Archiv der Kategorie: Sauerrahmbutter

Alltagsberichte – das Tagebuch

Business as usual

20.04. Traum am letzten Morgen in Berlin. Sabine hat ganz langes, dichtes Haare. Ich hatte – in echt – die Haare von Larissa angefasst und gesagt, sie seien dicht wie bei einem Pferd.

Hier ist es sauber wie in Zürich. Wir mögen Schmutz, aber die übertreiben es so, dass einem die Lust vergeht.

Post machen, auf Bußgeld wegen Verletzung der Ausweispflicht wird verzichtet, Konto wieder frei und Pfändung der Stadt Hannover ruht, Zulassungsstelle hat auch auf die Forderung verzichtet und ein paar andere gute Nachrichten warten auf mich. Kurzer Arbeitstag. 2 Stunden Anrufe und Post, dann Sport, aber nur ein Kurs, lieber Kino.

So eine Art Zivilbullen halten Radfahrer an, die gegen den Verkehr fahren. Das regt mich auf, haben die nichts Besseres zu tun, Herrgott noch mal. Ich warne Radfahrer, die uns entgegen kommen. Pizza auf Limmer endlich testen, Vorname wird gerufen. Pizza-Slut mit dem Emblem der Kette mit Käse gefüllter Kruste. Außen ist es zu windig. Wir gehen rein und verdrücken 3 Pizzen und ein Tiramisu. Weniger Hipster als in der Hauptstadt, auch wenn sie Englisch sprechen am Nachbartisch. Ich bin verknallt in Barbara und freue mich richtig sie zu sehen. Wir verabreden uns spontan für Morgen bei Beckmanns. Popcorn aus England, aber schlechtester Werbefilm der australischen Regierung. Ich weiß, warum die nach Addams Family keiner mehr engagiert hat. Wir hätten auch raus gehen sollen. Echte Zeitverschwendung, wie Gangsters Paradise in noch viel abgegriffener und der Slum als dekorierte Kulisse. Was war daran lesbisch? Nur sehr dezent am Rande. Auch die Gangster haben Regeln. Ein Kind als Zeuge und man ist draußen. Sonst Leute umbringen, kein Problem. Die Tür vorne zur Straße ist zu. Das hatte ich noch nie beim Apollo.

Heike hat einen cooleren Blog entdeckt. Die machen auch Korallen für den Kopf.

Meine Englanddosen von Fortnum and Mason im Bad. So fängt jede Sammlung an.

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21.04. Manchmal lasse ich auch nach mit den Naturbeobachtungen. Der Pflaumenbaum vor unserem Schlafzimmerfenster steht in voller Blüte und ich hab’s irgendwie nicht gemerkt. Die Kastanien sind auch schon fast fertig.

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Ich bin wieder verliebt in Hannover. Tollstes Second Hand Kaufhaus. Badehose wie aus den 70er, braun-orange mit graphischem Muster, original verpackt mit Reißverschluss und Fach für den Spintschlüssel oder Kleingeld für Pommes. Was zum Heike schicken.

Betreten ausdrücklich erwünscht, Blüten und Schirminstallation vor dem Bahnhof.

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Food Lovers sind nicht da. Wir gehen Kaffee trinken auf dem Markt. Der Stuttgartvoodoo ist gebrochen, d.h. es waren keine Sachen mehr ausgelegt im Fairkaufhaus und ein senffarbenes Wollkleid von Bleyle mit dünnem Ledergürtel, hammerschön, Größe 38 wollte ich nicht auf Verdacht kaufen für eine Frau aus Stuttgart, die ich kaum kenne. Diese Anzeige bringt mich zum Lachen.

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Bei der Spielsüchtigen, die sagt Gruppentherapie ist scheiße muss ich an meinen neuen Suchtberater, Sport- und Miniplifreund denken und erzähle ihr davon. Sie ist einverstanden, wenn ich ihn frage. Ihr geht es um das Thema sich willkommen fühlen bei Therapie und in Kliniken und das sei heute nicht mehr der Fall, aber in den 60ern so gewesen.

Warum meine Eltern cool sind und ich so Glück hatte? Haben mich wie Eltern behandelt und waren trotzdem Freaks, aber eben welche mit Führungsqualitäten und eigenem Leben, quasi Vorbild.

Frau Jogginghose fragt nach Hund, was ist das denn für einer und wie groß und ein Mädchen oder Junge (so was kann ich ja gar nicht leiden) und ist er kastriert. Zur Not binde ich den Köter im Treppenhaus an. Können wir dann eine Runde raus gehen mit den Hunden? Natürlich können wir das, aber ich will zumindest pro forma nicht die Hundebegegnung in den Vordergrund stellen.

Beckmanns, der dicke Bernersennenhund passt nicht zu mir, er will auch nicht mit mir mit und wartet sehnsüchtig am Fenster auf Herrchen. So behäbig wie der neben mir geht, wie ein dickes Schiff und immer wenn ich ihn anfasse, muss ich mir die Hände waschen. Bei Homöopathie und Gebärmutter raus hilft der Tierversuch. Hier kann man die Auswirkungen auf ein Säugetier testen ohne den Psychoeffekt. Unsere Freunde machen mir klar, wie assig ich in Sachen Mitarbeiterführung bin und das es so nicht geht und mein Auge auch total entzündet ist und mit einem Goldring behandelt werden muss. Der Kollege will angeblich noch mal mit mir sprechen und die Postkarte aus London, die an meiner Tür hängt, soll unfreundlich wirken. Ich fand sie lustig…..

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Zuhause ziehe ich mich aus und Stephan macht ein entsetztes Gesicht. Zu Recht, die beiden Lilaholzperlen, die ich verloren habe kleben an meiner Brust und sehen aus wie ein Blutschwamm, der über Nacht gewachsen ist oder eine lila Zecke. Eine der kleinen Perlen war noch auf der Toilette herausgepurzelt aus der Strumpfhose und ich habe mich gefragt, wo die Großen sind. Komisch, dass zwei fehlen, weil ich echt gründlich gesucht und mich abgetastet habe. Die Kette hatte ich in einer kurzen Pause vor dem Sport zuhause schon wieder geschlossen (Berliner Kekse statt teures Eis nach der Post). Wer hätte mit so was gerechnet und ich habe Sport damit gemacht und auf dem Bauch gelegen und Umkleide usw. Ist nicht aufgefallen. Jetzt Kette noch mal aufschneiden. Nutzt ja nichts.

22.04. Auf der Fahrt nach Ronnenberg merke ich, dass mein Gedächtnis leer ist wie ich in die Straße komme. Vielleicht schließt sich die Lücke noch. Hand leer, zwei Personen, die ich frage, denen sagt die Straße nichts, dann treffe ich eine Betreute, die hilft mir. Gut, dass ich überall meine Spitzel habe.

Schwuler Gutachter, gut. Er bekommt alles, langes Gespräch. Bringe gleich Pflegedienst an den Start Meine Taktik erst mal ein halbes Jahr schmoren lassen und jetzt der Arschtritt und die Fahrräder werden von meinem anderen abgeholt, sonst lasse ich anderen Betreuer bestellen. Will ich jetzt nach Scheeßel, weil mich das Plakat mit dem grünen Wildschwein anspricht? Suki an Haltestelle. Bloß nicht irritieren, der soll sein Ding machen und ich muss wegschauen und schnell ins Haus.

Elisabeth denkt, dass sie die Stimme ihrer Schwester hört als ich mit einer Wohnbetreuung telefoniere. Hat sie jetzt einen Knall? Ich kenne ihre Schwester gar nicht. Ambulante Wohnbetreuung will sie nie wieder sehen, die Zusammenarbeit zu sofort und für alle Zeiten kündigen, sie ist 35 und kein Kind und hat kein Vertrauen, sollte was unterschreiben, was ich zwischenzeitlich unterschrieben habe (war ich zu vorschnell als ich sagte, die wechselt alle 2 Minuten ihre Meinung und das kann man nicht ernst nehmen?). Nein, war ich nicht, 2 Minuten später können wir die Frau mit dem englischen Namen anrufen und sie verabredet sich für Freitag an der Osho-Disko. Ich soll mal mitkommen in die Stadt. Können wir Cola trinken auf den Stufen vor Pizza-Hut. Das klingt verlockend. Will Morgen zum Augenarzt und was zum Aufbau in der Apotheke kaufen und gegen Stoffwechsel, jeweils für 20 €. Muss das sein, irgendwelche Nahrungsergänzungsmittel. Sie kann das Geld auch für was anderes ausgehen schön shoppen bei Rossmann. Brustwarzencreme. Die hält aber lange, die Tube bei der kleinen Fläche. Die pflegt und schützt und hellt auf. Auch Schamlippen innen und außen, bei Schwarzen sind die dunkel, bei ihr auch etwas da wo der Knick ist und alle wollen rosa wegen Deutsch und Schwein. Das ist Werbung, warne ich sie. Ja, aber sie glaubt daran und wenn man nicht daran glaubt, wirkt es auch nicht. Wird Zeit für eine weitere Runde Goldring auf Auge. Entweder man investiert in die Wohnung oder in die Frau sein Geld. Das ist ihre Theorie, die sie wiederholt geäußert hat.

Kollege fragt mich wegen Fall. Angehörige verstorben, sie sind unzufrieden mit der Arbeit des Betreuers und zahlen gut. Ich habe weniger Lust das aufzuarbeiten was andere verkackt haben und mich mit Kollegen anzulegen. Ich mache es schon, wenn ich z.B. eine Betreuung übernehme, aber sonst will ich lieber selber gute Arbeit machen und mich auf meine Fälle konzentrieren, auch wenn das andere lukrativer ist. Das ist mir dann egal. Außerdem ist die Tochter eine Blondine mit Kind, die immer nicht weiß. ob sie mich grüßen soll. Ich habe sie mal sozialhilferechtlich vertreten und sie ist verklemmt und das gibt schon mal einen schlechten Vorgeschmack im Mund. Ich mache es dann trotzdem.

Neuer Bewerber vom Bewährungshelfer empfohlen. Jung, Alkoholproblem, stämmig, viel „Ja, klar“ sagen und unterwürfig sein. Wie mein russischer Alkoholiker nur ist dieser 4 mal so groß. Der Greyhound und der andere ist Suki, eingeschrumpft. Süüß, denke ich mir.

Mein Kollege hat Nerven wie Drahtseile. Er muss nach Stuttgart. Das Bahnstreik ist erzählt er mir morgens. Am späten Nachmittag, dass jetzt alle Züge voll seien, die vorhin noch Plätze hatten…Was soll ich sagen?

An der Ampel, Typen in meinem Alter gucken interessiert und ich spüre den Blick von der Seite. Ich denke immer an Being John Malkovic. Wenn sie mich hätten, sie hätten keine Ahnung was sie mit mir anfangen sollten. Haargummis nach dem Sport verloren, aber neue gekauft, auch für Katalin, kleine Tiere als Kinderringe. Betty beim Sport haben sie wieder die Blume am Rad geklaut. Ich habe schon die nächste am Start für sie. Simpsons. Homer bekommt den neuen Welpen von Ned Flanders geschenkt, weil der Hund ihn so liebt. Sein Schweiß riecht nach Cheeseburger. Bei ZIP 2 gab es „einen Aufreger“ wegen irgendeines Themas. Diese herrliche Ösi-Sprache. Wir lieben es.

23.04. Schlaf ist so eine geniale Erfindung, ohne Schlaf kein Leben, auch, dass der Kopf mal abgeschaltet wird. So eine Erleichterung. Meine rosa Haargummis, mit dem Verlust hatte ich mich schon angefreundet, liegen im Treppenhaus.

Bei den BM-Fotos auf dem Balkon machen, zeigt mir ein freundlicher Rentner unten Daumen hoch und winkt mir zu. Darüber freue ich mich, bin aber auch irritiert. Kennen wir uns?

Suki frisst ihrem Hund die Leckerli weg. Der ist so überfüttert, dass er seine Hundesalami fallen lässt. Auch Feuchtfutter im Napf wird geleert. Wir sparen uns heute Futterkosten. Der dicke, hundefreundliche schwule Wohnbetreuer hat Rollkoffer dabei. Wir wandern am Tennisplatz vorbei durch die Gärtner und sie gibt vor zu wissen wo es lang geht. Das wundert mich schon lange und ich sage, wir wollten die nächsten Kleingärtner fragen. Er ist auch einmal sauer, weil er Folgetermine hat und merkt, dass er es nicht hinbekommt und sich verarscht fühlt, aber von wem, weil gesagt hatte er nichts. Der ist genauso Schuld wie sie und offenbar noch blöder oder naiver. Die ehemalige Prostituierte der sie 14 Zähne gezogen haben hat einen Knall, ob ich sie fotografiert habe, nein ich fotografiere keine Menschen ohne Zähne, sondern die Gärten. Der Riesendackel ist wie ein Kind, sie wischt ihm Pfoten und Schnauze ab, wenn er nach Hause kommt wegen der Bakterien und er war noch nie krank. Die schnüffeln auch am Kot und Arschloch anderer Hunde herum und Hunde werden nicht krank wie Menschen und haben dann eine Erkältung. Die Gärten und was Menschen daraus machen ist schon eindrucksvoll.

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Suki ist wie ich. Elegantes Aussehen und prolliger Charakter. Wir haben denselben Hundegeschmack. Der ist der Hammer. Der türkische Senfhund, mit den tollen Augen. Erklärung: hat jeder seinen Senf dazu beigetragen. Bei dem bewirbt es sich ausgiebig um ein Spiel. Die Frau ist anschließend übersät mit Sukis Pfotenabdrücken vom staubigen Boden und sieht aus wie sau. Ich entschuldige mich auch. Mich springt er nicht mehr an, aber meine Betreute, Frau Zahnlos war Futterautomat und hat sich das bieten lassen. Prollig anspringen gibt Futter. Wir geraten in eine Horde Kindergartenkinder und er ist vorbildlich und geht dazwischen und alle Hände dürfen ihn durchknuddeln. Ich bin stolz und glaube er merkt das, meine positiven Gefühle. Das sagt zumindest Cesar. Angeblich ein Jack Russel, der kleine mit dem dicken Hals, sieht aus wie ein kleingeschrumpfter Panda. Hier vor der Bürotür, wenn einer aufreitet, ein Terrier, gleich Ansage, finde ich super. Im Büro wird nicht gebellt. Gut, ich hatte auch keinen der direkt an meiner Tür geklopft hat, aber telefonieren und Büroeingangstürklingel wird ignoriert. Das ist schon mal der erste Schritt. Nach den Gärten musste ich mich erst mal bei einem Kaffee aufwärmen. Schnullermobile in den Gärten. Abschlussfotos auf dem Kackstreifen. Suki fotogen wie immer.

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12 emails von der Frau, die Stimmen hört, obszöner Inhalt. Sie will Betreuungsrichterin Termin. Hat angeblich die Medikamente heute genommen, aber das wäre alles echt. Erste Email des Tages:

  1. 35 Uhr
    Bin in der Bahn .
    Sagen zu einer Frau,  die telefoniert. … bist bei deiner Ärztin .
    Und ..
    Wir sind bei (hier ihr Name) und halten ihren Unterleib fest . Stimmt machen Sie.

7.45 Geibelstr.
Waren in einer Wohnung , spielen einer Frau an der Pflaume,  die hat kein Ton gesagt.
Haben Sie beim Café erzählt.

16 jährige sagt , geht weg.
Anderes Pärchen ,sagt  nie wieder.

  1. 00 Uhr Kröpcke , viele geschockt.  Das sie wieder da sind.

Mfg
…..

Gesendet über Yahoo Mail für Android

Mann vom Jobcenter in Sachen Frau Crack. Ich kann ihn zurück rufen, habe ich jetzt Psychose? Er hat mit ihr telefoniert. Mir gelingt das nicht. Wusste ich nicht, dass sie für nicht arbeitsfähig gehalten wurde. Keine Infos vom Jobcenter. Beschwerdereaktionsschreiben ist so nichtssagend, dass ich es nicht weiter leite. Kann ich meiner Betreuten auch eine „kauf ihr Auto“ Werbung schicken. Das erklärt genauso gut, warum ein Weiterbewilligungsantrag, der am 20.01. gestellt wird dazu führt, dass der Hilfeempfänger im April kein Geld hat. Die Betreute schreibt gut, eine ausführlichen Sachverhalt. Kein Essen, geschwächt, konnte nicht Fahrradfahren, kein Geld für Bahn, wenn sie erwischt wird, soll das Jobcenter zahlen, war kein Vorsatz und sie schreiben nur Textbausteine. Schade ums Papier. Das sage ich dem Fallmanager so und es scheint ihn anzumachen.

Ich bin superunfreundlich zu Steffis Vater. Er will Abholtermin vereinbaren. Ich im Arbeitsmodus, er habe sich wohl verwählt. Sagt meinen Namen und dass es um Suki geht. Ich gebe den Hund doch nicht an fremde Leute, wenn ich nichts davon weiß. Stellt sich heraus, ich habe die mail nicht gelesen.

Sport außer der Reihe bei Pia, meinem Liebling. Die Ballettmäuse unten schreien bzw. die Trainerin. Hat jemand was von Tonja Harding gehört, alle wohl zu jung. War eine Eisprinzessin, die der Mitkonkurrentin das Knie hat brechen lassen. Ich mag eine Teilnehmerin, die ausschaut wie eine Engländerin. In die bin ich auch halb verknallt. Auch hier bin ich wie Suki und kann gut den pinkelnden männlichen Hund machen. Hüftbeuger ist weit wie beim Hundemännchen. Beim Yoga denke ich. Heute ist dank Christas Beerdigung wie der Tag vor dem ersten Mai nächste Woche, ein zusätzlicher Feiertag. Scheiß Violettaspende. Ich bin zu sehr Hater. Ich sollte mal eine Woche keinen Alltag niederschreiben, sondern mich mehr oder ausschließlich auf philosophische Erkenntnisse konzentrieren. Heute Abend ist meine Erkenntnis, dass es auf Vertrauen und Respekt ankommt. Liebe ist Nabelschau und etwas was andere Säugetiere nicht kennen. Das hier andere viel universeller. Ich übe es mit dem Hund. Das gepaart mit den anderen richtig hübsch finden, gerne anfassen und um sich haben, ihm folgen ohne nachzudenken. Das ist Liebe.

Bericht über die Ringstraße in Wien auf 3Sat. Der Buttler, bügelt die Zeitung. Es gibt auch spleenige Wünsche. Und was ist Zeitung bügeln, bitte? Welche Druckerschwärze. Sind die zu doof die Zeitung zu lesen?

24.04. Ein Ladengeschäft ganz in unserer Nähe, ebenerdig mit goldenen Fensterrahmen (50er) war auf dem Markt. Ich dachte nur zur Miete und jetzt ist es verkauft. Stephan war eh dagegen. Wir besichtigen und es ist eine knallbunte und original retro eingerichtete Wohnung darüber mit grünen geschnitzten Einbauschränken und bunter Tapete und Linoleum. Jeder Raum ist heftig, Eine junge Familie ist eingezogen. Der Sohn kennt mich nicht, lehnt sich aber vertrauensvoll an mich an und zeigt mir sein Spielzeug. Sie haben auch einen gelben Vogel, mit schwarzem großen Schnabel, der in einem abgedunkelten Raum im Käfig sitzt und singt bzw. Geräusche macht. Ich sehe mir die einzelnen Räume an und bewundere die Einrichtung und Ausstattung, die ich so noch nie gesehen habe und schaue, wie der Blick aus dem Fenster ist. Sie sind toll, vor allem sehr skurril, aber was hätten wir damit anfangen sollen. Vermieten an Betreute, die eine Wohnung suchen? Die hätten Zwangs-WG machen müssen und das wäre auch in Stress ausgeartet und man ärgert sich, wenn die was kaputt machen. Irgendwie soll es nach Frankfurt gehen, aber es ist Sonntagnachmittag und Montag muss ich arbeiten. Nur für eine Stunde, das Motto ist mir zu knapp und stressig. Wir sind irgendwie mit Tyark verabredet, der auf einmal in der Wohnung ist oder auf einem Parkplatz und haben das Fahrtgeld schon entrichtet. Werden wir es wieder bekommen? Irgendwann beschließt Stephan nur zu fahren, wenn Nils uns abholt. Dann stelle ich mir vor mit ihm und seiner Freundin die lange Autofahrt und die Gespräche, hatte mir aber eh vorgenommen, dass ich da bleiben und Stephan alleine fahren lassen. Am liebsten würde ich ihn überreden auch hier zu bleiben.

Das erinnert mich an Traum von neulich an den ich immer wieder denken muss. Bayreuth meine Schule von früher, aber nur Schwarze und „exotische Kinder“, d.h. aus Indien usw. die meisten schwarz, akzentfrei oberfränkisch. Ich kann es gar nicht glauben, was sich alles geändert hat seit ich da zur Schule gegangen bin.

Gar nicht zur Arbeit. Stephan will auf Partout nicht zu seiner Familie. Erst zu meiner Schwiegerfamilie. Die Magnolie um die Ecke ist über 30 Jahre alt. Prächtig. Meine Schwiegereltern haben ihren Garten total umgebaut und auch einen blühenden Magnolienstrauß im Vorgarten, wo vorher Nadelgewächse waren. Schöner ist das schon. Die Kekse der Mädchen sind so schön dekoriert, dass meine Schwiegermutter sie nicht essen will. Ich bin für sie die Instanz in Modefragen und nicht ihre Tochter. Das ehrt mich. Beerdigung, meine Schwiegermutter parkt immer neben dem Jaguar. Die Kapelle kenne ich nicht. Moderner Jesus, der auf der dunklen Grabplatte sitzt und auferstanden ist. Osterbildnis. Die Zeremonie macht eine Frau. Sie macht es gut. Schmetterlinge als Symbol der Verwandlung. Herzluftballons, die aufsteigen, wir begleiten den Sarg im Auto auf die Straße. Später im Altersheim Kaffee und Kuchen vom Bäcker. Wie ist es wenn man dabei ist wenn jemand stirbt. Ich komme nicht dazu, so direkt zu fragen. Ich habe Stephan gesagt, dass es meiner Meinung nach nicht auf diesen letzten Moment ankommt für mich als Sterbenden (so stelle ich es mir zumindest vor). Ich weiß nicht, ob man da so klar bei Bewusstsein ist oder eher schön träumt. Die ganzen Jahre davor zählen. Er wird überbewertet im Sinn einer Schuld, wenn es nicht klappt anwesend zu sein so nach dem Motto, ausgerechnet da war ich nicht da. Mir ist es egal. Ich bin angefüllt mit dem Leben davor und zehre dann davon. Ich gehe mit den zwei Enkeln in die Gymnastikraum und wir turnen eine Runde. Auf einmal kann ich die Brücke ohne damit zu rechnen ohne Probleme und aus dem Stehgreif. Da macht sich die Training wohl doch bemerkbar. Häkeln auf dem Bahnsteig im Stehen. Das ist cool.

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Ich bekomme einen wunderschönen Knochen geschenkt. Der Maschsee ist wie Hangzou, denke ich beim daran entlang fahren mit Thomas und Yunfeng. Gästefahrräder haben wir genug und ich entdecke die schnelle Pumpe von Jan, bei der man mit beiden Armen pumpt und den Reifen ruck zuck zum Platzen bringen kann. Der junge weißblonde Winzer neben mir (ich schnalle es erst nicht und denke, wo ist sein Partner, hier ist doch nur ein Platz frei) ist nett und amüsiert sich mit der zunehmend betrunken werdenden einzigen weiblichen Person am Tisch, moi. Alle Männer wollen Tipps zum Weinanbau, wie viel Trauben schneiden und wie und wann. Als ich ihm dann sage, ich hätte ein krankes Meerschweinchen zuhause, ob er da nicht ein paar Tipps für mich hätte, ist schnell das Eis gebrochen. Ja, Spätburgunder sieht aus wie altes Regelblut. Dieter kocht wie Gott. Tom ka Gai mit Melonenbällchen als Amuse Geule. Der Hauptgang mit Perlhuhn, Morcheln und Risotto ist richtig Hammer. Leider erfolgt zuhause der Absturz und der angekündigte Spieleabend fällt aus.

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26.04. Viele Träume. Erst Schule, Prüfung, Geschichte schreiben. Die vorgegeben Geschichte ist so langweilig, wie eine schlechtes Kinderbuch. Ich verschreibe mich, anderes Papier, komme mit der zeit nicht hin, als man das Handtuch werfen kann, tue ich es. Überall Motten im Zimmer, unter der Decke, alles voller Motten, wie Tapetenmuster, was sich bewegt. Dann USA, wie suchen immer leckeres Essen. gegrilltes Fleisch, ganz speziell. dann wird ein goldener Ring beklaut, aber größer als ein Armreif. Wir wären alle reich. Schicken das Paket an uns selber adressiert Dann bin ich es nicht mehr, dann geht es mehr um Typen und die zu überzeugen, dass sie einen anfassen, unter Wasser. ich will nur mit ihnen vögeln und lasse sie sonst in Ruhe, weil sie verheiratet sind. Robben begleiten das Polizeiboot. wie ein Hund. Beim Schwimmen stoßen wir gegen einen Wal, der dicht an der Küste ist und eine Verwarnung bekommt. Mein Cousin Brook ist dabei. Total moderne Wohnung, über Fernbedienung kann man Essen bestellen. Auf Montagmorgen einstellen und er macht Frühstück, alles voller bunter Rohre seine Riesenwohnung. Etwas Trennung, neue Partner, die beteiligten an der Klauaktion sitzen mit Handschellen auf dem Rasen, z.B. Kinder, mit denen ich schminken spiele. Den dritten Traum weiß ich nicht mehr.

Nähen geht nicht, wir sind heute Abend bei Beardyman in der Faust, hatten wir vergessen. Ich häkele einen Hundekorb für Suki, Büro und Reisen. Mal schauen ob das klappt. Soll ja stylisch ausschauen und er kann riechen, dass ich es gemacht habe wie die Schneebälle, die ich Weihnachten geworfen habe. Aus dem Augenwinkeln sehe ich, dass die Avocado scheiße ausschaut und die Mimosenpflanze, die ich schon entsorgen wollte und die den ganzen Winter über draußen gestanden hat neu ausschlägt. Das macht mich total glücklich.

Ist unsere ehemalige Nachbarin, die den Rollstuhl geschoben hat (Freakfrau) die Tochter der Frau, die wir in Berlin getroffen haben und die am Boxi Flohmarkt macht mit dem Hausstand der Oma? Altersmäßig kommt das hin und der Nachname ist nicht wie Meier. Das wird ich noch rausfinden oder es zumindest versuchen.

Bei Frau Wohnheim geht es bergab. Sie schreibt:

„Hallo Frau ….,

heute : Sonntag , 20 Minuten

während sie in meiner Scheide rum bohrt , haut sie mir vor dem Kopf und er sagt , du bist dämlich.

! Ich werde von den Nachbarn dumm angeguckt, weil die immer noch öffentlich mit meiner Scheide spielen. DIE Senden das ja

Inzwischen  brennt es bei mir unten , die können sich was einfallen lassen .

Sind jetzt an der Lunge dran , Atmung stimmt nicht mehr , auf der Brust ein Druck ,machen mir einen warmen Kopf und bohren unten

– —–   du dumme Sau , du sollst einsam bleiben

Hauen mir die Kacke rein  , sind unten  dran , die ….. fängt an zu schreien, soll vor einer Woche auf den Boden gelegen haben , so daß sie keinen Ton mehr sagt

er sagt die (mein Name)  macht mir die Tür zu ,

sie soll wohl anfangen zu strahlen

Er fragt, schmeckt der Apfel den sie mir in den Hintern gesteckt haben

der ihre Freunde sind ganz begeistert von ihr !

Frau ….. , können Sie das morgen mit Richterin ……besprechen das die mit ihre Antenne verschwinden und ich möchte Schmerzensgeld haben.

Danke Schön und meinen Kopf geht es noch gut.

Name“

Siloah. Die Eggestoffstraße könnten sie echt mal machen, stelle ich fest. Machen sie wohl auch, stand in der Haz. Ich lobe mir mein Hannover mit den geilen Radwegen. Nein, der Pförtner weiß nicht, ob Detlef arbeitet. Eine Ehefrau, die die ganze Zeit redet und alle Antworten gibt. Seit wann bist Du da, frage ich ihn. Er ist seit Mittwoch da. „Immer schön eincremen, damit er glatt bleibt“. Ich weiß jetzt was eine Nasenbrille ist. Er ist in der Infektionsabteilung und unter der Maske atmet es sich schwer. Man atmet die verbrauchte Luft immer wieder ein. Die Handschuhe mache ich ab. Sie trägt auch keine und zum Häkeln kann ich sie nicht gebrauchen. Sie begleitet ihn zum Klo und sagt dann, so viel Selbständigkeit muss sein, „auch wenn er jetzt immer mehr die Flasche verlangt“. Herrgottnoch mal er liegt daneben und bekommt alles mit und ist noch nicht so doof, wie sie ihn darstellt. Sie bügelt die Bams. Also, das gibt es wirklich! Sie wirkt wie seine Tochter, vom Aussehen und der Energie her. Er Skelett und sie rote drall mit roter Lockenmähe und Brille mit rotem Metallicgestell.

Faust. Die Vorband ist wie ABBA auf gleichgeschlechtlich mit zwei Hip Hoppern, die beat boxen und optisch nicht dazu passen. Beardyman legt auf zwei Turntables auf und das ohne Plattenspieler, Platten oder sonst was. Mit dem Mund. Er erschafft Welten mit Vögeln und Hundewelpen und sampelt die und muss sie dann ertrinken, weil er sich so viele Welpen nicht leisten kann. „Too many puppies, I can’t afford all those puppies“. Beardyman ist nicht nur talentiert und beeindruckt alle, vor allem die Männer im Publikum mit seiner Technik, er ist auch unkompliziert und lässt sich mit seinen Fans fotografieren. Einer vor mir schert aus der Garderobenschlange und nutzt die Chance. Er hat alle Videos bei Youtube gesehen und ist ein großer Fan.

Unser Blumenstrauß der Woche, schön Omma-Flieder-Farbe.

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vor Berlin

13.04. Das Werbevideo für Urlaub in Niedersachsen. Das kann man nur mit Humor verkaufen, das Unterfangen. Das soll die Bewohner blamieren? Ich sage Bravo, er gefällt mir. Mal wieder typisch.

Hochzeitsfeier sind wir in Neapel. Das Foto total gestellt. Marke Traumpaar.

Schuhe der Tochter des Schusters. 90,- € für gebrauchte Schuhe, sind zwar schön und zweifarbig blau, aber ich glaube nicht. Ich habe auch keine Lust auf neue Sachen, mag meine alten lieber. Lieber für 40 meine alten neu besohlen lassen, sieht cooler aus.

Ich muss nicht zum Verwaltungsgericht und gehe stattdessen zum Sozialamt mit Suki. Die Afrikanerin ist freundlich ohne Ende (das heißt trotz abgesetzter Medis klappt es und sie muss doch nicht eingewiesen werden) und ich glücklich ohne Ende.

Rückwirkend krankenversichert, Pfändung wird aufgehoben, hoffe ich, sonst Antrag beim Gericht. Warum habe ich ihn nur die eV abgeben lassen. Wenn ich das gewusst hätte, wie viel Arbeit das jetzt macht und das von der Stadt Hannover. Gut, die Hauptforderung, der Krankentransport wird jetzt über die Barmer abgerechnet.

Konsulat Hamburg mit email Hamburgo. Befreiung von der Ausweispflicht meiner Bettlägerigen soll ich nachweisen.

Morgen muss ich 28,80 € der persischen Sozialarbeiterin geben. Hatte extra 10 Cent besorgt und 3 davon, die ich gedankenlos als Trinkgeld wieder weggeben habe. Zuhause liegt Geld auf dem Tresen in der Küche. Ehrlicher Finder, denke ich und muss dann lachen, weil ich es wieder vergessen hatte. Fast hätte ich heute 3 Sportkurse hintereinander gemacht. Tanzen ist gut für die Leber. Beim Yoga soll ich in der Mitte liegen, „wie die Königin“. Na, danke. Lass einen türkisfarbenen Filzschal liegen und merke es, gehe aber nicht mehr hoch. Ich mochte den eh nicht mehr so, vielleicht geht es ja weg.

14.04. Heute gibt mir der Zeitungstyp, der mir immer 20 Cent gibt, zwei 10 Cent Stücke. Dieses Hütchen verlangt aufgrund der Materialbeschaffenheit absolut trockenes Wetter (Klebeteilchen aus Reismehl). Letzten Sommer hat Frederik es gemacht, mir geschenkt und ich dann zum Hütchen erkoren und so lange musste es auf seinen Einsatz warten.

Ist das ein Anrufbeantworter oder spricht da ein Mensch, frage ich. Ach so, Finanzamt, Abteilung Bekämpfung der Schwarzarbeit. Das erklärt Einiges. So viele Fälle habe ich nicht mit dem Finanzamt, trotzdem bin ich im falschen Film, so alt ist dieser Fall schon. Nach Jahren sind die Ermittlungen abgeschlossen. Bravo. Ernst klingen kann viel kaschieren oder was?

Der Rathausplatz sieht auch in Natura gut aus. Lauter Schulklassen. Die Kinder laufen an den welligen Baumumrandungen Parcours. Zwei Mal verfahre ich mich in der Südstadt und rufe cholerisch schimpfend an. Der süße Türke mit dem wir verabredet sind hat spitze Haifischzähne als Eckzähne und muss ein grell hellgrünes Polohemd mit Aufdruck Dr. Wilkening als Arbeitsbekleidung tragen, der Arme. Er hat schon etwas Beziehung zu meinem Betreuten, der Baggi trägt bzw. die Hose hängt runter, aufgebaut. Hilft ihm beim Duschen, aber nur die Stellen wo er nicht ran kommt wie Beine und Rücken (der Typ ist unter 30). Meiner Herr Minussymptomatik will sich dann alles von ihm waschen lassen. Außerdem lässt er sich austricksen. Meiner bekommt 1 x die Stunde eine Zigarette und tut dann so als würde er rausgehen und geht hinten rum raucht im Zimmer und drückt die Zigarette auf den Möbeln aus. Süß, er lässt sich austricksen. Der Architektenvater ist bester Laune. Wer von den 3 Damen will nun die 50,- € aus seinem Portemonnaie. Er sagt immer „Bringdienst“ wenn er den Pflegedienst meint, der die Medikamente vorbeibringt, wenn der Sohn zu Hause in der Wohnung der Eltern ist. Das darf er nicht sagen, das klingt wie Menübringdienst. Sie schmeißen die Medis zur Not in einem Umschlag durch die Tür, also irgendwie passt der Begriff auch. Zum Schießen finde ich das. Die Perserin ist mit Hund da. Ja, aber meiner ist süßer, aber ihrer kläfft dafür nicht, das gefällt mir gut. Der Hund scheint mich auch zu mögen, schön autoritäre Stimme, legt er sich gleich zu mir. Ich glaube, der würde bei mir auch am Rad laufen, sie gibt ihm nicht die nötige Sicherheit, er traut ihr nicht. Es ist eine sie. Das ist besser, wie die Perserin meint, schon allein ästhetisch, schon deswegen sei ihrer besser als Suki. Hat sie recht, aber wir sparen auf die OP und dann wir Suki umgebaut, weil ich sage eh, er ist im falschen Körper gefangen. Die Perserin schreibt ihre Masterarbeit über Suchterkrankungen bei Frauen und irgendwelche Genderspezifischen Aspekte. Da habe ich ihr ja eine Spitzenkandidatin dafür geliefert. Wir haben 3 Fälle zusammen, die mir gerade einfallen. Die Alkoholikerin, deren Terrier gestorben ist, Herrn Minus, um den es heute geht und den sie privat etwas versorgt, die Eltern zahlen und Herrn Auge. Da sie nicht mehr so viel Zeit hat, suche ich den Eltern eine andere Sozialarbeiterin, jung, gut aussehend, die gibt es wie Sand am Meer sage ich. Ich scherze/flirte heute sehr mit ihr und sieze sie dabei. Das finde ich reizvoll. Dieses duzen macht die ganze Erotik kaputt. Die Betreute, die Stimmen hört, will jetzt doch von ihr betreut werden und hat sie wohl angerufen am Wochenende. Sie war ihr ja zuerst zu jung und ich sagte, sie sei nicht jung, sie sähe nur so aus, sie sei fast so alt wie wir, aber wir sähen scheiße aus. Die Frau des Architekten, die ihrem Sohn sagt, dass er schon genug Kaffee getrunken habe und ich merke, wie schwer es ihr fällt ihn im Heim zurück zu lassen, sagt ihrem Mann, dass sie sich ruhig anhören sollten, was andere für Probleme haben, weil ich ohne Namensnennung von dem Fall erzähle. Ich versuche es am Freitag mit der Ärztin, die nur an Einweisung glaubt, aber ich habe ihr schon gesagt, dass ich unwiderstehlich sei, außerdem muss ich es probieren ohne Einweisung. Das sei meine Aufgabe. Hier haben sie die Bäume umhäkelt. Muss ich gleich festhalten.

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Falafel auf dem Weg essen? Nein, außerdem war ich wieder Edeka. Diesmal Südstadt. Ich will alle ausprobieren. Bananeneis. Hat auch eine tolle Verpackung. Bei Herrn Jünemann steht ein Bild von Olaf im Fenster. Familiensetting am Tisch aus Kaffeeflecken. Aus der Serie haben wir auch neue in der Kanzlei hängen.

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Food Lovers mit meinem Mann. Die Lindener Landeier, der eine hat bei Günther Jauch gewonnen und betreibt seinen zweiten Klub, kennen keine Pastrami. Das ist arg. Bunter Deckel auf Pfandglas wird akzeptiert von ihm. Ist sie konvertiert? Das will ich mal fragen. Jesus steht ewig am Gemüsestand.

Der Ex-Drogenabhängige hat seinen Mietvertrag. Das Mietverhältnis beginnt Morgen. Es ist ein 3-Jahres-Mietvertrag wie ich sehe, als er gegangen ist. Das ist ungewöhnlich. Da kommt er innerhalb von 3 Jahren nicht raus oder was? Morgen haben wir einen Termin bei dem Suchtberater in Langenhagen. Ich rate Herrn Ihme zu bleiben, auch wenn ihn Mitpatienten nerven. Gestern habe ich lange mit seinem Bewährungshelfer gesprochen. Der Pfleger bringt mir Mittwoch Post, der Kasten war wohl voll und auch was Gelbes drin. Der Frischtätowierte darf wieder aufs Land ziehen. Das Jobcenter in Laatzen ruft mich an. Telefoniere mit Frau Borderline, die Hilfeplantermin wegen ihrer Kinder für Freitag abgesagt hat. Mir passt es gut, dann können wir früher nach Berlin, aber traurig ist es schon. Die Erzieherin hat selber keine Kinder und will ihre wegnehmen und hat auch psychische Problem, was früher magersüchtig. Der Sohn sagt ihr, er vermisst sie nicht, für ihn sei sie tot. Emails ans spanische Konsulat gehen nicht durch. Endlich ist Günther Grass tot, sagt mein Glockseebetreuter. Blechtrommel ist gut, aber er hat politische Demenz bekommen im Alter, das stimmt, pflichte ich ihm bei.

Seit nachmittags steht es fest, dass es nicht mehr geht:

„Lieber Michi,

ich habe so ein schlechtes Gewissen, dass ich den Goldfisch aus Deiner Zucht ins Klo machen werde, ich will lieber Rumtopf ansetzen. Meine Chancen mal ein anderes Haustier (Katze= kleine Gumminoppen, die Getränk machen) zu bekommen, sinken damit wohl gegen Null. Es tut mir leid. ich will Dich mit hohen Mahjong-Gewinnen trösten.“

Auf dem Heimweg ein junger Typ, auch Türke, der ausschaut wie Moritz Bleibtreu mit 13. Wir haben so süße Türken hier in Hannover. Wir können uns glücklich schätzen.

15.04. Messelotsen mit Heißluftballons auf dem Rücken. Ist das nicht teurer als die Messegäste einfach die Eintrittskarte als Fahrschein benutzen lassen? Tolles Rentnerpaar in der Bahn. Ich sehe uns in der Zukunft, sie hat statt Fahrrad, wie ich jetzt noch einen sportlichen Rollator und er (ist wohl lichtempfindlich) trägt eine dunkle Sonnenbrille und eine Quicksilverbasecap. Ich mag es, wenn Rentner den Jugendlichen die Marken kaputt machen. Dann ein schwules Pärchen, um die fünfzig, einer etwas gezeichnet von der Krankheit, tippe auf Polyneuropathie. Wie meine nervige Mutter Hypochonder, hat den Namen Mutter nicht verdient, gestern mir erklärte, die Borderliner erkennen sich unter einander. So geht es mir.

Meiner hat ADHS. Ach, deswegen ist er so nervig. Sein neuer Mitbewohner, das sei wie im Coffee Shop. Der Sozialarbeiter duzt mich, hat weiße Shorts an und Turnschuhe mit kurzen Socken darin, in jedem Ohr ein Ohrring, eine dicke Metallkette und Minipli dazu. Er hat leckeren Kaffee aus einer Jura-Maschine und frisch aufgemachte Markenkekse dazu, also die Bewirtung stimmt hier. Herr ADS hat ein Jahr ein Praktikum gemacht (auf seine Vermittlung hin) und hat in der Zeit nie gefehlt, ist auch nie zu spät gekommen, sondern immer eine halbe Stunde zu früh und dafür von Ricklingen nach Langenhagen mit dem Fahrrad gefahren, weil die Bahn nicht so früh gefahren ist. Er war Kurierfahrer als Ex-Drogist und war nervös, wollte es aber nicht verkacken und es hat geklappt. Das Klinikum wollte ihn übernehmen, aber das ging nicht wegen Eintrag im Führungszeugnis. Jetzt will Herr Minipli ihn an einen Freund vermitteln, der eine Autobahnraststätte gepachtet hat. Als ich höre, dass Herr ADS Landschaftsgärtner gelernt hat und auch schon gepflastert hat, denke ich Herr Minipli will mich daran erinnern, dass ich auch meine Kontakte spielen lassen muss. Will Markus einen nervigen dünnen Typen, der ein Jahr umsonst pflastert und immer eine halbe Stunde zu früh da ist, egal wie früh? Ich werde ihn mal fragen. Ist die Freundin nun schwanger oder nicht. Hat er noch ein Kind in die Welt gesetzt (ich staune). Er hat wohl einen vierjährigen Sohn, der in der Therapie gezeugt wurde, die Mutter ist Holländerin und die wohnen im Grenzgebiet. Ich kann Fahrtkosten durchdrücken, brauche aber einen Auftrag von ihm und nicht, dass er mir erklärt, was alles nicht geht, wo ich doch das Gegenteil weiß. Der Sozialarbeiter würde es sexy finden, wenn Herr ADS mal wieder zur Sportgruppe kommen würde. Sportgruppe? Ja, er hat 200 qm Fitnessraum und da machen sie Kraft- und Ausdauertraining, 2,5 Stunden. Von Gruppentherapie hält er nichts. Das bringt nichts, aber hierher kommen, wenn man clean ist und sich auspowern, sie fahren auch Rad oder gehen Paddeln. Ich soll ihn mal in Seelze oder Sehnde besuchen kommen, da hat er auch einiges am Start. Leider habe ich eine Allergie gegen die niedersächsische Provinz oder eher eine Unverträglichkeit. Die Collagekunst gefällt mir wieder sehr gut hier in diesem Hause, aber meine Frau Linden hat Montag nicht hier einen Termin, sondern in einer Psychiatrie in der Kunstgruppe, die aber zumindest teures Material vom Feinsten haben sollen und ausgestattet ohne Ende und dort wird der Außenbereich neu gestaltet. Das ist auch toll, wenn man Lust darauf hat und man hat nicht so oft die Gelegenheit. Ich sage Tischbrunnen in größer. Das ist ein Insiderjoke von der Einweisung.

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Kettenreaktion. Neuer Radladen. Heißt auch auf Englisch so chain reaction. Die warme Luft ist wie gestreichelt werden. Das ist ein Genuss.

Das was Gaudi umgebracht hat, das gefährdet auch meine Gesundheit, dass ich nämlich der Meinung bin, dass ein Auto vor mir halten muss, als Radfahrer in dem Fall und dann wird mein Kopf kaputt gehen wie ein Ei. Humpty Dumpty sat on a wall, Humpty Dumpty had a great fall and all the kings horsemen and all the kings men couldn’t put Humpty together again.

Essen wie die Russen in Skandinavien. Die trinken in der Sterngastronomie zum 7 Gänge Menü Kaffee Latte. Ich bin nicht ganz so krass.

Der Frau, die einen Dauersender derzeit hat und Stimmen hört muss ich mal was erklären. Wenn wir nachmittags einen Termin haben, braucht sie mich vormittags nicht anrufen, es sei denn irgendwas steht in Flammen, aber nicht um so allgemeine Themen zu besprechen. Sie hat es verstanden. Ich schalte dann auf nett und nehme mir Zeit für sie.

Elisabeth Taylor. Geheim, wie die Semesterzahl. Da fragt man nicht, hat sie gehört oder nach dem Gewicht einer Frau. Meine Festplatte sei doch auch geheim mit den Mandantenadressen. Ich sage, ja beruflich bin ich zur Verschwiegenheit verpflichtet, aber mein Gewicht darf jeder wissen, wenn ich es denn selber wüsste, so um die 75 Kilo. Jede Woche eine neue Frisur, das geht doch nicht, so ich. Thema Gelbpigmente in den Haaren. Wir rufen die neue Wohnbetreuung mit dem englischen Namen an, weil sie gestern einen Termin verschwitzt hat und nicht weiß, wie die sie sonst erreichen kann. Die verabreden sich für Morgen. Ein Typ, den sie mit Vor- und Nachnamen benennt. Der geht zu Kaufland oder Bauhaus, nimmt Sachen aus dem Regal und geht durch die Kasse ohne zu zahlen (klaut) und tauscht die am nächsten Tag um „passte nicht“ und bekommt 10,- € ohne Quittung ohne alles. So verdient der sein Geld. Krass oder? Da nimmt der eine Packung Schlüpfer. Ich: Bei Bauhaus? Nein, dann bei Kaufland. Ich: Bei Bauhaus eher ein Abflussrohr oder eine Kloschlüssel. Mit der Mobilcard bekommt man vergünstigt ein Teilzeitauto und für Taxi gibt es auch Prozente. Sie kann Üstravertreter werden.

Stephan hat heimlich meinen Fahrradkorb bzw. die Befestigung geschraubt. Ich hatte gesagt, bring bitte Kreuzschlitz mit, denke dann aber nicht mehr daran und dann beim Losfahren….sexy.

Frau Linden will die integrierte Versorgung los werden, „holen Sie mich da wieder raus“. Sie kann nicht mit der Frau und fühlt sich genervt von ihr. Rückmeldung: ist keine Unterstützung, wie es sein sollte.

Mache ich das schon länger, fragt mich eine beim Yoga in der Umkleide. Sie lag neben mir und ich habe sie schon während des Kurses immer sagen hören: die ist ja beweglich, Du bist ja beweglich. Es ist Veranlagung und kein Fleiß und irgendwie ist es doch auch egal. Ich freue mich, dass ich in der chinesische Reihe bin zumindest habe ich diese Optik, wenn ich in der stehenden Vorwärtsbeuge durch die Beine hindurch schaue. In die andere Richtung. Ich wollte Broccoli direkt auf dem Reis in dem Dampf garen. Keiner ist Zuhause. Clotted Cream schmeckt auch auf sehr weichem, gutem Weißbrot (Batard) mit Himbeermarmelade von Fortnum and Mason. Ich wollte Scones backen, kriege es aber nicht hin.

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16.04. Werde nachts wach vom Geräusch, dass Stephan Zähne putzt, es dauert so lange. Kann das richtig sein? Morgens weiß ich nur einen Traum noch. Wir sind in einer Gruppe im Hotel und frühstücken. Ich habe noch meine Schlafsachen an und will mich danach anziehen. Ich gehe aufs Zimmer und jemand/die anderen haben alles gepackt, d.h. in den offenen Koffer geräumt und die Lichter lassen sich nicht mehr anmachen. Ich laufe umher. Was tun? In einem anderen Zimmer anfragen. Dann erwische ich eine vom Personal, wie sie telefoniert –wohl privat und deswegen hat sie sich zurück gezogen – und rege mich total auf. Ich weiß, warum wir immer Apartments buchen. Das ist scheiße. Check out ist frühestens um 10 und es ist Viertel vor. Das schaffe ich locker, wenn sie mir nicht vorzeitig den Saft abdrehen.

Noch eine Traumsequenz: Sitze auf einer Bank und kann es nicht mehr halten. Es plätschert durch auf den Boden, hinten an der Wand entlang. Ich tue unschuldig. Was ist das bloß? Ist hier irgendwo ein Defekt oder Loch? Vermeintlich fieberhaft wird von mir gesucht, d.h. verbal und ich drehe den Oberkörper zur Wand. Aber das riecht dann wohl doch nach Urin müssen die anderen wohl festgestellt haben bei näherer Untersuchung sage ich mir dann.

Ich will meinen TCM-Tee trinken, aber habe den gestern weggeschüttet, weil ich dachte es sei der Kombucha, der mir so vor dem Hals steht, dass ich die Reste wegschütten wollte. Vor dem Pilz im Glas habe ich Angst und er steht noch da.

Diese gelbe Blumenbluse liebe ich. Ich trage sie seit Elena 3 Jahre alt ist. Sie wurde selbstgenäht. Ich schaue die mir genauer an, den Schnitt, ohne Naht auf den Schulter, Raglanärmel oder wie heißt das?

Mit dem Pferd und dem Hund einen Ausflug machen. Mein Pferd ist ein Drahtesel, Hund muss parallel laufen, aber auch Respekt lernen, sonst tot. Ich übe bei Fuß und der Hund soll rechts laufen und nicht immer die Fahrbahn queren. Das macht die entgegenkommenden Radfahrer kirre. Wenn dann soll ich Suki überfahren und kein Fremder, wie auch wenn dann Stephan mich töten soll. Wenn einer das Recht dazu hat.

Ich habe den Frühling noch nie zu bewusst wahrgenommen wie dieses Jahr. Dazu musste ich 47 werden. Ich sehe alles wie zum ersten Mal so bewusst. Die gelben Blumen leben wohl nicht so lang, nur wenige Tage, aber sie bleiben das ganze Jahr im Gedächtnis wie der rosa Blütenblätterteppich bei uns im Innenhof, wie frisch gefallener Schnee.

Die Lernbehinderte, erst mag sie Suki nicht, aber er kriegt jeden rum.

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Die Hausverwaltung hat Tee auf dem Stöfchen und karierte Sessel. Es wirkt englisch. Sie hat eine Einpackhilfe und mir gelingt es, B. davon zu überzeugen, dass sie die nimmt und Urlaub. Die Wohnung ist noch pickepacke voll. Ich sehe ein Handtuch mit BVB. BVB? Frage ich. 96 und BVB, sie ist beides. Ein Arbeitskollege auch. Mietvertrag wird unterschrieben. Es gibt kein Internet dort und man darf es auch nicht selber einbauen lassen, sonst stört es die Telefonanlage. Das ist hart. Hamburger Allee, doch keine Hunde erlaubt, aber ich schmuggle ihn rein. Herr Schneider erkennt mich an der Stimme als ich sage, dass ich den Antrag ausgefüllt hätte, aber leider eine Chirurgenhandschrift hätte. Dann Hausbesuch beim jungen Vater, einem Betreuten den ich seit seiner Pubertät kenne und jetzt bekommt er graue Haare. Ich frage nach Foto vom Sohn und sein Handy spinnt, seit er sich die Scrabble-App heruntergeladen hat. Wieder Dittmars, finde Sachen für anstehende Geburtstage. Ein junge, dünne Frau kommt die baufällige Treppe runter mit einem Retrokoffer, der 9,- € kosten soll. Wo geht’s denn hin. Der Koffer fährt nach Japan. Sie hilft dort bei der Tee-Ernte und die dürfen beim Teebauern übernachten. Suki verarsche ich und die Frauen lachen. Ich suche hier überall Hundefutter. Schau mal nach, vielleicht ist oben Brekkies. Zonenkind. Für ihn ist Suki wie Dogge.

Frau aus der Kochstraße, die Mann im Rollstuhl schiebt. Ich sehe sie öfter und halte mal, wir beide seien 30 Jahre älter, aber innen sind wir noch gleich meint sie zu mir. Sie wohnt noch im Bunker, lebt aber draußen, schläft da auch, krass, nein geil meint sie. Der Typ, den sie schiebt hat sich total vollgekotzt. Suki isst die Kotze. Glockseekotze darf er nicht, zu viele Drogen. Ihrer sei clean, na dann bitte. Mit viel Ehrgeiz säubert er den unteren Bereich des Rollstuhls. Schön gründlich sein in den Ecken lautet meine Aufforderung. Sieht aus wie Erdbeerjoghurt soll aber Frühstücksbrötchen mit Marmelade sein. Mr. Thang Stoffserviette von Menü Bring Dienst für Isabelle. Suki trägt Kopftuch, wenn ich es sage.

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Dann Herr Tai Chi. Jetzt ist er wo ich morgens war. Einzug 01.05. Rufe den Gegenanwalt an. Wie war es an der Nordsee, will ich wissen. Er war zwischenzeitlich auch an der Ostsee (der Arme, denke ich, aber halte meine Gedanken bei mir). Mein Betreuter hat eine neue Wohnung und zieht zum 01.05. aus. Ich wollte ihn an meiner Freude teilhaben lassen.

Wieder ein cooler Allgemeinarzt. Vor der Praxis, vor dem Aldi treffe ich Arztfrau aus Linden, die gerade aus Altersgründen geschlossen haben. Ist zum Kaffee eingeladen.

Eilenriede, schöner Rückweg. Maschsee 4,4 Kilometer. Dann lande ich auf der Bult. Hiroschimagedenkschrein. Ein Mann, etwas älter, ich frage nach Maschsee und wir können uns anschließen und ihm nachfahren, er hat einen Pudelmischlig an der Leine. Mit meinem klappt es wohl so. Ja, schon. Der will mich in die Irre führen denke ich irgendwann, ich folge ihm in den Wald oder nach Seelze. Ist das das NDR Funkhaus? Nein, ein Gymnasium. Viele Kilometer um Luftlinie wenige Meter neben der Stelle anzukommen, wo ich reingefahren bin. Döhrener Turm. Am Maschsee gibt es Wind, Espresso Macchiato an einem Fahrradstand und ein toter Igel.

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Ich rufe Kerstin an, Normann ist gestern gestorben, in 15 Minuten kommt der Bestatter. Das ist Timing. Im Hospiz war tolles Personal und Sterneküche und man konnte sich Tag und Nacht was bestellen. Wohl auch sehr schön, wie ein altes Hotel.

Ich treffe den Nachbarn im Treppenhaus, der gerade ein Glas Wein trinken gehen will bei Frau Weiß, er hat Stephan eben gehen sehen. Wir sprechen über Tod und Abschied. Bei mir kann es ruhig richtig fies und brutal sein, so mag ich es und sonst lasse ich nicht los und ich will bewusst alles bei lebendigem Leib miterleben und nicht einfach unvorbereitet umgefahren werden und tot sein und es vorher nicht gewusst haben. Das finde ich Horror.

Noch eine Klage, kurz vor 20:30 Uhr muss Post noch raus. Habe den Hund kaputt gemacht. Habe selber Halsschmerzen. Bett, höre Stephan der irgendwann nach Hause kommt, bin aber zu fertig. Halsschmerzen, wenn ich wach werde. Ob das klappt oder ich krank werde?

17.04. Vielleicht kann mir Heike mit dem Socken helfen. Würde ich meine Schwiegermutter so stolz auf mich machen?

Ich sehe Butch, früher immer blaue Haare. Ich freue mich sehr, das ist nach Norman gut, wir kennen sie auch schon so lange. Sie will anfangen zu erzählen und meint dann: keine Zeit. Dann fahre ich nur um kurz sie herum. Sie lacht. Ob ich noch am Rathaus sei mit der Kanzlei, ne, schon über 5 Jahre nicht mehr. Ob wir wieder einen Hund hätten, sie hätte mich neulich gesehen. Ja, man sieht uns.

Dicke Stämme mit Verwachsungen und Äste mit Amputationen findet man schön, wenn es ein Baum ist und nicht beim Menschen. Warum ist das so?

An der ehemaligen FH, Feuerwehr, Krankenwagen, Leichenwagen ist auch da.

Der dunkelhäutige Typ am Steuer in Leinhausen hupt, ich schaue, er küsst in die Luft.

Frau Asthma kommt raus und raucht. Ich finde Glassteine zum Basteln im Kieselbeet vor der Tür und bücke mich und hebe sie auf. Ist wie Ostereier suchen. Wo führen die verschiedenen Wege durch die Gärten hin, die gegenüber abgehen. Ist das bekannt? Sie weiß es und ich nehme den einen auf dem Rückweg und komme raus beim Stöbertreff Rehagen. Mit Allgemeinärzten kann ich besser. Diese ist Fachärztin, was die Sache schwieriger macht. Sie hat eine Brille und ganz kleine Augen und ist umständlich, überkandidelt und spröde, die Gute. Sie bewundert, dass ich so einen Zugang zu ihr habe. Ich bin halt aufrichtig und dann gelingt mir das. Im Gegenteil in dem Moment ist die Betreute wie meine Freundin oder Schwester und ich fass sie an und es ist ganz viel Vertrauen und Sympathie da und die ist echt, weil das kann ich nicht spielen und dann würde es auch nicht wirken. Sie wird ein Neuroleptikum nehmen. Jetzt hat die Frau Doktor Angst wegen der ganzen anderen Krankheiten und der Blutwerte und will langsam anfangen. Die Sozialarbeiterin des Heimes wollen wir rauslassen. Auch da ist die Ärztin irritiert. Ich ziehe am selben Strang mit meiner Betreuen. Die ist neugierig und doof und wir mögen sie nicht. Sie hat das Frauenwohnheim wie ein Altersheim dekoriert und Ostern ist vorbei.

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Schaue mir das restliche Frauenwohnheim an und das Zimmer meiner Betreuten. Lieblos ohne Ende, orange um Feuertüren, die Küche null eingerichtet, war ein Kinderheim früher. Respekt, dass man es schafft hier zu überleben. Man könnte doch echt einen Tisch in die Küche stellen und Schränke, die eingerichtet sind. Das Zeug dafür bekommt man doch als Spende und zur Not immer wieder. Schade, dass ich nicht beim Promigewinnspiel „beim RTL“ mitmache. Dafür würde ich spenden und denen eine Designerküche einrichten lassen.

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Die Betreuungsfälle oder welche aus dem Dunstkreis und ich, wir erkennen uns gegenseitig und Sympathie ist da und man grüßt sich ohne sich zu kennen.

Der Schuhmacher hat 2 Paar Takko gemacht für 35,- €. Alte Schuhe, gute Qualität. Er hat Kunden, die kaufen teure Schuhe und die sind Schrott, dünnes Leder mit Stoff unterfüttert, dass es dick wirkt. Chinesische Reißverschlüsse. Wann man das flicken will fliegt alles auseinander, verfärbt sich und es geht nicht bzw. nur sehr schwer, weil das Grundmaterial zu scheiße ist und nichts zum darauf aufbauen.

Der Rechner geht nicht. Immer wieder ausmachen. Ganz schnell ist die Geduld verbraucht und ich haue ab.

Stephan erzählt von gestern, Therapiehund im Heim, d.h. von der Mitarbeiterin, ganz vorsichtig und leise, d.h. schlägt nicht an. Ich hätte auch so einen, dann wird der Hund nicht nur zur Arbeit mitgenommen, sondern hat dort auch einen Job. Seine Familie hat das gegenteilige Problem, d.h. die kriegen die Klappe nicht auf. Sein Cousin soll Stecker und Zeug für Mexiko besorgen und Stephan bietet seine Hilfe an. Was will seine Frau denn? Er kann es besorgen. Ein paar Sachen lautet die Antwort. Die Vermischung mit der Gesprächigkeit hat auch ihm gut getan, so dass er sich über so was nur wundern kann.

Zuhause Blitzstart. In 5 Minuten geht die Bahn. Auch das kann ich schon viel besser und es macht sogar irgendwie Spaß.

In der Bahn nervige Dialekte vermischen sich, d.h. die Leute sind nervig, dann die Sprache auch. Die Frauen voll Ruhrpott und die Männer, Berliner Slang. „Überlege Dir, was Du sagst, Freundchen“. Es geht um so interessante Themen wie Telefontarife und Versicherungsverträge.

Meine Silberne Teekanne ist in Liverpool täglich im Einsatz bei meiner Cousine. Die Steuermitarbeiterin fragt nach meiner Zuckerdose mit dem Glaseinsatz und zwei Fächern. Die war von Constantin und auch aus Silber und ist jetzt in den USA. Die habe ich verschenkt, weil sie im Büro zu schade war und nicht ausreichend gewürdigt wurde.

Odessa ist Miami

08.04. Abends mit Taxi nach Hause fahren. Irgendwas könnte sich geändert haben z.B. dass es das Café Safran nicht mehr gibt. Ist aber nicht so. Ich freue mich über unsere große Wohnung mit hohen Decken. Ein bisschen nach London fühlt es sich auch an, aber XXL. Die haben kleine Wohnungen und halten sich auch noch Hunde darin, große Terrier oder Boxer. Bean sieht man auch sehr viel, d.h. Borderterrier, das ist ein großer Hund kleingeschrumpft. Morgens noch eine Granola-Bar für 2 Pfund. Das macht arm, aber glücklich. 28 Ansagen auf dem AB. Die Bühnenreife erreicht mich und will GEZ kündigen. Das sind freche Miststücke. Immer erzählen die was anderes. Man habe mehr Anträge bekommen als sonst sagen sie jetzt. Sie findet es geht gar nicht, dass die kein Buchstabenregister haben. Sie ist zwei Monate überfällig und telefoniert denen immer hinterher und die „trödeln sich einen ab“ (ich zitiere das jetzt viel) und bauen Mist. Das ist Schrottmist, der im Fernsehen läuft. Hat sie Recht, aber wir können nichts tun. Die können ihr keine Rechnung schreiben, weil sie Grundsicherung bekommt und sie zahlt den Scheiß auch nicht. Was soll ich sagen? Sie hat so Recht und ich mag die Einstellung. Den Jordanier wollen sie los werden. Erst heißt es, der Betreuer muss alles wissen und jeden Spintschlüssel, der quittiert wird gegenzeichnen. Sie rufen 3 x täglich an und schicken 2 Emails. Erst ist er abgetaucht und die Mutter fuhr durch Hannover um ihr zu suchen, dann Wunstorf Entgiftung, da ist es jetzt und sie wollen ihn nicht wiedernehmen und nur die Mutter und der Sozialdienst des Krankenhauses melden sich, sonst still ruht der See. Die Mutter soll was Neues für ihn suchen, damit er nicht auf der Straße landet, sagt die Einrichtung. Die merken es doch nicht mehr. Mein Schuster. Llodys, nee ne? Erst mal die Londonschuhe hinbringen und die aus Köln. IMG_1270 IMG_1269 Ich habe einen Haufen Post, mein Mann fährt zu seiner Tante. Die Kollegin fährt vor. Der Hund ist hinten im Korb unter eine durchsichtigen Plastikkuppel in das Körbchen eingezwängt. Der soll laufen und offen fahren und nicht rausspringen. Im Büro kläfft er nicht nur böse, sondern springt die Leute auch böse an, kurz vor Beißen. Wenn der jemanden beißt, sorge ich dafür, dass er eingeschläfert wird. Die Kollegin sucht ihn (kommen, wenn er gerufen wird, kennt er auch nicht). Ist bei mir im Zimmer. Ich schicke ihn raus und er erschreckt sich und ich mich dann auch. Oh Mann, der ist ängstlich-aggressiv und wie null sozialisiert auf Menschen. Ein Trauerspiel ist das. So ein Tier soll doch Freude machen. Wozu hält man sich so einen Hund? Frau Asthma hört Stimmen, auch hier bei mir. Ich aber nicht und ich bin auf ihrer Seite. Ich glaube ihr das und auch, dass es total nervt, wir sind nur unterschiedlicher Meinung, was man dagegen tun kann. Ich sage, Medis nehmen und sie Polizei, Anzeige erstatten. Ich habe von  anderen Betreuten mir sagen lassen, dass die Stimmen alles kommentieren und ja, ich würde wahnsinnig werden. Sie hatte mir 3 Emails geschickt als ich über Ostern weg war. Erst wollte sie einen Vertrag für Internet, dann ein Tablett für 69,- € im Monat und dann hatte sie kein Geld und wollte Anzeige erstatten wegen der Sender. Sie hat auch Zeugen, die eine ist aber nach Cuxhaven gefahren. Ich hatte sie einbestellt. Ich versuche Termin mit der Ärztin zu machen, die ins Wohnheim geht. Will sie überreden Medis zu nehmen und dann stattdessen die Anzeige schreiben, als Deal. Die Ärztin kennt sie länger und meint, das wird nicht klappen und, dass sie nur bei einer Einweisung welche nimmt. Ich habe guten Einfluss auf sie und bin außerdem fast allmächtig und will es versuchen. Jetzt nicht am 10. sondern erst am 17.04. Betreuter, der bei meiner Mittagsverabredung Therapiesitzungen macht, treffe ich nach 1,5 Jahren, er hat Segelschein gemacht und sieht gut aus. Fußball gucken mit der Dauerfankarte von der ambulanten Wohnbetreuung, d.h. dem Anbieter, die dann unter den Hilfeempfängern weiter gereicht wird, da warne ich davor. Vielleicht deswegen so vehement, weil Polizei Geld für Einsatz bei Herrn Jung und Heim will. Ich rege mich auf. Der kam in die Psychiatrie und ist krank. Ich bin für Fußball und Alkoholverbot. Wer zahlt die Einsätze? Genauso wie Vollstreckungsankündigung der Krankenkasse beim Jordanier. Die können gerne hinten oder vorne oder in der Mitte noch eine Null reinmachen. Der Typ ist desolat und bekommt jetzt mit Ende Vierzig schon eine Rente und Taschengeld, weil er im Heim lebt und muss vielleicht bald in ein Geschlossenes und nein, davon kann er keine Raten zahlen, warum auch. Einem nackten Mann kann man nicht in die Tasche fassen. Hier passt es, kein Konto, eVs können wir beliebig abgeben, 2010 schon geschehen. „Wie wäre es mit ausbuchen, weil das macht ihnen und mir Arbeit und zumindest ich habe Wichtigeres zu tun, zum Beispiel neue Einrichtung für ihn finden und Kostenträger ist in diesem Fall die Stadt Hannover, sonst Straße und wieder Krankenhaus, dann sind sie wieder dran und die Hauptforderung von unter 3.000,- € ist doch recht wenig für Krankenkassenbeiträge. Es gibt Schlimmeres“. Herr Ihme, ich melde mich nach Ostern und er ist nicht auf Station und auch nicht abgängig und zur Fahndung ausgeschrieben, sondern bei der Ergotherapie. Ich kann es gar nicht glauben. Später habe ich ihn dran. Madalas ausmalen und laminieren und ein Tablett für zuhause daraus machen. Das machte er gerade und eine Pyramide aus Speckstein hat er auch schon gemacht. Die große hat er verloren und macht jetzt noch eine. Das Haldol wirkt gut und Akineton gegen die Nebenwirkungen, wenn er seine Aggressionen in den Griff bekommt kann er zurück wechseln auf die andere Station (so sein O-Ton). Ich soll mit dem Oberarzt reden. Ich bin von den Socken und das erste Mal habe ich das Gefühl, dass es nach oben geht. Werde Stephan fragen, ob wir ihn jetzt adoptieren können. Elisabeth. Lobe die Kurzhaarfrisur. War beim Jazz-Frühstück im k-punkt (das steht für katholisch) für 12,- € und hat die Monatskarte zurück gegeben und die haben ihr 9,- € erstattet, weil sie Geld brauchte. Wie war der Jazz? Sie hatte es Jazz oder auch Ska genannt. Da war eine Frau und die steht auf Elvis, aber Pelz nicht so und Elisabeth wiederum mag Elvis nicht so gerne, dafür mag sie Pelz. Tja, was soll ich sagen. Wir sind uns sehr ähnlich merke ich immer wieder. Sie hat Angst, dass die Polizei kommt, wenn sie mit zwei Männern in der Wohnung ist. Sie hat Angst vor allen in Uniform, auch vor „den Pro Tecs“ –Superbegriff, wie ich finde, vor allen Uniformierten, nur nicht vor der Bundeswehr. Das ist so lustig. Was ich noch lustig fand war das Titanic-Titelbild: woran die Dinosaurier wirklich ausgestorben sind. War Rex Impfmuffel? Mit entsprechender Zeichnung, Dinos mit roten Flecken am Körper wälzen sich am Boden zwischen den Schlingpflanzen.

09.04.2015 Die Mitbringsel und einen alten Armreif aus meiner Sammlung aber auch aus London (V & A) für Steffi. Habe mich von meiner Schwägerin beraten lassen. Lederoptik und Marke „Butter“ mit einem metallic-grün Ton und einem englischen Namen. IMG_1271 Make in India. Irgendwie spricht mich das mehr an seit London. Gibt es da Essen? Für die ganzen Mitarbeiter. Macht einer Dal? Bombay Street Food? Dishoom? Ich kann wohl kaum mit diesem Antrieb und völlig illusorischen Vorstellungen eine Karte für die Industriemesse kaufen. Von Samosas zu Kulfi. So heißt es leider nicht, sondern die Muster sind Industrieteile, die ausschauen wie eine Tapete. IMG_1286IMG_1294 Die Engländer tun mir Leid wegen ihrer Fahrradwege. Schlimmer noch als Wien und da soll was heißen. Hier könnten die bärtigen Männer mit den schmalen Reifen so richtig cruisen. Jobcenter Vahrenwalder Straße 10 vor 8. Warte vor der Tür in einer Gruppe wie Karstadt bevor die Türen morgens geöffnet werden. Meiner sagt, die machen erst um 10 nach auf und ich denke, ich glaube Punkt, sonst kommt es hier zu einer Revolte. Um fünf vor gehen die Mitarbeiter durch einen Paralleleingang ins Gebäude. Wir kriegen nicht die Frau, sondern einen jungen Typen. Was will der Bedarfsfeststellungsdienst sich eine leere Wohnung anschauen. Das macht Sinn, wenn Heizkosten zu hoch sind wegen undichter Fenster oder um zu ermitteln, wie viele Personen zu einer BG gehören (Schnüffeldienst), aber hier doch nicht. Die Teamleiterin sieht es genauso wie ich. Herrlich ansprechende Flyer liegen hier aus mit eins A Karrierechancen. 175632 Wir kriegen die Mietbescheinigung und meiner kann zum 15.04. in die List ziehen. Hornbach Sommerkollektion. Spitzenplakat. Foto wird nachgeliefert. Spreche die Tochter von Feinbein an. Foxterriermischling. Ja, viel Terrier drin. Ich spreche sie auf ihre Mutter an, die ist nicht tot, nur Schlaganfall und von der Krankheit und dem Mann, Scheidung usw. gezeichnet. Ihr Laden mit dem Sand auf dem Fußboden und den Brettern in der Mitte, Steg quasi, wäre heute noch cool in London und das war in den 80ern. Sie ist als Kind immer vor den Ratten geflüchtet. Suki ist super. Bellt morgens nicht. Wir üben bei Fuß laufen. Auch im Büro, nur einmal kurz gebellt, sonst ruhig. Es wird echt besser. Ich treffe meine Lieblingstürsteherin von früher. Sie sieht noch besser aus und hat ihre zwei Jungs dabei, 4 und 9 und einen Fußball unten den Gepäckträger geklemmt. Ach, ich könnte mich neu verlieben. Suki Cherry Blossom. IMG_1273 Dann soll der Kollege mich vor dem Plakat fotografieren (der Hut zur Karriere oder wie war das) und wir trinken einen Kaffee in der Sonne. IMG_1274 IMG_1276 IMG_1275 Zuhause machen die Fensterputzer Sachen kaputt und kleckern rum. Neuer Ausweis für die Alkoholikerin, ich zahle. Komme am 07.05. mit Suki. Es klappt und die Sozialarbeiterin fährt sie heute. Das hilft, weil ich versuche ein Bußgeld wegen Verletzung der Ausweispflicht weg zu kriegen. Da sollte sie zumindest einen neuen Ausweis gemacht haben…. Der Jordanier soll in ein anderes Haus verlegt werden. Die Sozialarbeiterin meint zu mir, da seien Rückfälle nicht erlaubt. Dann hätte es ja keinen Sinn. Der neue Leiter, ein sympathischer Sozialarbeiter nimmt mir die Angst. Ich sage, Kontinuität ist wichtig und warum immer Wechsel statt an den Problemen zu arbeiten. Vorteil des neuen Hauses sei die Abgelegenheit. Da glaube ich nicht dran. Wenn man trocken bleiben will, schafft man das an jedem Ort und umgekehrt gehe ich davon aus, dass man überall an jede Droge ran kommt. Die Mauer muss innen sein und nicht weil der Kiosk 1 km weiter weg ist. In Linden gibt es viele Trinkhöllen, aber man findet auch Saufkumpanen in Kirchrode. Meiner wird Alkoholiker bleiben und nicht diese Lichtgestalt und vielleicht geht es einfach darum ihn bestmöglich zu stabilisieren und das er nicht tot überm Zaun hängt und dabei wird es immer bessere und schlechtere Phasen geben. Ich verstehe mich mit dem Typen/Einrichtungsleiter und er pflichtet mir bei. Rückfälle sind in Ordnung. Auch kontrolliertes Trinken ist besser für die Gesundheit. Shuttleservice, bietet er an und sie holen mich aus Alfeld vom Bahnhof ich, „wenn ich keine Fahne habe“. Er muss lachen. Rassismus, da habe ich was für sie. Arztschaufenster bei meiner TCM-Ärztin. Ich muss total lachen. Antiidiotikum, Wirkstoff: Placebo. Zur Steigerung der emotionalen Intelligenz. IMG_1287 Mann steht auf der Brücke und lässt Brot ins Wasser fallen. Suki geht hin und ich: „Du bist keine Ente“. Der Typ: „nein, nein“. Ich finde es lustig. Er bettelt und geht im Park immer zu den Bänken, ob besetzt oder unbesetzt. Das ist schlau, weil da findet man was. Hört gut, höre ich von einem Rentner an den Ricklinger Kiesteichen. Na ja, geht so. Sucht Rosinenbrötchen sage ich dazu. An einer Ampel. Wird der größer? Ja, wie Dogge. Echt? Ich dachte in England, dass Suki so groß sei wie die kleinen Windhunde dort, aber er ist viel kleiner, richtig mini. Das ist toll. Er wird viel gekifft an den Kiesteichen und die ganze Strecke dorthin, auch tagsüber. IMG_1279 IMG_1281 Bei Mr. Thang muss Suki sitzt machen neben zwei erstklassigen Geschossen. Könnten seine Eltern sein. Gizmo heißt der Vater, grau, früher schwarz mit Stehohren. Alle Hunde, die so ausschauen heißen Gizmo, auch der meiner Alkoholikerin, der jetzt tot ist hieß so.  IMG_1277 IMG_1278 Die lernbehinderte Italienerin mit Unterleibsschmerzen. Die neue Freundin meines Betreuten, letzten Monat hatte sie nicht und jetzt gar stark. Wenn man sich persönlich trifft, ist es doch was anderes.Sehnde ist ein Kaff, aber Lehrte ist riesig, meint meiner. Er hat nicht schlecht gestaunt. Sie: die haben auch ein Bürgerbüro. Hund ummelden. Kläfft so viel, dass sie die Mutter nicht besuchen darf. Bellt wenn es klingelt, Das ist normal, weil er sich erschreckt, wenn er was Lautes hört, sagt meiner. Suki verhält sich wie ein Vollproll. Immer wird der schwarze Dackelterrier ermahnt, dabei ist es meiner, der knurrt und beißt und die an Leuten hoch springt, Kinder ankläfft. Ihre Familie ist zu Besuch, alle drängen sich an dem kleinen Betonbalkon. Ich muss mich auf meine Besprechung konzentrieren und bin mit Hundeerziehung überfordert. Vermutlich bin ich schon falsch reingegangen in die Wohnung und jetzt hat der Hund die falsche Einstellung. IMG_1283 Bei Frau Yoga, mittlerweile mit starker Gesichtsbehaarung auf einen Spontanbesuch. Wir dürfen nicht rein wegen Hund. Kinder angeblich in der Wohnung. Es riecht streng. Die tun mir echt leid. Der reservierte Kleiderschrank beim Fairkaufhaus, den zahle ich Morgen. Nein, Poco gibt es nicht.

„Alles ist erleuchtet“. Sehr emotional und man hat auch das Gefühl, dass die Schauspieler nach 2 Stunden ohne Pause sich völlig verausgabt haben, wie bei einer sehr fordernden Yoga-Klasse und dann noch emotional sehr angegriffen sind durch die Rollen in die sie hineingeschlüpft sind. Das ist sehr sympathisch und irgendwie springt es über und ich in der ersten Reihe könnte auch heulen. Unser neuer Liebling, heißt fast so wie wir. Die kann die Charaktere wechseln und spielt den übergriffigen Blindenhund des Fahrers, der sich nur für blind hält, der in den Schritt beißt und Brille abschmeckt und rammelt und ein Kleinkind und zig andere Rollen. Toll! Wir sind beide verliebt in sie. Wegen der Hundedarstellung muss Gabi da mal rein. Sie spricht von den verschiedenen Arten der Traurigkeit und isst dabei Melonenstücke. Die Traurigkeiten des Körpers, des Geistes und des Glaubens. Die Traurigkeit nicht auszusehen wie die eigenen Eltern, die Traurigkeit auszusehen wie die eigenen Eltern z.B. Der Übersetzer weiß: Odessa ist wie Miami. IMG_1284 IMG_1285

10.04. Mit seinem Ehemann ist man nicht verwandt. Wenn das männliche Gesicht unter der Schlafbrille hervor lugt denke ich: Wer ist der Lokführer neben mir. Das ist ja gerade gut wegen verschiedener Gene, dass ich mir keinen Intellektuellen mit Tricherbrust ausgesucht habe. Die haben wir ausreichend in der Familie.

Der Sandalentyp von gegenüber hat sich drei Jack Russel Welpen geholt. Manchmal ändert sich doch was, wenn man weg ist, aber das ist eigentlich keine Veränderung. Herr Srilanka, der Bareinzahlermandant will wissen, ob Männer heiraten dürfen. Ich verstehe ihn erst nicht, viele Frauen heiraten? Nein, nicht gleichzeitig, nur nacheinander. Ein Mann und ein Mann, das gibt es bei ihnen nicht. Doch, gibt es schon, was er mir erklärt, istGalerie. Das hat uns schwer beeindruckt und alles umsonst oder doch lieber Doppeldeckerbusse als Stadtbusse für Hannover mit enger Taktung um die Leute vom Individualverkehr zu heilen? Ich stehe ja auf Busfahrer und habe immer einen kleinen Flirt mit ihnen abgehalten in London und das hat eigentlich immer geklappt. Warum ist das so, weil sie diese großen Schüsseln so gut lenken können und vor allem weil ich denke, dass sie gesehen werden sollten, als Menschen wahrgenommen. Hunderte gehen vorbei, aber es sich Menschen und keine Fahrroboter, obwohl man es meinen könnte, so abgebrüht, wie sie steuern. Holzschrank auslösen. Dass ich die Betreuerin bin, interessiert keinen. Er wird nächsten Dienstag geliefert. Vollstreckung teilweise eingestellt. Was mache ich damit? Muss bis Montag warten. Der Typ muss so oder so über 1.000 zahlen und weiß nicht wie. Auf allen Fotos von London sieht mein Auge so scheiße aus. Ich muss wohl noch mal zum Arzt und schaue nach, was ich letztes Mal reingeschmiert habe und was nicht geholfen hat. Fürs Protokoll: das hieß Dexagent.

Modeausflug unter Frauen, was ist an der Streetware wo das Logo im Vordergrund steht eigentlich nachhaltig oder Upcycling? Dann Sprengel tanzt. Retrofoto mit Hashtag. Hätten wir eines machen sollen? Hairspray Musik und etwas Run DMC. Der Sound ist außen besser als innen. Gin and Tonic heißt das, Gintonic sagen nur Deutsche. Ein Typ, den ich aus dem Referendariat kenne. Er war damals schon Rentner und sieht unverändert aus. Ich habe ihn bald eingeholt. Hässlicher Volvo, sieht gar nicht mehr aus wie einer. Übertrieben großer Mercedes-Stern. An der Übertreibung der Marke erkennt man das Plagiat. Der Ausflug reicht mir und wir wollen nicht in die Sturmglocke weiter ziehen.

11.04. Hey, die Rathauspflasterung ist echt gut geworden. Mal nicht scheiße. Der Vermieter aus Straßburg schickt eine Liste aller Kaffeelöffel die in der Wohnung sind, teilweise mit Marken. Will er dasselbe von uns (wie viele Unterhosen und welcher Marke) oder sollen wir alles auf Beschädigungen durchschauen, wie Stephan meint. Stadtteilmagazin Hackney, affordable Yoga drop-in classes für 5 Pfund. Außerdem ein Restaurant was Auszeichnungen bekommen hat „Empress“, junger Koch, sieht süß aus. War bei uns um die Ecke. Ich warte auf Stephan, der mehr als doppelt so lange braucht für die Marktrunde. Meine Schwiegermutter ruft schon an und will wissen, wann wir kommen. Ich bin seit 8 wach und hasse den Zustand des Wartens, kann auch nichts Neues anfangen, weil ich jede Minute mit der Rückkehr rechne, jetzt basteln oder backen geht nicht, alle Energie ist unterschwellig auf das Warten ausgerichtet. Habe Lust mein Nachthemd wieder anzuziehen und den Fernseher anzuwerfen, aber ich will ja eigentlich los. Bin dann entsprechend angefressen, als es um halb 2 endlich los geht. Er hätte auch mal um 10 auf den Markt gehen können und nicht genau warten bis 12. Ich verstehe meinen Mann manchmal nicht. Es muss die Abwehr sein. Hey, aber die Potted Shrimp, die ich nur für die Dose gekauft habe, waren lecker auf Toast. Quasi Krabben in Butter. Norddeutsch, oder? DSC00492DSC00469DSC00470 Nordstadt. „It’s the Capitalism, Stupid“. Blauer, runder Fahrstuhl, aber Räder passen nicht rein. Habe Sand in den Ohren vom Sandsturm im Georgengarten. Wie in der Wüste. DSC00475 Die Diakonie kenne ich von meiner Betreuten, die Lehrerin war und an Krebs gestorben ist. Sie wurde ambulant von hier versorgt. Kicker aus Papier und allerlei Ansprechendes aus den 70ern sowie die NRÜ Osterdeko. DSC00476 DSC00477 DSC00478 DSC00479 DSC00480 DSC00481 Sterben, ein schmerzlicher Prozess. Die, die immer tot sein wollte, stirbt nicht. Ich denke ja, es liegt nicht in unserer Hand. Auch wenn es weh tut, es ist ein guter Prozess, das Abschied nehmen und besser als einfach tot umfallen und weg. Intensive Gespräche über Rollstühle, die nicht geliefert werden bzw. erst wenn es zu spät ist und man sie nicht mehr gebrauchen kann. Ich sage Stephans Cousin, der aus Mexiko da ist, dass die Erinnerung einen verarscht und ich manchmal an früher denke, wie wir in seinem Auto zum Bad gefahren sind und dort geparkt habe. Es lief KSR-One, Boggie Down Productions: „one, two, three, the Crew is called BDP and if you want to got to the tip top, stop the violence in hip hop“ und es kommt mir so vor als hätten wir das hunderte von Malen gemacht, dabei waren es vielleicht nur drei. Klingeln an den Bahngleisen. Kaum schafft man es hier die Autobahn zu überqueren als Fußgänger. Eine Kurve, man sieht nichts, die Autos rasen wie die Bescheuerten. Fast gleich aussehender Bruder des Patenkindes öffnet mit Schaum im Gesicht in Unterhose die Tür. Ein herrlicher Anblick. Unfall beim Sahne schlagen? Damals hatte er mit Constantin mit Unterhosen bekleidet im Bett gelegen und Tierfilme geguckt, wie ein Schwulenpärchen. Das gibt es ja, dass die sich Partner suchen, die aussehen, wie ein Abbild ihrer Selbst. Er und die Freundin/Frau sind jetzt aufs Land gezogen, in die Wohnung von Opa und wohnen neben seinen Eltern auf demselben Grundstück. Der Bruder ist gestorben, das macht vielleicht anhänglicher. Viel Selbstbestätigung des jungen Paares. Sie hat es offenbar nötig. Ist sie besser im Bett seit sie promoviert hat will ich wissen. Hier wird gebadet wie verrückt als Basis fürs Schick machen. Das verstehe ich nicht. Nein, das gebügelte Wildschwein als Vorleger will ich nicht. Kochen ist Liebe. „What I love most about my home is who I share it with“ steht auf der Tafel und außen herum alles voller Kussfotos. Braucht man das um es zu glauben und den anderen zu bestätigen? Das lässt auf ein schwaches Ego schließen und viel Unsicherheit. Es geht wohl von ihr aus. DSC00482 DSC00483 Dann Regen, unterstellen auf dem Land und hoffen, dass man nicht weggetrieben wird. Es stinkt nach Tierexkremente. Wir kommen viel zu spät bei meinen Schwiegereltern an. DSC00484 DSC00485 DSC00486 Schwiegervater hat auch seit Monaten ein Gerstenkorn, Michi auch. Alle, die mir nahe stehen. Klobürste aus der DDR. Naturborsten. Ich nehme die Cowboy- und Indianerfiguren meines Mannes mit, sein Spielzeug von früher. In Sachen Recycling kann ich was lernen von meiner Schwiegermutter. Sie hat die alte gemusterte Bettwäsche aufgezogen, die sie vor 25 Jahren uns mal geschenkt hat und die ich letztes Jahr ausgemustert habe. Hat sie umnähen lassen! Das irritiert, die eigene Bettwäsche, in der man so lange geschlafen hat in anderem Zusammenhang zu sehen. Sie zeigt mir, auf meine Bitte hin, wie Socken gestrickt werden. Das ist meine Lösung auf Strickwut, weil die trage ich wenigstens und ich finde es angesichts meiner Erfolge mit Stulpen realistischer als einen Pulli, den ich im Übrigen nicht in selbstgestrickt will. Wir machen die Verse aus meinem wohl ungeeigneten Baumwollgarn und es ist 22:30 Uhr bis wir zurück fahren. Ich wäre auch da geblieben. Ob ich es schneller verstehe als Else, will Dieter wissen. Die ruft wohl immer an. Nach London weiß ich, ich habe etwas von meiner Schwiegerfamilie übernommen. Ich kann auch mal die Klappe halten. Nicht so exzessiv wie sie (was dann vielleicht auch nicht gesund ist), aber von meiner Familie kannte ich nur verbale Diarrhö und das habe ich nicht mehr so stark. Die Vermischung mit dem anderen hat geholfen mich in Teilen davon zu befreien. Ich weiß jetzt, dass labern nicht immer hilft und schweigen bzw. nicht ansprechen oder Themen bewusst ausklammern auch eine Möglichkeit ist.

12.04. Jetzt muss ich anrufen, weil der Socke zu unförmig ist und ich mehr abnehmen muss. Stephan sagt, ich soll eine Selbsthilfegruppe mit Else gründen. Stephan ruft sein Eltern an und meldet sich bei seiner Mutter mit: hier ist Else. Ich glaube für die Spitze brauchen ist wieder Einzelnachhilfe. Bei Stephan ist der Po wie das tollste englische Ledersofa, aber es dürfen nur Stofftiere darauf Platz nehmen. Das ist mein neues Bild. Wollschal war einfach verschwunden (nachdem Elisabeth da war) und mancher Dekoartikel sieht einfach nicht mehr so gut aus. Kann nicht alles so lange bei mir bleiben, wie mein Mann. Elisabeth mag Rosa und dann ist er hoffentlich bei ihr. Ich habe zu viel Zeugs. Wieder Theater. Herrliche gelbe Wiese am Ufer bei der Glocksee. Das Stück passt zu Herrn Schlieckau vom Thema her. Gemeindepsychiatrie. Kommen von einem anderen Planeten, haben eine Mission, die sie erfüllen müssen und sind stark wie 4 Männer, wenn sie manisch sind. Der Grenzregion ist durchaus interessiert. Tolles Bühnenbild, eine Anlage wie aus einer Reinigung, die im Kreis fährt bzw. in Schlangenlinien und alle Requisiten fahren umher, auch starke schauspielerische Leistung. Wir mochten das Stück von Donnerstag trotzdem lieber. Der Hauptdarsteller ist im Stück -mit Brille und Typ verklemmt – nicht wiederzuerkennen, aber er ist derjenige, der im hiesigen Ensemble ausschaut wie Daniel Brühl. IMG_1302

Aprilwetter am 30.03.

30.03. Viel Traum wieder. Das Fenster im Büro steht wieder auf Kipp während die Heizung voll an ist. Dafür sind die Blumen im zugeknoteten Müllsack und die Vase in der Spüle und wird eingeweicht. Ich weiß Bescheid. GEZ anrufen, gleich das unangenehme des Tages hinter sich bringen. Dann Krankenkasse, weil die zusätzlichen Betreuungsstunden bei Frau Antriebslos abgelehnt wurden. Alle leichten Fälle werden durchgewunken und der MDK-Gutachter war ein Idiot. Herr Ihme hat wohl Ausgang, weil er um 9:28 alles Geld abgehoben hat. Das Pflegepersonal, nein, er hat kein Ausgang. …Starmoney sagt was anderes. Nachmittags erklärt mir die Ärztin, das sei kein Ausgang, er sei vom Personal begleitet worden und wolle sich ein Handy kaufen. Tja dann, das macht er jeden Monat, aber ich denke, er hat jetzt Beschluss. Ich will lieber über die Medikamente sprechen. Dazu weiß sie noch nichts und will sich erkundigen und Morgen bei mir melden. Ich bin gespannt. Betreuten anrufen bevor ich in die Königstraße fahre, ob der kleine Herr Borderline und Kreisrunder Haarausfall auch kommt. Ja, er erwartet mich schon da als ich ankomme und hält mir die Tür auf. Es war stürmisch und nass. Der Arzt mit dicken, grauen Kotletten fällt ihm immer wieder ins Wort und sagt, er soll ihn „nicht zutexten“, kurze Antwort auf eine Frage, ob das ginge oder „den Schnabel halten“. Das ist mehrfach grenzwertig. Sein Haarausfall, denkt immer das ist Tumor. Nein, ist harmlos sagt der Arzt. Kreisrunder Haarausfall. Meiner weiß nicht, ja, aber der Arzt meint, er schon. Irgendwelche körpereigenen Stoffe knabbern die Haarwurzeln ab und dann fällt das Haar aus. Lange habe man gedacht, da stecke mehr dahinter, ist aber nicht so. Meiner erzählt, dass er kein Vertrauen hat, auch nicht zu der Freundin, die ihn hergefahren hat und mit der er seit 15 Jahren zusammen lebt, aber mir vertraut er. Gerichtspost. Treffe den Richter, der für Herrn Ihme zuständig ist auf dem Flur. Er will Ende der Woche hinfahren, da ist Ostern, sage ich. Ja, stimmt. Dafür sage ich den Namen von Herrn Borderline, wo ich gerade den Termin hatte. Wir sind wohl beide verwirrt. Gespräch: Aprilwetter, dabei haben wir noch nicht April. Der Rentner, es läge an der Industrie und den Schadstoffen. Häh, wenn wir am 30.03. (was so gut wie April ist) Aprilwetter haben? Holzhasen für die Schwiegermutter und zum Basteln, manche sehen aus wie eine Mischung aus Weihnachten und Ostern als hätte sich der Bastler nicht entscheiden können, telefoniere mit ihr, sie dachte, ich will nichts mehr mit ihr zu tun haben und kündige uns an für das Wochenende nach Ostern an, für den Samstag. Ihre Zwillingsschwester ist im Pflegeheim.

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Ich esse eine ganze Tüte Chips (ja, Salt and Vinegar). Meine Mutter ruft an, wie es mir geht, was sind das für Geräusche? Ja und ich esse Chips, sage ich ihr. Ich habe ein schick gemustertes Lindtei in Metall gekauft. Statt der sonst üblichen Adventskalender als beliebter Exportartikel für die Insel. Müssen wir zur Not bei Doc Martens im Geschäft abgeben. Das Ei wird in der Gala später mit den Worten „it“ und „animal print“ bedacht. Dann lag ich ja richtig.

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Die Frau Querulantin schreibt mir:

„Sie haben bei (Name des Arbeitgebers) in Dortmund sich ja Anfang 2013 erkundigt.

Ich habe ganze Zeit entweder gearbeitet oder Arbeitslosengeld bezogen. Diese Daten haben Sie bereits bekommen und ermittelt. Ich will eine Rente ohne Lücken. Was mir auch zusteht. Bitte setzen Sie meine Interessen durch, somit ich höhere Rente bekomme.

Freundliche Grüße aus Tessin“

Zwei Einschreiben zur Post. Zwei Asiaten mit flachem Hinterkopf und hässlichen Ohren, die Reisetasche verschicken wollen, richtig mit Griffen. Die Braunhaarige, „Sie schon wieder bei mir“, das man das überhaupt schicken kann. Erst mal zur Waage. Die notarielle Vollmacht nach Hamburg zur Tochter und die Unterlagen an die jordanische Botschaft in Berlin. Kopiere alles was ich schicke, auch die Passbilder. Ich misstraue den Jordaniern. Ja, es kann noch schlimmer kommen als Sprühregen ins Gesicht und fast vom Fahrrad geblasen werden und Hut festhalten. Es liegen Stryroporkugeln aus gefrorenem Wasser auf der Erde.

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Der Bürohund bellt unfreundlich. Die Teenagertochter ist da wegen Osterferien und er läuft in mein Zimmer. Mit super strenger Stimme wird er mehrfach von ihr gerufen und dann ist es still. Als ich das Zimmer betreten ist er noch drin. Sie hat einfach aufgegeben. Super streng und inkonsequent, so wird ein verhaltensauffälliger Hund daraus. Ich schicke ihn ohne Worte raus. Im Flur ein halber Beißknochen. Die habe ich auch für Suki, hat er meine Sachen durchwühlt? Die Kollegen fahren jetzt doch auch kurzfristig und spontan alle weg über Ostern.

Es muss was gemacht werden um das Piepsgeräusch zu beseitigen, aber nicht am Server. Dauert nur 15 Minuten. Ich bin skeptisch. Ich will nicht zur Paartherapie nach Hamburg. Peinlich, wenn man das nicht alleine hinbekommt. Ich habe mich auch gegen ein Holzmassagegerät für den Rücken entschieden. Lieber Finger benutzen.

Stephan kommt spät vom Sport, mache mir schon Sorgen, weil es 1 Stunde nach der verabredeten Zeit ist. Was mache ich dann in so einem Fall? Zum Sportstudio fahren und schaue, ob sein rosa Rad da steht. Ich sitze im Wintergarten. Das ist für mich wie Draußen. Als er kommt, kocht er. Irgendwas stimmt mit mir nicht. Ich bekomme meine Regel stellt mein Mann fest. Ich streite ab. Ich versuche Gras zu häkeln und Stunden später habe ich Unterleibsbeschwerden. Wie kann er das vor mir merken?

31.03. Noch kein Blut, aber das war bestimmt PMS. Traum: Ich sitze vor dem Bahnhof auf einer Bierbank, wir essen was. Jasmin kommt vorbei und steuert auf das Hotel zu. Ich laufe zu ihr. Wir sollten uns wenigstens kurz sehen. Sie war spontan nach Hannover gekommen um sich mit ihrer besten Freundin Katarina zu versöhnen. Die hatte angerufen und vorgeschlagen, dass sie sich noch am selben Tag treffen und sie war gekommen. Das hatte sie mir wohl am Telefon gesagt, aber ich habe sie nicht verstanden. Wie war es? Konnte man den Standpunkt des anderen verstehen oder blieb jeder bei seiner Version, wie meistens will ich wissen. Sie setzt sich dazu und isst Brot. Dann schauen wir Fotos durch. Auf einem schauen viele Menschen nach oben (wie bei einer Sonnenfinsternis). Das wurde hier gemacht erkläre ich ihr. Man hat den Leuten die Räume der Oberstaatsanwaltschaft gezeigt, die hier im 5. Stock von dem sehr verschnörkelten Gebäude sind und bei der Gelegenheit haben die eine Werbung abgehängt und eine politische Botschaft zum Kindergeld rausgehängt und deswegen schauen die Leute. Wir gehen dann in eine umgenutzte Kirche, die jetzt Café ist. Das ist eine total coole Location, die ich noch nicht kannte. Efeu wächst die Empore hoch, weil das so lange leer gestanden hat und man lässt es so. Offene gemauerte Wände. Ein sehr elegant angezogenes Mädchen setzt sich zu uns an den Tisch und schaut mich immer an. Ich will den Raum fotografieren, aber immer sind irgendwelche Leute auf dem Bild, die es mir dann versauen. Das ist den Laden nicht kannte. Im Innenhof gibt es tolle Blumen. Gelbe und graue Rosen. Die will ich fotografieren und eine andere Frau auch. Mit der lege ich mich an und sage, sie soll zur Seite gehen, damit sie nicht auf meinem Bild ist. Ich sollte mich entschuldigen, aber stattdessen setze ich einen drauf und beleidige sie.

Es ist richtig dunkel und nass draußen. Ich mache ein kleines Fotobuch für meine Mama. 1,- € weinrot, Leder und Einsteckheft für ca. 20 Fotos. Sie wird es lieben, weil sie gerne Fotos dabei hat und zeigt (vor allem von den Enkeln). Mein Mann mit Schnauzer zu November beim High Tea mit mir. Ich auf dem Friedhof in Nürnberg, wie ich auf einem Grab liege (das wird ihr zu makaber sein). Sie kann die dann alle austauschen gegen Enkelfotos. Mir macht er Spaß, das Ding zu füllen und so sieht es auch besser aus. Heute auf dem Markt kaufe ich nur einen großen Apfel für Pfannkuchen mit Rübensirup und Käse. Sonst nichts. Den Apfel stehle ich. Das Wetter ist zwar etwas heller, aber ich habe nur großes Geld. Musste schon für die Taz 20 Cent anschreiben lassen. Er hätte sie mir ganz gegeben und ich zahle Morgen 2, aber ich war zwängig. Die Rechnerpause dauert 1 Stunde. Das war gestern auch mein Tipp gewesen. In der Zeit kann ich mit Sauklaue die Jahresrechnungen in 7 Betreuungssachen ausfüllen. Das muss ich vor Ostern auf den Weg bringen. Sehe dabei das ein oder andere. Stadtwerkeabschlag, der im März ausläuft. Hinweis per mail, dass Zählerstände durchgegeben werden müssen und so was.

Ich rufe bei der Region Hannover, Ausländerstelle Maschstraße an. Ich habe den jordanischen Pass bald und sie mir noch nicht die Ergebnisse/Zusammenfassung unserer Besprechung zugeschickt. Ich mache meine Arbeit, sie nicht. Mit dem Passbild komme ich lieber persönlich vorbei, bevor das auch im schwarzen Loch verschwindet. Mittwochs 8 – 12 und donnerstags ganztägig. Sie haben Akte übernommen, die jahrelang nicht bearbeitet wurde und wollten es besser machen, davon merke ich nur nichts. Er richtet es seinem Teamleiter aus, dass ich auf das Gesprächsprotokoll warte.

Der kurdische Betreute bringt mit Unterlagen für den Deutschlanddrachen vorbei. Seine Frau hat mir einen Kuchen gebacken, aber sie hatten keine Pappteller. Dann haben sie wohl was aus Alu-Folie gebastelt.

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Wir sehen Halina. Yuhu. Kathrin hat Zahn und kann auch nicht zum Sport. Ich gehe alleine zu Mimi. Apropos meiner Gesundheit unbedingt Cranberry Tabletten bei Boots besorgen. Doppeldeckerbus fahren, Banh Bi essen, Kino mit Gin Tonic, Fastenzeit vorbei, aber ruhig angehen lassen. Halina Donnerstag in den Clove Club einladen. Kathrin musste erst von 4 auf 3, weil Claudia dann doch nicht wollte und jetzt noch mal ändern von 3 wieder auf 4. Ich schreibe ihr: „Warum mache ich nie was, fragt auch mein Mann zu Recht. Ich motze dann, wenn was nicht klappt und übernehme den Part. Können wir uns nicht so einigen? „.

Was ist das für eine Akte. Auch da war gestern Termin zur Verkündung einer Entscheidung. Ich bin eine Wünschelrute für so was. Rufe ich mündlich ab. So nennt man es, wenn man in der Geschäftsstelle anruft und sich das vorher sagen lässt. Das Landgericht hat ein Urteil zu unseren Gunsten gegen die Boutiquetussi gesprochen. Gottseidank. Jetzt gibt es nur noch Berufung. Dann wird es halt teurer. Sie schickt mir Link für die Produktion 2015. Das kleine Mädchen von damals, die Tochter der Freundin ist zu sehen, im Abspann, wie sie sich schminkt. So hängt das alles zusammen hier in Hannover. Ganz schön blass die Medusen. Könnten mehr Neon vertragen für meinen Geschmack. Die Klinik in Bielefeld hat sie abgelehnt, wo ich noch alle Entlassungsbriefe der letzten Jahre besorgt hatte. Will sie das mit ihrem Arzt besprechen?

Trinke Kombucha mit abgelaufenem Pago-Saft aus Wien 2014. Schön süß und macht knall satt. Spreche mit Herrn Auge über Gassigeher im Tierheim Hannover. Odysee dort hin zu kommen und die haben alle ihr Schicksal, die Katzen haben oft Zucker. Mir der Krankheit kennt er sich ja aus. Wir schauen uns Hunde auf der Internetseite des Tierheims an. Ich finde mehrere süß. Die Perserin begleitet ihn wenn er als Zeuge im Strafverfahren aussagen muss. Sie ist dann im Zuschauerraum und hat eine Erhöhung der Stunden beantragt. Er wusste, dass eine zu wenig sein würde. Ich sage, dass sei ja ein Erstantrag gewesen und die müssen es erst mal ausprobieren, ob das überhaupt angenommen wird. Das sei normal, dass vorsichtig bewilligt wird und der Anbieter stellt dann den Bedarf fest und beantragt konkret auf den Fall hin eine Erhöhung. Golfklub südlich von Gleidungen. Nein, da habe ich kein Interesse. Modisch ja, aber ich hab‘s nicht so mit Ballsportarten witzel ich nach dem Rekrutierungsversuch im Flur. Die Werbeanrufe sind selten geworden.

SoVD zu teuer. Die nehmen für jede Kopie Geld und man muss Mitglied werden. Kein Problem. Ich mache Klage gegen Rentenversicherung. Den coolen Hausarzt in der Südstadt. Da hat er nächste Woche Termin, Herr Vogelspinne. Der war ja nicht da. Weiß ich ja, weil ich ihn kenne aus meinem Fall Frau Schornsteinfeger und seit gestern versuche, ihn zu erreichen und heute Mittag in der Telefonsprechstunde wieder.

Der Lernbehinderte hat Antrag für seine neue Freundin, die bei ihm eingezogen ist beim Jobcenter gestellt. Lustig: ich für ihn und er jetzt ihr Oberbetreuer oder was und sie haben seine Kontonummer angegeben. Ist schlecht, sie soll eigenes Konto eröffnen. Ich fahre am 09.04. dorthin und schau mir das an. Die haben auch einen Hund und er ruft immer „Schatz“ und lässt sich alles von ihr bestätigen. Warum muss das noch mal sein, dass ich komme. Er wollte es so. Die Alte muss gar nicht da sein von mir aus. Nur Besuch und jetzt dort angemeldet. Sie ist unselbständig und herrschsüchtig. Tolle Kombi. Er ist Devot. Er will wissen, ob ich bei seiner Arbeit angerufen hätte als er nicht da war. Hinter dieser Frage steckt auch die Freundin. Ich spüre das. Seine Mutter ist auch abgeschrieben, obwohl das gut lief. Ich schätze, das geht schief, in die ein oder andere Richtung wird da bald was passieren.

Jobcenter, Fristverlängerung und überhaupt, die sollen erst mal erklären, wie es sein kann, dass ein Hilfeempfänger in eine Wohnung einzieht, die den Erfordernissen entspricht und nachträglich ändern sie die Mietobergrenzen und jetzt soll er ausziehen, zumal das ein Betreuter von mir ist. Da soll der Teamleiter eine schriftliche Stellungnahme dazu abgeben, wie üblicherweise ihr Amt in diesen Fällen verfährt. Immer wieder kläfft der Hund. Die Tochter der Kollegin hat heute mal Bürotag wegen Osterferien und irgendwo muss man geparkt werden, dann bei Papas Arbeit und spielt mit ihm. Das führt zu mehr Bellen.

Ich erreiche den Arzt und ja ein kurzes, intensives Telefonat. Wir sind uns einig. Ich bin Fan von dem Typen. Ich kündige den Herrn Vogelspinne an. Er hat auch mal zuverlässige Patienten verdient, der jetzige Arzt in Linden schließt die Praxis altersbedingt. Ex-Spielsüchtig, hat alles im Griff. Ist gut. Informationsaustausch, der ist im Thema. Ja, mit Psychiatern kann man mitunter wenig anfangen.

Frau Lehrerin in spe schreibt, dass sie bis Freitag bei ihrem Freund ist (auswärtig). Die Wiedereinstellung in den Schuldienst, Referendariat, Bewerbung, läuft alles planmäßig. Ich hatte gefragt, ob ich noch was tun kann. Die lustigen Icons, wo sie sie nur immer herbekommen. Sie schreibt. „Ihnen auch schöne Ostertage!“

Weihnachten kündigen vor Ostern

23.03. Halb sechs ist krass. Die Vögel sind aber auch schon wach. Ich schreibe Tagebuch, mache die Osterkette für meine Mutter zu Ende und finde doch noch drei Collagestücke, die vorne drauf müssen. Die beiden Geschäftsleute mit Handy aus Essen (Personalvermittlung) und das Köln Apparel-Etikett. Da muss Steffi jetzt ein drittes Mal ran. Hoffe das klappt noch vor London.

Michi treffe ich beim Altpapier vor die Tür stellen, hat er sich mit Schuhwichse eingerieben, nein, er sieht so erholt aus, er hat Kaffeekocher und Tassen dabei in seinem geräumige Fahrradlastenkorb und wollte japanischen Wasserkocher als Leihgabe, vielleicht heute Nachmittag noch mal melden. Nein, jetzt mitnehmen, nicht immer so umständlich sein. Hole ich in weniger als 1 Minute und Kölnerdom Gummiteile, Tupper, wo Platzi drin war als Transportbox, Katzenwaschlappen (jetzt in der Wäsche verfärbt mit einem rosa Unterton) und Regenbogenwaschlappen. Weinprobe am Samstag und wir sehen uns. Ich nicht. Markus will auch nicht saufen und sie können nicht zu zweit für drei.

Mein Vater war auch auf dem AB am Freitag bei der Arbeit wegen der Puppenstube. Das klinge sehr dienstlich, hier sei mein Vater, „der Clochard“, er bittet mich um Rückruf.

Mein Betreuter kommt mit dunkler Sonnenbrille zum Termin beim Arbeitsamt. Ob es hier so hell sei, will ich wissen, er sei müde. Kein Elan. Da interessiere ich mich eher für die Ausbildung zum Maler als er. Tolle Diagramme und Abkürzungen. Er hat BVJ gemacht, aber soll er jetzt mit BaE zum HSA? Der neue Körperschmuck juckt. Hat Tattoo am Kantpatz machen lassen, hat Freund gezahlt. Ein Kreuz mit einem Drachen darauf im Tribal/Phantasy Stil würde ich mal sagen als Laie. Er hat Heimweh nach Bad Pyrmont. Süß. Da wohnt sein Freund, aber in einem Dorf daneben wo es noch nicht mal einen Bankomaten gibt (wie der Wiener sagt). Wir sitzen im Flur, werden 2 mal angesprochen, beim zweiten Mal sage ich: wir sind obdachlos. Das ist meinem Betreuten peinlich und das Blut schießt in seinen Kopf. Sie haben alle eine Besprechung, erklärt mir die Angestellte, ja sie rauchen vor der Tür, Nikotinbesprechung, kommentiere ich das beim Rausgehen. Da kann sich mein Betreuter gleich anschließen. Die sollen die Daten in das Programm einpflegen. Mehr verlange ich nicht. Bei den Überlegungen nach einem Folgeanbieter für das ambulant betreute Wohnen verwechsele ich Bad Pyrmont mit Bad Nenndorf. Nach Rodenberg ist meine Betreute mit der Halbseitenlähmung und der globalen Aphasie gezogen. Gut, dass ist alles einerlei für mich, die niedersächsische Provinz.

Frau Yoga macht mich aggressiv. Ich kann ja ihre Kontoauszüge durchsehen um festzustellen, was abbezahlt ist, ja, aber ich rufe bei der Staatsanwaltschaft an, dann soll sie doch Scheißkontoauszüge durchsehen und mir nicht sagen, wie ich meine Arbeit machen soll. Ich will die loswerden. SMS mit ??? und dann immer alles besser wissen, sie soll ihren Scheiß selber machen. Ich bin echt genervt von der Alten.

Unterhalt nicht gezahlt, der Typ ist desolat, sollte 129,- € pro Monat zahlen sind jetzt über 1.000,- €. Er hat chronisch kein Geld und immer was zu klagen, Arbeitgeber zahlen nicht und er arbeitet umsonst, alles Elend. Ich kann es nicht mehr hören. Ich muss mich neu reindenken in den Fall und er kommt Mittwoch noch mal rein.

Geld holen der Spielsüchtigen, letztes Mal hatte sie abgesagt, ist privat versichert als ehemalige Lehrerin und hat Stress mit einem Arzt, Urlaub über Ostern, nach England? Sie hat richtig geraten. Dann Frau Sylt, die Probleme hat das Geld zweiwöchentlich einzuteilen und wir stellen wieder um auf wöchentlich. Der Vermieter hat sich noch nicht gemeldet. Frau Bühnenreif auf den AB. Hat bei GEZ angerufen, erst war fieser Typ am Apparat, denn gute Frau, bekomme Befreiung jetzt diesen Monat, weil das ja schon im Februar auslief, aber das weiß ich ja, sie bekommt 2 Monate länger. Ich soll sie dann anrufen, dann holt sie es ab, weil die Post macht sonst vielleicht wieder Mist. Neue Gruppe bei beta, da sind keine Jähzornigen dabei, das verträgt sie nicht. Ich bekomme Fax, dass PKH abgelehnt wird in meiner GEZ-Klage, Termin Morgen. Das wird nach hinten losgehen und das alles wegen 3 Monaten Beiträge für diesen Scheißverein und weil ich keinen Zustellnachweis habe. Die scheiße ich jetzt mit Faxen zu. Bei Frau Dackel hatte ich es echt nicht beantragt bis Mitte 2014, irgendwie vergessen, die war nicht bei der GEZ angemeldet und die wollten 500,- € und haben jetzt rückwirkend ab Januar 2013 eine Befreiung ausgestellt. Das ist viel wichtiger. Ich verstehe diesen Zirkus nicht. Soll ich das jetzt privat bezahlen, die 50,- €? Weiterbewilligung Rente abgelehnt. Muss klagen. Der Architekt hat Aufforderung bekommen die Mietkosten zu senken. Wohnt da seit 3 Jahren und die Wohnung kostet 385 statt 364,- €. Das war die damalige Mietobergrenze. Das nervt auch richtig und das werden wir ggfls. über den Fachbereich Gesundheit klären lassen. Die spinnen doch alle. Sollen mal lieber die Daten in das neue Programm eingeben. Steinecke „Brotmeisterei“ ist unterirdisch. Das schlechteste Schokoladenbrötchen meines Lebens. FB ist Gourmet dagegen. Da verirre ich mich nie wieder rein. Noch mal Herr Ihme. Das sei ein KZ, wo er ist. Ja, aber eines für Langschläfer denke ich mir. Hatte um 12 Uhr noch im Bett gelegen, als ich angerufen habe und ich habe es dann sein lassen mit am Patiententelefon warten.

Anfrage wegen Kostenbescheid, der nicht zugestellt werden kann. Ja, der Betreute ist tot. Dem Richter würde ich noch mal sagen, dass sich der Typ umgebracht hat wo er so viel Verständnis für die WoGe hatte. Einmaliger Vorfall, weil er Stimmen gehört hat und er entschuldigt sich, trotzdem darf der Vermieter sagen, das Vertrauen ist zerstört und der Mieter muss die Kündigung akzeptieren und ausziehen. Trotz neuer Wohnung ist er zu einem Hochhaus gefahren, wo er mal eine Wohnung besichtigt hatte und ist gesprungen bevor die Umzugsleute am nächsten Tag kamen bzw. die standen dann vor der Tür. So ist es manchmal wenn man als Zivilrichter wenig Ahnung von Betreuungen hat und wie schlimm es ist, wenn Leute ihr Zuhause verlieren. Ich merke, wie sehr mir das nachhängt und, dass ich das Bedürfnis hätte, dass ich hier noch mal dem Richter zu sagen, wie sein „Fall“ weiter ging im richtigen Leben, weil ihre Entscheidungen haben Auswirkungen und manchmal so unerfreuliche.

Der Kollege hat mir das Scheidungsurteil nicht gegeben, was ich aber für die Krankenversicherung dringend benötige, ich erinnere ihn nicht an Bilderbuch, bin ich seine Mutter? Er sprach mich noch mal an auf die neue Securityfrau und ich sehe es heute gelassener. Die Glocksee ist eine geduldige Mutter, die uns allen, auch nacheinander eine Heimat bieten kann. Als ich da war, waren anderen schon längst durch mit dem Thema und jetzt bin ich nicht mehr dabei und andere sind auf den Geschmack gekommen. Dann ist es so. Blöd, nur dass es hier eine ganze doofe Person geht, die immer die Bullen gerufen hat, wenn wir im eigenen Garten gegrillt haben und Constantin, der Fahrrad fuhr mit dem Auto abgedrängt hat mit ihrem Mann und körperlich angegangen ist, sie und ihr cholerischer 1,96 m großer Tischlermann. Er durfte nicht da wohnen, weil es angeblich eine Baustelle sei, wurde ihm beim Einzug gesagt und man trat dabei gegen die Hausfassade, dabei haben sie sich selber da eingezeckt mit Kindern und dann die Klagen wegen Lärmbelästigung, dass er nur mit Socken oder Hausschuhen laufen sollte und die Alte hat die Dezibel mit dem Handy gemessen. Wir bekommen ein Anwaltsschreiben, dass wir am 31.12. um 23 Uhr Zimmerlautstärke einzuhalten hätten, aber jetzt in der Disko arbeiten, nee? Im Langzeitgedächtnis ist die Demenz noch nicht angekommen und da sage ich gerne was war, gefragt und ungefragt, weil Arschlöcher bleiben Arschlöcher. Punkt.

Mikael bietet Partneryoga an, wenn ich mit meiner Freundin komme, bekomme ich Rabatt. Chilehaus auf dem Schnapsglas. Thomas hat leider einen großen Knochen vergessen. Das wäre jetzt wichtig, wo Gerd die Knochenlampe baut, aber das geht zu seinen Lasten, weil er ist Gast und die kommt ins Gästezimmer. Nein, nicht schicken, wir sehen uns noch um April bei Dieter Grubert.

Ein großer Welpe hat sich vor Beginn des Konzerts vor mich gestellt, die Proportionen stimmen noch nicht und er hat Muskeln, ist aber auch weich und tapsig. Alle bedienen ihr Smart-Phone und machen helles Licht für ein Foto oder schreiben was. Es ist zum wahnsinnig werden und man will die Dinger nur wegnehmen und gegen die Wand werfen. Die Frauen sind wieder so scheiße angezogen. Blusen mit großen Punkten in schwarz-weiß und dann ein schwarzer Hut. Der neuste Schrei. Der Gitarrist ist eine Mischung aus Falko in jung und meinem Betreuten, mit dem ich heute bei U-25 war, aber alle in der Band sind untätowiert, auch eine Seltenheit und sehr sympathisch. Er scheint auch Grace bei Movenyo zu machen, die Beinmuskulatur ist gut ausgeprägt und dieses eng springen und weit und Skiwedeln. Das sind unsere Übungen. Dass es sich bei der 60er Jahre Halle des Faustgeländes um einen Punkerschuppen handelt, das kann man nur ernsthaft behaupten wenn man aus Wien kommt. Die Gitarren müssen ständig ausgewechselt werden. Sie fühlen sich offenbar wohl und sagen mehrfach, dass man in Hannover aus einem Montag einen Freitag machen kann und sind offen schwul auf der Bühne, sehr sympathisch und doch noch nicht selbstverständlich, d.h. man merkt, dass es gerade in dieser Musikszene auf der Bühne nicht so deutlich gezeigt wird. Höchstens ein Frauenkuss von Madonna, der aber nur der Publicity dient und nicht so gemeint ist. Mitzi Blue heißt der Gitarrist. Wir sollen immer wieder für ihn applaudieren. Hat Zotter nach ihm eine Schokolade benannt? Neben mir steht die Mutter des Gitarristen, so kommt es mir vor. Viele sind ja aus Gründen des Jugendschutzes als Begleiter/Bewacher vor Ort. Sie ist allein, dunkelhaarig, tanzt, wirkt aber deplatziert. Ich muss Maschin auf meine rote Autofahrsporthandschuhe aus Leder von Röckl schreiben mit Edding, so schön abgeranzt wie die sind. Die Idee kommt mir bei seinen gelben Lederhandschuhen mit runden Aussparungen an den Fingerknöcheln, die er anzieht vor dem Lied und einen Scheinwerfer darauf richten lässt als würde er gleich ein Schattenspiel aufführen. Und mein Yogavideo was ich machen lassen will zu Bilderbuch Om als Musik. Auf einmal sind zwei Mädels auf dem Publikum auf der Bühne und rahmen den Sänger ein. Er ist auch hier souverän und es ist so süß, wie er Stiegenhaus sagt, aber warum meint er, der Hüftschwung funktioniert nicht mehr so. Ich kann das jetzt fast besser als mit zwanzig. Die gute Luft in Hannover lässt eine nicht altern oder was? Zu viel Schulterstand ohne Hände. Das belastet offenbar die Halswirbelsäule. Überall sehe ich Ulrike-D Typen. Das nervt. Unsere Nachbarin macht Garderobe. Sie kriegen viel Applaus und verbeugen sich alle zusammen und bedanken sich, aber meiner Meinung nach nicht genug, verglichen mit der Oper und sie leisten mehr. Haben echt Energie wie 20 Hühner. Ich kaufe eine feinste Seide Stofftasche in rot und Stephan bekommt ein T-Shirt. Auf dem Rückweg wieder der komische Baum mit dickem Stamm, viel Efeu und wenig Zweige. Sieht irgendwie literarisch aus. Thomas entdeckt Weidenkätzchen auf der Brücke Nieschlagstraße, die richtig dicke Brummer sind. Wer ist schlimmer, ich oder Thomas Mutter. Das ist die Frage des Abends und wird zwischen Stephan und Thomas diskutiert, wobei Thomas mich in Schutz nimmt. Zetern tun wir beide wie die Weltmeister. Ich muss schlafen gehen.

24.03. Traum: die Männer interessieren sich nur für meine großen Ohrringe und weniger die Hütchen. Lauter Kleider, kann mich gar nicht erinnern, dass ich dieses gekauft habe. Klamottendemenz. Mietsache, ich sei den älteren reichen Mann vertreten. Teil der Kaution nicht eingezahlt. Kann man das noch einfordern, wenn das Mietverhältnis beendet wird. Irgendwas nicht klar geregelt und jetzt unschuldig tun und versuchen das noch zu verschriftlichen um die Beweislage zu verbessern. Nur nicht, dass er merkt, wie wichtig das ist.

Irgendwie durch. Früh ins Büro. Kollege fragt, ob ich auch da war bei Bilderbuch. Er will was inszenieren in der Glocksee, dass die neue Mitarbeiterin Psycho wird. Das ist mir alles zu aufwendig, selbst für ein gedankliches Experiment. Fahre eine Stunde zu früh los, kehre aber am Schwarzer Bären um. Franzbrötchen beim Bioladen für 1,60 €. Die haben doch einen Knall. Da hätte ich lieber mal Kuchen von Zuhause mitnehmen sollen. Der Steuerkollege wohnt beim Verwaltungsgericht, aber den immer überfallen und er meldet sich nie. Das ist auch scheiße. Gut, manche Leute können sich nicht melden und über den Besuch im Siloah hat er sich auch gefreut.

Der lernbehinderte Betreute will, dass ich mal vorbei komme, um mir seine Wohnung mal anzuschauen, aber dann nur an einem Donnerstag mit Suki. Der ist beim Titus in der Nähe und da können wir schön Maschsee fahren. Fahrt in die Südstadt. Ich muss die Geldabholtermine von Donnerstag auf Mittwoch verlegen, dann kann ich auch nachtmittags Außentermine mit Suki machen. Das gibt gleich einen Einlauf, aber Bilderbuch hilft mir: „Joghurt auf der Bluse, eine Katastrophe“, hey, dass ist das Lied für die Steuerberatermitarbeiterin. Ich finde den Sitzungssaal erst nicht, erscheine um 10:32 Uhr gibt der Richter zu Protokoll. Der Referendar vom Deutschlandradio ist steinalt. Hinter sind zwei Referendare vom Richter. Der Richter hatte ja schon PKH abgelehnt, weil ich nicht beweisen kann, dass ich den Antrag gestellt habe. Wie kann es sein, dass in einer anderen Betreuungssache, die früher nicht bekannt war bei der GEZ auf meinen Antrag vom 23.05.2014, der erst am 09.07. bei der GEZ einging (!) eine rückwirkende Befreiung ab 01.01.2013 gewährt wird? Ich habe die Originalunterlagen dabei und zeige sie dem Richter und auch dem alten Mann, der neben mir sitzt. Der Typ von der Behörde, bei diesen nicht registrierten Fällen wäre man sehr kulant gewesen. Der Richter: auch so, wer schwarz geguckt hat, ist im Vorteil. Nein, so sei das auch nicht, Einzelfallentscheidung halt. Der Richter ist aktiv im Kunstverein und da hätte neulich ein Künstler zu ihm gesagt: „Ich hab was von der GEZ bekommen, das musst Du Dir mal anschauen“. Es war dann eine Befreiung bis 2017 und er bezieht Hartz IV. Das könne gar nicht sein, weil die Bewilligung immer nur 6 Monate geht. Der Unsympath dann: na gut, wenn er schon länger Leistungen bezieht, z.B. fünf Jahre, dann nimmt man vielleicht an, dass sich da nichts ändert. Das überzeugt keinen hier im Saal, zumal mein Betreuter eine Erwerbsunfähigkeitsrente bezieht und bald Altersrente und Grundsicherung, keine inländischen Verwandte hat, geschieden ist und wenn sich nichts mehr ändert, dann hier. O.k. in der anderen Betreuungssache war man kulant, was ist hier mit Kulanz, es geht nur um vier Monate und nicht über 500,-€, sondern nur 60,- €. Wird abgelehnt. Der Richter sagt, hat man kein Rechtsanspruch drauf. Ich kann ja Einschreiben Rückschein schicken meint der Schlaumeier vom Deutschlandradio, dann habe ich einen Zustellnachweis. Bei mehr als 60 Betreuten, weltfremd. Das sehe ich nicht ein. Ich faxe ihnen jetzt die Bude zu an zwei verschiedene Nummern. Es sie doch eh nichts zu holen und würde nichts ändern. Noch nie hat Klagerücknahme so viel Spaß gemacht. Ruf der GEZ ruinieren ist mein Ziel und das erreiche ich ganz gut. Ist schon irgendwie scheiß, wenn man für die falsche Seite arbeitet. Ich mache eine gute Figur und verlasse beschwingt den Sitzungssaal. Für die Guten zu arbeiten macht einfach Spaß und ein gutes Gewissen ist unbezahlbar. Die nächste Sache gegen Norddeutschen Rundfunk wird aufgerufen und ich soll gleich die Tür offen lassen. Die beiden Herren haben länger miteinander zu tun und der Richter weiß jetzt vielleicht noch mehr was er von dem Laden zu halten hat.

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Ich habe einen sympathischen Richter kennen gelernt und irgendwie auf dem Rückweg Phantasien wie das Gebäude in Köln in die Luft fliegt, weil es gesprengt wird, aber das würde sich nicht lohnen. Ich mache Klingelstreiche beim Kollegen, d.h. klingel kurz und gehe dann, weil ich versuchen wollte, aber eben nicht nerven. Einfach vorbei fahren finde ich scheiße und er kriegt es nicht hin sich zu melden. Für den Bagelstand ist es zu früh, Thomas schläft noch. Ich zum Markt. Wir haben jetzt soundso Orangen. Ich habe schlimme Obst- und Gemüsenamendemenz und will mir das auch nicht merken. Ist namenloses Schlachtvieh für mich. Die Assistentin lacht. Ich bekomme eine grüne Banane geschenkt, weil sie den Rest schon eingebongt. Die sieht nicht so aus, schmeckt aber trotzdem.

Ja, der Richter macht Kunstverein. Kunst am Verwaltungsgericht. Die Sparda-Bank. Ja, der schwule Türke ist mein Musterschüler, den können sie ruhig nehmen als Neukunden. Noch mal Sparda-Bank wegen Doppelvornamen. Ja, ja, alles richtig.

Ich telefoniere mit dem St. Nicolaistift und wir können die neue Wohnung anschauen und uns Schlüssel holen. Meine Betreute zieht vom Altbau in den Neubau. Die eine vom ambulant betreuten Wohnen, die ich nur vom Telefon kenne und schon doof finde (und gestern nicht registriert habe, dass es sie ist und nicht die Kollegin, weil es mir halt auch egal war), aber heute Nachmittag vor Ort treffe bei meiner Betreuten, wollte ihr die Wohnung ausreden.

Der japanische Wasserkocher kommt gut an. Treffe Michi und wir fahren zusammen in die Stadt. Ich in die Leinstraße. Erst mal neues Foto machen und eine Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis kostet 80,- €. Wahnsinn. Im ghanaischen Pass steht „Nursing Assistant“ als Beruf drin. Ein farbiger wissenschaftlicher Mitarbeiter im Nachbarzimmer ärgert sich auch über den Sachbearbeiter, dem irgendwelche Bestätigungen seines Arbeitgebers nicht ausreichen.

Tolle Osterhäkeldeko im Heimbereich, ein Hasenkopf auf einem gekräuselten Untergrund. Das macht Bewohnerin, vielleicht kann die auch für mich mal was machen. Ich habe Demenz und steuere auf Hauseingang „G“ zu, 1. Etage. Nicht der Name, den ich suche. Ich streuner herum und kann es nicht einsehen, frage Mitbewohner, rufe schließlich die unsympathisch neue Wohnbetreuung an, die mir sagt, wenn man auf den Hof kommt gleich links. Waren Sie noch nie da. Doch, aber ist schon etwas her.

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Meine Betreute „Sie haben das was am Auge, Frau A.“. Ja, ich weiß, war schon beim Arzt und das Gift hat auch nicht geholfen. Muss ich wohl geduldig sein. Sie: „Das sieht aus wie ein Gersterkorn“. „Willst Du sagen, ich habe ein Brot im Auge? Korbgesterkorn“. Ich sage, ja, muss aussortiert werden. Frau A. sammelt selber und ist eher Messy als Bauhaus. Ich verstehe das und mir nimmt man es offenbar ab, wenn ich Tipps gebe. Sie bekommt Klamotten geschenkt. Neues kommt immer rein, ruhig mal ein paar Säcke voll machen mit Sachen, die nicht passen oder die man nicht mehr mag, hat ja nix gekostet und sind keine Designerballkleider und Umzug prima Gelegenheit jedes Stück in die Hand zu nehmen und sich zu fragen, mag ist das? Brauch ich das? Neue Wohnung ist schön und Ansporn und nicht voll machen wie ein Aspikwürfel. Sortieren kann man prima beim Fernsehen und sie hat jetzt Urlaub über Ostern. Später klärt es sich, da hat der Verleger, den ich betreut habe, mal gewohnt. Neue Wohnung ist klein, aber hell, und schön. Ich bin dafür. Sie mag mich, zu der anderen sagt sie immer: „das kannst Du knicken“. Eine Wohnbetreuerin von früher läuft mir nach mit Kinderwagen. Bei Edeka. Das Kind isst Obst, hat richtig viele Sorten geschnitten. Lister Öko-Mutti, sagt sie selber und will noch zu Denns und das Kind strahlt mich an und sagt Baby und Aua. Winkt zum Abschied. Hier ist der tollste Schuster ever um die Ecke und die Frau weiß die Namen der Kunden, das sei ihre Gedächtnisübung und ich finde blaue Schnürsenkel, dürfen ruhig kräftig blau sein und heller. Ich bin ja für bunt. Edeka-Kesselchips mit Salt und Vinegar auf dem Fahrrad, weder selber fallen noch Tüte fallen lassen ist die Kunst. Ich sehe schon Blauschimmelkäse von Edeka auf der Straße liegen.

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Noch eine Frau aus Köln, die in einer Betreuungssache von mir, meiner ist nur Haushaltsangehöriger, rückwirkend befreien will. Der Wahnsinn!

Bei meiner Schwägerin wäscht die Tamponade in die Zahnlücke ein. Legendäre Heilhaut. Ja, ich bin mit ihrem Superhelden von Bruder verheiratet.

25.03. Traum: Hund überfahren. Wir laufen auf der Straße, hinter uns ein Pärchen aus dem eigentlich Traum, war Silvesterparty oder so und dann wurde irgendwas abgestimmt, welches Lied man am meistens mochte. Sind schon genug Nominierungen, noch unbeliebtere haben keine Chance, greife ich in die Moderation ein. Es wurde auch mit 90 % oder so (durch Handzeichen zeigen) das erste. Irgendwer kommentiert mein Outfit, ich drehe mich nicht um. Stephan kennt ihn von früher. Stephan geht auf Krücken. Ich muss dringend noch mal auf’s Klo. Da ist schon die Putzfrau. Darf ich trotzdem, frage ich sie. Mein Kleid ist so umfangreich, voluminös, dass ich es kaum alles hoch und weg kriege von den Stofflagen, sie hilft mir. Habe was eingesaut von der Brille, sie schimpft. Wir laufen die Straße entlang, hinter uns ein Pärchen und ein weitere Mann von der Party und ich sage, die verfolgen uns. Nein, nur Witz, ich finde euch sympathisch. Der schwarze Hund wird erst angefahren, dann noch mal überfahren. Eine Frau bricht zusammen, weil sie es gesehen hat. Schwarzer Typ will helfen und denkt, der Freund hat ihr was getan oder so was. Erst schwankt das Tier als würde es gleich zusammenbrechen, dann schwankt es, dreht aber dabei immer mehr auf und spielt. Äußerlich ist ihm nicht anzumerken. Die Besitzer sitzen daneben auf dem Bordsteig und fassen es immer wieder an. Der Mann der Frau, die ausgeflippt ist sagt zu ihr, sie wird doch nicht heulen. Wenn einer heulen müsste, dann ich. Ich hatte einen überfahrenen Hund. Hat Feininger auch noch geschwankt oder war er gleich tot? Das muss ich Karin noch mal fragen. Wir waren ja Minuten später vor Ort, aber was war unmittelbar nachdem das Taxi vollstreckt hatte. Werde wach. Ein Whippet mit Foto in der Haz, hat Rattengift gefressen. Stephan findet Aresto so süß. Wie kann man einen Windhund Aresto nennen. So heißt höchstens ein griechisches Lokal.

Gestern wollte ich mein neues Haustier schon entsorgen. Heute Morgen frage ich mich, wohin mit der Teeernte von Dienstagabend, wenn wir Mittwoch fliegen. Der Tee hält dann genau die Woche durch, wo wir nicht da sind, aber was soll ich mit dem ganzen Zeug, was dann nicht verbraucht werden kann. Ich trinke ein großes Glas und das lässt mich sehr schnell reden und überzeugend sein. Richterin Sozialgericht bezirze ich, habe Wohnung für Petzy so gut wie klar, auch mit Gourmetküche, habe zwei Arztempfehlungen für einen Betreuten der kommt, der war bei Arzt von Herrn Ihme und die Praxis schließt aus Altersgründen (eine Katastrophe) und wir müssen auch klagen und er geht vielleicht zum SoVD und bequatsche ein Inkassounternehmen mit Wiedervorlage in 2 Wochen. Zeit in Wunstorf mal beim Arzt von Herrn Ihme anzurufen. Ich bin gerade so im Fluss. Der kurdische Betreute kommt ohne Termin sieht, dass ich ihn angerufen habe. „Sie sehen voll schön aus heute, Frau A.“. Süß, oder? Er geht zum Jobcenter und besorgt die Bescheinigung für Köln ab Oktober 2014, November 2014, Dezember 2014, Januar 2015, Februar 2015, März 2015. Ich schreibe es ihm auf einen Zettel vom Le Meridien Block. Wo habe ich den bloß her? War Nürnberg. Die nette Perserin vom ambulant betreuten Wohnen kommt mit ihrem Hund und hat schon von Suki gehört von Prinz Auge, der sagte, er sei so süß. Ich zeige ihr Fotos. Sie sieht das genauso und wir sind uns beide einig, dass der Mann, der schrecklich ausschaut und grummelig ist, voll lieb ist und mögen ihn beide. Dann geht es um die Frau aus dem Frauenwohnheim, die sie neu übernehmen soll. Die war erst ablehnend und fand sie zu jung, dabei ist sie 36, sieht nur so jung aus. Sie erlebt Frauen als Konkurrenz, ist ihre Einschätzung. Zu dem jungen Hase U-25, der auch einen neuen Anbieter braucht, wenn er wieder aufs Land zieht, bin ich zu streng. Ihr Hund ist vorsichtig und frisst nicht alles. Er ist so schön leise und macht keinen Mucks und legt sich gleich auf den Fußboden. Ja, kleine Hunde können viel laufen, Yorkis sind keine Schoßhunde, die Leute füttern ihre Hunde zu viel und arbeiten mehr mit Futter als Belohnung als über die Beziehung. Sie will Herrn Auge unterstützen als Gassigeher im Tierheim und vielleicht einen eigenen kleinen Hund. Das wäre perfekt. Der Hund wäre immer mit ihm zusammen, könnte alle Reisen mitmachen mit seinem Schwerbehindertenausweis und er würde raus kommen und soziale Kontakte sind unvermeidbar. Sie spricht Farsi, aber nicht mehr so gut und ich sage ihr, dass jordanische Pässe bzw. die Schrift mit den vielen Kringeln gar nicht nach Sätze ausschaut. Die Freundin von dem Lernbetreuten fühlt sich von mir angemacht. Er hat sie beim Vermieter als Gast für 6 Monate angemeldet. Muss er 20,- € mehr NK im Monat zahlen. Ich sage, sie war doof und wollte wissen, was mich das angeht. Sie ist bei ihm eingezogen, ich bin seine Betreuerin, dann ändern sich Dinge, auch finanziell und er fragt mich Sachen und ja, das geht mich dann was an und ich habe ihnen beiden Termin angeboten. Sie hat Schmerzen und will nach Sehnde ziehen, da ist ihr Vater begraben. Meiner sagt mir später, dass sie beide nach Sehnde ziehen wollen.

Vor lauter arbeiten, ist es schon mittags. Ich nehme den Kollegen mit nach Hause. Stephan hat gekocht. Es geht darum, dass ich auf bestimmte Leute keine Lust habe und in den Beziehungen ein Saldo führe und wenn das ins Minus rutscht, dann Tschüss. Ich werde da immer konsequenter, Leute die mich nerven oder nicht interessieren, bekommen auch keine Zeit. Dann geht es um mein Verhältnis zu der Mitarbeiterin. Fenster auf Kipp, Heizung auf Stufe 6. Wir spielen das Fenster auf und Fenster zu Spiel. Das ist nicht lüften und ihr ist doch kalt. Ich spreche sie an, weil ich es nicht kapiere. Sie verträgt die Blumen nicht. Ich frage, ob wir die wegstellen oder entsorgen sollen, wenn sie ihr medizinische Probleme bereiten. So schlimm sei das auch nicht und sie seien ja ganz hübsch. Das ist die Bei-Gelegenheit-Allergie, je nach Laune vertrage ich etwas oder auch nicht und nur ein bisschen. Das verstehe ich tatsächlich alles nicht. Apropos ungeschickt ansprechen, vor Mandanten auf meinen Blutfleck, mein Mann eröffnet mir vor dem Kollegen, dass er Weihnachten nicht mit kommt nach Bayreuth, sondern zu seinen Eltern geht und ich empfinde das als Vertrauensbruch, gerade mich so vor dem Kollegen auflaufen lassen. Meine Tante hat mir ein Paket geschickt. Der Inhalt sei unergiebig, aber das Verpackungsmaterial kann ich gebrauchen und davon ist viel enthalten, leere Kartons und Kartonrollen von der Küchenrolle. Eine Gerbera, die ich der Frau vom Sport schenke, die immer Plastikblume an ihren Fahrradkorb bindet und es total schlimm findet, wenn die geklaut werden. Ich habe ihr lebenslangen Nachschub versprochen.

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Ich verstehe den Grund nicht, warum mein Mann nach fast 30 Jahren nicht mehr will, hatte er doch immer gepredigt wie doof die Paare seien, sie sich ausgerechnet beim Fest der Liebe trennen lassen. Ich bin traurig und kann ihn nicht umstimmen und so wie ich ihn kenne, zieht er es auch durch. Wir haben einen neuen Wasserkocher und damit kann man präzise gießen und es dauert lange, bis man nicht automatisch nachwischt, wenn man Tee aufgießt. Diese Handgriffe sind in Fleisch und Blut übergegangen.

Ich bin geschockt und überlege immer, wie das dann wird, Skat spielen oder gar nichts, nur ich und meine Eltern und muss mich ablenken durch Arbeit. Ich habe den ganzen Nachmittag daran zu knapsen. Was will ich machen? Zwingen kann ich ihn nicht. Der Opfervater kommt und hat eine Zyste im Bein, groß wie eine Grapefruit und geht die ganze Wade runter, heute kommt er noch in die Röhre. Sie wollten ihn gleich dabehalten im Krankenhaus, aber er will seinen schlecht bezahlten Job bei der Zeitarbeitsfirma mit 9 Monaten Probezeit nicht verlieren. Seiner Mutter wurde damals das Bein abgenommen. Das klingt alles nicht so gut und passt zu meiner Stimmung. Im Osterbrief warne ich meine Eltern schon vor. Ostern Weihnachten absagen. Ich wollte die Osterkette schicken und habe jetzt das Verpackungsmaterial aus Stuttgart bekommen. Das Greenpeace Klebeband lässt mich an Hamburg denken. Die Freunde, die jetzt eine schwere Zeit haben. Ich würde viel lieber telefonieren, aber das geht leider nicht. Irgendwie bin ich verletzt. Wie soll das bloß weitergehen und irgendwie muss ich die Schuld auch bei mir suchen. Ich bin zu kompromisslos und zu ätzend. Fühlt sich an wie Trennung oder Vorstufe dazu. Ich bin traurig und irgendwie von der Rolle.

Beim Yoga sehe ich mich bei der Endentspannung im Dachfenster wie ich daliege, die Augen sind unscharf. Ich könnte auch tot sein, so regungslos wie ich da liege. Warum tut er mir das an. Er muss es mir erklären. Mal was anderes, Liverpool, zu Uli, aber warum gerade dann. Und meine Eltern alleine mit meiner Schwester lassen. Soll es schon so sein wie Abschied, aber ohne Vorfall oder Grund. Ich schwanke zwischen, dann bin ich vielleicht schon tot, ist noch lange hin und die Fürther Junges alleine besuchen und mal schauen, wie das so ist. Ich glaube, es macht mir mehr Spaß mit ihm. Die Freunde der Fürther in London. Muss auch daran denken, wie wir mit Kathrin zum Weezer-Konzert gefahren sind mit Trudys Auto. Das war ein Abenteuer.

Statt Koralle, die Suche nach den wahren Gründen, weil ich in Bayreuth nicht mit in die Disko gegangen bin oder mit in die Stadt. Ich hatte andere Pläne, Granola, Rugele und Spätzle. Er ist doch für was Neues machen. Das war für mich was Neues. Der dürfte aber nicht mit Larissa zusammen sein mein Mann, wenn er meint, dass ich meine Eltern, auch zeitmäßig so in den Vordergrund stelle!

26.03. Morgens geht es weiter. Macht mir Vorschläge, von denen er selber nicht überzeugt ist wie Weihnachten teilen. Ich hole den Hund und die kläffen alles zusammen. Übe im Treppenhaus, dass er sich beruhigen muss bevor wir gehen. Ich setze mich, er stupst an mich an und fiepst und legt sich hin, aber nicht ganz auf den Boden und gespannt wie ein Bogen. Ignorieren. Irgendwann legt es sich auf eine Fußmatte der gegenüber liegenden Tür, gibt mir Raum und kommt runter, dann geht es los. Ich muss doch mehr Geduld haben als der kleine Hund. Nächstes Mal bringe ich mir was zu lesen mit.

Wir gehen da hin wo der Glasbruch ist. Der Kollege sitzt im Auto und seine Tochter macht drive by shooting mit dem Laptop.

Brücke mit Suki 1 Brücke mit Suki 2

Wir treffen die andere Steffi und sie fragt: Hast Du einen Hund. Ich erzähle von meinen Hibbelproblemen, dass ich bin wie er und Steffi sagt: klingt wie Therapie für mich, ist auch so. Wie alt ist er, immer die Frage. Schon 8, aber dauerpubertär, auch wie ich. Er läuft immer besser bei Fuß am Rad, ohne Leine. Ich gebe jetzt das Kommando dazu und löse auch wieder auf und lotse ihn so durch den Verkehr. Ich probiere es mit Selfies auf der Leiter an der Ihme, aber vorteilhaft ist anders. Immerhin das Ihmezentrum, bietet eine verlässliche Kulisse und mein Hundemodel ist richtig gut mittlerweile und macht, was ich will gerne und ohne Probleme.

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Sozialarbeiter, sie verteilt ihren Urin im Wohnheim, dann ist es so weit. Antrag auf Streichung der Wohnsitzauflage mit Ziel eigene Wohnung, ist abgelehnt. Wieder Klage Verwaltungsgericht?

Hilfeplanung. Das Tattoo ist jetzt in Frischhaltefolie eingewickelt und er ist zu früh da. Ich hole den Hund rein und frage vorher. Nicht mein Hund, aber ich würde ihn erziehen, stellt die Frau aus Hameln fest. Er lässt sich durchstreicheln. Gewischt hat er noch nicht, nur wenn er Energy verschüttet, aber er fegt. Dann klebt irgendwann der Fußboden sagt die Frau aus Hameln. Dann kennt sie keine Punker-WG. Bis der klebt dauert das oder man muss was Entsprechendes tun und wischt ja, wenn er Energy verschüttet. Kommt mit dem Geld aus. Sei ausreichend. Dann kann er ja Werbespott für die Bundesregierung machen, sage ich. Ich würde es nicht schaffen. Die letzte Woche lebt er vom Pfand. Immerhin kommt er über die Runden und ist jung und bekommt von mir eine 2 für die Geldeinteilung. Suki schläft unter dem Tisch auf meinem Fuß liegend auf der Seite.

Oberarzt, den ich duze, wegen Herrn Ihme. Erst bekommen sie es in den Griff, das Personal hat Angst und er ist übergriffig und hat eine Anzeige einer Passantin mit Hund, die er angegriffen oder aggressiv angegangen sein soll. Wann genau ich nicht da bin. Ist nur Donnerstag und Dienstag und ich lese Mails und mein Kollege ist auch noch da außer an Ostern und kann man das nicht vorher klären und Ostern ist keiner da. Ach, er ist Ostern selber weg. Nach der Mittagspause habe ich ihn auf dem AB, dass nun doch der Beschluss her soll.

Die Frau aus dem Wohnheim, die machen Alarm. Sie hört Stimmen und führt Selbstgespräche auf dem Klo oder sie telefoniert. Ich soll sie mal anrufen. Nein, sie kommt in 3 Stunden. Die persische Wohnbetreuung ist ihr zu jung (da darf ich gar nicht an die denken von heute Morgen, die ist ja Anfang zwanzig, hat aber Energie). Eine sechzig Jährige, die den Job macht wird sie nicht finden, sage ich ihr und 36 ist nicht so jung. Was ist mit den Stimmen? Es wird gesendet und sie hört die Stimmen, andere im Wohnheim auch, nur die Frau, die mich angerufen hat, nicht. Es stört sie und sie hat auch schon bei der Uni gefragt, ob die den Rechner haben von dem aus gesendet wird, aber nein. Bei mir hört sie nichts und ich meinen Kollegen im Nebenraum.

Elisabeth Taylor, ob es mir nicht gut geht oder ich einen Schlaganfall hatte. Mein Gesicht würde komisch ausschauen. Ich bin nur alt und müde und schlecht drauf. Sie war beim Ohrenarzt und hört gut, hat aber enge Ohren, damit wollte er was andeuten, Männer sind versessen auf enge Muschis und alle Löcher, die eng sind und wollen die dann weiten. Auch enge Räume. Ich: echt? Sie schafft es nicht weit. Haltestelle Schwarzer Bär, Polizei, ob sie fremd gefährdend sei, hat sich mit einer Gruppe türkischer Frauen angelegt. Die Wohnbetreuung schreibt mir:

„ich war gestern bei Frau…. in der Wohnung – es ist unaufgeräumt und chaotisch, aber nicht komplett verdreckt, so wie ich es befürchtet habe. Das verschmutzte Geschirr haben wir zusammengetragen und in die Küche gebracht, ihr Vater wollte abends kommen und das Waschbecken im WC reparieren.

Sperrmüll (ein Schrank) durfte ich auch anmelden – zu mehr konnte ich sie nicht motivieren, aber wir treffen uns nächste Woche wieder in ihrer Wohnung.

Ich fand Frau…. diesmal sehr klar. Falls es hilfreich ist, kann ich gerne auch mit an den ‚Spritzentermin‘ denken – nach meiner Berechnung müsste die nächste in der 16. KW fällig sein?“

Mein Betreuter nach Hirninfarkt aus dem Glockseeumfeld, den ich duze. „Franzi, ich will Dich nicht nerven“… aber das P-Monster soll seine Sachen bei ihm abholen. Er drückt ihn weg am Handy. Sein Sohn meinte neulich: Papa, da steht ein Penner mit Fahrrad vor der Tür. Hat ihm vor dem letzten Umzug den ganzen Dachboden vollgestellt mit Fahrrädern und holt die nicht wieder ab. Ich hätte das nicht zugelassen sage ich ihm und hatte schon die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, aber sie waren Kumpels. Der Typ ist Messy. Scheiße, wenn es hier einen Konflikt zwischen zwei Betreuten gibt. Ich gebe das P-Monster gerne ab.

Betreuungsstelle und Richter wegen der neuen Frau aus Süddeutschland. Ich lehne ab, kein Bock und bei der ganzen Anspannung im häuslichen Bereich. Außerdem reicht es und das klingt anstrengend und wenig reizvoll. So was brauche ich gerade nicht.

Freddy, mein Neffe, lernt Doppelkopf und hat wohl viel Talent. Ist ja noch klein, aber er wollte am nächsten Tag noch mal spielen.

Nach den Bauchmuskelübungen auf der Matte springe ich hoch wie ein Flummi. Berna sagt: „wow, was für Energie, sie wollte gerade sagen langsam aufstehen“. Der Sport lädt mich auf mit Energie und die explodiert dann. So fühlt sich das an. Ja, ich mache heute noch was kaputt sage ich (wir sind eine kleine Gruppe und die Frauen kennen mich alle bis auf eine). I’m going to break something.

ich habe was im Badezimmer was ausschaut wie die Vase auf dem Flohmarkt, oder?

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27.03. Traum: irgendwas davor und dann ist es ca. 6. Mir ist schwindelig (in echt und war es schon gestern), habe ich jetzt Kreislauf und ist das psychosomatisch? Ich sollte noch mal schlafen. Tue es auch. Wir haben Kind zur Beaufsichtigung, ist wie Tochter des Kollegen aber jünger, erst Büro und Frau des Kollegen taucht auf und wir hauen ab. Ein Typ lobt Suki, ja, toller Hund und toll für mich, dachte noch, dass ich nicht auf Windhunde stehe, erkläre ihm meine favorisierten Rassen (englische Staffordshire Terrier, die ausschauen wie Schweine). Ich lästere über die Kollegin, die ihren Hund gleich schützt bzw. weg holt, wenn er von Suki angeknurrt wird. Das ist normale Hundesprache und die fressen sich nicht gleich. Wie soll er da sozialisiert werden? Es ist Sommer draußen, die Kollegin trägt nacktes Bein, zuerst denke ich draußen, es ist Fußball-WM, Brasilien spielt, lauter entsprechende T-Shirts auf Trägern kommen uns entgegen, dann geraten wir in ein open air. Wir haben die Tochter noch dabei. Auf dem Weg frage ich, ob sie Hunger oder Durst hat, hat Durst, weil wir kommen an einem Stand vorbei. Sie will ein Getränk mit Blue irgendwas. Ist gar nicht blue, beschwere ich mich. Es ist eine Glasflasche mit japanischen Zeichnungen und innen eine Mechanik aus Metall, Da kann man mit einem Hebel drehen und dann wird es blau. O.k., das ist verrückt das Soft Drink. Stephan und ich sitzen auf einer Picknick Decke. Beine ausgestreckt und ich habe meinen Fuß in seinem Schritt. ist das obszön? Schauen alle. Dann die Band, es sind Paare, die Duett singen. Wir kennen sie und es sich Liebeslieder und hinter ihnen läuft ein Film aus Standbildern, sehr künstlerisch mit lauter gehäkelten Teilen und Tieren, die sich da ruckartig bewegen durch die Filmtechnik, wie das Video zu Sledge Hammer. Das gefällt mir sehr. Die Liebeslieder sind traurig. Mit welcher Technik macht man so einen Film? Das kann man mit dem Handy, erklärt mir die Tochter und, dass die meistens viel Speicher haben. Müssen wir zuhause bei ihr anrufen, dass die sich keine Sorgen machen. Ich trete weiter weg zum Telefonieren und überlege, dass sie lieber hier abgeholt werden soll, weil ich nicht genau weiß, wie ich da hin komme, wo sie dann sind.

Nach dem Wachwerden denke ich, habe ich von realen Erlebnissen geträumt, das mit der Kollegin und ihrem Hund.

Die Perserin hatte mir geschrieben, dass Herr Auge wieder die Kontrolle über seine Finanzen bekommen möchte und es ihm gut täte, wenn ich ihm mehr zutrauen würde. Ich schreibe, er sie in keinster Weise eingeschränkt und jede Überweisung würde ich durchführen und jede Lastschrift durchlassen und er bestimmt wann und wo er das Geld holt und es hat noch nie nicht so funktioniert, wie er es wollte. Es schütze ihn nur vor unsinnigen Verträgen, die er selber nicht will und davon gab es in der Vergangenheit reichlich (Ordnerweise). Als Nachtrag schreibe ich „Ich finde übrigens auch, wenn man jeden Monat über 100 € für Telefon und Filme im Internet gucken ausgibt und selber nur 140 vergangenen Monat zum Leben noch hat (wie es hier der Fall ist), dann spricht für mich das eher dagegen das er das wirklich unter Kontorolle hat. Haben Sie darüber schon mal mit ihm gesprochen? Also er mit Ihnen?“ Danach ist das Thema vom Tisch, war Missverständnis.

Stephan bricht Streit vom Zaun. Was essen gehen, er holt mich doch vom Sport und dann noch wieder nach Hause ist schlecht, sonst bleibe ich da. Kleinigkeit. Angeblich entscheide ich mich immer ein Stunde vorher um und bin so unzuverlässig. Seit wann gelte ich als unzuverlässig? Habe doch die Einladungskarte schon mitgenommen. Ja, letztes Mal wäre ich dann auch nicht mitgekommen. Da hatte ich ganz fies Regel. Ja, vielleicht bekomme ich die ja vor heute Abend. Frechheit, ich nenne ihn Wichser und gehe. Er hält mich auf und ich wäre sonst Schlag 9 im Büro gewesen und das für einen künstlichen Streit, den ich nicht nachvollziehen kann. Bockig auf allen Ebenen. Schröders haben sich getrennt, meldet mir Stephan davor. Will er so was auch?

4 Nachrichten auf dem AB, MDK erreicht mich nicht und email mache keinen Sinn, weil der neue Terminvorschlag „sicherlich auch wieder nicht passt“. Es wären jetzt schon zwei Versuche gewesen. Hallo, einmal geht es nicht wegen Ostern, das stimmt, aber beim ersten Mal wollten sie ihn in eine Lücke packen und von heute auf Morgen einen Spontantermin machen. Wenn mal nicht erreicht telefonisch ist den MDK und die Musik von der Warteschleife macht Kopfweh. Auch hier wütende Mail. Jetzt Termin.

Richter in Sachen Ihme. Frau, die Pille für Elisabeth ablehnt, bekommt meinen ganzen Ärger zu spüren, sie macht es unnötig kompliziert und man muss ganz viel schreiben und das abW kann auch noch mal beschäftigt werden mit einer Stellungnahme, oder warum?. Sie vögelt viel rum, spinnt und braucht gerade eine Verhütung, ganz wichtig und ich werde nicht locker lassen und das Weitere dann mit ihren Teamleiter klären, weil mir ihre Einstellung und Arbeitsweise nicht zusagt. Ja, „freiwillige Leistung“ hat sie jetzt schon 10 mal gesagt, das ist angekommen, aber warum ausgerechnet meine das nicht bekommen soll, das sehe ich nicht ein, will es aber nicht weiter mit ihr diskutieren. Sie wird schon sehen. Daraufhin sagt sie mir eine positive Entscheidung zu.

Der neue kommt mir Mietbescheinigung vorbei. Ich mache nicht auf, sondern der Kollege, der nicht da sein wollte und doch da ist. Dachte es ist Nachbarin die was will, weil wie ist der sonst ins Treppenhaus gekommen.

Rettungssanitäter gehen mit hoch. Wo der Sozialpsychiatrische Dienst ist, zeige ich ihnen auf dem Schild. 30 Minuten Wartezimmer. Ich entdecke die Lautlos-Taste auf meiner Tastatur. Yuhu. Ich bin mit dem Dicken Wohnbetreuer, ganz in schwarz mit Motörhead Mütze. Er ist zart besaitet und fast sich immer an das Jochbein. Zahnschmerzen frage ich. Erkältung, kann das daher kommen? Es geht um den Co-Piloten, konnte er nicht einfach die Tür aufmachen will Herr Borderline wissen. Manche brauchen eben eine große Bühne, sagt der Dicke. Ich bewundere es fast, wie er Typ schnell handelt. Der Pilot wird auch nicht immer zum Klo gehen, wenn sie gerade die Flughöhe erreicht haben und auf die Alpen zufliegen. Er war genau der richtige Moment und er hatte 1 Minute um den Plan umzusetzen und genau dann zu handeln. Das fordert mir etwas Bewunderung ab und ist es dann besser durch einen technischen Defekt zu sterben? Ich halte aber mit meiner Meinung zurück. Herr Borderline braucht Luft, reißt das Fenster auf. Da liegt eine Haz. Diese Griechen findet er scheiße, sagen wieder Nazis und Merkel und überhaupt Scheißvolk stellt er fest. Der Sozialarbeiter sieht aus wie Sherlock Holmes. Platonisches Flirten. Er braucht noch eine Bewertung für die Region Hannover sagt er zum Schluss. Wir wollen aber alle zurück ins Büro. „Sie waren super“, sage ich. Er muss lachen. Schickt uns den Bogen. Meiner soll Anger Management machen und Griechenland ist nicht scheiße. So was will ich nicht hören und jetzt Tschüss und schönes Wochenende.

Herr Ihme ist gut drauf und fragt nach dem Beschluss. Das weiß ich nur mündlich, dass er erlassen wurde, aber klar schicke ich dem Strafverteidiger sobald ich ihn habe. Ich frage ihn nach dem Vorfall mit der Passantin. Der Hund hat ihn fast gebissen und war aggressiv, da hat er sich erschrocken. Der Hund hat auch die Polizei angesprungen. So ist das eben mit schlecht erzogenen Kötern.

Ehemalige Betreute, die in Berlin wohnt und die ich duze, hat Dienstag einen Telefontermin. Mit der war es mehr Freundschaft und sie trägt meine Armereife noch. Die Betreuung wurde gegen ihren Willen aufgehoben, weil Berlin Geld sparen wollte und das war mit vielen Tränen verbunden. Sie schreibt:

„darf ich dir zu einer für dich günstigen Zeit ein paar Fragen stellen bezüglich diverser Ärgernisse und Problemfragen mit dem Jobcenter? (ja, da bin ich immer noch drin….:( )

Anderenfalls, möchte ich dich auch einfach einmal wieder lieb grüßen mit besten Wünschen an dich! Ich hoffe dir geht es gut! Deine Armbänder trage ich nach wie vor mit großer Liebe und Erinnerung! 🙂

Meine Eltern sind bereit Weihnachten zu verschieben. Meine Mutter sagt, ich soll bei meinem Mann bleiben. Kingsman war richtig scheiße, aber meine letzte Empfehlung. Ich sage, das war keine, weil ich selber nur eine Vorschau gesehen hatte, er meint Grand Budapest Hotel. Da waren sie zwei Mal drin. Das ist sehr sympathisch von meinen Eltern, dass sie den auch so super fanden. Ja, wir auch. Ist es uncool Sachen immer wieder zu machen? Kommt darauf an. Manche machen daraus Kunst, gerade durch die Wiederholung eines Motivs zum Beispiel entsteht was und immer neues Knipsen wäre einfach belanglos. Es kann so sein. 28 mal Weihnachtsgans mit Sauternes mit meinen Eltern. Ist das kultig oder doof?

Spaß vor Technik bei den Tanzschritten. Das ist immer wieder das Motto der Trainerin, was ich auch umsetze. Stephan holt mich nicht ab. Ich rufe an, er hat gekocht. Ich fahre nach Hause. Hole auf dem Weg ein großes Wallnusseis Hausmarke Edeka. Die Salzbutter gibt es hier nicht. Ich verstehe das Prinzip Edeka nicht, ich meine Sortiment verschieden d’accord, aber die Hausmarke, die muss doch überall vorhanden sein? Offenbar nicht. An der Kasse stellt die Frau vor mir fest, dass Amor Antipasti genau dasselbe Eis kauft, der vor ihr seine Sachen aufs Förderband tut. Sie hatte sich gewundert wie das Eis von hier nach dort gekommen sei. Sonst haben wir ihn gerne freitags im Da Etna getroffen. Er muss hier gleich wohnen.

Zuhause Linsen und Pakchoi. Lecker. Jetzt noch mal los in das dunkle, feucht-kalte Draußen. Nicht immer kneifen und nein sagen. Ich will es doch auch und nicht immer der Spielverderber sein. Dazu muss ich ganz viel Zucker essen. Eine Packung Yoghurt-Lakritze, Turnschuhe helfen und die Zimt-Kaffee-Schokolade. Während der Fahrt habe ich die rechte Hand immer hinten in der Tasche und breche Schokolade ab und esse sie. Sie Ergebnis sehe ich später auf meiner Wolljacke und in der Tasche.

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Kestner. Ein Süßwarenautomat mit einem einzelnen Raider, ein aufgebauter Schleckermarkt mit verstaubten Regalen und Kasse. Alien Bilder mit viel Materialauftrag, sprechen mich ästhetisch nicht sonderlich an und ja, sehen alle ziemlich gleich aus. O.k. da würde ich gerne andere Kunst sehen, aber vermutlich fällt das wieder unter zetern und so ist es auch. Man konnte gut durchlaufen sagt mein Mann.

Raschplatzkino „Das ewige Leben“. Publikum sieht aus wie eine Auswahl von Richtern vom Verwaltungs- und Familiengericht Hannover. Bildungsbürger wohl. Von der einen Frau, die nicht rein und noch wartet erfahren wir, dass ihr Begleiter auch nicht auf Kino steht, aber Wolf Haas. Der Film ist super. Gut es ist eines der besten Brenner-Romane meiner Meinung nach. Tolle Dialoge, gut Schauspieler, die Kulissen, die Muster auf den Sitzen in der Bim nach Putingam, auf den Tapeten im Haus mit dem Baum durchs Dach. Der wird gefällt und landet beim Nachbarn auf dem Auto. Der Nachbar, die Katze, die auch grandios spielt. Uns hat es gefallen. Ein muss für alle Tatortfans und solche von deutschen Filmen. Glocksee, nein. Zu früh und dann wieder Gesichter, die man nicht sehen will und was will man überhaupt dort. Ich war schon beim Sport und sogar beim Dancelious.

28.03. Früh wach. Könnte noch zu Pia, aber tue es doch nicht, aber wenn mir die Kurse von Montag und Dienstag jetzt schon fehlen. So habe ich unendlich viel Zeit mich auf die Reise vorzubereiten. Nur 3 Kleider und ein Rock. Mehr Strumpfhosen, mehr Hütchen. Stephan hat 15 l Kakteenerde besorgt. Umtopfen. Das genügsame Tierchen ist schon in dem Provisorium festgewachsen und die Wurzeln waren lange offen und nicht mit Erde bedeckt. Er nimmt es gelassen. Die neue Titanic, warum die Dinosaurier wirklich ausgestorben sind, „Rex war Impfmuffel“. Erdnusskekse, kann immer nur 7 oder 8 auf einmal backen. Stephan schlägt vor zu den Nachbarn hochzugehen, wir hätten einen Schlüssel, aber ich will nicht in flagranti vom Sohn beim Backen erwischt werden. Das gehört sich nicht.

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Zu Steffi. Sie verschiebt und macht mir im Schlafanzug auf. Sie war in der Glocksee und hat sogar getanzt. Ich erinnere sie an Clock Work Orange. Das ist schon mal gut. Der Pulli kommt gut an, auch später noch beim Weinweib.

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Ich kenne two and a half men nicht so gut und mit dem Nachfolger von Charlie Sheen, Ashton Kutsher noch gar nicht, aber hier gibt es die Serie auf Englisch. Suki hat ADHS, wie die Besitzerin selber feststellt und ist eifersüchtig auf mein Häkelzeug. Steffi hat auch einen Ofen und ich hätte den Keksteig mit hier her bringen können und dann Blech und 12 Minuten später fertig. Sie fragt, ob ich ein Toast Hawaii haben will, daher werde ich auf den Ofen aufmerksam. Die Mini-Ananas von Lidl seien lecker. Ich lasse mich immer gerne von ihr füttern und lehne es nie ab, wenn sie mir was zu Essen macht. Wir sitzen schweigend auf dem Bett und ich häkele eine lange Koralle (350 m Garn bei dieser feinen Häkelbaumwolle, die Ausmaße davon werden mir jetzt klar und ich verstehe, Lauflänge ist wohl das Maß aller Dinge). Steffi inhaliert und es riecht nach Tiger Balm Sauna oder so. Dann Reportage über die Päpste, die ihre Vorgänger haben ausbuddeln lassen und anziehen in Papst Kluft um ihnen den Prozess zu machen. Ein 15 jähriger Ministrant darf die Text der verwesten Leiche oder des Skeletts, ich kenn mich mit so was nicht aus, sprechen. Dann wird er bestraft und ihm wird die Hand (oder was davon übrig ist) abgeschlagen. Jan macht Späteinkauf und kommt dann. Erst nach Hause und vor der Tür in die Weingarage, schön um den Block gefahren. Larissa, Michi und Stephan stehen gleich da. Miriam bietet mir was an und ich lehne ab. Der Winzer hat einen sehr hässlichen Terrier, der sehr unappetitlich hinten herum ausschaut. Der hatte zu viel Testosteron, aber er war gegen eine Kastration, weil das den Charakter nimmt. Das ist Hunde vermenschlichen. Wenn alles so frei und natürlich sein soll, dann im Rudel draußen im Wald, wenn man Hund in der Stadt hält, dann muss man hier auch konsequent sein, nimmt dem Tier auch Druck und macht ihr mehr geeignet für das Leben was er ja führen soll nach unseren Wünschen. Er habe noch alles unten herum, sagt der Winzer später. Das ist das was ich meine mit vermenschlichen. Der Hund ist zu unappetitlich für eine Essenveranstaltung. Man hat immer Angst, dass man mit dem Kackaexzem in Berührung kommt. Warum kann der nicht im Auto warten. An diesem Hund kann man sehen, wie irre einen Hunde machen, weil sein Herrchen findet ihn toll, den superhässlichen und kranken Terrier und die anderen wollen ihn nicht sehen und los werden. Ich schlage ja einschläfern vor. Ein Gast spricht mich an. Stephan hat wohl alle Hütchen seiner Frau gezeigt bevor ich da war, so dass der Mann mich schon kennt. Das Catering war wohl sehr lecker. Larissas Auftrag in Berlin. Ich mag keine Reiterstandbilder, also Männer auf Pferden als Denkmal, wie bei uns vor dem Bahnhof. Das sollte man mal anders machen, wenn es nach mir geht, mehr Apachen und, dass sie Sabine nicht gesehen hat, weil die mittags noch nicht zuhause war als sie ging. Dann geht es um Platzi, der bald entsorgt wird, weil das Zeug zu krass schmeckt und wirkt. Michi spricht von seiner neuen Leidenschaft für Devotionalien und, dass man die nicht zum Kauf anbieten darf, nur verschenken in Rom und die verschiedenen Kategorien. Erste Klasse was von dem Körper, am besten aus dem Inneren, ein Organ oder Stück davon. Dann zweite Kategorie was derjenige getragen hat, Stück Stoff vom Hemd und dann C-Devotionalien, Gegenstände, die das Echte berührt habe, z.B. ein Nagel mit dem man den Nagel mit dem Jesus gekreuzigt wurde berührt hat. Die Energie wird dann quasi übertragen auf den anderen Gegenstand und der ist dann auch aufgeladen, aber eben nur dritte Klasse. Stephan macht Fotos von dem Terrier und seinen Problemzonen und ich sage immer Mousse au Chocolat Koralle, aber glänzend und schaffe es, dass es uns allen außer Stephan, mir auch, schlecht wird. Wir gehen. Viel Spaß beim Teetrinken verabschiedet mich Miriam. Manchmal denke ich, dass die Dealer es einem schon verübeln. Weiß auch nicht, wie ich darauf komme.

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Ich bin so gut wie in London. Herrlich.

29.03. Traum kompliziert und sehr detailreich. Den behalte ich mal für mich, gestern habe ich auch schon durchgelassen, d.h. in die Versenkung. Das muss auch mal sein, bin halt doch nicht so zwängig und konsequent. Nur so viel, Kreuzfahrtschiff, sie sind mit Seelöwen, die einen töten unterwegs. Wir haben uns in die letzte Kabine verschanzt mit Kindern und bereiten den Gegenschlag vor. Ich verrate uns leider, weil ich die Tür aufmache. Das zeigt der Hund an. Die Chefs werden alle umgebracht. Ich gehe zu dem Schwarzen im Rollstuhl und nehme meinen Hut ab. Ob das meine Chancen verbessert? Leider Regen. Erdnusskekse zum Frühstück und die Überlegung Ballettstange in London auszuprobieren, wie die es da machen.

Claudia. Hat neues Tattoo auf dem Oberarm. Sagt es so, als sei ihr das ausversehen passiert wie ein Verkehrsunfall. Arte-Team war auch dabei, jedenfalls muss sie sich schonen. Das zum Thema Yoga in London, hat aber die Heilhaut meiner Schwägerin und ist zuversichtlich. Freut sich, dass Steffi Toast Hawaii macht, dazu sagt sie „geil“. Nein, Wire kenne ich nicht, die Serie. Scheine nur einseitig bedruckt, versteh ich trotzdem den Witz. Ihr Food-Blog, den sie liest, lasse mir den Namen geben. Es gibt eine neue Ramen-Bar in Hamburg (da wo wir mal mit ihr und dem Ex hin wollten) und der Food-Blogger war beim Noma in Japan. Ja, da gibt es gutes Essen in Tokyo und warum geht dann das Noma da hin, fragt sich Claudia. Das würde ich auch machen, wenn ich irgendwas mit Lebensmitteln zu tun hätte, würde ich versuchen in Tokyo ein Bein auf die Erde zu kriegen, weil die sind essensfixiert ohne Ende. Ich habe damals an Zuckerrübensirup als neuen Trend gedacht, so theoretisch, aus der niedersächsischen Provinz. Schön in Harajuku oder eine zentral gelegenen U-Bahn Station und dann ansprechend aufgemacht mit einem gezeichneten supersüßen Maskottchen, das Niedersachsentier, neu erfunden. Wenn sie es lieben und Du es etablieren kannst, dann hast Du ausgesorgt und sie kaufen auch Sees Candies aus Kalifornien für 5,- € die Praline und trinken Sampaka Kakao oder wie der hieß aus Barcelona. Ob ich zum Flohmarkt gehe, nein, war nur bei Sonnenschein gemeint und das Wetter ist grau. In Hamburg regnet es. Hier dann wohl auch oder was sind das für Striche draußen? Stephan schneidet mir die Spitzen. Seit Monaten wachsen meine Haare nicht. Bin ich schon tot? Schöne Haare sind echt kein Attribut bei mir. Stephan lobt immer die Abwesenheit von grau, aber ich hätte lieber eine graue Matte oder graue Locken. Ich muss mir die Achselhaare auch kürzen, sonst schocke ich alle. Das eine Kleid ist ärmellos. Beim anschließenden Haare wachsen wird es noch mal deutlich. Ich habe nur noch 3 Haare auf dem Kopf. Stephans Linsen mit Fenchel und Fisch in Salz and Vinegar Panade. Hmmh lecker. Man muss sich ja schon vorbereiten auf England. Dann noch Käsecracker mit Butter und Cheddar. Ich liebe Edeka! Stephan beschreibt meine Sporthandschuhe.

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Die jetzige Koralle mit dem feinen Garn wird mich so viele Stunden kosten, dass ich das Ergebnis meiner Schwiegermutter schenken sollte. Ich habe so viele selbstgestrickte Socken von ihr. So nach dem Motto, kein Kontakt, so gut wie nie sehen, ihrer Schwester geht es total schlecht, wir machen nix, aber dann wenigstens handarbeiten. Statt Wire gibt es Last Man on Earth, ich lehne gerne an meinem Mann auf dem Sofa. Was würde man machen, so ganz alleine. Sicherlich auch wahnsinnig werden. Ich würde erst mal meinen Spielplatz erweitern und mir die Unterlagen in der Schule hinten uns anschauen und so was. Firmen und Privathäuser entdecken, aber das würde bestimmt auch bald langweilig werden. Endlich mal einen Roman schreiben? Unbeliebte Kunstwerke überarbeiten. Wandern, draußen sein. Der Tequillapool, ein aufblasbares kleine Plantschbecken für Kinder mit dem großzügigen Salzrand außen herum und er liegt darin, ist schon lustig und seine Ballfreunde in der Kneipe, alle möglichen Bälle, mit gemalten Gesichtern, die alle Namen haben. Breaking Bad will ich noch mal die letzte Folge sehen. Noch nie so ein geiles Serienende gesehen. Sonst finden sie kein Ende, werden immer schwammiger, schwachsinniger oder hören einfach mittendrin auf. Dann kann ich trotz bleierner Müdigkeit und Zeitumstellung nicht darauf verzichten und muss ich mir noch mal Django unchained, 2. Teil reinziehen, als ich zufällig hinein gerate.

Die Pelzoffensive

18.03. Nachts habe ich schon erste Tiefschlafphase und schrecke auf. Das Bett neben mir ist leer. Soll ich schauen, wo Stephan ist und was er macht. Das hätte ich früher getan, ich gehe aufs Klo und lege mich wieder schlafen. Traum in den Morgenstunden: Wir sind in Kalifornien und mit Michi und Markus unterwegs. Das muss toll gewesen sein für mich als Kind immer in einen so knallblauen Himmel zu schauen, denke ich mir. Sonst gibt es baulich schon die ein oder andere Hässlichkeit. Das Zementwerk oder was das sein soll z.B. Wir sind auf einer Strandparty und ich soll Markus Tasche halten, eine kleine gestrickte mit Lurex und Kettengriff. Der passt bei mir um den Oberarm und ich trage ihn an der Schulter. Das geht bei Markus vermutlich nicht. Ich finde es ja cool, dass er eine Frauenhandtasche trägt. Dann ist es wieder tagsüber. Hier wird ein neues Parkhaus gebaut und es parken aber schon Autos darin, obwohl daran gebaut wird. Eines zumindest. Die reißen immer eine Säule ab und machen die neue gleich ran, wie in einer Stricktechnik. Wir stehen oben und schauen den Bauarbeitern zu. Der eine muss immer das ganze Konstrukt alleine halten. Wenn wir zu dicht dran sind, dann denkt er, wir halten mit. Auf einmal fällt er nach vorne. Er hatte Knieschützer, schimpft dann aber ins Telefon, dass sie ihm Verstärkung schicken müssen und er sich jetzt erst mal für 1,5 Stunden ins Krankenzimmer abmeldet. Wir stehen dann hinter ihm in einer Kantinenschlange und es ist italienisch stämmiger Schauspieler aus einer Serie. In dieser Serie lebt er mit einer alleinstehenden Frau mit Kind zusammen und ist quasi die Nanny. Ich schaue ganz fasziniert und die Arbeiter vor mir nehmen alle Espresso. Es ist eine alte Maschine, wie Stephan sie in den 80ern hatte. Ich denke, wenn ich hier wohnen würde, würde ich den ganzen Tag Seehunde auf das Baugerüst locken, weil das kann man wohl auch tun. Dann gehen wir runter zu unserem Auto und alles ist voller Wasser, die Flut. Wir werden das Auto wohl nicht wieder finden. Oh Weia, jetzt zahlt die Versicherung nicht, weil wir zu dicht am Meer geparkt haben. Erst melden, anderen Bescheid sagen. Ich werde von einer Welle aus nassem Sand erwischt. Da muss man sich mittreiben lassen, sonst geht man unter. Dann bin ich in einem Behindertenheim und eine hässliche Mitarbeiterin zeigt Jugendfotos bzw. einen alten Film von ihrer Jugend. Da sah sie sehr gut aus und hatte selber 6 Kinder. Zwei Mädchen, vier Jungs. Man sieht wie sie gewickelt werden und zwei tragen schon Boxershorts. Ich male die Formen der Unterhosen ab. Dann geht es darum alle Zimmerpflanzen noch mal zu gießen bevor man weg fährt und irgendwo in fremden Wohnungen aufzustellen, aber nicht die Hängepflanze gleich an der Kühlschranktür. Dann schauen wir einen Film von Isabelle, den sie in ihrem Strandhaus gedreht hat. Sie filmt sich im Spiegel auf dem Stepper. Es ist ein Film ohne Ton. Dann sieht man sie mit ihrem Freund im Ring. Er ist Karatemeister und hat sie besiegt und sie kniet vor ihm und er beugt sich über sie und setzt seine Ellbogen auf ihre Schultern. Das ist der förmliche asiatische Abschluss des Wettbewerbs. Sie stellen das irgendwie für das Filmchen. (Abends vor dem Zubettgehen habe ich gesehen, dass Stephan dem Freund eine email geschrieben hat bzw. die Antwort, er ist Steinmetz und soll eine Gartenskulptur für meine Schwiegereltern bauen, schätze so sind die beiden in meinen Traum geraten). Ich habe nur Bruchstücke davon behalten, weil ich immer wieder eingeschlafen bin bis es halb 8 war.

Ich gehe in die Pelzoffensive. Alle sind sich einig, wie scheiße das ist und das macht mich schon per se misstrauisch. Pelz ist das Letzte, aber die Gegnerinnen gehen abends zu Schweinske. Schweine sind viel intelligenter als die Ratten für den Pelz. Ein Schwein ist schnell ausgeschissen und ich trage den Mantel, den andere schon vor mir getragen haben und der schon lang tot war als er zu mir kam, jahrelang. Webpelz ist Sondermüll und vergiftet den Planeten. Wenn man schon gegen Pelz ist, dann auch bitte keine Attrappe. Das ist schlimmer als das Yoga-Würstchen. Ich kann mich gar nicht genug über diese Verlogenheit aufregen, außerdem unterstützt der Pelz meinen Typ, das Böse in mir. Vor der Tür gehen 3 junge Menschen vorbei, die Männer bunt mit Perücke und die Frau hat auch altmodische Kleidung an, wie 20er Jahre und ist aber verkleidet. Wir mustern uns gegenseitig. Was hat das zu bedeuten? Abi? Der Kiosktyp will mir eine Frankfurter Rundschau andrehen.

Der junge Betreute, der kaum volljährig war, zieht zurück nach Bad Pyrmont. Er gibt gerade sein ganzes Geld aus, Stephan sagt, der geht viel aus und muss dann immer wieder welches holen, abends und nachts. So sei das früher doch auch bei uns gewesen. Schnell noch mal zum Automaten und einen Zehner holen. Wir haben nächsten Montag noch einen Termin beim Jugendjobcenter wegen der Testergebnisse für Hauptschulabschluss, aber da werde ich nicht mehr lange am Start sein. Die Mieten für die neue Wohnung sind nicht bezahlt seit Mitte Februar und die Mietkaution auch nicht und der Vermieter hat die Schnauze voll. Immerhin gelingt es, dass mich jemand zurück ruft. Das liegt am neuen Programm, was sie haben. Alle Angaben müssen von Hand eingegeben werden und sie hängen total hinterher. Es habe nicht an fehlenden Unterlagen von uns gelegen, die lagen alle 3 und 4 mal vor. Sie entschuldigt sich. Mieten gehen heute raus und Abtretungserklärung für die Kaution geht an mich und muss von mir und vom Vermieter unterschrieben werden.

Elisabeth Taylor. Eine Polizistin, die heißt wie ein Greifvogel ruft mich an. Sie seien gestern bei ihr gewesen, als ich frage warum. Sie hat auf der Straße so Faxen gemacht, dass die vorbeifahrende Feuerwehr dachte, sie brauche Hilfe. Auf die ist sie dann losgegangen. Sie, die Polizei, haben wohl auch die Mutter dazu gerufen, die auf Krücken ging und überfordert sei. Sie haben ihr eine Katze weggenommen (die Zweitkatze). Von der wusste ich gar nichts. Sie gab an, die gefunden zu haben und die ist jetzt im Tierheim. Die Wohnung sähe schlimm aus, der eine Kollege weigerte sich rein zu gehen, Zerstörung durch die Katzen (die geklaute Katze war Freigänger und kennt wohl kein Katzenklo) und die Katzenklos werden nicht gewartet, sage ich mal. Ich werde gefragt, wann da das letzte Mal einer da gewesen sein zur Kontrolle. Die Polizei informiert den KSD. Sie hat 100,- € von der Mutter bekommen um sich ein schönes Kleid für die Hochzeit der Schwester zu kaufen. Die Polizistin will auch nicht so eine Verrückte als Nachbarin haben und kann den neuen Vermieter verstehen. Ich sage ihr, wir tun unser Bestes. Dann rufe ich beim Amt an, wann die 39,98 € für die Pille erstattet werden. Das ist eine freiwillige Leistung der Region Hannover und wegen der ganzen Asylbewerber sind sie unterbesetzt. Also, es kann dauern.

Ich habe Sport für Morgen abgesagt und wir gehen in den neuen Film von Hader ins Raschplatzkino. Gartenbau wäre mir lieber.

Mein neuer Betreuter mit den Mietschulden, der besser selber Anwalt geworden wäre und aussieht wie der Tod, weicher Händedruck, hat einen Name, der auf ty endet wie Petzy und man denkt immer, der sagt seinen Kosenamen, wenn er anruft. Ich bin immer irritiert, Stephan war es auch. Der Anwalt sagt, sein Mandant, der Vermieter, hat auch die Schnauze voll von Petzy und dann denke ich, dass sind alte Saufkumpels bis ich mir sage, nein, so heißt er wirklich. Ja, ich frage Morgen, ob noch was gezahlt werden soll. Ich denke nur gegen Vollstreckungsschutz. Das wird schwer auszuhandeln.

Es ist Floyds nicht Llodys in der Shacklewell Lane. Ich schreibe mir mit einer süßen Frau von dem Café Mouse and de Lotz was uns letztes Mal in London als Hot spot diente mit echt leckerem Kaffee und tollen Beilagen, Kuchen, Keksen usw. Das Nachbarlokal, was mich auch interessiert mit handgeschriebener Karte, wird von einem männlichen Model betrieben (wie meine Schwägerin in Erfahrung gebracht hat). Sie schickt den Link und der bärtige Typ mit hochgekrempelter Jeans ohne Socken mit Fußknöchel sichtbar, der ausschaut wie der Freund von Carola Pojer.

Die Abiturienten rotten sich zusammen gegenüber. Warum feiern die schon mitten im Winter? Ich bin so was von raus. Wir haben einen Abi-Streich gemacht, d.h. ich hatte auch damals nichts damit zu tun. Es wurden keine Lehrerautos angezündet, sondern ein Flur in der Schule wurde mit Ballons gefüllt. Ich weiß nicht mal, ob das mein Jahrgang war. Ich war damals schon so out und so lustig fand ich Streiche nie. Andrea bekommt die Reste meiner Schokoladentafel. Es ist die vorletzte Stufe zu Gleis 11. Ritter Sport Salz-Mandel. Als ein Mann den Laden betritt, der eine Mütze mit Hahnentritt im Schaufenster entdeckt hat: „ist das wirklich Seide“, wird die Unterhaltung jäh unterbrochen.

Der Mann aus Ghana wegen einer Vodafone Rechnung. Er hat über Internet telefoniert, Viber heißt das und soll über 400,- € zahlen. Frau Sylt kommt. Das mit dem Putzjob hat geklappt und das macht sie jetzt montags und mittwochs. Sie hört Stimmen, aber es geht ihr trotzdem gut. Wir sind gelobt worden von der Richterin, nicht alles aufs Spiel setzen, ermahne ich. Fachärztliche Stellungnahme hat sie dabei. Ich vermittele sie und sie trifft sich schon am 23. mit der Sozialarbeiterin. Ich war noch nie bei ihr Zuhause. Elisabeth meldet sich auch und sollte am 13. schon zur Spritze. Die Katze saß auf den Mülleimern und innen wurde Staub gesaugt und man hat sie nicht wieder reingelassen. Die wäre sonst überfahren worden. Sie soll aufhören den Leuten die Katzen zu klauen, die sind Freigänger und wollen nicht entführt und bei ihr in den Wohnung eingesperrt werden und die Besitzer denken dann, ihr Tier ist überfahren worden und im Versuchslabor und stattdessen scheißt es ihr die Wohnung voll, was soll das verdammt noch mal. Leider kann sie es gar nicht so sehen. Sie geht Morgen zur Spritze bevor sie zu mir kommt. Die Anwältin ruft an, wenn die Frau aus Ruanda nicht kommen kann, dann fällt der Termin vor dem Verwaltungsgericht aus. Ich soll was dazu schreiben. Doch kein Pilates. Zu früh. Schaffe ich zeitlich nicht.

Schreibe endlich dem Freund aus Hamburg, durch den wir Mallorca kennen gelernt haben. Cooles Stadthaus, die alten gemusterten Fliesen, die Steinwaschbecken und Zitronen und Orangen im Garten. Rosa Winkel-Verlag, Ralf König entdeckt. Seine damalige, zwängige Freundin hat zwei Mal am Tag die Terrasse gefegt (Floristenhaushalt, aber durch sie habe ich die Heißklebepistole kennen gelernt und das hat mir neue Bastel- und vor allem Schmuckwelten eröffnet), sonst sind wir kreuz und quer über die Insel. Serpentinen bis mit schlecht wurde. Keine Bucht war vor uns sicher und er kannte die schönen Orte. Olivenhaine, maurische Steinmauern mit Schafen und Ziegen dazwischen. Kulissen wie im Alten Testament. Ich bedanke mich bei ihm für die Freundschaft und das gemeinsam Erlebte. Zwei Bücher von Ralf König für den anderen kranken Freund zum Zeitvertreib.

Den Kollegen frage ich, ob er hier noch arbeitet. Er musste Dienstag schon abhauen nach Stuttgart. Der Kollege, der meinem neuen Betreuten, Herrn Petzy, gekündigt hat ruft an. Ihm war langweilig, da dachte er, er könne mich mal anrufen. Ja, ich habe Morgen einen Termin dort. Was, er fährt an die Nordsee. Warum macht er das denn? Kann er das noch absagen? Das ist scheiße dort. Da versteht er keinen Spaß. Da würde er immer hinfahren und die Töchter wohnen in Hamburg. O.k. Ist ja gut. Habe verstanden, wo der Wind her weht. Das war keine gute Ansage, das so direkt kund zu tun, wie ich dazu stehe.

Ich schaue mir die Fotos an, die im Krankenzimmer auf dem Tisch stehen. Welpen mit Augen geschlossen und Nabelschnur dran sollten in Italien entsorgt werden. Sie finden sie an einer Wasserstelle. Einen Weißen und einen Schwarzen. Es gibt keine Welpenmilch oder Spezialnahrung. Sie werden gepäppelt mit einer Mischung aus Mascarpone, Eigelb, Ricotta (hatte ein Tierarzt ihnen gegeben das Rezept). Die Berufsbetreuerin in mir und die Person, die die Dinge offen anspricht, so wie es mir vorgelebt wurde, erkundigt sich, wie er das finanziell macht, weil als Selbständiger brechen die Einnahmen weg und man bekommt kein Krankengeld. Er hat eine Krankenzusatzversicherung und eine Mitarbeiterin, die noch was macht für ihn, so dass Einnahmen rein kommen. Erwerbsunfähigkeitsrente beantragen bei der Rechtsanwaltsversorgung. Muss man da die Zulassung abgeben oder darf man nebenbei auch noch arbeiten, sprich was dazuverdienen. Ich weiß es nicht, muss ich zu meiner Schande gestehen. Er wird Morgen entlassen, die Familie ist da, alle Söhne, auch der aus Berlin. Gerade entwickelt sich Gespräch und er fragt nach Japan, da muss ich los zum Sport, mehr als 30 Minuten hatte ich nicht eingeplant, so gut kennen wir uns auch nicht. Ist vielleicht doof, aber hallo, wir hatten die ganzen Jahre so gut wie keinen Kontakt, ich kenne seine Frau so gut wie nicht und die „Kinder“ auch nicht, trotzdem tut es mir leid.

Ich mache kein Chanturanga, weil ich es nicht mag als Übung für mich. Ich finde es doof für die Füße und Zehen und unharmonisch als Abfolge. Ich mache immer Knie, Brust und Stirn zum Boden. Punkt. Bin alt genug und praktiziere lang genug, dass ich mich und meinen Körper kenne. Dafür kann ich Kobra in allen Varianten, auch die verbotene mit Beine am Boden und mit den Armen hochdrücken, ohne dass mein unterer Rücken sich beschwert. Ich glaube, die Lehrerin spürt meinen Boykott.

Scharf angebratene Spagetti in etwas Butter, die richtig knusprig sind an Stellen und hart, mit Zwiebeln, etwas scharf, Ketchup dazu. Schmeckt mir tierisch. Die Eierbiskotten schmecken scheiße. Hatte ich nur wegen der Verpackung gekauft. Glücksfische, bitte an Silvester öffnen. Schmecken tatsächlich etwas nach Fisch und Zucker und alt.

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Wieder kann ich nicht ins Bett gehen bis die Koralle fertig gehäkelt ist. Das ist schlimm, die neue Sucht.

19.03. Traum: Mein Schwiegervater ist verstorben, das ist so ganz abstrakt und irgendwie vermisse ich ihn am meisten, seine Frau und Kinder sind nicht so traurig wie ich. Komisch. Dann geht es noch um ein Gartenhaus, was man erben kann. Wenn dann muss man da ein Hochbett einbauen, quer, das passt gerade so rein und dann kann man das Meer unten sehen, sonst ist es wertlos, Beim Einschlafen hatte Stephan gesagt, wie schlimm es wäre, wenn einer von uns im Bett stirbt und der andere eine Leiche neben sich hat, ganz kalt und ich sage, er wäre nie gruselig für mich, auch nicht als Leiche und das wäre doch ein schöner Tod für denjenigen, was soll daran schlimm sein. Er sagt schließlich immer, Tod gehört dazu und es macht alles besonders, dass es so vergänglich ist. Weiß nicht, ob ich dann traumatisiert wäre und Probleme hätte weiter in dem Bett zu schlafen, aber warum eigentlich. Das müsste man dann sehen. Dann im Traum Video einer Hinrichtung und der Typ wehrt ich ganz doll. Die Bilder, die ich dazu sehe, sind total harmlos, maskierte Männer versuchen einen Typen immer auf eine Hängematte zu drücken und er steht wieder auf und tritt um sich und dann alle auf ihn. Trotzdem werde ich wach und denke, hey, das muss ich mir nicht weiter anschauen wegen Kinderseele. Es ist noch vor sieben. Ich suche eine japanische Postkarte von Tokyo Hands raus für den Kollegen. Wozu habe ich so viel Zeug? Damit man immer das passende zum Schenken hat, lautet die Antwort. Warum haben wir nicht die Gutscheine für ein Konzert in der Glocksee eingelöst? Ich habe nicht daran gedacht, aber die werden verfallen. Wir haben noch von irgendwelchen Spielabenden mindestens 3 Gutscheine für Party und Konzert für jeweils 2 Personen. Das wäre mal genial gewesen. Schaue Wetter in London. Regen und bis zu 12-14 °. Was will man mehr? Bei uns gegenüber gibt es eigentlich immer was zu sehen. Ein Junge mit einer Tüte voller Teilchen, die er balancieren muss. Mehrfach geht er in die Knie. Ich drücke zu spät ab.

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Die Postkarte von Toyko Hands mit dem Hinterkopf in Aquarelltechnik

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ist nicht von einem Asiaten, wie ich dachte, ist von einer Marlene Dumas und die stellt gerade in der Tate Gallery in London aus. „The image as burden“. Hammer! Ich stehe total auf den Stil. Soll ich da noch an Zufälle glauben? Ich gebe das Brennerbuch zurück, was ich nicht lese und gehe dafür heute Abend in den neuen Film. Suki hat einen nackten Hals, d.h. kein Halsband um als ich ihn morgens abhole und ich muss eines suchen. Der Collage-Pullover ist fertig und liegt im Flur. Das sehe ich gleich und freu mich, weil es in London noch kühl genug sein wird für einen Rollkragen aus Wolle und der ist richtig cool. Steffi ist noch da, sie muss heute später anfangen und wir sehen uns kurz, aber nur sehen, nicht reden. Kaustäbchen habe ich noch.

Darwinstraße mit Suki. Der Betreute mag Hunde und hat sogar Kaustäbchenleckerlies. Er soll was dafür machen. Es geht um Auszug, neue Wohnung finden, Besichtigungen sind schwer, weil er Herzprobleme hat. Die eine Wohnung hatte eine zu kleine Küche, er ist Gourmetkoch und viel zuhause. Er fühlt sich krank, vielleicht der Feinstaub der Conti, er ist auf der anderen Seite der Vahrenwalder Straße geboren, jetzt vielleicht mal wegziehen, mehr Richtung Schulenburger Landstraße, so seine Idee. Die Leute sind so anhänglich an die Orte. Zwei Schwestern hat er, die eine arbeitet als Gärtnerin bei der Stadt, man hat sich neulich getroffen, die wissen von Betreuung. Er wollte sie aber nicht mit dem Amt belasten. Vater hatte auch Herzfehler, 20 Jahre älter als die Mutter, ist 1974 verstorben, die Mutter 2010. Vater hat in der Erziehung keine Rolle gespielt und nie mit ihm gespielt, höchstens Spielsachen gekauft. Wohnung mit Holzböden, das ehemals untervermietete Zimmer ist frei bis auf eine Wäschespinne. Es stehen asiatische Devotionalien herum und es sich sehr schlicht. Ich frage danach, ob er Tai Chi machen würde, ja und früher Karate, er ist nicht Meister, aber Instructor, sie üben draußen, wenn ich da mal Interesse habe. Die Fliesen sind schief. Der Typ hat polnische Schwarzarbeiter und der Feuerlöscher ist alt, er kann ihn fertig machen, weiß er das nicht? In diesem Punkt spinnt mein Betreuter. Er wohnt da mehr als vier Jahre und will schiefe Fliesen monieren? Er hat die Wohnung so abgenommen. Es geht um die Mietschulden und wie damit umgehen. Waffenstillstand aushandeln, solange die Mieten gezahlt werden und dafür zahlt er noch nach 568,- €, die er jetzt eh für Miete vom Jobcenter bekommen hat. Ich muss gucken, ob es mir gelingt das mit dem Nordseefan von Kollegen zu verhandeln. Jetzt wo ich offen über meine Abneigung gegen die deutschen Küsten gesprochen habe, dürfte es ein schwieriges Unterfangen werden. Unten ist ein Feuerlöscher, der ein abgelaufenes Datum hat. Später fragt er mich per mail  (hier hat er einen lustigen Kunstnamen, total bescheuert), ob ich mir den angesehen hätte, Ich ignoriere die Frage.

Dann zu der Frau mit den Marktkauftüten.

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Das Haus wurde saniert, aber in der Wohnung sitzt sie im Abfall auf einer total desolaten Couch, auf der sie auch schläft wie in einem Nest aus leeren Verpackungen. Sie ignoriert Suki. Das macht ihn verrückt, er kennt es nicht. Was kann er noch tun, damit das Ignorieren aufhört? Hier ist nichts zu fressen, sagt sie, aber natürlich findet er Reste in der Unordnung. Der MDK-Gutachter ist ein Vollpfosten. Messy stellt er fest. Nein, antriebsarm und schafft es nicht Müll runter zu bringen. Messies sammeln bewusst und können das alles gebrauchen. Meine wäre froh, wenn wir Müll runternehmen. Das ist was anderes. Dann geht es los mit Wanne oder Dusche und wie sie heißt und Anschrift und Datum und wenn sie adäquat antwortet immer zu mir: sehen Sie? Kann sie. Ja, ich habe nicht behauptet, dass sie Demenz hat oder orientierungslos ist? Er: „So, was haben Sie für eine Erkrankung?“ Sie: „Psychose“. Er: „Und seit wann haben Sie die Schizophrenie?“. Sie: „Die Psychose“. Er: „Ja richtig und wie macht sie die Psychose bemerkbar?“. Sie: „Ich höre Stimmen“. Er: „Sie haben also Halluzinationen“. Sie: „Nein, ich höre Stimmen“. Ich zu ihm: Sie hören aber keine Stimmen, d.h. nicht die, die gerade gesprochen werden. Er sagt, Pflegestufe gibt das nicht, höchsten zusätzliche Betreuungsleistungen. Die Versorgung sei ja gesichert, na ja, er sieht ja wie es hier ausschaut und hatte selber gesagt, das kann Probleme mit dem Vermieter geben und das kriegen wir mit einer gesetzlichen Betreuung und einer Sozialarbeiterin einmal die Woche nicht hin. Ich mache keine Fußpflege, d.h. ich muss die Hilfe organisieren, wenn er mir folgen kann. Er muss es sich überlegen, Vollkatastrophe. Da gehe ich in jedes Rechtsmittel, wenn der mir blöd kommt. Die eingeschweißte, neue Matratze liegt auf einem Haufen im Nebenzimmer, was ihr Schlafzimmer werden sollte. Sie ist so antriebsarm, wie ich sie noch nie erlebt habe und wir brauchen Hilfe. Ich habe aber 6 Marktkauf Tüten für unseren Müll ergattert. Das ist eine Herausforderung, die unauffällig nebenbei in meiner Tasche zu stopfen und war mein Ziel, weil die prima Mülltüten für zuhause sind und wir dringend neue gebraucht haben.

Versuche es bei meiner Betreuten mit dem Dackelmischling, die den Hundeführerschein machen muss. Überraschungsbesuch in der Voltmerstraße, da hätte ich richtig Lust drauf gehabt, aber er schlägt fehl. Ich nehme an, sie macht nicht auf, wenn man sich nicht angekündigt hat. Der Hundeshowdown muss unbedingt nachgeholt werden. Bei Außenterminen hilft mir Suki. Ich hätte sonst keine Lust und wäre wieder Richtung Büro gesteuert und so denke ich, wen kann ich denn noch besuchen und habe ich länger nicht gesehen?

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Dann ins Stöbertreff, aber da dürfen Hunde nicht rein. Georgus ist auch nicht im Garten. Punker schreien sich die Lunge aus dem Hals nach ihren Hunden, die das einen Scheißdreck interessiert. Die verbringen doch viel Zeit mit ihren Kötern, so dass die Bindung stimmen müsste, aber offenbar keine ausreichende Leadership. Die Natur im Georgengarten fasziniert mich, wie ein Zsunami aus Tannenzapfen und überall die zarte Frühlingsfarben.

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Jetzt weiß ich, über welche Baustelle ich mich gewundert habe, ein Studentenwohnheim müssen sie weggerissen haben. Dann Essen bei Mr. Thang in der Sonne, treffen Stephan, vegetarisches Dim Sum und zwei Mal Soja Beef mit Glasnudeln. Wenn der Chef da ist, bin ich eigentlich abgemeldet bei Suki. Da weiß er, wohin die Orientierung hinzugehen hat. Ich hatte mich so lange im Park rumgetrieben mit dem Hund, 30 Minuten. Nach dem Essen gegenüber. Isabelle schiebt einen Kinderwagen. Neulich habe ich sie kurz gesehen und dachte, ist die nicht schwanger? Ihr Freund wird eine Steinmuschi, aber sehr stilisiert und langweilig bis hässlich für meine Schwiegereltern bauen, Gartenkunst. Sie dachte schon, dass wir das seien. Ihr Kind, ein Junge, hat scharfe Fingernägel, so wie sie früher, hat sich als Säugling eine Gesichtsnarbe fürs Leben gemacht, die man allerdings nicht so gut sieht, wie sie es tut und auch eine Frisur, aber ich gebe mit der Enkeltochter auch Hamburg an und zeige Handyfotos. Ja, die würde man klauen und Claudia und ich wollen alle eine Haarspende von Hilda. Isabelle macht Rückbildung bei der früheren Cappuccino-Fee, die jetzt meine Yogalehrerin ist. Ja, ich könnte auch Oma sein, so einmal die Woche ein Kind anfassen. Das könnte mir gefallen. Donnerstagshund und Sonntagskind. Wir gehen in den Blumenladen. Da sind Hunde erlaubt, sind ja keine Lebensmittel. Ich sehe gar nicht, das Piktogramm mit durchgestrichenem Hund. Das ist auch ein anderer Hundetyp mit Stehohren, eher Terrier. Gabi hat eine Hundephobie. Ich bin so verbohrt, dass ich denke, jeder muss Suki total süß finden. Sie hat den Hund mit noch einem anderen jetzt ein paar Mal mit einer Frau gesehen. Ich sage, ja, Claudia Franke. Nein, nicht die, dann muss es die Tiermedizinstudentin sein, die das auch macht, aber gegen Geld. Gabi hat einen Gorillaunterarm aus Efeu als Osterschmuck vor der Tür. Sehr schön, kenne ich auch noch, den behaarten Ast. So was hatten wir am Haus. Als wir uns von Stephan trennen, schaut Suki noch mindestens 10 mal zurück. Vom Ei bis zum Küchengarten und dabei sagt man, dass Hunde nur ein kurzes Gedächtnis haben, aber er schaut immer wieder zurück, ob der Chef noch kommt und er was machen kann.

Mein Mandant hat im laufenden Verfahren eine Pfändung zugestellt bekommen, große Aufregung, hat schon mit Stephan telefoniert und wollte ihm alles erzählen. Der meldet sich auch nie. Schickt mir kommentarlos Lohnabrechnungen und ich habe dann auch keine Lust. Keine Ahnung. Verfahren läuft scheiße. Sohn wird im November 18. Dann ist das Elend vorbei. Wir hatten schon im April 2014 Termin und die Richterin ist dann krank geworden und 3 Monate ausgefallen und jetzt kommt sie gar nicht wieder und seit dem 09.03. ist neue Richterin da, aber jetzt muss ich was unternehmen. Der Gerichtsvollzieher ist nur der Zusteller. Die Geschäftsstelle legt den Antrag auf Einstellung der Zwangsvollstreckung der neuen Richterin vor.

Elisabeth Taylor im roten Cebit Pulli. Diesmal nicht zu mir rein, Besprechungszimmer, keine Suki-Action. Sie hat die Wohnung nicht vermietet an Messe-Gäste. Warum sagt ihr die Polizei, dass sie wischen soll, sollen die doch selber lüften bei sich zuhause und sie darf doch an einer Laterne stehen mit ihrem Klopapier. Das hat sie schließlich gekauft und nicht geklaut. Was wollen die alle von ihr?

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Larissa, wir sollen noch kein Apartment in Berlin buchen. Gerd kommt, ich bin noch im Mantel und am Tee kochen. Bringt mir tonnenweise Modeschmuck mit, den sie im Schuhkarton „frisch rein bekommen“ hätten. Ein Kunstexperte aus Berlin, bei dem war er zuhause in Charlottenburg, der ist Experte für Deutsche Romantik, Caspar David Friedrich. Ob er so was mag, frage ich den Dadameister, der heute bei mir ist um sich den Platz für die Knochenlampe anzuschauen, die er gerade für uns baut. Er hat Thomas Schätze aus dem Wald mitbekommen, meinen gesammelten Knochenfundus und die sollen helles Licht im Gästezimmer in dem Erker machen. Ich zeige ihm die Stelle. Ja, manchmal Caspar David Friedrich und auch Dürer. Aber Dürer fällt wohl nicht unter deutsche Romantik. Er hat Ritter, Tod und Teufel und Hieronymus am Stein oder wie das heißt (mit dem Löwen und den Tieren). Statt Kino Joeys Pizza, aber wenigstens Fairy Nuts eine große Packung, das essen wir sonst am Raschplatz immer. Wieder eine Koralle, einen Film über Fahrschulen. Im Internet zeigen die Schweizer, wie man eine Brille für die Sonnenfinsternis selber bastelt, Alufolie, eine Klopapierrolle. Das ist mir alles zu kompliziert. Ich erinnere mich, wie sich letztes Mal das Licht total spucky verändert hat und man den Schatten direkt in den Schaufensterscheiben der Innenstadt sehen konnte. Der Collagepulli, den Steffi mir genäht hat. Ich hatte die Stoffreste von Markus Mutter gelegt, sieht super aus. Das Muster hatte ich für hinten geplant, was ich jetzt schade finde, so gut gefällt er mir. Ich kacke um 22 Uhr ab.

20.03. Immer wieder stelle ich mir meine älteren Träume vor, wenn ich kurz wach werde, damit ich die nicht vergesse. Für Herrn Ihme schrieb ich, warum sie ihn da behalten müssen bis er den Anwalt getroffen hat. Er sollte es noch unterschreiben, aber es sind viele Fehler drin, die ich handschriftlich korrigiere, hätte ihn die fehlerhafte Version trotzdem unterschreiben lassen soll. Hier kommt die Bahn. gebe ihm 2 Euro und halte die Türen auf. 2 weitere Szenen, die ich später nicht weiß.

Stephan hat auf FB gelobt, dass ich so sporty bin.

Irgendein Typ hat eine Schatulle mit Perlenschmuck dabei. Was würde eine Frau mehr mögen, Rosen oder hiervon was. Na ja, dann muss man die Frau gut kennen und ihren Geschmack (das sind die Modeschmucksachen von Gerd, hat mir gestern wieder eine Tüte voll geschenkt. Die haben einen Schuhkarton voll, „frisch reinbekommen“). Mein Vater erzählt was zum Familienstammbaum und hat eine Truhe dabei, die man ausklappen kann und da sind lauter ausgestopfte Tiere und Tiere aus Holz geschnitzt drin, wenn man sie ausklappt, dann kommen die raus, gang komplizierte Technik. Das ist toll und ich entdecke immer Neues, zwei kleine Eulen. Englische Gesellschaft am Tisch. Heute ist hier eine große bayrische Hochzeit, alles eingedeckt. Es geht immer wieder ums Essen und die Drinks, einer ist mit Kräutern, ob der mir schmeckt. Will nur mal ran nippen, keinen ganzen trinken. Draußen im Vorbeifahren hat man gesehen, wie ein großer Jagdhund mit halbkupiertem Schwanz den Jäger in einem Wagen durchs Wasser zieht. Erst denke ich der schwimmt, aber er läuft wohl durchs Wasser. Der Hund kommt raus und schüttelt sich und ich sage und der kläfft abends auch nicht die Wohnung zusammen. Dann wird gefragt, wer das machen will. 3 Frauen sollen sich melden als Freiwillige. Mein Arm ist als erster oben und Stephan soll er Bild machen. Erst mal zur Toilette. Das ist ein gekachelter Raum mit einem Metallrohr, was aus dem Boden kommt, wie Sprinkleranlage und einem Plastikteller drauf. Ich weiß nicht, wie das funktioniert, drauf setzen geht nicht, weil das Tellerchen ist nur lose draufgelegt und muss aber so dringend. Ich setze mich irgendwie über das Rohr und pinkele und es spritzt mir die ganze Zeit ins Gesicht. Ich versuche es abzuschirmen mit dem Plastikteller, aber das hilft nicht. Irgendwann sehe ich Urin in Plastikbechern an der Wand stehen. Da hätte man wohl rein machen sollen. Als die Blase leer ist, geht das Gespritze weiter und ich merkte, das ist nicht mein Urin, sondern eine Spülung/Sprinkler. Die Tische sind eingedeckt und mit Blumenschmuck versehen. Passend mein Dirndl mit bayrischen Mustern, aber leicht verarschend mit Brezeln so mein Kommentar zu unserer Gruppe. Man muss die Beine frei machen. 7 paar selbstgestrickte Socken habe ich übereinander und wundere mich selber, noch einen, noch einen und mache Witze über German secret. Dann habe ich Abdrücke als würde ich noch Kompressionstrümpfe tragen. Die Beine sind frei und dann gehe ich ins Wasser und will mehr und meine Mutter sieht es mir an und sagt, ich werde wohl mehr ausziehen müssen so wie ich gucke und das mache ich, obwohl ich kurz Bedenken habe und habe einen hässlichen hautfarbenen BH an und da sitzen ja lauter Fremde an den Tisch, auch Männer, na ja, sie werden es cool finden oder auch egal. Herrlich wie ich eintauche. Dann werde ich wach und weiß, dass ich beim letzten wach werden schon pinkeln wollte, das aber neuerdings nicht immer mache. Daher wohl so viele Träume vom Pinkeln.

Ärgere mich, dass ich durch diesen Traum die davor mit Herrn Ihme nicht mehr weiß und die waren so köstlich. Apropos der mag mich nicht. Er hat mich im Mai, 3 Monate nach Übernahme der Betreuung gefragt, ob mein Mann und ich Kinder hätten und als ich verneinte doch so süß zu mir gesagt: na ja, ich hätte ja jetzt ihn.

Noch ein Stückchen Stoff für vorne auf dem Collagepulli. Gottseidank, dass ich mit dem reichen Betreuten nicht um 8:30 Uhr zum Jobcenter bin. Das mache ich nicht, wenn die reiche Eltern im Hintergrund haben und eine Sauna im Schlafzimmer.

Erreiche Frau Bettägerig wegen Notar heute Nachmittag. Ja, der Augenarzt, da kümmere ich mich nächste Woche, wenn das über die Bühne gegangen ist. Dann die lustige Frau K. mit der dreckigen Lache aus der Königstraße. Ja, Elisabeth war gestern zur Spritze und ob ich alte Lindenerin sei und noch Huma kennen würde. Da hätte doch so ein Typ immer mit einer Barbie geredet und wäre barfuß gegangen, auch im Winter. Ob ich den noch kennen würde. Klar, kannte ich den. Wir waren Fans. Sie hat damals dort an der Kasse gearbeitet und er hat immer mit Barbie in der Gemüseabteilung besprochen, was sie heute kochen sollen. Dachte, sie erzählt mir, was aus dem geworden ist und, dass der eine Betreuerin braucht, aber es geht nur um Parallelen und, dass man verrückt sein darf. Sie redet halt viel und laut vor sich hin und schimpft und wenn ein Centstücke in der Bahn auf dem Boden liegt, sagt sie, auf die Frau, die daneben steht bezogen, ob die goldene Eier legen würde. Ich sage, dass ich auch viel schimpfe, immer mehr und die Nachfolge von Elisabeth antreten werde, eines Tages. Fahren in die Stadt. Überall die scheiß Blechdosen, die einem im Weg stehen. Nee, ist ja silbernes Plastik. Fairkaufhaus hat noch zu. Der Edeka in der Packhofstraße im Keller ist scheiß, reihenweise Knorr Fertigprodukte, nicht mal die Hausmarke haben sie ausreichend. Ich sage nur: Eis. Im Fairkaufhaus feilsche ich wegen Wolle. Polyester 50 gr. 2 Knäuel für 3,50 €. Was sind das für Preise? Teurer als neu? Ich bin Stammkundin und meckere sonst nie. Stephan ist das peinlich. Dann bei C & A im Schaufenster die Islamisierung der Abendlandes anschauen. Der Security-Typ beim Landgericht kennt mich mit Namen. Ob ich was mit dem hätte, will Stephan wissen. Dann wäre das ja ein bisschen ungeschickt von ihm, aber ich bin auch verblüfft. Nacht der Juristen. Das klingt wie Dawn of the Living Dead. Ist das ein neuer Horrorstreifen?

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Wir fahren vorbei an der Wohnung von Dr. H. Hier ist ein Zwischenstockwerk. Das ist über einer Einfahrt und so ganz niedrig, dass man kaum stehen kann, wie in Being John Malkovich. Erkläre Stephan, dass mein neuer Betreuter hier einziehen will. Vor der Tür Menschen (Wohnungsbesichtigung?) nein, Sonnenfinsternistreffen mit einem Röntgenbilder als Brille. Das klappt, will ich wissen, ja, da wo es dunkel ist, nicht bei den Knochen. Ich darf auch mal, auch wenn die Aufnahmen vertraulich sind. Es ist noch kälter mit verdeckter Sonne. Das können wir uns nicht leisten im Kälteloch Hannover. Stephan will keinen Käse kaufen und hat dann zwei große Tüten voll. Ich fahre vor ins Büro und einen anderen Weg als ich erst gesagt habe (entscheide mich quasi um), Stephan ist nicht mehr hinter mir, wie damals beim Radunfall, ich überlege, dass er sauer ist und anders gefahren. Mein Betreuter für den ich zurück hetze, hat wieder abgesagt, dafür ist mein Mann sauer, weil ich vorfahre. Die ersten Osterglocken am Innenministerium blühen schon gelb. Die neue Richterin vom AG Neustadt erklärt mir was zu Sicherheitsleistung. Sie ist sehr nett. Der Mandant hat gar nichts mehr gezahlt. Ich hatte zuletzt 129,- € ab August 2014 errechnet. Da will die Richterin nur das einstellen, was darüber hinaus geht. Dann Dr. H. er ist unsicher wegen des Neuen, der aus der Drogentherapie kommt, will es dann aber doch machen, weil ich ihm gut zurede und die Zwischenetage ist frei für meine andere aus dem Frauenwohnheim. Das wäre ein Geniestreich. Er will sie anrufen, gebe ihm die Nummer und sie schreibt mir: ist der Typ Arzt. Die genießen nicht den besten Ruf bei uns. Ja, aber einer der psychisch Kranken eine Chance gibt, außerdem ist es Erbengemeinschaft und die haben auch andere Objekte und man kann dann wechseln. Im Büro hat die Kollegin eine amtlich Brille und die Sichel ist ganz dick. Wir haben die Ziegenrolle Hausmarke Edeka vergessen. Ich esse Brötchen (ein schwarzes, was aber weniger nach Olive als süßlich nach Rosine schmeckt) und Salt and Vinegar Chips.

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Der Münsterkäse stinkt mein Zimmer so voll, dass heute alle weiteren ins Besprechungszimmer müssen. Hundefutter, Dreck dagegen. Nein. Einmal die Woche reicht mir der Hund. Das ist doch einfach mehr Aufwand und ich war bestimmt deswegen gestern Abend so fertig, weil ich stundenlang draußen war. Es war sonnig, aber kalt und dann kein Hader im Kino und es muss einfach mehr organisiert werden usw. und es kostet Zeit. Ich weiß schon, warum ich keinen habe und dafür ein Movenyo-Abo. Der Jobcenter-Termin von Herrn Reich ist gut gelaufen. Er soll ab 01.03. Leistungen bekommen. Elisabeth Taylor bekommt jetzt doch mehr Schwerbehinderung anerkannt 70 % statt 50 % und ich vorallem meine Kosten. Das sah man schon an den Fotos. Früher, d.h. vor wenigen Jahren, normale Abiturientin (alter Ausweis, 50 %), jetzt 30 kg mehr und ganz anderer Gesichtsausdruck, der einem Angst macht und man fragt sich unweigerlich, ist das dieselbe Person und wie konnte das geschehen. So einfach ist das manchmal. Der MDK ruft auf dem Hany an und will Morgen Pflegebegutachtung beim P-Monster machen. Das wäre herrlich, so ohne mich und dann ist es erledigt, aber leider erreichen sie ihn nicht und vergeben den Termin anderweitig. 3 Begutachtungen in einer Woche wäre auch mal ein neuer Rekord. Ich sage nur Pflegestufe null, ich bin Fan. Ich schreibe dem Kollegen erst Montag in Sachen Herrn Petzy, der ist doch sowieso bis Dienstag an der Nordsee. Modeschmuck zu Katalin, eine winzige Kette mit einem blauen Stein in einer Blume. Ganz unauffällig auf die Postkarte geklebt, wo der Kaiser auch eine dicke Kette mit einer Raubkatze trägt. Sport, mich reizt der Doppelkurs, aber nicht, dass ich dann abkacke und nicht zum Konzert kann. Dann ist das vielleicht so. Dann hätte sich der Gutschein noch mehr gelohnt oder Stephan verschenkt die Karte an ein junges Ding mit kragenloser Jacke mit Aztektenmuster drauf oder ich trinke noch was von dem Koks-Tee. Noch habe ich welchen. Am Aegi haben sie ein neues Haus errichtet. Ist schon ganz fertig. Hatte ich gar nicht bemerkt. Der Eingang zum Altersheim ist wieder gesperrt wegen der Baustelle und ich muss den daneben nehmen. Den Notar erkenne ich gleich, weil er vornehm aussieht. Meine Betreute sagt, ich sehe schick aus „Düsseldorfer Schick“ und das von einer Kölnerin. Das muss eine Beleidigung sein. Sie hat sich aber auch schick gemacht „cat fever“ und fragt nach meinem wohlerzogenen Hund…

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Der Notar ist befremdet von dem Heim, aber nur unwesentlich jünger. Gut, dass er einen Filzstift dabei hat, sonst wäre das nichts geworden mit der Unterschrift. Sie zittert von Parkinson und kann keinen Druck auf das Papier ausüben und sehen kann sie auch nicht, Sie weiß nicht, wo sie ein Konto hat. Er beurkundet trotzdem. Ich meine, wir müssen die Wohnung los werden, auch wenn es null Euro dafür gibt, dann kann ich besser Sozialhilfe beantragen. Meine Betreute kann nicht mehr dorthin, die Töchter wollen nicht. Ich muss neue Arzttermine für sie machen, Neurologe wegen Parkinson, Augenarzt, Frauenarzt. Ich rufe die Töchter an, weil sie wissen will, ob jemand kommt an Ostern. Weihnachten war schon keiner da. Habe den erwachsenen Enkel am Telefon. Ob er bereit sei für ein Gespräch mit seiner Großmutter will ich von im wissen. Ich fahre zum Fairkaufhaus und will die braunen Bequemschuhe, die leicht zu groß waren, kaufen. Tolle Qualität, Leder, haben bestimmt mal 180 oder so, nostalgischer Look, 18,- €. Da kann man nicht nein sagen und was heißt zu groß, Stephan meinte noch, meine Füße würden schmal darin ausschauen. Das hat eine andere auch erkannt. Sie sind weg. Das war doof von mir.

Email, ich soll meine Eltern anrufen, bevor sie in die Schweiz aufbrechen. Ob ich mit dem Puppenhaus, was mein Vater mir gebaut hat, gespielt hätte, war seine Frage. Ja, total. Das hatte Lampen an Kabeln mit kleinen Steckern und ganz tolle Muster auf den Möbeln und Lampenschirmen und ich habe es geliebt. Das hatte auch meine Mama bestätigt, aber er wollte es von mir hören und dann schenkt er mir keinen Glauben und sagt, ich sei doch damals schon zu alt für so was gewesen, aber lieb, dass ich es ihm sage, dass ich es mochte. Ähhh? Lieb? Es war halt so. Katalin bekommt jetzt die ganzen kleinen Kissen, die meine Mutter vorher noch gewaschen hat. Die Wärmflasche, das Plastik, hat sich in Wohlgefallen aufgelöst. Die Israelis zocken ihn ab mit dem Patent und gemeinsamen Projekt. Ich sage, wir hätten doch alle Geld bekommen und ich sei weder enttäuscht noch würde ich mehr erwarten. Ich könne jetzt keine künstliche Unzufriedenheit bei mir erzeugen. Ich wünsche eine gute Fahrt.

Detlef kommt und ich bin noch in Sportsachen. Er bekommt Zimtzahnpasta aus den USA, die ich nicht vertrage und die er aufs Konzert mitnehmen darf (1,5 Tuben). Stephan will Stinkekäse essen und ich was Warmes. Wieder Edeka-Eintopf mit Zitronengras und Linsen (zu wenig Linsen Diesmal). Dann kommt Katja und ich begrüße sie nicht richtig, beschwert sie sich dann und gehe stattdessen zum Nachbarn, der an seiner Treppe arbeitet. Linoleum runter und schönes Holz, die Wände sind ganz weiß. Die Bemalung hat er übertüncht. Es sieht auf wie der Dadabau, verwinkelt und weiß. Wo steht der noch mal? Ich weiß es nicht. In der Küche geht es um die Zeitschriftenausweis beim Arzt und auf einem Kongress (von Gynäkologen) hat Katja gehört, dass man sich alle 4 Jahre trennen und einen neuen Partner suchen muss, weil der Sex dann schlecht wird. Was soll ich sagen, die meisten Leute haben auch Rückenprobleme. Ja, Frauen werden beim Küssen gerne gegen eine Wand gedrückt, aber wozu die kalte Wand, ich nehme die aus Fleisch. Thai-Massage, die Kollegin hätte es als Folter erlebt und die sind auf ihr herumgelaufen und sie hat immer „nein“ und „aufhören“ gerufen. Es gibt auch einen Frauenopfertyp, der es anzieht angemacht zu werden. Drückt sich in die Ecke und will nicht auffallen und provoziert es, angemacht zu werden. Das klingt fies, aber ich stelle es nur fest, heute im Laufe der Abends wieder. Es sind meine Beobachtungen. Ich will damit nicht sagen, dass alle Frauen, die Opfer männlicher Gewalt waren Opfertypen waren. Das ist vielfältig und kann jede Treffen. Wie mein früherer Prof. für Rechtssoziologie, der wollte auch nicht damit zitiert werden, dass er Faschismus zur Bekämpfung der Mafia empfehlen würde. Er hat nur festgestellt, dass der Faschismus die Mafia fast ausgerottet hat, weil das Machtmonopol besser durchgesetzt werden konnte. In Deutschland gab es keinen Faschismus, sondern Nationalsozialismus, der sich wiederum dadurch unterscheidet, weil es nicht hierarchisch streng aufgebaut war, sondern es gab Kompetenzgerangel und Parallelzuständigkeiten. Dann geht es um Platzi. Das haben sie früher auch getrunken, aber ihr hatte es zu viel Zucker. Hat sie nun Medizin studiert oder nicht. Das schmeckt nicht süß, weil der Zucker von dem Pilz gefressen bzw. umgewandelt wird durch die Bakterien. Dafür braucht man nicht studiert habe (und bei Medizin ist doch Chemie Nebenfach), das schmeckt man. Ich fahre langsam, aber schlecht Fahrrad und dränge die Freunde, die zu Fuß gehen immer ab. Stephan macht mich darauf aufmerksam. Da bin ich wohl ähnlich begabt wie Claudia in diesem langsam Fahren. Glocksee, hier ist viel Glas, also Scherben, eine Freundin habe sich beschwert, das ist schlecht für die Hunde, sagt die Hundemutti, die uns begleitet. Ich habe noch nie gehört, dass ein Hund in Glas tritt und sich dabei verletzt. Doch, doch. Es ist vor allem schlecht für die Pfoten von meinem Fahrrad, meine gefühllose Antwort darauf. Ja, aber das fühlt keinen Schmerz kommt als Replik. Durch die Tür, ich will erst zum alten Eingang und bin etwas desorientiert. Ilka an der Kasse und es steht tatsächlich die Katholiken mit dem irren Blick an der Wand. Was soll das? Muss die sich mit fast Fünfzig als Security in einer Disko profilieren in unserem früheren Revier und sich für Mindestlohn die Nächte um die Ohren schlagen, jetzt wo die Kinder aus dem Haus sind. Das nervt. Früher hat sie uns nur mal eine Kestnervernissage kaputt gemacht. Die Türsteherinnen von früher waren cooler, die dicke, d.h. sehr kräftige junge Türkin, die besser war als 10 normale Frauen, die aussah wie ein sehr gut aussehender, weiblicher Kungfu Panda, die mich immer anstrahlte und Hip Hop mochte, die mit mir im Frederikenstift gelegen hat und meinte, dass es bei mir im Zimmer nach Hasch riechen würde. Das war stark duftende Blumen. Stephan hat mir jeden Tag einen Strauß mitgebracht (in der zweiten Hälfte des Aufenthalts) und es sah bei mir im Zimmer aus wie in einem Blumenladen. Die setzt sich einfach beim Sumo Ringen auf Ulrike D. Ich war seit 10 Jahren nicht mehr in der Glocksee und grüße hintereinander gleich 3 Leute (crazy, verrückt). Am Tresen stehen dann noch Claudias Bruder und die gutaussehende Nichte. Welch eine Überraschung. Claudia und die Enkeltochter in die sie alle verliebt sind, haben sie heute in Lüneburg getroffen, auf halber Strecke. Small talk, Studium in Mainz, Buchwissenschaften 90 % Frauen. Ja, es ist ein Schock, wenn der Professor ein Buch einfach zerreißt. Das ist für diese Buchfreunde wie für mich einem Welpen die Pfoten abschneiden. Wenzel Storch im Theater in Dortmund, hat Claudias Bruder auch gesehen. Die Musik ist gut. Ist halt DJ, der live mixt und sampelt. Tanzen, Fußschmerzen in den Schuhen. Das gelbe Licht nervt, Larissa leiht sich meine Jacke zum Rauchen. Die Durchgeknallte aus dem Erdgeschoss arbeitet jetzt hier, erzähle ich auch diesen beiden Freundinnen. Sie sei ganz nett, sagte Sabine, mag sein, aber mir kann sie echt gestohlen bleiben. Ich meine, hallo, was hat die uns angetan und Constantin. Nee, nee, das wird nix mehr mit Versöhnung. Gut, dass ich da nicht mehr verkehre bzw. auch sonst noch Leute kenne um mich abzulenken. Ich gehe nach hinten und weg von dem Licht, was irgendwie an die Sonnenfinsternis erinnert, aber viel nerviger. Georgus war irgendwie da und ist gleich wieder verschwunden bevor Stephan mit ihm sprechen konnte. Komisch. Mad Professor findet Geschmack am Hannoveraner Publikum und hört gar nicht mehr auf.

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Eine dicke Schwangere auf Drogen steigt mit auf die Bühne und tanzt exaltiert und will gar nicht mehr runter (erst denke ich nur Hormone, aber die ist auf Droge) und ein blonder Langjähriger singt, ihm wird aber gleich wieder das Mikro weggenommen von Mad Professor mit der erneuten Frage, ob Sänger im Publikum seien. Viele Männer, später junge, sehr muskulöse Schwarze im Feinripp, die statt mit den Frauen sich unvorteilhafte weiße Männer zum Tanzen raussuchen. Mad Professor hört gar nicht mehr auf und findet gefallen an der Szene. Die Stimmung ist auch gut. Dann kommt die Katholikin mit dem eingefrorenen Lächeln steht auf einmal neben mir. Gruselig. Sie geht zu den jungen Schwarzen, die rauchen und kiffen und umarmt sie und geht ganz nah heran um ihnen zu sagen, dass das nicht geht und es sieht aus als würden sie gleich anfangen zu knutschen so freundlich und intim geht sie dabei vor. Es ist 2 Uhr, ich habe genug gesehen.

21.03. Traum: Georgus legt auf, kommt nicht, zweite Location ist ein Tower in Hamburg, die jungen Leute warten an einer Säule, dann gehen wir hoch. Immer wieder Treppen. Ist oben und auf dem Boden zum Tanzen ist Sand aufgehäuft, kann ich meine Schuhe ausziehen. Ich begrüße Georgus, sein Co-DJ hat blau angemaltes Gesicht.

Wir sind mit Claudia unterwegs auf einer Party, dem einen Computer-Spezialisten, der sich mit der Szene überworfen hat und in München war es zu stressig. Nein, er kommt nicht wieder, auch wenn alle im nachheulen. Er regt sich auf, als noch ein Schwung Leute reinkommen, die auf Party verkleidet sind und ruft seinen Companion, der soll das regeln, den Frauen schaut er auf die Beine und den Arsch. Eine mag er sehr, aber die ist mit ihrem Freund da. Davor war ein Fluss. Kann man darin baden (es tun welche, aber sie nicht). Die Wasserqualität ist wohl o.k. und vor den Wasserpflanzen hat sie auch keine Angst. Ich tauche, erst normal und dann mit offenen Augen und dann sehe ich, wie alles dicht bewachsen ist und will nur an einer freien Stelle auftauchen, nicht einfach durch die Pflanzen, wie ich das vorher getan habe. Ein Mischlingshund mit einem kaputtem Fuß begleitet uns die Treppe runter zum Ausgang, da ist eine Lücke im Zaun und er kann alleine wieder hoch. Claudia hat uns einen Typen vermittelt, der für meinen Vater einen Vertrag prüfen soll. Die eingescannte Kopie ist schon schlecht, er hat mit meinem Vater telefoniert, ich sage, er steht auf Technik und faxt das bestimmt noch mal. Er hat mit dem Highlighter markiert, was alles angekreuzt werden soll, eigentlich alles und es sind nur wenige Stellen. Dann gibt es Optionen und wenn die Finanzierer die eine wählen bekommt man Paps wenn er in Rente geht 1.000,- € im Monat. Er hat erst nicht verstanden, was die Gegenleistung für die Erfindung sei und hat das dann durchgerechnet. Dann sind wir im Sunla unterwegs und Tyark. Sie waren als junges Paar echt ein Hammerpaar. Tyark hat Ärger mit der Nachbarin und versteckt sind, während sie im Treppenhaus ist. Sie schließt auf und das dauert ewig und ich frage, ob ich mit dem Schlüssel helfen kann. Dann kommen lauter junge Männer rein und es ist ganz eng im Flur. Sunla zieht sich um bzw. das Oberteil aus. Die wissen nicht, wo sie hinschauen sollen und finden auf einmal ihre Kunst total interessant und so was Tolles haben sie noch nie gesehen und das soll ihnen einer erklären und hat das alles sie gemacht?

Die Vögel sind jetzt wieder viel lauter zu hören. Morgens und abends in der Dämmerung. Das ist auch ein Zeichen für Frühling. Muss man nun den Teig vorbacken bei einer Quiche? Ich muss es so rausfinden und werde meiner Mutter nicht hinterhertelefonieren, wenn sie bei den Enkeln ist. Wozu gibt es Kochrezepte im Internet. Ich werde basteln und für London packen. Ich ärgere mich jetzt täglich, dass ich die braunen Lederschuhe für 18,- € nicht gekauft habe, gerade nach gestern. Die Zehen sind sehr in Mitleidenschaft gezogen durch die braunen Lackschuhe. Seit vor 10 Uhr wird im Treppenhaus geschliffen. Sein neues Hobby ist lauter als mein Korallehäkeln. Ich habe wieder Shopping-Queen Hörspiel und häkele Koralle und mache anderen Schmuck und Hütchen. Die Frauen kennen James Dean nicht, der auf ein T-Shirt gedruckt ist (das typische Foto von ihm aus Jenseits von Eden oder so) und dann lesen sie nach und die in meinem Alter stellt fest, dass sie nur ältere Filme von ihm kennt, wo er schon älter ist. Oh Mann, wie peinlich, wie letztes Mal als es hieß, der zweite Weltkrieg sei unentschieden für Deutschland ausgegangen. Immer wieder in die Shoppingmail und Schmuck bei Sixt. Es ist erbärmlich, was da unter Mode läuft. Klamotten sinnlos einkaufen sollte die Sendung heißen. Ich mache gerade Dori aus Findet Nemo, die ich in Essen abgestaubt habe (war ein Pez-Spender) auf eine Koralle, die etwas schimmelig ausschaut. Der Charakter passt gut zu mir. Ich bin in etwa genauso hektisch und verwirrt.

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Stephan beschwert sich über meinen Samstagsmarathon und ich nehme ihm die Illusion in dem ich feststelle, dass diese Ausgehen, so ein Kulturabend also, wo ich mir die Beine in den Bauch stehe und irgendein alter Typ Platten auflegt und wir dabei zusehen, ist für mich mehr Zeitverschwendung als mein Zuhauseprogramm, wo ich basteln und muckeln kann, meinen Gedanken nachhängen, in der Wohnung sein, von einem Projekt zum nächsten springen, Quiche mit Blauschimmelkäse ausprobieren, Kette machen aus einer zerlegten Kette von Gerd mit Neon dazu, noch eine mit Pinocchio, London vorbereiten. Das ist bitter und ich bin bestimmt scheiße deswegen, weil ich es so sehe. Das Konzert neulich von Jaquee hat mir besser gefallen, die Frau hatte eine tolle Stimme und es war live Musik. Bestes Konzert überhaupt war Ugly Duckling. Darüber war ich mir neulich mit Sabine einig. Da waren wir noch gar nicht so befreundet. Es war der Abend vor meinem Blinddarm, so kann ich immer rekonstruieren, wann das war. Größter Vorwurf an mich selber, warum habe ich nicht Body Count in den Weltspielen geguckt, damals. Da war ich bei meinen Schwiegereltern an den Tag/Abend und wir sind mit dem Zug zurück gekommen. Warum bin ich nie zu einem Missy Elliot Konzert gereist, egal wie und wo. Claudia schickt mir Familiengruppenfotos aus Lüneburg mit dem Enkel und der ganzen Familie. Sie und ihr Bruder, süß. Warum freunde ich mich nicht mit Claudias Bruder an, der wohnt wenigstens hier. Hilmar schreibt auf meine mail, dass die Katholiken von früher wenigstens nicht mit einem seiner Mitmusiker zusammen sei, sondern nur mit einem Tontechniker aus dem Indigo. Da hat er auch mal wieder Recht, erstens, dass es so ist und zweitens, dass es durchaus auch so hätte sein können.

Ein Betreuter, Iraner, der gerne monatelang im Ausland ist ruft mich am Samstag auf dem Handy an um mir zu sagen, dass er sich nächste Woche bei mir meldet. Es ist Samstag, soll er einfach machen und mich nicht am Wochenende anrufen um es anzukündigen.

Ich habe den ganzen Tag fiese Kopfschmerzen, die ich sonst nie habe als hätte ich gesoffen. Sie wollen einfach nicht weggehen und ich überlege abends eine Aspirin zu nehmen. Ich habe weder Alkohol getrunken noch geraucht. Liegt es an der Musik, die teilweise so laut war, dass ich Angst hatte, dass was kaputt geht und die Bässe haben gewummert. Vertrage ich das nicht mehr? Ich habe eine Idee für ein Yogavideo mit Musik, aber das wird heute nichts, auch nicht der Probelauf. Der Stuttgartaschenbecher ist gut angekommen und hey, der hat so viel gekostet, wie ein Milchkaffee, wenn ich damit jemandem eine Freude machen kann. Die Quiche schmeckt schwer nach dem krassen Blauschimmelkäse, der aber hammerlecker ist, trocken und weich im Geschmack, nicht ätzend, fast süßlich, aber sehr kräftig (auch Edeka), bester Blauschimmel ever. Pur essen, ohne Brot. Die roten Paprikastreifen hatte ich nur auf den Broccoli in den Dampf gelegt und die waren zu weich. Das hatte ich unterschätzt, weil Paprika sonst ganz beständig gegen Hitze ist. Ich lege das Gemüse und beim Schneiden sieht es aus wie ein Mosaik, also für ein Erstlingswerk ganz gut. Wir essen sie fast ganz auf und sind platt. Dann noch Eis von Edeka und den Film über Führerschein machen in Deutschland, hier einen Koreanerin und ein bayerischer Fahrlehrer. Er „was hältst Du hier?“. Sie: „ich will gucken“. Er: „Und was willst Du denn gucken? Hier kann man gar nichts sehen. Musst Du vorfahren“ und dann „mit Gefühl, bist doch eine Frau und hast Gefühle“. Er: „Siehst Du das blaue Schild da vorne und weißt Du auch, was heißt das?“. Sie: „Autobahn, Angst, Angst, Angst“. Und dann in Indien eine nervige deutsche Frau, die immer Stoffe sucht, weil sie Designerin ist. Der werden die verschiedenen Handbewegungen erklärt, die als Zeichensprache gelten. Arm raus halten aus dem Fenster und hoch und runter schwenken, heißt langsamer fahren, aber mit Handfläche nach unten, sonst ist es betteln und dann in Japan mit geilstem Fahrlehrer, sieht aus wie eine Kröte, ganz schmale Augen, aber sehr ausdrucksstarkes Gesicht und der Schüler kommt aus Amerika und es wird immer nur auf einem Parkplatz geübt. Frau des Fahrlehrers sitzt am Rand der Übungsstrecke im anderen Auto und beobachtet alles, ist seine Sekretärin. Das hat alles mit Geduld und Frustration zu tun. Dann neues Korallenprojekt, soll zu einem neuen Ring vom Fairkaufhaus (marmoriertes Plastik passen) und ein Film über Gewalt gegen Frauen in Ägypten. Männer, die im voll beladenen Bus mit einer Zitrone in der Tasche arbeiten um zu testen, ob die Frauen sich gegen Anmache wehren und dann Peaky Blinders, zwei Folgen. Dann ist es halb zwei, also fast so spät wie gestern. Morgen backe ich Linzer Torte mit der Salzbutter von Edeka und nein, das ist nicht das selbe wie Salz in den Teig geben. Das hat bei der Crepe am Lindener Markt doch auch nicht funktioniert, erinnere ich meinen Mann.

22.03. Früh wach. 8:15 Uhr scheint meine Zeit zu sein. Die Sonne scheint. Es waren wieder coole Träume, aber lauter Einzelbilder und heute sind sie zu weit weg. Osterkette für meine Mutter statt weiterschlafen. Habe schon kleines Ergänzungsmosaik gelegt um ein von Steffi nähen zu lassen mit der ich heute Nachmittag verabredet bin. Abends kommt Michael und dann steuere ich auf die letzte volle Arbeitswoche vor London zu. Soll ich Thomas die große Wachspflanze mitgeben? Will er die überhaupt? Stephan schlägt Flohmarkt vor, die Quiche schmeckt besser als gestern und auch besser als letztens im Rossi mit eingebackenen Zettel und TK-Gemüse. Der Lernbehinderte geht jeden Tag an sein Konto und räumt es leer. Das ist die Freundin, die eingezogen ist, aber jetzt kann 1 & 1 oder wer auch immer nicht abgebucht werden und ohne Handy ist die Frau schnell wieder weg. Da sind wir uns einig. Stephan erzählt, das schlimmste für die jungen Frauen, die nach Syrien ausreisen oder zu den Dschihadisten auswandern um ihre Eltern zu provozieren ist, dass man ihnen die Handys weg nimmt. Das Kopftuch und die körperlichen Züchtigungen waren o.k., aber das die Männer ihnen die Handys wegnehmen, das geht zu weit. Dann können sie sich die Tötungsvideos gart nicht mehr anschauen, wie Stephan meint.

Stan and Francine in Hollywood. Stars are so close (on the Hollywood walk of fame). Francine: „They must have burried them standing up“. Bei uns sind auch lustige Sachen im Treppenhaus. Kinderkrücken und ein Gehstock.

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Vorbei an der FKK-Villa. Wo soll hier noch eine Parkplatz kommen? Das sollte bei Boesner sein. Ich bin nur am Schimpfen und dann treffen wir gleich Janine mit Begleitung, Andi mit weißblondem Kind mit Spritzenwagen. Ich wundere mich über seine dunkele Haarfarbe, die Strähnen kommen aus der Mütze hervor. Er hatte mal Gelb, ganz lange und Orange hattest Du doch auch mal, will der Nachwuchs wissen. Ja und Lila hatte Dein Papa auch mal, erklärt Janine. Ich finde den Papa heute richtig sympathisch. Manchen stehen die Falten einfach gut. Unsre Jugend wird dahin sein, wie der Rauch aus dem Schornstein. Es sei der Flohmarkt, der nur 4 x im Jahr stattfinde und der tollste überhaupt und Janine sei deswegen früh ins Bett gegangen erfahren wir. Er ist auf einem überdachten Parkplatz des Großmarktes oder der Metro. Am ersten Stand gibt es neben Feuerzeugen mit 80er Jahre Erotikfrauen drauf, Micki-Maus-Heften der ersten Stunde und alte Steifftieren auch die Klammern, die ich in dem Hardware Store in Watsonville gekauft habe, schwarz mit verstellbaren orangefarbenen Klemmflächen vorne. Der Typ erzählt unentwegt.

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Am zweiten Stand kaufe ich zu viel. Modeschmuck und die sagt 7 und ich 4 und es hätten nur 3 sein dürfen. Das war ein Warnschuss. Dann am dritten, mit lauter Kartons, Nierentische/Pflanzenampel, ein Typ, der mit einer Frau mit Tolle auf dem Kopf die 50er lebt, sagt mir, dass im letzten Karton noch zwei seien mit abgeschraubten Beinen). Ich stehe aber auf diesen mit dem organischen Muster, wie Zellen. Der junge Händler, der nebenbei Currywurst mit Pommes isst, sagt für 10, dann 8,- €, ich sage 4,- €. Dafür kaufen sie es an. Der Typ weiß doch gar nicht was alles drin ist in den Kartons und ist erstaunt, wenn Leute ihm zwecks Preisvermittlung was entgegenstrecken. Ich stelle ihn wieder hin, unsympathischer Verkäufer, kein Kauf und ich lasse mich nicht gerne verarschen.Das kaufen die Lkw-Weise aus Wohnungsauflösungen und nicht handverlesen, wo sie den Preis für jedes kleine Teil wissen. Hier war auch ein beleuchtbares Bild von Venedig. Die Kundin, die es mit nimmt, macht es richtig und sagt der Frau von Herrn Unsympath einfach, dass ihr Typ 2,- € gesagt hätte. Das stimmt nie im Leben. Gut, Steffi konnte es auch nicht gebrauchen. Ich fand das kleine Tischchen süß, aber was soll das sein. Für den Schreibtisch kommt es mir zu klein vor.

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Dem älterer Typ (Antiquitätenhändler) mit Echtsteinketten, er trägt auch viele, will wissen was ich da habe. Button mit Foto von der Lumix. Was ist Lumix, ich erkläre und dann sage ich aus dem Werbeprospekt mit Geschenkpapier als Hintergrund, habe Buttonmaschine. Er tut interessiert und „wo sind Sie zu finden“ will er wissen, nein das ist privat. Die Maschine hat verschiedene Aufsätze, macht auch die Kleinen und ich verleihe sie für Kindergeburtstage, kann man ruck zuck Namensschilder ausstanzen. „Ich weiß immer noch nicht wo ich Sie finde“. „Was meinen Sie? Wo ich wohne, in Hannover, in Linden“. „Geben Sie mir Ihre Telefonnummer?“ „Nein“. „Da bin ich Ihnen nicht böse, dass Sie sie mir nicht geben“. Er hat geflochtenen Korb mit einer Eierwärmersammlung, immer zweier Paar aus Bast und gestrickt. Will mir alles für 20,- € verkaufen. Dann ein Schwan biete ich ihm einen. Stephan ist mittlerweile dazu bekommen. Das Paar für 5,- €, billiger kriege ich es nicht. Ich (aber nur denken): Sag mal, merkt der es noch. Fairkaufhaus 10 Cent und denen gebe ich mein Geld viel lieber oder selber häkeln. Habe sich ein paar gehäkelte Schwäne für 50 Cent direkt von der Herstellerin gekauft auf den Realparkplatzflohmarkt und ich Hütchen daraus gemacht.

Treffen Isabelle und ihren Mann. Ich begrüße ihn mit den Worten, ob er bald eine Steinmuschi für meine Schweigereltern baut. Isabelle kriegt sich nicht ein über die Stempelsammlung. Riesiger Holzstempel mit TELEFONDIENST. Stephan sagt Schwangerschaftseuphorie und der Vater, der das Kind umgebunden hat: Stilldemenz. Auch hier bin ich satt, habe einfach bessere Holzstempel mit Zitrone 4342 und Orange 4341 und Da.-Schlümpfer und Christuskirche. Auch wieder der Fahrradkurier, außerhalb seines Reviers und breit grinsend. Dann eine Frau, die eine Tüchersammlung verkauft. Ich frage sie, von welcher Oma sind die und die Antwort: von meiner. Sie hat zwei in blau-grün, graphisch, genau zu dem Kleid was nach London mitkommt, aber eklige Stoffe, d.h. aus Polyester, oft aus dem Ostblock. Da muss ich passen, nehme zwei andere. Hey, die Fönsammlung. Haha, der Quirl sieht aus wie ein Betonmischer.

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Dann Fich mit weiblicher Begleitung, Köln ist ausgefallen wegen Job und er hat gute Laune und ich mag ihn. Er fragt nach der Märchenparty und hier bei den Kurden oder Rumänen (ebenfalls mit Kartons) gibt es wieder Eierwärmer, kleine Basthüte gefüttert mit Pünktchen und Plastikhauben, 50er, auch alles wieder paarweise. Soll ich dem Typen von drüber noch welche dazu schenken? Am Kurzwarenstand neben Knöpfen und Hutgummi auch Einfädelhilfen, habe ich morgens kaputt gerissen, aber hier ist die Qualität zu schlecht. Ich brauche Markenware. Alter Cocker, schwarz-weiß-grau fiepst im Auto. Sieht das Butterbrot, meint der Typ. Ich denke eher, er manipuliert Menschen. Beinprothesen, ich mache gleich ein Knie in die Mulde für den Stumpf. Nur Janine macht Fotos. Darüber macht man keine Witze werde ich ermahnt. Ich habe Anstecker von Lourd, da muss man nicht selber hinfahren. Janine kauft Blumenquartett. Zum Schluss richtig viele Kartons, er ist schattig und kalt und ich schaue alles durch. Habe Kaktus in vergilbtes Plastik gegossen, gefunden. Souvenir von einer Insel. Für Michi? Es ist schon so in meiner Hand, dass ich einfach weitergehen könnte, der weiß auch wieder nicht, was er hat. Nein, das mache ich nicht. gehe brav hin mit einer kleinen Tüte mit braunem Stopfgarn, sehr wenig und alt und dem Kaktus, sagt der Typ: „ach das ist ja auch schnuckelig, 4,- €.“ Auch der verarscht einen und ich lege wieder hin, auch keine Lust zu feilschen, er hat mir die Lust aufs Haben verdorben, dafür bin ich jetzt durchgefroren. Bei diesem Stück wusste ich nicht, ob es cool ist oder scheiße. Birkenstamm mit modernem Foto darin als Vase???

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Zuhause will der Kuchen noch gebacken werden. Die Zutaten stehen schon vermischt, aber nicht vollständig auf der Ablage und haben schön Zimmertemperatur. Verschiebe das Nähprogramm.

Steffi mag den total stark bebastelten Blazer mit Hundeklub Aufnäher vorne und gestickten Vögelchen hinten und „billig und radikal“ Aufnäher von Carsten, graue Wolle, der Grundstoff. Ich freu mich, dass es zu ihr kommt und ein Rock in braun/blau und die Wollhosen in den Fundus. Sie hat beide Leinen verloren mit den Steuermarken. Sie hat einen schwarzen Lederüberzug über den Zeigefinger und näht mir die Collage für vorne und es gibt Sportgummi aus Wien, das esse hauptsächlich ich. Sie braucht auch nicht so viel Musikprogramm, findet den Tod doof, hat Verständnis für mein häusliches Programm. Sie hat zum Testen der Anlage im Planet M Bilderbuch richtig laut gespielt. Ja, ich freu mich tierisch auf das Konzert. Wozu häkele ich den vierfarbige Koralle, für den Mosaikplastikring, ja, aber was soll daraus werden, fragt mich Steffi. Ein Begrüßungsgeschenk für den Ring, den ich in meiner Sammlung willkommen heiße.

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Wir finden den Porzellan-Dackel nicht im Internet, wie gestromt, aber mehr rund und kreisförmig das Muster. Wir treffen den wieder im Georgengarten und ich mache dann Foto.

Käse, spanischen Schinken, Suppe, Edeka-Eis. Brauche die Rahmen zum Basteln. Netter Abend mit Micha. Sich mal etwas unterhalten und zusammen essen. Das sollten wir öfter machen. Ich zeige ihm meine Eierwärmersammlung. Er kennt so was nicht und findet sie toll, aber haben will er keinen. Die hellblaue Brosche mit der Plastikkuppel und dem goldenen Seestern ist von 1958. Ich muss heute früher ins Bett, schlafe am Wochenende extra wenig und habe Morgen einen Termin beim Jobcenter. U-25. Die sind besonders emsig.

Komm in mein Wigman – Susann und Dortmund

13.03. Traum wir sind im Hotel und Sabine und Larissa zeige ich die Auslage, was die für leckere Sachen haben. Sabine greift rein und schaut sich eine Cremeschnitte genauer an und merkt nicht, dass eine Mitarbeiterin naht und sie beobachtet. Wir sehen das von oben, weil wir schon die Treppe zu unserem Zimmer hochgehen. Ich entschuldige sie und sage, Freundinnen, denen wir erzählt haben, wie lecker es hier ist. Das sei aber nur für Hotelgäste und sonst geheim, deswegen hätten sie auch keinen öffentlichen Eingang. Kurze Traumsequenz, aber bleibt lange haften.

Die Sehbehinderte hat eigentlich einen Termin um 14 Uhr. Spricht mir auf den AB, dass sie es lieber „am Telefon machen will“, das sagte sie schon gestern. Das sei „immer so unheimlich bei mir“. Die nächste Betreuung, die aufgehoben werden soll, wenn es nach mir geht. Kein Bezug zu den Frau und von total devot und mich anhimmeln und hat Angst mich zu verlieren und ohne mich kann sie nicht leben, bitte bitte, will die Betreuung für 20 Jahre eingerichtet haben statt der Höchstfrist von 7 zu so was. Das scheint nur ein kleiner logischer Schritt zu sein. Ich rufe sie an und es läuft nur der Klingelton von Helene Fischer oder wer das ist und sie geht nicht ran.

WELT am SONNTAG Leserservice Brieffach 2264 20350 Hamburg Tel.: 0800/9267537 E-Mail: leser@wams.de

DIE WELT GEHÖRT DENEN, DIE NEU DENKEN

Sie schreiben mir, dass sie die Forderung gegen meinen Betreuten ausgebucht haben, der ein Probeabo hatte und nicht gekündigt. Die meisten geben dann doch auf, weil die Kombi aus mittellos, Frührentner und Betreuung doch unwiderstehlich wirkt….

Der Jordanier braucht auch einen neuen jordanischen Perso neben dem Pass. Warum doppelte Ausweispflicht frage ich frech zurück. Die Antwort: ist so, Richtlinien der Botschaft, an die sie sich halten müssen. Na dann. Es ist sonnig draußen und kalt. Das für ihn niedergelegte Schriftstück kann ich am E-Damm abholen mit meinem Betreuerausweis und dem gelben Abholschein sagt Herr Thieß, der Filialleiter von Linden. Gut, ich will nämlich nicht umsonst da hinfahren.

Mittags zuhause vorkochen für den Besuch abends. Der Topf ist richtig voll und der Spinat muss noch rein. Das werde ich später auf 2 Töpfe verteilen und wer soll das alles essen? Pasta mit Ziegenkäse und Spinat gibt es für sofort und das schmeckt richtig gut. Ich liebe diesen frischen Spinat und könnte ihn täglich essen. Gästebett beziehen und niedlich machen. Morgenmantel zum Verschenken gefällig?

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Totes Tier, auf ganz fies. Ich sehe die Blicke, aber ich stehe dazu. Es unterstützt mein böses Element, Ich stehe da total zu und habe nur ein schlechtes Gewissen wegen eines Pelzaccessoires was ich mal in Rom auf dem Flohmarkt gekauft habe, aber es war Neuware. Echtes Pelztier als Püschel an Haargummis, dafür wird es trotzdem gezüchtet und getötet. Das muss nicht sein, aber second hand hat kein Tier leiden lassen, sondern neues Leid von Menschen und Umwelt verhindert. Wie kann man das vorwurfsvoll sehen, wenn einer schon vorhandene Sachen aufträgt, mehr Schonung gibt es nicht. Das Kaufen und der Konsum ist das Problem. Das Problem sind auch Frauen, die sich die Haare tönen oder färben um das Grau zu überdecken und nur von vorne in den Spiegel gucken und hinten haben sie einen grauen Schließmuskel aus Haaren. So sieht es zumindest aus. Das muss man auch hinten kontrollieren. Mache ich nicht, muss ich aber nicht, weil ich meine schmutzige Echthaarfarbe trage. Susann fand sie total dunkel und Stephan meinte dunkelblond. Nein, das sein kein blond, sondern dunkel und Stephan beharrt darauf und erklärt Susann, dass wir beide „aus der Ecke blond kommen“, das stimmt, sogar aus der Ecke weißblond, aber wir haben uns in Richtung dunkel weiterentwickelt und zwar beide harmonisch, partnerlookmäßig, wie es sich gehört für ein uraltes Paar. Trotzdem ist es so lustig, wie er darauf beharrt.

Die Querulantin schreibt mir einfach, „vielen Dank“, ich habe jetzt noch was ausgefüllt wegen der Rentenanwartschaften in der Türkei.

Beim Sport verquatscht. Diese Körperwelle beim Tanzen kann ich nicht machen. Was sexy aussehen soll, sieht bei mir total stokelig aus, sonst bin ich mit der Tanzchoreo bei mir zufrieden, zu schnelle oder komplizierte Schrittabfolgen und Drehungen werden improvisiert. Wir machen Grace gespickt mit Yogaelementen, Balance und Highheels und der ganze Körper im Einsatz. Als ich fertig bin, ruft Susann an, dass sie am Bahnhof ist.

Der Eintopf schmeckt und das Schokoladeneis von Edeka besteht aus riesigen Schokoladenbrocken und ich denke erst, was ist das für eine harte Stelle, die gar nicht schmilzt, ist alles Schokolade, pur. Susann sagt, sie haben Osterhasen da rein gemacht. Dafür spricht einiges. Susann hat den Kölnerdom als Gummibärchen, scharfe Gummiteile und Neuhauspralinen dabei. Wir reden über früher und heute, immer wieder früher, wie wir uns kennen gelernt haben, welchen Typen von früher wir kannten und welche nicht, eigentlich alle die sie nennt nicht, Stichwort Stadtindianer. Sie hat damals manisch Assemblagen aus Klopapierrollen gebastelt, leere Rollen, in die sie was reingemacht hat und die bemalt und bebastelt wurden und die dann wie Waben an der Wand gewachsen sind. Sie sagt, sie war so ungeduldig, dass sie nicht warten konnte bis die leer waren, sondern hat sie vorher leer gemacht. Sie erzählt von der schlimmen, spießigen und unsolidarischen Generation 27, ohne moralische Ansprüche, die Quiche von Muttern abholen und zuhause essen (und das mehrfach die Woche) und ihre Sparverträge auflösen, wenn sie umziehen und Geld brauchen und sich wegen der Neuanlage einen Beratungstermin geben lassen. Es geht um aktuelle Krankheiten wie Bronchitis und Erklärung, die einen nicht mehr los lassen, um Vitamin B 12, was man oral einnimmt in Köln. Um Männer, die nachts arbeiten und um eine Frau aus Hannover, die aus Dortmund kommt. Ich sage, es gebe für mich diesen deutschen Frauentyp Rheinland, der so ausschaut wie Hannelore Kohl, blond, schlanke Figur, dezent gekleidet, schmale Lippen, breites Gesicht, aber auch was ganz Spitzes darin. Sie weiß was ich meine. Ich sage, das ist Stereotyp, aber aus den USA schauend als Kind habe ich es deutlich erkannt und das war immer urdeutsch für mich, teutonisch, Nibelungensaga nenne ich es heute. Ich versuche nebenbei Röhren zu häkeln, die auch nach Unterwasserwelt ausschauen sollen und das wird nichts und mache dann weiter mit Korallen, aber meine aus dem feinen Garn sieht aus wie eine Faschingsdeko und Spirale, egal, einfach weitermachen, das wird dann schon interessant und für die Zugreise brauche ich ja auch was. Susann kann im Zug nicht gut lesen und ist zu abgelenkt und fährt auch nicht so gerne wie wir. Ich beschwere mich über Freundinnen, die so oft den Partner wechseln und mit oft meine ich alle 6 Jahre, dass ich mich weigere, mir den Vornamen vom jetzigen zu merken, weil mein Kontingent von „sich auf Partner einlassen“, aufgebraucht ist. Keine Lust mehr. Das klingt hart und ich meine es nicht moralisch, aber ich kann dann nicht mehr, mir fehlt die Flexibilität. Ich weiß, dass ich asozial, aber traue mich über meine Schwächen zu sprechen. Irgendwann um 1 Uhr sind wir alle müde und müssen ins Bett. Immerhin haben wir die 23 Uhr Grenze geschafft und eine WE-Zeit eingehalten.

Michi und Markus sind aus dem Urlaub zurück und wollen auch zu Feinkostlampe Morgen. Vielleicht in die Stadt fahren und Fahrkarten kaufen und Eisnachschub von Edeka? Der Kollege liegt auf der West 2.

14.03. Traum. Kathrin hat sich einen Hund angeschafft, einen blonden Langhaarschäferhund, der so was von gut erzogen ist, er bellt nicht, er läuft mit, er respektiert Essen der Menschen. Den nehmen auch Dieter und Marlis und wir auch, wenn sie mal in den Urlaub fährt. Ich wundere mich über die Entscheidung. Er läuft parallel zu den Bahngleisen auf einem Feld und kommt sofort, wenn man ihn ruft. In dem Zielbahnhof ist eine Modenschau von Rentnerinnen und es ist wie eine schicke Hotelpassage. Kathrin schaut sich eine kleine Standuhr an, die alt ausschauen soll aus blau und Gold. Dann essen wir was. Als ich vom Klo wiederkomme, berichten mir die Arnholds das hätte ich sehen müssen, was der Typ mit seinem Hund gerade für ein Theater hatte. Den hat er null im Griff und schafft es kaum ihn zu bändigen. Das liegt an seiner Körperhaltung sagt ein Typ am Nachbartisch, weil er nicht gerade und aufrecht geht und ich denke, der schaut auch Cesar. So was ist mitleiderregend und man fragt sich, warum die Leute sich das antun mit so einem Köter. Unserer sitzt ruhig neben dem Tisch und wundert sich auch über das Fehlverhalten seines Kollegen. Er weiß, dass er alles richtig macht. Kathrin hat meinen blau-grünen Frotteemorgenmantel an und ich will sie überreden, den zu nehmen. Der steht ihr viel besser als mir und passt ihr auch besser. Mir muss er viel zu kurz sein, so knapp wie er bei ihr schon sitzt (das nachdem ich gestern Abend versucht habe Susann einen Polyestermorgenmantel anzudrehen und meine ganze oder halbe Sammlung vorgeführt habe) und sie festgestellt hat, ich habe zu viele Sachen und eine Putzfrau müsste auch ins Ankleidezimmer. Vor dem Einschlafen gehe ich in Gedanken alles durch, was weg kann, fange zumindest damit an, wie Schafe zählen z.B. meine Sammlung mit Zehensocken, die ich alle nicht trage. Ich frage mal Sunla, wie sehr sie darauf steht, sonst Altkleidersammlung und die kaputte Tasche, wo sie drin sind, auch. Ich weiß, es klingt doof, aber wenn Stephan und ich einen Hund hätten, würde der nicht bellen. Das weiß ich. Wir können im Team konsequent erziehen und Stephan hat die nötige Ruhe, die Übungen zu Ende zu bringen.

Susann war schon auf und ist dann irgendwie wieder verschwunden. Ich habe nicht gleich gerufen, weil ich Tagebuch geschrieben habe. Das Wetter ist leider regnerisch und doof. Susann will erst mal wach werden und rauchen und ich nerve sie mit meiner morgendlichen Aktivität und meinem Redefluss. Stoffhosen trägt sie nicht und Ringe will sie auch nicht. Ich muss meine Stoffhosen hingegen alle loswerden und will das auch umsetzen. Ich ziehe sie nicht mehr an (Beweis: Buttermusch). Einen Ring, der perfekt zu ihr passt, auch der Farbton des Steines, den ich vom Juwelier habe ändern lassen, nimmt sie dann mit. Es wird voll heute Abend sagt Stephan, wenn es gestern in der Haz stand, dann halten sie es nicht geheim, wie Sabine meinte und wenn jeder einen darauf anspricht, dann weiß man, es wird richtig voll. Ich schmeiße Sachen weg, z.B. meine Atelierkleidung und das obwohl sie bebastelt sind mit Schrift und selbstgemachten Manschettenknöpfen. Auch die Stollwerkstofftasche. Das Museum ist scheiße, wie wir gestern festgestellt haben. Schnell ist ein gelber Sack voll. Die ganzen Papiersachen in den Keller, inklusive Schneidemaschine, die ich nie benutzt habe. Es riecht überall stark nach Rauch, auch im Wohnzimmer muss ich ewig lüften und finde Asche auf dem Fußboden. So sieht das Rauchen an der Tür also aus.

Schlimme Tierschützer, die eine frei lebende Gans nicht in Ruhe lassen können, sondern die muss eingefangen werden und dann wird ihr ein Plätzchen gesucht, d.h. Knast statt Freiheit, danke Tierschutz. Statt Feinkostlampe schauen wir Baymax und Still Alice. Beide Filme finde ich gut. Der erste ist ein Kinderfilm, aber auch mit guter Grafik und lustigen Einfällen, gerade zu dem Health Care Roboter und der zweite ist gut gespielt und irgendwie beschäftigt mich das Thema sehr. Ich habe das Gefühl auch manchmal Ausfälle im Kurzeitgedächtnis zu haben und da ich sonst ein Elefantengedächtnis habe was alle zum Staunen bringt, ist das dann sehr beängstigend für mich.

Die Neuhauspralinen sind frisch doch sehr lecker. Ich sage nur: belgisches Reinheitsgebot bei der Schokolade. Davon hatte Susann erzählt. Ich häkele ausversehen die Koralle, die für die Zugfahrt gedacht war, zu Ende.

Man trifft sich bei Larissa. Wir bleiben zuhause und Stephan ruft nur kurz an (die sozialen Handlungen, zu denen ich oft nicht fähig bin) und ich gehe um 11 ins Bett. Muss ich doch Morgen vor 8 schon aufstehen.

15.03. Traum: Die vordere Wand vom Haus löst sich ab, das gelb, bemalte Haus, was so schön historisch ausschaut, Publikumsmagnet. So hatte es Karin mir erklärt, aber das es so krass ausschaut. Man fragt sich, wie das hält.

Die Tochter von der Hutmacherin (die ich neulich auf ihrem Rennrad gesehen habe in echt) schaut aus dem Nachbarhaus raus bzw. sitzt auf dem Balkon. In der Innenstadt will ich nicht leben. Komische Leute kommen einem entgegen und schauen komisch, unfreundlich und man fühlt sich unwohl. Wie in einer anderen Stadt.

Wir sitzen in großer Gesellschaft am Tisch. Ich sitze auf einem Kinderstuhl. Mein Vater soll keine Witze erzählen.

Der Wirt ist der Inhaber vom Chimu und dann kocht eine Frau. Es ist ein Italiener, sie sind umgezogen und ganz oben, nebenan Sternegastronomie und es ist südländisch, wie in Italien, Arkaden, gelblich geputzte Wände mit Fresken und alle Fenster sind offen. Eine weiche Schildkröte, man sieht den Panzer und alles, aber sie ist weich, die Köchin hält sie stolz hoch so nach dem Motto, guck mal was ich auf dem Markt bekommen habe, wird in einen kleinen Topf in eine gebundene Suppe (nicht durchsichtig, so einen Eintopf, wie ich ihn in letzter Zeit immer mache) und unter die Oberfläche gedrückt und es dauert ewig bis sie nicht mehr zappelt und dann – Bauch oben – tot ist. Das finde ich ganz schlimm. Diese Sachen mit Schildkröten kann ich immer gar nicht ertragen. Pflanzen umtopfen, Untertöpfe undicht. Flecken auf dem Holz. Treppen hoch, fasst mir auf den Po drehe mich um und schaue Georg sauer an, es war Stephan der dahinter läuft und einen Scherz machen wollte.

Ich habe Wenzel Storch Gedächtnisohrringe an. Schnecken wegen Reise ins Glück und etwas dazu passende Koralle. Schnell noch mal hoch als wir schon auf die Bahn warten im Treppenhaus. Häkelwolle holen. Kein Bock auf Stricken. Ich bin jetzt ein Häkelmädchen geworden. Das bietet viel mehr Möglichkeiten und dieses Maschen verlieren oder mal was aufmachen und dann alle wieder einfangen, endete immer in einer Katastrophe.

Stephan hat Recht mit den Gleisen der 9 und 1 und frische Neuhaus-Pralinen schmecken sehr gut. Das muss ich Susann noch schreiben. In der Bahnhofspassage strahlt mich ein Mädel an. Ich erkenne sie erst nicht, aber dann mit ihren Begleitern zusammen schon. Es ist die Tochter einer Betreuten, die mich wohl sehr mag. Ich begleite sie halt auch schon seit sie ganz klein ist und bin eine Art positive Bezugsperson und ich glaube sie hätte lieber mich als ihre ganz unvorteilhafte Mutter. Sie wird von den Sozialarbeitern begleitet und es geht nach Frankreich in eine Gastfamilie. Erst zwei Tage Paris. Das beeindruckt nachhaltig, auch Stephan, wie die mich anstrahlt und sonst alles andere nicht sieht. Wir fahren mit demselben Zug, den Susann heute auch nimmt, der sie zurück bringt nach Köln.

Ich habe die Sachen für Jasmin in einer Extratasche dabei. Marc sagt wie immer: das wirst Du nicht tragen, zur Arbeit kannst Du das nicht anziehen. Die Wolljacke (petrolfarben) aus Amsterdam zieht sie gleich an und die Jacke von Blutkarpfen aus Hamburg mit den Edelweißborte und den Flauschärmeln gefällt ihr und ich finde ja, das Jäckchen aus Istanbul, was meine Mutter kunstgestopft hat, mit den alten blauen Knöpfen mit Blumen reingefräst, sieht einfach nur süß an ihr aus, aber da zweifelt sie noch. Ich stecke dafür ausgemusterte Kinderspielsachen ein (10 Stück) und eine Schmuckschatulle von Jasmin. Die Ninja-Turtle-Brille steht mir, sagen Marc und Stephan. Ich spiele mit den Jungs Mau Mau und Leander wünscht sich immer Kreuz, hat aber keines auf der Hand „der Idiot“, wie Marc es kommentiert. Ich sage, hey, der spielt ganz gut und hat schon mehrfach gewonnen, halte Dich da mal raus. Ich finde einen mit Wolle umwickelten Tannenzapfen mit Pfeifenreinigern als Beine, der von einem Polyesterfaden als Spinne hängt. Das war auch ein Kindergeburtstag und es sieht phantastisch aus. Das mache ich eiskalt nach, großartige Bastelidee. Eine hässliche Tasche von einer Personalvermittlung will ich auch geschenkt bekommen zum Basteln und natürlich darf ich sie haben. Da sind Geschäftsmänner in Silhouette drauf, die mit dem Handy telefonieren. Marc ist streng als Leander aufdreht und will, dass Jasmin durchgreift. Er droht damit, dass Leander da bleibt und nicht mit essen geht, sondern die Konsequenzen spüren soll, da bleiben und mit Mama lesen üben. Warum eigentlich nicht mit Papa, dessen erzieherische Idee das ist und der ja schon abends mit ins Theater geht. Wir fahren alle. Ja, Leander liest angeblich noch nicht so gut, zumindest nicht so gut, wie der ältere Bruder in seinem Alter. Beim Einschulen stellen Eltern sich und das Kind vor und Jannis Hobbies sind Ägyptologie und Schach spielen. Da will man doch schon kotzen. Ich sage, da will man doch ein Gegenakzent setzen und sagen und von meinem Kind sind die Hobbies, popeln und fernsehen. Wir kommen an, das Schloss. Ich sage, wie bei Harry Potter schaut das aus. Leander macht ein Foto mit unserer Kamera. Er trinkt einen alkoholfreien Cocktail mit aufgespießten Gummifröschen. Frösche sind das Maskottchen des Ladens. Er ist im siebten Himmel. Dann gibt es Schnitzel und später 2 Kugeln Eis. Er verhält sich sehr anständig und wird aber immer ermahnt, dass er „vernünftig essen soll“. Ich sage: hallo, er ist ein Kind in der ersten Klasse, die Kulturtechniken muss er zum Abi-Ball drauf haben und wenn er etwas lustvoll mit dem Eislöffel spielt, was ist dabei. Kann man Kinder nicht lassen. Ich kann mich an keine Diskussionen aus meiner Kindheit wegen Esstechniken erinnern. Dann hätte ich es bestimmt auch richtig gemacht. Nein, meine Mutter hat mich spielen lassen und fand das süß. Wir Erwachsenen essen Menü, einmal jeweils normal und dann das vegane Tapas-Menü für 42,- €. Ist gut gemacht.

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Stephan bemerkt irgendwann, dass es schon kurz vor 17 Uhr ist, wir merken nichts wegen der Helligkeit und die Zeit ist wie im Flug vergangen. Valentin muss um 17:30 Uhr vom Kindergeburtstag abgeholt werden und wir müssen um 18:30 Uhr im Theater in einer anderen Stadt sein. Als wir den Nachtisch wollen, kommt er nicht, als wir zahlen wollen mit der Karte verdrücken sich alle und man spricht einen nach dem anderen an und keiner kommt mit dem Lesegerät. Dann Bargeld hinlegen und gehen und wir sind 10 Minuten im Verzug. Leander wollte Jasmin das Handy nicht wieder geben. Sie erklärt ihm warum sie es wollte und warum das doof war und er entschuldigt sich bei ihr. Jasmin und die Kinder müssen nach Hause laufen und wir müssen konzentriert fahren. Durch Essen hindurch führt die Autobahn. Die Häuser sind ganz eng an die Fahrbahn ran gebaut. Das sieht so gruselig aus, mit dem Wohnzimmer mitten auf der Autobahn wohnen und warten, bis ein LKW mal vor dem Couchtisch steht und man denkt, dass darf es so gar nicht geben. Ohne Stephan als Beifahrer hätte es nicht geklappt. Er hindert Marc daran falsch abzubiegen (das ist auch oft sehr verwirrend mit dem Navi, ob nun hier oder doch in 100 Metern) und das wäre der Todesstoß fürs Theater gewesen. Wir kommen genau 2 Minuten bevor es los geht an, nachdem wir nicht wissen, wo wir genau hin sollen und Stadttheater, Schauspielhaus, alles im Dauerlauf abklappern. Es ist klein, wie Ballhof 2 und dass Stück bringt keine neuen Erkenntnisse und die Kostüme sind ganz nett, aber die Kostüme und Bastelarbeiten in „Die Reise ins Glück“ spielen in einer anderen Liga. Claudia hat recht, der Typ, Wenzel Storch reitet seit 30 Jahren auf denselben Themen herum und findet keine Neuen. Marc fährt uns zum Bahnhof. Die Rückfahrt ist nur im IC und kürzer, d.h. wir sind 2 ICE-Stationen näher an Hannover, trotzdem ist es teurer. Der junge Typ mit Migrationshintergrund von der Bahn hat keine Ahnung und tut so, als seien die Züge je nach Uhrzeit teurer oder billiger, aber wir haben Bahncard und da wird nach Kilometern abgerechnet. Stephan löst das Rätsel, dass wir ohne ICE-Zuschlag hingefahren sind. Das kann man dann immer so machen, wenn das beim Kontrollieren nicht auffällt.

Am anderen Gleis hält ein Zug der SBB und bleibt lange stehen. Der Speisewagen sieht so schick aus. Die sollen mal Lebensmittel rausreichen.

Häkeln hilft gegen unkeusche Gedanken. Das haben wir heute Abend gelernt. Es fahren junge Vollpfosten mit, deren Stimmen sich ans tief sein noch nicht richtig gewöhnt haben und die ihrem Rudel dieselbe langweilige Geschichte 5 mal erzählen. „Bin ich wach geworden, war es 10 Uhr, Mann, dann war ich voll sauer, Mann“. Zum Ende der Zugfahrt ist die Batterie alle bei mir und ich kann auch nicht mehr häkeln. Stephan muss jetzt zusehen, dass er mich schnell nach Hause bekommt. Die 9 kommt erst in 15 Minuten. Taxis alle weg wegen Cebit. Unser Fahrer spricht nicht. Bei Herrn Ihme brennt Licht oder doch nicht? Ich muss auf jeden Fall anrufen bevor ich da Morgen die Exkursion hin mache.

Ein Freund aus Hamburg ist sehr krank. Er ist für mich Mr. Mallorca und war immer älter als wir und das zeigt sich jetzt offenbar. Er hat Leukämie und ihm geht es schlecht. Wir sollen ihm schreiben, schlägt die Lebensgefährtin vor.

16.03. Ich weiß schon welche Karte ich schicken werde und das Krankenhaus mit dem auswärtigen Namen liegt doch in Hamburg. Freitag ist Sonnenfinsternis. Wir meinen beide, dass sie uns bei der letzten gesagt haben, dass wäre die letzte für uns in diesem Leben. Wenn ich die Schutzbrille dafür noch finde, verleihe ich mir selber einen Preis, aber ich glaube, die habe ich doch tatsächlich mal weggeschmissen oder zu irgendwelchen ominösen Flohmarktsachen gepackt.

Wieder ein junges Mädchen was mich so freundlich und hoffnungsvoll anschaut an einem Montagmorgen. Erst als ich vorbeigefahren bin, denke ich, das war doch die Tochter einer Bekannten, die Fotos und Kunst macht und die Tochter will später auch mal Jura studieren. Ich schreibe der Mutter eine Entschuldigung bzw. will auf diesem Wege, verzögert und um Ecken, zurück grüßen.

Krankenhaus, dadurch, dass er immer Glatze hatte sieht er fast aus wie sonst. Familienbilder stehen herum und Blumen und er hat keinen Appetit. Es ist Lungenkrebs und unheilbar, aber die Chemo schlägt gut an und jetzt geht es um 1 Jahr oder 5 Jahre. Woran er es gemerkt hat, will ich wissen. Vor Weihnachten sei er so schlapp gewesen, dass er mittags nach Hause gefahren sei und erst mal vor der Haustür im Auto eingeschlafen ist. Schon Schuh zubinden sei anstrengend gewesen. Pause machen und dann den zweiten Schuh. Das macht Angst, aber auch ich war gut im Verdrängen. Bei der Lähmung wusste ich damals, wenn die Ampel schon grün ist, schaffe ich es nicht über die Straße am Schlump. Dann hieß es, warten auf rot und dann wieder grün und dann los, rüber sprinten, so schnell es ging und ich bin dabei noch arbeiten gegangen und dachte an eine verschleppte Grippe und: das wird schon…

Treffe in der S-Bahn Elisabeth Taylor, die persischen Messegästen geholfen hat, die am Fahrkartenautomaten von Schwarzen bedrängt wurden (ob die Geschichte so stimmt, darf bezweifelt werden). Ich habe sie zuerst gesehen und wollte ihr aus dem Weg gehen, habe aber die falsche Richtung eingeschlagen und irgendwie war es so voll, dass ich kaum eine Wahl hatte. Die Messegäste hatten einen Platz frei im Taxi und sie wäre beinahe mitgefahren nach Langenhagen ins Hotel. Dann ist sie aus dem Schreibkurs rausgeflogen und konnte das nicht einsehen. Sie kann doch lesen, was soll sie dann machen? Auf den Strich gehen? (sie schreit). Und was mache ich hier und warum bin ich nicht im Büro am Arbeiten als RECHTSANWÄLTIN? Ihr Vater gibt ihr 50,- € wenn sie bei der Hochzeit der Schwester nicht auftaucht (Stephan hatte schon den Rückfahrplan für sie ausgedruckt auf meine Bitte hin). Sie fährt bis nach Seelze, also zu weit, weil sie in Ledeburg aussteigen müsste und küsst mir die Hand zum Abschied, so wie einer Königin. Hammer, wie wir aufgefallen sind und wie sie den ganzen vollen Waggon unterhalten hat. Wusste gar nicht, dass mir das peinlich sein würde, war es aber.

Sie geben Herrn Ihme Ausgang bis 14:30 Uhr. Stephan hat es schon geahnt. Ich hatte extra um 12 Uhr noch angerufen. Was soll ich noch machen? Wir sollen dann 10 Minuten warten, schlägt der Stationsarzt vor, das wäre normal. Ja, aber wir sind nicht in normal, wir sind bei Herrn Ihme und da ich es so sicher weiß wie das Amen in der Kirche, brauche ich auch nicht warten. Tue es trotzdem und wer kommt nicht? Wie doof kann man sein, ich rege mich total auf, aber ich lasse den Oberarzt, den ich duze, zurück grüßen. Unfähige Bande, verschwenden meine Zeit. Ich schlage für die Zukunft Telefonkonferenzen vor. Die Bezugspflegerin gibt mir durch leichtes Kopfknicken Recht. Der Arzt bestellt mich rein für ein gemeinsames Gespräch und sie verbocken es. So würde er das nicht sagen, sie hätten es angeregt und es sei doch wichtig…blablabla und vielleicht sei er deswegen weg gegangen. Weil er mich nicht sehen will? Oder was will er jetzt andeuten, der weichgespülte Heini mit seinem Mediationstalk kann er seinen Patienten kommen und nicht mir. Nein, der ist nicht planvoll. Man kann ihm sagen Morgen um 16 Uhr komme ich mit dem Pflegedienst. Wer steht vor der Tür und kommt nicht rein weil keiner da ist? Der Pflegedienst und ich. Wer kommt freudestrahlen um die Ecke? Herr Ihme. Hat er an den Termin gedacht oder ist das Zufall frage ich ihn. Das ist Zufall gibt es freimütig zu. Dieser Arzt hat keine Ahnung und kennt Herrn Ihme nicht. Ich sage, ich kann mir so eine Arbeitsweise nicht leisten. Bei mir müssen die Termine klappen und ihr Teil der Vereinbarung hat nicht geklappt und mehr als kurz vorher anrufen kann ich nicht beitragen und mit ihm kann ich doch auch telefonieren. Wenn wir nicht 10 Minuten hätten warten müssen (wegen akademischer Viertelstunde und Uni und Anstandsregeln und so), dann hätte ich den Zug um 15:09 bekommen, weil ich 15:10 a, Bahnhof bin, aber wegen dem Spielchen des Herrn Doktor fahre ich erst um :25. Zeit anderer Leute verplempern als seien sie der Nabel der Welt. Ich bin immer noch auf 180, auch, dass Stephan wieder so Recht hatte.

Ich lerne die neue Postfiliale auf dem E-Damm kennen, in einem Fotogeschäft. Erst findet die Frau den Brief nicht. Keine Uniform, ganz normale Raucherinnen arbeiten hier und am Güterbahnhof ist nur noch Geschäftskundenverkehr, ah ha, interessant, hat sie den Brief jetzt? Mein Betreuerausweis will sie nicht kopieren und unterschreiben muss ich auch nichts. Sie händigt mir anstandslos den Brief vom Jobcenter aus. Yoga fällt aus. Jana ruft mich auf dem Handy an.

Das was mein Paps sich hat rausschneiden lassen war eine Schuppenflechte. So ist das bei ihm. Wenn er Erkältung hatte, hat er sich ja auch immer die Zähne aufbohren lassen, weil es da weh getan hat. Das war einfach der Druck auf den Zahn durch die Erkältung. Egal, Creme hätte zwar auch geholfen, aber sie hat gut geschnitten. Auf dem 80zigsten Geburtstag hat das Essen nicht geschmeckt, zu viel Fleisch, zu wenig Gemüse, umgekehrt wäre besser gewesen, heutzutage isst man doch nicht mehr diese Fleischmengen und dann war es kalt, auch das Creme Brulée. Dieses Thema kommt mir bekannt vor bei meinen Eltern.

Morgen MDK Begutachtung und Donnerstag auch. Jeweils Pflegestufe null. Das wird spannend. Um kurz nach 18 Uhr ruft der Richter an, ehemals Betreuungen und jetzt Landgericht. Er bestätigt die mündliche Bestellung gegenüber dem Amtsgericht und ich frage, wie es so ist beim Landgericht. Anders, weniger Akten und dafür dicker. Ich mag ihn, merke ich bei der Gelegenheit.

Beim Sport, Pia, ich mag die Frau und finde sie einfach nur zuckersüß. Sie ist stämmig und sportlich, kurze Locken und hat so eine tolle Ausstrahlung. Ich glaube, solche Frauen werden nicht als das wahrgenommen, was sie eigentlich sind. Zarte, entzückende Wesen mit vielen Muskeln und großem, mütterlichem Busen. So vermeintlich zarte Frauen haben oft was ganz Derbes. Das sehe ich an ihren Bewegungen und der ganzen Mimik, aber die Männer schnallen das oft nicht, sind blind oder nur auf die reinen Körperproportionen geeicht. Das ist echt nicht nur schade, sondern falsch.

Crepes mit Apfel, gutem Schweizer Käse und total leckerem Zuckerrübensirup und Salzbutter von Edeka. Claudia ruft an und ich rufe nach dem Essen zurück. Es geht um den gemeinsamen Freund aus Hamburg. Wir haben alle gedacht, dass es eine Krankheit sei mit der er leben kann als er vor ca. 1,5 Jahren die Diagnose bekommen hat und er war auch zuversichtlich. Jetzt telefoniere ich mit Claudia und er hat sich vor 6 Wochen noch ein Fahrrad bestellt, was jetzt von der Lebensgefährtin zurückgegeben wird während für ihn ein Hospizplatz gesucht wird. Sie macht das mündlich, was ich nicht so gut kann, mit der Lebensgefährtin vor Ort telefonieren und irgendwie in Erfahrung bringen, ob wir kommen sollen und ich werde schreiben. Ja, die Kinder der Freundinnen der Tochter sind auch geboren, alles innerhalb weniger Wochen nacheinander und die Namen der Kinder werden zusammengemorpht wie bei Brangelina, so viel hängen sie zusammen ab, die Eltern auf Kurzkreuzfahrten und die Säuglinge dann auch. Wieder gibt es ein süßes Beweisfoto dazu.

17.03. Traum: meiner Mutter, wir sitzen am Strand, soll ich auch das Toastbrot mit Wasser besprühen, sie nur ihren Körper zur Abkühlung. Das schmeckt doch nicht. Liedtext Peter Fox alles neu, „schmeckt wie ein labbriges Toast“. Irgendwie will man weniger Wurst essen, wenn man das Schwein kannte. Stephan nennt die Salami Moritz oder so und wir versuchen an das Schwein zu denken und wir waren bei der Schlachtung dabei. Dann isst man automatisch weniger Fleisch und Wurst. Gleich nach dem Aufwachen denke ich daran, dass ich Platzi mal mit anderem, nicht aufputschendem Tee bestücken muss. Das wird mir sonst zu viel mit 2 Liter die Woche. Heute Abend ist wieder Windelnwechseln angesagt und ich habe noch von letztem Mal, weil ich den Pipi von dem neuen Haustier nicht alle kriege.

Bücher raussuchen fürs Krankenhaus, Ralf Sotscheck und 2 mal Ralf König, wie die Karnickel und Hempels Sofa. Stephan bucht mir Sparpreis für Bayreuth zum Vierzigsten meiner Schwester. Ist nur die Feier und sie weiß sowieso nicht wann sie Geburtstag hat und dass sie überhaupt hat. Solche Sprüche meines Mannes verletzen mich. Er will es sich offen halten, ob er mitkommt, man spart nur 20,- €. Ich sage, ich scheiße auf die Entscheidungsfreiheit bzw. habe mich schon entschieden und die ganze Freiheit der Entscheidung schon ausgekostet, dann habe ich keine Nachteile, wenn ich schon bestelle, sondern nur Vorteile und für 20,- € bekommt man ein gutes Essen in Oberfranken. Sparpreise für Straßburg gibt es keine mehr.

Micha hat Text von mir ins Spanische übersetzt. Das ist toll!

Susann schreiben, dass Stephan mit der Gleisfrage Recht hatte und ich es jetzt aber verstanden habe mit den verschiedenen Fahrtrichtungen und die scharfen Fruchtgummis zusammen mit Schokolade total lecker geschmeckt haben. Die sahen aus wie Penisse, das war zumindest Susanns Tipp, die ohne Brille eigentlich gar nichts erkennen konnte.

Jasmin schickt die London-Tipps der Anwältin, die dort wohnt (ob uns das szenig genug ist von der Glockseefraktion kommend, frage ich mich) und hat schon zwei Jacken von mir angehabt. Sie missversteht das und denkt, ich will sie wieder und sie soll sie beiseite legen. Sie macht mich aber glücklich, wenn sie sie trägt und ich wollte sie dahin bestärken, dass sie in dem bunten Leinenjäckchen hinreißend aussah, weil ihr Mann da so kritisch war und ich merke, dass das auf ihre Wahrnehmung drückte.

Sonnig, keine Zeit für Markt. D-Blau, knapp 55, Schleier klein und mittel. Ich bekomme von der lieben Andrea ein Kostümjäckchen in Weinrot geschenkt mit Graf Zahl ins Futter eingenäht. Viel zu kurz für den Plausch. O.k. Nicht exakt Graf Zahl, aber ähnlich.

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Nach dem Hausbesuch mit etwas Katzenaction meinerseits doch kein Edeka. Keine Zeit. Ich kenne mich jetzt aus in Ricklingen und weiß wie ich am besten fahre. Die Brücke über den Ricklinger Stadtweg habe ich kennen gelernt. Dort ist auch der Frühling ausgebrochen und es sind gut aussehende Leute en masse unterwegs. Dünne, mit schwarzen Klamotten und runden Brille, die nach Karl Lagerfeld und einem Vampirfilm ausschauen. I love it. Auch tolle Installationen am Straßenrand.

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Vorspeisenteller, weil mein Magen durchhängt. Der Markt hat schon zu. Ich sehe müde aus, sagt der türkische Inhaber, der mich duzt. Ich muss dem MDK Unterlagen zufaxen, weil ich genau nichts dabei hatte. Auf dem AB und Textspreicher 8 Nachrichten bzw. Nummern u.a. Herr Ihme, der angerufen hat und dann wählt das Telefon die Nummer und er ist dran und entschuldigt sich, dass er gestern nicht da gewesen sei als ich extra kam. Er habe es verschwitzt. Ich weiß gar nicht was ich sagen soll, so überrascht bin ich von diesem Anruf. Eine Freundin von ihm sei auf Station und er habe jetzt eine prepaid Karte und meldet noch mal wegen seiner Nummer. Ob ich alles mit dem Arzt habe besprechen können. Ich sage, die Idee sei eine neue orale Medikation, die besser helfen soll. Das Gespräch dauert dann nicht mehr lange. Der Lernbehinderte, der seine Freundin hat einziehen lassen und sein ganzes Geld ausgibt, sagt seinen Termin ab. Die Afrikanerin im Frauenwohnheim spricht mit keinem mehr und wird aggressiv gegen den Hausmeister. Das wird in Kürze eskalieren, dass ich den Verwaltungsgerichtstermin (leider an einem Hundedonnerstag) ohne sie machen muss, darauf hatte ich mich schon eingestellt. Laut und unfreundlich kläfft Alfons wieder die Kanzlei zusammen. Sunla kann Zehensocken gebrauchen für Flip Flops. Sie fragt, ob die alte Putzfrau mit uns überfordert gewesen sei. Schriftsätze, Faxe, Telefonate, Fristen. Komme nicht mal dazu nach Hamburg zu schreiben geschweige denn die Bücher in den Friederikenstift zu fahren.

Es gibt Backfisch von Edeka mit Remoulade und Rotkrautsalat. Außerdem Sahnequark mit Banane und Himbeeren. Ich kann keinen TCM-Tee machen, weil der ganze Kühlschrank voll mit dem Kombuchazeug ist und alle Gefäße blockiert sind. Ich hoffe, dass wird besser, wenn der jetzt nicht mehr so törnt. Ich hoffe vor allem auch, dass Platzi die Ernährungsumstellung verträgt. Ich habe jetzt beschlossen es mit Roibusch natur zu versuchen. Da ist die Farbe wenigstens ähnlich und die Kräutertees, die mir auch sonst nicht schmecken muss ich entsorgen statt sie hierfür zu verwenden. Die Brühe muss ich ja dann auch trinken.

Gestern war Frühling

09.03. Frau Querulantin ruft schon morgens um 8:30 Uhr an. Ich mache kurzen Prozess mit ihr am Telefon und ihre emails am Wochenende lese ich nicht, lasse ich sie gleich wissen. Sie soll mal lieber dem türkischen Arbeitgeber stattdessen auf türkisch eine email schreiben, statt mich zum Konsulat zu schicken oder an die zu verweisen, die auch Deutsche können, sonst ist sie auch so emsig mit emails. Ein alter Mandant aus Braunschweig oder so ruft an. Hat ausstehende Forderung, es geht um Campingplatz und –wagen und über 8.000,- €. Der Typ wohnt in Berlin und müsste dort verklagt werden. Nicht mal das attraktive Reiseziel kann mich reizen mir so was wieder ans Bein zu binden. Ich bitte ihn wo anders anwaltliche Hilfe zu suchen.

Das Theaterstück, was Premiere hatte bekommt einen richtigen Verriss, 3 Stunden hätte man sich gequält, kein Tempo, keine Spannung und die Party danach auch ein Flop. Außerdem hatten die gar keine modischen Punkte im Gesicht. Genau wie bei Sandman muss ich mich generell daran gewöhnen, dass diese gut gemachten Plakate nichts mit den Stücken, die sie bewerben zu tun haben. Das ist irgendwie fies, wie so leckerstes Essen und dann ist es Dosenzeug, also im Prinzip so wie es auch läuft. Haben sich die Kulturschaffenden was bei der Lebensmittelindustrie abgeguckt. Bei uns lief immerhin gute Musik „Psycho-Killer, qu`est-ce se? Fafafafafaa, fafafafaa“ muss ich die ganze Zeit ohrwurmmäßig singen.

Einen Schlussstrich unter Beethoven ziehen. Das erzählt mir Stephan und wir amüsieren uns beide darüber.

Ich versuche mich zu dem Betreuungsrichter durchzufragen, der jetzt am Landgericht arbeitet. Die Vermittlung will mir sagen, er sei nicht mehr zuständig. Ich sage Altfall und ich kann das beurteilen. Sie ist hartnäckig, will Name der Betreuungssache und mich dort mit der Geschäftsstelle verbinden. Da habe ich ja die Durchwahl. Sie weigert sich einfach. Ihr Name ist „Platz 3“. Na, so was weckt meinen Ehrgeiz besonders. Er ist in der12. Strafkammer und die haben heute Sitzung und ich probiere es Morgen wieder. Später überlege ich es mir anders, dass ich ihn anschreiben werde. Das ist auch für ihn angenehmer als am sitzungsfreien Tag telefonisch überfallen zu werden.

Frage Sunla, ob Buchhaltung eine Yogastellung sei, die ich nicht kenne oder warum sie das nicht auf dem Sofa oder im Bett mache, weil sie schrieb nach der Buchhaltung erst mal zuhause angekommen zu sein. Ich schnalle es echt nicht, dass ist so mit Belegen sortieren und so, Einnahme-Überschuss-Rechnung. Haha. Ich find’s lustig. Die wird mir große Binden aus Ungarn besorgen. Ich habe sie darum gebeten. Unterhosenwallpaper „á la grande“ (so sagt sie immer).

Anhörung in meiner Betreuungssache, in der ich Geld einteile. Großes Lob von der Richterin. Sie nimmt keine Psychopharmaka und ist so stabil. Das war wohl früher einer ihrer krassesten und spektakulärsten Fälle (und sie ist eine erfahrene Betreuungsrichterin) und die ist immer abgehauen und keiner wusste, wo sie ist und ganz viel Klinik. Ich denke immer nur, was die? Die kann doch kein Wässerchen trüben und irgendwie scheint es dann auch mit mir zusammen zu hängen, weil es war ein Betreuerwechsel und vorher lief alles schlecht.

Ralf König in Hannover.

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Der Vergleich wurde von der Boutiqueinhaberin bzw. dem Anwalt widerrufen. Hatte er mir ja schon angekündigt, weil Vergleichsgebühr zu teuer.

Ich hole Monatshygiene und Hundeleckerlies, teuer, aber sprechen mich an. Schnürsenkel vergesse ich wieder. Es ist wieder Frühling und die Osterblumen vor dem niedersächsischen Innenministerium an der Ecke kommen schon raus, d.h. das Grün das ausschaut wie Bärlauch oder Tulpenblätter. Es ist nur eine Frage der Zeit, habe ich dann gedacht….

Die Afrikanerin spricht mit keinem. Zum Verwaltungsgericht kann ich auch für sie gehen, das sollte nicht das Problem sein. Das Wohnheim will es noch mal probieren und die melden sich bei mir.

Ein Türschild wie im Hotel hängt an meiner Zimmertür im Büro (vom Kollegen nehme ich an). Der Ausschnitt zum Hinhängen zeigt eine Gitarre und es steht drauf: Bitte Zimmer neu einrichten und Minibar auffüllen Rockband war da und dann noch mal auf der Rückseite auf Englisch. Ich denke erst an Halina, aber Jana, die Empfangsfrau von Movenyo ist eine dankbare Abnehmerin. Dafür hatte ich dem Kollegen bunte Haarbänder in zwei Tönen rosa und hellblau für seine Tochter hingelegt. Ich hatte den kleinen kitschigen Stuttgartaschenbecher, bunt mit Goldrand nicht gekauft für seinen nächsten Besuch. Hätte ich vielleicht machen sollen. Ich werde ihn fragen. Es kommt mir so vor, wie eine beginnende Psychose. Immer bevor der Kollege nach Stuttgart fährt, legt einer Zeichen im Fairkaufhaus für mich aus.

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Ich schicke meinem Paps die Taschentücher, Mako Baumwolle, die ich für ihn bei Dittmars gefunden habe (wozu warten bis er Geburtstag hat, es kann jetzt für Erheiterung sorgen) und für 3,45 € geht der europäische Großbrief mit den Buttons nach Wien.

Wir nehmen doch die Erdgeschosswohnung in Italien. Hier wird viel hin und her geschrieben (aber nicht von uns) mit Überlegungen wie ist es wärmer im 1. OG etc. Ich hatte angefragt, ob wir uns nächsten Sonntag treffen, wenn wir in Dortmund sind. Mittagstisch oder so. Ruhrgebiet. Das ist ja immer alles um die Ecke.

Heute Abend kann ich mal testen, was der Kombucha so macht, quasi erste Ernte. Nach dem Sport fällt mir ein, dass die Woche erst Morgen vorbei ist. Beim Sportstudio stehen 4 oder 5 Läden leer. Das sieht aus, wie eine Zahnleiste mit sehr vielen Zahnlücken. Irgendwie ähnlich unvorteilhaft. Mikael macht jetzt Aerial Yoga Workshops an Samstagen in Langenhagen. Das kann ich statt in London also mal in Langenhagen ausprobieren.

Nach dem Essen (Pasta mit Brokkoli und Blauschimmelsoße) häkele ich eine braune Koralle aus Wolle von Markus Mutter, die ich langweilig fand und mich schon gefragt habe, warum ich sie genommen habe. Stephan sagt immer Kakao wenn er sie sieht. Dafür bügele ich schon wieder nicht. Shame on me. Es gibt dann auch Kakao von Zotter Cashew-Karamell (meine Neuentdeckung) und Hot Kurkuma (gelbe Farbe). Dieser mit Cashew-Karamell und Chili Birds Eye sind meine neuen Lieblingssorten. Wir schauen eine Folge Simpsons. Marge spielt mit anderen Kirchenmitgliedern im Casino um Geld zu bekommen für die Neuerrichtung der Kirche. Super, wie sie alle das Aussehen ändern, weil sie unter Beobachtung der Casino-Mitarbeiter stehen (Marge mit langem, offenen Haar und tiefem Ausschnitt). Homer erzählt sie, dass sie eine Revue einstudieren. Sie vertraut sich dann den Kindern an und Homer wird entführt. Zum Schluss hält er eine flammende Rede, dass sie erst gehen, wenn das Mitzählen erlaubt wird. That’s how you play the game. Dann auf Spiegel-Online, der Simpsons-Macher ist gestorben mit 59

10.03. Ich träume vom Fremdgehen und kenne den Typen. Irgendwie ist es komisch. Es zieht sich alles hin und im Vordergrund steht seine unaufgeräumte Wohnung und dass er eigentlich was anderes für mich machen will und ich irgendwie über Nacht da bleibe und ich will nicht und er sagt, Stephan müsse es nicht erfahren. Sein Penis sieht aus wie die andere Koralle, die ich noch häkeln will (deswegen finde ich den Traum nach dem Aufwachen auch so lustig). Dick in der Mitte, schmal an den Enden und mit Pickeln drauf und irgendwie halb durchsichtig. Er ist total stolz darauf und ich sage eher, dass ich glaube, dass er nicht passen wird. Dann sind Charlotte und Jörg da und ich erzähle, dass der Typ auf mich steht und Stephan eifersüchtig sei und Charlotte sagt, der habe sie früher auch angesprochen, aber da wollte er Drogen von ihr. Morgens sage ich Stephan, dass meine Fremdgehträume etwa so aufregend und sexy seien wie Fahrradputzen, dieses Ausdiskutieren und es nicht wollen.

Morgens fällt mir ein, dass ich riesigen Schraubenschlüssel doch als Hütchen machen kann (Stephan meinte auf dem Flohmarkt: geht nicht als Hütchen). Aus Schaumstoff und dann grau anmalen, das würde gehen und auch lustig ausschauen. Die Galerie Lunar schließt. Nichts Schönes kann man haben hier in der Provinz, ist meine Reaktion und Stephan: immerhin 6 Jahre und es wird was anderes geben. Hat er auch wieder Recht. Kathrin ist in Ischl. Hier mein Flohmarktfund dazu:

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Stephan ist peinlich was ich alles so schreibe. Er kann mich auch so anfassen, dass der Po sich flach anfühlt. Wahnsinn der Unterschied. Nehme an, dass soll eine Strafe sein. Ich sage, dass sei doch ein Lob für seine Fähigkeiten und ich könnte ihn vermieten mit den Talenten, aber das Geheimnis ist wohl Liebe und die spürt man dann halt durch die Hände. Oh, hätte ich wieder nicht schreiben dürfen. Mit Zensur kann ich nicht gut umgehen, dann stelle ich BM lieber wieder ein.

Ich nehme die Häkelwolle mit zur Arbeit….heute hätte ich nach Hameln gemusst, da hätte ich mal schön im Zug häkeln können, und eine Bluse für meine Mama, die soll auch was kriegen. Sie ist weiß und hinten aus der Titanic von Rattelschneck eine Karikatur mit „Du gehst jetzt auf die Bühne und sagst: ich bin der böse Schnee und tu den Blumen weh“ und man sieht durch den Vorhang die Mädchen, die oben als Blüte verkleidet sind und er in einer Gedankenblase: „das nimmt mir doch keiner ab“. Sie ist vergilbt, aber das kriegt Mama wieder hin und ich trage sie nicht und sie trägt dich auch zur Erheiterung bei in Oberfranken. Außerdem unterstütze ich wohl gerne die Post mit Spenden, weil das hätte ich gestern mit rein machen können. So bekommt jeder der Eltern seinen Brief.

Die Betreute von gestern schreibt mir, wie viel nach der Mietsicherheit übrig bleibt für Urlaub. Ich habe das gestern vor der Richterin noch mal thematisiert, dass wir dem Insolvenzverwalter das für Mietsicherheit aus den Rippen geleiert haben und sie es mit Urlaub auf den Kopf hauen will, dabei ist das Thema Wohnung nicht abgeschlossen, sondern brandaktuell und ich sei da dagegen. Ich schreibe ihr, dass ich das nicht weiß und es darauf ankommt, welche Wohnung sie kriegt und sie das selber mit Frau B-E besprechen soll, wenn sie dort einen Vorstellungstermin hat (ich habe das vermittelt). Ruhig bleiben ist vermutlich das Richtige. Der Einwilligungsvorbehalt ist bestätigt worden und die Betreuung verlängert für 3 Jahre. Ich bin am längeren Hebel.

Mein geistig behinderter Betreuter hat seine Freundin einziehen lassen. Die Mutter hat mich schon mit Mails und Anrufen bombardiert. Sie teilt ihm das Geld ein und macht sich Sorgen. Er ruft an, zu welchem Arbeitsamt sie jetzt muss, also er wird jetzt ihre Betreuerin. Ich sage, Termin oder niente. Ich habe immer angeboten, sie war immer krank und ich sehe es nicht, dass sie eigenverantwortlich irgendwas macht, also was ist jetzt? Sie kommen nächsten Dienstag.

Mein Betreuter sollte mich anrufen, dass er seit Freitag aus der Entgiftung raus ist. Ich telefoniere mit der Sozialarbeiterin. Er bleibt unerlaubt in Hannover und ist kurz vor dem Rauswurf. Bisher haben alle ihn immer in Watte gepackt, die Mutter und so. Dann ruft er wenige Minuten später ganz unschuldig an, dass er einen gelben Brief hat, den er mangels Ausweis mit Foto, hat nur einen Wisch ohne Foto, nicht abholen kann. Ich habe ihm schon vor Wochen gesagt, dass es eine Ergänzung mit Foto gibt, aber dazu braucht man Foto.

Die blanchierten Salzmandeln, Hausmarke Edeka, sind deutlich zu salzig. Ich esse sie trotzdem auf. Das ist auch nicht gut, wenn man zu Bluthochdruck neigt, rechtfertige ich meine Entscheidung, sie dann nach der Hälfte doch ganz aufzuessen.

Auf dem Markt freut sich der jüdisch-japanische Stand (heute mit Unterstützung einer jungen Mitarbeiterin) bzw. die Inhaber über mein Hütchen. Den Mann erinnere ich an Frieda Kahlo. Das sei ein sehr großes Kompliment. Er begründet es mit den starken Augenbrauen (die bei mir zwar nicht so dunkel seien) und die hohe Stirn und dann das bunte Outfit und das Hütchen eben. Ich will nicht widersprechen und akzeptiere sein Urteil.

Mittags fange ich zuhause an zu häkeln. Das ist verheerend und man will gar nicht mehr zur Arbeit. Das macht meinem Mann Angst. Rege mich auf über den Ring von Milch für 26,- € oder so, der schlecht geklebt ist (der rosa Keramikring, den ich schon das zweite Mal klebe). Zwei Mal verloren und die leere Ringschiene und Panik und dann durch großen Zufall wieder bekommen. Erst Pattex Kraftgel, wie Sekundenkleber von Edeka, jetzt Uhu endfest, aber alt.

In den Blusenumschlag kommen noch die CDs für die Schweiz. Die werden dann persönlich abgeliefert. Magenspiegelung lief gut. Meine Mama ist kerngesund. Das freut mich sehr. Meinen Kollegen frage ich, ob er verschollen sei.

Sunla schreibt so süß, dass Post angekommen ist. Ja, Sachen verschicken macht beiden Seiten Freude, auch dem Versender. Marc kommt mit ins Theater und wir sehen vielleicht die ganze Familie, das wäre auch toll.

Ich schreibe den Richterkollegen so lieb an wie möglich. Er hat jetzt bestimmt andere Sorgen. Er hat vergessen mir eine Betreuungsbestellung zuzufaxen und ich darf jetzt 5 Tage später erst mit der Abrechnung beginnen. Damit bin ich natürlich nicht einverstanden.

Der Kollege hier im Büro war tatsächlich verschollen. Er hatte einen Wasserschaden mit Feuerwehr und Gutachter. Ja, die Stuttgarter wollen die Gebrauchtwaren mit Stuttgartbezug aus Hannover, sonst versteigert er sie im Kurs. Meinen alten Holzbügel vom Breuninger bekommen sie nicht. Da hänge ich selber dran.

Beim Sport denke ich noch mal an Harland Miller (dessen Bilder mich seit damals nach der Ausstellung im White Cube nachhaltig beschäftigen), vielleicht wenigstens als T-shirt „Is Health und Safety killing Bandage?“ (Totenkopf mit aufgeschlagenem Buch mit den Initialen H M). Entweder drauf drucken oder Sunla hilft beim Malen. Gerade zum Yoga mit den Gurten würde das passen wie Faust auf Auge. Bei dem einen Stück tun sie immer so geschockt, die Musik wäre so hart und düster. Sind die so jung, dass sie Marilyn Manson nicht kennen und seine Version von Tainted Love. Das war ein Hit. Ich traue mich nicht zu fragen.

Häkele Koralle bis 12 Uhr und denke, dass ich mal wieder Lust auf High Tea habe. das kommt bestimmt von dem ganzen Tee Gekoche, neuen Tee für Platzi und neuen TCM-Tee. Die Jungs aus Essen, die ich hoffentlich Sonntag sehe freuen sich bestimmt, dass ich auf Koralle häkeln gekommen bin, haben sie mich doch darauf gebracht durch das Geschenk von der Insel, wo ein Korallenriff gehäkelt wurde und von der Seite nehme ich auch die Häkelanleitung.

11.03. Traum, wir sind in einem Café an Stehtischen und neben uns ein Typ, mit dem ich ins Gespräch komme. Wir essen ganz viel und er ganz wenig. Was, will Stephan nach dem ganzen Essen auch noch einen Käseteller? Gut, ich mache mit und helfe ihm. Aussuchen am Tresen. Ist doch Kuchen und ich lasse mir die Sorten erklären und nehme dann vier Stück und verkünde es laut. Dann sind da lauter ältere Ausländer und sie bekommen ihr Essen und die Teigtaschen sind Tortillachips mit Sauce. Ich verteile das Essen und reiche Servietten, die dann gebraucht werden. Wir sind in Hamburg, erst auf einer Brücke über Wasser. Es ist nachts und im Licht der Straßenlampen wird gefischt. Auf den Stufen stehen 3 Männer, die alle gleich aussehen. Es müssen Brüder sein. Ich beobachte sie bei der Arbeit; sie stehen mit Gummistiefeln im Wasser. Durch das Wasser sieht man einen ganz großen Fisch, aber der wird immer nur weg gedrückt wenn er sich vor einen Metallbügel legt, der eine Falle sein muss. Es ist auch ein Tiger unter Wasser. Der Tiger beißt dem Fisch, der ausschaut wie ein Stör ein Stück Fleisch aus dem Hals, was dann aussieht wie gekochter Lachs und dann sehe ich, dem Tiger fehlt auch ein Stück von seinem Mund und der ist schief und er hat nur noch wenige Zähne. Daneben ist eine Ausstellung von Tieren wie bei Hieronymus Bosch. Oben Adlerkopf auf einem Bärenunterkörper und so. Sie sind in Käfigen ausgestellt, ganz nah. Ich will mir die Missgeburten nicht anschauen und finde es doof, dass das Elend und das Andere so zur Schau gestellt wird. Dann sind für bei einem Vortrag von zwei Schauspielerinnen. Sie zeigen ihren Schmuck, den sie aber sonst nicht tragen. Die eine schenkt mir im Anschluss eine große Quaste als Brosche, die mit einem Magnetverschluss befestigt ist, d.h. die Quaste kann man auch abmachen. Erst sollte sie verkauft werden. Ich sage: „ich glaube ihre Kollegin ist nicht damit einverstanden“, weil die schaut böse und sagt nichts mehr. Ich erkläre beiden, dass wir sonst gerne mal auf ganz doofen Konzerten in Hamburg sind, bei denen das Publikum ganz schlimm ist, so dass ich immer Hannover loben muss, aber Theater wäre mal eine Idee gewesen. Sie haben Hemden an und zeigen jetzt beide ihre Brüste, und die sind bemalt und irgendwie überlegen sie damit auch irgendwas auf das Stück bezogen, dramaturgisch quasi. Für die eine will ich jetzt im Gegenzug eine Kette machen. So eine Lange, für die man oben herum zierlich sein muss, die mir also nicht stehen. Ich wache auf und denke, ob mein Ring schon trocken ist und dass ich den mit durchsichtigem Nagellack noch mal versiegeln muss. Es ist erst 7, aber die Blase ist voll und irgendwie ist an Schlaf nicht mehr zu denken, auch wenn ich noch eine Stunde könnte. Das ist ärgerlich, weil ich den Schlaf gebrauchen könnte. Mein Traum wird die Hamburger, sprich Thomas als treuen Leser, wieder ärgern, aber ich kann nichts dafür. Ich träume ja auch für mich und Stephan peinliche Sachen und schreibe sie trotzdem auf und meistens, wenn ich den Text dann reinsetze, kann ich mich an den Traum überhaupt nicht mehr erinnern und lese ihn durch, wie etwas Fremdes. Das ist komisch an Träume, wie nah sie einem zuerst sind, wenn man sie gerade geträumt hat und dann fühlt man das auch so, weil man es ja gerade erlebt hat und kurze Zeit danach sind sie einfach flache und unglaubwürdige Geschichten, wo man sich echt bessere ausdenken könnte.

Stephan weiß noch nicht, ob er Morgen mit in die Stadt will. Es wäre eine gute Gelegenheit Suki etwas zu bewegen und ich ärgere mich, dass ich keinen Parkplatz für den Hund habe, wenn ich kurz beim Gericht bin. „Der Edel-Second-Hand“ Laden um die Ecke fällt mir ein. Die Inhaberin ist Windhundfreundin, vielleicht würde das gehen, aber ich kenne die Frau nicht und kaufe da auch nie was. Das spricht dagegen sie zu fragen, wenn es das Fairkaufhaus wäre, wo ich Stammkundin bin….

Die Schraubarbeiten meines Mannes sehen zwar sexy aus, halten aber nicht lange. Die Tasche fällt wieder in den Sand und ich werde jetzt Kabelbinder nehmen.

Klage gegen GEZ, Termin vor dem Verwaltungsgericht (da bin ich so gut wie nie) ist bald und schnell ging das. Anruf beim Richter, Was erwartet mich da? Der Richter lacht und sagt, die Anforderung sind sehr hoch. Dem oberen Gericht reicht nicht mal der Faxnachweis, ihm schon, aber den habe ich nicht. Ich faxe jetzt erst nach den Erfahrungen in dieser Sache. Was soll ich tun in meinen ganzen Betreuungssachen? Wen schickt die Gegenseite erfahrungsgemäß? Einen Referendar. Er ruft mich an, wenn ihm bei der Terminvorbereitung noch was einfällt. Immerhin ist er nett, weil ich befürchte einen Einlauf.

Die Betreute von gestern hat Morgen ein Vorstellungsgespräch als Reinigungskraft 2 mal die Woche. Gut, aber nicht überfordern. Ich sehe sie ja oft genug, so dass mir das auffallen würde. Eine andere, sehbehindert, gib wieder zu viel Geld auf Shoppingkanälen aus. Sie hat ein schlechtes Gewissen und will mich gar nicht sehen, ob das nicht am Telefon gehen würde. Nein, sage ich.

Stephan schreibt mir: „Man fragt sich schon, wofür man seit 3.11., also in knapp über 4 Monaten für 2152,03 bei QVC einkaufen kann und was das genau ist, ob wir das nicht vielleicht auch brauchen. Anfang Januar haben die alleine 553,08 € eingezogen, das sind 1100 DM.

Vodafone waren die letzte Rechnung 116,88 €, das war aber nicht alles telefonieren, sie scheint damit auch irgendwas/irgendwie zu bezahlen, wie/was zahlt man damit eigentlich?

Kabel-Deutschland, die haben am 29.01.15 erstmals 78,99 abgebucht und am 20.02.15 die nächsten 26,90. Was hat sie da abgeschlossen?

Kontostand ist Minus 444,75.

Was kauft sie eigentlich in der Tiergartenapotheke ein?

Letztes Jahr schon insgesamt für 520 €.

Dieses Jahr bisher 380,63, zuletzt gestern alleine für 161,45 €.

Kontostand ist Minus 606,20 €“.

Das sind so die Themen, die ich besprechen will, weil sie gerade vom Minus auf dem Konto runter gekommen war.

Die neue Wohnbetreuung von Elisabeth Taylor. So schreiben gelernte Sozialarbeiter:

„auch die letzten beiden Termine klappten gut (Frau ET hat sich eine Monatskarte gekauft); gestern hatten wir die erste Situation, in der ich ihr Grenzen setzte und sie sich erst entfernte, ich sie aber weiter zur Kommunikation überreden konnte und sie sich am Ende unseres Treffens für ihren ‚Ausfall‘ entschuldigt hat.“.

Und ich schreibe Michi, dem Vater von Pilz-Bert und dem Betreff Platzis Stuff:

„Hallo Michi,

ich weiß, Du bist im Urlaub, aber ich habe gerade von dem ersten selbstgemachten „Tee“ getrunken und das Zeug wirkt wie Koks bei mir. Hast Du eine Drogenberatungsholtinenummer zur Hand?

Wir sind wohl beide drauf.

Grüße aus dem Astralkörper der F., der allerdings Herzrasen hat“.

Herr Ihme spricht über seine Krankheit d.h. er lehnt das Depot ab und will oral, weil er eine andere Wirkungsweise vermutet (das klappt natürlich nie). Er spricht darüber, wie diese Wahrnehmungsstörungen ihn fertig machen. Das finde ich beachtlich. Ich kündige mich für nächsten Montag an.

Die Alkoholikerin soll Bußgeld bezahlen wegen abgelaufenen Perso. Sie ist das Opfer für alles, rot mit Fahrrad über die Ampel (die Polizisten sitzen im Auto und steigen nicht mal aus, schreiben Anzeige, weil sie polizeibekannt ist), betrunken Rad fahren und sie fährt selber zur Polizei, weil ihre Handtasche in der Kneipe geklaut wurde , 10 andere Dinge, Internetbetrügereien, die sie nicht gemacht hat und jetzt das. Haben die noch andere Sorgen von der Stadt Hannover.

Heimtreffen mit den Eltern nach Ostern. Der Betreute ist aus der MHH wieder dorthin entlassen worden und der Beschluss, der erst Ostern abgelaufen wäre, ist aufgehoben worden. Die Bezugspflegerin arbeitet da nur noch bis 20.03. Neuer Notartermin im Heim auch am 20.03.

Mittags, keine Karte für das Konzert für mich. Ich bin ausgeschlossen, weil ich immer nein sage. Hektisch gemachte, versalzene Kürbis-Kartoffel-Puffer. Stephan hat keine Lust vor dem Gericht und vor Edeka mit dem Hund auf mich zu warten. Die Tochter vom Kollegen wird Morgen 17. Dem Kollegen gefällt meine Simpsons Handyhülle. Viel Diskussionen zuhause. Stephan kauft mir noch eine Karte nach. Lustiges emailen mit Wien. Neues Piano im Gästezimmer in Wien. Das gibt Hauskonzerte mit Freunden und Tichy Eismarillenknödel, die ich serviere. Dann von anderer Stelle, auch aus Wien, Beschreibungen einer Annäherung. Hallo, Bayern und Österreicher sind doch wie zwei ähnliche Hunderassen. Ich sage immer, das Leben ist kurz, was hast Du zu verlieren. Wenn er auf Dich steht, dann kannst Du nichts falsch machen und wenn nicht, ist es auch gut, das so früh wie möglich herauszufinden oder nicht? ich bin da immer sehr direkt und sage meinen Singlefreundinnen, dieses sich am Anfang zusammenreißen und nur von der besten Seite zeigen, am besten noch verstellen, ist beziehungstechnisch tödlich. Gleich volle Breitseite zeigen (wie bin ich wenn ich launisch bin und PMS habe, weil das muss er auch ertragen oder sogar süß finden) und wenn er das Zeug dazu hat, fährt er eh auf Dich ab und so kannst Du es herausfinden ohne viel Zeit und Energie in eine Enttäuschung zu stecken und etwas, was nicht funktionieren kann.

Abends nach dem yogen gibt es noch mal was Warmes. Das nächste Korallenriff ist gehäkelt. Ich muss mich einfach damit abfinden, dass ich Suki Morgen nicht so ein tolles Programm bieten kann wie letzte Woche. Stephan holt ihn ab und übernimmt und ich mache die Gerichts- Edeka-Rutsche ohne ihn.

12.03. Ring verschenken an Teenager. Sie will ihn gar nicht und immer meine Sachen aufdrängen das muss auch nicht sein, dann trage ich ihn lieber mal wieder selber.

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Ein Automotor, das kann doch nur Steffi sein. Ich treffe sie kurz, sie sieht gut aus. Das gelbliche, kamelfarbene Brillengestell steht ihr gut. Suki aus der Wohnung. Warten bis der Hund sich beruhigt hat. Das fordert mein ganzes Maß an Geduld. Zur Post kann ich gleich noch mit ihm, schauen, ob die mir das niedergelegte Schriftstück besorgen. Wir üben an der Leine laufen. Der Jordanier kann es mangels Foto auf der Fiktionsbescheinigung weder abholen noch seiner Mutter eine Vollmacht dafür erteilen auf dem entsprechenden Feld. Wie stellen die sich das vor? Die Post wird bestreikt und wir amüsieren dafür Frauen im Marktkaffee, die sagen, Suki steht mir gut.

Mein Betreuter kommt nicht und ich bin jetzt für die Aufhebung, auch um mein Gesicht zu wahren, auch wenn Stephan sagt, es sei leicht verdientes Geld. Davor Ghee, Soja-Sauce und den Aschenbecher für Stuttgart. Danach Edeka-Großeinkauf 3 x Eis und ähnlich wichtige Grundnahrungsmittel. Ich bin nur knapp über eine Stunde weg. Mittagstisch im Marktkaffee, dann eine große Runde durch den Georgengarten. Auf der Brücke beim Faust, eine Frau, die die Schwester von Elisabeth Taylor sein könnte (erst denke ich, sie sei es beim Überholen) Miniröckchen aus dünnem, zerknitterten Stoff, wie Nachthemd, kaum über dem Po, nackte, sehr stämmig Beine, Cellulite richtig viel, grell geschminkt. Krass wie sich manche Frauen auf die Straße trauen. Das denken andere bestimmt von mir. Hier ist der Hund toll, macht alles, wir fahren kreuz und quer und auch mehrfach demonstrativ am Wilhelm-Busch-Museum vorbei und ich hoffe, die Expertin, die da drin sitzt zufällig zum Fenster raus schaut und uns entdeckt. Sie ist auch Hundefreundin vom blinden Dackel bis zum Foxterrier habe ich die Hundeentwicklung mitbekommen. Der Dackel ist im Büro überall gegen gelaufen und war inkontinent und kaum war man draußen, ging der Schwanz hoch und er machte auf Macho. Zum Schluss läuft Suki bei Fuß am Fahrrad als wäre eine Imaginäre Leine dazwischen, perfekt parallel und wenn ich halte, tut er es. Die Leute schauen alle bewundernd. Ich könnte ihn nur knutschen. Er macht verrückte Fotoshots und traut sich, wenn ich ihm sage, er soll da hoch. Vertrauen und dann die Belohnung, dass sein Ego gestärkt wird nach der bestandenen Prüfung.

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Die Kollegin treffen wir auf der Hundeauslauffläche mit ihrem desolaten Bruder, der richtig nach Obdachlosenunterkunft ausschaut. Der Köter habe 800 € gekostet und frisst nur Hunde- und Menschenscheiße. Was mein geschrumpfter Greyhound denn könne will er wissen. Im Gegensatz zum Meisterschüler draußen, hier im Büro ein anderes Bild. Ich habe 5 Termine oder so. Als Suki kläfft und dann immer lauter wird, muss ich ihm mal richtig eine rein hauen, d.h. ich maßregele ihn so, dass er es merkt und drücke ihn am Hals zum Boden um es zu unterbinden. Ich will immer ruhig bleiben, aber es ist doch wie eine Prüfungssituation für mich und ich will sie meistern und dann kann ich nicht ruhig bleiben. Wollte es erst ignorieren, aber als er immer lauter und durchdringender wurde, musste ich es einfach unterbrechen. Hier arbeiten auch Menschen. Elisabeth Taylor peitscht uns zusätzlich alle auf, mich und Suki. Beim nächsten Kunden bin ich besser und erkläre, dass ein eines kleines Hündchen im Büro habe und der vielleicht wufft und wir ihn dann ignorieren und ich versuche das zu unterbinden und wenn er sich beruhigt hat, dann darf er den Gast begrüßen. Das klappt ganz gut. Ich weiß nicht, ob es nur freundlich ist von Suki, er ist halt doch sehr aufdringlich und vor allem aufgeregt und das gefällt mir nicht. Er muss nicht jeden begrüßen. Als er ganz runter gekommen ist, eine Runde schmusen, ganz sanft und leise. Strafen scheint der Liebe und dem Vertrauen keinen Abbruch zu tun. Jetzt schläft er richtig auf der Seite liegend. Das ist gut. Dann übe ich, er bleibt bei offener Tür im Zimmer und die Psychologin kriegt doch noch Mandantschaft. Ich sitze auf dem Klo und muss unterbrechen wegen Bellaction. Das nervt schon wieder. Ich gebe den Hund nur kurz ab, habe dann meinen „verdienten Feierabend“ wie Steffi sagt. Klingt irgendwie anders als die Worte. Sie ruft noch mal an, ob das Baby gefressen hat. ich verstehe es nicht. In Bayreuth hatten wir für jeden Tag nur eine handvoll Futter, einzeln portioniert und mit 1 und kleinere mit ½ beschriftet und das Tier hat gehungert bzw. wir haben kräftig zugefüttert, jetzt bekomme ich einen Sack Mehl und das soll die Tagesportion sein. Ob seine Mutti das so auf dem Schirm hat, frage ich mich.

Ich mach’s wir Sabine, Vollbad nehmen um mich aufzuwärmen. Davor hatte ich es mit Kalorienzufuhr probiert und 2 Snickers und eine Familienpackung Eis, Edeka Hausmarke, Cookies and Creme, sehr lecker, besser als das Original versucht.

Wie scheiße diese jungen Mädels angezogen sind. Dutt oben auf dem Kopf, enge Jeans, Hochwasser, dazu Söckchen, damit man die nackten Knöchel dazwischen sieht, flach Lederschuhe, einen hässlich belanglosen Strickpulli, einfarbig mit Zopfmuster und einen Stoffrucksack, der tief über dem unteren Rücken hängt, asymmetrische Ohrringe, dass man erst denkt, einer sei verloren gegangen, beide hässlich, der kleine und der große. Die blonde Freundin hat eine schwarze Hose, flache weiße Schuhe, Tribalohrringe und ein übergroßes Jeans-Hemd was über die Hose hängt. Man kann noch nicht mal sagen 80er, weil die sahen besser aus. Sonst ist älteres Publikum da. Peinliche Pärchen, die aneinander klammern und der Schuster vom Lindener Markt, der einen farbigen Mann kennt. Toll, Glückwunsch.

Mir gefällt das Konzert, die Sängerin hat eine tolle Stimme und wird immer mehr warm, d.h. es wird besser und sie taut auf. Es sind nur wenige Leute da und die Stimmung ist gut. Sie ist schwanger und hat eine sehr positive Ausstrahlung und bringt mich gut drauf. Was will man mehr? Mir ist sogar nach Knutschen zumute, was der Schuhmacher kommentiert, der hinter uns steht. Sie ist sogar hochschwanger und lässt sich davon nicht beeindrucken, „we make music and we get pregnant“ ihr Kommentar dazu. Sie singt zum Schluss ein Stück, was sie früher immer in der Kirche gesungen hat, was klingt wie eine schöne Ballade für Kinder. Irgendwas mit we live on the bank of some river with a funny name. Sie sieht etwas nach Modell aus, kurze Haare, ausdrucksstarkes Gesicht, lange Glieder und sehr weiße Zähne, die sie viel zeigt und den Kopf dabei nach oben streckt, so dass man in den Mund hineinschauen kann bzw. die weißen Zähne aus dem dunklen Rahmen hervorblitzen. Irgendwie erinnert sie mich auch an meine Betreute aus Afrika, aus Ruanda und dann auch vor Deutschland in Schweden gewesen, die jetzt in der Frauenunterkunft lebt und englisch mit demselben Akzent spricht und auch gerade voll auf dem Jesustrip ist, weil sie wohl wieder krank wird in dem Fall. Meine sieht auch gut aus und singt auch gerne. Jaquee soll sich mal gute Musiker besorgen, sagt Sabine. Die E-Gitarre sei nervig gewesen. Die kann das bestimmt besser beurteilen und ich habe da die Gnade der Ignoranz. Larissa kauft eine CD und überlegt eine Stofftasche zu kaufen, die gibt es auch in grün mit dem Namen der Sängerin Jaquee drauf. Sie kann noch welche gebrauchen und bekommt jetzt meine „Will flirt for gin“. Ich habe zu viele. Wir überlegen einen gemeinsamen Flohmarktstand beim organisierten Garage Sale in Linden und Sabine legt Samstag bei Feinkostlampe auf. Das wäre auch mal was. Nicht zu lang, wegen Ausflug am Sonntag, wenn ich es überhaupt schaffe. Wir sprechen im Raucherknast über den Berlinausflug. Sonntag gehen wir zum Jamaikaner. Das ist super. Wir erzählen von unserem Lieblingscafé im Gräfekiez mit dem leckeren Kaffee und Essen u.a. Eggs Benedict und so günstig, dass meine Schwägerin aus der Schweiz dachte, der Preis seien die Zusatzstoffe, erzählt Stephan. Das finde ich sehr lustig. So nach dem Motto, 3,8 (modern geschriebener Preis ohne Währung Null) was soll das sonst sein, kostet ein Espresso doch schon 5 in Zürich. Larissa und ich würden gerne die Nofretete-Revue im Friedrichstadtpalast sehen mit der hirnrissigen Story und den tollen Kostümen, aber Sabine und Stephan streiken beide gleichermaßen. Es wird immer leerer und die putzen schon. Dann geht die Schiebetür zum Tresen auf, wo auch die Garderobe war und Stephan: „pass auf, jetzt schmeißen sie uns unsere Mäntel rein“. Sehr lustig und so wirkt es tatsächlich, war doch eine der Hippsterfrauen von der Garderobenfrau, die selber mit Schal und Mütze angezogen war, als müsste sie erst mal ihre Sachen abgeben, abgemahnt worden, weil sie einen Schluck aus einer mitgebrachten Flasche genommen hat. Kam die gleich angesprungen ins Publikum als sie das sah. Auch peinlich, dann sollen sie jemanden einstellen, der die Taschen kontrolliert oder sich nicht so anstellen. Mein Fazit: Ich bin froh, dass ich mich aufgerafft habe und statt Sofa mal so was gemacht habe. Kleines Clubkonzert, gute Stimmung, etwas tanzen und knutschen und vor 12 Uhr zuhause. Da kriege ich Lust auf Mehr. Ja, Claudia hat Recht, die Konzerte heutzutage fangen pünktlich an.

März

01.03. Ich träume, dass wir irgendwie nach Hameln fahren. Der Fahrkartenautomat funktioniert nicht und der Typ von der Bahn lässt den Kunden vor mir einfach so fahren, aber ich brauche eine Gruppenkarte für 3 Personen. Die will er vielleicht schon verkaufen. Sie kostet irgendwie 9,70 € oder so. Er stempelt sie von Hand ab, hat aber das Datum falsch eingestellt so auf 2103 als Jahr. Ich sage ihm das. Dann eine neue Betreuungssache, wo das Gericht die Mahnkosten und so was zusammenstreicht. Mir fällt dann aber ein, dass ich vorgerichtlich mit dem Gläubiger, den Stadtwerken oder so, schon einen Vergleich geschlossen habe, der alles umfasste. Das war ein Fehler. Ich hätte warten sollen bis zur Verhandlung. Warum habe ich das nicht getan? Die Differenz werde ich aus eigener Tasche zahlen müssen oder ich biege das irgendwie wieder hin und dazu gehört, die extrem unter Druck zu setzen. Wie konnte mir das nur passieren? Dann sage ich, dass wir jetzt super wohnen für Besucher, weil die mit der Bahn von uns direkt nach Hameln in eine beliebte Einkaufsmall fahren können. Da gibt es alles und Viele wollen das und es gibt sogar zwei zur Auswahl, die so gut erreichbar sind. Irgendwie gehe ich mit Stephan eine Treppe runter, d.h. ich folge ihm und wir wollen zum Ausgang. Da ist aber der Eingang zum Schwimmbad und man wird automatisch abgeduscht unten an der Treppe und ist ganz nass und ich mache ihm Vorwürfe, dass er mich nicht gewarnt hätte. Hätte er gemacht, aber ich hätte ihm nicht geglaubt und was mit „nassen Hintern“ gesagt. Ich sage, ich hätte ihn nicht richtig verstanden. Jetzt bin ich nass geduscht. Dann steht ein großes Kreuzfahrtschiff gleich bei uns. Man kann da einfach drauf oder auch damit statt mit der Straßenbahn fahren. Auf einem der Decks, lauter Schüler. Es gibt Mittagstisch, gefüllte grüne Paprika „Lord Nelson“, aber mit was sind die gefüllt? Nicht mit Hackfleisch, sondern mit Fisch offenbar. Ich gehe weiter und will lieber einen Tee trinken. Da ist es vornehmer, so wie erste Klasse und an den freien Plätzen liegen Hotelschlüssel, d.h. die sind schon gelegt? Eine Frau zahlt. Ich setze mich auf die Bank, die mit Teppichen bezogen ist und bestelle Tee und ein Wallnussbaklava. Die Bedienung ist sogar türkisch. Ich bekomme den Tee, aber als Tea Ceremony mit lauter Matcha-Leckerlies dazu. Milchreis mit Matcha-Geschmack und so was. Ich stelle mich ungeschickt an, weil der Brei unten an der Tasse klebt die darauf stand und eine japanische Bedienung bringt mir ein Tuch zum Abwischen. Auf einmal lauter Japaner, die meine Sachen anschauen. Es fällt mir Einiges runter, meine bunten Plastikringe und ich überlege, dass ich bestimmt irgendwas aus Japan anhabe und sie dann sehen können, dass ich schon mal da war. Auf einmal eine Durchsage, die ich nicht verstehe und an den Fenster ein Kampfflugzeug. Ein Aufstöhnen geht durch die Reihen. Das Schiff hat einen technischen Defekt und alle werden umgeladen auf die Concord. Ich sage auf Englisch, dass ich jetzt nach Hause gehen werde zu Fuß und zeige das mit den Fingern, weil ich nur 200 Meter entfernt wohne. Ich glaube nicht, dass die Concord mit nach Hause bringen kann. Das wird weiter erzählt und alle kichern. Ich sammele meine Sachen vom Fußboden und will zahlen 4,90 €. Ich will 6 geben, aber das Hartgeld ist komisch, zu groß und Gold. Es ist eine Währung, die ich nicht kenne, aber der Kellner kommt ja viel in der Welt herum. Dann bei Betrachten meines Portemonnaie-Inhalts sehe ich, dass ich lauter schlecht gemachtes chinesisches Falschgeld habe als Scheine, schlechte Kopien, nur einseitig und schlecht abgeschnitten. Wie ist das denn passiert? Der Kellner will, dass ich überlege, aber beim Fahrkartenkauf kann es nicht passiert sein (das war so eine Art Polizist) und sonst habe ich kein Geld ausgegeben. Vielleicht wenn ich da noch mal hingehen würde und aus Kulanz, dass sie es mir tauschen. Ich nehme mir eher vor, dass ich es wohl abschreibe und dann werde ich wach und es ist Sonntag um 8 Uhr und Stephan hat schlecht geschlafen und schläft noch eine Runde weiter. Es ist März, aber den Kalender habe ich gestern noch umgeblättert.

Ich fange schon mal an die Linzer Torte zu backen, die dann als Willkommenskuchen hier auf ihn warten soll. Dann wird es doch hektisch, Handy 73 %, der Laptop bleibt doch da. Ist mit Kathrin um 14:30 Uhr im Willy Brandt Haus verabredet. Was ist denn da? Ich gehe noch zum Fenster im Erker, aber die Bahn ist schon in Bewegung. Er muss wohl drin sein, wie hat das denn noch geklappt mit dem Fahrkartenkauf? Jetzt ist er erst mal „weck“. Abends will er anrufen und ich soll rangehen.

Wenig Schreiben, dann doch backen und basteln und „aufräumen“, d.h. alles in die Schränke stopfen, immer wieder weil es wieder rauskracht. Dann schnell die Tür zu und ganz laut eine Runde saugen. Das kriege bestimmt alle im Haus mit. Immer wieder fällt was Größeres von ganz oben nach unten. Jan macht sich mit Leiter im Treppenhaus zu schaffen. Die neuen Eigentumsverhältnisse scheinen ihn zusätzlich zu motivieren. Ich mache den Fernseher aus und gehe.

Heute ist weniger Nähen angesagt. Nur probiere meinen Schlüssel zum Hund abholen für den ich meinen Robbenanhänger gehäkelt habe.

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Dann verrichte ich ein paar Handnäharbeiten, sprich Hütchen. Die Gastgeberin steht unter den Zeichen des bevorstehenden Uni-Jobs. Ich gieße das Teewasser auf, aber sie kocht eine leckere Gemüsepfanne. Ja, die Hundeschule am Samstag, das wird zu viel und muss „weck“. Lieber zuhause Fernsehen, ich schlafe sonst hier auf dem Bett ein. Sushi ein andermal.

Es gibt viel nachzudenken über die Endlichkeit des Seins, die eigene Selbstzerstörung, die wir ja alle oder fast alle betreiben. Ich weiß auch, dass man nur essen soll bis zu einem Sättigungsgrad von 80 %, wie die Japaner auf dieser Insel. Die ganz Niveaulosen, wie Liliane-Ex-Matthäus glauben, dass sie in einer bestimmten Liga mitspielen würden und andere, die echt nett, sympathisch und nicht doof sind, unter ihrem Niveau seien, dabei hat sie keines und eine hässliche Wohnung wie aus dem Domäne-Prospekt und versteht Witze nicht, weil sie zu doof ist, selbst lügen kann sie nicht, im Rahmen ein schlechtes Foto von sich, Hauptsache ein US Prominenter ist 3 Meter entfernt. Ein „Freund“. Peinlich ist das. Dann lieber ins Bett.

02.03. Alleine im Bett schlafe ich nur bis halb sieben. Claudia hat sich für Berlin entschieden. Ich koche TCM-Tee und genieße den Morgen zuhause vor der Arbeit. Diese türkischen Männer, die in Röcken ein Zeichen setzen gegen sexuelle Gewalt gegen Frauen finde ich allesamt unwiderstehlich.

Schön früh ins Büro und eine Runde arbeiten, dann zum Landgericht. Es ist ein Gefühl der Freiheit kein Handy zu haben, einfach unbeschreiblich. Ich weiß, ich bin da hysterisch, aber ich empfinde es als Kontrollorgan wie eine elektronische Fußfessel. Landgericht bin ich selten, muss trotzdem keinen Anwaltsausweis vorzeigen. Die Gegenseite verliert und heult ganz viel. Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Das hat doch alles abgezeichnet, meine Mandantin hat ganz lieb gefragt und da wurde ihr erst ja und dann nein gesagt und dann musste sie den Rechtsweg beschreiten. Dann am Ende nicht zahlen können und das obwohl man Jahre hatte sich darauf einzustellen, ist auch erbärmlich und bereits nach dem ersten Gutachten wusste man wo der Hase lang läuft, aber dann Ergänzungsgutachten schreien (das muss man alles bezahlen, wenn man verliert). Die Richterin hat auch eine Kollegin mit bipolarer Störung. Die Klägerin hat mich als Betreuerin, aber die Boutique-Besitzerin ist bemitleidenswert. Sie jammert, sie seien Freundinnen gewesen und „die war so fit“ und „sie hätten Kaffee zusammen getrunken“ und nein so was, wie konnte sie ihr das antun, dass sie jetzt das Geschäft ihres Lebens rückabwickeln muss. Ohh Mann. Nein, ich bleibe hart, wer Raten will, muss die Vergleichsgebühr zahlen. Meine hat keinen Vorteil davon und ich sehe auch nicht ein, dass der Staat das zahlen soll. Ist kein gegenseitiges Nachgeben, sondern ein einseitiges Anliegen der Gegenseite. Dann sollen sie anerkennen ohne Ratenzahlung. Dann fällt die Gebühr auch nicht an. Ich will schon zu meiner fahren, dass sie mir einen Kaffee kocht mit Sahne, wie damals als sie manisch war, aber ich werde ihr nie so in den Ohren hängen mit Freundin, nur weil wir Kaffee getrunken haben. Ich sage ihr das und sie muss lachen und klar würde sie mir Kaffee kochen. Ich kann vorbei kommen. Ihre Tochter ist da, ihr geht es besser als neulich und sie hatten heute Pressetermin.

Den Elite-Partner-Gag, über den wir uns amüsieren bei Kollegen an die Magnetwand. Die Mediationsfreaks, die kommen, passen wir Faust aufs Auge.

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Später kommt ein desolater Freund meines Kollegen, der aussieht wie einer meiner methadonsubstituierten Betreuten. Die wollen dann ganz viele Umsonst Milchkaffees und im Regen auf dem Balkon rauchen. Die Steuermitarbeiterin versteht das auch nicht ganz, was ihr Chef da macht bzw. für private Kontakte hat und was sie davon halten soll.

Stephan ruft an und will im Büro vorbei kommen. Gestern hatte er mir geschrieben, dass er was zu Essen dabei hat. Das irritiert mich. Ich fahre zwar nach Hause und wasche den Reis, aber koche ihn nicht. Es gibt nur Brot mit dick Butter. So sieht die überteuerte Dauerwurst vom Urbanek aus Wien aus. Wenn es ein Käse wäre….

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Das ist dekadent ohne Ende. Gut, wie hatten Würste aus Süddeutschland, die uns ausgebremst haben, aber trotzdem. Das darf nicht passieren.

Mein Mann ist süß. Es stimmt, wir fallen uns nicht um den Hals, sondern machen uns über die Bahn Mi her, die er mitgebracht hat. Halbes essen, dann Tausch. Das Baguette ist leider alt und ich denke, wie kann das sein, wenn ich darauf spezialisiert bin, muss die Qualität und Frische doch stimmen. Er hat mit Pralinen aus der Oper und Kekse aus unserem Lieblingscafé mitgebracht und ich freue mich, dass er wieder da ist. Er hatte die Eggs, die wir mögen. Wir kommen erst nicht darauf und ich behaupte sogar, ich mag keine Eggs, Doch, Eggs Benedict schon und Fotos von der Fotoausstellung von Vivian Maier, drei Variationen von Gelb heißt das eine.

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Sport mache ich nur den ersten Kurs, dann nach Hause. Ein Kollege, mit dem ich am Rande in einer Betreuungssache zu tun habe ist mit Foto in der Zeitung. Er war auf dem hiesigen Opernball mit Anzug und einer Windel auf dem Kopf. Stephan findet eine Anzeige eines Autohauses, wo er mit Foto zu sehen ist. Das Bild erinnert stark an Bilderbuch „Maschin“:

Andreas G. W. G. ist Rechtsanwalt und Inhaber der Kanzlei Dr. XY & G.

Perfektion und Kompetenz zeichnen diese Kanzlei aus. Mit seinem Anwaltsteam werden vornehmlich bei der Beratung mittelständischer Unternehmen individuelle und kreative Beratungslösungen erarbeitet, die speziell auf das Mandantenprofil zugeschnitten sind.

Als Sportwagenenthusiast kam für RA G. nur ein Fahrzeug in Frage:

Der SLS

Die zukünftige Sportwagenikone aus dem Hause MERCEDES BENZ zeichnet sich durch zeitloses Design, perfekte Verarbeitung und Fahrwerke der Superlative bei gleichzeitig gewohnter Alterstauglichkeit aus.

Der perfekte Kompromiss zwischen Fahrspaß und wertiger Mobilität standen dabei für RA G. im Vordergrund.

Diese Einschätzung ist auch in seiner persönlichen Berufsauffassung wiederzufinden.

Oh Mann, wie mein Kollege zu Recht anmerkt, sollen wir uns mit unseren rostigen Fahrrädern ablichten lassen und erklären wie die zu unserer Arbeit und unserem Lifestyle passen.

Wir gehen doch nicht ins Kino. Julianne Moore zum Thema Demenz. Hätte gepasst –zumindest bei mir, aber wir können uns nicht aufraffen. Ich habe latente Halsschmerzen seit einiger Zeit und will nicht wirklich krank werden, außerdem ist es dunkel und kalt draußen. Essen, Kuchen, Sofa, Wärmflasche. Seymour Hoffmanns letzter Film war ein Tatort aus Hamburg. Die Sekretärin ist im Eva Braun Stil angezogen. Soll das ausländische Publikum denken, dass bei uns die Zeit stehen geblieben ist und wir jetzt noch im dritten Reich leben? Ganz komisch, wie die alle deutsches English sprechen. Ich erkenne den Arzt aus „Das Weiße Band“. Die Geschichte ist auch so packend wie ein Tatort und die Schauspieler sind in etwa so überzeugend. Alles wird abgehört und es wird im Silbersack gedreht und an anderen Orten, die schwer nach Nostalgie ausschauen, 70er Jahre Kulissen. Das verzerrt etwas, weil man denkt, es wäre insgesamt so ostig dort. Die Geschichte ist laaangweilig und voller Klischees. Der Film ist echt mittelmäßig und ich breche ab.

03.03. Traum: Wir sind in Wien, auf dem Dach vom Stephansdom und der ist bebaut mit lauter Türmchen und man rutscht seitlich herunter auf dem steilen Dach bis zu einer geraden Ebene in der Mitte. Mir ist es unheimlich, Stephan hat keine Probleme. Da ist Mozart, eingegossen in eine vergilbte Masse sitzt er vor seinem Klavier, wie in einem Schaukasten für den Schulunterricht Biologie ist alles arrangiert, aber kitschig wie Operette und es schallt Klassik aus den Speakern. Wir treffen Thomas und Yunfeng, die auf einer Bank sitzen und Kaffee trinken. Ich kaufe mir Body Lotion, die köstlich nach Vanille riecht (Anm.: meine von Lush ist etwas schlecht geworden, d.h. die Reste unter im Topf trennen sich) und die wird abgefüllt und soll knapp 500,- € die Tube kosten. Ich bin geschockt, hatte aber nicht vorher gefragt und sehe, dass eine andere schon über 400,- € kostet, also hätte ich gewarnt sein können. ich habe nicht genug Geld dabei und  sage, dass ich später wieder komme. Morgen, am letzten Tag müssen wir sie einsammeln. Im Hotel geht Stephan mit mir morgens raus im Nachthemd und will auf den Platz, Leute fotografieren. Die schauen alle uns an. Ich will zurück ins Hotelzimmer. Wenn er mir den Schlüssel nicht sofort gibt, dann bleibe ich den ganzen Tag im Hotel oder einem Café in der Nähe. ich drohe. Er kommt mit zurück und die Tür zu unserem Zimmer steht sperrangelweit offen und es ist eine fremde Frau drin. Ich denke ein weiblicher Hotelgast hat sich verirrt, aber es ist die Putzcrew. Sie putzen zu viert mindestens, synchron. Ob sie es mitbekommen hätten, wie ich meinen Mann zur Sau gemacht habe wegen der Tür, aber wer wolle hier schon was mitnehmen, meine Hütchen trägt sowieso keiner, ich verweise auf einen großen Haufen Schmuck, aber es waren auch unsere Portemonnaies mit Geld und Karten im Zimmer. Die Ältere will mich fragen, wie ich die Schubert–Musik-Beschallung finde, die morgens kommt oder ob mich das stört. Ich war eh schon wach, weil ich Frühaufsteherin bin und senile Bettflucht habe und dann schon was machen will. Ich sei schon wach gewesen und hätte schon mit meinen Eltern telefoniert, aber für die Statistik, ich finde die Musik eher schlecht. Sie nämlich auch. Heute sollen es 23 ° werden. Ich packe, Claudia kommt aufs Zimmer und ist schon fertig, Was soll ich bloß anziehen (bei heißem Wetter ist das noch schwieriger wegen Strumpfhose oder Leggings oder nichts) und was habe ich alle dabei. Zig Röcke, die total ähnlich sind, aus demselben Stoff genäht, nur unterschiedlicher Schnitt (was soll das denn) und viel zu viel. Wie soll das alles in den Koffer passen (das sind bei mir Alpträume, wenn ich nicht weiß, was ich anziehen soll) und ich schaffe es nicht, meine engen Kleider selber über den Kopf zu ziehen und Stephan muss mir helfen und ich mache die Arme lang und er muss an den Klamotten ziehen. Das ist auch erniedrigend und er ist mir immer nicht schnell genug. Ich komme in Zeitpanik. Claudia hat Hunger isst die Pizza und anderen Sachen, die im Zimmer ausliegen und die wir noch nicht beachtet hatten. Es gibt Aufkleber in Tüten, wie die Billa Sticker mit Motiven aus Österreich und sie macht eine Tüte nach der anderen auf und schaut sich die Bilder an. Das würde ich gerne machen, habe aber keine Zeit. Was machen wir heute? Soll ich die Creme einfach nicht abholen? Die haben keinen Namen von mir und ich bin dann aus der Sache raus. Andererseits habe ich sie schon benutzt heute Nacht und dann muss ich sie kaufen. Wir treffen Thomas und Yunfeng im Treppenhaus und sie bemerken, dass es ein zweites Haus des Hotels gibt, was noch nobler ist. Da lohnt es sich mal 400,- € zu investieren, meint Yunfeng. Da bekommt man dann richtig was geboten. Thomas hat nach unserer morgendlichen Begegnung trotz Kaffee noch mal schlafen können, der Glückliche. Die Garageneinfahrt ist wie ein geheimer Abgang. Man sieht sie erst nicht und dann fährt ein Poller hoch und sie öffnet sich – raffiniert. Dann sitzen wir in Öffis und eine Frau fragt mich, dass ich wohl keine Studentin aus Deutschland sei, oder? Nein, dafür sei ich ein bisschen alt oder ich sei ganz oft durchgefallen. Was würden sie denn machen frage ich sie und die Frau neben ihr. Sie machen Buchhaltung und ein Typ sitzt auch daneben. Dann sage ich, was ich mache, was wieder für Erstaunen sorgt. (Anm.: die Klassikanteile haben was mit Stephans Reise nach Berlin und der Oper zu tun. Die studentischen Anteile mit meiner Betreuten, die sich noch mal für das zweite Staatsexamen Lehramt bewirbt und ich helfe bei den Formulierungen und weil heute an der FH das Semester anfängt und ich Sonntag so viel davon mitgekommen habe, (Textiles Gestalten, sage ich nur).  Ich werde wach und würde gerne weiterschlafen, will den Traum aber aufschreiben und der ist sonst weg und die Zeit reicht auch nicht. Es ist kurz vor 7 Uhr.

Mein Plastiktütensattelschutz ist „weck“, suche überall, auch in Nachbarsgärten, dabei hat die Tüte aus Süddeutschland von dem Photo-Geschäft optimal gepasst.

Papa hat sich was wegschneiden lassen, eine harmlose Hautwucherung, aber sein Arzt wollte auf der sicheren Seite sein. Man hat immer zu viel Haut, sein cooler Kommentar zu der chirurgischen Technik und lieber etwas Mehr wegschneiden als nachscheiden, sagte die Chirurgin, die Mitte dreißig und damit im besten Schneidealter war. Er hat 4 Arzttermine die Woche, dass die Krankenkasse ihm schon leid tut. Sie gehen heute auf die Beerdigung eines Kollegen, der vier Jahre jünger war als er und noch Doktoranden hatte. Er hat seine Taschenuhr, die Omega, die echt hässlich ist, aber angeblich 4.000,- € Wert selber repariert, weil er den Fehler gefunden hat durch Nachdenken und kombinieren. Die haben für 250,- € gereinigt und die Batterie ausgetauscht und das hat gar nichts gebracht. Reinigen bei einer automatischen Uhr ist sinnlos, hatte er schon angemerkt. Es war der neue magnetische Verschluss von einem Handy, der ein magnetisches Störfeld gemacht hat.

Muss mehrfach an die Feuertaufe meiner Nähfreundin denken. Meine Schwägerin ist gegen den Liveauftritt der Drei Fragezeichen. Sie hat die Tochter entscheiden lassen, die aber vermutlich wenig Erfahrungen mit so was hat auf die sie zurückgreifen kann. Die will lieber eine CD, damit sie dazu basteln kann. Hey, wie ich. Dann gibt es auch CDs und keinen Gutschein für den Zoo, der auf unbestimmte Zeit in der Zukunft ausgestellt ist und man nicht weiß, ob sie ihn vor der Pubertät noch mal einlösen kann.

Heute Abend ist Lagebesprechung bei uns mit den lieben politisch motivierten Nachbarn. Habe zur Feier des Tages das Klo geputzt und 5 Liter Apfelsaft besorgt. Es geht um den Hochbahnsteig und ich entziehe mich dem Ganzen (hole nach dem Sport erst mal meinen neuen Kombucha-Tee ab und dann schaue ich Game of Chefs und stricke dazu), weil ich habe zwar Meinungen für 20, bin aber nicht geneigt mich einer Gruppe anzuschließen. Natürlich sollen die Behinderten freien Zugang haben und nicht wie in London, wo nur die beiden letzten Stationen mit einem Rollstuhlzeichen versehen (so ca. 40 km von Picadilly Circus entfernt), aber warum machen die das hier wie Schildbürger. Statt ebenerdig das Ding abschließen zu lassen, wird die Stadt drum herum erhöht. Und wie kommen die Behinderten auf den Hochbahnsteig, fragt mein Vater zu Recht. Na, mit ner Rampe. So eine Insel vor der Tür, wo man nicht mehr gerade aus über die Straße kann, nervt auch und die Bahn ist größer, kommt näher und nervt vor allem das EG vermutlich, weil man da reinglotzen kann. Dann denke ich, man muss ja nicht jede Station so machen und wir sind so nah am Lindener Markt. Der ist viel wichtiger mit Bürgeramt und Markt und den Geschäften. Hier wohnen doch eh nur die Reichen in Altbauten, die nicht behindertengerecht sind. Reicht nicht dort und dann wieder bei Real (da ist eh so hässlich) und bei uns ist die Bebauung da echt dicht dran, aber das ist wohl wir das Argument, dass das AKW bitte woanders gebaut werden soll.

Mittags gibt es Gemüseeintopf mit Linsen und lauter frischem Zeug. Ist halt sehr heiß. Meine Schwägerin Kathi ist die Beste und hat die Geflügelchorizo aufgetan und zwar reihenweise. Groß!! Auf die ist doch Verlass. Das durchgestrichene Schwein lässt mich immer aufquieken vor Freude. Sie hat die Race gewonnen und zwar noch bevor die anderen Fleischchips bei uns sind.

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Jasmin will in Italien in der Villa das andere Stockwerk, die ist wohl schöner und etwas teurer. Wir sind damit einverstanden. Der Blick vom 1. OG soll viel besser sein. EG war wegen der Kinder, dass die freien Zugang zum Garten haben.

Stephan und ich amüsieren uns über die Kommentare im Standard zu Carola Pojer, die total langweilige, zufällige Sachen trägt (Kommentar: so sehe ich auch aus wenn ich am Wochenende den Müll runter bringe), die immer gleich belanglos ausschauen und dennoch einen Modeblog damit betreibt. Lehrerin beim Wandertag und hat die Jacke vergessen und sich eine Strickjacke vom 1,90 m großen Kollegen geliehen. Das trifft es so einigermaßen oder: pubertierendes Mädel, was die Handtasche von Mama geklaut hat um ihr Tschicks darin zu verstecken. So sinngemäß einiger der Kommentare zu Lulu, so heißt der Beitrag.

Abends Sport und das Kombucha-Baby abholen. Michi bekommt getrocknete Marillen im Gegenzug, die sehen aber aus, wie alte Muschis, warne ich ihn. Der nerdige Mitbewohner isst Pizza und macht gelegentlich ein Geräusch. Er will die alte Mischung wegschütten. Quatsch, ich komme vom Sport und habe Durst. Trinke so viel, dass mein Herz anfängt zu rasen. Moooment mal, ist das Teein drin? Ich fühle mich wie auf Koks oder nach High Tea im Balmoral in Edinburgh damals. Ich werde zuhause erst mal verkünden, dass ich froh bin, dass wir uns damals nicht das Erdgeschoss haben andrehen lassen. Das macht bestimmt gute Laune. Michi wünsche ich einen schönen Urlaub und nehme das Augenspülglas wieder mit. Das Antibiotikum-Kortison-Zeug hat bei mir Null geholfen, da muss mal Kamillentee ran. Im Treppenhaus ein Plakat vom Teehaus in Potsdam und wir tauschen uns darüber aus. Wie kitschig wir es beide finden. Harald Glöööckler einer früheren Zeit. In der Küche, die Gruppe um den Tisch. Es geht um die Sicherheit der Kinder. Das ist immer das Totschlagargument. Die Schreie nach Kindeswohl dringend täglich von unten morgens an mein Ohr. Dann natürlich um unsere eigene Sicherheit wegen Feuerwehzufahrt und dann um Denkmalschutz (laangweilig, weil diese nervigen Lindenbesichtígungsgruppen dann keinen freien Blick auf die Häuser haben?) und dann um den Bus, der vielleicht nicht mehr durch passt. An dieser Stelle kommt mein Einsatz: den Bus brauchen wir aber noch um in die Nordstadt zu kommen zum Sprengelkino und so. Ich setze den neuen Tee auf für „Plazenta“, so nenne ich mein neues Haustier. Michi schreibt noch, dass er kein Metall mag, auch nicht mit Metalllöffel umrühren oder mit Metallsieb rausnehmen. Marion empfiehlt kinderfreundliches Hotel im Harz. Da werde ich nie hingehen, sage ich gleich offen.

Susann schickt Fotos von ihr mit Fleisch.

04.03. Schlafe schlecht wegen viel Kombucha.

Die Freunde aus Köln, Susann und Alain sind zu Besuch und es ist Silvester. Irgendwie sind sie ewig unzufrieden mit unseren Plänen. Sie ziehen sich auf den Dachboden zurück, wo die Katze immer anhänglicher und zutraulicher wird und malen Kinderzeichnungen von Star Wars ab, die da herum lagen und machen einen Comic dazu. Sie haben eine Küche und braten Eier zum Frühstück. Irgendwie ist unklar ob wir kochen wollen oder essen gehen. Stephan muss sich mal entscheiden sagt Susann, weil die Läden gleich zu machen und wir dann noch einkaufen gehen müssen. Er hat um 19 Uhr einen Tisch bestellt in einem mittelpreisigen Laden. Später sind wir auf eine Privatparty zum Tanzen eingeladen zu Andrea. Wir fahren nach Limmer in das alte Dorf und kehren dort ein in ein Gasthaus, wo wir früher öfter waren, aber irgendwie haben die den Inhaber gewechselt. Schöne alte Straßenschilder aus braunem Holz. Ich erinnere mich an den Franzosen, der hier früher gekellnert hat, weiß aber seinen Namen nicht (es ist der Inhaber vom Le Moissonnier in meinem Traum). Ich bestelle einen Traubensaft, der aber schmecken soll wie eine Spätlese zu meiner Vorspeise. Der Koch kommt raus aus der Küche und findet mich lustig. Er lässt mich in einem kleinen Glas probieren. Wir bestellen essen, unsere Gäste nur Getränke. Irgendwann sagt Susann, dass Alain möglichst vor Mitternacht noch in ihrer Küche zuhause stehen soll. Na ja, wenn sie jetzt aufbrechen, könnten sie es schaffen. ich bin ganz irritiert, was aus alten Freundschaften wird und schütte später mein Herz bei Sabine aus (und werde wach). Es ist wieder kurz vor 7. Steffi hat mir noch um 1 geschrieben, die Arme. Hundeschule ist erst mal ausgesetzt.

Mein Termin beim Jobcenter fällt aus wegen Erkrankung. Habe das Amt und meine Betreute beide auf dem AB.

Mittags nach Hause. Essen und Kombucha trinken und Drei ??? bestellen mit Hilfe meines Mannes. Zwei CDs aus 2015. Die eine erscheint erst am 06.03. Frischware. Dann schlägt er mir ein Theaterstück von Wenzel Storch in Dortmund vor. An einem Sonntag und man könnte nach der Vorstellung wieder nach Hause fahren. Das klingt doch reizvoll.

Man hat sich so an die Flaschensammler gewöhnt. Ältere Menschen, die zum Teil ganz gediegen ausschauen oder „normal“ und am helllichten Tag die Mülleimer kontrollieren. Im Hauptbahnhof Köln war die Frequenz sehr hoch, erst kam der Mann, dann eine Frau, dann wieder der Mann. Als ich das Haus verlasse, kontrolliert einer nicht nur den Mülleimer, sondern auch das Münzfach des öffentlichen Fernsprechers. Ich bringe die Post zum FB Senioren und gebe sie ab. Der Chuck Norris aus Linden, der früher zwei große schwarze Terrier hatte, die er nicht im Griff hatte und die zumindest hundeaggressiv waren und jetzt nur noch einen hat, zieht seine Bahnen. Hilmar ruft an. Ein Kollege, der mit mir studiert hat und sogar in meiner Arbeitsgemeinschaft war, also enger Kontakt, hat Krebs und kann nicht operiert werden. Er hat die dritte Chemo hinter sich. Ich glaube sein jüngster Sohn ist noch vor dem Abi.

Der Richter vom Sozialgericht ruft zurück, den ich bitte meine Arbeit zu machen, weil ich ehrlich gesagt keine Ahnung von Versorgungskrankengeld und der Berechnung habe. Er soll mal schauen, inwiefern die Klagen Sinn machen und Aussichten auf Erfolg haben und dann einen Vorschlag unterbreiten, damit wir die Sachen abschließen können und nicht noch Jahre damit zu tun haben und ich mich auf andere Dinge in der Betreuung konzentrieren kann. Der Mann ist sehr nett am Telefon und ich bedanke mich bei ihm. Ich bin ja immer für das Pragmatische und scheue mich nicht hier die lösungsorientierte Variante zu suchen. Dazu gehört auch mit der Krankenkasse telefonieren, weil wir uns mit denen auch streiten um Fahrtkostenerstattung und Krankenhauszuzahlung. Die haben zuerst Verjährung gerufen und dann alles, alles, alles gezahlt rückwirkend seit 2008. Das nenne ich lösungsorientiert.

Nur ein Drittel der Termine klappt. Wieder eine Abmahnung aus München…..Meine Betreute im St. Nikolai-Stift wechselt die Wohnung und ich frage an wegen Frau ebay aus dem Frauenwohnheim. Ich teile Geld ein und das mit den Mieten wird klappen. Ich lege viele gute Worte für sie an, wie ruhig und zuverlässig sie ist, dass sie eine Chance verdient hat. Sie fragt den Vorstand Morgen, aber vermutlich ist sie mit 48 zu jung.

Die Kollegin telefoniert nicht nur samstags, sie kopiert auch wie nix Gutes. D.h. selten, aber dann werden ganze Papierpakete durchgenudelt und es hört gar nicht mehr auf.

Das Kirchenblatt nehme ich aus dem Treppenhaus mit und was lese ich da in der Konfirmandenliste, wo ich mit spaßeshalber die Namen zu Gemüte führen? Ein mir bekannter Name von früher, aber da war der noch Kleinkind und wir hatten ein gemeinsames Hausprojekt mit den Eltern und dann den Stress und die jahreslangen Rechtsstreitigkeiten und seit wann ist die Türsteherbraut evangelisch, die war Katho.

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Komme vor lauter BM zu spät zum Sport und gerate mit meinem Fahrradschloss in die Schlaufe von meinem Kleid. Auch nicht gerade förderlich, wenn man es eilig hat.

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Beim Meditieren fällt mir ein, alt werden oder Krankheit, einer der Aufgaben wartet, es sei denn man hat einen Unfall. So einfach ist es, tertium non datur.

Zuhause merke ich, dass ich ganz viel von meinem Wientext wieder gelöscht habe. Mit der heißen Nadel genäht, halt.

Ich hatte Michi gleich nach der Kombucha-Aktion abends noch geschrieben:

Ich habe zu viel Tee gemacht und das ist Glas ist ganz schön voll, aber das wird schon. Ich bin zuversichtlich. Ich wollte halt nicht so viel von wegschütten, weil der gute Rohrzucker drinne war (kennst mich ja). Ich bin zuversichtlich und werde berichten. Letzte Frage: welche Seite muss nach oben? Glatt oder wellig und er liegt schief im Glas im Moment, aber das gibt sich vielleicht.

Ich bin glücklich und Stephan sagt, er will Leitungswasser trinken.“

Michi antwortet mir: „Ich weiß nicht ob oder wie wichtig das ist welche Seite oben liegt. Bei mir liegt immer die glatte Seite oben. (Streicheltest). Du kannst ja auch einfach was abschneiden, wenn er zu breit ist.

Lieben Gruß an Stephan, er kann ruhig Leitungswasser trinken. Aber dann wachsen ihm Brüste, weil im Trinkwasser Hormone und Medikamentenreste und so. Während wir durch die antioxidative Wirkung von Planzi und Pilz-Bert unsere ewig jungen Astralkörper bewahren.“

Ich muss lachen, meiner heißt Plazenta oder Planzi und seiner Pilz-Bert. Ich bin müde und gehe schlafen nach etlichen überbackenen Käsebroten.

Die Wolken bewegen sich und geben den Blick frei. Der Mond ist hell und gruselig im Zusammenspiel mit den Wolken wie aus einem Werwolf-Film. Mein Herz schlägt kräftig und ich wälze mich im Bett. Der Schlaf ist mittelprächtig, die Träume sind „weck“.

05.03. Früh wach. Lieber Tasche zum Umhängen, wenn Hund am Lenker. Früher hin und vielleicht kurz einen Kaffee mit Steffi oder etwas quatschen denke ich und bin ich zu früh in der Wohnung, sie liegen noch im Bett. Tippe im Flur auf dem Handy und nehme die Leine. Die Hunde sind ahnungslos. Suki ist in der Küche, das ist gut. Er bellt nicht, das ist noch besser und ich lasse ihn noch warten. Dann kläfft Mikrusch. Na toll und als Wachhunde kann man sie auch in der Pfeife rauchen. Ich gehe schnell. Suki hat etwas angezogene Handbremse wenn er an der Leine am Rad laufen muss und der enge Kontakt zum Straßenverkehr scheint ihm unheimlich, aber in der Eilenriede gibt er Speed. Ein anderer Hund reißt sich los um zu uns zu laufen und Frauchen brüllt sich die Seele aus dem Leib nach „Chucky“, die bunte Leine zieht er hinter sich her. Oh Mann, das wirkt so verzweifelt. Ich bin eine halbe Stunde zu früh da, obwohl wir schon die ersten Poser-Fotos machen.

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Meine Betreute füttert ihn aus dem Bett mit Maischips, die aussehen wie Verpackungsmaterial und die sie durch die Seitenabsperrung auf den Boden fallen lässt und wohl auch kleben an den Hundezähnen. Gut, sie hat Pflegestufe 3 und darf das. Es geht um Verhinderungspflege. Die private Pflegeperson ist die Frau des Pflegedienstinhabers, nein, sie arbeitet nicht für ihn. Er weist es weit von sich, nein, so was doch nicht. Stellt sich später aufgrund eines Datenabgleiches heraus, das doch. Ihr Mann ist ihr Arbeitgeber. Wie doof kann man sein? Jetzt seit Januar nicht mehr. Das hätte er mal dazu sagen sollen, der Russe. Das war ganz ungeschickt und er soll es wieder ausbügeln. Die Frau von der AOK erkennt mich wieder an meiner Strumpfhose, davon habe sie ihren Kollegen damals erzählt, dass sie eine Betreuerin getroffen habe, die passend gemusterte Strumpfhosen angehabt habe oder so und weiß sogar welchen Fall wir zusammen hatten. Blumenauerstraße. Der Typ ist schon tot. Meine bekommt Fresenius oder so ähnlich, Flüssignahrung, die päppelt. Das kennt die AOK-Frau, die Kinderkrankenschwester gelernt hat. Alte Leute trinken zu wenig und mögen Süßes, also dann lieber ein Götterspeise geben als gar nichts, enthält Flüssigkeit und Kalorien….

Auf dem Rückweg haben wir Zeit. Suki biegt falsch ab, mehrfach und ich denke, o.k. Fußweg ist eh besser mit Hund und da vorne ist die Straße und so schwer kann es nicht sein. Dann sind wir am Steuerndieb und dann am Zoo. In der Eilenriede ist in der Mitte ein Fluss und es sind zarte Frühlingsfarben eingestreut in den Stadtwald, genau wie Sägemehl von den Baumpflegearbeiten, die überall verrichtet werden und bunte Zahlen werde auf die Baumstämme gesprüht. Es gibt hier lauter Plastiken, Tiergruppen und anderes Zeug, was ich gar nicht kenne. Von Müdigkeit bei dem Tier keine Spur. Hat sich Frauchen umsonst Gedanken gemacht. Ich gebe ihm die Schuld, dass wir uns so derbe verfahren haben.

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Auf der Lister Meile fragen mich Kinder, wie alt der Hund ist und ich weiß es nicht genau. Ist nicht meiner, das glaubt mir keiner. Bei Frau Dittmar, die Mitarbeiterin hat einen krebskranken Mann (wenn andere klagen weiß sie denen geht es gar nicht schlecht) und ist auch Wienfan, wie sich zufällig herausstellt, die seien alle so nett da und es ist wie in einer anderen Welt. Sie seien aus dem Schwärmen nicht herausgekommen als sie wieder da waren und hätten gleich wieder hinfahren können. Da geht es ihnen wie uns. Sie waren bei einer Malerin aus Hannover, die dort hingezogen ist und an dem Atelier eine Gästewohnung hat und die hätte ihnen alles gezeigt. Ein anderer Kunde, der auf Frau Dittmar wartet ist überrascht, was es gibt Versteigerungen in Hannover? Nein, wir erzählen von Wien, Dorotheum. Auch hier eine Frau, die mir sagt, dass sie früher immer Hunde gerettet hätten, jetzt aber selber alt seien und nicht mehr fit und dann wäre es unverantwortlich und ich sage: sehe ich anders, alles sei besser als Tierheim. Anyway, meinen würde sie sofort mitnehmen. „Na Süßer, suchst Du Dein Fraule“ wird er mehrfach gefragt. Diese Babysprache mit Hunden, it’s typical. Suki muss auch hier für Fotos herhalten. Das ist sein Job am Donnerstag, nach dem Kampf bekommt er ein Handtuch umgelegt, quasi. ich mag das kleine Händehandtuch mit Hummer, aber was soll ich damit? Ich überlege auch, ob ich die Autogramm-Karte von Mohammed Ali in dem zerbrochenen Glasrahmen für 0,75 € kaufen muss, lass es aber. Was soll der Honigfarbene Schrank draußen kosten, will ein schwuler Bürotyp wissen, der einen großen Bogen um Suki macht (o.k., er hat nicht nur Fans, manche Leute mögen einfach keine Hunde, aber wenn man Hundetyp ist, dann fährt man voll auf ihn ab). Das ist sicher wie das Amen in der Kirche.

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Suse Schneeweiß kommt raus, sie mag Hannover nicht und hat mich schon von weitem gesehen. Wie komme ich am besten zum nächsten Termin in der Sallstraße. Suki ist souverän bei den Außenterminen. Von Ängstlichkeit keine Spur. Die alten Frauen sind am Essen, keiner redet. Ein grau-lila-Brei und ein tarnfarbener Brei sind auf den Tellern. Selbst die Angestellte sagt, das Essen heute sei schlimm und nicht essbar, ist Calenberger Pfannenschlag. Meine hat Omelette mit Kartoffeln.

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Eine Schwester in Tracht kommt mit einer Bewohnerin im Rollstuhl und fragt, wo die hin solle, d.h. wo sie den Rollstuhl an en Tisch schieben solle. „Da wo Platz ist“. Es sei aber kein Platz ist. Steht überall Geschirr rum, „dann wegräumen“. „Ist nicht meine Aufgabe“, „meine auch nicht, aber Sie arbeiten doch hier“….Herrliche Stimmung. Der Notar versetzt uns und ich bin stinksauer. Ich soll immer einen Moment Geduld haben und werde verbunden und fliege immer aus der Leitung. Irgendwann kommt die Mitarbeiterin, das Notariat hat dort angerufen, dass seine Beurkundung länger gedauert habe und es heute gar nicht klappt. Suki sei so was von lieb, stellt meine Betreute fest.

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Zuhause essen. Die Chorizo ist angekommen aus St. Gallen und es ist die Wurst, die ich suchte nur in neuer Verpackung. Kleinere Scheiben und sie nennen es Chips, aber das Hahn-Logo erkenne ich sofort und jemand hat ein Küken außen drauf gemalt. Danke, liebe Schwägerin Doro. Ist jetzt doch unentschieden, das Race.

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Die Vollmacht aus der Türkei auf die ich warte, Brief nach Salzgitter kommt zurück, falsch adressiert . Ich bin zu doof. Meine Termine kommen in falscher Reihenfolge. Herr Aggro-Borderline, der Kleine, der Hypochonder ist, kommt mit der Wohnbetreuung, sie haben Straßenbahnfahren geübt. Alles ist furchtbar. Ich finde, er sieht gut aus, immerhin hat er wieder Zähne, er hat eine kahle Stelle vorne asymmetrisch, das sieht irgendwie modisch aus, er glaubt natürlich, dass es Krebs ist. Vielleicht liegt es daran, dass ich eher auf ältere Männer stehe, dass ich finde, dass er gut aussieht. Dazu sage ich lieber nichts.

Alle lieben Suki und wie gut sie zu mir passt. Sie wiederum scheint mein Leben auch zu mögen und wälzt sich knurrend auf dem Teppich hier zuhause in der Mittagspause und auch im Büro rollt er sich auf den Rücken und entspannt total. Ich bin wie eine stolze Mutti und deute meinem Kollegen an, er soll doch auch mal schauen und es bemerken und süß finden.

Die Frau aus Süddeutschland, die am 29.01. hier vorgesprochen hat wegen Betreuung will ich gar nicht mehr. Wir haben alles besprochen, ich habe mir Zeit genommen und es ihr haarklein erklärt was jetzt zu tun sei und den Antrag auf Einrichtung der Betreuung, den ich ihr mitgegeben habe, hat sie trotz Räumungsklage gestern erst beim Gericht abgegeben. Jobcenter zahlt nicht, tausend Probleme und sie das größte davon. Das wird nichts mit uns beiden.

Bringe Suki zurück und Steffi und ich sind beide fertig. Ich sehe müde aus, sagt sie. Ich esse Sour Creme Chips aus Schweden aus der Wendland, Chorizo-Salami ohne Brot, Käsebrote, Kekse aus Berlin, Salatquark mit Birne, eine Packung dragierte Erdnüsse. Ich glaube, es ist klar was los ist. Gehe nicht zu Kestner, obwohl ich mich darauf gefreut hatte, weil ich mich nicht fühle, wieder der Zyklus, der mir einen Strich durch die Rechnung macht, die Brüste tun weh. Da denke ich immer an Krebs, ist ja das Monatsding. Rot ist noch nichts. Stephan geht alleine und ich habe Ende des Monats noch eine Chance. Mit Sabine telefonieren wegen unserem Berlinwochenende im April. Erst Potsdam am Freitag, dann doch nicht. ESC-Vorentscheid in Hannover, ja, der Gewinner darf nach Wien. Das entscheidende verpasse ich dann. Der Typ, der gar kein Schlager macht und nicht nach Bühnenshow aussieht, lehnt dankend ab. Eine Folge Cesar 911 und dann ins Bett. Hier geht es um nervige, weiße, kleine Hunde, die bunte Röckchen tragen, alles zusammenkläffen und die Lkw-Hupe bestätigen, wenn es ihnen zu langweilig wird im Fahrzeug und sie warten sollen. Wahnsinn! Wir geben Freunden aus Hannover Wien-Tipps, aber man sollte nicht hinfahren, wenn man gerad fastet und nichts Süßes essen will. Das macht aus meiner Sicht wenig Sinn.

06.03. Träume irgendwas von einem Typen, der Vegetarier ist und den Hund auch so ernähren will oder dem ich irgendwie vorwerfe, sich mit Fleisch nicht auszukennen. Ich musste die Tage schon an den türkisblauen Kragen aus Kopenhagen denke und finde ihn gleich wieder. Das neue Pärchen im Standard sieht langweilig aus. Der Post mit „Franziska?“ steht immer noch da drunter. Den goldenen Garderobenhaken nehme ich mit ins Büro, dann kann ich jetzt meine Sachen zu mir ins Zimmer mitnehmen. Sich mehr zurücknehmen und zuhause wurde er nicht gebraucht.

Anhörung in der neuen Betreuungssache. Ein Hund ist draußen festgemacht. Das ginge halt nicht mit Suki, soll aber trotzdem dokumentiert werden.

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Er ist nicht pünktlich und ich rufe an, dass ich schon mal reingehe, dann kommt er angelaufen. Seinen Vermieter in spe kenne ich aus einer anderen Betreuungssache. Ich fahre anschließend an der Wohnung vorbei. Die Richterin ist neu, aber alt. Die Afrikanerin hört Bibel-TV und macht die Tür nicht auf. Sie wird sogar ausgerufen. Na gut, dann habe ich es wenigstens versucht. Zu Edeka, zu viel eingekauft. Hier gibt es auch eine beachtliche Auswahl von Schnürsenkeln, verschiedene Längen, gewachst, Leder, dickere Breite, gemusterte Flache. Nur dunkelblau ist das Problem, schwarz und braun sind offenbar viel gängiger. Hier ein aktuelles Foto vom Landtag. Es geht weiter mit dem Abriss, der Sanierung genannt wird. Ich muss jetzt schon immer lachen, wenn ich vorbei fahre.

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Herr Ihme ist wieder in Wunstorf. Stephan muss den Einkauf abholen. Viel Gerichtspost. Ich muss mich um Einiges kümmern. Sport nein, jetzt rot. Nur noch Termine machen und nach Hause. Herr P-Monster, der alte Nassauer mag die Fotopostkarten vom Heizkraftwerk, die der Kollege ausgelegt hat. Die hat sein Nachbar geschossen, drei Türme mit drei Dixi-Klos davor. Darf man davon eine mitnehmen? Ja, er nimmt gleich 5 oder 6 (wenigstens einer der sie gebrauchen kann). Sein Vater habe das Heizkraftwerk gebaut, behauptet er immer. Er soll wieder wegen Eigenbedarf aus seiner Wohnung. Der hat aber auch immer ein Pech und seine Fahrradteile sind aus der Wohnung bzw. den 8 Kellerräume und Schuppen und sonst was aus der er in die jetzige gezogen ist, sind noch nicht ganz geräumt. Das wird wieder schwer mit Krisen und Klinik verbinden sind. Da tue ich mir schon leid. Warum muss das sein nach weniger als 2 Jahren? Und so schön hat er die Küche metallic angemalt und wie teuer das war und die neuen Eigentümer würdigen das gar nicht. An Sport ist nicht zu denken. Ich fahre, der Kollege, der jetzt wohl ins Büro kommt, ruft mir nach, ich ignoriere das erst und drehe mich dann nur genervt um und rufe „jaaa“ und fahre aber weiter in die entgegengesetzte Richtung. Ich schreibe ihm später eine Entschuldigung:

Ich hatte ganz schlimm Unterleibsding und bin deswegen nach Hause und nicht zum Sport. Da hat die Kraft zum Zurückwinken nicht gereicht, geschweige denn freudestrahlend umdrehen und Plausch halten….Jetzt vom Sofa aus schreiben, in Wolldecke gehüllt, geht.

„Trägt Deine Tochter eigentlich Ringe?“. Die Antwort lautet, dass sie eher Ketten mag und sauer auf mich ist der großzügige Kollege auch nicht.

Herr Yoga, der mittellose Reiche hat neue Probleme mit dem Wohnungsverkauf. Abgänge vom Konto waren 4930,71 €. Dabei war ein Fahrrad für 559 bei Bad Bikes Online gekauft, weitere 200 die er überwiesen hat für den nutzlosen ausländischen Führerschein und natürlich 2.045,92 € an den Zahnarzt; man gönnt sich ja sonst nichts. Erst war der Keller nicht als Wohnraum gestattet und jetzt gibt es Probleme, weil die Fenster, die bis zum Boden reichen im Kellergeschoss nicht der vorgeschriebenen Bauweise entsprechen, weil nur 2 geschossig. Mir ist es langsam egal. Zuschütten oder zumauern?

Meine Mama hat meine total kaputte Strumpfhose repariert wie eine Göttin und eine alte Unterhosen eingesetzt in das große Loch im Schritt und schreibt mir viel Vergnügen beim Tragen. Sie ist die Beste.

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Ich telefoniere mit meinen Eltern. Die Stimmung ist nicht so gut. Meinem Paps macht nur noch Basteln Spaß. Das kann ich wohl nachvollziehen. Sie lesen mir das Bayreuther Kino-Programm vor. Dann lieber Birdman statt Sponge Bob oder American Sniper….Susann kommt nächsten Freitag und übernachtet wohl bei uns. Ich mache den frischen Spinat mit Knoblauch und viel Butter zu Pasta mit kleinen Kirschtomaten und Pecorino (Edeka-Einkauf). Stephan kommt vom Sport und sagt, dass es ihm schmeckt. Ich bin den ganzen Tag schon am überlegen. Hatte Feininger kein Hundekörbchen? Ich kann mich einfach nicht erinnern, versuche ihn mit vorzustellen, wie er neben dem Bett auf dem Boden liegt (die Rest des Mantels meiner Oma hat ja Suki jetzt im Büro als Decke) und frage den Hundepapa. Der weiß es noch. Es war ein Daunenkissen, für das ich mit Susann aus einem 50er Jahre Tuch von mir und einem Wollstoff auf der anderen Seite einen Bezug genäht hatte. Es wurde nach seinem Tod entsorgt. So war es. Am 17.04. gibt es Blutwurstravioli in Berlin bei Heike und Georg. Yuhuu! Stephan bemüht sich Leggings (Aztekenmuster) für mich im Internet zu finden.

07.03. Schmerzmittel und komische Träume, die ich schon mittendrin lustig finde. Ich gewinne in den Kategorien Sozialrechtsanwältin mit zwei weiteren Frauen und besten Büromischlingshund und noch einer, wo ich mir den Preis aber auch teilen muss. Ich werde abgeholt an den Bahngleisen von Tante Christa und Heike, meiner Cousine, die mich beide nicht erkennen. Ich bin mit einem Türken unterwegs, den ich kaum kenne, aber Montag heiraten werde. Er trägt meine Sachen und ich frage mich, ob das Experiment klappen wird oder er mich langweilen wird. Ich sage aber, dass ich zuversichtlich bin. Irgendwie hatten wir vorher alle unser letztes Geld ausgegeben und uns ohne doppelten Boden irgendwo verabredet, in einem Café in einer fremden Stadt. Stephan taucht in diesem Traum nicht auf. Ich bin Single bzw. mein Mann davor (nicht Stephan) wird Montag auch neu heiraten.

Steffi schreibt, dass ich ihr einen zutiefst glücklichen und zufriedenen Hund da gelassen hätte. Das ist schön. Nächsten Donnerstag habe ich mittags leider einen Termin bei Gericht (Hundesperrzone). Ich werde ihn nicht so anbinden können, wie ich es gestern gesehen habe, weil der wedelt jeden an und geht dann auch einfach mit und würde auch mitgenommen werden. Das sagen Leute ja ganz unverhohlen auch. Da muss Stephan einspringen (was er ja schon angeboten hat) und ich werde ihn fragen oder wir fahren zusammen und essen was in der Stadt. Es ist eine Anhörung und die Betreuung soll aufgehoben werden. Ich habe keinen Kontakt. Der Gutachter drückt sich widersprüchlich aus. Die Betreuung sei erforderlich um eine weitere soziale Verelendung zu vermeiden, aber auch nicht gegen den Willen. Die Richterin will es mit einer Anhörung besprechen. Man weiß gar nicht, ob er kommt. Ich habe dem Gericht geschrieben, dass die Rentenverlängerung durch ist und die Rente jetzt unbefristet und damit ist mein Ziel erreicht. Mehr kann ich nicht machen bei den Begleitumständen (Verweigerung der Zusammenarbeit).

Stephan hat für 2 Konzerte in Hannover Karten gekauft, die auf dem Küchenblock liegen, Faust und Glocksee, aber nicht für mich. Ich sei zu nervig in der Kritik nach Köln und meiner Berlinverweigerung, dass er sich nicht mehr traut, mich überhaupt zu fragen oder keine Lust hat. Ich soll mit einem Kollegen hingehen. Spiegelt der Traum, wie es ist? Thomas kommt zum Bilderbuchkonzert nach Hannover. Er hat Urlaub und dem besorgt Stephan auch noch eine Karte.

Floh im Ohr hat heute Premiere im Schauspielhaus. Gehen wir in das falsche Stück? Die haben so lustige Punkte im Gesicht. Das gefällt mir! Michael schenkt mir noch einen Pelz, der aus zwei aneinander genähte Hinterteilen von Nerzen besteht (Schwanz, Pfoten), aber ich liebe es. Ihm schmeckt mein Süßkartoffel-Linsen-Brechbohnen-Spinat-Paprika Eintopf mit Zitronengras. Das freut mich.

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Hühner-Chorizo aus der Schweiz bekommt er auch mit. Ich mache das Hütchen mit dem Hund aus einem Tuch, den eine andere gebastelt aus Dittmars Kaufhaus auf einer Papiertüte der Wiener Linie. Wie passend ist das denn? Sonst eine Reihe Buttons, auch welche zum Verschicken. Und sonst einfach noch eine Schmerztablette rein. Erst Ibuprofen Gel und dann eine Dolormin für Frauen. Es muss ja zumindest das Theater klappen. Ich muss mehr Klamotten ausmustern und habe mit zwei Sakkos begonnen. Das eine aus Istanbul liebe ich sehr. Es muss ein gutes neues Zuhause finden. Bei meiner Mama, ist aber oben sehr weit, eher Jasmin…Wir fahren Bahn. Ich mag Ballhof 1, ist irgendwie baulich das Pendant zum Sprengelmuseum, aber ich mag es sehr im Gegensatz zu dem Museum. Ich finde es sehr geeignet als Theater und das Museum eben nicht so geeignet als Museum. In der Bahn große Zurückhaltung mit Glotzen sagt Stephan, der sich freut, dass ich so schön ignoriert werde. Ich habe keine Mütze über dem Hütchen. Die Bar im Ballhof hat nicht einmal geöffnet. Die Mitarbeiter sind an anderer Stelle platziert, wo es aber gar nichts bringt. Das ist mal wieder typisch und wenn man vor dem Theater was trinken wollte? In Wien gibt es eine Kantine. Das Stück ist modern. Der Nachwächter sieht etwas aus wie Drecka, aber in jung, als Nichtraucher mit guten Zähnen. Trägt der Typ eine Perücke? Die Haarfarbe passt zu den Gesichtshaaren, aber warum sind seine Haare so strohig? Ich mag den kleinen Engländer, der in Schillings Räuber den bösen Sohn gespielt hat und sie geben ihm mittlerweile Sprechrollen, was ich auch sehr gut finde. Er spielt sehr gut und ist irgendwie auch Tänzer. Ich habe Carambar in der Blechdose für Binden aus Paris mit. Sie schmecken so schön nach verbranntem Karamell, sind aber schwer zu essen. Beim zweiten wird man besser, meint Stephan. 7 haben reingepasst, 3,5 für jeden. Beim letzten löst sich ein Stück Plombe bei Stephan. Er hatte es davor schon befürchtet und von dem Rolo erzählt und das schlimmste sei gewesen, dass er ihn nicht zu Ende essen konnte. Das war diesmal nicht der Fall, weil nur kleines Stück Zahnersatz. Stephan hat Karten für Wenzel Storch in Dortmund nächsten Sonntag besorgt. „Komm in mein Wigwam“. Das wird auf jeden Fall spannend. Auf dem Hinweg Fußballhinnies, d.h. Männer, die Gröllaute machen, die in jeder Sprache gleich klingen. Auf dem Rückweg muss ich an der Haltestelle Waterlooplatz jetzt immer an Sunla und Linkd In oder wie das heißt denken. Sie erzählte nach dem Abholen am Flughafen Schwechat, dass sie Werbung bekommen würde, wie sie die Haltestelle Waterloo in Hannover gerade umbauen mit geschichtlichen Daten auf graphisch gestalteten Stellwänden. Andras muss ihr mitteilen, dass der Computer weiß, dass er ihr diese Werbung schicken muss und sie in Hannover gelebt hat. The PC is watching us. So wie ich jetzt ganz viel Werbung für bunte Leggings bekomme. Es gibt u.a. Mikado mit Haselnüssen von Edeka.

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08.03. Paps schiebt sich Euromünzen ins Ohr. Das soll er nicht machen, kann sein, dass man die nicht mehr rauskriegt oder sich damit verletzt. Mama soll ihm was häkeln aus der braunen Baumwolle, die ich hier habe (Anm.: stammt auch aus Käthes Fundus und ich frage mich, was ich damit soll). Kann sie einen Ring bzw. kleinen Teller häkeln? Suche die gelbe Nadel und finde sie. Lustig, wenn Bastelutensilien von mir in meinen Träumen auftauchen.

Ich mache Boxenstopp unter herum auf dem Bidet, schreibe meinen ersten Traum auf und etwas BM-Text, der Typ ist doch Amerikaner und kommt aus NY schaue nach Flohmarkterminen und gehe dann wieder ins Bett. Schön aufwärmen und dann noch mal einpennen. Koch-Freundin von Claudia soll das sein, hat einen Typen kennen gelernt und will den heiraten und wegziehen aus Hamburg. Ich rate ihr dazu, dann soll es Nürnberg sein. Mag ich eh. Schönes Stadt, gute Gastro, gute Einkaufsmöglichkeiten, second hand und so. Wir liegen am Strand im warmen Sand. Ich soll sie küssen, d.h. sie küsst mich auf dem Mund und fordert mich dazu aus, so provozierend, ob ich das könne. Ich tue es, ihre Lippen sind sehr weich. Meine zu trocken, ich befeuchte sie mit der Zunge. Ich küsse sonst ohne Zungen und ihr nicht ausdauernd genug. Was ist mit dem Typen? Ist sie überhaupt glücklich mit dem? Ja, ich nehme das erst mit homosexuell, aber es gibt ja welche, die mögen beide Geschlechter und Stephan und ich sagen immer, es kommt auf den Menschen an und ich bin eher eine lesbische Frau, die auf Männer steht und ob sie das nicht auch kennt, dass man halt Männer und auch Frauen attraktiv findet. Wenn sie nicht glücklich ist, Na dann rate ich ihr ab vom Heiraten und nach Nürnberg ziehen. Wir gehen in die Wohnung einer älteren Frau, zu der ich einen Schlüssel habe und der ich zu einer Reise in den USA geraten habe und deswegen ist die Wohnung leer. Wir sind zu dritt und hängen bei ihr ab und haben Milchreis gekocht und so. Auf einmal kommt sie rein mit Koffern und ist überrascht und ich: ich wollte nur schauen, ob was gespült werden muss. Sie glaubt mir nicht und habe gar keine Spüle und ist sauer. Ich helfe ihr das Gepäck reinzutragen. In der Küche haben die anderen den Milchreis umgekippt und löffeln ihn wieder in die Schlüssel. Was ist passiert mit ihrer Florida-Reise. Wir liegen auf dem Teppich und essen was zusammen. Ich habe ihr das Esswerkzeug weggenommen und springe in die Küche ein Neues holen. Es sollte Gutschein sein und die haben sie irgendwie verarscht. Ich frage, ob sie nicht ohne Gutschein fliegen können, sie habe sich so gefreut und es sei nicht so teuer und jetzt sei das Wetter hier auch gut. Sie könne in 1-2 Wochen fliegen. Ich könne ihr helfen eine preiswerte Unterkunft zu finden. Dann stellt sich heraus, dass es Entschädigung für irgendwas wie ein Handyvertrag sein sollte. Der Typ aus unserer Gruppe klemmt sich dahinter und am Telefon sagt man ihr doch einen Flug zu. Sie soll fragen, ob sie dann auf ihre anderen Entschädigungsansprüche verzichten muss, souffliert er ihr zu und mit dem sie gesprochen hat (mein Tipp). Wir sitzen in ihrem 70er Jahre Wohnzimmer und der Typ fragt, was das hier kostet, wenn man es als FeWo mietet und ich sage ihr, sie könne ihre Wohnung noch vermieten um extra Geld zu machen. Die Terrasse sei herrlich und der Typ habe sie gleich genutzt (ich würde ja nie rausgehen, aber andere fahren darauf ab) oder als Filmset mit den ganzen Originalmöbeln. Es würde kultig ausschauen. Dann taucht meine Yogalehrerin Kaya auf die gerade auswandert mit einem großen Rucksack auf und die älteren Frau hat ihr einen Hartschalenstuhl mit Muster, wie wir ihn in der Küche zuhause haben geschenkt und ich sage, ich bin neidisch, ich habe auch einen von ihr bekommen und die seien toll und bequem. Nein, sie sei eben großzügig. Dann freue ich mich eher mit, dass der Stuhl jetzt nach Südamerika auswandert. Ich werde wach, die Sonne scheint und die Laune ist top. Noch mal einschlafen und noch mal träumen. Bester Sonntag ever. Wir haben gestern neben dem Souffleur gesessen und er hat mit dem Licht seines Handys gearbeitet. Da es sehr dunkel war und die Schauspieler weit weg u.a. in einem Glaskasten, der auf der Bühne aufgebaut war als Überwachungshäuschen, habe ich mich gefragt, wie das gehen soll, wenn sie ihn mal brauchen. Die Strumpfhose, die Mama im Schritt perfekt geflickt hat, bekommt gleich ein Loch am Zeh. Das sind die fiesesten, weil sie einschnüren ohne Ende und das echt schmerzhaft ist. Da muss ich dann ran und so sieht es auch aus. Stört nachher fast so doll wie vorher.

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Wieder Flohmarkt. Es ist so warm und schön. Sogar der Mantel muss runter und in die Tasche. Die Russin, die neben mir einer anderen Kundin eine Perücke verkauft: „ist echtes Chaar“. Dann die Frage der Interessentin: „kann man die auch waschen“. „Natürlich“, jetzt stockt sie, weiß selber nicht wie und hat es noch nie gemacht. „Kann man alles machen, kann man auch kämmen, ist robust“. Die Glasohrringe sind mir zu teuer, sie lässt nicht mit sich handelt und ich nehme nur die Kette, die mich an Jugendstil und Wien erinnert für 2,- €. Die Eierbecher mit schwarzen Pünktchen in Pastelneonfarben sind toll, aber nicht hütchentauglich. Eine Frau aus Berlin, die ich an Emmi von de Maiglöckchen erinnere, „die trägt auch immer so was“, ob ich es selbst gemacht hätte. Ich gefalle ihr, sie hat gefragt und darf mein Hütchen auch fotografieren, ihr Mann verkauft mir 2 Paar alte Holzohrringen 1,- € das Paar, in violett und orangefarbene in eckig, beide toll. Altes Holzspielzeug. Ich berate ein junges Paar ungefragt. Eine Sattelsammlung vom feinsten (hier hole ich nächstes Mal einen) und eine dicke Gürtelschnalle aus Metall mit zwei Männerhänden, die sich gerade schütteln. Passenden Ledergürtel kann man reinmachen. Toll. Auch toll die alte gefütterte Kaffeekanne mit Silberhülle, abgegriffen und innen kein Deckel, aber Stephan gefällt sie und sie ich echt ungewöhnlich. Auch Fahrradkörbe gibt es massenhaft im Angebot. Mit dem Fondue-Buch liebäugele ich wegen der tollen Fotos, aber Doro kann ich es nicht zumuten und auch Handtuchorigami spricht mich an. Ich stehe auf kleine Pferde und großes Werkzeug, das wirkt immer humoristisch auf mich, Witz durch Übertreibung und ich merke, dass nicht Viele diesem Witz folgen können und eher überrascht oder fassungslos schauen. Außerdem finde ich eine Crack-Pfeife aus der Schweiz.

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Wir treffen Janine und Nils, der reichlich fündig wurde für seine Affensammlung (einmal hatte ich ihm einen Plastikgorilla weggeschnappt, den schenke ich ihm jetzt für seine Sammlung, nehme ich mir vor). Stephan sagt, mit dem dürfte ich nicht zusammen kommen. Wir seien uns zu ähnlich, praktisch wie eineiige Zwillinge. Ich kaufe nur noch ein altes Brillenetui aus Leder mit Goldprägung und „St. Ischgl“ oder so drauf. Zuhause gibt es sehr süßes Müsli von Migros mit gebrannten Mandeln (Stephan will nichts essen und noch zum Sport) und ich ziehe eine noch buntere Kittelschürze über und putze das erste Mal in meinem Leben ein Fahrrad. Toll. Wie Autowaschen am Sonntag halt. Dass ich das auch mal erleben darf. Ich bin gerne so, d.h. in krasser Putzmontur unterwegs, das unglaubwürdigste Rollenspiel und es steht mir so gut. Dann von dem Ingwer vom Kiosk welchen holen, riesige Knollen, wie gemalt. Da muss eine Ladung abgekommen sein beim Großmarkt und Finduk für 6,99 € und noch eine Milch für Pfannkuchen mit Salzbutter, Zimt und Zucker. Susann schickt mir sehr schönes Bild von sich. Das kommt auf jeden Fall nächstes Jahr in ihren Kalender. Die Pfannkuchen gelingen auch. Die kann es Freitag zum Nachtisch geben, wenn sie zu Besuch kommt. Berlinwohnungen anschauen. Das ist mit sehr vielen Spannungen verbunden. Tim Raue hatte ein unglückliche Kindheit und ist jetzt Fernsehkoch.

Vor Suki

23.02. Ich träume und meine Yogalehrerin von der Yogawerkstatt ist irgendwie unsere Lehrerin an der Uni. Eine Frau will einen Stand mit politischen Flugblättern und die ist dagegen. Ich sage, der Unipräsident hat das Hausrecht und irgendwie sei das Gebäude doch groß genug, dass man dafür was frei geben könnte, einen bestimmten Bereich und will vermitteln. Irgendwie eskaliert das und die Frau mit den Flugblättern wirft ihr Verlogenheit vor mit „ihren Aufsteckzähnen“ und tatsächlich war es mir auch aufgefallen, dass die große, weiße, perfekte Schneidezähne hat. Sie sagt, die seien nicht echt und die Flugblattfrau, ja das habe sie gesehen. Die Zähne werden abgemacht und darunter sind kleinere, die nicht so perfekt sind. Das wäre manchmal schwierig, gerade mit den Amis, die ihre Kinder zu ihr schicken würden. Da würde das schnell als Mangel und Charakterfehler aufgefasst. Ich schaue meine Zähne an im Spiegel und habe kleine Haieckzähne, die ich aber mag. Ich bin mit meinen unperfekten Beißern mal wieder zufrieden.

Wache auf. Haben am Wochenende nicht alles geschafft und vor allem Aufräumen und putzen wäre mal wieder angezeigt…

Herr Borderline mit Mutter beim Familiengericht. Er versteht immer das Gegenteil, die Klägerseite hat die Arschkarte gezogen und wir können uns zurück lehnen. Warum haben wir die Arschkarte? Er muss zuhören und nicht immer das Gegenteil von dem verstehen, was ich gesagt habe. Ich muss an den Film gestern denken und fasse ihn oft an während der Verhandlung. Am Arm. Das hat sehr beruhigende Wirkung. DB hat bestätigt, dass der Automat defekt war. Der Fall Dart Turnier ist abgeschlossen. Der Kollege hat die Zähne nicht auseinander bekommen und rechnet die paar Kröten nach einem Gegenstandswert von 1.000,- € ab. Arme Sau, oder? Das bringt ca. 350 € brutto für das ganzen Schreiben und sich mit der Mandantin treffen und deren Leidensgeschichte sich anhören und bei Gericht. Da würde ich doch lieber Thermen warten. Sie ist eine verängstigte Maus, die sich nicht mal normal grüßen will mit meinem Monster und den Sohn soll er auch nicht ansprechen. Da kriegen die Kinder die Manieren ja gut beigebracht. Vor allem, es ist nicht passiert außer in ihrem Kopf und sie hätte heute die Chance das sich alles normalisiert, auch für sich. Aber sie bleibt verbockt.

Die Sportlehrerin hat gearbeitet, oder was man so nennt, wie sie selber sagt. Hat Karten mit alten Menschen gespielt. Was hat sie denn so drauf frage ich, Kanasta und Rommé. Sie ist so süß und ich werde nach der Doppelstunde endlich mal wieder Muskelkater haben. Schön. Ich denke an Kingsman und die Szene mit dem Bierglas. Herrlich. So fühle ich mich auch manchmal. Als ich nach Hause komme Überraschungsbesuch auf der Durchreise von der Insel. Das Essen ist kalt geworden und schmeckt nicht. Ich bin müde. In 6 Wochen sind wir schon in London. Irgendeine 6-Wochen-Frist hatte ich eingetragen.

24.02. Tolle, unterhaltsame Träume, aber sie sind mir entglitten. Email von Thomas, dem auch die Sprüche der Standardleser aufgefallen sind. Los, Thomas melde Dich an und zeige denen wo der Hammer hängt.

Dann ins Büro und die Mutter zurück rufen, die ich gestern abgewürgt habe. Ach ja, das war die Frist. 6-Wochen-Beschluss des Sohnes. MHH.

Die Marilyn vom Jobcenter. Wir haben Termin und Mietschulden. Sie hat French Nails rosa und mit Leopardenmuster und Glitzersteine auf die Tattoos geklebt, als Mittelpunkt der Blüten, ein kleines Steinchen und ein weiteres in der Lippe. Das hat alles nichts von Marilyn, die mit so was verglichen, total natürlich war. Die unterschiedlich dekorierten Nails machen sich an dem Taschenrechner zu schaffen. Juhu, Erfolg auf ganzer Linie, 1.850 € Nachzahlung an den Vermieter, Stadtwerkerechnung wird ausgeglichen und der Betreute bekommt auch was nachgezahlt. Was noch schwerer wiegt, eine Entschuldigung. Nehme mir vor, die Frau zu loben. Heißt ja Kundenreaktionsmanagement und nicht Beschwerdestelle. Muss man nicht immer nur beschweren, auch loben, wenn der Mitarbeiter gut war. Die soll Stellenleiterin werden. Ist sympathisch und offen, trotz der Wasserstoffblonden Haare, ach, die ist ja noch jung. Manchmal messe ich alles mit der Latte von heute. Das gildet auch nicht. Nach diesem Termin habe ich ein richtiges Hochgefühl.

Zu Frau Altersheim gegenüber, die eine spanische Immobilie verkaufen wird mit meiner Hilfe. Auf dem Weg dorthin kommt mir Bauleiter entgegen auf einem engen Fußweg und ich steige nicht vom Rad ab, wo will ich hin. Ich gucke erst so nach dem Motto, was geht Dich das an und sehe dann sein Schild und meine Auskunft: zu dem Altersheim. Es sind zwei Mitarbeiter im Zimmer. Was läuft gerade für eine Anwendung, störe ich? Der blutjunge Typ mit Rastalocken und dem blauen Arbeitsanzug, der nach OP ausschaut, übt Atmen und Tai Chi. Süß ist der. Wenn man nicht schlafen kann, kann man die Hände auf den Bauch, die Rippenbögen oder die Brust legen und da ganz tief hin atmen. Da bekommt man Lust zu Atmen und denkt, das Abenteuer Alter wartet auf uns. Wenn man dann eines Tages so da liegt mit dem jungen Mann über dem Bett, statt neben einem und man kann das alles nicht, Rippen anfassen, man kommt nicht hin, spüren wie der Atmen da rein fließt, man merkt nichts. Das wird eine neue Situation. Hoffe, mein Yoga hilft. Ich kann überall hinatmen und es fühlen. Psychoseartige Hypersensibilität habe ich da, in die Finger kann ich atmen und es spüren, wie der Atem dort hinfließt.

Zurück nach Linden lohnt nicht. Fairkaufhaus und ja, ich kaufe was für Thomas, der immer darauf herum reitet, dass ich Hamburg nicht so mag (was ja auch stimmt). Also Thomas, Du darfst gespannt sein. Heute kriegt sich eine Frau über meinen Anblick nicht mehr ein und muss die ganze Zeit krampfhaft lachen. Das ist wohl Unsicherheit. Drei männliche Rentner loben mich. Einen kenne ich schon und der lauert vor der Umkleide und ist mir nicht so recht. Der andere spontan im Treppenhaus. Schick sieht das aus und der Dritte im vorbei fahren auf dem Rad: der Zylinder wäre noch das Beste. Für Alex habe ich Peanuts Briefpapier, etwas angegriffen, Retro halt. Im Separee im Mary’s gibt es 3 Gänge. Schöner gediegener Mittagstisch. Ich könnte ewig hier sitzen bleiben und Kaffee trinken und Pralinen essen. Themen mit Alex, der nette iranische Kollege ist verheiratet und in Göttingen und man hört nichts mehr von ihm. Das Alter der Eltern und das eigene, Tagespflege als Kindergarten für Senioren, Krebs im Alter, der einen zugrunde richtet auf die fieseste Art, fängt mit Zungenbodenkrebs an, dann Lunge, dann Leber und dann auch noch mal was am Hals. Lesbenalarm im Prückel. Sie ist mal aus dem Teehaus am Ballhof geflogen, weil sie gestillt hat. Ausgerechnet heute kommt der Mandant der eine gewisse Verbindung zur Ex-Kanzlei ihres Mannes hatte. Der holt später einen Umschlag Geld und freut sich. Ist ein guter Tag, nur mein Sport fällt aus, aber ich merke ja auch noch gestern und mein Mann hat Probleme mit seinen emails. Die sind weg. Kann ihm welche von mir geben. Ich schicke Alex später Post-Its vom San Francisco Airport mit Tieren drauf. Die Blöcke aus dem Museumsshop in Wien gibt es nicht mehr und ich denke, sie kann sie besser gebrauchen. Bei mir fliegen sie nur herum.

Stephan hat Betreutenberührung und lernt den schwulen Türken kennen, der mir sagt: „Konja, kenne Se das? Daa müssen Se hin. Das isses.“ Wir eröffnen zu Dritt ein online Konto. Ich sage ihm, ich bin zu doof, muss der Chef helfen, der Oberbetreuer. Ich bin schlauer als er, aber mein Mann ist schlauer als ich. Er freut sich, meinen Mann kennen gelernt zu haben. Herr Ihme kommt ohne Termin und wird verfolgt von Christengruppen wegen seines germanischen Namens und hat einen Chip im Ohr und wird von dem kontrolliert. Er ist latent aggressiv und will nichts hören davon, dass er krank ist. Ich habe keine Angst vor ihm, auch wenn ich alleine im Besprechungszimmer mit ihm bin und seine Konzentration immer wieder abreißt und er mir nicht folgen kann und in seiner eignen Welt ist und sage ihm, das sei kein anwaltliches Problem, er soll bitte zum Arzt gehen. Ich meine es gut mit ihm. Er fühlt sich natürlich so, als würde ich ihn auch wegschicken. Der Arztpraxis schuldet er auch 10,- €. Auch hier noch mal anfassen um das zu bekräftigen. Das geht nicht mehr lange gut und vielleicht hätte ich alles stehen und liegen lassen sollen und ihn hinbegleiten. Das mache ich nicht, auch wegen meiner anderen Termine und weil das auf Dauer nicht geht. Hilfe durch ambulant betreutes Wohnen lehnt er ab, aber es geht nicht alles über mich und ohne Termin.

Um 17 Uhr hatte eine Frau einen Termin, die Demenz hat oder so was und alles durcheinander gebracht hat am Telefon und sich das dann aufschreiben wollte, ach so, zum Amtsgericht und Beratungsschein holen. Um kurz nach 17 Uhr ruft sie an und will einen Anwalt sprechen und weiß nichts von unserem Telefonat gestern und unserem Termin. Wohin das wohl führt?

Sport fällt aus. So ca. alle Kurse sind heute gestrichen.

25.02. Öfter in letzter Zeit bekomme ich beim Einschlafen einen kleinen Erstickungsanfall und schrecke dann wieder hoch. Ist mein Kropf so gewachsen, dass ich schlecht Luft bekomme, wenn da irgendwas ganz entspannt? Es ist jedenfalls doof.

Ganz toller Traum, dann mitten in der Nacht aufschrecken, bitterer Geschmack im Hals, Panik, sitze gerade im Bett, Teetasse umgerissen und einiges mehr, Bett nass. Leider weiß ich diesen Traum nicht mehr. Dann geht es langweiliger weiter. Irgendwie sind wir auf einem Festival mit Michi und Markus, Thomas und Yunfeng sind auch teilweise dabei. Wir gehen in einem Hörsaal an der Uni, der Boden ist unregelmäßig und mit Teppich überzogen, man geht über Rohre und runde Strukturen und manchmal wird es ganz eng. Wenig Zuschauer, was wir da sehen, weiß ich nicht mehr. Irgendwann schöne Landschaft mit alten Säulen und Ausblick, ist das Würzburg frage ich. Nein, es soll Heidelberg sein. Das kenne ich nicht. M und M sind nach Hause gegangen und wir treiben uns weiter herum. Es gibt viele Shops. Der Chef und ich sind sehr verliebt und hatten verrückten Sex. ich sage, dass mir das gefallen hat. Es gibt kleine Figuren aus Latex, Ales mögliche, eingeschweißt und auch Draculazähne, die sich mit den eigenen verbinden und kleine Figuren aus Knochen, liebevoll gemacht, z.T, als Schlüsselbundanhänger. An einem anderen Stand denke ich, es ist Knochen, aber es ist nur Plastik. Hier sind es kleine Häuserelemente. Das hätte ich aus Knochen lustig gefunden. Es gibt überall Sushi und es sind viele Asiaten da. Da sehen die Portionen groß aus, eine tätowierte Frau, die auf 50er burslesque macht, serviert gerade. Gurkensalat grob geschnitten und viele Beilagen, sieht nicht so lecker, wir wollen weiter suchen. Im Treppenhaus wird Musik gemacht und zwar Klassik, aber ein Typ, den ich nicht sehe hat eine tolle Stimme. Dann auf einer Etage Tiere, Hunde mit sehr weichem Fell, die mich erfolgreich zum Spielen auffordern bzw. mich manipulieren, dass ich sie streichele. Sie bewegen sich viel und komisch, dass ein normales Streicheln nicht möglich ist. Später denke ich, es müssen Katzen gewesen sein. Der Besitzer sagt, er kommuniziert mit ihnen auf verschiedene Arten und irgendwie auch per Telepathie und sie können ihm die Gedanken der Menschen verraten. Ich denke an was Eindeutiges und will testen, ob das klappt.

Die Kommentare der Standardleser passen ins allgemeine Bild:

„der ihre wohnung und das medikamentenkasterl. möchte ich sehen“

Die liegen alle so was von daneben mit ihren Einschätzungen. Ich wusste nicht, was ich anziehen soll und mein Mann hat einen Pornoschwanz. Nee, die Wirklichkeit ist anders und ich weiß immer, was ich anziehen soll. Die das nicht wissen, haben nicht zu viele Klamotten, sondern ein Kopfproblem.

Auffälliges Wien-Hütchen. Das fällt selbst der selber auffälligen Wiener Urgroßmutter mit dem grauen Mustermix-Haaren auf. Ich „leuchte von da vorne“ begrüßt sie mich. Der Betreute ist spe ist anstrengend und muss etwas auf Abstand gehalten werden. Ein Karton mit Sachen, der nicht untergestellt werden kann bei der Freundin (sie hat zwar 2 Kinder und er wohnt da, aber ein Karton geht nicht??) und in der Bachstraße nicht sicher genug ist. Hallo, es gibt wohl andere Probleme bzw. so sieht nicht lösungsorientiert aus. Wenn das so schon anfängt. Die Richterin ist bereit mich einzusetzen, jetzt muss noch die Stellungnahme aus Langenhagen mit eine Unterschrift und Diagnosen versehen werden. Sein Suchtberater erreicht mich am frühen Abend, duzt mich aus Versehen vor lauter Sympathie, bloß nicht zu viel vor den Karren spannen lassen ist sein Tipp. Er mag mich anscheinend bzw. meine Art und will mir zwei neue Betreuungen angedeihen lassen, einen Alkoholiker und eine geistig Behinderte Kandidatin. Die Zusammenarbeit mit ihm klappt schon mal super und in dem einen Fall macht er die Wohnbetreuung.

Notartermin für den spanischen Wohnungsverkauf nächste Woche. Darf ich Suki mit ins Altersheim nehmen? Muss ich wohl vorher anrufen.

Herr Ihme war gestern beim Arzt und hat der Arztfrau auch die 10,- € in Aussicht gestellt. Ich fass es nicht und bin total glücklich darüber, dass er sich hat lenken lassen. Für die Spritze war es zu früh, er hat Schlafmittel mitbekommen und ich bin glücklich.

Telefonat mit meinen süßen Eltern. Gemeinsame Reise nach Israel oder Istanbul. Muss ich mit Stephan besprechen und Weihnachten wollen sie uns auch zum Essen einladen in den Dötzer, am Tag vor Weihnachten, am 23.12. Da haben wir sonst immer andere Pläne in Nürnberg oder Würzburg, aber ich finde es süß und solange habe ich meine Eltern nicht mehr. Ich bin heute rührselig und denke, das Leben ist kurz und man sollte sie begleiten und möglichst viel miteinander teilen, es war dann zwar lang, aber der Weg hat auch ein Ende. Das was mich ängstigt ist es, die Bayreuther mal wieder zum Staunen zu bringen und wie mein Mann das findet.

Beim Notar liegt der Playboy aus und eine hässliche Fototapete vom Flohmarktufer klebt an der Wand. Kantine, endlich mal wieder, erbettele mir Olivenbrot. Die Kassiererin hat es gebacken. Erst will ich das nicht glauben, aber später fragt die Kollegin, ob sie mal Morgen mal wieder backen würde. Der Sandler mit den großen Kopfhörern, der die Gulaschsuppe im Stehen gegessen hat, setzt sich neben mich. Ich bin erst sauer, weil Harald pünktlich kommt und nicht 15 Minuten zu früh, wie wir und es dann wagt aufs Klo zu gehen und ich weiß nicht, wo er abgeblieben ist (kenne kein Klo in der Kantine) und springe hin und finde ihn nicht und mache mich zum Deppen. Harald müssen wir in Bremen besuchen. Da gibt es eine tolle Kantine. Ich bin satt ohne Ende bis nach dem Yoga. Dieser Quark mit Kekse in dem heutigen Tag gibt einem wohl den Rest. Ich liebe diese Rampe, die schwer nach dem Erfinder bei den Minions ausschaut, der Alte, der gaanz langsam fährt.

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Wir fahren am Landtag vorbei und machen uns darüber lustig, dass da nur noch eine Gerippe steht. Ab wann ist die Sanierung dann doch ein Abriss und was lassen sie überhaupt stehen? Eine hauchdünne äußere Betonhülle und dann sich wundern, wen die Betonsanierungskosten in die Höhe schnellen.

Ich kann endlich Rechnungen schreiben. Fürs am Rechner helfen bekommt der Kollegen ein Reststück von dem Olivenbrot aus der Kantine. Er ist genügsam. Morgen muss er einen Vortrag halten und will auf meine Empfehlung ins Mary’s gehen.

Traum von neulich fällt mir ein, in dem meine Sportklamotten nass waren und ganz stark nach Sperma gerochen habe und ich mich nicht entscheiden konnte ob das schlimm ist oder nicht so.

Heute schmeckt das Essen von Montag mit Salz, Pfeffer und Butter richtig schön angebraten und warm und mit altem Gouda dazu.

26.02. Traum von Kalifornien. Unsere Übernachtungsmöglichkeit grenzt an ein Fischrestaurant und der hat ein Aquarium mit ganz bunten Fischen, schwarzen hummerartigen Tieren vor der Tür. Ich will unbedingt da was essen und überrede Stephan und frage den Restaurantleiter, ob er noch Plätze frei hat, ganz früh, ja wir können gleich in einer ½ Stunde was Essen. Passt nicht so gut, aber ich bin fixiert. Dann kommen Sabine, Larissa und Claudia und ich erzähle ihnen, wie cool die Gegend ist. Ein Kulturzentrum und in der ganzen ersten Etage Galerien, die allerdings geschlossen hatten als wir durchgelaufen sind. Männer, die riesig und nackt sind mit eindrucksvollen Schenkeln und Hintern und aussehen, wie die überzeichnete griechische Darstellung von olympischen Turnern, die aber Steinmetzarbeiten verrichten, in fast nackt und das Außenschloss wo wir gestern waren, wäre auch was für sie. Wir trennen uns und treffen uns abends wieder und die restliche Reisegruppe hat fast den ganzen Tag im Apartment und der Umgebung verbracht. Ich bin neidisch. Im Fischlokal, bitte nur Kleinigkeiten, wir sind schon satt, Stephan und ich. Gerne den exotischen Fisch in roh, Sashimi, wenn man den roh essen kann. Dann Sonnenuntergang, ich ziehe los um ihn fotografisch einzufangen. Zu spät, Kamera zickt, es klappt nicht. Ich muss es so genießen. Das Wasser ist voller Menschen und die Beleuchtung toll. Das ist unrealistisch für Kalifornien mit dem Meer voller Körper. Auf dem Rückweg gehe ich lieber außen herum, erst war es nur ein Baumstamm, das zweite ist ein Krokodil. Das muss ja nicht sein, dass ich durch das Wasser zurück balanciere. Werde wach. Der Junge unter uns „spielt Schlagzeug“, lässt Frust ab durch Klopfen.

Absage, der Krankenpfleger, der fleißig neue Schulden macht, hat Grippe. Konnte aber gestern Abend noch zum Geldautomaten.

Anruf bei der Richterin, ob sie den Versorgungsausgleich macht bei meinem schwulen Türken, wo die Frau nach 3 Minuten wieder abgehauen ist und die Ehe faktisch nicht bestanden hat. Sie will es mir nicht verraten und deutet es an. Ich rufe die Verwandten in Salzgitter noch mal an wegen der Vollmacht und schicke denen einen Vordruck. Dann nachlesen, dass ich den Scheidungsantrag bis zur Rechtskraft zurück nehmen kann. Das mache ich dann, wenn die Blödsinn macht. Dann soll meiner einfach weiter verheiratet bleiben und die ungekürzte Rente behalten und sie darf nicht nach Deutschland einreisen. Dann scheiß drauf. Die Frau hat in der Türkei neu geheiratet und der Mann ist auch schon wieder gestorben. Wenn das nicht sich wirtschaftlich verselbständigen ist, dann weiß ich es nicht.

Die Betreute auf die ich keine Lust habe mit Sozialgerichtsklagen kommt aus Hameln mit der Wohnbetreuung. Sie hat einen ganz ruhigen Hund dabei, der sich bei jeder Gelegenheit sofort auf den Boden legt und keinen Muks macht. Sehr positives Gespräch. Ich rate zu: raus aus der Opferrolle, sein Leben mit anderen Inhalten füllen, weitergehen, schauen, wo die positive Energie herkommt. Wenn sie über den Hund spricht, hat sie einen ganz anderen Ausdruck, ist ein anderer Mensch und dieses andere, was nicht betroffen ist von den Verfahren, das muss sie wiederentdecken. Wie man auf Verletzungen reagiert ist entscheidend, an der ersten Verletzung kann man nicht ändern, aber dass man nicht durch seine Haltung eine größere hinzufügt, wie dies in westlicher Kultur häufig gemacht wird, das kann man selber beeinflussen. Entscheiden, was ist wichtig und wo lohnt sich der Kampf und was kostet nur Kraft und muss los gelassen werden. Ich werde sie beraten und sie wird sich dem Rat anschließen. Sehr schöne Sitzung. Zum Schluss zeigt Alfons sein wahres Gesicht. Laut bellen, wie verrückt, aber die Hündin lässt sich nicht beeindrucken. Sie merkt, dass da nichts dahinter ist. Dann Schwanz einklemmen ohne Grund. Der Bürohund ist echt nicht gebalanct. Das ist so was von sicher.

Mittag viele Kalorien zuhause. Buttertoast in der Pfanne angebraten, dann Schweizer Chips und türkische Haselnüsse sowie getrocknete Marillen aus dem Nachbarland. Gut, dass man fettigen Joghurt essen soll, wenn man abnehmen will. Das wusste ich schon immer. Streit mit meinem Mann um den 23.12. Mehr will ich dazu nicht ausführen. Im Sommer ein Sommerfest an der Donau mit Sunl am Grillplatz ihres Vertrauens? Träumen kann man ja schon mal. Dann ist Tichy-Zeit.

Suki darf mit ins Altersheim. Nachmittags die Betreute, die bald wieder in den Schuldienst will, den sie 2011 krankheitsbedingt abbrechen musste. Sie muss zum Amtsarzt. Die Knochenlampe ist bald fertig. Ich rufe den anderen Borderliner an um 18:30 und der freut sich voll über meinen Anruf, er mag mich und meine Farben. Alles wieder schlimm. Er hat sich nicht getraut anzurufen, weil er sich geschämt hat und freut sich so über meinen Anruf. Mal wieder zusammensetzen mit der ambulanten Wohnbetreuung. Er schlägt nächsten Donnerstag vor. Dann würde Suki auch mal die desolate Rattenwohnung kennen lernen, aber das sind mir zu viele Außentermine an einem Tag. Vielleicht die Woche darauf oder er kommt vorbei. Mein Kollege ist den ganzen Tag nicht aufgetaucht. Den Leuten sagen, dass er eine ganztägige auswärtige Veranstaltung hat. Heute Abend ausnahmsweise Sport bei Pia und ja, sie nimmt uns wieder ran. Das ist gut. Sie ist zur Zeit die Grace-Trainerin und vertritt alle ihre Kolleginnen, die alle malad sind und Knie haben. Die afrikanische Nonne aus Linden macht jetzt Ballett in meinem Studio und kommt mir aus der Umkleide entgegen.

Das Ende von Lexigrund für uns? Meine Wünsche gehen alle in Erfüllung, weil ich ja schon seit Jahren mal nach Mannheim will. Heike hat Verständnis für meine Absage. Ich komme endlich dazu die Wienpostkarten zu Ende zu tuschen, was ich letztes Wochenende gemacht haben wollte und die Sachen liegen ewig rum. Darauf hatte ich mich schon gefreut als das Wochenende wieder nahte und so schnell diese Woche. Steffi kann vermutlich auch Sonntag nähen. Dann vielleicht zusammen Sushi bestellen oder ich hole anschließend was von Mr. Thang. Au ja, ich freu mich.

Haare waschen kann so geil sein, wenn man es lange genug herauszögert. Das wissen die wenigstens, weil kaum einer Haarwaschfasten so betreibt wie moi.

27.02. Ich übe mich und kann mich an meinen Morgentraum von davor noch erinnern. Meine tote Großmutti kam darin vor und lauter interessantes Zeug von früher, ein Puppenstubenschreibtisch mit winziges Schubladen. Eine Kombination als Angorapulli und Hemd, d.h. Hemdsärmel an dem Pullover, den jemand abgeschnitten hat und die Reste behalten. Das muss meine Mama früher gemacht haben. Ein Aufdruck vorne ist durchgeschnitten. Es war Berufsbekleidung für den Beruf des Uhrmachers, den Großmutti (die Mutter meiner Mutter) wohl mal erlernen sollte, was ich gar nicht wusste und an Ärmel, die man ausklappen kann, sind Maße eingezeichnet, die man dafür braucht wie so ein kompliziertes Lineal. Das zeige ich dann später dem Nachwuchs. Wir unterhalten uns und es ist noch ganz früh, vor 7 Uhr. Was ist das? Eine dicke Kette aus Horn mit einer Art Pferdekopf auch aus dem Material? Das war für die erste Waschmaschine die Kette als Antrieb, erklärt eine andere Frau. Das ist ja toll. Ich probiere es als Hütchen. Jetzt muss ich mir was überziehen, weil die anderen langsam wach werden und rein schauen und da sehe ich aus wie in der Umkleide beim Sport und verstecke mich immer im Nebenraum. Ein Batik-T-Shirt, was ich verschenkt habe, soll gerade innerhalb der Familie an ein Kind weiterverschenkt werden, ist dem Mädchen aber viel zu groß, soll sie reinwachsen? Süß und ich freu mich, wenn alles seinen Platz hat, aber so toll ist das auch. Ich träume von einer Toten. Das passiert auch selten, aber es sind meine Vorfahren und das Thema Familie spielte gestern eine Rolle.

Ich beobachte meinen Mann beim Schlafen. Er liegt auf dem Rücken und bläht die Lippen auf und presst den Atem durch sie hindurch. Das wirkt leicht gequält, ein bisschen wie furzen an der falschen Stelle. Ich nehme an, das sind Überreste der Erkältung und, dass es sonst anders ist. Muss ich auch mal beobachten, damit ich auch weiß, wie er normal atmet. Warum sind alle krank und ich nicht? Das ist ein verrücktes Jahr.

Schreibe Steffi und Heike und dann auch Andrea. Was ist mit dem grünen Cordstoff von Markus Mutter? Einer ihrer Stoffreste ziert jetzt mein Weezer-T-Shirt, was mir immer noch nicht steht, wie Stephan gestern festgestellt hat, aber für Sport reicht es.

Die Brosche meiner Verwandten kommt zum Einsatz (Opa mit seinen Schwester, darunter die Kochbuchautorin), die mir Mama Weihnachten mitgegeben hat. Ich habe so Angst, dass ich sie verliere, aber deswegen gar nicht tragen wäre auch nicht Sinn der Sache und irgendwie so als hätte ich sie schon verloren, also gut aufpassen. Wohnung Berlin, Atelier tauglich? Schon gekündigt, heute Abend Tanzen in der schwulen Sau. Werde mich wieder nicht aufraffen können. Immer kläfft mich Alfons an und ist dann ganz aufregt und zugleich ängstlich, dann wird ihm erklärt, bin doch nur ich und muss er nicht. Leider versteht er keine sprachlichen Erklärungen und ich habe nicht das Gefühl das es besser wird.

Heute wurden wir als Pärchen im Standard abgelöst. Das schmerzt, aber es war unweigerlich. Ich habe mir zwei Ringe angeeignet, einen von der ersten Wienreise aus herrlich blass rosaner Keramik. Ich freu mich und werde den ganzen Tag daran erinnert optisch und olfaktorisch. Das mit dem Anfassen, was geschrieben stand, ist so was von wahr. Stephan macht mich immer Glauben, ich hätte einen voluminösen Hintern, so wie er ihn anfasst. Dann probiere ich es selber und da ist nichts. Wie macht er das? Phantomschmerzen in umgekehrt?

Menschen, die sich viel Gedanken um Flecken und Hygiene machen, neigen zu Kopfschmerzen. Das bewahrheitet sich heute wieder. Ich sehe im Kalender, dass der Praktikant heute den letzten Tag da ist. Den habe ich aber auch nicht viel gesehen. Dann taucht er auf mit Post, aber Erwachsenenansprache Fehlanzeige. Der Kollege schlägt um halb 1 mit Kuchen auf. Das scheint immer auszureichen dann. Mein Telefon repariert er durch Stecker ziehen. Warum klappt das bei mir nicht? Claudia will vielleicht übernächstes Wochenende zu Besuch nach Hannover kommen. Ich beantrage haufenweise zusätzliche Betreuungsleistungen für meine Betreuten, schreibe mein Lob für die Blondine aus der Walter-Gieseking-Straße. Die soll Teamleiterin werden wenn’s nach mir geht. Dann email an den Kollegen aus Braunschweig, Fachanwalt für Sozialrecht, dass meine mittellose Betreute ihm keine Stundenhonorarvereinbarung unterschreiben kann (und ich das dann alles übernehmen darf, wenn er keinen Bock mehr hat). Telefoniert mit meinem Betreuten, der Rückfall gebaut hat und in der Entgiftung ist. Natürlich, die Zentrale in Wunstorf findet ihn erst nicht. Da werde ich schon wieder cholerisch. Das Amt hat Geld für ihn nachgezahlt, weil Schecks zurück kamen, auf mein Konto, aber zu viel und ich warte die Korrektur ab, bevor ich das auszahle. Nur das Ordnungsgeld zahle ich davon. Es fällt ihm schwer, das einzusehen. Ist aber so. Dann hat er neue Strafsache. Wodka für 1,69 € bei Rossmann, ach so, Flachmann. Ich hatte schon Angst, wie billig der Fusel sein kann. Er hat in der Schlange gestanden und wollte zahlen. Der Strafverteidiger sagt, erst Akteneinsicht, dann erst Einlassung. Da ist er streng. Dann telefoniere ich mit Herrn Afghanistan und seiner Bewährungshelferin, die uns was schreibt fürs Verwaltungsgericht. In zwei Betreuungssachen laufen im Mai die Bewährungen ab. Yuhu! Der reiche Typ, der 700 für einen englischen Führerschein zum Fenster rausschmeißt und 40.000 € für Zähne, kann meine Rechnung nicht mehr zahlen und hält sich für mittellos. Mit dem Verkaufserlös der Wohnung, will er seinen Eltern das Geld zurück zahlen und dann ist er pleite. Alles gut, aber dann soll er auch gefälligst seinen Hintern zum Jobcenter bewegen und dort einen Antrag stellen. Wir hatten das schon besprochen, dass er dann verhungern wird, weil er mit Sauna im Schlafzimmer 200,- € Stromabschlag bezahlt und nur 399,- € Regelsatz bekommt. Ich hatte ihn eindringlich aufgefordert seinen Lebensstil umzustellen, aber das hat er mitnichten gemacht. Er hat beschlossen, sich weiter von seinen Eltern aushalten zu lassen so nach dem Motto, sie bestehen nicht auf Rückzahlung und jetzt auf einmal doch und er hat Grippe und kann nicht zum Jobcenter. Ich schicke ein Fax. Das habe ich schon mal im Mai gemacht als ich die Betreuung übernommen habe vor Paris. Damals kam auch keine Reaktion. Das wird spannend. Der Barzahler, klein, aus Sri Lanka meine ich, mag mich, bringt mir manchmal Essen, versteht nur 1/3 mit den ewigen Problemen mit Energieversorgern. Das geht mir auf den Puffer und ich sage es ihm unverhohlen. Ich will das nicht mehr beackern, auch wenn er mich dafür zahlt. Da muss mal Ruhe rein. Macht einfach keinen Spaß. Zu einer Betreuten, die mit Kabel Deutschland Probleme hat, bin ich aber fuchsig. Ich kann nicht nach Unterföhring fahren. Ich kann die anschreiben und ansonsten kann sie kündigen und/oder die Einzugsermächtigung für ihr Konto widerrufen und sich eine Prepaid Karte holen, wenn sie mit dem Anbieter nicht zurecht kommt. Ich bin kein HTP oder so was Berater. Mich ärgert das, das die alles mögliche Abschließen und ich soll dann machen und manchmal geht es eben nicht. Ich hatte sie angerufen, weil 100,- € mehr als sonst abgebucht wurden und das Modem sollte doch umsonst sein, weil der Anschluss nicht funktioniert hat….Das muss sie mit denen klären, indem sie dort hin geht und sich den Namen des Mitarbeiters aufschreibt und es sich schriftlich geben lässt, sonst ist ein Handy auch nicht zum Leben notwendig. Alle haben Handy außer Katzen oder wie was das? (Vladimir Kaminer).

Noch mal Rechner hochfahren, weil Richterin mich vor dem Sport erwischt und Anhörungstermin abmachen will. Dann reicht es nicht mehr für Post. Dann fällt mir ein, es ist noch früh, ich kann den Briefkasten in der Königsworther Straße nehmen. Was schon um 16:30 Uhr Leerung, ach so, fahre weiter, muss doch nachher noch mal zum Lindener Marktplatz. Man Sport geht schon um 16:30 Uhr los. Auch wenn ich spät dran bin, muss es kurz davor sein. Noch mal zurück und doch da einwerfen. Manchmal bin ich so langsam von Capé.

Statt getrocknete Fleischchips aus der Schweiz, die Alpenmitgliedsausweise für 2014, Akademikerfraktion Wien und die Titel dazu Stephan ist Hofrat und ich bin Ministerialrätin. Hammer. Das macht was her und ist zum Basteln gedacht, was ich am nächsten Tag auch damit mache.

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Ich hatte Gela geschrieben, dass sie vorsichtig in den Bergen sein soll wegen Lawinen und so und, dass kein Mensch so was wie Eisklettern machen sollte und sie kennt mich gut mittlerweile und meinen Geschmack und hat alte Zeitschriften auf die Hütte gefunden, die sie nicht mitnehmen durfte, aber zumindest für mich dokumentiert hat.

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Ich mache bald ein Praktikum im Hutgeschäft unter mir und werde Milchkaffees mit Andrea trinken und ratschen solange keine Kunden zugegen sind. Katzen sind allesamt nicht für Kinder geeignet nach der schlechten H1 Tierheim Hannover Sendung zu urteilen, weil die Katzen, die vorgestellt werden, schmusen gerne, zeigen aber auch, wenn sie was nicht mögen. Hähh? Gilt das nicht für jede Katze auf dem ganzen Planeten? Dann dürfen die alle nicht zu Kindern oder die Kinder kommen damit klar, sonst muss man es ihnen beibringen. Dann laufen komische Nazis auf Speed Videos. Heute denke ich: armes Hannover. So 80er.

28.02. Traum von einer Reise mit Jasmin. Sie war ins Wasser gefallen und musste ganz teuer ein Taxi nehmen, auf der anderen „Rheinseite?“ wäre es um ein Vielfaches billiger gewesen. Was sind das für Ferienhäuser mit dem Naturstein und gleich am Wald. So ländlich und das hier in der Stadt. Sie sind nicht abgeschlossen und ganz neugierig gehe ich rein und schaue mich um, habe dann aber Angst erwischt zu werden und gehe schnell wieder raus. Zwei Bücher lass ich einfach irgendwo und tue sie nicht mehr zurück und denke, ohoooh, wenn das mal nicht auffällt. Ach so, die Inhaber sind den ganzen August nicht da, na dann können wir ja nach Belieben rein. Irgendwie gibt es einen Hamster. Da muss mal wieder einer den Stall sauber machen, aber hoffentlich nicht wir. Ich schaue mir das an und der Käfig besteht aus zwei Seiten und die eine benutzt er offenbar als Klo. Ich lasse das Tier frei herum laufen und er pisst gegen das Necessaire von Jasmin. Das wasche ich wieder. Wir nehmen den Inhalt raus, leider stinkt es sehr. Dann gibt es einen Behinderten, der das Tier gerne nehmen will. Große Erleichterung. Kurze Zeit später ist es tot und ein anderes Tier auch und die Leichen schlimm zugerichtet mit Löchern drin (warum eigentlich zwei?). Ich will den Sarg basteln und lasse mich beraten, wie groß er sei muss. Das wird auf einem Papier aufgemalt. Da sind schon so viele Striche. Die Äußeren zählen. Der Berater verdeutlicht sie noch mit einer gestrichelten Linie. Was machen wir rein in den Sarg. Er sagt, Erde geht, aber auch jeder andere Material. Ich spucke Sand aus dem Mund hinein, was recht unangenehm ist und überlege dann welche von meinen Bastelsachen ich als Grabbeigaben dazu machen kann.

Markt, Sonne. Ich gehe zur Feier des Tages mal mit. Wir treffen den netten Jan mit Begleitung und anderen Freunden. Einer mit großen Zähne und schicker Mütze ist in seinem Schwimmteam. „Das ist doch voll anstrengend und man bekommt nasse“ Haare und „ihr seid doch bestimmt alle Michael Phelps Fans“ fällt mir qualifiziert dazu ein. Nach Stockholm wollen sie nicht reisen, aber vielleicht zusammen mal zum Yoga gehen. Wir stehen in der Sonne und genießen es und Stephan und ich essen 2 Crepes, mein zweites mit Zuckerrübensirup und Butter. Lecker. Ein junges Mädchen starrt mich so heftig an, dass es ins Wachkoma verfällt/Starrstarre und auf die Ansprache der Mutter gar nicht mehr reagiert. Ich gehe mit der zweiten Runde Crepes zurück. Die Kollegenfrau mit dem aufgedunsenen Gesicht, wie ihre Mutter als sie auf Psychopharmaka war, trifft sich mit ihren vergnatzten Freundinnen. Mondgesicht und ganz schlanker Körper sieht auch kacke aus. Ich weiß, ich bin böse, aber die kann ich echt nicht mehr ausstehen. Ist vorbei und grußlos gehe ich vorbei. Mein Vierzigster ist auch schon eine Weile her. Morgen soll Frühlingsanfang sein, meint Jan und das Wetter würde aber schlechter, nein, das ist nie an einem ersten eines Monat, bin ich der Meinung. Das was auch sein Schwimmkollege zu bestätigen, der es besser weiß. Irgendwann wollen wir uns mit den Whippets treffen. Kurz ins Büro, wo die Psychos auch am Wochenende telefonieren. Sie telefoniert mehr als ich und zahlt weniger. Ich merke, dass mich das Agro macht und wir da eine neue Regelung finden müssen, weil ich diese Subventionierung nervig finde und eher Schmerzensgeld für das ganze Gebimmele fordern will durch die häufige Taktung und viele Kundschaft bringt das sehr viel Unruhe rein und immer steht die Klotür oft, weil aufs Klo müssen sie alle. Ich rufe einen Betreuten an, ausnahmsweise, weil Kabel Deutschland versucht abzubuchen und sein Konto nicht gedeckt ist. Zuhause essen wir frisches Brot, warm gemacht mit leckerer Salzbutter, ganz dick. Irgendwann beschließt Stephan erst Morgen zu fahren und bucht das Hotel, was seine Schwester auch genommen hat nach viel Internet gucken will mich noch überreden, aber das ist mit zu stressig, einen Tag hin und zurück und Montag erst zurück und 10 Uhr Landgericht ist mir auch zu stressig. Ich trenne mich auch nicht gerne. Ein Koch aus dem Steirereck, mit einem runden, unrasierten Gesicht, der total süß ausschaut, hat einen neuen Laden aufgemacht in der Wiedener Hauptstraße oder so und der Mittagstisch kostet 8,50 € und es gibt abends Vitello Tonnato und Gänseleber mit Brioche und Quittenmarmelade. Wir brauchen keine Restaurantempfehlungen, wir finden selber was uns gefällt und schaffen eh nie alles auf dem Plan. Katalin wünscht sich drei Fragezeichen. Die spielen live in Freiburg. Ich frage die Mutter, ob das auch was sei. Ein Ausflug mit der Familie zu den Großeltern und dann Rothaus Arena? Billig sind die Karten nicht, muss schon gewollt sein und weiß auch nicht, ob Kinder da überhaupt rein dürfen seitens der Veranstalter und seitens der Erziehungsberechtigten. Ich bastele Hütchen zu Ende, die ich letztes Mal bei Steffi genäht habe und eines aus gelben Eierbechern wird geklebt (da hatte ich gleich eine Idee und es ist mit einfacher Mitteln gemacht, sie sind dynamisch übereinander getürmt, sieht aber hammer aus, wird aber wieder viel für Unruhe sorgen) und umhäkele ein dickes, schwarzes Gummistück. Wir schauen 2 Folgen Cesar und essen lecker die Reste von gestern, die heute noch besser schmecken. Pasta mit Fenchel, Chicorée und Mango-Tofu und Kapern. Stephan will mir den Laptop wegnehmen für die Reise. Ich biete ihm mehrfach mein Handy als Bauernopfer an, aber das will er nicht. Ich wollte den Wientext schreiben. Was? An seinem Rechner? Das ist ungemütlich und wenn ich es nicht kenne, bin ich sehr unflexibel. Zum Nachtisch gibt es Matcha-Eis aus Wien. Ich hatte eine Packung gekauft in dem japanischen Laden am Nachmarkt und man musste es nur mit Milch anrühren und einfrieren. Ich habe etwas Angst vor der Wirkung und kann auch nicht sofort einschlafen. Stephan spricht mich nachts an, also ihm scheint es auch so gegangen zu sein. Glaube nicht, dass das eine Reiseaufgeregtheit wegen der paar Stunden Berlin ist.