Archiv der Kategorie: Sauerrahmbutter

Alltagsberichte – das Tagebuch

Sozialarbeiterbär

21.09. Morgens ist es laut und hell, aber auch schon kurz vor 8. Stephan telefoniert 3 x mit Claudia, aber den Preis für die Karte in der 5. Reihe sagt er ihr nicht, wäre das wichtig gewesen fragt er mich morgens im Gästebett. Das macht mich gleich zu Beginn der Woche fassungslos. Ich bin immer noch satt von dem Lammeintopf. Hole meine Tasche ab mit dem neuen Reißverschluss. Widerlicher Nieselregen. Telefon und Fax funktionieren nicht, aber ich kann meine Kollegin auch damit belatschern. Ich gehe zu ihr ins Zimmer, der Hund knurrt mich an, aber heute tut mir die hilflose Besitzerin eher Leid, die das so wenig im Griff hat und kein Rezept wie es klappen könnte. Die Kollegin ärgert sie wohl auch über die Telefonanlage und kniet vor dem Kabelsalat. Die sind null beansprucht die Spagettis und liegen in ihrem eigenen kleinen Zimmer aufeinander. Die Psychos scheinen heute nicht im Dienst zu sein. Die eine Box leuchtet, die andere nicht. Ich frage nach umstecken und dann ist die andere Leitung tot, Empfang und der Kollege, der nicht da ist und meine Laune steigt und ich kann die Faxe verschicken, die sich hier stapeln. Das mache ich im Dauerlauf. Man ist so technikabhängig, das ist krass. Das ist krass gut, wenn es wieder funktioniert und der Leerlauf vorbei ist. Der Techniker ist unterwegs.

Herr Ihme ruft mich an und war nach der Zahn-OP noch 3 Tage in der MHH, weil das nicht aufhörte zu bluten und dort hat er Novalgin bekommen. Dann, wieder in der Wohnung, merkte er, dass das Novalgin die Ameisen aktiver gemacht hat und die sind geradezu ausgeflippt und haben Schäden in seinem Gehirn angerichtet. Er ist daraufhin nach Wunstorf und jetzt dort und will sich einen Vorschuss zahlen lassen, das geben die ihm aber nur, wenn ich mich für ihn verbürge. Das tue ich nicht für keinen noch so kleinen Betrag. Dann muss er das beim nächsten Geldeingang anders organisieren, es sei schon der 21. sagte ich der Sozialarbeiterin.

Der Berufsmusiker, den ich unbedingt sprechen will ist einer der ersten Anrufer. Wie schön, wie sinnvoll, er kommt Morgen vorbei.

Die neue Wohnbetreuung von Herrn Boderline-Klein ist ein Bär von einem Mann, groß mit Bart und schön ruhig und hat eine brummige Stimme. Wir ignorieren das Gebelle und ich führe ihn in mein Zimmer, während der Betreute mit Freundin einen Parkplatz suchen. Wir mögen uns. Herr B. mit seiner Freundin erscheinen und wir wechseln ins Besprechungszimmer. Er hatte wohl einen Filmriss am Wochenende und hat alles Mögliche angestellt, aber weiß es nicht mehr, will Morgen ins CT und heute Nachmittag Beruhigungstropfen besorgen und schon mal bei der Entgiftung vorsprechen. Der Typ und ich sind gute Partner beim Coachen, er ist beruhigend und ich verliere nicht den Faden und greife alle Themen wieder auf, bis alles erledigt ist. Er schreibt mit und macht eine Liste. Herr B. hat das Gefühl nichts erreicht zu haben, weil Dinge, die 2012 anstanden jetzt gerade wieder Thema sind, aber so ist es manchmal, dass Dinge mehrere Anläufe brauchen und gerade Menschen auf einer Suchtstation kennen Rückfälle und Menschen in der Ergotherapie kennen es, dass Leute sich nicht sofort melden und es eine Weile dauert, bis sie es angehen, weil sie vielleicht noch andere Themen haben. Ich spreche das Thema an, dass Menschen, mit denen man Drogen nimmt, immer gerne als Kollegen bezeichnet werden. Mein Co-Moderator meint, dass sei die Arbeit an Drogen heran zu kommen und das sei tagesfüllend und anstehend. Er ist groß mit Bauch und sieht nach Sozialarbeiter aus, aber cool. Fleckige Hose, lockere Art. Er sagt, er esse gerne als es um Süchte geht und ich bin süchtig nach Kaffee gestehe ich, als Herr B. sagt, alle hätten ihre Sucht und der Priester sei süchtig nach Gott. Ich bin aber arbeitsfähig, wenn ich gute Ware bekomme kann ich den Anwesenden versichern. Die Verlängerung vom ABW steht an und das Stundenkontingent soll erhöht werden.

Der Neue verlängert gerade seinen Aufenthalt und es sind noch 5 vor ihm. Er kommt Morgen vorbei.

Die Ergotherapeutin von Frau Babykatze ist auf dem AB, insgesamt 5 Leute nach meiner Besprechung, also das Telefon geht wieder.

Sage Frau Dackel, dass sie eine Meise hat. Mit den nackten Füssen in Krabben oder Kartoffel mit Absatz zertreten und es geht einem einer ab, ja das macht Sinn (das nennt man Fetisch oder sexuelle Vorliebe und der Sinn ergibt sich aus der Lust, die derjenige dabei verspürt) ihre weiße Leinenhose im Schritt zerreißen und Unterlagen durcheinander bringen und dafür in eine fremde Wohnung eindringen, nicht. Nur Kamera kann helfen, aber die kostet 500,- €. Eine leihen, dann passiert ja bestimmt nichts in der Zeit, weil die sind ja nicht doof. Es gibt Psychopathen. Ja, aber auch die brauchen ein Motiv. Stalking ist eine Beziehungstat und scheidet schon deswegen aus. Glaube ich, sie hatte noch nie einen Freund. Ja, so in etwa. Die nehmen ihr alles was ihr steht und womit sie gut mit aussieht. Mascara war weg. Angebrochene Wimperntusche. Wer braucht so was? Warum soll das einer machen? Eifersucht lautet die Erklärung. Wer soll auf sie eifersüchtig sein, wer soll bei ihr die Papiere zerwühlen? Die harmlose Studentin neulich am Busbahnhof und sie steigerte sich rein. Beschwert sich, dass alle sie grüßen und die nicht, die Jahre lang mit ihr zusammengelebt und gearbeitet hat. Ja, vielleicht will sie mit der Vergangenheit abschließen oder vielleicht kannte sie sie nicht, mein Einwand. Weise sie auf den Altersunterschied hin. Manche sehen halt jünger aus. Manchen glauben auch nicht, dass sie 40 ist. Stimmt, so ohne Zähne sieht sie eher aus wie 60 (das sage ich natürlich nicht). Buddy hatte neulich eine Verletzung am Ohr. Die wollen nur, dass sie wieder in die Klapse kommt und das wird nicht passieren, sonst ist die Hölle los. O.k. das glaube ich sofort. Der ehemalige Nachbar, der im Maßregelvollzug ist, hat ihr Geld überwiesen. Was habe ich gegen die Beziehung. Nichts? Das zweite Mal ist das Geld nicht angekommen. Da steckt auch wieder wer dahinter. Nein, da ist dem Genie, der auch betreut wird, ein Fehler passiert. Sie telefoniert bestimmt eine Stunde mit mir vom Handy mit unterdrückter Nummer. Sie hat jetzt ein Smartphone und hätte auch einen Vertrag bekommen können. Bestimmt. Jede Katze hat ein Handy, weitere Schulden bitte vor der Insolvenz, die ich gerade vorbereite.

Bei Frau Sofaschläferin und Marktkauftütensammlerin hat Jobcenter die Leistungen auf einmal eingestellt und es soll nur Wohngeld geben. Ich kapiere es nicht und sie dreht jetzt schon am Rad. Wohnt mit dem volljährigen Sohn zusammen, der BaföG bekommt aber sonst auch wenig auf die Reihe kriegt und Erzieher lernt.

Lange Schlange in der Post, kalte Füße, kurz nach Hause. Ins Krankenhaus fahre ich heute nicht. Jasmin fragt wegen weiterer Person für Jante und die würde sie briefen wegen Extrawünschen, aber das ist kein Schnitzelessen, außerdem ist der Tisch schon voll. Sie schreibt von Frauen, die Karriere machen und nebenbei noch 6 Kinder. Die Karikatur: Man kann auch keine Karriere und keine Kinder machen fällt mir dazu ein. Dann jordanischen Pass abholen, Übergaberückschein. Hatte mich noch gewundert über die Schrift (Sauklaue), aber ist von mir ausgefüllter Rückumschlag. Es gibt Asterix Briefmarken. Mein Paps hat Jahreskarte für die Gartenschau gekauft. Wird Naherholungsgebiet direkt vor ihrer Haustür wenn die vorbei ist, Wertsteigerung. Ich habe ihm mal gekündigt, weil er Kurzschluss verursacht hat. Wollen uns am letzten freien Wochenende im Oktober besuchen kommen, weil Arnhild Freifahrkarte hat. Spontan sehe ich Probleme und Stress und das hört Paps und will Rückzieher machen und ich, nein, nein, wird schon. Freut sich denn Stephan wenn wir kommen ist die nächste Frage. „Bestimmt, wenn ihr erst mal da seid“. Später merke ich, dass Perlenfestival am Sonntag anläuft. Mit meinen Eltern nicht zu Perlen, ins Theater. Da haben wir eh schon Karten für diese „Känguruh-Chroniken“.

Herr Auge holt Geld ab. Er fährt im Oktober mit dem VPE in den bayerischen Wald und wenn er wieder kommt wieder Augen-OP in Trier. Herr Minus sollte heute ein Rezept holen, wenn er zur Spritze geht, will keine Ergotherapie, kein Hirnleistungstraining, hat er schon in der Schule gemacht.

Ich gehe, ach ja, der Telekommitarbeiter kommt nicht. Hatte sie mir schon gesagt. Die hatten ausversehen einen falschen Schalter gedrückt. ??? Das klingt komisch. Da könnte ich werden, wie die Betreute mit dem Kamerawunsch, ich glaube der Erklärung jedenfalls nicht. Die Telekommitarbeiter sollen an sich selber spielen und nicht an unseren Leitungen. Wie muss ich mir das vorstellen? Wie ein überdimensionales Mischpult und die drücken Schalter und dann geht unsere Leitung nicht und ich habe 3,5 Tage kein Telefon und kein Fax und Fristen?

Nur ein Sportkurs reicht. Ich haue nach der Hälfte ab. Man muss es nicht immer 100% ausschöpfen. In der Vorderbeuge sollen wir 7 tiefe Atemzüge nehmen. Ich zähle doch nicht. Ich bin tiefenentspannt bis ich Mikaels Stimme höre, dass man abschließen soll und alle schauen mich an, als wäre ich in meiner eigenen Kotze eingeschlafen. So in etwa fühle ich mich. Mikael nennt mich Schatz und stellt fest, dass meine Körperspannung stimmt, während wir auf einem Block balancieren kommt er vorbei und schubst einen leicht an der Brust um einen aus dem Gleichgewicht zu bringen und zu testen, wie gut man steht. Gut, ist das vorletzte Mal bei ihm. Zu Beginn der Stunde geht es um das Thema, dass er eine Teilnehmerin seines Studios in Godshorn gefragt hat, ob sie vielleicht abgenommen habe. Das wäre ja möglich, wenn man Sport macht und schwitzt. Sie hat vehement und wie aus der Pistole geschossen „Nein“ gesagt. Das findet er komisch, diese Vehemenz, nicht vielleicht oder weiß nicht- Unsre persische Feministin sagt, sie kennt Frauen anders, die das direkt sagen, ja oder nein oder eher im Gegenteil, vielleicht liege es an ihm. Er daraufhin, er sei der prädestinierte Ansprechpartner, weil er seit 40 Jahren mit Frauen trainiert und immer sei das Gewicht ein Thema. Ich bin zu dick, Mikael und ich sage: nein. Die ganz dünnen, mit denen würde er nicht so gerne tanzen, lauter Knochen, die man durch die Gegend wirft. Die dünnste im Kurs bestätigt dann auch, dass ihr Yoga immer so Hunger machen würde. Eine andere, die immer alles genau wissen will und fragt, wie macht man diese Haltung richtig und wie ist die Stellung der Füße oder Hände oder Arme und mich dann damit nervt, die Streberin, wie ich sie nenne, meldet sich zu Wort und sagt, sein Yoga sei schön und gut, aber mit schweißtreibend hätte das nichts zu tun. Hat sie auch Recht. Ich weiß ja aus der Umkleide, dass sie Tai Bo macht und das ist wohl sehr viel Kondition und schwitzen. Wir machen Balance und Gurte heute und ich könnte die ganze Zeit Socken tragen und das obwohl ich auch gesagt habe, er soll uns mal zum Schwitzen bringen. Das ist nicht so seines, aber ja auch die vorletzte Stunde, also lohnen sich auch keine ernsten Änderungswünsche. Es war eine schöne Zeit und eine echte Verbesserung gegenüber der verlogenen Esoterik vorher, denn ehrlich ist er, denn westliche Yogis neigen zur Lüge und zum Selbstbetrug. Das ist meine Erfahrung.

Schön anonym am Kackstreifen entlang zu Lidl und Gemüse holen. Feucht-herbstlich mit Pilzen und es riecht nach Herbst. Hat auch was Schönes. Ich liebe meine neuen spitzen Schuhe, in den man die Motive auf den Socken so gut sieht, in diesem Fall die Flamingos. Die sind biennale-reif und ich will sie mitnehmen nach Venedig. Will nachher auf das Konzert von der Band die klingt wie Weezer. Das Baumhaus im Garten gammelt vor sich hin, hat nie ein Kind drin gespielt. Nennt man so was Bausünden? Die letzte Pfefferminze aus dem Garten, ist wirklich kümmerlich geworden, die Himbeeren schmecken nicht, die Wandbemalung ist der von unten zu glänzig. Ich mache Chicoree mit Ziegenkäse zu der zu festen Polenta von neulich, eine Verbesserung. Kaum bin ich satt, merke ich meine kalten Füße und bleibe doch Zuhause.

Meine Eltern wollen meine Cousine treffen, Patenkind meines Vaters. Ich habe ein schlechtes Gewissen. Habe vergessen meine Cousine und ihren Mann zu meinem Geburtstag einzuladen, vor lauter Oberärzte aus Wunstorf. Da habe ich doch wirklich alle, die mir so eingefallen sind angefunkt und auf die ich einigermaßen Lust hatte. Da sieht man nur, dass man doch sehr wenig Kontakt hat und offenbar ein anderes Lebenskonzept oder keine Ahnung, auseinander gelebt halt. Ich will auch nicht für die ganze Baggage kochen und mein Vater mit seinen Ansprüchen und seiner Bewertung, das ist mir alles zu viel. Lieber Gastro und sich die Leute vom Hals halten. Stephan will, dann soll er machen und die Verantwortung übernehmen. Mit meiner Mutter als Küchenassistentin kann ja nichts schief gehen, normalerweise.

Die sterbenden Dörfer in Mc Vorpomm, die Schule schließt, weil zu wenig Kinder. Da können doch Flüchtlinge angesiedelt werden. Das macht doch Sinn. Die suchen eine Bleibe, da stehen welche leer und die Plastikblumen des Vorgängers stehen noch im Fenster. Das ist doch die naheliegende Lösung. Von denen mögen es bestimmt auch welche ländlicher, kann man sich besser ausruhen von den Traumata und sich akklimatisieren. Könnte ein China-Town für Syrer werden, dass die so eine Community dort aufbauen.

Ein ganzer Abend und der Kalender für Essen ist gelegt, aber auch nicht genial, 10 große stehen auf der Agenda. Ob ich überhaupt so viele machen sollte. Die Freunde aus Hannover mit denen wir wenig machen, wollen die überhaupt einen? Das betrifft 2 Paare. Die hängen ihn brav auf, aber gemeinsame Urlaube und Unternehmungen wenig. Gut, Fotos habe ich genug. ich wundere mich, dass es mir dieses Jahr nicht so leicht von der Hand geht.

Bett stinkt frisch gewaschen.

22.09. Schon eine Nacht im anderen Bett kann verwirren. In der Nacht wusste ich immer nicht wo ich bin.

Traum: Stephan hat die Frau des Kollegen gebeten für mich Telefondienst zu machen. Das will ich doch nicht. Warum ausgerechnet die? Der Kollege fährt auf meinem Rad, soll sich ein eigenes besorgen, dann essen wir in einer Kantine, seine Frau ist mit der gemeinsamen Freundin am Nachbartisch, deswegen grüßt man sich. Diesmal bleibe ich cool, so dass sie aufsteht und gehen will und sogar Larissa das Verständnis verliert und sagt, dass sie sitzen bleiben soll. (Anm.: Der Traum hat was mit Masken fallen, wahres Gesicht usw. zu tun und beruht wohl auf einem Wunsch von mir, ist aber so was von unrealistisch).

Perlen dann am Montag und dann gleich Doppelprogramm. Bin nicht traurig wegen Sonntag, ist zumindest o.k. für mich und man kann nicht auf allen Hochzeiten tanzen. Wie kann man eine Software entwickeln, die merkt, wenn das Auto getestet wird. Das ist mir unverständlich und unheimlich ist es auch. Ich muss Sachen loswerden, die kleine Bakelitdose mit Dackel lege ich für meine Mutter auf die Seite. Meine Yogatasche von Peggy, die wie eine Golfertasche genäht ist mit schönem klassischem Punker-Karo. Die gefällt mir immer noch, aber innen ist ein Lammfellteppich. Ich weiß nicht wohin damit und hätte gerne ein neues Zuhause dafür, hier steht sie nur im Weg und der weißen Kundalini-Maus will ich sie nicht geben. Die Tasche ist nicht ihre Welt. Werde ich eine würdige Nachfolgerin finden? Die chinesische Ananas, die schon in Leipzig in meiner Wohnung gehangen hat und vom double happiness fehlte eine Hälfte, die der Knochenlampe weichen musste, ist endlich auf Wanderschaft gegangen und hängt nicht mehr vor der Tür.

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Der Kollege taucht gar nicht mehr auf. Seit letzten Donnerstagnachmittag irgendwie auf Achse und man weiß nicht, was man den Mandanten sagen soll. Da brauche ich mir wegen Venedig wohl keinen Kopf zu machen. Straßennamen auf der John Wayne Insel in die Rue de Valentin Collage noch mit reinarbeiten nicht vergessen. Die Monate habe ich schon vorgeschrieben, einen DIN-A4 Zettel in 12 Stücke zerschnitten. Die Collagen sollte etwas jahreszeitenmäßig passen.

Die Rechtspflegerin, dass meine Selbständige nicht Selbstzahlerin ist. Das ist kein Vermögen, sondern Jahreseinkommen. Dann die Betreute, dass heute 1.000,- € eingegangen sind von der Boutiquebesitzerin. Das trifft sich gut, ihr Laptop ist kaputt.

Sehr schwuler und nette Mitarbeiter von Sida wegen Frau Dackel. Er lacht, wenn ich erzähle. Ich sage, ich habe dann selber verschissen, aber meine Aufgabe ist es doch nicht sie in dem Wahn zu unterstützen. Sie hat aber Leidensdruck und kann nicht aus der Wohnung, weil die dann ja rein gehen. Er will den Doktor fragen, sie sind diese Woche alle auf einem Kongress am Donnerstag, aber vorher treffen sie sich. Schreibe mir mal seinen Namen auf. Hatten neulich vor dem Termin bei Straube schon miteinander telefoniert.

Eine Frau aus meinem Sportstudio gibt Unterlagen für die Steuerberaterin ab. Arbeitest Du hier? Dann eine bunte Afrikanerin im Flur, die mit ausladendem Hinterteil über einem Koffer hängt. Eine Freundin der Kollegin aus Tansania.

Der neue Betreute kommt pünktlich. Er ist mir sympathisch nur der weiche Händedruck stört etwas. Verlängerung des Aufenthalts hat gut geklappt. Kaffee auf dem Markt mit dem Kollegen. Im Wendland war es nett und ohne Handyempfang. Mit anderen treffen, die Beziehung nicht können, denke ich mir und was hat er gegen Hippies. Kamille ins Auge ist ein Missverständnis und er hat auch ein Dauerproblem und hat schneiden lassen. Ich sage, ich habe keine Angst von Schneiden und Schmerzen. Das sei es nicht. Er bestätigt, dass Schneiden auch nicht helfe. Ich spüle das Auge gerne und mache auch gerne Tropfen rein. Mag auch Infusionen, bin halt kurz vor Junkie. Ayurveda mit Teigbrille und warmem Öl reinlaufen lassen klingt verlockend. Er dachte, er verliert sein Augenlicht. Er ist eine Sissi. Die geometrischen Figuren vom Ihmezentrum, die ich ihm beschreibe, hat er im Kopf. Frau und Tochter kommen vorbei. Sie muss immer beinfrei gehen, auch wenn das Wetter es nicht zulässt und das echt gewollt wirkt und lächelt heute freundlich. Das macht mir Angst. Wie ein Deja Vu aus meinem Traum. Ich mache mich aus dem Staub. Der Kollege hat ein Bagel bestellt und ich nicht. Die Tochter hat heute Geburtstag (Stephan fragt später wie alt sie wird und ich sage, größer als 5 und kleiner als 15) und Projektwoche, es werden Flüchtlinge in der Schule in einer Turnhalle untergebracht und sie müssen was vom Pausenhof abgeben aber nur so viel wie Papa einmal gekreiselt ergibt. Außerdem braucht sie ein Smartphone und Safari für die Schule und What’s App auch. Da sprechen sie noch mal drüber. Was war noch mal Safari? Zwei Movenyo-Mädels in meinem Alter, die ich sympathisch finde trinken auch Kaffee. Heute ist Studio-Treffen vor meiner Haustür.

Der Berufsmusiker sitzt schon oben und wartet. Er hat sein Konto aufgelöst und ein Motorrad abgemeldet und war wegen Depressionen in der Klinik. Bis zur Versetzung soll ich die Betreuung weiter machen. Er probt in Vahrenwald und nicht am Braunschweiger Platz bei der Landesbühne, wie ich dachte. Geil, wie ich mir manche Sachen einfach einbilde. Der Betreuungsausweis leuchtet rot aus der Akte. Die sind sonst grün in verschiedenen Schattierungen. Das war mir auch noch nicht aufgefallen.

Der Freund aus Hagenburg wegen Betreuung Vater. Unsere Weinprobe Donnafugata scheint er vergessen zu haben. Stephan würde wieder lästern, dass ich Termine nicht hinbekomme. Wir müssen dann Dieter Bescheid sagen, dass er für Ersatzgäste sorgen kann. Am 16.10 ist jetzt die erste Vernissage im Kunstverein. Das wäre zumindest auch Abendprogramm wenn meine Erziehungsberechtigten da sind.

Herr Tai-Chi, bei dem ich gestern nicht war, schreibt: „das passte ich war gestern ganz schön groggy die zweite punktion war hart aber jetzt ist alles ok – wie neu geboren… „ Ich glaube, ich schaffe es heute wieder nicht.

Herr Boderline-Klein meldet sich: Beruhigungstropfen hat er bekommen, aber CT-Überweisung nicht und zur Entgiftung wollen sie ihn auch nicht aufnehmen. Soll ich anrufen in der Sektorklinik. Er hat außerdem Schreiben bekommen, dass er nicht angeschnallt war. Das stimmt aber nicht, er hatte sich abgeschnallt und ist nicht bereit wieder zu zahlen, wenn die keine Fotos haben und er nichts zugegeben hat bloß weil zwei Jungpolizisten sich profilieren wollen. Wie der nette Betreuungsbär heißt, wissen wir beide nicht. Peinlich. Frau Suizid hat einen Kennenlerntermin in dem Laden am Donnerstag für abW mit einem Mann. Vielleicht ist es der Bär meint sie.

Mein indisches Mittagessen Morgen fällt aus. Die Betreute hat einen Termin in der inneren Medizin, Herz und Lungen sollen untersucht werden, wenn die Beine geschwollen waren dann muss das abgeklärt werden. Das ist wichtiger, auch wenn ich mich auf Shrimps und Reis gefreut hatte.

Der Kollege kommt nachmittags um 15 Uhr (am 22.09.) auf das Telefonproblem zu sprechen was seit dem 18.09. morgens besteht. Testanruf auf seinem Handy, Nummer stimmt nicht, d.h. wenn die, die mich erreichen wollen auf Rückruf drücken landen sie bei ihm. Die Kollegin steckt wieder um und hat Quittenmarmelade gemacht. Auch wenn ihr Hund scheiße ist und echt nervt sind wir wieder freundlicher miteinander und das tut echt gut. Ich frage den Kollegen, ob die nervige Frau ihn erreicht hat, die für einen Bekannten anruft. Er hat den Fall übernommen, als er denjenigen sprechen sollte, der die Scheidung will und das Telefon über den Balkon gegeben wurde. Da geht es auch um 28-jährige Tochter im Wachkoma (er darf seine Tochter nicht sehen, wie alt ist die…) und vielleicht Betreuerwechsel wegen Interessenskonflikt und dann ist es auch Fall für mich.

Frau Srilanka kommt vorbei und ich bin echt genervt, der Sportbeitrag für den Sohn, das Essengeld für die Kita, der Schwerbehindertenausweis fürs Finanzamt, soll sie in dem Laden des Bruders anfangen und den Putzjob schmeißen. Ich bin echt nicht in Beratungsstimmung und ihre Stimmen nervt. Ich kann nicht zuhören, wie Kinski auf Agro. Sie soll leise sein. Zu Stephan dann, Betreute, die sich noch nicht mal selber versorgen können sollen keine Kinder kriegen. Ich will nicht mit meinen Eltern zur Vernissage, die sind mir peinlich. Ich bin echt böse und bewundere meinen Mann, der so unerschrocken ist, dass er trotzdem hier wieder rein kommt. Ich würde mich nicht trauen. Das ist ja heftiger als Dompteur.

Will was Warmes essen, motze, dass ich selber kochen muss, bin kein Brotfresser. Nehme dann doch eine Scheibe, aber die Marmelade der Kollegin schmeckt wie kaltes Kompott. Die mag ich auch nicht, will Milchreis mit Pflaumen. Ich bin launisch wie 100 Schwangere bzw. PMS-Frauen auf einmal. Stephan dachte, es wird immer besser mit uns. Zumindest müssen wir nicht in die Lüneburger Heide und an der Beziehung arbeiten, weil wirs nicht geschissen kriegen. Es könnte auch schlimmer sein und vielleicht ist es in 10 Jahren wieder besser bei mir.

Ich rufe Frau Stimmen an und lasse mir vorher den Namen des pakistanischen Arztes geben. Sie sitzt am Patiententelefon und klingt total entspannt und ihr geht es gut und sie hat auch keine Ambitionen sich die offene Station anzuschauen und fühlt sich wohl. Gestern wurde noch eine aufgenommen, so dass das Dreierzimmer voll ist. Die Neue sei redselig, aber auch das scheint sie nicht zu stören. Die Medikamente hätten wieder zittern gemacht, aber das wird mit der Oberärztin besprochen. Ich bin sehr zufrieden. Hätte nach den Fortschritten bei der Teddyherstellung fragen sollen.

Die Schwester des neuen Betreuten mit den Papieren, ich soll Stift und Papier holen. Ach, das war für mich gedacht, dass ich mir was notiere. Ähhh, das mache ich anders, gleich in den Ordner. Dann will sie mir erklären wie die GEZ Befreiung funktioniert, hat aber selber das Chaos mit zwei Teilnehmernummern nicht geblickt. In einer Strafbefehlssache läuft Morgen die Frist ab. Da muss man unbedingt was machen, er hat in der Krankheit eine Tür kaputt gemacht, warum soll er dafür 300,- € Geldstrafe zahlen? Sie sagt, dass sie immer erklärt, dass er nicht neidisch auf ihr Leben sein muss, sie hat ein kleines Kind und muss den ganzen Tag laufen und Dinge erledigen. Sie sieht aus wie eine kleine persische Maus, zierlich ohne Ende, mit großen Augen, gezupften Augenbraunen und großer Mimik. Als ich den Strafrechtskollegen nicht mehr erreiche, faxe ich selber um meine Nerven zu beruhigen. Der Kollege will sich mein Fahrrad leihen für eine halbe Stunde, nur wenn eine halbe Stunde auch eine halbe Stunde ist. Nach 2 Stunden rufe ich ihn an, weil ich schon auf 180 bin und denke, wenn ich wegen dem Sport verpasse. Es steht wieder vor der Tür und er hat sogar die Bremse repariert und sie bremst wieder und quietscht nicht.

Unsere junge Trainerin, die mit ihrem Asthma kämpft, ich mit dem Undichtsein unten, Hüpfen und dann schnell Binde raus in der Pause. Man soll nicht schnell vom Trampolin abspringen. Wie viele Grace-Trainerinnen habe ich schon verbraucht überlege ich beim Training und zähle sie alle auf. Ach die Frauen, auf der Eigenwerbung des Ladens sind alle nicht mehr da. Ich gehöre zum alten Eisen, eine movenyo-Seniorin und das wird immer doller. Lustig.

Herr Tai Chi meldet sich:

„Ich habe heute noch eine sehr gute Nachricht bekommen: durch den Wasserentzug repariert sich der Herzklappenfehler anscheinend von selbst,  so dass eine Operation der Herzklappe nicht mehr nötig erscheint. Aber der Grund warum die Herzkammer immer wieder mit Wasser vollläuft ist immer noch unklar. Bis zur Klärung soll ich bleiben, des weiteren soll die Leber noch einmal gecheckt werden und eine genaue Untersuchung auf Tuberkulose erfolgen, da mein Vater einmal daran erkrankt war. Eine Entlassung wurde in Aussicht gestellt aber ein Termin steht noch nicht fest. Auf jeden Fall bin ich sehr erleichtert. Was mich interessieren würde wäre was aus der Üstra Sache geworden ist und ob wir dem JobCenter nicht endlich den Arsch aufreissen wollen wegen Aktenverschleppung und Diskriminierung. Natürlich interessiert mich auch obs was neues von der Rentenversicherung gibt. Was meinen Führerschein betrifft müsste man meinen Kontrahenten wegen gerichtlicher Falschaussage anzeigen und auf Rücknahme des Strafbefehls klagen. Als Beweis wurden irgendwelche Satellitenbilder angeführt lassen Sie sich Diese Beweise Vorlegen, denn diese müssten  nämlich zeigen, dass der Mann mir erst die Vorfahrt nahm und mich zu einer Scharfen Bremsung zwang dann im Schneckentempo vor mir herfuhr um mich zum Überholen zu verleiten und als ich es tat ist er mir mit Vollgas absichtlich in die Karre gefahren. Seine Zeugin ist seine Ehefrau. Meine Zeugin ist eine Bekannte mit der ich gemeinsam zum Arzt fahren wollte. „.

Das bleibt erst mal so stehen.

Wir essen einen Haufen Käse. Das macht krass satt. Ich schaue „Höhle der Löwen“, die alle einen Knall haben, die Investoren, diese total gekünstelte Amerikanerin, die lächelnd was Freundliches sagt, wenn sie einen abschießt. Die Blöde aus Bremen. Der Typ, der keine Industriezucker zu sich nimmt und deswegen nicht in Speiseeis investieren kann (da würde ich erwarten, dass ich viel besser aussehe bei solchen Entbehrungen, also das lohnt sich in seinem Fall überhaupt nicht) und der mit der Brille, der einen Beschimpfungsanfall bekommt, wenn man das Wort „Flash“ sagt. Ich häkele dabei rückwärts. Internet, where grammar goes to die. Holger bedankt sich für die Second Hand Sachen. Das freut mich, dass es gut ankam. Ich habe Angst vor Braunschweig, wer hat sich das ausgedacht, ach ich war’s und kann ich nicht plötzlich krank werden?

23.09. Traum: Erst bin ich bei Michi und Markus mit einem supersüßen Hund. Sie mögen ihn auch und streicheln ihn nachdem sie ihn zuerst ignoriert haben (also alles gut). der dreht dann auf und springt Michi unfreundlich an, wenn der singt. Der will Dich maßregeln, singe ruhig weiter und ich maßregele den Hund dann durch Finger in den Nacken stoßen und der geht dann weg und legt sich auf die Seite und unterwirft sich. dann das Ganze noch mal und diesmal unterwirft er sich stärker und dreht sich auf den Rücken. Den Hund kann man nutzen um besser in die U-Bahn abzusteigen, wenn man ihn vorlaufen lässt, dann macht er den Weg frei. ich irgendwo mit tiefen U-Bahntreppen wie NY. Dann folgt er, weil er gefüttert wird, als die Frau nur noch selber isst merkt er das und geht wieder hoch. Ist ein Streuner den man nur für diese Dienstleistung benutzt quasi. Vorher oder nachher habe ich Markus ein Schlaffell geschenkt für die Baustelle, hilft wenn man auf dem kalten Boden sitzen muss, es isoliert gut. Probieren wir hier auf dem Terrazzo-Boden in der Küche aus. Und riecht auch gar nicht, Den Müll will ich wegschmeißen, der ist jetzt voll, ich kann ihn runternehmen, hier noch die Reste auf der Fensterbank reinmachen, es sind irgendwelche Späne und versuchen die Mülltüte zu treffen. Die Schublade im Küchenschrank mit dem organischen Müll war so voll, dass es gegen gebratene Muscheln gedrückt hat, die auf einem Gitter lagen und die die beiden gerade essen wollten. Im zweiten Traum geht um Mietrückstände u.a. unserer Freunde aus FFM. Ein verschlossener Umschlag wird übergeben an einen Typen von der Wohnungsgenossenschaft. Der macht ihn auf und zählt die Scheine, alles 100er. Er müssen 20 sein, das wären 2.000 und die Rückstände getilgt. ich denke alles gut und unsere Freunde bekommen trotzdem die Kündigung. Ich hätte auf eine Quittung bestehen sollen. Ich gehe zu dem Typen hin. Seine Körperhaltung abwehrend. Ich sage, dass ich ihn gerne aus dieser weniger interessanten Sitzung rausholen wollte und ihm eigentlich auf dem Kopf schlagen müsste um den Umschlag zurück zu bekommen und ihn mir vorher quittieren zu lassen, dass ich über 60 Betreuungen machen würde, aber das seien Freunde, so dass mir der Fall noch mehr am Herzen liegen würde und es seien Akademiker und ganz seriöse Leute und sie sei bei der Lebenshilfe in einer höheren Position. Jetzt überlege ich, wie ich die austricksen kann. Schicke irgendwen vor, aber das klappt nicht. Will jetzt unschuldig in der Buchhaltung des Vermieters anrufen und sagen, dass der Typ, den ich in der Sitzung gesprochen habe mir eine Kontoaufstellung in Aussicht gestellt habe aus der die Einzahlung der 2.000 auf das Mieterkonto hervor geht. Er hätte das Geld bekommen und ich hätte es mit meinem Handy fotografiert (hier würde ich bluffen) außerdem sei ich Zeugin. Jetzt gibt es ein Foto und das vergrößere ich um festzustellen, dass es keine Scheine waren sondern Eintrittskarten auf der Rückseite ist jeweils das Firmenlogo von Jörgs Firma. Jetzt muss ich mich also an einer anderen Stelle um die Problemlösung kümmern. Amt und Darlehen?

Morgens schon freue ich mich auf die Yogastunde heute Abend und Stephan will Pasta mit Pilzen kochen statt heute Mittag. Esse auch lieber abends. Nachts um 2:40 Uhr hat Herr Yoga geschrieben:

„Ich habe deswegen echte Schlafprobleme und träume davon, daß die Zeugin ja psychisch schwer krank ist. Borderline. In einem chat schreibt sie sogar, wie sie sich ihre kleine Welt zusammenlügt. Sie ist so krank, daß sie monatelang nicht in der Schule war. Hoffentlich wird sie vor Gericht unglaubwürdig.

Die Nacht ist für mich jetzt vorbei. Ich kenne das schon. Bis zum Sonnenaufgang mache ich dann immer Yoga und schlafe erst danach wieder wenn der Tag anbricht.“

Das passt ja dann. Seine Eltern waren beim Notar und haben das Haus gekauft. Am Freitag hatte er geschrieben:

„Ferner muß ich sagen, es tut mir gut emails zu schreiben, Angebote einzuholen, zu vergleichen, zu verhandeln. Es ist für mich so ein bißchen wie kaufmännische Arbeit im Büro und ich sehe mich schon im nächsten Jahr in einem Büro arbeiten, um meine Qualitäten unter Beweis zu stellen, schließlich strebe ich ja einen Prokuristenjob an :)“.

Der kleine Vogelkäfig der zur Deko rumsteht, steht offen. Das sieht lustig aus, als sei der nicht vorhandene Vogel aus dem winzigen Käfig weggeflogen. Den kleinen Hannover-Rucksack werde ich verschenken und ich weiß schon wem. Da ist er besser aufgehoben, auch wenn der Mann sagt, sie hat zu viele Taschen. Die ist ja nun wirklich klein. Hatte neulich gesagt, dieser Stoffbeutel kann weg, der ist so verblichen, da habe ich besseres, aber das ist eine Antiquität von 2001 aus Berlin! und damit obercool und die Hipster zahlen bestimmt Tausende dafür oder auch nicht, weil falsche Optik und man kauft keine Kleidung auf dem Flohmarkt. Ich habe Angst vor heute Nachmittag. Das darf der Gutachter Elisabeth dann selber erklären, warum er sie hier abpasst. Ich hatte spaßeshalber gesagt, dass ich ihn als Handwerker ausgebe, der meine Therme prüfen will.

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Anna war bei Hanna, die die falschen Medikamente nimmt. Sollen sie Hanna Weihnachten nach Bayreuth einladen? Dann mit Steffi und Suki und richtig volles Haus. Dann spiele ich Oma und häkele heimlich unter dem Tisch mit Wollresten aus Tüten. Aber dann muss ich auch Stühle um mich herum aufstellen, damit meine behinderte Schwester nicht an mich rankommt und darauf verweisen, dass ich schwer erkältet bin (weil das hat meine Oma auch immer gemacht). Sie können gefahrlos die Einladung aussprechen, weil die wird eh ausgeschlagen, so meine Einschätzung. Wenn Eltern klar sind bei Verstand und keine Pflege wollen, dann kann man nichts machen, auch wenn bei der Frau im Rollstuhl inzwischen Stuhlinkontinenz vorliegt und der Mann Mathematikprofessor war. Dass alte Menschen manchmal den Bezug zur Realität verlieren und in ihrer eigenen Welt leben, das sei so. Wenn man als Sohn so ein schlechtes Verhältnis hat, dass man null auf die einwirken kann und auch gar nicht reingelassen wird, praktisch null Vertrauensperson ist, dann wird man da wohl nichts ändern können, aber dann ist das ja nicht erst seit vorgestern so. Das man einen Draht zu den Leuten hat ist auch in meinem Beruf das A und O. Das Gute an meinen Eltern ist ich sage ihnen alles und kann das auch, auch Unangenehmes, wie meine Vorbehalte gegen ihren Besuch und wie scheiße und anstrengend sie sein können und auch peinlich für mich. Ich gestehe dabei aber auch, wie schwierig ich zur Zeit bin.

Die Freunde aus Fürth sind in Italien und schicken das herrlichste Bergpanorama mit einer E-Mail (noch nie eine von ihnen bekommen) mit dem Betreff „P wie Piemont“ und einem stichwortartigen Tagebuchtext. Sie wandern gerne und essen gerne und es muss ein Traum sein. Perückenmuseum und Traumvilla mit Schwuchtel-WG klingt besonders verlockend, aber da kommt man bestimmt nur mühsam und zu Fuß hin, also unerreichbar für moi.

Eine frühere Betreute ruft an. Hier gab es tatsächlich mal einen Betreuerwechsel, aber sie lädt mich immer zu ihren Ausstellungen ein. Sie ist nach 4 Jahren wieder mit Beschluss in der MHH gelandet und kommt mit der Richterin und Verfahrenspflegerin nicht zurecht und will eine Beratung. Das mache ich auch. Sie war auf dem Weg zum Freund und im Krankenwagen hat man ihr Gras abgenommen 0,6 Gramm und die Pfleger haben sie bei der Polizei angezeigt, angeblich würde jetzt die Nullgrenze in Hannover gelten, ob ich davon was weiß. Das war früher anders und bei der Drobs bekommt man das als Schmerzpatientin günstig, aber da hat sie sich noch nicht hin getraut, weil die sehen dann das mit Schizophrenie und wollen ihr das dann nicht geben, obwohl sie Schmerzpatientin ist. Sie hat wieder eine Ausstellung, rate ihr den stationären Aufenthalt zu nutzen um auszuprobieren welches Medikament sie verträgt und das mit der Ausstellung schafft sie trotzdem. Sie bedankt sich für das Gespräch.

Erst eine langjährige Betreute, Frau Quadratisch, die sich entschuldigt weil ohne Termin. Sie habe mich telefonisch nicht erreichen können. Das trifft sich gut, weil das auswärtige Amtsgericht mich nervt wegen 2 Sparbüchern mit einem Stand von 5,99 € und 9,80 € und was damit sei. Sie kann dann gleich erklären, dass sie die gekündigt hat auf mein Anraten hin und sie aufgelöst wurden, d.h. sie die Sparbücher zwecks Vernichtung zur Postbank geschickt hat vor ca. 2 Jahren. Ich schicke das neue Foto (graumelierter Terrier) dafür ans Landesamt, weil der Schwerbehindertenausweis abgelaufen ist. Das Babysitten klappt gut, auf Nachfrage und sie meldet sich dann wieder.

Herr ADHS mit klebriger Hand und Erkältung (ich wasche ausnahmsweise), hatte Nachschichten und die Fahrtkostenerstattung geht Morgen ein und Morgen in einer Woche geht er in die Entgiftung.

Im Betreuungsgutachten des Neuen kommt der Vorfall mit der Tür sogar vor und er berichtet, dass er eine Tür eingetreten haben soll (d.h. er weiß es nicht) und wieder Hanebuth. Er sagt dem Gutachter, dass er sich seinen Namen eintätowieren lassen will, weil Hanebuth das auch gemacht habe. „Er sei eigentlich Undercovermitglied der Hells Angels. Hanebutt habe ihm gesagt, dass er kein Tattoo tragen brauche“. Wenn diese Typ wüsste, in wie vielen Psychosen er vorkommt. Wohl hauptsächlich bei welchen aus Hannover, denke ich mir zumindest, die anderen haben andere Projektionsflächen. Gut, es gibt wohl 2 Türen, die Glastür bei einem Freund (hier hat er sich die Hand verletzt und wurde vom Gutachter darauf angesprochen) und die Tür der Schwester (hier will die GBH Schadensersatz). Ich denke, es ist Strafe genug, wenn er das zahlen muss als Hartz-IV Empfänger. (Wie der Kabarettist neulich zu Recht meinte aus Arbeitslosen, die also was verloren haben wurden Hartz-IV Empfänger, welche, die was bekommen, dann auch zu Unrecht so als Schmarotzer uns auf der Tasche liegen und dann für 9 oder 13, € am Tag).

Schreibe meinem Onkel: „ich glaube, es bleibt trocken, wir kommen mit eigenen Fahrrädern an, wie unten angegeben 10:41 sind wir in BS. Soll/darf ich was zu fressen mitbringen für die Kühe, wie Möhren (keine Lakritze) oder lieber nicht.“

Ärztin auf dem Handy, Herr Ihme ist nach Hause gegangen, weil er nicht warten wollte bis ein Platz frei wird auf einer offenen Station. Hat Morgen einen Termin in der Zahnklinik der MHH wegen Fäden ziehen. „Er ist bestimmt bald wieder bei Ihnen“ ist meine Reaktion.

Würde gerne mehr von den Asterix Briefmarken kaufen, weil die machen echt gute Laune, aber ich habe noch 80 von den anderen langweiligen und Tiermarken auch noch ein Rest und bevor die wieder die Preise ändern. Ich habe echt schon überlegt zu Citipost zu wechseln, weil 40 Cent statt 62 bundesweit ist echt verlockend, aber Stephan redet dagegen, weil das dieses Privatisierungsdings ist, wenn ich es richtig verstehe.

Die Wohnbetreuung von Elisabeth schreibt mir:

„Zur Info:

nachdem ich in der letzten Woche das Treffen nach einer halben Stunde abgebrochen habe weil Frau… sich völlig unangemessen im Cafe verhalten hat, sie mich aber am nächsten Tag fröhlich anrief und einen Termin für diese Woche vereinbaren wollte, haben wir uns gestern getroffen. Die ersten zehn Minuten waren gut, danach dekompensierte sie und verließ mich nach etwa 20 Minuten.

Könnten Sie ihr bitte vorschlagen, dass wir uns am 29.09. um 12.30h ‚unterm Schwanz‘ treffen? – danke“.

Die Vorzeichen stehen auf Sturm. Oh mein Gott, ich brauche was Süßes vor dem Termin heute Nachmittag, damit ich das durchstehe. Probiere heute Franzbrötchen mit gesalzenen Erdnüssen. Habe die begründete Hoffnung, dass nach weiteren 5-10 kg gesalzenen Erdnüssen eine Sättigungsgrenze erreicht sein wird bei mir.

Der B-Schein ist raus, aber die Wohnung weg, „musste die GBH jemand anderes umsetzen“. Die Frau vom Wohnungsamt weiß nicht, ob ich 1998, 99 schon in den Bereich gearbeitet hätte (ich bin unsicher und sage ja, tatsächlich vermutlich erst seit 2000), weil die Situation von damals haben sie jetzt wieder. Das Wohnung für 1-Personen-Haushalt knapp sind ist doch durchgehend so, dass zu wenig da sind, also die Nachfrage größer ist als das Angebot. Sie beteuert meine sei in der Vermittlung und sie habe auch schon mit dem GBH-Mitarbeiter telefoniert und wenn da wieder was frei wird und es würde auch was Neues gebaut werden in Mittelfeld, dann auch barrierefrei. Ja, aber so lange reicht der B-Schein nicht, den wir dann umsonst gekauft haben wegen der konkreten Wohnung. Das sei eine Bearbeitungsgebühr. O.k. und was ändert das am Ergebnis. Die hat Bockmist gebaut, die Frau. Das ist meine Vermutung und ich darf es meiner Betreuten beibringen. Die nimmt es allerdings gelassen auf, wenn sie jetzt in der Vermittlung sei…

Mein Onkel will abends telefonieren, der soll mich tagsüber im Büro anrufen, abends kann ich nicht mehr telefonieren.

Echo, mein Lieblingskater ist verschwunden und Frauchen dreht durch. Ich hab ihn nicht, nein, ich soll die Augen offen halten. In der ehemaligen Polizei hat sich einer eingenistet und dem haben sie vom Soul Kitchen schon erklärt, dass der Kater einen Besitzer hat. Da habe ich ihn auch das erste Mal gesehen hinter dem Bauzaun. Das sei sein Revier. Wenn ich ihn sehe, soll ich ihn einfangen. Ich fange doch keine Katze ein. Ich ziehe dann meinen Pelzmantel an und hoffe, dass er den Geruch wieder unwiderstehlich findet und mir folgt.

Es war so schön sonnig heute Morgen und hat so gute Laune gemacht und jetzt ganz dunkel. Man hat uns trocken versprochen. Heute Morgen um 5:30 Uhr sei es noch nicht so schön gewesen lassen einen Mitbürger gerne wissen und man hat das Gefühl, die fühlen sich besonders toll und überlegen, dass sie zu abartigen Zeiten aufstehen. Man sollte sich nach Schlafproblemen erkundigen und nee, ist klar, nachts scheint die Sonne nicht. War mir auch schon aufgefallen.

Kathrin sagt, die Fischerzunft macht Ausverkauf wegen Schließung und bietet an, die große Schnapsflasche mit Rädern (gibt es lustiges Foto von mir) für uns für den Wintergarten zu ersteigern. Da sollte mich einer rein bauen, wie Schiff in Flasche, Faszination schmale Öffnung, wie ist das da reingekommen und das ist dann Documentareif.

Frau Srilanka nervt wieder wegen Essensgeld für den Sohn. Wollte gestern über 300,- € zahlen, weil sie angeblich Selbstzahlerin sei. Das will ich mit denen direkt klären, weil sie allen irgendwelches Geld zahlen will und sie soll bloß nicht vorbei kommen. Das kann ich heute nicht gebrauchen. Daraufhin rief eine an von einer Kinderstelle und sagte BUT-Gutschein (Bildung und Teilhabe) läuft bis Frühjahr 16. Man muss immer 1,- € selber dazu bezahlen. Da waren 83 offen und 13 hat sie schon bezahlt. Macht Rest 70. Gesundes Mittagsessen in der Schule kostet 55 Cent am Tag und das sind wohl 50, – € pro Halbjahr und da nimmt er auch dran teil. Sie schickt mir die Unterlagen per Fax.

Krankenkasse wegen des neuen Hasen, einige Telefonate später, läuft über Rentenversicherung und ich werde gleich den Drobs- bzw. Stepmitarbeiter telefonisch kennenlernen.

Der Altenpfleger in der Ausbildung, der kleine Chaot, der seine Miete diesen Monat nicht überwiesen hat und weder telefonisch noch per Mail zu erreichen ist, hat jetzt wohl auch sein Telefon aus. Der Unterschied zu gestern ist die Bandansage, dass der Teilnehmer vorrübergehend nicht zu erreichen ist. Was wir schon wussten: Der taucht gerne ab.

Der behinderte Teamleiter der Ausländerstelle für die Region. Der Typ ist mir echt unsympathisch, trotz Behinderung. Ich melde ihm Vollzug, dass ich den jordanischen Pass in Händen halte. Akte ist noch da, aber er nicht mehr zuständig und wie die anderen entscheiden und wer das überhaupt ist, wird man dann sehen, aber ich habe doch den Pass, den sie seit 2009 wollen und er die Akte noch und dieses „nicht zuständig sein“, ist doch nur Arbeit umverteilen, damit andere sie machen müssen und die Akte ist schließlich noch da und er hat doch inhaltlich schon entschieden und sich damit befasst. Irgendwie überzeugt ihn das nicht. Man könnte sich manchmal an den Kopf fassen. Es klingelt um 14 Uhr und ich habe Angst, dass es meine ist, die viel zu früh dran und die ich dann stundenlang bei Laune halten muss bis der Gutachter da ist.

Erst kommt der Gutachter, ca. 1,90, ruhig bei mir im Zimmer machen das Ganze und nicht in einem neutraleren, eleganten Besprechungszimmer. Es klingelt, dass muss sie sein, er ist ja klein und man übersieht ihn leicht scherze ich und fasse ihn an der Schulter an. Sie kommt rein und ist gar nicht erstaunt und begrüßt den Gutachter namentlich: „ach, Herr Aselmeier“. Das beeindruckt mich nachhaltig. Hat sie hellseherische Fähigkeiten. Die denken bestimmt alle, ich habe es ihr erzählt. Sie sagt ihm, sie hängt an mir und will mich nicht eintauschen gegen eine mit langen dunklen Haaren und alle anderen sind scheiße nur ich bin super, die englische Frau vom abW will mit ihr Kaffee trinken und Freundin sein, die soll zu Parship gehen, die kennt sie nicht und will sie gar nicht kennen. Ein Typ, den sie in der Bahn kennen gelernt hat mit einem deutschen Namen, sie glaubt der heißt in Wirklichkeit (es folgt ein persischer Name), die Mudschaheddin sind wieder in Deutschland und wollen Praktika in deutschen Firmen machen. Wussten wir, dass König der Löwen eigentlich nach Hannover wollte und dann bedroht wurde und dann nach Hamburg gegangen ist und da gibt es mehr Intellektuelle (wie Herrn Aselmeier und mich) und damit mehr Menschlichkeit und wenn man zu viel Sex hatte, dann läuft man komisch (sie demonstriert es). Dann geht es um die Himmelsrichtungen und es fällt mir wie Schuppen von den Augen „Nie ohne Seife waschen“ ist eine Eselsbrücke für den Kompass, deswegen steht das auch im Flughafen Hannover auf der Damentoilette am Spiegel auf einem Aufkleber mit diesem Text neben einem Flugzeug. Ich hatte das voll nicht kapiert und ob Harald deswegen seinen Blog so nennt und wie das alles zusammen hängt. Harald, der es wissen muss, bestätigt mir das später: „Hör auf deine Betreute, die hats drauf!“. Wie es mit dem Geld laufe will er wissen. Sie: Frau A. hat meine Karte, weil sonst wäre das so, dass die in der Pizzeria auf der Lister Meile mehr runternehmen als sie verbraucht bzw. gegessen hat und ein Pizza Salami kostet dann 50,- €, aber eine kleine. Das sei auch für eine große zu viel, weiß Herr Aselmeier. Wie lange soll die Betreuung weiter empfohlen werden ist dann noch die Frage, sie ist 36 geworden vor wenigen Tagen sagt sie uns und will nur 40 werden und dann in LA sterben. Wir können trotzdem 7 Jahren sagen, wenn sie in LA stirbt mit 40, dann endet die Betreuung automatisch beruhige ich sie. Als es um unfähige Ärzte der Vergangenheit geht, der Küver, der auf Porsche steht und einen bestimmten Frauentyp und sehr auf das Äußere achtet und sie habe ja Hasenzähne, fragt sie den Gutachter, wo er denn seine Praxis habe, aber er nimmt nur Patienten ab 58. Rentneralarm sage ich zu ihr. Sie warnt ihn außerdem, dass er in Gefahr ist, dafür bedankt er sich. Als er gegangen ist geht es um die Frage, wie man Tiere nennt, die rote Augen haben. Albino, sage ich und das gibt es als Hasen und Meerschweinchen und auch als Menschen, Afrikaner haben das auch, da fehlen Pigmente in der Haut. Aber die seien besonders stark die Afrikaner, ich sei eigentlich schwarz. Ihr Vater sagt immer, die mit schwarzen Haaren sind stärker von den Genen her, aber die mit schwarzer Haut noch mehr. Man sollte Samen von schwarzen Männern in die Babymilch tun, dann werden die Kinder stärker. Dann will sie wissen, ob mir vorgeworfen wird, dass ich eine Affäre mit einem Bruder oder Cousin hätte, „ist das Ihr Problem?“. Sie will sich doch mit der englischen Wohnbetreuerin am 29.09. unterm Schwanz treffen. Die hatte ihr zum Geburtstag gratuliert, aber die Karte hat sie weggeworfen, vielleicht ist sie noch unten im Müll (ich hatte es nicht mitbekommen und mache das grds. nicht, meinen Betreuten zum Geburtstag gratulieren) und schon ist der Spuk vorbei und mein Büro stinkt wie immer penetrant nach ihrem Schweiß.

Frau Borderline/Schlechte Mutter hat ihre Wohnung in Hannover zu Ende November gekündigt, aber bekommt das alles nicht hin mit Chemo und so und delegieren will sie auch nicht und beim Umzug ist ihr schon mal was abhanden gekommen, die Schellackplattensammlung ihres Vaters blabla, jetzt sagt sie Ende Februar.

Der Kollege hat such von einer Kollegin verarschen lassen (die Einigungsbereitschaft angekündigt hatte) und ist umsonst zu eine auswärtigen Gericht gefahren und schlecht drauf. Er macht früh Feierabend.

Mein Onkel wohnt 12 km vom Bahnhof entfernt, er habe mir einen Plan geschickt. Wir kommen jetzt ohne und er holt uns mit dem Auto ab. Treffpunkt in Braunschweig ist eine schwarze Dampflok, wie hier „unterm Schwanz“. Möhren kann man dort kaufen, übernachten können wir auch, aber wir wollen lieber abends tanzen in der Nordstadt.

Ich habe beim Yoga (Partnerübung) der Frau an den Po geklatscht. Das war so ein Reflex, weil der auch so groß war und sie ihn mir entgegengestreckt hat. Als Mann würde ich da jetzt eine Anzeige wegen sexueller Belästigung bekommen. Die Asiatin neben mir habe ich abgelehnt, weil ich dachte, das sollte in Gewichtsklassen eingeteilt werden. Es ging um eine Beinhebeübung, wo man Gewicht des anderen tragen musste und dann um Kopfstandhilfe. Meine ist sehr weiblich gebaut und ich habe sie sehr gelobt. Der Kopfstand sah bei mir viel besser aus als bei der 30 kg Asiatin. Sie war kerzengerade. Ich wundere mich darüber wie unterschiedlich Frauenkörper gebaut sind. Ihr Hintern ist bestimmt mindestens 10 x so groß wie meiner. Neid? Kann sein, aber mehr noch die Verwunderung was da bei ihr drin ist, weil Fett ist das nicht alles (fühlte sich nicht so an) und so viel mehr Muskeln kann die auch nicht haben. Ist es Rosshaar, mit dem der ausgestopft ist (denke ich nach dem Ausflug zu den Rindern, aber das kann es auch nicht sein). Bei Brüsten kann ich mir das besser vorstellen. Ich bin halt hinten flachbrüstig und damit total unattraktiv für manche. Kann ich mit leben, dafür sitzen die Klamotten besser. Wenn ich vorne weniger hätte könnte ich manchen Schmuck, gerade große Ketten besser tragen. Ich nehme es, wie es ist. Unterwegs verteile ich 3 Aufkleber und zu Hause ist essen fertig, Pilze in Sahnesoße mit Chili von Günter. Vielleicht doch der Yoga-Fee Nadine die Fellyogamatte und –tasche schenken. Die mag wenigstens das Fell und die weiße Farbe. Abends denke ich noch mal an Elisabeth, die jetzt zwei Mal hintereinander gesagt hat, was interessiert es sie denn, was sie schon mal gesagt hat. Ist sie Politikerin? Ich bin sprunghaft und die Königin des Umentscheidens. Ich hatte morgens vehement angekündigt Herrn ADHS nicht mehr als 55 zu geben und auf keinen Fall in Vorleistung zu gehen und auf der Quittung steht jetzt 80,- €. Ja, ich entscheide mich auch um, fast so schnell wie Elisabeth. Muss ich den Gutachter noch mal anrufen wegen NOSW. Ich glaube, er hat das nicht geschnallt und das sollte wirklich jeder wissen mit dieser Eselsbrücke, wie ich meine.

Pompeji zuhause

16.09. Traum: Treffe Eva, meine alte Schulfreundin und habe die Idee, stiller Teilhaber ihres Geschäfts zu werden bzw. ermuntere sie sich damit selbständig zu machen. Ich kann ihr Geld geben und glaube an die Idee. Ist irgendeine Mischung aus Unterhaltung und Pflege und das können wir in Bayreuth und Hannover aufziehen. Habe genug Connections zu Leuten aus der Pflege oder die in Frage kommen, die wir einstellen können. War gerade auf dem Friedhof und der sieht aus wie ein Festivalgelände und überall zelten Punks und so. Das ist der neue Trend. (Ob das auch mit der Idee zusammen hängt und wie weiß ich nicht mehr im wachen Zustand). Szenenwechsel: Dann sind wir (Stephan und ich) in einem Designeroutlet mit Claudia. Rundgänge, lauter Aussteller, sogar orthopädische Schuhe gibt es hier und welche die ich weggeworfen habe, die mir Peggy mal geschenkt hat so 70er Jahre mit dickem Absatz und verschiedenen Farben unterteilt, werden nachgenäht. Schließlich bleiben wir an einer Schneiderin hängen, die aussieht wie ein Pinup aus den 40ern wie Dita Von Teese. Claudia sucht was raus für 2000,-. Kann sie sich das leisten, sie verhandelt schon über Preisnachlass bei Barzahlung und holt ihr Portemonnaie und Stephan soll umrechnen, den Dollarkurs. Mehr aus Langeweile fange ich auch an, die Sachen zu probieren. Ein weißes, kurzes Kleid mit Spitze, wie ein Brautkleid, aber asymmetrisch und mit Gags, hier mal was reingehängt und dort hängt was runter und dann eine kurze Hose, die ich verlege bevor ich sie anprobieren konnte. Am besten gefällt mir ein Lederrock aus verschiedenen, wie bei einer Collage stehen ausgeschnittene Namen darauf, Brooklyn und so und ich denke, dass ich dazwischen Baiersbronn lese. Das wäre genial und hinten sind Turnschuhe draufgenäht. Der ist origineller als der Petticoatrock, der mir auch steht (hier geht es um Höhle der Löwen, Fotos vom Familienfest aus dem Schwarzwald und, dass ich mir überlegt habe den Petticoat aus Tüll aus dem Altkleidercontainer mit den Handtuchmotiven zu benähen statt einen normalen Wollrock). Der ist durchsichtig, eben Tüll, aber das könnte lustig sein und dann muss man halt was drunterziehen.

Morgens merke ich, dass ich zu doof bin Binden zu kaufen. Hätte doch einer vom Windhundverein erledigen sollen. Die langen sind ohne Flügel. Für welche Randgruppe gibt es XXL Nachtbinden ohne Flügel? Ich ekele mich richtig vor den Pelzsachen (zu viel totes Tier getragen die letzten Tage und an den Pfoten herumgespielt) und bin sehr bemüht, dass die Stola zusammen mit der Bürste wieder aus meinem Haushalt ausscheiden.

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Ottolenghi Kochbuch, suche mir endlich mein Geburtstagsmenü aus, damit Larissa es mitnehmen kann. Ich entscheide mich für Salat aus geröstetem Blumenkohl mit Haselnüssen, gefüllte Artischocken mit Lammhack und einen Kuchen mit Bockshornklee, der mit Zucker-Rosenwassersirup getränkt wird. Mhhh Spinatsalat mit Datteln, den kann ich heute machen. Perlenkopfschmuck wegen Perlen. Steffi soll ein paar Kreuze machen in das Programmheft. Die muss arbeiten, sagt Stephan. Das „Mio Mio“ macht 3 weitere Läden auf berichtet mir Stephan weiter und das „Shandiz“ hat eine schlechte Kritik bekommen so nach dem Motto: muss man mögen. Steffi, die andere, bedankt sich für den Babyalpakaschal. Das freut mich. Beim Suchen des Gästeschlüssels findet Stephan den Sportschlüssel wieder und bekommt jetzt das Geld wieder was er für den Verlust zahlen musste. Ein niedlicher rosa Melkwagen steht gegenüber aus dem sie den Teer zapfen. Damit sollte man unsere Treppen im Treppenhaus ausgießen meint Stephan. Warum steht da eine Frau am Bauzaun, ach so, Enkel. Stephan meinte, sie hätte den Männern was zu essen vorbei gebracht. Das wäre sehr nett. Nicht immer Flüchtlingen auch an die Männer vom Straßenbau denken.

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Die MDK-Gutachterin ruft an wegen 15 Minuten, die sie vielleicht später kommt. Der Arzt oder Psychologe, der sich um die Einweisung von Frau Stimmen gekümmert hat, ist wie ich gegen Zwangsmaßnahmen und gibt mir die aktuelle Medikation durch, die ich dann der Stationsärztin mitteile, weil sie wollte ihr was anderes geben, was sie dann abgelehnt hat. Frau Perser kommt am Freitag auch zu der Besprechung im Krankenhaus, wie sie mir schreibt. Das finde ich sehr gut. Mein Freund der Arzt aus der Beratungsstelle ist das ganze restliche Jahr über nicht im Dienst. Mein Kollege glänzt mit Abwesenheit. Drückt der sich jetzt vor der Arbeit, weil er Probleme mit seiner Mitarbeiterin hat oder wie ist das? Ich mache einen ersten Kinoplan für Perlen. Die Kurzfilme zum Auftakt haben wir noch nie geguckt. Im Allerweg hat irgendwer die ganze Straße vollgetagt mit Farbe, die lange Farbnasen bildet und die ganze Straße eingesaut hat. Hier sind mehrere Männer am Schrubben auch als ich ab dem Rückweg wieder vorbei komme. Hole Frau Dement bei Heyde ab, man findet sie überall stellt sie fest. Die MDK-Gutachterinnen hält sie für welche vom Pflegedienst nachdem sie 3 Mal gefragt hat und es ihr gesagt wurde. Die Frage nach dem Monat beantwortet sie mit Januar und dann Dezember? Sie ist zufrieden, wenn man sie in Ruhe lässt. Sie kocht nicht, sie geht essen. Sie kann es sich leisten, sie hat immer gut verdient, sie war Drogistin und hat ihre Giftprüfung gemacht. Das will ich auch mal von mir sagen können. Seit 50 Jahren lebt sie in ihrer Wohnung. Die dicke anhängliche Katze wird der Gutachterin zu viel. Sie sei mal von einer gekratzt worden bei einer Begutachtung. Das war nicht lustig und ein Dackel ist ihr mal auf die Tastatur gesprungen und hat alles gelöscht. Vor der Tür sagt die Gutachterin, dass sie sie schon von der Erstbegutachtung kennt und es wohl keine Erhöhung gibt, weil es zu wenig Gefahrensituationen gibt wie Wohnungsbrand, mit der Polizei nach Hause gebracht werden jede Woche usw. Im russischen Laden nebenan zwischen Gurken und Rote Beete finde ich die Datteln, die ich für den Spinatsalat brauche. Sie sind hier deplatziert und das ist ein Zeichen. Putin-T-Shirts gibt es hier auch.

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Dann Algensalat und Garnelen in Dill bei Edeka. Würde ich am liebsten meinen Schwiegereltern andrehen. Mein Wurstsalat von Lidl läuft ab. Hier kann man auch Mittagstisch machen und das ist beliebt. Es gibt Feldsalat als Beilage, aber die Kartoffeln, die alle kreisrund sind wie Tischtennisbälle und im Wasser gelagert werden, stoßen mich ab.

Der Bürohund kläfft wieder alles zusammen. Irgendwann werde ich das Fenster aufmachen und ihn rauswerfen. Kurzes Treffen mit meinen Schwiegereltern beim Steinmetz. Das Gestell meines Schwiegervaters gefällt mir besser als das Steinobjekt was gerade gefertigt wird. Er hat es so gebaut, dass es gedreht werden kann und von unten beleuchtet. Meine Schwiegermutter: Du kennst doch Dieter. Die Tüte mit Fisch bin ich losgeworden, dafür haben wir Krautsalat bekommen. Die kleinen Ballettmäuse gehen zum Unterricht. Einer von ihnen habe ich den Pferdesattel geklaut, d.h. mitgenommen, er lag auf einem Marmorblock und der Steinmetz dachte, es sei was Medizinisches, z.B. eine Schiene für den Finger.

Elisabeth hatte mir noch auf den AB gesprochen, dass sie Weihnachten oder im Advent nach Krelingen will und ich soll ihr ein Doppelzimmer buchen und „bis 15:30, bis später“. Kommt dann um 15 Uhr. Ich sage, das sei nicht 15:30. Wir geraten aneinander. Sie wird aggro, will gehen, wenn sie nicht erwünscht ist, knallt die Tür und der Griff fällt ab und ich kann nicht raus aus meinem Zimmer, merke ich, als ich was faxen will. Rufe Kollegen an und er missversteht das und denkt, er soll für mich die Tür zum Büro aufmachen für einen Mandanten, weil ich aus meinem Zimmer nicht rauskomme. Ich sage: kannst Du mal bitte meine Tür aufmachen, weil hier ist wieder was abgefallen und ich komme nicht aus dem Zimmer. Im Nachhinein betrachtet ist das auch missverständlich, weil das Wort „eingesperrt“ nicht auftaucht in dem Text. Ich warte und versuche geduldig zu sein und dann hämmere ich gegen die Tür. Er sei auch genervt, macht den Griff wieder ran und gibt mir einen gebogenen Schlüssel dafür. Auch wenn sie nur eine Minute drin war muss ich wieder lüften

„Hier riecht es gut“, stellt sie fest. Welche Stimmen fragt das, die aus meinem Telefon kommt. Wer hört mit? Ist der Lautsprecher an? Soldatinnen haben nur noch 30 % Schutzschild. Das Herz wird angegriffen, weil das ist die Stelle, die Mitgefühl mit dem Feind zeigt, dass sie die nicht vernichten kann. Dann, wo wurde ich geboren? In Hannover. Die Geburtsstadt der Soldatin muss zerstört werden. Schwarzes Leichenauto. Beerdigung, Familie des Mannes hat rote Blumen, die der Frau weiße, sie kommt durch den Hintereingang, eine Frau am Rollator sieht ganz normal aus (sie stellt es nach mit einer buckelige Körperhaltung). „Damit meinten wir Geschenke verpacken mit Tuten und Blasen“. Zwangsehe mit der Vermieterin. Die Vermieterin will eine mit blonden Haaren und dicken Titten. Wer will ihre Zeugnisse verwenden um sich zu bewerben? Ich habe die Zeugnisse. Manchmal denkt sie, ich sei nicht die kleine russische Anastasia, sondern das Kind, was Boris Becker im Schuppen gemacht hat, das rothaarige. Ein weißes und ein schwarzes Auto, was jeweils von den Religionen gefahren wird (die Christen das eine und die Moslems das andere) und sie jagen damit das rote Auto, wo der Teufel drin sitzt. Jesus war mit Maria zusammen. Jetzt muss ich widersprechen und denke, sie muss doch nach Krelingen zur Bibelkunde. Jetzt geht es wieder um die Pharaonen. Jeder von denen hat eine Pyramide. Cleopatra war mit Tutenchamun zusammen. Manche nannten sie Hure, manchen nannten sie Engel (den Text kenne ich schon). Spreche sie auf den Gaszählerstand an, den sie abfotografieren sollte. Jetzt überrascht sie mich wirklich indem sie sagt, der Film sei noch nicht voll und zieht eine Einwegkamera aus der Tasche. Da sind alle möglichen Motive drauf, auch Nacktaufnahmen und könnte sie nehmen und den Film rausmachen und entwickeln lassen. Ich kenne mich mit so was nicht aus. Das soll sie machen. Infrarotgeräte mit denen sie die Wärme der Körper erkennen können. Killer sind unterschiedlich, mache greifen an, wenn das Blut kocht und manche wenn es abgekühlt ist. Warum wird das Warmwasser abgestellt? Das hätte ich gerade gesagt. Immer wieder schaut sie mich auch wütend an. Sie hört Stimmen und führt Selbstgespräche auf dem Klo. Das wird immer krasser mit ihr. Nächste Woche kommt der Gutachter. Das wird erst spannend.

Meine geistig Behinderte will 100,- € extra. Als ich ablehne und sage, das sei zur Zeit nicht drin ist sie sauer. Sie bekommt 200,- € Taschengeld alle 2 Wochen und das ging Freitag raus und müsste gestern oder so eingegangen sein und dann gleich wieder 100,- € haben wollen? Sie hat das Geld was angespart wurde schon auf den Kopf gehauen. Manchmal muss ich auch nein sagen.

Telefonat mit meiner Tante, die sehr kurzatmig ist. Ich schaue nebenbei die Lidl-Angebote der Woche durch. Das anthroposophische Haus gegenüber mit den schönen Pflanzen bringt ihr manchmal Essen und da isst sie dann 3 Mal davon, macht aber leider keine Kurzzeitpflege. Sie muss Zeit überbrücken bis zur Reha. Die Beihilfe hat 3 Wochen genehmigt und sie will vielleicht eine weitere privat zahlen. „Und wer kauft ein“ frage ich. Nur sporadisch, die Nachbarin oder Putzfrau und ihr geht nach und nach alles aus, das Papier und die Stifte sind leer geschrieben vom Tagebuch schreiben. So würde es mir vermutlich auch gehen, wenn ich das Medium nutzen würde. Der TCM Arzt hat gesagt, ein schwaches Herz verlangt nach Routine, Gleichmäßigkeit der Abläufe, Ruhe und Langsamkeit. Das sei eine Umgewöhnung und jenseits ihres Charakters, der spontan und chaotisch ist. Ich kann das nachfühlen. Im Krankenhaus war sie im Schlaf laut und die anderen haben sich beschwert. Sie wusste es nicht, weil sie ja immer alleine schläft und hat versprochen, dass es nicht wieder vorkommt. Als es dann noch mal passierte dachte sie an Psychiatrie, hat aber stattdessen ein Sauerstoffgerät bekommen. Die gibt es auch für Zuhause wende ich ein. Sie ist sehr erfreut über die Annäherung zu meinen Eltern, „über 80 musste sie werden“. Beim Haus am Stalten im Schwarzwald trifft sich die europäische Intellektuellenelite, wenn man meiner Tante glauben darf. So interessante Leute findet man sonst nirgends. Sie hat tolle Erinnerungen an Venedig und war da mal mit meiner Oma, die Venedig sehen wollte bevor sie stirbt. Man dachte damals, Venedig würde untergehen und man würde es nicht mehr so lange zum Besuchen haben. Sie gratuliert zu unseren Reisen und Unternehmungen. „Was hat Stephan eigentlich für Hobbys?“. Der Katzenwunderbrief scheint noch nicht angekommen zu sein.

Dietrich sagte, wie toll Basteln sei und dass er sich wieder seinen Hobbys widmen jetzt wo er weiß, dass er nicht bald abtritt und welche Uhr wieder funktioniert und welche leiser ist. Er hat sich seinen Drahtknipser für über 100,- € gekauft (Mama war sauer), der auch gehärtet Draht schneiden kann. Das komme alles in die Tonne, nein, beim Werkzeug lasse ich mir das gerne mal zeigen an Weihnachten was hier besonders zu empfehlen ist. Stephan fragt abends, ob ich es auf Spiegel online gelesen habe über den 14-Jährigen, der in den USA verhaftet wurde, weil er eine Uhr gebastelt hat. Uhren basteln ist gefährlich.

Wir machen Yoga mit Hilfsmitteln und die Decke sei nicht zum Kuscheln. Löcher reinschneiden und Bank überfallen denke ich und sage: zum reinheulen oder was. Sonnengruß mit Block zwischen den Beinen, dann Gurt um die Arme, schaut aus wie Psychiatrie meint eine Teilnehmerin, ja, vor allem die weißen. Was ist noch wichtig beim Sonnengruß fragt die Lehrerin. Ich mache den Gurt um den Kopf. Knie beugen bedeutet Ego beugen sagt die Lehrerin und wir machen eine Decke unter den Rücken, damit wir das gestreckte Bein nicht wie bekloppt zu uns ziehen können, sondern es eine natürliche Grenze gibt und die sollen wir respektieren lernen. Manchen glaube, wenn sie sehr beweglich seien, dann seien sie bessere Menschen oder bessere Yogis oder kommen in ein Yogamagazin. Da würde ich lieber zu Andy in die Factory oder eine Pyjama-Fotoshooting mit Bill Murray machen. Ich muss viel lachen im Unterricht. Ich mag den Mann der da mitmacht, der erinnert an Weezer und amerikanische Highschool, eher der Nerd mit Brille. „I got 2 tickets to iron maiden, baby“. Bin eher wie Victoria und mag kaputte Typen. So Spießer liegen mir gar nicht. Mein gehäkeltes Dreieckstuch habe ich jetzt immer dabei als Kuscheltuch wie Linus. Die Fleecedecken mochte ich noch nie und es macht mir gute Laune. Habe Lippen zum Küssen. Ich bin fies zu Marco, es wäre leicht den als Fan zu gewinnen. Vielleicht sollte ich ihn überraschen und ihn mal küssen statt Scheiße zu behandeln und zu ignorieren. In erster Linie denke ich beim Küssen an meinen Mann und wie froh ich bin, dass wir uns verstehen. Werde ich mehr geliebt als Madonna? Ich kann mich jedenfalls so glücklich schätzen.

Nach Hause fahren im Regen. Die Ästhetik der Regenschirme ohne Stoff (gesehen beim Standard Vienna Fashion Week) verstehe ich. In Wien scheint es noch Hochsommer zu sein mit um die 30 ° und hier nur Herbst und Regenstürme. Sprengelmuseum hat übermorgen Eröffnung. Wandwissenschaft im Flur. Was mache ich mit der Butter beim Rezept? Habe nur Zutaten aufgeschrieben aber nicht was man wie damit machen soll. Praktisch, dass es Internet gibt. Der Spinatsalat mit Datteln und geröstetem Brot und Mandeln ist super einfach und köstlich. Stephan sagt, diese Ottolenghi Rezepte schmecken zuhause besser als in seinen Läden in London. Das sei wohl so. Ich suche weitere Fotos zum Verschicken aus. Auch Brigitte soll welche bekommen und Georgus oder ist es zu egoman, wenn man Fotos von sich verschickt? Ich bin verunsichert. Ich rate meinem Vater auch, von meiner Schwieger- und Namensfamilie zu lernen und einfach mehr die Klappe zu halten oder zu lügen. Das ist viel einfacher. Für uns ist das wie Igel schlucken und Stephan sagt, das sei keine Zensur, wenn man auf andere Rücksicht nimmt und die nicht beleidigt. Doch das ist Zensur, wenn man seine wahre Meinung nicht sagen darf und damit hintern den Berg hält nur damit man andere nicht verletzt. Soll ich Stefanie die GU-Collage mit Wolle als Stileben schicken oder kann sie damit nichts anfangen und ich behalte sie lieber selber. Ich schreibe meinem Kollegen und biete ihm Kaffee an und entschuldige mich für meine Aggression. Das mit dem Kaffee trinken Morgen wird wohl nichts, er hat sich ab 15 ausgetragen und für Freitag auch. Wichtiger noch als über meine sexuellen Phantasien mit meinem Mann zu sprechen ist in meinem Fall über meine Essenegelüste und Reisesehnsuchten zu sprechen. Beim Durchschauen der Fotos habe ich heimlich Lust nach Lausanne zu fahren zur Hochzeitsreise. Wenn wieder dieses Lichterfest ist, was aber nicht der Fall zu sein scheint. Ich würde gerne genau das Appartement wieder mieten. Ich habe so traumhaft da geschlafen und die Katze war toll und der Typ und die Stadt, das Art Brut, das Lichterfest, das Essen. Leider Schweiz, teuer und wäre Wiederholung von letztem Jahr. Das spricht dagegen.

17.09. Traum: Nachts auf dem Klo denke ich an den Traum den ich gerade hatte. Alles wird überschrieben. Morgens weiß ich nur die letzte Sequenz: Spiel zum Zusammenbauen, ein Spielbrett und lauter Tiere, unterschiedliche Größe, auch ganz winzige in Extraschachteln, die man aus Plastikhalterungen befreien muss, gerne Paare wie bei Noah, Polizeifahrräder, aber als Dreirad, altmodisch-futuristisch, eine Klappwand auf der Menschen am Strand liegen, kann man aufstellen, eine Hochhausklappwand (ich kommentiere das mit: ich habe eine Stadt gebaut) eine Phantasiebaum mit Innenleben, steht der gerade oder wackelt er, weil nur 2 Ecken haben unten ein Steckstück darunter gebaut. Ist wie Lego. Wenn der dunkelhäutige Mann mit der Asiatin (jeweils sind die Namen der Spielfiguren genannt) Kinder macht kommen dabei heraus und es folgen die Namen der Kinder (auch als Spielfiguren). Es soll die Spielanleitung sein. Ich suche die Frau/Spielfigur dazu während ich das lese. Dieses Spiel scheint kompliziert zu sein und ergibt sich nicht von alleine. Wer kann uns das erklären? Wenn alle Stricke reißen kann ich mit den Figuren basteln.

Schaue mir den Uhrenbauer bei Spiegel online an. Das sieht wirklich aus wie eine Bombe. Die Lehrer gehören verhaftet, die die Polizei auf ihren Schüler hetzen statt sich hinten ihn zu stellen. Mein Paps baut auch Uhren, die anders ausschauen als ein texanischer High School Lehrer sich eine Uhr vorstellt. Wir bekommen heute die Knochenlampe, wenn alles gut geht. Um Viertel vor 8 Trampolin hüpfen will ich trotzdem nicht, auch wenn es die nette Trainerin macht. Mein Betreuter, Herr Auge, soll zur Polizei und es geht nicht klar hervor, ob als Zeuge oder als was.

Die Treppenhausbemalung geht bis nach unten (Stephan hatte mir das am Vorabend gesagt und ich sehe es jetzt beim Gehen) und sieht fast kitschig aus. Das hatte ich am Vorabend übersehen und nur die Stelle bemerkt, die wissenschaftlich präpariert ist, Kästen aus Gaffa auf denen ein Mittel einwirken soll und da ist nichts zu sehen und ich sagte zu Stephan, wenn das Ergebnis so ist, dann können wir die Aktion gleich abbrechen. Heute sehe ich Steffi, die an der Pompeji-Stelle zugange ist. Fehlen nur die Penisse.

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Eckhard ist jetzt immer im Kurpark, jeden Morgen seit das Kind mit dem grauen Fell, die explodierte Wurst, zu ihm gewechselt ist. Ich fahre heute mal an der Glocksee entlang. Die Wohnungen an der Hautklinik haben einen traumhaften Blick und sind fast fertig. Der Gärtner arbeitet schon und auf etlichen sind erhebliche Balkonpflanzen und Bestuhlung zu sehen. Mal eine andere Strecke fahren und Neues sehen, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind, einen ganz kurzen Handlauf aus Holz am Eingang eines Haus, dafür brauche ich einen Hund, d.h. das mache ich ohne nicht. Im Dunkelberggang ist eine Futtermittelausgabestelle neben der Tafel für Menschen. Das wäre auch ein schönes Motiv geworden. Suki trägt das neue Halsband in Schlamm. Ich hätte eisenhart eines in Rosaschlangenlederoptik genommen, total tussig und kitschig. Seinen Pokal habe ich längst im Büro platziert.

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Der Kollege bekommt eine Kostprobe der Mera Luna Fotos und soll sich bei mir melden, wenn er noch mehr will. Rufe Mama an, dass sie sich mal den Uhrenbauer anschauen sollen, der jetzt ins Weiße Haus eingeladen ist. Sie hat letztes Mal gesagt, 2014 war das letzte Mal Kalifornien und will sich daran halten. Das finde ich krass konsequent. Paps verträgt keinen Alkohol mehr und kann dann nicht schlafen. Der Nachbar war da. Es geht um Abschied von Dingen und Gewohnheiten. Manche könnte ich nicht lasen und würde erst damit aufhören wenn ich tot bin, dazu zählen wohl bestimmte Reiseziele. Dietrich ist neidisch auf unsere Reisen z.B. nach NY und will am liebsten mit „wie ein Hündchen“. Sie sagt, lass die doch ihr Leben leben, die sind mitten drin. Ich finde ihn süß.

Ich schreibe zur Zeit gerne mit Bleistift, weil meine Schrift dann etwas leserlicher ist und nehme dazu den Werbebleistift von Paps Firma. Ich habe aus der Stunde Null noch Mienen und kann nachladen. Für mich ein neues Erlebnis.

Der nette Mann aus Linden mit zwei Beratungsscheinen, den ich zuerst abwimmeln wollte und zu Kollegen schicken. Er muss als Zeuge im Strafverfahren aussagen gegen seinen Nachbarn, der mit einer Hantel seine Tür eingeschlagen hat, was er aber selber nicht beobachtet hat. Dann wird er nicht so nützlich sein, aber er muss trotzdem hin. Da war er schon mal und die Verhandlung ist ausgefallen. Erkläre ihm, warum und wie das in etwa ablaufen wird. Dann war er sparsam mit Heizkosten. Er trennt Müll, Glas, Papier, Plastik usw. und war schon in diversen Stadtteilzeitungen, mit Foto weil er Müll einsammelt mit dem Greifer, Deisterkreisel usw. Das sparsam sein, wird nicht belohnt, d.h. eine Nachzahlung schuldet er dem Amt, was die Heizkosten eingezahlt hat. Das ist so, aber es ist vielleicht trotzdem eine gute Entscheidung. Das habe ihm das Sozialgericht auch so geschrieben. Nach 5 Minuten ist die Beratung beendet. Dafür muss er keine 15,- € pro Schein zahlen, erstaunlich, dass er 2 Scheine dafür bekommen hat. Ich verabschiede mich.

Ich spreche das erste Mal seit langer Zeit mit der Kollegin, sie spricht mich an wegen der Banane und wie die gegossen werden muss.

Mein schwitzender Betreuter, der so scharf auf das Bargeld der Erstausstattung ist, bekommt erst mal 500,- € und Verpflichtungsscheine. Die kann er sich gleich abholen. Zug um Zug. Muss ihm erklären, wie das laufen wird, dass er dafür einkaufen soll und den Verbrauch nachweisen und dann gibt es neues Geld. Ich hatte abends mit Stephan darüber gesprochen, dass da meines Erachtens ein Suchtdruck dahinter sei und er meinte, man merkt, dass der Typ Alkoholiker ist, weil er jeden Tag zu netto einkaufen geht und das ganz oft genau dieselben Beträge sind.

Der kleine Herr Borderline kommt Montag mit der neuen Wohnbetreuung. Ist jetzt Mann mit Auto, haben vorher immer Frauen gemacht.

Frau Srilanka sagt das dritte oder vierte Mal ab. Sie hat dicke Beine und darf keine Treppen steigen und muss vielleicht ins Krankenhaus. Ich kann auch zu ihr kommen, sie soll erst mal wieder auf die Beine kommen. Sie meldet sich nächste Woche. Dann ruft der Bruder an, dass sie die Karte wieder genommen hätte und das Konto leergeräumt. Stephan sagt auch, die hat dicke Beine vom Einkaufen. Sie ruft noch mal an und will wieder was einzahlen und will nächste Woche für mich kochen, wenn ich sie besuchen kommen. Garnelen und Reis gibt es Mittwoch.

Ich werde heute die Verwandte zurück rufen wegen Erbschein. Hatte ich gestern auf dem AB und war genervt, dass ich hier die Telefonauskunft für alle bin. Ich bin heute überhaupt besser drauf als gestern. Die erreiche ich nicht dafür schneit eine Betreute ohne Termin rein, die diese Monat zu wenig Geld bekommen hat. Dieses Jobcenter. Noch eine Mail an das Beschwerdemanagement. Muss ich wieder das Sozialgericht bemühen. Das ist anstrengend und bringt nur bedingt Erfolg aber ohne bewegen die sich scheinbar nicht.

Millionen Jahreseinkommen für einen Mode-Blog. Ich würde mich schämen. Ganz ehrlich. Ich finde man sollte nur für echte Arbeit bezahlt werden und so was ist pervers und nein, ich bin nicht neidisch. Mein Konto ist ausreichend gefüllt. Ich kann so was nicht nachvollziehen. Zu protestantisch. Hatte gestern die Diskussion um das Thema welches Stundenhonorar man ansetzt bei welchen Qualifikationen, was vertretbar ist und wann es obszön wird.

Ich schreibe ohne Brille und mit Autokorrektur Textnotizen in mein Handy: „Brot nimmt gleich die Frau, die da ist“ kommt dabei heraus. Irgendwie machen die meist Prosa, diese Autokorrekturprogramme.

Frau Stimme hatte einen befristeten Arbeitsvertrag, der nicht regulär gekündigt werden konnte. Ich habe den Arbeitgeber angeschrieben und nach der Berechtigung der Beendigung gefragt. Meine wäre nicht mehr erschienen. Sie erzählt es anders, dass ihr gekündigt worden sei. Es gibt jedenfalls nur eine Bestätigung einer angeblichen Kündigung von Frau Stimmen, die aber nicht vorliegt. Wenn nicht schriftlich, dann unwirksam sage ich der Frau aus der Buchhaltung. Jetzt versuchen sie mich penetrant telefonisch zu erreichen und ich rufe nicht zurück oder sage, ich hätte mich verwählt, erwarte schriftliche Stellungnahme und werde das einfach vor dem Arbeitsgericht einklagen falls erforderlich.

Stephan findet die Zahlen im Bescheid. Günter will heiraten. Ich wusste es schon länger und habe dicht gehalten. Meine Jacke heute ist auch aus Fleece und eklig, aber ich fand sie so schräg, dass ich sie damals in Wien kaufen musste bei den Modedesignerinnen mit Sinti- und Roma Optik, die erkannt haben, dass ich für sie modeln könnte. Suki bekommt sein Futter jetzt aus dem Pokal, wenn er einen größeren gewinnt, dann mehr. Er heißt jetzt bei mir elf. Stephan meint, er habe das nur gemacht um die Quoten in die Höhe zu treiben.

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Wir fahren ins Rossi und essen Quiche. Meine Tante hat angerufen und die Katze ist angekommen, ob sie den Umschlag in einen größeren stecken und uns schicken soll hat sie Stephan gefragt. Sie hat Reis und Nudeln und die von dem Essensbringdienst haben zu wenig Geschirr, nur einen Satz und den würde ein anderer Mann bekommen. Sie hat eine Tupper hingegeben und hofft auf Soße. Suki schlüpft aus dem neuen Halsband, weil das Rudel sich trennt und ich habe die Leine und das leere Halfter. Zum Glück hat Frauchen es nicht noch eine Nummer größer gekauft.

Gabis Praktikant hat vorher im Biergarten gespült. Ich hatte verstanden, dass er samstags zum Spielen kommt. Es gibt eine Lampionblume als Interimslösung.

Gerd bestätigt den Termin. Herr Tai-Chi ist noch im Siloah und hat wohl Morgen Magen-Darm-Spiegelung. Die Widerspruchsfrist wegen Schwerbehinderung und Merkzeichen „G“ für die Kanadierin, den ich Montag eingetragen habe, kann ich auch rauslöschen. Jetzt ist sie 100 % Merkzeichen „T“ wie tot. 3 Tage Paartherapie im Wendland. Sein bester Freund ist verschwunden und soll vorher seine Freundin attackiert und verletzt haben, Blutflecke im Schrebergarten. Mein Kollege hält das vermeintliche Opfer eher für den Täter.

Früh nach Hause, bin verabredet. Das Treppenhaus riecht nach Lösungsmitteln, nicht dass der Hund high wird. Gerd schenkt mir eine Tüte Schmuck mit sehr guten Modeschmuckketten dabei. Eine mache ich mit gleich um. Den „I love Elvis“ Anstecker Herz und dieser Folie, die 3-S oder Bewegung simuliert soll er bitte Marc schenken. Das passt gut und schöne Grüße von mir. Gerd will bei auftretendem Reichtum dem Jugendzentrum was spenden. Zitrusfrüchte verdünnen das Blut, Marcumar ist Rattengift. Die Knochenlampe hängt, aber mit der Elektrik stimmt was nicht. Könnte mich weder aufregen. Bin ab 17 Uhr zuhause, habe aber kalte Füße und gehe nicht mit Stephan und Jan essen, obwohl ich gerne würde. Ich mache Spinat mit Ziegenkäsesoße, Spiegelei und Parmesan.

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Sie haben einen lustigen Abend mit einem alten Bekannten von Stephan im Ihmezentrum, der ihnen seine Wohnung zeigt bei einem Wolkenbruch, die er seit 3,5 Jahren umbaut mit verstellbarem Bett. Die Klingel löst ein Windspiel aus, farbiges Licht im Waschbecken, eine Katze ist mal vom Balkon gefallen. Er hat sein Badezimmer offen an die eine Seite des Schlafzimmers gebaut, die Dusche ist nur durch ein Glas vom Zimmer getrennt. Er ist leicht Messie und hat die Figur von Dirk Bach und überall in den Ecken stehen Fitnessgeräte, die aber offenbar nicht zum Einsatz kommen. Den Typen treffen wir ca. alle 10 Jahre mal auf der Limmerstraße. Dass er sich was im Ihmezentrum gekauft hat, das wusste ich. Es war wohl sehr schräg. Ich schaue noch etwas Biennale Collaterals, schon mal vorsortieren. Die Commerzbank Werbung mit dem nicht Produkte andrehen um Provision zu kassieren, sondern nach Kundenzufriedenheit bezahlt werden. Gerade die haben es nötig. Das ist wie die Theorie, dass die Männer, die am lautesten „Schwanz ab“ rufen bei Kindermissbrauch, selber als Täter in Frage kommen.

18.09. Ziehe nachts um als Stephan ins Bett kommt in ein unbezogenes Gästebett und träume toll, aber weiß es leider nicht mehr. Ging richtig um reale Personen aus der Verwandtschaft. Stephan sollte kontrollieren ob gespült ist, bevor er die Handwerkerinnen morgens ins Klo lässt. Peinlich!

Der filigrane Salatkopf auf meinem Hütchen ist aus Fimo und von Andrea. Sie hat damals auch eine Pizza gemacht, zu Zeiten unseres Klubs. Das ganze Straßenbahnabteil ist leer, d.h. wenn nur eine Person darin ist, dann sitzt sie garantiert auf dem Klappsitz und blockiert die Abstellmöglichkeit für Fahrräder. Friederikenstift hat Tag der offenen Tür, OP-Bereich besichtigen und Rettungswagen und -hubschrauber von innen und die junge Oper feiert am Ballhof, das verrät mir das Fahrgastfernsehen und irgendwie ist das Ihmezentrum heute irgendwie beleuchtet. Außerdem ist Flashdance mit den Hits der 90er auf zwei Dancefloors am Raschplatz. Steffi hatte uns beim Hunderennen darauf angesprochen, aber das kommt schon mal nicht in Frage.

Stationsärztin ist nicht da, sie hat Spätschicht. Ich rege mich auf, weil ich zwei Mal mit ihr telefoniert habe und Frau Perser dazu bestellt und das ist unprofessionell, muss ich den Ärzten auch hinterher telefonieren? Da sind meine Betreuten noch besser. Frau Stimmen will den Arbeitgeber nicht vor den Kadi ziehen. Ich sage, dass sie im Recht wäre, aber sie will nicht. Auch gut, ich zwinge sie nicht. Mir ist es sogar sympathisch auf Sachen auch zu verzichten und nicht Prozesshansel zu sein, auch wenn man im Recht ist. Sie macht einen Teddybär in der Ergo. Netter pakistanischer (?) Arzt mit guter Ausstrahlung springt ein. Das bisherige Medikament hat nicht gewirkt und war zu schwach. Die Betreute ist geschmeidig und wir lachen viel. Als ich das letzte Mal hier war gab es noch Zimmerpflanzen auf den Fensterbänken. Die Mitpatienten schauen groß und ungläubig wenn ich komme. Ich manipuliere auch an denen rum, großes Gelächter. Auch Frau Stimmen kann darüber lachen. Sie soll sich mal die neue Station 14 anschauen im Hagenhof. Das ist mit oben und Blick, aber die haben hier bestimmt einen Fahrstuhl, die sind ja Krankenhaus. Sie sagt, die haben Tiere, die man versorgen muss. Ich: ja, Gorillas füttern, nein das ist die Geriatrie, haha. Sie verwechselt das mit Haus im Park, die haben eine Vogelvolliere vor der Tür. Das mit dem Geld organisieren wir auch selber, auch hier ist die Klinik Region Hannover kompliziert und chaotisch und haben ein Konto für alle Kliniken für Patiententaschengeld und bis die das dann zugeordnet haben. Quittungsblock haben sie doch nicht, o.k. dann normales Papier oder Zewa oder Verbandsmaterial. Ich sage, dass ich hier auch noch mal weggesperrt werde und Frau Perser sagt, das ich die verunsichere.

Der Vorarbeiter unterrichtet die Mitarbeiterinnen, dass sie im Fairkaufhaus heute Badeschlappen annehmen für Flüchtlinge. Da war zur Abgabe aufgerufen worden in der Haz, eigentlich sollte das in Laatzen sein, aber sie hier nehmen sie auch an und shutteln sie rüber. Ich kaufe spitze braune Schuhe, ein neues Portemonnaie, hochglanz Schlangenlederoptik (damit habe ich es wohl zur Zeit) für 2,- €, viele Wollreste, eine ganze Tüte voll und ein kariertes Baumwolltuch. Ganz tolles 70er Jahre Kostüm, braune Wolle unten und Seide in Orangetönen, Blüten die obere Hälfte des Kleides ohne Ärmel und der Kragen der Jacke, die sonst auch Wolle und braun ist. Großartig, aber Größe 38.

Herr Ihme ist nach der Zahn-OP offenbar von der Bildfläche verschwunden. Dafür hat das P-Monster Sperrmüll erledigt. Telefon und Fax gehen nicht. Mein Handy habe ich zuhause gelassen und gehe zum Kollegen ins Büro zum Telefonieren und sehe die unbenutzten Pipilotti-Karten, die ich ihm geschenkt habe. Das ärgert mich und ich tippe er wird sie verfallen lassen. So ohne Technik schränkt die Arbeit doch ziemlich ein. Der Stapel für Montag wächst. Will meine dritte Welt Tasche von der Schneider abholen, aber die hat schon um 15 Uhr zu gemacht. Langsam finde ich ihn richtig scheiße, diesen technischen Dornröschenschlaf. Auf den Tanzkurs im Studio habe ich auch keine Lust sonst könnte ich früher gehen. Ich finde es lustig, wie die neue Gracelehrerin allen Neuen erklärt, dass die Handschuhe regelmäßig gewaschen werden und das hygienischer ist, weil man die Bänder nicht waschen kann und meine roten Lederhandschuhe so langsam schwarz werden.

Treffe Stephan am Ballhof. „Busfahrt mit Kuhn“. Der NP-Berichterstatter mit der älteren Tochter. Neben dem Ballhof ist jetzt eine Bierbar. Eine Mitarbeiterin hat einen alten Jack Russel, der offenbar mit darf zur Arbeit (er fiel uns neulich schon auf). Manchmal ist er zwischen Glastüren gesperrt und wartet aufmerksam. Jugendliche Energie auf der Bühne, da kommt kein Berufsmusiker mit, auch guter Einsatz des Bühnenbildes, Autofahren, Autounfall, Festival Zelten, Schützenplatz Blasmusik im Zelt, der Jugendliche mit der Trompete liegt auf dem Rücken im kleinen Zelt. Die sind begabt und können neben dem energetischen schauspielern, auch Cello spielen und Opernarien schmettern. Carlotta R. wäre schon zu alt. Die Darsteller sind in einem Alter, in dem die Jungs noch kleiner sind als die Mädchen. Auch in der Jugend ist die Zeit und das älter werden grausam, vielleicht noch grausamer, weil es schneller geht. Es gibt diesen einen legendären Sommer mit dem sich alle nachfolgenden Sommer messen müssen. Jugendthemen, leichte Kost. Da war Heiner Müller schon gehaltvoller und mehr für Erwachsene. Um uns herum die Eltern, die vor Begeisterung aus dem Häuschen sind und zu unseren Punkrock Hymen der 90er rhythmisch klatschen und einem dabei alles kaputt machen, wie Stephan immer sagt. Uns fehlt ein Kind, was mitspielt, dann würden wir es auch richtig geil finden. Nach dem Stück wieder ein Spendenaufruf. Die Premierenkarten gehen ins Geld mit diesen Klingelbeuteln. Diesmal für Köche aus der Korn, die zur serbischen Grenze wollen und da die Wartenden bekochen. Eigentlich sympathisch.

Das Ihmezentrum wird mit Lichtkunst inszeniert und es harren 100te auf der Wiese aus. Wir kommen genau richtig, weil die Ansprachen sind ohne Esprit und gehen mit einem Danke an die Beteiligten zu Ende. Mit einem riesigen Laserpointer Lichtstrahl werden die graphischen Formen nachgezeichnet und durch Verschiebung der Linien in Bewegung gesetzt, dass es ausschaut, als wäre ein Erdbeben oder man hätte interessante Drogen genommen, optischer Täuschung tanzendes Gebäude. Das ist cool. Danach darf jeder malen am Rechner und das wird auf die Häuserfassade übertragen und es fängt an mit X und 0 in die Fenster setzen. Hoffentlich kommt da noch einer, der mehr Ideen hat.

Ihmevision 18.09.15

Wieder krasser Wolkenbruch, alle retten sich irgendwo hin, gerne ins Ihmezentrum. Noch mal in die schräge Wohnung, damit ich das auch alles sehen kann. Stephan hat es mir so gut beschrieben. In die Weinbar. Flammkuchen gibt es nicht, aber Wein und Käse. Irgendwie endet der Abend in Streit, Thema weiß ich nicht mehr. Leben ist Schule, Beziehung ist Universität sage ich nur. Die feuchten Klamotten haben bei der Laune nicht geholfen.

Herr Tai-Chi hat mir geschrieben: „stimmt man kriegts nicht mit. Wieder ohne nennenswerten Befund, nur ne gutartige Zyste im Darm, die sofort entfernt wurde. Die Herzkammer läuft aber langsam wieder voll –  der Grund dafür ist immer noch unklar. Am Montag ist eine erneute Punktion angesetzt – diesmal von der Seite. Bin ab Nachmittag besuchbar falls Sie vorbeikommen wollen“. Damit ist Montag gemeint. Claudia schreibt weil ein unliebsamer Ex in Hamburg auftaucht und schickt ein Beweisfoto. Ich mache ein heißes Vollbad um nicht krank zu werden.

19.09. Es ist zehn vor 8, Häkelzeit sage ich, schlafe noch mal ein. Mit Marc und Jasmin in der Ferienwohnung. Was machen wir heute mit dem restlichen Tag nach dem Auschecken? Marc oder Jasmin suchen Seen in der Nähe aus und Jasmin, die schon angezogen ist frage ich, ob sie einen Badeanzug darunter hat und ja, den sieht man sogar, weil das Kleid Ausschnitte hat. Gute Idee. Ich bin dafür, dass Jasmin entscheiden darf was wir heute machen und werde ihr helfen das durchzusetzen. Wir müssen in ca. 1 Std. räumen, helfe mit in der Küche, die ganzen Sekt- und Weingläser liegen im Abfall, sind aber alle heile. Aus dem Boden zwischen Waschmaschine und Schrank in einem Gang steht ein Glas mit nicht ganz durchsichtiger Flüssigkeit, das steht da schon die ganze Zeit. Ist das was gegen Insekten oder sollen wir das wegschütten. ich rieche daran. In Sachen Küche und Aufräumen bin ich kein Anführer und brauche Meinungen von anderen. Wie Frau Stimmen neulich zu mir sagte, sie findet es gut, dass die Erwachsenen auf uns aufpassen. Die andere Frau in der Küche ist viel schneller, ich packe dann mal. Unsere Sachen aus den Schränken holen und schauen, was uns nicht gehört, eine Sammlung kleiner Taschentücher mit Tiermotiven, die auf Bügel hängen und die gab es für irgendeine Mitgliedschaft wie Pfadfinder und sie sind voll retro. Ich schaue sie mir an und hänge sie zurück. Ich mag sie, aber klauen kommt nicht in Frage. Unten Zehprothesen, d.h. Überzieher hautfarben und viele Polster für einen Zeh und davon 5 nebeneinander. Da hat die italienische Mama wohl orthopädische Probleme mit, gibt es auch in Italien. Dann Aufsteckköpfe für eine elektrische Zahnbürste in der Verpackung, wohl für Kinder mit den Ninja Turtles und wie dem alten Mann aus Futurama mit nur einer Borste vor, wie für Zahnzwischenräume, besonders gründlich denke ich dann. Hat ein anderer Mieter hier gelassen für Nachfolger. Im Nebenschrank kann man unten ein Bett mit einem verrückten Muster und ganz schmal und klein ausziehen. Als ich dieses Einbaumöbel zeigen will sagt einer den offiziellen Namen dafür und man sieht einen großen Brandfleck auf der Matratze, durch den Stoff und man sieht die Füllung mit dunklem Rand. Da wurde wohl noch im Bett geraucht. Ich habe jetzt am Freitag frei und da ist Claudia bei meinen Eltern zu Besuch. Da könnte ich auch hinfahren, aber das ist nicht in Hamburg, sondern weiter weg in Bayreuth eben, aber lustig wäre es schon und alle würden sich freuen und was für ein Zufall. (Dieser Teil des Traums spielt auf das nicht funktionierende Telefon im Büro an, dass ich da eigentlich frei machen kann, weil ich ja nicht arbeiten kann in dem Zustand. Da bin ich mir ganz sicher). Es ist 2 Stunden später und das hat mal gut getan. Tanzkurs und eine sehr junge, gut aussehende Blondine fordert Biagio auf mit ihr zu tanzen, aber aufreizend und er schaut so komisch. Turned sie ihn an oder ist er verunsichert, weil das so mit großer Geste vor Publikum?

Morgens gleich 1,5 Std. Häkelvideo. Das neue Lochmuster verstehen und später umsetzen, einen Rock häkeln mit nervigen linken Maschen aus Strumpfwolle. Ob dieses Projekt vollendet wird steht in den Sternen.

Klingelstreiche des Nachbarjungen. Warst Du das? Nein lautet die Antwort. Dann Stephan: Deine Hand? Großes Gelache. Das muss das Wochenende davor gewesen sein, weil an diesem Wochenende ist keiner unten und wir kriegen die ganzen Pakete. Die ehemalige Schorfstelle juckt. Zum Glück ist der Schorf ab und es sieht auch ganz gut aus, aber es juckt noch, quasi im Nachhinein.

Telefonat mit Claudi. Hilda-ist-auf-Schicht-Foto vor einem Kinderherd. Sehr süß. Claudia bestätigt mir, dass Aufkleber gerade wieder sehr angesagt seien, aber eben künstlerisch wertvolle und schickt mir ein Beweisfoto.

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Im Büro ist noch tote Hose bei meinem Anschluss. Food Trucks, am ersten einen Haufen Abfall. Wie alternativ ist das denn. Einen überteuerten indischen Wrap mit Eisbergsalat, aus dem alles herausfällt, so dass man sich die Hose einsaut. Bao Burger machen es gut und Claudia hatte Recht, ganz viel Burger, Burger scheint von uns unerkannt geil zu sein und wie toll und innovativ ist es auf der Straße zu essen, im Regen. Der erste Stand ist türkisch mit Backwaren und Manti, dann kommt einer mit Clotted Creme und Scones, sieht nicht vertrauenswürdig aus, wie die Teile in der Glasauslage vor sich hin trocknen (die selbstgebackenen von Vera neulich sahen geil aus)  und ich will die auch nicht im Regen auf der Straße essen, meinen High Tea, sondern auf dem Sofa in gemütlich. Dann kommt Entenburger, Hirschburger usw. Ist das für Leute, die Berührungsängste mit Restaurants haben? Es regnet ganz schön und man weiß nicht, ob es unter dem Baum besser oder schlechter ist. Manche waschen ihr Fahrrad in den Wasserfontänen. Wenn sie dabei auch noch rauchen sieht das cool aus. Stephans Crepestand auf dem Markt ist Streetfood, genau wie die Wurststände in Wien. Hier ist der Crepestand in einem alten Wagen und es steht in kursiv „vegetarisch“ drauf, sind Crepes nicht per se vegetarisch und ein bisschen Kochschinken haben sie hier auch. Die Stehtische haben französische Überzieher, dafür sind die Crepes nicht lecker. Wir sind dafür nach der Aktion wieder komplett nass und der Rest des Tages ist irgendwie gelaufen und die Hose muss in die Wäsche. Was war daran jetzt toll? Mitgliedsbestätigung 2er. Sehr schön. Außerdem planen für den Braunschweig-Ausflug. Abends kann ich mich zu gar nichts aufraffen. Die Vorstellung in eine kalte Werkstatt zu gehen, turnt mich total ab. Lieber zuhause was kochen und halt häkeln.

Tatortreiniger im Bett mit dieser exaltierten Hamburg-Tussi. Altes NDR Material, Aerobic-Sendungen bei denen der Zuschauer ab 35 Jahren einen Arzt fragen soll ob er mitmachen darf. Es werden Namen geschrieben mit Armen und Beinen. Zum Schießen. Dann ein total schwuler Typ, der auf dem Champs Elysee tanzt, Conchita Wurst Dreck dagegen und Kindersendungen, bei denen die total krass 70er mäßig verkleideten Kinder, frisch gestriegelt da sitzen und still halten und dem Mann zuhören, der ihnen eine Geschichte erzählt und dazu auf einer halben Kokosnuss Gitarre spielt. Angela Merkel wird als junge Frau in einer Talkshow beschimpft und die Schimpferin geht, zieht sich vorher das Kleid hoch, so dass man hautfarbene Strumpfhose mit Unterhose darunter sieht und reißt sich das Mikro ab. Klaus Kinski lässt die Talkshow platzen, hat nicht zugehört, als er gefragt wurde, warum immer so finstere Rollen und nicht mal was Freundliches, mag die Stimme nicht von der Moderatorin, die 80er mäßig aussieht, wie in einen Farbtopf gefallen und die ist heute noch tätig. Richtig krasse alte Fundstücke. So war Fernsehen früher.

20.09. Die Freunde ein paar Häuser weiter, ich bringe Sachen vorbei (in einer Lena Hoschek Papiertüte aus Wien wegen Papiertüte) und stelle sie aber nur in den Flur, nachdem ich vorher angerufen und die Klingel auch noch festgeklemmt habe. Er sieht aus wie aus dem Ei gepellt für „Indoor-Programm“ schaut es krass nach Konfirmationsfeier aus. Legere kann nicht jeder, blütenweißes gestärktes Hemd, Wollpullover darüber.

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Kurz Flohmarkt bei real mal mit Kamera und das 10,- € Budget ist schnell ausgegeben, eine Insektenkette von H&M (noch neu eingepackt, aber wen interessiert das?), ein Reiseführer aus London zu Zeiten des österreichischen Schillings und es darf überall geraucht werden, sowie ein alter Schulranzen in Puppenformat mit dem „Blauen See“. Die Sammlung alter Souveniranstecker auf einer Filzkappe aus den 50er soll 15,- € kosten und Stephan sagt: Keller ausmisten. Das soll mich abschrecken und tut es auch. Ich lasse es, obwohl schöne Exemplare dabei sind. Herrlich mit kleinen Insekten, die daran baumeln, aber ich muss nicht von allem unbegrenzt haben. Stephan hat die Schnauze voll und lästert über meine neue Brotdose, die unpraktisch sei und nicht in die Geschirrspülmaschine passe. Ich mag sie aber und nutze sie auch. Wieder der Regen.

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Nach Hause und im Wintergarten aufwärmen, das nervige Muster aufgeben und neu starten. Meinem Onkel in Braunschweig, der nur Gummistiefel Größe 38/39 oder 44 hat schreibe ich:

„das sind ja ganz schöne Dresscodes, die Du mir da auferlegst, so nach dem Motto, „ländliches Outfit“ keine roten oder hellen Flanierklamotten. Hast Du Angst, dass ich die Kühe erschrecke? Ich besitze keine Jeans und so gut wie keine Hosen, aber Strumpfhosen sind genauso gut für outdoor und die kann man auch gut waschen. Ich werde selbstgestrickte Socken mit nehmen, weil ich nicht glaube, dass ich mit Gr. 40 in Gr. 38 Gummistiefel passe. …“

Er sagt, rot macht die Kühe aggressiv wie Stierkampf und er hat doch neue Gummi-Stiefel in Größe 40. Ich verspreche mein bestes, mich kuhkompatibel anzuziehen.

Zum Sprengelmuseum. Doch nicht raus, Stephan ist sauer, weil ich nerve, weil der Phasenprüfer in der Knochenlampe hängt und bestellt Patrick wegen der Elektrik und da war was vorgestellt (von mir natürlich, gebasteltes Zeug) und eine Leiste mit Schalter und Steckdosen auf der Holzverkleidung. Ich bin schuld und da passt es, dass ich ein trauriges Hörspiel höre, Radio Bremen spricht von Menschen und Mäusen von John Steinbeck und mache mich an die ersten Fotos für Kalender und das Sortieren und Auswählen.

Ich habe Halsschmerzen. Nur nach nebenan. Eine Schale Knoblauchzehen wie Futternapf für Schäferhund. Fühle mich wie Heteromann, der auf Schwanz abfährt, iiihh und dann mhhh ist das lecker, wird doch nichts passieren, so viel Knoblauch habe ich noch nie gegessen. Sieht richtig pervers aus und ich muss daran denken, wie Andreas und Ronald mich als Studentin schocken wollten mit gehacktem Knoblauch und Sambal Olek. Es schmeckt tatsächlich nach knackigen Silberzwiebeln, säuerlich und nicht nach Knoblauch, ob der Atmen sich verändert? Wie werden sehen sagt Stephan. Wieder kein Besteck und die junge Amateurbedienung fasst ganz viel mit den Händen an, z.B. Salz- und Pfefferstreuer oben an den Öffnungen. Nachtisch schaffen wir nicht. Gutscheine haben sie nicht wegen Weihnachtsgeschäft? Ähhh? Muss man nicht verstehen. Stephan bestellt das Tagesgericht. Lammhack mit Hokaido Kürbis und Reis. Ich ein teures Grillgericht mit frischen Kräutern, Pfefferminze und so. Beides lecker und viel. Irgendwie machen sie hier auf Sportsbar um sich der einheimischen Bevölkerung anzupassen und der Fernsehraum ist voll und sie verkaufen ihr Bier, während die Menschen mitleiden als Hannover gegen Augsburg verliert und immer wieder aufstöhnen und auch hier gibt es Burger, die sind unverzichtbar. Die Haz hatte dem Laden eine schlechte Kritik gegeben und das ist eine Frechheit, wo die doch sonst jeden Laden, sei er auch noch so scheiße, gut finden. Nur beim Tropeano haben sie was zu motzen und die hier hätten sich dem europäischen Geschmack angepasst. Das Essen ist authentisch, meinen sie den Fußball? Ich finde, sie haben mit wenig Mitteln, gute Arbeit geleistet, oben die Scheiben mit arabisch anmutender Folie beklebt, auf dem Bon steht noch Exil und kochen vor allem selber und ich mag’s und trinke Safran-Blüten-Tee mit Kandiszucker an einem Holzstäbchen.

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Michi hat heute Honig geschleudert und sie waren gestern bei der Bauwerkstattparty. Sabine hat dort aufgelegt, hat mir Stephan einfach nicht gesagt. Ich hatte gefragt und sie haben ihm geantwortet und zu Recht gedacht, dass wir uns sehen, aber irgendwie das Wichtige sagt mein Schatz manchmal nicht. Die Flurbauarbeiten sind erst mal vorbei und wir schauen es uns an.

Dritte 60 ° Wäsche.

Claudi kommt und geht mit mir zu Yoga. Wir schlafen im Gästebett, damit der Schonbezug weiter trocknen kann.

Bericht über Jean Cocteau. Diese Franzosen, kann mir nicht vorstellen, dass die mal was Wissenschaftliches gemacht haben, lauschen anderen beim Sex an der Tür, wenn sie nicht selber poppen, aber als Lebensinhalt oder halt rauchen, auch wenn sie auf dem Hochseil sind. Wie sexy dieser Picasso ist im Vergleich zu den unsicheren Franzosen.

Refugees welcome

12.09. Traum: Sticker Refugees welcome auf die Badezimmerfliesen in der gemieteten Wohnung, orange, zerschnitten, die einzelnen Teile hintereinander aufgeklebt, passt so gut farblich. Die waren auch bemalt, zieht die Farbe ab. Ist auch an anderen Stelle schon beschädigt, hoffentlich merkt das keiner.

Treffen japanisches Ehepaar, sie sind ja lange da, sage ich. Er: „I know“, eine Woche. Ich dachte seit letztem Mal (das wären Monate gewesen). Sie sitzt im Rollstuhl, muss rangieren, weil ein anderer Behinderten durch muss. Fährt ins Kiesbett, die Männer haben Angst, dass sie umfällt und assistieren, aber sie ist sehr geschickt damit. Später am Bahnhof zeigt er mir ihr Wochenticket und ja, da steht 20% Studentenermäßigung drauf, das haben sie irrtümlich gedrückt, aber hey, sie sind Touristen und dann noch aus Japan, das ist exotisch genug und dann auch Ausrede und sie würde normalerweise in D umsonst mit Öffis fahren. (Das deutet auf das Kleingedruckte unserer Theaterkarten hin, denn Stephan konnte den Zusatz „Rang“ nicht lesen).

Ich hetze Stephan zum Zug hinterher, Stephan war vorgelaufen und ein Zug eingefahren und hat ihn praktisch abgeschnitten. Er will bestimmt die Tür aufhalten und ich muss zum nächsten Treppenabgang und dann rüber. Habe ja gesehen, wo der Zug hält und ich will Treppe runter, die ist Senkrecht und es ist Außenfassade eine Hauses, bitte einen Mann meine Taschen abzunehmen, dass ich wieder hoch klettern kann und mit zu helfen, nicht abhauen mit meinen Sachen.

Im Zug, Frau neben uns, hat Trachtensachen an, kommt aber woanders her, Touristen zum Oktoberfest. Ihr fällt ihren Flüssigkeit um, es war Seifenlauge angerührt. Wer reist mit so was. Sie wischt es auf mit Zeitung. Eine andere Frau sagt, das sei nicht verkehrssicher, hier im Gang. Sie dann: „man sind Sie schlecht gelaunt“.

Habe gestern vergessen bei Gabi vorbei zu schauen und Zeit hätte ich gehabt.

Steffi trägt meine Strickjacke, die ihr so gut steht und ich freue mich darüber. Erst mal die Rennbahn finden über die Raststätte Garbsen, einen Schleichweg, den man echt nicht findet, wenn man es nicht weiß. Hier arbeitet also mein Betreuter. Von Schloss keine Spur, dafür verpeilte Organisatoren. Ich vernähe Fäden und werde damit fertig bevor es los geht und esse Eibrötchen. Der Kaffee ist grottig und der Tee noch schlechter und das ist eine Leistung. Neben uns eine Frau, die Pitbull auf die Waden tätowiert hat und auf Tasche, T-Shirt und sonst wo die Hundereligion zur Schau stellt. Er soll immer auf den Schoß und dann an irgendeiner Stelle angeblich nicht mehr, weil sie es dann nicht will, will es aber doch, weil sie ihn ja auch hoch bittet. Partnerersatz und sehr nervig. Streng und inkonsequent, dicke Kampfhunde körperlich maßregeln, auch schlechte Idee. Die Überlegenheit muss durch Konsequenz entstehen und nicht durch körperliche Auseinandersetzung. Die Schiebung beim ersten Rennen. Wir bekommen es gar nicht mit, dass Suki losgelassen wird und sind mit dem Rücken zum Hund, 11 Sekunden, das war kein Rennen und die zweitschlechteste Zeit des Tages und hat uns den Schnitt versaut, aber selber Schuld, wenn wir mit der Startnummer 1 starten. Sie nimmt es ernst genug und erfragt die zweite Zeit. Ich will sie nicht weiter reinsteigern, auch denn bei Platz 3 etwas rosa Kunststein noch den Pokal ansehnlicher gemacht hätte. Die Herrchen, die sich zum Deppen machen und vorlaufen und „Attacke, Attacke“ rufen. Die Durchsagen der Stadionsprecherin sind filmreif. Ob man bitte einer zu Real fahren kann. Später verweist sie auf selbst gemachte Salate und Kuchen. Dann: „Das ist zu langsam für einen großen Hund“. Ich würde das noch toppen und sagen: kann mal bitte einer zu Real und mir Binden mitbringen, Nachtbinden mit Flügeln XXL und später als Steigerung zu „der war zu langsam“, „der wird umbenannt in Garbsen, hier gibt es gleich eine Autobahnraststätte, wo man ihn anbinden kann“. Meine Schwiegereltern und Schwägerin kommen kurz vorbei, meine Wunde juckt, weil sie jetzt auch heilt. Stephan erklärt seiner Familie die Hundeerziehung und wie man Hunde ignorieren und wegstoßen muss, wenn sie Angst zeigen. Schaffen die sich einen Hund an oder wofür ist die Information für sie wichtig? Picknick abseits der Pommesbude und anderen Hundefreunden tut gut. Süßer Sekt zum Blauschimmel. Lecker. Grillfleisch und Pommes sind auch gut. Die Hundeauslauffläche und die irischen Wolfshunde, die zu grob spielen und dann gar nicht dürfen, auch schlechte Strategie zum Üben. Die Vereinsmitglieder mit den echten Windhunden, die auf Geldadel machen, aber mehr nach Harzt IV ausschauen, aber den Hund können sie sich noch leisten. Die Frau, die seit 50 Jahren Windhunde hat und eine Tigerleggings trägt. Ich benenne die Hunde um in verschimmelte Bifi (dicke Wurst, grau um die Schnauze). Unser Liebling ist ein dunkelbrauner Dackel-Schäfer, Stehohren, energisch, spielt mit den Großen. Mikrusch hat einen großen Galgomischling unkastriert, der bei den Windhundmischlingen mitlief und der bedrängt sonst gerne die Kastrierten und ist ihm aber hörig und legt sich hin vor ihm und ist erwartungsvoll und jammert, wenn der Gremlin ihn irre angegriffen hat. Der soll einen Ring besorgen und wieder kommen. Windhundbesitzer sind gerne Kettenraucher, die stehen halt auf dünne Hunde. Steffi kauft ein Extrawindhundhalsband in Schlammfarbe. Die nachgenäht an der einen Stelle und so bekommt sie es auch noch billiger für den Makel, den ich eh schön finde. Das passt zu ihr, sie trägt viel Schlamm (also die Farbe). Dann auf zur Preisverleihung. Wir wurden mehrfach von der Rennleitung gebeten, so lange da zu blieben, damit die Sieger nicht alleine da stehen. Der durch die Hecke abgehauen ist (2 Mal), der kleine gestromte m.E. Shih Tsu-Mischling, den ich Schulverweigerer nenne, bekommt einen Sonderpreis und es gibt Kackbeuteldosierer, Made in China, die nicht funktionieren, für alle. Es wird ein Jahressieger in den verschiedenen Kategorien gekürt (ich sage nur „S-Klasse“). Der setzt sich zusammen aus den besten Zeiten der beiden Renntage. Schon die Teilnahme am ersten zum 1. Mai erhöht die Chance ungemein. Hier gibt es ein flauschiges Hundebett und es werden stolze Fotos fürs Familienalbum gemacht mit Papa, Kindchen, Pokal und Bett. Zurück geht es durch Garbsen, ewig her, dass wir da mal waren, wenn überhaupt und aus dieser Richtung gar nicht.

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Will lieber nach Istanbul als nach Venedig. Da gibt es auch eine Biennale. Will sogar lieber nach Mailand. Da gibt es eine tolle Kathedrale und da kommen die tollen Second Hand Modellkleider her. Ja, ich bin launisch. Abends bin ich in komischer Stimmung, Stephan hat geschlafen, ich nicht, aber ihm geht es auch so, dass er sich komisch fühlt. Suche Fotos für die Jahreskalender aus und ziehe mich um. Die Leopardenbluse von Heike in Orange und Silber passt nicht. Bin zu fett und muss letztes Jahr in Kalifornien doch dünner gewesen sein. Dann eine andere. Blechkette a la Indien. Den von Jan empfohlenen Kinofilm schaffe ich vermutlich nicht, ist zu spät 21:15 mit Überlänge. Ich koche den alten Mais mit Polenta und dazu gibt es den alten Salat. Hier wäre Grillfleisch lecker dazu, aber das hatten wir ja als Vorspeise. Könnte die von unten anbetteln, aber das würde ich nie machen. Ist es schon Herbst oder noch Spätsommer? Der Typ aus dem 11 A, die eine Bediengung, der auch etwas nach Butler bei den Adams in jung und blond ausschaute, arbeitet jetzt hier (ich wusste nicht, wen Stephan meinte, weil er ihn eben nicht so beschrieben hat). Schlossküche macht die Gastro und da ist er jetzt wohl. Viele Rentner im Publikum. Es gibt River Dance aus Indien und etliche Besucher verlassen das Stück vorzeitig. das gehört sich auch nicht 70 Minuten kann man durchhalten, aber es ist anstrengend und mühsam und der Gesang geht gar nicht. Die können schon gut klatschen mit den Füßen und auch Zwischenklatscher machen und machen damit eine gute Percussion mit menschlichen Körpern, aber das ist nicht abendfüllend und die Message könnte ich nicht zusammenfassen, wenn ich im Deutsch Leistungskurs wäre. Die Arbeiter, 80 % Frauen, in den Textilfabriken arbeiten unter schlechten Bedingungen und sind unterbezahlt, die Profite werden woanders abgeschöpft. Das ist klar und die Zahlen eindrucksvoll. Die Fabriken sind auch schon eingestürzt und viele Menschen dabei gestorben davon ein Bild von Leichen im Staub, der Mann, der eine Frau umklammert hat und ihm fließen Bluttränen aus den Augen. Großaufnahme der Leichen. Muss das sein? Dann kommt irgendwann die Einblendung: Don’t Boykott our Products. Sie wollen jetzt in der Kunstindustrie arbeiten und werden auch da schlecht bezahlt und proben umsonst und werden bezahlt wie Praktikanten. Die Bewegungen, die sie ausführen sind dieselben wie als Fabrikarbeiter. Der Vorarbeiter, der sie antreibt und entlässt, zählt in indischem Englisch. Zahlen machen mich echt müde und ich kippe gleich vom Stuhl. Seinen Mini-I-Pad findet Stephan nicht und ich bin erschöpft und denke, ist das eine pädagogische Übung, damit ich mich zurücksehne nach dem anstrengenden Theater von gestern? Den ganzen Tag denke ich schon an die Hauptdarstellerin, die wirklich wahnsinnig begabt ist. Der Pierrot, der auch im DDR-Schlang sprechen kann. Die wahre Pünktlichkeit ist 5 Minuten vor der Stunde. Der Fahrstuhl und er weiß nicht mehr, wo der Chef sitzt in der vierten oder zwanzigsten Etage und kommt dann in Peru raus. Der Auftrag, der weitergegeben wird. Das ist m.E. die Stelle, die neu hinzukommt. Es liest nicht mehr Heiner Müller und beim Thema Revolution und Rechte der Sklaven und Abschaffung des Kapitalismus, fällt bei unserer Geschichte nun einmal die DDR ein. Im Stück von Heiner Müller geht es um den Sklavenaufstand auf Haiti und Franzosen und damit die Werte der französischen Revolution und eben das Scheitern dieser Weltverbesserung, weil Menschen Menschen ersetzen. Nach dem Stück muss ich was essen, auch wenn ich keinen Hunger habe. Michael kommt runter zu Mario und ich esse eine Salami-Pizza mit Rotwein. Heute ist das Limmern von oben verordnet. Michael muss viel Zahn-Kram machen lassen. Der Druckknopf in meinem Portemonnaie ist defekt, deswegen fällt immer das Kleingeld raus. Das dauerte lange bis ich dahinter gekommen bin, hatte mich immer nur gewundert. Das Sonnenstudio gegenüber zeigt komische Aktivitäten, die meinen Ermittlersinn auf den Plan rufen. Das spielt sich alles im Haus von Olaf ab, der vorbei kommt und auf einem Konzert im Konnector war und nicht in den Ping Pong Club will, das sei vorbei. Es regnet und es gehen aber interessante Leute vorbei. Die Türken haben gegen die Kurden demonstriert und es soll einen Toten geben, viel Polizei unterwegs, auch im Park. Im Da Etna treffen sich coole Italiener zu fortgeschrittener Stunde. Der eine gefällt mir, das sieht Stephan (der weiß, welcher Männertyp mit gefällt, umgekehrt ist das nicht so einfach, bin halt einfach gestrickt) und meint, der schaut aus wie der Fonz aus dieser US-Serie, halt der Fonz in die Jahre gekommen mit Side Burns und dick und trägt einen lila Pullover mit so viel Selbstbewusstsein, wie es nur ein Italiener kann. Er ist mit seinem Vater da und dann kommt ein junger bunt tätowierten Koch raus mit Mickey Mouse auf dem Arm und einem stattlichen Bauch, der die Tische abbaut und dabei schaut wie Weißbrot. Der ist auch süß und ein älterer, der eine lecker riechende Zigarre raucht. Die Da Etna Mafia verrät mir was die Nachbarn machen und das Freunde, die auf meinem Geburtstag waren wohl danach auch gefeiert haben und Vorspeisen haben liefern lassen. So, so.

Steffi fragt wegen Kino, der Hip Hop Film, und Jan will Renntagfotos.

13.09. Traum: Mittagstisch mit fremden Kollegen, die in Businesskleidung sind. Verschiedenen Vorspeisen. Die eine Frau isst einen Salat und ich kenne sie vom Sport, er gibt ein Gläschen Wein. Mein Mann hat Durst, dann soll er eine Flasche Wasser kaufen sage ich ihm und erkläre den anderen, dass er da manchmal nicht drauf kommt von alleine. Erzähle von einem Fernsehformat bei dem man um Hilfe bitten kann und der Moderator kommt dann und versucht zu helfen. Meine Cousine sei z.B. in eine fremde Stadt gezogen und kannte zu wenig Leute oder ich wollte eine Aufschnittmaschine, die aus Metall nachgebaut ist und habe dann einen aus Holz bekommen und so diesen Tischler kennengelernt und so kam es, dass er mir einen Schrank gezeigt hat bei dem an versteckter Stelle ein Bild war und zwar das Spiegelbild einer Bildergalerie, d.h. 3 Bilder, die man aber nicht direkt sah, sondern nur das Spiegelbild. Das war ganz irre gemacht und ein wahnsinnig teures Möbel und so ist es mit einem Tisch, den wir zum Basteln oder so verwendet haben, da sind ganz aufwendige Malereien darunter und der ist zehntausende Wert. Ich bastele ein Model von etwas, ein Teppich mit einem Foto von einem Hund, wie Bean und Perlen liegen darauf. ich bekomme eine Anleitung. Man soll das Ganze mit durchsichtigem Nagellack versiegeln, das andere Zeug vergilbt. Da braucht man sehr viel und das ist teuer. Hat die Basteltante da eine besondere Connection? Sie fährt irgendwo hin und lässt sich den Nagellack abfüllen. Arbeitsamt oder Gericht. Ein Tierbrunnen vor der Tür, wie kleine Marder hinter Glas unter Wasser in der Hitze, bekommen die Sauerstoff von unten oder liegen da bald die ersten Toten drin. Es ist sehr voll. Warum habe ich diese Markenreisetasche mit zwei Schminktaschen gebraucht gekauft und wem kann ich das geben. Ist Louis Vuitton oder so und ich habe selber keine Verwendung dafür und dann noch zwei Beauty Cases. Karin?

Sonne scheint, Fenster sind voller Wasserflecken, komische Stimmung in der Wohnung. Ich bin ein teures Rennpferdchen, was aber nur zum Spaß läuft. Ich bin kein „Rennpferd des kleinen Mannes“, also kein Windhund, sondern teurer, die Box, der ganze Zubehör und der Hafer ist auch nicht billig sagt Stephan zu Recht. Stephan telefoniert noch mal mit seiner Familie. Ich wollte Kathrin auch alles Gute für den Zahnarzt wünschen und mich zum Tod eines angeheirateten Familienmitgliedes erkundigen, aber die Zeit war knapp, die Rennbahn unpassend.

Susann reagiert auf das Sticker-Paket und mag echt andere als ich gedacht hätte. Werbung für Gesamtschule (?). Jetzt kann ich noch mal nachfragen, ob sie die Gilde Pilsener Serie gut finden würde oder die Pro Zoo Serie mit der Lindener Spezial Werbung bevor ich nachlege. Sie will auf den Flohmarkt, weil sie so viel Glasbruch in letzter Zeit hatte. Das mache ich ihr heute nach und eines von zwei Zottergläser für den heißen Kakao geht zu Bruch, aber das geht auch in nicht lizensierten Gläsern. Nachts träumt Stephan, dass ich zwei weitere Gläser kaputt mache und er hat Angst, dass ich mich schneide.

Mein schwarzes Kleid kostet knapp über 10,- €. Ich habe seit Jahren nichts mehr in die Reinigung gebracht, hatte hier aber Angst, dass ich es versaue und habe gesagt, die Schmerzgrenze seien 14,-. Wann Stephan es abholt ist egal. Ziehe es nur alle paar Jahre mal an, das gute Stück aus Mailand.

Hannes ist bei What’s App und schickt mir lustige Baumwipfelfotos, antwortet dafür nicht auf meine mail wegen Cali und reagiert mit keinem Wort auf mein Geschenk zum Geburtstag und die Stickersendung. Er schickt stattdessen einen total idiotischen „Witz“, das internationale Zeichen für Ehe und ein Piktogramm mit einem Mann auf den Knie, der einer Frau eine Kreditkarte reicht. Haha, ich erkenne ihn nicht wieder.

Stephan ruft seine Eltern an, um ihnen zu sagen, dass Suki besser war im zweiten Rennen. Ähhh, ich finde es auch nett, dass sie gekommen sind, zumal sie ihren Enkel bisher gar nicht so gut kannten. Sollen wir bei dem Steinmetz anrufen? Wer ist denn nun gestorben in der Familie? Ja, ich habe die Socken zu Ende gestrickt (fragte meine Schwägerin). Man kann mir viel vorwerfen, aber nicht, dass ich nicht fleißig genug handarbeite. Michael macht den Essensgehtermin aus, sagt dann ab weil Junggesellenabschied ist, will dann eine Woche vorher, weiß aber nicht, ob sein Bruder kann. Soll erst mal die Planung seiner Kleinfamilie hinbekommen. Ich glaube, ich bin da raus. Die Kinoempfehlung von Jan ist mir zu spät, so unter der Woche und dann noch mit Überlänge. 1,38 ist das länger als 2 Stunden. Warum haben die Stunden nicht 100 Minuten, wo wir doch schon dieses metrische System haben, könnten einfach kürzer sein. Das hat mich beim Rechen schon mal reingerissen. Damals ging es um Bullenreiten auf dem Glockseehoffest und ich habe Peggy damit geschockt, amüsiert.

Der Bericht über Big Sur, den wir aufgenommen haben ist tatsächlich total scheiße. Mama hatte Recht. Wer zahlt für so etwas? Das heilt das Heimweh, aber auch nicht richtig, weil ich ja weiß wie geil es da ist. So wie Karin die Bilder vom Strandhaus am Rechner zeigen. Ich kann total verstehen, dass die sich denkt, na ja, ein paar Häuser und Strand halt, während Stephan total durchdreht, weil wir ja schon da waren.

Meine Eltern haben eine fette Henne gefunden und wollten fragen, wie Thomas und Yunfeng die zubereiten, gewaschen ist sie schon, sollte sie aber nicht. Arnhild schickt mir ein süßes Foto von Steffi mit Ziegen, aber ich habe jetzt schon über 1000 Fotos nachbestellt für die Kalender. Zu spät.

Doch Bahn fahren ins Tanztheater. Ich muss mich aufraffen und habe keine Lust, aber Stephan hat Recht, schlechter als gestern geht eigentlich nicht. Junge Frau vor der Tür will auch ins Theater, sie hat sich bei der Telefonzelle untergestellt. Sie schaut auf die Karte und trifft dann eine Freundin, die aber zu einer anderen Performance will (Kulturhauptstadt Hannover). Sie schaut böse, mein Pelztier kommt nicht bei allen gleichermaßen an, d.h. ich glaube eher, dass 99 % das abstoßend oder schlimmer finden. Sie steigt nicht mit uns aus. Schauspielhaus gibt es auch noch. Mein Hütchen hat den Transport in der engen Handtasche nicht überlebt, ist aber auch gut mit nur der Birkenrinde und dem Einhorn. Werde darauf angesprochen von der Frau hinter mir und muss das Hütchen nicht absetzen für das Stück, weil es so schön flach ist. Wir sitzen erste Reihe ganz außen. Gute Plätze, obwohl wir fast die letzten sind.

Albert im Ballhof 2. Geniales Bühnenbild. Ich finde die Schindeln aus braun-schwarz-beige-Tönen schon große Kunst bevor man da Zettel rausziehen und Wörter damit schreiben kann. Albert, sein Name, wird ergänzt durch „is a pussy“ weil er gehänselt wurde und früher gestottert hat und schon früh üben musste sich zu beherrschen, seinen Atem. Albert „is no racist“, is a „ticking time bomb“, a „regular guy“. Auch genialer Einsatz der Kästen, sie aufeinander stellen, Tänzerinnen darin absenken wie in einen Sarg usw. Am tollsten ist das vermeintlich schwerelos sein, wenn sie mit der ganzen Gruppe von 5 einen Tänzer bewegen und der völlig passiv ist dabei. Tanz gut, Stück gut, auch schön, dass sie das Ende offen lassen. Es ist die Geschichte eines zwanghaft angepassten Mannes, der die Regeln befolgt, zur Arbeit geht und seine Routinen mag und die Ordnung, aber eigentlich meint, dass er was Besseres verdient hätte, der aber für alle unsichtbar ist, auch für die Kollegen und 5 Stunden Fahrstuhl fährt, ohne dass er einmal angesprochen wird und wenn er mal das Sagen hat, dann… und der dann ausflippt, sie deuten verschiedene Varianten an, wie sie ausgeht diese Geschichte und lassen es dann einfach unbeantwortet. Hätte für meinen Geschmack um 40 % gekürzt werden können, der Tanz, die eingesetzten Elemente und die Botschaft hätte nicht darunter gelitten und es wäre weniger anstrengend gewesen. Es war aber sehr gut und meine persönliche Nummer 2 des Tanztheaters. Der Sandwichladen in der Falkenstraße gegenüber dem Lehmofenmann wird Antalya Kebab. Manchmal liegt mein Kollege falsch, der getippt hatte, dass sie schließen und dann wieder eröffnen, die die vorher drin waren. Doch eine Veränderung, die mit der Farbgebung in penetranten gelb-grün Farben von weitem ersichtlich ist.

Heiße Pflaumen aus dem Garten von M & M. Nach einer Woche Kühlschrank wollte ich sie erhitzen mit Schnaps, Zucker und Zimt. Dazu Quark, Creme Fraiche mit Honig, lecker und Sandwicheis von Lidl. Das Hütchen wird um einen Aufkleber auf der Rückseite ergänzt, jetzt wo das Teil schon abgebrochen ist. Party-Katze. Werbung für ein heute unbekanntes Getränk, was man mixen sollte.

14.09. Traum: Es geht um Rentenansprüche einer Kollegin, erst der ehemaligen bei uns aus dem Büro, dann ist es die Kollegin aus Konstanz. Die erste will jetzt Schauspielerin werden und hat eine Hauptrolle bekommen, bei der anderen gehe ich eine Etage zu weit und sie wohnt da mit meinem Kollegen, zumindest haben beide da übernachtet, WG-mäßig und mir ist es unangenehm, dass ich da reinplatze. Ich sehe in dem Bescheid, wie viel sie pro Jahr an Einnahmen hatte und das ist sehr unterschiedlich von 19.000 bis 150.000. Ich telefoniere mit der Rentenversicherung und die haben Fehler gemacht und die Sache verschleppt. Man kann einen E-Antrag stellen, das ist dann ein Eilverfahren. Dann geht es auf einmal um meine Mutter und ein Freund der Familie, der „K“ ist Anwalt und ich irgendwie Betreuerin und als er Eilverfahren sagt, frage ich, wie man die Notlage darlegen will, weil die wohnt mit meinem Papa zusammen und wirtschaftet mit ihm und die wollen vielleicht Kontoauszüge sehen.

Davor geht es um Essen an einer Imbissbude, total genial schmeckt das und wirklich ungewöhnlich. ich will für alle zahlen und die verrechnen sich Immer zu meinen Gunsten. Ich muss 9 Essen bezahlen, wir sind zu acht und einer hatte zwei. Wir sind im Osten und ich bin alleine unterwegs und Single und die Männer hier sind sehr fürsorglich und es ist auch irgendwie schön mit Schiffe. Kann ich mir vorstellen hier her zu ziehen und einen Neuanfang zu machen?

Beim BM-Outfit vom Vortag kann man heute vergleichen, wann das Hütchen besser ist mit nur Baumrinde einer Birke oder der Porzellaneichhörnchenfigur noch oben drauf. Heute sind die Augentropfen vorbei. Man sieht immer noch was. Was tun? Karin schreibt wegen New York. Erste Lektion, das schreibt man ohne „c“. Ich will doch ins Kino heute Abend, weil mich der Film interessiert. Gute Idee mit englisch-deutsch vor der Kulisse Berlin. Erst mal zu Lidl. Lidl lohnt sich, D.h. es geht heute, Sandwicheis gibt es nicht mehr (Katastrophe) und Flügelbinden auch nicht. Nur Ritter Sport Traube-Nuss fürs Kino und noch mal Pflaumen, Spinat, Zwiebeln Knoblauch und normales Vanilleeis. Vor der Zeugenaussage Morgen habe ich keine Bange mehr. Es war gut, sich damit auseinander zu setzen und es dann sacken zu lassen. Das hilft bei mir. Ich tue mein Bestes, mehr geht nicht und ist nicht mal richtig dienstlich. Die Theaterstücke sind heute alle in der Haz besprochen in denen wir waren. Alle.

Meine Betreute aus Kanada ist gestern in der MHH auf der Intensivstation an einem soundso Schock gestorben. Das ist krass. Dafür ist Herr Ihme da wohl gerade zur Zahnbehandlung. Irgendwie bin ich schlecht drauf.

Die Betreute, Frau Katzenbaby, was sie mit der Regio-S-Karte soll, wo sie doch kein Geld hat (die übliche Jammerei). Was soll ich damit, wenn es auf ihren Namen ausgestellt ist, Gegenfrage. Außerdem fährt sie eh umsonst mit ihrem Schwerbehindertenausweis. Sie kann es einfach da liegen lassen. Sonst soll sie erst mal rauskriegen, wo ihre Ergotherapeutin sitzt in welcher Praxis.

Herr ADHS von der Raststätte geht am 01.10. zur Entgiftung und kann dann nicht arbeiten. Mindestens 3-mal ruft er mich an. Sein Chef will mich angeblich sprechen, dann soll er mich anrufen. Jetzt ruft er seinen Therapeuten erst mal an. Soll er machen.

Die jordanische Botschaft schreibt mir:

„Dear Ms. …,

You are kindly asked to sign the attachment from Mr. H and send it to the Embassy with normal post in order to be able to issue Mr. H the passport. for further information kinldy contact me on 030 ……. .

Best Regards

Passport Section“.

Ich antworte sofort: „I do have a question: how many things you will still need before we get the passport. I keep getting documents und sending them back (2 or 3 times already). So when will it be complete and why don’t you send it at once, but keep requiring new things?“

Frau Mittelfeld wegen der Wohnung, die sie will. Sie hat Unterlagen vom Wohnungsamt wegen B-Schein zugeschickt bekommen und sie schickt mir die. Jetzt ist eh kein Geld auf dem Konto und sie hat Zeit bis 01.10. und ich soll dann zum Monatsende. Ja, mache ich, sehe ich dann. Ich hatte Freitag noch mal angerufen und die Wohnung ist für sie reserviert. Ja, ist aber erst zum Oktober frei. Was weiß ich, reserviert heißt, dass sie jetzt ihr angeboten wird und sie sich entscheiden kann, ob sie sie dann, wenn sie frei wird, anmieten will. Ich bin ungeduldig und schlecht drauf.

Jetzt erst mal Termin in der neuen Betreuungssache bei der Ausländerstelle. Refugees welcome, sage ich nur. Frau Ruanda (nicht eingewiesen, stabil) hat es sich überlegt und will doch in Deutschland bleiben. Wir treffen uns dann bei der Ausländerstelle. Ich freue mich. Termin in der neuen Sache am 03.11. Fiktionsbescheinigung läuft am 08.10. aus. Das muss er dann erst mal alleine verlängern.

Rentenversicherung, Berliner Allee. Herr Tai Chi, der Freitag noch im Siloah war hat Morgen die ärztliche Untersuchung und ich weiß nicht, ob er es schafft. Er wollte sich selber melden. Ob ich mitkomme. Davon hat er nichts gesagt und es ist schon um 8. Das mache ich nicht freiwillig, sondern nur auf Aufforderung.

Die TK ruft an in Sachen der Betreuten mit Leukämie. Die ist gestorben. Herzliches Beileid ist die spontane Reaktion der Sachbearbeiterin, sie weiß nicht, ob ich verwandt war. Nein, war ich nicht, aber geschockt bin ich trotzdem. Ich lasse den Stift fallen, so ist es gesetzlich vorgesehen, ich betreue nur Lebende und sie hat auch keine Angehörigen hier. Das geht dann seinen Lauf und wird an der Stadt Hannover hängen bleiben, die Wohnung usw. Die jordanische Botschaft schreibt mir auf Englisch, dass es das letzte Dokument sei und wir dann den Pass bekommen würden.

Die Bürotiere treffen sich an der Wasserstelle (Kaffeemaschine). Kollegin war in Frankreich und hat gesündigt. Ich: „musst Dich jetzt erst wieder an die Tütensuppen hier gewöhnen“. Die hat ein Glas Brühe hier stehen und sonst gibt es Äpfel und Kaffee mit Soja. Der Kollege isst immerhin nachts um 4 kalte Schnitzel, wenn auch nur ausnahmsweise. Erzählt vom DJ, der nur Funk auflegt und es tanzt keiner, er will ihm Musik vorschlagen von seinem Handy. Erst hat er nicht das passende Kabel, dann kann er das nicht machen, weil er Techno-DJ ist. Die jungen knackigen Hasen wollen im Kunstverein im Service gearbeitet haben. Haben wir nicht gesehen. Seine Stieftochter meinte, die hätten da alle einen Knall. Zu „die“ gehöre auch ich und Knall ist sympathisch. Die Normalität dieser Jugend ist deprimierend.

Meine dritte Welt Tasche ist passenderweise in dem Bollywoodstück, was keines war bzw. so was von eintönig und wenig bunt, kaputt gegangen. Der Schuster hatte einen großen Druckknopf reingemacht, der viel zu stark war für den dünnen Stoff, so dass es ausgerissen ist. Wollte selber was pfuschen mit Knopf oder so, aber das ist scheiße. Statt Schuster bringe ich es zur türkischen Nähstube, damit die einen Reißverschluss einbauen können.

Der Richter ruft an und bestellt mich ab als Zeugin für Morgen. Wenn er mich doch noch braucht, meldet er sich wieder. Ich: o.k. Gut, dass ich noch nicht angefangen habe, die Akte noch mal durchzuschauen, das wollte ich nämlich in Vorbereitung tun. Dann bin ich doch neugierig und rufe noch mal in der Geschäftsstelle an. Ist wohl in der letzten Verhandlung nach § 153 a vorläufig eingestellt worden gegen eine Auflage (wohl eine Geldbuße zu zahlen) und wenn die bis Morgen erfüllt d.h. gezahlt wird, dann wird es endgültig eingestellt und sonst geht es weiter. Auch irgendwie deprimierend das Ergebnis. Sicherlich wird der Mandant das auch so sehen. Ich schaue, was die nächsten Wochen so los ist und es ist schön ruhig. Nach Celle zum Landessozialgericht muss ich nun auch nicht, weil meine Betreute von 3 anderen begleitet wird. Die Therapeutin aus Bielefeld nimmt sich extra einen Tag frei. Das ist auch eine Entlastung, vor allem weil es Donnerstag stattfindet und ich Suki sonst hätte wegorganisieren müssen.

Jetzt will ich mich nach der Diagnose meiner geistig Behinderten erkundigen. Sie will erst mit mir diskutieren, dass die Arztpraxis sehr wohl ihre Nummer hatte. Ist wohl nur eine Blasenentzündung und die Urinwerte müssen noch mal überprüft werden. Das beruhigt mich heute, mehr Schocknachrichten kann ich auch nicht vertragen.

Will die ganze Zeit schon wegen Herrn Ihme in der Zahnklinik der MHH anrufen und die kommen mir zuvor. Eine Schwester ruft mich auf dem Handy an, ob er auch auf eine offene Station kann, damit er nicht im Flur liegen muss. Heißt das, OP ist schon gelaufen. Ja, bin sehr gut, habe da die ganze Zeit unterschwellig dran gedacht, bejahe das mit der offenen Station. Gebe dem ambulanten Pfleger Bescheid. Er ist auf der 53 A oder so, aber er wird ohnehin Morgen entlassen.

Meine Mutter hat die fette Henne in knusprig nicht geschmeckt, also es habe nicht mehr so nach Pilz, als es so stark angebraten war. Frau Stimmen hatte ich geschrieben, ob sie schon Termin beim Arzt der Beratungsstelle gemacht hat. Sie hat von dort eine Einweisung bekommen und ist freiwillig im Krankenhaus. Der Arzt aus der Königstraße, der auch Herrn Yoga behandelt, ruft mich an. Als ich zurück rufe, soll er nicht da sein, sondern im Haus unterwegs. Hat mich aber vor 1 Minute von dem Anschluss aus angerufen, so weit kann er nicht gekommen sein, sprich muss in der Nähe sein. Ich glaube, ich komme dem Arzt auch halb irre vor. Ich lass es halt so nicht stehen, dass sie alles verweigert hat, weil ich das anders sehe und auch nicht immer das hohe Loblied auf die Schulmedizin halten kann. Hilft in manchen Fällen und in anderen aber halt auch nicht.

Die unpersönliche Wohnung mit dem schönen Blick und Eingang ist schon teilweise besetzt, wenn wir in Venedig sind, jetzt wird es doch der Psychologe und Rentner, der privat vermietet direkt an der Rialto Brücke, das erste Objekt quasi. 60 qm und nur erster Stock, aber spannend außerdem war es der erste Impuls. Es hat ein Laden in Berlin eröffnet, der auf Noma macht, alles regional und kein Olivenöl und keine Zitrone und alle bekommen das Menü und schauen den Köchen zu. Ist auch ein bisschen Momofuku Ko. Spannend jedenfalls und das Industry Standard hat auch bei uns beiden einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Beckmanns geht nach Gehrden. Und was kommt hier rein, ein Kinderladen, will Stephan wissen. Er hat die Zahlen in Ordnung gebracht und die alten Inhaber übernehmen den Laden wieder. Sind die wieder auferstanden? Sind das Zombies? Das hat ihnen Lust gemacht bzw. er hat bewiesen, dass es doch geht und sie haben ja noch Kinder- und Schwiegerkinder. Die Küchenfee bleibt und die Alten samt Anhang steigen wieder ein. Während die Frau es versucht mir schmackhaft zu machen, mit Park und Ausblick in den Deister, schaue ich angewidert. Ja, es stimme, die hätten noch nicht einmal eine Bahnanbindung, der 500ter Bus würde fahren. Der gebackene Ziegenkäse ist köstlich und Limonen-Ricotta-Ravioli sowie Seezunge in Muschelsud mit Kartoffelpüree, Pflaumen mit Krumbel und Aprikosensorbet. Wir essen den Abschiedsschmerz. Als er aus der Küche kommt und fragt, ob alles recht sei, sage ich zu ihm, ich kann es verstehen, weil er dort wohnen und arbeiten kann, aber dann hätten sie auch gleich auf den Mond ziehen können aus unserer Warte. Vielleicht mal einen eigenen Laden aufbauen und nicht immer was übernehmen. Doch, so findet er es gut, er wollte es so und die haben einen Ruf wie das Brandenburger Tor und sind auch so bekannt, das benennt man nicht um und auf Oli’s Pinte und so was stand er noch nie. Ich meinte weniger, dass es so heißen muss wie er, als das er sich für den Namen entscheidet statt immer den Stiefel anderer weiter zu tragen, aber es muss auch nicht sein. Wenn er in der Stadt bleiben würde, hätte er auch gerne das Clichy übernommen, aber er will ja raus. Sie sagt, wir könnten noch 41 Mal zu ihnen kommen und hält sich für superschlau. 6 Wochen sind sie noch da, aber vergisst sie da nicht die Ruhetage am Sonntag. So oft will ich eh nicht mehr und erst Recht nicht, wenn sie arbeitet. Kann sie nicht schon mal nach Gehrden umziehen. Was wir uns anschauen würden im Kino will sie wisse und, dass Birdman auch in einem Dreh entstanden ist, zumindest würde es so wirken. Die Sintflut macht eine Pause. Ich nehme eine „Wer ist Aegi?“ Edgar Karte für Claudia mit. Der Kaffeeladen bei uns nebenan soll wohl auch verkauft werden. Außerdem ist Nils W. auch gestorben, ein Freund aus der Jugend von Stephan, aber schon im August. Der hat in unserem Haus noch die aufgemalten Schultafeln abgeschlagen von den Wänden, was ich gar nicht wollte, habe ich mich fürchterlich aufgeregt und Hausmeisterdienste verrichtet.

Victoria, die Filmempfehlung. Wir sitzen in der ersten Reihe, weil sonst alles voll ist und ich mache die Haargummis raus, damit ich den Kopf zurücklegen kann. In einem Dreh ist nicht so ungewöhnlich, gut für Kino schon, aber Theater arbeitet doch auch so. Die Frau spielt spitze und sehr echt. Frederik Lau und sein bester Freund aus dem Modeshoot in der Zeitungsbeilage in einer Nebenrolle. Stephan erkennt den Typen aus Love Steaks, der den Masseur gespielt hat. Der Frederik spielt aber auch immer den selben Typ. Das ist dann nur mittelprächtig als Schauspieler.

Stephan tut es Leid mit dem Tod meiner Betreuten und er findet es krass und gut, dass er die nicht gekannt habe. Sein Mitgefühl tut mir gut, weil es mich in der Tat auch belastet und ich denke an den letzten Besuch bei ihr. Sie war zu Scherzen aufgelegt und guter Dinge und nein, häusliche Pflege braucht sie nicht, sie will dann wieder arbeiten war ihre optimistisch/unrealistische Einstellung und jemanden aus ihrer Familie sollte ich auch nicht verständigen. Ich hatte explizit danach gefragt. Ich war mir mit dem Sozialarbeiter einig, dass ihr Lage tottraurig ist, so alleine in der MHH im Einzelzimmer ohne eine Menschenseele, aber sie sah das wohl anders, hatte ja immer so einen Lebenswandel gelebt, als Englischlehrerin irgendwo im Ausland und kann die Sprache dort nicht, d.h. wenig Kontakte, leben in einer Arbeitsblase und dann weiterziehen. Viel spannender als der Film, der was die gezeigte Kriminalität anbelangt noch am unrealistischsten war (so ist es nicht in Berlin, Armeen von Soldaten, die im Tiefgeschoss warten und das alles für 10.000,- € und dann werden 3 von der Polizei erschossen und alle sind tot, aber das war der Kinoplot) wäre für mich tatsächlich der Krimi meiner toten Betreuten, wie erfahren es Arbeitskollegen, Angehörige in Kanada, Bank und Vermieter tatsächlich. Das wäre aber eher eine Dokumentation.

Meine Schwägerin hat ihren Blog gestartet über Kunst in der Ostschweiz.

Beim Zubettgehen die nächsten Einschläge: Das Hohensinn geht weg aus Wien nach Oberbayern und das Freyenstein wechselt auch den Besitzer, aus gesundheitlichen Gründen. Nur Hiobsbotschaften. Das Hohensinn hat mir so gut gefallen und da war ich nur ein einziges Mal und was wollen die in Bayern?

15.09. Traum: Mein einer Betreuter, der noch nie gearbeitet hat und den ich als computerspielenden Schulverweigerer übernommen habe, der zuhause wohnt und sich nicht aus dem Haus getraut hat (reale Beschreibung), arbeitet in meinem Traum jetzt bei Lidl an der Kasse. Wir haben Augenkontakt, wo will ich mich anstellen, da übernimmt er die Schicht. Irgendwie tut er mir finanziell was Gutes. Ich bekomme Kupferkleingeld im Wert von 2,- €. Stephan ist der Meinung, das Geld steht ihm zu als Finderlohn, mehr noch alles Kleingeld aus meinem Portemonnaie und noch ein paar kleine Tomaten. Ich duze ihn, er ist politisch links und es geht um Flüchtlingen, aus Syrien? Der eine war schon mal in Hannover und spricht ganz gut deutsch. Das war bei einem Kongress oder einer Art Expo und er hat auch Kinder hier, die er aber nicht gesehen hat. Wir sind im Park und er turnt virtuos mit Hanteln und macht eine Art Ballett mit denen, was ganz irre ausschaut. Dann ist er ein Fahrradreifen aus Metall und er stützt sich darauf ab und drückt sich in den Handstand und dann macht er einen Überschlag und bewegt sich so fort. Der hätte was mit Kunstturnen machen sollen, der ist echt begabt. Es sind überall Männergruppen, die Schach oder Volleyball spielen im Park. Der eine davon singt „Freude schöner Götterfunken“ in einer ausländischen Sprache als Opernarie. Das ist auch irre. Dann sitzen wir bei Katinka und ich denke, die würden ganz gut zusammenpassen, mein politisch interessierter Betreuter und sie und der ist zuverlässig und kein Fremdgeber und hat keine Flausen im Kopf. Sie hat eine Katze, die ich rufen kann. Dann ist Günter bei uns zu Besuch. Ich trinke die Reste eines naturtrüben Apfelsaftes und er soll mir ja helfen die Reste aufzubrauchen. Er kann auch den anderen Apfelsaft nehmen, den ich frisch in die Teekanne gefüllt habe. Frisch? Er ist skeptisch und zu Recht, ich hatte gelogen, weil der schon länger da drin ist und er ist geliert und ich sage: dann muss der über Nacht umgekippt sein. Dann kann er den trinken, wo die Verpackung noch geschlossen ist. Dann Urlaubshaus mit Steffi und Jan. Es ist ihr letzter Morgen. Ich wecke sie und sie will unbedingt noch mal kurz in den Pool zum Abschied, auch wenn sie nur noch 10 Minuten hat und hat einen krassen Omabadeanzug an mit krassem Muster und ganz viel Stoff aus den 70ern. Ich sage, ich werde das Ferienhaus verlassen ohne einmal in diesem Pool gewesen zu sein und für sie war es das tollste.

Die Fotos sind fertig und kosten fast 100,- €. Die müssen aus der Innenstadt abgeholt werden, Photo Dose auf der Limmer gibt es ja schon ganz lange nicht mehr. Ich ekele mich vor den ganzen Pelzteilen und nehme heute das Häkeltuch stattdessen. Die Stola will ich meiner Schwiegermutter zurückgeben genau wie die bäuerliche Klobürste mit Naturborsten.

Für Rossmann und Nachschub bei der Monatshygiene ist es zu früh, 8:30 Uhr bin ich im Büro.

Ein Anruf wegen der Verstorbenen mit der Bitte um Rückruf, lösche ich, bin nicht mehr zuständig.

Jobcenter Widerspruchsstelle und er weiß nicht um was es ging bei seinem Anrufversuch. Ich habe mir ausnahmsweise mal den Namen gemerkt und kann ihm gleich mit dem Fallnamen auf die Sprünge helfen. Er sagt viel so was wie „oh Gott, was war das noch mal“ und ich sehe die Aktenstapel bei ihm liegen. Ich sage zu, mich heute darum zu kümmern.

Muss der Frau aus der MHH erklären, dass sie für die Tote zuständig ist und ich nicht ihre Arbeit mache. Da sterben doch öfter welche nehme ich an. Wenn sie keine Nummern der Angehörigen aufgeschrieben haben kann ich nichts dafür und die Stelle der Stadt Hannover, die Leute ohne Anhang unter die Erde bringt sitzt m.E. in der Marienstraße, aber machen sie das in der MHH das erste Mal? Ich bin verwundert.

Die Ärztin aus der Beratungsstelle, Herr Ihme kann nur in eine Wohngruppe, wenn er aufhört mit den Drogen und ich soll herausfinden, ob er dazu bereit ist.

Meine Schwägerin hat Gutschein für ein Sprüngli-Frühstück. Das weckt auch bei mir gute Erinnerungen. Wir schreiben uns etwas. Sie sagt, das Hunderennen habe Spaß gemacht, ich lasse mein schlechtes Gewissen raus als „Hexe von Schwägerin. Die Häkeltücher perfektionieren den Hexenlook“. Sie schreibt zurück, dass es doch ausreichend sei, wenn man sich in der Familie grds. wohlgesonnen sei und dem anderen nicht die Krätze an den Hals wünsche. O.k. das ist ganz rudimentär und wie bei Neandertalern, dass man sich schon freuen kann, wenn die anderen einen nicht erschlagen oder was. Das liegt bestimmt daran, dass ich immer mich und meine eigenen Ideen so in den Vordergrund stelle, was in meiner Namensfamilie anders ist. Die sind da viel besser. Schreiben ist manchmal voller Missverständnisse ist mein Fazit und ich stelle den email Ping-Pong ein.

Die persische Wohnbetreuung hat den Wohnungsschlüssel von Frau Stimmen und ihr Sachen in die Klinik gebracht. Später die Sozialarbeiterin auf dem Handy wegen Taschengeld. Sie hat Geld schon mitgenommen bis nächsten Dienstag, also für 2 Wochen und keine Reserven. Später rufen sie an wegen Zwangsmedikation. So weit sind wir noch nicht, jetzt muss ich anrücken und vereinbare einen Termin für Freitag (Donnerstag ist Suki-Tag). Wenn es nicht so traurig wäre… nachmittags ruft noch mal die MHH an, ob ich weiß, dass meine Betreute tot sei. Das ist wie bei Loriot oder in einem schlechten Sketch. Es ist das vierte Mal und irgendwie zum Heulen. Jetzt ist neben der Tatsache der Übertragungsweg langsam schmerzlich und traumatisierend. Die Organisation in dem Schuppen ist Katastrophe. Wenn da mal so ein japanischer Effizienzprüfer da, wird der Laden geschlossen.

Peggy ist verheiratet und schickt mir die neue Email Adresse mit dem Nachnamen ihres Manens, hat auf meine letzten Annäherungsversuche nicht reagiert und ich habe keinen Anlass auf eine Rundmail zu antworten. Bin ich vermutlich ausversehen in den Verteiler geraten.

Wasser in den Herzklappen. Die geben den Begutachtungstermin wieder zurück an die Deutsche Rentenversicherung und die sollen die Unterlagen vom Siloah anfordern und dann können wir uns die Begutachtung vielleicht ganz sparen.

Mein Herr Jordanien soll in dem neuen Formular der Botschaft unterschreiben, dass er ein Strafgeld von 100,- € bezahlt falls er den Pass noch mal verliert. Die Mutter ruft an und erklärt mir das.

Hole neue Bindenware, Tena Lady diskret kaufen traue ich mich noch nicht. Stephan sagt, warum, ich pflege meine Oma, o.k. die Uroma. Ich habe einen Beutel voller Rossmann Ware. Er sagt, ich bin kaufsüchtig und ich sage, wenn ich mit der letzten Binde arbeite und beim Sport nur in Schonhaltungen machen kann, weil ich mir so unsicher bin, dann ist das auch nicht Sinn der Sache. Er zeigt mir das Video und man sehe ich scheiße aus beim Sport. Verpasse Gabi im Laden, sie hat auf einmal eine Vertretung, damit hatte ich nicht gerechnet. Esse Zuhause ganz viel, unsere Wohnung an der Rialto-Brücke ist mit Blick nach hinten auf einen Platz (das haben die Recherchen meines Mannes ergeben, der sich an den grauen Steinen und dem Schriftzug orientiert hat. Der wäre echt ein guter Schnüffler geworden wie Columbo oder Kojak) und dann lösche ich noch meine Korrekturen bei BM, weil die Seite zuhause noch geöffnet ist. Fühle mich wie die Schülerin, von der gestern in der Umkleide die Rede war, die ihren Pass vergessen hat und nicht mit in die USA reisen konnte bzw. nachreisen musste und es hat 1.500,- € gekostet. Da meinte eine Mitturnerin, das wird ihr bestimmt nie wieder passieren.

Carsten hat den Tropeano Zeitungsartikel in Papierformat geschickt und einen Artikel über Viagra mit einer Ampelmännchenkarte zusammen. Die nehmen immer viel zu große Briefumschläge. Doppelverdiener, meint Stephan. Ich werde ihnen ein Foto ihres Blumenstraußes zurück schicken. Ich habe schließlich über 1000 Fotos hier liegen und die können nicht alle in Kalender. Freunde, die keine Kalender mögen, wie Claudia, bekommen die Fotos einfach so. Madelaines und Käse aus Straßburg sowie Soleier aus der Nordstadt und eine Freundin, die den Mittelfinger in die Kamera hält. Passt doch alles. Das 1 A Foto von Suki auf der Rennstrecke (miniklein alles und ich stehe am Ende hinter der Ziellinie mit meiner roten Handtasche vor mir auf dem Rasen), kommt hier an die Wand. Schon an der Körperhaltung sieht man, dass er nicht rennt. Großartiges Foto. Der Erlebnistag hat sich gelohnt. Was diese anderen Windhundeltern für den Sport ihrer Sprösslinge ausgeben und dann jedes Wochenende sich beim Fußball- und Tennistraining die Beine in den Bauch stehen und mit den anderen Eltern vergesellschaften. Nee. Die Fotos von den Kollegen im Le Moissonnier aus den guten alten Zeiten werden gleich in die Fächer verteilt.

Mein Bruder will angeblich doch nach Kalifornien und muss das beim Familienrat und Arbeitgeber durchboxen und ich würde meine Mutter doch kennen, was die will. Ich wäre schlecht gelaunt, stellt er fest und wünscht mir gute Besserung.

Mein neuer Betreuter will heute vorbei kommen mit der Liste, dann ist ihm der Termin zu lange hin und er will früher. Er hat eine Liste aus dem Internet genommen und auf einem USB-Stick. Das will ich hier nicht in meinen Rechner stecken oder stecken lassen (weiß nicht, ob zu Recht oder weil ich mich nicht auskenne). Er hat sie ja gerade erst gemacht, dann schreiben wir die Liste aus seinem Gedächtnis. Das kann er nicht. Das war vorgegeben. Ich sage ihm, dass ich nicht weiß, wo er seine Informationen her hat, aber eine individuelle Liste musste bisher jeder einreichen und nicht nur Textbausteine aus dem Internet, das ist normal und keine Schikane. Die Wohnungen sind verschieden, manche haben eine Küche, manche nicht. Das ist nicht San Soucis, ein Schloss mit 50 Zimmern was wir einrichten. Wenn wir in Gedanken die Räume durchgehen. Die Verpflichtungsscheine sind ihm scheißegal, die kann ich ihm in einem Jahr bringen, er will Kohle. Wenn er nicht 1000,- € kriegt, dann kann er sich gleich auf ner Luftmatratze besaufen. Die Frustrationstoleranz ist sehr gering. Er schickt es mir jetzt per Mail. Er will 1.380 € als Pauschale und bloß nicht Fairkaufhaus. Irgendwie kommt der mir vor wie in dem Film gestern, aber weniger gut durchtrainiert.

Versuche Herr Tai Chi im Siloah zu erreichen. Hier geht es weiter, der ist hier nicht, habe ich noch nie gehört den Namen als ich Zimmernummer aufsagen kann findet er ihn doch und bringt mich zu ihm und ich höre den Pfleger sagen: „wer ist denn Herr ….?“.

Ich schreibe den Insolvenzverwalter an wegen meiner Betreuten, die noch mal das Lehramtsreferendariat angetreten hat. Das geht nur 6 Monaten und ist am 25.02. beendet, der Vorbereitungsdienst.

Beim Sport kann ich wieder lächeln. Abends kommt Stephan spät und ich nehme seine Termine an. Dann gibt es heiße Pflaumen, diesmal mit Eis, meine neue Lieblingsspeise, das Kompott. Termin beim Steinmetz für meine Schwiegereltern, bereite sie, d.h. meine Schwiegermutter darauf vor, dass sie ihre Pelzstola und die Klobürste zurückbekommt. Sie ist irritiert, weil sie sich an die Bürste nicht erinnern kann. Dann Larissa, kommt heute auch wegen Treppenhaus mit Steffi, einer Restauratorin und einer Praktikantin. Ich hatte beim Sport an die Perlen gedacht und das Programmheft ist in der Post und ich habe schon gedacht, dass sich das so überschneidet mit Venedig, das wir ab Donnerstag nicht da sind und so ist es auch. Mal wieder graben in den Besitztümern und schauen was schon länger nicht mehr getragen wurde, Unvorteilhaftere Hütchen müssen demontiert werden. Ich habe eine auf einem Knäuel Baumwollgarn gemacht, ein dicker, schwerer Dutt. Das Garn hätte ich zum Häkeln gut gebrauchen können, ich sucht händeringend weitere Baumwolle und habe meine Mama schon verrückt gemacht und das Tuch wird schon getragen, ist also „fertig“. Es muss regelmäßige Kontrollen geben und nur Hütchen, die wirklich gelungen sind und die ich auch noch mal tragen würde, die Elite der Hütchen, die besten der besten der besten dürfen die Selektion überlegen. Das ist hart, aber solange es nur um Hütchen geht, wohl moralischer Konsens.

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Polizisten können Vieles

05.09. Traum: Wir sind mit Michi und Markus unterwegs und sollen auf einen Jugendlichen aufpassen. Cyrill? Der ist abgehauen, also wir haben versagt beim Sitten. Irgendwie trennt sich die Gruppe und vermutlich hat der Scheiße gebaut und Stephan und Markus kommen deswegen nicht nach, weil sie ihn unterwegs aufgegabelt haben und sich kümmern. Ich koche mit Michi und das läuft ähnlich chaotisch ab wie bei mir gestern. Ich will Käse erhitzen und irgendwie in heiße Milch oder Sahne einrühren und nehme eine japanische Holzpfanne, die ein Loch hat und da fließt das hin. Schnell muss anderes her, Glaskolben, aber der hat unten keinen Boden drin und man muss einen kleinen Teller darunter stellen.

Ich soll gucken was bei den Nachbarn vor dem Schlafzimmerfenster steht. Ein Container für die Gleise, die sie abbauen.

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Empfehle verspätet Pipi und da wollen wir Morgen mit M & M und dem Gast aus Schottland noch mal rein gehen. Wird auch Zeit. Ich will das schon die ganze Zeit, aber jetzt ist auch das Wetter dafür. Den Amy Winehouse Film in einer Nachmittagsvorstellung? Mein Arm mit der Brandverletzung gammelt vor sich hin. Die Frauen, die blutet und leidet.

Ich habe hier noch 2 Paar Schuhe, die ich hätte anbieten sollen. Und Andrea hätte die ganzen Seepferdchen, die ich aus den Socken ausgeschnitten und auf die Häkelkorallen festgesteckt habe annähen können. Das wäre abendfüllend gewesen. Habe auch so schlechtes Gewissen, dass meine Bastelarbeiten so im Vordergrund standen. Stefanie die Sachen vorbeibringen? Neben Strickjacke ist jetzt noch eine blasse Bluse und das grüne paar Schuhe sowie eine große Glasperle auf dem Stapel gelandet. Aber die steht auch nicht so auf Spontanbesuche, die man nicht angekündigt hat. Die mit den Blumen will bisher keine, ich werde sie Jasmin anbieten.

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Die Regel wieder vorbei? Es regnet, lass uns lieber mit dem Ticket, was ab 17:30 Uhr als Fahrkarte gilt Bahnfahren. Aber womit, ein Blick vor die Tür und die Gleise sind im Container und der Bus fährt auch nicht. Der Nachbar war heute noch mal bei Pipilotti und hat den Nan Goldin Katalog gekauft. Jan hat den NDR Bericht auch gesehen, der Typ, der sich über die Gentrifizierten am Lindener Markt aufregt und zu Francesco geht. Spielt Cyrill Hockey? Auch der Bus fährt umständlich weit ab. Wo wollen wir hin? Zu Zinnober, zu Hanno? Wolken als Berg am Horizont und der Himmel hellblau-grau, wie Asche. Zum Helmkehof? Die Gemüseschlacht war auf der Brücke und alles liegt voller Melone und Sellerie und Paprika und Pfirsichen, hier gibt es wirklich alles was man für die Suppe und zum Kochen braucht und für den Nachtisch, dazwischen Fischköpfe. Das Licht im Georgengarten ist ganz herrlich. Einen Cocktail in der Hotelbar am Aegi schlage ich jetzt vor? Die kennen wir auch noch nicht. Mein Hütchen wirkt wie eine Wahrheitsdroge und die Leute können sich nicht verstellen. Ich sehe richtig wie ich ihnen einen Knoten ins Gehirn gemacht habe. Das tut mir fast leid. Ein Schwarzer strahlt mich an und freut sich, genauso authentisch und es freut mich. Wo kommt die Musik her? Wo spielt Laing? Gleichklang, neben dem Faust, dann dort hin. Ich bin so was von schwankend. Grausam mit mir unterwegs zu sein. Stephan interessiert der Film morgen Nachmittag nicht, der will Venedig die Unterkunft suchen. Faustwiese umzäunt. Kostet 6,- €. Kann man unterstützen, nix los, matschige Wiese, Tic Tac Toe auf der Bühne, Hip Hop mit deutschen Texten, klingt alles gleich und die Musik sind Hits vom Band. Einen Cocktail und vegane Bratcurry und Pommes. Die Frau vom Izarro, von dem Typen, der, der auch das Fischers macht, der auch da ist, die aus Nürnberg kommt sagt, dass sei Steuergeldverbrennung, weil ein Ministerium steckt dahinter und die haben nicht geworben und es ist frustrierend, wenn keiner da ist und man wisse nicht, was man für Stunden aufschreiben solle, weil gearbeitet hätte man nicht. Die Bar vom Safran soll südamerikanische Sandwiches anbieten. Da können wir auch mal ein Getränk nehmen. Der Hund ist schlau. Das sieht man schon am Blick. Manche schauen nur Stulle und manche schauen einen richtig an.

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Tanztheater, die Gottesanbeterin oder Alien in schwarzen Ganzkörperanzügen ist toll gemacht. Der Typ mit dem Bart hat den meisten Ausdruck für meinen Geschmack. Die zweite längere Hälfte in hautfarbener Wäsche, wie nackt. Gut getanzt, aber kann man alles reininterpretieren. Die Techno-Musik hat nicht genervt. Da war das Stück von Peeping Tom schon ein anderes Kaliber, richtig mit Bühnenbild, Requisiten und Geschichte, eine Geschichte die erzählt wurde, eine Botschaft und interessante Bilder, die tänzerisch umgesetzt wurden. Ina erzählt von Venedig und der zufälligen Entdeckung der Biennale, weil da Iranischer Pavillon stand und ihr Mann war gerade in Teheran und da wollte sie sich das mal anschauen und Steffi wollte auf das Festivalgelände, um sich das anzuschauen, was sie dann wiederum nicht so interessiert hat und dann das Laufen von einem Palazzo zum anderen um möglichst viele noch zu schaffen und was das für eine krasse Erfahrung war, die sie nicht vergessen wird. Sie hat sich Freitag 14 Uhr bügeln eingetragen in das Tanzprogrammheft. Was will sie bügeln? Die hautfarbene Wäsche. O.k. die Berge an Klamotten für Made in Bangladesch.

Jante, nicht Dante. Dante wie der Fußballspieler? Ähh? Ich dachte an einen anderen. Ätzende Familien, Rechtschutzversicherung, der Sprößling labert die ganze Zeit, von Beruf Sohn. Leckeres Essen (auch toll dekoriert, wie Herbstlaub gestanzte Rote Beete), am besten fand ich die beiden Fischgänge, das pochierte Ei in dem einen Gericht war auch sehr köstlich und das Karottensorbet auf Salzkaramel als Zwischengang und das Reh war auch hammer. Gute Weine, da hat Mona ein Händchen für. Schön eingerichtet, das war sie mit Hilfe ihres Bruders, der die Holzarbeiten gemacht hat. Die Lehnen sind niedrig und ich übe Rückbeugen. Die Melkschemel hängen unter den Tischen und in den Eimern wird der Wein gekühlt. Schön, dass sie in Hannover sind. Sie können es noch gar nicht richtig begreifen und auch mittags haben sie ihnen die Bude eingerannt. Wo gehen wir noch in Hannover essen sowie auswärtige Empfehlungen für die Weihnachtsfeier in Berlin und Wien. Schön, dass wir da sind. Mona umarmt uns beim Gehen.

„Rave on“ im Gleisbett, eine Gruppe Arbeiter im Licht des Schweißstrahls. Die backen frischen Straßenkuchen. Die Lehrlinge sind aber schon nach Hause gegangen. Mit Markus in der Menagerie treffen?

06.09. Traum. Ein Typ hat einen anderen umgebracht, den er nicht kannte. Frage nach dem Motiv, aber ich bin keine Ermittlerin. Könnte ein Crackjunkie gewesen sein so eine Tat. War Polizist, der erschossen wurde und ist auf voller Polizeidienststelle passiert. Video zeigt maskierten Mann, hatte Kollegen als Geisel, der auch Maske trug und den sie für weiteren Täter gehalten haben und so konnte er entkommen, während sich alle um den vermeintlich zweiten Täter gekümmert haben. Ich bin scharf auf den einen Typen und will mit dem schlafen. Stephan ist nebenan und soll es nicht merken, habe ein schlechtes Gewissen und mache es dann doch nicht, würde aber gerne. Dann geht es um ein Festival und wir sind mit jungen Amerikanern unterwegs. Krasse deutsche Musik wollen sie von mir wissen. Ich empfehle Kurt Schwitters, die Ursonate oder Mecky Messer, das ist ein bisschen wie ein Musical, aber war der Typ überhaupt Deutscher, der ist ja ausgewandert der Kurt Weill, zumindest deutsche Texte. Hier auf dem Festivalgelände ist alles sehr gut organisiert, der Müllbereich, Stationen wo man Sachen bekommt und abgeben kann. In einem Wagen bietet ein Typ Singvögel zum Verkauf an, wie die veganen Pommes gestern.

Heike schreibt, dass die Pipiempfehlung zu spät kam und gut gewesen wäre. Der Stoffladen in Hannover hatte zu und Turnschuhe hat sie auch nicht gekauft. Dann blieb nur so Stadt und das ist sehr unergiebig. Ich werde die zwei Paar Schuhe fotografieren, die noch im Angebot sind und was ist mit dem Reisenähset in der Kleiderbürste?

Claudia ruft an. Selbstgemachte Krankheit. Nein, nicht jede ist selbst gemacht. Zeckenbiss und dann Borreliose z.B., gut man hätte in der Wohnung bleiben können, aber hier sehe ich schon Unterschiede. Ihre Eltern schicken ihr Zeitungsartikel, dass Ecki das Clichy verkaufen will und glücklicher verheiratet, für die Gleichstellung von Schwulen und sie sucht nach der versteckten Botschaft. Wegen Urlaub mit ihrer Arbeitskollegin. Soll sie jetzt anrufen und sagen, dass sie das Clichy übernimmt und lesbisch heiratet zusammen mit der Taufe der Enkelin in der katholischen Kirche. Ich muss abbrechen.

Der Wind nervt und zuppelt an meinem Hütchen. Michi gefallen die Socken. Der Kaffee im Rossi ist gut und die Brötchen auch. Michi ist eine Diva. Das braucht und pünktlich Kommen ist ausgeschlossen, aber hier wartet man gut. Das Magazin der Süddeutschen oder ist das Zeit. Artikel über Freundschaft und irgendwie auch Modeshooting bzw. Name dropping. Das ist sehr gewollt Frederik Lau mit seinem Kumpel. Frederik trägt eine Jacke von Prada und Hosen und Schuhe von Adidas. Gute Freundinnen ziehen auch angeblich gleich an. Das bezweifele ich bzw. manchmal eben auch nicht, wenn man auch was anderes als sich selber zur Abwechslung mag. Dann noch so sinnvoll Sachen wie ein Kerzenständer und Aschenbecher zugleich aus Marmor. Sieht aus wie eine Klobürste, aus Marmor halt. Ein Ring, bei dem der Diamant versteckt ist und der heißt innere Werte. Haha.

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Das Atelier im Quellengrund ist malerisch, eher so ein Frauending und der Macho unter ist ja auch eine hässliche Frau in Wirklichkeit, der aufgeräumtes, verträumtes Nest hat und mit Papier arbeitet. Ich mag die Katzen und die Briefaktion. Hier kann man sich einen Briefumschlag aussuchen und eine Adresse dazu schreiben und für 1,- € bekommen die Erwählten Post. Sie haben diverse Umschläge bereitliegen mit verschiedenen Katzenrassen als Liebesmarken beklebt und dazu „Wunderbrief“ geschrieben und einen Buchstaben gestempelt wie „W“. Die Katzenmodelle haben alle rote Nasen, wie Clowns. Zwei Briefe gehen nach Hamburg zu den Jungs und zu Claudia, die auch Katzen mag und der ich vorhin von Zinnober erzählt habe. Dann zu meiner Tante und nach Wien. Ich gebe Extraporto wie Andrea für Schottland. Man kann Text dazu schreiben, aber das tue ich nicht. Gute Idee, wie ich finde. Hariette macht schöne Tonsachen und auch Bilder, die 3-D aussehen, als wäre der Fellball wirklich mit Kunstfell beklebt und hat auch sonst schöne Sachen, Teekanne, Blumen. Hier könnte man ein großes, buntes Häkeltuch auch gebrauchen denke ich mir so, neben dem Waschbecken liegt eine Häkeldecke und bewirtet mich mit Tee. Lustig ist der Spruch mit den Unicorns an Noah. Tee gibt es bei Vera dann auch mit Keksen dazu und ich werde einen Mustang-Aufkleber los und bedauere, dass ich keine Kuckucksuhr als alten Anstecker und den Terrier aus Bad Salzuflen mit dabei habe. Das würde passen wie A auf E. Ich soll vorher fragen bevor ich allen was aufdränge und tue es auch. Die hat Männer mit Vögeln gemacht, eine Serie Scherenschnitte. Markus hat das geilste Retrofahrrad Miele mit passenden Ventilkappen.

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Pipilotti ist großartig und die Verbindung von Pflanzen Formen und Strukturen und menschlicher Körper ist genau wie das Hütchen was Andrea entworfen hat. Das Thema hier für mich, die Ähnlichkeit des Weltalls mit dem menschlichen Darm. Nan Goldin, die Kinderbilder sind großartig. Das eine Kind in Windel mit erhobenem Zeigefinger, der Jesuspose. Die Gegenüberstellungen zwischen Menschen die sie fotografiert, die teilweise recht krass aussehen und den Klassikern der Kunst gefallen mir gut und viel besser als das was ich bisher gesehen habe. Markus hat den leckersten Zwetschgendatschi gebacken aus dem Neef-Backbuch. Die konkurrierenden Fotokalender und Erzählungen vom Berg mit dem Weinanbau aus Hannover und Berlin und dem CSD und dass Regenbogen in Wirklichkeit rund sind.

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Schlechte Nachrichten von Georg aus Hagenburg. Dafür wollen die Essener in den Herbstferien vorbei schauen. Wann sind die in NRW und mal schauen, ob das klappt.

Abends das Chili schmeckt besser als die Zucchini aus dem Garten. Das schmeckt eher gesund. Dazu werden alte deutsche Weine aufgemacht und weggeschüttet. Nach dem Essen gibt es die Salzstangenbällchen aus der Schweiz. Da hat jemand die Salzstangen rund geknetet. Die Aufkleber kann man bei ebay verkaufen. Das Fa-Aerobic Dancing wird für 3,49 € angeboten und Blaupunkt, der Große in Kleiner soll schon 9,98 € oder so kosten. Bei mir leuchten die €-Zeichen in den Augen. Den Braunaufkleber, der bei meinem Kollegen liegt wird wieder konfisziert. Der weiß damit auch nichts anzufangen. I come from Hannover von der Sparkasse hat Andrea mitgenommen nach Schottland und zwei Puma-Aufkleber Fabian, den wir im Sprengel trafen für seine Jungs. Auch gut, aber ich weiß jetzt, dass ich für 3,50 € plus Summe X die Verkehrsschildstange vor meiner Arbeit verschönert habe. Bei den Pumaaufklebern wundert man sich, dass Puma einmal dachte mit diesem schlechten Karikaturkatzenmaskottchen die Marke voran bringen zu können. Das Kermaikschwein für Chorizo ist aus Portugal. Ich habe jetzt zwei Eintrittskarten für Pippilotti und Nan Goldin. Die gelten bis 27.09. und sind übertragbar. Den Trick kannte ich bis dato nicht, war ein Tipp von Markus.

07.09. Traum. Jugendliche Gäste, jetzt vertraue ich dem Mädchen mit Fahrrad an und das Leihfahrrad kann wieder zurück gebracht werden, alles sehr umständlich und ich bin Kontrollfreak. Sie hat Angst in unserem Stadtteil und dunkle Gänge, d.h. Bahnunterführungen und Männer mit Motorrädern. Nein, das ist alles harmlos. Ich muss durch Schlamm laufen und meine Schuhe, die muss ich abspülen und ärgere mich (Anspielung auf die Regenstiefeletten, die es ab heute bei Lidl gibt) und das blöde Wetter. Irgendeine der Jugendlichen hat Geburtstag und es geht um Geschenk, gelbe Blumen mit einem Sektglas daran hat sie schon geschenkt bekommen. Jemand anderes packt mein Geschenk für mich ein, aber nur Teile davon. Gefeiert wird in einem Friseursalon. Da stehen auch die Blumen im Schaufenster. Dann ist es ein männlicher Jugendlicher, der zu Besuch ist. Ich zahle ihm sein Leihfahrrad. Dann schließt er es nicht an und passt nicht darauf auf, d.h. es wird geklaut während er daneben steht (und mit seinem Handy spielt) und es noch nicht einmal merkt. Ich bin sauer und sage, das dürfe er jetzt selber zahlen, den vollen Preis für die Wiederbeschaffung. Es wird gerechnet und über Taschengeldsätze nachgedacht und wie er mir das überhaupt zurück zahlen kann. Ich werde wach und überlege, ob das konsequent ist, das Fahrrad bezahlen, aber wenn es geklaut wird nicht, aber er war eben schuld und so fahrlässig. Es war die pädagogische Strafe.

Die Bahn fährt wieder. Dann haben sich die Nachtschichten ja gelohnt. Dann kommt der obligatorische Anruf um 20 vor 9, dass irgendwas ist und es nicht klappt. Irgendwie nervt mich das. Auf der Haz stehen handschriftlich unsere Initialen, d.h. von den Parteien im Haus. Steht bei Jan was anderes drin will Stephan in fragen.

Lidl lohnte sich nicht so. Mais und Spitzenleggings. Hinter mir eine russische Familie, die das Unterteil eines Kinderwagen als Einkaufshilfe dabei haben. Da ist eine 50er Jahre Decke drin, die nach Garten ausschaut und gekauft werden 20 Gläser eingemachte Gurken.

Die Hecken wurden geschnitten und sehen schwer nach Friseur aus, Militärschnitt aus. Ich finde den Spruch an genau dieser Häuserwand zum Schießen.

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Holger wird nicht beigeordnet, kommt aber trotzdem Morgen. Jetzt hat es sich erledigt und die Richterin macht es doch. Schön, wenn die Probleme sich schon erledigt haben bevor man davon was mitbekommen hat.

Herr W., der Polizist ist der Sache von Herrn Yoga. Er will mich nicht beim Frühstücken stören. Ich esse trotzdem weiter Erdnüsse. Ja, ich mache die rechtliche Betreuung, aber Strafverteidiger habe ich ihm besorgt, weil das mache ich nicht. Meiner hat darauf verwiesen, dass er psychisch krank ist, Abilify lag herum. Das kennt er aus anderem Zusammenhang und da muss man ziemlich krank sein.

Herr Yoga war nicht überrascht , dass sie kommen. Hat das beim Meditieren gesehen, Waffen braucht er für den Weltuntergang. Er isst nicht und trinkt kein Wasser, sondern nur Milchkaffees mit Zucker (genug Nährstoffe) und hat zig Dosen davon rum stehen und Nahrungsergänzungsmittel und Sportpräparate. Ich war überrascht, dass sie kamen und habe es nicht beim Meditieren kommen sehen.

Hat zugestimmt, dass Waffen vernichtet werden können. Ich glaube ja nicht, dass die Gefahr von den Abilify-Nutzern ausgeht, sondern von Schützen und verlassenen Ehemännern. Wenn einer nicht zustimmt, dann kann er auch nichts machen, oder? Doch, er ist Polizist, er kann Vieles. Gefahrenabwehr und er nimmt sie mit und man kann sie dann vor dem Verwaltungsgericht wieder rausklagen. Das sei vermutlich schon überzeugend und wie muss ich mir das vorstellen. Sie suchen nach Graspflanzen und finden dann eine Gaspistole und nehmen die auch gleich mit, wenn sie einen Kampfhund gefunden hätten, dann hätte sie geguckt, ob der Listenhund ist und Hundeführerschein vorliegt und sonst unterschreiben lassen, dass der eingeschläfert werden kann unter dem Eindruck der Durchsuchung wäre ja einiges möglich. Nicht, dass er mich falsch versteht, ich bin dafür Waffen einzuschmelzen, aber ich bin so unbeleckt in Strafsachen und will es mir vorstellen.

Mädchen haben detailliert beschrieben, wo die Pflanzen sind. Konsumieren auch so und haben kein Geld und gehen dann dort eben hin, wo sie umsonst an Drogen ran kommen. Er will die Drogen von ihnen bekommen haben. Das glauben sie weniger, weil die da gar nicht das Geld dafür haben. Er hat den Mädchen erzählt, dass er Wespenkönigin war und die ganze Gruppe zu kontrollieren und er glaubt das. Ich glaube, die hatten ihre Freiheiten bei meinem und haben den Kühlschrank leer gefressen, Fußball-WM geguckt und wollte nicht nach Hause, auch dann nicht als sie schon genervt haben. Kennt er das nicht? Pubertät und dann ein Erwachsener, der keinen erzieherischen Anspruch hat und man kann tun und lassen was man will und mit Freundinnen abhängen und muss nicht zahlen wie in einer Kneipe und ist gemütlicher als Park. Das ist besser als bei Mama und eine Selbstbestätigung ist es auch. Die haben das Fußballgroßereignis bei meinem geguckt und wollten dann nicht wieder gehen und sind ihm auf den Wecker gegangen. So habe ich es in Erinnerung. Ob ich auf meinen einwirken kann? Ob ich auch Lebensberatung machen würde. Klar. Auch Farb- und Stilberatung. Alles was gefragt sei. Ja, ich habe damals auch gesagt: Vorsicht. Es gibt so Sachen, das steht Ärger drauf und da warne ich meine immer vor und das wäre so was. Jenseits des Strafrechts, gibt es Eltern und Jugendämter und da kann nichts Gutes bei rauskommen. So ein Mädchen nimmt sich die Gaspistole und schießt auf meinen Hasen, weil er ihr das Handy wegnimmt und ihr Freund gerade per SMS mit ihr Schluss gemacht hat.

Sie glauben nicht, dass meiner verkauft hat. Auch der Vorwurf, dass er sich den Mädchen unsittlich genähert haben soll ist nicht im Raum. Hat angeboten, dass sie die Sauna benutzen können, wenn er einkaufen geht. Wollte noch nicht mal dabei sein. Die Nachbarn meiner Eltern und Eltern meiner Freundin damals schon in meiner Pubertät und ich fand das eklig mit den alten Säcken zusammen in die Sauna, aber für die war es das tollste und Natur und Gesundheit und nackt im Garten in die Grundwasserquelle springen.

Bekommt er denn das Telefon wieder? Weil er ist ja kein Drogenhändler und ich als Betreuerin bin an seiner Erreichbarkeit interessiert. Je größer der Dealer, desto weniger Telefon erfahre ich von dem Experten. Es würde geprüft, ob da relevante Daten drauf sind, dann kann er es wieder bekommen. Es entscheidet die StA. Ich habe ihn beruhigt, dass er nicht in den Knast kommt und es auch Bewährungsstrafen gibt und das wäre mir noch lieber als Geldstrafe, die man tilgen muss, aber ich könne es mir auch nicht aussuchen. Er stimmt mir zu, Gefängnisstrafe wird es nicht geben, aber „Schuss vor den Bug“ und Knast nur, wenn er auf die Zeuginnen einwirkt, dann U-Haft wegen Verdunklungsgefahr. Die Mädchen haben Bedenken. Es gibt Chats und da hat er mal was geschrieben von wegen totes Eichhörnchen vor die Tür legen. Er hat zugestimmt, dass sie sich das anschauen können. Ich soll auf ihn einwirken, dass er das lässt. Es sei ihnen egal was er selber konsumiert, aber es geht um Jugendschutz.

Dann macht er noch Äußerungen über die Wohnung. Da war ich nur einmal ganz am Anfang mit der Richterin. Das entscheide ich dann nach Berufserfahrung, ob ich glaube, dass man da des Öfteren nach dem Rechten schauen muss (Messie, Demenz etc.) oder nicht und hier habe ich gesehen, Esoterik, Halbedelsteine, überkandidelt etwas und sonst ist er sehr sportlich (siehe Sportlernahrung und Nahrungsergänzungsmittel) und schaffte den Weg zu mir. Wenn er jetzt sagt, da sehe es bedenklich aus, dann würde ich da mal wieder hinschauen. Vielleicht kann ich in die Sauna während er einkaufen ist.

Die Wohnung von meinem Neuen liegt über der Mietobergrenze. Was das Sozialgericht davon hält weiß ich ja jetzt seit letzter Woche. Diese Erkenntnisse kommen mir gerade gelegen und geben mir Rückenwind. Er ist in Panik, weil er auf der Straße sitzt und bei Kumpels übernachtet und nicht weiß, wo er Morgen pennen kann. Das wird noch etwas Arbeit, aber Morgen gehe ich an den Teamleiter ran. Neue Betreuung bzw. noch besser welche die man übernommen hat, sind immer die Chance zu zeigen, dass man was reißen kann.

Herr Ihme, entschuldigt sich, dass er Montag oder Freitag nicht gekommen ist. Er muss die Wohnung schnellst möglich kündigen. Er hält es da nicht aus, Wasser ist vergiftet und schmeckt übelst, taugt kaum zum Duschen. Ich spreche ihn auf den Wasserschaden an. Er hat auch einen Ring an der Decke. Ja, umso wichtiger ist es, dass die Hausverwaltung das eruiert, wo das her kommt. In der Wohnung werden die Ameisen aktiv und fangen an zu krabbeln als würde er im Gras liegen. Muss da raus. In der Klinik haben sie ihn nur abgeschossen mit Medikamenten. Das braucht er nicht. Wohnung kündigen, wie geht das und wann und vielleicht betreutes Wohnen, das passt besser zu seiner sozialen Situation. In Hannover soll er wenig geben, aber außerhalb viel und dann geht er nach außerhalb würde er vorschlagen. Ich scherze, dass er wohl Gefallen gefunden habe an Wunstorf. Ja, der Trafik gefalle ihm dort besser, also der Verkehr, wenn nur 5 Leute auf der Straße seien. Das sei besser für ihn. Er sei ein dickhäutiges Tier und brauche eben mehr Platz. Spreche ihn auf das Fahrrad an, war geliehen, „von einem Kollegen“. Ich soll mir eine richtige Tastatur besorgen, wo ich die Hände ablegen kann. Das schont die Gelenke. Ich bin aber keine Sissi und habe nichts mit Gelenken.

Mikael hört bei Movenyo auf. Ich will nicht in das Tanztheater mit den kreiselnden Frauen. Stephan muss für Ersatz sorgen. Schlage die Studio-Chefin vor. Er will meinen Kollegen. Der ist aber nicht da. Denke, er sitzt nebenan, dabei ist er in Konstanz bis einschließlich Mittwoch. Wir probieren das neue Café in der Deistertraße. Berlin kommt nach Hannover. Hipsterkram. „Prices in Euro“. Es gibt Bananabread, Sauerteigtoast mit Avocado, aber leider kein Eggs Bendict und der Kaffee schmeckt auch nicht so geil, Drip Coffee, diamond shapes, alles im Reagenz-Glas und gesalzene Preise. Ich mache heute Abend Pfannkuchen. Das ist besser, sprich befriedigender.

Elisabeth hat den Termin nach meinem nicht geschafft (das war mit dem Gutachter). Sie hatte „Polizeiaction“, das war Samstag. Labbert bis ich sage, jetzt ist Schluss. Der Typ von den Stadtwerken auf dem AB. Die Zählerstände vom Gas stimmen schon wieder nicht. Ich werde noch verrückt.

Wenn es hier herbstlich wird, denke ich unweigerlich an Kalifornien. Nur Kalifornien kann mich trösten. Das wäre toll, wenn es jetzt nicht nach Venedig gehen würde sondern 2,5 Wochen dorthin.

Papsi bastelt gegen die Nervosität, ist aber Donnerstag erst dran.

Ich will gerne die Aufkleber bei ebay verkaufen, aber nicht selber. Gebührenteilung kann ich schlecht mit einer Betreuten machen, die einen Einwilligungsvorbehalt hat. Muss mal den Kollegen fragen. Der kennt auch Spezialisten.

Beim Sport lobt mich Mikael, dass ich aussehen würde wie eine Stewardess von KLM. Später noch mal, ob ich im Urlaub gewesen sei und gerade gelandet. Mein Pflaster hängt unappetitlich runter und ich muss es schließlich abmachen. Ich sehe aus als würde ich langsam weggammeln. Stephan hat Markus gefunden fürs Tanztheater.

08.09. Ich trete in meine Strumpfhose beim Anziehen und das eine Bein ist jetzt fast ab und hängt nur noch an einem Faden. Oben hui, unten pfui. In Venedig sind die Erdgeschosswohnungen niedrig. Wer will da schon hin? Ich wusste nicht, dass ich so schlimm Sehnsucht kriege nach Kalifornien. Ist wie Heimweh und nächsten Oktober geht es auch nicht wegen Goldener Hochzeitsreise meiner Eltern. Ich will da so gerne wieder hin und durchlebe alles noch mal und bin arg abgelenkt. Wenn Venedig nicht wäre, wäre es noch schlimmer, dann würde ich auf Teufel komm raus versuchen was zu reißen. Der Jordanier mit Strafverteidiger und 3 Frauen, die ihn zur Verhandlung begleiten. Ob ich die schwarz-weiß Fotos schon genommen habe, weil er hat jetzt bessere. Die Richterin ist penibel und jung. Der Staatsanwalt will nicht einstellen wegen der Bewährung. Es gibt 40 Tagessätze á 3 € (wegen Taschengeld 103,- € im Monat) für einen Fachmann von Rossmann im Hauptbahnhof für 1,69 €, der ihm wieder abgenommen wurde. Andere Sachen hatte er bezahlt und war überhaupt total besoffen und hat keine Erinnerung daran. Er muss gegenwärtig noch 850 von 900 Stunden ableisten und ist viel krank und wird am Knie operiert. Ich sehe überall Kalifornien, in der Holzvertäfelung des Gerichtsaals und in dem runden Stuck unter der Decke, der ausschaut wie Wellen, die Muster in den Sand gemalt haben. Sehnsucht. Ich könnte Jederzeit losheulen, wenn ich mich in diese Kaliforniensache hinein steigere.

Kurzes Gespräch in der anderen Sache im Flur. Holger sagt, er sei gespannt auf den Aktenvermerk. Der Polizist von Herrn Yoga wird sich einen gemacht haben. Ich auch. In der Gerichtspost soll die Betreute aus Linden die Kosten der Betreuung für ein Jahr bezahlen. Die wird ausrasten und ich halte es inhaltlich auch für fasch. Die 12.000,- € sind nicht Vermögen, sondern davon muss sie ein Jahr leben. Das kann man den Steuerberater fragen. Andere Betreute habe viel mehr und machen dann eben Schulden und leben auf großem Fuß und gelten auch alle als mittellos. Das ist eine erhebliche Benachteiligung von Selbständigen. Das nervt mich und wird noch Ärger machen.

Ich gehe dann erst mal zu Lidl in den Hauptbahnhof, weil die Strickstrumpfhosen sind echt gut. Bei der Blutabnahme treffe ich den Kollegen, der Krebs hat und bei dem ich mich melden wollte und mich ewig drücke. Er wundert sich wohl was ich hier mache. Er sieht ganz gut aus. Das freut mich. Sein Kollege aus der Kanzlei hat geheiratet, morgens standesamtlich und abends persisch mit weißer Kutsche und 4 Ringen und 120 Gästen im Rathaus. Er will nicht wissen, was das gekostet hat. Die Frau hat im Mezzo bedient und Kinder- und Jugendpsychologie in München studiert und zieht im Oktober zurück nach Hannover, zusammen gewohnt haben die beiden noch nicht. Das klingt als seien da Kinder in Planung sage ich, was bejaht wird. Er muss wieder arbeiten, halbtags, weil er sonst nicht über die Runden kommt und fliegt viel nach Süditalien und Sizilien. Da hat er einen Freund und er zahlt nichts, nur den Flug. Er wird gerufen und ich bin auch dran und lasse mir mein Pflaster professionell machen. Nur deswegen bin ich hier, scherze ich. Gewicht? Zugenommen. Sollen mal 78 kg eintragen.

What are days for muss viel an Laurie Anderson denken und das aufsagen, wenn ich unterwegs bin.

Oxfam, zwei scharfe Röcke in grau und schwarz, einer eng und mini in Größe 38, der andere Wolle, Nadelstreifen und eher elegant, ein Hörspiel von John Steinbeck von Radio Bremen, 90 Minuten für 6,50 € sowie eine Wonderbrotdose in der Form eines Sandwiches (USA Heimweh, es passt und ich freu mich über das Stück mit dem Punktemuster an der Seite, abgeschrabbelt), dann Büro. Da wartet mein Mann und hat ausgeholfen. Nur gute Nachrichten warten mit ihm auf mich. Die Wohnung, die 8,- € zu teuer ist gibt es als Einzelfallentscheidung, dafür auch etwas Möbellager. Da muss er durch. Ich melde es ihm und dem Vermieter. In seinem Betreuungsgutachten lese ich: „Herr … folgt vielmehr vorrangig einschießenden Impulsen, ein Aufschieben von Bedürfnissen ist ihm praktisch nicht möglich. Diese Konstellation ist gerade im Hinblick auf seine Alkoholabhängigkeit als gravierend anzusehen, da Herr….innerpsychischen Craving-Mechanismen („Suchtdruck“) praktisch nichts entgegensetzen kann, sondern derartige Bedürfnisse stets unmittelbar in die Tat umzusetzen sucht. Kenn ich. Ich sage nur Essen, Erdnüsse, Butter-Honig-Waffeln von Lidl.

Die säumige Mieterin des Nachbarn mit der Wohnungskündigung meinerseits hat 2/3 schon gezahlt. Das ist eine große Erleichterung. Leicht verdientes Geld. Dem Mandanten ist es egal, ob die meine Gebühren noch zahlt und als Mieterin will er sie auch behalten. Ich mag den Mann. Nein, dass ist ein doofes Lidl-Sandwich, da lästert meiner immer drüber und will es nicht probieren. Die Rechtspflegerin, die meine zur Kasse bitten will ist bis 18.09. noch im Urlaub. Von den Aufklebern schicke ich jetzt einen großen Schwung nach Köln mit einer Postkarte von Vera Burmester „Jenny geht aus“ ein Pferdchen mit rosa Strümpfen oder Stiefel und einem Ghetto-Blaster daneben, gezeichnet. Das mir das nicht früher eingefallen ist. Da sind sie genau richtig aufgehoben. Anruferin, sie hat in Celle gefragt, aber nein, ich mache kein Beamtenrecht (das wäre ja noch schöner). Da kann sie meinen früheren Kollegen anrufen.

In der Strafsache heute Morgen ging es um das weitere Kostenanerkenntnis für die CMA-Einrichtung, wo der Jordanier ist, weil das aktuelle nur bis September gilt. Um 11:20 Uhr schickt mir die Sozialpädagogin die Verlängerungsempfehlung für 9 Monate, ohne Anschreiben. Ich hatte schon vormittags angekündigt, dass das nach Aktenlage entscheiden werden würde, aber das war nur ein Tipp bzw. „hatte ich beim Meditieren so gesehen“, die neue Redewendung. 9 Monate statt 1 Jahr. Ich habe die email- Verfasserin in der Hilfeplanung von meiner Frau Suizid neulich zu hart angemacht nehme ich an und auch kein shake hands beim Gehen. Guter Zufall und das mit den Befindlichkeiten, ist mir wurscht bzw. habe ich ja gemacht, so wie ich charmant sein kann, kann ich auch ein ausgemachtes Arschloch sein, aber ich bin auch nicht Jedermanns Freund.

Bei Herrn Glocksee, der seit 2004 Pflegestufe II hat und alles ist unverändert seit einem Aneurysma wird die Rente erneut befristet gewährt bis Januar 2019.

Elisabeth ruft an. Ob ich das Restaurant so und so auf dem E-Damm kenne, falls nicht, muss ich noch. Der Cousin ist gerade zu Besuch und die sind wohl gerade unterwegs. Sie wollte zu einem Tagestreff zu irgendeiner Veranstaltung und es habe an der Tür geklingelt und sie habe ihren Namen gehört. Die wollten sie abholen und haben ihre Mutter gefragt, ob sie von allen Himmelsrichtungen genommen werden wolle, sprich vergewaltigt und ob die Mutter sie herausgeben würde stattdessen und das hat sie bejaht. „So das war’s. Dann bis Mittwoch, Frau A…“. Der Telefonsex bei der Arbeit lenkt manchmal schon ab.

Schreibe Heidi, der amerikanischen Verwandtschaft vor lauter Sehnsucht und schaue mir an, wann Thanksgiving ist. Es fühlt sich an wie Liebeskummer und ich muss ganz viel essen, vor allem Süßes, Butter-Honig-Waffeln von Lidl. Hoffe, es geht vorbei. Wir könnten NY vielleicht umpolen, aber der Herbst erscheint mir viel reizvoller, ist die Prägung. Ich hoffe halt, dass wir es noch mal hinbekommen und alle darauf Lust haben, es einfach noch mal zu machen und zu haben.

Neu bestellt worden. Jung, drogeninduzierte Psychose, straffällig. Kommt Freitag vorbei. Erst mal einen dünnen Ordner anlegen.

Der Alkoholiker mit dem Job als Fensterputzer (seit neustem) ruft an. Er muss bei der Polizei putzen und braucht 100,- € extra um seinen Ausweis auszulösen, den er als Pfand in einer Kneipe hinterlegt hat. Das macht Sinn.

Dann die Caritas wegen Rückkehrhilfe. Die Frau aus Ruanda war da. Sie will jetzt schon packen und zurück. Sie hat Schweigepflichtentbindung unterzeichnet und die brauchen was vom Arzt mit den Diagnosen und die Fluggesellschaften seien seit der German Wings Sache so paranoid geworden. Na ja, sie soll ja wohl nicht selber fliegen, oder? Die bestehen auf Begleitung durch Rettungssanitäter oder Arzt, der zur Not was spitzen kann und das kostet dann gerne 3.000,- €. Manchmal zahlt es auch das Amt um jemanden los zu werden, weil sich das dann noch rechnet. Sie wollte ihre Mutter nicht anrufen. Die bestehen aber darauf, dass man vor Ort von jemandem abgeholt wird am Flughafen. Wenn man den Pass schriftlich beantragen kann, mache ich das oder beantrage Fahrtkosten zur Botschaft nach Berlin. Das ist kein Problem. Sie sitzen am E-Damm neben dem Nils-Stenson-Haus und beraten auch Deutsche, die auswandern wollen. Soll ich mal vorbei kommen überlege ich heimlich.

Meinen Vater könnte ich schwach machen, der würde Teneriffa in den Wind schießen. Ich finde das eh besser. Was soll ich da? Ich mach ihn etwas wuschig am Telefon. Er hat mir schon so oft Mut zugesprochen, ich wünschte ich hätte ähnliche Talente, um was davon zurückgeben zu können.

Das Kalifornische hier entdecken, das nehme ich mir vor. Mir knallt der Anhänger vom Ohr, die flattern unangenehm im Wind beim Rad fahren (ein Plastikdeckel, der meinem Kollegen Strafverteidiger aber gut gefallen hat morgens, der bedauerte, dass ich in seiner Kanzlei nicht ausstellen wolle, warum, kein Interesse, macht nur Arbeit, wechselnde Kunst zeigen und das selber organisieren, das merken sie jetzt selber und die Künstler wollen dann auch eine Vernissage oder so was, damit sie den Eindruck, dass es gesehen wird und die Letzte hat auch nichts verkauft, trotz Kanzleieröffnung, ich stelle meinen Schmuck täglich aus, an mir selber und auch Kuhlmann machte einen Spruch, selbstgemacht? Im Klöppelkurs? Ja, so in etwa, soll ich erwidern wie unqualifiziert die Bemerkung ist und ob ich mal etwas Internistisches Halbwissen zurück geben soll), leiert bestimmt mein Ohrläppchen aus, nervt jedenfalls. O.k., also er fällt herunter und eine ganz charmante junge Frau springt ab von ihrem Rad und bückt sich und reicht ihn mir und strahlt mich dabei an. Als ich auf dem Rückweg daran denke wie nett das war und ob ich freundlich genug erwidert habe, fällt mein Fahrradschloss aus dem Korb und hinter mir wieder eine total freundliche, gut aussehende junge Frau, die: „halt, Sie haben Ihr Schloß verloren“ hinter mir her ruft und abgestiegen ist und es mir ebenfalls reicht. Wie nett sind die denn hier so im Spätsommer.

Mache Sport mit Kette, nur mittelcool, wenn das dann nervt in Bauchlage und bei Stützübungen. Nach dem Blutsfiasko neulich habe ich mein Penis-T-Shirt weggeworfen. Das traue ich mich nicht mehr. Zerrung im rechten Fuß, merke es beim Sport und bin vorsichtig. Die Trainerin findet es leichter durchzuhalten wenn sie vorturnt und ich bin so gerne passiv. So ergänzen wir uns. Ich mache später Wallwurzcreme aus der Schweiz drauf, die „Kräuterzahnpasta“ und habe die Highheels im Verdacht.

Ich habe Intervallblutung, on, off. Meine Schwiegereltern kommen auch zum Hunderennen für Jedermann. Die interessieren sich gar nicht für Hunde. Wir können nicht mit zu ihnen, sind abends im Tanztheater. Windhundwandern auf den Kanaren. Das wird wohl auch floppen. Ich liebe diese Otto.de Werbung, wo der Typ durch die Scheibe zu der Frau sagt: Ich liebe Dich und sie: ich soll mir den Mantel kaufen?

Wir gucken vor dem zu Bett gehen Wohnungen. Ich entscheide mich für eine und fühle mich verarscht, wenn die erst 160 kosten soll und dann 230. Ist doch klar, dass man eher zu zweit kommt und ist doch auch Doppelbett. Das nervt. Stephan sagt, ist egal, aber mir nicht. Venedig heilt mich von meinen Kalifornien-Irrsinn, weil es dann eben nicht geht.

09.09. Viel Rentnertraum und irgendwie mein Vater. Träume von ihm „in der ersten Hälfte“ und werde dann nachts wach und gehe pinkeln und weiß der Traum wird weg sein, auch wenn ich ihn jetzt so gut weiß und so ist es auch.

Altersheim. Kaffeetafel ist gedeckt. Eine sehr gepflegte Frau im Rollstuhl. Sie mag nicht Gefärbtes, mit der Bemerkung lehnt sie Sahne ab, die ein netter Tischnachbar ihr reichen will um ein rosafarbenes Törtchen zu essen. Eine der Rentnerin ist total fit. Sie ist Ärztin und schaut nach allen und macht ein Kreuz in die Liste. Hat das was mit Abrechnung und Privatpatient zu tun? Ich liege auch da, aber nein, ich habe nichts. Um 24 Uhr ist hier Feierabend und Wochenende. Sie fährt in die Alpen. Gut, wir sind hier südlich von Hannover in Göttingen, aber das ist ein langer Ritt. Wohin da, rufe ihm hinterher. Sie kommt noch mal rein und nennt den Ort, ich muss noch mal nachfragen, weil ich den Namen nicht verstanden habe, weiß ich sowieso nicht, wo das liegt, es wird mir nichts sagen. Sie sagt ihn noch mal und kommt rein mit einer Luftmatratze, soll eine Mischung aus Snowboard und Schlitten sind. Man ist die noch sportlich, da entwickelt man bestimmt hohe Geschwindigkeiten und wir bremst man. Sie zeigt es, seitlich drehen, 3 x kann man, dann schließt es sich und man fährt weiter. Sie legt sich drauf. Kann sie noch mal aufpumpen. Muss sie nicht. Das Teil ist ja viel größer als sie und sie drückt die Luft immer dort hin wo sie sie braucht. Das Ding kann man auch Gästebett verwenden, wende ich ein, 4 Personen, 2 Doppelbetten bei airbnb und man stellt eine Trennwand in die Mitte. Haha, das ich mein Gag. Es kommen immer Männer durch, die ausschauen, wie Sportler/Leichtathleten. Dann geht es um Aschenbecher, kleine aus Metall mit Muster. Einer mit Ampelmännchen in verschiedenen Positionen. Wäre der was für meinen Bruder. Der mag Berlin und raucht wenig. Irgendwie schauen wir uns weiter Sachen an, die dieser Frau gehören, Markensachen aus England. Wer in der Jury war geschmiert? Wie viele hat der Fragende denn geschmiert? Dann hat er schon mal einen Anhaltspunkt. Sie machen Productplacement und empfehlen einem Sachen von der Firma, der sie verbunden sind oder für die sie arbeiten. Sie würde aber auch z.B. von Schmorl und von Seefeld (sie nennt irgendeine Firma aus Hannover) was empfehlen, weil die seien solide als Konzern. Irgendwie liegen beschriebene Urlaubspostkarten herum und ich erkenne die Schrift von meinem Paps. Das überrascht, erstaunt mich, macht mich traurig, keine Ahnung. Kann man die noch einwerfen (der Traum war eine Mischung aus Urlaubsphantasien, mit Familie weg fahren, frühere Skiurlaube, Paps kommt heute ins Krankenhaus, Höhle der Löwen beim Essen geschaut und die Karten aus dem Atelier. Vera hat uns mehrfach aufgefordert nach unten zu Hariette zu gehen, da würde die Briefaktion stattfinden. Die anderen Zinnoberbesucher sind gegangen und wir sind sitzen geblieben. Dann nach mal, dass sonst alle guten Motive weg seien.

Antwort von Heidi, September ist der beste Monat wettermäßig, Brook kommt meistens im Juli, Bills Fuß-OP vor einem Monat ist gut gelaufen, er darf noch 2 Monate nicht auftreten und hat einen Knieschutz statt Krücken.

Das Wetter sieht herrlich aus, ich habe Außentermine. Beim Fotografieren auf dem Balkon unter Seemannsgarn der Straßen-/Gleisbauer in der Pause. Werfen mit etwas und einer erzählt, es klingt nach einer Heldentat und alle hören zu. Männer sind wie Jungs. Der Spätsommer ist auch hier schön und vielleicht auch woanders. Ich muss mich wieder einkriegen. Die freundlichen Türken in Linden trösten mich wenn ich in Istanbul sein will. Meine Eltern sind jetzt schon in Würzburg angekommen.

Jetzt ist Herbst und ich kann endlich die Cranberry Pillen von Boots nehmen. Mache die Anstecker für Vera klar. Die Schachtel habe ich bei Laura gefaltet und die bewirbt sich gerade im Quellengrund. So klein ist Hannover. Weniger Stücke, weniger Hütchen, heute habe ich Heikes Würstchenkreation an und meinen Wurstschmuck dazu. Wie gut passt das denn? Ich habe die Gilde Pilsener Sticker nicht mit rein gemacht in Susanns Wundertüte. Erst mal abwarten, wie gut das ankommt. Kann ich ja nachschicken. Pro Zoo habe ich auch noch. Lidl-Sandwich selber basteln mit Chorizo, Asia Senf, Butter mit Kopfsalat vom Markt auf Käsebrötchen. Das kaufen für die anderen: Doppelmint in der Nostalgiedose.

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Frau Bettlägerig und Schwester Marion und das Taschengeld. Stephan soll einfach noch mal 200,- überweisen. Es sind alles ihr Konten.

Telefonate in Gerichtsverfahren. Zig mal soll ich Kostenrechnungen nachbessern. Im Justizfachgerichtszentrum läuft nur heitere Musik aber es geht keiner ran, kann man schön mit Musik arbeiten. Amtsgericht klappt besser, bei Frau Yoga hat das Gericht eine Frist gesetzt um Schriftsätze einzureichen und will dann entscheiden und ich sage, wir haben uns über alles geeinigt und meine hat schon angefangen zu zahlen. Wir brauchen keine gerichtliche Entscheidung. Die Gegenseite hat angefangen rumzunerven und Gebühren verlangt, die nicht angefallen sind, vielleicht habe ich auch was falsch gemacht. Richter soll Machtwort sprechen. Er hat heute Sitzung und ist dann im Urlaubsstress. Frau aus Geschäftsstelle rät zum Einzeiler und die kennt ihren Chef am besten, also mache ich es so. Familienversicherung von Herrn Ihme, kann keine Angaben zur Mutter machen, ist die ledig, was hat sie für Einnahmen, nichts zu persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen. Soll ich so schreiben und nur für Sohn antworten, haben Mutter angeschrieben und die hat nicht reagiert. Wenn er schwerbehindert ist hat er lebenslang einen Anspruch auf Familienversicherung. Muss ich besprechen, ob er das will, dass Schwerbehinderung festgestellt wird. Die Eitelkeit könnte dem entgegenstehen. Wieder die Justiz-Expo und man muss erst mal sagen welches Gericht man sprechen will. Das Verbinden klappt nicht. Das kann ja heiter werden in der Zukunft. Erreiche die Rechtspflegerin und sage ihr, sie soll es nicht so kompliziert machen. Erledigungsgebühr habe ich zurück genommen, Kläger trägt die Kosten, dachte Beklagte und dann soll sie das einfach vergessen und meinen ersten Antrag reaktivieren und die Gebühr rausstreichen und sich einen Aktenvermerk machen, dass wir gesprochen haben. So viel Schriftverkehr müsse doch nicht sein. Es muss alles seine Richtigkeit haben in der Akte und nicht, dass ihr einer dann was anhängen kann. Oh mein Gott, wer denn? Ich mach’s nicht.

Die Polin aus Wunstorf. Herr Ihme wurde entlassen. Was ist mit dem Termin in der Zahnklinik. Müssen sie den absagen. Nein, er will ihn wahrnehmen. Immerhin, ich finde die nicht so verkehrt. Naiv, wie es gesagt wurde. Die hat die Sachen viel besser auf dem Schirm als andere.

Jasmin bestätigt am 10.10. im Jante und freut sich. Kann sie auch, der Laden ist Sterneküche jenseits der Spießigkeit, d.h. spießig sind hier höchsten die Mitgäste und nicht die Leute, die den Laden machen und das ist schon mal ein Fortschritt gegenüber dem Residenz zum Beispiel. Stephan hat große Runde reserviert für 2 Pescarier (hoffentlich wissen die was das ist, ich nicht). Jasmin liest BM manchmal, wenn ihr langweilig ist bzw. lobt die Balkonfotos. Das befreundete Architektenehepaar fährt immer zur Biennale.

Mein Astro-Squash klebt am Aegi. Das ist gut, die Spur soll sich durch die Straße ziehen und meine Wege nachzeichnen. Auf der Marienstraße sieht der Bestatter aus wie ein Thai-Massage-Studio. Vorbei am Jante mit guten Gedanken. Ich fühle mich überhaupt gut heute beim Rad fahren. Der Flix-Bus-Fahrer verdreht sich den Kopf. Jetzt schaue ich auch genauer nach. Bayreuth-Würzburg für 8,- €. Hätten meine Eltern einen Flix-Bus nehmen können.

Die Spaßbremsen von Gutachterinnen sind 10 Sekunden vor mir da, aber ich fahre erst mal am Eingang vorbei. Der fast Fünfzigjährige will Realschulabschluss machen, aber er kann sie nicht konzentrieren, hat mal 2 Wochen Praktikum als Maler gemacht, „wussten Sie eigentlich…“. Davon weiß seine Mutter auch nichts. Sie zeigt den Schmuck (silberner Anhänger) den ihre Tochter hat fertigen lassen mit allen vier Namen ihrer Kinder darauf. Zum Putzen zieht sie den nicht an, aber wenn sie das Haus verlässt. Wie klappt es mit den Ausscheidungen? Als der Sommer anfing musste er ein Abführmittel nehmen. Trinken tut er genug, Kaffee, Wasser und jeden Tag ein dunkles Bier. Er geht ein Mal die Woche in die Wanne, den Rest erledigt er am Waschbecken. Ich esse von ihrer Schokolade, die vor mir in einer Schale steht. Erdbeer-Zabaione. Schmeckt nicht. Sind das Spinnen hinten auf meiner Jacke? Nein, Buttons. Was?

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Zu Frau mit dem Katzenbaby. Das wird immer größer und ist jetzt schon halb so groß wie eine erwachsene Katze, ganz schwarz, mit braungelben Augen. Habe noch etwas Zeit. Fahre zu Herrn Minus. Die Scheibe in der Küche ist noch kaputt und geklebt. Seine Eltern kommen heute. Wir spielen eine Runde Uno. „Ich nehme meine Medikamente“. „2 blau, wollen Sie was legen?“. Ich gewinne und komme 5 Minuten zu spät in die MHH, war doch am hinteren Ende. Der Sozialarbeiter wartet auf Station und kann nicht so gut englisch. Frau Kanada sieht elend aus, aufgedunsen, bekommt Schmerzmittel, die Dipi heißen. Diese Schulmedizin, erst sind sie die Helden und alles prima und dann ist der Lack schnell ab. Bei mir ist sie einsichtig und verkennt ihre Lage, ist heiter und fragt nach Elektroauto und das Zimmer ist zu klein, die vielen Schläuche in ihrem Hals (mindestens 5) stören sie nicht und sie ist ganz alleine und hat keinen. Deprimierend, aber sie scheint es nicht so wahrzunehmen. Die MHH ist chaotisch und weiß nichts mit Betreuung anzufangen, dabei haben sie es selber angeregt, was auch jedes Mal neu zur Kenntnis genommen wird. Ich bestimme den Aufenthalt: nein. Ich kann unterschreiben: ja. Ich unterschreibe für die Pflegebegutachtung. Sie hat die Vorversicherungszeiten für die Pflegekasse am 15.07. erfüllt, wie sich später auf meinen Anruf hin herausstellt.

Bei der Werkstatt in der Lathusenstraße ist ein Lidl. Der ist schön abgelegen und hier komme ich öfter vorbei. Das muss ich mir also merken. Heute erst mal 3 Bastelkalender und eine kupferfarbene Leggings. Im Büro muss ich die Hälfte der Armreife abmachen, die Wunde nervt.

Mein Papa ist wieder auf dem Heimweg. Würzburg, ade. Ich bin erleichtert.

Herr W. von der Polizei auf meinem AB. Er will Rückruf, aber ich habe genug mit ihm geflirtet für meinen Geschmack. Herr Yoga kann sein Handy bei ihm abholen. Er bedankt sich.

Herr Tai Chi hat Termin zur Untersuchung bei einer Ärztin der DRV (was bei so was wohl rum kommt?). Das wird wohl nichts. Er schreibt mir:

„heute war die grosse Untersuchung und ich habe eine Einweisung ins Krankenhaus erhalten, die ich noch heute antreten soll. Ich soll ins Siloah Krankenaus zur weiteren Behandlung. Mir gehts schlecht, bin total kurzatmig und ich kann mich auf nix konzenrieren. Es wurde Wasser in der Lunge festgestellt und das nicht zu knapp.“….

Frau Stimmen bringt Quittungen für die Anschaffungen in Sachen Wohnung. Die habe einen Ring um ihren Körper gelegt und wollen da rein und auch andere manipulieren (auf Frau Perserin von der Wohnbetreuung haben sie es auch angesehen, verkneife es mir nach meinem Status zu fragen) und in der Stadt steht sie im Fokus. Das muss echt schlimm sein. Sie soll sich noch mal Termin beim Arzt geben lassen (will sie Morgen Rezept abholen, aber der ist vermutlich immer noch auf Krücken), damit wir das zusammen besprechen können. Ergo will sie in der MHH machen.

Elisabeth hat wieder Advocardwerbung dabei, ist wichtig „für ihre Leute bei der Üstra“. Heute ist der neunte, nein der elfte. Argumente nutzen nichts. Auch egal. Geld, Unterschrift auf Quittung, wieder gehen. „Ist das das World Trade Center?“ „Nein, das ist Wien. Geben Sie mir meinen Stift wieder“. Zeigt mir Foto von ihrem Cousin, der ist verheiratet und hat 2 Kinder, geht weiter nach Schweden. Sie hat zwei, der eine ist Informatiker und der andere Ingenieur, also voll schlau, sage ich. Den Kleinen will sie nicht, den nehme ich dann. Gut und sie nimmt den Großen. Ein Stück Plastikverpackung auf dem Fußboden, aufheben, hat sie einen Riegel gegessen frage ich, gespielt vorwurfsvoll. Das hat er ihr gesagt, dass sie Mars essen soll statt Döner. Wenn das man stimmt.

Herr ADHS lässt seine Girokontokarte bei mir. Sein Chef will ihm neue Wohnung besorgen. Der 3-Jahres-Mietvertrag ist vielleicht unwirksam.

Wasserkocher, geht der? (benutzt ihn gerade), habe ich den gekauft? Hat der Psychologe noch mehr Pseudofragen? Will der mich testen, wann ich ausraste?

Zum Ende des Tages kommt der Ex-Taxi-Fahrer. Urlaub? Er fährt nächsten Monat nach Hamburg oder zu seinem Kind in den Iran, aber das bleibt unter uns. Rente muss verlängert werden. Schon wieder ein Jahr rum. Er ist 1x im Monat in der MHH und lässt sich Botox ins Gesicht spritzen, aber das hilft nicht. Die linke Gesichtshälfte zuckt und hängt. OP ist Risiko.

Stephan soll Bescheid sagen, wenn sie nach dem Ballett noch was trinken gehen. Stephan hat einen alten Reiseführer aus Venedig gefunden und will das Apartment mit Dachterrasse. Hier gehen wir nicht auf den Balkon war mein Gegenargument, gut, aber ist Urlaub. Das El Bulli Reunion wird kleiner, Michael, der mit seinem Bruder kommen wollte, hat abgesagt, ein Junggesellenabschied.

Herr Tai Chi ist in der Notaufnahme gelandet. Soll ich Freitag vorbei kommen? Morgen habe ich den Windhund und will wandern auf Lindener Pfaden. Er hat Probleme mit der üstra wegen der S-Karte. Ich brauche aber eine Vorgangsnummer,

Beim Yoga sind wir nur zu sechst. Ich will die Schildkrötenaufkleber vor dem Studio anbringen. Das Thema heute ist über sich selbst hinauswachsen. Ich melde mich unfreiwillig als Kopfstandmodell, dabei kann ich das genauso schlecht wie die Balance-Übungen bei denen ich nicht nur wackele, sondern immer wieder rausfalle und seitlich geht ja nicht, nur stupide vor mir hinstiere. Denke ich soll der Lehrerin assistieren und nicht es soll an mir vorgeführt werden und sie schaut noch so erstaunt. Da sieht man mal wieder: ich bin bei so was weder übertrieben ehrgeizig noch eitel noch ist es mir peinlich. Ich stehe dazu, dass ich es nicht gut kann.

Der Tanzabend war wohl emotional und die Frau mit Behinderung hat sich 15 Minuten gedreht (Stephan korrigiert mich, es ist die Nichtbehinderte, die sich dreht) und das steigerte sich und dann ist sie stehen geblieben. Es gibt Ziegenkäsepasta vom Lidl zu später Stunde, immer schön voll ins Bett gehen. Doch zu dem älteren Psychologen, der Geisteswissenschaften studiert hat und noch keine Bewertungen hat und man wohnt direkt an der Rialto-Brücke. Ich darf nicht mehr so spät schwarzen Tee trinken. Mache mir welchen und lasse den kalt werden und trinke ihn zu spät.

10.09. Letzte Traumsequenz: Ich fahre Rad, dicht gedrängt, wie Park, lauter Fußgänger. Der vor mit gerät aus dem Gleichgewicht (junger Typ, fesch und Rad auch, metallic – hier scheine ich ein Faible für zu haben) und muss absteigen. Die Räder haben sich berührt. Entschuldige mich, aber er meint, ich hätte nichts getan und ich dann: das dachte ich auch. Dann fahre ich auf einem kleinen, niedrigen Roller, fahre Schuss, bremse dann und sehe Stephan, der in einer Gruppe läuft. Mit dabei Constantin. Stephan macht eine Andeutung, dass ich kommen soll. ich lass das Rad noch mal laufen, aber durch meine Bremsung ist das recht langsam. fahre dann in Kies hinein und lasse mich nach hinten fallen bis ich mit dem Rücken auf dem Boden liege, Kieselsteine fallen mir ins Ohr (es ist Show). Constantin lacht sich tot und ich denke, der hat sich ja gar nicht verändert. Beim wach werden: stimmt ja auch, der kann sich auch nicht mehr verändern, weil er tot ist bzw. man ihn immer jung in Erinnerung behalten wird. Wie es wohl seinen Eltern geht, ob die oft von ihm träumen?

Hole Suki, der andere kläfft viel. Suki hat es schon lange begriffen was ich von ihm will. Wir fahren in den Georgengarten. Ein Rentner bei Faust bremst wegen rechts vor links, dabei stehe ich nur da und der Hund schnüffelt. Hat Suki seit neuestem Angst vor Hunden? Er will an mehreren nicht vorbei und da sind alte Hunde dabei, die ohne Leine laufen. Am Wilhelm-Busch-Museum steht ein LKW, irgendwas mit Haus am See in der Göttinger Chaussee und hinter dem Gebäude werden weiße Zelte aufgebaut. Ist das eine Hochzeit? Ist gerade ein gutes Datum? Sie bauen die Herbstverkaufsveranstaltung auf und nein, ich bin kein Aussteller und das hier ist gesperrt. Als er weitererklären will sagen ich, „ich habe es verstanden“ mit Ton und Blick „not amused“ und drehe mit dem Rad um. Ein großer schwarzer Hund, Labrador kommt zu uns schüttelt sich. Das finden wir beide eine Zumutung. Einen Reiher im Park, der allerdings auf dem Foto nicht zu sehen ist.

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Vor der Kanzlei schließe ich mein Fahrrad ab. Eine Frau fragt nach der Post, eine andere reicht mir die Leine mit der Bemerkung, der Hund wollte weglaufen als ich sage, nein, der läuft nicht weg, wollte sie nur helfen. Ich bin heute schlechter drauf als gestern. Ich überlege ewig Kaffee zu trinken und fahre alle Läden in Linden ab, Menagerie und Bar und bleibe aber nirgends hängen. Ein Avocado-Sauerteig Toast bei den neuen Hipstern. So alleine will ich auch das nicht.

Paps hat mir nachts geschrieben. Er ist so glücklich, dass er schlaflos ist. Morgens rufe ich an. Er merkt erst jetzt wie sehr es ihn belastet hat und wie gerne er noch lebt bzw. wie sehr er am Leben hängt. Das kann ich total nachvollziehen und weiß, dass es mir auch so gehen wird. Wenn man es nicht mit einem absoluten Spezialisten zu tun hat, dann drohen Fehldiagnosen. Ich soll bei meinem Bruder anfragen wegen Kalifornien. Das will ich nicht, ich überschreite damit meine Kompetenzen oder vielleicht doch, was habe ich zu verlieren, ich will es ja auch und mehr als nein sagen kann er nicht.

Unterhaltsvorschussstelle in Burgdorf. Sie wird meine Frau Yoga als erwerbsunfähig einstufen und braucht was für ihre Akte.

Ich muss schauen, ob ich die Beschwerdebegründung nachreichen kann, wie bei Berufungen. Landessozialgericht ist Neuland für mich. Dann habe ich viel Zeit gewonnen.

In Konstanz ist noch Sommer, der Kollege bekommt eine Wohnung mit Seeblick angeboten, 180 qm. Der Freund der Anbietenden zahlt 1.900 für 55 qm in Zürich. Ich sehe aus wie zu einer Beerdigung. Passt vielleicht meint er, er hat heute 10-Jähriges, also doch gutes Datum. So lange ist das schon her. Wo kann er hin? Ja, Beckmanns sei eine gute Idee. Mein Kollege hat jetzt die Eintrittskarten fürs Sprengel. Muss er machen. Ja, ja.

Bei den Hipstern ist Schatten, zu Luis und schön in der Sonne sitzen, herrlich und gegenüber gibt es ein Insektenmobilé und ein paar selbstgestrickte Schühchen für Matz, den Nachwuchs. Suki übt auf dem Gehweg laufen während wir auf der Straße fahren. Beim Kiosk in der Posthornstraße ist eine Grube im Fußweg und eine Baustelle. Auf dem schmalen Grad neben der Grube balanciert der Hund vorbei und amüsiert die Bauarbeiter und uns natürlich. Vielleicht sollte wir die Guillotinne wieder einführen, das ist reinlicher mit Radfahrern drauf bewerben das Stück von Morgen. Ist ausverkauft. Ich muss in die Apotheke und dem Hund Vitisprint besorgen für Samstag. Das spritze ich ihm dann IM vor dem Rennen.

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Gabi hat eine Katzenauswahl auf dem Großmarkt für mich besorgt. Jetzt komme ich gerade rein und lebe heute ja wie Peter H., der von einem Café ins nächste wechselt (morgens ist er immer bei Francesco und mittags treffen wir ihn bei Luis) und da Gabi keine Hunde mag, komme ich Morgen mal bei ihr vorbei. Ich muss gar keine Beschwerde einlegen, weil das nur das Eilverfahren war und das Hauptsacheverfahren noch aussteht.

Karin kommt später und dann gucken wegen NY und ich werde für Georg den dicken Frotteebademantel anbieten, vielleicht gehen wir in die Weinbar.

Mein neuer Betreuter hat den Mietvertrag in der Tasche und kommt vorbei. Er bedankt sich noch mal, dass das geklappt hat und schwitzt wieder wie sau. Wohnt demnächst beim Rossi um die Ecke.

Bei Herrn Yoga ist ein echt netter Mann bei der Techniker für die Beiträge zuständig, dem ich meine neuen Erkenntnisse mit Hauptsacheverfahren beichten muss. Sehr schwul, sehr nett. Das ist auch meine Krankenkasse.

Ich hatte Post übersehen, untergebuddelt auf meine, Schreibtisch und bei dem Merkzeichen „G“ was ich später erst gemeldet habe, wollen sie rückwirkend nicht zahlen. Das gibt noch was, weil anerkannt wurde rückwirkend ab 2014.

Herr Yoga leckt seine Wunden wegen des Strafverfahrens:

„vielen Dank für ihr Engagement und ihre Mühe! GEZ ist erledigt. Stadtwerke kommen am 11. zum Ablesen. Handy kann ich erst morgen abholen, die Dienststelle ist nicht immer besetzt.

Ich bin immer noch etwas niedergeschlagen von dem Strafverfahren, was auch daher rührt, daß ich wie ein Bruder und Vater zu den Mädchen war und ein großes Vertrauensverhältnis hatte. Die Mädchen erzählten mir alles von sich, mit wem sie geschlafen haben und wie die Eltern sie mißhandelt haben. So ziemlich alles. Das Mädchen, das zur Polizei ging, hat schwere psychische Probleme, Borderline, und ich versuche Verständnis zu finden, daß sie Rache wollte, weil ich ihr quasi-zu-Hause bei mir beendet habe. Kurz gesagt, ich bin menschlich sehr enttäuscht und zurückgezogen.“

Außerdem schreibt er:

„Was ich jetzt schreibe, werden Sie kaum glauben.

Oma fährt bestens gedresst mit Hut nach Berlin zum Bundeskanzleramt. Mein Bruder spricht vor: 96jährige, letzter Wunsch, Merkel zu treffen, 100% schwerbehindert, politische Haft, CDU-Mitglied.

Ihm wird entgegenet, die Kanzlerin sei grad weggefahren und nach einigen Telefonaten wird meiner Oma gesagt, der Aussenminister würde sie empfangen können. Da sagt Oma, was soll ich mit dem Aussenminister sprechen? Ich will zu Merkel. Sie bekommt wohl am 8. Oktober einen Termin.“

Sabines Lastenrad ist geklaut worden. Ich schreibe meinem Neffen 2. Grades als Tante 1. Grades – ehrenhalber und jetzt gehen Sticker in die Schweiz nach Zürich, mal eine bunte Auswahl, streuen, damit was dabei ist.

Das Hunderennen beginnt um 10 Uhr und Anmeldung ist ab 8:30 Uhr. Die Hundemutti ruft aufgeregt an, ob ich Suki habe (sonst aus der Wohnung geklaut, die Konkurrenten des Hunderennens, hätte Knieschuß gereicht, sagt Stephan in Luft aufgelöst, hat Peng gemacht) und ich sage ihr, natürlich fahren wir alle zusammen zum Schloss Ricklingen am Samstag. Das ist ein gemeinsamer Ausflug und kein Shuttleservice und ich werde eh immer um 7 wach.

Frau Gismo will sich vielleicht einen neuen Hund anschaffen, „Bianca hat da einen kleinen“.

Eine Arztpraxis ruft mich spät an und will die Nummer meiner geistig behinderten Betreuten, Frau 96, weil sie eine Diagnose für sie haben. Ich gebe sie einfach und frage nicht näher nach, was ich dann ziemlich gleich bereue.

Karin kommt, wir sitzen gedrängt vor dem Rechner. Hier nerven die Fliegen und essen Wasa-Chips und Käse. Nein, man kann nicht einfach von NY nach SF einen Inlandsflug machen, wenn man schon mal da ist. Wir denken über 10 Tage nach, das es sich lohnt und dann mit dem Auto raus fahren ans Meer. Da habe ich auch Lust darauf.

Dann in die Weinbar. Ich vernähte die Hälfte der Fäden vom Dreieckstuch Nr. 3. Erkläre es den Inhaberin, was ich hier mache. Das Licht ist gut zum Nähen unter der Straßenlaterne. Ist halt recht kalt, aber auch da hilft mein Kuscheltuch. Ich habe das selber Gefallen dran gefunden, werde es behalten und schließe ein weiteres nicht aus. Karin mag es auch, hat meine textile Kräuselkette um, als Beweis für mich. Das Paar mit dem braunen Toypudel, der kläfft und auf Frauchens Schoß thront, die uns den Aschenbrecher geben, aber ihn wieder wollen, bei denen ist dicke Luft und eine schlechte Stimmung. Sie sagt immer wieder so was wie: da willst Du nicht drüber reden. Das große Küken geht 2 x vorbei, einmal mit Freundinnen. Karin hat sich das gut gemerkt und kennt sie nur über uns. War auf einer Beerdigung. Ich wüsste nicht welche. Nein, sie ist nicht so dünn wie auf dem Foto nach der Kotzkur in Sri Lanka, was uns Sonntag gezeigt wurde. Unsere ehemalige Mitbewohnerin zieht nach Neuseeland? Das ist nur ein Gerücht. Neues PVC auf die Treppe, das verstehe ich nicht, dann kann man gleich das alte lassen und muss es nicht aufwendig machen lassen. Eckhard war auch Physikprof und deswegen doziert der gerne. Darf ein Mann über Frauengesundheit sprechen vor lauter Frauen? Offenbar nicht. Das hemmt halt manche und das mag als Grund schon reichen. Geständnis: ich habe Karins Wein ausversehen ausgetrunken, dachte es wäre meiner und sie hat sich gewundert. Jetzt ist mir nicht nur kalt, sondern ich habe Angst, dass ich auch krank werde und ihre Erkältung kriege. Stephan fühlt sich auch krank und kalt, aber der isst auch ganz wenig und freut sich, dass er abgenommen hat. Der Bademantel hatte Flecken und der Hund hat drauf geschlafen m.a.W. den hätte man waschen müssen vor dem Anbieten, außerdem ist er Georg vielleicht zu eng, aber der will abnehmen und außerdem mag er keinen Schnick Schnack hat uns Karin erzählt bei den bunten und vollgestellten Wohnungen, die wir uns anschauen. Er war beim Betriebsausflug im Möbelstudio beim indischen Kochkurs. Das merkt Stephan mir gegenüber an, so nach dem Motto, wir dachten sein Vater sei krank. Ich nehme so was nicht übel, da habe ich wohl eine gewisse Großzügigkeit. Versteckter Panda ist mit den Kuchen-Verpackungen aus Castellabate. Das hätte ich zeigen können. Aufkleber muss ich mehr nachts anbringen merke ich beim nach Hause laufen, aber da habe ich keine dabei. 4 gute Appartements in Brooklyn, 3 mit zwei Bädern und eines mit einer verglasten Front und dem Hammerausblick und etwas mehr Punkrock. Das reicht zum Entscheiden. Stephan soll denen sein Password schicken, damit sie schauen können. Wenn sie mitkommen ins Jante sind wir zu neunt. Die Kopenhagenfraktion hat überraschend zugesagt.

11.09. Viel Traum mit Kunst, Raum in der Ausstellung, in dem gebastelt und gemalt wird. Mutter und Tochter malen tolle Sachen, die Tochter kenne ich von früher, will hin und genauer schauen, traue mich nicht ran, rein. Theaterstück wird gefilmt und im NDR übertragen. Da gehen die richtig nah ran mit der Kamera. Konkurrierende persische Prinzen oder biblische Figuren, denen sie gerade einen Turban umbinden. Ich werde wach und denke, dass ich das schwarze Wollkleid aus Mailand in die Reingung bringen lassen will. Weiß nicht, wie lange es her ist, dass ich da mal was hingebracht habe, aber ich habe Angst, dass es seine Form verliert und Knöpfe hat es auch nicht, die abgehen können. Heute Abend ist Party im Kunstverein, da ist essen gehen nach dem Theater nicht so günstig.

Herr Tai Chi muss unters Messer. Ich werde da heute hinschauen. Stephan zeigt mir ein Video über einen Chefkoch, der erst 16 ist. Solche Überflieger gab es immer wieder. Leute, die mit 17 schon zu Ende studiert hatten. Durch meinen Mann bleibe ich in Kontakt mit der medialen Welt (fb). Lied übers Limmern ist ganz schlimm. Video gibt es auch. Da geben sich einige für her, ein L mit dem Hand zu legen und das in die Kamera zu halten. Klingt wie Peter Maffay und ich muss daran denken, was Stephan mir in der Menagerie vorgelesen hat, den Leserbrief von wegen seinem Geständnis, dass er sich prostituiert hat mit seiner Musik und Titanic widerspricht, weil dazu gehöre, dass die Empfänger der Dienstleistung ein Mindestmaß an Befriedigung dabei verspüren und das sei bei ihm nicht gegeben.

Erst Krümel in den Tasche, dann das große Loch und die kahle Stelle, dann die ganze Misere. Das ist infiziert und nicht mehr zu retten. Das sehe auch ich ein und er muss schnell außer Haus gebracht werden. Tschüß, Pelzjacke von Lumpen Loni, wie Andrea immer sagte, Dedenhausen. Treffe beide älteren Männer, die ich charmante finde am und um den Kurpark, beide sind mit Hund unterwegs und ja, ich habe ein Hundehütchen. Die Blondine war schwanger und hatte eine strenge Frisur (das kann ich beides nicht bestätigen). Sie haben sich über die Freunden des Kinder kriegens unterhalten und er hat Zwillingskarre vorgeschlagen. Sie hätten sich doch auch mit einem begnügt. Da sei Tschernobyl ihnen dazwischen gekommen. Gina muss sich lösen. Das Hundeweibchen legt sich offenbar hin und das ist das was wir mit Hand in den Schritt machen, Unterstützung beim Aufhalten.

Mein neuer Betreuter ist schon 30 Minuten drüber und kommt nicht. Es ist kalt und herbstlich und Haare seitlich wegrasiert scheint der neuste Trend zu sein, aber das war alles schon da. Das hatte früher schon Sunl als Gothic Girl.

Beckmanns war genau super. „Ja“, ich habe genug von den Beziehungsgeschichten, dann bin ich einsilbig. Ich denke manchmal, dass Leute sich damit interessant machen wollen. Ich glaube übrigens auch nicht an eine Wespenattacke, bei der alle in dieselbe Stelle stechen um das Opfer zu töten, ein größeres Säugetier, das klingt wie aus dem Film: Angriff der Killerbienen. Mir ist etwas schlecht heute. Nächste Woche kommt mein Auftritt als Zeugin und ich gehe einfach unvorbereitet hin. Ich denke anrufen bringt nichts oder ist uncool. Man hat wahrscheinlich kein Recht darauf, das Beweisthema vorher zu erfahren.

Der Betreute ruft an und entschuldigt sich. Es ist 11 und er ist gerade aufgewacht. Er kann auch morgens um 10 kommen. Ja offenbar nicht. Er soll jetzt um 15 kommen.

Ich habe das Gefühl, dass das ganze Sportstudio traumatisiert ist und ich bin es auch. Tanzen ist in weite Ferne gerückt und kommt erst mal nicht mehr in Frage. Ich schreibe dem Nachbarn wegen Thema Treppe aufwendig machen lassen, indem man das alte PVC abmacht und die Stufen wieder aufbaut und dann neues drauf klebt. Dieser Vorgang leuchtet mir nicht ein, außerdem ist die Pelzjacke seiner Mutter die einzige, die mir geblieben ist nach dem Alienhorrorschock heute (ich hatte das verseuchte Teil an) und außerdem ist Party im Kunstverein. Mal schauen, was wir so drauf haben nach der Kultur. Er empfiehlt Victoria, der zu Recht viele Filmpreise abgestaubt hätte.

Nicht nur meine Betreuten, auch die Psychologin kann ihre Termine nicht einhalten und wir müssen alle drunter leiden.

Veränderungen im Haus. Bin ich zu egoistisch, weil ich ihn jetzt mehr wieder für mich/uns habe? Eigentlich tut es mir Leid für unseren Freund. Was heißt eigentlich: Venus in furs? Ach so, das ist nur der bekannte Velvet Underground Song. O.k., damit kann ich mich sehr wohl identifizieren und wie kann man sich gleich nach dem Abi eine Weltreise leisten? Das läuft wohl über Eltern. Stephan sagt, wenn man für jede eins im Abi-Zeugnis 10,- € bekommen hat. Neuseeland stimmt wohl und ich hatte auch den Eindruck, dass sie hier nicht glücklich wird. Nicht der richtige Mann und auch sonst.

Krankenhausbesuch ist mir gerade zu privat oder drücke ich mich nur. 4,5 Stunden trennen mich vom Wochenende. Dann kommt Stephan wieder und wir trinken einen Kaffee in der Deisterstraße. Ein Typ fragt uns ob wir aus Linden kommen würden um uns dann einen Werbeflyer für Stadtführung mit 7 Kostproben in 3 Stunden für 33,- €, Kinder die Hälfte in die Hand zu drücken. Ähhhh? Brauche ich kaum im eigenen Stadtteil oder sehe ich aus, als bräuchte ich einen Blindenführhund für einen Restaurantbesuch, all die Weil wir gerade im Café saßen als das Angebot übergeben wurde. Die Frau aus der Deisterstraße hat auch im Osten ein Haus gekauft und auf meine Frage, wo sie das Geld her hätte, meint Stephan, es seien billige Immobilien, aber trotzdem.

Meiner ist draußen im Raucherschrank und schimpft vor sich hin. Als er mich sieht, bessert sich seine Laune. Sie haben ihm 3,5 Liter aus den Herzlappen gepumpt und sich gewundert, dass er noch lebt. Vorher dachten sie immer, das Wasser wäre in der Lunge. Die Punktion war unangenehm, aber es geht ihm schon besser und das Herz arbeitet besser.

Der Strafverteidiger sagt, auch wenn ich gegen die Gegenseite aussage, muss mir mein Mandant eine Entbindung von der Schweigepflicht erteilen, dem Gericht sei das egal. O.k. mach ich, sonst gerne Aussageverweigerungsrecht. Ist sowieso einfacher für mich, aber so kommen sie nicht in den Knast.

Der Neue, jetzt ist er unten vor der Tür und weiß nicht, wo er klingeln soll.

Kommt aus dem Nordirak. Seit 1998 in Deutschland, über Türkei, Griechenland, Italien, Frankreich. Er und seine Schwester, Mutter kam nach. Er ist „kurdischer Europäer“, so fühlt er sich. Gefällt mir. Vater ist vor 2 Jahren gestorben, war Ehrenmann, hatte Baufirma, Zementfirma, Kupferfirma unter Saddam, hatte eigene Moschee, war Hodga. Er ist da geblieben, die ganze Familie, nur die Familie seiner Mutter ist geflohen. Vater hatte 3 Frauen. Mit der ersten 8 Kinder, der eine Bruder ist vor 5 Monaten im Krieg gefallen, hatte Familie, ein anderer hat in London studiert und ist zurück gegangen, dann mit seiner Mutter ich und seine Schwester und die dritte Frau hatte keine Kinder, da hatte er ja schon genug. Die ist total reich und betrachtet ihn und seine Schwester als Kinder. Er hat ein Haus da, was er verkaufen muss um sich selbständig zu machen in Hannover, irgendwo einkaufen am Steintor. Schwester ist eingebürgert und Mutter wird es. War Gymnasiumlehrerin im Irak und politisch engagiert. Es fehlen die Originalunterlagen, wie bei ihm.

Bewährung läuft im November 2015 aus. Therapieauflage. Er war auf diversen Sonderschulen u.a. Ihmeschule, keinen Abschluss. Schule will er nicht mehr, sondern Kiosk kaufen oder Shisha. Seine Freunde haben ihn in die Klapse gebracht und sind selber nicht damit klar gekommen.

Ich muss ihm helfen seine Papiere klar zu kriegen. Sein Geburtsdatum stimmt nicht, eingetragen ist der 1. Oktober. Das nimmt er seiner Mutter übel, dass es falsch eingetragen wurde.

Er ist „leicht strapazierbar.“ Vor allem ist er süß und irgendwie verloren. Geflogen ist er noch nie und ha auch Flugangst. Die Flucht seinerzeit ging ja über den Landweg über die Türkei, Griechenland, Italien, Frankreich nach Deutschland. Familie der Mutter war in Oldenburg ansässig und hat sie zu sich geholt. Hat den Sonderschulabschluss nicht geschafft und hat jetzt auch kein Bock auf Schule, also lieber gleich Geschäftsmann werden. Ich sage, ich glaube, das ist unrealistisch, auch wenn ich ihm jetzt 90.000 € gebe, muss es nicht bedeuten, dass er sich davon eine Existenz aufbauen kann. Das kann auch in kurzer Zeit einfach weg sein, das Geld.

Wir bekommen nächste Woche unsere Knochenlampe. Ich soll da sein, bin ich.

Herr Ihme hat Montag in der MHH seinen Zahn-Termine. Wünsche dem Pfleger, der ihn begleiten will toi, toi, toi für beide.

Der Kollege fliegt nach Konstanz am Samstag und Sonntag zurück. Ist doch erst am Mittwochnacht von dort zurück gekommen dann hätte er auch gleich da bleiben können. Stephan lässt sich auch nicht von jedem behandeln wie einen Deppen. Das darf nur ich. Brot von Gaues was einfach an der Zielperson vorbei weggenommen wird, kommt gar nicht gut an. Die Brot-Connection hat er sich jetzt versaut, mein Kollege.

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Stephie filmt im Kurs für Instagram, ihre Neuentdeckung (kann man wohl nicht vergrößern oder herunterladen) und es geht nicht darum einzelne Teilnehmerinnen zu zeigen, sondern einen Eindruck von den Grace-Kursen zu geben, besser als Beschreibung allein. Sie macht pünktlich Schluß, weil sie Tango hat und ich stehe auf der Straße wie eine Bordsteinschwalbe. Nächstes Mal will ich lieber meine Karte mitnehmen und dann dort treffen. Ich habe meinen Betreuerausweis von Herrn Tai Chi dabei. Joop sieht aus wie eine alte, operierte Frau auf diesen beleuchteten Plakaten. Ganz schlimm. An der Garderobe sind lustige Stiche auf den Boden geklebt und die Zahlen der Spinte groß geschrieben, die einen dort hinweisen, wie eine Sonne. Das ist lustig. Ist neu und vorübergehend, ein Monopolyspiel, was Morgen ansteht, wie wir später von dem NP-Kulturspezialisten erfahren. Ich trockne meine durchgeschwitzten Sportsachen darin.

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Carsten und Wolfgang sehen wir nicht, die haben Premierenabo und sollen immer 2. Reihe sitzen. Wir setzen uns in der zweiten auf die Plätze 17 und 18. Kommt anderes Pärchen und hat Karten für unsere Plätze. Ich bin bräsig und sage, das soll der Schaffner klären. Stellt sich heraus, dass wir 2. Reihe im 1. Rang sind. Dann verbreite ich weniger Coolness und wir dürfen im Laufschritt nach oben und da alle noch mal hoch hetzen.

Super Bühnenbild und die Live Musik ist auch toll sowie die Bilder, die gezeigt werden, die sehr ansprechend sind. Das Varieté mit Liberté, Égalité, Fraternité. Der tanzende Soldat (es ist der Daniel Brühl Typ) und eine tanzende Teekanne und eine Teetasse. Die Gondel mit den drei Venediggestalten in den französischen Farben, die auf dem Fluß aus Nebel auf einem Floß über die Bühne gleiten, der Boden spiegelt und man kann das alles viel besser auf dem Rang sehen. Nur der Typ von mir nervt, der seinen Kopf immer von rechts nach links und zurück kippen lässt, der alte Zappelphilipp. Die ganze Zeit die Vorleserstimme von Heiner Müller und die Bilder dazu machen sie. Das sagt Heiner Müller auch am Anfang, dass er dachte, dass sie es szenisch nach spielen oder so ähnlich. Die Sprache ist eindrucksvoll, aber auch anstrengend. Die erste Geliebte war der Verrat. Entlassen in den kalten Frühling der Freiheit wollten sie zurück in den warmen Schoss der Sklaverei. Der erste Schoss aus dem wir alle kommen ist der der Mutter, da sind wir auch alle unfrei. Es wird mit bekannten Gestalten der Revolution gearbeitet Marx, Rosa Luxemburg, Stalin, Mao. Es wird mit Puppentheater und mit Kamera und Übertragung der Großaufnahmen gearbeitet, also multimedial oder wie das heißt. Auch tanzende Pudel, Männer in Pudelkostümen kommen vor, also mein Schmuck passt gut. Beim Applaus stehen mindestens 2 Stars und Supertalente auf der Bühne, die Frau kenne ich aus dem Gastspiel aus Berlin. Super ist der politische Nachgang mit Spenden sammeln für die Flüchtlingen und „auf der Flucht sei ist kein Verbrechen“. Kunstverein, sehe ich auch nichts, was mir gefällt und ich bin voll. Leif und Hanno bekommen Schießer Naturburschen Aufkleber und der Mann von früher, den wir immer im Theater treffen, weil er darüber schreibt den Sport Kaufmann Aufkleber mit der Karikaturkatze vom Klagesmarkt in 3000 Hannover 1. Den hatte er früher am Schrank kleben. Das erste mal seit Jahrzehnten unterhalte ich mich mit ihm. Zwei Töchter 12 und 3, von den Müttern getrennt. Bei der zweiten war es schon in der Schwangerschaft absehbar. Das ist ehrlich und bestimmt nicht einfach. Ich sage ihm, dass ich eine Tüte voller Hannoverware nach Köln zu seiner Ex geschickt hätte. Stephan: dass ich ihm gleich mit seiner Ex komme, aber das ist die einzige Verbindung die ich habe zu diesem Mann. Wenn er in der gemeinsamen Wohnung wohnen geblieben wäre, würde er jetzt gleich beim Rossi leben. Das wäre doch auch schön. Ja, die Wohnung hätte ihm auch gefallen. Auch hier latent das Thema, dass wir noch zusammen sind. Mein Mann ist zu dünn, das mag ich nicht. Gut, falsches Thema, weil er ist selber ganz dünn und findet das nicht. Stephan sagt, er wäre ein dünner Mann gewesen als ich ihn kennen gelernt habe, aber er war auch irgendwann ein zahnloser Säugling, also was ist das für ein Argument? Die Frau, die uns „vertrieben“ hat (ich habe ihr nicht ins Gesicht gesehen) spricht uns noch mal an und fragt, ob wir auch gute Plätze hatten. Ich sage, sogar bessere als sie, weil man von oben die ganze Bühne auf sich wirken lassen konnte, mein Mann will immer vorne sitzen und ich denke, es ist zu nah und auch der Ausdruck der Schauspieler wird durch die Kameraübertragungen XXL. Leif wundert sich, dass wir noch zusammen sind und scheinen glücklich zu sein. Das ist diese Fassade, die wir mühsam aufrecht erhalten, weil er ja wieder gewählt werden wolle und das macht sich sonst nicht so gut. Er fragt nach Kindern. Da haben wir nicht drüber gesprochen. Er sagte, er habe nicht geglaubt, dass das hält bei uns. Wir beide auch nicht. Wir seien scheinbar so verschieden oder vielleicht doch nicht. Ich sage, der äußere Schein trügt, wir sind wie eineiige Zwillinge und wenn er mit Stephan auch fb befreundet ist, dann ist es genauso gut, wie mit mir befreundet zu sein. Das ist letztendlich dasselbe, ich lasse mich in externen Freundschaften gerne von meiner besseren Hälfte vertreten. In der Cumberlandschen Galerie sind die Getränke besser, aber im Kunstverein die Musik. Erst spreche ich meine Zeugenaussage mit dem Chef durch. Ich bin da ja nicht Anwältin, sondern betroffene Bürgerin, die ihren Glauben in die Justiz wieder mal verliert, weil die erst eine Hausdurchsuchung machen, dann das Verfahren ewig aussetzen wegen des Zivilprozesses, da laufen die Dinge auch z.T schlecht für uns und ich kann es nicht nachvollziehen und am Ende soll das Strafverfahren verjährt sein. Was macht diese Staatsanwaltschaft, ich meine, auch wenn es nicht um Mord und Totschlag oder Vergewaltigung geht, geht es um gezielte Prozessverschleppung (Mediation, Vergleich schließen, denn widerrufen) und gezielter Betrug und das in mehreren Fällen und auf feinen Geschäftsmann machen. Meine Betreuten, die schwerste Suchterkrankungen haben und schwarzfahren oder einen Flachmann für 1,69 € versuchen zu klauen (ohne Schaden für Rossmann) müssen sich dann anhören, dass es eine Reaktion auf dieses Fehlverhalten gibt und sie mit Konsequenzen rechnen müssen, wenn sie die Gesetze verletzen Blabla. Ich tanze mit den älteren Tanzwütigen und einigen Junge zu Beastie Boys und Cure bis mir die Knie weh tun. Der DJ legt gut auf. Es wird unterbrochen durch eine Durchsage, dass das Essen jetzt nur noch die Hälfte kostet. Stephan muss trotzdem gestehen, dass die Parties in meinem Laden besser sind. Eine Schneise der Aufkleber säumt meinen Nachhauseweg. Jetzt habe ich auch einen Plan. Den „heute schon geschweppt?“- Aufkleber mit der Opernsänger in der Nähe der Oper platzieren z.B.

Typ vor der Haustür zwei Typen und er eine versucht es wirklich mit mir in Kontakt zu flirten. Ich bin zwar mit Stephan, aber das scheint ihm egal zu sein: schöne Haare, schönes Fahrrad. Ist alles schön, sage ich verarschend und denke, Hütchen heißt das. Er: „ja, alles schön an Dir“. „Party vorbei? Schade, weil ist Wochenende“. „Schuhgröße?“. Das wäre eine lustige Sprache bzw. Dialoge, wenn ich mit einem Refugee zusammen wäre. Das könnte ich mir grds. gut vorstellen. Würde auch so schlecht zusammen passen wie mit meinem Mann, so krasse Gegensätze und da klappt es ja auch.

Donnafugata

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29.08. Traum: Berlin, bei Georg und Heike und die Nachbarinnen fahren auf mich ab und Morgen haben wir Karten für ein Konzert. Danke und wir sehen uns ja nächste Woche wieder (wie realistisch denke ich dann). Beim Gehen von allen verabschieden. Merken, wenn man noch nicht hat bzw. schon hatte, alte schwarze, ältere Männer mit grauen Haaren sind auf einmal so viele da (ich glaube, das hat mit meinem neuen Freund, dem Korker von gestern zu tun, den ich so toll finde). Natur gibt es nur noch innen. Verdunkelte Hallen mit Fischen, Reptilien. Alle möglichen komischen Krebse. Mutprobe sie anzufassen mit Dornen und Stacheln, wie Skorpione, den einen Großen siedele ich um, aber das Becken war Süßwasser. Hier im Raum liegt ein erotischer Manga-Comic, den ich durchblättere. Die Kunst-Container, eine Frau wohl, die Comics autobiographisch zeichnet und es geht um Schwänze, ihre Muschi, welchen sie mag, den großen selbstgebastelten mit Elektroantrieb und Blutung braucht kein Mensch und immer Zeichnungen dazu. So ehrlich autobiografisch, beinhart. Hat das was mit mir zu tun? Muss ich die kennen lernen? Ich falle auf, mein Hütchen, eine Frau spricht uns an, dass man so was nicht mehr so häufig finden würde, aber in diesem Stadtteil schon. Kein Fahrradweg, neben den Gleisen muss man fahren auf einem ganz schmalen Grat. Das ist wahnsinnig gefährlich und ich rege mich auf, Skandal. Ich sage ihnen, dass ich das scheiße finde, dass sie keinen Radweg habe. Das sei ein Reichenstadtteil erklärt mir eine Frau, aber da können die Reichen nichts dafür, der Staat ist für die Radwege zuständig (ich glaube das spielt darauf an, dass er eine Typ gestern bei der Fahrraddemo als ich meinte Hoffest in diesem Helmke-Hof mich warnte, das sei ganz chic da und als ich Schokolade sagte meinte er, so Schokoladenverkostung, die total viel kosten würde, so viel könnte ich gar nicht essen und ich nur: er weiß nicht, wie viel ich essen kann und wenn die Drogen gut sind. Radanarcho und verfressener Gourmet passt für die meisten nicht zusammen.

Werde zu früh wach, schaue wie lange die Bienale läuft und siehe da bis Ende November. Ich bin für hinfahren und 4 Tage Kunst und endlich mal wieder Tramezzini. Die scheint es in Süditalien nicht zu geben. Stephan reagiert vorerst nicht auf den Vorschlag. Als er wach wird das Geständnis. Er ist beim Hose ausziehen auf eine alte Blechschachtel getreten, in der ich Knöpfe aufbewahre. Wiebele. Na ja, mit Delle ist sie auch schön.

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Ich habe jetzt einen bici-diamond. Geniale Idee. Etwas Hippster, kommt aus dem 3-D-Drucker. Kommt auch noch aus Linden. Den lasse ich nicht am Fahrrad, wenn schon Plastikblumen geklaut werden.

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Ehrlichkeit in der Freundschaft ist schwer. Was will ich, fragt Gabi, ihr Ware bringen, die sie verkauft? Ja. Yoga bei den Leuten vom Theater am Klewergarten klappt nicht. Stephan hatte es in der Haz gefunden und mich liebevoll überredet das auszuprobieren (Gabi war auch dafür) und gegen wenig Schlaf und etwas Hangover hilft das immer. Leider ist um 11:23 Uhr da keiner, fahre an Steffi mit den Hunden vorbei ohne zu halten. Das kann nicht sein und wie ein Depp vor der Tür herumlungern mache ich nicht, dann eben nicht. Tür zu, ich schaue mir die ausgeschnittenen Graffitis durch die Scheibe an und gehe wieder. Gabi kauft mir eine wie ich sie hatte am Dienstag auf dem Großmarkt. Sie waren auch bei 2er und sie betont noch mal, dass wohl nur 2 Bands spielen sollten, aber die befreundete Bands mitgebracht hätten. Die letzte wäre aber richtig gut gewesen und es hätten 2 Männer nackt getanzt. Wir empfehlen den Radevent, der 1 x im Monat stattfindet.

Bevor Steffi schreibt, dass wir das schaffen können und die Biennale doch bis Ende November läuft hat Stephan schon die Flüge gecheckt.

Mein Aufkleber mit einer Postkartencollage von mir: „Frau mit Hund zerkratzt 45 Autos“, so schön thematisch passend zu der Critical Mass, hat die Wäsche nicht überlebt. Ist nur noch weißer Fleck mit abkrümelndem Plastik. Sehr unschön und dafür das schöne Blumenkleid ruiniert. Male Krickelkrackel mit Textilmalstift in Glitzer darauf, dass es wenigstens weniger weiß ist. Die blauen Säcke sind jetzt hellblau. Stephan ist am Markt darauf angesprochen worden, was eigentlich „Spliff“ heißt auf dem Bilderbuch T-Shirt: „Alle Kinder singen Spliff“ und reagiert darauf unlocker so nach dem Motto, er wusste gar nicht, dass da Text drauf ist. Hallo, ein italienisches Gebäck oder die Wahrheit. Kuma, zu dem wir längere Zeit keinen Kontakt hatten, aber früher regelmäßig, lädt uns zum Grillen ein. Das hätten wir gerne gemacht heute, spontan und dann schön Radausfug nach Kleefeld, geht aber nicht.

Schlafe mittags noch eine Runde und träume, die Insel, die letzten Tiere fressen sich gegenseitig. Das Beuteltier war verletzt und die Blutspuren hat die Wildkatze zu ihm geführt und mit einem riesigen Sprung holt er ihn aus dem Baum. 2 Espressi. Hilferuf airbnb von Paps. Mein Outfit hat stilistische Brüche und ich weiß nicht, ob es so gut ist. Stephan kommt nicht nach Hause und meint, ich sei die Königin des Stilbruchs. Bringe den Müll runter und schaue bis wann sein Sportstudio offen hat am Samstag. 15 Minuten bevor die Gäste kommen ist echt zu knapp für meine Nerven. Ich rasiere ihn sehr schlecht, aber nicht absichtlich. Das klappt auch alles noch. Sie kommen erst um :45 (war so angekündigt) und bis dahin ist Sekt geholt und Gläser und Haare rasiert und Stephan hat eine lange Hose an.

Im Stehen an einer krümeligen Küchenablage trinken wir den ersten Alkohol des Abends. Ich demonstriere meine neue Viagra-Werbung auf Untertasse. Dann schnell los. Sie haben die Monatskarten und die Bahn fährt gleich. Ich habe den Plastikschinken mit italienischem Strumpfband, den Schweinefuß dabei. Wir sitzen im Garten unter einem Apfelbaum aus dem die harten Früchte regelmäßig auf den Boden knallen. Es sind richtige Einschläge. Das Gastgeschenk bin ich los geworden. Ich schaue auf eine Spießerfenster mit Orchidee und ein Trampolin, was aber wohl zum Tropeano gehört, was ich also hätte benutzen können, aber das hätte noch gefehlt. Sie haben eine geschlossene Veranstaltung zum Thema weiß und alle müssen weiß tragen, auch die Bedingungen. Wolfgang tippt auf Praxiseinweihung. Thema Urlaub in Afrika, rotes Glas, Eheringe, meine Postkartensammlung geografisch sortieren. 3 x Menü, Stephan isst á la carte. Lecker ist unser Pastagang mit den getrockneten Tomaten und Oliven auf abgebrochener Spagetti und Stephans Beilage zum Hauptgang mit gefüllten großen Nudeln mit Selleriecreme.

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Wir trinken viel Wein, Urlaub in Palermo mit Biagio als Führer. 12 Personen kriegen wir zusammen. Biagio macht viele Fotos von mir zu fortgeschrittener Stunde, vor allem von der Verfassung. Da habe ich auch schon besser ausgesehen, dafür Masse. Außerdem kann Stephan besser Hütchen fotografieren. Ohne die Augenpartie mit dem Hagenkorn entstellten Auge. Biagio macht mit bei dem Hoffest in der Helmkestraße. Mit der Schokoladenfrau war er in Bremen. An der Haltestelle steht Lurch, der Butler der Adams und trinkt ein Alkopop und ärgert sich, dass er seine private weiße Hose tragen musste, wenn die dreckig wird. Das zahlt ihm auch keiner. Der Chef hat Schürzen besorgt.

30.08. Traum: Wir sind im Urlaub und einer dritten Person unterwegs, die einen Geldautomaten sucht und dann mit zu meinen Eltern will. Zu Fuß gehen wir vom Weinberg ins Dorf. Hier sind dieselben Essensstände die es oben gab und es ist supersteil, gerade die Treppe am Anfang. Erstaunlich, dass hier Autos hoch und runter fahren. Unten auf dem Markt soll Stephan fragen, die reden alle polnisch und gestikulieren. Busfahrt, vorbei an steilen Hängen mit noch steileren Treppen ohne Gelände und eine gutaussehende große Frau in BH und Unterhose auf Highheels läuft hinauf. Ich hänge am Fenster. Dann folgt wieder fragen nach der Bank. Ein Typ empfiehlt eine Station mit der Bahn zu fahren, dann steigen wir direkt vor einem aus. O.k., aber schwarz. Es wird noch skurriler, vorbei an Sovietbauten, die vor sich hin verfallen und mit Tags und Vandalismus überzogen sind alles reich verziert aus einer anderen Zeit und dazwischen Trümmer und Geröll und eine Wüste aus zerstörten Gebäuden wie im Nachkriegsdeutschland. Eine Statue aus Stein auf einem Dach schwankt und wird nur noch von einer Farbschicht festgehalten, die Fassaden sind zum Teil voller Köpfe von Menschen und Tieren. Als wir aussteigen sind dekorierte Särge aus Stein und ich habe noch keine Fotos gemacht. Die Bahnen sind auf einmal bunte Schlitten, die von Pferden gezogen werden, wie ein grün-gelbes Karussell aus einer anderen Zeit und die rangieren. Ich will das Spektakel festhalten und die Schaffner tanzen auf dem Rasen der Arena und bringen die Pferde und Schlitten in Position. Stephan tritt ins Bild und will mit auf das Foto und dann fällt ein Schuss und er brennt. Eine der Militärs verprügelt ihn und dreht ihm den Arm um. Nein, das ist mein Mann, renne ich auf den Rasen, Hände weg, Hilfe. Er Typ meint, dass sich bei ihm manchmal ein Schuss lösen würde und ich: wir sind doch nur im Urlaub. Sie verfolgen uns weiter, stehen wir unter Polizeischutz? Sie wollen angeblich sehen, wie wir den Bankomaten finden. Wenn sie wissen, wo er ist, dann folgen wir besser ihnen. Stephan streckt den Po raus wie Entenarsch vor ihnen und fragt den Typen, ob er nicht lieber Jude werden will und provoziert weiter. Dann eine Tür, die aufgemacht wird, aber dahinter ist nicht der erhoffte Automat, sondern einen Babykatze und ich sage: ein Baby und werde wach.

Es ist 8:45 Uhr und hat geregnet. Ich habe ein Fenster im Wintergarten aufgelassen. Stephan hat dafür den Kühlschrank über Nacht offen stehen lassen und es ist warm im Innenraum und die Fruchtfliegen sind darin und machen sich über die Beeren her. Mein Sirup ist umgekippt und die Milch auch. Habe zu viel getrunken, was habe ich da nicht alles erzählt, Gruppenreise mit 12 Leuten nach Palermo und dann die Fotosession……Oh weia. Warum ist der Rock unten so dreckig? Ach so, richtig, ich bin da immer drauf gelascht.

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Brot gibt es nicht, dann kann man mal die alten Zwieback essen mit Erdbeermarmelade von Billa und Frischkäse vom Markt. Los. Die Pflanze spazieren fahren. Sie drehen die Scheißautowerbung und haben die Wittekindstraße gesperrt. Nach wenigen Metern auf der Rampe bemerke ich, dass ich meine Bici-Diamond Pflanze schon verloren habe. Das war ja ein kurzes Vergnügen. Gerade hatte die die Reste vom Pansen in einem Stoffbeutel bei Steffi auf die Fensterbank gestellt. Wir fahren zurück, einer der Dreadtypen von der Fahrraddemo in der Beethovenstraße. Was macht der denn hier? Da wo es am meisten geruckelt hat sprießt das Grün zwischen den Pflastersteinen und es ist wie Nadel im Heuhaufen suchen, Stephan findet sie doch. Panierter Ziegenkäse und Frappé in der Menagerie auf den Schreck. Hier sitzt kaum einer draußen, weil man hordenweise von Wespen attackiert wird und kaum so schnell den Kuchen schlingen kann, wie die sich auf ihn setzen, selbst wenn der Bissen auf dem Weg in den Mund ist. Im Georgengarten kommt uns eine magersüchtige Joggerin entgegen. Mir kommt das Frühstück fast wieder hoch, so gruselig finde ich das. Man sieht die Knochen der Oberschenkel. Wie Zombies im Park. Meine Gesichtszüge entgleisen während ich mich fürchte und grusele zugleich. Stephan rät dazu eine weitere Hose zu wählen, die macht dicker. Flohmarkt in einer meiner liebsten Stadtteile, Hainholz. Vorbei am Garten von Georgus. Kuma ist adoptiert oder wie war das noch mal, weil er doch einen deutschen Namen hat? Auf dem Flohmarkt habe ich eine Sammlung von Aufklebern aufgekauft (ca. 4 kg) von der Sammlerin, die mir bestätigt, dass wir ein Jahrgang seien. Das sind überwiegend alte und große Werbeaufkleber, u.a. Puma, Schießer, Mustang (aus den 80ern) und Brinkmann, Pro Zoo Hannover von Lindener Spezial als Sponsor usw. Damals waren die Aufkleber richtig in und noch richtig groß. Das Braun-Radio ist fast DIN A4, außerdem sind die Serien von Puma und Wrigleys und so richtig cool. Muss an das Projekt Postkarten geografisch sortieren denken, weil das werde ich mit denen gleich machen. Rotes Glas habe ich auch gefunden, konnte mich aber beherrschen. Nicht beherrschen konnte ich mich bei einer Ratte aus Brot mit Gruß aus Hameln Aufdruck für 10 Cent. Dazu gibt es kitschige Einhörner, wohl beliebt bei Kindern, aber jetzt wieder out und zwei Fimobroschen selbtsgebastelt und überhaupt wird mir viel geschenkt, eine Holzbrosche und für 50 Cent kaufe ich ein kleines Windspiel aus Holz. Ohne Hütchen sehe ich bedürftig aus meint Stephan.

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Dann Hainhölzer Kultursommer die Fabriketage, wo auch Aenne ausstellt, von der ich denke, dass sie heute Aufsicht hat. Wir hätten sie wohl im Atelier besuchen müssen. Große Pfützen vor der Tür, immer fahre ich durch die Schlaglöcher. Die Plakate u.a. Rinti-werbung hat der viele Regen gelöst und sie hängen in Fetzen. Der hintere Gartenteil der Ausstellung mit blutsaugenden Zecken aus einer Werbung, die sich bewegt, wellenförmig an der Stelle, wo gesaugt wird, hat mir am besten gefallen. Da waren auch schöne grafische Bilder von Ratten mit Seemannsknoten in den Schwänzen aneinander geknotet. Hier ist aufgebaut für ein Konzert am 11.09 Zurück, es ist heiß, ich bin schlapp, will Taxi nehmen und sofort ins Bett. Hütchen aus Kekskarton mit den ersten Aufklebern. Johannes ruft an wegen Teneriffa, er hat noch keinen Urlaub, dafür eine Reiserücktrittsversicherung und ich habe die Volleyball, Tennis und Flughafen Hannover Aufkleber zum Weiterverschenken schon vorsortiert. Die Brinkmann-Serie. Ich weiß gar nicht, was ich am geilsten finde.

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Ich bastele die kleinen Schlüsselringe an mein Emaillearmband, damit die Segmente halten und die kleinen Ringe aus dem Uhrenbedarf sitzen sehr fest und irgendwann fängt es an tierisch weh zu tun unter den Nägeln. Wir essen lecker nachdem Stephan gekocht hat und verderben uns den Geschmack mit alten Schokopudding von Efendi, zu süß und schmeckt nicht, wird trotzdem gegessen. Ich gehe früh ins Bett.

Manche der Aufkleber müssen entsorgt werden. Die sollen nicht mehr in den Umlauf kommen. Das muss ich verhindern.

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31.08. Morgens ist es nebelig wie in Venedig. Das aktuelle Angebot der MWZ habe ich im email Postkasten, sowie eine süße kleine gelb-schwarze Biene von Wolfgang.

Traum: Altstadt, die alten Häuser und Dächer, Punkerdemo, ich folge und will jemanden besuchen, dann sehe ich es brennt und zwar richtig, orange-gelb tobt das Feuer und es ist ganz heiß an den Füßen, wenn man über das Dach läuft. Ich gehe zurück und melde es der Polizei, das ist nicht nur ein Schrank, der da brennt. Die müssen die Feuerwehr schicken zum Löschen. Dann eine Explosion, die ganze Altstadt ist explodiert. Wer ist tot, den ich gekannt habe? Geld abzählen mit einem Mandanten, aber auf dem Wasser. Er schwimmt und ich hole ihn ab. Schnell zurück auf festen Untergrund, hier sind Haie im Wasser und die Scheine zählen 50er und 10er, die er seiner Ex noch schuldet und immer wieder fliegt einer weg. Zu mir ins Portemonnaie und ich werde es ihr geben. Seinen neuen Job melden wir gar nicht wegen der letzten 2 Monate. Das macht die Sache nur stressig. Das bestätigt auch Jan, unser Nachbar. Es geht um Kindesunterhalt. Dann in eine Kirche, die ganz steil auf einem Berg ist. Ich muss mich am Gerüst hochziehen, weil meine Schuhe rutschen. Innen läuft ein Gottesdienst auf Italienisch wegen der Feueropfer. Ich gehe wieder raus. Vor der Tür eine große Glasfigur, ein bunter Elefant mit Schuppen, der von innen leuchtet. Wie haben sie das gemacht? Das sieht ja toll aus. Zwei Kinder denken, der ist für die toten Kinder aus dem Feuer, aber der ist SOS-Kinderdorf oder so. Ich sehe die Werbung.

Jetzt kommt morgens eine Frau, die genau ausschaut wie die Aerobic-Damen auf der Fa-Werbung. Die bekommt einen Aufkleber geschenkt, dann fange ich an, die Stadt mit meinem 80er Jahr Flair zu verschönern und war vor der Arbeit, weil am Haus verdeckt die Pflanze die Klebefläche und Tennis geht nach Essen und Volleyball nach St. Gallen.

Meine Mutter tut der Hund leid, der auf einem Fahrradschloss im Korb bei der Fahrraddemo liegen musste, warum quäle ich das Tier (nein, tue ich nicht, er will mit und beim Rudel sein und sein Job war mitfahren im Fahrrad) und sie ist erstaunt, dass ich noch so dagegen sein kann. Jetzt will sie uns auch nicht mehr im Volvo zum Bahnhof fahren. Mein Paps sieht der goldenen Hochzeit als Großevent entgegen und erklärt meiner Cousine, dass nur Beziehungen stabil sind in denen gekämpft wird. Meine Mutter hat einen 50 Jahre alten Portwein gekauft für den Anlass und regt sich total auf, dass Paps nicht die Klappe hält. Ich finde es nicht so schlimm und sehe es wie er, wir scheißen auf Überraschungen. Ich sage, das bringt mir nichts. Ich habe andere Fetische, z.B. Höhle aus Stoff oder Hände quetschen, aber Überraschungen lassen mich kalt und Achterbahn mag ich auch nicht. Meine Tante schreit im Krankenhaus nachts im Schlaf und hat Angst, dass sie in die Psychiatrie kommt. Mein Bruder und Familie sind Ende September bei meinen Eltern, aber wir haben schon Pläne an dem Wochenende. Braunschweig und Gabis Party mit Tanzen und das will ich beides nicht absagen.

Stephan gewinnt eine Yogastunde, Yin-Yoga am Klewergarten für mich. Yuhu! Außerdem schlägt er wieder Weinprobe im Titus vor im September mit Donnafugata, die Frau auf der Flucht. Weinen aus Sizilien. Klingt verlockend.

Stephan lässt sich schon erste Lissabon-Tipps geben. Luis war so lange weg, dass man ihn auf einmal gar nicht mehr versteht. Bei der Hilfeplanung gibt die Sozialarbeiterin die „fachliche Einschätzung“, dass integrierte Versorgung und abW personell getrennt bleiben sollen. Katastrophe für meine, deren Wunsch nicht in Erfüllung geht und die viel heult, einen Packung Tempos verbraucht und die Augen schießt für den Rest der Sitzung. Kämpfen lohnt sich nicht, weil auch der Arbeitgeber der gewünschten Mitarbeiterin das nicht mit macht.

Erdmännchen, die sich auch durch gekochte Eier nicht vom Wachdienst ablenken lassen und deren Lieblingsspeise Skorpione sind, muss man aber vorher erst den Stachel abmachen und Hyänen bei denen die Weibchen das Sagen haben, von der Beute bleibt nur ein Blutfleck im Gras übrig. All unsere Freunde haben in Wien demonstriert für humanen Umgang mit Flüchtlingen. Ich selber verstehe nicht, warum jetzt eine große Welle nach Europa schwappt und in Deutschland Zelte aufgebaut und Turnhallen bestückt werden müssen und bisher nicht. Stephan sagt, das hat was mit dem Bürgerkrieg in der Türkei zu tun. Süß sehen sie aus, die jungen Männer aus Syrien, die auf eigene Faust unterwegs sind, 21. Ruby Tuesday klingt weinerlich und aufgesetzt und die Glocksee zieht mich nicht besonders an, im Gegenteil. Gehe schon vor lauter Wimpelborte erst um 12:30 Uhr ins Bett und kann nicht einschlafen.

01.09. Traum: Unsere Nachbarn, der Statiker und Frau haben Grundstück gekauft und Gebäude darauf wurde abgerissen. Es gefällt mir und kommt mir richtig groß vor. Ist viel kleiner als es mir vorkommt. Ich schreite es ab um zu beurteilen wie groß das Haus wird was darauf passt. Abstand zu den Nachbarhäusern muss man auch einplanen. Wenn das Haus nur 50 qm hat, können wir es immer an meine Betreuten vermieten und ich sorge für die Mieteinnahmen, aber vielleicht sollte ich das nicht auf mich nehmen und mich lieber nicht einmischen. Es ist ein Bauherrenmodel und Marion will aussteigen. Ich sage, ja, nach dem Abriss des alten Hauses ist Zäsur und dann müsste man den neuen Vertrag kündigen können. Es schwebt ein Modelhaus an einer Kette in den Garten. Das sieht ganz schön aus, sie will nur 75.000 zahlen. Ich sage, das wäre zu billig mit 1 Million hätte ich gerechnet. Dann komme ich abends und Hartwig hat das Haus selber gebaut und es ist fertig und alles ist perfekt. Man sieht es von oben nicht wegen des Gefälles und dann führt ein Weg dorthin, der Rasen ist schön und es gibt einen Fischteich mit Goldfischen, die Fliegen fressen, große chinesische Ziergoldfische. Wir füttern sie mit Croissantresten usw. In einem Container hatte sie noch Sachen für mich transportiert u.a. ein Klappfahrrad in orange-metallic. Ich will mich bedanken und biete ihnen Sachen an u.a. Schmuck, Broschen. Marion nimmt eine Dose mit einer barocken Frau, aber kein Bild nur ausgeschnittenes Papier. Geht man zu Kunst und Krempel und die sagen Wert 1.200,- €, sehen dann aber, dass es nicht gemalt ist (hatten wir abends eine Folge guckt). Dafür kann man es auswechseln, das Motiv. Hartwig nimmt plumpe Holztiere immer paarweise und ich wundere mich. (Anmerkung und Erklärung für den Traum: Bei Marion saß ein Typ am Goldschmiedeberatungstisch (vis a vis unserer Küche) und es war nicht ihr Mann. Habe mich noch gebückt ob es wirklich so sei und ich den erkenne, weil Hartwig war es nicht und dann nicht mehr unten ohne durch die Wohnung gelaufen, weil er das auch sehen kann). Traum weiter: Die Nachbarn ziehen sich zurück und wollen mir Geld anbieten, Quatsch das ist als Geschenk und weil sie so viel für mich getan haben. Ein kleines Mädchen ist da und schaut zu, wie ich die Sachen anbiete und sie ausgesucht werden. Der will ich eine Tierbrosche andrehen, aber sie ist Kind und kann mit Schmuck noch nichts anfangen, will lieber was zum Spielen. Dann Claudias neue Tätowierung, eine schwarze, stilisierte Kralle auf der Hand, die in schwarz auf dem Arm weitergeführt wird. Sieht gut aus, dann sind es schwarz Stiche auf jedem Finger. Die symbolisieren was und ich soll raten. Der Ringfinger ist halb gelb/halb schwarz und das ist die Ehe, zwei Personen. Die anderen haben schwarze Tonwürste, die an verschiedene Stellen sich entlangschlängeln und zu verschiedene Stellen des Körpers führen, ans Herz für ihre Tochter, an einen Zeh des anderen Fußes und ans Ohr. Die Tonbahnen hat der Typ kaputt gemacht und dann halb wieder aufgebaut und die Optik hat ihr besser gefallen. Es sei ein gutes Gefühl und die Migränemittel wirken jetzt besser, weil das alles verbunden ist, gerade die Bahn, die zum Kopf führt.

Stephan regt sich auf, weil ich gestern Post von Mitte August bekommen habe. Die war falsch eingeworfen und die Psychologin, die gar nicht zu uns gehört war im Urlaub und ist gestern wieder gekommen und hatte keine Vertretung. Da kann man nur dem Postboten die Schuld geben. Waren 2 JC-Bescheide dabei und Inkontinenzversorgung vom Heim von Frau Spanienwohnung.

Elisabeth hat Probleme bekommen in der Sparkasse. Die haben sie angemacht bloß weil sie nicht Sex mit denen machen wollte. Vater hat gesagt, sie soll seine Tochter nicht anmachen und umgekehrt. Sie wollte Geld in der Sparkasse holen mit ihrem Ausweis, aber das hat nicht geklappt und dann hat sie auch kurz bei mir geklingelt. Der Gutachter kommt jetzt doch Morgen zu ihr nach Hause und die Frau vom abW mit dem englischen Namen soll sie unterstützen. Versuche das zu organisieren. Kommt der alleine, weil die kommen sonst immer in Gruppen. Stellt sich heraus, dass der Gutachter eigentlich doch nicht kommen wollte, weil sie ja zu ihm wollte und sich jetzt einfach auf alles einstellt. Ja, es ist so kompliziert mit ihr!

Eine lange Essenstafel auf der Lister Meile, aber Freitag, da bin ich schon verabredet.

Herr Yoga kommt. Seine Implantate bereiten ihm Schmerzen und er hofft, da hat sich nichts entzündet. Der Zahnarzt ist im Urlaub. Wir besprechen das Rechtsmittel. Er soll unbedingt die GEZ-Befreiung beantragen. Seine Eltern haben am Kronsberg ein ehemaliges Seminarhaus gekauft. Die Küche hat er schon bestellt mit einer Granitarbeitsplatte zum Sonderpreis statt Kunststoff. Die Böden müssen noch gemacht werden. Das soll auch in dunklem Granit, weil das hält und muss nicht abgeschliffen werden und ist hochwertig und wertet die Immobilie auf. Wenn er meint. Ich finde es ja fußkalt und eklig als Bodenbelag, aber ich ziehe da auch nicht ein.

Die Frau, die immer bettlägerig, Frau Spanienwohnung war ruft seit letzter Woche an wegen Taschengeldkonto. Sie will Klamotten kaufen und Schinken. Bestattung will sie nicht vorsorgen, auch wenn die Kinder und Enkel belastet werden. Das ist ihr egal, auch was mit ihr passiert und wer damit belastet wird. Die hatten fast 1.000,- € auf dem Taschengeldkonto und hat nie Geld ausgegeben, wie auch, ihr Ex scheint wieder aus der Psychiatrie Ausgang zu haben und sie ist jetzt auf Schwutch. Das Taschengeldkonto soll mit 60,- € überzogen sein. Ich überlege mir gestern mit Stephan, wie wir das auffüllen. Heute liegt sie im Henriettenstift auf Station 6.

Sofalieferung zu Frau Stimmen, 89,- € plus 7,- € pro Etage. 117,- € gebe ich ihr Morgen.

Frau von Herrn Jordanien. Hat heute in einer Woche Strafverhandlung. Hat 204,- € für den jordanischen Pass gezahlt und bringt mir neue arabische Unterlagen für die Botschaft mit Verbrecherfotos meines Betreuten auf DIN A4 Fotopapier. Da muss man frankierten Rückumschlag hinschicken und das bei 204,- € inklusive 20,- € Bearbeitungsgebühr. Frechheit oder arme Botschaft. Schicke denen ausnahmsweise mit patriotisch angeschwollener Brust oder innerem Zeigefinger Umschlag mit Landkarten aus Deutschland. Gefällt mir die Optik und weiße habe ich nicht mehr und die schönen müssen auch mal verbraucht. Jordanische Botschaft, Berlin, passt wie ne eins. Ihr anderer Sohn ist behindert und das Heim wohl so schlecht. Sie ist unzufrieden, schon länger und muss ihm jetzt Klamotten kaufen von ihrem Geld. Ich schaue im Internet und gebe ihr Adressen mit. Pflegeberatung der Krankenkasse würde ich in Anspruch nehmen. Ja, GIB in Hannover, die machen mehr mit körperlich Behinderten und Sozialassistenten, kennen sich aber auch so aus mit dem was die anderen im Programm haben, geistig mehrfach behindert.

Telefoniere mit dem Zeugen der bei Zinnober mitmacht. Die Angeklagten sehen schlecht aus. Warum, er wollte doch immer, dass die in den Knast kommen. Er wollte angeblich, dass sie geteert und gefedert und aus der Stadt Richtung Celle getrieben werden. Er hat mit 2 anderen Zeugen gesprochen. Der eine Künstler hatte schon Demenz. Ich lästere über die ehemalige Galerie in der jetzt Architekten sind, die immer so tun als müssten sie nachts noch arbeiten, wenn ich nebenan essen gehe. Das wirkt nicht vielbeschäftigt, sondern verzweifelt. Wenn man nachts vor dem Rechner surft, hat das mit einer guten Auftragslage nichts zu tun. Das ist so wie Krawatte und seriös. Da fällt keiner mehr drauf rein. Wie mein Paps sagte, Leute die bis nachts arbeiten muss man feuern, weil sie ihre Arbeit in der normalen Zeit offensichtlich nicht hinbekommen. Wir sprechen über die Herbstausstellung im Kunstverein und den Videokünstler, dessen optische Vorlieben in den USA der 50er und 60er Jahre liegt. Frau im Wollkostüm sitzt rauchend am Zugfenster. 7-jähriger Junge mit gemusterter Tapete mit Sportmotiven blättert in Buch über Mondlandung, hat tolles Muster auf seinem Schlafanzug und gute Frisur und schaut zum Fenster raus auf den Nachthimmel. Er muss lachen. Dann geht es um den uralten Hund der Nachbarin, der verstorben ist und um die Vaterschaftsfreuden, alle 25 Jahre wird er Vater, Tochter ist 29 und Sohn ist 5. Mit 75 kann er noch mal ran. Warum nicht, dass machen doch „alle Künstler“. Vermutlich muss er sich neue Frau dazu besorgen, wie er zu Recht meint. Mal sehen.

Meine Betreute, die gestern 2 Fachleistungsstunden empfohlen bekommen hat (was kaum einer kriegt) und die Frau von der Integrierten Versorgung, ihre Favoritin, soll die Vermittlung zum ambulanten Wohnbetreuer übernehmen, der neu gefunden wird nach ihrem Gutdünken und ich habe auch schon angefragt bei einer total fitten Frau, macht einen auf lebensmüde. Alles soll abbestellt werden, ich, die IV, das abW. Sie will nur noch ihre Ruhe und schlafen. Das spielt direkt auf Selbsttötung an und ist mir zu viel Drama-Queen. Ich sage, sie steht besser da als zuvor, bloß weil eine Sache nicht geht. Sie soll einfach noch eine Nacht darüber schlafen und ansonsten, klar kann man alle Hilfen abbestellen. Das geht auch.

Die Gleise werden geliefert, erzählt mir Stephan. Mir war nur aufgefallen, dass ein alter Mann im Straßenbau arbeitet, der aussieht wie 70 mit grauen Haaren.

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Doch nicht in die Stadt. Es regnet in Strömen, es schüttet geradezu sinnflutartig und die Tomaten vom Stand müssen in Sicherheit gebracht werden und die Kräuter auch. Es gibt Pasta im Marktkaffee und während wir essen wird der Tiefkühler befüllt mit Vanille-Croissants. Eine Jahresration für Stephan. Sie verfüttern so viele, dass sie vom Hersteller den Geschirrschrank gestellt bekommen und das muss alles mein Mann essen. Die Karte aus Venedig ist eingetroffen, schön old school. Wir treffen Pat. Steffi ist krank. Will sie anrufen, aber sie ist von der Außenwelt abgeschirmt ohne Festnetz und Internet. Schlimm.

Tochter erzählt auf der Ferienfreizeit, dass Papa auch immer wütend wird und sie schlägt und wird zur Psychologin geschleppt und Mutter ist fertig mit den Nerven und musste sich erst mal krankschreiben lassen und denkt an früher, wo es auch immer hieß, wenn Du was sagst, kommst Du ins Heim. Längeres Telefonat und ich kann die Nerven wohl beruhigen. Sie nennt uns coole Säue, weil sie sich nicht auf eine Demo traut wie früher und höchstens eine ruhige von der Gewerkschaft und immer denkt, was ist, wenn ein Stein fliegt oder was passiert und ich denke: „I believe that I will die doing the things I love“. Sie kennt den Mann aus Teneriffa, den sie Hannibal Lektor nennt, weil er nicht erwachsen werden will (das verstehe ich nicht). Der hatte mal eine mexikanische Freundin und man hat Weihnachten zusammen verbracht.

Bei Sport, viel Energie. An der Bushaltestelle steht ein junges Mädchen. Mode, wie ich sie Anfang der 80er gut fand, getigerte Hosen und 50er Jahre Schuhe mit dicker Sohle, vorne rund und gerne Schnalle oder auch getigert, wie aus einem Jim Jarmusch Film. Ich esse Himbeeren vom Strauch, frisch gewaschen. Dann Borte häkeln, kochen. Verbrenne mich am Dampf. Leider verbrenne ich mich am Wasserkocher an dem Wasserdampf. Wie kann so was eigentlich passieren, wenn man es schon 100te Male gemacht hat. Das Essen schmeckt gesund, aber nicht sonderlich asiatisch. Der angebrochenen Sekt von Samstag steht immer noch offen in der Kühlschranktür. Georg und Karin kommen mit zur nächsten Weinprobe. Ich hätte heute zu Gabi in den Laden gehen müssen/können wegen der Bestellung, Perserkatze für die Fensterbank. Mal sehen was sie gefunden hat. Wieder Probleme beim Einschlafen.

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02.09. Weiß die Träume leider nicht mehr, bin immer knapp davor, aber es reicht nicht. Morgen gibt es Sport-BHs bei Lidl. Wohnungen bei Wimdu in Giudecca, Venice schauen. Ich habe eine Ü-Eier-Figur vom Ohrring verloren. Sweet Pea oder so? Ist das das Kind? Das Set mit Popeye-Figuren kostet 39,99 €. Krass. Sweet Pea, den ich verloren habe kostet 2,69 € plus 1,50 € Versand. Soll das, muss das, ist es zwängig? Heute zu Straube, mit dem wäre Carsten fast praxismäßig zusammen gekommen, aber das war der Scheideweg Neurologie. Ich schwärme für ihn als Medikamenten- und Chemiegenie. Stephan braucht nicht eifersüchtig sein. So oder so. Opernkarten nicht vergessen. Herr Yoga mit der neuen Küche und den Granitplatten fragt nach Erstausstattung:

„habe ich Anspruch auf pauschal €800 für Erstausstattung vom Jobcenter?

Meine Mutter sagt das so.“ Was soll ich sagen. Mama hat nicht immer Recht.

außerdem

„Liebe Frau ,

letzte Nacht habe ich w sunderbar geschlafen, mehr als 3 Stunden am Stück, das war lange nicht so.

Ich habe Kontakt zu einem Ayurveda-Therapeuten am Kronsberg geknüpft. Der aus Indien stammende Mann unterrichtet seit 36 Jahren Yoga in Deutschland als Therapie für körperliche oder seelische Leiden. Ich habe ihm erzählt, was ich so alles kann und er sagt, es liegt am jahrelangen Sonnengebet jeden Morgen, daß mein Appetit schwindet, es ist ein yogisch erstrebenswertes Ziel auf dem Weg zur vollständigen Erleuchtung. Er hat mich zu einem Yoga-Wochende eingeladen am 21./22. November, weil so eine intensivere Praxis Durchbrüche bewirkt. Ich denke, ich könnte bei ihm am Kronsberg Yoga unterrichten, da er das sonst nur in seiner Lister Praxis anbietet“

Vor kurzem hieß es noch:

„Liebe Frau ,

ich fühle mich, als wenn ich bald sterbe. Ich habe keinen Appetit und esse nichts. An Antrieb mangelt es mir völlig, auch für Kleinigkeiten. Ich bin schwer depressiv in meinen Gedanken und kann mir nur erklären, daß dieser Einbruch vielleicht mit Eisentabletten von der Hausärztin zusammenhängt. Das ist so schlimm, als wenn die Zeit stehen bleibt und man dort gefangen ist. Am Dienstag bin ich bei Dr. K.“

Ärztehaus am Raschplatz. Ich erkenne nichts mehr und habe Probleme mich zu orientieren. Die Fernbusse haben einen Bahnsteig, der noch mehr zu meiner Desorientierung beiträgt, aber schick. Seroquel gibt es bald nicht mehr für AOK-Patienten ab sofort und für die anderen in 2 Monaten. Da brauchen wir nicht diskutieren. Das neue Mittel hat identische Inhaltsstoffe. Straube kann ihr nicht die ganze Pharma-Welt erklären. Für was wurde Subutex entwickelt? Er hat mal gesagt, dass wurde ursprünglich nicht für Heroin entwickelt, sondern für was anderes. Er: Als Schmerzmittel. Sie: Und wie wirkt es? Er: Soll sie 6 Monats-Kurs in der MHH besuchen, da wird es ihr erklärt. Es bringt nichts. Sie trinkt nicht mal Energy-Drinks. Nur an den lieben Gott denken den ganzen Tag sagt Straube und schaut mich an und rollt mit den Augen. Sie will noch mit mir sprechen. Wir setzen uns auf eine Bank. Ein Jordanier ist ihr Vater, ist er nun ein Vergewaltiger, er sagt, die Frau ist ihn reingelegt und sich die Klamotten vom Leib gerissen als einer reinkam und hat dabei bitterlich geweint und er war dafür im Knast und sie weiß es nicht was stimmt. Ich sage, ist nicht leicht, weil Ihre Mutter jetzt auch verstorben ist und nicht mehr gefragt werden kann. Vielleicht ist sie nicht Tochter ihrer Mutter, sondern von Doris Schröder-Köpf. Früher 20.000 DM jede Woche beim Freier abgegeben. Man macht immer Sachen in ihrer Wohnung kaputt, sie kann sich jeden Monat einen neuen Klositz kaufen oder es verschwinden Sachen. Das Raumduft im Badezimmer. Sie hat Hundehandtuch zum Reingreifen an den Seiten und ganz weich. Da freut sich Buddy, wenn sie ihm was kauft und wenn sie wieder kommt und sagt: schau mal was ich für Dich gekauft habe, dann springt er auf ihren Rucksack und durchwühlt den. Toll! Ihre Nachbarn sind laut, aber jetzt nicht mehr seit sie den Termin mit mir ausgemacht hat. Es gibt Menschen, den wollen einen manipulieren, die Gedanken. Eine junge Studentin läuft vorbei, natürlich, nicht sonderlich gut aussehend, schlank und blond mit Rucksack auf dem Rücken. Mit der hat sie früher gearbeitet, Pamela (weiß natürlich nicht, wie sie mit richtigem Namen heißt). Ich denke: so heißen wohl alle Blondinnen. Da liegen aber 20 Jahre Altersunterschied dazwischen. Die hat auch für Frank Hanebuth gearbeitet. Da sind viele Mädchen in der Klapse gelandet. Warum kommt die jetzt hier lang? Gerade jetzt. Ich denke: Eine Studentin, am Busbahnhof? Weil sie nach Hamburg will? Frau Dackelmischling: Die hatte es auch nicht leicht. Ihr Freund hat ihr eine Knarre an den Kopf gehalten und sie war völlig fertig und hat nur noch dagelegen und konnte nicht mehr arbeiten. Wahnsinn was da alles ab geht bei offensichtlich ganz unbeteiligten Personen. Der Freund war 9 Jahre im Knast, damals als sie auch im Knast war, als noch Frauen in der Schulenburger Landstraße waren. Das ist schon lange nicht mehr so. In der Zelle hat man hat ihr was Durchsichtiges zu trinken gegeben und das hat ihr Gedächtnis ausgelöscht, auch Erinnerungen an früher. Der Hund ist ganz weich und schmiegt sich an mich. Sie hat vergessen Straube nach dem Drogentest zu fragen. Sie hat den Kühlschrank mit einem Schloss abgeschlossen, das man da nichts rein machen kann, aber sie weiß, wie es riecht, wenn die Gifte aus dem Körper gehen. Immer musste sie mit den Freiern saufen und koksen und war froh, wenn sie eine Woche mal nicht nehmen musste und die Entgiftung von Heroin, das wäre das schlimmste, wie es da stinkt. Das finde ich interessant und frage noch etwas nach. Als es dann darum geht, dass Urin dunkel gefärbt ist von Amphetaminen muss ich los. Ich sehe gut aus, wenn ich lächele sagt sie mir zum Abschied. So schön wie mit Buddy was es noch mit keinem, ob das nicht traurig sei und ich: doch.

In der Gerichtspost der Unterbringungsbeschluss bis 07.10. für Herrn Ihme und die Aufhebung desselben. Verdi-Premiere irgendwas mit Schicksal. Brötchen bei Marsala, zu teuer, 2,80 für stinknormalen Industriekäse. Das merke ich mir. Büro. 2 Espressi hier. Gabi hat noch nicht die richtige Katze gefunden. Frau Sri Lanka hat eine häusliche Krise und heult, bestelle sie für gleich ein. Sie ruft noch mal an von ihrer Mutter und kommt jetzt Morgen. Parallel ganz komplizierte Frau, Vertretung von Frau Perserin wegen Frau Stimmen. Die hat viel Angst jetzt wo sie alleine lebt und sie gibt ihr für nachts die Nummer der Telefonseelsorge. Die Frau finde ich umständlich ohne Ende. Betreuungsakte ans Strafgericht geben, nächste Woche, die Verhandlung ist vor dem Schöffengericht. Mein Vater, der wegen seiner Schwester verzweifelt ist.

Frau Spanienimmobilie hat keinen Darmverschluss, aber klagte über Rückenschmerzen und hat wie nach einer Röntgenaufnahme festgestellt wurde einen gebrochenen Lendenwirbel. Wie ist das denn passiert? Sie wartet auf Kernspinn.

Wasserschaden im Ihmezentrum von Etage 13 bis in die zweite. Neue Hausverwaltung (das wechselt ständig und die eine ist die Nachfolgerin der anderen, die insolvent ist, halt wie das ganze Projekt, so die HV) will in die Wohnung von Herrn Ihme, weil sie glauben, dass der Wasserschaden von dort ausgeht. Aus der Wohnung wo ihn die Feuerwehr neulich rausgeholt hat, weil er eine „allergische Reaktion“ hatte. In der Klinik sagt man, er sei sehr psychotisch und glaubt, dass er bald, d.h. in den nächsten Tagen stirbt, weil die Ameisen sich dann endgültig durch sein Gehirn gefressen haben. So verhält er sich jedenfalls, was die Telefonanbieter anbelangt. Der Psychologe will sich gleich melden. Tut er aber nicht.

Frau Frauenwohnheim will zurück nach Ruanda. Jetzt hat man für Bleiberecht gekämpft und vom Verwaltungsgericht Abschiebehindernisse feststellen lassen, aber Reisende soll man nicht aufhalten und es wird genug Nachschub in Sachen Flüchtlinge geben. Sie muss nach Berlin wegen Ersatzreisedokument. Was ist dazu sagen. Ich habe keine Meinung, kann vor allem nicht beurteilen, ob es eine gute Idee ist zurück zu gehen. Sie ist ein freier Mensch.

Morgen ist suki-frei.

Frau Stimmen ist nicht gekommen. Muss ich mir Sorgen machen? Versuche sie anzurufen. Sie meldet sich dann als ich mit Elisabeth zugange bin (die natürlich wissen will, wer das war und was die von mir wissen will). Ich bestelle sie in einer Stunde und sie kommt dann noch vorbei. Der Typ von der Spedition meldet sich auch. Alles paletti. Hat sie Angst frage ich und sie kommt mir normal vor. Hat eine neue Frisur, mehr Kurzhaar.

Elisabeth ist sauer und aggro und haut auf den Tisch. Thema ihre teure Hausratversicherung für fast 150,- €, die sie abgeschlossen hat. Das muss nicht billig sein, bei ihr kostet es eben so viel und ist ja nur einmal im Jahr. Will für mich auch Versicherung abschließen und war bei der AdvoCard. Wem schuldet sie Geld, weil sie bekommt 2.000,- € Rente und es bleibt nur wenig übrig. Die Gays, die sie als Ärztin Dr. Vorname auch nicht behandeln will. Die Gays aus Aserbaidschan, die den spanischen Frauen die Ehemänner wegnehmen wollen. Wenn ich meinen Bildschirm runter werfe, sie demonstriert es und er ist kaputt. Das ist dann Van Gogh oder ein Bild machen, ein Foto und das zerschneiden. Das ist Van Gogh. Sie zeichnet das auf mit einem Kuli und es sieht aus wie ein eckiges Mosaik aus Fliesen. Ihre schwarze Strumpfhose ist im Schritt zerrissen und man sieht das Fleisch der Oberschenkel. Die Daunenjacke ich schon lang zerrissen und das Futter schaut raus. O.k. sie läuft noch krasser rum als ich. Ich stinke vielleicht zur Zeit etwas (rosa), aber sie ist die Meisterin und zwar der Schweiß oder Körpergeruch. Das bekommt man halt nicht rausgelüftet und es ist mir peinlich Leute danach zu mir rein zu bitten, weil mir klar ist, wie krass es bei mir stinkt.

Die Online Bankkarte hat sich wieder eingefunden. Wie praktisch, wo heute das JC aus Schaumburg anrief weil sie die Leistungen eingestellt haben zum 01.09. wegen seines neues Jobs als Fensterputzer und wir die Miete überweisen müssen und Telefon schon wieder nicht geklappt hat usw. Das müssen wir feiern sagt mein Mann. Ich will mal zu den Waschweibern was essen. Das war im Schädelspalter besprochen mit Foto. Französische Hausmannskost, Rezepte von Veronics Familie. Was Blödes wäre noch sagt Stephan. Nicht noch was. Doch. Wir sind nicht da wenn Perlenparty ist. Das ist echt blöd.

Die ambulante Wohnbetreuung steht bei Elisabeth vor der Tür und es macht keiner auf. In 10 Minuten ist der Gutachter angekündigt. Das sieht ja nicht gut aus. Sie ist früher da, denn ich hatte sie gebeten den Gaszählerstand abzulesen, weil die Ziffern nicht stimmen können, die mir die Häsin gegeben hat (zu kurz). Darüber konnte ich heute – auch – nicht mit ihr sprechen. Soll sie für alle zahlen und sie gibt die nicht heraus und was nicht alles. Mein Handy ist tot und ich weiß nicht warum. Irgendwie könnte ich heute auch einfach nach Hause und den Laden zu machen.

Fax an Insolvenzverwalter in der Sache meiner türkischen Tattoofrau. Rufe sie an, weil ich neulich doch zu garstig war. Hat die Differenz von knapp 100,- € von Murat bekommen. Alles gut. Bewirbt sich auf dem Markt in Mühelnberg. Ist schließlich Fleischereifachverkäuferin, kann aber auch Büro.

Die Spätschicht bei Frau Spanienimmobilie ist erstaunt, dass ich um 19 Uhr noch im Büro bin und nicht der AB angeht. Meine Betreute wollte, dass ich informiert werde und ja, ich bin im Bilde, kein Darmverschluss Wirbelbruch.

Yogavertretung. Im Solar Plexus sitzt das Ego. Rippenbögen schließen. Zuhause Boxenstopp. Vor lauter rosa muss ich doch mal eine Binde nehmen statt unentwegt Unterhosen auszuwaschen. Irgendwann die Woche läuft auf 3 Sat eine Diskussionssendung über Physik und Philosophie. Der Moderator meint so schön, wenn wir 5 % wissen vom Weltall sei das wie wenn wir vom menschlichen Körper nur den rechten Arm kennen würden und wir rätseln, dieses Blut, ist das innerhalb oder kommt das von außen. Sehr schön gesehen. Eine Teilchenforscherin nervt. So neunmalklug und nichts dahinter. Teilchenforschung mache ich selber. Da gibt es die gefüllten, z.B. mit Aprikosen und die in Brezelform mit Mandelblättchen.

03.09. Ich mache Chili Con Carne für die Strickgruppe.

Auszahlscheine im Original am die KK- Ist die Frau Stationsassistentin so doof? Telefonat mit der KK bestätigt das was ich sage, haben ausnahmsweise auf Fax bezahlt bis 31.08.

Im Regen zum Verwaltungsgericht und nicht mal eine Jacke an, nur Sakko. Musste mich noch unter stellen bei Sport Scheck wo ein Rentner zu mir meint, der Hut wäre nicht groß genug. Selten so gelacht. Klatschnaß. Mit dem Fahrrad direkt vor der Tür, die Fahrradständer sind meilenweit vom Eingang entfernt. Wem gehört das Fahrrad? Ich lasse meine Handtasche und alles auf dem Förderband liegen und stapfe wütend raus bringe es auf die andere Straßenseite vor den Augen der Justizangestellten. Wenn sie eines können, dann meine Sachen bewachen, oder? Der eine Wachtmann meint nur: „ich kenne sie, müssen sie nicht zeigen“. Ich muss meinen Anwaltsausweis nicht vorzeigen. Der merkt, dass ich kurz vor dem Ausflippen bin. Man durchläuft die verschiedenen Gerichte. Vorbei am Arbeitsgericht, Landesarbeitsgericht. Irre. Blindengerecht am Boden und Bildschirme. Eine zwergwüchsige Ehrenrichterin, Frau Maus, wird vereidigt- Sie muss vor das Pult treten und überall stehen ihr die Möbel im Weg rum, sehr groß aus ihrer Sicht, jeder Stuhl. Sie macht mit der religiösen Formell, „so wahr mir Gott helfe“. Meiner gratuliert als er vorbei ist. Der Richter ist schwul und sehr gut im Thema und sympathisch. Er fasst den Sachverhalt zusammen. Will ich was erklären fragt er mich. Ja, ich lese es jetzt erst, dass ich die Fotos mitbringen sollte und habe sie nicht dabei. Kann sie Morgen bringen. Darauf kommt es vielleicht nicht an. Klingt nach schlechten Karten. Rücknahme des Antrages, hat sich erledigt die Zustimmung zum Umzug, weil der schon erfolgt ist und Umstellung auf Feststellungantrag passt nicht, nur wenn besonderes Interesse oder Wiederholungsgefahr. Gut, dann nehme zurück und bedanke mich für die Rechtslektion. Dann weiß ich nichts von meinem Glück. Das Gutachten der Region, wie sie die Angemessenheit der Wohnung festlegt und was in etwa so dick ist wie ein Telefonbuch kenne ich vermutlich? Nein. Kappungsgrenze 33 % scheint ihm nicht plausibel, Gericht bessert nach, er will nicht vorgreifen und sie ziehen sich zur Beratung zurück. Meiner bekommt die Wohnkosten, der Richter hält 385 sogar für angemessen und die Wohnung kostet nur 380,- , 354,- wurden immer nur bezahlt, aber im Streit waren nur 3 Monate, der Rest den muss ich so klar machen durch Widersprüche, die ich hoffentlich eingelegt habe und mittlerweile ist das JC nicht mehr zuständig, sondern die Grundsicherung und damit Stadt Hannover. Außerdem hat Gericht die Berufung zugelassen, so dass es vielleicht weiter geht. Schöne Sache.

Ich bin zufrieden. Nass bin ich immer noch und die Robe wärmt. Die Sonne scheint. Im Anwaltszimmer die Strafverteidigerin in Plateau-Highheels und kurzem Rock. Irgendwie sieht das lächerlich aus, sie ich riesengroß und gut laufen kann sie damit auch nicht, sehen Sketchers Memory Foam noch besser aus an anderen Frauen. Pommes Tijuana in der Langen Laube, bekomme Geld wieder 70 Cent, Pommes mittlere Größe mit 2 Saucen kostet 4,70 und die Tijuana Pommes mit Tomatenwürfel noch dazu 3,90. Von der Erstattung kaufe ich eine Fritz Apfelschorle. Die haben alles in vegan und auch aus Süßkartoffel mit Preiselbeermayo oder Gulasch mit Pommes. Gefällt mir. Mett für das Chili. Der türkische Metzger hackt Lammstücke aus der Rippe, die Knochen kommen extra und dann klopft er sie. Das macht er professionell und in aller Ruhe und Routine, alle 40 Stück. Dann kommt noch eine Kundin und dann bin ich dran. Er mag das Schweinehütchen, da bin ich ein bisschen stolz, die Deutschen davor freuen mich nicht so und der Rentner als ich mich unterstelle, der meint, ist zu klein der Hut auch nicht witzig, aber das ist super.

2 Sport-BHs bei Lidl. Wir probieren sie aus und dehnen und halten sie uns an, ich zumindest mache Plausibilitätskontrolle am Oberkörper. L oder M? Kann mal einer eine Melone bringen. Grapefruit reicht wohl meint eine Kundin neben mir. Ich bin für klein und eng sitzen. Ausleiern tun sie von alleine. Die Nachbarin, deren Typen wir neulich in der Weinbar hatten geht auch tagsüber einkaufen, treffe sie voll bepackt mit Arbeitstasche beim Gehen. Erst mal zuhause abladen. Der eine ist leicht und hat dünne Träger. Die halten natürlich nicht viel, aber es sieht gut aus. Wenn man sie hinten zusammen heftet, dass es eine Überkreuzoptik ergibt dann ist es stabiler.

Herr Ihme geht heute (gestern hatte er noch Ausgangssperre) und will Morgen um 13 Uhr bei mir vorbei kommen. Die Oberärztin ist überfordert und die APP soll der Hausarzt machen, sie bekommt das nicht hin.

Mit dem Gutachter gestern hat nicht geklappt. Er kommt jetzt in 2 Wochen zu mir, wenn Elisabeth ihr Geld holt. Will es mir nun auch nicht versauen mit ihr. Schafft er nicht ist meine Einschätzung. Ich kann mir alles bei der leisten. Erzähle von der Rechtsschutz, die sie für mich abschließen will. Ich scheine schutzbedürftig zu sein ist seine Einschätzung. Nee, ich glaube, 1) sie ist wirr und 2) sie will was von mir, aber egal ich will mich nicht mit einem Shrink streiten.

Richter ruft an und hat sich verrechnet. Es gibt doch nur 373,- € und damit 7 € weniger als die Miete kostet. Das ist ihm in einer Pause aufgefallen, weil die eine Sache ausgefallen ist. Er entschuldigt sich für seinen Fehler und der falsche Tenor ist in der Welt und er wollte es mir persönlich sagen. Süß. Ich finde den immer süßer. Er hat sich so viel Mühe gemacht und sich in die Materie reingefuchst. Ich hoffe, er schreibt mir auch, wie er das berechnet hat, weil da soll es immer eine Anpassung geben jährlich und dann kann ich Stephan da ran setzen, aber das JC wird ohnehin in die Berufung gehen.

Der Kollege soll mich ästhetisch beraten mit welchem Aufkleber ist das Logo an meinem Fahrrad am besten abkleben kann. Da ist er bestimmt dafür und dieses sehenswerte Krankenhaus in Venedig, die statt Krankenwagen Gondel mit rotem Kreuz haben.

Stephans Rechner prüft den ganzen Tag verdächtige Dateien und mein email Fach bleibt leer.

Die Frau Drama ruft an und will jetzt doch nicht die ganze Unterstützung absagen, als sie merkt, dass ich auf ihren letzten Anruf gar keine Bremse gezogen, den praktisch nicht für voll genommen habe ist sie irritiert. Tja, ist aber so, dass ich mir schon dachte, dass sie sich bestimmt wieder einkriegt und nur mal sehen will, was passiert. So Leute, die so oft alles Mögliche ankündigen, wie auch sich umzubringen, das verliert echt an Dramatik. Bellende Hunde usw.

Soll ich mehr BHs bei Lidl kaufen oder bin ich wieder sportsüchtig, äh kaufsüchtig. Ich freue mich auf das Tanztheater wie blöd.

Die zweite Nachbarin Marion an der Kasse. Wer nicht alles zu Lidl geht. Die Sport-BHs sind leergekauft. Krass. Chili con carne vorkochen. Schokolade rein machen ist eine gute Idee.

Erkläre Stephan beim Rad fahren in die Stadt: das neues Justizzentrum ist wie Expo der Justiz. Diese verschiedenen Länder in einer Halle Tür an Tür. Überall tragen die Frauen ihre Herbstmäntel und Trenchcoat scheint richtig mega angesagt zu sein. Oh, Mann, schon wieder?

Vadar im Schauspielhaus. Die Frau, die bald mein Kostüm trägt hoffentlich und mit Steffi gerade in Venedig war, Biennale und so treffen wir beim Einparken. Das Kostüm hätte zum heutigen Abend auch gut gepasst, aber das weiß man erst im Nachhinein. Stephan sagt, das Publikum sei noch schwuler an- und schwulenmuttilastiger als bei der Alexander Mc Queen in London oder was hat er gemeint. Langweilige Selbstbeweihräucherung. Es ist wohl die Auftaktveranstaltung und seit 30 Jahren gibt es das Tanztheaterfestival und das ist schon lange und die haben einen Ruf, national und Ding und finden sich super. Mag sein, aber früher waren wir eher mit den Chaostagen beschäftigt. Altersheim mit sehr akrobatischen Tänzern, coolen heimischen Statisten und einer Botschaft jenseits der Liebesgeschichte. Tolles Bühnenbild, die Handtasche ist eine fremde Macht und zieht sie durch die Gegend, die erste Tanzeinlage. Dann aus dem Mantel helfen und die ersten krassen Rückbeugen. Sie soll warten und versteckt sich im Raum neben dem Klavier, das Licht ist abgedunkelt. Es kommen ca. 10 Rentner mit grauen Kittelschürzen rein, die den Teppich fegen, cooles Bild. Dann Licht an auf eine kleinen Bühne hinten, die Frauenband bestehend aus 3 Rentnerinnen mit krassen Mustern und einer jungen Portugiesin, die singt. Der Katzentanz, die Asiatin leckt sich am Bein, zuckt wie eine Katze, reibt sich an einer in grauen Schürze fegenden Rentnerin, der Mann ist der rollige Kater, das Schlittschuhlaufen auf dem Teppich auf den Knien. Die Fegenden ziehen die Schürzen an, das Licht geht an, es ist ein Altersheim. Die Portugiesin verwandelt sich in eine alte, zahnlose Frau und es wird ein Balletttanz mit Rollstühlen gemacht. Pflegerin, die sich blutig kratzt, Angehörige wegfegt, sagt, dass alle den Vater hassen und sich ständig überlegen, wie man ihn umbringen könnte lange Besen, die über das Publikum geschwenkt werden, ein Kochtopf mit der Asiatin drin, Beine verkehrt herum als Tanz, so dass es wie schmerzhaft und wie gerädert ausschaut, bzw. abgeschraubt und verkehrt herum wieder drangemacht. Die Beine machen was sie wollen und sie kann sie nicht bändigen und das sieht alles spielerisch aus. Den Vater besuchen, später selber eingesperrt sein und auf dem Pflegebett mit Windel. Die Lieblosigkeit, sich nicht dafür interessieren, er spielt Klavier „feelings, nothing more than feelings“ vor einem Altersheimpublikum, aber der Sohn hat nur eine halbe Stunde um mit ihm in den Park zu gehen und schiebt ihn einfach weg. Die anderen Rentner haben seine Sachen an, die erst mal besorgt werden müssen. Er soll aufrecht gehen, sonst findet er keine Freundin, der macht ein paar einfache Moves, Schrittfolgen und alle Statistinnen, die anderen Rentnerinnen sind seine Fans. Die Portugiesin weint beim Applaus. Ich habe meinen neuen Sport-BH von Lidl an, der irgendwie sitzt als hätte ich keinen an und das passt zu diesen naturalistischen, offenen und ehrlichen Sicht auf das Leben und die Körperlichkeit. Gut, Leute die aus der Kulturszene stammen sind da. Sonst kennen wir keinen, nur den Kollegen, der mich ausgebildet hat in der Anwaltsstation treffen wir immer. Der hat für alles an darstellender Kunst ein Abo. Muss mehr arbeiten statt weniger, weil sein Bürokollege krank ist. Muss sich wie Berufsanfänger in neue Sachen hineinarbeiten und musste heute zum Landgericht Braunschweig. Das klingt ja furchtbar. Eis Creme Sandwichs von Lidl zuhause. Schwups ist die Packung leer.

04.09. Michi fährt vorbei mit seinem superschicken blauen, angeblich alten und umgebauten Rennrad. Viel glänzendes Silber und Blau, sieht sehr schick aus. Sie wollen mit dem Besuch aus Edinburgh zum Kaliberg. Da ist wohl Oper Air Kino (ein Bergfilm, wie passend). Sukkulenten sind umgefallen im Wintergarten. Die sind alle angewachsen, auch die ich von den Nonnen geklaut habe aus Neapel, hatte drei zusammengesteckt (alle aus Neapel) so nach dem Motto, mal schauen ob was anwächst und jetzt sind sie alle angewachsen und waren einfach zu schwer. Die Banane fürs Büro steht hier immer noch. Endlich die Telefonlisten. Lidl, noch mal Eis-Sandwichs, gestern hatten wir die ersten 4 und Baguette und Sekt. Meine Tante wird aus dem Krankenhaus entlassen und muss einen Monat zuhause überbrücken vor der Reha. Den Arzt, den sie jetzt als Behandler haben will, dem will sie eine Karte schicken um einen Termin bitten. Der neue Betreute, Jahrgang in den Neunzigern, hat wohl die Wohnung in Limmer. Will keine Möbellagersachen, sondern Poco. Meine Eltern fahren nach Görlitz übers Wochenende mit ihren jugendliche Freuden aus Hof. Mein Hilferuf aus der Familie. Das Jugendamt war da. Darf man als Elternteil erfahren, was die Kinder der Psychologin gesagt haben? Nächste Woche gibt es Smoky Eyes und Weinbergschnecken in Kräuterbutter bei Lidl. Ich bin Lidl-süchtig. Herr Ihme kommt natürlich nicht um 13 Uhr. Stattdessen Eis essen mit dem Kollegen, weil das Marktkaffee zu voll ist. Hippster mit schicken Rädern halten und wollen auch eine Kugel. Ihre Räder, die vor lauter Schickheit keinen Ständer haben und die man folglich auf den Boden legen muss. Das ist dann auch nicht so schick. Stephan kommt mit der Banane auf dem Fahrrad angefahren. Das sieht schick aus. Ist jetzt „in“ seine Zimmerpflanzen mit nach draußen zu nehmen.

Die MHH schickt mir ein Fax. Die Leukämie-Sache der kanadischen Lehrerin mit Transplantation und alles klappt klingt jetzt nach Viren, Infekt, Blasen- und Nierenproblemen. Die Schulmedizin verkauft sich mal wieder vorteilhafter und erfolgreicher als sie ist und am Ende gibt es einen Rattenschwanz voller Probleme, die sie nicht hinbekommen. Ich will ein soziales Konsil oder wie sie das nennen bevor sie die wieder entlassen und sie alles ablehnt und dann unversorgt.

Herr Yoga kurz vor dem Wochenende:

„Liebe Frau,

eben war die Polizei hier mit einem Durchsuchungsbeschluß. Es wurden eine geringe Menge Marihuana und 7 kleine Pflanzen sowie 2 waffenscheinfreie Gaspistolen und Messer und mein Handy beschlagnahmt.

Ein Herr W 109-…. will sich bei Ihnen melden.

Der Vorwurf ist, daß die jugendlichen Mädchen hier Zugang zu Marihuana gehabt hätten.

Können Sie mir mein Telefon wieder besorgen?“

Die Blutkatastrophe beim Sport. Ich denke, vorsorglich den Rock anlassen, weil es echt nicht so lecker ausschaut und sehe dann im großen Spiegel die riesigen Blutflecke. Beim Hüpfen fällt in Stück Hütchen herunter und das Schwein bricht ab. Mache die Flecken an die Seite, sehe die entsetzten Blicke. Vor dem Freestyle muss ich hier raus. Das lustig zusammen tanzen geht sich heute nicht aus. Wasche es aus, damit es nur noch braun ist und nicht mehr rot leuchtet. Braune Flecken mit großen Wasserflecken drum herum. Dann haue ich ab und verpiss mich. Am Altersheim Weddingufer fällt mir ein, dass die Hütchenteile noch im Raum liegen. Ich muss zurück. Die Frauen fragen mich im Treppenhaus, ob ich nicht eben da gewesen sei. Ich alles o.k. Nicht anfassen, nicht ansprechen, nicht helfen, einfach in Ruhe lassen, ich will nicht gesehen werden und wieder weg. Jan, der Freundin von oben und Stephan zeige ich die Misere vor der Tür. Das sollen Männer ruhig mitbekommen, wie schlimm das ist. Das Leben mit Blutungen.

Weiße Schuhe mit Korksohle, die neuen Hippsterschuhe (kein Mal getragen, einfach nicht meine Größe, krank, was ich da manchmal einfach kaufe), ein langes pinkfarbenes Blütenkleid aus Polyester (Dolce und Gabbana meets David Lachapelle, Heike wird was daraus machen, abschneiden, umnähen). Andrea meine hellblaue Wolljacke mit den schönen Knöpfen, die schon in Kalifornien mit war, die braune mit etwas lila aus Mailand mit Yakwolle, einen BH von Triumpf, die rot-weiße Hose, ein 40er Jahre Kleid in taubenblau, schon blau und nicht grau mit graphischem Muster, schwarz-weiß Quadrate wie handgemalt, vorne Kopfleiste mit stoffbezogenem Gürtel, ein paar Aufkleber aus der Sammlung. Die mit Baby an Bord bekommt alle Holger. Neues Kleid mit Barockblumen und Rückenausschnitt bekommen. Der dicke Frotteebademantel in den italienischen Farben mit Kirschen und Schmetterlingen ist zu schwer und die zottelige Pelzstola von meiner Schwiegermutter, die m.E. durch schlechte Haltung zottelig und muffig wurde, will keine. Die grünen Schuhe bleiben auch da.

Sie müssen nähen und basteln für mich, wie die reinsten Nähsklaven. Versuche das Etikett spiegelverkehrt zu lesen, was Andrea aus der Mailandwolljacke herausgetrennt hat und merke es nicht. Andrea ist entsetzt. Man kann sich manchmal wundern, wie doof ich bin. Die Fahrradretrofrau bastelt Andrea auf das Zimmerpflanzenblatt aus Berlin von der Straße. Das ist gut so. Sie sagt, die die Adern der Pflanze ausschauen wie Lungenflügel. Die Schulterpolster verbaut Heike gleich zum Hütchen. Japanische Süßigkeiten sind Sable, Butterkekse. Meine Brandblase ist beim heißduschen aufgegangen bzw. die Haut ab und es sieht nicht so gut aus. Stephan ist beunruhigt. Die Frauen raten zum Lüften.

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Bericht aus Linden mit der Drohne, die über unseren Stadtteil fliegt und interessante Einblicke liefert, wo ist dieser Innenhof mit dem markanten Gebäude, eine Kirche? Und wo ist dieser lange Grünstreifen. Vom Hockeytrainer, der auf Urlindner macht und Lotto spielt, wenn man in die Peinerstraße fahren muss hat man mindestens 1.000,- € gewonnen weiß er zu berichten. Er ist Hockeytrainer und will von einer Millionen denen alles zukommen lassen an Ausrüstung und professionellem Personal um die Spieler zu verbessern. Und von Schiedsrichtern, die das Spiel vorzeitig abbrechen wegen der pöbelnden Eltern. Die Hauptdarstellerin ist die Apothekerin aus Bordenau, die mal Vermieterin meiner Betreuten war. Der Mann arbeitet im Ministerium und ist Schwerstalkoholiker, sagte meine Betreute (die Lehrerin mit bipolarer Störung war und die so was durchaus durchschaut hat). Sie hat die Vögel am offenen Fenster gefüttert und konnte innerhalb weniger Tage die Wohnung so zurichten als sei ein Tsunami hereingebrochen. Sie hat den Kindern Nachhilfe gegeben was ihr bei der Miete angerechnet wurde. Mehrfach Einweisungen und meine Schwiegermutter hat mich ein paar mal gefahren. Ich musste dann immer den verderblichen Müll runter bringen (ca. 40 Tüten, alles gammelte und viel frisches Obst und Gemüse, also lecker). Bei einer Einweisung war der eine Feuerwehrmann mal ihr Schüler. Das Ehepaar würde sich nur streiten und sei praktisch getrennt. Die Frau Apothekerin wollte immer mit meiner auf beste Freundinnen machen und auf Konzerte gehen, weil der Mann macht ja keine Kultur mit ihr und überhaupt keine gemeinsamen Interessen. Jetzt hat sie sich eine Wohnung im Ihmezentrum gekauft und ist Neulindenerin und er ist auf dem Land geblieben und sie hat ihn eingeladen und sie kochen zusammen in ihrer Wohnung im Ihmezentrum. Sie schlendert über den Lindener Marktplatz und erzählt davon, wie sie der dörflichen Enge entgangen ist, besucht dann einen Lindy Hop Kurs auf dem Faustgelände um Leute kennen zu lernen und alle Mitwirkenden aus dem Film außer der coolen Kioskfamilie sind in der Schlussszene bei ihr zu Besuch. Die Kioskfamilie aus Linden Nord ist spitze, die Tochter, die ihre Eltern unterstützt und auch woanders arbeiten könnte, aber hier kann sie auf Chef machen. Der dicke Sohn, der auf Seite 5 von 600 beim Koran ist und die Mutter, die von der öffentlichen Badeanstalt über dem Tak erzählt, wo ihre Mutter sie freitags immer geschrubbt hat und dann ging man zu Humana einkaufen. Die Tochter ist entsetzt und schaut angewidert: ihr habt nur ein Mal die Woche geduscht? Ja und hier fällt das unfassbare: Linden soll Weltkulturerbe werden. Das ist nun echt drüber.

Lands End

23.08. Traum: meine Betreute Elisabeth macht mir Angst und mein Mann, der Kollege, eine männliche Person muss mich beschützen und sie abschirmen. Früh wach. Häkeln, was sonst. Hole Suki, werde Klamotten los, die amerikanische Strickjacke aus Berlin honigfarben, die ich sehr geliebt habe und den Rock aus einer karierten Wolldecke sowie ein grünes Kostüm mit Gürtel für Ina. Wenn er kehlige Geräusche macht kann man ihm nicht böse sein. Bin ich nicht. Ich glaube in Wirklichkeit bekommt man den Hund den man haben will, wenn man auffälliges Verhalten belohnt mit Aufmerksamkeit, dann findet man das Gekläffe vermutlich auch gut, originell, lebendig was auch immer und wenn man auf laut und bellen steht und sei es nicht unterbewusst, dann wird das nie aufhören. Ist braun an Sukis Auge. Ist das was? (ich denke an Entzündung). Das wird von Mutti gereinigt. Seine Tränen enthalten den Farbstoff von Rote Beete. Hat er geheult? Sieht aus als wäre das Kacka in der Tränenflüssigkeit. Ich bekomme Geburtstagsblumen nachträglich.

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Ich nähe das Cilento T-Shirt, d.h. versuche ein T-Shirt interessanter und stylischer zu machen, dass es irgendwie nicht ganz so profan und scheiße ausschaut. Stephan knotet mir einen Seemannsknoten aus einem kleinen Stück Paketschnurkordel. Frühstück. Ich backe Windhunde und Fimo. Tränenflüssigkeit enthält keinen Farbstoff sagt der Biologe. Yunfeng nimmt den GU Anstecker auf der Postkarte mit. Sieht einfach zu cool aus, wie er den antiken Göttin oder Figur am die Brust geheftet ist und Messehumpen aus Hannover mit chinesischer Schrift und einem Buddha. Er stammt von Gonca und wandert jetzt weiter. Kunstverein, letzter Tag der Ausstellung, mein erstes Mal als Mitglied. Für Hainholzflohmarkt ist es zu spät und ich habe auch genug Flohmärkte abgegrast in letzter Zeit und die Wohnung platzt aus allen Nähten. Der Hund wartet innen gegenüber der Kasse an dem Metallgeländer mit der Leine befestigt und verhält sich vorbildlich. Ganz ruhig und sehr elegant mit überschlagenen Beinen liegt er neben meiner Stofftasche und beeindruckt wieder Frauen mit seinen blauen Augen, vorallem die Mitarbeiterin, die ausschaut wie eine Turnerin. Wenn er Bluttränen weint, verkaufen wir ihn an die Katholiken.

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Wir schauen ein Video aus dem USA mit schönen alten Straßenszenen, alte Autos, ganz anderes Straßenbild, New York in den 70ern. Vor allem die bewegten Bilder vom Schneesturm in New York und dann der Grand Canyon. Da würde ich auch mal gerne hin und das in echt sehen. Maschpark auf die Wiese. Ich häkele und Stephan liest und das Baby weint und legt sich dann zu uns. Suki hockt auf meinen Baumwollknäulen als würde er bunte Eier ausbrüten. Gespräche über Bausparverträge und Eigentumswohnungen in Braunschweig, die gewinnbringend verkauft wurden. Junge Spießerinnen sitzen neben uns. Das was der falsche Fleck. Es sah gestern in Ricklingen so gemütlich aus auf den Wiesen. Männer mit Teekannen, die Schach spielten usw. Falscher Stadtteil offensichtlich. Schön ist es zwischen Linden Süd und Schwarzem Bär am Fluss. Hier gibt es Bänke mit großartiger Aussicht. Das muss ich mir merken. Das ist die BBS ME von hinten. Es liegen schöne Keramikrohre herum, wohl Abflussrohre. Die üben damit, sagt Stephan.

Claudia ist wieder da. Kreta eher nicht, aber sonst würde mir das auch gut gefallen. In Athen landen, schön Großstadt und szenige Griechen und dann aufs Schiff. Kann man alles ohne Auto machen. Thessaloniki, Thomas fliegt Morgen hin, aber Dienstreise.

Telefonat mit Uli. Therapiehundeprüfung für Bean, damit sie in Altenheime und Schule darf. Sie lehnt sich gerne an und liebt es, gestreichelt zu werden. Kinder lesen Hunden vor ist ein Projekt. Ich glaube das ist total gut, wen die auch arbeiten. Auf den Pudel spricht sie wohl jeder an wegen süß, aber der ist zu jung und aufgeregt dafür. Brenda wäre auch ein bisschen doof, d.h. blond. Hunde sollen auch nicht schlauer sein als ich. Die Prüfung bestand aus: nicht erschrecken, wenn was lautes direkt neben ihm runter fällt. Nervenstark ja, wäre Suki auch, aber dann kommt es: nicht hochspringen und nicht beim gefüttert werden die Hand abbeißen, sondern vorsichtig. Könnte man ihm beides beibringen. Schläft so süß in dem Korallenkörben, nutzt sie als Schlafbrille, reibt sich an der Koralle, die ich innen reingenäht habe, liegt immer anderes im Riff. Bein hängt raus. Wufft in hoher Stimme beim Einschlafen, hat einen Jagdtraum. Warum träumen Hunde, wenn sie keine Gedanken haben. Das geht eigentlich nicht.

Liverpool fuck fascists

24.08. Morgens neue Wege beim Gassi gehen, weil nicht Richtung Büro. Lindener Berg, vorbei an den Sportplätzen zum Kreisel. Suki ist auch Therapiehund für Hunde. Ein ganz ängstlicher, der sich immer bei Frauchen zwischen den Beinen versteckt, die dann natürlich auf ihn einredet wie blöd, dass er keine Angst haben muss um ihn „zu beruhigen“ und er behandelt ihn ganz normal. Geht hin, geht wieder weg, geht zu seinem Kumpel bis der gestörte Hund anfängt aufzutauen und zu schnüffeln. Das was Hunde machen wenn sie sich begegnen.

Nach dem Gassi Hund in die Wohnung, Augenarzt. Im 2. OG wird operiert und es sitzen reihenweise Rentner mit einem verbundenen Auge wie Hühner auf der Stange.

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Zahlen lesen ist wohl immer das Vorspiel. Ich soll das linke Auge abdecken. Warum abdecken, will er sich nicht das Teil anschauen was da wächst. Er sagt, 3 Wochen Augentopfen, sonst schneiden, auch wenn es keine Beschwerden macht, das „würde ja nicht aussehen“. Vergesse das Gaues Brot. Dafür schicke ich eine lustige Teneriffakarte vom vorletzten Flohmarkt beim Baumarkt Linden-Süd zur Aufmunterung an Papsi. Sie sieht so herrlich trashig aus. Er hat eine Unterkunft gefunden, aber die Betten sind nur 1,90 lang, sagt mein Mann. Ich habe so viele Postkarten, dass sie bei der Arbeit nicht mehr in den Schuhkarton passen. Die müssen mal unter die Leute gebracht werden.

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Frau Srilanka arbeitet jetzt voll und freut sich total, dass ihrem Ex die Familienzusammenführung nicht gelingt. Sie lacht und die Schadenfreude sprudelt nur so aus ihr raus. Das ist unangenehm, gerade wenn da zwei Kinder dazwischen stehen.

Der Kollege schickt sehr ansprechende Fotos von einer Insel in der Bretagne. Mittags zuhause und noch mal Gassi. Ist das ein Mädchen? Werde ich das öfter gefragt, weil er so zierlich ist. Oh mein Gott so was sagt man doch nicht im Ernst einer fremden Person.

Herr Yoga:

„ich hoffe, daß meine Leistungsfähigkeit mit den Anforderungen wächst. Heute habe ich dann doch geschafft, 2 Stunden im Küchenstudio die Küche zu planen und habe auch noch einen super Preis rausholen können“.

Ich bekomme Wutanfall wegen Seats and Sofa. Ich will ihr, Frau Stimmen trotz Einwilligungsvorbehalt alles Geld geben und sie dann 10 Tage nicht hören und nicht sehen. Sie nervt pausenlos. Meine Nerven liegen blank und ich kann mich leider null beherrschen. Das man ständig mit ihren ebay Verkäufen und vermeintlichem Lohneingang und „wie viel darf eine Sofalieferung kosten“ beschäftigt ist, auch am Wochenende, lässt meinen schwach ausgeprägten Geduldsfaden reißen. Als sie dann da ist mit Frau Perser von der Wohnbetreuung habe ich mich wieder etwas beruhigt.

Frau Querulatorin frage ich, wann wir uns mal sehen, weil sie angeblich in der Schweiz, aber dann doch in Hannover. Sie will mich nach Zürich einladen. Ich lehne dankend ab.

Unterbringungsbeschluss für Herrn Ihme, der nach Hause gehen will vor dem MHH Termin Morgen. Neue Oberärztin. In der ärztlichen Stellungnahme lese ich, dass er suizidal ist und nach PsychKG untergebracht werden soll.

Frauen in New York demonstrieren für das Recht auf Nacktheit. Auch dem Spiegel ist jeder Anlass ausreichend um ein Paar Titten zu zeigen. Ein paar dutzend Frauen haben demonstriert, in New York. Wow, das ist eine homöopathische Menge. Das findet man bestimmt mehr die für das Recht demonstrieren Katzen bei satanischen Messen opfern zu dürfen.

Mein neues Lieblingsgetränk, was Stephan für mich entdeckt hat.

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Sport, ich springe schon auf dem Trampolin als alle noch sitzen warten bevor der Kurs los geht. Ich komme vom Yoga und will am liebsten ohne Zwangspause weitermachen. Ist nicht reine Angeberei. Da werde ich sonst nur kalt und müde. Zuhause gibt es das leckere Essen von gestern und Zuckermais von Lidl aus Franken mit Sauerrahm aus Russland. Bericht über die Glocksee auf You Tube. Ein kleiner Junge wird gefragt, ob er schon in den Kindergarten geht und „sind hier auch Ausländer“. Er: „nein, nur Kinder“. Obwohl außer Konzertmitschnitten nur wenige filmische Szenen reingeschnitten sind in den Bericht und mehr Interviews bin ich kurz zu sehen mit Kürbisschminke und Kalinka als Häkelmonster. Wie habe ich das geschafft? Der Hund liegt so süß im Riff und schnarcht und träumt und wüfft und die Beine stehen ab, wie bei einer toten Fliege, dann komplett auf dem Rücken. So süß und entspannt. Calixto inszeniert in Gent und Antwerpen Tannhäuser und Carmen in Palermo. Ich war noch nie in Belgien und will gerne hin, aber mindestens 5 Tage. Fährt man 6 Stunden und zu sehen gibt es genug. Brügge hat durch eine Naturkatastrophe einen direkten Zugang zum Meer bekommen und florierte dann wegen Handel und Gent war im Mittelalter eine der größten Städte Europas mit Tuchhandel. Ist das richtig gemerkt?

25.08. Traum merkwürdiges Pärchen. Sie ist unvorteilhaft und angeblich Schmuckdesignerin. Die Räume sind mit krassen Farben bemalt (dunkelgrün und so, ich glaube das soll meine Häkelwolle sein und mir sagen, dass ich die Farben nicht so mag, die ich gerade verarbeite) und ich finde alles hässlich, will es mir aber nicht anmerken lassen. Es sind mexikanische oder burmesische Figuren an den Wänden, gerne stilisierte Vögel. Sie vermietet auch zur Untermiete. Ihr Mann schlachtet wohl auch und beide sind schon lange zusammen, aber sie ist eben dick und schlecht gestylt. Es gibt alle möglichen Kuriositäten, Stofftiere, die dann doch alte Hunde sind. Ein Spiel, was sich immer verwandelt und ganz verschiedenen Szenen zeigt, Bauernhof, dann Dorfplatz, wenn man herausfindet, was man drücken muss, aber es ist kompliziert. Man muss viel probieren und erst dahinter kommen. So muss man die Kirche in Brand setzen oder Münzen in die Krippe werfen und dann verändert es sich wieder.

Mann findet nach Tagen sein Auto bzw. ein Haz-Leser hat es gefunden. Es gibt einen italienischen Markt vor dem Hauptbahnhof.

Beim morgendlichen Gassi gehen treffen wir spielfreudige Hunde, Windhund ist mit drin. Der hat Energie ohne Ende, die er nicht rauslassen darf. Immer nur Leine und sitzt und nicht mal dem anderen Hund begegnen. Das ist so krasse Tierquälerei. Manche Leute haben ihre Hunde nur zum Beherrschen und einsperren, wie Geiseln. Im Von-Alten-Park ein Dackel-Jack-Russel. Der darf wenigstens schnüffeln. Suki springt die Besitzer nicht mehr an. Ein anderer an der Leine, Hütehund springt als Übersprungshandlung den anderen Hundebesitzer an. Er will los und ist angebunden und man sieht richtig wie unfreundlich und frustriert das Angespringe gemeint ist. Die reinste Übersprungshandlung. Ich schreibe nur noch Hundekram. O.k. Ich wundere mich, dass eine Firma, die Wolf heißt und Heizungen macht zwei Titten unter das Logo macht, die sich aus den Buchstaben des Namens nicht ergeben. So.

Meine Eltern fahren heute nach Nürnberg mit meiner Cousine, die eine Woche Urlaub bei ihnen macht. Ja, Stephan hat ein cooles Haus gefunden auf Teneriffa. Der Pool über dem Abhang und tolle Blicke auf das Meer und Sonnenuntergänge direkt vor der Terrasse. Steht frei auf einer Klippe und sieht aus wie Lands End. Nur 250,- € die Nacht für eine riesige Villa, mit Tischtennisplatte und Aussicht und Pool. Meine Eltern sind begeistert.

Verwaltungsrichter nervt. Ich soll für erledigt erklären. Ich hatte nach dem Gegenstandwert gefragt. Das ergibt sich das dem Gesetz. Mag sein, aber kann er ihn mir trotzdem verraten. Im Eilverfahren war er ausgewiesen und hier nicht. Er weiß ihn nicht, weil die Anwälte, die das täglich machen und mit denen er zu tun hat das selber wissen. Gut, dann werde ich einen Rechtspfleger fragen oder google. Er drängt und will die Sache vom Tisch haben. Ich habe doch gesagt, dass ich es mir noch mal anschaue. Die brauchen Monate und Jahre und wenn man nicht innerhalb von Tagen und Wochen spurt, dann glauben sie, dass sie einen drängeln können. Ich muss mich aber nicht drängeln lassen, wenn ich nicht will.

Oma von Herrn Ihme, sie weiß von der Zahnsache, er meldet sich regelmäßig, wenn er Geld will (so 2 x die Woche) und dann die Anästhesistin in der MHH, ob ich noch Fragen zu der Narkose hätte. Schön, dass es heute geklappt hat. OP kann erst stattfinden, wenn er aus der akuten Psychose draußen ist, auch wenn er nicht symptomfrei sein wird (so mein Einwand). Sie sei auch Psychologin und faxt mir die Aufklärungsbögen zu. Wir hatten über einen TCM-Konsum gesprochen, Im OP-Aufklärungsbogen hat er unter Konsum von Tabakwaren „J“ angekreuzt und handschriftlich „Tabak 20 Drehungen am Tag“ hingeschrieben.

Die türkische Querulatorin hat ihre Kinder nicht erzogen, zumindest nur vor dem 10 Lebensjahr (die Zeiten, die für die Rentenversicherung von Belang sind). Da waren sie bei Verwandten in der Türkei.

Mein neuer Betreuter ist ein großer, weicher junger Mann, der viel schwitzt. Er will heute Nachmittag zum Wohnungsamt, B-Schein holen und sich um eine Wohnung bewerben. Er war in Haft und ist ohne eigenen Wohnsitz und lebt bei seiner Ex-Freundin in Linden Nord. Er bekommt im zarten Alter schon Grundsicherung und will eine Ausbildung machen in der Gastronomie. Er glaubt das ist sein Ding und das er es auch durchhalten kann und hat da auch schon gearbeitet. Wo will ich wissen. 2 Tage Praktikum bei Burger King. Die Qualifikationen halten sich also in Grenzen. Wichtig ist, dass er noch mal eine Erstausstattung bekommt nicht nur 400,- € wie letztes Mal wo die anderen 1.000 bekommen haben. Ich halte ihn für einen Analphabeten. Er hat Schreiben mit dem Handy abfotografiert und auch Richtlinien, soweit es die Erstausstattung anbelangt. Emails macht er nicht, What’s App.

Mittags zuhause kochen. Die Shortbreads von Lidl sind so groß wie ein Frühstücksteller. Sie haben uns eingebaut mit Baustellenabsperrung, aber zum Glück ist an unserem Haus eine Lücke. Ich würde klaustrophobisch werden. Sind die Gleise kaputt, wenn kaum noch Metall aus der Erde ragt und sie quasi ganz abgefahren sind? Sie sägen den Bodenbelag an einem vorgezeichneten Neonpink farbenen Strich auf und legen die Gleise frei wie bei einem kieferorthopädischen Eingriff (oder wie ich mir einen solchen vorstelle). Immer wenn ich von Zuhause zur Rampe = Kackstreifen = Kurpark gehe, kläffen in dem Eckhaus Konkordiastraße Hunde das ganze Haus zusammen und springen womöglich gegen das Fenster, sind dort jedenfalls am Fenster zu sehen, weil wir vorbei laufen. Unfassbar und das machen sie sicherlich nicht nur uns zu Ehren.

Nachmittags Weiterbewilligungsanträge für das JC (so kürzt es Herrn Tai Chi ab und das habe ich übernommen). Andrea hat mir eine niedliche Minion-Postkarte geschickt. Jetzt kann ich meinen Büroarbeitsplatz einrichten wie bei der Ausländerstelle. Ist noch Platz an der Wand frage ich die Steuermitarbeiterin und erkläre bei der Gelegenheit, dass ich gehemmt war als ihr Sohn gestern da war (wegen krank) und nicht wusste ob ich mich mit Vornamen vorstellen soll oder mit Frau Soundso, weil seine Mutter mich ja siezt und das hat mich gelähmt und außerdem war immer Kundschaft da und gingen sie auch schon wieder. Nicht dass sie denkt, ich hätte was gegen Kinder so wie gegen manche Hunde. Dem ist nicht so, ganz sympathisch schaut er aus und halt auch schüchtern, wie ich, aber blonder.

Hannover hat es mal wieder in die überregionale Presse geschafft unter der Überschrift: Norweger suchte in Hannover drei Wochen nach geparktem Auto. Ein Standard-Leser fällt dazu ein „Hannover scheint ein schwarzes Loch für Autos zu sein. Ähnliches ist mir während einer CeBIT auch mal passiert“ und dann folgen langwierige Ausführungen.

Arnd an der Ampel. Ist der dünner geworden oder ich nur dicker. Er strahlt mich an und fragt, ob wie nicht mehr da wohnen würden. Doch, wir hätten ihn doch neulich gesehen mit seinem Zweithund als wir mit unserem Gasthund unterwegs waren allerdings im Körbchen. Er sei ausversehen zu dem Hund gekommen und im Tierheim gelandet. Die Frau wollte einen Hund retten. Ich lobe seine Hundeerziehung, der sei schon gut erzogen gewesen, war beschlagnahmt aus schlechter Haltung mit den Welpen und ist trotzdem nur gut drauf und freundlich zu allen, Hunden, Katzen, Menschen. So muss es sein.

Beim Sport merke ich, dass ich die Montagstrainerin, die heute Vertretung macht nur maximal 1 x die Woche aushalte. Ich finde sie nervig und verstehe, dass es kein Typ mit ihr aushält bzw. halt auch nur ein schlimmer Langweiler. Sie hat eine gute Figur, ist aber so sexy wie ein Laternenpfahl, obwohl die können sexy sein, genau wie ein Toast oder ein Kochtopf. Sie sieht das aber selber bestimmt ganz anders. Hatte ihre guten Gene gelobt und dass sie so jung ausschaut für ihr Alter, aber dann später halt Knieschaden mit unter 40. Sie macht stereotyp immer die selben Sprüche und „Witze“, doziert nervig, macht gerne sinnlose Übungen mit überkreuzt, die synchron genauso viel bringen, die sie selber gut kann, aber die sinnfrei sind und wir sollen sie dafür bewundern. „Kopf ist die Verlängerung der Wirbelsäule“ und nicht hängen lassen. Wenn sie mich noch einmal im Nacken anfasst werde ich griffig. Ihre Korrekturen sind unangenehm und fehl am Platze. Ich habe Körpergefühl und zwar besser als sie und Rücken sowieso und will nicht von ihr angepackt werden. Das kann sie sich für andere aufsparen. Ich erwische mich, dass es so schlimm wird, dass ich „Schnauze“ vor mich hin sage, richtig Alterstourette. Schlimm, aber zum Glück läuft Musik und meine Krankheit fällt nicht allzu unangenehm auf, höchstens, dass ich manchmal Befehlsverweigerung mache und einfach was anderes, was mir besser in den Kram passt. Statt zu seufzen, sagt sie immer „Superseufzer“ und schreit dann unangenehm laut was mit Seufzen nichts zu tun hat. Da muss ich an Claudia aus Wien denken, die mal meinte bei einer ähnlichen Kandidatin die nicht stattfindende Ekstase würde herbei geschrien werden und das trifft es ziemlich.

Ich kann schlecht einschlafen. Mein Nachthemd sieht aus wie Käsepapier. Da hat mein Mann Recht. Suki und ich schrecken beide hoch, als der Chef Zähne putzt. Er muss doch noch um den Block, den Männerspaziergang um den Block. Mit Basecap auf sitzt er auf dem Klo und Ickelchen berührt ihn mit der nassen Schnauze am Bein, wie stupsen. Wenn er das 3 x macht, dann verwandelt er sich. Suki kratzt und scharrt und macht sein Bett. Das ist nicht geeignet für so etwas und zu dick zum Auftürmen und ich will auch nicht, dass er es kaputt macht, die grüne Steppdecke. Bin kurz davor was zu sagen, dann hört es auf und er wüfft wieder im Schlaf.

26.08. Habe sehr spannend geträumt, aber es ist weg. Ich lese manchmal meine Träume im BM-Text und habe auch beim Lesen keine Erinnerung mehr daran und lese sie, wie fremde Träume, die keinen Sinn ergeben. Ist doch wesentlich schwächer als wirklich Erlebtes. Das war doch mal so eine philosophische Frage woher wir wissen, dass wir nicht nachts wach sind und tagsüber nur träumen. Ich würde mal sagen, daran z.B. Ich will einen Gürtel häkeln und finde ein interessantes Modell, aber auf Englisch erklärt. Das auch noch. Crochet heißt das da. Nur kurz Gassi, überlege immer ob ich nicht eine zweite Orchidee brauche, die nicht so typisch ausschaut. Beim Faustgelände finde ich ein abgebrochenes Stück was ausschaut wir ein Keramikwasserrohr in klein. Hat die Farbe von spanischer Tonware. Zu schwer für Hütchen, erst mal einstecken. Bar, der „Koksen ist so 80er“ Typ sagt, der Hund würde ausschauen, wie Windhund mit Australian Shephard und hat damit den Nagel auf den Kopf getroffen. Auf der Höhe von Francesco fahren wir vorbei an Mr. Fairmannsfest mit Enkeltochter, die „wau wau“ ruft. Ich hatte die Tochter mit Kind neulich gesehen und dann die Familie beim Pizza-Laden auf dem Limmer. Wir halten. Ich erfahre den Namen vom Nachwuchs. Der Hund ist vorbildlich, weil sie will die Nase mal anfassen und er ist gut. Bei ihr hat Suki eine vernünftige Größe. Er lobt auch mein Outfit und bedankt sich für den Stopp und ich soll die ganze Bagage grüßen. Welche Bagage?

Die wollen Störche abschießen? Das ist krank. Ich esse keine Frösche. Ich bin in dieser Nahrungskette raus.

Frau Mittelfeld wegen der neuen Wohnung. Ist einem anderen angeboten worden am Freitag. Sie hat Anspruch auf Mehrbedarf seit der Feststellung der Schwerbehinderung. Das hatte ich ganz vergessen dass es mehr Geld gibt. Letzten Monat war meinem Widerspruch abgeholfen worden mit Merkzeichen „G“ und „B“ und so.

Der kurdische Betreute lobt wie immer mein Outfit und hat eine Tüte von Efendi Bey dabei (Milchreis und Schokopudding). Er soll nicht immer, sollen sie selber essen, ist von seiner Frau und ich soll meinen Mann grüßen. Er unterschreibt für sie mit. Einbürgerung erst im Dezember 2016 möglich. Die Schweine, ihn abschieden und foltern lassen und dann zählt die Zeit davor nicht. Die sollten sich schämen. Mir fällt leider nichts dazu ein was wir tun können. Die Bauarbeiten am Haus sind fertig und es ist viel ruhiger. Als Herr Auge nicht kommt schaue ich noch mal nach und er hatte Montag und nicht Morgen geschrieben. Alles klar, weil der ist sehr zuverlässig und hätte mich gewundert. Der Nachbar kommt mit 2 Originalvollmachten. Die Wohnungskündigungen müssen raus heute oder Morgen. Bei meinem neuen Betreuten sollte ich mich heute melden. Ich bin zuverlässig und daher auch arbeitsfähig. Er ist nicht zu erreichen. Wenn ich den Cashew-Erdnuss-Mix Chili von Lidl nebenbei esse verfärbt sich die Tastatur rot. Frau Borderline hat heute wohl den Vermieter angerufen wegen Kündigung. Besprochen hatten wir das am 23.07. Wir besprechen, dass wir erst mal abwarten bis die Kündigung wirklich eingeht.

Der Hund spielt hart und sein Zahn gegen meinen Glasring und der hat jetzt eine Macke. Das Buch über Shih Tzu hat ihn so aufgeregt.

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Wir warten vor dem Landgericht auf Cheffe und ein früherer Betreuungsrichter kommt vorbei mit seinem neuen Kumpel aus der Strafkammer. Hier kann ich auch mal ohne weiteren Hundesitter Gerichtspost wegbringen mit dem Hund quasi. Die Pförtner sitzen hinter der Glastür und wenn ich die Leine dort am Türknauf festmache und dann ca. 4 Minuten weg gehe und vielleicht auch dem Pförtner innen Bescheid sage, wird sich wohl keiner trauen ihn in dem kurzen Zeitfenster und unter den Augen der Justiz zu klauen. Superidee. Das probiere ich mal aus.

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Edeka hat definitiv keine Salzbutter mehr nur Süßrahm- oder Sauerrahmfassbutter, die Hausmarke. Das ist schlimm. Pfefferminze für 1,29 € zu teuer. Das ist der i-Laden unübertroffen für frische Kräuter, ein Riesenpaket für 1,99. Der Kassierer hat Kafka, Praha auf dem Arm stehen.

Rege mich schon die ganze Zeit auf über die silbernen Kackbeutel von Steffi auf mit dem falschen Format. Man reißt einen Streifen ab und die sind dann ganz länglich und doof. Stephan regt sich auf, dass ich an der Celler Straße im Park den Spender plündere, was heißt plündern, nehme 6, weil die in Linden immer leer sind. Das sei aus Spendenmitteln und wenn Sozialhilfeempfänger das machen, aber ich kann mir auch welche kaufen muss ich mir anhören. Will ihm gerade die sinnlosen silbernen zeigen, die ich dabei habe und sehe, dass man die auch an der Hochkantseite abreißen kann. Gut, dass wir mal darüber geredet haben und das bei guter Beleuchtung angeschaut haben

5 Anrufe auf dem AB. Der neue Betreute auf meinem AB, er hat gesehen, dass ich angerufen habe und will wissen warum. Weil wir das vereinbart hatten!? Er muss sich erst mal postalische Anschrift in der Hagenstraße besorgen und bekommt dann den B-Schein. Zugleich ist sein Betreuungsgutachten in der Post. Beide Eltern tot, Mutter mit 56. In Linden geboren, „eine Lindener Familie“. Persönlichkeitsstörung wird ihm attestiert und Alkohol ist das Problem, nicht Drogen. Dann der Betreute, der Architekt ist und mich duzt. Stephan lacht sich kaputt. Er galt als verschollen, weil er Freitag nicht zum Minigolf aufgetaucht sei, dabei lag das daran, dass sein Gesicht verheerend aussah wegen des Sonnenstichs. Ach so.

Elisabeth hat neuen Vertrag geschlossen mit Amnesty und spricht selber von Cleopatra. Sie bringt ihn mir mit und ich kann mir dann überlegen wie lange ich den laufen lassen will. Ich sage, ich finde es scheiße und habe Besseres zu tun als ihr Verträge wieder zu kündigen dann soll sie halt zahlen und warum nicht vorher fragen. Sie: Das ist wichtig und wie eine Versicherung. Ich habe auch manchmal Probleme mit meinen Rechten. Cleopatra mal als Prostituierte, mal als Schwester von Tutenchamun oder Engel. 4 oder 5 Metaphern statt dem Nachnamen des Ehemanns. „Ich weiß nicht wie Jesus mir Nachnamen heißt, sagen wir mal Hoffmann. Jesus Hoffmann und Tutenchamun ist auch ein Vornamen, sagen wir der heißt Hosseini“.

Schreibe die Wohnungskündigung und hoffe, dass mir kein Fehler unterläuft. Eine andere Frau ist schon das zweite Mal auf meinem AB, weil sie von Räumungsklage betroffen ist. Das will ich nicht machen.

Beim Yoga. Ich mag die Neue. Was ich nicht nachvollziehen kann ist das „sich bei sich selber bedanken“, dass man sich die Zeit genommen hat und was für sich getan hat. Das ist mir zu harte Nabelschau, kommt aber heute gar nicht vor im Repertoire. Dafür Frust bei mir wegen der schlechten Balance bei den Übungen, wackele und falle raus wie der reinste Anfänger. Ist halt schlecht bei mir, muss ich akzeptieren, sollte mich freuen, wenn es geübt wird, statt frustriert zu sein. Sie macht das prima. Dehnen am Boden, dann anstrengend und schweißtreibend mit langsam ausgeführten Übungen und Balance, dann Schulterstand lange halten (wenn die Knie die Ohren zuhalten kann man angeblich die besten Beckenbodenübungen machen, muss ich mir merken) und zum Schluss wieder Dehnung, Boden. Alle sind still zum Schluss.

Postkarte von meiner Schwägerin aus Jersey ist angekommen. Danke dafür. Es ist wirklich toll, wenn man so was so problemlos lesen kann. Muss ich mir merken bzw. als Vorbild setzen. Clotted Cream außerhalb von London. Gute Idee. Kühe auf grünen Wiesen und an der frischen Luft gibt es ja vermutlich genug dort.

Noch mal raussetzen. Weinbar. Ich in meinen krassen Sportklamotten, ist ja dunkel. Ich habe eine neue gehäkelte Strickjacke, auf der Osteuropa steht, total bunt und zigeunermäßig. Ein ehemaliger Nachbar setzt sich zu uns. Hat mit Frau D. studiert und hatte Büro in Entenhausen neben Herrn D. Sie sind getrennt, seine Ex, ihr Name, der Kampf um die Tochter, er weiß nicht, was sie beruflich macht, man hasst sich sehr, wie geht das mit einer gemeinsamen Tochter, schlimm, Hartz IV, die Hütte in Mardorf, die Mückenplage dort. Das Grundstück und viel draußen sein und buddeln und Stöckchen schnitzen, der gemeinsame Hort seiner Tochter mit Emil. Filmarbeiten, Werbung VW für Elektroauto. Er findet meine Leggings krass. Ist sie auch. Dass ich mich damit in eine Kneipe traue ist schon arg. Er kennt mein Studio. Claudia vom bösen Wolf macht dort Yogalehrerausbildung, verwechselt er mit der Yogaschule am Klagesmarkt, wo meine Studiochefin auch gerade ist. Warum müssen eigentlich alle Frauen eine Yogalehrerausbildung machen? Das ist der Wahnsinn. Die vegetarische Frau meines Kollegen aus Isernhagen und Ex von Amor Antipasti ist mit einer Freundin da, in einer Gruppe, sieht irgendwie aus wie Arbeitskollegen. Sie hat sich gut gehalten und grüßt beim Gehen. Die anderen Nachbarn mit dem Eskimobaby waren im Kino, habe sie auf dem Rad gesehen. Das ist echt gut gemacht hier, lecker und die Weinauswahl ist groß und gut. Wie heißt er überhaupt, der Nachbar mit dem wir uns die ganze Zeit unterhalten haben? Hätten wir mal fragen soll bzw. das wäre dann zu hart peinlich gewesen. 3 % aller Menschen fühlen sich unsicher in der eignen Wohnung sage ich auf dem Kackstreifen und wir lachen. Es sind aber wirklich fast 60 % nachts in Bussen und Bahnen. Das ist krass und das bei den netten Busfahrern. Die kläffenden Hunde Ecke Konkordia sind beide im Fenster zu sehen. Sie kläffen die ganze Straße zusammen, nachts um 12. Eine Zumutung. Wegnehmen wäre das einzig Richtige. Ich bin da radikal. Enteignen bei Unfähigkeit.

Wegen meiner Strickjacke und Platz muss ich noch mal an Stefanie herantreten um es da noch mal zu versuchen. Ich habe noch eine aus einem total coolen Second Hand Laden aus Downtown Santa Cruz, die Retro und elegant ist, dunkelblau mit einem weißen und lindgrünen Streifen neben der Knopfleiste, Wolle, aber nicht kratzig, ¾ Ärmel, goldene Knöpfe, da sehe ich sie förmlich darin. 3 strikes and you´re out, also habe ich noch einen Versuch. Schreibe ihr am nächsten Tag: Der GU Pin auf der Postkarte mit den griechischen Stauen kam so gut an, dass ich ihn Yunfeng für sein Dienstzimmer quasi zurück geschenkt habe. Er freute sich und ich fand ihn auch zu perfekt inszeniert und zu schade, um ihn da jemals wieder abzumachen.

27.08. Nachts ziehe ich um. Morgens denke ich, die Straßenbahnen fahren nicht, fahren nur langsam und donnern nicht so an wegen der Gleisarbeiten. Hund kommt in der Kneipe nicht zur Ruhe und ist total überdreht. Abends mit Ausgehen kennt er gar nicht. Kommt morgens nicht aus dem Schlafzimmer und bellt ohne Grund. Wir ignorieren das so was von gelassen.

Traum: Kontoauszüge sind falsch, d.h. er hat viel Mehr auf dem Konto als sie ausweisen (aktueller Fall um Taschengeldkonto stand Pate für den Traum). Ich habe Konto für ihn durchgeboxt bei der Lebenshilfe und er hat daher ihr Az: 01/2009. Danach haben alle Konten bekommen. Schwule und Wien und ich habe ein Erkennungszeichen, einen Button oder so mit Edelweiß und Wimpern und werde auch von einem fremden Kongressbesucher angesprochen. Wagen mit türkischen Süßigkeiten. Je länger ich stehe, desto mehr nehme ich, weil ich sehe was die anderen bestellen. Wird in Pistazien getaucht und kleine Landschaften mit Gebäuden stehen auf Tellern mit Schokobezug, kleine Kunstwerke. Irgendwas mit Pilzen, verschiedenen Sorten und das ich die Bestandteile des Vorspeisentellers einzeln bestelle, die ich mag, weil ich mich mittlerweile auskenne, den Brotsalat, den Thunfischsalat und die Ziegenkäsepralinen mit Pistazienmantel. Stephan kommt rüber. Mein Oberschenkelknochen ist lang. Meine Hände sind eingeschlafen und die Arme fühlen sich komisch an. Ist der Yogaunterricht und die Stützübungen, wie Muskelkater.

Ich bin scheiße wegen den Telefonlisten, die ich aktualisieren soll, wenn Stephan die Akte eindampft, wie er es immer nennt. Stephan spricht immer öfter davon, die Gewerkschaft einzuschalten. Ich habe das richtige Outfit für die Fahrraddemo Morgen an. Frau mit Hund zerkratzt 45 Autos. Auf dem Weg ins Büro denke ich daran, die Kündigung selber zu übergeben und mir gleich ein Empfangsbekenntnis unterschreiben zu lassen und ihr Tipps zu geben, wo sie Geld her bekommt, Stelle zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit. Mietrückstände als Darlehen. Ist schließlich im Sinne meiner Mandanten, die sonst vielleicht nicht an ihr Geld kommen. Der Mandant will nicht mit und ich versuche jetzt mein Glück mit meinem Mitarbeiter als Zeugen, falls sie nicht aufmacht, dann Briefkasten. So kommt es auch.

Mein Betreuter im Rollstuhl, der Glockseetyp wiegt laut Arztbericht 230 kg. Krass.

Markus und Uwe helfen mit ihren Einschätzungen der Unterkünfte aus Teneriffa. Wetter auf der Nordseite. Wenn man sonst keine Sorgen hat.

Mit Frau Querulantin, mit der ich einen Telefontermin habe, bespreche ich die Rentenantragsstellung. Nicht, dass sie ab November ohne Geld dasteht wenn das Arbeitslosengeld ausläuft. Sie bekommt 1.250,- € will aber lieber 1.900,- €. Ihr Schweizer Freund ist krank und muss ins Krankenhaus. Ob sie in der Schweiz Arbeitslosengeld beantragen kann weiß ich nicht, kenne ich mich nicht mit aus, glaube aber nicht. Sie soll das selber machen mit der Antragsstellung. Ist doch nur ein Satz und Bestätigung ihrer Kinder, dass sie im selben Haushalt mit ihr groß geworden sind, sollen in der Türkei erzogen worden sein. Sie sagt, die waren nie in der Türkei und wer hat schon eine Meldebestätigung für minderjährige Kinder? Am Ende des Gesprächs sagt sie, dass sie mich lieb hat.

Nach der Briefkastenaktion fahren wir in die Stadt. Stephan sagt, der Hund sei dick geworden. Theaterkarten kaufen in dem Abo-Büro. Sie dreht den Bildschirm zu mir und ich frage was ist frei, grau oder gelb und Stephan sagt, ich wäre doof, sehr zum Entsetzen der Frauen aus dem Ticketbüro. Die neuen schwarzen Stoffbeutel. Tragischtasche gefällt mir. Schütze mich von dem was ich will, auf Englisch glaube ich, ist der Renner. Den sehe ich oft. Vor der Apotheke jeder zweite macht einen Spruch, wie süß Suki sei, fast immer Frauen. Angespannt schaut er in den Laden und erwartet den Chef.

Der Italiener neben Weitz. Man sitzt gut und der Mittagstisch ist anständig (einen Salat auf die ganze Buttertoffees von Lidl) und der Espresso lecker, nicht so wässerig wie im Marktkaffee. Stephan und ich frage uns parallel, wo der bayerische Laden daneben seinen Garten haben soll. Die Paralleldenke ist manchmal schon unheimlich. Es regnet. Kartenspiele heute im Fairkaufhaus im Angebot. Hannover ist speziell mit Lindener Spezial und Kronkorken oder Milram Erdbeerquark. Gefällt mir, aber ich verkneife sie mir. Stephan wartet vor der Tür und massiert dem Hund die Fettbeule weg.

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Facharzt schreibt Attest für Fernseher. Ich bin schlapp und will Herrn Yoga erst nächste Woche sehen wegen der Beschwerde. Erst war es so weit weg und jetzt rückt es immer näher. Ich als Zeugin im Strafverfahren. Will vorher rausfinden, was die von mir wollen. Muss da mal nächste Woche anrufen. So ohne Plan will ich da nicht hin.

Stephan kann Karte nicht finden für optisches Tan-Verfahren und ich soll in meinem Portemonnaie nachschauen, dann kann ich auch gleich im Hund nachschauen. Es geht um Mahnung in einer Betreuungssache und ich soll zur Bank. Das verunsichert mich und bringt mich schlecht drauf. Lange genug lag das rum und wurde nicht für wichtig befunden, es ist 17 Uhr und dunkel draußen, habe da keinen Bock drauf und mache es nicht heute.

Ich bin gefrustet. Suki frisst ein Kaustäbchen

Frau Hanebuth ruft mich an, man schummelt ihr Drogen unter und mischt ihr die irgendwo rein. Sie will einen Drogentest machen, wenn er negativ ist, weiß sie, dass es mit der Krankheit wieder los geht und sie hat komische Ideen, Leute von früher tauchen wieder auf und irgendwie hat das wieder mit Frank Hanebuth zu tun. Sie braucht eine Überwachungskamera für die Wohnung und dann ein Smartphone, was ihr meldet wenn bei ihr jemand in die Wohnung wenn sie nicht da ist. Frage nach dem Rucksack. Den hat sie wieder bekommen. Der war bei T€di auf dem Grabbeltisch, dabei hat sie ihn da gar nicht abgesetzt und ihn stattdessen vor der Haustür liegen lassen und das mit den Verfolgungsideen will sie mir mal alles in Ruhe und vertraulich erzählen. Ich höre mir das Ganze geduldig an (mache vermutlich was anderes nebenbei) und denke, das entlastet sie, wenn sie darüber reden kann (siehe Ergotherapie). Bin für nächsten Freitag um 11 Uhr bei ihr zuhause verabredet. Mache gerade die Jahresrechnung in 8 Sachen.

Die Bahngleise liegen nackt da und ich frage mich, wie es geht, dass die Straßenbahn trotzdem fahren kann. Das einbetoniert sein sorgt doch für die Stabilität. Offenbar nicht, sagt Stephan. Ist wohl wie Glas in den Fenstern beim Hochhaus. Es gibt einen Typen in Linden von dem bin ich echt Fan und der ist mit seinen beiden Töchtern gerne unterwegs, die werden aber auch immer größer. Ich glaube der beachtet mich gar nicht, aber egal so ist es eben beim Fantum. Häkele Gürtel für Butterdosenanhänger, fange damit an. Bekomme ich Tennisarm vom häkeln? Den feuchten Stempel aufdrücken, mit Nase stupsen lohnt sich nur bei nackter Haut, sonst wie Stempelkissen austrocknen wenn gegen Stoff. Das müsste man dem Hund mal erklären. Früh ins Bett, kann nicht schlafen, Schulter und Arme sind schwer und Kribbeln. Geht es mir jetzt wie meiner Oma, die immer Cashewnüsse ganz langsam gekaut hat als Einschlafhilfe, sie war aber sehr sparsam damit und eine kleine Dose mit vielleicht 30 Gramm reichte Wochen nicht wie ich mit meinem Nussverbrauch und sie hat Schäfchenzahlspiele gemacht, das Alphabet durch mit Namen, Anna, Berta. So was mache ich gar nicht, wundere mich nur über meine plötzlichen neuen Probleme, weil an Kummer liegt es nicht und versuche mich nicht zu ärgern. Hund wüfft und springt hoch wenn Stephan zur Toilette geht. Beim Gassi gehen als es endlich so weit ist, schlafe ich ein. Waren wohl nur vor der Tür, er hat es gleich kapiert und ca. 1/2 Minute gepinkelt und dann wieder rein. Er ist auch mehr Katze und mag keinen Regen.

28.08. Traum von teurem Pornokino der anderen Art für 200 Euro oder Dollar oder Pfund. Man bekommt Daumenkissen, die sind eingeschweißt und werden gereinigt, wie 50er Jahre Filme aber nackt. Da sind überwiegend reiche alte Knacker. Vorstellung vorbei. Frau im Rollstuhl, die oben Pelz trägt und unten nur Strumpfhose unterm Rock, keine Unterhose, hat laute Orgasmen. Jeder Fetisch wird bedient, Frauen die auf Männerschuhe stehen wie Fußfetischistinnen (gibt es das überhaupt?), mein Fetisch kommt auch vor, alter Modeschmuck. Frau sucht sich im Laden einen großen Plastikring mehrschichtig und in verschiedenen Farben mit passenden Ohrringen aus, alles voller alten Modeschmuck in durchsichtigen Setzkästen. Frau will mir Scheinidentität geben und begrüßt mich überschwänglich als berühmte Haremsdame und Tänzerin. Essen tun wir nicht, schaue auf Tafel und ist nicht inbegriffen in den 200,- sondern kostet extra, bekommen dann Wasser, damit wir nicht ganz ohne da sitzen. Auch hier kann man essen was man will, frühstücken mit Eierspeisen oder Fleisch und Kartoffeln mit Soße und Cocktails. Eine Frau kommt rein und sucht Fremdgeherin, die mit ihrem Mann im Kino ist und die Kartenabreißerin deutet dort hin, wo sie hin geflüchtet ist. Traum davor Kreuzfahrt, Sternekoch aus Indien geht barfuß zur sonst strengen Uniform mit weißem Jackett mit Stehkragen (ist mir sympathisch/verständlich bei der Wärme). Claudia kennt den anderen Hilfskoch vom Namen (irgendwas mit Carsten) und geht in die Küche. Jetzt wo man weiß, dass der in einem berühmten Laden gearbeitet hat, probiert ein Kochkollege das Essen noch mal, aber es bleibt langweilig, Fleisch und Gemüse mit Kartoffeln und Soße. Liegt das an den Zutaten? Noch ein Traum Krieg in Russland Geschwisterpaar unterwegs, d.h. auf der Flucht, der Himmel ist mal rot und mal schwarz. Schäferhund respektiert mich nicht. Das muss man ernst nehmen, kann gefährlich werden. Da muss man echt zuerst durch die Tür und solche Übungen.

Es ist nass. In Zürich ist heiß, hier leider nicht. Handüberweisung kostet 99 Cent. Neue Online Karte wird am 27.10. verschickt.

Frau Hanebuth bekommt Generika, die sie nicht verträgt, kostet fast 400,- €. Celler Apotheke von Sida. Ich rufe da an. Frau Gewinner ruft mich gleich zurück, haha. Die Kasse zahlt nicht mehr Seroquel prolong bzw. soll Patient über 300,- € selber bezahlen sondern nur quetiapin accord. Straube schreibt das schon richtig auf inter idem (irgendwas Lateinisches, was so viel heißt wie ohne ein anderes oder genau dieses), aber die übernehmen das nicht mehr. Gut, wenn sie dann deswegen in der Klinik landet, haben die kein Geld gespart. Netter Schwuler vom Pflegedienst, jetzt Mittwoch zu Straube statt Freitag zuhause quatschen. Besprechen, ob eine andere Therapie in Betracht kommt oder sonst muss das Sozialamt ran. Ich sage der AOK, dass es mir neu wäre, seit wann ein Versicherter nicht das Medikament bekommt, was der Arzt verordnet, wenn er es benötigt. Der Idiot von der Krankenkasse sagt mir irgendwas, dass die Solidargemeinschaft das nicht übernehmen kann. Warum nicht, das heißt doch so, außerdem muss es sonst die andere Solidargemeinschaft zahlen nämlich das Sozialamt. Diese Krankenkassen können machen was sie wollen.

Neuer Pflegedienst, trifft Frau Demenz nicht an. Ist beim Heyde-Bäcker ist mein Tipp. Hat sie gefunden, aber sie will nicht. Frau soll mal versuchen überzeugend zu sein und sie erst mal nach Hause zu begleiten, was sie auch will. Wenn die sagen, sie kriegen es nicht hin, dann klappt es nicht und der frühere Pflegedienst muss weiter machen. Es kann nicht immer alles über mich laufen.

Schlechter Tag, wenn ich so viel in Celle anrufen muss. Rechtspflegerin schon wieder krank. Beschwerde ist Gegenseite zugeschickt worden zur Stellungnahme. Frist 08.09. Es geht um die Festsetzung von Anwaltsgebühren gegen eine Betreute. Ich hatte Beschwerde eingelegt.

Bei Enercity läuft komische Musik, erst Night Shift und dann was anderes souliges, was ich nicht kenne.

Frau Boderline-Scheißmutter kam heute nicht nach Hannover, war verabredet mit Frau Radfahrerin vom abW wegen Wohnungskündigung. „Drückt sich“ ist unsere einhellige Einschätzung. Ich soll das für sie machen. Denke gar nicht dran, bräuchte außerdem Genehmigung der Betreuungsgerichts.

Herr ADHS, den ich gestern zwei Mal versucht habe an einen Termin beim Jugendamt in Bad Bentheim zu erinnern meldet sich mit neuer Handynummer vom Bahnhof Bad Bentheim. Haben Handy geklaut. Schön, dass der Termin geklappt hat.

Suki will Rad fahren lernen und strullt dann erst mal schön vor das Gericht. In Wirklichkeit ist der Chef ins Gebäude gegangen und er ist gespannt bis in die letzte Faser und starrt auf den Eingang.

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Ich will die Jahresberichte nicht mehr  handschriftlich hinschmieren, was keiner lesen kann, sondern den Vordruck verwenden, den man am Rechner ausfüllen kann. Großes Ehrenwort. Reimanns Eck. Rentner trinkt 2 große Bier und 2 Korn während wir da sind. Bedienung fragt, ob Suki was darf. Sie serviert es ihm mit einer Serviette gehalten und er würgt die ganze flache Leckerleistange runter. Ecki kommt vorbei mit einer grauen Kochjacke. Ist das die Ruhestandsfarbe will ich wissen. Da muss erst mal einer kommen und auch das nötige Geld haben, sucht also einen Nachfolger, Leibrente würde er auch machen. Die frischen Himbeeren mit Vanilleeis sind lecker und die hausgemachten Buletten mit frischen Karotten und Sauce für 8.90 € ein Schnäppchen, so viel zahlt der Dicke für sein Dosenessen auf Rädern. Der kann unmöglich 230 kg wiegen, vielleicht 130 und der Arzt hat sich vertippt. Gemeinsam eine Runde durch den Georgengarten. Das Kind mit beiden Eltern unterwegs. Es kommen uns einiger dieser unsäglichen Stehendfahrer auf 2 Rädern entgegen, in Linden Nord! Das Sedgway oder wie das heißt wird echt nur von Vollpfosten beansprucht. Wir lachen beide über die Geschichte von dem Idioten, der Usain Bolt umfährt bzw. in seine Hacken fährt und wenn der jetzt eine Verletzung hat und nicht mehr laufen kann? Stephan erzählte davor von der Seitensprung Plattform mit 3 Millionen Männern und 30 nymphomanen Frauen, die das aber alles locker geschafft hätten (das ist zumindest mein Fazit). Ich glaube nur Männer fallen auf so was herum, dass man dafür eine Plattform braucht und es jemand für einen machen kann, das man dafür einen Dienst in Anspruch nehmen kann, wo doch der Supermarkt und die Kneipe völlig ausreichend sind.

Heikes verspätetes Geburtstagspaket aus dem Mai ist angekommen und mit etwas Glück sehen wir uns nächste Woche.

Minion-Karte von Andrea.

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Ich habe Frühstücksbrett für die Sammlung der Essener Freunde gefunden. Ich konnte über den Spruch lachen.

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Herr Auge schreibt:

„Hallo Frau

Wissen Sie warum das Commerzbang  gesperrt ist“.

Dr. M. vom Betreuungsgericht Herr Ihme wurde der Beschluss wieder aufgehoben. Er will freiwillig da bleiben und die Zahnbehandlung abwarten und nicht mehr kiffen.

Frau Thelma und Louise ist dauerhaft nicht erwerbsfähig nach Aktenlage. Das Ergebnis wird sie überraschen.

Beim Sport hat die Frau die ich als unsympathischsten finde, mit schlechten Knöcheltattoos und operierten Brüsten das Mera Luna Festivalband am Handgelenk, wie ich bei einer Übung im Vierfüßlerstand entdecke. Das ist für mich der Auslöser es zuhause gleich in den Müll zu werfen und mich dagegen zu entscheiden damit was zu basteln.

Zu spät, letztes Mal sind sie später losgefahren. Das weiß ich. Um 18:50 stehen wir vor einem leeren Klagesmarkt und schauen blöd. Eine sympathische Frau mit Tochter, die aussieht als würde sie beim Zirkusprojekt mitmachen mit schwarz-weiß gestreifter Hose haben den Anschluss auch verpasst und dann kommt eine weiteren Frau, die einen kennt, den man anrufen kann. Stephan schlägt vor, noch 7 finden und zweite Gruppe gründen. Wir machen uns auf den Weg zu unseren Schwestern und Brüdern. Auf zum ZOB, dann Aegi, uns behindern die Ampeln, das Fahrrad ist holperig und ich nervös wegen meiner Hundefracht. Auf der Hildesheimer beim Hotel finden wir unsere Gruppe. Ein Typ auf Liegendfahrrad freut sich, dass ich wieder dabei bin wegen meiner Ausstrahlung. Himmel ist schön, die Farben und das schöne Licht machen eine herrliche Stimmung. Am Maschsee entlang nach Döhren, vorbei an Frau Hoppe und auf dem Rückweg am Dante vorbei, Beckmanns hat Sommerpause. Ich will nicht nach Laatzen und sage das auch laut. Wer hat sich die Route ausgesucht. In Döhren fährt man durch Straßen, die nie zuvor ein Mensch betreten hat und in der Südstadt sieht uns keiner. Fiedeler Straße, alter Hippie-Bus fährt in die Gruppe. Die Radfahrer umzingeln sein Fahrzeug und ich sage, „der wird jetzt mal verprügelt“, christlicher Fisch und 96 Aufkleber. Das scheint eine tödliche Mischung zu sein. Ja, man darf weiße Söckchen in Sandalen tragen, aber nur mit Absatz. Auch Radfahrer, die quer über die Fußgängerampel wollen legen sich mit der Gruppe an. Zwei mal will der Hund nicht mehr Platz machen im Korb hinten auf dem Gepäckträger. Die Mutter mit der wir zu Beginn gestartet sind blockiert als einzige Frau die Querstraßen mit. Diese Teilnehmer nennt man Corker. Ich bin Fan von dem älteren Mann, den ich für einen Türken halte, der so schön väterlich das Blockieren macht, hat graue Haare. Dafür muss man auch schnell sein und die Gruppe ständig überholen. Die jüngeren wollen sich profilieren oder haben zu viele Aggressionen, aber der ist einfach cool und unaufgeregt und fürsorglich. Sie fahren ganz unterschiedliche Typen mit. Das sieht man schon an den Rädern von Rennrad/Fixie bis dicke Reifen, dünne Waden. Die Fraktion neigt zu Faxen auf dem Rad machen. Während des Fahrens auf eine Seite wechseln und das Rad schräg halten. Das macht mich nervös, wenn es vor mir stattfindet, weil Unfall mit Baby an Bord will ich nicht. Es macht viel mehr Spaß als letztes Mal. Am meisten Spaß macht es am Goethekreisel als der Kreis sich schließt. Das bringt die Autofahrer zur Weißglut. Es ist ein magischer Ring und wenn wir 3 mal im Kreis fahren, verwandeln sich alle Autos in Hasen verkünde ich. Fast 2 Stunden, das war auch lang…. Zum Schluss sind von den 150 vielleicht 50 übrig und wir feiern uns. Die mit den Dreads feiern zusätzlich den Hund. Der pinkelt richtig lang. Die ganzen Vibrationen. Der musste echt durchhalten. Lasse ihn etwas ausflippen und alle Radfahrer aus seinem neuen Rudel checken, weil er das so großartig gemacht hat. Zurück zum Boca. Hier wird im ersten OG gekickboxt. Draußen sitzen. Mit den Upgrades, sonst werde ich nicht satt. Denke die Gänseleber ist Tobinambur in gekocht zu der entsprechenden Suppe und beiße ab. Köstlich. Die Riesengarnele für 11,95 € mit zweierlei Dips zu dem asiatischen Salat auch. Schön, dass der dicke Oberchef sich zurück hält und sie hier machen lässt. Ist besser für die allgemeine Stimmung und der Typ aus der Olen Deele weiß schon was er macht. Hat zwei Azubis, kleine hässliche Schwäne, aber die werden noch. Nein Spaß, sehen süß aus, machen alles gemeinsam, eine American Spirit drehen und auf der Fahrradstange rauchen und cool, wenn man so ein junger Chef ist. Es sind alles Jungschwäne, aber einer hat schon weißes Gefieder und zwei noch braune Flusen. Der Ausbilder kann sich an mein Ole Deele Hütchen mit den Eisstilen erinnern. Das macht Stephan stolz und er muss es sich richtig genau angeschaut haben. Auf der mailbox nur Jana von Movenyo und nein, die Stofftasche mit den Stoffstücken drin ist nicht von mir. Steffi ist zuhause, hatte wohl angerufen und etwas Angst, dass wir mit dem Hund abhauen. Sie ist geflasht von der Biennale. Hatte sie gar nicht mit gerechnet , Venedig mal anders, mit ganz viel Kunst und die sieht sensationell aus, modern, politisch und die Palazzi. Sie hat mir Freundschaftsarmband mitgebracht von dem Laden, Shanti Daan, dessen Inhaber sie verflucht hat, dass sie den Laden nicht wiederfinden würde, wenn sie geht ohne was gleich zu kaufen. Ich habe das dünnere mit Zentimeter und sie das größere mit Inches. Gefällt mir sehr gut, der Armreif. Kandierte Kiwi und ein Riesenstück Parmesan gibt es auch. Stephan fällt es schwer den Hund wieder abzugeben.

Blaslila

17.08. Mitten in der Nacht die Fehlzündung des Weckers weil Batterie alle, was ich auch wusste, aber wieder vergessen habe, ausmachen, auch egal, habe keine Termine und werde schon wach werden. Tue es um Viertel nach 7. Geiselnahme im Marinehof. Ich übernehme und die beiden Mitarbeiterinnen dürfen gehen, Polizei trifft ein und hält mich für diejenige, habe meinen Termin heute um 8 beim Arbeitsamt versäumt, nein, die andere Frau, nicht abhauen lassen. Sie ist harmlos und nett, hat keinen richtig gegen seinen Willen festgehalten. Ich bin freiwillig bei ihr geblieben, braucht einen guten Betreuer. Der Inder, der bestimmen will was ich esse in seinem Restaurant, führt mich an der Hand nach draußen, die anderen wünschen ihm in einer Sprache, die ich nicht verstehe viel Spaß mit mir. Dazwischen der Traum, dass die Yoga machen bevor der Unterricht anfängt, Claudi und andere. Ich will mitmachen und habe keine Matte, nehme einen runden Schlauch aus Gummi, den ich mir umhänge. Das ist nicht so praktisch. Wir sind auf einer Gruftie-Mottoparty auf dem Land, alle sind scheiße angezogen, ist Disco. Eine Frau quatscht uns an. Wir sind nicht verkleidet und laufen immer so rum. Sie untersucht meine Ohrringe, die ich aus Papier gemacht habe.

Morgens wach werden und sich nicht bewegen können, das kenne ich in der Tat nicht. Ich bin gleich voll funktionsfähig.

Habe den Impuls zu Edeka zu fahren und mir ein Fischbrötchen zu holen und wieder Wasabi-Nüsse und körnigen Frischkäse, cottage cheese auf Englisch, aber ich widerstehe der Versuchung und biege ab ins Büro. Die Zeit vor 9 ist die schönste des Tages. Polnische Feinkost am Lindener Markt und seit einiger Zeit in Lettern so groß wie DIN-A4 Seiten. O-Saft zum selber pressen.

Betreute aus Linden. Hat 21.000,- € auf dem Konto und wir müssen Amtsgericht erklären, warum sie keine Selbstzahlerin ist oder es zumindest probieren. Der Schwiegersohn hatte Aneurysma im Kopf und liegt wieder im Krankenhaus.

Meine Eltern haben nur Besuch, der drückt sich die Klinke in die Hand. Freudenstadt und Pinneberg und jetzt kommt noch meine Cousine für eine Woche ohne Kinder. Meine Eltern sind halt beliebt. Die Cousine meiner Mutter ist so krank und depressiv und hat sie jetzt angerufen und sie gebeten zu Besuch zu kommen und dann steht meine Mutter Morgen auf der Matte. Jetzt verstehe ich es auch. Er ist mein Neffe 2. Grades, weil sonst wäre seine Mutter meine Schwester und nicht meine Cousine.

Mieterin zahlt nicht, unser Nachbar will dass ich das mache. Ich mache so was eigentlich gar nicht mehr, wer denn dann? Bei uns keiner. Ich will ihn nicht wegschicken, ich mache es nur, weil ich seine Familie so lieb habe. Er lacht und schickt mir die Unterlagen zu. Jetzt ist der Freund auch Mieter, aber schon ausgezogen. Das macht die Sache nicht leichter.

Ein lieber Kollege will Hilfe für eine neue Auszubildende. Hat behinderten Bruder, Mutter hat ihn im Altenheim geparkt, weil sie in den Urlaub wollte. Da ist er ins Zimmer eingesperrt und hat Durst. Polizei war auch schon da und hat gesehen, dass die das Zimmer erst aufsperren mussten. Ziel: Mutter soll nicht mehr Betreuerin, aber da wohnt er. Die Betreuung will ich nicht übernehmen, aber der Frau erst mal helfen: ja. Sie ruft mich gleich an wird gesagt.

Kollege zeigt die Ferienwohnung auf einer französischen Insel, wo er hinfährt, Angeberteil, von der riesigen Terrasse Blick aufs Meer, es sei ganz schön oder und Stephan: „und was soll daran schön sein?“ Ich lache Tränen.

 

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Ich mache die Edeka-Runde mit Stephan. Die Beutel voller Plastiktiere für 50 Cent beim Fairkaufhaus Deisterstraße sind vergriffen. Vielleicht mache ich auch zu viel mit Tieren, so hütchenmäßig. Wer hat die Tiere sortiert frage ich mich schon die ganze Zeit. In der Charlottenstraße hat ein Sprayer geschrieben: „Charlotte, Du bist so differenziert“. Stephan hat es mir mal vorgelesen, weil ich es nicht entziffern konnte. Großartig, ich freu mich jedes Mal. Weiter hinten Titten, gesprayte stilisierter Frauenoberkörper, Hals bis Hüfte auf Satellitenschlüssel in Reihe, immer derselbe. Habe ich das richtig beschrieben? Ricklingen ist so geil. Auch Fun City müsste eine konsequente Reggae Kneipe werden und Außendependance vom 2er Skateboarding werden. So gut, freue mich jedes Mal und denke: kann nicht einer mal…

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Scheiße ist der hässliche Second Hand Laden, der auf Markenkleidung macht. Das geht nicht auf. Es stinkt nach Altkleidern und ich finde besser Sachen in jedem Container, aber dafür hochnäsige Attitüde und gesalzene Preise. Das Geschäftskonzept wird nicht aufgehen. Wäre erstaunt, wenn die überhaupt was verkauft. Zeige Stephan den Schünemannplatz und den Türken, der echt vertrauenswürdig ausschaut. Gut besucht, Linsensuppe, Plastikbestuhlung vom billigsten. In der Göttinger Chaussee gibt es auch eine freistehende Villa und man ist näher an Edeka. Fischbrötchen bei Edeka vor der Tür auf einer Gitterbank essen, schauen, wo der Eingang zum Finanzamt ist. Wir fahren vorbei an meinen Lieblingskneipen, „Zum Kreisel“ und „Fiskus“. Ich will mal zum Griechen „Artemis“ und den Mittagstisch probieren. Kann man draußen sitzen und es gibt Tintenfisch. Bestimmt besser als gestern und man muss sich mal konsequenter durch die Nachbarschaft durchfuttern. Gleich um die Ecke eine frühere Betreute unverhofft auf einem Erdgeschossbalkon, sie erkennt mich, hatte aber ihr Sprachvermögen verloren. Ich höre sie ähh? sagen. Sie kann nicht reden und ich will nicht halten, ist nicht so ein privates Ding, sondern halt beruflich. So viel Interesse ist da nicht mehr, wenn Betreuung aufgehoben wurde und ich nicht mehr bezahlt werde. Habe Reiseproviant für meinen Kollegen besorgt. Der hat es auch nicht einfach. Büroaufhebungsvertrag. Er ist zu gutmütig, wenn ich knapp bei Kasse wäre, würde ich auch ihn als erstes nicht bezahlen so nach dem Motto, mit ihm kann man es machen. Deswegen habe ich ihm Cola-Drops und Wasabi-Erdnüsse mitgebracht.

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Seit 20.07. in der Therapie, vorher Knast kommt zu mir weil er Monatsfahrkarte braucht. Schon 3 mal beim Schwarzfahren erwischt worden. Ich mache das schon. Er ist schlecht gelaunt und glaubt, dass ich alles machen kann. Monatskarte organisieren. Pass oder Reiseausweisdokument. Hey, er lebt hier seit 27 Jahren. Ist aber immer wieder straffällig geworden. Ich soll mir was einfallen lassen, europäischer Gerichtshof für Menschenrechte. Auch mal die Schuld bei sich suchen, Fehlanzeige. Wenn er den Pass bekommt, dann wird er vielleicht nicht mehr straffällig und das war kein Raub. Doch, er wurde deswegen verurteilt. Nur weil seine Straftaten völlig dilettantisch begangen wurden und die Brutalität und Coolness eines Natural Born Killers vermissen lassen, ist er technisch trotzdem ein Raub, der eine schlägt und der andere hebt vollgedröhnt das Handy auf. Das wird nicht belohnt, dass man sich dämlich anstellt und die Tat mehr Kinderkram ist als alles andere. Wenn er erst mal in Holland ist, dann findet er bestimmt gleich einen Job. Nein, glaube ich nicht. Knast, kennt er ja, das ist eingesperrt sein, aber nicht reisen können, davon sind viele Menschen betroffen und wenn er den Pass hätte, wäre es das fehlende Geld. Kommt noch mal rein, weil er für die Einrichtung eine Bestätigung braucht, dass er bei mir war. Will von den englischen Toffees, die ich gerade esse und die vor mir liegen, die ich mir ihm Internet bestellt habe bzw. habe bestellen lassen. Sein Mund ist trocken. Da helfen klebrige Süßigkeiten nicht. Wasser kann er kriegen. Ich zeige ihm gerne wo die Grenze ist. Die Anspruchshaltung nervt, Eigenverantwortung Fehlanzeige.

Herr Glocksee. Die Bullen waren da und haben nach seinem Sohn gefragt/gesucht. Von welcher Dienststelle, will ich wissen. Weiß er nicht, sehen alle gleich aus von dem Trachtenverein. Afri-Cola oder anderen Kühlschrank gibt es erst mal nicht. Ich sage ihm, dass ich es nicht lustig fand, dass er mich verarscht und wer die aktuellen 20,- € Raten an die Staatsanwaltschaft zahlen kann, muss auf einen schicken Kühlschrank sparen. Das sieht er ein und entschuldigt sich quasi. Grüße an Sucuk, der Hund hat ihn schwer beeindruckt.

Elisabeth ruft an und will die Telefonnummer der Wohnbetreuung (ich wundere mich). Die Frau mit dem englischen Namen hatte heute auch bei mir angerufen und wollte Elisabeth am Donnerstag um 12:15 an der Kröpke-Uhr treffen. Sie konnte sie telefonisch nicht erreichen und bat mich es ihr auszurichten. Ich sagte, irgendwie auch Handy weg, beim VPE verloren und dass mit ihr zur Zeit nicht gut Kirschen essen wäre. Dann wieder 180 ° Drehung, sie will diese Betreuung nicht und kann doch keine Fremden in die Wohnung lassen und die will sie kennen lernen und Kaffee trinken, die soll zu Parship. Hallo?? sie hat bei mir angerufen und nach der Nummer gefragt. Sie hätte doch nicht mehr alle Tassen im Schrank bestätige ich ihr.

Herr Ihme freut sich, dass ich in die Zahnklinik zur OP-Aufklärung begleite wird mir ausgerichtet von der zuständigen Psychologin. Ich schlage vor um 8 oder 8:30 Uhr da zu sein, das ist mit einem schweren Opfer für mich verbunden und ich kann nur hoffen und beten, dass das dann alles klappt und die Opfer wert ist.

Ich kann Frau Demenz nicht erreichen und habe Morgen einen Termin bei ihr wegen Grundreinigung, Rufe schließlich den Pflegedienst an und die haben sie heute normal gesehen. Das ist schon mal etwas, weil Schlüssel habe ich, aber keine Lust, sie tot in der Wohnung zu finden.

Nigel-nagel- neuer schwarz-weißer neuer Radweg zwischen Küchengarten und Glocksee. Schwarzer Teer und krass weiße Begrenzungsmarkierung. Richtig Takko. Sieht spitze aus. Der Mann einer Freundin von früher mit ihrem Hund. Hätte ich mal halten sollen. Es liegt nicht an der fehlenden Sympathie, sondern ich bin tatsächlich schüchtern, auch weil ich ihn mag und wir trotzdem nie so richtig Kontakt hatten.

Beim Montagsyoga merke ich, dass die Nackenmuskulatur oder Sehnen mit der Hüfte verbunden ist. Das ist manchmal ganz interessant, was man für Körperwahrnehmungen hat bei der Praxis. Blaue Haare die Movenyo-Frau, die beim Mera Luna hinterm Teestand gearbeitet hat und wieder fallen mir die ganzen Spießer ein, der hundertste Gary Oldman Verschnitt aus Bran Stokers Dracula mit seiner Lady. Und dann Zelten mit den Ossis. Meine Welt ist das nicht.

Es gibt Zucchini aus dem Garten (zu dem Zeitpunkt wissen wir nicht, wie gefährlich das ist, wie Kugelfisch), die Stephan total köstlich zubereitet mit Pernot und Ziegenfrischkäse, dazu Reis und eine große Portion Pistazieneis mit Erdbeeren. Die letzten Korallen sind dran genäht. Eine muss ich noch nachhäkeln und dann ist das Körbchen fertig.

18.08. Traum: Markthalle FFM, Japaner benutzt Wurst der Italiener, Mortadella in dem Fall und macht daraus was Japanisches, was richtig lecker aussieht und riecht, wie originell, die haben eh immer zu viel Zeug. Bestelle das und bekomme 2 Müsliriegel. Ist irgendwie schief gelaufen. Ein Raum in der Markthalle nur mit schwarzen Öfen und es wird gegrillt und asiatisch gegessen. Skilift in der Stadt. Ich wundere mich. Schicke Ch. und Jörg weg. Die wandern und es hat geregnet. Total nass kommen sie wieder und müssen jetzt duschen. Rufe meine Cousine Barbara an. Jetzt müssen wir was anderes machen, sie kann uns im Auto rumfahren, sight seeing schlagen sie vor. Ob sie das macht? Viele Kinder haben mir gratuliert und geschrieben. Kinder von einem Betreuten, Kurden, Jugendliebe haben 3 Kinder, sind erst Ende zwanzig, süßes Mädchen und der älteste ist Junge, genau wie der Kleine, der flachen Hinterkopf hat und total behaart ist. Ich finde ihn süß und erzähle davon, schaut halt aus wie ein Kurde. Nur von meinen Nichten und Neffen habe ich den Brief noch nicht gelesen bzw. mache es als letztes. Mein Bruder erzählt, Frederik hat Asthma und die Haare brechen ab. Woher hat er die ganzen körperlichen Gebrechen? Nicht von unserer Familie. Katalin hat kleine Buttons gemacht mit meiner Maschine und die haben alle eine Stelle, wo es nicht optimal gepresst wurde und eine Kante raussteht. Sie seien nicht zu gebrauchen für den Kindergeburtstag heißt es. Das kann ich nicht nachvollziehen bzw. man sind die pingelig.

Stephan sagte noch, wir werden auf jeden Fall vor halb neun wach, so zeitig wie wir uns Bett gehen und Pustekuchen. Er muss mich um 5 vor wecken. Als ich sage, Steffi hätte das Hühnerhütchen als Folklore bezeichnet und es hätte ihr nicht so gut gefallen, wenn Frieda Kahlo Folklore ist. Wieder der Vergleich, der schmeichelt. Das hat die Studioinhaberin gestern schon gesagt, dass sie ein Bild von Frieda Kahlo gesehen hätte, wo sie so ausschaut wie ich. Großes Kompliment. Besser geht es nicht.

Im Regen zu Frau Dement. Nässe richtig durch. Die vom neuen Pflegedienst ist patent. Telefon ist nicht auf der Kommode im Flur. Fällt das dem aktuellen Pflegedienst nicht auf? Die beiden Katzenklos, die ich besorgt habe sind auch nicht aufzufinden und ich suche danach und die sind schließlich größer als eine Schachtel Zigaretten. Angeblich wollte sie nicht zwei und das eine wäre schon das neue Klo. Welche Farbe die hatten (ich komme an meine Grenze). Die Grundreinigungsfrau, die Neue, findet zwar das Telefon und den Notruf zusammengeknäult in der obersten Schublade, kann den Stecker aber nicht richten, ich nehme es mit und will neues kaufen, aber am Deisterkreisel ist kein Shop nur das T. Das Richten des Steckers schafft erst Stephan später. Jetzt darf ich es zeitnah zurück bringen. Die zusätzlichen Betreuungsleistungen werden vom alten Pflegedienst nicht abgerufen, weil die kein Personal dafür haben.

Die Perückenfrau trifft sich gleich mit der von der integrierten Versorgung beim Bäcker. Russische Lebensmittel mit einer folkloristischen Heidi als Maskottchen und dann komme ich dazu. Zitronenmayo in einer abartigen Verpackung, wie Sunkist aus Plastik nur größer mit Schraubverschluss dazu Sauerrahm mit vielen Umdrehungen.

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Bei Heyde Eibrötchen, Kaffee schmeckt nicht. Wir treffen die Demente mit der Nachbarin, die gerade beim Hausbesuch die Frühstückspause angekündigt hatte bei Heyde. Hier treffen sich die Rentner und Arbeiter mit immer derselben Bedienung. Die Kneipe gegenüber ist dicht, deswegen geht sie da nicht mehr hin, Frau Dement. Sagte, dass da nichts los wäre oder nicht die richtigen Leute da. Die Rentner frühstücken hier verstärkt in Gruppen und glotzen ganz doll. Ich hingegen schaue mir die 3 verschiedenen Bahntypen an, die man von meinem Platz aus sehr gut sehen kann, wie sie gegenüber halten. Grün, Silberpfeil und die schwarzen neuen mit Leuchtschrift. Die Sitze wären unbequem wendet die Sofaumtauscherin ein. Die Schienenbauer Ricklinger Straße machen die B.A.S. Absperrung für mich auf, ich fahre da lang, wo das Radpiktogramm durchgestrichen ist. Mach mal für die Dame auf. Gefällt mir.

Will Einlauf machen wegen gestern, Herr Palästinenser mit seiner Anspruchshaltung und verwechsele die drogenabhängigen Männer, die in der selben Einrichtung sind, allerdings in einem anderen Haus. Erst als die Sozialarbeiterin sagt, er wäre gestern nicht bei mir gewesen fällt die Sache auf. Peinlich.

Kläre das mit dem geistig Behinderten, den die Mutter einsperrt. Sage der angehenden Renogehilfin wer von den Richtern zuständig ist und was sie machen kann. Richterin sagt, die Russen lassen sich nicht gerne in die Karten schauen, aber sie lässt die Eignung dann überprüfen von der Betreuungsstelle. Kommen die ohne Anmeldung weil sonst verstellt sich ihre Mutter, so die Azubine, die ich duzen darf, aber nicht duze. Nein. Sie hat Angst vor der Mutter, wird sie das erfahren, dass sie die auf den Plan gerufen hat. Ja, anonyme Hinweisgeber gibt es hier nicht und es macht auch wenig Sinn. Sie muss schon dazu stehen. Ein neuer Betreuter meldet sich. Der Betreuungswechsel wurde vor 1,5 Monaten vollzogen. Ich gebe ihm Termin am Donnerstag, brauche es aber schriftlich und habe noch nix.

Fax wegen Herrn Ihme, sollte ihn Donnerstag ja treffen. Das wird bestätigt, dann 3 Stunden später geht er nach Hause. Dann muss er sich erst melden. Ich gehe nicht auf Verdacht in die Zahnklinik, zumal er noch nie einen Termin eingehalten hat.

Mein Gespräch mit den Stadtwerken wird zu Schulungszwecken aufgezeichnet.

Mandantin schickt Tochter vorbei 400,- € einzahlen, weil es vorher keinen Termin gibt. Das ist mir peinlich, die soll keine Minderjährige als Kurier benutzen, sondern überweisen.

Sport. Auf dem Weg eine ehemalige Atelierkollegin, die ich kaum erkenne. Sie war immer sehr unscheinbar. Sie hält einen Säugling in die Armen und ich kann den Stolz in ihrem Blick sehen. Der fällt bei mir ins Leere. Worauf sind die stolz? Bei mir regt sich nichts. Im Gegensatz zu meinem Mann (sonst immer same-same) stehe ich auf kleine Frauen, die mich an kleine Mäuse erinnern und mit denen ich Akrobatik und/oder Tanz machen will mit Hebefiguren. Eine Maus ist neu im Studio und lag neben mir bei Yoga und heute hat sie ein Billabong Austria T-Shirt, was mich auch neugierig macht. Pia studiert Lehramt für Grundschule und ist nach Hildesheim gezogen und findet es toll dort. Ich in der Umkleide. Hildesheim ist scheiße, der Rosenstock überbewertet. Anders pflichten mir bei. Die Neue, die „alt“ ist, wie ich, kommt aus Hildesheim und fährt extra für movenyo nach Hannover. Sie ist geschockt, dass Pia statt Sport, Deutsch und Religion hat und Philosophie als Nebenfach. Na dann Hegel und Kant nicht vergessen verabschiede ich mich.

Ich freue mich sehr über das persische Restaurant und freue mich schon auf die kältere Jahreszeit und die Hühnersuppe mit Reis sowie die mit Käse gefüllten Hackbällchen. Das ist ein Glücksfall für uns, auch wenn es innen nicht optimal ausschaut und die Außensitzplätze bestimmt das geilere Sitzen bedeuten. Zuhause gibt es Tomatensalat und Brot und Käse. Ich habe lauter Gemüse gekauft auf dem Markt, aber nicht so viel Hunger. Ich esse zur Zeit ca. 750 gr. Gesalzene Erdnüsse am Tag, vorzugsweise mit was Süßem dazu, wie Toffee, was zu einer gewissen Grundsättigung des Eichhörnchens führt, so dass Stephan schon sagt, die fettigen Nüssen. Auch einem Brot mit Zuckerrübensirup ist mein bevorzugtes Frühstück am Wochenende.

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Wir regen uns beide auf über Leute, die den Käse so hauchdünnn schneiden. Das macht uns krank. Lustig, dass wir hier auch wie Zwillinge werden. Der Weihnachtsplan steht und Essigbrätlein am 23.12. Borgus ist in einer Pflegefamilie. Bam! Gibt es doch mehr Menschen mit einem Fetisch für hässliche Hunde als ich immer denke. Letzte Koralle gehäkelt und Körbchen fertig, erst mal. Das kann immer weiter wachsen das Riff, wenn ich es will. Freu mich schon bis Ickelchen drin liegt (so nenne ich Suki, wenn ich über ihn spreche, Trick der Hütehunderzieher, dem Hund zwei Namen geben, sonst fühlt er sich immer angesprochen, auch wenn man es nicht will).

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Fange doch noch ein Dreieckstuch an aus ganz dünner Baumwolle, die Häkelnadel sieht aus wie eine, die ich mir in den Arm stechen könnte. Ungewohnt, wie feinmotorisch man hier sein muss.

19.08. Befestige das Ei am Zopf. Statisch notwendig und besser. Bei Hühnersuppe vom Perser meint Stephan, dass wir die Reste als Geruchsschutz ins Klo schütten könnten und meint damit mein Fernsehhörspiel vom Vorabend.

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Die selbständige Betreute erklärt die Jahreseinnahmen für das Gericht. Sie war zuletzt vor einem Jahr in der Klinik und braucht die Betreuung vielleicht nicht mehr, auch wenn etwas länger stabil vielleicht auch gut wäre. Soziale Kontrolle hat sie durch den Mitbewohner. Auch die Frau aus Kanada werden sie wohl als mittellos durchgehen lassen. Schädlicher ist ein Vermögen über 2.6. Ich lerne langsam, wie die Rechtspfleger ticken. Will meinen Eltern die frohe Botschaft übermitteln, komme aber nicht dazu.

An der Wollbahn, hier gibt es lustige Straßennamen. Es geht um Pflegeberatung im Auftrag der AOK, weil sie ja eine private Pflegeperson hat. Duschhocker und das errate ich. Das war die geile Pflegeberatung, die nach wenigen Minuten beendet ist. Sollte im erste Halbjahr den Termin machen und dann war es eben heute. Das kann Probleme geben, dann muss sie das privat zahlen. Quatsch sage ich, ich mach das schon. Nach dem Termin die Zeitreise nach Mittelfeld, damals mit Sunla, ich muss sogar zum Friedhof fahren und durch das Eingangstor schauen, ob ich da was wiedererkenne. Rad abschließen und rum laufen, soweit geht es dann doch nicht. War ich hier mal auf einer Beerdigung oder nur Spaziergang mit Sunl. Da auch russischer Supermarkt der ersten Stunde. Mir ist ganz nostalgisch zumute.

Fairkaufhaus in Laatzen ist scheiße, aber dann habe ich es wenigstens auch mal gesehen und abgehackt. Ist auch weiter weg von Mittelfeld als ich dachte. Natürlich gibt es zwei Tattoostudios auf dem Weg und eine Schnitzelbude mit lustiger 80er Jahre Schrift, so wie Blitze geschrieben, die mir schon mal aufgefallen ist, aber man weiß nicht, ob die überhaupt in Betrieb ist. Ich komme zeitlich nicht hin, obwohl ich auf den Edeka verzichte, der in den ehemaligen Räume von Walmart ist und der muss riesig sein (auch damals mit Sunl mehrfach hingepilgert, auch wegen Mayo und sie sorgte sich, dass wir abartige Mengen davon vertilgen würden) und kann trotzdem keine Gerichtspost machen. Stephan: „Du bist so schön egoistisch“. Ist wohl so. Ich fahre auch dämlich und Umwege. Der Fluss, der durch Linden Süd fließt ist gelb wie der Mekong River. Die Hautklinik ist nicht mehr wieder zu erkennen. Hier entstehen die neuen Wohnungen. Ich habe Hunger ohne Ende und muss sofort was essen. Der neue Falafelking ist gemischt, schlecht eingerichtet und der Typ fasst alles an. Das Hähnchenfleisch liegt offen da in seiner Marinade. Außerdem ist die Rolle schlecht gewickelt und man kann sie nicht essen ohne dass die Hälfte raus fällt. Dafür macht er die Falafel frisch. Esse das Teil auf einer Bank, die sonst den Trinkern vorbehalten ist. Der Inder auf der Hildesheimer war auf dem Rückweg ist voll und es roch sehr lecker, da beherrsche ich mich noch und will mal mit Stephan hin.

Frau Stimmen ist nicht so für gebrauchte Möbel zu haben, die Sofas stinken und gefallen ihr nicht. Die Tische sind auch nicht schön. Bei Seats and Sofas bekommt man 16 Teile, inklusive Waffeleisen und Staubsauger. Das will sie haben.

AOK wegen Pflegebegutachtung. Da ist viel Kontrolle schon durch mich als Betreuerin, die weiß, wie es vor Ort ausschaut und der MDK-Gutachten war doch ja erst am 06.01.2015 da. Wie viel Termine denn noch. Ja, dann gilt das und das erste Halbjahr ist dadurch abgedeckt und wir müssen erst wieder im ersten HJ 2016. Geht doch. Trage ich mir ein für Mai.

Nicht nur, dass ich mich aufrege, dass ich fünfzigfach Regio-S-Karten und Hannover Aktiv Pässe zugeschickt bekomme, die ich umfrankieren muss. Ich tue heute einen in einen Umschlag und sehe meine Adresse im Adressfeld. Uh oh, nicht dass ich das übersehen habe bei dem, den ich schon losgeschickt habe. Da habe ich doch bestimmt noch mal raufgeschaut. Denkste. Ich rege mich über das teure Porto auf und schicke mir dann selber einen Hannover-Aktiv-Pass. Tolle Wurst.

Die Polizei ist bei Frau Hundeprüfung und die Nachbarin hat angeblich ihren Rucksack geklaut mit allen Schlüssel und Dokumenten drin. Sie ist fix- und fertig. Jetzt macht sie die Tür nicht auf und die Polizei kann dann nichts machen, wenn sie nicht aufmacht, aber da ist sie. Jetzt werden sie ungeduldig, weil sie so lange mit mir telefoniert. Früher am heutigen Tag war schon Thema: Sie bekommt ein persönliches Budget von 50,- € pro Monat für den Hund. Soll aber Nachweise vorlegen. Ich sage abzüglich Hundehaftpflicht und Steuer verbleibt ein Rest und da muss sie theoretisch die Quittungen für Hundefutter und so was vorlegen und wenn sie das nicht kann, dann das Geld zurück zahlen. Das sei kein Problem, sie macht Buchhaltung oder Buchführung und hat mir das doch schon mal gezeigt. Wie es der Zufall so will ist am selben Nachmittag der Rucksack mit ihrem Leben weg, ihren Schlüsseln, ihrer Bankkarte, ihrem Ausweis, dem Impfausweis des Hundes, alle Papiere, alle Briefe, den ganzen persönlichen Sachen usw. Angeblich verzichtet das Amt auf die Belege. Das wäre schlau von denen wenn es so wäre.

Elisabeth kommt eine Stunde zu spät. Sie hatte keine Uhr. Auf öffentliche zu schauen, verstößt wohl gegen ihre Religion meint Stephan. Ich gehe mit ihr in ein Besprechungszimmer. Da sitzt ein Mann mit weißem T-Shirt und Glatze bei mir im Zimmer und beugt sich über meinen Schreibtisch. Sie hat Bilder von mir im Internet gesehen. Ich bekomme zuerst Angst, aber es geht um Kaffeetrinken in der Schweiz. Ich mit ihrem Vater und dann verschwinde ich, so wie es ihr ergangen ist. Sie hat Post vom Amtsgericht bekommen und hält den Brief eh für gefälscht, das Wappen ist zu groß oder zu klein. Es stimmt, dass es unterschiedlich groß ist auf den verschiedenen Seiten, je nachdem ob Mitte über dem Beschluss oder im Absender. Ich versichere ihr, dass es sich nicht um eine plumpe Fälschung handelt. Nee, der ist echt. Habe ich auch gekriegt. Sie entdeckt bei allem Chaos den Fehler. Das Gericht hat eine Ersatzbetreuerin aufgelistet aus Hemmingen, die ich auch nicht kenne. Die will sie nicht, nur mich und den Gutachter lässt sie nicht rein, einen wildfremden Mann. Sie sitzt doch nicht im Rollstuhl. Das muss ich ihm erklären. Sie hat den Spendenvertrag mit dem WWF gefunden. Die sagen, das Haie nicht gefährlich sein, aber das stimmt, die Zähne von denen, zick zack aus Eisen und Wale seien angeblich gefährlich, nur weil die so dick sind und der pazifische Ozean, der besonders blau ist und das Hotel in Dubai und die Frauen, die mir Klamotten baden, die ihnen dann runter gerissen werden und ihre Alpträume zum pazifischen Ozean, sie bilden einen menschliche Schutzwand und es ist Krieg ausgebrochen zwischen Iran und Afghanistan und dem Hai gibt sie einen Kinnhaken (offenbar regt sie das WWF-Magazin von denen zu sehr auf). Sie macht das mit dem Thermenmann und ich muss nicht kommen. Sie will es nicht, dass die Rechtsanwältin extra den weiten Weg kommt, das geht nicht und dreht auf bis ich sage, o.k., sie soll es alleine probieren. Na, der wird sich freuen, das arme Opfer. Nur kurz geht es um schwulen Gruppensex, einer in der Mitte und 5 drum herum, sie weiß nicht, ob ich solche Videos kenne.

Eis gegenüber. Ich nehme Malaga und Zwetschge. Stephan weiße Schokolade. Ist das die mit en großen Schokocrossies oben drauf. Der Typ ignoriert sein offensichtliches Gebettel und weiße Schokolade schmeckt nur süß.

Bei der Meditation merke ich, wie dankbar ich meinem Mann bin wegen Weihnachten und wie erleichtert. Wenn er mir Kokain besorgen kann, versuche ich mein Bestes mit ihm auszugehen in BT. Ich würde so gerne in meine second hand Vergangenheit, noch einmal hinter dem Apollo oder noch besser Mimmi-Fuhlrott-Gang in das Altkleiderlager. Gehörte das nicht irgendwie zusammen? Jetzt noch im Herbst eine schöne Reise vor der Hochzeitsreise.

Der Yogi, der einzige Mann im Kurs erschreckt mich zu Tode als er mich mit dem Fahrrad überholt und ich kann nur Laute machen.

Lieber Berlin im Herbst als Wien. In Berlin sind A + B + C und Heike und man kann herrlich Rad fahren, andererseits haben wir nur noch 7 x Zottertrinkschokolade und das sollte eine gerade Zahl sein. Vielleicht mal Menagerie vor der Arbeit? Muss Frau Demenz das Telefon wieder bringen und zu früh kann ich da nicht hinfahren. Die russische Zitronenmayo schmeckt. Es gibt Tomatensalat mit Balsamico und ich stehe zur Zeit auf Reis statt Nudeln. Spinat mit Zwiebeln, Knoblauch, Speck und Ziegenkäse. Etwas besser hätte ich ihn waschen können.

Mail an Steffi, dass ich da selber schon geflucht hätte wegen meiner Meise mit den kurzen Fäden, Wolle sparen, nicht dass genau das Stück fehlt, zwanghaft und ist nicht handarbeitsgerecht, weil man z.T. die Nadel durchschieben und dann einfädeln muss und das ist alles nervig. Ich freu mich, dass sie mein zweites und letztes Riesentuch hat. Es steht ihr zu gut und die Blautöne sehen so gut aus zu Jeans und die stehen ihr so was von. Sie ist da das Gegenteil von mir. Sollte ich der anderen mit dem Vornamen wo ich Morgen bin vorschlagen, dass wir Barbara dazu bitten. Sie ist alleine und ihr Mann in Einsiedeln. Das geht schlecht, wenn ich selber eingeladen bin. Will ich auch kurz halten, weil ohne Stephan. Ich hoffe, sie ist nicht sauer, dass sie ein Emaillearmband nacharbeiten soll, aber so kann ich nichts damit anfangen und habe ein Segment schon verloren. Wenn Vollpfostenstraftaten cool sind, dann bekommen diese Entführer aus Dresden oder Meissen auch milderen Umstände. Mädchen, die Gassi geht entführen und sich dann überlegen, man war unmaskiert und die 17-Jährige kann sie erkennen? Wir gehen früh zu Bett, Stephan ist wohl sehr voll.

20.08. Werde schon um 6 Uhr wach. Räumungsklage gegen 2 wenn es hart auf hart kommt. Ich kann nicht alles weiter geben und muss etwas in der anwaltlichen Übung bleiben, sonst verliere ich meinen Touch und wenn Ich schwache Nerven bekomme, unterstützt mich mein Mann.

Stephan lacht über meine Riesenknäule. Das ist Häkelgarn. Haz am Morgen. After Work Pferderennen. Hatte die Plakate gesehen und mich gewundert. Bierquälerei. Einbrecher öffnen 1200 Flachen um an Gewinnspiel teilnehmen zu können. Dann ist es wohl nicht nur meine Betreute, heute in der Haz der Artikel dazu Sitze in der neuen Stadtbahn in der Kritik. Trauerfeier am Kiosk. Das rührt Stephan. Gin aus Hannover, Destillerie am Weidendamm. Das mit den Stichtagen zu dem Jahresrechnungen nehmen die nicht so genau meinte Stephan und ich soll die Konten immer mit den Einträge des Vorjahres vergleichen was wir da reingeschrieben haben wegen Mietkautionskonto und so was. Auch heute Morgen wieder das Thema nach 15 Jahren lernen, wie die Rechtspfleger ticken. Ich sage, ich glaube nicht, dass es Paranoia ist, aber wenn ich bei Betreuungsgericht in letzter Zeit anrufe habe ich das Gefühl, dass die mich alle kennen. So tun sie zumindest. Stephan bestätigt und meint, meine Rechnungen würden ultraschnell bezahlt, innerhalb von 3 Tagen zum Teil, so dass er sich richtig erschrecken würde.

Ich wollte Julian ein Foto schicken von meinem Tagesoutfit, weil ich das erste Mal seinen Loop-Armreif trage, den er mir in Zürich gehäkelt hat in Neon. Hatte es aber vergessen und mir Michael Jackson mäßig in den Schritt gegriffen. Dann kommt das Foto wohl doch nicht in Frage.

Erst mal Pflegebegutachtung mittags absagen. Das soll der Pflegedienst alleine regeln. Ich habe anderes vor und bringe das Telefon zurück. Muss nicht jeden Tag so sportlich sein und muss auch nicht übertrieben fleißig sein. Wenn die Nachfragen haben, sollen sie anrufen, ich war erst da und kenne die häusliche Situation und vom Pflegedienst, die keine gescheiten Abrechnungen machen und die Küchenrenovierung, die sie machen wollen nicht zustande kriegen, bin ich auch nicht begeistert.

Mein Papa freut sich so, dass Stephan Weihnachten kommt, dass er sich setzen muss. Er sei so im Alter, anhänglich, emotional, schlecht drauf. Altersdepression, weil er nie was hatte und mit den ganzen Zipperlein zurecht kommen muss. Weihnachten alleine das wäre schlimm gewesen und das Kartenspielen hätte ihm gefehlt. Bekommt Außenuhr geschenkt, die 40 kg wiegt. Wollte nicht nein sagen und merkt, dass er dieses Projekt nicht mehr hinbekommt. Muss heute mit Arnhild einen Champagner trinken zur Feier des Tages, wegen der guten Neuigkeiten. Sie hat ihre Brille verloren und fragt, ob das Demenz sei. Noch nie in ihrem Leben hat sie was verloren, noch keinen Schlüssel. Dann habe ich eine schlimmere Demenz tröste ich sie. Jetzt müssen wir vorher auch nicht kommen, können wir natürlich. Mama ist beim Zahnarzt und macht Zahnreinigung. Sie war beleidigt, weil die sagten, sonst würden ihr in 10 Jahren die Zähne ausfallen. Das kann ich verstehen, weil meine Mutter hat mit Mitte 70 die Zähne einer Zwanzigjährigen.

Herr Ihme ist wieder in Wunstorf und eine Frau mit russischem Akzent ruft an wegen des Termins in der MHH. Der wäre heute Morgen vor einer Stunde gewesen. Auch das muss sich besser lösen lassen. Das versuche ich dann mit Anästhesieambulanz und OP-Einwilligung faxen.

Mein Kollege kommt seit Tagen nicht weg. Wollte Montag in den Urlaub. Langsam mische ich mich ein, ob er mir leid tun muss, ich was tun kann. Sein Rechner ist kaputt gegangen mit Fristsachen drauf. Der Arme. Ob ich den Urlaub hinter raus um 3 Tage verlängern soll. Ich trage ihn einfach aus bis Ende der ersten Septemberwoche. Das geht nicht, weil die Ferien da schon zu Ende sind. Danach scheitert es bestimmt, dass die Kinder schon so viel verreist sind, dass sie kotzen müssen beim Gedanken an eine erneute Reise. Er will heute Abend belgische Pommes in Brügge essen. Klingt gut.

Jetzt hat sich die säumige Mieterin beim Mandanten gemeldet. Sie will 500,- € zahlen, ihr ist gekündigt worden. Sie bekommt von keiner Stelle Geld. Er hat ihr gesagt, dass er es seiner Anwältin übergeben hat. Ich antworte, dass das nicht sein könne und mache Einwohnermeldeamtsanfrage.

Der Frau von der Stadt Hannover will ich die lustige Geschichte erzählen von morgens Buchführung, alles kein Problem, nachmittags, Rucksack weg mit gesamtem Lebensinhalt. Frau hat meine mit dem Hund gestern kennen gelernt und sie will keine Belege (ich sage Miezo Bello 9,49 €). Das sei nur für den Fall gedacht, dass Buddy im Bewilligungszeitraum stirbt. Das wollte sie der Hundemutti gestern nicht erzählen. Sie hätte Angst vor Hunden und der hätte sich ruhig verhalten und sie hat keinen Zweifel, dass Mutti mindestens 50,- € für ihn verbraucht. Ja und noch mal sage ich, lauter lustiges Zubehör. Kampfschmuser-Geschirre und viel Spielzeug, was halt der Besitzer für sich besorgt. Ist Kind- und Partnerersatz. Sie habe Angst vor Hunden und der was ganz ruhig und gut erzogen (!) und sie hat auch noch mal gesagt, sie kennt sich mit Hunden nicht aus, aber nur 1 x am Tag raus, wenn es ihr schlecht geht und Folie auf den Balkon sei nicht Sinn der Sache. Der Hund mit 50,- € persönlichem Budget soll ja der Mobilisierung dienen.

Gestern haben wir einen Interessentenbogen ausgefüllt und Erdgeschoss und nur 3 Stadtteile angekreuzt und barrierefrei, ich und Frau Yorkshireterrier mit der Leberzirrhose und ich habe ihn eingescannt. Dachte das wird nie was oder dauert Jahre und heute Morgen schickt mir die GBH das erste Angebot mit Grundriss. Die Wohnung ist Ende November frei. Coole Sache. Wo ist der Görlitzer Hof?

Herr Yoga der mir emails schreibt von seiner „96jährige Oma, körperlich topfit, begegnet wohl gedresst morgens um halb sieben meiner Mutter im Flur und sagt, sie geht spazieren wegen der schönen Luft. In Wahrheit fährt sie mit dem Zug von Burgdorf nach Hannover, um die Weiterreise nach Berlin zur Bundeskanzlerin zu vollenden. Gott sei Dank wurde sie sichtlich verwirrt mit den Fahrplänen von der Bundespolizei aufgegriffen, denen sie versicherte, sie hätte im Bundeskanzleramt einen Termin.

Ich amüsiere mich köstlich.“ Das war vor zwei Tagen. Seine Eltern haben wieder eine Wohnung in Aussicht oder gekauft, in die er ziehen soll, aber das kann unmöglich schon umgesetzt worden sein. Das hat schon öfter nicht geklappt mit Zwangsversteigerung und am 15. schrieb er mir davon und dann heute:

„der Umzug rückt näher. Zur Renovierung des neuen Wohnraums möchte ich am liebsten ein Baugewerbe anmelden, um bessere Materialpreise zu erhalten. Ich würde gleich am nächsten Tag das Gewerbe wieder abmelden, weil ich nur die Anmeldung als Kopie brauche. Es geht um mehrere Tausend Euro. Ich denke, daß das heikel ist, wenn das Jobcenter das mitbekommt. Was sagen Sie?“.

Stephan: „Spontan fallen mir dann Begriffe wie Steuerbetrug, Steuerberater, Gewerbesteuer ein. Und „auf gar keinen Fall“.“

Die tätowierte, fettfreie Türkin, die ich sehr anstrengend finde, will jetzt Murat den Arsch aufreißen. Sie will nach rückwirkend Urlaubsgeld und alles Mögliche. Ich sage, mir ist es zu doof. Wir haben dem Amt selber geschrieben, dass sie im Juni das letzte Geld bekommen hat und ab Juli haben sie nachgezahlt. Sie hat keinen Schaden und ich habe mir das nicht ausgedacht, sie wird mir das so erzählt haben. Soll sie bitte selber klären und dem Amt sagen, es war ein Missverständnis.

Sehe eine unscheinbare Betreuungsrichterin zu Fuß durch Ricklingen laufen. Beim Fotografieren trete ich in weiche Hundekacke. Heute ist in Ricklingen Markt, direkt hinter der Friseurinnung oder Innung für das Friseurhandwerk und den Orthopädieschuhmachermeistern. Ich treffe wieder den extrovertierten Typen um die 60 mit dem riesigen Blumenkorb vorne am Rad. Der heute beim Fahren aufsteht und gegen die Schilder haut und Gymnastik auf dem Rad macht. Kommt mir vor als wolle der mich auf sich aufmerksam machen.

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Frau Demenz regt sich auf, sie hat schlimme Post bekommen. Es ist mein Vergütungsbeschluss. 600 Mark für die paar Besuche. Ich sage, ja, aber es ist gesetzlich festgelegt was ich abrechne, außerdem war ich in letzter Zeit 5 oder 6 mal da, aber auch wenn nicht, rechne ich nach der Pauschale ab. Sie ist nur sauer, weil mit den Rentnern kann man’s ja machen, aber ich kann nichts dafür. Sie hat früher ihr Geld nicht so leicht verdient. Finde das zweite Katzenklo. Kaufe zu viele Säfte bei Edeka. Rhabarbernektar 100 % für heute Abend zum Mitnehmen. Kann kaum Radfahren damit, nur schleichen und der Korb schlackert. Ist etwas 7 mal so schwer wie Ickelchen. Fahre gleich nach Hause damit, nicht zwei Mal die Treppe hoch. Wieder vorbei an dem begrünten Balkon meiner Ex-Betreuten, sie hat eine Banane. Ich bin doch neugierig und werde irgendwann im Dunkeln schauen, ob ihr Name an der Klingel steht. Ich habe neulich eine Frau gesehen, die ich als ihre Verwandte identifiziert habe und mit dem viele Grün kommt auch hin. Ich bin mir ziemlich sicher. Stephan beschwert sich, dass ich nach Fischbrötchen stinke aus dem Mund. Das waren die vielen rohen Zwiebeln. Stinke jetzt oben und unten. Meine Schwiegereltern haben Blaubeeren vorbei gebracht. Die schmecken bestimmt besser als die mehligen vom Markt.

„Hallo Franny/Stephan,

Eine wunderbare Nachricht durcheilt diesen Tag.

Nun habe ich wenigstens meinen Sauternes nicht umsonst gestapelt.

Und zwei neue Fahrradgriffe sind auch montiert.

Herzlichst

Paps“

Ich bin in einer Besprechung. Die Frau mit der hübschen, patenten Tochter mit Bargeld hat eine Anhörung im Bußgeldverfahren, weil sie eine Krankenversicherung, 30 %, Rest Beihilfe nicht gezahlt hat. Ich bin verwirrt was das soll. Ich mache so was nicht, aber sie hat Anzahlung geleistet und ihr muss geholfen werden. Sie macht Post nicht auf und dieser Brief schaute oben raus und ihre Tochter hat ihn raufgebracht. Frage, ob sie sich Betreuung überlegen will. Hat lauter Probleme, Kontopfändung, Schrottimmobilien. Der Sohn hat ADHS, Legasthenie und eine Inselbegabung. Das glaube ich sofort, habe ihn mal zeichnen sehen und habe das was er auf die Mediationstafel des Kollegen gemalt hat, total technische und detailgenaue Zeichnungen von einem Bus, Flugzeug und Schiff ausgeschnitten. Außergewöhnlich fällt mir dazu ein. Er ist auf dem Gymnasium, was ihn nur genommen hat, weil seine Schwester so eine Ausnahmeschülerin ist und wird zur Zeit nur mündlich bewertet. Die Schwester musste schnell erwachsen werden. Der Vater ist vor ca. 7 Jahren gestorben und die Mutter ist depressiv und sie darf Erledigungen aller Art für sie machen. Als der Mann gestorben war, hatte er keine Zusatzversicherung und so fing die Misere an, dass sie die ganzen Arzt- und Krankenhausrechnungen zahlen musste und das hat sie reingerissen ins Finanzchaos. Ihr Schwager, mit dem sie sich nicht versteht, hat ihr die Versicherung besorgt, Lebensversicherung auch, die sie nicht weiter bezahlen konnte und die dann gekündigt wurde. Sie wollte die Beiträge stunden lassen und er sagte, das machen die nicht. Sie glaubt jetzt, dass sie 2.500,- € zahlen muss und das ist nur die Höchstgrenze des Bußgeldes und sie hat auch nur ein Anhörungsschreiben bekommen. Ein Kosmetikstudio ruft an, ob ich die Anwältin von Elisabeth sei. Sie war da und hat nächste Woche einen Termin am Donnerstag und den wollen sie absagen. Über mich? Das gibt es doch nicht. Bin ich Vorzimmer der Verrücktesten? Den Gutachter warne ich, dass er keinen Hausbesuch bei ihr probieren soll. Er hat keine Praxis und ist Klinikarzt. Sie muss dann nach Wunstorf. Das schafft sie.

Rufe noch mal in Wunstorf an. Die russische Ärztin weiß nicht, ob ihr Telefon funktioniert und die Pforte kennt sie nicht und kann mit dem Namen nichts anfangen. Sie weiß aber was Sache ist und macht einen organisierten Eindruck. Herr Ihme hat Morgen einen Termin in der Zahnklinik und wird vom Pfleger begleitet.

Die Frau mit dem skurrilen Bußgeldverfahren meldet sich

„Hallo Frau,

aufgrund unseres Gesprächs, für das ich mich bedanke und über das ich noch nachdenken werde, habe ich mich überwunden, die ersten Briefe aus dem Postkasten zu nehmen. Sie brauchen bei der Gothaer wahrscheinlich nicht mehr anzurufen, weil ich ein Schreiben vom Gerichtsvollzieher bekommen habe, wonach ich bis zum 14.9. an die Gothaer die offenen Beträge zahlen muss. Demnach haben sie mich wohl nicht gekündigt.

Mit freundlichen Grüßen“

Mein neuer Betreuter, Jahrgang 1990, Beschluss war in der Post macht beim ersten Mal no-show. Kein guter Einstieg.

Stephan hat mir wunderschöne Blumen von Gabi besorgt und Blumenerde. Ich fange an zu kochen und das Gas geht aus. Da war er offenbar gerade heute im Baumarkt. Ich muss mir das mal zeigen lassen, wie man die Gasflaschen anschließt und selbständig werden. Auf zu den Frau, die früher hart gelötet hat. Ösen an meinem Armreif schließen geht nicht aus technischen Gründen, weil man da eben nicht löten kann.

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Mit Handpuppe macht das Kind keine Fehler, weil es nicht unter Druck steht, quasi andere Person. So wie ich früher mit Zotti, meinem Teddy die Uhren angehalten habe, indem ist ihm den Pendel habe stoppen und ihn verdroschen habe (so die Erzählung). Hunde mit 3 Beinen sind nicht traumatisiert und bissig. Das ist Menschendenke. Suki überlegt sich auch nicht, warum er so dünnes Fell hat und nicht so üppige Locken wie ein Pudel. So denken wir. Hunde wissen nicht, dass sie behindert sind, haben dafür kein Bewusstsein, nur Menschen können am Trauma festhalten, auch für den Hund, indem sie in dauernd anders behandeln und das transportieren. Hey, Leute ich bin seit heute Mitglied bei 2er bzw. habe den Beitritt heute erklärt. Ich bin glücklich darüber, auch wenn das Foto nicht so ausschaut, aber das ist ja auch nicht aktuell, sondern alt, ich schätze nach meinem 1. oder 2. Staatsexamen entstanden, eher nach dem zweiten und jetzt mit fast 50 war ich nie näher dran am Skateboarden, von Gefühl her.

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Ist fast 10. Bin wieder zuhause, früher ging nicht, erkläre ich meinem Mann. Ich bin so verschieden von meinen Freundinnen, dass ist krass. Ich empfinde sie oft als Bedenkenträger und grüblerisch in einer Weise, die ich so nicht kenne. In diesem Fall macht sie es schon richtig und ihren Ärger über die Justizfehler kann ich total nachvollziehen. So ist es manchmal, auch als Profi, dass einem diese Fehlurteile total unter die Haut gehen und belasten und man Probleme hat, sie weg zu stecken. Ich schätze die Gefahren des Radfahrens trotzdem anders ein. Sie gehen auf dieselben Flohmärkte, aber wir begegnen uns nie, sie sind Frühschicht. Sie sind geschockt über meinen Erdnussverbrauch. Ich: Erdnüsse sind fettig? Salat mit Sumach reicht mir jedenfalls nicht und ich wollte auch zuhause noch was essen. Ich koche Karotten mit Karottensaft und Sahne und Speck, dazu läuft Gilmore Girls, das habe ich immer geguckt als ich im Friederikenstift war. Esse dicke Käse- und Butterbrote und Sahnequark mit Erdbeeren, eine ganz Schale voll, dann von dem Essen einen großen Teller mit Reis und eine Tüte Salt and Vinegar Chips. Exzessiv ist meine Sache. War Konzert bei den Containerleuten neben 2er (das wird immer so betont, dass es ein anderes Projekt sei) und Morgen ist Velo City Night, eine kleine und eine große Tour, nur einen Sportkurs machen, weil ich sonst zu müde bin? Ich würde gerne mit dem schwarze Adler fahren. Ich würde gerne mal wieder ausgehen zum Tanzen und nicht Sportstudiochoreo mit nur Frauen vor einem Spiegel. Kann ich Stephan davon was vortanzen fragt er und geht vor mir zum Zähneputzen. Ich bleibe wieder am Häkeln hängen.

21.08. Traum, Pflanze sieht so prächtig aus, kippt um und Stand auf anderer Pflanze sowie einem Berg Kleidung von mir. Ich ziehe mich schick an zusammen mit Stephie von Movenyo. Sie will vortanzen, hat einen Auftritt. Das Studio schließt und es ist der letzte Abend. Was, ich habe Tanzkurs. Andrea kommt wieder aus Wien, die Reise war anstrengend, weil sie früh morgens los ging, so dass sie abends um 7 schon müde war. Sie hatte Haarteil an und das hat sich mit ihrem Duft zu einem neuen Duft verbunden und stank dann. Macht sich überall Applikationen auf die Kleidung, wächst so organisch wie ein Mosaik aus Aufbügelteilen und übernimmt meine Rolle seit ich die Strickgruppe verlassen hat. Ich freu mich, fühle mich geschmeichelt, sieht geil aus. Manche sagen ihr, es reicht und sie soll aufhören. Ich finde Sachen nicht, sind alle in Koffern und auf Stapeln liegen sie herum, Stephie will los, nehme doch das kleinere Hütchen. Unten sagen alle, ich habe neue Frisur, nein, wie immer. Ich eile vorbei zu Stephan, der mir an die Brust fasst. Ein Showtänzer zündet eine Fackel an, wird zu einem riesigen Regenbogenleuchtstab, den er weiterreicht. Damit soll man dann tanzen und es immer weitergeben. Kleinstadt, aber die Leute sind alle Individualisten, soll Kopenhagen oder Dänemark sein. Keine Autos, nur Fußgänger und Radfahrer. Ich bin begeistert, die amerikanischen Gäste auch. Ich werde wach, weil ich die Schritte in der Wohnung höre, dass er früher auf den Beinen ist, ist ungewöhnlich.

Stephan sieht mein Geschlechtsteil während ich auf der Couch sitze, er ist hetero. Das ist gut so. Hintergründe des Traums. Meine Klamotten wurden abgelehnt, auch der Rock wo ihr Name drauf steht sei an den Hüften zu eng. Den muss sie selber wegschmeißen. Rot-weiß karierte Capri-Hose für Andrea wieder mitbekommen. Ich will bodenlangen mexikanischen Rock aus Cali rot-grün total schwer mit Spiegeln, den ich noch nie an hatte seit Kalifornien mal tragen, vielleicht zum Essen, Tropeano? So was hatte ich dann im Traum an für den Tanzabend. Außerdem ist heute Abend Velo City Night, kleine und große Runde außerdem Hip Hop in der Faust und Twin Set im Limmer Volksbad und ich will mal wieder richtig tanzen im Sinne von Disko und nicht vor einem Spiegel zu denselben Stücken eine Choreo abtanzen nur mit den Sportkursfrauen (langweilig) und ich überlege, nur einen Sportkurs zu machen, weil ich sonst müde werde oder nicht genügend Kondition habe.

Ich topfe die Banane endlich ein. Monatelang hat sie ausgeharrt und ich kündige an, sie ins Büro stellen zu wollen. Da haben andere die Dienstaufsicht über die Büropflanzen. Jetzt haben wir auch die geile B.A.S. Absperrung bald vor der Tür. Ich will den Lkw mit der entsprechenden Beschriftung fotografieren, bin aber oben ohne und will nicht damit das Fenster aufreißen, dann ist er weg. Tanztheater in Hannover, Mathias Göke oder wie der heißt. Auch hier weiß ich keine Namen, keine Marken, das Gegenteil von Freunden. Ich bin nicht stolz darauf, stelle es nur fest, wir sind sehr gefräßige Banausen, aber ich stehe dazu. Ich brauche leere Eierschachtel für die Zitrone. Die Eierkartons am Glascontainer, Reste eines Obdachlosenwagens sind zu eklig mittlerweile. Die letzten, die ich hier weg geholt habe, habe ich ausgeschnitten. Die werden zum Hütchen. Der gammelnde Haufen schreckt selbst mich ab, die alte Schlampe, die nicht mal Hundescheiße unterm Schuh richtig gut weg macht, sondern mit der Klobürste und sich dann denkt, das geht schon ab im Laufe der Zeit. Ich trete in Pfützen und wische auf verschiedenen Untergründen und es wird weniger und irgendwann sind es Moleküle, die wir einatmen und damit essen wir alle Scheiße. Welcher Film war das nicht mal mit den Ehepaaren, die nach einer Party Partnertausch machen, irgendwas mit Schlüsseln und dem heftigen Eissturm und dem Schulorchester und Christina Ricci ist noch gut und Kinderstar. Hey, aber bei Lidl sind Englandwochen meinte Kai gestern. Das fällt mir dann ein, noch mehr Lebensmittel horten und tonnenweise essen. Ich bin gefräßig und das Gegenteil von Etikette und wenn ich böse bin, sind das keine Menschen, die ich bewundere, sondern Sklaven und Emporkömmlinge in meinen Augen. Das zu schreiben ist gefährlich, wo ich jetzt weiß, wer doch alles das Tagebuch liest, aber ohne Ehrlichkeit kann ich gleich einen Roman mit autobiografischen Zügen schreiben. Ich nehme auch in Kauf, es mir mit allen zu verscherzen. Das gehört zum Programm und geschieht mit Dolus eventualis. Wie war das noch mal Dolus directus 1. Grades man will den Erfolg und hat es auf ihn abgesehen bzw. es kommt einem gerade auf diesen Erfolg, Tod eines Menschen als Erfolg der Tat, an. 2. Grades, es ist nicht das Ziel, aber man weiß sicher, dass es passieren wird und nimmt es billigend in Kauf, nein, stimmt nicht? Doch was vergessen vom Lernstoff. Auch egal. Yufka wird renoviert einen Monat. Sie verweisen auf die Filiale Engelbosteler Damm.

Gaby feiert am selben Tag wie der Kuhausflug. Das hilft eher. Schön, spätestens dann tanzen. Ich habe schon eine Idee für ein Geschenk, Gutschein in dem neuen Laden, die ich lobe. Essensgutscheine. Ich würde mich freuen.

Zuhause konnte ich den Text nicht lesen, zu verschwommen. Herr Yoga meldet sich erneut:

„Liebe Frau ,

ich muß feststellen, daß mich die Aktivitäten der letzten Tage sehr stressen, ich meine damit, ich habe keine Geduld bei den Gesprächen wenn der Gesprächspartner nicht zielorientiert redet und bin äußerst genervt von diesen Gesprächen, so daß ich inadäquate Affekte zeige, weil ich nicht so viel Aufnahmefähigkeit aufbringen kann. Sogar wenn meine Mutter mir zu viele Details über irgendwelche Leute erzählt, die ich gar nicht kenne. Das kommt bestimmt vom vielen Alleinsein. Ich bezweifel, daß ich eine beratungsintensive, berufliche Aufgabe gut erfülle wie gedacht. Ich denke zwar, früher war das auch schon so, aber irgendwie konnte ich damals alles überspielen. Vorgestern ein paar Stunden Handwerker, gestern vormitttag Küchenstudio, das ich vorzeitig verlassen hab, weil der Berater sein Verkäufer-ABC runterplapperte, obwohl ich extra 12 Km mit dem Rad dahin fuhr, und sagte ihm, ich halte es keine drei Stunden mit ihm aus, die Küche zu planen. Ich weiß konkret, was ich will und gebe der Sache eine halbe Stunde. Dem Verkaufsleiter gab ich dann noch 2 Minuten, mir einen anderen Berater zuzuordnen. Dann fuhr ich zurück ohne Ergebnis und legte mich mittags schlafen. Nachmittags 1 Badezimmerausstellung und ich war ebenfalls schwer erschöpft davon. Vielleicht weil ich nichts esse. Heute habe ich erstmals wieder was festes gegessen, ein Viertel sandwich von subway, mehr als 4x Abbeissen schaffe ich gar nicht.

Ich hoffe, ich gewöhne mich an die Belastungen und werde in diesem Jahr die Renovierungsarbeiten für das Haus abschließen. Anschließend stelle ich mir die Reha-Maßnahme vor, entweder vom Jobcenter oder von BFW / beta-reha oder beides. Am 28.8. bin ich wieder bei Dr. K.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Yoga“.

Meine Betreute aus Sri Lanka sagt den Termin ab, sie musste arbeiten bzw. verschiebt auf Montag. Soll ich meinen Augenarzt schon wieder verschieben? Es sieht doch jetzt echt besser aus. Nein, ich ziehe das durch, auch wenn ich mich dann gegen eine Behandlung entscheide. Ikelchen bleibt beim Chef. Paps hat eine Blasenspiegelung und macht das stationär, dann ist er Beihilfe und gleich morgens um 7 da und die können los legen. In meiner Familie kümmert man sich schon um seine Gesundheit. Er ist so schön egozentrisch, wie ich und will wissen, ob er die email zu früh geschickt hat um seiner Freude wegen Weihnachten Ausdruck zu verleihen, weil wir noch nicht darauf reagiert hätten.

Der alte Betreuer ruft zurück. Die neue Betreuungssache ist ein Wechsel. Ich hatte um Rückruf gebeten. Es geht um die Übergabe der Sachen. Er hat eine schwache, unsympathische Stimme. Was ich brauche fragt er mich. Na, den letzten SGB-II Bescheid, was gerade so ansteht und das Übliche halt. Er hat wohl Angst, dass ich vorbei komme und schlägt den Postweg vor.

Bestatterscheckkarte ist in der Post.

Bei Herrn Unvorteilhaft haben sie beide Augen operiert. Vorgeschichte, es war ein Busunfall, d.h. er ist Bus gefahren und wollte aussteigen und hat sich bei einer Vollbremsung nicht gut genug festgehalten. Er war auf dem Weg zum Betreuungsgutachter in Wunstorf meine ich. Seit dem entstellt und zahlreiche OPs. Schmerzensgeld gibt es für so was nicht. Ich hatte das geprüft.

Auf dem Weg in die Stadt Bauarbeiter, die Platten in der Mitte zerteilen indem sie sie gegen das Gerüst schlagen. Gefällt mir, will ich mitmachen. Eierkartons aus Papier sind vielleicht nicht so geeignet für die Pflanzenzucht. Plastikvorrichtungen für Setzlinge, Hamburger Jungs zu bitten erscheint mir zu umständlich dann lieber selber besorgen. Mein Fach ist markiert mit einem gelben, eckigen Judenstern. Frage Frau Reimann, mein Tipp wäre gewesen, dass es anzeigt, wer ein Fach alleine belegt. Das stimmt und dann steht es noch für keine Werbung. Eine Sonderausstellung Sucht & Genuss spricht mich sehr an, aber Bad Münder. Da komme ich nicht hin. Was diese Kurierfahrer alles aufgreifen auf ihrer Tour. Ich mag sie (sie ist auch Wienfan und hat Freunde dort) und will ihr mal was schenken. Eine Brosche? Selbstgebastelt? Stephan wünscht ihr immer ein aufregendes oder erlebnisreiches Wochenende. Die halbe Stadt ist zugebaut mit den Baustellenduplosteinen von B.A.S. In der Ernst August Galerie schmeckt der Café Crema nicht, hatte Stephan schon getestet und der Philatelie-Shop hat zu. Die Beine volltätowieren lassen ist der neuste Schrei mit Strumpfbändern. Beim Sport hat eine Frau mittleren Alters eine Schleife am Knöchel von der zwei Kirschen baumeln. Aua. Mutter und Tochter in der Galerie, aber die Mutti hat das Explizit Content T-Shirt an. Parental Advisory führt bei ihr zu einem Lacher der besonderen Sorte. Die Alte schnallt es nicht, was sie an hat. Internationale Lebensmittel i-Laden ist so gut sortiert. Muss man nicht teuer im Internet bestellen. Currypaste und Ginger gerieben, gibt es alles hier und viel mehr. Tamarind, aber wie wird das verarbeitet und eine riesige Auswahl von Tees und frischen Kräutern. Stephan verhindert den Rieseneinkauf und ich bin ihm auch dankbar. Nelken gemahlen. Dann können wir wohl die anderen wegwerfen. Stimmt, können wir wohl. Die haben so lecker gerochen und ich dachte, damit würze ich ab jetzt. Der thailändische Nescafé mit Trockenmilch gleich mit drin ist praktisch für Reisen und schon alleine die Verpackung macht ihn überzeugend, ja geradezu unwiderstehlich.

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Keiner will lesen, wie ich wieder Häkelwolle suche in den diversen Häusern. Kaufe auch ein Knäuel neu. Kostet 2,49 Häkelgarn, gebraucht 1,- aber man findet nie die Farben, die man will. Gespräch der Fairkaufmitarbeiter, erst geht es um ihre Zähne, die dachte sie stirbt, ist dann nicht mehr rausgegangen und dachte, die sei verrückt und ist sogar zum Neurologen gegangen und dann Pause, ich schaue woanders, seine Füße stinken auf einmal, dann kommt er dahinter wegen Entgiftung, der Alkohol geht raus aus dem Körper. Er hat nachgelesen, das ist so.

5 auf den AB. Die Tochter von Frau Mittelfeld will die Wohnung besichtigen, die uns angeboten wurde und die Tochter bietet mir ihre email Adresse an für schnellere Korrespondenz. Pflegedienst ist eingeschnappt und ich erst. Die lassen jeden Monat 104,- € verfallen statt sich um meine Frau Dement zu kümmern und jetzt wo ich einen anderen Dienst am Start haben können sie angeblich los legen ab 01.08. Neulich meinte sie noch, sie hätten keine Mitarbeiter und ich habe keine Demenz. Dumm gelaufen, hat sich überschnitten. Die anderen sind beauftragt. Das sei nur Option gewesen. Ich glaube, sie haben ihre Felle davon schwimmen sehen. Wie dem auch sei. Es ist nun so. Das tut ihr Leid, gerade wegen Frau Dement, weil sie jetzt einen Draht zu ihr haben. Glaube ich nicht, sie hat sich beschwert, dass immer wer Neues kommt. Die informieren mich nicht und der neue Dienst nennt mir gleich Namen, Vor- und Nachnamen und nicht immer nur Schwestersoundso und meldet sich zeitnah auf emails. Ich handele schon zum Wohl meiner Betreuten, sie hatten ihre Chance und haben ihr einen Schaden durch Unterlassen zugefügt und mich verascht. Welcher Pflegedienst dem ich die Bescheide zufaxe fragt die Leistungen einfach nicht ab!? Ein dämlicher!

Rufe in Wunstorf an, Zahn-OP-Aufklärung von Herrn Ameise ähhh Ihmeist erst Dienstag. Vorher haben sie das personell nicht hinbekommen.

Kunstverein, die gegenwärtige Ausstellung geht nur bis Sonntag. Dann kommt nur Morgen in Frage. Ich bin sehr launisch und habe leicht Kopfweh und bin müde. Der Sport kann mich mal. Ich will nur mit dem coolen Adlernazifahrrad in einer großen Gruppe durch Hannover brausen. So endet das dann. Es stimmt, ich bin sprunghaft, ohne Ende sogar.

Adler aus dem Keller, weiß nicht wie das Licht angeht. Stephan meint nur wegen Polizeibegleitung. Ist mir egal und ich bin mir sicher, dass es funktioniert und lasse mir das ansonsten von denen mal zeigen. Zu früh, genau zwischen den beiden Läufen. Efendi Bey. Wir bleiben denen treu und probieren nicht den größeren Laden daneben aus, wo mehr los ist. Urfa Sofrasi ist in die Nordmannpassage umgezogen.

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Schräges Publikum. Viele junge Männer, welche mit Migrationshintergrund und Drogisten. Bei Efendi steht auf der Karte: Tiramisu bei uns ohne Alkohol. Im Zuckerstreuer eine Wespe, sieht aus wie lebendige Lavalampe. Ich hatte heute lecker Blaubeeren aus dem Garten meiner Schwiegereltern mit Müsli. Schmeckten viel besser als die Mehligen vom Markt. Das Müsli war teuer aus dem Internet, englisch, aber dafür mit Paranüssen. Meine Schwiegereltern waren Stahl einkaufen und Dieter kennt die Stahlpreise, wie andere die Goldpreise und beobachtet die Entwicklung. Das findet Stephan cool. Dabei denke ich an meine Goldmünze von der Bundesbank, Stephanie hatte mich danach gefragt. Das ist Raubgold. Wie ist denn nun der Goldpreis. Ich weiß ihn nicht. Denke an die anderen Stücke aus zweifelhaften Haushaltsauflösungen. Die Bakelitdose mit Dackeln drauf könnte ich mal weiter verschenken an Sabine Senk. Ich muss viel auf Fahrräder glotzen. Das metallic-orange farbene 26er schiebt der Typ rückwärts zurück und sitzt darauf und das ohne nach hinten zu schauen. Will der mich beeindrucken? Stephan sagt, ich brauche Visitenkarten wegen Betreuung. Schön verrückte Leute. Hier fährt der 700ter Bus zum ZOB Wunstorf. Jetzt hatte ich gerade Geburtstag. Das wäre sonst ein schöner Ausflug. Frühstücksbrunch bei Efendi und dann in den Bus steigen und Ausflug nach Wunstorf. Anderer Typ Kerle, die vorbeiflanieren sind oft sehr muskelbepackt, aber so fitnessstudiomäßig. Das sieht man, wenn das künstlich gemacht wurde, finde ich. Sonnenbrille am rasierten Hinterkopf tragen kann ich nicht verstehen und sieht dämlich aus. Die Frau ohne Beine im Elektrorolli bestellt eine Cola Light und eine Portion Manti, die riesig ist wie ich weiß. Die decken mit so vielen dicken Servietten ein bei Efendi, dass ich 3 in die Tasche stecke. Die kann ich für zuhause gebrauchen zum auswischen des Espressosatzes. Dieser Spargedanke, jahrelang haben wir Klopapier nie gekauft sondern immer aus der Uni mitgenommen, ist aus mir wohl nicht rauszukriegen. Künefe kommt genau richtig. Als wir beim Klagesmarkt ankommen setzt sich der Zug der Fahrräder 2 Minuten später in Gang. Soll Gebühr kosten, daher die Hawaiiblumenketten. Plastikmüll unterstütze ich nicht. Dafür gibt es Wasser in Plastikbechern auf einem Tisch wie beim Marathon. Kinder fahren mit, Fahrräder mit Discoanlage. Discokugel auf dem Kopf. Nena, ich hab heute nichts versäumt, denn ich hab nur von Dir geträumt und Life is Life Musik. Bald muss ich seine Anlage kaputt machen. Die Liegendfraktion. Das eine sieht von hinten aus wie ein Rollstuhl. Zwei sehen aus wie kleine Autos, mit umschlossenem Fahrgestell oder wie große Munition oder kleine Bomben. Jugendliche hören Musik mit deutschen Texten. „Bleib so wie Du bist, lass die anderen sich verändern“. Ist auch eine Illusion der Jugend. Die Lieder wiederholen sich, haben wohl nicht so viel auf dem Tonträger. Die beste Musik kommt von einem Typen mit Klapprad, der hat Lou Reed und Reggae im Programm. Wir sind die Attraktion in Stadtteilen, deren Namen ich nicht kenne. Die Rentnerpärchen treten vor die Mauern und hohen Zäune, die ihre Häuser umschließen. Der reinste Karneval der Kulturen und Love Parade für die. Vahrenheide kannte ich noch. Da haben türkische Väter mit Kleinkindern an der Straße gestanden und gewunken und ein buntes Lichterrad gedreht. Meine Sturmklingel kommt oft zum Einsatz und eine Frau hat Seifenblasenautomaten am Rad. Es macht wieder Spaß ohne Ende. Die Ordner überholen immer (wovon ich natürlich genervt bin) und legen ihre Räder dann auf die Straße, dass der Autoverkehr nicht durchfährt. Ach was? Wenn Stauende ist heben die Radfahrer die Hände. Man kann heizen, in der Gruppe durch die Stadt fahren, neues entdecken, ein Riesencasino beim Finanzamt gegenüber. Passt ja. Dann fahren wie vorbei an Urfam, da arbeiten wohl Frauen meint Stephan und Göz Urfa gibt es auch. Ein abgefahrener Autoaußenspiegel. Nur der Busfahrer tut mir leid, da merkt man wo die Sympathien liegen. Die anderen Autofahrer sind keine Menschen und hier schwächele ich beim Feindbild. Schon auf dem Weg dorthin habe ich wieder gemerkt, ich habe die falsche Farbe für mein Fahrrad gewählt, eines in grün-gelb fast neon fährt vor uns. Das gefällt mir. Am besten gefiel mir das gelbe Leihfahrrad aus SF. Das fand ich toll. Nach gut einer Stunde tut der Hintern weh. Gut, ist mein Sonntagsrad, aber trotzdem ich will so gerne mal Radurlaub machen und 6-8 Stunden am Tag fahren. Konditionsmäßig wäre das kein Problem, brauche nur einen bequemen Sitz. Sterben durch Autotür, die aufgeht. Das wäre konsequent, aber lieber will ich, dass ein Hai mir den Arm abbeißt und ich verblute. Der Riesenhai neulich im Video, der hat mich beeindruckt. Schwanger mit 50. Der kann keinen Arm abbeißen, ist zu fummelig. Menschen sind wie eine Garnele zum Puhlen. Jedenfalls scheint Radfahren in Gruppe unser neues Hobby zu sein.

Am Glockseehof vorbei, ob der Imbisswagen geöffnet hat, womit nicht zu rechnen ist, aber einfach mal schauen, wie es hier so ausschaut. Es sitzen Gruppen privat im Innenhof. Leute von früher huschen verlegen vorbei. Man hat mit denen wohl echt nichts mehr zu tun. Auf dem Weg nach Hause, Küchengarten ist voll. Wir klingeln bei Barbara, die ist ja alleine, ob sie ein Getränk mit uns nehmen will. Sie ist nicht da. Schöner Kaktus steht auf dem Müll. Treibt gerade aus, aber ich habe so einen schon in der Küche. Trotzdem Gin and Tonic Greenalls in der Weinbar. Während andere die Klos fotografieren bzw. den Gastraum von den Klos aus, stelle ich mich dämlich an. Undicht werden im Alter, das ist auch so ein Thema an das ich mich nur schwer gewöhne. Etwas eingepisst geht der Abend weiter, ist eh dunkel. Ich fühle mich an meine Jugend zurück erinnert, wo ich ein massives Problem damit hatte. Ja, nicht nur andere bekommen ihr Fett weg bei BM. Immer noch zu früh für die Faust. Es ist voll und man findet keinen Sitzplatz. Habe vergesse meine Cousine in England anzurufen. Hundeleuchthalsbänder in grün, rot, blau auf dem Kinderspielplatz, sogar auf dem Karussell. Ich mag es, wenn Erwachsene die Spiel- und andern Plätze in Beschlag nehmen, das sind gerne die Trinker. Bei uns gegenüber wurde letztes Wochenende auf den kleinen Spieltischen gepicknickt. Stephan sagt, es wurde ein Kindergeburtstag gefeiert. Ein kleines Kind steckte in einer runden Gehlernhilfe auf Rollen. Kenne ich noch aus den USA, die Mutter tritt „liebevoll“ dagegen um es wieder in Gang zu setzen. Der Spanier, den ich für einen Portugiesen halte oder der Portugiese, der mit seinen Freunden spanisch spricht und den ich vom Sehen kenne, aus Stephans Studio, der aus einem Stadtwerkewagen ausgestiegen ist an der Markthalle um den Nazis Schläge anzubieten. Isabelle mit einer jungen Frau, die mich grüßt. Offenbar frühere Bedienung, die aber immer noch nach Studentin ausschaut. Ich stelle Überlegungen zum Umbau des Platzes, wann und wie es früher ausgeschaut hat an. Stimmt, hier war eine Tankstelle. Wir wollen zum 2er und Barbara und Hund laufen uns über den Weg. Gemeinsam zurück zur Bar. Gini oder Jeanny sucht Männerkontakt, den sie immer wieder findet und auskostet. Sie vermisst Herrchen. Netter Abend. Italienisch lernen und wie sie als Studentin in Süditalien nach einem Erdbeben Hilfe geleistet hat. Das prägte fürs Leben. Eine Freundin der Tochter hat diese heute auf der Limmerstraße gesehen. Barbara kennt sie seit der Einschulung. Sie sagt mein Auge sei besser geworden (das ist gut so eine Bestätigung zu bekommen, weil Stephan hatte sich verweigert). Ich soll trotzdem zum Arzt gehen und nachschauen lassen, so lange wie ich das schon habe. Ich was vermutlich der Grund für Stephans Weigerung. So was ist bestimmt lustig und geht uns ab. Irgendwie gehe ich nicht in die Faust, ich würde gerne Hip Hop hören und tanzen, aber ich gehöre da nicht hin und wenn ich nur an das Publikum denke, fühle ich mich wie ein Dinosaurier, Hip Hop Franzi. Lars und Arne, Expo 2000. Man muss erkennen, wenn es vorbei ist und andere dran sind. Zum Schluss kommt Thomas, der Keyboarder mit seinem Freund/Liebhaber vorbei, den ich nicht kenne. Er erkennt dafür den grünen 70er Jahre Wurm, den ich in meinem Hütchen habe. Barbara meinte Pfeifenreiniger und ich sagte, nein, hat vorne einen Perlonschnur und da gab es Spezialisten, die konnten den dann so bewegen, dass es aussah wie ein Tierchen, was zwischen ihren Fingern sich schlängelte und vorne ist noch ein Stückchen von der durchsichtigen Schnur und er hat Augen, habe ihn auf der Straße gefunden. Das war die Zeit als es diesen Vogel mit dem roten Schnabel gab und immer noch vorne gewippt ist und dann in ein Wasserglas eintauchte. Thomas ist umgezogen in Hainholz, der Kiez zwischen Tankstelle und Supermarkt. Sie wollen zur Barcarole. Wir gehen ein Stück gemeinsam die Rampe entlang und fahren dann plötzlich weiter. Ich wollte wohl noch mal die Sturmklingel hören. 1 Gin and Tonic und 2 Gläser Rotwein und ich bin blau. Trinkflasche mit Tee als Handtaschengewicht dabei.

22.08. Traum: Ich streichele einen fremden Hund, der auf mich zu kommt. Er hat eine tolle Maserung. Die Besitzer sind ganz verwundert, weil er das sonst wohl nicht macht. Ich sage, ich finde ihn toll und das würden die Hunde meistens merken. Sie: er lässt sich sonst nicht anfassen am Rücken. Er hatte sich auf den Bauch gedreht. Ich komme mit dem Typen ins Gespräch. Sie sind ein junges Paar und gerade nach Linden gezogen vor 4 Tage. Er arbeitet als Krankenpfleger. Ich erzähle von Detlef aus Bayreuth. Er interessiert sich für meinen Schmuck. Ich zeige ihm meine Sammlung. Er will alle Ohrringe sehen. Das ist zu viel. Im Traum liegen die Paare ordentlich nebeneinander und die Hütchen sind in Kartons. Ihm gefällt Montageschaum angesprüht. Ich schenke ihm eine Figur, die ich so gemacht habe, einen Hasen, weil ich zu viel habe. Habe letztes Wochenende 10 neue gemacht berichte ich wahrheitsgemäß. Er ist sich unsicher, ob er die gebrauchen kann. Dann knurrt der Hund immer und beißt einem in die Schuhe und Steffi kommt dazu und packt ihn ganz selbstverständlich, auch am Rücken und zieht ihn lang und er lässt sich alles gefallen. Ich habe mein Selbstvertrauen verloren und schaue immer zu den anderen Menschen und dann klappt es nicht mit dem Hund. Er hat keinen Respekt vor mir. Mehr weiß ich noch vom Traum, werde im Gästebett wach, Stephan hat sich gerade angezogen. Es ist kurz vor 9.

Heute noch mal abwarten mit dem Orchideenkauf.

Frau Opfer hat mir nachts um 3:45 geschrieben:

„Hallo, Frau

Erst einmal vielen Dank

Kann man eigentlich eine Versicherung  (Gothaer) noch um Ratenzahlung bitten, wenn schon ein Gerichtsvollzieher eingeschaltet is

Mit freundlichen Grüßen“

Ich antworte morgens, ja, kann man, gerade wenn andere Gläubiger schon das Konto pfänden und man mit zwei Kindern eine hohe Pfändungsfreigrenze hat.

Sie antwortet mir viel zu früh am Morgen nämlich um 10. Zu wenig Schlaf.

Heute mal Klamotten aussortieren für den Tauschcontainer. So zieht man mal andere Sachen an bei dem Graben. Jugendohrringe und eine kurze Hose aus Schottland. Wenn nicht jetzt, wann dann und das was ich gestern am Steintor zu sehen bekommen habe, bekräftigt meine Entscheidung. Da werden kurze Hosen getragen von unförmigen Teenagern mit X-Beinen. Man soll sich nicht von seinen Hemmungen ausbremsen lassen. Das Thema hatten wir neulich mit Steffi. Es ging darum, dass man bestimmte leichte Kleidung nicht trägt um Körperteile, die man nicht vorzeigbar hält bedeckt zu halten (und wie man sich denken kann, ging es nicht um sie). Ich habe das auch, aber irgendwann geht es auch um das eigene Wohlbefinden, was vorgeht vor den Sehgewohnheiten der anderen. So und ich heute in kurzer Hose einkaufen. Muss an die Kebekus denken oder wie die Komikerin heißt, die im Bühnenprogramm sich darüber lustig macht, wie die Frauen gestresst werden mit Arschcreme und Cellulite ist eine Frage der Beleuchtung. Schönheits-OPs bei Schauspielerinnen als würden Tischler sich die Hand abhacken lassen. Stellt die Szene nach, knickt das Handgelenk um und sagt: „das habe ich machen lassen.“

Stringtangas zwischen Bandschleifpapier. Ich mag’s. Große Auswahl an Wolle, sogar Strickliesel gibt es. Hundekotbeutel im Spender, parfümiert und eine Städtepuzzle, was ihm Dunkeln leuchtet. Will es gleich für Gabi kaufen, tue es aber nicht, weil ich nicht weiß, ob es ankommen würde. Die Möhren mit Grünzeug sehen besser aus als vom Markt und kosten weniger als die Hälfte. Himbeeren, Kiwis, große Pilze, Frühlingszwiebeln. Das sagt auch der Test. Tierbedarf, Katzenklos und Kratzmöbel, Krallenschere. Puzzle mit Leuchtteilen. Bea und Olli wollen auch zu Lidl. Habe ich Möhrchen eingekauft? Nein, Kekse. Wie kommen sie darauf? Vergesse wieder was ich auf dem Kopf trage. Bea hat Glitzercreme aufgelegt und richtig große Silberstücke im Dekoltée und ich soll sie mal im Garten besuchen beim Recyclinghof. Er muss arbeiten und gleich ins Stadium und drängelt. Wenn mal wieder was ist mit einer Betreuten und dem Fußball, dann auf dem kurzen Dienstweg. Nur die Förmchen für die Setzlinge finde ich nicht. Hätte ich die Pappuntersetzer für die Früchte (Verpackung) von Lidl mitnehmen sollen. Da war eines leer. Ist wie Eierkarton auch aus Altpapier und flach und nimmt viel Platz weg.

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Ich bin so passend angezogen für das Shortbread.

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Die Pflanzenprofis kommen früh. Kann man einfach in einen Topf machen, die Samen. Sie haben Orchidee dabei für mich und japanische Süßigkeiten. Bekommen dafür Shortbread. Da schimpft Stephan nicht so doll über meine Lebensmittelvorräte, die ich anlege. Vor der Tür ein Toyhund mit rasiertem Iro auf dem Rücken, der Streifen aus Fell geht direkt über in den Schwanz, aber wie Löwe schaut das nicht aus, eher Accessoire. Schöner Radausflug durchs Grüne. Auf den Jahrgang achten ist Programm. Leider habe ich mein Outfit zusammen mit dem Anstecker nicht fotografieren lassen.

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„Der versteckte Panda“ heißt das Hütchen. Ein ehemaliger Mitarbeiter führt durch das Rieslingprogramm. Die Weinprinzessin darf wohl umsonst speisen und repräsentiert. Investoren führen das Weingut und schauen einmal im Jahr vorbei (wenn die Zahlen sonst stimmen). Die Quartettdetails interessieren mich nicht. Das Essen ist großartig. Kalte Tom Ka Gai mit Debreziner und auch das Hauptgericht mit Rind, Erben und roten Paprikakleksen ist tot lecker und natürlich hätte man lieber einen Rotwein dazu getrunken.

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Wie Thomas feststellte, ist es deprimieren, wenn man mit 50 den Altersdurchschnitt senkt. Eine Frau macht mir ein Kompliment auf der Toilette, dass sie mein Outfit so toll findet. Ein idiotischer Renter dafür „Fassenacht?“. Er und seine Frau gehen vor dem Nachtisch. Das zeigt schon, wie idiotisch die sind. Snickers Panacotta und Champignoneis. Er fand es zu reichhaltig und die Shitakepilze zu dem einen Fischgang fand er langweilig. Da hätte er lieber Champignons gegessen verrät er Dieter Grubert. Ich finde das nur lächerlich und sage betrunken später zu Dieter, er hätte lieber Shitakeeis machen sollen. Was wollen diese Rentner hier? Ihmerauschen. Der Gin ist alle und Chico sitzt mit einer Blondine an der Bar. Später kommt mir der Gedanke, dass es seine Tochter oder eine Freundin sein könnte. 2 Runden Mahjong gehen noch.

Suki, die zweite Urlaubswoche

10.08. „Hey little gothic girl, watch out, you might get a sun tan“. Video International Pony. Ich brauche Kack-Beutel aus Bayreuth, wenn meine Mutter mir nächstes mal Wolle schickt, soll sie 50 Tüten oder was da hängt bis auf 3 mir schicken, weil hier sind die Dinger immer leer und das trägt nicht weiter auf im Päckchen.

Frau Ronnenberg, die Tageskontaktstätte läuft diese Woche aus. Ich dachte, es sei schon, aber sie hat es ausschleichen lassen. Sie macht Leihoma in der Nordstadt. Der 3-Jährige ist stubenrein und sie hat Fortbildungen gemacht und weiß, wenn was ist, soll man den Arzt rufen und so. Ich würde die keinen 3-Jährigen beaufsichtigen lassen. Sie macht es allerdings für 6,- € die Woche (2 x 3 Stunden plus Fahrt). Das ist zu wenig, sie wird ausgenützt von der angehenden Ärztin sage ich dazu, aber sie will es erst mal so.

P-Monster. Überraschung der Woche. Er hat am Wochenende seine Fahrradbastelsachen von meinem andren Betreuten abgeholt mit seiner Schwester. 2 Tonnen. Der Pflegedienst, 2 Frauen, eine steif und förmlich, fragt rechtliche Dinge ab und da ist sie bei mir an die Richtige geraten. Bremse sie aus bis die Sache geklärt ist und sie eine Frage mehr hat. Die schwarz-weiß Katze macht einen dicken Schwanz und haut ab (Herr P. sagt, er hat Angst). Spring-ins-Feld leert den Napf und checkt aus sonst alles total angstfrei. Den Dachboden, der geräumt werden soll besichtigen. Im Treppenhaus dorthin gibt es coole blaue 70-er Jahre Tapete mit einem irren Paisley-Muster unter einer kackbraunen . Er will Sperrmüll bestellen. Dazu muss er eine Liste machen. Er will mir wieder ein Klapprad andrehen was im Flur steht. Sieht echt cool aus, metallic-orange. Nur, wenn der Schwanz seiner Katze am Lenker hängt. Zählerstände. Dann merkt die Katze, dass wer am Napf war und verteidigt ihn halbherzig. Suki fährt viel im Korb mit und will gar nicht raus. Zu warm. In den ruhigen Seitenstraße üben wir parallel laufen und es klappt immer besser. Ich bin sehr zufrieden.

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Wiebke kennt Zweier und dort ist immer was los bei gutem Wetter. Es ist ihre Strecke zu den Pferden. Sabine hat bis 12 Uhr mittags aufgelegt, die anderen DJs hatten sich verpisst. Der Typ vor der Tür kam da ja auch her, den ich etwa um die Uhrzeit getroffen habe.

Plastiktiere in Tüten im Fairkaufhaus Linden. Je Tüte 50 Cent, sonst kostet ein Tier ca. 20 Cent. Es sind zwischen 11 und 14 pro Tüte. Die reinsten Wundertüten beim Öffnen. Ich kann das System dahinter nicht verstehen.

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Günters Balkonfrüchte sehen spitze aus.

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Meine Tante sagt, ich klinge traurig. Ich bin aber nur müde. Ich häkele Zackenborte oder wie das heißt. Schaut aus wie eine kleine Fähnchengirlande. Die Wolle auf dem Flohmarkt war so teuer wie im Laden, aber offenbar halt Flohmarkt. Ich kann sie für mein gegenwärtiges Projekt, das zweite Dreieckstuch, nicht gebrauchen, vielleicht eine Kette aus Fähnchen? Ich warte die Gassigehrunde ab und wir gehen alle ins Bett. Hast Du gepupst? Nein. Ich auch nicht. Das ist unheimlich. Es liegt auch nicht an den Zimmerpflanzen. Gewitter und elektrische Zahnbürste flackern um die Wette. Ich kann nicht schlafen und verlasse Mann und Hund.

11.08. Der Handwerkertermin am Donnerstag hat die Hausverwaltung abgesagt, weil sie mit Sohn mit dabei sein will. Ich organisiere und die hätte nur schauen und Vorschläge machen sollen. Jetzt bin ich raus aus der Nummer, weil das ist Beschäftigungstherapie für mich.

Ich schimpfe, weil die Behinderte wieder Extrageld will. Ausflug nach Bad Nenndorf und sie braucht 70,- €. Fährt umsonst, will Eis essen. Das kostet 5,- € und macht keinen Sinn. Sie will keine Dauerkarte für 96 mehr. Ich bin ganz überrascht. Auf Nachfrage, weil da ist eine Frau, die sie erpresst. Eine Marina mit Mann und Familie und die fordert von ihr Geld und droht ihr sonst mit Schlägen. Sie hat der ambulanten Wohnbetreuung, Bescheid gesagt und ich überlege was ich da mache, weil das macht mich sauer und sauer kann ich ja ganz gut zur Zeit. Es bringt wahrscheinlich nichts.

Coole Post von meinem Neffen 2. Grades. Es sind mehrere Umschläge, die miteinander verbunden sind und eine asymmetrische Würfelfigur ergibt. Innen sind verspätete Geburtstagswünsche und Postkarten aus Zürich sowie ein Foto und eine professionell bedruckte Karte. Warum eigentlich 2. Grades? Entfernte Verwandte habe ich zur Genüge, aber seine Mutter ist meine Cousine 1. Grades. Er ist ungeduldig und schickt mir schon über What’s App (was ich nicht benutze) eine Nachfrage, ob es angekommen sei.

Kaffee auf dem Markt. Suki hat zu viel gekokst, die Nasenscheidewand ist ganz krumm. Ich habe Fanartikelkatalog von 96 zugeschickt bekommen. Alter, krasses Altpapier, aber dann doch die besten Motive für Kalender 2016. Hilmar will am Wochenende Meet the Feebles auf Beamer gucken. Ich empfehle Crank Yankers.

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3 Betreute in Vahrenwald leben alle einen Steinwurf voneinander entfernt. Herr Borderline Klein mit nacktem Oberkörper, Freundin liegt wohl auf dem Bett/Sofa, Zimmer abgedunkelt. Suki macht eine kurze Hauskontrolle und ich reiche die Regio-S und Hannoverkarten rein. Frau Plastiktüten fasst den Hund immer noch nicht an und das macht ihn verrückt. Ich halte ihn an der Leine, weil er hin will und heult. Es sieht dreckig aus, aber leerer. Mr. Syrien mit der gelähmten und verkrüppelten Hand (hatte mal versucht sich mit Pillen umzubringen und lag 2 Tage auf der Hand und die Nerven sind abgestorben, dann Intensivstation) streichelt sehr grob, aber Suki lässt es geschehen und geht immer wieder hin. Ich muss grelle Orangenlimo trinken, die mir als Orangensaft angeboten wird. Der Fernseher ist kaputt. Ein neuer kostet 600,-. Suki legt sich zu unseren Füßen unten den flachen Tisch. Als ich ihn rufe zum Gehen, knallt er mit dem Kopf dagegen. Elegant aussehen und prollig und ungeschickt sein. Genau wie Mutti.

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So exotisch fahre ich zurück durch die Schrebergärten am Niedersachsenring nach Hainholz, dass diese mit Hundekackbeutelständer bestückt sind. Trödeltreff, grummeliger Typ an der Kasse und Ventilator an, obwohl ich Jacke trage. Suki wartet vor der Tür. Zahle 1,15 € für meine Sachen und zwei Holzbügel, einen bemalt mit Edelweiß, gibt es umsonst dazu. Schenke dem Kollegen den für Ursula’s letzte Aschenbecher für die WG.

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Im Park ist er so nervenstark und cool und geht auf Hunderudel zu und lässt sich von den Schäferhunden beschnüffeln. Typ mit einem ferngesteuerten Hubschrauber. Ich traue mich erst nicht vorbei und denke, der stürzt ab und fliegt irgendwo gegen, z.B. mich und dann ist es ein total konzentrierter Profi, der so eine Art Tanz mit dem „Spielzeug“ macht. Hat einen tollen Mischling, etwas Dackel, gefleckt wie Suki, aber Beigetöne, kurze Beine und bernsteinfarbene Augen.

Herr Yoga bekommt erst ab September SGB-II Leistungen. Das Darlehen seiner Eltern haben wir nicht plausibel genug vorgetragen, ist unglaubwürdig und Gefälligkeit. Irgendwie steht eine Beschwerde vor der Landessozialgericht im Raum. Die Entscheidung ist halbherzig. Wenn sie uns nicht glauben und er 119.000,- € hat, dann ist er auch nicht nach 6 Monaten mittellos.

Abends Karotten-Orangen Suppe-Eintopf. Die sind so frisch, dass sie in Stücke geschnitten nach einer Stunde kochen immer noch Biss haben. Dazu Tiroler Speck. Zum Häkeln Crank Yankers. Das neue Dreieckstuch wird Zytanien-tauglich mit den Neon-Farben, falls es für Harald sein sollte.

Alte Crack Yankers Folgen: Ein Typ ruft beim Finanzamt oder Steuerberater an, ob er Kosten für Prosituierte von der Steuer absetzen kann. „He needs to release pressure“ von seinem stressigen Job. „How can you prove it?“ „The condoms are like really füll“. „What does he work“. „He sells small soap bars to hotels“. Verwickelt den Typen in ein Gespräch, wo er ihm auf Nachfrage sagt, dass er mit 18 bei einer Prostituierten war um ihm dann zu sagen, sie wären jetzt beide in die Sache verwickelt. Er wäre ja auch bei Nutten gewesen, wie er selber gesagt hat.

Der Alte Anrufer ruft beim Park and Recreation Department an und will sich beschweren: „I wanna make a compliant. (herrlicher New Yorker Dialekt). I’m 85 years old. Today, I saw a black guy who had his thing out and was touching himself. …It was enormous like a salami. The park, where children would run and play and we would play games: checkers, chess, monopoly, battleship and I remember the time, when you could get 3 hot dogs for a nickel with all the toppings, sauerkraut, onions, mustard, the kids sometims ketchup. My brother used to love grape soda“.

Die Frau. Super Telefonstimme, sucht einen Schulplatz und will wissen, ob es männliche Lehrer oder Professoren gibt, die ihr Ausnahmegenehmigungen machen, weil sie gut aussieht. „Like I am really good looking, so maybe I can start later or pay less tuition“. Die Frauen erklären ihr, dass alle gleich behandelt werden und das nichts zur Sache tut „that has nothing to so with it“. Sie: „Well normally, that has everything to do with everything“. Zum Schluss fragt sie die Frau: „do you have a couch in your room or a desk. I could do lap dance for you“. „You need a conselor“. „Well aren’t you a conselor?“.

Dann Kostümverleih. Do you have like really individual, crazy costumes, she was thinking of sexy Hitler. Die im Verleih: „What did Hilter wear?“ „Brown Uniform, arm band, straight mustache“. Dann die Frau im Verleih hat sich erkundigt, sie haben einen Trench Coat mit swastika Armbinde. Und sie dann „swastika but more lacy, big boobs“.

Suki kann einem auf den Fuß treten als würde er 70 kg wiegen. Das macht er um einen zu sichern für sich.

12.08. Traum: Eine Russin, die Uhren und Geigen sammelt und aufkauft. Weiß nicht, durfte sich auch was aussuchen aus unseren Haushaltsauflösungen, jedenfalls sind Sachen dabei, die ich von zuhause kenne. Mein Vater ist neugierig und will in den Keller und sich das anschauen. Ich helfe beim Einpacken der Sachen u.a. Porzellan und Geigen und Uhren liegen auf dem Boden. Ich schlage vor, eine geometrische Figur zu legen. Die Uhren in einen Kreis und die Geigen in ein Dreieck oder so. Dann ist es wie ein Film. Sie müssen noch zueinander finden bevor es vorbei ist. Sie ist verknallt in ihn und er noch abweisend oder umgekehrt. Sie ist mit einem Typen unterwegs, aber die sind nur gute Freunde. Dann ist das Pärchen was sich finden muss irgendwie Stephan und ich, aber wir sehen komplett anders aus, eben Schauspieler. Großes Fest. Ich schreibe Rundmail vom Handy und will eine nur an den Typen schicken und die ist auch noch nicht fertig und drücke ausversehen den falschen Knopf und habe die Liebes-SMS, die noch gar nicht fertig war an alle geschickt.

Wolfgang fragte nach der Schuhgröße für Gummistiefel. Wir sind Ende September in Braunschweig verabredet um seine Rinder zu gucken. Er schickt mir Foto von einem Wasserbüffel mit einem Neugeborenen. Wau wau eher zuhause lassen.

Kuh mit Kalb

Fairkaufhaus ist nicht Hildesheimer Str. 47 bzw. schon aber in Laatzen. Ein Typ ruft laut ein Loblied auf mein Korallenhütchen bei der Stadtbücherei im Vorbeifahren, reaktionsschnell. Ich habe mich beim Annähen des Gummibandes vor dem ersten Tragen auf das Hütchen gesetzt mit vollem Gewicht in die Sessel geworfen, wie der reinste Grobi, so dass es schon stark lädiert geboren wurde und nicht lange halten wird. So ist es eben bei mir- und meine Hannoveraner Fans liebe ich natürlich umso mehr, Das baut auf.

Der übergewichtige Betreute liegt im Bett und 3 Pflegepersonen tanzen an für das morgendliche Pflegeballett. Ich unterhalte mich mit der gutaussehenden gebräunten Hippie-Wohnbetreuerin über das Summertale Festival, der Mitbewohner hat ihr und ihrem Freund Gästekarten gegeben. Tagesticket kostet wohl 100 €. Für betuchte Familien mit Demeter essen und Leipzig. Sie kommt aus dem Osten und ist Fan, „da geht es ab“. Waren mir Ende der 90er zu viele Nazis und zu wenig Ausländer. Suki liebt den schwergewichtigen Betreuten und hütet seinen E-Rolli, untersucht ihn unten auch ganz genau. Da liegen überall Lebensmittelreste. Er nennt ihn Sushi, was mit viel besser gefällt als Name. Er will auch einen Hund, aber meiner erinnert ihn eher an eine Katze, wenn er nicht mit dem Schwanz wedeln würde. Jette hat jetzt eine Dobermann-Zucht in Berlin. Sein jüngerer Sohn hat Ausbildung begonnen, irgendwas mit Auto und kommt jeden 2. Tag vorbei. Der Kühlschrank ist nicht kaputt, er holt den Rest H-Milch raus für seinen Kaffee, sondern schließt angeblich schwer und verbraucht zu viel Strom. Er wollte sich eine Afri-Cola Kühlschrank holen und ich habe beim Amt ein Darlehen beantragt und Vordrucke ausgefüllt und Kontoauszüge gefaxt . Ich fühle mich verarscht.

Cooler Steinmetz am Engesohder Friedhof. Achte auf deine Gedanken, achte auf deine Gewohnheiten steht an der Fassade. Die Werkstatt sieht zen aus, auch der Typ, der meditativ vor sich hin arbeitet. Vorne am Maschsee sind die ganzen Buden und das Clichy zig mal und Sylt und Erleichterungsoase, Luxusklos steht da dran mit einer Düne als Fototapete. Suki findet überall was bis es mir zu bunt wird und er in den Korb kommt. Er hat zu viel gekokst sage ich immer. Das sieht man an der schiefen Nasenscheidewand.

Herr Ihme konnte nicht operiert werden. Dachte es wird in Vollnarkose gemacht und kam gut gefrühstückt und konnte sich an das Aufklärungsgespräch nicht erinnern und erzählte von den Ameisen. Das war denen das zu heikel. Die Baby-Katze kratzt sich überall und hat schon Stellen und muss zum Tierarzt. Frau Hanebuth hat die Tierhalterprüfung bestanden. Ich glaube es nicht. Bei Frau Stimmen ist die Wohnungsübergabe Freitag statt Donnerstag- Die neue Vermieterin sagt, der Vormieter ziehe nach unten und der mache auch beruflich Betreuungen und sie wollte vorschlagen, dass er die Betreuung von meiner übernimmt, aber der reißt sich da wohl nicht drum und warum ist sie berentet. Kann ich es ihr nicht in groben Zügen erzählen. Nein, kann ich nicht. Muss Frau Stimmen heute briefen, dass wir die Vermieterin auf Distanz halten und nichts von den Sendungen erzählen. Die persische Wohnbetreuung macht Montag den Umzug. Bei Herrn Minus ist eine Tasse durch die Scheibe geflogen und das Küchenfenster ist kaputt. Das war während des Gewitters und der Pfleger hat die Scherben entfernt, zumindest innen und die Eltern sind informiert und kommen heute auch nach Hannover zur Schadensbeseitigung. Meine Reaktion: spannend. Das hätte ich gerne mal gesehen, wie so eine Tasse durch die Scheibe fliegt. Nächstes Mal soll er mir vorher Bescheid sagen, dann hat er einen Zaungast. Der Schornsteinfeger will nicht alleine zu Elisabeth. Sie sagte was davon, dass er ihr an die Wäsche wolle und das ist ihm zu heikel. Das ist eine halbe Weltreise, aber ich sehe es ein. Elisabeth kommt zur falschen Uhrzeit und die Therme ist ihr Herz und keiner darf in ihre Wohnung und ich vergewaltige sie auch schon seit Jahren. Sie ist außer Rand und Band und ich muss sie rausschmeißen, weil Frau Stimmen schon vor der Tür wartet. Die beiden Frauen begegnen sich und Frau Stimmen kann sich heute mal ganz normal fühlen. Wir machen Umzugsplan. Sie holt Morgen die Möbellagerscheine und schaut dann wegen Matratze und Sofa und holt sich Geld und schaut, wann alles geliefert werden kann. Umzug macht die mit der Perserin. Ich sage bei der Wohnungsübergabe und auch sonst soll sie sich vor der neugierigen Vermieterin in Acht nehmen. Nichts von den Sendungen erzählen, ganz bedeckt halten und nur das Notwendige mit ihr besprechen. Nachts hat wohl eine Frau versucht sich umzubringen im Wohnheim und wollte sich mit dem Duschschlauch aufhängen und Frau Stimme hat sie dabei „erwischt“. Ich wollte sie darauf ansprechen, habe es aber unter dem Eindruck von Elisabeth aus den Augen verloren. Stattdessen sage ich, dass alles gut wird und wir bald Einweihungsparty bei ihr machen. Sie sagt: Einzugsgeschenke und ich sage: Kaktus und wir müssen beide lachen.

Wohnung in der List. Herr ADHS. Den Vermieter kenne ich und auch die Wohnung, über eine Durchfahrt mit einer Raumhöhe von 1,70 wie Being John Malkovic, das Zwischengeschoss, also bin ich auf Einiges vorbereitet. Die Schrägen führen zu ca. 5 qm Grundfläche, es ist echt so krass, dass ich auf einer Fläche von ca. einem Fahrstuhl gerade stehen kann und das über eine Länge von ca. 6 Metern. Man bekommt Beklemmungen ohne Ende, auch wenn man keine Meise hat. Richtig krass, dafür hat er 3-Jahres-Vertrag unterschrieben. Hätte er auch mal vorbei bei mir nachfragen können. Aufgeräumt wie einer der eine langjährige Knaststrafe abgesessen hat. Er fährt viel Rad und kompensiert so die Drogensucht. Ohne Heroin würde keiner Bikram-Yoga machen. Die neue Wohnbetreuung, eine gutaussehende Ernährungsberaterin begleitet ihn zum HBH, wo er Spartickets nach Bad Bentheim kaufen will. Ich habe ihm dort beim Jugendamt einen Termin besorgt. Er hat immer geschrien, Kontakt zum Sohn, der 4 ist und den er nur 1 x bisher gesehen hat und ich habe es jetzt organisiert. Jetzt kann er sich mal beweisen. Der Jugendamtstyp holt ihn vom Bahnhof ab, dann muss er nicht mit dem Bus dorthin jükeln.

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Suki macht Fotos, auch wenn er eigentlich nicht so gerne will (weil Untergrund naß) und nicht verstehen kann, was ihm abverlangt wird, auch egal, weil ich es sage.

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Stephans Rucksack, den er loswerden will aus Japan oder China können die Flüchtlinge gebrauchen. Meine Mutter will ihnen immer selbstgestrickte Socken meiner Oma vermachen. Ich glaube, den hier können sie besser gebrauchen und ich werde meine Augen offen halten.

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Adam und Eva. Ein Format was so schmerzhaft ist, dass man es nicht länger als 5 Minuten ertragen kann, auch nicht wenn man Trash-TV Formate gewohnt ist und da echt viel ab kann. Ich werde noch lesbisch, wenn ich diesen Männern unweigerlich auf ihre unästhetischen, rasierten Penisse glotzen muss. Menschen ohne Klamotten. Da denke ich an Ausschwitz. Man hat ihnen alles genommen, auch ihre Identität und ihren Charakter und ich finde sie angezogen viel ästhetischer. Ich bin echt kein nackt-Fan und wenn die bei großen Brüsten von „Hupen“ sprechen ist auch alles klar.

13.08. Meine Haarbürste löst sich in Wohlgefallen auf. Das Gummi wird brüchig und die Nadeln werden raus fallen. Hallo? Ich weiß noch wie ich die gekauft habe bei einem Friseurbedarf in Hamburg beim Chile-Haus. Welchen Schuh soll ich anziehen. Stelle mich vor Stephan. Suki guckt konzentriert auf meine Füße, als würde er mitentscheiden, aber ich denke, er hat was anderes im Kopf. Der Busch gegenüber sieht richtig hawaiianisch aus.

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Das Blatt für meine Schwiegereltern wird früher fertig. Die Afrikanerin soll erst mal nicht untergebracht werden. Wir beobachten und versuchen schneller zu handeln, wenn es soweit ist. Bett und Matratze 200,- Frau Stimme. Sie soll mir ihren Plan erklären bevor ich ihr das Geld gebe. Das Amt will erst mal eine Ummeldung bevor sie Möbelscheine bekommt (man ist das umständlich). Dann soll sie das erledigen Morgen. Mittags zuhause was essen und Mittagschlaf. Ein Alkoholiker, der Mäuse sieht und auf einer Bank sitzt, seine Sachen waren da gestern schon verteilt schreit Suki der immer zu jedem hingeht, der auf einer Bank sitzt, an wie verrückt und gestikuliert wild dazu als würde er ihn treten oder schlagen wollen, ist aber wohl nur akustisch und ich erschrecke mich voll. Nichts anmerken lassen, nicht auf das Tier übertragen. Es gibt genügend nette Alkis. Die Gruppe vorne am Ihmerauschen treffen wir jeden Tag. Der dicke Mann grillt und hat einen riesigen Hund, Bernhardinermischling. Der ist lieb, wird immer gesagt. Daran habe ich keine Zweifel. Der Alki-Frau aus der Gruppe (neu) sage ich, mit 3 Beinen sieht meiner auch noch niedlich aus (Stephans Spruch) und sie: was, der hat nur 3 Beine, war ihr gar nicht aufgefallen. Heute lässt sich Sushi nicht rüber locken, sie hat Wasser in einer Schale und er soll kommen, sie steckt die Finger rein, aber er hat seine Lektion für heute gelernt.

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Immer hat man ein schlechtes Gewissen, wenn man mit dem Finanzamt telefoniert. Steuerident-Nummern gibt es beim Bürgeramt. Sehr schwuler, netter Typ. Wir suchen uns „einen Wolf“, weil mein Betreuter, der aus dem Iran stammt mit unterschiedlichen Geburtsdaten eingetragen ist (wegen Umrechnung). Ich verrate ihm, dass ich mich beim Warten in das Kindermemory am Bildschirm vertieft hätte. Er: „und die Kinder mussten warten oder was?“.

Ich gehe im Nachthemd und Morgenmantel die Blockrunde, was Stephan irgendwie stört zu meiner Verwunderung. Aus dem nichts bellt Suki einen jungen Mann mit Afro an und läuft auf ihn zu. Wir machen nichts, ich will mich noch entschuldigen, tue es aber nicht. Stephan meint, wir hätten uns abwenden und weggehen müssen. Wir hatten davor geknutscht. Offenbar hält er uns für unzurechnungsfähige Kinder, wenn wir zu zweit mit ihm unterwegs sind. Ich will den Perser an der Ecke ausprobieren. Da gibt es Melonensmoothies mit Rosenwasser und diverse frisch gepresste Säfte. Vielleicht heute Abend vor dem Hainhölzer Kultursommer in einer Fabriketage, die wir nicht kennen. Aenne und Gerd machen mit.

Tanzsendung in der Glotze. Zwei coole akrobatische Tänzer aus Hannover, die zusammen wohnen und tanzen, aber angeblich Freundinnen haben, die sie alibi-mäßig anrufen nach dem Auftritt. Habe ich zu viel Wolle von Steffi verbraucht. Das Pink ist ganz schön dezimiert, Polyestergarn in krasspink gibt es für 1,99 € immer wieder bei Woolworth und es war die Kofferleih- und Sukihütegebühr, oder? Ich nehme für die letzten Reihen noch orange um es richtig krass zu machen.

14.08. Flüchtlingskind in der Unterkunft geboren heißt Angela Merkel und die sieht echt süß aus. Sie bauen Low Line Park in NYC. Morgenmantel aus Frottee mit italienischen Farben für Georg? Ich sehe ihn Sugo darin kochen, aber das sind wohl nur meine Phantasien.

Morgens wieder vor der Tür, distanzlose Freude bei einem unschuldig an der Haltestelle Wartenden. Ihm fehlt die Menschenkenntnis. Nicht jeder will freudig begrüßt und bedrängelt werden. Nur 95 % der Leute.

Herr Ihme schließt einen Handyvertrag nach dem nächsten ab, die alle nicht bezahlt werden können und zurück gebucht werden. Wenn ich Einwilligungsvorbehalt beantrage, dann ist der Ofen aus, aber gerechtfertigt wäre es. Auch in eine Zahn-OP kann er nicht erfolgreich einwilligen. Die blöde Kuh auf Wunstorf fragt nach Vorschuss, weil ich doch die Finanzen mache.

Krankenkassenbeiträge Herr Yoga. Der Typ von der Barmer ist so was von verständnisvoll. Mein Palästinenser-Drogist kommt Montag vorbei. Braucht Monatskarte und ist schon 3 x beim Schwarzfahren erwischt worden und das bei Bewährung und gerade in der Therapie, aber ich mache das schon oder was?

Frau Stimmen bekommt 230,- € mit, macht heute eine vernünftigen und guten Eindruck. Ist organisiert und hat alles dabei und alle Termine auf dem Schirm. Bürgeramt hat sich geweigert sie umzumelden und wollten den Schlüssel sehen. Seit wann denn das? Dann soll sie einfach irgendeinen zeigen. Ich schicke sie nach gegenüber. Die sollen mich im Büro anrufen, wenn es Fragen gibt und ich komme dann rüber.

Müllgebühren, Windeln? Stephan findet zu Recht 409,56 € für Müll sehr viel, 1755 Liter berechnen sie ihr. Er fragt: Sammelt sie wenigstens Altpapier, Altglas und Gelben Sack getrennt? Sind das wirklich nur die Windeln? Da steht was von Chip, der Müll wird also mittels eines Chips irgendwie registriert, womöglich sogar abgewogen, keine Ahnung, mal den Pflegedienst fragen und anweisen? Meine Eltern zahlen nur 100 oder so im Jahr.

„Liebe Frau A,

die Zahlungsverpflichtungen wie Miete haben meine Eltern in den letzten Monaten gezahlt, weil sie befürchteten, daß es mir sonst schlechter geht mit dem Gedanken einer drohenden fristlosen Kündigung und weil ich ihnen sagte, das wird von der Nachzahlung des Jobcenters ab März ausgeglichen.

Diese Einkäufe ohne Kontodeckung sind psychisch krank, ich bin gewohnt gewesen, fast jeden Tag eine Kleinigkeit zu shoppen. Ich hatte ein Erlebnis während einer Meditation und war danach besessen, diese Statue zu besitzen.

Ansonsten kauf ich nichts ein und geb nichts aus. Ich habe seit zwei Monaten nichts gegessen und lebe nur von Milch und Saft. Die Verrechnungsgesellschaft des Zahnarztes hat sich nun auch gemeldet wegen der restlichen Verbindlichkeit.

Mit der Gerichtsentscheidung bin ich natürlich nicht so ganz zufrieden. Gut ist, daß ab September Leistungen fließen, aber vielleicht sollten wir auf einen Verhandlungstermin drängen, bei dem meine Eltern Zeugnis ablegen.“

Finanzamt hatte gestern angerufen. Offenes Verfahren. Lohnsteuererklärung führte zur Nachzahlung wegen Zweitjob, der nicht pauschaliert war und sich so noch weniger lohnte bzw. noch mehr Ausbeutung war. Scheiß Balzac. Hat der nicht für einen Verwandten gearbeitet meint der Finanzamtsheini. Klar, Onkel Mc Donald. Das ist eine Kette. Ich sagte gestern, es war irgendwas mit Personalkosten bei den Nebenkosten, die absetzbar sein sollten nach meiner Kollegin. Haushaltsnahe Dienstleistungen heißt das. Vielleicht kriegt er ja 12,- € scherze ich. Heute ruft er noch mal und meiner bekommt 15,- €. Yuhu.

Stadtfahrt, Häkelgarn. Mit Suki war ich illegal bei Oxfam. Cafè Crema, zwei. Auf einem Bein kann man nicht stehen. Frau Piu ist braun von Sardinien. Dann zum Zweiergelände. Ich hatte ihm so viel davon erzählt. Charmant, aber überwiegend zu. Hier kann ich meine ausgemusterten Klamotten hinbringen. Es gibt eine Tauschbörse im Bauwagen. Öffnungszeiten Freitag 15 bis 18 Uhr. Ich habe kein Interesse an Tauschen, will meine Sachen aber in gute Hände abgeben und ein interessantes Projekt unterstützen. Muss nicht alles in den Fundus, verteilen ist auch gut. Ich rege mich auf über eine Hippiebraut, die mit Dreads alleine im SUV sitzt. Das sei kein SUV wendet Stephan ein. Trotzdem finde ich den Anblick zum Kotzen. Dann großes Softeis mit Schoko-Bezug. Das wird wohl wenig verlangt. Danach sind wir vollgemöppelt mit cremigem Eis. Die Villa hat ein neues Dach. Hätte das nicht besser rot gemacht werden sollen zu den Ziegeln statt schwarz.

Die krebskranke Borderlinemutter hat schnell die Entscheidung über die Erhöhung der Schwerbehinderung bekommen. Der blinde Freund nervte noch und als ich sagte, dass ich es beantragt hätte und mehr nicht machen könne und sie doch immer umsonst als seine Begleitperson fahren würde, meinte er was von Selbständigkeit, die wichtig wäre. Mir war indes klar, dass es das Merkzeichen bei ihr nicht ohne weiteres geben würde und so ist es auch. Jetzt hat sie 100 %, aber ohne „G“ und kann mir gerne ein Foto schicken für den neuen Ausweis. Auf dem letzten was sie noch Moslem und trug Kopftuch. Das ist m.a.W. schon eine Weile her.

Frau Hundeprüfung ruft an, weil sie andauernd so komisch angesprochen wird und mir das mal sagen wollte. Ein Tunesier fasst sie an und den Hund und quatscht auf Französisch. Das sei nicht normal und der Rechner geht auch nicht mehr. Hat sich gestern einen Vorschuss beim Amt geholt. Wofür will ich wissen. Nie hat sie eine Erstausstattung bekommen und das soziale Kaufhaus. Großen weißen Teller für Pasta 60 Cent, zuhause sieht sie der ist von Villeroy und Boch. Da hat sie sich am nächsten Tag die anderen 5 auch geholt. Kann man Spagetti in die Mitte tun und außen dekorieren, sieht ganz schön aus. Auch bei Klamotten besteht sie gar nicht auf neu, aber das kann auch süchtig machen. WEM sagt sie das?

Der Hund hat die Woche über gelernt im Büro zu entspannen.

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Früher Feierabend. Lasse den Kollegen abfahren mit seinem Video-Abend „Meet the Feebles“ hat er bei Amazon bestellt um ihn mit uns zu gucken und es ist frisch geliefert worden, aber ich habe keinen Bock, auch sonst nicht auf soziale Interaktion. Spiele mit Suki, „such den Virus“. Große gemeinsame Abschlussfahrradrunde mit Suki. Die Temperaturen sind besser. Treffen die Frau aus der Ottenstraße. Hatte immer einen niedlichen, kleinen Uralthund. Der ist jetzt nicht mehr. Der Neue schwarz-weiß aus dem Tierschutz wird aggro gegen Suki. Sie sagt, dass sie angespannt war und erkennt es, wie sich das überträgt durch die Leine. Wir bleiben ruhig und bleiben stehen. Unerschrocken geht Suki vorsichtig noch mal hin. Das finde ich toll an ihm, dass er so nervenstark ist. Er passt so gut zu uns, wird uns erneut bestätigt und das stimmt auch. Läuft die ganze Zeit parallel auf dem Gehweg, was auch für viel Erstaunen und Bewunderung sorgt. Nein, er ist kein Brandstifter, nur wieder mein Fotoopfer.

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Dann der Perser an der Ecke. Tussige, verpeilte Bedingung, ich frage nach Besteck und Stephan benutzt das dreieckige Brot als Essschaufelstäbchen um die Vorspeise darauf zu häufen. Hatten wir nicht welches? kam die schlaue Reaktion, nein, sonst würde ich nicht danach fragen und die kleinen Tischchen lassen mich den Überblick behalten und führen aus dazu, dass wir den Gauloises Tischkartenhalter aus Glas kaputt machen, weil neben diversen Plastikkarten und einer Rose der Tisch zu voll ist für die riesigen Teller. Muss an Frau Hundeprüfung denken bei den Serviertellern. Ich will einen frisch gepressten Saft. Sie schaut wie Auto. Die ganze Woche gehe ich hier immer vorbei und lese auf dem Schild was von Melonensmoothies mit Rosenwasser und jetzt wo ich da bin, ist das Schild weg. 1. Reaktion: dann gibt es die auch nicht. Dann soll ich in die Karte schauen und da steht: frische Tagessäfte, sprechen Sie uns an. Ja und das versuche ich gerade. Ich habe keine Allergien oder Unverträglichkeiten und mag alles, sie soll mich überraschen und die Küche soll irgendwas machen an Tagessaft. Ich bin mit allem einverstanden nur die Bedienung ist damit überfordert. Essen echt lecker, selbstgemacht und gut, originell. Toller mariniertes Grillfleisch, auf Holzkohle, selber eingelegte Oliven, mit süßlicher Note und selber eingelegte Mix Pickles, wie in Japan, fermentierte Säure, Joghurt gut abgehangen, einen Kartoffelsalat mit Majo und Salzgurken, total nach meinem Geschmack, wie leckerste Feinkost. Den Milchreis mit Rosenwasser und Pistazien gibt es nicht erfahren wir als der Nachbartisch bestellen will. Die Bedienung geht nach Schichtende in eine Shisha-Bar. Ihre Freundin holt sie ab und sie üben schon mal Zigaretten rauchen. Alles in allem ein Glücksgriff bei der anderen Gastro, die wir hier haben. Von den Eckhäusern kann man gut auf den Pariser Platz glotzen. Viele suchen Parkplätze, so auch Hartwig. Stephan spricht ihn auf die Baustelle an, die bei uns vor der Tür stattfinden wird. Die Schienen seien kaputt und würden immer wieder geschweißt. Sehe ich das nicht? fragt mich erstaunt mein Nachbar. Weiß ich, wie Schienen ausschauen? Nein. Schaue ich mir die an? Nein. Wusste gar nicht, dass Hartwig ein Auto hat, ist wohl ein Markenauto merke ich an. Wenn ich einen alten VW als solches bezeichne wundert er sich. Ein Freund aus Wien schickt uns Tesla-Werbung, wie Tupper, wir sollen eines bestellen und er bekommt eine Prämie. Ähhh? Meine Reaktion: Potenzproblem und Stephan: Wie viele soll er ordern? Auf nach Hainholz. Der Kultursommer hat schon vor Stunden aufgehört. Da hätte ich Hainholz mehr zugetraut, aber in der Nordstadt kann man noch nicht mal richtig Limmern, während es in Linden auch in den Nebenstraßen gut damit klappt. Die Restrunde sitzt beisammen. Eine Frau siezt mich. Geht das jetzt weiter? Hat die Bedienung schon ihr Trinkgeld gekostet. Der Typ kennt mich von einer Ausstellung in der List und das Atelier wird Morgen 6 Jahre. Aenne will ich mal besuchen, wenn sie Aufsicht hat. Sie kennt den Flohmarkt bei Kaufland auf dem Parkplatz nicht, direkt vor ihrer Tür. Dafür schwärmt sie von den Autoschraubern. Es gibt Auto An- und Verkauf mit arabischer Schrift und einen Bauhaus Drive-In. Wird Zeit, dass der Sport wieder anfängt, mein Bauch wird immer dicker und die Klamotten passen nicht mehr. Das Kleid zwickt und reißt an den Nähten. Weniger Kalorien essen, das mache einfach nicht. Morgen Edeka, Eis, Zitronengras, Wasabi-Erdnüsse im Teigmantel und zurück zu dem neuen Trödler gegen Stadler die Ohrring holen zum Basteln?

15.08. Werde vor 6 wach. Das ist krass. Wohnungen in Brooklyn gucken, häkeln und nähen im Wintergarten. Schlechtelaunetag, den ich streichen könnte. Pfannkuchen mit ganz viel Salzbutter und Ahornsirup und Pecannüssen und frischen Beeren. Köstlich und auch das hilft nicht. Mein Lieblingstee ist schwarzer mit frischer Minze, die Stephan mir täglich in seinem Bio-Verein besorgt. Da hat der teure Einkauf aus Paris was gebracht, nämlich mich auf Gedanken. Kein Nähen mit Steffi, ich sage ab und die Hausbewohner will ich auch nicht sehen. Nachmittags 6 neue Hütchen, ein Lichtblick. Die Plastiktiere werden konsequent verbaut. Es gibt Tage da kann ich nur meinen Mann um mich ertragen und er muss dann alle Rollen übernehmen und sich zu mir setzen wenn ich nähe wie meine Freundin. Beim Dremeln fliegt mir ein Plastikspann ins Auge. Mensch, wie bei meinem Schwiegervater der Arbeitsunfall. Muss ich Schutzbrille tragen?

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Ich suche eine Brosche mit Tauben für Stefanie und es macht mich verrückt, wenn ich was nicht finde. Dabei werde ich nostalgisch auf der Suche danach und es kommen verschüttete Schätze vom Vorschein. Bestickte Taschentuchtasche mit einem Fuchs und zwei Knopfknöpfen und dem Monogramm M.K. Mathilde Kayßer, den Mädchenname meiner Oma und frühe Ohrringe aus Schaumstoff mit Lackmalstift bemalt. Außerdem Sachen, deren Bastelgeschichte neu geschrieben werden muss. Pflegehund schlage ich Stephan vor. Es gibt so einen geil hässlichen, der ausschaut wie ein Corgie, mit Stehohren, schwarz umrandet, kurze Schnauze, breites Gesicht. Borgus. Den könnten wir doch vorübergehend nehmen. Der passt zu uns und das wäre was Neues und als Team sind wir sehr gut in der Hundeerziehung. Wir haben ja einen Hund sagt Stephan und da hat er auch Recht. Der wohnt zum Teil halt woanders.

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Jasmin meldet sich, Marc war nur am Pendeln zwischen Lemgo und sonstwo. Kann der sich nicht trotzdem selber mal melden. Das Rätsel ist gelöst, Merkel ist auch ein Vorname. Angela Merkel Ade, Hannover überregional in den Medien. Es gibt Schmorgurken und Reis mit Tomatensalat.

16.08. Wieder Pfannkuchen, Steffi bringt Marillenmarmelade und Brot und Schuhe Größe 39. Wien war ein Klamotten El Dorado. Ich kenne es ja und die Kellner, die sich ins Gespräch einmischen und der Schmäh, die schönen Redewendungen. Pat hat uns Tonkabohnensalz aus dem Kameel gekauft, was vielversprechend riecht. Sie bekommt ein süßes Nachthemd, was ich nie anhatte wegen kurzärmelig, rosa mit Blüten und Kirschen, tolle Baumwolle, einen herrlichen Plastikring in blasslila, der herrlich zu meinem Kleid passt, aber zu eng ist für meinen Finger und mein 2. Häkeltuch. Immerhin die Fäden muss ich nicht mehr selber vernähen. Ich habe den Hund betreut und das Tuch gemacht, eine Woche lang.

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Dackelvideo. Ein dicker Dackel, der auf einen dicken alten Golden Retriever drauf steigt und sich hinlegt und wenn der sich bewegt, das ausbalanciert und oben bleibt. Flohmarkt, keine Kamera, kein Handy. Ich liebe die Metallsachen. Vorschlaghammer bei denen das Holz hinten strohig zur Seite steht, Werkzeugkoffer für Frauen, ein Messerbouquet in einem Krug, die verschiedenen Griffe schauen raus, ein Flamingo im Gitterkäfig, ein cooler alten Kinderwagen, eine Frau, die kleine Socken häkelt und 600 davon gemacht hat. Sie packt mich am Arm und bewegt mich zu ihrem Auto. Eine Schürze mit Aboriginemotiven. Ich hätte sie genommen und über ein schwarzes Kleid in die Oper getragen, aber Stephan findet es nicht so geil, aber ich hätte sie doch kaufen sollen. Insgesamt 2,20 € auf dem Flohmarkt gelassen. Darunter einen Schlüsselbundanhänger mit „Lehrer sind wie Mineralwasser, aufbrausend und ohne Geschmack“ für 20 Cent für meinen Kollegen als Entschädigung für Freitag und weil wir uns neulich gefragt habe, ob wir einen sympathischen Lehrer kennen oder einfach weil ich kaufsüchtig bin. Er hat beruflich immer wieder mit ihnen zu tun. Ich bin dann auf eine Grundschullehrerin aus dem Freundeskreis gekommen, aber die zählte nicht. Ein Buch über Shih Zus auf Englisch mit den tollsten Bildern (25 Cent, das ist dann auch egal ob Bücherschrank oder hier), ein Schälchen aus Emaille und einen Schal mit Seidenmalerei auf dem Ergotherapie steht, Bäume und Blätter, Vögel, einer trägt einen Brief im Schnabel und ein Blitz aus dem Himmel, sieht christlich aus, wie Arche Noah und heiliger Geist auf einmal. Das soll beides auch ein Geschenk sein und ein Spaß, aber ob der ankommt. Deko-Streu aus Stoff kriege ich geschenkt. Als eine Frau aus dem Hinterhalt ein Foto von mir schießt mit ihrem Handy flippe ich etwas aus. Sie findet mich gut, ist mir scheißegal sage ich. Ich habe wohl dabei einen Tropfen an der Nasenspitze und sehe irre aus. Stephan findet das süß. Ich habe echt Glück gehabt mit meinem Deckel, den ich gefunden habe. Das ist mein größtes Glück.

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An Zweier vorbei nach Hause, vorbei auch an der Stelle beim Hotel Amadeus wo man als Radfahrer wählen kann, ob man den Radweg benutzen will oder die Straße. Es gibt zwei Pfeile in verschiedenen Richtungen und wir freuen uns immer wieder darüber. Weiter basteln. Später ein Anruf. Ich will die Ergotherapiesache nicht so kompliziert machen, dass ich auch noch sonntags über meine Betreute sprechen muss, dafür habe ich zu viele Fälle. Ratz Fatz alle Korallen rangenäht bis auf 4. Es sieht großartig aus. Ich freu mich auf New York und trage den blauen Kordmantel mit einem Ärztezeichen drauf, den ich dort gekauft habe zusammen mit dem karierten Wollbademantel, der von Mottenlöchern zersetzt war. Nebenan gab es Plexiglas in allen Farben und Formen und Stephan findet den neuen Laden vom Momufuko sowie das Bild was im Büro steht mit Law Offices neben Psychic Reading. Das ist auf Google Streetview zu sehen. Ach ja, New York wird geil. Ich will Rad fahren in Brooklyn. Tyark kommt. Das Hundekörbchen kann man nicht waschen, wendet er ein, muss man auch nicht bei mir. Dann findet mich zwar als Künstlerin bewunderswert bzw. „wird lebenslang Fan bleiben“, aber die Ästhetik des Hundes sei anders. Da glaube ich auch nicht dran. 11 A. Der tätowierte Österreicher ist nett. Die Pasta gut, die Gnocchi sind lecker und scheiße, die mit Kalamaretti, die echt furchtbar fischig schmecken und eklig sind und das Pesto dazu hilft auch nicht und ist penetrant und fettig und die kalte Borschtsuppe auch durchmischt, lecker der Bratapfel mit Kerbelquark und versalzen die Suppe. Wir erinnern uns an die Vergangenheit, die Exen von Tyark, deren Namen uns nicht alle einfallen, auch ihm nicht oder erst sehr verzögert, als Stephan viele Hinweise gibt. Sie hat an der Musikhochschule gelebt und ist dann nach Hamburg gezogen. Larissa mit ihrem Schirm aus der Tchibo-Ecke von Budni, im 60er Jahre schwarz-weiß Retromuster, dann Sabine. Bei Zweier war zum Schluss die Polizei auf dem Gelände, aber nicht wegen der Musik. Hippieveranstaltung. Die Sonne hätte geschienen und ein Typ hätte nackt getanzt. Das hätte andere Typen am meisten aufgeregt und sie meinte nur, der tue doch keinem was und belästige niemanden. Im Wechsel Tyark Storys aus der Fröbelstraße. Der kalte Winter und das Ofenrohr hatte ein Loch Die Fenster zugefroren und die Flasche Ouzo darin. Liegestütze und einen kräftigen Schluck Ouzo zum wach werden. Kohle ohne Holz anfeuern mit Terpentin. Haare abgesenkt und knapp dem Wohnungsbrand entgangen. Erst mal ein Lindener Bier am Kiosk. Die große Spinne will partout neben mir sitzen. Sie ist riesig und geht an die Ecke des Tisches neben mir, ich kann nicht weg, weil ich neben Tyark im Strandkorb sitze. Er muss schnell aufstehen. Stephan unterstützt mich, weil er es nicht ernst nimmt, es aber ernst ist. Er sagt dann „Spiderman“ und pustet sie weg und dazu der Vortrag: gerade die Großen sind Nützlinge. Ich bin skeptisch und Stephan noch mehr, ob ich mich da wieder hinsetzen soll, aber Tyark meint, die wird nicht wieder auf den Tisch kommen, was meinen wir denn. Sie sitzt dann auf dem Metall des Strandkorbes direkt neben meinem Gesicht. Panik und jetzt gehe ich nicht mehr in die Falle. Es schüttet als würde einer den Hahn aufdrehen. Am Lichtenbergplatz haben sich Gassigeher mir den Hunden unter den Baum gestellt und Stephan und ich suchen beide ob Suki dabei ist. Sunla mag meine Sachen bis auf die türkisfarbene Hose, die ich dann wieder haben will und nächstes Mal wieder mitnehme. Dann ist eine Yogahose schon da. Schlägt Termine im September für Lipot vor, genauso Georg wegen Vorbesprechung New York. „Feinste Seide“ steht auf meinem roten Turnbeutel. Tyark kennt Bilderbuch nicht. Ich zeige ihm 2 Videos. Seit neustem geht Stephan immer mit mir ins Bett.

Minion aus Sandstein

03.08. Zu Mera Luna doch kein Häkelkostüm. Ist doch sehr schwarz, da habe ich eine andere Idee. Ich muss auch mehr alten Kram loswerden, wie frühe Stickarbeiten. Keiner kann es lesen. Es ist der Rat eines chinesischen Feldherrn. „Locke den Feind mit einem Köder, täusche Unordnung vor und überwältige ihn“ steht auf meinem Rücken.

Das Teil selber, der Träger, ist leider sehr unvorteilhaft. DSC02660

Überall sehe ich Moses-tags an Hauswänden und Bahnüberführungen. Ich bin stolz auf den Hannoveraner, der die Zugtür/S-Bahntür in Hamburg zugemauert hat. Der Film dazu. So cool. Stephan fragt immer nach kussechtem Lippenstift. Claudia hätte ihn. Ich erkläre dann, dass ist Grütze, wie knitterfreie Kleidung, Qualitätsschrott. Vielleicht gibt es die auch in gut, was ich sagen will ist, dass das asiges Zeug ist. Halt, frisst sich rein, trocknet die Lippen aus, sieht kacke aus. Fühlt sich heute an wie Urlaub. Habe Lidl, Empfehlung von Stefanie wegen Matcha-Eis entdeckt und kaufe das Portemonnaie leer. Nicht nur Glückskekse und Eis, allerdings nur Ingwer, auch Pritt zum Basteln der Jahreskalender ab September. Im Büro ist keiner. Frau Afrika ist aus dem Wohnheim abgehauen. Reiseverbindung nach Rügen liegt durchgerissen im Zimmer. Erst mal keine Vermisstenanzeige. Bei Frau Gismo haben sie eingebrochen und das Fahrrad des Sohnes der koreanischen Nachbarin geklaut und ihres und die Nachbarin wäre beinahe durchgedreht. Jetzt Hausverwaltung von Frau Schwierig. Sie wollen die ganze Wohnung professionell machen lassen, Elektriker, Sanitätsfirma und Maler. Sie erteilen die Aufträge und schicken mir die Liste und Meine kann nach Belieben die Termine mit den Handwerkern vereinbaren. Sie ist misstrauisch, will man ihr das anhängen mit den Wasserschäden vor zig Jahren und sie muss zahlen? Nein. Dann verblüfft. Wie habe ich das geschafft? Ich kann Zaubern lautet die einzige plausible Erklärung. Die Kette vom Flohmarkt ist unvollständig und ein Plastikteil muss ergänzt werden. Finde den Fehler auf BM. DSC02658

Endlich mal zu Camping Schrader. Hier haben die Strickfrauen immer schon von vorgeschwärmt, die haben alles, Hornbach für die Näherin, Karabinerhaken und Verschlüsse und Lederreste. Ich lasse mir Schaumstoff zuschneiden, kostet 2,88 € und der Typ zeichnet an wie ein Profi und schneidet mit Elektromesser und verschnürt das Ganze wie die reinste japanische Erotik. Ich bin begeistert und glücklich. DSC02654

Drostestraße, der Betreute der umgezogen ist, viele Alkis und er muss wieder Karate machen, hat aber Hemmungen, die er früher nicht hatte, sonst alles gut. Geburtstag der Lernbehinderten wird nachgefeiert, die Wohnung sieht viel besser aus, wir loben sie. 96 Karten gibt es nur noch Sitzplätze. Habe ich da jemanden oder mache ich meinen Schmuck selber will die Doofe vom abW wissen, die ich kompliziert und bescheuert finde. Sie war auch gegen den Umzug, weil die neue Wohnung 2 qm kleiner war. Sie kennt die Betreute nicht und bringt ihr eine Lavendelpflanze mit. B. mag keine Blumen und auch keine Pflanzen und sagt das ganz deutlich. Der Putzdienst kann gekündigt werden. Sie macht das jetzt selber. Dann Shoppingmall, Körperpflege für den Bruder, weil duschen tut er gerne. Gorilla-Perfumes, was ich total überteuert in London gekauft habe, gibt es auch hier. Gut, die Beratung dort war es Wert, der total Schwule, der uns erklärt hat, dass sie darauf verzichten, es in Männer- und Frauendüfte einzuteilen und den Leuten vorzuschreiben, was ihnen gefallen soll, aber dafür hätte ich nicht kaufen müssen. Die Verkäuferin bei Lush ein junges Mädchen lobt meinen Stil. Das muss sie mir mal sagen, dass ihr das gefällt. Das wäre echt mal was Individuelles und nicht das was man sonst immer so sieht. Elisabeth ohne Termin. Alle haben Angst vor ihr. Sie dreht immer mehr auf. Hat ihr Handy im VPE verloren. Die wollen sie auf dem Klo beobachten und in ihren Körper hinein, ihn tragen, wie einen Pelz, eine Hülle. Sie gerät immer mehr aus den Fugen. Da war neulich noch harmlos, wo sie die Papiertüte hat liegen lassen. Den Inhalt habe ich dokumentiert und die Verpackungen beeindrucken mich nach wie vor. Vomex A ist ein heftiges Zeug, glaube ich. Keine Ahnung, was die sich alles reinpfeifft oder trägt sie nur die leeren Verpackungen mit sich rum.

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Die Essener Jungs rufen an und bedanken sich für die Post. Minions als Gummibärchen haben Leander gefallen und der Anstecker vom Balderney-See. Jasmin spreche ich auch noch. Sie kann verstehen, dass ich so verknallt bin in den St. Johannis-Friedhof. Die Jungs sind im Tennislager und Marc meldet sich vielleicht bei uns unter der Woche. Ist bei der Schwiegermutter . Ich habe das Körbchen gestern „gemacht“, Schaumstoffverstärkung. Sieht astrein aus, war ein super Tipp von Steffi. Jetzt noch die Fleißarbeit mit den Korallen… Fernseher geht nicht, wir schauen Kunst und Krempel und das Dreieckstuch wächst und wächst. Nachbarn im Garten, mal die anderen. Melone von Edeka, Ziegenfrischkäse vom Markt mit Eisproportionierer gemacht, köstlich zusammen. Sinnsprüche sind auch gut für den Geburtstag. „Ein Verliebter sieht eine Blume anders als ein Kamel“. IMG_1505

04.08. Die Afrikanerin ist wieder zuhause. Ich lerne die Eltern von Herrn Yoga kennen. Die Mutter sieht ihn mit den Augen einer Mutter. Er muss nur zur Ruhe kommen und dann kann er wieder arbeiten. Der andere Sohn hat eine unheilbare Autoimmunerkrankung, bei der sich die Gallenverbindungen auflösen oder so ähnlich (ich verstehe es nicht) und eine Pflegestufe und sie sind täglich da und kaufen ein usw. Sie macht die Finanzen, während ihr Mann der Handwerker ist. Es ist einfacher zu sagen, was er nicht kann. Wasser- und Stromleitungen an den Zähler anschließen z.B. Verlegen ist ja einfach. Er hat die Häuser gebaut, von denen ihnen jetzt nichts übrig geblieben ist und die Leute haben ihn gefragt, was er von Beruf sei. Er habe jeden Tag einen anderen Beruf. Der Richter kommt nicht. Ich lasse den Sitzungssaal aufschließen und wir verfallen in Smalltalk. Ich und die Prozessvertreterin der Stadt Hannover. Wir, d.h. die Mutter des Betreuten und ich lästern schon über Wulffs, weil sie im selben Ort wohnen und ich das verwechsele mit dem Standort der Ole Deele. Wie verzweifelt muss man sein, wenn man da wieder zusammen kommt so nach dem Motto, jemand anderes wird man nicht finden und jetzt ist man schon C-Promi und alle hassen einen. In dem Moment wo mein Betreuter die in Schutz nehmen will und sich das erste Mal einmischt kommt die Frau aus der Geschäftsstelle. Richter sei ganz plötzlich erkrankt. Irgendwie hat man uns vergessen. Maschseefest? Wie Stephan zu Recht meint. Der Reißverschluss an dem geilen Baumwolkleid piekst und kitzelt vor sich hin, am unteren Rücken. Hölle. Andrea ist im Stoffgeschäft und ich versuche ihr die schwarz-weiß Bluse aus Zürich anzudrehen. Sie hat täglich eine Stunde Mittagspause. Vor Rossmann ein schöner Dackel-Terrier mit bernsteinfarbenen Augen. Die Besitzerin kommt raus. Er ist aus dem Tierschutz aus Griechenland und sie hat ihn erst 2 Tage, er sei platt, weil er am Rad gelaufen sei. Sie scheint alles richtig zu machen, der Hund ist ausgeglichen. Robuste Sorte, können Igel zerbeißen erkläre ich Andrea. Die Kollegin hat Geburtstag, aber ihr Hund kläfft böse und kommt aus ihrem Zimmer rausgeschossen auf meine Kundschaft zu. Das geht nicht. Das nervt mich ohne Ende und ich hoffe, der wird bald überfahren oder totgebissen. Die Bagelstandleute fahren nach Berlin. Ich muss mich anschließend immer duschen müsste es tun, wenn ich hier einen Bagel esse, so arg saue ich mich dabei ein. Die Kinder der Betreuten besuchen mich alleine zum Eis essen. Das freut mich umso mehr. Frau Schwierig hat die emails wegen Wohnungsrenovierung noch nicht gesehen (??), will ihren neuen Computer umtauschen. Sie hat ihn eingeschickt und will jetzt aber lieber einen Neuen. Kleines ABC des Kaufrechts, aber ich habe keine Lust mich da reinzudenken. Herr Borderline Klein Ratenzahlung Stadtwerke, 5 Raten, die erste ist am 18.08. fällig. Meiner muss was einzahlen. Der andere hat das ganze Geld ausgegeben und der Kühlschrank wurde wieder mitgenommen, weil 40 € fehlten. Die Rate an die Staatsanwaltschaft muss ich stunden lassen. Mit Pflegestufe II und im Rollstuhl ist er eh haftunfähig. Augenarzttermin verschoben auf den 24. Montag mit Suki hin und dort die Sozialarbeiterin treffen, die ihn zum Kühlschrankkauf begleitet hat und sein Geld künftig einteilen soll. Der Fensterputzer mit Einwilligungsvorbehalt bekommt vom Strafverteidiger eine Rechnung über knapp 300,- € und ich zahle gleich alles; wenn ich das Geld kontrolliere geht das und der Kollege hat schon so gut gearbeitet. Mein Mann schreibt mir geile emails: „7, ja. Ja, nur ein grüner Socke dabei aber nicht gefärbt“. Die Frau von der Kestner hatte ich am 22.07. angeschrieben. Erst antwortete sie schnell über iphone und dann kam ich mit meinem Anliegen aus Kunst und Krempel und seit dem: still ruht der See. Ich werde jetzt das Sprengelmuseum direkt kontaktieren. Mein Mandant will es so und ich will es für ihn klären und wenn ich selber das Gutachten in Auftrag geben und zahlen muss. Er ist ja auch ein Freund und tut Sachen für mich. Ich gehe Eis essen mit den Kindern, auch der Junge ist groß geworden. Er geht am Herrenhäuser Markt zur Schule und alle Freunde sind in den Urlaub gefahren und er langweilt sich. Sie sind die beiden einzigen Kinder in der Einrichtung. Er und ich essen Spaghetti Eis. Die Tochter einen Schoko-Becher. Sie singt im Chor, das heißt was mit Musical und man bekommt auch Tanz- und Schauspielunterricht, ist im Schwimmverein 2 Mal die Woche und fährt bald nach Schweden zum Kanufahren. Das ist in der Wildnis, sie war letztes Jahr schon mal da und freut sich, auch auf die Fähre. Sie fährt gerne Fähre. Wenn man nachts an der Railing steht…Frankreich hat ihr gut gefallen. Da hätte sie wohnen bleiben können. Außerdem arbeitet sie in den Ferien und fährt Freitag mit einer Freundin nach Hamburg. Ich bedanke mich für den Besuch und verabschiede die beiden. Sie wollten auch wissen, warum ich das mache und ich versuche es ihnen zu erklären. Meine Brotzeiten für das Büro sehen manchmal so aus. IMG_1507 Stephan will heute nach der Thai-Massage zu Pipilotti und ich bin wieder faul….Ich will mich breit schlagen lassen mit seinem: „wir machen jetzt Kultur“ wird er es mir noch insgesamt austreiben. Dann regnet es und das rettet mich. Ist gar nicht heiß, sondern wieder nass und regnerisch. Mit dem Kollegen unterhalten wir uns über das Geld verdienen. Bei Manchen ist es so, als würde das gar nicht helfen, wenn viel rein kommt, sie kommen trotzdem nicht damit aus. Ich sage nur 50 Cent mit 72.000 Dollar für das Anwesen und 5.000 für den Gärtner. Der Kollege erzählt von einer befreundeten Therapeutin, die jetzt für ihre Verhältnisse im Geld schwimmt seitdem sie die Praxis aufgemacht hat, aber auch von Mandanten, die mit 12.000 nach Steuern immer pleite sind. Manche haben es nicht drauf, andere schon. Meine Schwiegereltern kommen gut aus mit Geld und ich denke auch an meinen Tai Chi Betreuten, der sagte mir, er kommt sich richtig wohlhabend vor. Die anderen dort hätten nichts. Die Alkis „leben vom Flaschenpfand“. Dabei haben die so viel wie er. Wir beschließen am Sonntag um 16 Uhr los zu fahren. Vielleicht nackter Oberkörper für die Jungs und das Neubauten Logo auf die graubehaarte Brust. Das kann ich mir gerade gut vorstellen. Abends häkele ich das große Tuch zu Ende und fange an die unzähligen Fäden zu vernähen. Wenn ich sage, nur noch eine Reihe sagt Stephan wie beim Junkie mit dem letzten Schuss. Heute geht Stephan auch früh ins Bett. 05.08. Traum: ein Zwergkurzhaardackel wird mit Zettel ausgesetzt. Das war der Hund meiner Kindheit, Tinkel, mein Hund. Im Traum denke ich, es ist gar nicht mehr meine Lieblingsrasse, aber das Schicksal hat es so bestimmt und ich nehme ihn. Dann haben wir noch einen herrenlosen Dackel, größer ungepflegt und so viel Fleisch übrig, was keiner essen will. Ich beiße die rohen Stücke vom Knochen und füttere die Hunde heimlich unter dem Tisch. Stephan darf das nicht mitbekommen. Dann haben wir einen kranken räudigen Papagei. Den müssen wir mal mit Nüssen und Obst füttern damit er zu Kräften kommt. Den Dackel? Nein, den Vogel. Sachen für die Schwiegermutter raussuchen. Ich habe ihr Eulen für einen Kranz an der Tür (sie macht so was gerne) gekauft und eine Auswahl Pfefferminze. Fairkaufhaus, Lidl und Italien. Die Eulen bimmeln unangenehm in der Tasche. IMG_1506 Es kommen faustgroße Schnecken auf uns zu. Später bei Spiegel-Online der Bericht, dass der Süden von Italien stirbt. Die reinsten Horrormeldungen andererseits darf man nicht alles glauben was in der Zeitung steht. Ich bin bereit dort hinzuziehen. Frau Kanada auf dem AB. Sie will mich treffen, aber nicht mehr in der Wohnung bei sich, sondern im Backshop an der Ecke. Es geht wieder um die Kürzung des Taschengeldes von dem Vergewaltiger. Die haben frecherweise von 100 40,- € einbehalten und die Kürzung sollte wieder raus bzw. nur 10,- € und dafür eine Nachzahlung des übersteigenden Ratenbetrages für die Vergangenheit. Gestern rief er an, weil er in der Bahn vergessen hat abzustempeln. Er hatte das Ticket in der Hand und ist eingestiegen und innen gab es keinen Abstempler und jetzt hat er Angst vor der Reaktion der Ausländerbehörde, der Hase. Der depressive Iraner bei dem ich heute um 18 Uhr Hausbesuch machen wollte ruft um 9:50 Uhr an, hat heute Zahnarzttermin. Heißt das er will absagen, ja, meldet sich nächste Woche. Endlich raffe ich mich auf und rufe im Sprengelmuseum an um das Kunstwerk anzubieten und es ist total easy und macht Spaß. Freue mich jetzt richtig auf mein privates Kunst und Krempel und frage mich, wie ich nur Hemmungen haben konnte. Zwischen Stephan und mir ist es schon manchmal mühsam: Ich: 13 Uhr im Atelier oder vorher zuhause? Stephan: Ich denke das meine Eltern erst zu mir kommen und wir dann gemeinsam hingehen, die wissen ja gar nicht wo das genau ist. Das mit zu Hause hatte ich auch wegen gemeinsam Mittagessen mit Dir vorgeschlagen, das hattest Du ja schon abgelehnt weil Du ja Essen mitgenommen hast. (Anm.: im Vorfeld hatte ich vorgeschlagen mit seinen Eltern Mittagstisch zu machen, was er abgelehnt hat). Ich: Das weiß ich alles. Wo soll ich hinkommen war die Frage. Das entscheide ich jetzt selber und sage: ich komme um 10 vor 1 nach Hause. Stephan: Und warum sollte ich dann diese Frage beantworten wo Du hinkommen sollst? Ich: Du musst mehr Sport machen oder weniger? Stephan: Weil ich dann Deine Frage besser verstehe, mehr oder weniger? Ich rufe beim Sozialgericht an um nach der Vertretung zu fragen, schließlich ist es ein Eilverfahren und dauert schon lange, wie gestern sogar die Gegenseite meinte. Der Richter ist heute wieder im Dienst. Spricht ja viel für Maschseefestkrankheit. Ich bin sauer und will heute lieber nicht mit ihm telefonieren. Mein Betreuter schreibt mir:

„Liebe Frau…, gut, daß es weiter geht. Vielen Dank für die rücksichtsvolle und einfühlsame Art gegenüber meiner Mutter wegen ihrer Schwerbehinderung. Meiner Mutter ist es wichtig, daß Sie wissen, es war eine politische und nicht strafrechtliche Inhaftierung durch die Sowjets. Meine Eltern sind total begeistert von Ihnen und froh, daß Sie mich betreuen. Zu Beta-Reha bin ich heute nicht gegangen, ich fühle mich nicht so gut und bleibe lieber zu Hause. Die nächste Veranstaltung ist am 19.8. bzw. 8.9. beim BFW.“

Banane aus Sandstein oder Minion, den der Hunger hat mit einer Banane, aber als riesige Sandsteinfigur 5 Meter groß. Das wäre cool. Was kostet das denn? Die Bahlsenjünglinge in Stein als Brunnenfiguren, zwischen Nazikunst und Päderastentum. Penibel aufgeräumt ist es. Ist der Flex-Messy frage ich, weil er 8 Stück hat. Überhaupt mache ich nur dumme Sprüche. Meine Schwiegereltern bestellen die stilisierte Muschi in XXL. Bildhauerei hat ganz viel mit Muschi zu tun sagte er noch in der Bar. Jetzt ist es auf einmal ein stilisiertes Blatt. Und für mich den Riesenminion aus Sandstein mit Banana oder die Latte aus Marmor, wie in Neapel gesehen, nur der Torso und der Faltenwurf mit Beule. Sieht auch gut aus im Garten, aber ich habe Zweifel, ob man dafür nicht mehr Talent benötigt. Gestern Eis mit den Kindern. Heute bekommt die Mutter den Rentenbescheid, dass die Zeitrente umgewandelt wurde in eine unbefristete bis zur Altersrente Anfang 2040. Das ging schnell. Dann war der Krankenhausbericht wegen Krebs wohl doch so eindeutig. Ich konnte die Krankenhausberichte mit Laborwerten nicht richtig lesen und habe sie auch nur überflogen. Elisabeth. Ich sehe aus wie sie früher, mit 16. In Berlin vor der Maueröffnung. Ich soll in ihr Buch schreiben oder einen Aufkleber rein machen, ein Autogramm will sie von mir und ich habe ihr noch gar keinen Kuss gegeben. Darf sie mich einfach mal eine Stunde beobachten? NEIN. Das ganze Büro riecht streng nach ihrem Schweiß. Ein Choleriker fährt mit nach Hildesheim. Ich sage, mein Kollege ist der Fahrer und muss sagen, was geht. Wenn der uns den Tag versaut, dann ist es so. Zu sagen, es sei mein Geburtstag und ich soll ihn ausladen, das lasse ich auch nicht auf mir sitzen. Treppenhaussanierung, der Ortstermin mit dem Trupp vom Neuen Museum. Die Gerüstbauer nebenan hören echt gute Musik. Morgens macht es Spaß, wenn ich das Fahrrad aufschließe. Mittags stehen sie auf dem Gerüst und glotzen nach unten. Gut, ich sehe bestimmt aus wie eine Ameise von oben. Die Malereien unten sehen nach Pompeji aus. Das Weinrot. Das waren vielleicht es die Schüler, die Pompeji in der Schule durchgenommen haben. Mein Kollege ruft mich auf dem Handy an, ob ich Post schon weggebracht hätte, er wollte einen Brief noch mal rausfischen. Dafür liegt mein Brief an Sunla wieder im Kasten und sie ist unbekannt, dabei stimmt die Andresse (tut sie doch nicht, wie sich herausstellt). Während ich Eis für mich und Andrea kaufe, d.h. anstehe, eine Kugel schwarze Johannisbeere und für mich Nutella und Mango, genau im Moment des Zahlungsvorgangs, der Anruf. Meine Betreute macht gerade die Hundesachprüfung und will die Rechnung selber beim Amt einreichen. Darf sie das? Sie schreibt mal meine Nummer auf, zur Sicherheit. Mario lernt Tätowierer in Burgdorf. Jedes Burgdorf hat ja heutzutage 3 Tattoostudios, damit sich wirklich jeder ein Bild auf den Körper machen lässt. Es ist krass, wer alles tätowiert ist. Ohne ist schon radikal. Bei Mario war vielleicht naheliegend mit seinem Zeichentalent. Von Kurdirektion zum „menschlichen Abfall“. Das sind harte Worte. Pflegefall mit 50 und der Sohn ist noch nicht volljährig. Das klingt alles sehr schwer. Mit der Frau macht Andrea jetzt den Flightclub (weil wir fliegen so gerne, dass ein Absturz nicht schlimm wäre) und will die Ziele erkunden, die man mit Direktflug aus Hannover erreichen kann. Mal schauen ob die schwarz-weiß Bluse von Ponicanova, Zürich, bei ihr bleibt. Sie schenkt mir eine Aktion-Figur, die sie an mich erinnert hätte. DSC02673 Der Kollege weiß, dass Hund sich schlecht benimmt, wenn Halterin unsicher ist und der Hund daher den Charakter des jeweiligen Handlers eins zu eins spiegelt. Der kennt sich aus und hat es durchschaut. Harald kommt vorbei zum Haare schneiden. Was, das hat uns noch nie jemand gesagt, dass wir arrogant rüberkommen, als sei alles das was wir machen super und was die anderen machen sei scheiße oder langweilig. Warum, ist es nicht so? sage ich zum Spaß, aber ein Körnchen Wahrheit ist natürlich dran. Ich bin gegen das Rasieren von Haralds Kopf, aber aus ästhetischen Gründen. Später steht es ihm doch. Es gibt Sekt und Erdbeerquark. Harald mag meinen gefilzten blutigen Tampon. Der hat viele Fans. Dann modelt er mit dem Dreieckstuch nachdem ich die Fäden alle vernäht habe. Es gibt ein Gefühl der Geborgenheit sagt er. Gut, wenn Stefanie es nicht will und die andere Steffi hat volle Schränke, der biete ich es gar nicht an, bekommt er es. Er gibt sein Landdomizil auf von dem ich nicht wusste, dass er es hat. Es sei nicht winterfest. Ist er denn wohnungsmietsüchtig? Es sollte ihm über Berlin hinweg helfen, wie die Affäre nach einer Beziehung, Hat wohl geklappt. Ich bin für Landpartei mit Übernachtung und Suki. Harald als alter Ex-Gruftie gibt uns wertvolle Modetipps für Mera Luna und wir sprechen den Anziehplan mit ihm durch. Ich habe wieder mit Koralle angefangen. Das wirkt wie Koks. Harald nimmt eine kleine Blechdose mit einer Koch- und Frittieranweisung darauf. Stephan geht wieder mit mir ins Bett. 06.08. Heute habe ich den Rock an, den ich mit Steffi genäht habe aus alten Handtüchern und alten Samtstücken. Ich liebe ihn. Da kann ruhig noch ein Ponicanova zu Andrea. Diese perfekt genähten raffinierten Sachen üben nicht so eine Faszination auf mich aus wie mein Gefusche. Hibbe aus Neustadt arbeitet im Fairkaufhaus als Leiter. Ich habe immer „Hibbe, Hibbe“ gerufen, das Kaufhaus in Neustadt und dann war die Insolvenz plakatiert und er hat sich auf eine Stellenausschreibung beworben und kann dort „seine kreative Arbeit fortsetzen“. Wovon reden die? So erfahre ich, dass sie weitere Filialen in Laatzen und auf der Hildesheimer Straße haben. Arzt auf dem AB. Die Kanadierin ist wieder stationär aufgenommen worden in der MHH. Nichts mit Backshop. Nein, ich muss nicht unterschreiben, sie ist einwilligungsfähig und nicht im Koma. Ich sage erst, dass ich komme, weil ich eh in Kleefeld jetzt bin, dann habe ich doch andere Arbeit und es ist heiß und ich weiß in dieser Sache nicht, wie ich bezahlt werde, also ist mein Elan nicht so groß, außerdem werde ich auch nicht wirklich gebraucht in dem Sinne. Beantrage Befreiung von der Zuzahlung bei der Kasse und Dinge, die Sinn machen und organisatorischer Natur sind. Herr Ihme hatte die Wohnung durchseucht mit Phoenix-Ameisen, was auch immer das sein mag. Das sind wie Bienenköniginnen und die legen die Eier. Sie sei von der Polizei versiegelt worden, erzählt er auf Station. Er war erst in der MHH und ist jetzt auf der Suchtstation. Ich hatte von der psychiatrischen Pflege die Rückmeldung, dass er offenbar nicht in der Wohnung war, weil Visitenkarte noch unter der Tür lag. Dann habe ich erneut das Krankenhaus in Wunstorf angeschrieben und die haben ihn tatsächlich gefunden. Den komplizierten Fall mit Autohausbetrügereien (gefälschte Lohnabrechnung) und VW-Bank versuche ich den Kollegen anzudrehen. Die Prozesserfahrung geht mir ab. Ich mache den Termin mit Sprengel Kunst- und Krempel klar. Das ist so spannend. Harald trägt auf der Startseite von seinem Blog ein Pelzensemble von mir was ihm sehr gut steht. Wenn Stefanie das Dreieckstuch nicht nimmt, das große, dann biete ich es ihm an für seine Abenteuer und kalte Wohnungen. Ich will unbedingt in die Kantine in Bremen kennen lernen (die beste Kantine der Welt nach Harald, meinem alten Rathauskantinenkompagnon) und schlage ein Wochenende Bremen und Landausflug mit Übernachtung vor. Stephan kauft 5 x Tanztheater auf Haralds Empfehlung, Peeping Tom heißt einer der Kompanien, Stempelkartentrick: die fünfte Karte gibt es umsonst. Kollege will mehr mit Uniform machen und sein Kumpel hat einen weißen Fuchs mit Kopf für ihn, den er als Höschen tragen will und Stiefel dazu, aber er will Fotos verweigern, die Harald sich erbeten hatte. Was soll das? Machen wir Balken über seine Augen. 3 Minuten später kommt er wieder rein. Ob ich wüsste wie DAF früher aufgetreten seien. Er und Stephan sähen so ähnlich aus wie die. Dann brauchen sie aber beide lange schwarze Lederstiefel. Er würde sich ja welche kaufen. Er soll mal wieder arbeiten gehen. Telefonieren und das Telefon ca. 30 cm vom Kopf weghalten und auf laut gestellt haben. Was ist das eigentlich für eine Störung? Pat hat beide im Schlepptau an der Leine und der Dicke läuft vor und Suki langsam hinterher, gebeugter Rücken, wie geprügelt oder Gehfehler, ganz langsam. Ist mal interessant, bei uns immer Spring-ins-Feld, wie er sich bei anderen so aufführt. Der Nachbar von nebenan fragt ob die von unten wieder da seien. Er hat Licht gesehen. Das erste Mal in der Wohnung der Sehbehinderten, die QVC-süchtig ist. Ich entdecke wieder neue Nachbarschaften in der Nähe des Kantplatzes. Der Glanz vergangener Tage. IMG_1508-1 Stephan will antworten. Sie hat 1.055 € in bar abgehoben im Juli, wo ist das Geld geblieben? Lebensmittel, ein gebrauchtes Handy beim An- und Verkauf, sie kauft schon billig. Hosen für 9,- € bei kik. So was finde ich scheiße, sie kauft zu viel. Sie regt sich auf über die Stadtwerkejahresrechnung mit knapp 510,- € Nachzahlung. Das ist gar nichts. Sie gibt pro Monat 450,- € für QVC aus, das ist 12 x so viel wie das bisschen Stadtwerkenachzahlung. Als sie davon hörte gestern am Telefon, war ihre Reaktion, dass sie ausziehen muss aus der Wohnung. Das bringt nichts, die Wohnung ist günstig, sie soll sich ein anderes Hobby suchen als Teleshopping. Was kauft sie? Antwort: Sachen für den Hausstand. Ich: Sie hat doch alles oder ist sie 18 und gerade ausgezogen? Sie: Ja, aber nicht den Dosenöffner, der alles kann und neue Bettwäsche braucht sie, die ist noch aus der alten Wohnung (na und=?) und ein neues Oberbett und die Diakonie, die mit ihr zum Bettenhaus Einkaufen geht. Wenn ein Pflegedienst dazu führt, dass sie besser einkaufen kann, bin ich dagegen. Die Zahlen stimmen nicht mit ihren Worten überein. Ich muss Infos rausfinden und es gelingt mir nicht. Folter würde meines Erachtens auch nichts helfen. Ich verhöre schon hart. Ich will beim Sofaloft vorbeischauen und mir eine Ausstellung anschauen, aber irgendwie fahre ich am Kuppelsaal vorbei und bin dann am Braunschweiger Platz. Leider klappt das meistens nicht, wenn ich irgendwo hin will, dass ich dann auch dort ankomme, sondern irgendwo anders komme ich hin. Wasabi-Käse bei Denns ist eine gute Übersprungshandlung. Ich backe die Haferflockenschmalzkekse zu Hause. Ist zu kompliziert bei Freundinnen oder Nachbarn anfragen. Doppelte Lage, dann brauche ich nur 2 Tranchen backen, also 1 Std. gesamt. Das geht. Endlich brauche ich das Gänseschmalz von 2013 auf. Leicht ranzig, aber geht noch und nur wenig, Rest Schwein. Freu mich auf Haferkekse aus frischem Gänseschmalz nach Weihnachten 2015. Die werden richtig lecker. Stephan macht mir auch mit Bremen einen Strich durch die Rechnung. Er will gar nicht aufs Land oder nicht mehr mit mir reisen. Keine Ahnung. Ich bin verunsichert und sauer. Ich hole das Kleid doch. Meine Form des Protestes, kaufen? Werden wir wie Kermit und Miss Piggy ihre Trennung gekannt geben, aber wollen beruflich noch zusammen arbeiten. Ich wurde in der Pubertät auf einem bayerischen Jungengymnasium aus den USA kommend als Miss Piggy karikiert von den Jungs, die Zettel weitergereicht haben mit einer Zeichnung und meinem Namen darunter und gelacht haben. Das saß tief.

07.08. Traum: Wir sind mit Verbrecherfamilien unterwegs. Eine gut aussehende Blondine schläft mit allen und lässt sich von einem Typen vögeln nur damit ihr Freund zuhören kann (quasi qualifizierter Telefonsex). ich mag die Kinder/Jugendlichen aus der Gruppe sehr. Ein Typ will einen Nebenbuhler erschießen. Die Kugel soll wie ein Querschläger wirken und durch ein Auto unten hindurch abgefeuert werden. Wie in Zeitlupe sieht man die Kugel fliegen und eine Frau dreht sich weg und Kettenreaktion und dann wird sein Sohn stattdessen getroffen und fällt tot um. Er hat zwei einen älteren dunkelhaarige und eine ganz schlauen, lebendigen Blonden und es trifft den jüngeren. Wir nehmen zuhause die Handwerker in Empfang, aber ich weiß was gemacht werden soll für den Typen, dessen Sohn gerade erschossen wurde. ich kann mir den Namen so schlecht merken sage ich der Nachbarin und zu den Handwerkern, dass der Schaufelbagger in eine andere Ecke des Zimmers gestellt werden soll. Er will damit eine Bar aufmachen und wie heißt Schaufelbagger auf Englisch? Ganz ähnliches Wort. Er vermietet Plattenstellplätze. Hier in San Francisco sind die Wohnungen so klein, dass Leute ihr Platten nicht unterstellen können. Er hat so Befestigungsmöglichkeiten in der Wand, die man jetzt nicht mehr sieht, weil er renoviert hat für die Bar und da kann man selber ein Gitter davor bauen und das befestigen und zahlt ihm dann Miete. Es geht um die Steckdosen, da sollte man die flachen Stecker benutzen. Das hat der Typ, der es selber gemacht hat, wohl nicht getan und muss die alle wieder aufmachen oder es einfach so lassen. Wir fahren mit der Gruppe nach LA und sitzen alle im Cabrio. Ich bin vorne auf dem Beifahrersitz. Die Fahrer sind alle so müde, dass sie ständig einschlafen. Dann fährt eine Frau. Neben ihr sitzen Wiebke und Michael und teilen sich einen Sitz. Stephan lästert, dass die müde sind, ist aber verständlich, weil sie immer erst mit mir ins Bett sind um 1 oder 2 und dann um 7 oder so schon wieder aufstehen. Die Frau fährt ganz nah an der Küste und ich sehe in der Welle dutzende Seelöwenköpfe in schwarz und Wasserschlange im klaren Wasser und Anemonen. Ich wundere mich, dass sie direkt auf einen großen Haufen Seetang zusteuert und dabei ist sie auch wieder eingeschlafen. Das Schlauchboot kippt mit unserem ganzen Gepäck drin. Ein mexikanischer Teenager mit einem tollen Heavy Metal T-Shirt, die Band Slayer oder so in Los Angeles, alles in den mexikanischen Farben, auch das Bandlogo rot, grün, weiß und Aztekenmotiven. Sie helfen uns an Land und der Vater hat ein Motorboot. Er nimmt unseres in Zahlung und sagt, was er noch haben will. Er zählt das Geld, aber es fehlen 50. Ich sitze direkt bei ihm, die Gruppe ist weiter weg. Immer müsse er zu den Waffen greifen. Ich sage, nein, er bekommt sein Geld bestimmt, aber keiner hört auf mich. ich denke, jetzt wird er mich bedrohen und als Geisel nehmen, stattdessen zieht er ein Taschenmesser raus und schneidet mir damit tief in den Finger, dass ich alles voll blute dann schneide er sich in den Finger und tropft sein Blut auf mich und in meine Wunde. Will er mich mit Aids anstecken oder soll das nur möglichst blutig ausschauen? Warum reagiert keiner aus meiner Gruppe? Ich habe vorher noch gedacht, gut, dass ich gerade noch gewaschen habe. Das rot-weiß gepunktete Kleid ist frisch gewaschen und ich kann es in L.A. anziehen (Anm.: das gehörte zu dem riesigen Berg Bügelwäsche, den ich gestern besiegt habe und geschwitzt dabei, aber geschafft). Dann kommt der obligatorische Abschnitt mit Pinkeln. ich muss auf dem Klo in eine Plastiktüte pinkeln und total daneben, die Vorleger und alles sind nass bzw. werden dann als Wischlappen benutzt. Beim zweiten Mal passiert es wieder, es kommen zwei Jungs rein. Warum ist der Fußboden so nass, wollen sie von mir wissen. Das waren die Handwerker mit ihren Schuhe, die haben das rein getragen lüge ich mich raus. Die Handwerker unterhalten sich und man hört einzelne Sätze. Der Dachdecker war noch nicht da. Eine Stimme klingt wie die von Dieter Grubert. Da ich mit dem Thema von gestern anfange und nicht so tue, als wäre nichts und irgendwie noch denke, man bekommt es aufgelöst, geht es morgens gleich so weiter. Brötchen werden dann doch nicht geholt und ich will in Hamburg anrufen um mir anzuhören, wie es hier verstanden wurde, dass wir dort hinkommen und ich kündige an, eine Wienreise zu Sunla mit Lipot alleine zu planen. Ist es eine Machtprobe, keine Ahnung, aber es ist mir zu widersprüchlich und unlogisch die Verweigerung und ich will mich nicht erpressen lassen. Mein Mann ist sehr stur, das wird wohl schwierig. Immerhin telefonieren wir später beide mit Thomas. Wie Weltuntergang auf dem Weg ins Büro, kleine Früchte fallen aus dem Baum und der Kiosk hat den Rollladen herunter gezogen und zu. Das erste Mal, dass ich das sehe. Die Psycho-Kollegin will statt des Familienrechtsklubs ein Netzwerk mit Professionellen für die Flüchtlingen machen und Therapeuten brauchen die eh alle. Sie spricht wie ein Junkie, der einen riesigen Haufen Koks direkt vor sich hat. Erregt, voller Vorfreude und die Phantasie geht mit ihr durch. Sie sagt so Sachen: wie „auf der Megaebene entscheiden“ und meint damit die Politik. Dann kann sie sich prima Arbeit besorgen bzw. hat mit vielen Kollegen Beschäftigung und Lebensberechtigung auf Jahrzehnte oder bis an ihr Lebensende. Ist schon praktisch so ein Flüchtlingsstrom. Quasi Win-Win-Situation. Es gibt nur Verpflichtungsgutschein und Möbellagerscheine und für die Matratze gibt es 80,- €. Damit kommt man nicht weit. Sie will Futon. Matratze ist wichtig. Sie hat Rückenprobleme und Asthma. Alle Möbel müssen geliefert werden. Auch dafür brauchen sie ein ärztliches Attest. Meine Freundin aus der Beratungsstelle sagt, warum auch in gesund könne man Möbel schlecht alleine tragen und irgendwie hat das viel für sich. Herr Ihme soll nur noch Hofausgang bekommen, damit er in der Klinik bleibt bis zum 12.08. dann findet die Zahn OP statt. Meinen Segen haben sie. Sie sollen es bitte so umsetzen und ich gebe mein Okay und stelle alle notwendigen Anträge bei Gericht. Bin auch nicht weg und immer erreichbar oder melde mich zurück. Ist das klar? Später versuche ich es mit Patiententelefon. Er will nicht mit mir sprechen bzw. nicht ans Telefon kommen. Das Gericht fragt ob er Betreuerwechsel noch will. Das kann ich gar nicht sagen. Eine neue Kandidatin, die beim Kollegen in Behandlung war und in Linden wohnt ruft mich an und bewirbt sich. Klingt nett. Für Nachwuchs ist immer gesorgt und irgendwie bin ich verwöhnt, weil sie meistens echt Fans sind. Er war es ja auch und wollte adoptiert werden. Gruftieauto steht vor der Kanzlei. Kollege schickt mir Foto. Bananentörtchen bei Luiz, Banana, yam, yam. Bei Alles, ich kaufe doch den Rock für Stefanie, weil ich denke, da steht ihr Name drauf, sie liebt diese Grüntöne, neon und lind  und die Muster mit Blumen, die gemalt ausschauen und er hat eine tolle Qualität und kostet 2,50 € und das Risiko, dass er in den Kreislauf zurück kehrt, ist überschaubar, wie ein Milchkaffee, billiger noch. Treffe die Frau Schneewittchen von Fenster zur Stadt. Sie kauft zwei Männerhosen, immer der Fetisch frage ich sie. IMG_1510-1IMG_1509-1 Dann wieder rum spinnen mit Mera Luna. Wir brauchen Doggen sagt der Kollege. Ja, die ziehen mich in einem Ben Hur Wagen und er dann: und Stephan und er taumeln angekettet hinterher und ich peitsche nach vorne und nach hinten. Das Lineup spottet jeder Beschreibung, Joachim Witt! Wer will den sehen und Philipp Boa, der vor 20 Jahren schon ein frustrierter alter Mann war, der nichts Neues gemacht hat und Nightwish, da sieht das Plakat schon so scheiße aus. Dafür Geld zahlen und auf ein Festival fahren. Da muss es wohl was anderes geben, was die Leute kommen lässt. Ich merke, dass ich mich zu doll aufrege. Will gleich mit jedem in den Ring steigen wie mein Kollege treffend anmerkt. Fast jedes Telefonat endet mit einem Wutanfall meinerseits und dass ich den Hörer aufdonnere. Das geht so nicht weiter. Will beim Geschäft unten Stein in die Scheibe schmeißen oder der Frau einfach sagen, wie scheiße ich sie finde, dass sie keinen Geschmack hat und ich hoffe, dass sie bald pleite ist und dann mit ihrem unvorteilhaften, stumpfen Alkoholikermann zuhause sitzt. Eine Mitarbeiter, die so gut, ja überqualifiziert ist und tausende von Euros an Umsatz erwirtschaftet bei 8,50 € die Stunde trägt kein unternehmerisches Risiko. Punkt. Klingel aus dem Keller geht zu Andrea. DSC02668 Mein Herr Messy mit seiner Wohnungskündigung und drohenden Räumungsklage, ich treffe den Pflegedienst am Montag. Die entfernen den Staub aus dem Treppenhaus und die Blätter von der Fensterbank. Er muss seinen Fahrradschrott entfernen aus Räumen, die er nicht gemietet hat und auch vom Dachboden meines anderen Betreuten. Die Schwester meint, er arbeite gut mit. Ich bestehe darauf, dass wir uns vor Ort treffen, weil ich glaube, dass sie an der Sache vorbeiarbeiten. Der Typ breitet sich aus wie Hausschwamm. Harte Worte, aber ich stehe dazu. Der Kollege verabschiedet sich mit einer Outfitzeichnung ins Wochenende. Er in Naziuniform mit Stiefeln und mein Mann mit sehr vielen Muskeln und nacktem Oberkörper mit Neubauten-Logo und Tütü. Die böse Frau saß vor dem Stoffladen und hat Eis gegessen sagt die Azubin aus dem Hutgeschäft. Dass ich so gesehen werde ist keine Überraschung für mich. Früher war ich nur 3 Tage im Monat böse, sagt Stephan. Es nimmt Überhand. Einladung zum Essen. Häkeldecke und den Rock, den ich doch gekauft habe, werden verschenkt. Das kleinere Dreieckshäkeltuch, irgendwie sinnlose Größe, aber Wolle ging aus, behalte ich erst mal als Erstlingswerk und weil sie sich so gut als Burka macht und das Muster dann völlig anders wirkt. DSC02672DSC02669DSC02670

Die Geldwaschanlage in Gestalt einer Pizzeria gegenüber. Die anderen Gäste bringen verwelkte Blumen mit. Die Gastgeberin erzählt von Hausbesuchen in ihrem neuen Job. Chico kann das nicht verstehen, ich total. Die Nachbarin ansprechen und vermitteln, wenn jemand sich krankheitsbedingt am Lärm stört und sich nicht traut. Für Verständnis werben, dass die nicht ihr den Abend versauen will, sondern es einen medizinischen Hintergrund gibt. Und andererseits der Patientin zeigen, dass die Nachbarin kein Monster ist. Die Gastgeberin regt sich auf über den Typen gegenüber mit nacktem Oberkörper, der sich auf die Regenrinne raussetzt. Das geht ihr zu weit, so ästhetisch und so. Auch die Keramikkatze regt die Gemüter auf. Ich kann da mehr ab. Vielleicht sollte ich ihr hier mal einen Hausbesuch mit meiner Hilfe anbieten. Vermitteln auf ästhetischem Gebiet. 2 Uhr. Zu viel Wein getrunken. Wir bleiben länger als Chico.

08.08. Der tote Klaus aus dem Kanal. Außerdem: ist Berlin mit einem Fluch belegt? Mein Mann, der Fliegen mit leeren Wasserflaschen jagt, will sich nicht für die Grufties verkleiden, für eine Privatparty macht er sich zum Deppen. Ich kann’s verstehen. Karin und Georg auf dem Markt, Zitronen und Mandelküchlein aus Castellabate. Yam, yam. Wir fahren in die Stadt, Einkaufen ohne was zu kaufen ist Frust pur, Wolle, Kalender, Minions-Koffer. Nichts klappt. Noch mal Danke von Stefanie für das Tuch. Das hat Stunden, Tage gedauert. Ja, ist ja meine Ergotherapie und ich war so süchtig nach neuer Baumwolle, dass ich ins Fairkaufhaus gefahren bin. Neu kaufen geht nicht, verstößt gegen meine Religion. Gebraucht gibt es nicht, wäre echt großer Zufall. Loblied auf meine Mutter. Hatte ich im Büro schon gehalten. Da ging es um berufstätige Mütter als Vorbild. Ich sage, ich bin fasziniert von meiner Mutter. Es war ein Glück für mich als Kind, dass sie total Mutter war und immer da, wenn man aus der Schule kam und offenes Ohr, gekochtes Essen und nicht nur bis 8. Gleichzeitig selbstbewusst und nie abgeflacht. Interessante Gesprächspartnerin für ihren Mann auf Augenhöhe. Internationale Gäste in beliebiger Anzahl bewirten. Sie war früh berufstätig und sehr erfolgreich und das in einem Job, den sie nie machen wollte. Sie hätte locker Ärztin werden können. Danach behinderte Tochter, viel Engagement und ehrenamtliche Projekte, nie verlegen. Jetzt ist mein Vater Rentner und wird betüttelt und richtig verwöhnt. Das Essen muss Gourmet schmecken, dass er sein Gewicht hält. Ihm den Rücken frei halten und den Familienbetrieb schmeißen, das hat sie eh immer perfekt gemacht. Das reicht den meisten Frauen heute nicht mehr, nur Hausfrau und sie wollen arbeiten, um sich selber zu verwirklichen. Die Arbeit ist aber mehr Hobby, Egoismus und bringt wenig Geld ein. Der Mann soll trotzdem nach dem Dienst als Oberarzt, kochen und staubsaugen und die Kinder versorgen als selbstverständliche Pflicht. Die Aufgabenteilung ist dahin, aber die Gleichung geht nicht auf. Die vermeintliche Gleichberechtigung verursacht eine Schieflage. Nähen mit Steffi. Sie näht 3 Korallen an das Körbchen. Ich rechne später aus, wie viele Sitzungen wir brauchen bis es fertig ist. Lasse sie meine Arbeit machen. Ich bin so was von unverschämt und faul. Sie kocht lecker Pasta mit Schinken. Sie berät mich in einer T-Shirt-Frage, wie man das cooler machen kann, das Castellabate-T-Shirt, Kragen abschneiden und Kordel an die Ärmel, mehr maritim. Kann ich häkeln, die Kordel. Sie ist verwundert: und das hat dann Kordel-Optik. Ich: nee, häkeln. Ich bin manchmal so stumpf, dass man es nur mühsam wiedergeben kann. Lästere über diese Hund-Katze-Maus Sendungen. Spielsachen für die Hunde, die von den Helfern ins Tierheim gebracht werden. Noch nie haben ihnen Menschen Spielsachen geschenkt und sie merken die Liebe? Ähh, es sind Hunde, wozu Spielsachen? Das gehört nicht zu deren Grundbedürfnissen, sondern zu denen der kinderlosen Tierschützerinnen. Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Wenn die Geschichte nur rührend genug ist, dann macht die Hundehaltung doppelt so viel Spaß und meistens wurde er im bösen Griechenland oder Italien über den Zaun geworfen (so der, den ich für einen Pudel halte beim Sonntagsausflug auf die Wiese). Suki weidet für sein Leben gerne, wie das reinste Schaf. Ich hatte Steffi Lurex-Teil mitgebracht. Neckholder, den ich mal „genäht“ habe, d.h. geschnitten und irgendwie mit der Maschine zu einem Schlauch verarbeitet. Sie macht einen Einteiler daraus und sieht derart sexy darin aus, dass es deprimierend ist. Davon berichte ich meinem Mann. Er will nichts davon hören. Steffi leiht sich den grünen Koffer, Jelly Bean und muss dafür Zehsocken und Trainingshosen nach Wien mitnehmen. Sorgerechtsstreit, ich hätte Suki zu Zweier mitgenommen. Suki ist auch nur ein Minion, der einen bösen Herrscher sucht, dem er dienen kann. Zweier on Fire. Doch weiter mit Alkohol. Gin and Tonic. Steffi kaut Gurke, nein, sie macht es mit den Fingern, das ist meine Phantasie. Man ist das Gelände groß geworden und immer nur noch geiler. Das ist derart kultig da, dass Brooklyn und Berlin entweder nichts Gleichwertiges haben oder man lange suchen muss. Ich verlaufe mich bzw. kann voll die Orientierung verlieren, voll Altersdemenz. Ein BMX-Bereich, die Container, die neu dazugekommen sind, die ganzen Pipes, ein Abenteuerspielplatz für klein und groß. Selbstgebaute Bank aus alten Skateboards. Das will ich für den Garten und spätestens im Altersheim. Es gibt alle möglichen Buden. Sandwichs. Der klebrige Pizzateig. Das sieht nicht so appetitlich aus. Der Cocktailstand ist dafür vollprofessionell und es gibt White Russian auch mit Kokos statt Milch oder Sahne. Die Plastikaffen für Cocktailgläser als Deko gibt es noch und Plastikbecher, die ausschauen, wie die Ikea-Milchkaffee bzw. Trinkgläser. Der Typ aus der Markthalle. Der Tisch ist getagt und er erklärt mir, dass sie das lesen, „Poesiealbum für Jungs“. Nicht verstehen kann ich die vielen Handytelefonate bei einer Luftlinie von 50 Metern. Das liegt eher am desolaten Zustand des Freundes. Immer wieder verabredet man sich und es klappt offenbar nicht. Warum laufen Frauen so einem Typen in dem Zustand hinterher? Ich verstehe es nicht. Ich würde eher weiter weg gehen. Der einzige Typ aus meiner Yogaklasse ist auch da. Marc und Olaf, die beiden Ex-Freunde der Sizilianerin. Ich will die Zusammenführung der Exen machen. Das kommt nicht so gut an. Marc habe ich seit 25 Jahren oder so nicht mehr gesehen, ich erkenne ihn und er weiß meinen Namen noch! Macht in Fliegerei. Ist beeindruckt, dass ich noch mit Stephan zusammen bin. Das kennt es nur von seinen Eltern. Es geht um seine Ex mit dem Sohn. Wir sitzen an einer Feuertonne. Ein junger Typ grillt ein Würstchen, sieht aus als würde er seinen Penis ins Feuer halten. Irgendwann ist der Käsekrainer dann schön braun und er teilt mit uns. Ich beiße ab. Ich stachele sie auf Möbel zu verbrennen und die Jungs tun einen Korbstuhl zu meinen Ehren ins Feuer. Ich schaue immer fasziniert in die dunkle Pissecke. Da steht ein Dixi-Urinal und die Typen stehen nebeneinander und es sieht aus als würden sie eine grauen Stein behüpfen. Ich denke an den Moonwalk von Suki, der von Jan beschrieben wurde. Der Bruder von Marc hat XXL Zigaretten, eine riesige Packung mit 50 Stück drin oder so von Hotel Amadeus geholt. Leider live Bands, die alle irgendwie gleich klingen bis morgens um 4 (dann sind wir gegangen), warteten eigentlich auf das DJ-Set mit unserer Freundin Sabine, haben dann doch die Segel gestrichen. 09.08. Meine Tante soll vor der Kur zu meinen Eltern oder sie dorthin und nehmen sich ein Hotelzimmer und kümmern sich dann 4 Stunden am Tag um sie. Meine Mutter muss schon deswegen mit, damit mein Paps Dampf ablassen kann, sonst wird das nichts. Es wird vermutlich eh nichts, weil das nicht umsetzbar ist und nicht gewollt was man so andenkt am grünen Tisch. Einer der letzten Zweier-Teilnehmer sitzt auf der Türschwelle und isst Döner. Er entschuldigt sich und sitzt mit dem Rücken zu mir. Dann wieder überschwängliches Lob für mein Hütchen, ernsthaft und sehr schmeichelnd. Das war am Abend schon sehr auffällig. Ich habe es wohl richtig gewählt. Die Hasen im Käfig sind Krippenfiguren aus der entsprechenden Gasse in Neapel. Ich werde jetzt eh Mitglied in dem Laden, weil die Liebe beruht auf Gegenseitigkeit. Flohmarkt Real ist nächste Woche, Brötchen gibt es nur noch normale, Ingwer beim Türken ist vertrocknet. Geht das jetzt so weiter mit dem Einkaufserfolgen? Nein, Obi-Parkplatz leider keine Kamera dabei und Handy in der Ladestation. Ich bin aufs Beschreiben angewiesen. Rotes T-Shirt auf dickem Männerbauch, der Kinderwagen schiebt: „Mann mit Grill sucht Frau mit Kohle“. Tätä Tätäratä. Willy Millowich Großes Ringelpietz mit Anfassen, Platte. Klodeckel mit Katzenmotiven. Marc und sein Bruder vor leeren Würstchenpappen, rauchend mit roten Augen sind auch wieder da und ziehen ihre Bahnen. Ich kaufe eine hässliche moderne Kirche, muss evangelisch sein. Zwei Dackelmischlinge, einmal Schäferhund, Weibchen, stark übergewichtig, tolle Pfoten mit definierten Zehen und schwarzen Klauen. Der andere hat Haare und Verdickung mitten im Gesicht, die Tierärztin meinte wie ein Klingone. Er ist zu dick. Liegt daran, dass er nicht reinrassig ist. Weil die echten Dackel sind alle so schlank. Ah so und hier ist eine dicke Hunderasse mit drin. Ich bekomme alles, sogar Baumwolle finde ich, so teuer wie im Laden und später nicht zu gebrauchen, ich habe schon eine Flohmarktmeise, der Seidenrock kostet nur 1,- € und das Muster ist Hammer, dafür ist er zu eng, hier gab es auch Postkarte für 10 Cent, das Tonschwein ist für Chorizowürste und ich will es Micha schenken (für andere kaufen ist auch ein Spezialgebiet) und jetzt habe ich noch zu allem Überfluss einen Schweinefuß mit italienischem Strumpfhalter für 3,- €. Biagio wird das nicht verstehen. Kann er in eine Clutch verwandelt werden? Er steht mir. Mein Gott ist dieses Foto unvorteilhaft. Ich muss wieder Bauchübungen machen, diese Movenyo-Pause macht sich bemerkbar. DSC02680 DSC02683 Stephan in seinem Minion-Kostüm, schneidet Äste im Garten. Sexy. Später stellt sich heraus, dass der Nachbar einen Hexler hat für Gartenabfälle. Stephan bewegt sich in der Wohnung orientiert in Hannover, im Badezimmer doziert er: jetzt Richtung Flughafen und jetzt Richtung Nordstadt, Günter während er sich vor dem Klo hin- und her bewegt. Ich hatte gefragt, aber meinte was anderes. Wie man von der Hildesheimer Straße nach Ronnenberg kommt. Das Ergebnis ist deprimierend für mich. Die Paybackgewinnerin an der Tanke. Ich hatte davon gelesen und sie tankt umsonst und hat vollgetankt für knapp über 50,- €. Sie kann ihr Glück nicht fassen und reißt die Arme hoch, so dass es Hilmar schon auffällt, der an de Säule steht und sich wundert, was wir mit der gemacht haben. Der Gastronom ist unangenehm großkotzig. Das stößt mich ab und ich lade doch nicht zu Tee und Gepäck, sondern lasse ihn zahlen, weil es 44,- € kostet und er von jedem Teilchen eines ordert für Zuhause, was wir dann tragen dürfen, weil er keine Tasche dabei hat. Die Teile liegen da offenbar schon länger und da probiert man doch vorher eines, meint mein Kollege. Ich hatte aus Protest nichts davon gegessen. Vorher will er mir ein Ticket kaufen, weil ich auf der Gästeliste stehe, aber ausversehen meinen Ausweis nicht mitgenommen habe. Ich will aber zurück nach Linden und ihn holen. Ärgere mich natürlich, dass ich mal die Doofe bin und wundere mich über den Hanebuthwinkel. Hier wohnte ein Typ, den sie als Kinder gequält haben. Festivalsupermarkt, dann Festivalkarte mit Stempel, wie ich es vom Flohmarkt von Berghütten und Retro-Postkarten kenne für Claudia, schreiben tue ich sie erst am nächsten Tag. Tolle T-shirts u.a. vorne: Inquisition, Hexenverbrennungen, Kreuzigungen und hinten: Wir wissen, wie man feiert, Ihre Kirche. Der Schwager meines Kollegen hat ein paar Jahre lang das Festival organisiert und jetzt macht es Scorpio oder wie die heißen, was die bescheuerte Musikauswahl erklärt, weil die wollen ihre Schafe, die sie unter Vertrag haben an den Mann bringen. Ist doch klar. Blixa Bargeld erinnert mich an Helmut Schmidt und ja, an der einen Stelle denke ist, jetzt wird er gleich sauer und flippt aus und der Bassist ist echt cool und hat Energie. Insgesamt machen sie eine gute Figur. Mein Gummihütchen, was ausschaut wie eine Säge war gut gewählt und sieht aus wie einer ihrer Instrumente. Nightwish, Helene Fischer meets Gothic sage ich nach dem Plakat zu urteilen, aber das trifft es ziemlich. Brachial, aber scheiße mit viel Pyro. Ist unterirdisch genau wie die ganze schlechte Goth-Mode von der Stange. Wer trägt so was? DSC02684 DSC02688 DSC02690 DSC02691 DSC02692 DSC02693 DSC02694 DSC02697 DSC02700 DSC02703 DSC02707 DSC02710 DSC02711 Hier wird Campingkultur ganz groß geschrieben und viele sitzen die Sache im Vorzelt aus und machen Party mit anderen Gleichgesinnten. Grill und Ghettoblaster haben sie dabei. Die Bühne wird nur selten aufgesucht. Felix, das Nesthäkchen, auch heute. Ich dachte damals mein Kollege ist Päderast als der in die WG eingezogen ist, weil er 5 Jahre jünger ist. Auf dem Heimweg ruft Felix, der beim Freund wartet, an, dass H. Bier mitbringen soll. Herri wenn es geht. Starallüren scherze ich. DSC02712

Ferienwoche mit Suki

25.07. Morgens Traum: Wir teilen eine Ferienwohnung mit meinem türkischen Betreuten, der nackt herum läuft und ein übertrieben großes Glied hat. Tolle Sonnenuntergänge, vor der Tür Rasen. Es ist heiß und wir sind unterwegs. Marc und Jasmin und die Jungs sind da. Ist das ein altes Kino da vorne. Leander spielt Flipper und ist total gut und kann die obere Ebene kaum sehen. Ich hole ihm einen Stuhl, aber da kommt er kaum an die Knöpfe ran, wenn er darauf steht. In der Küche sieht man durch das Fenster wie eine Herde Pferde außen vorbeigetrieben wird, Wildpferde und die Cowboys auf domestizierten Pferden dazwischen. Jasmin schaut nicht hin, das sah cool aus, es waren mindestens 400 Tiere. Wie hat es Jasmins Kollegen gefallen in der Wohnung. Da es nur dort geblieben ist und keine Ausflüge gemacht hat, fand er es eher langweilig, aber er ist ein Organisationstalent und hat uns 4 Fahrräder besorgt. Enten laufen auf dem Rasen herum und suchen ihre Eier. Sie sind in Brutstimmung und finden sie nicht.

Ich schaue mir Wohnung in Catania an. Der Etna ist richtig schön und so nah an der Stadt und supercool sieht es da aus, verfallene Eleganz und die Wohnungen sind auch sehr ansprechend, wieder mit Blick auf den Dom, viel Dachterrasse oder eine aufgesetzte Etage wie damals am Mont Martre. Da will ich hin und ich will heute kochen und Minzeis von Edeka holen. Erst mal Gaues-Wallnussciabata mit Rübensirup und ganz viel Butter und gesalzenen Erdnüssen. Ich bin süchtig nach Ültje zur Zeit, wie schwanger.

Edeka und asiatisch was kochen. Der englische Früchtetee kommt an (Geburtstagsgeschenk von Stephan noch mal Bestellung englischer Lebensmittel im Internet) und der Coco Pops Becher ist aus Plastik und so was von scheiße. Kann gleich weiterverschenkt werden.

Killers sind nicht so meines, aber Jamie Cullum. Entspannte Musik, gute Texte. Das Alter macht Jazz mit mir. „So what game shall we play today? How about the one, where you don’t get your way. But if you do, that’s o.k.“. Oder „When I look back at my ordinary, ordinary life. I see so much beauty but I missed it at the time“. Ohne Hütchen aber mit großen Ohrringen ist die Sommermode.

Kaffee mit Steffi in der Deisterstraße. Gut, dass wir für Minions nicht ins Kino gegangen sind. Hinterher gibt es noch Kingsman und wir verstehen mehrfach, warum der Film nichts für meine Eltern war. Nicht ihr Humor und mit James Bond hat das nichts zu tun, eher Men in Black Anleihen und dann das Massaker in der Kirche. Spätestens da war dann bestimmt Schluss mit lustig.

26.07. Tierisch schlecht geschlafen. „Ich frage Pat: führst Du mich gleich ins Schlafzimmer?“.  Auf dem Kackstreifen sehen die Bäume gerupft aus. Eckhart auf dem Kackstreifen mit Neapel-Tipps (Karl der III. hat Meissen-Mitarbeiter zur Hochzeit geschenkt bekommen „das war damals so üblich“ (dann hätte ich mir Baklava-Bäcker gewünscht) und die haben Motive aus dem Archäologischen Museum in Miniatur nachgebaut. Gab es nur 10 Jahre bis der Typ König von Spanien wurde). Er ist mit Stella unterwegs und hat Kaffeethermoskanne aus Metall mit dabei (Vollprofi). Er erzählt von der Kaffeepreisbindung in Italien und einem sehr edlen Kaffeehaus in der Altstadt, teuer wie in Venedig am Markusplatz, aber ein Espresso am Tresen kostet so viel wie in jeder Bahnhofskaschemme. Das muss es sein. Wenn staatliche Reglementierung mal Sinn macht, dann hier. Karin ruft an. Wir sitzen im Kurpark sagt er. Toller Ausdruck für den Kackstreifen, merke ich mir. Taxi-Konvoi aus HH, waren um halb 2 in Wunstorf. Er braucht den reinen Alkohol für Limoncello aus Limetten aus Brasilien. Die Schalen lagern schon im Kühlschrank. Flohmarkt, der Garten ist nicht abgesperrt, der Inhaber in Bremen „bei Bekannten“. Dann gehen wir erst mal rein und fotografieren alles durch. Flohmarkt Hainholz Werkbank aus Holz für Kinder und Sammlung 50er Jahre Souvenirnadeln. Traum und Schnäppchen. Die ganze Sammlung für 10,- €. Ich mag den Typen und handele nicht, weil ich den Preis mehr als fair finde. Die Fotoausstellung geht nicht, weil sie trotz Öffnungszeiten einfach zu bleibt und mehrerer Interessenten stehen dumm herum. Ich rege mich wieder auf über so was. Grimaldi Napels. Die Containeraufschrift freut mich natürlich. Auf der Limmerstraße geht es zu wie im schlechten Krimi. Junge, überforderte Polizistinnen mit gezogenen Waffen, die einen jungen Mann auffordern, „hin legen, Kopf auf den Boden“. Irgendwie werde ich fast zur Schaulustigen und muss hin glotzen, aber das ist schlechte Stimmung für den Hund, außerdem erwischt einen bestimmt bei so was noch ein Querschläger. Ich oder die Oma mit dem Rollator.

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Film Spy mit Susan Cooper. Suki hat auch ein Implantat im Hals und kann angeknipst werden und fängt dann an irre zu werden und sich selber aufzufressen (Selbstzerstörungsmechanismus quasi).

27.07. Viel Eilenriede im Matsch. Ganz viel. Meine Regenjacke sieht aus wie sau. Frühstückspause bei Frau Elefantenfuß. Suki darf Katzenfutter, ich leine ihn an und beschütze ihn dafür vor dem kleinen Monster.

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Clearing-Konferenz und alle sind da, auch eine Blondine vom Pflegedienst klingelt. Das abW wird genehmigt. Auf dem Rückweg halte ich spontan beim Kollegen, nur die Ehefrau ist zuhause. Er hatte Schlaganfall. Sie empfiehlt mit Eriwan, Armenien als Urlaubsstadt. Leckeres Essen, nette Menschen, viel Leben auf der Straße und auf den Plätze und alles sicher.

Mir ist nach dem Beratungsgespräch mit Steffi die Lösung für das Häkelhundekörbchen mit Korallenriff eingefallen, Schaumstoffverstärkung, zuschneiden lassen. Der Bettenladen in der Falkenstraße hat leider bis 14.08 zu.

Marc, Jasmin und die Kinder haben Bratwurst gegessen und waren auf dem St. Johannisfriedhof und die Kinder haben das Dürergrab gesucht. Die ersten Freunde, die unsere Grabstelle quasi aufsuchen. Ich hatte es als Freiluftmuseum angepriesen.

Im Büro bin ich angespannt und werde grob. Suki guckt verstört, hat er Angst vor mir? Haut ab aus meinem Zimmer und legt sich in den Flur vor die Tür. Hätte ich die Katzentransportbox aus Bast mitnehmen sollen, die morgens auf dem Container lag. Büro ist Horror für den Hund. Fühlt sich nicht sicher oder verarscht mich. Schwer. Draußen ist wieder alles normal.

28.07. Viel besser im Büro, meine Laune ist entspannter. Habe ihm Platz unter dem USM Regal gemacht unter der Glasplatte. Das ist er aus dem Weg und geschützt vor herunter fallenden Ordnern. Vorher viel Eilenriede. Läuft super rechts am Fahrrad. Frau Bettlägerig, fragt schon nach ihm, er Therapiehund, springt auf Komando aufs Pflegebett und macht dann auch Platz, weil er ihr sonst zu wild ist und beobachtet die knochigen Hände. Sie füttert ihm Aprikose, die sie vorher abbeißt. Die 1.000,- € hat sie abheben lassen, weil sie verreisen will. Kleiner Flirt mit dem Bestatter, dürfte in meinem Alter sein. Fragt meine nach dem Beruf meiner Betreuten Damenschneidermeister, er sagt nur den hinteren Teil und ich betone „Damen“. Es gibt Herrenschneider und Damenschneider. Das ist wie Bäcker und Konditor, stimmt’s, will ich von meiner bestätigt wissen. Zeige ihr meine zu engen Oberteile. Das findet sie bestimmt krass scheiße. Nein, es steht mir gut, meint auch der Herr Bestatter. Ihm wiederum tut das Knie weh vom Fußballspielen. Der Spaß wird 4.300,- € kosten und der Sarg ist nur 799,- € davon. Der Löwenanteil sind die Gebühren der Friedhofsverwaltung. Espresso schmeckt nicht. Hätte Ristretto nehmen sollen. Dittmars, Wollkissenbezug für Suki für den Fahrradkorb. Fischbrötchen für mich. Zu der Betreuten in der Großen Pfahlstraße, die Renovierungsprobleme durchfotografieren. Dann Mittagsimbiss auf den Gräbern am Königsworther Platz. Ist sehr windig. Er fährt super im Fahrradkorb und ist irgendwie müde und will gar nicht mehr raus. Im Büro auf seinen neuen Textilien ruht er vor sich hin. Kein Gebelle, wenn geklopft wird. Ich habe trotzdem das Gefühl, dass er denkt, er muss mich bewachen und die rotgeäderten Augen versuch er auf zu lassen, auch wenn sie zufallen. Nachmittags ein Betreuter, der stinkt und hektisch ist. Er bellt nicht, geht dann zu ihm und legt sich auf seine Füße. Neues Schaf, zurück auf seinen Platz. Der hat Unterlagen vergessen, fährt noch mal nach Hause und lässt dabei die Brille auf meinem Schreibtisch liegen. Ich bin glücklich, das Bellen ist weg und die Entspannung ist eine Frage der Routine. Mehr Tage am Stück wird helfen den Donnerstag besser zu integrieren.

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Die Betreute mit dem Sofa hat massive Probleme damit und war deswegen schon in der Klinik. Ihr Therapeut war auf meinem AB und hat nach dem Urlaub bei mir angerufen und meinte: „ich merke, dass Sie verärgert sind“, damn right und ich dachte: das Therapeutengequatsche kann er sich für seine Patienten aufsparen. Ich habe einen Vormittag lang Probesitzen und Kaffee trinken mit ihr durchexerziert. Was soll das? Heute habe ich sie länger dran und ihr Oberarzt ist der, den ich schon länger duze, aber seit neustem zu meinem Geburtstag einlade und privat treffe.

Der Ratgeber des Bestatters ist echt unterhaltsam. Hier findet sich wirklich alles sogar Formulierungen für die Schleife: „In Liebe und Dankbarkeit“; „Ruhe in Frieden“; „In Liebe undTrauer“, „Verbunden im Glauben“, „Danke!“, „Unser (m) lieben Mutter/Vater (Vornamen der Kinder)“, „In tiefem Schmerz“, „Für immer in unserem Herzen!“, „In lieber Erinnerung“, „Als letzter Gruß“, „Ein stiller Gruß“.

Abends dann Post von unseren neuen Freunden, dem besagten Chefarzt wegen Tropeano mit einem Zitronenetikett und es gibt Stahlwolle vom Nachbarn für meine Anstecker aus den 50ern. Die Nachbarn stehen vor der Tür und übergeben den Schlüssel an Jan, weil sie weg fahren. Sie machen mit Kindern und Eltern bzw. Schwiegereltern eine Kreuzfahrt. Endlich habe ich Augenarzttermin gemacht. Keine Lust mehr scheiße auszuschauen, obwohl die Pickel schlimmer waren.

29.07. Heute üben wir Straßenverkehr. Absperrungen am Ihmezentrum, direkt hinter uns macht der Schaufelbagger den Asphalt kaputt und vor uns donnern die Lkws vorbei. Ich bleibe gelassen und der Hund auch. Sportfreundin von Movenyo mit Langhaarchihuahua. Sie spielen gut miteinander, er und Suki. Ist erst knapp über ein Jahr und kann gut laufen, vergleichbar mit Suki oder schneller. Ja, so was ist kein Schoßhund, Yorkshire Terrier sind nicht tot zu kriegen und können 40 km am Rad rennen und sind anschließend gelangweilt. Das unterschätzen die Leute, dann eher Listenhund anschaffen. Die wollen nur kurz um den Block.

Kollege habe ich Wagner aus Lego aus dem Nordbayerischen Kurier mitgebracht. Tristan wird erklärt mit Legofiguren. Zwei Tote im Freibad. Becken war leer. Zwei junge Männer sind reingesprungen. Der eine lebte noch und starb später. Das ist grausam.

Sofa-Storno 200,- € aus Kulanz, habe ich wieder gut gemacht.

Der Syrier mit der verkrüppelten Hand. Suki hat einen neuen Freund. Wir besuchen ihn zuhause am 11.08.

Mittag beim Türken und es regnet in Strömen. Wir harren draußen aus. Es soll eine Markise geben, wenn er den Mietvertrag verlängert. Er ist stolz auf uns.

Richtig viel Laufkundschaft. Ich bin echt stolz darauf, wie cool der Hund ist und wie super ich ihn hinbekommen habe. Oft bleibt er gleich ganz liegen wenn ich meine Geschäfte erledige.

Dass der Nachbar Zuhause im Treppenhaus werkelt, ist eine gute Übung für Suki. Wenn dann wufft er nur einmal. Ich ignoriere das. Bei der Arbeit ist er ganz still und kennt den Ablauf mittlerweile.

Stephan hat Georg in der Markthalle getroffen. Es war noch krasser. Die waren schon im Sinkflug auf den Flughafen Hannover und der Pilot ist 10 Meter über dem Boden durchgestartet und nach Hamburg geflogen. Stephan geht zu Gaues. Wir sprechen oft über den Schäfer’s Bäckereistand, der auf einmal abgerissen, d.h. einfach weg war, dem Erdboden gleich gemacht. Stephan fragte eine Gauesverkäuferin spaßeshalber, ob Beine brechen nicht genügt hätte (in Bezug auf die Konkurrenz). Sie versteht den Witz nicht.

Kollege mit Arschlochbeagles im Park, Suki steht dazwischen und der eine geht auf ihn los.

Meine Mama liebe ich -auch deswegen – weil sie mein Gebastele hemmungslos unterstützt und ohne nachzufragen mir Wollreste und alles was ich will durch die Republik schickt, meine liebe Mama. Die dünne Baumwolle ist nicht dabei, aber die Seide und ich häkele den ganzen Abend vor mich hin.

Stephan spricht von den Leuten beim Sport als „Kollegen“. Ich sage. so reden nur Arbeitslose, Alkoholiker oder Junkies unter meinen Betreuten. Die sprechen immer von Leute aus der Szene, anderen Junkies vom Schünemannplatz z.B. als Kollegen.

Ich kann nicht einschlafen und weiß echt nicht warum. Das linke Bein ist unruhig. Der Hund ist aufgeregt und qieckt auf, vorher war er aufs Bett gesprungen und hat sich nur mühsam entfernen lassen. Alles Manipulation. Vielleicht merkt er die angespannte Stimmung im Rudel. Er kommt einem jedenfalls vor wie übermüdet und kommt aber wegen lauter Kontrollzwang nicht zur Ruhe. Ich verziehe mich aufs Gästebett.

30.07. Morgens die Verfolgung durch Suki muss unterbrochen werden. Als zwei Erziehungsberechtigte kann man das auch besser durchsetzen. Runde Georgengarten.

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Wir treffen die Spitzenmischlinge von Herrn Ihmes Nachbarn. Die weiße Wurst mit dem Gehfehler. Man sehen die geil aus. Vorbei an den Aufbauarbeiten des Fairmannsfestes. Am Lindener Marktplatz treffen wir Jan, an dem er nicht nur rüpelhaft hochspringt, sondern er bellt ihn auch an und aus. Man merkt richtig, dass er ihn nicht ernst nimmt und als Follower ansieht. Wir gehen weiter. Jan will ihn nächste Woche in die Autisten-WG mitnehmen. Das macht er garantiert super. Ich glaube an Cesar, excercise, disciplin and then affection makes a balanced dog und im Büro auf seinem Platz schläft er endlich ein. So soll das sein. Dazu musste er wohl richtig übermüdet sein, um zur Ruhe zu finden. Die reinste Entspannung ist das hier. Es klingelt und Alfons bellt sich einen zu Recht und Frauchen kriegt das nicht hin. Suki ist wieder wach und schaut erwartungsvoll und ich will ihm das Gefühl geben, dass er damit nichts zu tun hat und ich alles Notwendige regele.

Morgen ist Critical Mass Treffen. Das wäre doch auch mal was. Der neue Hausarzt von Herrn Ihme die Praxis nennt sich Ärzte für alles. Das klingt etwas gewagt meine ich.

Mein russischer Alkoholiker hat Arbeit gefunden bei einer Fensterputzfirma und verdient ca. 12 ,- € die Stunde und fängt Montag an. Kann immer mitfahren und ist keine Zeitarbeitsfirma und nur 5 Minuten entfernt und man arbeitet im Team. Klingt optimal. Habe gesagt, dass mir nur bleibt ihm zu wünschen, dass er es nicht versaut.

Stephan begleitet mich zum Futterhaus. Zwei Katzenklos einkaufen und Hundefutter auf meine Rechnung. Macht Spaß. Seniorenfutter und Geflügel, brauner Reis ohne Weizen. Dann durch die Schrebergärten, am Mühlenberg vorbei nach Ricklingen. Schöner Familienausflug. Dann zu der dementen Frau, der ich gesagt hatte, ich komme mit Hund. Sie freut sich: „Ich liebe ja alle Tiere. Was ist das?“ Fragt sie entsetzt. Ich denke, sie regt sich über die Neuanschaffung der Katzenklos auf, aber sie denkt, dass sie einen Hund bekommen soll. Sehr süß. Auf dem Rückweg Edeka. Eis, Frischkäse und Ültje Großpackung.

Von-Alten-Park. Aggro-Dobbermann, XXL, d.h. dick. Die Frau kann kaum die Leine halten, fühlt sich offenbar durch Suki provoziert und will hin und wehe der bricht los und murmelt leise was von „hier ist Leinenpflicht“. Maulkorbpflicht oder gleich zum Abdecker wäre in ihrem Fall besser. So was regt mich auf, wenn die Leute ihre Köter so schlecht im Griff haben, schlechter mit Leine als ich ohne und eine Gefahr stellen solche Hunde dar.

Abends kommt Stefanie vorbei um sich einen Hut zu leihen. Nimmt den grünen Schirm von Fiona Bennett und ein rosa Uraltding aus Amsterdam. Suki kläfft, ich werde unlocker. Morgens übe ich mit Stephan klingeln und darauf reagieren bzw. es ignorieren. Wichtig ist, dass der Hund nicht vorgeht, wenn er so drauf ist, sondern zurück bleibt. Wir sitzen im Wintergarten und essen Eis. Ich kriege mein Gruner und Jahr Nadel wieder. Es fiel mir ein, dass sie auf dem Oberteil stecke, was ich ihr geschenkt habe und habe sie gebeten nachzusehen und sie für mich zu sichern. Stefanie mag meine Häkeldreieckstücher, so dass ich dafür eine Abnehmerin habe. Erfahre, dass sie mal in Hanau gelebt hat, wir sprechen von dem Freund, der Hotels einrichtet und ausschaut wie David Lynch. Ich schenke ihr eine schwarze Tasche mit schwarzen Perlen, Ledergriff mit Knoten und schönem Metallverschluss aus Rom, 1995, ein Highlight meiner Sammlung, aber es ist gut aufgehoben dort und ich trage sie nicht mehr und den Anstecker mit Segelboot, bei dem ich eine Fahne abgebrochen und wieder angeklebt habe mit blauem Isolierband. Sie lädt uns für Freitag nächster Woche ein. Meine Schwägerin arbeitet bald für Chinesen. Da bin ich skeptisch, rein politisch gesehen.

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31.07. Der Juli ist auch bald rum. In der Bar treffe ich Jan und kann ihn fragen, ob ich mein Kleid richtig rum an habe. Als ich dem Nachbarn sagte, man könne mal wieder grillen im Garten meinte ich wirklich, dass wir in das neue Restaurant von dem Ole Deele Koch gehen sollten, wie ich später feststellte als ich noch mal in mich hineinhorchte. Meine Frau Couch hat mit gestanden, dass sie nicht weiß, was ihr gefällt, sondern nur was anderen gefällt und für die dann Sachen bastelt und bei den Gefühlen wäre es genauso. Sie weiß nicht, was sie fühlt und hat jahrelang gelernt Gefühle vorzutäuschen, wenn sie glaubt, dass das gerade angebracht ist, dann hat sie gelacht oder geweint. Auf der Brücke trifft Suki eine junge Frau, die ihn kennt und seinen Namen ruft. Er geht zu ihr, springt hoch, wird gestreichelt und sie entschuldigt sich, dass sie ihn abgelenkt hat und macht ein Drama daraus. Ist bestimmt die Tiermedizinstudentin, das junge Ding. Sie muss ihn nicht aus der Ferne zu mir zurück dirigieren, sie soll einfach da bleiben und ich rufe ihn und fahre weiter. Gassigehen bei Soundcheck auf der Hundeauslaufmeile. Peter Holik macht mit einer großen Runde letzte Dienstbesprechung wie das ausschaut. Treffe Barbara, das Wollkleid sieht aus wie Vietri. Wir sehen uns nächsten Freitag bei Stefanie und bald ist Wochenende.

Mittags Familienausflug in die Stadt. Italienischer Mittagstisch. Er soll unten dem Tisch bleiben und muss erst noch ein gutes Restauranthündchen werden. Die Disziplin konnte Feininger perfekt. Er war in Tiefenentspannung und hat auf dem Rücken geschlafen während wir gegessen haben (er spürte halt auch die Energie). Während ich mit dem Essen beschäftigt bin, könnte der Hund eigentlich alles machen, weil ich es nicht merke, aber ungeschickt zieht er an der Leine und so ist es wie bei einem Angler und er Fisch hat angebissen. Herr Bock geht jetzt offenbar immer hier her und nicht mehr ins Clichy wie früher. Was ist echt unsexy finde ist blonde Männer (in diesem Fall ist er schwul, aber das ist egal), so stark gebräunt als hätte wären sie in Castellabate im Straßenbau tätig seit mehreren Jahren, dazu ein rosa Hemd, aufgeknöpft, so dass sie einen Ausschnitt tragen um stolz das unbehaarte Dekoltée zu zeigen, was penibel von Haaren befreit wurde. Suki trägt seine Fahrraddecke selber über den Rücken gelegt bei Saturn Hansa und die Fransen hängen an den Seiten runter. Sieht aus wie ein Lama, sehr lustig. Außerdem warum soll ich sein Gepäck, die nicht gerade leichte Wolldecke tragen, soll er selber machen, ist Aufgabe neben dem Hüten. Butch hat 30 Jähriges Betriebsjubiläum und erzählt mir, was sie alles für das Büffet macht, sie steht auf Fingerfood. Butch ist wie eine Zeitreise und ich muss an früher denken, sie hat blaue Haare und Saturn ist im Ihmezentrum und sie sucht Platten raus von Skinny Records oder so. Jetzt hat sie einen Bauch und die Klamotten sind unstylischer und sie spricht über Kochbücher und selber kochen, aber ich habe immer noch die von früher im Kopf, wenn ich mit ihr rede.

Herr Jungvater und Schrebergarten-bei-der-Mutter-Helfer, Haftpflicht klappt nicht rückwirkend. Er fragt sich warum ich keine Kopfschmerzen habe, mir müsste der Schädel platzen. Gespräch mit dem Kollegen über die neue Generation Eltern. Es geht um Role Models für Frauen. Dass meine Mutter nicht gearbeitet hat, war ein Glücksfall für mich als Kind. Aber kaum eine Frau will das heute noch, nur Mutter sein. Die Väter sollen voll arbeiten und dann noch die Wohnung saugen und den Kindern das Essen kochen wegen Gleichberechtigung. Viele der Frauen arbeiten nur als Hobby um sich selber zu verwirklichen, sage ich. Die Gleichung geht nicht auf.

Critical Mass Treffen. Auf dem Weg sehe ich Herrn Ihme auf dem Fahrrad mit Stöpseln im Ohr. Immer habe ich ihm in den Ohren gelegen mit Fahrrad anschaffen statt schwarzfahren und jetzt sehe ich ihn über den Küchengartenplatz fahren. Ich bin euphorisch. Treffen am Klagesmarkt. Kirin scheint was für aufgebrezelte Russinnen zu sein. Wir denken beide unabhängig voneinander, dass diese Liegendfahrräder und die Helmträger in einer extra Gruppe fahren sollten. Es macht Spaß, man kommt richtig rein und spürt die Macht der Fahrradgruppe. Das ist vor allem nach dem Treffen vor dem Bauamt und der Ansprache bei der es um ein goldenes Kinderfahrrad geht, was wir für einen Politiker hier lassen. Wir erfahren, dass Hannover 9 tote Fahrfahrer hatte und Berlin nur 12 und Kopenhagen 1 oder 3, je nachdem ob der Großraum dazu gerechnet wird und während Frau Merkel 20 € pro Einwohner im Jahr für Radwege ausgibt wird in Hannover 50 Cent investiert und das bei jedem zweiten Haushalt ohne Auto und das nur 2,8 % der Unfälle von Radfahrer verursacht werden. Wir sind die schwächste Gruppe der Verkehrsteilnehmer und der Mann aus Dänemark hat gesagt, dass Fahrbahnmarkierungen und Zeichen auf der Straße nicht helfen die Sicherheit zu erhöhen. Eine Familie ist mit unterwegs und das kleine Kind schläft die ganze Zeit vorne im Hollandanbau. Jetzt läuft er herum und hat einen tollen Bademantel an mit super Muster, den er gerade auszieht. Weiter geht’s. Einzelne Autofahrer rasten aus und machen Anstalten in die Gruppe zu fahren. Wenn Autofahrer aggro werden, haben wir ausreichend junge ambitionierte Fahrradkuriere, die die Flanken sichern und nur darauf warten, dass einer von denen aussteigt, damit sie sich mit dem Prügeln können. In der zweiten Hälfte klingele ich recht viel um meine gute Laune auszudrücken und man winkt zurück bei Schaulustigen Passanten. Ich sage dann so Sachen wie Fischsuppe und Risotto und merke daran, dass ich wohl Appetit habe. Fahren wir zu Edeka frage ich in Linden Süd und gibt es einen Imbiss am Ziel? Ich entdecke viel Neues in Hannover, das Gandhi-Denkmal bei Lorettas Biergarten, einen aus einem Baum geschnitzten Holzbären in der Deisterstraße, der super gut ausschaut und nachts die Gildebrauerei von hinten. Zum Schluss gibt es Speichenmotive gegen Spende. Der Typ meint, er kann sie mir gerne rein machen und lobt dann, dass ich es selber gut gemacht habe. War ja nun nicht so schwer.

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Maschseefest New Modell Army. Das Publikum dazu steht auf dem Fahrradweg, 90er mit Tribal und schwarz und gepierct stehen die Auswärtigen doof im Weg und auch ist mir das zu voll. Wir fahren zu Frau Hoppe. Hier ist es leer, unverständlich. Basilikum-klare Tomatensuppe, pfefferig mit getrockneten Tomaten und Riesengarnelen auf Spieß. Hammerlecker und viel zu günstig für 8,- €. Spinatsalat mit vielen verschiedenen Beeren und Ziegenfrischkäse und einer sauleckeren Vinaigrette, auch für den zu billigen Preis. Stephan isst Rindfleisch mit Pasta, Pinienkerne, Tomaten am Strauch und Rucola und ich Lamm mit totleckerer Soße und Olivenstampf sowie ganz leckerem Gemüse. Dazu ein sehr weicher, köstlicher Primitivo. Ja, sie können kochen hier. Beim einzigen Nachtisch auf der Karte, den es letztes Mal schon gab Kirschknödel mit Creme Catalan, kommt Christine raus um mir zu sagen, dass sie ihn versaut habe, weil sie statt Balsamico Sojasauce auf die Pflaumen gemacht hat. Jetzt schmecke ich es auch, danke dafür. Alles ist wie immer. Als ich die Vorspeisen lobe sagt sie, das Basilikum werde braun beim Erhitzen und sie wollte die Suppe klar haben und dafür hätte sie sie vermutlich noch ein paar mal sieben müssen. Wir kochen doch auch so gerne, nein, wir essen nur gerne, verbessere ich die Köchin und sage für mich sei alles gut so gewesen. Die 9-jährige Tochter der Mitarbeiterköchin aus Catania muss sich wieder den Abend hier herumtreiben in der Küche und mit der Bedienung amüsieren in dem Laden, in dem sonst nur wenige Tische mit Rentnern besetzt sind. Sie nimmt Suki mit an der Leine zum Spielplatz, erst darf sie nur zur Ecke, die Mutter ist streng. Suki will nicht mit. Sie ist grob, aber er muss da durch. Später will sie mir den neuen Trick zeigen, den sie ihm beigebracht hat (auf Kommando an ihr hoch springen). Das ist seine Paradedisziplin, aber er verweigert den Dienst. Sehr lustig. Kann man ihm das abgewöhnen mit so einem Training? Ist sie die geeignete Trainerin? Es macht ihn dankbar, dass wir ihn wieder mitnehmen. Pamela hat in Hannover geheiratet. Davon wussten wir nichts, gehören hier nicht mehr so dazu, haben es nie. Eine Frau habe ganz schlimm aufgelegt, Violent Femmes und Abba, erzählt Christine mehrfach. Ich empfehle ihr mehrfach Süditalien, soll mit der Köchin nach Catania, ja, sie weiß airbnb, tolle Wohnungen. Bei ihr im Laden läuft Internetradio. Wir fahren zurück und im Maschpark kommt Suki noch mal runter, aber er ist platt. Stephan ist so charmant zu mir und sagt mit mir wäre Höxter auch eine schöne Stadt. Der Hund ist fast so übermüdet wie in Berlin. Er ist dankbar als wir ihn nach einem Vollbad unsererseits ins Bett schicken um dann alle schlafen zu gehen.

01.08. Ich schlafe die restliche Nacht im Gästebett. Morgens Wadenkrampf. Immer wieder Träume von verstopftem Abfluss, ich ziehe den Stöpsel und lasse das alte Wasser raus aus dem großen Becken, überall Tierchen und Fische. Der Steuerkollegin aus dem Büro erkläre ich was ich hier so mache. Ein großes Haus, so eine Art Militärdienst, es scheiden welche aus und kommen neue Kandidaten, schwarze Männer mit viel Muskeln in Tanzvideos, die sich echt gut bewegen können. Das schaue ich mir gerne an. Ich wohne oben und muss immer viel Treppe laufen, dafür habe ich zuhause einen Blick aufs Meer, auch wenn das nur ein deutsches Meer ist und das Wasser ganz schaumig aufgewühlt, weil es gerade Winter ist. Nur eine junge Frau schwimmt. Die Glockseeleute versuchen Straßenbauarbeiten zu torpedieren und haben Schweißgeräte an die Baggerschaufel angebracht und perforieren die. Der Schichtwechsel ist gerade eingetroffen. Wenn die Polizei kommt, dann sagen sie sie wissen von nichts und dann kann man es ihnen nicht nachweisen (das ja eindeutig mit den Fahrradkurierpunks von gestern Abend zu tun, diese Episode). Ich wäre da nicht so optimistisch. Ich bin in der Glocksee und es geht im Gerd und Jimmy. Der Traum franst aus und ich werde wach. Es ist nach halb neun und der Tag liegt vor einem. Toll. Morgen geben wir den Hund wieder ab.

Suki muss heute etwas mehr Geduld aufbringen. Wir chillen morgens und haben Wochenende. Bei Beschwerden soll sie sich an mich wenden und ich bringe sie zurück zu der Neunjährigen. Der Hund macht es gut und kennt es bestimmt von seinem Frauchen. Ich weide einen Altkleidercontainer aus. Baby-Alpaka Schals und einen Tüllrock für Mera Luna. Wegen Fairmannsfest wähle ich einen anderen Weg und lerne heute das urban gardening in Linden Nord Nähe Freizeitheim kennen. Dann Bar mit Isabel, die mit den Holland-Ansteckern den Kinderwagen verschönert. Wir erzählen von der Fahrraddemo. Bei der Beschreibung eines Hollandrades für Kindertransport mit einem Holzsarg vorne dran muss er lachen. Ich komme Mittwoch mit meinen Schwiegereltern mit in sein Studio, Atelier, Werkstatt. Factory kann er es auch nennen. Das Baby hat Schwierigkeiten einzuschlafen. Eine Betreute sitzt am Nachbartisch, aber wir verhalten uns neutral. Betty, die Bedienung, die ich süß finde ist verknallt in Suki. Isabel meint, es seien genau die Hunderassen, die sie ihr mal gezeigt habe.

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Meine Betreute ist beleidigt, weil ich ihr gesagt habe, man muss Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden und, dass alte Wasserränder von einem Wasserschaden vor Jahren den Vermieter nicht interessieren, gerade wenn sie selber streichen will und keine Firma in der Wohnung haben will. Entweder man lässt das zeitnah beseitigen oder man macht nichts. Dann muss man nicht Jahre später so pseudomäßig darauf rumreiten. Das disqualifiziert einen eher wenn man mal ein echtes Anliegen hat. Jetzt ist sie beleidigt und will nicht renovieren.

Später noch mal Lidl, auf der Suche nach dem Matcha-Tee Eis. Kaufe Nusssortiment. Hätte ich die Glückskekse holen sollen? Ein Moslem mit Bart, gehäkelter Kopfbedeckung und langem Gewand lässt mich und einen anderen Typen vor. Der andere kauft Reiswaffeln und Rotwein. Vor uns kauft die Familie ca. 12 Melonen und Kamillentee und dann wird getrennt gezahlt, wieder Melonen und Milchkaffee. Ingwereis auf dem Kackstreifen. Ein Ehepaar kommt vorbei, er ist gebeugt und schiebt ganz langsam den Rolator, wie Dr. Nefario. Den Berg hoch muss sie das Gefährt hochschieben.

Abends kommt Tyark nicht, wir zum Inder in der Jakobistraße, Guru, neue indische Zeiten. Micha holt uns ab und Suki fährt saucool im Fahrradkorb. Hier war die laut klingelnde Fahrraddemo die Feuerprobe. Gut, wenn Stephan mitfährt, dann Eule und Hals richtig verdrehen. Der Bierläufer aus Linden, der immer eine Flasche 0,5 l Bier in der Hand hält und stramm läuft (ich sehe ihn oft bei uns vor der Tür und am Schwarzen Bären), läuft offenbar nicht nur durch Linden, sondern auch bis zur Jakobistraße und darüber hinaus. Wusste nicht, dass er so ein großes Revier hat. Was? Conti-Gummi ist giftig? Eine ganz schmale Lesebrille über die man hinweg schauen kann, wäre vielleicht besser gewesen, weil mir so immer schwindelig wird. Die Vorspeisen sind sehr mittelmäßig, die Weine auch, aber die Hauptgerichte gut. Utas Mutter ist gestorben, auch hier wieder der Wunsch, dass es schnell gehen soll und dann eben meine Erkenntnis, dass man es nicht so in der Hand hat und ich gebe mich mehr dem hin, dass ich denke, es wird so, wie es richtig ist und ich habe keine Allmachtsphantasien das bestimmen zu wollen und alles im Griff haben zu können. Irgendwie muss man am Tod ja auch reifen für den nächste Inkarnation oder so. Der Inhaber baggert am Nachbartisch eine blonde Studentin an, die allein isst. Jetzt sind sie nächste Woche verabredet. Unser Freund aus St. Pölten taucht nicht auf, er war beim falschen Inder in der Jakobistraße und wartet auf uns im Ihmerauschen, aber drinnen, wo wir ihn beim Vorbeifahren nicht gesehen haben. Draußen ist es zu kalt bei den Temperaturen die er von dort kennt. Ich achte darauf, dass mein Radlicht keinen blendet. Darauf hatte mich neulich ein Rolli-Fahrer aufmerksam gemacht und da war es noch hell, wie der Rückweg aus Ravello mit dem Mietwagen und jedes entgegenkommende Auto hat Lichthupe gemacht, weil wir geblendet haben (Fracht zu schwer). Bei Tyark geht wieder um das böse Fliegen. Tyark bekommt ein Auto von seiner Mutter, die nicht mehr fahren will ein „Mädchenauto“ geschenkt und holt es ab. Er muss jetzt verstärkt nach Kärnten und mit 3 Paar Schuhen. Da braucht man also schon ein Auto. Das finde ich unsexy. Tyark hat zwar dicke Stiefel und einen Feldjägerrucksack, aber meiner kann tragen und zwar richtig viel und es ist kein Problem. Da darf ich ruhig 30 Hütchen mitnehmen auf die Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch der befreundete Schauspieler, der dann Engagements in zwei verschiedenen deutschen Städten hatte und deswegen den Führerschein machen musste. Wir finden das lächerlich und ich bin ja gegen den Individualverkehr und die Autos, die den Sprit verfahren, den die Flugzeuge als öffentliche Verkehrsmittel benötigen. Wir werden uns nicht einig. Es gibt Gin-Tonic in Bowlengläsern, der Null nach Alkohol schmeckt. Der Jack Russell Mischling des Wirtes ist in Braunschweig überfahren worden als er nicht dabei war. Kommt mir bekannt vor. Gut, Braunschweig, so fies war es bei uns nicht.

02.08. Frühstück für Tyark, dann auf die Wiese mit Mann und Hund und dann auf den Faustflohmarkt. Mann: Fahrrad am Bügel anschließen, hier klauen sie alles. Sie: meins ist platt, damit kann man nichts anfangen. Er: wird trotzdem geklaut. Picknickdecke lasse ich im Korb. Probe aufs Exempel. Ich kaufe eine schöne Plastikkette mit Spiegelei in der Bratpfanne, Lippenstift und Wecker (für 1,- €). Als ich Smalltalk mache und zu der Verkäuferin sage, heute sei mehr los wegen Fairmannsfest will sie von mir wissen: „was ist eigentlich dieses Fairmannsfest“. Ich: so mit Musik und sie: „und warum Fairmann“. ÄÄhhhh, wegen Ihme und weil das interessant klingt, so mit Wasser und so. Ich kaufe dann noch überteuert einen Ring mit pinkfarbenerTrockenblume und passendem Anhänger dazu sowie ein Krokodil aus Holz mit Muscheln als Augen. 4 Stunden draußen. Stephan hat die Ruhe Suki parallel laufen bei zu bringen (seine schwierigste Übung wegen Hüteinstinkt). Er auf dem Bürgersteig und wir auf der Straße mit dem Rad und teilweise kein Blickkontakt wegen parkender Autos. Das ist richtig Kopfarbeit für ihn, aber er meistert es super und will ja alles richtig machen.

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Mein Bruder. Ja, der legendäre Campingplatz und ja, ich glaube das man das mit einem Städteaufenthalt kombinieren kann um „den Kids“ nächstes Jahr was zu zeigen. Er muss nach 3 Wochen Morgen wieder arbeiten hat aber dienstags seinen freien Tag. Das Wichtige vergesse ich zu fragen: Warum hat ihre Urlaubspostkarte vom Campingplatz in Italien nur 80 Cent gekostet und meine Karten aus Italien 95? Als Stephan zum Sport geht muss der Hund Buhbuh machen. Unser Rudel ist mehr als er gewöhnt ist und er zieht sich ins Schlafzimmer zurück um sich zu erholen. Was er nicht weiß, wenn Stephan wieder kommt ist der Spuk hier erst mal vorbei und es geht zurück zu seinem Kumpel und in seine Stammfamilie. Mera Luna Festival, die emails bekommen für Gästeliste. Immer wieder Tiefschlaf bei Suki, er liegt zu meinen Füßen und die Beine zucken als würde er laufen. Halina macht große USA Reise, wohl auch Texas und lässt sich tätowieren. Pat holt ihn ab und freut sich auf sein eigenes Bett, weil Mikrusch wäre sie eine Granate, Kanone, weiß ich nicht mehr und dann drängeln die ganze Nacht. Was für ein Offenbarungseid wenn der Hund nicht nur im Bett schläft, sondern man sich von so einem Scheißer den Schlaf rauben lässt. Der würde so was von mir aus dem Schlafzimmer verbannt.

Fairmannsfest. Viele Alte und Behinderte. Halt die Glockseepossy von früher nach dem ersten Schlaganfall. Als erstes treffen wir die Metzgersfrau. Dann Janine und Andi und ich darf den jungen Mann von gestern Abend auf der Brücke zitieren und sage: ich war noch nie beim Fairmannsfest. Erstaunen und dann Erheiterung. Es gibt noch Crepes (insgesamt 3), eins mit Mandeln, Honig und Butter und wir probieren das vegane Eis auf der Fössestraße. Ein Security Typen zum anderen: machst Du auch Judo? Das kann man ruhig auch zitieren. Mein Freund von Critical Mass ist auch da. Eine Frau mit großer Wasserpistole und Kappe mit Ventilatorflügeln drauf kommt auf mich zu. Ich würde lustig ausschauen, ob sie mich nass spitzen darf. Nein, auch nicht die Beine? Ich will nicht nass werden, dann muss ich nach Hause. Was ist daran lustig?

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Es laufen 2 Filme OmU die Woche. Der Montag übers Autofahren lernen ist nicht so unser Thema. Mittwoch, Ben Stiller, der sich mit meinem jungen Paar anfreundet: „Arthritis, arthritis?“ Der Arzt: „I normally just say it once.“ Sehr gelacht, aber sieht sonst mittelmäßig aus. Vielleicht doch endlich noch mal ausgiebig Pipilotti Rist genießen und schauen was in meinem neuen Laden, dem Kunstverein, so läuft?

Stephan bringt mich ins Bett. Suki fehlt ihm. Mir auch, Familie ist nur komplett mit haarigem Kind.