Archiv der Kategorie: Sauerrahmbutter

Alltagsberichte – das Tagebuch

How are YOU? (nach der Reise)

29.05. Wieder gelandet. Frankfurt Flughafen nach der Umbuchung durch meine Schwägerin. Nutzen die Zeit bis der Zug fährt. Meiner Mutter mache ich wieder Angst mit meinen Erzählungen von dem amerikanischen Ehemann: Ich soll erst mal hier ankommen und was sagt mein Mann dazu? Diese Panik und ich weiß auch, woher das kommt. Sie hält mich für meinen Vater, aber der bin ich nicht. Was, dann am Flughafen in der Businesslounge schon wieder was gegessen nach dem Mittagstisch im Momofuko? Das habe ich doch von ihr dieses Pornogen und dann tut sie immer so harmlos und geschockt. Frankfurt ist ja lächerlich von der Skyline her, aber im schwarzen Kohleberg wächst Gras. Endlich höre ich die Playlist von NY. Im Zug ein Typ mit Helfersyndrom. Die Chinesen (wohl rail and fly) sind im falschen Zug nach Hamburg und nicht nach München. Change next station wird dem Anführer gesagt. Die Zugbegleiterin soll das auf den Fahrkarten notieren, dass sie im falschen Zug waren. Der eine von den zwei telefoniert pausenlos aufm Handy und raubt mir den letzten Nerv. Das macht auch unkonzentriert, wenn man umsteigt. Erst denkt man, nett, aber der schwule Typ findet keine Grenze. Er langweilt sich an seinem Rechner und zeigt jetzt den Grundriss von Kassel/Wilhelmshöhe, der Station, weil das müssen sie auch zur Polizei, weil Ausweis verloren und meldet immer neue Ideen und ruft den Chinesen zu sich in den Gang, will alle Eventualitäten mit ihm durchsprechen, kann sein, der Zug wird geteilt….In Wirklichkeit will er sich geil englisch reden hören mit britischem Akzent. Ich höre meine Playlist und schaue zum Fenster raus. Hier sieht es überhaupt aus wie im Urwald. Der Tag ist eine Quälerei. In Bewegung bleiben, Pflanzen gießen (denen ist meine Abwesenheit gut bekommen, die letzten Amalfi-Zitronen hatte ich umgebracht), auspacken. Der Nachbar schließt die Tür auf und erwischt uns auf dem Sofa. Taxi Driver hat mir Stephan gesucht und dazu häkel ich. Mehr geht nicht. Will ich das andere nicht mal erst wegmachen sagt Stephan auf den Berg aus Dreieckstüchern bezogen. So sah es mal in NY aus. Auch in SF als ich da aufgewachsen bin. Schlaghosen und Leuchtreklame, Afro, die Menschen sitzen auf den Stufen vor dem Haus, wie Sesamstraße und Pornokino und im Sommer Feuerhydranten, die die Straße nass machen und der Großstadtdschungel abkühlen. Hunde in der Stadt gab es so gut wie gar nicht. Ich schaue langweilige Tierfilme, Vögel und Tiefseebarsche. Warum so viel Haz, die war doch abbestellt? In Hannover sind Special Olympics. Elisabeth hat es mit dem Geld genau so gemacht wie sie es angekündigt hatte. Die täuscht das nur vor ist Stephans Fazit. Er wagt sich abends ins Büro, da wird man wieder munterer und kommt mit zwei Pizzen wieder und die schmecken. Ich nutze meine Neuentdeckung des Tages oder von gestern. Finger Limes heißt die tollste Frucht der Welt, die sie mir mittags im Momofuko geschenkt haben, sieht von außen aus wie Partygürkchen und die runde knackigen Perlen, die im Mund platzen wie Fischeier, aber knackiger, kann man rausdrücken wie Pickel. Klingt nicht lecker, ist es aber. Pille gemeinsam einwerfen (ist wie gemeinsamer Suizid) und um 10 ins Bett.

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30.05. Eine Yogaschule wird verklagt oder klagt gegen ein Tonstudio, weil die extralauten Soundcheck machen, wenn die in der Endentspannung sind und die Teilnehmer werden im Treppenhaus beleidigt und bedroht. Das kann ja nur das eine (Neue) sein. Lustig oder skurril. Herr Yoga: „ich hoffe, Sie hatten einen wunderbaren Urlaub und wollte mich nur mal kurz melden und bestätigen, daß morgen am 30. Mai die SAP-Schulung mit 40h die Woche beginnt. Nach 3 Wochen schließe ich das erste Modul mit Prüfung ab und werde dann 1 Woche pausieren, um mich für die darauffolgenden Wochen zu rüsten. In dieser Woche, am 22. Juni fliege ich für 11h nach Zürich, weil mich der Papst der Schauwellensittiche, DL, zu sich eingeladen hat, um mir als Zuchtanfänger das ABC und mehr beizubringen. Er hat mir die häßlichen Geschwister seiner besten Vögel mit demselben Erbgut in Aussicht gestellt. Vielleicht bringe ich sogar Top-Schauwellensittiche mit. Das macht mir alles sehr viel Spaß mit den Vögeln, wenn ich zu den Vögeln gehe, betrete ich eine andere Welt, ich habe viele Kontakte geknüpft, wovon einige sich sozial weiterentwickeln werden und habe endlich ein Hobby. Ich habe auch vor, in die entsprechenden Vereine einzutreten. Muß ich die Zürich-Reise dem AG oder Frau C melden?“

Stephan fühlt sich nicht und fragt nach Saft. Während ich 3 Liter Tee getrunken habe, hat er nichts mehr getrunken nach dem Flug. Das macht er nur, wenn er zum Sport geht. Muss ich da jetzt fragen und aufpassen wie der reinste Pflegedienst? Aber kein Wunder geht es ihm schlecht. Ich habe die Armreife heute farblich synchron.

Herr Kurde wegen Verlängerung der Betreuung. Hat nur Vertrauen zu mir. Die Mutter mit der ich Betreuung zusammen mache für ihren Sohn bringt Attest und hat buntes T-Shirt mit Schrift und Glitzer. Gefällt mir und ich sage es ihr: great!.

Herr Ihme will seine Psychose endlich auskurieren (das sind ja ganz neue Worte, sonst war er immer nicht krank bzw. nur somatisch mit Ameisen im Gehirn und in den Zähnen und Würmern in den Därmen) und auf die offene Station wechseln zu dem Oberarzt meiner Sympathie. Finde ich gut und habe gute Einstellung dazu sage ich ihm. Er soll charmant sein und freundlich, gerade wenn er dann auf die Offene kommt. War in den USA und weiß jetzt wie das geht: How are you? Have a great day. Er lacht.

Berlin. Wer hat meinen Kollegen wuschig gemacht? Wenn mir jetzt freiwillig Namen gesagt werden, werte ich das strafmindernd und herausfinden tue ich es eh. Fragte nach Zigaretten und hat alle verrückt gemacht. Das kennen sie doch sicherlich oder ist das ihr erster Fall und arbeitet erst seit vorgestern in der Psychiatrie? Nein, aber der hatte ja Betreuer und der war nicht da und dann haben sie sich das schwächste Glied gesucht. Was machen sie, wenn einer keinen Betreuer hat? Mit dem Arzt telefoniert und Plan gemacht, dann Familie aus Teheran. Bruder von dort bedankt sich für meine Mühe und will mir was mitbringen, wenn er in Hannover ist. Schwester ist mit seiner Tochter da (was er nicht wissen soll) und will wissen, was ich aus Persien will. Nichts, keinen gefälschten Kaviar, auch keinen echten, keine Pistazien und keinen Teppich, danke, schönen Urlaub noch (have a great time). Er noch mal und ich schaffe es, ihn zu begrenzen und zu sagen, es ist Mittag, wir haben schon 2 x miteinander telefoniert. Ich kläre gerade, wie es weiter geht, er hält mich von der Arbeit ab und ich melde mich, wie ich es gesagt habe. Er muss auf jeden Fall im Krankenhaus bleiben, ob in Berlin oder Hannover, kläre ich gerade. Seine Geduld ist gefragt und mitmachen und nicht ständig überall anrufen und auch wenn er krank ist, was er mit meinem Kollegen veranstaltet hat wird ein Nachspiel haben.

Frage nach Special Olympics? Das macht die Lebenshilfe oder der andere Laden. Interesse also gleich null. Manche Menschen sind das Gegenteil von dem was sie vorgeben zu sein. Vermeintlich Frauenrechte auf der Fahne und sagen Sätze auf, die politisch korrekt klingen, reden daneben von Frauen abschleppen nach einem Manhattan und flachlegen und das scheint eher eine Wunschvorstellung zu sein. Behindertenarbeit interessiert nur insofern als man da Geschäftsführer ist. Geschäftsführer von irgendwas und halt wichtig und Leute kennen aus Politik, von was egal und Sozialarbeit studiert. Insofern passt das Bild von Steakbilder an die What’s App Gruppe schicken und Jahreswagen jedes Jahr mit Gewinn weiterverkaufen. Hetero-Männer können einen wirklich zum Kotzen bringen. Die Frau passt dazu. Frauenrechte, aber selber sehr aufs Äußere bedacht, d.h. sich darüber definieren und immer mehr vorgeben als ist (schlechtes Selbstbewusstsein). Duschen wird zur Orgie und sich selber so schlecht kennen. Wie stehe ich denn da? Auf jedem Foto: meine Fußhaltung, wie sieht das denn aus?

Herr Palästinenser wegen Termin beim Strafverteidiger. Rufe in der Einrichtung an. Der Mitarbeiter muss schauen, ob er da ist. Hatte heute Morgen schon bei mir angerufen. Er: „Ach so einer ist das.“ Das ist niedersächsischer Humor und gefällt mir. Ich dann später zu hm als es ums Ausrichten geht: „Und Sie? Sind Sie seine Sekretärin?“. Er lacht auch.

Hat es geschmeckt. Sage immer ja. Dann beim Kaffeeordern doch noch mal genauer. Was machte die Suppe asiatisch? Die zähen Bambusstreifen, die neben den TK-Erbsen drin sind? Ein bisschen scharf, aber undefiniert und der Reis schmeckt ungewaschen. Freundin sieht es genauso. Sie sitzt in der Sonne vor dem Hutgeschäft. Packt heute. Hat eine feste Stelle bei der Stadt und ist glücklich (hat mit Menschen zu tun) und ab August eine ganze statt eine halbe und das statt Selbständigkeit. Ich freue mich für sie.

Denke an die erholsame Yogastunde ohne labern.

Herr Ihme wollte seine Kontonummer durchgegeben bekommen. Geld? Ja, etwas. Etwas wäre mal schlau sage ich. Erwartungsgemäß hebt er alles ab bis auf 85 Cent.

Paradiesvogel wurde letzten Mittwoch gemacht. Ob ich das auch kenne fragt mich Frau Emsig-Mitturnerin. Ja, aber es wird selten verlangt. Kleine Gruppe. Ein bisschen fordernd mit dreibeinigem Rad, was keiner kann und dann viel Entspannung und ich schlafe fast ein. Der Gesang ist unmelodisch. Lumixkarten von Steffi, einen ganzen Stapel, dann Lidl und nach Hause. Steffi kauft viel für Minestrone etc. und bekommt meinen Sketchers Rucksack. Leider führt das dazu, dass ich eine meiner beiden sehr alten Pappmaché Ohrringe verliere. Steffis Magen hat Jetlag und sie will nachts um 2 Uhr eine Hauptmahlzeit. Das finde ich lustig. Ihr Freund versteht keine Theaterstücke und sagt, dass Sympathie für den Teufel habe doch keinen Sinn gemacht. Da sei keine Geschichte erzählt worden. Sie erklärt ihm, dass es eine Collage war. Prince-Magazin kann sie Ralfi schenken, der sei Fan. Nee, dann finde ich eine andere Lösung. Ich baue P-town nach oder suche Flaschentiere, die uns 4 symbolisieren. Mache mit letzter Kraft eine neue Bandansage mit Jimmy Kimmel von den Crank Yankers, der die Parkverwaltung anruft. Daran hatte ich in NY denken müssen vor allem mit dem 3 hot dogs for a nickel, but with all the toppings. Das sind Scherzanrufe. Der Kabarettist tut so als sei er ein alter Mann mit New Yorker Akzent. „Are you in charge over there“. She: „No, I’m sorry. I wish I was“. Er: „I wanna make a complaint. I was at the park today walking my dog pepper and went to the bathroom to do my business and there was this black fellow with his thing out touching himself“. She: „Oh my goodness“ Er: „That‘ what I thought….and his thing was enormous like a salami. I ain’t seen anything like that before“. Sie: „oh please stop, don’t tell me“. Er: „The park used to be a place, where children could run and play and elderly would play games like Checkers or Chess or Monopoly or Life or Battelship (Schnarchgeräusche)….and hot dogs were 3 for a nickel, but with all the toppings, relish and mustard and pickels and sometimes ketchup the young people would have and drink soda, my brother Jimmy loved grape soda and watching black guys masturbate“.

31.05. Seit 6 wach. Gemeinsames Duschen und ich wasche mich mit der schwarzen, afrikanischen Seife. Hätte Noxema kaufen sollen gegen meine Hautunreinheiten und Englisch Muffins mitnehmen, die so viel besser geschmeckt haben, ich Versager. Es gibt Granola mit Trauben und Joghurt von dem Laden wo Stephan mit Kathrin drin war und die Gastgeschenke verteilt haben. Mein Mann hat echt stämmige Beine so in dem kurzen Rock. Michi weigert sich das Prince-Heft mitzunehmen, weil ich Hilmar gesagt haben. Er weigert sich auch die Strickjacke anzuziehen oder sich anziehen zu lassen. Er will nicht niedlich aussehen.

4 Armreife ist die neue Grenze, zumindest im Sommer. Paps fragt wegen Cali und ich kann die Post für die Schweiz nach Bayreuth schicken. Sparen. Das kennen mein Vater und ich nicht und er kauft teuren Tee. Ich wettere gegen Billigmilch. Das ist keine Cola, das ich Tierleid. Meine Eltern wollen umstellen auf Biomilch, weil die Preisstabil geblieben ist mit 80 Cent und weg von Weihenstephan. Finde ich gut.

Verlegung in die MHH. Ich regele das. Die verstehen, dass ich genervt bin von den Anfängern in Berlin. Dazwischen Special Olympics. Das ist immer tagsüber und unter der Woche. Die Demente, die zum Hautarzt muss. Herr Teheran selber, die Stimme klingt krächzig. Er beklagt Atemnot. Dann nicht mehr so viel telefonieren ist mein Rat. Zigarette aus und das Telefonieren einstellen und ins Bett legen und schonen sagt Dr. Betreuung. Er will Ausgang und der ist gestrichen, weil er gestern bei seinem ersten Ausgang einen kleinen Unfall hatte. Er hat einen kleinen Vodka getrunken um seinen Magen zu desinfizieren und das hat auch geholfen, weil er hatte Verstopfung und das ist alles jetzt raus und jetzt ist Ausgang gestrichen und er will raus zum Atmen. Dann der Vater von Herrn Minus. Bin ich wieder da, fragt er als ich anrufe. Nein, ich rufe vom Mond aus an. Distanzlos. Seit wann? Ich: seit ein paar Tagen. Tut mir schon leid, dass ich ihnen was Privates gesagt habe. Kommt vorbei um Mietvertrag zu holen. Ich kriege vorher Anfall und schmeiße Sachen durch die Gegend. Ich unterschreibe ihn dann schlussendlich, weil sein Sohn, das ist kompliziert. Gegenüber die Kollegin mit Mann und wir grüßen uns nicht mehr. Stimmung im Arsch. Es gibt nur noch die asiatische Hühnersuppe. Stephan bringt mich ins 11 A. Sonne, Essen gut gemacht, kleinere Portion, aber dafür richtig gut. Edelmatjes. Hier sitzt man viel besser. Lilli hat geschrieben zu Cape Cod und mit zu meinem gedrehten Tisch gratuliert. Cape Cod noch mal im Dezember zur Hochzeitsreise. Das Nachbarhaus der Jungs mit Kamin und ich häkele davor und fahre in Pelzmontur auf dem Rad in die Stadt und es gibt warme Eierlikörcocktails und ist nicht so überlaufen und man bekommt einen Tisch bei Jimmy. Mike soll fragen, ob Debbie arbeitet. Stephan ist dagegen. Ich mag es, dass die Bedienungen hier Urlaub haben und einen nicht 7 Tage die Woche bedienen müssen. Ich will zufriedene Leute, die mich bedienen, das erhöht den eigenen Spaß an der Dienstleistung und keine Sklaven mit 2 Jobs und ohne Urlaub. Das ist schon besser hier. Ich würde als Freier auch nicht zu einer total bedürftigen und abhängigen Prostituierten wollen, wie Jody Foster in Taxi Driver.

Frau Ruanda hat zwar Spritze genommen, will aber den Frauen aus der Peinerstraße schreiben und die bitten, sie aus der Spritzenpflicht zu entlassen. Die Sozialarbeiterin hat sich geweigert den entsprechenden Brief aufzusetzen, aber die Stimme zu unterdrücken ändert den Wunsch nicht und der Geist begehrt noch mehr auf.

Stephan holt Gerichtspost. Das meiste ist nur gut u.a. hat endlich eine Betreuungsverlängerung/Anhörung geklappt mit Frau Krebs aus dem Ruhrgebiet und bis 2023 ist Ruhe im Karton. Dazwischen kurze Liebesbriefe an die Ostküste und zurück. Mike nennt mich auch: his German Wife und er ist mein „Adoring husband“ und schrieb seinem Künstlerfreund, der bereit war uns aufzunehmen als wir flugmäßig gestandet waren (was ich nicht gelesen hatte): „I already miss my new German wife. Let me know how your day goes. xo, Mike

p.s. Alex- welcome back from Japan- I hope you get to meet my new German Wife–she is fantastic and you will LOVE HER!!“ und meine Cocaine Postkarte hängt gerahmt im Living Room. Ich hoffe, es verärgert meinen Mann nicht, aber der denkt anders als ihm meine Mutter unterstellt. Mike weiß ja nicht, wie böse ich in Wirklichkeit sein kann, er ist der Weißkopfseeadler und ich die aggressive Katze auf den Zollfotos vom Flughafen Newark, aber trotzdem fühlt es sich an wie verliebt und das ist krass und hatte ich nicht mehr seit meiner Jugend. Seelenverwandtschaft klingt so abgedroschen, aber so ist es, weil die Zeit, die ich mit ihm verbracht habe ist netto vielleicht eine Stunde gewesen, aber es war auf Anhieb diese Verbindung und Sympathie da und das ich wieder hier bin zeigt nur, dass ich mein Leben hier liebe, weil die hätten mich auch adoptiert und komischerweise mochten mich ihre Freunde auch. Da war schon was, dass es mein Ort hätte werden können.

Die Frau Dement, die zum Arzt muss (der Kollege sollte sie fahren). Nein, ich mache keine Arztbesuche, nur im Ausnahmefall, auch wenn ich Gesundheitssorge habe, so wie Katzenklo reinigen. Ich organisiere das nur. Dafür gibt es einen Pflegedienst. Sie können es nicht leisten telefoniere erst mal mit der Nachbarin, die sich einen Arm gebrochen hat und die Katzen nicht versorgen konnte (Frau W sollten ins Krankenhaus und hat sich geweigert), leider können Privatpersonen keinen zusätzlichen Betreuungsleistungen abrechnen. Sie kümmert sich sowieso um meine Betreute und ist jeden Tag oben und weiß, dass sie eine Salbe hat und es schon besser geworden ist. Sie weiß besser Bescheid als der Pflegedienst. Ich versuche das jetzt als Ausnahmegenehmigung, die Nachbarin einzubinden, weil im Moment verfallen monatlich 208 €, weil der Pflegedienst kein geeignetes Personal hat.

Sport und es ist schwül und wird geschwitzt. Der Regen danach auf dem Fahrrad erinnert mich daran, wie Stephan mich im Meer nassgespritzt hat.

Die Tochter von Frau Mittelfeld schreibt: „Hallo Frau A., wir haben eine gute Nachricht bekommen. Das Agnes karl krankenhaus hat sich geirrt.Es sind keine Metastasen mehr nachweisbar.Mit der Leber geht natürlich nicht einfach weg,  aber im grossen und ganzen geht es Mama wieder besser.Als sie verreist waren kam sie wegen akuten Nierenversagen ins Krankenhaus.Da bekam sie eine Infusion Therapie. Jetzt geht es langsam wieder Bergauf“. Oh mein Gott, dann kann man auch gleich Teresa fragen bei diesen Ärzten.

Abends gibt es Cracker und Käse und Trauben. Krauts for Brexit. Haha, das ist lustig. Der Extra-3 Typ, der in London erklärt, sie wollen, dass die Briten aussteigen, damit Germany number one bleibe in the EU und wie geschockt die sind. Das könne nicht sein ernst sein. So platt? Ja.

01.06. Traum: Stephan denkt ich mache was mit jemandem und hat jetzt auch was vor (mit Leuten wegfahren). Meine Verabredung ist schon gegangen und ich bin alleine, lasse es mir aber nicht anmerken, weil ich es Stephan nicht versauen will. Steige in den falschen Zug nach Dortmund und Andreas, der Mann von Bini fährt Abfahrtski auf der Königsworther Straße und wedelt und kann das richtig gut.

Ich überlege schon für P-Townhütchen und stelle ein Paket für Bayreuth zusammen. Leute, deren Hunde kläffen sind nicht per se böse und der Hund drückt das aus. Mike und Ross hatten auch zwei unerzogene Hunde und waren selber total gute Gastgeber. Die Leute sind überfordert und verstehen nicht, dass „nein“ in der Situation nichts bringt. Sie ärgern sich, dass der Hund nicht nachlässt. Nur Leadership etablieren bringt was. Andere Regeln, anderen Schlafplatz und das kläffen geht von alleine weg. Das leuchtet zunächst nicht ein, weil es ist wie Hustensaft trinken und der Armbruch verheilt. Es hat vordergründig nichts miteinander zu tun, aber der Hund versteht diese Sprache und die Neinsprache eben nicht.

Ich liebe Regen seit ich mein neues Regenoutfit habe. Die Kopfbedeckung hat eine andere Farbe bekommen als die Schicht sich löste. Ich habe sie abgeschrubbt, weil das krümelte und der Mantel wird auch davon betroffen sein (logisch). Das sieht man schon an einigen beanspruchten Stellen. Scheiße, muss ich das von diesen Wachsjackennazis für teures Geld neu imprägnieren lassen? Ich bin zu allem bereit, wenn ich mal liebe, dann richtig. Ich nähe rote Knöpfe an.

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Herr Teheran und ich lege auf, telefoniere nicht mehr mit ihm, habe gesagt, ich melde mich. Das ist ein guter Anlass. AOK Eimsbüttel, muss die Faxlisten durchsehen und beschallt mich mit deutschen Texten, dann Polizei Berlin, dass er in der Klinik sei und wohl bald nach Hannover verlegt werden soll. Ach! Volkshochschule wegen Deutschkurs für Frau Ruanda, die Frau von der Grundsicherung hat sich wegen der Kostenübernahme (Antrag soll beim BAMF gestellt werden) gestern bei mir gemeldet und mir die Durchwahl von einem netten Mann gegeben, der mir sagt, wie es geht, Sprechzeiten, Wartezeit eine Stunde und sie beantragen die Kostenübernahme mit den Leuten.

Mike hat uns gelobt und gesagt, wir waren die besten Gäste und sind Freunde geworden (schon klar), aber auch, dass wir sehr ordentlich und considerate waren und alles perfekt zurück gelassen haben und dann kann ich doch wohl lügen über den Standort oder das beschönigen, dass hatte mein Mann moniert, weil ich perfectly located geschrieben hatte und es leicht außerhalb liegt und an zwei Schnellstraßen. Ich will einen Brief schicken und sehe auf der Suche nach der Anschrift bzw. dem Nachnamen von Ross, dass wir die Betten hätten abziehen und eine Wäsche hätten aufsetzen sollen und das nicht gemacht haben und Geschirrspüler auch nur partiell. His German wife is a Schlampe. Now he knows.

Im Büro gab es hygienische Verbesserungen und wir haben eine weiße Plastikunterlage unter den Tassen. So was braucht es für mich alles nicht. Das machen auch die Leute, die sonst viel Dreck am Stecken haben und mit ihrer Familie keinen Kontakt.

Meine Schwiegermutter fragt, ob wir abgesoffen seien. Wir könnten ja mal wieder vorbei kommen. Ich: ja, wir kommen zu selten, sind immer in der Weltgeschichte unterwegs, habe auch schon ein schlechtes Gewissen deswegen. Sie: ich wisse ja, dass das ihr und ihrem Mann nichts ausmachen würde. Es klingt aber nicht so. Die stehen auf Wetter und Naturkatastrophen. Man würde ihnen mal einen richtigen Aufreger wünschen, wenn es das dann heilen könnte.

Private Pflegeperson geht, aber zusätzliche Betreuungsleistungen darf nur Profi machen. Ich boxe das durch für die Nachbarin. ……Gesetzeslücke, wenn ich Zeit hätte Verfassungsbeschwerde.

Stephan kocht mit dem Ricotta aus den USA, der schon ganz gebläht war nach dem Flieger. Hier gibt es nur scheiß Galbani und der schmeckt nach H-Milch und das ist ein Scheißkonzern. Er lobt Herrn Hodscha und ich sage, der ist auch ganz brav und sollte ja so schlimm und kompliziert sein. Ich habe manchmal das Gefühl diese Leute wollen nur einmal normal behandelt werden, dann gehen die auch gerade. Deswegen habe ich mich heute früh auch getraut bei einer Neuanfrage auf Empfehlung von Herrn Palästinenser, Wohnung verloren, Entgiftung und Langzeittherapie, ein Russe Ende 30 ja zu sagen, weil der Typ aus dem Knast kommt erst mal nicht raus. Zweitinstanzlich abgelehnt als ich weg war, so dass dieser Fall keine Arbeit macht. Stephan fragt wegen Oper, was ich mir vorstellen könne (Puccinni? Ballett hat er schon gebucht) und ich will ihm die Hütchenentwürfe für Strangers & Saints zeigen, dann ruft sein Cousin aus Mexiko an, der uns wohl 2 x in NY versucht hatte anzurufen. Ich gehe ins Büro, aber nicht ohne vorher bei Lidl vorbeigeschaut zu haben wegen der Ohrringe. Das ist zwängig, weil von vornherein aussichtslos. Die fegen täglich und der Ohrring hat die Farbe vom Asphalt und ist aus Pappmaché und daher für Regen ungeeignet, aber ich kann es nicht lassen. Ich muss alles getan haben, der reinste Protestantismus. Dafür werde ich nass und das trotz der neuen blumigen Funktionskleidung, die ich im Büro gelassen hatte und jetzt der Steuermitarbeiterin stolz vorführe. Dann noch mal AOK und mein Anruf bei Herrn Teheran. Er will auf eine bestimmte Station in der MHH. Erst mal abwarten. Zum Spaß rufe ich noch mal den Arzt an, der mich jetzt auch für einen Vollprofi hält. Das schwingt deutlich mit und er lacht, als ich Stimme schonen vorschlage bei respiratorischen Einschränkungen.

Frau Stimmen fragt ob ich ihr was mitgebracht hätte. Fahrkarte braucht sie nicht oder hat sie schon. Wir machen Geld jetzt zweiwöchentlich. Sie macht Untersuchungen wegen neurologischer Ausfälle in den Beinen. Wenn der Arzt im Dunkeln tappt, ich kenne eine Koryphäe sage ich ihr und biete Begleitung an. Sie bedankt sich und will erst mal allein und ggfls. auf mein Angebot zurückkommen. Auch sie verrät mir, dass Frau Perser schwanger ist (was sie mir nicht sagen darf). Die zweite die undicht wird.

Elisabeth kommt triefnass an. Der Flughafen war am Sonntag gesperrt. Bin aus Frankfurt angekommen mit dem Zug. Habe ich mir Frankfurt angeschaut, den Flughafen 2 Wochen lang? Wie viele waren wir denn? Sie versucht mit allen Mitteln Informationen aus mir raus zu locken. Sie soll nicht so neugierig sein. Wie heißt das Ghetto in London, wo die Schwarzen wohnen? Oxford? Persische Gegend in Berlin heißt Moabit. Sie hat eine Nachricht für mich (zeigt mir einen Bierblock auf dem handschriftlich 2 Zahlen addiert sind), in Altwarmbüchen kann man nicht mehr schwimmen im See. Wie heißt die Buchhandlung am Kröpke. Sie war in der Politikabteilung und da war ein Typ, der sah vielleicht geil aus und sie stellte zu viel Fragen sagte man ihr und sollte dann gehen. Die haben ihr eine Visitenkarte gezeigt und sie wollte den Ausweis sehen und sagte dann: ich bin auch nur ein Stein und mich können sie nicht behalten und müssen mich zurückgeben, können daran lecken…die Steine um sie herum sind alles Menschen, die sie unterstützen. Sie ist gespannt, wann sie Therapeutin wird und auf welches Gebiet sie sich spezialisieren soll. Ihr fällt gleich meine neue Tasche auf (Rattan? Italienisch vom Strand?) und die Iraner aus Berlin sind da gibt sie mir noch mit. Ich glaube, sie ist die heimische Teresa und hat hellseherische Fähigkeiten insoweit unterstütze ich ihre Vorhaben.

Die Ergebnisse des Kopierers werden immer blasser. Ich würde auch gerne mal schütteln, wenn ich wüsste, wo. Der Mitarbeiterin sagt, Herr V habe schon neuen bestellt und der sei vielleicht auch schon gekommen. Ich habe die Tage ein Paket für ihn angenommen und siehe da, es steht TonerPartner.com, also Beate Uhse, quasi direkt außen drauf.

Herr Ihme wird nach Hause entlassen mit Medikamentenvorrat und kontrollierter Wiederaufnahme Morgen in einer Woche. Gewagtes Vorhaben. Die Ärztin ruft mich an und wir tauschen uns aus. Er hatte Alkohol getrunken im Ausgang und das ist die Sanktion.

Verschicke alte Mails. Meine Schwägerin als sie gerade nach Zürich gezogen ist und ich geben ihr Kontaktdaten zu einem Physiker von Paps-Institut und schreibe ihr, dass Familie D. den Rechtsstreit verloren hat und ihre Etage verkaufen wolle, aber 200.000 seien utopisch. Das war 2007. Interessante Zeitdokumente.

Herr ADHS humpelt und hatte Pfingsten einen Radunfall. Meniskus im Arsch. Muss vermutlich operiert werden. Es hat gegallert und die Sicht war schlecht. Der Autofahrer hat ihn nicht gesehen, dafür war er zu schnell. Der Fahrer ist voll nett und ruft immer an um zu erfahren, wie es ihm geht und lädt ihn nächste Woche zum Essen ein als Ausgleich. Wir besprechen kurz die rechtliche Dimension (Schadensersatz, Schmerzensgeld) und er will warten, was die Klärung der Schuldfrage durch die Polizei ergibt. Ich finde den Nachnamen von Ross werde aber wohl doch Mike schreiben, oder?

Viel Technik mit Anleitung. Wir sollen uns immer vorstellen, wir seien Kätzchen und die Katzenmutter fasst uns am Nacken an. Ich kann schon immer mit dem: „Ich weiß, Knie beugen heißt Ego beugen nichts anfangen, haha“. Nach dem Kurs unter 6 Augen sagen ich, es wäre mir deutlich zu viel Gelabere und ich überlege meinen Movenyo-vertrag zu kündigen. Das schockt die Lehrerin und ich revidiere, dass es anderen taugen mag und sie nichts dafür könne, weil immer neue dazu stoßen und da muss sie erklären. Ich wäre vermutlich einfach in einer Phase in der ich endlich reif für Mysore sei, was ich bis dato doof fand. Der Jack Russel hat nicht gekläfft hat und bekommt langsam ein Erwachsenengesicht. Der war m.E. immer kurz vor Bein heben und ich fragte auch, ob das passieren könne. Der Schwanz war jedenfalls sehr unentspannt und auf Krawall und als Steffi sich bückte um ihn zu streicheln fing er an, ihr in die Hand zu beißen. Erstens ist er nicht mehr Welpe und zweitens hat das Feininger nie gemacht. Der zeigt einfach Verhaltensauffälligkeiten und daran sollte die Technikfrau mal arbeiten und hier genauer hin schauen. Steffi musste eine Theaterkarte verfallen lassen und ist auch verknallt in das weiße Kaninchen. Mir war eine Haarnadel vor dem Unterricht auf den Boden gefallen. Ich hatte das gehört und habe bis nach dem Unterricht gewartet um sie zu suchen, was auch klappte. Nein, ich verliere nicht Ohrringe und Accessoires beim Sport, sonst hätte ich bald keine mehr. Ich habe noch nie Ohrringe verloren, außer ich packe Sachen auf dem Parkplatz um und balanciere dabei mein Fahrrad und der Ohrring ist aus Papier.

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Mehr Ricotta und Tomatenrelish. Aufgewärmt schmeckt besser. Oreos von Trader Joes mit Vanille und natural. Die Klassiker mochte ich mehr oder bin einfach rausgewachsen. Beim Essen muss wieder die Symmertie eingehalten werden. Ich habe die Meise meiner Oma geerbt. Die Wiener haben neues Drogengesetz beschlossen und Schwarzafrikaner=Drogendealer. Es sind nach den Kontrollen deutlich weniger Schwarzafrikaner an der Linie U 6 zu sehen. Das ist echt zum Kotzen. Es gab sprachliche Missverständnisse. Das liegt an der verquasten Sprache und Belag ist auf den Zähnen und nicht in der Asylwerberunterkunft. Halte durch bis 23 Uhr und dann geht auch nichts mehr.

02.06. Schwitze viel: Die Wohnung des Kollegen, verändert seit die Mitbewohnerin ausgezogen ist. Ist jetzt aufgeräumter und strukturierter fällt mir auf. Er nimmt sie wohl wieder in Beschlag. Ich schaue durch den Türspalt in ihre ehemaligen Zimmer. Habe Hund, Mischung aus Feininger und Suki, Der liegt neben mir auf einer Decke auf dem Bett. Das darf Stephan nicht sehen sonst regt er sich auf, ich verstecke ihn und mache ihn dann runter. Zumindest solange er da ist muss der Hund unten bleiben. Dann geht es um die Bewertung einer Wohnung in München, zu interessanter Kunst hatten wir gar nichts gesagt. Ja, weil es da nichts Positives zu vermerken gab. Vielleicht sollte ich das deutlicher machen. Stephan hatte eingetragen, dass Kaffee schön gewesen wäre. Da mache ich ein Ausrufezeichen und schreibe, die Einrichtung war lieblos und es war nicht so sauber. Dann ist die Frau da und ich kann es ihr selber sagen. Wir waren in letzter Zeit in vielen Vergleichswohnungen und mit Einrichtung meine ich nicht perfekt durchgestylt. Will ihr gerade erklären, dass ich so was wie in Brooklyn nicht wieder unterstützen will, so eine Gentrifizierung mit Anstaltswauwau unten, aber sie unterbricht mich ständig. Wir hätten die nächste Reise bestätigt oder waren sie das. Draußen gibt es frischen Limettensaft in einem Wagen. Die Orangen werden erst zerdrückt und dann gepresst. So macht man das gar nicht. Ich bin selber unterwegs und mache Saft und meine Schuhe werden ganz matschig, auch von oben. Ich klopfe sie gegen einen Baum um den gröbsten Dreck wegzuklopfen und streife sie dann am Gras ab. Das kommentiert der Typ, dass er mich wohl nicht in seine Wohnung lassen würde. Ich will meinen Saft nicht mehr und gebe ihn ihm zum wegschütten. Das macht er in den Gully. Ich muss die Schuhe sauber bekommen und gehe in die Wohnung. Er gibt zig Badezimmer und Waschbecken und ich suche eine Bürste. Ein Typ (Polizist) sammelt Buchstaben. Verschiedene Holzbuchstaben. Da hätte ich auch gerne welche und überlege, wie ich jetzt noch rankomme. Sie haben vorher einfach rumgelegen und ich habe zu lange gewartet (die Scrabble Buchstaben aus den USA). Dann kommt eine Frau auf mich zu. Arnd hat einen neuen Welpen. Der hat am Kopf Locken und anderes Fell. Der würde mich mögen sagt sie. Wenn ich ihn streichele beißt er und hat nur einen Schneidezahn in der Mitte. das sei so bei Welpen und würde sich noch ändern. Die bekommen dann 2. (Wie bei Küken zum Eidurchbrechen). Mein Hund springt den airbnb Typen an und springt so hoch, dass er auf Höhe seines Gesichtes springt. Ich entschuldige mich, dass der aufgedreht sei und lasse ihn Platz machen. Dann wieder der Welpen mit dem Mittelzahn. Süß, lüge ich. (Anspielung auf den Hund der Yogalehrerin).

Steffi schreibt mir wegen MySore in der Sommerpause von Movenyo (emails kann ich zuhause am Laptop aber nicht mehr öffnen). Stadt kalkuliert Abriss vom Ihmezentrum und was wird dann aus Herrn Ihme? Überlege ob ich die Strangers & Saints Streichhölzer vom Nachbarn zurück fordern muss wegen basteln und einem weiteren Hütchen zusammen mit anderen Streichholzschachteln wie Paulinchen vom Schauspielhaus. Muss wohl auch nicht sein. Das Lederbuch und wie die Verpackung das Verhältnis des Schenkenden zum Schenker ausdrückt. Da sieht man es mal wieder, wie respektlos ist bin. Packe am liebsten gar nicht ein (das ist Kinderkram) oder ganz schlampig. Stephan verabschiedet sich vor dem Zahnarzt und bittet mich noch mal um Verzeihung für alles und falls was gewesen sein soll. Bei ihm gibt es absolut nichts zu verzeihen. Das ist auch langweilig. Er umarmt mich bis ich das Lederbuch fallen lasse, was ich gerade halte. Mein Gott bin ich wieder verletzend, gefühl- und respektlos mit diesem amerikanischen Ehemann. Freundinnen melden mir Verständnis für das Verliebtsein oder sagen, dass Mike gut aussehen würde, aber optisch/körperlich mochte ich Ross, den Freund von Mike lieber. Wenn dann hätte das eine Dreieckbeziehung werden müssen. Wie dem auch sei, verliebt sein finde ich kräftezehrend und unangenehm, ich bin jetzt wieder da und es wird allenfalls eine Brieffreundschaft. Es war halt ein schönes Erlebnis, aber ist dann schlussendlich viel Nabelschau und hat mehr mit dem Ich zu tun als alles andere. Ich bin German Wife von meinem Mann und das hat auch seinen Grund. Das andere sind Scherze. Ohne meinen Mann wäre ich nicht toll und würde nicht basteln und Hütchen machen, sondern mich in der Wohnung verschanzen und Fernsehen gucken und das sage ich ihm auch.

Jetzt verstehe ich Brexit. Das steht für Briten und Exit, eine Zusammensetzung dieser Worte. Ahha! Ich verlasse das Haus wie ein Packesel, aber mir gefällt‘s. Hier gibt es auch Hünen. Einer macht Straßengeschäfte mit einem kleinen Mann gegenüber auf dem Spielplatz. Ich mag ästhetisch vor allem Größenunterschiede bei Männern mit männlichen Körpern (Schultern-Hüften-Vergleich). Wie Akrobaten, aber etwas weniger darf es schon sein und einer ist doppelt so groß wie der andere. Die Leute hier schauen einen auch offen an und direkt in die Augen. Das passt schon. Der Perser am Kiosk ist auch spitze. Hier steht noch eine Pfandflasche sage ich ihm. Er: ja, solange die Dachleute da sind trinken die und stellen sie wieder ab. Da steht dann immer eine.

Die schwäbische Sozialarbeiterin aus Berlin (die ganzen Schwaben ruinieren Berlin). Sie wollen ihn nachts um 3 verlegen und um 6 kommt er in Hannover an. Ich soll das klären. Ich warte auf RR. Herr Palästinenser sagt Termin beim Strafverteidiger ab, war gestern im Krankenhaus. Herr Ex-Spielsüchtig und verkappt Homosexuell kommt vorbei. Hat seine Zahnbehandlung an MHH überwiesen (über 800 € wohl) und wollte mir die Belege zeigen. Ja, er hat seine Finanzen im Griff. Auf Nachfrage, ihm geht es gut. War ein paar Tage weg und hatte auch einen Hund, aber nur für 3 Tage. New York hat mir die Hundehaltung endgültig ausgetrieben, weil ich jetzt so deutlich vor Augen geführt bekommen habe, dass es was mit Defiziten und Macken der Menschen zu tun hat, eine städtische Hundehaltung und die einzige Aufgabe des Hundes ist die Bedürfnisse des sozial gestörten Menschens zu befriedigen. MHH. Die wollen keinen Nachttransport und ihn dann nach Schlaflosigkeit um 6 Uhr morgens aufnehmen, wenn alle anderen schlafen. Das verstehe ich und sehe es genauso. Die Betreuungsrichterin sitzt mir schon im Nacken. Der dicke Musiker wird immer dicker. Draußen ist Monsun. Das sieht schön aus. Provincetown und dadrunter: Pflegestufe 1,2,3. Der Rechner weiß womit ich mich beschäftigt habe.

Die türkische Betreute, die täglich anruft (das stimmt was nicht mit Medis). Kann das nicht warten bis Montag. Dann komme ich doch um 9. Sie will in ein Reihenhaus ziehen, aber die Wohnung ist jetzt schon zu teuer. Das wird sich nicht ausgehen. Ich soll ihr die Daten geben. Na gut, 523 für 3 Personen und bis 75 qm. Das Haus hat 125 qm, aber sie will Pflegekinder aufnehmen. Dann plus 10 qm pro Person. Gut, dann braucht sie nur noch 5 Kinder. Ist das realistisch frage ich sie. Ja, sie liebt Kinder. Gut, aber sie fickt denen das Gehirn (denke ich nur).

Ausgelassenes Mittagessen mit dem Chef. Endlich gibt es die Pasta, die wir haben wollen. Ich nehme die Asiasuppe als Vorspeise scherze ich. Ich kann den Scherzanruf des Rentners echt gut nachsprechen: are you in chaaarge ova there? Danach hängen wir auf dem Sofa und warten auf das Koffein, dass es wirkt. Ich hoffe, das französische Theaterstück wird nicht so quälend wie das letzte mit der Tussi im Schaumbad und den zwei Ebenen, in dem nur ca. 30 Zuschauer waren. Ich dachte, die Zahlenmeise und vor allem das Zählen auf Lebensmittel bezogen (symmetrisches Süßigkeitengegesse), meine Oma sagte, das liegt an der Handarbeitslehrerinnenausbildung, aber es scheint genetisch zu sein. Stephan sagt, es sei so eine Psychose. Das mit meiner Oma, dass Stephan erkannt hat, was sie meinte mit dem Marzipan und wir man sie so isst, dass das Muster symmetrisch bleibt, ist das genialste was mein Mann je gemacht hat. Nach der Brust-OP dem Taxifahrer sagen, dass er hinten sitzt mit seiner Schwägerin, was sonst so gelobt wird, dafür gibt es bei mir nur eine 3.

Die Kollegin aus Braunschweig gibt gerne meine Nummer Leuten die in der Klappse sitzen und viele Fragen haben. 10 Minuten berate ich brav und beantworte alles und dann sage ich: Ende der ehrenamtlichen Fragestunde. Es gibt Betreuer und Verfahrenspfleger und Gericht. Alles abgedeckt.

Meine überkorrekter Betreuter kommt und will Unterlagen abholen und Übergabe machen (eine halbe Stunde früher als erwartet). Ich will ihn in ein Besprechungszimmer lotsen, was hier als Wartezimmer dient, dauerhaft. Will die Frau in den Flur bugsieren und das kommt insgesamt nicht so gut an. Ist mit scheißegal. Ich zahle hier auch Miete. Wie lange muss man Unterlagen aufheben, dieses ganze Bedenkentum. Was darf er ansparen für die Altersrente. Hey, meine Freunde werden auch Hartz IV bekommen, was will er überhaupt und ich war gerade in den USA. Da ist hier richtig soziales Kissen. Die müssen 7 Tage die Woche in 2 Jobs arbeiten ohne Urlaub, sonst gehen die unter. Vorteil ist, die Behinderten lässt man auch ran. Total Doofe stehen mit riesigen Buttons in Uniform an Fahrkartenautomaten und machen Dienstleistung. Das hat auch was mit Inklusion zu tun. Hier werden die in Werkstätten weggesperrt, damit sich niemand mit ihnen auseinander setzen muss. Da heißt es, zu doof, zu langsam und dort muss man auch mit solchen Leuten Vorlieb nehmen, die eben auch dazu gehören nicht nur die, die wir als normal durchgehen lassen und das wollen die Betroffenen auch, dazu gehören, eine Aufgabe, ranklotzen wie andere auch, keine Sonderrolle, kein Ghetto. Selber der Experte der Paritätischen hat den behinderten Schutzmann bei Dean and Deluca nicht als solchen erkannt. Der wollte uns nicht ausweisen, sondern Smalltalk machen und Servietten nachfüllen. Als wir nach Deutschland gezogen sind hatten unsere Vermieter (Rentner) eine behinderte Tochter (ganz leicht behindert, Sonderschule, die hat dann bei uns angefangen zu putzen). Die sind auf dem Dorf im Schrank versteckt worden und sie musste in der Schule aufstehen und vor der Klasse sagen: ich bin eine dumme Schneegans. Ja, hier lauert der Hitler und die Aussortierung. Im dritten Reich wollte man auch nur ihr Bestes. Ich rede mich in Rage, aber nicht so schlimm wie man hier vermuten könnte. Ich bin politisch auch für ein bedingungsloses Grundeinkommen, aber hier dürfen die Schwächeren nicht mitmachen, auch wenn sie wollen, sie sind nicht vorzeigbar und keiner will sie. Das ist der Punkt.

Sammelpaket. Die Enten schicke ich meiner Schwester aus Manhattan. Wollte sie selber behalten, aber die braucht auch was zum Geburtstag. Die Post ist irgendwie dezent verändert worden. Die Frau am Schalter lacht. Ich: mehr weiß. Der Tresenbereich wäre ganz neu. Ach ja und die Ufolampen sind auch verschwunden. Scheiße, meine Eltern sind wieder auf einer Uhrenreise. Haben die nicht bald alle Uhren gesehen fragt mein Mann und ich: und sehen die nicht alle gleich auf, so ein Kreis mit Zahlen und zwei Zeigern und seit dem Sekundenzeiger ist da auch nichts Neues erfunden worden. Kollege will Morgen Kaffee mit mir trinken.

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Zuhause wieder Cracker von Trader Joes und Müsli von dem Teuerladen mit leckeren Birnen vom Lidl, aus einer Schale, effektiv gefüttert. Gewitterwarnung nur bis 19 Uhr, aber die Luft ist schwül und es wird dunkel. Stephan bleibt zurück. Ist in den dicken Beinen Luft? Wir kommen in den Regen und abgehetzt und naß an, oben steht ein Schauspieler, Wolf und Stephan sagt beim Einlass, „wehe das Stück nicht gut“. Der junge Typ Kartenabreißer ist verunsichert, seine Kollegin findet es lustig. Das Stück Der Vorname (französisch und knall leer und ich schon richtig Angst vor einem Deja Vu), aber es ist toll gespielt und amüsant. Halt eine Komödie sehr wie Gott des Gemetzels. Freunde und Familie (ein Schwager und die schwangere Frau dazu) treffen sich zum gemeinsamen Essen (sie hat algerisch gekocht und macht Bauchtanz dazu, tolle Körpermodifikationen um sie um Busen und Taille herum unvorteilhafter, muttimäßiger zu gestalten) und alle verstehen sich prächtig und scherzen, dann eskaliert es in jeder der bestehenden Beziehungen und alle kriegen ihr Fett weg und auch amüsant der Unfall mit dem Ballon als Weltkugel. Hagen muss immer Arschlöcher und Machos spielen. Er entschuldigt sich noch beim Applaus und es spielt in Paris mit tollem Bühnenbild. Das Stück wäre auch was für unsere Freunde vom Jagdschlösschen und ich will es ihnen empfehlen (auch weil ein Dackel am Rande vorkommt). Sind wir Samstag im Jagdschlösschen und wer hat den Tisch bestellt und wie fahren wir hin. Japanische Schürze nach Cape Cod. Zu schade für Hagenburg und der versteht das nicht und kriegt auch eine mit Schwein aus Brooklyn. Dazu ein schräges Foto von Paps aus Japan. Er steht auf Porträts. Welches ist am schrägsten. Stephan soll mal sagen. Beim Suchen eines Kinderfotos stoße ich auf das Cheerio-Kochbuch. Den letzten Compost-Cookie haben wir gegessen und das wäre doch was, wenn man so auf Compost steht.

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03.06. Schwitze. 5 Uhr ist zu früh. Gästebett. Traum: Ingrid ist nicht tot (das ist sie doch, oder?), nur die Haare sind anders (vielleicht die Vernissage-Einladung nach Oberfranken, weil ich habe noch nie von ihr geträumt). Was ist geschehen? Sie sagt nichts Genaues und alles bleibt unausgesprochen. Sie sieht gut aus, zumindest soweit man das von außen beurteilen kann, sage ich. Sie eiert rum, lebt bei ihrem Ex und der hat neue Freundin, aber sie sind noch befreundet und sie macht Entwürfe für Schmuck und Metallskulpturen. Sie zeigt mir welche. Ein ganzer Wald aus Metallbäumen. Das sei ihr nicht so gelungen. Der Ex trägt eine Anstecknadel, mit einem abstrakten Strichmännchen auf Fahrrad oder mit einem Bogen (der Entwurf sei auch von ihr). Ich hätte einen Gerichtstermin am Donnerstag, nein. Da habe ich nur ganz wenige, es war Pfingsten und wir wollten wegfahren. Dann Amerika (der ganze offene Koffer voller Hütchen und Schmuck. Ein Bild von Billy und Andrea, das löst sich, ich werde was Neues daraus machen) und ich bin 3 Wochen weg, habe aber meinen Betreuten nicht Bescheid gesagt. Das findet sie nicht gut. Es bekommen nur 4 oder so Geld eingeteilt und ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil wir gerade weg waren. Gut, dann rufe ich die noch an solange ich im Inland bin und sage auch dem Kollegen Bescheid. Der Ex sammelt Kunst und hat rote Anzüge (wie Rennfahrerkleidung oder Arbeitskleidung) mit einem anderen Wort hinten eingenäht (ist auch Kunst) an der Wand hängen. Ländlicher Innenhof mit Katzen. ich habe auch eine dabei, eine graue, ganz weich und verliert kein Fell und kratzt nicht und kuschelt gerne. Sie springt aufs Bett und lässt sich von Ingrid durchknuddeln und wir liegen auf ihr und sie hat die Augen zu. Dann will ich mich aufbrezeln und ein junges Pärchen kommt, die Frau starrt mich an. Ich suche noch Armreife für rechts und dann kommt Stephan, riesengroß in einem orangsfarbenem Anzug mit weißer Spitze darüber zusammen mit einem grauhaarigen Perser, der Catering macht und Getränke mit reinbringt und ich laufe auf ihn zu und falle ihm um den Hals. Es gibt alles im Überfluss. Wir haben Jubiläum und er lässt es richtig krachen und beschließt, die Hälfte der Sachen hier zu lassen für die Hofgemeinschaft und die Klassik soll auch übertragen werden. Ich werde wach und denke, was ist das, geflochtenes Band. Habe ich den Eierbecher noch auf? Stephan kommt rüber und wir denken beide, wie schön diese Decke doch ist und wie gut sie uns gefällt. Man entdeckt immer eine andere Lieblingsstelle.

Herr Yoga schreibt mir 5 Mails mit Ideen wie in den Knast gehen und die Bewährung absitzen, die Polizei sitzt ihm bei der Meditation im Nacken und die SAP-Schulung, alles kreuz und quer.

JVA-Frau, aber eine Sozialarbeiterin, die mir erklärt, was alles nicht geht. „Tatsächlich“ als Füllwort wie actually, seriously, raubt mir den letzten Nerv. Kein aktives Mitglied der AOK, keine Pflegestufe für den Inhaftierten. Wir werden sehen.

Pflegebett, Kostenzusage. Wird Montag geliefert in bisheriger Größe 2 m und 2,20 bestellt.

Hüft-OP, ärztliche Stellungnahme, ist zwar notwendig, aber kann vielleicht nach Frankreich abgeschoben werden und dann zahlen die die OP. Beantrage Termin. Für Herrn Palästinenser zur Verlängerung der Duldung brauche ich keinen. Meine Woche war erfolgreich, d.h. ich habe sie effektiv genutzt.

Herr Yoga, die Mails lese ich beim Telefonieren.

Frau Lustigsprech wegen Anzeige bei der Polizei. Hat Polizei auch Kopf geschüttelt“. Kommt Montag.

Italienischer Arzt aus der MHH. Ich will ein paar Wochen Ruhe. Nach der Fallpauschale muss ich nach 2 Monaten Betreuung erst mal 2 Jahre nichts mehr machen. Ich tue ihm leid und er sieht es ein.

Der Steuerkollege mit dem ich in der Karibik verabredet war kommt ins Büro (ich hatte nicht mehr mit ihm gerechnet, der Kollege hier muss zum Bahnhof die Tochter von der Schulfahrt abholen) und dann nur zu dritt zu Mr. Thang. So wie ich in Rage kommen beim gemeinsamen Viererurlaub sollte ich mir das mit Sonntag und dem Geburtstag überlegen. Nur auf dem Schiff lernt man sich noch besser kennen und die Paardynamiken meint der Kollege, der geschockt ist darüber wie ich herziehe. Er berichtet, wie grausam die Behinderten untereinander waren und die fitteren haben die schwächeren gemobbt. Er war wach genug um zu berichten, dass sie beim Test Schlaganfall immer dasselbe machen und das ganz einfach festzustellen ist. Hände ausstrecken und Augen schließen und beim Apoplex sinken die Arme bei geschlossenen Augen automatisch ab. In der Bar vergessen sie die Bestellung und ich muss Stephan reintreiben (alleine kommt er nicht darauf und wir warten schon 30 Minuten auf einen Kaffee und hätten bis abends warten können) und Kuchen gibt es nur für ihn und mich, dabei sind wir gegenüber eingeladen worden. Das geht mir deutlich auf die Stimmung genau wie die Gutmenschengeschichte, dass man keinen Führerschein hat wegen Alkohol am Steuer und andere Menschen gefährden (wir sind so gut) und oben drauf der kläffende Terrier (der ausschaut wie der Wuschelmischling Benjie, aber charakterlich das Gegenteil ist), den Mensch und Tier angeht und der Besitzer hat es null im Griff und die Leine lang und nur sein Handy im Blick. So blind, eine Zumutung. Kein Wunder träume ich von Katzen.

Frau Spielsüchtige hat die Ratenzahlung, die ich vereinbart habe nicht eingehalten. Das weiß sie doch als Lehrerin und schlaue Frau, was dann passiert. Ich habe keinen Ehrgeiz mehr, aber auch wenn die nein sagen, werden sie Raten akzeptieren. Was bleibt ihnen übrig? Pflegedienst kommt wohl nicht mehr. Woher ich das weiß? Wenn ich was machen soll, brauche ich Unterlagen. Was kann ich machen. Zeige ihr die 2 cm in ihrer Akte und die anderen vollen, die z.T. aus 2 bestehen und sage, mehr als ich im Moment tue, davon soll sie mal ausgehen, aber nur, wenn sie mich lässt und nicht mauert. Wir haben uns verstanden.

Die Passionsblume schenke ich gleich weiter an Claudias Mutter und hole die Verpackung aus dem Müll, inklusive Band, was aufgeweicht ist und etwas stinkt.

Die Lehrerin benutzt als einzige keine Hanteln, weil sie eine Verkalkung in der Schulter hat und braucht ein Kissen für ihr Knie. Gerne würde ich ein salziges Softeis im Milk essen. Muss ich erst in Newark Hilton @ Pennstation merken, dass ich keine Süßkartoffelpommes mag. Dann kann ich mir den Weg zum Imbissbude an der Glocksee auch sparen. Alk-freie Cocktails am Thielenplatz. Wir haben 10 Minuten, kann sie die so schnell machen. Ja, aber ob wir sie trinken könnten wäre die Frage. Eigentlich nicht. Umgekehrtes Phänomen, zu hohe Erwartungen, Stück enttäuschend. Sinnig ist schon, den Teil der Geschichte zu erzählen, der nicht bekannt ist, wie es alles anfing mit einer Textilhandlung, dann Zwischenhändler für Baumwolle, dann Darlehen für Baumwollherstellung bzw. Spekulation auf künftige Ernte nach einem Brand. Alles schön und gut. Die Filmelemente und das Sprechen im Chor oder mit Sprecher ist anstrengend und der Schluss ist sehr schwach, einfach wie ein Faden der abreißt. Total kaltes Gebläse und ich wärme mir verzweifelt die ausgekühlten Fesseln. Sogar der Frozen Joghurt schmeckt in der Pause. Dann Limmerstraße. Das pralle Leben mit Alk offen auf der Straße konsumiert, Tische und Bänke entlang der Straße, die Limmerstraße eine einzige lange Tafel. Wenn man jung ist und Kerle hat sind die eins, zwei aufgestellt. Wir teilen uns eine Pizza, die Nachbarn sind auch jung, er trägt Bart und fragt sich, wie viele Einwohner Hamburg hat. Wen interessiert das? Stephan soll die Pflanze aus dem Büro holen. Für Hilda die Werkbank, dass sie nicht auf die weiblichen Tätigkeiten festgelegt wird. Wir sollen schon um 12 da sein, dann kommen die Hamburger bestimmt Stunden zu spät. Ich muss was zum Handarbeiten mitnehmen, so viel steht fest und was ist mit Sonntag, gehen wir da hin und bringen den halben Koffer und die Sache zum würdigen Abschluss oder schwänzen wir und ich schreibe amerikanisches Tagebuch? Das kann jetzt nicht entschieden werden und wir werden dann sehen. Es liegen noch viele Stunden dazwischen. Satire zum Thema Milchpreis: Er hat Kühe bei Lidl an der Kasse stehen sehen die sagen, für den Preis lohnt sich das selber machen nicht.

04.06. Wechsele ins Gästezimmer und morgens um 6 zurück und schlafe auch dort noch mal. Das hatte ich noch nie. Traum weiß ich nur den letzten: Festival, wird haben geschlafen, aber die meisten haben durchgemacht. War Punkkonzert, Parade der Zombies. Hier sieht man wirklich krasse Menschen, bei denen man sich fragt, ob das echt ist oder noch menschlich. Es wiederholt sich weil die im Kreis laufen. Ein Camp wird aufgelöst, das Konzert läuft noch. Die Punkfamilien in Autos mit Polizeieskorte, andere Punker begleiten das um zu kontrollieren, dass es keine Übergriffe gibt, Kinder die sie dabei haben und die mit müssen, heulen. Dann Modenschau bzw. es werden Klamotten verkauft. Ein Teil wird abgetrennt als Umkleide und die nennen es irgendwas mit Wiese und hängen ein Schild davor. Finde ich schlau eine Gemeinschaftsumkleide zu machen. Wir suchen was zu essen, aber die meisten haben schon zu oder noch nicht geöffnet, liegen herum mit anderen. Löffelstellung. Ein Typ fragt, wo man die Klamotten bekommen kann und Stephan schickt ihn in die Umkleide. Er reißt den Vorhang weg und steht vor den halbentkleideten Frauen, die sich aufregen. Ich gehe noch mal hin um zu erklären, dass wir schuld waren und es ihm falsch gesagt haben. Dann nach einem großen Ausflug übers Gelände. Die Araber von ihren Fleisch- und Grillständen frühstücken süß, fällt mir auf, dass der Hund verschwunden ist. Wir wissen beide nicht, wann wir ihn zuletzt gesehen haben und welcher war es überhaupt, Feininger oder Suki. Wohl Feininger. Wir rufen seinen Namen und gehen zurück. Unterwegs süße Welpen, der eine mit toller Maserung, wenn er mir jetzt folgt, dann nehme ich gleich den, aber es passiert nicht. Man sieht die Geschwister und die Elterntiere. Wessen schuld ist es, dass wir den Hund verloren haben? Muss der nicht auch ein Auge auf uns haben. Ich werde wach, in 3 Betten geschwitzt. Ich nähe etwas im Wintergarten nach der Anleitung des Lederbuchs und mache dann einen Kaffee. Zum Glück hat Stephan Soya gekauft. Er ist so gut mein Mann. Die Besenstilmännchen, die Fröhlichkeit im Büro verbreiten sprechen  mich an, überhaupt der geile Text in dem s/w Buch. Die Stichtechnik kann ich mir zunutze machen für die T-Shirt-Modifikation. Der Elefant mit echten Knochen, was Kindern besonders gut gefällt und die Alkoholflaschen mit den markanten Formen sind viel zu schade zum Wegwerfen. Da können Lampen draus gebaut werden.

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Wir ziehen Karten, da bin ich skeptisch und ziehe Balance- begegne der Unsicherheit mit Anmut. Das passt wie Arsch auf Eimer. Ich schwitze bis die Karte an meiner Stirn klebt. Werde ihr schreiben, dass sie genau die Richtige für mich ist, weil wenn ich eines aus New York gelernt habe vom dortigen Yoga dann gerade, dass es nicht auf dieses irren Lehrer mit seinem einzigartig geilen Unterricht ankommt, sondern es geht um einen selber und den Prozess.

Die Nachbarn vor der Tür, dem von oben halte ich die Tür auf und er merkt, dass ich auf meinen Mann warte und sagt mir, dass er das nicht sei. Der von unten mit der Teenagertochter, die man nicht mehr wiedererkennt. WOK (World of kitchen) macht Hofflohmarkt und man wird schön geduzt. Alles ist Spende für Kochen mit Kindern, aber Claudia braucht keine alten, vermeintlich lustigen Kochbücher. Wollreste und Sammeltellerchen. Der Porzellanaufsatz überlebt den Sturz auf das Hofpflaster. Ist ein Kaffeefilter und kein Teefilter. Claudi hat Recht und es gleich durchschaut und optisch schon so schön für ihre Sammlung. Wir kommen 2 Stunden zu spät. Der Garten mit dem riesigen Birnbaum (wenn man daneben sitzt, sieht er noch unscheinbar aus, aber von etwas Distanz sieht man das ganze, gewaltige Ausmaß, kleiner unscheinbarer Stamm, riesiger Aufsatz, als hätte man Mike Tysons Oberkörper auf Hildas Beine geschraubt), Polizeipräsidium in der Nähe. Der Schleimbeutel wird entfernt und wächst nach. Oma hat sehr viel Geduld mit dem Enkel, was gegen die Theorien der jungen Mutterschaft und der Nervenschwäche der Altgebärenden spricht. Die Kochprüfung darf man vorher einen Monat üben. Was ist das denn? Dann könnte ich auch bestehen. Das sagt sie auch, aber das darf man nicht, weil man dann die Pferdekutsche lobt. Frau K sen. mag die Jacke von Andrea und macht damit Modenschau. Dann noch die große Brille von Elena dazu. Wir nutzen alle Annehmlichkeiten: die Gartenpumpe, den Rasen mit Häkeltuch und den Teich mit den wunderschönen, grün gestreiften und großenmäßig sehr ansehnlichen Fröschen (ich grusele mich leicht). Mancher haut ab und ein anderer wird zum Stein. Der Tisch wird zum Kaffee umgedeckt mit Tischdecke. Hilda zertrümmert einen Teller mit Besteck und so was von konsequent. Ich glaube die will ins moderne Ballett. Erdbeerkuchen, 2 x Brombeermarmelade für mich, die regenbogenfarbene Hängematte. Was wir gehen auch schon? Ein herrlicher Tag an der frischen Luft. Der Gastgeber hat ein cooles rotes Rennrad und darauf wird er immer angesprochen von jungen Hipstern, die es ihm abkaufen wollen. Das hat der Ex-Schwiegervater seiner Tochter gebaut sagt er mir hinter vorgehaltener Hand und die Teile seien wohl ganz gut. Ich versuche mit meinem Fuß was von dem Holzwerkzeug aufzuheben vom Rasen, den Schraubenschlüssel: keine Chance, bei aller neu entdecktem Sportlichkeit, die Füße sind Klumpen und zu nichts zu gebrauchen.

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Cheez-Its (viel zu viele) und der Kichererbsensalat von Claudia, den ich umständlich mit ihrer Mutter aufgeteilt hatte, die auch den Salat ihrer Tochter probieren wollte nur den eignen erst mal gegessen hat, weil er eher weg musste als grüner Salat, aber Claudia ist ungeduldig, wie man das eben bei den eigenen Eltern so ist. Es gibt Leute, die sind noch schwieriger und auch krasser als ich, aber die leisten dann auch viel mehr und stellen künstlerisch mehr auf die Beine. Marco Goecke mit seinem Dackel. Oh mein Gott, er muss was essen, hatte nur 2 Bananen, ein Sandwich aus dem Hotel de Paris, die Muffins sind scheiße und die kann man nicht essen und der Mitregisseur auch: Forsythe, er kann den Namen nicht mehr hören, der ist so 20. Jahrhundert. Der Typ ist schwer geplagt und tut einem leid und ist alleine nicht lebensfähig und der Dackel hat seine Neurosen schon übernommen. Warte bis es dämmerig wird und ich mit einigermaßen Würde abdanken kann und gehe um 22 Uhr ins Bett. Früher brauchte man viele Drogen um solche Effekte zu erzielen und heute reicht ein Tag an der frischen Luft, ein Rest Jetlag und eine Lesebrille. Schwitze und muss mich umziehen, Stephan macht die leichtere Decke fertig und ich soll bestätigen, dass es besser so ist. Er versucht mich mitten in der Nacht mit aller Gewalt zum Sprechen zu bewegen. Das sind auch seine ersten Worte am Morgen. Ich kann noch nicht reden.

05.06. Ich muss nachrechnen, habe 11 Stunden geschlafen. Die vielen Träume sind nur noch Bruchstückhaft vorhanden. Ich habe auch Depressionen, wie meine Mutter?, Oma? Jedenfalls familiär bedingt und die kann man behandeln durch Dehnung der Scheide und das wird mit einem Stab gemacht. Klingt jetzt sexuell, war aber rein medizinisch.

Etwas muckeln und vor allem aufräumen, setze Wäsche auf und dann doch los. Schlecht geschlafen hat Stephan in der Nacht von Dienstag auf Donnerstag (!). Bluthochdruck ist eine Veranlagung und hat mit Stress nichts zu tun. Seine Mutter steht nachts auf um zu pinkeln und hat 180. Die gute Nachricht ist, daran stirbt man nicht, sondern an anderen Dingen. Mit dem Kofferinhalt auf dem Rücken und im Korb zum Fischerhof. Das Wetter ist herrlich. Die Wolken stehen senkrecht am Himmel wie ein Atompilz ohne Schirm. Gerade erzähle ich von meiner großen Liebe zu der neuen Handtasche aus Cape Cod. Kann mich selten an so eine große Taschenliebe in meinem Leben erinnern und schon löst sich die Plastikverkleidung um den Griff. Das darf ich nicht an den Lenker hängen, sonst habe ich da nicht lange Freude dran. Deutschland riecht nach Pisse und die Sitze bestehen aus Gitter, wie im Tierkäfig. Wunstorf sieht so anders aus. Nein, ich will Herrn Ihme nicht besuchen, auch wenn die Chancen gut stehen, dass er dort ist. Der Radweg an der Autobahn entlang und man bekommt einen Tinnitus von dem Krach der Autos, sie rasen wie am Nürburgring. Das kommt einem nach den USA immer besonders perfide vor. 120 km/h ist deutlich leiser. Sobald man die Autobahn los ist, ist alles wieder schön und ich weiß jetzt auch, warum die eine andere Vorwahl haben und nicht die von Wunstorf und Neustadt. Hier gibt es ein Bergwerkmuseum und auf dem Rasen ein dicker brauner Kuckuck, der den Schnabel offen stehen hat und „hechelt“ und nur große Sprünge über den Rasen machen kann und noch nicht fliegen. Hier im Dorf stinkt es nach Gülle so doll kann kein Koffer stinken. Karin bekommt 2 Röcke, einen mit Segelbooten wie Steinhuder Meer, das genaue Gegenstück zu dem mit Weihnachtsbäumen aus Cape Cod. Ja, das kann ich mir ausleihen, wenn ich will. Die Mutter des Gastgebers und seine ganze Familie ist da. Die bunten Segel sehen etwas nach P-Town aus. Die Mutter trägt Damenbart und trauer, bis sie sich was Leichteres anzieht um eine Reise anzutreten. Die Kinder haben deutliches Übergewicht. Der Kartoffelsalat ist nicht mit Mayo, sondern Miracle Whip. Schmeckt trotzdem nicht. Der Gastgeber isst nur 2 x im Jahr Bratwürste, seit er sie selber gemacht hat und weiß was darin ist. Für die Gäste/Feier gibt es trotzdem ausschließlich Bratwürste, also wird heute einer der beiden Tage sein. Ob der Lattexgrillhandschuh gefühlsecht ist testet er mehrfach demonstrativ am Hintern seiner Freundin. Der Kalender ihres Sohnes sieht aus wie eine Setcard. Der ist Schauspieler und offenbar auch schwer gestört und das sieht man sofort, so dass die Gäste kommentieren, der sieht aber gut aus. Was bleibt einem auch, weil man peinlich berührt ist angesichts der Einseitigkeit der Motivwahl. Der Gastgeber will noch mal mit uns nach Cali, noch mal zu „den Amis“. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das will oder meine Cousine für den Job vorschlagen sollte. Englisch kann sie gut. Der Stollen ist 1200 Meter tief und heiß es ist da unten. Ist ja auch fast schon im flüssigen Kern der Erde, gelle? Das passt gut zu der geilen American Dad Folge von gestern mit einem Salzvorkommen im Garten, aber die Rechte hat Steve sich übertragen lassen nach einer Schnitzeljagd als Kind als er immer dachte, die Steine seien der Schatz und das waren aber Baseballkarten, die Roger hat, weil das Safe von Stan einer seiner Personas ist. Das Gordon’s Salt Girl mit blauen Gummistiefeln ist auch ganz geil dargestellt, einmal in jung, verführt es Steve in der Schule und dann alt als Zombie, dem Salz aus dem Mund herausrieselt. Die Eiswürfelmaschine kackt Eiswürfel aus. Ich hatte Stephan auf dem Weg gesagt, dass mir eher die Deutschlandbeflaggung negativ aufstößt, wie Wunsiedel 1944 sieht es in Wunstorf aus. Amerika hätte mehr Grund stolz zu sein, weil sie sich aus der alten Welt neu erfunden haben und New York ist eine Stadt, in der Leute wählen zu wohnen und alles auf sich nehmen dafür. Wenn man hier wohnt, wurde man hier ausgeschissen und hat es nicht geschafft wegzukriechen oder gerade mal nach Hannover. Ein Typ aus Fürth, den es beruflich hierher verschlagen hat, waschechter Franke, der Würstchen importiert und importieren lässt und jetzt am Aegi wohnt. Dann die unvorteilhafte Kollegin, die ich nicht mag. Die scheint Hausjuristin für die Jungs zu sein. Sehr nett ist ein Kumpel, der bei der Lebenshilfe war und jetzt im Vorruhestand. Andalusien sei sehr schön. Wir reden über Hummer und Kaisergranat in der Karibik und die Special Olympics. Er erzählt von Film, der 50 Meter Lauf und alle am Start und dem Läufer der anhält und umdreht, weil ihm seine Mütze runter gefallen ist. Die wird geborgen, wieder aufgesetzt und dann geht es weiter. Das ist konsequent, da steh ich drauf. Ich kenne die Freunde zum Teil, weil der Gastgeber, wie ich, gerne plappert. Während er unentwegt überlegt, wer ein Pferd kaufen wollte aus dem Freundes-/Bekanntenkreis und ihm das gesagt hat überlege ich unentwegt, wo noch mal Yoga angeboten werden sollte, auf Teneriffa? Ich bin zwar böse, aber schreibe auch Stephans Geschichten mit auf. Das sieht er auch so. Meine Schwiegereltern sind nicht zuhause und wir besuchen die Freundin der Familie in der neuen Wohnung hinter dem Ärztehaus. Gleich am ersten Eingang steht ihr Name. Sehr aufgeräumt. Die Bilder der toten Familienmitglieder verschönern die Wände. Ich sage: heiraten mit Krönchen und sie sagt, wenn es geschlossen war, war man Jungfrau und wenn es offen war nicht mehr und bei ihr? Sie kann sich nicht mehr erinnern, wie die Krönchenstellung war, weil da konnte man natürlich auch lügen. Sie macht meinen Schwiegereltern Vorwürfe, dass sie erst einmal da gewesen seien. Die Katze ist schüchtern und lässt sich nicht blicken. Sie hat einen Plattenspieler auf einer prominenten Position im Wohnzimmer und legt die Platten ihres verstorbenen Sohnes auf. ich mache Spaßfotos mit meinem Baseballspieler, der mich jetzt begleiten soll bis ich wieder in P-Town oder den USA bin.

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Was für ein schönes Wochenende viel draußen und immer wurde gegrillt und man wurde bewirtet. Herrlich und auch das Radfahren war eine große Freude. Weil ich noch Appetit habe schauen wir bei dem neuen Thai in der Südstadt vorbei. Mimis, sieht echt gut aus, aber Sonntags geschlossen. Wo war noch mal der Italiener, der ist wie ein Ausflug nach Neapel (aus dem neuen Hannover geht aus Heft)? War das Stephansplatz? Wir schauen in der Haasemannstraße vorbei, die auch gerade aus dem Urlaub zurück sind und sagen Hallo und treffen dann vor der Tür den Kollegen, der aus dem Ricklinger Freibad kommt. Da gibt es Becken und See. Ins 11 A mit ihm und seiner Tochter, die um 21 Uhr zum Jugendtheater abgeholt wird. Schöner Ausklang. Der Butterfahrtsfreund unserer Jugend, der früher Turner war und allerlei Sport treibt und blind ist wie ein Maulwurf, doziert über Gymnastikübungen beim Knochensporn, er sich auch zurückbilden kann. Er ist Dienstag mit meinem Mann zum Joggen verabredet. Mein Kollege, der Superman Drobs von seiner Tochter aus dem Schullandheim mitgebracht bekommen hat vom Taschengeld (wegen Superpapa) soll jetzt auch das passende Gaffa-Band aus den USA dazu kriegen. Das scheint ein deutlicher Hinweis zu sein. Ich habe wieder nur gekauft, er hat es verdient und ich bin immer erleichtert, wenn es weniger wird und dann so vermeintlich passend. Der Himmel sieht so herrlich aus.

Zuhause noch schnell das Strangers & Saints Hütchen kleben (versteht keiner, aber der Reisebericht aus New York und P-Town wird hoffentlich folgen). Sieht nicht so gut aus, wie ich gerne hätte. Herr Yoga schreibt mir, dass er kaufsüchtig ist und ich die Insolvenz vorbereiten soll. Das wechselt ab mit den Mails, dass er bald dicke Geld verdient als SAP-Spezialist und Firmenberater. Schnell noch eine Runde bügeln (will meine Nachthemden nicht von anderen bügeln lassen), dann mit kurzärmeligem Nachthemd und bei geöffnetem Fenster ins Bett (das mache ich nie) und schön schlafen.

Adapter für die neue Welt

09.05. Traum. Spinnen, die auf der Wasseroberfläche stehen im Klo. Muss ich wegspülen, dann kleiner Knäuel, habe ich kaputt gemacht. Die Betreute von früher soll ins Heim. Die Frau, die ihre Möbel verkaufen soll ruft mich an. Ja, die Betreute hat Vertrauen zu ihr und sie soll das machen, das weiß ich auch und kann es ihr bestätigen, sonst kann sie auch mit ihr telefonieren. Ja und nein kann sie äußern, halt nur nicht reden. Heimvertrag habe ich heute erst unterschrieben zurück bekommen (hatte unten auf die Post gewartet und teures Einschreiben von mir war dabei). Ab wann weiß ich nicht (den Vertrag habe ich Stephan mitgegeben und sage, ich könne ihn gerade nicht einsehen, weil ich unterwegs sei). Dann die Frau des Kollegen, die mich privat in der Gastronomie, (wir sitzen außen) anspricht, weil die Kasse ihr kein Krankengeld zahlen will wegen ihrer Rückenschmerzen, die nehmen das als Krankheit nicht ernst. Ich sage, rechtsmittelfähigen Bescheid fordern und Frist setzen, dann merken die das es ernst ist und schön kurz, das kann ihr Mann auch sehr gut bzw. von solchen Kollegen habe ich das gelernt, er kann es ihr zeigen. So und jetzt muss ich weitermachen, bin privat hier (Mann meiner Cousine, der mir gleich unaufgefordert erzählt, wie sein Fall weitergegangen ist und wie es gerade um ihn steht, man sieht sich so selten und er glaubt echt, dass mich sein 150,- € Fall interessiert, der interessiert nur ihn selber). Ein Betreuter wird aus dem Krankenhaus entlassen. Der ist eher wie Autist und ich freue mich ihn zu sehen und er will umarmt werden. Das mache ich in diesem Fall mal. Ein Mann vom abW der total dünn und schlaksig ist spielt mit ihm Fußball. Ich mag den Typen und der macht das gut und hat einen guten Zugang zu ihm. Ein Hauseigentümer kommt mit Kinderwagen raus und regt sich auf, dass die gegen die Hauswand bolzen und nicht auf den Kinderspielplatz gehen. Wir legen eine Pause ein bis der abgebogen ist und ich bleibe schützend in der Nähe stehen und denke mit diesen beiden Männern könnte ich auch zusammen leben, gut, der lange Dünne ist mir sehr lang und dünn zum kuscheln. Dann Streit mit Stephan. Er hat mir gesagt, dass er an einem Malwettbewerb von real teilgenommen hat. Man sollte seinen Stadtteil malen. Ich will das Bild sehen und er hat es schon eingereicht. Was? Ohne es mir zu zeigen? Konnte er sich nicht vorstellen, dass ich es sehen wollte? Er soll es wiederbesorgen. Porto habe 6,50 € gekostet (ich will Christiane ihr Bilder zuschicken und denke an das Porto, das passt auch in einen kleinen Umschlag). Das ist mir egal. Dann sagt er, es könne nicht aus der Masse zur Zusendungen wieder rausgesucht werden. Ich heule und schreie am Telefon und rede mich immer mehr in Rage, damit laufe ich durch die Gegend und frage mich, wie ich wieder dort hinkommen soll wo ich hin muss (man muss einen Fluss überqueren). Will er jetzt anfangen seine T-Shirt Motive selber zu malen? Und dann: „so und weißt Du was, ich mache mein Handy jetzt kaputt zur Strafe und Du bist live dabei“. Es ist geformt wie eine Mischung aus Fernbedienung und Mikro und ich kann es wie einen kleinen Tennisschläger gegen einen Baumstamm schlagen, was ich tue und es hat nicht nur ein Spider, sondern ist richtig kaputt und ich muss die einzelnen Teile festhalten, damit sie sich nicht verschieben, weil ich wollte es kleben, damit es scheiße ausschaut und nicht ein Neues kaufen (der Tochter ist ihres in die Spree gefallen und sie ist danach getaucht und jetzt liegt es in Reis und Salz). Ich werde wach und bin echt noch sauer auf Stephan, aber er versteht das. Wir sind beide wie gerädert.

Alle lieben den neuen Brotkasten. Morgens 1000 Fragen, darf Metall nicht in die Geschirrspülmaschine, Kartoffeln auf einen Teller, das Schwarze geht nicht aus dem Topf. Ich flüchte. Trinkflasche im Bad auswaschen. Das macht immer so hässliche weiße Flecke von dem Backpulver und die Dose geht zur Neige. Das passt sich gut, Backpulver von Trader Joes, wieder eine Dose voll, dran denken.

Landesgartenschau ist wohl doch toll, die Auen und die Weiden und die Bühne, alles so stimmungsvoll und abends open end. Wenn Johannes kommt ist hier Lumix. Wir vielleicht im August zur Festspielzeit, dann ist es warm und das interessiert meinen Mann.

Der Vater kommt und wir bereiten den Mietvertrag vor, sprechen das durch. Er soll Kostenbeitrag bezahlen und zahlt eh so viel, dann halt so. Sohn soll nicht mehr mietfrei da wohnen. Wo ist der Hund? Selbst die nicht Hundefreunde lieben Suki und das lässt meine Brust anschwellen und freut mich, dass ein Hund tatsächlich auch mal positiv aufgenommen werden kann und zwar objektiv und nachweisbar und nicht nur in dem Kopf von Mutti. Dann Pflegedienst. Der Sohn hat die Wohnung zerlegt, Wohnzimmerschrank und Badezimmerschrank und sitzt auf den Ruinen. Dazwischen Herr Borderline Groß mit Katze in Transportbox und Mutter. Der ist wie tickende Zeitbombe. Weil ich neulich so scheiße war rufe ich Herrn Architekt an und wünsche ihm alles Gute für den Termin und biete meine juristische Unterstützung an, wenn was nicht so läuft. Der bedankt sich für die Rückenstärkung. Dazwischen Fanbrief getippt an Mattias, dem Schauspieler von gestern (jetzt stalke ich den nächsten) mit altem pickeligen Kopierfoto von mir mit Männerunterhose Ohrring. Ich kann nur schreiben und bin im Direktkontakt zu schüchtern und gestört, aber kennt er ja aus seinen Stücken. Dazu eine späte Dankesmail für den Limoncello und Spätzle-Abend. Ich hatte richtig gesehen, Stephie war da und fand es auch gut und Yoga findet heute statt und wenn sie selber einspringen muss. Die Betreute von früher, mit der ich noch Sozialgerichtssachen habe. Erst duze ich sie ausversehen, komme in 10 Sekunden ins Thema hin und schreibe eine Erklärung für sie und bin strukturiert ohne Ende, so zwischen eines Postkarte, die ich gerade tusche und die wundert sich, wie schnell alles erledigt ist. Die Mutter von dem Wohnungszerstörer und Frau Perserin ist bei ihm und sie sieht es auch ganz gelassen. Die Möbel hätten sie schon abgeschrieben. Herr Borderline reicht Unterlagen ein und handschriftlich ist von der Kollegin notiert, dass er sich entschuldigt, dass er laut gewesen sei. Da nicht für denke ich. Ich bin ja da zum Dampf ablassen. Hier kann er es ruhig machen und ich kann es aushalten. Dass er jetzt zwei Anzeigen hat wegen des angefahrenen Austauschschülers, wo er doch nur mit dem Rucksack Berührung hatte und vom Rad geflogen ist, das ist auch einfach nicht verständlich für ihn und er könnte durchdrehen. Das verstehe ich. Wo bleibt die Gerechtigkeit. Zwischen dem Kopierpapier liegt die japanische Karte, die ich verschicken wollte und der Kollege ist jetzt schon tot.

Frau Döhren, die Bärtige mit den Töchtern, die sie versteckt hält. Erst Rentenversicherung. Kopie Perso ist immer noch nicht eingegangen. Dann sie. Sie hat die Handwerker da und als ich frage, wann es wohl klappen wird: ich soll sie nicht wie ein Kind behandeln. Sie beschwert sich dann, wenn das Rentenverfahren nicht weiter geht und Kopie kann man doch an jedem Kiosk oder Post machen.

Stephan will vorbei kommen in 15 Minuten, tut es dann nicht. Dann muss ich mich darum kümmern. Das nervt mich, geht nicht ans Telefon, hängt er tot überm Zaun? Schützlinge habe ich genug. Höre Stephan ewig am Briefkasten und die Klappe schlägt blechern zu, dabei wird Teich im Innenhof aufgefrischt und Steine werden bewegt und vielleicht gereinigt, jedenfalls von der Schubkarre auf die anderen Steine gekippt, was die Geräuschkulisse macht. Termin beim Arbeitsamt ist bestens gelaufen meldet mir der Architekt und der Vater bringt den Mietvertrag vorbei und will privat reden, ob wir direkt fliegen und wenn nicht, warum über Dänemark. Das nervt auch. Dann kommt der Termin zu früh und gibt mir Rechnungen aus der Apotheke und ich soll meinen Mann grüßen und mit dem gehe ich Eis essen. Nach 45 Minuten kam er doch. Weintraube und Macadamia-Nuss. Der Kollege hat Recht, dass der Eis-Sommelier nervt, der erklärt bei Vanille, dass Bourbon nichts mit dem amerikanischen Whisky zu tun habe. Ach? Langweilig, der soll einfach die Kappe halten. Das sei das Problem, wenn Akademiker nicht nur Taxi fahren, sondern Eis verkaufen, meint der Kollege. Dann kurzes Gespräch mit ihm, wie es so steht, man muss auch sehen, was man selber aus bestimmten Beziehungen zieht für Vorteile oder Amusement, es gibt ein Muster und einen Grund, warum die Dinge so sind. Das muss man erkennen oder kann es zumindest. Den Typen, er weiß wen ich meine, fand ich immer gut aussehend. Vater war Gerichtsmediziner und hat eine wichtige Erfindung gemacht, wie man mit Maden den Todeszeitpunkt feststellen kann- die Konfirmationen von gestern und morgen und dass er meine Akten nicht findet, wenn dann was ist wenn ich nicht da bin. Da fällt mir auch keine Lösung ein, außer er nimmt das alles zu ernst und Angehörige machen erfahrungsgemäß immer eine große Welle. Ja, ich gönne ihm Urlaub und eine Flugreise zu einer exotischen Hochzeit. Dann sind wir nacheinander weg und sehen uns ewig nicht, aber das ist ja der Sinn, dass wir uns gegenseitig vertreten und die Sehnsucht wird hart, aber sich aushalten lassen.

Wegen mir findet Yoga statt, ich bin die dritte und mache die Runde voll. Kann den Bauch unter den Rippen nicht nach innen aushöhlen (Bauchnabel zur Wirbelsäule), wie sie es uns an ihrem flachen zeigt, aber dafür entspannen. Mein Knie macht mir allerdings Sorgen, weil ich nicht mal in die Position des Kindes reinfallen kann, wie gewohnt. Das will ich lieber wieder können statt Bauch aushöhlen. Das schweben in Raum und Zeit, aber Gefühl des Gehaltenseins. Die Dankbarkeit für das was man hatte, auch wenn es begrenzt ist und einer gehen muss oder man selber. Das will ich noch etwas üben in dieser Inkarnation und verstehen was dahinter stecken könnte. Sie fasst mir auch schön an meine Fettschütze am unterem Bauch. Das macht schon Sinn, da sind die ganzen Shortbreads drin. Der beste Freund wird zum Gegner, hasst Dich und droht Dich zu vernichten und Deine Angehörigen sind Feinde, die er zerstören will. Das wünsche ich keinem. Mit Wolle in wollweiß den Noppenteppich beginnen. Im Fernsehen Harrison Ford mit einer Tussi auf einer Insel gestrandet und ein Boot, nein 2. Es sind Piraten aus dem Bilderbuch mit langen, zotteligen Haaren. Ich gehe vor 10 ins Bett. Warum das will Stephan wissen. Mir ist langweilig, ich bin satt nach Eis und Zottertrinkschokolade und weiteres Essen geht nicht, für packen ist es schon zu dunkel, Häkelarbeit langweilig, Fernsehen langweilig. Was bleibt mir. Ich schwitze schon das erste Mal bevor Stephan ins Bett kommt, der Infekt hängt mir noch im Körper.

10.05. Traum: Heike schickt mit email mit „guten Morgen, Frühstück ist fertig“ und ich liege im Schlafzimmer/Gästebett und lese das (bezieht sich auf die Anfrage der Yogafrau, ob ich denn die Nachricht bekommen hätte vom Ausfall des Kurses, weil ich sagte, mein Handy war aus, aber als ich schon fertig war hätte ich noch eine email Abfrage gemacht, sie wurde blitzartig krank am Samstag, 24 Stunden Grippe und kann heute wieder unterrichten und S. sei ganz schön sauer gewesen, kann ich nachvollziehen denke ich). Ich freue mich im Traum und es ist eine epostcard mit Motiv darauf. Dann Video mit Stephan und den Jungs aus Essen. Ich will eines machen. Er schleudert sie beide an den Armen wie Propeller und das passt genau in die Küche und dann in einem Eimer und der untere hält den oberen fest, der mit den Füßen nach oben zappelt (das sieht aus wie der Raketenantrieb) und dann wuseln sie um Stephan, der aufrecht steht (das ist wohl der Start) und das Schlussbild ist, sie heben Stephan hoch und er ist die Rakete, die abhebt. Ich will das einzeln drehen und immer soll ein Geräusch ertönen vor dem nächsten (ich schlage einen Gong, bin aber nicht zu sehen) und dann einen Film schneiden. Erst mal Rollos hoch wegen Licht und wo ist es am besten, das weiß Stephan, hier im Flur. Dann machen wir die erste Szene mit dem Antrieb, aber die können nicht so lange halten und kippen um bis Stephan wieder am Handy oder der Kamera ist um zu filmen. Dann denke ich, man kann die Reihenfolge auch schneiden und ändern. Der Ministerpräsident von Österreich sei zurück getreten sagt Jasmin, die zur Arbeit muss und welche Auswirkungen das für ihren Job hat. Ich werde wach.

Vielleicht doch Streifen in den Noppenteppich um ihn interessanter zu machen? Nach Capitola, sein erstes Mal freies Internet in der Stadt 2003 kündigt jetzt 2016 die Cebit-Stadt Hannover für die Innenstadt WLAN an. Ich mag keine Mohnzelten mehr und den letzten soll Stephan essen. Wieder Diskussion darüber. Gebe mir auch die Schuld, dass ich Claudia nur einen gab und den hat sie ihrer Kollegin gegeben. Will halt so was in Zukunft vermeiden. Stephan findet es langsam lästig und ich mache bestimmt aus einer Mücke einen Elefanten, aber so ist es eben. Herr Borderline bittet mich den Beratungsschein für ihn zu beantragen, er war da beim Gericht heute Morgen, aber es war zu voll. Muss heute dringend die Demenz-WG Besichtigung für Morgen absagen. Es gibt Stachelbeer-Bananen-Marmelade von Andrea und Stephan hat Rundschreiben in 2 Betreuungssachen ausgedruckt. Das schicke ich los vor dem Urlaub, dann haben andere erst mal was zu tun. Salzbutter brauche ich trotzdem, auch wenn wir bald fliegen. Kann ohne Shortbread nicht leben und verteile die dann im Flieger und hänge immer bei Karin und Georg rum und blockiere den Gang statt angeschnallt sitzen zu bleiben, wir damals die Vollhonks auf dem Flug nach Malle.

Herr Ihme ist in Wunstorf in der Fixierung nachdem er Mitpatientin angegriffen und bedroht hat und Personal beleidigt und dito. Ich spreche mit dem Richter. Der ist heute da und hört ihn an. Die Psychologin seuselt und meldet sich nicht mit Namen.

Der Typ aus dem Knast und es gibt einen Platz im offenen und geschlossenen Bereich und ich kann Beschluss erwirken und muss dann davon keinen Gebrauch machen, wenn er sich gut führen lässt. Schlage das dem Verteidiger vor.

Die Schwester von Herrn Teheran kommt und ist aufgedreht und affektiert. Es geht um einen Ausweis für die Tochter, iranischer Pass, aber ist unterschreibe nichts, was ich nicht lesen kann. Das muss sie dann auf Englisch besorgen. Sie will mir den Kindern Urlaub machen, die haben keine Freude. Sie macht dabei wieder viel Drama mit Augenaufschlag usw. Meiner soll in Berlin sein und wurde von einer Straßenbahn angefahren und legt auf wenn man ihm sagt, er soll ins Krankenhaus. Er sei völlig verrückt und sucht dort nach seinen Kindern.

Die türkische Betreute, die mal in Hameln war, ruft an und weiß nicht, was sie wollte. Sie hatte Anhörung bei der Richterin und es war eine andere helfe ich ihr auf die Sprünge. Richtig und sie will nach Hameln ziehen innerhalb des nächsten Jahres, vielleicht schon im Sommer. Da hat sie Verwandtschaft und dann Neubeginn. Da gibt es freistehendes Haus mit 6 Zimmern und falls sie einen Typen kennenlernt, kann der dann da mit einziehen. Die Tochter will nach der Zahnarzthelferausbildung Abi machen. Sie muss es mit dem Vater ihres Sohnes abstimmen und klar, wir, d.h. die Frau vom abW und ich helfen ihr wo es geht solange sie noch hier ist. Ich kann jetzt auch selber türkischen Mocca macht, dann kann sie ruhig wegziehen. Wir lachen und sie sagt, ich müsse sie dort privat besuchen und kann dann auch da übernachten.

Der Mann von der Betreuungsstelle, in der neuen Sache mit dem Betriebsratsvorsitzenden, wo er mich vorschlagen wollte will die Richterin mich nicht bestellen, weil ich über 60 Betreuungen habe. Dann ist das so und ich bedanke mich für die Rückmeldung. Wäre jetzt auch von dem Urlaub schwierig.

Brief an meine Eltern kommt zurück, dass die Anschrift nicht stimmt. Ich rege mich auf. Was ist das für ein Dienstleister, diese Post. Briefkästen werden sonntags nicht mehr geleert und es wird immer teurer und jetzt das. Gehe mit dem Brief hin um mich aufzuregen so nach dem Motto, ich werde doch die Anschrift meiner Eltern wissen und ich habe schon bezahlt. Dann muss ich mich bei der Post beschweren sagt die Frau am Schalter, darauf fällt mir nichts ein und ich gehe, weil da wo Post drauf steht ist eine Bank, die Briefmarken verkauft, so war es mir schon mal erklärt worden. Plan B, abregen und noch mal frankieren. Versuche es diesmal mit Druckbuchstaben. Warne meine Eltern vor, dass sie mir melden, ob ich erfolgreich war. Ich will mich bei der Bank beschweren, aber Frau M. ist nicht da, sondern nur ihr Kollege, der bei mir als äußerst inkompetent abgespeichert ist, so dass ich umdrehe auf dem Fuß, wenn ich den da sitzen sehe im Glaskasten.

Stephan macht Gerichtspost und Frau Renovierung will Betreuerwechsel dabei hatte ich heute erst ihr Mieterkonto mit einem Guthaben drauf, weil die Beihilfe für die Nebenkosten nicht zugeordnet werden konnte, für sie geklärt. Lässt über den Arzt verkündigen, dass sie glaubt, dass ich mit ihrer Erkrankung nicht zurechtkomme. Der muss immer vermitteln, wenn ich zu gemein zu ihr bin. Ich rufe sie an und frage, ob dem so ist bevor ich zustimme (womit ich kein Problem hätte, weil ich glaube nicht an das Festhalten in diesem Fall). War nur angedacht, aber ich arbeite ja gut und dann lässt sie sich lieber anmaulen. Kann ja vom Regen in die Traufe kommen und was nutzt ihr einer, der nett ist und nicht gut arbeitet. Ich kann mich durchsetzen. Ihre Hoffnung ist, dass ich zu den anderen auch so böse bin wie zu ihr, wenn es darum geht ihre Interessen durchzusetzen. Dafür kommt auch das Fax mit dem Wechsel zu mir, wo der Vorbetreuer sich sperrte.

Mittagstisch spare ich mir, ich esse jeden Tag Eis. Das ist auch günstiger. Georg will Freitag vorbei kommen zum gemeinsamen Einchecken und Adapter soll er ihm gleich einen mitgeben oder sagen es reicht nicht. Pro Paar braucht man mindestens einen. Schon die Zahnbürste zieht und der Rechner. Heute kann Stephan mal Herrn Hodscha sehen. Sieht der nicht süß aus? Ja, die Chronikerbescheinigung. Der Arzt will 2 neue Vordrucke und nicht auf dem der Kollegin markieren, obwohl das gegangen wäre. „Die Befreiung ist anstrengend“ sage ich beim Treppenaufstieg und muss selber lachen, weil das klingt, wie eine Rebellenarmee.

Herr Bareinzahler. Ich habe Widerspruchsfrist verpennt, aber inhaltlich hätte das nichts gebracht. Überzahlung für die ganze Familie i.H.v. 180. Er kommt heute mit Frau und sie haben vielleicht eine Wohnung in dem Neubau am Klagesmarkt, weil sie auch aus der Wohnung müssen wegen Rauchen im Treppenhaus. Ich erkläre wie das jetzt geht mit dem Wohnungsamt und wann man wo anrufen muss und wo das Aktenzeichen steht. Außerdem hat die AOK auf Säumniszuschläge i.H.v. fast 500,- € verzichtet. Das ist ja mal was Gutes. Ich habe heute auch das Schreiben vom Gericht bekommen wegen Bußgeld und verstehe das selber nicht. Gericht will keine Verhandlung, sondern im Beschlusswege entscheiden. Rufe den Richter Morgen an. Hoffe, der redet mit mir. Sometimes you eat the bar and sometimes the bar eats you…

Immoscout und EG-Wohnung besichtigen Morgen in Ricklingen mit der Libanesin. Sie will doch nicht. Ich weiß nicht genau den Grund, aber kein Problem, sage wieder ab. Morgen ist der letzte Zahltag und sowieso viel zu tun. Ich arbeite den ganzen Tag und schaufele weg (an Kaffee in der Sonne mit dem Kollegen ist nicht zu denken), aber es wird nicht weniger. Morgens vor 9 schon 2 Rundschreiben für Insolvenzverfahren.

Ich bin gegen die schwarz und schlicht Fraktion beim Fahrradstellplatz pflastern. Die Miteigentümer sind Spielverderber „keine Ornamentik mit Hoppelhasen oder Ying und Yang“. Gut, Kreise finde ich auch langweilig. Sollte wohl konsensfähig sein und günstig ist es. Mir fällt schon was anderes ein. Wie wäre es mit einer kaputten Couch oder einer römische Zahl, ein griechischer Gott, ein römischer Kaiser, ein Fahrrad oder Teil davon, ein Ventil, eine schwarze Persianerjacke…..Die andere Fraktion muss weiter darauf herum reiten mit: „keine Kreise, Mandelas oder Ornamente“.

Herr Barzahler will morgen noch mal kommen wegen der Wohnung. Ich helfe wo ich kann und schreibe dem Amt wegen Raten. Schnell noch die Unterbringung von Herrn Ihme beantragen als letzte Amtshandlung.

Das Treppenhaus sieht ganz schön versifft aus. Das stößt den anderen Teilnehmerinnen bestimmt mehr auf als mir. Die Grace-Trainerin mit dem Zen T-Shirt will es wissen und ihr Unterricht tut gut. Ich schwitze sogar leicht, habe anschließend ein gute Laune Hoch und muss lachen während des Trainings, wenn ich ihre niedlichen Füße sehe. Die hat Zehenlücken, wie andere Zahnlücken, als hätte man ihr da einen entfernt, weil noch einer vor den kleinen passen würde in die Lücke und der steht ganz alleine auf weiter Flur, während meine wie ein Klumpen geformt sind. Schlimm finde ich die gedankenlosen Körperbilder, ein ausgefranstes Arschgeweih aus den 90igern ist eine alte Sünde. Die meine ich nicht, sondern einen jungen Körper wahllos mit lustigen Karikaturen vollgemüllt. Schlimm finde ich das. Erst der Gemüstürke, dann weiter und doch Lidl. Der Sozialarbeiter sitzt beim Imbissttürken auf der Straße/Terrasse und schaut mich entgeistert an als ich vorbeifahre. So sehe ich aus im Sportdress ohne Schmuck. Suki muss ich absagen, kriege das alles nicht hin. Mittags Eis von der Eisdiele, abends von Lidl. Stephan erzählt, wie kompliziert der Möbeltransport sich gestaltet. Ein Hans Franz, der Leerfahrten zwischen Stuttgart und Leipzig anbietet und 500 aufruft, dann doch lieber den Galeristen, weil der Unbekannte hat gar kein Leumund. Spedition aus Stuttgart, die nach Berlin fahren ist auch eine gute Idee.

11.05. Traum: Wir fliegen und ich sage, das klappt gut heutzutage, muss man keine Angst haben, ganz ruhig ist das, Stephan sitzt hinten am Schwanz vom Flugzeug und das sieht man auch innen, macht ja nichts, schau mal wie geil man die Landschaft sieht. Ach so, Notlandung. Irgendwas ist am Flugzeug. Ist doch verantwortlich, dass der Pilot gehalten hat, sieht schlank und sportlich aus (Muskeln in den Waden, wie beim Tänzer oder Läufer) und wirkt aufmerksam und gar nicht müde und fliegt auch selber mit. In der Werkstatt arbeiten 2 Frauen, sieht aus wie KFZ-Werkstatt. Der Flugschreiber fehlt. Wir sind in Skandinavien oder so. Schauen uns um in Räumen, Hotel oder Riesenflugzeug und die haben 50er Jahre Möbel (das ist keine Truhe für Schmutzwäsche mit Bast und Blumen, sondern eine Sitzauflage, hatte mich schon gewundert, dass die so wenig Volumen hatte) und Schwimmbad. Muss meine Sachen im Augen behalten, dass ich alles wieder zusammenkriege, wenn wir zurückmüssen. Andere habe ordentliche Stapel gemacht und ich alles verteilt (bezieht sich auf meiner erneute Packorgie im Wohnzimmer). Dann Hotel mit meinen Cousinen und Cousins und es geht wieder um ihre Erbschaft. Ich mache keine Umsonstberatung mehr (und doch das habe ich gemacht und zähle die Male auf), es ist aus, Maß voll, Fass übergelaufen, was auch immer. Ich weiß auch nicht, welcher Anwalt involviert war und was sein Auftrag war, interessiert mich nicht, ihre Geldanlagen, interessiert mich nicht mal bei mir, ist nicht mein Thema Fonds und Versicherungen und ich bin raus, sollen ihren Scheiß selber machen (gestern ging es um Unfallversicherung in einer Betreuungssache und das musste sich Stephan anschauen, weil ich gar nicht weiß, was das sein soll). Meine Cousine aus England hat eine Haarspange mit Buchstaben, die man drehen kann und richtet diese. Hotelbüffet. Ich frage ob es auch Espresso gibt oder nur diesen Kaffee. Dann hätte ich gerne Schwarztee und mein Cousin auch und es ziehen sehr viele Beutel in einer kleinen Kanne. Sehr aufmerksam von dem Sohn, dass er die da raus nimmt. Ich werde wach und habe derbe Kopfschmerzen und wieder geschwitzt. Bin ich so was wie krank? Habe ich ein bisschen Flugangst bzw. bedenken vor einer Flugzeit länger als nach Wien? Wann müssen wir da sein am Samstag? Schon um 7 Uhr morgens. Dachte am Vorabend, dass ich anfange zu bluten und hatte Unterleibszicken. Kopfschmerzen wie nach einer Lumbalpunktion. Habe zu wenig getrunken und Eis essen gilt nicht als Trinken und abends Lasagne backen auch nicht. Bin ich überfordert und will gar nicht nach NY? Stephan hat ja noch die anderen und seine Schwester. Nachbesprechung zu Hermann Hesse. Siddartha hieß der Kinofilm. Dass Demian stirbt wusste ich nicht, aber mit dem Krieg und das es wohl 1. Weltkrieg sein soll, dafür haben mir die Andeutungen gereicht und der Abschied war deutlich. Wenn Du mich zukünftig brauchst, weil Dich ein Bully drangsaliert, bin ich hier drin und zeigt auf sein Herz. Ja, meine Oma war Hermann Hesse Fan, aber in verklemmt. Statt Freikörperkultur war nur wandern angesagt und Tür abschließen und Monatsbinden hat man den Kindern so erklärt, dass man aus den Beinen blutet. Wie konnte es sein, dass es als Kriegsspaß verstanden wurde wie eine Jugendfreizeit wussten die nicht, dass das Aua macht und das Leben kostet, aber das gibt es heute auch aus dem Wohlstand heraus in den Jihad. I (Herz) NY/USA auf T-Shirt kommt aus dem Eingang. Ist das ein Zeichen? Junger Mann kommt mit mir rein und hängt seine Golf Maui Kappe an die Garderobe.

Langes Gespräch mit der Bewährungshelferin wie ich Herrn Yoga enschätze. Sie will etwas den Druck rausnehmen, den er sich selber macht (das Gericht erwartet, dass er Musterbürger wird und 10 Stunden am Tag arbeiten geht), damit er erst mal die SAP-Schulungen in Ruhe absolvieren kann. Das finde ich sehr gut. Der Kollege auf dem Handy wegen Kaffee. Er gibt vorher keine Ruhe. Der ehemalige Studienkollege, der auf mich steht, sitzt im Fenster. Hat jetzt 2 Wochen Urlaub und will mit dem Motorrad nach Paris oder Rom und mir Fotos per What`s App schicken. Hat im entkernten Uni Gebäude Bauhauslampen mitgenommen, die sie kaputt geschlagen hätten, obwohl er ihnen gesagt hat, dass sie wertvoll seien und das sind seltene Unikate, die jetzt bei ihm hängen. Ich blute tatsächlich zartrosa. Na toll, das kann ja was werden. Herr Bareinzahler hat alte Mietschulden und ich soll für ihn schreiben, gibt mir 70,- € Urlaubsgeld. Ich arbeite immer so gut und bin so günstig, ganz im Gegensatz zu meinen Kollegen. Der Bruder von Herrn Teheran, will Bescheinigung von mir für die Schule, soll aber nichts Schlimmes drin stehen mit Polizei.

Frau Stimmen will ein CSI T-Shirt aus den USA. Ach so, keine Spionage, sondern Fernsehserie. O.k. wenn es mir über den Weg läuft und vermutlich XL dann. Ja, sie will abnehmen. Ich brauche keine Escorte im Sommer, sondern halte hier alleine die Stellung. Schön Suki und ich.

Vielleicht Paps Geburtstag mit der LGS verbinden. LSD statt LED sage ich nur. Ist zu dicht am Münchenausflug. Ich will nicht Möbel holen in Stuttgart, höchstens bei meinen Eltern auf meinen Mann warten. Herr Yoga hat Post bekommen vom Amtsgericht wegen eines DNA-Identitätsverfahrens gegen ihn. Er hat 10 Tage Gelegenheit zur Stellungnahme. „Ich würde sagen, die von mir begangene Straftat ist für DNA nicht relevant. Kann ich das umgehen?  Ich fühle mich sowieso schon durch die Verurteilung sozial runtergestuft und nun noch das.“ Das verstehe ich und sagte der Bewährungshelferin noch, dass sei ein ganz schöner Einlauf für ihn gewesen, er war doof und hat sich geschmeichelt gefühlt, jetzt wird er verurteilt mit allem drum und dran und die vermeintlich Geschädigten, die ihn aber geschädigt haben, tauchen noch nicht einmal auf. Verarschung pur.

Elisabeth, Mittwochnachmittag hat die Bank vielleicht zu. Das muss sie checken. Will sie immer rausschmeißen. Hat noch wichtige Information für mich. Der Buchstabe „H“ wie in Hannover besteht aus zwei Ls hat sie jetzt gehört. Sexy Waden. lange Beine, sie kennt meinen Mann nicht und weiß nicht, ob er darauf steht. …Herrn Tankstelle hinhalten während ich auf Kontoumsätze warte, seine Freundin vor der Tür. In den 7 Minuten schreibe ich einen langen Brief an das Amt, mache Kopien und Faxe und dann just in time die Mail von meinem Mann.

Herr Bordeline groß reagiert gelassen als ich ihm sage, dass ich keinen Beratungshilfeschein für ihn beantragen kann, sondern er das selber machen muss oder wenn dann allenfalls der Kollege, der das machen soll. Die Tochter von Frau Mittelfeld und eigentlich alle wünschen mir eine gute Erholung und sehen es ein mit meinem Urlaub. Das hilft bei meinem schlechten Gewissen und der Flugangst. Kein richtiger Abschied vom Kollegen, dachte der macht nur Feierabend, aber das war es jetzt bis zum 03.06. oder länger.

Der Yoga-Hund kläfft sich ein. Sie wirkt oft frustriert. Die Übungen tun aber gut. Auf der Schulter ein Sinnspruch in kursiv. Diese Tätowierungen aus Japan sind echt kunstvoll. Da sieht das was hier gemacht wird noch mehr wie Abziehbildchen aus.

Claudi kann ihre Reha hier bei uns machen. Wir schnippeln unter ihrer Regie. Alle wollen jetzt nach Wien nach den Berichten zu unserer Gruppenreise. Ich mag Claudias Humor. Tagsüber arbeitet sie als Polizist und abends als Mann oder umgekehrt. Das hatte sie zu dem Zeitungsbild in Wien gesagt.

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Playlist mit Cat Stevens, KISS, Earth, Wind and Fire, den Eagles und Bee Gees. Krass. Die Thermotasche von Trader Joes als Überlaufbecken für die Reise.

12.05. Werde wach und denke an die WEG-Sitzung des Neuen und die Vertretungsvollmacht. Kein Hund hat so einen Tötungsinstinkt wie Dackel, immer gleich schütteln und Genick brechen. Vorbild für alle kleinen Männer, die zum Kämpfen antreten wollen. die Angstfrei- und Entschlossenheit machen es. Wie wäre es sonst zu erklären, dass ein Rauhaardackel erfolgreich ein Wildschwein jagen kann. Heute geht die Mode schon stark Richtung NY und Urlaub, schön bunt und sportlich und Streetware mit viel Mustermix.

Stephan hilft mir mit den Schreiben an Vodafone. Es sind 17 Punkte auf der Gläubigerliste und es strengt mich sehr an. Ich hatte mich gestern bis kurz vor Sport davor gedrückt und dann wieder Fälle vermischt in einem Schreiben. Ich steige da in etwa so wenig durch wie die Betreute. Die Betreuungsbehörde wegen des drogensüchtigen Sohns der Krebsfrau. Sie dürfen mich nicht vorschlagen, weil ich über 60 habe. Das ist eine Grenze, die das Gericht in Hannover der Betreuungsbehörde vorgibt, sie ist nirgends im Gesetz verankert und hier sei es auf Wunsch des Betroffenen und dieser gehe vor. So komme ich doch noch zu einer Steigerung des Bestandes. Die Betreuer arbeiten ja unterschiedlich und ich würde es sagen, wenn ich es nicht mehr hinbekomme.

Insolvenzbüro, die Frau Dackelmischling schon 2 x eingeladen haben und mit der Vorführung drohen. Ich frage nach dem Stand. Unverändert. Zu dem nächsten Termin im Juni komme ich nach Bothfeld. Sie bedankt sich und ist erleichtert.

Jahresberichte. Elisabeth. Als er fertig ist Anruf der Stadt Hannover, dass abW ausläuft und nicht verlängert wird (wird eh nicht in Anspruch genommen) und ich beim sozialpsychiatrischen Dienst, weil ich weg bin, das schwierig ist und ihr Chef vorbeischauen wollte. Ja, große Schamlippen. Wem sagt sie das. Ich war mit Elisabeth schon beim Frauenarzt und musste drin bleiben. Frau Renovierung will mich übrigens behalten, auch wenn ich genau so schwierig bin wie sie, aber halt unfreundlicher. Was 60 sei die Grenze für Betreuungen. Sie hat mal für eine gearbeitet und die hatte 120. Man hat doch Mitarbeiter. Das ist doch normal und was soll das?

Ich mache so lange Wahlwiederholung bis ich rausfinde, welche Ärztin der Region meinen neuen Araber begutachten wird wegen seiner OP. Dran bleiben und denen zeigen, dass man hartnäckig ist, ist das Rezept und das habe ich gründlich gelernt von Mama, der besten Lehrmeisterin. Rufe noch mal die blöde Duz-Richterin an, ob sie bei Frau Bettlägerig reingekommen ist (hatte ich alles mit dem Pflegedienst abgesprochen und koordiniert und wusste nicht, das sie es ist). Ja, hat gekappt und die sei zufrieden mit Bettgitter und so. Was, ich fahre weg, aber Herr Teheran (wusste das kommt). Der ist überall in der Republik unterwegs und da hat sich in den letzten 10 Tagen auch nichts getan außer Angehörige, die mir auf den Sack gegangen sind.

Diese Fotos von Kaninchenzüchtern aus den USA mit ihren Tieren sind das Beste was ich seit langem gesehen habe. Die gelbe Pasta mit Brotkrümel und Blumenkopf sieht nicht nur sonnig aus, sondern schmeckt auch lecker. Stephan: Was, ich habe gestern eine Vanille Croissant hier gegessen. Ich will also die Scheidung. Ich bin auch immer für Trennung. Wenn mein Kollege nicht wäre würde ich das Büro wechseln. Gelber Halterungen auf dem Weg in die Stadt. Damit kann man sich an den Ampeln festhalten. Die Unterlagen sind komplett und ich fasse zusammen was ich vom letzten weiß und es ist alles richtig, so dass ich einen Annex wage und verkünde, wenn er eingebürgert ist, dann gibt es eine große Feier mit 200 Leuten auf Kosten der Stadt Hannover im Gartensaal vom Rathaus. Doch nicht? Da hatte ich wohl übertrieben, aber feierlich sei es schon und 1 bis 2 Leute darf man auch mitbringen. Voltaren forte (neumodisches Zeug und bestimmt teurer, aber man nimmt es dann doch) und Isla Moos für die Reiseapotheke. Dann kann ja nichts mehr schief gehen.

Eierstock zicken. Meine Laune ist scheiße. Eine Tante will Steuerunterlagen abgeben und ruft vorher 3 x an und hat sich dann verschätzt wegen Parkplatz. Ich schaffe es kaum die Contenance zu bewahren. Wir machen wechselseitig was für einander. Nur den Psychos ist das alles egal. Die machen nie was für andere und wir haben ihr Klientel von morgens bis abends an der Backe, weil sie zu geizig sind Mitarbeiter einzustellen. Meine Laune ist schlecht. Wenn es nicht für meinen Kollegen wäre, ich würde mir was Neues suchen, aber so was von.

Ich kann mit Sonnenbrille nicht so gut Radfahren, dann ist die Sicht noch schlechter und Stephan wundert sich immer, dass er nicht so gut lesen kann wo er doch eine Brille auf hat. Sah ich schon neulich, der Perser an der Ecke bietet auch Spargel an. Muss an die Demo gegen Leerstand denken hier am Kreisel. Die sollen mal gegen den Leerstand in der Calenberger Neustadt demonstrieren und rote Kastanien sind viel schöner als weiße und wir haben weiß. Warum eigentlich Ballhof II, die hätten sich einen neuen Namen ausdenken können. Warum heißt das nicht Milos Place I bis IV und Milos Bar. Und er ist wieder da und auf Position.

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Szene Jobcenter/Arbeitsamt und coole Faces, die sie gecastet haben, abstehende Ohren, freche Gören, die böse schauen können und Pole Dance machen, kräftige junge Männer, die starren können, ein anderer mit Zahnspange und wieder andere mit schönen gemusterten Socken, alle tragen kurze Hosen. Die jungen Darsteller sind maskenhaft geschminkt. Sie blenden einen ganz doll und dann ist es richtig schwarz und man sieht nicht, wie sie die Positionen verändern bis das Licht wieder angeht. Soll das an Anonymous-Maske erinnern mit dem Bart an den Mundwinkeln oder ist das eher ein Puppenmundstück was da angedeutet wird? Die Sprache kommt vom Band und sie spielen dazu. Der kommt aus Griechenland. Gibt es da nicht Arbeit genug? Gut gebaut ist der. Und wo. Am Schwanz, am Schwanz, am Schwanz am Schwaanz, am Schwanz, am Schwanz, am Schwanz. Motten machen mir Sorgen. Bei dem Hermann Hesse Stück lenkte mich schon eine ab. Fressen die hier sonst alles auf. Das Jugendstück lässt mich Kleidung für NY überdenken. Lurexstrumpfhose und kurze Hose darüber. Stephan ist eh darüber und bereit auf Unterhosen zu verzichten, damit ich genug mitnehmen kann. Ich sage Hauptsache er nimmt die kurze Hose aus Brooklyn mit, die ich mir da mal gekauft habe. Die sieht europäisch kurz aus, aber das ist New York und wenn zu kalt, dann Leggings drunter wie die Fahrradkuriermode. Der Typ, dem ich einen Fan-Brief geschrieben habe ist im Publikum und läuft dann Richtung Linden die Calenberger Straße entlang. Ich finde am Bücherschrank ein tolles Buch über Bremen und suchte was zum Exportieren. Das passt prima. Dazu eine Nachricht, wie Flaschenpost, die sich dramatisch liest und sogar noch aktuell ist. Ostern 2016.

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Zuhause entdecke ich, dass der Text in dem Skurrilbildband nicht nur auf Spanisch, sondern auch noch englisch ist. Ich kann den Jungs auf Cape Cod erklären. „this is what it looks like where we live, nice Rathauskeller, Hafenrundfahrt very interesting and also Rhododendron collection in a park“. Die Fotos sind so schön scheiße, Altstadt mit abgeschnittenen Menschen in Schlaghosen und Deutschmode der 70er und die moderne Architektur in GDR-Optik.

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Die Sonne ist rot und spiegelt sich in den Fenstern eines Hochhauses. Eine Katze im Gilde Ghetto auf dem Autodach mit gespreizten Beinen leckt sich. Fotos kommen nicht zustande, obwohl ich will. Der Sonnenuntergang lässt sich genauso wenig festhalten wie die Katze, die abhaut, weil ich es auch so dämlich anstelle wie Stephan meint. Das Format ist auch noch auf Quadrat verstellt. Nur mich kann er.

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Schlüsseldrama was keines wurde. Gott sei Dank. Die Halbstarken, die den Garten belagern. Das wäre sonst schwierig geworden mit noch mal Schloss auswechseln. Erst im Garten krawallen, dann oben bis Fenster und Lampenglas wackeln (peinlich mitgröhlen und keine Mädchen dabei, wie eine Bundeswehrvollpfostengruppe). Warum fallen die immer nur unangenehm auf. Ja, der Ex-Erziehungsberechtigte ist wohl nicht da. Das kann man annehmen. Keine Kinder haben ist echt prima. Wir schauen 2 tolle Folgen American Dad (der seinen Glauben verliert und den Noah Komplex bekommt und zu einem koreanischen Riesenschiff reist, aber das kennen die da schon) und Simpsons in Paris. Es gibt eine extra Tierquälerkarte für Feinschmecker (Coq au Vin and the old rooster was beat to death in front of his family) und Lisa wird gefragt wie alt sie sei und dann wird ihr Glas mit Rotwein vollgemacht, weil sie 8 geantwortet hat und die Polizeihunde sind rosa Pudel, die auf den Hinterbeinen tanzen. Das bringt nichts, aber die sehen niedlich aus. Ich mache das schwarz raus und das bunte Blumenkleid von Heike rein. Die schlechte Musik ist mir wurscht. Ich gehe schlafen.
13.05. Irgendwie lange geschlafen bis 8 und trotzdem müde. Der Traum über Wien, war detailreich, aber langweilig. Erst ein gläserner Fahlstuhl, sogar der Boden ist durchsichtig und im Anschluss eine Gondel und die fährt ganz schnell und muss abbremsen. Man ist im Hafen und diese Fahrt ist umsonst, wie Kirmes. Können wir noch 2-3-mal machen, wenn wir wollen. Eine Gruppe Geschäftsmänner, ich gebe damit an, wie oft wir in Wien sind. Nur Insidertipps kann ich noch gebrauchen, weil eigentlich kennen wir schon alles und verteile selber Tipps. Hafenrundfahrt und es sind lauter Buden im Wasser, in Tierform z.T. War das hier mal was oder wird es noch was. Donuts 0,75. Welche Währung? Das ist auch teuer. Der Haupttyp wohnt an der Donau ist aber oft in Wien. Greift sich meine braune Häkelmütze und verschwindet damit. Hey, die wollte ich ihm nicht schenken. Habe jetzt einen Hut auf, wollte aber die Mütze behalten. Dann Herzblatt. Riesige Frauen, der Typ dazu ist auch sehr groß, einer der 3 Frauen ist klein und er sagt, auch die könne überzeugen, das Aussehen sei nicht so wichtig. Sie hat Schmuck als Hobby und trägt mehrere Ketten und hängt ihm eine Kette um, die sie auch trägt, aus Edelsteinen, die zu Kirsche geschnitten sind, die funkeln an den Schnittstellen wie Rubine mit Stil. Damit kann er gar nichts anfangen. Ich sehe, das ist werthaltige Goldschmiedearbeit und er versteht es aber nicht, was soll er damit und denke, das wird nichts mit den beiden.

Stephan hat Gela gestern Supersparangebote für Flüge geschickt. 39,- €. Einen Tag frei nehmen vor einer Reise, da spricht viel dafür. Telefoniere mit der Steuerberaterin um 8:30 oben ohne. Die alte Betreuerin ist immer nicht mit den Unterlagen rüber gekommen und sie weiß nicht, ob sie alles bekommen hat, die Krankheitskosten, die er absetzen kann. Nehme jetzt Kleidung von Heike und Andrea mit und sie werden bei mir sein. Vorher noch die schönen Sachen für Steffi, falls ich abstürze, dann hat sie ein Andenken. Finanzamt und die Steuerberaterin auf der Lister Meile wegen Herr HIV und der Steuererklärung 2014, die im März schon angemahnt wurde. Die Vertretung notiert das, die Kollegin im Finanzamt hat dann selber Urlaub Anfang Juni und vorher macht sie keine Schätzungen, weil das die Kollegen dann bearbeiten müssen. Kontopfändung, gut, dass ich keinen Bluthochdruck habe. Teamleitung Vollstreckung, sieht sogar das Hundesteuer Montag fällig ist. Macht alles. Gibt wieder frei. Die OP für den Jordanier wird abgelehnt und ich bekomme es schriftlich. Schlecht, aber gut, weil ich weiß, dass da nichts anbrennt und ich nichts verzögere. Dann heulende Familie, der Sohn hat beim Kinderarzt gesagt, dass die Mutter ihn schlägt und jetzt Katastrophe und Jugendamt. Er heult und hat nur Spaß gemacht und Mutter heult und Oma heult. Ich kläre alles und will das aber nicht mit dem frechen und m.E. jetzt schon übermächtigen Nachwuchs besprechen. Ja, ich bin gut, mein Mann schafft den Steuerberater heute nicht. Er musste mit der Vermieter aus NY klären, wie wir überhaupt in die Wohnung kommen. Bisher ging es nur um Bicycle Rent und jetzt wird er langsam nervös. Nicht so nervös wie die Reisegefährten, die sich um 5:30 Uhr morgens abholen lassen. Sollen im Hotel am Flughafen übernachten, schlägt Stephan vor. Das Heim schickt mir noch eine Bestätigung für den Strafverteidiger. Die Tacker sind auch nicht mehr das was sie mal waren und brechen alle wenn man sie rausmacht. Die Frau 96 habe ich heute überrascht, dass ist ihr 50- € extra überweise, Urlaubsgeld verkehrt herum. Ich will meine Ruhe und der Kontostand verlangt danach. Dann der Gerichtspost, dass sie sich beschwert, dass ich ihr zu wenig Geld gebe mit der Bitte um Stellungnahme. Sie wird einen Zusammenhang sehen, wo keiner ist. Die Yogis von früher haben das reiten entdeckt. Das sei eine gute Übung für Führungskräfte.

Es gibt gelbe Pasta 2 x. Diese laxe Erziehung dankt einem der Nachwuchs gar nicht. Früher wurde geprügelt und verschwiegen und heute manipulieren sie die Erwachsenen mit erfundenen Geschichten über Misshandlungen und sehen was das für eine Welle schlägt. Eine Schande ist das. Ob ich eine Nachtschicht einlege. Nein, Licht am Ende des Tunnels, alles läuft nach Plan, wische bald meinen Schreibtisch. Mir ist schwindelig. Doch kein Sport. Kaffee schwarz und nicht schwächeln. Hat der Typ bei „Durch die Nacht mit“ nicht verstanden. „Don’t resign“ sagt man. Das heißt so viel wie: nicht nachlassen. Jetzt der Libanesin sagen, dass es abgelehnt wurde mit der OP ihres Mannes und was heißt Rechtsmittel oder Beschwerde noch mal auf Englisch. Warum weiß ich nicht. Das steht erst in der schriftlichen Begründung. Abschied von Eltern und Schwester. Sie werden mich vermissen meine fröhliche Stimme und klar zieht es mich nach New York. Da war ich schließlich schon als 3-jährige mit einem Babysitter alleine im Hotel. Neue Bandansage. Man, klinge ich immer streng. Abschied von Herrn Ihme. Ihm geht es ganz gut. Sie hatten ihn fixiert und der Richter war da und hat gesagt, dass sie ihn gefälligst wieder los machen sollen und das ist auch passiert am nächsten Tag. Ich bin weg. Taschengeld kann ich eh keines überweisen, weil keines da ist. Komme wieder am 30. Dann geht auch neues Geld ein. Meine Ex-Betreute und die Forderung an eine Tussi mit Modeboutique. Hat Laden aufgegeben und kann Raten nicht mehr zahlen. 50 statt 500. Alles klar. Laufe durch die leeren Räume, Zimmerpflanzen, die gemeinsam waren, sind tot. Arbeit bis zur letzten Minute. Wischen kommt natürlich mal wieder zu kurz. Noch mal die Libanesin. Sie war müde von den Medikamenten und hat mich nicht verstanden. Schriftliche Entscheidung, dann Rechtsmittel. So ist es in Deutschland. Deutschland schön. Ficki, ficki? Ja so, da kommt das Stück von gestern noch mal hoch. So, die Gebrechen, Sehkraft plötzlich weg, ohne Brille geht nichts mehr. Blind in NY. Dann nichts gegen wenig Haare, aber ständig dieser Ausfall bringt mich um den Verstand. Unten herum auch nicht ganz Koscher. Knie zickig. Das kann ja heiter werden. Bin trotzdem guter Dinge. Gerade der Sport baut auf. Das Stück von Ed Sheeran „Don’t“ ist nicht so gut, wie das Video dazu und daran denke ich als ich Dehnfreestyle mache beim Sport. Werde Wohnungsyoga machen mit Blick auf die Skyline von Manhattan. Velo City Night mit Animation am Küchengarten. Restessen mit Steffi. Obazda von Lidl mit Brotrest, Süßkartoffeln mit Ziegenfrischkäse und Paradeiserchutney von Gela und Schokosahnepudding. Meine Klamotten stehen ihr sehr gut, neongrüne Nägel gibt es dazu. Sie fragt nach Kultur. Ich will High Line Park und eine Museum der B Kategorie in Brooklyn. Das ist auf meiner Agenda. Schwiegermutter im Krankenhaus. Das muss weggedrängt werden. Stephan packt großen Koffer in kleinen. Wie gut, dass Stephan nicht nur geschaut hat wo Trader Joes auf dem Weg liegen, sondern schon nach einem See’s Candies Shop Ausschau gehalten hat. Auf dem Weg nach Cape Cod, aber auf einem Militärstützpunkt und nur für Angehörige des Militärs. Wir werden sehen.

Tschüss an euch alle. Heute schon. Schreibpause. Mal sehen.

„Hannover mag Dich auch“

03.05. So gut geschlafen und um 6 Uhr geht es mir bestens. Ich bin gerne zuhause. Auch wenn ich lieber Marmor im Bad hätte wie im Schwarzenberg statt dieser Naturstein oder Pastellfliesen wie in den 50ern, aber manchmal trifft man eine falsche Entscheidung und lieber beim Bad als beim Ehemann. Für 50.000 € alles raus und wieder neu ist mir die Sache auch nicht wert. Ich bin gerne zuhause ohne Ende.

Das neue Schauspielprogramm und die Schauspieler in Tracht auf Einzelfotos. Die Fotos sind echt toll und die Trachten auch und so was ist dann Österton= östlicher Teil von Schaumburg (Sonntagstracht für unverheiratete Frauen o.s.ä.) oder die Region hier halt. Vielfältig und sieht z.T. nach Mongolei oder Tibet aus. Gefällt mir. Außerdem bin ich beruhigt, dass so viele meiner Lieblinge hier bleiben in der nächsten Saison. Bei den Wienern komme ich immer gut an und Stephan sagt: die Hannoveraner mögen mich auch.

Frau Babykatze auf dem AB, kann beim Friseur Modell sein und kriegt Dauerwelle umsonst muss nur die Zutaten bezahlen. Stephan findets lustig.

Der Typ im Knast kommt nicht auf Bewährung raus und dazu der total nette (ja schwul klingende) Richter auf dem AB, weil er meine Nummer gesehen hat. Habe ich was falsch verstanden? Hat er mich aufs Glatteis gelockt?

Tanz in den Mai war hier wohl „ganz groß“. Durchtanzen im Kleinen Museum, Freundin wurde abgeholt und aus wenigen Minuten wurden viele Stunden, weil Sabine dort aufgelegt hat. „Es war derbe voll und ich habe ununterbrochen getanzt. Das war so geil! Ich habe Sabine ein Küsschen gegeben als Dankeschön. Später sind wir zusammen ins Scheißhaus. So ein besetztes Haus in der Fröbestraße. Da haben wir zu Punkrock im Keller gekrökelt. Erst um 5 Uhr waren wir zu Hause“. Das klingt erfüllt.

Hamburger Allee, die Festung und alle sind nett und kennen mich. Bekomme neuen Bescheid und Verordnung mit, wie Rezept. Schön die Rampe runter gefahren, wie der reinste Skaterparcours. Jetzt wieder die Feststellung: Ich fahre so gerne Rad. Dann Telefonat mit der Sachbearbeiterin von Herrn Teheran als ich wieder im Büro bin, er ist ausgeraubt worden und war gestern da. Hat Selbstgespräche geführt und ein Darlehen bekommen. Wegen dieser Sache musste ich gestern aus dem Café Schwarzenberg mit der Mitarbeiterin der Kollegin telefonieren.

Die 65ig jährigen Männer in der Markthalle (Normalos) die laut sagen: das sieht aber auch gut aus als ich vorbeigehe (also hatte mein Mann Recht). Parma-Brötchen, halte nicht durch bis Mittag.

Die Betreute von früher, deutlich gezeichnet von der Krankheit. Zwei unterschiedliche Kunstfelle gebunden wie Caveman. Sie hat Räumungsurteil für die Wohnung dabei und bei der Bank fliegt sie immer raus durch Polizei, die sich nicht ausweist. Der Betreuer unterstützt sie nicht in diesen wirtschaftlichen Sachen und stärkt ihr da nicht den Rücken und geht auch nicht mit ihr zur Bank. Ich sieze die Richterin von früher als ich ihr auf den AB quatsche, weil ich denke, dass ist ihr lieber vor der Mandantin.

Das Portemonnaie mit Inhalt von Frau Demenz ist wieder da. Die Nachbarin spricht mir auf den AB. Habe jetzt neuen Schwerbehindertenausweis und Wertmarke schon bestellt. Habe ich dann halt in der Akte auf Halde fürs nächste Mal.

Dann im Regen zu Ecki, es gibt Spargel mit Wiener Schnitzel und Tafelspitz mit grüner Sauce (kalt) an Blattsalaten und Bratkartoffeln und auch eine Wanduhr, die fast verschwindet in einem großen Bild mit Blick auf die Marktkirche und ich übergebe den Wienblock an Alex. Wir erzählen von den Änderungen im KHM und jetzt wo man weiß, was das ist mit den zwei goldenen Figuren, dieses Salzfass aus Gold- und Edelsteinen auf einer Elfenbeinkugel findet man das kleine Bildchen auf den Eintrittskarten viel besser. Nebenan isst der Koch vom Gehrdener Berg mit Familie. Die jüngste Tochter und er probieren von den Meinl Madelaines. Alex und Stephan wissen beide wir man von hier aus zur Vahrenwalder kommt. Ich telefoniere ewig mit der Vodafone Hotline und nehme schlussendlich das eklige, eingesiffte Gerät mit was ich zurück schicken werde.

Herr ADHS kommt heute statt Mittwoch und Morgen will er noch mal. Hat Probeberechnung Wohngeld damit. Hat sich gekümmert = Antrag zuschicken lassen und Arbeit für mich besorgt.

Herr Ihme, rufe an, ob er noch in der Klinik ist. Warum sollte ich Taschengeld überweisen und er hat dann selber 300,- € abgehoben. Ich würde das immer so langsam machen und dann hebt er lieber vorher alles ab, warum bittet er mich dann? Was soll er mit 60,- €. Er braucht Geld für Tabak und Gras und würde gerne ein Haus kaufen, aber dafür hat er ja kein Geld. Ich: das stimmt.

Die neue Betreute strahlt als ich komme und der Kleine auch. Sein Bruder ist heute auch da und spielt mit einem Dino. Sie will mir eine Pizza anbieten. Der Verdacht oder die frohe Aussicht, dass ich hier noch mal krass gefüttert werde scheint sich zu bestätigen bzw. das Konzept geht auf.

Tel Aviv ist die Hippsterstadt sagt Spiegel online. Apropos Spiegel online. Ich würde gerne auch mal in die amerikanische Provinz. Alle coolen Leute, denen NY zu teuer ist sind nach Atlanta gezogen oder eben Detroit oder in der Wüste und in der Provinz, dort gibt es richtige Freakkolonien.

04.05. Traum: Die Brüder meiner Mutter zu Besuch und ich habe das erste Mal Gans gemacht mit Wallnüssen, schmeckt o.k. Die Nüsse sind unter Gelee eingegossen auf der einen Seite. Das sieht ganz kunstvoll aus, hatte ich vergessen zu zeigen. Es schmeckt ihnen so mittel und ich sage, ja, aber für mein erstes Mal. Der ältere Bruder kann nicht schneiden, weil ein Arm stillgelegt ist mit einem Verband und ist darauf angewiesen, dass der andere (jüngste) ihm das Fleisch schneidet, der ist aber immer selber mit Essen beschäftigt. Da entstehen Esspausen für den Behinderten. Er wartet und dann schneidet der andere das Fleischstück in zwei Teile und er zieht es zu sich auf den Teller und beißt dann davon ab. Zugfahrt in Gruppe. Uelzen oder so. In der Stadt Polizisten mit altmodischen Hüten. Sind das Bobbies aus England? Die spielen ein Theaterstück und stellen einen Kriminalschauplatz nach. Das soll historisch sein, sieht aber nicht besonders aus. Eher große Schuttberge, wie nach dem Abriss eines Hauses und ein Baggerführer mit Oberarmtätowierung. Das gibt es hier also auch. Am Bahnhof müssen wir aussteigen und einen Kiespfad entlang laufen. Anschlusszug und die Gleise sind außerhalb des Bahnhofs. Ob ich mich noch daran erinnern kann, wie die Bahnhöfe früher ausgeschaut haben vor dem Umbau. Beim Bahnhof Hannover schon, wie man zu den Gleisen ganz hinten durchgegangen ist und direkt davor stand, bevor die Bahnsteige nach oben verlegt wurden. Als man das kommentiert mit dem Gänsemarsch nach draußen sagt die Zugführerin, die voran geht, das sei hier Uelzen am Mittellandkanal. ich weiß, finde das aber nicht so toll. Der Zug ist tiefer und auf gleicher Ebene mit dem Wasser und ist mit Getreidesamen komplett beklebt und dekoriert, wie ein Tierhautmuster. Ich gehe nach vorne und da sitzt der Zugführer und frage, ob er auch unter der Wasseroberfläche fahren könne und deute das an. Einsteigen tut man von oben durch Dachfenster, wir steigen an verschiedenen Stellen ein, ich will nicht, dass der schon los fährt und steige ein mit meinem Beauty Case als Handgepäck. Man sieht kaum etwas und es ist supereng, aber nicht nur der Einstieg auch die Sitzbänke sind schon voll und man quetscht sich dazu, dann ist es richtig überbelegt.

Um 6 schlafe ich heute noch mal bis fast 8. Das tut gut. Der Kuhonkel sagt ab wegen einer Portugalreise. Das passt mir auch ganz gut, abends ist Theaterpremiere und Freitag auch Theater „Timon aus Athen“. Freu ich mich schon drauf. Herr Yoga hat mit der Kreditkarte seiner Mutter bezahlt 14,- € und jetzt Inkasso. Er schickt mir ein Foto von seinem neuen Hobby, einem 3000,- € Wellensittich, die Augen sieht man nicht, sondern nur den Schnabel aus den Federn rauslugen. Sieht aus wie Bibo mit einer Luftpumpe aufgeblasen, aber die Federn sind ganz klein und fein, wie Nadeln. Rufe meine Betreute auf dem Handy an, dass sie heute alleine hingehen soll zur Anhörung. Macht jetzt andere Richterin, die ich aus dem Studium kenne. Erinnert sich an den Vahrenheider Markt und dass ich gesagt habe bei Elysee könne man gut einkaufen. Ja, Eclairschuhe mit weichem Fußbett.

War schon mal mit ihr bei der Richterin, als sie das alles nicht wollte bzw. Änderung der Aufgabenkreise und habe anderes zu tun. Sie kennt die Richterin und die kennt mich und ich mag sie nicht besonders und sie soll mich anrufen, wenn sie noch Fragen hat. Wir machen dann Termin nach meinem Urlaub. Dinkel Madelaines schmecken nicht so gut wie Kokos. Die waren richtig saftig und Hammer. Post und dann Gutachterin. Die Richterin geht jetzt ohne mich in die Offensive und beauftragt eine Begutachtung von Herrn Teheran. Das war nicht mit mir abgesprochen. Ich telefoniere mit der Gutachterin, die es so sieht wie ich. Ich frage, wann kann ich mit ihm zu ihr kommen, wenn er sich melden sollte. Wir sprechen das ab. Dann Bruder, er ist abgehauen nach Amsterdam und hat dort vom Bahnhof angerufen und gesagt, er sei vielleicht das letzte Mal. Dann Polizei Welfenplatz, die können Handys orten. Die Frau ruft mich gleich zurück. Herrn Yoga habe ich gefragt, warum die Vögel so krass teuer sind, ob die was Besonderes können oder es nur um das Aussehen geht. „Die sind nur wegen dem Aussehen so teuer.“

Jetzt treffen mit dem Bruder bei der Polizei am Welfengarten um 12:45 Uhr. Der schreibt gerade noch eine Klausur. Ich glaube, er merkt, dass ich mehr ausrichten kann als die blöde Richterin und ärgert sich, dass er sich nicht auch bei mir gemeldet hat.

Der neue Betreute mit der HIV bedingten Demenz bekommt viel Post. Ich rufe an, wen ich für die WEG-Versammlung bevollmächtigen kann und lass mir den Namen des Beiratsvorsitzenden buchstabieren. Mit Nordpol und so mag ich immer nicht.

Jobcenter Schamburg warum für den Alkoholiker nicht gezahlt wurde. Es fehlte die Vermieterbescheinigung. Habe ich gestern gefaxt und wird jetzt wohl bearbeitet. Da geht es um Kabelgebühren, ob die 12,82 oder doch 13,02 sind. Das ist doch wohl kein Grund nicht zu zahlen! Jetzt zahlen sie aus einem anderen Grund nicht, weil er angeblich wieder mit Arbeit angefangen hat. Nein, der Inhaber der Glasreinigungsfirma hat Krebs, die Arbeit gibt es nicht und er fängt ab Montag mit einem 1 € Job an. Läuft das nicht über ihr Haus? Solche schlecht bezahlten Maßnahmen bekommt man doch nicht auf dem freien Arbeitsmarkt.

Stephan bringt mir Brotzeit ins Büro (weil ich Kalorien brauche wenn ich zur Polizei am Welfenplatz muss und die Mitarbeiterin fragt, was so krass riecht, ob das ein Käse sei. Ja, aber nicht nur ein Käse, der hat Goldmedaille. Bei der Polizei schaue ich mir die Pflanzen an. Das Fensterblatt hängt schön auf dem Treppengeländer. Das ist gut, wenn das so eine stabile Stütze hat. Ich schaue auch das Blatt Hannover Ost oder List und dieser Zirkus Knie sieht echt lustig aus. Die machen eine Tierdressurnummer mit Kamelen und Rindern, einer gemischten Gruppe. Das macht mehr her als Wildtiere, die bei so was total überflüssig sind und eine Kinderecke haben sie hier irgendwie auch. Fahndungsplakat für NSU hängt hier mit dem Zusatz; tot oder in Haft. Versteh ich auch nicht. Er kommt etwas später und sagt, ich hätte mich nicht verändert. Er hat graue Haare, aber die sind noch reichlich vorhanden (da haben die Männer aus dem Iran, Afghanistan echt Genglück, dieses richtig unvorteilhaft Platte kriegen, was die Männer hier haben, bleibt ihnen erspart und sie behalten volles Haar und das sieht in grau im Zweifel mindestens genauso geil aus) und einen sehr sportlichen Körper zu einer starken Brille, die die Augen verkleinert, was nach Maulwurf ausschaut und macht gerade eine Ausbildung zum Krankenpfleger. Er braucht Bestätigung für den Arbeitgeber, aber der liest nicht gerne Polizei wegen Führungszeugnis, das braucht er für die Krankenpflege. Will er dann bei seiner Schwester anfangen? (Pflegedienst). Der Mann in Uniform bei dem selbst die Uhrzeit verdeckt ist am Handgelenk und das Ziffernblatt der Uhr schwarz, erreicht Herrn Teheran und damit ist alles vom Tisch. Ich sage, ist doch gut, dass er nicht tot ist und habe das Gefühl, die Familie will ihn nur eingesperrt sehen. Später die Richterin. Ich habe es jetzt schriftlich gemacht, weil ich es leid bin, dass ich immer brav die neusten Entwicklungen melde und sie eine Begutachtung für Unterbringung in Auftrag gibt ohne mir Bescheid zu sagen, die blöde Kuh. Sie ruft dann auch an, dass der Bruder angeblich bei mir war. Stimmt. Die können alle gut schauspielern in der Familie. Angeblich wären alle Patienten der Schwester oder fast alle meine Betreuten. Ah ha sage ich. Was will er damit sagen, dass ich gut im Geschäft bin?

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Im Büro riecht es als hätte Stephan was von dem Käse hier irgendwo unter einen Stuhl geschmiert.

Der Kollege kommt rein und sagt, wir müssten sofort aufhören zu arbeiten. Er hat den Altersdurchschnitt der Kollegen errechnet, deren Ableben die Kammer uns mitgeteilt hat und die sind nur ca. 64,7 geworden. Kein Wunder ginge es dem Versorgungswerk so gut, die würden alle abtreten bevor sie das Rentenalter erreichen. Gut, aber wir arbeiten nicht. Er ist definitiv unterbeschäftigt und sucht sich kleine Zahlenrätsel und ich tusche. Ich lade ihn auf ein Eis in der Sonne ein. In der Eisdiele gab es wieder die üblichen Steuerhinweise (das turnt uns ab) und es gibt neue Premiumsorten, die sie auch so nennen Pekannuss und Tonkabohne. Sie sind dann halt teurer, wie Nocciolone im Tuchlauben und ich dachte, er wollte mich vor dem Fettgehalt in dem Nusseis warnen. Soll mir ruhig eine Kugel Butter auf die Waffel machen, schön Esterhazy-Torte in der Waffel. Hhhmm, neue Geschäftsidee? Der Kollege mag meine neuen Schuhe und hätte die auch genommen. Schiebe unten Wache, weil Elisabeth im Anmarsch ist. Ein Jim Jarmusch mäßig aussehender Klient der Steuerkollegin erfreut uns und die Polsterin fragt, wie das neue Stück mir gefällt. Halt etwas wie Brustimplantat, halt hart, mehr für die Optik und weniger fürs Fühlen. Während ich Elisabeth erwarte hat der Kollege große Dutzi-Runde zu uns einbestellt. Ich finde es nur mittellustig, weil ich will ihn nicht mehr an Elisabeth ranlassen und finde es nicht amüsant, wenn ich zig mal hinstürze wie der reinste Schäferhund und es sind die Kollegen und Pfosten für ihn und ich drehe mit unfreundlicher Miene wieder ab. Das will keiner. Es wirkt als hätte ich nichts Besseres zu tun oder zu wenig Beschäftigung, dabei muss ich es machen, weil sonst wieder alle heulen.

Der Steuerkollege meldet sich aus der Versenkung und will sich nach NY zum Mittagstisch treffen. Karibisch am Conti-Hochhaus. Der andere Kollege will bei uns reinschneien und grillen, wegfahren fällt aus. Elisabeth kommt am Ende des Tages gar nicht. Muss ich mir Sorgen machen, haben sie die wegverhaftet?

Die Freundin aus Köln schickt lustige Fotos von Rettungssanitätern mit ihrer Oma und Selfies und sagt ab. Die Tochter der Betreuten sitzt geschminkt in der Bahn und winkt mir strahlend durch die Scheibe. Die wird auch immer erwachsener. Krankenunterlagen schmeiße ich unten rein und spreche per Gegensprechanlage. Das geht auch gut. Die letzte Schale Erdbeeren ergattert. Na so was. Beim Yoga zickt das Knie und ich mache mir Sorgen wegen NY. Eine der Frauen hat einen unförmigen Schwangerschaftsbauch und war sonst immer so sportlich. Sie sieht aus, als wäre sie jetzt schon unglücklich, dass ihre Figur ruiniert ist. Die Trainerin labert wieder viel. In den Schulterstand gehe ich zu früh, so dass die Lehrerin kommentiert, dass es manche nicht erwarten können, das hat mein Atemdirigent mir vorgegeben, dass ich weiter im Flow bleiben soll und nicht warten während der Erläuterungen, wie man sich auch einen Block unter den Po schieben kann. Im Savasana fällt mir ein, dass Dreieckstuch, was meine Tante kurz vor ihrem Tod getragen und gestreichelt hat will ich behalten und nicht einer Frau schenken lassen, die ich doof finde. Es steht mir auch und ja, ich kann Farben und überhaupt. So ist es, wenn man scheiße ist und willkürlich und sich umentscheidet. Habe es sogar extra dabei. Ich schenke meiner Freundin echt gerne schöne Sachen, aber zum weiterschenken für die Karriere oder um einen Gefallen zu tun? Wenn sie die Lehrerin so liebt, soll sie ihr eines von ihren beiden abtreten. Bloß weil ich viel mache sind die nicht beliebig.

Der Besuch aus Österreich und es gibt Brotzeit aus Österreich. Er lobt den neuen Brotkasten und würde ihn am liebsten mitnehmen. An den Reaktionen der anderen weiß Stephan dann auch, dass der gut ist. Der Mann soll auf seine Frau warten mit dem Essen, auch die wartet auch nicht und isst im Stehen am Tresen. Unser Freund von früher will eine Frau von früher besuchen auf dem Rückweg. Ist ja jetzt wieder Single und sie auch. Er hat 20 Probeleser, die auf das dritte Kapitel warten. Er will das Buch jetzt endlich schreiben. Bis zu seinem Geburtstag soll es fertig werden. Das Ganze wirkt wie Quälerei. So muss es sein, wenn man das studiert hat. So viele Testleser habe ich auch, aber ich schreibe deutlich mehr Masse. Dafür habe ich nicht Literatur studiert und habe keinen Riecher für die politisch brisanten Themen und schreibe auch nicht in Vorhersehung vom Papstrücktritt bevor er passiert. Diese Gaben sind mir nicht gegeben. Er spricht davon, dass sein Vater Borderliner war und er ist im Kinderheim aufgewachsen wo seine Mutter gearbeitet hat und seine Privilegien waren ein Gute Nacht Kuss und ein Einzelzimmer. Ihm schmecken die Erdbeeren mehr als die Laakronen. Gut für uns.

05.05. Ich werde 3 Stunden vor dem Rest wach und sitze im Wintergarten und häkele. Muss mal ein Gerüst zum Ranken für die eine Riesenpflanze besorgen. Bin morgens mit der Lösung für das Dreieckstuch aufgewacht. Wenn die Chefin ihr einen unbefristeten Uni-Vertrag besorgt, wie in Aussicht gestellt, dann gibt es das Tuch zur Belohnung. Der Besuch frühstückt, aber holt sich alles selber und räumt wieder ab (inklusive Geschirrspüler) und ich sage, dass war echt neu für mich mit dem Kinderheim. Ich dachte, er hat eine Internatsmeise oder eine Bundeswehmeise, aber von der dritten wusste ich nichts. Er sagt lieber nicht so gute Kindheit und danach bergauf, er bemitleidet die Menschen, die eine tolle Kindheit hatten und mit dem Erwachsenensein nicht zurechtkommen. Da spricht allerdings auch einiges dafür, andererseits baut das eine gerne auf dem anderen auf nach meinen Erfahrungen. Er wird 9 Stunden fahren zum Bodensee. Männer gröhlen. Es ist nichts Politisches, sondern enthemmte Saufspiele in Verkleidung auf dem Spielplatz (ich will es erst gar nicht sehen). Eine Mutter mit Kinderwagen wird in die Flucht geschlagen. Ja, ja, so ist unsere Kultur. Hautnah kann man es miterleben wie die reinste Tierbeobachtungsstudie. Dieser Jazz-Musiker, Porter heißt der mit Nachnamen, der so schön gesagt hat, Frauen machen die Welt bewohnbar. Daran muss ich denken.

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Lena schickt uns ganz süßes Foto von dem Japantuch aus Wien was ich ihr habe überreichen lassen als Danke zusammen mit dem Mohnstück. Schäme mich, dass ich von 6 nur eines an Claudia abgegeben habe zum Teilen mit ihrer Kollegin, aber mein Mann ist auch immer so streng und beim Essen teilen hört die Freundschaft auf. Ausflug zu meinen Schwiegereltern ist utopisch. Das war so was von unrealistisch. Hier ist Land unter. Packen für NY ist Horror, nichts steht mir. Die Wohnung sieht explodiert aus. Stephan sagt, es ist der falsche Tag zum Aussuchen, weil mir wohl echt nichts steht so mit schlechter Stimmung dazu. Sieht nur gut aus, wenn man selber dahinter steht. Der Arme muss stundenlang schauen, immer wieder stelle ich ihm ungeduldig irgendwelche Fragen, das zu dem? Nicht zu viel schwarz und nicht konservativer als hier. Da ist er dagegen. Kennen die in den USA überhaupt weichgekochte Eier und damit Eierbecher? Das ist eine echte Frage. Ich kenne nur scrambled, sunny side up und poached. Soft boiled egg und dann so ein bunter Stuhl wie ich auf Hütchen habe das ist mir noch nie untergekommen. Der Gast hat das Brillenetui da gelassen, aber nicht den Inhalt. Das würde wohl auch nicht passieren.

Wir fühlen uns beide nach Sonntag. Es war eine herrliche Auszeit heute so zwischen drin. Etwas die neuen Betreuungsfälle besprochen. Alte Unterlagen kleben und sind total verpeekt. Der HIV-Demente ruft immer dieselbe Handynummer an. Sollte ich mal fragen, wer das ist. Trübe Luft vor dem Fenster, Brille dreckig oder die unten grillen. Paps. Sie haben Besuch, der 1 x im Jahr nach Tene fliegt. Kochen und Shortbread. Ich soll nicht auf dem neuen Sofa essen. Stephan sagt was von Abdeckfolie, meint das aber nicht ernst. American Dad mit Rollenspielen für Steve und Francine und ein Ocean World zuhause mit Orca und Hai für Stan und Roger und Hailey ist noch lustig. Aber dann ist ein Film schlimmer als der nächstem der neue Detlef Buck, spielt in Österreich und auch am Würstl-Stand, aber ist echt überzogen und null witzig. Weiße Würste sind gestrichen (die platzen ihnen immer auf). dann Science Fiction Horror in einem Zug. Erde kaputt und es gibt Titanic-mäßig hinteren Teil für die Armen und vorne essen sie Sushi aus einem Riesenaquarium. Ich höre immer nur die gleichen Matsch-Geräusche vom Töten während ich häkele. Dazu putzen wir die Pralinen vom Oberlaa weg. Die sind frisch und lecker. Da können keine belgischen Importpralinen oder irgendwas anderes an was ich hier ran komme mithalten. Ich habe latent Halsschmerzen und gehe früh ins Bett. Das Bett hat heute etwas gelüftet.

06.05. Traum: Erst die Polsterin, habe erfahren, dass ist mit Schaum ausgespritzt. Deswegen war es so günstig. Das ist mir eher unsympathisch und ich wollte es richtig machen lassen, auch wenn das teurer ist. Ein anderer Typ (Matz?) schaut sich das an. Das alles jetzt runter zu reißen ist mir zu aufwendig, außerdem hat sie ja auch einen alten abgesteppten Samtstoff in die Mitte aufgenäht von Hand. Das hat sie lieb gemacht (davor konnte man den Bezug ganz leicht abnehmen wie ein Spannbettlaken und waschen). Bin mit Claudia beim Sport, eine Trainerin war es zu schmuddelig und die hat sich im Dachgeschoss selbständig gemacht. Im großen hellen Raum stehen zwei große Vasen mit Blumen (Feng Shui mäßig). Wir sollen im Kreis laufen und ich mache faxen als würde die Gruppe (vielleicht 5 andere Frauen) mich jagen. Das soll das rechte Bein stärken (das kann ich gut gebrauchen). Dann der Karton mit liegen gebliebenen Sachen, vor allem Socken. Der ist noch von davor. Eine bunte Leggings ist drin, aber die gehört nicht mir. Irgendwer hat BW-Kniestrümpfe mit Muster gestrickt. Die schaue ich mir genauer an, relativ dicke Wolle, aber verschiedene Farben und Muster. Auf dem Schrank steht das Skelett (die anatomische Figur). Die ist gar nicht so klein, o.k. doch, wenn man ihn auf den Boden stellt. Claudia steht draußen und trinkt Sekt. Im Profil sieht sie aus wie ihre Tochter und ich denke, die haben doch Ähnlichkeiten. Es ist ein Aussichtspunkt und man sieht Menschen halten und ebenfalls die Aussicht genießen. Alles ist grün und mit Bäumen bedeckt. Sieht das aus wie eine Hochebene in Schottland überlege ich. Danach ist der Tisch gedeckt, viel Besteck und weiße Tischdecken und es gibt Brunch, weil heute wohl Studio Party ist. Ich spiele Theater und tue so, als sei ich eine alte Frau, die wie ein Baby alle 2 Stunden was essen muss und der Sketch (?) kommt gut an und alle lachen. Davon auch mal ein Video überlege ich. Es gibt kalte Karotten, feine geschnitten und Linsensalat. Claudia probiert und steckt den Probierlöffel in den Mund, merkt es und deckt um, d.h. eine Gabel muss immer weitergegeben werden bis zu einem freien Platz. Das macht sie von ihrem Platz aus. Ich werde wach. Habe Hals- und Kopfschmerzen gestern im Laufe des Tages bekommen, nicht so doll. Hatte morgens noch knapp eine Stunde geschlafen, weil Schlaf hilft, ja, aber wenn der Nachtschlaf nicht geholfen hat.

Dornröschen soll aus dem Dornröschenschlaf erwacht werden mit einem Flüchtlingsprojekt und Wiederbelebung der Gastronomie. Outfit passend zu Timon aus Athen. Kurzes Telefonat mit der Freundin, die wieder in Köln ist. Gestern hatte die Energie nicht gereicht. Der Krankenhausfreund ist zu ihr gefahren und sie haben im Bahnhof Ochsenbäckchen mit Püree gegessen. So wird das Wetter in NY. Haben uns ordentlich vor die Tür und an den Gartenzaun gekotzt.

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Auf dem AB Herr Teheran, der mir sagt, er sei unterwegs, er soll ja nicht immer so viel anrufen und die Nummer könne ich aus dem Display entnehmen (*****), der depressive Vater aus diesem Land, der einen Termin will für nächste Woche (parallel meldet mir Stephan, dass er wieder da ist, sieht er am Konto), die JVA, dass ich den Beschluss wohl auch bekommen hätte Klinikum Wunstorf wegen Herrn Ihme, den sie entlassen werden/müssen und Herr Borderline groß, der mir sagt, dass es wieder einen Vorfall gab. Er wurde zusammengeschlagen, die haben einen Anwalt und er will „diese Rumänen gegen die Wand klatschen“. Hier ist es schön ruhig und man kann gut arbeiten. Die Rechnung von Herrn Ihme fürs Gericht hat einen riesigen Fettfleck. Das kommt davon, wenn Speck und Shortbread die Grundnahrungsmittel sind.

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Nur die doofe Betreuungsrichterin ist auch im Dienst und der habe ich private Briefe geschrieben. Ja, alle ehemaligen Betreuten wollen zu mir zurück, aber ich nehme sie nicht. Ja, ihre neuen Betreuer wirken immer reichlich hilflos. Commerzbank Wunstorf. Am 27.04. war ich persönlich in der Theaterstraße. Wie lange dauert es noch bis sie mir Unterlagen zusenden. Kollegin ist im Urlaub kümmert sich dann. Herr HIV ist privat versichert und eine bayerisch sprechende Frau der HUK ruft an (Grüßgott) und will mit mir über meinen Widerspruch sprechen. Ja, Hausnotruf und Badewanneneinsatz. Ich sehe das anders, dass er es benötigt und auch nutzt und es bleibt dabei. Womit kann ich ihr also helfen? Er habe dem Gutachter gesagt, dass er lieber dusche und den Einsatz nicht benutze und ich darauf: und mir hat er gesagt, dass er eine Frau adoptieren will, die ihn 3 mal im Krankenhaus besucht hat als Familienersatz. Was lernen wir also daraus? Betreuungsstelle wegen Sohn von Frau Mittelfeld. 3 habe ich noch in der Leitung und dann eine Marke geknackt, die ich nie erreichen sollte (zahlenmäßig). Versuche die Eltern von Elisabeth zu erreichen. Herr Auge kommt nicht mehr vor NY. Er fährt zu seiner Tante und dort soll ich 50,- € hin überweisen.

Alter, wenn es in NY so warm ist kann ich Armreife und Strumpfhosen gleich da lassen und gehe bauchfrei. Im Teich schwimmt ein Feuerlöscher neben Blesshühnern. Die Spuren von gestern. Schönes Bild. In Hamburg soll ein Schwan Gänseküken ertränken. Ja, dürfen nur Menschen so was machen oder was? Am Schneiderberg kreist ein Greifvogel. LVA, nicht klingeln, die sehen alles. Die sehen einen, wenn man an die Festung herantritt. Übertrieben viel Stacheldraht oben aufgetürmt. Die Schleuse, der Käfig, in dem man sich automatisch leicht unbehaglich fühlt, so ausgeliefert. Wenig los und dafür ist der Empfang überbelegt. Ich habe den Anwaltsausweis gezeigt, weil ich dachte, das macht die Sache vielleicht leichter. In welcher Funktion ist da sei. Teilweise ist die Mithörfunktion ausversehen noch an. Ich bin als Betreuerin da, einen Strafverteidiger hat er ja schon. Das wird dann auch unter „sonstiges“ neben Verteidiger und Kripo auf dem Zettel handschriftlich dazu notiert. Schwere Türen. Handy muss eingeschlossen werden. Der Metalldetektor wie am Flughafen ist ausgeschaltet, weil sie ihn gleich neben Metalltüren gebaut haben, die Genies. Das verrät mir der Mitarbeiter. Will ich meinem Betreuten ein Getränk ziehen? Ist das hier so üblich? Offenbar ja, aber ich kenne ihn noch nicht so gut und die Erfrischungen stehen nicht im Vordergrund bei meinem Besuch. Die Beschwerde des Strafverteidigers soll innerhalb von 2 Wochen entschieden werden hat der offenbar gesagt wegen Eilverfahren. Beim Rausgehen will ich ganz cool vorbei, keinen Augenkontakt und weg, aber der Wachtmeister muss mich ansprechen um das Besucherklippschild wieder einzufordern, was so schön in mein modisches Gesamtkonzept gepasst hätte.

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Ein Eisenbetrieb, der ausbildet und lauter Urkunden zieren die Wand. Ein kleines Probestück für meine Pflanze als Stütze haben sie nicht. Das ist als würde man beim Schrottplatz mit einer Briefwaage Metall kaufen. Stöbertreff Hainholz, die haben schöne Schlaglöcher. Innen geht es um Fehlbeträge in der Kasse und noch mal nachrechnen bevor man Alarm macht und Frauen, die mit Bollerwagen unterwegs waren. Dieses Wetter bringt das Beste von Hannover an den Tag. Cool in Jeans- oder Lederkutte so nach dem Motto, so warm ist es nicht. Weniger coole haben ihr unliebsames Tattoo color blocken lassen oder wie das heißt. Halt schwarzer Balken rüber, Berge von weißer Cellulite in Hot Pants und die richtigen Freaks sind unterwegs, lange Dreads, Altpunks und an den Tischtennisplatten die üblichen Verdächtigen mit „Wir müssen aufhören weniger zu trinken“ in Riesenlettern hinten auf dem T-Shirt. Auch die Limmerstraße ist voll mit interessanten Anblicken „Hawaii surfing“ sag ich nur und es ist drei Mal so voll wie sonst. Mir tropft die Nase und ich habe Kopf- und Halsschmerzen. Werde Sport schwänzen und mich aufs Ohr legen. Reisehaarspray ist gekauft. Büro abgeschlossen. Post hat keiner geholt. Die schweren Psychozeitschriften dürfen andere hoch tragen. An so was denken die offenbar nicht. Als ich komme ruft Elisabeth an und will gleich vorbei kommen. Irgendwas mit Taxi. Höre sie wieder laut durch die Gegensprechanlage. Ist den Ladeninhaberinnen bestimmt ein Dorn im Auge. Heute hat sie u.a. einen Basketball dabei. Wenn ich nicht da bin will sie mittwochs immer um 15:30 Uhr zur Bank am E-Damm und die 70,- € holen. Ich frage, ob sie die Karte will, sie verneint. Ich sei ihre große Schwester gewesen und die wollten mich umbringen weil ich für die Todesstrafe war. Im Nachhinein fällt mir ein, dass ich gar nicht weiß, ob die Bank überhaupt Mittwochnachmittag geöffnet hat.

Vor der Tür liegt die Kotze mit diversen Verpackungsteilen, Innenhüllen von Zigarettenschachteln und leeren Schokoriegelverpackungen. Diese Kotze scheint so eklig zu sein, dass selbst Hunde und Tauben da nicht bei gehen. Schwer bepackt nach Haus und erst mal aufs Bett. Habe sogar geschlafen. Paps hat die Glaskette zurück geschickt und auf Radioaktivität geprüft. Erst mal warmes Käsebrot mit dem Stinkkäse, Honigbrot und teures Granola von „Joseph Brot“ (2. Zutat ist Cashewkerne), was schon sehr lecker ist. Kann man machen. Mit Joghurt drauf und ich denke ans Schoppenhauer. Früher habe ich freitags immer Herzblatt geschaut mit Rudi Carell. Auch Dallas war mal spannend. Das waren noch Zeiten. Quizsendungen vor 8 in der ARD scheinen Rentnerpublikum zu locken. Frauenzeitschriften für Frauen ab 50, die wissen was sie wollen und Voltaren Schmerzgel für die Knie. Das muss ich dann wohl auch vorsorglich für NY besorgen.

Das Angebot für den Fahrradstellplatz haben die anderen noch nicht. Es wurde nicht weitergeleitet. 10 Jahre kein Sex macht einen nicht wieder zur Jungfrau. Der Nachbar hat die Kotze weggespült und als die Nudeln von der Sauce sauber gewaschen waren hat man sie auch eindeutig erkannt. Ich sage danke, er fährt nach Marseille. Das ist auch schön und würde ich mal gerne machen. Fischsuppe, Hafen und schwule Matrosen sind meine Assoziation. Demo am Lichtenbergkreisel gegen soziale Verdrängung (heißt das so?). Wegen Leerstand in der Polizeistation? Da ist eine Ortsschild mit Pfeil in die Richtung und Leerstand steht darauf.

Shakespeare ist das. Der junge Mann vom Einlass grüßt mich in der Stadt. Junge Menschen sehen alle gleich aus und ich muss dann immer erst überlegen. Freund von oben von dem jungen Mann, der hier mal wohnte? Ach nein, der. Ich kann ja heute mal die Isla Moos lutschen, die seit Monaten ohne Verpackung bei mir in der Schminktasche Fussel sammeln. Den ersten schlucke ich ausversehen ganz. Der Stück modern übersetzt. Griechenland, pleite nach den olympischen Spielen und dem Kauf von Leopard 2 Panzern. Erste Szene. Das Olympiagelände heute, Müllberge auf den Stufen. Männer essen Kerne und spucken die Schalen. Alles eingerahmt von diesem griechischen geometrischen Muster (ineinander verschachtelte Quadrate, anders kann ich es nicht beschreiben, habe Armreif noch aus meiner Jugend dabei), was einen Schatten an die Wand wirft. Die vermeintlichen Eisenträger werden aufgestellt und sind griechische Säulen auf die man Filme projizieren kann. Timon, der Gönner der Kunst. Ich sage zu Stephan: dafür haben sie die Gymnastik/Tanzgruppe gesucht. Mädchen mit Säulen auf den stilisierten Haaren, die ausschauen wie geflochtener Teig tanzen mit den olympischen Ringen und dann ein Fest bei Timon. Er ist so reich, wie seine Freunde es sind und durch sie ist er reich, lautet das Motto. Dann Krise und die Freunde (mit Bankautomaten aus Pappe) lassen ihn im Stich, haben selber kein Geld oder Ausreden. Er verbittert und als er noch mal zu Geld kommt (Quizshow), was er aber nicht mehr gebrauchen kann, weil er Menschenfeind geworden ist, will er Athen von einem römischen (?) Feldherrn dem Erdboden gleich machen lassen. Der Feldherr läuft durch das Treppenhaus der Cumberlandschen Galerie und taucht mit einer Fackel auf (dafür brauchen wir gleich 2 von der Feuerwehr im Publikum). Schäuble im Rollstuhl mit überschlagenen Beinen, die Treppe, deren Stufen bunt beleuchtet werden können. Der Philosoph und Kritiker in der Mülltonne, der kunstvoll hinein- und wieder herausspringen kann. Sehr gute Unterhaltung. Am besten gefällt mir das Ballett der Euro-Sterne. Die sind aus Schaumstoff und die Köpfe passen oben durch und die oberen Zacken kann man als Arme bewegen, durch unterschiedliche Größen kann man lustige Effekte damit erzielen. Muss ich mal Gaby fragen lassen was die mit so was nach dem Stück machen. Sie sehen ihr Unrecht ein und wollen Timon um Verzeihung bitten und entschädigen für das erlittene Unrecht (mit Zinsen) und ins Parlament von Athen bitten, aber er will nichts mehr davon wissen. Er ist Misanthrop geworden. Sehr gut umgesetzt und in die Moderne übertragen und schöne klare politische Botschaft, nicht durch die Blume, sondern direkt. Theater soll ja eine Position beziehen, auch politisch und schulen bzw. Meinung bilden gegen die reaktionäre Stimmung in den Medien zum Beispiel. Unten gibt es einen 43er Sour in langer Version mit Maracuja Saft und Milo darf frei herumlaufen, schon vor der Vorstellung. Durch die graue Gesichtsmaske sieht er immer so besorgt aus als seien seine Augen weit aufgerissen. Das Logo des Ladens erinnert mich an die Mondsichel mit „Gottes Fußnagel“ da drunter, eine Karikatur aus der Titanic. Das heutige Auflegen hat wohl was mit dem Lux zu tun und der Betreiber ist da. Unten im Haus steht die Wohnungstür einen Spalt offen. Das sieht aus als solle es nicht so.

Nehmen Karin und Georg dieselben Flieger wie wir ab Hannover? Gibt es das Seven A noch? Zu Bubby’s gehen wegen der Pies. Zuhause noch was essen, u.a. das Edelknuspermüsli was unbedingt pur gegessen werden sollte. Ich habe ein neues Muster am unteren Rücken, statt Arschgeweih mehr anatomisch. Ist total in, wie Tattoos von Gläserabdrücken auf der Haut. Jetzt organisch und so. Meine Beinhaare sind auch nur Grasmuster, die ich mir extra habe wachsen lassen. Rasiert ist wie Beton.

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Herr Borderline groß will Montag zum Gericht und Prozesskostenhilfe beantragen. Wofür nur? Das muss man ein laufendes Gerichtsverfahren haben und dann macht das der Anwalt melde ich ihm zurück. Morgens schreibt er, ich soll ihn anrufen unter seiner neuen Handynummer. Ich sage: Montag und geht das Festnetz nicht mehr. Er: bezahlt aber ausgestöpselt.

07.05. Werde um 6 Uhr wach und die Halsschmerzen sind erst mal doll, das liegt an der Trockenheit nach der Nacht. Ich sollte noch weiterschlafen, bin aber nicht mehr müde. Vielleicht klappt ja Mittagschlaf wieder. 3. Kapitel packen. Man ist das aufwendig. 30 Armreife soll das Limit sein. Stephan macht die Tür der Nachbarn nun doch mal zu. Passanten haben Angst am Raschplatz und Bianca hält ihre Tasche ganz fest. Ja, und? Dann sollten sie mit ihrem SUV vorbeifahren, wie Stephan zu Recht sagt. Stephan macht mir ganz lieb Kaffee und ich sage immer: hinstellen und nicht stalken. Wir sind uns beide einig, dass der Hütehund mich hier dünnhäutig gemacht hat mit dem verfolgen in der Wohnung. Als ich schon abgepudert und fertig angezogen da sitze die Yoga-Absage. Die sind immer krank diese Yoga-Mädels, Dauerhusten und so und das weiß man doch nicht erst 10 Minuten vorher. Die Inhaberin am Rotieren. Bubby’s hat Filiale am High Line Park. Nicht nur ich auch die New Yorker haben die Qualität dieses Ladens gemerkt. Geschenke für heute Abend einpacken? Das muss nicht sein. Da sind wir uns einig und andere Gäste sind geeigneter für diese Dinge. Die Balkonpflanze sieht braun und tot aus. Sie scheint den Winter nicht überlebt zu haben. Komisch ist das schon, weil der letzte nicht sonderlich kalt oder schneereich war. Playlist NY, Body Count muss man der Reisegruppe zwischendurch auch zumuten können. Auf jeden Fall Häkelprojekt für NY anfangen und mitnehmen. Ich versuche immer wieder zu schlafen –erfolglos. Dann noch ein recyceltes Hütchen für New York mit einem jüdischen Stickkissen was ich in den 90ern in einem Puppenladen dort gekauft habe. War an einem gestrickten Halschocker, war mir zu brav, habe ich zerschnitten und als Hütchen neu gemacht. Koffer fast voll, habe immer neue Beulen am Hals. Jetzt läuft oben im Haus oder wo auch immer auch Everlast von meiner Playlist.

Meine Stimmung ist getrübt, weil ich die Kritik nicht wegstecken kann, ich Mimose und dann die Begegnung am liebsten vermeiden will und gar nicht hingehen zu sozialen Veranstaltungen, die eher ihre sind als meine. Warum geht man um 6 Uhr auf Flohmärkte wenn man nichts kaufen will, weil die Wohnung schön aufgeräumt bleiben soll. Dieses Hobby erscheint mir sinnlos, aber es kann ja jeder machen was er will und meine Hobbies sind auch sinnlos. Ich finde dafür ein Klett-Schulbuch fürs Gymnasium mit den geilsten 80er Jahre Fotos und Diagrammen (schade, dass Gerhard Henschel keine mehr gebrauchen kann). Geburtstag mit beruflichen Berührungen. Gemeinsam in der Notaufnahme und meiner wendet sich an ihn, weil sie ihm kein Tavor geben, wird dann von der Polizei mitgenommen, weil er nicht gehen will. So lösen sie das Problem. Apparatemedizin ohne den Patientin zu untersuchen, eine Maschinerie, die abgefahren wird und man verlässt sich einzig auf die Gerätschaften und Messungen. Wie GPS denke ich da und der gesunde Menschenverstand verkümmert nur die Areale im Gehirn, die für die Daumensteuerungen zuständig ist, sind jetzt 3 x so groß geworden innerhalb einer Generation oder wie war das. Keine Ansprache, kein Augenkontakt, kein weiches Papier zum sauber wischen nach der Untersuchung mit Gleitmittel. Merkt einen Hintern an seinen andocken bei der Untersuchung auf einer Liege und zeigt das so niedlich an mir im Sitzen und dann die demente Spanierin auf dem Zimmer, deren Mann im Siloah ist und er darf beraten. Ärzte machen Aussagen zur Diagnose ohne die Werte auf dem Schirm zu haben spricht allerdings dagegen, dass sie sich auf Messergebnisse verlassen, die denken einfach gar nicht mehr selber bzw. einfach schlechte Arbeit. Blutdruck von 140 findet er schon hoch. Das hat mein Mann dauernd. Die Frau, die mich kennt wohnt bei uns um die Ecke, hat Schrebergarten und ist sichtlich betroffen von dem Suizid eines gemeinsamen Klienten. Das ist schon lange her. Sie mochte ihn. Der Geburtstag hat mich vor 3 x Theater hintereinander bewahrt. Netter, verbindlicher Abend. Grüner Daumen, tolle riesige Palme, die macht erst einen Stängel und da kommen dann die Blätter raus. Neben Fossilien und einem Dino-Ei alte Familienfotos. Mein Spüllappen aus Wien mit der Giraffe passt zum Thema Afrika und wie die Faust aufs Auge. Üppiges selbstgemachtes Buffet, sehr viele Fleischsachen, Huhn 3fach, Rind, Ente, Lachs, Mettbällchen, Falafel, Schinkenhörnchen… Pflanzentage im CCH, Handwerkern Kaffee machen und Trinkgeld geben, heutzutage Chef anrufen, dass der Computer teuer zur Reinigung gebracht werden muss. Marktstände und Raclette Käse am Maschseefest. Ich mag die Gummiringe mit denen die Gläser markiert werden. Die Schleifen sind besonders gelungen. Die sehen niedlich aus und funktionieren als Klemme und man kann sie aufbiegen. Die kann ich auf einem Marktstand bewerben und vertreiben. Durch das Klinikgelände in Langenhagen („Die Vögel“ war das früher, sage ich nur) Krähen und Elstern gehören zu einer Familie mit Raben und noch welchen. Kann man nicht überfahren, weil sie zu schlau sind und Geschwindigkeit und Zeit abschätzen können, auch beim Jagdhund bleiben sie bis zur letzten Sekunde sitzen. Ich sitze den ganzen Abend über auf dem Balkon. Das war vielleicht nicht so schlau. Blitzheilung? Alles ist so liebevoll dekoriert und so fürsorglich. Frauen und schwule Männer machen die Welt bewohnbar, wenn damit mehr gemeint ist als die pure Fortpflanzung. Vogelgezwitscher gibt es genug bei uns im Garten, weil die mögen eher große Bäume als kleine, es fehlt nur das Geklapper der Hufe der Fiakerpferde. Ihmezentrum, verfällt und sieht schlimm aus (ich: ja, hat Parodontitis) und Gilde Karree. Da kann das Jugendamt von oben rein schauen wird gemutmaßt. Mir gefällt besser die Theorie, die lassen sich alle scheiden, die da wohnen, aber sie lieben es da zu wohnen. Wie Gehirnwäsche oder Sekte. Servietten aus dem Urlaub mitnehmen als Erinnerung. Bedrucken lassen. Party endet früh. Wir gehen bald mal völlen zusammen.

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08.05. Traum: Mit C in NY. Im Diner frühstücken. C hat Platz ergattert. Ist hier noch frei? Sind das Deutsche? Kann nicht mit allen Deutch sprechen. Dann wiederum spricht sie englisch und geht auf die Bedienungen zu: Today is Mothers Day. Do you have any specialties? Croissant mit Schinken und Ananas gefüllt warm. Nimmt sie. Ich nehme buttered toffee Tea. In dem Rezept 500 gr Kaffee und noch mal 350. Die Bedingung wundert sich immer über die Mengenangaben, wenn sie das macht. Gut, ist ja morgens und dann trinke ich keinen mehr und gebe was ab. Klingt aber interessant, ist mit Schoko gefüllt und lecker. Gegenüber wie eine Farm mit 2 Hütehunden, die außen an der Hecke kontrollieren und ausschauen wie kleine Kühe. XXL Dackelmischling. Locke ihn ran. Kinder streicheln ihn. Der Chef flirtet mit uns, mit ihr, sie sitzt am anderen Tisch, was wir noch vorhätten. Sie sieht ganz anders aus und ist nicht wiederzuerkennen. Dunkles Haar, anderes Gesicht, andere Stimme. Die ist wandlungsfähig. Soll beim Backen helfen. Soll ausschauen wie mein Wollhut in Planung, muss man aus 2 Teilen zusammensetzen. Ich mache in der Zeit Mürbteig. Knete auf dem schwarzen Förderband. Hätte ich vorher mal wischen sollen. Riecht nach Gummi. Jetzt wechsele ich zu dem Marmor dahinter. Hat lauter rote Wollflusen von meinem Pulli. Ziehe ich raus, fahre mit der Zunge rüber und es hat lauter wie Haare drin. Hätte mir Schürze ummachen sollen. Muss ich wohl neu machen bevor ich da weitere Zutaten rein mache. Er fragt ob er helfen kann. Bekommt Anruf, Erpresser sind in seiner Wohnung. Wehe die tun seiner Frau was an. Es ist 8.

Stephan hat vom Umzug der klassischen Chöre in Eilvese geträumt und er hat sich gewundert wie viele da im Chor singen. Keine Zuschauer, aber sehr viele am Umzug beteiligt. Ich sage Rudelsingen das Thema von gestern und dazwischen waren Trecker. Das ist das Zeitungsthema. Der Mann, der zig Autos zerstört hat vor allem von der Polizei mit seinem Trecker (wegen einer Veterinärgeschichte) und sie mussten ihm in die Reifen schießen und am nächsten Tag, der ist in der Psychiatrie gelandet und wir: ach. Das war doch jedem gleich klar. Sei brav, sonst kommst Du nach Ilten. Wie kann man Kindern so was sagen? Man kann mir Vieles vorwerfen, aber mit solchen Tricks würde ich niemals arbeiten in der Erziehung. Bei uns in der Familie hieß es dann, wenn die Argumente ausgingen: ich bin hier immer noch die Prinzipalin (sagte meine Oma immer, der ich ja so ähnlich sein soll). An Krankenhäusern kann ich in Hannover nur das Neubesthesta loben. Da habe ich 2 x gute Erfahrungen gemacht. Siloah wirkt auch nach dem Umbau desaströs. Nordstadt war auch richtig krass unterirdisch damals, gut, das ist lange her. Man kann es ja auch ein bisschen beurteilen, wenn man als Besucher da ist. Neustadt macht einen schlimmen Eindruck, aber diese Paracelsusklinik war ganz gut und da ist selbst am Wochenende ständig einer rein gekommen. In anderen Häusern sieht man 1 x am Tag eine Schwester. Meine Zehen rechts sehen total krumm aus und viel schlechter als links. Ist das neu und hängt mit den Knie und Beinnervenproblemen zusammen oder habe ich es mir nicht so genau angeschaut. Meine schlechten Eigenschaften, laufe vor ohne den Weg zu kennen, lege nichts unter wenn ich bastele, saue rum und lasse Wasser an der Küchenfront runter und in Schubladen hineinlaufen, bin egoistisch und nehme die dunkle Seite im Bett oder die näher am Klo, bin launisch, fies und beleidigend. Halt schon ein Spiegel auch meiner Eltern, aber besser als diese 19-Jährige als Leipzig mit den Spießereltern, die durch abrasierte Haare verrückt ausschauen wollte und zuhause lebt in Birke hell und sich dann die Geburtsdaten der Eltern und deren Hochzeitstag zu Rosen auf die Fessel tätowieren lässt und die Toten Hosen und Schalke mag, wie Papa. Da sieht man die Spießigkeit gespiegelt und kommt da nicht raus. Das ist krass. Kein Geschmack in der ganzen Familie und mit Mutti einkaufen. Diese tätowierten Frauen mit künstlichen Nägel und Bürsten (Größe H, wie Medizinbälle) und abrasierten Augenbrauen. Die wollen wild schauen, sehen aber nach genau dem Gegenteil, nach putzwütigen Hausfrauen aus. Ich finde diese Künstlichkeit, die schön sein soll so eklig. Wie probieren es mal mit Kaffee trinken auf dem Balkon. Wenn wir normal wären, würde man den ganzen Tag da draußen verbringen. Meinen Mann würden viele nehmen, weil der sieht gut aus und ist sensibel und klug, auch die Frau von gestern und zwar mit Handkuß. Stephan hört Vogelbrut nach Nahrung schreien. Ist das nicht unvorsichtig von denen den Standort zu verraten, aber die können nicht an sich halten wenn’s ums Futter geht.

Hat Stephan schon geschaut wegen Ausstellung in NY? Am liebsten keine europäischen Leihgaben aus dem KHM, sondern amerikanisches Kunsthandwerk und Laurie Anderson Installationen. Dinge, die man hier nicht zu sehen bekommt. Gut Edward Munch habe ich noch nicht so viel in live gesehen. Das wäre vielleicht auch was. Durch die Nacht mit in Teheran (ein Theaterregisseur, der seine Kollegen daran erinnert, dass man der einheimischen Frau nicht die Hand schüttelt zur Begrüßung) trifft sich mit einer Filmemacherin und Stephan hat mir das extra aufgehoben wegen Teheran. Ich bügele dazu. Wie unsere verstorbene Freundin Ingrid hat sie was Verschlossenes im Ausdruck. Ohne Zensur können die sich nicht vorstellen, hatte er das noch nie? Alles was die Phantasie hochbringt, kann man umsetzen? Zensur oder Verknappung der Mittel kann Kreativität fördern, aber man kann es freiwillig wählen und das ist keine Ausrede für diese Beschneidung der Menschen. Er fragt was in ihren Filmen zensiert wurde und sie darf es noch nicht mal benennen sondern muss es umschreiben. Was, das? Da wird ja nicht gezeigt, es findet nur in Worten statt. Er hatte auf ein offenes Gespräch gehofft. Dann hätte er wohl das Fernsehteam nicht mitbringen dürfen. Toller Laden mit Gewürzen und Kräutertees aus dem Iran, der eine Tee ist gut für die Nerven. Er hat gehört, dass es zwei Leben gibt im Iran, ein privates und ein öffentliches? Davon haben sie (noch eine Kollegin, die Reiskuchen serviert) noch nie was gehört. Sie ist Fußballfan von Arsenal und Real Madrid und Bayern München. Warum nicht FC Barcelona. Weil die Fans von Real Madrid auch Fans von Bayern München sind und die von Barcelona von anderen Clubs. Ins Stadion dürfen Frauen nicht gehen. Das findet sie schade, weil das führt auch dazu, dass die Männer sich besser benehmen und nicht so fluchen, weil Frauen anwesend sind und sie Rücksicht darauf nehmen. Vielleicht hatte er sich diese Frau spannender vorgestellt, vielleicht ist sie es und darf es nicht zeugen. Man weiß es nicht. Sie geben sich wechselseitig Komplimente, sie sagt ihm, dass er „beautiful“ sei und viel besser aussehen würde als auf den Fotos. Dann muss er daran wohl schleunigst mal arbeiten, meint er. Er bedankt sich und gibt das Kompliment zurück und sie sagt, das sei keines gewesen, sondern die Wahrheit. Abschied ohne eine einzige Berührung wirkt auch traurig. Er hat als Student gemodelt als Aktmodell, aber die Studenten haben sich anschließend beim Professor beschwert, dass er zu wenig Muskeln habe. Der Künstler den sie besuchen sagt, die kannten Schiele nicht. Er zeigt Fotos von seiner wunderschönen Ex-Frau. Das sei allerdings kein aktuelles Foto fügt er hinzu, aber natürlich, sie sei noch schön. Schönheit sei ein Geschenk Gottes und er nimmt es wieder, lässt aber immer ein kleines Stückchen davon zurück. Heute ist das letzte Kapitel Bastelsachen packen für die Reise angesagt. Die erste Reise auf die ich eine Lesebrille mitnehme. Ich nehme einen neuen und richtig schweren Tuschkasten mit sowie Handnähutensilien und Wolle mit Häkelnadeln und neuen Projekten. Ich ruhe und die Uhr tickt, die Vögel schreien und eine Fliege nervt an meinem Ohr. Wie oft kann man an einem Tag ins Bett gebracht werden und wieder aufspringen?

Sabine lässt sich entschuldigen. Erkenne es erst nicht, aber ja, Jägermeisterwerbung, die niedlichen angedeuteten Kaninchenställe. Ja, wir schauen dem Yorki sehnsüchtig hinterher. Der spielt mit einer Herde Tyrannusaurus Rex und ist einfach furchtlos und cool, sieht scheiße aus wie unfrisierte Ratte, aber der Charakter… Eine Gruppe junger Hippsterfrauen macht Foto mit einem jungen Rauhaardackel. Ja, das sind jetzt Modehunde, früher hatten die nur Omas, wie Larissa zu Recht anmerkt. Die Weinbar hat zu, dann daneben, der Nachtisch mit Erdbeer-Rhabarber und Mascarpone schmeckt supi. Wir lieben Larissa. Schön, dass sie noch mal mit uns nach Wien will. Unsere Gruppenreise war toll und für mich viel entspannter als mit den Freunden. Das muss ich mal ehrlich sagen und tue es auch. Bei allen Konflikten, ist Familie eben Familie und da muss ich mich nicht zusammenreißen (weil das können wir ganz schlecht, Paps und ich) und kann so (scheiße) sein, wie ich bin und sie halten es aus. Das ist so ein Segen. In Cape Cod gibt es Leuchttürme und Geschnitztes aus Walknochen im Museum, so stelle ich es mir vor. Ich schaue mir so was gerne an, wie damals das Museum auf Mallorca mit diesen Kunsthandwerks- und Alltagsgegenständen wie geschnitzte Hornkämme für die Haare.

Ballohof 1, Inhaberin von Movenyo, aber ich Tunnelblick. Teilnehmerin im Publikum, die ist beim Jugendamt glaube ich. Die Cousine und ihr Mann in unserer Reihe, mit einem Besucher dazwischen, der einer Familienzusammenführung nicht im Weg stehen will und freiwillig weicht. Hermann Hesse so klug theatertauglich gemacht. Hammer. Mattias spielt sich die Seele raus und rührt mich an, mir kommen fast die Tränen. Alle sind großartig (Philippe sollte nur noch weißes Kaninchen sein) und noch nie seit meiner Oma ist mir Hermann Hesse so nahegekommen. So plakativ dargestellt für denjenigen, der wie ich über Hermann Hesse Halbwissen verfügt. Ein wenig Freikörperkultur und dann die Diskussionsgruppe mit Esoterikern (Mann mit weißer Bluse, schwarzem Rock und Symbolkette) und einem Inder auf dem Perserteppich. Der Weg zu sich selber, halt Schildkröte pur. Philosophieren in anderem Zusammenhang (Orgelspieler, der Theologie studiert hat und ausgeschert ist und jetzt viel trinkt) heißt Klappe halten und ins Feuer schauen. Bestes Stück der Saison und dann wir auf der Premiere. Sind ganz geflasht. Wie die Kolleginnen von früher das Stück bewerten, beinhart, endlich mal Emotion, sonst viel Show, wir können hier auch Berlin. Das sehe ich ganz anders. Sie haben früher gespielt wie das Essen in den 70ern, ohne Pfiff und Gewürze oder Knoblauch und deswegen stehen sie auch heute noch auf Tatort und Tatortpremieren, halt old school. Ist das Selbstschutz weil sie merken, wie scheiße sie waren? Ich glaube, es ist tatsächlich eine andere Sichtweise. Ich habe ihnen früher nichts abgenommen und fand es so gekünstelt und es hat mich gelangweilt, aber das zu sagen wäre jetzt fies, also sage ich es nur anschließend. Das ist eine ganz andere Liga, wie Haubenküche, wie der Österreicher sagt und da sind sie wohl alle zur Schauspielschule gegangen und kennen Bea und was hat das mit Alter Ego zu tun, das war eine prägende Leitfigur seiner Jugend und er war schwul, was denn sonst. Schaalsee liegt in Schleswig Holstein und nicht in Bayern. Interessant wie Kollegen die Arbeit ihrer Kollegen beurteilen. Das war auf dem Geburtstag viel differenzierter und vielleicht sollte ich anfangen meine Freundinnen z.B. Claudia auch als Agentin vorzustellen. Birgit gefällt die Trader Joes Tasche und sie war schon im Einsatz. Das freut mich und Picknick Buch kam auch an und er fragt wegen Picknick zusammen. Damit hatte ich nicht gerechnet, aber klar, auch sehr gerne.

Kaktus in Wollerde

26.04. Traum: Performance auf einer Party in einem gefüllten Haus, wie Palazzo Fortuny. Lena ist krass geschminkt. Liegt gruselig mit Zombieschminke auf einem Berg mit Klamotten, das Gesicht weiß, die Augen schwarz und ein wenig verrutschtes Bunt zu den Kleidern passend. Das ist scary, wie sie da liegt hinter Glas, dann verrutscht der Berg und sie fällt raus, baut das aber ein in die Performance. Dann viele Bastelbücher von früher (sehr toll gebastelt, dieses Gruftieblatt würde ich für Claudia nehmen), schaut ein Mann interessiert durch, der eigentlich schon Therapie machen müsste, aber sich nicht losreißen kann, weil er so fasziniert davon ist. Die Patientin, eine junge Frau, ist schon da und merkt, dass er abgelenkt ist, er wendet einen Trick an, sie soll ihm mal helfen und auch mal schauen. Theaterstück von früher, dem politischen Leben, verschiedene Phasen, Hausbesetzungszeit, kollektives Fahrradfahren alle fahren Rad und viele Räder stehen im Weg, die einheitlich ausschauen. Der im echten Leben kranke Steueranwalt in einem Eingeborenenzimmer, mit Möbeln aus Tierhäuten und -fellen und alles riecht danach und er ist wie ein Häuptling zurechtgemacht. Auf dem Tisch liegen Zeitungsausschnitte und getrocknete Hülsenfrüchte und Schalen für Spiele. Durch den Regen müssen wir zurückgehen, sind mit Thomas unterwegs, er und Stephan gehen über eine chinesische Ampel (diagonal und sehr lang), die ich nicht schaffe. In dem Laden schaue ich mir diverse Armreife an Gummibändern an, die sind breit und eigentlich nicht ganz mein Stil (das Namaste-Armband von Steffi mit bemalte Holzperlen hat gestern beim ersten Mal tragen ganz fies abgefärbt, ein bisschen Gift auf die Haut und darauf steht dann Namaste) und Haargummis gibt es von riesig bis winzig. Stephan ist vorgegangen und ich kann es ihm nicht zeigen und mich daher nicht entscheiden und lege alles wieder hin. Der Hauptteil des Traums, es ging um einen Vergleich zwischen 2 Szenarien und Jasmin kam darin vor, ist mir entfallen. Es ging danach auch irgendwie darum, dass ich sehr müde war. Stephan und die Jungs haben noch weiter gemacht oder so und tatsächlich wache ich müde auf. Zu lange noch gebacken abends, die 30 Minuten Teig kühlen hatte ich mir ganz gespart. Die Kekse waren auch mehr auseinandergegangen und eher unförmig als gerade. Hatte auch andere Butter genommen und keinen Puderzucker.

Beim Streicheln ist die Umleitung schon fast wieder aufgehoben, weil die Baustelle nur noch auf einer Seite ist bei mir am unteren Rücken. Die sieht wohl noch böse aus. Es ist wohl Verkehrsstau in der Nieschlagstraße wegen üstra-Streik. Erst verstehe ich nicht und dann, ja klar, dann fahren mehr mit dem Auto. Die fahren auch alle illegal bei uns am Haus vorbei was nur für Anlieger ist und nicht um mit Hochgeschwindigkeit durchzubrettern, so wie das gerne auch Taxis machen so nach dem Motto, darf ich nicht, dann wenigsten möglichst schnell. Beim Frühstück vor 9 gehe ich ran und er ist wieder Herr Teheran. Eisernes Schweigen meinerseits. Ob ich es sei will er wissen und wann ich in Mutterschutzurlaub gehen würde. Meine Reaktion: nächste Frage. Ich suche einen leeren Plastikblumentopf und will damit was für Wien basteln, aber nicht für das Geburtstagskind. Diese Frau bekommt dann schon 2 Sachen, aber es hatte ihr gefallen und zu ihr habe ich Ideen.

Der JVA-Mitarbeiter, dessen Namen ich mir habe geben lassen ist dann doch noch in die Puschen gekommen und hat sich um einen Besuchstermin gekümmert am 06.05. Ist eigentlich Brückentag, aber ich hatte das vorgeschlagen und so ein schönes Ausflug in die Schulenburger Landstraße und gleich danach Feierabend machen kann auch nicht schön sein, gerade wenn das Wetter mitspielt. Trödeltreff Hainholz oder der Künstlerschrebergarten.

Bringe Frau Skilanka zum Heulen. Ich mache keine Telefonie-Beratung. Sie hat zig schlaue Brüder, für die Internet und alles was dazugehört ist wie Brot und Butter und die markieren gerne mal die schlauen Berater, dann sollen sie mal zeigen, was sie so drauf haben und für ihre Schwester tun können. Sie will den Sohn sehen, kann aber mit dem Vater nicht telefonieren. Das ist schwierig, wenn man Kinder macht muss man auch die Verantwortung dafür übernehmen und nicht nur, die niedlich anziehen und hübsch, hübsch Geburtstag feiern, sondern Elternabsprache gehört auch dazu. Man sollte sich daher gut überlegen, mit wem man Kinder macht. Der Mann ist schwierig, aber eben auch Vater der Kinder und daran hat sie ihren Anteil. Es gibt 3 Möglichkeiten, entweder selber in elterlicher Verantwortung die Besuche abstimmen oder sagen: kriege ich nicht hin, dann hat man wieder begleiteten Umgang und die Frau vom Jugendamt beobachtet sie und sagt ihr, sie spielt nicht richtig mit dem Sohn oder dritte Möglichkeit sagen, mir wird das alles zu viel und dann eben keinen Kontakt bis wieder a oder b in Frage kommen. Was anderes sehe ich nicht. Der Sohn in Frankfurt läuft vor ihr weg. Ja, sie verhält sich auch nicht wie eine Mutter, sondern wie ein Riesenbaby. Immer liegt der Fokus auf ihr und ihren Gefühlen. Das Paket ist zurückgekommen, dann ist sie enttäuscht und die Frustrationsgrenze schon überschritten, aber aus seiner Sicht kam gar nichts an. Sie ist fremde Person und soll man ohne Erwartungshaltung mit ihren Eltern mitfahren wie ein Sozius und sich daran erfreuen, wie die zusammen spielen und schauen, was ist für den Sohn gut und richtig ist. Er behandelt den Sohn wie beim Militär und sie macht sich Sorgen, die neue Frau, ist Sri Lanka Frau und da müssen Kinder ganz viel arbeiten und woher weiß sie das, wenn sie keinen Kontakt hat? Von ihrer Freundin. Das ist stille Post und macht sie nur verrückt und vom Sorgen machen ist keinem geholfen. Es zerfrisst sie und dem Sohn hilft es auch nicht und vielleicht ist es ganz umsonst. Es gibt nicht die Deutsche Frau und die Sri Lanka-Frau als Serientypen S 1000. Wenn man keine neuen Partner will für die Kinder, dann muss man Scheidung abschaffen, dann wäre sie jetzt noch mit dem Kerl zusammen, die Brüder hätten beide Eltern und der Typ würde sie regelmäßig verprügeln. Das könnte man auch machen, aber Scheidung führt zu neuen Partner, weil die Leute ganz selten danach ins Kloster gehen. Ich sehe es nicht so tragisch oder es gibt schlimmeres. Der Sohn lebt in dieser Familie beim Vater und kennt es nicht anders. Es ist sein Leben und das ist auch nicht so ein Drama wie russisches Kinderheim und Regeln sind wichtig. Wenn er bei mir leben würde, dann würde ich ihn morgens um 5 wecken und er müsste Yogaübungen machen und dann ohne Frühstück in die Schule gehen. Das härtet ab. Ich sehe das eben anders. Ich hätte mir auch keine neuen Möbel für den Jugendamtsbesuch auf Raten gekauft. Habe ihr gesagt, darauf achten die nicht, auf Fengshui und Staubschichten, aber sie hat anders entschieden. Sie entschuldigt sich. Muss sie nicht. Kann ja auch sein, dass sie dazu steht und das wollte, dass jetzt alles weiß und neu ist. Jetzt bin ich endgültig heilig oder zumindest Hellseherin, weil woher weiß Arnhold das? Ich war noch nie bei ihr und sie ist weiß/ beige eingerichtet. Ja, drittes Auge. Der Bruder oder die Familie wollen ein Restaurant aufmachen und den Gewürzladen wieder verkaufen, vielleicht in der Stangriede oder anderswo. Die Schwester der Mutter hat 4 Läden in Berlin. Das finde ich super und unterstütze die Idee sehr. Läden mit exotischen Lebensmitteln gibt es sehr viele in Hannover und so Gewürze halten auch extrem lange vor. Damit ist keine Mark zu machen. Der Kollege füttert mich mit einem Salami-Brötchen. Hat neuer Bio-Stand auf dem Markt eröffnet, die Aufschnitt frisch aufschneiden.

Ich rege mich über den Vereinsbetreuer auf. Verarschen lasse ich mich nicht. Ich rufe seine Vertretung nicht zurück wie dieser vorschlägt, die Energie investiere ich lieber in die Beschwerde. Da habe ich mehr von. Die Wohnbetreuerin und der Typ kommen reingeschneit, weil sie in der Nähe waren und ich bin geladen auf 180. Die Sekretärin hat ihr gesagt, er hat es rausgeschickt vor 4 Wochen. Das war aber offenbar nicht die Zustimmung zum Wechsel sondern seine Tätigkeitsnachweise mit einer Rechtfertigungslitanei. Spreche noch mal mit der Richterin. Die Betreuungsvereine hätten es nicht leicht im Moment, weil denen die Mitarbeiter davon laufen, ist mir egal. Die ruinieren unseren Ruf.

Mittag Zuhause und meine Koralle mit Fuß in Wolle einpflanzen in einen Blumentopf, fest drücken als wäre es Erde und ein normaler Blumeneintopfvorgang. Mal schauen, ob das so hält, etwas festnähen. Im Büro wartet eine Esprit-Tüte voller Kleidung, u.a. ein orangefabenes Blumenkleid, was ich richtig Hammer finde. Der karierte Rock aus Wolle fühlt sich edel an und 2 Gläser Marmelade. Yam, yam. Was für eine tolle Überraschung.

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Ich habe die Bestellungsurkunde für den Typen im Knast und die Betreuung geht bis 2023 oder so. Ich mache gleich eine kleine Recherche und Rundruf bei den Demenz-WGs der Stadt. Muss den Richter der Strafvollstreckungskammer noch mal fragen, ob das so in seinem Sinne ist, weil ohne den geht es nicht und Fleißarbeit ohne Resultat brauche ich nicht.

Die Betreute aus Garbsen kommt zum Termin und hat sich von einer Freundin fahren lassen, die unten wartet. Das Jobcenter hat die Vollmacht für ihre Freundin, die im Krankenhaus ist nicht anerkennen wollen, weil es kein Original sei. Das spürt man doch sage ich am Kugelschreiberdurchdruck auf dem Papier. Ich kann das trotzdem nicht anwaltlich bestätigen und wenn sie dann doch alles erreicht hat was sie wollte verstehe ich das Problem auch nicht ganz außer, dass sie sich geärgert hat und ich jetzt irgendwas Anwaltliches/Hoheitliches machen soll um die Welt wieder in Ordnung zu bringen. Frau Ruanda war bei der Spritze und ist richtig gut drauf. Die zuständige Frau aus dem Frauenwohnheim ruft zurück und hat die Angaben auch nachgeprüft, so dass ich das nicht noch mal machen muss (hatte den falschen Arzt angerufen und sage ihm bei Rückruf, hat sich erledigt). Sie meldet sie jetzt an für einen Hinzuverdienst-Job, gibt aber Warteliste. Sie hat auch französischen Verleger für ihr Buch aufgetan. Der nächste Spritzentermin ist wenn wir in New York sind, aber ich bin guter Dinge. Die Frau hat Potenzial und ich sehe das ganz optimistisch mit eigener Wohnung usw. Sie wird die neue Landesbischöfin, gerade die Kathos stehen auf Farbige, die das Bild abrunden. Das erinnert dann mehr an die Heiligen drei Könige und macht das Bild harmonischer, bunter, United Colors of Benetton mäßig. Claudias Mutter war auch ganz stolz auf die schwarzen Messdiener. Das zeigt, dass es diese Gemeinde geschafft hat. Gut, meine ist evangelisch und die stehen eher auf Margot Kässmann. Ich gebe eine positive Rückmeldung an die Sozialarbeiterin, die die Hilfeplanungen macht, weiter und die freut sich. Ich sage, das muss auch mal weitergeleitet werden und nicht nur die Katastrophen, die sie dann ja ohnehin oft auf den Tisch bekommen.

Die Betreute mit dem Kangal melde sich, weil ich ihr falsche Post (3 falsche Schreiben in anderen Sachen) aus Versehen geschickt haben. Die bringt sie mir vorbei, aber gibt sie nur beim Kollegen ab. Ich hätte sie gerne gesprochen, aber Elisabeth schneite rein am falschen Tag und ich war gerade besetzt. Sie hat kein Auto, nein, sie soll zwei beschädigt haben, das geht auch ohne mit Ring oder gegentreten. Egal, das führt nicht weiter. Wenn sie reinschneit, habe ich keine Zeit und bei dem was sie letzte Woche hier abgezogen hat ist meine Geduld mit ihr dünn.

Noch mal Herr Teheran, 5 x in etwa hatte ich ihn weggedrückt. Er will nicht stören. Nach 10 Minuten Rededurchfall sage ich, zum Arzt gehen, Soilan nehmen, er tyrannisiert das Büro von morgens vor 9 bis abends um 18 Uhr. Er erzählt immer dieselben Geschichten, die kenne ich alle schon und das ist seine Erkrankung. Wo will er jetzt bleiben, sein Vater will ihn nicht, dann soll er ihn zurück nach Hannover fahren. Da waren sie doch erst gestern. Was will er dem Achtzigjährigen noch alles zumuten und erzählt mir dann was davon, dass seine Familie gerne reist, der nutzt ihn aus als Pennplatz und verhindert, dass ein Pflegedienst kommt und als Fahrkarte und sonst nichts. Mich verarscht er nicht. Seine Führerscheingebühr, die er schon bezahlt hat interessiert mich nicht. Arzt, Solian. Das ist alles was mich interessiert und ich lege jetzt auf.

Die Tochter des Kollege hat Elisabeth gehört und gefragt, ob sie es sei. Die holt immer Geld ab, weil sie sonst alles auf einmal ausgibt sagt der Kollege und ich zeige ihm Bild von Elisabeth vor ein paar Jahren, auf dem sie ausschaut wie eine Musterschülerin und sehr gut aussehend. Das kann uns allen passieren dass wir so entgleiten und unvorteilhaft werden. Gut, das will die Tochter nicht hören, deswegen sage ich es auch ihm. Nach dem Rundschreiben Wien, stimmt, das Uhrenmuseum gibt es auch und Paps will eine Führung machen, er kennt sich am besten aus mit Uhren. Am besten auf der ganzen Welt? Teneriffa will er großen Mietwagen in den alle hinein passen, falls wir spontan irgendwo hin fahren wollen, dass auf jeden Fall alles umgesetzt werden kann und alle Wünsche erfüllt. Es wird diese letzte große Reise und alles soll üppig und perfekt sein. Ich finde ihn sehr süß.

Ich habe zig lustige Rundschreiben der Sparkasse bekommen nicht mit dem grauhaarigen Model, was an Orangen reicht, sondern mit Fotos von echten Sparkassenmitarbeitern. Zwei dieser Schreiben scanne ich ein und Herr Borderline groß meldet sich promot will sich nicht nur mit französischen Austauschschülern anlegen, sondern hat was von Widerspruch gelesen. Das ist einfach ein Info-Schreiben. Er kann sich doch bestimmt auch an eine Anpassung der Preise für öffentlichen Nahverkehr der üstra erinnern seit seiner Jugend. So was ist das. Einfach zur Kenntnis nehmen und gut und ja, das nutzt er alles nicht, mag sein, auch egal, die führen eben auf, was sie für Leistungen zur Verfügung stellen wie 25.000 Filialen oder Automaten.

Beim Sport die Eingebung, will noch ein zweites Konzert sehen in New York. Das ist bestimmt super dort. Irgendwas Tanzbares. Jamiroquai?

An der Fahrradstraße gibt es einen Metallrahmen mit geriffeltem Fußteil. Da kann man sich festhalten wenn man an der Ampel hält. Das ist cool und eine Luftpumpe für Fahrräder gibt es. Was für ein Service. Das Kino wird bestreikt, was hat das mit üstra zu tun und warum kündigen sie das nicht über die Homepage an. Das finde ich sehr unsolidarisch für die Kunden. Denke sie wollen den Arbeitgeber treffen. Nach Hause im Schneeregen, aber so richtig, klatschnaß kommen wir an. Hatte mich schon so an das Gerüst gewöhnt als Verknappung im Eingangsbereich.

In der Tüte eine Überraschung für mich. Sfogliatelle aus der Galerie Ernst August, hat Stephan gefunden, überteuert, aber erinnert an den Urlaub, schmeckt auch deutlich nach Salz und schön schwere Creme. Wo ist das da? Vielleicht ist es gefährlich das zu wissen. Stephan sagt, ein großes Auto ist unpraktisch und als Fahrer haben wir die Wahl zwischen den Rentnern und Claudia. Nicht so einfach in Hannover mit dem Geschenk. Die Hälfte der Besucher bei Kaufhof waren Chinesen. Die erste Runde, der untere Kreis der neuen Noppenmütze. Keine Brille dabei wegen Kino und ohne geht das Handarbeiten nur noch schwer. Hatte mich zwar schon an das unscharf sehen gewöhnt aber alles hat eine Grenze. Warum habe ich eine Meinung zu seinem Joggen. Sage ihm nur, dass er mit Claudia in Wien laufen könnte. Um 10 Uhr ins Bett, wieder mit Wärmflasche, der untere Rücken will sie noch nicht, aber sonst, vor allem die Knie und Schenkel und der Po. Bratzi ist mein neuer Spitzname von der Muse. Klingt schön italienisch Muss ich Buttermusch umbenennen in Bratzi Talk?

27.04. Die Träume entgleiten mir, war sogar richtig aufregend mit so Star Wars artigen Szenen. Was ist los. Gut ausgeschlafen. Habe keine Unterhosen gepackt für Wien. Schön wenn die Bahn wieder fährt, beruhigend. Üstra-Streik ist ja auch fies für die Messegäste, aber Stephan sagt, Messe hat auch Vertrag aufgekündigt mit denen. Erst kurze Befestigungsstiche, dann Filmchen mit Julias Sachen. Im Lux finden wahnsinnig viele Konzerte statt. Vielleicht muss ich dem Laden eine zweite Chance geben als neue Glocksee. Kathrin kommt doch mit aufs Experimentalkonzert. Heute Abend noch mal kochen, es fehlt Pale dry Sherry. Ja, Stephan hat Brot gekauft. Das Kind vom Weinweib ist schon sehr groß geworden und hilft mit seinem Buggy beim Weinausliefern. Die Familie sieht sehr entspannt aus. Mein Hütchen aus Istanbul vom Beyoglu Krankenhaus. Da werden schöne Erinnerungen wach. Ob wir da je wieder hinfahren werden frage ich mich.

Wieder Herr Teheran, ich drücke ihn weg, die Mitarbeiterin verbindet ihn, aber nur kurz, sein Guthaben ist alle. Dann Hamburger Festnetznummer. Er soll sich einen Satz überlegen, der wichtig ist um was es geht und was ich für ihn tun kann. Beim Pik As gibt es Sozialarbeiter und in Farmsen gibt es eine andere Unterkunft und ein großes Jobcenter mit vielen Gebäuden. Das will er mir sagen? Seine Übernachtungsmöglichkeiten kann ein Sozialarbeiter vor Ort klären, die kennen auch die anderen Einrichtungen und sind vor Ort, habe ihm gesagt, Hamburg wird schwer von hier aus und wenn, dann soll mich ein Sozialarbeiter anrufen, ich habe von seinem Telefonterror Faxen dick und lege auf.

P-Monster war beim Facharzt. Das erste Mal seit ich die Betreuung übernommen habe und der ist auch gut. Der Termin war gestern und ich mache Kontrollanruf.

Nein, Fotos der Freundin von der Hand-OP habe ich nicht bekommen. Schaffe es mich selber anzupinkeln am Bein und die Strumpfhose hat nasse Flecke unten. Schlimmer kann Prostata auch nicht sein. Dann habe ich so schlimm Demenz, dass ich schon wieder die Hildesheimer und Marienstraße nicht zuordnen kann und wechsele hinter dem Aegi mehrfach hin und her. Das Amt hat heute geschlossen und mein Betreuter lässt mich rein. Er ist richtig gut drauf und hat sich vorher schriftlich schon beworben. Er ist aktiv und hat konkrete Pläne und schlussendlich sind wir so überzeugend, dass wir mit einem Bildungsgutschein rausgehen. Was ist SAP? Irgendein Computergedöns und wenn er sich in der Schulung bewiesen hat kann er noch Yogakurse in der Mittagspause anbieten. Das wird alles super. Ach so, man sitzt im Großraumbüro und die Schulung findet per Bildschirm statt. Jetzt verstehe ich die Preispolitik. Das erinnert an diesen Deutsche POP-Laden, die aber einen Haufen Geld dafür nehmen, dass sie Leute in Räume sitzen und Tests am Rechner machen lassen (was jeder auch zu Hause könnte) und einen Abschluss kann man auch nicht bekommen, dafür aber eine fundierte Ausbildung zum Musikproduzenten. Der Sachbearbeiter, der Mann mit der bebastelten Postmappe, steigt ein ins Lästern und sagt, Klienten hätten ihm freudestrahlend berichtet, sie seien dort genommen worden. Alles was die wollen ist ein Haufen Geld. Sie machen schon einen Folgetermin und er schaut in den Kalender und ich verstehe nicht; saufen oder laufen. Irgendwie beides. Vatertag. Ja, aber Bollerwagen gibt es nicht mehr, Doch, er sei darüber gestolpert. O.k. in Hildesheim, die sind langsamer. Vatertag stellt man sich einen überambitionierten Vater mit Kleinkind auf den Bauch gebunden vor. Er: ja und diese Jungs bis Mitte 20, die eine Flasche Wodka mittags schon intus hätten, hätten mit Vater nix zu tun, höchstens selber einen. Im nächsten Schritt soll Herr Yoga dann eine weitere Eingliederungsvereinbarung mit Schadensersatzregelung, sehr kompliziert gestaffelt mit wenig dahinter, von der er selber nichts hält, unterzeichnen. Ich sage, er wird dann Sklave von dem Herrn Sachbearbeiter in Hildesheim. Der hat Disteln im Rasen, die man mit den Fingern rauspuhlen muss. Meiner sagt, die sehen auch ganz schön aus, wenn sie hoch wachsen. Der reinste Pflanzenfaschismus, Unkraut ist schön und blüht auch. Habe ich ihn jetzt einen Faschisten genannt. Nein, ich höre, dass er auch Schwaben kommt und da kann er nichts dafür. Das ist der Rest Kehrwoche, die in ihm steckt und die man nicht raus kriegt. Überhaupt würden mir da noch ganz andere Beschimpfungen einfallen. Ein lustiger Termin, er flirtet richtig mit mir und dafür, dass er nein sagen wollte hatten wir Erfolg auf ganzer Linie. Ich freue mich. Noch ein Betreuter der Karriere macht. Ich hatte ja auch gesagt, warum steht er nicht bundesweit zur Verfügung, wenn die Münchner ihm dieses total gute Angebot machen, dann kann er immer noch pendeln. Neue Stadt, Neubeginn. Ich sehe das alles. Wenn man es schon sieht, dann passiert es auch. Mein Betreuter hatte mich auf das Wetter angesprochen und ich tat betont cool und emotionslos. Jetzt reiße ich mich hin zu der Bemerkung, wäre ich doch wenigstens bei einem anderen Jobcenter mit Infrastruktur.

Auf dem Rückweg am Jante vorbei (Charles Knie Zirkus, haha) halte ich doch nicht bei Herrn Rollstuhl wegen der Parallelstraßensache sondern bei Frau Haus in Spanien. Die sieht aus wie das blühende Leben, drall mit engem Ringelshirt sitzt sie im Rollstuhl am Tisch. Das Essen sieht scheiße aus. Farblos irgendwas mit Omelette aus einer Maschine und Dosenobst der untersten Kategorie, gefärbte Kirsche in Zuckerwasser. Als ich ihr das Kompliment mache sagt sie, sie sieht immer gut aus. Die Frau Hasenbraten wäre ihr Vorbild, 86 und wie aus dem Ei gepellt. Die hätte man in der Königsallee in Düsseldorf gewohnt und so würde sie auch aussehen und das sei schließlich das einzige Vergnügen und die Ablenkung vor den Kleiderschrank zu stehen und zu überlegen, was man anziehen kann. Die ganze Frauentischrunde gefällt mir heute deutlich besser als sonst und es sind mehr Schicke dabei mit Golduhren an Ketten um den Hals und wenige, die nur sabbernd da sitzen. Alexander ist wieder da und kümmert sich rührend, soll aber nichts mitbekommen von ihren Finanzen. Wo sei der denn abgeblieben. Im Kastanienhof, soll sehr schick dort sein. Ja, halt wie Hotellobby. Ist er denn zufrieden? Hat schlimme Betreuerin. Ich soll nächstes Mal wieder mit dem Hund kommen. Suki wird sogar schon als Wunschprogramm bestellt. Das gefällt mir natürlich, dass wir so gut ankommen als Team. Die Frau verblüfft mich, ein paar Jahre Bettlägerigkeit und dann wie Phoenix aus der Asche. Gute Gene, aber was sind schon gute Gene. Sie hat Diabetes und immer Durchfall, aber man findet nichts, Magenspiegelung usw. Sie weiß halt viel, vor allem für jemanden der nicht selber nach draußen geht, merkt sich viel und ist lustig, aber sie war praktisch schon immer im Bett auch als die Kinder noch klein waren und das ist dann vielleicht auch nicht das Wahre. Wenn die Jungs zart gebaut und die Mädchen robust und kräftig sind ist das auch verkehrt anders als normal. Sherry im Rewe-City auf der Marienstraße und ein ganz junger Typ an der Kasse. Kein Bartwuchs, nur aus zwei Muttermalen sprießen Haare. Viel Deckhaar und eine so tiefe Stimmen, dass man sich erschreckt und es nicht glauben kann, dass sie aus ihm kommt. Lustig. Aspria Tanz in den Mai. Haha.

Commerzbank, die Pulle offen in der Handtasche. Die Filiale ist in Wunstorf. Ja, das sagte man mir schon am Telefon. Da hat er das Konto eröffnet, als er in der Klinik war, aber wir haben sonst nichts damit zu tun. Das können sie nicht ändern nur durch kompliziertes Konto schließen und online banking geht auch nicht, nicht mal den Antrag, erst muss alles über diese Filiale erfasst werden, aber alles kein Problem. Doch, umständlich und scheiße. Wie die einen Preis für irgendwas gewinnen konnten ist mir so was von schleierhaft. Testsieger Beratung. Ich glaube kein Wort.

Auf dem Rückweg eiert mein Fahrrad, weil es so schwer beladen ist, am Lenker zwei Pullen, Trinkflasche und Sherry und mit einer Hand muss ich den Hut festhalten. Der Sturm ist enorm und ich hoffe, dass es mich nicht mal umweht. Hatte Termin vergessen und komme zeitgleich mit dem Beamtenmusiker an. Er wird immer dicker ohne dass er mehr isst und als ich ihn frage, wie es ihn gehe meint er, die Ausschläge seien nivelliert. Das klingt wie die normale Unzufriedenheit, wenn Menschen mit bipolaren Störungen gut eingestellt sind. Er pendelt 2 x die Woche, ist dort in der Nähe von Kassel auf dem Dorf in die Freiwillige Feuerwehr eingetreten und bekommt gelbe Scheine auf einen Anruf. Am wichtigsten ist, dass man Samstag den Gehweg kehrt, nicht Freitag, sondern Samstag und möglichst oft gegen den Laternenpfahl schlägt mit dem Besenstiel, damit die Nachbarn das auch mitbekommen, dass man es tut. Macht sein Studium zu Ende. Im August ist Abgabe. Betreut eine Blasskapelle und ein 17-jähriger Mitmusiker ist verstorben. Kumpels haben ihn an einer Bahnhaltestelle abgesetzt und der nächste Zug kam erst so viel später, dass er zur nächsten Station laufen wollte an den Gleisen entlang. Hat ihn von hinten erwischt. Die Eltern durften ihn nicht sehen, aber die Gerichtsmediziner haben gesagt, er hat sich nicht umgedreht, keine Schrecksekunde. Selbstmörder schauen wohl direkt in die Fahrerkabine. Prozession ging durch das Dorf zum Acker, wo der Friedhof war und sie spielen sonst bei lustigen Anlässen wie Maiblasen oder Schützenfest und bei sowas bleibe einem fast die Spucke weg. War bei der Bundeswehr dasselbe. Damals war der Verstorbene afrikanischer Herkunft und die Angehörigen und Freunde kamen alle in bunten Kostümen und haben sich bedankt, dass der Verstorbenen da war und die gemeinsame Zeit und was er ihnen hinterlassen hat und sie weitergeben können und dass man sich bald wiedersieht und das eh nur die sterbliche Hülle ist, die man jetzt zu Grabe trägt und sie hätten mit ihren Uniformen da gestanden mit Salutschüssen. Eine ganz andere Welt. Er will auch über die Wahlergebnisse in Österreich mit mir sprechen. Dann komme ich wieder mit den Finanzen. Er bekommt bald einen Geldsegen aus einem Rechtsstreit. Später ruft er an, hat seinen Anwalt kontaktiert und der meinte, sie hätten gewonnen. Ja, aber das heißt nicht, dass in 2 Wochen das Geld da ist gebe ich zu bedenken. Vollstreckung kann sehr mühsam sein. Ach so, Beschwerde hat der eingelegt, heißt Berufung, na dann dauert es noch Jahre.

Die Schwester von Herrn Teheran, ob ich noch die Betreuerin sei. Er sei in Hannover, habe man ihr berichtet und erzählt ich sei schwanger und würde in den Mutterschaftsurlaub gehen und sei nicht mehr seine Betreuerin. Ich lege auf, wenn es mir zu viel wird, ich bin fast 50 und nicht schwanger. Habe höchstens einen Bauch, aber der war auch schon dicker.

Das Wohnheim wegen Frau Ruanda und dem Internetvertrag. Man kann dort keine Fritz-Box anschließen, nur Stick von Eduscho und sie hat High Speed bestellt und der Vertrag und wird zahlen für nichts. und Freitag kommt der Techniker. Kann ich nicht, doch, aber nur wenn sie will. Sie ist ja imstande das zu verstehen. Ich spreche mit ihr und sie hat das alles angeblich geklärt, gesagt, dass sie im Wohnheim wohnt ohne Telefonanschluss und die haben gesagt, sie brauchen nur Strom, Techniker und Anschluss sei umsonst. Das hat sie schriftlich. Ich sage, bei so was immer Zeugen mitnehmen, muss nicht die Mitarbeiterin sein, reicht andere Frau aus dem Wohnheim, die erzählen einem alles bzw. leugnen alles was man selber für Angaben gemacht hat und wenn es Freitag nicht klappt soll sie sich nächste Woche aber erst Dienstag bei mir melden.

Ich bin schlecht drauf. Herr Tankstelle bringt die Quittungen von seinem Arbeitgeber. Waren das nicht 3, nein. Er soll nicht immer nein sagen. Ich habe doch Recht. Schaue nach, März wollen sie auch, sofern er Vorschuss bekommen hat, was er hat. Abrechnung lag da noch nicht vor.

War scheiße zu Stephan, weil es klingelt an der Tür und am Telefon und ich muss an der Tür präsent sein, d.h. ich schlage an wie der reinste Schäferhund um alle zu schützen vor meinen Schützlingen, Kinder und Kollegen und dann ans Telefon über Kopf und ich sehe nicht wer dran ist das überfordert mich und meine Reaktion ist schlechte Laune.

Dann Herrn Architekt und da bin ich heute so scheiße, dass er bestimmt einen Betreuerwechsel will. Bundesbahn konnte nicht abbuchen, weil Geld nicht drauf war und jetzt erzähl, erzähl, 45 Minuten Warteschleife, Mahngebühren 2,50 €. Stopp, brauchen wir nicht weiterreden, ist unwirtschaftlich dass ich mir darüber Gedanken mache. Er muss für Deckung sorgen, wenn er Leuten Einzugsermächtigungen erteilt und haftet auch für Unzulänglichkeiten des Amtes. Dann muss er eben überweisen, wenn er es nicht garantieren kann. Er wird selber schreiben und sagen, sonst verklagt er die wegen Rufschädigung Paragraph soundso. Ja, kann er machen, soll nicht so dick auftragen, ist mein Tipp. Dann den Originalbescheid vom Amt, habe ich ihm geschickt. Wann? Schon die Frage bringt mich auf 180. Am 17.04. Er geht mal Post schauen. Das ist mir jetzt zu lahmarschig und ich brauche seine Mitwirkung nicht, mache es selber. Ruft noch mal an, dass er das nicht bekommen hat. Er hatte wohl heute schon geleert. Ich komme mit der Art nicht klar und komisch, weil ich habe Deckblatt abgemacht und neu frankiert und einen Stempel von mir drauf und dann sei das eben so und wir könnten nichts ändern. Er wirkt wie vor den Kopf gestoßen. Pech. Immerhin muss ich nicht mit zum Arbeitsamt, das macht die Schwangere, wo ich es nicht wissen darf.

Gut, dass ich flachen Hintern habe, alle Patienten müssen an mir vorbei wenn ich kopiere und faxe, was sehr häufig passiert. Auch hier Mundwinkel nach unten bis zum Boden.

Gela vergessen, aber Gratulation per mail geht so, bald ist anfassen angesagt.

Im Movenyo-Treppenhaus stinkt es nach einer Mischung aus unangenehm und Putzmitteln als solle da was mit künstlichen Geruchsstoffen übertüncht werden. „Cooles Video“, noch mal von der anderen Lehrerin. Der Atem ist unser Taktgeber, gerade bei ihr, sie sagt zu schnell an. Wenn ich Sonnengruß im eigenen Rhythmus mache bin ich nicht mehr gruppenfähig. Steffi geht es ähnlich. Ich komme da immer tiefer rein bis zur Atmung 1 x die Minute. Sie ist pädagogisch schlecht, weil sie ganz neue Flows machen lässt, die sie selber nicht drauf hat und das verhindert die Konzentration. Den Atem beruhigen. Das soll sie erst mal machen. Unterrichtet die mit offener TB? Ich bleibe sitzen statt Savasana. Ist Herr Motorradclub, der mir was über den Tod gesagt hat heute vielleicht auch ein Engel, der mir Botschaften überbringt. Es sind genau so unscheinbare Leute, so stelle ich es mir vor. Steffi hat selber kupferfarbene Leggings dabei und meine mail nicht gelesen, die nicht losgeschickt wurde. Kann sie meine trotzdem gebrauchen? Sie tut zumindest so.

Rosa Blütenblätter am Küchengarten sind wie mit Pattex festgeklebt.

Claudia fragt nach Dresscode, ich muss pinkeln und wasche Salat und Stephan telefoniert, soll versuchen elegant zu sein, abgerockt ist sie von ganz alleine. Das ist uncharmant. Der Teig von den Keksen fühlt sich schon beim Kneten falsch an und zu trocken. Irgendwas habe ich vergurkt. Soll ja immer nichts sagen, keine Kritik, kein Widerspruch, aber nur Essensprogramm schaffen nicht mal wir, Banh Mi, Urbanek und Sperl hintereinander weg. Das schafft keiner und bei abends groß essen. Man muss fasten um sich auf den Brotwagen zu freuen und der Banh Mi Laden macht erst um 11:30 auf (daran sind wir letztes Mal gescheitert) und ist ein Stehimbiss. Da passen wir mit 8 gar nicht rein. Die Leute wollen gemütlich sitzen und Kaffee trinken. Das wäre mein Tipp. Scheiß Postbank 50.000 € sind eingegangen und waren gutgeschrieben, trotzdem 9 nicht ausgeführte Überweisungen. Lohnt sich, sich mit denen mal anzulegen. Das ist keine Lappalie für 2,50 €, die man auch noch selber verursacht hat.

Karin schreibt süß auf Englisch, thinks statt things, vielleicht Absicht. Ich freu mich auf die beiden und sie will joggen im Central Park. Da kriege ich fast Lust mitzumachen. Stephan schreibt ihr zurück, dass wir eine Grünfläche und Park in Brooklyn direkt vor der Tür haben. Das stimmt natürlich. Fand eh, dass er aussah wie der Central Park. Passt doch perfekt dafür. Werden wir noch mal einen Hund haben? Vielleicht als Rentner in 18 Jahre. Warum, wir haben doch Suki sagt Stephan, reicht mir das nicht. Ich will ihn überraschen. Vielleicht können wir ihn mit Six überraschen, Galgo-Mischling 60 cm. Der sieht lahm aus sagt Stephan und hat bestimmt Jagdtrieb. Bei der Beschreibung steht „Katzen – muss noch getestet werden“ und er lacht und sagt. warum haben sie da keine Freiwilligen gefunden?

28.04. Traum: gehe mit Steffi zum Sport oder treffe sie hier und entscheide mich für Yoga. sie will was anderes. Die Lehrerin ist noch nicht da und wir warten. Irgendwann beschweren wir uns bei einem Typen. Die machen draußen komische Sportsachen. Dann kommen welche rein mit Menschen auf Liegen, die geschoben werden und Schläuche in der Nase haben. Reha-Fälle denke ich. Das machen sie jetzt hier auch. in einem anderen Raum macht eine Firma Sprech-Yoga und alle sagen im Chor denselben Text auf und machen Armbewegungen, wie hawaiianisch dazu. Das sieht sehr harmonisch aus. Zwischendurch geht es um einen Kriminalfall, warum ist es schwarz unter dem Fenster, sind das Spuren von Mülltüten? Ich soll da mal klopfen und wir versuchen es rauszukriegen. Mache ich. Da wohnen 2 Punkerpärchen, die alles selber bauen wollen und da ist noch wenig Haus. Es ist ein großer Baumstumpf auf einem freien Gelände und einen Schornstein hat der eine Typ schon gemauert. Wusste gar nicht, dass man das so freistehend kann sage ich bewundernd. Die Freundinnen dazu melden sich zu Wort. Die eine arbeitet bei VW, Halle 2. Merkwürdige Paare denke ich, sehen aus wie Punks, leben im Freien und reden so normal, wie Häuslebauer. Die Lehrerin kommt und ich sitze ganz vorne, weil ich versetzt sitzen will und bin im Nachthemd und wir sitzen auf Matratzen und sie schaut mich genau an. Wir sollen Arme hoch und wieder runter mit der Atmung synchronisieren. Ich hatte offenbar einen großen Hut mit Krempe auf, den ich abnehme und zur Seite werfe. Eine Teilnehmerin hat ihr schon einen Hinweis gegeben, dass sie mir sagen soll, dass man Kopfbedeckungen abnimmt und ich sage, ich hätte es nicht gemerkt. Dann stellt sie uns einen Typen vor, der jetzt auch im Team sei und Osteopath, der könne unglaubliche Sachen und ich: warum stellt sie den jetzt in so eine Schmuddelecke. So ein Image hätten die ohnehin schon (als Spaß). Er sagt seine Preise und zwar irgendwie was für Schnupperangebot 96,- €. Viermal montags 200 und verfällt nach einem Jahr, wenn man es nicht in Anspruch nimmt und ist dann nichts mehr wert, erklärt es umständlich. Dann sollen wir uns selber massieren und ich schaue wie die anderen das machen, von den Fingern die Sehnen der Arme entlang. Ich sage ihr, das tut richtig gut hier an der Stelle am Unterarm und da hätte ich mich noch nie angefasst und sie stellt fest, dass ich komisch auf irgendwas sitze und das würde so entspannt aussehen. Dann stehen wir auf und machen im Stehen Bewegungen. Irgendwie gehe ich mit ihr raus und sie will mit mir reden. Die Aussicht ist total interessant und sie erzählt von ihrer Freundin, die ich neulich kennen gelernt hätte bzw. wüsste sie nicht, ob sie es noch sei. Sie würden sich kaum sehen. Ich sage, Zeit zusammen verbringen sei schon wichtig. Wir würden noch ganz viel zusammenhocken auch nach den ganzen Jahren und sie sagt dann, na gut, manchmal brauche man auch eine Auszeit. Das habe sie ihrer Nichte auch gesagt, aber da so und schlägt die Beine hoch im Stechschritt bis zum Nase und macht alle möglichen, sehr gelenkigen und tänzerischen Silly Walks und quatscht mich die ganze Zeit voll. Wir gehen wieder in die Klasse und alle haben auf uns gewartet und sind genervt. Sie sitzen auf Schulbänken und schauen nach vorne zu uns, wie wir reinkommen. Es sind ganz andere Leute und ich sage: ohh, neue Klasse und werde wach und wundere mich über diesen Traum. Es ist erst 6 und ich sage Stephan, dass ich mich gestern vor dem Einschlafen richtig notgeil gefühlt hätte. Er sagt gut und ich sage nein, ich bin sonst schon so unausgeglichen genug mit meiner ganzen Wut, dann kann die diesen unzufriedenen Trieb, Horny sein, nicht auch noch gebrauchen. Überlege was ich auf dem Flug trage. Sieht draußen nicht 100% trocken aus und ich finde das Papierhütchen der Wiener Linien zu gewagt. Lieber was anderes. Die schreit ihre Kinder wieder so derbe an. Ich glaube die werden die Gärtnerin unter uns noch mal töten. Es besteht zumindest die Möglichkeit. Kekse schmecken anders sagt Stephan, werden wir trotzdem essen. Später verstehe ich einzelne Worte/Sätze wie: das ist ja widerlich. Muss noch duschen nicht, dass ich das gleich dort machen muss wo ich doch immer behaupte, ich dusche so selten und schone das Gemeinschaftsbad. Ich weiß, das ist zwängig. Mein Mann schläft noch so fest und süß um 7:45. Den kann ich unmöglich wecken. Brooklyn Pop Festival hat Stephan geschickt. Klingt alles gut, viel Frauengesang, wie Nico und 80er und tanzbar. Sind bestimmt live gut und kommen oft aus der Nähe (PA). Cocteau Twins sagt mir auch noch was von früher als ich mich für Musik interessiert habe. Lieber 1 – 2 Bands aussuchen, statt Marathon durch die Clubs. Weiß ja nicht, wie das funktioniert. Hangover Lounge mit DJ, soft landing for hard drinkers am Sonntag klingt auch gut und wir haben einen urlaubsbedingten Vorteil. Was machen eigentlich meine Jungs von Dolormite Minor? Ich würde gerne bei denen wieder head banging machen. Ich würde die stalken, wenn ich Single wäre und ihnen hinterher reisen.

Stephan träumt dann davon, dass Wasser läuft oder ich dusche als ich es tue, der Hahn in der Badewanne tropft. Stimmt. Das war mir auch aufgefallen. Die Kekse schmecken gut und normal sagt mein Mann. Was sonst, war ja nur ein bisschen mehr Mehl als davor. Die Konzerte kann man einzeln buchen, es gibt zumindest Karten. So was mit von einem Club zum nächsten und schauen, wo man rein kommt ist wohl eher Deutsch und die Amis sind organisierter und kontrollierter. Ist ja auch oft bestuhlt was hier keiner nachvollziehen kann.

Einer schaut von unten hoch als ich das Haarspray bei offenem Fenster anwende, ein anderer macht Haarspray auf sein Auto. Apropos Haarspray. Schnell noch Mama anrufen ob sie welches mitnimmt. Ja, aber nicht so viel. Doch brauche halbe Dose für einen Iro, der dann richtig steht, sage ich Stephan danach. Jetzt sammele ich wieder ausländische Dosen auf Reisen.

Das ist schon dick aufgetragen heute und ob ich mit dem Wollresteding am Kopf Radfahren kann wird sich zeigen. Auch der Kollegin fällt es auf, dass ich elegant aussehen würde, aber ist auch für Vienna für den Abend gedacht.

Wenn ich Musik von früher denke, muss ich an Freundinnen aus der Zeit denken, viele habe ich hinter mir gelassen wie Häute einer Schlange, aus denen man rausgewachsen ist, die ihren Zweck erfüllt haben, aber dann zu eng geworden sind. Das ist arrogant, ich weiß. Was mich als Jugendliche genervt hat ist jetzt ein Segen. Ich war Spätentwicklerin und habe neidisch auf die Patentochter meines Vaters geschaut, die frühreif war und nicht nur Kajal benutzt, sondern schon die Pillen genommen hat als sie uns besucht hat in den USA, aber während ich das Gefühl habe noch nicht am Höhepunkt der Entwicklung angekommen zu sein oder vielleicht jetzt gerade, haben die ihr Pulver schnell verschossen und hatten Anfang 30 schon graue Haare und sahen alt aus, als hätten sie die besten Zeiten schon hinter sich. Auch das ist fies.

Endlich mal was Vernünftiges zum Mitnehmen und keine Seglerzeitschrift, aber tierisch schwer im Vergleich zu Tupper vor allem. Ich lasse meine Tasche mit Arbeit stehen und berge erst mal das Wichtige. Die Mitarbeiterin dachte gleich, dass das was für mich sei. Bringe ich zu Kunst und Krempel. Sie meint eher Krempel und ich sage, hat zumindest Zeichen darunter, d.h. irgendwer hat sich dazu bekannt.

Stephan schreibt mir: Nach bisher 327,50 im Monat sind heute 404 eingegangen, es wird also nichts einbehalten und nichts an die Stadtwerke überwiesen, vielleicht ist das der Abschlagsfreie Monat? Er weiß wieder alles. Stadtwerkejahresrechnung ist fällig liege den Wohnbetreuern (der eigentliche wird vertreten) seit Wochen in den Ohren wegen der Zählerständen. Das liegt bestimmt daran.

Der Knasttyp kann mich jetzt anrufen. Ob ich ihn besuchen kann unabhängig von dem Termin an dem Freitag, auf den seien wir nicht mehr angewiesen, schaffe es nicht früher zu kommen und muss auch vorher ein paar Dinge klären. Was für eine Wohnform kann er sich vorstellen? Alles, das ist gut, es gibt so Senioren-WGs und wir warten ohnehin noch auf den Beschluss, d.h. die Entscheidung des Richters vom Landgericht und es wird vielleicht noch ein steiniger Weg, weil das nicht alle Beteiligten wollen. Warum, dürfen wir uns nicht sehen. Doch, das schon, es geht um seine vorzeitige Entlassung vor 2018. Später der Knasttyp. Ich finde es gut, dass er mich jetzt anrufen kann. Wie funktioniert das? Er hat Rufnummernfreigabe beantragt und ein Konto, auf das ich auch Geld einzahlen kann. Wenn die JVA was auf sich halten würden, dann wären Ortsgespräche umsonst sage ich. So ein Laden wie die JVA muss doch da eine Flat haben.

Wir drehen den Kopierer, dass ich mit dem Hinterm im Raum stehe. Das schlägt die Mitarbeiterin vor und zeigt uns auch gleich wie es geht. Sie ist Mitarbeiterin des Monats mit ihren innovativen Ideen und ich mache ihr Foto in einen Rahmen. Das haben wir ganz ohne Mann geschafft. Der Kollege war gerade mit der Gerichtspost reingekommen.

Bei dem Lernbehinderten Koch war der Gerichtsvollzieher, aber er weiß nichts genaues. Er war gerade nicht da und nur die Freundin.

Der demente Knacki sagte mir, der Strafverteidiger hat eine Therapeutin und Sozialarbeiterin, die immer alles macht. Das ist seine Sekretärin und sie freut sich über das Raiffeisen – wie machen den Weg frei Kompliment. Ich bin auch nicht schlecht und habe vor NY schon einen Besichtigungstermin. Der Mittwoch mit den letzten Geldausgaben. Passt mir gar nicht, aber das geht vor und die wollen unbedingt 15 Uhr zum Kaffee trinken. Antrag stellen, die brauchen mindestens eine Woche, aber ohne die Sklavenhandschellen sollen sie ihn bringen mit dem Balken lässt sich schwer Kaffee trinken und das schreckt die anderen Bewohner ab und die Begleiter sollen so tun als wären sie auf eine Rave-Party eingeladen und in Zivil kommen bitte. „Ich bin fähig zu handeln“ sage ich nur. Sunlas Kalenderspruch für Mai auf den ich schon mal vorblättere. Zeitung abbestellt. Das Foto von Frau dement für den neuen Schwerbehindertenausweis gibt es sogar zurück und ich kann es für den Perso noch mal verwenden. Meine Schwägerin kann Pop-Konzertkarten für uns kaufen mit ihrer Kreditkarte. Yuhu!

Was habe ich mir überlegt wegen Beitragsrückstände will der Typ von der Barmer wissen? Dass er Rundschreiben bekommt wegen einer Privatinsolvenz, dann muss er mich nicht immer anrufen. Soll was aufsetzen. Das macht das Programm. Ich brauche nur viele Briefmarken.

Herr Yoga freut sich über den Meilenstein gestern und zukünftig wird er solche Termine allein machen. Heute trifft bei mir das Schreiben vom Gericht ein, welche Bewährungshelferin ihm zugeteilt wurde.

Der neue Trend Betreuerin für Ehepaare, werde gleich für beide bestellt. Das 50iger Jahre Treppenhaus mit den gelben Glasfenstern gefällt mir. Fahre 5 Minuten vor der Zeit los und bin viel zu früh. Mit dem Fahrrad 1 Minute. Muss ich mir merken. Die Frau redet Englisch, ach ja, deswegen sollte ich das machen. Sie hätten schon so viele da gehabt und Auskunft gegeben. Das muss wegen was anderem gewesen sein (stellt sich später heraus, es war die Betreuungsstelle und die haben auch 2 Aktenzeichen). Der Mann muss operiert werden und es geht um die Kosten der OP. Er hat eine Erbkrankheit und man weiß nicht, ob die OP klappt. Er hat Schmerzen und zieht das Bein hinterher und sie die beiden Kinder und hangelt sich von Parkbank zu Parkbank. Ja, aber es geht nicht um den Mann, sondern um sie. Ich kündige die Richterin an, aber es kommt ein Typ und sie muss das Kopftuch schnell überziehen. Der 2-Jährige äfft das nach mit einem Handtuch und schaut aus wie ein Ägypter. Der ist überhaupt unwiderstehlich und wir machen nonverbale Kommunikation über Blicke und Zeichen. Als der mir unbekannte Typ das Wohnzimmer betritt frage ich von welcher Stelle er sei. Das will er auch von mir wissen, aber ich habe zuerst gefragt. Er soll Betreuter für den Mann werden. Sowohl er als auch die Richterin sind von meinem Englisch beeindruckt. Ich habe nichts dagegen, dass der andere den Mann übernimmt, aber nicht dass das sowieso alles über mich läuft. Er spricht nur arabisch und sie übersetzt für ihn. 3 x wird der Typ gefragt, ob er aus kulturellen Gründen was gegen eine Frau hat, aber hat er nicht. Sie hatten eine Betreuerin für beide beantragt und das haben sie jetzt bekommen. Er trägt kurze Hose zu starker Körperbehaarung und in der Ecke sehe ich einen Teller mit selbstgebackenen Teigteilen. Ich glaube, ich bin goldrichtig hier. Von zuhause aus noch telefonieren und es hilft, wenn man in der Behörde bekannt ist. Ich bekomme auf Zuruf für nächsten Dienstag um 9 Uhr einen Termin bei der zuständigen Sachbearbeiterin. Dass weniger gezahlt wurde liegt vielleicht daran, dass der eine Sohn in eine andere Altersklasse gerutscht ist. Wenn ich nicht dieses Standing hätte hieße es, sie brauchen das erst schriftlich usw. Das ist schon ein sehr großer Vorteil, der meine Arbeit erst ermöglicht in diesem Umfang.

Da ist nichts

23.04. 6 Uhr ist die neue Samstagszeit. Das darf nicht wahr sein, ins Bett gegangen sind wir erst um halb eins, aber was will ich machen…. Vielleicht mal wieder die japanischen Turnschuhe ausprobieren auf Gelas Party oder NY, wenn es flach und ohne Absatz sein soll und freaky auch ein bisschen? Leider mögen meine Zehen die nicht. Ich will eine Kette mit Pelz tragen heute Abend. Schaue meinen Fundus durch und finde gleich 3. Schon mal einen Berg Ketten für New York auf einen Haufen machen. Wiege schon mal die 3 Zutaten ab für das Backen später. Butter muss Zimmertemperatur. Schreibe zurück, dass er den einen Tipp streichen soll von der Geschenkeliste. Golfo Dillo oder so ähnlich. Das wollen wir gerne schenken. Der Pflaumenbaum ist nicht nur voller Vögel, wenn man genauer hinschaut ist er auch voller Bienen und/oder Hummeln. Habe ich mir noch nie so bewusst angeschaut, sind halt auch kleiner. Irre. Stephan kennt das.

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Schwerpunkt Schulterblätter, fühlen wo die sitzen. Sie zeigt es um an dem anatomischen Modell (Skelett). Ich lerne, dass man in die Brücke auch von oben kommen kann statt sich hoch zu drücken. „Welches rechts ist jetzt mal egal“, Dominique ist so süß und bekommt einen festen Kurs nach Pfingsten, leider späte Uhrzeit und Yinyoga. Samstags ist sie aber auch fest im Programm. Steffi trägt heute Perlenohrringe, ungewöhnlich und lädt mich zum Frühstück ein im Café am Küchengarten. 2 Eier im Glas wird nie bestellt, sind auch eher hart, aber die Chefin hat sie selber gemacht. Als ich noch einen Zimttee bestellen, den sie auch nicht kennt (Nr. 16 auf der Teekarte Kaneel) ist sie vollends irritiert die Bedienung und müsste mich eigentlich loben für die ungewöhnliche Bestellung. Excellent choice heißt das immer in den USA. Muss daran denken, wie Roger von American Dad sich aufregt, geradezu ausflippt, als die Bedienung Hailey lobt mit dem stereotypen „excellent choice“ und zu seiner ungewöhnlichem Bestellung nichts sagt. Portemonnaie bei Paolo gelassen und gleich Tisch bestellt beim Wiederholen. Mein Dreieckstuch im Schwarzlicht sei der Hingucker gewesen. Heute hatte sie mein Sweatshirt „Blitz“ an. Das hat mich auch gefreut. Sie hat an uns gedacht wegen Kulturmarathon. Ach so, das sei erst heute. Die Imbisswageninhaberin der Glocksee mit dem Sohn, der sie überragt. Stephan ist demonstrieren. TTIP hat irgendwas mit Genmanipuliertem Essen zu tun, sagt Steffi, was dann eingeführt wird, weil Konzerne auf Schadensersatz klagen und unsere Gesetze geändert werden müssen. Soweit ist es verstanden habe können dann multinationale Konzerne Staaten verklagen vor irgendwelchen Schiedsgerichten. Diese Schiedsgerichtsbarkeit damit ist man am Arsch und der Willkür irgendwelcher bezahlten Schiedsleute ausgeliefert, wenn Staaten so doof sind und sich auf so was einlassen und was hilft demonstrieren dagegen. Die haben ihre Berater und wenn die Lobbyisten stärker sind. Wir reden über das leerstehende Dornröschen im Zusammenhang mit dem mittelmäßigen Inder und dass ich Geld in eine Laden investieren würde, weil hier echt Bedarf ist. Eine Freundin von ihr ist Profi-Gastronomin und macht diesen Laden Meiers Lust oder so gegenüber dem Rathaus. Das hat so einen beschissenen Namen und viele Plätze, aber vielleicht mal probieren. Schon beim Yoga hatte ich eine Lasagne-Idee. Stephan hat einen Sellerie gekauft und mag den so gerne. Das mit der Bechamel und Hack mit Paprika, Tomaten und Möhren extra. Hack, 2 Fleischtomaten, eine riesige Gemüsezwiebel, 3 Möhren und frische Pfefferminze gibt es für um die 6 Euro. Ich liebe unsere türkischen Freunde. Zuhause mache ich erst mal die Füllung und Minze und Chili in die Hackfleischvariante (Zitrone und Milch verträgt sich bei der anderen nicht so gut, aber es geht dann wieder, alles gut) und dann das Shortbread. Auch wenn das nichts wird werde ich dran bleiben so gerne wie ich diese Kekse essen ist es nur naheliegend und man braucht sie nur grob schneiden. Salzbutter und noch zusätzlich Salz. Hoffe, das war nicht zu viel. Ich bin zufrieden und sie sehen hübsch und selbstgemacht aus. Erst mal eine Runde Ruhen und dann in die Keksdose von Fortnum & Mason. Dazu ein Schwarztee mit frischer Minze. Himmlisch.

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Mein Mann kommt auch nicht wieder von der Demo. Ich hatte in Wien eine selbstgemachte Baskenmütze bei der Frau gesehen, ohne Streifen im Muster oder Stege, ganz schlicht. Die Vorlagen im Internet taugen alle nicht, wie schade. Mal Heike fragen. Die Lasagne ist ausnahmsweise zu meiner Zufriedenheit und ich finde sie richtig lecker. Nur alleine essen ist gewöhnungsbedürftig, alleine kochen und dann alleine essen. Ich überlege selbständig zu der Einführung zu gehen, die schon um 18:15 beginnt. Gut, so verlängert man das Ganze um eine weitere Stunde, aber vielleicht hilft es ja beim Verständnis.

Die Demo war riesig. Stephan hilft den vielen Auswärtigen, z.B. Holländern, die nach dem Plein fragen. Eine Rentenmitteilung. Ich bekomme 4.000,- € und muss noch 18 Jahre arbeiten. So lange und wie viel soll das noch werden?

Immer Tanzvideo im April. Irgendwas muss ich als Serie machen.

Wir gehen zur Einführung, eine ältere elegante Frau auf dem Hof springt aufgeregt auf mich zu und fragt nach dem Eingang der Cumberlandschen Galerie, ihr wesentlich älterer Mann muss zusehen, wie er nachkommt. Sie sind zu spät sagt sie mir und die Tür ist schon verschlossen. Dann ist es vieleicht zu früh, nein Beginn war 18 Uhr. Dann wird ihr doch Einlass gewährt.

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Die Einführung ist oben mit interessanter Perspektive, aber beschissenen Akustik und auch blöder Sitzplatzanordnung. Dostojewski wurde verhaftet und war Epileptiker. Alles wird über Dialoge transportiert. Das hätten sie konsequent umgesetzt. So, so. Ich verstehe immer Bastlersohn und er sagt aber Bastardsohn, das war ein guter Hinweis, dass der Diener ein unehelicher Sohn sein soll. Das hätten wir sonst nicht so geblickt. Vor mir hat die Frau einen tollen Haarschnitt, so stufig geschnitten, gefällt mir, habe ich nicht genug Haare für so was. Wenn man etwas denkt, ist es noch nicht die Tat. Gedankenfreiheit und dann aber Schuld. Tolles Bühnenbild mit russischen Ikonen auf einem halbdurchsichtigen Vorhang, Kirchenbänken und Opferkerzen sowie ein Kruzifix auf einem verzierten Kreuz, was auch abgehängt wird, zeigt Jesus seine Herde. Dieses Bühnenbild mit dem Trichter und den Stufen und verschiedenen Ebenen nur mit einem Kaffeefilter zu assoziieren spricht für Banausentum oder es nicht verstanden haben. Wir sitzen ganz vorne im Orchestergraben und neben uns 2 junge, doofe Hühner, die von einer „Mein Kampf“- Parodie Premiere sprechen, die halb leer gewesen sein soll. Immer wieder gehen Leute raus, auch während der Vorstellung und es leert sich merklich im Laufe des Abends. Tolle Kostüme, am besten ist ein bestickter Strickrock der dünnen Frau auf Krücken, die laut schreien kann, das ist der Wahnsinn. Kirche und Religion. Gefährlich sind die christlichen Sozialisten. Glaube und Zweifel. Am ersten Tag hat Gott das Licht erschaffen und erst am 4. Sonne, Mond und Sterne, woher kam das Licht des ersten Tages. In der Pause gibt es Suppe mit Plastikschnüren drin. Was stinkt da so angekokelt? Stephan sagt, das sei Weihrauch. Krass. Lisa ist in der Rolle nicht richtig überzeugend, ihr Freund geht aber in seiner auf. Er ist Mönch und ist schwer von Zweifeln geplagt als der Priester stirbt und ihm aus dem Jenseits zuruft: Hier ist nichts. Das ist auch einer der Überlegungen in dem Stück, was ist wenn der Mensch vom Glauben und Jenseitsvorstellungen befreit ist und einfach ohne den ganzen Ballast so im Hier und Jetzt lebt und Tugenden beachtet um ihrer selbst willen, also eine frühe Vorstellung von „Imagine“ von John Lennon. Wenn das Weizenkorn auf die Erde fällt und bleibt am Leben, bleibt es allein, wenn es in die Erde fällt und stirbt, dann wächst daraus was Neues. Die russische Seele. In unserer Nähe sprechen sie viel die Sprache des Autoren nach der Pause rücken Zuschauer auf, auch Anja, die dann neben uns sitzt. Ich hatte ihr gesagt, dass man die Spucke vorne gut sehen könne. Auf dem Heimweg sagt mir Stephan, dass 5 Schauspieler gehen und 5 neue kommen werden. Zuhause ist die Party unten gerade im Auflösen begriffen. Noch einigermaßen viel Shortbread essen und dann ins Bett fallen.

24.04.Träume gerne von Walen und Seehunden. Im dunklen Wasser ziehen sie vorbei und zwar in rauen Mengen, das heißt einer nach dem anderen minutenlang. Viele Seelöwen. Schwimmer sind nicht gefährdet durch die Seelöwen und ein Hai jagt einen Seelöwen und erwischt ihn und beißt ihn in zwei Teile. Nur ich scheine fasziniert davon. Wie Junggesellinnenabschied mit meinen Schwägerinnen. Meine Schwiegermutter hat Kondome für alle besorgt und damit machen wir Spiele, sollen zeigen, wie man sie überzieht, das macht eine Frau an irgendwas anderem was rumsteht und dann geht es um Launen durch Hormone und Wechseljahre. Ich klebe meinen Schwiegereltern ungefragt Collagen an die Wand. Da habe ich schon mal was hin geklebt und erweitere das nur und überklebe es zum Teil. Abreißen führt zu Schäden. Es sind Überschriften aus Zeitung und Katzenbilder und Familienfotos.

Wir sind platt. Ich zumindest. Niedergeredet und gezeichnet von gestern. Wenn man mich einsilbig machen will helfen solche Abende und so richtig erbaulich fand ich es dann nicht. Das Theaterstück wirkt trotzdem nach. Stephan muss mir helfen wegen Sachen für Wien und der Rock aus SP mit dem Segelbooten passt mir noch. Da bin ich erstaunt, weil das hatte ich der langen Durchfallphase zugeschrieben. Wird dann an den Gracekursen liegen, bei denen Taille trainiert wird. Es bleibt trotzdem hier, irgendwie steht Maschsee oder Ostsee darauf. Ein Hütchen aus einem Vogelflügel vom Naschmarkt ist zerfressen und da sind Motten drin, weg damit. Nichts hält ewig, dann mal gleich große Wollhütchen durchwühlen und mit in den Koffer, bevor die auch zerstört sind. Ich mustere ein Kleid aus in einer neutralen Farbe, was ich gerne getragen habe, aber es ist mir zu groß und die Clips dazu auch, die Kupferleggings, in kaputter Metalloptik, die ich Claudia nachgekauft habe, steht mir nicht und zum Sport trage ich sie auch nicht, auch falsches Material. Stephan holt Brötchen. Unten ist Streit zu hören, war die Party wohl doch nicht so gut? Wieder das Mammutstück. Ich glaube, dass man sich nur noch schwer in diese Zeit hineinversetzen kann, wie sehr die Themen wie Staat und vor allem Religion als Identitätsstiftend erlebt wurden. Klar manche der Familienthemen sind zeitlos. Kinder, die bei einem wohnen sind nicht so geschätzt, sondern als selbstverständliches Inventar betrachtet und eher schlecht behandelt. Auswärtige, die nicht Zuhause Wohnen sind rar und werden mehr geschätzt. Wenn wir kuscheln sagt Stephan, er muss mit den Händen immer Umwege fahren auf dem Rücken wegen der Sperrung an den Brandstellen, das ist umständlich und dauert länger. Da Warumfragen nichts bringen fragen wie jetzt, seit wann oder woher um das zu umgehen und lachen uns schlapp dabei. Stephan schaut die fremden Akten durch 20 an der Zahl. Was alles weg kann, Vollmachten für WEG-Versammlungen, die nicht ausgefüllt wurden.

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Heute ist ja wirklich ein Wetter was man am liebsten gar nicht und am zweitliebsten von innen sieht. Einer meiner Lieblingsstücke von Prince kommt mir in den Sinn und passt textlich: „Sometimes it snows in April. Sometimes I feel so sad. Sometimes I wish life was never ending. All good things they say never last.“ Wichtiges Lied, was meine Traurigkeit gut untermalt hat, in meinem jungen Leben zu einer Zeit als ich dachte, es würde jung enden. Da konnte ich mich gut meinem Selbstmitleid hingeben. Stephan ist beim Sport und Geschirrspüler und Waschmaschine laufen heiß. Ich sitze im Wintergarten still und lausche den Vögel und den Wettergeräuschen und zähle Maschen. Heute kommt mir eine Erklärung, warum die Banane noch schlecht ausschauen könnte. Was gibt es noch für Veränderungen/Ereignisse? Der Fensterputzer war da und vielleicht grob zu ihr, ähnlich wie er halt meine anderen Sachen behandelt, alles was ihm im Weg steht, weil Gießen viel oder wenig konnte ihr nie was anhaben. Später entdecke ich einen langen Ast der Hängepflanze, die an anderer Stelle lila blüht, der abgebrochen ist. Ein weiteres Indiz würde ich meinen. Ständig Hubschraubergeräusche. Ohne First Lady ist aber auch schwach. Was der wohl zu essen kriegt. Ich hätte Dieter Grubert oder Tony Hohlfeld gewählt für den Präsidenten aber mich fragt ja keiner.

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Meine Eltern melden sich. Ich hatte darum gebeten aber als Retourkutsche für den Meldeterror meiner Mutter. Ich stelle mich tot. Wie South Compton. Die Hubschrauber, die über uns hinweg fliegen nehmen kein Ende und ständig hört man sie, auch wenn man auf der Toilette sitzt.

25.04. Traum, irgendwas mit Vögeln, die nummeriert und behandelt werden müssen von meinem Bruder. Die Zahlen stehen da und die Werkzeuge. Ich gehe aufs Klo und dann Stephan und ich tippe, dass es 20 vor sein wird, wenn ich ihn frage. Ist es auch, aber 20 vor 7. Noch etwas ruhen und dann höre ich die lauten Vogelgeräusche aus dem Garten, die schreien geradezu. Was ist das? Elster? Und dann als ich aufstehe höre ich die Kinder, die bald Jugendliche sein werden von unten weinen. Das tut mir immer leid und wie lange wird es andauern, bis sie ausziehen, mit Wutanfällen kleiner Kinder hat das jedenfalls nichts mehr zu tun.

Tisch im Jante am Samstag. Diese Lumix-Party wird doch immer nichts, weil man sich stundenlang die Beine in den Bauch steht während der Preisvergabe und dann keine Stimmung und nach so viel Expo-Plaza will man weg da. Schaue wegen Tanzen und da legt Sabine von Steffi im Lux auf mit Twin-Set. Stephan entdeckt Meredith Monk in NY und schlägt das vor. Denke an unsere verstorben Freundin Ingrid. Das war neben Frieda Kahlo das Beste was die mir gezeigt hat in meiner Jugend. Laurie Anderson kannte ich schon so, Ohh Superman, die alte Kifferhyme von damals, aber “I no longer love the color of your hair, I no longer love the way you hold your pen and pencil. I no longer love it…“. Wir haben sie mal im Pavillon gesehen in den 90igern und das war kultig und sie ist über 70. Kathrin fragt ob das bestuhlt sei.

Doch die italienische Farbe mit einbauen in die Noppenhäkelarbeit, die eine Kopfbedeckung werden soll. Wenn ich jetzt an Mütze denke muss ich mal testen, ob ich die überhaupt noch trage. Haare sind ab, so wenig, dass ich sogar die kleinen goldenen Haarnadeln verwenden kann, die ich nur für Deko gehalten habe. Brötchen und die kleine Beschissbutter aus der Markthalle 2,90 € aber nur 100 Gramm. Der Tresen hat vergrößert wie eine Lupe. Alles war abfällt von dem Rosmarin-Käse kann ich für mein Honigbrötchen gebrauchen. Stephan hat geträumt, dass unser Nachbarn den ganzen Garten aufgefüllt haben mit Mutterboden. Seine Mutter hatte gefragt, ob die Nachbarn alles pflanzen dürfen. Es geht wohl um eine Hecke. Ich fahre Montagmorgen wieder eine Runde zu Lidl. Gartenarbeiten auf dem Kackstreifen. Die Maschine tuckert führerlos vor sich hin und der Mann dazu steht am Baum. Zuhause funktioniert weder Telefon noch Internet. Ob es bei mir ging, will mein Mann wissen. Ich habe es nicht probiert. Stephan testet mein Handy. Er glaubt an einen Totalausfall. Was hat das damit zu tun? Ein blauer Schuh aus Amsterdam zum Schuster, Sohle kleben. Die kaputten Absätze habe ich gestern mit Gaffa geklebt. Das geht auch. Hauptsache schwarz. Er meint, die müssen auch wieder. Stimmt schon. Ich will sie noch nicht aufgeben. Hier im Büro ist alles normal und mein Vater spottet wieder über unsere technischen Probleme bzw. die von meinem Mann. Es hat alles geklappt auf der Uhrenreise obwohl sie eine Gruppe von 100 Leuten waren. In Chur ein Haus voller Uhren und Kunst, kein freier Platz an den Wänden. Der Typ ist Kieferchirurg. Es gab ein Zelt für die Mäntel und alle Getränke, die man wollte, Wein, Tee, Kaffee und seine Mitarbeiterinnen haben Service gemacht. Er hat die ganzen Fremden reingelassen, nur fotografieren durfte man nicht. Da haben sich auch alle dran gehalten. Sie wissen jetzt, dass es bei ihnen leer ist und wie einfach das Erbe wird. In seiner Uhrenrede hat er eine Uhr mit einem Pfannenwender verglichen, aber die trauen sich nichts zu sagen, weil er Professor ist. Ja, Donnerstag, sie machen die Übergabe. Ich sitze wie auf heißen Kohlen, weil mein Mann abgeschnitten ist von der Kommunikation und auch nicht arbeiten kann und kriege Panik. Ich hätte ihm mein Handy da lassen sollen. Ich versuche es regelmäßig zuhause und um 9:50 Uhr geht das Telefon wieder. Große Erleichterung bei mir und wenn ich sage, mein Vater regt mich auf dann heißt es, ich sei genauso schlimm. Nein, ich war aber voller Mitgefühl. Er hätte sonst die Akten weiter durchgepflügt. Alles kein Problem, wenn er nur so kurz ist. Das weiß man ja vorher nicht. Er hat ja so getan, als wäre eine Neutronenbombe, aber in umgekehrt gefallen. O.k. Tschüß dann.

Herr Ghana mit den Unterlagen für die Einbürgerung. Lebenslauf muss handschriftlich und Arbeitgeber müssen bestätigen, dass neben unbefristet auch ungekündigt ist. Der Nebenjob ist befristet und die wöchentliche Arbeitszeit ist auch enthalten. Das passt. Fragt nach britischem Visum im ghanaischen Pass. Das gilt bis Oktober 2017. Was ist denn damit. Vielleicht verfällt es. Die naheliegende Antwort füllt mir nicht ein. Braucht er nicht mehr mit einem deutschen Pass.

Herr Alkoholiker, braucht 120,- € extra, hat gesoffen und muss zahlen und die finden das nicht lustig. Frage danach wie wir weitere Vorfälle dieser Art vermeiden können. Ist länger schon her, er geht ihm auch schlecht und die Firma ist pleite. Hat Aussichten auf 1,- € Job und kann dann da vielleicht übernommen werden, wartet auf Post. Schlage nur 100 € vor und 20 vom Taschengeld als Strafe. Das hat er schon gemacht, waren 150. Ich würde Käsespätzle auch mal versuchen wie bei Eckhard und in einer Aufbackform dann überbacken mit Zwiebeln. Bitte Stephan neben Mehl auch Bergkäse zu kaufen. Gut, dann ist die Küche eingesaut. Auch den Ziegenfrischkäse in dem Töpfchen noch mal. Den mit Buttertoast und Gurke und dazu Schwarztee ist etwas High Tea im Büro. Standard: Jennifer Anniston haben sie zur schönsten Frau der Welt gekürt. Wie geht das denn? Games of scones. Haha. Den Rosmarinkäse esse ich mit Trauben. Auch lecker. Von dem Rosmarin klemmt sich eine kleine Tannennadel hinten zwischen meine Schneidezähne und will nicht mehr rausgehen. Ich kann mit Zunge und Fingern daran rumfummeln wie ich will. 2 neue Yogakurse bei Movenyo. Yin Yoga zu später Stunde und Schwangerenyoga. Auch wenn ich da vermutlich nichts von habe finde ich es gut, wenn das weiter ausgebaut wird. Dominique macht das klasse und ihr Kurs wird gut ankommen bei allen Frauen, die Entspannung suchen, da bin ich mir sicher.

Der Sachbearbeiter von der Stadt Neustadt. Will Hausbesuch machen bei meiner Betreuten und ihrer Mitbewohnerin, weil ich geringfügige Renovierungskosten beantragt habe. Höchstpersönlich. Gebe ihm die Nummer und warne sie vor. Heute Nachmittag will Herr Teheran kommen, der mit dem schwerbehinderten Vater auf Roadtrip ist und gerade in Uelzen er „begleitet ihn“. Die Schwester ist nicht zu erreichen.

Mittagstisch in der Street Kitchen, sehr voll. Ananas Lassi schmeckt nicht so geil wie der Klassiker. Die 4. Person, die wir zufällig getroffen haben kommt dann doch nicht, aber der Kollege hält den Stuhl frei. Warum ist er überrascht wenn ich es nicht bin. Bon bon gegenüber. Hier hängt eine Van Gogh Tapete mit einem Frühlingszweig. Der Kollege hat Gartenarbeiten mit Mutter und Tochter gemacht am Samstag und erzählt von dem Onkel einer Freundin, der im Ruhrgebiet gelebt hat und über den wenig bekannt gewesen sei. Er war schwul und alle außer der Freundin haben sofort das Erbe ausgeschlagen so von wegen, lockerer Lebenswandel. Stellt sich bei der Beerdigung raus, dass er 2 Clubs und eine Eigentumswohnung hat. Die Tochter unseres Vermieters läuft zwei Mal vorbei. Die hat eine perfekte Figur, aber die Ausstrahlung einer Gummi-Puppe. Es blüht schon schön wie noch nie sage ich, zumindest habe ich die Pflaume noch nie so üppig und ausdauernd blühen sehen und das Wetter kann die Blüten nichts anhaben und sie halten sich trotz Regen, sonst war nach einem Schauer alles vorbei. Das Selfie als Bandfoto auf der Treppe zum Übungsraum mit dem blühenden Kirschbaum im Hintergrund. Sehr schön.

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Meine Schwägerin will nicht mit aufs Konzert. Ist ihr zu schräg. Ist halt auch Brian Adams. Muskalisch liegen wir nicht so ganz auf einer Wellenlänge. Weezer ging noch, lag wohl irgendwo in der Mitte. Die geistig Behinderte will Extrageld für einen Geburtstag auf dem sie eingeladen ist und ein Geschenk kaufen. Wir haben letztes Mal gesagt, das war das letzte Mal mit Extrazahlungen. Was gilt mein Wort, ihr Wort. 50 für einen Geburtstag ist viel zu viel. Goldene Hochzeit ihrer Eltern oder was? Nein, aber 3 Geburtstage. Sie quengelt und ich will weiterarbeiten. Immerhin handel ich sie auf 30 runter. Das muss ich wohl schon als Erfolg rechnen.

Meine Betreute aus Ronnenberg mit der ich eigentlich höchst selten was zu tun habe kommt vorbei um mir zu sagen, dass sie im Mai 2 Wochen weg fährt. Schön parallel zu mir, aber sie mit einem Bekannten nach Cuxhaven.

Er hat einen Koffer und ein riesige Tüte und seinen Haushalt bei sich, will aber wieder zurück nach Hamburg (soll ja die schönste Stadt der Welt sein, sagt man sagt er auf als würde sei er selber nicht davon überzeugt) und nicht in die Wohnung hier. Darauf angesprochen warum er ausschaut als würde er gerade umziehen, sagt er was von wandern. Sein Vater, der als Fahrkarte mit musste rollt die Augen und sieht es anders. Er will, dass ich lauter Sachen mache und hat verschiedene Pläne, hier Wohnung anmieten und dort. Warum hat er eine Betreuung frage ich, das bekommt man nur, wenn man eine Krankheit oder Behinderung hat und mich interessiert, dass er Medikamente nimmt, weil sich dann meiner Meinung nach etliche Probleme von alleine lösen werden. Ich glaube auch wenn er eine riesige 3 Zimmer Wohnung hätte, würden seine Kinder zur Zeit nicht zu ihm wollen. Ich provoziere ihn. Der arme alte Vater will ihn nicht in seiner Wohnung, seit 6 Monaten schon sagt er mir und man spürt seine Verzweiflung. Er tut mir auch nicht leid, wenn er in eine Notunterkunft in Hamburg muss, weil er hat ja hier eine Wohnung. Drucke ihm PIA Hamburg-Wandsbek aus von deren Seite.

In der Zeit hatte der Typ aus dem Knast versucht mich zu erreichen. Ich rufe zurück und habe einen JVA-Mitarbeiter dran. Will schon mal Termin machen, die schriftlichen Unterlagen gibt es ja demnächst und ich weiß von der Richterin von meiner Bestellung. Er umständlich, will warten und dann soll ich Besuchsdienst anrufen, will mir keine Namen sagen, frage nach seinem und verabrede mich Morgen um 10 zum Telefontermin mit meinem Betreuten.

Wir sind heute pünktlich. Steffi bekommt die karierten Schuhe von Camper und kann sie auch ihrer Kollegin schenken. Die Yogalehrerin bedankt sich bei mir für das Video. Stephie hat es ihr offenbar geschickt. Wir machen Umkehrhaltungen und Kopfstand ist und bleibt ein Problemfeld. In der Endentspannung liege ich auf dem Block. Steffi wünscht sich eine Core-Einheit nächstes Mal und ich mir fällt ein, ich bin nicht da, sondern in Wien. Dann bekommt jeder was er will, sie Bauchmuskeltraining und ich Zwetschgenröster.

Kino im Koki wird konkreter. Hatte mich eigentlich nicht festlegen wollen, aber will den Film um fiese Wettbewerbsspiele eigentlich schon sehen. Herr Schwitzehand schreibt mir (und es geht um eine Pflegestufe, die beantragt werden soll):

„Ich schätze mir wird nix anderes übrig bleiben. Um auf Besserung zu hoffen müsste ich in LA wohnen. Ich bin jetzt n halbes Jahr Invalide nicht mehr in der Lage die einfachen Hausarbeiten zu verrichten brauchte dafür Leute. Die haben aber bald auch keinen Bock mehr.

So ein beschissenes Wetter hatte ich an meinem Geburtstag noch nie – normalerweise ist es warm und die KIrschbäume blühen. Wenn ich daran denke, dass die Leute denen wir dieses Wetter mitzuverdanken haben jetzt dastehen und ihre Bonis vordern wird mir schlecht. Aber die Deutschen sind wie die Schafe – mäh“.

Ohh Mann. Dazu fällt mir nichts ein. Ich mache Spinat Ricotta Lasagne, die mir richtig gut schmeckt und noch eine Runde Shortbread, will Stephan zeigen, wie einfach das geht. Das kann man 3 x die Woche abends schnell backen. Gut, die Butter hätte man schon mal rausstellen können, damit sie warm wird, das hätte Zeit gespart. Mache mir die Heizung an und eine Wärmflasche für mein Knie. Wird das jetzt bleiben mit den Zickereien? Ich kriege langsam Angst. Glück gehabt mit dem Streik, Morgen üstra und Mittwoch Flughafen, aber wohl nur den einen Tag. Wetter soll gut werden in Wien. Probleme um die Erbausschlagungsfrist in einer Betreuungssache, die nicht meine ist. Ich bin doch immer ein Freund von: lieber einen Anruf mehr. Das ist so einfach. Stephan hat die Seite vom Nordbayerischen Kurier aufgerufen nach langer Zeit. Da ist ein Werbefilmchen für die Landesgartenschau und ich weiß jetzt erst wie genial die Expo war. Das sieht so laaangweilig aus, Aufnahme einer Hummel die Blüten anfliegt, dann ein Brunnen und das Wasser daraus fliegt durch die Gegend und dann wieder die Hummel. Wahnsinn. Da will ich doch nicht hin. Mit Muster vom Sessel sieht das auch lustig aus.

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Heil, streifenfrei

19.04. Traum: Kerstin, irgendwas zu Hause und feiern. Kinder fahren mit dem Riesenrad ganz nach oben, hängen aber außen am Korb und wollen was übergeben an ihren Vater, schwindelerregende Höhe. Ist das Bankenwerbung? Erkläre Carsten A. und einem Freund, dass ich viel schreibe. Im Gegensatz zu den Profis hätte ich keinerlei Schreibhemmung und es würde leicht von der Hand gehen. Fließt geradezu an mir raus. Tagebuch, ob man Texte daraus für was anderes (Glossen oder so) nutzen könnte oder ich Neue schreiben muss. Sie wollen es sich anschauen. Das Lektorat, so verstehe ich es, könnte viel Arbeit bedeuten. Einen Haufen toter Mäuse- müssen Ratten sein – an der Markthalle an der Uhr vor der Sparkasse. Warum liegen die hier so demonstrativ? Bin dankbar, dass ich so gut geschlafen habe. Komisch, dass es nur vernebelte Traumfragmente sind. Ist Viertel vor 7 Uhr. So habe ich noch Zeit bevor der Eindringling kommt.

Die Einladung zum zweiten Geburtstag und Georgs Vorschlag für einen Leihwagen (Dodge Charger). Stephan fragt, ob ich das war und gibt mir wieder die Schuld, weil ich Georg geschrieben habe, er muss keinen Station Waggon mieten, ihm als Fahrer soll das Auto taugen. Mir bedeuten sie bekanntlich nichts und ich verwechsele sie, kann sie mir nicht merken (auch nicht die von Freunde/Kollegen) vor lauter Gleichgültigkeit. Stephan hat vor allem Angst um das viele Gepäck.

Morgens ist es nur noch eine Inselgruppe. Stephan sagt auch, es sieht viel besser aus und ist erleichtert, weil er sich Sorgen gemacht hat. Der Sand vom Spielplatz gegenüber wird mit dem Schaufelbagger ausgetauscht. Pillen, die ich nicht mehr zuordnen kann.

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Flüchte aus dem Haus. Ein dicker türkischer Papa begleitet sein Kind zur Schule mit Luft dazwischen gehen sie einvernehmlich nebeneinander. Das sieht so harmonisch aus. Ich denke Liebe muss man nicht durch Anfassen zeigen. Bin ich wieder zu sehr in der Hundeerziehung. Da sagt Cesar, man muss nicht immer loben, der Hund spürt das an Deiner Stimmung und Zufriedenheit, das er alles richtig gemacht hat. Ich kann sagen, bei Suki ist es so. Ich lobe natürlich auch, aber gezielt und vereinzelt, kein Dauerlob. Dann eher sich auf das Gefühl des Stolzseins konzentrieren und der Hund saugt es auf, wie ein Schwamm. Mit dem vielen einseitigen Anfassen befriedigt man als Elternteil und als Hundemutti eher seine eigenen Bedürfnisse. Die Bio-Äpfel ins Büro. Die waren für die obstbewussten Gäste. Wir essen so was nicht, aber hier ist viel Umlauf.

Herr Stress aus Hamburg ruft an und labbert ohne Punkt und Komma, die Ex und ihre lesbische Umgebung oder meint er mich damit? Ich schnauze ihn an, dass er aufhören soll mit seinem Rededurchfall, aufhören soll den Sohn zu bedrohen und zum Nervenarzt gehen soll bevor er eingewiesen werden muss. Er ist sauer und wird mich anzeigen von Aserbeidschan aus. Soll er machen, ruft noch mal an und lässt sich die Nummer vom Sozialpsychiatrischen Dienst Wandsbek geben. Bin mal gespannt, will die vorwarnen, aber erreiche dort selber keinen. Dann unter der anderen Durchwahl eine Frau, die aber nicht Bescheid weiß und der Kollege sei kurz nicht da. Schildere ihr den Sachverhalt und bitte sie darum, ihm einen Zettel zu hinterlassen. Mal sehen kann ich da nur noch mal sagen. Der Mann mit dem rollenden „R“ ruft zurück. Meiner hat sich gemeldet und hat Morgen um 10 Uhr einen Termin und er will zusehen, dass er einen Arzt dazu bekommt oder ihn überredet in die PIA zu gehen (irgendeine Abkürzung der Institutsambulanz).

Die demente Selbstzahlerin, die Geld abhebt wie nix Gutes, hat Portemonnaie verloren mit Ausweis, Schwerbehindertenausweis mit Wertmarke für die Bahn und AOK-Karte meldet die Nachbarin. Geld abheben kann sie ja noch. Da ist sie mit einer Bekannten mit dem Auto zur Kasse gefahren. Die AOK Karte ist doch immer hinten in der Pflegemappe fällt mir ein. Rufe den Pflegedienst an. Die schauen nach, aber sie hat ihre Zähne verloren und ist damit ganz unglücklich und die sind wirklich nicht auffindbar. Dann noch mal der Pflegedienst. AOK-Karte ist da. Will mir Nummer vom Zahnarzt geben. Das sollen sie machen über die zusätzlichen Betreuungsleistungen, kann hier nicht immer das Büro zu sperren und mit Frau Dement zum Arzt gehen. Das muss organisiert werden und dazu sind sie ja da. Sieht sie ein. Das war ja einfach.

Heute ist Anhörung von dem Knasttypen. Bin schon gespannt. Wecke Herrn Borderline Klein um Viertel vor 10 so richtig hart, dass zu Beginn nur ein Atmen und Stöhnen zu hören ist und er ganz schwer nur zu sich kommt. Stephan schickt mir beleidigte emails wegen Fensterputzer, dass das jetzt mir überlassen bliebe. Oh Mann. Langweilig. Gut, ich hatte heute Morgen geschimpft, als der Typ schon da war, dass die Pflanzen in der Mitte stehen bleiben könnten im Wintergarten, „was machen die sonst in kleinen Butzen“ und ich hätte sonst alle Fenster freigeräumt, hätte auch ein Mann gestern machen können und „einmal im Jahr, 50 % weniger Stress“.

Scherenschleifer auf dem Markt. An der Oper das neue Verkehrschaos, der Radweg führt jetzt an einer Einfahrt zur Tiefgarage vorbei.

Herr Überfall wird vorgeführt, ein 67-Jähriger in Handschellen, der die Justizmitarbeiter für JVA-Leute hält. Er hat Demenz, sagt er selber und vergisst viel. Meinen Namen weiß er und will die Betreuung (hatte 2006 schon mal eine, was er verneint bzw. nicht mehr weiß). Hat früher in Hildesheim gelebt, aber der Strafvollstreckungsrichter hat gesagt, er soll hier bleiben. Hätte gerne 3 Wohnungen zur Auswahl. Das sei so mit dem Herrn Strafverteidiger abgesprochen. Es war heute alles so überraschend für ihn, Schlag auf Schlag. Die Richterin schaut ungläubig, ich kann mir aber vorstellen, dass man ihm nichts gesagt hat von dem Termin. Das macht man gerne bei der JVA. Die Leute sind ja verfügbar und man kann sie aus der Katzenbox irgendwo hin verbringen und muss es vorher nicht besprechen, das ist dann mehr Gestapo-Stil. Soll bald entlassen werden in dem Vollstreckungsheft steht was von 2018, aber das kann nicht sein. So oder so werde ich zumindest für Gesundheitssorge bestellt. Hat Herzschmerzen und ruft Krankenwagen, steigt nicht ein. Weiß nichts mehr davon. Hatte 2006 einen Infarkt und auf meine Beschreibung kann er Herzkatheteruntersuchung bejahen. Ich stecke ihm meine Karte in die Jackeninnentasche. Die Richterin bedankt sich bei mir und sagt schon deswegen Gesundheitssorge, weil die oft davon ausgehen, dass er simuliert. Der Edelsecondhandladen in neuer Inhaberschaft macht erst um 12 auf.

Ich habe total Hunger und will eine Wurst essen. Salami statt Nürnberger in der Markthalle und einen Saft. Ich wähle passend einen grünen Strohhalm und der Typ: Nur die schönen Farben hätte ich an. Ist mein Ring aus Bernstein. Nein Fimo. Was ist Fimo. Die Knete mit der Kinder spielen. Irgendwas brennt, es stinkt.

Herr Ihme war schon da wird mir gemeldet. Hat Geld überzogen sage ich, damit die Mitarbeiterin auch informiert ist, falls er betteln will. Kommt wieder, heute nicht in schwarz, hat seinen Termin wohl verpasst, ja, das war am 11. oder so. Will seine Oma anrufen, ob er Taschengeld haben kann und fragt, den Wievielten wir heute haben. Hat kein Geld mehr und weiß auch nicht, was er mit den 500,- € gemacht hat. Weiß auch nicht, wozu die Betreuung besteht. Das kann ich ihm jetzt nicht erläutern, aber er kann einen Termin haben und da besprechen wir alles Weitere. Versuchen es jetzt Freitag.

Auf dem Heimweg bin ich guter Dinge und überlege was ich zum Mördertheaterstück anziehen am Samstag. Was mit Pelz und wie viele Lion und Twix ich mitnehme. Dann am Eingang liegt das 70er Jahre Deko-Teil von Gerrit in Orange, was mich schon so lange begleitet. Der Idiot vom Fensterputzer hat wieder einmal kaputt gemacht, wie jedes Mal muss man sagen. Das stand im Flur auf der Fensterbank. Eine Pflanze und dieses Teil. Ich wusste nicht, dass er an das Fenster muss, aber schafft er es nicht, 2 Teile abzuräumen? Dann Sorry, Schultern zucken und gehen. Das reicht mir jetzt. Ich schreibe ihm sofort eine Mail, dass ich Ersatz will oder mich mit seiner Versicherung auseinander setzen. Dann kommt Markus und Stephan sagt, das Essen sei gestern schon von mir gekocht worden und ich sehe das als Beschwerde und nehme es als Steilvorlage mich wiederum zu beschweren, dass ich mein eigenes Essen vorkochen muss. Stephan ist beleidigt und lässt mich alleine mit dem Besuch essen und rührt seine Portion nicht an und zieht die Tür zu. Dann will ich keinen Besuch mehr, wenn er diese Nummer abzieht. Albern und peinlich. Das kann man nicht bringen, das irritiert den Besuch. Da kann man sich doch wohl zusammen reißen, oder nicht? Markus kann einen neues Stöpsel für die Wärmflasche gebrauchen, weil seiner gerade kaputt gegangen ist. Das trifft sich ja gut. Ja, sie war in der Frottee Hülle von Andreas, die sie mir mal geschenkt haben. Er hat einen guten Tag. Er hat den Quartzsand aus der Kestner abgeholt (1 Tonne?, nein es waren 8), der bestellt war und der Künstler hat ihn nicht verbaut (warum er zur Vernissage ausgestellt war vermag ich nicht zu sagen, ob das ein Statement sein sollte und für was) und jetzt würde die Entsorgung noch mal Geld kosten. Den Kies vom Fahrradstellplatz kann Michi vielleicht gebrauchen, dann unverhofft Mittagessen und jetzt noch dieser Stöpsel. Was für ein glücklicher Zufall.

Der Fensterputzer ruft anonym an auf meinem Handy und fragt, was ich mir vorgestellt habe. Ja, Ersatz am liebsten, ist Erinnerungsstück. Kann er nicht, gibt es bestimmt. Muss er mal schauen bei ebay, weiß auch nicht, was das kostet, musste mich auch nicht damit auseinander setzen bisher. Nächstes Mal billiger. Es ist nicht meine Aufgabe mir was zu überlegen, und er stört mich bei der Arbeit. Im Nachhinein schaue ich kurz selber. Ich brauche es echt nicht den alten Deko-Kram und könnte eine ordentliche Klemmlampe für das Gästebett gebrauchen. Was schon mal im Flur ist, ist halb aussortiert, aber trotzdem, der sorglose Umgang ärgert mich und warum glaubt der überhaupt, das er wieder kommt, wenn er jedes Mal was kaputt macht. Das geht doch nicht.

Die Oma von Herrn Ihme will vorbei kommen und mir eine Umschlag vorbei bringen. Er hat ja keinen Briefkasten, selber Schuld. In Wunstorf letztes Mal hat er ihr was von Mobbing erzählt. Da hat sie neulich einen Artikel gelesen, das Cannabis kostet 10,- € pro Tüte und er will ja immer 10,- € von ihr. Sein Vermieter hat auch und zwar mehrfach angerufen, dass er die Wohnungstür mit einem Stofftuch verkleidet hat und das entfernt werden muss wegen Brandschutz, sonst tun sie es kostenpflichtig. Seine Oma bringt erst mal den Umschlag mit herzallerliebsten Aufklebern versehen.

Op de Beeck in der Gallerie Krinzinger (hat Stephan gefunden und ich freue mich derart darüber, hoffe es ist ein Filmchen dabei) und KISS im jüdischen Museum. Wusste nicht, dass die jüdisch sind, aber hätte man sich denken können. Diese Verarsche ist wie frühe Eagles of Death Metal.

Der Vermieter, den ich anrief fragte ob Frau Lustigsprech sich schon selber bei den Nachbarn über den Lärm beschwert hätte bzw. dass sie es nicht getan hätte und das sei ja naheliegend. Die will ich nächstes Mal auch aufnehmen/Video filmen. Sie bringt nachmittags das Lärmprotokoll vorbei und gibt es aber bei meinem Kollegen ab. Das P-Monster ruft an und ich muss ihm die Abfindung aus dem Kopf schlagen. Dann Herr Hamburg, der mir von einem Termin Morgen erzählt . Da soll er erst mal hingehen und dann sehen wir weiter. Der Kollege fragt ob ich einen Kaffee wolle und lässt dann beide stehen. Das macht er gerne durchlaufen lassen und vergessen, aber heute ist es besonders lustig, weil er ja extra mich noch gefragt hat und zwei verwaist da stehen.

Mietwagen USA. Schaue mir kurz die Mietwagenseite an. Selbst bei einem Van passt nur 1 gr und 1 kl Koffer rein. Ich kapiere das nicht. Meine Cousine wird 50, die letzten Asterix-Briefmarken werden verklebt. Der Inhalt ist weniger Wert als das Porto. Es soll halt was ankommen. Hier im Büro steht ein Asterix-Karton. Den hätte ich in die Schweiz mitgeben können. Ich merke nichts von der Verbrennung. Echt Glück gehabt.

Stephan ist beim Sport und ich denke schon, dass ich mit dem Nachbarn alleine fahre und schreibe schon mal prophylaktisch einen Zettel. Sehe, dass er meine Theaterkarte für Samstag umtauschen wollte. Das hatte ich nicht gesagt und ich sage schon explizit, wenn ich was nicht will. 19,50 € für 5,5 Stunden. Das ist ganz schön viel Theater fürs Geld. Die Beschwerde bei dem Putzer hat sich gelohnt. Er will nächstes Mal für 50 % putzen. Meine Schwägerin fragt wegen Gebrauchsspuren an Schuhen nach einem Nachlass und das ist doch normal, wenn die anprobiert werden und es ist meine Entscheidung die zu kaufen. Hier war es berechtigt nachzufassen, wenn einer meine Sachen kaputt macht und hat sich doch schon gelohnt, für meine Psyche, dass ich es nicht immer auf mir sitzen lassen und geldmäßig auch.

Am Lichtenbergkreisel eine Bremsspur aus gemahlener Tonerde. Das war die Feuerwehr sagt Jan. Das Theater ist knallvoll wenn es Berliner zu sehen gibt. Murmel Murmel ist zu klamaukig, die reinste Clownerie/GOP Nummer, aber das Bühnenbild ist toll, die Farben und die Effekte, wenn man die Flächen ineinander und wieder auseinander schiebt oder Leute die parallel zu einem mit Stoff bespannten Rahmen die Bühne verlassen und andere stehen dann an ihrer Stelle da wenn die Wand weiterfährt. Die Darsteller auch begabt, halt übersteuert. Von den Kostümen gefallen mir die Ganzkörperanzüge in verschiedenen Farben. Nicht nur rhythmisches Klatschen, was wir hassen auch auf Murmel weiß das Publikum was es antworten muss.

Die Stimmung ist danach auch noch beschissen. Wir gehen nicht mit dem Nachbarn essen und die Pasta von heute Mittag will er auch nicht, seinen Teller, der abgedeckt im Kühlschrank auf ihn wartet. Wir schreien uns eine Runde an nach dem Theater. Der arme Typ, dass ich ihn quäle, ich sehe es jetzt auch so, aber irgendwie war mir sein Umgang mit meinen Sachen zu sorglos. Wenn mein Mann Nahrung verweigert ist es besonders schlimm. Die schlimmste Form der Impotenz mit der ich nicht leben könnte. Nach dem Ausbruch ist es etwas besser und ich bin erschöpft. Den Videofilm aus der Wohnung des neuen Betreuten mit dem Handy kann Stephan nicht auf dem Rechner verarbeiten. Das Programm davor wurde gewarnt auf dem PC und man sollte es löschen. Ist nicht so schlimm. Ich war mir unentschieden, ob ich das wirklich machen will und als Kunst verkaufen kann oder es zu weit geht. Entweder sind es die technischen Probleme oder moralische Skrupel, aber ich belasse es beim Privatgebrauch des Videos und nutze es nicht für BM.

20.04. Traum: Waren im Schrebergarten am Minigolfplatz und die Mutter hat ihre Töchter beiseite genommen und die streiten mit ihr. Die älteren hauen ab und die jüngere schlägt nach ihr und ruft: Mama, ich hasse Dich. Später lästere ich bei Sabine und Larissa darüber, welche Szenen sich im Garten abgespielt hätten und das man nicht wusste, wohin man schauen sollte. Sabine interessiert sich für Wolle und Stricken hat ganz weiche aus neuem Material (Tencel), die ausschaut wie Locken, also eine Frisur mit Farbverlauf (Sabine wollte von dem Noppenmuster einen Pullover haben und das steht nach den Dreieckstüchern als nächstes an, das zu verarbeiten weniger als Pullover und ich hatte mich gestern gefragt als was und wollte heute das Hütchen mit dem Muster tragen). Dann ganz moderne Wohnungen, Jan und wir interessieren uns dafür. Alles weiß und große Fenster. Überall Hängepflanze, die ich an Haken drapiere, (wie hier in der Wohnung nachdem der Fensterputzer da war. Von dem Zimmerblatt schneide ich große Blätter einfach ab, die braune Stellen haben, das sind fast alle, werde es sonst einfach abschaffen, wenn es mir nicht mehr gefällt). Sehr viele Einbauschränke, man kann alles verstauen. Andere ältere Hippies aus Linden, die wir kennen und die frühere Yogalehrerin kommen dazu und interessieren sich auch. Ich zeige ihnen die Räume und die großen weißen Einbauschränke bis zur Decke an ganzen Wänden. Wollen wir die auch rein lassen? Hier passen nur 4 Parteien rein und es ist schon voll. Ach so, der ganze Komplex steht zum Verkauf. Na ja. Nachbarn von mir können sie schon werden nur nicht direkt mit in der WG. Der eine baut Möbel aus Müll, Verpackungen und Altpapier und umwickelt alles mit Gaffa. Ist das der Koch der Kochschule Geschmacksverstärker? Ich bin ganz begeistert, Stephan eher skeptisch, ob das hält. Ein Stuhl, halb wie Liege in der Art wie ich ihn zurzeit immer benutze bei Stephan im Arbeitszimmer und ein Tischchen und eine Stehlampe dazu. Was ist mit unserer Wohnung, wenn wir umziehen. Die vermieten wir dann und wenn wir zurück ziehen wollen ist es schwierig mit Eigenbedarf, weil wir ja in dem anderen wohnen können. Vielleicht ein ärztliches Attest, dass die andere Altbauwohnung irgendwie nicht geeignet ist, aber wie soll man das begründen? Jan meint, es gäbe auch Mieter, die einem keine Probleme damit machen würden. Kann man das als Klausel aufsetzen oder Zeitmietverträge und dann muss man neue Mieter suchen. Schwierig. Dann mein Betreuter aus Hamburg. Ich bluffe und sage, er muss ins Krankenhaus, die Unterbringung hätte ich schon beantragt. Überraschenderweise ist er bereit zu gehen, in Hamburg oder hier in Hannover. Lieber hier und ich soll ihn begleiten. Das passt gar nicht in meinen Tagesplan. Ich muss erst mal einen Platz für ihn organisieren. Bin in der Wohnung meiner ehemaligen Betreuten und das Telefon ist gesperrt. Rufe die Hotline an und sage, ich sei in der Wohnung einer Freundin und müsse dringend ein Krankenhaus anrufen und es sei nur ein Ortsgespräch. Der Typ will immer den Code wissen. Den kenne ich nicht, kann nur tippen und er: ja, fast richtig und kann es sein, dass das Password was mit HIV war. Das würde passen sage ich. Kann ich jetzt oder kann ich nicht. Ich meine, sie hat mir immerhin die Wohnung überlassen. Warum habe sie mir den Code dann nicht gegeben. Wir wussten nicht, dass ich ihn brauche bzw. ich wusste nicht, dass das Telefon gesperrt ist. Ich hatte mehrfach telefoniert, aber war wohl rangegangen als es klingelte. Klappt es nun oder nicht. Ich verliere die Geduld und sage, ich nehme jetzt mein Handy und er habe mich so lange hingehalten und ich habe ihm gesagt, dass ich ihm Krankenhaus anrufen muss und es dringend sei. Ich sehe ihn jetzt (meinen Telefonpartner aus der Hotline) und es ist einer der älteren Darsteller von gestern, die durchaus tänzerische Qualitäten hatten.

Unterleibszwicken zum Wachwerden, aber kein Blut.

„Ich glaube eben nicht daran, dass die Askese irgendjemanden gut tut, außer dass sie einen Triumph darstellt, derer, die sie üben“. Dieter Roth geboren in Hannover gestorben in Basel. Das bringt mich auf eine Idee für ein Morgenfilmchen zusammen mit dem was der Mann gestern zerstört hat….

Stephan unterschreibt das Protokoll nicht. Der Ärger sitzt woanders, weil er das Treppenhaus gerne anders gemacht hätte, ordentlich, die Arbeiten sind steuerlich absetzbar, das einzige was noch denkmalgeschützt ist und wir gehen hemmungslos damit um und ich bin ihm in den Rücken gefallen (wir können nur gemeinsam eine Stimme abgeben) und habe mich der Deckelungsfraktion angeschlossen. Wenn er nicht in Stimmung ist werden die Videos nichts. Das nennt man wohl Muse, wenn es nur klappt, wenn er mein Gegenpart ist. Tricky hat die Schaufensterpuppen.

Stephan fährt schnell ins Büro und lässt die Mitarbeiterin rein. In der Haz ist Serdar, Artikel mit Foto und ich denke, war das schon. Aber nein, ist heute und sie schreiben einen Bericht vom letzten Mal!? Ich denke, die Fimoringe müssen dokumentiert werden, die halten nicht lang und tatsächlich noch bevor ich das Büro erreiche beim Kiosk schon fehlt eines der vier Kügelchen. So ist das eben. Küchengespräche mit dem Kollegen wegen der Tickets des Nachbarn. Ich kann Morgen nicht, wir sind zum Spätzle-Essen eingeladen und ich freue mich schon drauf und hoffe, er hat auch seinen Alkoholikerfreund eingeladen, der Bier und Korn in der Weinbar trinkt. Der hat mir imponiert. Er war gestern im Ihmerauschen und lobte auch die gute Musik. Ja, das war uns Samstag auch aufgefallen und so viel Bars mit Rauchen haben wir nicht, dass wir uns da Hochnäsigkeit erlauben könnten. KISS wusste er auch nicht, dass sie jüdisch sind und ich sage, mit den SS-Runen im Namen komme ich mir so doof vor, das ich da nicht drauf gekommen bin, weil irgendwie naheliegend, wenn man es nicht ernst meint. Wie die Horror verbreiten konnten in meiner Kindheit weiß ich nicht, wenn man jetzt die schwuchtelige Verkleidung sieht mit den Plateau-Schuhen (gut, das T-Shirt von der Rocky Horror Picture Show mit den blutigen Vampirzähnen meiner Babysitterin hat auch irritiert und für Aufsehen gesorgt), aber damals hieß es, der Name stünde für Kings in Satans Service und die würden nicht nur Blut spucken auf der Bühne, sondern auch Tieren bei lebendigen Leib den Kopf abbeißen auf ihren Konzerten. Die waren neben Punk das verrufenste was es musikalisch gab und aus heutiger Sicht, wie schlau mit der Krasschminke (weiß und schwarzen Stern ums Auge war wie eine Maske). So kann man auch mal eine Pizza essen gehen. Wie Daft Punk halt ein Privatleben behalten. Das hätte Justin Bieber auch mal überlegen sollen, dann hätte er jetzt noch ein Leben. Ja, Autos mit Stauraum und Ladefläche und das ist nicht dasselbe. Die coolste Autokindheitserinnerung neben den Station Waggon mit Holzimitat und da sitzt Mutter mit Lockenwicklern und Kaffeetasse am Steuer war wie die Leute auf der Freeway mit ihren Kötern hinten auf der Ladefläche vom Pickup gefahren sind und die wie Wölfte im Wind standen. Das gab es oft und in allerlei Variationen zu sehen und es hat mich immer sehr beeindruckt.

Meine Mittagstischfreundin von der Staatsanwaltschaft. Eine Behinderte abzocken und um 2.000 € erleichtern, so dass die Miete nicht gezahlt werden kann, das ist eine Anklage nicht wert und wird eingestellt? Das verstehe ich nicht.

Die dicke Kuh aus dem früheren Büro fragt wegen Übernahme einer Betreuung. Die Mandantin hat missliche Erfahrungen gemacht in der Vergangenheit und sie musste „einiges anwaltlich dann glatt ziehen“. Ich habe keine Kapazitäten. Ein Fax vom Betreuungsgericht. Der Sohn von Frau Krebs hat auch ein Betreuungsverfahren jetzt und das soll ich ja auch übernehmen. Warum eigentlich Springe?

Was früher die Sparkasse an der Ecke war ist jetzt ein Copy-Shop. Go Going hat eine Regenbogenplakette draußen und die Sonnenbestuhlung wird gerade aufgebaut. Die Metzgereiverkäuferin sitzt vor ihrem früheren Laden. Schauen, was da jetzt ist oder haben die eine Flat als Ablöse vereinbart? Das böhmische Essen gibt es erst abends ab 18 Uhr. Jeden Wochentag ein Tagesgericht, aber das wiederholt sich immer. Kuchen sehe ich keinen, dafür ungewohnte Mustertapeten und vor allem Vertäfelung und viele schwere Holzmöbel sowie runde Durchgänge aus Holz. Wo ist der Kuchen? Wir essen Linsensuppe für 2,90 €. Die Karte ist sehr kompliziert mit Smoothies und Shakes (eine ganze Seite voll), die es nur während der Sommersaison gibt (erinnert dann auch an Ostblock, mit so vielen Hinweisen und Ausnahmen und Fußnoten auf der Speisekarte), dafür gibt es warme Säfte Banane-Kirsch oder Banane-Kokos und dann warm. Muss man mögen. Der Kuchen wird dann aus dem Kühlschrank geholt und der Typ/Inhaber (mag Kleinkinder und geht routiniert mit ihnen um) hat das alles selber umgebaut vor 4 Jahren. So, also doch nicht nur Einbildung von mir. Ganz andere Ecke, ganz anderes Publikum. Ist mal wie Urlaub machen im eigenen Stadtteil. Abenteuer und was veganes gibt es für das nächste Mal gegenüber zum Ausprobieren.

Frau Stimmen. Holt das Geld für 2 Wochen wegen üstra-Streik nächste Woche. Wenn das klappt, können wir das dabei belassen und immer so machen. Hat wieder Schuhe mitgenommen mit hohen Absätzen aus einem Fundus von Zart, die sie dann bei ebay verkaufen kann, wie ich gleich feststelle. Das habe ich schon durchschaut. Der Dicke im Rollstuhl bekommt jetzt rückwirkend 18,14 € mehr im Monat (Mehrbedarf Strom). Für die Vergangenheit könnten sie es m.E. mit seinen Schulden verrechnen. Weiß nicht, ob sie das getan haben. Dazu muss man sich durch die 5 Bescheide durchkämpfen. Das macht dann Stephan.

Frau Ruanda will immer noch, dass ich ihr einen Verleger suche (für ein christliches Buch auf Französisch), aber das ist nicht mein Bereich. Soll Eigenverlag machen, das machen viele Autoren und von der AOK-Erstattung in einen Copy-Shop gehen und 3 Exemplare oder 5 oder 10 binden lassen und erst mal schauen, ob das einer lesen will. Wo ist ein Copy-Shop? So ziemlich an jeder Ecke. Wie heißt Copy-Shop auf Deutsch, damit sie danach fragen kann. Dann die Sozialarbeiterin aus der Frauenunterkunft, dass sie einen Internetvertrag abgeschlossen hat und sich „wieder verschuldet“. Die ist nicht verschuldet. Nicht jeder ist verschuldet. Ich kann den annullieren, aber dazu muss ich die Unterlagen haben und das muss sie selber entscheiden.

Ein Betreuter in der Warteschleife ruft an, dass sein Ex oder noch Betreuer einen Termin mit ihm machen will (schickt mir die Mail). Vor Ostern sollte alles schon klar sein. Ich rufe den Vereinsbetreuer an. Der verstehe nicht, warum ich jetzt schon Sachen mache, bevor ich bestellt wurde, weil es so kommen wird und ich das alles vorbesprochen habe und weil der Typ nichts mit ihm zu tun haben will und es nur eine Frage der Zeit ist. Ich verstehe hingegen seine Motivation nicht. Ich habe einen B-Schein schon beantragt und wenn was wirklich Wichtiges ist, soll er sich an mich wenden. Er versteht nicht, wie das geht. Doch, ich kann das auch alles anwaltlich und mit Vollmacht regeln, wenn es sein muss. Lasse meinen Ärger an der Geschäftsstelle aus. Die Richterin ist im Urlaub die Woche, Morgen läuft eine Frist ab, welche kann sie nicht sehen. Dann wird es vielleicht nächste Woche vollzogen, der Wechsel. Ich arbeite auch nicht gerne und andere rechnen ab.

Telefoniere mit dem Gutachter von dem dementen Häftling, der bald entlassen wird. Erst privat der AB von der Familie mit Ansage. Die Demenz zerfrisst seinen Frontallappen, also keine normale Altersdemenz. Die habe er mittlerweile auch. Das habe sich so ausgewirkt, dass er früher ein ganz normales Leben geführt habe, Maschinenbau studiert, Frau und Kind, Haus gebaut, viel am Haus selber gemacht. Dann um die 50 komisch geworden, Streit mit Nachbarn, sich mit Leuten angelegt (also wie ich im Prinzip) und dann eben ganz untypisch Blödsinn gemacht, sprich Straftaten verübt. Alle hätten Angst, dass er wieder was macht und er denkt schon, dass er engmaschige Betreuung braucht, wohl kein geschlossenes Heim, aber wie es um seine alltagspraktischen Fähigkeiten bestellt sei, das wisse der Anstaltsarzt. Höre Tumult im Flur, die laute Stimme meines Kollegen, legt sich gerade mit Elisabeth an und schmeißt sie raus. Da will ich nicht intervenieren, um seine Autorität nicht zu untergraben. Er hat ja auch Hausrecht hier. Danach erfahre ich, sie hat seine Tochter angemacht und wollte ein Glas Wasser von ihr was sie ihr geholt habe (seit wann nimmt die unsere Mandanten in Empfang?). Ich sage, nächstes Mal soll er sie zu mir ins Zimmer verfrachten auch wenn ich gerade telefoniere und nehme ein Telefonat an. Jetzt ist es total angepisst, weil ich ihn nicht anhöre und er das Gefühl hat, das geht mir am Arsch vorbei, dass seine Tochter zittert und einen roten Kopf hat und schlaue Ratschläge für ihn habe. Das machen wir immer so, dass dienstliche Gespräche vorgehen und wir dann anschließend wieder weitermachen und es war ja nun vorbei. Seine Tochter hat Angst, dass die Betreute ihr auflauert unten auf der Straße (sie war wohl mit ihr hochgekommen) und er sagte, Elisabeth soll in 10 Minuten wiederkommen und deswegen ist es noch akut. Ich habe wirklich nicht viele so heikle Fälle, aber Elisabeth kann man schwer was erklären (und sie kommt auch nicht in 10 Minuten wieder). Es ist nicht unproblematisch, wenn das hier immer Kinderhort ist und die Kinderbetreuung so schlecht läuft. Das ist bestimmt eine Belastung für meinen Kollegen, dauerhaften Girls Day. Dann muss ich Elisabeth halt so einbestellen, dass sie nicht mit seiner Tochter zusammen treffen kann (auch das wird abgelehnt, weil es nicht darum ginge und er keine Vorschläge hören will). Was will er dann? Ich soll sagen, dass sie harmlos ist und nichts macht. Dafür kann ich auch nicht garantieren. Ich denke mal wieder, die Probleme liegen woanders und das war nur der Auslöser. Es gibt immer wieder Themen und Ängste und es wird nicht das einzige Problem sein. Ich bin leider etwas hilflos in der Situation. Elisabeth kommt in ca. 50 Minuten wieder und ist ganz harmlos. Es bringt nichts, sie darauf anzusprechen. Sie bleibt heute nur 2 Minuten und geht dann wieder. Ungewöhnlich wenig Redebedarf. Das vorhin scheint ihr auch imponiert zu haben wäre mein Eindruck. So, der Kollege will einen Haken dahinter machen. Ich bin aber irritiert und bei mir geht das nicht so schnell. Donnerstags ist die Tochter nie da, sonst würde ich den Tag umpolen, aber donnerstags ist Suki-Tag und ich bin auch öfter weg als an einem Mittwoch, sonst lieber dienstags. Mal sehen, ob das erforderlich ist. Es geht dann auch um eine auffällige Personen aus unserem Stadtteil.

Gute Yogaübung mit Kamel und dann Vorbeuge in Kombination. Ich bin vorne bei der Lehrerin und sie hört meine Geräusche, mit denen ich Kommentare mache. Pyjama-Party im Studio und alle schlafen auf einem Block. Mein Bruder ist meine biologische Shaturanga-Ergänzung. Das ist lustig, er ergänzt mich perfekt. Die Choreo für die Studio-Party, wir sollten menschliche Türme bauen, wie Kartenhäuser. Steffi Dreieckstuch wird vielstimmig gelobt. Es ist aber nicht nur gut gehäkelt von mir, sondern sie kann es auch tragen.

Fratelli. Ich kriege Verstopfung von zu viel Pizza. Da Etna ist zu furchtbar zum Sitzen, hässlich und hell, ohne Stimmung. Deisterstraße. Draußen sitzen nebeneinander mit Blick auf die Straße. Neue Perspektive. Der Schornstein ist kein Krematorium, wie ich vermutet hatte, sondern von einer ehemaligen Ziegelei und Industriedenkmal. Haben sie verstärkt mit Stahlkonstruktion (ich dachte Hotel reingebaut wie im Schanzenpark in Hamburg). Ohne dass ich was sage ich ihre Reaktion: was haben Kinder im Büro zu suchen. Ich sehe das nicht so krass, aber es beruhigt/bestärkt mich natürlich, dass ich quasi nicht an allem schuld bin. Sie gibt außerdem einen guten Hinweis, dass man als Kind weg gehen soll, wenn einem Erwachsene unheimlich sind und denen kein Wasser bringen. Da hat sie absolut Recht. Die Geduld ihres Freundes bei seiner Arbeit mit behinderten Menschen. Max heißt der Hutträger aus der Weinbar. Den kennt sie noch aus der Glocksee und mit Oli hat sie mal zusammen gewohnt. Ischia, die schöne Insel und Neapel an Silvester. Letztes Mal seien sie mit Freunden unterwegs gewesen und an der Haltestelle sei nur Paolo ausgestiegen und sie und die Kinder nicht. Sie sei dann neapolitanisch geworden und zu dem Fahrer gegangen und einen Aufstand gemacht. Es hat gewirkt und er hat 300 Meter später noch mal gehalten und sie rausgelassen. Frühling auf dem Messeschnellweg, mal eine gemeinsame Reise. Mein Hütchen wird gelobt (Capelli oder Capeletti, wie die Nudeln, die ausschauen, wie kleine Hütchen). Da fehle nur noch rot, dann wäre es eine italienische Flagge, nein, das ist nicht grün, sondern blau, dann fehlt rot und es ist eine französische Flagge. Ich habe es nicht so mit dem Nationalismus. Wie in Profi schnorrt sie von dem kleinen Pizza Bäcker und alles läuft so, wie sie vorhergesehen hat. Männer sind berechenbar und leicht zu steuern. Ja, bald ist Lumix. Nein, es stimmt nicht, dass ich ihre Freundin aus Berlin nicht mochte. Der Typ vom vertäfelten Café hatte noch nie Geschmack und wenn was Schönes dazwischen stand, dann war das Zufall. Zu später Stunde wechseln wir zum Nachtisch/Absacker nach innen. Außer uns sind nur noch 3 junge Gäste da darunter eine Frau mit Instrumentenkoffer auf dem Rücken (Geige und nicht Keyboard). Von außen sehe ich schon den Chef über einer Schale irgendwas machen und denke, der stopft Zigaretten am Tisch, aber er schält Zitronen mit Blattgrün dran und macht die Schalen in eine große Bierflasche (1 Liter) mit Hannöversch-Schriftzug und Bügelverschluss und reinem Alkohol. Das bringt uns auf eine Idee. Die Angestellte mit den weißen Gesundheitsschlappen, die auch richtig darin schlappt ist wie Olive Oil, aber versteht keinen Humor und ist etwas doof. Limoncello, warum ist der so milchig fragen wir sie, wie ein Pastisse in den man Wasser gemacht hat, da verändert sich ja auch die Farbe. „Der ist in Ordnung so“ oder „wegen der Zitronen“ kommen die einfältigen Antworten. Bohre ich zu viel in den schwierigen Themen der Vergangenheit? Es ist schmerzlich, wenn man die Extrasensoren wegdrücken muss, weil es sonst zu gefährlich ist und man nicht alltagstauglich ist. Das habe ich schon öfter gehört und ist sicherlich ein Verlust, wenn man die andere Welt kennt und eine Gradwanderung. Mittwoch ist der kleine Samstag sagt Steffi so schön, auf das Zitat aus Wien von Julia bezogen, dass Donnerstag der kleine Freitag sei oder sie Donnerstag einen kleinen Freitag gemacht hätten. Ich bin so durchgefroren, dass ich meine Angst vor Wärmflaschen überwinde.

Schöne großformatige Dankeskarte mit „die Rosen sind verblüht!“. Sehr liebevoll gemacht und in Porto richtig investiert. Die Mühe habe ich mir nie gemacht mich bei Leuten zu bedanken nach einer Party oder zuletzt nach der Hochzeit. Die Sparkasse hat die Kontogebühren angehoben und warum riecht der grauhaarige Mann dazu an Orangen? Das verstehe ich nicht. Stephan ist schon lange zuhause und findet vor dem Zubettgehen die winzige Fimo-Kugel im Badezimmer auf dem Fußboden wieder. Was für ein Zufall! Die Lesung Freitag ist in einer Buchhandlung auf der Lister Meile und Werbung für sein neues Buch.

21.04. Traum: Familienrechtliche Sache, Mutter nimmt Drogen und ist in Therapie und es geht darum, wann sie ihr Kind wiedersehen kann, was das Jugendamt sagt. Ich telefoniere herum u.a. mit der Richterin. Müsste gleich Morgen wieder zurück fahren aus HH oder noch am selben Tag. Das kreuzt die privaten Pläne. Ich habe aber schon Arbeit investiert, diesen ganzen Ordner (nee, doch nicht, der ist von einer Betreuungssache). Dann kann ich es nicht machen und überlege meinen Kollegen kann ich bitten und der gibt mit ein paar Gebühren ab. Erreiche ihn nicht. Ich bleibe eine Weile um sie auf den Termin vorzubereiten und darauf einzuschwören auf was es ankommt. Dann abends (es ist schon 20 Uhr und viel zu spät) zu Claudi, sie ist in der Yogagruppe, d.h. mitten zwischen den Yogajüngern und die hatten wohl gerade Unterricht und sie hat Hähnchenfleisch gekocht und isst welches, beißt von einer Keule ab. Es fällt vom Knochen und ich habe auch welches dabei, ein Stück was ganz ähnlich ausschaut. Die Frau/Mutter ist auch da und irgendwie eine Freundin oder C. solidarisiert sich mit ihr und ich sage, wenn sie das Kind erziehen will, muss sie das mit den Drogen lassen weil sich alles darum dreht und dann wird sie dem Kind nicht gerecht. Es ist ganz früh 6:30. Mein Mann ist auch schon wach. Morgens freue ich mich auf Teneriffa. Neuen Badeanzug brauche ich nicht, so selten wie ich so was trage lohnt es sich nicht. Meine Schwägerin sehen wir heute. Sie hat einen Friseurtermin um 9:30. Dass die so früh überhaupt arbeiten.

Brötchen zum Frühstück. Die Brandstelle ist etwas empfindlich an der Stelle, an der die Haut abgegangen ist. Nein, ich muss immer noch nicht zum Arzt, bin gestern an ihm vorbeigefahren. Ich soll den Konflikt von gestern noch mal erzählen. Ich sage zu meiner Verteidigung, dass Probleme/Konflikte/Ängste ähnlicher Art auf die Tochter bezogen schon mehrfach Thema waren und Elisabeth vielleicht Nr. 10 oder so ist. Heute Abend? Wein aus Stuttgart schlägt mein Mann vor. Ich verstehe komplett was anderes und scheine besonders schwerhörig zu sein. Ich mache die Koralle mit Füßchen wieder ab vom Hundekorb, die ist immer umgefallen und hat nicht wirklich was getan für die Optik, sondern eher das Gegenteil und klebe das Fimokügelchen wieder an und lackiere es mit Nagellack über und es geht trotzdem ab noch bevor ich den Hund hole, aber ich sichere es diesmal direkt. Die Hunde sind im Schlafzimmer und hören mich ganz lange nicht, bin ich schon bis zur Küche vorgedrungen. Die Besitzerin ist müde und schenkt mir ein Namaste-Armbändchen.

Osterglocken, die im Schatten standen, blühen jetzt noch. Stephan wundert sich über die Kastanie, die schon alle Blätter hat und ich mich über den dichten und hochgewachsenen Rasen. Ich fahre eine größere Runden und auf zu meinen Weiden jenseits der Wasserkunst. Dornröschen. Das lohnt sich, da eine richtig gute Gastronomie rein zu machen. Das Restauranthaus ist halt hässlich, aber skurril und der Biergarten sehr gut. Warum macht das keiner? Bei den vielen Löwenzahnblüten u.a. am Heizkraftwerk muss ich an die Nashörner aus Ice Age denken und dass das Dandilion auf Englisch heißt, weil die Blüte aussieht wie eine Löwenmähne. Das war mir noch nie aufgefallen. Die beiden Väter mit den Kleinkindern: „Siehst wie er weint, warum schubst Du ihn?“. Ich muss daran denken, wie Steffi gestern sagte, ihre Therapeutin meinte immer: Warum-Fragen bringen nichts. Hier passt es auf jeden Fall.

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Sparkassenlady. Ich habe die Unterlagen wieder gelocht und sie ist schlecht auf mich zu sprechen. Der JVA Arzt will eine schriftliche Anfrage. Da kann ich ohne Unterlagen nix machen. Bin halt bald im Urlaub und habe schon Panik, dass er Typ dann nicht entlassen werden kann und es an mir liegt.

Ich bin heute echt am überlegen, ob ich mir was Neues suchen soll/muss. Nach dem Konflikt mit der Kollegen und ihrem Büroköter jetzt das. Ich bin schon verunsichert.

Wenn Herr Teheran aus Hamburg alle halbe Stunde anruft, hindert er mich an der Arbeit und ich schaffe es nicht, die Dinge zu erledigen, um die er mich gebeten hat. Telefonat mit dem Sozialpsychatrischen Dienst dort. Arzt hat ihn gesehen, keine Krankheitseinsicht. Machen sich mehr Sorgen um den Vater und wollen Betreuung anregen, falls die Pflegediensttochter aus Hannover, die die Vollmachten hat, nicht reagiert. Telefonat mit dem Anstaltsarzt. Der, der mir vom Gutachten genannt wurde, ist schon im Ruhestand (!). Der will alles schriftlich (habe ich noch nicht) und dann bin ich zwei Wochen weg und der Typ kann nicht entlassen werden weil ich mich nicht kümmere.

Kathrin hat einen bunten Froschkönig als neue Spardose bei Schnetter/Schmetter (?) gekauft. Bei Mr. Thang verliere ich die zweite Fimoperle vom Ring. Kathrin ist Zeugin. Ich finde sie auch nicht wieder unter dem Tisch. Der Hund hilft nicht. In der Street Kitchen nebenan sitzt der dünne Hagen im schwarzen Anzug, dann ist es wieder verschwunden. Der soll mal lieber was essen. Ja, Goldkarte macht, dass ich die Schauspielleute erkenne. Der Weltreisende taucht auf und ist mit seiner Mutter verabredet. Schon wieder da. Unterwegs habe man eigentlich nur deutsche Schüler getroffen, die ein Jahr im Ausland machen. Na so was. Im Rossi gibt Kathrin Kaffee aus (hat beim Friseur so viel Geld gespart, die Haare sind kastanienbraun gefärbt) und die Bedienung hat ein Tattoo in Wasserfarbenoptik. Am Nachbartisch hat der kleine Hund eine Picknickverpflegung dabei. Wir machen eine große Runde an der Wasserkunst und dann an den amerikanischen Feldern vorbei. Hier würde ich einen Film drehen. Die Gullydeckel sind zugeklebt, nein geschweißt wegen Obama. Wäre mir nicht aufgefallen. Dieses Jahr blüht alles ausgesprochen doll und das ist toll!

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Unter vor der Tür geht gerade Herr Ihme rein und ich mit ihm. Er will den Umschlag abholen und fragt nach dem Namen von meinem Hund. Der sei süß. Er wollte irgendwelche Medikamente verschrieben bekommen und war bei verschiedenen Ärzten und sie haben sich geweigert und dann ist er ausgerastet. Hat eine beachtliche blutige Schürfwunde am Arm und handflächengroß leuchtet das rote Fleisch mir entgegen. Habe das mit dem Stoff an der Tür vergessen zu sagen. Er kommt ja Morgen zum Termin (haha), kein Problem. Heute bekomme ich 2 Strafanzeigen gegen Elisabeth wegen Sachbeschädigung am Kfz in 2 Fällen.

Die frühere Betreuerin bringt mir einen Tsunami aus Papier und Ordnern und Sparbücher der Mutter über 30.000, die sie noch nicht hat umtragen lassen trotz Erbschein und die ist 2013 gestorben und für die Steuer braucht man das und das und eine Tüten voller Schlüssel aus diversen Wohnungsauflösungen und keiner weiß wozu die passen und sie traut sich nicht die wegzuwerfen und Bargeld 144,20 € und was weiß ich. Er hatte 2 Wohnungen nebeneinander. In der eines sei ein Mietnomade drin gewesen, aber die hätte sich sehr gut verkaufen lassen aufgrund ihrer Lage (bei der MHH in der Nähe). Ich bin überfordert und fühle mich müde.

Nachmittags bin ich weinerlich und lasse es meinen Kollegen wissen: noch einen Konflikt am Arbeitsplatz. Vielleicht passe ich hier nicht mehr rein. Ich weiß, das ist eine Überreaktion und ich versuche mich auch wieder einzukriegen. Ich bin halt familiär bedingt das Gegenteil der Königin von England: ich kann nur austeilen und schlecht einstecken. Bei viel zu vielen Betreuungen kommen echt wenig Leute zu mir und ich mache das meiste außerhalb. Jetzt fange ich wieder an mich zu rechtfertigen.

Jetzt bricht noch ein Fimokügelchen ab. Auch das noch! Ich weiß wozu man sich einen kleinen Fellfreund hält, der kann einen trösten.

Rufe Frau Gismo an, die betrunken ist und den Hund ihrer Tochter bei sich hat, eine französische Bulldogge. Sie war einkaufen bei Penny für 6,90 € und das Konto ist nicht gedeckt. Sie muss mir was sagen, was sie mir nicht sagen soll. Frau Perser vom abW ist schwanger im 4. Monat. Sie hat gesagt, sie soll es mir nicht sagen, das muss ja auch nicht jeder wissen. Tja. Ich behalte es für mich und irgendwann werde ich es trotzdem erfahren. Das lässt sich nicht ewig verbergen.

Der Kollege ist wie Jesus oder ein Märtyrer und muss mir echt leidtun und ich betreibe immer so eine Nabelschau und will nicht noch eine Frau sein, die schwierig ist und um deren Befindlichkeiten der sich Gedanken machen muss, aber -scheiße- das bin ich schon.

Mit Suki erst mal zu uns. Wir sind ja gleich nebenan verabredet. Die Fahrräder hängen im Durchgang und der Hof ist sehr gepflegt und dekoriert. Das macht die schlimme Tussi mit Ronja, der der Aggro-Schäferhündin „Ronja, mein Fräulein“. Die Frau mit der ich dienstlich fast täglich telefoniere. Sie hat Nähatelier und zeigt mir Bilder von vorher/nachher. Eingerichtet mit Möbel aus einem Optikerladen. Sie zeigt mir auch Ergebnisse der Stickmaschine sowie die Taschen und Fliegen aus Kork, die ästhetisch fragwürdig sind. Eine hat sie ihrem Schwager mitgebracht. Der Gastgeber als Don, delegiert und andere schneiden kiloweise Käse. Die Spätzle werden 3 cm dick geschnitten (Dietrich würde ausrasten). Von Hand geschabt ist die hohe Kunst und Wahnsinn was man aus einem Kilo Mehl (und das gibt es schon für 30 Cent) so machen kann stellt der Gastgeber fest. Sie werden in Auflaufform serviert und der Bergkäse ist gut und Zwiebeln dazu. Sie schmecken komischerweise und Feldsalat als Beilage und selbstgebeizten Lachs auf Pumpernickel vorweg. Stephan hat einen sehr leckeren Stuttgarter Weißwein rausgesucht. Der „Rotwein unbekannter Herkunft“, den der Gastgeber in einen Bembel gefüllt hat ist hingegen nicht genießbar. Sohn, der die Spätzle gemacht hat und seine Frau reden kein Wort und ziehen sich nach dem Essen zurück (machen vorher die Küche sauber).

Eine Freundin bringt ihm Gemüse aus einer Gemüsekiste oder so, was sonst entsorgt wird. Die Erdbeeren und Brombeeren neulich musste er entsorgen, ihre waren noch gut. Das liegt daran, dass sie seine den ganzen Tag noch mit dem Auto durch die Gegend fährt. Ich werde immer wieder von Leuten, auch solchen die mich das erst Mal sehen/kennen lernen mit Frieda Kahlo verglichen. Das macht mich sehr stolz.

Dann der Vorfilm, privat gedreht von 1999 und zeigt das Haus in Castellabate vor dem Umbau mit altem Pool, auf der Piazza noch keine Gastronomie, grottig schlechte Qualität, aber ein tolles Zeitdokument. Die Nachbarn vor 16 Jahren mit Haarfarben vor dem Grau, cheek to cheek, versunken beim Tango. Wir bleiben am Tisch sitzen. Die Holzstühle sind unbequem, da hat es Tante Stella deutlich bequemer. Die Süditaliener werden Erdfresser genannt und die Norditaliener Schimmelfresser wegen Gorgonzola. Einer der Hauptdarsteller lebt noch bei seiner Mama, die ihm morgens immer Zabaione mit dem Schneebesen rührt. Der Strafversetzte erzählt seiner Frau was sie hören will, dass es dort ganz schrecklich ist und als sie zu Besuch kommt, spielen sie das vor mit einer Wohnwagensiedlung und Kampfbettlern und freilaufenden Hühnern. In einer Filmpause, die der Gastgeber bewusst setzt, weil im Film auch Limoncello getrunken wird gibt es Apfelkuchen (trotz dickem Teig auch wieder überraschend lecker) mit Limoncello (selbstgemacht), milchig durch die Wasserzugabe, weil reiner Alkohol, jetzt weiß ich Bescheid) und ich denke, der zweite Tag in Folge, aber unwiderstehlich.

Ich entdecke eine kleine Hautbeule an der Leiste oder knapp daneben. Ist die neu? Merkt mein Mann das nicht, so viel wie es mich anfasst scheint das sehr oberflächlich zu sein.

22.04. Traum: Irgendwie Berlin oder so. mit der S-Bahn unterwegs. Fährt ewig und hält nicht, vorbei an einer Bucht mit Meerjungfrau auf Felsen montiert wie in Kopenhagen, aber ganze Familie und man sieht es von oben wie Hochbahn. Der Mann sagt, er mag die Frau am meisten, das sei seine Lieblingsfigur und nicht der Neptun-König, der eigentlich die Hauptfigur sei. Ich sage, dass es wohl nur wenige Stationen gebe und ob als nächstes dieser Friedhof käme. Dann Durchsage, wir müssen umsteigen, alle laufen wegen der Anschlussbahn und Stephan muss mich die Treppe hochschleifen, meine Beine sind wie gelähmt. Umsonst gerannt, unsere Bahn kommt erst in 15 Minuten. In der nächsten spielt ein Junge ganz grob mit einem Welpen und wirft irgendwas auf den Boden, nicht den Hund selber, sondern eine Beinscheibe. Ein Fahrgast mischt sich ein, dass man das nicht mache und es ein Tier sei und er anderer sagt, falscher Hinweis, weil auch die Polizei würde bei so was nicht eingreifen. Werde wach, ist wieder vor 7.

Prince ist tot. Das ist ja doof. Ich teste, ob ich mich traue den Ganzkörperanzug anzuziehen, weil mit flachen Schuhe für New York wäre das was (und ich liebe meinen neuen weinroten Mustermantel aus Wien), es sei denn die haben dann dort 30 ° dann ist es zu warm. Der weiße Hautkrebs ist eine Verwachsung/Narbe von einer meiner Bauch-OPs. Da haben sie irgendwas Endoskopisches oder sonst was reingeschoben. Stephan: doch nicht da. Doch, das ist Leiste und dann machen sie es gerne dort, wo Haare drüber wachsen und man es nicht sieht. Demo gegen TTIP sagt mein Mann und ich enttäusche ihn indem ich sage, ich weiß nicht was das sein soll, dann kann ich nicht wirklich überzeugend dagegen sein. Es geht wohl nur um die Lust am Demonstrieren und die habe ich nicht so. Gehe nicht so gerne spazieren.

Herr Teheran quatscht mich zuhause voll mit Rufweiterleitung (er will Wohnung von der Saga anmieten und wo er überall damals in Berlin Mitte gewohnt hat…) und ich betreibe nebenbei Pflanzenpflege und entferne vertrocknete Blätter (Stephan wundert sich, dass ich so gut zuhören kann). Die Banane sieht scheiße aus. Im Büro ruft er noch mal an und ich lege auf.

Meine Schwägerin hat mit was dagelassen. Zuerst dachte ich, ich soll eine Federlampe basteln und habe mir das sogar schon angeschaut, wie man das macht (unten anfangen) und dann habe ich umgeblättert. Waren aber Granny Square Vorlagen für Strickjacke usw. vom Zürichsee. Bei dem Tee habe ich gedacht, es sind Samen von Günter Dorn und habe gerätselt was Indian Chia sein soll. Ich bin manchmal so verpeilt!! Zu kalt draußen, muss mit Handschuhe bei Stephan bestellen.

Der Typ der beruflich, d.h. über das Jugendamt mit den Kindern meiner Betreuten zusammen wohnt ist der Bruder der neapolitanischen Deisterstraßenehefrau. Ich bin bei der Hilfeplanung nicht dabei sondern in Wien (war lange geplant, aber ich habe den Termin übersehen). Sie wissen Bescheid. Die andere Sozialarbeiterin, die immer so sportlich und dünn ist hat Rücken.

Der Dicke im Rollstuhl ruft an. Der jüngere Sohn ist zuhause rausgeflogen. Mutter hat wohl Angst, dass sie ein Messer von ihm reinbekommt. Er hat Nachzahlung bekommen und kriegt 18,44 € mehr im Monat als Zuschuss zum Strom für die Inkontinenz und ständiges Waschen und Trocknen. Das sei doch schon mal was. Er soll auf sich aufpassen und sich melden, wenn er überfordert ist.

Habe ich heute schwarz an wegen Prince? Bekomme einen Anruf kurz vor der Zeit des Termins, der eh nicht stattgefunden hätte: Herr Ihme ist wieder in Wunstorf auf der Station wie letztes Mal. Bekomme natürlich von der Geschäftsstelle die Durchwahl von dem Richter der für die Strafvollstreckung zuständig ist. Die Betreuungsrichterin war zögerlich.

Gestern Inkasso Dienst für eine Nora Leblanc (klingt wie ausgedacht). Dann heute eine ADAC Mitgliedskarte mit Young Generation für einen Rene A. (der Nachname stimmt überein). Was soll ich damit anfangen? Bin doch nicht verpflichtet da anzurufen bei denen.

Betreuter hatte ich Sonntag mit OP stehen, wollte ihm alles Gute wünschen, war schon und er wurde Donnerstag entlassen. Im Marktkaffee eine Rhodiesian Ridgeback Weibchen mit schönen Füßen. Ganz ausgeglichen, der Typ hat wohl auch krassere Tiere wie Falken. Schwierig, wenn man immer nett war und will da jetzt raus aus der Ecke. Das wollen die anderen natürlich nicht so gerne diesen Rollenwechsel, weil war bequem für sie. Umgekehrt ist leichter, wenn ich mal nicht so arschig bin. Ist schwierig wenn man privat und beruflich ähnliche Themen durchackern muss. Der Vermieter fragt ob ich auch auf den Hund gekommen sei. Nein, nein, nur Gasthund. Musste heute schon erstaunt lesen: „Wenn das für dich eher Stress und Arbeit bedeutet dann muss Foni das selbst irgendwie hinbekommen mit ihrem Bilbo. Sie sagt wenn es Dir Spaß machen würde und Freude bereiten würde dann wäre das ein guter Plan gewesen. Und liebe Grüße soll ich von ihr ausrichten. Hinbringen und abholen hätte sie natürlich gemacht. Wir haben ja jetzt alle Autos“. Ähhhh? Dazu das hundertste Foto des Patenkindes mit essenverschmiertem Mund.

Die verrückte Nachbarin von früher. Sie will das und das noch geklärt haben mit einem Sozialbetreuer und wem auch immer und kann auch noch einen Beratungsschein holen, wenn ich sage was draufstehen soll. Das ist nicht das Problem. Ich verstehe, dass sie Konflikte hat mit ihrer Umwelt, sehe nur nicht den anwaltlichen Auftrag an mich.

Streit um Mittagstisch. Mein Mann bockt, dass ich ja schon draußen war und mit dem Kollegen und bestimmt was Wichtiges zu besprechen hatte. Hätte ich doch mit dem Kaffee gleich eine Suppe genommen statt mich aufzusparen. Ich sitze leider nicht vor dem gefüllten Kühlschrank zuhause. Das ist schon ein Nachteil.

Der Ganzkörperanzug sieht vielleicht lässig aus, aber ich werde ihn sicher nicht mitnehmen nach NY. Der Klogang nervt total und man muss sich quasi komplett ausziehen, Armreife runter (kann man nicht rüber ziehen) und zwei Reißverschlüsse auf und dann irgendwie schauen, wie man es runter bekommt und wohin damit. Durchgefallen. Total ungeeignet.

Der Richter ruft mich zurück und klingt total nett und sympathisch. Er ist vorsichtig (weil man bei Anwälten das sein muss und nie wissen kann), aber er lockert auf. Er macht in den nächsten Wochen einen Beschluss und muss dann ggfls. ein geeignetes Heim suchen/vorschlagen und würde dann auch noch mal den Gutachter frage und ich kann mir auch Gedanken machen. Er entscheidet das nicht alleine und es kann sein, dass die Staatsanwaltschaft dagegen ist und es in die Beschwerde geht. Das andere Gericht, Braunschweig ist gegen eine Entlassung. Wir bleiben in Kontakt und er weiß, dass ich im Mai 2 Wochen weg bin und findet das nicht schlimm. Schlimm findet er die JVA, weil der Mann ist zu krank für Knast und für gefährlich hält er ihn auch nicht. Er ist der Meinung so einer wie Herr Dement braucht so oder so eine Betreuung, die ihn unterstützt und ist nicht richtig bzw. ausreichend betreut in der JVA (so wie die das gerne sagen). Die würden allen Ernstes ihn unterstellen, dass er simuliert (man hört die Empörung durch). Von mir hat er Gutes gehört von einer Bewährungshelferin, die ich allerdings nicht zuordnen kann. Total genervt nach Hause und die angetrocknete Salami mit Restbrot und Weintrauben mit Käse futtern, die schon viel kleiner geworden sind und die eine schmeckt nach Schimmel. Gerhard Hentschel sieht aus wie eine Mischung aus Stephan und Detlef mit etwas Tyark. Hat schöne sinnliche Lippen.

Herr Borderline groß. An der Stadionbrücke Schüler und eine Aufsichtsperson hat er nicht gesehen und er wäre locker vorbei gekommen mit dem Rad und dann war da die Tasche gegen seine Hand und er umgefallen und blaue Pimp my Fahrrad (nennt er es selber als ich Deko sage) Lenkerstöpsel haben Schrammen und die haben 19,- € gekostet und er hat Polizei gerufen, weil die waren z.T. aus Frankreich. Ähh, auch Kinder und Jugendliche dürfen frei rumlaufen. Die Lehrerin hätte dann gesagt, er wäre zu schnell gefahren und keine Klingel und kein Licht am Rad. Dann geht es nicht mal um die abgebrochene Untersuchung im Nordstadt neulich. Die haben ihn an einer kurzen Leine gelassen und er durfte nicht mal rausgehen und sie haben immer gesagt: durchhalten und die Schwester, die seine Mutter respektlos behandelt hat und Herrn Oberfeldwebel und irgendwann war es aus. Er hat nur noch Bilder gesehen und getilt. Dieser Typ ist unglaublich und altert in 3facher Geschwindigkeit, war immer der junge Schlägertyp und jetzt ist er dick und alt und unbeweglich, mit dritten Zähnen und Ausschlag im Gesucht. Ich fühle mich nicht und schwänze heute das Hüpfen. Ist mir egal. Will lieber aufs Bett mit einer Wärmflasche oder Häkelsport im Wintergarten machen oder Shortbread backen. Keine Lust, zu viel Abendaktivitäten, zu viel Alkohol, zu wenig Schlaf.

An der Haltestelle Günther aus dem Schauspiel in Zivil. War er bei Lisa? Ich ruhe und esse wieder alleine. Dann schnell los zur Lister Meile. Richtung Königsworther Platz kommen die Turnmädchen, die fleißig waren mir nach und nach entgegen. Die Garderobe ist im Keller neben den Regalen mit Nachschub, geblümte Radiergummis, Hefte und allerlei Gedöns. Diese Buchhandlung gibt es schon ewig, aber ich war noch nie drin und, dass die so viele Etagen hat. Er liest aus seinen Martin Schlosser Romanen. Dem Essen Noten geben. Götterspeise 1, Vanillepudding 2 +, Mirabellen 4 bis Dosenpfirsiche 5. Matchboxautos klauen und beim Woolworth erwischt werden. Zimmer- und Hausarrest und die Fernsehwerbung der 70er. Der Konfi-Unterricht und die Hobbies pantomimisch darstellen (ein Junge, der aussieht als würde er einen großen Rasenmäher schieben und dabei Kopfnüsse verteilen. Das ist dann Reiten und Mama soll Kekse backen für den „Brot für die Welt“ Stand. „Euer Pastor hat bestimmt noch nie ein Blech eingefettet. Wie stellt er sich das vor neben dem ganzen Haushalt auch noch die dritte Welt versorgen“. Dann die goldene Hochzeit der Großeltern und Bommerlunder mit dem Onkel trinken, der zotige Witze erzählt: Fragt ein Ostfriese seinen Nachbarn, wenn ich Deiner Frau ein Kind mache, sind wir dann verwandt? Nein, aber quitt. Der gefällt mir. Die englische Verwandtschaftslinie und der betrunkene Onkel kämpfen mit der deutschen Grammatik. Heißt es der oder die Küche. Ja, die Küche, ist weiblich, aber die Tante hat gesagt, sie könnten in der Küche essen. Das sei zu kompliziert, das sei eben so. Herr Henschel hat eine tolle Stimme und kann auch gut singen. Die vorgetragene Prosa und Schüttelreime, Brechsätze usw. finde ich mittelamüsant, eher etwas pubertär. Opa ist voll bis zum Rand, dann Lenin an die Wand. Ich unterstütze die Buchhandlung mit dem alten Mann als Inhaber oder ehemaligen Inhaber (sein Sohn sagt Flyer soll er sagen und die schlechte Nachricht ist, dass eine Toilette von 3 nicht geht wegen Rohrbruch) und das freut mich und kaufe endlich die Känguru-Chroniken als Hörspiel, was ich die ganze Zeit schon wollte zum Verschenken. Das ist mal late night shopping. Der ganze Buchladen ist voll mit allerlei Zubehör, vom Janosh Kofferanhänger über Tierfiguren, die offenbar Laute geben, wenn man einen Stift dranhält bis hin zum Tatort-Kuli. Das hilft wohl beim Überleben oder ist unverzichtbar, dass man nicht nur Bücher verkauft, sondern lauter Einrichtungsgegenstände. In der Pause schauen wir die Katzen der Frauenärztin an (der Hund schaut immer so vorwurfsvoll, wenn sie sie streichelt)und gehen dann ins Guru. Sie mag die Lister Meile, das Pendant zur Limmerstraße, wie es genannt wird. Bei dem Edeka ist es ihr zu drängelig. Auf dem Weg erzählt sie von ihrer Mutter, die schon seit Monaten zu Besuch ist und alle Mahlzeiten mit ihnen einnimmt, so dass sie keine freie Minute haben und sie kann sich nicht abgrenzen. Wenn sie wieder fährt, will sie 3-mal am Tag mit der Tochter telefonieren, die nebenbei eine Praxis führt. Das Essen ist mittelprächtig, aber Imbisse sind ihr zu schmuddelig und das mag sie dann nicht. Der Inhaber schleimt, die Bedienung ist unfreundlich und kann’s nicht und wir geben zu viel Trinkgeld. Sie wird unruhig, weil die Kater heute kastriert wurden und sie sie nicht so lange mit ihrer Mutter alleine lassen will. Heute hat auch die Landesgartenschau in Bayreuth eröffnet. Der Heimweg ist lang und kalt und es soll noch kälter werden. Denke erst, es ist ein Spam, aber doch nicht. Guter Tipp für ein Geburtstagsgeschenk von dem Freund. Die gemeinsame Freundin hat nicht reagiert fällt mir bei der Gelegenheit wieder auf/ein. Prince war Gesundheitsfanatiker und ist in der Provinz geblieben. Tricky ist mein Prince.

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Pain! Breathe!

15.04. Wieder vor 7 wach. Was soll ich tun? Mache inneren Plan. 2er dürfen wir nicht vergessen und lieber heute Stadt als Morgen an einem Samstag. Trage mich erst mal heute für die Arbeit aus als abwesend. Die ersten Häkelrunden im Wintergarten wenn noch alles still und friedlich ist, ist doch die schönste Zeit des Tages.

Dann wird Katalin wach und liest auf dem neuen Sofa, was richtig schön geworden ist und ein ganz neues Sitzgefühl (aber ungewohnt, hatte mich an das abgenudelte wohl ganz schön gewöhnt) und dann kommt mein Bruder dazu und ich mach Kaffee. Die Erwachsenen gehen joggen und wir machen in Fimo. Stelle meinen Fundus an Sachen zur Verfügung. Muscheln usw. Was wird das, will Katalin mehrfach von mir wissen als wir nebeneinander werkeln. Weiß ich vorher nicht immer so genau. Zeige ihr später was es jetzt geworden ist, nämlich mehrere Broschen. Das ist ein Prozess, das kennt sie doch bestimmt auch vom Basteln. Und Steffi bitte mal genau hinschauen: der Schnaps to go Euroum mit einigen Fimomännchen. Eine Kooperation von Katalin und mir, demnächst auf einem Hütchen zu sehen. Bei mir darf sie Sachen nachmachen. Die macht auch Geldzeichen, ein Dollar und dann einen Euro mit den Balken falsch herum, aber das ist aus der Schweiz kommend auch eine Exotenwährung.

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Zeige meine Fimoballetttänzerin auf einem Hütchen, die ein anderes Kind gemacht hat und ich in dem Brockenhaus gekauft habe. Macht sie noch Ballett, nein Jazz Dance. Beim Ballett hat sie es der Lehrerin nie richtig machen können, die Jüngeren wurden immer gelobt, weil die Motivation bräuchten. Die Eltern kommen nass wieder. Es gibt Frühstück. Als wir losziehen ist es schon kurz vor 12. Ob meine Schwägerin die Zahnsache jetzt schon hinter sich hat?

Fairkaufhaus. Eine Tüte voller Rahmen, die mein Bruder an Rad durch die Stadt tragen darf und Geschirr, weil immer welches fehlt und das nur 50 Cent und so was kostet. Ich freue mich, dass sie fündig geworden ist. Die Kinder dürfen sich was aussuchen und müssen das nur mit den Eltern klären. Frederik hat über einen Jungen gelästert, der nur reiten will im Kreis, kein Sportreiten oder Springreiten. Nur schön reiten. Ich sage: na und, vielleicht mag er Pferde und wer Eishockey spielen will muss erst mal gut Schlittschuh fahren können. Das animiert mich wohl später und ich kann nicht vorbei an Mann auf Pferd. Puppen 50 %. Ich hole eine, weil man das Porzellan mit Fimo backen kann, aber das ist meine, hätten selber die Chance gehabt was zu holen verkünde ich. Stadt und Markhalle. Manche grüße ich, weil ich sie kenne, manche sind Fans und bei manchen ist es eine spontane Sympathie. Ich kann überall Freunde finden. Auf den Plastiksammelteller „Da Etna“ konnte ich verzichten, hätte ihn sonst dem Laden auf der Limmer aufs Auge gedrückt, aber Foto reicht auch. Habe auch Schere erworben für 50 Cent.  Haben wir nicht genügend, doch oder nein, ich kann sie immer noch verlegen. Es müssen so viele sein, dass mir das nicht mehr gelingt. Ich nutze das spontan für eine Aktion in der Markthalle und ein weiteres Filmchen. BM-Outfit  Fotos vor Sport Scheck.DSC05562

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Ich treibe zum Rathaus. Windig auf der Kuppel. Katalin ist aufgepeitscht wie in dem Film Titanic. Hannover von oben. Das mache ich zu selten, Jahreskarte wäre eine Maßnahme. Im Treppenhaus war ich da noch nie. Bemalte Gänge. Grobmotorisch mache ich die Getränkehalterung am Fahrrad mit dem Schloss kaputt.

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Im Georgengarten geht es einem Baum an den Kragen. Frederik lobt Hannover, so schön grün hier und „wirklich schön Hannover“, „kaum so geschlossene Wohnblöcke“. Wilhelm-Busch-Museum. Vögel kann er gut zeichnen und Hunde und Pferde auch. Die Bildunterschriften sind oft überflüssig bis hinderlich und der Bär zu naiv und die Schweine zu süß. Die alten Karikaturen vom Simplicissimus sind interessante Zeitdokumente. Rossi ist unter der Woche leergekauft, wir hätten in die Menagerie gehen sollen. Das wäre auch optisch schöner gewesen und gemütlicher und näher an Sport, Schuhgeschäft und Zuhause.

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Kurz vor dem Sport doch Schuhkauf, aber zum Glück nicht durch mich, Sommerschuhe in Nude. Sport. Irgendeinen Vorteil muss meine jahrelange treue, grouponfreie Mitgliedschaft ja haben. Habe schlechtes Gewissen, weil Doro nichts zu trinken dabei hat. Die Trainerin korrigiert zu wenig, gerade wenn man es das erste Mal macht. Dann zuhause essen. Mein Karottensalat mit Ingwer wird über den grünen Klee gelobt. Das freut mich. Ich hetze etwas, aber wir kommen auch erst an als der Film beginnt. Mogli erinnert mich stark an Valentin, Aussehen und Stimme des Darstellers. Ich kenne die Geschichte nicht. Nachdem der Film für einen Klogang unterbrochen wird mache ich mir Sorgen. Wir sollen die 3-D-Brillen mitnehmen für nächstes Mal sagt Stephan. Habe jetzt erst – nach der Teilsonnenfinsternis- die Brille dafür gefunden und kann jetzt auch nichts mehr damit anfangen (sie hatten schon bei der totalen gesagt, dass ich keine mehr erleben würde) will heißen, immer wenn man sie gebrauchen könnte, hat man sie nicht zur Hand. Gut, das kann besser werden.

Der Arthur Mergelheimer von Georg riecht und schmeckt phantastisch. Einen ganz neuen Blick auf meinen Bruder, total hingebungsvoll, vernünftig und kompromissbereit, nicht, dass ich ihn vorher für das Gegenteil gehalten hätte. Wäre gerne in Deadpool gegangen um 23 Uhr und wir bieten es an, mit den Kids nach Hause zu fahren, aber seine Frau ist müde und vermutlich trauen sie es uns auch nicht zu. Natürlich übertreiben sie manchmal, aber wer weiß, wie ich mit eigenen Kindern wäre…Zähne putzen nach dem Essen ist wegen Zahnspange (ich hatte gefragt).

16.04. Nachts Krämpfe in der Wade. Traum: 50zigster Geburtstag den wir neulich hatten, die Gastgeber waren gleich, sonst alles anders. Ich will gehen, weil Jo du Doro gar nicht eingeladen sind und wir kein Geschenk haben und die gleich richtig auffahren und wir schon gegessen haben. Stresse ohne Ende, wenn wir bleiben, muss Geschenk besorgt werden, Lush-Gutschein, sehr originell, haben schon die anderen bekommen (hatte Johannes gestern nach seiner Rasiercreme gefragt, ob das die ist, die ich ihm geschenkt habe von Lush, ja, gut für Reisen). Ich bin müde und fühle mich nicht so kündige ich mehrfach an. Stattdessen treffe ich andauernd total nette Menschen, Frauen, Männer, es ist immer superlustig und ich kann mich nicht losreißen. Es gibt öffentliche Toiletten, wie Geheimgänge sind sie versteckt unter der Straße und durch eine Luke im Boden kommt man rein und trifft sich dort. Wir treffen auch Leute die wir kennen (irgendwelche Verwandte von Stephan, die er vorstellt mit den Worten, dass er mit denen enger verwandt ist als wir mit…stellt einen Vergleich an) und es gibt total anrührende Tanzperformance mit Mann, Frau und einem Kind. Auch mit fallen lassen und so bühnenreif. Das Essen aus dem Lager ist geklaut worden (ca. die Hälfte) und alle die hinter den Kulissen wirbeln, ihre Freunde, sind total aufgeregt. Ich sage das sei nicht schlimm, weil wir z.B. schon gegessen haben und satt sind und ich will nicht, dass es jetzt daran scheitert und will das organisieren in zwei Hälfte, die eine die sowieso nicht unbedingt essen will und die Situation so retten. Jetzt sind wir doch geblieben, weil es einfach zu toll war und das ganze nähert sich seinem Höhepunkt an. Die Rede steht bevor und die Band ist auf der Bühne und wir sitzen alle an Tafeln und haben einen Cocktail vor uns. Der Gastgeber begrüßt uns, erzählt lustige Anekdoten und auch im Publikum sitzen total lustige Typen, die mich immer zum Lachen bringen (was das ist Deinen Mitarbeiterin, darfst Du überhaupt Mitarbeiter haben? Als ein weiblicher Gast vorgestellt wird). Die Gäste sollen was sagen – reihum – und noch vor mir ist Doro an der Reihe und die steht auf und bedankt sich und redet so souverän, dass sie es mit einem gemeinsamen Prost beendet und alle stehen auf. Dann wäre ich dran gewesen und ich hätte gesagt, wie mich der Abend berührt hat und dass das meine Schwägerin war, die gar nicht eingeladen war und wir uns einfach bedanken, aber es kam zu einer Unterbrechung und ich erzähle das dann anschließend in kleinem Kreis. Dann geht es noch um Haustiere, einen kleinen bunten Fisch, den mehrere gut findet und der hat schon Paten, die sich kümmern, wenn da wer im Urlaub ist. Ich bin quasi leider nicht gebraucht und bin überflüssig. Ich finde winzige Schildkröten und richte denen in einem kleinen runden Gefäß ein Aquarium ein mit einem Stein in der Mitte und mache es randvoll mit Wasser und muss sie mit einer Pinzette oder so reinsetzen, weil sie so klein sind (Fimo, Katalins Filigranarbeiten mit Zyklopenbabies mit Brille und Haaren). Dann geht es noch um einen alten Hund, (sieht der aus wie Stella?) den ich nicht kenne, aber mit dem ich gleich richtig wild spiele. Er hat ganz drahtiges Fell (das fühlt sich krass an, Stephan soll mal anfassen, sie aber bestimmt sehr pflegeleicht) und beißt mich beim Spielen immer (im Spiel), aber ich merke es kaum. Ist er so vorsichtig? Ich sehe dann, er ist alt und hat keine oder kaum noch Zähne im Mund (Anspielung an Kathrins OP gestern, dass wir nachfragen wollen, wie es ihr geht).

Was für ein schöner und versöhnlicher Traum denke ich beim wach werden und fühle mich ausgeschlafen und gut. Heute ist es schon 7, aber das ganze Haus schläft trotzdem noch. Lüfte und schwarzen Tee mache und mich bei Georg für den leckeren Wein bedanken. Den habe ich echt genossen gestern. Elena hätte den Steiff-Bären gerne, aber hat ein Platzproblem. Wir sollen Fonis Hund zu uns nehmen und erziehen. Wie lange braucht man wohl dafür? 3 Monate. Das Zeitfenster zwischen NY und Teneriffa. Steffi hat später keinen Zweifel, dass uns das gelingen würde. Für Elena würde ich es machen, Foni finde ich übertrieben. Ich finde die Fotos erst nicht, die mitgeschickt wurden und lasse mir den Hund beschreiben. Dann schaue ich später die Fotos und denke, warum liegt er in einem Holzrahmen, Ach so, das ist ein Foto von einem Foto. Rufe in Eilvese an und verstehe den Humor meiner Schwiegermutter nicht, wie Stephan später meint. Kathrin hat schon abgenommen. Mein Bruder ist da, dann haben wir ja einen Arzt um die Fäden zu ziehen. Der Arzt war so was von nett, sagt meine Schwiegermutter, wenn er so gut operieren konnte, dann sind sie auf der sicheren Seite. Kathrin hat eine dicke Backe und ich bestehe nicht auf ein mit ihr reden. Sie spricht als hätte sie eine heiße Kartoffel im Mund. Die eine Assistentin hat mal in Chur gearbeitet in der Frauenklinik und meine Schwägerin: nichts, dass das heute ein gynäkologischer Eingriff wird.

In Hannover auf dem Markt gibt es Ostern leckere Erdbeeren als lokale Spezialität? Davon weiß ich nichts. Basteln mit Katalin, Frederik liest. Es gibt Softdrinks, die ich bei Rewe nach dem Kino gekauft habe. Katalin macht alles Mögliche für mich. Was kann ich noch gebrauchen. Gebe ihr Rohlingen und die macht Fimoringe. Welcher gefällt mir am besten. Sie kann auch mal für Nachbarin oder Lehrerin einen basteln, muss nicht alles für mich machen. Will sie nicht abweisen, eine Gradwanderung zwischen Anerkennung und nicht zu raffgierig sein. Verbastelt die Puppenteile aufs Originellste. Das ist ein Einsiedlerkrebs (mein Stofftier aus SF) und das ist ein Beinsiedlerkrebs. Ich darf die Zyklopenfamilie auf das Hütchen kleben. Trage ich dann auf Teneriffa. Frederik hat nur den Vater gemacht und die Mutter und die Kinder. Ich gehe duschen kündige ich am Nachmittag an in Erwartung einer Rückkehr der Erwachsenen und weil ich die einzige bin, die noch im Nachthemd ist. Katalin kommt das erste Mal ins Schlafzimmer und schaut mir eine Weile zu wie ich nackt in der Wanne hocke um dann zu sagen, sie wolle nicht stören. Sehr lustig.

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Emil klingelt und will den Fahrradschlüssel. Das macht mir Panik und nach Anrufversuchen stütze ich kopflos los, Wohnungstür steht offen, oben nicht Bescheid gesagt, Fimo im Ofen. Kehre unverrichteter Dinge zurück. Emil hat gestern ein Auto angefahren, darf aber das BMX ohne Bremse nehmen, weil er nur in den Park geht.

Sie waren u.a. bei Rossmann und haben Haargel für den Sohn gekauft und Blumen für mich bei Gaby. Sehr schöner Strauß!

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Die Kinder schauen Ice Age und die Männer legen sich hin. Es gibt Eis. Ich bin bockig und fahre Fahrrad. Capoeira und Filmchen aus der Bettfedernfabrik, so von Hand die Federn waschen. Das muss richtig Scheißarbeit gewesen sein. Hier sind die bunten Flüchtlingsunterkünfte. Es geht um die traumatisierten Kinder von Flüchtlingen, die Wut entwickeln müssten nach meiner Schwägerin, weil sie merken wie sie abgelehnt werden. Anderseits sind andere total behütet und erzählen mir von ihren Zombie-Alpträumen, mit Leichen, die nach einem greifen wie meine Nichte, also wie man was erlebt und verarbeitet als Kind kann sehr unterschiedlich sein ist meine Einschätzung. Kunst im Treppenhaus, Band gerade vorbei, etwas Hofflohmarkt, Trampolin. Katalin redet ohne Punkt und Komma. Ich war bestimmt auch so. Rad schlagen kann sie nicht und das wird in der Schule bewertet. Frederik fragt wer Heinz sei und ich sehe dann, dass an jedem Laternenpfahl „Heinz muss bleiben“-Aufkleber zu finden sind, Linden ist damit gepflastert. Das ist der coole Laden in den wir heute mit Deinem Papa gehen wollten. Die Schweizer lieben Fratelli mehr als erwartet. Die Aloha-Pizza ist gut und meine Neuentdeckung. Fahre bei Steffi rum, sie fragt wegen Gästefahrrad, gute Idee. Sie wird uns abholen und wir fahren zusammen. Das ist doch der halbe Spaß.

Tricky hat schon angefangen. Ich wäre vorne sitzen geblieben auf einer Bank in der Eingangshalle. Das Scheißpavillon, mit dem Sexappeal einer Volkshochschule und dem digitalen Anzeigebildschirme bei kleinem und großem Saal völlig unnötig und der große ist hinten zu. Wie soll man kann wissen, dass sie den abgesperrt haben und es schon im Gange ist. Hätte auch in den kleinen oder besser noch bei Chez Heinz reingepasst. Die Schaufensterpuppen flankieren die Bühne, eine mit einem labbrigen schwarzen T-Shirt, sind voll 80er und hässlich und auch irgendwie gruselig so dunkel wie es ist. Er verträgt wohl kein Licht und zuppelt an seinem T-Shirt, leiert es aus, ohne dass der Waschbrettbauch zum Vorschein kommt. 2 Mikros in der Hand wie zwei Eistüten, in der schwarzen Silhouette sieht aus, als hätte es eines für einen Freund gekauft, hält beide in einer Hand und peitscht gerne mit den Mikroschnüren. Die Technik ist dafür wohl anfällig und ständig muss einer kommen und es richten (ich denke zuerst, die wären zu doof), was ihn dann wieder nervt. Der ist bestimmt eine Arschkrampe, aber langweilige Männer sind halt noch mehr die Pest. Das wäre ein großer Konflikt für mich. wenn ich einen Partner suchen müsste. Er mediziert sich selber mit dem süßlichen Rauch und auch während des Auftritts riecht man es deutlich und die Nebelschwaden ziehen deutlich über die Bühne hinweg. Licht schon an, mein Hähnchen vom Migros wird gelobt, dann die zweite Zusage. Wir flippen aus und Steffi nimmt meine Hand und führt mich nach vorne. Er hält die Mikros nicht in die Nähe seines Mundes und seine Stimme ertönt trotzdem. Ist das Play back? Der kann wohl machen was er will. Versteckt sich hinter einer der Puppen (Steffi meint, es seien seine Gesprächspartner oder gegenüber beim Singen). Wir lieben ihn trotzdem. Soll die Band rausschicken und wir machen Karaoke und er soll einfach noch ein bisschen da sein und Playback machen. Ich weiß von Claudi, dass er früher nur mit dem Rücken zum Publikum war und seit er die Medikamente regelmäßig nimmt ist es besser geworden. Caro und Pe vor der Tür. Netter Smalltalk und ich freue mich über den Konzertabend. Oli aus der Glocksee treffen wir am Küchengarten (schon das zweite Mal heute, ich hatte ihn tagsüber in der Nieschlagstraße schon gesehen). Das ist ein Zeichen. Er: „mein Alter ist heute 80 geworden“. Noch einen Gin Tonic im Ihmerauschen trinken. War er weg in Hamburg? Nein. Irgendwann mal zwei Jahre München. Sein Vater sei nicht tot zu kriegen. Schön Vitello Tonato schlabbern. Die Stiefmutter kocht gut, aber für 30 Gäste war es Catering. Ich werde im nächsten Leben auch Handwerker und zwar Dachdecker, weil ich gerne den Ausblick mag und schwindelfrei bin und er baut lieber im Warmen Möbel. Was Obama war noch nicht in Hannover. Seine Mutter ist schon lange tot und 2000 gestorben. Die Flüchtlinge sind hochmotiviert und das Land was es schafft zu integrieren hat den besten Schutz gegen ISIS. „Was, Sambuca gibt es noch“ frage ich zu laut. Ich will einen Orgasmus (war doch früher Sambuca mit Baileys). Oli meint, dass könne man missverstehen. Die Bedienung mit dem Hut zu mir auf mein Hütchen bezogen: Schick und dann „bzw. vielleicht nicht gerade schick“. Was?? Schleimt bei Oli, kennt ihn, wo hat er denn früher gearbeitet, in der Glocksee, im Wolff. Früher war cool. Oli schön lakonisch: früher war auch nicht alles toll und, na ja, heute gefällt es ihm auch ganz gut. Ich sage der Bedienung, ich habe erfahren, er hätte Nachwuchs bekommen. Wer hätte mir das denn gesagt? Muss Jan aus dem Haus gewesen sein. Er: wer ist Jan und Steffi empört: nein, sie war das. Ist ein Junge. Johannes und ich mache noch ein paar Mal Tricky nach mit Pain! und Breathe! Ich bin trotzdem Fan und wie sehr merke ich erst nach dem Auftritt heute. Zuhause brennt Licht, aber nur so, zur Nervenberuhigung. Eine Runde Küche. Dietrich hat seine kinderlose Schwester ganz schön ausgezeichnet und eingebunden als Doppel- und Dreifachpatentante. Auch wenn ich leibliche Tante bin, wäre das ein schönes Signal gewesen. Diese Freunde werden überbewertet und da trennen sich auch mal gerne die Wege der Elternkontakte und dann hat das Kind auch wenig davon. Die Frühstückläden machen alle zu spät auf.

17.04. Frühstück (heute schneide ich en Obstsalat, keine Kinderarbeit am letzten Morgen) und packen, die Kinder wirken etwas zerrockt und Katalin wird wegen Allergien begutachtet und erzählt mir von ihrem schlimmen Heuschnupfen. Ich improvisiere einen Gruß für Birgit – nachträglich – und habe Sachen rausgelegt und frage die Kinder, ob sie was gebrauchen können (meistens ja nicht, nur die Magnetplatte zum Selberzurecht schneiden, den Einsiedlerkrebs findet Frederik gut, aber will das seine Schwester ihn nimmt, die Stofftiere trägt und die will nicht). Ich sage Johannes (ohne Kinder), dass ich mich freue, dass wir altersmäßig auseinander waren, weil der Bruder im gleichen Alter führt zu Übergriffigkeiten und ich war lieber in der Mutterrolle als immer dieses aneinander rumspielen, festhalten und Nase ablecken. Sumach eine Probe für Doro in die Zimtverpackung aus Holland. Das passt gut. Für alles habe ich die passende Verpackung oder bilde es mir ein. Kunsttasche Kirchner aus der Villa Fortuny hat ein neues Zuhause. Reiseproviant und Fimosachen einpacken. Es wurde alles gelobt an Essen sogar die Suppe, wenn ich aus Versehen Auberginen reingemacht hatte und man sie nicht probieren konnte. Katalin weint Tränen zum Abschied. Die kann noch so oft kommen bis es ihr zum Hals raushängt. Wir gehen bald zum Openair in St. Gallen mit ihnen und dann schlafen wir im Tipi und die Tante tanzt bis das Knie steif wird. Betten alle abgezogen. Wir Schlampen hätten das erst mal so gelassen bis zum nächsten Besuch und ich hätte bei Gelegenheit darin geschlafen.

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Der gute Wetter-Terror. Ich liege auch lieber im Bett und schaue durchs Fenster in den blühenden Pflaumenbaum. Gut Magnum-Eis im Bett essen ist bei mir sehr riskant und jetzt sieht das Bett nicht nur vollgeblutet, sondern aus vollgekackt aus. Das Spannbettlaken hat ein Loch und kann eh gleich weg. Die restlichen Mandeleis gehen nach unten und ich bedanke mich bei den Kindern für die Räder. Lotta hat die Halterung für Getränke nie genutzt und macht eine abwehrend „egal“ Handbewegung. Ich sage, lustig war Emils Freund, der mir den Tipp gab, es würde gar nicht auffallen. Treppenhaus erst mal runter mit der Farbe und dann schauen, wie es darunter aussieht. Das ist gut. Telefonat mit Claudia, die sich freut, dass wir dem Gute Wetter Terror trotzen. Ja, ich bin Stubenkater. Bedanke mich bei ihr für den Artikel „Tricky zum Anfassen“. Sie hat geschrieben, nach vorne gehen und tanzen und das ist beides passiert. Ich habe mich amüsiert, wenn die Leute sich beschwert haben, dass er voll mit dem Rücken zum Publikum stehen würde. Ich quasi voll Insider durch sie wusste, dass ist schon viel besser geworden. In Hamburg hat er Leute auf die Bühne genommen. Das wollte sie nicht, beim Yoga will sie auch nicht vortanzen. Den Hund von Arnd, den ich ihr beschreibe findet sie eklig und will mich dann nicht mehr besuchen, wenn ich mir so einen zulege. Einen kleinen Weißen hätten alle süß gefunden und der wäre auch was für uns gewesen. Wir sprechen über Körperlichkeit und trotzdem sind Kinder, egal wie entzückend und geliebt sie sind keine Puppen an denen man rumspielt und sie haben ihre Grenzen, die man wahren sollte. Das Angefasstwerden ging halt fast nie von dem Kind aus, sondern immer von den anderen und sie war genervt und belästigt. Ich finde, da werden Grenzen überschritten, aber was tatsächlich war, wird sich später zeigen. C. findet den Bär auf Rollen gut für Hilda. Die würde da total drauf abfahren.

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Gebrüder Karamasov geht 5 ½ Stunden. Krass. Will man sich das wirklich antun? Die Kritik ist nicht sonderlich aussagekräftig. Einzelne Schauspieler werden lobend herausgestellt. Dickes Buch von über 1000 Seiten ist nicht in 90 Minuten getan, andere an anderen Theatern in Hamburg am Thalia oder sonst wo haben über 6 Stunden gebraucht, andere wiederum haben es in weniger als 4 auf die Bühne gebracht. Das Bühnenbild sieht aus wie ein Kaffeefilter. Das fällt einem besonders auf, wenn man müde wird und am Ende applaudiert man sich selber zu fürs Durchhalten.

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Das Ballett. Da müssen krass junge Mädchen rein, die vielleicht gerade noch Windel getragen haben, zu Mutti auf den Schoß wollen oder ihr die Haare flechten. Es bestand aus 3 Teilen. Im ersten mit Wolkenbild im Hintergrund und einem weißen Schwan, ein sehr gut gebauter Mann, der Frauen formvollendet wegträgt und mit ihnen in einem dunklen Schlitz ganz hinten auf der Bühne, ganz weit weg, verschwindet. Farblich abgestimmt Paare tanzen nacheinander und die Sängerin aus Verdis „Die Macht des Schicksals“, die auf den Bühne immer sehr unglücklich wirkt und lieber unten beim Orchester gesungen hat, so mein Eindruck. Die haben krass Yoga getanzt und ich fand fast alle Männer sahen aus wie mein Bruder im Profil nur halt doch noch sportlicher. Von vorne und beim Applaudieren sahen sie dann halt wie schwule Tänzer aus….Der eine – sehr begabte- sieht aus wie Biaggio in sehr jung und sehr gutaussehend und sehr tuckig. Wie vermehren die sich eigentlich fragt sich Stephan. Dann Pause und Komödie mit barocken Kostümen, der Adelige stellt der Kammerfrau nach. Die Kindermusik geht mir auf den Geist. Dann Unterbrechung. Lichtpause denke ich und Stephan denkt gleich richtig: Ein Unfall. Hat man es knacksen hören wie jemand behauptete. Turnschuhe in der Oper sind provokanter als jedes Hütchen. Ich weiß auch, wie man Leute abfahren lässt, wie Stephan bemerkt. Eine Frau als ich in die Reihe zurück gehe nach einer Pause: sie muss mal schauen, was das ist. Ich sage nichts und gehe einfach weiter. Die Pfannen bei denen man den Griff abschrauben kann, gemustert wie Stracciatella-Eis, aber nicht die billigen, die wellen sich und dann funktioniert der Induktionsherd nicht. Tochter und Schwiegersohn, die alles selber machen. Der selbstgemachte Sushi-Reis (er ist um 6 Uhr Morgens aufgestanden) und die Teriyaki Sauce. Säße Sushi mit Mango und selbstgemachter Schokoladensauce. Das Würzöl kann die Freundin ihr besorgen, sie essen gerne asiatisch. Zum Braten ist Olivenöl zu schaden, da nimmt sie Rapsöl mit einem Stich Butter. Das Würzöl nimmt sie anschließend auf Fisch oder bei exotischen Salaten. Beim dritten Mal will ich mich umdrehen und mitsprechen. Ein Kochkurs bei Herr Gruber von Titus. Der Arme und er heißt Grubert! Im dritten Teil erklärt der Typ noch mal, dass es wirklich ein Unfall war. Der eine Tänzer muss genäht werden. Im dritten Teil geht es um Helden und sie machen jetzt weiter und improvisieren und man wird die Lücke sehen. Viel zu viel Tänzermaterial wird verschlissen. Das einzige was mit gefällt ist das Laufen im Gegenlicht als Silhouette auf einem wie Laufband im Flughafen hinten. Das ist ein guter Effekt. Zeige Stephan die Yogalehrerin aus der Werkstatt, eine von zwei kleinen italienisch aussehenden Mäusen. Beim dritten Stück denke ich nur ans Essen, wohin gehen. Das meiste hat zu am Sonntag. Durch länger warten lassen und Erklärungen haben wir keine Zeit aufgeholt. Mich hat das Tanzen heute aggressiv gemacht und ich muss Zuhause ganz schnell noch was kochen. Vielleicht bin ich auch einfach nur müde. Pasta mit Kapern. Knoblauch, Zwiebeln, Kirschtomaten und Parmesan und die Vegi-Salami schmeckte verkocht tatsächlich gut. Dann Ingwer mit Zitrone und Honig und ins Bett. Endlich.

18.04. Traum: Wien oder so, ich fahre alleine mit der Bim. Schwarz fahren? Nein, ich kaufe doch eine Fahrkarte. Der Schaffner und sein Freund sehen aus wie zwei Tänzer von gestern. Ich habe doch Tagesticket, sage ich dann. Ach nein, von gestern. O.k. dann Einzelticket. Mit dem Freund unterhalte ich mich über steigende Preise im öffentlichen Nahverkehr und das hier in Wien wenigstens auch der Bus alle 10 Minuten kommt. Das sollte für Arme ganz umsonst sein. Das wäre das richtige, politische Signal. Steige aus und es ist eine Shoppinggegend mit lauter Buden. Weiß nicht, was ich dort soll. Muss eh zurück fahren. Hätte ich gleich wieder Tagesticket nehmen können (kostet nicht mal das Doppelte) oder 4-Tagesticket. Das ist ärgerlich. Dann mein Kollege, der die Hälfte der Zinsen haben will für einen gemeinsamen Fall. Zinsen? Das werden auch nur 5,- € sein. Braucht er Geld und ich soll ihm welches leihen. Zitiere extra-3 wo sie (dieser Toby Schlägel) auf der Kö in Düsseldorf Unterschriften sammeln zur Rettung der Briefkastenfirmen und die Leute sagen, sie haben ihr Geld schon gut in Sicherheit gebracht und die eine Frau, die Einnahmen seien da. Das einzige Problem sei, sie sei jetzt 76 und habe nicht mehr so viel Lust Geld auszugeben wie früher. Dann denke ich der Kollege macht einen Darlehensvertrag dabei zeigt er mir den Scheck, auf dem die Summe nicht stimmt und handschriftlich verbessert werden muss. Dann geht es um ein Schreiben wegen seiner Tochter und Reit- oder Ballettunterricht. Wie unmöglich sich da die Lehrenden verhalten haben will er mir sagen und liest es mir erst mal vor, wie die sich über die Kinder beschweren. Es waren 3, die sie Gruppe Vorname des einen Kindes nannten. Brauche ich ein vollstreckbares Schuldanerkenntnis von meinem Kollegen? Was mache ich dann im Zweifel damit? Ihn die eV abgeben lassen. Das werde ich wohl auch so mit ihm hinbekommen. Er soll was aufsetzen. Dann wird irgendwas zerrissen und ergibt 2 Teile aus Gummi, die ausschauen wie Nervenzellen. Das eine Stück etwas größer. Das kann ich zum Basteln gebrauchen.

Russische Pflegedienste betrügen die Krankenkasse. Also der mit dem ich zu tun habe, die tricksen zwar, aber machen viel für meine Betreute und darauf kommt es mir ja an. Die Sonne scheint, die Leute sind gechillt und der Lidl ist leer. Life is good! Aber trotzdem Lachs lieber in der Markthalle als bei Lidl.

Treffe den Nachbarn vor der Tür auf den Bus wartend. Er war Samstag bei Jacques Palminger in der Cumberlandschen Galerie, war auch super. Die alte Betreuerin wegen Inhalt des Schließfachs. Münzsammlung, den Schmuck hat sie fotografiert. Ja, das reicht mir alles so und ich mache keinen Hermann davon. Was mache ich nur mit den ganzen Akten? Frau Borderline hat die Anhörung beim Betreuungsgericht abgesagt. Damit war zu rechnen. Dann kann ich Stephan auch keine Adiletten in der Stadt kaufen. Herr Praktikum und die Suchtberatung. Unterbrechung von 6 Wochen und jetzt will er wieder. Er muss seine Nummer zusammen bekommen wie man auf Englisch sagt. Ich bin es leid Aktionismus zu entfalten (ich kann das) und es bringt auch nichts, weil er die Zügel in der Hand hält und erst mal in Vorleistung gehen muss. Hilfeplanung nach Wien, muss ich auch nicht hin, sehe den Typen jede Woche. Wieder Hamburg in der alten Betreuungssache. Wenn der Ex-Betreuer da nicht mehr arbeitet, habe ich keinen Ehrgeiz mich zu melden bzw. habe dann kein Interesse an einem Gespräch. Der Kollege lobt mein Outfit und Tricky-Fanshirt. Ja, seit dem Eagles of Death Metal Konzert keine Vorschusslorbeeren mehr, gerade nicht für alte Männer.

Die Möbellieferung nach BT ist verschoben. Meine Mutter war wieder so aufregt und was spätestens bis 9 war, sollte dann spätestens bis 7 Uhr sein. Oh Gott, ich habe Angst was da selber charaktermäßig auf mich zukommt.

Jasmin schreibt, dass Valentin in Blankenese ein Tennisturnier spielt und die ganze Familie mitfährt und sie schlagen vor Treffen in Hamburg mit den Jungs und C, aber das ist Pfingsten und wir sind in NY. Sie schreibt: „Ansonsten hatte ich heute morgen eine Mütze mit Blümchen an der Seite auf (neu erstanden in dem Hutladen bei uns in Werden ) und Leander sagte, ich würde ja aussehen wie Franziska am Kopf, aber sehr gut. Fand ich süss“. Fragt auch wegen gemeinsam nach Barcelona fahren 2017. Das wäre großartig. Dschungelbuch Tipp wegen der verblüffenden Ähnlichkeit.

Der Bürohund bellt regelmäßig, gerade wenn Leute reinkommen, die hier arbeiten, die Psychokollegin. Die Wahrnehmung der Hundeeltern ist gerne derangiert, aber meine nicht.

Beste Nachricht des Tages. GEZ hat geklappt bei der schwierigen Frau Lehrerin. Muss ich meine Haftpflicht nicht bemühen. „Die Befreiung hat geklappt für März und April 2016. Man müsste jetzt diesen Monat einen Neuantrag stellen für eine weitere Befreiung, aber das scheidet wohl aus. Ich bitte Sie sonst um Veranlassung oder einen Hinweis“. Warum kann die Scheißhausrat nur zu August 2017 gekündigt werden bei der Frau Berufsgenossenschaft, die nicht sprechen kann. Auch August diesen Jahres war mit 3 Monaten Frist vorher. Frau Dackelmischling, die unbedingt die Insolvenz wollte geht nicht zum Insolvenzverwalter und der droht ihr dabei, dass er sie zum Gericht laden und vorführen lassen kann. Die private Betreuung lehne ich ab mit dem Hinweis, dass ich zu viele Fälle habe. Der Vermieter von der Frau, die sich nie meldet und dann da war zur Anhörung mit der Richterin schreibt mir, es hat wohl einen Aushang gegeben (das hatte ich gesagt, dass sie sich das kaum ausgedacht haben wird, dass sie die Mitbewohner informiert oder fragt, ob es o.k. sei), aber er als Vermieter sei weder gefragt worden noch habe er der Haltung zugestimmt. Es bleibt bei der Abmahnung, auch wenn derzeit keine weiteren Schritte geplant seien.

Die Stieftochter des Nachbarn schiebt einen altmodischen Kinderwagen. Ewig nicht gesehen, sie war wie verschollen, aber mir fällt auf die Schnelle nichts ein, was ich jetzt sagen/fragen könnte und ich bin in Eile. Der Wald blüht. Nächstes Mal machen wir mit den Schweizer Radtour durch den Wald statt am See.

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Erst finde ich es nicht, weil die Straße noch mal extra ist. Es handelt sich um diesen Innenhof an dem man immer vorbei fährt. Sehr gepflegt und es wird gegärtnert was das Zeug hält. An der Klingel stehen 2 Namen, einen Dr. XY und seiner. Klingele mehrfach und es macht keiner auf. Er dachte, die haben eh alle einen Schlüssel. Vertäfelte Wohnung, altdeutsch eingerichtet. Ganz schlimm, alles braun und tarngrün. Die Fliesen in Küche und Bad. Seine Eltern seien letztes Jahr verstorben, die wohnten in Godshorn. Der Vater war dann zum Schluss im Pflegeheim, weil es nicht mehr ging. Seine Mutter war 90 und da denkt man, der Krebs kann einem nichts mehr anhaben, aber musste sie doch sterben. Er weint immer wieder. Die Betreuerin war dann wie seine Mutter. Er darf alleine nicht die Wohnung verlassen. Wer sagt das, will ich wissen. Das hat die Betreuerin so bestimmt und die ist eine Halbgöttin. Er findet wohl keine Leute, die ihn begleiten, obwohl er denen sagt, dass er sie bezahlt (was auch stimmt, er ist sogar privat versichert). Er hat die Regel auch schon mal gebrochen und war beim Kiosk, ist auch nichts passiert. Die Leute aus dem Haus sollten den Rollator wieder hoch bringen und haben gesagt, das sei nicht ihre Aufgabe (wieder zittert die Lippe). Betreuerin hat an ihm mehr verdient als an einem Sozialhilfeempfänger. Wie viel sie bekommen hat, daraus hat sie Geheimnis gemacht. Er habe Demenz und sei 100 % schwerbehindert, aber so schlimm sei das nicht. Anderen gehe es schlechter. Der Pflegedienst kommt 3 x am Tag. Das sei übertrieben, mittags essen bekommen sei nicht verkehrt und daran habe er sich gewöhnt, sonst könne er auch Essen auf Rädern bestellen wie seine Eltern (wundere mich, wie es hier wohl geregelt ist). Das sei schon gut, aber morgens das Toast in den Toaster stecken, das könne er auch alleine. Er war ja im Heim und die Betreuerin wollte seine Wohnung verkaufen, in der er lebt seit 1987. Da hat die Richterin gesagt, dafür braucht sie doch seine Unterschrift und damit war das dann auch erledigt. Ich frage, ob er noch selber einkaufen geht und wo man das hier macht. Einkaufen kann man bei Lidl, da die Straße runter. Da ist es auch passiert, er ist zusammengebrochen und hat noch versucht sich an einem Karton festzuhalten. Die Mitarbeiter haben versucht, ihn wieder aufzurichten, dann kam der Krankenwagen mit einer Bahre. Da sollte er sich drauf legen, dann haben sie ihn in ein Krankenhaus gefahren und dort sollte er sich in ein Bett legen (was blieb ihm übrig) und wurde operiert, woran weiß er nicht. Es war alles Mögliche gebrochen. Er kann eher aufzählen, was nicht gebrochen war. Die haben ihm ein Bild gezeigt, das hätte auch ein Bild von einem Wettersatteliten sein könne. Er konnte darauf nichts erkennen, aber das waren wohl seine Knochen, er musste es ihnen ja glauben und der Arzt hat gesagt, dass er Morgen sterben wird und er dachte, was mit 53, so früh und wollte am liebsten zum Fenster rausspringen, aber das ging nicht ohne fremde Hilfe und der Pfleger hätte sich bestimmt geweigert und so hat er einfach weitergemacht und der nächste Tag verging und heutzutage gibt es auch Promis, die HIV-positiv sind und lange leben. Wenn er gesprungen wäre, dann wäre er jetzt vielleicht querschnittsgelähmt und noch schlechter dran, so kann er sich in der Wohnung bewegen. Er war immer ein guter Sohn und ist auch nicht straffällig geworden. So was gar nicht. Der Nachbarbär mit Bart gegenüber putzt Fenster und ich schaue verträumt zu, mit dem Handtuch wischt er nach. Und jetzt ist er im hohen Alter noch Vater geworden, da wundern sich einige und obwohl er schwul ist. Ich frage nach dem Namen der Tochter. Die Betreuerin hat sie angeschleppt, aber die waren wie Feuer und Wasser die beiden Frauen und er musste darauf achten, dass die sich nicht begegnen. Sie war die einzige, die zu ihm gestanden hat und wirklich auf seiner Seite war (außer der Richterin) und als es ihm so schlecht ging, hat sie für ihn gebetet, dass er nicht stirbt und er ist zwar nicht religiös, aber jetzt darf er ihr den Wunsch nicht abschlagen, wenn sie adoptiert werden will und außerdem war es schwierig im Krankenhaus, weil sie nicht verwandt war mit Auskunft und Besuchen und „dürfen Schwule keine Kinder adoptieren?“ Ich wage es einmal mit einem Filmchen und genau in dem Moment sagt er das. Hörspiel und dazu Möbel und ich denke, genial, das ist doch ein besserer Eindruck als meine Texte. Er hatte einen Lebensgefährten (der auf dem Klingelschild steht) und der ist jetzt in Mainz. Wenn 2 Männer zusammen wohnen ist das schon komisch und für Außenstehende eher wie Studienfreunde und ob man miteinander schläft, das geht doch keinen was an. Bei Männern die zusammen wohnen, dann denken doch alle, dass die auch Kinder ins Bett zerren. Ich widerspreche und sage, das sei m.E. nicht so verbreitet dieses Vorurteil und man könne auch dazu stehen z.B. den Eltern gegenüber. Das sei doch ein Unterschied, ob man das offen lebt. Es sei heutzutage nicht viel besser an in den 50er Jahren ist seine Meinung und jetzt wo seine Eltern tot seien, dann will er wenigstens die Tochter haben. Ich sehe dann, dass 3 Vodka-Flaschen neben ihm an der Couch stehen. Ein Kollege hätte ihn gefragt, warum er so viel trinkt. Um zu vergessen. Am nächsten Morgen sei alles gleich, das wisse er auch. Er sei ja nicht blöd. Ich frage nach Arbeit (Kollege war nicht so gemeint, erklärt er mir), er sei selbständig gewesen angeblich Programmierer. Das gäbe es doch, dass Leute nicht in eine Firma gehen, sondern Rechnungen schreiben. Das sei doch auch in Ordnung, man könne doch nicht sagen, dass die alle faul seien. Die Betreuerin sagte immer: Sie sind ja betrunken. Das muss sie sagen und es tut ihr auch gut, dass sie es sagen kann. Weise Einsicht denke ich. Die Pflegekraft kommt mit Essen auf Rädern in einer schwarzen Warmhaltebox und sagt, dass sie seine Wäsche angemacht habe und Morgen das Bett neu bezogen werde. Wie im 4-Sterne-Hotel sei das hier sagte er. Als er sich über das Heim beschwert sagt die Pflegekraft, sie könne was dazu sagen und das sei schon richtig gewesen und er könne nicht alleine wohnen. Sehr undiplomatisch wie ich finde und ich frage mich, ob das nötig ist so mit ihm zu reden. Der Rollator stehe hier nur als Beweis für die Schwerbehinderung und zur Deko. Er brauche ihn nicht in der Wohnung. Als er ihn benutzt um zur Essensbox und ins Esszimmer und ehemalige Büro zu gelangen, sagt er, das sei ein Reflex. Schöner Innenhof, aber überambitionierte Nachbarschaft, haben mein Rad, was ich schon bei dem Radständer abgestellt hatte in Halterung gehoben. Ich könnte kotzen.

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Kaffee und Kuchen Pause am Lister Platz. Was, das wird noch geteilt das Stück Karottenkuchen (da vergeht einem ja alles) und es fällt ihr um. Nur die Kaffee- und Zuckersucht treibt mich zu so was. Der Radfahrer der mir im Nacken sitzt hat farblich geteiltes Haupthaar und erinnert mich an eine Traumsequenz mit Frisur. Eine Frau, die wir kennen war beim Friseur und hat komische Haare gemischt aus blond und dunkel. Sieht aus wie eine Perücke und total künstlich muss man ihr leider ehrlich sagen. Stephan kopiert nichts. Ich kriege ja 12 Akten von der Vorbetreuerin.

Steffi turnt mit kleiner Wärmflasche umgeschnallt und trägt das Jeanstuch und die Reistasche von mir (schon mehrfach). Das freut mich. Wir sind Mittwoch nach dem Yoga verabredet, weil mein Mann bei Serdar ist. Heute sind Neue dabei und es gibt Yoga Basic, aber das ist mir nicht unrecht, denn bei mir sind die Unterschenkel zur Zeit komisch. Wie Thrombose fühlt sich das an und davor war Knie. Fasst uns heute an der Stirn an. Das kann sie gut. Wenn die Schweizer Kinder mal zu uns wollen, kann man das per Flug machen (Zürich reinsetzen) und wir holen sie am Flughafen ab oder mit persönlicher Begleitung durch meine Schwägerin, aber warum sollen die alleine kommen wollen?

Fensterputzer kommt Morgen. Schon wieder? Es gibt Ärger, weil ich das frage, habe aber schon die Fensterbänke frei gemacht. Der Typ ist mir so was von unsympathisch, das kommt dazu. Wartet 20 Minuten vor der Zeit rauchend vor der Tür und dann als ich raus komme: naaa, ist Ihr Mann schon wach? Lästert genau über den Falschen, in diesem Fall seinen Auftraggeber? Meinem Mann hat er seine Beauftragung zu verdanken, weil ich würde ihn zum Teufel jagen. Der Depp. Koche mit grünem Spargel, Frühlingszwiebeln und Kirschtomaten, aber es gibt Brot und das andere ist vorgekocht für Morgen. Rhabarber, der im Kühlschrank lag, hat mich animiert. Koche Kompott und das gibt es mit Sahnevanille. Schön säuerlich und mit Rohrzucker und Zimt belegt es die Zähne. Claudia bekommt keinen Direktflug. Sie muss nicht mitkommen, das ist optional. Sie weiß es schon lange und die Konzert- und Festivaltickets kann sie auch immer problemlos besorgen. Was soll ich sagen? Nein, sie hat kein Problem mit Zwischenstopp sagt Stephan. Mama ruft an um halb 10 und will meine fröhliche Stimme hören (das bezweckt das Gegenteil bei mir) und ist dann natürlich enttäuscht, geht ja nicht anders. Ich soll meine Batterie mal wieder aufladen. Sie fahren Morgen in die Schweiz und werden ja dann hören, wie alles war. Dann kann meine Schwägerin uns auch nicht besuchen, wenn wir jeden Abend weg sind. Kommt Freitagnachmittag vielleicht mal kurz vorbei. Das Morgen ist ein Gastspiel. Nivea Haarspray Volumen macht keine Betonfrisur. Neue Serie, Vorspann gefällt mir die Grafik und Musik und auch die Charaktere bei der Kleinstadtpolizei. Der neue vom FBI isst immer Kuchen mit, wenn er ihm angeboten wird und kommt so an Informationen ran. Die Ahornsirupmafia, die das Zeug kochen, wie Chrystal Meth (Anspielung an Breaking Bad).

Wärmflasche aus dem Fairkaufhaus gibt nach und verbrüht mich. Aua. Ein Schlitz unterhalb des Verschlusses. Ich unterstelle Stephan zuerst, dass er sie nicht richtig zugemacht hat, aber ich bin schuld, weil ich sagte, warum neu kaufen, diese hier ist genauso gut und sieht schön old school aus. Verbrennung am unteren Rücken, Stephan kümmert sich um das nasse Sofa (das ist nur Wasser rege ich mich auf, ich habe mich verbrannt), dann um mich. Googelt im Internet und will Notarzt rufen, lehne ich ab. Misst ob es Handflächengroß ist. Der Arzt ist wieder weg. Wäre es besser, wenn er da gewesen wäre? Am Anfang tut es schon weh und ich kann nicht schlafen. Ja, da werden such Blasen bilden, aber das ist dann auch gut so. Meine Aloe (ich weise Stephan an sie zu holen und liege nur, es spannt doll) hilft am besten und das Pusten. Er schmiert es damit ein, aber zudecken muss ich mich schon. Schlafe dann gut und wechsele irgendwann in die Seitenlage, dann kann man es rausstrecken.

Das Schokoladenloch

12.04. Traum: Irgendwie Reisegruppe oder Besuch, Gruppe jedenfalls, mehr Frauen. Wie viele Fahrräder haben wir, wird penetrant gefragt. 5 Stück, aber wir müssen schauen ob die alle gangbar sind. Langer Gang mit Einbauschrankwänden wie USM (Uni?). Finde das Klo nicht, kann man nur an der Beschilderung erkennen. Wir kommen vor der Abendveranstaltung noch mal wieder, frage ich. Sie will ein Bad nehmen. Tagsüber ist das besser. Die Wohnung ist stylisch eingerichtet, aber für Doofe, Sachen passen zusammen und ist so leer, dass man nicht umhin kann das zusammen Passende zu entdecken. Der Seifenuntersetzer ist Keramik und was mit Berlin und Auto und retro und dazu unter dem Spiegel was an der Wand als Gegenstück. Ich werde früh wach und muss ganz dringend mal.

Essen ins Al Dar (das sieht hübsch aus und kommt gut an) oder Pizza auf der Limmer. Schaue wegen Ausflug zum Kali-Berg in Empelde (dann kann man gleich von Zuhause starten). Mit was könnte man das kombinieren? Jagdschlösschen und Höpers Hof sind ganz woanders. Die Kunst im Treppenhaus hatte ich auch schon geklärt wegen Öffnungszeiten und zu Freitagskurs darf meine Schwägerin mitkommen als Probestunde, wenn sie denn will bzw. es in das Programm reinpasst. Im Astor vielleicht die neue Dschungelbuch-Verfilmung?

Die Marathon-Nummer von Metzen, wer kennt noch Metzen am Raschplatz, der hatte Restbestände aus der DDR und war Millionär und suchte ein junges Modell zum Heiraten und ist dann früh gestorben? In der Krähe falle ich um. Das hatte ich mir anders vorgestellt.

Lidl und Einkäufe nach Hause bringen. Ein Gehbehinderter sammelt Müll ein, wie David Sedaris. Wo ist die restliche Schokolade vom Backen. Habe ich die ausversehen mit weggeschmissen? Das macht mich fertig so was und ich bleibe fast hängen beim Suchen.

Die Behinderte, die neulich in der Eisdiele auf mich gewartet hat an ihrem Geburtstag und ich mit Suki bei ihr auf dem AB (ärgerlich): Wo sind die restlichen 110,- € sie wird sich „sonst einen anderen Betreuer besuchen“. Sie bekommt jetzt wöchentlich und ist einverstanden. Wenn sie in die Stadt will geht das immer nicht unter 100,- €. Wir sind aber nicht bei den Geißens.

Der Sohn der Soziologie studiert hat und völlig aufgelöst ist. Er duzt mich immer wieder vor lauter Aufregung. Hat krasse Angst vor dem Vater. Kennt ihn erst seit er 18 ist, Mutter ist auch krank, aber anders, hat Borreliose und entsprechende „biochemisch ausgelöste Depressionen“. Vater ist Gefahr für die Gesellschaft, der sollte sterben oder dauerhaft weggeschlossen werden. Wie kann es sein, dass man so Leute einfach frei rumlaufen lässt in Deutschland. Er schickt ihm Morddrohungen mit Kopf abhacken, hat ihm zwischen 2 Uhr nachts und morgens 11 Nachrichten geschickt mit Mord- und Todesdrohungen und er kennt die Leute, die Bomben bauen. Er ist selbständig und geht nicht auf seine eigenen Veranstaltungen weil er Angst hat, dass sein Vater dort aufschlägt. Er macht die ganze Familie kaputt und alle leben in Angst und Schrecken vor ihm, wechseln die Telefonnummern, treffen sich nicht mehr. Die Ex wohnt mit Sicherheitsdienst an dem er nicht vorbei kommt. Der dicke Sohn ist gezeichnet und hat auch Angst vor seinem Vater. Es ist eine Frage der Zeit bis was passiert, d.h. er sich oder anderen was antut. Schizophrenie, da hat man selber seinen Betrag dazu geleistet. Es folgen Telefonate mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst in Hamburg (der Typ ist eine Schlaftablette) und dem Pflegedienst des Vaters, die sich (auch ohne das ich was preisgebe) auch nicht mehr in die Wohnung trauen, wenn der Sohn da ist. Sie muss ihre Mitarbeiter schützen, d.h. die Pflege ist nicht sichergestellt. Der Vater ist abgehauen nach Hannover zur Tochter (nicht in die Türkei oder nach Baku, was er seinem Sohn wohl gesagt hat) und hat seine Wohnung quasi aufgegeben. Traut sich nicht mehr nach Hause. Hat dort zwar Hausrecht, aber kann es nicht durchsetzen. Ist an die 80zig und pflegebedürftig. Dann noch die Richterin von früher Rapport erstatten. Herr Auge hat eine Insulinpumpe bei der AOK beantragt. Jetzt bilde ich mir ein, es fließt und es fließt doch nicht. Menstruationspsychose? Die Kollegin zahlt nur 16 € für Diensthandy und ich ca. 30. Die Post lag bei mir im Fach. Ich bin unschuldig.

Der Bageltyp ist nicht auf dem Markt, dafür ein neuer Food-Truck, aber die putzen schon. Guarana Brownies liest der Kollege spöttisch vor, da ist der Kaffee schon mit drinne, erkläre ich. Scheidungsurkunde auf Urkundenpapier für 50 Cent am Kiosk. Hey, das ist lustig. Antalya ist ja der Laden, der bei uns an der Ecke ist, selbe Bedingungen, selber Tresen mit Salaten und Tagesgerichten, Reis mit den braunen Reiskörnern. Wir essen Falafelrolle und trinken Cay und Ayran (hausgemacht). Man kann in der Sonne sitzen. Hier ist der Tee umsonst bis zur Hibbelgrenze. Den Laden mit Steinofen gegenüber mag ich zwar, aber man sitzt schlechter und einen Türken ohne Cay kann ich nicht ernst nehmen. Die türkische Bedienung und ich haben oft eine wechselseitige Sympathie. Das fällt auch dem Kollegen auf.

Die besten Reno-Gehilfen sind die Schwulen. Ich gebe dem Kollegen Recht und sage, sie sind ordentlich und können Zahlen ohne spießig zu sein, wie es bei der Frauen dann schnell passiert. Ich halte ihn manchmal für schwul und das kennt er schon. Wir hätten Samstag ins Lux gehen sollen zum Tanzen. Ja, ich will dann auch nur tanzen und nicht rumstehen. Vorne an der Ecke sammeln sich Rettungsfahrzeuge mit Leitern. Anschließend lädt mich der Kollege auf eine Kugel Eis ein. Kürbiskern. Gestern habe ich es noch gedacht und heute sage ich es: diese Segelzeitschrift „zum Mitnehmen“ will doch keiner. Eine junge Mutter (konsequentes 80er Design, der Kollege meint wie in einem 80er Jahre Porno) verliert einen selbstgestrickten Socken vom Baby. Ich bücke mich und sage, das ginge nicht, der sei sogar selbstgemacht, dann sitzt sie vor Salon ohne Kind. Hat sie jetzt das Baby verloren? Die Hippster kommen verspätet in Hannover an, d.h. was woanders wie Berlin schon seit Jahren zum Stadtbild gehört und womöglich dort schon wieder abebbt ist hier auf dem Höhepunkt. Die Glockseebedienung von früher erkennt man gar nicht mehr wieder. Wie hieß die? Jessy? Ein Theaterstück schreiben, das ist wohl eine schwere Aufgabe, die mich wohl auch überfordert (hab nicht das Zeug dazu), aber es wäre so lohnend, weil ich als Konsumentin sehe viel lieber ein Stück mit Hannoverbezug statt zum x-ten Mal „Was ihr wollt“ oder Ibsen mit den schlechten Texten oder Georges Feydeau mit schlechten Texten und schlechter Handlung. Ja, BM ist Therapie (der Kollege sagt, was macht eine Psychotherapeut anders als zuhören –manchmal ein halbes Jahr lang ohne selber zu reden und durch Tagebuch schreiben kann man dasselbe erreichen) und Warm-Up für ernste Projekte. Wann werde ich den Absprung schaffen? Bislang scheint mir die Fiktion nicht reizvoll. Der Feind in meinem Bett. So was würde mir nicht passieren.

Gut, Herr Ihme war um 12:11 Uhr Freitag bei der Bank und hat das Konto abgeräumt, weniger als 2 Stunden nachdem er bei mir Geld geholt hat und ist gestern natürlich nicht gekommen um 15 Uhr, aber die 30,- € Außenstände (und vielleicht sein schlechtes Gewissen) führen dazu, dass er den Rest des Monats nicht mehr vorbei kommen wird. Das ist auch was wert. Die meiste Zeit spart man durch Termine absagen. Ich z.B. Morgen den auswärtigen mit der Räumungsklage. Habe P-Monster schon Anwalt besorgt und der kriegt Geld dafür und es wird noch genug Arbeit für mich bleiben.

Georg mit seiner Antwort „Bin für voll cool“ ist einverstanden mit einem richtig geilen Leihwagen. Das würde mir auch Freude machen in einer coolen Karre Richtung Cape Cod zu fahren, Station Waggon mit Holzimitat, das Auto meiner Kindheit. That would be a dream come true und ich hätte einmal richtig Lust auf Auto fahren.

Der Vermieter hat noch nie was gehört von den Lärmproblemen der Frau mit der lustigen Diktion. Der nette Mann wird sie anrufen. Herr Yoga war bei beta Reha und das ist nichts für ihn. Er will SAP-Schulung machen und fragt nach dem Bewährungshelfer. „Ich bleibe am Ball und führe jetzt ein Aktivitätentagebuch für den Bewährungshelfer“. Der Mann im Elektrorolli, der Sohn ist beim Klauen und beim Sprühen erwischt worden. Ich frage, ob er Einfluss auf ihn hat und er meint, dass ja, er weiß, was er so macht und mit wem er verkehrt. Ich bin heute leicht abgelenkt und man gibt es geile Wohnungen in Bologna. Der Kollege von Morgen schickt mir last minute Faxschriftsätze vor dem Termin. Das habe ich immer geliebt. Man geht es mir gut seit ich da ausgestiegen bin. Der kranke Kollege, der sich nicht meldet, hat mir am Anfang meiner beruflichen Laufbahn (da hatten wir eine Kooperation wegen meiner Englischkenntnisse, die aber mehr oder weniger gescheitert ist) gesagt, dass er gemeinnützige Vereine berät und sich damit eine Nische gesucht hat um nicht in der Rat Race mitlaufen zu müssen. Damals habe ich gedacht: der spinnt. Jetzt verstehe ich ihn. Schreibe zurück und duze ohne Absicht seine Mitarbeiter, die für ihn unterschrieben hat und es mir sicherlich nachsieht. Dann noch die Freitagnachmittagstermin auf nächste Woche verschieben. War problemlos.

Looking of pictures of dead people I used to know. Blut tut mehr weh, d.h. die tote Tante gegenüber der toten Ex-Jugendfreundin.

Vor dem Tak pfeift ein Typ erbärmlich schlecht und schaut nach oben. Es kommt was geflogen aus dem Fenster und klatscht vor mir auf den Boden. Aggro Punkherrchen macht sehr ausgeglichenen Hund, der weiß, für Aggression ist er nicht zuständig, sondern nur der Mitläufer. Junge Frau mit schwarzen Haaren und dünnem schwarzen Mann, auf den sie sichtlich stolz ist und zwei Kinder dazu. Dicke, weiße Gebärmade denke ich. Ja, ich bin fies. Männer in kurzen Hosen, haben den Artikel gelesen, dass Frauen Männer so attraktiver finden.

Beim Sport Pia, die hatte ich länger nicht. Die Hygienelüge, Handschuhe kann man waschen und Bänder nicht. Meine roten Lederhandschuhe sind schon schwarz und die Füße stecken wir da auch rein. Zwei junge Dinger kommen mitten im Kurs mit Turnschuhen. Bewegungsbehindert, mit blauen Nägeln und verformten Rücken und Füßen (ganz dünn, schlechte Körperhaltung). Mir fällt wieder der Nachsatz vom Yoga ein an dem ich mich so störe und mit Steffi hatte ich neulich ja auch ein Gespräch über Religion und Christentum. Man kann sich nicht bei sich selber bedanken für das was man ist. Genau das hat man nicht gemacht.

Kaum guckt man fb 5-7 Jahre nicht mehr, haben die Leute einen grauen Bart.

Wie die Fliegen bei dem toten Fisch durch die Augenöffnungen rein und raus gelaufen sind hatte was Ästhetisches und auch sauberes, normales. Gehirneinfrieren ist erbärmlich und abstoßend.

Ob Georg und ich uns dasselbe unter cool vorstellen gibt Stephan zu bedenken, weil ich gleich mit Station Waggon kam.

13.04. Traum: Wie historischer Film. Dicke, behäbige Frauen mit Riesenhüten auf alten Fahrrädern, die dann aufzählen was es für Süßwasserfroschsorten und Kartoffeln gibt (zwar Artenvielfalt damals mit erwähnt). Ermittlungen in historischen Räumen gegen den Klerus. Bücher mit Schriftproben und immer kommen andere Blätter dazwischen, die dann auffällig bunte Farben haben. Wer steckt dahinter. Ein Mann ermittelt, eine Frau ist die Richterin und macht Anhörungen. Man sieht immer wieder die Klostersäle und die Treppenhäuser. Irgendwie ungewöhnlich, war unterhaltsam, aber kein Interesse an zu viel Aufwand beim Erinnern und/oder aufschreiben.

Mein Betreuter schreibt Mail, dass er sich verspäten wird, dann muss ich wenigstens pünktlich sein. Mein Handy liegt im Büro.

Der kleine Dicke neben dem Bluthund hat eine Traumfigur.

Wenn ich mal in die Nordstadt fahre treffe ich dort alle an, die ich kenne. Mutter Glocksee parkt auf dem E-Damm, dann die frühere Apothekenangestellte, die Künstlerin ist und Porträts macht sowie der vegane Seitankoch. Ich bin pünktlich im NordstadtKKH, der Betreute hat dort auch angerufen wegen Stau der Mutter und Verspätung und ich hole ganz unschuldig Gerichtspost um dann anschließend noch mal wieder zu kommen. Hätte Bini die Poly-Bluse mitnehmen können, fahre an der Kniestraße vorbei. Hätte die Altkleider auf Binis Terrasse lassen können. Hätte ich lieber meinen Mann zum Gericht schicken sollen. Das Fahrrad eiert unter der Ladung und ich muss ganz sachte fahren. Bewundere immer welche Lasten man so auf einem normalen Fahrradkorb transportieren kann. Lastenräder sind ja jetzt in. Auch nach einer Stunde ist der Betreute noch nicht an Land gekommen. Das sieht nach zweitem Termin aus. Die Patienten der HNO sehen immer besonders mitleiderregend aus.

Spielplatz in der Victoriastraße mit den Riesenschaukeln und Friedhof an der Strangriede als weitere Touristenattraktionen. Phil and Chill. War noch nie im NDR-Funkhaus, der Kollege hat auch Interesse, aber wir haben bestimmt was anderes vor, wie Theater. Ist später dann auch so.

P-Monster wegen Termin. Ich komme nicht, dafür haben wir den Fachanwalt (das habe ich organisiert und muss dann noch dabei sitzen bei einer langen Verhandlung mit Zeugenaussage) und er ist in guten Händen. Ich habe ihn angekündigt, aber wenn es ihm nicht gut geht, dann muss er auch nicht, weil persönliches Erscheinen ist nicht angeordnet. Die Richterin von früher will gerne, dass man sich die ganzen Akten anschaut bei Übernahme einer Betreuung. Es kommt mir vor wie eine erzieherische Maßnahme. Ob es Sinn macht, die nach Hause zu schleppen. Komme am Selberlesen nicht vorbei. Lese mit Interesse was die Frau des Notars so treibt. Mit der schreibe ich mir jetzt immer und die ist kulturell, reise- und essenstechnisch ähnlich umtriebig wie wir.

Wieder wegen Rückzahlung von Überzahlungen der Grundsicherung (diverse Forderungen und monatliche Raten) und Mahnung vom Fachbereich Finanzen. Erst ausflippen und bei Widerstand und dem zweiten Anruf sagen, hier ist die böse Frau A und die Sachbearbeiterin lacht und sagt, ich wäre nicht böse. Doch, ich habe auch meine Hormonschübe….

Ich denke erst, Post ist falsch, in einer Strafsache und wer ist der Kerl. Der Name sagt mir nichts. Ach der, der meiner Betreuten die Kontokarte und die PIN aus dem Briefkasten geklaut und das Konto leergeräumt hat. Das wird eingestellt und wer hat das gemacht? Meine Mittagstischfreundin bei der Staatsanwaltschaft. Warum nennen sie das Computerbetrug? Die werde ich noch mal anrufen deswegen. Den Spaß gönn ich mir.

Gemüse gut gegart, wenn sie jetzt noch schmecken würde die Suppe. Zu viel Soja-Sauce. Stephan animiert mich und liest aus dem Betreuungsgutachten.“ Herr XY wurde im Wohnzimmer auf dem Sofa sitzend, rauchend und mutmaßlich Cola trinkend angetroffen“. Das ist echt spitze. „Das Zimmer war sehr verraucht, auf Bitte des Gutachters willigte er ein, das Fenster zu öffnen“. Erkrankung gibt er Demenz an. Das reiche ja wohl. Die HIV-Infektion habe er vergessen. Sehr schön. Gefällt mir der Typ. Wenn der Intellekt nachlässt bleibt nur der Charakter übrig. Ist ganz andere Akte dazwischen geraten, die nichts damit zu tun hat. So verlieren die also ihre Akten. Das werde ich dieser Richterin Allesbessermacherin so richtig reindrücken. Die Betreuungsbehörde macht geschönte Angaben auf mich bezogen. Kann mir das angelastet werden?

Herr Borderline groß will abbrechen. Wenn er gewusst hätte, dass das so eine Folter ist, hätte er es nicht beantragt. Die machen ihm Töne ins Ohr, die sind da jetzt noch drin, er kann nicht mehr und die Schwester ist wie vom Militär. Das bestätigt auch die Mutter, dass man mir der nicht reden könne, die sei so was von ohne Gnade. Das ist die nette Chefsekretärin mit der ich zu tun hatte. Sie wusste nicht, dass er so schwierig ist, hat die Hälfte der Untersuchungen hinter sich gebracht und reißt sich aber die Instrumente vom Leib und flippt aus. Sie versucht ihn zu locken mit, er muss die Untersuchungen machen lassen, sonst gibt es kein Geld. Solche Verhandlungen funktionieren mit meinem nicht. Nicht umsonst wollte ich zumindest ein wenig mit dabei sein. Die Hälfte ist überstanden und sie hatte doch gleich was von zweitem Termin erzählt und den soll sie mir auch mitteilen.

Stephan googelt die Nummer von dem Neuen. Ich bin die Neue stelle ich mich vor. Das sollte seine Tochter machen (er klingt schwul). Davon wusste ich nichts. Komme Montag vorbei, damit er mich kennen lernen kann. Er ist immer zuhause, wenn er nicht beim Frisör ist. Die alte Betreuerin klingt auch nett, manche Wohnungen wurden verkauft, andere sind vermietet. Die „Tochter“ ist die Erbschleicherin, die sich erst adoptieren lassen wollte, dann hat er ihr einen Heiratsantrag gemacht. Sie ist über einen Dienst da reingekommen und verbringt jetzt Sonn- und Feiertage bei ihm. Sie hat sich zwischen sie gedrängt und sie regt sich auf, wenn so eine erben sollte. Sie will dem Nachlassgericht noch einen Hinweis geben. Sie hat 12 Ordner. Die kann ich nicht mit dem Fahrrad abholen, sie bringt sie mir vorbei.

Die in der Eisdiele wollten sie provozieren und nicht durchlassen. Sie ist trotzdem durchgegangen. Da wäre sie fast wieder abgeholt worden. 110. Die Regeln beim Nordhafen sind von 2004 und nicht geändert worden seit dem, wir haben jetzt 2016. Wie Autos werden Frauen gefahren und ausgenutzt, die wollen nur Gendarm spielen und Verbrecher, die brauchen Frauen, die sie anziehen können wie sie wollen. Die haben Autos und wollen Barbie dazu. Jetzt geht es um die Maße, deutsche oder amerikanische oder türkische. Die wollen putzen und jetzt sind sie auf oral und wenn die da reingehen in den Mund ein anderer mit den Fingern (sie zeigt es mir), dann verlieren die die Kontrolle, auch über die Augen, mit Blicken holen sie das Licht raus. Ohrschmalz weiß sie nicht, aber Tränenflüssigkeit, die machen aus allem Geld. Sie suchen für The Voice und dann kann man anmelden, mich z.B. Total gute Seite irgendwas mit Großdubai. Die ist richtig geil. Da war sie drin in einem Kloster und da hat eine Stimme mit ihr geredet, aber der Hausmeister wollte das nicht. Sie übergibt mit Broschüren von Kloster Walsrode, Marienwerder, Mariensee. Sie malt was auf, Autos, ein blaues, soweit sie weiß und hier ein weißes, einen String hatte der Typ an, die waren wohl gerade am vögeln, aber aus Baumwolle, nicht aus Spitze, aber das sei ja egal. Wer hat die beste Seele, das sei die Frage. Stefanie von Monaco habe mal gesagt. Sie krickelt ganz viel auf den Zettel bis er voll ist und ich Angst um meinen Schreibtisch habe. Ich werfe sie dann raus.

Der Typ aus Hamburg hat viel Chaos mit Betreuerwechseln, Einweisungen nach HamPsychKG, Erweiterungen der Betreuung, noch mal Wechseln und noch mal Umzug. Wahnsinn, die Spirale geht nach unten.

Tricky im Pavillon. Das ist weniger sexy und die Stimmung flau im Gegensatz zu Chez Heinz, aber was will man machen?

Die Red Barn kann man nicht wiederholen. Es sind in Bernstein gegossene Erinnerungen, aber ein Schatz.

Mit uns ist sie viel konsequenter als mit dem Hund, der Eier kriegt und den Schwanz ganz weit oben trägt. Jeder der ihn streichelt, wird angesprungen. Sie sagt bleib, er macht es nicht und das können sie später üben. Nein, das kann er sofort lernen, wie wir auch. Die Verhaltensauffälligkeiten halten die Leute fälschlicherweise für den Charakter ihres Hundes.

Sie sagt statt den Atem zur Ruhe kommen lassen, die Hand zur Ruhe kommen lassen. Ich muss lachen, weil ich neulich kritisiert habe, dass Stephans Hände sich zu viel auf meinem Körper bewegen. Es sei nicht Formel eins. Die sollen sich eine Stelle suchen und dort parken. Das kann kaum ernst gemeint gewesen sein. Da waren wir uns beide einig.

Der Kollege schreibt, wir waren chancenlos. Räumungsvergleich mit Frist zum Jahresende und wenn er früher auszieht schuldet er keine Miete mehr. Mehr war nicht drin. Das ist das was ich meine mit anwaltlicher Tätigkeit von der ich weg wollte. Im Vorfeld, „die sollen noch Geld zahlen“, wenn man auszieht und alles bestreiten und dann konnte man doch nichts machen und muss man die Aufhebung der Vergleichsgebühr als Sieg feiern. Schon damit er die Niederlage einsteckt und mir das abnimmt hat es sich gelohnt den Kollegen zu bitten. Kann man auch bei Räumungsvergleich noch Vollstreckungsschutz beantragen (und um solche Fragen zu beantworten). Claudi ist doch bei Gerichtsbuch wegen Bands und Clubs, weil man die Infos sonst nicht bekommt.

14.04. Werde schon um 5 Uhr wach und streuner durch die Wohnung. Kuchen zu trocken, Obst einkaufen, aufräumen, Kinoprogramm schauen, Blumen gießen. Wenn die Kinder älter werden haben auch sie eine Meinung und sind gegenüber. Schauen, wie die Tante eine Schale Knoblauchzehen isst zu Grillfleisch (nebenan), die böse Eiskönigin im Kino gucken. Ich weiß nicht, ob noch richtige Kinderfilme wie Kung-Fu Panda angesagt sind oder so was. Ich glaube, es lässt sich kaum leugnen, dass der nahende Familienbesuch mich nervös macht.

Der Schüssel für die Fahrräder ist im Briefkasten, die Helme liegen im Flur (die Nachbarin war gestern kurz vor 22 Uhr nicht mehr ans Telefon gegangen und ich habe heute Morgen auch schon 2-mal genervt). Das reinste Bastelwetter. Die Kinder an Caro Kaffee gewöhnen.

Ich hole das Bild nach. Baumstamm als Blumentopf, heute mit Suki.

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Der Vater wartet auf die Handwerker und redet viel mit den Hunden. Warten im Flur bis Suki ruhig wird, so viel Zeit muss sein. Der Gehbehinderte sammelt wieder Müll auf dem Spielplatz Rampenstraße. Das Sofa wird heute Nachmittag geliefert. Die Brownies stehen im Flur. Mikrusch würde hochspringen und sie fressen. Bin so aufgeregt, dass ich meine Medikation zuhause vergessen habe. Das passiert mir sonst nie und um 9:30 Uhr fühlt es sich schon an, wie nach einem Arbeitstag.

Jobcenter, SAP-Schulung durch DAA wird verglichen mit Autoverkäufer, der einem was andrehen will. Ich schreibe meinem Betreuten, Herrn Yoga, dass der Sachbearbeiter bei mir angerufen hat und eher skeptisch ist und diese Qualifizierung nicht ohne weiteres fördern will „(sage ich Ihnen jetzt im Vertrauen). Er stellt sich eine Einstellungsvoraussetzung oder so ähnlich nannte er das, also das es einen konkreten Arbeitgeber gibt, der Sie nimmt, wenn Sie das gemacht haben. So habe ich es verstanden. Da können Sie sich ja schon mal Gedanken dazu machen. Ich komme zu dem Termin dann mit dazu und wir müssen schauen, ob wir uns einigen oder dann rechtsmittelfähigen Bescheid und eventuell Widerspruch und Klage (was aber dauern kann)“.

Pflegedienst und Hausarzt von Herrn Adoption. Überall hat mich die neue Betreuerin schon angemeldet. Die ist gut.

Der Vermieter wegen Kangal-Mischling und die Mieter im Nachbarhaus haben die Lärmstörung gemeldet. Nie hat man mündlich einer Hundehaltung zugestimmt bzw. sein Bruder, der Hausmeister ist und es gibt auch sonst keine Hunde im Haus. Er will aber nichts machen, wenn es ruhig bleibt. Die Miete vom Amt kommt pünktlich. ich bitte um Verständnis wegen Dr. Hund, wie es meine Betreute ausdrückt.

Wieder Fachbereich Finanzen und die Grusi-Frau von gestern. Ich muss noch mal anrufen und es für mich bzw. dann Stephans Fragen zu Raten abschließend klären.

Die Frau von der Einrichtung kommt vorbei wegen Ummeldung der Kinder von Frau Unterleibskrebs. Da muss ich für die Mutter zustimmen.

Bruder und Familie rollen gegen 14:30 Uhr an. Das passt gut, dann müsste ich auch zuhause sein. Die Sonne kommt raus, die Laune steigt.

Betreuungsstelle, noch ne Betreuung. Betriebsratsvorsitzender mit Depressionen, ungekündigt, aber das droht. Kollegen sind nicht an ihn rangekommen und haben Betreuung angeregt. Hinter Garbsen. Er wollte sich nicht helfen lassen, jetzt schon. Herr Betreuungsstelle hat sich gefreut, dass er mich vorschlagen konnte und der Typ freut sich auch. Sage ihm die richtige Zahl. Wenn ich nicht in Teufels Küche komme mache ich es, weil der Fall reizt mich und ich kann das das auch gut, d.h. es geht mir gut von der Hand und überfordert bin ich auch nicht, sie lieben mich. Nein, kein Ärger sagt er und wir vereinbaren, dass er mich jetzt wieder auf rot stellt.

Erst alles verbessern, erneuern wollen, Riesenwelle und dann nach wenigen Woche, (extra Fritteuse besorgt und Pommes und sich den Arsch aufgerissen) und 20,- € die fehlten, Vertrauensverlust bla bla und er schmeißt das Handtuch. So sind se die Ehrenamtlichen. (Frau Babykatze).

Die ehemalige Nachbarin mit dem Vorwurf Brandstiftung im Altersheim ist nicht ganz frisch. Mache den Betreuer, mit dem sie einen Konflikt haben will ausfindig und sein Alki-Betreuter ist schon seit Mitte 2015 tot (und nicht „weggesperrt“) und er weiß gar nicht, wer sie ist. Die Betreuungsrichterin wollte sie 3 Jahre nicht anhören. Sie will noch mal vorbei kommen. Ich will das langsam nicht mehr. Das mit der was nicht stimmt, war vorher schon klar, aber das Ausmaß vielleicht nicht und ich kann einfach langsam nichts mehr für sie tun.

Ich denke noch mal an die bewusste Entscheidung gegen normale Anwaltssache und wie viel Glück ich auch einfach hatte. Ich war gut und engagiert, aber das hat auch Nerven gekostet und jetzt ist gut, dass ich einfach dankbar bin und gute Erinnerungen habe und ich will das nicht überstrapazieren und freu mich vor allem auch, dass es hinter mir liegt, wie die Schulzeit.

Der Typ von der Einbürgerungsstelle ist nett und ich mache mit meinem die Unterlagen fertig und wir bringen sie vorbei. Er muss entlassen werden aus der ghanaischen Staatsbürgerschaft. Man bekommt eine Einbürgerungszusage und muss dann damit dort hin usw. Sage ihm, auch wenn das Betreuungsgericht die Geduld verliert begleite ich seine Einbürgerung bis zum Schluss. Natürlich werde ich gerne bezahlt, aber das mache ich auch so, da muss er sich keine Sorgen machen. Er ist dankbar und unten ist keine Schlange, sondern ein Kreis an wartenden Menschen, der die ganz Eingangshalle ausfüllt.

Der eine Ex-Betreuer aus Hamburg von dem ich mit Informationen erhofft hatte, arbeitet da nicht mehr. Ich soll Mama die Ankunft des Sohnes und der Enkel melden. Stephan hat aus erzieherischen Gründen abgelehnt und ich hoffe, ich denke daran. Er hat ja recht, dass sie da jetzt weder in An- noch Abfahrt involviert sind, aber was soll’s. Ist meine Mutter. Habe vergessen ihr das Neon-Garn zu schicken.

Kaffee und den flachen Schokokuchen, das neu bezogene Sofa ist auch schon da. Ich frage nach Thai-Massage, geht auch als Partnermassage. Hannes findet es gut, wenn ich mit Doro zum Mädchensport gehe. Katalin hat schwer gelitten unter den Autobahntoiletten, die so eklig waren. Pläne für die weiteren Tage. Tatsächlich mein Vorschlag Brockenhaus. Doro würde gerne wegen alter Rahmen gucken (die kosten in der Schweiz gleich 80 Stutz). Schuhgeschäft? Leihfahrrad zu stark aufgepumpt. Der Nutzer stört sich an der geblühmten Klingel (peinlich) und will sie mit Taschentuch abdecken (macht es auch). Bei Anne Behne kennt mich der Verkäufer aus der Filiale Südstadt. Hat mal mit mir zusammengewohnt, Denke der will meine Schwägerin schocken. Erst sage ich nein, doch in einem Haus in der Kochstraße unter Bianca. Musste er ihr auch immer Sachen einbauen und tragen? Das hat sie gerne von Kerlen machen lassen. Ja, das waren lustige Zeiten vor dem Umbau mit Klo auf halber Treppe mit den Nachbarn teilen und die Taubenzecken. Der Typ, der Vorder- und Hinterhaus geerbt hat, ist schon tot. Der Spielplatz Victoriastraße ist ein Reinfall, das Wetter aber herrlich. Fahrausflug Ricklinger Kiesteiche (leider keine Fotosession bei der Siloahruine, aber ich zwinge zu Fotos für zukünftige Kalender). Der große Bruder ärgert nicht nur gerne seine Schwester, sondern auch den Hund. Suki macht es souverän, aber traut ihn nicht und zwar zu Recht, wie mein Bruder feststellt. der das auch beobachtet hat. Bei Frau Hoppe geht nicht wegen Catering, Bult braucht es nicht, der Hund ist auch so müde gespielt und den Kindern tut der Hintern weh vom ungewohnten Radfahren, dann Tandure. Lahmacun und Ayran-Lehrstunde. Frederik entdeckt die türkische Pizza und stellt fest, dass er seinen Körperbau hasst. Katalin erzählt von der Skifreizeit, bei der sie einen 6er Träger Sprite in der Variante Citro weggegluckert haben und sie dienstags immer ihren Heimwehtag hatte wie auch schon bei dem Mal davor. Das ist ausgerechnet der Tag an dem Papa frei hat. Besteht da ein Zusammenhang? Mein Lammfleisch in Pfefferminzsahnesauce schlägt Blasen wie der reinste Vulkan so im Tontopf. Die Bedienung entschuldigt sich, dass sie Espresso vergessen hat, „man wird älter“, lobt meinen Stil. Das Künefe schmeckt nicht, schade, gerade wenn es angepriesen wird und das erste Mal ist. Johannes fragt nach meinen Plänen für meinen nächsten Runden, die ich nicht habe. Er ist synchron mit Frederik und er ist 10 geworden als Johannes vierzig wurde und wird entsprechend 20, wenn mein Bruder 50 wird. Zuhause eine Runde Fimo. Frederik macht ganz tolle Männchen in verschiedenen Körperhaltungen und Ausdruck. Erstaunt stehen, fragend stehen und entspannt liegen. Die Zyklopenfamilie um den Vater mit einem Glasring der Tante, der mit gebacken werden kann als Kopfbedeckung entsteht. Darf Katalin auch Zyklopen modellieren. Die Frage verstehe ich nicht, Hat da einer ein Patent drauf, aber dieses Nachmachen ist wohl sehr heikel und es herrscht auch Konkurrenz unter den Geschwistern, auch deswegen, wie ich später merke. Die Erwachsenen schauen Filmtrailer (Virgin Mountain – eine echte gute Filmempfehlung, den will ich sehen) und Johannes, Doro und Stephan planen Joggen im Freien, Maschsee. Ich leihe Stephan die türkisfarbene Puma-Hose, die ihm echt steht. Würde ihn gerne richtig krass verkleiden für sein erstes Mal Maschsee. Habe so viele Sportsachen, ich alter Sportsachenmessie. Das langärmelige Longshirt/Minikleid aus dem Fairtradeladen Wien habe ich noch kein einziges Mal getragen (meine Schwägerin ist es zu groß, Sunla zu bunt, muss ich es wohl mal tragen). Es gibt unseren Lasagnekochwein von Ostern, der für echt lecker befunden wird und Ingwerwasser. Katalin zeigt und erklärt uns ihr Gebiss, ähh, die Zahnspange meine ich. Ihre Zähne sehen makellos aus, aber das ist heute wohl so oder ich schnalle es nicht. Stephan bucht ihnen einen Flug, aber ohne Gepäck. Immerhin, aber das macht mir wieder Sorgen und ich sage, Stephan muss dann jeden Tag Socken und Schlüpfer per Handwäsche auswaschen. Aber alles in allem ein guter Einstieg und ich bin zufrieden. Wir konnte ehrlich reden über das was klemmte und wie es zu der Ansage vor Oster und den Familiengerüchten kam und mein Bruder sieht das Verhältnis zu unserem Vater realistisch (obere 20 %), was mich auch freut und auch, dass die Wahrscheinlichkeit besteht, dass man ihn aufgrund seiner Verschiedengeit nicht so gut kennt wie umgekehrt und ja, durch Provokationen bringt man was in Gang und das ist grds. gut, die Probleme noch mal anzuschauen und nicht wegzudrücken. Dann kann sich auch was tun.

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Orientierungslosigkeit durch alleine schlafen

08.04. Traum: Es geht um Tiere aus früherer Zeit auf Tafeln. Der Bär wog 100.000 Kilo. Ich sage, das seien ganz schön viele Nullen. Das ist so schwer wie ein Mercedes wird mir erklärt. Es geht um Sport in einer Kirche, der Pfarrer ist gut und bietet wohl auch diesen Kurs an und ich mache mit und man ist im Raum aufgestellt und ich sage danach, er war nicht so anstrengend und hätte ruhig doller sein können und ein Glasdach was aus einer riesigen Figur besteht und so tief hängt, dass man es anfassen kann (was ich tue). Der Kollege, der krank ist und bei dem ich mich melden will (in echt) kommt vorbei. Der Bürohund ist da und ich stelle mich schützend in den Weg, dazwischen. Davor hatte die Tochter erklärt, dass sie sich in den Ferien um den Hund kümmern muss und ihn nicht mehr so scheiße finden würde. Ich sage, Futter macht Bindung. Das gibst nur noch Du ihm und zuhause bekommt er nichts. Dann orientiert er sich schnell an Dir. Langsam hat sie genug und will auch mal ins Schwimmbad solange noch Ferien sind. Der Kollege hat was dabei und ist gehbehindert. ich komme mit runter und hole es. Es ist ein Schriftsatz in einer verwaltungsrechtlichen Sache, die ich für ihn gemacht habe. Es geht immer um irgendwelche Regionspräsidenten und er fragt warum schreiben die das und das. Haben wir nicht so und so vorgetragen. Doch, das haben wir geschrieben, das weiß ich noch. Ich nehme ihn hoch und der Kollege aus meinem Büro fragt, wer verantwortlich ist und ich sage, ich. Er schreibt für mich und ich diktiere. Der Schriftsatz besteht aus Blech und ich schneide einzelne Sätze aus (da geht es meines Erachtens um das Treppenhausangebot und das Stephan gestern gesagt hat, er habe die Preise ausgeschnitten). Er braucht nicht alles schreiben, ich kann mal übernehmen und das aus einem früheren Schriftsatz markieren und einfügen. Dann bekomme ich eine Lieferung mit Bastelsachen. Schwarze unregelmäßige Stücke, wie Bügelperlen aus Lava, aber ganz leicht. Die sind cool zum Basteln, aber eine ganze Tüte voll. Da kann ich welche abgeben. Dazwischen sind bunte Steine (auch mit Loch, also Perlen). Grüne und schrumpelig. Die sehen aus wie schimmelige Möwen sage ich laut und suche sie raus. Es müssen 10 oder 12 sein.

Ich muss krass ins Bett gefallen sein (wie sonst nur wenn man besoffen ist) und habe meinen Rock angelassen, wie ich morgens merke und es ist so schön warm unten herum. Erst hatte die Blutung nachgelassen und es war mal weiß, nachts hat sie wieder an Fahrt aufgenommen. Lese Stephans Mails u.a. wegen Kontoauszüge für Jahresrechnung die fehlen und seine Zeugenaussage. Nachts vor dem Einschlafen und morgens fällt mir ein, wie ich das Gästezimmer besser frei räumen bzw. wo ich meine Sachen hintun kann.

Die Nachbarin von unten schreit wieder.

Artikel in der Haz über „Zug-Unglück“. Tierhalter baut Fallstrick mit seiner Leine und will Schmerzensgeld. Die Leute sind so dreist. Ich will einen vermeintlich leichten Betreuungsfall nicht übernehmen, weil der Sohn aus dem Bekanntenkreis persona non grata für mich ist und mit dem hätte ich dann zu tun und das will ich nicht, auch nicht gegen Geld. Ich bin konsequent. Das Kleid aus Wien ist wenig vorteilhaft, aber egal. Ich bastele einen Jägerglücksbringer von Steffi an eine Brosche aus der Zeit, wo ein Anhänger fehlte. Das passt gut, vielleicht zu gut. Ich habe eine beulige, rauhe Nase. Ist genetisch bedingt die Veränderung und konnte ja nicht immer süß bleiben.

Die Movember-Leggings geht auch in den Container. Der Witz ist durch und die Hose sieht oll aus. Bedienung der früheren Metzgerei und Lorberg bei Lidl. An die muss ich dort auch immer denken. Die hat uns die 2 Mal als wir im Lorberg waren gefüttert mit kleinen Lidl-Nachspeisen. Eis und Stollenkonfekt. Da musste ich bei den Mini-Eistüten, die aus Verpackung bestehen denken wegen der XXS Portion und alle Frauen sagen: süüßß.

Herr Teheran auf dem AB und in echt. Wie dringend es ist, er müsste schwarzfahren. Ist es gefährlich (und damit meint er, wird er verhaftet und/oder eingewiesen). Nächste Woche kommt sein Vater wieder aus der Türkei und da kann er sich Geld pumpen. Er soll nicht schwarzfahren, keine Straftaten begehen. Die Akte ist schon dick genug. Er soll die Nachbarn in Ruhe lassen, den Ball flach halten nicht den ganzen Tag irgendwo anrufen, Polizei, Jugendamt, alle verrückt machen, er gefährdet sich das selber bzw. provoziert die Einweisung, ruhig sein, ausreichend schlafen. Werde laut, ob er es nicht verstanden hätte.

Die Bestattung ist bezahlt von Frau Bettlägerig. Die HV wechselt ständig und hat das NK-Guthaben doch nicht verrechnet und Miete eingezogen. Rufe an bei der neuen Hausverwaltung. Die hat die Unterlagen von der alten erst gestern bekommen sie müssen Montag noch welche in Kiel abholen. Die wissen nichts von den Abrechnungen und Guthaben und haben 600 Wohnungen übernommen, sichten das so schnell wie möglich (sind auch nur Menschen) und dann bekommen die Mieter das selbstverständlich ausgezahlt. Warum müssen die Mieter unter diesem ständigen Wechselchaos eigentlich leiden. Das hilft auch nicht weiter, aber ich musste es loswerden.

Mein Betreuter, der eigentlich wegziehen will und Berufsmusiker ist und gerne Finanzchaos macht vor allem mit Umschuldung und Versicherungen hat neue Versicherungen, die nicht einziehen konnten. Er scheint in einen Harley Motoradclub eingetreten zu sein. „Alte Werte MC“. Die Sehbehinderte kauft zu viel bei QVC und Frau Opferentschädigung, die ich neu habe und die nicht sprechen kann und mit der Miete im Rückstand ist lässt sich für über 14 € Briefumschläge der Postbank zuschicken und füllt damit Überweisungen aus, die mangels Deckung nicht durchgeführt werden können. Das werde ich Montag erklären dürfen, dass das wenig sinnvoll ist.

Ich gehe alleine mit Harald in die Kantine, mein Mann will nicht.

Vor meinem 10:30 Uhr Termin schneit Herr Ihme rein. Hat er mir wehgetan fragt er nach dem Handshake wegen Ring. Nein, wollt er mir wehtun? Will nur 60 €. Muss sich unbedingt Ausweis besorgen, braucht Geburtsurkunde, soll er beim Bürgeramt machen. Wenn er Montag die Quittung vorzeigt, gebe ich ihm 15,- € extra. Soll mal um 15 Uhr Montag kommen und das üben mit den Terminen und nicht sagen: kein Problem, weil das hat noch nie geklappt und wenn es klappt wäre es ein Wunder für mich und nicht weniger.

Heinz von beta, meine, ganz in rosa, sogar die Jack Wolfskin Jacke, ist da ausgetreten wegen der fiesen Frauen, hat ihr Zoojahreskarte besorgt und Hunde aus dem Tierheim darf sie Gassi führen. Tailer und Puma, Tailer hat gleich nach 3-mal eine Interessentin und das macht sie traurig (soll sich für den Hund freuen, dass er aus dem Tierheim kommt). Sie weiß wie es ist im Heim, kennt Menschenheime. Der hat ihr Pfötchen gegeben von sich aus und gefährliches Maulkorbhündchen wirft er sich auf den Rücken und will gekrault werden. Das zeigt, dass er ihr vertraut, sagt Heinz. Zeigt mir die Ausweise. Annabad. Hat Schuhe mit Riemen hinten für Schwimmbad besorgt, weil die Schlappen das ist sie immer durchgerutscht und nicht dass sie ausrutscht im Schwimmbad. Hat sich extra große Oropax geholt aus der Apotheke. Die Nachbarn rücken Möbel und machen Krach. Neben ihr die junge Italienerin, die Ziege, sogar die Assis im Haus hauen ab wegen Krach und sagen: wären sie doch nicht da hingezogen. Der Fußboden vibriert und sie hat Angst, dass sie durch den Fußboden bei den Nachbarn reinkracht. Sogar der Klempner hat das zu laut gefunden und sie soll sich beschweren. Der Säufer, der immer die Metalltür geknallt hat, hat aufgegeben. Sie muss immer flüchten, sie hat Husten und muss trotzdem aus der Wohnung flüchten, wenn sie abgesaugt hat und kann sich draußen nicht einreiben. Heute Abend Kulturprogramm, hat Heinz die Karten besorgt über die üstra, ist für Leute, die weniger als 1.000 € haben, die machen sich lustig über die die kein Fleisch essen. Broccoli ist verliebt und Heinz hat ihr Tipps gegeben, dass sie Entenbabies gucken kann bei den Anna-Teichen, aber die hacken dann, die Entenracker, weil sie den Nachwuchs verteidigen, ist ja klar. Ich mache ihr Excel-Tabelle für ein Lärmprotokoll und muss etwas tricksen, weil die Vorlage schreibgeschützt ist. Nebenbei belästige ich meinen Mann mit Hunden, die eine Pflegestelle suchen. Zenek gefällt ihm gut. Ich kann nicht meinen Betreuten zu C& A begleiten. Das versteht meine Betreute, die das Telefonat mitbekommt. Ich muss hier sein wegen Notfälle wie ihrer.

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Frau Babykatze rufe ich an, weil Freitag der ehrenamtliche Besuchsdienst kommt. Alles scheiße. Sie hat Depressionen, 20 € sind weg, Katze ist krank, Pflegedienst wieder wechseln. Oh Mann, immer dasselbe.

Die Ossi-Frau (Deutsche Rentenversicherung Gera), ist untergegangen, das sie nachschauen wollte und die Akte suchen, hat sie vergessen. Ich muss ihr hinterhertelefonieren und mein Rentenantrag mit den ganzen Anlagen hat sich doch angefunden und sie macht sie jetzt ran.

Kantine. Ich kriege den größeren Fang. Frittierter Fisch mit Hummersauce und Krabben. Dazu gibt es Wirsingrahmgemüse. Mhhmm, gibt auch Kalbsleber, iihh sagt der Vegetarier und hätte ich nicht neulich gesagt, dass meine Mens so ausschaut. Das hat er sich gut gemerkt, aber wie rohe Leber und sie hier ist ja gebraten. Mein Fall von gestern interessiert ihn und der ist auch spannend für politisch interessierte Menschen. Wer weiß schon, dass kiffen mit einem 17 Jährigen mit einem Jahr Mindeststrafe bedroht ist nach dem Gesetz, d.h. das muss so angewendet und durchexerziert werden. Er will wissen, wie es mit der Abgabe an Alkohol an Minderjährige ausschauen würde. Was weiß ich. Harald hat eine neue Kamera und man sollte seine Arbeit lieben. Das ist sehr wichtig. Heute Abend kommt sein Freund vielleicht mit, der eine und der andere und es ist auch Konzert im Stumpf. Es spielen 3 Bands und nach Kopernikus neulich. Nächste Woche ist irgendwie schwäbisch angesagt in der Kantine, saure Linsen mit Vegi-Würstchen und Knöpfle und Käsespätzle. Was bauen die hier auf frage ich einen Typen, der Arbeitskleidung trägt und dazu gehört als ich auf mein Rad steige. Er darauf: Sie kommen nicht aus Hannover, oder? Irgendwie antworte ich nicht und er sagt es mir trotzdem: Marathon und ich lasse nicht nach und will wissen wozu man die Erdinger Buden braucht, komme dann aber selber drauf: für die Schaulustigen und er: das ist ein EVENT! Ja, joggen ist die neue Volkskrankheit fällt mir dazu ein. Harald findet mein Kleid fühlt sich gut an, aber das ist ekligster Poly-Stoff und ja, das wäre gut gegen Hundehaare, quasi immun dagegen und er sagt, meine Klamotten riechen immer so lecker. Das ist der alte Blutgeruch, der hoch zieht, verrate ich ihm. Dann zeige ich ihm meine Beulen am Hals. Große Dinger, wie Kehlkopf, aber den haben Frauen nicht. Ist meine entartete Schilddrüse und eine Beule auf der rechten Seite ist dazu gekommen. Ja, lass ich kontrollieren und habe auch Termin zum Schallen, aber erst 4 Monaten nachdem ich angefragt habe. Immer wieder fährt der 500er Bus an mir vorbei, auf dem steht Gehrden. Wieder der Klamottenversuchung widerstanden und sogar den Filzfuchs als Bücherstütze da gelassen (dachte zuerst Valentin und dann Gela und dann das ist krank, dass ich immer irgendwem was kaufen muss, auch kein Hörspiel David Sedaris Harry Rowohlt „Eines Tages ich spreche schön“ für Steffi) und mit leeren Händen aus dem Laden gegangen (der gelbe Pullover war zum Glück weg, weil den schwarzen schmeiße ich weg, der sieht lumpig aus, einen leeren Geigenkasten brauche ich auch nicht, obwohl ich das lustig finde, vielleicht kauft so was ein Theaterausstatter ein, aber die 25 € kann er sich vermutlich sparen und es sich bei Kollegen vom Orchester leihen) und stattdessen im arabischen Laden gestöbert und Kaffee mit Kardamon-Geschmack (100 % Arabica) geholt. Steffi hat mir Mut gemacht, dass das einfach sei und der schmeckt mir immer so gut bei ihr. Die Türken haben das Zeug schließlich erfunden und nach Wien gebracht. Die Edelnussmischung für 12 € war mir zu teuer. Vor der Tür eine goldene Kugel im Müll. Die Steuermitarbeiterin begrüßt mich, wir hätten ein bemaltes Treppenhaus was wir freilegen lassen wollten. Bini und Andreas kommen mit, aber die Lehrerin korrigiert, dass es nicht der Benther Berg sei, sondern der Gehrdener Berg. Ist doch egal. Das sind mein Mann und ich uns wieder einig.

2 x Herr Teheran auf dem AB, quatscht ihn richtig voll (lasse ich drauf und will es ihm vorspielen, wenn er nächste Woche kommt). Ich soll nur noch eine Sache machen, ihm ein Ticket nach Baku besorgen, one way. Er braucht keine Sozialhilfe mehr und gar nichts.

Der Modeschmuck stinkt, ist aber Bauchtanzmädchenmaterial dabei, was ich gleich wieder in Umlauf bringe (ist sogar eine Ballett-Diddl-Maus dabei). Die in Hamburg wollte auch nicht da ran, jetzt ist Düsseldorf seine letzte Hoffnung. Er hat das Bild in einem alten Katalog in s/w gefunden, aber seines ist abgemalt. Das sieht man m.E. recht deutlich so im direkten Vergleich. Er hingegen gibt mir meinen Tischkasten zurück mit den Worten, er sei ein Fake. Ich schreibe dem kranken Kollegen, dass ich ihn gerne mal wieder sehen würde. Der andere ist gestorben bevor ich noch mal geschrieben habe. Außerdem den Eltern aus Linden, dass ich Fan ihrer Kinder bin. 2 Sportkurse ist zu viel, dann kacke ich ab und nach Hause dazwischen auch. Frisch machen fällt aus. Stumpf war gestern. Punkbands aus Mailand, vielleicht sollte ich mir das Programm öfter mal anschauen. Unten rum drückt es beim Sport. Ich weiß nicht genau was da nass ist, Schweiß oder Blut und schaue ängstlich nach bzw. gehe dann raus bei der Dehnung und komme wieder rein, mache mit und höre wie schon so oft „das sind unsere Yogamädels“ und „deswegen habe ich mich jetzt auch beim Yoga angemeldet“ und weiß es geht um meine Kopf zu Knie Übung und ich liebe es einfach mit der Stirn die Füße zu berühren. Ich behalte eine Kette für mich, die ich mal ausprobieren will, ob das taugt für mich,

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Das kleine Gelbgrüne an den Bäumen ist das was meiner Schwägerin Allergie macht. Manche Bäume fangen gleich mit Pollen an. Muss Michi mal fragen, ob Bäume das in unterschiedlicher Reihenfolge machen, erst Samen, Blühen und dann Blätter. Bekomme immer Freundschaftsanfragen von gesichtsbuch für Elisabeth, die meine Email Adresse angegeben hat und lösche die weg. Jetzt hat meine frühere Yogalehrerin eine Freundschaftsanfrage geschickt. Das gruselt uns beide. Nordstadt. Treffen Bekannte vor der Pizza Oma, die da schon öfter gegessen haben. Von da aus kann man am Spielplatz vorbei und einen Schleichweg fahren. Die Nordstadt ist ein Stück dreckiger als Linden, aber die Durchgänge sind cool man muss nur aufpassen, dass man die dicken Kinder, die hier spielen, nicht anfährt. Auch hier sprießt und blüht alles und hier hatte Carlotta ihre Konfirmationsfeier. Sonst verbindet uns nichts mit diesem Teil der Stadt hinter dem Sprengel. Fuck cars, love bikes, schönes Motto und sympathisch die Reparaturwerkstatt. Sehe immer mehr komische Fahrradmodelle, die ich nicht verstehe mit schmalen und dafür lange, also dicken Reifen, die bunt sind. Minimalistische Hipstermodelle. Die Bürgerschule ist ein bisschen wie Elo 23 und die Räume sind nummeriert. Yoga gibt es auch im ersten Stock neben den Toiletten und ab 60 sogar umsonst in der Nordstadt. Muss ich nur noch knapp über 10 Jahre durchhalten. Auf der Vernissage sind Leute von früher. Die Ex von unserem Künstlerfreund, die dann mit dem Mann zusammen war, der jetzt am Lungenkrebs gestorben ist. Sie raucht auch viel, sieht aber unverändert aus. Einer seiner besten Freunde, der auch jetzt graue Haare hat und Bauchansatz trägt und eine Frau, die ausschaut wie immer, die ich aber erst nicht zuordnen kann. Früher Glocksee, als Heike noch in Hannover gelebt hat. Der Mann ist dunkelhaarig und kleiner als sie und trägt Brille und sie haben Kinder zusammen, erkläre ich Stephan später. Ein überdimensionaler Scheck der deutschen Bank hängt an der Wand und es dauert eine Weile bis es los geht und dann tut die Künstlerin einem ein wenig leid, weil sie so schlecht vorbereitet ist. Dazu gehört vielleicht auch viel Selbstbewusstsein das auszuhalten. Wohlverhaltensphase ist tatsächlich nur ein feststehender Begriff bei Privatinsolvenzen, mit Familienrecht hat das nix zu tun. Die Zusammensetzung ihrer Arbeiten von alten Sachen aus der Malerei, über ganz feine Stiche bis hin zur Fotographie in thematischen Blöcken ist gut gelungen. Auch der Film über eine Performance bei der Stühle auf ihr gestapelt werden ist gut und bestärkt mich in meinem Vorhaben für den Sommer. Stephan sagt, ich will bestimmt was machen mit Blut, was spritzt, weil das übe ich ja quasi zur Zeit, diese Performance. Alles voller Pferdekacke und warum feiert die nicht rein in ihren Achtzehnten? Das ist uns ein Rätsel.

Doch heute spielen 3 Bands im Stumpf und Plakate verraten noch mehr Punks aus Bologna in einem Scheißhaus Limmerstraße. Stephan tippt auf das moderne WC am Küchengarten und ich sage, es muss doch ein Veranstaltungsort sein. Ich schlage vor gleich nach Limmer. Der Outdoor Schlafsaal an der Ihme bei der Kirche kannte ich nicht. Da stehen unter einem Dach bestimmt 20 Betten nebeneinander am Fahrradweg. In Limmer stehen die Polizisten vor der Tür in kurzen Hemden. Es gibt es sehr viel Kunst auf vielen Etagen. Tolles Haus mit schnuckeligen Wohnungen mit tollen Tapeten und Holzböden und geilem Dachboden. Den DJ kennen wir von früher. Eine Mitturnerin, die dienstlich was mit dem Sprengelmuseum zu tun hat. Stephan wird von einem Galeristen angesprochen in einer der Küchen, der ihm was erklären oder mit ihm ins Gespräch kommen will sagt ihm aber, dass er Ralf kennen würde. Der Raumausstatter hat alles richtig gemacht. Das Bild von Ralf passt eins A bei ihm rein und macht mich erst auf seinen Laden aufmerksam, aber der Sofaauftrag ist schon vergeben. Er hat ein Bild von Ralf gekauft. Ralf hat wieder neue gemacht, die im Treppenhaus hängen und mir ausgesprochen gut gefallen (ich sage nur Schmerzyoga oder das Zebra mit der Beate Uhse Leopardenreizwäsche – toll). Ich umarme den Künstler und früheren Mandanten und wir sagen alle, dass wir gleich wieder kommen, auch Ralf. Auf dem Weg zurück ist beim Kunstkontor auf eine Vernissage, fast wie in Berlin heute, waah?

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Wir essen was zuhause und ich schreibe Harald und bleiben dann da hängen. Ich kann mich nicht mehr aufraffen. Die Zitrone aus Castellabate schimmelt schon an einer Druckstelle, drücke sie aus (innen in Ordnung) und mache hier das mit Honig in den Ingwertee. Das war das richtige Geschenk, weil ich es dann noch mal mit Samen und dem Ziehen einer Pflanze versuchen kann. Das Sofa sollte heute vielleicht wieder geliefert werden. Da hatte ich eh nicht dran geglaubt. Mir tun die Leute leid, die in den 90er noch nicht mal Teenager waren. Die haben das Beste verpasst, die 70er, dann die 80er und die 90er auch. Nastasia Kinski ist schwer psychisch krank und es ist grausam, dass man sie im Fernseher auftreten lässt und ihr auch noch ein Mikro vors Gesicht hält und eine Kamera. Das sieht doch jeder.

Streit um Lichtschalter. Er war Fehlentscheidung/-beratung so viel, die braucht man nicht und sie ärgern einen täglich und Gäste machen sich lustig darüber – zu Recht. Ich stehe auch nicht dahinter. Nicht täglich diese Diskussion und nicht vor dem Schlafengehen und Stephan geht rüber. Er darf das einfach? Ich gehe nicht nach, will ihn nicht bedrängeln und irgendwie empfinde ich es auch als Überreaktion. Ich schlafe schlecht ein, kann schlecht schlafen, liege dafür diagonal im Bett. So ist es, wenn man alleine ist. Ich bin schlecht orientiert und finde nachts nicht so leicht die richtige Seite zum Aussteigen für das Klo. Die Blutung hatte wieder mal etwas nachgelassen. Nachts fühlt es sich nach Unterleibsbeschwerden an und ich denke, das war wohl noch nicht das Ende.

09.04. Traum: Meine Eltern haben sich neben den Enkeln andere Babies besorgt (wo sie die her haben wundere ich mich selber, hat meine Schwester ein Kind gekriegt?) vor allem ein Mädchen und die ist ganz normal, d.h. altersgerecht aktiv und sehr süß. Sage meine Schwägerin, die schaut aus wie sie. Gut, jetzt würde sie gerade das Gesicht verziehen, weil sie weint und sie ist total begeistert und enthusiastisch und hebt sie aus dem Bett und drückt sie, schmust und säuselt mit ihr. Dann im späteren Traum sind wir auf einer Party. Es wird eine Serien und Filmpremiere gefeiert und lauter Promis, vor allem Politiker sind da. Sie steigen Paarweise aus einem Hubschrauber oder Auto und sie zeigen sich und verbeugen sich und dann läuft die Frau immer ein paar Schritte vor dem Mann. Das scheint die Choreographie bei den offiziellen Empfängen zu sein (das hängt sicher mit Let’s dance zusammen, was hier gestern lief als Häkelbegleitprogramm). Dann stehen alle an Tischen herum und es gibt ein Schwimmbad und irgendwie wird das Tanzen offiziell eröffnet, aber auch das Büffet. Wir gehen zur Quelle, einer Essensausgabestelle (eine Art Kiosk) und es werden Brot und Fingerfood aufgestellt, was aber mäßig interessant ausschaut, mehr altes Brot und Wurst mit Zahnstochern drin, aber die um uns herum bekommen die leckersten warmen Gerichte gereicht. Rucolasalat mit gebratenen Scampi, Risotto mit Muscheln usw. Keine Ahnung wie die da dran kommen. Bestellen die das extra? Es wird jedenfalls an unseren Nasen vorbei serviert und unter mmmhhh Lauten gegessen und keiner weiht uns ein oder beachtet uns. Es sind Männer, die essen. Als ein Koch mehrere Vorspeisen hinstellt die auf Platten dekoriert sind, schüttet Stephan das alles auf einen Teller zusammen und reicht ihm die leeren zurück (die allerdings voller Saucen sind, wie Vitello). Der Koch ist total sauer, nimmt ihm die Teller ab und schmeißt sie auf den Boden. Ich sage zu Stephan, das kam nicht so gut an, weil die haben sich viel Mühe gemacht mit der Präsentation und Du hast es kaputt gemacht und Stephan ist sich keiner Schuld bewusst und meint, das habe immer noch gut ausgesehen. Ich will weiter argumentieren, dass die Sauce jetzt nicht mehr drauf ist und entsorgt wurde und wir doch auch immer die Sauce mit Brot essen. Er würde das doch kennen. Ich überlege nach dem Zusammenhang des Boykotts und dieser Sache und werde wach.

Die Osterblumen im Topf, die wir geschenkt bekommen haben, sterben vor sich hin. Wir sind echt schlecht mit so was. Morgens will ich nachgeben und zu meinem Mann gehen, aber er schläft ganz fest mit der Decke um den Kopf gewickelt. Im Badezimmer sieht es wieder aus wie bei Tinkel als die läufig war. Die hat das besser weggeleckt. Stephan wollte einfach nur schlafen, alles ist morgens wieder liebevoll bei uns. Das ist schön. Das ist überhaupt das Beste an unserer Beziehung, dass die Grundgefühle nie tangiert werden. Hatte schon das Alleinesein prophylaktisch geübt und das Bett aufgeschlagen, aber wohl die Kopfkissen nicht, wie Stephan moniert als ich es ihm zur Abnahme zeige. Den Zücho-Pulli den Sunla mal bemalt hat (Sommeratelier, gute Erinnerungen) hat ein Mottenloch mitten auf der Brust und kommt auch weg.

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Haus besetzt ist die Auflösung für die viele Pferdekacke. Knie zickt immer noch nach einer Woche. Schönes Yogaklasse, zwinge ihr vorher noch schnell Netzschuhe aus Taiwan auf, Partnerübungen, freies Üben, quatschen. Ich kann das erste Mal richtig gut die Krähe halten und bin enttäuscht, dass ich so wenig Applaus dafür bekomme. Steffi und Jan haben auch Sedaris entdeckt. Ich soll heute Abend ein Thema nicht ansprechen. Schlau, dass sie es mir sagt, sie kennt mich gut. Nach Hause und eine Runde aufräumen. Habe ganz vergessen zu fragen wie die ganztägige Gesundheitserhebung in der MHH war. Kasperletheater auf dem Hundekackstreifen, wo sonst Lindener Schützenfest ist. Kaufe noch Blumenerde und Binden außerdem Himbeeren für Pfannkuchen mit Ahornsirup. Mhhm lecker. Im Garten eine Ente. Brütet die hier?

Harald meldet mir, dass er den Kunstevent im Treppenhaus und den Wohnungen auch so super fand und der DJ untanzbar war. Dann habe ich ja nichts verpasst.

Wohnung voll, Sachen aus dem Gästezimmer lassen sich kaum wegschaufeln. Die Hosen können weiter weg und zwei davon ganz verschwinden. Leinenhosen, die werde ich vermutlich nie wieder tragen werde. Türkischen Mokka gibt es das erste Mal und er ist einfach und lecker. S-Bahn ab Fischerhof und dann dort über das Dorf (Lemmie) am Dressurreiten und der freiwilligen Feuerwehr vorbei und auf Holperwegen hoch und runter durch den Wald, mit Ausblick. Unsere Begleiter meinen, hier könne man Sonnenuntergänge sehen wir am Meer und passend gibt es auch eine Mergelgrube (richtig, so war der Fachausdruck). Alter Plan. Köthnerberg. Hat der Köthnerholzweg damit was zu tun? Bestimmt. Eine Holzhäuschen „Biergarten“ nicht mehr in Betrieb und ein Platz auf dem Holzsägearbeiten verrichtet werden. Eine Jockey-Unterhose wurde hindekoriert zum Trocknen. Auf der Terrasse ein bisschen wie Sanssouci, dieser Ausschnitt mit dem Blick über Terrasse und nebenan eine Art Mühle. Der Koch freut sich uns zu sehen (ich will hier nicht tot überm Zaun hängen), aber er tut begeistert, wie ein Gutsbesitzer. Sie haben ein weißes Kaninchen was ihnen zugelaufen ist. Die Angestellte hatte bei einer Rauchpause ein weißes Kaninchen gesehen und damit für Unterhaltung gesorgt. Jetzt kennen es alle und abends kommt es raus und frisst den Klee vom Rasen. Ich weiß erst nicht, wie scheu es ist und zoome rein, quasi wie Wildtier. Der Nachbar geht direkt hin und ja, es ist domestiziert. Ich übergebe die Gartendecke, weil die Jungs sind mit Auto da. Der Raum, in dem wir sitzen ist wie ein Zugabteil und links und rechts davon der Wald, wie ein Wintergarten mit runden Fenster und Holzdecke, sehr stimmungsvoll, intim mit schönen, passenden Gemälden an der Rückwand. Früher war hier eine Straßenbahnanbindung und die Hütte gehörte der üstra weiß unser Nachbar. Bini hat ein Kleid an, was ihr sehr gut steht aus Berlin Rigaerstraße, zusammen mit einer Kette von mir (was mich freut) und ich will ihr ein weiß-blaues Oberteil von mir anbieten. Das Zelt ist geputzt und aufgebaut und die 18-Jährige feiert rein. Sie liest viel und bekommt einen e-reader für den Auslandsaufenthalt. Der Sohn mit Auslandsaufenthalt ist in Chicago, wo sie 1 ° haben und fliegt dann noch weiter nach Island. Das Essen ist lecker (ich hätte gerne Langusten mit Erbsen und Kalb statt Steinbutt mit Fenchel gehabt, aber der Fisch war fast das leckerste bei mir neben dem Kohlrabi-Carpaccio) und sie lassen sich sehr viel Zeit (nicht so wie auf Bali), vor allem Vorspeisen, Pasta und Crumble kann der Mann, aber ich mochte es in der Stadt lieber. Im hinteren Raum werden Ständchen mit Gitarrenbegleitung gesungen und die Bedienungen sind schnarchig. Stephan überlegt 10 km den Marathon mit zu laufen (man kann sich bis ½ Stunde vorher anmelden, teilt er uns mit). Das Orchester im Treppenhaus wäre total super und zu empfehlen, die machen richtig Tanzmusik. Der Kollege kommt direkt aus Stuttgart zu uns. 2 Autos fahren zurück und wir mit Fahrrädern. Ich bin am langsamsten und bremse immer wieder. Die Vorgruppe wartet mehrfach auf uns. Die Wege sind voller Steine und ich fahre halt langsam, geht nicht anders. Der Ausflug ist eher was für tagsüber, aber durchaus zu empfehlen, z.B. für den Geburtstag meiner Schwiegermutter statt dieser alten Dorfschule, wo das Essen nicht mehr so gut sein soll. Hier hat man eine schöne Sicht u.a. auf Hannover und kann prima spazieren gehen und sich auf Bänke setzen. Ich glaube, ein Ausflug lohnt sich trotzdem nicht (hatte überlegt mit meinem Bruder und Familie, weil man ab 15 Uhr kommen und essen kann), aber der sucht auch das urbane. Trotz meiner Bremseigenschaften haben wir fast 10 Minuten am Bahnhof. Ein Pärchen sitzt im Auto mit Tür offen und hört Musik und fährt ein bisschen auf dem Feldweg hin- und her. Das scheint hier Wochenendfreizeitgestaltung zu sein. Die S-Bahn nach Haste auf dem Gleis gegenüber und ein unter Drogen stehender Mann ohne Zähne fällt auf, der erst auf der falschen Seite aussteigen will, dann zur anderen Seite schwankt, rausschaut um anschließend in die 1. Klasse weiterzuwanken und sich dort hinzusetzen. Dann kommt die Diskussionen darüber, dass man in S-Bahnen Platz schaffen soll z.B. für Fahrräder durch Abschaffung der 1. Klasse und Andreas schlägt ernsthaft vor, die Klos abzuschaffen, weil für eine 30 Minuten Fahrt bräuchte man die nicht und die wären ohnehin immer dreckig und nur die einschlägigen Leute würden sie nutzen. Außerdem könnten Frauen besser aufhalten als Männer, weil sie hätten größere Blasen, es sei denn die Männer würden zu viel Bier oder die Frauen zu viel Wasser trinken. Ich schlage vor, dass er sich noch mal mit unten rum Anatomie beschäftigt oder sie zuhause ein Pinkeltagebuch führen. Als unsere Bahn in die andere Richtung einfährt ist der Drogi bei uns mit drin. Effekt „weißes Kaninchen“. Wie hat er das geschafft umzusteigen in die Gegenrichtung. Wir haben uns noch bei Feinkost Lampe verabredet. Ich wäre am liebsten gleich nach Hause gefahren um unten nachzuschauen und hätte das mit dem Teil für Bini begründen können, aber ich bleibe bei der Radfahrgruppe. Stephan und ich bleiben vor der Tür und zahlen keinen Eintritt, weil die Luft raus ist und wir hier nicht heimisch werden. Die Gruppe löst sich nach 10 Minuten auf und nur unser Nachbar bleibt noch und wir gehen mit zum Auto und bekommen Sauerteigbrot aus Stuttgart.

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10.04. Wir schlafen bis nach halb 10. Ich weiß meine Träume von nachts leider nicht mehr. Nur, dass ich bei einer Movenyo-Party irgendwas machen soll und denke, ist es ein Tanz und ich habe ihn vergessen als die Frau (nicht Stephie, aber es soll die Inhaberin sein) aufruft und eine Zeittabelle an die Wand projiziert wird fällt es mir wieder ein, dass ich einen Erfahrungsbericht geben soll, weil man ja schwer sich selber loben kann. Das fällt mir leicht und ich fixiere immer eine Frau beim Reden und sage, ab wann ich Yoga gemacht habe als Sportmuffel und wie ich zu dem Studio gefunden habe und was für Vorteile es mir bietet. Danach fällt mir ein, dass die Frauen sich für die körperlichen Veränderungen interessiert hätten (hat was mit meinem Video zu tun und das Steffi gestern meinte, man merke, dass ich mehr Muskeln habe als früher du ich mir überlegt habe meint sie das optisch oder von dem was ich an Übungen kann).

Stephan will mit dem Bus ohne mich (ich bin anders unterwegs) nach London und es geht um Linienbus und verschiedenen Typen. In der ersten Klasse sitzt sein Cousin Volker (auch völlig klar, weil es gestern um verschiedene Busmodelle und wo kann man Räder mitnehmen und eben um Abschaffung der ersten Klasse oder der Klos ging).

Alles blüht auch im Topf, aber nur nicht was soll. Spannend ob die Innenpflanzen überlebt haben und wieder grün werden.

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Stephan schmeckt der Mokka besser. Heute ist Strandhaus NY finden angesagt und ich will heute in den Wienfilm. Dazu kommt es nicht mehr. Ich backe, häkele und schaue Wohnungen. Erst mal kapieren, wo ich hin will, viel Konfusion per Mail verbreiten. Wir brauchen Mo-Fr und viele sind ab Freitag schon belegt.

Dann werde ich doch noch fündig als Entscheider (so wie ich genannt werde) bzw. jemand der sich kümmert (so wie ich es nenne):

„Low Tide“ as it is called is the old boathouse that was turned into a piano tuning shop in the 40’s and then into a living working house in the 50’s. The house was completely renovated 2 years ago and has a fab bathroom with heated floors, washer, dryer, new kitchen…but maintains the charm of an old Cape Cottage.“

Alter, am Ende der Welt konnte man einen

„We are a gay male couple. We are nice, fun, regular guys. We like sports, reading, working on houses. Non smokers, not big partiers, like playing tennis, scrabble, basketball, watching football“.

Keine Tore, keine Pokale….Niedergeschlagene Fans mit Fanschals um. Wie die Nordländer, so der Fußball. Diese Abänderung der Jever –Werbung neulich war lustig (da meinte doch gestern ein Fan von 96 das würde sich anfühlen als hätte seine Frau ihn verlassen, ooaaahh) und das Braunwild mit dem Rülpser als Balzruf, was nicht eingefangen, sondern nur beringt und wieder ausgesetzt und beobachtet wird auch. Sedar ist schwach. Wir hören extra-3 und so was. Satire. Sedar hatte Stephan heute Karten, wäre ich nicht mitgegangen und ist ausgefallen. Ich habe Michis Feuerzeug in der Tasche und schreibe seinen Namen drauf, was weiß ich, was der neben Tabak bei mir alles reingeworfen hat. Der Superkleber hat meine Tasche nicht geklebt. Die Brownies schmecken gut und sind super leicht zu machen. Das ist mal ein gutes Rezept und für unsere Backgegebenheiten geeignet. Stephan will nicht in Chef’s Table, weil er mit mir essen gehen will und warnt seine Schwester, weil dort sehr japanisch gekocht wird mit viel rohem Fisch, Seeigel usw. Ich glaube auch, dass es nicht ihr Ding ist.

Vampire Weekend sind einfach so gut. Ich meine solche Songs schreiben mit 20. Schweres Talent zum Komponieren, richtig begabte Musiker. Die gibt es nicht mehr. Stephan findet dafür LCD Soundsystem. Vielleicht doch mal wieder auf das St. Gallen Openair. Ich mache das Netzhütchen und lasse es roh und ohne Beschneidung.

Provinztown, ach so Provincetown oder P-Town, die äußerste Stadt von Massacussets. Homophil und sehr tolerant, Künstlerkolonien mit alten Traditionen. Da sind die Pilgrims angekommen und portugiesischer Einfluss, gutes Essen, Galerien und Theater und auch mal einen Mann in Drag an der Commercialstreet, also offen für Heteros und Familien, aber man sollte woanders hin, wenn man nicht sehen will wie gleichgeschlechtliche Zärtlichkeiten austauschen. Zielort vielen GLBT Touristen (klingt für mich wie diese Sandwich-Abkürzung: BLT). Das ist keine Insel, sondern ein Halbinsel und schaut aus wie ein Haken. Früher viel Walfang, jetzt auch Whale Whatching. Das wäre ja noch mal so was auf meiner Liste, weil ich gefressen werden will von einem. Wir sind an einer ganz schmalen Stelle und haben Wasser auf beiden Seiten, näher an der geschützten Bucht, aber Atlantikseite auch nur 3 km entfernt. Stephan liest mit Cod Banh mi und Lobster Rolls vor und ich werde ganz verrückt und will buchen, aber er will sich nicht drängeln lassen. Schauen 2 Filme bis ca. 2 (nur der zweite ich spannend und wir können ihn nicht aufnehmen und Mediathek geht auch nicht, das Ende ist dann noch total flach) und dann schlafe ich praktisch gar nicht.

11.04. Traum: Katalin wegen Trampolin, wir suchen ihr eines aus und ich probiere, ob es stabil ist, immer twisten (Yoga fällt aus wenn mein Bruder zu Besuch ist) und zwei schwule Besucher, ein junges gutaussehendes Paar und ich höre, wie der eine nach dem Mokka fragt und sage, den mache ich ihm und zeige wie viel Kakao ist bisher reingemacht habe (2 Esslöffel) und auch Stephan wie das geht.

O.k. heute habe ich die 4 Wochen Blutung voll. Die labert einem morgens eine Kante ans Bein von ihren Wegeunfällen mit Platzwunden und fragt mich, was ich im Gesicht hätte Brot? Nein einfach unreine, trockene Haut. Ich sage gar nichts. Bin zu müde, auch für das neue Filmchen was ich geplant hatte. Will nur von einem Mann wissen, ob ich denen schreiben darf um das zu sichern was jetzt alle wollen. Die kurze Antwort: nein.

Ach so, Columbus ist nicht mit der Mayflower und den Pilgrims gekommen. Das war früher und die kamen aus England und waren Religionsflüchtlinge. Ja, Thanksgiving und die Indianer haben ihnen einen Truthahn geschenkt. Das weiß ich. Habe auch den Adams Family Film geguckt. Habe doch ein Rock von topshop und wusste es nur nicht, war second hand aus England.

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Der Müllwagen frisst die Möbel.

Die Rechtsanwaltskammer Celle hat mich mit dem Schwerpunkt Medizinrecht und fragt ob das auf Medizinstrafrecht ausgeweitet werden soll. Ich schreibe zurück, dass ich so was nicht mehr mache und hatte Stephan gestern bei der Aktenablage noch erklärt, nachdem das Schlichtungsverfahren abgelehnt wurde würde ich das nicht weiterverfolgen in meiner Sache Frau Babykatze, kenne mich mit so was nicht aus und weiß auch keinen. Hatte bei der Mail erst gedacht, es wird mir ein Kollege empfohlen, was praktisch gewesen wäre.

Moodboard, so nennt man einem Stundenplan? Die verschiedenen Pastelltöne als Hintergrund. Sind das die Stimmungen? Lumix, wir freuen uns auch.

Herr Ihme hat 500 € abgehoben nachdem er bei mir war und 30 überzogen bei mir. Das war’s mit dem Auszahlen. Mache ich nicht mehr. Habe ich ihm vorher gesagt. Schuldet mir 30,- €.

Schreibe Stephan wegen „Low Tide“, weil sein Taktieren mich den letzten Nerv kostet. Das ist eine Gruppenreise und alle haben zugestimmt und wollen die Umsetzung und warten ist unnötig und gefährdet den Erfolg. Ich verstehe es nicht. „Es ist schwer nicht zu nerven. Ich bin permanent nervös deswegen und darf selber nichts machen. Bitte melde mir, wenn Du es getan hast.

Wir sollten einen andere Lösung finden, bei der Du Dich nicht wie ein Sklave fühlst und ich mich nicht wie eine Geisel, sondern das selbständig selber machen kann“.

Wieder Herr Teheran, der ohne Punkt und Komma redet und mir alles erzählt was ich schon weiß und dass er nur seinen Laptop aus der Wohnung braucht, weil er hat nur Unterwäsche mitgenommen und er weiß nicht, ob der zuständige Polizist vielleicht was mit seiner Frau hat, weil der nix unternimmt. Oh Mann, heute Nachmittag hat sich Herr Praktikum angekündigt.

Klärung des Versicherungskontos. Ohne Name kann ich das nicht zuordnen, Welcher Betreute mit „H“ ist das denn? Vielleicht sagt mir ja das Geburtstdatum was. Ja, es ist meines.

Das Bürolachen ist laut und viel, aber falsch. Das hört jeder Hund.

Diesen neuen Fetisch kann ich mal wieder nicht verstehen. Sieht um 98 % der Fälle kacke aus und manchmal kontrastiert es so schön. Mit künstlichen Nägeln vom Körper ablenken.

Immer fahre ich zu weit. Marktkaufampel und ich muss wieder zurück. Schon am Vahrenwalder Platz muss ich rüber. Dann wieder die Rattenfängermystik von der ich lebe. Die vom abW hat es echt auf dem Schirm und macht sehr viel und sagt zu meiner Betreuten; Du musst doch wissen, was alles bezahlt werden muss, damit Du weißt was auf dem Girokonto drauf bleiben muss. Sie ist unwirsch zu ihr und bäumt sich steif auf und sagt wütend: Hallo! Den dicken jungen Mann, der putzt und sehr süß ist verabschiedet sie mit den Worten: hau ab. Nur auf mich, die ich wenig mache und noch weniger Plan hat ist sie wie verstrahlt. Wenn ich was sage, wird es so gemacht. Komisch. ich nehme 2 Päckchen Vanillezucker zum Backen mit. Sie hat dann meterweise und kippt es sich in den Kaffee (mit Flavor quasi). Das Buch auf dem Sofa ist unwiderstehlich, zumal ich Brownies auch mit Mikrowelle backe (also das schmelzen von Butter und Schoggi) und mir das nicht wie richtiges Backen vorkommt. Marathon war gestern direkt vor dem Fenster, aber war nix los, sagt meine, Kann ich mir kaum vorstellen. Die Frau vom abW darf nicht mehr joggen wegen Bandscheibenvorfall. Apropos joggen, diese C-Bank die damit wirbt gehört zu den schlimmsten nach meinen Erfahrungen und man soll bloß nicht auf diese Eigenwerbung reinfallen, die machen genau das von dem sie das Gegenteil behaupten. Was? Schwimmen darf sie auch nicht, weil sie nur Brust kam und das wieder schlecht ist für die Wirbelsäule an der Stelle. Da hilft nur Pilates. Der Typ der ihr Konto leer geräumt hat ist wieder im Knast (recht so, der sollte ein reingeritztes Zeichen im Gesicht tragen müssen wie bei Inglorious Basterds). Sie hat Wein bestellt und will mir eine Flasche Cabernet Sauvignon mitgeben. Das lehne ich ab.

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Die anderen beiden Hasen, die ich spontan besuchen wollte, sind nicht Zuhause. Eine Elster am Futterkasten. Man sind die Schwanzfedern lang, wie sie das rausstehen. Ist wohl für kleinere Vögel gedacht. Werde auf dem Rückweg von vorsichtigen (über die Ampel schieben) und alten Frauen überholt. Ich habe es nicht eilig, es blüht alles so schön. Die Osterglocken sind zum Teil schon verblüht. Dieses Motto mit Trepphoch, aber anders.

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Über das Anmieten der Ferienwohnung will mein Mann nicht mehr mit mir sprechen. Openair St. Gallen ist schon ausgebucht. Rufe Hausarztpraxis wegen Chronikerbescheinigung für Herrn Hodscha an. Sie wollten das nicht ausfüllen wegen Lücke, will wissen welche (eigentlich will ich wissen, warum die sich so anstellen, so viel wir der in Psychiatrien war, hat sich nur Einweisung abgeholt. Ist das dann nichts?). Soll noch mal vorbei kommen. Krankenkasse wegen Behandlung in der Schweiz. Muss man selber zahlen und Zahlung nachweisen, dann erstatten sie die Deutschen Vertragssätze. Meine Schwiegermutter hat was anderes vor und gebucht, auch gut, war nur ne Idee.

Ich lasse meinen Frust am Sozialamt aus. Jeden Tag neuer Sachbearbeiter und das ist das System! Das ist schon der Wahnsinn und wer hat sich das ausgedacht? Warte auf die Entscheidung über Strommehrbedarf und alle halbe Jahre neue Fragen, Fabrikat Waschmaschine, Fabrikat Trockner, Bestätigung Pflegedienst, wir oft genutzt und jetzt die Frage, was man unter täglich versteht. Das ist feststehend und heißt 7 Tage die Woche, sonst würde es heißen, an Werktagen oder Mo-Fr. Wenn sie nicht wissen, wie man die Stromkosten errechnet, hilft es nicht, wenn sie mir Pseudofragen stellen, das bringt mich auf die Palme. Sie wollen Geld vom meinem und es werden Raten einbehalten. Das dritte Mal moniere ich die Vollstreckung. Ich sage ihr jetzt, wenn jemand am 25.04. zu meinem nach Hause kommt wegen Pfändung (und der ist nur behindert und nicht doof) werden sie keinen Cent mehr bekommen. Dafür sorge ich dann mit aller Sportlichkeit, die mir zu eigen ist. Dass das Programm nur 11 Monate Stundung kennt und man jeden Fall neu eingeben muss, interessiert mich nicht. Das ist nicht mein Problem, aber die sinnlose Arbeit und die vielen Telefonate und Faxe da platzt mir bald der Kragen (wie sie merkt, es ist bald schon so weit). Ich wünsche ihr noch einen schönen Tag.

Mittag zuhause. Low Tide hat geklappt. Gottseidank. Ich bin beruhigt. Jetzt fragen wegen Rädern und ob wir ihnen was mitbringen können aus Deutschland, Marzipan z.B. oder einen Flyer von der Schwulen Sau oder ein scrabble game from Germany with strange letters like ä, ö. ü. Steffi sagt Kino ab und kommt mir damit zuvor. Ich versuche eine Werbepostkarte vom Leuchtturm Pilgrim Monument zu verschicken, aber das klappt nur mäßig gut.

Bayreuth. Meine Eltern waren spazieren und haben die ganze Runde geschafft (neulich noch meine Mutter „ich hasse duschen“ war völlig durchgeschwitzt danach, kann ich nur allzu gut verstehen) und hatten am Wochenende schon Besuch da und Paps denkt schon wieder an Zigarren rauchen. Meine neuen Erkenntnisse stoßen auf Widerworte. Nein Columbus hat Amerika entdeckt und war der erste. Meine Eltern sind erstaunt über mein krasses Unwissen. Ich sage für mich war halt das Aha-Erlebnis, dass das zwei getrennte Sachen sind. Wenn man doof ist, kann man sich über die einfachsten Dinge immer wieder wundern. Das ist auch schön. Erzähle von dem Strandhaus und meien Mutter ob ich Angst vor Mannern hätte, weil wir so einen Hang zu Schwulen hätten. Ich: aber das sind ja nur Männer. Sie: aber die wollen nichts von Dir. Nein, ich habe keine Angst vor Männern, auch nicht vor meinen krassen Betreuten, sonst könnte ich meine Arbeit nicht machen. Mein Bruder trägt die Manschettenknöpfe seines Großvaters, die der jeden Tag in die Schule getragen hat. Schön.

Jetzt will Herr Praktikant doch ne Ausbildung machen statt in der Gastronomie im Bahnhof ungelernt zu arbeiten. Ob ich meine, dass sie ihm noch eine Chance geben. Das kann ich nicht sagen und es ist am ihm denen zu erklären, warum er das jetzt anders sieht, weil ich habe es gleich für schwachsinnig gehalten so eine Chance in den Wind zu schießen für 4,- € Trinkgeld, aber man hat es immer wieder versucht mit Aussprachen usw. Da muss er jetzt selber überzeugen und es hilft nichts mich vorzuschicken.

Blumenterrasse auf der Außentreppe beim Ihmeplatz 1. Das ist mal was Neues. Welpen sind wie auf Droge. So ist lustig, wie die irgendwas belangloses anschauen was auf dem Boden liegt und sich reinsteigern. Irgendwie kenne ich den Blick. Von mir selber. Beim Yoga, ich bin so was für empfindlich gegen Berührung (heute Füße). Das ist richtig krass und ich dann wie verstrahlt. Muss man zuhause so was mit meinem Mann anleiten. Fahrrad in der Nordstadt stehen lassen und mit Taxi zurück in Gruppe klingt nach einer lustigen Feier.

Die Jungs vom Strandhaus haben old cucumbers as we say und wir sollen unser Gepäck schonen. Mein Paps erinnert das Haus an die Red Barn und er würde gerne mit und tröstet sich mit altem Port und einer Zigarre. Ich finde ihn so süß und hätte ihn auch gerne dabei, auch wenn ich weiß das es unrealistisch ist und würde nach hinten losgehen. Stephan bietet der anderen Vermieterin auch ein scrabble game with strange letters an. Er findet es grds. lustig. Chef’s Table hat geklappt. Krass teuer, Japanische Kohle, die schon mit Tausenden im Monat zu Buche schlägt. Kann nur hoffen, dass wird die Erwartungen erfüllen. Ich finde, wie sollten ein cooles Auto mieten und gerne was extravagantes, also amerikanisches und kein VW Tuarag.

Film über Libellen, krasse Räuber, die auch ohne Menschen und Dinos schon gelebt haben. Die haben so was wie 360 ° Blick und fressen sogar pelzige Schmetterlinge eiskalt. Wenn sie selber in einer fleischfressenden Pflanze festhängen versuchen sie das Klebrige Zeug, was die festhält los zu werden indem sie es auffressen und fördern so die eigene Verdauung durch die Pflanzen (ich verstehe den Ansatz der Problemlösung allerdings). Die Larven leben im Wasser und haben einen sog. Fangkorb, können Unterlippe rausschieben also eher rausschnellen (das rausschieben mache ich beim Häkeln, da habe ich einen Fangkorb, aber meiner ist träge und nicht gefährlich) um damit Beute zu greifen und bei lebendigem Leib zu fressen. Das hat Alien beeinflusst. Diese Alienlarven fressen kleine Fische und Kaulquappen. Woher wissen sie, dass sie dann raus müssen aus dem Wasser. Sie vögeln in krassen Yogastellung und wenn sie alt sind gehen die Flügel kaputt und verlieren die Farben und sie fallen tot zu Boden.

Whale watching mit sight guarantee. Ich verstehe die Piktrogramme nicht. Ach so Teddy heißt mit Kindern, Eiskristall heißt mit Klimaanlage und Hund heißt mit Hunden. So einen Terrier kann man dem Wal ins Maul schmeißen oder fressen die so? Torten? Falle todmüde ins Bett.

Schmeiß die Möbel aus dem Fenster wir brauchen Platz zum dancen

06.04. Traum: Das ist eindeutig der letzte und morgens. Sabine und Larissa. der Vater ist gestorben oder so. Irgendwie geht es um Tod, Verlust der früheren Generationen, der Wurzeln, meiner Oma auch. Festzelt und irgendwas mit Musterwohnungen. Eine teure wird immer an einen der ärmeren Mieter für den gleichen Preis vermietet und man stimmt ab, welchem Behinderten dieses Privileg zukommen soll. Ich mache einen Kaffee in der Schraubkanne und der sieht hell aus, schmeckt aber total lecker. Sabine will wissen was das für eine Sorte ist. Schaue nach. Ist vermutlich schon älter, weil wir ganz lange keinen Kaffee so mehr getrunken haben. Schmeckt auch Stephan, müssen wir öfter machen. Ich mache dann noch einen, weil es so gut ankam (ein andere Typ ist auch da), schütte den in Gläser. Gerade Sabine ist sehr emotional und umarmt mich ganz lange und lässt nicht los. Dann bestellen sie ein Taxi. Das hätte Stephan tun können, jetzt macht es Sabine und beschreibt wo wir sind. Es gibt einen bestimmten Namen für die Unterbrechung der Straße, der ihr dann gesagt wird als sie es umschreibt und da am Kopfende würden sie warten. Sie können gleich runter gehen, der Frau fährt los.

Ich habe gestern im Büro die schwere Metallmutter gefunden, die ich für Osterdeko gesucht hatte als Ständer. Ich wusste die liegt auf einer Fensterbank und habe zuhause gesucht und kam mir schon ganz doof vor, aber sie war bei der Arbeit. An die Fensterbank hatte ich nicht gedacht. Ist die von einer Werft in Hamburg? Bloom und Voss. Das kann durchaus sein.

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Ich räume das Sofa frei. Ich stelle mir den Anblick des Wohnzimmers ohne Sofa vor. Bin gespannt, ob das klappt heute und wann wir es wieder zurück bekommen. Den zweiten Tag in Folge die Annette Rufeger oder wie die Designerin heißt Jacke, die mir Jasmin geschenkt hat. Das muss ich ihr melden, dass ich die zur Zeit so gerne trage. Einen Essenbericht. Warum nicht gleich Georg schicken?

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Heute könnte ich den gelben Baumwollpulli gebrauchen, den ich gestern gesehen habe. Nicht wirklich, ich kann absolut nichts mehr gebrauchen und freu mich jeden Tag an dem ich abstinent bleibe und nichts mit nach Hause schleppe. Die Klamottenschränke sind übervoll. Dann sollte ich erst mal richtig viel aussortieren und so lange ich das nicht mache, kann ich keine neuen Sachen gebrauchen. Ich kaufe nur für andere. Den Bienenteppich auch noch mal festhalten. Der passt echt gut und sogar Stephan findet ihn schön. Die Tasche aus einem Reissack (dritte Weltladen Wien) ist auch nicht mein Stil und wenn ich sie heute schon nicht tragen will, wo sie farblich passt, wann dann. Ich gebe sie heute Abend weg. Die Sonne ist zwar rausgekommen, aber die Darbietung mit den Seifenblasen klappt nur mittelprächtig.

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Der Hund kläfft und ich ziehe die Tür wieder zu und warte bis er weggeschafft wird. Das muss ich mir nicht antun.

Noch mal an die Schwägerin: Es gibt nur 4 Plätze und nicht 5, die man versuchen kann zu reservieren. Erst frage ich doof und habe es verstanden und drücke die Daumen. Losen ist nicht notwendig, wenn es klappt mit 4, dann ich nicht und zwar aus vollster Überzeugung, weil Kathrin musste im Momofuku vor der Tür bleiben und Karin und Georg waren noch nie in den USA und ich habe gelästert im Vorfeld, außerdem habe ich so was am meistens von allen schon gehabt in meinem Leben. Bei uns hat ein Sternekoch aus NY chinesisch gekocht als ich Kind war (muss ich meine Eltern mal nach dem Namen fragen). Alles ist gut und tusche und esse zuhause ein leckeres Take away oder mache eine Yogastunde oder was auch immer und  freue mich auf den Bericht.

Der Kollege denkt an den Kleber, den er mir mit Auftraghilfe und Erklärung übergibt und die Stoffprobe. „Großes Fest im kleinen Garten“ als Name findet er ausbaufähig. Dem Nachbar war sein Handy ins Klo gefallen. Die passen so gut zusammen. Dann geht es mal wieder um Paardynamik und das manche es eben krass bevorzugen. Es gibt Passionsfrucht und Schweineohren von Lidl zum Frühstück. Neulich mit Tochter. Sie haben einen bequemen Sitz für den Gepäckträger besorgt für sie. In Holland sei das erlaubt. Erzähle die Geschichte wie sie uns mit der Polizei 2 mal an einem Tag gestoppt haben als ich hinten drauf saß bei Stephan und dann gewartet haben, ob wir anschließend wieder aufsteigen und wie waren Studenten und es war ein Sonn- und Feiertag und wir haben uns in die Sonne gesetzt auf eine kleine Mauer und auch gewartet bis sie wegfahren so nach dem Motto mal schauen, wer den längeren Atem hat.

Ich schäkere mit dem Bürgeramtsmitarbeiter, der eine komische und sehr dicke Uhr mit zwei Zifferblättern trägt. Das eine kann er nicht gut lesen. Ich dafür das andere nicht, da müsse man sich auch daran gewöhnen und sie sei schwer. Aber warum man dann so dickes Metall und zwei Anzeigen braucht. Das muss doch dann an schick liegen. Er macht ihn 10 Jahre gültig und der andere wird entwertet. „Teurer Spaß“ sagt er. Meiner war bis 2019 gültig. Was soll’s. Das Foto mit den Dreads hat mir eh nicht so gut gefallen. In das Fotostudio ist jetzt der Buchstabenfredi hingezogen. Das Schaufenster sieht gut aus. Ich kaufe ein „e“. Dass der Markt das her gibt so einen Laden wundere ich mich (Internetverkäufe vermutlich). Ich denke an den Okidoki-Schriftzug von dem Bühnenbild in der Oper. Die kaufen vielleicht dort. In den USA erheben sie sowieso alle Daten und zwar jedes Mal. Das ist Pseudo. Wir waren schon 6-mal drüben. Die müssten sie ja haben, aber die tun nur so und ergeben und haben irgendwelche Datenberge, wo keiner durchsteigt bloß damit sich alle sicher fühlen. Aufwendige Eingabe aller möglichen persönlichen Daten und kaum hat man seine Kreditkartendaten eingegeben heißt es: zack, genehmigt, aber ohne Gewähr. Die wollen nur unser Geld. Hier nur die Zeigefinger (ich: es kribbelt schon, er: darf es eigentlich nicht), also wenn man mal was machen will, dann nur mit den anderen Fingern. In den USA nehmen sie alle 10 und die Augen. Das findet er ungeheuerlich. Ich bedanke mich, dass er meinen Mann größer gemacht hat und seinen Geburtsort zurückgegeben hat.

Herr Palästinenser hat immer Probleme mit dem Klamottengeld. Er will alleine einkaufen und nicht in der Gruppe. Sie fahren gemeinsam in die Stadt und dann zieht jeder los so die Variante der Einrichtung. Sie zahlen es ihm nur aus, wenn er mit Taschengeld in Vorleistung geht und die Quittungen abliefert. Er wollte letzte Woche schon, dass es mir überwiesen wird und ich es ihm auszahle. Andere besorgen sich Quittungen und kaufen dafür Drogen (ich: was???). Wenn er die Quittungen nicht vorweist, bekommt er kein Klamottengeld mehr. Ganz einfach. Ich kann das machen, weil es ist sein Risiko. Die vom Heim verstehen das so, dass ich mit ihm einkaufen gehen will oder werde. Ähhh, nein, aber wenn es ihnen hilft das zu glauben. Jetzt ist er unabgemeldet abgehauen, wie schon am Wochenende.

Die Betreuungsakte ist nicht mehr aufgetaucht und die Richterin hat sie rekonstruiert und die Anhörung ist jetzt am 19.04. Ich gehe auch hin, damit ich den Hasen kennen lerne und er wird vorgeführt aus der JVA.

Möbeltransport aus Stuttgart. Schrank und Sofa. Zählen Sofakissen extra? Sunl schreibt: „Aber auch wenn du nie wieder blutest: dein Menstruationshintergrund bleibt bis ans Lebensende!“. Ach die scheiße.

Noch mal Gnocchi mit Hackfleisch. Ja, man muss denen alles sagen und ich sei ein Schwarzes Loch des Stresses, sagt mein Mann. Ich mache Stress und ziehe ihn an. Uns ist beiden nach Mittagschlaf zumute. Es sei erst halb und um Viertel vor habe ich erst den Termin. Ja, ich bin gerne vor denen da. Meine raucht vor der Tür und passt mich ab.

Meiner hat Ausschlag im Gesicht, Platte parallel zur Glatze neu Beule am Hals und auch neu der Adidas Anzug. Er unterschreibt nichts für seinen Sohn, solange das nicht bewiesen ist mit der Vaterschaft und er hat kein Interesse an sozialen Kontakten, kommt mit Leuten einfach nicht zu Recht und hat das Kapitel abgeschlossen. Ein echtes Schätzchen, sieht mittlerweile aus wie ein aus den Fugen geratener Beavis and Butthead in alt und dick. Die Ziele der Hilfeplanung zu formulieren wird eine Herausforderung. Stationär will er in die Schweiz, nach Zürich, damit er nicht immer abbricht. Ich glaube, das wird schwierig. Eine ambulante Therapie muss möglich sein. Man kann mit ihm zurecht kommen. Mit dem abW Rocker ist er schon ganz lange zusammen und mit mir auch und keine Betreuerwechsel. Also es geht. Er ist auch zuverlässig mit Terminen. Er braucht die ersten Male einen Übersetzer/Vermittler und das machen der Rocker und ich und dann wenn das Eis gebrochen ist, muss es möglich sein ihn an einen Therapeuten anzubinden. Nächste Woche um 8:15 Begutachtung in der HNO wegen Opferentschädigung. Er soll ungeschminkt kommen und weder Wimperntusche noch Lidschatten benutzen lese ich von der Einladung vor. Ich treffe ihn dort und um 9 Uhr muss ich abhauen zum Termin beim AG Wennigsen wegen der Eigenbedarfskündigung. Er bekommt eine Nachricht auf dem Telefon. Das Paket ist angekommen. Er hat sich Liquid bestellt aus Holland. Das ist wie Marihuana. Das will der Rocker von Drobs gar nicht wissen und sagt es ihm auch. Der Rocker hat aufgehört zu rauchen und schon 220,- € gespart. Er hat einfach gedacht, er hat Riskofaktoren genug und kann jetzt nicht mehr 40 Zigaretten am Tag rauchen.

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Die Schuhe beim Schuster in der Stephanusstraße, die mir empfohlen wurden, dass sie gut zu mir passen, kenne ich schon. Ich dachte es mir eigentlich und gut gesehen, weil die haben mich echt interessiert und eh gut, weil ich ja nichts kaufen will. Zu teuer, irgendwie auch nicht richtig geil, halt neu und auf Retro gemacht und der Absatz nicht optimal und zu hoch.

Bei Elisabeth geht es heute neben Polizeieinsätzen mit 5 Fahrzeugen und sie wurde gefilzt und unter dem Busen haben die nachgeschaut um Poltergeister und Schulbuchverlage, die einen haben Westermann und die anderen Cornell (?) und die geraten dann in Streit. Sie hat Angst vor dem Irrenkrankenhaus und alle tragen weiße Kittel. Die Betreuungsrichterin von früher, die mir sagt, mein neuer Fall mit dem wohlhabenden Alkoholiker wird ganz schwierig und die Vorbetreuerin hat sich da abgearbeitet und hat viel organisiert. Zuletzt wohl die Unterbrechung beantragt, was sie allerdings abgelehnt hat. Ich kriege jetzt erst mal die Akte.

Einbürgerungstest- mein Betreuter hat das Ergebnis bekommen und 32 von 33 Fragen richtig. Alter Streber. Infogespräch bei der Ausländerstelle und mein Bruder rollt an, aber das kriege ich noch hin.

Der Typ, der für uns Moo shu Pork gekocht hat hieß Seymour Keller. Im Internet finde ich:

“Seymour P. Keller, who long served as a staff member, manager, director and senior advisor to the Director of Research at the IBM Watson Research Center in Yorktown Heights, NY died June 6, 2012 at the age of 89 in Brighton MA. Seymour was born on July 5, 1922 in the Bronx, NY of Jewish immigrant parents. He graduated from De Witt Clinton High School and then attended Springfield International College for a short time before entering the Army as a member of ASTP, a college training program.

In ASTP he studied engineering at the University of Pittsburgh and medicine at Cornell. After the War ended he used the GI Bill to earn his BS and PhD in chemistry under Joseph Mayer at the University of Chicago. After post-docs at the University of Wisconsin and Columbia University, he joined IBM Research in Poughkeepsie, NY. When Seymour joined the fledgling IBM research group in 1953, housed in a converted pickle factory, he pulled together a group to study phosphors. This group produced many significant papers, both experimental and theoretical, on deep centers in phosphors and other large energy gap materials. Much of this work was concentrated on zinc sulfide and especially strontium sulfide, sometimes doped by ion implantation. His paper with J.E. Mapes and G. Cheroff, ‚Studies on Some Infrared Stimuable Phophors‘,(PR1957) drew considerable interest.

In 1960, the group for a period mounted an effort to build switches utilizing electroluminescent and photoconductive elements. Shortly thereafter, Seymour took over the management of the semiconductor materials area in the Physical Sciences Department, whose team over the next few years was responsible for several major advances, including developing the GaAs process that was used in the invention of the semiconductor laser, in a virtual tie with General Electric in 1962. Today the semiconductor laser is the most widely used and biggest dollar value device in the laser market.

In recognition of his management skills Seymour was soon named as Director of the Physical Science Department, which was composed of some 200 scientists, engineers, and technicians and which, from the mid-sixties until the mid-seventies, carried out most of IBM’s condensed matter fundamental research, and produced many important results. He initiated and fostered a number of first class research projects including the solution growth of AlGaAs/GaAs heterojunctions by Jerry Woodall and Hans Rupprecht, which provided the basis for the practical semiconductor laser of today, and the discovery of thin film amorphous magnetic materials, in particular GdCo by P.Chaudhari, J. Cuomo and R.Gambino. These materials became the main media for optical data storage for the optical storage industry. Both the solution growth and the thin film accomplishments resulted in National Medals of Technology for the principals involved.

As Director of Physical Sciences he raised the quality of the department by insisting that his managers aggressively hire the best people. In this effort his shrewd judgment of people and talent served him well. Seymour was a pungent and sometimes barbed critic of work in his department, and his critical reviews played a key role in improving the quality of the work. He did not suffer fools gladly, but rather gladly made fools suffer. On the other hand he could also be sympathetic to others‘ problems and often saw talent where others did not. He wasn’t perfect in his judgments of people (but how can anyone be?) and sometimes was disappointed, but was right often enough so that he stood out as a judge of scientific potential and excellence.

Besides directing Physical Sciences at Yorktown, he was the reviewer for the Director of Research of the related departments at the IBM labs in San Jose and Zurich and helped to raise their levels of performance as well. This gift for finding talent was recognized after he left active management and took on the role of senior advisor to the Director of Research. For many years he had veto power on all proposed new PhD hires including those in the Applied Research, Computer Science, and Mathematics Departments, as well as in his own department. Within the Physical Sciences Department candidates had to pass the Keller test – run the Keller gauntlet, and more than a few prospective new hires were not made offers as a result.

Seymour served for many years as Ombudsman for the physical science areas, and many at the Research Center came to him for professional as well as personal advice. He was honest, blunt and objective in this role. Seymour Keller instituted the postdoctoral program that brought many young domestic and foreign scientists to the IBM laboratories. He also recruited actively at Stanford and found time to edit The Handbook of Semiconductors: Materials (1980).

He was an active visitor to the Universities of Bochum and Stuttgart and the International Centre for Theoretical Physics in Trieste. Seymour retired in 1993, but remained active at Watson as an Emeritus Staff Member until health problems forced him to move closer to his children in 2007.

Keller’s wife of 63 years, nee Pearl Josephson, of Holyoke MA, survives him, as do four children – Jan (Schulz), David, Richard, and Lisa (Lee), six grandchildren and one great grandchild, to all of whom he was very devoted. Seymour will be remembered by all who worked with him and who knew him as a man of great spirit and elan. He was a superb chef and a gourmet, and of his family and friends enjoyed many of his great meals. He touched the lives of many, including the authors of this testament, who owe him a debt of gratitude for his contributions to the success of their careers, driven by his perceptiveness, critique, and support.”

Das mit der „converted pickle factory“ gefällt mir am besten und auch ich verdanke ihm ein großartiges Esserlebnis Ende der 70er Jahre und kann nur im Geiste „Danke“ sagen. Ich kann mich daran erinnern, wie meine Eltern, die chinesische Kochkurse gemacht haben zu der Zeit Drum Sticks aus Hühnerbeinen gemacht haben (mariniertes Fleisch und dann frittiert und man konnte den Knochen anfassen, weil das Fleisch aus eine Seite geschoben und zum Ball geformt wurde) und Hot and Sour Soup (es wurde den ganzen Tag gekocht) und Seymour hat dann die Hauptspeise gemacht und die Reisteigfladen immer weiter auseinander gezogen und geteilt und man dachte, es geht nicht mehr und dann noch mal bis man durchsehen konnte. Das war ein Festessen.

Die Rezepte für Herrn Teheran aus Hamburg sind hier angekommen und ich schicke sie nach Hamburg. Rahlstedter Straße. Was soll das?

Eine frühere türkische Betreute, die vor ihrem Ehemann abgehauen war und sich in ein Altersheim geflüchtet hatte (damals bei Übernahme der Betreuung) ist befreundet mit meiner Betreuten, die Unterleibskrebs hat und Kinder wohnen bei der Jugendhilfe und die jetzt auch in ihre Richtung gezogen ist. Ruft mich 2 x auf dem Handy an. Nein, ich kann ihr die Daten nicht einfach so rausgeben, auch wenn sie die Nummer mal hatte und sich Sorgen macht. Kann umgekehrt meiner Betreuten anheim stellen sich bei ihr zu melden und wenn sie mich noch mal auf dem Handy anruft deswegen werde ich ernsthaft sauer.

Gela hat im Aufwachraum einen Puls von 40. Da kenne ich noch einen. Sofa wurde abgeholt und kommt vielleicht Freitag wieder.

Stockstellung liegt an den Körperproportionen, kürzere Arme als ich kann man kaum haben, aber der Trick ist kurzer Oberkörper wie meine Oma. Sitzzwerg hat sie immer gesagt und das stimmt auch voll, ohne Beine bin ich eine ganz kleine Person. Die Lehrerin hat doll Husten und fragt uns mehrfach, was das sei. Leider erkenne ich Erziehungsprobleme bei Hunden immer sehr doll. Ihr Welpe dreht immer mehr auf und jault und kläfft in der Endentspannung. Dann holt sie das Baby und er flizt rum und dreht richtig auf und bekommt dafür ganz viel Lob und Aufmerksamkeit, er beißt auch schon vereinzelt den Teilnehmerinnen in die Schuhe und Schnürsenkel. Sein Name heißt Jaguar auf Swahili. Steffi riecht Fahrenheit 24 ° an einem vorbeifahrenden Mann. Ich merke den unteren Rücken, warum das. Abenteuerurlaub mit Polizeiverhören. Lasagne fettig und ich halte ein Gewürz für Harissa, rutsche aus und es was Nelkenpulver. Autsch. Ich habe kurz Bilder im Internet geschaut und Turin sieht aus wie Kopenhagen, große kastige Gebäude und große Plätze, eher sauber, wie das Kopenhagen Italiens und eine Bergkulisse im Hintergrund (ist natürlich malerisch). Ich glaube eher, dass Bologna was für mich wäre, schön rot und italienisch aussehend und etwas verfallen und da können wir schön zu zweit jeden Abend fettig essen gehen und kein Tiramisu als Mini-Portion im Glas (nur 2 Esslöffel, das ist neulich gut gefunden worden, damit man sich nicht so überfrisst). So was gibt es dann gar nicht, sondern essen bis zur Ohnmacht.

Kann die ganze Nacht nicht schlafen. Erst allein, darf nicht rüber, weil Stephan das doof findet, frage ihn, will er mich noch mehr quälen, doch ich darf. Bleibe, als er Schnarchgeräusche macht, gehe ich. Auch hier schlafe ich einfach nicht und probiere alle möglichen Positionen. Decke über den Kopf hilft z.B. nicht. Es fließt zwischen den Beinen, ständig kontrollieren, wie die Binde sitzt, ob es irgendwo nass ist. Wie wird das symmetrische Quadrat reinpassen, zwei mit mehr gelber Wolle dazu häkeln, Lila fehlt. Wieder zu viel gehäkelt. Wann werden mir Krebszellen wachsen und mich auffressen. Habe ich zu viel über den DJ gelästert im Text?

07.04. Traum: Wien Feinkostladen. Ich soll noch ein Steak mitnehmen und der Verkäufer es mir geben stattdessen eine Fertigmischung aus Pak Choi und Scampi TK für Suppe (wie praktisch). Die Bedienung mag mich und gibt mir zu viel Wechselgeld, weil ich schon so viel gekauft habe und ich stecke es ein. Ein kleiner Hund von uns rennt im Kreis und tobt sich aus. Ich werde auf ihn angesprochen. Sunla und Andras warten im Café bis ich meine Einkäufe erledigt habe. Zwei Träume jeweils in einem Neubau in der Helmkestraße. Erst im Gästebett: Andrea mit dem Stoffladen, der ich ganz viele Sachen der anderen Andrea und Klamotten schenke, weite Baumwollsachen, wie das was sie an hat, eine Schneiderpuppe. Kann ich alles nicht gebrauchen. Meine Strick-Andrea schickt ein Foto ihrer Magnolie in Blüte am türkisfarbenen Pool über Whats App. Dann wechsele ich morgens um 7 ins Bett, weil es so hell ist und wieder spielt der Traum in diesem Haus. Meine ganzen Verwandten, wie Familienfest. Ich bin das erste Mal im Garten, gehe sonst nur im Dunkeln ins Schlafzimmer. Die Nachbarn kennen mich nicht und sehen mich das erste Mal (Anspielung auf Realität, weil ich den Nachbarn gefragt hatte, ob er sich erschrocken hat als er uns mal draußen auf dem Balkon gesehen hat am Wochenende, weil wir sonst nie draußen sind). Man sitzt zusammen an Bänken. Ich habe seit wir hier wohnen nur zwei Mal hinten am Schlafzimmer geduscht in dem Bad und kannte die blauen Fliesen nicht und vielleicht 10-mal vorne. Nutzen nur den Duschschlauch in der Badewanne. Die Jungs von Barbara und von Ines bemalen Fußballtrikots mit Edding. Das machen sie gut, lobe ich. Hält das denn? Irgendwo habe ich Stofffarbe muss ich mal suchen, Kinderboxershorts, was machen die hier drin bei den Malsachen, ist wie im Messiehaushalt, ach, die waren für mich gedacht. Finde grün, Christian malt Kringel, muss versuchen, weniger Farbe aufzutragen und dünner zu malen und das muss alles flach liegen und trocknen. Kleine Räume. EG, einfach verglaste Fenster, wir fanden es kultig. Direkt vor der Tür Autostraße und ohrenbetäubender Lärm. Wir sind noch nicht eingezogen, weil wir im Altbau wohnen mit hohen Decken auf 140 qm und der Wechsel schwer fällt. Den älteren Jungs von Wolfram schenke ich Hornsachen, große Servierlöffel, sein Onkel hat ein Hotel, die sind werthaltig und werden seiner Freundin gefallen, zwei große und zwei kleine Gabeln, sind Kämme mit breiten Zinken, gut für Männer mit weniger dichtem Haar. Leute mit sehr süßen gestromten Welpen (hatte ich einen gestromten im Internet gesehen, der eine Pflegestelle sucht, Rudi, Dackel-Schäfer-Mischling) mit ganz langen Windhundnasen. Ein Kind streichelt eine Katze und greift nach den Barthaaren. Das ist lebensgefährlich. Soll ich fragen, wie Rainer seine Wohnung in Lübeck gefällt (gestern hatte ich beim Autokennzeichen HF, Hansestadt Frankfurt gedacht).

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Ich weiß jetzt warum mein Rücken zickt. Ich habe keine irren Yogaübungen gemacht, sondern es liegt an der kurzen Jacke, das trage ich nie und habe gestern immer den Pullover runter gezogen, d.h. Kälte auf dem Fahrrad. Es war das einzige was anders was als sonst und ist des Rätsels Lösung. Der Rasen sprießt.

Ich bin spät dran. Erkläre das, weil ich schlecht geschlafen habe und eine Telefonliste machen musste. Büroorga interessiert sie. Es gibt leckeren Mokka. Der ist nicht schwer. Natürlich könne man aus allem ein Heipopei machen, aber einfach Aufkochen, beiseite, noch mal, fertig. Sie schneidet das Zwiebelnetz einfach auf. Das war der Trick. Sie freut sich, dass ich manchmal so doof bin bei allem Ideenreichtum. Die Küche ist blitzblank, der Kühlschrank fast Magneten- und Dekofrei und meine Papiertüte mit Pasta und Muscheln mit Lotteriesteinen außen dran aus Neapel fällt umso mehr ins Auge. Fettentferner ist der Trick. Pilz mit Glücksbringern von ihrer Oma (ich erkläre die Funktion: zum Identifizieren des Sektglases auf einer 50er Jahre Party) und alte Schachteln. Das passt zu mir. Sie mag die Reissacktasche mit vietnamesischer Schrift. Iggy Pop Aussteiger mit nacktem Oberkörper auf dem Pferd. Interessante Männer sind oft naive, kindliche Männer und dann als Partner nicht geeignet. Apropos mein szeniger Verehrer bringt mir Freitag wieder eine Tüte Modeschmuck vorbei. Sie hört mich zu Frau Borderline förmlich schon Schnauze sagen beim yogen, d.h. sie weiß genau wie ich ticke. Dann geht es noch um das Thema Maßregelvollzug und darum warum manche Menschen bestimmte Berufe ergreifen, z.B. Feuerwehrleute spielen gerne mit Feuer und machen selber welches um löschen zu können, Krankenschwester spielen Florence Nightingale als auch Todesengel, Psychatriepfleger, weil man vielleicht auch sadistisch veranlagt ist (in totalen Institutionen kann man der Bestimmer sein und Macht über Menschen ausüben, man sitzt am längeren Hebel und kann einfach Daumen runter entscheiden, wenn einem danach ist ohne es begründen zu müssen, einfach weil man die Macht hat) oder Lehrer, weil man anderen nicht gerne auf Augenhöhe begegnet.

Auf dem AB, dass die Jugendeinrichtung umzieht und Probleme mit der Technik hat. Ob das Fax auf grünem Papier (Ummeldung für die Schule) lesbar ist. Ist schwarz und die Mitarbeiterin hat es schon per Fax zurück gemeldet. Der Elektrorolli wird heute abgeholt meldet mir mein Betreuter. Dachte sich schon, dass ich mich dahinter geklemmt habe und wollte mir daher eine Rückmeldung geben. Der sozialpsychiatrische Dienst aus Hamburg mit Beschwerdeschreiben der Nachbarn. Vater trocknet vollurinierte Sachen auf dem Balkon und Sohn haut die Nachbarn auf Geld und Lebensmittel an.

Frau Renovierung scheint überrascht/geschockt, dass ich ihr echt nur kurz den Verpflichtungsschein durch die Lucke stecken will und dann wieder umdrehe. Meiner im Anzug mit Deutschlandkrawatte, voll übertrieben. Das Hemd ist am Hals viel zu groß. Richterin mit 2 Beisitzern, hinten ein schaulustiger Rentner. Es klebt Kaugummi unter der Anklagebank.

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Die Ergebnisse der Hausdurchsuchung werden vorgelesen. 7 Setzlinge 10 cm. 2,12 gr. Man hat sich nicht mal die Mühe gemacht den Wirkstoffgehalt zu ermitteln. Zu seinen persönlichen Verhältnissen befragt, er lebt von StGB II, nein SGB verbessert der Verteidiger, von StGB können nur Anwälte leben. Er konsumiert als Selbsttherapie, weil das Marihuana besser wirkt als die Medikamente. Die Oberstaatsanwältin spricht es immer falsch aus und will wissen, wie man eine positive Prognose stellen kann, wenn er weiter straffällig wird. Er macht ein Geständnis. Die Zeuginnen kommen gar nicht erst, nur der Polizist, der meinen freundlich grüßt. Ordnungsgeld wird beantragt. Wir schauen Fotos in der Akte, auch von der kleinen Bratze und den erbärmlichen Pflanzen in Plastiktöpfen, die zarte Tomatenpflanzen, die noch nicht nach draußen dürfen. Das Zubehör haben sie nicht mit aufgeführt sagte mein Kollegen und ich: die Zeitschaltuhr und die Blumentöpfe? Wurde vernichtet, sagt der einzige Zeuge. Warum kann man das nicht mit versteigern mit den Fahrrädern? Selbst für die Frau Staatsanwältin stellt fest, die Mädchen haben ihn ausgenutzt. Sie beantragt 1 Jahr 3 Monate. Der Verteidiger 10 Monate und sagt, wenn das kein minderschwerer Fall sein, welcher dann, weiche Drogen, kein Verkauf, waren selber vorher schon in der Clearingstelle wegen Amphetaminen. Ein Teil wurde eingestellt, die 19, nein 20, nein 19 Taten um die es jetzt noch geht (war immer schlecht in Mathe sagt er bezogen auf den Beisitzer, sein ehemaliger Mathe, Chemie-Lehrer, der sympathisch ist). Pause. Holger schenkt mir die Anstaltszeitung der JVA Hannover „Drehscheibe“, die vorläufig letzte Ausgabe. Der Anstaltsleiter hat den Chefredakteur, der das viele Jahre gemacht hat das Heft, was echt gut aussieht in die Küche versetzt und Holger wundert sich das die Kritik daran im Heft die Zensur überlebt hat. Er erzählt von einer lustigen Party mit dem Kochwein aus der Küche, die sie neulich gefeiert haben mit entsprechend drakonischen Sanktionen, aber sein Mandant hätte ihm gesagt, dass es sich gelohnt hätte. Gute Einstellung. Er war gerade in Miami und Orlando, möchte gerne Kontaktdaten unserer FeWo Pajaro Dunes, weil die Landschaft toll war (Krokodile beim Picknick), aber die Unterkunft von einer Ex-Deutschen wohl nur mäßig und sehr feucht (wegen Florida). Es kommt am Ende raus, was der Kollege vorher sagt. Sie haben lange beraten und stufen es als minderschweren Fall ein. Es gibt 1 Jahr Freiheitsstrafe ausgesetzt auf 3 Jahre Bewährung, 50 Stunden gemeinnützige Arbeit (er habe sich ausprobieren wollen) bis Herbst, Bewährungshelfer (mit der Option den wieder aufzuheben, wenn nicht notwendig), Melde- und Therapieauflage. Schon krass für ein unerzogenes Mädchen auf Rachefeldzug. Mädchen in Uniform reiten durch die Stadt.

Rufe die Mutter der Kinder von Herrn Rollstuhl an. Ich duze sie. Der Jüngere hat kein Respekt, sagt ihr sie soll das Maul halten und spuckt seinen Vater an, meinem Herrn Rollstuhl das Handy geklaut, klaut im Supermarkt (meiner war dabei, hat hinten in der Rucksack am Rollstuhl Süßigkeiten rein gemacht) und fälscht Quittungen, der ältere lebt in einer betreuten Jugend-WG und hat von meinem 50,- € bekommen zum Einkaufen und ist damit abgehauen. Meiner kann sich nicht wehren. Die Eltern ziehen an einem Strang und die Großeltern sind auch beteiligt. Der jüngere geht sporadisch zur Berufsschule, kommt morgens hackedicht nach Hause, wenn sie zur Arbeit muss, hat auch Schlüssel zur Wohnung des Vaters, sie schließen alles ab, weil sie Angst haben, dass er die Haushaltskasse klaut oder sonst was mitnimmt und verkauft. Das Jugendamt ist involviert. Er wird in 1,5 Jahren volljährig. Irgendwie übel, aber irgendwo kommt es auch her denke ich immer.

Mail der Kollegin, Herrn Ihme haben sie rausgelassen und der kann Jederzeit hier aufschlagen. Ich muss früh gehen wegen Eigentümerversammlung, zum Glück geht auch die Mitarbeiterin (ich hatte Angst um sie), dann sind wir alle auf der sicheren Seite. Das nervt, dass das jetzt unerwartet kommen kann, der Überfall.

Welche Heißgetränke hast Du fragt ein Miteigentümer ab und dann: muss nicht sein. Der Gastgeber trägt einen grauen Strickpulli, der ausschaut wie ein Kettenhemd. Das Muster kenne ich nicht, sieht aber gut aus. Das Gemälde von ihm als blonder Junge was im Flur hängt sieht super aus. Der Sohn von oben kommt bald zurück und die Hausverwaltung braucht mehr Geld, heiratet ihren Geschäftspartner (beide waren fast 30 Jahre schon verheiratet) jammert viel und die Tochter hat ihr keine Karte aus China geschickt. Unsere soll noch kommen. Vor lauter Briefmarken passte kaum Text drauf. Ich bin gespannt und kann mich auch erinnern, dass ich schöne Marken mit Vögeln drauf verschickt habe. Schließsystem -wir sind dagegen. Das macht modernes Chaos. Der Sohn kommt im Fußballtrikot und wird nicht umarmt oder auch freundlich begrüßt von den 3 Mitgliedern seiner Familie, sondern soll Abendbrot machen, der Opa sagt, er soll die Lippe nicht so vorschieben. Es wird nur an ihm herumkritisiert und er wird vorgeführt. Eigentlich will man wieder was sagen, aber es geht einen wieder nichts an. Ich wünsche mir Pflaster im Eingangsbereich und soll ein Angebot einholen bei Markus.

Meine Mutter hatte Angst, wenn ein Galerist die Möbel holt und so wurde die Spedition beauftragt. Stephan soll das nicht auf mich beziehen. Ich habe gesagt, er transportiert sonst Kunst, den kann man unseren Trödel auch anvertrauen. Falle nach Fettiglasagne um kurz vor halb 11 ins Bett.