufen und das mit Augen waren die Ameisen. Ich rufe an und gebe ihm den Hörer und er will es Morgen noch mal versuchen und Vorschuss hat er sich angeblich nicht auszahlen lassen.

Herr Yoga hat es nicht geschafft, seine Zählerstände abzulesen ergab mein Kontrollanruf bei den Stadtwerken.

Er schreibt: „das ist ja seltsam, hier hing so nen roter Zettel mit Ablesetermin 11.9., ich war sicher, daß abgelesen wird, damit die Polizei mir meinen Mehrverbrauch als Marihuanaanbau anrechnen kann.“

Den Zählerstand von Strom will die Frau von den Stadtwerken erst nicht glauben, weil das letztes Jahr was letztes Jahr was mit 12000 war und dieses Jahr 22000. Ich bereite ihn schon mal darauf vor, dass das krass teuer wird.

Ich bin echt ein gutes Team mit meinem Mann und da kann eine Einzelperson nicht gegen anstinken, weil wir schaffen mindestens das Doppelte. Die tun mir dann Leid wegen Wettbewerbsnachteil. Gut, es gibt auch welche, die haben noch größere Mannschaften z.B. Yunfeng und da kann ich nicht mitstinken, aber ich habe mich bewusst für eine kleine Einheit entschieden, weil ich kein Team-Player bin. Witz im Schädelspalter: Frau hinterm Schreibtisch zum Typen davor: „Habe ich Sie nicht mal rausgeschmissen? „. Er: „Wir waren verheiratet“.

Donnafugata. Karin und Georg sind schon da und der Freund von Jan. Die Italienerin aus Sizilien hat Deutsch gelernt wie Latein, nur schriftlich, die Grammatik und nicht gesprochen. So hat es die Lehrerin unterrichtet, aber sie kann super reden und ist sehr süß wenn sie spricht. Ich gestehe Karin, dass ich ihren Wein neulich ausgetrunken habe ausversehen und sie hat sich noch gewundert, dass das Glas leer ist und ich war zu feige es zu gestehen und als Frauenbeauftragte gestehe ich meinen sexuellen Übergriff beim Yoga. Karin und Georg sagen, wir dürfen das Apartment für New York aussuchen. Sie haben Vertrauen. Sie macht Witze, dass sie das Gelee gut essen kann. Neben mir sitzt eine Frau, die die Wurst von der Vorspeise (mit Steinpilzen und säuerlichen Beeren und einer Pilzquiche vom feinsten das leckerste Gericht des Abends) nicht isst, was mich ganz verrückt macht. Tolles Titelbild von der Titanic übrigens mit: „Der Flüchtling, Pilz des Jahres“ und einer 50er Jahre Zeichnung von einem Pilz mit Gesicht und roten Wangen und Spazierstock und daran geknotetem Taschentuch mit Proviant. Ganz groß, kann immer wieder lachen. Komme mit meiner Nachbarin ins Gespräch, weil ich höre, dass ihr Clique sich über das Aqua unterhält und ich sage: überkandidelter Mist. Ob ich schon da war, mindestens 3 Mal. Lieber zu Jante gehen oder hier her. Sie sagt mir dann, dass ich aussehe wie Frieda Kahlo und es in Las Vegas gute Restaurants gäbe. Sie arbeitet ehrenamtlich im Fairkaufhaus, aber glaubt nicht an das Konzept und sagt das offen, das ist nicht in Ordnung und geschäftsschädigend, weiß nicht was Betreuer ist und kennt den Trödeltreff in Hainholz nicht. Mag dafür Herrn Hibbe, dem man die Insolvenz nicht vorwerfen könne und ist konservativ, latent ausländerfeindlich. Wer die Sprache nicht lernt, muss gehen. Die Kinder sprechen, aber die Eltern nicht. O.k. und wer soll jetzt gehen? Integration dauert halt und ist ein wachsender Prozess. Sie sieht gut aus. Ich mag ihren Einteiler, sie mag meine Kette, aber ich will sie ihr nicht geben. Die Italienerin ist nicht daran interessiert. Sie waren mit den Jungs (ihren Söhnen) in der Normandie, weil die Bunker gucken wollten und dann in England, wo man das Essen vergessen kann. Ich mache mir nicht die Mühe zu widersprechen um ihr zu erklären, dass wir extra wegen des Essens dort hinfahren, sage nur stereotyp, dass die Franzosen keinen Kaffee können und ich dann lieber nach Italien will. Dann meldet sich ein Typ zu Wort, dass wissen will, was an den Weinen arabisch sein soll. Die Araber haben die sizilianische Kultur geprägt und das ist heute noch spürbar und die Winzer huldigen dieser Kultur oder machen auf diese Prägung aufmerksam durch Namen, die sie für ihre Weine wählen. Es ist nicht so schwer zu verstehen? Sie hat erklärt, wie es ein Couscous Fest gibt zum Beispiel oder auch der Dialekt auf Sizilien einige Wörter hat, die arabisch sind und nicht italienisch bzw. es gibt neben dem italienischen Wort zusätzlich eines was der arabischer Sprache entstammt. Er ist ein Idiot und will mehr dass das typisch italienische in den Vordergrund gestellt wird, ohne zu verstehen, dass das gerade das typisch italienisch ist und diese kulturellen, kulinarischen, architektonisch usw. Einflüsse eine Kultur bereichern gegenüber dem reinrassigen und man auch darauf stolz sein kann. Ich entschuldige mich bei der Frau für den peinlichen Typen. Sie erzählt von den verschiedenen Dialekten und dass eine Freundin aus Kalabrien (die so einen Singsang sprechen) auf Sizilien mal für eine Deutsche gehalten wurde (krasse Beleidigung sage ich). Zu später Stunde merke ich, dass der Gegenredner, der immer betrunkener wird was mit der Kunst zu tun hat, die hier wechselnd hängt und eine Galerie hat und sage: Gerhard Richter für Arme zu den Bildern um ihn zu provozieren. Das geht auf. Er hat eine Galerie und ich nenne ihn Makler. Jetzt will er mir beweisen, dass das nicht stimmt und redet viel ohne meine Worte zu widerlegen. Ich kenne Kunst und weiß was er tut. Auch seine Freundin, die neben mir sitzt, gibt mir Recht, dass er Makler oder Verkäufer ist. Jetzt wird seine Partnerin sauer und sagt, Berater. Ja, aber Berater sind wir irgendwie alle, ich berate die anderen Einkäufer bei Edeka und sie will jetzt wissen was ich mache. Er findet mich scheiße und will mich nie wieder treffen. Zuvor sprach er von linkem Gesockse mit Jesuslatschen. Ich sage, ich bin linkes Gesockse ohne Jesuslatschen und er lebt von den Talenten anderer und sein Vortrag mit dem Einwand hinsichtlich der arabischen Einflüsse sei peinlich gewesen. Ich bin „Mainstream“ ist das schlimmste an Beleidigungen was ihm zu mir einfällt. Damit kann ich leben. Ich war noch nett und hätte sagen können, dass er ein talentfreier, rassistischer Blutsauger ist oder, dass Zuhälter auch eine Leistung erbringen, habe ihn aber nur Makler der Kunst genannt, er sagt selber, er erkennt das Talent und will damit Geld verdienen. Nein, das seien Verkäufer mit Gewinnstreben, aber irgendwie den Unterschied bzw. die Parallelen bekommt er nicht geschissen. Er tut so, als ob er durch sein Parasitentum diese Künstler entdeckt/erschaffen, groß gemacht, deren Werke sind dank ihm im Preis gestiegen und die sind ihm dankbar. Mag alles sein, finde ich widerlich, Zuhälterei, arme Künstler, die sich so was antun müssen, doofer Kunstmarkt. Von der Arbeit anderer leben und deren Arbeit verhökern als Arbeit bezeichnen und sich dafür als Held feiern. Dann noch der Komplex, weil sie rausfinden, dass ich studiert habe und sie nicht (das verrät die Freundin). Oh Mann. Ob ich was gegen Juden hätte, nein und auch nicht gegen Araber und Schwule. Mainstream halt. Dieter duze ich und sage, ich freu mich, dass es nicht ein ehemaliger Mitarbeiter mit einer schwarzhaarigen Perücke war und spiele damit auf die letzte Weinprobe an.

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Wir fahren zurück, weil ich denke, dass ich mein Tuch vergessen habe, was in dem Ärmel klemmte. Stephan sagt Dieter, dass wir noch einen Absacker nehmen wollten bei ihm. Ich überlege, ob ich den Typen hätte überzeugen sollen mit mehr charmant sein und versuchen, es ihm zu erklären statt ihm vor den Kopf zu stoßen, aber das hätte vermutlich nichts genützt. Ich überlege ein Beispiel. Der Whippet ist eine besonders pfiffige Hunderasse, weil sie in den Windhund einen Terrier reingemischt haben. Jetzt ist das gerade das Gute und er will, dass mehr über den reinrassigen Windhund im Whippet gesprochen wird, den gibt es aber nicht und das ist gerade gut so. Ich halte heute, weil die Straßen so schön menschenleer sind und ja, meine Ex-Betreute wohnt da wo ich es vermutet habe. Ich verteile die restlichen Aufkleber, verliere einen von der Württembergischen Versicherung mit Schmetterling drauf und das Gleichgewicht als ich mich ganz stark nach vorne beuge und falle mit dem Rad um auf mein Knie und meine Lippe, aber alles halb so schlimm, nur Strumpfhose kaputt. Stephan verfährt sich am Bahnhof Fischerhof, so dass wir in einer Sackgasse an den Gleisen landen, also wir sind beide betrunken.

Die Schwester der verstorbenen Kanadierin will die sterblichen Überreste ihrer Schwester nach Hause überführen und spricht kein Deutsch und braucht meine Hilfe bei dem Papierkram. Das werde ich natürlich machen.

25.09. Die Nacht ist kurz und der Presslufthammer gewaltig und direkt unter dem Fenster zum Gästezimmer. Ich habe von einem Kleinkind geträumt. Wenn wir Glück hatten, hat es sich zu uns gesetzt auf die Bank, d.h. zu mir. Wenn es dann koten musste merkte man das, weil der ganze Körper sich anspannte, wie es eben so ist bei Kleinkindern und es hat angefangen zu heulen und ich habe versucht zu trösten und konnte die Kackwurst am Bein spüren und die ist ganz schön dick, wie von einem Erwachsenen und kein Wunder muss er weinen. Wenn es dann unten war, in der Windel? Hat man ihn der Mutter gereicht. Morgens um 7 Uhr 20 Minuten Krach und dann den ganzen restlichen Tag nicht mehr. Die muss auch was ganz bestimmtes geritten haben. Ich kann nicht mehr schlafen und dümpele auf dem Sofa vor meinem Rechner und hoffe, dass es bald besser wird. Googel die Tischnachbarn und finde alle Protagonisten des Vorabends. Das Ehepaar neben mir sind Optiker mit einem bekannten Namen. Der ambulante psychiatrische Pfleger von Herrn Ihme schreibt. Ich hatte ihn gebeten Herrn Ihme aufzusuchen heute Morgen um 8 nach Möglichkeit. Er hat ihn geweckt und in die Zahnklinik gefahren und fährt demnächst mit dem P-Monster zum Wertstoffhof. Ich schreibe ihm, dass er die Fälle krass gut nach vorne bringt bedanke mich für seinen Einsatz. Außerdem schreibe ich der Schwester. Die Kopfschmerzen sind doch da und auch sonst….Stephan muss Minze besorgen, ich brauche was Arabisches. Stefanie kann meine Sachen nicht gebrauchen und Kai kam tatsächlich aus der Kirche neulich am Sonntag als ich sie überfallen habe. Sunla will telefonieren. Ich hatte heute Morgen schon von ihr gesprochen. Etwas peinlich finde ich nämlich auch dieses auf dem Tierschutz/Streuner-Thema gegenüber Südeuropäern herumreiten. So nach dem Motto, jetzt haben auch manche eine Hundeleine und benutzen die, als seien sie jetzt dadurch zur Kulturnation geworden. Das ist deutsches Gutmenschentum gegenüber Italienern, weil man den Streunern vermeintlich helfen will durch Einsperren in deutsche Tierheime und denen im Süden zeigen, wie Kultur funktioniert. Das sind ungefragte Tierentführungen von Selbsternannten Rettern. Die Hunde wollen lieber im Rudel leben und manche sterben durch Autos oder anders (das ist normal) als vereinzelt im Zwinger gegen die Wand zu springen und dann hat man ihnen angeblich geholfen, dabei macht das nur aus Eigen- und vermeintlicher Tierliebe. Ich schreibe ihr was von einer Wienprobe auf der ich war. Wishful thinking nennt man das wohl.

Karin und Georg geben mir Zuspruch für meine betrunkene Konfrontation und wären gerne dabei gewesen. Etwas Post, mir ist schlecht. Ein schwuler Bestatter, sehr nett. Die Schwester sitzt gerade bei ihm und will die Urne mitnehmen nach Kanada und was habe ich für eine Rolle gespielt und wie kann ich helfen. Ich erkläre ihm alles und tue mein Bestes. Ob sie verheiratet war oder ledig will er wissen. Die Schwester kann auch noch mal vorbei kommen. Ich denke an „Do I sound gay“ und mache Feierabend. Arbeiten nur das Nötigste und das ist geschafft. Mittagsschlaf mindestens 1,5 Stunden. Traum: Mehrfach geht es um Hunde. Eine Frau führt eine Hündin an der Leine und der Rüde soll aufspringen. Man sieht das angeschwollene Geschlechtsteil der Hündin, wie Pavianhintern und es klappt mehrfach nicht. Ich will sie beschimpfen, dass es genug Hunde gibt und man nicht willentlich welche machen muss. Dann mehrere Geschichten, in denen ich mitspiele. Die eine Frau verteilt immer einen Satz Schlüssel, 3 Stück an Mitspielerinnen u.a. mich, wenn das komplett ist was wird dann passieren, werden wir sterben, kann ich mich irgendwie aus dem Staub machen. Dann in der Umkleide bzw. Damentoilette, eine burschikose Frau wird angesprochen, dass das hier für Frauen sei, ja, aber sie ist eine. Das hört man dann an der Stimme. Ist eine tot in der Umkleide und die Leiche liegt unten am Boden. Entsetzte Gesichter. Eine frühere Darstellerin kommt rein mit einer kleinen Pistole, die sie auf mich richtet und schießt. Es trifft mich an der Schulter, aber es war keine Kugel, sondern irgendwie Konfetti und dann schließt sie auch noch auf die andere. Frauen, die knutschen werden gezeigt und dass sie eben immer noch Diskriminierungen ausgesetzt sind. Werde wach kurz bevor der Wecker klingelt um halb 5.

Stephan hat Blumen besorgt (wollte ihn gerade darauf ansprechen). Einen Strauß für meine Tante morgen und einen ganz tollen grauen Strauß für mich und Minze, doppelt.

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Ich habe richtig Lust auf was Arabisches. Die Stadtführungsgruppe, die rein kommt um die Dipps zu essen, die man vor dem Essen bekommt. Der Typ in Fahrradbekleidung, der Weizen trinkt und Daumen und Ringfinger sind stark bandagiert und er liest Haz und trinkt ein Bier nach dem nächsten. Sexunfall oder wie schafft man das? Die Bedienung ist auf Zack und als ich sage, der Gutschein muss weder Schleife noch Diddelmaus haben malt sie einen und zwar so gut, dass ich sage, dass die Gutscheinbestellung abgesagt werden kann. Binden auf dem Klo. Das ist mir sehr sympathisch. Stephan sieht sehr schlecht, d.h. das baut rasant und beängstigend ab und lässt sich die wirklich große Endsumme vorlesen. Hier ist eh Rentnerstammtisch. Schön gesättigt zum Klagesmarkt. Das Fleisch ist in den Zähnen und wir begegnen der Frau für die wir gerade den Gutschein besorgt haben.

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Der vorne fährt, entscheidet. Ich habe langsam verstanden, wie der Schwarm funktioniert. Die ehemalige Nachbarin ist Oma geworden, aber der Kontakt wohl schwierig, sonst würde man kaum an Auswanderung denken, weil Enkel machen süchtig, wie ich aus sicherer Quelle weiß. Sympathischer Flüchtling, hat sich angeschlossen, sie konnte ihm Hannover zeigen, wollte Unternehmen gründen und sie wollte helfen, hatte so viele Ideen. Sie hat dann noch versucht ihn zu finden. Familie noch in Istanbul. Heute nicht da (suche nach einem Mann?). Mir fällt der Schwarze ein, der mir neulich nach dem Sport entgegenkam und ohne betrunken zu sein oder sonst ein Hindernis wie Dunkelheit gegen die Bahnampel bzw. den Metallpfosten davor gefahren ist, weil er offenbar nicht Rad fahren konnte. Alle schauten betreten oder mussten schmunzeln, Hilfe brauchte er keine, hatte halt eine Acht im Rad oder sonst Blessuren am Rad davon getragen, die er sich angeschaut hat. Irgendwer muss den Flüchtlingen Rad fahren beibringen. Stelle wieder fest: Schlimmer noch als die Autofahrer sind die Motorradfahrer, größeres Feindbild, auch heute wieder ausgemachte Idioten. Wenn ich mich ärgere und mein Alterstourette bekomme dann sage ich „Baumallee“ laut vor mich hin oder an der nächsten Ampel. Damit ist alles gesagt, ohne dass es verfänglich werden kann juristisch. Das war mir in dem Moment eingefallen wegen Herbst. An der Kreuzung Marienstraße, ein älterer Autofahrer mit Glatze steigt aus und dreht durch. Der hat Wechseljahre sage ich und es wird gelacht, dabei kenne ich mich damit aus. Meine Sturmklingel kommt gut an bei den Fixies. Habe Angst um jedes Fahrrad was mit meinem kollidiert, weil das andere ist dann hin. Ich mag den neuen schwarzen Sprengelbau.

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Wheelie und „muss noch ziehen digger“ und der Pizzawagen, den sie nicht durchlassen. Das müssten die doch verstehen, dass der Pizzawagen durch muss, weil da welche ganz dringend drauf warten. Mir fällt der Junge auf dem Realparkplatzflohmarkt wieder ein und die Gruppe türkischer Männer/Rentner, die Metall verkaufen und ihm wohl sein neues Fahrrad. Er hat sich offenbar Fahrrad von denen gekauft und muss ihnen erklären, noch tiefer den Sattel, alle stehen um ihn herum und er wird schon rot. Halt direkt über dem Reifen sage ich im Vorbeigehen und habe das Problem verstanden. Die Korkerin ist wieder dabei ohne Tochter aber mit Seifenblasen, gute Hip Hop Musik, ich muss immer denken „cute face, chubby waste… Mr. Meaner said so“. Eine Frau spricht mich auf Suki an, der wird vermisst und dann, dass wir alle hinmüssen, sonst überlässt die SPD den Grünen das Thema Rad, dabei sei es Bürgerthema. Gut, aber was haben wir mit der SPD zu tun. Sie hat die Ansprache neulich gehalten und ist als Verantwortliche der Veranstaltung gemeldet, d.h. die Polizei ruft sie im Urlaub an wegen Ersatzvornahme. Das goldene Fahrrad war nicht verkehrstüchtig und sollte bis Montag entfernt werden, sonst würden sie das tun und ihr die Rechnung schicken. Der ängstlicher Typ, der ausschaut wie das P-Monster reißt die Gruppe auseinander am Kreisel, „raus hier das gibt nur böses Blut“, aber ist das nicht Sinn der Sache. Hatte mich vorher als Emy vom der Maiglöckje angesprochen und dass ich mal beim Tweed-Lauf mitmachen könnte. Mein Lieblingskorker ist nicht Türke, sondern Deutscher. Die Gruppe, die von uns getrennt wurde und jetzt auf der Hochbahn fährt, soll uns abholen verlange ich, ich will Hochbahn fahren. Der Typ, der mein Licht anstellt, weil ich die technisch begabten Männer anspreche, bestellt immer Schnitzel, wenn er Fisch essen geht. Bahnhof, Niedersachsenticket, DD und den Nachbarn vor der Tür. Ein Auto mit laut Techno rast fast in die Baustelle. Au ja, das wäre prima gewesen.

Die Kinder von Frau Borderline haben das Treffen mit mir genossen (Eis essen). Wie bald wird sie sterben? Sie hat ihnen erzählt, dass sie ins Hospiz kommt und den Kindern die Schuld an ihrem Krebs gegeben und können sie noch Spielsachen aus der Wohnung holen ohne sich beschimpfen zu lassen? Die Mutter wird ihnen nichts geben und alles wegschmeißen. Das ist schlimm, trage den 16.10. erst mal ein.

Herr Tai Chi sieht wirklich aus als hätte er TB, eingefallenes Gesicht, graue Farbe, große Augen in Höhlen, zierliche Hände, wie Syphilis-Opfer der 20er, deswegen hatte ich mich erkundigt, wie der Test ausgegangen ist, bevor ich mich weiter mit ihn treffe und auf der Lister Meile essen gehe. Immerhin haben sie ihn entlassen, aber wohl auf eigenen Wunsch und die werden ja nicht in ein Lager gesperrt.

Er schreibt: „Hallo, jetzt gehts mir wieder beAsser, die Entwässerung hatte wohl zuviel Kalium rausgeschwemmt – hab mir vor dem erneuten Arztbesuch heute getrocknete Aprikosen besorgt (das sind kleine Kaliumbomben) und nachdem Verzehr von 3 Stück gings mir etwas besser. Ebenso war durch den Wasserverlust wohl mein Blut zu dick geworden und hab mir bei Dr. Nolte Anti Trombose Spritzen verschreiben lassen, da ich im Siloah gelernt habe mir selbst Spritzen zu setzen.

Was die Entlassung betrifft, so muss ich sagen teils teils. Ich habe etwas darauf gedrängt, weil ich es neben meinem neuen Bettnachbarn nicht mehr ausgehalten habe (der hatte so einen miesen Stoffwechsel, dass er das ganze Zimmer jede Nacht vollstank und so was kann ich auf den Tod nicht ab!).

Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen und ich werde in 4 Wochen dort wieder auflaufen müssen aber ambulant, so habe ich das mit Frau Dr. R-K besprochen.

Es wird dann untersucht ob das Wasser in die Herzkammer wieder nachläuft oder nicht, der Grund dafür ist immer noch unklar.

Auch die Leberwerte sind teilweise mysteriös und werden weiter gecheckt.

Des weiteren steht eine Langzeituntersuchung auf Tuberkulose an, da mein Vater einmal daran erkrankt war.

Der erste Befund war zwar negativ aber eine genaue Prüfung dauert Monate.“.

26.09. Traum: Ich mache Praktikum in einer DDR-Behörde (ehemalige). Typ will 5 Kinder adoptieren und setzt die Mitarbeiterin unter Druck, er habe die Bearbeitungsgebühr für 5 schon entrichtet und die Kinder sitzen eingeschüchtert da. ich rate ihr das nicht zuzulassen, Zeugin holen oder Stellenleiter. Sind die Kinder der Partnerin. Sie küssen sich und sind beide hässlich. Das kleinste macht auf dem Terrazzo einen Purzelbaum und heult. Mutter bleibt sitzen, es muss zu ihr laufen, hat verdrehte Hände, also Verformungen, die ältere Schwester kümmert sich. Vorhang geht auf, Interessanter Saal mit politischen Wandgemälden und Perlenvorhang, Bank? Gerichtssaal. Irgendwie kommt mir der Ort bekannt vor unten die Bucht und oben Burgen, aber hier sind moderne eckige Holzhäuser dazwischen. Gegend zum Wandern. Wir haben an einem ähnlichen Ort mal Betriebsausflug gemacht. Konnte man zur Bucht mit dem Auto fahren und den Rest laufen, war aber steiler und oben war eine markante Burgruine und mein Kollege kannte den Pächter. Gehen zur Bucht, erkläre dem einen Kind noch warum das geprüft wurde und dass auch Knopf drücken und Jugendamt einsetzen mit Hausbesuchen noch in Frage gekommen wäre und man unterhält sich mit den Kindern einzeln um ihren Willen zu erkunden. Auf einmal taucht Jasmin im Badeanzug auf, die Jungs werden sich freuen mich zu sehen, sie machen hier Urlaub, dann Marc, auch im Badeanzug, hat dicken Seewurm, wie Schlange am Rücken und füttert ihn einer Robbe, die ihn aufsaugt durch den Rüssel wie durch einen Strohhalm. Die werden gestreichelt, ein Junge tritt danach. Dann irgendwas mit Necessaire, ich habe Sachen vergessen, die sie mir leihen will, aber die braucht ihre Sachen ja selber und wir kommen erst in einer Woche dazu. Warum hat sie Vieles doppelt, Haarbürsten zum Beispiel, warum hat sie 2 dabei, die sind aufeinander gesteckt? Streit unter Jugendlichen eskaliert und dick bepackter Polizist kommt um sie zu trennen, wie Aktionfigur angezogen. Der eine Jugendliche hatte ganz veränderte Stimme, schizophren? Die Jungs und Jasmin fahren Auto, ein Simulationsspiel, aber sehr realistisch und die fahren schon richtig gut. Die Jungs sitzen vorne und Jasmin hinten. Führerschein sollte es früher geben, wie in den USA, aber die fahren da nur 120. 13 ist vielleicht zu jung, aber 16. Jasmin hat nicht gemerkt, dass es besonderes Auto war, Rennauto oder LKW beim Ausleihen, hat 120 € gekostet. Dann bin ich bei der Adoptionsfamilie zuhause. Haben eine amerikanische Serie als Staffel. Die großen Pakete liegen herum. Dann Wandern und die unterwürfigen Hunde. Wasserstelle, der Welpe geht rein, Frauchen guckt nicht, ich schon, der kann schon tauchen, andere Hunde, setze mich dazu. Lasse sie an mir riechen ohne sie anzufassen. Sie sollen meine Energie spüren. Frauchen greift nach ihrem Cocker und der flippt aus und knurrt und beißt während sie erklärt, Du sollst doch nicht beißen und zu mir, die Rasse sei nicht so unproblematisch, wie immer behauptet wird. Bei mir war er normal. Wieder Kommunikationsproblem zwischen Hund und Halterin

Extra lang und breit Niedersachsenticket gekauft und jetzt haben sie die Gleise wieder abgeschraubt. Das ist ein Scherz wie die zugemauerte Zugtür in Hamburg.

Der Nachbar macht Flohmarkt in der Garage der Zahnärztin und lockt mich rüber. Er hat Buletten gemacht und aufgetürmt. Kaufe kleinen Aschenbecher um die Nachbarschaft zu unterstützen.

Treffe Ecki und Stelli auf dem Markt und ich bin wieder genervt, wo mein Mann bleibt und nerve ihn, weil ich fahre wie ein Egomane. Kann schon sein. Eibrötchen und ich ein gefülltes mit Huhn und getrockneten Tomaten und ein Donut, zum Glück, wir wären sonst verhungert. Im Zug meinen Onkel anrufen nach dem Losfahren hatte er geschrieben. Das ist Rentnerkram, dieser Bestätigungswahn. Wie haben die das früher gemacht vor dem Handy. Treffpunkt und ich bin da, brauche ich nicht anrufen und sehe nur Sinn darin, wenn was nicht klappt und nicht noch mal eine Bestätigung, warum? Dieser Kontrollzwang mit anrufen, wenn man angekommen ist und jetzt dank mobiler Telefone auch noch nach der Abfahrt aus dem Zug.

Vorbei an Vechelde, hier wohnt die Mutter eines Betreuten. Wenn ich am Bahnhof in Braunschweig ankomme habe ich den Geschmack von Nazis auf der Zunge. Die Dampflok steht versteckt. Es ist der Ausgang BraWo Park (Braunschweig, Wolfsburg) und VW baut wohl neue Gebäude, die an sich schick ausschauen. Auf den Flatscreens oben läuft Regen, d.h. Wassertropfen, die in Wasser fallen. Mein Onkel sagt, dass die Bewohner sich über die Flüchtlinge beschweren würden, Seniorenanlage und Kindergarten, dass da viel Müll und Glasbruch sei. Das sagt die Zeitung. Das ist sich hinter der Meinung der anderen verstecken oder er will unsere Reaktion austesten. Ich sage, das ist so, wenn man 4.000 Menschen auf einen Haufen sperrt und die hausen nicht freiwillig in Zelten, sondern sind mangelhaft untergebracht. Das Kloster Riddagshausen ist groß und der Klostergarten schön und das Holz ordentlich gestapelt und der Herbst bunt.

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Auch toll das Gästebuch in der Kirche.

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Der Scheibenwischer im Auto passt farblich wie eine eins. Außerdem passen die Polizeifahrzeuge, die in Braunschweig blau, silber und neongelb sind,

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Nebenan ist der Batcave, das Nachbarhaus hat ihre Sicht verbaut und das führt dazu, dass mein Onkel Bauhaus nicht mag und als Schimpfwort gebraucht.

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Der Ausflug zu den verschiedenen Kuhgruppen. Das Fahrrad ist für den Arsch und macht Rückenschmerzen, die ich sonst nicht kenne. Angeblich Damenrad, aber gleich 2 Querstangen über die man selbst mit großer Beinbeweglichkeit kaum rüber kommt und hinten Korb, den man umreißt, wenn man ausholt mit dem Bein und Lenker schmal und tief, so dass man eine ganz schlechte Haltung einnimmt beim Fahren. Mein Onkel warnt vor Gefahren, wie ein flacher Huckel als Auffahrt zum Bürgersteig und glaubt auch, dass ich mit Mantel nicht fahren kann und seine Frau mir eine Jacke leihen soll, was ich ablehne. Mein Morgenmantel, den ich bewusst gewählt habe, stammt aus NY und schaut aus wie Landtierarzt. Sie schenkt mir 1 kg alten Modeschmuck von sich zum Basteln. Die Dorfkirche erinnert an die in Limmer. Viel erzählen ohne Humor ist dröge.

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Die Schwarzbunten schleimen am meisten und schaffen es, sich den Schleim auf den Rücken zu werfen, nein, ich füttere ohne Handschuh. Ich habe nichts dagegen, wenn die Kühe mich vollschleimen. Dafür haben sie so eine schöne Fellmöse auf dem Fuß, hinter dem Huf. Überhaupt, das Horn der Hufe gefällt mir und ich melde mich an für Zehennägel, wenn die geschnitten werden.

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Mergelgrube, jetzt weiß ich was Mergel ist, ein Dünger und woher ausgemergelt kommt. Damals als Braunschweig geschichtlich interessant war und weniger belastet vor den Nazis, mit schwimmenden Sauriern. Wieder für Schulklassen aufgemacht mit nachgebauten Modellen zum Sitzen und einer Hütte.

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Die Schotten sind freundlich und kompakt und sehr interessiert, das Fell stinkt nicht (sammele Haare ein, die sich gleich zu einem rötlichen Schamhaartoupet verfilzen), die Kinder von Blondie sehen aus wie Enten. Sie sind ausgesprochen freundlich und geradezu neugierig. Stephan hat Recht, es sieht aus wie zwei Männer im Kuhkostüm, wenn sie so über die Wiese laufen. Wir machen ein Familienfoto mit Kuh.

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Ich bekomme eine gewischt am Elektrozaun, dachte, das sei eine Schnur.

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Der Wasserbüffelbulle hat eine schwarze Zunge, ist sehr vorsichtig und heißt Sebastian. Auf der Kuhwiese lernt man fürs Leben. Was körperlich martialisch ausschaut, kann einen ganz sensiblen Charakter haben.

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Die letzte Gruppe sind gemischte Jungtiere, die drei Wasserbüffel stehen zusammen wie eine Jugendgang, es sieht überzeichnet aus, weil sie auch so einen mürrischen Gesichtsausdruck haben, alle sind sehr schreckhaft und nur der kleine Weiß-braune traut sich an den Zaun. Vielleicht liegen die Nerven blank wegen der Rangeleien untereinander oder der Pubertät. Die Reste kriegen Max und Oscar, der dominantere der beiden. Ist echt unpraktisch, wenn man einen Besenstil quer auf die Stirn getackert hat.

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Erst der Flughafen wo mein Onkel gearbeitet hat und geflogen ist (Apron ein neues Wort) und als letzte Station ist ein Naturfreundehaus was sie neu gebaut haben mit Solarkollektoren auf dem Dach und einem Ameisenhaufen in Plexiglaskasten als Schauobjekt. Die kriegen Hönig auf den man ein Küchenpapier gelegt hat, damit sie nicht festkleben. Die Wäsche hängt an der Leine und die Surferausrüstung im Baum.

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Die schlechteste Bewirtung seit Jahren, wer kocht heutzutage noch Filterkaffee und macht ihn stundenlang in eine Kanne und serviert ihn dann mit Kondensmilch? Der Kuchen schmeckt wie altes belegtes Brot, ohne Fett und dazu gibt es Eis und Tip Sprühsahne, die ungenutzt stehen bleibt, weil wer isst Sprühsahne? Mein Onkel hat niedliche Spleens und eine größere Tasse, Extrapulver, einen elektrischen Rührer und ein Stövchen. Das Haus ist vertäfelt an einigen Stellen und mit Kork an der Wand und im Flur oben hängen die ganzen Sportpreise, Medaillen am Band und Teller, die man im Laufe der Zeit abgestaubt hat. Gut, fit bleiben ist wichtig und dicke Leute, die unbeweglich sind, ist auch ein schwieriges Thema, aber nur Dänemark 4 Wochen Windsurfen mit verbissenem Ehrgeiz und Laufen und 7000 km Rad fahren und dann so schlechten Kuchen essen, da lohnt sich das gesund leben gar nicht, wenn das so freudlos ist, dann lieber dick und ungesund und früher sterben, oder? Mein Onkel steht auf Alphorn als Musikinstrument und auch auf Gerhard Polt. Den haben wir hier mal in der Oper gesehen und kamen zu spät und durften nur noch in den 2. Rang. Am Bahnhof ein nerviger, unfreundlicher Ordnungshüter, der gleich mündliche Verwarnungen erteilt wegen Beladen- und Entladen, ohne dass es zu einer Behinderung kommt (wir verabschieden uns und ich sage, ich bin doch kein Be- und Entladen), weil er nicht zum Spaß da steht und hier „gerade Behinderten abgeladen wurden“. So einer, der nur an anderen seine schlechte Laune auslässt und was sagt, weil er meint was sagen zu müssen oder so Machtspielchen betreiben will. Das passt wieder in mein Braunschweigbild. Die Wandergruppe im Zug, die Betrachtungen eines Volldeppen, der Affen im Zoo beobachtet und Frauen sowie Zwitter in Thailand. Manchen sollte man das reisen verbieten. Ich kriege wieder Tourette und sage so viel Funktionskleidung, der reinste Brandbeschleuniger“ . Dann zu Urfa Sofrasi an der neuen Location. Die Bedienungen sehen aus wie Sebastian, schwarzes Haar, dick aufgetürmt oberhalb der Stirn, vor allem der der die Zuckerflasche einsammelt und wieder auffüllt, aber das Fell ist bestimmt weicher. Wenn sie sich begrüßen drücken sie manchmal die Stirn aneinander statt Kuss und das sieht noch mehr nach Jungbulle aus. Ich liebe den Laden, einen Treffpunkt für schwule Männer und Familien, manche haben ihr eigenes Gewürz in einer Plastiktüte dabei. Freddy Mercury goes Drag, die Oberbedingung ist auch da. Es gibt Probleme mit dem Hähnchengrill vorne, der zu heiß eingestellt ist und alles verbrennt. Ich esse Hähnchenmett mit Auberginencreme und Butter und Tomatensoße. Echt lecker. Sie haben feuchte Wischtücher mit ihrem Logo drauf. Die ganze Straße ist verändert. Ich kenne es noch von Musicland, jetzt sind statt Pralinen und Strumpfhosen an der Ecke ein Juwelier und daneben Billigschuhe und dann Döner, ist wie Taksim mit Gold, Diamanten und Döner. Mir gefällt’s. Heute ist es nicht so dezent wie der eingelegte Knoblauch neulich beim Perser, sondern richtig dolle Fahne.

Termine für Montag, die Freundin, die Frau aus Kanada bei der der Bestatter wohl doch nicht alles gelöst hat. Taxi oder wie kann man mit Öffis kommen will sie wissen: „No it’s not far, you take the metro line 9 in direction of Empelde. You can board at the train station (Hauptbahnhof) oder Kröpcke and it is 4 or 5 stations from the Hauptbahnhof (train station) and called Lindener Markt. You have Hauptbahnhof, Kröpcke, Markthalle,  Waterlooplatz, Schwarzer Bär and then Lindener Marktplatz and here it is a few meters to walk“.

Party, habe heute das erste Mal das Portemonnaie von Peg Bag dabei. Ich sollte ihren Freund mal ansprechen, weil ich offenbar einen Hang zu seinen Frauen habe. Habe aber guten Tausch gemacht, weil diese hat einen besseren Klamottengeschmack und kocht und bewirtet mich lecker, da mussten wir früher ihn bitten, wenn wir Hunger bekommen haben und das hat die Mädchendynamik dann unterbrochen. Michi will ein Kuhfell von einer Highland Kuh. Das ist eine gute Idee. Eine Frau von früher, die ein bisschen was von Annie Lennox hat mit dunklen Haaren und sich kaum verändert hat gegenüber früher und die die Jungs beim CDS in Berlin getroffen haben. Gabi hat tollen Schmuck aus echten Blumen gemacht mit einem Blumenkleber, auch sonst ist der Laden super. Elena und Sabine legen z.T. auf, also wechselnde DJs. Elena Neneh Cherry und Deichkind „Leider geil“. Der Radventilkappenmann ist da. Ich will ihm das Dreifache bezahlen und bestelle Steinpilze, Fledermäuse, Weizenbiergläser und Kameras. Das wären 60 statt 20 €, aber man muss die Kunst unterstützen. Ich exe das Wasser am Tresen ohne Pfand nach einem Vodka Lemon zum Ankommen. Ich bin mit Putzkittel richtig angezogen. Das karierte Wollkleid ziehe ich einfach aus und das fällt nicht auf. Die haben hier auch so Frauen im Kittel an der Wand, die sagen: „Sau-ber ist es ja“. Mein Lieblingselektriker von Paulmann ist auch da mit seiner Schwester? Zumindest könnte man eine Ähnlichkeit sich einbilden. Mit dem Nachbarn nach Hause fahren durch den Park. Es ist schön nebelig und gruselig, Edgar Wallace Wetter, englisch halt, der Nachbar zieht weiter und hat noch Hummeln im Hintern. Soll er. Stephan kommentiert das. Ob er neidisch ist?

27.09. Traum: Ich habe Mandanten da und Herrn ADHS klein und es sind irgendwelche großen, fliegenden ganz fiesen Insekten im Zimmer. Ich bitte alle den Raum zu verlassen. Die bohren sich durch die Haut, ich hatte das schon und das war sehr unangenehm. Ich habe vergeblich versucht sie zu finden bevor die Besucher kamen. Hinter der Verkleidung am Fenster, die man aufmachen kann, sind sie jedoch und richtig viele und auch riesige. Ich kriege Panik und bitte alle zu gehen. Mein Kollege Ulf ist da und soll den einen Fall für mich übernehmen und ich überweise seine Rechnung und wir machen das lieber schriftlich aufgrund der Umstände, dass hier jetzt so Hektik ist. Er kommt dann außer Atem wieder, dass er jetzt nach Hause muss, weil er verreisen wird, sofort, sonst schafft er das nicht und den Fall doch nicht übernehmen kann. Es spielen sich apokalyptische Szenen ab. Ein Typ versucht mit einem Spiegel zu erkennen, wer auf die Leute schießt, der sitzt in einem Auto und man kann das Gesicht nicht sehen (ich glaube das ist der kleine Spiegel an Wolfgangs Fahrrad). Also der wiederrum merkt, dass jemand versucht ihn zu enttarnen schickt er irgendein Todesgas, es ist weiß und wenn man es einatmet, schwellen Nase und Zunge an bis man erstickt. Eine ganze Gruppe, sogar eine Schwangere, die besonders lange durchhält, ist betroffen. Sie sind erst wie gepudert und dann der Todeskampf und sie brechen zusammen (Ist das weil ich gesagt habe, dass Wolfgang ausschaut wie dieser Schauspieler, der Adolf Hitler spielt?).

Meine Pflanzen aus dem Wintergarten, die Zitronen aus Castellabate und die geklauten Sukkulenten aus Neapel, aus dem Klostegarten (aber sie werden in Ehren gehalten).

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und die neue Lampionblume von Gabi.

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Telefonat mit Wien. Sunla ist sehr lustig und umschreibt die Freundinnengespräche: „Dann hat er gesagt und dann habe ich gesagt und dann hat er gesagt“ sehr humorvoll. In einer Brauerei mit Öl und Essig bei ihnen im Viertel gibt es Wohnung zu mieten. Das soll kultig sein und ist wohl Gegenbauer. Ich bin verliebt in Sebastian stelle ich anhand der Fotos fest, aber der macht sich nichts aus mir und hat seine Frauen. Nähen mit Steffi, lobe ihre Veränderung. Das schafft kaum einer und ich würde es auch nicht hinbekommen, aber bei ihr ist es: Steffi früher und Steffi heute. Ich verteile Modeschmuck, die Kittelschürze gebe ich ins Büro und esse zu viel Süßigkeiten. Sie schenkt mit Sachen von ihrer Schwester, Strumpfhosen und ein Stretchrock aus Lurex und referiert über die Biennale anhand der Prospekte und wir tragen die Kreuzchen ein. Das macht Vorfreude. Sie lacht, weil ich jetzt sage, Hunde sind vorbei, Kühe sind mein Ding bzw. wer will einen Hund wenn man eine Highlandkuh haben kann? Nach Wien mit der Katze in der airbnb Wohnung wären es Katzen gewesen. Da ist schon was Wahres dran und im Moment habe ich nur Kühe als Thema (daher auch die 100 Fotos, die ich zu entschuldigen bitte). Steffi hat beide mit und ich sage zu Suki: der Dicke liegt in Deinem Körbchen. Mikrusch macht sich mehr aus dem Gummispielzeug und kaut quietschend darauf rum, Suki spielt lieber mit Menschen und das macht er echt gut und es ist erstaunlich mit welchem Selbstverständnis, weil vom Größenverhältnis her ist es so, als würde ich mit Tyrannosaurus Rex Tieren spielen und mich von denen hochheben lassen und die manipulieren. Nein, über barrierefreie Webseiten, die umprogrammiert werden habe ich mich nicht mit Sunla unterhalten. Vielleicht zu technisch, was ist das wieder für eine neue Erfindung? Irgendwie gehört es in die Ecke Genderstudies, oder? Wer propagiert das und wollen die Betroffenen es denn? Dann Joeys Pizza mit Pfifferlingen und neues Dreieckstuchs anfangen. Im Fernseher laufen schlechte Hörspiele mit viel Schießereien. Vielleicht nicht noch mal groß verreisen zum Hochzeitstag. Stephan sagt was ich denke und schaut, in welcher Stadt wir Ende des Monats November dann Critical Mass machen können. In Berlin fährt auch ein Hund mit und ist sogar Korker und in Lausanne sind es noch nicht so viele. In Osnabrück haben sie über 1.000 likes auf facebook. Ja und? Facebook ist nicht echt.