Archiv der Kategorie: Sauerrahmbutter

Alltagsberichte – das Tagebuch

Thainudeln in der Mikrowelle

01.02. Traum: Sind zu Drecka eingeladen. Ach so, der hat Geburtstag. Kein Geschenk und ich gratuliere ihm nicht. Gehe noch mal hin. Zahle 500 für Tätowierung für eine Betreute, deren Mutter gestorben ist, soll ihr Name tätowiert werden und darüber die Eltern, wie auf einem Stammbaum. Der Name ist falsch geschrieben. Das war ich sehe ich auf den Quittungen, habe 5 bekommen. Gehe noch mal hin. Zum Glück fehlt nur hinten ein Buchstabe. Der Freund einer früheren Freundin aus dem Umfeld schlägt vor, dass wir uns küssen. Sage ihm, dass ich davon schon geträumt hätte, aber ich will es nicht umsetzen. Das macht zu viel Ärger, will Drecka Geld zurückgeben, weil die Tätowierung hat nur weniger als 100,- € gekostet. Komplizierte Rechnerei (logisch, müsste ich ja auch Geld bekommen denke ich beim Aufschreiben) stellen wir an und wer behält welchen Durchschlag, dass wir nicht durcheinander kommen. Habe auch Quittungsblock dabei und er soll für ihn unterschreiben. Ich zeige ihm die Schreibweise des Namens anhand meines Betreuerausweises. Soll den Namen um den fehlenden Buchstaben erweitern, auch wenn die perfekte Symmetrie dadurch leidet. Soll man die Tätowierung ergänzen um nicht zurechnungsfähig oder so was? Die Schrift kommt auf die Stirn. Komischer Traum irgendwie ohne die Betreute. Das viele Tischschmuck zahlen und Geld wiederbekommen und zum Essen eingeladen werden, warum eigentlich auch wir als Nassauer, wir wollten Jörg und Annette einladen, die letztes Mal für uns gekocht haben und nicht uns einladen lassen. Irgendwas ist da schief gelaufen. Mit meinen Eltern ist es sehr unkompliziert, außer dass sie gerne viel Trinkgeld geben und alles bezahlen (mein Paps). Es ist wie eine Kasse und alles wird zusammengezahlt und dann anschließend geteilt oder mal zahlen sie das Frühstück und am nächsten Tag wir.

Ich habe abends noch gesagt, Hannover in der 50er war bestimmt urspießig so ohne Glocksee, weil Frau Frank ja meinte, Norddeutschland, raus aus der schwäbischen Provinz. Ich glaube das hat den Traum beeinflusst.

Ich schaue mir jetzt erst an, was Mama geflickt hat an meinem roten Nachthemd. Suche Geschenke für ihren Geburtstag aus meinen Sachen. Meine Haare fühlen sich gut an. Das Lush-Shampoo ist offenbar sehr gut für sie, aber so in fest und in Seifenform ist es voll mit meinen Haaren, die ausfallen und sich rumwickeln, wenn ich es benutze und es ist ganz aufgeweicht und schmiert alles voll und dann bin ich wieder Ferkel wie in Stuttgart in der Dusche und es ist angetrocknet und das macht man gleich sauber usw. Ich betrachte meine Klopapiersammlung im Badezimmerschrank. Das braune mit Blumenmuster aus der Stuttgarter Oper. Der Koch in Lausanne hat sich erschossen wo wir beim Hochzeitstag waren vorletztes Jahr. Da war die Stimmung auch sauschlecht in dem Laden und ich wäre da kein zweites Mal hingegangen, wie das Aqua, durch mit dem Thema, jetzt schlauer und weiß, was mir daran nicht passt und was ich nicht unterstützen will und was stattdessen. Aqua ist chichi, steif und viel zu teure Weine. Das 4-Jahreszeiten in Hamburg fand ich z.B. gut letztes Mal. Läden können sich auch ändern – klar.

Denke am Schwarzen Bären da steht ein Edeka-Container, aber es ist nur ein Lkw.

Ich will nie wieder ausversehen was im Handy löschen von meinem Text. Ich habe das Büchlein und übe Schrift. Weiß gar nicht, wie viel verloren gegangen ist. Das nervt. Denke an das Fastnachtsgepäck mit den lustigen Formen. Ich versuche mir unterwegs Sachen mit Bildern zu merken und das klappt gut. Ohne Akte nach Wunstorf. Ich trage Lila in Gedenken an Johanna. Ich sehe, wie sie schnell ihren Kopf dreht. Sie hat für mich viel von einem Vögelchen. Ob ich Babs meinen Blog ans Herz legen sollte oder das Paar aus Braunschweig noch mal wiedersehen werde? Ob ich Ohrringe für meine Mama, die sie eigentlich haben will, noch finden werde? Macht es Sinn in Wunstorf zu suchen? Die gemusterte Strickjacke, die ich fürs Verschicken ins Büro mitnehmen wollte und dann doch angezogen habe, werde ich jedenfalls behalten. Ins Fahrradabteil steigt eine rumänische Familie mit ein. 6 Kinder, der Mann sieht etwas älter aus, die Frau ist barfuß, trägt Goldschmuck und Kleidung mit Glitzermuster. Ihre Zähne sind gut. Es sind 3 ältere Mädchen und dann 3 Jungs. Die Mädchen sehen oft aus wie der Vater, zwei sind dünn, eine korpulent mit kurzen Oberschenkeln, 30 cm? Sie sind irgendwie süß, wie sie sich von einem Cousin oder jüngeren Onkel verabschieden, der noch lange draußen steht. Sie sitzen so, dass sie Köperkontakt haben, die 4 älteren, die beiden kleinen Jungs sind mehr bei den Eltern. Handys werden geteilt und der ältere Bruder gibt klaglos ab, wenn es angesagt wird. Ein Zischlaut der Eltern, wie bei Cesar Milan beendet einen beginnenden Streit zwischen den jüngsten Brüdern.

Ich heute lila mit schwarzem Hut. Undertaker heißt Bestatter auf englisch. Viel besser. „Die schöne Leich“ war aber so beschissen übersetzt mit „a good send-off“.

Frau Srilanka ist aus dem Häuschen. Ich sehe so gut aus, immer so gut angezogen und schick die Betreuerin. Eltern auch da. Sie ist infantil und Mama soll bei ihr schlafen, kichert als hätte sie schwer gekifft und fällt immer um auf Mama drauf, die neben ihr auf dem Sofa sitzt und hält ihre Hand und sagt, sie hat ihre Eltern viel angelügt und Handy und Arnhold ist manchmal scheiße drauf. Upps, Hand vor den Mund als sei ihr was rausgerutscht. Ich bestätige, ja bzw. nein, das stimmt Arnhold scheiß drauf, wenn sie so viel Finanzchaos macht und Akte dick. Die von der Klinik sind selber verwundert, weil sie so instabil ist und der Handtremor, den ich gleich anspreche, weil er richtig auffällig ist, war ihnen noch gar nicht aufgefallen. Erst lehnt sie ab und will keine Fremden, aber als ich es vorschlage mit der APP ist sie einverstanden und die Eltern sind dankbar für Entlastung und das noch jemand drauf schaut. Das muss erst organisiert werden und sie muss noch bleiben. Das will sie nicht, hat das Bett schon abgezogen. Das hätte die Klinik auch besser organisieren können. Das geht so nicht mit dem Rückzieher, das hatte die lange genug Zeit und ich merke, dass sie wenig schwingungsvoll darauf reagiert um in deren Jargon zu bleiben. Ich kenne einen entsprechenden Pflegedienst und rufe da an. Sie nimmt die Verordnung mit.

Edeka in Wunstorf ist spitze. Kaufe Rosenkohl, später fällt mir das Herdproblem ein und ich erfahre von Stephan auf penetrante Nachfrage, dass wenn das Zwischenstück nicht da ist, der Typ erst in 2 Wochen kommt. Ich drohe mit Auszug und nein, ich will nicht beim Nachbarn kochen. Wozu in aller Welt haben wir Maultaschen (3 Sorten) vom teuren Böhm gekauft. Ich rege mich auf, aber fühle mich zu krank und erkältet um richtig Alarm zu machen.

Im Zug finde ich einen Flyer, dass das Niedersachsenticket jetzt auch bis Groningen geht. Da könnte man auch mal mit fahren und vielleicht ein Restaurant ausprobieren.

Dieses Laugenkürbiskerncroissant von Stöckle war am nächsten Tag noch so lecker, dass es zum Heulen ist und man nichts anderes essen will. Da kann der Kollege sich was dazu verdienen und alles was er mir mitbringt von dieser Bäckerei und spätestens am nächsten Tag bei mir abliefert kaufe ich ihm zu doppelten Preis ab (quasi Zusatzgeschäft).

Hole Gerichtspost. Mein Ex-Betreuter, der sich immer gerne im Gericht herumtreibt kommt mir entgegen. Vor einiger Zeit noch hätte man ihn mit weißem Hemd für einen Richter halten können, aber mittlerweile hat er einen grauen Rauschebart wie Nikolaus. Keiner ist im Anwaltszimmer und der Kloschlüssel fehlt. Frau Reimann kommt das auch komisch vor und sie schaut nach mit ihrem Zweitschlüssel und das Klo ist leer. Da hätte ich lange warten können. Die Frau bei dem Antiquitätengeschäft muss per Knopfdruck rein lassen. Frage nach Ohrringen, weil ich genaue Vorstellungen habe und sie ihr Sortiment besser kennt. Denkste. Es ist alles im Schaufenster und ich soll selber schauen lautet die abweisende Replik. Werde fündig, klein, Brillis, echte Perle, rund, keine Zuchtperle. Preis angemessen, der Typ wundert sich selber, dass die so günstig sind. Dezent, halt für jeden Tag. Erzähle vom überteuerten Schmuck aus dem ersten und frage nach dem Dackel. Der alte ist längst tot, aber sie haben Nachschub besorgt, immer Langhaar. Jetzt habe ich doch genau was ich wollte und was sie bestellt hat. Bei Mövenpick machen sie die Terrasse neu, große Baustelle. Sehe ein Klapprad was ich mal gut finde. Di Blasi steht darauf. Muss ich mal googeln. Schornsteinfeger mit Lehrling, der ein Milchgesicht hat, in dem die Zartheit nicht durch Bartwuchs gestört wird.

Mache dem Typen vom Schauspielhaus Ohrlöcher und stecke sie rein. Ich will das mit Versicherung los schicken.

IMG_1751

Auf dem AB nur Knaller. Herr ADHS ist in eine Kontrolle reingeraten und hat sich in den Hose gemacht, weil sie in nicht aufs Klo gelassen haben. Die Hose ist nass und wird gerade durchsucht und sein Vormund soll sich mal melden.

Ein Arzt aus Australien, den ich zurück rufe. Langes Gespräch, die sprechen undeutliches Englisch und langsam wie die Schweizer. Der Rücktransport findet vom 7.-10. statt. So lange wird er doch nicht unterwegs sein. Nein, aber sie müssen erst mal hinfliegen. Sie holen ihn ab, d.h. der Unfallchirurg aus Australien kommt hierher. Sie sind seit Wochen dran und bekommen nicht die richtigen Informationen von der Versicherung, wie viel Sauerstoff er braucht und die Klinik, die sie ausgesucht hatten war ungeeignet, weil sie keine Neurochirurgie hatte. Er kommt nach Brisbane. Die Versicherung holt 20 Angebote ein. Er ist auch genervt und sagt, sie warten auf die endgültige Kostenzusage.

Die Schwester hatte mir eine Mail geschickt. Herr P-Monster ist verschwunden und hat der Nachbarin seine Katze gegeben. Er hat die Polizei gerufen, weil angeblich in ihre Wohnung eingebrochen werden würde. Seine Wohnungstür steht offen. Er hat Dinge gesehen und sie hatte Angst vor ihm und musste sich abgrenzen, muss Katzenfutter und Streu kaufen, soll die Bons aufheben, damit sie die Kosten wenigstens erstattet bekommt. Sie hat auch die Eigenbedarfskündigung bekommen und muss in 2 Jahren raus. Auch bei ihrem Einzug hat der Vermieter gesagt, dass Eigenbedarf nicht geltend gemacht wird, aber damit wird man keinen juristischen Blumentopf gewinnen können. Eine spätere Ansage ist die Klinik aus der ich gerade komme, dass er dort ist.

Ich esse Thai-Nudeln von Lidl. Stephan macht es auf meine Anweisung, Packungen auf, vermischen, Micki im Büro können wir nicht bedienen. Sind sogar scharf und etwas Warmes braucht der Mensch. Yoga fällt aus, auf den anderen Sport habe ich keinen Bock. Bin erkältet. Stephan ist wieder zu Hartmut El Kurdi verabredet. Mittwoch um 7:30 Uhr kommt der Gastyp. Ich will Hatefull 8 OmU schauen, aber am Abend vorher ist mir zu spät. Erfolgserlebnis des Nachmittags, dass meine unvorteilhafte Frau mit der Spalthaut am Bein, Frau Babykatze, einen im freiwilligen sozialen Jahr bekommen soll, der sie übernehmen kann. 1 x die Woche, außer Urlaub oder Fortbildung bis August. Das ist großartig. Erreiche sie nicht und habe Angst, dass sie nein sagt und es verbockt. Ergotherapeutin, dann auch die Betreute selber. Ist das große Glück. Die Ablehnung von abW kam im Oktober und ich hatte nicht mehr damit gerechnet. Sie findet es auch gut und ich rufe die Frau vom Seniorenbesuchsdienst noch mal an um zu sagen, dass ich beim Erstgespräch nächste Woche mit dabei bin, damit nichts schief geht. Danach wird es ein Selbstläufer und das ist es mir Wert, dass es gut anfängt. Fahre nach Kleefeld. Morgen gleich Termin beim Jobcenter. Daran erinnern, dann langes Telefonat mit Claudi, Stephan ist schon weg als ich heim komme.

Werde nachts wach und Stephan kommt ins Bett. Ist 1 Uhr. Traum: der eine Schauspieler hatte 6 Jahre Pause nach dem Film, beim anderen Karrieredurchbruch nur wegen eines Fotos. Der Fotograf hat ihm gesagt, an was er denken soll bei der Aufnahme, dass Gandhi ermordet wurde und so kam der Gesichtsausdruck zustande, der zum Karrieresprungbrett wurde.

Was wird mit der Stele von Hanna? Muss die Bestatterin noch mal nerven. Ich will auch Sarg bemalen oder Stele. Die Dreiteilung schreit nach Vorspeise, Hauptgericht, Nachtisch. Grammelknödel, Backfleisch und Palatschinken sowie eine italienische Variante. Da müssen die Friedhofsbesucher wenigstens lachen. Geht vielleicht nicht in Nürnberg, meint Stephan.

Professionelle Hilfe entlastet, Bestatter schon mal 10.000 € geben. „Home“ von Talking Heads verfügen und schon mal Adressliste anlegen. Gästeliste alle 5 Jahre aktualisieren, aber man hat schon einen Stamm zum drauf aufbauen. Es ist gut, wenn das automatisch abläuft und man sich nicht kümmern muss. Wenn der Partner gestorben ist, hat man dafür keine Nerven, dann erst eine Gästeliste zusammen zu stellen. Kann ja fragen, ob sie jemanden in Hannover empfehlen kann. Das Grab sah so leer aus. Knochen und Sargreste werden ausgeräumt, wie läuft so was ab, technisch, weil das Grab ist leer und man sieht nur Erde. Wird das durch ein großes Sieb gelassen? Ich bin neugierig. Friedhofsgärtner ist eine Mischung aus Baustelle und Gärtner, wie Bob der Baumeister in schwarz mit Hut.

Das Holz in der Gaststätte mit dem Ikebanatischschmuck korrespondierte zu dem Sarg mit dem Gesteck. Hätte ich gerne angemalt, wäre auch schön gewesen. Ich will nicht holzfarben. Das gefällt mir nicht, wenn schon nicht mit Bemalung und Collage wenigstens einfarbig, hellblau, gelb, blau, irgendeine Farbe, muss es auch in umweltfreundlich geben. Briefe von Oma muss ich noch suchen. Frage die Daten des zweiten Weltkriegs ab, 1.9.39 Überfall auf Polen. Wann wurde mein Opa eingezogen? Stephan erzählt, dass Hartmut El Kurdi krank war und man ihm Genesungswünsche in ein Buch eintragen sollte und ein Typ hat einen Text über die angeschlossenen Gießkannen auf Friedhöfen vorgelesen. Das Phänomen hat mich auch schon beschäftigt, weil es sind Hunderte und jede ist mit einem Schloss gesichert. Sind die so begehrte Diebstahlsobjekte, dass jede Plastikgießkanne mit einem Fahrradschloss gesichert werden muss und wenn ja, kann man sich die nicht teilen und die Kombination bekannt geben? Das gehört zu den wirklichen Rätseln des Friedhofs. Seine Erklärung, dass die Toten sie sonst als Trompeten von Jericho benutzen leuchtet mir nicht ein.

Traum: Constantin wohnt bei uns und war abgetaucht. Kümmert sich nicht um Schule und Ausbildung, seine Freunde, Kunst und Skate Board fahren.

Morgens Hütchen sortieren. Eine Tüte mit Wienhütchen und eine mit Istanbulhütchen. Eine mit Filz-, eine mit Stoffhütchen und eine mit schwierigen, von denen immer Teile abbrechen, eine mit kleinen und eine aus Wolle mit Haarspangen dran. Im Fairkaufhaus nach Blöcken und Statistikbüchern für Paul schauen. Nehme doch stabile Schmuckkartons mit für die Ohrringe und nicht nur Briefumschlag. Das ist mir doch zu heikel. Mama würde ich gerne einen Diamanten so groß wie ein Tennisball kaufen und schenken.

Auf dem Weg zum Jobcenter Mirjam vollgequatscht. Sie fliegt mit der Schwester nach Wien, aber nur fürs Wochenende und Meixner hat geschlossen. Die Sachbearbeiterin gibt uns nicht die Hand, weil die Grippewelle im Anmarsch ist. Es ist ungünstig die Frau, mit der wir jetzt zu tun haben werden, zu verbessern, aber meinen Betreuten zu ermahnen mit den Worten „step for step“ (weil er langsam machen soll) ist selten dämlich. Wozu Schritt für Schritt mit englischen Worten sagen, es drückt nichts anderes aus und man macht Fehler durch direkte Übersetzungen, weil es auf Englisch step by step heißt. Fazit meines Betreuten: Wenn ich als Rechtsanwältin mit komme, dann klappt alles. Gegenüber im Frederikenstift. Der Betreute ist da nicht mehr. Kann man wohl aufheben lassen die Betreuung.

Gerichtspost, der Kurierfahrer macht schon extra einen Umweg wegen Neustadt, Holzminden liegt ganz weit weg. Dass ich mit nacktem Po durch die Gegend laufe und fahre unter den ganzen Sachen liegt nicht an der schwarzen Baumwollstrumpfhose von Lidl, die Markenstrumpfhose heute wird genauso von der Lilaleggings nach unten gezogen. Fairkaufhaus und lauter nützliche Dinge, vor allem zum Verschicken an die Zwillinge in Stuttgart. Suche auch Rahmen für die 2 Fotos von Hanna, aber es ist nichts dabei. Einen machen lassen will ich auch nicht, dann lieber weiter suchen. Als ich ins Büro kam war ein Mandant schon da (der aber erst nachmittags um 15 Uhr dran ist) und der Gerichtsvollzieher für Herrn Schwitzehand. Ich wüsste schon Bescheid, tue ich aber nicht.

Eintopf auf dem Markt. Frau Stimmen hat Attest, dass sie im Frauenwohnheim Einzelzimmer braucht. Schicke Fax, die rufen gleich an. So ein Attest haben dort alle Frauen. Sie sei auf der Warteliste. Welcher Platz, will ich wissen. Weiß die Frau nicht. Dann soll sie mal nützliche Informationen rauskriegen und nicht anrufen, weil mein Fax angekommen ist, dass muss sie nicht melden, davon gehe ich aus. Sie ruft zurück. Platz 9 von 60 Frauen. Ich rufe jetzt jede Woche an und frage nach dem Stand. Ich glaube nerven bzw. zeigen, dass da jemand dran ist, könnte helfen. So einen nervigen Zeugen und Aufpasser haben nicht alle, Wettbewerbsvorteil im Land der Attestinhaber.

Die Schwester von P-Monster wegen Wohnungssuche. Ich gebe ihr Tipps, sie will ihm helfen und ich erkläre, wie das gehen kann und warum zu viel Aktivität von mir schädlich ist (bin nicht zu faul). Er soll es als Chance sehen, der letzte Umzug war auch eine Verbesserung, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Er braucht eine Garage oder Platz zum Schrauben, vielleicht Wunstorf, da hat er jetzt Kontakt zur anderen Schwester und seine Glockseetage sind doch vorbei.

Den Mandanten nachmittags warne ich vor meinen Kollegen, weil Beratungsschein geht nicht für Bußgeldsache. Er soll aufpassen, dass er keine dicke Rechnung bekommt.

Eine Betreute, die ehrenamtlich als Pflegemutter arbeitet und die ich ganz selten sehe. Sie hat sich mit Vielen überworfen und keinen Kontakt zur Tochter, auch die Suche nach einem neuen Hausarzt war schwierig, aber mich mag sie unverändert. Es geht um die Vergangenheit, die sie hinter sich gelassen hat. Silvester war sie zuhause und hat Fernsehen geguckt, aber der Ex hat nur seine Mutter und sonst niemanden, weil er „das Gute nicht gewollt hat“. ich frage nach Geschwistern. Der Bruder ist 10 Jahre jünger und hat studiert und ist „was Höheres“. Sie ist kurzatmig und muss immer aufs Klo wenn sie bei mir war. Sie erzählt von Schilddrüse, sie hat Beule und muss ein Mal im Jahr zum Ultraschall und Medikamente nehmen. Ich habe mittlerweile eine zweite Beule an der Schilddrüse (habe ich vor einigen Monaten entdeckt), weiter oben rechts und kleiner. Sollte auch mal wieder hin.

Unsere Schauspieler sind besser als in HH und Wien, die spielen übertrieben und ich nehme es ihnen nicht ab. Bei uns spielen sich auch durchgedreht und überkandidelt, aber glaubwürdig dabei. Das ist wohl die Kunst, dass man nicht die Rolle vor Augen hat, sondern es ihnen irgendwie abnimmt, was sie sagen und spielen. Sport tut gut, zuhause muss ich aufräumen, d.h. die größten Berge wegschaufeln. Frage die Bestatterin in Stuttgart ob sie einen Tipp für Hannover hat, einen Kollegen, den sie empfehlen kann. Trauerfeier in Hannover. Ich hinterlege die Adressliste und dann Überführung nach Nürnberg und Sarg bemalen, falls eine Holzstele dort nicht geht wegen Denkmalschutz oder weil die schwere Grabplatte gleich wieder rauf kommt. Ich würde denen viel Geld anvertrauen für eine schöne Leich und habe mehr Vertrauen als zu den Bankern. Der Berufsstand erscheint mir anständiger. Ich schaue mir die Stoffproben an, die die Polstertante da gelassen hat. Dicke Bücher. 4 von 5 scheiden gleich aus, weil der Stoff sich arg anfühlt nach Plastik statt Wolle und die Muster derbe symmetrisch sind. So was wollte ich nicht und es weist keinerlei Ähnlichkeiten zum Bestand auf. Kann man der Frau vertrauen, die einem so was vorschlägt? Schreibe meiner Schwägerin wegen Aqua und Teneriffa. Truxal wurde an Heimkindern getestet. In den 60ern hatte man doch die Sprache der Nazis. Es geht um die Kinder- und Jugendpsychiatrie Wunstorf. Ach, da. Hateful 8 kriegt eine schlechte Kritik. Der Tag wird auch kommen, dass wir einen Tarantino-Film nicht mehr gut finden. Ich mochte Reservoir Dogs nicht, alle danach sehr, aber was habe ich Jim Jarmusch geliebt bis zu diesem Film mit den Linien (weiß den Namen nicht mehr) und wie schwer war ich da enttäuscht. Es wird kommen, bestimmt. Ich muss mich rüsten.

Was meine Tante schon für ein Loch reißt. Das hätte ich nicht gedacht. Wie wird das erst wenn….ich mag es gar nicht aussprechen. Stephan sagt, Tod ist doof, dann sind wir ewig getrennt, dabei hat er immer gesagt, es wäre gerade schön, weil es so endlich ist. Er hat das doch so bestellt. Vor unserer Geburt waren wir auch ewig getrennt (solch abstraktes hilft mir auch nicht weiter) und man kann offenbar auch nur alleine sterben und nicht, wenn andere dabei sind. Unsere Eltern werden uns hoffentlich im positiven Sinne zeigen und vormachen, wie das alles geht.

03.02. Traum: Flug mit Claudi. Sie will ganz lange im Duty Free shoppen. Schaut auf einer Anzeigentafel wer alles spielt und hat eine Kurzhaarfrisur mit langem Deckhaar und einem Rest Blond. Ich will gar nichts, kaufe dann doch nacheinander 3 elektronische Gadgets. Wir Eis in der Waffel und man drückt auf einen Knopf und es spielt sich was ab. Die Musik nervt und man kann den Finger davon halten, das es nicht so stört und dann bewegen sich die Bilder, Figuren verändern sich, irgendwie spacig, aber auch langweilig, weil immer gleich und man hat es dann gesehen. Bei einem ist es ein Männchen, was immer neue Spaghetti-Haare bekommt. Wir sitzen wieder im großen Flieger und ich zeige es. Stehe am Fenster und schaue auf die Stadt, San Francisco wegen der Häuser, die Betonwüste ist LA. Beim Landeanflug fliegen wir ganz dicht über Gestein, was man ganz genau von oben sieht. Wir sind schon ganz schön tief. Ein Typ geht zum Tresen und will ein Eis. Wird von der Sekretärin auf seinen Platz zurück geschickt, weil der Tresen geschlossen ist, wir landen gleich.

Stephan steht früh auf, ich werde auch wach. Der Gastyp kommt. Er sagt was zu den Vorwahlen in den USA. Bernie Sanders, der alte Mann, der auch die Wahrheit sagt, aber mit weniger Hass als Donald Trump. Das habe ich einen jungen weißen Wähler sagen hören, der sonst Republikaner wählt. Mehr weiß ich zu dem Typen nicht, außer „old is the new black“. Hat nur 1/10 von dem Geld und ist gleich auf mit Hillary. Na ja, wer braucht heutzutage noch Fernsehspots oder Wahlplakate, es gibt doch soziale Netzwerke. Der Herd ist kaputt. Stephan erzählt es gleich weiter, es reindrücken, so empfinde ich es, was meine Laune nicht bessert. Ich brauche Jörg, der Sachen reparieren kann oder einen Mann, der mich anstrahlt auch wenn ich noch so unausstehlich bin. Was ist da wohl die wichtigere Tugend? Bin ich wie Cookie Monster, der sich mit drei Wünschen der Zahnpastafee immer größere Gefäße wünscht und dann keinen Wunsch mehr frei hat für den Inhalt, das Wichtigste, die Kekse. Schön blöd wäre das. Ich suche die Briefe und finde u.a. ein altes Sesame Street Plakat. Das ist antik, ob Elena es zu schätzen weiß oder haben will. Wiese ist ganz gut glaubt sie antwortet die Frau Rolf und meine Schwägerin, dass Teneriffa nicht Chicago ist. Das stimmt. Die Gesellschaft, die sie erwartet ist auch in etwa so gegensätzlich wie diese beiden Reiseziele würde ich vermuten.

Kaufe Kaffee beim Spanier und Chips mit Trüffelgeschmack. Sie haben die Ampel gegenüber der Posthornstraße zur Deisterstraße hin abgebaut. Dieses ganze Gejammere meinerseits um den Tod. Ich komme mir vor wie ein Weichei und denke an den Bericht bei 37 ° gestern über den körperlich Schwerbehinderten und seine Kumpels, die ihn duschen.

Die Betreute aus der Schweiz, irgendein Problem mit Autoanmeldung. Gehört natürlich wieder nicht ihr, sondern ist auf den Sohn zugelassen und sie nutzt es nur. Macht alles so kompliziert. Klageverfahren, heute Frist zur Verteidigung, irgendein Mobilfunkanbieter, ich habe keinen Bock und weiß nicht, was ich schreiben soll, vielleicht doch Insolvenz, sagt sie, kann ich das machen. Firma gegründet in der Schweiz. Passt alles nicht zusammen. Will mich behalten und sonst sich umbringen. Doch nicht wegen so was.

Der türkische Mitarbeiter war bei Frau Srilanka (sie ruft an) und ich habe 55,- € für Mittagsverpflegung des Sohnes überwiesen. Sie bedankt sich.

Frau Ruanda verweigert sich schon vor der ersten Spritze und zieht die Decke über dem Kopf zusammen und hört Bibel-TV und schaut keinen an. Ich frage den Notar wegen der Testamentseröffnung, wie so was abläuft.

Statt 210,- € Mietanteil 199,65 € an den Vermieter. Wegen Fasching frage ich den Sachbearbeiter und immer nicht zu erreichen, Dienstbesprechung. Im Bescheid steht 210, da nehme ich an alles läuft und muss es vom Vermieter erfahren, dass nicht. Flüchtlingen sind keine Ausrede für schlechte Arbeit. Das ärgert mich.

Die Alkoholikerin hat keinen Kontakt zur Tochter. Hatte ja auch eine schwere Kindheit, vielleicht will sie ihr eins auswischen. Hat jetzt Hund, Französische Bulldogge und Katze, Hauptsache sie kann das alles bezahlen. Von ihr sei nichts zu erwarten. Ich sage, vor allem auch Enkelkind. Das hat sie vielleicht 3-mal nur gesehen bisher. Mit dem Typen ist sie nicht mehr zusammen, der hat wohl eine Neue. Wie die Mutter, so die Tochter, Pech mit den Männern. Vielleicht wenn die Tochter mal bei ihrer Schwester im Garten ist im Roderbruch. Sie soll sie doch mal anrufen, wenn sie Kontakt will. Sie ist die Tochter und kann sich bei ihr melden. Ja, aber da wäre ich nicht so rechthaberisch. Hat die Nummer wohl nicht und soll sie auch nicht kriegen. Kontakt läuft nur über ihre Mutter, die Oma. Sie bedankt sich für meinen Anruf.

P-Monster, gut, dass ich wieder gelandet bin, Fliegen ist zur Zeit gefährlich.

Dietrich schreibt die Daten, wann sein Vater in den zweiten Weltkrieg rekrutiert wurde. Er will noch mal nach Stuttgart weil neue Verwandtschaft aufgetaucht ist, dann Stöckle und der Frau was Gutes tun, rät Stephan. Er schickt mir und Johannes heute eine geheimnisvolle Karte, bin ich mal gespannt. Noch mal geht es um Hanna, die sich nach Steffi erkundigt hat und dann nicht mehr. Ich muss für die kinderlose Tante in die Bresche springen. Die hat Michaels Kinder Instrumente geschenkt, Johannes Kinder und war die Tante von allen Nachkommen im ganzen Rudel und hat sehr viel gegeben. Meiner Mutter ist es immer zu wenig mit meiner behinderten Schwester. Da kann keiner genügen. Ist so.

Die Insolvenz bei Frau Renovierung wurde eröffnet. Habe mit allen telefoniert und Erstgespräch vereinbart. Der Arzt mit den neuen Hüften schreibt mir wegen der Renovierung, die wohl gründlich schief gelaufen sei. Der soll mich mal anrufen und ich erzähle ihm ein paar Takte.

Komme mit meinen vielen BM-Texten durcheinander. 3 auf einmal auf 2 Rechnern, da verliere ich en Überblick. Nachbar hat Schlüssel im Gartentor stecken lassen. Das ist ein Zeichen, dass wir beim ihm Maultaschen braten sollen.

Frau Stimmen kommt von der Ergo. Der Arzt der Region, der neue Hüften hat, hat ihr 10 x verordnet und sie macht es 2 x die Woche und näht Striche und Kreise auf ein Blatt Papier (will nähen lernen). Rock ist am einfachsten, aber trägt sie nicht, Beine angeblich zu dick. Sucht wieder eine Wohnung. Die Hausverwaltung die sie nennt sind Verbrecher, aber wenn sie 1-Zimmer Wohnungen mit Balkon am Klagesmarkt haben. Die Perser-Frau vom abW hat ihr auch diese Urlaubsleute (Erholungshilfe) vermittelt und sie ist begeistert. 2 Wochen ans Meer oder in die Berge.

Fax von Frau Ruanda, die keinen mit dem Messer bedroht hat, nicht krank ist, zurück will und sich als Prophet bezeichnet. Trüffelaroma ist krass und ich muss derbe danach aufstoßen, aber es schmeck krass doll. Sollte ich als Gag Sunla kaufen und aufs Kopfkissen legen, wenn sie zur Lumix kommt.

Rasiert wie ein chinesischer Junge in zwei Stufen, vorher ganz kurz und hinten ein Kreis in schwarz und 1 mm. Grell geschminkte rote Lippen dazu wie eine Transe. Schon im Treppenhaus führt sie laute Selbstgespräche und ich will sie als erstes fragen, mit wem sie da eigentlich spricht. Das ist immer so, durch die Gegensprechanlage höre ich sie schimpfen und sie legt sich mit Leuten an. Die können doch nicht durchfeiern von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch, da ist ja dann alles vorbei angeblich (guter Hinweis, ich sollte Susann mal schreiben). Abfüllen und flach legen. Das kann man zu fünft bei einer Frau mit Gewalt, wie in dem Film mit Jody Foster. Alkohol in die Speiseröhre, die haben vergessen warum das importiert und eingeführt wurde um Böden zu desinfizieren nicht um in den Adern und Venen und den Stoffwechsel zu gelangen. Wilde Geschichte, wie sie in Köln verkuppelt werden sollte, sollte den Typen küssen und dann haben sie sich noch eine Brücke angeschaut. Meine Haare sind heute streng. Ich sage, dass die LHH ihr Geld nicht überwiesen hat und ich habe angerufen und es war deren Fehler und wird nachgezahlt, aber das geht doch nicht, dass die verlangen, dass sie mit ihnen feiert und schläft nur um das Geld zu bekommen. Alkohol muss nicht sein und Sex auch nicht. Camenbertbrötchen bei der üstra gekauft und sie sollte sich bücken, aber sie arbeitet hier doch nicht und ist keine Mitarbeiterin. Bücken tut man sich nur zuhause beim Putzen und nicht auf der Straße, sonst verliert man sein Ansehen, wenn man sich auf der Straße bückt. Jetzt will sie die Kirche aufgeben und keiner Gruppe angehören, weil die das Individuum zerstören wollen. Manchmal ist es schwer, sie wieder loszuwerden. Langsam führe ich sie in Richtung Tür. Dann sage ich gewagte Frisur und sie lächelt. Den Überraschungseffekt nutze ich um die Tür zu schließen.

Die Krankenkasse der Schweizer Betreuten. Der Teamleiter hatte am 05.01. schon Krankengeldzahlung zugesagt, mir gegenüber, scheiß freundlich, aber wohl nicht gemacht. Jetzt Morgen die Freigabe durch ihn, liegt schon alles vor, aber er ist heute nicht da und morgen früh als erstes und Bestätigungsmail an mich bis Mittag. Das ist ein Monat her, wovon sollen die Leute leben. Ja, sie weiß. Die hat auch Mediationsseminar belegt, aber die Leute gehen mir am Nerv. Die Betreute schreibt mir noch mal es geht um das Formular E 106 nicht E 121, wie ich geschrieben hatte (das ist für Rentner). Sie kennt sich bei den Zusatzstoffen der Krankenversicherungsunterlagen besser aus als ich. Ich korrigiere noch mal und sage, dass wird die Fachabteilung der KV wissen.

Ich will lieber eine Sozialwohnung der GBH mit Küche, als ein Schloss ohne Herd. Wir sind technisch überfordert mit dem Smeg und 2 Campingplatten als Interimslösung und dann Induktionsherd wäre prima.

Essensasyl beim Nachbarn. Stephan brät Maultaschen, die wir schubweise essen. Berliner Theater. Wenn es mal nach Essen in seiner Wohnung riecht, waren wir da mit seinem Schlüssel. Ich hätte gerne eine Tabelle wann es um 20 Uhr wieder hell ist, d.h. so eine komplizierte Diagonale wie im Autoatlas die Berechnung der verschiedenen Strecken in Europa zwischen den Städten, die mich null interessiert. Stephen rechnet es aus, aber das Ergebnis weiß ich nicht mehr, 42 Tage oder 84 Tage, bin zu müde. Verpisse mich nach unten, wollte noch Tschüß sagen.

Dann schaue ich Bestatter. Wiese hat viele Filialen und eine Tussi, die Särge bemalt als Auftragsarbeit, aber ausschaut wie eine Sozialpädagogin. Eine Betreute hatte mal Kluge, die waren gut, aber die sind eher Nordstadt. Lauterbach in der Teichstraße hat einen sehr minimalistischen Internetauftritt mit klaren Ansagen, der mich anspricht und einen Bestattungsmeister und das in der fünften Generation. Das ist eindrucksvoll. Das Problem ist, man weiß nicht, wer in 30 Jahren am Drücker ist.

04.02. Traum: Villa vom Chinesen mit Thomas und Yunfeng sind wir da. Die haben 4 Rassekatzen, die von dem Mann gebürstet und gescheitelt werden. Schuhe vor der Tür ausziehen, Wasserfleck auf Teppich im Eingangsbereich. Thomas auf Krücken. Die eine Katze hat riesige Zecke, das sieht man weil das Fell an der Stelle auseinander fällt. Eine große Flache, wie aus Papier finden wir beim Suchen. Die andere dick und drückt das Fell auseinander. Fotoshooting wegen Bienen. Im Garten hinter dem Tor sind Bisons und große Affen. Es findet ein Feuerwerk statt in der Dämmerung, damit die Nachtruhe nicht gestört wird. Wir wollen noch Fotos machen und es wird bald nicht mehr hell genug sein. Es da sind verschiedene Affen. Ich sage, die Kleinen, Totenkopfäffchen, stehen unter Artenschutz. Yunfeng sagt nein und warum. Wir machen Fotos auf einem Spielplatz. Ich mit einer anderen Frau. Geht um chinesisches Prosecco-Fest. Am Tisch viele Frauen u.a. Andrea aus den USA, die sich beschwert, dass sie nicht eingeladen wurde, aber ihre Schwiegermutter. Da sollte ihr und ihre Freundinnen Bescheid gesagt werden statt den Alten. Sie zählen auf wer da war. Noch eine Fotoidee von meiner Muschi. Ich setze einen Werbepappschirm auf, der mit drauf soll. Gehen in anderen Raum, damit wir alleine sind, auf gelben Teppich, das kommt farblich gut. Was soll man scharf stellen. Schirm oder unten (ich mache Yogaübung). Ich will das Bild vorher sehen. Dann geht es um das Geld was wir für die Bestattung eingezahlt haben und wir wissen nicht mehr an wen, aber ist eh zentral bei einer Treuhandstelle hinterlegt. Frau telefoniert für uns und ich höre, die haben Insolvenzantrag gestellt und wir können es übertragen auf entweder diesen Bestatter in der Eppersstraße, sie nennt den Namen und sagt, sie seien ja auch in Linden oder der in der Teichstraße und ich sage: ja, Lauterbach, die habe ich mir ausgesucht (weil ich auf deren Seite geguckt hatte Bestattermeister und in 5. Generation und so. War schön schlicht gehalten und Kluge zeigt mehr die Fahrzeuge und hat eigene Trauerfloristik. Wen interessiert das.

Ich muss neues Outfit für die Oper anziehen. Thema Einkaufswagen. Habe Hütchen ja gerade etwas sortiert und da fällt mir der eine aus dem Istanbulthemenbereich ein. Stephan hat auch Lust mal wieder Suki zu sehen. Ist schon so lange her. Zusammen Mittag essen. Ich bin spät dran und als ich Suki hole ist es 5 vor halb und ich weiß nicht genau, wo ich hin muss. Der Hund spurt und läuft gut an der Leine. Ich bin am Fluß und sehe keine Hausnummern. Rufe an, sie sollen sich mal auf dem Balkon blicken lassen. Suki kackt noch mal, was jetzt echt nicht passt und ich finde dann den Eingang und sehe eine Hausnummer 11. Die Straße heißt so wie der Alterswohnsitz, den meine Eltern sich vor Jahren gekauft haben in der Bayreuther Innenstadt, der aber vermietet ist, weil sie doch bei sich im Haus bleiben wollten. Es stehen weiße Lilien auf dem Tisch und dann kommt die weiße Tischdecke und die Brötchen sind in Scheiben geschnitten. Monatskarte statt Leihwagen, wenn das Auto in der Werkstatt ist. Sülze vom Markt. Ricklingen hat auch Wochenmärkte. Ach ja, sie kommen aus Hannover und sie hat 36 Jahre im Innenministerium gearbeitet. Alles schwarz-grau und Fliesen. Nix an den Wänden, sind ihre Sachen schon da? So ruhig und schöner Blick auf Wahrzeichen der Stadt und im Sommer, wie ein Baumhaus. Keine Butter zum Frühstück und Merci Schokolade. So was kann ich nicht ernst nehmen. Sie hadern mit der Krankheit ihres Sohnes. Suki wickelt sie um den Finger, beide. Nur, wenn seine nasse Schnauze sie berührt, zuckt sie weg und hält ihn fest, als eine Tür aufgemacht wird, weil er durch die Gitterstäbe fallen könnte.

Wie ein muslimischer Sohn verehre ich meine Mutter und würde ihr gerne einen Diamanten schenken so groß wie ein Tennisball. Bei ihr allerdings besser einen Opal. Bin superhektisch beim Schreiben und Einpacken (soll Stephan zur Post bringen) und mache dabei die Karte kaputt und reiße was ab und derbe Rechtschreibfehler, einfach eingehackt und nicht geschaut. The way you do anything…. Mama weiß Bescheid.

Ich trinke jetzt Cortado im Marktkaffee. Das ist großer Brauner. Mein Tagebuch wird mit Charlotte Roche verglichen. Schweres Kompliment, danke Peter. Aus der Realität der Angepisste, schön gesehen, Der Kollege sucht nach kleinen Clubs. Fragt mich nach Wien, da muss ich selber fragen.

Termin klappt nicht. Ist keiner da, der Hund jault und merkt, dass es nicht so sein soll, dann versuche ich Herrn Ratte als Pausenfüller. Auf dem Rückweg probiere ich es noch mal und der Hund weiß, wo er abbiegen muss, als ich ihn lobe, freut es sich, als hätten wir uns wechselseitig verstanden. Er läuft ohne Leine wie mit einer unsichtbaren. Erst bei Kluge, dann Königbestattungen in Hainholz. Ich finde einen zerplatzten Fußball mit Nikeabzeichen im Dreck. Der ist aber gut erzogen. Schön Park und Matsch, bekomme Taschentuch gereicht von einer Hundebesitzerin. Rote Handgelenke und dreckige Schuhe als wir wieder im Büro sind.

Telefonat wegen Herrn Schwitzehand und der Therapienachfolge, Berufspraktikum, Gruppe immer montags, Einzelgespräche. Notiere alles. Spectre haben wir verpasst.

Die Frau aus dem Heilerkreis im Schwarzwald schickt mit einen Gürtel meiner Oma, den sie in Kreuzstich bestickt hat und den sie zu einem grünen Seidenkleid getragen hat. Stimmt, da fehlte immer ein Gürtel, aber ich habe das Kleid weiterverschenkt.

DSC05026DSC05049

Die Tochter die wir am Bahnhof abholen, muss ich anrufen, sie wartet unterm Schwanz. Biete ihr gleich das Du an, vielleicht zu viel des Guten. Passe zum Bühnenbild wie eine eins, in rot/gelb sehe ich aus wie die Wahrsagerin, die aber ihrerseits ausschaut wie Boy George oder Leigh Bowery und auf den Tischen tanzt mit Maschinengewehr. Sie ruft die Massen zum Krieg auf und die folgen willfährig. Wir hören uns die Einführung an und die Themen scheinen alle wir gemacht für die Tochter meiner Betreuten. Geliebter ist Ausländer und Vater dagegen. Vater wird ausversehen erschossen, als sich Schuss löst, Unfall. Daraus wird Geschwisterhass und Rache, Flucht und Verfolgung, die das ganze Leben andauert. Menschen, die aus Einkaufswagen leben waren auch mal Kinder und ihnen ist was Schlimmes widerfahren. Kinder auf der Bühne spielen die Spiegelbilder der Erwachsenen und sind ihre Opfer. Werden verschachert mit Schildern wie Frischfleisch, Spielzeug, Wunschkind… Harter Stoff. Ich rufe am nächsten Morgen die Betreuerin an um das mitzuteilen. Alvaro (haha, wir kennen einen, der so heißt) singt super, die Hauptdarstellerin ist unglücklich besetzt und wirkt auch unglücklich in ihrer Rolle. Ich mag es, wenn zwei Männer ein Duett singen, statt immer Mann und Frau. Der Dirigent hat frisch gewaschenes Haar und macht damit energisches Head banging direkt vor uns (der geht richtig mit). Die Harfespielerin muss relativ hart ran und spielt auf dem Teil wie Jimmy Hendrix im Vergleich zu anderen, die ich schon gesehen habe. Meine rot und gelben Fingerhüte auf dem Hütchen interessieren unsere Nachbarin. Sie hat 20 Jahre als Schneiderin im Opernhaus gearbeitet und ja, früher gab es den Verkauf der Kostüme, aber Jeans will keiner. Ich biete der Tochter an beim Fairkaufhaus sich mit ihr zu treffen, weil sie für die Musicalrollen Kostüme braucht, eine spanische Tänzerin und ein Vampir muss u.a. abgedeckt sein. Ich denke an den Widerspruchsbescheid, dass ich gegen den Gerichtsbeschluss hätte Beschwerde einlegen müssen und dass es jetzt zu spät ist. Früher wäre ich schlaflos gewesen deswegen und hätte mich verrückt gemacht, weil das heißt, ich habe was falsch gemacht und jetzt denke ich, mal gucken ob die Recht haben und ein Rechtsmittel hat meist ohnehin wenig Aussicht auf Erfolg, weil die das ganz gut überlegt haben in der ersten Instanz. Es geht um Herrn Yoga und ab wann er mittellos war und das Gemauschel mit seinen Eltern. Wir warten eine halbe Stunde in der Bahnhofsvorhalle auf die S 1 und den Schützling dort hinzubringen. So hat man noch die Gelegenheit sich zu unterhalten, sonst hätte man rennen und schnell in den Zug abschieben müssen. So viel Mühe muss man sich geben, auch wenn ich sehr müde bin und mir nichts Originelles mehr einfällt. Die Mutter ist aus der Reha wieder Zuhause. Sie und ihr Bruder legen immer auf, wenn sie anruft.

Ja, so schreibe man Mammut, ich bin doof, sehe es ein. Wir sind erledigt, ich zumindest, geradezu erschlagen und ich kann kaum noch Konversation machen.

Bestatterin Stuttgart, wie sie das Infomaterial vom Bestattungsmuseum fand. Das sei nicht angekommen. Manchmal brauche die Post länger. Nix Post, habe ich ihrer Mitarbeiterin mitgegeben. Danach Funkstille, wo sie sonst chattet. Jetzt sei es aufgeklärt worden und ist es von einem anderen Interessierten aus der Deko-Box genommen worden…..Alles Ausreden. Wie soll man denen eine Leiche anvertrauen.

05.02. Hail Cesar OmU sind wir im Theater. Dann im Gartenbaukino schauen. Das ist eh eine gute Idee, wenn das da läuft. Yuhu, Stephan hat das Dreieck nächstes Mal vorgesehen. Am Donnerstag vor David Sedaris aber Meixners, weil die durchgehend Küche haben. Da kann man um 17 Uhr was essen und sich dann mit Andras und Sunla in die Schlange einreihen.

Ich mag langbeinige sprungfreudige Hunde, die ohne Anlauf auf die Mauer hochspringen, einfach so aus Lust an der Freude und oben lang balancieren. Suki hat mein Hundeschönheitsideal verschoben weg von kurzbeinig und Dackel. Telefonat mit der Rechtspflegerin, wenn mich Maler, der ein paar Ersparnisse hat, zahlen muss, wo er keine Betreuung wollte und vielleicht auch keine brauchte, dann finde ich das scheiße und mache das nicht mehr zukünftig, wenn ich gefragt werde. Internet kaputt. Geldanlegen ist unsexy. Will Theater in Hannover unterstützen oder niedliche Tierheimhunde streicheln als Dividende und keine Versicherung der Postbank, Tochterunternehmen und dann wird aus Geld mehr Geld. Kann man nicht mitnehmen und lieber dem Bestatter 100.000,- € geben für eine P-Diddy-artige Feier. Will alle noch mal zum Lachen bringen auf meiner Beerdigung. Weiß noch nicht wie. Bin schlecht drauf und könnte alles absagen, aber das bringt auch nichts. Gummibärchen von Klaiber und Minzeis mit Schokobezug bringt auch nichts. Den Rest der Gummi-Bärchen an Eli verschenken da mir richtig schlecht wird. Paps: Verwandtschaft der Neue ist mittelmäßig und die anderen haben Lieblingsrezept von Tante Luise, die Füllung der Maultaschen (Fleischbrät und Spinat) im Gugelhupf im Wasserbad und gefüllt mit Tomatensauce. Paket bei der Post abholen. Das ist vermutlich meins. Blutige Filme vertrage ich heute nicht.

Wie ein Hund leben, der nicht weiß, dass er stirbt. Im Treppenhaus bei movenyo ist mehr los, es sind türkische Mamas und Papas. Die Trainerin meint auch Jacken reinnehmen, wenn sie teuer waren. Ich lasse meine draußen und glaube nicht, dass eine türkische Mutti die gebrauchen kann oder dass das die Leute sind, die klauen. Erst Lauryn Hill, dann Kate Bush. Das macht mich immer emotional. Zum Schluss: „Why do birds suddenly appear, every time you are near? There like me, they want to be, close to you.“ Ich setze den niedlichen Rucksack von Steffi auf und trage ihn quasi auf dem Rücken. Praktisch, wenn man den Turnbeutel hinten rauf schnallen kann und steht mir sagt mein Mann.

Komplimente bei Kestner für mich. Zementsäcke auf Paletten und beiger Teppich. Mein vorläufiger Tiefpunkt mit dieser Institution und ich gehe während der Eröffnung wieder auch wenn man durch die Zuschauer durchdrängeln muss. Stephan will einen Weißwein, aber dann hätten wir das weitere Programm nicht geschafft. Ich will jeden Tag in der schwarz-weiß Treppenhaus, wenn wir in Wien sind und dort picknicken und Eissorten raten.

Bei Urfa Sofrasi werden wir begrüßt wie Stammgäste. Die dicken Männer neben uns machen sie Zitrone aufs Künefe. Gute Idee, aber ich wehre mich dann nicht als meine ausgedrückten, die auf dem alten Besteck und Papierzelt für das Besteck liegen, abgeräumt werden. Irgendwie will ich nicht widersprechen und dann halt nächstes Mal. Das muss ich mal probieren, die Zitrusnote zu dem ganzen Süßen, das ist dann wie warme Zitronentarte. Das Ayran ist wieder besonders schaumig heute, wie dreckiges Wasser mit Salzanteil in einem Brunnen werden kann. Familien oder Männergruppen oder Frauengruppen. Mit der Linsensuppe vorweg tut mir der Bauch weh.

Postkutsche mit 6 Pferden lenken ist wie Lkw-Führerschein, aber noch krasser. Pferde mit einem durchgehen, nicht umsonst das Sprichwort. Nicht mein Lieblingstarantino, die Geschichte ist simpel und nicht so originell, sondern eher schlicht, aber tolle Schauspieler. Hang Man, Kurt Russell als Kopfgeldjäger, der sie lebendig überstellt. In den Rücken schießen und aufs Pferd schnallen bringt genauso viel Geld, aber „no one said it was supposed to be easy“, außerdem braucht der Henker auch Arbeit und sein Arbeitsplatz will gesichert sein. Dieser Film hat viel mit dem privaten Essen am nächsten Abend zu tun, nur, dass im Film Blut fließt.

06.02. Mary eine kurzbeinige Labradorhündin mit weißen Pfoten. Wollstoffe gibt es schöne und Salz- und Pfeffer ist ein Klassiker, den man durchaus noch nachkaufen kann, sonst ganz was anderes und lila-pink gemustert. Die eine Firma sitzt in Süddeutschland und produziert für Lufthansa. Yoga, Steffi zieht die Disko-Leggings aus Wien gleich an. Der Tag beinhaltet alles einer Existenz, gestern ist nur ein Traum und Morgen eine Vision. Es gibt nur das heute und darum nutze es gut und aus jedem Gestern wird ein wundervoller Traum und jedes Morgen wird eine zuversichtliche Hoffnung. Den Gastgebern Zotter Trinkschokolade mitbringen statt Blumen. Ich glaube, hier sind unsere Geschmäcker verschieden. Während Savasana mache ich die Augen auf und schaue in das helle Sonnenlicht. Wie schön. Steffi muss mit Ina zur Automesse wegen eines Nähauftrages. Depressive Perserkatzen mit tollen Bildunterschriften, Ihr Freund hat an mich gedacht. Wie nett. Sie ist wieder online und dann ist ja alles gut und sie kann mir schreiben. Ach ja, ich habe ja kein Internet. VERGESSEN. Nicht ärgern, richtig gearscht ist mein Kollege, der denen seine Handynummer gegeben hat. Der Jack Russell Welpe der Yogalehrerin hat große Pfoten und ist winzig und aufgeregt. Die Inhaberin sieht aus, als hätte sie ein kleines Tier mit spitzen Zähnen in die Hand gebissen. Sie muss wirklich leiden, die Arme. Es ist herrlichstes Wetter und man kann sich Frühling vorstellen. 24 ° ist der Kaffee viel besser geworden und der Laden ist echt nett eingerichtet und man kann so schön in der Sonne sitzen. Der Friedhof in der Strangriede. Ich kannte nur den Steinmetz Egon Schmidt. Großer jüdischer Friedhof, es muss eine sehr große jüdische Gemeinde in Hannover gegeben haben. Am Judenkirchhof auf dem Hügel gibt es ja auch noch. Lange Inschriften, unser herzensguter, innig geliebter Vater und Bankdirektor a.D. Eine ganze Wiese voller Menschen wie Du und ich, die geliebt wurden und um die getrauert wurde und es wird einfach überschrieben. In der Nordstadt gibt es die besseren Straßennamen, am Klepperberg und Am Puttensener Felde und so. Das muss ich feststellen und neidvoll anerkennen.

IMG_1752 IMG_1753 IMG_1754 IMG_1755 IMG_1756 IMG_1757

Das Polstereitraditionsunternehmen hat einen türkischen Inhaber und macht viel weniger her als gedacht. Die Wollstoffe sind viel zu fein und wie für einen Anzug (aus recyceltem Garn, das hält doch nichts aus, wie Altpapier) und dann gibt es Musterbücher bei denen wir aufjaulen und man blind werden könnte. Bluthund und das kleine Schwein mit Arnds Sohn unterwegs.

Nachmittags daddeln. Wolle wieder total ineinander verknotet. Arbeitstherapie für Stephan. Aufs Bett und aufwärmen. Käsebrote mit Paradeiserchutney und Senfgurken, nicht zu verhungert zur Essenseinladung. Auf der Automesse gab es Nackthunde.

Nackthund

Die Gastgeber haben eine tolle Wohnung, gemütlich und kochen ganz großartig. Über dem Tisch hängt ein Glaspapagei und Blumen in kleinen Glasvasen wie Parfumflaschen. Ein Mobile. Eine ausgeprägte Kochbuchsammlung und ein tragbarer Kamin, der rückstandsfrei verbrennt. Alles perfekt eingedeckt, weiße Tischdecke, die ich mit Bratensaft einsaue, was sonst. Besteckbänkchen aus Glas, eingelassene Lichter und Kerzen auf dem Klo. Leckeres Wasser, was die Ökos gerne trinken mit dem Mönch vorne drauf. Man ist halt sehr verschieden, die einen kennen sich echt aus mit Marken und Kunst und wissen, dass Jackson Pollok nichts mit New York zu tun hat (wie blöd von uns). Ich finde Beuys scheiße und würde das gerne sagen, tue es aber nicht. Der Koch darf moderne Kunst scheiße finden. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Das hat ja auch was mit Sympathie zu tun. Stephan macht blöde Sprüche und trinkt viel Rotwein mit dem Koch. Der muss als Arzt nachts Kollegen am Telefon beraten wenn er Hintergrunddienst hat. Es geht um den Umgang der Deutschen mit Führerschein und bestimmte Diagnosen bei denen man nicht fahren soll, was irgendwie eine Diskriminierung darstellt gegenüber der Fahruntüchtigen die keiner überprüft. Unfälle, Mehrbettzimmer, Radfahren. Mit den Blumen und meiner Einschätzung habe ich richtig gelegen. Habe nur ganz kleinen Strauß bei Gaby gekauft mit eingefärbten Weidenkätzchen und erzählt von der lila Gruftiepflanze, die ich sogar fotografiert habe und den getrockneten und pink gefärbten Baumfrüchten, die ausschauen wie Haieier und an den Zweigen hängen.

IMG_1758

Ja, wir reisen viel, gehen viel ins Theater und gehen viel Essen. Ich kann nur second hand gut finden, weil ich mir auch neue Sachen leisten könnte (nein, schon als Student, das Gegenargument von Stephan wird nicht ernst genommen). 200 Mark Miete, Klo auf halber Treppe, keine Dusche, da strahlte mir auch die Sonne aussem Arsch. Das ist meine Veranlagung. Für Arme ist es eine Zumutung gebrauchte Sachen kaufen zu müssen. Die brauchen Primark für ihre Würde. Das sehe ich anders. Selbstbewusstsein kann man nicht durch so etwas bekommen, das ist wie der Versuch durch eine Schönheits-OP mehr mit sich selber zufrieden zu sein. Klappt in 99% der Fälle nicht nach meiner Theorie. Der Vorwurf reich zu sein (klar, im Gartenbaukino in Wien den nächsten Film schauen, das wird einem übel genommen und Stephan sagt so etwas unvorsichtig). Dann fahre ich eben demnächst mit dem Geißens in den Urlaub, die wissen auch nix von Jackson Pollok, das passt dann besser. Der Koch darf sagen, dass die Primarkkäufer die Zukunft ihrer Kinder gleich mit ruinieren, weil die dann keine Ausbildungsstellen mehr kriegen und gleich arbeitslos werden wie ihre Eltern. Dafür bin ich in anderer Hinsicht nicht so radikal. Ich halte vegan nicht grds. für krankhaft und eine Essstörung, sondern es kann ein Anreiz sein und es ist immer graduell. Bei Vergiftung macht es auch die Dosierung. Nur halb so viel Fleisch essen macht einen großen Unterschied und da hilft es Alternativen aufzuzeigen. Da bin ich eben phantasieloser Primarkkunde und Konsument. Ja, Kinder stecken einen an und dann ist man krank. Und dann geht es um Bestatter, die sich nicht an Tempolimits halten und Radfahrer fast über den Haufen fahren. Verfolgen, zur Rede stellen und jetzt sind sie unten durch. Dann passt es ja, wenn ich gerade den Laden beauftrage. Die Billa-Papiertüte bleibt unter dem Tisch liegen. Dann geht sie halt ins Altpapier. Gut, dass ich andere aus Venedig, die ich extra gekauft habe zurück gehalten habe. Das hätte mich dann geärgert und die schenke ich lieber dem 1000sten Primarkkunden am nächsten Samstag. Stephan hatte die Espressi und schläft, ich gehe rüber.

07.02. Stephan liest mir aus dem Schulbuch vor, in dem einem Geschichte durch Geschichten näher gebracht werden soll. Nazis hatten keine Glatzen, die Opfer haben sie geschoren. Sie selber hatten Scheitel und Stufenschnitt. Dann geht es um Ägypter und Leichen balsamieren. Ich glaube, das Gehirn durch die Nase ziehen verdient mehr als ein Halbsatz. Das stelle ich mir sehr schwierig und aufwendig vor und dann ist der Clue, dass der Praktikant seinen Korb mit Datteln in die Mumie einnäht oder darin vergisst. In Salz einlegen und dann wieder befüllen und ausstopfen mit Stoffresten wie Puppen. Die veganen Kekse vom 24 ° schmecken nicht besonders. Suki können wir nächstes Wochenende nehmen.

Paps hatte Personalausweis dabei um das Paket abzuholen und das nutzt aber nicht. Er sei ehrbarer Bürger und der Typ soll sich mal umdrehen, während er die Vollmacht fälscht, seine Frau hat Morgen Geburtstag. Gut heutzutage seien die Ehen nichts mehr Wert. Es klappt. Meine Schwester ist lustig drauf und feiert Fasching. Der abgewiesene Verwandte aus München hat besonders nett geschrieben nach der Trauerfeier. Der hat vor Jahren schon seine Frau verloren sage ich. Sie feiern heute in Hof mit Übernachtung. Wir sollen nicht so viel machen und uns mal ausruhen. Ruft noch mal an. Habe ich Traumata durch die OP im Katharinenhospital, nein.

Wieder meine sinnlosen Wollhaufen, schnell ist alles aufeinander geworfen und dann ein großes Durcheinander. Häkeln rückwärts. Ich suche die Perlmuttlöffel raus für die Sammlung, die ich gestern Abend im Schrank gesehen habe, außerdem 9 Kochbücher und eine Glasvase auf der Wasser steht in einer Edgard Wallace Schrift. Ich habe Brooklyn Apartments gefunden. Das eine ist toll direkt am Park und auf dem Flachdach ein Blick nach Manhattan und bis zum 13.05. gebucht. Schnell, klar machen. Macht er einfach nicht, mein Mann. Schlägt mir Mittagsschlaf vor und macht ihn prompt selber, auf dem Rücken liegend mit gefalteten Händen, wie man Leichen dekoriert. Unbequem ist das Portemonnaie, stellt dann aber fest, dass er keines in der Hose hat und schläft weiter.

Mary’s. Gute Milchschnitte, sehr leckerer Fisch mit Curry, würzig und Hirseplätzchen mit Rosenkohl, Pilzen und Kürbis. 3 gängig vegetarisch für 28,- €. Das ist die Preisklasse von Mövenpick und die bilden aus hier (kein Backshop, der nicht ausbildet). Der Koch im ersten Lehrjahr bringt die Amusegeule auf einem großen Tablett und nennt die Terrine Ravioli. Er ist dick und unsicher und erinnert an Herrn Schwitzehand, der ein Praktikum in der Gastronomie anfängt nach der Entlassung vom Kronsberg. Die sagen bei Suchtproblematik ist das nicht so ratsam, aber er will es und die bilden aus im Haus der Jugend in der Maschstraße wo wir schon mal Mittagstisch gemacht haben. Ein älteres Paar mit einer jungen Frau, die heute noch nach Hameln oder Hildesheim fahren muss und nur ein Glas Weißwein trinken will, der nicht so viel Säure haben darf. Das ältere Paar bestellt Menü ohne Muscheln und sie á la carte. Bei der Älteren sehe ich nur die ordentliche Haarsprayfrisur. Er ist aus Ägypten eingewandert und spricht akzentfrei. Den Wert von 200 DM durfte man mitnehmen in der Währung damals. Schwere Zeiten, auch wirtschaftlich, aber das schweißt zusammen. Wer ist sie? Die Freundin vom Sohn, der schwierig ist. Sie hat Hotels in Hamburg nach ihm abgesucht und war flexibel und hätte dort auch eine Praxis aufmachen können und merkt die Endlichkeit und plant nur immer ein Jahr und viel Urlaub. Der Oberkellner ist dort schon seit 20 Jahren und sehr gesprächig, über die Fluktuation der Länden, ist vielleicht eher Werbung bei Lumas und die machen Umsätze im Internet. Bestellt selber im Internet. Hat jetzt Weste bei Galeria gekauft statt 93 € um 30 % reduziert kostet normal im Internet 67, also ein Drittel billiger. Da sagen sich die Leute doch, wir sind nicht doof. Es kommt eine Gruppe alter Männer rein. Kommt mir vor wie Jura-Profs, die ich von früher kenne im Ruhestand. Sie sind laut, wohl schwerhörig. Tipp ist ausgewiesen. Der Oberkellner will Stephan einen schwarzen Wollmantel verpassen.

Der NP-Kritiker fragt, ob wir im Urlaub waren. Der Rotwein des Vorabends macht die Gesichtsbräune. Er bestellt Wasser und das gibt es in niedlichen Fläschen. Viele Kollegen der Schauspieler unter den Zuschauern. Der Typ hinterm Tresen ist mir immer sympathisch, auch heute mit seinem Fußball-T-Shirt, was auch originell ist. Der dicke Typ neben mir sitzt auf meinem Platz, also da auf der Bank wo meine Nummer steht. Ich kann an meinen Mann kuscheln und muss mich nicht beschweren. Das Stück erzählt verschiedene Geschichte, die zusammen gehören, wie es auch in Filme sehr en vogue war. Babel hieß der eine mit Brad Bitt und der marokkanischen Wüste, zwei Kinder, die mit einer Waffe herumspielen und eine Touristin anschießen. So eine Art des Geschichtenerzählens, parallel und Ding ist als Theaterstück eine besondere Herausforderung und mit 4 Schauspielern und einer Bühne ohne Wechsel oder Vorhang. Gut umgesetzt, die Fertigung in Shanghai, der Callcentertyp mit religiösen Anwandlungen, der 2 x im Monat Sex hat gegen Geld und gedeckelte Aggressionen. Sie essen 2 x die Woche Französisch, weil der Mutterkonzern dort sitzt und die Kunden, sie heißen alle gleich wenn sie sich am Telefon melden. Französische Vornamen für Männer und Frauen, immer derselbe. Der Head of Quality, der durch die Welt fliegt und nicht weiß wie spät es ist und wo er ist und mit Frau und Sohn chattet und zugleich sich von Angel 05 die Brüste zeigen lässt. Die Perfektionistin, die Multitasking macht, 30 Programme öffnet und alles perfekt machen will, das Kindermädchen mit der Webcam überwacht, Angst hat, dass ihre Kinder aufhören zu atmen und in der Mittagspause ein vegetarisches Sandwich isst. Sie arbeiten mit einer Box auf der Bühne, die gedreht wird. Sie fährt hoch und runter und hat einen Spiegel, in dem sich das Publikum spiegelt und ist halbtransparent und mit diversen Kameras, die innen angebracht sind. Die Liebesgeschichte in Shanghai bliebt schwach angedeutet sowie das Plakatmotto: Freundschaft kostet die Firma Geld findet sich nicht wieder in dem Stück, weil die sich eher alle hassen oder isoliert sind. Der Freund von Sabine, Micha? legt zur Premierenparty auf und fragt, ob ich mit Larissa da sei. Er legt gut auf, die Schauspieler werden noch Spaß haben, es sind genug davon da und die müssen Morgen nicht raus. Er macht das seit 2001. Ich bin müde. Stephan hat Schlomo Herzl nicht erkannt. Ich fand die dunkelhaarige Frau mit den leicht asymmetrischen Augen, die den Mann spielt in Shock Headed Peter auch klasse, also die beiden älteren der vier Darsteller. Der Lockige spielte wieder etwas seine übliche Rolle. Ich bin müde, Kultur ist anstrengend, aber es war ein schöner Abend so wie in Saus und Braus. Zwei Tauben fliegen in die fensterlose Einfahrt einer Tiefgarage neben dem Üstra-Center am Kröpke und der Kröpke-Passage. Das sieht irre aus. Die wohnen wohl da unten. Mama ist in Hof, hoffe die feiert schön.

Mammuts im Eis

17.01. Nachdem ich gestern schon geschwänzt habe, Traum: Erst sind wir mit Susann in einer Ferienwohnung, ist doppelt. Am letzten Tag müssen wir eine frei machen und in die andere ziehen. Sie ruft bei der Verwaltung an um zu fragen, ob man das überhaupt darf, da Mieter sein, wenn man kein direkter Freund eines Eigentümer ist und ich denke, warum tut sie das. Alain macht irgendeine Übergabe in der Wohnung. Der Blick ist vom Bett aus aufs Meer. Auf einmal ist Meer auf beiden Seiten, da stimmt was nicht. Dann sitte ich einen kleinen asiatischen Jungen und als Schlusssequenz gehen wir über die Goldengatebridge und hier muss er an meiner Hand bleiben und er will nicht, weil ich ihn sonst habe frei laufen lassen, aber es muss sein, weil wenn er stolpert und durch die Stäbe fällt ist er 100% Tod und das kann ich seiner Mutter nur schwer verklickern. Es geht dann noch irgendwie um Tintenfisch angeln und das man die Schnur mit dem Köder bewegen muss um einen Anreiz zu schaffen.

Jan von oben schreibt so nett und stimmig und geht wohl auch, wie wir, wie verrückt ins Theater. Das machen also andere auch. Beruhigend. Man kam sich schon ganz insane vor.

Stephan mache ich ein Minion in die Hände und er liegt auf dem Rücken und stelle mir das im Sarg vor, statt Blumen (wie in dem Bericht von Barbara Rolf). Die Finger sind dann wie Wachs. Es ist nicht Kevin, der der eine sein wollte, sondern der andere, der derjenige sein wollte, der diese Banane isst. Das passt, aber Sondermüll gehört nicht in die Erde.

War sie doch Borderline? Weil sie immer dachte, man will sie ja doch nicht dabei haben oder nur für die Optik, „äußerer Schulterschluss“. Das ist echt irre so was.

Der Oberarzt ruft an und klingt sehr nett (und jung und schwul). Die Versicherung macht ihn verrückt und schickt 10 Mails am Wochenende mit demselben Inhalt. Wenn ich mich einschalte wird es vielleicht noch komplizierter. Keine Reiseversicherung deckt die Kosten einer Reha, auch keine Auslandskrankenversicherung, weil das ist Pflegeversicherung. Sie wollen ihn nach Neuseeland, sein Abstammungsland fliegen mit Krankenschwester und Arzt und das ist auch zumutbar, weil manchmal fährt man auch 8 Stunden an den Reha-Ort am anderen Ende von Deutschland.

Stephan hilft mir das Fahrrad in die Bahn zu heben. Wir treffen vor der Haustür einen glatzköpfigen Typen, der wohl mit uns studiert hat und zu Stephan in die Mucki-Bude geht. Der könnte auch mein Rad hochheben. Nein, das will ich nicht. Innen ist es voll. Ein junger Typ ist rücksichtsvoll, aber ich lasse mir keine Tipps von jungen Menschen geben. „Ihre Fahrradkette ist durchgerostet“. Ich ziehe nach Langenhagen. Da sind die Straße geräumt und man fährt unbehelligt durch die Schnee-Winterlandschaft und die Baumalleen. Traumhaft. Auch meiner Betreuten gefällt es gut und Spaziergänge sind gut. Lieber durch die Eilenriede, statt fernsehen. Sport hilft bei psychischen Erkrankungen und Gott mag es auch lieber als Glotzen. Die persische junge Ärztin ist gut, auch in Englisch. Probetage in der Einrichtung. Ich mache das gut mit englisch-deutscher Übersetzung. Sie klagt über Nebenwirkungen, sie sei müde und würde schlechter sehen. Wenn sie mit Sehen das spirituelle Erleben meint, dann ist das auch Teil ihrer Erkrankung und wer morgens um 9:30 Uhr schon so gesprächig ist, ist nicht ruhig gestellt und hat auch keine Nebenwirkungen, die der Rede wert sind. Jammern auf hohem Niveau sei das. Aus der Einrichtung kommen zwei „Muttis“, wie meine Betreute sie nennt. Eine mit Bänderzerrung und zwei unterschiedlichen Schuhen. Sie will neue Gesichter, aber es wird sich dadurch nichts ändern und verbessern, eher verschlechtern. Jeder wird ihr hinterhersteigen, wenn sie sich so verhält wie zuletzt dort und die anderen haben eher strengere Regeln und Ergo ist Pflicht und dort hat man sie einfach gelassen. Pelzmütze und Modeschmuckohrringe und -ketten. Langenhagen war kurz und ergiebig. In der Bahn Werbung für die Teppichmesse. Wasserabweisende Teppiche. Das klingt ja schlimm. Vinylboden mit Hahnentrittmuster wiederrum gut. Hannover fahre ich auf der Straße. Da ist freiere Fahrt.

Der Mitarbeiterin der Kollegin wird ein Zahn gezogen in Vollnarkose, weil die Betäubung letztes Mal nicht so gut geklappt hat.

„Herzlichen Dank für Ihre Anfrage bei uns im Hause.

Wir könnten Ihnen die Kessler Stube anbieten, Kapazität max. 50 Personen.

Maultaschen in der Brühe dazu Kartoffelsalat 9,50 € Maultaschen aus der Pfanne mit Ei gebraten dazu Kartoffel- Kopfsalat 10,90 €

Kuchen könnten wir auch bereitstellen. Stück 3,60 €.“

Finde ich gesalzen für Kuchen, aber das sind wohl die Stuttgarter Preise. Paps interessiert sich für den Wein und ich für den Kuchen.

„wir können natürlich gerne 2 Weine bereitstellen, zB. Esslinger Schenkenberg weiß // Grauburgunder & Esslinger Schenkenberg rot // Acolon.

Kuchen machen wir nicht selber,

Bestellen diesen bei unserem Konditor.“

Schenkenberg sagt mir nichts. Von dem Konditor hätte ich gerne die Kontaktdaten.

Meine Tante hatte hinter der Freundin, die Ikebana Schmuck machen sollte notiert Umzug ins Augustinum geplant. Der Datenschutz im Altersheim. Die Frau, die das machen soll ist mir unsympathisch und wimmelt mich ab bzw. verweist an die Lehrerin mit dem Doppelnamen. Die ist sehr nett und sagt, ich rede wie meine Tante und weint auch. Sie muss nach Salzburg und kann kein Ikebana-Gesteck machen und kennt auch keinen in Stuttgart der das machen könnte, auch nicht gegen Geld (3 Blumen stecken, wie lange kann es dauern). Es sollte schlicht sein ist ihr Tipp. Ich kann mich noch an die Form erinnern mit 3 Elementen auf verschiedenen Höhen gesteckt, unten ist die Erde und oben der Himmel und dazwischen der Mensch und die Blumen symbolisieren das jeweils. Soll ich das machen? Dann wird es halt scheiße. Ich schreibe, dass mein Mann sich mit Blumen auskennt. Er will nicht. Ich sage, ich finde einen Floristen und das ist der Nachteil, wenn man mit 80 stirbt, die anderen bringen auch nichts mehr zustande.

Ich verärgere alle mit meinem Blog. Lästern war früher, jetzt schreibe ich es, dass sie es lesen können. Ich will keine Zensur, dann lieber ganz aufhören und schreibe doch über mich auch nicht nur schmeichelnd, oder kommt das so rüber? O.k. das was mich stört fällt auf mich zurück. Ist es nicht auch so? Nur Leute, die mir wirklich wichtig sind, bleiben als Charaktere, die anderen beschweren sich einmal und fliegen raus als unwichtige Nebendarsteller. Jan ist natürlich am Samstag um 5 Uhr ins Bett gegangen als ich aufgestanden bin. Ich mag ihn trotzdem. Hilda will in eine Brass Band, die auf der Straße spielt, New Orleans. Sie kann laufen und Becken, d.h. Topfdeckel, gegeneinander schlagen. Schon alleine die Koordination und auf dem anderen Video macht sie Erwachsenenlachen nach und die Reaktion bleibt nicht aus. Dieses Nachahnen und den Mund immer auf und zu. Sie ist ganz kurz vor dem Sprechen. Der Kollege meldet sich wegen Maultaschen. Wann ich will? Er hatte 13 Uhr gefragt und es ist Viertel nach und ich habe Pasta schon bestellt. Ja, 13 Uhr schlage ich vor. Er hatte im Seminar in Stuttgart gefragt, wo es gute Maultaschen gibt. Das ist wie in ein Wespennest reinstechen. Ist er denn wahnsinnig? Es gab dann in der Pause bald eine Mehrheit und er war bei Feinkost Böhm. Der Laden war bei Hanna auch angesagt. Die haben wegen des Transportes die Fischabteilung zu Rate gezogen und ihm ein Paket mit Eis usw. geschnürt. Völlig übertrieben. Friert man denn nun durch im Grab? Die Erde ist meistens nicht durchgefroren und wenn dann wie bei diesen Mammuts, aber ich wäre nur ein Babymammut. Hilmar will auch Maultaschen auf seiner Trauerfeier und Stephan will 7 gängiges Feinschmeckermenü mit Weinbegleitung und wer früher abhaut, ist raus. Er sagt, wer am Ende übrig bleibt, erbt alles. Maultaschen mit Tochter, Morgen Mittag bei uns.

Ich rufe die Betreuungsstelle an, weil ich bald weg bin und dann vorher noch einwilligen will in die medizinischen Maßnahmen auf der Intensivstation bei dem noch neueren Fall bevor ich nach Wien abhaue. Die Frau ist Morgen wieder da.

Sunla hat noch Tabak und der wird dann auch trocken.

Es wird langsam spannend, ob der Rabe noch landet, aber ich habe vollstes Vertrauen und das geht mir nicht bei vielen Leuten so.

Die Kollegin, die wegen Schmerzensgeldveruntreuung der Eltern tätig war in meinem neuen Fall, schickt mir ca. 100 Seiten per Fax.

Hanna war auch beleidigt wegen BM und heimlicher Fotos. Hat mir Traumtagebuch beigebracht und ihres soll vernichtet werden. Durch sie habe ich gelernt, dass es sich lohnt seine Träume gleich nach dem wach werden aufzuschreiben. Sie führt 30 Jahre lang Traumtagebuch. Ihre Tagebücher sollen vernichtet werden, dass bloß keiner heimlich darin liest, ich schreibe meine in einen Blog. Bei ihr durfte immer niemand was wissen. Ich kehre mein Innerstes nach außen und schreibe über alle in meinem Umfeld und beleidige sie. Ich mache Fotos ihrer Postits in der Wohnung „undicht- nicht kippen“ und „Klavier üben“ und klebe die Fotos in einen Collagenkalender, den ich ihr schenke. Sie ist irritiert.

Freund und Mitmusiker des Kollegen hat Büro im Freien in der Eilenriede. Er bringt dann Sitzkissen mit und eine Thermoskanne. Cool finde ich das auch wenn ich echt kein Naturbursche bin.

Fahrrad in den Keller, muss trocknen und Kette muss geölt werden, auch Schloss klemmt und man kann es kaum auseinander ziehen, auch wenn man es nicht dreht, sondern nur steckt. In jedem Hund steckt Husky, sie mögen Schnee.

Christiane will mitkommen und hat kein Geld für Übernachtung und muss Freitag fahren wegen billiger Zugfahrkarte. Sowohl Dietrich als auch ich bieten ihr Finanzierung an (das ist vielleicht mal wieder zu viel des Guten). Sie unterstützt uns ja damit und eine gemeinsame Zugfahrt bietet Gelegenheit zu Gesprächen und wäre nett.

Stephan hat ein Klistier fürs Ohr und will es wegräumen, damit man es nicht sieht. Klopapier soll er auch in den Schrank stellen, weiß auch jeder was man damit macht.

Neulich war schon so ein cooler Naturbericht zu sehen mit den tollsten Naturaufnahmen u.a. über Fliegen mit Stilaugen, die sie aufpumpen können wie Luftballons und die stehen dann vom Kopf ab. Erdbeerfrösche, die die Kaulquappen auf den Rücken nehmen (die klettern da irgendwie hoch) und dann auf den Urwaldbaum in die Krone klettern und sie in einer Bromelie absetzen. Jede Quappe bekommt eine eigene Bromelie und so oft läuft Mutti. Heute geht es um den Stickstoff aus dem Meer, der sich im Wald wiederfindet durch die Lachse. Alles Molekularbiologie. Passionsblume und Schmetterling. Die Blume ist giftig, immer ein Schmetterling der Sorte ist auf sie spezialisiert und kann das Gift abbauen, noch mehr lagert es im Körper an. Dann wandelt die Blume leicht ab und es gibt eine passende neue Schmetterlingsart. Faultiere waren mir vorher schon unsympathisch. Sie züchten Motten im Fell und alles wuselt und in Richtung Hamburg: immer wenn ein nachtaktives Tier auftaucht mit den riesigen Augen sagen wir beide synchron „oooaaaa, süß“.

19.01. Traum: Umzug oder so. Stephan steht daneben, Helfer arbeiten u.a. mein Ex, Klaus. Stephan hat Termin verschwitzt. Dann Streit oder Diskussion wer ist schuld, dass Handwerkertermin vergessen wurde. Muss man als Beauftragte noch mal anrufen und Termin bestätigen. Wohl eher nicht, aber sie muss Verdienstausfall konkret nachweisen, dass sie einen anderen Auftrag gehabt hätte und abgesagt hat. Ich helfe dann doch mit und sammele Dinge vom Fußboden auf, die zum Vorschein kommen, wenn die Möbel weg gerückt werden. u.a. Wärmflaschenbezüge (einen von meiner Mutter aus Frottee, den ich vergessen hatte) und Wärmflaschen. Die kann ich ja gerade gebrauchen. Ein junger Typ sagt, er mag mich und meine Krankheit sei ja schlimm. Er habe davon erfahren. Ich sage, eigentlich geht es mir gut, neulich Abend war ich nur müde (das bezieht sich auf meinen Zustand vom Vorabend, wo ich um 10 Uhr todmüde ins Bett gehe) und absichtlich nichts mehr mache. Das haben mir meine Eltern beigebracht, lieber schlafen gehen und früher abstehen. Ist effektiver und so ist es auch. Um Viertel nach 7 mache ich was vom Vorabend liegen geblieben ist. Der junge Typ, der szenig ist und Skater, will wissen, wie es in Kalifornien ist. Das Kalifornien meiner Kindheit, was es leider nicht mehr gibt, das hätte ihm richtig gut gefallen.

Jetzt habe ich Heikes Empfehlung für Stephan verstanden. Röteln, nicht Roy Lichtenstein. Die teure Kölnschminke einpacken.

Stephan hat die neue Akte noch gelesen und die Geschichte der Eltern klingt plausibel. Sie hat ihr Kind zurückgelassen und ist abgehauen und macht ihnen Vorwürfe, dass sie klauen (das war auch so als ich da war, ihr Vater würde ihr Post klauen und die wohnen im Harz). Sie versorgen das Kind und fordern keinen Unterhalt. Es geht jetzt darum für Verständnis zu werben. Die Tochter hat nicht nur die schweren körperlichen Spuren des Unfalls, sondern auch im Gehirn wo der Charakter sitzt. Sie schreibt „Hanofa“ so schön. Außerdem braucht sie jetzt etwas Geld. Sie scheint aber auch kaufsüchtig zu sein, sie sagt selber, dass sie Ticks hat und dann Dinge anhäuft z.B. 5 Mark Münzen oder Scheine, habe ich vergessen. VERGESSEN.

Stephan findet das Kettenöl nicht. Ich flippe aus. Im nächsten Leben hole ich mir einen Zwerg, der mein Fahrrad wartet.

Die sollen Maultaschen ohne mich machen und ich komme nach und keine Rücksicht nehmen und so tun als sei ich da oder eben gerade nicht da, jedenfalls keine Rücksicht. Er hat sie wegen mir gekauft, dann doch Verschiebung auf Morgen.

Telefonate mit Singapur usw. Repatriation ist das Stichwort und nein, der hat keine Angehörigen, die ihn nach dem Rücktransport in Empfang nehmen können. Die Betreuungssache mit Auslandsbezug. Rufe erst mal die Rechtspflegerin an, dass ich heute noch mal Außentermin habe und keine Zeit mich um australische Konten zu kümmern. Der Typ wird Rentner sein und keine Programme mehr programmieren könne und ich mache kein Vermögensverzeichnis und wenn das nicht bezahlt wird oder es irgendwelche Zicken gibt, mache ich so was nie wieder. Klingt wie ein schwerer Fall gibt sie mir Recht.

Treffen bei der Ärztin. Erst Verunsicherung, wer ich bin und ob ich darf wegen Datenschutz. Der Sohn ist seit gestern zuhause. Er hätte gesagt: Mama ich wünsche mir was ganz Liebes von Dir und sie: Kaffee habe ich schon gemacht. Die Betreute hat ihren Vormund geheiratet. Der hat schon als sie Kind war gesagt, dass er sie heiraten wird. Ihre Eltern waren Alkoholiker und er 13 Jahre älter und sie haben bei der Schwiegermutter gelebt und er hat sie auch geschlagen. Ihr Sohn soll nicht mehr rauchen. Sie verbietet es ihm und er darf nur an den Zigaretten rauchen und sie nimmt sie ihm wieder weg und raucht selber nur noch draußen. Sie sei nicht süchtig und könne jederzeit aufhören und warum tut sie es dann nicht will ich wissen. Wenn der Sohn 6 Monate clean ist und die Wunden verheilt, will sie auch aufhören. Und mit gutem Beispiel vorangehen, gerade wo es ihr keine Probleme macht und er gerne würde, solidarisch sein, das kommt ihr nicht in den Sinn? Er muss erst mal wieder auf die Knochen kommen („auf die Beine darf man ja nicht mehr sagen“). Er besteht nur noch aus Oberkörper und wiegt (ich frage danach) nur noch ca. 35 und war mal 1,80 groß. Die Ärztin: Vergammeln am eigenen Leib, das macht keiner freiwillig und er hatte nicht umsonst einen Betreuer und es habe nach Verwesung gestunken (wie Schnitzel 14 Tage im Müll) und das könne keinem aus seinem Umfeld verborgen geblieben sein. Der Betreuer mit den kurzen Fingern und dem mangelnden Durchsetzungsvermögen fürchtet nur eine Beschwerde beim Gericht. Er dachte das sei Urin und als es im Sommer so heiß war habe er gefragt, warum er keine kurze Hose tragen, sondern die Jogginghose. Dann hätte er ja was gesehen. Anderer Betreuer mit mehr Erfahrung wäre vielleicht besser gewesen, dann hätte er noch Beine, meint die Ärztin. Sie zeigt mir Fotos und ist eine gestandene Hausärztin und hat so was in 30 Jahren Berufserfahrung noch nicht gesehen. Das sei gründlich in die Hose gegangen, maximal schief und sie hat den Fall auch erst übernommen als das Kind schon in den Brunnen gefallen war. Sie dachte, er überlebt es nicht. Sepsis, einmal Fieber und weg. Wunden können bei einem BMI von 11 auch nicht heilen. Da fehlt nicht nur Fett, sondern Eiweiß. Sie hat doppelt so viel. Die Ärztin sagt, man hat ohne Beine kein Gegengewicht. Das leuchtet ein. Jetzt ruft der Betreuer in der MHH an und erkundigt sich nach der Sitzschale und stellt sein Handy auf laut. Das nervt mehr als alles andere. Meine sagt, sie habe die Bettwäsche 4 mal am Tag gewechselt, aber er habe sie nicht rangelassen. Was soll ich sagen, sie war wohl überfordert. Meine Mission für heute ist vorbei. Ich bin der Ärztin sympathisch und die mir auch. Ich sage zu, dass ich künftig ein Auge darauf haben werde. Der Sohn mag mich und ich schaue mal vorbei.

Das Paket abholen. 50 cm hatte ich unterschätzt, so lang sind meine Arme kaum. Der Rabe ist Hammer und das Bild von Bowie mit dem Text dazu von einem weißen Raben, der schwarz wurde als er die Welt gerettet hat. Heike hat sich selber übertroffen. Stephan holt den Salat für Morgen, das Paket und mein Rad ab und lässt nebenan Öl drauf machen.

Stephan hat einen Fahrradwartungstermin nach Wien für mich gemacht. Ich rufe an, ob mein Betreuter sich gemeldet hat, weil er da jede Woche machen muss und der Therapieplatz sonst verfällt. Das darf sie mir nicht sagen. Wie funktioniert das denn bei ihnen, kann sie es sehen, wenn er sich gemeldet hat bei der Kollegin, die nur bis 15 Uhr arbeitet, wird das irgendwo eingetragen, wo sie es sehen kann. Eine organisatorische Frage wird ja zulässig sein abgesehen davon, dass nur ich ihr Daten gebe und sie gleich dicht macht. Wieder ein Fall von Datenschutz= Arbeitsverweigerung.

Er hat die Augen auf und versteht mich. Als ich frage, ob er schon selber isst und trinkt zeigt er „ein bisschen“ mit den Fingern und überhaupt zeigt er Zustimmung mit Daumen hoch. Die Ernährungssonde ist noch in der Nase und es piept. Das Essen ist alle und wird neu gemacht. Das ist flüssiges Schnitzel (sieht aus wie Paniermehl, aber bewegt sich). „It is so good, the doctors eat it themselves, sometimes“. Er ist ans Bett gebunden. Er will sich am Ohr kratzen? Er zieht sich ohne Fixierung wohl sofort die Nasensonde. Gerichtliche Genehmigung? Frage ich. Warum wurde der Schlauch nicht in den Bauch verlegt. Der Arzt, der auch in echt nett ist und jung und blond und der erst im Flur mit uns sprechen will, weil er nicht so gerne über den Kopf der Patienten redet bis ich sage, warum mit ihm und auf Englisch, hat die Hoffnung, dass er bald anfängt Joghurt zu essen und dann kann man ihn ziehen und hat ihm einen weiteren Eingriff erspart. Er kann bald zurück fliegen, die Begleitung aus Österreich hat sich schon gemeldet. Ihre Kosten im Krankenhaus sind abgedeckt. Repatriation heißt nicht Reha, sondern Rücktransport, Arzt und Ex haben Recht. Ist auch klar, weil Patriot oder so Vaterland. Falsche Hoffnung von mir. In der Bahn steht, dass Steven Hawking vorhersagt, dass die Menschheit sich selber ausrotten wird.

Die befreundete Betreuungsrichterin, d.h. die ich von früher kenne auf AB und dann noch mal und noch mal. Ein Typ, den ich mal betreut habe will wieder unbedingt mich. Wir seien beste Freunde. Ich bin mit allen Betreuten beste Freunde, beeindrucke sie durch Detailwissen über den alten Fall. Der Typ wohnt in Hamburg und schon deswegen scheidet das aus.

Christrosen sahen unspektakulär aus und müssen langsam an die Kälte gewöhnt werden, sonst kacken die ab. Doch nicht aus Bayreuth importieren, sondern bei der Friedhofsgärtnerei bestellen. Bus zum Sport. Die neue Sportlehrerin ist wieder supersüß und ich glaube, sie hat auch Spaß an mir. Den Nachbarn treffe ich auf dem Rückweg und er muss meinen Raben bewundern. Rufe Heike an. Raben können zwischen den Welten wandeln und vom jenseits zurück kommen bzw. hin- und herpendeln zwischen Dies- und Jenseits. Weiße Raben gibt es wirklich und Stephan hatte Recht, gemeint war Roy Lichtenstein. Ich erzähle ihr dasselbe, was sie schon gelesen hat (peinlich). Hanna hat auch einen Vogel auf die Grabplatte gemalt. Der ist weiß, weißer Rabe? Sieht aus wie ein Greifvogel. Jan spielt jetzt Klavier und ihr ist es egal, was sie an hat und was man mir ihr macht, wenn sie tot ist. Das soll dann ihr Mann entscheiden. Ich lästere über Ikebana und Heike sagt, das macht ihre Mutter auch, bei den Landfrauen und was sie so lustig finden würde z.T. mit Plastikblumen. Sie hat noch eine Idee für Stephan für die Faschingsparty: „Raubein“ und was raues um ein Bein wickeln z.B. Schmirgelpapier und dann wenn einer fragt, soll Stephan sagen er ist ein Rätsel.

Restaurantleiter sagt, sie hat versucht mich anzurufen. Ich rufe sie an. Ich war das nicht. Bin nicht so ein Telefoniertyp. Sie habe sich gewundert. Ich heiße auch nicht wie meine Tante, aber es sei mein Name gewesen und derjenige habe gefragt wegen Hefekranz. O.k. das war mein höheres unbewusstes Selbst, weil den will ich wirklich. Dialekt ist schwer, sie versteht mich nicht und umgekehrt. Stephan hat eine Theorie. Es war meine Mutter, wegen der Ähnlichkeit von ihrem Vor- und meinem Nachnamen. Das könnte passen, sie gehen nicht ran. Wer kommt noch in Frage und interessiert sich für Hefezopf? Stephan hat einen Tisch bestellt in der „Weinstube Fröhlich“ für den Donnerstagabend (4-5 Personen) und ich lasse mir Fotos von 4 Wohnungen zeigen. Die eine hat ein Typ eingerichtet und die ist mir auch unsympathisch, lieber kleiner (83 qm reicht auch) und dafür von einer Frau und gemütlich eingerichtet, weniger kalt. Der Tochter der Betreuten passt der neue Operntermin besser und sie will mir ihr Beileid sagen. So süß. Ich wusste nicht mehr, warum Stephan sagte, die Plätze seien besser, aber Grund war, dass wir alle zusammen sitzen. Bei der Premiere hatten wir ihre Karte nachgekauft und da waren 2 Plätze dazwischen und man hätte fragen müssen wegen Tauschen oder eben auseinander sitzen.

Beim Zubettgehen fällt mir ein, dass ich Heike noch fragen wollte, ob einen Leute aus dem Jenseits auch besuchen, wenn sie einem nah standen, wie ein Elternteil. Ob sie einem irgendwie noch erscheinen z.B. im Traum und dann ganz nahe sind. So ist es mir wieder ergangen.

20.01. Kochshow und eine Frau zeigt einen Pilz, filigran eingeschnitten wie eine Laterne aus Papier und in Wasser eingelegt, wie eine Qualle. Er soll sehr kräftig-intensiv schmecken. Keiner kennt ihn außer einem Typen, der sogar den Namen weiß. Dann kocht Georges Clooney oder ein Typ der so ausschaut. Er hat einen ganzen Schrank voller Knabbereien. Davor bei dem anderen Gast hatte er so Hunger und wollte was essen zu Wein und meinte, die Gastgeberin hätte eine Käseplatte machen sollen und ich sage, sie hätte bestimmt nichts dagegen, wenn er sich ein paar Cracker nimmt, die neben ihm stehen, aber die eine Packung ist leer. Warum steht sie da, zur Dekoration? Jedenfalls hat er selber diesen Schrank mit allem möglichen Knabberjunkfood drin, alles was das Herz begehrt. Es ist auf einem Schiff, z.T. an Deck und die anderen Kandidatinnen sind zwei dicke Schwestern oder Freundinnen. Jedenfalls sehen seine gefüllten Sandwichs super aus, wie amerikanische Tramezzini XXL und irgendwas schichtet er aufeinander, Käse und Wurst und will es rollen und frittieren, aber den anderen schmecken seine Sachen nicht. Es ist z.B. wie fernsehen und z.T. bin ich da mit anderen, die ich kenne, wie Claudi, der kalt ist und sie setzt sich an den Metallofen und bedient ihn und ich habe unentwegt Angst, dass sie sich verbrennt. Ihr ist kalt und sie regelt ihn auf höchste Stufe, macht die Klappe auf und schmeißt eine Handvoll zerkleinerte Holzstücke nach. Dann nimmt sie dasselbe Süßpiece wie Elena, überhaupt sehe ich in Elena ihre Mutter. Das was sie beide mögen sieht aus wie ein Stapel aufeinander gepresste Toastscheiben und ich kommentiere das und frage nach. Das einzige was bei Elena echt anders ausschaut sind ihre Hände. Ich schaue mir die Finger an, die muss sie von ihrem Vater haben. Alle schauen fasziniert auf eine Burgersendung. Die Männer und andere Fleischfans. Ach so, das ist so als würde was über Hunde laufen und kurzbeinige Pudel wären zu sehen stelle ich selber fest. Dann fahre ich mit dem Schiff durch Paris. So tolle Bilder (ich will sie festhalten auch um sie Stephan zu zeigen), aber keine Kamera dabei. Schlafende Männer und ein Vogel pickt was von der Brust von dem einen. Ich habe auch einen Vogel dabei, vielleicht einen Raben und der ist zahm und ich darf alles mit ihm machen, d.h. ihn richtig anfassen und kuscheln, wie einen Hund. Wenn er jetzt wegfliegt, wird er auch zu mir zurück kommen? Seinen Schnabel muss er zur Seite drehen, wenn wir die Hälse aneinander schmiegen. Das stört sonst (ich weiss ja jetzt wie sehr ein 50 cm Schnabel absteht!). Wir gehen wieder in einer Gruppe in fremde Ateliers, eines in einem Glaskasten und der Eingang war nicht das Fenster oben, sondern darunter und die von oben können meine fleckige Unterhose sehen, wie ich yogaartig hineinsteige. Normann hat einen Preis gewonnen und kommt dann selber vorbei. Seine Augen sind dick. Wir stehen versetzt, dass ich ihn richtig umarmen kann. Ich freue mich so für ihn, wie hat er das gemacht? Die Buschel aus Stöcken lackiert? Er bejaht und hat keine sauberen Pinsel genommen, dass möglichst Farbreste usw. hängen bleiben. Das ist gut bestätige ich, denn die Pariser stehen auf Dada. Das hätte ich schon ausprobiert. Dann sind wir mit meinen Eltern auf einem Boot. Ich bin auf dem Beiboot und liege auf dem Rücken. Ich bin zu schwer und fast unter Wasser und ein wohl sehr großer Fisch taucht neben mir auf. Das sagen die anderen aus dem Boot und machen sich Sorgen, dass der mich beißt und ich mir auch. Ich muss mit auf das Hauptboot. Die anderen müssen mich heben und wozu mache ich Sport. Mit einem Schulterstand bewege ich mich hoch. Dann sitze ich am Kopfende direkt über Dietrich. Meine Mama geht in das Beiboot und weil sie leichter ist, bleibt sie oben und wir ziehen sie hinter uns rein. Ich drehe mich um ob alles stimmt. So fahren wir durch die Kanäle von Paris. Die anderen sind ausgeblendet und ich ganz intensiv mit ihnen zusammen.

Der Traum war noch viel länger und zwischen Pilz und dem anderen war was Wichtiges, was aber verschwunden ist. Träume sind wir das Leben, sie vergehen schnell. Wie Porträtmalen mit Wasser und Pinsel auf dem heißen Bürgersteig. Ich habe von einem Toten geträumt, der noch nie bei mir vorgekommen ist, Norman und hoffe, wenn meine Eltern tot sind, dass ich sie jede Nacht im Traum sehe und so intensiv und harmonisch mit ihnen zusammen bin wie diese Nacht. Das war fast wie real. Ist das dann dieses Pendeln? Wohl kaum. Wenn das Foto noch da ist, die Kamera ist aber kaputt. Ist die Kamera dann auch noch ein wenig da? Ist das was damit gemeint ist, wenn Goethe sagt. Was man tief in seinem Herzen hat, das kann nicht sterben (oder so ähnlich). Keine Ahnung? Ich weiß es leider noch nicht. Wenn ich wach werde wacht Stephan auch auf und fragt mich als erstes stereotyp: wie spät ist es? Keine Ahnung denke ich, morgens, eher früh. Wofür ist das wichtig? Ich finde es süß, es ist wie eine automatische Kontaktaufnahme zu mir. Ich sage nichts und er schläft wieder ein und ich stehe auf und es ist Viertel nach 7 und um kurz vor 9 frage ich ihn, wie spät es ist um ihn zu wecken.

Seit 2 Nächten trage ich eine Binde und habe latent Unterleibszicken, aber kein Blut. Letzte Blutung war im Oktober. Ja, ich will nicht nur schonungslos über andere berichten. Das ist nicht der Sinn von BM. Das soll vor allem mich betreffen. RAF 3. Generation. Wusste gar nicht, dass es so was gibt.

Ich bin neugierig und muss anrufen, außerdem will ich von meinem Traum erzählen. Buttermusch? Das müssen sie mal wieder lesen. Wie kommt man da noch mal rein? Meine Mama war das nicht, bestimmt Birgit B. mit dem Hefezopf. Was ziehe ich an, will Mama wissen. Hütchen zuckt sie wieder, ich spüre das. Muss warm sein, wir stehen lange draußen. Ich bin doch kein Vorschulkind und kenne Angoraunterhosen. Wir sind mindestens 50 Gäste bei der Trauerfeier und danach. Das wird schön eng. Ich schreibe der Restaurantleiterin noch mal und warne sie. Emails kein Anruf, hatte ich ja versprochen.

Stephan fragt, ob ich meinen Eltern erzählt habe, dass sein Uhrenglas einen Sprung hat? Nein. Ich poche die Tiere des Waldes auf seine Fußleiste. Die Backwaren dort sind verblichen und sehen scheiße aus. Ist er einverstanden? Gutes Mädchen ist die Antwort.

Ich mache die 3 Bowiebuttons für Heike in der Zeit bis das Teewasser kocht, weil ich noch Zeit habe bis zum Bus. Bus zum Sport geht gut. Er bringt mein Fahrrad rein und als der Bus schon einfährt, läuft er mit Eimer noch mal auf mich zu und sieht so süß aus.

Eine Station mit dem Bus von Haustür zu Bürotür. Der Busfahrer ist wieder spitze. Ich treffe die Polsterfrau und schnappe sie mir gleich und nehme sie mit hoch und sie die Stoffprobe und dann ab 01.02. Am 13.11. (!) hatte ich ihr 2 Mails geschickt und auf den AB gesprochen. Telefoniere der Richterin hinterher. Beschluss in der Eilsache haben sie mir klammheimlich ins Fach gelegt. Bin seit 15.01. im Dienst. Henriettenstift, wurde verlegt auf Intensiv Frederikenstift. Die Ärztin hatte Nachschicht. Besser Morgen früh. Geschäftsstelle, dass ich was in den Händen halten muss.

Blumenschmuck bestellt für die Kessler Stube und Christrosen. Sie sucht schöne aus, stellt sie kalt und Moosmanschette statt Plastik. Wir holen sie um 11:30 ab am 29.01.

Wieder der Dr. vom Insolvenzgericht. Die Geschäftsstelle scheint ihn auch zu hassen und gibt mir seine andere Durchwahl im Haupthaus. Er habe schon versucht mich anzurufen (keine Nummer im Telefon). Geschäftsfähig und Prozessfähig sind zwei unterschiedliche Dinge. Das eine betrifft das materiell-rechtliche und das andere die Erklärungen im Prozess….das klingt wahnsinnig spannend und ich habe auch mal Jura studiert, aber ich entnehme seinen Worten, dass das Betreuungsgericht an einer früheren Einschätzung, die jetzt keiner von denen mehr kennen will, nicht festhält. Zwei Rechtspfleger haben es ihm bestätigt und schwarz auf weiß gegeben, dass er auf dem Holzweg ist und es keiner Genehmigungen bedarf (aber die haben ihn ja nicht verstanden). Es solle nicht so wirken, als sei er bockig? Tut es aber. Eine Entschuldigung für Prozessverzögerung und Umständlichkeit wäre schon angebracht.

Gasherd geht nicht, Absage für Maultaschen, ich habe Faxen dick, Kollege auch sauer, weil ich ihm unterstelle, dass er es vielleicht nicht geschafft hätte (und schreibe, er hätte mal an die Gerichtspost denken können). Braucht die nicht wegschmeißen, wie er zurück schreibt, der Transport war aufwendig genug, zuhause mit Tochter essen und braucht mir auch keine mehr mitbringen. Soll ich zu den Berufsbetreuern ziehen, die ein Zimmer frei haben. Dann kläfft mich der Hund auch nicht mehr an. Auf keinen Fall. Das sind solche Pfosten wie gestern und mein Kollege ist echt nett und hält es mit mir aus. Ich gehe rüber und entschuldige mich in aller Form für uns organisatorisches Versagen und sage, dass ich genau hier sein will. Die Kollegen, bei mir in doppelter Hinsicht, sind einfach zu grauenhaft. Da wissen wir, was wir aneinander haben.

Um 12 Uhr ruft mich das NordstadtKKH an. Ein neuer Arzt. Der Neuseeländer hat eine Entzündung am Hinterkopf unter der Haut und da kommt Eiter raus und die müssen das operieren bevor sich eine Sepsis entwickelt. Ich teile ihm meine Unzufriedenheit über die Situation mit. Mein Betreuter war fixiert, wollte mit der Hand ans Ohr, vielleicht hatte er schon Beschwerden der Entzündung oder es juckte. Es heißt am späten Nachmittag, alles gut, Rückverlegung, wird bald wieder essen können und jetzt weniger als 24 Stunden danach das. Ich rufe da Morgen noch mal an und beim Gericht wegen der Fixierung, ob die da was gemacht haben. Die Entzündungswerte seien angeblich rückläufig. Ich glaube denen gar nichts mehr und schreibe lieber der Ex und dem Gericht und mir die Notfallnummern für Wien, damit ich sie griffbereit habe.

Fotos der Grabpflege für Frau Bettlägerig kosten 10,- € (die hatten mit umsonst geworben bei Dauergrabpflege). Ich kann auch eine Vertrag abschließen und wenn die stirbt und hat keine Erben hat, bringt das auch nichts, sie zahlt und will es sehen, dann eben gegen 10,- €, aber erst, wenn es wieder grün ist schlägt die Inhaberin vor. Vorher lohnt es sich nicht.

Leander hatte alle Wecker auf 6 gestellt und hat Elektroauto von seinem Taschengeld gekauft. Süß. Filzen ist erst Samstag, Vivienne Westwood ist mit einem Österreicher zusammen.

Stephan kommt und ich muss einen Bekannten am Handy beraten wegen Nachbarin und Betreuung. Er geht wieder und ohne das Tagesticket. Mein Gott, ein bisschen selber denken und warten bis ich frei bin zum Denken. Noch eine gekauft, schwarz oder Fahrrad?

Das Stück was ich der Perserin vom abW empfohlen habe, hat gefallen, soll mir meine Betreute ausrichten. Mein Mann ist Rad gefahren und hat eine Druckminderer gekauft und lauter Klageverfahren für mich dabei. 3 Stück. Das kann ich nicht gebrauchen u.a. Räumungsklage in einer Betreuungssache. Die Todesanzeige per Post. Das Porto hätte man sich sparen können und das ist nicht böse gemeint, aber per mail hat mir echt ausgereicht.

Die polnische Oma im Harz. Der Enkel geht zuerst ran. Sie schickt ihn raus, er ist verhaltensauffällig und in Therapie. Meine Betreute kümmert sich nicht, meldet sich nicht zu Weihnachten. Der Sohn will ein Geschenk. Sie haben viel versucht, auch damit Mutter und Sohn Kontakt haben, Hotelübernachtung in Hannover und Sohn sollte bei der Mutter sein. Die Tochter lässt sie nicht rein und sie warten 20 Minuten vor der Tür und gehen wieder. 100.000 waren weg und sie wollte neues Geld. Der Mann hatte letztes Jahr Krebs und sie sind nächstes Jahr Rentner. Schickt mit viele lustige Zeichen und bedankt sich per What’s App.

Was soll ich sagen? Mein Mann fährt kreuz und quer durch die Stadt und bekommt die große Gasfestplatte nicht und kauft mehr Fahrkarten und das wäre nicht nötig gewesen. Was soll ich sagen? Er soll mir leid tun. Vor dem Yogaraum fällt meine Tasche um beim Schuhe ausziehen, ich bin sehr aggro zu der Mitturnerin und kann sie nicht anschauen. Kann nicht auf einem Bein stehen und versuche es gar nicht erst. Fühle mich bockig, Die Lehrerin hat sich Welpen gekauft. Muss ich jede kinderlose Trulla jetzt einen Hund besorgen denke ich. Geduld und Disziplin, sind wir ihre Welpen?

Bus fährt immer um 4 Minuten nach und ich verpasse ihn gerade und warte 9,5 Minuten an der Haltestelle und häkele im Dunkeln, Schnee ist auch weg. Stelle mir vor, wie ich Strammen Max mache, Gas geht nicht, ich flippe aus, nach 2 Broten mit dick Gänseschmalz, einem Frischkäse und Reis mit Salami, viel Butter, etwas Salz und Kirschtomaten aus der Mikrowelle geht es mir besser. Dann viel frisch gepressten O-Saft, eine Pizza von Joeys und Eis. Ich muss immer essen bis der Bauch weh tut. Zuhause auf dem Rechner, der ausgegangen ist, weil Internet nicht mehr geht im Wohnzimmer, spricht ein Heimwerkerexperte über Druckregler für Gas.

21.01. Ab 4 wach und total aktiv, auspacken, muss rein passen. Noch mal verkleinern. Klappt. Ist 5, wechsele und will gemütlich im Bett liegen bleiben und der Bahn zuhören. Kuschel mich in die Matratze dort, liebe sie.

Ganz kurze Sequenz war ich wohl weg, Stephan legt auf mit einem freundlichen dunkelhäutigen Mann mit Afro, muss bei Grace sei. Das Stück gefällt mir so gut, dass ich mit den Übungen aufhöre und mit wippe mit dem Fuß, die Frauen lachen. It comes from „this black box“, singen mit die DJs und halten die Box nach vorne, türkisblau-schwarz, die kleine Box wie der Co-DJ, die Farben, die mein Mann zur Zeit trägt. Claudia sagt, man hätte eine leckere Torte machen können, aber ihre Mutter hat immer die schlechten Fertigböden gekauft. Muss lachen, weil das gar nicht stimmt.

Life of Agony war gestern. Hätte ich da mal lieber hingehen sollen?

Arrogante junge Ärztin, lässt mich 40 Minuten warten und hat keine Zeit, aber was sie macht ist auch nicht erkennbar, quatschen mit den Kollegen und Sachen auf dem Tablett hin und her tragen. Am Vortag hatte sie Spätschicht und deswegen sollte ich ja jetzt kommen, aber was hat das Kommen am nächsten Tag dann gebracht? Dem Typen geht es gut, wohnt im Herzen der Nordstadt, spielt Dart im Verein am Spielautomaten. Nicht wie ich es kenne aus dem Fernsehen mit Scheibe (?). War Maler und der Chef hat Aidakreuzfahrten gemacht und Australien, aber keine Lohnerhöhung. Ist letztes Jahr in Rente gegangen. Er hat nicht geschlafen auf der Intensivstation. Der Arzt hatte eine Frau, das war die eine Schwester und hat mit ihm besprochen, wer rausfliegen soll. Seine Brille ist kaputt und die haben sie gleich weggeschmissen. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Das kommt mir komisch vor, trotzdem braucht er mich nicht unbedingt und bin vielleicht bald wieder draußen. Ärztin hält ihn für einwilligungsfähig, Er hat Lungenkarzinom und erzählt was von Vergiftung in der Lunge, weil Wasser nicht lange genug abgelaufen ist und da Bakterien drin waren. Wir werden sehen. Ich kann jedenfalls erst mal nach Wien. Der Neuseeländer geht es auch gut nach der OP, nur die Nasensonde hat er sich wieder gezogen.

Mein Kollege bekommt die Reste des Salates vom Markt für 2,50 €, den ich zu den Maultaschen gekauft habe, ist traumatisiert von der Pressekonferenz im Amtsgericht.

Die eine Insolvenz überholt die andere. Da sieht man wie es normal laufen kann, wenn kein Dr. jur. dran ist.

Herr Borderline Klein hat trotz aller Bekundungen im Vorfeld (diesmal wirklich durchziehen, er weiß wofür, für sich mache er das, es müsse sich was ändern usw. usf.) die Entgiftung abgebrochen gestern. Mir hat keiner Bescheid gesagt, weder er noch jemand von der Klinik.

Stephan sagt ja, ich stehe auf Ärzte bashing und würde das noch mal studieren als Aufbaustudium. Die Oberärztin aus Wunstorf lässt mich anrufen wegen Herrn Ihme. Entlassung planen nächste Woche, geht nur der Mittwoch. Die Therapieeinrichtung von Herrn Schwitzehand meldet sich wegen Betreuungsgutachten. Da sollen sie ihn fragen oder ich werde es tun. Der ist da speziell und ich will mich absichern, nicht juristisch, aber zwischenmenschlich.

Wienerwartungsmail an Sunl. Sie gehen ins Kino, nee, lieber rumschauen in Wien für uns und essen natürlich.

Als ich gehen will noch die Frage der Kolleginnenmitarbeiterin, ob was zu beachten sei. Da fällt mir ein, dass Elisabeth gestern nicht da war. Das hatten wir noch nie. Ich muss lachen, wie ich diesen nervigen und sehr geruchsintensiven Termin bzw. das Ausfallen einfach wieder vergessen kann. VERGESSEN. Letzte Station Postbank, der Neufall und die Karte in einer anderen Sache, die abgelaufen ist, konnte nicht zugestellt werden, weil sie an alte Büroadresse ging und lagert (hat das Konto erst nicht gefunden wegen Name mit Umlaut, Handy alle, muss ihres Benutzen und das vor der Reise, das gibt wieder Ärger). Beratungstermin ausgemacht in eigener Sache. Koffer zu. Die Angoraunterhose schaut raus. Das ist kein Liebestöter, sondern Liebesförderer, weil er dient der Unterleibsgesundheit – warme Muschi beugt Blasenentzündung vor.

Asiaten im Bett und zwei Todesanzeigen

09.01. Traum: Frau Frey im Garten bei uns. Ihre Mutter will, dass sie auch mal in Wien auftritt und bei einem Gastauftritt im Ausland hat es den Zuschauern so gut gefallen, dass sie eingeschlafen sind. Ich könnte mal in Wien vorsprechen und sagen, dass es ihr halt ein Herzensanliegen wäre, der Mutter der Frau Frey. Die Familie wohnt in Süddeutschland und restauriert Häuser, um dann selber im Neu-/Flachbau zu wohnen, wie Stephan das kommentiert. Sie räumt bei uns im Garten auf, bei den Müllcontainern. Ich trete in Hundekacke, sie hatte mich noch gewarnt und ich sage, ach so, das war das Dunkle. Zeige dem Hund meinen Schuh und er frisst es. Bei uns wird vielleicht was frei im Dachgeschoss. Das würde ihr gefallen und sie hätte eine schöne Aussicht. Werde wach mit Stephan zusammen. Weckerbatterie ging nicht. Er hat von Park in Wien geträumt mit lauter tollen schwarzen Hunden und er ruft unseren (der sonst immer kommt, wenn er gerufen wird) und versucht sich darauf zu konzentrieren und hier wird sogar ein Esel ausgeführt. Das findet er natürlich toll. Er will in die Kestner nach meinem Yoga, läuft nur noch bis Morgen. Ich brauche grüne Wolle. Stephan fragt nach Theater in der Glocksee oder Bach in der Neustädter Kirche, Rote Reihe heute Abend. Da sind auch im Leibnizjahr einige Veranstaltungen, u.a. ein Vortrag, wie lebte er in Hannover, aber erst im November. Nein, jeden Samstag von April bis November, so. Candide ist Leibniz-Oper? Hat zumindest scheinbar was mit ihm zu tun. Oh Gott, wieder schlimme Bildungslücke. Glockseetheater nächsten Freitag.

Foto bei fb „großer Hund passt auf mein Fahrrad auf“. Dogge. Kenne ich den Hund und lustiges Foto. Ich soll Akten durchschauen, was weg kann und vertiefe mich darin. 10 vor sagt Stephan Bescheid, dass ich los muss. Ich bin schlecht drauf und hektisch und beschimpfe ihn, dass er Yoga verhindern will und ich nicht abgehetzt hin will, aber das ist ja meine Entscheidung. Ich sollte es als Training sehen und meine schlechte Laune verursache ich, könnte mich auch freuen, dass ich genau 1 Minute nach der Zeit pünktlich auf der Matte liege und alles geklappt hat. Die Vertretungsyogalehrerin erklärt toll und ich mache die Kobra ganz bewusst und mehr aus dem Bauch und mit geradem Rücken. Sie kann das sehr gut und ich sage es ihr anschließend unter 4 Augen. Die arbeiten nicht alle in der Yogawerkstatt. Das ist nicht Bikram mit dem Schneeballsystem und 12 Lehrerinnen auf einen Schüler. Eine Mitturnerin (groß und kräftig wie Sieglinde) hat Borderline und muss uns immer mitteilen, wie es ihr geht. Auf die Partnerübung will sie verzichten, weil die Reflux davon bekommt. Ich mache mit der gut aussehenden, englisch wirkenden jungen Frau, die mir sehr sympathisch ist. Sie hat große, schmale Füße auf die ich mich setze. Ich bin vorsichtig und möchte, dass es ihr gut geht in der Partnerübung. Die Band mit den deutschen Texten heißt Berge, jedes Wort wird wichtiger usw. Glitzernagellack an nur einem großen Zeh der Trainerin schaut aus wie ein komischer Nagelpilz, ist ihr Drischti. Sie fragt nach einer Steffi. Ja, das ist meine Freundin, hat es wohl nicht geschafft. Ein Tag kann sein wie ein ganzen Leben. Bin ich dann am späten Nachmittag angekommen?

Stephan wartet vor der Tür. Hätte den Stollen verschenken sollen an die Yogalehrerin, der in meiner Tasche zerkrümelt. Wie kommen die Möwen ans Steintor? 1. Stock. Irgendeine türkische Feier. Die Mädchen haben weiße Polyesterkleider an (Feierlich-Modus). Die Erwachsenen haben kleine Körper und große Köpfe. Ein Mann soll sich eine gute Frau nehmen statt 4 oder 5 (der Prophet hatte wohl mehrere), er kommt nach Hause, die Wohnung ist sauber, die was mit Zwiebeln und Tomaten macht. Die Frau muss den Mann auch als Mann akzeptieren weiß die Mutter von Montag aus dem Wartezimmer der Straf- und Sozialrechtskanzlei. Junge Frauen sehen aus wie Kerle und sind grell geschminkt neonaorange farbener Lippenstift. Hand vors Gesicht, wenn man gefilmt werden soll und die Oma mit dem Kopftuch daneben wedelt immer mit der Hand, nein, nein nein. Das wird bestimmt tolles Video. Die schwerbewaffneten Kinder lassen sich immerhin filmen. Prinzessin Lea mit der Hakennase und dem Leuchtschwert und der Krawalljunge aus der Kanzlei und der etwas sanftmütigere, kleinere mit den Locken, den ich süß finde und seine Mutter lässt ihn abfahren. Babies werden von den Tanten grob angetoucht. Mit dem Finger immer wieder schnell und kräftig auf die Nase hauen ist nicht so das was Babies mögen, soweit ich es weiß. Kinder wollen mit dem Vater mit nach draußen. Der geht rauchen und das sind Kinder, die das nicht mitkriegen sollen (?), dann lieber ein Handyspiel um sie beschäftigt zu halten. Diese bunte Limo ist so beliebt und das verstehe ich nicht. Das Apfelküchlein mit dem Keksteig schmeckt super. Die können nicht nur Baklava, sondern auch was die Deutschen mögen, Käsekuchen z.B. Der Mocca schmeckt gut, tropft aber aus dem Zwischenraum zwischen Innentasse und Außenübertasse. Die Bedienung hat eine krasse Gesichtsbehaarung und Stimme, wie Instrument kaputt und gefällt uns beiden. Den würden wir mitnehmen.

IMG_1729

In der Kestnergesellschaft ist eine Arena aus Sperrholz aufgebaut. Die Hippster haben Seminar und feiern das richtig ab. Möwe Markus, treffe Uni-Frau in der Schlange beim Fairkaufhaus (sie hat Ehrenamtskarte), die Entensalzstreuer hätten ihr nicht gefallen. Ihr Enkel ist 24 und mit seiner Freundin zusammen gezogen und die sammeln Porzellan mit Goldrand. Ich kaufe den Vetri-Hund mit dem irren Blick besser als mit einem echten nach Hause kommen und neue Wolle und wir humpeln zu einem neuen Café in der hässlichen Nebenstraße wo früher ein Spielwarenladen drin war. Betreiben Polinnen. Die Knie-OP haben sie versaut und ihr einen Fragebogen geschickt. Nicht Radfahren können ist scheiße. RLC. Die Profs drücken sich und sagen, sie hätten keine Ahnung, aber wenn Studenten angelernt werden können, dann sind sie wohl auch qualifiziert. Kuchen schmeckt bei Efendi Bey viel besser, als die Baisertorte, die nur eindrucksvoll ausschaut, wie ein Scheiterhaufen, aber der Teig schmeckt nicht und hat Marmeladenschicht drauf und das zu Kaffeebaiser, das schmeckt echt nicht, aber Pflaumenmushörnchen würde ich noch mal probieren (konnte das Wort kaum entziffern) und Piroggen, gefüllte Teigtaschen haben die auch. Hässlich eingerichtet, Kaffeevollautomat, aber man muss alles unterstützen was an gastronomischen Unternehmungen an den Start gebracht wird und keine Kette ist. Bei Gothe geht ein Göing rein. Backshop. Göing, Backshop. Bimmelrentner, erschreckt mich und regt mich auf, bimmelt alle vor sich weg. Der Typ von der Beratungsstelle Deisterstraße hat eine Freundin und schaut etwas aus wie mein Hund aus Vetri. Erdbeeren an Stephans Fahrrad (Ventilkappen) sehen aus wie welche an der Autobahn, schön dreckig, vor allem die hintere Beere. Mein Bauch ist so weich. Da kann man wohl gut reinschneiden. Früher wäre ich schon tot am geplatzten Blindgarm.

IMG_1724 IMG_1725 IMG_1726 IMG_1727 IMG_1728DSC04653 DSC04656

Die Kirche ist auch hässlich, wie ein barocker Pferdestall ohne Altar und Fenster haben sie sich auch gespart. Schaffen wir es hier noch den Altersdurchschnitt zu senken? Ich glaube nicht. Schlimme Kurzhaarfrisuren mit Strähnchen. Lese Steffis lange SMS und schaffe es nicht zu antworten. Der Dirigent sieht aus wie Jon Lithgow und ist ganz Feuer und Flamme für Bach, der 10 Kantaten in einem Monat im Winter 1725/26 innerhalb eines Monats geschrieben hat und die strotzen vor Kreativität, nichts mit abschreiben und übernehmen. Kantaten sind so Stücke, die aus mehreren Teilen bestehen entnehme ich dem Programmheft der Nachbarin, Kantaten geschrieben wie ich Häkeltücher, was? Das ist schon krass, dass das fast 300 Jahre her ist und der Typ immer noch ein feuchtes Höschen bekommt und es nicht nur ihm so geht. Er überschlägt sich fast vor Begeisterung und die Stimme ist sehr trocken. Ohne Asiaten geht hier nichts. Die Solisten usw. Ich mag das glänzige Blechblasinstrument. Die Texte sind sehr religiös und eine Textzeile wiederholt sich immer (Rezitativ nennt das Paps). Gut, das war sein Auftraggeber, die Kirche. Das Salsicciarisotto schwimmt in Öl, die Rosenkohlblätter zu 10,90 € sind überteuert, die Frau mit der Betonfrisur ist unfreundlich, wir sitzen im Kabuff, die Rechnung ist falsch. Ich muss hier nicht mehr hin als Stammkunde.

Häkele jetzt ein Dreiecktuch für den Hals, nicht als Deckenelement und mache dafür ganz viel auf. Will es aus feinerer Wolle macht, damit er nicht so grob ist und kratzt. Habe kleine Wollreste vom Fairkaufhaus und ein lindgrün, aber irgendwie sieht es nicht so gut aus. Natürlich gab es Kannibalismus bei der Arktis-Expedition, wenn man sonst verhungert wäre, die Menschen hängen am Leben, was sonst? Wie kann man sich darüber wundern im viktorianischen Zeitalter. Die querulatorische Betreute, die in der Schweiz wohnt versucht mir ein Einschreiben per mail zu schicken und meine mail nach Australien an den Vermieter in der neuen Betreuungssache kommt als unzustellbar zurück. Stephan hat Rottweiler-WG für Wien gebucht. Nein, er hat fb geguckt. Kommt nach 1,5 Stunden wieder und verkündet mir das demonstrativ als wäre er drei Wochen verschwunden um mir mitzuteilen, dass er die Zigaretten jetzt gekauft hat. Der Typ hat wohl gerade bestätigt. Es ist 1 Uhr, wir gehen ins Bett. Ich bin müde, Stephan ist wieder vor mir dran mit Schlafen.

10.01. Traum: Wir sind auf Reisen mit den Jungs aus Hamburg. Rufe den Wohnungsvermieter von einem Flughafen an, erzähle auch mehr aufgeregt die ganze Geschichte. Irgendein Maskottchen hat 50 jähriges Jubiläum und ich kaufe das Marshmelloweis dazu. Einer Oma erkläre ich, was das ist, wie Mäusespeck, sehr süß. In dem Feinkostladen riecht auch der Kaffee gut. Soll ich davon ein Kilo kaufen oder machen wir das vor Ort in Italien? Lasse alle riechen und mitentscheiden. Als wir ankommen, sieht man das Meer direkt durchs Fenster, eine schmale Stelle. Die Felsen sind schwarz, im Wasser schwimmen verschiedene Quallenarten. Die Runden kommen auf mich zu, kleben am Körper fest und ich ekele mich. Thomas weiß, was es für welche sind und, dass sie am Körper festkleben. Es ist keiner da zur Übergabe der Wohnung, frage die Frau am Kiosk, dann rufen wir die Kontaktperson an. Hatte ich nun 15 Uhr gesagt? Der Vermieter hat es offenbar nicht so verstanden. Macht nichts, wir setzen uns ans Meer und warten. Leider können wir gerade nicht das Boot der Kioskleute benutzen, was sonst dazu gehört, weil sie es selber tun. Das hat mir die Kioskfrau auch schon gesagt, hier ist eine überdachte Ladenpassage und lauter Brunnen mit Booten, wie in Venedig. Am Strand an einer engen Stelle auf Felsen sitzen mehrere Männer und die Jungs bei ihnen. Ich nehme Platz auf einem freien Felsen, ein Typ/Einheimischer angelt und alle schauen zu. Es sind Freaks. Man stellt sich vor. Einer ist Amerikaner und heißt Blue Ink, weil er früher lange blaue Haare hatte und damit schreiben konnte. Jetzt hat er kurze, ist in unserem Alter und sehr sympathisch. Eine Schildkröte droht in das Fleisch am Haken zu beißen. Nein, nicht sie. Yunfeng greift ein. Sie beißt stattdessen in mein Kleid und ich setze mich um bzw. stelle mich dann hin auf die gegenüberliegende Seite. Können wir ihr nicht ein Stück Fleisch/Fisch ohne Haken geben und was abschneiden? Ich gehe mit Yunfeng mit einer Katze Gassi. Die kackt oben auf eine Mauer und das hat eine komische Konsistenz. Hat sie was Komisches gefressen? Wir warten bis die Kacke abkühlt, bevor wir sie dann wegnehmen, beschließen wir. Steffi Bruhn kommt an und wir freuen uns. Sie und Stephan haben die Oyster Cards griffbereit und ich suche meine in einer der Tüten. Habe schon gemusterte Unterwäsche-Sets gekauft und alles hat diese asiatische Grafik mit Herzen und toller Schrift und Heidi-Figuren und Dinos und Steffi und ich freuen uns und ja, deswegen müssen wir das alles aufheben. Es ist zehn vor 9. Ich schaue auf den Wecker und Stephan fragt. Gestern hatte mein linkes Knie weh getan und jetzt mein Ellbogen. Irgendwie verlegen, glaube nicht, dass das Yoga schuld ist. Ellbogen ist nicht so schlimm wie Knie oder Schulter. Für Kirchenbesuch muss man früher aufstehen, aber heute ist das Wetter zu eklig. Bach hat über 100 Jahre vor dieser Arktisexpedition gelebt. Richtig krass.

Heute Abend zum Gottesdienst Bach um 5? Claudi hatte Schwelbrand durch Trockner und Glück gehabt. Gott sei Dank. Ich spaße zwar, dass sie nicht an den Sachen hängt und sich halt neue schwarze Strickpullover besorgen kann, aber das ist natürlich nicht so. Ihre Mutter mit dem jugendlichen Körper und den Waden von Claudi ist so lieb und wollte mir Brombeergelee mitgeben, weil ich das doch so gerne mag. Denen muss ich mal schreiben. Ja, stimmt schon, warum nicht den Teneriffa-Kreis um meine Schwägerin erweitern, wenn die Lust hat, zur Familie gehört sie auf jeden Fall. Nein, das mit dem anderen Rhythmus ist so, die sind nicht schlecht drauf, aber das zusammen leben ist schwierig, wenn man einen anderen Beat hat. Meine Tante ist auf der Intensivstation und wir sollen nichts wissen. Der Sohn der Putzfrau ist Krankenwagenfahrer und hat sie einliefern lassen. Sie hatte nicht 2 sondern 3 Eigentumswohnungen und eine verschenkt und die Nachbarin spricht von Borderline. Da nutzt einem das Geld auch nichts, wenn man nicht die geistige Freiheit hat es einzusetzen. Paps ist ein Ferkel, aber hat schon für mich gebetet. Das stimmt schon, wir sind eine Zumutung und verkaufen das als „originell“. Das ist wie ein schlecht erzogener Hund, bei dem man sagt, das sei seine Eigenart. ich muss da auch aufpassen und habe den Stiftbruch umgekippt in die anderen Stifte, große Sauerei. Ich bin gerne Ferkel und verspüre einen unwiderstehlichen Impuls, Stephans Brille zu falten und in seine Teetasse mit Milch zu versenken. Gott sei Dank kann mein Mann darüber lachen. Karte für Lisa Arnold. Seit wie in dem Stück waren liegt der Fluch auf uns oder ist es eine Psychose? Akten, die die Lagerzeit erreicht haben durchschauen. Leckeren Tee mit leckerem Vollkornbrot. High Tea ist ausgebucht nächsten Sonntag (und Samstag auch, krass, hatte ich unterschätzt). Kunst ohne Kulinarik, macht das Sinn? Jetzt kommt raus, wir wollten doch lieber das Leckere. Gedankenübertragung mit Heike. Sie sitzt am Faschingskostüm und Georg ist gestern in den Baumarkt gefahren und hat Kleister gekauft. Extra für mich. Hütchen wollen mir heute nicht gelingen. Sieht alles scheiße aus. Schick Claudi das Foto vom Sammelteller, den ich nach Hamburg schicken wollte (Hannover und Göttingen zusammen wegen Lena). Hinten so schön geflickt und was ist eigentlich dieses Weserbergland.

IMG_1719 IMG_1720 IMG_1721

Die Auftrennarbeit, die seit Wochen im Wintergarten liegt, landet im Müll (keine Geduld) genau wie die Kekstotenköpfe von Sunl, die kleben und ich will keine Viecher und keinen Ärger. Keine Nerven, weg damit.

DSC04662 DSC04659 DSC04658

2 Liter frischen Saft aus dem Entsafter trinken, Cousine anrufen, der Pudel wurde genetisch getestet und soll Nachwuchs erzeugen. Gibt es nicht schon genügend Hunde auf der Welt? Gut, sie will gute Hunde machen (da spricht auch einiges dafür). Wir seien die einzigen, die ihren Ex mochten. Sie hat immerhin mit ihm geschlafen. Jetzt ist die Zweisamkeit mit der Tochter wieder hergestellt. Salami-Käse Toast, gebacken mit scharfem Tomatensaft. Häkeln. Vor Wien nach St. Gallen oder Innsbruck. Das schaffe ich nicht. Da hat Xenia Hauser eine Einzelausstellung, aber das sind nicht 150 km, sondern eher 250. Nein, das ist mir zu viel und viel hilft nicht immer viel auch beim Reisen. Vegane Tussis, die mit falsch verstandener Tierliebe Chihuahuas quälen. Mein Gott ist das verlogen.

11.01. Traum: Wir haben Jahreskarten fürs Rodeln. Das ist eine lange Bahn. Ich fahre Fahrrad in einem Treppenhaus und immer die Rampe runter und an den Passanten vorbei. Wollen wir gleich Karten fürs Open air Kino kaufen heute Abend. Es würde knapp werden meint die Frau an der Kasse. Das wird mir vielleicht zu viel und erst mal meine Eltern fragen, ob sie wollen, wenn dann 4 und bis heute Mittag tut sich da nichts. Irgendwelche Insekten. Ich habe noch welche dabei (unterschiedlich groß, können sich zusammen rollen wie Kellerasseln) und schütte sie auf den Acker und will sie zertreten, aber schaffe nicht alle und eines beiße mich durch meinen selbstgestrickten Socken. Die bohren sich durch die Haut und legen Eier und man hat länger was davon. Das ist unangenehm. Nachdem die Mission beendet ist stirbt es.

Will Fahrrad neu lackieren lassen. Blassgelb. Vielleicht nicht dieses Jahr, aber irgendwann. Wie oft macht man das beim Auto?

Die hilflose Frau in der Neurochirurgie. Sie ist sehr groß. Sie wollte ihn nicht wieder und an ihrem Geburtstag stand er einfach vor ihrer Tür. Er ist Waise und im Waisenhaus aufgewachsen und hat keine Familie. Die Hirnblutung war an meinem Hochzeitstag. Zwischen heulen und husten, ein hilfloser Mann krümmt sich in die Embryostellung und wirkt völlig verloren. Der junge Arzt sagt, das sei normal. Das wirkt aber auch überfordert und/oder gefühlsbehindert, die vermeintliche Routine und Normalität bei so was. So tun als hätte man alles im Griff, was aber keineswegs der Fall ist, weil man nichts weiß, zumindest nichts Wichtiges. Der Asiate hat nur Augen für mich, wir denken erst, er kann nur in die eine Richtung schauen und ich stelle ihm seine Ex vor, die auch da ist, er soll mal schauen, wen ich mitgebracht habe. Das interessiert ihn wenig, er ist wie hypnotisiert von meinem Schmuck, meine Schleife im Haar hat es ihm besonders angetan. Die Pfleger machen sadistische Spiele mit einem anderen Opfer/Patienten als ich nach der nächsten Station frage. Hier ist derbe Baustelle. Die Ex tätschelt ihn an der Wange und spricht wie mit einem Baby. Sie ist sehr überfordert und ruft mich gleich nach 2 Stunden im Büro an. Sie soll mich mal einen Tag machen lassen.

Frau Mittelfeld ist eine Etage darüber. Ich will mich nach dem Zimmer erkundigen und denke, die Stimme kenne ich doch. Sie telefoniert im Gang und sitzt auf gepackten Sachen. Was für ein Stehaufmännchen. Vorne sieht die Frisur normal aus, in der Mitte rasiert und eine Verpackung, ähhh Verband meine ich. Pflegebett? Braucht sie nicht, aber hat bestimmt eine bessere Matratze und sie ist einverstanden. Sie hat gestrickt und der anderen Frau bei ihr im Zimmer, die dasselbe hat, der Armen geht es gar nicht gut, die kann nicht sprechen, nicht laufen, nicht essen. Kleckert alles voll. Ist Zumutung. Sie hat nach der OP Selbstgespräche geführt und sich überall gezwickt. Ja, sie raucht, aber weniger, was soll sie lügen. Sie hatte Kopfschmerzen auf der linken Seite und rechts Ausfallerscheinung und dachte halt verlegen. Das war der Tumor mit Krampfanfällen und neurologischen Ausfallerscheinungen.

Briefkasten von Herrn Schwitzehand habe ich seit Wochen nicht geleert, ist voll mit Werbung und der Mitteilung des Vermieters, das sie Mäuse haben und Giftköder ausgelegt werden. Der Buch- Wolladen begeistert mich nicht und ich gehe wieder oder weiter Sockenwolle in Neon zu kaufen. Meine Tante auf Intensiv, unverändert und nicht ansprechbar. Was soll ich da eine polnische Pflegerin suchen, die sie Tag und Nacht betreuen kann und nein, ich kenne auch keine in Süddeutschland und zudem sehe ich keinen Sinn darin eine zu suchen.

Das Insolvenzgericht, ein unfähiger Richter (Doktor-Titel und dann noch Landgericht), der meint ich brauche eine betreuungsrechtliche Genehmigung. Nein, betreute Person hat alles selber unterschrieben und keine Einschränkungen. Was soll genehmigt werden, könnte mich aufregen bzw. tue es. Mein Fehler war wohl, dass ich das Problem überlesen habe.

Der Typ kommt aus Neuseeland und arbeitet in Australien. Telefoniere mit der Botschaft. Der englische Akzent meines Gegenübers ist schwierig und mir fallen die englischen Worte nicht ein. Man muss schauen, ob Australien ihn zurück nimmt, wenn er nicht mehr arbeiten kann und ein Sozialfall ist und Freunde hat er wohl auch keine.

Kollege kommt mit zu uns. Stephan hat leckere Pasta mit Bohnen und Speck gemacht. Lebkuchen und Kaffee gibt es hinterher. Bowie ist tot erfahre ich in der Mittagspause. Verliert etwas Tamponade, das weiße war nicht im Essen. Wurzel war unter Nachbarzahn und Zahnfleisch ist traumatisiert und geht nicht wieder zusammen. Kaffee schwarz soll er nicht trinken. Ist auch auf Soja umgestiegen, habe ich gar nicht gemerkt. Warum werden keine Kantaten mehr komponiert und man muss auf das alte Zeug zurückgreifen? Sein Freund in Australien kann Stücke für mehrere Instrumente komponieren und seine eigene Tochter ist auch begabter als er und man fühlt sich doof. Was soll ich sagen? Ich kann nicht mal die Instrumente erkennen, aber die Musik macht mir trotzdem Spaß. Ist bei mir wie Essen und Wein, überproportional viel Spaß gemessen am Talent. Das Trockenobst, die Pfirsiche sind knallhart und man muss sie einspeicheln und meine Geduld reicht nicht zum Essen. Das kommt mir vor wie Überlebenstraining und ich will lieber Menschenfleisch essen. Für die Nike –Schuhe aus London bin ich zu faul. Schließen um die Knöchel und ich kann nicht geschlossen rein- und raus schlüpfen. Das nervt mich zu sehr, die bleiben gleich da.

Herr Ihme sagt, der Beschluss wurde auf Betreuungsrecht umgestellt und er will nach Hause. Dann soll es so sein. Telefoniere mit Oberärzten, aber die haben wohl noch nichts Schriftliches. Ihn dort verwahren, das muss nicht sein. Frau Mittelfeld muss doch Chemo und Bestrahlung machen, aber Pflegebett ist bestellt. Die Nachbarin von Frau Demenz weiß, dass das Beiblatt zum Schwerbehindertenausweis bald abläuft, scheint also mit ihr damit zu fahren. Auch gut zu wissen.

Mein Mann produziert Leichen am Wochenende. Ich verpfeife ihn nicht, aber es nervt mich, dass er Geräte kaputt macht für die ich mit zahlen muss und ich bitte ihn vorher noch das nicht zu tun. Exzessiv reitet er sie zu Tode. Wenn er Frauen so anfassen würde, hätte er schon viele kaputt gemacht.

Paps ist beleidigt, weil andere mehr wussten über seine Schwester und hat schlechtes Gewissen, weil er nicht so viel Liebe für sie empfindet. Das fällt einem alles auf, wenn es zu Ende geht.

12.01. Gehe früh ins Bett nach Streit, schlafe schlecht ein. Traum: Schuhe anprobieren, wenn dann die schwarzen aus Lack oder die mit dem Kuhfell vorne als Frisur, passen immer nicht. Kaffee trinken, Bedienung vergisst Wasser, Kollegin sagt, ja, das hätte sie gerne zu ihr und zu mir: öfter laufen ist gut für den Po. Einfach Zucker auf jeden Tisch stellen wäre einfacher und nicht immer abräumen, wenn die Gäste sich einen Löffel genommen haben. Mit Kathrin und Suki unterwegs, second hand, passt auch kein Schuh, einer ist bequem, sieht aber wohl grässlich aus, wie Birkenstock, werde hysterisch wenn Suki auf die Straße läuft hinter ein einparkendes Auto und nicht hört. Kleinerer Typ, flirte mit ihm und mache lustige Gymnastik wie ich bin Affe. Ein Paar können wir nicht sein wegen des Größenunterschieds. Fremder Taxifahrer fragt nach meinem Namen und hat den Auftrag für mich zu zahlen. Wenn ich ganz lange Zeit hätte würde ich auch einen Schacht graben als Kunstaktion. Macht derjenige auf der Toilette. Baut den runden Handtuchspender ab und baut Klappe ein, auf der Botschaft steht und wenn man die eindrückt, wie Mülleimer, ist der tiefe Schacht dahinter. Ich sehe die Szenen wie ein Film. Wie es entdeckt wird und man ganz erstaunt ist.

Job ist weg und in Australien haben Arbeitnehmer auch keine Krankenversicherung. Es ist immer sehr nett und mit Vornamen und so, aber die inhaltlichen Aussagen sind knallhart. Wenn Miete nicht gezahlt wird, dann wird gleich geräumt und die ist wöchentlich fällig. So.

An der Haltestelle steht die Zeitung. Einer von der Polizei fordert Schusswaffeneinsatz wegen der Ereignisse in Köln. Wie schwachsinnig ist das denn. Scheinasylanten, Scheinasylanten, Scheinasylanten. Da hilft nur noch Hubschraubereinsatz fällt mir ein (Foyer des Arts). Der Rassismus ist jetzt berechtigt oder was? Endlich wieder Polizeikontrollen nach Herkunft. Jetzt gibt es den Beweis dafür. Junge Männer in Gruppen sind immer gefährlich. Auch das Theaterstück in der Glocksee. Ist von Janosch. Da bin ich ja Fan seit neustem.

Ich häkele in der Bahn und beim Aussteigen macht mich eine Frau darauf aufmerksam, dass eine Birne sich von meinen Ohrringen gelöst hat und in der Straßenbahn auf dem Boden liegt, freundlich.

MHH-Zahnklinik. Noch nicht Nummer ziehen, erst zu Ende ausfüllen. Alter, die beim Empfang, die Rauchpausen bei der Arbeit machen muss, habe ich ja schon gefressen. Was mache ich da? Häkeln nennt sich das. Macht die eine bei ihnen auch. Socken. Das ist stricken und die sind warm und toll. Ich habe bestimmt was Besseres zu tun weiß mein Betreuter und Recht hat er. Der Koch bei ihnen sei arrogant und alle hassen ihn, aber kann was. Er hasst Junkies und so geraten sie aneinander. Er hat Weihnachten ein Büffet gemacht und viel Lob dafür geerntet. Das freut mich. Die anderen Mitbewohner sind zum Teil Horror, z.B. der Alki um die 60, der die UKs (Urinkontrollen) ineinander schüttet und vermischt. Sie wollen die Abschiebung verschärfen. Das macht Herrn Palästinenser Angst. Den heutigen Tag werden die sich merken hier in der Zahnklinik. Menschen nuscheln mit Tamponade im Mund und ein Kleinkind wird mit Kinderbett auf Rollen in einen Aufwachraum gefahren. Wie lange dauert es noch, sie sitzt hier doch jeden Tag, wie ist ihre Einschätzung. Die Frau im Glaskasten ist bockig und meint 2 Stunden. 20 Minuten später ist es soweit. Zimmer voller hübscher, junger Medizinstudentinnen, wie Charlies Angels, eine Perserin, eine Asiatin und 3 Blondinnen und ich weiß sie können nichts dafür, aber ich bin trotzdem sehr erbost über ihren Laden. Bloß weil einer einen Betreuer hat muss der nicht eine Narkoseaufklärung mit unterschreiben, darf er gar nicht, wenn derjenige selber entscheiden kann. Umgekehrt kann ich nicht in eine aus meiner Sicht sinnvolle OP einwilligen, wenn einer Krebs hat z.B. bloß weil ich Gesundheitssorge habe, wenn derjenige die Behandlung ablehnt. So funktioniert das nicht. Bei ihnen wurden schon etliche Betreute von mir operiert und haben schlauerweise nichts gesagt von der Betreuung, weil das böse Folgen hat. Wenn derjenige selber einwilligungsfähig ist, hat der Betreuer da nichts zu suchen. Kann ihn unterstützen, wenn derjenige es will, aber die Aussage ihres Hauses, der Automatismus, dass Betreuer mitkommen muss, sonst machen sie nichts ist eine Frechheit und ich schließe mein Büro. 2,5 Stunden hat mich das gekostet (gut ich bin mit der Häkelarbeit gut vorangekommen). Ich willige ein in OPs, wenn derjenige nicht einwilligungsfähig ist, im Koma z.B. Wenn einer was erzählt von Ameisen im Gehirn dann verstehe ich auch, dass sie nach Betreuer rufen, aber er hier ist Ex-Junkie (keine Psychose, sondern nur Suchterkrankung und auch gut behandelt) und damit genauso geschäftsfähig wie die anderen Patienten, die draußen sitzen und besser als die meisten Rentner, denen die Studenten hier neuen Zahnersatz verschaffen. Sollen mir mal die Faxnummer von ihrem Obermacker geben und ich schicke ihnen was von der Oberbetreuungsrichterin und das können sie mal im Hause verbreiten, damit eine rechtliche Aufklärung stattfinden kann. Ich schaue mir nur das Röntgenbild an, alles andere vertragen meine Nerven nicht. Der eine Zahn steht ganz alleine da, dabei mögen die gerne Nachbarn, oder? Wann er beim Zahnarzt war müssen sie ihn selber fragen. Das macht er selbständig und die niedergelassenen Kollegen verstehen auch offenbar besser, wie Betreuung funktioniert und lassen mich da außen vor. O.k. mische mich noch mal in die OP-Aufklärung ein, rauchen nach OP ist echt scheiße. Das muss er ernst nehmen und Ganzkörpernikotinpflaster besorgen.

Auf dem Rückweg denke ich Nudelauflauf und das vermeintliche dunkelblau ist schwarz und ich kann nicht weiter häkeln.

Telefoniere mit der Oberbetreuungsrichterin. Das war Thema des letzten Treffens der Berufsbetreuer und sie hat schon ein Rundscheiben gemacht zur Vorlage bei den Ärzten, schickt es mir noch mal zu, aber ausdrucken kann ich es nicht, nur leere Blätter. Wichtig ist nicht, dass es mich sinnlos Zeit kostet, sondern die Diskriminierung der Betreuten. Ach ja, wie blöd von mir. Ich bin eine schlechte Betreuerin.

Rufe den Kollegen an wegen Mittagstisch Morgen im Al-Dar. Hat er Lust drauf. Einladen tue ich nicht, entweder er zahlt nach der letzten Aktion oder jeder für sich.

12:20 meine Eltern sind gerade in Stuttgart angekommen. Sind doch gefahren, meiner Tante geht es schlecht und die Ärzte hielten es für gut, dass sie kommen.

Kein Salat, nur Nudeln und Lebkuchen. David Cameron war auch Bowie-Fan. Na gut, guter Musikgeschmack ist parteiübergreifend. Habe nach dem Mittagessen keine Lust mehr zu arbeiten und fühle mich nicht so. Mir ist schlecht und ich fühle mich antriebslos und habe leichte Kopfschmerzen. Wie ist es, wenn mein Bruder meine Beerdigung plant oder sein Sohn, lege mich aufs Bett, nähe was im Wintergarten. Stephan soll alleine nach Wolfsburg fahren, wird mir zu viel und ständig ist Theater abends. Schaue meine Filzsachen durch wegen Valentins Geburtstag. Filzen für Jungs als Geburstagsaktion finde ich sehr gut. Das hat viel mit Vaginaverständnis zu tun. Will was passendes schicken. In meinen Hütchen waren wohl wieder Motten und es ist grau und krümelig, vielleicht schreibe ich dann nur was. Sport wollte ich ausfallen lassen, bin jetzt nachgerückt im Hüpfkurs. Mein Vater klingt fertig, seine Schwester liegt im Sterben, die hat die Augen zu oder reißt sie auf und schreit. Meine Mutter streichelt viel, sie übernachten dort, er ist fertig. Die Vollmachtnehmerin kommt erst Freitag in einer Woche, wenn sie früher stirbt, ist er für einfrieren und abwarten. Man ist so hilflos. Dieser Tod. Da wird einem was zugemutet. Keine Lust auf Lady-Fitness, Decke über den Kopf wäre auch schön.

Rufe Herrn Ihme an und rede Klartext. Er mag das und bedankt sich. Dann die Sozialarbeiterin, die ihm 10,- € geben soll und ich überweise das heute. Dann Frau Ruanda, die Integrationskurs machen will. Ich hatte immer alles gemacht, beantragt und organisiert und sie hat es dann nicht umgesetzt. Sie sollte 10 Minuten zu Fuß zum Arzt gehen für ein Attest. Warum? Ist egal, sie kann es nicht selber zahlen, der Sprachkurs und der Staat als Kostenträger verlangt diese Mitwirkung von ihr. Punkt. Frau Srilanka kommt auf eine offene Station. Der Beschluss soll nicht sofort aufgehoben werden, erst Probezeit. Erreiche den Herrn mit den schmalen Händen nicht. Muss Donnerstag für ihn zum Amt. Am 06. war er noch bei der Bank. Liegt wohl nicht tot in der Wohnung. Das Diktiergerät des Kollegen spinnt auch, apropos Adolf. Immer wenn er Euro diktiert macht der Nazi-Euro daraus. Merkwürdig. Die „Mein Kampf“-Psychose greift um sich.

Stephan schaut Wohnungen in Stuttgart, Hanna liegt im Sterben, die Reise im April nach Stuttgart ist damit hinfällig, ja, aber auch wegen der Beerdigung müsste man ja eine passende Unterkunft haben.

Die handgeschriebene Karte aus dem Haus am Stalten voller Zuversicht im Dezember, ihre schöne Handschrift, den Ikebena-Igel im Schrank, überall muss ich an sie denken. Wie mag es sein, dass die Schläge näher kommen. Stephan begleitet Larissa in die Glocksee, ich bleibe da. Ist auch wie sterben. Man hört selber auf, aber die anderen machen weiter.

13.01. Will Sunla die Stiche aus Bayreuth mit den wilden Tieren in Deutschland. Vorher noch mal fragen?

DSC04677 DSC04678 DSC04679

Ein geschäftiger Vormittag, dann privat. Ich muss auch weinen, weil Paps weinen muss am Telefon. Kein Aufrechnen. Alles Menschliche greift zu kurz. Umfangen von Gottes Gnade. Er will es realistischer sehen, wenn es so weit ist und Frieden schließen, damit er friedlich gehen kann, so die Empfehlung von Luther. Ja, wir sind sehr verschieden und bleiben es auch. In meines Vaters Haus gibt es viele Wohnungen ist derzeit die favorisierte Grabinschrift und nix Lateinisches. Was für eine Gnade es war, dass wir so friedlich und harmlos Weihnachten gefeiert haben mit Kartenspiel. Mit 80 sterben sei keine Strafe, sondern eine notwendige Transformation und man hatte ein erfülltes Leben. Bei seiner Mutter mit 95 sei alles im Vergleich leicht gegangen. Er hat zu viel Wein getrunken, sie haben sich abends mit dem Ka getroffen. Meine Mutter macht sich Gedanken, ob sie sie zu sehr aufregt. Paps sagt, sie könne das nicht alles auf sich nehmen. Es war gestern ein Kampf und ein Aufbäumen, was heute aber vorbei sei. Mama sagt, sie redet ihr gut zu in ihrer kindlichen Art, auch weil sie es sonst selber nicht aushält. Sie können jetzt nicht fahren, der Puls ist fast auf null. Paps sagt, er muss Morgen zum Kieferchirurgen in Erlangen. Wartet man 3 Monate auf einen Termin. Seine Schwester wollte sie nicht da haben, wenn sie gesagt hätte, dass sie Sterbebegleitung will und sie da bleiben sollen hätte er alle Termine abgesagt und wäre in Stuttgart bei ihr geblieben bis zum Schluss, aber so gibt es keinen Auftrag. Ich gebe ihm Recht. Er wird noch mal mit ihr beten. Es ist meine Patentante und die meines Bruders. In diesem Sinne hat sie viel Anerkennung bekommen. Alles schwierig. Er sagt, sie war selbstzerstörerisch mit ihren vielen Ablehnungen und das war vielleicht auch so. Die 88-jährige Nachbarin, die Walking Stöcker empfohlen hat im Sommer soll der reinste Engel sein.

Ich habe das Heim überzeugt, dass sie Frau Ruanda wieder nehmen (Hund bellt und fliegt aus dem Tierheim ist mein Vergleich, gut sie hat andere Frauen mit dem Fleischermesser bedroht und die Gemeinschaftsräume verwüstet) und wir ein gemeinsames Konzept entwickeln (Sport und Kochgruppe statt Ergo, da geht sie rückwärts) und auch mit dem Betreuungsgericht telefoniert um abzustimmen, was wir machen, wenn sie wieder die Medis nicht nimmt und sich nicht an die Absprachen hält.

Bei Herrn Minus der Versagerschef vom abW. Es gibt Kostenanerkenntnis und ich habe genug dafür gekämpft (Clearingkonferenz, Außentermine). Er ist zu doof abzurechnen und das abzuklären, aber ich bin nicht weiter bereit seine Arbeit zu machen es sei denn er sagt mir, dass er es nicht gebacken bekommt und erklärt mir für was er bezahlt wird.

Herr Palästinenser war heute ohne mich in der MHH und hat sich verlaufen und mit einem gestritten. Ich habe nichts Besseres zu tun und kann ihn gerne noch mal begleiten und häkeln, wenn er das will. Das sollen sie ihm ausrichten.

Stephan sagt, dass Blusen und T-Shirts gebügelt werden und ich demnächst noch mehr Zeit habe zum Häkeln. Treffen den Kollege aus dem Studium, sein Vater, der mit ihnen im Haus gewohnt hat ist im Herbst 2014 verstorben, umgefallen, Herzinfarkt, tot. Ich erzähle vom Sterben meiner Tante und die geben Medikamente und das ist Euthanasie, damit der Sterben leichter fällt, wie Katze einschläfern. Sie sieht wohl aus wie tot. So sei es bei seiner Mutter auch gewesen, die schon 2000 gestorben ist. Stephan und ich reden die ganze Zeit vom Essen und bestellen Baklava nach. Er von Winterdepressionen der Frau und 6er in Mathe und Zahnspange des Sohnes. Er lädt uns ein. Dann Gerichtspost und die SMS meiner Eltern gesehen, dass sie sich verabschiedet haben und gefahren sind und weniger als 30 Minuten später, dass das Krankenhaus angerufen hat und sie friedlich eingeschlafen ist. Mir geht es nicht gut und mir ist kalt und die Umgebung nervt mich, dass ich hier im Eingangsbereich des Gerichts sitze und nicht heulen will oder auch nur traurig gestimmt sein. Habe bestimmt 100-mal mehr über Baklava geredet bisher in meinem Leben als über den Tod. Herr Palästinenser auf dem Weg zur Drobs mit dem Blick eines Süchtigen. Ich fahre unerkannt vorbei, er soll keinen Scheiß machen. Sollte man diesen Anthroposophen einen bösen Brief schreiben, wo sie schlechter wieder entlassen wurde als sie rein kam. Haben die ihr den Rest gegeben? Wieder leicht zu spät. Ich hasse das, abgehetzt ankommen und gleich den Klienten entgegentreten. Bald werde ich neue Leute kennen lernen, die Erben meiner Tante. Ich denke an das Dreieckstuch, was ich ihr geschickt habe. Beim Tod von Ingrid habe ich an das Bild des befreundeten Künstlers gedacht, was bei ihr an der Wand hing und was wohl daraus wird. Meine handgemachten Collagevisitenkarten hatte sie auch gerahmt. Bin ich so materialistisch? Ich denke nicht, aber die Dinge haben eine Bedeutung für mich. Das hatte Hanna gut erkannt, dass ich den Schmuck als Sprache verwende und es viel Symbolik hat. Wo ist eigentlich das filigrane, silberne Kreuz, was ich mir zur Konfirmation ausgesucht habe, abgeblieben? Mir fällt auch wieder ein, dass sie ihren Sarg selber bemalt hat mit drei Tieren, das höhere selbst und das niedere. Wie wird wohl die Traueranzeige ausschauen? Ich finde ihre Musiktherapieseite. Da gibt sie als Vornamen Gertrud an, weil man sonst auf die angeheiratete Nazibraut stößt, die eine Namensvetterin von ihr ist. Gründungsmitglied der Psychosynthese. Jetzt habe ich ein zweites Bild zur täglichen Meditation auf den Tod auf dem Desktop. Viele Zitate sind auf der Seite. Das mit der Erziehung/Therapie finde ich gut:

„A thing of beauty
is a joy for ever.
Its loveliness increases,
it never sinks into nothingness.“
John Keats

Die Zukunft ist nicht
einfach ein Ort, an den wir gehen,
sondern ein Ort, den wir gestalten.
Die Wege dorthin werden nicht gefunden
sondern geschaffen.“
John Schaar

„Geschieht es
zur rechten Zeit,
nennen wir es Erziehung.
Geschieht es zu spät,
nennen wir es Therapie.“
Roberto Assagioli

Die neuen Zwanziger haben ein kleines Kirchenfenster drin, wenn man sie gegen das Licht hält. Elisabeth hat drei Visitenkarten der Sparkasse (verschiedene), zwei der Commerzbank und eine der Agentur für Vermögensberatung für mich gesammelt (nein sagen gildet nicht). Wieder stark sexualisiert und ich muss sie richtig rausschmeißen. Herr ADHS und seine Freundin irren durch die Kanzlei und gehen in das dunkle Zimmer der Kollegin statt in den Besprechungsraum. Ich bin wieder überfordert.

Paps ist zuhause angekommen und muss Morgen raus. Soll der Bevollmächtigten eine What’s App schicken (kann ich nur mit Stephans Hilfe, ja, ich bin so behindert). Johannes kann am 26.02. zur Beerdigung. Da sind wir in Wien.

Suki fällt aus Morgen. Das ist eine Erleichterung und nein, ich bin nicht sauer nur SMS-behindert.

Beim Yoga weine ich in aller Ruhe, es ist weniger weinen, aber die Tränen laufen mir in Ruhe runter während wie den Nacken dehnen mit geschlossenen Augen. Das ist eine lange Sequenz und es stört nicht weiter. Dann fällt mir beim weiteren Yoga ein: Todesanzeige macht die Familie.

Auf dem Heimweg. Muss ich jetzt Ikebana machen? Performance für die Bestattungsfeier. Eins fassen, eins lassen Performance mit Schmuck zerschlagen. So hatten wir das Erbe meiner Oma, ihrer Mutter aufgeteilt und ich würde gerne statt Tiere, den Schmuck meiner Tante opfern und ihn zerschlagen, weil man hängt sich an Broschen auf und die sind ein schwacher Trost, wenn die Menschen uns doch verlassen. Ich hatte ihr damals übel genommen, dass sie jeden Bogen 50er Jahre Geschenkpapier gebrauchen konnte und habe das unfair gefunden, weil sie ist schon alt und ich bin jung und kann das Zeug gebrauchen und stehe auch echt drauf und ihr kommt es nur aufs Haben an oder meinem Vater eins auswischen, aber damit habe ich ihr vielleicht Unrecht getan. Sie ist wie ich erkenne ich jetzt. Besonders übel hatte ich ihr genommen, dass sie eine Holzbrosche mit Reh (ich war so auf Jagdattribute und bayerisch anmutenden Kitsch) genommen hat und sie weiter verschenkt hat. Ich habe zuerst gewählt, das Schloss aus Horn und wollte aber zusätzlich auch die Holzbrosche, aber es wurde ja vermeintlich gerecht geteilt. Scheiß auf Gerechtigkeit. Ich werde meine Brosche zerschlagen und ihr opfern als Zeichen der Sinnlosigkeit solcher Aktionen. Ich werde wohl nicht mit dem Hammer Schmuck kaputt schlagen, sollte mich aber wenigstens um ein Ikebana-Gesteck kümmern.

Die Erbin hat geantwortet und Beerdigung ist am 30.01. Ich soll bei der Gestaltung mithelfen. Soll ich was sagen, wenn keiner was sagt ist es schlimm und hier bin ich nicht so nah dran, dass es mir unmöglich wäre, dann sollte ich es vielleicht tun, bei meinen Eltern werde ich es nicht können. Soll Barocksofa bekommen. Wer sagt den Leuten Bescheid z.B. der Ikebana-Lehrerin? Oper mit der Tochter der Betreuten muss verschoben werden. Tut mir leid, dass wir sie enttäuschen, aber so spielt das Leben. Meine Tante war u.a. Musiklehrerin. Der nächste Termin ist Donnerstag und nicht die Premiere. Kann sie dann? Sie muss zur Schule.

14.01. Traum: Haben wieder einen Hund, aber einen Großen, Pointer/Windhundmischling, hört gut. Hat typische Jagdhundgesicht und -schnauze, will ihm Kopftuch ummachen für Fotos, „unser neues Familienmitglied“.

Bin mit Jasmin beim Sport der Jungs. Leander schwimmt schon Bahnen und zählt immer danach. Jasmin sitzt im Wasser. Das kann ich nicht, setze mich an den Rand. Bevor er fertig ist fängt Dietrich an. Die lachen, der konnte nicht warten, dann die anderen Kinder. Ein Nichtschwimmer muss am Rand sich auf einer Ablage immer überschlagen und so die Bahnen meistern. Das ist das Mädchen was eine ruhige Art hat, sie wird Leander gut tun. Sie ist 10 und pummelig mit braunen Haaren und sagt zu Jasmin: ich will aber noch keine Kinder. Ich scherze: ja, nicht jetzt, aber vielleicht im Sommer. Ich sage ihr, dass sie schönes Haar hat. Jasmin schlägt vor, dass wir ihr eine Frisur machen, weil wir uns langweilen. Fragen die Mutter, was sie dabei hat und basteln dann Lockenwickler aus Zeitung oder so. Der Trainer hilft Stephan eine total kultige Lampe mit zwei hängenden bunten, leeren Plastikflaschen zu bauen. Stephan hat erst Zweifel, ob die Materialien richtig sind und weiß dann aber wie es geht. Ich bin begeistert und will an den Verein spenden. Die haben wohl genug Geld. Noch eine für hier bauen, eine lustige über den Papierhandtuchspender? Zwei Jungs in den Armen ihrer Eltern, die werden geschmust nachdem sie fleißig Sport gemacht haben, blond und dünn, der jüngere sitzt bei Mutti und der ältere bei Papa im Arm.

Im Bett morgens tollen wie ein Kind. Stephan hat auch diese Assoziation, obwohl es unausgesprochen war. Sein ganzes Leben lang sich das bewahren. Das ist echt toll.

Ich muss ein Ikebana-Hütchen machen. Mein Kollege ist gerade in Stuttgart und könnte was abholen. Die Frau hat selber Leute, aber anbieten kann man es.

Die Sparkassenmitarbeiterin erklärt mir wie für doofe, wenn ich nicht alle 3 Monate Kontoauszüge ziehen, wird mir ein Zwangsauszug zugeschickt. Ähh, das weiß ich.

Der Sohn ohne Beine soll ins Heim. „Die wollen ihn abschieben“. Das hatte mir meine Betreute gestern schon gesagt. Ist nächste Woche Besprechung bei der Hausärztin und ich soll sie begleiten. Der Betreuer des Sohnes ist auch dabei, aber der ist unsicher und meine Unterstützung notwendig.

Fahre zum Amt. Soll jemand bei mir sein, wenn ich sterbe, hält man so viel Nähe aus. Meine Mutter kann es am besten, muss ich mir dann ihre Sterbebegleitung wünschen. Nein, das ist ihr wirklich nicht zumutbar. Ist sie Todesexperte und weiß mehr als wir. Sie sagt Quatsch. Treppenhaus gibt es nicht und alle sind auf die großen, langsamen nicht funktionierenden Fahrstühle angewiesen. Da gehen die Nerven leicht mit einem durch und der Hannoveraner fängt an zu reden. Sylt im ersten Weltkrieg, wenn die Leichen angespült wurden, hab es kurz danach auch Apfelsinnen, eine Frau die als Kind im Maul eines Wals war und auf der Zunge gerutscht ist. Lustiger Text über Wale, die nicht einfach heimlich den Abgang machen und sich dem Alkohol hingeben wenn sie depressiv sind, sondern sich medienwirksam in Szene setzen und den Schaden haben die Menschen mit XXL Kiefernsärgen und Kränzen aus Plankton. Ja, Nazis haben ein Problem mit Weiblichkeit, das war auch klar und könnte sicherlich wissenschaftlich belegt werden. Ich bin gut vorbereitet und erkläre der Sachbearbeiterin was Sache ist mit der Krankenversicherung der Rentner. Treffe Kalinka auf dem Weg zur Nordsee. Sie steht auch auf Neon und mich hat das Häkelfieber gepackt. Schnell weiter als die Ampel auf Grün schaltet. Ich bin beim Radfahren und auch sonst oft in Gedanken, werde dann von anderen Speedradfahrern knappt überholt und fahre aber selber Schlangenlinien. Das wird mich mal zu Fall bringen. Mir ist so kalt und ich würde am liebsten nach Hause. Beim Bio-Bäcker ein kleiner Junge bemerkt ein offenes Bio-Ü-Ei und fragt die Kassiererin, die Pause macht d.h. nur da sitzt und nicht arbeitet, ob sie das aufgemacht habe. Verlockend lugt die Schokolade raus. Nein, sie sei es nicht gewesen, war er es? Ich mische mich ein und sage, das Ei sollte am besten erlöst werden von seinen Leiden, so verletzt und herrenlos wie es sei. Die Schokolade am Vormittag hat er mir zu verdanken.

Beerdigung ist jetzt am 29. Hanna hat die Traueranzeige selber geschrieben und auch die Trauerrede. Dann doch Oper am Samstag?

Die Richterin von Morgen. Sie macht den Termin trotzdem und Versäumnisurteil und mit der Targo-Bank hat sie auch kein Mitleid, wenn das die Kosten in die Höhe treibt. Wieder die Betreuungsbehörde. Typ auf Intensiv, kommt mir bekannt vor. Will Rückmeldung über Neuseeländer geben, aber den Fall habe ich nicht von ihr. Als ich sage, Frau wollte ihn nicht, sagt sie, so einen Fall hätte sie jetzt auch, Frau hat ihn rausgeschmissen. Er haut aus dem Krankenhaus ab, um ihr Blumen zu bringen und fällt dabei. Kann jetzt wegen der offenen Wunde am Bein nicht ins Obdachlosenasyl. Ob ich den Fall nicht auch übernehmen wolle. Es klingt vernünftig was er macht. Die böse Spinne muss mit Geschenken besänftigt werden. Nein, ich nehme den auf der Intensiv, den anderen Fall soll sie wen anderes fragen. Sie liebt Neustadt und nicht Hannover. In Garbsen gibt es auch schöne Einkaufscenter und sonst gibt es auch das Internet. Nach Hannover zum Einkaufen geht sie nur, wenn sie ein neues Auto anmelden muss. Ich bin da anders und Hannover ist mir ländlich genug, sonst bin ich eher der Wunstorf-Typ.

Meine Mutter, Paps hat sich liebevoll von seiner Schwester verabschiedet und das richtig gut gemacht. Die liest Artikel, die Hanna geschrieben hat über positive Gedanken, der ist ihr beim Aufräumen in die Hände gefallen. Tränen als Zeichen der Lebensenergie. Sie war noch so voller Kraft, dass ihr schneller Tod sie auch überrascht hat und sie hatte immer Angst, wenn sie hustet, dass sie Luftnot hat, hat aber kräftig gegen ihren Handrücken geatmet. Ich soll dafür sorgen, dass die Beerdigung am Dienstag ist, weil Johannes frei hat. Freitag hat er nicht frei. Es würde sonst um meine Wünsche gehen. Hallo? Da werde ich kurz sauer, es geht doch nicht um mich oder meinen Bruder und ich muss mir auch frei nehmen nach Wien und Stuttgart ist viel näher für ihn und er muss ja nicht kommen. Beim Reden über meine Abschiedsrede muss ich schon heulen, dass ich denke, Angeber, das packe ich doch nicht. Meine Mutter hat wieder Angst, als ich von der Performance spreche, dass ich was zu Krasses mache. Nur Maulhure, mal darüber reden. Ich will, dass Sachiko, ihre Ikebana-Heldin Blumenschmuck macht und finde gleich Handynummer im Internet. Ich kann das auch selber in Auftrag geben, man muss sich nicht alles aus der Hand nehmen lassen. Frage die unbekannte Frau nach der Telefonnummer des Bestattungsinstituts. Schreibe Michael Haarer. Stufen von Hesse war das Gedicht von Oma. Mit Hanna verbinde ich Panther von Rilke. Das hat sie mir mal geschickt. Alles bis ins Detail selber bestimmt zu haben, meine Mutter nennt das selbstverliebt oder so. Die Frau aus der Einrichtung wünscht mir Kraft in dieser „intensiven Zeit“ (finde ich schön ausgedrückt) und sagt, dass die Tochter der Betreuten schon etwas älter sei und Verständnis hat. Ich bitte Stephan um Tausch der Karten, damit man etwas Freiraum hat für das was sich vielleicht ergibt (noch mal in die Wohnung, Arnhild will, dass ich eine Trommel für Steffi ergattere, die war auch Patentochter). Und ich will nicht nach einem bestimmten Zeitplan abreisen müssen und weiß nicht, was sich ergibt. Will in Ruhe Abschied nehmen ohne den Druck kultureller Veranstaltungen. Spreche mit der Mutter der Bestatterin und versuche meine Anliegen zu erklären. Ist auch alles schwierig. Schreibe auch der Patentochter meines Vaters eine email um ihr vom Tod meiner Tante zu schreiben. Sie hatte damals Geschirr und so was für die Töchter geschickt für Puppentee. Das ist zum Teil bei mir gelandet.

Ich will Michi eine Reliquie basteln oder es versuchen. Denke wieder an das filigrane, silberne Kreuz. Meine Patentante hatte mehrere Schmuckstücke und ich durfte auswählen. Ich fand es viele Jahre schlimm und habe meine Entscheidung bereut. Da muss ich mal das Haus fragen, was nichts verliert. Mir ist so als würde das in einem leeren Eierkarton im Hangweg in der Schublade liegen.

Ja, Herzchen, es lagert bei mir und wartet auf Deine Verwendung.

LG Mama.

Mama ist die Beste.

Ich mache heute unkonzentrierte und komische Sachen. Behauptet eine Mandantin der Steuerberaterin gegenüber (sie schreibt sich mit „TH“, das nervt mich schon) die behauptet die emails hätten nicht geklappt, dass es Fehlermeldungen vom Server gab und sage das dann auch der Kollegin, ich hätte einen Hinweis per mail vom männlichen Kollegen, der unterwegs ist, bekommen. Ich habe mich getäuscht, die habe ich in gelöscht gelesen. Alles Quatsch.

Bestelle das Buch für Valentin in der Stephanusstraße. Die Serie war erst falsch, Nachfrage, jetzt wird es erst Samstag geliefert. Mit Lidl bin ich locker, aber Amazon kann kacken gehen.

Briefe durchschauen. Die erkenne ich ganz leicht an der schönen Schrift (ich in umgekehrt). Habe echt viele. Meine Tante hat mir Karte gebastelt: 11. Gebot: Du sollst Gott nicht langweilen.

Reliquien basteln und Stephan muss immer gucken und eine Meinung haben. Wie sieht so was aus und kann es nachempfunden werden. Eine mit dem Walknochen, den ich mit Perlen und Pouchkleber bebastelt habe in San Francisco in unserem Haus und eine soll zum Thema Bienen sein. Jetzt wird eine Plastikkuppel gebraucht in der eine Keramikscherbe lag, aus Japan. Die kann ich gebrauchen und werde sie mir ins Grab meiner Tante werfen. Das passt gut. Franzosen sollte das Filmemachen verboten werden. Das ist schlimm was da läuft.

DSC04680 DSC04681DSC04691 DSC04690 DSC04689

15.01. Traum: Flach, einzelne Sequenzen, weiß ich schon während dessen, dass es ein Traum ist. Schreibe ihn später auf, was ich noch weiß. Morgenmantel im Partnerlook. Will ihn Jasmins Schwester schenken und nicht, dass Jasmin das als Zurückweisung empfindet, gehe auf sie zu und will es ihr erklären, sie umarmen, mit der Schwester gemeinsam fände ich auch schön und ich habe doch so viele. Ziehe der Schwester einen über und es ist der falsche. Mein Gott, wie viele ähnliche habe ich denn? Stand hinten ein Spruch drauf in einem Kreis. Ein Kind hat 20 dicke Beutel von dem losen Fencheltee in eine Kanne gemacht. Welch Verschwendung, das schmeckt auch nicht besser, haben die Eltern nicht aufgepasst. Kann man den noch mal aufbrühen? Dann geht es um eine Ferienwohnung riesengroß, Bild im Magazin, kostet 1.000 die Nacht, aber wenn man sich das mit 20 Leuten teilt, geht es. Wir können schon mal den einen Schlüssel behalten, weil wir etliche auf eigene Kosten haben nachmachen lassen. Dann hat Normann auch weniger Arbeit wenn wir nächsten Mal kommen, können wir selber rein. Gute Idee sagt Stephan.

Ich springe aus dem Bett. Doch zum Gerichtstermin. Das Versäumnisurteil sehe ich als Niederlage, weil ich versagt habe und die Scheißinsolvenz noch nicht eröffnet wurde. Ich kann auftreten und Abweisung beantragen und alles weiter hinauszögern. Mein Mann holt mich wieder runter. Er versteht, warum die so eine Thermik machen und ich sollte es nicht tun. Was bringt das? Er hat Recht, ich arbeite mich auf aus falsch verstandenem Ehrgeiz, es ist unprofessionell und bringt nichts. Das wirkt bei mir und ich rolle Wolle auf im Wintergarten. Gestern war Tag des Haustieranziehens, und ich rippele auf was ich mühsam mit Muster gestrickt habe. Ist nur 45 cm breit, wem sollte das passen. Wollte es umfunktionieren für Suki, jetzt wird es aufgemacht damit was Neues entstehen kann. Ich erinnere mich schlagartig an die alte Dorfschule in Ruit, wo das war bzw. an das Treffen mit meiner Tante. Vorher sagte mir das nichts, es war heiß, wir sind mit Öffis hingefahren und einen Schleichweg dort hingelaufen und haben Fotos im Ort gemacht von einem Dorffest Ruit und sie hatten Bananen vor dem Haus. Das muss die Zeit gewesen sein, wo wir auch schon eine hatten und ich habe diese senfgelbe Ledertasche aus Istanbul getragen.

Der Metzgernachfolger muss sich rechtfertigen. Göing ist keine Kette, nur in Hannover und sonst haben sich nur Spielhallen beworben. Sollen die Leute selber das Risiko der Selbständigkeit auf sich nehmen und einen Laden aufmachen und anmieten, statt sich zurücklehnen und auf Unterhaltung warten. P-Monster wünscht mir über What’s App ein frohes neues Jahr und Gesundheit und ich soll so bleiben, wie ich bin.

Die Grabpflege der Betreuten kann man als Umsonstservice Fotos schicken lassen und am Totensonntag zünden sie ein Grablicht an, wenn man 5-Jahres Vertrag macht. Warum jetzt andere Kundennummer. Muss ich mal fragen.

Überfalle Sunla als Grafikerin. Sie soll helfen, ganz schnell. Den Maulbronner Brunnen als Hintergrund. Anruf bei der Stuttgarter Zeitung. Der Trauerrand hat 3 Punkt, aber man kann auch abweichen.  Sie hat alles selber gemacht, 0815-Spruch. Unsere Traueranzeige wäre aber besser gewesen. Zurückweisung auch noch nach dem Tod, so fühlt sich das an. Den ausgewählten Spruch: Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir, können wir für meine Mutter nehmen, sagt sie. Ich denke, manchmal gehört es auch dass man sich fallen lässt, für mich zumindest. Ich kann mir viele passende Sprüche für mich überlegen, will aber den anderen auch ihre Freiheit lassen, einen Spruch für mich auszusuchen (Ding dong the witch is gone ist unser interner Witz). Wo liegt die Wahrheit. Bin ich meine Selbstwahrnehmung oder meine Fremdwahrnehmung. Wie sieht sich die Engadiner Nußtorte selber?

Erbsensuppe. Lieber Hotel in Berlin mit lauter Wohnwagen statt PS-Museum in Einbeck. Heutzutage ist das kultig, Stephan und mir fällt die Hausbootgeschichte unseres Vermieters ein. Es war der Vermieter in der Rodenstraße und wir wollten damals wohl nach Amsterdam und er erzählte, wie sie über die Tourist Information ein Hausboot gemietet haben und das war schlussendlich im Bauch eine großen Schiffs, fensterlos und es waren Wohnwagen dort aufgestellt mit Plastikblumen und Plastikstühlen davor und sie waren geschockt und hatten sich das anders vorgestellt. Schön, wenn man immer dasselbe denkt, dann fühlt man sich weniger einsam. Stephan fährt nach Wolfsburg. Ich schaffe es nicht, finde es aber gut, dass er es tut.

Ich will den Sarg doch bemalen, wenn das Donnerstagabend geht. Sarg bemalen geht immer und sie hätte es gut gefunden. Bestatterin sieht aus wie Chemo oder Kampflesbe, aber ist bestimmt nett.

Den Neuseeländer soll mit Beatmungsmaschine und ärztlicher Begleitung zurück geflogen werden, weil die Reha hier nicht übernommen wird von der Versicherung. Das ist Abschiebung und die Ärzte melden sich einfach nicht bei mir. Frechheit.

Schicke Herrn Ihme den Geburtstagsbrief mit Geld von seiner Oma nach Wunstorf. Stephan ruft aus Wolfsburg an, wie süß. Mit dem ICE kostet nur 9,- €.

Schaue mir den BM-Text an. Man ist der lang, eine Zumutung. Als Tyark sagte alle würden schreiben denke ich jetzt: ja, SMS halt.

Die Todesmitteilung soll in der Wohnanlage ausgehängt werden. Wer kann das machen? Meine Eltern wissen es. Die Frau, die die Wohnung auflösen soll laut der Bestatterin kennen wir alle nicht. Das Testament wird eröffnet und wir sind uns einig, dass sie da noch einige Überraschungen in petto hat postum. So was konnte sie gut planen, eine Überraschung und das timing. Post vorher adressieren bevor man in die Rehaklinik fährt und sie von dort verschicken. Adresse noch mal in dem Brief drin (außen vermerken auf den weißen Randstreifen der Briefmarken), wenn die Schrift verwischt war wegen Metallic-Umschlag. Sie war ein schwieriger Mensch, ich bin es auch. Du sollst Gott nicht langweilen. Amen.

Johanna Todesanzeige

Sport und die Inhaberin ist noch verletzt und kann nicht richtig. Sich dann gute Besserung wünschen lassen und als Humpelmaus bezeichnen lassen ist bestimmt auch nicht einfach. Die neue Musik ist toll mit Missy Elliot, Grace Jones und Bowie. Hauptsache, die stellt gute Musik zusammen und denkt sich abartige Übungen für uns aus.

Es fühlt sich das erste Mal so an, als sei man selber etwas gestorben, weil es eben doch eine nahe Verwandte war. Paps hat dem Sohn der Putzfrau der sie schlussendlich mit einem Trick ins Krankenhaus gebracht hat 400,- € überwiesen, Taschengeld. Ich finde es sympathisch, aber er muss auch nicht allen Leuten Geld zahlen, es sind keine Prostituierten. Danke sagen reicht manchmal auch. Er nimmt es zurück, dass er für das Grab zuständig sein will, war vorgeprescht und wir (d.h. Arnhild und ich) haben gesagt, das kann die Erbin machen, er ist nur 3 Jahre jünger als seine Schwester, was will er sich eine Grabstätte ans Bein binden. Seine Schwester enterbt ihn und er soll zahlen? Er sieht es auch so und schwankt so stark. Die Bevollmächtigte hätte im Todesfall ihren Urlaub unterbrechen müssen. Das findet er unmöglich. Käsestangen mit purer Butter und Rauchmandeln. Im Theater an der Glocksee ein paar Mäuse, passend zum Stück. Hier kennt man deutlich mehr Leute im Publikum. Mache Stephan den Vorwurf, dass es außer Wein oder Sekt kein anderes Getränk für ihn gibt bei so etwas, auch wenn der Wein echt scheiße ausschaut. Er bezeichnet mich als Hitler, dabei bin ich eine besorgte Ehefrau. Die Geburtstagseinladung in die Kochschule freut uns, was will er wohl für ein Foto? Man kann ja eine kleine Auswahl mitbringen.

Die Maus verträgt den Alkohol nicht und trinkt nur Wasser, Käptän Kümmel-Korn nur Schnaps und sie sind Freunde. Bei den Schauspielern ist es wie beim Kochen, Profis und talentierte Laien kann man nicht unterscheiden. Es gibt Mäuse zu essen und in der Pause wird Eierlikör gereicht. Die eine Schauspielerin hat ein faltiges Dekolleté. So ist das im hellen Bühnenlicht. Ich trinke anschließend ein Glas Rotwein zur Pizza, das passt einfach zu gut und wir sitzen im hinteren Teil des Ladens. Der Pizza-Bäcker geht alle 2 Minuten aufs Klo und humpelt und verzieht das Gesicht Schmerz verzehrt. Die Frau hustet. Hier sind alle krank. Gegenüber machen sie eine Weinbar auf und das Ohnesorg wird geschlossen. Hätten wir da mal einen Burger essen sollen. Stephan beteuert seine Burgerzeiten seien vorbei, er habe sich geändert. Ich finde es jedenfalls gut, dass Gothe noch die Kneipe, das Lorberg weiter macht auch wenn wir da eher selten hingehen. Macht ja nichts.

Ja, der Stuttgartbesuch im Mai 2014 war so intensiv und vollgepackt. Dank BM Tagebuch bekomme ich den Ablauf wieder hin. Zur rechten Zeit ein Blog hilft gegen das Vergessen und den geistigen Abbau. Deswegen haben wir auch Nürnberg gewählt und nicht Stuttgart, wir sind anders in meiner Kernfamilie. Donnerstag kann ich Suki nicht nehmen wegen Wien. Wir wollen beide bis Sonntag in Stuttgart bleiben. Immerhin das können wir beide offen zugeben und eiern nicht rum mit diesem: wie Du es willst. Die Häkeldreiecke muss ich ausmessen vor Wien, ohne meine Häkelschmusedecke verreise ich nicht.

16.01. Traum: 0800ter Nummer und ich will auflegen. Mache das nicht mehr mit dem Familienrecht. Ach so für Yusuf habe ich schon angefangen und übersetze. Wir machen Telefonkonferenz. Ich höre, wie sie sich beschweren, dass es nicht geklappt hat. Doch, bin in der Leitung. Abrechnung nach Aufwand. Wir nehmen 500,- € die Stunde denke ich mir aus. O.k. der Vermittler macht das auch so. Dann soll er die Zeiterfassung von sich mir schicken. Dann beobachten sie einen Typen. Vater? Der sitzt am Köthnerholzweg draußen hinter durchsichtiger Plastikverkleidung und raucht. Man sieht seine Glatze von hinter. Der Detektiv steigt die Fassade hoch und sie küssen sich. Ich spanne etwas von einem Parkhaus gegenüber. Dann die Yogastunde der sympathischen Frau. Ist immer dienstags und kostet 11-13 €. Muss ich auch mal kommen, ist gut besucht. Ich melde mich zum Armdrücken, aber der Typ drückt mir schon vorher so die Hand zusammen, dass es zwecklos ist und sie ist übersät mit roten Flecken. Fühlt sich gar nicht an wie Verlieren an, sondern mutig, dass ich überhaupt angetreten bin. Sie erklärt mir was und hat so eine tolle Stimme. Bin ich dabei mich in eine Frau zu verlieben? Werde wach und denke an die Stimme meiner Mutter, die ich so mag. Sie ist so kraftvoll und ich bin froh, dass ich sie geerbt habe. Offenbar behält man die auch ein Leben lang. Kann verstehen, warum mein Vater auf sie steht. Es ist wohl noch früh. Denke daran, dass Hanna aufgebahrt werden will. Jetzt sieht sie schön und friedlich aus schreibt die Bestatterin, aber man weiß nicht, wie es in 14 Tagen sein wird. Natürlich mit Kühlung, wie sonst. Da erscheint mir meine Mutter sehr unrealistisch. Sie hat Klamotten zum Beerdigungsinstitut gegeben. Ich denke an das Hütchen, Ikebanastil was ich zur Beerdigung machen will, das mit dem altmodischen Blumentextilaufnäher und vom Flohmarkt und irgendwas von Doutour unserer Lieblingskette für Kaffee in Japan, sie war nie da und so ein großer Fan und dem Pommespieker aus dem einer der überkreuzten Pieker rausgefallen ist werde ich weiter entwickeln. Das passt. Oma hat mit den Piekern und roten runden Patronenhülsen (Platzpatronen?) eine Collage aus Abfall gelegt, aber ganz brav und symmetrisch Blumen und dazu gemalt. Wie weiterentwickeln? Es ist früh, aber ich stehe auf. Es ist dann erst 5. Um 1 bin ich ins Bett gegangen. Mache die Kaffeemaschine an. Höre Geräusche von oben (und auch aus der Wohnung über uns). Schreibe dem Nachbarn, ob er auch so einen komischen Rhythmus hat, aber vermutlich geht der gerade zu Bett. Habe ihn gestern mal wieder gesehen, vorbeigefahren auf dem Rad. Anstandsfrei wiedererkannt, trotzdem zu selten. Zusammen einen Ausflug nach Gehrden machen und dem ehemaligen Beckmann-Koch überraschen schlage ich vor.

Die Maus hat für Kekse dem Jungen auf dem Kragen gesessen und ihm in der Schule geholfen und der ist Präsident der Vereinigten Staaten geworden. Keksfabrik, Schwiegervater und Ehefrau sterben an einer Keksvergiftung, will auch welche kaufen heute. Doch noch mal eine Runde ins Bett? Ich sollte Michael schreiben, dass wir ihn treffen wollen in Stuttgart. Stephan hat mir einen Prospekt der Ausstellung mitgebracht. Das ist lieb, aber immer zwei wegen der Bildrückseiten. Ist das wieder Beschweren? Habe raue Beulen auf der Nase. Kartoffel eben.

Schlafe noch mal ein und träume u.a. davon, dass das Handy Musik spielt und zwei Mal ist es Sunla. Das letzte Mal beschwert sie sich über einen Schreibfehler, ich hätte Wespe statt Wäsche geschrieben und sie lacht sich tot. Ich bin sauer und sage, das seien Flüchtigkeitsfehler und sie soll mich nicht mehr anrufen und lege heulend auf. Es klingelt und sie und Andras stehen vor der Tür, als Überraschung. Habe es nicht so gemeint. Wir müssen das Gästebett vorbereiten. Die Wäschespinne ist voll und tierisch schwer, es ist ein Wagenrad oder so (Stephan hatte gestern was in den Speichen was beim Fahren blockiert hat und musste es ganz heftig rausziehen und ich dachte zuerst es sei eine verbogene Speiche, aber es war ein Fremdobjekt und er drüber gefahren). Ich zeige ihnen erst mal Neuigkeiten in der Wohnung, neue Wand in der Küche und im Schlafzimmer hat Heike Stuck mit lauter Figuren hingebastelt, ein unglaublicher Rahmen und schwarz-weiß dazu an die Wand und Tür gemalt und über dem Naturstein ist eine lila Samttapete. Das kann man wieder abmachen, wenn man will. Sie hat es gemacht um uns eine Freude zu machen als wir nicht da waren. Sie staunen und Andras hat eine dicke Golduhr um und einen komischen Strickpulli. Es wäre Wahnsinn, was ich für talentierte Freunde habe, die so was nur als „Hobby“ machen und einfach so für mich. Werde genau vor dem Wecker wach um 9 Uhr. Die Kaffeemaschine war jetzt lange genug an.

Die Bestatterin schreibt mir, sie liegt schon im Sarg und ich kann nur den Deckel bemalen. Wer länger als 14 Tage trauert ist depressiv fällt mir noch ein.

Yoga mit der Wand als Widerstand und nur eine kommt noch später als ich, meine Freundin Steffi. Ich will mal die eine Stellung mit Knien an den Ohren ohne Unterhose machen. Egal wie furchtbar es ist, das muss ich mir mal anschauen (in dieser Inkarnation wie meine Tante immer sagte). Der Schnee und die großen Flocken, ich denke an japanische Bilder von Menschen im Schneesturm.

Der Raucherglaskasten Kaffee am Küchengarten mit Kännchen Machwitz Kaffee. Da hat Steffi Lust darauf. Vorgeschmack auf Wien und die Raucher sitzen vorne, wo man hinter den Zimmerpflanzen alles im Blick hat. So skurril, alte Raucher (Frauen um die 70, die aussehen wie Zwillingen und Zigarillo rauchen und wissen, dass Brigitte Nielsen das nicht essen konnte und sich zu viel geekelt hat), im Nichtraucher türkische Familien und eine Behinderte und eine Transe. Hässlich eingerichtet ohne Ende. Ein Foto von dem alten Haus haben sie nicht nur mehrere rahmenlose Bilder mit Linden Mitte und Süd untertitelt. Es macht dieselbe Frau wie früher, dieses „Kaffeehaus“, eine etwas verhärmt aussehende, wohl auch Türkin. Toll ich hatte einen Zimttee und Quark mit Früchten und eine Camembert-Brötchen.

Kaffee trinken zuhause im Wintergarten, auf dem Glasdach das Muster dieser Sandbilder.

Statt Shopping Queen einen Bericht über die Bestatterin, u.a. wie sie Menschen anzieht von der Kremierung. Dienstleistungen, die keiner kontrolliert, kann man auch nicht machen und abrechnen, Zähne putzen und Lederjacke anziehen vor der Verbrennung. Das schwarze Schaf aus dem Bericht hat Kühlung abgerechnet (40-80 € am Tag), aber nicht gemacht, einfach im grauen Müllsack liegen lassen und dann gesagt, noch mal sehen geht nicht, die Mutter sei entstellt und Sammeltransporte zum Krematorium und den Leuten Tierurnen mit der Asche 4 Monate alten Babies überreicht. Gut, teure Särge verbrennen ist echt Quatsch, aber den teuren abrechnen und umbetten ist auch keine Lösung. Hat jedenfalls einen Bastelraum die gute Bestatterin.

Paps besteht darauf, dass ich eine Rede halte, sonst tut er es und das wird schlechter. Dann ist mir das zu viel Malen und Reden und es wird zeitlich auch zu knapp. Ich will ihrem gemalten keine Konkurrenz machen. Paps will ein Foto mitbringen Hanna als Kind, wie sie alleine geht. So selbständig war sie, sie brauchte keinen Menschen, auch einen Bruder nicht. Das sehe ich anders, weil er in fast allen ihren Briefen vorkommt, auch in dem letzten aus der alternativen Reha. Immer geht es darum, sie bekommt viele Anwendungen, aber Dietrich hält das für Hokus Pokus. Was passiert draußen? Wir werden hier gerade komplett eingeschneit. Das sieht so schön aus. Wie ein Zauberwald.

DSC04684 DSC04685 DSC04686

Seit wann liegt Syrien in Nordafrika und seit wann sind junge Muslime alkoholisiert. Ich glaube der Politpropaganda nicht.

Frau Arnold in der Bahn. Jetzt lag die Adolf-Karte so lange bei mir und sie zeigte keine Reaktion auf den Fan-Brief, dass ich sie behalten werde. Anstrengendes Theater. Thema Inflation, aber es geht passenderweise auch wieder um Ameisen im Körper und Psychiatrie, weil wir sitzen neben den Abonnenten. Hinter uns, die Querulanten, die Theaterstühle sponsern und die ganze Zeit währender Vorstellung labbern und ihren Senf dazugeben und mir ins Kreuz treten. Wir haben die Lebkuchen dabei, aber nicht das geliehene Buch. Wolfgang hat uns zum Geburtstag eingeladen und erzählt eine lustige Geschichte vom „Baby-Bier“ 0,3 in Bayern und die Wirtin musste extra auf einen Stuhl stiegen um das Glas zu holen zur Belustigung der Gäste und beim Verabschieden am Küchengarten kapiere ich, dass wir zwei Mal eingeladen sind zu ihnen. Auch gut.

16.01. Ich schreibe an Valentin und nehme mir vor, mit meiner Handschrift sorgfältiger umzugehen nach dem Vorbild meiner Tante (das wird nicht klappen) backe Kekse und telefoniere mit der Verwandtschaft aus München (zuerst will ich die abwimmeln, weil „ich backe gerade“, aber das geht schlecht). Wenn ich öfter backe, brauche ich ein Handrührgerät (der Zauberstaub ist scheiße und ungeeignet und der Finger wird lahm, weil man halten muss und ich muss schließlich von Hand rühren und auch das gebe ich bald auf), das kann ich doch von meiner Tante erben. Sie schrieb so viel von Kochrezepten und dass sie kochen trösten würde. Sie hat bestimmt einen und die anderen auch. Freitagabend in das Ballett, diesen Goecke wollten wir immer schon sehen und etwas Ablenkung tut gut. Ich sichte die Briefe, am 13.01. 2013 hat sie von Teneriffa aus geschrieben, genau 2 Jahre vor ihrem Tod. Sie hat auch genau geschrieben, Leichenschmaus im Palmschen Bau und mir einen Flyer geschickt (gut, wenn man alles aufhebt). Die Dichtung auf der Wärmflasche hat sich gelöst. Schmeiße ich weg. Da bin ich ausnahmsweise nicht bereit ein irgendwie geartetes Risiko einzugehen.

Erst geht die Gartentür nicht auf, dann ist das Radschloss eingefroren und das Rad angeschlossen. Im Bus sehe ich alle in Tod. High Tea in der Gerberstraße. Es gibt sehr leckere Sandwichs und das Mahjongspiel aus Brooklyn sieht aus wie Walfett (Michi meint Rosenquarz). Die Staudenberatung hat ergeben, dass ich Christrosen mitnehmen werde zu der Einpflanzaktion. Die haben auch einen tollen botanischen Namen, den ich mir wegen einsetzender Demenz nicht ansatzweise merken kann. Als ich sage, dass meine Tante die Klamotten schon hinterlegt hat beim Bestatter, erzählt Markus was Käthe anhatte und, dass sie dieses Jahr 90 geworden wäre. Ich sage, Horror, das schaffe ich nicht mir das Leichenkleid selber auszusuchen. Das müssen andere dann machen oder ich muss besser werden.

Ich denke daran, wie wir mit Hanna nach Oberaichen zu unserer Wohnung gefahren sind in der ich Kindergartenkind war und sie ist mit dem Auto gegen einen Pfeiler gefahren und hat diesen beschädigt und vor allem ihr Auto und wir sind einfach gefahren und ein Anwohner hatte das gesehen, aber es ist wohl alles gut gegangen. Wir werden auch die junge Generation vom Roten Berg sehen. Wer zur Beerdigung kommt unterstützt mich und meine Eltern. Das cleane Hotel-Apartment hat nicht geklappt. Gleich Donnerstag in die Weinstube Fröhlich. Die Trauerrede kann ich auch in Wien weiter schreiben, der Tod kommt aus Wien, sagt man ja.

Türhaken 16

04.01. Wieder schlecht einschlafen und nicht tief. Um 7 Uhr klingelt mich der Wecker raus. Meine Eltern erreichen Stephan nicht, weil er hat auch bis 10:30 gepennt. Radfahren wie auf rohen Eier. Wird besser. Beschissenste Straßen für so was überhaupt liegen auf meiner Route, Davenstedter am Café K vorbei, Eleonorenstraße, Minister Stüve Straße, Adolfstraße. Mein Betreuter sitzt schon vor der Sachbearbeiterin, die noch ihr Weihnachtssweatshirt mit einem Tim Burton auf niedlichen Elchen drauf, dem die Augen aus dem Kopf quellen. Dafür löst sich meine Ente vom Hütchen. Ich gestehe meinem Betreuten vor der Zeugin meinen Fehler, dass die 60 Monate schon am 30.06.2014 voll waren und ich zu doof. Gleich im neuen Jahr alles bereinigen. Termine mit der Ausländerstelle kann man auch online machen. Das probiere ich mal. Das Postamt in der Osterstraße will ich anpeilen wegen des neuen Portos. Ist schön ruhig da. So ruhig, dass es dunkel ist. Wurde geschlossen. Der Plakattyp mit dem Bauhelm auf bei Weitz in der Straße auf sieht aus wie der Daniel Brühl Schauspieler und ich weiß nicht, wirbt der für Männeranzüge „Lo & Go“ oder eine Baufirma, weil das am Gerüst hängt und wegen der Kopfbedeckung. Wenn ich an die Schauspieler vom hiesigen Ensemble denke, habe ich gute Laune. Anerkenntnis durch Jobcenter als einzige Gerichtspost. Da fängt das Jahr gut an. Ergänzungswolle bei Idee (3 Knäuel, die gut reinpassen) und Brot bei Gaues. Hier ist schlechte Katerstimmung. Der Chef ist da und irgendwas muss aufgeräumt werden. Das Brot und die Brötchen sind alt und hart und teuer (ohh, knusprig, wie die Mitarbeiterin kommentiert als ich eines aufschneide). Das können die doch nicht machen. So doof ist keiner, die sind von Samstag mindestens. Werde beim Rad fahren mutige und es macht doch Spaß zu rutschen. Ich bin noch wahnsinnig satt und die Butterkekse und Cranberrypastete liegen im Magen. Wenn es kalt ist hilft das ungemein. Die Karte aus Hamburg an meinen Kollegen nehme ich höchstpersönlich mit hoch. Der Bürohund kläfft kräftig und ja, das wird immer schlimmer. Am schwarzen Bären war ein sehr süßer schwarzen Hund mit Dackel drin, lustig und aufmerksam. Laut rufen und hinterher laufen. Das müssen Hunde erst mal verstehen, dass sie dann zurück sollen. Wieder Alkoholpause bis Ostern, aber was ist mit Wien. Ich kann ja sagen, Pause bis auf Reisen und dort vernünftig trinken (keine Exzesse). Meine Eltern kommen mir zuvor mit dem Anruf und wollen 4.000,- € an Stephan überweisen. In einer Mail erhöhen sie auf 5.000,- €. Ist die Gebühr fürs Suchen, sonst zahlen sie auch Reisebüro. Der alte Kalender wird abgehängt und der Türhakenkalender von Sunl ist der neue Jahresbegleiter 2016. Die lustigen Gesichter freuen mich jetzt immer beim Wasser kochen.

042151

Herr Hodscha kommt am 25.02. in die Klinik und am 15.02. zur Entgiftung und muss sich jetzt jede Woche bei denen melden, sonst vergeben die seinen Therapieplatz. Das muss Mutti sich eintragen und tut sie auch. Frau Ruanda aus der Psychiatrie. Sie ist ganz vernünftig. 18,- € für B-Schein, ja, sie wird die Medikamente nehmen. Das hat sie immer gesagt und es nicht getan. Warum soll ich ihr jetzt glauben, was hat sich geändert? Sie soll es mir erklären und warum nicht ist keine Erklärung. Ich soll nach vorne blicken und nicht zurück. Sozialarbeiterin muss nach Hause kommen 2 x die Woche um sie zu kontrollieren und sie muss zustimmen und einen „publisher“ suche ich jetzt nicht, weil das keine Priorität hat und ich das ganze Unterfangen für äußerst schwierig halte, ob das überhaupt klappt. Bücher veröffentlichen = schweres Geschäft selbst für die, die das studiert haben. Es hat keiner auf sie gewartet und ich spreche nur rudimentär Französisch und da muss sie selber aktiv werden. Wegen der Medikamente nehmen und ihrer Zusage schlage ich vor, dass sie es mir schriftlich gibt. Hat keinerlei Wirkung, nur moralisch, dass ich es ihr dann zeigen kann. Bekomme Fax. „I (Name), I testify that I will take medications prescribed to me in the way the doctor will ask me to do. In case, I will have my own flat, I will have to accept the social worker in her weekly control. And I accept as well to pay 18 Euro in order to allow that own flat to be founded for me. This is what Frau A. wants me to write down.“ Das stimmt ja im Groben so. Sie hat Regel und nur Klopapier, Anruf von mir und sie bekommt Bindenmaterial. Der Typ auf Station meint, sie hätte sich wohl nicht getraut zu fragen wegen Scham. Warum, was hat das mit Scham zu tun frage ich mich. Büromittagstisch im Marktcafé. Ja, die Reitstunden der Töchter. Warum nimmt sie nicht den schlecht sozialisierten Hund mit, der muss ausgelastet werden und wurde doch für sie angeschafft. Der Vater wundert sich, wie stark schminken und Reitstall mit dreckigen Klamotten und Gestank zusammen passen. Für den kommen Frauen offensichtlich vom Mars. Der Kollege erzählt, dass seine Töchter sich über das junge Publikum in der Korn beschwert haben (und sie sind selber minderjährig). Das ist lustig. Der Erziehungsauftrag sei mit 11 abgeschlossen. Er warnt vor den Gefahren des Radfahrens. Glas unter dem Schnee auf dem Küchengarten, aber ich bin doch kein Fahrradreifen, für den das tödlich enden kann. Dass er naiv und teilweise weltfremd ist zeigt sich daran, dass er glaubt, das Porto sei auf 60 Cent gesenkt worden. Nein und auch die größeren Briefe sind nicht billiger geworden. Die Lerche wars oder die Nachtigall- Diskussion. Er kennt das nicht zu Bett gehen nur, wenn er den nächsten Tag nicht haben will, also schlecht drauf ist. Das Ausmisten fällt leicht zu Jahresbeginn, auch wenn es nur eine Bambusstange aus China, alte Briefumschläge und sterbende Büropflanzen sind. Das wichtige ich, dass ich langsam Gefallen daran finde.

Noch mal in die Stadt eiern und es wird dunkel. Kröpke-Passage. Der andere Strafverteidigerkollege kommt gerade mit dem Taxi vorgefahren mit schwerem Gepäck (wohl auswärtiger Termin). Er fährt Fahrstuhl, ich laufe Treppe und halte ihm oben die Tür auf. Herr Yoga wartet schon im Wartezimmer und hat eine Zahnlücke vorne. Einen Schneidezahn haben sie ihm gezogen und er bekommt ein neues Implantat. Diese Technik klappt echt nicht so gut und vor allem nicht dauerhaft. Fahre mir mit der Zunge liebevoll über die Zähne. Es geht doch nichts über echt und die haben auch Nerven drin und sind nicht tot und aus Plastik. Das ist ein ganz anderes Mundgefühl. Er ist still, weil es auch Lispelgeräusche macht, wenn er spricht und ihm das unangenehm ist. Eine junge Mutter spielt auf ihrem Handy, der Sohn verhält sich wie ein Junge und fasst in alle erreichbaren Steckdosen und versucht jeden Schalter zu drücken, umzulegen und dann die Beine der Kinderstühle auseinander zu biegen, nachdem er sie umgekippt hat. Dieses Kräftemessen ist wohl echt männlich. Der jüngere Kollege hat eine Plauze bekommen und sieht alt aus. Er hat die hässlichste Leinwand der Welt an der Wand gemalt von seiner Frau, die mit uns zusammen studiert hat. Der Kollege wird den Richter anrufen und herausfinden was der will. Entweder er ist befangen, weil er sich selbst belastet durch die Aussage oder Zeugenbeistand um es beurteilen zu können, wann ihn eine Frage selber belastet. Der Dealer macht eine Ausbildung und er will nicht, dass er Schwierigkeiten bekommt. Das zählt allerdings nicht. Er liest aus der Akte vor. Die Anzeigenerstatterin war 14 und dann 15 und es gab immer Joints bei dem älteren Mann, der wenig Freunde hat und einsam war. Sie hat 3 Packungen Longpapers verbraucht in der Zeit und nichts gezahlt für das Gras. Sexuell wollte er nichts, nur Gesellschaft und Pornos haben sie auch nicht zusammen geguckt, hatte aber wohl einen mit seiner Ex (sie war auch alleine in der Wohnung und hat wohl geschnüffelt). Er hat ihr und der Freundin seinen Dealer vorgestellt und auch Fotos von seiner Grasplantage gezeigt. Wie doof kann man sein vor solchen jungen Hühnern anzugeben und das hat den Azubi auch reingerissen gegen den er jetzt aussagen soll. Er trifft sich noch immer mit der einen, die aber jetzt 20 ist. Ihm ist nicht zu helfen, es sei nicht unbedenklich und er soll lieber nur Bier mit ihr trinken oder Wein, auch wenn das nicht besser sei, sei es legal so der Tipp des Kollegen und ich bin wohl auch naive, dass ich dachte, die Sauna verbraucht so viel Strom.

IMG_1718 IMG_1717

Detlef kommt um 19 Uhr, ich gehe nicht mit zu der Lesung. Morgen mit Andrea gibt es noch Kaffee und Lebkuchen aus Nürnberg oder Stollen aus Bayreuth. Oma Ihme kommt vorbei mit Neujahrs- und Geburtstagspost und Aufklebern und hinten steht als Absender „Oma Ihme“. Der Hase hat heute Geburtstag und kam nicht um 12 und dort wo sein Briefkasten war klafft ein Loch. Der freundliche kurdische Betreute kommt mit Schoko-Frühstückskeksen für die Betreuerin. Frau hat Mahnbescheid von VW-Bank bekommen. Habe ich an den Kollegen weitergegeben, er geht gleich vorbei und gibt das dort ab. Akte finde ich nicht auf Anhieb, aber dann schon. Die bringe ich direkt vorbei. Neue Betreuungssache, Typ aus Neuseeland, war bei Ex zu Besuch und hatte Hirnblutung. Ist Jahrgang 1965 und liegt nicht einwilligungsfähig im Nordstadt und ist ungeklärt, wer Krankenhauskosten übernimmt. Ex will damit nichts mehr zu tun haben. Lebt in Nienburg. Klingt gut.

Rumpf ist Trumpf ist das Motto der Woche und heute eine ruhige Yogastunde, meine Füße sind durchgehend kalt. Detlef holt Stephan ab mit etwas Nordbayerischem Kurier und sie trinken Wein und das Plektrum als Ersatzort für den 1. Weihnachtstag, das abendliche Treffen seit es das Unterground nicht mehr gibt, weil der Inhaber gestorben ist wird mir erklärt. Ich kannte es nur 1 Jahr. Tonic gab es dort noch nie, wie mein Mann feststellt (nur O-Saft und Lemon, die haben Prinzipien und sind für Biertrinker da) und ein Stammgast hat dem Wirt einen Fernseher gekauft, weil ihn der alte nervte. Sky ist verpönt, Sportschau wird geguckt. Die Stammgäste hatten ihren eigenen Bierhumpen dabei wie ich mich erinnern kann.

Die Dinge ändern sich. Die letzte Regel hatte ich im Oktober. Ich fand es zwar immer blöd, aber ohne auch wäre komisch und ich merke jetzt, es geht auch ohne und sogar gut.

05.01. Traum: Wir haben eine neue Putzfrau und es sieht besonders chaotisch aus. Ich entschuldige mich und gehe nicht zur Arbeit, sondern räume auf. Im Schlafzimmer, wie explodiert und auch lauter Klamotten von Stephan auf dem Boden. Es muss schrecklich für sie sein und sonst sei es nicht so schlimm entschuldige ich mich. Sie putzt nicht nur, sie räumt auf. Kaputte Ketten aus Bügelperlen. Kann ich die kleben? Waren die vorher schon kaputt? Es geht um eine Ente, die zubereitet werden soll. Mit Füllung? War letztes Mal langweilig. Sie schlägt Rotkohl als Beilage vor. Die alte Putzfrau, die ich ignoriert habe versuche ich einzubinden, sie hätte so einen Knochen durch die Brust gezogen. Das sei auch gut gewesen. Thomas ist zu Besuch. Ich fange an Kohl zu raspeln mit der Reibe. Stephan hätte geschnitten, aber dazu fehlt mir die Geduld. Muss der auch eingelegt werden. Macht Stephan bestimmt Essig dran und das schmeckt dann wie Sauerkraut. Sie geht mit uns einkaufen und zeigt uns einen riesigen asiatischen Supermarkt mit verstecktem Eingang. Handwerker sind innen. Naturtrüben Apfelsaft, sieht lecker aus. Gibt es auch in der Coop sagt Stephan. Dann hätten wir gar nicht herkommen müssen. Ich will den sortenreinen aber probieren versuche ich zaghaft mich durchzusetzen. Sie haben Kokosmilch in riesigen Verpackungen wie Costco, 50 Liter. Da haben wir schon Verbrauch. Wie lange hält das denn und Hauptsache ich erwische nicht wieder das Kokoswasser, das teure was ich neulich hatte als Ersatz für Sojamilch. Was ist daraus geworden? Sehe den Karton zusammengefaltet im gelben Sack und werde wach. Der Traum war ja wie mein echtes Leben. Da lohnt sich träumen nicht!

Stephan vor 10 Minuten vor mir aufgestanden. Wir legen uns noch mal ins Bett. Ich erzähle von der Doppelfolge „Wer wird Millionär“, den unverhohlenen Sympathien von Herrn Jauch. Dann die Fragen Hanno hat Hannover gegründet, die Zeckenkarte im Erste Hilfe Set, die Duftschicht mit der Früchte und Beeren und nicht Rehkitze und Frischlinge in den ersten Monaten geschützt sind und die Pay Wall bei Zeitungen und Zeitschriften und Stephan von der Kulturveranstaltung. Die Journalistin war gut drauf und hat Sekt getrunken und mit Christoph Walzer getanzt und er erzählt mir den Männerwitz: Was ist der Unterschied zwischen einer Krawatte und einem Kuhschwanz? Der Kuhschwanz bedeckt das ganze Arschloch. Hätte mir auch erzählen können, dass er Teneriffa gebucht hat. Ich nerve ihn, meine Eltern nerven ihn und er macht dann erst Recht nicht, das ist eine Spirale. Es liegt noch mehr Schnee und Radfahren ist im Sommer wie Skateboard und im Winter wie Rodeln. Auf dem Markt sind kaum Stände und der Kaffeemann hat es sich gleich ganz gespart.

Taz immer noch preisstabil. Haz und NP sind teurer geworden. Hat der Kioskmann mir gestern schon erklärt, dass er neue Preisliste bekommen hat. „Sieh Dich selber im Spiegel der Anmut“, der Fimo-Schlüsselanhänger, der meiner Mutter gefallen hat geht zu Bruch und ich sammele die Teile ein. Brauche Hausschuhe fürs Büro. Die Steuermitarbeiterin will neuen Wasserkocher kaufen lassen. Bisher habe ich die angeschafft und der Deckel ist kaputt, aber er funktioniert noch, ist wie Aschenbecher im Auto sage ich. Esse die Frühstückskekse, die der kurdische Betreute mir gestern geschenkt hat. Die versorgen mich, meine Schafe.

Herr Ihme ist seit dem 30.12. in Wunstorf. Deswegen liegt der Geldumschlag von Omi hier und er meldet sich nicht. Diverse Telefonate wegen Taschengeld und Richter aus Neustadt, der jetzt zuständig ist und heute Sitzung als Strafrichter hat. Der Richter aus Hannover ist sauer, weil ich ihm Arbeit beschere, aber ich will lieber, dass er es bearbeitet, weil er im Fall drin ist und Herrn Ihme kennt (ihn sogar in der Straßenbahn grüßt). Ich rufe ihn noch mal an, weil ich es mir echt nicht versauen will mit ihm. Mischlingshunde in Hannover. Will nicht wirklich einen oder doch? Nur Spaß, keine Verantwortung, dann ist Suki perfekt und besser geht es eh nicht. Jeder andere Hund wäre eine Enttäuschung. Der Kollege muss Honorare einklagen. Das war schon gestern Thema. Auch unangenehm. Kann er doch einfach vom Gericht festsetzen lassen die Gebühren gegen die Mandantschaft gebe ich ihm als Tipp. Viel einfacher und er hat einen Titel und immer weiter argumentieren und sich abarbeiten bringt auch nichts. Mein Mann schreibt mir: „Ich versuche Dich da immer möglichst wertneutral informiert zu halten“ (??). Soll ich den Sex auch mal so beschreiben?

Meine Betreute „Mama“ wird erst Morgen operiert und ich melde mich erst danach um Komplikationen durch unwissendes Krankenhauspersonal zu vermeiden. Der neue Betreute liegt dann im selben Krankenhaus. Auch praktisch. Die Frau aus der Schweiz ist so schwierig, dass ich einfach bin damit verglichen und dieses schlichte Prinzip garantiert den Erfolg. Ich rufe an und die sind so froh, dass ich als Dolmetscher fungiere, dass sie alles tun.

„Sehr geehrte Frau A,

auch ich danke Ihnen für das freundliche Telefonat und die übersandten Unterlagen.

Zwischenzeitlich konnte ich auch mit Frau XY (vom Arbeitsamt) sprechen. Ich gehe davon aus, dass wir die Zahlung ab dem 13. November umgehend veranlassen werden.

Geben Sie mir noch etwas Zeit, ich melde mich heute oder morgen noch einmal bei Ihnen.

Freundliche Grüße

XY Teamleiter Servicezentrum Krankengeld“.

Stephan hat lecker gekocht und mir damit eine große Freude gemacht. Andrea hat noch unschlüssige Tussis zu versorgen, die ihre Kleidergröße nicht kennen, nicht wissen, wie lang ein Rockreißverschluss sein muss und ob schwarz zu lila passt und auch nachfragen müssen, ob weißer Faden weiß ist, aber einen ganz verrückten Rock nähen wollen und da richtig Lust drauf haben, so dass das Essen zu lange warten musste, aber geschmacklich ist es gut. Andrea nimmt die Peg Bag plus Inhalt. Wir wundern uns darüber, dass man sich gar keine Mühe gibt den Schnee zu räumen und einfach alles liegen lässt. Ja, die Kinder lassen sich gerne auf Schlitten ziehen und haben einen Riesenspaß und dafür lagert man ihn 363 Tage im Jahr im Keller, wie Andrea richtig bemerkt. Aber es ist schön Sachen zu haben und wenn man sie für so ein Highlight benutzt umso besser. Mal sehen, wie oft sie meine Schaffellmatte mit eigener Tasche benutzen wird. Ich zeige ihr meine neue „Beurre-Tasche“ mit der tollen Geschichte. Jetzt habe ich immerhin Büroschuhe.

Ich schaue täglich das Foto meiner toten Freundin an. Ich habe es mir aus dem Internet auf den Laptop geladen. So schnell kann es gehen. Sie soll mir eine tägliche Begleiterin sein.

Frau Hanebuth kommt mit Buddy, der tolle Kunststückchen macht gegen Leckerli und davon echt viele bekommt. Er macht Eichhörnchen. Er ist ein großer, weicher Kurzhaardackelmischling und macht Männchen und streicht sich mit den Pfoten über das Gesicht (sehr süß). Durch Suki habe ich Futter da, aber er ist mäkelig. Sie lässt mir was da, eingeschweißte Stange mit Husky auf der Verpackung, was das Fell weich macht. Davon bekommt er zwei am Tag. Sag „persönliches Budget“ Buddy ist meine Reaktion. Es gibt keine Wertmarken mehr am Automaten. Das ist ja echt mal interessant, wenn sie da was geändert haben sollten.

Beim Sport steht nur mein Fahrrad vor Schweinske. Nach dem Kurs noch die Frau, der ich Plastikblumen fürs Rad schenke. Wir sind die letzten 2 Radfahrerinnen. Die eine neue Trainerin ist super sympathisch und lässt uns alle möglichen Ballettübungen mit reichlich Wiederholungen machen. Das tut gut immer neue ambitionierte Trainerinnen, die einen fordern. Ich brauche das. Ziehe über die Sporthose die Angoraunterhose (Liebestöter) und fahre damit nach Hause. Die anderen staunen und ich genieße, weil das so gemütlich ist, die Wärme. Danke Schwiegermutter.

06.01. Traum: Die Steuerfrau zeigt mir wie sie ein Taxi bestellt, laminierte Visitenkarte mit Foto einer vietnamesischen Frau, die nach Thai-Massage ausschaut. Ich werde wach nachdem ich abends Zeit des Erwachens geschaut habe wegen Häkeln (jetzt mindestens 4 Paralleldreiecke) und schlecht eingeschlafen bin. Morgens 6:30 Uhr, es ist kalt, meine Schulter, drehe die Heizung im Schlafzimmer auf und schlafe noch mal ein und träume, dass ich Bleichmittel benutzt habe (was ich auch getan habe) um verfärbtes Hemd zu verbessern (mit den Handtüchern hinten drauf in Paris genäht) und der Aufdruck ist ganz schwach und blass geworden, so dass man ihn kaum erkennt. Soll ich wegschmeißen sagt Stephan, war mein Lieblingshemd. In Panik schaue ich nach den anderen, bunten, weil da habe ich Bleichmittel bestimmt nicht genommen und hier ist der Aufdruck auf dem Rücken auch ganz schwach bei dem lilanen. Bin in einer Familie (die Amerikaner, die mir gerade die Weihnachtspost geschickt haben). Tochter bekommt immer Haargummis und Spangen von der Putzfrau geschenkt und hat kleine Blumenclips in den Zöpfen, auch wenn Mutter sagt, sie hat genug. Diese mag sie doch so gerne. Sohn hat Brustnippelpiercings und fasst sich viel da an (hat er vom Vater, komisch, denke ich, so früh schon). Der Vater ist dann der IBM Kollege meines Vaters oder sein Sohn und ich frage ihn ob er glücklich ist, muss er sein, weil gut aussehende Frau und lustig ist sie und zwei gut aussehende Kinder. Besser geht doch nicht. Bestücke den Toaster und es klingelt. Lasse mir die gute Morgenlaune nicht verderben. Meine Jahreserklärung an die Betreuerstelle hat einen Fettfleck. Ich investiere kein Porto, ist nicht so ein Geheimnis, was ich verdient habe. Im Nordbayerischen von Detlef die Todesanzeige von Vater und Tochter, die vom Ex umgebracht wurden, gleich bei meinen Eltern um die Ecke, nehme ich zumindest an (Sterbedatum 20.12.2015). Goethezitat: Was man tief im Herzen hat, kann man durch den Tod nicht verlieren. Stephan wunderte sich gestern, dass ich Rilke erkannt habe, der Panther, ja, ich mag Prosa. Sollte ich vielleicht auch mal ausprobieren 2016 oder muss ich noch älter werden, bevor ich das kann.

Erreiche die Betreute nicht und hoffe, sie kommt auch zur Anhörung. Umsonst in die Stadt fahren macht bei dem Bodenbelag keinen Spaß. Sie ist eigentlich immer sehr zuversichtlich.

Verquatsche ich mich bei den Kollegen in ihrem Kakteenparadies beim Abliefern einer Akte. Die beiden sehen aus wie die Maulwürfe von Janosch, aber als Ehepaar und werden sich immer ähnlicher je älter sie werden, so wie sich das auch gehört. Nein, nicht kopieren, können sie behalten meine Akte. Ich vertrage die Aufregung nicht mehr und mein Arzt hat mir Prozesssachen verboten. Als es 10:50 Uhr ist sagt mir Michael, dass es 10 vor ist. Komme gut voran und fahre mutig, was hilft, auch wenn mir Passanten immer zurufen, dass es zu gefährlich sei. Ja, für die vielleicht. Ich muss das Thema nur kurz ansprechen, dann wird viel geheult und der Sohn war mehrfach auf Intensiv und wird heute noch mal operiert wegen Dränage und hat Wasser in der Lunge und ich bin die beste Stütze der Welt. Das gibt 7 Jahre Verlängerung. Vor der Tür sagt sie mir noch, dass sie Kakerlaken in der Wohnung hat und, dass die Wohnungsbaugesellschaft Bescheid weiß, aber nicht ausreichend handelt. Kammerjäger war da und sie hat sich auch noch was aus dem Internet bestellt. Die kommen aus dem Abfluss im Bad. Ich würde einen Knall kriegen. Stephan betont immer, wie lang meine Beine sind, gerade der Oberschenkelknochen und, dass das bei Frauen echt Sinn macht. Wenn man die rausreißt, bin ich eine ganz kleine Frau, wie Weberknecht. Genau die richtige Wolle finde ich heute, das Knäuel zu 50 Cent, eine Bluse für meine frisch operierte Schwester und eine Lurexstrickkleid, 3 Kinderbücher zum Verschenken, 3 Kinderarmreife für den eigenen Arm sowie ein kleines Portemonnaie für Claudia zum Verschenken an ihren Arbeitskollegen. Ich bin hocherfreut und meine gefütterten Pelzstiefel aus Wien sind Gold wert und die besten Winterstiefel, die ich jemals hatte. Wird es -13 ° haben, wenn wir in Wien sind. Das wäre krass. Dann Markthalle, die Lust auf warmes Essen übermannt mich und es gibt Cordon Bleu bei Karin Klemme, direkt am Tresen. Eine dünne, zickige Kollegin nimmt ohne Sauce nur die Erbsen und Kartoffeln. Ich drücke die Kartoffeln darin aus, schön gelbe Hollandaise aus der Riesentüte und der Teller ist blitzblank.

Männer die sich spontan zu Gewalt verabreden, so was ist uns Frauen auch nicht gegeben. Wenn Schläge und Peitschenhiebe helfen würden, wäre ich dafür. Erfahrungsgemäß hilft das nicht. Besser wäre vielleicht was Pädagogisches wie 1 Jahr an das Opfer ketten, aber welchem Opfer ist das zumutbar? Komme rein, Telefon bimmelt. Ist für die Kollegin. Weiß nicht, ob die da ist, bin gerade selber reingekommen. Gut, der Hund hat nicht gekläfft könnte ich jetzt sagen, also eher nicht. Wann fängt man an mit vorlesen? Für eine schöne Fahrradgeschichte von Janosch ist man nie zu alt oder jung. Vorlesen ist wichtig und die Bilder sind super und die Geschichte auch.

Fax in der Koma-Sache. Der Typ muss Vietnamese sein. Auf dem Vordruck für die Klinik zur Anregung einer Betreuung heißt es so schön Diagnosen „keine Fachausdrücke“. Der zuständige Arzt hat auch einen unaussprechlichen Namen, den ich mir buchstabieren lasse. Der ruft mich zurück.

Mit Elisabeth bin ich heute sehr ungeduldig. Sie kniet sich vor das Plakat der Migros Klubschule und fragt, ob ich Schauspielerin bin und „aus Gallen“ kommen würde. Dann muss ich die Weihnachtskarte der HW aufmachen, ist an sie adressiert, soll ich ihr vorlesen. Sie findet die total hässlich, sieht aus wie von Behinderten gemacht und das sei ein schlimmer Verein. Finde ich nicht. Auch schön, wenn jemand persönlich an einen schreibt. In der „RS“, Realschule wollen sie gar keine Einbände, dass man die schön gestaltet für Erdkunde z.B. Das kann man machen, aber es wird nicht benotet.

Ich bin mit jeder der 3 Wohnungen in Wien einverstanden, Rotweiler-WG finde ich reizvoll, aber auch Dachgeschoss oder Sperlnähe. Ich habe die erste rausgesucht und Stephan soll die zweite Runde entscheiden.

Frau mit Strickmütze und Lockenwickler aus Wolle aufgedreht. Ich wollte keine falschen Gerüchte in die Welt setzen und Andrea hatte sich so gefreut, dass sie einen Ladenschlüssel bekommen hat und ich habe mir gewünscht, dass ich die Schließung falsch verstanden habe. War keine böse Absicht.

Die Jungs aus Fürth antworten mir wegen der Vernissage dort. Alles viel im Februar, aber Oberfranken geht von mir aus immer. Schon alleine wegen des Essens. Jetzt wissen wir wenigstens wann es ist und können überlegen, ob ja oder zu viel.

Herr ADHS kommt weg vom Jobcenter, hat Festanstellung und wird nicht mehr im Garten arbeiten, sondern in der Tankstelle. Dafür hat er wieder viel Thermik um die Fahrkarte gemacht, die er jetzt höchstens einen Monat bekommt. Darf er das S-Ticket weiter verwenden, wenn er nicht mehr beim Jobcenter ist? Hierzu kann ich ihm sagen, welche Möglichkeiten es gibt. Die Entscheidung liegt bei ihm.

Der Arzt aus der Neurochirurgie meldet sich um 18:45. Hat zu lange gedauert mit der Betreuung, dann lief alles notfallmäßig und Frau hat eingewilligt in Sachen, ist alles schon gelaufen, ich brauche nichts mehr zu tun. Sie haben mit Australien verhandelt wegen Kostenübernahme. Er kommt in die Reha und dann Flugticket zurück und er glaubt nicht, dass ich ihn noch betreue, wenn er wieder in Australien ist und damit hat er Recht.

Beim Sport sind die beiden neuen Freundinnen wieder da und gestern hat die eine der anderen einen BH geschenkt und heute bekommt sie eine Strumpfhose, die ihr zu kurz ist. Kommt mir bekannt vor das Spiel. Wir machen eine Partnerübung und ich hatte mit der Lehrerin gemacht, weil es eine ungerade Zahl war, die aber abgelenkt war und schauen musste, dass die anderen das richtig machen und sich nicht mit meinem Atem verbinden konnte. Das wäre nicht nötig gewesen, weil die eine Movenyotrainierin mag heute keinen Körperkontakt und so war Betty übrig. Komisch. Ich mag Partnerübungen immer voll gerne. Sie sagt so schön, dass man immer denkt, man wäre zu groß, zu dick, zu schwer. Man soll einfach davon ausgehen, dass es genau richtig sei und ihr Partner für diese Übung sei 1,90 m groß und über 100 Kilo schwer und das sei total super beteuert die kleine, dralle Frau. Sie spart sich die zweite Partnerübung für Samstag auf, dann kann ich sie vielleicht mit Steffi machen, auch gut.

Apropos Steffi, meine Schwester ist erst Morgen dran und die Betreuerin, meine Mutter, muss früh zu Bett. Berlin zur Theaterpremiere von Carlotta doch nicht, Einladung in Hannover, Inuit schimpfen über Greenpeace, gebe ich ihnen Recht, sind oft Gutmenschen und Besserwisser, die ihre Maßstäbe ansetzen wollen.

07.01. Traum: Kalifornien, diese braunen Samtberge mit der charakteristischen Form, wie dicke Finger gefallen mir schon und sind eine tolle Orientierung, wie die warmen Brüder. Ich mag das und im Fluss ist das Wasser klar und die Fische sind so groß, dass sie sich an manchen Stellen an den Uferbegrenzungen stoßen beim Durchschwimmen und es gibt so viele. Einer ist an Land, Suki (?) läuft hin und beschnüffelt ihn und ich denke, hoffentlich wird er nicht gebissen. Hier will ich mal Campingurlaub machen. Es stehen Wohnmobile dort, oder? Dann das Modellager, lauter gut aussehende Männer und Frauen wohnen zusammen in einem riesigen Haus. Hatten Bienenplage, muss man alle Fenster zu machen bevor so viele reinkommen. Ich helfe dabei. Ich bin lange wach wegen Jetlag und es gibt Vitaminpillen, die verteilt werden. Zwei verschiedene Sorten in einer Packung, wie 2 Komponenten Kleber. Ich nehme eine, schlucken lässt sie sich schwer, ach so, im Mund zergehen lassen soll man die. Dafür fahren die Europäer in die USA um Drogen einzukaufen. Meine Schwägerin steht auf Melatonin und das ist in Europa voll verboten. Ich liege oben und schaue auf das Matratzenlager unten und wer alles schläft. Die Luftmatratze vibrieren unter dem Atmen. Einer lächelt mit zu. Einen andere umarme ich. Der war ganz nass geschwitzt und das ist unangenehm, weil er mich so lange festhält. Seine Freundin bricht Streit vom Zaun, dass er nur die Tätigkeit ihrer Hände will, sie macht gerade Essen. Er schmeißt seines in den Müll und geht. Hoffentlich haben die sich nicht wegen mir gestritten. Mama und Papa der Truppe kommen nach Hause und alle umschwärmen sie. Mama ist sehr modisch angezogen (wie die Rentnerin gestern im Fairkaufhaus) Papa macht Wundversorgung bei dem einen. Hinten mit der Kanüle reinstecken und etwas Wundflüssigkeit nach vorne leiten durch den Schlauch, aber vorsichtig, sonst macht man es noch schlimmer und eine Dauerwunde. Ich schaue 2 x zu. Der Proband ist sehr zufrieden mit dem kleinen Schnitt. Über eine Tastatur wollen sie Playboy eingeben. Was rauskommt ist überraschend. Da kann man die Titelseiten zukünftiger Magazine stehen, Weihnachten 2032, die Überschriften. Das wundert mich sehr. Woher wissen die jetzt schon die Themen? Ich werde wach und es ist schon 8:20 Uhr. Gut geschlafen, sehr erholsam. Wenn Stephan tot ist, wird nie wieder einer meinen Körper so anfassen.

Theaterkasse macht um 19:30 zu und Stück fängt erst um 20 Uhr an. Dann ist das eben so. Das Stück ist irgendwas mit Landkarte oder Insel und auf 3 Etagen, also auch die Zuschauer. Bin gespannt. Vorher in den Kunstverein(und am besten noch Kestner, wenn es nach Stephan ginge) klappt auch nicht. Nehme Weltkarte auf Bügelperlen. War Auftragsarbeit. Habe ich Stephan machen lassen. Ist trotzdem mein Werk. So machen das Damian Hearst und Jeff Coons auch immer. Ich kaufe die Fertigthainudeln bei Lidl. Alle Sorten durchtesten oder sie dann wegschmeißen, keine schlimmen Geschmacksverstärker soweit ist das ohne Brille lesen konnte. Jetzt fangen sie an Schnee zu räumen. Das können sie sich auch sparen und es klappt nicht, weil er ganz fest ist. Rutsche heute mehrfach, aber die Reaktionsschnelligkeit reicht, dass ich nicht hin knalle.

Die Frau des neuen Betreuten kommt mir zuvor mit dem Melden. Es ist ganz viel zu regeln mit Kündigung der Wohnung, die droht. Arbeitgeber, verhandeln mit Australien, dort gibt es kein Krankengeld. Ich rufe im Nordstadt an, dass ich Montag vorbei komme mit der Ex. Ach ja, er wird künstlich ernährt und muss noch mal operiert werden, weil die Sonde von der Nase in den Bauch gelegt wird. Nasesonde klingt nicht nach Flugticket kaufen. Die sind doch wieder irre in dem Krankenhaus. Frau Mittelfeld wird heute um 11 erst operiert. Befreiungskarte 2016 ist pünktlich eingetroffen, schicke ich der Tochter. Die Operierte kann ich Montag auch besuchen.

Ich fahre zur Anhörung in der neuen Betreuungssache zur Vahrenwalder Straße. Apropos. Stephan hatte mal angeboten noch mal in die katholische Kirche zu gehen. Wann wollen wir das machen? Erst Ostern?

Hilfeplanung Morgen von Herrn Borderline Klein doch nicht in Langenhagen, sondern Plauener Straße, weil das mit dem Einzelzimmer nicht geklappt hat. Wieder alles zurück. Natürlich ist er der Meinung, wieder das größte Pech der Welt zu haben.

Der Hase und ich antworten auf dieselben Mails nicht. Was interessiert die Daten des Hauses? Warum nicht sich dem Leibnizgeburtstag anschließen beim Feiern?

Dass ich keine Rechnungen mit Datev mehr erstellen kann interessiert diesen Computerfuzzi nicht, meldet sich einfach nicht zurück oder liegt es daran, dass mein Kollege das Büro meidet? Der gibt allen doch seine Handynummer, daran kann es eigentlich nicht liegen.

Der Schnee wird weniger, aber es fühlt sich an wie minus 10 Grad. Fahrrad fahren ist grausam und tut weh. Nasskalt und dunkel ist es. Ins Theater fahre ich mit der Bahn und doppelt Fahrkarte zahlen wie Silvester in Hamburg ist nicht. Da lasse ich drauf ankommen und vorher muss ich baden, sonst schwänze ich ganz.

Der neue Betreuungsfall ist deja vue. Konflikt mit Eltern, haben sich vom Schmerzensgeld ein Haus im Harz gebaut. Will Kind über Samenspende (wie sie ihres gemacht hat ist mir schleierhaft, aber sie hat eines) und hat schlechte selbstgemalte Bilder an den Wänden, überall esoterischen Kitsch, Umzugskartons und Unordnung und Zimmerpflanzen dazwischen. Raucht und bietet mir Kaffee an. Trinke ich nicht aus Thermoskannen, abgestanden und ohne Milch, bin ich zu verwöhnt. Reicht nicht mal um meine Füße damit zu wärmen. Die Bank, die mit Joggern wirbt und auf Kundenzufriedenheit setzt, gibt ihr ihr Geld nicht (was sie angelegt hat bis April 2016, 50.000) und sie hat Mietschulden und sitzt ohne Telefon und Internet da und das bei der schweren Behinderung. Könnte ich wieder ausflippen. Die Sozialarbeiterin hat sie mehrfach in die Filiale begleitet und sie haben auch nach Kredit nachgefragt, weil das Geld doch dort angelegt ist, aber das wurde auch abgelehnt. So sind sie die mit den Bad Bank Image aufräumen wollen, aber vergeblich aus meiner Sicht. Die ambulante Wohnbetreuerin ist fit, will aber nicht ins Nichtschwimmerbecken wegen der Bakterien. Suki hätte super zu den beiden Damen gepasst und sie wollten ihn auch kennen lernen. Nächstes Mal.

Erkläre Frau Dackelmischling, warum die Forderung der MHH in die Insolvenz kommt. Sie hat Prothese nicht abgeholt und die passt vermutlich sowieso nicht mehr und die haben schon reichlich abgerechnet mit der Kasse. Es geht nur um den Eigenanteil, außerdem sind alle Gläubiger gleich zu behandeln. Punkt.

Bei meiner Schwester lief alles gut. Meine Eltern haben gestern 45 Jahre gesehen mit Charlotte Rampling, heikle Themen und die Geräusche des Klickens eines Dia-Projektors. Kommt mir bekannt vor. Paps freut sich auf Teneriffa und hat Angst, dass er Stephan verärgert hat durch seinen Druck. So einfach geht das nicht, zum Glück. Ich rufe noch mal später an um auch meine Mutter zu sprechen. Da bin ich sehr unterwürfig und meine Mutter die Oberbetreuerin, bei der ich es mir nicht verscherzen will und spure. Es gab wieder die „Nüchtern“-Schilder, aber da haben wir schon eines mitgenommen. Sie hat was besseres für mich, die Spirale mit Datum für ein Hütchen (ähhh, was soll ich mir noch alles auf den Kopf bauen?) Meine Schwester hat gezeigt wo der Hammer hängt sagt Paps und hatte Suite im Krankenhaus mit Vorzimmer. Der Typ im Auswachraum kannte sie. Selbst die Gruppenleiterin war erschrocken, über den dollen Wutanfall mit auf den Boden werfen und hat mit ihr auf dem Klo gesungen. Im Auto ist sie dann gleich eingeschlafen bis Bayreuth und jetzt bester Laune.

Ohne Fahrkarte, ich will Krawall bürsten. Ich bekomme einen Brief mit Spirit of Christmas von Isabelle, die 93 wird. Innen ist noch ein Magnet und ich bin gerührt und will ihr antworten. Esse ganz viel statt zu baden und prügele mir nach dem Essen 9 Pralinen rein (Kalorien helfen immer ist meine Devise). Wir haben ein Schreiben von Vodafone bekommen, gerichtet hat „Adolf Arnhold“. Ich könnte mich wegschmeißen. Jetzt ist eine weitere Karte an Lisa Arnold fällig. Nexus, ist Auto, wie haben sie die ins Schaufenster bekommen? Die Frau an der Kasse ist doch bis 20 Uhr da und die grauen Sitze, die hart ausschauen sind weich, dass ich ein Laut des Erstaunens ausstoße und der Frau neben mir war es wohl auch so gegangen. Während des Theaterstücks können wir unter dem Dreieckstuch aneinander kuscheln. Sprechrollen bei Oscar sind nicht so sexy, aber nur stehen, gehen und gucken könnte man ihn in jedem Stück lassen. Er kann so schön schräg nach oben in die Ecke schauen und böse und irre kann er auch gut. Das Treppenhaus ist so stimmungsvoll. Ein bisschen wie Tiefseetaucher als Theaterstück. Die Frauen und Musiker müssen barfuß gehen (bei den Temperaturen). Die Junge in der Glitzershorts stellt sich vor mich: Die Mission sei gescheitert. Später erzählt sie, dass Seekühe Geschlechtsverkehr nach Art der Menschen machen und ganz zutraulich sind und sie so einfach streicheln oder totschlagen lassen. Suki fehlt in dem Stück. Er könnte gut von oben nach unten laufen (so wie die Schauspieler es tun) oder in einen Eisblock eingefroren (wie Scratch). Das denke ich noch bevor der schöne Eisblock zum Einsatz kommt. Die junge Frau mit den nackten Beinen muss ihn auch noch halten. Er strahlt ganz viel Kälte aus und ist interessant gefroren. Irgendwas ist eingefroren, Metallkette und der Hacken an dem er aufgehängt wird und er ist milchig und an manchen Stellen auch durchsichtig, geheimnisvoll. Die Beleuchtung macht tolle Stimmungen und die halligen Geräusche, wie im Inneren eines Schiffs. Draußen soll es weniger werden, aber die Flocken fallen, was das Gegenteil ist.

Eine Deutsch-Iraner im Nazidorf in Ostdeutschland mit einem Nazi-Pressesprecher, der auf weichgespült macht und einer Politikerin in der größeren Stadt. Die Eltern sind schuld, wenn jemand fern der Heimat geboren wurde. Aber er fühlt sich doch gut hier. Jesus ist auch kein Esel obwohl er im Stall geboren wurde. Das sind die geilen Argumente dieser Spinner.

08.01. Traum: Bin 3 Tage dort. Zwei Betreute im Heim. Der eine akzeptiert nicht die Kontrolle durch die Pflegeversicherung, aber er betreibt eine Kneipe und der Zapfer würde sich schon melden, wenn es ihm schlecht geht. Telefoniere mit der Krankenkasse, weil ich muss auch zurück nach 3 Tagen. Die stellen sich ungeschickt an diese Leute. Da wären wir auch beleidigt und würden sie wieder weg schicken. Mache auch private Dinge. Meine Cousine tanzt mit ihren beiden Söhnen und macht akrobatische Übungen aus dem Bereich Kampfsport. Es findet auf einem Karussell statt und sie wechselt von einem zum anderen und auch die Richtung. Treffe meinen ehemaligen Kollegen. Der arbeitet im Außendienst und sein Auto ist so schnell, dass die Polizei sich nicht mal mehr bemüht hinterher zu kommen, sondern gleich zur Seite fährt und resigniert und ihn gewähren lässt. Da isst gefährlich! Ich zeige allen Hühnervideos. Der eine Betreute hat einen Hof oder so und ich habe sie gemacht.

Hasselbrink schließt auch. Wird allenfalls eine Kette reingehen, Jaques Weindepot oder so was. Das Tauwetter gibt mir Auftrieb. Ein Großbuchholzer hat der Frau einen Schulterknochen gebrochen und ihr 6 künstliche Nägel rausgerissen und mein Kollege hat sein Pensum an Verständnis bald verbraucht. Das ging schon anderen so. Beziehung, Krankheiten, ständig werde ich mit den Erschwernissen seines Lebens konfrontiert. Die Unsicherheit bei der Kaffeeverabredung war einseitig gedacht und wenn ich wahrscheinlich sage, ist es 100%ig und ich hatte Stollen dabei. Stephan muss Büronotdienst machen. Ich hatte schon wieder auf „schwierig“ gemacht, weil ich den Flurheizkörper nicht auf volle Pulle lasse von Donnerstag bis Montag wenn hier keine sitzt. Ich weiß nicht, wem das hilft und wessen Füße davon warm werden und habe da einfach meine Prinzipien, auch wenn ich dann doof bin. Ich mag auch nicht grds. Hunde, sondern finde durchaus, dass es unsympathische darunter gibt.

Ein Typ mit grünem Grasblatt vorher auf der schwarzen Strickmütze rennt am HBH einen Behinderten fast um. Macht Marihuana doch aggressiv und meine Mama hatte Recht? Vahrenheider Markt, echt deprimierende Gegend. Ich kündige mich an und soll im Warteraum Platz nehmen (ich bin die einzige dort in der Beratungsstelle) und häkele eine Runde. Nicht an die Scheibe klopfen steht auf dem dreckigen Aquarium, höre die privaten Gespräche der Mitarbeiter. Um 12 Minuten nach 11 rufe ich meinen Betreuten an, um von ihm zu erfahren, dass er nebenan sitzt und die Hilfeplanung bald vorbei ist. Wie doof sind die denn? Fahre das letzte Mal zum Vahrenheider Markt. Sollen sich vorstellen ich sitze häkelnd vor der Aquarium, ging letztes Mal auch ohne mich.

Baue fast einen Radunfall. Handzeichen geben meint die andere Radfahrerin. An einer Baustelle und keiner weit und breit und ich biege in eine Fußgängerzone ab. Sie überholt auf der falschen Seite. Na ja, zum Glück ist nichts passiert. Da müssen wir uns nicht über Schuldquote Gedanken machen. Karin Klemme gefällt mir immer besser und auch die Metzgereiprodukte sehen gut aus, dass ich da mal was kaufen werde, wenn die Bayreuther Ware verbraucht ist. Wieder viel Betrieb, Hochzeitssuppe sehr beliebt und Weißkohl-Karotten-Creme gibt es auch. Zum Espresso ein Zitronentarte. Hat das Weizenmehl drin? Leute stellen so blöde Fragen. Was ist mit meinem Faschingskostüm? Verlasse mich auf Heike, die macht das schon. Bin so gespannt. Mein Fahrrad sieht aus wie Scheiße.

Die Steuermitarbeiterin kommt doch rein (bald hat nur noch der Hund Zähne) und hat mir Pillendose aus Schweden auf den Schreibtisch gestellt mit „Painkiller“. Das finde ich supernett, dass sie an mich denkt. Schnell alles wegarbeiten ab 16 Uhr ist Update. Na, wenigstens ein Date.

Mexikanische Kunst in Wolfsburg. Schreibe dem Ritz, ob sie High Tea anbieten und bekomme eine schnelle Antwort. Wollen wir Sonntag schon den Ausflug machen? War letztes Mal enttäuschend in Hamburg und war schließlich auch ein Edelhotel. „Mein Kampf“ Postkarte mit Beine rasieren in die USA. Die hat immer gesagt, nicht anfangen, sonst werden die Beinhaare immer mehr und dicker.

Datev schickt mir ein dickes Bilderbuch. 1966-2016 – wie absolut sinnlos. Schmeiße es eingeschweißt weg.

Ich soll mit Frau Demenz zum Arzt, Schünemannplatz, aber die haben erst in Februar einen Termin frei. Habe ich doch glatt.

Wieder zu viel an QVC gezahlt, aber besserer Klingelton. Sie dachte, mich gibt es nicht mehr.

Der Joeys Pizza Fahrer lässt sich überholen. Hat einen derben Platten und fährt weiter (die Pizza soll wohl nicht noch kälter werden).

Am Café Safran steht ein Plastikstuhl an der Straße. Mir fällt die Landesgartenschau in Bayreuth ein. Ich will unbedingt einen dort mit hin nehmen und dann mit dem Zug mit runter transportieren, aber diesen heute gleich ist wohl verfrüht. Immer wieder denke ich, wie schön, dass das Gerüst hier wieder weg ist, war so eine gefährliche Situation mit Radgegenverkehr. An der Ampel trägt nur der Vater Fahrradhelm und das Kleinkind. Normalerweise ist es umgekehrt. Mein Theraband reißt das erste Mal seit Movenyo und ich darf auf die Vorturnposition mit dem OP-Licht und diene der Inhaberin nach 6 Wochen als Körperdouble und jogge ambitioniert und komme richtig in Stimmung. Bin ich doch der Jogging-Typ? Lust auf einen frisch gepressten Saft danach, aber nicht auf Supermarkt. Wir müssen mal den Entsafter wieder aktivieren. Stephan hat mir einen tollen Frühlingszweig gekauft mit einer Schnecke drin. Die Jungs haben nächsten Sonntag Lust auf mexikanische Kunst und High Tea. Ich freu mir.

Badesalz ist die neue Droge. Habe ich mir gerade von Rossmann besorgt und es sogar benutzt. Der Typ mit dem Rottweiler hat die WG-Wohnung für das zweite Mal Wien bestätigt. Diese Bilder von Köln. Feuerwerkskörper werden in der Menschenmenge gezündet. Ist das nicht jedes Jahr so und was hat das mit irgendwas zu tun? Die schönen Servietten von Susann, die mich daran erinnern, wie wir vor fast einem Jahr mit M & M in Köln waren und ich Einblicke in die dortige Karnevalskultur bekommen habe, auch die Ernsthaftigkeit (siehe Wohnungseigentümerversammlung).

155933 160001

Blick von Stambul

29.12. Wieder 7 wach. Auspacken, Wientipps an Movenyo. Sollte alternativen Reiseführer schreiben meint die Empfängerin, aber mir fehlt die Ambition. Meine Mama liegt krank im Bett, ich fahre zu Edeka und kaufe Spitzkohl (feinere Version, wie Susann empfohlen hat und Soja). Herr Ihme steht vor der Tür, er „warte auf sein Geld“ und „60 die Woche würde gut klingen“. Da gehe ich gleich drauf ein. Meine Finger sind kalt, ich rufe zuhause an, auf seinem Konto sind 8 Cent und ich gehe in Vorleistung. Der Vatikan und die Kirche sind hinter ihm her. Um Problemen zu entgehen, weil er mal psychisch krank war und Leute das ausgenutzt haben, hat er den Namen vom Briefkasten entfernt. Frau Mittelfeld wurde von ihrer Tochter, die mir auf den AB gesprochen hat ins Krankenhaus gebracht. Der Lungenkrebs hat gestreut und sie hat einen großen Tumor im Kopf. Es sieht nicht gut aus, sagt die Tochter, die sich erst mal frei genommen hat und jeden Tag zu ihr fährt. Sie hatte Krämpfe. Ich sage, wir brauchen Beratung und müssen überlegen, bloß keine Quälerei, die sich nicht lohnt. Die NY Wallet Maps in Scheckkartenformat hänge ich an die Wand und eine weitere Karte vom Schauspielaus. Frau Stimmen will die Handykarte heute mitnehmen, hatten wir letztes Mal einfach vergessen. In der Schublade sind Schlüssel, die ich nicht zuordnen kann und viele Bankarten und Patientenvollmachten von Freunden und Bekannten. Ein Umschlag ist entsprechend beschriftet „Handykarte Frau Stimmen“ und ich denke erst, der ist leer, aber die Karte ist wohl so klein. Die Istanbulansicht von 1877 schenke ich der Kollegin, ihr Hund bellt und knurrt mich derweil an und sie schimpft und beruhigt ihn. Das ist so eine Farce, aber ich bin weiser und sehe ein, dass ich mich daran gewöhnen werden muss. Die Werbung auf der Rückseite gefällt ihr fast besser. Frau Dackelmischling wundert sich über die Vermisstensendung, die sie bekommen hat. Ein Schreiben der MHH, die ab 21.12. Vollstreckung androhen, an mich. War Briefmarke drauf. Weihe sie nicht ein, dass ich das war. Habe auch einen dicken Umschlag mit der von mir verbaselten Post bekommen. Sie wünscht mir einen guten Rutsch und kommt nächsten Dienstag wegen des Insolvenzantrages. Meine Schwägerin kommt mit einer untypischen Tasche und ich mache den dummen Spruch, ob das Freitag für Arme sei. Da steht was mit „beure“ drauf und die ist für mich. Das wird die perfekte Hundetasche und der längliche Körper von Suki wird perfekt hinein passen. Sie hat 40 Liter Schweizer Milch für mich getrunken, mehr noch, im Müll gewühlt, abgetaucht wie Mr. Tuttle und Coupons ausgeschnitten. Das ist viel mehr wert als 200 Franke hinblättern. Der koschere Stand ist nicht da, Marktcafé voll bis zum Anschlag (wir treffen unsere Ersatzmannschaft für Silvester in Hagenburg), Mr. Thang zu, dann nebenan zum Afghanen. Teller im Trödel gegenüber aussuchen, die Dieter bohren soll. Trachtenmotive und dazwischen Rosen. Der Ex fliegt mir nach Zürich für Silvester. Finde ich gut. Vergesse es zwar immer wieder und frage, ob sie Silvester in Frankfurt feiert, wie die Jahre davor.

Elisabeth erzählt von ihren Tanten, die nicht zurück geflogen sind in den Iran, sondern einfach heimlich hier geblieben sind und die sie hier beim Ka-Punkt trifft, die andere betreibt einen Kiosk. Meine Tante Isabelle und meine Tante Renate. Ich muss an die Sendung mit der Maus denken. Außerdem könnte sie ein Jahr lang nur Weihnachten und Heilig Abend und dann ein Tag Pause und dann wieder 24., 1. Weihnachtsfeiertag und den 2. Wieder 1 Tag normal usw. ein Jahr lang. Interessante Überlegung. Das Krankenhaus schwach besetzt. Die Tochter schreibt mir, dass sie Mama Silvester zu sich nehmen und am 5. wird sie im Nordstadtkrankenhaus operiert. Der Kopf wird aufgesägt und nicht nur ein Loch. Das ist eine schwere OP. Rollator und Pflegebett müssen beantragt werden. Ich rufe sie an und bedanke mich im Namen meiner Betreuten für den Einsatz und wünsche trotz der schwierigen Umstände ein schönes Silvester und wir bleiben in Kontakt. Der aus der Verwandtschaft mit dem Imbiss meldet sich und will was. Steuernummer eintragen, unterschreiben und schnell hinfaxen. Das war ein Trick und ja, da war ein Adler drauf, aber lesen hilft. Ich will das nicht machen. Gebe ihm Tipps, wie er es selber machen kann, sonst Kollegen bezahlen.

Der Besuch aus St. Pölten. Er raucht, Stephan kocht. Die Lebensphasen bei Säugetieren, Menschen dauern nach seinen Erkenntnissen immer 4-5 Jahre und er hatte 2. Bei uns reihen sie sich eben lebenslang aneinander, aber das ist nicht immer so. Seine Zeit verschwenden in einer Beziehung, das müsse aber auch nicht sein. Er bekommt meine Yogatasche von Pegbag und die Fellmatte dazu. Er braucht jetzt was Warmes und auf Militärrucksäcke hat er schon immer gestanden. Das Erzählen vom Schreiben. Das macht man statt davon zu reden. Das ist wie das Erzählen, dass man die wichtigen Kochbücher alle gelesen hat um zu schauen was die anderen machen und die Zutaten kann man auch besorgen und das seit Jahren. Derjenige der es will und das Zeug dazu hat legt los, alle anderen sind Theoretiker, die das Fußballspiel auch am besten vom Sofa aus beurteilen. Es geht um Trennungskultur und er erzählt als wäre es die Pressekonferenz eines börsennotierten Unternehmens. Ich erzähle die Geschichte des heimlichen Abschiedes aus dem Leben aus Bayreuth. Eine Wegbegleiterin seit ich 18 bin, eine 10 Jahre ältere Freundin bei der ich zum ersten Mal dachte, ich bin in der Welt der Erwachsenen angekommen. Die mich behandelt hat wie auf Augenhöhe und die mir Meredith Monk und Frieda Kahlo vorgestellt hat und es gab Meerrettichfrischkäse von der Käsetheke mit frischen Tomaten. Ich erzähle die Geschichte meiner Schwägerin, die eine Todesanzeige einer reinen Brieffreundin bekommen hat. Da müssen die Verwandten auf Spurensuche gegangen sein und sie ausfindig gemacht haben und sie weiß jetzt, warum sie von der keine Urlaubspostkarten mehr bekommt. Tyrak und Stephan helfen beim Sortieren der Dreiecke. Ich nehme einen ganzen Koffer von Handarbeitssachen mit nach Hamburg.

DSC04609 DSC04608

30.12. Habe durchgeschlafen und immer wieder geht es um schwule Männer, die mein Leben retten, mir Kunst schenken, für mich auflegen und eine Extrawurst braten, obwohl wir uns nicht kennen. es ist spontane Sympathie. Ich bin mit Steffi unterwegs und wir schauen Kunst in verschiedenen Ateliers. Am Anfang bin ich in der Kochstraße in unserem ehemaligen Haus und eine Erdgeschosswohnung wird entkernt und umgebaut von den Leuten selber offenbar. Ich bin neugierig und gehe rein und die Wände werden neu gezogen und die Wände sind mit Platzhaltern angedeutet (Sandsäcke, die von der Decke an Schnüren hängen). Ich finde das spannend, wenn man die Raumaufteilung selber entscheiden kann und schlage vor, wie bei Klimt und mit 18 Zimmern und weiß aber nicht, was daran lustig sein sollte. Dann erzähle ich von den Schwierigkeiten bei uns mit keinem Gäste-WC und zack sitze ich auf einem im offenen Raum in der fremden Wohnung und komme von dort an den Tisch und sage, das sei auch praktisch. Dann die Ateliers, der DJ, der noch mal für mich auflegt bzw. sein Kollege. Steffi hat auf mich gewartet und wäscht die Farbe aus langen Rundrollen in den Pfützen eines Parkplatzes. Die waren bestimmt teuer, so lang wie die sind und ich kann es verstehen, dass sie ihre Pinsel pflegt, aber die Leute gucken komisch, weil die quasi die Straße anmalt und die ganze Farbe einfach so mit Regenwasser auszuwaschen ist vielleicht auch aus Umweltgesichtspunkten schwierig. Wir wollen noch zu dem einen Pavillon aus Milchglas in der Mitte, Da ist ein Typ, der auf mein Hütchen abfährt. So was tolles hat er noch nie gesehen, er will sich mir als Jünger anschließen, seine Kunst spielt keine Rolle mehr und um die sollte es ja eigentlich gehen. Selber hat er eine kleine Dachgeschosskemenate und da würde die Produktion eines Wochenendes bei mir reinpassen stelle ich fest. Irgendwas mit einer Kosmetikerin, die geschockt ist von meiner Haut und Haaren an den Beinen. Dann fahren wir, d.h. ich und die schwulen Männer auf einem Speedboot. Ich falle ins Wasser und die Wellen überschlagen sich über mir. Es ist der Canale Grande irgendwie. Ich rufe um Hilfe und strecke eine Hand nach oben und gehe dann unter. Einer der Männer vom Boot springt in die Fluten und rettet mich auf die Yacht und da sitzen wir dann wieder vereint und klönen und ich trockne mich und bedanke mich bei meinen Lebensrettern.

Es ist halb 7. Ich bin ausgeschlafen.

Habe Andrea eine Zalando Anwaltsmahnung geschickt und in meinem Namen einen Buchstaben vergessen. Kapiere den Witz erst nicht. Die Mutter von Herrn Minus. Sie sind gut angekommen in Linden und oft im Marktcafé. Suchen noch ein Fitnessstudio. Das dort ist zwar sauber, aber es riecht nicht so gut.

Treffe Michi an der kleinen Ampel und im Gericht ist die Putzkolonne im Eingangsbereich unterwegs. Gerichtsmarkenstelle hat seit einer Stunde schon zu, aber die mögen mich. Der Mitarbeiter und ich wünschen uns ein frohes Silvester und versprechen uns, uns gesund 2016 wieder zu sehen. Auch der aus dem Anwaltszimmer trifft mich zwei Mal, einmal noch im Hauptbahnhof. Dort habe ich Jackpot und bekomme 4,- € in zwanzig Centstücken als Wechselgeld der Fahrtkarte. 3,50 € werden gleich in eine Strickmütze umgesetzt. Dem Kollegen kann ich es auch nicht als Wechselgeld andrehen. Der hat Youtube als social media entdeckt. Wie hieß das noch mal, wo früher die waren, die Musik gemacht haben. Ach ja, My Space. Gibt es auch nicht mehr. Ich phantasiere den Hund der Kollegin aus dem Fenster zu werfen, weiß nur nicht ob er tot unten ankommt. Er könne jetzt beurteilen auf welcher Eskalationsstufe ich mich befinde. Der Kollege sagt auch, das Experiment, dass er sich gewöhnt sei aus seiner Sicht gescheitert und sie bekommt das nicht hin es müsse sich 2016 was ändern, aber wie mit ihr ins Gespräch kommen. Es gibt kaum ein heikleres Thema. Der Sommer in Tüten zu Hause auf dem Küchentisch. Die Ernte eher, Beeren getrocknet, dann Äpfel und Pilze. Alles mit bunten Schleifen. Ein Gruß aus Bayreuther Gärten. Schön sieht das aus.

Der Gast hat seinen neuen Militärrucksack, meine Fellyogamatte mit Rucksack, vergessen, dabei hatte ich ihn an die Tür gestellt. In der Yogawerkstatt gibt es einen neuen Kurs, irgendwas mit Yoga und asiatischer Kampfkunst. Bei allem schaut mein Schatz ins Internet, aber nicht, ob Züge fahren. 15:20 hat 40 Minuten Verspätung. 15:36 ist voll bis zum Anschlag. Ich mache den Fehler und gehe durch, aber es wird nur noch schlimmer. Sitze auf dem Boden auf meinem Beautycase ganz dicht neben einem Mann, dem ich seine Jacke freigeben muss um ans Portemonnaie zu kommen als die Kontrolle ist. Der Zugführer sollte Ausgangssperre verhängen für die mit Sitzplatz, aber hunderte müssen aufs Klo und durch und überhaupt. Hysterische Weiber sind nicht meine Sache. Eine kleine Uschi hat den Kerl abgerichtet auf ihren Koffer aufzupassen. Sie dreht sich immer um und kann es auch nicht leider, wenn Stephan seine Lederjacke noch oben rauf macht. Ich sitze ab Harburg neben ihr und sage, Gepäck gibt es genug, aber sie versteht das nicht und behauptet, manche würden mit dem falschen Koffer aussteigen. Das hat ihre Mutter ihr erzählt. Edeka in der Wandelhalle. Lasse Stephan warten und holen noch Orangen. Lächele den Typen hinter mir an und irritiere ihn. Er will gleich mehr. Das hat er falsch verstanden. Nicht ficken, nur freundlich sein. Die Bahn mag ich in Hamburg. Die haben so gemütliche Stehsitze mit Teppich bezogen und Stangen, die aus 4 Teilen bestehen und an denen man sich prima festhalten kann. Ein Typ bringt Gerichtspost weg, die er offen in der Hand hält und es seinem Telefonpartner meldet, aber er weiß offenbar nicht, wo er aussteigen muss bzw. der Eingang zum Gericht ist (?). Schlump. Muss daran denken, wie die Putztrupps an meiner Lähmungsampel die Mülleimer von Aufkleber befreit haben mit scharfen Reinigungsmittel und Teppichmessern. Die Mühe macht sich bei uns keiner und das gehört sich auch nicht in einer Großstadt. Die Jungs haben die Wohnung aufgeräumt und alles ist feierlich und gemütlich dekoriert mit Kerzen und leckeren Mokka-Biskotten und Ingwer-Orangen-Plätzchen. Nein, zu Jerwitz will ich jetzt nicht, auch wenn die bis 20 Uhr heute auf haben. So wichtig ist mir das nicht und bei den Bergen von Häkeldeckel trägt ein Briefumschlag nicht auf. Stephan hat die Lumix-Eintrittskarten von Steffi ausversehen dabei, weil er dachte, das sei von Onkel Jerwitz. Es gibt Sekt und sehr leckere, selbstgebackene Mocca-Biscotti. Thomas hat Baumkuchen für Claudi. Stimmt, ich wollte einen von Kreipe mitbringen. VERGESSSEN. Alle müssen das Kika Video von der Grille mit der Geige gucken, die den ganzen Sommer über gegeigt hat und keine Wintervorräte hat, weil sie es vergessen hat. An der Stelle wird sie unterbrochen von dem Hirschkäfer und der Maus: „vergessen, das kennen wir, den ganzen Sommer fiedeln und nicht arbeiten und dann auf anderer Leute Kosten leben wollen, nein, nein, daraus wird nichts“. Das Happy End gibt es mit dem blinden Maulwurf, der ihr Spiel mag und der Ofen bollert und die Suppe steht auf dem Herd und der Winter vergeht wie ein Tag. Wir erzählen etwas und spielen dann Mahjong. Ich gewinne hoch, selbstgezogen, dann gibt es Würstchen aus Bayreuth und den Kartoffelsalat von Thomas. Foto- und andere Wandkalender haben die mindestens 15 Stück. In der Küche sieht es nach Seeelefanten aus, aber es sind deutsche Gewässer. Die Schweizer Schokolade schmeckt richtig lecker. Das mit der lächerlich aufwendigen Verpackung, was die Geschäftsmänner zu Weihnachten bekommen haben ist Lakritze mit Schokolade, was nervt ist das Bügelgefäß aus Metall und der Metallicstaub auf den Kugeln. Tierheim Hamburg hat Pinschermischlinge, die lernfreudig sind und oft wegen Überforderung abgegeben wurden. Da helfen nur zwei Erziehungsberechtigte. Thomas stört sich nicht an meinen Häkelbergen, die jetzt in ihrer Wohnung liegen. Wer nimmt hier das ganze Vomex A? Danach war meine eine Betreute süchtig. Ich kacke früh ab, schaue mir noch die Prospekte des Germanischen Nationalmuseums an, oben fällt ein Schrank um, schlafe schon als Stephan noch mal rein kommt und werde dann wieder wach als es fast schon wieder hell wird und bei Thomas brennt noch Licht. Man lebt hier in Schichten. Ich denke daran, dass ich für mein Silvesteroutfit die Strumpfhose vergessen habe, VERGESSEN. Das merkt außer mir keiner, aber ich ärgere mich. Gut, dass ich eh zwei Outfits zur Auswahl habe. Ich träume irgendwas von einem Promi wie Kayne West, der sehr talentiert ist und auch malen und schreiben kann und gottseidank ist er nicht tot und ich bin dann eine Vertrauensperson.

31.12. Liege mit Stephan in Bett und wir lassen gemeinsame Erlebnisse vorbeiziehen. Er spricht von der partiellen Sonnenfinsternis. Ich mache einen Ingwertee und telefoniere mit Claudi. Ausgehen an Silvester will ich nicht, auch wenn es eigentlich nett klingt und mal wieder tanzen wäre auch was, aber dann so voll und überhaupt. Ich würde am liebsten in geschlossenen Räume bleiben bis zum ersten, wenn alles vorbei ist und hatte auch vorgeschlagen mir der Feuerwerk der Jungs im Park von der Wohnung der Nachbarin aus anzuschauen. Ich weiß, dass draußen herum laufen an Silvester und auch das Ausgehen in Clubs und Bars ist nicht meine Sache, dann lieber Privatparty am 01. Wir treffen uns später bei Elena, der Eingang ist neben der Metalltür. Die neue Yogaform bei der Werkstatt sieht mir wieder so gekünstelt und förmlich aus. Eher nicht. Yoga Nidra wäre was für mich gewesen weiß Claudia. Das ist dieser Halbschlaf, aber die Klasse hat schon begonnen. Dann eben nicht. Wir treffen uns bei Elena. Hätten wir doch mehr Lebkuchen mitbringen sollen? Ich hätte definitiv diese Stelle am Hafen mit dem angespülten Plastikmüll mir von Normann erklären lassen. Sein Wissen ist mit ihm begraben und ich kann die Jungs nicht dorthin zu einem Neujahrspaziergang locken, obwohl ich das so gerne täte.

Ich schneide wieder aus dem Eimsbüttler Umsonstzeitung was aus, die vor mir auf dem Tisch liegt. Ist die Osterausgabe aus April 2015. Nach der letzten Beschneidung hat Thomas sie wohl behalten als Unterlage und ich sehe die Schneise vom letzten Mal, so dass ich sie jetzt ein zweites Mal durchforsten kann um wieder fündig zu werden. Thomas soll mal richtig sauer werden und mich schlagen. Stephan sagt, es gibt noch genügend Altpapier. Ich hätte Stephan angemacht als er den Rechner laden wollte. Ich bin unschuldig, mein Mann hat auch manchmal Wechseljahre. Ich weiß mich zu beschäftigen, vor 14 Uhr tut sich hier nichts, dann müssen wir schon wieder los. Stephan und Yunfeng gehen einkaufen und ich lege die Garderobe auf den Boden mit zweierlei Accessoires, linke und rechte Seite und will abstimmen lassen. 5 als goldener Ohrring wäre richtig passend gewesen zumal mir das als Zahl besser gefällt als diese 2016 was uns bevorsteht, aber der Schmuck, den ich zusammen mit Yunfeng als Kooperationspartnerschaft gemacht habe während des Goldschmiedekurses in Hamburg („Von Hamburg bis Shanghai Arbeiter aller Länder vereinigt Euch“ auf Gefrierbeutelklemmen) gewinnt. Ich vernähe ein Deckendreieck zum Tuch fürs Theater und das sieht in der Kombi richtig gut aus. Yunfeng macht ein Beweisfoto und baut einen Turm aus Feuerwerkkörpern. Die kommen alle aus China, aber Aldi hat die besten. Mit dem Handy kann man auf einen Code rauf gehen und sich ein Video anschauen, wie die Rakete dann ausschaut, wenn sie gezündet wird. Brunch, dann der Aufstieg zu Elena. Was Red Bull in Österreich ist Club Mate in Hamburg. Vorglühenpflichtprogramm. Hilda ist in Höchstform und wir wollen am 02. zum Italiener, weil sie einen Hochsitz am Esstisch und eine große Gruppe zu schätzen weiß. Elena hat viele Kammern und sogar noch Collagen von mir in ihrem Nest über dem Pferdemarkt, mittendrin und abgeschieden zugleich so weit über dem Trubel des Stadtteils und sehr gemütlich. Gut, der Aufstieg mit 9-Kilo Kind dürfte durchaus beschwerlich sein. Essig hilft gegen Weichspülergerüche. Hilda kann jetzt schon laufen, was sie vor weniger als 2 Monaten bei der Taufe noch nicht konnte und ist motorisch sehr geschickt. Sie klettert in die Zwischenablage des Couchtisches und darunter und stößt sich bei keiner Aktion den Kopf. Vorsichtig fasst sie meine Ohrringe an. Der Tipp von Olive Kittridge kam vom Elena, die die letzte Folge noch nicht geguckt hat. Wie schafft man das? Der Bus zum Thalia ist dezent mit Luftschlangen mit einiger Mustervielfalt dekoriert. Im Theater in Hamburg sehen mehr Menschen super aus als die Rentner in Hannover, aber was heißt das schon. Das Theatergebäude gefällt mir und schöne Weihnachtsbeleuchtung haben sie, die Hamburger und auch schöne U-Bahnen mit schönen Sitzmustern. Auch die Taschen mit der altmodischen Serifenschrift mit „Freiheit, Großzügigkeit, Bleiberecht“. Die freien Plätze werden kurz vor Beginn blitzartig mit Flüchtlingen aufgefüllt. Romeo und Julia hat eine tolle Lightshow und die Musik ist auch gut, aber es ist langwierig und anstrengend und es gibt – wie immer – nur 1 Liebespaar, die anderen sind Clique. Das hatte ich mir anders vorgestellt. Der Dicke, der stirbt, verpisst sich vor dem Applaus. Der hatte eine Silvesterverabredung. Schnelles Tschüss und zu den Jungs flüchten. Das Tierheim liegt auf ihrer Linie, nur weiter bis Hagenbecks Tierpark (wie passend). Eine Gruppe Punker steigt Messehallen aus. Was wollen die da? Im Böllern vereint. Das durchzieht alle Schichten und am Schlump kommen mir die ersten mit selbstgebastelten Raketenwerfern entgegen. Wird Zeit, dass ich die sichere Wohnung erreiche. Es wird gegenüber geschossen und die Männer schauen sich das Feuerwerk noch nicht mal an sondern zünden sofort die nächste Rakete. Das scheint der schönste Teil daran zu sein. Ein kurzer Wohnzimmertanz und Anstoßen, dann etwas knutschen nachdem wir gerade die Vergänglichkeit und Zerbrechlichkeit des Lebens und der Liebe vor Augen geführt bekommen haben. Als sie kurz zum Böllern in den Park gehen verpisse ich mich ins Reich der Träume. Das Haus auf Teneriffa, was reserviert war, ist weg. Ein schwerer Schlag und eine airbnb Lektion. Wer zuerst zahlt, malt zuerst. Alles andere kann man vergessen. Auf das Haus mit dem Blick hatte ich mich am meisten gefreut. Die erste Niederlage des neuen Jahres. Mit so was wird man umgehen lernen. Paps reagiert gelassen, wie ich am nächsten Morgen zu meiner Beruhigung lese. Ich schaue im alten email Ordner und schreibe Eleonore, dass ich die Kombi von Silber und bunten Plastikverschlüssen anhatte und so gerne an diesen privaten Goldschmiedekurs denke, den ich bei ihr mal gemacht habe.

DSC04620 DSC04623 DSC04624 DSC04626 DSC04627 DSC04628 DSC04629

01.01.16 Ich bin lange alleine auf Deck, dann kommt mein Mann dazu. Ein Spaziergang durch den Schanzenpark, wo Frauchen mehrfach laut seinen Namen rufend den Berg hoch ihrem Jagdhund hinterher läuft und sich zum Deppen macht, den das einen Dreck schert bzw. der Wichtigeres vor hat und ich könnte stundenlag zuschauen, aber wir schauen uns den Wasserturm von innen an und stärken uns. Hier gibt es Stufen aus Beton mit Kissen drauf wie in der Sauna und viel Wassergeräusche. Die offene Koffeinszene legt heute eine Pause ein. Romeo und Julia, das ist für mich keine Liebesgeschichte, sondern eine über 2 psychisch instabile Jugendliche. Das Mädchen ist 13 und sie haben sich ein paar Mal gesehen, wären sie nicht gestorben, hätten sie sich wenige Monate danach wieder getrennt. Die Jungs gehen spazieren, dann fällt Mahjong spielen heute aus. Stephan legt sich jederzeit aufs Bett und schläft ein. Ich gehe zum Yin Yoga und gottseidank zurück für 1,- € Leihgebühr für eine Matte. Es findet gänzlich im Liegen statt und die Eieruhr klingelt alle 3 Minuten. Bei der Endentspannung plätschert Wasser, was ich auch gefährlich finde. Lena und Claudi holen uns ab und Claudi spielt total lustig alkoholkrank nach einer Weinprobe, weil ich mit dem Pantomime angefangen hätte. Sie waren mit Thomas im Jellyfish und sie konnte nur gebückt gehen und musste sich alle 3 Schritte auf den Küchenfußboden setzen. Nach einer Keksprobe gehen wir zu Fieti auf die Feier. Er wohnt in dem malerischen Gang, gesäumt mit Laternen und ausgestattet mit viel Gartengestaltung, den ich mal touristisch fotografiert habe. Er ist jung, sympathisch und aus LA (Lübeck, Altstadt). Er fragt, ob mein Outfit unter einem Motto steht. Die ganzen Yogalehrer sind versammelt in seiner Wohnung und auf 12 Lehrer kommt eine Schülerin. Da wird das Schneeballsystem auch deutlich und ein paar junge Kifferfreunde von ihm, die filmreif sind, mischen sich dazu. In der Küche sitzt wohl die Clique aus Lübeck, aber soweit komme ich nicht. Die 72-Jährige von unten, die als Prostituierte gearbeitet hat und gerne ihre Dildo-Sammlung zeigt oder sich zu fortgeschrittener Stunde die Brust anfassen lässt kommt nicht hoch, was auch so gewollt ist, weil sie ist anstrengend, aber der freundliche Gastgeber, der uns auch Essen oder Getränke zum Mitnehmen anbietet als wir gehen, wollte höflich sein. Die Yogapärchen passen gut zu Claudi (und sie sind durchaus ansprechend, wenn man die Sekte außer Acht lässt) und man spricht sich ab, in welche Klasse man Morgen gehen wird, also ist das soziale Gefüge auch gegeben. Nur der Mann von Kim, der durchaus sehr sportlich ausschaut und vom Typ zu Claudi passen würde (wie ich meine), macht kein Yoga, was er auch mehrfach betont. Wir teilen uns eine Falaffelrolle um sie zu testen. Der Typ ist total breit, aber sie schmeckt prima. Zuhause bei den Jungs gehe ich mit Wärmflasche, die ich mal genäht habe ins Bett. Konnte mich an die nicht mehr erinnern, erst als ich sie gesehen habe mit dem Waschlappen der Expo. Es ist überall kalt und wenn geraucht wird, dann müssen die Fenster auf sein. Der Bezug und Reißverschluss sind zu eng und man muss die Gummiflasche reinquetschen. Pfusch halt, wie Stephan zu Recht meint. Geht auch schon kaputt, aber für die paar Male, wo sie benutzt wird reicht es.

DSC04630 DSC04632

02.01. Ich nähe zwei Dreiecke zusammen und ziehe dann los. Erst zu Jerwitz mit meinem Gutschein über 19,51 €, der noch gar nicht angebrochen sei (?) und lege fast noch mal so viel drauf für das was ich im Einkaufskorb habe. Die sind echt gut sortiert. Der hätte doch dann über 19,67 € sein müssen. In der Weidenallee gibt es einen hippen Wollladen mit ganz teurer und edler Wolle (Leinen und so) und einem angeschlossenen Café. Im Zeitungskiosk kauft die Hamburgerin 11 x 8 Cent zur Aufstockung der Briefmarken und der Inhaber hat sich verrechnet. Das könne nicht sein, weil 11 x 8 seien 88 und dann noch das Magazin. Sie kann auch im neuen Jahr noch Zahlen zusammen ziehen und der Bruder hält sich ganz raus, irgendwann zeigt er dann doch den Kassenbon und es war ein Brief mit 20 Marken. Das war des Rätsels Lösung. Ein Unterrock kostet 99 €. Hamburg halt. Szeneviertel. Knoblauchbrot bei Denns kennen sie nicht (ich hatte Stephan eine Freude machen wollen), dafür Franzbrötchen mit Macadamianüssen und Kürbiskernen dick belegt und die zerknitterte Taz kostet 3,20 €. So ist es in 2016. Zuhause ist noch tote Hose und das Herumschleichen mit dem deutlichen Gefühl, dass man stört, das nervt mich und ich flüchte nach draußen, Stephan muss mit. Dieser unterschiedliche Rhythmus macht es schwierig im Zusammenleben. Bei einer Übernachtung wird das nicht so deutlich wie bei 3. Ich könnte mir ein Bett mit Thomas teilen im Sinne von Schichtwechsel. Wenn ich morgens aufs Klo gehe, brennt bei ihm noch Licht. Das macht auch gemeinsame Reisen schwierig, weil ich auf Dauer nicht damit klar komme, wenn die Mitbewohner erst nachmittags ansprechbar sind. Ich werfe meine Postkarten (2 x Hannover, 1 x Treviso) genau um 13:45 zur Leerungszeit in den Briefkasten am Schlump und wir nehmen den Bus nach Altona (sight seeing). Claudia ist nicht zuhause und der Wind weht eisig und kalt. Wir setzen uns zum Portugiesen und ich vernähe Fäden. Die Frau, die dort arbeitet putzt ohne Unterlass. Claudi holt uns ab und hat eine Stecknadel in der „Dove“ und wir gehen ins Il Lokale und treffen uns noch mal in großer Runde. Paps hat bei ihr schon angerufen, weil meine Eltern wegen der Ferienwohnung stressen (was ich verstehen kann und dann doch wieder nicht) und mein Handy im Flugmodus war. Lena kommt wieder dazu. Die Pizza mit weniger gekochten Kartoffeln und Trüffelpaste ist fettig und mächtig und die Playlist fragwürdig. Ich finde eine Kiwi Gold als wir auf den Bus warten, die ich für einen Metallicluftballon mit Restluft darin halte und das mit dem Fuß anteste. Zuhause wird weiter vernäht und dann noch eine Runde gespielt und Thomas macht noch einen Sekt auf, der gut gekühlt ist aber mir auch nicht weiter hilft. Das letzte Spiel hat Stephan selbstgezogen und die Dreifachwertung geht zu meinen Lasten. Bed time, nicht wegen der Niederlage, aber meine Augen jucken schon seit einiger Zeit und es wird nicht besser und ich bin echt müde. In den Vomex A Packungen sind Büroklammern. Da bin ich ja beruhigt und das ist sehr lustig. Kann die Vorzüge der Nacht nicht nachvollziehen. Die Dunkelheit ist zum Schlafen da und die Felder werden morgens bestellt.

DSC04633 DSC04634 DSC04635 DSC04636 DSC04637 DSC04638

03.01. 8:30 Uhr ist lang genug. Ferienwohnungen gucken, packen, schreiben und taktieren, wann ich Stephan wecken darf. Um 10 Uhr so denke ich. Ich lasse ihn sogar bis 10:30 Ihr schlafen und räume die Mahjongsteine in die Verpackung zurück und mache Kaffee und will dann los. Es kommt wieder das Zombiegefühl auf. Schreibe mir mit meiner Schwägerin und bedanke mich für die Schweizer Schoggi. Die Sorten mit weißer Schokolade und fruchtigen pop rocks schmecken mir am besten. Sie will 2016 eine gemeinsame Reise machen. Vielleicht nach HH, weil Claudias Bikramfreunde sind nett, so dass ich fast bedauere, dass es nicht mein Yoga ist und ich außen vor bleiben muss, aber für sie wäre es was. Ich kann hier keinen grüßen außer ihren Bruder. Die anderen sind noch in der Unterwelt. Ich bin es gewohnt, dass alle Rücksicht auf mich nehmen und bei Thomas soll man warten bis er soweit ist und das verträgt sich nicht. Ich habe eine Spinne im Koffer und sie wird übersiedeln nach Hannover. Die neue Gelassenheit 2016? Lästereien über Hauptbahnhof Nord und Süd. Die geben immer an, die Hamburger und machen gerne einen auf Weltstadt und geben sich größer als sie sind, als hätten sie 2 Bahnhöfe, was aber nur einer ist (Grand Central Station, gelle?) und sie schaffen es nicht mal an den Deichtorhallen eine Station zu bauen, sondern man muss laufen, o.k. das stimmt nicht. Die sollen sich doch freuen, dass nicht noch mehr aus der niedersächsischen Provinz so große Fans sind, dass sie zu ihnen ziehen und ihnen den teuren Wohnraum streitig machen. Die mittelalte Frau im Zug mit dem runden Gesicht und den neon nails weckt mütterliche Gefühle. Sie telefoniert mit Mama um zu fragen, wie viele schwarze Fledermauskleider sie bei TK Maxx gekauft haben, den Schaffner fragt sie, ob die Fahrkarte auch für den Rückweg gilt und sie braucht unsere Hilfe und Tipps, wie man ohne Reservierung an einen Sitzplatz kommt, weil das Abteil ist gleich besetzt. Die ältere Frau fragt, ob ich das selber gemacht hätte und bewundert meine Arbeit, dafür braucht man Geduld meint sie. Würde ich sonst Fäden vernähen, wenn es nicht selbst gemacht wäre? In Hannover liegt etwas Schnee, aber rodeln auf Rasen sieht trotzdem erbärmlich aus. Post von Sunla und aus Kalifornien mit richtig viel handgeschriebenem Brief dazu. Ja, die fehlen mir auch und die Kinder sind groß und übernehmen die Bildfläche und die Eltern sind nur noch Fußnoten. Das ist wohl das Rad der Zeit. Es fühlt sich komisch an, so als sei heute der erste Tag des neuen Jahres. Statt nur Franzbrötchen hätte ich auch ein Brot kaufen sollen beim Schanzenbäcker, jetzt sitze ich nur mit einem Haufen Wurst da. Es gibt schlimmeres. Apropos Wurst. Leberwurst für die Kinder, Gothe schließt zum Jahreswechsel. Die Überschrift klingt als würden sie das den Kindern füttern statt Wurstscheiben. Das stelle selbst ich mir schwierig vor.

Ich sitze 10 Stunden vor dem Fernseher und häkele, die ersten 4 mit Mütze und dann ist fast ein Dreieckstuch fertig. Mir ist kalt, ist fühle mich nicht. Stephan fährt todesmutig ins Büro und stellt den Stempel auf 2016 um. Die Kontoauszüge werden mir zugeschickt. Zum Ziehen war es zu spät. Der Kollege war bei uns im Haus im Erdgeschoss zum Kindergeburtstag und dann über uns Kaffee trinken. Bei der Etage mit den meisten Namen an der Klingel wohnen die Wenigsten. St. Gallen calling. Erst schweres Telefonat mit der 10-jährigen Nichte. Von mir kann man Telefonsex nicht lernen, kann ganz schlecht privat telefonieren. Soll sie meine Freundinnen fragen. Neues Restaurant im Einstein mit deutschem Koch und Sommelier, der Schweizer Weine ausschenkt. Klingt gut. Sie duzen sich. Lädt Stephan zum Männerwochenende ein mein Bruder mit trinken und flippern. Ich kann auch mit kommen, wenn ich will. Handy im Flugmodus. Meine Eltern kann ich erst wieder an mich ranlassen, wenn Stephan die Unterkunft auf Teneriffa gebucht hat.

Olive K. und die Hilfe für Venedig

19.12. Brauche nicht mehr so viel Schlaf, wie zuletzt in der Alkoholpause. Stephan drängt vor mir ins Bett (nach 12 vor 1), schläft vor mir ein und ich bin um 7 wieder wach und nichts hält mich im Bett. Er ist noch im Tiefschlaf. Ich denke an meine Bastelaufgaben, ist also nicht nur Bayreuth was mich früh aufstehen lässt. Traum: wir sind in Italien, letzter Tag. Muss noch möglichst viel Eis essen. Die handschriftliche Karte an der Wand ist versteckt. Ich will zum Mitnehmen und entscheide mich für Erdbeersorbet, Birneneis und Pistazie und einen Kaffee. Ich bin sprachlich schlecht und sage immer „merci“ statt „grazie“, bekomme den Kaffee in einer Tasse und das Eis ist darin und geschmolzen. Ich bin enttäuscht, Stephan zahlt schon mal. Der Bedienung erkläre ich dann wütend, es sei als hätte ich „pesce“ bestellt und Zabaione und sie hätte beides zusammen vermischt und deute das pantomimisch an. Kathrin hat einen gefüllten Mohrenkopf. In Wirklichkeit ist das ganz frisches Laugengebäck, ganz dünn gefüllt mit Vanilleeis. Köstlich. Hat sie mal besser gefunden als ich. Ich beiße ab und werde wach. Denke an die Geschichte mit der sterbenden Oma, wo die Zwangsernährung jetzt eingestellt werden soll. Neulich hatte die Eltern mit 3.500 € Rente sich Gedanken gemacht, wie lange der Erlös aus dem Hausverkauf reicht für Pflegestufe II im Heim. Jetzt zahlen sie monatlich ein kleines Taschengeld von 150 €. Auch Familie oder gerade Familie lässt so tief blicken und zeigt wie erbärmlich das Menschliche ist. Das ist schlussendlich das was zählt, die bedruckten Scheine oder was? Eine Mutter hat einem das Leben geschenkt und ihre Gebärmutter war die erste Wohnung, wie gesagt. Und wie der Kollege schon sagte, wer hat schon noch eine Oma in unserem Alter, die meistens bringen ihre Eltern schon ins Altersheim. Das ist auch so eine Sache. In der Jugend waren 2 Jahre Altersunterschied viel, dann später 10 und später merkt man, dass es zum Ende um plus minus 30 Jahre schwankt.

Der Himmel am Horizont ist so schön Rosa. Morgens ist die schönste Zeit des Tages. Die Yogalehrerin lobe ich, dass ungeschminkt ihr gut steht. Sie hat seit Monaten krasse Probleme mit den Augen, rot und dick, irgendeine Allergie oder was. und keiner weiß was es ist und darf gar nichts essen, kein Kaffee, kein Weizenmehl, kein Alkohol. Die Arme. Das hatte ich damit nicht auslösen wollen. Partnerübungen, gerade mit Steffi, machen mir grds. Freude. Schulterstand kann ich genauso bequem ohne Hilfe. Da sieht man wo die Reise hingeht sagt die Lehrerin. War das Angabe? Ein netter, blonder Schwuler, selber wie aus dem Ei gepellt auf einem Rollator, der aber eigentlich noch viel zu jung dafür ist, kommt auf mich zu gerollt als ich mein Rad aufschließe um mir zu sagen, dass ich klasse aussehe und er strahlt und bedankt sich, dabei muss ich danke sagen. Weihnachten vielleicht ohne Armreife. Habe die langen Lederhandschuhe von Jans Mutter an und das sieht elegant aus und ist eine Erleichterung mal ohne und auch ein Fremdgefühl am Arm. Ich bin schon wie diese Giraffenfrauen in Afrika (?) mit den Reifen um den Hals. Habe schon nach großen Ohrringen geschaut. Bloß nicht so große Hütchen für Hamburg. Das halten die immer schlecht aus.

Rinti gibt es nicht bei Real, habe meine Eltern angewiesen, irgendein Hundefutter. Frauchen erklärt mir die Qualitätsthematik. Bei mir muss er sich seine Vitamine von der Straße holen. Mädchen bleibt stehen und will nicht weiter. Eisbärpulli kann ich nur durch die Scheibe sehen, haben aber Samstag zu. Mein Schuh sieht ja geil nach Punkrock aus, stellt Steffi fest. Das war mir gar nicht aufgefallen. Mein einstiger Lieblingsschuh hat sich einfach aufgelöst.

DSC04451 DSC04453

Dieter ist wieder gut angekommen und bestätigt die Entscheidung die Reha durchzuziehen. So kenne ich ihn, er steht hinter seiner Frau und der Familie, ist ja nicht die schlechteste Eigenschaft. Keine Pizzaeröffnung, zuhause hocken. Häkelhütchen für Blasinstrument für den Weihnachtspulli. Gehe häkelmäßig jetzt aufs Ganze, 2 Decken. Eine Häkelarbeit auf einmal reicht nicht. Habe hochdosiert und muss parallel häkeln für den Kick. Ich kann kupferfarbenes Beilaufgarn verwenden. Suppe mit dem O-Saft schmeckt krass. Mit Zimt-Croutons geht es. Verbrenne mir die Lippe und habe Brandblase daran. Matschauge, rote Nase, bin immer mehr entstellt. Weißkohl mit Butter, Curry und Kümmel (aus Wien) auf Nudeln ist köstlich. Die Pralinen der Kollegen schmecken wie Schokolade. Da hat sie Recht und ich weiß jetzt was sie stört. Pralinen sind flufferiger gefüllt. Olive Kittridge, das Ende statt James Bond. Sie ist genervt vom Altersheim, die einfach das Telefon abstellen, weil es bequemer ist und sie hatte in der Todesstunde versucht ihren Mann anzurufen. „I will slit my throat before I end up here“. Sie hat den Sohn in NY besucht, dessen neue Frau schwanger ist und 1 Bier täglich trinkt, weil er gut sein soll für den Östrogenspiegel. Ihre Reaktion: das wusste sie nicht, man lernt nie aus. Sie haben sich in der Therapie kennen gelernt. Der Sohn, der die verkniffene Affäre gemerkt hat. Sie hat es an ihrem Mann ausgelassen. Er hat trotzdem ihren Erziehungsstil etwas übernommen und will den Stiefkindern gute Manieren beibringen. Dann die Annäherung mit Bill Murray, dessen Frau auch gestorben ist. Er: „I am in hell…give me a reason to get up in the morning“. Sie: „Don’t have a clue. Waiting for the dog to die so I can shoot myself“. In der Szene vom Anfang als sie es umsetzen will fragen sie Kinder, ob sie Picknick macht, dann: „where is the food“. „I ate it“. „Don’t litter“ mahnen die Kinder. Das greift das Thema von früher auf, durch Selbsttötung die Umwelt belasten, die Leute, die einen finden. Das tolle Ende, der Mensch ist auf Partnerschaft angelegt und sie verlieren nicht viel Zeit, weil es nicht mehr so viel Zeit zu verlieren gibt, großartiges Paar sie und Bill Murray, der auch mal kontra gibt. Muss mich bei Claudi bedanken. Schenken können wir uns zwar nix, aber kennen tut sie mich trotzdem sehr gut. Olive Kittridge war so spitze, meine Serie des Jahres 2015. Habe mich so wiedergefunden darin (wie sie sich weigert ihre Schuhe auszuziehen am Flughafen, weil ihre Strumpfhosen kaputt sind, das wäre mir egal, aber der Aufstand an sich) und fand diese Kurzserie einfach zum Niederknien, die Schauspieler, der Erzählweise, alles. Kann nicht schlafen, drüben auch nicht. Es krawallt auf der Straße. Mache das Licht an und spiele eine Runde, d.h. schaue meine Bastelsachen durch für Hütchen. Das ist wie spielen. Schaue mir die schöne Kuhfußnägel an und überlege welches Häkelfigur, der Hase oder der Minion auf welche Häkelunterlage passen könnte.

20.12. Traum: Affäre mit einem total berühmten Typen, alles romantisch und herrlich. Treffe ihn auf Tour in seiner Garderobe.

Packen, doch den großen Koffer. Ich will die letzte Folge Olive noch mal gucken. 2 Telefonate mit meiner Tante. Stützstrümpfe allein ausziehen ist die Probe, ob sie in eine Klinik muss. Sie hat eine Telefonnummer vergessen und hält sich schon für Plemm, Plemm. Das passiert uns am laufenden Band. Das ist nicht schlimm. Sie hängt ihre Hoffnung an jedes Zeichen, dass es bergauf geht, was ich total verstehen kann (Hausschuh bekommt sie wieder an). Der Kumpel der Vollmachtnehmerin wünscht ihr, dass sie die Stützstrumpfwette verliert. Hat seine Frau an Leberkrebs verloren, nachdem sie auf einen alternativen Heiler vertrauend eine verfügbare Lebetransplantation in den Wind geschlagen hat um es dann auf dem Sterbebett zu bedauern und festzustellen, dass sie wohl die falsche Entscheidung getroffen hat. Sie teilt den Freundeskreis und die Verwandtschaft in die Klinikfraktion und die andere ein und ihr eiserner Wille lässt sie den ganzen Tag kämpfen um die Wette zu gewinnen. Es geht um Autonomie und Selbstbestimmung und die sind sehr wichtig für sie, was ich gut verstehen kann. Stephan sagt, man kann sich an anhören, was die anderen sagen und dann selber entscheiden und sagt so schön psychologisch schlau, sie könne das jetzt auf sich beziehen, aber er würde sich selber meinen. Wir überlegen Anfang des Jahres mal wieder dorthin zu fahren und den Kollegen zu treffen. Später ruft sie noch mal an, weil Putzfrau abgesagt hat und sie Aufheiterung brauchte, hat sie mein Paket aufgemacht und findet es toll. Fasst das Häkelstück gerne an und schaut dazu gerne die Farben an. Der Mensch selber ist ein Vieles. Ich sei noch jung und mache noch Sprünge und so tolle Kunst sagt sie. Sie hat Recht und das Leben ist kurz (seit der Expo noch mal in die Zukunft und ich bin alt). Früher kam es mir so unendlich vor und jetzt merke ich, manche Sachen sind schon gestorben, wir gehen nicht mehr aus, früher ins Bett, mein Mann noch früher als ich und ein Zurück gibt es nicht. immer das tun, was man mag und das bewusst.

Längste Nacht des Jahres, Rouladen zäh und kalt. Zum Nachtisch die mitgebrachten Gewürzlebkuchen vom Essigbrätlein, Schwarze Olive, ah wieder Olive. So was schickt Markus seinen Kunden/Auftraggebern. Bei mir geht das Schenken nur in umgekehrter Richtung. Sie sind sehr lecker und reichhaltig. Stephan widerspricht mir immer. Ich habe kein Spiel gewonnen. Ich und die Gäste überlegen mal 2016 zusammen nach München zu fahren. Sie haben Theatertipps. Dann vielleicht Münchner Kammerspiele und Neue Pinakothek will Michi auf jeden Fall. War schon todmüde als sie noch da waren. Die Folge Tatortreiniger hätte ich nicht mehr gucken sollen. Find es auch immer gleich und ziemlich deutsch, tatortmäßig. Schwerer Abstieg gegenüber Olive K.

21.12. Traum: Irgendwas mit Fotos zeigen. Familienfeste, von deutschen Städten und Japan. Was total alt ausschaut, wie Gebäude, Schriftzüge und Menschen um die letzte Jahrhundertwende, ist gestellt und direkt vor unseren Augen als Kulisse aufgebaut, sehr raffiniert. Die machen auf Sezession und alles ist beige und es ist wohl ein Tanztheater. Warum küsst Stephan immer meine Hand. Ist schon 10 nach 8. Die Blase auf meine Lippe geht auf als ich die Lippen bewege. Jetzt habe ich einen schwarzen Fleck auf der Unterlippe. 3 Toten in Bayreuth bei meinen Eltern in der Nachbarschaft. Sie leben gefährlicher als wir sagt Stephan. Noch mal ist meine Tante das Thema. Wie unterschiedlich meine Eltern darauf reagieren. Meine Mutter wünscht ihr, dass sie zuhause blieben kann, da gehört sie hin und da ticken ihre Uhren (sie hat so Recht damit) und hat Angst, weil meine Oma am 2. Weihnachtsfeiertag gestorben ist, würde am liebsten vor Weihnachten noch nach Stuttgart fahren. Ihr Bruder hat auch Angst und ihm fällt es schwer zu akzeptieren, dass sie so anders ist. Er betont immer, dass sie Wichtiges von unwichtigem nicht unterscheiden kann und keine Luft bekommt, aber das Sauerstoffgerät ablehnt wegen Elektrosmog, aber das ist nur konsequent, weil sie war immer so und Stephan sagt zu Recht, sie ist immer alleine zurechtgekommen und will sich am Ende ihre Lebens keine Tipps von Leuten aus der Ferne geben lassen. Das könne er verstehen. Draußen ist das Wetter wie Herbst. Am Lindener Marktplatz wird eine Erdgeschosswohnung aufgelöst. Die blauen Müllsäcke mit den Resten eines Lebens werden durchs Fenster gereicht. Die Wände lassen erahnen, dass diese Wohnung lange Zeit ein Zuhause für jemanden war. Richtig viele Spuren, die jetzt alle beseitigt werden müssen.

Bei meiner Tante geht nur der AB an, muss ich mir Sorgen machen, noch mehr als davor? Frau Türkisch hat leider die Abrechnungen ihrer Tochter dabei, die gerade eine Ausbildung macht statt die eigenen. Ist zwar in einer Profimappe, aber die äußere Ordnung kontrastiert zu dem inneren Chaos. Sie will ein syrisches Kind zu sich nehmen. Ich hatte ihr schon mal gesagt, dass ich mich dabei nicht auskenne und sie selber beim Jugendamt nachfragen soll. Die jüdische Gemeinde wäre zuständig, aber sie will keinen Teenager, sondern was Kleines. Bleibt dabei, dass ich ihr da nicht helfen kann und irgendwie auch nicht will, weil ich denke, das muss sie dann selber auf die Reihe bekommen und ich weiß gar nicht, ob ich es gut finde. Frau Ruanda sucht einen Verleger für ihre Endzeit- Gottesbuch, aber auf Französisch. Eine Anwältin aus Italien, sucht jemanden, der englisch spricht. Der Kindesvater hat die Kinder (8 und 2) entzogen und lebt in Hannover. Die Mandantin war bei der Polizei und ist jetzt wieder zurück in Italien und sie brauchen jemanden, der Informationen einholen kann. Vielleicht war das Jugendamt heute schon da. Das wurde ihr gesagt, aber nichts Genaues weiß man. Gebe ihr meine email Adresse und die des Kollegen, der Familienrecht macht, sage, dass wir ihr auf jeden Fall helfen. Sie sitzt in der Nähe von Venedig, gutes Zeichen und helfen zum Jahresausklang ist auch eine gute Sache.

Am 22.01. Pramerl & the Wolf in Wien und Sunla und Andras kommen mit. Da freue ich mich drauf. Hole den Eisbärenpulli, ein zweites Stück verkneife ich mir. Ein junger Lockenkopf löchert die Mitarbeiterin mit fragen, ob sie auch zur Schule geht und was es zu Mittag gibt und, dass man hier im Laden nicht essen dürfe. Doch, sie hat dafür einen eigenen Raum. Sehr süß. Ich suche eine Liebesmarkeneule und die Schwulen im verräucherten Zeitungskiosk in der Posthornstraße sind sehr hilfsbereit und zum Schießen. Er zeigt mir niedlichen Eulenaufkleber, aber die sind kindisch und abstrakt, aber danke. Die haben schon Ostermotive bei der Liebesmarkensammlung. Die Frau, die dort arbeitet kann aufsagen in wie vielen Tagen Ostern ist. Suppe zuhause verdünnen mit dem arschteuren Kokoswasser was ich statt Soyamilch hatte ausprobieren wollen und die Kalender, die noch da sind durch Osterliebesmarken aufpimpen. Zeige Stephan unseren. Mag die Seite mit Paniermehl im Döner und ich habe Mona Schrader da reingemorpht. Soll Stephan fotografieren und ihr schicken. Toni ist auf dem Hütchen und sie in unserem Kalender verewigt. Doch schon Morgen fahren, aber wozu, wäre nur um die Fürther zu sehen und die melden sich nicht oder abends noch mal Susann, wenn sie Lust hat. Man sieht sich so selten. Die Augenantibiotikacreme soll man nicht länger als 14 Tage verwenden. Da nutzt es auch nichts, dass ich da Ding immer noch habe. Ist jetzt halt chronisch, aber nicht tödlich und es gibt Schlimmeres. Mein Fahrrad hat Hautkrebs, eine Roststelle hat den Lack schon weggefressen dort wo ich das Schloss immer habe drauf fallen lassen. Ich habe wieder Tourette bei den Autofahrern und beschimpfe sie als Weichsardinen, weil ich denke, die sitzen in ihren Fischdosen. Sie sind wie Einsiedlerkrebse und ohne das schützende Blech was sie umgibt weich und verletzlich, also rausziehen, die Weichsardinen oder es zumindest schimpfend androhen.

Meine Eltern kaufen doch Rinti für Suki und Sojamilch und Salzbutter für mich und Schwarzwälder Schinken für Stephan. Allen soll es gut gehen. Sie haben 3 Tage Rouladen gegessen und die waren super. Dietrich hat beim Kochen zugeschaut und die Verantwortung getragen. Jetzt zum zweiten Mal die Oma, davor die Tage schon der psychiatrische Pfleger. Bei Herrn Ihme ist der Name am Briefkasten verschwunden. Nein, ich weiß nichts von einer neuen Wohnung und weiß auch nicht warum. Wer kann ihn schon verstehen. Die Mutter von Frau Srilanka. Sie hat Post dabei. Die Tochter hat einen Armreif im Pfandhaus eingelöst und ein Darlehen für 600,- € aufgenommen. Heute ist Verfalltag. Da kann man wohl nichts machen. Kenne mich mit so was nicht aus. Der HUK-Fall aus Juni, den ich nicht in Rechnung gestellt habe taucht noch mal auf. Dem Kollegen kündige ich den italienischen Fall an. Erst sagt er, es ist ihm zu viel. Als ich dann sage, er soll es mir weiterleiten, überlegt es sich es anders. Hat die Kontakte zum Jugendamt und ich schreibe auf Englisch. So hatte ich mir es gedacht, dass man unbürokratisch hilft und ein paar Anrufe macht. Schön, dass wir das zusammen wuppen, trotz Weihnachten. Ich mag diese „wir schaffen das“ Einstellung und lobe ihn dafür.

Susann kommt alleine und wir trinken den Rosé Champagner vom Hochzeitstag. Er ist köstlich, die Suppe schmeckt auch und die Rouladen sind viel besser. Wir essen so viel, das es weh tut und ich im Bett die Arme unterlegen muss, damit der Bauch mehr Platz hat. Für Häkelsucht hat sie Verständnis, empfiehlt finnisches Weihnachtsdorf den frisch geräucherten Lachs, aber daran ist nicht zu denken, mittags wird es noch mal Rouladen geben und wir haben den Kollegen um Mithilfe gebeten. Gut, meine Eltern haben auch 3 Tage an ihren Rouladen gegessen. Ihr geht es gesundheitlich besser und sie steht früh auf und ist voller Energie und will was machen, erzählt vom Riesenflohmarkt in Belgien mit vielen Essensständen und lebenden Tieren inklusive. Das freut mich. Wir schwärmen vom hiesigen Theater und das endet damit, dass wir Morgen noch mal mitgehen in „Mein Kampf“. Beim Kartenbestellen wollen sie alle Daten haben und wir müssen beim Geburtstag von Alain nachschauen, wann wir in Köln waren und dann konnten „die Karten nicht generiert werden“. Wir sitzen nicht zusammen (andere Prioritäten). Wir sprechen über vergangene Zeiten, sie war wohl mein Bastelvorbild, Hütchen 1999, die vielen Mottoparties, die sie ausgestattet und dekoriert hat. An was ich mich alles erinnere, aber nur die unwichtigen Details, dass er am Heizkörper in der Küche eingeschlafen ist bei der Silvester 2000 Veranstaltung und nicht, dass er einen Zwillingsbruder hat. Wir zeigen stolz das Patenkind und sie sagt, meistens würden die Eltern Freunde von sich bestellen und wenn die Freundschaft dann abbricht, werden die Kinder in Sippenhaft genommen und sind auch weg vom Fenster. Da hat sie Recht. Sie erzählt von den Ausflügen und der neu gewonnenen Freiheit und schwärmt sehr von Liege als Stadt, unaufgeregt und ohne Touristen, französische Esskultur und belgisch trashig. Dann empfiehlt sie den Dom in Aachen und einen Hot Dog Stand in Flensburg. Aufkleber und anderes kann sie nicht gebrauchen und will dann auch gehen. Gut, ich bin auch müde und wir sehen uns ja Morgen noch mal. Das frische Gersterbrot hätte ich ihr zumindest mitgeben können. Das hätte sie auch genommen und so war es gedacht. Ich finde in meinen Reisebastelsachen noch einen Teigring aus Venedig und eine herrlich dicke Papierserviette, die ausschaut wie aus Anzugstoff. Meine Schule schreibt mir Rundmail zu Weihnachten. Mona hat sich auch gefreut.

22.12. Herr der Fliegen, die Premiere in Berlin am Geburtstag meiner Mutter. Hatten wir uns gestern die Tochter von Anja angeschaut, die damals als zierliches Kleinkind in ein Waschbecken gepasst hat als wir zusammen nach Mallorca gefahren sind und dort in dem Haus gewohnt haben, Stephan mit 3 Frauen und einem Kind. Ja, man erkennt Anja. Gestern wurde viel geraucht und gehustet und sie schadet sich massiv selber. Das wäre schwer zu erdulden, überhaupt reichen wohl die 4 Stunden und so viel Nähe geht nicht gut. Ich bin aus anderem Holz und könnte nicht in einer Beziehung leben, wo so Vieles unangesprochen ist und man die Probleme umschifft und dann einfach nicht genau Bescheid weiß. Bei den Venedigsachen was Vieles dabei, was ich für die Kalender hätte nutzen können, ein Wasserbüffelmotiv klebe ich noch nach und einfach über ein anderes Bild drüber. Dann erst mal neues Bild an die Küchenwand von einer der Ausstellungen in den Palazzi und die Banh Mi Werbung runter. Das Keu ist nicht mehr das was es mal war und die schöne Frau eine ganz neue Optik. Wie alt ist Herr Ihme fragt Stephan, weil ein junger Mann wegen einer Packung Schokolinsen in einen Supermarkt eingebrochen ist und die vor Ort gegessen hat. Das klingt schon sehr wie meiner, das stimmt. Meine Schuhe aus Nürnberg lösen sich auch langsam auf. Könnte ich für eine Stellvertreterdemo gebrauchen. Als man in Paris nach den Anschlägen das demonstrieren verboten hat zum Klimagimpfel, haben die Leute stellvertretend ihre Schuhe hingestellt. Das sah ganz gut aus. Mein drittes Paket in die Schweiz mit dem Eisbärensweatshirt habe ich mit ca. 2,50 € überfrankiert und bekomme dafür eine Sendungsnummer.

DSC04461

Harald schreibt auf meine Androhung, dass ich ihm noch was besorgt habe aus dem Kaufhaus meines Vertrauens, dass er schon die Distelteller habe, ja, aber das ist die perfekte Ergänzung. Schnell noch das vom Schreibtisch wegarbeiten, was Stephan dann mitnehmen muss, wenn er Gerichtspost macht und eine Fahrkarte nach Oberfranken besorgt. Morgen sehen wir die Jungs, auch Besuch des Germanischen Nationalmuseums steht auf dem Programm, aber für mich eher Tee trinken und Hund sitten, vielleicht Friedhof und ihn in die Tasche packen. Freue mich, dass wir die Jungs sehen und hoffe, dass wir alles gut über die Bühne bringen ohne Streit mit dem Mann und inklusive möglichst den vorletzten Zug nach Bayreuth bekommen. Ich bin um 11 noch so was von satt vom Vortag und soll um 13 Uhr wieder essen. Das ist alles schwierig mit der Völlerei und Stephan geht es auch so. Ich habe mich entschlossen bei aller Arbeit, die noch weg muss 2 Betreuten auch Weihnachtskarten zu schicken. Es wird ab jetzt reagiert und zurück geschrieben. Nur die, die schon seit Jahren so treu sind. Sie bekommen Kunstkarten aus Venedig mit Renaissance-Männern und nackten Frauen, die ich gestern in meiner Tuschtasche auch wiedergefunden habe statt Weihnachtsmotiven. Meinem Cousin schreibe ich: „Ich kann mit Deiner Rundmail wenig anfangen. Viele Andeutungen, die mich mehr verwirren als alles andere. Irgendwer war auf Kreuzfahrt und es sind traurige Dinge passiert, die Du aber nicht benennen willst. Das ist vielleicht der Preis, wenn man über 90 Leuten auf einmal schreibt“. Gut, ich bin das Gegenteil und schreibe öffentliches Tagebuch inklusive intimer Details und Lästereien bzw. Dinge an denen sich andere stören. So kann wohl keiner aus seiner Haut. Ich kann Ende 2015 aufhören damit, aber noch taugt es mir und mein Mann liest es noch gerne und ein Leben für andere bzw. „das macht man nicht, was sollen die Nachbarn denken“ war noch nie mein Ding.

Telefonat mit Frau Ruanda. Nein, ich habe ihr seit gestern keinen französischen Verleger gefunden, habe anderes zu tun z.B. die Jahresrechnungslegung und das Forderungsschreiben der Anwältin, die über 130,- € von ihr haben will, beantwortet. Sie will zurück in die Gartenstraße, das geht aber nicht, weil man sie dort nicht haben will. Sie hat u.a. in den Flur gepisst. Das ist eine Zumutung und den anderen Frauen gelingt es auch, die Toilette zu benutzen. Sie hatte in einen Eimer pinkeln wollen und das ins Waschbacken ausleeren, weil man ihr Bodyguards mit aufs Klo geschickt hat. Sie hat in der Vergangenheit gesagt, dass sie die Spritze nimmt, es aber nicht getan. Sie trifft Entscheidungen, die bestimmte Konsequenten nach sich ziehen und Gott hat uns einen freien Willen gegeben. Sie zahlt die 18,- € nicht, dann wird ihr keine Wohnung vermittelt. Alle anderen zahlen das. Sie sagt, obdachlos ist auch kein Problem oder sie bleibt gleich im Krankenhaus. Ich darf nicht den Schorf auf meiner Unterlippe abreißen. Das ist schwer. Stephan kommt und ich habe nur lustige Weihnachtskarte von dem befreundeten Notar bekommen. Finde ich sogar lustig dieses Jahr.

202057

Herr Palästinenser war beim Betreuungsrichter und das wurde 3 Jahre verlängert, ich frage dafür nach was mit dem Bekleidungsgeld ist. Die hatten Antrag der Einrichtung wegen Sonderbedarf wohl einfach nicht bearbeitet und dann waren die Töpfe leer, so dass auf Januar verwiesen wurde. Das ist auch keine Art. Ich mache das nächstes Mal über meinen Schreibtisch.

Die dienstlichen Ex-Frauen des Kollegen blockieren sein Fach. Irgendein Ordnungshüter hat ihm die Kästen mit bedruckten Visitenkarten reingemacht und das Fach ist jetzt voll. Er kommt zu uns und hat vor der Tür die Tierärztin getroffen, 4 Rouladen lassen sich so gut verteilen. Wir müssen nacheinander essen, weil die Klösse angebraten werden müssen. Das irritiert die Gäste. Sie isst wenig und schafft keinen Kuchen mehr. An solchen Beispielen wird mir klar, was wir für Fresser sind, aber alles andere erscheint mir auch der falsche Weg. Wir haben einen schönen Brief der Theaterfreunde bekommen. Auf eine Giraffe antworte ich mit einem Glaszebra aus Venedig. Stromabschlag Herr Ihme. Amt hat mein Schreiben vom 07.12. nicht bearbeitet und den Stromabschlag wieder ausgezahlt. Da kann ich aber nichts dafür. Schaue nebenbei Spiegel online. China macht den Planeten kaputt. Das ist echt deprimierend. Dieser Dauersmog und jetzt die abgerutschte Müllhalde. Da fehlen einem die Worte, außer vielleicht: das wird nichts mehr, Endzeitstimmung, Zug abgefahren. Der Mensch ist ein Krebsgeschwür auf der Erde.

Frau Stimmen wollte nur 15,- €. Frage, ob das realistisch ist, hat 50 von Asphalt bekommen. Grinst dazu. O.k., dann geht sich das aus. Frau Ruanda und ihre Verfahrenspflegerin. Morgen ist Anhörung durchs Landgericht. Ja, sie will im Krankenhaus bleiben und kann zur Zeit auch nirgends hin und solche Beschwerden bringen nichts und werden abgeschmettert, aber so ist das Spiel nun mal. Elisabeth, barfuß und aufgekratzt, es geht wieder darum, sie zum Sex zu überreden. Ich weiß warum es heißt Geld stinkt und gleich kommt Herrn ADHS, der stinkige Raucher, der sich zwischen unseren Terminen kräftig selber bedient.

Übersetzungen für den Italienfall während der Kollegen den Weihnachtsbaum, für den er das Maß ist besorgt. Nein, die Mutter darf ohne Zustimmung des Vaters die Kinder nicht einfach aus der bisherigen Wohnung holen und mit nach Italien nehmen. Vater muss zustimmen oder örtliches Familiengericht muss für Entscheidung angerufen werden. Ich räume den Schreibtisch leer und arbeite die Sachen konsequent weg, die Amaryllis landen im Müll. Ich habe noch 18 62 Cent Marken. Das geht ja und vielleicht gehen noch mal ein paar raus zwischen den Jahren.

Traumsequenz kommt mir immer wieder mit Achselhaare schneiden wie Rapunzel. Oben auf einer Mauer, die dunkelhaarige Frau muss schauen, ob Leute unter ihr stehen, die dann vom herabfallenden Haar getroffen werden können.

Der Weihnachtsgruß der exotischen Touristen war auch ein Zebra, aber alles andere als naturalistisch.

Piefke ist meine Beschimpfung für Hamburger. Es sind wieder die Autofahrer, die mich nerven. Mein Kampf ist auch das zweite Mal einfach herrlich. Lobkotwitz ist Gott und macht daher die Gebote: Wenn Du Vater und Mutter nicht ehren kannst, so rufe sie wenigstens einmal die Woche an. Lobkowitz hat geträumt, er war im Hotel 2 Jahreszeiten und Schlomo hat ihn besucht und er war elend. Schlomo fragte, was los sei: „Zimmer zu klein?“, nein, „Personal unfreundlich“, nein. Es gäbe Frühstück, 4-gängig, dann Brunch mit Eiern und Speck und anschließend Kaiserschmarrn, Mittagsbüffet. Nachmittags High Tea, abends 10-gängig, dann Mitternachtsbüffet mit Lobster und anschließend Kaiserschmarrn. Sie lassen einem keine Zeit zum Scheißen. Das ist die Weihnachtsbotschaft, die ich nachempfinden kann. Mitzi, das Huhn, die Grammatik. Hitler ist so ein schlechter Schauspieler, dass er in die Politik gehen soll und dann soll er an seiner Grammatik üben und Bibel lesen. Der eine Evangelist macht aus „Jesus ging in den Tempel“, „Jesus ging in ihre Tempel“ und so wurde das Ghetto erfunden und Hitler soll immer nur von „dem Juden“ sprechen. Die Frau neben mir fragt ob ich Tantinka wäre. Sie dachte, ich hätte das Bühnenbild gemacht. Schön wärs. Schlomo wünscht uns frohe Weihnachten. Das ist super. Der Jack Russell vom Theater heißt Milow. Sie hatte noch einen Kangal dazu. Sie kennt mich vom Sehen und nein, ich habe nichts mit Theater zu tun. Abschiedsgetränk in der Cumberlandschen Galerie. Den Weihnachtsmarkt, der so leckere Spezialitäten hatte laut Susann, Lachs frisch geräuchert, wird schon derbe auseinandergerupft.

Wichtelzeit im Plüschkino

07.12. Schlafe so was von beschissen ein, nämlich gar nicht und muss dann Gästebett von den Holzbügeln und Mänteln frei machen. Traum: Nähere mich mit einer ehemaligen Freundin an. Ich mache den ersten Schritt. Ihr Mann, der mit meinem Vater mal einen Konflikt hatte, hilft mir dabei. Ich weiß gar nicht, was der Grund für die Entzweiung war, es war Ibsen-mäßig: solange Du an mich geglaubt hast, habe ich an Dich geglaubt. Der Mann vor ihr steht auf mit mir zusammen, sie schläft weiter und wir wollen sie nicht stören. Sie schenkt mir was Selbstgemachtes und ich will ein Gegenschenk, eine Rutsche mit beheizbarer Rutschfläche. Wusste gar nicht, dass es so was gibt. Ein Mann kommt bald nach der Bestellung (wohl durch ihren Freund) zum Ortstermin. Wir zeigen ihm den Garten und hinter dem Pool soll die aufgebaut werden. Wie warm wird die Rutschfläche (teste es an einem Probestück) und was wird mich das kosten? Wache auf.

Habe das Gefühl, dass ich eine herrliche Hochzeitswoche zuhause hatte. Ein bisschen wegfahren und dann Nachklang. Die frühe Unterschrift, die Betreute, die mir so nicht geöffnet hätte, aber ich bin ins Haus gekommen. Dann Zahnarzt, fahre immer in die falsche Richtung. Silvester im Treibhaus, sollen wir das mit Tyark machen? Auf die guten, alten Zeiten, wo ich doch gerade in der Großen Pfahlstraße war? Der Zahnarztmann hat echt einen wahnsinnig laschen Händedruck und macht Zahnstein vorne weg an meinen Mäusezähnchen und das Stofflätzchen ab mit den Worten, das sei nicht so stylisch. Ein Blick in den Spiegel und ich muss ihm widersprechen. Ich finde das sehr stylisch zu meinem Outfit, kontrastiert so schön. Zufällig stolpere ich über ein Geschenk für Steffi, meine Schwester, in einem Sanitätshaus am Lister Platz. Halte vor der Tür, lasse das Rad unabgesperrt und mache die Sache klar. Sie ist die einzige, die noch Sachen gebrauchen kann und nicht so im Überfluss lebt wir die restliche Familie. Wir brauchen nichts. Ein edler Pyjama aus Skandinavien mit Muster auch innen, sieht sehr schön aus und wird ihr stehen, die Schaufensterpuppe muss dafür ausgezogen werden. Krasse Plastikkuschelsocken gibt es geschenkt dazu. Nehme Modell Gingerbreadman. Die hässlichen Haflingerschuhe gehen zur Schwiegermutter überlege ich. In der vergessenen Postfiliale 4 Karten mit passenden Sprüche und toller Typographie.“ Wer Männer versteht, kann auch durch null teilen“ oder so ähnlich (hoffe, so als Mathe-Typ findet man das lustig) und: „Ich esse Schokoafe nur an Tagen mit „G“ und mittwochs“ für Alex. Das passt perfekt. Eine japanisch ausschauende Frau bedient. Sie hat schöne Marken für 2,15. Was ist das für eine Einheit, will ich wissen. Die Kindermotive sind für Einschreiben. Ach so. Für Katharina kaufe ich gute Wollstrumpfhosen, eine schwarz und eine weinrot und Sekt, wenn wir hingehen zum Chilieintopf, d.h. dann nur um die Essener zu treffen.

Gute Laune überkommt mich wie sonst die schlechte. Strahle die Menschen an.

Hänsel und Gretel. Die Kinderschlange vor der Oper. Meine Arztpraxis sollte eine Serie machen: Herrn Professor, ich brauche eine Unterschrift, Schwester Andrea, Herr Müller, sie scherzen. Wie Lindenstraße und Schwarzwaldklinik gibt es nicht mehr. Müssen aber ein paar Affären einbauen nur für die Serie. Wir lachen. Es macht Spaß auch mit diesen vertrauten Menschen älter zu werden, Ja, mein Auge. Der Herr Professor kennt sich das auch nicht so aus und schreibt mir Tropfen auf oder doch besser eine Salbe auf, wie hieß die noch mal. Hauptsache das ist keine Vagina-Creme, die ich mir dann ins Auge schmiere. Blättere im Wirtschaftsmagazin. Die Syrer hatten Firmen in Homs, Photovoltaik haben die gemacht und 5 Autos hatten sie und ein Haus am Meer. Hippster in der Apotheke, mehr junge Männer mit Bart. Der ganz junge muss der älteren Türkin was unterzeichnen, scheint eine andere Ausbildung und damit andere Befugnisse haben. Sie muss sich Unterschrift von dem Kollegen holen. Es geht um eine andere Packungsgröße oder so. Der scheibt nur F. Unser Hochzeitstag hängt immer mit dem Welt-Aids Tag zusammen und da hat sich in 21 Jahren viel verändert in der Aids-Werbung. Während es früher hieß: Das ist Thomas mit Claudia, das ist Thomas mit Andrea, das ist Thomas mit Julia und das ist Thomas mit Aids und man sah den jungen Mann auf dem Totenbett heißt es heute: Und was macht ihr wenn euer Stürmer HIV-positiv ist? Hoffentlich viele Tore.

Kollegin hat Nikolaus gemacht. Ich will wichteln für alle, sind nur 6 und ich kann nichts gebrauch, aber alle versorgen.

Kann nicht nach Österreich überweisen (die Tickets an Gela erstatten) muss dafür zur Sparkasse. Stehe ich unter Betreuung? Jasmin kommt als Überraschungsgast zum Fünfzigsten der Freundin.

Liebe das neue Kino, will heute gleich noch mal rein. Der Edelpfefferminztee und Strawberry Cheesecake-Eis mit dem echten Löffel. Mittags tauschen wir Unterlagen. Die Suppen in der Kaffeepause sind nicht mehr so lecker, die hatten Inhaberwechsel. Ein Mann um die fünfzig, der nicht danach ausschaut, will wissen, ob die Suppen vegan sind. Dieser Trend nervt. Hätten mal Sahne rausgemacht, wäre besser gewesen. Die können doch nicht bis Weihnachten durch dieses Radioweihnachtssonggedudel hören. Da wird man wahnsinnig. Habe Auszeichnung für meinen Mann, Dokumentenmanager. Die Rechnungslegungen kommen immer alle ohne Beanstandungen wieder zurück. Er hat es schon richtig drauf und ich habe auch ein gewisses Standing und das macht die Arbeit so viel leichter. 2 Anrufe und ich habe nächsten Mittwoch Termin zur Hilfeplanung gemacht, weil das Stundenkontingent von Herrn Auge ausgelaufen ist. Nach Trier ist er nicht gefahren. Herr Ihme steht vor der Tür als ich mein Fahrrad anschließe. Ich habe keine Zeit verkünde ich ihm. Ich will versuchen, den Gebrauchttypen anzuschreiben, dass er die 250,- € für den Schrottrechner zurück bekommt. Ach so, den hat er schon weiterverkauft. Was sollte er machen, er brauchte das Geld.

P-Monster kommt und hat seine neuen Zähne drin. Frau Spielsüchtig kommt Donnerstag früher, dass wir zum Geburtstag meiner Schwiegermutter in die Reha zu Dieter fahren können. Der Bus geht bei uns vor der Haustür los. Frau Uganda hat 6-Wochen.Beschluss, der mündlich verkündet wurde. Das Wohnheim will sie nicht zurück nehmen. Die sind da für psychisch kranke Frauen, wenn das der Kündigungsgrund sein soll wäre das dämlich. Wenn sie zurück will stelle ich mich auf die Hinterbeine.

Daniel Brühl-Schauspieler an der Haltestelle. In zivil sind sie so was von unscheinbar. Gabi, will ich das Deutschlandpuzzle andrehen, quasi Auffangstation für Puzzle, die keiner haben will. Weihnachtsbühne auf dem Lindener Markt.

Thema beim Yoga: Demut. Das kenne ich, aber da geht mal nicht dieses mit: sich bei sich selber bedanken, das man da war, sich vor sich selber verneigen, das ist Selbstfixiertheit, Selbstverliebheit, Narzissmus (?) und keine Demut, aber wir üben noch und ich auf einem Bein stehen, weil das kann ich null.

Die Vorschauen sind alle schlimm, auch Star Wars, der beim Kinostart in allen Kinos läuft, wie deprimierend. Ich nehme Cola Light und Popcorn. Die frühere Dolby-Surround Werbung war besser. War sie Vorlage für die Minions? Da waren doch welche, obwohl es sie bei Pixar noch nicht gab. Ich glaube, die Idee dafür haben sie hier her. Wie sehen nicht die Silver Linings-Fortsetzung Joy, sondern einen Film über Sherlock Holmes als alter Mann. Kino wie Tretmine, für OmU oder (was besser war, weil man mehr den Film gucken tut und nicht in Verlegenheit gerät zu lesen) OoU gehe ich doch nicht in jeden x-beliebigen BBC 1 Fernsehfilm. Er hat Bienen und eine Freundschaft zu dem verwaisten Sohn der Haushälterin. Rosamunde Pilcher artige Bilder. Mr. Holmes war ein Unschuldslamm. Hat in einem letzten Fall bei einer Frau, die er nicht kannte und der er sagte, ihr Mann liebt sie und sie soll zu ihm gehen angeblich nicht richtig reagiert und ihren Selbstmord damit mit verschuldet und dann Schuldgefühle und aufgehört zu arbeiten?? Ich muss an die Vorschau mit Jonny Depp als glatzköpfigen Mafia-Boss denken, der dem Sechsjährigen beim Essen erklärt, es kommt nicht so sehr darauf an, was Du tust, sondern wann und wo Du es tust, weil wenn es keiner sieht, ist es nicht passiert und man sieht dazwischen Bilder von Folter und Hinrichtungen von Rivalen oder Menschen, die Geld schulden vermutlich. Das sind welche, die Leichen im Keller haben. Großaufgebot Feuerwehr vor Ihmeplatz 1. Ist einer gesprungen? War es Herr Ihme und sie wischen den Fleck gerade weg? Ich bin ja immer knallhart zu denen. Schlimmer als Mr. Holmes, das Weichei. Treffen Herrchen beim Gassi gehen. Jeanie ist sehr auf ihn fixiert, wartet brav, aber aufgeregt, der Fellbus. Für einen Wein in der Haasemannstraße ist es zu spät. Barbara hat auch haufenweise Wollberge und strickt irgendwas was keiner braucht, hey, wie ich. Die Männer sollen eine Selbsthilfegruppe gründen.

Wenn ich vor Stephan ins Bett gehe, kann ich einschlafen. Das scheint die Krux zu sein, dass ich jahrelang darauf konditioniert wurde.

08.12. Traum: Hunde von Schwulen kläffen im Berliner Café und springen auf den Kaminsims und Stephan greift ein und maßregelt sie durch böse fixieren, knurren und „touch“. Das missfällt den Besitzern. Wir kommen durch einen Nebeneingang in die Kneipe und haben Schlüssel für eine Gästewohnung. Ich sage den Männern, vielleicht sieht man sich noch, weil wir zu Besuch sein werden und ergänze dann: o.k. vielleicht auch nicht, ist ja Berlin. Dann auf der grünen Wiese, durch Zaun abgeteilte Fläche, wie für Kaninchen. Sind Katzen, die übereinander liegen auf einem Haufen. Die Katzenbabies sind orange getigert und unten liegen welche, die Schachbrettmuster im Fell haben mit rosa und braun. Das sieht toll aus. Streichelwiese für Kinder. Stephan setzt sich dazu und holt eine raus und sagt, er dürfe das. Die haut dann ab und ich springe hinterher um sie einzufangen. Sie kommt dann in ein Einzelzelt, was vollkommen abgedunkelt ist mit Reißverschluss, wie Abdeckung einer Nähmaschine. Da tut die eine Betreuerin rein die sagt, sie müsse sich jetzt erholen.

Gestern kam die Faschingseinladung von Sunl. Sieht aus wie Lexikon. Coole Wiki-Verarsche. Rabe passt besser zu meiner Figur als Räuber, lange Stelzen, muss mich nur noch schwarz machen.

Ausländerstelle wegen Herrn Depri. Kann das Vierjährige Kind überhaupt bei ihm leben? Muss mit ihm in einem Haushalt und kann er sich ausreichend kümmern? Ja, das ist in der Tat die Frage. Erwerbsobliegenheit m.E. nicht, weil er krank ist und berentet.

Meine Tante endlich in der Reha erreicht. Die Füllhornkette hat schon so viele Komplimente geerntet, das könne ich mir nicht vorstellen. Sie will mit das zierliche Barocksofa der Tanten schenken, weil eine Pflegeperson in ihre Praxis einziehen soll, was ich super finde. Ich will es haben. Wie bringe ich es meinem Mann bei? Sie sagt für die Kanzlei, weil in unserer Wohnung würde der Renaissanceschrank ausschauen wie ein Kinderschrank, da müsste man es mit der Lupe suchen. Weil es klein ist fürs Altersheim, aber dafür will sie es nicht horten und will eine Pflegekraft in die Praxis einziehen lassen und das Wertvollste vorher raus machen. Wie bekommt man es von Stuttgart nach Hannover? Spedition? Sie soll es sich noch mal überlegen und ich muss auch verhandeln. Oma hat die 48 Quadrate auf dem Boden ausgelegt und mit Zahlen und Stecknadeln nummeriert bevor sie zusammengehäkelt wurden. Genau meine Technik, aber bei den Kalendern mit Jan-Dez-Zetteln.

Mit Absatz kann ich übrigens super auf einem Bein balancieren. Ich muss meine Füße durch die Schuhe kaputt gemacht haben, so dass sie nur noch mit Absatz gut stehen können und flach und Barfuß nicht mehr bzw. schon per se Irritation, schon ohne besondere Kunststücke.

Herr Ihme will 4,- € ausgezahlt bekommen, die soll ich mir vom Konto überweisen. Das wird spannend, ob er es schafft um 15 Uhr noch mal vorbei zu kommen. Wahrscheinlichkeit weniger als 1 %. Kühlschrankpolizei war da, weil der Senf abgelaufen ist. Kein Problem, nehme ich mit.

Brief an Elena mit der echten Taufkerze, wie Stephan meint, dem Plastikteelicht aus Lüneburg , vielleicht wird sie dann evangelisch. Claudia bekommt eine Karte zum 1-jährigen Omadasein. Stephan hat sich um den Abfluss im Bad gekümmert, der Körperverletzung mit Gestank verursacht. Ich bin ihm dankbar. Hat sogar neue Teile für den Abfluß gekauft. Wir hatten so neumodisch Designerschickimicki und nicht so typisch mit S-Form. Vielleicht war es auch das? Ich bin jedenfalls froh, weil das Problem haben wir seit Jahren und ich leide darunter.

Schickt mir Foto von der Teenagersause, die mal über uns gestiegen ist als sturmfreie Bude war. Der Inhalt des Jugendtraums, mit allem möglichen Flüssigkeiten versetzt, wurde über unserem Wintergarten entleert. Hhhhmmm, lecker war das. Die Freunde waren in den digitalen Medien jedenfalls begeistert von den Aussichten.

Lennarts Bild vom Pool oben 22.05.12

Mache keine Chili rein und die Pasta schmeckt echt mal gut und besser als im Marktcafé mit Knoblauch, Pilzen, Butter, Radicchio und etwas Sahnequark. Das Sofa kann in die Küche, war sogar Stephans Vorschlag. Das war immer mein Traum, bin auch bereit anderen Scheiß wegzuschmeißen. Zum Beweis gehe ich endlich in den Keller Blumentöpfe aussortieren. Sage irgendwas und Stephan, wenn ich weiter so frech bin, muss ich heute wieder ins Kino.

Dem Sohn von Frau Putzfrau wird heute das zweite Bein abgenommen. Die erste OP habe es so gut weggesteckt und was wolle er mit dem zweiten Bein hätte die Krankenschwester angemerkt. Dann hätte er keine Beine mehr hilft mir die Lebensgefährtin beim Rechnen. Mein Herr XXL sitzt ohne Rollstuhl da und ist frustriert. Seine Ex hat seinen Werkzeugkasten für 500,- € verscherbelt. Der war mehr Wert und er hätte ihn gerne seinem Sohn vermacht. Kann ich verstehen.

Es ist soweit. Das Frauenwohnheim will Frau Ruanda nicht wieder, weil die Bewohnerinnen haben Angst vor ihr. Ja, das sehe ich anders und das wurde auch anders gesagt in der Vergangenheit. Sowas merke ich leider sehr gut. Die Sozialarbeiterin der Klinik soll erst mal einen Vorschlag machen.

Herr Yoga bietet die Kronjuwelen im Internet zum Kauf an und will davon die Schulden abzahlen. Gerichtsvollziehertermin soll abgesagt werden. Der Arzt aus den Deichtorhallen.

Herr Ihme kommt. Verrückt wie ich bin (halt passend zu den Betreuten), sage ich ihm Viertelstunde zu früh, aber es war ¾ Stunde zu spät. Macht nichts. Die Sache grenzt an ein Wunder. In seinem Columbine High School bodenlangem schwarzen Kunstledermantel wartet er vor der Tür und holt sich seine 4,-. € und lobt meine kleine Holzschrotflinte aus Castellabate „schönes Gewehr“. Geldeinteilung will er sich überlegen, aber wie viel wäre das denn pro Woche. Er müsste an Timing arbeiten, weil wenn er einmal nicht kommt und kommt dann einfach so reingeschneit und macht das Büro verrückt, habe ich das das letzte Mal gemacht. Dann bin ich raus. Bin nicht sein Lakai. Er versteht mich und strahlt.

Herrn Iran, den scheiße ich zusammen, dass er selber Verantwortung übernehmen muss. Mit der Tochter herkommen und Thermik machen reicht nicht. Er muss zeigen, dass er väterliche Verantwortung übernehmen kann und dazu gehört nach Jahren den Deutschkurs für die Einbürgerung zu klären. Er: ja er geht morgen um 9 Uhr hin. Er soll mich nicht sagen, dass er es macht. Die Worte habe ich oft gehört und sie nutzen nichts. Er soll den Arsch hochkriegen und es einfach tun. Es kann parallel laufen. Im Iran die Sorgerechtsübertragung und einen Antrag beim dortigen Konsulat auf Familienzusammenführung und hier endlich die Einbürgerung. Er hat die Zeit und kann warten und fragen, sich erkundigen (es geht um den Sprachnachweis) und das wollen die auch sehen, dass das Kind wirklich bei ihm leben kann. Das er was tut außer die Betreuerin Anträge stellen zu lassen. Das reicht nicht. Es können nicht andere für ihn tun. Ich kann nur unterstützen, er muss aus dem Quark kommen. Ich glaube die Botschaft ist angekommen.

In diesem Sinne geht es weiter. Die neuen Bundesländer sind gezeichnet an der Tafel. Der Kollege hatte seine Tochter zu Besuch. Sie hat Stuttgart, Konstanz und Hannover gut eingetragen. Ich lästere über seine Kundschaft, die er mal von mir geerbt hat. Der verarmter Dichter-Charme, den man im Studium süß fand Nickelbrille inklusive, blättert ab. Kinder machen, aber nicht unterhalten können und in Selbstmitleid versinken. Sehr unsexy. Ich würde wahnsinnig werden mit normaler Mandantschaft. Ich könnte das nicht mehr. Bei den Betreuten ist alles gut und stimmig und es flutscht, aber normale Mandanten mit ihren Problemen ekeln mich an. Schon der Gedanke daran und ich will nach Hause fahren und nicht mehr zur Arbeit geben.

Beim Sport taucht eine Bekannte auf. Sie hat den Tipp von einer gemeinsamen Freundin bekommen und „10 Kurse für 25,- € geschossen“ und war schon beim Ballett. Nach langer Zeit mal wieder Hüpfkurs. Das haut rein. Der einen neuen haben die das Portemonnaie geklaut, d.h. als ich Beate in der Umkleide sage, dass ich uns mal zum Ballett anmelden müsste und, dass sie ihres wohl noch hat (um Spaß zu machen), bekennt diese Frau, dass es sie erwischt hat und eine die ich als Versicherungsvertreterin eingeschätzt hätte fragt nach einer Versicherung, die das abdeckt, die aber natürlich kein normaler Mensch hat.

09.12. Traum: Spielbudenplatz in Hamburg soll das sein, lauter kleine Holzhäuser im Kreis gebaut und da läuft Kino, das kannte ich nicht. Second Hand Laden. Höchstens diese Kunstlederhandtasche kaufen mit dem ungewöhnlichen Schnitt. Die politisch Alternativen sind jetzt auf einmal vor unserem Haus und wissen jetzt wo ich wohne.

Lena, die Arbeitskollegin von Claudia geht mit zu den Winzern.

Heike schreibt mir so süß und es geht um eine Lesung, Buchwidmung und ein ganz tolles Überraschungsgeschenk. So was habe ich nicht drauf Geschenk einpacken und Leute überraschen. Das gehört nicht zu meinem Repertoire, umso größer ist die Bewunderung dafür.

Ja, die Springerle-Model dürfen alle nach St. Gallen. Ich habe kein Eifersuchtsproblem damit und genügend Erinnerungen und die Sammlung soll komplett bleiben in dem Originalkarton, wie sie damals in die USA geschickt wurden.

Suki kläfft nicht und entspannt sich immer mehr im Büro. Ich bin so stolz. Mit der ganzen Familie in die Stadt. Die Wolford-Strumpfhose sieht gebraucht aus, weil es die letzte war und der Schaufensterpuppe abgenommen werden musste, quasi getragen, aber es war genau die, die ich vor Augen hatte. Ob das Geburtstagskind das übel nimmt? Da sie markenfixiert ist, ist das schon mal ein Pluspunkt und es passt irgendwie, da sie gerne selber trotz Markenfixiertheit gerne benutzte, alte Sachen verschenkt wie ich aus gutunterrichteten Kreisen weiß. Wir werden sehen.

Mittag Zuhause mit Pasta aus der Pfanne und Mozzarella und frischen Tomaten und Balsamessig, dazu das David Serdaris Hörspiel, eine Lesung mit Fragen an die einheimischen Taxifahrer, wie macht in ihrem Land der Hahn, weil jedes Land ein eigenes Wort dafür hat und in Deutschland macht der Frosch dasselbe Geräusch wie die Ente und er erfährt so viel über die Länder, dass in manchen amerikanischen Bundesstaaten Blinde jagen dürfen, auch ohne sehende Begleitung. Wie finden sie was auch immer sie erschossen haben? Dann über die verschiedenen Weihnachtsbräuche, ausführlicher die Niederlande mit 6-8 schwarzen Männern als Helfer, früher waren sie Sklaven und dann Freunde und dem St. Nikolaus, der einen bestickten Teewärmer als Hut trägt und ausschaut wie ein Papst. Er verprügelt nicht mehr, sondern tut nur so als ob. Eltern, die ihren Kindern sagen, dass sie mal ein paar Sachen vorsorglich packen sollen. Vielleicht kriegen sie Süßigkeiten in den Schuh, vielleicht werden sie aber auch in einen Sack gesteckt und entführt und dann sollen sie auf alles vorbereitet sein. Solche Einschlafgeschichten und der Staat legt noch einen drauf durch legalisierte Drogen und Prostitution. Er ist neidisch auf das kleine Land.

Auf dem Schreibtisch ein Weihnachtspaket. Die Eltern von Herrn Yoga als Absender, wohl eher die Mutter, haben mir einen Fascinator aus Pfauenfedern mit einer dazu passenden Schachtel (beides handgemacht) geschickt und einem rührendem Brief, dass es durch mich ihrem Sohn so viel besser geht. Das Attest des Arztes wegen Gerichtsvollziehertermin wurde gleichzeitig gefaxt.

DSC04436 DSC04437

Dann Telefonat mit der Ärztin von Frau Srilanka, von der ich nun eine Diensthandynummer habe. Ich erzähle ihr was zu der Vorgeschichte. Die Auflage des Jugendamtes, dass ständig eine Aufpassperson dabei ist und so die Fixierung auf die Eltern und Abhängigkeit von denen. Andererseits ist sie selber sehr kindlich und kann einem Kind nur bedingt gerecht werden. Es geht viel um ihre Wünsche und Rache am Ex und andere naive Vorstellungen davon wie Dinge zu sein haben.

Von Herrn Schwitzehand, der in der Therapie ist meldet sich der Therapeut nicht. Wollte das Ende letzter Woche tun. Ich rufe meinen Betreuten an und sage, er sei am Wochenende wohl zuhause gewesen in Linden, weil er mit Karte auf der Limmerstraße einkaufen war. Er darauf: „beobachten Sie mich oder was?“ Und dann freute er sich über meinen Anruf und dass ich ihn beobachte findet er gut.

Heute ist mein Glückstag. Will nur ein Basteltipp und Heike bietet an Rabenmaske aus Pappmache mit Federn mit Mann und Sohn für mich anzufertigen. Meint sie das ernst? Was kann es Besseres geben? Endlich mal Star (hey ist auch ein Vogel, aber mit „S“) auf der Faschingsfeier in Wien.

Elisabeth stinkt mir mit Schweißgeruch das Zimmer so voll, dass ich es nicht rausgelüftet bekomme. Herr ADHS kommt mit Freundin, die ich im Wartezimmer lasse. Ärgere mich, dass ich ihm seinen Kontostand nicht mitteilen kann.

Schwein vom Hütchen abgebrochen, es ist kalt und ich überlege vor Shanturanga zu gehen, damit ich nicht zu spät auf den Geburtstag komme, dann habe ich meine Ohrringe im Büro vergessen, das ist das Zeichen zum Schwänzen. Am Küchengarten kehre ich um. Will mit Stephan hinfahren. Eile nach Hause, Suki schläft tiefenentspannt unter Stephans Schreibtisch im Korallenkörbchen. Zuhause muss ich mich aufraffen, das es überhaupt so weit kommt. Stephan hat das Kindershampoo aufbrauchen wollen was ich mal gekauft habe wegen der Verpackung und hat sich extra viel raufgemacht, dann ging das Warmwasser nicht und er voller Schaum. Das alles ist meine Schuld. Für den Schwiegermuttergeburtstag Morgen schlage ich auch das frühere Programm vor. Erst um 18, 19 Uhr mit nach Eilvese, das wird mir zu spät und habe nachmittags extra freigeschaufelt. Taxi statt Fahrrad mit einem Typen, der uns als reich bezeichnet, weil wir zum Flughafen fahren obwohl ich sage, dass wir so selten Taxi fahren, dass wir die Nummer nicht mehr wussten und sonst Fahrrad. Kostet nur so viel wie 2 Stadtfahrten. Er war gerade in Teheran. Frage nach Hunden dort und dann wie der Hahn in seinem Land macht (wegen David Sedaris). Auf dem Geburtstag 2 ältere Männer die ausschauen wie Ratiopharm Zwillinge, die Weibergruppe, alt, faltig und dünn, ärgern sich über ihr Alter, mag ich alle nicht. Eine Dunkelhäutige mit kurzem Haar ist nett und kommt aus Hameln. Die ersten 10 Jahre war sie in Berlin und kannte weder Fachwerk noch Fußgängerzonen, jetzt ist sie bekennendes Landei. Die Modedesignerin hat YSL-Anhänger aus dem 3-D Drucker um und redet ganz viel, auch über Hunde und Hundeerziehung und zu dem einen Zwilling passt ein weiblicher Boxer, die sind lustig und schmusig und er ist ein Mann und da passt ein Weibchen immer ganz gut, wie sie meint und sie haben eine italienische Dogge, an der Rasse wurde wenig herausgezüchtet. Sie zeigt Fotos auf dem Handy. Hat was von Rotweiler und ist misstrauisch gegen Fremde. Sie tut nichts, aber stellt die Leute und zeigt Zähne. Na danke. Dafür ist sie 8 Stunden alleine in der Wohnung, wozu hat man einen Laden, wenn man den Hund nicht mitnehmen kann. Sie hat Stammkunden und Neukunden. Damit ist alles umfasst, was es gibt, jeder der das zweite Mal da ist zählt zu den ersten und die das erste Mal da sind, sind eben Neukunden. Das ist wie die Menschheit in Männer und Frauen einteilen, damit hat man alles abgedeckt. Suki ist im Flur angeleint und das ist eine gute Entscheidung. Er dreht nicht die ganze Zeit durch und ist doch dabei. Kann sich auf meinen Mantel ablegen und wenn Leute Lust auf Hund haben, gehen sie hin und streicheln ihn. Dann geht es um Fleisch aus einer Schlachtung. Jeder bekommt 25 kg und es ist nicht abgehangen und muss 3 x so lange gekocht werden und nach dem backen bei 80 ° über Stunden kann man es einfrieren und dann nie wieder sehen ist mein Einwand nachdem ich eine Weile zugehört habe. Dann geht es um Weihnachtsbräuche. Es sei so hektisch und durchgedreht. Weihnachtsmarkt Lister Meile, auch wenn sie gläubig ist, in eine Kirche will sie nicht gehen. Sie ist in Wetzlar aufgewachsen und lästert ganz viel über Hannover, die Menschen so unmodisch und unlustig. Als ich mal vorbeigefahren bin an ihrem Laden hätte eine Frau gesagt: die ist verrückt. Finde ich gar nicht (was sie über Hannover sagt), aber Widerspruch ist so anstrengend. Stephan sagt, das sei nur in der List so. Sie will sich an der FH bewerben, sei aber zu leidenschaftliche und wenn macht sie es nur wegen der jungen Leute. Sie hat keine Profilneurose. Das Gegenteil scheint mir der Fall zu sein, aber gute Nachricht, dann würde sie ja ganz gut dort reinpassen. Die Frau des Kollegen mag ich doch ganz gerne. Ich war kindisch und habe ihm einen beruflichen Fall, bei dem wir auf entgegengesetzten Seiten gestanden haben übel genommen. Langsam legt sich das. Ihr Patenkind ist mit einem Jahr und einem Monat gestorben. Die Gastgeberin hatte eine schwere Kiefer-OP und sieht total verändert aus im Gericht wie nach einer misslungenen Schönheits-OP. Das war wohl sehr schmerzhaft. Sie sagt was von Schmerzthematik und medizinisch notwendig, aber wir sind weder doof noch blind. Es ist ihre Sache und tut einem eher leid. Die Modefrau hat 3 Freunde verloren, die in den Vierzigern waren. Der Freundin aus Essen ist eine berufliche Belastung losgeworden, die sie jahrelang beschädigt hat. Das freut mich. Ich bekomme von ihr eine Schlafbrille mit Etui, die mit einem Gel-Kissen gefüllt ist und ihre Designerjacke aus Hamburg. Hoffentlich trage ich die auch. Es ist ein offener Abend als die Gruppe kleiner wird und alle wünschen der Gastgeberin Glück in einer neuen Beziehung. Sie hat es verdient nach sehr viel Drama. Und mehr reisen und weniger arbeiten. Wenn nicht jetzt, wann dann. Sagt sie selber. Die Frauen empfehlen dem Uni-Prof das Pui als Ersatz für das Chimu. Chimu sind wir früher in teilweise dieser Besetzung zum Cocktail trinken und ohnmächtig werden und auf den Hinterkopf knallen hingegangen. Gemeinsame Rückfahrt mit der Gästin dem Taxi zum Deisterkreisel. Ihre Haustür steht offen und der liebende Ehemann wartet auf sie, die Weihnachtsbeleuchtung über der Tür. Sie hat recht, dass wir beide da mehr Glück gehabt haben. Wir laufen durch den Park. Ich falle zurück und verstecke mich. Sukis genetisches Programm wird aktiviert. Menschen erschrecken sich, wenn der Hase angesprungen kommt. Das war heute Mittag schon so bei einem riesigen Handwerker, der aus einer Einfahrt kam und aufgeschrien hat, so dass ich dachte, der Hund hätte gebellt. Ein schöner Abend. ich scheine uneitel zu sein und finde die Fotos von meinem Matschauge lustig. Es ist eher ein rotes Glanzauge.

Katharina 50er 1 Katharina 50er 3

10.12. Wieder schweres Einschlafen, Suki kratzt und soll das Bett auf dem er liegt nicht zerstören. Denke ich habe noch gar nicht geschlafen bis mir der Traum einfällt. Wechsele dann. Morgens Traum: Ich liege im Siloah und soll Krebs haben. Im Hals- und Nasenbereich. Erst will ich es nicht einsehen, aber dann doch die Chemo machen, was bleibt einem übrig. Heilungschance sind 10 %. Wenn ich vom Würfeln ausgehe ist das sehr wenig. Ich will nicht Memmen, sondern versuchen cool zu bleiben und das Schicksal zu akzeptieren. Man sieht beim Durchfahren Magen-OPs, die blutig sind und ein Elefantenbaby liegt gehäutet da mit Rüssel gekappt und Beine abgebrochen wie ein Hähnchenflügel und es lebt noch und versucht zu schreien (was wegen der Deformationen am Rüssel nicht geht, aber er tut es) und aufzustehen auf die abgebrochenen Beine. Den muss doch einer erlösen von seinen Qualen. Die Mitarbeiter sind nett. Die Schwester will sich merken, welchen Tee ich trinke. Weil ich statt Fenchel zur Abwechslung etwas Kamille beimische. Meine Eltern sind zu Besuch und lassen sich die Stromabrechnung vom Krankenhaus zeigen und erklären und fragen statistische Zahlen ab. Das Gebäude ist hässlich und unscheinbar, da bin ich mir mit dem Pfleger einig. Gegenüber vor hügeliger Landschaft sieht ein Gebäude aus wie eine aufgeklappte Zeitung, eine Haz. Das habe ich noch nie gesehen. Es gibt live-Musik im Krankenhaus und die Mitarbeiter schauen auch vorbei. Die Ärzte kenne ich langsam. Der eine flirtet mit einem Kollegen, der als Frau verkleidet ist. Es ist Krankenhaus Disko. Ich frage mich, wann es bei mir los geht, einen Tag habe ich schon versäumt wegen meiner anfänglichen Absage. Ich bekomme dann Infusionen und wie lange wird es dauern. Ich meine in der Nase und im Rachen schon was zu spüren, so dass ich mir einbilde, ich kann so die Diagnose bestätigen und es handelt sich nicht um einen Fehler. Suki ist entspannt beim Chef und noch im Körbchen. Ich habe die Tasche für den Nachmittagsausflug gepackt. Wir haben das ganz richtig gemacht gestern, dass wir nicht extra wegen Hund Rad fahren. Der Hund kommt mit soweit es irgendwie geht und macht unser Programm mit. Das reicht völlig.

Ziehe die neue Jacke von Jasmin an und versuche die Klamotten danach auszurichten. Keine Armreife damit sie besser zur Geltung kommt- ganz verrückt. Suki macht toll mit bei der Modefotografie, wie immer. Ich versuche gleich nach dem 12 Uhr Termin so nach Hause zu kommen, dass wir um 13 Uhr fahren können. Auf dem Kackstreifen hat ein Typ (um die 60) seinen Chihuahua verloren und ist ganz aufgelöst. Schmusebacke steht auf dem Geschirr. Der kommt irgendwann aus dem Gebüsch und leckt sie die Schnauze, hatte nur besseres vor. Suki und ich staunen nur über diese Probleme.

Frau Borderliner hat Fieber und kann die Termine nicht. Sie soll absagen. Ich mache es vorsorglich, weil ich die Wahrscheinlichkeit unter 30 % einschätze, dass sie es tut. Die Arztpraxis hatte sich natürlich bei ihr gemeldet, was sie gestern verneint hat und bedankt sich bei mir.

Herr Ghana hatte die 60 Monate Rentenversicheurngsbeiträge schon im ersten Halbjahr 2014 voll. Habe ich falsch gerechnet, weil die Ausbildung zählte mit. Hätte ich mal früher die Rentenversicherung anschreiben sollen. Habe ich ganz klar versagt.

Der Termin um 12 kommt und nachdem sie umständlich abgelegt hat an der Garderobe sage ich ihr, das geht heute nicht, weil ich gleich los muss. Die Richterin hat 7 Jahre verlängert und ihr mehrfach gesagt, sie können sich über mich beschweren, aber davon sei ja nicht die Rede. Jetzt könne sie sich ja beschweren, weil ich sie rausschmeißen würde gebe ich ihr als Tipp mit. Ich bin so aufgeregt, dass der Hund wild und ohne Anlass auf der Straße kläfft (Stephan hört ihn schon von oben). Schöner Beweis wie sich das überträgt.

Wir hätten Blumen zum Geburtstag mitbringen sollen statt Bettschuhe und alte Übertöpfe und alles ohne Geschenkpapier. Das ist sehr nüchtern, aber wir sind immerhin da und ich habe mir einen halben Tag frei genommen, hoffe das zählt auch. Die Friseurin aus dem Ort kommt vorbei und sieht unverändert aus mit ihrer Zahnlücke, jung und gut gelaunt. Sie hat Ikea-Elch- Einrichtungskram und isst eine Tasse Käsesuppe mit. Marlis hat auf der Hochzeit von Lea und Christoph (ich brachte das Thema auf) mehr geheult als bei jeder Beerdigung, weil ihre Schwester gerade gestorben war und der Bräutigam stolz war wie ein Pfau und so glücklich gewirkt habe. Bad Nenndorf ist Hölle. Nehme Einmachgummis mit (ja, meine Schwiegermutter hat einen ganzen Sack voll), damit die dünne Wolle sich nicht immer verfriemelt in der Tasche und ich dann das Entwirrspiel spielen darf statt zu häkeln. Im Auto hat die Sonne geblendet und meine Schwiegermutter hat vergessen die Sonnenbrille zurück zu tauschen und schaut aus wie Mafia (herrliches Familienfoto, darf ich nicht veröffentlichen). Hemiparese im Alltag, welche Hilfsmittel sind sinnvoll. Alle laufen mit den Rehabeuteln um den Hals gemacht durch die Gegend (was total bescheuert ausschaut). Der Gang hat Gefälle, über die Fliesen wird ein Wagen geschoben und das ist ohrenbetäubend. Der Heidelbeerkuchen schmeckt künstlich und schlimm. Ein Stück bleibt übrig und es will auch echt keiner essen. Ich hatte schon schlauerweise lieber den Stollen genommen als den Sahnekuchen. Es ist deprimierend da und mein Schwiegervater sagt selber er ist depressiv und will nach Hause, muss aber da bleiben, weil seine Frau zuhause Sommersachen umräumen und Wäsche sortieren muss (??). Sie liebt die Desinfektionsspender im Krankenhaus und benutzt sie so exzessiv, dass es Stephan auffällt und er denkt, das wäre ein schönes Geschenk für Zuhause gewesen. Er muss Geduld haben und durchhalten. Das verstehe ich nicht, ich würde ihn früher nach Hause holen. Reha Ehepartner kann Zimmer nehmen, erzählt er auch noch. Das würde ich tun als Rentnerin und Ehefrau oder wenn das nicht geht ins Hotel einquartieren und die Mahlzeiten zusammen einnehmen und sonst spazieren gehen, fernsehen, schreiben oder häkeln. Die Psyche ist wichtiger als Anwendungen und er kann schon gut laufen. Was ist wenn was passiert ist dann immer die Frage, die dazu führt, dass man sich nicht traut Regeln nach der eigenen Vernunft zu machen. Was soll passieren? Er wird berufsunfähig? Er ist Rentner und wenn sich sein Zustand verschlechtert wird er trotzdem wieder aufgenommen, nein, man muss es so lange machen, wie die sagen und dass die ihre Betten voll kriegen und das Geld kassieren wollen, das hinterfragt keiner. Ich an seiner Stelle würde jetzt richtig anfangen zu saufen, wofür lohnt sich das brav sein oder es einfach selber entscheiden, aber das traut er sich nicht, das Lamm. Überlege ob wir noch mal hinfahren können, Stephan schlägt Skat spielen vor, aber wann. Nächste Woche ist Büroweihnachtsfeier. Eine Frau spricht mich an und gibt mir eine Karte, die ich für sie einwerfen soll. Sie kommt hier nicht raus und unten ist nur City-Post und mir vertraut sie. Vermutlich will sie einen Hilferuf absondern. Ist irgendwie Hölle in der Reha und kein Mensch kann hier gesund werden.

IMG_1693DSC04400 DSC04399 DSC04403 DSC04397

Der Hund schläft auf dem Fahrersitz. Frage Stephan später, ob er einen Groll hegt gegen seinen Vater wegen früher und ihn deswegen leiden lassen will, was es aber verneint. Wir fahren durch Wunstorf, wo die Witwe ganz kurz nach dem Tod des Mannes eine Wohnung genommen hat. Sie sei sehr entschlussfreudig, aber schwierig und legt sich mit allen an. Die Käufer des Hauses, die eine Katzenauflage haben, lassen sie Katze nachts nicht rein und die ist zu viel draußen und mit dem neuen Vermieter legt sie sich auch an. Ganz schwierig sei sie. Das Leben ist kurz, Suki hat Lust auf ein kleines Menü im Jante. Wir sind zwar satt von der Käsesuppe und dem schlechten Kuchen, aber dafür reicht es trotzdem. Essen gehen hat schließlich nichts mit Hunger zu tun und so viele Gänge und Wein in sich rein machen, das können wir richtig gut. Mona freut sich, sie hat schon von der Kollegin aus Hamburg gehört, es sind aber keine Plätze mehr frei auch nicht am Tresen, dann Morgen. Junger Mann hält Pappschild mit: „Bundeswehr raus aus Syrien“. Ich lächele ihn an. Wir steigen Allerweg aus und gehen durch den Park. Sollen wir bei der Kollegenfrau von gestern nach der Annäherung klingeln und fragen, ob wir den Dackel eine Runde mit in den Park nehmen sollen. Gebackene Bananen in Salzbutter gebraten mit Honig. Das Geburtstagkind schickt ein Danke und unvorteilhafte Fotos, ich mit Matschauge, sollte selber mal unters Messer. Ich merke, dass ich das die Urlaubstage mit meinen Eltern zählen (45 in 2014) meinem Mann übel nehme und mich zurück gesetzt fühle und Rache an seiner Familie nehmen will, zumal wir Istanbul mit meinen vielleicht nicht mehr schaffen. Die Zeit läuft davon.

11.12. Traum: Ich bin mit Brock zusammen und hoffe, er gewöhnt sich an mich. Immerhin kennt man sich von früher. Trudy, seine Tante und Besuch ist verteilt auf 2 Wohnungen. Wir versuchen zu verkuppeln und der Typ aus der Nachbarwohnung (ein bisschen wie D. aus dem Büro) soll mal den Zepter des Kaffeemachens für die Gäste abgeben, weil seine Angebetete (eine Briefträgerin oder Hausmeisterin für die ich mir einen Morgenmantel angezogen habe) drüben bei uns ist und mit ihm Kaffee trinken will und ich hole ihn heimlich. Zack sind meine Eltern auch bei uns drüben. 20 cm oberhalb meines Knies, diesen Abschnitt meiner Beine mag ich. Zungenkuss ist noch total krampfig und fühlt sich nach verschlucken und würgen an. Trotzdem kenne ich ihn lange und seine Familie und das schafft Vertrauen. Das andere wird sich schon geben und ich muss jetzt mehr backen.

Susann hat geschrieben und ist Weihnachten in Hannover und hat eine Wohnung am Rathaus angemietet und will ihre Oma bekochen. Es ist nass. Suki kennt den Weg zur Briefkastenleerung.

Ich schreibe Alex, dass sie Wichteln falsch verstanden hat, da soll man nichts Neues kaufen, sondern irgendwas, was man hat, lustig einpacken. Das sei Schrottwichteln. Von mir aus gibt es nur Schrottwichteln. Das andere ist sinnlos. Stephan sagt in seiner Muckibude kann man auch Wichteln und da steht dran: kein Schrottwichteln. So hätte ich die auch eingeschätzt.

Die Spielsüchtige, die ich gestern weggeschickt habe. Wo habe ich sie auf dem Fahrrad gesehen? Jam, gestern nach dem Termin auf dem Weg nach Hause noch 3 x und auch sonst sehe ich sie am Schwarzen Bären mit dem Fahrrad zur Suchtquelle fahren. Nebenkostenab- und Arztrechnungen werden genausten unter die Lupe genommen, aber das man mit Spielen kein Geld gewinnen kann und nicht aus 10 20 machen, sondern mit Arbeit, Verbrechen oder Manipulation weiß doch auch jedes Kind. Erzähle die geile Geschichte von meinem schlauen Schwiegervater, der sich die 4 Euro auszahlen lässt, die er gewonnen hat, weil er weiß das war ein Zufall, wie von Vogelkot auf den Kopf getroffen zu werden und die sind sonst wieder weg. Sie ist misstrauisch, Familie soll es nicht wissen, weil die sich sonst Sorgen machen. Vielleicht ja auch zu Recht und die haben sogar ein Anrecht darauf so was zu wissen, wegen familiärer Disposition und Prägung und wer sonst, wenn nicht sie und was soll die Lügerei, was hat es einen Sinn sich was vorzumachen? Wer hat was davon und was soll das Affentheater frage ich sie? Das Amtsgericht will ihre Kontonummer? Alles macht sie misstrauisch. Arme Sau. Nebenjob würde helfen sie abzulenken, aber ehrenamtlich will sie nicht? Warum nicht? Damit man die Automaten besser füttern kann? Geht es ihr um Ablenkung und darum sich einbringen und Kontakt zu Menschen zu haben und eine Aufgabe und seine Fähigkeiten einzubringen oder um was geht es? Sie hat doch ein gutes Auskommen als 77jährige Pensionärin. In den USA machen das alle ehemaligen Lehrer, Ameisenhügel im Naturkundemuseum erklären statt zuhause vor der Glotze zu hängen.

Susann und Alain kommen am 21.12. Käse-Lauch-Suppe zuhause. Wir haben die Wallnüsse vergessen (war mir gestern auch aufgefallen) und Stephan soll Samstag in die Stadt fahren, wenn meine Schwiegermutter mit den Landfrauen ins Neue Theater geht wegen Übergabe. Doch nicht für die alten Nüsse. So viel Kuchen backe ich gar nicht. Dann lieber Montag von 19 bis 21 Uhr Skat spielen in der Horrorreha. Bloß keine neuen Fälle. Forderungseinzug für einen Lindener Unternehmer, bitte den Kollegen aus der ehemaligen Taxizentrale fragen. Ich mache nicht mehr alles gegen Geld, sondern habe meine Dienstleistungen spezialisiert und die Prostitutionsleistungen, die mir keinen Spaß machen habe ich rigoros gestrichen.

Nachmittags ist es mit der Ruhe vorbei, weil zu später Stunde die Kollegin mit ihrem nervigen Hund noch mal ins Büro kommt. Der Hund ist ein nervliches Wrack, der heult wenn sie kurz weggeht, der ist einfach der Gegenteil von balanced, unsicher, unfreundlich nicht auf Menschen sozialisiert und das trotz Stammbaum und Welpenkauf. Wie hat sie das nur geschafft.

Yoga fällt Samstag wieder aus. Das ist scheiße.

Jante, Suki mit Leuchthalsband wie Joda. Ich lasse meine Stofftasche von Lena da für Carine aus dem Jellyfish. Der andere Typ auf meinem Hütchen ist nicht Herrn Tuffentsammer sondern irgendein Schauspieler. Es gibt keine Köche neben ihm. Mona und Tony fahren in den Betriebsferien nach Kopenhagen und waren gerade in Berlin. Nobelhart Schmutzig fand Tony scheiße, Horvath hat er groß gelobt, würde uns gefallen. Schlage Wein am Stein (oder wie der Laden in Würzburg heißt) und Essigbrätlein vor für nächstes Jahr. Mit dem Sommelier kann Mona Sommeliernachwuchs machen, aber nur mit Samenspende, ist ihr sonst vermutlich zu alt. Meine geöffnete Dienstpost habe ich mit abgegeben in der Postfiliale, Nebenkostenabrechnungen, Kontoauszüge. Ärgerlich, aber was soll ich jetzt in Panik verfallen. Alles kann man wieder beschaffen und bei der Post ist es besser aufgehoben als in der Kneipe. Haben die hier neues Geschirr?

DSC04414 DSC04415 DSC04416 DSC04417 DSC04418 DSC04419 DSC04420 DSC04421 DSC04422 DSC04423 DSC04424 DSC04425 DSC04426 DSC04427 DSC04428

Silvester vielleicht in Hamburg feiern. Wir waren jahrelang in Hannover und es liegt so günstig und man kann die Freunde und das Patenkind besuchen. Schaue das BVG-Video, was Georg und Heike mir geschickt haben. „Mann mit Bauch, ist mir egal, Musik laut, ist mir egal“… „Zwiebeln schneiden, ist mir egal, Käse reiben, ist mir egal“….. „So schmeckt Schal (man sieht eine Baby auf einem herumnuckeln), das ist Karl“. „All diese Sachen, könnt ihr machen, ist mir egal“. Sehr gut. Erstaunlich, dass so was echte Werbung der Verkehrsbetriebe ist und seht fortschrittlich und sympathisch.

12.12. Nachts wird man wach von Sukis Kratzgeräuschen. Das Steppbett was ich hinlege um ihn zu verhätscheln passt ihm nicht, zu glatt, fällt auseinander, was auch immer und er baut es um, so gut das ohne Hände eben geht. Stephan ist auch davon wach geworden, wie wir morgens feststellen und als erste Amtshandlung nehme ich es ihm weg (auch weil er es nicht kaputt machen soll) und mache das normale Häkelkörbchen hin, lege die Morgenmantel rein. Aus die Maus und er scheint damit auch zufriedener. Traum: Missbrauch, sie halten sich männliche jugendliche Sexsklaven festgekettet und haben Schwangerschaftsstreifen auf den Po-Backen. Wir müssen jetzt gehen und es darf nicht mehr gefilmt werden. Ich sei eine unausgesprochene Botschafterin für Schwulenrechte. Ja, das bin ich wohl, bestätige ich. Der Zwergwüchsige mit Bart und Frauenperücke, der nur ca. 40 cm groß ist. Die Mutter ist schwer krank und vertraut mir ihre Geschichte an, scheißt mich dann zusammen, dass ich ihren Sohn in Ruhe lassen soll und woher ich den kenne. Halt, weil er auch im Haus lebt, die Tür ist immer verschlossen und man sieht die Familie eigentlich nie. Hatte mir auch seine Geschichte erzählt und seinen Leidensweg, aber das lasse ich nicht durchblicken. Dann hat sie sich wohl umgebracht. Die hatten Krematorium im Garten aus Ton und eingemauert in den Rasen, mit dem die Sauna geheizt haben und das ist ganz warm (wie sonst die Hundekacke, die man aufsammelt und weiß, dass es das richtige Stück war oder testet, ob Suki heimlich auf dem Sofa gelegen hat).

Zur Post, dann die Nummer auf der Karte aus dem Büro anrufen. Das Putzteam ist gerade fertig mit meinem Zimmer. Neben den Kontoauszügen und meiner Vodafone-Rechnung war auch Streichholzwerbung für Anwälte, die ich für Kalender ausgeschnitten hatte, mit dabei. Ich werde warten müssen, ob die geöffnete Post den Weg zu mir zurück findet, dann ohne die ausgeschnittene Werbung. Crepe auf dem Markt und Kürbisravioli aus Lüneburg.

Suki macht die Tür zum Schlafzimmer zwei Mal auf und zieht sich zurück. Aber nur wenige Minuten. Sieht jedenfalls aus wie bei einer Katze. Ich ziehe mich auch zurück, mir geht es nicht gut. Stephan übernimmt die Gassirunde.

Carsten und Wolfgang wissen, der Typ auf meinem Hütchen spielt heute mit. Wie passend. Habe neue Streichholzschachteln mit Paulinchenmotiv geholt, wie passend. Alle Kollegen der Darsteller, die nicht selber Vorstellung haben, sind gekommen, Hinter uns mit zwei erwachsenen oder fast erwachsenen Kindern.

Hitler hat in der Büttnerstraße von Wien gelebt vor dem ersten Weltkrieg. Ja, klar. Die Diskussionen der Männer dort. Schlomo kümmert sich um ihn wie eine Mutter. Rasiert ihm die Beine und stutzt den Riesenschnurrbart aus brauner Schuhwichse mit Spucke und Taschentuch auf die kleine, markante Größe. Hitler hat aus Versehen braun genommen und das bei schwarzen Schuhen und schmiert damit das Laken voll wie der reinste Durchfall und es spritzt. Da schwarz dunkler ist, kann man das einfach rüber machen und es glänzt richtig gut, weiß Mutti. Hitler beneidet den Juden, weil er heulen kann, was ihn gleichzeitig auch anwidert. Wie hat es das geschafft sich das anzugewöhnen und er scheint eine richtige Übung darin zu haben. Als Hitler an was Trauriges denken soll wie seine Mutter im Sarg, muss er lachen, weil er sie sich im Dirndl vorstellt. Schlomo bekommt Mädchenbesuch von dem Typen dessen Konterfei ich auf meinem Hütchen habe, den ich aber nicht wiederkenne. Das ist Auszeichnung, weil er ist sehr wandlungsfähig und hat nicht immer dieselbe Maske auf der Daniel Nerlich, als Mädchen und Vollwaise. Ist in der Dusche ausgerutscht und das Jungfernhäutchen ist dabei kaputt gegangen, aber es will noch vier Jahre warten und dann mit Schlomo aufs Land ziehen zu den Tieren und eine Familie gründen und so lange will sie ihm die Zehennägel schneiden (die werden lackiert, sehr schöne Szene). Hitler hingegen hat Angst vor dem Weiblichen, dem Dunklen bei dem Frauen zwischen den Beinen und dem Geschlechtsverkehr, so was Zwischenmenschliches  sieht er auf den Straßen Wiens und in den Kneipen und kann damit nichts anfangen. Es macht ihm Angst. Schlomo verkauft Bibeln und hat jede Menge Lebensweisheiten auf Lager, nur als Schriftsteller hat er eine Ladehemmung, als sein Buch „Der Kampf“ beschlagnahmt werden soll, weil es kompromittierende Geschichten vom jungen Hitler enthalten könnte (er litt unter Verstopfung und in so einem Männerwohnheim bleibt so was den Mitbewohnern nicht verborgen), steht nur ein Satz drin, weil sonst alles in seinem Kopf ist. Da kommen Frau Freys Rezepte zum Einsatz, wie man Hühner von innen nach außen dreht. Die Bühne, die Elemente vom Männerwohnheim werden umfunktioniert in die Showbühne, auf der Hitler im Glitzerkostüm „your own personal Jesus“ singend die Treppe herunter steigt. Die Tod, eine Frau, auch gespielt von Nerlich, auf hohen Absätzen mit riesiger Glitzerhandtasche und Coffee to go Becher in der Hand und viel Pelztiere um den Hals, trägt einen hohen Hut, wie ich, die früher bessere Würgeengel und Helfer hatte wie diverse Seuchen und Hitler holen will , als Leiche ist er höchstens Mittelmaß, aber als Helfer kann er gute Dienste leisten. Schwebt die Stange neben der Treppe nach oben, cooler Effekt. Der Vampirwitz. Das Mädchen streckt das silberne Kruzifix in die Höhe und er sagt, das würde nichts nützen, er sei ein jüdischer Vampir. Das beste Stück bisher am Theater Hannover, absolut sehenswert. Topunterhaltung, bis zur Pause sind es 1,5 Stunden, die sich anfühlen wie eine halbe. Innerlich mache ich standing ovations. Wenn man aufsteht, wie der eine Mann bei uns in der Reihe freut sich Frau Arnold und strahlt einen an, aber dazu bin ich zu schüchtern.

Die Vernissage an der Walderseestraße. Marmortreppenhaus, die ehemalige Kanzlei hat 15 Zimmer. Flügeltüren und schönes altes Glas (Einsätze in die Tür mit Muster), die Kabel in Schächten an der Wand, weil die Technik auch Einzug gehalten hat. Frau Desigual ist da und ich könnte auf dem Absatz kehrt machen. Auch die schwache unsympathische Stimme, alles regt mich auf, ich will weg. Desigual, die Marke als Galionsfigur des schlechten Geschmacks. Das meint nicht nur Guido. Ich frage mich manchmal, wer von beiden krank ist und will definitiv die Lamentiergeschichten nicht mehr hören. Werde es nächstes Mal abbrechen.

Jetzt bin ich schon nass und kann noch durch den Park fahren. An der Kreuzung tritt Suki auf die Straße und ein junger sympathischer Mann mit Migrationshintergrund greift beherzt ein mit den Worten: „bleibt hier Kleiner“. Das gefällt mir, auch wenn unnötig, weil wir das im Griff haben, er nur einen Schritt auf die Straßen gemacht hat und gleich umkehrt auf Zuruf mit seinem grünen Blickalarm, aber es war die spontane Reaktion, die mir imponiert hat, das Handeln ohne nachzudenken. Angeblich haben wir eine große Hürde Fremden zu helfen. Im Park überlege ich Frau Arnold einen Fanbrief schreiben und vorschlagen sie zu adoptieren, wir haben das Hilter „H“ noch im Nachnamen wie Stephan zu Recht meint, sonst ändert sich nichts. Würde Suki gerne mal nach Wien mitnehmen.

13.12. Wechsel ins Gästebett ist wie ein ausgedehnter Klogang, nur kann ich bei der Rückkehr nicht mehr einschlafen.

Frühstück. Stephan holt Brötchen, der Hund war voll, richtig voll. Telefonat mit Claudia, Weinprobe, die krank macht, kenne ich. Hilda passt das Stirnband. Das DDR-Kinderfrisierset hätte ich der Mutter schon mal geschenkt. Das weiß ich gar nicht mehr. Silvester in Romeo und Julia, gute Idee. Schlafen geht nicht bei ihr. Verstehe ich, dass man zum Jahreswechsel nicht im Flur auf dem Boden schlafen will, in der eigenen Wohnung. Flohmarkt,

IMG_1694

dann über den Lindener Berg zurück. Weihnachtsdorf am Turm, dann haben wir das auch mal gesehen, Schokobanane, Kreipe macht Baumkuchen. Das ist was für Claudia und Elena. Stimmungsvoll durch die Schrebergärten in der unvorteilhaften Jahreszeit zurück in die Bastelstube, in den gepflegteren Bereichen mit der Symmetrie und den kleinen Zäunen sieht der Rasen aus wie ein Teppich. Der kleine See war mir vorher noch nie aufgefallen.

Steffi kommt wieder mit Jeansstiefelletten und Jeansarmreifen. Ich werde das ehrlich auflösen müssen. Pizza bestellt, Turkey mit Marmelade, zu süß für meinen Geschmack, aber gute Idee. Zum Eis gibt es Apfelkompott von mir. Klingel geht nicht, beide Male. Ja Suki hat viel unternommen und war viel mit dabei: fünfzigster Geburtstag, Bad Nenndorf, Jante. Gerne hätten wir ihn Samstag auf ins Theater mitgenommen. Er hätte so gut zu dem alten Jack Russell der Mitarbeiterin gepasst, aber das ist eh Ballhof und nicht das große Haus. Der Hund ist ein toller Begleithund und mit dem Rudel unterwegs. Fünftes Dreiecktuch angefangen und schon 1/3. Wird die Decke wohl größer. So groß, dass ich das ganze Haus darunter verstecken kann. Das wäre mal was. „Olive Kittridge“ geschaut. Das wusste Claudia gut einzuschätzen, gefällt mir. Die ganze Optik, der Kleinstadt in den 70ern oder welche Zeit soll das sein, schwer zu sagen und die knallharten Szenen. Francis Mc Dermon oder wie die heißt, große Klasse. Dazu der Typ aus Six feet under, der Pillen abzählt in der Drogerie und in der Kleinstadt der Frau erklärt, dass das Ärztehoppen nichts bringt und er ihr nicht das Doppelte an Valium geben darf. Sie soll hellere Glühbirnen besorgen im Winter mit mehr Watt. Seine Mitarbeiterin stirbt und der Sohn, dem er beim Essen sagt, er sei was Trauriges passiert, fragt wer das sei. Darauf der Vater: meine Mitarbeiterin seit zwanzig Jahren. Ja, die blöde Kuh. Olive schlägt ihrem Mann vor, jetzt mal eine junge Gutaussehende einzustellen, die ihn für Gott hält. Die neue, junge dünne Mitarbeiterin mit Brille ist spitze, das junge Glück wird zerstört, weil ihr Freund beim Jagdunfall erschossen wird. Am besten natürlich die knallharte Ehefrau, die die Valentinskarte ihres Mannes am selben Tag in den Müll wirft und als er sie im Müll sieht: „I read it“ sagt und im Garten wütet und passender Weise Lehrerin ist. 25 Jahre später ist sie im Wald mit Radio und Picknickdecke und Waffe und hört die Musik, die sie beim Mann immer doof fand und ausgemacht hat und schaut durch die Baumkronen in den Himmel. Dann fängt die Serie mit der Rückblende an. Sehr gut gemacht. Fesselnd, schaue trotzdem nur die erste Folge. Sind nur vier. Als ich mich endlich von der Häkelarbeit los reißen kann tränt und vor allem juckt das Auge wie verrückt, als wäre ein großes Stück hartes, zusammen geknülltes Papier darin.

21 Jahre

30.11. Komplizierte Träume mit vielen Details und menschlicher Interaktion um die Anni Leibowitz Gedächtnisbibliothek, die mich gleich zum Weinen bringt und lauter Menschen, die ich in dem Zusammenhang neu kennenlerne, überwiegend Frauen nur ein Typ, den ich von früher kenne, der politische Arbeit macht, auch für Critical Mass die Internetseite und Plakate gemacht hat und so eine schöne Schrift hat als er die Adresse auf den Umschlag schreibt. Das Video wo sie von oben im Bett zu sehen ist und sehr intim erzählt, die Stiftungsfrau um die 60. Der Innenausbau. So modern. Wasserbecher, die sich automatisch füllen wie beim Zahnarzt. Ich will mit die Zähne putzen, habe aber keine Bürste, mache es mit dem Finger. Mutter und Tochter, die Filme machen und mich mal besuchen wollen und die ältere Frau, die ich gut kenne lerne. Wir warten an der Bushaltestelle auf ihren Mann. Zu aufwendig für eine morgendliche Rekonstruktion.

Ich denke an Charlie Sheen, der von einer Prostituierten erpresst wurde wegen seiner Medis. Auf dem AB u.a. die Klinik wegen Fixierung von Frau Srilanka, die das Stationszimmer gestürmt und Besucher angepöbelt hat, Elisabeth, die mir mitteilt, dass sie jetzt „irgendwie ist“ und Frau Lustigsprech mit einem ewig langen Monolog, Verbrechersozialarbeiter, Krachnachbarn und mir noch einen schönen Advent wünscht. Ich rufe in der Klinik an und es ist nur die Psychologin da, mir sind wiederholte kurze Fixierungen lieber als eine Dauerfixierung über Tage, wo man sie dann in der Fixierung vergisst.

Meine Mutter gratuliert zum Hochzeitstag und fragt wie der Fisch war. Weiß die nicht mehr, wann wir geheiratet haben?

Eine Haufe Pferdscheiße mit Reste einer Herrenhäuser Bierflasche darin, wie Mettigel der anderen Art. Auch schönes Bild.

Von der Leinstraße Plakate der Madonna-Ausstellung im Landesmuseum mit einer modernen Madonna, nur sieht die nicht aus wie eine. Elena bei der Taufe sah madonnenhaft aus. Der Typ von der Ausländerstelle mit dem ich verabredet bin, arbeitet im Nebentrakt, d.h. weniger Laufkundschaft mehr Entscheidungen vom Schreibtisch aus. Ich habe vergessen was im Vorfeld zu schreiben, so wie ich es angekündigt hatte. Er macht Kopien u.a. vom Betreuungsgutachten und hat das hässlichste Amateurgemälde aller Zeiten an der Wand. Ein Vulkan oder rote Berge mit einer aufgehenden Sonne. Sein Kollege trainiert viel und die gepackte Sporttasche liegt schon bereits auf der Ablage.

David Sedaris steht nicht vorne im Bücherschrank, mit einem anderen Buch von Torberg will ich den öffentlichen Bücherschrank füttern. Da kommt man nicht ran wegen Weihnachtsmarkt, dann stecke ich es beim Fairkaufhaus dazwischen. Einen neuen, sehr süßen schwulen Mitarbeiter wird gerade das Haus gezeigt, er lächelt mir schüchtern zu.

Wo der Zirkus stand Grasen jetzt Vögel, Krähen, Möwen, Tauben. Scheint es nahrhafte Hinterlassenschaften zu geben. Am Schwarzen Bär hat sich die Gruppe der Drogenabhängigen vor der Commerzbank verfestigt. Am süchtigsten ist der Jack Russel, der aktiv und penetrant zum Ball werfen auffordert. Der Mann, der fixiert wird schaut aber auf sein Bier.

Herr Auge kommt und den hatte ich vergessen und habe nicht genug Geld da. Muss Morgen noch mal kommen. Er wird nächsten Dienstag in Trier operiert und fährt vom Sonntagabend um 22 Uhr los und nach 4-mal umsteigen (mit Wartezeiten bis 3 Stunden) morgens um 9 in Trier zu sein zur Voruntersuchung. Bei der Verbindung zahlt er nichts mit seinem Behindertenausweis und wenn er morgens los fährt schafft er es nicht um 11 Uhr da zu sein. Postbank Rückruf. Ich muss Antrag bei Gericht stellen auf Freigabe oberhalb der Pfändungsfreigrenze sonst bleibt die Überzahlung der Vergangenheit gesperrt. Frau Dackelmischling will Erstausstattung und hat gehört, dass der Betreuer 50,- € Geburtstagsgeld beim Amt beantragen kann. Träum weiter.

Apropos Schrottwichteln, morgen bekommt die Kollegin die Kunst aus Istanbul zurück. Die Drucke, die ewig bei mir rumliegen.

Es klingelt und ich weiß schon wieder nicht, was mich erwartet. Der ambulante psychiatrische Pfleger von Herrn Ihme hört Ende des Jahres auf und kommt zur Zeit nicht an ihn ran. Katastrophe für mich, für meinen Betreuten. Er macht dann Pflegeberatung für eine private Krankenversicherung. Das wird langweilig sage ich ihm und sein aufregendes Leben mit Herrn Ihme wird vorbei sei, da geht es immer um Duschhocker und so was. Er braucht noch 2 Unterschriften von mir.

Herr Ihme erscheint ohne Termin, hat jetzt Bandwürmer, Fuchsbandwurm im Kopf und kein Arzt will ihm was dagegen verschreiben, die schieben das alle auf die Psyche. Ob er Geschäfte machen darf, hat PC gekauft für 250 und wurde derbe verarscht und der Typ will ihn nicht zurück nehmen, weil er ihn wohl in Zahlung genommen hat. Schon beim Zahlen hat er gedacht, er macht einen Fehler (wie ich neulich bei der Bluse). Ich frage nach Quittung und die hat er auch nicht. Was soll ich da machen? Entweder man ist entmündigt und auch geschützt oder man kann alles alleine, er will immer alles alleine machen und man soll sein Geld nicht anfassen und er flippt aus beim Thema Geldeinteilung. Was soll ich da machen? Ob ich ihm helfe eine Wohnung zu finden? Wir waren zusammen beim Wohnungsamt, das ist vielleicht ein Jahr her und seit dem kriegt er es nicht hin, die 18,- € für den B-Schein zu zahlen. Dann wird er da auch nicht in die Vermittlung aufgenommen. So ist das. Ich kann das nix machen. Er muss es einsehen und was ändern wollen.

Ich weiß nicht ob und was ich beantragen muss und muss Morgen beim Gericht anrufen.

Der Arzt aus der Königstraße meldet sich bei mir. Ist nächstes Jahr erst wieder im Dienst kümmert sich aber um schwere Fälle und dazu gehört Frau Renovierung. Er muss wieder übersetzen, weil sie nicht direkt bei mir anrufen kann. Ja, Rente und Grusi habe ich neu beantragt.

Gottseidank bietet Stephan seine Hilfe an. Bei Frau Dement ist Kabel Digital zwar storniert, aber die wollen Geräte für fast 400,- € zurück haben. Rufe bei den Nachbarn an, die den digitalen Videorecorder und die Smartcard abgefangen haben und schon sagten, dass meine damit gar nichts anfangen könne und die Sachen bei sich im Keller lagern. Ich weiß nicht, wann ich es schaffe das abzuholen und mache mir Termin nach der „Hochzeitsreise“, dann melde ich, dass ich Morgen meinen Mann vorbei schicke, weil er meinte, das sei ein Botengang für einen Angestellten, der Gute.

Die Post entdecke ich kurz vor Feierabend. Ja, der Mann mit den schmalen Händen und Wasser in der Lunge bekommt jetzt rückwirkend Rente, knapp 120,- € im Monat.

Im Treppenhaus wieder ein gefühlloser Mann, der seinen kleinen Sohn, vielleicht 3 Jahre alt, verfangen in Frust und einem kleinen Trotzanfall selber die Skihose ausziehen lässt und ihm nur Anweisungen gibt (Schuhe muss er vorher ausziehen) als hätte er mit einem Erwachsenen zu tun. Anfassen, helfen, Empathie null. Männer sollten das nicht machen mit der Kleinkinderziehung, zumindest nicht Deutsche. Ich gebe die modernen Handschuhe mit dem Klettverschluss wieder in die Kiste mit den Fundstücken. Klettverschluss und Plastikstoff ist nicht meine Sache da trage ich lieber meine total dreckigen, ja schon schwarzen, Autolederhandschuhe. Yoga, die Frau, die Steffi mehr mag (ich hatte gesagt, ich mag die andere lieber, glaube aber, das liegt daran, dass ich die zuerst kennen gelernt habe und ein Gewohnheitstier bin) bittet uns es ihr direkt zu sagen, wenn uns was nicht gepasst hat und wir uns ärgern bevor wir einen Groll entwickeln. Wir sind nur zu fünft, was ich auf das Scheißwetter zurückführe. Es gab wohl Beschwerden über sie bei der Studioinhaberin, Frau, die sich wie ein Kleinkind behandelt gefühlt hat und beleidigt ist und nicht mehr kommt und behauptet, es ginge vielen so. Frechheit. Ich bestätige ihren Unterricht. Sie lässt total cool und akrobatisch aussehende Partnerübung machen, die aber total simpel ist. Eine im herabschauenden Hund und die andere davor mit Beine 90 ° und auf dem Kreuzbein der Hinterfrau abgestellt. Das spürt man kaum (Mücke auf Elefanten, selbst ich soll total leicht gewesen sein) und es ist ein erhebendes Gefühl. In Shaturanga gibt sie uns eine Nackenmassage, die auch total gut tut und ich bin richtig körperlich verstrahlt von der Berührung, als würde mein Schädel aufgegangen und ein Lichtstrahl eingefallen. Ich weiß mein Nacken ist ganz zierlich und fühlt sich an, wie der einer ganz filigranen Frau. Ich mag sie und will ihr Bestätigung geben, dass der Unterricht fundiert und total gut gemacht ist und gegen das Mobbing aus dem Studio. Sie sagt so süß auf die Nachfrage der Frau, die immer Nachfragen hat, doch, doch ihr Bein sei gestreckt. Das seien die Nachteile eines dicken Oberschenkels.

Stephan kommt von der Demo und erzählt lustig. Ein Dicker, der hinter den Pferden immer laute Geräusche macht oder Bewegungen und dann sagt: „Ich bin behindert, ich darf das“ und ein anderer sagt: „Das stimmt.“.

Die Nachbarin zieht aus, auch so, hatte mich über den Wagen vor der Tür gewundert, der nicht denen von unten gehört und der Typ, der daneben stand, den kannte ich auch nicht. Ein kleines Hütchen von mir, gehäkelter Untergrund ist total zerfressen und die Wolle lässt sich zerkrümeln und ich weiß nicht ob das nicht Spuren der Motten noch zwischen meinen Fingern sind. Das aus der Hütchenschublade. Das macht mir Angst.

DSC04352

Anruf bei den Jungs, ob wir sie Dienstag schon überfallen sollen und Mahjong spielen. Das kommt nicht so gut an, was ich verstehen kann, ginge mir bestimmt auch so, kurzfristig und dann muss man arbeiten. Hamburg wird nicht olympisch, werde Mittwoch fragen, ob unsere Freunde wählen waren. Wir entwickeln Plan B. Beide denken wir: warum nicht in Lüneburg halten, da waren wir noch nie und es soll schön sein. Dort kaufen wir Stephan in einem speziellen Laden ein neues Portemonnaie, die sitzen da und bei seinem ist seit Jahren der Reißverschluss kaputt (hatte er mal beim Handwerksforum, Weihnachtsausstellung in Hannover vor Jahren gekauft). Die haben sehr schöne Kuhfelltaschen und mal schauen, was der Tag bringt.

Schwierigkeiten einzuschlafen, denke noch an die Dinge die vor der kleinen Reise erledigt werden müssen. Mich erfasst schon die Jahresendzeitpanik/-depression, früher als sonst. Emotional schlechte Zeit zum Verreisen. Wir brauchen doch einen neuen Hochzeitstag.

01.12. Die Schlusssequenzen meines Traums: Familienfeier, riesige weiße Gartenlauben neben dem Haus, wo wir jetzt immer die Feiern veranstalten können. Walzertanz in Dreiergruppen auf dem Wasser. Die Tänzerinnen liegen auf dem Boden und dehnen sich, es sind auch ältere dabei. Ich steige drüber auf dem Weg zum Klo. Ich habe eine Hose an und werde dort von der Gastgeberin für mein Outfit gelobt. Von meinem einen Ohrring fehlt das untere Teil, das habe ich vergessen aufzutischen, weil ich auch Extraohrringe dabei hatte. Freddy ist auch dem Rechner auf einem Video zu sehen, wie er sehr ernst erklärt, warum dieser Veranstaltungsort für die Feier ausgewählt wurde. Es war davor um Krieg gegangen, 2. Weltkrieg, ein Land aus dem keine Juden abtransportiert wurden. sondern nur Bomben fielen und das war angeblich Russland. Dann Restaurantbesuch, ich sitze neben Claudia, wir haben beide dasselbe bestellt, Geschnetzeltes mit Reis. ich habe beim Mischen einen riesigen Soßenfleck auf die Tischdecke gemacht und entferne gerade das Gröbste mit dem Löffel, sie wird vom Kellner gefragt, ob er schmeckt und sagt: geht so und fragt mich, ob sie uns Parmesan aus der Küche holen soll (weil es ist ihr alter Lehrbetrieb). Sie kommt weder mit einem Teller mit allerlei Sachen darauf, u.a. Camenbert in Würfel geschnitten und bietet ihn mir an, dass ich mir was aussuchen darf, ich werde wach.

Ich will Kaffee im Bett servieren trinke aber aus bevor ich mich hinlegen kann. Stephan hat Angst, dass er sich erkältet hat.

Schaue auf das Baumhaus der Kinder im Garten, wurde nie benutzt, war gedacht wie Hundehütte, Kinder sollen woanders wohnen, Rechnung ist nicht aufgegangen.

Am Kiosk treffe ich Nachbarn. Die Mieterin macht wieder Schwierigkeiten. Wieder 3 Monatsmieten nicht gezahlt. Soll wieder was machen. Das normale anwaltliche Geschäft kotzt mich echt an. Später werde ich ihm schreiben, dass ich ihn zu einem Kollegen schicken will. Keine Bock mehr, es macht mir Stress, den ich nicht gebrauchen kann.

Kann die Familienversicherung von einem Elternteil auf den anderen umgestellt werden, wenn Mutter gestorben ist bei meiner Behinderten? Das weiß ich nicht. Dann Fax zur Iranischen Botschaft. Den Kollegen kann ich nicht vorher fragen, ob das so richtig ist, meistens ist es das und es kommen keine neuen Erkenntnisse dabei heraus, sonst muss ich eben nachtragen. Hauptsache was machen und das erledigen. Anruf beim Bundesamt für Migration in meiner Sache Hodscha, Nummer war falsch, aber ich löse das Rätsel, bringt nichts, die Sachbearbeiterin will nicht telefonieren, sondern alles schriftlich haben und Anruf beim Gericht wegen der Kontofreigabe, die ich heute beantragen muss. Ja, muss wohl über das Gericht, werde sehen, was dabei herauskommt. Melde mich beim Therapeuten von Herrn Schwitzehand, der ihn aber noch nicht kennengelernt hat, dass die mich verständigen, wenn der abbrechen will und rufe das Sozialamt an, die Kindergeld erst mal nachzahlen und dann ihn selber, der ganz guter Dinge ist. Die 33,- weniger lag daran, dass die Strom direkt für ihn überweisen und das ist normal. In der Therapie gefällt es ihm, besser als in Wunstorf, die unternehmen wohl viel. Leider kommt meine Post an ihn zurück, weil ich seinen Namen in die oberste Zeile geschrieben habe und darunter „zur Zeit Step“. Das ist ärgerlich, aber ich versuche es nochmal.

Pronova BKK. Pflegegeld für den Sohn muss doch nicht zurückgezahlt werden. Ja, heute wird er in der MHH aufgenommen zum Bein abschneiden und wie schrecklich ist das und wie geht das alles weiter. Wenn erst mal ein Bein ab, sitzt man ja auch nicht besser. Ich muss meine Verzweiflung teilen, nachdem ich raushöre, dass die Sachbearbeiterin offenbar Bescheid weiß.

Stephan kommt mit dem dicken Paket. Der Nachbar ist als Empfänger genannt. Kläre das. Mittagstisch im Marktcafé. Vor uns in der Schlange eine Bekannte, die im Sommer geheiratet hat. Bunte, einfarbige Strumpfhose, langer Rock 7/8 und Turnschuhe. Das schaut nicht sonderlich vorteilhaft aus. Stephan steht bei der Post an und ich bin im Kinderzimmer des Jugendamtes. Die brauchen eine Kantine. Eine Kollegin zeigt ihr Kind und es wird viel gekreischt. Die sind so hysterisch wie ich bei Hunden. Ich kuschele mich an meinen Mann, der kommt als ich schon esse. Wenn Kinder bei einem bleiben ist das keine Kunst. Das ist wie Hund. Das ist keine besondere Auszeichnung. Die haben keine Wahl. Immer mehr Frauen machen einen Jagdschein wegen Bio-Fleisch. Warum fällt mir das ein? Die Bedienung nötigt uns eine Meinung ab zu ihrer neuen Einrichtung. Das Sofa war hin und löcherig und voller Milch, wie Stephan treffend ergänzt.

Betreuungsstelle am Telefon wegen neuer Betreuung. Die Frau hatte mit 20 schweren Autounfall und kann kaum reden. Ihre Eltern haben das Schmerzensgeld i.H.v. 300.000,- € veruntreut und da gibt es irgendein Urteil dazu, ihr 11 jähriger Sohn lebt bei denen. Das klingt wieder spannend. Ich habe da schon zugesagt bei einer Anfrage, Anfang Oktober und weiß davon aber nichts mehr. Lese meine eigenen Mails wie das erste Mal. So was speichere ich offenbar nicht ab und bearbeite das mit irgendeinem Teil der Hirns, was für automatische Abläufe zuständig ist. Keine Ahnung, die von der Betreuungsstelle ist auch irritiert und macht mich wieder auf Grün, d.h. dass ich wieder neue Fälle aufnehmen kann. Will wissen wie viele ich habe und das kann ich auch nicht sagen.

Elisabeth und alle anderen handele ich kurz ab. Bei Elisabeth ist es am schwierigsten und ich muss ihr mit dem ausgestreckten Finger die Tür zeigen. Sie hat 15,- € Kontoführung gezahlt wegen Barabhebungen mit Ausweis. Wenn sie die Bank wechselt, mache ich das nicht mehr. Dazwischen wieder Herr Ihme, der sich vor dem Auszug die Kaution auszahlen lassen will, davon kann er Lebensmittel kaufen und den B-Schein und neue Wohnung finden ist dann ganz einfach. Er wartet im Besprechungszimmer und spielt mit dem Taschenrechner als wäre es eine Playstation. Ich sage ihm, dass ich helfen will, aber irgendeinen Kaufbeleg muss er doch bekommen haben. Ob ich es glaube oder nicht, nein. Ich bin jetzt 2 Tage nicht da, da will ich nicht, dass er vorbeischneit, da ist die Tür hier geschlossen. Oh mein Gott, beide Kollegen rufen mich zurück- Der Iraner ist in Essen und sagt Botschaft kann nichts machen, Ausländerstelle macht das und erst mal Sorgerecht auf den Vater übertragen lassen im Iran und die Entscheidung übersetzen. Ich vergesse ihm zur Heirat zu gratulieren. Der Betreute ruft mich auch noch mal an und ich sage, er soll sich um die Unterlagen für den Deutschkurs kümmern. Für seine Einbürgerung habe ich schon 2011 geschrieben und es hackt immer irgendwie mit der Volkshochschule, „habe ich schon gemacht den Deutschkurs“, aber Nachweis fehlt stecken und an der Stelle ist es steckengeblieben. Ihm ist es angeblich wichtig, er hat Zeit, er soll hingehen und das klären. Der andere Kollege in der Mietrechtssache ruft auch zurück. Mandant will hier um die Ecke gehen, seine Homepage ist scheiße und die Telefonnummer findet man nur unter Impressum. Wie geht es ihm, Kind groß, Frau weg? Und tatsächlich ist es so, er habe sich getrennt. Die Dinge hätten so ihre Halbwertszeit. Nicht bei uns, sage ich ihm. Seit der Butterfahrt vereint. Damals war er immer im Schlepptau mit dem anderen kleinen Jurastudenten und ich habe sie für ein Paar gehalten. Vielleicht hätte er das mal probieren sollen.

Der Mann aus Ghana kommt. Der Termin um die unbefristete Niederlassungserlaubnis muss besser vorbereitet werden von mir. Ich sage ihm zu ihm beizustehen bis zur Einbürgerung auch wenn ich die Betreuung dann aufheben lasse, wenn er was Unbefristetes hat. Das bin ich ihm schuldig und vor der Wegfahrt müssen wir Gerichtspost machen u.a. mein Antrag auf Kontofreigabe, den ich zusammen schustere. Der Bruder von Frau Srilanka hat Post gebracht, alles ist schon geöffnet bis auf den gelben Umschlag. Da haben sie sich wohl nicht rangetraut. Ist ein Vollstreckungsbescheid. Autsch. Sie rief an und wollte wegen Ausgang sprechen, schlussendlich hat sie eingewilligt, dass der Einwilligungsvorbehalt wieder eingerichtet wird. Muss nicht traurig sein, dass Mahjong und Theater nicht geklappt haben. Wäre sich zeitlich auch nicht ausgegangen. Zu viel zu tun, schaffe kaum Sport.

Heute machen die beiden Neuen einen Übungskurs nach dem offiziellen Unterricht. Die hätte ich anhand der Fotos nicht erkannt, d.h. ich kenne sie beide vom Sehen, aber nicht auf den Fotos wieder. Vor 21 Jahren hatte ich noch einen anderen Nachnamen denke ich beim Nachhause fahren. Ich werde die Zeremonie mit den beiden Stofftieren nachstellen Morgen. Ich bin die Ratte, schön weiß, das Brautkleid und Stephan hatte damals auch so eine lustige XXL Mütze auf, da passt der Elch mit dem Schal. Schokolade, die sonst im Flur liegt ist in der Küche. Die Glasscheibe wurde ersetzt. Der Glaser musste wohl noch mal nachschleifen und es hat 50 Euro gekostet. Larissa ruft an und braucht Telefonsupport bei Granny Square. Ich habe sie mit reingezogen, sie hängt jetzt auch an der Nadel. Sie schlägt einen neuen Häkelkreis vor. Ich lese die E-Mail von der Einrichtungsfrau von den Kindern von Frau Borderline. Sie waren beim Vater an der Schweizer Grenze und trauen sich auch alleine da mal hin, aber der Junge hat keinen Ausweis und ich muss eine Unterschrift für die Mutter leisten. Kein Problem, mache ich, aber erst Donnerstagnachmittag oder Freitag, wenn ich wieder im Büro bin. Alex schlägt Mittagstisch bei Ekki vor Weihnachten vor. Das will ich nicht mehr reinzwängen nur den Kalender in der Staatsanwaltschaft vorbei bringen.

Pfannkuchen mit Soja und viel Ei, schmeckt besser als mit Milch und die Salzbutter und Birne statt Apfel. Wir schauen die Fotoalben der Hochzeit und der ersten beiden Italienreisen. Da waren wenig Gäste auf der Hochzeit, viele haben wir erst danach kennen gelernt, wie Susann. Harald mit der damaligen Freundin, die uns nicht mehr grüßt und man weiß nicht warum. Die fährt richtig krass Umwege, damit man auf dem Rad nicht aneinander vorbeifährt. Auch wenn Harald sagt, ich sei so schwierig, sehe ich hier den Grund in der fremden Psyche. Warum waren die Hamburger Jungs nicht da? Das muss ich heute mal erfragen. Stephan hatte komische Klamotten an und hat geraucht, sogar einen schwarz-silbernen Modering am Finger, mein Gott war das Neunziger. Gottseidank ist kein Arschgeweih daraus entstanden, obwohl der Elch dann noch besser passen würde. In dem Romalbum sind Visitenkarten des Restaurants wo wir 3 x waren, der Familienbetrieb mit den Obsttellern mit geschälten und dekorierten Obst kunstvoll mit grobem Zucker verziert, wo Sohnemann uns tagsüber auf der Straße gegrüßt hat und Mutti abends am Nachbartisch Kassensturz gemacht hat und Überschwemmung war mit Feuerwehreinsatz als „am Tisch Unterhaltung“ beim Essen. Er findet den Laden noch und die haben ihn in der Form weitergeführt bis 2012. Kunst und Krempel, Rückschau über 30 Jahre, da sind die Jungen von damals grau. Eine Vogelorgel, die im Wald gefunden wurde macht grauenhafte Geräusche. Eine tragbare Petroleum-Lampe als Nachtlicht. Wir können auch im Dunkeln pinkeln gehen. Heute muss ich im ehelichen Bett schlafen. Wenn ich gar nicht schlafe hat mein Mann auch nichts davon.

02.12. Werde dafür früh wach und gehe wieder ins Schlafzimmer, aber statt zu schlafen überlege ich alles Mögliche, welche Tasche nehme ich mit. Vielleicht wird es unser schönster Hochzeitstag, weil wir es auf einen konzentrieren. 21 geht so gut durch 3. Nach dem ersten Drittel war der Hund tot und wir haben Wien entdeckt, nach dem nächsten sind wir ins Haus gezogen und ich habe Hautprobleme bekommen (Pickel und eine schlechte Gesichtshaut) und jetzt ist heute und da hätte ich eigentlich einen Frauenarzttermin. Komisch, die fühlen sich nicht gleich lang an. Wenn ich heute kurz ins Büro muss wegen dem Ausweis für das Kind ist das sicherlich kein Problem. Das bestätigt Stephan dann auch. Ich dusche zur Feier des Tages in der normalen Glasdusche im Bad statt der Badewanne und Stephan greift meinen Vorschlag auf, dass wir ruhig mit den Fahrrädern in die Stadt fahren und die dort stehen lassen können.

Wir fahren am Innenministerium vorbei (gefühlt Händchen haltend), wo der Radweg besonders breit ist und daneben ein breiter Fußweg und keiner unterwegs. Hinter uns Terrorgebimmel und dann scheißt uns ein Rentner im Radsportdress zusammen. Nebeneinander fahren wäre gegen die Verkehrsregeln. An der Ampel holen wir ihn wieder ein und ich sage, ich habe heute 21. Hochzeitstag und fahre neben meinem Mann und wenn er schechte Laune habe solle er doch frühstücken gehen und oft helfe Kaffee. Er wieder: erst ab 6 dürfte man nebeneinander fahren und verweist wieder auf die vermeintlichen Verkehrsregeln und durch so was habe er seinen Fuß verloren. Scheint der Tag der Bein- und Fußamputationen zu sein an unserem Hochzeitstag.

Wir trennen uns, Stephan kauft die Fahrkarten. In der Staatsanwaltschaft wird das Grafitti im Treppenhaus übermalt und die Wände sind jetzt weiß. Schade wie ich finde, war es ein Imageproblem? Das vermute ich. Nächstes Jahr sollten wir zum Bahnhof und dann spontan entscheiden, wo wir hinfahren auf Hochzeitsreise. Eschede war ich auch noch nicht. Neuer ICE, wie erste Klasse. Wir sitzen alleine und können vorne rausschauen, wie Fahrerkabine. Smogei in China. Maschmeyer hat Flüchtlinge aufgenommen. Irgendein Betreuter hat da einen Job oder hat Markus das erzählt? Ich lese Stephan das Rentengutachten vor aus der Gerichtspost, dass mein ehemals Spielsüchtiger Betreuter durchgehend arbeitsunfähig war und der andere Arzt Diagnosen nicht berücksichtigt hat oder nur sehr wenig Exploration, also Verriss und Erfolg auf ganzer Linie. Latexallergie und nachlassendes sexuelles Interesse ist da zu lesen. Über das Gutachten wird er sich freuen. Später rufe ich ihn an aus Lüneburg, weil er auf der Ergebnis fiebert bzw. sehr angespannt ist deswegen und es ihn beeinträchtigt (siehe Schlafprobleme). Er bedankt sich und kommt Freitag vorbei. Lüneburg hat viele Spielhallen, die freundliche Mitarbeiterinnen suchen, Stephan schlägt vor, dass ich ein Praktikum mache. Wir finden den Weg in die Innenstadt nicht gleich. Es gibt ein Parkhaus für Fahrräder. Gleich nach der Ankunft in der Stadt Anruf der Frauenunterkunft. Frau Ruanda wirft mit Geschirr und pinkelt in den Flur und das ist unzumutbar für die Mitarbeiter. Dann nach dem Mittagessen die Klinik. Monatelang ist nichts und dann immer voll Alarm von null auf hundert. Das scheint nicht anders zu gehen.

Alter dicker, runder Backstein, sehr urig und alter Reichtum, Wohltätigkeitsverein, 14 hundert etwas schon geschlossen. Man merkt die Hanse. Auffallend viele Gehbehinderte bevölkern die Stadt. Ein altes Schulhaus und die Kinder werden abgeholt, einige wenige gehen alleine nach Hause, d.h. ohne Erwachsenenbegleitung. Der kleinste Park der Welt und es gibt rote Kackbeutel. Es ist eine schöne Stadt und eine Mischung aus Lübeck (Backstein, Durchgänge, kleine Läden) und Bamberg, viel Fluss mit Mühle und alten Häusern auf den Brücken. Märchen in Kästen werden auf normal und auf Plattdeutsch vorgelesen, wenn man einen Knopf drückt, die Puppen bewegen sich leicht, der Wolf im Bett der Großmutter atmet schwer. Die Bedienung kommt wohl aus Hamburg denke ich im Deli und betont das ganz krass mit dem Dialekt. Ach, so sprechen die hier alle? Der Sekt ist köstlich. Der süßeste Terrier mit grauer Schnauze wartet total brav vor der Tür. Liegt und geduldet sich. Frauchen war zu Beginn noch mal rausgegangen, kam ohne Leine mit Fahrrad. Sie sind zu dritt und unterhalten sich auf Englisch. So ein süßer Hund, langbeinig, schwarz-grau, Drahthaar, spitze Ohren, lustiges Gesicht. Den würden wir beide sofort nehmen. Überall ist die Gastronomie voll und jeder Platz ist besetzt. Das ist auffällig. Budni gibt es hier auch, so dass ich nicht bis nach Hamburg fahren muss, wie Stephan meint. Neon-Wolle, dicke, reicht nicht für ein paar Socken warnt mich die Verkäuferin, hab eh andere Pläne, aber danke und Zottertrinkschokolade im Dritte Weltladen sowie Plastikteelicht aus der St. Johannis Kirche sind meine Hochzeitstageinkäufe. Die Kirche ist sehr schön mit riesiger Orgel und menschenverspeisende Fischseeungeheuer auf den Säulen. Stephan wartet noch mal 10 Jahre mit dem Portemonnaie-Einkauf. Es sind nur langweilige im Programm. Die Kuhfelltaschen sind schön, aber wir haben keine Verwendung.

DSC04260 DSC04261 DSC04262 DSC04263 DSC04264 DSC04265 DSC04267 DSC04268 DSC04269 DSC04270 DSC04271 DSC04272 DSC04273 DSC04274 DSC04276 DSC04278 DSC04279 DSC04280 DSC04281 DSC04282 DSC04285 DSC04283 DSC04286 DSC04287 DSC04288 DSC04289DSC04290DSC04291DSC04293DSC04294DSC04295DSC04296DSC04297

Eine Kirche mit grünen Lichtringen als wir nach Hamburg einfahren. Soll das eine Mentholzigarette darstellen zu Ehren von Helmut Schmidt? Vor uns ein sehr verhaltensauffälliger Pendler, der als Koch arbeitet, der Hase anruft und die Verbindung ist schlecht, einen offenen Hosenstahl auf der Rolltreppe im Bahnhof zumacht, Selbstgespräche führt und lustige Witze und Botschaften mit seinen Kumpels austauscht, die wir mithören. Wir warten vor der Tür des Pennplatzes. Ja, ich plane so schlecht. Stephan schaut Extra-3, dann kommt Thomas. Er leitet Kommunikationsseminare, der Eskalationsprofi vor dem Herrn. Alle Achtung. Die Erdbeermütze hat neue WG. Hat sich doch gelohnt zu kämpfen. Yoga ist abgesagt am Samstag, wie blöd.

DSC04298

Ein wundervoller Abend im Jellyfish mit einer ausgesprochen kompetenten und sympathischen jungen Weinexpertin, die Mona und Tony kennt. Sie ist Botschafterin des Vinho Verde und halb Französin und halb Portugiesin. Der Spüler sei die wichtigste Kraft nicht umsonst hätte Bocuse den Spüler immer zuerst begrüßt. Nächste Woche sind 3 fränkische Winzer zu Besuch. Da will Thomas mit Claudia als Begleitung hin. Das finde ich prima. Die Weingüter besucht sie oft selber und erzählt sehr lebhaft davon. Der Fisch ist vom Feinsten, es fängt so an, wie ich es wollte, japanisch. Die Fischsuppe ist der Hammer. Die Menüportionen angenehm klein, Fleisch hätte ich gar nicht gebraucht. Die Köche sehen sehr jung und sympathisch aus. Bedenklich schlecht besucht, außer uns nur 4 Gäste. So geht man Pleite.

DSC04300 DSC04301 DSC04302 DSC04303 DSC04304 DSC04305 DSC04306 DSC04310 DSC04313 DSC04314 DSC04315

03.12. Werde früh wach und sehe die Jungs noch. Thomas legt mir Geld hin, aber ich habe keine Lust auf halbe Sache und es war ein schönes Hochzeitstagsfestmahl in der Gesellschaft alter Freunde und unserer Trauzeugin, die ihre Rolle echt ernst nimmt. Demenz. Marinehof macht erst um 12 Uhr auf und hat kein Frühstück. Fotoausstellung Sarah Moon in den Deichtorhallen um die Zeit zu überbrücken. Die Spinte im Erdgeschoss sind für Gehbehinderte. Im Hinweis geben sind sie ganz groß in Hamburg. Es sind 30 Spinte, aber kein Behinderter in der Ausstellung morgens unter der Woche, aber egal, Hauptsache man hat zurechtgewiesen. Viel Franzosenkram lästere ich. Anruf auf dem Handy, der Arzt, der für den Gerichtsvollziehertermin krankschreiben soll. Es gibt viele Kunstmagazine und Collagematerial zum Mitnehmen. Reich sind sie auch in der Hansestadt. Der Mittagstisch ist köstlich. Wir sitzen bei Claudia, die riesige Pfannen mit Bratkartoffeln schwenkt und parallel viele andere Sachen. Jeder Handgriff sitzt. Es gibt Kürbis mit Orangenaroma und Makadamia-Nüssen aus dem Ofen mit Fenchel-Risotto als Tagesempfehlung für 8,- €. Das ist Hammer Preis-Leistung und ich beneide die vielen Schlipsträger, die hier immer Mittagstisch machen können. Wie kann man einen kleinen Beisalat, liebevoll angerichtet mit einem Büschel Feldsalat nicht essen und auf dem Teller zurück gehen lassen? Es gibt einfach Dinge, die werde ich nie verstehen, weil sie auch nicht zu verstehen sind.

DSC04317 DSC04318

Stephan wäre zur Bahn gegangen, wir haben aber Fahrräder vor der Tür stehen. Auf dem AB Frau Borderline: Sie will nicht nach Usedom zur Reha, zu weit weg. Ich war so unfreundlich, dass die in der Klinik gesagt haben, sie helfen nicht mehr, das soll die Betreuerin machen. So kann sie ihre Kinder verarschen, ich glaube die Geschichte nicht.

Frau Uganda ist eskaliert und PsychKG Patienten gebissen und mit heißen Wasser angegriffen, ist fixiert.

Das Chimu schließt und der Prof, der zwischen München und Hannover pendelt, ist verzweifelt. Wo kann er hingehen, wenn er alleine was essen will? Unser Hanfmenü bei Dieter ist das originellste Essen was ich je hatte. Nicht einfach Luxuszeug aufkleistern, sondern richtig Ideenreichtum entfalten. Den Rosafarbenen Sekt serviert der Mitarbeiter mit der Bemerkung: frisch gepresster THC-Saft. Die Vorspeise ist geräuchert, was auch gut passt und Dieter bastelt einen Joint aus durchsichtigem Papier mit Filter, perfekte Täuschung, gefüllt mit gerösteten Hanfsamen zum auf den Nachtisch streuen. Schmandkuchen mit Ananas auf Pop-Rocks. Das ist so viel geiler als das übliche Trüffel-Flusskrebs-Edelzeug. Pastinaken als Rohkostsalat mit Pulpo und Mango- köstlich. Der Dieter hätte Carin verdient, die dazu Weine aussucht. Er will keine Schnippelhilfe. Kalender ohne Nummer mit tiefen Fächern von Andorra.

075505DSC04320 DSC04321 DSC04323 DSC04324 DSC04325 DSC04326 DSC04327 DSC04328 DSC04329 DSC04330 DSC04332 DSC04334 DSC04335 DSC04336 DSC04340DSC04349

04.12. Anfrage wegen neuer Betreuung (kaum bin ich auf grün geschaltet). Frau, hat schon Betreuerin, aber Wechsel, ist magersüchtig und hat einen sehr dominanten Freund, der auch unter Betreuung steht. Sage Sport ab und mache mir eine Wärmflasche, beim Notar ist es nett. 4 Minuten nach 12 sind wir schon wieder unten. Mr Thang Fischsuppe und Sushi, ausversehen nicht der Mittagstisch, die fangen mit „M“ an und ich habe „C“ genommen. Die dicken Rollen sind frittiert und warm. Team Wallraff, auch Du scheiße, Theater heute, muss vorher schlafen. P-Monster sagt ab und hat Magen-Darm. Er hat gestern über neue Anwaltskanzlei neue Eigenbedarfskündigung bekommen. Das müssen wir dringend besprechen, kommt Montag.

Will Jogginghose tragen, habe ich beide verschenkt von Lonsdale. Ist auch gut so. Hatte den falschen Mantel an. Der strenge schwarze aus Wien, den hätte ich zum Hochzeitstag tragen sollen, der passte viel besser als der unförmige mit Pelzkragen, ich bin verblendet. Wie unterschiedlich Hemden geschnitten sind verstehe ich nicht. Am Körper zu eng und ganz weiter Halsausschnitt? Wenn passt das? Dünnen Frauen mit Stiernacken. Das mit dem Löwenmuster von Armani ist superweit und hat einen ganz engen Halsausschnitt. Das verstehe ich auch nicht.

Wallraff ist Esser, der in den 80ern Undercover bei Bild gearbeitet hat. Der Stoff hängt mit Hannover zusammen. Der Chefredakteur, der ausschaut wie JR Ewing und laut lacht und einen Hannoveraner Humor hat, ist gut dargestellt. Es gibt keinen Krieg auf Cuba und die Teak Wan Do Schülerin, ist die mal vergewaltigt worden und würde sie dann mit einem tödlichen Schlag töten? Der Beichtstuhl und Wulf. Diese Szenen sind gut, dann: die Kritik unterstützt nur das System und ist Teil davon, unterstützt es quasi als notwendige Komponente und die tun nur so als würden sie in einem Stück von Ibsen spielen wo es um Kapitalismuskritik und Konflikte geht. O.k., das ist sehr abstrakt. Der Theaterhund, alt, wie gemalt liegt er an der Kasse und gehört zum Inventar. Zittert wenn Frauchen weg geht. Die Lichtshow in der Cumberlandschen Galerie, der Bar, hypnotisiert. Beim Gehen hat der langhaarige Einlasstyp, der mir vorher sympathisch war und überambitioniert schon auf Gäste wartet Angst, dass wir uns einen Oberschenkelhalsbruch holen, wir dürfen nicht unter der Plastikkette durchtauchen und er siezt uns penetrant. Warten, warten Sie…..

05.12. 100te von Orca-Walen im Wasser. Muss man sich trauen, reinzuspringen, aber offenbar greifen sie nicht an. Mit amerikanischem Cousin Brock und einem anderen Typen. Die sind die ganze Zeit schon im Wasser und ich rufe sie, sie müssen mir helfen, ich will auch rein. Ganz langsam springe ich rein, Kopfsprung, das Wasser ist nicht tief und man sieht den Grund, strecke die Füße. Die Orca schwimmen vorbei, haben einen festgefrorenen Gesichtsausdruck, ist erhebendes Gefühl. Mein Bruder und Familie sitzt im Café am Wasser, ich schwimme zu ihnen um zu erzählen, wie geil es ist.

Schleifenstirnband für das Patenkind.

DSC04359

Habe Aschenbecher für die Jungs vergessen. Leere den Fundus der Geschenke, eine große Trader Joe Tasche schon mal und mache einen Haufen für Weihnachten mit allem was ich angesammelt habe. Soll ich graues Lederkostüm verschenken, Steffi kommt heute Abend vorbei. Es ist toll, aber ich trage es nicht. Urwale, Kriechwale waren wie Hunde. Deswegen haben wir angeblich so einen emotionalen Bezug zu den Meeressäugern. Kalender Barbara ist dran. Der ist total schön geworden und ich habe aktuelle Prospekte aus Hamburg von der Sarah Moon Ausstellung, die ich eigentlich nicht so geil fand verbastelt und habe noch prima Material übrig gehalten. Bäume sehen oben wie unten gleich aus. Das sieht man im Winter, Äste, die immer feiner werden, ein Geflecht, wie unten die Wurzeln. Das ist mir noch nie so aufgefallen, wie die Toi Toi Toilette, die seit Monaten wohl vor dem Schuh-Outlet steht. Habe oft Tunnelblick. Diese Jahr keine Fotos der Kalender-Ergebnisse, muss auch nicht sein, nur den für Barbara lasse ich von Stephan dokumentieren. Ich esse ekelhaftes Porridge was ich im Internet bestellt habe und der künstliche Gestank verpestet die ganze Wohnung. Viele gute Zutaten hinzu, damit man es überhaupt herunterbekommt, Quark, Mandeln, Zimt. Stephan tut mir einen Gefallen und schmeißt die letzten 4 Beutel in den Müll. Danke. Er kennt mich gut und weiß, dass ich es sonst reinwürgen würde.

Hochzeitstag von Jasmin, wir haben Theaterkarten und waren jetzt so oft und total befriedigend essen. Der Wunderbrief an Sunl ist jetzt angekommen. Das hat ja Monate gedauert.

Ich habe Vogelaschenbecher für Thomas und Yunfeng vergessen, einfach untergebuddelt im ordentlichen Messyhaushalt.

Graues Wildlederkostüm, roter Wollrock musste entsorgt werden, Erinnerung an Istanbul. Sie nimmt das Dedignbuch mit, bei Turkish Airlines hat man 33 kg. Stephan kann das nicht so perfekt mit den Strecknadeln auf dem Plan. Das was sie da mal gesehen hat mit NY war sein weibliches Pendant, seine Schwester. Stephan fehlt ein Brillenglas und man kann durchfassen. Erst dachte ist, der Rahmen sei gebrochen, dann sehe ich, das Glas fehlt ganz. Schraube hat sich wohl gelöst. Wie konnte das passieren frage ich mich und Stephan: der eine stellt heißen Topf auf Glas und zerstört es, der andere trägt Brille mit Kopfhörern zum Sport….Milchreis wie früher, aber flüssiger und Biss im Reis schmeckt mir besser. Ist auch energieschonender, aufkochen und ziehen lassen. Wo liegt Innsbruck, würde gerne zu der Xenia Hausner Ausstellung. Umsonstkuntsmagazine mitnehmen aus Hamburg war aufschlussreich und jetzt wo ich lese, dass sie in einem Palazzo ausgestellt war, kann ich mir genau das Bild vorstellen, zwei junge Mädchen, eine blonde und eine Asiatin, irgendwas mit Coca Cola im Hintergrund. Der Vater war eher peinlich, aber ihr Stil hat Wiedererkennungswert und gefällt mir, auch die Motivauswahl. Innsbruck ist schön. Da will ich auch mal hin. Mir hat ja Lausanne auch so gut gefallen, das Lichterfest.

06.12. Um 9 steht Stephan auf, das im Bett liegen ist herrlich, aber es zieht mich raus. Toller Kalender für Barbara, die Qualität der Wallnüsse, Kino ist erst abends. Muss mich ranhalten mit dem Stricken. Mache Fächer zwischen dem Schmuck frei für die Kalenderordnung. DDR Kinderetui, weiterschenken, habe keine Haare und keine Kinder, finde es nur so geil, aber die Schrankfächer gehen nicht mehr zu.

DSC04354 DSC04355 DSC04356

Syrischer Flüchtling, der Tiermedizin studiert hat. Er ist in der Fremde und ganz alleine. Ewig dieses Diskussionen wie schlimm das für uns ist, dass die herkommen??? Sind die Menschen so wenig einfühlsam. Was bedeutet das für die Flüchtlinge, eine Drama und Alptraum ohne Ende, wie kann man das unbeschadet überstehen frage ich mich.

Die Astor-Premiere mit Sabine und Larissa. Ich liebe die plüschige Atmo und die Stimmung mit den Bücherwänden. Man hatte es mir beschrieben, aber so in echt komme ich aus dem Schwärmen nicht raus. Wir genießen es und lassen uns am Platz bedienen. Das war so eine schlaue Idee von dem Flebbe, weniger Sitze, weil ausverkauft war es doch nie und so kann man den Platz besser nutzen als mit freien Stuhlreihen. Es geht um Sternerestaurants. Kenne ich mich besser aus als mit Autorennen. Die kochende Hauptdarstellerin, Sienna Miller nimmt man es ab. Uma Thurmann hat nur einen kurzen Gastauftritt. Die ist m.E, sowieso nur mittelbegabt beim Spieltalent. Daniel Brühl als etwas verklemmte Chefbedienung überzeugt. Der ist echt gut. Es gibt eine Beschwerde. Die Spiegeleier sehen aus wie die Augen eines toten Clowns. Der schwarze Koch, dem er in Paris mal mit Ratten und Gesundheitsamt den Laden hat schließen lassen, zahlt es Bradley Cooper heim, indem er monatelang in seinem Laden arbeitet und dann als die Tester von Guide Michelin da sind das Essen mit Cayenne Pfeffer versaut und so Rache nimmt: „Das war für Paris“. Stephan sagt, das mache ich auch immer so. Das Wetter ist so herrlich mild. Das war eine tolle Idee und er herrlicher Ausklang des Wochenendes.

Glaser – Körperteile haben oder nicht haben

23.11. Morgens noch mal eingeschlafen und aus Träumen gerissen worden durch den Wecker. Hellbrauner Schuh, wieder Fehlkauf, zu groß (41), zu hoch, Absatz mal wellig, mal barock, aber in Bleistift, also unlogischer Traum und für 29,- € kann man auch kein Leder erwarten, wem kann ich sie andrehen? Dann klingelt es um 8:20 (hat man uns erwischt?) wird man zuhause vertrieben. Die Weihnachtswerbung zeigt zwei Männer mit einem Golden Retriever Welpen. Hundenachwuchs als Weihnachtsgeschenk, gilt das Klischee noch? Ein schwules Paar statt Familie, aber das? Stephan sagt, die glauben mit Hundebabies kann man alles verkaufen. Den zweiten Kaffee nehme ich bei Steffi. Mein Dandy-Mantel ist doch ein Frauenmantel, zumindest spricht viel dafür, sagt Steffi. Das Kostüm meiner Oma ist eine Spende an den Fundus. Hatte meiner Mutter gesagt, historische Kleidung und weniger geeignet für Flüchtlinge (das war ihr Vorschlag) es sei denn die wollen auf dem Amt mal Eindruck schinden, weil man sieht derart streng damit aus. Es gibt ein weiteres Dreieckstuch schenke ich Steffi, aber jetzt ist gut. Jasmin hatte eine lange Feier und findet die Handtasche aus Langenhagen elegant. Das freut mich sehr, auch, dass sie den Kalender lobt. Das kann ich heute gebrauchen. Frage mich, wie es wird mit fremden Fotos eine Kalender zu machen. Das wird eine neue Erfahrung. Freitag treffen wir die Auftraggeberin zum Mittagstisch im Jante. Das geht nur noch bis 01.12. Soll ich mein Hütchen tragen oder mal abends. Ich glaube, das ist ein besserer Rahmen. Ramen wäre auch mal lecker. Eine japanische Nudelsuppe. So was fehlt mir hier. Ja, ja, der freie assoziative Fluss geht immer wieder zum Essen zurück bei mir.

Vor der Tür, ein kleiner Junge fährt seinem Vater hinterher auf dem Rad auf dem Gehweg und rutscht aus und fällt hin. Der Vater herrscht ihn an: Hast Du geträumt? Sollst aber Fahrrad fahren und nicht träumen. Man spürt die Angst des Mannes vor Emotionen, mit denen er nicht klar kommt, vor allem Tränen und dass er damit nicht umgehen könnte, also Härte zeigen und ermahnen, aber was ist mit dem Mitgefühl und wie soll es gelernt werden? Fensterputzer war da und andere haben abgeräumt. Ich wusste nichts davon. Brief an die Familienkasse Bayern hatte zu wenig Porto. Telefonate und Arbeit. Rufe die Betreuungsrichterin an mit der ich studiert habe. Die ist so kompliziert die Alte, dass ich sie mal richtig abfahren lasse. Sprach mir drauf, ich müsse nicht kommen zur Anhörung, hat letztes Mal prima ohne mich geklappt. Nur wenn ich es anders sehe soll ich mich melden, ich sehe es aber nicht anders und meine Betreute kommt Morgen mit Frau Perser, ist alles organisiert und ich bin in Bad Pyrmont. Wo ist das Problem und warum noch mal auf meinen AB mit gesieze? Das ist so verspießt, weil wir uns duzen, sie aber nicht dazu steht wegen Richter und neutral oder keine Ahnung, so was kann man aber nicht rückgängig machen. Frau Querulantin in der Schweiz bekommt tatsächlich noch mal Krankengeld. Nicht zu glauben vom 01.10. bis Mitte 2016. Was ist denn mit dem Rentenantrag? Jetzt gibt es schon einen Erstattungsanspruch vom Arbeitsamt, die eh Geld von ihr zurück haben wollen und bis zum 12.11. gezahlt haben. Wirkt sich das auf die Erstattung aus? Eigentlich ist diese Nachricht so sensationell, dass ich Feierabend machen könnte. Ich rufe beim Gericht an, warum Her Schwitzehand schon die zweite Gerichtskostenrechnung bekommt und bei Mittellosigkeit und einer beigeordneten Pflichtverteidigung fast 5.000,- € zahlen soll. Das verstehe ich nicht, was hat das mit Pflichtverteidigung für einen Sinn. Bei Prozesskostenhilfe prüft der Rechtspfleger 4 Jahre lang, ob Mittellosigkeit noch vorliegt und schreibt es dann ab. Warum hier anders. Die Frau aus der Geschäftsstelle versteht auch so viel nicht, warum meiner überhaupt straffällig wurde z.B. Doch das verstehe ich, weil er suchtkrank ist und dann säuft und steuerunfähig ist und irgendwelchen Mist macht. Zum Schluss kann ich ihr entlocken, dass es Ermessenssache ist und jetzt die Kollegin, die einen Bänderriss hat und bis nächstes Jahr ausfällt aber so entschieden hat und nun Aurich zuständig ist. Die lehnen eine Stundung ab, was keinen Sinn macht, weil die Vollstreckung zwecklos ist und nur die Kosten in die Höhe treibt und das sind auch meine Steuergelder, die so sinnlos verpulvert werden. Ja, sie sieht es auch so und kennt es auch mit Stundung aus Aurich, weiß nicht, warum es hier schief läuft. Ich will denen Raten anbieten, wenn er die Kindergeldüberzahlung zurückgezahlt hat. Das waren ca. 3.700,- € und er zahlt 25 € pro Monat ab, d.h. das behalten die automatisch ein. Das geht also noch ein paar Jahre so und er stellt sich die Frage, ob das dann überzeugen kann, höchstens die weitere Sinnlosigkeit denen vor Augen führen und sie auffordern es einem Stellenleiter zur Prüfung vorzulegen.

Stephan sucht Adressen in Istanbul, weil ich ihn gebeten habe. Das Frühstück im Privato mit den ganzen salzig-süßen Leckereien und Caymak, der Clotted Cream der Türken. Das sind wichtige Infos, die ich an Steffi weitergeben muss. Der Engadiner Nusstorte schmeckt mir heute total gut. Meine Eltern liegen mit Erkältung im Bett. Das kann kein normaler Glaser machen, der kann nur Scheiben und es muss geschliffen werden, einer der auch Spiegel macht und ärgern nützt nichts. Doof war es trotzdem. Herr Staatsanwalt fragt, wie es in Venedig war. „Gut“. Heute bin ich nicht in Flirtlaune, das ist nur, wenn ich was von ihm will. Er will Bescheinigung, dass meiner in der Therapie ist. Hier braucht man erst mal ein Fax. Ich habe ihn angemeldet, aber egal. Datenschutz heißt meistens, dass die Sozialarbeiter die Arbeit aufschieben wollen. Das ist meine Erfahrung. Theater gibt es heute fast 3 Stunden für 9,- €. Meine Betreute mit dem Haarausfall hat die Rente unbefristet bekommen und war geschockt. Ich war zu überzeugend. Wenn sie Vollzeit anfängt zu arbeiten, wird sie keiner hindern ist immer meine Rede. Morgen Tagesausflug und nichts zu häkeln. Das geht nicht, werde doch was mitnehmen müssen und wenn es bedeutet, dass ich eine ganze Tüte von der dünnen Baumwolle mitschleppen muss. Mittwoch Hilfeplanung in der Podbi. Den Betreuten dazu ist der Vergewaltiger, der in die Türkei abgeschoben werden sollte. Den sehe ich nie, gehe ich mal hin. Die Woche der seltenen Betreuten werde ich es nennen. Wie Sternschildkröten den Inder sollen sie mir Glück bringen. Rufe die Ärztin von Frau Srilanka an wegen der stationären Behandlung, ob sie sich da mal einmischen kann ob die alles so richtig machen bei dem Chaotenhaufen. Das will sie wohl nicht machen und ist gegen eine vorzeitige Entlassung mit Pflegedienst. Das beruhigt mich, weil ich der mehr vertraue und die kennt ihre Patientin schon lange, meint, sie hätte die Medikamente die letzten Monate nicht genommen und muss erst mal wieder complient gemacht werden quasi.

Stephan hat die kaputte Glasplatte rausgebaut und im gelben Sacke weggebracht und vorher mit dem Mann in der Calenberger Neustadt telefoniert. Kostet ca. 50,- €-. Mein Mann ist der Beste.

Ich liebe es, wenn in der Dunkelheit die Äste der Bäume ausschauen wir Finger, schwarz auf schwarz, Tim Burton-Optik. Große Sperrmüllberge aus Körben. Ach, das Zeug wollen sie verkloppen. Weihnachtsmarkt. Da wünscht man sich doch glatt eine neue Terrorwarnung. Wenn man volles Haus haben will im Theater muss man schulrelevanten Stoff wählen, dann ist volles Haus garantiert. Außer uns sind nur Lehrer über 20.

Schüler applaudieren nicht so viel. Stück hat mir besser gefallen als „Floh im Ohr“ und „Borgmann“. Frau Arnold (sie strippt am besten) und die anderen, vor allem Daniel und Mathias waren echt gut und es waren spielerisch viele gute Einfälle und Szenen und ich habe den Geschichtsunterricht auch gut gebrauchen können. Zwischen dem Sturm auf die Bastille und dem Kopf ab beim Monarchen lagen 2 Jahre und die waren überschuldet und Pleite, Staatsbankrott. Offenbar hatte der absolutistische Herrscher einen Schweizer Finanzberater und der hat ihm zu Zugeständnissen geraten. Das Volk will gar nicht die Monarchie abschaffen nur überleben können. So ist es ja noch heute. Die göttliche Gewalt erklärt Frau Arnold und die unmenschliche Variante der Revolution, die aber so zu verstehen ist, dass sie entpersonalisiert ist und menschlicher als die menschliche, wie Terminator, der mehr Gefühle zeigt als der Mensch, obwohl er keiner ist oder Rudger Hauer als Cyborg. Sie sagt so schön „geh scheißen“ als Marie Antoinette und als das Todesurteil bekannt wird und ihre österreichischen Wurzeln durchkommen und sie redet so süß mit dem Gatten: „Luilein, Ständeversammlung ist nicht so eine gute Idee. Die kommen dann alle nach Paris und wir haben so wenig Brot und müssen die dann verpflegen und die Schaulustigen, die mit ihnen kommen“. Ich denke nach der Vorstellung, ob ich Frau Arnold mal ein Foto von uns zur Feier französische Revolution schicken sollte aus den Achtzigern oder frühe Neunzigern, nee, war ja 200 Jahr Feier. Ich als morbide Adelige und mein Mann als Jakobiner mit Teufelspuppe auf Spieß. Natürlich ein Fanbrief dazu.

24.11. Traum: Bin in Berlin und habe keine Orientierung. Zwei Frauen helfen. Da ist Prenzlauer Berg und da Kreuzberg oder Friedrichshain oder Neukölln oder was ist gefragt hatte. Ich will dort hin wo ein großes Geschäft mit Farben ist und daneben ist ein großer Asiamarkt. Asia-Imbiss. Ich nehme eine kleine Suppe. Danach bestellen die Profis. Es gibt Schweinekruste knusprig auf Reis mit Curry und ein Typ, den ich kenne bestellt eine andere Suppe, ein Soja-Getränk und irgendwas mit Vanille. In Wasser eingelegt sind kleine Plastiktüten, wie Milchtüten früher, aber Kindergröße und die schaue ich mir an Vanille, Pomodori und Grapefruit. Die Tomatenverpackung gefällt mir und ich überlege für Zuhause, ob ich welche kaufen kann/soll. Die Bedienung beobachtet mich. Ich frage: tut man die in Wasser, nein, man trinkt sie pur. Sie reißt eine auf und zeigt mir das. Irgendein Mädchen lässt ausrichten, sie will Zuhause angerufen werden. Das nervt. Dann will sie kochen. Wir gehen nach gegenüber und ich tue so als würde ich Blätter zum Kochen, es sind Äste mit Gewürzen, einstecken und man rollt daraus Taschen tue sie aber daneben in den Korb, der zum Geschäft gehört, so dass sie da bleiben. Eine Frau steckt Blumen und ich denke sie schneidet Äste heraus, so Ikebana, aber sie bindet das Grünzeug zu Schleifen, schneidet ein und zieht durch, die dann ganz symmetrisch ausschauen und das überleben die Schnittblumen wundere ich mich. Eine alte Frau bedient Waschmaschinen, es riecht sauber und die sehen futuristisch aus, sind japanische. Ich spiele an der Armatur herum und will ein Wort tippen und mache sie fast aus Versehen an. Muss auf den Stopp-Knopf drücken. Die interessieren sich für mein T-Shirt was durch eine Strickjacke verdeckt ist. Stimmt da steht was Asiatisches drauf, wusste nicht in welcher Sprache. Ist wohl vietnamesisch. Das Mädchen findet es voll peinlich und der Mann sagt, das wäre ein total schöner Spruch irgendwas mit einem Vogel, ein Sprichwort kommt darin vor (Anm.: weil Steffi gefragt hat, ob wir zusammen nach Vietnam reisen wollen im Sommer).

Morgens ist der Himmel rosa-hellblau-rosa gestreift und wir liegen noch etwas im Bett. Ich denke an die Streifen und Häkelmuster und Reihenfolge.

Wusste gar nicht, dass Xavier Naidoo so umstritten ist, beschäftige mich nicht mit dem Typen. Ich habe diese Krankheit, die mein Vater hat und werde eine Wulstnase bekommen bin jetzt schon halb entstellt, er muss es gerade operieren lassen. Da lasse ich mir eine neue aus Glas machen. In einem Monat ist Weihnachten. Das wäre das Beste, schön glatt ohne Beulen. Entscheide spontan doch nicht nach Bad Pyrmont zu reisen, hey, das ist hinter Hameln. Hatte sogar großes Häkelpaket gepackt, aber habe hier genug zu tun. Sage meinem Bereuten Bescheid und sein Sachbearbeiter kann mich anrufen, ich bin am Platz und dann klären wir das so, dazu brauche ich nicht anreisen, das bringt nichts und die haben sich gar nicht bei mir gemeldet, wenn es so wichtig gewesen wäre. Mein Betreuter soll Schule oder Ausbildung machen, habe ich beides schon getan.

Sich aus Freundschaft vor den anwaltlichen Karren spannen lassen, ist schwierig, aber ich will helfen, weil an der Sache ist nichts dran, d.h. ich muss beruhigen und ich hasse es, wenn meine Freunde drangsaliert werden. Die Mitarbeiterin der Steuerberaterin ist geschockt von Mandanten, die überrascht sind, dass Minijobber auch einen Urlaubsanspruch haben. Ja, das ist in dem Bereich weit verbreitet, so nach dem Motto, die arbeiten doch eh so wenig. Die werden nur bezahlt für tatsächlich geleistete Arbeit und nicht wenn die krank waren oder Urlaub haben. Dann geht es noch mal um Theater und Kinderoper. Ihr Sohn (8) hat jetzt 2 Aufführungen an einem Tag (morgens Zauberflöte mit der Schule und abends das Geschenk ihrer Chefin Hänsel und Gretel), das berühmt, berüchtigte. Dann kann man sehen, ob er wagnerianisch veranlagt ist, wenn er danach nach Mehr schreit.

Brauche Bestätigung, dass Aufenthalt von Herrn Jordanien beantragt ist. Landkreis irgendwas mit Holz. Der Sachbearbeiter ist im Urlaub, seine Vertretung lustig. Die Technik nervt und manchmal wolle man einfach davon laufen und nicht wieder kommen, ob ich das kennen würde. Ich mag solche Telefonate. Ich sage, der neue Ausweis ist bestellt bei der Bundesdruckerei in Berlin, aber es kommt zu Verzögerungen wegen der Bestattung von Helmut Schmidt. Er faxt mir was ich brauche zu, druckt es aus während wir telefonieren. Vanessa hat keine Termine mehr frei dieses Jahr, ich muss zum Kollegen, jetzt habe ich den Salat. Wenn was gemacht werden muss, mache ich neuen Termin bei Vanessa. Das ist jetzt nur fürs Bonusheft.

Der befreundete Arzt ist wieder da aus der Serengeti und hat etwas Terror in Europa verpasst. Er schreibt auch was von der sog. Zivilisation an die er sich wieder gewöhnen muss. Ich schreibe: „Wir haben nächste Woche Hochzeitstag und machen normalerweise eine Reise, die ich dieses Jahr zur Enttäuschung meiner Mannes abgesagt habe. Ich habe gesagt, wir machen hier lustiges Programm. Türkisches Frühstückbüffet bei Efendi Bey am Steintor, dann in den 500er Bus (der nämlich da direkt vor der Tür hält) und nach Wunstorf und Dich bei der Arbeit besuchen (keine Angst das war ein Spaß, Busfahrt hatte ich schon vorgeschlagen, sinnlos durch die Gegend fahren und gucken, ob man was Schönes entdeckt oder nur Orte anschauen, an denen man nicht leben will)“. Meine Schwägerin fliegt nach Chicago und merkt an, dass ich immer mit meinem Schwiegervater im Bett lande. Stimmt ja auch. Der Bruder von Frau Srilanka kommt ohne Termin, die Familie braucht Geld. Schreibt mir Bankverbindung des älteren Bruders auf einen Zettel. Kenne den noch als Kind, bin trotzdem genervt von Leuten, die ohne Termin reinschneien. Will über den Gesundheitszustand seiner Schwester mit mir reden. Ich halte mich bedeckt, soll er sie gefälligst selber fragen. Den Beschluss habe er gesehen. Na dann weiß er ja Bescheid und wenn es ihr vorher besser geht, dann wird sie früher entlassen.

Schlage Stephan Mittagstisch bei Karin Klemme vor und gemeinsame Gerichtspost, sich freuen, dass man keine Zahnschmerzen hat. Die sind gerade stark verbreitet im Freundeskreis und ich könnte mir echt nicht Zahnfleischtasche selber ausspülen. Das bringe ich nicht. Den Jungs schlage ich Mahjong am 1. Advent vor. „Die Stimmung mit Kerzen hält sich ja immer in Grenzen bei uns, aber Chips und Alkohol, Spielhallenfeeling und Gewinne und Verluste gibt es zu verteilen“.

Oberfinanzdirektion die Stellenleiterin auf mein Fax. Das ging ja schnell. Andere schafften es auch von ihren kleinen Renten 10,- € abzudrücken. Überzahlung von Kindergeld. Da hat es wohl einer geschafft hier Geld einzustreichen, was ihm nicht zusteht. Da hat die Familienkasse vielleicht auch nicht aufgepasst, weil die gucken sonst 3 x wer einen Erstattungsanspruch hat bevor sie Nachzahlungen auszahlen, weil von Kindergeld kann man bekanntlich nicht leben. Sollte man die Profis eher zur Verantwortung ziehen als einen Betreuten, der betreut wird. Erst wenn die eidesstattliche Versicherung abgegeben wird, kann sie in 2 Jahren einstellen. Verstehe ich nicht, weil der hat Betreuerin und ich kann ihr alle Informationen geben und die nachweisen, da fallen nur Kosten an. Die fängt wieder damit an, meiner sei straffällig geworden und würde die Kosten verursachen und hätte die Frechheit besessen ihr Kontoauszüge mit einer Einzelüberweisung von 100 € an Fitmaxx vorzulegen, aber sie darf sich ja kein Urteil erlauben. Tut sie aber. Karin Klemme. Wieder kein Grünkohl, sondern Königsberger Klopse und Currywurst. Ich habe passend Schweine auf dem Hütchen. Wollreste meiner Oma mit Papier was sie umwickelt hat. Männer in Gruppen regen mich immer stärker auf, dumme Lache, Tumbheit in Gruppen. Die Frauen mümmeln Salat bei der Fleischermeisterin Karin. Das kann mir keiner sagen, dass das schmeckt so mitten im Winter ein bisschen kalte Gurke und geraspelte Möhre. Wien, Wohnung, guterzogener Rotweiler im 7. klingt sehr verlockend. Bin doch kaufsüchtig, obwohl Stephan die Laune trübt und für einen kurzen Stopp sorgt, eine gestreifte, kurzärmelige Bluse (8) muss es doch sein. Beim Zahlen will ich noch abbrechen, aber ziehe durch. Bei der Wolle bin ich wählerischer. Die Bluse ist in der Relation viel teurer als mein Edelmantel, wenn man von den Ausgangspreisen ausgeht. Mein Mann sagt zu Recht, wie schwer das ausmisten fällt und wie schmerzhaft es ist. Auch Leuten was schenken ist keine Wohltat, sondern eher fies. Wer anderen was schenkt, wenn die zum Sammeln neigen, ist grausam. Stephan ist schlau und aufmerksam und sucht die kleinen Körbe an der Kasse durch, wo es einzelne Kleinigkeiten 4 für 1,- € und ich denke erst, was will er da, aber er sucht meinen verlorenen Plastikohrring und das ist eine sehr, sehr gute Idee. Die Wachtmeisterei hat Zimmernummer 1001. Das fällt Stephan auf, der sagt, dass seien orientalische Märchen und die Nummer hätten die sich selber rausgesucht. Betreuung ohne Gesundheit- und Vermögenssorge wurde bis 2022 verlängert. Wenig Verantwortung, langfristige Einnahme. Das ist mal konsequent, welche Richterin war das? Fotodose. Fotos sind schon da. Habe nicht nur Menschen, sondern auch Objektfotos nachmachen lassen. 25 Jahre Hardcore, Scooter. Auf dem Rückweg fällt mir, dass ich die Erdbeerstrickmütze zurück fordere und erst Michi und Markus und dann Gabi für das Theater anbieten da ist sie besser aufgehoben und wäre doch zu lustig die mal auf der Bühne bei „Nordische Nächte“ zu sehen. Steffi ist ja meine Rückrufaktionen mittlerweile gewohnt. Sie holt Suki Donnerstagmittag wieder ab. Herr Russisch-Alkoholiker hat neulich als er in Berlin war noch mal Geld überweisen lassen, damit er dort wegkommt und dann wurde in seinem Kuhkaff mit Karte eingekauft. Fühlt man sich immer verarscht und ich lasse mich aufhetzen, rief heute an, ob Obernwöhren neben Prenzlauer Berg liegen würde, will ich wissen. Hat sich das Bein gebrochen und ist bis Jahresende still gelegt. Hat saisonbedingte Kündigung bekommen bis 01.04. in seinem Fensterputzerjob. Beinbruch war privat, will sich für 600,- € Laptop kaufen.

Überzeugende Widerspruchsbegründung. Therapie wurde abgelehnt bei Herrn Hodscha (weil aussichtslos und er keine Krankheitseinsicht zeigt). Hallo? Der hat für sich selber eine gesetzliche Betreuung beantragt und einrichten lassen und ich bin richtig in Fahrt und setze denen eine kurze Frist um einen rechtsmittelfähigen Bescheid zu erteilen. Will das sonst gerichtlich klären. Dieses den Spieß umdrehen und Druck aufbauen ist wirklich eine gute Idee und ich klopfe mir selber an die Schulter.

Die Kultur hat mich fertig gemacht und von mir aus könnte heute schon Donnerstag oder Freitag sein. Aus Berlin das Zitat des Tages: „Ich beobachte Sie schon seit geraumer Zeit beim Fahrrad fahren. Ihre Art, das Fahrrad zu lenken und in die Pedalen zu treten ähnelt meiner Art, Fahrrad zu fahren ungemein. Lediglich die Art, wie sie klingeln unterscheidet sich (unwesentlich) von meiner und ich fordere sie auf, in Zukunft zu Fuß zu gehen.“ Ich will nur Liebe, Freundschaft und gutes Essen.

Ich trinke gar keinen Kaffee mehr im Büro. Die Psychokollegen hingegen stehen alle 50 Minuten an der Tränke.

Mein Hauptbezugspfleger von Herrn Ihme hat diesen längere Zeit nicht angetroffen und hört zu Ende des Jahres in seiner Firma auf. Das ist schrecklich. Er will vorher noch mal bei mir vorbei kommen um zu klären wie es für Herrn Ihme weitergeht. Dann lieber nicht am Hundetag Donnerstag, sondern Montag früh.

Beim Sport sollen wir auf dem Bauch liegend ein angewinkeltes Bein Richtung Brustkorb ablegen. Ich höre das Stöhnen um mich herum. Das ist eine beliebte Schlafposition bei mir.

Als es Schlafensgehzeit ist erzählt mir Stephan von dem abgeschossenen russischen Kampfjet über der Türkei. Die Piloten wären vermutlich von syrischen Rebellen getötet worden. Über die Grenze geweht oder was? Ich bin sonst echt eher auf der Seite der Türkei, Putin oder Erdogan. Da kann ich nur sagen, wirklich verhaltensauffällige Männer zeigen sich mit nacktem Oberkörper. Der Zimmernachbar von Dieter soll mitunter ganz nackt zu sehen sein nach meiner Schwiegermutter. Oh Gott, wie schrecklich.

25.11. Irgendwie wie Alptraum, das bewegt sich in eine ganz komische Richtung, fühlt sich an als hätte ich noch gar nicht geschlafen aber dann fallen mir die Bilder ein, o.k. war wohl gerade am Anfang, gehe rüber, Gästebett, liegt voll, drängele mich unter die Sachen, die Tüte mit Lampenmaterial lege ich vorher raus und auf den Boden. Passe kaum unter die Decke und alles ist fest. Morgens habe ich geträumt entweder Urlaub mit Marc und Jasmin oder Familienfest. Wir machen Essen, Salat auch noch frage ich (wegen Markthalle gestern). Ja, den essen sie eigentlich immer sagt meine Mutter. Salat waschen, man ist der dreckig, war teuer und muss voller Vitamine sein rede ich mir ein, da ich ihn besorgt habe. Kann man das orangefarbene Teil an dem die Blätter festgewachsen sind auch essen. Schneide es klein und probiere ein Stück. Stephan soll gefälligst beim Putzen helfen. Die Strecke mit der Fähre, die wir zurück gelegt haben war wohl ganz kurz. Ich sehe unser Haus und da könnte man hinschwimmen. Warum sind wir jetzt hier für 500,- € die Nacht frage ich mich und es ist romantisch lautet die Antwort (haben gestern airbnb Wohnungen in Wien geguckt). Habe einen Kuchen machen lassen mit ganz viel Text. Irgendwer erzählt was drauf stand, nein das war Mehr. Den Text muss ich vom Zettel ablesen, weil der ist zerlaufen und man kann nur noch Spuren davon auf der Torte erkennen. Irgendwas mit Danksagung und Wünschen. Größere Gruppe, spielende Kinder. Komisches Gefühl beim wach werden.

Wer kommt alles mit zu Hader und ja, Stephan hat ihn beim Auftritt in München und Köln verstanden, aber das liegt beides nicht in Niederösterreich. Ich glaube, er überschätzt sich. Unsere Wiener Freunde müssen simultanübersetzen oder wir lachen einfach wenn die anderen lachen.

Das Konto von Frau Srilanka ist dicht und Überweisungen gehen nicht und auch Abbuchungen, trotz Deckung. Ich muss zur Bank wackeln und klären, ob das mit der Pfändung zusammen hängt. Das nervt mich total.

Beichte dem Sozialamt, dass Frau Stimmen auszieht und die Leistungen dann eingestellt werden müssen und alles ist wie vorher und ich die Überzahlung für Dezember zurück überweise. Wollte erst mal schauen, ob das klappt.

Konto ist dicht, Überweisungen, die wir mühsam aufgefüllt haben vom 18.11. sind vernichtet. Das sind ja tolle Nachrichten. Ich verstöre den PIN, weil ich unvorsichtig reiße statt zu rubbeln. Dann zwei Faxe. Fahre nach Misburg. Zum Glück hatte ich den Betreuten vorher angerufen. Der kennt sich aus, wäre sonst in die Grammophonfabrik gefahren, weil man mir die Hilfeplanung hier beschrieben hatte. In Misburg war ich noch nie. Vorbei am Laher Friedhof. Das sind die Gräber von Frau Bettlägerig und ich weiß jetzt so in etwa wo. Hier heißen die Haltestellen was mit Kafka, was wirklich kafkaesk ist. Stephan weiß, wie er es mir beschreiben kann, Tedi und Rossmann und schon bin ich da. Das war großartig von ihm. Der netteste Vergewaltiger den ich kenne begrüßt mich an der Tür und ist echt ruhig und aufmerksam. Superaufgeräumtes Zimmer, großer Teddy sitzt auf dem gemachten Bett. Er zeigt mir alles, wir sitzen dann im Aufenthaltszimmer, hässlich eingerichtet, Heimschick, Deko-Streu auf dem Tisch, immerhin Dartscheibe an der Wand da, wo sie freitags alle zusammen essen an einer langen Tafel. Es sind 16 Bewohner. Er hat sich auch überlegt, dass ich vom Allerweg fahren soll. Genauso habe ich es gemacht. Er ist seit fast 6 Jahren trocken und in der Kochgruppe, letztes Mal haben sie Pizza gemacht aber nicht mit Hefe, sondern einen Quarkteig. Das kannte er auch nicht, aber es hat den anderen geschmeckt. Dann ist er im Heimbeirat, wo man reingewählt wird wie ein Klassensprecher. Er ist auch zuständig für die neue Waschmaschine und Trockner, die Funktionen zu erklären, wenn die Bewohner Fragen haben. Nein, das nervt nicht. Er arbeitet 32 Stunden die Woche in der Garten-AT (Arbeitstherapie) und bekommt 40,-€ im Monat dafür, eigentlich sollten es nur 20 Stunden sein, aber kein Klagen. Sie dekorieren jetzt wieder die verschiedenen Häuser der Einrichtung mit Sträußen und Gestecken und arbeiten für den Bazar. Weil er Zweiradmechaniker gelernt hat, hat er die Fahrradwerkstatt hier im Haus mit aufgebaut. Er spielt gerne Billard mit einem Freund. Das kostet in der Spielhalle nebenan 1,50 € pro Stunde und Fußball. Jetzt ist Hallensaison und das Verletzungsrisiko höher. Mit 52 ist er bei den alten Herren. Er geht zur Sucht- und zur Sportgruppe und am Wochenende machen er und seine Freundin mit deren Eltern einen Ausflug nach Bad Nenndorf. Das lieben Rentner, sage ich. Meine Schwiegermutter fährt da auch gerne hin. Wenn die Freundin rückfällig wird, bricht er in der Zeit den Kontakt ab um sich zu schützen. Die Männergruppe war nicht mehr seins, zu viele Junge. Er könnte sich vorstellen auch mal die Küche auszuprobieren nur die Tischlerei will er nicht, mit Holz arbeiten, das ist nicht seine Sache. Er ist Analphabet und man muss ihm zeigen, wo er unterschreiben soll. Seine Tochter hat studiert und lebt teilweise mit dem Mann in Indonesien, der dort ein internationales Wirtschaftsstudium macht. Er hat regelmäßig Kontakt. Zu der jüngeren, die 27 ist, hat er keinen Kontakt und sie untereinander auch nicht, verschiedene Mütter. Bei der Unterschrift kommt die Frage nach dem Datum und der 26. wäre näher am Wochenende, sagt der Mann aus der Beratungsstelle, aber die Mitarbeiterin will heute noch erleben, weil sie nämlich später ins Theater geht sagt sie stolz. Ich frage nach: Känguru-Chroniken. Eine Kollegin hat Geburtstag und sie begleiten sie und es war schwierig 10 Karten zu bekommen. Das ist lustig kann ich schon mal verraten und verabschiede mich wieder und fahre zurück. Der junge Typ aus der Podbi will sich das Haus zeigen lassen, weil er es nicht kennt. Ich finde zuerst den Zugang zum Gleis nicht. Alki-Treffpunkt. Wieder eine alte grüne Straßenbahn. Das nervt etwas, aber die Verbindung ist eins A. Habe Hunger, bestelle das Toast bei Luis wieder ab, weil er damit anfängt als ich Törtchen und Kaffee schon verzerrt habe. Nix für ungut.

Elisabeth kommt eine halbe Stunde zu früh, führt Selbstgespräche im Flur, sagt mir dass sie mit dem Keksverkauf schon angefangen hätten. Ich sage durch die 30,- € die sie extra abgehoben hat ist das Konto leergeräumt bis auf 27 Cent, alles unter 1,- € ist für mich null und ich habe keine Zeit für Schwätzchen und es nervt, dass sie einfach irgendwann reinschneit. Ich hetzte sie auf und dann klappt das Telefonat mit der Wohnbetreuung auch nicht und sie kündigt ihr. Her mit dem Telefon, entweder neuer Termin oder nicht. Das andere interessiert nicht. Langweilig. Das passiert doch immer so und dann wird sie sie wieder anrufen und sich wieder mit ihr am Kröpke verabreden. Ich habe heute keine Nerven für ihre Spielchen und schmeiße sie wieder raus. Wir müssen uns nächste Woche Dienstag treffen. Wo ich nächsten Mittwoch bin? Das geht sie nichts an.

Bei meiner behinderten Schwester hat der Spiralenwechsel nicht geklappt nach 5 Jahren. Es muss alles in Vollnarkose gemacht werden und so kommt heute nur die Zahnreinigung dran. Meiner Mutter geht es wie mir, die verwechselt immer Eierstöcke und Gebärmutter. Paps hingegen ist der total Experte für weibliche Geschlechtsteile und weiß: die Regel kostet viel Energie. Ich sage, da soll er man einen Aufsatz drüber schreiben. Ich sage, die Gebärmutter von Mama war meine erste Wohnung und gemütlich war es da. Ich sei gebärmutterabhängig kriege ich dann zu hören. Er verdient sich ein Zubrot durch Vorträge über die Gebärmutter und ihre Nachteile und für jede Unterschrift für eine Hisektomie (oder wie das heißt) bekommt er eine Provision und bessert damit seine Rente auf. Nein, Weihnachten gibt es erst mal das Duell binärer Code, er gegen Stephan und anschließend wird es mir erklärt und dann gibt es seinen großen Vortrag: Gebärmutter, das muss nicht sein. Er ist bereit Lampe mit mir zu basteln, aber eine Idee muss ich haben. Es war einer der ersten Wienreisen mit Thomas und Yunfeng und ich habe die Lampen aus alten Dosen gesehen, die ausschauten wie stilisierte Blüten, kam wieder und ging mit Patrick zu Conrad und habe für 100,- € eingekauft. Die Tüte mit Materialen liegt seit dem in den Schubladen und ich weiß gar nicht mehr, wie die ausgeschaut haben. Bastelwillig ist mein Paps. Da braucht man viel Hardware ist seine Einschätzung. Jetzt hetze ich Stephan los wegen Fotos finden, die mich erinnern sollen.

Ein Kollege, der Arbeitsrecht macht ruft an und erzählt wie ein Fall ausgegangen ist, den ich vermittelt habe. Es ging um einen Firmenwagen und sie haben sich verglichen. Er will Mittagstisch machen und zu Rossini geht er nicht. Ich hatte gefragt, weil er da um die Ecke ist. Die betrügen, als ich nachfrage, regt er sich über die Alsterpreispolitik (!) auf. Was soll ich dazu sagen? Der wollte mich zuletzt derbe verarschen. Umsonst auftreten vor Gericht mit hohem Haftungsrisiko und das dann „Fluranwalt“ nennen, aber Schwamm drüber oder noch mal ansprechen. Bringt auch nichts. Mein Kollege schreibt mir aus dem Zug. Das ist auch mal schön von ihm zu lesen. Macht sich etwas Sorgen wegen der Bürostimmung und der anstehenden Weihnachtsfeier. Ich habe dann die Idee zur Auflockerung der Weihnachtsfeier. Jeder muss eine zweite Person mitnehmen, die mit dem Büro nichts zu tun hat und die auch einladen (wegen Weihnachten). Ich nehme Steffi mit oder wenn wir ein Pärchen dürfen Chicco und Barbara, dann sehe ich die auch mal wieder. Durchmischung hilft, Verdünnung, Ablenkung usw. Denen erklären wir, dass es einen therapeutischen Hintergrund hat. Der Psychokollege kann auch Psychospiele mit uns spielen. Das wünsche ich mir ja schon lange. Bis einer heult oder ein Knoten geplatzt ist.

Beim Yoga ist heute eine Vertretungslehrerin und das Thema Füße. Zehen spreizen und einzeln auf der Matte ablegen. Die Angeberin kann das, bei mir sind die Zehen ein unbeweglicher Klumpen. Am Ende der Stunde schöne Massage mit Weleda-Öl. Der Fuß ist angeblich eine Abbildung der Wirbelsäule und wenn man im Nacken verkrampft ist, hat das oft was mit den Füßen zu tun und man soll bei Kopfschmerzen das obere Gelenk des großen Zehs kreisen. Welches obere Gelenk? Gibt es mehrere? Bei manchen macht das wohl Knackgeräusche, bei mir nicht.

Rufe Sunl an, wenn unsere Männer schon miteinander telefonieren. Zielpunkt ist pleite schreibt mir Stephan, aber wir gehen doch immer zu Billa. Was interessiert mich das? War eh ein dämlicher Name. Ist Plus auch pleite. Die hatten früher mal zwei Läden auf der Limmer. Katastrophale Arbeitsbedingungen, das weiß ich noch allzu gut.

26.11. Traum: mein alter Ausbilder, Herr Siemering, der m.E. verstorben ist hält Vortrag über historische Esskultur, kleine tragbare goldene Butterfässer, oben mit Kuhle für Salz und welche Brühe es dazu gab auch Getreide, ganz trüb. Davor sind wir in einem Sternerestaurant im 1. OG. Die Plätze hier kenne ich nicht und die Köche hören alle interessiert zu. Er demonstriert an einem Kissen, wie man Fleisch nicht schneidet auch wenn die bei dem perfekten Diner das immer so machen würden und macht dabei Sägebewegungen. Man würde eher mit dem Messer quetschen. Ein Typ der auf mich steht und den ich morgens in der Küche treffe als ich den Toaster suche will kein Spritgeld von mir nur 100 für das Essen. Das ist genau das was ich gezahlt habe sage ich ihm (er hatte uns angemeldet). Auf einmal schaut er beleidigt. Dann geht es um einen Aufsatz über meinen Vater, den ich geschrieben habe.(Er hatte gestern gesagt, dass einen Vortrag von ihm im Internet ist, den will er kopieren, dass wir in noch sehen können, wenn er tot ist). Ich muss die Quellen aus den Fußnoten noch kopieren (durchnummeriert liegen sie auf einem Haufen und irgendwie sind sie nicht vollständig und das wäre ganz viel Arbeit das noch mal nachzuvollziehen) oder soll ich das lassen, zu viel Aufwand und wann soll ich es machen, wenig Zeit nur noch. Irgendwie sind schon alle da und ich will auch meinen Bruder sehen. Kann ich das noch an der Uni kopieren, weil das ist richtig viel. Das reicht doch, wenn ich die Quellen angebe, wie Spiegel Heft soundso Jahrgang soundso und muss es nicht kopieren (Unterschied zwischen Fußnote und Schriftsatz denke ich in wach), das interessiert doch keinen. Ich soll es vernünftig machen meint Stephan. Das wird auch so gut, aber der Text ist ausgedruckt und ich muss das dann auch durchgehen und noch mal nachtragen.

EODM wollen noch mal im Bataclan auftreten. David Sedaris liest am 03.03. im Gartenbaukino, der perfekten Location und die Übersetzung von Harry Rowohlt fand ich nicht so gut in dem Hörbuch. Shithole als Umschreibung seiner Mutter von der Wohnung seiner griechischen Oma ist nicht Scheißrattenloch. Was hat das mit Ratten zu tun? Dreckloch wäre treffender gewesen. Soll ich mich anbieten?

Das Haus bei Steffi ist fast fertig und sieht entsprechend billig aus, nur die Absperrung, hinter der es schon leer geräumt ist, hindert noch den Verkehr. Mache die Postrunde mit dem Hund bei Herrn Schwitzehand, der in Therapie ist. Hier, wo sonst mal ein Zirkus stand, bauen sie ein buntes Containerhaus für Flüchtlinge. Beneidenswert schöner Standort so im Grünen und am Fluss. Wetter so gut, eine Runde einkaufen im Kaufhaus am Steintor, Wolle (das Knäuel was ich neulich nicht genommen habe und jetzt wollte, ist natürlich weg) und Aufkleber und Armreife für Frauchen sowie Pfannen für den Kinderherd. Eine Frau steht neben mir und sagt, man kann wohl als Oma keine lilane Handtasche tragen. Warum, sie hat doch schon eine lilane Mütze wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf und das ist Leder und 80er total in und cool und kostet nur 6,- €. Und wenn die Leute lachen will sie wissen. Auf meine Verantwortung hin nimmt sie sie. Ja, die sollen sich dann bei mir melden. Mein neuer Mantel mit braun, grau, schwarz und Pelz. Ich habe den perfekten Partnerlook mit Suki. Wie gut sieht das denn aus? Ja, ich weiß es. Ziehe ich mich jetzt passend zum Hund an frage ich mich bei meinem neuen Lieblingsmantel.

Der Strafverteidiger hat einen neuen Fall. Mann hat 7 Jahre in Österreich im Knast gesessen und einen Raubüberfall gemacht mit einer deutschen Polizeiuniform, aber einer alten, grünen Känguru-Chroniken. Holger glaubt der hat Demenz und kommt nicht zu Recht, wenn er entlassen wird, Jahrgang 1947. Ich sollte das pinkeln gehen nicht so aufschieben, wenn ich ein Ganzkörperwollanzug an habe. Das ist dann echt kritisch.

Schreibe Herrn Schwitzhand u.a. „Sie haben nur 157 statt sonst 190 überwiesen bekommen. Vielleicht wird jetzt das überzahlte Kindergeld einbehalten. Da entsteht ja auch eine weitere Überzahlung wie bei allen anderen Kindergeldempfängern, weil Sie bekommen das ganze Jahr schon 188 und die berechneten bei ihm nur 184“. 10 Minuten später ruft er an, dass er die Therapie abbrechen will, wenn er jetzt weniger Geld kriegt (das ist eine Auflage und er steht ein Bewährungswiderruf auf dem Spiel und er ist da, wo er Vollverpflegung hat). Oh mein Gott. Frustrationstoleranz wirklich gleich null. Ich bin beeindruckt.

Agentur für Arbeit, Frau Querulantin, die jetzt doch Krankengeld bekommt und die Meldeauflagen des Arbeitsamtes. Macht Fahrtkosten für Vorstellungsgespräche in der Schweiz geltend und zugleich einen Krankengeldanspruch. Die Frau vom Arbeitsamt wüsste doch, wie das sei, krankgeschrieben hieße nicht, dass man keine Termine machen kann. Man kann ja auch zum Arzt und da im Wartezimmer sitzen und ich wüsste nicht, was das für eine Diagnose sei, ob man ihr das anmerkt und sie einen roten Kopf hat oder es was Inneres sei, außerdem sei es halt meine Betreute mit ihrer Thermik, aber gegen Meldeauflagen verstoßen und zugleich einen Krankengeldanspruch haben beißt sich wohl. Ich verwirrt am Telefon, verwechsele immer die Leistungen und nenn das Arbeitslosengeld Krankengeld und sage immer 01.01. statt 01.10.

Die Betreute, die viele Kinder hat, verwitwet ist, Unterleibskrebs hatte, jetzt auch noch inkontinent ist, 10 Jahre älter als ich und sehr primitiv gestrickt ist kommt heute mit der Lebensgefährtin, die auch unter Betreuung steht. Sie weint und sagt, nächste Woche wird ihr schwerster Tag. Der Sohn, der bei ihr wohnt und im Rollstuhl sitzt wird ein Bein inklusive Hüfte amputiert an unserem Hochzeitstag und zwar wegen Dekubitus bis auf den Knochen. Ich wusste nichts davon, dachte der arbeitet in der Werkstatt im Fahrradbereich. Der Sohn hat auch einen Betreuer bekommen vor einigen Jahren und dem ich wohl schlecht geworden als er es gesehen hat. Seit Juli, viel Krankenhaus, darf nicht mehr im Rollstuhl sitzen, weil da die Wunde ist, hat künstliche Ausgänge bekommen im Frederikenstift, ist abgemagert bis auf unter 50 kg, Betreuer kann die Verantwortung nicht mehr übernehmen und schickt ihn ins Krankenhaus, die schicken ihn wieder nach Hause. Pflegedienst sagt, er hat sich aufgegeben. Er spürt keinen Schmerz und vergammelt bei lebendigem Leib, das Fleisch ist schwarz und es stinkt nach Verwesung. Zwischendurch geht es immer wieder darum den Sohn rauszuschmeißen und was er sich wieder geleistet, gibt zu wenig Geld ab und das er selber schuld ist, weil er raucht z.B. So wenig Liebe, das macht mich hilflos. Sie war jeden Tag im Krankenhaus und ist überfordert. Das ist echt heftig.

Der nächste Betreute , den ich seit über 10 Jahren kenne und der jetzt Anfang dreißig ist und weniger Haare hat, die anfangen grau zu werden fragt wann ich Feierabend mache, warum will er was mit mir trinken gehen, denn so klingt es. Ich muss noch arbeiten, er sagt, dass ich aufhören soll an meinen Fingern zu puhlen. Den Hinweis habe ich auch schon mal gehört.

Suki wurde nicht abgeholt. ½ Tag? Verstehe ich nicht. Bei Frau Dement habe ich Kabel ein Fax geschickt und jetzt geht der Fernseher nicht mehr. Auch schlecht.

Ungeduldig mit Hund der sich an Ampel verhakt, lasse Leine los und bin gestresst, dunkel an Leine durch den Park. Vollmond, bin genervt von Autos und der Dunkelheit. Frauchen war beim Zahnarzt, Geschenk wird einbehalten, Strafe erfolgt bei mir sofort, wenn ich beleidigt bin, auch wenn ich dann denke, lustiger Zufall meine Antwortmail habe ich auch nicht gefunden und gut, dass sie es angeht. Wir sehen uns beim Yoga am Samstag. Das mag ich sehr.

Stephan fragt mich auch, ob was sei. Ich kann Stephan die Sache mit der Amputation nicht sagen, es ist noch zu schlimm. Morgen sage ich rede ich drüber. Er versucht durch Raten herauszufinden um was es geht, Mann oder Frau usw. Ich breche das Spiel ab bzw. gehe nicht darauf ein. Das Menü im Jante klingt Hammer. Doch Hamburg absagen und hier bleiben? Es ist wirklich schlimm mit mir. Morgen kommt Georg und bucht den NY-Flug mit Stephan. Das ist toll. Stephan gibt zu bedenken, dass wir die gar nicht so gut kennen und 2 Wochen lang sind, das könnten wir mit engen Freunden oder meinen Eltern machen. Ich sage, sie sind sehr umgänglich/verträglich, das wird schon werden, sogar gut. Lisa Arnold sieht derart gut aus als Adolf Hitler. Ich freu mich schon ganz arg.

Bleibe häkelnd vor der Glotze hängen, Nachtmagazin war früher ein Fremdwort. Stephan geht sich irgendwann nach 12 Uhr die Zähne putzen, dann wieder das Spiel, er schläft ein, ich liege wach, wechsele ins Gästezimmer auf das weiche Bett, das dauert dann auch noch ewig und ich denke an Häkelfarbreihenfolgen und dass ich das Hütchen rauslegen sollte was Georg sich anschauen soll und um 7 Uhr bin ich wieder wach, eine Stunde vor dem Wecker, Stephan schläft noch. Das ist nicht normal.

27.11. Habe Termin bei der Gerichtsvollzieherin heute um 10 Uhr in meiner Betreuungssache Herr Yoga verschoben bekommen bis Mitte Dezember und gehe mit. Der schreibt mir nachts, weil die Gerichtsvollzieherin den Namen des Vermieters haben will, dass sie bestimmt von der Ablöse weiß und ich sage, nein, es ginge allgemein um pfändbare Forderungen. Die dachte, er lebt in einer Einrichtung. Erster Advent plus 2 Wochen ist der 20.12. und das wiederum der 3. Advent. Schicke wieder kryptische Nachrichten zum Spielenachmittag. Außerdem ergeben meine riesigen Häkeldreiecke kein Quadrat. Da muss mir Stephan erst mal bei der Logik helfen, scheiß auf dies binäre System. Mein Angebermann sagt noch, das sei für ihn kein rechnen…..Nächste Woche Freitag gehe ich mit meiner Betreuten zusammen zum Notar und schlage das Erbe ihrer Mutter aus. Ich hole sie an der Haltestelle Schwarze Bär ab. Der Termin ist um 12 und heute um die Uhrzeit treffen wir die Kollegin, die mit dem Notarbüro zusammen hängt. Solche Symmetrien oder vermeintlichen Muster fallen mir immer auf oder ich reime sie mir zusammen.

Mein Schwiegervater muss sich noch gedulden, aber sein Mitbewohner ist ausgezogen, zum Glück. Wartet in der Reha im 2-Bett-Zimmer auf ihn sagt Stephan zur Belustigung.

½ Stunde mit Kabel Deutschland telefoniert. Wieder abgemeldet als Kundin, war am 04.11.2015 und zum 05.11. abgemeldet. Verbindet mich mit der Technik. Der Typ findet die Vertragsnummer nicht. War digitales Fernsehen. Vorher mit dem Vermieter, nein, hier wurde nichts geändert. Grundversorgung ist in Nebenkosten enthalten. Dann bei der Betreuten und der Frau vom Pflegedienst (Frau Ding, ja ich bin Frau Dong, der Betreuten fallen die Namen nicht ein, was ich echt verstehen kann) gelingt es von Radio auf Fernsehen zu schalten. Die Batterien waren falsch in der Fernbedienung. Wochenende gerettet.

Den schwule Türken rufe ich an wegen Frist GBH für Rauchmelderwartung, steht bei mir im Kalender. Er bedankt sich, hat Termin gemacht, war letzte Woche im Krankenhaus. Ellenbogen wurde repariert, ähhh operiert, war Schleim drin, dauerte aber nur einen Tag, war im Siloah, ganz neu, schaut von außen aus wie ein 5-Sterne-Hotel, alles automatisch und innen wenn man reinkommt wie ein amerikanisches Krankenhaus, die große Lobby. Süß, wie er begeistert ist. Bodrum empfiehlt er mir immer. Der hat echt schwere Krankheiten, HIV, Meningitis, und Krebs am After, aber alles gut überstanden und immer gut drauf. Der Hase aus Mittelfeld ist mein Vorbild.

Nicht nur Steffi kam gestern nicht, gleichzeitig angekündigt und abwesend war auch einer meiner Betreuten mit Drogenproblem, der in einer Einrichtung lebt. Rufe da noch mal an, will ihn aber nicht reinreißen. Dann den Arzt auf dem Handy, dort war er zumindest und es soll verlängert werden, so wie er es will und er vertraut nur mir. Das kommt mir bekannt vor.

Auf dem Weg ins Jante erzählen ist Stephan von der schlimmen Amputation. Während die Welt facebook und What’s App benutzt werden ganz stumm Glieder amputiert wie im Mittelalter. Kommt mir nicht fortschrittlich vor.

Ich bin Viertel vor da. Unterhalte mich mit Mona und sage Tony, dass ich ein Hütchen mit seinem Foto gemacht habe, quasi Fantum in bisher nicht bekanntem Ausmaß, was ich mal abends in Szene setzen will. Ist letzter Tag des Mittagstisches. Ich will Jante Stempelkarte.

222345DSC04243 DSC04244 DSC04245

Urlaubsfamilienfotos aus aller Welt, China, Frankreich, Portugal, NY. Großes Format. Apropos groß, Paul ist jetzt 1,80 m. Wir trinken etwas Alkohol und das Essen ist lecker, hellgrüne Sauce und Rotkohlpulver nur das Brot schmeckt uns nicht. Alex hat ein altes Handy. Die Raben habe die Lasagne gegessen und die Kinder musste ¼ wegschmeißen. Sie macht dann noch Panna Cotta. Freunde aus Basel zu Besuch. Alex bastelt zu Weihnachten und es wird schwieriger die Kinder zu motivieren. Pralinen, Tongeschirr haben sie schon bemalt in dem Laden, der das anbietet. Als Stephan sich über das häkeln auslässt erfahre ich, dass sie Topflappen in Türkis, passend zur neuen Küche gebrauchen kann. Alex hat Esterhazy-Torte gemacht und das hat sie auch an ihre Grenzen gebracht. Ich kann nur ganz primitive Sachen, habe keine Geduld für das backen und muss schon über mich selber lachen. Sie hat ihre Mutter auch gefragt, was ihr mehr Spaß machen würde und sie sagte, das Essen. Da kann ich nur beipflichten. Die Tochter, die nächstes Jahr Abi macht, war bei der Berufsberatung. Ich denke an Arbeitsamt, aber nein, das klingt nach Wirtschaftskanzlei und da wird 6 Stunden lang im Assesment Center alles durchgetestet und dann wird den Eltern 2 Stunden ein Vortrag über die Ergebnisse gehalten. Krass, soziale Neigungen der Tochter, keine. Da reizt die Mutter schon eher das Leopardenproramm in Afrika. Dann passt ja doch Jura als Berufswahl. Aabacus, der Discountbestatter ist in der Marienstraße, Kreuzung Berliner Allee.

Marktcafé bekommt einen neuen Schriftzug auf die Scheiben, kursiv. Mein geistig behinderter Betreuter versichert, dass er 1 & 1 alles geregelt habe. Als ich frage was, heißt es, es ist vereinbart, dass „die gleich morgens abbuchen“. Ich verstehe immer nur Bahnhof. Auf die Schulden der Freundin wird eine Rate überwiesen, das haben die ihnen in Baden-Baden so gesagt, dass es nichts nützt und das muss gezahlt werden und da hilft kein Schreien. Er lässt sich von denen bequatschen und das bringt so nichts. Sie soll zum Amtsgericht und einen Beratungsschein holen. Macht sie nicht, die faule Nuss.

Der depressive Perser mit der Tochter mit großen Augen. Bei der Scheidung war sie 9, jetzt ist sie ausgereift. Die spielen immer arabische Prinzessin und kommen mir unaufrichtig und manipulativ vor. Der vierjährige Sohn im Iran wird vom Stiefvater geschlagen und hat schon Narben im Gesicht, die geschiedene Frau will ihn in ein Heim geben und es bricht ihr das Herz, die Frau ist krank und droht damit erst das Kind zu töten und dann sich selber und sie machen sich Sorgen. ihr Halbbruder leidet und ist erst 4 Jahre, versteht aber schon viel und will nach Deutschland. Mein Gott macht meiner Chaos, mit solchen Psychopathinnen Kinder zeugen, das macht man nicht oder man macht sich mit schuldig. Ich weiß von nichts und dann ist es ganz dringend und hätte vorgestern geregelt werden müssen.

Sumo, das wäre ein Sport für mich, oder? Tiefe Kniebeugen, Beweglichkeit und ordentlich Kalorienzufuhr. Ich wundere mich, weil ich die eine Übung mit Terrabändern nicht hinbekomme und dann fällt der Trainerin auf, dass man nur hochrollen soll auf die Schulterblattspitzen und ich versuche in den Sitz zu kommen, die Beine gespreizt in den Bändern, die man dabei zu Boden ziehen soll, das haut mich immer aus dem Gleichgewicht. Wir müssen beide über meinen Übereifer lachen. Manche gehen mit dem Rollkoffer zu Lidl einkaufen, ich will nur Salzbutter holen.

NY gebucht, Kalender mit fremden Fotos legen, soll nicht gleich von Anfang an ins Gästebett, Mann beleidigt, ich wieder zurück, kann nicht schlafen, doch Wechsel, schlafe beschissener denn je.

28.11. Traum aus der Nacht, den ich morgens noch weiß. Das klappt sonst nicht, wenn ich mich richtig bemühe, diesmal hatte ich es nicht versucht, weil er mir egal war: Suche Tier aus dem Aquarium aus, zusammen mit Stephan, aber ich bin federführend. Wasserschildkröte. Transporttupper, sie passt nicht rein und windet sich und immer schaut ein Teil, z.B. Schwanz, aber wie von einer Ratte, über den Rand. Ich gebe es auf, das arme Tier ist sonst traumatisiert. Dann ist es ein Frosch, wird das andere Tier was ich mir ausgesucht habe, ein Insekt, auffressen. Tut es, das war aus Plastik, jetzt stirbt der Frisch elendig. Spuckt es wieder aus. Schlauer Frisch, hat gemerkt, dass es nicht essbar war. Ich küsse den Nachbar seit neustem auf dem Mund. Bin stark geschminkt mit roten Lippen, trotzdem Lindener Markplatz, guckt Stephan. Wir machen das mehrfach, mehr, d.h. Sex im Treppenhaus, würde alles verkomplizieren. Das will ich nicht. Dann geht es um Scheidungssache, ich bin außenstehend. Sie hat was mit dem Anwalt und darf sich nicht verplappern, ihn duzen vor den anderen, sagt falschen Nachnamen. Sie hat ein Café und lädt eine andere Frau (wohl die Nebenbuhlerin) und das Kind ein, dann sollen sich doch zahlen, aber nur 50 Cent für Kaffee und Kakao und bekommen noch 2 m&ms aus einem Automaten und sollen das total großzügig finden. Die Eingeladene spricht es noch mal ihrem Sohn vor, was sie alles bekommen für die 50 Cent, so wie die Cafébesitzer es ihr gesagt hat. Morgens höre ich wie Stephan ins Treppenhaus geht. Er will sich nicht dazu legen ins Gästebett. Warum ziert er sich, wir haben da auch schon zu zweit geschlafen bei Bauarbeiten. Demo gegen AfD und er will hin? Es regnet ziemlich. Ich ziehe meinen Nachtwollschal aus dem Altkleidercontainer an und den Grünkohlpulli. Ich liebe alle Dinge, die ich fast verloren hätte, diesen Pulli, die selbstgestrickte Mütze in blau-weiß. Gestern vor lauter Jante meine Pille vergessen.

Beim Yoga denke ich an die schlimmen Bilder von gestern Abend. Stephan sagt, es liegt am Häkeln, dass ich schlecht schlafe, aber ich glaube eher am Fernsehprogramm. Russlandfeldzug. In den Dörfern haben sie die Juden einfach vor Ort erschlagen, in den Straßen. Viele haben mitgemacht, die Menschen liefen dann nackt, getrieben und verzweifelt durch die Straßen und wurden erschlagen mit Knüppeln und Eisenstangen, Männer, Frauen, Kinder. Was treibt Menschen im Mob dazu so etwas zu tun? Die Zeit wirkt sonst so kultiviert, Frauen mit Hüten, Kaffeehaus. Wir sind immer noch Steinzeitmenschen bzw. zu allen Zeiten gab es solche und solche, Männer, die ihre Frauen geschätzt und als Partner behandelt haben und welche, die sagten, Frau nichts wert. Eine Evolution der Moral, daran glaube ich nicht und einmal mehr muss man die Menschen in Geschlechter einteilen und nicht in Religionen, weil die Männer waren die Täter. Gut man könnte auch sagen, Frauen haben weniger physische Möglichkeiten, aber Kinder können sie auch erschlagen, dennoch tun sie es nur im Einzelfall als Beziehungsdrama und nicht gruppenweise mit Fremden mit denen sie nichts zu tun haben und die ihnen nichts getan haben.

Wallnüsse ein paar und Ingwer ein großes Stück für 3,50 € auf dem Markt. Steffi wartet bei Luis, ich komme bei Istanbul ins Schwärmen und bei David Seradis und die andere kulturelle Veranstaltung bei der ersten Wienreise im Januar ist mir entfallen. Hader klärt mich Stephan später auf. Mein Gott, was jetzt schon alles hinten runter fällt. Steffi lacht weil ich historische Kostüme abgebe und eine Erdbeerstrickmütze wieder zurück haben will, aber versteht es auch wegen NY und der Erinnerungen. Ein brauner Labrador mit Persianerfell, hat tolle Augen. Hör auf mich zu manipulieren sage ich zu Steffi, darauf bezogen. Durch den Park nach Hause schaue ich, ob Stephans rosa Rad von der Tür steht und fahre dann weiter, noch mal Mozzarella DOP holen von Lidl, der schmeckte wie in Italien, ist aber leider ausverkauft. Auf dem Aldiparkplatz lächelt mich ein junger türkischer Autofahrer so nett an, weil ich ihm verkehrswidrig entgegenkomme und eine Entschuldigung ausdrücke mit der Mimik. Es ist ein Blick des Verstehens und der Sympathie. Das macht es ja verwirrend, dass die nicht alle Monster sind. Zuhause im Eingangsbereich zum Garten, wo ich mit meinem Fahrrad rein will, macht die Nachbarin meine Avocado klein, die ich einfach sperrig in die braune Tonne geworfen habe. Will sie Laubarbeiten machen? Ich biete mich an, heute das erste Mal. Sie lobt zwei Mal meinen Mantel und fragt nach passender Kleidung. Ich komme wieder runter mit Jacke und Stiefeln, nein, Handschuhe brauche ich nicht. Ich habe keinen Ekel davor in das nasse, gammelige Laub zu fassen, hey Verwesung ist das Ziel und mache es viel effektiver als sie und tragen kann ich auch besser. Zu irgendwas muss Yoga ja gut sein. Sie fragt, ob was Schlimmes passiert sei, dass ich mich abreagieren müsse. Also doch, das ist der Grund für Gartenarbeit bei ihr. Es war immer meine Theorie. Die Hände wasche ich im Regenwasser und gehe hoch. Larissa und Markus kommen Morgen zu Kaffee und Kuchen am ersten Advent.

Das Adele-Stück mit Roots auf Kinderinstrumenten, was Stephan morgens gespielt hat ist mein Ohrwurm die Tages. Der Kalender für meine Eltern wird echt gut. Stephan kommt von der Demo gegen AfD. Finde ich sehr gut, dass er gegangen ist. Ich mache Ingwertee mit Honig und Zitrone, er zeigt mir einen Trailer zu Ice Age 5, wie das Sonnensystem entstanden ist und die Planeten vorher wie Billardkugel im Dreieck lagen. Er schimpft über meine Lidl-Einkäufe. Parmesan und Rucola schmeckt super auf der Pasta von gestern. Warum soll ich einen winzigen Bund Rucola auf dem Markt für 1,20 € kaufen, wenn es ganz frische Ware eine Schale voll bei Lidl für 99 Cent gibt. Gut, das ganze Verpackungsmaterial nervt. Stephan findet eine Wohnung in NY, die sehr minimalistisch eingerichtet ist, eine umgebaute Kirche. Unsere erste Wahl mit zwei Badezimmern ist schon belegt. Ich bin mit allem einverstanden. Schaffe es nicht bei den Gastgebern in Hamburg anzurufen, einfach weil ich so ungern telefoniere. Muss ich mal tagsüber machen. Die pürierte Gemüsesuppe mit Sellerie, Kohlrabi, Kartoffel, Kürbis und Birnen schmeckt scharf und krass. Muss Morgen Sahne rein vom Kiosk, die gute aus der Wendland brache ich für den Kuchen. Der Topf ist voll und bleibt auf dem Herd stehen und kommt erst sehr viel später in den Flur, weil mit heiße Suppe rausstellen habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Das Holzschränkchen ist nackt und ohne Glasplatte und das Holz muss auch geschont werden. Suche bis nachts um halb 1 für den Kalender, das Wohnzimmer ist übersät, 12 Blätter sind fertig im 1. Schritt mit Collagematerial dazu. Der Urlaubsfotovorrat reicht noch 2 Jahre rechne ich aus. Wundere mich teilweise über die Auswahl der Bilder, abgeschnitten, unscharf, aber so ist das wohl mit fremden Bildern. Im Fernsehen läuft Turmspringen von Promis, der eine sieht aus wie ein dicker, türkischer Georg Clooney.

29.11. Nachts herrscht mich Stephan an, ob ich schon wieder abhauen würde und rüber gehen und ich muss nur pinkeln und rede nachts nicht gerne, muss mich aber rechtfertigen. Traum: die Schwester meiner Mutter verteidigt Hitler, den hätte man mussverstanden oder das sei differenziert zu sehen. Will ihr die Filme von den nackten Menschen, die auf offener Straße erschlagen werden vorspielen und sie zwingen sich das anzuschauen, an einen Stuhl festbinden (so Clockwork Orange mäßig) und sage es ihr. Festival, ich habe Wurst weggeworfen und zeige das einem Metzger, d.h. die Verpackungen im Müll und entschuldige mich dafür, das mit das passiert ist, dass sie schlecht wurde. Es geht um ein bestimmtes Produkt und er soll mir bei der Aufklärung helfen. Ein Metzger aus Bayreuth hat ganz tolle Sachen. Habe Glitzerleggings vom Claudia an, metallic und die löst sich schon auf. Die Schichten gehen nicht nur ab, die bekommt Löcher und das nach ein Mal tragen. Gibt es so schlechte Qualität? Alex, für die ich gestern den Kalender gemacht habe schenkt mit lauter kleine Verpackungen aus Wien zum Basteln, für Hütchen darunter auch eine besondere Rarität mit Glitzer, eine kleine eckige Verpackung eines bekannten Ladens und ihr Begleiter wundert sich noch, weil die schwer zu kriegen war und sie sich extra besorgt hat. Dann will ich eine künstlerische Collage mit einem Foto von ihr machen, aber das ist gar nicht so einfach, weil sie immer so normal ausschaut, lieb, harmlos, immer gleich, keine Hintergedanken, wie Fa-Duschdas-Werbung, d.h. da ist die noch verrucht. Sie ist zwei Mal nebeneinander auf dem Bild, was nicht geht, wie Zwillinge, lächelnd mit offenen Locken vor einer Löwenstatue. Ich schneide erst mal nur die Köpfe aus und den Löwen als Hintergrund und frage mich, ob das helfen wird und werde wach. Stephan macht schon Kaffee, es ist 9:20 Uhr. Er lobt, dass ich da geblieben bin und wollte nur beweisen, dass er mein Weggehen bemerkt, wie auf aufmerksamer Wachhund und nicht schläft, wie ich immer behaupte und ich sage, dass nachts zur Rede stellen fand ich scheiße.

Stephan schlägt Paul Anka in New Jersey vor, was ich schon ziemlich Rentnerprogramm finde und Georg schreibt, sie wollen in ein Musical oder Konzert im Central Park. O.k. da sehe ich getrennte Kulturprogramme, zumindest in diesem Punkt. Ich will lieber in eine Late Night oder Comedy Show. Ich bastele und der Rücken tut weh, gleich ist der Kalender mit den fremden Fotos fertig und die 1. Advent Gäste kommen in 30 Minuten. Ich bin stolz, dass ich so passende Collagematerial aus meiner Sammlung habe. Zu den China-Fotos finde ich handschriftliche, chinesische Quittungen von unserer China-Reise. Ich habe mit der Pfanne mit der Walnußmasse einen Abdruck auf dem Holztisch hinterlassen. Tja, da ist mein Mann fein raus, wieder alles klar, hätte er mal helfen können und wer nichts tun, macht keine Fehler und hinterlässt keine Spuren, aber so ist es natürlich nicht, weil man auch backen kann ohne was zu beschädigen, halt ich nicht. Er hat den ganzen Tag schon Borderline Anwandlungen: ich will nicht mehr mit ihm verreisen, letztes Jahr schon musste er sich die Hochzeitsreise mit meinen Verwandten teilen und dann nachdem er gesagt hat, er mag keinen Fisch oder nicht so gern sagt er Thomas und Yunfeng und Claudia wüssten wo er gerne hingehen würde. Mir platzt der Kragen und jetzt bekommt er was er wollte, ich sage ab, d.h. ich schreie Stephan an und bedrohe ihn mit einem Löffel. Dann kommen die Gäste, etwas zusammenreißen, aber sie merken die schlechte Stimmung. Larissa will lernen, wie man Dreieckstücher häkelt. Ich denke sie will mich verarschen. Ich schenke ihr mein letztes buntes, mit dem gelben Rand, was mir so gut gefallen hat, aber nur über dem Stuhl hing und das senffarbene mit Muschelmuster, was ich insgesamt 4 mal gehäkelt habe, weil ich immer wieder Fehler eingebaut und dann 2/3 wieder aufgeribbelt habe u.a. als meine Eltern zu Besuch waren und in Venedig war es dabei und dann noch den Kalender, den sie wohl gut finden. Markus hat das zum Geburtstag bekommen und sie einfach so. Unterschied ist Papier, aber vielleicht mache ich mir zu viele Gedanken. Markus nimmt die Erdbeerbommelmütze, das Mottenloch hatte ich vorher geflickt und dabei entdeckt, dass die „Made in Scotland“ ist, was sonst? Meine Engadiner Nusstorte ist richtig lecker geworden, der Mürbteig hat eine leckere, buttrige Konsistenz und schmeckt mit der Salzbutter nach Shortbread. Ich zeige Larissa Granny Square und sie macht Probestück, die Häkelnadel lässt sie liegen. Morgen ist Hagida Gegendemo. Haben die ein langes Wochenende in Hannover gemacht oder was? Später sprechen wir uns aus so gut es uns möglich ist, ich erfahre auch, wo Stephan gerne hingegangen wäre, irgendwas mit Table und er überlegt schon Dienstagabend zu fahren, aber ein Theaterprogramm ist so kurzfristig nicht auf die Beine zu stellen und ich gehe derweil den Bügelberg an. Kalender, Kuchen, Bügeln. Ich war recht produktiv. Das Video mit Adele und den Roots begleitet mich das ganze Wochenende und gefällt mir richtig gut.

Der Sektkühler als Rollator und die feierliche Feier eines ganz besonderen Kindes

16.11. AB u.a. Elisabeth “Heute Morgen um Viertel vor 9 eine mächtige Faust in die Fresse bekommen, hat geblutet“…holt sich noch mal 10 oder 20 bei der Bank, o.k. bis Mittwoch.

Frau Srilanka musste fixiert werden am Wochenende. Morgens ist kein Arzt zu sprechen, sie ist fixiert, nachmittags um 17 weiß es der Arzt nicht, ob sie noch gefesselt ist und ja, 5-Punkt Fixierung. Der Kopf mit festgeschnallt? Das ist als Krisenintervention o.k., aber das geht doch nicht stunden- und tagelang.

Bei Frau Nähstube. Ja, ich bin am Haus vorbeigefahren. Ich bin so doof. Es gibt türkischen Mocca und Gemüsekuchen, überall sind Linsen usw. in den Tupperdosen. Das mit dem Kochen hat sie drauf und die Klamotten kauft sie für den Sohn, sie macht Kleiderring, gut, kostet auch Geld. Soll den Vater auf Geld anhauen, der hat gerade Haus gekauft und es geht ihm gut mit seiner Waschanlage. Das mache ich jetzt, weil sie sich nicht traut und die Bank hat ihr eine sinnlose Versicherung angedreht, Unfallversicherung, wenn man schon berentet ist. Die kann sie nur reduzieren hat man ihr gesagt. Das werden wir sehen. Der türkische Mocca ist mal wieder köstlich. Das mir Kaffee ohne Milch so gut schmecken kann. Gut seit Italien ist das eigentlich klar. Mit Herrn ADHS zum Vorgespräch auf der 11. Er und seine Freundin hassen sich richtig. Ich sitze staunend dabei und dann werden wir zum Glück von der Station reingeholt. Die Ärztin hat Spinnenfotos an der Wand und überall liegen die Spitzen und anders Material in Kartons herum. Kaufe Jasmin die Retrohandtasche, die ich Samstag im Fairkaufhaus in Langenhagen gesehen habe. Die sind echt ungewöhnlich und charmant und die Farbe ist auch gut. Die schwarz-weiß Fotoausstellung ist schon vorbei. Mittag klappt nicht.

Tochter des Kollegen hat das Konzert im Übungsraum gefilmt wie mit einem Stativ, die Aufnahmen des Künstlers waren wieder nicht zu gebrauchen.

Frau in der Umkleide weiß über den Kollegen, dass man bei Muskelkater nicht Sport machen soll. Was Du gehst zum Yoga, wenn Du Muskelkater hast, da ist doch schon alles kaputt. Das gute „Wissen“ aus dem Internet. Da kann man von A bis –A alles schriftlich finden und sucht sich dann die Informationen, die man will und das ist das Wissen. Sie lobt meine Farben und findet das „mutig“ in einem Atemzug. So habe ich es noch nie gesehen. Die redet ganz viel und stört in der Stunde weiter. Ich habe vermehrt Schwindel beim Hochkommen, ob ich da mal umfallen werde? Mache Partnerübung mit Gurt und sehe erst danach, dass die schwanger war bzw. höre es. Sie hatte zum Glück den Gurt an die richtige Stelle um die Hüften gelegt. Ich schicke meiner Tante ein Dreieckstuch. Sie mag bunt und gemütlich. Damit verbringe ich Stunden und Tage….

DSC04086

17.11. Werde früh wach. Meinen Schwiegervater holen sie gerade zur OP. Adventskalender für die Eltern von Hilda.

DSC04082

Rufe beim Gericht an, wo ich heute und Morgen überall nicht hinkomme, habe Wichtigeres zu tun. Fahre zu Frau Srilanka. Heute geht nicht wegen Taufe. 4 mal schon auf Station angerufen und der Arzt ruft einfach nicht zurück.

Marc wegen einstweiliger Verfügung gegen Stromversorger nach einem Wechsel des Kunden (unter Vorbehalt zahlen, ist das nicht einfacher). Noch mal Italien, das Haus mit Pool, Kinder haben Turniere in den Ferien. Vielleicht sehen wir uns vor Weihnachten. Mittagstischkollegin meldet sich. Ihr Vater ist verstorben. Das tut mir leid. Sie lässt gerade Fotos ihrer Familie, vor allem die Kinder wohl nachmachen für einen Kalender, also doch noch einen mehr. Das mache ich aber echt gerne. Der Kollege hier erzählt von einer türkischen Hochzeit beim Ihmezentrum wo in die Luft geschossen wurde, aber so richtig und gleich groß Alarm war mit Polizei. Alle sind vorsichtig, aber ehrlich gesagt nerven schon die Autokorsos genug.

Datev schreibt mir:
Wandkalender RECHT witzig 2016
Sehr geehrte Frau A,

so erleben Sie das Jahr 2016 mit einem Augenzwinkern: Der farbige und hochwertig verarbeitete Wandkalender enthält auf zwölf Monatskalenderblättern neben einem Kalendarium humorvolle Zeichnungen zum Thema Recht und Gerechtigkeit und zur Beziehung zwischen Rechtsanwalt und Mandant.

Der Kalender eignet sich auch als attraktives Geschenk für Ihre Mandanten. Als DATEV-Mitglied können Sie den Kalender mit Ihrem Kanzlei-Logo und zusätzlichen Text über www.datev-e-print.de individualisieren. Dort finden Sie nach kurzer kostenloser Registrierung die Kalender im Bereich Vermarktungshilfen/Wissensvermittlung. Auf diese Weise bleiben Sie das ganze Jahr über bei Ihren Mandanten präsent.

Das Format des Wandkalenders ist mit 28 cm x 28 cm (bzw. 28 cm x 33 cm individualisiert) optimal auf den Versand per Post zugeschnitten, denn er kann als Maxi-Warensendung zu je 1,90 € verschickt werden. Jeder Kalender ist bereits in einem offenen Umschlag verpackt, den Sie zum Weiterversand an Ihre Mandanten nutzen können.“

Oh, bloß nicht.

Kissen darf jeder nähen, wie diese länglichen Tiere, gerne Schlange oder Dackel, die man gegen Luftzug auf den Türspalt legt. Glaube nicht, dass man für so was ein Gebrauchsmusterschutz bekommt.

Frau Lustigsprech. Die kann ich auch nicht vor der Tür parken während ich noch zu Ende telefoniere, weil sie sonst alle unterhält. Es geht um Kleiderspenden für die Kranken, die eine Frau mit Glatze, aber sie sieht das Herz und nicht das Äußere. Die in Empelde, die Schrottpfeiffen, die freuen sich nicht und sage nicht danke. Wo ist dieser Turm, Endstation Marienwerder und sie weiß aber nicht mehr den Weg, will da mit Stöckern Beruhigungslauf machen. Die Wohnbetreuung hat sie gekündigt, der Fochler, der fiese Mistkerl war geizig und hat ihr nicht 2 Stunden gegeben, Kranke werden durch die Gegend gejagt, wie Frosch, so wird sie ihren Bluthochdruck nie los. Der Schrottarzt hat sie auch verarscht am Schwarzer Bären, hat ihr Chemiebombe gegeben und jetzt ist der Finger taub. Die gute Apothekerin hat ihr Knoblauchtabletten und Grapefruitsaft gesagt, auf Naturbasis. Hoffentlich ist Freitag nicht der Schrottbetreuer bei Beta, der Türen knallt mit seiner riesigen Horde, sonst haut sie gleich wieder ab.

Treffen mit dem Betreuten in der Ausländerstelle. Länger nicht gesehen. Als er noch Drogen genommen hat, sah er besser aus und hatte mehr Energie. Er ist wie ruhig gestellt und hat ein aufgedunsenes Gesicht und sitzt da wie Schluck Wasser in der Kurve. Neue Sachbearbeiterin, sie muss sich einlesen. Ihnen fehlt angeblich das Urteil der Verwaltungsgerichts zu den Abschiebungshindernissen. Ich habe nur einen von zwei Aktenordnern dabei. Ich habe alles übersandt und könnte wetten, dass ist in der Akte. Soll ich noch mal reinreichen. Fingerabdrücke nehmen sie schon mal. Am Bredero-Hochhaus hängt auch lustige Bundeswehrwerbung: Grünzeug ist auch gut für Deine Karriere. Wir sind die ersten, Stephan und ich, dann kommen Claudias Eltern mit Ex-Schwägerin und Nichte und ich lasse mich mit Kaffee bewirten an den Bierbänken im Seitenflügel der Kirche, weil das Gemeindehaus gegenüber wird gerade neu gebaut für 3 Millionen, wo Claudia und Thomas in den Kindergarten gegangen sind und esse die selbstgemachten Plätzchen, mhhh Vanille Kipferl. Ob ich es Löffel brauche zum Umrühren. Nein. Sie machen die Milch zuerst rein, erklärt mir Claudias Mutter. Ja, das ist schlau. Marcel ist sehr nett und sympathisch. Claudia hat echt die süßeste Enkeltochter der Welt und Stephan ist der allerbeste Taufpate aller Zeiten. Wir hatten so eine schöne Zeremonie und der Pastor hat das so super gemacht, eine Privataudienz an einem Dienstag (kann ich nur jedem empfehlen). Der Pastor ist echt eine Rampensau und macht seine Sache sehr gut. Ein bisschen Diva meint Stephan auch. Zu Beginn singen wir in kleiner Gruppe „He’s got the whole world in his hands“ auf deutsch mit Bewegungen dazu. Das ist für die Kinder und es kommt auch gut an. Es sorgt für Interaktion, wenn man sagt: er hat Dich und mich in seiner Hand und sich dabei zu seinem Nachbarn dreht. Paten sind wichtig, gerade für später, weil Eltern sind zu nah dran. Kinder bekommt man um sie loszulassen. „Bestes wollen“ schränkt ein. Er stellt die Taufe selber geschickt an und dreht Hilda nicht gegen ihren Willen auf den Rücken (dann winden sie sich wie Würmer weiß er), sondern lässt sie in das Becken schauen und sie darf mit dem Wasser plantschen. Er nimmt eine Muschel als Gefäß und Symbol und schenkt sie den Eltern. Muscheln nimmt man auch mit beim Jakobsweg, aber die ist nicht von einer Wallfahrt, die hat er sich von Gosch sponsern lassen. Ich lerne dazu, dass Taufe nicht nur mit Wasser was zu tun hat, sondern auch mit einem bestimmten Öl, zumindest bei den Katholiken. Ich kann das Glaubensbekenntnis sprechen und bei Vielem mitgehen, nur die Vorstellung vom ewigen Leben geht mir ab. Das spielt bei meiner Religion nicht so eine große Rolle. Da denke ich an meine Oma, die sich auch immer angelegt hat beim Thema Jungfrauengeburt (Symbol und nicht wörtlich zu nehmen), Abendmahl (Gott hat nicht seinen Sohn geopfert um uns vergeben zu können) und an Wiedergeburt glaubte, Stichwort: alte Seele. Vor der Kirche ist ein Weihnachtsmarkt aufgebaut und hier ist wohl immer viel los mit 5 oder 10 Taufen an den Sonntagen und vielen Hochzeiten. Diese Feier der Ankunft der Kindes und der Aufnahme in die Gemeinde ist für uns alle was Besonderes, besonders für die Eltern, denn sie haben es sich alles gut überlebt und Hilda hat heute auch Namenstag und es ist der Todestag ihres Großvaters väterlicherseits. Nachher zeige Claudia den hellen und warmen Anbau, den mir zuvor ihre Mutter gezeigt hatte und den ich als Wintergarten bezeichne und er korrigiert immer, dass es eine Kapelle sei, o.k., dann nenne ich es Yogaraum. Er mag mein Hütchen und will davon eine Visitenkarte, leider ist eine Blume abgefallen. Halte bei Indigo und frage, ob ich die Heißklebepistole benutzen kann. Duze die Frau, die Klebepistole ist auf Betriebstemperatur. Nordstadt und hier, die haben ganz schön expandiert. Weiße Blumen für Hildegard als Entschuldigung, dass ich sie geduzt habe. Können wir doch machen sagt sie und siezt mich weiter in einem Satz.

DSC04096 DSC04097 DSC04098 DSC04099 DSC04102 DSC04114DSC04119DSC04104 DSC04105 DSC04109 DSC04112   DSC04120 DSC04122 DSC04123 DSC04127DSC04137DSC04138DSC04140DSC04142DSC04145DSC04146DSC04152DSC04155DSC04156DSC04158DSC04162

Ich spreche immer stolz von unserem Patenkind, weil so sei es auch gemeint wird betont und ja, dieses Amt verlangt auch eine Stellvertretung. Hilda hat das gute Laune- und Partygen und wird die neue Rihanna. Davon bin ich fest überzeugt (sie geht total ab bei Musik du macht superlustige Tanzschritte, der Hammer). Sie und ihr Kumpel Piet haben stundenlang durchgehalten und geheult oder geschrien wurde einfach nicht. Piet hat im Röhrbein einen Sektkühler umgedreht und sich selber einen Rollator gebaut. Wie schlau. Claudias Eltern sind ein Phänomen, waren damals alt als wir bei Ihnen im Garten waren und Elena eingeschult wurde und jetzt planen wir Kartoffelpuffer im Garten bei Einschulung der Urenkelin. Der Vater war schon beim Nußknacker im Bolschoi-Theater und an der Wiener Hofburg und hat alle großen Häuser Europas konsequent abgetingelt. Alles ist so stimmig an diesem Tag. Auch schön, Steffen mal wieder zu sehen, der auch gereift ist und ein Jobangebot in Hannover bei den Menschenaffen bekommen hat und das so wenig machen wird wie Claudia das Clichy übernehmen wird.

Um 5 Uhr mache ich mich auf ins Büro. Dort mache ich 2 Klagen gegen 3 Bescheide, Anlagen kopieren, faxen. Hoffe das reicht. Muss meine ganze Konzentration zusammen reißen und zu mehr reicht es eben nicht. An Sport ist nicht zu denken, fühle mich wie im Jetlag. Meine Eltern wollen das Fußballspiel gucken. Warum frage ich. Niederlande sei immer interessant und man müsse jetzt ein Zeichen setzen. Zuhause sagt mir Stephan, dass es abgesagt wurde. Live hören wir das Hörspiel. Die lakonischen Sprüche der Niedersachsen an die Budenbetreiber: hören Sie auf, Getränke und Würste zu verkaufen….es gibt keinen Grund, warum Sie sich weiter am Stadion aufhalten, gehen Sie ganz normal nach Hause. Sehr lustig. Hannover ist Paris des Nordens. Meine Mutter wollte noch, dass mein Vater anruft, dass wir nicht rausgehen sollen.

Claudia ruft noch mal an und sagt, dass ihr Kirche so auch gefallen würde, früher sei Kirche eher der Treffpunkt der bösen Menschen gewesen. Die Yogapraxis als Ersatzgottesdienst. So positiv habe ich es halt auch erlebt in Kalifornien. Freundliche Menschen, die für einander da sind, sich austauschen, ihr Leben teilen und einander unterstützen und wenn einer krank ist wird abwechselnd Essen vorbeigefahren und das wird alles organisiert. Der Ostergottesdienst im Freien, bei dem man sich vor Sonnenaufgang getroffen um den dann gemeinsam zu erleben, die Kinder im Pyjama und danach zusammen frühstücken war immer ein Highlight und man fühle sich so aufgehoben in der Gemeinschaft und das sinnliche hat immer eine große Rollen gespielt. Die Persönlichkeit war nicht als Grenze spürbar, man wurde schon als Individuum wahrgenommen und gewürdigt, das sogar sehr, aber die Einheit mit den anderen und der Natur überwog und stand im Vordergrund, wie Tropfen im Meer und nur Glück und Aufgehobensein und keine Einsamkeit und kein missverstanden werden und keine Abgrenzung. In Deutschland wurde man von den fremden Erwachsenen angesprochen so, dass es einem Angst machte. Die Frau, die meinem kleiner Bruder sagte, wenn er nicht aufhört zu weinen, dann holen ihn die schwarzen Männer ab und eine, die mich fragte, ob der Knopf fehlen würde oder ich nur zu faul war den zuzumachen. Das war viel Struwwelpeterpädagogik in echt.

18.11. Traum oder Halbtraum doch einen Kalender für Hilda und Familie oder denen schreiben. Traum: Sind in Nürnberg im Hotel. Der Wellnessbereich kostet mit Tagesticket nur 16,- aber mag Marcel so was? Dann bin ich mit Elena im Schwimmbad und wir kommen gerade aus dem Becken und Hilda ist Säugling und schläft neben einer Liege auf einer durchsichtigen Plastiktüte. Sie hat sie dort abgelegt. Ich habe eine Kerze angemacht und das Wachs ist auf das Handtuch getropft und hat es derbe eingesaut. Will es trocknen lassen und versuchen abzupuhlen und eine Frau läuft mit ihren Socken in die Wachspfütze. Als ich die Kerze auspuste beschwert sich eine Frau über den Kerzenrauch, raucht aber selber eine Zigarette. Es geht um Marianne und sie sucht ihre beiden Mitmusiker und der eine soll mit mir im Schwimmbad sein. Die haben einen Nachwuchsmusikpreis bekommen, aber ob sich das mehr auf sie und ihre Stimme bezog oder auf die Songs, die demnächst Hits werden, vermag ich nicht zu sagen. ich finde sie ist musikalisch da noch nicht so angekommen und sollte es vielleicht mit einem anderen Musikstil probieren, aber vielleicht liege ich daneben. Irgendwer hat sich ein Instrument geliehen und ich muss es Georgus zurück geben und es ist beschädigt. 3 Saiten sind gerissen und eine Verstellschraube oben ist abgeknickt. Sollte man denen ein Hotelpaket schenken mit Übernachtung und Essen und dann können sie auch nach Erlangen fahren von dort aus.

Es stürmt und die Bäume biegen sich. Stephan will mich nicht rauslassen. Wie Robert könnte ich davon fliegen, aber ich nutze keine Regenschirme zum Glück. Soll ich versuchen Claudias Eltern Festspielkarten über meine zu besorgen? Das fehlt dem Vater noch, der sonst in allen großen Häusern Europas war. Wiener Hofburg, Bolschoi-Theater, Nussknacker usw. Bei allen Verfehlungen finde ich sie irgendwie cool. Haben eine selbständiges Leben, Interessen und auch aneinander, ist scheint mir keine reine Vernunftehe oder Abhängigkeit, sondern sie sehen immer noch ihren Partner und eine derart langjährige Beziehung muss mir einfach Respekt abnötigen. Das Leben ist die Schule und die Beziehung die Universität.

Nach einigen Telefonaten mache ich mich auf. Erst Ausländerstelle, die Unterlagen gegen Empfangsbekenntnis. Hier arbeiten welche, die ausschauen, als hätten sie letztes Jahr Abi gemacht. Ich treffe Lino, der wohl einen Strafzettel bezahlt hat und er schlägt sich so durch und ich soll zuhause grüßen. War kurz davor ihm zu sagen, dass wir jetzt öfter wieder vorbei kommen, weil der Koch vom Beckmanns weggezogen ist. In der Stadt, beim Innenministerium, Landtag, Bahnhof, überall Polizei, steht sich die Beine in den Bauch und sitzt im Auto und guckt auf Handy. Dann Station 5.2. Frau SriLanka strahlt als sie mich sieht und fällt mir um den Hals. Ich bin so elegant angezogen, golden und Fell und es sieht so schön aus. Gott segne und schütze mich. Mehrfach muss sie mich umarmen. Die haben sie gefesselt, weil sie eifersüchtig sind. Sie ist mit den Kennedys verwandt und mit Bill Clinton und will zu ihren Verwandten nach Kanada auswandern und eine Greencard beantragen. Sie ist so traurig, weil der Tisch nicht gewischt ist. Sie kann sie so schlecht konzentrieren. Ja, Handy zurück schicken. Sie braucht keine neues. Zwei Überweisungen füllen wir aus. Sie hat wohl gepupst und sagt: upps, ich habe gepupst und wedelt mit der Hand und verzieht das Gesicht, wir müssen rausgehen, weil sie es nicht riechen kann. Die Sonne scheint und sie will raus an die frische Luft, aber die lassen sie nicht, sie habe keinen Ausgang. Ich habe die Unterbringung veranlasst und zu verantworten, weil es eine nach § 1906 BGB ist und kann auch entscheiden, ob ich es mir zutraue mit ihr raus zu gehen, aber eine Diskussion vor ihr will ich auch nicht. Die sind so doof. Der Zug fährt ein und ein Mann sagt, das schaffen sie, wollen sie einsteigen, „da“ zeigt mir das Fahrradabteil.

Der Dicke im Rollstuhl hat eine fristlose Kündigung bekommen und ist aufgeregt. Es gibt zu dem Servicehaus Behindertenhilfe auch keine alternative Wohnform. Die Mietrückstände weil er mit dem Elektrorolli das Telefon aus der Wand gerissen hat sind alt. Oktobermiete habe ich wohl bisher überlesen. Endlich erreiche ich den Arzt von Herrn Minus. Er verordnet alles was ich will und steht 100 % hinter mir und ist der Familie verpflichtet. Elisabeth. Korallenroter Rock, Glitzernagellack dazu wäre gut in weiß oder in bunt. Sexuelle Freiheit schadet anderen. „Warum das“, will ich wissen. Wenn sie mich jetzt entführt, weil sie mich sexuell attraktiv findet und mich missbrauchen will. Manche müssen in der Pause eine kurze Zigarette rauchen, wie heißt das? Philly. Das ist schneller Sex. Hannover ist doch kleiner, hatte 800.000 zugestanden, aber es sind nur knapp über 500.000 Einwohner. Sie spricht von Geheimcodes, dieser Mathesprache mit 0 und 1. Das sei der binäre Code und man kann damit jede Zahl ausdrücken und wie will sie wissen. Das kann ich ihr auch nicht erzählen. Will fast meinen Paps anrufen. Den lasse ich mal einfliegen für eine Privatvorlesung. Das ist mir die Sache Wert und vielleicht kapiert sie das auch besser als ich.

Normann war bei meiner Ausstellung Kunst im Korridor und das weiß ich gar nicht mehr, habe Dankesmail gefunden. Kollege hat Unterlagen vergessen, die ich suche, finde und scanne. Er sagt, er habe nicht mehr damit gerechnet, dass einer im Büro sei und warum hat er dann angerufen will ich wissen. Weil er mich fragt, ob ich noch da sei, nein, hört er doch.

Hüftöffnungen kann ich wohl gut. Ich glaube Etliche schauen erschüttert und höre wie Julia sagt, wäre langweilig wenn wir alle alles gleich gut könnten. Die anderen haben schon im Sitzen eine riesige Lücke zwischen Knie und Fuß beim Überkreuzen. Vielleicht Würzburg in den Romeo und Julia Laden oder Wein am Stein zum Hochzeitstag?

Nazibräute haben bunte Haare und erzählen völkischen Mist. Wie Stephan zu Recht sagte, die Christen mussten sich auch nicht von Breivik distanzieren. Männer sind das Problem nicht Moslems. Die sind selber Opfer der Terroristen.

Will Stephan sagen, dass er die Liebe meines Lebens ist, tue es auch, aber irgend endet das wieder schräg. Er sagt dann: das weiß ich gar nicht mehr und schon hängen wir wieder fest. Ich hatte die Jungs angeschrieben mit „Hamburg hat so viel Schönheit“ Emil Nolde. So hat der sich Aufträge erschleimt.

Ich glaube, der De Maizere will sich wichtigmachen. Stephan kennt den binären Code auch, erklärt es aber anderes und nicht mit Potenzen. Ich lasse sie Weihnachten gegeneinander antreten.

Charlie Hebdo: Sind haben die Waffen, wir den Champagner und der Typ, der oben tanzend reinfließen lässt und unten kommt es wieder raus durch die Schusslöcher, wie der reinste Tischbrunnen, schön symmetrisch. Sehr gut und besser als Kriegspropaganda. Das ist letztes Mal auch in die Hose gegangen.

Mein Magen zwickt und sticht, er gelingt mir trotzdem nach einiger Zeit einzuschlafen.

19.11. Traum: Sind mit meinem Vater und einer vierten Person (Kathrin?) unterwegs in SF. Hier in einem Wohngebiet gibt es viele interessante Schwulenbars und das wollen wir uns anschauen und dort einen Apero vor dem Essen nehmen. Es sind Privathäuser, wo sie die Garage geöffnet und umgebaut haben. Erst ist es ganz voll und dunkel und Paps verunsichert. An der Bar schauen wir auf die Cocktailliste und wählen. Paps nimmt den ohne Alk und ich entscheide mich um von einer Margarita auf was Leichteres. In Krügen ist ein kohlensäurehaltiges Getränk auf frischen Erdbeeren und sieht lecker aus. Der Barmann hat meines noch nicht gemischt und hat dann weniger Arbeit wie ich ihm sage. Er spricht auf Deutsch. Es gibt hochwertige Cashewnüsse. Warum 4 für 2 fürs Essen will Paps wissen. Weil sie jedem Gast 1/2 Portion Essenspausale für die Nüsse berechnen. An der Wand hängen Bilder, ganz dicht gehängt, Fotos und Metalplatten mit Musterdruck. Eine solche will Paps untersuchen und nimmt sie von der Wand und bekommt sie nicht wieder hingehängt. Das darf er nicht machen, das ist Kunst sage ich. Daneben sind verschiedene Fußleisten als Probestücke, wie gestreift. Das hat der Inhaber selber gemacht, Holz abgeschliffen und dann auf dem darüber schwarz gebeizt. Dann sind noch bunte schmale Proben. Mein Vater erkundigt sich nach den technischen Details und ob er das gemacht habe, bezogen auf die breiten Holzstücke (Anm.: hatte gestern eine blonde junge Frau angesprochen, die in Bayreuth Jura studiert und aus Stuttgart kommt und meine Mutter und Anna haben gesagt, er schmeißt sich wieder an Blondinnen ran, was ihn beleidigt hat, weil er nur interessiert war). Am Tresen ist mittlerweile ein Mann mit 2 Kindern auch reingekommen und irgendwo läuft ein Film aus den 70ern über Industrie. Die Männer haben Schnurrbart und tragen Schlaghosen oder kurze Hosen und gehen auf die Fabrik zu, weil ihre Schlicht beginnt und die Schornsteine qualmen doll und es ist überall schwarzer Rauch. Damals war die Luftverschmutzung noch schlimmer und das hat sich heute gebessert. Wir schauen zum Fenster raus und es gibt kleine, total aufwendig gemachte Holzhäuser, die aber frei stehen. Das finde ich total schön und ist wohl typisch SF und es hat sich doch gelohnt, dass wir uns das angeschaut haben, weil diese 3 Straßen wo eine dieser Bars an der nächsten ist, ist schon einmalig und eine besondere Attraktion

Wieder Diskussionen um den Hochzeitstag. Ob wir noch mal die Kurve kriegen? Es fängt langsam an zu nerven. Als ich los will die Absage wegen Suki. Ich bin kurz angebunden, fahre dann spontan vorbei, weil der rote Rock, die braune Strumpfhose und die Schuhpflege in meiner Tasche sind. Das geht dann nicht. Ist so stürmisch, dass die Bifis im Kiosk umgeweht sind. Werde vor der Tür angesprochen, ob ich Psychologin sei, ein einfaches „nein“ ist ausreichend. Dann ruft die Kollegin an, dass sie noch einen Parkplatz sucht. Ohne Personal muss sie ihre Termine echt besser organisiert bekommen.

Die Expertin ist beim Zahnarzt und der Vorarbeiter arbeitet nicht mehr im Sprengel-Museum, hat Urlaub und geht dann in den Ruhestand. Wir bekommen nur die Restauratorin und die sagt, kann Fälschung sein, kann aber auch echt sein, mal zum Experten bringen oder Southerby’s in Hamburg. O.k., das war kurz und schmerzlos und irgendwie nicht die Mühe wert, aber vielleicht auch klar. Der Künstler erzählt, dass das Jugendzentrum Probleme mit den vielen Drogenhändlern und -konsumenten hätte, die das Gelände belagern und echt unangenehm drauf seien. Sie würden dann die Polizei zur Hilfe rufen. Das ist auch neu. Viele Knäule Wolle mit Metallic. Das fehlte. 6,50 € ist ausreichend, muss nicht 11,50 € sein. Seide aus Hangzhou, zu eng, egal. Das muss ein Zeichen sein und Weihnachtspulli. Kinderherd reservieren lassen. Besser als das Humpty-Dumpty-Holzpuzzle, was wohl nur ich richtig super finde.

IMG_1686 IMG_1685

Die Mutter meiner Betreuten, um die sie sich gekümmert hat, ist gestorben. Der Sektenführer, der für die Familie zuständig ist und was mit Enerologie zu tun hat und die Betreute kommen heute Nachmittag spontan vorbei.

Mittag zuhause mit Andrea. Es gibt Suppe und alle sind geschockt oder auch nicht von meiner schlechten Fälschungsgeschichte, dreimal klebte noch der richtige Preis dran. Es war nur ein Vorschlag meinerseits, der aber echt realistisch war und interessensgerecht und hat ja auch oder trotzdem geklappt und seit wann wundert man sich über kriminelle Energie von Anwälten? Was mache ich, wenn ich da Hausverbot bekomme? Der Einwand ist berechtigt. Der eine Blütenohrring ist weg. Stephan durchsucht mich. Ich rufe sogar noch mal im Fairkaufhaus an. Ist wohl zwecklos. Am Nachmittag kann ich gut arbeiten, ja, die Kündigung soll wohl zurück genommen werden, wurde an früheren Eigentümer gezahlt, direkt vom Amt, weil das alle 6 Monate wechselt und ich keine andere Kontoverbindung hatte, die sollen das untereinander klären. Bin vor 6 schon die einzige die noch da ist. Der Patient des Kollegen klingelt um 18:30 und holt die Trinkflasche, die er hat liegen lassen. Ich habe Verständnis und sage ihm, den Inhalt hätten wir drin gelassen. Der Sektenmensch ist sehr gut zu lenken und kam mit einem weiblichen Anhänger und sagte er immer, dass ich Recht habe und alles so gemacht wird wie ich sage. Erbe ausschlagen ist meine Methode. Das andere bedeutet nur Ärger. Für 200,- € bekommt man die Wohnung nicht entrümpelt. Sport geht Morgen nicht vor dem Trüffelmenü. Hamburg gibt Fisch satt mit alten Freunden. Stephan hat den Tisch klar gemacht. Ich freue mich. Milchreis bei Aldi kostet nur 55 Cent.

20.11. Traum: Küsse den Amerikaner mit dem ich im Auto fahre spontan, er will noch mal in Ruhe und fängt dann an zu heulen, dass ich es ernst meinen soll und ich sage, so war es nicht gemeint, kein Sex und kein Partnertausch. Gebe Anja ein schönes Metallgliederarmreif für Carlotta. Ja, der ist ungewöhnlich.

Die kalte Luft ist erfrischend. Ich fühle mich wie eine Pflanze, die den Kälteimpuls braucht um die Blüten oder die Knospe später zu treiben. Handschuhe könnte ich gebrauchen. Da habe ich auch einen Verloren. Ich bin wohl schlecht in letzter Zeit. Hole Post des Betreuten und Soja-Milch von Edeka, die viel länger hält als das Bio-Zeug, was am nächsten Tag nach dem Öffnen schon wie Pudding ist. Telefoniere mit dem Sozialamt in Neustadt wegen der Bestattung. Aabacus und Verbrennung auf Waldfriedhof für Festpreis 1.095,- €. Günstiger geht wohl echt nicht.

Bestattungskosten sind ein schwieriges Thema, wie ich an diesem Vormittag lerne. Erst heißt es kein Problem, aber das war ein junger Kollege. Statt Neustadt ist Hannover zuständig, weil der Sterbeort die Zuständigkeit vorgibt. Die sind auch genervt, weil so viele in dem Landkrankenhaus dort den Abgang machen. Mit dem Kindergeld und der Familienversicherung gibt es jetzt auch Probleme, die ich lösen darf.

Die Hilfeplanung am Montag, zu der ich nicht wollte klappt auch nicht, weil der Wohnbetreuer ist krank und mit seiner Vertreterin will Herr Borderline klein nicht zu tun haben und wird dann aggro, wie die Kollegin sie gewarnt hat. Ich hatte erst letzte Woche einen Außentermin mit ihm und wäre eh nicht hingegangen, aber die anderen Beteiligten kriegen das wohl null auf die Reihe.

Stephan kauft den Herd und er ist noch viel schöner. Er hat schon in der Schlange viel Zuspruch bekommen und hätte Frauen kennen lernen können, Ohrring Fehlanzeige. Er ist nicht nur wunderschön, sondern heißt „Heiliger“, das scheint die Marke zu sein, wie passend nach der Taufe. Mir war das gar nicht aufgefallen, aber Andrea gleich. Heiliger Herd. Toll!

DSC04215

Stephan füllt den ganzen Insolvenzantrag noch mal aus (44 Seiten). Die reinste Schikane, sieht genauso aus. Am 15.01. ist Termin. Bis dahin muss eröffnet sein, aber das kriegen wir hin. Der Kläffer kommt spät ins Büro und stört die Ruhe. Ich gehe um 16 Uhr nach Hause. Es gelingt jemanden am Lindener Markt sein Fahrrad in die Bahn zu stellen. Das freut mich, ist eigentlich Sperrzeit und manchmal machen die Durchsagen und zwingen einen wieder zum Aussteigen. Zuhause etwas ausruhen und dann Vollbad mit Feige, mhhh. Wir fahren mit Karin, nein, das sind keine VWs auf der 60er Jahre Retrotasche, Cinquecento. Sie hat gehäkelten Minion für uns, hat eine Arbeitskollegin gemacht als Schlüsselanhänger, aber der ist hütchentauglich, das dachte Karin auch. Ich habe die Trüffeltafel für Georg dabei. Bei Dieter ist das Tafelprinzip aufgelöst und auf Tischen eingedeckt. Wir sind der einzige Vierertisch. Habe ich mich letztes Mal wohl zu doll angelegt mit dem Galeristen. Die Maroni-Suppe ist zum niederknien und das Tafelspitz-Stoffleber-Tiramisu sowie der butterige Lachs auf Lauchgemüse und der Sekt, der besser als Champagner, Ferrari. Würde gerne mal bei der Olivenernte mithelfen. Das geht frühestens 2017. Schwaben, die man als Kollegen hat und die nur auf ihren Vorteil bedacht sind. Ja, Ravello ist ein magischer Ort. Der Pastor von der Taufe hat die Trauerrede von Enke gehalten und Freunde von ihnen getraut, die Frau war geschieden. In der Bahn haben die Jugendlichen den Alkohol noch vor sich und tragen ihn bei sich, wir haben ihn schon im Blut. Treffe Morgen wohl Steffi beim Yoga.

064656 DSC04172 DSC04173 DSC04174 DSC04175  DSC04180 DSC04183 DSC04184 DSC04186 DSC04187 DSC04188 DSC04195

21.11. Traum: Sind unterwegs, in der Bahn wird offen weißes Pulver genommen. Die Frau will von mir ablenken. Ich ignoriere das. Es geht um Geschwisterliebe bei Persern. Das sei sehr ausgeprägt. Hier hatten Bruder und Schwester sogar fast Nachwuchs. Der ist mehrfach gestorben. Sie können und wollen nicht voneinander lassen. Szenige Leute auf Holzbänken an der Pobdi. Das Holz ist rau, das hätte sie besser machen können sage ich der Frau neben mir die eine schwarze Feinstrumpfhose an hat. Hier hängt man ab und hat einen tollen Blick über die Stadt in den Himmel. Ich kenne es gar nicht. Drei Frauen gehen ins Gebüsch. Man wisse ja, was die machen wollen. Ich bin Mitglied im 2er Skateboarding kann ich erzählen, wenn die in der Bahn für mich Platz machen wollen. Bin seit der Mitgliedschaft auch nicht mehr da gewesen. Ein Typ erzählt, wie wir Meeresfrüchte essen, Tintenfisch in kleine, eckige Stück geschnitten mit Salz und Zitrone. Die Engländer Fish and Chips. Wir gehen auf ein Konzert und vorne sind noch Plätze. Gehen nach unten und an der Bühne vorbei. Ich kann mit meinen dicken Stiefeln nicht über die Kabel steigen und meine Beine sind wie gelähmt. Muss sie mit den Händen anheben, weil ich nicht hängen bleiben und was umreißen will. Wir sitzen vorne und der Sänger sagt, wir könnten malen. Hat eine Staffelei aufgebaut mit einem Malen und Zahlen Motiv und einem Tintenfisch aus Glas in der Mitte. Wir sollen was Charakteristisches für unser Land erzählen. Mir fällt nichts ein. Der Typ erzählt die Geschichte von eben mit den Tintenfischen. Wenn ich was sage, sagen die andere, ach die, das muss man nicht ernst nehmen, das entscheiden wir für sie usw.

Erst dachte ich ja, doch eine Frau, die am Terror beteiligt war und sich in die Luft gesprengt hat, wie die Medien berichtet haben, aber heute stellt sich heraus, war ein Typ, der das gemacht hat und sie in den Tod gerissen, also wieder normal.

Beim Yoga liege ich schon auf dem Rücken mit geschlossenen Augen. Es kommen Nachzügler. Das wird eine Überraschung und tatsächlich als ich die Augen aufmache liegt Steffi neben mir. Ich freue mich. Sie hat das Kalefornia-Shirt dabei ohne dass ich noch mal was schreiben musste und schenkt mir ein Stück von ihrem Apfelstrudel und da wir Krankenbesuch in der Paracelsusklinik am Silbersee nicht bei Winnetou sondern in Langenhagen machen und dort das Café dort samstags zu hat (ausgerechnet an dem Tag, an dem es gebraucht werden würde) und meine Schwiegermutter einen Picknickkorb mit Kaffee und anderen Kuchen dabei hatte (Mohnkuchen und Stollen) hat das gepasst wie verrückt und wir haben Kaffeetafel im Krankenzimmer gebaut. Dieter liegt im 5. Stock mit Aussicht. Wo ist dieser Silbersee will ich wissen. Unten sind 2 Schwäne hinten Absperrband zu sehen. Meinem Schwiegervater geht es schon gut, kann das Knie beugen, hat aber einen sehr nerviger Mitbewohner, der ADHS oder so hat und ist unglaublich verhaltensauffällig ist mit Krankheitswert. Jung, laut, weinerlich, lässt alle teilhaben, bekommt zu wenig Aufmerksamkeit, nackter Oberkörper, Selbstgespräche, lautes Furzen usw. Eine Frau kommt vorbei und schlägt ihm auch gleich vor, dass er was überzieht. Boss-T-Shirts aus dem Schrank will er, hat er zu eng gekauft, hat auch Prada und dann geht es um eine Tote, „bildschönes Mädel“ „Krebs“ und um Terrorangst. Weihnachtsmarkt sei auch gefährdet, in Neuberg gebe es den größten. Nürnberg verbessert die Besucherin und geht bald, weil man es echt nicht lange bei dem Pfosten aushält. Wir wissen alle, dass er eine Entzündung im Bein hat (ich glaube sogar, dass es bald abgeschnitten werden muss) und Morgen nicht entlassen werden kann, er spricht dummdeutsch und will auch ein halbes Kissen, weil sein Nachbar nach einem gefragt hat, auf den geht es fast los als die Betten bezogen werden, weil er einen Spruch von ihm in den falschen Hals bekommen hat. Dann muss das Fenster wieder aufgemacht werden, weil er braucht Luft. „War den ganzen Tag zu“, war bis vor 10 Minuten die ganze Zeit auf und da habe ich es nicht mehr ausgehalten und saß schon in voller Montur im Zimmer und habe es zugemacht. Im Winter großes Fenster auf Kipp ist auch doof. Ich häkele in dem Bewusstsein, dass ich das wieder aufmache nur um mich abzulenken. Dieter macht eine Tasse kaputt, Stephan fragt, ob der die Untertasse auch wegschmeißen soll und erntet dafür böse Blicke seiner Mutter. Marlis steckt die Wäsche ein. Dieter wollte den Pullover, hat aber Jacke gesagt. Marlis ist sauer und versteht sich mit dem anderen Bewohner und die flirten fast. Kommt Dieter noch mal nach Hause vor der Reha? Die Antwort seiner Frau ist eindeutig: „nein, nein, nein“. Herr ADHS, der Zigeuner sei, wie mein Schwiegervater mehrfach sagt, was Stephan aufregt, soll weniger furzen, wie meine Schwiegereltern im Flur feststellen zum Thema lüften. Oh mein Gott, mein armer Schwiegervater wegen so einem Kandidaten haben wir Stephan damals ein Einzelzimmer besorgt, weil es ging nicht. Dient der Mobilisierung, soll zusehen, dass er aus dem Zimmer kommt. Das Knie sieht aus wie Rollbraten und wie sagen viel ihhhh und schauen weg als der Verband neu gemacht wird.

DSC04206 DSC04207 DSC04208 DSC04209 DSC04210

Mein Onkel hat mir Kuhfußnägel geschickt wunderschön. Horn ist das doch.

DSC04213 DSC04214

Habe nach der Aktion Einkaufsdrang. Es ist voll im Fairkaufhaus und der Tweedrock, (nicht aus Wolle, weshalb ich ihn nicht gekauft habe) mit Samtborte ist weg, kaufe dafür ein Seidentuch (1), ein gestreiften Wollschal (4), einen selbstgenähten Sommerrock (7) und einen riesigen Wollmantel mit Pelzkragen (40). Meine Mail wegen Ohrring haben sie bekommen. Die Verarbeitung von dem Mantel ist zu toll mit Samtfutter in den Tasche, Lederband, innen gesteppt und „Made in Western Germany“ und dann noch Schnepfenmodell. Das passte wie eine eins. Sieht aus wie Dandy sagt Stephan und zuhause denke ich, Schulterpolster hängen auf meinem Oberarm, Größe nicht erkennbar, Männermantel? Ich schaue mir den Pastor bei der Enke-Trauerfeier bei Youtube an und ja, das hat er auch gut gemacht und Selbstmord und Kirche ist bekanntlich ein heikles Thema. Der setzt sich für Aids ein und abends hören wir noch andere Spekulationen, aber was soll’s

Perplex. Alle Kollegen, die nicht selber spielen sind im Publikum. Die Bestuhlung ist steil, ich brauche mein Hütchen nicht abnehmen. Stephan setzt sich dazwischen. Der Freak mit dem primitiven Partyhütchen, der mit hässlichen Klamotten, Sweatshirt mit Schriftzug und Cordhose, der sich auf den Premieren in der ersten Reihe tummelt hätte sonst neben mir gesessen. Grausam wäre das gewesen. Pärchen kommt aus dem Urlaub und die Freunde, die Blumen gießen sollten sind eingezogen. Die warmen Brüder in Nachtbeleuchtung hängen an der Wand. Mottoparty, nordische Nächte. Tolles Elchkostüm und toller Vulkan, Minirock mit Rauchwolke aus Watte auf dem Kopf. Ich hab’s gleich erkannt. Katja, die ich mal toll fand, bringt die schwächste Leistung, der Quereinsteiger aus Kiel ist unheimlich authentisch und locker und auch sympathisch und der Nackte mit dem roten Körperpflaum ist eine Rampensau. Erinnert in seiner einen Rolle an Dieters Bettnachbarn, nackt und verhaltensauffällig, nur witziger und schöner anzuschauen, unter der Dusche kommen ihm immer neue Ideen, wie die Entwicklung der Lebewesen aus Sex und Tod, aber das gab es schon, Evolution nennt sich das, Darwin und zieh Dir was an. „Vielleicht wenn Du noch mal duscht, kommt Dir eine neue Idee“. Die junge Frau, die mitspielt ist toll, wie sie als Au Pair die Dose aufbeißt sieht sie aus wie meine Frau Lustigsprech. Die weitere Auflösung des Stücks mit Abbau des Bühnenbildes und der Regisseur ist weg, hätte es für meinen Geschmack nicht gebraucht.

In der Bar treffen das Pärchen aus Finanzamt und Altersheim. Sie sollten mit Claudias Vater in die Oper gehen. Der Altenpfleger hört zuhause Maria Stuart die Texte, gesprochen von irgendwelchen Frauen aus den 50ern oder älter und ergötzt sich daran. Sorry, nicht meine Welt. Konservativer Geschmack. In Braunschweig würden spannende Sachen laufen (glaube ich nicht). Sie waren letztes Mal in Venedig, da war noch Pöhlmann in Hannover. Das Leben wird nach den Intendanten des Opernhauses eingeteilt. Frau aus meinem Sportstudio, die Supervision beim Kollegen macht kennt Oscar, den kleinen Amerikaner (überhaupt sind die alle viel kleiner als man denkt) und grüßt mich freundlich. Altenpfleger erzählt von überforderten Angehörigen. Klo in Speisekammer und halbe Tür davor abschließen. Omma drin, durch die Klappe essen reichen und abschließen und gehen. Man wollte ja raus. Die kann es nicht vertragen, wenn die Klotür zugemacht wird und kann nur noch bei offener Tür auf Toilette. Die andere wurde zu Wagnermusik ans Bett gefesselt und der Enkel war in der Disko und sie rief um Hilfe und wurde eingekotet von der Polizei befreit. Ganz bestimmt gehe ich nicht in Hänsel und Gretel mit der Overtüre von Wagner, was in Hannover schon seit 40 Jahren läuft. Danke, gute Idee, mache ich auch nicht.

22.11. Traum: Ich bemale alte Atelierhose, die ich dabei habe mit Schweinegesichtern. Erst ärgere ich mich, dass ich die alten Projekte dabei habe und kann damit nichts anfangen. Dann komme ich doch rein und setze sie fort. Die Schmuckdesignerin hat teure Armstulpen aus ganz edler Wolle für einen Weihnachtsmarkt gemacht. Total teuer (wie in dem Stoffladen, wo ich Andrea abgeholt habe). Zwei alte Hunde (der ein zumindest ist eine englische Bulldogge) treffen sich und versuchen einander zu beißen, der eine hat den Fuß des anderen im Maul. Sie sind kraftlos und gut zu trennen. (Anm: wir hatte eine Bulldogge im Hauptbahnhof gesehen, die total steif gelaufen ist und Karin sagte: solche Hunde mag sie nicht. Die haben zwar ein großes Maul, aber beißen tut ihr Terrier). Es gibt mehrere Kinder. Ich soll dem einen Mädchen meine Kunst erklären und meine Mutter säuselt mit einem Kleinkind und sagt zu ihm: sollen wir mal Deine Mutti anrufen und küsste es dabei auf die Wange. Diese Art der Aufmerksamkeit habe ich bekommen, dann kann man später gut mit Kommunikation. Der eine Jung heult, sein Arzt ist verknallt in eine Frau, die ihm wohl den Laufpass gegeben hat (er hat gehört wie sie sich gestritten haben) und er hat Angst, dass der Arzt sie jetzt rauswirft, weil sie mit der verwandt sind. Ich tröste ihn. Die Frau ist alt und dick und sitzt bei uns am Tisch. Man kann sehen, dass sie früher eine Schönheit war. Sie ist mit ihrer Freundin da und trägt einen Skianzug (das Stück gestern) mit ihrem Namen drauf. Mein Vater hat Sachen überall in der Küche verteilt. Er ist alt geworden stellt meine Mutter fest. Es sind untypische Dinge, wie Keramikvögel. Ich packe die Sachen aus und schaue sie mir an, packe sie dann wieder ein. Mein Bruder schleift Messer am Tisch mit einem anderen Messer statt einem Schleifstein oder Messerschleifer. So geht das also. Die dicken Frauen führen eine Pension und es ist dort bunt und interessant, aber sie können alles wegräumen und dann sieht es aufgeräumt und wohnlich aus. Das muss ich mir mal abgucken, wie sie das machen. Passt vermutlich alles in die Schränke.

Streit um die Anlage, die ich nicht bedienen kann. Wozu brauche ich ein Gerät mit so vielen Reglern. An- und Ausknopf reicht mir. Nicht Velvet Sounds Mischpult. Wozu? Ich würde jedes Gerät scheiße finden, Kaffeemaschine, Fernseher. Wenn ich nein sage, stimmt nicht, dann kommt: hast Du irgendwann gesagt oder wirst es noch sagen. Da bin ich machtlos gegen diese Argumentation, die keine ist und nicht zu widerlegen. Ich wollte in Venedig eine primitive Schraubkaffeemaschine für den Herd, weil ich kaufsüchtig bin, die genau meine Farben hatten und eine zweite besitzen wollte, nicht unsere abschaffen. Zum Glück habe ich den Mürbteig schon gemacht und es hat super geklappt. Wir hatten genau 310 Gramm Mehl. Outkast läuft: Ein Typ labbert: „What ever you need, get your momma a wig, your sister need some Mc Donald“. Sie: „emmmhhhmmm“. Er: „hang out like wet cloths. Bake you a pie, stand on the corner with a bow tie. Whatever it takes to be with you“. Sie: „Taxi!“. „Don’t want no girl friend, just wanna get into you“. „Metrophobie. The fear of clocks, the fear of time“. „How’s the cost of living, I take what I’ve been given“. „I ain’t got time, leave me alone. I ain’t that much time, I’ve got to fuck you now“. „Go to hell or go to Yale“. Sachen wegschmeißen, wenn ich was daran gebastelt habe muss ich das weg machen. IS-mäßig muss ich es zerstören bevor ich es nicht mehr kontrollieren kann. Outcast ist meine Musik, neben den frivolen Texten sind auch traurige Stücke dabei und schöne Texte. Idlewild ist mein Parsival. Ich bin heute in Wegwerflaune, die Avocado ist hässlich und stellt die Wohnung voll, weg damit. Mal die Abstellkammern im Gästezimmer durchsuchen. 20 Pelzmützen, die Strickmütze aus NY 1996, die in Leipzig irre Anfasser auf den Plan gerufen hat, auch weg damit. Die hätte man gut für das Theaterstück nützen können für den Skifahrer, weil die ist echt auffällig mit Erdbeeren reingestrickt und rotem Pommel. Auch aussortiert wird schwarze Breuninger Kostüm, streng, tailliert, Marke Gouvernante von meiner Oma. Die Zeiten ändern sich und mein Geschmack und Schwarz ist es nicht mehr für mich. Finde die kleinen Pelzhunde, Afghanen mit dicken Stummelbeinen. Das war damals in den 80ern total teuer und Stephan hat es mir gekauft. Viel zu schade um im Schrank zu verrotten und die Sachen fangen auch hier an zu müffeln, nicht nur im Keller, zu eng gestopft, keine Luft. Kleidung braucht Luft.

DSC04218

Dicke Schneeflocken sind so stimmungsvoll. Muss meiner Mutter melden, dass ich meine erste Engadiner Nusstorte gebacken habe. Soll nächstes Mal einen Löffel Backpulver in den Mürbteig machen. Stimmt, der war recht fest. Sie freut sich, dass ich ausmiste und ist schockiert, dass ich mir einen neuen Mantel gekauft habe. Ausmisten und Nusstorte backen und vorkochen für die Woche bringen mir nicht so viel Glück. Suppe vorkochen und heiß in den Flur stellen und dabei ein Möbelstück meiner Oma kaputt machen (wegen Doofheit). Die geschliffene dicke Glasplatte ist gesprungen. Die Konkret für Marc lag daneben und der Kinderherd stand daneben und ich habe noch nachgeschaut und den heißen Topf weiter gerückt auf der Glasplatte und damit vielleicht den Schaden sogar ausgelöst wegen Temperaturunterscheiden und Spannungen im Glas. Irgendwie ist mir so. Ich bin frustriert. Mein Mann im Wienfieber und hat mit einem Gutschein seiner Schwester noch Geld gespart. Yuhu, habe mein eigenes Essen vorgekocht und einen Totalschaden verursacht. Kalender ist keiner fertig geworden. Beim Raussuchen der Fotos für meine Eltern ein altes gefunden. Meine Mutter mit kurzen Haaren wegen Chemo und in Yogapose. Ich halte vorne die Trüffelübersichtstabelle, die ich gerade verschenkt habe an Georg. Losgelassen, aber Spuren finden sich noch. Ist in Freiburg im Colombi aufgenommen. Lang ist es her. Morgen ist ein extralanges Theaterstück.

DSC04217