Archiv für den Monat: Januar 2016

Mammuts im Eis

17.01. Nachdem ich gestern schon geschwänzt habe, Traum: Erst sind wir mit Susann in einer Ferienwohnung, ist doppelt. Am letzten Tag müssen wir eine frei machen und in die andere ziehen. Sie ruft bei der Verwaltung an um zu fragen, ob man das überhaupt darf, da Mieter sein, wenn man kein direkter Freund eines Eigentümer ist und ich denke, warum tut sie das. Alain macht irgendeine Übergabe in der Wohnung. Der Blick ist vom Bett aus aufs Meer. Auf einmal ist Meer auf beiden Seiten, da stimmt was nicht. Dann sitte ich einen kleinen asiatischen Jungen und als Schlusssequenz gehen wir über die Goldengatebridge und hier muss er an meiner Hand bleiben und er will nicht, weil ich ihn sonst habe frei laufen lassen, aber es muss sein, weil wenn er stolpert und durch die Stäbe fällt ist er 100% Tod und das kann ich seiner Mutter nur schwer verklickern. Es geht dann noch irgendwie um Tintenfisch angeln und das man die Schnur mit dem Köder bewegen muss um einen Anreiz zu schaffen.

Jan von oben schreibt so nett und stimmig und geht wohl auch, wie wir, wie verrückt ins Theater. Das machen also andere auch. Beruhigend. Man kam sich schon ganz insane vor.

Stephan mache ich ein Minion in die Hände und er liegt auf dem Rücken und stelle mir das im Sarg vor, statt Blumen (wie in dem Bericht von Barbara Rolf). Die Finger sind dann wie Wachs. Es ist nicht Kevin, der der eine sein wollte, sondern der andere, der derjenige sein wollte, der diese Banane isst. Das passt, aber Sondermüll gehört nicht in die Erde.

War sie doch Borderline? Weil sie immer dachte, man will sie ja doch nicht dabei haben oder nur für die Optik, „äußerer Schulterschluss“. Das ist echt irre so was.

Der Oberarzt ruft an und klingt sehr nett (und jung und schwul). Die Versicherung macht ihn verrückt und schickt 10 Mails am Wochenende mit demselben Inhalt. Wenn ich mich einschalte wird es vielleicht noch komplizierter. Keine Reiseversicherung deckt die Kosten einer Reha, auch keine Auslandskrankenversicherung, weil das ist Pflegeversicherung. Sie wollen ihn nach Neuseeland, sein Abstammungsland fliegen mit Krankenschwester und Arzt und das ist auch zumutbar, weil manchmal fährt man auch 8 Stunden an den Reha-Ort am anderen Ende von Deutschland.

Stephan hilft mir das Fahrrad in die Bahn zu heben. Wir treffen vor der Haustür einen glatzköpfigen Typen, der wohl mit uns studiert hat und zu Stephan in die Mucki-Bude geht. Der könnte auch mein Rad hochheben. Nein, das will ich nicht. Innen ist es voll. Ein junger Typ ist rücksichtsvoll, aber ich lasse mir keine Tipps von jungen Menschen geben. „Ihre Fahrradkette ist durchgerostet“. Ich ziehe nach Langenhagen. Da sind die Straße geräumt und man fährt unbehelligt durch die Schnee-Winterlandschaft und die Baumalleen. Traumhaft. Auch meiner Betreuten gefällt es gut und Spaziergänge sind gut. Lieber durch die Eilenriede, statt fernsehen. Sport hilft bei psychischen Erkrankungen und Gott mag es auch lieber als Glotzen. Die persische junge Ärztin ist gut, auch in Englisch. Probetage in der Einrichtung. Ich mache das gut mit englisch-deutscher Übersetzung. Sie klagt über Nebenwirkungen, sie sei müde und würde schlechter sehen. Wenn sie mit Sehen das spirituelle Erleben meint, dann ist das auch Teil ihrer Erkrankung und wer morgens um 9:30 Uhr schon so gesprächig ist, ist nicht ruhig gestellt und hat auch keine Nebenwirkungen, die der Rede wert sind. Jammern auf hohem Niveau sei das. Aus der Einrichtung kommen zwei „Muttis“, wie meine Betreute sie nennt. Eine mit Bänderzerrung und zwei unterschiedlichen Schuhen. Sie will neue Gesichter, aber es wird sich dadurch nichts ändern und verbessern, eher verschlechtern. Jeder wird ihr hinterhersteigen, wenn sie sich so verhält wie zuletzt dort und die anderen haben eher strengere Regeln und Ergo ist Pflicht und dort hat man sie einfach gelassen. Pelzmütze und Modeschmuckohrringe und -ketten. Langenhagen war kurz und ergiebig. In der Bahn Werbung für die Teppichmesse. Wasserabweisende Teppiche. Das klingt ja schlimm. Vinylboden mit Hahnentrittmuster wiederrum gut. Hannover fahre ich auf der Straße. Da ist freiere Fahrt.

Der Mitarbeiterin der Kollegin wird ein Zahn gezogen in Vollnarkose, weil die Betäubung letztes Mal nicht so gut geklappt hat.

„Herzlichen Dank für Ihre Anfrage bei uns im Hause.

Wir könnten Ihnen die Kessler Stube anbieten, Kapazität max. 50 Personen.

Maultaschen in der Brühe dazu Kartoffelsalat 9,50 € Maultaschen aus der Pfanne mit Ei gebraten dazu Kartoffel- Kopfsalat 10,90 €

Kuchen könnten wir auch bereitstellen. Stück 3,60 €.“

Finde ich gesalzen für Kuchen, aber das sind wohl die Stuttgarter Preise. Paps interessiert sich für den Wein und ich für den Kuchen.

„wir können natürlich gerne 2 Weine bereitstellen, zB. Esslinger Schenkenberg weiß // Grauburgunder & Esslinger Schenkenberg rot // Acolon.

Kuchen machen wir nicht selber,

Bestellen diesen bei unserem Konditor.“

Schenkenberg sagt mir nichts. Von dem Konditor hätte ich gerne die Kontaktdaten.

Meine Tante hatte hinter der Freundin, die Ikebana Schmuck machen sollte notiert Umzug ins Augustinum geplant. Der Datenschutz im Altersheim. Die Frau, die das machen soll ist mir unsympathisch und wimmelt mich ab bzw. verweist an die Lehrerin mit dem Doppelnamen. Die ist sehr nett und sagt, ich rede wie meine Tante und weint auch. Sie muss nach Salzburg und kann kein Ikebana-Gesteck machen und kennt auch keinen in Stuttgart der das machen könnte, auch nicht gegen Geld (3 Blumen stecken, wie lange kann es dauern). Es sollte schlicht sein ist ihr Tipp. Ich kann mich noch an die Form erinnern mit 3 Elementen auf verschiedenen Höhen gesteckt, unten ist die Erde und oben der Himmel und dazwischen der Mensch und die Blumen symbolisieren das jeweils. Soll ich das machen? Dann wird es halt scheiße. Ich schreibe, dass mein Mann sich mit Blumen auskennt. Er will nicht. Ich sage, ich finde einen Floristen und das ist der Nachteil, wenn man mit 80 stirbt, die anderen bringen auch nichts mehr zustande.

Ich verärgere alle mit meinem Blog. Lästern war früher, jetzt schreibe ich es, dass sie es lesen können. Ich will keine Zensur, dann lieber ganz aufhören und schreibe doch über mich auch nicht nur schmeichelnd, oder kommt das so rüber? O.k. das was mich stört fällt auf mich zurück. Ist es nicht auch so? Nur Leute, die mir wirklich wichtig sind, bleiben als Charaktere, die anderen beschweren sich einmal und fliegen raus als unwichtige Nebendarsteller. Jan ist natürlich am Samstag um 5 Uhr ins Bett gegangen als ich aufgestanden bin. Ich mag ihn trotzdem. Hilda will in eine Brass Band, die auf der Straße spielt, New Orleans. Sie kann laufen und Becken, d.h. Topfdeckel, gegeneinander schlagen. Schon alleine die Koordination und auf dem anderen Video macht sie Erwachsenenlachen nach und die Reaktion bleibt nicht aus. Dieses Nachahnen und den Mund immer auf und zu. Sie ist ganz kurz vor dem Sprechen. Der Kollege meldet sich wegen Maultaschen. Wann ich will? Er hatte 13 Uhr gefragt und es ist Viertel nach und ich habe Pasta schon bestellt. Ja, 13 Uhr schlage ich vor. Er hatte im Seminar in Stuttgart gefragt, wo es gute Maultaschen gibt. Das ist wie in ein Wespennest reinstechen. Ist er denn wahnsinnig? Es gab dann in der Pause bald eine Mehrheit und er war bei Feinkost Böhm. Der Laden war bei Hanna auch angesagt. Die haben wegen des Transportes die Fischabteilung zu Rate gezogen und ihm ein Paket mit Eis usw. geschnürt. Völlig übertrieben. Friert man denn nun durch im Grab? Die Erde ist meistens nicht durchgefroren und wenn dann wie bei diesen Mammuts, aber ich wäre nur ein Babymammut. Hilmar will auch Maultaschen auf seiner Trauerfeier und Stephan will 7 gängiges Feinschmeckermenü mit Weinbegleitung und wer früher abhaut, ist raus. Er sagt, wer am Ende übrig bleibt, erbt alles. Maultaschen mit Tochter, Morgen Mittag bei uns.

Ich rufe die Betreuungsstelle an, weil ich bald weg bin und dann vorher noch einwilligen will in die medizinischen Maßnahmen auf der Intensivstation bei dem noch neueren Fall bevor ich nach Wien abhaue. Die Frau ist Morgen wieder da.

Sunla hat noch Tabak und der wird dann auch trocken.

Es wird langsam spannend, ob der Rabe noch landet, aber ich habe vollstes Vertrauen und das geht mir nicht bei vielen Leuten so.

Die Kollegin, die wegen Schmerzensgeldveruntreuung der Eltern tätig war in meinem neuen Fall, schickt mir ca. 100 Seiten per Fax.

Hanna war auch beleidigt wegen BM und heimlicher Fotos. Hat mir Traumtagebuch beigebracht und ihres soll vernichtet werden. Durch sie habe ich gelernt, dass es sich lohnt seine Träume gleich nach dem wach werden aufzuschreiben. Sie führt 30 Jahre lang Traumtagebuch. Ihre Tagebücher sollen vernichtet werden, dass bloß keiner heimlich darin liest, ich schreibe meine in einen Blog. Bei ihr durfte immer niemand was wissen. Ich kehre mein Innerstes nach außen und schreibe über alle in meinem Umfeld und beleidige sie. Ich mache Fotos ihrer Postits in der Wohnung „undicht- nicht kippen“ und „Klavier üben“ und klebe die Fotos in einen Collagenkalender, den ich ihr schenke. Sie ist irritiert.

Freund und Mitmusiker des Kollegen hat Büro im Freien in der Eilenriede. Er bringt dann Sitzkissen mit und eine Thermoskanne. Cool finde ich das auch wenn ich echt kein Naturbursche bin.

Fahrrad in den Keller, muss trocknen und Kette muss geölt werden, auch Schloss klemmt und man kann es kaum auseinander ziehen, auch wenn man es nicht dreht, sondern nur steckt. In jedem Hund steckt Husky, sie mögen Schnee.

Christiane will mitkommen und hat kein Geld für Übernachtung und muss Freitag fahren wegen billiger Zugfahrkarte. Sowohl Dietrich als auch ich bieten ihr Finanzierung an (das ist vielleicht mal wieder zu viel des Guten). Sie unterstützt uns ja damit und eine gemeinsame Zugfahrt bietet Gelegenheit zu Gesprächen und wäre nett.

Stephan hat ein Klistier fürs Ohr und will es wegräumen, damit man es nicht sieht. Klopapier soll er auch in den Schrank stellen, weiß auch jeder was man damit macht.

Neulich war schon so ein cooler Naturbericht zu sehen mit den tollsten Naturaufnahmen u.a. über Fliegen mit Stilaugen, die sie aufpumpen können wie Luftballons und die stehen dann vom Kopf ab. Erdbeerfrösche, die die Kaulquappen auf den Rücken nehmen (die klettern da irgendwie hoch) und dann auf den Urwaldbaum in die Krone klettern und sie in einer Bromelie absetzen. Jede Quappe bekommt eine eigene Bromelie und so oft läuft Mutti. Heute geht es um den Stickstoff aus dem Meer, der sich im Wald wiederfindet durch die Lachse. Alles Molekularbiologie. Passionsblume und Schmetterling. Die Blume ist giftig, immer ein Schmetterling der Sorte ist auf sie spezialisiert und kann das Gift abbauen, noch mehr lagert es im Körper an. Dann wandelt die Blume leicht ab und es gibt eine passende neue Schmetterlingsart. Faultiere waren mir vorher schon unsympathisch. Sie züchten Motten im Fell und alles wuselt und in Richtung Hamburg: immer wenn ein nachtaktives Tier auftaucht mit den riesigen Augen sagen wir beide synchron „oooaaaa, süß“.

19.01. Traum: Umzug oder so. Stephan steht daneben, Helfer arbeiten u.a. mein Ex, Klaus. Stephan hat Termin verschwitzt. Dann Streit oder Diskussion wer ist schuld, dass Handwerkertermin vergessen wurde. Muss man als Beauftragte noch mal anrufen und Termin bestätigen. Wohl eher nicht, aber sie muss Verdienstausfall konkret nachweisen, dass sie einen anderen Auftrag gehabt hätte und abgesagt hat. Ich helfe dann doch mit und sammele Dinge vom Fußboden auf, die zum Vorschein kommen, wenn die Möbel weg gerückt werden. u.a. Wärmflaschenbezüge (einen von meiner Mutter aus Frottee, den ich vergessen hatte) und Wärmflaschen. Die kann ich ja gerade gebrauchen. Ein junger Typ sagt, er mag mich und meine Krankheit sei ja schlimm. Er habe davon erfahren. Ich sage, eigentlich geht es mir gut, neulich Abend war ich nur müde (das bezieht sich auf meinen Zustand vom Vorabend, wo ich um 10 Uhr todmüde ins Bett gehe) und absichtlich nichts mehr mache. Das haben mir meine Eltern beigebracht, lieber schlafen gehen und früher abstehen. Ist effektiver und so ist es auch. Um Viertel nach 7 mache ich was vom Vorabend liegen geblieben ist. Der junge Typ, der szenig ist und Skater, will wissen, wie es in Kalifornien ist. Das Kalifornien meiner Kindheit, was es leider nicht mehr gibt, das hätte ihm richtig gut gefallen.

Jetzt habe ich Heikes Empfehlung für Stephan verstanden. Röteln, nicht Roy Lichtenstein. Die teure Kölnschminke einpacken.

Stephan hat die neue Akte noch gelesen und die Geschichte der Eltern klingt plausibel. Sie hat ihr Kind zurückgelassen und ist abgehauen und macht ihnen Vorwürfe, dass sie klauen (das war auch so als ich da war, ihr Vater würde ihr Post klauen und die wohnen im Harz). Sie versorgen das Kind und fordern keinen Unterhalt. Es geht jetzt darum für Verständnis zu werben. Die Tochter hat nicht nur die schweren körperlichen Spuren des Unfalls, sondern auch im Gehirn wo der Charakter sitzt. Sie schreibt „Hanofa“ so schön. Außerdem braucht sie jetzt etwas Geld. Sie scheint aber auch kaufsüchtig zu sein, sie sagt selber, dass sie Ticks hat und dann Dinge anhäuft z.B. 5 Mark Münzen oder Scheine, habe ich vergessen. VERGESSEN.

Stephan findet das Kettenöl nicht. Ich flippe aus. Im nächsten Leben hole ich mir einen Zwerg, der mein Fahrrad wartet.

Die sollen Maultaschen ohne mich machen und ich komme nach und keine Rücksicht nehmen und so tun als sei ich da oder eben gerade nicht da, jedenfalls keine Rücksicht. Er hat sie wegen mir gekauft, dann doch Verschiebung auf Morgen.

Telefonate mit Singapur usw. Repatriation ist das Stichwort und nein, der hat keine Angehörigen, die ihn nach dem Rücktransport in Empfang nehmen können. Die Betreuungssache mit Auslandsbezug. Rufe erst mal die Rechtspflegerin an, dass ich heute noch mal Außentermin habe und keine Zeit mich um australische Konten zu kümmern. Der Typ wird Rentner sein und keine Programme mehr programmieren könne und ich mache kein Vermögensverzeichnis und wenn das nicht bezahlt wird oder es irgendwelche Zicken gibt, mache ich so was nie wieder. Klingt wie ein schwerer Fall gibt sie mir Recht.

Treffen bei der Ärztin. Erst Verunsicherung, wer ich bin und ob ich darf wegen Datenschutz. Der Sohn ist seit gestern zuhause. Er hätte gesagt: Mama ich wünsche mir was ganz Liebes von Dir und sie: Kaffee habe ich schon gemacht. Die Betreute hat ihren Vormund geheiratet. Der hat schon als sie Kind war gesagt, dass er sie heiraten wird. Ihre Eltern waren Alkoholiker und er 13 Jahre älter und sie haben bei der Schwiegermutter gelebt und er hat sie auch geschlagen. Ihr Sohn soll nicht mehr rauchen. Sie verbietet es ihm und er darf nur an den Zigaretten rauchen und sie nimmt sie ihm wieder weg und raucht selber nur noch draußen. Sie sei nicht süchtig und könne jederzeit aufhören und warum tut sie es dann nicht will ich wissen. Wenn der Sohn 6 Monate clean ist und die Wunden verheilt, will sie auch aufhören. Und mit gutem Beispiel vorangehen, gerade wo es ihr keine Probleme macht und er gerne würde, solidarisch sein, das kommt ihr nicht in den Sinn? Er muss erst mal wieder auf die Knochen kommen („auf die Beine darf man ja nicht mehr sagen“). Er besteht nur noch aus Oberkörper und wiegt (ich frage danach) nur noch ca. 35 und war mal 1,80 groß. Die Ärztin: Vergammeln am eigenen Leib, das macht keiner freiwillig und er hatte nicht umsonst einen Betreuer und es habe nach Verwesung gestunken (wie Schnitzel 14 Tage im Müll) und das könne keinem aus seinem Umfeld verborgen geblieben sein. Der Betreuer mit den kurzen Fingern und dem mangelnden Durchsetzungsvermögen fürchtet nur eine Beschwerde beim Gericht. Er dachte das sei Urin und als es im Sommer so heiß war habe er gefragt, warum er keine kurze Hose tragen, sondern die Jogginghose. Dann hätte er ja was gesehen. Anderer Betreuer mit mehr Erfahrung wäre vielleicht besser gewesen, dann hätte er noch Beine, meint die Ärztin. Sie zeigt mir Fotos und ist eine gestandene Hausärztin und hat so was in 30 Jahren Berufserfahrung noch nicht gesehen. Das sei gründlich in die Hose gegangen, maximal schief und sie hat den Fall auch erst übernommen als das Kind schon in den Brunnen gefallen war. Sie dachte, er überlebt es nicht. Sepsis, einmal Fieber und weg. Wunden können bei einem BMI von 11 auch nicht heilen. Da fehlt nicht nur Fett, sondern Eiweiß. Sie hat doppelt so viel. Die Ärztin sagt, man hat ohne Beine kein Gegengewicht. Das leuchtet ein. Jetzt ruft der Betreuer in der MHH an und erkundigt sich nach der Sitzschale und stellt sein Handy auf laut. Das nervt mehr als alles andere. Meine sagt, sie habe die Bettwäsche 4 mal am Tag gewechselt, aber er habe sie nicht rangelassen. Was soll ich sagen, sie war wohl überfordert. Meine Mission für heute ist vorbei. Ich bin der Ärztin sympathisch und die mir auch. Ich sage zu, dass ich künftig ein Auge darauf haben werde. Der Sohn mag mich und ich schaue mal vorbei.

Das Paket abholen. 50 cm hatte ich unterschätzt, so lang sind meine Arme kaum. Der Rabe ist Hammer und das Bild von Bowie mit dem Text dazu von einem weißen Raben, der schwarz wurde als er die Welt gerettet hat. Heike hat sich selber übertroffen. Stephan holt den Salat für Morgen, das Paket und mein Rad ab und lässt nebenan Öl drauf machen.

Stephan hat einen Fahrradwartungstermin nach Wien für mich gemacht. Ich rufe an, ob mein Betreuter sich gemeldet hat, weil er da jede Woche machen muss und der Therapieplatz sonst verfällt. Das darf sie mir nicht sagen. Wie funktioniert das denn bei ihnen, kann sie es sehen, wenn er sich gemeldet hat bei der Kollegin, die nur bis 15 Uhr arbeitet, wird das irgendwo eingetragen, wo sie es sehen kann. Eine organisatorische Frage wird ja zulässig sein abgesehen davon, dass nur ich ihr Daten gebe und sie gleich dicht macht. Wieder ein Fall von Datenschutz= Arbeitsverweigerung.

Er hat die Augen auf und versteht mich. Als ich frage, ob er schon selber isst und trinkt zeigt er „ein bisschen“ mit den Fingern und überhaupt zeigt er Zustimmung mit Daumen hoch. Die Ernährungssonde ist noch in der Nase und es piept. Das Essen ist alle und wird neu gemacht. Das ist flüssiges Schnitzel (sieht aus wie Paniermehl, aber bewegt sich). „It is so good, the doctors eat it themselves, sometimes“. Er ist ans Bett gebunden. Er will sich am Ohr kratzen? Er zieht sich ohne Fixierung wohl sofort die Nasensonde. Gerichtliche Genehmigung? Frage ich. Warum wurde der Schlauch nicht in den Bauch verlegt. Der Arzt, der auch in echt nett ist und jung und blond und der erst im Flur mit uns sprechen will, weil er nicht so gerne über den Kopf der Patienten redet bis ich sage, warum mit ihm und auf Englisch, hat die Hoffnung, dass er bald anfängt Joghurt zu essen und dann kann man ihn ziehen und hat ihm einen weiteren Eingriff erspart. Er kann bald zurück fliegen, die Begleitung aus Österreich hat sich schon gemeldet. Ihre Kosten im Krankenhaus sind abgedeckt. Repatriation heißt nicht Reha, sondern Rücktransport, Arzt und Ex haben Recht. Ist auch klar, weil Patriot oder so Vaterland. Falsche Hoffnung von mir. In der Bahn steht, dass Steven Hawking vorhersagt, dass die Menschheit sich selber ausrotten wird.

Die befreundete Betreuungsrichterin, d.h. die ich von früher kenne auf AB und dann noch mal und noch mal. Ein Typ, den ich mal betreut habe will wieder unbedingt mich. Wir seien beste Freunde. Ich bin mit allen Betreuten beste Freunde, beeindrucke sie durch Detailwissen über den alten Fall. Der Typ wohnt in Hamburg und schon deswegen scheidet das aus.

Christrosen sahen unspektakulär aus und müssen langsam an die Kälte gewöhnt werden, sonst kacken die ab. Doch nicht aus Bayreuth importieren, sondern bei der Friedhofsgärtnerei bestellen. Bus zum Sport. Die neue Sportlehrerin ist wieder supersüß und ich glaube, sie hat auch Spaß an mir. Den Nachbarn treffe ich auf dem Rückweg und er muss meinen Raben bewundern. Rufe Heike an. Raben können zwischen den Welten wandeln und vom jenseits zurück kommen bzw. hin- und herpendeln zwischen Dies- und Jenseits. Weiße Raben gibt es wirklich und Stephan hatte Recht, gemeint war Roy Lichtenstein. Ich erzähle ihr dasselbe, was sie schon gelesen hat (peinlich). Hanna hat auch einen Vogel auf die Grabplatte gemalt. Der ist weiß, weißer Rabe? Sieht aus wie ein Greifvogel. Jan spielt jetzt Klavier und ihr ist es egal, was sie an hat und was man mir ihr macht, wenn sie tot ist. Das soll dann ihr Mann entscheiden. Ich lästere über Ikebana und Heike sagt, das macht ihre Mutter auch, bei den Landfrauen und was sie so lustig finden würde z.T. mit Plastikblumen. Sie hat noch eine Idee für Stephan für die Faschingsparty: „Raubein“ und was raues um ein Bein wickeln z.B. Schmirgelpapier und dann wenn einer fragt, soll Stephan sagen er ist ein Rätsel.

Restaurantleiter sagt, sie hat versucht mich anzurufen. Ich rufe sie an. Ich war das nicht. Bin nicht so ein Telefoniertyp. Sie habe sich gewundert. Ich heiße auch nicht wie meine Tante, aber es sei mein Name gewesen und derjenige habe gefragt wegen Hefekranz. O.k. das war mein höheres unbewusstes Selbst, weil den will ich wirklich. Dialekt ist schwer, sie versteht mich nicht und umgekehrt. Stephan hat eine Theorie. Es war meine Mutter, wegen der Ähnlichkeit von ihrem Vor- und meinem Nachnamen. Das könnte passen, sie gehen nicht ran. Wer kommt noch in Frage und interessiert sich für Hefezopf? Stephan hat einen Tisch bestellt in der „Weinstube Fröhlich“ für den Donnerstagabend (4-5 Personen) und ich lasse mir Fotos von 4 Wohnungen zeigen. Die eine hat ein Typ eingerichtet und die ist mir auch unsympathisch, lieber kleiner (83 qm reicht auch) und dafür von einer Frau und gemütlich eingerichtet, weniger kalt. Der Tochter der Betreuten passt der neue Operntermin besser und sie will mir ihr Beileid sagen. So süß. Ich wusste nicht mehr, warum Stephan sagte, die Plätze seien besser, aber Grund war, dass wir alle zusammen sitzen. Bei der Premiere hatten wir ihre Karte nachgekauft und da waren 2 Plätze dazwischen und man hätte fragen müssen wegen Tauschen oder eben auseinander sitzen.

Beim Zubettgehen fällt mir ein, dass ich Heike noch fragen wollte, ob einen Leute aus dem Jenseits auch besuchen, wenn sie einem nah standen, wie ein Elternteil. Ob sie einem irgendwie noch erscheinen z.B. im Traum und dann ganz nahe sind. So ist es mir wieder ergangen.

20.01. Kochshow und eine Frau zeigt einen Pilz, filigran eingeschnitten wie eine Laterne aus Papier und in Wasser eingelegt, wie eine Qualle. Er soll sehr kräftig-intensiv schmecken. Keiner kennt ihn außer einem Typen, der sogar den Namen weiß. Dann kocht Georges Clooney oder ein Typ der so ausschaut. Er hat einen ganzen Schrank voller Knabbereien. Davor bei dem anderen Gast hatte er so Hunger und wollte was essen zu Wein und meinte, die Gastgeberin hätte eine Käseplatte machen sollen und ich sage, sie hätte bestimmt nichts dagegen, wenn er sich ein paar Cracker nimmt, die neben ihm stehen, aber die eine Packung ist leer. Warum steht sie da, zur Dekoration? Jedenfalls hat er selber diesen Schrank mit allem möglichen Knabberjunkfood drin, alles was das Herz begehrt. Es ist auf einem Schiff, z.T. an Deck und die anderen Kandidatinnen sind zwei dicke Schwestern oder Freundinnen. Jedenfalls sehen seine gefüllten Sandwichs super aus, wie amerikanische Tramezzini XXL und irgendwas schichtet er aufeinander, Käse und Wurst und will es rollen und frittieren, aber den anderen schmecken seine Sachen nicht. Es ist z.B. wie fernsehen und z.T. bin ich da mit anderen, die ich kenne, wie Claudi, der kalt ist und sie setzt sich an den Metallofen und bedient ihn und ich habe unentwegt Angst, dass sie sich verbrennt. Ihr ist kalt und sie regelt ihn auf höchste Stufe, macht die Klappe auf und schmeißt eine Handvoll zerkleinerte Holzstücke nach. Dann nimmt sie dasselbe Süßpiece wie Elena, überhaupt sehe ich in Elena ihre Mutter. Das was sie beide mögen sieht aus wie ein Stapel aufeinander gepresste Toastscheiben und ich kommentiere das und frage nach. Das einzige was bei Elena echt anders ausschaut sind ihre Hände. Ich schaue mir die Finger an, die muss sie von ihrem Vater haben. Alle schauen fasziniert auf eine Burgersendung. Die Männer und andere Fleischfans. Ach so, das ist so als würde was über Hunde laufen und kurzbeinige Pudel wären zu sehen stelle ich selber fest. Dann fahre ich mit dem Schiff durch Paris. So tolle Bilder (ich will sie festhalten auch um sie Stephan zu zeigen), aber keine Kamera dabei. Schlafende Männer und ein Vogel pickt was von der Brust von dem einen. Ich habe auch einen Vogel dabei, vielleicht einen Raben und der ist zahm und ich darf alles mit ihm machen, d.h. ihn richtig anfassen und kuscheln, wie einen Hund. Wenn er jetzt wegfliegt, wird er auch zu mir zurück kommen? Seinen Schnabel muss er zur Seite drehen, wenn wir die Hälse aneinander schmiegen. Das stört sonst (ich weiss ja jetzt wie sehr ein 50 cm Schnabel absteht!). Wir gehen wieder in einer Gruppe in fremde Ateliers, eines in einem Glaskasten und der Eingang war nicht das Fenster oben, sondern darunter und die von oben können meine fleckige Unterhose sehen, wie ich yogaartig hineinsteige. Normann hat einen Preis gewonnen und kommt dann selber vorbei. Seine Augen sind dick. Wir stehen versetzt, dass ich ihn richtig umarmen kann. Ich freue mich so für ihn, wie hat er das gemacht? Die Buschel aus Stöcken lackiert? Er bejaht und hat keine sauberen Pinsel genommen, dass möglichst Farbreste usw. hängen bleiben. Das ist gut bestätige ich, denn die Pariser stehen auf Dada. Das hätte ich schon ausprobiert. Dann sind wir mit meinen Eltern auf einem Boot. Ich bin auf dem Beiboot und liege auf dem Rücken. Ich bin zu schwer und fast unter Wasser und ein wohl sehr großer Fisch taucht neben mir auf. Das sagen die anderen aus dem Boot und machen sich Sorgen, dass der mich beißt und ich mir auch. Ich muss mit auf das Hauptboot. Die anderen müssen mich heben und wozu mache ich Sport. Mit einem Schulterstand bewege ich mich hoch. Dann sitze ich am Kopfende direkt über Dietrich. Meine Mama geht in das Beiboot und weil sie leichter ist, bleibt sie oben und wir ziehen sie hinter uns rein. Ich drehe mich um ob alles stimmt. So fahren wir durch die Kanäle von Paris. Die anderen sind ausgeblendet und ich ganz intensiv mit ihnen zusammen.

Der Traum war noch viel länger und zwischen Pilz und dem anderen war was Wichtiges, was aber verschwunden ist. Träume sind wir das Leben, sie vergehen schnell. Wie Porträtmalen mit Wasser und Pinsel auf dem heißen Bürgersteig. Ich habe von einem Toten geträumt, der noch nie bei mir vorgekommen ist, Norman und hoffe, wenn meine Eltern tot sind, dass ich sie jede Nacht im Traum sehe und so intensiv und harmonisch mit ihnen zusammen bin wie diese Nacht. Das war fast wie real. Ist das dann dieses Pendeln? Wohl kaum. Wenn das Foto noch da ist, die Kamera ist aber kaputt. Ist die Kamera dann auch noch ein wenig da? Ist das was damit gemeint ist, wenn Goethe sagt. Was man tief in seinem Herzen hat, das kann nicht sterben (oder so ähnlich). Keine Ahnung? Ich weiß es leider noch nicht. Wenn ich wach werde wacht Stephan auch auf und fragt mich als erstes stereotyp: wie spät ist es? Keine Ahnung denke ich, morgens, eher früh. Wofür ist das wichtig? Ich finde es süß, es ist wie eine automatische Kontaktaufnahme zu mir. Ich sage nichts und er schläft wieder ein und ich stehe auf und es ist Viertel nach 7 und um kurz vor 9 frage ich ihn, wie spät es ist um ihn zu wecken.

Seit 2 Nächten trage ich eine Binde und habe latent Unterleibszicken, aber kein Blut. Letzte Blutung war im Oktober. Ja, ich will nicht nur schonungslos über andere berichten. Das ist nicht der Sinn von BM. Das soll vor allem mich betreffen. RAF 3. Generation. Wusste gar nicht, dass es so was gibt.

Ich bin neugierig und muss anrufen, außerdem will ich von meinem Traum erzählen. Buttermusch? Das müssen sie mal wieder lesen. Wie kommt man da noch mal rein? Meine Mama war das nicht, bestimmt Birgit B. mit dem Hefezopf. Was ziehe ich an, will Mama wissen. Hütchen zuckt sie wieder, ich spüre das. Muss warm sein, wir stehen lange draußen. Ich bin doch kein Vorschulkind und kenne Angoraunterhosen. Wir sind mindestens 50 Gäste bei der Trauerfeier und danach. Das wird schön eng. Ich schreibe der Restaurantleiterin noch mal und warne sie. Emails kein Anruf, hatte ich ja versprochen.

Stephan fragt, ob ich meinen Eltern erzählt habe, dass sein Uhrenglas einen Sprung hat? Nein. Ich poche die Tiere des Waldes auf seine Fußleiste. Die Backwaren dort sind verblichen und sehen scheiße aus. Ist er einverstanden? Gutes Mädchen ist die Antwort.

Ich mache die 3 Bowiebuttons für Heike in der Zeit bis das Teewasser kocht, weil ich noch Zeit habe bis zum Bus. Bus zum Sport geht gut. Er bringt mein Fahrrad rein und als der Bus schon einfährt, läuft er mit Eimer noch mal auf mich zu und sieht so süß aus.

Eine Station mit dem Bus von Haustür zu Bürotür. Der Busfahrer ist wieder spitze. Ich treffe die Polsterfrau und schnappe sie mir gleich und nehme sie mit hoch und sie die Stoffprobe und dann ab 01.02. Am 13.11. (!) hatte ich ihr 2 Mails geschickt und auf den AB gesprochen. Telefoniere der Richterin hinterher. Beschluss in der Eilsache haben sie mir klammheimlich ins Fach gelegt. Bin seit 15.01. im Dienst. Henriettenstift, wurde verlegt auf Intensiv Frederikenstift. Die Ärztin hatte Nachschicht. Besser Morgen früh. Geschäftsstelle, dass ich was in den Händen halten muss.

Blumenschmuck bestellt für die Kessler Stube und Christrosen. Sie sucht schöne aus, stellt sie kalt und Moosmanschette statt Plastik. Wir holen sie um 11:30 ab am 29.01.

Wieder der Dr. vom Insolvenzgericht. Die Geschäftsstelle scheint ihn auch zu hassen und gibt mir seine andere Durchwahl im Haupthaus. Er habe schon versucht mich anzurufen (keine Nummer im Telefon). Geschäftsfähig und Prozessfähig sind zwei unterschiedliche Dinge. Das eine betrifft das materiell-rechtliche und das andere die Erklärungen im Prozess….das klingt wahnsinnig spannend und ich habe auch mal Jura studiert, aber ich entnehme seinen Worten, dass das Betreuungsgericht an einer früheren Einschätzung, die jetzt keiner von denen mehr kennen will, nicht festhält. Zwei Rechtspfleger haben es ihm bestätigt und schwarz auf weiß gegeben, dass er auf dem Holzweg ist und es keiner Genehmigungen bedarf (aber die haben ihn ja nicht verstanden). Es solle nicht so wirken, als sei er bockig? Tut es aber. Eine Entschuldigung für Prozessverzögerung und Umständlichkeit wäre schon angebracht.

Gasherd geht nicht, Absage für Maultaschen, ich habe Faxen dick, Kollege auch sauer, weil ich ihm unterstelle, dass er es vielleicht nicht geschafft hätte (und schreibe, er hätte mal an die Gerichtspost denken können). Braucht die nicht wegschmeißen, wie er zurück schreibt, der Transport war aufwendig genug, zuhause mit Tochter essen und braucht mir auch keine mehr mitbringen. Soll ich zu den Berufsbetreuern ziehen, die ein Zimmer frei haben. Dann kläfft mich der Hund auch nicht mehr an. Auf keinen Fall. Das sind solche Pfosten wie gestern und mein Kollege ist echt nett und hält es mit mir aus. Ich gehe rüber und entschuldige mich in aller Form für uns organisatorisches Versagen und sage, dass ich genau hier sein will. Die Kollegen, bei mir in doppelter Hinsicht, sind einfach zu grauenhaft. Da wissen wir, was wir aneinander haben.

Um 12 Uhr ruft mich das NordstadtKKH an. Ein neuer Arzt. Der Neuseeländer hat eine Entzündung am Hinterkopf unter der Haut und da kommt Eiter raus und die müssen das operieren bevor sich eine Sepsis entwickelt. Ich teile ihm meine Unzufriedenheit über die Situation mit. Mein Betreuter war fixiert, wollte mit der Hand ans Ohr, vielleicht hatte er schon Beschwerden der Entzündung oder es juckte. Es heißt am späten Nachmittag, alles gut, Rückverlegung, wird bald wieder essen können und jetzt weniger als 24 Stunden danach das. Ich rufe da Morgen noch mal an und beim Gericht wegen der Fixierung, ob die da was gemacht haben. Die Entzündungswerte seien angeblich rückläufig. Ich glaube denen gar nichts mehr und schreibe lieber der Ex und dem Gericht und mir die Notfallnummern für Wien, damit ich sie griffbereit habe.

Fotos der Grabpflege für Frau Bettlägerig kosten 10,- € (die hatten mit umsonst geworben bei Dauergrabpflege). Ich kann auch eine Vertrag abschließen und wenn die stirbt und hat keine Erben hat, bringt das auch nichts, sie zahlt und will es sehen, dann eben gegen 10,- €, aber erst, wenn es wieder grün ist schlägt die Inhaberin vor. Vorher lohnt es sich nicht.

Leander hatte alle Wecker auf 6 gestellt und hat Elektroauto von seinem Taschengeld gekauft. Süß. Filzen ist erst Samstag, Vivienne Westwood ist mit einem Österreicher zusammen.

Stephan kommt und ich muss einen Bekannten am Handy beraten wegen Nachbarin und Betreuung. Er geht wieder und ohne das Tagesticket. Mein Gott, ein bisschen selber denken und warten bis ich frei bin zum Denken. Noch eine gekauft, schwarz oder Fahrrad?

Das Stück was ich der Perserin vom abW empfohlen habe, hat gefallen, soll mir meine Betreute ausrichten. Mein Mann ist Rad gefahren und hat eine Druckminderer gekauft und lauter Klageverfahren für mich dabei. 3 Stück. Das kann ich nicht gebrauchen u.a. Räumungsklage in einer Betreuungssache. Die Todesanzeige per Post. Das Porto hätte man sich sparen können und das ist nicht böse gemeint, aber per mail hat mir echt ausgereicht.

Die polnische Oma im Harz. Der Enkel geht zuerst ran. Sie schickt ihn raus, er ist verhaltensauffällig und in Therapie. Meine Betreute kümmert sich nicht, meldet sich nicht zu Weihnachten. Der Sohn will ein Geschenk. Sie haben viel versucht, auch damit Mutter und Sohn Kontakt haben, Hotelübernachtung in Hannover und Sohn sollte bei der Mutter sein. Die Tochter lässt sie nicht rein und sie warten 20 Minuten vor der Tür und gehen wieder. 100.000 waren weg und sie wollte neues Geld. Der Mann hatte letztes Jahr Krebs und sie sind nächstes Jahr Rentner. Schickt mit viele lustige Zeichen und bedankt sich per What’s App.

Was soll ich sagen? Mein Mann fährt kreuz und quer durch die Stadt und bekommt die große Gasfestplatte nicht und kauft mehr Fahrkarten und das wäre nicht nötig gewesen. Was soll ich sagen? Er soll mir leid tun. Vor dem Yogaraum fällt meine Tasche um beim Schuhe ausziehen, ich bin sehr aggro zu der Mitturnerin und kann sie nicht anschauen. Kann nicht auf einem Bein stehen und versuche es gar nicht erst. Fühle mich bockig, Die Lehrerin hat sich Welpen gekauft. Muss ich jede kinderlose Trulla jetzt einen Hund besorgen denke ich. Geduld und Disziplin, sind wir ihre Welpen?

Bus fährt immer um 4 Minuten nach und ich verpasse ihn gerade und warte 9,5 Minuten an der Haltestelle und häkele im Dunkeln, Schnee ist auch weg. Stelle mir vor, wie ich Strammen Max mache, Gas geht nicht, ich flippe aus, nach 2 Broten mit dick Gänseschmalz, einem Frischkäse und Reis mit Salami, viel Butter, etwas Salz und Kirschtomaten aus der Mikrowelle geht es mir besser. Dann viel frisch gepressten O-Saft, eine Pizza von Joeys und Eis. Ich muss immer essen bis der Bauch weh tut. Zuhause auf dem Rechner, der ausgegangen ist, weil Internet nicht mehr geht im Wohnzimmer, spricht ein Heimwerkerexperte über Druckregler für Gas.

21.01. Ab 4 wach und total aktiv, auspacken, muss rein passen. Noch mal verkleinern. Klappt. Ist 5, wechsele und will gemütlich im Bett liegen bleiben und der Bahn zuhören. Kuschel mich in die Matratze dort, liebe sie.

Ganz kurze Sequenz war ich wohl weg, Stephan legt auf mit einem freundlichen dunkelhäutigen Mann mit Afro, muss bei Grace sei. Das Stück gefällt mir so gut, dass ich mit den Übungen aufhöre und mit wippe mit dem Fuß, die Frauen lachen. It comes from „this black box“, singen mit die DJs und halten die Box nach vorne, türkisblau-schwarz, die kleine Box wie der Co-DJ, die Farben, die mein Mann zur Zeit trägt. Claudia sagt, man hätte eine leckere Torte machen können, aber ihre Mutter hat immer die schlechten Fertigböden gekauft. Muss lachen, weil das gar nicht stimmt.

Life of Agony war gestern. Hätte ich da mal lieber hingehen sollen?

Arrogante junge Ärztin, lässt mich 40 Minuten warten und hat keine Zeit, aber was sie macht ist auch nicht erkennbar, quatschen mit den Kollegen und Sachen auf dem Tablett hin und her tragen. Am Vortag hatte sie Spätschicht und deswegen sollte ich ja jetzt kommen, aber was hat das Kommen am nächsten Tag dann gebracht? Dem Typen geht es gut, wohnt im Herzen der Nordstadt, spielt Dart im Verein am Spielautomaten. Nicht wie ich es kenne aus dem Fernsehen mit Scheibe (?). War Maler und der Chef hat Aidakreuzfahrten gemacht und Australien, aber keine Lohnerhöhung. Ist letztes Jahr in Rente gegangen. Er hat nicht geschlafen auf der Intensivstation. Der Arzt hatte eine Frau, das war die eine Schwester und hat mit ihm besprochen, wer rausfliegen soll. Seine Brille ist kaputt und die haben sie gleich weggeschmissen. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Das kommt mir komisch vor, trotzdem braucht er mich nicht unbedingt und bin vielleicht bald wieder draußen. Ärztin hält ihn für einwilligungsfähig, Er hat Lungenkarzinom und erzählt was von Vergiftung in der Lunge, weil Wasser nicht lange genug abgelaufen ist und da Bakterien drin waren. Wir werden sehen. Ich kann jedenfalls erst mal nach Wien. Der Neuseeländer geht es auch gut nach der OP, nur die Nasensonde hat er sich wieder gezogen.

Mein Kollege bekommt die Reste des Salates vom Markt für 2,50 €, den ich zu den Maultaschen gekauft habe, ist traumatisiert von der Pressekonferenz im Amtsgericht.

Die eine Insolvenz überholt die andere. Da sieht man wie es normal laufen kann, wenn kein Dr. jur. dran ist.

Herr Borderline Klein hat trotz aller Bekundungen im Vorfeld (diesmal wirklich durchziehen, er weiß wofür, für sich mache er das, es müsse sich was ändern usw. usf.) die Entgiftung abgebrochen gestern. Mir hat keiner Bescheid gesagt, weder er noch jemand von der Klinik.

Stephan sagt ja, ich stehe auf Ärzte bashing und würde das noch mal studieren als Aufbaustudium. Die Oberärztin aus Wunstorf lässt mich anrufen wegen Herrn Ihme. Entlassung planen nächste Woche, geht nur der Mittwoch. Die Therapieeinrichtung von Herrn Schwitzehand meldet sich wegen Betreuungsgutachten. Da sollen sie ihn fragen oder ich werde es tun. Der ist da speziell und ich will mich absichern, nicht juristisch, aber zwischenmenschlich.

Wienerwartungsmail an Sunl. Sie gehen ins Kino, nee, lieber rumschauen in Wien für uns und essen natürlich.

Als ich gehen will noch die Frage der Kolleginnenmitarbeiterin, ob was zu beachten sei. Da fällt mir ein, dass Elisabeth gestern nicht da war. Das hatten wir noch nie. Ich muss lachen, wie ich diesen nervigen und sehr geruchsintensiven Termin bzw. das Ausfallen einfach wieder vergessen kann. VERGESSEN. Letzte Station Postbank, der Neufall und die Karte in einer anderen Sache, die abgelaufen ist, konnte nicht zugestellt werden, weil sie an alte Büroadresse ging und lagert (hat das Konto erst nicht gefunden wegen Name mit Umlaut, Handy alle, muss ihres Benutzen und das vor der Reise, das gibt wieder Ärger). Beratungstermin ausgemacht in eigener Sache. Koffer zu. Die Angoraunterhose schaut raus. Das ist kein Liebestöter, sondern Liebesförderer, weil er dient der Unterleibsgesundheit – warme Muschi beugt Blasenentzündung vor.

Asiaten im Bett und zwei Todesanzeigen

09.01. Traum: Frau Frey im Garten bei uns. Ihre Mutter will, dass sie auch mal in Wien auftritt und bei einem Gastauftritt im Ausland hat es den Zuschauern so gut gefallen, dass sie eingeschlafen sind. Ich könnte mal in Wien vorsprechen und sagen, dass es ihr halt ein Herzensanliegen wäre, der Mutter der Frau Frey. Die Familie wohnt in Süddeutschland und restauriert Häuser, um dann selber im Neu-/Flachbau zu wohnen, wie Stephan das kommentiert. Sie räumt bei uns im Garten auf, bei den Müllcontainern. Ich trete in Hundekacke, sie hatte mich noch gewarnt und ich sage, ach so, das war das Dunkle. Zeige dem Hund meinen Schuh und er frisst es. Bei uns wird vielleicht was frei im Dachgeschoss. Das würde ihr gefallen und sie hätte eine schöne Aussicht. Werde wach mit Stephan zusammen. Weckerbatterie ging nicht. Er hat von Park in Wien geträumt mit lauter tollen schwarzen Hunden und er ruft unseren (der sonst immer kommt, wenn er gerufen wird) und versucht sich darauf zu konzentrieren und hier wird sogar ein Esel ausgeführt. Das findet er natürlich toll. Er will in die Kestner nach meinem Yoga, läuft nur noch bis Morgen. Ich brauche grüne Wolle. Stephan fragt nach Theater in der Glocksee oder Bach in der Neustädter Kirche, Rote Reihe heute Abend. Da sind auch im Leibnizjahr einige Veranstaltungen, u.a. ein Vortrag, wie lebte er in Hannover, aber erst im November. Nein, jeden Samstag von April bis November, so. Candide ist Leibniz-Oper? Hat zumindest scheinbar was mit ihm zu tun. Oh Gott, wieder schlimme Bildungslücke. Glockseetheater nächsten Freitag.

Foto bei fb „großer Hund passt auf mein Fahrrad auf“. Dogge. Kenne ich den Hund und lustiges Foto. Ich soll Akten durchschauen, was weg kann und vertiefe mich darin. 10 vor sagt Stephan Bescheid, dass ich los muss. Ich bin schlecht drauf und hektisch und beschimpfe ihn, dass er Yoga verhindern will und ich nicht abgehetzt hin will, aber das ist ja meine Entscheidung. Ich sollte es als Training sehen und meine schlechte Laune verursache ich, könnte mich auch freuen, dass ich genau 1 Minute nach der Zeit pünktlich auf der Matte liege und alles geklappt hat. Die Vertretungsyogalehrerin erklärt toll und ich mache die Kobra ganz bewusst und mehr aus dem Bauch und mit geradem Rücken. Sie kann das sehr gut und ich sage es ihr anschließend unter 4 Augen. Die arbeiten nicht alle in der Yogawerkstatt. Das ist nicht Bikram mit dem Schneeballsystem und 12 Lehrerinnen auf einen Schüler. Eine Mitturnerin (groß und kräftig wie Sieglinde) hat Borderline und muss uns immer mitteilen, wie es ihr geht. Auf die Partnerübung will sie verzichten, weil die Reflux davon bekommt. Ich mache mit der gut aussehenden, englisch wirkenden jungen Frau, die mir sehr sympathisch ist. Sie hat große, schmale Füße auf die ich mich setze. Ich bin vorsichtig und möchte, dass es ihr gut geht in der Partnerübung. Die Band mit den deutschen Texten heißt Berge, jedes Wort wird wichtiger usw. Glitzernagellack an nur einem großen Zeh der Trainerin schaut aus wie ein komischer Nagelpilz, ist ihr Drischti. Sie fragt nach einer Steffi. Ja, das ist meine Freundin, hat es wohl nicht geschafft. Ein Tag kann sein wie ein ganzen Leben. Bin ich dann am späten Nachmittag angekommen?

Stephan wartet vor der Tür. Hätte den Stollen verschenken sollen an die Yogalehrerin, der in meiner Tasche zerkrümelt. Wie kommen die Möwen ans Steintor? 1. Stock. Irgendeine türkische Feier. Die Mädchen haben weiße Polyesterkleider an (Feierlich-Modus). Die Erwachsenen haben kleine Körper und große Köpfe. Ein Mann soll sich eine gute Frau nehmen statt 4 oder 5 (der Prophet hatte wohl mehrere), er kommt nach Hause, die Wohnung ist sauber, die was mit Zwiebeln und Tomaten macht. Die Frau muss den Mann auch als Mann akzeptieren weiß die Mutter von Montag aus dem Wartezimmer der Straf- und Sozialrechtskanzlei. Junge Frauen sehen aus wie Kerle und sind grell geschminkt neonaorange farbener Lippenstift. Hand vors Gesicht, wenn man gefilmt werden soll und die Oma mit dem Kopftuch daneben wedelt immer mit der Hand, nein, nein nein. Das wird bestimmt tolles Video. Die schwerbewaffneten Kinder lassen sich immerhin filmen. Prinzessin Lea mit der Hakennase und dem Leuchtschwert und der Krawalljunge aus der Kanzlei und der etwas sanftmütigere, kleinere mit den Locken, den ich süß finde und seine Mutter lässt ihn abfahren. Babies werden von den Tanten grob angetoucht. Mit dem Finger immer wieder schnell und kräftig auf die Nase hauen ist nicht so das was Babies mögen, soweit ich es weiß. Kinder wollen mit dem Vater mit nach draußen. Der geht rauchen und das sind Kinder, die das nicht mitkriegen sollen (?), dann lieber ein Handyspiel um sie beschäftigt zu halten. Diese bunte Limo ist so beliebt und das verstehe ich nicht. Das Apfelküchlein mit dem Keksteig schmeckt super. Die können nicht nur Baklava, sondern auch was die Deutschen mögen, Käsekuchen z.B. Der Mocca schmeckt gut, tropft aber aus dem Zwischenraum zwischen Innentasse und Außenübertasse. Die Bedienung hat eine krasse Gesichtsbehaarung und Stimme, wie Instrument kaputt und gefällt uns beiden. Den würden wir mitnehmen.

IMG_1729

In der Kestnergesellschaft ist eine Arena aus Sperrholz aufgebaut. Die Hippster haben Seminar und feiern das richtig ab. Möwe Markus, treffe Uni-Frau in der Schlange beim Fairkaufhaus (sie hat Ehrenamtskarte), die Entensalzstreuer hätten ihr nicht gefallen. Ihr Enkel ist 24 und mit seiner Freundin zusammen gezogen und die sammeln Porzellan mit Goldrand. Ich kaufe den Vetri-Hund mit dem irren Blick besser als mit einem echten nach Hause kommen und neue Wolle und wir humpeln zu einem neuen Café in der hässlichen Nebenstraße wo früher ein Spielwarenladen drin war. Betreiben Polinnen. Die Knie-OP haben sie versaut und ihr einen Fragebogen geschickt. Nicht Radfahren können ist scheiße. RLC. Die Profs drücken sich und sagen, sie hätten keine Ahnung, aber wenn Studenten angelernt werden können, dann sind sie wohl auch qualifiziert. Kuchen schmeckt bei Efendi Bey viel besser, als die Baisertorte, die nur eindrucksvoll ausschaut, wie ein Scheiterhaufen, aber der Teig schmeckt nicht und hat Marmeladenschicht drauf und das zu Kaffeebaiser, das schmeckt echt nicht, aber Pflaumenmushörnchen würde ich noch mal probieren (konnte das Wort kaum entziffern) und Piroggen, gefüllte Teigtaschen haben die auch. Hässlich eingerichtet, Kaffeevollautomat, aber man muss alles unterstützen was an gastronomischen Unternehmungen an den Start gebracht wird und keine Kette ist. Bei Gothe geht ein Göing rein. Backshop. Göing, Backshop. Bimmelrentner, erschreckt mich und regt mich auf, bimmelt alle vor sich weg. Der Typ von der Beratungsstelle Deisterstraße hat eine Freundin und schaut etwas aus wie mein Hund aus Vetri. Erdbeeren an Stephans Fahrrad (Ventilkappen) sehen aus wie welche an der Autobahn, schön dreckig, vor allem die hintere Beere. Mein Bauch ist so weich. Da kann man wohl gut reinschneiden. Früher wäre ich schon tot am geplatzten Blindgarm.

IMG_1724 IMG_1725 IMG_1726 IMG_1727 IMG_1728DSC04653 DSC04656

Die Kirche ist auch hässlich, wie ein barocker Pferdestall ohne Altar und Fenster haben sie sich auch gespart. Schaffen wir es hier noch den Altersdurchschnitt zu senken? Ich glaube nicht. Schlimme Kurzhaarfrisuren mit Strähnchen. Lese Steffis lange SMS und schaffe es nicht zu antworten. Der Dirigent sieht aus wie Jon Lithgow und ist ganz Feuer und Flamme für Bach, der 10 Kantaten in einem Monat im Winter 1725/26 innerhalb eines Monats geschrieben hat und die strotzen vor Kreativität, nichts mit abschreiben und übernehmen. Kantaten sind so Stücke, die aus mehreren Teilen bestehen entnehme ich dem Programmheft der Nachbarin, Kantaten geschrieben wie ich Häkeltücher, was? Das ist schon krass, dass das fast 300 Jahre her ist und der Typ immer noch ein feuchtes Höschen bekommt und es nicht nur ihm so geht. Er überschlägt sich fast vor Begeisterung und die Stimme ist sehr trocken. Ohne Asiaten geht hier nichts. Die Solisten usw. Ich mag das glänzige Blechblasinstrument. Die Texte sind sehr religiös und eine Textzeile wiederholt sich immer (Rezitativ nennt das Paps). Gut, das war sein Auftraggeber, die Kirche. Das Salsicciarisotto schwimmt in Öl, die Rosenkohlblätter zu 10,90 € sind überteuert, die Frau mit der Betonfrisur ist unfreundlich, wir sitzen im Kabuff, die Rechnung ist falsch. Ich muss hier nicht mehr hin als Stammkunde.

Häkele jetzt ein Dreiecktuch für den Hals, nicht als Deckenelement und mache dafür ganz viel auf. Will es aus feinerer Wolle macht, damit er nicht so grob ist und kratzt. Habe kleine Wollreste vom Fairkaufhaus und ein lindgrün, aber irgendwie sieht es nicht so gut aus. Natürlich gab es Kannibalismus bei der Arktis-Expedition, wenn man sonst verhungert wäre, die Menschen hängen am Leben, was sonst? Wie kann man sich darüber wundern im viktorianischen Zeitalter. Die querulatorische Betreute, die in der Schweiz wohnt versucht mir ein Einschreiben per mail zu schicken und meine mail nach Australien an den Vermieter in der neuen Betreuungssache kommt als unzustellbar zurück. Stephan hat Rottweiler-WG für Wien gebucht. Nein, er hat fb geguckt. Kommt nach 1,5 Stunden wieder und verkündet mir das demonstrativ als wäre er drei Wochen verschwunden um mir mitzuteilen, dass er die Zigaretten jetzt gekauft hat. Der Typ hat wohl gerade bestätigt. Es ist 1 Uhr, wir gehen ins Bett. Ich bin müde, Stephan ist wieder vor mir dran mit Schlafen.

10.01. Traum: Wir sind auf Reisen mit den Jungs aus Hamburg. Rufe den Wohnungsvermieter von einem Flughafen an, erzähle auch mehr aufgeregt die ganze Geschichte. Irgendein Maskottchen hat 50 jähriges Jubiläum und ich kaufe das Marshmelloweis dazu. Einer Oma erkläre ich, was das ist, wie Mäusespeck, sehr süß. In dem Feinkostladen riecht auch der Kaffee gut. Soll ich davon ein Kilo kaufen oder machen wir das vor Ort in Italien? Lasse alle riechen und mitentscheiden. Als wir ankommen, sieht man das Meer direkt durchs Fenster, eine schmale Stelle. Die Felsen sind schwarz, im Wasser schwimmen verschiedene Quallenarten. Die Runden kommen auf mich zu, kleben am Körper fest und ich ekele mich. Thomas weiß, was es für welche sind und, dass sie am Körper festkleben. Es ist keiner da zur Übergabe der Wohnung, frage die Frau am Kiosk, dann rufen wir die Kontaktperson an. Hatte ich nun 15 Uhr gesagt? Der Vermieter hat es offenbar nicht so verstanden. Macht nichts, wir setzen uns ans Meer und warten. Leider können wir gerade nicht das Boot der Kioskleute benutzen, was sonst dazu gehört, weil sie es selber tun. Das hat mir die Kioskfrau auch schon gesagt, hier ist eine überdachte Ladenpassage und lauter Brunnen mit Booten, wie in Venedig. Am Strand an einer engen Stelle auf Felsen sitzen mehrere Männer und die Jungs bei ihnen. Ich nehme Platz auf einem freien Felsen, ein Typ/Einheimischer angelt und alle schauen zu. Es sind Freaks. Man stellt sich vor. Einer ist Amerikaner und heißt Blue Ink, weil er früher lange blaue Haare hatte und damit schreiben konnte. Jetzt hat er kurze, ist in unserem Alter und sehr sympathisch. Eine Schildkröte droht in das Fleisch am Haken zu beißen. Nein, nicht sie. Yunfeng greift ein. Sie beißt stattdessen in mein Kleid und ich setze mich um bzw. stelle mich dann hin auf die gegenüberliegende Seite. Können wir ihr nicht ein Stück Fleisch/Fisch ohne Haken geben und was abschneiden? Ich gehe mit Yunfeng mit einer Katze Gassi. Die kackt oben auf eine Mauer und das hat eine komische Konsistenz. Hat sie was Komisches gefressen? Wir warten bis die Kacke abkühlt, bevor wir sie dann wegnehmen, beschließen wir. Steffi Bruhn kommt an und wir freuen uns. Sie und Stephan haben die Oyster Cards griffbereit und ich suche meine in einer der Tüten. Habe schon gemusterte Unterwäsche-Sets gekauft und alles hat diese asiatische Grafik mit Herzen und toller Schrift und Heidi-Figuren und Dinos und Steffi und ich freuen uns und ja, deswegen müssen wir das alles aufheben. Es ist zehn vor 9. Ich schaue auf den Wecker und Stephan fragt. Gestern hatte mein linkes Knie weh getan und jetzt mein Ellbogen. Irgendwie verlegen, glaube nicht, dass das Yoga schuld ist. Ellbogen ist nicht so schlimm wie Knie oder Schulter. Für Kirchenbesuch muss man früher aufstehen, aber heute ist das Wetter zu eklig. Bach hat über 100 Jahre vor dieser Arktisexpedition gelebt. Richtig krass.

Heute Abend zum Gottesdienst Bach um 5? Claudi hatte Schwelbrand durch Trockner und Glück gehabt. Gott sei Dank. Ich spaße zwar, dass sie nicht an den Sachen hängt und sich halt neue schwarze Strickpullover besorgen kann, aber das ist natürlich nicht so. Ihre Mutter mit dem jugendlichen Körper und den Waden von Claudi ist so lieb und wollte mir Brombeergelee mitgeben, weil ich das doch so gerne mag. Denen muss ich mal schreiben. Ja, stimmt schon, warum nicht den Teneriffa-Kreis um meine Schwägerin erweitern, wenn die Lust hat, zur Familie gehört sie auf jeden Fall. Nein, das mit dem anderen Rhythmus ist so, die sind nicht schlecht drauf, aber das zusammen leben ist schwierig, wenn man einen anderen Beat hat. Meine Tante ist auf der Intensivstation und wir sollen nichts wissen. Der Sohn der Putzfrau ist Krankenwagenfahrer und hat sie einliefern lassen. Sie hatte nicht 2 sondern 3 Eigentumswohnungen und eine verschenkt und die Nachbarin spricht von Borderline. Da nutzt einem das Geld auch nichts, wenn man nicht die geistige Freiheit hat es einzusetzen. Paps ist ein Ferkel, aber hat schon für mich gebetet. Das stimmt schon, wir sind eine Zumutung und verkaufen das als „originell“. Das ist wie ein schlecht erzogener Hund, bei dem man sagt, das sei seine Eigenart. ich muss da auch aufpassen und habe den Stiftbruch umgekippt in die anderen Stifte, große Sauerei. Ich bin gerne Ferkel und verspüre einen unwiderstehlichen Impuls, Stephans Brille zu falten und in seine Teetasse mit Milch zu versenken. Gott sei Dank kann mein Mann darüber lachen. Karte für Lisa Arnold. Seit wie in dem Stück waren liegt der Fluch auf uns oder ist es eine Psychose? Akten, die die Lagerzeit erreicht haben durchschauen. Leckeren Tee mit leckerem Vollkornbrot. High Tea ist ausgebucht nächsten Sonntag (und Samstag auch, krass, hatte ich unterschätzt). Kunst ohne Kulinarik, macht das Sinn? Jetzt kommt raus, wir wollten doch lieber das Leckere. Gedankenübertragung mit Heike. Sie sitzt am Faschingskostüm und Georg ist gestern in den Baumarkt gefahren und hat Kleister gekauft. Extra für mich. Hütchen wollen mir heute nicht gelingen. Sieht alles scheiße aus. Schick Claudi das Foto vom Sammelteller, den ich nach Hamburg schicken wollte (Hannover und Göttingen zusammen wegen Lena). Hinten so schön geflickt und was ist eigentlich dieses Weserbergland.

IMG_1719 IMG_1720 IMG_1721

Die Auftrennarbeit, die seit Wochen im Wintergarten liegt, landet im Müll (keine Geduld) genau wie die Kekstotenköpfe von Sunl, die kleben und ich will keine Viecher und keinen Ärger. Keine Nerven, weg damit.

DSC04662 DSC04659 DSC04658

2 Liter frischen Saft aus dem Entsafter trinken, Cousine anrufen, der Pudel wurde genetisch getestet und soll Nachwuchs erzeugen. Gibt es nicht schon genügend Hunde auf der Welt? Gut, sie will gute Hunde machen (da spricht auch einiges dafür). Wir seien die einzigen, die ihren Ex mochten. Sie hat immerhin mit ihm geschlafen. Jetzt ist die Zweisamkeit mit der Tochter wieder hergestellt. Salami-Käse Toast, gebacken mit scharfem Tomatensaft. Häkeln. Vor Wien nach St. Gallen oder Innsbruck. Das schaffe ich nicht. Da hat Xenia Hauser eine Einzelausstellung, aber das sind nicht 150 km, sondern eher 250. Nein, das ist mir zu viel und viel hilft nicht immer viel auch beim Reisen. Vegane Tussis, die mit falsch verstandener Tierliebe Chihuahuas quälen. Mein Gott ist das verlogen.

11.01. Traum: Wir haben Jahreskarten fürs Rodeln. Das ist eine lange Bahn. Ich fahre Fahrrad in einem Treppenhaus und immer die Rampe runter und an den Passanten vorbei. Wollen wir gleich Karten fürs Open air Kino kaufen heute Abend. Es würde knapp werden meint die Frau an der Kasse. Das wird mir vielleicht zu viel und erst mal meine Eltern fragen, ob sie wollen, wenn dann 4 und bis heute Mittag tut sich da nichts. Irgendwelche Insekten. Ich habe noch welche dabei (unterschiedlich groß, können sich zusammen rollen wie Kellerasseln) und schütte sie auf den Acker und will sie zertreten, aber schaffe nicht alle und eines beiße mich durch meinen selbstgestrickten Socken. Die bohren sich durch die Haut und legen Eier und man hat länger was davon. Das ist unangenehm. Nachdem die Mission beendet ist stirbt es.

Will Fahrrad neu lackieren lassen. Blassgelb. Vielleicht nicht dieses Jahr, aber irgendwann. Wie oft macht man das beim Auto?

Die hilflose Frau in der Neurochirurgie. Sie ist sehr groß. Sie wollte ihn nicht wieder und an ihrem Geburtstag stand er einfach vor ihrer Tür. Er ist Waise und im Waisenhaus aufgewachsen und hat keine Familie. Die Hirnblutung war an meinem Hochzeitstag. Zwischen heulen und husten, ein hilfloser Mann krümmt sich in die Embryostellung und wirkt völlig verloren. Der junge Arzt sagt, das sei normal. Das wirkt aber auch überfordert und/oder gefühlsbehindert, die vermeintliche Routine und Normalität bei so was. So tun als hätte man alles im Griff, was aber keineswegs der Fall ist, weil man nichts weiß, zumindest nichts Wichtiges. Der Asiate hat nur Augen für mich, wir denken erst, er kann nur in die eine Richtung schauen und ich stelle ihm seine Ex vor, die auch da ist, er soll mal schauen, wen ich mitgebracht habe. Das interessiert ihn wenig, er ist wie hypnotisiert von meinem Schmuck, meine Schleife im Haar hat es ihm besonders angetan. Die Pfleger machen sadistische Spiele mit einem anderen Opfer/Patienten als ich nach der nächsten Station frage. Hier ist derbe Baustelle. Die Ex tätschelt ihn an der Wange und spricht wie mit einem Baby. Sie ist sehr überfordert und ruft mich gleich nach 2 Stunden im Büro an. Sie soll mich mal einen Tag machen lassen.

Frau Mittelfeld ist eine Etage darüber. Ich will mich nach dem Zimmer erkundigen und denke, die Stimme kenne ich doch. Sie telefoniert im Gang und sitzt auf gepackten Sachen. Was für ein Stehaufmännchen. Vorne sieht die Frisur normal aus, in der Mitte rasiert und eine Verpackung, ähhh Verband meine ich. Pflegebett? Braucht sie nicht, aber hat bestimmt eine bessere Matratze und sie ist einverstanden. Sie hat gestrickt und der anderen Frau bei ihr im Zimmer, die dasselbe hat, der Armen geht es gar nicht gut, die kann nicht sprechen, nicht laufen, nicht essen. Kleckert alles voll. Ist Zumutung. Sie hat nach der OP Selbstgespräche geführt und sich überall gezwickt. Ja, sie raucht, aber weniger, was soll sie lügen. Sie hatte Kopfschmerzen auf der linken Seite und rechts Ausfallerscheinung und dachte halt verlegen. Das war der Tumor mit Krampfanfällen und neurologischen Ausfallerscheinungen.

Briefkasten von Herrn Schwitzehand habe ich seit Wochen nicht geleert, ist voll mit Werbung und der Mitteilung des Vermieters, das sie Mäuse haben und Giftköder ausgelegt werden. Der Buch- Wolladen begeistert mich nicht und ich gehe wieder oder weiter Sockenwolle in Neon zu kaufen. Meine Tante auf Intensiv, unverändert und nicht ansprechbar. Was soll ich da eine polnische Pflegerin suchen, die sie Tag und Nacht betreuen kann und nein, ich kenne auch keine in Süddeutschland und zudem sehe ich keinen Sinn darin eine zu suchen.

Das Insolvenzgericht, ein unfähiger Richter (Doktor-Titel und dann noch Landgericht), der meint ich brauche eine betreuungsrechtliche Genehmigung. Nein, betreute Person hat alles selber unterschrieben und keine Einschränkungen. Was soll genehmigt werden, könnte mich aufregen bzw. tue es. Mein Fehler war wohl, dass ich das Problem überlesen habe.

Der Typ kommt aus Neuseeland und arbeitet in Australien. Telefoniere mit der Botschaft. Der englische Akzent meines Gegenübers ist schwierig und mir fallen die englischen Worte nicht ein. Man muss schauen, ob Australien ihn zurück nimmt, wenn er nicht mehr arbeiten kann und ein Sozialfall ist und Freunde hat er wohl auch keine.

Kollege kommt mit zu uns. Stephan hat leckere Pasta mit Bohnen und Speck gemacht. Lebkuchen und Kaffee gibt es hinterher. Bowie ist tot erfahre ich in der Mittagspause. Verliert etwas Tamponade, das weiße war nicht im Essen. Wurzel war unter Nachbarzahn und Zahnfleisch ist traumatisiert und geht nicht wieder zusammen. Kaffee schwarz soll er nicht trinken. Ist auch auf Soja umgestiegen, habe ich gar nicht gemerkt. Warum werden keine Kantaten mehr komponiert und man muss auf das alte Zeug zurückgreifen? Sein Freund in Australien kann Stücke für mehrere Instrumente komponieren und seine eigene Tochter ist auch begabter als er und man fühlt sich doof. Was soll ich sagen? Ich kann nicht mal die Instrumente erkennen, aber die Musik macht mir trotzdem Spaß. Ist bei mir wie Essen und Wein, überproportional viel Spaß gemessen am Talent. Das Trockenobst, die Pfirsiche sind knallhart und man muss sie einspeicheln und meine Geduld reicht nicht zum Essen. Das kommt mir vor wie Überlebenstraining und ich will lieber Menschenfleisch essen. Für die Nike –Schuhe aus London bin ich zu faul. Schließen um die Knöchel und ich kann nicht geschlossen rein- und raus schlüpfen. Das nervt mich zu sehr, die bleiben gleich da.

Herr Ihme sagt, der Beschluss wurde auf Betreuungsrecht umgestellt und er will nach Hause. Dann soll es so sein. Telefoniere mit Oberärzten, aber die haben wohl noch nichts Schriftliches. Ihn dort verwahren, das muss nicht sein. Frau Mittelfeld muss doch Chemo und Bestrahlung machen, aber Pflegebett ist bestellt. Die Nachbarin von Frau Demenz weiß, dass das Beiblatt zum Schwerbehindertenausweis bald abläuft, scheint also mit ihr damit zu fahren. Auch gut zu wissen.

Mein Mann produziert Leichen am Wochenende. Ich verpfeife ihn nicht, aber es nervt mich, dass er Geräte kaputt macht für die ich mit zahlen muss und ich bitte ihn vorher noch das nicht zu tun. Exzessiv reitet er sie zu Tode. Wenn er Frauen so anfassen würde, hätte er schon viele kaputt gemacht.

Paps ist beleidigt, weil andere mehr wussten über seine Schwester und hat schlechtes Gewissen, weil er nicht so viel Liebe für sie empfindet. Das fällt einem alles auf, wenn es zu Ende geht.

12.01. Gehe früh ins Bett nach Streit, schlafe schlecht ein. Traum: Schuhe anprobieren, wenn dann die schwarzen aus Lack oder die mit dem Kuhfell vorne als Frisur, passen immer nicht. Kaffee trinken, Bedienung vergisst Wasser, Kollegin sagt, ja, das hätte sie gerne zu ihr und zu mir: öfter laufen ist gut für den Po. Einfach Zucker auf jeden Tisch stellen wäre einfacher und nicht immer abräumen, wenn die Gäste sich einen Löffel genommen haben. Mit Kathrin und Suki unterwegs, second hand, passt auch kein Schuh, einer ist bequem, sieht aber wohl grässlich aus, wie Birkenstock, werde hysterisch wenn Suki auf die Straße läuft hinter ein einparkendes Auto und nicht hört. Kleinerer Typ, flirte mit ihm und mache lustige Gymnastik wie ich bin Affe. Ein Paar können wir nicht sein wegen des Größenunterschieds. Fremder Taxifahrer fragt nach meinem Namen und hat den Auftrag für mich zu zahlen. Wenn ich ganz lange Zeit hätte würde ich auch einen Schacht graben als Kunstaktion. Macht derjenige auf der Toilette. Baut den runden Handtuchspender ab und baut Klappe ein, auf der Botschaft steht und wenn man die eindrückt, wie Mülleimer, ist der tiefe Schacht dahinter. Ich sehe die Szenen wie ein Film. Wie es entdeckt wird und man ganz erstaunt ist.

Job ist weg und in Australien haben Arbeitnehmer auch keine Krankenversicherung. Es ist immer sehr nett und mit Vornamen und so, aber die inhaltlichen Aussagen sind knallhart. Wenn Miete nicht gezahlt wird, dann wird gleich geräumt und die ist wöchentlich fällig. So.

An der Haltestelle steht die Zeitung. Einer von der Polizei fordert Schusswaffeneinsatz wegen der Ereignisse in Köln. Wie schwachsinnig ist das denn. Scheinasylanten, Scheinasylanten, Scheinasylanten. Da hilft nur noch Hubschraubereinsatz fällt mir ein (Foyer des Arts). Der Rassismus ist jetzt berechtigt oder was? Endlich wieder Polizeikontrollen nach Herkunft. Jetzt gibt es den Beweis dafür. Junge Männer in Gruppen sind immer gefährlich. Auch das Theaterstück in der Glocksee. Ist von Janosch. Da bin ich ja Fan seit neustem.

Ich häkele in der Bahn und beim Aussteigen macht mich eine Frau darauf aufmerksam, dass eine Birne sich von meinen Ohrringen gelöst hat und in der Straßenbahn auf dem Boden liegt, freundlich.

MHH-Zahnklinik. Noch nicht Nummer ziehen, erst zu Ende ausfüllen. Alter, die beim Empfang, die Rauchpausen bei der Arbeit machen muss, habe ich ja schon gefressen. Was mache ich da? Häkeln nennt sich das. Macht die eine bei ihnen auch. Socken. Das ist stricken und die sind warm und toll. Ich habe bestimmt was Besseres zu tun weiß mein Betreuter und Recht hat er. Der Koch bei ihnen sei arrogant und alle hassen ihn, aber kann was. Er hasst Junkies und so geraten sie aneinander. Er hat Weihnachten ein Büffet gemacht und viel Lob dafür geerntet. Das freut mich. Die anderen Mitbewohner sind zum Teil Horror, z.B. der Alki um die 60, der die UKs (Urinkontrollen) ineinander schüttet und vermischt. Sie wollen die Abschiebung verschärfen. Das macht Herrn Palästinenser Angst. Den heutigen Tag werden die sich merken hier in der Zahnklinik. Menschen nuscheln mit Tamponade im Mund und ein Kleinkind wird mit Kinderbett auf Rollen in einen Aufwachraum gefahren. Wie lange dauert es noch, sie sitzt hier doch jeden Tag, wie ist ihre Einschätzung. Die Frau im Glaskasten ist bockig und meint 2 Stunden. 20 Minuten später ist es soweit. Zimmer voller hübscher, junger Medizinstudentinnen, wie Charlies Angels, eine Perserin, eine Asiatin und 3 Blondinnen und ich weiß sie können nichts dafür, aber ich bin trotzdem sehr erbost über ihren Laden. Bloß weil einer einen Betreuer hat muss der nicht eine Narkoseaufklärung mit unterschreiben, darf er gar nicht, wenn derjenige selber entscheiden kann. Umgekehrt kann ich nicht in eine aus meiner Sicht sinnvolle OP einwilligen, wenn einer Krebs hat z.B. bloß weil ich Gesundheitssorge habe, wenn derjenige die Behandlung ablehnt. So funktioniert das nicht. Bei ihnen wurden schon etliche Betreute von mir operiert und haben schlauerweise nichts gesagt von der Betreuung, weil das böse Folgen hat. Wenn derjenige selber einwilligungsfähig ist, hat der Betreuer da nichts zu suchen. Kann ihn unterstützen, wenn derjenige es will, aber die Aussage ihres Hauses, der Automatismus, dass Betreuer mitkommen muss, sonst machen sie nichts ist eine Frechheit und ich schließe mein Büro. 2,5 Stunden hat mich das gekostet (gut ich bin mit der Häkelarbeit gut vorangekommen). Ich willige ein in OPs, wenn derjenige nicht einwilligungsfähig ist, im Koma z.B. Wenn einer was erzählt von Ameisen im Gehirn dann verstehe ich auch, dass sie nach Betreuer rufen, aber er hier ist Ex-Junkie (keine Psychose, sondern nur Suchterkrankung und auch gut behandelt) und damit genauso geschäftsfähig wie die anderen Patienten, die draußen sitzen und besser als die meisten Rentner, denen die Studenten hier neuen Zahnersatz verschaffen. Sollen mir mal die Faxnummer von ihrem Obermacker geben und ich schicke ihnen was von der Oberbetreuungsrichterin und das können sie mal im Hause verbreiten, damit eine rechtliche Aufklärung stattfinden kann. Ich schaue mir nur das Röntgenbild an, alles andere vertragen meine Nerven nicht. Der eine Zahn steht ganz alleine da, dabei mögen die gerne Nachbarn, oder? Wann er beim Zahnarzt war müssen sie ihn selber fragen. Das macht er selbständig und die niedergelassenen Kollegen verstehen auch offenbar besser, wie Betreuung funktioniert und lassen mich da außen vor. O.k. mische mich noch mal in die OP-Aufklärung ein, rauchen nach OP ist echt scheiße. Das muss er ernst nehmen und Ganzkörpernikotinpflaster besorgen.

Auf dem Rückweg denke ich Nudelauflauf und das vermeintliche dunkelblau ist schwarz und ich kann nicht weiter häkeln.

Telefoniere mit der Oberbetreuungsrichterin. Das war Thema des letzten Treffens der Berufsbetreuer und sie hat schon ein Rundscheiben gemacht zur Vorlage bei den Ärzten, schickt es mir noch mal zu, aber ausdrucken kann ich es nicht, nur leere Blätter. Wichtig ist nicht, dass es mich sinnlos Zeit kostet, sondern die Diskriminierung der Betreuten. Ach ja, wie blöd von mir. Ich bin eine schlechte Betreuerin.

Rufe den Kollegen an wegen Mittagstisch Morgen im Al-Dar. Hat er Lust drauf. Einladen tue ich nicht, entweder er zahlt nach der letzten Aktion oder jeder für sich.

12:20 meine Eltern sind gerade in Stuttgart angekommen. Sind doch gefahren, meiner Tante geht es schlecht und die Ärzte hielten es für gut, dass sie kommen.

Kein Salat, nur Nudeln und Lebkuchen. David Cameron war auch Bowie-Fan. Na gut, guter Musikgeschmack ist parteiübergreifend. Habe nach dem Mittagessen keine Lust mehr zu arbeiten und fühle mich nicht so. Mir ist schlecht und ich fühle mich antriebslos und habe leichte Kopfschmerzen. Wie ist es, wenn mein Bruder meine Beerdigung plant oder sein Sohn, lege mich aufs Bett, nähe was im Wintergarten. Stephan soll alleine nach Wolfsburg fahren, wird mir zu viel und ständig ist Theater abends. Schaue meine Filzsachen durch wegen Valentins Geburtstag. Filzen für Jungs als Geburstagsaktion finde ich sehr gut. Das hat viel mit Vaginaverständnis zu tun. Will was passendes schicken. In meinen Hütchen waren wohl wieder Motten und es ist grau und krümelig, vielleicht schreibe ich dann nur was. Sport wollte ich ausfallen lassen, bin jetzt nachgerückt im Hüpfkurs. Mein Vater klingt fertig, seine Schwester liegt im Sterben, die hat die Augen zu oder reißt sie auf und schreit. Meine Mutter streichelt viel, sie übernachten dort, er ist fertig. Die Vollmachtnehmerin kommt erst Freitag in einer Woche, wenn sie früher stirbt, ist er für einfrieren und abwarten. Man ist so hilflos. Dieser Tod. Da wird einem was zugemutet. Keine Lust auf Lady-Fitness, Decke über den Kopf wäre auch schön.

Rufe Herrn Ihme an und rede Klartext. Er mag das und bedankt sich. Dann die Sozialarbeiterin, die ihm 10,- € geben soll und ich überweise das heute. Dann Frau Ruanda, die Integrationskurs machen will. Ich hatte immer alles gemacht, beantragt und organisiert und sie hat es dann nicht umgesetzt. Sie sollte 10 Minuten zu Fuß zum Arzt gehen für ein Attest. Warum? Ist egal, sie kann es nicht selber zahlen, der Sprachkurs und der Staat als Kostenträger verlangt diese Mitwirkung von ihr. Punkt. Frau Srilanka kommt auf eine offene Station. Der Beschluss soll nicht sofort aufgehoben werden, erst Probezeit. Erreiche den Herrn mit den schmalen Händen nicht. Muss Donnerstag für ihn zum Amt. Am 06. war er noch bei der Bank. Liegt wohl nicht tot in der Wohnung. Das Diktiergerät des Kollegen spinnt auch, apropos Adolf. Immer wenn er Euro diktiert macht der Nazi-Euro daraus. Merkwürdig. Die „Mein Kampf“-Psychose greift um sich.

Stephan schaut Wohnungen in Stuttgart, Hanna liegt im Sterben, die Reise im April nach Stuttgart ist damit hinfällig, ja, aber auch wegen der Beerdigung müsste man ja eine passende Unterkunft haben.

Die handgeschriebene Karte aus dem Haus am Stalten voller Zuversicht im Dezember, ihre schöne Handschrift, den Ikebena-Igel im Schrank, überall muss ich an sie denken. Wie mag es sein, dass die Schläge näher kommen. Stephan begleitet Larissa in die Glocksee, ich bleibe da. Ist auch wie sterben. Man hört selber auf, aber die anderen machen weiter.

13.01. Will Sunla die Stiche aus Bayreuth mit den wilden Tieren in Deutschland. Vorher noch mal fragen?

DSC04677 DSC04678 DSC04679

Ein geschäftiger Vormittag, dann privat. Ich muss auch weinen, weil Paps weinen muss am Telefon. Kein Aufrechnen. Alles Menschliche greift zu kurz. Umfangen von Gottes Gnade. Er will es realistischer sehen, wenn es so weit ist und Frieden schließen, damit er friedlich gehen kann, so die Empfehlung von Luther. Ja, wir sind sehr verschieden und bleiben es auch. In meines Vaters Haus gibt es viele Wohnungen ist derzeit die favorisierte Grabinschrift und nix Lateinisches. Was für eine Gnade es war, dass wir so friedlich und harmlos Weihnachten gefeiert haben mit Kartenspiel. Mit 80 sterben sei keine Strafe, sondern eine notwendige Transformation und man hatte ein erfülltes Leben. Bei seiner Mutter mit 95 sei alles im Vergleich leicht gegangen. Er hat zu viel Wein getrunken, sie haben sich abends mit dem Ka getroffen. Meine Mutter macht sich Gedanken, ob sie sie zu sehr aufregt. Paps sagt, sie könne das nicht alles auf sich nehmen. Es war gestern ein Kampf und ein Aufbäumen, was heute aber vorbei sei. Mama sagt, sie redet ihr gut zu in ihrer kindlichen Art, auch weil sie es sonst selber nicht aushält. Sie können jetzt nicht fahren, der Puls ist fast auf null. Paps sagt, er muss Morgen zum Kieferchirurgen in Erlangen. Wartet man 3 Monate auf einen Termin. Seine Schwester wollte sie nicht da haben, wenn sie gesagt hätte, dass sie Sterbebegleitung will und sie da bleiben sollen hätte er alle Termine abgesagt und wäre in Stuttgart bei ihr geblieben bis zum Schluss, aber so gibt es keinen Auftrag. Ich gebe ihm Recht. Er wird noch mal mit ihr beten. Es ist meine Patentante und die meines Bruders. In diesem Sinne hat sie viel Anerkennung bekommen. Alles schwierig. Er sagt, sie war selbstzerstörerisch mit ihren vielen Ablehnungen und das war vielleicht auch so. Die 88-jährige Nachbarin, die Walking Stöcker empfohlen hat im Sommer soll der reinste Engel sein.

Ich habe das Heim überzeugt, dass sie Frau Ruanda wieder nehmen (Hund bellt und fliegt aus dem Tierheim ist mein Vergleich, gut sie hat andere Frauen mit dem Fleischermesser bedroht und die Gemeinschaftsräume verwüstet) und wir ein gemeinsames Konzept entwickeln (Sport und Kochgruppe statt Ergo, da geht sie rückwärts) und auch mit dem Betreuungsgericht telefoniert um abzustimmen, was wir machen, wenn sie wieder die Medis nicht nimmt und sich nicht an die Absprachen hält.

Bei Herrn Minus der Versagerschef vom abW. Es gibt Kostenanerkenntnis und ich habe genug dafür gekämpft (Clearingkonferenz, Außentermine). Er ist zu doof abzurechnen und das abzuklären, aber ich bin nicht weiter bereit seine Arbeit zu machen es sei denn er sagt mir, dass er es nicht gebacken bekommt und erklärt mir für was er bezahlt wird.

Herr Palästinenser war heute ohne mich in der MHH und hat sich verlaufen und mit einem gestritten. Ich habe nichts Besseres zu tun und kann ihn gerne noch mal begleiten und häkeln, wenn er das will. Das sollen sie ihm ausrichten.

Stephan sagt, dass Blusen und T-Shirts gebügelt werden und ich demnächst noch mehr Zeit habe zum Häkeln. Treffen den Kollege aus dem Studium, sein Vater, der mit ihnen im Haus gewohnt hat ist im Herbst 2014 verstorben, umgefallen, Herzinfarkt, tot. Ich erzähle vom Sterben meiner Tante und die geben Medikamente und das ist Euthanasie, damit der Sterben leichter fällt, wie Katze einschläfern. Sie sieht wohl aus wie tot. So sei es bei seiner Mutter auch gewesen, die schon 2000 gestorben ist. Stephan und ich reden die ganze Zeit vom Essen und bestellen Baklava nach. Er von Winterdepressionen der Frau und 6er in Mathe und Zahnspange des Sohnes. Er lädt uns ein. Dann Gerichtspost und die SMS meiner Eltern gesehen, dass sie sich verabschiedet haben und gefahren sind und weniger als 30 Minuten später, dass das Krankenhaus angerufen hat und sie friedlich eingeschlafen ist. Mir geht es nicht gut und mir ist kalt und die Umgebung nervt mich, dass ich hier im Eingangsbereich des Gerichts sitze und nicht heulen will oder auch nur traurig gestimmt sein. Habe bestimmt 100-mal mehr über Baklava geredet bisher in meinem Leben als über den Tod. Herr Palästinenser auf dem Weg zur Drobs mit dem Blick eines Süchtigen. Ich fahre unerkannt vorbei, er soll keinen Scheiß machen. Sollte man diesen Anthroposophen einen bösen Brief schreiben, wo sie schlechter wieder entlassen wurde als sie rein kam. Haben die ihr den Rest gegeben? Wieder leicht zu spät. Ich hasse das, abgehetzt ankommen und gleich den Klienten entgegentreten. Bald werde ich neue Leute kennen lernen, die Erben meiner Tante. Ich denke an das Dreieckstuch, was ich ihr geschickt habe. Beim Tod von Ingrid habe ich an das Bild des befreundeten Künstlers gedacht, was bei ihr an der Wand hing und was wohl daraus wird. Meine handgemachten Collagevisitenkarten hatte sie auch gerahmt. Bin ich so materialistisch? Ich denke nicht, aber die Dinge haben eine Bedeutung für mich. Das hatte Hanna gut erkannt, dass ich den Schmuck als Sprache verwende und es viel Symbolik hat. Wo ist eigentlich das filigrane, silberne Kreuz, was ich mir zur Konfirmation ausgesucht habe, abgeblieben? Mir fällt auch wieder ein, dass sie ihren Sarg selber bemalt hat mit drei Tieren, das höhere selbst und das niedere. Wie wird wohl die Traueranzeige ausschauen? Ich finde ihre Musiktherapieseite. Da gibt sie als Vornamen Gertrud an, weil man sonst auf die angeheiratete Nazibraut stößt, die eine Namensvetterin von ihr ist. Gründungsmitglied der Psychosynthese. Jetzt habe ich ein zweites Bild zur täglichen Meditation auf den Tod auf dem Desktop. Viele Zitate sind auf der Seite. Das mit der Erziehung/Therapie finde ich gut:

„A thing of beauty
is a joy for ever.
Its loveliness increases,
it never sinks into nothingness.“
John Keats

Die Zukunft ist nicht
einfach ein Ort, an den wir gehen,
sondern ein Ort, den wir gestalten.
Die Wege dorthin werden nicht gefunden
sondern geschaffen.“
John Schaar

„Geschieht es
zur rechten Zeit,
nennen wir es Erziehung.
Geschieht es zu spät,
nennen wir es Therapie.“
Roberto Assagioli

Die neuen Zwanziger haben ein kleines Kirchenfenster drin, wenn man sie gegen das Licht hält. Elisabeth hat drei Visitenkarten der Sparkasse (verschiedene), zwei der Commerzbank und eine der Agentur für Vermögensberatung für mich gesammelt (nein sagen gildet nicht). Wieder stark sexualisiert und ich muss sie richtig rausschmeißen. Herr ADHS und seine Freundin irren durch die Kanzlei und gehen in das dunkle Zimmer der Kollegin statt in den Besprechungsraum. Ich bin wieder überfordert.

Paps ist zuhause angekommen und muss Morgen raus. Soll der Bevollmächtigten eine What’s App schicken (kann ich nur mit Stephans Hilfe, ja, ich bin so behindert). Johannes kann am 26.02. zur Beerdigung. Da sind wir in Wien.

Suki fällt aus Morgen. Das ist eine Erleichterung und nein, ich bin nicht sauer nur SMS-behindert.

Beim Yoga weine ich in aller Ruhe, es ist weniger weinen, aber die Tränen laufen mir in Ruhe runter während wie den Nacken dehnen mit geschlossenen Augen. Das ist eine lange Sequenz und es stört nicht weiter. Dann fällt mir beim weiteren Yoga ein: Todesanzeige macht die Familie.

Auf dem Heimweg. Muss ich jetzt Ikebana machen? Performance für die Bestattungsfeier. Eins fassen, eins lassen Performance mit Schmuck zerschlagen. So hatten wir das Erbe meiner Oma, ihrer Mutter aufgeteilt und ich würde gerne statt Tiere, den Schmuck meiner Tante opfern und ihn zerschlagen, weil man hängt sich an Broschen auf und die sind ein schwacher Trost, wenn die Menschen uns doch verlassen. Ich hatte ihr damals übel genommen, dass sie jeden Bogen 50er Jahre Geschenkpapier gebrauchen konnte und habe das unfair gefunden, weil sie ist schon alt und ich bin jung und kann das Zeug gebrauchen und stehe auch echt drauf und ihr kommt es nur aufs Haben an oder meinem Vater eins auswischen, aber damit habe ich ihr vielleicht Unrecht getan. Sie ist wie ich erkenne ich jetzt. Besonders übel hatte ich ihr genommen, dass sie eine Holzbrosche mit Reh (ich war so auf Jagdattribute und bayerisch anmutenden Kitsch) genommen hat und sie weiter verschenkt hat. Ich habe zuerst gewählt, das Schloss aus Horn und wollte aber zusätzlich auch die Holzbrosche, aber es wurde ja vermeintlich gerecht geteilt. Scheiß auf Gerechtigkeit. Ich werde meine Brosche zerschlagen und ihr opfern als Zeichen der Sinnlosigkeit solcher Aktionen. Ich werde wohl nicht mit dem Hammer Schmuck kaputt schlagen, sollte mich aber wenigstens um ein Ikebana-Gesteck kümmern.

Die Erbin hat geantwortet und Beerdigung ist am 30.01. Ich soll bei der Gestaltung mithelfen. Soll ich was sagen, wenn keiner was sagt ist es schlimm und hier bin ich nicht so nah dran, dass es mir unmöglich wäre, dann sollte ich es vielleicht tun, bei meinen Eltern werde ich es nicht können. Soll Barocksofa bekommen. Wer sagt den Leuten Bescheid z.B. der Ikebana-Lehrerin? Oper mit der Tochter der Betreuten muss verschoben werden. Tut mir leid, dass wir sie enttäuschen, aber so spielt das Leben. Meine Tante war u.a. Musiklehrerin. Der nächste Termin ist Donnerstag und nicht die Premiere. Kann sie dann? Sie muss zur Schule.

14.01. Traum: Haben wieder einen Hund, aber einen Großen, Pointer/Windhundmischling, hört gut. Hat typische Jagdhundgesicht und -schnauze, will ihm Kopftuch ummachen für Fotos, „unser neues Familienmitglied“.

Bin mit Jasmin beim Sport der Jungs. Leander schwimmt schon Bahnen und zählt immer danach. Jasmin sitzt im Wasser. Das kann ich nicht, setze mich an den Rand. Bevor er fertig ist fängt Dietrich an. Die lachen, der konnte nicht warten, dann die anderen Kinder. Ein Nichtschwimmer muss am Rand sich auf einer Ablage immer überschlagen und so die Bahnen meistern. Das ist das Mädchen was eine ruhige Art hat, sie wird Leander gut tun. Sie ist 10 und pummelig mit braunen Haaren und sagt zu Jasmin: ich will aber noch keine Kinder. Ich scherze: ja, nicht jetzt, aber vielleicht im Sommer. Ich sage ihr, dass sie schönes Haar hat. Jasmin schlägt vor, dass wir ihr eine Frisur machen, weil wir uns langweilen. Fragen die Mutter, was sie dabei hat und basteln dann Lockenwickler aus Zeitung oder so. Der Trainer hilft Stephan eine total kultige Lampe mit zwei hängenden bunten, leeren Plastikflaschen zu bauen. Stephan hat erst Zweifel, ob die Materialien richtig sind und weiß dann aber wie es geht. Ich bin begeistert und will an den Verein spenden. Die haben wohl genug Geld. Noch eine für hier bauen, eine lustige über den Papierhandtuchspender? Zwei Jungs in den Armen ihrer Eltern, die werden geschmust nachdem sie fleißig Sport gemacht haben, blond und dünn, der jüngere sitzt bei Mutti und der ältere bei Papa im Arm.

Im Bett morgens tollen wie ein Kind. Stephan hat auch diese Assoziation, obwohl es unausgesprochen war. Sein ganzes Leben lang sich das bewahren. Das ist echt toll.

Ich muss ein Ikebana-Hütchen machen. Mein Kollege ist gerade in Stuttgart und könnte was abholen. Die Frau hat selber Leute, aber anbieten kann man es.

Die Sparkassenmitarbeiterin erklärt mir wie für doofe, wenn ich nicht alle 3 Monate Kontoauszüge ziehen, wird mir ein Zwangsauszug zugeschickt. Ähh, das weiß ich.

Der Sohn ohne Beine soll ins Heim. „Die wollen ihn abschieben“. Das hatte mir meine Betreute gestern schon gesagt. Ist nächste Woche Besprechung bei der Hausärztin und ich soll sie begleiten. Der Betreuer des Sohnes ist auch dabei, aber der ist unsicher und meine Unterstützung notwendig.

Fahre zum Amt. Soll jemand bei mir sein, wenn ich sterbe, hält man so viel Nähe aus. Meine Mutter kann es am besten, muss ich mir dann ihre Sterbebegleitung wünschen. Nein, das ist ihr wirklich nicht zumutbar. Ist sie Todesexperte und weiß mehr als wir. Sie sagt Quatsch. Treppenhaus gibt es nicht und alle sind auf die großen, langsamen nicht funktionierenden Fahrstühle angewiesen. Da gehen die Nerven leicht mit einem durch und der Hannoveraner fängt an zu reden. Sylt im ersten Weltkrieg, wenn die Leichen angespült wurden, hab es kurz danach auch Apfelsinnen, eine Frau die als Kind im Maul eines Wals war und auf der Zunge gerutscht ist. Lustiger Text über Wale, die nicht einfach heimlich den Abgang machen und sich dem Alkohol hingeben wenn sie depressiv sind, sondern sich medienwirksam in Szene setzen und den Schaden haben die Menschen mit XXL Kiefernsärgen und Kränzen aus Plankton. Ja, Nazis haben ein Problem mit Weiblichkeit, das war auch klar und könnte sicherlich wissenschaftlich belegt werden. Ich bin gut vorbereitet und erkläre der Sachbearbeiterin was Sache ist mit der Krankenversicherung der Rentner. Treffe Kalinka auf dem Weg zur Nordsee. Sie steht auch auf Neon und mich hat das Häkelfieber gepackt. Schnell weiter als die Ampel auf Grün schaltet. Ich bin beim Radfahren und auch sonst oft in Gedanken, werde dann von anderen Speedradfahrern knappt überholt und fahre aber selber Schlangenlinien. Das wird mich mal zu Fall bringen. Mir ist so kalt und ich würde am liebsten nach Hause. Beim Bio-Bäcker ein kleiner Junge bemerkt ein offenes Bio-Ü-Ei und fragt die Kassiererin, die Pause macht d.h. nur da sitzt und nicht arbeitet, ob sie das aufgemacht habe. Verlockend lugt die Schokolade raus. Nein, sie sei es nicht gewesen, war er es? Ich mische mich ein und sage, das Ei sollte am besten erlöst werden von seinen Leiden, so verletzt und herrenlos wie es sei. Die Schokolade am Vormittag hat er mir zu verdanken.

Beerdigung ist jetzt am 29. Hanna hat die Traueranzeige selber geschrieben und auch die Trauerrede. Dann doch Oper am Samstag?

Die Richterin von Morgen. Sie macht den Termin trotzdem und Versäumnisurteil und mit der Targo-Bank hat sie auch kein Mitleid, wenn das die Kosten in die Höhe treibt. Wieder die Betreuungsbehörde. Typ auf Intensiv, kommt mir bekannt vor. Will Rückmeldung über Neuseeländer geben, aber den Fall habe ich nicht von ihr. Als ich sage, Frau wollte ihn nicht, sagt sie, so einen Fall hätte sie jetzt auch, Frau hat ihn rausgeschmissen. Er haut aus dem Krankenhaus ab, um ihr Blumen zu bringen und fällt dabei. Kann jetzt wegen der offenen Wunde am Bein nicht ins Obdachlosenasyl. Ob ich den Fall nicht auch übernehmen wolle. Es klingt vernünftig was er macht. Die böse Spinne muss mit Geschenken besänftigt werden. Nein, ich nehme den auf der Intensiv, den anderen Fall soll sie wen anderes fragen. Sie liebt Neustadt und nicht Hannover. In Garbsen gibt es auch schöne Einkaufscenter und sonst gibt es auch das Internet. Nach Hannover zum Einkaufen geht sie nur, wenn sie ein neues Auto anmelden muss. Ich bin da anders und Hannover ist mir ländlich genug, sonst bin ich eher der Wunstorf-Typ.

Meine Mutter, Paps hat sich liebevoll von seiner Schwester verabschiedet und das richtig gut gemacht. Die liest Artikel, die Hanna geschrieben hat über positive Gedanken, der ist ihr beim Aufräumen in die Hände gefallen. Tränen als Zeichen der Lebensenergie. Sie war noch so voller Kraft, dass ihr schneller Tod sie auch überrascht hat und sie hatte immer Angst, wenn sie hustet, dass sie Luftnot hat, hat aber kräftig gegen ihren Handrücken geatmet. Ich soll dafür sorgen, dass die Beerdigung am Dienstag ist, weil Johannes frei hat. Freitag hat er nicht frei. Es würde sonst um meine Wünsche gehen. Hallo? Da werde ich kurz sauer, es geht doch nicht um mich oder meinen Bruder und ich muss mir auch frei nehmen nach Wien und Stuttgart ist viel näher für ihn und er muss ja nicht kommen. Beim Reden über meine Abschiedsrede muss ich schon heulen, dass ich denke, Angeber, das packe ich doch nicht. Meine Mutter hat wieder Angst, als ich von der Performance spreche, dass ich was zu Krasses mache. Nur Maulhure, mal darüber reden. Ich will, dass Sachiko, ihre Ikebana-Heldin Blumenschmuck macht und finde gleich Handynummer im Internet. Ich kann das auch selber in Auftrag geben, man muss sich nicht alles aus der Hand nehmen lassen. Frage die unbekannte Frau nach der Telefonnummer des Bestattungsinstituts. Schreibe Michael Haarer. Stufen von Hesse war das Gedicht von Oma. Mit Hanna verbinde ich Panther von Rilke. Das hat sie mir mal geschickt. Alles bis ins Detail selber bestimmt zu haben, meine Mutter nennt das selbstverliebt oder so. Die Frau aus der Einrichtung wünscht mir Kraft in dieser „intensiven Zeit“ (finde ich schön ausgedrückt) und sagt, dass die Tochter der Betreuten schon etwas älter sei und Verständnis hat. Ich bitte Stephan um Tausch der Karten, damit man etwas Freiraum hat für das was sich vielleicht ergibt (noch mal in die Wohnung, Arnhild will, dass ich eine Trommel für Steffi ergattere, die war auch Patentochter). Und ich will nicht nach einem bestimmten Zeitplan abreisen müssen und weiß nicht, was sich ergibt. Will in Ruhe Abschied nehmen ohne den Druck kultureller Veranstaltungen. Spreche mit der Mutter der Bestatterin und versuche meine Anliegen zu erklären. Ist auch alles schwierig. Schreibe auch der Patentochter meines Vaters eine email um ihr vom Tod meiner Tante zu schreiben. Sie hatte damals Geschirr und so was für die Töchter geschickt für Puppentee. Das ist zum Teil bei mir gelandet.

Ich will Michi eine Reliquie basteln oder es versuchen. Denke wieder an das filigrane, silberne Kreuz. Meine Patentante hatte mehrere Schmuckstücke und ich durfte auswählen. Ich fand es viele Jahre schlimm und habe meine Entscheidung bereut. Da muss ich mal das Haus fragen, was nichts verliert. Mir ist so als würde das in einem leeren Eierkarton im Hangweg in der Schublade liegen.

Ja, Herzchen, es lagert bei mir und wartet auf Deine Verwendung.

LG Mama.

Mama ist die Beste.

Ich mache heute unkonzentrierte und komische Sachen. Behauptet eine Mandantin der Steuerberaterin gegenüber (sie schreibt sich mit „TH“, das nervt mich schon) die behauptet die emails hätten nicht geklappt, dass es Fehlermeldungen vom Server gab und sage das dann auch der Kollegin, ich hätte einen Hinweis per mail vom männlichen Kollegen, der unterwegs ist, bekommen. Ich habe mich getäuscht, die habe ich in gelöscht gelesen. Alles Quatsch.

Bestelle das Buch für Valentin in der Stephanusstraße. Die Serie war erst falsch, Nachfrage, jetzt wird es erst Samstag geliefert. Mit Lidl bin ich locker, aber Amazon kann kacken gehen.

Briefe durchschauen. Die erkenne ich ganz leicht an der schönen Schrift (ich in umgekehrt). Habe echt viele. Meine Tante hat mir Karte gebastelt: 11. Gebot: Du sollst Gott nicht langweilen.

Reliquien basteln und Stephan muss immer gucken und eine Meinung haben. Wie sieht so was aus und kann es nachempfunden werden. Eine mit dem Walknochen, den ich mit Perlen und Pouchkleber bebastelt habe in San Francisco in unserem Haus und eine soll zum Thema Bienen sein. Jetzt wird eine Plastikkuppel gebraucht in der eine Keramikscherbe lag, aus Japan. Die kann ich gebrauchen und werde sie mir ins Grab meiner Tante werfen. Das passt gut. Franzosen sollte das Filmemachen verboten werden. Das ist schlimm was da läuft.

DSC04680 DSC04681DSC04691 DSC04690 DSC04689

15.01. Traum: Flach, einzelne Sequenzen, weiß ich schon während dessen, dass es ein Traum ist. Schreibe ihn später auf, was ich noch weiß. Morgenmantel im Partnerlook. Will ihn Jasmins Schwester schenken und nicht, dass Jasmin das als Zurückweisung empfindet, gehe auf sie zu und will es ihr erklären, sie umarmen, mit der Schwester gemeinsam fände ich auch schön und ich habe doch so viele. Ziehe der Schwester einen über und es ist der falsche. Mein Gott, wie viele ähnliche habe ich denn? Stand hinten ein Spruch drauf in einem Kreis. Ein Kind hat 20 dicke Beutel von dem losen Fencheltee in eine Kanne gemacht. Welch Verschwendung, das schmeckt auch nicht besser, haben die Eltern nicht aufgepasst. Kann man den noch mal aufbrühen? Dann geht es um eine Ferienwohnung riesengroß, Bild im Magazin, kostet 1.000 die Nacht, aber wenn man sich das mit 20 Leuten teilt, geht es. Wir können schon mal den einen Schlüssel behalten, weil wir etliche auf eigene Kosten haben nachmachen lassen. Dann hat Normann auch weniger Arbeit wenn wir nächsten Mal kommen, können wir selber rein. Gute Idee sagt Stephan.

Ich springe aus dem Bett. Doch zum Gerichtstermin. Das Versäumnisurteil sehe ich als Niederlage, weil ich versagt habe und die Scheißinsolvenz noch nicht eröffnet wurde. Ich kann auftreten und Abweisung beantragen und alles weiter hinauszögern. Mein Mann holt mich wieder runter. Er versteht, warum die so eine Thermik machen und ich sollte es nicht tun. Was bringt das? Er hat Recht, ich arbeite mich auf aus falsch verstandenem Ehrgeiz, es ist unprofessionell und bringt nichts. Das wirkt bei mir und ich rolle Wolle auf im Wintergarten. Gestern war Tag des Haustieranziehens, und ich rippele auf was ich mühsam mit Muster gestrickt habe. Ist nur 45 cm breit, wem sollte das passen. Wollte es umfunktionieren für Suki, jetzt wird es aufgemacht damit was Neues entstehen kann. Ich erinnere mich schlagartig an die alte Dorfschule in Ruit, wo das war bzw. an das Treffen mit meiner Tante. Vorher sagte mir das nichts, es war heiß, wir sind mit Öffis hingefahren und einen Schleichweg dort hingelaufen und haben Fotos im Ort gemacht von einem Dorffest Ruit und sie hatten Bananen vor dem Haus. Das muss die Zeit gewesen sein, wo wir auch schon eine hatten und ich habe diese senfgelbe Ledertasche aus Istanbul getragen.

Der Metzgernachfolger muss sich rechtfertigen. Göing ist keine Kette, nur in Hannover und sonst haben sich nur Spielhallen beworben. Sollen die Leute selber das Risiko der Selbständigkeit auf sich nehmen und einen Laden aufmachen und anmieten, statt sich zurücklehnen und auf Unterhaltung warten. P-Monster wünscht mir über What’s App ein frohes neues Jahr und Gesundheit und ich soll so bleiben, wie ich bin.

Die Grabpflege der Betreuten kann man als Umsonstservice Fotos schicken lassen und am Totensonntag zünden sie ein Grablicht an, wenn man 5-Jahres Vertrag macht. Warum jetzt andere Kundennummer. Muss ich mal fragen.

Überfalle Sunla als Grafikerin. Sie soll helfen, ganz schnell. Den Maulbronner Brunnen als Hintergrund. Anruf bei der Stuttgarter Zeitung. Der Trauerrand hat 3 Punkt, aber man kann auch abweichen.  Sie hat alles selber gemacht, 0815-Spruch. Unsere Traueranzeige wäre aber besser gewesen. Zurückweisung auch noch nach dem Tod, so fühlt sich das an. Den ausgewählten Spruch: Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir, können wir für meine Mutter nehmen, sagt sie. Ich denke, manchmal gehört es auch dass man sich fallen lässt, für mich zumindest. Ich kann mir viele passende Sprüche für mich überlegen, will aber den anderen auch ihre Freiheit lassen, einen Spruch für mich auszusuchen (Ding dong the witch is gone ist unser interner Witz). Wo liegt die Wahrheit. Bin ich meine Selbstwahrnehmung oder meine Fremdwahrnehmung. Wie sieht sich die Engadiner Nußtorte selber?

Erbsensuppe. Lieber Hotel in Berlin mit lauter Wohnwagen statt PS-Museum in Einbeck. Heutzutage ist das kultig, Stephan und mir fällt die Hausbootgeschichte unseres Vermieters ein. Es war der Vermieter in der Rodenstraße und wir wollten damals wohl nach Amsterdam und er erzählte, wie sie über die Tourist Information ein Hausboot gemietet haben und das war schlussendlich im Bauch eine großen Schiffs, fensterlos und es waren Wohnwagen dort aufgestellt mit Plastikblumen und Plastikstühlen davor und sie waren geschockt und hatten sich das anders vorgestellt. Schön, wenn man immer dasselbe denkt, dann fühlt man sich weniger einsam. Stephan fährt nach Wolfsburg. Ich schaffe es nicht, finde es aber gut, dass er es tut.

Ich will den Sarg doch bemalen, wenn das Donnerstagabend geht. Sarg bemalen geht immer und sie hätte es gut gefunden. Bestatterin sieht aus wie Chemo oder Kampflesbe, aber ist bestimmt nett.

Den Neuseeländer soll mit Beatmungsmaschine und ärztlicher Begleitung zurück geflogen werden, weil die Reha hier nicht übernommen wird von der Versicherung. Das ist Abschiebung und die Ärzte melden sich einfach nicht bei mir. Frechheit.

Schicke Herrn Ihme den Geburtstagsbrief mit Geld von seiner Oma nach Wunstorf. Stephan ruft aus Wolfsburg an, wie süß. Mit dem ICE kostet nur 9,- €.

Schaue mir den BM-Text an. Man ist der lang, eine Zumutung. Als Tyark sagte alle würden schreiben denke ich jetzt: ja, SMS halt.

Die Todesmitteilung soll in der Wohnanlage ausgehängt werden. Wer kann das machen? Meine Eltern wissen es. Die Frau, die die Wohnung auflösen soll laut der Bestatterin kennen wir alle nicht. Das Testament wird eröffnet und wir sind uns einig, dass sie da noch einige Überraschungen in petto hat postum. So was konnte sie gut planen, eine Überraschung und das timing. Post vorher adressieren bevor man in die Rehaklinik fährt und sie von dort verschicken. Adresse noch mal in dem Brief drin (außen vermerken auf den weißen Randstreifen der Briefmarken), wenn die Schrift verwischt war wegen Metallic-Umschlag. Sie war ein schwieriger Mensch, ich bin es auch. Du sollst Gott nicht langweilen. Amen.

Johanna Todesanzeige

Sport und die Inhaberin ist noch verletzt und kann nicht richtig. Sich dann gute Besserung wünschen lassen und als Humpelmaus bezeichnen lassen ist bestimmt auch nicht einfach. Die neue Musik ist toll mit Missy Elliot, Grace Jones und Bowie. Hauptsache, die stellt gute Musik zusammen und denkt sich abartige Übungen für uns aus.

Es fühlt sich das erste Mal so an, als sei man selber etwas gestorben, weil es eben doch eine nahe Verwandte war. Paps hat dem Sohn der Putzfrau der sie schlussendlich mit einem Trick ins Krankenhaus gebracht hat 400,- € überwiesen, Taschengeld. Ich finde es sympathisch, aber er muss auch nicht allen Leuten Geld zahlen, es sind keine Prostituierten. Danke sagen reicht manchmal auch. Er nimmt es zurück, dass er für das Grab zuständig sein will, war vorgeprescht und wir (d.h. Arnhild und ich) haben gesagt, das kann die Erbin machen, er ist nur 3 Jahre jünger als seine Schwester, was will er sich eine Grabstätte ans Bein binden. Seine Schwester enterbt ihn und er soll zahlen? Er sieht es auch so und schwankt so stark. Die Bevollmächtigte hätte im Todesfall ihren Urlaub unterbrechen müssen. Das findet er unmöglich. Käsestangen mit purer Butter und Rauchmandeln. Im Theater an der Glocksee ein paar Mäuse, passend zum Stück. Hier kennt man deutlich mehr Leute im Publikum. Mache Stephan den Vorwurf, dass es außer Wein oder Sekt kein anderes Getränk für ihn gibt bei so etwas, auch wenn der Wein echt scheiße ausschaut. Er bezeichnet mich als Hitler, dabei bin ich eine besorgte Ehefrau. Die Geburtstagseinladung in die Kochschule freut uns, was will er wohl für ein Foto? Man kann ja eine kleine Auswahl mitbringen.

Die Maus verträgt den Alkohol nicht und trinkt nur Wasser, Käptän Kümmel-Korn nur Schnaps und sie sind Freunde. Bei den Schauspielern ist es wie beim Kochen, Profis und talentierte Laien kann man nicht unterscheiden. Es gibt Mäuse zu essen und in der Pause wird Eierlikör gereicht. Die eine Schauspielerin hat ein faltiges Dekolleté. So ist das im hellen Bühnenlicht. Ich trinke anschließend ein Glas Rotwein zur Pizza, das passt einfach zu gut und wir sitzen im hinteren Teil des Ladens. Der Pizza-Bäcker geht alle 2 Minuten aufs Klo und humpelt und verzieht das Gesicht Schmerz verzehrt. Die Frau hustet. Hier sind alle krank. Gegenüber machen sie eine Weinbar auf und das Ohnesorg wird geschlossen. Hätten wir da mal einen Burger essen sollen. Stephan beteuert seine Burgerzeiten seien vorbei, er habe sich geändert. Ich finde es jedenfalls gut, dass Gothe noch die Kneipe, das Lorberg weiter macht auch wenn wir da eher selten hingehen. Macht ja nichts.

Ja, der Stuttgartbesuch im Mai 2014 war so intensiv und vollgepackt. Dank BM Tagebuch bekomme ich den Ablauf wieder hin. Zur rechten Zeit ein Blog hilft gegen das Vergessen und den geistigen Abbau. Deswegen haben wir auch Nürnberg gewählt und nicht Stuttgart, wir sind anders in meiner Kernfamilie. Donnerstag kann ich Suki nicht nehmen wegen Wien. Wir wollen beide bis Sonntag in Stuttgart bleiben. Immerhin das können wir beide offen zugeben und eiern nicht rum mit diesem: wie Du es willst. Die Häkeldreiecke muss ich ausmessen vor Wien, ohne meine Häkelschmusedecke verreise ich nicht.

16.01. Traum: 0800ter Nummer und ich will auflegen. Mache das nicht mehr mit dem Familienrecht. Ach so für Yusuf habe ich schon angefangen und übersetze. Wir machen Telefonkonferenz. Ich höre, wie sie sich beschweren, dass es nicht geklappt hat. Doch, bin in der Leitung. Abrechnung nach Aufwand. Wir nehmen 500,- € die Stunde denke ich mir aus. O.k. der Vermittler macht das auch so. Dann soll er die Zeiterfassung von sich mir schicken. Dann beobachten sie einen Typen. Vater? Der sitzt am Köthnerholzweg draußen hinter durchsichtiger Plastikverkleidung und raucht. Man sieht seine Glatze von hinter. Der Detektiv steigt die Fassade hoch und sie küssen sich. Ich spanne etwas von einem Parkhaus gegenüber. Dann die Yogastunde der sympathischen Frau. Ist immer dienstags und kostet 11-13 €. Muss ich auch mal kommen, ist gut besucht. Ich melde mich zum Armdrücken, aber der Typ drückt mir schon vorher so die Hand zusammen, dass es zwecklos ist und sie ist übersät mit roten Flecken. Fühlt sich gar nicht an wie Verlieren an, sondern mutig, dass ich überhaupt angetreten bin. Sie erklärt mir was und hat so eine tolle Stimme. Bin ich dabei mich in eine Frau zu verlieben? Werde wach und denke an die Stimme meiner Mutter, die ich so mag. Sie ist so kraftvoll und ich bin froh, dass ich sie geerbt habe. Offenbar behält man die auch ein Leben lang. Kann verstehen, warum mein Vater auf sie steht. Es ist wohl noch früh. Denke daran, dass Hanna aufgebahrt werden will. Jetzt sieht sie schön und friedlich aus schreibt die Bestatterin, aber man weiß nicht, wie es in 14 Tagen sein wird. Natürlich mit Kühlung, wie sonst. Da erscheint mir meine Mutter sehr unrealistisch. Sie hat Klamotten zum Beerdigungsinstitut gegeben. Ich denke an das Hütchen, Ikebanastil was ich zur Beerdigung machen will, das mit dem altmodischen Blumentextilaufnäher und vom Flohmarkt und irgendwas von Doutour unserer Lieblingskette für Kaffee in Japan, sie war nie da und so ein großer Fan und dem Pommespieker aus dem einer der überkreuzten Pieker rausgefallen ist werde ich weiter entwickeln. Das passt. Oma hat mit den Piekern und roten runden Patronenhülsen (Platzpatronen?) eine Collage aus Abfall gelegt, aber ganz brav und symmetrisch Blumen und dazu gemalt. Wie weiterentwickeln? Es ist früh, aber ich stehe auf. Es ist dann erst 5. Um 1 bin ich ins Bett gegangen. Mache die Kaffeemaschine an. Höre Geräusche von oben (und auch aus der Wohnung über uns). Schreibe dem Nachbarn, ob er auch so einen komischen Rhythmus hat, aber vermutlich geht der gerade zu Bett. Habe ihn gestern mal wieder gesehen, vorbeigefahren auf dem Rad. Anstandsfrei wiedererkannt, trotzdem zu selten. Zusammen einen Ausflug nach Gehrden machen und dem ehemaligen Beckmann-Koch überraschen schlage ich vor.

Die Maus hat für Kekse dem Jungen auf dem Kragen gesessen und ihm in der Schule geholfen und der ist Präsident der Vereinigten Staaten geworden. Keksfabrik, Schwiegervater und Ehefrau sterben an einer Keksvergiftung, will auch welche kaufen heute. Doch noch mal eine Runde ins Bett? Ich sollte Michael schreiben, dass wir ihn treffen wollen in Stuttgart. Stephan hat mir einen Prospekt der Ausstellung mitgebracht. Das ist lieb, aber immer zwei wegen der Bildrückseiten. Ist das wieder Beschweren? Habe raue Beulen auf der Nase. Kartoffel eben.

Schlafe noch mal ein und träume u.a. davon, dass das Handy Musik spielt und zwei Mal ist es Sunla. Das letzte Mal beschwert sie sich über einen Schreibfehler, ich hätte Wespe statt Wäsche geschrieben und sie lacht sich tot. Ich bin sauer und sage, das seien Flüchtigkeitsfehler und sie soll mich nicht mehr anrufen und lege heulend auf. Es klingelt und sie und Andras stehen vor der Tür, als Überraschung. Habe es nicht so gemeint. Wir müssen das Gästebett vorbereiten. Die Wäschespinne ist voll und tierisch schwer, es ist ein Wagenrad oder so (Stephan hatte gestern was in den Speichen was beim Fahren blockiert hat und musste es ganz heftig rausziehen und ich dachte zuerst es sei eine verbogene Speiche, aber es war ein Fremdobjekt und er drüber gefahren). Ich zeige ihnen erst mal Neuigkeiten in der Wohnung, neue Wand in der Küche und im Schlafzimmer hat Heike Stuck mit lauter Figuren hingebastelt, ein unglaublicher Rahmen und schwarz-weiß dazu an die Wand und Tür gemalt und über dem Naturstein ist eine lila Samttapete. Das kann man wieder abmachen, wenn man will. Sie hat es gemacht um uns eine Freude zu machen als wir nicht da waren. Sie staunen und Andras hat eine dicke Golduhr um und einen komischen Strickpulli. Es wäre Wahnsinn, was ich für talentierte Freunde habe, die so was nur als „Hobby“ machen und einfach so für mich. Werde genau vor dem Wecker wach um 9 Uhr. Die Kaffeemaschine war jetzt lange genug an.

Die Bestatterin schreibt mir, sie liegt schon im Sarg und ich kann nur den Deckel bemalen. Wer länger als 14 Tage trauert ist depressiv fällt mir noch ein.

Yoga mit der Wand als Widerstand und nur eine kommt noch später als ich, meine Freundin Steffi. Ich will mal die eine Stellung mit Knien an den Ohren ohne Unterhose machen. Egal wie furchtbar es ist, das muss ich mir mal anschauen (in dieser Inkarnation wie meine Tante immer sagte). Der Schnee und die großen Flocken, ich denke an japanische Bilder von Menschen im Schneesturm.

Der Raucherglaskasten Kaffee am Küchengarten mit Kännchen Machwitz Kaffee. Da hat Steffi Lust darauf. Vorgeschmack auf Wien und die Raucher sitzen vorne, wo man hinter den Zimmerpflanzen alles im Blick hat. So skurril, alte Raucher (Frauen um die 70, die aussehen wie Zwillingen und Zigarillo rauchen und wissen, dass Brigitte Nielsen das nicht essen konnte und sich zu viel geekelt hat), im Nichtraucher türkische Familien und eine Behinderte und eine Transe. Hässlich eingerichtet ohne Ende. Ein Foto von dem alten Haus haben sie nicht nur mehrere rahmenlose Bilder mit Linden Mitte und Süd untertitelt. Es macht dieselbe Frau wie früher, dieses „Kaffeehaus“, eine etwas verhärmt aussehende, wohl auch Türkin. Toll ich hatte einen Zimttee und Quark mit Früchten und eine Camembert-Brötchen.

Kaffee trinken zuhause im Wintergarten, auf dem Glasdach das Muster dieser Sandbilder.

Statt Shopping Queen einen Bericht über die Bestatterin, u.a. wie sie Menschen anzieht von der Kremierung. Dienstleistungen, die keiner kontrolliert, kann man auch nicht machen und abrechnen, Zähne putzen und Lederjacke anziehen vor der Verbrennung. Das schwarze Schaf aus dem Bericht hat Kühlung abgerechnet (40-80 € am Tag), aber nicht gemacht, einfach im grauen Müllsack liegen lassen und dann gesagt, noch mal sehen geht nicht, die Mutter sei entstellt und Sammeltransporte zum Krematorium und den Leuten Tierurnen mit der Asche 4 Monate alten Babies überreicht. Gut, teure Särge verbrennen ist echt Quatsch, aber den teuren abrechnen und umbetten ist auch keine Lösung. Hat jedenfalls einen Bastelraum die gute Bestatterin.

Paps besteht darauf, dass ich eine Rede halte, sonst tut er es und das wird schlechter. Dann ist mir das zu viel Malen und Reden und es wird zeitlich auch zu knapp. Ich will ihrem gemalten keine Konkurrenz machen. Paps will ein Foto mitbringen Hanna als Kind, wie sie alleine geht. So selbständig war sie, sie brauchte keinen Menschen, auch einen Bruder nicht. Das sehe ich anders, weil er in fast allen ihren Briefen vorkommt, auch in dem letzten aus der alternativen Reha. Immer geht es darum, sie bekommt viele Anwendungen, aber Dietrich hält das für Hokus Pokus. Was passiert draußen? Wir werden hier gerade komplett eingeschneit. Das sieht so schön aus. Wie ein Zauberwald.

DSC04684 DSC04685 DSC04686

Seit wann liegt Syrien in Nordafrika und seit wann sind junge Muslime alkoholisiert. Ich glaube der Politpropaganda nicht.

Frau Arnold in der Bahn. Jetzt lag die Adolf-Karte so lange bei mir und sie zeigte keine Reaktion auf den Fan-Brief, dass ich sie behalten werde. Anstrengendes Theater. Thema Inflation, aber es geht passenderweise auch wieder um Ameisen im Körper und Psychiatrie, weil wir sitzen neben den Abonnenten. Hinter uns, die Querulanten, die Theaterstühle sponsern und die ganze Zeit währender Vorstellung labbern und ihren Senf dazugeben und mir ins Kreuz treten. Wir haben die Lebkuchen dabei, aber nicht das geliehene Buch. Wolfgang hat uns zum Geburtstag eingeladen und erzählt eine lustige Geschichte vom „Baby-Bier“ 0,3 in Bayern und die Wirtin musste extra auf einen Stuhl stiegen um das Glas zu holen zur Belustigung der Gäste und beim Verabschieden am Küchengarten kapiere ich, dass wir zwei Mal eingeladen sind zu ihnen. Auch gut.

16.01. Ich schreibe an Valentin und nehme mir vor, mit meiner Handschrift sorgfältiger umzugehen nach dem Vorbild meiner Tante (das wird nicht klappen) backe Kekse und telefoniere mit der Verwandtschaft aus München (zuerst will ich die abwimmeln, weil „ich backe gerade“, aber das geht schlecht). Wenn ich öfter backe, brauche ich ein Handrührgerät (der Zauberstaub ist scheiße und ungeeignet und der Finger wird lahm, weil man halten muss und ich muss schließlich von Hand rühren und auch das gebe ich bald auf), das kann ich doch von meiner Tante erben. Sie schrieb so viel von Kochrezepten und dass sie kochen trösten würde. Sie hat bestimmt einen und die anderen auch. Freitagabend in das Ballett, diesen Goecke wollten wir immer schon sehen und etwas Ablenkung tut gut. Ich sichte die Briefe, am 13.01. 2013 hat sie von Teneriffa aus geschrieben, genau 2 Jahre vor ihrem Tod. Sie hat auch genau geschrieben, Leichenschmaus im Palmschen Bau und mir einen Flyer geschickt (gut, wenn man alles aufhebt). Die Dichtung auf der Wärmflasche hat sich gelöst. Schmeiße ich weg. Da bin ich ausnahmsweise nicht bereit ein irgendwie geartetes Risiko einzugehen.

Erst geht die Gartentür nicht auf, dann ist das Radschloss eingefroren und das Rad angeschlossen. Im Bus sehe ich alle in Tod. High Tea in der Gerberstraße. Es gibt sehr leckere Sandwichs und das Mahjongspiel aus Brooklyn sieht aus wie Walfett (Michi meint Rosenquarz). Die Staudenberatung hat ergeben, dass ich Christrosen mitnehmen werde zu der Einpflanzaktion. Die haben auch einen tollen botanischen Namen, den ich mir wegen einsetzender Demenz nicht ansatzweise merken kann. Als ich sage, dass meine Tante die Klamotten schon hinterlegt hat beim Bestatter, erzählt Markus was Käthe anhatte und, dass sie dieses Jahr 90 geworden wäre. Ich sage, Horror, das schaffe ich nicht mir das Leichenkleid selber auszusuchen. Das müssen andere dann machen oder ich muss besser werden.

Ich denke daran, wie wir mit Hanna nach Oberaichen zu unserer Wohnung gefahren sind in der ich Kindergartenkind war und sie ist mit dem Auto gegen einen Pfeiler gefahren und hat diesen beschädigt und vor allem ihr Auto und wir sind einfach gefahren und ein Anwohner hatte das gesehen, aber es ist wohl alles gut gegangen. Wir werden auch die junge Generation vom Roten Berg sehen. Wer zur Beerdigung kommt unterstützt mich und meine Eltern. Das cleane Hotel-Apartment hat nicht geklappt. Gleich Donnerstag in die Weinstube Fröhlich. Die Trauerrede kann ich auch in Wien weiter schreiben, der Tod kommt aus Wien, sagt man ja.

Türhaken 16

04.01. Wieder schlecht einschlafen und nicht tief. Um 7 Uhr klingelt mich der Wecker raus. Meine Eltern erreichen Stephan nicht, weil er hat auch bis 10:30 gepennt. Radfahren wie auf rohen Eier. Wird besser. Beschissenste Straßen für so was überhaupt liegen auf meiner Route, Davenstedter am Café K vorbei, Eleonorenstraße, Minister Stüve Straße, Adolfstraße. Mein Betreuter sitzt schon vor der Sachbearbeiterin, die noch ihr Weihnachtssweatshirt mit einem Tim Burton auf niedlichen Elchen drauf, dem die Augen aus dem Kopf quellen. Dafür löst sich meine Ente vom Hütchen. Ich gestehe meinem Betreuten vor der Zeugin meinen Fehler, dass die 60 Monate schon am 30.06.2014 voll waren und ich zu doof. Gleich im neuen Jahr alles bereinigen. Termine mit der Ausländerstelle kann man auch online machen. Das probiere ich mal. Das Postamt in der Osterstraße will ich anpeilen wegen des neuen Portos. Ist schön ruhig da. So ruhig, dass es dunkel ist. Wurde geschlossen. Der Plakattyp mit dem Bauhelm auf bei Weitz in der Straße auf sieht aus wie der Daniel Brühl Schauspieler und ich weiß nicht, wirbt der für Männeranzüge „Lo & Go“ oder eine Baufirma, weil das am Gerüst hängt und wegen der Kopfbedeckung. Wenn ich an die Schauspieler vom hiesigen Ensemble denke, habe ich gute Laune. Anerkenntnis durch Jobcenter als einzige Gerichtspost. Da fängt das Jahr gut an. Ergänzungswolle bei Idee (3 Knäuel, die gut reinpassen) und Brot bei Gaues. Hier ist schlechte Katerstimmung. Der Chef ist da und irgendwas muss aufgeräumt werden. Das Brot und die Brötchen sind alt und hart und teuer (ohh, knusprig, wie die Mitarbeiterin kommentiert als ich eines aufschneide). Das können die doch nicht machen. So doof ist keiner, die sind von Samstag mindestens. Werde beim Rad fahren mutige und es macht doch Spaß zu rutschen. Ich bin noch wahnsinnig satt und die Butterkekse und Cranberrypastete liegen im Magen. Wenn es kalt ist hilft das ungemein. Die Karte aus Hamburg an meinen Kollegen nehme ich höchstpersönlich mit hoch. Der Bürohund kläfft kräftig und ja, das wird immer schlimmer. Am schwarzen Bären war ein sehr süßer schwarzen Hund mit Dackel drin, lustig und aufmerksam. Laut rufen und hinterher laufen. Das müssen Hunde erst mal verstehen, dass sie dann zurück sollen. Wieder Alkoholpause bis Ostern, aber was ist mit Wien. Ich kann ja sagen, Pause bis auf Reisen und dort vernünftig trinken (keine Exzesse). Meine Eltern kommen mir zuvor mit dem Anruf und wollen 4.000,- € an Stephan überweisen. In einer Mail erhöhen sie auf 5.000,- €. Ist die Gebühr fürs Suchen, sonst zahlen sie auch Reisebüro. Der alte Kalender wird abgehängt und der Türhakenkalender von Sunl ist der neue Jahresbegleiter 2016. Die lustigen Gesichter freuen mich jetzt immer beim Wasser kochen.

042151

Herr Hodscha kommt am 25.02. in die Klinik und am 15.02. zur Entgiftung und muss sich jetzt jede Woche bei denen melden, sonst vergeben die seinen Therapieplatz. Das muss Mutti sich eintragen und tut sie auch. Frau Ruanda aus der Psychiatrie. Sie ist ganz vernünftig. 18,- € für B-Schein, ja, sie wird die Medikamente nehmen. Das hat sie immer gesagt und es nicht getan. Warum soll ich ihr jetzt glauben, was hat sich geändert? Sie soll es mir erklären und warum nicht ist keine Erklärung. Ich soll nach vorne blicken und nicht zurück. Sozialarbeiterin muss nach Hause kommen 2 x die Woche um sie zu kontrollieren und sie muss zustimmen und einen „publisher“ suche ich jetzt nicht, weil das keine Priorität hat und ich das ganze Unterfangen für äußerst schwierig halte, ob das überhaupt klappt. Bücher veröffentlichen = schweres Geschäft selbst für die, die das studiert haben. Es hat keiner auf sie gewartet und ich spreche nur rudimentär Französisch und da muss sie selber aktiv werden. Wegen der Medikamente nehmen und ihrer Zusage schlage ich vor, dass sie es mir schriftlich gibt. Hat keinerlei Wirkung, nur moralisch, dass ich es ihr dann zeigen kann. Bekomme Fax. „I (Name), I testify that I will take medications prescribed to me in the way the doctor will ask me to do. In case, I will have my own flat, I will have to accept the social worker in her weekly control. And I accept as well to pay 18 Euro in order to allow that own flat to be founded for me. This is what Frau A. wants me to write down.“ Das stimmt ja im Groben so. Sie hat Regel und nur Klopapier, Anruf von mir und sie bekommt Bindenmaterial. Der Typ auf Station meint, sie hätte sich wohl nicht getraut zu fragen wegen Scham. Warum, was hat das mit Scham zu tun frage ich mich. Büromittagstisch im Marktcafé. Ja, die Reitstunden der Töchter. Warum nimmt sie nicht den schlecht sozialisierten Hund mit, der muss ausgelastet werden und wurde doch für sie angeschafft. Der Vater wundert sich, wie stark schminken und Reitstall mit dreckigen Klamotten und Gestank zusammen passen. Für den kommen Frauen offensichtlich vom Mars. Der Kollege erzählt, dass seine Töchter sich über das junge Publikum in der Korn beschwert haben (und sie sind selber minderjährig). Das ist lustig. Der Erziehungsauftrag sei mit 11 abgeschlossen. Er warnt vor den Gefahren des Radfahrens. Glas unter dem Schnee auf dem Küchengarten, aber ich bin doch kein Fahrradreifen, für den das tödlich enden kann. Dass er naiv und teilweise weltfremd ist zeigt sich daran, dass er glaubt, das Porto sei auf 60 Cent gesenkt worden. Nein und auch die größeren Briefe sind nicht billiger geworden. Die Lerche wars oder die Nachtigall- Diskussion. Er kennt das nicht zu Bett gehen nur, wenn er den nächsten Tag nicht haben will, also schlecht drauf ist. Das Ausmisten fällt leicht zu Jahresbeginn, auch wenn es nur eine Bambusstange aus China, alte Briefumschläge und sterbende Büropflanzen sind. Das wichtige ich, dass ich langsam Gefallen daran finde.

Noch mal in die Stadt eiern und es wird dunkel. Kröpke-Passage. Der andere Strafverteidigerkollege kommt gerade mit dem Taxi vorgefahren mit schwerem Gepäck (wohl auswärtiger Termin). Er fährt Fahrstuhl, ich laufe Treppe und halte ihm oben die Tür auf. Herr Yoga wartet schon im Wartezimmer und hat eine Zahnlücke vorne. Einen Schneidezahn haben sie ihm gezogen und er bekommt ein neues Implantat. Diese Technik klappt echt nicht so gut und vor allem nicht dauerhaft. Fahre mir mit der Zunge liebevoll über die Zähne. Es geht doch nichts über echt und die haben auch Nerven drin und sind nicht tot und aus Plastik. Das ist ein ganz anderes Mundgefühl. Er ist still, weil es auch Lispelgeräusche macht, wenn er spricht und ihm das unangenehm ist. Eine junge Mutter spielt auf ihrem Handy, der Sohn verhält sich wie ein Junge und fasst in alle erreichbaren Steckdosen und versucht jeden Schalter zu drücken, umzulegen und dann die Beine der Kinderstühle auseinander zu biegen, nachdem er sie umgekippt hat. Dieses Kräftemessen ist wohl echt männlich. Der jüngere Kollege hat eine Plauze bekommen und sieht alt aus. Er hat die hässlichste Leinwand der Welt an der Wand gemalt von seiner Frau, die mit uns zusammen studiert hat. Der Kollege wird den Richter anrufen und herausfinden was der will. Entweder er ist befangen, weil er sich selbst belastet durch die Aussage oder Zeugenbeistand um es beurteilen zu können, wann ihn eine Frage selber belastet. Der Dealer macht eine Ausbildung und er will nicht, dass er Schwierigkeiten bekommt. Das zählt allerdings nicht. Er liest aus der Akte vor. Die Anzeigenerstatterin war 14 und dann 15 und es gab immer Joints bei dem älteren Mann, der wenig Freunde hat und einsam war. Sie hat 3 Packungen Longpapers verbraucht in der Zeit und nichts gezahlt für das Gras. Sexuell wollte er nichts, nur Gesellschaft und Pornos haben sie auch nicht zusammen geguckt, hatte aber wohl einen mit seiner Ex (sie war auch alleine in der Wohnung und hat wohl geschnüffelt). Er hat ihr und der Freundin seinen Dealer vorgestellt und auch Fotos von seiner Grasplantage gezeigt. Wie doof kann man sein vor solchen jungen Hühnern anzugeben und das hat den Azubi auch reingerissen gegen den er jetzt aussagen soll. Er trifft sich noch immer mit der einen, die aber jetzt 20 ist. Ihm ist nicht zu helfen, es sei nicht unbedenklich und er soll lieber nur Bier mit ihr trinken oder Wein, auch wenn das nicht besser sei, sei es legal so der Tipp des Kollegen und ich bin wohl auch naive, dass ich dachte, die Sauna verbraucht so viel Strom.

IMG_1718 IMG_1717

Detlef kommt um 19 Uhr, ich gehe nicht mit zu der Lesung. Morgen mit Andrea gibt es noch Kaffee und Lebkuchen aus Nürnberg oder Stollen aus Bayreuth. Oma Ihme kommt vorbei mit Neujahrs- und Geburtstagspost und Aufklebern und hinten steht als Absender „Oma Ihme“. Der Hase hat heute Geburtstag und kam nicht um 12 und dort wo sein Briefkasten war klafft ein Loch. Der freundliche kurdische Betreute kommt mit Schoko-Frühstückskeksen für die Betreuerin. Frau hat Mahnbescheid von VW-Bank bekommen. Habe ich an den Kollegen weitergegeben, er geht gleich vorbei und gibt das dort ab. Akte finde ich nicht auf Anhieb, aber dann schon. Die bringe ich direkt vorbei. Neue Betreuungssache, Typ aus Neuseeland, war bei Ex zu Besuch und hatte Hirnblutung. Ist Jahrgang 1965 und liegt nicht einwilligungsfähig im Nordstadt und ist ungeklärt, wer Krankenhauskosten übernimmt. Ex will damit nichts mehr zu tun haben. Lebt in Nienburg. Klingt gut.

Rumpf ist Trumpf ist das Motto der Woche und heute eine ruhige Yogastunde, meine Füße sind durchgehend kalt. Detlef holt Stephan ab mit etwas Nordbayerischem Kurier und sie trinken Wein und das Plektrum als Ersatzort für den 1. Weihnachtstag, das abendliche Treffen seit es das Unterground nicht mehr gibt, weil der Inhaber gestorben ist wird mir erklärt. Ich kannte es nur 1 Jahr. Tonic gab es dort noch nie, wie mein Mann feststellt (nur O-Saft und Lemon, die haben Prinzipien und sind für Biertrinker da) und ein Stammgast hat dem Wirt einen Fernseher gekauft, weil ihn der alte nervte. Sky ist verpönt, Sportschau wird geguckt. Die Stammgäste hatten ihren eigenen Bierhumpen dabei wie ich mich erinnern kann.

Die Dinge ändern sich. Die letzte Regel hatte ich im Oktober. Ich fand es zwar immer blöd, aber ohne auch wäre komisch und ich merke jetzt, es geht auch ohne und sogar gut.

05.01. Traum: Wir haben eine neue Putzfrau und es sieht besonders chaotisch aus. Ich entschuldige mich und gehe nicht zur Arbeit, sondern räume auf. Im Schlafzimmer, wie explodiert und auch lauter Klamotten von Stephan auf dem Boden. Es muss schrecklich für sie sein und sonst sei es nicht so schlimm entschuldige ich mich. Sie putzt nicht nur, sie räumt auf. Kaputte Ketten aus Bügelperlen. Kann ich die kleben? Waren die vorher schon kaputt? Es geht um eine Ente, die zubereitet werden soll. Mit Füllung? War letztes Mal langweilig. Sie schlägt Rotkohl als Beilage vor. Die alte Putzfrau, die ich ignoriert habe versuche ich einzubinden, sie hätte so einen Knochen durch die Brust gezogen. Das sei auch gut gewesen. Thomas ist zu Besuch. Ich fange an Kohl zu raspeln mit der Reibe. Stephan hätte geschnitten, aber dazu fehlt mir die Geduld. Muss der auch eingelegt werden. Macht Stephan bestimmt Essig dran und das schmeckt dann wie Sauerkraut. Sie geht mit uns einkaufen und zeigt uns einen riesigen asiatischen Supermarkt mit verstecktem Eingang. Handwerker sind innen. Naturtrüben Apfelsaft, sieht lecker aus. Gibt es auch in der Coop sagt Stephan. Dann hätten wir gar nicht herkommen müssen. Ich will den sortenreinen aber probieren versuche ich zaghaft mich durchzusetzen. Sie haben Kokosmilch in riesigen Verpackungen wie Costco, 50 Liter. Da haben wir schon Verbrauch. Wie lange hält das denn und Hauptsache ich erwische nicht wieder das Kokoswasser, das teure was ich neulich hatte als Ersatz für Sojamilch. Was ist daraus geworden? Sehe den Karton zusammengefaltet im gelben Sack und werde wach. Der Traum war ja wie mein echtes Leben. Da lohnt sich träumen nicht!

Stephan vor 10 Minuten vor mir aufgestanden. Wir legen uns noch mal ins Bett. Ich erzähle von der Doppelfolge „Wer wird Millionär“, den unverhohlenen Sympathien von Herrn Jauch. Dann die Fragen Hanno hat Hannover gegründet, die Zeckenkarte im Erste Hilfe Set, die Duftschicht mit der Früchte und Beeren und nicht Rehkitze und Frischlinge in den ersten Monaten geschützt sind und die Pay Wall bei Zeitungen und Zeitschriften und Stephan von der Kulturveranstaltung. Die Journalistin war gut drauf und hat Sekt getrunken und mit Christoph Walzer getanzt und er erzählt mir den Männerwitz: Was ist der Unterschied zwischen einer Krawatte und einem Kuhschwanz? Der Kuhschwanz bedeckt das ganze Arschloch. Hätte mir auch erzählen können, dass er Teneriffa gebucht hat. Ich nerve ihn, meine Eltern nerven ihn und er macht dann erst Recht nicht, das ist eine Spirale. Es liegt noch mehr Schnee und Radfahren ist im Sommer wie Skateboard und im Winter wie Rodeln. Auf dem Markt sind kaum Stände und der Kaffeemann hat es sich gleich ganz gespart.

Taz immer noch preisstabil. Haz und NP sind teurer geworden. Hat der Kioskmann mir gestern schon erklärt, dass er neue Preisliste bekommen hat. „Sieh Dich selber im Spiegel der Anmut“, der Fimo-Schlüsselanhänger, der meiner Mutter gefallen hat geht zu Bruch und ich sammele die Teile ein. Brauche Hausschuhe fürs Büro. Die Steuermitarbeiterin will neuen Wasserkocher kaufen lassen. Bisher habe ich die angeschafft und der Deckel ist kaputt, aber er funktioniert noch, ist wie Aschenbecher im Auto sage ich. Esse die Frühstückskekse, die der kurdische Betreute mir gestern geschenkt hat. Die versorgen mich, meine Schafe.

Herr Ihme ist seit dem 30.12. in Wunstorf. Deswegen liegt der Geldumschlag von Omi hier und er meldet sich nicht. Diverse Telefonate wegen Taschengeld und Richter aus Neustadt, der jetzt zuständig ist und heute Sitzung als Strafrichter hat. Der Richter aus Hannover ist sauer, weil ich ihm Arbeit beschere, aber ich will lieber, dass er es bearbeitet, weil er im Fall drin ist und Herrn Ihme kennt (ihn sogar in der Straßenbahn grüßt). Ich rufe ihn noch mal an, weil ich es mir echt nicht versauen will mit ihm. Mischlingshunde in Hannover. Will nicht wirklich einen oder doch? Nur Spaß, keine Verantwortung, dann ist Suki perfekt und besser geht es eh nicht. Jeder andere Hund wäre eine Enttäuschung. Der Kollege muss Honorare einklagen. Das war schon gestern Thema. Auch unangenehm. Kann er doch einfach vom Gericht festsetzen lassen die Gebühren gegen die Mandantschaft gebe ich ihm als Tipp. Viel einfacher und er hat einen Titel und immer weiter argumentieren und sich abarbeiten bringt auch nichts. Mein Mann schreibt mir: „Ich versuche Dich da immer möglichst wertneutral informiert zu halten“ (??). Soll ich den Sex auch mal so beschreiben?

Meine Betreute „Mama“ wird erst Morgen operiert und ich melde mich erst danach um Komplikationen durch unwissendes Krankenhauspersonal zu vermeiden. Der neue Betreute liegt dann im selben Krankenhaus. Auch praktisch. Die Frau aus der Schweiz ist so schwierig, dass ich einfach bin damit verglichen und dieses schlichte Prinzip garantiert den Erfolg. Ich rufe an und die sind so froh, dass ich als Dolmetscher fungiere, dass sie alles tun.

„Sehr geehrte Frau A,

auch ich danke Ihnen für das freundliche Telefonat und die übersandten Unterlagen.

Zwischenzeitlich konnte ich auch mit Frau XY (vom Arbeitsamt) sprechen. Ich gehe davon aus, dass wir die Zahlung ab dem 13. November umgehend veranlassen werden.

Geben Sie mir noch etwas Zeit, ich melde mich heute oder morgen noch einmal bei Ihnen.

Freundliche Grüße

XY Teamleiter Servicezentrum Krankengeld“.

Stephan hat lecker gekocht und mir damit eine große Freude gemacht. Andrea hat noch unschlüssige Tussis zu versorgen, die ihre Kleidergröße nicht kennen, nicht wissen, wie lang ein Rockreißverschluss sein muss und ob schwarz zu lila passt und auch nachfragen müssen, ob weißer Faden weiß ist, aber einen ganz verrückten Rock nähen wollen und da richtig Lust drauf haben, so dass das Essen zu lange warten musste, aber geschmacklich ist es gut. Andrea nimmt die Peg Bag plus Inhalt. Wir wundern uns darüber, dass man sich gar keine Mühe gibt den Schnee zu räumen und einfach alles liegen lässt. Ja, die Kinder lassen sich gerne auf Schlitten ziehen und haben einen Riesenspaß und dafür lagert man ihn 363 Tage im Jahr im Keller, wie Andrea richtig bemerkt. Aber es ist schön Sachen zu haben und wenn man sie für so ein Highlight benutzt umso besser. Mal sehen, wie oft sie meine Schaffellmatte mit eigener Tasche benutzen wird. Ich zeige ihr meine neue „Beurre-Tasche“ mit der tollen Geschichte. Jetzt habe ich immerhin Büroschuhe.

Ich schaue täglich das Foto meiner toten Freundin an. Ich habe es mir aus dem Internet auf den Laptop geladen. So schnell kann es gehen. Sie soll mir eine tägliche Begleiterin sein.

Frau Hanebuth kommt mit Buddy, der tolle Kunststückchen macht gegen Leckerli und davon echt viele bekommt. Er macht Eichhörnchen. Er ist ein großer, weicher Kurzhaardackelmischling und macht Männchen und streicht sich mit den Pfoten über das Gesicht (sehr süß). Durch Suki habe ich Futter da, aber er ist mäkelig. Sie lässt mir was da, eingeschweißte Stange mit Husky auf der Verpackung, was das Fell weich macht. Davon bekommt er zwei am Tag. Sag „persönliches Budget“ Buddy ist meine Reaktion. Es gibt keine Wertmarken mehr am Automaten. Das ist ja echt mal interessant, wenn sie da was geändert haben sollten.

Beim Sport steht nur mein Fahrrad vor Schweinske. Nach dem Kurs noch die Frau, der ich Plastikblumen fürs Rad schenke. Wir sind die letzten 2 Radfahrerinnen. Die eine neue Trainerin ist super sympathisch und lässt uns alle möglichen Ballettübungen mit reichlich Wiederholungen machen. Das tut gut immer neue ambitionierte Trainerinnen, die einen fordern. Ich brauche das. Ziehe über die Sporthose die Angoraunterhose (Liebestöter) und fahre damit nach Hause. Die anderen staunen und ich genieße, weil das so gemütlich ist, die Wärme. Danke Schwiegermutter.

06.01. Traum: Die Steuerfrau zeigt mir wie sie ein Taxi bestellt, laminierte Visitenkarte mit Foto einer vietnamesischen Frau, die nach Thai-Massage ausschaut. Ich werde wach nachdem ich abends Zeit des Erwachens geschaut habe wegen Häkeln (jetzt mindestens 4 Paralleldreiecke) und schlecht eingeschlafen bin. Morgens 6:30 Uhr, es ist kalt, meine Schulter, drehe die Heizung im Schlafzimmer auf und schlafe noch mal ein und träume, dass ich Bleichmittel benutzt habe (was ich auch getan habe) um verfärbtes Hemd zu verbessern (mit den Handtüchern hinten drauf in Paris genäht) und der Aufdruck ist ganz schwach und blass geworden, so dass man ihn kaum erkennt. Soll ich wegschmeißen sagt Stephan, war mein Lieblingshemd. In Panik schaue ich nach den anderen, bunten, weil da habe ich Bleichmittel bestimmt nicht genommen und hier ist der Aufdruck auf dem Rücken auch ganz schwach bei dem lilanen. Bin in einer Familie (die Amerikaner, die mir gerade die Weihnachtspost geschickt haben). Tochter bekommt immer Haargummis und Spangen von der Putzfrau geschenkt und hat kleine Blumenclips in den Zöpfen, auch wenn Mutter sagt, sie hat genug. Diese mag sie doch so gerne. Sohn hat Brustnippelpiercings und fasst sich viel da an (hat er vom Vater, komisch, denke ich, so früh schon). Der Vater ist dann der IBM Kollege meines Vaters oder sein Sohn und ich frage ihn ob er glücklich ist, muss er sein, weil gut aussehende Frau und lustig ist sie und zwei gut aussehende Kinder. Besser geht doch nicht. Bestücke den Toaster und es klingelt. Lasse mir die gute Morgenlaune nicht verderben. Meine Jahreserklärung an die Betreuerstelle hat einen Fettfleck. Ich investiere kein Porto, ist nicht so ein Geheimnis, was ich verdient habe. Im Nordbayerischen von Detlef die Todesanzeige von Vater und Tochter, die vom Ex umgebracht wurden, gleich bei meinen Eltern um die Ecke, nehme ich zumindest an (Sterbedatum 20.12.2015). Goethezitat: Was man tief im Herzen hat, kann man durch den Tod nicht verlieren. Stephan wunderte sich gestern, dass ich Rilke erkannt habe, der Panther, ja, ich mag Prosa. Sollte ich vielleicht auch mal ausprobieren 2016 oder muss ich noch älter werden, bevor ich das kann.

Erreiche die Betreute nicht und hoffe, sie kommt auch zur Anhörung. Umsonst in die Stadt fahren macht bei dem Bodenbelag keinen Spaß. Sie ist eigentlich immer sehr zuversichtlich.

Verquatsche ich mich bei den Kollegen in ihrem Kakteenparadies beim Abliefern einer Akte. Die beiden sehen aus wie die Maulwürfe von Janosch, aber als Ehepaar und werden sich immer ähnlicher je älter sie werden, so wie sich das auch gehört. Nein, nicht kopieren, können sie behalten meine Akte. Ich vertrage die Aufregung nicht mehr und mein Arzt hat mir Prozesssachen verboten. Als es 10:50 Uhr ist sagt mir Michael, dass es 10 vor ist. Komme gut voran und fahre mutig, was hilft, auch wenn mir Passanten immer zurufen, dass es zu gefährlich sei. Ja, für die vielleicht. Ich muss das Thema nur kurz ansprechen, dann wird viel geheult und der Sohn war mehrfach auf Intensiv und wird heute noch mal operiert wegen Dränage und hat Wasser in der Lunge und ich bin die beste Stütze der Welt. Das gibt 7 Jahre Verlängerung. Vor der Tür sagt sie mir noch, dass sie Kakerlaken in der Wohnung hat und, dass die Wohnungsbaugesellschaft Bescheid weiß, aber nicht ausreichend handelt. Kammerjäger war da und sie hat sich auch noch was aus dem Internet bestellt. Die kommen aus dem Abfluss im Bad. Ich würde einen Knall kriegen. Stephan betont immer, wie lang meine Beine sind, gerade der Oberschenkelknochen und, dass das bei Frauen echt Sinn macht. Wenn man die rausreißt, bin ich eine ganz kleine Frau, wie Weberknecht. Genau die richtige Wolle finde ich heute, das Knäuel zu 50 Cent, eine Bluse für meine frisch operierte Schwester und eine Lurexstrickkleid, 3 Kinderbücher zum Verschenken, 3 Kinderarmreife für den eigenen Arm sowie ein kleines Portemonnaie für Claudia zum Verschenken an ihren Arbeitskollegen. Ich bin hocherfreut und meine gefütterten Pelzstiefel aus Wien sind Gold wert und die besten Winterstiefel, die ich jemals hatte. Wird es -13 ° haben, wenn wir in Wien sind. Das wäre krass. Dann Markthalle, die Lust auf warmes Essen übermannt mich und es gibt Cordon Bleu bei Karin Klemme, direkt am Tresen. Eine dünne, zickige Kollegin nimmt ohne Sauce nur die Erbsen und Kartoffeln. Ich drücke die Kartoffeln darin aus, schön gelbe Hollandaise aus der Riesentüte und der Teller ist blitzblank.

Männer die sich spontan zu Gewalt verabreden, so was ist uns Frauen auch nicht gegeben. Wenn Schläge und Peitschenhiebe helfen würden, wäre ich dafür. Erfahrungsgemäß hilft das nicht. Besser wäre vielleicht was Pädagogisches wie 1 Jahr an das Opfer ketten, aber welchem Opfer ist das zumutbar? Komme rein, Telefon bimmelt. Ist für die Kollegin. Weiß nicht, ob die da ist, bin gerade selber reingekommen. Gut, der Hund hat nicht gekläfft könnte ich jetzt sagen, also eher nicht. Wann fängt man an mit vorlesen? Für eine schöne Fahrradgeschichte von Janosch ist man nie zu alt oder jung. Vorlesen ist wichtig und die Bilder sind super und die Geschichte auch.

Fax in der Koma-Sache. Der Typ muss Vietnamese sein. Auf dem Vordruck für die Klinik zur Anregung einer Betreuung heißt es so schön Diagnosen „keine Fachausdrücke“. Der zuständige Arzt hat auch einen unaussprechlichen Namen, den ich mir buchstabieren lasse. Der ruft mich zurück.

Mit Elisabeth bin ich heute sehr ungeduldig. Sie kniet sich vor das Plakat der Migros Klubschule und fragt, ob ich Schauspielerin bin und „aus Gallen“ kommen würde. Dann muss ich die Weihnachtskarte der HW aufmachen, ist an sie adressiert, soll ich ihr vorlesen. Sie findet die total hässlich, sieht aus wie von Behinderten gemacht und das sei ein schlimmer Verein. Finde ich nicht. Auch schön, wenn jemand persönlich an einen schreibt. In der „RS“, Realschule wollen sie gar keine Einbände, dass man die schön gestaltet für Erdkunde z.B. Das kann man machen, aber es wird nicht benotet.

Ich bin mit jeder der 3 Wohnungen in Wien einverstanden, Rotweiler-WG finde ich reizvoll, aber auch Dachgeschoss oder Sperlnähe. Ich habe die erste rausgesucht und Stephan soll die zweite Runde entscheiden.

Frau mit Strickmütze und Lockenwickler aus Wolle aufgedreht. Ich wollte keine falschen Gerüchte in die Welt setzen und Andrea hatte sich so gefreut, dass sie einen Ladenschlüssel bekommen hat und ich habe mir gewünscht, dass ich die Schließung falsch verstanden habe. War keine böse Absicht.

Die Jungs aus Fürth antworten mir wegen der Vernissage dort. Alles viel im Februar, aber Oberfranken geht von mir aus immer. Schon alleine wegen des Essens. Jetzt wissen wir wenigstens wann es ist und können überlegen, ob ja oder zu viel.

Herr ADHS kommt weg vom Jobcenter, hat Festanstellung und wird nicht mehr im Garten arbeiten, sondern in der Tankstelle. Dafür hat er wieder viel Thermik um die Fahrkarte gemacht, die er jetzt höchstens einen Monat bekommt. Darf er das S-Ticket weiter verwenden, wenn er nicht mehr beim Jobcenter ist? Hierzu kann ich ihm sagen, welche Möglichkeiten es gibt. Die Entscheidung liegt bei ihm.

Der Arzt aus der Neurochirurgie meldet sich um 18:45. Hat zu lange gedauert mit der Betreuung, dann lief alles notfallmäßig und Frau hat eingewilligt in Sachen, ist alles schon gelaufen, ich brauche nichts mehr zu tun. Sie haben mit Australien verhandelt wegen Kostenübernahme. Er kommt in die Reha und dann Flugticket zurück und er glaubt nicht, dass ich ihn noch betreue, wenn er wieder in Australien ist und damit hat er Recht.

Beim Sport sind die beiden neuen Freundinnen wieder da und gestern hat die eine der anderen einen BH geschenkt und heute bekommt sie eine Strumpfhose, die ihr zu kurz ist. Kommt mir bekannt vor das Spiel. Wir machen eine Partnerübung und ich hatte mit der Lehrerin gemacht, weil es eine ungerade Zahl war, die aber abgelenkt war und schauen musste, dass die anderen das richtig machen und sich nicht mit meinem Atem verbinden konnte. Das wäre nicht nötig gewesen, weil die eine Movenyotrainierin mag heute keinen Körperkontakt und so war Betty übrig. Komisch. Ich mag Partnerübungen immer voll gerne. Sie sagt so schön, dass man immer denkt, man wäre zu groß, zu dick, zu schwer. Man soll einfach davon ausgehen, dass es genau richtig sei und ihr Partner für diese Übung sei 1,90 m groß und über 100 Kilo schwer und das sei total super beteuert die kleine, dralle Frau. Sie spart sich die zweite Partnerübung für Samstag auf, dann kann ich sie vielleicht mit Steffi machen, auch gut.

Apropos Steffi, meine Schwester ist erst Morgen dran und die Betreuerin, meine Mutter, muss früh zu Bett. Berlin zur Theaterpremiere von Carlotta doch nicht, Einladung in Hannover, Inuit schimpfen über Greenpeace, gebe ich ihnen Recht, sind oft Gutmenschen und Besserwisser, die ihre Maßstäbe ansetzen wollen.

07.01. Traum: Kalifornien, diese braunen Samtberge mit der charakteristischen Form, wie dicke Finger gefallen mir schon und sind eine tolle Orientierung, wie die warmen Brüder. Ich mag das und im Fluss ist das Wasser klar und die Fische sind so groß, dass sie sich an manchen Stellen an den Uferbegrenzungen stoßen beim Durchschwimmen und es gibt so viele. Einer ist an Land, Suki (?) läuft hin und beschnüffelt ihn und ich denke, hoffentlich wird er nicht gebissen. Hier will ich mal Campingurlaub machen. Es stehen Wohnmobile dort, oder? Dann das Modellager, lauter gut aussehende Männer und Frauen wohnen zusammen in einem riesigen Haus. Hatten Bienenplage, muss man alle Fenster zu machen bevor so viele reinkommen. Ich helfe dabei. Ich bin lange wach wegen Jetlag und es gibt Vitaminpillen, die verteilt werden. Zwei verschiedene Sorten in einer Packung, wie 2 Komponenten Kleber. Ich nehme eine, schlucken lässt sie sich schwer, ach so, im Mund zergehen lassen soll man die. Dafür fahren die Europäer in die USA um Drogen einzukaufen. Meine Schwägerin steht auf Melatonin und das ist in Europa voll verboten. Ich liege oben und schaue auf das Matratzenlager unten und wer alles schläft. Die Luftmatratze vibrieren unter dem Atmen. Einer lächelt mit zu. Einen andere umarme ich. Der war ganz nass geschwitzt und das ist unangenehm, weil er mich so lange festhält. Seine Freundin bricht Streit vom Zaun, dass er nur die Tätigkeit ihrer Hände will, sie macht gerade Essen. Er schmeißt seines in den Müll und geht. Hoffentlich haben die sich nicht wegen mir gestritten. Mama und Papa der Truppe kommen nach Hause und alle umschwärmen sie. Mama ist sehr modisch angezogen (wie die Rentnerin gestern im Fairkaufhaus) Papa macht Wundversorgung bei dem einen. Hinten mit der Kanüle reinstecken und etwas Wundflüssigkeit nach vorne leiten durch den Schlauch, aber vorsichtig, sonst macht man es noch schlimmer und eine Dauerwunde. Ich schaue 2 x zu. Der Proband ist sehr zufrieden mit dem kleinen Schnitt. Über eine Tastatur wollen sie Playboy eingeben. Was rauskommt ist überraschend. Da kann man die Titelseiten zukünftiger Magazine stehen, Weihnachten 2032, die Überschriften. Das wundert mich sehr. Woher wissen die jetzt schon die Themen? Ich werde wach und es ist schon 8:20 Uhr. Gut geschlafen, sehr erholsam. Wenn Stephan tot ist, wird nie wieder einer meinen Körper so anfassen.

Theaterkasse macht um 19:30 zu und Stück fängt erst um 20 Uhr an. Dann ist das eben so. Das Stück ist irgendwas mit Landkarte oder Insel und auf 3 Etagen, also auch die Zuschauer. Bin gespannt. Vorher in den Kunstverein(und am besten noch Kestner, wenn es nach Stephan ginge) klappt auch nicht. Nehme Weltkarte auf Bügelperlen. War Auftragsarbeit. Habe ich Stephan machen lassen. Ist trotzdem mein Werk. So machen das Damian Hearst und Jeff Coons auch immer. Ich kaufe die Fertigthainudeln bei Lidl. Alle Sorten durchtesten oder sie dann wegschmeißen, keine schlimmen Geschmacksverstärker soweit ist das ohne Brille lesen konnte. Jetzt fangen sie an Schnee zu räumen. Das können sie sich auch sparen und es klappt nicht, weil er ganz fest ist. Rutsche heute mehrfach, aber die Reaktionsschnelligkeit reicht, dass ich nicht hin knalle.

Die Frau des neuen Betreuten kommt mir zuvor mit dem Melden. Es ist ganz viel zu regeln mit Kündigung der Wohnung, die droht. Arbeitgeber, verhandeln mit Australien, dort gibt es kein Krankengeld. Ich rufe im Nordstadt an, dass ich Montag vorbei komme mit der Ex. Ach ja, er wird künstlich ernährt und muss noch mal operiert werden, weil die Sonde von der Nase in den Bauch gelegt wird. Nasesonde klingt nicht nach Flugticket kaufen. Die sind doch wieder irre in dem Krankenhaus. Frau Mittelfeld wird heute um 11 erst operiert. Befreiungskarte 2016 ist pünktlich eingetroffen, schicke ich der Tochter. Die Operierte kann ich Montag auch besuchen.

Ich fahre zur Anhörung in der neuen Betreuungssache zur Vahrenwalder Straße. Apropos. Stephan hatte mal angeboten noch mal in die katholische Kirche zu gehen. Wann wollen wir das machen? Erst Ostern?

Hilfeplanung Morgen von Herrn Borderline Klein doch nicht in Langenhagen, sondern Plauener Straße, weil das mit dem Einzelzimmer nicht geklappt hat. Wieder alles zurück. Natürlich ist er der Meinung, wieder das größte Pech der Welt zu haben.

Der Hase und ich antworten auf dieselben Mails nicht. Was interessiert die Daten des Hauses? Warum nicht sich dem Leibnizgeburtstag anschließen beim Feiern?

Dass ich keine Rechnungen mit Datev mehr erstellen kann interessiert diesen Computerfuzzi nicht, meldet sich einfach nicht zurück oder liegt es daran, dass mein Kollege das Büro meidet? Der gibt allen doch seine Handynummer, daran kann es eigentlich nicht liegen.

Der Schnee wird weniger, aber es fühlt sich an wie minus 10 Grad. Fahrrad fahren ist grausam und tut weh. Nasskalt und dunkel ist es. Ins Theater fahre ich mit der Bahn und doppelt Fahrkarte zahlen wie Silvester in Hamburg ist nicht. Da lasse ich drauf ankommen und vorher muss ich baden, sonst schwänze ich ganz.

Der neue Betreuungsfall ist deja vue. Konflikt mit Eltern, haben sich vom Schmerzensgeld ein Haus im Harz gebaut. Will Kind über Samenspende (wie sie ihres gemacht hat ist mir schleierhaft, aber sie hat eines) und hat schlechte selbstgemalte Bilder an den Wänden, überall esoterischen Kitsch, Umzugskartons und Unordnung und Zimmerpflanzen dazwischen. Raucht und bietet mir Kaffee an. Trinke ich nicht aus Thermoskannen, abgestanden und ohne Milch, bin ich zu verwöhnt. Reicht nicht mal um meine Füße damit zu wärmen. Die Bank, die mit Joggern wirbt und auf Kundenzufriedenheit setzt, gibt ihr ihr Geld nicht (was sie angelegt hat bis April 2016, 50.000) und sie hat Mietschulden und sitzt ohne Telefon und Internet da und das bei der schweren Behinderung. Könnte ich wieder ausflippen. Die Sozialarbeiterin hat sie mehrfach in die Filiale begleitet und sie haben auch nach Kredit nachgefragt, weil das Geld doch dort angelegt ist, aber das wurde auch abgelehnt. So sind sie die mit den Bad Bank Image aufräumen wollen, aber vergeblich aus meiner Sicht. Die ambulante Wohnbetreuerin ist fit, will aber nicht ins Nichtschwimmerbecken wegen der Bakterien. Suki hätte super zu den beiden Damen gepasst und sie wollten ihn auch kennen lernen. Nächstes Mal.

Erkläre Frau Dackelmischling, warum die Forderung der MHH in die Insolvenz kommt. Sie hat Prothese nicht abgeholt und die passt vermutlich sowieso nicht mehr und die haben schon reichlich abgerechnet mit der Kasse. Es geht nur um den Eigenanteil, außerdem sind alle Gläubiger gleich zu behandeln. Punkt.

Bei meiner Schwester lief alles gut. Meine Eltern haben gestern 45 Jahre gesehen mit Charlotte Rampling, heikle Themen und die Geräusche des Klickens eines Dia-Projektors. Kommt mir bekannt vor. Paps freut sich auf Teneriffa und hat Angst, dass er Stephan verärgert hat durch seinen Druck. So einfach geht das nicht, zum Glück. Ich rufe noch mal später an um auch meine Mutter zu sprechen. Da bin ich sehr unterwürfig und meine Mutter die Oberbetreuerin, bei der ich es mir nicht verscherzen will und spure. Es gab wieder die „Nüchtern“-Schilder, aber da haben wir schon eines mitgenommen. Sie hat was besseres für mich, die Spirale mit Datum für ein Hütchen (ähhh, was soll ich mir noch alles auf den Kopf bauen?) Meine Schwester hat gezeigt wo der Hammer hängt sagt Paps und hatte Suite im Krankenhaus mit Vorzimmer. Der Typ im Auswachraum kannte sie. Selbst die Gruppenleiterin war erschrocken, über den dollen Wutanfall mit auf den Boden werfen und hat mit ihr auf dem Klo gesungen. Im Auto ist sie dann gleich eingeschlafen bis Bayreuth und jetzt bester Laune.

Ohne Fahrkarte, ich will Krawall bürsten. Ich bekomme einen Brief mit Spirit of Christmas von Isabelle, die 93 wird. Innen ist noch ein Magnet und ich bin gerührt und will ihr antworten. Esse ganz viel statt zu baden und prügele mir nach dem Essen 9 Pralinen rein (Kalorien helfen immer ist meine Devise). Wir haben ein Schreiben von Vodafone bekommen, gerichtet hat „Adolf Arnhold“. Ich könnte mich wegschmeißen. Jetzt ist eine weitere Karte an Lisa Arnold fällig. Nexus, ist Auto, wie haben sie die ins Schaufenster bekommen? Die Frau an der Kasse ist doch bis 20 Uhr da und die grauen Sitze, die hart ausschauen sind weich, dass ich ein Laut des Erstaunens ausstoße und der Frau neben mir war es wohl auch so gegangen. Während des Theaterstücks können wir unter dem Dreieckstuch aneinander kuscheln. Sprechrollen bei Oscar sind nicht so sexy, aber nur stehen, gehen und gucken könnte man ihn in jedem Stück lassen. Er kann so schön schräg nach oben in die Ecke schauen und böse und irre kann er auch gut. Das Treppenhaus ist so stimmungsvoll. Ein bisschen wie Tiefseetaucher als Theaterstück. Die Frauen und Musiker müssen barfuß gehen (bei den Temperaturen). Die Junge in der Glitzershorts stellt sich vor mich: Die Mission sei gescheitert. Später erzählt sie, dass Seekühe Geschlechtsverkehr nach Art der Menschen machen und ganz zutraulich sind und sie so einfach streicheln oder totschlagen lassen. Suki fehlt in dem Stück. Er könnte gut von oben nach unten laufen (so wie die Schauspieler es tun) oder in einen Eisblock eingefroren (wie Scratch). Das denke ich noch bevor der schöne Eisblock zum Einsatz kommt. Die junge Frau mit den nackten Beinen muss ihn auch noch halten. Er strahlt ganz viel Kälte aus und ist interessant gefroren. Irgendwas ist eingefroren, Metallkette und der Hacken an dem er aufgehängt wird und er ist milchig und an manchen Stellen auch durchsichtig, geheimnisvoll. Die Beleuchtung macht tolle Stimmungen und die halligen Geräusche, wie im Inneren eines Schiffs. Draußen soll es weniger werden, aber die Flocken fallen, was das Gegenteil ist.

Eine Deutsch-Iraner im Nazidorf in Ostdeutschland mit einem Nazi-Pressesprecher, der auf weichgespült macht und einer Politikerin in der größeren Stadt. Die Eltern sind schuld, wenn jemand fern der Heimat geboren wurde. Aber er fühlt sich doch gut hier. Jesus ist auch kein Esel obwohl er im Stall geboren wurde. Das sind die geilen Argumente dieser Spinner.

08.01. Traum: Bin 3 Tage dort. Zwei Betreute im Heim. Der eine akzeptiert nicht die Kontrolle durch die Pflegeversicherung, aber er betreibt eine Kneipe und der Zapfer würde sich schon melden, wenn es ihm schlecht geht. Telefoniere mit der Krankenkasse, weil ich muss auch zurück nach 3 Tagen. Die stellen sich ungeschickt an diese Leute. Da wären wir auch beleidigt und würden sie wieder weg schicken. Mache auch private Dinge. Meine Cousine tanzt mit ihren beiden Söhnen und macht akrobatische Übungen aus dem Bereich Kampfsport. Es findet auf einem Karussell statt und sie wechselt von einem zum anderen und auch die Richtung. Treffe meinen ehemaligen Kollegen. Der arbeitet im Außendienst und sein Auto ist so schnell, dass die Polizei sich nicht mal mehr bemüht hinterher zu kommen, sondern gleich zur Seite fährt und resigniert und ihn gewähren lässt. Da isst gefährlich! Ich zeige allen Hühnervideos. Der eine Betreute hat einen Hof oder so und ich habe sie gemacht.

Hasselbrink schließt auch. Wird allenfalls eine Kette reingehen, Jaques Weindepot oder so was. Das Tauwetter gibt mir Auftrieb. Ein Großbuchholzer hat der Frau einen Schulterknochen gebrochen und ihr 6 künstliche Nägel rausgerissen und mein Kollege hat sein Pensum an Verständnis bald verbraucht. Das ging schon anderen so. Beziehung, Krankheiten, ständig werde ich mit den Erschwernissen seines Lebens konfrontiert. Die Unsicherheit bei der Kaffeeverabredung war einseitig gedacht und wenn ich wahrscheinlich sage, ist es 100%ig und ich hatte Stollen dabei. Stephan muss Büronotdienst machen. Ich hatte schon wieder auf „schwierig“ gemacht, weil ich den Flurheizkörper nicht auf volle Pulle lasse von Donnerstag bis Montag wenn hier keine sitzt. Ich weiß nicht, wem das hilft und wessen Füße davon warm werden und habe da einfach meine Prinzipien, auch wenn ich dann doof bin. Ich mag auch nicht grds. Hunde, sondern finde durchaus, dass es unsympathische darunter gibt.

Ein Typ mit grünem Grasblatt vorher auf der schwarzen Strickmütze rennt am HBH einen Behinderten fast um. Macht Marihuana doch aggressiv und meine Mama hatte Recht? Vahrenheider Markt, echt deprimierende Gegend. Ich kündige mich an und soll im Warteraum Platz nehmen (ich bin die einzige dort in der Beratungsstelle) und häkele eine Runde. Nicht an die Scheibe klopfen steht auf dem dreckigen Aquarium, höre die privaten Gespräche der Mitarbeiter. Um 12 Minuten nach 11 rufe ich meinen Betreuten an, um von ihm zu erfahren, dass er nebenan sitzt und die Hilfeplanung bald vorbei ist. Wie doof sind die denn? Fahre das letzte Mal zum Vahrenheider Markt. Sollen sich vorstellen ich sitze häkelnd vor der Aquarium, ging letztes Mal auch ohne mich.

Baue fast einen Radunfall. Handzeichen geben meint die andere Radfahrerin. An einer Baustelle und keiner weit und breit und ich biege in eine Fußgängerzone ab. Sie überholt auf der falschen Seite. Na ja, zum Glück ist nichts passiert. Da müssen wir uns nicht über Schuldquote Gedanken machen. Karin Klemme gefällt mir immer besser und auch die Metzgereiprodukte sehen gut aus, dass ich da mal was kaufen werde, wenn die Bayreuther Ware verbraucht ist. Wieder viel Betrieb, Hochzeitssuppe sehr beliebt und Weißkohl-Karotten-Creme gibt es auch. Zum Espresso ein Zitronentarte. Hat das Weizenmehl drin? Leute stellen so blöde Fragen. Was ist mit meinem Faschingskostüm? Verlasse mich auf Heike, die macht das schon. Bin so gespannt. Mein Fahrrad sieht aus wie Scheiße.

Die Steuermitarbeiterin kommt doch rein (bald hat nur noch der Hund Zähne) und hat mir Pillendose aus Schweden auf den Schreibtisch gestellt mit „Painkiller“. Das finde ich supernett, dass sie an mich denkt. Schnell alles wegarbeiten ab 16 Uhr ist Update. Na, wenigstens ein Date.

Mexikanische Kunst in Wolfsburg. Schreibe dem Ritz, ob sie High Tea anbieten und bekomme eine schnelle Antwort. Wollen wir Sonntag schon den Ausflug machen? War letztes Mal enttäuschend in Hamburg und war schließlich auch ein Edelhotel. „Mein Kampf“ Postkarte mit Beine rasieren in die USA. Die hat immer gesagt, nicht anfangen, sonst werden die Beinhaare immer mehr und dicker.

Datev schickt mir ein dickes Bilderbuch. 1966-2016 – wie absolut sinnlos. Schmeiße es eingeschweißt weg.

Ich soll mit Frau Demenz zum Arzt, Schünemannplatz, aber die haben erst in Februar einen Termin frei. Habe ich doch glatt.

Wieder zu viel an QVC gezahlt, aber besserer Klingelton. Sie dachte, mich gibt es nicht mehr.

Der Joeys Pizza Fahrer lässt sich überholen. Hat einen derben Platten und fährt weiter (die Pizza soll wohl nicht noch kälter werden).

Am Café Safran steht ein Plastikstuhl an der Straße. Mir fällt die Landesgartenschau in Bayreuth ein. Ich will unbedingt einen dort mit hin nehmen und dann mit dem Zug mit runter transportieren, aber diesen heute gleich ist wohl verfrüht. Immer wieder denke ich, wie schön, dass das Gerüst hier wieder weg ist, war so eine gefährliche Situation mit Radgegenverkehr. An der Ampel trägt nur der Vater Fahrradhelm und das Kleinkind. Normalerweise ist es umgekehrt. Mein Theraband reißt das erste Mal seit Movenyo und ich darf auf die Vorturnposition mit dem OP-Licht und diene der Inhaberin nach 6 Wochen als Körperdouble und jogge ambitioniert und komme richtig in Stimmung. Bin ich doch der Jogging-Typ? Lust auf einen frisch gepressten Saft danach, aber nicht auf Supermarkt. Wir müssen mal den Entsafter wieder aktivieren. Stephan hat mir einen tollen Frühlingszweig gekauft mit einer Schnecke drin. Die Jungs haben nächsten Sonntag Lust auf mexikanische Kunst und High Tea. Ich freu mir.

Badesalz ist die neue Droge. Habe ich mir gerade von Rossmann besorgt und es sogar benutzt. Der Typ mit dem Rottweiler hat die WG-Wohnung für das zweite Mal Wien bestätigt. Diese Bilder von Köln. Feuerwerkskörper werden in der Menschenmenge gezündet. Ist das nicht jedes Jahr so und was hat das mit irgendwas zu tun? Die schönen Servietten von Susann, die mich daran erinnern, wie wir vor fast einem Jahr mit M & M in Köln waren und ich Einblicke in die dortige Karnevalskultur bekommen habe, auch die Ernsthaftigkeit (siehe Wohnungseigentümerversammlung).

155933 160001