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Alltagsberichte – das Tagebuch

Die Katastrophen des Lebens und Tschüß BM

25.07. Schlafe durch wie ein Stein. Traum: Wir sind im Ausland. Ich lobe die Frau, die ausschaut wie eine Hotelfachangestellte und vielleicht Juristin ist, dass sie so gutes, verhandlungssicheres Deutsch spricht (wurde mein Betreuter aus der Langzeiteinrichtung gefragt nach beruflichen Fähigkeiten und spricht deutsch, englisch, französisch Grundkenntnisse und russisch und Dari, kein Schulabschluss und wenig berufliche Erfahrung nur als Lagerist 4 Jahre und sonst Heroin, aber viele Sprachen, das hat mich beeindruckt. und bestimmt auch das ganze deutsche Geschäft mit führt und sie strahlt (es muss an Anrainerland sein wie Dänemark). Wir (Stephan, Claudi und ich) sind in der Küche, die Polenta wäre cremig sagt Claudi, ich rühre und sie war schon fast fest geworden und in Quadrate geschnitten. Habe ich was kaputt gemacht. Es sind Plätze freu am Tisch und setzen uns und es gibt ein Probiermenü in der Küche und eine Asiatin serviert. Sie fragt, was wir machen. We only eat and she cooks sage ich auf Claudia bezogen. Dann kommt Lena und ich lasse sie probieren (das grüne da soll sie probieren, das war besonders lecker). Wir schaffen nicht das ganze Menü und wollen essen gehen in dem Restaurant von dem Laden (?). Ich sage, ich mache das und will höflich sein und tue so als sei es plötzlich und sage: we have to go, our driver is leaving. Habe das Gefühl, dass sie mir die Lüge anmerkt. Wir stehen auf dem Platz und schauen noch mal hoch zu den Fenstern, hinter denen das stattgefunden hat. Dann Restaurant und wir essen da 3 mal in Folge, laden Claudi ein. Dann kommt der Koch raus und sieht aus wie Herr Ammann. Claudia steht auf und begrüßt ihn mit Sir und Handschlag. Sie sei Kollegin, aber hätte nicht diese Zutaten zum Arbeiten, weil sie anders wirtschaften müssten (denke der ganze Traum hat was mit Tenne und dem ersten Abend zu tun wo wir in dieser Konstellation ein Restaurant suchen und zwischen Claudi und meinem Mann die Meinungen auseinander gehen). Sie geht zwischen dem Koch und der Tischplatte durch um eine Karte zu holen und zeigt ihm die Tiere, Gans, Ente, sie würden die Haut braten (Teryiaki übersetzt eine Frau als Haut) und das dann verwenden wegen des Geschmacks. Er sagt sie redet wie ein Wasserfall, „like a wall“ heißt das dann. Ich studiere die Weinbegleitung und frage mich was ich davon nehmen will und dann klingelt der Wecker. Irgendwie sind Teile des Traums mit meinem Steuerkollegen der krank ist und bei dem ich immer Angst habe, dass der auch einfach tot ist und einem Kaminzimmer und das Feuer brennt weg).

Bin fies am frühen Morgen und ärgere mich über Smalltalk, ich nenne es Indiskretion. Leuten Dinge erzählen, die sich nichts angehen und dann einne gebrauchten alte Fernseher als Leihgabe angeboten bekommen und sich Geschichten über Fensterglasversicherungen bei der GBH anhören dürfen. Ich bin wieder arschig und kann mir die laienhaftenTheorien über die Armdiagnose, Gelenk geschwollen und deswegen in der Bewegung eingeschränkt echt nicht anhören bzw. muss mich darüber lustig machen. Das ist als würde ich Ursachen für einen Motoschaden am Auto mutmaßen.

Hole die Schuhe, die schon von der Form her schmerzhaft ausschauen. Wie ich Steffi sagte, nach 7-10 mal weiß man welche Drogen nicht gehen und lehnt das dann ab so nach dem Motto, weiß was passiert „wasn’t born yesterday“ und mit den Schuhen scheint es ähnlich zu laufen. Laufen für 10,- €, weil echt 60er und irgendwie schön und damit fast unbenutzt, dann neue Absätze für 7,50 € und jetzt merken, dass die Zeiten vorbei sind und sie gleich weiterverschenkt werden können.

Meine Eltern, heute Jugendbesuch zweifach und Party, bei denen ist echt viel los. Das wäre mir zu viel, ich vertrage nicht so viele Leute und beschimpfe die dann alle und verscherzen es mir mit alten Freunden. Nebenbei Spiegel, wieder Anschlag in Bayern, Ansbach. Kann man da überhaupt noch hin, gräßeres Sicherheitsrisiko als Israel langsam (das denke ich aus Scherz, weil Paps Bayern immer für den Nabel der Welt hält und meine Mutter gerne ihre Ängste hat wegen irgendwelcher Reiseziele außer Wien). Mama schreibt, die Vogelbeeren brauchen noch einen Monat (das hatte ich dann auch gedacht, weil die sehen noch ganz schön blass aus) aber sie macht mir mir Gelee und wir werden Spaß haben. Das glaube ich auch.

Das Jugendjobcenter, eine Vertretung. Infogespräch am 09.08. Sie nimmt ihn raus für Dachdecker und Tischler und lässt Maler- und Lackierer drin. Meinen Ärger lasse ich raus über die verschiedenen Ansprechstellen und deren Chaos (auch vor dem Hintergrund des Bußgeldes). Habe es studiert und mache es beruflich, bin trotzdem verwirrt und empfinde es as chaotisch und sie machen Sachen, die gegensätzlich sind und sich widersprechen.

Mein Betreuter wäre fast zu Fuß zu mir gekommen. Das ist aber sportlich dauert bestimmt eine Stunde. Unvermittelt (für mich) spricht er mich auf BM an, er wäre mal auf ein Foto von mir gestoßen und hat dann dort ein komplettes Arztgespräch wiedergegeben gefunden und liest nach, wann wir Termine hatten. Das verwirrt mich echt. Es wäre ja gut geschrieben und beim Gehen sagt er, ich hätte wohl gerade Geburtstag gehabt und gratuliert und meint, das sei der Nachteil wenn man alles im Internet veröffentlicht. So wie ich die Betreuten zum meinem Geburtstag einladen wollte merke ich, dass ich das jetzt viel mehr irritiert als Freunde, die sich beleidigt fühlen. Ich muss überlegen ob das jetzt das Ende von Buttermusch ist oder ich es eben rein privat schreibe in Zukunft für mich und Stephan. Ich hatte ihm an meiner Verwirrung und Unsicherheit teilhaben lassen und gesagt, dass die meistens Dinge bei mir nicht von Dauer seien, was die Hobbies und Interessen betrifft und ich gehofft hatte, dass mir die Lust am Schreiben vergeht, weil es auch viel Zeit kostet. Bei mir sieht es scheiße und chaotisch aus, der Schreitisch wie ein Stück Scheiße und das muss auch mal gesagt werden, wenn ich über das Gegenteil davon auch lästere in seinem Fall.

Frau Krebs aus Nordrheinwestfalen, ob wir das Betreuungsverfahren nicht dort abgeben lassen sollten, damit jemand vor Ort zuständig ist und wie wir das hier zu Ende bringen können, die Wohnung muss gekündigt und ausgelöst werden. Vereinbaren grob einen Termin an einem Freitag im August und ich bitte die Wohnbetreuung dazu und organisiere das.

Das Chaos in der Telefonanlage von Wahrendorff, Nummer die man mir Freitag gab und die ich wähle wegen Aufnahmemanagement und man landet woanders. Nein, ich bin ncht zu doof zum wählen und sehe die Nummer im Display. Gut, ich kann auflegen und noch mal wählen, aber dann hat sie mich wieder dran. Das ist doch logisch. Dann probiere ich die andere und lande in der Personalabteilung und immer heißt es, das würde das erste Mal passieren, also Hexe. Zentrale kann mich nicht verbinden, dann Rückruf. Das ist doch nicht normal für ein Krankenhaus. Mein Betreuter ist derzeit ohne festen Wohnsitz und ohne Telefon und desolat und deswegen hat er eine Vertretung, die sich für ihn meldet und das bin ich.

Herr Architekt, der Termin heute Nachmittag fällt aus. Die Maßnahme war gut, aber auch ernüchternd und er hängt jetzt etwas durch wegen Anschluss und wegen der Termine. Mehrbedarf hätte ich für ihn beantragt und das hat er schon bekommen, davon weiß ich nichts mehr, bedankt sich.

Die Lehrerin, will es sportlich sehen mit dem Bußgeld und ich sage, ich bin genauso angefressen wie sie und sage, ich kann keinen guten Ausgang garantieren, aber mache es und ich schildere ihr meinen Jugendfall und hole mir einen Rat von ihr, Heesestraße, Jugend-WG. Da hatte ich gleich dran gedacht und der AWO-Typ hat es mir ausgeredet.

Ich bin aufgeflogen und muss meinem Betreuten schreiben, dass das das Ende von BM sein kann. Ich mache es dann von seiner Reaktion abhängig. Wenn mir wegen der Texte Freundschaften gekündigt werden, dann sehe ich keinen Grund zur Umkehr, aber wie ich schon an meinen Überlegungen zu möglichen Geburtstagsgästen gemerkt habe, sind die Betreuten sind mir tendenziell wichtiger.

Herr Ihme zum Haus am Seelberg. Doppeldiagnose als Aufnahmevoraussetzung, huhu, das haben wir. Ich erreiche ihn nicht, morgens raucht er und nachmittags duscht er wenn ich anrufe.

Ja, mobile Betreuung für den Sohn, sie dürfen sich nicht bewerben sonst wird die Frau vom KSD sauer, aber ist darf das. Verselbständigungshilfe mit 6 Stunden die Woche klingt gut. Mensch, ich bin auch ganz schön belastet sagt sie und wünscht mir auch alles Gute. Klinge ich auch schon überfordert als bräuchte ich eine Kur?

Ein Betreuten, Freund aus Lüneburg wieder im Krankenhaus und muss den Hund sitten. Kein Problem, ich weiß Bescheid und melde mich, wenn was ist. Ganz oft geht es in meinem Job um Stellung halten für Leute. wegen weg und Hund.

Bestager Jasmin fit wie ein Turnschuh wegen Schwimmen und will Surfen auf Fuerteventura. Super, Vorbild für mich. Schwester kommt mir ins Haus und geht dann nach oben in der zweiten Woche.

Kantine anstrengend. Total lange Schlangen und der hinter mir der Typ: ich habe ein Fisch auf dem Kopf. Ist kein Fisch. Schaut süß aus. Ich denke: Schnauze. Dann knapp vor mir, Dipp alle für die Falafel. Heute ist nicht mein Tag und ich bin im Schockzustand. Harald meint, man kann es so einstellen, dass es nicht öffentlich ist und nur freigeschaltete Leute es lesen können und es wäre doch anonymisiert, also kein Problem. Ich denke, das Ende von BM ist besiegelt. Das kommt Vielen bestimmt gelegen. Ich suche mir andere Hobbies. Nur das Schreiben über Privates langweilt mich diese Nabelschau. Die Seifenblasenpfeiffe macht akustisches Signal, zur Jagd blasen, die Enten sind nicht ausgewachsen und es ist bestimmt die Brut von diesem Jahr, mein Kleid eingesaut und die Hände klebrig, kann sie an den Enten abwischen. Die Bühne von La Traviata wird abgebaut. Ich hatte sie nicht gesehen, was Stephan nicht glauben konnte. 37.000 sind auch kein Papenstiel. Harald sagt sein Messgerät sei Billigscheiß aus China und er will sich ein neues kaufen. Dann kann er mir sein altes ja vermachen.

In der Gerichtspost eine Mahnung, weil keine Stellungnahme vorliegt in einer Unterbringungssache und ich mein Geld schon bekommen hätte. Das habe ich in 100 Fällen vielleicht 2 x gemacht. Mein Job ist die aufsuchen und schauen, ob die Unterbringung berechtigt ist und mit ihnen sprechen um ggfls. Beschwerde einzulegen. Auch blöde Kuh.

Thema Elternunterhalt und genau der Lokalpolitiker für den ich das mal durchgefochten habe mit seiner Mutter, die die Enkel nicht gehütet und Geburtstage nicht beachtet hat will wieder Hilfe, sein Sohn ist in die Venusfalle getappt und es geht um Vaterschaftsanerkennung. Kein Bock.

Zeichen gemacht, wusste nicht, ob ich es ihm nur zur Kontrolle gegeben haben, will es schriftlich, auch die Zusammenarbeit mit meinem Mann kommt mir heute sehr schwierig vor und ich überlege, ob ich neben BM auch andere Gewohnheiten ändern sollte, den Job wechseln, anderes Leben. Wir wären ein gutes Team, der Buchhalter und ich. Er hat mich gefunden im Netz und jetzt gebe ich meinen Job auf und mache ein Business mit ihm, jetzt hat er mich an der Backe, das hat er davon. So ist das in meinem Märchen. Noch ein alter Freund hat Urlaub und besucht Stephan, der sich freuen würde, wenn ich aufhöre mit dem Geschreibsel.

Knie besser als befürchtet. Das ist gut an diesem Tag. Steffi bringt mir Kytta-Creme mit, die soll wärmen und kribbeln. Zweiter Kurs, Therabänder fühlen sich an wie ein Latex-Unfall aus den 90ern. Nicht durchdacht meines Erachtens. Andere Kurs, doch kein Balance, wieder Trampolin, bekomme Impuls zu flüchten, aber Steffi ist da und ich will sie nicht hängen lassen und wir teilen wieder die Trinkflasche. Die Trainerin die soll mich nicht anpacken, die Alte und erst recht nicht am Kopf. Da werde ich noch mal ausrasten und Hände weg sagen. Ist wie bei den Drogen, die man nicht verträgt, ich muss es ca. 9 mal ausprobieren. Erst kaufen die schöne spitzen alten Salamanderschuhe für 10,- dann neue Absätze für 7,50 € und schon beim abholen denke ich, da passen meine Füße nicht rein. Ich spreche von ritueller Verbrennung damit ich es mir mal merke und sie will mir mein Invest wieder geben.

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Zuhause Tyark mit einer roten Mütze, draußen auf dem Balkon. Stephan hat einen riesigen Bluterguß an der Schulter. Das hatten wir beide übersehen. Wie geht das eigentlich? Der Krankenpfleger sagt Voltaren und kühlen. 4 Schreiben Brot und Paprika mit Käse geschmolzen und Kirschen. Gut, dass ich in der Kantine war, dann los. Matcha wird uns auf einem Tablett.

Der Film ist weniger lustig, eher bitterböse – der Dackel als Geschenk für den Sohn, im Keller in einem Käfig wird er gehalten. Man muss den Willen brechen. Dann Sterilisation. Was ist wenn Wiener Dog Babies haben will fragt der kindliche Besitzer und macht die Autotür auf und sagt: run. Die Mutter tritt auf die Leine und erzählt später als Rechtfertigung von ihrem Pudel Crossaint, den sie als Kind hatten und der von Mohammed vergewaltigt wurde und die Welpen sind tot zu Welt gekommen und der Hund hatte furchtbare Schmerzen und der verfilzte Täter hat weiter gemacht und dann auch Eichhörnchen vergewaltigt. Sie glauben nicht an Gott, sondern an Liebe und Mitgefühl und machen Yoga. Schön fies. Zwei von der selben Schule treffen sich. Sie ist Tierarzthelferin und hat den Dackel gerettet, der eingeschläfert werden sollte wegen Durchfall. Sie fragt den Typen, der auf der Durchreise ist, ob er sich an einen Mitschüler erinnern könne, den hätte er immer geärgert und verprügelt, seinen Kopf gegen den Bordstein geschlagen und er kann sich nicht erinnern, „it doesn’t stick“. Dann der Roadtrip mit dem Typen besuchen seinen den Bruder, der Down Syndrom hat und mit einer Down Syndrom Frau verheiratet ist. Der Vater ist gestorben. Er spielt Abknallspiele auf dem PC, bei denen einer Frau der Kopf abgeschlagen wird mit den Worte, take that bitch. Sie lässt den Dackel da und fragt später im Auto was passiert, wenn die Kinder kriegen, sind aber beide sterilisiert. Danny Devito als frustrierter Filmlehrer, der seinem Dackel ein Kinderkleid anzieht und dann ein Sprengstoffgürtel daran befestigt in der Schule in der er unterrichtet. Das Dackellied zu Westernmusik und der Dackel marschiert durch amerikanische Landschaften als Pausenfüller im Film. Auch wenn ich mich vorher hingesetzt habe hat der Kinoausflug Spaß gemacht und vielleicht Pets vormerken.

Den ganzen Tag nervös was er antwortet, mein BM-Entdecker. Mehr Glück als Verstand. Womit habe ich das verdient. Womit habe ich das verdient. Er unterstützt mich noch. Womit habe ich das verdient, dass mein Betreuter Verständnis zeigt und mir erklärt wie er auf BM kam (auf meine Nachfrage) und wie man das anders einstellen kann, Bild und Text trennen (bin zu doof das alles zu verstehen) und mir nicht in den Rücken fällt und es dem Amtsgericht meldet, was ich hier treibe. Es ist juristisch wohl nicht angreifbar, aber nicht jeder hat Verständnis dafür. Ich bin müde.

26.07. Traum: Ein Foto von Marc und Jasmin von den Jungs. Valentin sieht schon aus als wäre er in der Pubertät, breiter gebaut und gut aussehend mit Locken vor einer amerikanischen Fahne posiert er (Provokation der Eltern denke ich da). Eine Bedienung, ein Italiener und es gibt was zu essen und man soll es unbedingt bestellen mit einem karamellisierten italienischen Wachtel-Ei. Das lese ich ihm vor und habe es erst ohne, also normal bekommen. Der Typ am Tresen hat selbstgemachten Balsamico-Essig zum nachwürzen, den macht er selber im Winter und macht mir einen Tropfen an die Hand zum Probieren. Der ist so lecker, der lässt sich vermarkten. Ich sollte dafür eine Etikett entwerfen oder den an den Mann bringen, weil der ist köstlich. Wir machen dann eine Tour und er macht Kochkurse und ich betreibe den Stand (denke das ist eine Anspielung auf die Tabakbeutel und dem Kneipenverkauf). In Italien im Herbst, in einer unbekannten Region, da kann man bestimmt auch wandern (auf meine Schwägerin bezogen) und dann eine weibliche Bedienung. Sie steht auf Klamotten, das sei ihr das wichtigste und dafür gibt sie ihr ganzes Geld aus. Die Klamotten die sie hat sind mehr als diese Fläche hier zwischen den Sofas zeigt sie uns und auch die Dusche ist voll und sie kauft immer was Neues, wenn es ihr gefällt, z.B. was die anhat der schwarze Blazer und der schwarze Rock, Designerstücke und raffiniert geschnitten mit viel Stoff und Falten. Der Mann hat eine Metallwappen am Arm in grün und gelb von einem Bundesland oder so und wir sollen alle darauf klopfen und sie ein gesticktes Wappen auf dem Rock mit einem Wildschwein, nein das sei ein Schwan in der Mitte, es komme auf das mittlere Tier an sage ich und daneben schwimmen noch 3 Bären, Geschwisterbären (ich zeige ihr die Tiere wie man mit Kindern ein Buch durchschaut und dann mehr sie als sie oder vermeintlich mehr sieht) und oben sehe ich jetzt auch die Wildschweine in einer Kette wie einem Kranz und dann erkenne ich den Schwan nicht mehr. Sie übernachtet bei uns und ich war länger nicht im Gästezimmer und da bewegt sich eine Decke, alles verseucht mit Insekten, kleine altrosane Fliegen und ich jage sie alle und zerquetsche sie und das ist eklig und manchmal kommt ganz viel Saft raus (das ist eindeutig die Szene mit dem zigfach überfahrenen Dackel aus dem Film gestern). Käfer, die ausschauen wie Wanzen und wenn man sie zerdrückt ist ein Stern oder Motive innen in dem Panzer und auch alle von den Farbigen bis ich keine mehr finde, wenn die fliegen laufe ich hinterher und klatsche mit beiden Händen, dann habe ich mehr Fläche und erwische sie, zumindest so, dass sie es nicht überleben werden. Dann wieder der Wirt hinter einem anderen Tresen in einer Kneipe, hat eine Sammlung schöner alter Feuerzeuge Werbefeuerzeuge von italienischen Likören. Die Türken in Deutschland würden sparsam leben und hätten viel Geld angehäuft und sie würden alles in Ware investieren ist seine Theorie. Ich gehe zu unserem Gast, die Wäscheleine ist auch ganz eingesaut und ich wasche sie ab, die einzelnen Seile mit einem Schwamm und heißem Wasser, die waren mal weiß und sind ganz eingepekt und der Gast wird wach und liegt im Bett die zerdrückten Insekten sind wie ein Muster auf dem Teppich und ich sage, sie sollte am besten liegen bleiben und ich sauge die erst mal weg. Dann noch irgendwas mit einem Füller, hat leider blaßlilane Tinte drin, aber hilft mir besser zu unterschreiben als die Billigkulis und sollte ich daher jetzt wieder dafür benutzen. Da denke ich im Laufe des Tages daran, dass ich das mal umsetzen will.

Die Dreiecke passen nicht und haben leicht verschiedene Größen. Das überfordert mich, muss alles mitnehmen und Mama muss es richten.

Telefoniere mit dem Typen, der mobile Betreuung machen soll und der kann es sich vorstellen, muss los. Ich kann es nicht verstehen, dass man als Mutter so lieblos sein kann und so schnell aufgeben. B-Wörter auf dem Fahrrad aufsagen. Etwas einschränken auf Hunderassen: Boxer, Boston Terrier, Barsoi, Beagle, hilft bei Demenz. Bei den Kindern mag ist auch lieber Kinder, die weggeworfen wurden von anderen, wie beim Schmuck, kein neuer teurer Echtschmuck, der perfekt ist, sondern Müll von der Straße ist das schönste für mich.

Den Betreuten überhole ich. Wartezone, er ist es gewohnt, dass Vor- und Nachnamen vertauscht werden. Der eine ist Lehrling mit dem anderen flirte ich, der für die Arbeitsvermittlung da ist und älter und cooler. Er versucht mich als Betreuerin ins System einzugeben und die Software zu überlisten (wir sind Versuchskaninchen sage ich meinem, aber tut nicht weh und Blut spenden müssen wir auch nicht). Ob ich das auch machen würde oder schon aufgegeben hätte mit der Technik. Aufgegeben, aber bei ihm sei es sein Pokemon Go Spiel und wenn es Geräusche macht sage ich, er hätte einen gefangen. Er darf keine Löcher in die Wand bohren und wenn er Flyer, die er kopiert und gefaltet hat und ein Loch durch macht und 20 an einem Haken damit er sie verteilen kann setzt es die Kollegen unter Druck. Sie haben ihm eine Magnetwand besorgt, aber die hält nichts und man kann eben nur einzelne Flyer aufhängen und nicht 100 nebeneinander und davon jeden in 10facher Ausfertigung und dann besorgen sie ihm andere Gitter, die in der Ecke liegen und die er nicht gebrauchen kann. Es folgt mein Lästern über die Mail Adresse mit Team 635-Jobcenter-ge-de, die man nicht fehlerfrei schreiben kann und ich erfahre ge steht für Germany und de dann für die die nicht der englischen Sprache mächtig sind. JC wäre cooler gewesen, so nennen meine Betreuten und ich ihr Amt und das klingt nach amerikanischem Kaufhaus. Dann geht es um Anrufe und ich mache das grds. nicht, weil ich das Callcenter von seinem Haus boykottiere, ich schicke Mails oder Faxe und er verrät mir erst mal, wie es abläuft, wenn ein Fax bei ihnen eingeht. In der Poststelle würden die unqualifiziertesten sitzen, weil der Job für unwichtig erachtet wird, dabei sei er eigentlich anspruchsvoll und setze vertiefte Kenntnisse des Hauses und der Organisation voraus, aber das würde nicht gesehen. Er leiht mir seine Lupe und verrät mir bei der Aufenthaltserlaubnis wo das wichtige, der Paragraf des Aufenthaltsstatus steht. Im Übrigen soll er doch wegen der Wand zur Ausländerstelle wechseln, aber nur wegen der individualisierten Zimmer (von Diddl-Maus, über Eishockey bis Rammstein mit Urlaubsfotos vom Strand, ich bin immer gespannt in welche Mitarbeiterwelten ich da hineingerate), soll aber keine qualifizierte berufliche Beratung sein. Ich gehe da gerne hin, vor allem weil ich gespannt bin auf welches Szenario ich stoße, schlechte Ölbilder oder nur 96, St. Pauli, die üblichen Fanbekenntnisse. Ja, seine Keith Haring Nachahmung ist auch keine Glanzleistung. Ja, habe ich erkannt. Ja, bei der Stadt Hannover durfte man das Zimmer selber streichen in einer Farbe, die man wollte. Es wird nach pflegebedürftigen Angehörigen gefragt, die Mutter hat 50 % sagt meiner. Das ist die Schwerbehinderung. Pflegestufe ist was anderes. Der Vermittler sagt bei Pflegestufe 1 muss man Vollzeit arbeiten, bei Pflegestufe 2 bis zu 6 Stunden und bei 3 ist man freigestellt. Auch mal gut zu wissen, sagt einem sonst keiner, so was. Er soll Ausbildung machen und was mit Lager. Anbieter gibt es viele, er soll schauen, ob er was mit denen anfangen kann, weil das Geld für die Maßnahme wollen sie alle gerne. Kein Schulabschluss, aber 9 Sprachen, das muss man erst mal hinbekommen. Nur mündlich, sagt er und ich: reicht ja, will ich auch für italienisch und türkisch sprechen können. Ich sage zum Abschied: ich bin schnell, zuverlässig, cholerisch, entscheidungsfreudig und absolut nicht teamfähig. Das zu meinem Profil und Tschüss für heute.

Ich überlege mir schon mal die toten Betreuten über die ich schreiben will gehe die in Gedanken durch, sind es mehr als 10, 13. Meine Idee heute, die ich wieder aufgreife, die Idee ist älter als BM oder gleich alt. Ich schreibe was ich mit denen erlebt habe und was mir im Gedächtnis geblieben ist und jeder Tote Betreute bekommt ein Kapital gewidmet und ich schreibe ein Vorwort. Die Namen fallen mir zum Teil nicht ein. Dann viel nachdenken und jetzt fehlt nur noch einer, aber lauter Geschichten und Zitate. Frage den BM-Entdecker, ob er Probelesen will.

Überall sehe ich die Wahlplakate für die Kommunalwahl, weil mein BM-Entdecker mir gestern davon erzählt hat. Tapetenpostkarte vergessen, vielleicht nächstes Mal. Pille vergessen, bitte Stephan sie mir zu bringen. Sohn ist nicht da, hat bei der Mutter übernachtet. Versteht nicht, was wir alle von ihm wollen. Fahrradreparatur hat nicht geklappt, braucht doch neuen Schlauch und Mantel. Seine Ex hat seinen Werkzeugkoffer verkauft mit Werkzeug vom Opa drin und so was gibt man nicht weg. Schon vorher wollte er ihn haben und dachte daran ihn seinem Sohn zu vermachen, hat jetzt noch mehr Brisanz. Das ärgert mich auch und auch ich war privat so was wie mit der befreundet und sie tut so als sei das immer noch der Fall. Muss die Alte mal anschreiben. Lobe, dass ich dank ihm weiß, wie man von der Marienstraße zur Hildesheimer durchfährt, Lindemannallee und Altenbekener Damm. Kennt sich aus, hat Tote durch die Gegend gefahren. War schlecht, wenn man an der falschen Adresse war. Das nehmen einem die Leute übel, wenn man mit einem Sarg vor der Tür steht. Er will Morgen in den Stephansstift fahren. Da habe er immerhin mal 2 Jahre gewohnt. Von der Gang sind 3 oder so vom 20 übrig. Er ist auch zum Sterben hier sagt er so schön trocken. Die Bandmitglieder besuchen ihn nicht (ich hatte danach gefragt). Das sei nur am Anfang mal so gewesen und mit ihm könne man nichts anfangen und er wolle und könne sie nicht zwingen. Den einen sehe ich regelmäßig, darauf ansprechen? Wenig soziale Verpflichtungen haben die Leute. Günter, der hat sich jahrelang um einen totkranken Inder gekümmert und den immer besucht. Eine Body Count-CD liegt auf dem Tisch, aber ohne Hülle. Er ist am Aussortieren, aber die nicht. Red Hot Chilli Peppers kommen nach Hannover. Haben die sich nicht aufgelöst (verwechsele sie mit Rage).

Nie wieder thailändischen Eiskaffee ohne Eis. Das hält man nicht durch vom Zucker- und Koffeingehalt her. Ist die 6 fache Menge und auch eine Flasche Wasser ohne hilft beim Verdünnen kaum. Krass, mir ist fast schlecht. Der Besuch von dem Günter und Grundschulfreund der auf Tenne lebt ist heute Nachmittag. Bespreche meinen Buchplan mit meinem Mann unterwegs. Erstaunlich was ich noch so weiß über die alten Fälle und ich will es festhalten, die Menschen, wie sie waren, ihre Zitate und Angewohnheiten. Ich sage nur: die erste Briefträgerin nach dem Krieg vom E-Damm: Mahagoni-Schlafzimmer und Durst ist schlimmer als Heimweh. Wenn ich die Ablage zur Hilfe nehme fällt mir noch mehr ein, aber die wichtigste (und das sind bei mir offenbar nicht die Namen) werde ich auch so wissen und das reicht dann vermutlich. Weniger ist mehr. Ich werde besser schreiben für das Buch, BM ist wie Klopapier oder Druckerpapier in endlos, einfach sich von der Seele schreiben ohne Anspruch.

Herr Yoga schreibt mir:

„alles okay? Ich habe sehr intensiv von Ihnen geträumt. Bitte melden Sie sich kurz. Gibt es was Neues zur Privatinsolvenz?“

Die Gutachterin von Frau Demenz lässt sich briefen und ja, ich habe die Nummer der Nachbarin, für deren Anstellung beim Pflegedienst ist gesorgt habe. Rufe die Richterin an, die meinte mich mahnen zu müssen und erkläre ihr recht bestimmt, wie ich arbeite und sage: mündlicher Rapport muss ausreichen. Ich finde es auch schade, wenn man nicht zusammen hin geht, aber das habe nicht so bestimmt. Sie sieht es ein, sie will sicher stellen, dass der Verfahrenspfleger sich blicken lässt und ich gehöre ja zu denjenigen bei denen das der Fall sei. Ich mache das nicht mehr, d.h. werde selten bestellt und bin nicht mehr im Geschäft und auch nicht traurig darüber, werde nicht mehr genommen nur in Altfällen und so auch vermutlich in diesem. Sie tut unwissend.

Mein Füller ist jetzt gefüllt mit rosa-lila Tinte. Ich hatte noch 2 Patronen, die schon halb leer, also ausgetrocknet waren von vor Jahren.

Der Lernbehinderte ohne Freundin. Er ist seit 30.03. krank geschrieben (wusste ich nicht, habe auch keine Gesundheitssorge). Anruf bei der Barmer, die Frau klingt wie ein Kerl, irgendwie sexy. Insgesamt 6 Lücken in den AU-Bescheinigungen. Einzelne Tage der Krankschreibung, was soll der Scheiß denn? Schreibe mit und gebe ihm die Liste mit. Dann erklärt sie mir, dass es immer Erstbescheinigungen seien und mal wegen Rücken und dann wieder Schulter und so bekommt er die Zeiten nicht zusammen. Arztwechsel und beide sagen, sei keine einheitliche Erkrankung und schreiben keine Folgekrankschreibung, sondern immer Erstbescheinigungen. So kommt er nie zum Krankengeld. Der Kindesvater von dem Sohn von Frau Türkin ist aus der Türkei wieder da und sie wollen einen Termin Morgen. Die neue Frau ruft an. Herr Ihme meldet sich, wird von Kirche verfolgt und ist gegen die Kirche und deswegen will er nicht in ein Heim, die werden von den Kirchen beherrscht und deswegen auch die Antennen, die sie bei ihm eingebaut haben gegenüber und ob sein Geld schon drauf ist, nein, Monat hat 31. Tage, ja aber Sonntag und deswegen schon Freitag drauf, ja, aber erst Dienstag. Sein Ausweis ist abgelaufen und das kostet 30,- €. Ich: nein, kein Pass, nicht so teuer und muss dann eingestehen, er kennt sich besser aus. Unter 24 24,80 und darüber 28,80 € also 30. Spreche ihn aufs Kiffen an und angeblich seit einem Monat nicht mehr. Gut, wie es bekommt ihm nicht. Dafür hat er noch knall verrückte Verfolgungsideen.

20 Tote, nicht mit jedem Namen kann ich was anfangen, also es werden eher 16 Kapitel oder so.

Ziehe die Schuhe im Büro aus und nicht mehr an, gehe gleich barfuß. Die schönen braunen Schuhe mit der bequemen Höhe laut Steffi, allzu gerne würde ich sie tragen, aber daran ist nicht zu denken, leider. Beim Sport, der viel von Tanzen hat, entdecke ich zum Ende hin einen Clipohrring, den ich vergessen habe. Meine Energie ist gut. Die Cineastin ist Teilgriechin und lauscht, wenn sie Fleisch essen gehen. Biennale und sie kann mit Stephan das Kunst-Paring machen und ich das Rentnerprogramm mit ihrem Vater, wenn es mir nach einem Palazzo reicht, gehen wir Kaffee trinken. Die Arbeitskollegin und der Mann wollen vielleicht auch. Stephans Fahrrad stand da, dachte die sind oben, dann die Schaukel im Garten ausprobieren, der Grill ist im Weg. Die sind schon weg seit fast einer Stunde. Hinterher. Nordstadtschulfreund will Banh Mi für uns machen (er weiß wie er mich locken kann, da bin ich ganz primitiv) und hat eine Schildkröte in der Bucht auf Tenne bei uns in der Nähe gesehen. Er erzählt, wie er Kunden am Schalter, die schwierig sind mit Arschloch und verpiss Dich beschimpft. Ist er auch in den Wechseljahren? Schulfreundteneriffa war früher glatt rasiert auf dem Führerscheinbild und hat jetzt einen eindrucksvollen Bart, muss die Dachrinne seiner Mutter sauber machen. Seine Schwester war mal mit unserem Tischler zusammen, in der Jugend. Er sagt, die Südamerikaner wundern sich, wie verschwenderisch wir mit Kaffee umgehen. Beiden gefällt das 11 A. Jan will einfach so mal einen weiteren Radausflug machen, wenn das Wetter gut ist. Können wir machen, aber bei WN ist er dann raus, weil er die Ernsthaftigkeit des Orakels nicht verstanden hat. Ich zu Jan (auf den Fahrradplatz bezogen): ist geil geworden, man läuft so viel besser und auch die Mauer habe ich schon ausprobiert und die sieht nicht gefugt aus, ist aber sehr stabil und bequem und er: hätte man längst machen lassen sollen, wurde lange genug gestümpert und es sieht nicht nur viel ordentlicher und einladender aus, sondern es sei so viel größer geworden. Ich: genau, reicht schon für Gartenparty. Das wird meine Ecke. Er erzählt von Bali und zeigt Bilder. Das scheint echt toll und höchst interessant dort zu sein. Er in die Weinbar und wir nach Hause.

27.07. Ich denke an Gegensätze, Jan und ich. Steffi und ich. Das ist wie Rio Reiser und der Text, Du bist so heiß, ich bin so kalt, Du gehst aufs Ganze und ich geh nach Haus (oder so ähnlich). Ziehe schon mal ein Outfit für die Reise an, das war eh zu viel. Finde den Pappmache Ohrring wieder, der sich in einer Sporthose verfangen hatte. Das freut mich mehr als jede Gucci-Brille. Ich dachte, der Sohn hätte meinen Namen geschrieben, weil Rot und Hip Hoper Schrift und die Visitenkarte lag daneben. Das heißt aber eher Amok, wie Stephan meint. Nicht gut.

Bushaltestellen wollen mit Digitalanzeigen oder Fahrplänen (?) nachgerüstet werden hatte mir Stephan gestern vorgelesen, weil nicht jeder ein Smartphone hat. Ich mache meinen Magneten der Wiener Linien ran und will damit ein kleines Experiment machen, wie lange der dran bleibt. Bis zum nächsten Putzen durch Pro-Tec?

Morgens, die sportliche abW Frau wegen Frau Krebs und dem gemeinsamen Termin hatte ich vergessen. Das passt ja wieder wie eine eins.

Ich telefoniere mit dem Sohn, der gestern nicht da war. Er findet den DIN-A4 Ausdruck von mir nicht, dann doch. Will zur Info-Veranstaltung und wissen wann es los geht und seinen Rhythmus dann umstellen.

Ich versuche die Blutergebnisse der Mutter abzufragen, aber die liegen noch nicht vor. Erst ein wenig politische Diskussion und der nette Mann scheint Erdogan-Anhänger zu sein, ist alles wieder in Ordnung, Gott sei Dank. Nein, sie haben Demokratie, ist alles in Ordnung und wird geprüft. Das was ich sage, ist Propaganda der deutschen Medien, Bildzeitung und so. Gut, dann lassen wir das mit der Politik und kommen zum Thema Sohn. Der will nicht zurück und wollte auch mit der Mutter nicht telefonieren. Ja, sie zieht die Behandlung durch und es geht ihr besser. Wie die Erziehungseignung ist, kann ich nicht beurteilen, aber man sagt Kontinuität ist besser als Wechsel und es wäre sicher hilfreich, wenn das Vater am Ball bleibt und sich nicht so wegbeißen lässt, sondern den Sohn regelmäßig sieht und mit ein Auge darauf hat wie sich das entwickelt. Ich rate zum Gespräch mit der Mutter und gebe Kontaktdaten der Beratungsstelle mit, die eine offene Sprechstunde haben (KSD nicht zuständig, sondern die Beratungsstelle in der Kurt-Schumacher-Straße). Sie sollen doch gleich vorbei fahren, wenn sie sich trauen und sie macht echt guten Mocca, wenn sie gut drauf ist. Hat mir sogar mal Künefe gemacht auf dem Herd und wenn es ihr schlechter geht gibt es nur Beuteltee. Künefe, wir sind Fans, ist aus Anatolien und dann muss man ein Grillrestaurant suchen. Ich würde mich ja auskennen mit dem türkischen Essen. Sie freuen sich und lachen sich tot. Meinem Mann wollte ich Krümelmonster, der Kekse jongliert als Künefe-Monster umwidmen. Ich hätte ja Ideen/eine Phantasie sagt die Schwangere. Urfa Sofrasi ist gut sagen wir übereinstimmend und ich mag die Elvis-Transe, den Chefkellner, der Öz Urfa in Langenhagen sei auch gut und dann ein neuer, der von beiden zusammen oder einem Mitarbeiter eröffnet wurde in der Straße vom Steintor zum Marstall. Ich soll Küsschen und Grüße sagen von dem Mann, der die Empfehlung macht. Der Halbbruder kommt jederzeit und der Sohn der Betreuten durfte den Namen aussuchen. Ist es ihr erstes Kind. Ich würde mir Sorgen machen an ihrer Stelle, wie das technisch gehen soll mit dem rauskommen. Nein, wird alles gut und die Hormone helfen. Der Halbbruder freut sich schon. Das glaube ich sofort.

Die Ergotherapeutin von Herrn Adoption, rufe zurück, langes Telefonat. Da er Privatpatient ist müssen sie einen Behandlungsvertrag abschließen und wollen wissen, ob die Finanzierung gesichert ist. Die Praxis ist außerhalb, aber die Chefin berechnet nur die Hälfte der Fahrtkosten und die Therapeutin wohnt gleich um die Ecke. 2 x die Woche wurde verordnet. Bei Depressiven sind feste Strukturen wichtig, mittwochs ist Wäschetag. Ich sage, für Rechner in Gang bringen ist auch Geld da, wenn das sich als Hobby herausstellt. Sie fängt nächste Woche an und meldet sich dann bei mir. Bei der Haspa in Hamburg gibt es kein online banking für Betreuer, nur für welche mit Vollmacht (?). Sie kriegen das technisch nicht hin. Sie kann mir nur anbieten ein Mal im Monat die Kontoauszüge zu schicken. Genau das will ich nicht (er soll den Überblick behalten und ich will die Kontrolle, wenn das schief geht) und sie sind die erste Bank bei der das nicht gehen soll. Bekomme ich das schriftlich?

Die Wohnung ist mehr eingerichtet als letztes Mal, halt kulturkreistypisch, sehr spartanisch, Sofa, Teppiche (der Hauptteppich richtig violett), Fernseher, etwas Kitsch, aber sehr übersichtlich. Was ist mit dem Sohn nach Deutschland holen, viele sagen, das geht nicht wegen Terror hier und so. Meint der das ernst? Kommt aus dem Iran, einem Gebiet, was durch Krieg und Erdbeben zerstört wurde. Wegen Ansbach jetzt? Er dachte ich komme mit einer Frau von der Stadt, hat aber das Schreiben verloren mit allen Papieren. Was ist mit Spielsucht. Er ist in der Spielbank gesperrt seit 5 Jahren, Spielsperre, Ja, aber das kann man auch woanders machen. Will er sich nicht Hilfe holen. Er weiß, MHH, da muss auch das Auge operiert werden, aber will es alleine schaffen. Braucht eine Partnerin, das ist alles. Einsamkeit macht einen kaputt, zwei Ehen haben nicht geklappt. Die letzte Frau war zu jung. Ob das die richtige Reihenfolge ist. Ich habe meine Zweifel. Er bedankt sich für meinen Besuch. Hier heißen die Straßen auch: An Mußmanns Gang. Der Glastyp ist bei Stephan. Spontanes Glasversagen. Ich erkläre ihm gerne, wie ich jetzt einen schweren Teppich haben will.

Polizeieinsatz mit Vorfahren und Straßenbahnschienen blockieren vor einer Bank. Ist hier gleich Überfall angesagt und wir haben Unterhaltung. Hafven zieht in die Nordstadt. Eröffnung, auch so, ich dachte hier, erst so tun als sei es vorübergehend und dann offizielle Eröffnung. Na toll, sie gehen und da gibt es bestimmt auch Espressolöffel. Den Typen habe ich gestern schon auf den Arsch geschaut. Junger Schwarzer mit grauem Kampfhund, den er echt gut führt.

Ich lege mich mit der Frau vom KSD an. Sie will fachlich nichts sagen, aber dann doch ablästern, der den sie beauftragt hat der Herr Awo hat Jugendliche schon in 2 oder 3 Fällen die Selbstständigkeit gebracht, bei dem den ich gesucht habe ging es zurück in den mütterlichen Haushalt. Er hat uns aber gesagt, er können nichts für uns tun und wisse nicht, was er mit dem Fall soll und konstruktive Hilfe mobiler Art war Fehlanzeige. Man soll ihn in Ruhe lassen, aber so schafft er das nicht und sieht es auch so. Sie wollte Niedrigschwellig, weil der Sohn bisher nichts angenommen habe (heißt das Geld sparen frage ich mich). Ob ich seine Nummer hätte. Da wundert mich jetzt, dass sie die nicht hat, wo sie ihn doch beauftragt hat. Ich bin so unfreundlich und hinterfrage alles. Ja!?

Der Psycho-Kollege erschreckt mich zu Tode. Ähh, wir kriegen ja jetzt diese Gemüsekasten und das fault schon zum Teil. Wie das gedacht sei und wann der Kollege wieder kommt. Ich frage mich immer, ob der das ernst meint. Letztes Mal haben wir das einfach aufgegessen und waren schwächer besetzt. Die Bananen seien alt. Dann soll er die doch wegschmeißen, wenn er meint und sonst Angst hat das Gesundheitsamt kommt vorbei. Ich freue mich total, dass meine Cousine zu meinem fünfzigsten kommen will. Ja, ja, Fahrgemeinschaft Bühler Tal.

Der russische Alkoholiker, wird nächste Woche entlassen und will Tagesklinik machen. Das geht dann 2 Wochen und kann verlängert werden, man bekommt die Fahrtkosten von der Krankenkasse erstattet, muss aber erst mal in Vorleistung gehen. Wusste nicht, ob Monatskarte sich lohnt und was überhaupt Wochenkarte kostet und ich habe ihn gebeten das rauszufinden und sich zu melden.

Elisabeth war nicht gekommen und ruft um halb 6 an. Mein Mann, der Herr A. hätte Morgen gesagt, wem ich da glauben darf. Stephan schreibt, warum hat sie dann angerufen und dass ich das bitte entschuldigen soll, es sei keine Absicht gewesen. Das ist ein sehr lustiger Ansatz. Daneben gibt es Ärger wegen meinem Text, es geht um meinen eigenen Traum und der Haussegen hängt schief. Gut, ich werde das ändern. Träume, da bin ich doch unschuldig und das bin nicht ich. Das weiß doch jeder. BM ist total ehrlich, das ist das Konzept. Herrn Yoga soll ich bei der Insolvenz Angst machen, weil sie nach Schmuck, Wertgegenständen und teuren Tieren fragen. Das kann doch keiner beurteilen und keiner wird seine Vögel beschlagnahmen. Stephan macht Drohgebärden, die nicht ernst zu nehmen sind. Da kommt keiner nach Hause und guckt. Ich finde es fies, den Betreuten Angst zu machen wenn das unbegründet ist. Aenne an der Ampel, hat das geilste T-Shirt an mit Ragazza senza una storia. Ich gehe sporteln mit Steffi. Die Dozentin wieder: Gedanken nicht bewerten, tue ich nicht, wie ich ihr im Computerspiel blutig den Kopf abschneide (das war das Computerspiel aus Wiener Dog). Steffi macht perfekten Kopfstand, 3 x und ich bin auf Verweigerung. Kytta-Balsam warm gibt es nicht mehr. Ich mache ihr Hoffnung. Süddeutschland Apotheken wie Drogerien, anders aufgestellt, die haben auch dieses Bienenzeug, der Name fällt mir nicht ein. Das Antibiotikum der Bienen, nicht gelée royal. Sie mag mein T-Shirt. Ich mag sie und ihre Polenta und unsere Freundschaft.

Fühle eine Welt wegbrechen, dachte ich schreibe auch für meinen Mann unser Leben und er steht zu mir und hinter BM und jetzt wird er von Freunden zu einer Trennung aufgefordert oder es wird ihm nahegelegt und alle sich einig sind, die Hormone seiner Frau sind schuld. Was wissen die schon davon, die Penisträger? Ich bin so schwierig, dass er sich erholen muss. Den Eindruck habe ich nicht, kann kaum einen Abend ohne mich ausgehen. Ob sich da nicht andere täuschen und ich kann auch nachdenken und muss nicht alles auf mich beziehen. Telefoniert habe ich noch nie und Rückzugstendenzen gab es lange vor BM und warum immer nur über meine Hormone und Krankheiten sprechen. Es wird sich was ändern. Stephan hilft mir dabei. Einstellungen. Privat, ich nehme BM aus dem Netz und schreibe privat. Nur für meinen Mann oder einzelne ausgewählte Leser, die mit dem Inhalt umgehen können. Wäre schön wenn Outfit-Fotos und Filmchen weiterhin sichtbar bleiben könnten. Wenn nicht, auch nicht schlimm.

Harald schreibt uns „bevor wir nach Beirut“ abhauen. Ist Seifenblasenparade mit Maskottchen auf der LGS solange wir da sind. Wie geil ist das denn? Stecke alles ein, was ich neu an Zubehör gekauft habe. Es wäre nicht mein Mann, wenn wir uns nicht zusammenraufen würden. Venedig doch lieber wieder alleine. 6 ist mir auch eine sehr große Gruppe. Kräuterpolenta ist lecker und dazu Zucchini angebraten mit Knoblauch. Dass der Freund kam hat Stephan gefreut, weil er fehlte ihm, weiß aber auch warum er kam, kenne ich die Motivationslage, soll er doch ruhig zu denen, ich gehe zu Claudi. Es geht um Informationsmacht. Ich soll ihm sagen, bevor ich mich oute und wem gegenüber. Das verspreche ich. Dass dieser Freund Dinge wusste war mir eher eine Belastung, er konnte immer am schlechtesten damit umgehen. Ich weiß, dass ich aufhöre bzw. BM umstellen steht fest, aber für eine Abschiedsformel reicht die Kraft nicht mehr aus. Mit anderen halte ich länger durch und trinke Schnaps, aber es ist doch schon 11.

28.07. Ich werde BM auf ein privates Tagebuch umstellen ab heute. Der Entschluss ist gestern gefallen, nachdem es noch einen Eklat aus dem privaten Bereich gegeben hat. Es war eigentlich immer meine Absicht das Tagebuch für mich zu schreiben um zu reflektieren und auch als Gedächtnisstütze und weil ich eben meine eigene Schrift nicht so gut lesen kann und mehr tippe als von Hand schreibe (wie meine Oma immer Schreibmaschine) und es war die reinste Gedankenlosigkeit es frei zugänglich ins Netz zu stellen. Ich habe zu wenig Rücksicht genommen auf die Gefühle der anderen, es öffnet Tür und Tor für Missverständnisse. Ich möchte mich entschuldigen. Danke an alle fürs durchhalten mit mir, ich war gedankenlos und verletzend und inakzeptabel. Trotzdem hat es mir geholfen Dinge über mich zu kernen und über Freundschaft und was sie aushält und die Spreu vom Weizen zu trennen. Ich diesem Sinne bin ich konsequent, nichts bereuen, wird für irgendwas gut gewesen sein, werde ich nach vorne schauen. Mein Mann musste am meisten durchmachen, dass alle so viel wussten. Ich werde seinen Schulfreund aus der Nordstadt nicht heiraten, ich will nicht, dass er das denkt. Traum aufschreiben, morgens aufspringen. Daran wird sich nichts ändern. Das ändern ist immer eine große Übung für mich und das Aufhören eine Vorbereitung auf den Tod.

Von Cunt über Kant zu Cand und zurück

18.07. Wir werden beide tief aus dem Schlaf gerissen. Ich habe geträumt von den Ärzten, die sich mit Oper auskennen. Besuche, ich bin komisch und ganz anders als sie, aber umarme sie herzlich. Dann geht es um einen Wohnung und man muss sich die Küche teilen. Der eine, der gerne kocht wird das woanders tun. Das ist o.k. sonst wäre er vielleicht genervt. Wir stehen auf einem Parkplatz um die Versammlung vorzubesprechen. Markus ist da und es geht um so was wie Küchengeräte auseinander bauen. Ja, das sollte man auch ins Protokoll aufnehmen. Manchen muss man das sagen sonst will man was kochen und ist genervt weil man erst sauber machen muss. Ich werde nicht kochen und höchsten ein Müsli zu machen. Die Wohnung ist in Linden, Nähe Kochstraße. Ein Typ ist dabei, der mich noch nicht kennt. Wir laufen zu Fuß dort hin und ich mache Faxen an den Ampeln. Halte mir den Unterbauch und Steffis Vater spricht mich darauf an. Ich habe Schmerzen und er entschuldigt sich und ich sage, ich gehe offen damit um und er sei halt aufmerksam (mein Unterleib zickt wieder und das kommt im Traum vor). Die Versammlung findet statt und man hat einen direkten Blick auf das Rathaus (soll das Rathaus sein, sehr schönes Gebäude, eher gotisch). Ich schaue um die Ecke, weil ich die Räume nicht kenne, ob das sogar ein Café ist. Da sitzen welche wie zu einem Seminar oder lernen sie Kaffee machen? Unser Treffen findet in einem Raum statt mit einem großen Tisch und lauter kleinen Glasflaschen die von der Decke hängen mit kleinen Blumen darin (wie bei den Ärzten zuhause). Die Kaffeetafel ist gedeckt. Ich sage, schöner Raum, sieht immer so österlich aus. Ich gehe auf den neuen zu und sage, ich wollte mich vorstellen bei ihm und das nicht unten auf der Straße und er habe mich so erschrocken angeschaut. Er sagt, man merke mir das Stuttgart an. Komisch, das sei ich gerade gewesen und man konnte gar nichts mit mir anfangen. Die Inhaberin im Second Hand Laden hätte mich gesiezt, nachdem ich sie geduzt habe. Ich hätte gefragt, hast Du noch andere Mini-Röcke und sie zurückgesiezt (die Geschichte hatte ich meiner Tante gestern am Telefon erzählt). Stephan und ich sind beide entsetzt wie krass müde wir sind und wie tief wir durch den Wecker von irgendwo hergeholt wurden und das nach dem erholsamen Wochenende. Ich hätte früher ins Bett gehen sollen. Der Film über die Selbstmörder war langweilig und das Banana Split Eis hat schrecklich und künstlich geschmeckt, aber die Packung wurde trotzdem geleert. An der Verzögerung beim Bettaufsuchen war wieder das Häkeln schuld.

Nicht die Paketfrau war zu blöd, das Drücken scheint bei der Tür nicht zu funktionieren. Immerhin hört man die Klingel. Das Pastrami-Ehepaar ist nicht mehr auf dem Markt und der Kollege macht sich Sorgen. Stimmt, Georg hat uns ein Bild geschickt auf der Südstadt. Es gibt ja noch mehr Märkte in Hannover und vielleicht machen sie Sommerferien, wie Stephan zu Recht sagt. Die Ware ist liebevoller hergestellt und schmeckt besser als in Frankfurt. Gut, an Katz kommt keiner ran, das ist alles peinlich im Vergleich dazu. Kurzer Blick in die Haz. Hat die Filmemacherin von Toni Erdmann was mit Hannover zu tun, weil die her kommt um den Film vorzustellen. Das fragt sich Stephan auch. Die Frau, die die Tochter spielt kennen die Hannoveraner von Parsival. Das war das Stück, wo die Frau ziemlich nackt gespielt hat, sie war die Hauptfigur, der Typ, der im Wald aufgewachsen war mit einem Hirschgeweih und es ging um Hirschjagd, Ritterspiele und die Mutter war ein strickender Kerl oder eine der so tat als würde er stricken. Die Bühne war schief und wir saßen in der ersten Reihe und es geht doch um die erlösende Frage: wie geht es Dir. So hatte uns Hanna doch mal Parsival erklärt und hier hatte der Typ eine feuchte Blase als Blut und Eiter, das Hemd schon ganz eingefärbt und man dachte, wenn das platzt, dann ist es wie auf dem Gwarkonzert für uns. Soll ich der Frau, die mein Paket angenommen hat eine Packung Merci Schokolade besorgen, so richtig schön klischeemäßig? Ich suche Sachen raus für meinen Besuch heute Abend. Eine Kette, die kaputt ist. Da kann sie mir zeigen, wie man die auffädeln kann und 50er Jahre Schälchen habe ich auch noch. Ich höre auf mit dem Sammeln für sie, aber die habe ich ja nun schon mal und behalten will ich sie auch nicht. Zur Feier des Tages auch der Glasring, der so gut zu Heikes Oberteil passt. Die Polizei macht sich die Pokemon Suche zu Nutze und wirbt damit ein seltenes Exemplar bei sich in der Dienststelle zu haben und veröffentlicht eine Liste mit Leuten, die sich das abholen können von der Liste der gesuchten Tatverdächtigen und hofft, dass da jemand drauf rein fällt. Heute wieder Movenyo. Yuhu. Ich muss ins Büro, irgendwer oder mehrere wollen mich offenbar dringend sprechen und das Telefon steht nicht still. Ich mache meine Installation im Garten. Da hat jemand schön Kiesberge aufgetürmt. Wird wirklich die Hitze kommen, fühlt sich nicht so an. Der Kollege in kurzen Hosen mit dem Studenten vor der Kaffeemaschine. Ich lobe seine wohlerzogene Tochter und zeige die Mail mit den schönen Fotos aus der Galerie. Hatte ich heute Morgen an Stephans Rechner gesehen. Er selber hat noch keine Rückmeldung seiner Tochter bekommen, dann kann ich meine ja mit ihm teilen. Ich würde feierlich ausschauen heute meint der Kollege. Ja, die Bluse von Heike sieht nach Gucci aus, ich weiß. Unser Jurastudent ist diese Woche da und sieht bunt aus, aber im Sinne von FDP oder das bunt der Konservativen in England. Ich fühle mich eher bauchfrei oder wie nach dem Hippiefest mit Pumphose. Warum mache ich den externe Festplatte, wenn die Kollegin da ist und ihre Mitarbeiterin im Urlaub? Sie hatte mir nur den Zettel mit der Anweisung ins Fach gelegt. Wundern darf ist mich nicht und sie darauf ansprechen, wenn wir sonst nicht reden ist auch komisch. Tue es trotzdem. Ihre Tasche ist immer so voll lautet die Erklärung.

Herr Teheran wegen Darlehen für Zigaretten. Ach so, er sei das, ihn wollte ich gar nicht anrufen ist meine Reaktion. Seine Familie kommt doch nicht. Welch Überraschung. Herr Borderline klein ist in der MHH zur Entgiftung (diesmal hält er die 2 Wochen durch) und kommt dann ambulant oder stationär nach einer Pause auf die Borderlinestation. Fragt ob ich vorbei kommen kann. Der Bär vom abW wollte wohl auch am Freitag kommen. Ich spreche mich mit ihm ab. Herr Bodrum will die Versicherungsunterlagen vorbei bringen, aber 9:30 Uhr ist zu früh und 15 Uhr zu spät. Das heißt nur mittags geht. Dann erst Donnerstag. Mein Termin am Geburtstag fällt aus, weil der Psychologe krank ist. Ist mir auch Recht.

Telefonate mit der Schwester von Elisabeth, die meine alte Mail Adresse benutzt hat und dann mit der Polizei in der Nordstadt zu der Tagebuchnummer Körperverletzung der Mutter. Dann spreche ich der Richterin und dem Gutachter auf den AB und schreibe dem Psychiater der Beratungsstelle noch mal. Der Hautarzt am Schwarzen Bären nimmt keine neuen Patienten. Die Richterin ruft zurück, ist aber nur Vertretung. Dem Jurastudenten erkläre ich wo die Fächer sind. Castellabate 12.-26.08.17 und für uns 19.-26 mit Neapel im Anschluss. Ich freue mich sehr und hatte Jasmin gebeten die Reservierung zu übernehmen. Sie weiß, wie es geht und sie schreibt es auch: Mittwoch wird es heiß. Meine Hautveränderung ist jetzt so ca. ganz weggegangen. Cool, damit hatte ich nicht gerechnet. Die Schwester macht Druck, der Psychiater ist im Urlaub, Frauenarzttermin im September.

Maissuppe mit Bockwurst. Stephan musste dicht halten. Christian ist die Überraschung für mich. Das freut mich sehr und stimmt, er war letztes Jahr auch da zu meinem Geburtstag und kommt Mittwoch mit, dann wird die Baustelle geschlossen. Wenn er das dritte Jahr in Folge kommt, dann fordere ich das ein. Ich fahre nicht mehr nach München, nur noch nach Nürnberg, die haben auch die besseren Würste oder Fürth. Die Arbeit fürs Museum besteht aus einem einzigen Faden und muss dann neu gehängt werden und tricksen darf man nicht. Rahmenbauer mit Namen und solche, die es nicht können und auch der angesagte macht Fehler, die Verdienstmöglichkeiten als Muse. Dürer hatte auch eine Werkstatt. Christoph gibt uns einen O-Saft aus. Das einzig schöne was er hat ist seine Frau und als er sie das erste Mal geküsst hat sind die Erinnerungen an alle anderen Frauen verschwunden. Schön gesagt, aber wie so oft im Leben, wer gut labern kann und sich in Szene setzt, da muss man misstrauisch sein. Langsam glaube ich, dass es warm wird. Estragon-Ingwer und Dattel-Granatapfel und Yuzu, einen Kasten Limo für den Ausflug, aber nur Sorten, die ich auch trinken würde bis auf 2, Rhabarbersaftschole mag ich nicht, das aber wegen ausgesprochener Beliebtheit.

Ich muss unterwegs das Hütchen absetzen wegen Wind. Gut, dass ich für den Geburtstag neben dem Krasshütchen schon an eine Alternative gedacht habe. Sich quälen ist lächerlich und nicht mehr angesagt. Der Betreute und ich rede offen über seine finanzielle Lage, er verbraucht langsam sein Vermögen. Steuererklärungen bringen nicht, weil es wenig zahlt. Er bekommt 60 € wieder und zahlt dann aber 400 für den Steuerberater. Er hat wenig soziale Kontakte, Hobbies fallen ihm keine ein. Vielleicht seinen Computer anschließen. Das ist für viele Fenster zur Welt und Zeitvertreib. Die Freunde von früher seien öfter vorbei gekommen als sie dachten, er stirbt bald. Ja, die Diagnosen waren ein Schock, aber jetzt soll er sich darauf einstellen, dass er doch nicht stirbt und das Beste daraus machen. Tagespflege und das Sammeltaxi bringt einen zurück um 16 Uhr. Dann kann man immer noch bis abends fernsehen, Germanys next top model und die anderen Formate. Lehnt er ab, wir einigen uns auf Ergo. Die kann mit ihm rausgehen und mal in die Stadt fahren mit seinem Behindertenausweis und hat vielleicht Ideen. Ich sage abW würde er nicht bekommen, wenn er mittellos wäre, weil man keinen ausreichenden Plan hat, was erreicht werden soll. Er jammert, dass er alles selber zahlen muss. Umso wichtiger, dass es sinnvoll ist, wie man sein Geld ausgibt. Bei der Ergo ist er nicht Selbstzahler, läuft über eine Verordnung und ist eine Versicherungsleistung.

Die Metzgerei hat Montag nur bis 13 Uhr. Frau fragt nach Linden, ja, immer geradeaus, dann Unterführung und rechts Kino, beschreibe Klagesmarkt, weiter geradeaus. An der Ampel fasse ich nach, weil mir Heizkraftwerk als Orientierungspunkt einfällt. Sie sucht was zum Bummeln. Ja, dann ist Linden Mitte beliebt. Höfliche Männer bei Frau Dittmar. 2 Paar Schuhe und ein Katzenkissen damit die Baustelle weicher ist und ein zu enges Kleid was aber toll ausschaut und vielleicht aus Seide ist. Gleich neue Absätze. Der Jurastudent meldet, dass die Post weg sei. Dass ich auch ein Fach habe und man welche holt hatten wir ihm nicht verraten.

Steffi versucht eine Kollegin für Yoga zu begeistern. Mir fällt wieder ein, dass ich bei der Lumix Geld geliehen habe und wir kriegen es nicht zusammen. Das ärgert mich, aber Stephan gibt mir Mitschuld.

Steine in den Garten schütten nennt man nicht pflastern, haha. Freue mich, dass Markus Gesellschaft hat und es sieht schon richtig klasse aus und jeden Tag gibt es was Neues zu entdecken und immer sieht es Takko aus. Mein Abendtermin. Falsches Dreieckstuch, ist schon vernäht. Ja, ich mache immer was nebenbei, aber was soll schlimm daran sein. So bin ich eben und nicht bereit das für Freundinnen zu ändern, weil sonst akzeptieren sie mein Wesen nicht und sollten sich lieber eine andere Freundin suchen. Es ist ein schöner Abend mit Austausch. Wir bleiben verbunden und sie behält den Ring und ich lerne was Neues über einen Künstler im Dunkelberggang, der auf Stickbilder was hinzufügt, wie eine Collage. Das Bild gefällt mir sehr gut, eine Segelszene mit Camouflage Segeln, wie sie zu Recht meint und einem schönen Himmel mit Sonne, Wolken und Möwen. Es sind Computerfiguren am Rand, wohl eine Szene aus einem Computerspiel mit Stan shows previously owed vessels. Mir gefällt’s. Bekomme eine neue Bluse geschenkt, die wirklich interessanten Ärmelansatz hat, was ich erst nicht sehe. Man muss mich auch wirklich auf alles aufmerksam machen. Ja, wenn man eine Kette reparieren will braucht man die Perlen vollständig. Da ist was Wahres dran.

Mein wichtigster Mensch ist Stephan. Das ist eine wahre Erkenntnis und gut gesehen. Es stimmt, wie Clownsfisch und Anemone (wobei ich die Anemone bin) und alle anderen Menschen außer meine Eltern, sind mit latent egal und verzichtbar. Ich bin manchmal beinhart. Erzähle von Verletztheiten oder Maß ist voll Situationen in denen ich mit den Menschen, Freundinnen einfach gebrochen habe ohne Ansage und Aussprache und die nicht wussten wie ihnen geschieht. Glaube allerdings nicht, dass ich wenig Empathie habe, sondern eher, dass ich mir die Sachen zu Herzen nehme, gefühlsmäßig an mich ran lasse und das dann ein Selbstschutz ist oder ich eben die Extreme bin, kann mich total auf Menschen einlassen, kann aber auch den total radikalen Schnitt. Wie dem auch sei, unser Zerwürfnis beruht auf einem Missverständnis. Ich hatte nie was in Bezug auf ihren Vater gedacht oder geschrieben. Ich habe über 2 Gäste abgelästert und nicht über die Gastgeberin. Stille Post und dann wird so was draus. Stephan hatte es wohl schon früher geschnallt als ich. Gut, ich bin manchmal böse, aber an anderer Stelle und werde es unterm Strich verdient haben.

19.07. Traum: Ich bin krank, es gib Milchreis oder so mit Mandeln, sehe die Mandelpackungen (es sind die mit denen ich backen will). Dann wächst mit ein Schorfstab aus dem Ohr. Nicht abbrechen oder pulen, erst mal lassen und der Arzt muss schauen. Dann arbeite ich in einer Fabrik mit Frauen, nicht falsch abbiegen hinten ist die Schlachterei. Nein, da wollen wir nicht aus Versehen rein. Dann Pause, schon wieder und es gibt Wurst (sie bringen Würste an langen Ketten) und selbstgebackenes Roggenbrot. Der Vorarbeiter erklärt, dass sie die Pause mit 3,50 € berechnen und wir sollen es mal probieren, die Mettwurst, das frische Brot und dazu den Kaffee vom Kiosk. Das würde echt gut zusammen schmecken, Wurst dick auf das Brot streichen und kauen und dazu einen Schluck Kaffee und wir dürften auch was mitnehmen. Dann geht es um einen Planeten und Asiaten, die mit Hubschrauber abgelassen werden auf ihrem Heimatplaneten, aber dort sind sie unbeobachtet und wollen nicht nach Plan handeln sondern die Missstände filmen und dann bei einer anderen Stelle offen machen. Ein Typ sucht Männer aus und die können viel schneller laufen ist er der Meinung und demonstriert das mit denen. Der eine ist Vater von Kindern, gut, dass nimmt er einen anderen. Der im weißen Jogginganzug hat Spezialkräfte und sie laufen alle los, viel schneller als sie bisher gejoggt sind wie für ein Propagandavideo. Ich habe eine Sojamilch weggeschüttet, die Reste und den Karton gefaltet in den Müll, dann Verpackungssachen raus und in den gelben Sack. Warum habe ich das gemacht, untypisch, dass ich was wegschütte. Hätte man noch benutzen können, suche Ausrede, wie war vermutlich schon schlecht. Der Schorfstab, den ich vergessen hatte hängt nur noch an einem kleinen Faden außen am Ohr. Ich werde wach. Da war noch viel mehr. Nach 24 Uhr ins Bett, nachts zusammen aufgewacht zum Pinkeln.

Nein, keine 50, will nicht mehr zurück als ich bekommen habe. Das macht auch wieder schlechtes Gewissen. Auch mal Schmuck verschenken, vom Juwelier, den ich selber geschenkt bekommen habe. Darf man eigentlich nicht weiterverschenken, aber was man alles nicht darf und wie scheiß egal mir das ist, das dürfte sich schon rumgesprochen haben. Die kleinen Ohrringe dazu finde ich nicht. Das Sonnenbrillenetui ist auch leer. Wir wissen keine Uhrzeit für den Mittagstisch und erreichen Alex nicht zuhause, hatten das gestern Abend versucht. Sie wollte auch erst am 18. wieder da sein. So viel zu Nizza. Sie meldet such, erst 13 Uhr, muss anderen Termin davor auch nach hinten verschieben. Emsige Geräusche aus dem Garten. Das Katzenkissen für Christian donnere ich einfach kommentarlos hin. So lieblos und laissez faire bin ich halt. Stephan füttert uns alle mit appetitlichen Beerentellern, die er frischgewaschen reicht.

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Es ist so viel los, dass ich es nicht zur Bank schaffe. Die Tochter des Kollegen fährt mit auf den Ausflug. Dann der Pflegedienst wegen der abgelehnten Pflegestufe für den Toten. Der war so fit, dass er jetzt tot ist. Was wollen sie da begutachten und was soll der Anruf. Nein, wir hatten keinen Pflegedienst bestellt. Das sollte nach dem Krankenhaus passieren und mit einer Eileinstufung aber die in ihrer unermesslichen Weisheit haben beschieden, er sei nicht pflegebedürftig. Ärgerlich ist das alles. Sollen sie den Toten exhumieren und begutachten, irgendwer soll sie dazu zwingen. Egal, Rache, was Fieses. Im Laufe des Tages ärgere ich mich immer mehr darüber, dass ich das nicht richtig stellen kann, das Missverständnis um meine Schilderungen einer Geburtstagsfeier. Buhmann sein und ich bin unschuldig das fällt mir schwer, habe kein böses Wort über die Gastgeberin verloren. Sie hat sich wiedererkannt, war aber gar nicht gemeint und jetzt bin ich schuld oder was?

Fahre zu meinem Betreuten, dem Vater, der überfordert ist mit dem Einzug seines Sohnes und der jungen Frau vom abW, die den Fall gerade übernommen hat. Wir treffen ihn unten im Café. Er sitzt mit eingepisster Jogginghose da und wirkt niedergeschlagen und gehen dann hoch. Das Zimmer ist chaotisch und der Tisch vollgetagt. Dem Jungen ist er nicht gewachsen, er nimmt seine Termine nicht wahr oder wenn er fragt, ob er da war heißt es nur: halt’s Maul. Am liebsten wäre ihm auf meine Nachfrage, der Sohn würde ausziehen und er habe schon mal versucht ihm den Schlüssel wegzunehmen und den hat er sich wieder geholt und er sei ihm körperlich überlegen und er will sich nicht mit seinem 17-Jährigen Sohn prügeln. Den älteren Sohn hat er das letzte Mal gesehen als er diesen bat ihm beim Einkauf zu helfen, der am nächsten Tag vorbeikam sich die Einkaufsliste diktieren ließ, die 70 € genommen hat und sich nie wieder hat blicken lassen. Entzückend dieser Nachwuchs sage ich und meiner: „das tust Du Dir nicht an“. Unten die Pflegedienstleitung, hat ihn lange nicht gesehen und dachte es hätte sich beruhigt, der machte immer so einen netten Eindruck, aber sie hat von einem Pfleger gehört, er soll den Vater auch schlagen und ist aus allen Wolken gefallen. Wir besprechen die Möglichkeiten, Schloss austauschen geht nicht wegen Schließsystem und Schlüssel stecken lassen geht nicht, weil der Vater manchmal hilflos ist und der Pflegedienst dann rein muss. Ich will, dass sie Sohneman den Schlüssel abnimmt, zu ihr ist er bestimmt angepasst oder sie wendet einen Trick an und unter einem Vorwand, mir egal, meiner hat das Hausrecht und der Sohn ist bei der Mutter gemeldet. Es geht so nicht, dass meiner in Angst und Schrecken lebt und wenn der Sohnemann Fragen hat, kann er die gerne mir stellen. Ich koche innerlich und sage meinem, diese Woche wird sich was ändern. Der soll mich mal kennen lernen einen Vater im Rollstuhl derart zu drangsalieren und der ist Geisel in der eignen Wohnung. Dann ist Heidemarie nicht zuhause, ein Edelsteinarmband brauche ich kein weiteres. Mimi’s, Alex schenkt mir Süßigkeiten aus Frankreich (so eine Art Marzipan mit Melone und Krone, hey, das reimt sich) und ich erzähle meinen Ärger über den Termin. 2 x M3 und ich nehme a la carte, Reisnudeln mit Garnelen, was sich aber nicht so lohnt. Dann Salami und Parmaschinken, Trüffelpecorino und Oliven für das Picknick bei Zanzarelli. Die junge Frau in Shorts mit Bildern auf dem Körper bedient das erste Mal die Aufschnittmaschine. Alex warnt davor die Handtasche hinten im Fahrradkorb zu lassen. Sie hatten schon einen Fall bei dem der Typ 4 oder 5 Frauen die Handtaschen hinten rausgeklaut hat. Wenigstens sichern durch Griff um den Sattel. Ich mache lieber auf Risiko. Wir winken Alex auf der Brücke am Capitol. Im Büro rufe ich erst mal die Polizei an und frage, wie ich vorgehe und ob sie mich unterstützen, wenn das erforderlich sein sollte. Die wollen was wissen zu Aufenthaltsbestimmung, weil er minderjährig ist und ich sage, Eltern haben sich auf Aufenthalt bei der Mutter geeinigt außerdem hat der Vater Pflegestufe II und ist überfordert und Opfer in seiner eignen Wohnung. Sie notiert sich die Daten und sagt, dass sie wenigsten eine Ansprache an den Sohn richten würden um ihn zu verwarnen und ihm zu sagen, dass es so nicht geht. Noch mal der Betreuten der dann auf meine Nachfrage sagt, er werde regelmäßig vom Sohn geschlagen, der rastet aus und macht was kaputt und haut ihn. Ich rufe den Awo-Typen an. Er war nicht da zu dem Termin heute und dieser hatte gemerkt, dass der Junge von der Stimmung her gedrückt ist. Fällt aus allen Wolken und fragt nach Strafanzeigen. Da hat der Vater Hemmungen und das spielt auch nicht die Rolle für mich, was bringt es dem Sohn noch mehr Probleme zu machen bzw. den eigenen Sohn anzuzeigen. Er kommt mit elterlicher Erziehung. Meiner ist hilflos und hat „H“ einen im Ausweis um das zu belegen, dann muss er zur Mutter, die hat einen Stiefvater und die können sich besser wehren. Die Frau vom Jugendamt ist im Urlaub. Mir egal. Bekommt Fax, was da los ist, dass ich sie in der Pflicht sehe und sie auffordere zu handeln.

Ich kriege 50, teile das Wasser, wir schwitzen ordentlich auf dem Trampolin. Ich spüre den sehnsüchtigen Blick in meinem Nacken und fülle die Trinkflasche mit Leitungswasser, damit ich teilen kann, sonst geht das gar nicht. Hoffentlich ist es nicht so windstill, dass wir da bleiben müssen sagt Steffi nach dem Kurs. Diese Befürchtung hatte ich auch schon. Bin 5 Minuten später bei ihr und angezogen und sie stellt erneut meine Schnelligkeit fest, bringe ihr Matcha von Imori, aber nicht mit zum Griechen, meine Bezugsgruppe wartet auf dem Kackstreifen an der Tischtennisplatte. Die gegrillte Aubergine ist geht so und Stephans Fisch versalzen. Ja, Kuchenbacken mit den 5,50 € Mandeln aus der Coop. Die Marktpreise von Obst. Alle wollen Äpfel, es gibt gerade keine und die Kiste kostet 70 Dollar und ich lasse meine vergammeln. Mache mir nichts aus Äpfeln. Erzähle von den neuen Sport und Eso-Kursen und man soll den Tanzschritt kraftvoll und mit männlicher Energie Yang tanzen und dann weich und weiblich und ich denke immer, das kann ich nicht und komme mir total lächerlich vor so auf Kommando Hüftschwung. Ich kann nur männlich. Sabine ist zuversichtlich, dass ich auch mit Frauen zusammen sein könnte als ich von der Richterin aus Frankfurt und ihren Oberarmen erzähle. Das kommt noch. Sie sagt es seien lauter Hannoveraner auf La Gomera und das sei schlimm gewesen. Stephan darf Käse und Melone schon um 11 kaufen, soll sich nicht wegbeißen lassen. Meine Schwiegermutter kommt mit Blaubeeren. Strandbrote sind das Größte für Sabine. Meine traurige Geschichte der häuslichen Gewalt in umgekehrt geht ihnen nah. Ich gehe zu dem Paar mit dem dicken Hund und setze mich etwas zu ihr. Das ist kein Rahmen für ein ernstes Gespräch über Abschied, aber mit Körperkontakt zeige ich Sympathie und Mitgefühl. Es sind Freunde da und die Frau hat Frozen Shoulder. Ist das eine neue Modekrankheit muss ich ganz blöd fragen, weil auf einmal haben das ganz Viele.

Der nächtliche Stromausfall. Erst merke ich ihn nicht und denke, dass 11 A will das Ende des Draußensitzens einleiten, aber die Straßen sind dunkel und der Mond ist am Himmel. Die Pokemons haben das Licht ausgemacht, damit man sie besser fangen kann.

20.07. Ich schlafe kaum, wechsele die Betten, vergesse die Träume und bin viel zu früh wach und denke an ein Frühstück im Hafven Ich bin nah am Wasser gebaut als die das Paket meiner Eltern aufmache und den Brief meiner Mutter lese, den sie am 14.07. geschrieben hat, meinem errechneten Geburtstermin. Wie meine Mutter mich sieht und beschreibt und sich darauf freut uns bald in die Arme zu schließen und zu verwöhnen. Wie lieb sie auf meinen lieben Mann verweist. Die ganze Liebe in meinem Leben. Ach, was will man mehr. Ich habe Freunde, die es mir nachsehen, wenn ich schreibe wie ein Wasserfall und es nicht noch mal lese oder irgendwas bedenke, ob man das so machen kann und mich kennen und akzeptieren und sagen: so bin ich eben und eine Familie, die 100 % zu mir steht und die Unbiegsamkeit in mir angelegt hat.

Meine Mama schickt mir meine eigenen Briefe an meine Oma als wir zurück gezogen sind nach Deutschland und ich von meinen Fortschritten im Deutschkurs berichte und, dass der Dackel mit ins Flugzeug darf und Paps seiner Mutter als Ergänzung an die Seite schreibt, dass ich eine gute Sekretärin sei und alles Wesentliche schon berichtet habe. Ich lese, dass ich doch bin wie meine Nichte und das was mich dann manchmal nervt, das Eigenlob und von sich selber überzeugt sein. Ich schreibe meiner Oma, die Deutschlehrerin sagte I write better stories than most 7th graders she was ever had und the dentist says I have good teeth. Da muss ich meiner Mutter schon glauben, wenn die die Ähnlichkeit attestiert, weil sie war damals schließlich schon erwachsen und hat den Überblick, wie ich als Kind war. Ich male meiner Oma eine Tischkarte mit Wolken, Regen und Regenbogen. Die reinste Schwulensymbolik. War das meine Konfirmation? In den USA schrieb ich ihr andere Deutsche können 6 Monate zu Besuch sein und reisen dann kurz nach Mexiko, weil die US-Regierung das so vorsieht und kommen dann noch mal wieder und warum sie nicht auch länger kommen kann. Das würde mich traurig machen. Ich bin nachdenklich, emotional, aber auch glücklich. Das letzte Jahr ist für mich klar markiert durch die beiden Geburtstage im Juli letzten Jahres und die Reise nach Castellabate und das Jahr war voller Erlebnisse, aber vor allem Erkenntnisse über mich und andere. Die BM-Therapie, wenn sie auch schmerzhaft ist, hat sich doch gelohnt. Ich will schließlich noch was lernen darüber, was das alles zu bedeuten hat und warum wir hier sind und für die Liebe ist mir zu einfach die Erklärung. Meine Oma hat immer gesagt man lernt nur durch Schmerz. Das fand ist auch etwas grausam die Erklärung.

Ich schreibe Mails, auch wegen der Betreuungssache von gestern. Einen anderen, dessen Vater verstorben ist, was neue Fragen aufwirft bestelle ich für Montag ein oder soll ich mal bei ihm vorbeischauen. Das habe ich noch nie gemacht in diesem Fall, was eine Ausnahme darstellt.

Der Kuchen wird um vor halb 8 fertig sein, er ist schön Stückwerk und Improvisiert ohne Plan einfach machen, halt ich. Ich werde mal einen Apfelkuchen machen wenn es wieder Äpfel gibt, weil das kann ich gut glaube ich zumindest (habe oft genug zugeguckt und mitgebacken). Das Konzert der feinen Hammergeräusche wie Perkussionsinstrumente. Die Jungs unterhalten sich nicht bei der Arbeit. Mein Mann ist mein Schatz und das tollste ist, dass er nie genervt ist, wenn ich ihn wecke, ich kann mich derbe voll auf ihn drauflegen und er findet es gut und ekelt sich nie von mir und meiner Körperlichkeit. Mein Mann fährt nicht Autobahn mit seinen Händen auf meinem Körper, es ist Carrera und weil er es schon so lange und ausdauernd macht wie ein Profi, also eher Nürburgring. Ein schönes Telefonat mit Claudia, ich bestätige ich die Freundschaft. Sie geht heute wieder zum Yoga. Gut, dass wir so lange quatschen, das DHL Paket von ihr wird während unserem Telefonat geliefert. Eine doppelwandige Thermoskanne und eine Pillendosette mit Lurex. Ganz liebe Mails von Kerstin und aus Berlin mit einem spitzenmäßigen Foto in verzerrt von Georg sowie von dem Kollegen aus Köbelingen, der mich immer Gottes Segen wünscht. Sie freuen mich auch sehr. Beim Gabentisch ist ein Anfang gesetzt und mein Mann lässt sich erst gut im Schlaf fotografieren.

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Herr Teheran ist gestern nicht mehr aus dem Ausgang wieder gekommen (15 Minuten und sollte das Gelände nicht verlassen, Handy ist noch da) und vermutlich in Hamburg. Da wurde er zumindest gesichtet. Warum ist die Exmitarbeiterin meines Kollegen auf einmal im Büro? Kapiere nicht, dass der Jurastudent ihre Mail nutzt. Meine Schwiegermutter mit Hut (ungewohnter Anblick), Geld aus dem Versteck am untere Bauch und Blaubeeren von der eigenen Plantage (Dieter sind sie zu sauer). Sie nimmt eine Kette mit einer Kamee oder wie das heißt, den Hut von meinem Verehrer (beleidige ihren, den ich als billig bezeichne, im Vergleich zu der Handarbeit aus Wien, aber der Basthut extrafein mit 2 Bändern ist ihr zu eng, weil die die Hüte derbe runterzieht, damit sie schön fest sitzen) sowie einen Schneebesen (sie hat einen kaputten dabei, den sie zu WMF bringen will und ich zwei gute und will einen los werden). Sie versucht den Handwerkern zu imponieren mit ihrem Handwerk. Im Büro, die zuständige Richterin für Herrn Teheran, Akte ist beim Landgericht und dann der Landgerichtstyp, der wesentlich umgänglicher ist und sagt, die macht ihre Arbeit nicht richtig, die Musterbetreuungsrichterin. Melde mich beim Sozialpsychiatrischen Dienst in Hamburg, aber dem fällt auch nix ein oder sie können nichts tun und er will den Vorgesetzten fragen. Nerv. Herr Palästinenser. Er musste gestern einen Krankenwagen rufen, hat Bauchschmerzen. Ruft an vom Anschluss einer Frau aus der Spielothek am Marstall. Sie ruft mich dann noch mal an. Er sieht täglich schlechter aus und muss ins Krankenhaus. Ich sei doch Betreuerin und er bekommt nichts hin. Ich muss ihn aber antreffen. Rufe beim Café Connection an, dass die es mir nächstes Mal melden, wenn er kommt. Sieht schlecht aus nicht weil er seit 5 Tagen auf der Straße lebt, sondern wegen Drogen und kein Schlaf und Lebenswandel. Hat ihm erst Klamotten besorgt. Dann erreiche ich den Sohnemann und anschließend den Awo-Typen und versuche einen Termin für Morgen bei meinem Betreute zu organisieren. Der Sohn ist misstrauisch, warum kommen wir alle. Ich muss was mit ihm klären wegen der Wohnsituation und bevor er mein Büro nicht findet sei es so besser. Ja, eine fast 18-Jährigen kann man siezen, aber ich duze ihn um die Rangordnung sicher zu stellen. Er klingt wie ein Kind und meinen Respekt hat er sich nicht verdient. Draußen wartet eine Mandantin auf mich. Es ist die Frau mit dem Beratungsschein, den sie immer noch nicht hat und jetzt Montag holen will vom Amtsgericht Wennigsen. Sie sieht mich und ruft: Das fetzt. Überhaupt ausgesprochen gute Reaktionen auf mein Hütchen den ganzen Tag lang von der Änderungsschneiderin bis Maurer in der Konkordia, der selber spitze aussieht mit Maurerhütchen und Spiegelsonnenbrille. Wir essen Panini im Hafven mit Süßkartoffeln und Antipasti, 2 Brote mit Salatbeilage und 2 x Kaffee für 8,- € etwas. Das geht. Die Wärmflasche ist kleiner als gedacht und doch Cranberry, zu pink, auch hier gratuliert man mir. Männer in neongrünen Sportsachen. Iiigitt. Da vergeht einem doch alles was diese Neonfarben anbelangt. Wir kaufen Käse, ich mache zu spät einen Eistee, überhaupt hätte ich mich um die Kühltasche aus dem Keller und Eiswürfel kümmern sollen. Harald kommt pünktlich zur Vorbesprechung. Dann kommen die Gäste, Steffi mit Turban sieht rattenscharf aus und hat mir was an der Strickmaschine gemacht. Seide Neon, Rücken mit einem kultivierten Fehler ist aus der Wolle von Markus Mutter und soll meine Nieren wärmen. Gefällt mir. Der Seifenblasenzauberstab ist schon im Auto. Wäre kein Messie wenn ich nicht alles doppelt und dreifach da hätte, aber die kleine Sektflasche ist mühsam und will nicht mitmachen. Musik von Markus, das Leporello von Michi mit Fotos unserer Münchenreise ist der Hammer, keine Geschenke und sie sind da, auch gut.

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Etwas holperig Sachen noch ins Auto verstauen. Steffi und Stephan haben Kompetenzrangeleien wegen Orientierung und Streckenführung, dabei beruft sich Steffi darauf es sei ihr alter Schulweg und zeige mir das Haus in dem ihre Oma gewohnt hat beim Vorbeifahren. Wir kommen an und im Zielgebiet ist ein Vereinsheim mit Wiese, Spielplatz und Schatten. Ich verliebe mich auf Anhieb in das Kamel und höre gleich, das sei für Kinder. In der Folge ist es aber nur entspannt und alles ist vorhanden auch Sanitäranlagen. Hier sind die Toiletten wenigstens sauber, deswegen sind wir hier her gekommen und nicht bei uns geblieben und gekühltes Bier und Radler gibt es auch. Der Kollege erzählt seine Frau habe berichtet, dass sie während einer Schicht 3 oder 4 Patienten aufgenommen haben, die wegen Pokemon Go irgendwo gegengelaufen und gestolpert oder sonst wie verunfallt sind. Seine Tochter hat die Harry Potter Jelly Beans dabei in den Geschmacksrichtungen faulige Eier. Harald war schon 20 mal auf Teneriffa. Jan sind die Steine der Mauer zu hell und mediterran, aber die dunkeln nach. Na Gott sei Dank. Stephan ärgert Suki mit Erziehungsübungen, die aber sehr pingelig sind und wird fast gebissen, zumindest angeknurrt. Das muss man auch erst mal schaffen. Das Kamel, hat einen Namen Cand. Cunt nenne ich ihn. Stephan Rock ist eine Hose und daher nicht leicht, sondern doppelt Stoff. Der Hodensack hängt raus und er liegt breitbeinig vor Steffi. Das sage ich ihm später. Er dachte das sei gesichert, durch was? Hat das ein Gummiband? Er schneidet die Salami oder ist das wie zuteilen? Alles ist sehr entspannt und die Gäste gratulieren mir auch zu dem Geburtstagstermin im Juli und als die Wirtsleute Feierabend machen drehen wir noch mal auf mit Schaukeln (hier flippt der Hund auch aus und will mich maßregeln, also der muss übermüdet sein) und Yogaübungen und allem. Ich wollte Kinderspielplatz und das Windorakel hat uns genau hier her gebracht wo man sonst nie hingekommen wäre. Der Zauber ist voll aufgegangen, besser als ich es geahnt habe. Die schließen um 21 Uhr (sogar eine halbe Stunde vor der Zeit) und wir übernehmen. Das ist ausbaufähig und ich habe Lust auf mehr. Wenn 30 gute Leute kommen, dann ist mir das mehr als Recht. Wir tanzen und feiern und es gibt eine mobile Cocktailbar und Essen. Der Rückweg war doppelt so lang und insofern hat meiner den Wegstreckenbattle gewonnen. Ich will noch mit allen eine Pizza essen und sage dann doch Schluss als wir vor der Tür sind und wieder ausladen nur der Kollege kommt noch hoch und sitzt mit dem Nachbarn draußen. Ich bekomme den Namen des Künstlers mit den Stickbildern von dem ich viel erzählt hatte und schreibe ihm über fb. Martin hat sich ganz süß gemeldet und ist nostalgisch, genauso Jasmin und Georg zieht zurück nach Berlin und will uns da mal treffen. Werde meine Thermoskanne von Brinkmann für Kaffee und Claudias für warmen Tee (Kräuter- und Schwarz benutzen). Mein Bruder ruft an fragt nach Party. Es war keine, es war das was ich wollte ein Tag mit Freunden und einer guten Gruppe in der ich mich aufgehoben und akzeptiert fühle. Katalin will mich sprechen (die sind noch wach, die Tante ist schon müde) und fragt auch nach Party, sie hätten gerade eine am Strand und die Musik würde jetzt besser werden. Das hätte geklungen wie Elefanten, die auf irgendwas Kaputtem herumtrampeln und es ist Blutmond über dem Meer an meinem Geburtstag. Ich gehe um 22 Uhr ins Bett. Ich habe noch 2 Stunden sagt Stephan. Ich bin zufrieden und glücklich, die letzten beiden Stunden schenke ich Ihnen. Stephan macht später die Bilderauswahl und ich denke, krass knallige Farben und unvorteilhaft mit Hund und abgeschnitten, fehlt noch etwas Sonnenbrand und frittierter Fisch und der Michael Parr ist perfekt.

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Fotos des Kollegen:

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21.07. Traum: Wir sitzen mit Annette auf einem Karussell mit anderen. Es sind unterschiedliche Kupferfiguren, auch unterschiedlich bequem zum Sitzen und irgendwann frage ich schaukeln sie von alleine oder machen wir das? (Eindeutig das schaukeln von gestern, was auch bedrohlich wild wurde gerade mit einer vollen Blase). Eine ältere Frau gehört nicht zu unserer Gruppe und der sage ich, sie muss mal weg hören. Wann hat Annette entdeckt, dass sie so gut singen kann (sie singt wohl Oper). Ich frage sie: wann haben Sie entdeckt, dass Sie so gut singen können und tue so als würde ich ein Mikrophon halten (das ist eine Anspielung auf gesiezt und geduzt werden, meine Beschwerden über München und wir andere es finden war Diskussion gestern). Sie hat Vorstellung wenn wir nächstes Mal da sind und da werden wir dann wohl reingehen. Das wusste sie schon immer oder seit der Kindheit. (Der Traum davon ist leider verblast, es ging um Reisegruppen und Führungen, Frühstück im Saal mit anderen). Dann sind da junge Schweizer Hipster, der eine will wissen, ob ich schon Tete de Moin gegessen hätte. Ich sage,  zwei Mal in der Schweiz und Stephan das ist die italienische Schweiz wo er herkommt, das Tessin und ich sage es wieder falsch. Ich mag Olma lieber sage ich dann (Georg hat eine Idee für Licht in Stephans Zimmer, bricht seine Zelte in der Schweiz ab und zieht nach Berlin zurück und freut sich Heike, Georg und uns dort zu treffen). Er wollte mir einen Essenstipp geben und ist jetzt sauer und bricht ab. Auf der Brücke macht die Frau wieder Fotos von ihm, aber man sieht einen Pudel auf dem Bildschirm, statt Pokemon und ich sage; „langweilig“ im Vorbeigehen. Das Hundebild kann man dann wohl in die Berge reinmorphen. Ich sage zu ihm, es wäre grausam mich heiß zu machen und mir Informationen über Essen und Essenstipps vorzuenthalten. Dann sind wir an der Oper. Die mit Annette ist plakatiert und da war meine Mutter schon drin. Dann die von dem Typen und er und sein Freund sind auch da und ich sage, zu wenig Besoffene hier (kann eigentlich nicht stimmen der Vorwurf, wenn wir in Wien sind) und lege mich quer vor die Plakate und habe Trachtensachen an. Sie machen Fotos. Dann liege ich neben dem Typen und er hält seine Hand vor mein Gesicht und ich lege mein Gesicht in seine Hand, meine warmen Lippen gegen seine Hand. Ist es wie zufällig, aus Versehen, nebenbei, aber wir machen es absichtlich und es erregt mich (was mich verwundert), was ich aber gerne in Kauf nehme und nicht weiß, ob er es mitbekommt. Ich habe durchgeschlafen und wache neben meinem Mann auf. Das ist schön. Leider ist es nicht Samstag, sondern mitten in der Woche. Einen Kasten Limo war eine gute Idee und den fülle ich gerne wieder oder einen kleine, weil diese Art der Kühlung und Softdrinks da haben lohnt sich, will mehr, einzelne Apfelschorle oder Bitter Orange oder Birne Rosmarin. Yuzu.

Ich will doch meinen 50zigsten feiern, aber keine Spießerlocation. Catering durch Janine Weiß oder Da Etna vielleicht Quiche und Suppe oder Antipasti-Büffet, aber nur wenn man 3 Stunden getanzt hat darf man Vitello und eine gegrillte Paprika, gut temperierte Getränke und Gläser und Bedienung dazu und Tanzparty-. Lade 60 ein und 30 kommen und das sind dann die richtigen. Würde gerne Freundin von Larissa und Sabine einladen, deren Namen ist nicht kenne, aber ich tanze gerne in ihrer Nähe. Das darf man auch mit 50 (ich nehme mir die Freiheit) und Verwandte, die mich eingeladen haben wie Klaus aus München und Lilli. Dieser Limokasten gestern war Gold wert. Ich kaufe einen kleinen für Besuch, erkläre ich meinem Mann. Immer schütten wir die Reste weg von den Tetrapackungen, wenn Kinder zu Besuch waren oder Gäste. So kann man gezielt eine Apfelschorle anbieten und die wird gleich getrunken und man hat Vielfalt. Stephan hält nichts von der Idee und sagt, das kommt nicht in die Tüte. Mal sehen, wer sich durchsetzt. Ich habe derbe dreckige Füße vom auf den Baum klettern.

Wer hat die Schokolade gegessen. Der Nachbar soll erste Hilfe Kurs machen. Mein Kollege braucht eine Krankenschwester an seiner Seite. Wer alles welchen Laden übernimmt. Trattoria den Härtekrug, Mio, Mio was anderes, Bäumchen wechsele Dich und am Ende fusionieren Mio Mio und Fratelli. Oh Mann. Treffe unten den Nachbarn, warum die Grillparty nicht so machen wie gestern. Klein und ohne Getränkelieferant und Zelt und Risiko, das ist eh viel netter. Hauptsache machen.

Der Typ mit den Stickbildern antwortet auf meine Anfrage über Stephans account bei fb. Ich will die Bilder mal in echt sehen, aber das kann ich nur zuhause beantworten.

Mündliches Lästern ist sehr verbreitet und bestimmt die höflichere Variante. Das kann dann keiner nachlesen, ob es ehrlicher ist vermag ich zu bezweifeln.

Die Ärztin von Frau Türkin meldet sich ewig nicht, ich glaube der ambulante Plan geht nicht auf, habe die Unterbringung beantragt, wäre schön mal eine Rückmeldung zu bekommen. Was ist mit dem Medikamentenspiegel. Wäre schön, wenn sie mich mal zurück rufen würde, weil ich es mal um mal versuche und sie nicht erreiche. Der Kollege verspricht immer, dass er weg fährt und ist dann noch da. Wann haut er endlich ab. Er mag es auf unserem Balkon. Da kam noch ein laues Lüftchen auf. Den kann ich ihm untervermieten, ich brauche ihn nicht. Zu viel Frischluft macht mich müde. Kundschaft für die Kollegin, die bleibt in ihrem Zimmer und macht auf No show, der Hund kläfft, ich drehe mich auf dem Absatz um. Spielothektante ist heute selber nicht bei der Arbeit. Sie soll mich anrufen, wenn er da ist und ich bin 10 Minuten später am Steintor. Kann mein Büro nicht schließen um auf Menschen in Spielotheken zu warten. So funktioniert das nicht. Die Landgerichtsrichterin ist nicht bei der Arbeit, die Nummer der Geschäftsstelle nützt mir mehr, da erreicht man wenigstens jemanden. Sie soll mich zurück rufen. Herr Bodrum stöhnt über die Hitze, schläft mit Ventilator, will zur Zeit nicht in die Türkei bei den politischen Verhältnissen, lieber seine Wohnung streichen. Die Polizei wegen Herrn Teheran, er hat eine Zeugenaussage gemacht. Will dann wissen, wie er das finanziert. Was? Nach Hamburg fahren? Niedersachsenticket? Schwarzfahren, was meint er? Habe nicht gesagt, dass er auf Ibiza im Klub ist. Jetzt Café Connection, Herr Palästinenser ist da und sie feiern Tag der Drogentoten (Drogentotengedenktag) mit Grillen. Wie schön. Sie sollen ihn bei der Stange halten komme um 13 Uhr vorbei.

Er duzt mich auch. Das habe ich davon. Ich gehe hin und will ihm mit Strafanzeigen und Jugendarrest drohen. Es ist aufgeräumt. Er ist frustriert und verzweifelt. Alle wollen ihn loswerden, keine Orientierung. Ich konfrontiere ihn bevor der AWO-Mensch da ist und er sagt, nein, geschlagen nicht, eine Ohrfeige und das beim Fußball gucken oder man habe miteinander gerungen. Halt’s Maul, das geht Dich nichts an mag er mal gesagt haben, wenn er sehr schlecht drauf war und frustriert mit dem Tag. Er will die Vorwürfe vom Vater direkt hören, der sehr passiv ist. Er bearbeitet die ganze Zeit über einen Kullideckel und macht den kaputt. Der Vater schläft tagsüber ein und nimmt eine handvoll Tabletten (wenn er sie denn nehmen würde). Aus dem Sohn spricht Verzweiflung und Angst. Zu Recht, ist sein genetisches Material. Den Schlüsselbund knallt er auf den Tisch bevor der Mann von der AWO überhaupt da ist. Der ältere Sozialpädagoge mit dem Ohrring und dem Fahrradhelm. Er will hören, genau was gelaufen ist und wie das so abläuft, damit er sich ein Bild machen kann. Der Sohn ist wütend und weint, nimmt sich Klopapier. Der Vater nimmt ihn eher in Schutz und sagt, verletzt habe er ihn nie. Et reitet davon herum ob es vor einem Zeugen geschehen ist, einem Pfleger. Der Vater sagt nein. Ich sage, das sei egal, der Verletzte ist Zeuge im Strafverfahren, sonst könnte ja selten einer verurteilt werden, weil Gewalttaten gerne ohne Zeugen passieren, nur damit er weiß, dass übergriffig werden wenn keiner da ist auch nicht so eine schlaue Idee ist, aber über diese Phase bin ich schon hinweg, wie es war haben Vater und Sohn ganz unterschiedlich erlebt und empfunden. Ich will lieber Regeln für die Zukunft aufstellen, wie man miteinander umgeht, wer hier das Hausrecht hat und wer zu Besuch ist. Wir wenden uns den Schreiben von JC und Arbeitsagentur U 25 zu, der er mir zuvor schon gezeigt hat. Er soll ein Berufsvorbereitungsjahr machen und zugleich sich bei einer Tischlerei bewerben. Herr AWO fragt, was bei der Ausbildung in der Kfz-Werkstatt schief gelaufen sei. Er konnte Mathe nicht, die Formeln und meiner sagt, das sei auch seine Schwäche. Zuvor hatte der AWO-Mensch auf das Wandbild reagiert und auch sonst die Einrichtung meines Betreuten und die Symbole an den Wänden. Als er studiert hätte in den 80ern, wo so ein Legalize-Plakat an der Wand hing in der WG das hieß, dass einer nach Marokko gefahren ist und 3 kg Braunen mitgebracht hat. Meiner kommt als Kurier nicht mehr in Frage sage ich und der Sohn beteuert, er haben dem Sprayen abgeschworen und es würde ihm jetzt keinen Spaß mehr machen und auf die Wand in der Wohnung meines Betreuten bezogen sagte er, das sei nicht gut geworden. Nachdem Herrn AWO und ich das beide als anerkannte Kunstform bestätigen und nicht verteufeln (manche werden dafür bezahlt, Herr AWO) und ich: er habe Talent und seine Talente solle man ausbauen. Zettel mit Entwürfen für Sprayarbeiten, eine Geheimschrift für Menschen ab 40 sage ich und rate einzelne Buchstaben. Für welchen BVJ-Bereich interessiert er sich, sagt Maler und Lackierer und Herr AWO kennt da einen von der Innung. Ich stehe auf Tapetenmusterrollen aus den 50ern und customized Tapeten seien der letzte Schrei in Brooklyn. Es stellt sich heraus, dass die Mutter manchmal Lebensmittel einkauft, aber meiner sonst sein Essen auf Rädern mit seinem Sohn teilt, der keinen Pfennig Geld von der Mutter bekommt und seit 6 Monaten beim Vater lebt. Das ist menschenunwürdig sage ich und muss sich ändern. Meiner sagt, er habe in seinem Alter seine Lehre schon beendet und ich sage, dass hilft uns nicht weiter. 17 ist knalljung und da kann noch alles draus werden. Ich habe auch Geld aus dem Portemonnaie meiner Mutter geklaut und bin dann Anwältin geworden, also kein Zug sei abgefahren. Wenn er gar kein Geld hat ist es erstaunlich, dass er nicht mehr klaut. Ich wollte ihm fast 10,- € Spende geben. Das ist doch unmenschlich und jedes Grundschulkind bekommt Geld in die Hand. Man hat offenbar gar kein Zutrauen zu ihm und er weiß nicht, wie er an welches rankommen soll. Für den Ferienjob bei Göing war es zu spät. Er fährt 2 x am Tag mit dem Skateboard nach Linden und puhlt sich den Schorf vom Ellbogen. Fahrrad ist kaputt und er hat kein Werkzeug. Was ist kaputt, neuen Schlauch frage ich. Nein nur Loch und keine Luftpumpe. Hier muss es doch einen Hausmeister geben oder einen Nachbar, ja, gibt es. Das kläre ich gleich vor Ort. Das lässt sich leicht organisieren, so was leiht einem jeder und es gibt eine gewisse Radfahrersolidarität, auf die man zählen kann. Flickzeug liegt da. Erst pumpen, dann unter Wasser halten und Blasen suchen und dann flicken und wieder pumpen. Er hat Morgen einen Termin bei Herrn AWO bevor der in den Urlaub fährt. Hätte ich das gewusst, denke ich auf der Rückfahrt, den Jungs beim Pflastern helfen und die sagen dann was die Arbeit wert war. Das Maritim wird zum Revier für Flüchtlinge. Ganz anderer Anblick, wenn man da vorbei fährt und statt Luxuskarossen sitzen junge Männer auf den Stufen vor dem Eingang.

Mit Stephan zu Frioli. Eis schmeckt nach nichts und ist Premium, d.h. teuer, Büffelmilch mit Preiselbeeren der vergoren (Sanddorn Buttermilch). Die Ärztin meint, es reicht nicht für eine Unterbringung, aber das entscheidet nicht sie und ich will es wenigstens beantragt haben wenn alles den Bach runter geht.

Die Mitturnerin mit dem breiten Kreuz war im Fössebad in der Frauensauna und hat nackt auf der Wiese gelegen. Das sei toll gewesen. Regelmäßig in die Sauna scheint wie Bikram die Schweißdrüsen anzuregen. Mein rechtes Knie nervt nicht nur, es ist das Bein. Bin gespannt was die Venenärztin sagt oder ob ich dann doch noch beim Orthopäden lande. Beim Trilochi sollen wir immer sagen, ob die Seiten sich jetzt anders anfühlen als gerade, freier. Keine Ahnung, Mann, merke nichts. Man steht in der Bärenposition, d.h. mit Füßen Hüftbreit und leicht gebeugten Knien und Füßen parallel. Die Chinese sagen am unteren Rücken sitzt das Tor zur Lebensenergie und wenn man die Füße nach außen dreht, dann schließt sich das. Hält man sie parallel ist es offen. Sie demonstriert und die Tänzerin aus der Sauna, die offenbar einen Blick dafür hat, bestätigt. Aerial hat mehr Spaßfaktor. 3 junge Frauen, (die eine macht kein Yoga, kann aber auch gut improvisieren, wie ich es auch kann, einfach mal probieren was geht) und der Nervtyp und ich. Die Frau mit den Dreads ist auch wieder da. Im Spiegel sehe ich die roten Punkte in meinem Gesicht und ärgere mich. Dann merke ich, sie hat auch welche, aber die treten in den Hintergrund, weil sie einen anstrahlt dabei. Fazit: Pickel nur schlimm, wenn man böse guckt. Ich fordere mich gerne und bin experimentierfreudig. Nehme den Hinterausgang durchs Tuch mit einer Rolle rückwärts was als „mutig“ gelobt wird. Na ja, nächste Woche wieder die andere, aber da bin ich nicht da. Passt also. Wenn das Sommerding ausgelaufen ist werde ich mich zu fortgeschrittenen Seminaren am Wochenende anmelden.

Künstler vom Trecker überfahren. Arnds Söhne, also der Nachwuchs mit dem Bluthund und dem kleinen Schwein, auch ein schöner Anblick. Neues Seifenblasentier, kaufe fast mehrere. Ich bin voll im Thema und mache Seifenblasen vor mich hin und will die Utensilien auf jede Reise mitnehmen. Kaufe die Lidl Gefriertüten mit Zipp im Vergleich zu denen aus den USA, ultrastabil, stehen selbständig. Die bekommt Mama, weil sie sie besser gebrauchen kann und die Lidl-Ware zum Vergleich. Sind die Vogelbeeren reif und ich kann in Bayreuth eine Lektion lernen und Gelee einkochen, was sonst den Enkeln vorbehalten bleibt?

Hund und Hase vor Alpenkulisse gefällt mir, ist aber schon verkauft. Ich kenne die Computerspiele nicht und verstehe daher den Witz nicht oder wohl ausreichend. Das Gobelinsticken ist pixelig und das führt er konsequent fort und verfremdet die spießige Handarbeit. Schlussendlich gefällt mich auch Moses, ist halt mit Hannoverbezug.

22.07. Träume leider weg, kurz nach 5. Reiseführer Teneriffa von Markus, der könnte echt hilfreich sein, der andere ist ein Wanderreiseführer. Schreibe dem Künstler welche mir gefallen, Bowie-Kind, Raumschiff mit Beamen und Legalize it (aus aktuellem Anlass). Hier bei den Hütchen in Planung liegt ein gelbes Männchen, was auch aus einem Spiel sein könnte (diese Smileys, die die Zunge hängen lassen), stammt vermutlich aus einem Kinderwagen und habe ich auf der Straße gefunden. Das zu dem getrockneten Seetang ist auch eine schöne Verfremdung.

Ich brauche unbedingt kurze Hose für den Sport, bekomme sonst einen Knall. Bayreuth ist ja doch länger von Do auf Mo. Schön.

Schade wegen Istanbul, wer kann flieht heißt es bei Spiegel online. Hatten immer eine gute Zeit da, also auch Dankbarkeit, dass ich es noch so in befreit kennen lernen durfte. Der Wichser erklärt zig Pässe für ungültig, damit Verdächtige, bei denen Fluchtgefahr besteht das Land nicht verlassen können. Ich versuche Christian durch Seifenblasen von oben auf mich aufmerksam zu machen, aber die werden einfach in Richtung Straße geweht und er ist ganz unbehelligt davon. Heute ist Freitag sage ich ihm. Das habe er heute schon mal gehört, weil sie schon The Cure gehört haben, Friday I’m in love with you. Jetzt ist es soweit. Ich kann keine normalen Schuhe mehr tragen, in den geschlossenen Sketchers mit Plastiksohle hätte ich fast einen Knall gekriegt und die offenen mit Absatz drücken und sind unzumutbar. Ich muss mir Gesundheitsschuhe zulegen und dachte das kommt erst mit 50. Gut, dass Birkenstock zur Zeit der letzte Schrei ist, auch bei der Jugend. Dann ist wohl die richtige Zeit da einzusteigen. Bei Lidl trifft man interessante Leute, ein szeniger Typ aus der Musikszene von früher, ewig nicht gesehen, ist jetzt auch über 50. Speck, Milch und Bananen. Cooles Band T-Shirt, erinnert an die Cramps. Ich noch mal Seifenblasennachschub und Accessoires. Ich bin voll druff oder wie man das nennt. Nach dem Seepferdchen heute eine schlichte Pfeife mit größerem Aufsatz und Extraseifenblasenwasser zum Nachfüllen (3 x). Das von heute wollte ich Harald schenken, muss es aber zumindest vorher probieren, Suchtfaktor. Ich sitze draußen und blase vor mich hin und freue mich über die changierenden Farben, wie ein Ölteppich und wie sie im Wind treiben. Ich will die Utensilien jetzt immer auf Reisen mitnehmen, ob Sommer oder Winter, Wien oder Italien und Filmchen damit drehen. Ich will Windnomaden-Jünger werden, Harald fragen, was ein Messgerät kostet. Habe auch nicht verstanden wie man einen Fingerzeig in eine Himmelrichtung und dann in ein Ziel umsetzt, aber Stephan weiß das bestimmt. Wir könnten das in Bayreuth machen bei meinen Eltern und auf BM darüber berichten. Bedanke mich bei Harald für das was mehr war als ein lustiger Geburtstagsausflug, nämlich der Grundstein für ein neues Hobby.

Die Mutter von dem Sohn meines Betreuten. Hatte Kontakt zum Arbeitsamt und die Maßnahme fängt schon im August an. Ich spreche sie auf das Thema Taschengeld an. Sie will sich am Kindergeld nicht bereichern und gibt ihm kein Geld, weil er das in Sprühdosen umsetzt und dann wieder Scheiße macht, also überhaupt nichts Gutes ihm zutrauen, sondern ihm nur das Schlechteste unterstellen und das von der eigenen Mutter. Danke auch. Er hatte ADHS und hat Medikamente dagegen bekommen, aber kein Ritalin und hat die in der Pubertät abgesetzt und sie waren mit ihm beim Kinderpsychologen, aber da ist er nicht mit hingegangen und der Stiefvater war alleine da.

Ich gehe auf die Nachbarstation wo Herr Teheran abgehauen ist. Eine Frau weist mich zurecht, dass sie erst dran sei, eine andere, die ich schon vom Sehen kenne, ganz dünne mit krummem Rücken, wie ein türkisches Gruftiemädchen, aber magersüchtig, muss flüssige Medikamente vor der Schwester nehmen und soll das wegräumen, die leeren Verpackungen und das Tablett. Sie versucht vorbei zu kommen und wird körperlich von der Oberschwester aufgehalten, immer wieder mit den Worten: wegräumen. Meiner hat nicht nur ein Handy dagelassen sondern einen großen Sack mit Sachen. Der Stationsarzt ist zuversichtlich, dass er wieder kommt. Woher nimmt er die Zuversicht? Als ich gehe immer noch die Szene und ich sage: soll ich das wegräumen und ich gehe dann mal und räume mich selber weg. Sie geht Dienstag in eine Einrichtung erfahre ich. Der abW Bär wartet schon, ich hole das Häkelzeug raus, aber das lohnt sich nicht. Herr Borderline klein kommt dynamisch vom Sport mit einem Freund, den er von draußen kennt und mit dem er das Zimmer teilt, redet gut, hat Ziele, ich würde wieder schick ausschauen. Er plant Wechsel bei der Wohnsituation. Freundin hat auch ihre Probleme und zieht ihn runter soll ausziehen, wenn sie nicht die Schichten tauscht, d.h. die Nachtschicht aufgibt. Er trifft seine Familie, lässt Zähne machen, will Mofaführerschein machen (das zahlen die ihm als Belohnung fürs durchhalten). Er hat 8 Geschwister und seine Mutter ist auch im Heim aufgewachsen, wurde geschlagen und hat die ersten beiden Geschwister, die sie mit 13 bekommen hat zur Adoption frei gegeben. Auch eine Familientradition Heim und alles schwierig. Ich greife nach dem Tabakbeutel, weil ich es für eine Tempopackung halte und dann ist es zu spät. Ich habe ein Bild gesehen, was ich nicht sehen wollte. Fürsorglich legt meiner ein Handtuch über die Packung und ich sage, es sei leider zu spät, weil das Bild schon in meinem Kopf drin sei. Montag ist Chefarztvisite und er lässt sich beim Arztgespräch begleiten vom abW Bären, weil ich das anrate. Sonst konnte er solche Gespräche nie aushalten und hat immer abgebrochen oder ist ausgeflippt. Ich bin begeistert. Was noch fehlt ist ein Pudelmischling (er mag Tiere, z.B. Suki und hatte immer Ratten) und er: nein, wenn dann der Hund aus Langenhagen, der Tumor heißt. Das klingt spitze. Denke an den Dackel-Film, der vor der Tür steht. Bin gespannt was die noch hinbekommen in der Folge auf der Borderline Station und mit der Therapie dort. Er macht eine zuversichtlichen und kraftvollen und selbstbewussten Eindruck und das dass erste Mal seit ich ihn kenne.

Fahre zum Marstall, Hausnummer 4 ist was anderes, gehe in eine Spielothek, die irgendwas mit Ufo heißt, in den Keller, ob Anastasia hier arbeitet darf sie mir nicht sagen. Erzähle mehr und es stellt sich heraus, dass die auch immer Post bekommen für diese Euro-Spielhalle und sie nicht weiß, wo die ist (ich: ob sie mir das sagen dürfte, sie: ich soll nicht pampig werden, warum nicht). Birkenstock im Sale. Nur eine Passform geht (und Zehenschuhe kann man angeblich auch mit den Nylonstrümpfen anprobieren) und ich habe jetzt silberne für 49,95 €. Meine Füße und Beine sind echt Problemzone und ich lasse sie gleich an. Das tut gut, Luft an die Dinger. Das Laufen darin ist ungewohnt.

Herr Limmer hat eine zweite Chance bekommen bei Pro Beruf und die Frau schlägt Treffen vor im Ausbildungsrestaurant übernächste Woche, ja, aber dann soll er diesmal bitte auch Schicht haben und da sein. Frau Lehrerin hat einen Bußgeldbescheid bekommen, weil sie die Vertretungsstelle nur dem Jobcenter und nicht der Arbeitsagentur gemeldet hat. Gutes Gespräch mit der jungen Richterin von Herrn Dement. Für Mittagessen reicht es leider nicht. Erst Herr Teheran. Er soll zurückkommen nach Hannover, er ist abgehauen. Stimmt nicht, der Arzt habe ihn freigelassen. Das stimmt nicht sage ich, war heute auf Station, wo seine ganzen Sachen sind. Er war viel zu lange und hat zu viele Medikamente bekommen und das war anders abgesprochen. Er ist dort, ich bin hier, was kann ich für ihn tun? Nichts, sage ich, soll zurückkommen. Kurze Zeit darauf der Bruder von Herrn Teheran, der nicht versteht, warum er nicht mit Polizei eingefangen und zurück gebracht wird, er sei in Hamburg und nicht Berlin. Der nervt auch der Typ. Der Mann von der AWO. Er ist Sensibelchen und hat die ganze Nacht gekotzt der Sohn meines Betreuten und das war zu viel für ihn. Der Vater hat abgesagt. Wir sollen ihm Ruhe geben. Ja, aber wenn es bald losgehen soll mit der Berufsvorbereitung braucht er vielleicht Unterstützung, weil er es sonst nicht hinbekommt mit dem frühen Aufstehen und der Vater kann ihm keine Hilfe sein. Wenn er es denn will, sollte er Unterstützung bekommen. Dazu fällt ihm nichts ein. Er sei ja da, ja, aber er ist jetzt auch im Urlaub. Dann Herr Kabul, der aus dem Heim zu seiner Mutter zieht. Er hat Antragsunterlagen dabei, die wieder keiner kapiert und gelbe Blumen für mich. Dienstag treffen wir uns beim Jobcenter.

Aufnahmemanagement Ilten für Montag. Dann erreiche ich die Richterin, die über die Haftunterbrechung von Hernr Dement entscheidet. Sie kennt weder Akte noch Gutachten und ich kann den Fall aus meiner Sicht schildern. Ich bringe ihn geschlossen unter und dann die eine mögliche Gefahr, die von ihm ausgeht gebannt und er ist besser aufgehoben als im Knast als kranker Mann und man kann ganz in Ruhe von da aus sehen, wie er sich macht und wir lenkbar er ist. Sie ist jung und klingt nett. Der Typ aus dem Knast ruft auch pünktlich an um den Sachstand zu erfahren und ich kann es ihm berichten, dass ich da dran bin und er sich etwas gedulden muss. Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat abgelehnt und deswegen hat der Verteidiger die gerichtliche Entscheidung beantragt durch sie in diesem Fall, aber erst mal hat sie es der StA Hannover geschickt um sich zu der Beiordnung des Kollegen zu äußern und dann ist sie dran und ich habe alles getan um ihr meinen Plan schmackhaft zu machen ohne zu nerven und sie von meinem Vorhaben zu überzeugen. Der Jurastudent hat seine Sachen gepackt und macht sich auf nach Köln. Herrn Taxifahrer Depressiv suche ich nächste Woche auch endlich zuhause auf. Dann Zeitdruck, weil ich zum Sport muss und Fehler, Regen und fast nackt beim Sport und gestern 2 Kurse, dann doch Abbruch, nach Hause und schwänzen und das obwohl Steffi eine kurze Hose für mich dabei hat. Es stehen fein säuberlich Hütchen im Garten auf den Pfeilern als Warnung vor Gefahren. Die haben immer so schön säuberlich gearbeitet und nachher sah alles besser aus. Markus hat viel gefegt auch vor dem Gartentor. Wutausbruch, habe Sachverhalte verwechselt und falsche Faxe geschickt, Chaos gestiftet, mache Stift kaputt und raste aus, noch mal Büro und Fehler korrigieren. In Unterwäsche mit einem Mantel bekleidet, der aber auch kurz ist und es regnet schön. Das sieht bestimmt scheiße aus, die neuen Gesundheitsschuhe dazu. Jetzt habe ich Ruhe, Termin für nächste Woche mit Vater und Sohn. Er erklärt mir, wie ich nach meinem anderen Termin beim Jobcenter Freundallee dann zu ihm komme. Stephan hat auch Fehler gemacht bei der Teide-Buchung und jetzt geht die 9 Uhr Tour nicht mehr, sondern nur 11. Er soll einfach einen Tag buchen bevor nichts mehr geht. Ich könnte Rat gebrauchen. Bringe ich eine Luftpumpe vorbei als Vorschusslorbeeren, kann er die nicht gebrauchen. Welche Güte und Preisklasse. Versetzt er, Stephan redet wie seine Mutter. Kann er sich nicht Taschengeld bei uns verdienen mit irgendwas, Auto waschen geht ja nicht, Botengänge. Wie kann man ihn unterstützen in der Anfangsphase der Maßnahme mit dem Aufwachen. Er klaut und kann nicht hier schlafen. Sollte man die Clearingstelle oder Bed by night mit ihm besprechen und forcieren. Soll ich morgens anrufen und ihn versuchen aufzubauen. Ich brauche Rat von einem Jugendtherapeuten oder Elternteil mit Erfahrung.

Es gibt Melone und Schinkenrest sowie die Cheese-Its mit four Italian Cheeses (Stephan mag sie nicht) und das vegetarische Paprika, Zucchini und Räuchertofu mit Reis von heute Mittag. Wir hätten ins Kino gehen können. The Bigger Splash. Das Apollo hat wieder geöffnet. The Revenant im Openair (lief als Werbung in der Bahn) war ja sehr passend zu der Wetterlage. Über München wird fortwährend dasselbe berichtet, nichtssagend Floskeln von angeblichen Experten und was sagen die sozialen Medien, die liest einer für sie. Ein schlechtes Hörspiel zum Häkeln (nur gut die Stelle an der der Schütze sagt, ich bin Deutscher und der Mann mit bayerischem Akzent ihn so schön beschimpft: Du bist ein Wichser) und der Fernseher geht kaputt davon. Tyark kommt am Montag, ich bin aber zum Kino verabredet für den Dackelfilm und Dienstag kommen Uwe und Günter. Markus hat eine lustige Visitenkarte in Form eines Seepferdchens hier liegen lassen. Ist ein Restaurant auf Tenne. Können wir nicht da essen gehen am ersten Abend? Jasmin hat mir geschrieben und die Jungs haben für mich getuscht. Sehr süß, ich freue mich. Backe eine Runde Kekse mit Salzbutter und das Backpapier was sich mit dreht und verhakt zieht sie zur Seite und gegen die Lüftung und zerstört die schönsten die ich nach oben gelegt habe. Ich kann hier nicht backen, mich nervt das. Stephan will immer nur, dass das Licht nicht an ist und man darf sonst kein Fenster aufmachen. Ich ersticke fast gehe ins Bett und dort ist das Fenster offen.

23.07. Traum: Berliner Flohmarkt, aber mit lauter selbstgemachten Sachen. Der eine schmiedet Nägel. Die kosten 2-5 €, amerikanischer Nagel usw. verschiedene historische Sorten, je nachdem wie viele Enden sie haben. Stephan sagt dem Kunden, dann kostet seiner 12. Es ist ein Anker, den er unter dem Tisch gefunden hat. Der gehört denen. Er gibt ihn zurück und er schraubt damit den Tisch fest durch einen Stein hindurch. Dann geht es um unsere Heizungsanlage, 3 Personen Haus und wieviel Liter. Er will sich erkundigen. Kann das niemand in Niedersachsen und wir müssen es ausschreiben frage ich. Ein anderer macht kleine Kaffeeservice und Etageren aus Fimo. Ich klingele und er ist am Backen. Die Frage lautet, hat er eine Betreute von mir, die geistig behinderte die vermisst wird gesehen. Ich beschreibe sie und er kann sich aber schon an uns nicht erinnern und ich merke, es ist sinnlos. Der haben die Sachen gefallen (ich hatte sie in einer Vitrine stehen) und wie viele Flohmärkte gibt es hier in der Gegend? Dann nehme ich eine Creme auf einem Glasteller, die eklig schmeckt, lasse probieren und der Frau schmeckt sie auch nicht. Ich dachte, die sei lecker wie Bayerischcreme oder Buttercreme, aber sie schmeckt künstlich. Sie hat Limoncello (?) in den Flaschen da stehen und dann ist das wohl zitrus. Muss ich nicht aufessen. Sie ist dann weg, soll ich gehen ohne zu zahlen. Sehe an den gebrauchten Tellern, dass sie nur wenig verkauft hat. Das ist auch fies, ich bin ja Schuld, dass ich Sachen bestelle, die ich nicht mag. Dann kommen zwei große Männer und der eine greift mein Bein und legt es bei sich drauf mit Schuh, die Camper, die meinen breiten Fuß gut zur Geltung bringen (so wie meine neuen Birkenstock, scheinen für breite Füße wie gemacht, also für meine, bei Drahne beschwert sich eine Frau, dass sie griechische Zehen hat und keinen richtigen, also markanten großen Zeh und der nächste ist lang und würde immer vorne anstoßen). Streichelt mein Bein und drückt Akupunkturpunkte an meinem großen Zeh, dass ich aufschreie. Wenn das dann hilft soll es mir recht sein (habe das Gefühl, dass auch meine Füße zur Zeit spinnen, vor allem auf der rechten Seite). Eine stark geschminkte Frau ist mit denen und hat lange Haare am ganzen Körper wie Fell. Was sollen sie damit machen fragen sie. Eine Frisur wird vom Publikum vorgeschlagen. Die Frau zeigt dann, das ist fake und nicht echt. Sie ist auch nicht ganzkörpertätowiert, sondern das sei eine bunt gemusterte Leggings, die straff sitzt und keine Falten schlägt. Wir brauchen eine Verpackung für Einkäufe, da haben sie auch was Selbstgemachtes. Die eine Frau näht Taschen, in die man alles reinmachen kann auf die Schnelle und was rumfliegt, wie Papierschnipsel, aber dafür brauche ich doch keine pelzgefütterte Ledertasche, außerdem mit dem Druckknopf, das fliegt alles wieder raus. Dann hat sie andere mit einer Falte aus dünnem Leder. Die sind gut genäht und hinten ist was drin für Ringe, wenn man mit wenigen Sachen reist, kann man die da alle drin verstauen und es fliegt nichts raus und warum der Träger? Dann kann man das hinhängen. Werde ich jemals da hinkommen, dass ich ganz minimalistisch reise? (Ich hatte gestern gedacht, die neuen Öko-Latschen mit dem Kork unten an der Sohle passen gut zu der neuen schlammfarbenen Tasche und so viel muss da dann gar nicht dazu, wenig unterstreicht. Ein Pärchen und sie schenkt ihm spontan eine Reise nach London. Da wollte er auf einen Markt. Innerhalb von 10 Minuten brechen sie auf, ohne alles und schnell zum Flughafen und los und umsetzen. Das imponiert mir und reizt mich und macht mir zugleich Angst. Dann sind die Nachbarn wieder da aus dem Urlaub. Ich habe Limonaden bei denen gelagert. In deren Küche ist es kalt. Ich gehe rein, sie haben Besuch und entschuldige mich und schaue nach unter einer Decke in den Kasten und es gibt keine mehr von meiner Sorte. Emil begleitet mich in den Keller, er sieht etwas aus wie der Sohn meines Betreuten und ist echt groß geworden. Er will doch nicht größer werden als ich frage ich ihn. Das reicht, so groß wie ich sei eine gute und ausreichende Größe. Ich komme an alles ran. Zu groß ist auch blöd, dann muss man sich bücken im Keller z.B. Ich scherze also. Hier sind Kühlschränke, mindestens 2 mit Glasscheiben, also Getränkekühlschränke, in dem einen sind Gurken in großen Eimern und Tsatsiki. Da kann ich auch was dazu stellen, der ist halb leer. Da kann ich Getränke reinstellen, habe ich bisher nicht genutzt. Ach hier steht mein Aquarium. Das vergesse ich immer und füttere die dann ganz lange nicht. Mache Futter rein und erst bewegt sich nichts. Sind die tot und am verwesen? Sind das diese Pilze am Boden, die komisch ausschauen und dann bewegen sich die Fische auch dicke Goldfische (davon hatte ich meiner Oma geschrieben, dass der eine dicke mit dem kurzen Schwanz, Hannibal, der schon ganz alt war gestorben war und ich einen neuen goldenen bekommen habe und der hieße Hannibal Jr.), die sind hart im Nehmen. Ein Fahrrad auf dem Boden des Beckens ist Deko (die Balkonszene bei meinem Betreuten). Es ist nicht so schwer und ich muss es mal in die Wohnung stellen, dann sehe ich die mehr und füttere sie regelmäßiger und kann mich auch daran erfreuen. Wann sind sie wieder gekommen aus dem Urlaub frage ich Emil? Sind heute mit dem letzten Skilift noch gefahren bis 8. Warum wie spät ist es? Er sagt die Uhrzeit komisch, ist werde wach. 7:30 Uhr.

Zucchini-Carpaccio à la Heike will ich gerne machen. Streit um Opern Openair. La Traviata läuft noch mal und ich frage: und warum will er da nicht hin, weil es umsonst ist. Zu dem silbernen Latschen die passende Kette, schön reduziert. Vertragen die Birkenstöcker überhaupt Regen? Das neue Hütchen aus Seetang ist auch wie Pokemon Go. Das Windgerät kostet unter 15,- €, aber Harald schreibt: Viel wichtiger als die technische Ausrüstung ist aber die Fähigkeit, sich freizumachen von der Last äußerer und innerer Zwänge, also des Egos. Erst dann ist sie da: die Leichtigkeit, derer es bedarf, damit Dich der Wind packen und zu Deinem Schatz führen kann 🙂

Sei gepriesen und geblasen!

Dein Windt-Messias.“ Ist das eine Absage?

Tolle Yoga-Stunde. Die gut aussehende Frau vor mir in der Haasemannstraße auf dem Rad ist Steffi mit Sachen von mir an. Die stehen ihr gut also das verschenken war die richtige Entscheidung. Sie hat dafür die Hotpants von ihrer Schwester für mich dabei und meint: wenn es einer tragen kann. Sehr schmeichelhaft. Gut, mehr Hemmungen verlieren, aber nur, wenn die äußeren Temperaturen es vorgeben. Hat die eine einen Mann mitgebracht? Das ist gut für die Yogapraxis. Auch noch ein Inder. Trägt unheimlich zur authentischen Atmo bei. Er (leise): Peace Finger, welcher das sei. Das ist der mittlere will ich laut sagen. Mein Geist ist morgens aktiver als abends, sie hatten eher angedeutet er wäre noch nicht so voller Gedanken und ruhiger. Mein Energielevel ist hoch und zappelig. Schön Stützübung mit Beine hoch und immer wieder auf den Po plumpsen lassen. Kann gar nicht genug kriegen. 2 x Rad, wie die Lehrerin sich das von uns wünscht und im Schulterstand habe ich ein Mal mehr das Gefühl, dass ich meine Zehen schon viel besser spreizen kann, die neue Birkenstocktherapie wirkt schon. Ich fasse gerne meinen weichen schwabbeligen Bauch an. Das fühlt sich gut an, habe Glück, dass ich so weich bin und nicht nur sportlich. Das wäre echt langweilig und blöd. Ich bleibe sitzen, keine Lust auf Totenstellung am frühen Morgen. Meine Kindheit ist vielleicht mein größter Schatz neben meinem Mann. Er ist wie ein ganz kostbarer Diamant, den ich mit mir herum trage und den niemand mir nehmen kann. Dann hatte ich jetzt vielleicht den besten Geburtstag meines Lebens. Ich bin viel mehr da angekommen wo ich sein will, wenn ich es mit meinem vierzigsten vergleiche. Jeder der Freunde der da war ist mir lieber als 100 bzw. wiegt sie auf. Nicht nur die, es sind überhaupt meine Freunde, auch solche, die nicht konnten an dem Tag, wie Marc und Jasmin oder Sabine und Larissa oder Claudia. Zwischen 40 und jetzt hat sich noch einiges getan, der Studienkollege und Steuerberater, mit dem ich nicht so viel zu tun hatte war im Zirkuszelt und hat getanzt und ist jetzt an Lungenkrebs gestorben, kann also an meinem fünfzigsten nicht dabei sein). Mikrusch ist ein Chihuahua-Mischling, da erklärt einiges, daher die Meise. Cesar Milan El Diabolo, Chihuahua from hell. Mit Steffi zum Hafven und das Granola ist auch lecker. Schön leer und wir sind die einzigen Gäste. Sie war gestern beim Lagerfeuer, eher Glocksee. Wie Zelten auf dem Meer hatte ich sie sagen hören. Das klingt sehr reizvoll Mallorca umsegeln und auf dem Meer übernachten unter den Sternen und man kann anhalten wo man will. Öl-Shampoo bei Rossmann (würde ich gerne mal probieren, aber bei mir hält so ein Shampoo über ein Jahr) und dann kauft sie sich die Birkenstock in schwarzem Lack mit Riemchen im Salon (vermutlich nur um zu zeigen, dass sie ihr viel besser stehen). Doch, ich kenne den Mitbewohner ihres Freundes, sie sagt, das sei der Mann der mich kennen würde und umgekehrt nicht. Der Schuster, bei dem ich Absätze in Auftrag gegeben habe, hat vor 10 Minuten zu gemacht. Vor der Tür ein kleiner roter Schlitten. Da sehe ich schon die Fotos mit Suki, vielleicht für Weihnachten.

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Ist das Eis aus dem Gefrierfach im Flur und so viel war da nicht drin. Die Küchentür ist geplatzt in tausend Teile, ohne dass ein Unfall geschah und die Lawine aus Glas ist im Flur und es hat wohl Minuten gedauert und Stephan hat einen Schreck bekommen und es hat auch Sachen umgerissen. Steffi ändert mein Kleid und wir quatschen. Die Blume in ihrem Haar war echt und die heißen Schlafmütze. Wer ist mit wem zusammen, wer hat wen mal verprügelt und Christian kennt sie noch aus dem Putti und Ina aus dem Rotkäppchen. Wer aus der Glocksee von früher was akademischen studiert hat und jetzt Chef ist. Sie sagt auf Brigitte bezogen man habe die Verbindung gespürt, dass es eben eine ganz alte Freundin sei. Die Geschäftsidee mit den Tabakbeuteln zum Umfüllen gegen die Schockbilder. Schnelle Reaktion auf Marktbedürfnisse. Suki hat echt Urvertrauen (wie Feininger und das als Hund aus zweiter Hand) und dreht sich gerne auf den Rücken und macht die Beine breit und entblößt seinen Bauch und lässt sich überall entspannt anfassen. Kann auch seine Füße durchmassieren. Er liegt entspannt und mittendrin, zwischen meinen Unterschenkeln auf den Wollresten. Als der sich das eine Mal dreht war er zu nah am Rand und fällt vom Bett. Ich hatte meine Hände am Nähzeug und bin unschuldig. Steffi baut ein Kleid für mich um. Das in welches ich einen neuen Reißverschluss habe einbauen lassen zu meinem Geburtstag. Das macht sie super und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Sie ist klug und lebenserfahren und bringt mich oft runter vom hohen Ross der Lästereien. Eitelkeiten beim Partner und kritisch mit sich selber sein hat nicht nur was mit Oberflächlichkeit zu tun. Aus einer festen Beziehung heraus hat man gut reden und muss nicht ständig den eigenen Marktwert testen. Da hat sie Recht. Wir reden offen über Familienplanung und Lebensentwürfe und sie sagt, nicht nur durch Kinderkriegen könne man schöpferisch sein und ich sogar, da eher nicht, weil das kann man gerade nicht mitgestalten, sondern es wächst vor sich hin. Kreativ wird man nach der Entbindung, wenn man es wie eine Barbie nach dem eigenen Geschmack zurecht macht und verformt nach den eigenen Wünschen. Wenn es um lustfeindliche Frauen geht, die 4 Tage hintereinander Kohlsuppe essen und sich Genüsse und Lust verweigern und damit auch zu anderen scheiße sind, subsumiert sie das so schön unter magersüchtig. Punkt. Das gefällt mir. Sie bekommt Hunger und fängt an Kartoffeln zu schälen und ich gehe nach Hause. Glocksee geht schon um 21 Uhr los. Cool, wir holen sie um 21:30 Uhr ab. Die Glasplatte von dem Sideboard meiner Oma im Flur, geschliffen, die ich erst mit dem heißen Suppentopf zerstört hatte, ist auch kaputt gegangen. Der Nachbar von oben wegen der gestohlenen Decke von China Air „Cabine use only“. Hatte sie ihm geschenkt beim Picknick-Ausflug und er hat sie liegen lassen und ich dachte, dann nicht, aber sein Interesse ist ernst und er will zu La Traviata. Der Fernseher ist auch echt kaputt. Ich trete immer wieder in Glas, sammele es quasi mit meiner Hornhaut auf und ärgere mich. Wenn das so ist, will ich keine neue Glastür (Stephan sagt, die war schon 10 Jahre alt. Na und? Seit wann hat eine 1000,- € Tür eine Halbwertszeit von 10 Jahren, wann explodieren unsere 100 jährigen Holztüren), sondern lieber keine und im Winter einen dicken Teppich, der nicht so einen Schaden anrichtet und so viel Schrecken verbreitet und Arbeit verursacht. Stephan findet seine Brille nicht. Bitte keine weiteren Katastrophen. Das vertrage ich heute nicht.

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Gut, der Typ aus München war kein Verwandter von mir.

Stephan will Tischtennis spielen und ich mache uns beiden eine Fußmassage zum Durchhalten. Er soll die Mitspieler sägen. Die gesteppte selbstgenähte Tasche einer Freundin von früher, die ich als Kosmetiktasche nutze, wird aussortiert. Hat irgendwie doch den Geist aufgegeben oder zumindest die besten Tag hinter sich und warum sollen nur die Menschen sterben und die Dinge ewig leben. Ich habe extra gefunden, ein blaues Brillenetui aus weichem Leder mit asymmetrischen Verschluss was in der Schublade auf seinen Einsatz wartet.

Das neue Kleid vom Frau Dittmar was jetzt Hacken hat um die Figur in Schach zu halten ist langärmelig und mir zu krass für die Glocksee, kann man nichts ausziehen und dann wieder kriege ich einen Knall. Ich nehme die Japanschuhe aus SF zu Steffi mit für ihre Chefin, der Modeschmuck mit Glasperlen hat zu viel Silberanteil (vergesse ich immer, weil ich nie so pingelig wäre) und die Faltbügel kann keiner gebrauchen, auch nicht wir auf dem Boot. Gin Tonic von gestern mit Basilikum und ohne Kohlensäure. Hätte mich jetzt nicht so gestört. Die Szenen in der Falkenstraße sind auch immer wieder krass vor dem Kiosk mit allerlei Gedönse die krassesten, extrovertierten Typen. Der Sommer bringt sie raus. Ein Stockbetrunkener steigt in die Bahn, schwankt, peilt die Tür an und innen schnell einen freien Sitzplatz suchen. Ein Schweizer parkt vor der Baustelle. Wie kommt der hier her. Antalya Grill sei der Beste sagt Steffi, nein, der Urfa in der Nordmannpassage und die haben ihren eigenen Ayranbrunnen und der schäumt wie ein Chemieunfall und schmeckt lecker. Ayran nicht selber zu machen ist ein Armutszeugnis.

Wir bleiben schön konsequent am Tresen sitzen, wollten ja auch in die Disko und nicht in den Biergarten. Wir fangen an mit Cuba Libre. Die Musik ist erst auf Zimmerlautstärke, was zum Reden gut ist, aber zum Tanzen weniger und die erste Ausdruckstänzerin des Abends steckt gerne den Kopf in die Box. Sie erinnert Steffi an die Partnerin ihres Vaters und es geht um den Größenunterschied zwischen Mann und Frau. Kalinkas Haare sind kurz und dünner. Das Problem kennen auch andere. Lous Tod hat mich am meistens traurig gemacht. Das ging meiner ehemaligen Handarbeitskollegin auch so. Zu Lemmie kann ich am besten tanzen, d.h. die Musik umsetzen, noch besser als zu Bowie und Prinz. Der weibliche DJ ist älter geworden und trägt eine Brille. Steffi hat Recht, sie sieht entspannter aus als früher. Die Ehe scheint ihr zu bekommen. Man darf rauchen, es ist wie früher. Wird das doch unser Altersheim? Ich verschütte ein Wasser auf Steffi und die hat jetzt nasse Füße und kann nicht tanzen. Eine willkommene Ausrede? Sie ist dafür textsicher, dass es beängstigend ist und mehrfach soll ich mich durch Anfassen am Unterarm davon überzeugen, dass sie eine Gänsehaut hat. Keine Ahnung. Ich tanze sehr viel und es ist schön Platz da für Ausdruckstanz. Irgendwann steigen wir um auf andere Alkoholika, Vodka macht Steffi aggressiv. Das gebe ich ihr also erst, wenn diese Frau kommt, die sie mal verprügeln musste und wir es brauchen. Es füllt sich und neben mir zierliche Männer aus Äthiopien oder Sri Lanka mit Sandalen und junge Männer in Gruppe, sportlich, wie Tennisspieler. Pe und Caro kommen und sagen im Ping Pong Club wäre es schlimm gewesen, gerade die Musik. Salsa. Das nimmt mir den Druck dort hin zu wollen und ich kann weiter machen mit dem was mir heute gut gelingt, trinken und tanzen. Ich entschuldige mich, weil ich durch den Schweiß ausgelöst derbe nach Altkleidern stinke. Ich habe waschen und lüften versucht, aber das Kleid ist unrettbar. Leute von früher, die mit mir sprechen wollen und sich freuen mich zu sehen und fragen wie es geht und mir von ihren juristischen Problemen erzählen.

Ein Typ ist mein Beutemuster und sieht aus wie ein türkischer Bauarbeiter oder Baklavabäcker, tanzt auch ein wenig, ist mit anderen Kerlen da. Später habe ich ihn an der Backe, er ist eher Russe und sehr stumpf, wischt sich über den breiten Oberkörper und die Oberarme und meine Strumpfhose fasziniert ihn, fasst immer wieder mein Bein an bis Steffi sagt, er soll mal ihre Freundin in Ruhe lassen. Er sagt immer Sachen, die ich nicht verstehe und sie reicht ihm die Hand und sagt, war schön Dich kennen zu lernen. Danke. Sie hat mich gerettet. So ist es mit dem Idealtypen, wenn er den Mund aufmacht ist alles zu spät und ich bin immer so hilflos. Eine betrunkene korpulente Frau, distanzlos, von äußerlichen Typ her wie Tanja vom Sprengelkino fasst mein Hütchen an. Schon deswegen wäre Thailand was für mich, weil Kopf anfassen da Tabu sei meint Steffi. Ein anderer Typ, ca. 60, dünn und sehr sportlich und auch sympathisch sagt mir als ich die Tanzfläche verlassen, ich sei einfach klasse, er finde mich toll. Der kommt dann später noch zu Steffi und mir und sagt, er habe uns beobachtet und ich sei sehr ausdauernd. Da ist sie schuld sage ich, ich wäre schon längst im Bett und würde schlafen und so mache ich weiter. Ob wir öfter da seien. Früher sage ich, jetzt 10 Jahre Pause, aber es geht noch. Ja, es wird immer besser sagt er und stellt sich namentlich vor. Ich würde ihn an eine Freundin erinnern, aber nicht vom Aussehen her und eben, dass er mich gut findet. Es kommen jüngere Menschen, einer den ich gut finde im Anzug mit Hut. Gerd behandelt uns sehr unterschiedlich und während mit dem Geld was mir Steffi gegeben hat, die es verwaltet (3,- € und damit 50 Cent zu wenig) zurück komme mit meinem Cider, beachtet er Steffi kaum und ist sehr unfreundlich zu ihr. Auch Oli sei da macht mich Steffi aufmerksam, wohl um mich bei der Stange zu halten und den würde ich doch mögen. Ich mag alle die Oli heißen behaupte ich zuerst und muss es dann ganz doll revidieren als sie sagt, sie würde viele Olis kennen. Steffi kennt mehr Leute als ich. Ein junges Dickerchen aus der Nachbarschaft, der sie manchmal schon nach Hause begleitet hat. „Excuse me while I kiss the sky“ oder wie geht das? Dieser Text kommt mir von Halinas fb bekannt vor. Bei der Verabschiedung sagt Pe, dass sie mag, wie mein Kleid riecht. Nein, das schmeiße ich doch weg. Es ist 3:30 Uhr, ich fahre betrunken Ehrenrunden im Hof und Steffi bedankt sich, dass ich die 15 Minuten oder auch 45 noch geblieben bin und wir sind uns einig, es war ein schöner Abend ohne Katastrophen. Auch die frühere Miteigentümerin war nicht Türsteherin und es war nicht so voll und Leute in unserem Alter und alles perfekt. Stephan ist noch nicht zuhause, aber noch mal los, habe ich keinen Bock. Ich bin noch wach als er kommt lasse es mir aber nicht anmerken.

24.07. Nacht war Hölle, Knie und rechtes Bein, der Sport oder der Alk. Traum. Der Nachlassverwalter schreibt Rundbrief handschriftlich und sieht nicht, dass er Vollmachten von allen braucht und dann die Konten auflösen muss (das hatte Stephan vorher mir geschrieben). Ich soll ihm das schreiben oder kann es sogar selber, aber ich arbeite nicht. Alle insistieren. Herr Teheran ist da, aber ich ignoriere alle hartnäckig. Hier sind lauter Schuhe von mir reingestopft, die ich aufräumen muss und sage den Jungs aus Hamburg, dass wir jetzt wissen, wie die Lampe oder ist es ein Ofen funktioniert und das Rohr muss man ganz nach oben drücken. Yunfeng hatte experimentiert, wie das Ding zusammen passt und ich wollte ihm jemand holen, damit nichts schief geht aber auch das bekomme ich nicht hin. Ich verweigere die Arbeit und drücke mich. Dann kommt der Kollege von der Dienstreise oder aus dem Urlaub mit seiner Tochter. Wir machen den Fall zusammen und einer ist Vertreter des anderen. Ich sage, ich kann die Anlage fertig machen mit den Konten, die geschlossen werden müssen nach Stephans Aufstellung und er soll den Rundbrief diktieren, damit er auch was macht. Dazu muss man die Namen und Adressen alle erfassen und da helfe ich ihm und lese es ihm vor oder seine Tochter kann das machen.

Wach. BM schreiben, aber Traum erst später als kaum noch was übrig ist davon. Stephan fragt, ob er wohl ins Krankenhaus muss. Ist gestürzt und sein Arm ist geschwollen und er kann die rechte Hand nicht so richtig benutzen. Ist nicht gebrochen, meint er, eher geprellt. Hat die Jungs mit Begleitung auf dem Weg dorthin getroffen, weil er eine Frau überholt hat (die fühlen sich bedrängt, wenn ein Mann hinter ihnen fährt). Christian ist auf dem Sofa eingeschlafen. Er hat den Schlüssel wieder. Erzählt wer alles da war und der Sturz war wohl fies und er im Schock. Ich muss bald TCM-Tropfen nachbestellen und das obwohl ich gestern keine eingenommen habe. War bestimmt eine natürliche Abneigung gegen noch mehr Schnaps. Er meint Betrunkene haben Schutzengel. Eine Spielerin sei sehr blau gewesen und habe immer daneben gehauen und gefragt ob sie jetzt raus sei oder noch mal dürfe bis eine Frau sie angeschrien hat: „Du bist raus!“. Als Stephan seine Wunden gewaschen hat, hat sie ihren Kayal nachgezogen.

Markus CD ist spitze, so gute Musik und Lou ist auch dabei. Ich höre wie immer wieder und bekomme gute Laune davon und erfreue mich, ein Magnet der Wiener Linie muss ich mal an der Haltestelle aussetzen. 30,- € habe ich in der Glocksee gelassen. Nie kann ich das so genau sagen, aber diesmal schon. 30 hatte ich eingesteckt und 40 hatte Steffi zurückgezahlt und die sind noch drin plus 2,50 € an Münzen. Packe für Bayreuth und Stephan hilft mir beim Aussuchen. Alles ist diesmal in derselben Farbgruppe und so muss man weniger Zubehör, d.h. Armreife und Kram mitnehmen, will eh weniger tragen bei dem Wetter. Ein grauer Baumwollrock, stärkere Qualität second hand aus München kann weg, habe zu viel schönere aus den Beständen von Andrea (2 liegen daneben), die auch besser sitzen und einfach schöner sind und ich brauche nicht 5 von allem, vor allem wenn ich doch immer wieder dieselben aus dieser Gruppe trage und mich gegen dieselben entscheide. Dann legen wir uns aufs Bett und ich schaue meinem Mann eine Runde verliebt in die Augen. Er ist wie ich und auch wenn er nicht dabei ist trage ich ihn immer bei mir. Er hilft mir auch beim Rechnen, wenn ich 50 bin und will 80 werden und wir rechnen das aufs Jahr um, wo sind wir. Ich bin begeistert, dass wir erst bei meinem Geburtstag sind, dachte es sei schon Herbst. Toll. Stephan hat den Teide doch für morgens buchen können, es war seine eigene Reservierung, die nicht geklappt hat, die das System bzw. die Plätze blockiert hat. Mein Knie tut ganz doll weh und der Orthopädentermin ist fällig. Das kann man langsam nicht mehr schön reden und ich glaube, die Venen rechts müssen auch noch mal operiert werden. Auch wieder schön synchron. Wir sind beide lädiert heute, aber schön war’s. Ingwertee mit Minze schmeckt köstlich, Steffi hatte gestern Rosmarin mit Limette. Das war auch lecker, auch wenn ich falsch geraten habe. Habe Lust auf Eis, dann doch raus. Die neue Art in der Freizeit, fast nackt mit einer Kittelschürze und schmucklos an den Armen. Es ist zu schön geworden das Pflaster und läuft sich so schön darauf. Ich freue mich grenzenlos. Eine Frau spricht mich an. Die neue Nachbarin zusammen mit ihrem Mann, sie würden im Hinterhof wohnen und hätten vorne ihre Praxis (was für eine frage ich mich später, Pyscho?)), ob wir ihren Kater gesehen hätten, weiße Perser mit schwarzen Pfoten. Sie sind aus der Wittekindstraße hergezogen. Das kennen wir. Sie fragt warum wir das Efeu abgemacht haben und ahnt schon, dass wir mussten. Ich frage, ob sie im Garten schauen oder nach ihm rufen will. Das macht sie und kommt wieder mit den Worten, das sei ja ein Katzenparadies. Ihr sind die Pflasterarbeiten auch aufgefallen und sie findet es schön. Ich suche das winzige Loch im Pflaster und wollte es aufüllen mit dem Sand finde es aber nicht wieder. So klappt das puzzeln nicht. Wir sagen Bescheid, wenn wir die Katze sehen und ich sieze sie, was Stephan mir vorwürft. Sie erzählt von Nachbarn, die die Katze versorgen, wenn sie im Urlaub ist. Das kann ich anbieten. Stehe von Urlaubsvertretung bei Tieren und zu Perserkatzen habe ich ein gutes Verhältnis seit Wien. 3 Kugeln mit Sahne und ich bin die erste heute, die Sahne bestellt. Die Bedienung muss welche ansetzen und überredet mich dann eine halbe Portion zu nehmen, warum auch immer, aber mehrt passt auch nicht in den Becher. Stephan hat sie zwei Mal gegrüßt und man, können das gut, sie und ich, uns nicht sehen. Stephan nimmt Fürst Pückler und auch das Erdbeereis schmeckt sehr lecker, sowie Vanille. Die Klassiker können sie echt. Von Alten Park der alte Teil und wir dachten, es wäre hundefrei, nach dem Eis häkele ich und das Lurex-Angora von Heike geht genau auf und Stephan liest mit biblische Geschichten von Ralf König als Comic vor (Paulus in Athen, sehr lustig und der Typ hat sich intensiv mit dem Ausgangsmaterial beschäftigt). Martin war in Bayreuth auf einem Konzert und hat Leute von früher getroffen und will vielleicht nach Hannover kommen wenn Jello Biafra spielt. Da hat Harald seinem Neffen eine Karte gekauft, aber geht nicht mit hin, weil es nicht seine Musik sei. Stephan frage ich nach dem Segeltörn und er fragt, ob ich unbedingt einen Strandurlaub mit Steffi machen wolle und ich sage, das sei eher Aktivurlaub und eine einmalige Sache aus meiner Sicht. Die Geschichten der Sprengelfrauen über die Nordlichttour hätten mich immer interessiert und außerdem sei es mal was Neues und ich dachte, vielleicht auch für ihn reizvoll zumal er bei Teneriffa auch gesagt hat, warum nicht dort den Tauchschein machen 2 Tage lang, da hätte man Zeit und was solle man da sonst tun. Ich helfe ihm aus dem T-Shirt. Das mit seinem Arm muss er wissen ob er nicht einen Bruch ausschließen will, aber bei meinem Schwiegervater ist ein Oberarmknochen nach einem unentdeckten Bruch auch mal falsch zusammen gewachsen. Das hat vielleicht Familientradition. Erst eine nervige Familie mit Kindern wie Karnickel und einem Welpen, der in sitzt hineingedrückt wird und sich dann ganz hingelegt, ganz brutal ihn versuchen in Position zu drücken und aggressiv mit ihm sein und gewalttätig und das alles für das Foto der Familienidyll. Die soll sich ein Stofftier kaufen, die Alte. Dann ein junger Typ, der stundenlang monologisiert über Computerspiele, essen gehen mit ihm ist keine Freude (glaube ich sofort), wie man Erfolg bei Frauen hat oder auf was die stehen, arbeitet am Aegi mit Blick auf irgendwas, die Kirschen von Linden sind überall, z.B. an der Haltestelle Glocksee, Pokale verstecken im Park, den Wert von Candy Crush, dem Hausfrauenspiel und was weiß ich. Hat 3 Zuhörer und belästigt viel mehr u.a. uns. Ich will zu ihm gehen und ihm sagen, er soll den Sabbel halten. Nach Hause, kochen oder Burger? Steffi hat der Abend gefallen, die Lammkeule war lecker und den Grillobstsalat will sie noch mal machen und hat 4 Kinokarten vorbestellt für Morgen. Stephan isst Brot, holt mir aber einen Burger. Ich glaube, ich dachte, dass ich gestern Nacht noch was vom Imbisswagen bekommen würde (Pommes oder volles Programm) und weil das nicht der Fall war (die Betreiberin legte auch auf) war da eine gewisse Fixiertheit bei mir vorhanden. Möhrensalat mit Limette und frischem Ingwer und Sesamöl. So primitiv, aber echt lecker. Ich werde früh zu Bett gehen ohne Glotze geht das noch leichter. Die Trüffel von der holländischen Kakaostube von meiner Schweigermutter sind zu warm, aber Kühlschrank mag Schokolade auch nicht. Das Kleid was nach holländischer Kakaostube ausschaut und was Steffi angepasst hat geht nach Bayreuth mit und mal nicht Ton in Ton mit dem Hütchen, sondern gerade anders und damit farblich abgesetzt. Ganz wenig Schmuck dazu, der neue Sommerstil.

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Autonomes Zentrum

11.07. Träume sind weg, dafür fährt die Straßenbahn wieder. Der Nachbar oben ohne und ich hole den Schlüssel und denke wir haben einen für Haus- und Wohnungstür, dabei sind das zwei. Das ist traurig, wenn man das nicht weiß. Der Nachbar hat Klarschiff im Garten gemacht, was Markus positiv auffällt. Kleines Filmchen, ein Dreh ist das Prinzip mit der Papiertüte aus München als Handpuppe. Der Hänger ist groß genug für ein kleines Zimmer. Gefällt mir. Markus kann sich schwer drücken bei meinem Geburtstag zumal er direkt unter unseren Augen und unserer Kontrolle ist. Falkenstraße noch gesperrt für Autos und Lindener Markt auch. Das ist gut. Rossmann macht trotzdem erst um 9 auf.

Die Schwester des Betreuten. Es sieht ganz schlecht aus, er lehnt jede Behandlung ab und hat Bettgitter. Wir treffen uns da um 10 Uhr. Halina grüßt uns jeden Morgen in der Küche zwischen Robben. Dann ruft die Ärztin an, dass sich sein Zustand weiter verschlechtert hat und sie das weitere Vorgehen mit mir besprechen will. Ich melde mich noch bei der Gutachterin, die am 01.08. zu meiner dementen Betreuten will, wie sie das am besten anstellt. Es geht um einen Einwilligungsvorbehalt und ich hatte mit Stephan überlegt, ob ich zu lange gewartet habe, aber bisher war keine Gefahr und sie konnte mit ihrem Geld machen was sie wollte und jetzt muss die Einteilung sein, sonst können Miete und Stadtwerke nicht bezahlt werden. Sie bedankt sich, dass ich mich melde, die Gutachterin, ist aber gerade im Urlaub. Wenn sie hingeht werde ich nicht da sein, aber das läuft dann über die Nachbarin. Sie meldet sich in der Woche davor.

Siloah. Am Lindener Markt habe sie schön einen Bretterverschlag am Fußgängerüberweg gebaut aus Holz mit einem pinkfarbenen Farbabschluss aus der Dose in der Farbe von Steffis Gabel. Schön haben sie das gebaut, kann man gut rüber fahren über die Planken. Vor der Tür die Gärtnerschwester, etwas aufgelöst. Die Ärztin sagt was von multiplen Organversagen. Eine Bauchspeicheldrüsenentzündung hat er jetzt auch noch. Sie ist selber erstaunt wie schnell es bergab geht und schlägt vor Verlegung auf eine Palliativstation, lila, Erdgeschoss. Da sei auch mehr Betreuung. Ich wäre dafür, ihn kann man nicht mehr richtig fragen oder keine richtige Antwort mehr bekommen. Die Ärztin soll eine Stellungnahme zur Erweiterung der Betreuung schreiben. Sie sagt was von Patientenverfügung und ich sage, er lehnt ja keine Behandlung ab, sie haben keine. Er sagt: es soll bergauf gehen oder sie sollen ihn abnippeln lassen, keiner versteht ihn, ich übersetze. Die Schwestern wollen sich die vorgeschlagene Station anschauen, ich bleibe so lange hier. Er greift meine Hand mit seiner schmalen, die lila verfärbt ist und sagt, er hätte mich erst gar nicht wiedererkannt. Er dämmert vor sich hin, hat Katheter und da kommt was raus was eher ausschaut wie Blut als Urin. An Hühnersuppe ist nicht mehr zu denken. So schnell geht das. Schade auch, dass ich mir nichts von ihm habe kochen lassen. Soll ich Qigong heute machen und an ihn denken. Was kann das alles helfen? Beten mit einem Sterbenden bin ich leider nicht geübt und bekomme es nicht hin. Meine Mutter drückt es mir gleich rein, mein Versagen. Ich habe es so gut ich konnte gemacht, war dann aber zugegebenermaßen abgelenkt und nicht ganz bei der Sache. Ich hoffe, ich lerne das noch besser und bekomme noch eine Chance zu üben. Vor der Tür mit den Schwestern was dann zu tun ist. Beerdigung haben sie keine Idee wollen ihn aber auch nicht fragen. Wir besprechen Überschuldung, Erbe ausschlagen und ja, sie können mich ansprechen. Vor der Tür ein Szenepärchen aus Linden, die sich gegenseitig halt geben und mich freudig begrüßen.

Doch die andere Richterin, die fürs Siloah zuständig ist. Sie geht heute Nachmittag da mal vorbei. Sunla lobt meinen esoterischen Ansatz beim Geburtstag. Ich beschimpfe den Typen von der Dell-Hotline nach viel Warteschleife, dass ich meinen Drucker entsorge, wenn das so weitergeht und ich muss jetzt Freitag von 8-18 Uhr da sein, wenn DHL die blaue Patrone wieder abholt.

Dann geht es um Herrn Teheran und die Richterin hat wieder Gutachten in Auftrag gegeben. Sie ist unzufrieden und ich sagte, er hatte schwere Episode und es sind auch erst 2 Monate und nicht 3.

Ich habe aufgegessen bis Harald da ist. Es ist schön leer wegen Ferien und man kommt gleich dran. Es gab Matjes mit Quark mit Äpfeln und Ding und Bratkartoffeln mit Speck. Wir gehen dann in ein Separee auf dem Podest und ich schaue ihm bei Essen zu. Er meint, es wäre nicht hilfreich Besuch von einem Fremden zu bekommen, wenn man im Sterben liegt, er wolle das zumindest nicht und damit hat er natürlich auch Recht. Es ist was anderes, wenn ich da sitze und seine Schwester als eine wildfremde Person und sich dann noch auf jemanden einzulassen ist eher unmöglich. Harald sagt auch, dass die Bestattung egal sei, das sollen die machen die dann damit leben müssen und ihn könne man in einer Biotonne entsorgen. Erzählt von seiner 90-jährigen Tante, die wegen Schwindel das Radfahren aufgeben musste vor einigen Jahren (ich kann mitfühlen, das ist schlimm, dann lieber kein Sex mehr) und dem Festival auf dem Land. Biertisch und Bänke und alles passt in seinen Wagen (das ist gut, falls wir auf einem Parkplatz landen, wenn der Wind und der Zeremonienmeister, der nicht an Manipulation glaubt das vorgeben) und er hat eine Kühltasche mit Strom. Ich bin der Schatz, den es zu entdecken gibt. Das ist süß, ich bin doch die Bitch, die böse zu allen ist. Harald soll Filmemacherstar werden in seinen Jeans für Mädchen. Ein größerer Betonmischer steht am Waterlooplatz. Die Spielsüchtige treffe ich bei Rossmann bei den Haarpflegemitteln, kein Wäschesteif, weil ich das nicht kapiere. Soll man in die Waschmaschine rein machen und nicht pur. So was will ich nicht und keine weitere große Flasche, die ich nicht gebrauchen kann, auch wenn die nur 1,79 kostet. Das ist doof, dann lieber von Steffi leihen was sie hat oder noch mal erkundigen. Apropos Steffi, Suki nehmen wir hoffentlich mit auf die Radtour in meinem Korb.

Ich habe am Geburtstag morgens noch einen Termin. Der Architekt, der gerade Arbeitserprobung macht und das Abschlussgespräch. Das geht und danach ist dann Feierabend und Vorbereitung des Ausfluges. Der Kollege ist in seinem Zimmer. Stockholm, die Wikinger-Disko unter der Autobahnbrücke. Teuer wie in Zürich, kleines Bier 8,50 € oder 9,- €.

Claudia ist skeptisch mit Fernreisen, nur um an einen Strand zu gelangen halb um die Welt fliegen und ich muss ihr Recht geben, ich sehe es ähnlich. Strandurlaub oder wandern, Natur entdecken geht auch hier. Es ist ein bisschen dekadent und auch sinnlos dem Fernweh als grds. Phänomen hinterherzujagen. Mit Griechenland macht sie einen Rückzieher auf die Gruppe bezogen, hat Angst, dass es zu schlicht ist dort für die Ansprüche der Mitreisenden und nicht wie Robinson Club oder zu wenig los für Kinder, die Sport machen wollen (ich sage, Club war wegen Kinderbetreuung und die Kinder brauchen keinen Bolzplatz im Urlaub). An Inseln schlägt sie neben Ikaria, sehr naturig, Paros und Naxos vor, Kreta wäre fest in Hamburger Hand und ganz touristisch überlaufen und absolut nicht zu empfehlen. Die Unterkunft von Thea auf Ikaria sieht echt toll aus, eine Farm mit Kühe melken, Käse machen und Bienen sowie Familienanschluss, aber wir können auch gleich wieder nach Neapel, da weiß man was man hat und müssen das Rad nicht neu erfinden und das gern im Sommer wenn es heiß ist. Griechenland mal mit Claudia und Steffi. Das wäre auch eine Option. Claudia ist geschockt, dass unser Papa mit fast 80 sich einer Schönheits-OP unterziehen wollte. Das soll er sich aufsparen für das richtig wichtige. Recht hat sie. Sie fängt wieder an zu arbeiten. So schnell ging die vermutlich ewig andauernde Krankschreibung zu Ende. Nicht nur ich bin geschockt und für einen Hannoverbesuch reicht es nicht mehr. Physio und Enkeltochter stemmen, dann berufliche Wiedereingliederung.

Ich nehme die Paprika von der Gemüsekiste mit, die schon ganz faltig ist. Es gibt Reis gebraten und Caprese und zu dem Qiqong will ich nicht, zu spät und im Kreis laufen und meditieren ist kein Sport. Ich befürchte das bringt mir nichts. Schaue die Tanztage an und das meiste finde ich uninteressanter als jede Capoiera Darbietung auf der Faust also wozu 70 Minuten durchhalten und zahlen dafür. Der erste Tanz mit einem Spanier und einer Asiatin sieht aus wie Matrix und ganz abgefahren. Außerdem haben wir viele Theaterpremieren, die dann alle gegen Aufpreis storniert werden müssen. Das sei egal. Das Hütchen bringe ich mit Tapetenkleister in Form. Das war Steffis Vorschlag und auch meine Idee. Auch für die Dienstreise nehme ich ein Tuch zum Vernähen mit. Meine Schwiegermutter, waren Sonntag nicht zuhause. Dränge Stephan für nächstes Wochenende verbindlich was auszumachen und er kneift. The Girl that walks home alone at night – was für ein großartiger Film. Ich schaffe ihn allerdings nicht ganz, schaue erst auf Persisch ohne Untertitel. Backkurs bei dem Umckaloabo Baklava-Laden in Berlin. Türkische Männer, die sind wie Muttis mit dicken behaarten Unterarmen, die Kiloweise Butter verarbeiten und ich mache Girlsday. Das wäre mein Traum.

12.07. Wache auf mit einem Sterbenden vor Augen. Da kann man sich auch mit auseinandersetzen, dass man auch mal so gehen wird, die Haut verfärbt sich, man hat Schmerzen und krümmt sich und ruft laut (das kenne ich ja schon), ist dann aufgrund der Medikamente und der nachlassenden Kräfte nicht mehr bei sich und verabschiedet sich von dieser Welt. Das muss man akzeptieren.

Heute auf den Termin Morgen vorbereiten und dann ohne dicke Akte, wichtige Daten rausschreiben, das bringt mehr als dann vor Ort blättern.

Fahre jetzt mal zu Lidl und kaufe viel Eis, Banana Spilt um mit Zucker zu helfen und Gefrierbeutel zum Vergleich mit denen aus den USA, die ich an meine Mutter weiterreiche, weil ich nicht so den Bedarf habe mangels hausfraulicher Qualitäten. Oli grüßt mich und fragt wie es mir geht. Freue mich immer ihn oder einen von der alten Glockseemannschaft zu treffen. Sehe so einen Hänger, wie Markus ihn hatte und sehe, die sind für Baumabfälle, große Ladefläche aus Holz und dann kann man ein Netz rüber machen. Noch mal nach Hause, Markus ist da und sagt, er muss den Boden abtransportieren, weil das ist kein Mutterboden, sondern Mist mit Steinen.

Zusammengeknüllte Quittungen im Briefkasten von P-Monster, der war am frühen Abend reingeschneit und ich hatte nur über Gegensprechanalage mit ihm Kontakt, war alleine da und kein Bock. Die Nummer auf meinem Telefon war das Siloah, er ist heute Morgen friedlich eingeschlafen, d.h. die Nachtwache hat ihn tot vorgefunden. So nennt man das dann.

Frau Stimmen ist gestürzt und kann nicht auftreten, sie schickt die Vertreter von Frau Perser, die gerade abW macht weil Frau Perser ihr Kind bekommt um heute das Geld zu holen. Die neue Konservative in England mag ausgefallene Schuhe. Oh mein Gott, die haben echt keine Ahnung von Engländern. Das ist da ganz normal, Muster und so und hat wird von den Konservativsten betrieben oder beherrscht.

Der Nachbar kommt mit auf die Radtour. Das freut mich. Stephan hat das neue Hipstercafé gefunden am Schwarzer Bären. Hafven heißt es. Die haben alle möglichen Bilderbuchmotive tätowiert, u.a. ein menschliches Herz.

Ich mache Rundschreiben an alle wegen des Todesfalles und Stephan hilft mir. Sehe in der Akte, dass ich mich um den Vergütungsbeginn gezankt hatte mit dem Rechtspfleger, 12.02. und jetzt verstorben am 12.07. ein Jahr später. Ich liebe Zahlensymmetrien.

Die Polizei in Sachen Frau Dackelmischling und dann sie selber, Buddy ist Hundefutter aus dem Tiefkühler geklaut worden und ihr ist in die Hornhaut reingeritzt worden. Ich sage ihr offen, dass mein Kopf woanders steht.

Herr Palästinenser gibt mir angebliche Nummer von dem Wohnheim neben der Christuskirche. Geht offenbar Privatperson ran, ich suche also ein Wohnheim, frage, ob sie mir helfen kann oder nur neugierig sei. Kerstin ist nicht in Italien und schreibt mir ganz süß auf meine Einladung. Das freut mich. Wegen Erbausschlagung zu Wolfgang schicken die beide Schwestern oder ist ihm das lästig? Dann beschimpft mich eine Betreute, dass sie wegen mir keinen Vodafone Vertrag bekommen würde. Das ist die deren Perso ich mir habe besorgen müssen. Ich sage, nicht die Betreuung sei schuld, sondern die wollen keinen Vertrag mit ihr. Ich soll was schreiben und zusehen.

Ohne Termin kommt die blonde Frau von neulich, die ausschaut wie ein Kerl und hat nicht den Beratungsschein, sondern den Antrag darauf. Ich mache ihr in der Sache wenig Hoffnung, Erbschaft gilt als Vermögen mit Grenze 2.600 € wenn man er vorher hat. Im Leistungsbezug wird alles als Einkommen angerechnet, was eingeht und dann auf 6 Monaten verteilt. Versuchen können wir es trotzdem.

David Sedaris in P-Town Ende Juli. Da bin ich neidisch und muss Mike den Tipp geben. Heute noch mal Kantine mit ausgewählter Rohkost und gebackenen vegetarischen Spezialitäten, zum Pastinaken-Birnen-Auflauf bin ich in Frankfurt. Die Nachbarin will mit der Dementen zur Kasse und fragt, ob sie überhaupt Geld bekommen. Dann kommt die frühere Betreute wegen Rechtsstreit der Tochter, Sozialgericht und ich sehe, dass ich den Kostenfestsetzungsantrag (hatte einfach gewonnen in der Parallelsache und nicht abgerechnet) ohne Aktenzeichen auf den Weg gebracht habe. Zu doof. Die Tochter hat Vorladung bekommen, da ist eine mündliche Verhandlung anberaumt, auch für mich. Die ist doch schon volljährig, kann die sich nicht selber melden, hat PKH unter meiner Beiordnung und will den Termin am 30.08. verschieben. Die große Rückforderung von über 3000 konnte abgewendet werden, jetzt geht es um 2 Monate ca. 840.Dazwischen ruft mich noch mal die junge Ärztin an, dass sie eine Obduktion an Herrn Schmalehand machen wollen. Geniale Idee, nee im Gegenteil Kranken nicht helfen und Tote aufsäbeln, wie kann man denen glauben, dass ihnen das Erkenntnis bringt!? Wenn ich was zu sagen hätte dann nein, die Chance haben sie gehabt und kein Vertrauen, dass sie neue Erkenntnisse erlangen durch das Aufschneiden der Toten, aber ich habe nichts mehr zu entscheiden. Mein Mann macht wieder einen leckeren Beerenteller und will das neue Hipstercafé ausprobieren. Ich habe Termin hier. Rufe die Apotheke in Ronnenberg an. Die kennen P-Monster und sind sehr freundlich und wollen schauen, ob sie einen Beleg zu der Zahlung finden können. Können sie. Sehr schön unkompliziert. Mittag in dem Gewölbekeller, auch das mag mein Mann nicht so. Wenn ich Preis-Leistung sage meine ich nicht Backshop und billig. Es gibt einen guten Salat und mit frittiertem Zeug darauf und Oliven und Schafskäse kann man sich selber nehmen. Das Brot backen sie selber und das ist werthaltiger als die Marktcafé Verarschung mit Tütennudeln und altem Brot für das Doppelte. Ist so. Urteilsvermögen ist vorhanden. Gut, Strandurlaub mache ich mal ohne ihn mit Freundinnen, ungern, aber wenn es sein muss. Er kann dann Jetset mit seiner Schwester. Der neue Hipsterladen ist ein Hipsterladen. Die waren in Berlin und haben schwer abgekupfert, englische Karte, geh bitte, wer soll das hier lesen. Das finden sie selber geil. Ich finde es peinlich, genau wie die Klamotten der Frauen, aber hey, Kaffee und der vegane Kuchen sind in Ordnung. In der Ecke steht was Weißes, eine Mischung aus iphone und Geldautomat sage ich und Stephan: echt und ich: nein, schaut halt so aus. In dem anderen Laden auf der Deister konnten sie nur hip, aber keinen Kaffee. Freue mich schon wieder auf den Kaffee in Italien.

Michi, Nymphenburg hat ihm gefallen, war derselbe Typ beteiligt wie am Englischen Garten. Griechenland im Sommer ist zu heiß für die Landwirtschaft und melken und andere Abenteuer.

Beim Yoga, die schwierige Frau, die „sensibel“ genannt wird oder empfindlich. Erst ist alles in Ordnung, dann will sie doch bitten, dass noch 2 Fenster zugemacht werden. Vor dem Kurs lästerte über die Aeriallehrerin, die immer so streng sei und alles zeigt und man muss zuschauen und die halbe Zeit geht dabei drauf, hat bei voller Beleuchtung im Aspria unterrichtet, weil sie sich das nicht zeigen lässt wie die Schalter funktionieren.

Erste Sommerstunde, wir stehen voll im Saft, schlafen weniger, mehr Party, mehr Licht. Geht so. Müde und Rückzugstendenzen bei mir. Zunge im Mund kreisen hinter der Zahnreihe bei geschlossenem Mund, 9 mal links und 9 mal rechts, der Speichel, der dabei entsteht nennen die Chinesen goldenes Jade und das sollen wir genüsslich schlucken. Ist schon krass eso. Junge Frau neben mir und ich können den Dreibeinigen Hund Seitenstütz-Flow. Wir werden Morgen was merken warnt sie uns und „gebt Acht auf euch“. Duncan wartet unten vor der Tür, weil er Urlaub hat geht er nicht rein.

Markus hat Holzschubladen in den Garten gelegt. Stephan hat die Tomaten gedüngt und auch beschnitten, kocht Gemüse mit Biss, Zucchini, Tomaten und Möhren und Tofu und Reis, schmeckt echt lecker. Ohne Mexikaner würde die Amis verhungern, in jeder Küche sind die egal ob SF oder NY. Sind 90% übergewichtig. Ich mag die Volksmusik und würde da sofort mitmachen, Mariachi ist meines und das Essen auch und die Cocktails, Margarita mit Salzrand.

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13.07. Traum: Erst Fahren mit Öffis, Parkszenen, alles neblig und ein Paar mit Handtüchern umgewickelt, waren wohl in der Sauna und entspannen sich an einem Sonntag, danach gleich ins Bett und dann schläft man herrlich und die richtig ausgeruht. Prüfung 2. Examen. Irgendwas mit Marc, suche ich den. Ich bin erst  nicht betroffen und gehe rein und es warten 3 Prüfer und scherze mit denen. Dann spiele ich Tic, Tac, Toe mit einem mit Karten. Wir legen Starwarsfiguren (wegen Hütchenentwurf mit dem Mini-Ninja von Playmobil aus München). Erkundige mich noch bei dem einen behaarten Mann was das für eine Figur sein soll, König? Ist immer wieder unentschieden, dann lege ich die dritte und es sind immer welche aus der Serie schwarze Krieger und zieht eine weitere und macht die Reihe voll. Das war dämlich von mir. Ich ärgere mich und nehme ihm dann die Karten weg und sage, ich mische jetzt und lege und frage, wozu man dieses 2. Examen überhaupt benötige. Ich arbeite ja schon. Ich würde ja diese Betreuungssachen machen und er kennt mich vielleicht aus dem Anwaltszimmer, ich wisse nicht, ob wir uns siezen oder duzen würden aber in so einer Situation eher siezen, also da bin ich nur um mein Fach zu leeren und bei mir kräht kein Hahn danach. Ich habe die ersten Jahre Anwaltssachen gemacht und war unglaublich gestresst davon und habe jetzt meinen Platz gefunden und wenn ich neue Fälle brauche genügt ein Anruf, also wenn ich zu ihm sagen würde: fick Dich wegen des Schwarzen gerade und die Prüfung schmeiße, wäre das auch kein Problem. Nur für meine Familie, weil die würden das von mir erwarten, also meine Kernfamilie und überlege wer das sein soll, meine Eltern oder Stephan. Dann streichelt mich Stephan und das hält mich wach. Will seine Hand stoppen und durchschlagen wie Fliege klatschen und jetzt fängt die zweite an, dann Ellbogen drauf, aber in ganz langsam und er versteht das Zeichen. Ich wollte nicht böse sein. Ist das die Aufregung vor dem Termin, dabei ist der lässig heute, den würde ich auch alleine machen, wenn mein Kollege den Zug nicht schafft und so sind wir sogar zu zweit. Es ist nicht 6 sondern Viertel vor 5. Das ist zu früh, muss noch mal schlafen gehen. Trinke etwa Mineralwasser und gehe ins Gästezimmer. Das klappt nicht, Stephan hat mir Geld rausgelegt. Wie rücksichtsvoll. Weniger als 4 Tage bis zum Tod, gerade mal 55 geworden, Zähne im Glas, das wird mir wohl nicht passieren in dem Alter. Gehe in Gedanken meine Decken durch. Mit der symmetrischen Babydecke 2 zu viel oder zu wenig. Noch mal 2 Tücher zum Tragen oder halt noch mal nachlegen. Werden wir sehen. Dann fällt mir ein, dass man Tic Tac Toe mit 3 Feldern und nicht vier wie im Traum spielt. Mein Cousin steht schließlich jeden Tag so früh auf.

Ich verwechsele Gothe und Klemme. Stephan hat mir einen Artikel hingelegt. 50 Jahre Markthalle, 1957 waren 57 Fleischer, Herr Klemme sen. war ein guter Wurstmacher, geschlachtet wurde in der Charlottenstraße. Ausschreibung für Fahrradunterstellvorrichtung aus Metall am Bahnhof Neustadt a Rbge. Jetzt ist Markus ja im Thema, haha.

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Ich beichte Stephan, dass ich den Liegestütz mit eng anliegenden Armen echt nicht kann und einfach nicht wieder hoch komme, aber Seitenstütz ohne Ende. Da stimmt doch was nicht. Husky-Dackel-Mischling. Der sieht Hammer aus. Muss an den Wiener Dog Film denken mit „heal, motherfucker“. Dackel sind schwer zu erziehen. Sie wollen noch töten, schütteln, Genick brechen und Huskys wollen laufen. Ist wenigstens kein Hütehundanteil mit dabei. Stadt Hannover hat 18 Stadtteilbibliotheken, das ist viel zu viel und Luxus und überdimensioniert. Tapetenkleisteraktion muss noch mal wiederholt werden, war zu verdünnt, ist nicht standfest genug. Ich schmiere Brote.

Kathrin schickt Fotos von ihrem Jump Seat oder wie das heißt, aber ich will los. Früh am Bahnsteig, Artikel übers Steirereck habe ich als Lektüre dabei. Meine Mutter, sagte Saibling und ich ergänze in flüssigem Wachs. Ob ich den Artikel schon gelesen hätte, nein das habe ich dort schon gegessen. Die Betreute und ihre Mutter im bunten Sari auf dem Bahnsteig, ich gehe erst mal in die tote Ecke. Dann der Kollege, der rechtzeitig kommt und nicht letzte Minute. Als ich Vorbesprechung vorschlage sind die beide verschwunden. Esse altes Käsebrot und Stachelbeeren. Vierertisch. Der Typ mit dem Telefon im Ohr steigt letzte Minute in Kassel aus, dann kommt ein älteres Ehepaar. Sie Amerikanerin (ich hatte gefragt und auf Engländerin getippt) und er Architekt mit Haaren, die stehen geblieben sind beim Rasieren und aus der Nase wachsen und Mundgeruch. Hilmar macht die Armlehne runter und ich lasse den Typen auf mir lehnen und finde es lustig. Sie fragt wie man das nennt was ich da mache und ich: Fäden vernähen. Nein, sie meint die Arbeit an sich: häkeln. Sie sind putzig, wie sie miteinander reden. Will sie nicht ihre Jacke ausziehen, er steht über ihr und insistiert und ich dann irgendwann: belästigt sie dieser Mann. Lacher. Er fragt, ob sie die Fahrkarten einstecken könne und sie will wissen, in welche Tasche sie das machen soll, die blaue oder die grüne. Ausschreibung oder Rechnung oder Kostenvoranschlag Betonarbeiten, er schreibt mit einem dicken Bleistift von Lami und einer markanten Schrift, die nach Sütterlin ausschaut. Ich: Kölner Moschee. Nein, sie bauen was in Stuttgart für Anwaltssoftware, wenn der Lkw auf Sizilien einen Unfall baut und man europäische Rechtsprechung dazu sucht. Er zeigt mir, wo ich durchschauen muss um die Frankfurter Skyline zu sehen. Da war der Turm mit der Pyramide steht war mal der Schlachthof. Dann rufen sie die Tochter an, die Dog watching macht. Schatzi hier ist Papa. Mama ist durch einen Kaffee gestärkt (er hatte gesagt, die Espresso und Kaffee seien gut und sie meint, Spülwasser, er fragt, ob sie die Deckel wohl wiederverwenden), so dass wir uns trauen bei Dir anzurufen. Schläft Paul? Nur dass ich ihr Problem verstehe sagt er dann zu mir, der Cocker ist 16 Jahre alt und hat vergessen, dass Geschäfte machen in der Wohnung Tabu ist. Sie lassen ihn aber sein Leben zu Ende leben und nicht einschläfern. Ja, aber sie seien doch Morgen wieder da. Sogar heute Abend schon die Frau, die Tochter sei Lehrerin und man könne es ihr nicht zumuten auf den Dog zu watchen oder zu sitten.

Wir fahren S-Bahn, ich denke wegen der Sicht, sie fährt aber Tunnel und der Kollege wollte, dass es schneller geht. Also wieder falsche Rückschlüsse. Die grün-braunen Kacheln stehen für herrliche Tristesse aus einer anderen Zeit. Gelsenkirchener Barock fällt mir ein und hallo, die sollen nicht glotzen, ich habe kein Hütchen auf, soll ich das als Schild um den Hals tragen. Kollege sagt, es sieht aus, als würde der Käfer das Hütchen noch bauen. Gericht ist schön in einem alten Gebäude mit Röhrenkronleuchter und Kirchenfenstern und die Decke ist eine Mischung aus Teppich und Beton, aber wohl Beton mit den Mosaiken darin. Kollege sucht Mülleimer für seine Kirschkerne. Es sind dieselben Kirschen, die ich im Kühlschrank habe. Er ist wieder etwas chaotisch, hat er seine Unterlagen im Zug liegen lassen. Das hätte uns das freundliche Ehepaar gesagt, nein, ich habe auch nicht seine Ladung eingesteckt. Sie Zimmernummer stand im Kalender. Zimmer 124 B, wobei das B für den Gebäudeteil steht, ohne Anschlag oder Hinweis auf unsere Sitzung. Ich bin irritiert und mache etwas Thermik, aber es weiß keiner Bescheid. Irgendwann kommt die junge Frau, die mir schon aufgefallen war mit Shorts und Stiefeletten. Sie ist vom Jugendamt Sachsenhausen. Sie, die Gegenanwältin und alle sind freundlich und charmant und suchen eine Lösung, bei der die Eltern möglichst autark sind, weil diese Umgangsaufpasstante als einzige nervt. Die Brüder, die nur 10 Monate auseinander sind oder weniger (das hatten wir im Zug errechnet und ich weiß gar nicht, wie das technisch geht) sollen mehr Geschwisterkontakt haben, eine Sommerfreizeit im August zusammen machen. Leider kennt sich die Frau vom Jugendamt damit nicht aus und ich bin willig, dann stellt mein Kollege aber fest, dass Frankfurt erst nächste Woche Sommerferien hat und unsere am 4. August enden. Es werden monatliche Besuche festgelegt mit beiden Kindern und Übernachtung. Die Oma wartet vor der Tür und wird reingerufen. Neuer Termin falls erforderlich im Herbst. Ich komme dann aber nicht wieder, sie kennen mich ja jetzt und wir können telefonieren. Mein Kollege ist ordentlich beigeordnet worden und ich zahle das alles selber, aber für einen professionellen Auftritt was es mir das Wert. Es hat sich gelohnt und wir konnten richtig was klären. Die Betreute und ihre Mutter, die Oma, sind happy ohne Ende. Bedanken sich bei mir und der Richterin, die kleine Mutter. Sehr süß. Es war schwül im Sitzungssaal und der Kollege hat die Robe abgelegt, weil es noch keine atmungsaktiven Roben geben würde und die Richterin ihre dann auch und hat nur eine ärmellose Bluse da drunter mit Rüschen am Armansatz, die ausschauen, als hätte sich das Futter von innen nach außen gedreht. Sie hat eine ausgeprägte Beule am Bizeps, schmaler Arm und deutliche kleine Rundung, so wie sie das Diktafon hält und ich frage mich, ob das ihr Trainingsgerät ist und muss arg darauf glotzen. Ich spreche sie anschließend darauf an. Das sei vom Kindertragen. Wer’s glaubt. Es schaut eher nach Jetsetpilates aus sage ich. Ich frage in die Runde der Einheimischen nach Pastrami, aber das finden wir mit dem Telefon des Kollegen. Der Weg dorthin an lauter interessanten Fresssachen vorbei, viel Asiatisch und Drogenszene, auch große, interessant ausschauende Asiamärkte und Halal Frühstück mit frischem Vollkornbrot, schön hässlich und bunt ist es da. Also mir gefällt’s. Mein Reißverschluss ist nicht zu, ich denke, vom Kleid, aber der Kollege meint die Tasche, die steht immer auf. Ich kaufe Macarons am Bahnhof für meinen Mann und der Kollege eine Zeitschrift, die aber ungelesen in der Tasche bleibt. Rückfahrt, quatschen mit dem Kollegen wie mit einer Freundin. Bodengymnastik, die einen total beweglich macht, Ido movement, ein Affe als Symbol, sieht echt gut aus, sein neues Morgenprogramm, das Pärchenproblem oder WG-Problem Wohnungen gemeinsam einrichten beim Einzug, sonst ist der eine fremd im Land des anderen, Freunden Geld leihen, verarscht werden, wie man sein Geld verdient, was man bereit ist dafür zu machen, wie das alles drauf geht für einen bestimmten Lebenswandel, in den man dann gedrängt wird und nie haben wollte, Statussymbol Auto bei Männern, gut sein Krankenwagen früher war Kult, aber jetzt ist es doch egal, die unaussprechliche Fusion bei Krankenhäusern und die Ergebnisse der Apparatemedizin, messen hilft nur, wenn einer die Ergebnis auch lesen und auswerten kann und dann ein Gesamtbild sieht, sonst ist die Information sinnlos wie Datenmengen der Stasi, warum andere Dinge tun, auf die sie eigentlich keine Lust haben, wenn das Geld nicht die Motivation sein kann, wie wichtig Humor und interessante Ideen sind bei der Attraktivität, die Direktheit im Alter. Das Fleisch von Maxie hängt mir in den Zähnen. Es war mittelprächtig und der Nachtisch zu viel. Frankfurt gefällt mir aber gut. Mal dort mit dem Kollegen treffen, wenn er auf dem Rückweg aus Stuttgart dort hält. Frankfurt war viel cooler als Hannover mit Batschkapp (gibt es die noch) und Diskos im ehemaligen Puff und ist heute noch viel kosmopolitischer. Sein Auftritt im Hochhaus in den 80ern und öffentlichen Tischtennisplatten vor der Skyline.

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Mein Lumix-Druck ist angekommen. Ich schaue nach dem Sport ins Büro und er hat ein Passpartout und den Bilduntertitel darauf gedruckt. Frau Türkin hat What’s App von Verwandten aus der Türkei bekommen mit Fotos vom Sohn und will mich nach wie vor nicht sehen. Dort war wieder zu wenig Sport, zu viel reden und Eso. Die anderen Frauen machen sich darüber lustig, dass ich meinen Spint nicht finde in der Umkleide. Ich bin dement und war in Gedanken, beides trifft zu. Die Yogamaus mit dem Männerkörper geht heute ins Kino zu Toni Erdmann. Diese Weberey hat auch echt nicht lange durchgehalten, die Helden der Weinstraße waren hier eher ein Flop als heldenhaft.

Markus kann nicht zu meinem Geburtstag, muss arbeiten bei uns, hat weiter gemacht trotz Regen und ist im Stress. Dann will ich doch kein Penis-Pflaster, nicht um den Preis. So viel Arbeit und er macht alles alleine. Ich bin platt und esse nur noch süß, dieses um 4:45 aufstehen hat mich fertig gemacht oder suche ich nur nach einer Erklärung?

14.07. Traum: Eckhard hat eine Freundin mit Rottweiler und kann Stella nicht mehr versorgen. Wir sollen sie nehmen. Der Rottweiler hat auf einen Rasen gekackt und die Frau macht das weg. Das ist noch ein größerer Haufen, den hat er nicht gemacht, sondern der schwarze Hund. Hier ist die Besitzerin auch bereit mit Kacktüte das weg zu machen. Der Haufen ist so riesig, dass er da kaum rein passen wird. Wir sind bereit Stella zu nehmen auf ihre alten Tage. Erst mal bekommt sie was zu fressen, aber ganz wenig und das Wasser mache ich in ein klitzekleines Plastikweinglas.

Ich rufe Stephan in das Gästezimmer und wir hören wie Autos schnell durch die Fußgängerzone heizen und wieder Straßenbahn. Es ist erst 6:30 Uhr. Das Café am Schwarzen Bären ist in einem ehemaligen Lagerraum und ein Popup bis Ende September. Die BM-Fotos wieder vom anderen Balkon, das viele Grün lenkt ab und eignet sich nicht so. Den Dackel-Husky-Mix Sky könnte man Steffi vorschlagen den noch zu nehmen würde gut ins Rudel passen. Treffe auf Markus. Gestern waren die Leute da, die in den Schacht schauen wollen, was wohl ein Mal im Jahr passiert und da führt eine Leiter nach unten und da sind richtig unterirdische Räume, zumindest einer zum Nachbargrundstück und dann nach hinten. Dann kann ich ja ein Ankleidezimmer in den Garten verlagern, Klamottenstange reinstellen, fertig.

Pipi meldet sich mit einer halben Entschuldigung. Ich schreibe zurück, ich will sie nur unterhalten. Vielleicht klappt es doch mal, wenn wir in der Schweiz sind, sie lädt uns ein und schickt ein Foto, was ich erst durch Stephan erkenne.

Pippi Juli 16 1 (1)

Die Schwester des Verstorbenen, Nikolaifriedhof und ob sie noch mal in die Wohnung können und Unterlagen mitnehmen und eine Gitarre. Das wird ohnehin entrümpelt und sie haben eine Bedenkzeit bevor sie ausschlagen. Das ist weniger juristisch als menschlich mein Rat. Ich würde die Frist zur Ausschlagung ernst nehmen und von mir aus handeln und nicht auf Post warten. Bei Herrn Teheran wurde der Beschluss bis 10.08. verlängert. Er wird auf Lithium umgestellt. Familienfest im Mai 2017 in Travemünde. Frauenarzttermin, nach den Teufeln im Unterleib schauen lassen. Bis 18.07. im Urlaub. Immerhin habe ich es versucht. Herr Teheran, will Ausgang oder Beschlussaufhebung oder zumindest sein Handy mehr als 2 x am Tag. Er ist heiser. Mama, Programm Teneriffa, sie können keine Schlucht runter klettern und auf dem Teide soll es voll sein, dann weiß Stephan wann man da am besten hinfährt und die Lungenuntersuchung, die privat gezahlt werden muss. Gesundheit ist das wichtigste und das belastet uns am wenigsten wenn sie lange gesund bleiben. Das was sie sonst noch erzählt hört sich nicht so gut an, aber sie war bei der Planitz und die ist 76 und hat einen kranken Mann zu versorgen nach dem man alle halbe Stunde schauen muss. Das macht dann auch die Angestellte mit der ich nicht so konnte. Von Travemünde 2017 wusste sie noch nichts. Wir freuen uns beide, dass wir uns bald sehen. Es ist langsam umgekehrt und man soll für die Eltern entscheiden, lange genug haben sie das gemacht. Wie soll das mit den Dias laufen, welche sollen gezeigt und digitalisiert werden. Den Projektor mitnehmen ist zu aufwendig und dann geht da eine Birne kaputt und welchen Strom haben die da. Den Hund lasse ich Zuhause, darf auch nicht mit auf die LGS. Der Artikel über meine Großtante als Bestsellerautorin. Isst langsam und kaue tüchtig ist bei uns nicht so angekommen. Sie musste sogar einen Rechtsstreit führen über Namensrechte mit einer anderen Kochbuchautorin. 1932 veröffentlicht und in der 27. Auflage mit über 1 Mio verkauften Exemplaren. Die Erfolgsgeschichte unserer Familie, sagt mein Paps.

Stephan ist dran am Hundebesuchsdienst für meine Frau Bettlägerig um ihr was Gutes zu tun mit ihrem Geld. Die sind promoviert, die Hundemenschen. Hoffe das wird nicht sauteuer, wir brauchen keine Akademiker. Einen Ausweis beglaubigen fürs Ausland, da reicht es ein angesehener Bürger der Gemeinde zu sein und nicht mit dem Probanden verwandt. Der Kandidat ist reichlich passiv und soll erst mal ins Ausland gebracht werden, damit es irgendwie weiter geht so nach der Schule. Hoffe, das ist nicht so eine Ausbildung, die einen Haufen Geld kostet nur damit man was vorzuweisen hat, was der Junge gerade macht. Ich bin skeptisch. Herr Palästinenser ist aus der Einrichtung geflogen. Es geht ihm immer noch um sein Klamottengeld und ich sage, er braucht erst mal einen Pennplatz. Ich soll beim Sozialamt anrufen. Viel Rumtelefoniererei, wer es jetzt sein könnte, irgendwie war der Landkreis Holzminden da mit drin. In Hannover sind die zu Tisch und gehen dann nicht mehr ans Telefon und ich rufe ausversehen bei der SPD an vor lauter Wahlwiederholung. Ich gehe nach Hause. Gymnastikausflug mit dem Kollegen zu seinem alten Schulfreund. Mein Mann lässt mich nicht ohne weiteres mit Männern so einen Alleingang machen. Da lag ich schon ganz richtig. In den Wald und Turnen mit denen ohne ihn. Das ist nicht so drin. Ich gehe hoch und als es nach Reis riecht mache ich das Fenster auf und rufe in den Garten. Markus sagt er braucht noch und wir sollen ohne ihn. Er kommt zur Stabübergabe, wie er selber sagt. Den Nachtisch haben wir schon gegessen, Quark mit Johannisbeeren und die Maccarons aus Frankfurt habe ich auch probiert. Für ihn gibt es eine winzige Resteportion zu seinen Broten. Nein, wir waren nicht zusammen in Frankfurt, das habe ich mir total eingebildet und er hat nur davon erzählt. In die Schubladen passt Schubkarrenweise Beton.

Erst Herr Tankstelle. Das erste Kind soll zur Adoption frei gegeben werden und seine jetzige Freundin ist wieder schwanger. Vaterschaft anerkennen, Erstausstattung beantragen für die Mutter und UVG. Das können sie gut. Dann Elisabeth zu früh. Lauter Visitenkarten dabei. Reha-Antrag der deutschen Rentenversicherung, Frauenwohnheim Gartenstraße, sie war da und hat gehört, die Chefin ist in Gefahr und es geht wohl um ein Stück Kuchen, das ist total in gerade, deutschen Küche und früher hat man sich darüber lustig gemacht. Herdentierverhalten, wird von 3 Weibchen angegriffen, weil sie älter und erfahrener ist. Männchen sitzen am Trinkbrunnen, Jungtieren sollen vorbei gehen vielleicht zur Herde gehören. Frauen werden nicht mehr auf der Straße vergewaltigt alle 20 Minuten, sondern in den Wohnungen. Die wollen alle Geld, das kostet 50 Cent. Blaulicht an, sieht aus als würde sie arbeiten. Einer Chefin schenkt man auch keine Rose, vielleicht einen Blumenstrauß, aber keine einzelne Gerbera. Es geht um Komplimente, die man zurück gibt, sie könnte sagen, mein Mund sieht aus wie eine Knospe und ist schön. Sie wird aggro, dass sie nicht heiraten will und gegen den Shah ist oder Pahlavi und hat keine Krone. Man kann sich auch nicht sinnlich spritzen, sie will ihre Freiheit. Habe erst Sorge, dass ich sie rausbugsiert bekomme und dann an der Tür, nächste Woche Donnerstag um 15 Uhr, wie ausgewechselt. Ich schicke Massimo ein Bild von meinem Bruce Lee Hütchen und er antwortet prompt. Geolino werden die fehlenden Hefte nachgeliefert, auf Besuch aus Hamburg darf ich wohl nicht mehr spekulieren diesen Monat. Mit meinem Mann noch mal ins Jante? Jeden zweiten Tag muss ich das P-Monster anrufen, weil er Leuten Einzugsermächtigungen erteilt und das Geld nicht drauf lässt. Es fehlen immer Beträge wie 2,11 € und ich bin genervt. Frau Ruanda wegen Deutschkurs und Monatskarte und Hinzuverdienst von 177,- € und davon darf man kaum was behalten. Die Kollegin ist wieder da, der Hund kläfft und wenn sie was von mir will, dann genügt ein Zettel im Fach, reden müssen wir schon lange nicht mehr miteinander. Mit Karin und Georg essen gehen ist dann wieder schwieriger, weil man nicht so schön am Tresen sitzen kann.

Travemünde hat nur Hässliches. Ich sehe es wie mein Mann, wenn die Wohnungen ganz beschissen sind kann man es auch lassen. Er mochte das A-Rosa ja gerne und für Kinder ist es auch gut mit den Bademöglichkeiten. Ich mochte die Bar und Livemusik ja sehr gerne sowie die Blumenarrangements….Das schreibe ich zum Spaß. Das einzig schöne war der Birkenwald gegenüber dem Zimmer, auf den man geschaut hat und das Bett war bequem. Das pisswarme Becken war mir zu Omma. Wenn man wissen will was läuft im Bario, den Nachwuchs fragen. Sky erinnert den Kollegen an Eis, zu großer Körper auf zu kurzen Beinen. Die Fusion nächstes Jahr, auf der sie spielen sollten, fällt aus.

Trilochi, was irgendwie Ausdruckstanz, Atmung und Tai Chi ist und anschließend Yoga im Tuch. Herzmeridian ausstreichen und das Organ was dem Herzen zugeordnet ist, ist die Zunge. Ah, ja. ??. Mir taugt dieser Doppelkurs, wobei ich gerne mehr gefordert werden würde, gerade bei den Tuch Sachen. Habe gestern Handstand im Tuch geübt. Das ist cool. Es ist das Hilfsmittel was ich gut gebrauchen kann statt Blöcke. Den Doppelkurs will ich beibehalten, weil ich donnerstags nicht zu Movenyo gehe (dekadentes 2 Studio Leben) und irgendwie bekommt mir das Schwingen und Zunge kreisen, Jadegold. Mal sehen, wie sich das weiter entwickelt, vielleicht ist ja Qigong was für mich. Meine Zunge hat wenig Belag zur Zeit und das werte ich als gutes Zeichen. Das Pärchen, sie kommen von Sascha und machen für lau Urlaubsvertretung im anderen Studio. Er hat Glatze und eine kleine Insel mit Dreads und sie ist außen herum rasiert und hat aber eine prächtige Dreadkrone. Sie ist jung und sieht gut aus und strahlt viel, er nervt mit Zitaten und ist eher nervig, wie ADHS und geltungssüchtig, will Spaßvogel machen ohne lustig zu sein und ist nur mittelbegabt, macht wohl teilweise nicht das was er will. Sieht aus wie das P-Monster und jünger und gepflegter. Beide finden es Hammer und bleiben im Anschluss und nehmen ein paar Getränke. Nehme Visitenkarte mit von der Frau deren Grafikmotive mich an Steffis Sachen erinnern. Mir fällt ein, dass ich kleine Ostereier für Markus auslegen sollte.

Es gibt eine Reispfanne mit Tomaten und geschmolzenem Mozzarella. Yoga um 8, wer weiß. Meine mail, dass ich kurz vorbei komme Montag führt wieder zu Enttäuschungen. Die Beziehung bleibt schwierig. Wieder abendliches Vernähen und dann Heia.

15.07. Traum: Mitmusiker von meinem Kollegen (ich vergesse immer die Namen, voll peinlich, dieser Teil des Traumes ist erschreckend real), ich würde so anders ausschauen, besser nicht mehr so gekünstelt, die Brüste und er sei ein Fan von Brüsten, fängt an einem langen Sermon zu halten, wie er gerne möglichst viele Brüste anfassen würde, das könnte man ihm mal schenken zum Geburtstag und alle sind peinlich berührt, seine Freundin auch die am Tisch sitzt, dann geht es darum, dass der Kollege uns immer einlädt zu seinem Auftritt und ob ich wüsste ob ein anderer Freund auch eingeladen wird. Ich stelle klar, dass wir ohnehin in Travemünde seien um meine Eltern zu treffen und ihn dann halt dort treffen und einladen, na ja, wir zahlen selber und letzten Mal waren dann alle auf einem Kreuzfahrtschiff meiner Eltern und da haben wir einen Italiener kennen gelernt, der jetzt auch wieder hier ist und italienisch isst und der baut und entwickelt die Schiffe und ist auch Fan von mir und steht auf meine Haare, was noch lächerlicher sei, weil ich davon nur 3 habe und der macht viel ökologisch und hat mir erklärt, dass sie bestimmte Bakterien züchten und damit die Badezimmer auf dem Schiff reinigen. Die setzen das an und dann machen sie es rein wie eine Bombe sagt er und brauchen viel weniger künstlichen Reiniger. Irgendwie ging es davor um eine Art Weihnachtsmarkt in einer Stadt und man sucht Leute und/oder verläuft sich. War ein sehr unterhaltsamer Traum, den ich kaum noch zusammen bekomme.

Stephan fragt ob ich nicht mehr bei ihm schlafen könne, weil ich gerne in der Nacht wechsele und ob Alex noch in Nizza sei. Hat uns gestern einen superlieben Urlaubsgruß mit Familienfoto im Umschlag geschickt, dass die Sonne vom Himmel strahlt und es so warm sei, dass man glaubt nie wieder einen Pullover zu brauchen und sie viel Strand machen, aber auch Mini-Golf und segeln um das Kap oder die Halbinsel herum und es nach vielen Jahren immer was Neues zu entdecken gäbe z.B. einen Bauer, der nur Obst und Gemüse verkauft was er dort anbaut und die Erdbeeren schmecken nach Waldbeeren und die Pfirsiche und Marillen sind aromatisch und besser als in Wien (!). Die Kinder sehen aus wie junge Erwachsene. Der Junge macht Alex Hasenohren. Schönes Familienbild. Ein Lkw ist 2 Kilometer in eine Menschenmenge gefahren und es gab über 80 Tote.

Heute Abend Tresen im Jante zu zweit. Freu mich. Warum bis Thailand warten, ich will auf Tene schnorcheln und da gibt es Suppenschildkröten, also die großen Wasserschildkröten und die wollte ich immer mal in Echt sehen. Stephan fragt, ob ich beim Teide auch eine Dreiviertelstunde laufen würde. Klar, ich bin erst 49 und habe mir vorgenommen, ich werde 84, wie Tante Luise. Stephan erzählt mir von den Beleidigungen von dem Brexit Typen aus London, diesem blonden Scheusal Johnson und dann wird es mir ausversehen fast sympathisch, weil er echt gut beleidigen kann. Hillary Clinton sei eine blondierten Frau mit blauen, weit aufgerissenen Augen, die ausschauen würde wie eine sadistische Krankenschwester aus der Psychiatrie und Erdogan hat eine Ziege gevögelt und sich noch nicht mal bei der bedankt. Auch gut, aber als Außenminister zumindest gewagt. Ja, ich fahre mit dem Auto zurück aus Bayreuth. Das kann man mal machen mit einem alten Freund und vielleicht wird es ganz lustig, außerdem ist es preislich viel sinniger und wir bleiben zusammen. So auch heute. Fahren zusammen in die Stadt, habe Erledigungen zu machen. Picknickplan. Würde war alkoholfreies selber machen, aber der Transport ist nervig und die Tupper stinkt nach TCM-Tee. Da muss ich aufschreiben, was ich alles erledigen muss. Kleine Torte von Efendi Bey kann auch nicht schaden. Erst mal Schoggi aus den USA mit Salzmandeln in die H-Träger stellen. Vor der Tür mal ausnahmsweise eine nette Plauderei mit der Vermieterin. Ich bin sonst gerne arschig zu ihr. Es geht um die Katalogen für ihre Bär-Gesundheitsschuhe, die ich immer bekomme. Der Artikel ist Claudis Frühstückslektüre und vielleicht kocht sie heute was nach Tante Luise. Das freut mich. Claudi ist nicht für Tauchen und Tiere.

Herr Palästinenser hat sich 2mal in der Unterkunft seines Vertrauens gemeldet und soll da Montag vorbei. Ich bleibe am Ball und beantrage abW und Leistungen und melde mich Montag bei der Unterkunft. Frau Türkin frage ich, wie es geht: warum ist die Antwort. Ob die What’s App Bilder vom Sohn sie beruhigt haben. Nein, der sei abgemagert. Sie soll in die Klinik damit sie wieder stabil wird und die Chance nutzen. Sie legt auf. Ich beantrage erneut Unterbringung. Das wird so nichts und es steht zu viel auf dem Spiel. Die ruandische Botschaft, meine Betreuten soll nach Berlin kommen zum persönlichen Gespräch- Ich vermute eine Falle und lasse den Typen abfahren. Auf einen wagen Anruf hin schicke ich sie sicherlich nicht zu ihnen. Will alles schriftlich, was sie sich davon versprechen, warum ein Gespräch Unterlagen ersetzen kann und wie sie eine Staatszugehörigkeit damit nachweisen wollen und was es dann gibt. Haben ausversehen Steffi verrückt gemacht mit Sky. Das ist ja blöd und fies und war keine Absicht. Herr Teheran, ist wieder heiser, hat kein Geld auf dem Konto weil es überzogen war. Hat keine Zigaretten und sein Vater und Bruder kommen erst Anfang nächster Woche ob ich ihm ein Darlehen besorgen kann. Der Kollege schaut sich Bruce Lee an. Die Bildunterschrift findet er auch gut, aber in einer Sprache reicht und da steht schon, dass er 2015 verhaftet wurde. Es passt gut neben das andere Lumix-Bild, scheint auch dasselbe Format zu sein und dann muss das türkische Auge weichen, der Rahmen kann ruhig verschieden sein. In der Südstadt ist die Rahmenwerkstattdichte beachtlich. Was hat er für Narben fragt der Kollege. War mir auch aufgefallen, scheint sich zu schneiden und Borderline zu haben. Von was anderem kann das nicht kommen.

Tauchkurs muss man hier machen und nicht im Urlaub 2 Tage für 250,- Tacken. Heute in einer Tauchschule, o.k. das ist dann zu spontan.

Meine Frau Dement soll seit New York zum Hautarzt. Die Nachbarin, die jetzt für Begleitdienste bezahlt wird sagt, sie will nicht. Ich rief sie die Woche an: Juckt mir nicht auch manchmal der Rücken? Nein. Versuche Termin zu machen und die Praxis hat Urlaub, Vertretung im dermatologischen Notfall. Was ist ein dermatologischer Notfall? Muss anderen Hautarzt wählen. Bis in den August hinein Urlaub ist zu arg und dann haut die Nachbarin ab.

Wärmflasche, nach dem Fehlkauf bei Rossmann und dem Unfall von neulich mit Narbenbildung wie Arschgeweih schön in die Apotheke meines Vertrauens. Auf Sicherheit setzen. Die Kollegin weiß es besser, sie haben keine auf Vorrat nur Kirschkernkissen. Ich will eine große Gummiwärmflasche ohne Fleece von Conti, wie früher. 0,5, will ich nicht, beantwortet sich die Türkin, die mich bedient, die Frage selber, Gel, will ich nicht. Sie findet nichts und muss anrufen. Sagt selber mehrfach wie früher, eine Seite gerippt, 2 Liter, Preis unbekannt, Cranberry oder Anthrazit. Entscheide mich für Cranberry, hoffe, das ist rotes Gummi und ohne Geschmack.

In die Galerie, rote Gummiherzen werden am Eingang verteilt als Entschädigung für die Baustelle. Eine junge Frau gibt einen Haufen Post ab. Der Typ sucht Briefmarken und sie soll die draufkleben. Was, auch noch arbeiten ist die Reaktion. Sie macht die Marken zu nass auf dem Kissen mit ihren French Nails und klebt sie an falsche Stellen auf dem Umschlag und zum Teil übereinander, dass sie sich überlappen. Frankiert das erste Mal? Stephan holt in der Zeit Seife und bekommt Karma Kream geschenkt.

Schreibwarenfachgeschäfte waren früher. Bis man einen Verkäufer zu fassen bekommt und den einen Satz Minen muss ich gleich umtauschen, weil sie nicht passen. Die Feder rutscht durch. Probiere das am Tresen aus wohl wissend dass ich misstrauisch sein muss. Fazit, Gary Danko hat geklappt, die Wiener Stadtwerke muss ich anschreiben.

2 Torten von Efendi Bey, der Obstkuchen sieht sehr kunstvoll aus, aber wir wählen konsequent, schön schwer, leichte Obstkuchen können meine Gäste woanders essen. Ballhof mit dem Streetfood ist noch verwaist, aber das klang auch mittelinteressant. Hagebuttenmarmelade, einen Kuchen will ich auch machen. Der Espresso Macchiato im Hafvn hat Wumps und wirkt wie ein doppelter. Das regt die Pumpe an und bessert Laune und Konzentration. Das was man an Kaffee halt so schätzt. Neue Änderungsschneiderin, die in der Stephanus hat Urlaub, sie hört einen komischen Radiosender (ist das portugiesisch mit so Zischlauten) sagt mit Futter – verzieht leicht das Gesicht – das kostet 15,- €. Hole ich am Mittwoch, Reißverschluss zu meinem Geburtstag.  Auch Wärmflasche passt gut, zumal ich vor einigen Jahren den Frotteebezug von Andreas aus Hamburg zum Geburtstag bekommen habe für den ich einen neuen Rohling suche. Rentenerhöhungen (hatte 30 Briefe in der Post gestern) und lauter Mahnschreiben vom Gericht warum Betreuung durch mich noch sein muss, zufällige Fristen. Wieder eine Sozialgerichtssache, die durch Anerkenntnis endete nicht abgerechnet. Soll ich fragen wo mein Betreuter bestattet wird. Den Friedhof hatte die Schwester mir genannt und ich hätte genauer nachfragen sollen. Will ich mir das anschauen? Hilft es bei irgendwas. Hätte ihm lieber spontan eine Hühnersuppe holen sollen. Es wäre seine Henkersmahlzeit gewesen.

Zu meinem Geburtstag arbeiten sie beide und können nicht kommen, will ich Morgen mit aufs Open air. Gute Frage.

Jasmin ruft mich an wegen Neapel und Urlaub, wenn ich nur daran denke bekomme ich Lust dieselben Sachen zu machen wir letztes Mal mit Sfogliatelle in Neapel und die Gärten/Innenhöfe der Nonnen aus denen meine Sukkulentenableger stammen, die jetzt auch in Wien wohnen, Kirchen und Caravaggio-Bilder, den Platz mit dem arabischen Café, den Hafen mit der Pizzeria und den schönen Azzuro-Plakate mit toller Grafik, vor allem viel leckeren Espresso in jeder Form und Granité.

Arbeite zu lange, trinke zu wenig. Will Getränke in kleinen Flaschen vom Getränkemarkt holen. Das eignet sich mehr für unterwegs sein als Selbstgemachtes abgefüllt in Flaschen, die dann nicht dicht halten. Der Kollege hält mich noch auf. Hat einen Schrecken verpasst bekommen von der Mitarbeiterin, die auch seine ist und dann von der Kollegin, die das offenbar erzieherisch meinte. Ich kann auf so was verzichten und freue mich, dass ich in Vahrenwald geblieben bin mit meinem Kram. Vor der Tür fragt mich eine Frau ob ich wisse, ob Frau Arnhold im Urlaub sei und wie lange noch und ich: wer will das wissen? Verleugne mich selber. Sie hätte Paket für die. Halte sie für irre, bewirbt sie sich für eine Betreuung, aber Stephan sagt, das sei die Mutter der Frau, die den Sternenstaubladen vor der Ecke hat. O.k. wie komme ich aus der Nummer wieder raus. Muss er Morgen vorsprechen. Glaube aber immer noch nicht dran. Dann auf zu der gewollten Wiederholung am Tresen. Vorbei an der Polizeistation wo sie den Dschungel gerodet haben und mein Kollege sich mit einem Anwohner unterhält. Sie haben Untersetzer mit französischen Comics, einem Nilpferd. Die sind ganz lustig. Diesmal sehe ich die Gänge anders. Es lohnt sich ein zweites Mal, irgendwie bewusster in der Wiederholung. Der Mais war kleiner, andere Packung vom Türken, haha. Wir vergleichen mit den Fotos von der Kamera. Nie so viel gegessen, zwei Mal Menü Eifrig. Stephan riecht superlecker, das ist das geruchsneutrale Aftershave-Zeug. Das scheint genau meines zu sein. Die Wachtelflügel schmecken so intensiv und köstlich, sie sehen roh und fies aus, aber ich kann sie nicht genug abnagen und den Geschmack heraussaugen. Das Sauerteigbrot schmeckt nach Zwiebeln und ich finde eine Zwiebelschale darin. Das gibt den Geschmack und man kann es füttern wie ein Hausschwein. Es heißt Paddy. Ja, sie haben eine Urlaubsvertretung die quasi die Pflanzen gießt, in diesem Fall das Hausschwein versorgt. Was Andras wohl mit seinem Ableger gemacht hat. Nach und nach verbraucht sagt Stephan. Sie haben 1-Jähriges fahren nach Mauritius (nicht Malediven, das war das Wetter nicht warm genug). In Hamburg der Koch aus Travemünde, ist gleich von null auf 3 Sterne gesprungen und man sitzt an einer großen Tafel, die sich durch den Raum schlängelt und schaut den Köchen zu. Das ist die Steilvorlage um vom Momofuko Ko zu erzählen und dass SAS unseren Mittagstisch dort bezahlt hat. Die Bedienung hat einen Eistee in der Plastikflasche als privates Getränk. Mona isst das am Anfang, aber sonst nicht, sonst würde sie auseinander gehen bzw. weiß ich, wie sie dann ausschauen würde. Sie zeigt uns das Fach mit privatem Essen, Milka und Prinzenkeksen. Die holt Eis für Cola. Das ist schwieriger zum Einschenken als Wein und für die Apfelschorle schneidet sie Apfelscheiben. Tony hat die Bilder gesehen, was ich mit seiner Zwiebel gemacht habe. Upps, wie hat er die entdeckt? Diesmal mache ich was anderes. Der Fichtennachtisch war mir zu dezent dieses Mal. Die Schnösel hatten einen weißen Hund unterm Tisch. Stephan erzählt von dem Spielvirus Pokemon, das man durch sein Smartphone schaut und die Pokemons dann entdeckt. Deswegen ist das in den KZ-Gedenkstätten verboten. Hatte das gelesen im Standard und mich gefragt, ob das Spiel bedenkliche politische Inhalte hat und es an der Naziartigen Mütze von dem gelben, dicken Tier lag, die zu sehen war. Dann die Nachricht vom Militärputsch in der Türkei. Gut, dass Dilek Deutsche ist und Jederzeit den Pass zücken kann. Was? Eine Straßenbahn ist entgleist am Lindener Markt und ich habe staunend davor gestanden wie auch die Fahrgäste im Inneren, als sie den flüssigen Beton mit einem Riesenrohr einfüllen während die Bahn darüber fährt und die Fahrgäste schauen ungläubig aus den Fenstern nach unten und ich denke: sieht komisch aus aber ganz ohne Füllung haben die Gleise auch gehalten, also was soll passieren? Stephan verliert seine Brille unterwegs. Ist er drüber gefahren, klang so. Er fragt mich dann, ob ich nicht die ganzen Menschen sehen würde, in Gruppen unterwegs, die auf ihr Handy schauen, die suchen ein Pokemon. Das spielt man draußen. Das wollten die Eltern doch immer, dass die Stubenhocker auch raus gehen und für die Bewegung wird man belohnt und das Programm merkt, ob man zu Fuß geht oder Bahn fährt. Farmville hätten sie auch so machen können, dass man die Erdbeeren und Himbeeren draußen anbauen muss. Ich denke, der spinnt und schlage Maschpark vor und ein Baufahrzeug zieht einen Container ganz fies über das Pflaster. Überall die Baustellen (Stephan sagt wegen Ferienzeit wann sollen sie es sonst machen), auch nachts. Denke zuerst es ist die Lichtinstallation, die ich suchen wollte als ich quer Feld ein in die Park fahren und sehe dann, es sind die Bildschirme hunderter Leute, die da herum sitzen. O.k., da ist was. Markus hat den Garten noch mehr aufgeräumt. Er hat die Schokolade gefunden und vor dem Regen gerettet. Schreibe ihm, Mauer und Treppe haben Zeit bis 2025. Will nicht, dass er gestresst ist. Der Tauchkurs hier sind 5 Freitage und das erscheint mir sehr aufwendig und müsste mit viel Ehrgeiz betrieben werden. Außerdem lässt es sich mit der restlichen Gruppe nur schwer synchronisieren. Das lohnt sich dann nicht so einen Alleingang zu veranstalten. Boot fahren, schnorcheln, irgendwas ohne Schein als Gemeinschaftsaktion. Das Tapetenkleisterhütchen ist fest geworden. Kann das was werden für das Openair? Dafür reißt dasselbe rote Armband was gestern beim Sport gerissen ist (ausnahmsweise hatte ich zwei). Glück gehabt, in Tasche gefallen, zuhause nachgezählt, Teile vollständig. Das andere genommen und das geht einen Tag später kaputt. Wie ein altes Ehepaar. Ich male den Penissandstein für ein weiteres Osterei für Markus.

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16.07. Viel zu früh wach. Mitten in der Nacht. Viel Fressen und Saufen ist anstrengend für den Körper. Ich finde einen Reiseblog einer Frau mit Tipps für Tauchen mit Schildkröten, Teide, bunter Sand und Restaurants, auch Läden für Kaffee und Backwaren. Dann schlafe ich noch mal von ca. 6 bis 10. Träume viel: mit Steffi zum Yoga und der Typ fasst von hinten um einen herum und sagt, das gehört dazu. Ich und eine andere Frau steigen aus. Lauter Hunde, u.a. die beiden von Steffi, aber auch ganz kleine wie Mini-Boxer, die wie Stofftiere sind, auch mit dem Zettel an der Seite aber leben. Ich will mehrfach gehen mit den Hunden und den Leinen, suche sie, Mikrusch versteckt sich unter einem Schrank. Werde nach Suki gefragt, ist nicht meiner, hat aber dollen Bezug zu mir. Besitzerin wusste nicht, was er alles kann. Nach dem Laufen spiele ich mit ihm als Belohnung und sage: hol ein Stöckchen und das macht er. Ich war selber überrascht, dass er das Kommando versteht und ausführt, aber sie noch mehr. Man findet ja immer, dass fremde Hunde eher schlecht erzogen sind. Da gebe ich kaum jemand gute Note muss ich ehrlicherweise zugeben, aber die sind auch oft verzogen. Jetzt kann ich auch warten bis sie fertig sind. Vor der Tür tolles Panorama, Berge und große Holzbänke reingebaut mit Bauernmalerei, überwiegend in rot bemalt. Das soll Skandinavien sein und sieht toll aus. Will ich ihr zeigen. Sie ist Rädelsführerin der Gruppe und macht aus wo sie sich wieder treffen können. Ja, ja, wenn man sie lässt übernehmen die Hannoveraner. Sie will mir den einen kleinen Dackel zeigen, der ihrer Meinung nach auf die gelbe Leine abfährt. Na ja, geht so. Ich soll eine große gelbe oder orangefarbene Tür aufmachen (wie gestern der Kühlschrank für Getränke, der vom Tresen ab geht). Sie ist aus Metall und ich lasse sie nach hinten knallen, so dass alle sauer sind, weil das die Nachbarn stört. Da kommt einer hoch bei dem ich mich gleich entschuldige und sage: ich war’s (Bericht über Thema Fehlerkultur). Es führt eine steile Metalltreppe nach unten. Die Stufen sind kruckelig und gehen auch steil nach unten, wie die Treppe selber. Da will ich nicht runter, entscheide ich. Dann mit einem Kajak durch Wasser und das ist türkisblau. Riesige weiche Anemonen und alle möglichen Meerestiere, Delfine, Wasserschildkröten, Wale, eine riesige Wasserschlange, die meinen Arm streift mit ihrer Zunge und ich bin starr vor Angst. Das ist alles ganz schön krass. Ein großes Boot, unseres füllt sich mit Wasser, werden wir da gleich drin landen? Zuhause sage ich der Familie, die sich fertig gemacht haben und gerad raus wollen, sie müssen das sehen und fange an es zu beschreiben (das hat unzweideutig mit Teneriffa und Tauchen zu tun). Das Telefon klingelt. Die Schweizer, ich gebe weiter an Stephan und er nimmt den Hörer, ich höre ein Mädchen heulen. Es sind die Enkel, die wissen, dass wir hier krass lustige Sachen machen und mit uns Familienurlaub machen wollen. Wo sind sie denn gerade. Ich will ihnen die Landschaft mit den großen Puppenstühlen in die Berge gebaut zeigen, wie Schweiz aber ganz anders. Zeige Paps die riesige Terrasse an dem Yogahaus. Überdachung ca. 800 Meter. Wer hat da die Statik ausgerechnet von dem Dach und wenn im Winter Schnee darauf liegt. Daneben im Wasser ist eine schwimmende Bank. Wenn es warm ist, kann man einen Grill ins Wasser lassen und gleich darauf eine Wasserparty machen. Irgendwie kippt was und wir landen im Wasser. Der Traum ging ewig weiter, aber ich weiß nur noch diesen ersten Teil.

Fühle mich komisch. Habe einen schmerzhaften Pickel neben dem Mund, aber eher Wange, in der Falte neben dem Mund, die nach unten führt. Sabine fragt 16:16 am Gleis. Ja. Vorher Baklava holen. Bin ich dafür. Wo sind die die Essenssachen aus dem Blog auf Tenne. Ist das was? Wohl eine Autostunde entfernt das Resto was die Beilage wie den Teide auftürmt und die Konditorei. Das ist zu weit, wie nach Nürnberg fahren zum Abendessen. Mein Betreuter, der Mann, der mir Bodrum empfiehlt, meldet such wegen der Versicherungen. Hatte gekündigt weil das zu teuer war und mit dem Kontowechsel läuft Hausrat, Haftpflicht und Glas als Paket über die Bank für 13,- € im Monat. Ob die Wachsblume sich noch mal erholt von der Aktion. Ich schneide immer mehr ab, die Äste werden nicht mehr mit Wasser versorgt und sterben ab. Erst wenn ein neuer Trieb kommt weiß ich, sie hat es überstanden. Es waren über tausend die Pokemon gespielt haben, laut NP 2.000 bei „Nachtwanderung“. Ach so, das ist auch anderen aufgefallen. Die sollen die Jugendlichen doch lassen, die sich nachts im Park treffen und nicht ausspionieren. Kann ich Schinken schon am Montag kaufen für Mittwoch? Ich werde zum Termin an der Metzgerei vorbeifahren. Susann meldet sich aus Belgien. Das freut mich für sie. Ob ich diesen weißen Fellhut mit Schirm aus Brooklyn auf Tenne tragen werde? Stehen tut er mir und soll Sonnenschutz sein, aber aufwendig ist das so was mitzunehmen und ich trage immer die Eigenkreationen und warum kaufe ich dann so was? Ich glaube, die Weedmusik wird mir gefallen, ist schön hör- und tanzbar. Es löst sich Schorf von meinem Teil am Halsausschnitt. Das beruhigt mich. Überall irgendwelche Hautsachen, die einem rauswachsen wie Stilwarzen und man muss ewig daran rumspielen. Das nervt auch. Jungbauern machen neuen Hofladen im Zooviertel. Laufsache mit Lidl. Viel Funktionswäsche und Magnesium-Tabletten dazu. Gähn. Der abW Typ von Frau Dackelmischling informiert mich, dass er Ende Juli in Bayreuth ist für eine Woche. So ein Zufall, ich auch, aber anderes Programm. Elternbesuch und LGS. Vielleicht treffen wir uns zufällig in der Stadt schreibt er zurück. Stephan fragt die Ex vom Nachbarn ob sie sich als Frau Arnhold ausgeben könne. Es ist die TCM-Medizin meiner Tante vom 04.07. Rechnung zahlbar bis 18.07. Peinlich, die muss ich anrufen. Heute Abend werde ich mit der Therapie beginnen. Ich dokumentiere das Paket und sehe aus wie damals in der Wohnung in Wien im Bett mit dem Bieber-Stofftier, wo ich spaßeshalber die Brille der Gastgeberin aufgesetzt hatte und jetzt ist es die eigene. Der geblümte Regenmantel aus Brooklyn passt wie eine eins, aber den liebe ich zu sehr und er ist mir zu kostbar mit seinen Auflösungstendenzen, den nehme ich nicht mit auf ein Festival. Erdogan entlässt 2.745 Richter. Krass, wusste gar nicht, dass die so viele haben.

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Spaßfotos von der Baustelle. Betonsurfen ist der neuste Sport.

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Der Flohmarkt sieht super aus, aber es ist gut, dass ich mich fernhalte. Ich würde immer was kaufen und finden. Da hilft nur Abstinenz, wie bei einem Süchtigen. Ich mache das schon ganz richtig so und kenne meine Sucht und meine Schwächen. Ballhof ist Street Food für Rentner, die langsam an so was herangeführt werden sollen. Die Kulisse ist natürlich viel stimmungsvoller auf dem Ballhofplatz als vor dem Bahnhof, so viel ist sicher, aber nach Food Trucks werde ich nicht süchtig, so viel ist auch sicher. Wir probieren 2 Dim Sum für 5,- €. Ich glaube Efendi Bey bringt mehr. Es scheinen Touristen unterwegs zu sein, die fotografieren Häuser in der Altstadt. Wer macht das sonst. Transsexuelle in der 4. Etage. Teilen Manti und Künefe. Sollte ich mich bei Dilek melden. Das was jetzt mit der Armenienresolution so hochgekocht ist war genau ihr Thema seit Jahren. Stephan meint, sie sei in Berlin. Neben uns essen Männer 2 Süßspeisen, d.h. jeweils ein Milchreis und dann ein Schokopudding und der andere ein Törtchen und dazu eine knallbunte Limo. Die Kombi muss man mögen. Baklava bestellen hat was von Lotterie. Eine kleine Packung Walnuss und der Typ will mir unbedingt eine Plastiktüte andrehen, nein, der Karton kommt seitlich in die Picknick Tasche kostet 5,43 €. Da sind mindestens 12 drin, eher 16, gestern haben 2 Stück 2,50 € gekostet, weil auf Teller serviert, Restaurantpreis und Stephan hatte auf die Hand gesagt, aber hey, egal, wie er schon sagte, die haben uns schon so viel Freude gemacht. Wir bekommen ein Tablet geschenkt von der Telekom als gute Kunden. Habe es nicht so ganz verstanden, warum wir das brauchen, alles Elektroschrott, aber für Reisen natürlich praktisch. Wir sind früh am Bahnhof und können uns mit dem Zielort auseinandersetzen. Wir sind knapp hinter Zone 3 und kommen billiger weg damit dank Bahncard 50. Eine Männergruppe mit Migrationshintergrund mit zwei Jungs. Beide Kinder tragen schon Brille, der Kleine mit Locken, kurzer Hose und Sakko zur Brille sieht megasüß aus. Das tut mir immer so leid, wenn Kleinkinder schon mit Brillenprothese leben müssen, was ich so hinderlich finde, aber erst mit 49 mir angewöhnen musste den Umgang, absetzen, dran denken, wo man sie hingelegt hat, dass man es mitnehmen muss. Halt voll angewiesen und behindert. Ein Mädchen sitzt auf der Stange mit einer Glitzerfolie in den Händen aus der sie was herauspuhlt. Wird das Deko für die künstlichen Nägel, nein, eine Folie für das iphone und man muss das Applelogo treffen, was frei bleiben soll. Mädchen sitzen auf dem Boden. Alle haben tonnenweise Primarktüten mit sich und um sich. Sabine sagt, sie hätte da mal reingeschaut und es wäre ein schlimmer Laden mit Hosen für 5,- €. Wenn ich nicht will, dann fasst mich Stephan nicht an. Nein ist jetzt nein, das sei das sei jetzt Gesetz. Sabine erzählt von einem Wirt bei dem auswärtige Fußballfans bei Problemspielen (Braunschweig und so), die nichts ins Stadion gelassen wurden gucken konnten, der bereit war die auszunehmen und warum das nicht mehr geht (Nazi-Punks?). Ich habe die Pointe nicht verstanden. Sky kostet den Gastwirt 400,- € oder so pro Monat.

Leere Bahngebäude, Steakhaus steht dran. glaube ich nicht und schöne alte Silos außer Betrieb. Für Markus war es die falsche Musik, der wollte auf keinen Fall mitkommen. Sabine sagt bei Johnson würde sie die Beleidigungen auch lustig finden, der Typ sei krass und weiß sie noch besser zu zitieren als ich, er sei wie ein lustiger Donald Trump. An der Zuckerfabrik heißt das und Zucker machen sie aus Rüben und nicht Zuckerrohr, aber die werden nicht eingelagert, weil sie sonst gammeln. Das stimmt auch. Chicos Schwester aus Hamburg (wusste nicht, dass er eine hat) mit Freund. Entspannte Stimmung auf der Wiese. Bea und Olli, sie fragt mich (!!) nach Nagellack. Schau Dir meine Nägel an, nein, ich mag es nur bei Freundinnen und verschenke ihn gerne, also Steffi, gerne unten Weinrot und oben knallgrün. Es gibt keinen Nagellack und zu wenig Mädchensachen muss ich erfahren und sie wollen durchmachen. Warum um alles in der Welt das denn. Das lohnt sich doch nicht. Ich fange an zu handarbeiten und das überrascht schon. Sie mag das Garn mit Lurex am meisten. Da kann sie ein Knäuel haben andererseits was will sie damit. Sie hatte da mal einen Pullover mit. Das hilft dann auch nicht. Sie fragt nach einer Haarspange und hasst diese verfilzten Haare (gut, dann ist sie auf der falschen Veranstaltung). Ich habe ein Haargummi oder eine Nadel. Einen Klipp habe ich nicht auch dabei, nur die zwei Sachen (das reicht wohl). Ich mag das Hemdmuster von ihrem Freund, Paisley. Das hat sie ausgesucht. Der grinst und liegt neben seinem Kumpel auf der Decke. Sie müssen erst mal wieder Kräfte tanken und ein bisschen nach innen horchen bei dem Sportprogramm was sie heute durchziehen. Viele Behinderte und echt entspannte Landeistimmung, nix schickimicki, ein freundliche Down Syndrom Tänzer ist immer in der erste Reihe am Tanzen und hat beste Laune. Hippies schwingen ihre Kinder oder selbstgebastelte Reggae-Fahnen. Seifenblasen für Faule aus einer Plastikpfeife zum Pusten mit Mundstück, der Sound ist gut. Das ist ein sehr großer Vorteil. Danke.

Auf meiner Brille steht Michael sagt Sabine, die ein Platte gefunden hat, die sie mal hatte und in der Glocksee verloren hat und erst zurück legen lassen, dann kauft. Sie hat einen Tagesausflug mit dem Flix-Bus nach Hamburg in ihren Lieblingsplattenladen gemacht und fragt unsere Nachbarin ob sie den auch genommen hat und sie sie gesehen hat. Das war wohl total super. Heute hat sie eine kleine Anlage von Bose gekauft bei Saturn und einen Gummirahmen als Stoßschutz dazu bekommen. Ping Pong Club geht sie eher nicht hin, weil sie den DJ nicht so mag, aber sie legt beim Fairmannsfest auf nach einer Punkband als Headliner mit einem Typen, der aber auch dreckigen Soul mag. Später erzählt sie die Geschichte vom Kinderabteil und den nervigen Jungfamilien, die eine Reservierung behaupten statt einfach zu fragen, ob die Freunde mit Kind hier sitzen dürfen. Ich lass mich nicht gerne anlügen und der Ton macht die Musik sagt sie denen und ich finde es gut. Auf Korsika hatte sie richtig Glück mit der Unterkunft mit Familienanschluss (Larissa hat der Mutter immer ein Schoko-Croissant mitgebracht vom Bäcker und deren Herz gewonnen, die aber nicht mit dem Sohn teilte, sondern gebunkert hat) und 3 Nächte Verlängerung haben nur 50,- € gekostet.

Hinter uns der Altfreak sieht aus wie der Bruder von meinem Betreuten der an Kehlkopfkrebs gestorben ist, aber der Zwillingsbruder und bevor es ihm schlecht ging bis hin zum Schnauzer und grinst vor sich hin. Es sind viele ältere da, aber auch ganz junge und Kinder und manche müssen immer mit ihrer Mutter her kommen. Eine bunte Mischung und sehr klein und intim das Ganze und großartige Kulisse eben vor den verfallenden Landwirtschaftsgebäuden, die echt cool aussehen, gerade in dem verwitterten Zustand. Die Musik ist gut als wir kommen, dann spielen Hempoholics aus London mit einem guten Sänger und einer gut aussehenden Sängerin mit viel Haar. Illbilly Hitec sind auch o.k. Toasten und Sampeln und versuchen schwarz zu klingen, erinnern mich an das was Filip gemacht hat.

Der Mann rettet uns vor dem Weberknecht, sieht, dass wir vor dem flüchten und langsam hysterisch werden und greift auf unsere Decke und wirft ihn weg. Ich habe das Tuch fertig vernäht und es kommt noch zum Einsatz wegen Kopfbedeckung und Regen. Bedanke mich bei Larissa, dass sie Markus ihren Betonmischer geliehen hat. Dafür bedankt sich die Ex bei mir. Wir sitzen auf der Decke und die Frau des Kollegen, deren Haare grau werden und ihre Konsistenz verändern bietet in regelmäßigen Abständen Menthos an. Wir nehmen keine. Ob Alex wirklich aus Nizza zurück war als der Anschlag war, weiß ich nicht. Stephan sagt, man hätte es mitbekommen, wenn Opfer als Hannover zu verzeichnen wären.

Das frittierte afrikanische Essen liegt schwer im Magen. Die hatten auch anderes mit Reis. Ich kaufe auch Papierohrring für 2,- € die Waisenkinder gebastelt haben. Die Schülerinnen stehen beide auf als ich am Stand bin und bestätigen mir, dass das Geld zu 100 % den Kindern zugutekommt. Gut, sie können sich trotzdem wieder setzen während ist hier auswähle. Auch den Festival cocktail Weedbeat probiere ich aus. Der ist mit Rum und viel Deko. Die Tresenkraft, ein Typ, ist sympathisch. Stephans ohne Alk schmeckt noch besser. Ich bin immer noch auf dem Trichter das müsse sein. Hier ist Sand aufgeschüttet und Bretter führen darüber sowie Betten auf denen man chillen kann und man kann ausgelassen dancen, auch sexy Partner Tanz. Die jungen Männer auf der Wiese spielen gerne Werf- und Fangspiele. Pappbecher und ein Feuerzeug genügt. Der eine mit Refugees welcome T-Shirt sieht aus wie der ältere Sohn aus Weeds. Das passt insofern gut. Mein Bongwater T-Shirt (leider XXL, trage ich nur zum Sport) mit den Tourdaten aus Anfang der 80er (von Music Land damals Nordmannpassage) wäre angebermäßig und hammerpassend gewesen.

Mono und Nikitamann turnen mich total ab und es war richtig das T-Shirt von denen auszumustern und weg zu schmeißen. Nicht nur mir geht es so. Platte Mitmachsongs auf Teufel komm raus und die können eigentlich spielen. Viel Licht- und Musikstakkato, sagen man macht keine Show und genau „die machen“ und viel „macht dies“ und „macht das“, also Marschieren im Gleichschritt oder halt Klatschen im Gleichschritte und dazu Licht und Rauch. Das haben die echt nicht nötig und irgendwie haben sie echt alles falsch gemacht so im Laufe der Zeit. Die waren beim zweiten Auftritt nach der Korn in Wien schon so schlimm Mainstream. Wir müssen aufbrechen zum letzten Zug. Versuche mich nicht nur von ihm zu verabschieden (dem Mitmusiker meiner Kollegen), sondern auch von seiner Freundin, aber sie ignoriert mich. Das habe ich wohl sonst immer mit ihr gemacht z.B. bei der Begrüßung, konnte mir lange ihr Gesicht nicht merken oder dachte, das merken lohnt sich nicht, weil die sich dann wieder trennen und jetzt haben mit denen schon Tanzkurs gemacht und das ist Jahre her (gut, da waren sie nur kurz). Dann werden noch Pommes geholt, aus Bodenhaltung, aber Refugees welcome (hängt er beim AfD-Parteitag ein anderen Plakat raus um das Pommesgeschäft anzukurbeln?). Man weiß es nicht. Stephan nimmt mit scharfer Chili-Sauce und die sind m.E. versalzen. Wir waren nicht in Barnten, sondern in Rössing. Netze krönen jede Treppenstufe, in der Mitte immer eine dicke Spinne, das Netz voller Fliegen. So viele können die gar nicht essen. Das schmeckt doch nicht mehr. Manche bewegt sich schon gar nicht mehr wenn noch eine rein fliegt und man fragt sich wo die noch Platz finden. Manche schlägt noch an, zuckt und geht hin. Es fahren überraschend wenig Leute zurück mit der letzten Bahn. Die meisten wollen hier bleiben und ich würde viel Geld zahlen um weg zu dürfen und mir nicht die ganze Nacht hier um die Ohren sagen zu müssen. Gleich Kontrolle beim Einstieg. Der Automat war kaputt sage ich zum Spaß. Bahncardbesitzer haben ihre aber nicht dabei. Handykarte, nachlösen. Ich bedanke mich für die Urlaubskarte. Haue ich sie damit in die Pfanne. Sabine gibt ein Taxi aus, weil es jetzt darum geht, ob die Tickets ohne Bahncardermäßigung, aber mit der Berechtigung wenigstens für die üstra gelten und die logische Antwort lautet: nein, weil halt keine Zone 3 und sonst plus City erst ab 50 Kilometer und wieder nur im Zusammenhang mit der Bahncard. Es regnet und zwar doller als zunächst gedacht und durchgehend. Kalt ist es nicht, nur nass. Zuhause der Anruf. Auf dem Platzprojekt ist nichts mehr los, sie sind mit dem Taxi vorbeigefahren und die Lichter gingen gerade aus. Larissa ruft an und warnt mich. Wir sind nass geworden und wollen auch nicht mehr weiterziehen und sind auch nicht solche Nachtmenschen. Es war ein schöner Tag. Sie soll Sabine danke sagen. Meine Zitrone säuft wieder ab draußen und wir gehen schlafen. Davor hat Stephan eine Nahtoderfahrung auf der Toilette, zumindest schildert er das so. Bett könnte man neu beziehen, aber erst Morgen. Unverfängliche Stilleben als Erinnerungsfotos:

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17.07. Traum: Habe L. beruflich beraten. Sie sagen, die Wohnung sei zu teuer, sie kann in die andere und die ist auch zu groß und muss die Differenz von dem einen Zimmer zahlen. Dann 2 x auf dem AB, die Auskunft der Frau war falsch. Sie müssen sich daran festhalten lassen sage ich und Umzugskosten müssen sie auch zahlen. Sie sagt, sie hat im Januar Begrüßungsgeld und Kindergeld überwiesen bekommen und seitdem nicht mehr geschaut, weil sie nicht mehr in Stuttgart war und dort keine Aufträge hatte. Sie hat im ganzen letzten Monat nur 11 cm gepflastert. Sie muss unbedingt mal hinfahren und nachschauen. Ich versuche die Vermieterin anzurufen und spreche den Namen falsch aus. Sie duscht gerade. Melde mich in 10 Minuten noch mal. L. sagt am besten sei sie um 7 Uhr zu erreichen. Ja, aber dann arbeite ich nicht mehr. 2 Frauen in Uniform vom Ordnungsamt (wie Parkplatzkontrolleurinnen) patrouillieren die Straßen. In der ganzen Straßen 2 Blumenkästen draußen. Die müssen rein, weil heute Nachmittag sauber gemacht wird. Das ist so spießig. Ich erzähle die Szene und sage laut in der Kneipe und warum fahren die Leute wohl gerne nach Paris. L. ist Inhaberin und wird gefragt, ob sie den Speck selber macht. Natürlich und der Teller kostet 20,- €. Sie muss die Miete zahlen. Es klappt und er bestellt und ich denke, recht so. Dann sind L. und S. und ich selber Gäste und nehmen den letzten freien Tisch an der Wand, Kirsch mit Likör 8,- €. Das ist teuer, aber klingt lecker und wer weiß was sich dahinter verbirgt. Wir sind zu Fuß unterwegs und wollen zu einem Supermarkt, biegen an einer Autostraße ab. Rechts die grünen Berge, die total faltig sind. Da muss es Gegenden geben, die bestehen nur aus diesen Bergen und da wohnen keine Menschen. Habe ich im Flugzeugmagazin gesehen und das sieht geil aus und ist die grüne Lunge Amerikas. Als Straßenbegrenzung eine hohe Glaswand. Dahinter sind Fische. Ich sehe die Umrisse. Das seien keine Fische. Doch, ich sehe sie auch durch die Scheibe. Ich hoffe, wir können das überhaupt zu Fuß hin und nicht, dass das bald nur Autobahn ist und der Fußweg aufhört. Habe abends vergessen das TCM Zug zu nehmen und trinke den scharfen Schnaps, der die Zunge verbrennt und verschlucke mich daran. Es regnet und sieht sehr nass aus draußen. Gut, dass es gestern so stabil war für das Openair.

Die Antwort wegen Tauchen auf Teneriffa. Es geht doch einmaliger Tauchgang (75 mit Schildkröten) oder Schnorcheln (35) kann man auch und die Ausrüstung behalten. Ich würde beides machen. Die scheinen nett zu sein und auch noch Deutsch. Ist vermutlich voll mit Deutschen, die im ewigen Frühling und Sommer leben wollen. Gehe noch mal aufs Gästebett mit einer Zudecke ohne Bezug und Socken an. Es ist 6:45, schlafe noch bis 9. Wie herrlich. Traum zwei: Familienfeier. Wir sind in einer Gastronomie in der es Tea Ceremony gibt und haben Glück, dass wir einen Platz gefunden haben in einem Nebenraum und der Platz da ist. Stephan fragt, ob wir jetzt in den anderen Laden von denen wollen. Nein, nicht so Gastronomie zu Gastronomie. Das will keiner. M & M sind auch dabei. Wir können was anderes machen, wie spazieren gehen. Dann schüttet es und wir sind wieder drinnen in einem Nebenraum. Ich erkläre der Frau, dass wir nicht wissen wohin. Manche Frühstücken, andere trinken nur Tee, getrennte Tische. Uli will auch den Schinken probieren, der so lecker sein soll. Ich beschäftige mich mit Verwandten, die ich vorher nicht kannte. Der eine liest einen Artikel über Kannibalismus mit alten Illustrationen. Das scheint ein Modethema zu sein. Ich wechsele die Partner. Als wir gehen versuche ich alle Spuren mitzunehmen von uns. Jemand hat auf die Blöcke geschrieben. Wer hat diese Lampe gezeichnet? Die gefällt mir. Mache mich auf die Suche und finde den Typen. Dann unterhalt ich mit meiner Krankengeschichte. Habe Endometriose wie Angelina Jolie und das ist sehr schmerzhaft, aber ich mache mir nichts draus und vergesse immer wieder die Diagnose. Auf dem Röntgenbild würde man es sehen, alles sei voll davon. Ich sage, dass ich jetzt langsam entspanne, weil alles gut läuft und jeder seinen Platz gefunden hat, mich sonst da immer sehr verantwortlich für fühle. Habe eine graue enge Hose mit hohem Bund an, die gut aussehen soll und soll die geliehene Weste dem Typen wieder geben. Dann muss ich das Outfit neu machen, zumal ich darunter nur eine Bluse und kein BH an habe (Anspielung auf gestern mit sehr wenig BH, dünne Träger, viel Gewackel). Will die nicht so doll haben, weil ich denke, so gut steht sie mir nicht, trage doch eher Röcke und dann halt mitnehmen und nicht zahlen. Es bilden sich Gruppen, zwei Schwestern wollen gehen und die jüngste unterhält sich gerade gut und will noch bleiben. Würde ich auch ökologische Schuhe kaufen werde ich gefragt. Ich bin gar nicht so Öko und Second Hand kaufe ich, weil es mir besser gefällt. Ich bin lustorientiert und wenn ich total Bock auf Zara hätte würde ich dem wohl nachkommen, aber ich ekele mich fast vor neuen Sachen, dann lieber gebraucht und nicht waschen und mich so mit dem Vorbesitzer vereinen. Das sei ja eklig und das könne ich meinem Mann nicht antun, so kann man einen Pilz bekommen und krank werden. Hier liegen Ohrringe verschiedene Paare neben einer Tüte. Die muss wer liegen gelassen haben. Dann finde ich den Typen mit der Lampe und frage was es damit auf sich hat. Mit einem anderen flirte ich und sage ihm, was ich alles für Yogaübungen kann. Hier zeigen ist nicht so gut, aber ich kann sie beschreiben. Lauter neue Kontakte und Leute, die ich mir ausgedacht habe. Tanten usw. War ein unterhaltsamer Traum und so herrlich das morgendliche Schlafen. Da brauche ich tagsüber gar nichts mehr zu erleben weil schon so viel los war. Ich werde Montag backen zwischen Sport und dem Besuch. Das ist ein guter Plan oder noch zu früh. Stephan hält es noch länger im Bett aus. Ich wasche mir mal genüsslich das Gesicht so nach Festival und alle Schaltjahre mal sich fühle wie eine normale Frau das offenbar tut. Stephan soll Brötchen holen, hat frischer Brot gekauft. Mit Salzbutter und Stips, scheint das ideale Frühstück nach dem Besuch an der Zuckerfabrik zu sein. Hey, das ist keine Salzbutter, sondern nur vom Markt. Dann kann ich auch gleich Kekse damit backen.

Meine Tante will über den Skandal mit der Paketauslieferung sprechen und auch da wieder hat sie einen Beschwerdebrief geschrieben und will sonst an die Presse. Ich war froh wieder in Hannover zu sein. Ja, in München duzen sich nur Gleichaltrige. Andere Rasse im Norden und andere religiöse Prägung. Studium in Hamburg und Berlin. In Hamburg waren dieselben Kommilitonen wie in München, aber sie war durchsichtig. Ich würde ihr gerne die Fotos schicken, aber sie hat keine Mail Adresse und kein Internet. Ja, da ist sie zum Glück drum herum gekommen. Sie war gerade an der Schnittstelle, dass die Abrechnungen elektronisch gehen mussten und die wollten ihr für 30.000 DM große Kästen in ihre kleinen Räume stellen. Ich sage, ja, aber privat kann man das nutzen und viele Rentner stehen darauf. Das habe auch viele Nachteile. Spams würde man da bekommen und ihr reicht schon was sie da über Handy und Telefon und die normale Post bekommt. Morgen ist Verhandlung. Die Mutter soll Strafanzeige bloß nicht zurückziehen, Enkel muss in den Knast als Warnschuss. Das sind harte Worte. Das ist meines Erachtens kein Raub, sondern wenn dann ein  schwerer Diebstahl. So viel Strafrecht erinnere ich noch. Ich bewundere die Blüten meiner Pflanze die richtig Stacheln haben und eine Tomate hängt schon, aber in Birnenform. Ich verschütte den Schwarztee gekonnt neben dem Teppich. Die Tropfen kann man mit Wasser verdünnen und nachspülen. Gut zu wissen, habe mich derbe verätzt auf der Zunge und verschluckt mit Husten. Ich mache zwei neue Häkelmuster und das entspannt mich total. Außerdem habe ich Lurex-Wolle aus Schottland von Heike entdeckt und mache noch ein Tuch mit Muschelmuster. Wer weiß wozu es gut ist. So ein schöner Sonntag und dann gibt es noch Billigflüge nach Wien. August? Wenn man normal fliegen will, d.h. zu zivilen Zeiten und mit Gepäck sind die Preise normal. Wie suchten nur eine Ausrede für Donauschwimmen und Kaffeehausbesuche. Schauen was meine Freunde vom Punks so treiben. Offenbar doch nicht, Stephan, der gefragt hatte, verliert das Interesse. Er braucht Passnummern für die Buchung des Teidenationalparks, d.h. die Anmeldung für die 650 Meter ab der Gondel. Leider habe ich das Festivalprogrammheft nicht mitgenommen zum Basteln. Das ist doof. Nur Hildesheimer Wald für Tansanien. Damit kann ich nicht so viel anfangen. Für Mimi’s muss man wohl nicht vorbestellen. Mittagstisch und Ferien und irgendwie kam es mir nicht so vor als sei das vorgesehen. Jetzt sind wir einen Tag zu früh in Tenne. Auf Uwe kann man nicht zählen und wir sollen ohne ihn planen. O.k. das weiß ich seit jetzt. Uwe ist gerade in Deutschland, in Eilvese bei seiner Mutter. Wenn die Lust da wäre ihn zu treffen, würde sich das bemerkbar machen. Ich finde es komisch. Stephan geht laufen und kommt spät und humpelnd wieder. Ich habe gekocht und auf den Stuhl gemacht und er hat übertrieben. Er soll so laufen, dass er gut gelaunt nach Haus kommt und nicht verletzt. So macht das keinen Sinn. Sonntag bei den Arnholds. Die anderen, meine Schwiegereltern waren mit den Rädern unterwegs und waren schon auf den Teide, die alten Weltenbummler. An meinem Geburtstag wird es punktgenau heiß wie es ausschaut. Sunla ruft zurück, aber wir wissen ja noch von nichts. Die Tochter des Kollegen bedankt sich sehr lieb für die London-Tipps und schreibt sehr eloquent. Für so ein junges Ding- bin beeindruckt. Irgendwie landete die Mail auf meinem Handy und steckt da fest und hat aufgrund von Fotos ein großes Volumen. Das sind die Tücken der Technik. Sollte schon ins Bett und schicke Stephan Listen mit Restaurantempfehlungen aus der Süddeutschen. Das macht ihm Arbeit und ist keine Erleichterung und er beschwert sich was das soll. Ich müde und kleinlaut, wie das neue Wasser aus Hamburg.

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Pflasterzeiten

04.07. Traum: Irgendwie wie Fashion and Dance und S. ist voll esoterisch mit einer Kapuze und geht über Steine und sagt was von Aura, Energie und spüren und macht einen Tanz mit 3 Tänzern, die Bauchtanzsachen an haben zumindest mit viel Perlen und den kompliziertesten Yogaübungen auf einem kleinen Podest. Sie will mich vorstellen im nächsten Akt. Sie küsst mich und bohrt mir in den Po mit ihren Fingernägeln. Ich merke nichts, zumindest nichts Erotisches. Wenn ich sie anfasse, dann werde ein Schalter umgelegt gesteht sie mir zuvor (ich denke der Traum hat damit was zu tun, dass es gestern im Zug um das Thema ging, damals war dieser und auch jener schwule Mann noch mit einer Frau zusammen). Die nächste Frau hält einen Vortrag über Erfahrungen, die im Körper gespeichert sind. Es scheint eine Messe oder eine Gala wie neulich mit der Mode zu sein. Stephan wartet die ganze Zeit in einem Zelt. Ich gehe mit S. rum und wir zeigen uns überall, eine Eisbahn. Leute, die wir kennen, einen Typen mit 2 Frauen, oben im Dachboden sieht man nichts vor lauter Nebel, geht es denen noch gut? Wir rufen hinein. Dann laufen da so Krankenhausszenen. Alle werden irgendwie gequält, selbst Babys klebt man das Arschloch zu. Ist das eine Performance? Machen die das freiwillig oder sollen wir Hilfe holen. An den Wänden ganz gute Kunst, Sätze und Landkarte aus Stoff. Dann Marc und Jasmin, frage Marc, ob er Stephan gesehen hat, er antwortet was anderes, dass ein Typ auf dem Sofa liegt und einen Krampfanfall hatte. Das sei schon mal so gewesen. Die Veranstaltung fing wieder viel zu spät an und sie werden bald gehen mit den Kindern. Ich bei Stephan, gestehe ihm die Sache mit S., von der ich selber überrascht wurde sage, bei mir fühlt es sich erotisch an, wenn ich ihn anfasse oder er seinen Schenkel zwischen meinen drückt.

Lauter kleine Hunde im Park mit Frauen, alle aus dem Tierschutz. Der Yorki beißt. Die Frauen: der hat viel durchgemacht? Na und? Kann man in trotzdem nicht frei herumlaufen lassen. Wappne mich mit einem langen Stock, falls er wieder versucht mich zu zwicken. Ich übe eine Choreo mit Regenschirm in einem sonnigen Innenhof, freies Tanzen, eine Frau ganz weit weg, die auf einer Art Hochsitz sitzt, beobachtet mich.

Ich hatte nachts Schmerzen und habe Pille genommen und das Zimmer gewechselt. Morgens noch mal zurück und noch mal geschlafen. Mein Arzttermin ist im Volgersweg, dann mache ich Gerichtspost. Stephan findet das Banklesegerät nicht. Der Nachbar von oben ist mit dem Pflasterzeitplan einverstanden. Ich sage, die Überdachung soll ausschauen wie der Chinesische Turm im Englischen Garten habe ich mir überlegt, also Holzkonstruktion. Das hatte ich in München schon vorgeschlagen und Michi meinte, Parkgarage und ich parke oben im ersten Stock, da wo die Band spielte. Ich ernte Kräuter und hatte noch welche im Büro und im Gegensatz zu Zuhause sehen die hier Takko aus. Der Kühlschrank muss viel kälter eingestellt sein. Unten bei der Psychologin ist eine Neue, die mich im Treppenhaus anspricht als sie an den Briefkästen ist. Sie ist sehr natürlich, sympathisch und sie arbeitet dort 4 Stunden die Woche und wollte sich vorstellen. Sie kennt mich vom Sehen und weiß, dass ich hier auch im Haus bin. Bestelle mir Stephan rein, habe einen Riesenhaufen Post und 4 Zeitschriften am Kiosk bekommen. Stephan zählt 50 Briefe. So viel zu Urlaubszeit.

Herr Teheran hat nur Verlängerung für 2 Wochen bekommen. 2 x auf dem AB. Jetzt will er Spritze und heute entlassen werden und nach Hamburg ziehen, dass die Kinder ihn besuchen können.

Frau Dackelmischling, auch 2 x, will jeden Monat 10,- € für Buddy zurücklegen und zwar so, dass es sein Geld ist und sie nicht ran kommt, weil der wird auch älter. Dann noch mal, hat die Stromnachzahlung überwiesen und ist mit dem Termin Morgen einverstanden.

Frau Ruanda fängt heute im Psychiatrie-Café an und kann sich was dazu verdienen und hat was um die Ohren. Das ist sehr gut.

Mein Termin heute Vormittag sagt ab. Telefoniere mit Herrn Teheran und der Station. Morgen muss ich da wohl hin zur Visite und die anderen Termine umorganisieren. Ich sage ihm klipp und klar, er wirkt irre und es gibt keine schnelle Entlassung wenn es auf mich ankommt.

Möbelhaus Porta. Meine geistig Behinderte hat sich Möbel ausgesucht. Sind „nur“ über 900,- €. Verkäuferin macht Druck, ob die geschäftsfähig ist. Nein, ist sie nicht. Ich sehe kein Problem darin das zu genehmigen, wenn sie es immer noch will, verstehe nur den zeitlichen Druck nicht mit „heute“. Sie faxt mir was, aber Abholung wird nicht gehen.

Schicke den Arztbrief von gestern meinem Bruder. Ein Tumormarker in der Schilddrüse ist zu hoch. Normal bis 70 und ich habe 86. Jetzt schaue ich die alten Unterlagen und Befunde durch und versuche selber mit Logik da ranzugehen. Größenmäßig hat sich ja kaum was geändert. 2010 Volumen Gesamt 38 ml und jetzt 39 ml. Dieser Thyreoglobulin war halt 10.04.2010 18, 09.11.2010 15, 23.05.2011 6, 30.01.2012 11, 27.02.2013 12 und jetzt 86. Das ist schon krass, aber vielleicht Messfehler. Würde auf jeden Fall vorher noch mal Blut geben und nachmessen lassen. Es steht erstmaliger Hinweis auf Immunthyreopathie und das heißt Basedowsche Krankeit, Kropf? Habe ich das nicht schon die ganze Zeit? Mein Bruder muss herhalten für meine Fragen.

Frau Türkin, die die Auflage hat jede Woche in die Institutsambulanz zu gehen statt Unterbringung und hier wird sie von der abW begleitet. Die meldet mir, der Sohn „ G. hat von Freitag auf Samstag bei seiner Mutter übernachtet und gebettelt, dass er mit in den Urlaub fahren darf. Der Vater hat ihn am Samstag abgeholt, es gab Streit. Fr. T. hat G. und den Vater angeschrien.  Aber am Sonntag ist G. geflogen. Fr. K. hat M. (die Tochter und Halbschwester) gebeten bei G. anzurufen, die hat aber kein Guthaben, sie traut sich nicht anzurufen, will nicht mit dem Vater sprechen.

Fr. K. hat keine weiteren Kontakte mit dem KSD gehabt und keine weiteren Schritte im Hinblick auf Sorgerecht eingeleitet.

Sie wirkt leicht ruhiger, beim Thema Vater von G. wurde sie heute nicht aggressiv, nur traurig. Sie nimmt seit letzter Woche Mittwoch die Medi. 2x5mg., so sagt sie.

Sie hat einen Bußgeldbescheid erhalten: wurde geblitzt, ist 50 km/h zu schnell gefahren: 1 Monat Fahrverbot und 350 Euro Strafe. Sie hat Einspruch eingelegt. Nach Ihrer Aussage ist die benannte Straße falsch und sie ist langsamer gefahren. Sie hat aber gemerkt, dass sie geblitzt wurde.

Am kommenden Mi. 15:00 hat sie einen Kurztermin bei Dr. R., ich begleite sie“.

Ich bedanke mich, weil sie das alles so vorzüglich organisiert und begleitet und mir Kurzmeldungen gibt. 11 A, Anruf von dem Natursteintypen, der bei uns viel gemacht hat und gerade am Timmendorfer Strand arbeitet. Dann der Kollege, der sich auf einen Kaffee dazu gesellt.

Herr Yoga schreibt: „morgen zum Termin bringe ich noch eine andere offene Rechnung von der Telekom über 450€ mit, für Erstanschluß internet, ich hoffe, die kündigen mir bei Privatinsolvenz nicht, so wie das meine Bank nach 22 Jahren machen wird. Vielleicht wird ja eine Ratenzahlung akzeptiert. Das macht mich alles voll fertig und depressiv, wie im Geist gelähmt.

Ich führe jetzt ein Ausgabenbuch, so wie von Ihnen angeraten. Ich bin schon bei 60€ REWE/Aldi und 11€ Baumarkt diesen Monat.

Erfreulich ist, daß ich eine Engel-Eingebung hatte, diese dem Vogelzüchter in Zürich mitteilte, und der mich nun damit beauftragt, eine eigene, internationale Futtermarke mit seinem bekannten Namen D. L. ins Leben zu rufen. Ich freue mich sehr über eine neue, geschäftliche Perspektive und Beschäftigung und über die Vertiefung des Kontakts zu solch einem Branchenprimus. Als erstes werde ich lediglich herausfinden, wer die großen Futterhersteller sind und die dazugehörigen Ansprechpartner Produktentwicklung, Vertrieb und Geschäftsleitung und denen dann einen Brief schreiben mit dem Angebot, den Markennamen mit einer engen Zusammenarbeit und Offenlegung seiner Futtermischungen- und geheimnisse. Tja, und dann mal sehen, vielleicht wird daraus ja eine Vollzeitbeschäftigung.“.

Volgersweg. Im Wartezimmer der Eid des Hippokrates gerahmt und in Vollversion. Blasensteine soll er nicht operieren, sondern nur derjenige, der davon Ahnung hat und Leibesfrucht töten auch nicht. Cooles Outfit kriege ich wieder zu hören. Der Ehemann kommt nicht, der kleine Sohn ist müde und weiß wo die Yogurette in Mamas Tasche sind. Außer streicheln hat sie wenig Programm für ihn. Er will dann – wie bei Jungs üblich- Knöpfe an den herumstehenden Instrumenten drehen und Sachen runter reißen und kaputt machen und ist schwer zu bändigen. Der Orthopäde ist auch Chirurg und die Praxisräume richtig altmodisch. Ein Kniegelenk von Voltaren. Das Knie komplett mit Haut und Muskeln ist wenig anschaulich, ein fleischfarbenes U-Rohr. Der Typ ist cholerisch und sieht aus wie ein Walross. Er weist das Kind zurecht, später teilt er ihm noch Schokolade zu und streitet sich mit der Betreuten auf Arabisch bis sie heult, aber sie lässt sich nichts gefallen und wehrt sich. Das finde ich gut. Deutschkurs macht sie auch gerne. Mit der könne man nicht reden sagt er zu mir. Schreiben will er auch nichts, das soll ich machen. Das bringt mehr, weil Anwalt, dann zittern alle. Das halte ich für einen Vorwand, aber was soll man machen?

Nachdem vormittags alles überstanden scheint und ich zum Qigong will kann ich nachmittags nach meinem Termin, ab 16 Uhr vor Schmerzen wieder nicht sitzen oder arbeiten. Ich fühle mich echt ausreichend gequält. Wir planen am Donnerstag schon nach Bayreuth zu fahren. Billigticket und ich stimme dem gerne zu, will es auch. Jetzt muss ich einen schon bestätigten Termin umlegen. Da ist Barbeque und Skate Party von der Schokoladenfabrik. Muss man auch den vollen Eintritt zahlen oder gibt es ein 18 Uhr Ticket wie bei der Expo? Vermutlich nicht. Dann eben 2 Tage Landesgartenschau.

Ich wälze mich und stöhne etwas auf dem Sofa vor Schmerzen, es sind Stiche in den Unterleib. Neues Quiz mit Günter Jauch mit dem Typen vom Café K als Schiedsrichter und Freund von Jauch, der mit ihm scherzt. Das ist ja ekelhaft. Der ist jetzt Promi, macht das Susann? Ich muss Sachen ausmisten, 2 Pseudoregenmäntel und kann man auch selbstgestrickte Strümpfe, ganz alte und lädierte Paare aussortieren? Ich habe keine Buscopan Plus mehr und kacke früh ab. Nachts wickele ich mich wieder in die Zauberwolle. Mein Bruder hat sich noch gemeldet und auf den AB gesprochen. Das sagt mir Stephan morgens gleich. Er scheint nicht so beunruhigt.

05.07. Traum: Fahrrad stehen lassen und jetzt muss ich es holen. Stephan ist mit mir unterwegs. Das ist alles sehr umständlich und kostet mich quasi den ganzen Tag. Freundinnen von Sabine, grüßen mich, arbeiten in einem Buchladen, wollen meine Hilfe. Amerikanische Comedyshows, Roast, machen sich lustig über die ganze ostasiatische Esoterik (the wish to make a change to change something and leave everything the same at the same time (unless the wish to permanently tear down the sun becomes stronger). Da sind noch mehr Bespiele. Ich finde es hilarious und habe es rausgerissen, aber irgendwie ausersehen entsorgt und zitiere das ganz viel. Busfahrten, aussteigen und wieder einsteigen in denselben Bus, schlammiges Feld, unterteilt in der Mitte. Bus abgetrennter Bereich hinter, da müssen alle rein, vorne muss frei bleiben. Neben mir ein älterer Mann, der angetan ist von japanischer Lyrik, auch erotisch seien die Gedichte, er ist so in Fahrt als er davon erzählt, dass er mich küsst. Dann geht es um einen durchgedrehten Typen. Er hat 3 Kinder mit einer Frau (sie sind schwarz), dem älteren Sohn lehnt er ab. Sie hat gerade ein Baby bekommen, auch ein Junge. Sie trifft sich mit ihm, dass er seinen Sohn sehen kann und er nutzt das um ihn zu entführen. Jetzt soll sie das alleinige Sorgerecht beantragen und auch ihren Namen wechseln. geht nicht anders. Der Wachtmann ruft die Polizei nach der Entführung. Hätten wir besser auf ihn aufpassen müssen. Sie fragte dann wo sind sie und dann fiel auf, er muss mit dem Baby abgehauen sein.

Mein Paps in bartfrei. Es wäre mir nicht aufgefallen. Pervers, dass ich so was nicht sehe. Bin kein visueller Mensch oder einer mit großen schwarzen Flecken. Ich mustere nur einen alten Regenmantel aus statt 3. Schmerzfrei ist herrlich, aber ich fühle mich unfit wie nach einer schweren Grippe oder Lungenentzündung, krieche die Treppen hoch. Mal sehen, ob ich auch nachmittags noch ohne Schmerzen bin. Das wäre schon mal was.

Elisabeth auf dem AB, sie spricht mich nicht direkt an, lässt mich nur mithören, wie sie Passanten beschimpft.

Erst Betreuungsverlängerung mit Herrn Yoga, der eine gute Fassade hat und man weiß nicht, wozu er die Betreuung braucht. Die Richterin will Aufgabenkreise kürzen, Vermögenssorge brauche ich aber für die Insolvenz. Wenn ich erzähle klingt das auch ganz anders. Wenn dann Wohnungsangelegenheiten, weil die Vermieter jetzt seine Eltern sind, wenn sie unbedingt einen Aufgabenkreis rausmachen will und meint das bringt was (außer, dass ein neuer Ausweis gedruckt werden muss). Dann mit der Bahn in die MHH, neues Häkelprojekt. Das Laugencroissant aus dem Bio-Laden ist teuer und schmeckt nach schlechtem Fett. Das muss ich mir mal merken, dass ich das nicht mehr kaufe. Gesundheitstourismus ist wohl ein neuer Beruf. Auf Station lieben mich Patienten und Ärzte gleichermaßen. Die männlichen Patienten versuchen es mit: was wird das? Ein Topflappen? Stricken ist 2 rechts, 2 links und eine fallen lassen. Häkeln ist Haken und Ösen und dann kommt: ich habe auch mal was gehäkelt. Mein Betreuter weiß, dass heute Zuckerfest ist, aber seit wann ist er Türke. Ich sage, ich mag ihn und er soll nicht böse sein wenn ich das jetzt sage, es sei nicht blöd gemeint, aber er setzt sich dazu, ich häkele und er hält 10 Minuten lang einen Monolog und ich weiß nicht um was es geht, er springt von Thema zu Thema und ich verstehe inhaltlich nichts und das ist sonst anders. Gedankenzerfahren. Ich kann es wohl gut einschätzen mit seiner Erkrankung und die Manie ist weg, die Psychose steht mehr im Vordergrund. Ich sage, dass ich Stimmenhören nicht ausschließe. Er hat auch körperliche Nebenwirkungen und tippelt. Auch der Oberarzt ist nicht zufrieden und will die Medis noch mal umstellen. Das dauert bestimmt noch 4 Wochen und er muss Geduld haben. Ich bin der Boss und alles was ich befehle will er machen. Ich bin mächtiger als seine Schwester. Wenn es ihm besser geht, treffe ich mich mal mit ihm in der Wohnung. Er will lieber Kaffee trinken bei Jaqueline. Ich sage, Wohnung wäre mir aber wichtiger. Dann kann ich ganz geil mit der Bahn durchfahren bis Herrenhausen und fahre zu Frau Dackelmischling. Er versucht mich zu dominieren und wenn er abblitzt ist er ganz irritiert. Ein süßes und schlaues Kerlchen, der superweich ist. Ich kann es kaum erwarten ihn zu streicheln, aber erst wenn die Initiative von mir ausgeht. Ich würde ihn nehmen, wenn sie in den Urlaub fährt und sie würde einen gut erzogenen Hund zurückbekommen. Der ist unterfordert und gelangweilt. Leute sagen ihr, ich hatte auch mal einen Dackel und er ist tot. Das machen Leute unaufgefordert bestätigt der Mann vom abW, der Bernersennen Hunde hat. Er hat mit Dorffrauen 95 Gläser Kirschmarmelade eingemacht am Wochenende mit Balsamico, Gin und anderen Beimischungen. Der Kirschbaum wurde gefällt, weil der Hund die Kerne frisst. Das ist auch ein Zeichen von Unterbeschäftigung und dann ist die Lösung den Baum zu fällen? Die Leute sind zu faul ihre Hunde zu erziehen oder sich damit auseinander zu setzen. Sie hat leicht Stimmen, die ihr sagen, dass sie ein Mädchen getötet haben und dann liegt am Geldautomaten ein Foto von einem Mädchen und Hubschrauber, die kreisen aber es geht. Die Wohnung soll renoviert werden und beim Gehen sagt sie mir, dass ich sehr süß heute ausschauen würde. Sie hatte uns ihre neuen Jeans vom Trödeltreff gezeigt für 1,- €, eine mit Goldapplikation auf den Taschen. T-Shirts für 50 Cent und hatte mir Cranberry-Saft mit Eisen serviert.

Mittagstisch im Werkhof. Ich lasse Stephan etwas warten. Tolles Plakat, auch richtig geiles, kleines Format von Lehmann Brothers Hannover mit: Papa, schick Geld, aber ich hänge es nicht ab um es nach München zu schicken zu meinem Cousin, sondern lasse es da wo es ist. Der Mittagstisch ist wirklich unterdurchschnittlich, mehr kann ich nicht geben. Versalzene Pasta, trocken. Beuteltee, halb voll. Dann auch noch eine Sprengelfrau vom abW die sich bei mir ausquatschen will während ich esse. Das verdirbt mir zusätzlich den Appetit. Mein Kollege, der Strafverteidiger hat großen Artikel in der Taz, dass ihm über spezifische Probleme mit Nordafrikanern nichts bekannt sei. Die Bedienung macht mich darauf aufmerksam, dass mir dienstliche Post aus der Tasche gefallen ist. Sehr freundlich. Ich hatte bei Schulenburger Landstraße schon an meine Betreuten gedacht, ob ich den spontan besuchen kann, das wäre ja mal ein Versuch wert gewesen. Die Haftverschonung wird abgelehnt, weil er zu gefährlich sei, aber wenn ich ihn nach Betreuungsrecht unterbringe kann er auch keine Straftaten mehr begehen und ist besser aufgehoben im Heinemannhof als im Knast. Ich muss mich kümmern.

Ich bin sehr schmerzempfindlich, die Haut am Unterbauch, der untere Rücken, das rechte Knie, alles, alles unfit wie bei einem Virus oder Zeckenstich. Stephan geht es ähnlich. Wir sind froh als wir wieder in Linden sind, hier ist es auch gleich viel wärmer. Menagerie Erbsensuppe mit Minze und Spitzkohlquiche. Das wäre die bessere Wahl gewesen. Kaffee und Kuchen gibt es hier. Telefonat mit meinem Bruder, der dann bis 03.08. Urlaub hat. Das gönne ich ihm. Ich bin nicht nervös, hat Zeit. Ich habe irgendeinen neuen Antikörper, der auf irgendwas Autoimmunmäßiges hinweist. Wann wir wieder kommen. Er hat meine Leidensgeschichte gelesen und erinnert mich an die Krankheiten, die ich noch habe wie Endometriose. Das erklärt auch vielleicht die Beschwerden und Schmerzen in den anderen Organen. Wir sind beide der Meinung auch diese Veranlagung mit der Nase zu haben und sind gespannt, wie gut sie das hinbekommen und wie schön er danach ist.

Pipi soll einen Film machen mit meinem weißen Regenmantel. Ich will mitspielen um jeden Preis und mache alles. Ich habe schon dramaturgische Idee. Ich mit dem Mantel die Straße entlang laufend und da läuft ein Film auf dem Mantel, dann hänge ich den Mantel in die Garderode und der Film läuft weiter oder auch Unterwasser mit dem Mantel. Würde auch gehen. Muss ihr mal schreiben auch wie schön in Raum in der Pinakothek ist und wie cool ist es da rein zu gehen. Das ist fast als würde man sie besuchen. Als ich ins Büro komme, wird die Gemüsekiste gerade angeliefert. Da darf man sich bedienen und zwischen dem Obst liegt eine rote Paprika, sieht sehr verlockend aus. Der Kollege bittet mich privat um Rat. Direkt fragen, es klingt immer so verklausuliert und therapeutisch was er mich sagt: wie geht es Dir damit. Schwachsinn. Paps hatte den langweiligsten Tag seines Lebens. Meine Mutter ist ungeduldig, weil der Chefarzt nicht antanzt und auf dem Sprung nach Hause. Sie ist wie ich. Paps hatte EKG und Fotos aus allen Perspektiven, selbst Glatze von hinten sowie Geruchtstest und er hat 12 von 12 Punkten erreicht. Er soll sie sich bloß nicht zu klein machen lassen. Nein, die muss groß bleiben. Das hätte Einstein als Besonderes an sich beschrieben, nicht etwa die Intelligenz, sondern große Nase, harte Stirn. Genie kann jeder mit einem IQ über 120 werden, also jeder sechste. Entscheidend ist der Wille. Steffis Erzieherin war geschockt, dass er sich die Nase machen lässt. Die sei doch schön.

„Liebe Pipi, wir waren Do-So mit Freunden aus Hannover in München. Spießig ist es da und die glotzen wie bescheuert, sonst gibt es viele Biergärten, unheimlich viele. Tagsüber Radler trinken macht doof. Die haben außerdem eine Oper mit 2 Giftshops und 5 Rängen, gefüllt mich wahnsinnig schönen und gut gekleideten Frauen jeder Altersstufe. Wir waren in der Pinakothek der Moderne, weil Michi sagte, dass es da einen Pipi-Raum gibt. Das hat Sonntag nur 1,- € Eintritt gekostet und so die Reisekasse geschont. Ich habe mich gefühlt, als wäre ich bei Dir gewesen, es war so vertraut und einfach herrlich. Das ist schon schön, wenn man sich so einen Pipi-Raum leisten kann. Das hätte ich auch gemacht, wenn mir das Museum gehören würde, aber ich hätte Eye Ball Massage gekauft. Ich mag es noch größer. Dann habe ich überteuert einen weißen Sommer- (ein wenig Regen hält er auch ab) mantel in München gekauft (second hand) für 49,- €. Als ich ihn heute getragen habe, wollte ich, dass Du einen Film darauf projizierst. Ich habe schon dramaturgische Ideen. Film im Film. Ich laufe die Straße entlang mit dem Film auf meinem Mantel und den hänge ihn in die Garderobe und der Film läuft weiter. Genial, oder? Ich bin scharf darauf in Deinem Film vorzukommen und mache alles was Du willst. Unter Wasser geht auch, mit oder ohne Mantel…. „.

Ja, stimmt, wenn die unten im Urlaub sind müssen sie vorher die Fahrräder losketten, sonst wird das ein Problem, wenn die Pflasterarbeiten los gehen. Gute Idee. Der Dicke im Rollstuhl kommt durch Sohnemann in Bedrängnis, der haust bei ihm, klaut und sprüht die Wohnung voll und auch den Fahrstuhl des Behindertenhauses und gefährdet so den Mietvertrag seines schwerbehinderte Vaters. Der macht einfach was er will. Die Großeltern sind involviert und versuchen ihr Möglichstes. Wenn diese Jugendlichen außer Kontrolle geraten. Das ist immer wieder arg. Liberale Einziehung und zu wenig Strukturen. Aus 4 wurden 35 Hippos auf der Farm von Esbobar- das ist cool.

Das Chi-Yoga wird vertreten durch eine Asiatin, die keine oder wenig Unterrichtserfahrung hat und ist kaum Yoga, sondern schnarchig und manchmal weiß man auch nicht was sie von uns will (wir sollen durch den Raum gehen? Sonnengruß frei oder die Variante, die sie gezeigt hat), aber vielleicht genau das Richtige, immerhin sind die Füße durchblutet und ich habe mich nicht überfordert. Ich koche Möhren, der Hartkäse schmeckt mir nicht so. Paps wird nicht operiert, seine Nase sieht zu gut aus, das kriegen sie nicht wieder so hin. Er hat wohl auch mit Salz Spülungen gemacht und das hat auch geholfen. Er hat noch mit einer Kollegin von der Uni Erlangen einen Wein getrunken, statt gleich nach Hause zu kommen. Meine Mutter kocht. Nachts habe ich wieder latente Schmerzen, die meinen Schlaf behindern. Muss dringend Buscopannachschub holen.

06.07. Klaus bei meinen Eltern treffen. Da stört meine Schwester nicht und er kennt sie ja. Auf einer Monsterskala ist sie schon im oberen Feld anzusiedeln, weil sie auch auf einen zukommt und nicht nur in der Ecke sitzen bleibt. Aber das ist auch nicht jeder gleich empfindlich und manche können das ab. Ja, ich habe Frederiks Geburtstag verschwitzt und bin scheiße. Ich lasse trotzdem nur bedingt Druck auf mich ausüben. Paps hat richtig doll Mitesser und die Nase ist entzündet. Das geht bei mir noch. Paps sagt, ich bin tapfer, was ich so aushalte. Das wären wir wohl alle, wir Haarers. Ich will Anna noch mal anrufen und meinem Kollegen von seinem Lieblingsfeind unter den Wirten erzählen, der jetzt TV-Star ist.

Die Frau, der die Mitarbeiterin der Kollegin einen Termin bei mir gegeben hat und die schon mal da war ist nett. Sie arbeitet und bekommt ergänzend SGB II. Wegen Erbschaft Vater oder Bruder über 2000 haben sie Leistungen abgelehnt. Was ist mit dem Freibetrag? Sie hat alles schon kopiert dabei und besorgt den Beratungsschein.

Elisabeth um kurz nach 10. Warum, sei es nicht nachmittags. Sie hatte schon Besuch, der Arzt war da, drückte das Fenster hoch und sie dachte es sei André und habe gerufen und hat ihr eine reingehauen (zeigt Faust gegen das Gesicht) und plötzlich roch alles nach altem Männer Orgasmus. Kaffee muss er woanders trinken habe sie ihm erklärt. Es ist wichtig wie sie den Kopf halten für Passfoto, sie zeigt schräg zur Seite und ob sie auf ihre Rechte verzichten. Wünscht mir viel Spaß in Frankfurt nächsten Mittwoch (ich habe ihr eindeutig zu viele Informationen gegeben). Sie wirkt heute viel geordneter. Das meldet auch die Steuerkollegin und der Arzt wundert sich, was als geordneter bei mir gilt.

Ich gehe zum Bürgeramt, wo es heute voll ist. Ein Typ begrüßt mich mit Namen. Ich erkenne ihn nicht wieder. Er meinte, er habe gerade von mir gesprochen. Er hat wohl mal abW in einer Betreuungssache von mir gemacht und er hat mit der Klientin mit der er da ist über Betreuerwechsel gesprochen. Dass die Leute immer gleich den Namen auch parat haben. Das ist mir ein Rätsel. Ein älterer Mann erzählt niedlich, dass Sachen von ihm noch gekennzeichnet werden müssen und wegen der kleinen Verpackung wie Marmelade und Honig. Die seien so fest, dass er sie alleine nicht aufbekommt. Der Typ vom Bürgeramt ist nett und verweist an die Kollegen einer Samtgemeinde wegen Personalausweise meiner Betreuten. Vor der Tür treffe ich den verkappt schwulen Sohn einer früheren Betreuten. Cool sieht er aus, mit verspiegelter Sonnenbrille und lässigen Schuhen. Wie geht es seiner Mutter. Ach so, die ist tot. Sorry. Aber er wohnt doch in Ricklingen, oder? Nicht mehr lange meint er, er ziehe nach Groningen. Das sei eine schöne Stadt und nachdem die letzte Beziehung wieder nichts geworden sei, halte ihn hier nichts. Er habe da schon mal in den 80ern gewohnt und sei wegen seiner Mutter zurückgekommen, weil die immer mit Suizid gedroht habe. Ich wünsche ihm alles Gute.

Ich sage der Anfrage ab. Wenn hier ein Anwaltsschild hängt, dann ist das nicht nur so, sondern wir sind eine Außensozietät und haften für berufliche Fehler des Kollegen. Das macht man kaum für Leute, die man richtig gut kennt geschweige denn für einen Unbekannten um den einen Gefallen zu tun und das sieht jeder Kollege ein. Mittag essen leicht versetzt. Es geht um den Fragebogen Stephanusstraße, den jeder Haushalt nur einmal abgeben darf. Wenn man sagt Einbahnstraße heißt das nicht, dass man nicht lieber Anwohnerstraße oder Fußgängerzone will. Man stimmt abgestuft jedem der Vorschläge zu. Man wird auch gefragt, ob man es in Kauf nimmt, dass dann Parkplätze weg fallen. Der Kollege lädt uns auf ein Eis ein. Mein Mann muss 2 Premiumkugeln nehmen. Avocado und Sonnenblumenkern. Avocado war früher normal bevor man die Sparte Premiumeis erfunden hat, was 1,80 € die Kugel kostet.

Mein Bruder gibt Entwarnung mit der Schilddrüse, den Tumor-Marker würden sie in der Schweiz gar nicht messen, nur bei Krebs und schon operiert als Verlaufskontrolle, weil er so wenig Aussagewert hat, aber an einer OP kann man schon denken, aber die muss gut gemacht werden. Das lasse ich dann bei ihm in der Schweiz machen und zahle privat. Dann gibt es wenigstens Trüffelpasta.

SAS zahlt uns den Zug, Mehrkosten beim Essen im Hotel und das Momofuko Ko Mittagessen mit allen alkoholfreien Cocktails auf der Karte? Ich muss Stephan anrufen. Ich kriege mich gerade nicht ein.

Das Bett der Behinderten ist zu breit und sie will es nicht, ob ich das nicht rückgängig machen kann. Nein, geht nicht, habe sie extra noch gefragt und sie hat Sozialarbeiter, die da mit ihr hingehen. Sie weiß wo der Hase lang läuft dann muss sie versuchen zu tauschen. Mir egal. Herr Teheran, 2x auf dem AB, dann in echt. Die Richterin ist nicht die Richterin, sondern ein Fake, hat eine ganz andere Stimme, ich stecke mit dem Landgericht unter einer Deck und bin korrupt. Er traut keinem deutschen Anwalt und will das Konsulat von Aserbeijan involvieren, er will seine Kinder nicht mehr, nur seine Freiheit. Ich muss ihn heute raus lassen, dass er das Land verlasse kann. Den deutschen Pass zerreißt er oder gibt ihn mir. Er ist ganz heiser. Der Arzt sagt, es habe sie so dramatisch verschlechtert mit aggressiven Durchbrüchen, dass er sogar gespritzt werden musste. Was machen die da mit ihm? Ich denke, langsam müsste mein Lumix-Print an Land kommen. Ist das wieder die innere Fristenuhr bei mir? Schaue nach. Ist 3 Woche seit Lumix.

Duncan kann kein Yoga und hat gesagt zur Ruhe kommen nicht auf den Boden kommen, Jürgen!! Kann Männern auch keine Hilfestellung geben, die nicht im Schneidersitz sitzen können. Er selber hat total geölt nach seinem Chi Arme (verdreht nach oben)-Atmen-Kuddelmuddel. Das hat mich nicht ansatzweise befriedigt eher frustriert und dafür zahle ich (!?). Ich bleibe sitzen und werde ignoriert. Eine kleine Yogafrau denkt sie wird die einzige Frau sein. Die Männer sagen, ich soll in die erste Reihe und rücken mir die Matte zu Recht. Loben das total, wie gut ich sei, im Club aufgenommen. Der Typ neben mir fragt ob es wirklich mein erstes Mal war, da konnte er keinen Seitenstütz. Wirklich gut. Ja, meinst Du ausbaufähig? Zu irgendwas muss das Yoga auch gut sein. Ich bin nicht so kontaktfreudig und habe schon einen Freund, außerdem habe ich totales Stechen dabei und wahnsinnige Schmerzen, wieder im Unterleib, dass ich es kaum überspielen kann und dachte durch Sport geht das weg. Freue mich als die Stunde vorbei ist und ich es überstanden habe ohne dass es jemand gemerkt hat. Dann kommt eine Horde Frauen u.a. meine Nachbarin von unten: Fahrräder abketten sage ich ihr. Ja, wollte sie eh machen, hat Plan rumgeschickt. Wie viele Fundamente werden es, 8 oder 12? Zuhause mit Wärmflasche geht es dann.

Neben den Kosten die sie übernommen haben hat jeder 600,- € bekommen. Das könnte ich sofort ins Jante investieren und dort eine SAS Party ausrichten. Ich bin todmüde und gehe nach der ersten Halbzeit schlafen. Heute hätte Bilderbuch in München gespielt auf dem Tollwood. Hätte man die Jungs dann für sich alleine gehabt, richtig intimes Konzert oder hätten die später angefangen (wie Stephan meint).

07.07. Traum: altmodisches Schuhgeschäft. Die mit braunem Pelz sind nicht ganz optimal und auch etwas groß. So richtig altmodische mit Spitze, er hilft mir suchen. Dann die Klamotten, ich sehe sie einzeln. Eine schlichtes graues Kleid, was jemand geändert hat was sich aber zurück bauen lässt, ein weißes und einen Rock, wo innen ein Text steht, man kann in verkehrt herum anziehen, dann ist er doppelt und wie ein Mini-Rock. Das steht alles innen als Anweisung. Es dauert noch ein bisschen, die Sachen sind einfach zu geil und ich muss sie in Ruhe durchschauen. Dann moderne Klamotten wie Turnschuhe und ich sehe irgendwie wie verkleidet aus und schlechter zurecht gemacht als Claudia. Das kann auch nicht sein. Dann irgendwas mit einer Schautafel über durchschnittliche Penislängen und das Maß, was unterdurchschnittlich sein soll kommt mir noch total groß von und das Normalmaß wie Pferdepimmel.

Morgens frage ich mich, was ich an meinem Geburtstag machen werde. Mir fallen kaum Leute ein, die ich gerne einladen würde. Ich bin so unverträglich. Die Jungs aus Hamburg und 2 Mahjongrunden und Harald, Larissa und Steffi extra an einen mahjongfreien Tisch? Stephan hat noch eine Druckerpatrone bestellt und der Kundendienst wird sich mit ihm in Verbindung setzen. Ich bin in Rage. Nicht zahlen, eher schmeiße ich den Drucker weg und nutze ihn nie wieder. Die sollen stornieren und umbuchen, wenn man erst mal doppelt gezahlt hat ist man im Arsch und ich will das nicht – verdammt.

Irgendwas machen, Bowling, habe ich selber keine Lust, Weben, da hat mich das Typ in der Psychiatrie drauf gebracht, der mich aufs Häkeln angesprochen hat, jeder macht seinen eigenen Teppich, Strickmaschine in der Uni bei Steffi, Backkurs im Marinehof, Töpfern bei Mats, japanische Keramik und ins Feuer schmeißen und dann Kochkurs darüber, aber dann können wir auch gleich hier abhängen und Vorspeisen essen. Einen Vortrag über Antisemitismus hatte ich eingetragen. Kunsthandwerk und Propaganda. Aber wer weiß, ob der gut ist. Kindergeburtstag für Erwachsene. Gipsabdrücke der Geschlechtsteile oder eines Körperteils nach Wahl, Reiten auf Islandpferden durch die Eilenriede, Paddeln, habe ich selber nur mittellust. Mehr Betreute einladen und mit denen feiern. Mit denen komme ich wenigstens zu Recht. Im Knast Torte mit dem dementen essen oder Psychiatrie zu Herrn Ihme, den befreundeten Oberarzt fragen was sie da für Kurse anbieten schlägt Stephan vor. Herr Ihme kann die Gipsabdrücke machen. Mehr Kollegen einladen schlägt Stephan vor. Die ganzen Wohnbetreuer, den aus dem Chor und die schwangere Frau Perser. Harald mit Windnormaden engagieren und einen schöne Ausflug. Müssen dann alle in den Bus passen oder Ralf Scherenschnitten oder Aenne, einen Film machen aber Rosa von Praunheim mäßig, mein Ankleidezimmer steht zur Verfügung, wenn man sich unkenntlich machen will. Dann 30,- € pro Kind und sich bespaßen lassen. Wir gehen zu ihr ins Atelier und machen was Lustiges oder sie macht bei uns den Clown. Ja, mit Andrea Andrea bei der Stadt besuchen können wir auch mal. Mein Kollege hat auch immer gute Ideen. Den werde ich mal befragen.

Schöne Runde mit Suki, Fahrräder nicht kreuzen ist verbesserungswürdig, sonst bin ich sehr zufrieden. Dann fragt Jasmin was ich an meinem Geburtstag mache. Mein Betreuter kommt, der wieder Vater geworden ist und sich nicht traute mir das zu sagen. Ich betreue ihn seit 15 Jahren. Ich gehe ja auch mal in Rente, nicht wirklich. Ich bin für Aufhebung, wenn die Verlängerung Ende des Jahres ansteht. Er sei doch ein leichter Fall. Ich mag aber Herausforderungen, wo ich noch was reißen kann. Er hat Zeit und Liebe für seine Kinder, aber auch der Sohn im Kindergarten will ein Spätschichtkind sein und fragt, warum er nicht arbeitet. Das könnte noch zum Problem werden. Er will nicht mit der Kindesmutter zusammen ziehen. Das würde nicht klappen außerdem wohnt seine Mutter in Hannover und die will er unterstützen und fühlt sich ihr verbunden. Das liegt daran, dass er solange bei ihr war auch als es ihm schlecht ging, das schweißt zusammen. Ja, er ist ein leichter Fall, dass ist doch gut so. Ich denke schwere Psychosen und Stimmen hören kann er sich auch vorstellen, etwas Psychiatrieerfahrung hat er ja. Er stimmt mir zu. In Hameln sind viele Desolate, die als Betreute für mich in Frage kommen. Das finde ich rührend, wie er sich um meine Rente, wahlweise leichte Fälle, dann neue Fälle für mich, Gedanken macht. Das muss nicht sein. Ich komme zu Recht. Er hat das Zimmer nicht verlassen, die Schule geschwänzt und war abgemagert und computersüchtig als ich die Betreuung übernommen habe, jetzt hat er 2 Kinder. Es gab schon eine persönliche Entwicklung. Die Konflikte und das schlechte Gewissen, dass er nicht arbeitet, kann man durch die Betreuung nicht weg machen und er kommt zu Recht und weiß wie man das mit den Ämtern macht, außerdem bin ich nicht aus der Welt, wenn wirklich mal was sein sollte. Was Portugal ist im Endspiel. Das ist ja schlimm. Mein Bruder rät zu einem Operateur in Hamburg. Herr Afghanistan will aus der Langzeiteinrichtung zu seiner Mutter ziehen.

Können wir diesen Fahrradstellplatz nicht mit Markus bauen. Die sollen in den Urlaub fahren und sich überraschen lassen. Fundamente und Konstruktion wie für ein Hochhaus oder zumindest eine Parkhochhaus. Es geht doch nur um ein klein wenig Dach für ein paar Fahrräder, Herr Gott nochmal.

Wir fahren zur Geibelstraße und der Mittagstisch ist total lecker. Auch die Vor- und Nachspeisen. Stephan hat einen schwarzen Reis als Nachtisch. Der beste Inder der Stadt war die Ansage des Mitbewohners. Das Missverständnis klärt sich dann auf durch einen Blick auf dem Fenster. Suki will zu einem Kleinkind was sich nach ihm verzehrt. Brainstroming mit dem Kollegen. Er findet was auf dem Wasser gut. Paartest ist nur so mittel für einen Geburtstag geeignet, gut, große Schuhe hat er schon mal an. Der Kollege ist offen für Psychiatriespaß, wir leisten Widerstand lassen uns von Pflegern 5-Punkt fixieren oder ich zahle Herrn Ihme als Partyunterhaltung, der ist billiger und kann Porträts von den Gästen malen oder einen Backkurs machen (veganen Marmorkuchen hätte ich gerne). Mit der Transall fliegen. Das wäre ein Traum. Leerstehende Wohnung im Ihmezentrum. Da drin essen und feiern. Glas blasen. Das würde ich mal gerne. So verliebt wie ich in diese Murano-Sachen bin. Das würde ich als Handwerk aussuchen. Tag der offenen Tür bei IBM. Die hatten einen Glasbläser, der die Laborsachen gemacht hat. Stephan hilft dem Kollegen beim Altpapier entsorgen. Dann darf das Eis oder der Nachtisch ruhig mal 2,- € mehr kosten.

Der russische Alki will sich Morgen von Mama zur Anhörung zum Betreuungsgericht fahren lassen und dann gleich nach Wunstorf zur Entgiftung.

Meine Eltern wollen Samstag zu einem Prof auf eine Feier. Wir kommen alleine klar, mit oder ohne die Hannoveraner Freunde. Bayreuth hat leckere Griechen. Käsefondue ist nicht mehr, der Freund ist bei ihr ausgezogen. Ich glaube der hat Probleme mit Monogamie und das war schon früher so bei der Frau mit der er zusammen war als wir uns kennen gelernt haben. Ich wäre bei so was sehr misstrauisch, weil es sich meistens wiederholt und ein Muster ist was sich nicht durchbrechen lässt, weil es weniger an den Frauen liegt, die betrogen werden, sondern an dem Mann. Das fällt mir auch jetzt erst ein. Grill und Skate ist erst am Samstag. Auch gut. Ich bin wieder hoffnungsvoller und die Schmerzen scheinen auch abzuklingen. Das hält nicht mal ein Haarer durch. Tagsüber immer Angoraunterhose. Das kann man auch keinem erzählen. Schilddrüsen-OP glaube ich aber nicht. Wenn nicht mal der Unterleib mich ausreichend leiden lässt, dann wohl kaum diese kleine Baustelle.

Ich scheiße den Fahrradschrauber zusammen, dass er ein Wicht sei und selber schuld mit seinem eigenmächtigen Kontowechsel zu dieser Amateurbank und mir das jetzt scheißegal sei was auf seinem Konto passiert. Er hätte Depressionen. O.k. bin ich weder nett. Wünsche meinem Kollegen ein Hangovermäßiges Männerwochenende in Stockholm mit Filmriss und wer ist der nackte Mann im Kofferraum und so. Jetzt noch ein paar Jahresrechnungen. Ja, auch der Hund hat keinen Bock mehr. Habe noch 10 Minuten. Lidl. Der Typ vor mir kauft 2 Paletten Red Bull und nimmt die Ice Age 2 Aufkleber nicht mit, das tue ich dann. Der neue ist mit Weltall und so, neue Figuren, ein Hase mit großen Zähnen und geflochtenen Haaren? Wir sind mehr als sonst und die Trainerin kommt durcheinander, weil sie hier unterrichtet, in der Werkstatt und bei Aspria und einen normalen Beruf habe sie auch nicht und dann weiß sie nicht, woher kennt sie die Leute vom Krankenhaus oder vom Yoga. Das Hängeyoga fordert den Teilnehmerinnen wieder viel Geduld ab. Die eine fragt schon nach einer Fortgeschrittenengruppe „Master Class“ heißt das dann hier. Die Lehrerin, deren Tuch auf einmal zu tief hängt (und das nach den ganze Kontrollen zu Beginn der Stunde) verkündet: „Wir machen 5 vor halb Schluss, weil ich denke mal wir wollen alle das Spiel sehen“. Die Schwierige in der Gruppe: Ich schaue eigentlich kein Fußball. Ich mit meinem Basilikum nach Hause. Etwas Spiel und der Bauch zwickt wieder (ist nicht ganz vorbei), aber dann doch ins Bett.

08.07. Der Wecker weckt uns brutal um nach halb 9 und alle Träume um Skilifts, noch einmal hoch fahren und den Pass ausnutzen, meine Schwägerinnen, Mode und krasse Einrichtungen was da war sind irgendwie heute zu kurz gekommen. Ich muss mich um die Wachspflanze kümmern und da einen Schlussstrich ziehen, d.h. irgendwie eine krasse Veränderung mit nachschneiden was nicht verbrannt ist und Standortwechsel. Bei Steffi ist wohl die Klingel abgestellt und er schaut mich ein Mann mit weißem Hemd an aus dem dunklem Zimmer. Warum lässt mich Jan nicht rein frage ich mich. Das war nicht Jan, sondern ein Übernachtungsbesuch. Um 5 vor 10 breche ich auf und die Betreute wartet schon. Habe wieder eine Spinne auf der Schulter und dann Schreibtisch. Wir sind hysterisch um die Wette. Wenigstens ins Treppenhaus. Dann noch eine an der Wand. Sie ist misstrauisch ob och ein Nest hier habe. Das war vielleicht die von neulich an meinem Hals. Die befördere ich richtig nach draußen mit viel kreischen und Blatt schwenken. Sie ist traurig, dass sie mich bald verliert. Wir reden darüber Ermittlungsverfahren und dass das Arbeitsamt einen Knall hat und über Hartz IV Dynastien. Der jetzige Vermieter will keinen Nachmieter, er ist eingeschnappt. Sie machen in Ruhe und renovieren und sie bleibt dann in der alten Wohnung, die näher ist an der Schule und sie machen das Beste daraus.

Die Schwester von Herrn Schmalehand hat angerufen und Angst vor der eigenen Courage. Ich rufe sie nicht zurück, sondern fahre hin. Falsche Station, auch Hibiskus, meiner wird operiert, nein, der Name ist nur ähnlich. Meiner ist gelb wie ein Asiate (man sieht, dass die Leber nicht arbeitet oder ist vor lauter Tai Chi Ehrenasiate geworden) und hat keine Zähne im Mund, er krümmt sich und jammert und schreit. Er stirbt hier und keiner hilft ihm. Alle warten, dass seine Blutwerte besser werden und die haben 2 Mitarbeiter für 40 Leute und die machen Dienst nach Vorschrift und er muss warten und ist nicht dran. Die Schwester cremt seine offenen Beine ein und er beschwert sich und beschimpft sie. Ich sage, ich schaue, ob ich was in der Akte habe was ihn aufmuntern kann. Das Jobcenter lädt ihn nächsten Mittwoch zum Beratungsgespräch ein, dabei sind die nicht mehr für ihn zuständig, weil er Rente bezieht. Ob wir uns dann Mittwoch um 9 Uhr in der Vahrenwalder Straße treffen, ja, da muss er lachen. Dann die junge Ärztin. Sie wissen nicht was er hat. Das Wasser im Herzen führt zum Rückstau in der Leber und die gibt langsam ihre Dienste auf. Sie wollen ihm ein Fenster in die Herzkammer bauen, dass das Wasser abfließen kann, aber die OP würde er nicht überleben, sondern verbluten. Das Blut ist sehr dünn. Er bekommt Entwässerungstabletten und davon fühlt er sich schlapp bei seinem niedrigen Blutdruck. Er kann nicht mehr und will nicht mehr leben und fragt nach Sterbehilfe. Hepatitis hat er nicht, Tumore finden sie nicht. Irgendwelche Tumormarke sind 100fach höher als im September. Jetzt testen sie noch eine Autoimmunhepatits und wenn es das nicht ist sind sie am Ende mit dem Latein. Aber irgendwas ist doch akut am Laufen so wie er sich in Wochen verschlechtert hat. Er wusste nicht, dass es so schlecht bestellt ist um seine Leber. Alkohol spielte nie die Rolle und Drogen nicht. Cannabis. Ob der das noch nimmt will die Ärztin wissen. Seit Sie im Krankenhaus sind, kiffen sie nicht, oder Herr K? Er lacht. Außerdem ist Cannabis nicht dafür bekannt die Leber kaputt zu machen. Ich versuche ihn etwas aufzubauen, er sagt auch, er könnte Besuch gebrauchen, aber wir haben keinen. Ich gehe seine Kontakte durch und der ehemalige Vermieter, Fachbereich Finanzen, nichts was wir gebrauchen können. Er sieht aus wie Mr. Burns von den Simpsons denke ich mehrfach. Die Schwester hat die Hühnersuppe vergessen. Sie ist so doof, was hat sie denn im Kopf? Das war doch das wichtigsten, der braucht Brokkoli oder Kohl, damit das Blut dicker wird, er heult. Sie will auch gehen (er: was Du gehst schon), sie kann nicht mehr und will zu ihrem Mann, der wartet. Er soll nicht immer liegen, im Rollstuhl nach draußen ins Grüne, das baut auf. Raus will er nicht, sagt die Schwester. Ihm ist kalt wegen der Entwässerungstabletten würde er frieren bei 24 °. Für Eitelkeiten haben wir keinen Platz, zeige ihm meine Wollhose, egal, wenn das hilft und einem besser geht. Alles scheiße. Ich stimme ihm zu, aber psychisch ist auch wichtig. Die Unsicherheit macht ihn fertig und das verstehe ich. Heute ist noch mal Blutentnahme und Ultraschall. Das sei nicht schlimm und der Arzt, die Choriphäe wäre doch ein Kumpel von ihm mit dem sei er doch so (hacke die Zeigefinger gegeneinander). Warum hat er keine Blumen, wenn die andere Schwester als Gärtnerin in der Herrenhäuser Gärten arbeitet wundere ich mich. Ich melde mich nächste Woche und will dann wissen, was raus gekommen ist und was sie planen und komme vorbei. Die Schwester sagt es wäre sehr hilfreich, dass ich da war. Die Ärztin hätte ganz anders mit ihnen geredet jetzt wo ich mich dahinter klemme. Ich bedanke mich, dass sie jetzt da ist und sage, da sei nicht einfach auszuhalten. Ich sage, selbst wenn sie operieren könnten, würde die Leber versagen und dann stirbt er daran und eine Transplantation (MHH, was sie sagte) da muss man erst Recht fit für sein, schwere OP und Warteliste. Ich sage, vernünftige Schmerzmittel sollen sie ihm geben. Schwerer Besuch.

Will was essen gehen, aber Stephan ist nicht zuhause sondern bei der Steuerberaterin. Harald ist bereit den Zeremonienmeister zu machen und einen Radausflug mit Picknick an meinem Geburtstag. Kleine Gruppe. Das ist gut. Die Nachbarin ist sauer, weil ich sie an das Räder abketten erinnere. Sie sei nicht doof (was zu beweisen wäre). Ich schreibe, es sei nur eine Erinnerung wegen Urlaub und da könne man auch mal was vergessen, sie soll nicht gleich so beleidigt sein.

Die geistig Behinderte hat das Bett umgetauscht und einen Sessel der ausschaut wie Formel eins. Das Bett ist rot und passt immer noch nicht in die Bettnische, aber sie will es so und das Sofa soll dann weg. Kino am Raschplatz OmU aus LA. Das klingt gut. Ich frage Markus und Steffi.

Noch mal das Casemanagement vom Siloah, ob sie einen ehrenamtlichen Besuchsdienst haben. Nein, so was würde es nicht geben und er will ja wohl nicht mehr. Ja und, ist tut ihm gut, wenn jemand da ist und bei ihm sitzt und mit ihm Fern sieht. Seelsorge? Ja, aber ist gerade Urlaubszeit und sie weiß nicht, ob evangelisch oder katholisch (ich frage mich was das für eine Rolle spielt und sage: ich melde ihn mal für beides an). Die kommen auch nur alle 2 Wochen und andere kommen alle 2 Wochen und fragen, ob derjenige eine Zeitung will. Jemand der sich dazu setzt, das gibt es gar nicht. Armes Deutschland denke ich. Soll ich da am Wochenende hingehen, eine Hühnersuppe mitbringen Fäden vernähen, es organisieren, dass ein anderer Betreuter von mir da hin geht. Die Schwester kommt Morgen wieder. Immerhin und an die Suppe will sie auch denken. Kann aber sein, dass sie ihm nicht schmeckt.

Stephan kommt nach über 3 Stunden schwer bepackt mit Steuerunterlagen, eigenen und fremden und hat mein Paket abgeholt und musste für Körperlotion, Seife und ein paar Nüsse 7,- € nachentrichten, weil es teurer als 26,- € war, Mehrwertsteuer und sie haben natürlich gefragt, ob es Nahrungsergänzungsmittel seien. Auch scheiße, das Geld, der ganze Aufwand, aber an so einem Tag brauche ich mich darüber nicht aufregen. Stephan muss noch den Stimmzettel für die Stephanusstraße mitnehmen und abgeben. Ich googele einen Hospizdienst und spreche denen um 15:08 auf den AB (Geschäftszeiten bis 15 Uhr), bin durcheinander und sage meinen Namen 2 x.

Mit Heinz Ehrhard formuliere ich eine Patientenverfügung und danach ist mir heute gar nicht zumute. Hospiz, kostet das extra? Dann will er es nicht und künstliche Ernährung, das wird auch teuer, wenn man dann länger lebt und wer zahlt das? Ich mache das so gut es geht und ernte viel Zuspruch: ohne mich wäre er verloren und könnte sich in ein Loch verkriechen und ich bin immer so bescheiden. Er will mir Geld für die Kopien geben. Er will eingeäschert werden und ich erkläre den Unterschied zwischen einer Bestattungsvorsorge und einer Sterbegeldversicherung, denn Versicherungen hat er schon genügend unsinnige. Er will meinen Rat. Organspende, er sei eigentlich dagegen und wenn man fragt warum kommt von: „da kann man sich was einfangen“ bis hin zu er wird eh verbrannt. Ja, also!?

Zehn vor 5, Herr Teheran, ich habe ja jetzt schon Wochenende und er wollte nicht stören…dieses ganze, Pseudoentschuldigungs-keinem-Arbeit-machen-Dings kann er sich an den Hut stecken. Ich beende das Gespräch mit: ich habe keine Lust mehr. Die weiteren Nachmittagstermine kommen offenbar nicht. Dafür rufe ich die Ossis an, denen ich einen Personalausweisantrag mit Foto und allen Daten von der Samtgemeinde Wathlingen gefaxt habe, dass ich davon ausgehe, dass der Rentenantrag entscheidungsreif ist und sie mir sonst erklären dürfen, warum das nicht ausreicht und welche Infos ihnen fehlen. Ich höre raus, dass es ihnen darum geht, dass die Betreute wirklich lebt. Das kann ich doch bestätigen: Vollpfosten.

Aufpasser der Üstra stehen vor unserer Tür. Ist das notwendig? Im Garten treffe ich die Miteigentümer. Statiker im Urlaub, wer will die Verantwortung übernehmen, wenn der Wind mal ungünstig steht. Ich melde mich gleich. Was ich nicht auf mir sitzen lasse ist, dass ich die sei, die sich als erste beschwert wenn es wackelt. Das glaubt selbst die junge Frau nicht, die dabei steht und mich das erste Mal sieht. Ich kann die Verantwortung übernehmen für die Gurken, aber nicht für den Retroroller. Das ist immer alles total überdimensioniert in Germania (ich sage nur Heizkörper im Schlafzimmer, wegen Nasszelle, füllt die ganze Wand und war noch nie über 1 an, ist berechnet für Dauerbaden und Außentemperaturen von minus 50 und selbst dann würde man ihn nicht brauchen) oder ein Dach aus Folie, das ist dann überschaubar wenn es abweht oder schön Wellpappe. Aber das ist dann wieder laut bei Niederschlag und die Nachbarn beschweren sich. Ganz viel Beton muss gemischt werden und alles schwierig. Spreche sie auf Pilates an. Das sei Sturzprophylaxe. Ah hah, das hätte ich mir denken können. Hauptsache sie macht die Räder ab. Kann es mir gerade verkneifen sie noch mal anzusprechen (habe im Treppenhaus schon das Fenster aufgemacht und mache es wieder zu). Wenn, dann habe ich es schwarz auf weiß, dass sie zu blöd ist. Nähen mit Steffi. Mein Krankenhauselan mit Nächstenliebe wird sich dann erledigt haben und es wird mir reichen, wenn ich das wieder während meiner Dienstzeit mache nächste Woche.

Ich glaube Michi nicht, dass ihm die Blasmusik fehlt. Heute sticht mein Magen ganz böse. Anna hatte es vermutet: Magen. Essen tue ich trotzdem. Ich verstehe das nicht. Kein Organ des Bauchraumes wurde ausgelassen. Ein bisschen Künefe und frisches Baklava geht auch rein. Das Baklava ist richitg warm und klebrig, köstlich eigentlich. Stephan entdeckt das Foodora Zeichen und findet es gut, dass er sich theoretisch Künefe für 3,- € Aufpreis nach Hause liefern lassen kann. Steintor ist nach wie vor die Silly Walks Meile. Wer berechnet eigentlich die Statik der riesigen Markisen und der riesigen Sonnenschirme? Es ist echt deprimierend, aber von meinen Betreuten fällt mir keiner ein, den ich zum Dienst ins Krankenhaus schicken könnte. Die sind alle verrückt bzw. voller eigener Probleme und wären keine Hilfe. Trauriges Deutschland, so viele Menschen ohne Aufgabe und so wenig, die ein Ehrenamt machen wollen oder bereit sind so was wie Krankenhausbesuchsdienste zu leisten. Eine Gruppe junger Männer, gucken wie testotestrongeschwängert und ein sehr Rothaariger dazwischen. Ich kommentiere die Szene mit: „und eine Möhre haben sie dabei“.  Noch eine bunte Tüten mit Lakritze am Weiße Kreuzplatz. Wir treffen Markus, der auch sagt, die Fundamente sind größer dimensioniert als beim Carport. Schlimme Autowerbung und die Message lautet: die Menschen wollen sich frei fühlen wie Vögel und träumen von der Freiheit, aber die Greifvögel wollen Cabriolet fahren und der Vogel setzt sich auf die Rückbank. Haha. Der Film ist viel: bitch, merry christmas bitch, mit dem Taxi zum Sunset Boulevard, Donut Time, come to my show, 9 pm, sie muss für ihren Auftritt zahlen. That’s pathetic, genau wie zu denken, dass der Zuhälter der Freund oder Verlobte ist, die orangefarbene Sonne im Winter, so dass es sich nicht nach Weihnachten anfühlt, sondern wie eine Lüge, die armenische Familie am vollgedeckten Tisch, der Taxifahrer muss noch mal weg, „arbeiten“, er flieht und die Schwiegermutter blickt durch, hat die Kontoauszüge kontrolliert, sie hat auch Leo an und kauft in der selben Boutique wie Sin-Dee Rella, die Hauptfigur, die immer verspricht kein Drama zu machen aber Drama braucht wie andere Sauerstoff. Der Taxifahrer schimpft mit einer Stricherin, die halt den Schwanz nicht weggeklemmt hat, sondern falsch stand und eine Möse hat. Ihhh. Er steht auf Blasen in der Waschstraße und sie kauft ihm einen Duftbaum fürs Auto nachdem irgendwelche megabreiten Typen reingekotzt haben. Der bunte LA Film, Farben wie verzerrt, wie David La Chapelle und Martin Parr, krasse Charaktere, mehr traurig und tragisch als alles andere. Es geht schlussendlich um Außenseiter und Freundschaft. Während sie gerade mitten in der Rache ist und die weiße bitch durch die Stadt prügelt fällt ihr der Auftritt der Freundin ein: fuck, fuck, fuck, fuck, fuck. Sie unterbrechen und gehen dann da hin. Crack rauchen sie alle und der Zuhälter, Chester, stellt fest, das ist gutes Zeug, aber nicht seines und wie heißt Prostituierte auf Russisch. Prostituki? Mir gefällt die Filmästhetik, zum Beispiel der Anfang mit dem Muster auf dem zerkratzten gelben Tisch in dem Donut Laden mit Brandfleck und wie das inszeniert wird, abstrakt, dass man es erst für etwas völlig anderes hält, eine Zeichnung, was Filigranes und die Musik ist auch großartig. Markus braucht einen Gartenschlüssel. Den Film über Wiener Dog („What’s his name?“ „Cancer.“ „Why would you call his dog that?“ „It felt right.“) will ich unbedingt sehen. Soll man mit Dackeln Trampolin springen? Als wir wieder kommen passen sie zu zweit auf und müssen sich irgendwie wachhalten mit Energy Drinks, die Fahrräder stehen unverändert. In Hamburg anrufen was da los ist und geht? Ich bin zu müde.

09.07. Werde vor 6 wach, mache eine Gästeliste (soll ich einfach die Bedienung aus dem Rossi fragen, ich habe einen hohen Verschleiß an Begleitern und Gästen, die Goldreste werde ich jetzt zurück verlangen, bin für einen sauberen Schnitt. Ich bin scheiße, gemein, hinterlistig, fies, habe aber auch den Mut ehrlich zu sein, den Schlussstrich zu ziehen und weiter zu gehen), lege mich aufs Gästebett und genieße die Stille, sogar bei offenem Fenster. Draußen war Schichtwechsel und jetzt ist eine Frau dabei. Die passen auf mich auf. Gut, dass es smart phones zum Spielen gibt.

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Ich nutze Gaffa um einen neuen Holzständer für die Wachsblume zu basteln und schneide sie krass nach. Hoffe, sie überlebt das. Basilikum wird umgetopft, weil den liebe ich zur Zeit und hoffe, er wäscht und gedeiht. Der Aufpasser der Üstra berät eine Oma mit zwei Enkeln. Neue Follower finde ich am Altglascontainer, den Typen, der mich 2 x anstrahlt und mir dann sagt, dass das super ausschaut finde ich auch attraktiv. Dann passt es ja wieder. Stephan beschimpft mich bei Lidl wegen Industrie und Verpackung. Den lasse ich nächstes Mal zuhause. Das bringt nichts. Er füttert mich mit leckeren auserwählten Beeren vom Markt und hat die letzten beiden Stips-Gläser gekauft. Das wird erst wieder im Herbst gekocht, wie Chrystal Meth, hat er Recht. Chia-Brot mit dick Salzbutter und dem süßen Aufstrich. Der Sterbende hatte Chia Samen auf dem Tisch stehen und ich meinte: Vogelfutter und er: wäre eine Mineralienbombe, aber schwer zu verkraften für die Verdauung eben wegen der ganzen Mineralien. Ich: muss man das nicht einweichen. Er macht es sich in den Joghurt und die Schwester bestätigt, dass man das überall rein machen könne. Ich bin müde und liege auf dem Bett. 3 Hütchen habe ich fertig, ein ganz schlichtes aus getrocknetem Seetang was vor sich hinkrümeln wird und dann noch eine Erinnerungsmail an Freelens. Vor lauter Sehnsucht habe ich ein Hütchen aus meinem Lumix-Foto gemacht mit gehäkeltem Rand. Auch gut, wird Massimo freuen. Die Glasperlen aus Venedig werden neu aufgezogen und ich brauche blaues Gummiband aus Bayreuth, muss ich dran denken. Meine Knöpfe aus New York finde ich nicht. Die ganze Tüte für 88 Dollar. Zu viel Zeug?

Dann zu Steffi. Die Rankpflanze am Gartenzaun hat einer schon abgehakt. Gestern wurde Mikrusch getreten von einem durchgeknallten Aggrotypen mit dem sie sich angelegt hat und den sie noch eine Weile danach gejagt hat zur Barcarole und darüber hinaus um Rache zu üben. Sie ist unruhig und will raus. Ich bin dickfällig und Stubenhocker. An meinem Geburtstag gibt es einen Radausflug. Das muss reichen. Mittagstisch werde ich gefragt. Sie kocht sich lecker Pak Choi, wäre am liebsten gleich noch mal zu Mimis. In Thailand ist das Essen noch leckerer als bei Mimis. Den Bericht von gestern gibt es nicht mehr in der Mediathek. Wir sollten in ein paar Wochen überlegen ob wir das zusammen machen im Februar. Das Pak Choi brät sie kurz in der Pfanne an und macht zu viel Fischsoße darauf und dann Kokosmilch. Es schmeckt sehr salzig, aber köstlich, sie tropft was davon in meine Tasche, die da steht, auf den Rock und zeigt mir das Malheur. Bangkok, ihre Lieblingsstadt, sieht schon sehr gut aus. Julia und ihre Geister als neuer, alter Italienfilm. Der sieht sehr schräg aus. Amy Sedaris ist Wäscheexpertin und wird für Wäscheparfum. Ist das die Frau von David und seit wann ist der mit einer Frau verheiratet. Sie hat einen neuen Nachttisch von dem Trödelladen auf der Limmer gegenüber vom Ökobäckercafé mit altem Geschenkpapier in den Schubladen und noch ganz leer. Ich empfehle !The Girl that walks home alone at night“ oder wie der Vampir Film der iranischen Filmemacherin heißt und die düstere Ästhetik kommt gut an. Ich vernähe vor mich hin, sie macht Überweisungen, geht mit Mikrusch raus, holt uns eine Riesenportion Eis vom Lindener Markt, 3 Kugeln Caramel Fleur de Sel, Avocado und Lavendel. So viel, dass ich wochenlang kein Eis mehr brauche. Ihre Mutter hatte Besuch im Krankenhaus und die hatte nicht mal was Ernstes. Vielleicht weil die ein christliches Krankenhaus sind. Die Vietnamurlauber brauche ich nicht fragen wegen Radausflug, die sind noch eine Weile weg. Dann fahren wir zu Luis. Ohne Kaffee draußen wird es nicht gehen, mir ist es eigentlich zu spät, aber da muss ich jetzt durch. Steffi hat eine neue rosafarbene Gabel sich einbauen lassen von Ricarda, hatte sich aber auch an das Leihfahrrad mit Korb gewöhnt. Ich lästere über den behinderten, dicken Hund der nicht laufen kann, ob wir den mitnehmen müssen. Sie ist auch sehr ungeduldig mit ihm, ich strenger mit Suki und bin für anleinen, dass die Leute in Ruhe essen können, gehe einfach nicht davon aus, dass jeder so hundeverrückt ist wie wir. Dort treffen wir die Studioinhaberin und sagen ihr, dass sie wieder öffnen soll und wir vor allem das Samstagsyoga vermissen. Sie lernt Suki kennen, den sie von BM kennt und den „Arschlochhund“ wie ich seinen lahme Bruder nenne. Der sei zu Recht auf Psychopharmaka, weil er nachts mit Bier überschüttet und dann frisiert und geföhnt wird und das vertragen seine Nerven nicht. Wir lernen ihren Freund kennen, er ist schlicht und freundlich und scheint ihr zu bekommen. Es geht um Urlaub in Italien. Wien ist verschoben. Die Tipps behalten ihre Gültigkeit, da ändert sich nichts. Der Freund empfiehlt mir Portugal wenn ich auf Kaffee stehe. Ich empfehle Hochzeit auf Italienisch als Einstimmung für Italien, Stephie mag auch Sofia. Heute sieht man meine Narbe, weil ich sie nicht durch Armreife verdeckt habe und ich werde darauf angesprochen. Dann noch ein Hippstercafé am Schwarzen Bären suchen, schön mit Hunden auf dem vollen Bürgersteig vorbei an den Dönerläden und Mikrusch kackt das dritte Mal. Er tut das gerne extrovertiert von der Straße aus und nutzt den Bordsteig wie einen Klositz. Das ist eine Schnitzeljagd und nichts anderes. Manchmal lasse ich mich auch zu gerne verarschen. Jetzt ist Schluss, ich kenne den Schwarzen Bären und ich will abbiegen. Die Üstra Baustelle gefällt mir, die vielen Zaungäste (90 % Männer mit Kamera und nur 5 % mit Kindern dazu) sind schräg. Oberleitungen werden auch gemacht. Der Typ auf der Hebebühne zeigt mir den Daumen nach oben.

Den Bericht über Thailand gibt es auch hier nicht in der Mediathek. Stephan gefällt das krasse Kleid mit dem weiß abgesetzt besser und auf einmal finde ich den Schnitt nicht so schlimm, die dicken Säcke an den Brüsten. Es muss nicht alles optimal sitzen, darauf ist mein Look nicht angewiesen, schön Gürtel rumgebunden. Geht. Stephan ist doch die Freundin Nr. 1, auch in Modefragen. Optimaler Sitz ist nicht so entscheidend bei mir, ich habe andere Reize. In das andere lasse ich einen neuen Reißverschluss einbauen. Wenn wir in Bayreuth sind hat meine Mutter Steffi. Die Nachbarn haben die Abreise verschoben. Sie fahren auch nach Kroatien, können sie die Steuerkollegin grüßen. Wie kochen Hähnchen und Gemüsepfanne und essen, vor allem Beeren und frisches Shortbread. Es läuft Ninja Warrior und ich habe nur noch 6 Tücher zu vernähen. Was, die spielen nicht um den dritten Platz. Wenn ich mal Fußballtipps gebe. Stephan will Morgen laufen gehen mit Markus und seiner Gruppe. Ich will die Baustellenstille genießen.

10.07. Traum irgendwie Familientreffen. Ich fahren auf diesen Plastikdingern vom Wischmop Ski. Das sieht wohl sehr lustig aus. Habe Echtschmuck im Angebot. Große Perlenohrringe und welche, die eine Goldschmiedin gemacht hat. In der Mitte 50er Jahre Teller und außen verschiedene, bunte Edelsteine. Barbara sagt, die stehen ihr nicht und wann soll sie sie tragen. Dann habe ich diverse Anstecknadeln. Meine Schwiegermutter schaut auch und die eine stammt von ihr. Peinlich, aber dann konnte ich die wohl nicht gebrauchen. Dann haben wir uns von einem Teil der Verwandtschaft nicht verabschiedet, weil ich dachte, die sehen wir noch, aber kommen die nach. Sage Steffi Tschüss, die außen mit Mama sitzt. Wir müssen zum Zug, Stephan brät Fleisch, brauchen nur 1 Minute die dünnen Stücke, ja, aber der Zug fährt in 15 Minuten und wir gehen mit einem Onkel, der nicht so gut zu Fuß ist und ich bin es auch nicht. Ich bin genervt und gehe einfach schon mal vor und schaue, wer es schafft. Es ist 8 Uhr und ich bin ausgeschlafen. Ich schaue den Wochenplan an. Mittwoch ist Frankfurt mit dem Kollegen. Stephan will joggen und ruft Markus an auf allen Kanälen, dann will er alleine, dann lässt er Kaffee durch und geht nicht an den Rückruf. Gästeschlüssel, dann müsste er nicht so viel Schlüssel mitnehmen. Ich bin unleidig und sage, er soll nicht so einen Popanz um das bisschen laufen machen, einfach los und ich schreibe München, will ihm gerade keine Aufmerksamkeit geben. Er soll einfach gehen. Das ist bestimmt böse und unangemessen und nicht nur Freundinnen, die zu Gast sind bekommen ihr Fett weg. Ich bereite Pfannkuchen vor und er bleibt lange weg. Steffi ruft an und fragt nach Segeln, Abenteuer, einem Ausflug. Ich bin im Stubenhockermodus und werde höchstens zum Fädenvernähen auf die Wiese wechseln und auch das ist unsicher. Ich habe genug Auslauf während der Woche und genieße das Stubenhocken. Mein Mann ist joggen. Sie hat nach Flügen geschaut weiß aber, dass wir noch keine feste Zusage gegeben haben. Jetzt ist es 11:30 Uhr. Selber schuld, wenn er nicht wieder kommt. Ich bastele Ohrringe und könnte aber langsam auch frühstücken. Ich fülle das Essen um und tropfe auch Klamotten von gestern voll. Erst mal Wäsche und alles waschen. Stephan kommt, hat Markus getroffen und ist 2 Stunden gelaufen. Viel zu lang schimpfe ich. Er kann verstehen, dass man einen Ausflug machen will. Das sei nicht per se manisch. Na gut, mir ist halt nicht danach. Er darf auch alleine mit Steffi, will aber bei mir bleiben. Ich bade und wasche mir die Haare, wenn mir kalt ist soll ich in den Wintergarten. Das ist allerdings zu viel des Guten. Stephan fragt nach seinen Eltern. Hallo, es ist 13 Uhr, ich bin im Nachthemd. Das muss doch geplant werden, was heißt, er meint es nicht ernst und will es auch nicht wirklich. Will mich erst nach draußen locken mit Flohmarkt, aber was soll ich da, hier zu voll, kein Bock, richtig Wohnungskatze. Er ist dann doch sehr fertig von der Aktion und hat eben doch übertrieben. Ich bin pickelig, mache Bangkok-Ohrringe und eine schlichte Kette aus der Steinmuschi und noch eine Bunte mit einem Gingerbreadman auch Williamsburg. Das erste Mal Ketten seit einer halben Ewigkeit. Pinguin-Gürtel häkeln. Gut, dafür bräuchte ich jetzt Steffi, weil ich das Prinzip nicht kapiere, Essen von gestern. Doku über Zivilisationen von denen ich noch nie gehört habe, die Gärten in der Wüste hatten durch Kanalsystem mit genau 4 % Gefälle. Experten sind ausschließlich schwule Amerikaner. Ich sei so schön prollig stellt mein Mann fest. Matcha-Eis von Lidl auf dem Sofa, basteln, fernsehen, aufräumen, Caro-Kaffee. Die Geburtstagseinladung schnell raus mit der heißen Nadel genäht, wie immer, schicke Outdoorgarderobe und nicht -bekleidung heißt das und Datum wäre auch hilfreich gewesen. Nicht viele, aber diesmal auch meine Cousine. Die hatte ich letztes Jahr schlicht vergessen. Markus sagt als erster zu, er ist ja bei uns am husteln in der Zeit. Steht auch noch unter dem Einfluss des Bitch-Films, wie wir. Die Hamburger melden sich wegen Geolino Verlängerung ob das noch das richtige sei oder gleich zum Playboy übergehen, wie Stephan vorschlägt. Das liegt sicherlich in seinem Interessensgebiet. Viel Arbeit zur Zeit, am Wochenende mit Erholung und Pfifferlingen, leider kein Jante in Sicht. Ein Häkelhütchen mal stärken und in eine krasse Form bringen? Die Ärzte sagen ab, was klar war und die Freundin von der ich mich trennen wollte schlägt mir Jules Mumm trinken vor. Das ist mir dann lieber, ich wollte nur eine Reaktion rauslocken. Jetzt meldet sich St. Gallen, dass sie nicht zur Radtour kommen und mein Bruder sich aber nächstes Jahr frei nehmen will zu meinem Geburtstag (warum das denn, ach so, der Runde, das wird überbewertet und unter Druck setzen lasse ich mich nicht) und dann sind sie jetzt erst mal im Urlaub nur über Handy zu erreichen sind und sonst eine elektronische Pause einlegen. Geolino taugt Frederik noch und dann überlegen wir weiter und ab 16 halt Playboy. Katalin will mit mir telefonieren und ist zufrieden mit ihrem Zeugnis und hat die Noten ins Deutsche umgerechnet und alles Einser und Zweier und sie hat viele Fleißpunkte gesammelt und bekommt nach den Sommerferien einen Kinogutschein vom Lehrer, also Arbeit würde sich schon lohnen. Sie schreibt eine Geschichte über Katzen, weil sie so abartig süße Katzenaufkleber von der Mama geschenkt bekommen hat, auf denen die Hüte tragen und wird von der Mama gelobt, weil sie die so gut beschreibt, eben nicht nur schwarz mit grünen Augen, sondern nachtschwarz mit smaragdgrünen Augen. Sie will halt, dass man es sich gut vorstellen kann. Jetzt erst mal eine Auszeit und Urlaub. Mein Bruder hatte richtig getippt mit Island gegen England und sagt was von einem autonomen Zentrum, was ich in der Schilddrüse vermutlich habe und was man dann eh operieren muss über kurz oder lang, man wird es sehen und dann rausschneiden wollen. Das höre ich nicht so gerne und autonomes Zentrum ist ja erst mal positiv besetzt in der Stadt der Chaos-Tage. Ich sage erst mal: ja, ja. Sage zu Stephan, dass alte Körper ganz beulig ausschauen, gerade die Frauen, habe es neulich in der Umkleide bei Tageslicht gesehen. Er hat keine Angst davor und für ihn bleibe ich immer schön. Das ist süß, aber vielleicht ist es auch eine Frage der Sehgewohnheiten. Buckelwale findet man auch schön, auch wenn er nicht so glatt ist wie ein 17-jähriges Modell. Ronaldo, die alte Heulsuse. Bald ist das auch vorbei. Ich gehe schlafen.

Grace

27.06. Mit beschissen einschlafen fängt es erst an. Seit 4 Uhr wach. Hölle. Der Unterleib ist voller kalter Steine. Wärmflasche. Ablenkung am Rechner. Griechenland, Portugal, Irland, Schottland, Südengland, Exeter, Bodensee, Lago Maggiore, Izmir, Efes, ich lasse mich bei airbnb treiben. Bodrum und Belfast mit Hot Tub auf dem Dach (Süditalien ist Quälerei im August, dann kann man auch gleich nach Schottland). Ich scheine Städte mit „B“ zu mögen. Sehe, dass ich um 10:30 beim Gericht sein muss. In den Pausen gehe ich immer wieder aufs Bett und nerve meinen Mann, der schläft bis er mit mir redet und sagt: Neapel mit denen sei doch o.k. Ich kann in die Eierstöcke atmen, das hilft. Der Sous Chef vom Steirer Eck kommt aus London und hat einen eigenen Laden mit nur 8 Gerichten in Wien eröffnet mit seiner Frau. Das freut mich für die beiden. Sehr schön. Auch das Konzept ist großartig. Werden wir bestimmt mal hingehen. Er hat im Steirereck angefangen weil er sich dachte, in der Gastronomie arbeiten und am Wochenenden frei haben. Wo gibt es so was Geiles denn bitte. Die Heißklebepistole war die ganze Zeit an. Die hätte ich früher ausmachen können. Schon vor Stunden.

Herr Yoga schreibt mir: „der Termin am Mittwoch ist vom Betreuungsgericht unbestimmt verschoben worden. Ich muss dann mal, wann am besten?, zu Ihnen kommen mit den ganzen Mahnungen, und um diese Sache sowie andere zu besprechen.

Ich mache mir den total unnötigen Stress, daß die 19jährge S. mir per Audiodatei den Tod wünscht, Gewalt 3. androht und mich anzeigen will, weil ich ihrer Freundin auf instagram geschrieben habe, mit welchen Freundinnen von ihr, ihr Freund ins Bett geht. Sie meint, das ist stalken und verboten, aber vielleicht denkt sie sich auch noch einen Grund aus. Daraufhin meldet sich auch der Typ mit S. bei mir und droht, mich fertig zu machen und zu mir nach Hause zu kommen. Soll ich die beiden zuvor kommend vorsorglich anzeigen wegen gemeinschaftlicher Bedrohung, bevor die mich anzeigen?

Mit den sozialen Kontakten läuft es ansonsten weiterhin prima. Am Donnerstag besucht mich der Herr aus Herford wegen unserer geplanten Zuchtgemeinschaft, die kommerziell ausgerichtet sein soll und in 2 Jahren fünfstellige Erträge generieren kann. Der Besuch in Zürich hat mir in der Welt der Vogelzüchter einen hohen Bekanntheitsgrad eingebracht und ich habe ein Dutzend neuer Freunde auf facebook.“

Dafür 2 dienstliche Mails ohne Inhalt, auch später im Büro. Melde es jeweils und kriegen dann wiederum eine Fehlermeldung. Kurz in Bayreuth melden beim Kaffee. Frage wie meine Eltern das Wochenende überstanden haben. Mama hatte doppelt eingedeckt und war auf innen und außen eingestellt. Gut, Paps wird bald operiert an der Nase in Erlangen und Mama übernachtet bei seiner ehemaligen Sekretärin, die jetzt an einer Schule mit 1200 Schülern und 150 Lehrern arbeitet und immer früh raus muss. Paps hat teure Garnelen gekauft und die mit den Jakobsmuscheln zusammen vom Künstler grillen lassen und die waren dann wohl etwas verkohlt. Aufgegessen wurde trotzdem. Wir sollen doch Ende Juli kommen und nicht das Augustwochenende was ich mir eingetragen hatte. Irgendwie Missverständnis. Beide Erziehungsberechtige widersprechen mir. Das ist immer nicht so schön wegen Monatswechsel, aber wird schon gehen. Stephan will heute Mittag Kartoffeln kochen. Sage Frau Srilanka, dass der Kollege und ich sie beide nach Frankfurt zu dem Termin begleiten werden und sie sich nächste Woche wegen Termin zur Unterzeichnung Vollmacht und PKH melden soll. Bin verwirrt, ist leider Montag und nicht Freitag. MHH wegen Herrn Teheran, ob Beschluss verlängert werden muss, da will der Arzt sich noch nicht festlegen, sie haben dafür das Thema Einwilligungsvorbehalt im Team besprochen, weil er Geschäfte macht, sein Handy verleiht und auf einmal Zigaretten im Wert von über 100,- € hat und keiner weiß woher. Das passt für mich nicht zusammen und wer letzte Woche auf einer offenen Station nicht führbar war erscheint mir nicht entlassungsreif. Dann ruft er selber an und erzählt wirres Zeug, dass er wieder Beschwerde eingelegt habe und ich ihn früher gehen lassen soll. Ich muss die Amtsrichterin und den Oberarzt sprechen. Bei Frau Türkin war die externe Gutachterin und will jetzt vorschlagen, dass sie in Begleitung vom abW jede Woche in der Institutsambulanz vorstellig wird. Das wird nichts bringen. Da wird sie immer einsilbig und angepasst sein. Der Sohn wurde zum Glück gestern vom Vater abgeholt und sie sagte, wenn Du den mehr liebst und ich sterbe dann und so ein Kack. Kinder psychisch kranker Eltern sind schon ganz schön gestraft. Da sind ein paar Schläge nichts dagegen. Die überlegen schon von Kleinkindalter an, wie kann man Mama glücklich machen, dass sie nicht weint oder wieder in die Klinik muss. Bin ich schuld bzw. wie muss ich mich verhalten, was muss ich sagen. Ohne Sohn ist es schwerer für meine Betreute, aber ein Kind ist keine Therapie für die Mutter. Anhörung beim Gericht. Ich sitze breitbeinig da und habe Schmerzen. Er hat die Einbürgerungszusage der Landeshauptstadt bis 2018. Er ist seit 2006 stabil und die Betreuung wird jetzt aufgehoben, auch wenn er mich gerne noch hätte bis zur Einbürgerung. Das kann sich die Landeskasse nicht leisten. Keine Panik, er kommt Mittwoch trotzdem vorbei. Ich lasse ihn nicht hängen. Angeblich ist die Aufhebung erst wirksam, wenn ich es in der Post habe. Sie diktiert es später, dann Geschäftsstelle. Ich denke, es ist wie bei einer Bestellung mit Bekanntgabe durch das Gericht, aber das soll mir auch Wurscht sein. Ich bin nicht kleinlich und feilsche nicht. Er soll es nicht als Niederlage sehen. Das Gegenteil ist der Fall und es wird alles klappen. Er wird schon sehen. Will Fisch zu den Kartoffeln holen, aber der Stand hat zu in der Markthalle. Schon wieder pleite. Nein, liegt wohl an Montag. Wir München, andere Fusion. Ob ich eines meiner neuen Krasshütchen zu meinem 49zigsten trage und nein, das ist keine Verkleidung oder Verstellung, das bin ich.

Frühes Mittagessen. Ich mache Salat mit Äpfeln und Zwiebeln und Majo, Zitrone. Der Salat hat durchgehalten dank Sunlas Schnitttechnik. Die Essener wollen Strandurlaub und keine Städtereise oder Road Trip. Mein Vater macht Stress mit dem Sofa, der Möbeltyp kann es nicht lagern und sie auch nicht. Danach ruhen wir eine Runde. Die Querulatorin aus der Schweiz meldet sich pünktlich. Nicht nur Versäumnisurteil auch Vollstreckungsbescheid von Telefonica. Landessozialgericht und sie schuldet dem Landkreis Oldenburg ca. 20.000,- €. Durch Post nicht abholen und dann nicht öffnen und zurück schicken kann sie das nicht verhindern. Dann weiß sie nur nicht was drin steht. Das nennt sich Niederlegung und sie ist kindisch. Krankenversicherung schreibt, sie wäre da nicht mehr. Sie nimmt das alles nicht einst und ich flippe fast aus beim Rentenantrag per Telefon. Sie war in 6 Krankenkassen und wann sie studiert hat weiß sie auch nicht. Ob ich skype. Nein.

Der Kindesvater der Türkin mit neuer Frau und Sohn. Den schicken wir malen. Ich unterstütze es, dass er mit dem Sohn in die Türkei fliegt. Sie hatte nein gesagt und er ist erst mal alleine geflogen und zum Glück wieder gekommen um ihn zu holen. Das Kind will es auch und es entspricht dem Kindeswohl.

191112

Die neue Frau ist schwanger und bleibt hier. Wenn einer die Kinderzeichnung sieht ist sowieso alles klar. Meine Betreute beschimpft mich, ich rege sie auf und sie traut mir nicht und ich war schon immer eine schlechte Betreuerin und hatte es nicht drauf, damals und heute und von Kindern habe ich keine Ahnung. Gut, sie ist sauer auf mich und das mit der Türkei weiß sie noch nicht mal. Das sage ich ihr Morgen (habe mir noch mal familienrechtlich Rückendeckung vom Kollegen geholt) und will sie bitten, einen Koffer für ihren Sohn zu packen. Ich kann das aushalten. Mit der Frau vom abW spreche ich mich ab im Sinne von good cop, bad cop und nehme alles auf meine Kappe. Die Nervrichterin von Herrn Teheran schickt mir schon Erinnerungsfax. Ich schreibe langen Unterbringungsantrag mit dezidierter Begründung. Ich antworte außerdem der Freundin, der ich eine Antwort schuldig geblieben war. Der Wiener Freund heißt GC und ich hatte immer Cheesy verstanden. Die, d.h. seine Freundin hat uns seinerzeit eine Urlaubsstadt am Mittelmeer oder der Adria empfohlen, die uns gefallen würde. Ich habe es so in Erinnerung, dass sie mal italienisch war und irgendwie wie Wien, alt und mit Patina und viel cooler als Rimini und nicht so überlaufen, aber ich komme nicht darauf welche. Triest ist doch italienisch, aber selbst für den Teil der Geschichte kann ich keine Garantie abgeben. Meine Eltern sind ganz entspannt, hat alles Zeit. Komisch diese zwei Geschichten. Stephan schrieb nach dem Telefonat mit Paps was von Deadine und man könne das Sofa ja sonst verschrotten hätte der vorgeschlagen. Der Kollege geht. Fußball. Wer spielt? Deutschland? Er rollt die Augen. Untenherum tun alle Öffnungen weh als würde einer mit dem Messer da reinhacken. Das muss noch werden vor München, es fühlt sich an wie krank. 2 kleine Steine lösen sich. Danach besser, aber viel Aua. Fußballhörspiel und irgendwas häkeln, was dann 4 mal wieder aufgemacht wird. Hauptsache Ablenkung. Brille habe ich im Büro liegen lassen. Die Pantomime der Isländer, Geburt des Fußballes gefällt mir umso besser. Auch der Angler und der Klogang, echt gut gemacht. Diese Isländer sehen aus wie The Revenant. Die würden mir auch Angst machen und der Torwart ist Regisseur. Wusste ich schon immer, dass das nicht so schwer sein kann so ein bisschen Ballspiel und Bolzen. Deix, der Gute, ist gestorben. Er hatte wohl sehr viele Katzen (39?!). Schaffe es nicht in den Garten zu den Kräutern, dann Beuteltee. Schmerzen so doll, dass mir latent schlecht ist. Nichts essen, bloß kein Brot. Dann lieber Tomate- Mozzarella, und eine halbe Tüte Chips mit Karamell-Geschmack. Irgendwie eklig. Deutschland spielt Samstag wenn wir in München sind, da habe ich ein Deja Vu. Irgendwie waren wir schon mal zu einem Fußballspiel (vielleicht auch gegen Italien) bei einem Italiener in München mit meinen Eltern und da lief natürlich Fußball. Ich habe einen Schnaps getrunken. Limoncello? Stephan fällt ein, dass es für jedes Italientor einen Schnaps gab. Wie werden die Pflanzen München überleben und ein Fenster tagelang auf. Das duldet mein Mann nicht. Im Wintergarten ist alles aus Stein und es kann nichts passieren. Uga, nach dem Spiel sieht man was die Geräusche gemacht hat. Klatschen Vikingerstyle und die heiser-hysterischen Schreie des isländischen Kommentators. Ich lach mich tot. Die Schmerzmittel wirken nicht bei Koliken. Will überdosieren und alle nehmen und es Stephan dann sagen, dass ich jetzt gehe und mich entschuldigen, dass ich ihm die Wohnung so unaufgeräumt hinterlasse. Das Sofa muss er dann auch nicht mehr holen.

Wechsele Bett und Nachthemd, neue Wärmflasche, sitze noch mal auf dem Sofa und dann alles von vorne, wechsele.

28.06. Traum war eine Werkstatt für behinderte Menschen. Model der Werkstatt und jeder soll anhand dessen seinen Arbeitsplatz zeigen d.h. sich zuordnen. Ich bin hier – als Gast und Berichterstatter -und trete über den Wasserkanal. Den Wasserfleck sieht man noch. Vor allem die älteren behinderten Frauen haben es mir angetan. Die eine packt Lunchpakete und manchmal geht das geschmierte Brot nicht rein, zu groß. Ihre Kollegin ist kreativ und macht nicht alles nach Vorschrift, sondern größer. Die sieht Muster in dem Brot und schmiert die dann zu mit Butter erklärt sie. So hatte ich das noch gar nicht gesehen. Die andere sitzt auf einem Floss wie in Vietnam und schneidet Hühnerfleisch und Pakchoi. Das macht sie richtig gut. Ich sollte hier mittags immer eine warme asiatische Suppe essen. Das wäre mir zuträglich. Dann habe ich Sachen erstanden. 3 Lampen mit Glaselementen, teils wie Blumenblätter, die sie hier gebaut haben und eine Krone. Ich will sie in 2 – 2 aufteilen. Zu der Krone passt dieses und dann die beiden anderen. Ein Paket bekommt mein Bruder. Können die überhaupt so viele Stehlampen gebrauchen? Die kann man immer gebrauchen. Dann sind es Möbel. Sessel mit ganz viel Polsterung und ein filigranes Schränkchen mit Holzbrüsten im oberen Bereich, die macht aufmachen kann. Das macht Paps eher an, aber er soll keine Möbel mehr. In den Schubladen Dinge, die ich aus ihrem Haushalt kenne und die sie wohl loswerden wollten und zu meiner Schwester ins Heim gegeben haben. Ein altmodischer schwarz verzierter Automaten mit dem man bewegte Bilder sehen kann. Den fische ich raus und will ihn behalten. Dann ein Model von irgendwas, was dann doch nicht gebaut wurde. Das kann wohl weg. Mein Bruder sei sehr erfolgreich mit seinem Schottlandblog oder ist es eine What’s App Gruppe. Ich schaue es mir kurz an und es sind Landkarten mit getuschten Flecken darauf. Das sieht ganz gut aus.

Es ist wieder 6, aber irgendwie besser. Schlafen kann ich auch nicht mehr.

Steffi fragt wegen Stylingberatung heute oder Morgen. Heute nur ein Kurs, Morgen zwei, wenn ich schaffe, aber dafür früher und Abschluss gleich. Ich habe nichts zum Thema Parasiten. Das sind ja nicht Schädlinge allgemein. Martins Pest Control Hütchen?

Bud Spencer ist tot. Spiegel online. „Bei einem Treffen vor fünf Jahren sagte Bud Spencer, man dürfe keine Pläne machen. Wünsche müsse man haben, aber keine Pläne. Er sprach mit der Gelassenheit eines Mannes, in dessen Leben sich immer alles gefügt hatte“.

Passt zu dem Thema neulich, was der Kollege gesagt hat. Das Beste und entscheidende im Leben ist aus Zufall entstanden. Ein Fan von Italien aus dem Freundeskreis angetrunken nach dem Spiel im Proberaum und greift zum Mikrofon. Kann eigentlich nicht singen, aber dank Technik und an diesem Abend passt es einfach. Keine Pläne machen. Ich sage, vielleicht schon, aber offen sein dafür, dass man sie über Bord wirft. Daran hapert es bei mir, habe Plan (z.B. was letztes Mal schön war in NY) und ziehe den durch ohne zu schauen, was ergibt sich dieses Mal oder zu wenig. Man müsse für den spontanen Richtungswechsel offen sein und bereit, den Plan im Kopf nicht umzusetzen. Pläne an und für sich halte ich schon für gut, weil nicht immer ergibt sich was.

Dann noch Interview mit Götz George, der etwas redet wie Jörg. In die Rollen hineinschlüpfen und sich mit denen identifizieren. Ja, auch Haarmann (dämliche Frage). Hier war alles durch die Protokolle vorgegeben. Die esoterische Deutung einer Lungenentzündung nach der Produktion lehnt er ab. Hat nicht auf seinen Körper gehört. Man müsse als Schauspieler schizophren sein und sehr fleißig. Schizophren weil man ehrlich sein muss und trotzdem Lügen und es vortäuschen (man spielt eine heiße Sexszene und es ist die Kollegin, bei der man sich entschuldigt wenn man mit dem Ellbogen gegen ihre Brust gekommen ist). Ein Riesenego braucht man, was man aber am besten nach der Vorstellung wieder abgibt. Er lobt die Stärke klarer Aufteilung in einer Beziehung, einer der sagt wo es lang geht und ein anderer (in dem Fall die Frau), der sich freiwillig darauf einlässt. Das geht nur, wenn es stimmig ist für beide, d.h. der Partner muss auch die Qualitäten haben, dass man sich ihm dann gerne hingibt. Besser als das tägliche Zermürben in modernen Beziehungen mit: das lass ich mir nicht bieten.

Kein neues Häkelprojekt für die Zugfahrt vom Zaun brechen, Dreieckstücher vernähen auf der Reise. Das ist genial. Stephan hat Angst wegen meiner Frage nach exotischen und schwer zu erreichenden Städten. Ja, aber beim Urlaub mit Familie haben wir Fahrer und müssen das ausnützen. Warum will ich auf einmal einen Roadtrip. In Castellabate habe ich die Ausflüge zu den Grotten bereut und wäre lieber zuhause geblieben und hätte getuscht. Da hat er auch Recht.

Morgens barfuß in den Garten, Himbeeren und Kräuter. Der Himbeerjoghurt steht mir schon vor dem Hals. Am Markt noch ein VK-Brot, ein halbes. Es wird immer schlimmer, tut an der linken Seite unter den Rippen weh. Habe Angst vor massivem Stau im Darm oder Schlimmerem. Unheimlich Durst, kein Hunger, Stephan kommt rein, bringt mir Kontoauszüge. So dreckig, dass ich kaum reden kann und es nicht schaffe Stephan zu sagen, dass er mittags nichts kochen soll, weil ich eh nichts esse. Die Richterin hat Beweisbeschluss gemacht und mit faxen lassen. Frau Türkin geht nicht ans Telefon, dann AB. Ich will mittags wieder nach Hause und ins Bett. Hier ist nicht so viel los und mir geht es echt dreckig. Auch den Kollegen verrate ich nichts und schleppe mich raus. Die 4 Briefe nehme ich schon mal mit. Zuhause Schmerzen, leichte Übelkeit, wie krank. Vor allem die Schmerzen. Darmmassage in die falsche Richtung (seit wann kann Stephan nicht Uhrzeigersinn?) und Druckmassage an der Hand zwischen Daumen und Zeigefinger. Panik, weil ich mir einbilde, dass links was fest sitzt und die Himbeersamen da alle drin hängen. Dann steht im Internet dass Himbeeren gerade ein Hausrezept sein sollen. Stephan holt mir was aus der Apotheke, sollte eigentlich Klistier sein (bin zu allem bereit), aber es ist ein Pulver mit „M“ im Namen. Nach der Einnahme wieder zwei Steine geboren, aber das kann nicht davon sein. Das ging zu schnell, war eher der Akkupressurpunkt, da habe ich gleich gefurzt als ich den massiert habe. Mache Foto von Blut und Stuhl und Stephan verbietet es mir, dass für BM zu benutzen. Stephan fährt ins Büro und nimmt die Unterlagen von Herrn Yoga in Empfang. Hätte ihm sagen sollen, dass es mir nicht gut ging, nicht einfach: sie ist nicht da. Das wirkt arschig. Tierpfleger in Leipzig, leiden, trinken. Ich bin die Madonna der tausend Schmerzen oder des Bauchschusses. Wie dem auch sei. Das Schöne am Leiden ist die Dankbarkeit, wenn es wieder weniger wird. Den Blasensirup aus Wien (4 große Gläser damit). Mit der ist auch was. Habe ich bestimmt verkühlt mit der Gartenaktion und habe deswegen gleich gestrickte Strümpfe angezogen danach. Frau Gauer auf dem AB, aber kein RR. Dick belegte Zunge, sieht richtig grausam aus. TCM sei gerade für das Akute gut. Am Ende des Tages tun am meistens die Stellen an den Händen weh, die ich wund massiert habe. Stephan fühlt sich auch nicht. Noch mal das Pulver was den Stuhl weich machen soll (Magnesium habe ich auch schon 2 intus) und eine Airborne und oben drauf noch eine emergen C. Eine gefährliche Darmverschlingung kann es nicht sein. Immerhin kam gestern und heute was raus. Wenn ich meine Regel habe arbeitet mein Darm nicht. Stephan sagt, dass kennen wir schon. Ich muss damit besser umgehen. Nicht umsonst wird meine Oma immer diese eingeweichten Pflaumen und geschroteten Leinsamen gegessen haben. Ich habe heute nur die paar Löffel Himbeeren mit Granola und Joghurt gegessen und keinen Hunger. Das macht mir am meisten Angst. Habe mir zwei weitere Termine für Morgen gesetzt, der einen Betreuten aber gesagt, dass es mir nicht gut geht. Das andere ist Geld holen und muss sein. Ich hatte zum Glück gefragt und der wollte Donnerstag kommen. Bin ich nicht da. Stephan ist auch aufgefallen, dass wir schon mal zu einem Fußballevent in München waren und er hat recherchiert: 2006, WM und es war Deutschland gegen Italien und Italien hat mit 2 Toren gewonnen. Abends vor 21 abbrechen, vorher habe ich ein Dreieckstuch vernäht. Immerhin nicht nur sinnlos Glotze. Bud Spencer sagt im Interview wichtig ist, dass man liebt, ob man geliebt wird könne man sowieso nicht sagen. Da ist was dran. Wickele mich in die Woll-Zauber-Decke meiner Tante und hoffe aufs Beste.

29.06. Immer wieder mit Unterbrechungen, wenig pinkeln, trinken, eine Runde wälzen. Morgens 7:30 37,8°. Mehr als gestern, aber ich fühle mich besser. Ist immer morgens so. Der Bauch fühlt sich wund, wie eine Darm-, Eierstock- und Blasenentzündung auf einmal.

Traum. Heike und Andrea sollen mir Sachen abnehmen, habe zu viel und werde richtig hysterisch, weil ich an nichts mehr ran komme. Wer braucht 4 weiße und 10 schwarze Röcke? Ein edles Stück von Andrea hängt noch mit Preisschild (?!) unbenutzt an der Stange (das soll sie nicht sehen), aber genau das will ich noch behalten und hatte nur noch keine Gelegenheit. Habe in dienstlich getrennt und die Sakkos und einfarbige Sachen hängen zusammen. Sie nehmen mir zum Glück auch Sachen ab. Irgendwie Reise mit Studenten. Wir wollen zur Lumix, aber sind spät dran. Einer der Studenten zeigt mir was er sammelt. Aushänge, dass Profs ihre Schlüssel verloren haben. Genial. Davon eine Ausstellung. Ich muss noch Ohrringe suchen und finde sie nicht, wohl nur 30 andere Paare dabei und halte alle auf. Die sollen ohne mich fahren, außerdem wenn wir da zu spät sind lassen sie uns nicht mehr rein in den Vortrag. Ich war immer sehr ehrgeizig und wir waren immer 20 Minuten vor der Zeit da und haben immer in der zweiten Reihe auf denselben Plätzen gesessen. Eine Studentin meint, der Vortrag wird nach draußen übertragen. Dann schnell zur Bahn. Ist sehr hässlich, wie Industriegebiet und neumodische Fressbuden. Meine Karamellbonbons fallen immer aus der Papiertüte, die undicht ist und ich muss sie wieder einsammeln. Ich sage, wenn sie Hannover mögen müssen sie mal wieder kommen und dann nach Linden (da wohnen wir, will ich erst sagen, aber Andrea wohnt da ja nicht, also ich) oder in die Nordstadt. Hier hätten sie den falschen Eindruck, dass es nur Hässlichkeit geben würde. Dann fahren wir Öffis und ich wundere mich, dass man rauchen kann. Ist so ein Touribus und wir sitzen draußen. Dann treffe ich einen Typen, der wie eine jüdische Intellektuellenfigur aus einem Woody Allen ist. Ich sage, seine Frau mochte ich auch sehr gerne. Ich sei in sie beide verliebt. Was würde ihn denn interessieren? Wir liegen dabei ganz intim unter einem Bettdecke und er an meiner Brust. Beziehungen. Wie lange seien sie denn verheiratet? Wir sind es länger. Das hätten wir schon geklärt. Er verteidigt den Stadtteil (Mittelfeld oder Messe Ost), weil er hier auch wohnt, besser als unsere Bruchbude, in die wir unser Geld gesteckt hätten. Den Vortragenden kennt er. Mit ihm ist er in einem Aufsichtsrat, bei Bayer? Dann ist da ein komischer Typ mit einem selbst gemalten Plakat und ich sage, ich sollte schreien; ich will ein Kind von Dir und er: der würde vielleicht eher mit mir schlafen als er es tun würde.

Ich versuche morgens das Nötigste auf die Reihe zu kriegen und es langsam angehen zu lassen. Claudia ruft an wegen ihres Mail Accounts und wir werden 2 x unterbrochen. Dann Büro. Vorher vorbei an der Arztpraxis, aber die haben heute erst ab 13 Uhr und vielleicht sind sie gar nicht da. Auf den AB habe ich ja schon gesprochen. Am Kiosk die reichen Nachbarn auf die Frage wie es geht. Man quält sich so durch. Ich kann nur dito sagen.

Erst Station von Herrn Teheran und der neue Arzt sagt, er gäbe schon einen Beschluss. Die Stellungnahme würde er gerade schreiben. Das macht keinen Sinn, weil die Richterin die braucht um zu entscheiden, bis wann soll der denn sein (Antwort: bis 28.06., ja, das macht auch keinen Sinn) und siehe da, er hat sich vertan. Dann die Kollegin, die Morgen die Anhörung macht, sich über das Landgericht ärgert, dass die ihn nötigen, die Beschwerde zurück zu nehmen statt klar zu entscheiden (irgendwie hat sie Recht, gerade so unstet wie er mit dieser Entscheidung war), außerdem fragt sie sich und mich ob 4 Wochen (was die MHH vorschlagen wird) ausreichen werden. Ich bin genauso skeptisch. Ich bin als Verfahrenspflegerin gestern noch bestellt worden, das Fax liegt bei mir auf dem Tisch und da wäre die Anhörung auch Morgen. Den Richter rufe ich an, dass ich nicht kann und das nachhole.

Telefonat mit Claudia und ich kotze mich aus. Sie fragt nach Flohsamen (ja, die haben super geholfen bei dem krassen Durchfall) und sagt die helfen in beide Richtungen, sie schaffen Ausgleich. Gute Idee, weil das andere Zeug was Stephan geholt hat und was offenbar auch seine Mutter nimmt und bei der wirkt es richtig gut, zeigt keinerlei Wirkung. Ich sage, mein Mann ist immer mit schwanger und schläft dann auch beide Nächte schlecht und hat Kopfschmerzen und was am Fuß und fühlt sich nicht und geht nicht zum Sport. Da sind wir synchronisiert, nicht nur da. Sie ist mutige Monatshygienevorreiterin und ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das auswaschbare Schnapsglas technisch funktioniert. Zu verklemmt? Sie hat mir ein Video geschickt. Es geht um Brustschmerzen beim PMS und ihr ist schleierhaft wie man sich als Frau daran operieren lassen kann. Stellt sich heraus, dass es doch was an sich hat mit Babystimme und sich darüber aufregen, aber in anders. Sie hat gleich Ideen zu Griechenland und hätte auch Lust. Erst Athen und dann auf eine Insel. Sie weiß, wo es gut ist und man kann alles ohne Auto machen und abends zum Restaurant laufen. Das finde ich sehr reizvoll.

Herr Ghana, dessen Betreuung Montag aufgehoben wird sagt den Termin ab. Er musste einspringen und arbeiten. Das ist mir auch Recht.

Dann die Betreute, die ab dem 01.08, in den regulären Schuldienst aufgenommen wird. Ich bin richtig stolz auf sie und sie wird mich bald los sein. Hatte amtsärztliche Untersuchung bei einer Frau „leider“ und das lief wohl nicht so gut. Die fragte nach Psychotherapie, was meine verneinte, weil sie die nicht brauche. Jetzt hat der behandelnde Arzt vorsorglich ein Attest geschrieben und ihr Symptomfreiheit seit über einem Jahr und volle Dienstfähigkeit bescheinigt. Zieht mit ihrem Freund zusammen und hatte Wohnung abgesagt nach einem Tag, weil sie eine bessere gefunden haben und der Vermieter aus Berlin droht und sagt, dass sei einer deutschen Erzieherin nicht würdig und so. Sie ist froh, dass sie bei dem Nazi nicht eingezogen ist. Die können ihr nichts, aber schon sieht man den Lehrerinneneinfluss. Sie zieht in die List.

Der Kollege will ein Quartett bei uns spielen lassen. Was könnte ich dagegen haben. Dachte er sagt mir, dass er den ganzen September auf Tour ist. Wenn es die Japan-Asien-Tour ist macht er Mädchen für alles. Das hatte eine frühere Freundin mal verhindert für eine Mädchenband in den USA. So was kann ich nicht verstehen. Ich würde doch sagen: hau rein und tue nichts, was ich nicht auch tun würde. Er hatte Aggro-Frau im Scheidungsverfahren mit Fick Dich und dem Ex gegen das Schienbein treten – wohl eine eindrucksvolle Darbietung. Er versteht sich mit unserem Nachbarn. Die beiden spielen auch sehr gut zusammen Tischtennis. Ich sage, ob sie nicht ein schwules Paar ohne Sex sein wollen. Partnerlook machen sie ja zum Teil auch schon.

Elisabeths Schwester ruft mich an hat am 20.06.die Mutter geschlagen und sie hat die Polizei gerufen. Da war sie schon weg. Es muss was passieren. Wenn ich es mache, wird es das Vertrauensverhältnis zerstören und ich sei die einzige Konstante in ihrem Leben. Das ist eine schwierige Frage. Haben schon versucht die Richterin zu erreichen, dem Hisbollah-Arzt, der auch der Arzt von Frau Lehrerin ist eine Mail geschrieben und versucht den Gutachter zu erreichen, der im September die Verlängerung der Betreuung gemacht hat.

Mittag zuhause. Beine zittern in Wellenbewegungen. Nervenschäden. Das habe ich bei Alkohol oder wenn es mir schlecht geht. Verpisse mich ins Schlafzimmer und ruhe. Stephan macht mir einen geriebenen Apfel. Das ist gut. Kathrin war gestern in Hannover. Hatte nachmittags angerufen. Erst will ich Stephan Geld auszahlen schicken und gehe dann doch lieber selber wieder ins Büro. Krieche wie eine Schnecke. Fühle mich wie nach der Blindarmsache damals.

Stephan kümmert sich um die Londonanfrage von der Tochter des Kollegen wegen Second Hand und Essen und das beides möglichst preiswert. Meine Cousine fragt nach Fußballschauen mit Gastro verbinden am Samstag. Das wäre ein schönes Revival, aber dann zum Italiener und nicht Massenveranstaltung mit den ganzen Vollpfosten. 2 total süße Postkarten von Sabine und den Ärzten aus Paris. Paris ist nicht P-Town mit 3 Frauen in 50er Jahren Kleider vor dem Eifelturm. Ein sehr gutes Motiv. Ich freu mich sehr doll über beide Karten und melde das auch.

Die ostdeutsche Rentenversicherung. Wenn meine Frau Damenbart die Kopie ihres Ausweises nicht innerhalb von 2 Wochen einschickt wird der Rentenantrag wegen fehlender Mitwirkung abgelehnt und ich sei doch Betreuerin und überhaupt. Ja, ich fahre nächste Woche zu ihr und mache das höchstpersönlich. Ich versuche sie anzurufen, vergeblich. Dann fällt mir ein, dass ich das vielleicht auch leichter im Bürgerbüro bekommen kann. Mal sehen. Das wird spannend-Montag dann.

Elisabeth kommt mit einem großen Ast rein, wie ein Höhlenmensch. Das wirkt bedrohlich und sie ist auch griffig. Ich sehe lecker aus, kommentiert sie. Will sie nicht mal wieder in die Königstraße? Der Arzt ist von der Hisbollah. An der Uni steht ein Wort und das steht für Dickerchen und damit wollen sie ein Mädchen ärgern, die daran immer vorbei geht, so wie sie damals SEX an ihre Hauswand geschrieben haben. Zwischen den Beinen riecht es nach Moos, erdig, sie kennt den Geruch von früher. In Indien ist das Wasser nicht so sauber, aber da kann man sich trotzdem waschen, besser als gar nicht. Studentinnen, Duschgel bei Douglas, Hugo Boss und andere Marken für 9,95 €, die eine Studentin sagt, sie nimmt morgens den Schwanz von ihrem Bruder in den Mund und dann ist sie sauber, statt zu duschen. Wie kommt man an die Uni? Durch heiraten, die wollen sich nicht alle ausziehen. Das ist das Problem. Dann geht es um Leibniz und die Philosophie und sie sagt: jetzt reden sie von indische Gottheiten als würde sie Stimmen hören. Sie hat was von der Leibnizdeko an den Bäumen abgemacht (angeblich gefunden) und zeigt es mir in ihrer Tasche. Die haben Leibniz umgebracht. Man sagt ja immer August umbringen. Ich wende mich an den Hisbollah-Arzt, der Montag einen Hausbesuch versuchen will. Er soll es erst mal ohne mich probieren oder die Schwester einbinden. Er fragt, ob Montag zu früh sei und ich, nein, bitte so früh wie möglich. Von Zuhause schreibe ich:

„Bitte machen so früh es geht. Sie war heute mit einem Ast (ca. 2 m und Oberarm dick bei mir) und auf Krawall gebürstet. Als ich sagte, mal wieder zu Ihnen sagte sie, sie wären von der Hisbollah. Da hätte sie auch gleich im Iran bleiben können. Ich bin Morgen und Freitag nicht da. Montag schon. Hilft das, wenn ich dazu komme? Ich glaube eigentlich kaum. Vielleicht die Schwester einbinden oder einen Bruder hat sie auch. Ich sehe sie immer mittwochs um 15:30 Uhr bei mir in der Kanzlei. So kam auch die Begutachtung für die Betreuungsverlängerung durch Herrn A. (meine ich) zustande. Das würde ich Ihnen dann noch schicken, aber erst am Montag oder brauchen Sie es früher?

Danke. Ich weiß nicht mehr weiter und denke, es wird eskalieren bzw. ist es schon. Sie war mit Spielzeugmaschinengewehr bei mir und hat die in der Galerie Luise benutzt (hat mein Mann gesehen). Das ist auch für sie selber gefährlich, dass man das mal ernst nimmt“.

Sage Steffi ab mit der Modeberatung, schaffe ich nicht. Vielleicht pflanzlich, als Mistel gehen. Die waren zum Teil beim Baumbeschnitt dabei, ist aber wahrscheinlich schon abgeräumt.

Alles einigermaßen geschafft. Unten herum wund, am liebsten nichts dran machen und in den Boden bluten. Was alles mitnehmen. Schmerzpillen ohne Ende. Wärmflasche. Teste die kratzigen Wollschals welcher sich am besten für um den Bauch binden eignet. Stephan holt mir einen Kasten Wasser und sagt, Bombenräumung bis Badenstedter Str. ab 20 Uhr. Panik: sind wir betroffen? Mehr will ich nicht wissen. Nein, aber so knapp war es noch nie. Das wäre was gewesen. Na gut, ich hätte mich zu Steffi geflüchtet. Ich mache etwas Kartoffelbrei aus dem alten Kartoffeln. Später noch ein Käsebrot mit Flohsamen. Markus ruft an. Wir treffen uns am Bahnhof und haben wohl die Zugkarten. Ich liege im Bett. Günter kommt zu Besuch, der darf ins Schlafzimmer kommen, gehört zur Familie. Ich habe immer einen kalten Stein im unteren Bauch. Das ist diese Unterleibskälte von der die TCM Frau sprach. Ich glaube, ich kann das auch spüren. Was befummele ich mich vor Günter unter der Decke wurde ich gefragt, ob ich masturbiere. Ja, von rechts nach links. Stephan soll jetzt mit den Chilis anfangen bei unserem Wintergarten rät sein Freund, der gerade eine Bahncard 25 geschenkt bekommen hat. Die sind praktischer als die BC 50, weil man die besser kombinieren kann. Das weiß Günter. Ich verstehe die Logik der Bahn nicht. Höre noch, wie es fragt, warum München, will erst mit in die Küche, bleibe aber im Bett. Schlafe erst später ein und nehme noch eine Schmerztablette, weiß nicht welche. Egal. Buscopan plus oder eine Ibu. Wirkt beides gleich gut oder nicht. Schlaf.

30.06. Traum: Ich will eine Deko anbringen, irgendwas aus Japan was ich im Koffer gefunden habe, passt, stehe auf dem Tisch über dem Büffet ein Kerzenstände und mein Nachthemd fängt an zu brennen und macht ein Loch, brennt weiter ohne dass ich es merke und meine Brust ist verbrannt und hart und steif. Wo? Ein Typ, dem ich da zeige schaut es sich lieblos an. Das soll sie Stelle sein? Johannes, hat metallic-regenbogenfarben (wie mein Armreif) in seiner Sonnenbrille. Wir fahren nachts mit ihm mit und er muss einem auf die Fahrbahn Laufenden ausweichen. Soll in der Kabine bleiben, der Typ weißt ihn das zweite Mal zu Recht. Er entschuldigt sich, ihm sei gerade fast ein Kind vors Auto gelaufen. Er ist schwer im Schock und geht in die Ecke und hält sich die Hand vors Gesicht. Ich glaube an dieser Stelle wechsele ich das Bett, bin verschwitzter als ich dachte und muss was anders anziehen. Oberteil reicht mit der Zauberdecke unten. Ich denke, ich fühle mich fast wieder normal und denke an geriebenen Apfel oder Joghurt zum Frühstück, dass ich wieder Lust habe zu essen ist ein gutes Zeichen.

Traum: Mit Steffi in einer Kirche, erst sollen wir das alleine machen, zeigen ihr die Bemalung, sie soll die Füße von der Bank nehmen, erst geht es einigermaßen, dann bockt sie total und ohne meine Mutter hätten wir es nicht geschafft, macht sich steif und lässt sich fallen und man bekommt sie kaum hoch. Ist sie müde und will einen Mittagschlaf machen. Immer wenn sie was sagt Vögel, großes Lob und Interpretation meiner Mutter als hätte das jetzt was Sinnhaftes, ich gehe im Treppenhaus nach unten und bin in einer Kapelle (darf man hier überhaupt rein?) dann raus auf die Straße, sie Markt. Treffe 2 Schwestern aus BT, was machen sie hier? Ausstellung in der Kirche wurde empfohlen und ich: statt Mittagspause heute, denke, dass Stephan uns sieht, winke, dann wünsche ich denen alles Gute und vielleicht sieht man sich bald mal wieder und Stephan ist weg. Suche ihn und verliere meine Jacke und Schuhe, beides neu gebraucht gekauft und das erste Mal an. Egal, haben sie 5,6 oder 9 € gekostet. Es regnet und ich will nur nach Hause, bin barfuß. Dann Stephan, dem ich sage, was alles weg ist. Jacke hatte ich an einen Marktstand gelegt und nicht wiedergefunden. Er will die Sachen suchen und zieht los und ich soll auf ihn warten. Es regnet und ich stelle mich unten, sitze vor Imbissbuden, die aber geschlossen haben, es läuft eine bunte Videoinstallation am Himmel. Zwei Typen gegenüber, nehmen Kontakt auf und setzen sich zu mir, sind Holländer, der eine sitzt zwischen meinen Beinen ganz dicht, der andere ist davor. Das hat ihre Mutter gemacht, erklären sie mir, es sind irgendwelche Teilchen, die in der Natur vorkommen und die sie ausgegraben, entdeckt hat erklären sie mir. Es sind verschiedenen Formen von Spiralen, die sich durch den Nachthimmel bewegen. Er schubbert sich an mir und es ist sexuell, aber wir tun so als wäre nichts als würden wir nichts bemerken oder es sei Zufall. Ich sage Lichtinstallationen seien echt besser geworden. Früher wäre ich bei Videoinstallationen immer weiter gegangen. Sie gehen und ich suche Stephan und es regnet immer doller, ich gehe zurück und vor dem Unterschlupf werde ich noch mal richtig geduscht. Was spricht dagegen, dass ich einfach nach Hause fahre, Stephan wird das schon verstehen. Steige in die Bahn. Die Station hat einen komischen Namen, steige aus. Erst kapiere ich es nicht, lauter Kunst. Erotiksachen, die mich nicht so interessieren. Hinter der einen Tür eine Führung. Im Treppenhaus ein total cooles Video, großartig gebastelte Figuren, Tiere, die sich ständig ineinander verändern. Da steht „Take a picture and post it on so and so“. Gute Idee, auch zum Zeigen für Stephan. Hole die Kamera raus und will Video machen. Finde nicht, wie man das umstellt. Dann die Frau, die die Führung gemacht hat, ob ich gerade ein Foto von ihr gemacht hätte. Ich: nein. Denke, sie macht gerade ganz nahe eines von mir, werde sauer und aggro und drohe sie zu schlagen oder zumindest die Kamera wegzunehmen. Dann sie: darf sie jetzt anfangen mit der Führung? Und ich: darf ich vorher gehen? Dann bin ich im Giftshop und Restaurant. Da gibt es total tolle Keramik mit seinen Figuren. Was davon kaufen für Michi du Markus, aber das versteht man nicht, wenn man die Sachen nicht gesehen hat. Werde wach. Es scheint überstanden und fühlt sich normal an. Das ist echt krass, wie es von 100 auf null wieder weg ist. Es ist immerhin schon 6 und nicht 4. Ich denke an Leberknödelsuppe und habe wieder Lust auf Essen. Die Ärzte-Jungs melden sich, sind noch in Paris und waren in der Oper und auch Opernführung und Stephan schickt mir eine Mail:

„Liebe Gäste!

Das magistratische Bezirksamt hat pünktlich zu unserem ersten Geburtstag entschlossen uns auch zu beschenken, und zwar mit Blomben auf unseren Herdplatten und der Lüftung. Da unter diesen Umständen das Weiterführen unseres Konzepts nicht möglich ist, verabschieden wir uns vorläufig in den Untergrund und melden ins Kürze mit Neuigkeiten zurück.
In der Florianigasse 50 gibt es weiterhin Prosecco, Naturweine, Erzbräu, kalte Kleinigkeiten und Toasts. Da wir erst lernen müssen was man mit einem Toaster alles machen kann, bespielen wir den Raum vorläufig unter dem Titel „Punks not dead“ bis wir schlauer sind.

Da zum Alltag von Punks auch die ständige Wegweisung gehört, bedanken wir uns beim Magistrat und den Nachbarn, dafür dass sie unser Konzept so gut verstanden haben und ihren Beitrag zum Schauspiel beigesteuert haben.

We apologize for all the convenience!
Dont panic!

das Punks-Team“.

Hey, ich wusste, dass ich die liebe und will in Kontakt bleiben. Die sind groß und lustig und mit denen macht Gastronomie Spaß. Das hat Herr Cortin Severin nicht kapiert. Punks erkennt man nicht am Äußeren, es ist eine Einstellung. Ein Iro und eine Sicherheitsnadel im Ohr ist Punkuniform. Es sind Menschen, die einen anderen Punk nachmachen. Das ist eher kein Punk. Man muss den eigenen Punk entdecken.

Gehe ins Bett und Stephan wärmt den unteren Rücken (hatte ich ihm erklärt, Gegenstück zu vorne). Ich sage heiße Schokolade und später denke ich Eier. Stephan schläft und ich ruhe neben ihm, Gestank wie aus dem Abfluss oder ist das Stephans Atem oder war ich doch kurz weg. Es ist kurz nach 8. Packe all die Sachen ein, an die ich gedacht hatte. Mocca, Picknickdecke, Nüsse für den Zug, Wärmflasche. Es soll mir an nichts fehlen und ich habe einen großen Koffer. Dann ein Bad bei moderarten Temperaturen. Mein Cousin hat sich nicht gemeldet, aber die Karten werden bei der Kasse hinterlegt sein. So ist es normal. Weiß Stephan noch das Kurzwaren und Handarbeitsgeschäft. Natürlich weiß er. Doch noch Häkelnadel mitnehmen, aber ich will nichts mehr machen. Stolas trage ich nicht, die die sie wollen haben sie schon und bekommen sie nicht also Abnehmer gleich null. Vielleicht mal eine Cousine damit beglücken. Yoga in anderen Städten. Hat das eigentlich mal geklappt? Mit Michi war ich in Istanbul, in Köln gegenüber war ich dann alleine. Nein, muss nicht sein. Unsere Vermieterin sei Pilates-Lehrerin sagt Stephan. Ich muss an die Ex von Oliver Pocher, die oberflächliche blöde Kuh mit ihrem Jet-Set Pilates denken. Da sieht man was für ein Vollpfosten dieser Typ ist, weil er sich so eine Frau rausgesucht hat. Das sagt eigentlich alles oder genug. Apropos Männer, die sich eine bestimmten Frauentyp raussuchen. Ich will den Film über Lou Andreas-Salome sehen. „Wenn sie mit einem intellektuellen Mann zusammen kommt, gibt er nach 9 Monaten ein Buch zur Welt“ oder so ähnlich. Taz habe ich nicht abgesagt. Kann er ja heute noch holen und machen. Ich mache total leckeres Käseomelette und da sag mal einer, dass ich mit Eiern nicht umgehen kann. Fluffig, leicht butterig und perfekt. Ich habe leicht Kreislauf und schwitze schnell und bin nicht 100 % fit. Sollte es langsam angehen lassen, dann passt ja so eine Zugfahrt sehr gut. Das mit der Banane, was ich für Werbung hielt sind Stimmzettel für Verkehrsberuhigung der Stephanusstraße, FuZo oder Einbahnstraße. Bis 09.07. bei Annabe abzugehen. Schreiben den Kollegen eine kurze Mail, damit das nicht im Müll landet, weil ich gerne meine Stimme abgeben will.

Anruf beim Sozialamt von zuhause. Geht um Darlehen für Stadtwerkerückstände. Vorgestern Erinnerung an Einreichung eines förmlichen Darlehensantrages bekommen. Kam mir spanisch vor, hätte ich bestimmt bearbeitet, weil ich ja weiß, wie wichtig das ist und mich gekümmert habe. Das Ursprungsschreiben trägt Datum vom 07.06. Da wusste ich noch nichts von dem Darlehensantrag und ist hier nicht eingegangen. Telefonat mit einer Sachbearbeiterin. Ich soll es faxen und sie macht es dann am selben Tag fertig. Gestern wieder diese Frau. Mein Fax sei da, die Akte weg und es sei nicht ihre. Heute hat die Frau, die gestern Sachbearbeiterin war und sich auf den Weg machen wollte es schon gemacht und es liegt dem Chef vor. Alles bestens.

Ach, was ist so eine Verdauung doch ein kompliziertes und wundervolles Verfahren. Hat doch mal ein Künstler versucht einen durchsichtigen Darm nachzubauen, wo man Lebensmittel oben rein schmeißt und der kackt und das kann man nicht einfach so nachbauen, wenn man nicht Gott ist. Wunderwerk Natur und Körper. Man nimmt es immer so selbstverständlich bis was nicht geht, dann fängt man mit dem Streicheln und der Achtsamkeit an. So ist es zumindest bei mir. Streichele meinen Mann ja auch als wäre er ein Pferd. Nein, Esel hat er neulich korrigiert. Grobes Klopfen halt.

In der Bahn herrliche Hannoverszenen. Eine Frau mit mehreren desolaten Drogis unterwegs beschwert sich, „die Leute bleiben mit ihren Blagen im Weg stehen und ich kann mir deinen Rollator auch nicht auf den Rücken schnallen“. Die Männer, die dazu gehören stehen auch im Weg und halten sich an den durchsichtigen Trennwänden fest. Ein Mädchen was zur Gruppe gehört macht Klimmzüge und schlägt gegen die Haltegriffe. Eine lustige Truppe.

Ich habe in den letzten Tagen auch was Neues gelernt, wenn der Darm nicht arbeitet, hat man keinen Hunger. Jetzt erst mal auf nach München.

In einer guten Lebensphase – Camero

20.06. Traum, den ich später selber nicht verstehe: Hänge an eines Stange (?), muss auf‘ Klo. Pinkele dann im Freien. Wie hat es geklappt, werde ich gefragt? Gut. Wir haben was runtertropfen sehen sagen mir Mann und Kind/Mädchen dazu, soll meine Beine zeigen. Weigere mich und verdecke sie und gehe. Lerne jungen Typen kennen (wie den Sohn der Geburtstagsfrau, ca. oder wie Harold von Harold and Maude), kommt aus einer reichen Familie und wir sind in seinem Auto unterwegs. Er verliebt sich in mich und könnte es sich mit mir vorstellen. Ich bin geschmeichelt und mag ihn auch total und die Frau beneide ich jetzt schon, die ihn bekommt, aber ich habe einen Mann seit 30 Jahren und wir sind total synchron und erzählen wortwörtlich dasselbe melden Freunde, also den verlasse ich nicht, weil ich ihn liebe und es ihm auch das Herz brechen würde. Wir knutschen im Auto und ich sage, wir können trotzdem mal miteinander schlafen und das lohnt sich bei mir, weil dieser Körperteil funktioniert noch am besten bei mir (so ganz selbstbewusst). Jetzt war er so abgelenkt, dass die Fußgängerampel, die er mit dem Auto nutzen wollte wieder rot ist. Er will, dass ich 2017 mit ihm Weihnachten feiere und ich sage, wir können schon Freunde bleiben, aber das ist schwierig wegen meiner behinderten Schwester und erzähle unsere Familiengeschichte mit Weihnachten und die Rituale. Da wird ein guter Freund von ihm beerdigt, verabschiedet und er wollte meine Unterstützung. Im Laufe des Tages fällt mir ein alter Traumfetzen ein: Claudias Marken- oder Designeroberteil, Saum mit Spitze aufgenäht ist ausgerissen am Träger und das nach einmal tragen. Blase bis zum Schluss leeren und ausdrücken. Das ist der Trick, dann tröpfelt es nicht.

Massimo hat den Haz-Publikumspreis gewonnen. Ich sollte ihm schreiben und fragen, ob er noch mal herkommen will. Bruce Lee sitzt im Knast. Vielleicht ist das die Geschichte, die mein Leben ändern sollte. Ich fahre nach Bukarest und besuche ihn im Knast oder Brieffreundschaft und überweise ihm Taschengeld für Kippen. Vielleicht ist das die Cecil und Victoria Geschichte, die mein Leben ändern wird. Nubian Heritage Body Lotion wünsche ich mir von Stephan zum Geburtstag. Hat seit Kalifornien gereicht. Die Marke war mir unbekannt. Von denen ist auch die schwarze „African“ Seife aus Brooklyn, die Karin sich dann auch gekauft hat auf Cape Cod im Whole Foods. Wusste ich nicht, scheine eine Schwäche für deren Produkte zu haben. Nicht aus den USA schicken, lieber nur England und dann halt nicht Goat’s Milk and Chai sondern eine andere Geschmacksrichtung.

Die Stieftochter der Nachbarn spreche ich mit Namen an und sie starrt vor sich hin und schiebt mit ausdrucksloser Mine den Kinderwagen. Das ist beängstigend. Das wäre mein Alptraum, aber offenbar kann man auch die Verantwortung wegdrücken. Wer kümmert sich um sie? Der Kollege ist gut zum Reflektieren und ich freue mich über den Austausch, der anregende Gespräch beim Kaffee. Die Todesliste des Bären und Depressionen im Freundeskreis. 3 x Herr Teheran auf dem AB. MHH wegen Besprechung Morgen, sagt den falschen Namen, von mir gibt es kein Geld, auch wenn ihm Kippen fehlen. Bruder und Schwester anhauen. Der Fette beim Arbeitsamt, braucht selber Reha. Spargelsuppe und Erdbeeren. Darf mich nicht auf’s Bett legen. Häkelprojekt für unterwegs. Schöne lange, positive Mail von Jasmin. Sind in einer guten Lebensphase und das sieht man ihnen an. Ich bewundere diese Frau, Hingabe für andere, Disziplin mit morgens um 6 Uhr schwimmen, Karriere und soziales Engagement für Flüchtlingsfrauen. Es gibt Frauen mit mehr Energie und die ihre Zeit sinnvoller nutzen und mehr auf die Beine stellen. Das sind dann Vorbilder für mich oder Frauen, die ich bewundere. Vizechefin vom abW nach der Kinderpause, die die schwangere Kollegin ablöst. Ich ziehe es jetzt durch und mache Unterbringung, wenn sie nicht Depot nimmt oder APP akzeptiert. Es geht nicht mehr, auch weil der Sohn im Haushalt lebt und ich bleibe dran. Da gibt es kein Wegbeißen. Die Betreuungsstelle wegen Frau Renovierung und dem Betreuerwechsel. Gebe so gut es geht meine Einschätzung.

Herr ADHS, Tankstellenwart. Will seinen Sohn adoptieren lassen vom neuen Freund der Mutter und weiß nicht, ob er der seine Adresse geben soll. Ähhh. Sie sagte was von Anwalt, der vielleicht schreibt. Ja, aber Schreiben müssen ihn ja trotzdem erreichen. Ach so. Die Steuerberaterin lästert über die alte Betreuerin, einen Haufen unnützer Unterlagen und unorganisiert. Stephan hält sich zurück. Das ist gut und ganz professionell.

Auf dem Weg zum Sport grölender Handwerker, der mir aus einem vorbeifahrenden Auto was zu grölt (?). Yoga mit Thema Geben und Nehmen und schön Partnerübung. Nein, ich bin nicht sauer auf Steffi weil sie zu spät kam (warum auch? Weil ich immer sauer auf irgendwen bin). Die Frau neben mir hatte gefragt und dann zu sagen: ich mache aber nur mit meiner Freundin, ist mir zu affig. Es klappt sehr gut mit uns und wir atmen synchron und erst führe ich und wir gehen dann wortlos dazu über, dass sie mal führt. War für uns beide schön, wie wir uns anschließend bestätigen. Steffi redet mit ihrer Partnerin viel mehr und die hat wohl auch Körpergeruch oder Haarspray. Modeschau Deutsche Pop. Na gut, ich bin dabei, aber nur um was mit Stephan und Steffi zu machen. Susann hat uns gratuliert wie immer, zwischen den Geburtstagtagen. Ich mag das. Burger im Duke (der Freund des Nachbarn mit seinem Sohn) mit Pommes mit Wasabi-Honig und die Burger sind lecker, Chili-Cheese für mich und BBQ für den Hasen. Ich wollte zum Türken und Schwarztee trinken. Das lohnte sich mehr als das blöde Festival und man kann einfach entspannt sitzen und die Qualität des Essens stimmt und anschließend Eis mit Joghurt und türkischem Mocca am Kröpcke. Auch beides hammerlecker sowie die dunkle Schokolade, die wir probieren dürfen.

Einer meiner ersten Kontakte zum abW singt nicht nur im Chor, sondern organisiert das mit. Ich bin kurz angebunden, er will mit mir reden oder mich sogar umarmen. Schräger Abend. Die Frauenchöre bestehen aus extremen Typen, vor allem die Leineperlen aus Hannover, eine große so ca. 50 mit kurzen blonden Haaren, die sich die Federboa immer wieder vom Hals reißt weil sie Luft braucht und ins Publikum ruft in einer Singpause. Zahnlose Frauen singen im Chor, alte Frauen, die ausschauen wie Else vom Lande, andere die ausschauen wie alte Typen. Der Organisator heult sofort als er sich bei seinem Freund bedankt. Er bedankt sich bei Christoph Müller, dem Schauspieler und auch dem Typen vom Schützenverein. Der Junge Chor Hannover ist auch, anders toll zum Anschauen (eher schön und jung), hat junge Talente und ist gemischt (bis 33 kann man eintreten). Eine aus meinem Sportstudio ist dabei. Alle haben etwas Grünes an, T-Shirt oder Schuhe oder Kette oder Ohrringe oder Kuli im Sakko. Das sieht gut aus. Die Moderation macht eine Transe, die aus Hannover kommt und in Hamburg lebt (und die ist mittelprächtig mit amüsieren Sie sich? Dann sagen Sie es auch Ihrem Gesicht… und eine Frau aus der ersten Reihe, die die Karte geschenkt bekommen hat und fast einschläft entlockt er, dass ihr einziger schwuler Arbeitskollege bei der Firma Kone Aufzüge heute hier auftritt, was immer wieder für Gags und Gekreische sorgt) und Vox Homana ist auch sehr unterhaltsam. Fast reinrassige homosexuell die Veranstaltung. Frauke B vom Verein katholischer Frauen, von der ich mal eine Betreuung übernommen habe vor Urzeiten, meine geistig Behinderte ist auch lesbisch. Hätte ich mir denken können so spröde wie die immer war. Auf dem Heimweg regnet es kräftig und wir werden total nass. Dann hilft der warme Wintergarten als Ausgleich. Regelbeschwerden losgelöst von der erkennbaren Ursache. Ich habe was Hartes unter der Bauchdecke, d.h. dem weichen Fett, entweder ein Tumor oder Bauchmuskeln. Schoggi aus den USA. Toffee mit Briefmarke außen und Gedicht innen in die Packung gedruckt,

21.06. Ein Pudel erschnüffelt Schimmel. Sehr schön das Bild, wie er mit der Pfote elegant an der Wand anzeigt. Vielleicht lieber zu einer Bühne als ins Kino. Früh ins Büro und dann zum ersten Außentermin. Zuhause noch eine Strickjacke und zwar die aus Kalifornien, weißes Polyester mit Golfstickereien, in New York gab es eine fast identische, aber mit besseren Sportmotiven und Bienen in Gelb, aber ich hatte ja schon meine. Vom KSD die Neue ist jung und nett und ich werde meine Betreute vielleicht nach Frankfurt begleiten müssen. Alleine kann man sie nicht hinschicken und ein fremder Anwalt nutzt uns nichts und es ist echt das wichtigste Thema in ihrem Leben. Heute spielt Deutschland gegen die Türkei informiert mich meine Betreute. Gute Idee zum Königsworther Platz und von dort aus zur MHH. Kann man schön nach unten fahren mit dem Rad. Ab Kröpcke habe ich eine Klappbank für mich und kann häkeln. Rentner mit Klapprad ist auf Krawall gebürstet, aber meine Sportlichkeit gefällt ihm. Erst zu Herrn Minus, seine Hose hängt so tief und rutscht und ich habe Angst, dass ich was sehe, was ich nicht will. Er fummelt auch immer an sich herum und ich denke dann: könnte das mal komisch werden, aber er ist wie ein Kind und legt gerade ein Puzzle mit dem Eifelturm oder machen das andere? An der Tür die Hinweise für die Pflegedienstmitarbeiter, dass man mit ihm einkaufen gehen soll und keine teuren Markenprodukte kaufen. MHH auf dem Parkplatz auf dem Boden kauernd unter einem Baum. Ein Sandwich mit den Tortillachips von Sonntag in der kleinen Tüte. Passen nur etwa 10 Chips rein. Dann die Station. Herr Teheran schläft. Er wurde gestern durch die Sicherheit wieder auf Station gebracht, nachdem er die Ladenpassage aufgemischt hat. Ich setze mich in den Innenhof (wo es nass ist, wird erst zum Deutschlandspiel schön und die spielen gegen Irland und nicht die Türkei) und häkele. Wieder Komplimente der Mitpatienten, echt individuell und so würden sie sich auch gerne anziehen, wenn sie sich trauen würden. Was häkele ich da. Nein, keine Boshi-Mütze so wie sie. Dann kommt er aus der Tiefschlafphase gleich in den Monolog. Ohne Essen kann er auskommen und das ist er gewöhnt, aber er ist tabaksüchtig seit 40 Jahren, also seit er 10 ist. Die große Arztrunde gefällt mir. Er kommt auf die offene, aber mit Beschluss und der muss vermutlich sogar verlängert werden und wir versprechen ihm nichts. Er geht gleich wieder in die Forderungshaltung und will heute noch verlegt werden und wenn kein Bett frei ist dann in den Flur. Er kann sich zur Beschwerde und einer Rücknahme nicht klar positionieren und dann kommt eben der Landgerichtsrichter. Ist auch kein Problem. Will deutsche Staatsbürgerschaft zurückgeben, wenn wir ihn rauslassen. Er will vielleicht in seine Wohnung, aber er wird nicht bei der Stange bleiben können, weil er zu sprunghaft ist und wieder durch die Republik ziehen und in Konflikte geraten und Straftaten begehen. Das ist so meine Einschätzung und deswegen entscheide ich, dass er hier blieben muss. Er kann es nicht einsehen, das ist Teil der Erkrankung. Zurück zum Aegi und dann Stephan auf einen Kaffee bei den Hippstern treffen. Da arbeitet die Kleine aus der Bar. Du, hier? Frage nach Industry Standard. Hat nicht geklappt. Das Sofa sei ein Traum meint der Möbelrestaurator und man kann den Bezug lassen und nur ein paar Schrauben setzen. Die Kinder mochten die Landesgartenschau nicht so (ach!=). Piglet muss Mama aus dem Müll holen. Mein englisches Schwein, was ich extra immer angemahnt hatte, dass es auch mitkommt, wollten sie entsorgen. Die Kissen seien gut. Das Leben anderer Menschen wegwerfen ist eine Belastung und Zumutung. Paps hat Geburtstag an einem wichtigen Tag. Die Briten entscheiden über Brexit und das wird ein spannender Geburtstag, wichtiger Tag ja und hier sind niedersächsische Schulferien und ich freue mich schon auf die Leere im Büro.

Nach dem Termin ruft Herr Teheran noch 2 Mal an. Das erste Mal sagt er das sei das letzte Mal für die 8 Tage. Dann Richter braucht nicht kommen nachdem ich schon mit ihm gesprochen habe, zu spät. Seine Familie war gestern in der Geschäftsstelle und die haben Ängste und befürchten das schlimmste.

Ich schreibe Jasmin und sie zurück, dass ich ihr Role Model in punkto beinharte Ehrlichkeit sei. Das ist schön zu lesen. Der Kollege ist bereit den Termin in Frankfurt mit mir zusammen zu machen, sonst würde er es nicht machen. Das ist auch schön. Ich komme aus dem Büro und alle schreien wegen des einen Tors.

Sport an der Stange. Habe ich gestern übertrieben und merke meinen unteren Rücken und das Knie zickt auch noch. Wieder höre ich von meinem Mut (jetzt 2-3 Mal am Tag). Bei ihr sind die Haare sehr schnell gewachsen. Ja und färben tut sie nur oben und lässt darunter die Naturhaarfarbe, solange man das noch tragen kann sagt die gut aussehende Polin in der Umkleide.

Steffi am Steintor. Ina, die Kollegin, die meine braunen Eichelschuhe trägt und keine anderen mehr. Das freut mich und sie sieht echt gut aus. Steffi macht ein Foto im Rahmen zum Ausdrucken und ich sehe richtig schön scheiße aus. Gefällt mir! Der Mann warnt vor einem Sieg der Türkei und einem Autokorso als möglicher Folge. An der Marktkirche ist Fairmannsfestwerbung und Herr Holik läuft durch die Gegend, viel philippinische Frittenbude, glotzende Leute und der Auftritt der Israelin beginnt mit einer fetten Rückkoppelung, dass sich alle die Ohren zuhalten. Seit Event Manager, die Ausbildung von Hartz IV Töpfen gefördert wird, wie Steffi am nächsten Tag zu Recht anmerkt, ist die Sachen im argen und ordentliche Tontechniker Mangelware.

140812

Mal ins Oscars, da sollen die Cocktails schmecken und draußen zu den anderen Alkoholikerin setzen und das Salzgebäck auffressen. Gin mit Cola (Hot Shanghai Retriever?), seit wann bestelle ich so beschissene Cocktails? Zutaten mag ich beide nicht. Die Lärmkulisse zwischen den Bühnen und der schlechte Sound und die Beschallung sind unerträglich. Wieder ein Eis, was lecker ist und „fick die AfD“ vor C & A. O.k. das ist lustig. Klingele bei der Nachbarin was auch nicht so gut ankommt. Ich sage ihr, dass ich ihre Mails nicht lese. Die Zeichnungen und Hinweise auf ihren Statiker machen mir schlechte Laune. Habe Befindlichkeiten an den Brüsten, Eierstockdings und im Bauchnabel innen drin.

22.06. Traum: Meine Schwester in einem neuen Heim und ich bin zuständig, mache es ihr schmackhaft. Wie Glocksee oder Böser Wolf. Feier, ich tanze, die Schuhe sind zu klein und die Zehen stoßen vorne an.

Abends denke ich daran, was ich anziehen will. Das neue blau-weiße Kleid und das Hütchen. Hatte ich schon rausgelegt für die Lumix und finde es nicht. Das ist sehr merkwürdig. Kann mir das Verschwinden nicht erklären. Ich bin paranoid und finde es wieder, allerdings muss man die Neon-Bemalung auf dem Schaumstoff des Hütchens in regelmäßigen Abständen, d.h. vor dem Tragen erneuern. Das verblasst oder wird aufgesogen von dem Schaumstoff.

Deutsche Forscher bei 46 ° gewandert in den USA trotz Hitzewarnung und jetzt trauern die Kollegen. Tot und nicht nur der. Wie geht das so schnell? Ohne Flüssigkeit kann man viele Tage überleben. Den Orthopäden, der abgestürzt ist und Zechen prellt und betrunken Rad fährt und Polizisten beleidigt kennen wir von der Expo und 2012 war er noch Gutachter für die Rentenversicherung. Ich kann wieder mal gut beleidigen. Wenn ich das nicht weiß mit der Post, warum fragt er sinnlos Leute die es erst recht nicht wissen. Das beleidigt meinen Verstand und ich dann diese Menschen und sage, kann man gleich Schüler an der Haltestelle fragen. Für Paps auch eine Seife von Nubian, dann nachträglich. Ist nicht so warm wie angekündigt und ich sehne mich nach einer Strumpfhose. Verpasse die Bahn Allerweg, hetzte dann zur Werderstraße, was quer durch die Stadt und weiter ist. Die kleine Türkin, die im Boca arbeitet, fragt, ob sie mir mit meinem Fahrrad die Treppe runter helfen kann. Süß. Ich brauche einen Gin and Tonic. Dann Institutsambulanz, Nummer aus dem Kopf auf den AB, dass ich vielleicht 5 Minuten zu spät komme, komme aber pünktlich, fahre um die Schüler, die sich in die Sommerferien verabschieden, herum im Slalom. In der Bahn treffe ich Karin, überlege lange, ob sie es sein kann und sie kommt dann auf mich zu. So spät zur Arbeit? War in Berlin, mag die gestrickten Kleinststulpen von Heike und bedankt sich und ich mich für die Karte mit Hase und Putzschwamm. Sie hat das Orchester vor der Oper gehört mit Gastmusikern dazu. Wer nicht kommt ist meine Betreute. Die Ärztin erreicht sie nicht (war mir klar, die kommt 30 Minuten zu früh oder gar nicht). Schreibt mit, merkt sich nix und alles erzähle ich der doppelt und dreifach. Sie will Stellungnahme schreiben zur Unterbringung für 4 Wochen. Sohn soll dann zum Vater. So mein Plan. Die rote Strickstofftasche, länglich mit einem Wollknäuel und Stricknadeln, ist verkauft. Neues Kondomplakat: „egal auf was Du stehst, benutze Kondome“ und das eine Paar in langen schwarzen Highheelstiefeln und das andere mit Hasenpuschen (gezeichnet). Bahn leer, fahre bis Allerweg. Stephan wird mir eine Strumpfhose bringen. Frau Schwangerschaft ruft an wegen Schulbücher für den Sohn, die ich jetzt schon beantragen soll und konnte nicht kommen wegen Sohn und Zeugnissen. Ich sage ihr, dass sie sich stationär behandeln lassen soll, so wie die Ärztin ihr das auch gesagt hat, ständig telefonieren wir parallel. Sie mit mir und der Ärztin, die Ärztin ruft auf dem Handy an und ich habe sie in der anderen Leitung. Die Medis kann die Frau vom abW kontrollieren, die montags immer kommt. Das ist zu wenig. Sie schreit: Freiheitsberaubung. Mein Mann lässt mich warten. Ich spreche ihn auf die Farbpatrone an und erfahre, es war seine Schuld. Gut, über 320,- € das ist eine Flugreise und dann nehme ich eben Blau die nächsten 3,5 Jahre und er bestellt kein Büromaterial mehr. Blau kann man nicht so einfach reinmachen. Mein blaues Armband reißt im Treppenhaus. Er soll das gefälligst klären. Samstag eine Mail geschrieben. Es ist Mittwoch und das er es verbockt hat, hat er mir auch nicht gesagt, sondern deren Fehler, er habe das selbe bestellt wie letztes Mal. Ich habe seit Wochen keine Druckerpatrone. Im 11 A alle glücklichen Eltern mit ihren Kinders. Ich habe nur 20 Minuten Zeit. Mal schauen sagt die Bedienung. Gegenüber die böse Macht der Gene. Mutter schwarz, ein bisschen wie ein Model, Vater Geschäftsmann mit Brille. Alle 3 Kinder tragen Brille. Essen kommt ganz spät und ich muss es schlingen. Komme genau rechtzeitig in den Innenhof beim Musikzentrum, wie Gewebegebiet. Die Frau von der GIS ist nett und kompetent und wird einen Vertrag mit der Nachbarin machen ab Juli. Die ist in Begleitung ihres Mannes, der sie gefahren hat und auch die Unterlagen für sie ausfüllt, weil sie einen Gips hat. Ich frage ihn, ob sie einen Garten hätten, was er bestätigt. Haben sie mir das mal gesagt oder sehe ich es seiner Hautfarbe an. Viel Arbeit, aber man müsse sich Gerätschaften zulegen, die es erleichtern, Rasen mähen habe man früher von Hand gemacht und jetzt gäbe es sogar eine Maschine für den Heckenschnitt. Meine Betreute kennen die beiden seit über 40 Jahren, wohnen im selben Haus. Ich habe ein gutes Gefühl. Großer Arbeitgeber, über 1000 Angestellte, Betriebsrat und auch Urlaub für geringfügig Beschäftigte und Krankenversicherung. Alles gut. Ich verfahre mich auf dem Innenhof zwei Mal (das darf keiner sehen) und halte kurz in der Nordstadt, aber leckeren türkischen Honig wie aus dem Buch aus Teheran gibt es nicht und dann wieder Büro. Die Fußballspieler sehen aus als wären sie mit Blut und Eiter besudelt, aber das ist das Trikot. Elisabeth führt Selbstgespräche im Flur wie immer. Der Bürohund dreht durch, fährt aber Morgen 3 Wochen nach Kroatien. Sie sagt ich habe sexy Beine und will meine Schenkel sehen. Das geht nicht. Pastrami in Frankfurt und am Samstag vielleicht zu dem Kollegen in den Garten bevor da Mieter drin sind. Rufe den Jugendamtsmitarbeiter an bei dem Frau Psychose Türkin Montag mit einer Arbeitskollegin war wegen Sorgerecht für den Sohn. Der ist laut AB im Urlaub, also da tut sich nichts.

Ich bekomme Fressflash und esse zwei Ice creme Sandwichs und die ganze Packung Studentenfutter, die von der Lumixverpflegung übrig geblieben ist. Schreibe Erin eine Mail.

Auf dem Weg zum Sport, Elisabeth an der Brücke Königsworther Straße, dicke Daunenjacke, krasse Selbstgespräche, sieht mich und lächelt und grüßt mich mit Namen. Mir macht das Angst. Sport ist wieder mit viel Quatschen und therapeutischen Hinweisen verbunden. Steffi nervt es mehr als mich. Ich schaue mir kurz die neuen weißen Küchenoberschränke an, die ein Muster haben, wie Diamantschliff und nicht glatt sind. Gefällt mir. Ich bekomme Blumen geschenkt. Morgen ist Home Office und ich fahre morgens eine Runde mit Suki. Zuhause bin ich satt, aber Stephan hat sehr lecker gekocht mit Tofu und Tomatensauce und Fenchel, scharf. Ich nehme keinen Käse (mein neuster Trick), dann schmeckt man das Essen besser. Stephan hat von Christoph ein Weißbrot geschenkt bekommen. Nachdem der Gaues wieder raus ist aus dem Geschäft wollen die selber backen (das einzig vernünftige). Es schmeckt und hat eine gute Konsistenz, also noch mehrere Brote mit Sakzbutter und Honig. Ich kann Unmengen vertilgen. Mache Stevia-Pfefferminz-Sirup aus Paris in den Tee, wenn Ingwer-Kräuter aus dem Garten im zweiten Aufguss etwas schwächelt. Etwas häkeln, das beruhigt, auch vernähen, Haare waschen, verpasse das Tor der Iren gegen Italien, obwohl ich davor sitze. American Dad und Steve als Bowling Talent und Roger und Hailey im Wettbewerb in Sachen short attention span schauen sich langweilige 6-Stunden Fahrradfilme von Klaus an. Ich will unbedingt 2017 wieder ein Haus mieten mit Marc, Jasmin und den Jungs. Ich frage, wo sie gerne hin wollen, weil ich habe mehr Zeit zum Suchen. Spanien, in der Nähe von Barcelona oder San Sebastian oder wieder nach Castellabate und wir vorher Neapel oder ganz was anderes, ich bin dabei. Hauptsache zusammen. Gehe ins Bett und massiere die Füße mit dem Ayurveda-Zeug, alles riecht penetrant nach Pfefferminze, wie der reinste Sauna-Aufguss.

23.06. Früherer Traum (werde um 5 Uhr wach): Wir sind im Theater und sitzen seitlich von der Bühne und dafür erhöht und schauen von hinten. Interessante Perspektive. Dann ertönt die Klingel, aber dauerhaft. Ist Alarm, Theater wird evakuiert. Zug entgleist. Man soll nicht hinschauen, weil die Bilder zu shocking sind. Dann kann nicht am Hauptbahnhof passiert sein, weil er nicht so weit gefahren wäre, sondern unterwegs auf den Gleisen muss er entgleist sein. Eine Tüte mit meinen Sachen. Ich schaue mir den Zustand nach dem schweren Unfall an, teils verbrannt.

Lerne lauter interessante ältere Typen kennen, die alle in einem Haus wohnen. Die haben schräge Wohnungen mit alten Kacheln auf mehreren Etagen. Der eine ist 60 und nimmt Heroin und ein anderer hat einen Yorki, der mit Katzen aufgewachsen ist (altes Video, die Welpen haben alle blaue Augen und sehen gleich aus und säugen bei der Katze). Ja, ich weiß, ich soll den Hund nicht zuerst begrüßen sonst Follower, habe auch meinen Cesar Millan geschaut. Der hat spitze Zähne und verhält sich wie eine Katze, spielt so, beißt in Spielsachen und kratzt. Den kann ich mal Sitten, wir nehmen auch Stella von Eckhard. Dann will ich über seine Wohnung aussteigen und werfe was um (ein Gerüst mit Rankpflanze dran, wie bei mir jetzt im Wintergarten), er kommt rein und überrascht mich mit einem Schäferhund an der Leine und ich sage, ich wusste keinen anderen Ausgang. Gesteppter Windhund, wie Suki, aber verliert keine Haare, springt auf den Arm. Meine Eltern streicheln ihn. Ich will essen gehen und was ist mit den Einmachgläsern, meine Mutter isst Spargel daraus. Ich will was klauen, Sitzkissen zusammen genäht und mit 70er Jahre Stoff bezogene Bücher, der hat so viele, das fällt nicht auf. Kann Pflanze darauf stellen. Versuche das in meine Handtasche zu machen wenn keiner schaut. Der eine Typ in jung, Punkervideo mit Eileen aus B, er erzählt, wie er immer klaut und man sieht ihn von hinten, seinen Hintern, versuche ihn zu erkennen. Polizeikontrolle, beide nackt im Wald, dann mit toten Tierköpfen, aber exotische Tiere, wie Löwe, Elefant und unten Klamotten, werden liegend gefilmt. Echt gut gemacht. Was ich für interessante Typen kennen gelernt habe und der eine macht Musik und Film. Ja, aber von Pornos werde ich korrigiert. Das sind auch Filme, verteidige ich.

Morgens Unterleib. Frau Chefin vom abW fragt wie der Termin bei der Ärztin und Frau Türkin gestern gelaufen ist. Wollte ich melden. Rufe Paps an. Die Geschichte mit dem Familienschmuck. Meine Schwägerin nimmt sich ein Herzanhänger mit einem Scherenschnitt. Mein Bruder geht zum Juwelier und will die Inschrift rauskratzen lassen (L.H. für meine L.M. oder so). Der erklärt ihm, das sei ganz selten und wertvoll. Widmung des Vorfahren Hirth an seine Frau mit Haaren gelegt (!). Ach, ist mein Bruder süß und die Kunsthistorikerin, die er zur Frau hat. Fotos gab es nicht, daher ein Scherenschnitt von dem Schenker von der Seite. Ältestes Familienschmuckstück jetzt bei meiner Schwägerin. Dann nicht so ablästern über meine Familie, sonst nichts um den Hals tragen, sondern Schmuck aus dem eigenen Wohnwagen. Ich trage auch nichts von der Familie Dellin um den Hals. Das neue Bild, ein Foto der Familie vom Familienfest haben sie darüber machen lassen. Immer wieder das Sofa. Ich will es mir erst mal anschauen und mich vorher nicht bequatschen lassen. Vermutlich Reparatur mit Minimalaufwand.

Mit Stephan und Suki eine Runde fahren und Kaffee trinken. Steffi hat durchgemacht und ist mit einem komischen Typen in der Küche. Er hatte kein Wasser und hat geklebt (soll ich Anwaltsbrief schreiben?) und sie hätten gesoffen wie Kerle lässt er mich wissen. Ich will wieder raus. Berlin ist eine geile Stadt, waah? Keine Ahnung, geht so. So sieht heute also das Home office aus. Ich gebe eine Sonnenbrille ab (Hippster gibt es in München, da bin ich doch bald, was sage ich Expo-Plaza?). Bin etwas geschockt von der Szene. Hoffe, es ist richtig, dass ich mich nicht einmische. Ecki mit Stella treffen wir im Kurpark. Er nimmt mir meine Ausfälle von neulich übel und ich drücke ihm nicht rein, dass ich von ihm geträumt habe. Eine schwarze Katze wird vermisst. Die soll Suki suchen sage ich zum Spaß am Altersheim Ottenstraße. Das Maskottchen der Olympiade wurde erschossen, eine Großkatze von der es kaum noch welche gibt, wie aus American Dad so beinhart und skurril. Soll man die an einer Leine auf eine Großveranstaltung führen. Was das nicht etwas gewagt oder unverantwortlich? Wir fahren ins Rossi und in der Straße dorthin blockiert eine schwarze Katze den Gehweg und bleibt stehen und macht sich rund. Der Hund ist schlau und gibt nach, weicht kurz auf die Straße aus. Das sehen wir beide ein. Das hätte böse enden können, auch wenn sie einen Kopf kleiner ist, er hat es richtig eingeschätzt und die ist gefährlich. Die Bedienung malt mir einen Smiley auf den Kaffee, weil sie mich mag. Und Stephan moniert, dass er keines hat. Hat das dann aber nicht so gemeint, angeblich bzw. nur lustig gemeint.

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So, jetzt kann der Hund zurück. Wird wohl heute mehr Wohnung werden, wenn Frauchen dann mal schläft. Sie hören mich nicht und ich mache Suki an, dass er kläfft und mir eine Stimme verschafft. Bellen machen Hunde, wenn Frauchen es will. Davon bin ich überzeugt. Wenn Steffi auf dem Gelände des Fössebades wohnen würde in der Hausmeisterwohnung dann hätte sie auch einen großen Hund, der sie wirklich beschützen würde nicht nur durch verbales Anschlagen. Ich verpisse mich schnell wieder, weil ich es kaum aushalte dort und hoffe, die ist dem noch gewachsen und ich nicht verantwortungslos, aber bin nicht da als Betreuerin. Am Wochenende den Schäferhund kennen lernen. Der Vorteil ist, dass der Chef und ich ein starkes Rudel sind und so können wir einen Hund gut integrieren bzw. der passt sich praktisch automatisch an. Fange später an, dann eben kein Mittag. Steuersachen für den neuen, fragen wo Herr Teheran abgeblieben ist, erst falsche Station, Nachbarstation, warte auf Rückruf. Fax vom Landgericht, hat Beschwerde zurück genommen, weil Richter ihm erklärt hat, dass es keinen Sinn macht. Die Station ruft nicht zurück, dafür mehrfach Herr Teheran, der auch einen Rückruf nicht abwarten kann. Ich war ja nicht da, hat Beschwerde zurück genommen um mir und der Richterin Arbeit zu ersparen. Das ist alles Quatsch sage ich ihm. Einwilligungsvorbehalt für die demente Frau, die ihr Geld durchgebracht hat. Richterin nicht da, mache es schriftlich, hätte mich aber gerne beraten. Die für Frau Türkin zuständige Richterin. Die türkische Ärztin empfiehlt die Unterbringung für 4 Wochen, hat meine Betreute aber nicht gesehen. Sie wird das einer anderen Gutachterin in Auftrag geben. Rufe meine Tante in München an. Sie freut sich und will uns treffen am chinesischen Turm. Dann ehrliche Worte zurück an die Freundin in Wien. Vielleicht zu deutlich, aber wer danach fragt soll es auch erhalten eine einigermaßen klare Aussage, was ich denke. So spontan ist mir das manchmal nicht möglich, dafür führe ich ja auch Tagebuch, weil ich die Dinge verschriftlichen will. Schwimmen im Kanal glaube ich eher nicht, aber ich gehe Barfuß durchs Büro und denke an einen frühen Feierabend. Die Ärztin aus der MHH von der offenen ruft zurück. Herr Teheran ist dort nicht führbar und soll zurück verlegt werden. Sie haben noch eine manische Patientin und die schaukeln sich gegenseitig hoch bzw. er bekommt ihr nicht. Ich bin sehr einverstanden und habe es eh für eine Schnaps-Idee gehalten. Mit ihm kann man nicht verhandeln, er ist noch zu krank. Sie weiß nicht, ob er zurück kann. Muss doch gehen, sie sind sektormäßig zuständig und er hat einen Beschluss. Nicht, dass er abhaut. Dann haben wir ein Problem.

Ich schreibe heute Massimo Branca von dem ich das Bruce Lee Bild gekauft habe. I wanted to hang it in my office because it makes me smile everytime I see it. Er antwortet mir gleich und sagt, dass Bruce Lee zu 13 Jahren verurteilt wurde wegen organisierter Kriminalität und er das Urteil aber für falsch hält und er hin fahren will sobald er Geld hat und ich ihm was schreiben kann, was er dann mitnimmt, außerdem hat er ein Buch gedruckt und kann es auch versenden„PS-2. thank you for your picture, it made me smile :)“. Ich esse Wallnußkekse. Fresse viel, wie Herr Castro nur mit dem Fasten dazwischen habe ich es nicht so.

Mir ist nach Sport und ich steige heute ein in der Sommerspecial von Moving bones für 3 Monate. Donnerstag dann immer Aerial Yoga, wenn die Laune es zulässt. Mein Mann unterstützt mich. Das ist abwechslungsreicher als nur my score und wer weiß, wie die Yogis dort wieder gestrickt sind, ist außerdem um die Ecke, von mir und von Lidl. Morgen ist Critical Mass. Auch gut. Elisabeth ruft an und wollte mir sagen, dass mein Kollege gerade mit blauem Hemd und schwarzer Hose mit Handy am Ohr die Hildesheimer Straße entlang läuft. Die denken, sie ist mit ihm zusammen und verfolgen sie. Sehr lustig, dass meine Spione mich über alles informieren. Ihr schlage ich vor, vielleicht in die Königstraße, wenn es ihr nicht gut geht. Sie führt Selbstgespräche. Ja, aber die Straße gehört nicht denen und wenn die oder ich, die Finger nicht von ihr lassen können….Der Nachbar konnte sich nicht melden, war unterwegs und ruft mich an. Ich brauche ihn als Dolmetscher für die unten.

Treffe wieder Karin vor der Tür, die beim Zahnarzt war. Ich muss Eckhard echt beleidigt haben und er hat ihr auch von meinen verbalen Ausfällen erzählt und werde versuchen das wieder gut zu machen.

Ich kaufe die Sommerflat und schon der erste Kurs ist gefährdet. Wo ist Undine, hat sie die Uhrzeiten verwechselt. Erst um 18 Uhr kommen ihre Kollegen auf die Idee sie anzurufen und ja, kommt erst um 19:15 Uhr. Ich will jetzt was machen, egal was, sonst fange ich an ihr Studio zu streichen. Das versteht Duncan. Die Bedienung aus dem Rossi ist auch da und es gibt eine Kombination aus Tai Chi und Yoga, es geht um die zu den Jahreszeiten, die mit Organen korrespondieren. Jetzt ist Frühsommer und Magen und Milz. Viel Bärenposition und sinnlich räkeln, irgendwie intuitiv zu Musik schwingen und sich frei und bewusst bewegen und „ausprobieren“. Dann rollen wir die Außenschenkel über eine Schaumstoffrolle was irgendwas lösen soll an Verklebungen im Oberschenkelmuskel. Die anderen Frauen leiden stärker. Aerial und immer erst zuschauen und sie demonstriert alles inklusive Seitenwechsel (was man sich echt vorstellen kann) und man muss ihr zuschauen und darf dabei nichts anders machen, wird zurück gepfiffen weil es sonst zu wuselig wird (mit 2 Schülern!?). Das nervt mich, aber ich versuche damit zu leben. Die andere ist auch Fledermaus vom Aszendenten und will sofort ein Tuch für Zuhause und wir freuen uns und lachen will, Stirn im Tuch und nach vorne hängen. Burka-Yoga. Ich drücke den Strang gegen meinen Unterleib und mein Körpergewicht und hänge mich rein. Gegenschmerz. Mein Gegenspielerin ist das an der Hüfte zu viel. Ich finde das hängen lassen an den Achseln eher schmerzhaft. T-Shirt über die Achseln um das Tuch zu schonen. Bei meinem habe ich die Ärmel abgeschnitten. Der Verstoß gegen Kleiderordnung fällt der Lehrerin erst in den letzten 10 Minuten auf. Ich hätte ein Ersatz-T-Shirt genommen, genau wie ich auch meine Haarnadel rausgemacht habe. Die haben alle, alle Gebäude weggerissen, auch die Taxi-Garagen und es sind nur noch Haufen aus Schutt. Unter grüßt mich der Türsteher aus seinem Boxtraining, da mache ich auch noch mal Probetraining. Zehen wie Elefant, geschlossenes Bild von der Rückseite, wie die Zehen so aufliegen, breite Auflagefläche. Werde abends immer massiert mit dem Pfefferminzzeug was in den Augen brennt.

Zitronenpflanzen fast eingegangen. Tomatenpflanzen auch verdörrt zum Teil. Kein Fenster war offen im Wintergarten. Das hält keine Pflanze durch. Kursplan für nächste Woche noch nicht online. Die sind unorganisiert. Ich schaue Eddy Murphy den alten 80er Jahre Film mit Samuel L. Jackson als Räuber, schöne kleine Nebenrolle. Foto mit mir und dem Chef im Pariser Museum auf einer Rolltreppe fürs Portemonnaie, wo früher der Perso war bis er zur Scheckkarte wurde.

24.06. Traum Nr. 1: Wo lernt mein Mann diese Typen kennen. In Wohnung, keine Einrichtung, Kind, sieht süß aus, wird gefilmt aber nichts Persönliches in der Wohnung. Ich habe irgendwie Schlüssel, Papierblüten an den Wänden (2 Stück) und Mooskacheln im Bad aus Papier, nehme Papier mit, war für Kind als Schmierpapier. Will gehen bevor er kommt setze mich im Treppenhaus hin, nur eine Etage über ihnen. Er schaut nach oben und zieht Vorhang zu, der ausschaut wie ein Bademantel, ich tue so als würde ich schlafen. Er kommt hoch und ich denke mir eine Ausrede aus. Dann mit runter, ich habe Bademantel an und bin nackt darunter und wir unterhalten uns ganz entspannt. Es ist so ordentlich bei denen, aber er findet es lustig, dass ich meine Hände so schwarz eingesaut habe. Wie viel verdient er mit dem Sport? Hat er Einnahmen von vielleicht 5000, Geld kommt über den normalen Job rein. Lohnt sich das. Sponsoren machen ihm Vorschriften und er darf sich keine Glatze rasieren oder einfach mal machen was er will. Frau hat Restaurant aufgemacht, russisches oder polnisches. Da gehen wir gerne mal hin. Mein Mann hat auch diesen anderen Typen kennen gelernt in seinem Studio, Boxer Klitschko oder so, bekannt aus dem Fernsehen.

Traum Nr. 2: Komische Gegend, die Häuser, kenne ich gar nicht, aber irgendwie malerisch, viel Natur und ungewöhnliche Häuser und Villen. Auch russische Einwanderer. Alle haben Hunde, die sich auffällig verhalten und alle unterhalten sich über Hundeerziehung. Mühle und Burg bei Vollmond. Das sieht toll aus, wollen Foto machen, erst machen die anderen Selfie mit dem Laptop und es blitzt, wir sind danach dran. Ich steige hoch, Docht brennt durch die Bewegung des Rades, Feuer, Enten oder Gänse, aber schon abgepackt zum Braten und die nächsten warten schon, rutsche aus auf dem Fett, alles eingesaut, Frau muss mir hochhelfen. Als nächstes wollen sie ein Foto machen. Merkwürdige Gegend. Kannte ich noch nicht. Schritte über mir, der Nachbar ist schon aktiv, ist erst Viertel nach 5. Ich schreibe kurz auf. Schlafen in Etappen. Erst das kurzärmelige Nachthemd, geschwitzt, dann nackt Gästebett und morgens noch mal mit Ärmeln auf unserem.

Traum Nr. 3: Mit Claudia am Strand (Larissa und Sabine). Die Felsen bewegen sich, sind Wale, ganz nah am Ufer, schieben den Schwanz aus dem Wasser an den Strand und dann sieht man auch den Kopf von einem Blauwal. So was hatte ich noch nie. Läuft Film openair gegen den schwarzen Nachthimmel über die Zerstörung der Erde durch den Menschen mit Zahlen und Zeichnungen. Gehe rein. Stephan legt auf und die Gäste essen, u.a. Patrick. Die neue Glocksee mit Küche. Durch die Küche durch sind die Klos. Ich habe einen festsitzenden Husten und mache Auswurf auf die Polstermöbel, den ich gerade wegwischen will. Ist schon 8:15 Uhr.

Pflücke Himbeeren im Garten. Die Baustelle der üstra gefällt mir jetzt schon. Schön Lindener Marktplatz für Autoverkehr gesperrt. Herrlich. I like. Im Büro wartet ein Flyer mit der Stephanusstraße in einer Banane, Vorschlag der Grünen für eine verkehrsberuhigte Zone. Der Kollege und ich fragen, wo wir unterschreiben müssen.

Mich hat das sehr überrascht mit dem Wahlergebnis. War doch ein historischer Tag der Geburtstag von Paps. Er meint dazu, Brexit geschieht den Briten recht. De Gaulle hatte Recht und die wollen nicht dazu gehören und der Austritt wird Europa eher entspannen und stärker machen, weil die eh nie wollten. Uns schadet es 20 % und denen 80 %, also ist mein Vater Deutsch-Ego und schadenfroh. Sie bekommen heute Besuch aus Stuttgart vom K und Morgen feiert er seinen Geburtstag nach.

Habe die Einzugsermächtigung der Stadtwerke bei Frau Dement zu spät widerrufen und die haben es noch mal versucht. War da noch nicht als Betreuerin bekannt. Mein Fehler. Termin bei der Venenärztin, Orthopädenpraxis heute zu.

Die alte Betreuerin holt Montag die Unterlagen vom Gericht und ich bitte sie, sie direkt bei der Steuerberatung vorbei zu bringen. Nicht bei mir, die alte, die sie beauftragt hatte. 10:40, die Sachbearbeiterin vom Finanzamt ist noch nicht im Hause (!) an einem Freitag. Bitte um Rückruf. Noch mal der Afrikaner, der mir gestern auf die Mailbox gesprochen hat. Sie haben ihn abgeschoben nach Nigeria aus der JVA und er hat geheiratet. Er will Termin machen, aber nicht mit mir. Wünsche ihm alles Gute, aber ich übernehme seinen Fall nicht. Ohne Portemonnaie. Der Kollege dachte sich das schon (?), will Kaffee trinken und lädt mich ein. Erzähle vom Aerial-Yoga, dass ich mir so ein Tuch zum Geburtstag wünschen sollte und er meint, im Büro aufhängen könne ich vergessen. Das hält nicht. Ich rufe die MHH an. Herr Teheran ist wieder auf der geschlossenen. Herr Ihme ist auch wieder bei seiner Familie in Wunstorf. Meine Frauenärztin mit ihrer süßen Teenagertochter im Marktkaffee mit einem schwarzen kleinen Mischlingshund. Eine dicke unvorteilhafte Frau hören wir sagen: Holzstäbchen zu einer Welle aneinander gemacht und darauf eine geräucherte Schwarzwurzel mit Kleksen von Zitronenmayo und Thymian…..die Pilze waren vakuumiert und dann gegrillt und haben so intensiv und aromatisch geschmeckt, wie getrocknete. Die Freundin, der sie davon erzählt: vielleicht haben sie Pilzaroma da reingespritzt. Wir wissen worum es geht bei diesem Hörbuch. Ich melde den Vorfall Mona. Ja, ich bin nicht nur Fan, sondern auch Jante-Spitzel. Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten: „Ihr seid klasse!!! ???? wie geil ist das denn?! Pilzaroma reingespritzt? Auf solche Ideen kommen wir gar nicht :). Da sieht man mal, dass die Leute nur diese ganzen geschmacklosen Produkte kennen. Alles verkocht und ungewürzt. Das aber ein einfacher Pilz mit richtiger Zubereitung schmeckt, wie er schmecken sollte, ist für viele doch ungewöhnlich. 🙂 Herrlich, freut uns aber sehr! Coole Sache!

Es ist echt sau cool, so geniale Menschen wie euch zu kennen.

Ihr lieben, ich wünsche euch ein schönes Wochenende!“.

Diese Frau gibt mir immer extra Wein, auch wenn das meiner Gesundheit nicht so zuträglich sein mag. Spaß macht es schon und zwar sehr. Wir treffen in München jetzt sowohl meine Tante als auch meine Cousine, die sich beide total freuen uns zu sehen und das wir uns gemeldet haben. Richtige Entscheidung. Meinen Cousin werden wir auch sehen wegen der Calixto-Karten. Nur seine Eltern sind raus, weil der Architekt mit der Demenz, der schon immer unflexibel war. Mit denen kann man nichts anfangen und das wäre nur Höflichkeit. Für die gut aussehende Ehefrau, die das alles durchhält tut es einem Leid, aber das ist der Preis dafür. Außerdem sind wir mit Freunden unterwegs und zu viel Familie ist dann auch zu viel.

Termin mit Herrn Palästinenser klappt endlich. Er ist durch, schwitzt und vielleicht hat er auch was intus, auch leicht aggro, aber pünktlich und hat neue Zähne (Provisorium). Man hat immer Natron mit sich. Irgendein Drogi-Geheimnis, was ich nicht kapiere und was mich aber auch nur mäßig interessiert. Er will in ein Wohnheim Christuskirche, dann ist er wieder in meiner Nähe, aber mehr Freiheit hat immer zu hoch die Tassen, Steintor, Straftat, Untersuchungshaft, Knast geführt. Nein, er macht keinen Scheiß. Ich soll mir das Klamottengeld auszahlen lassen. Er wollte schon klauen, aber der Ladendetektiv hat ihn erkannt und mit Namen angesprochen. Es ist dunkel und ich habe keinen Bock auf die Radtour unter Gleichgesinnten, für die ich noch geworben hatte. Absage durch mich. Apropos, ich habe weiche Haut wie es weicher kaum geht und das ganz ohne Wax and the City.

Sport und Schweiß. Hat das Chi gewirkt und meinem Knie geht es besser? Nachlassende Sinne, schlechter Sehen und Hören lassen einen Mehr bei sich sein und nach Innen schauen, weil außen alles verschwindet oder unscharf wird so ohne Brille z.B. Freue mich schon auf die nächsten 30 Jahre mit schwindender Kraft und Wahrnehmung. Mit der Freundin schreibe ich Mails. Sie beurteilt Freundinnen nicht nach ihrem Unterhaltungswert, sondern es geht um die Energie. Das ist irgendwie dasselbe. Laut lachen heißt nicht, dass man fröhlich ist und ich glaube nicht daran, dass wir uns ändern. Wir bleiben gleich mit unseren Macken. Man kann von jemand anderem auch nicht verlangen, dass er sich ändert. Sie behauptet es jedoch und ich glaube nicht daran. Sie ist dieselbe und ich bin dieselbe.

Die Entschuldigung bei Eckhard hat gewirkt und das erleichtert mich. Schreibt, dass es o.k. sei und schickt Bild vom tasmanischer Teufel und Stella, die sich sehr ähnlich sehen. Meine Post ist in den USA angekommen und mein Husband aus P-Town schreibt mir, dass er sich gefreut hat und das online Magazin end of the day today fertig ist und dann mehr. Das höre ich nicht das erste Mal und bin jetzt eine Runde passiv und bei Halina habe ich in die Vollen getroffen mit meiner Anfrage zu Brexit. Stephan liest mir Ihre Beiträge auf fb vor (das Dämlichste was ein Volk je getan freiwillig entschieden hat bei einer Abstimmung abgesehen von der Wahl von Adolf Hitler ist harter Tobak) und kommentiert das mit: Halina declares war. Gut, dass ich jetzt Shortbread selber backen kann, bevor es zum Äußersten kommt.

Falsche Entscheidung CM abzusagen, die Sonne scheint. Stephan kocht, ich dusche und fühle mich frisch, setze passendes Hütchen auf mit Fahrradschlauch und wir machen CM zu zweit. Die Nachbarn feiern eine Gartenparty und da heißt es abhauen, man fühlt sich wie ein Spanner und raus will ich außerdem bei dem tollen Wetter. Die Gäste, Mutter und Sohn, die ich in den Garten lassen will beäugen mich misstrauisch. Schön am Maschsee entlang und neue Nachbarschaften in der Südstadt entdecken. Beinhart. Hier könnte ich nicht wohnen. Uns ins Mendelssohn zu setzen bringen wir doch nicht fertig. Stephans Rock ist einfach zu kurz. Der Dreck klebt an meinen Beinen. Das Massageöl aus dem Hotel von Kathrin zieht nicht ein. Zu Frau Hoppe. Eine Frau mit Rollator mischt den Laden auf. Am Nachbartisch haben sie sich abgewandt und Sonnenbrillen aufgesetzt und sind erleichtert als sie zahlt mit den Worten: Zahlen und dauert das noch lang. Sie kommt dann wieder und ich sage so was wie: Nachtisch oder will sie sich entschuldigen. Die hat Demenz und pisst sich manchmal ein und findet nicht nach Hause zurück und läuft mit einem Haufen Geld rum „ihr Pflegefall“ und sie geben ihr nur noch 2 Gläser Wein und sie schimpft dann rum (nicht sonderlich alt). Wir teilen uns Vorspeisen und Pasta mit Zuckerschoten und Flusskrebsen und Käseteller und Nachtischvariationen und wollten Christine noch mal kurz sprechen bevor wir gehen. Ich soll sie nicht anfassen, weil sie nass ist und schwitzt. Sie erzählt Geschichte von der Italienerin, die hier mal gearbeitet hat und mit der es aus dem Ruder gelaufen ist und gesundheitlichen Problemen ab 50. Hier in der Gegend gibt es schöne Villen, aber wer will hier wohnen. Einzelne Freaks auf Inlinern und Skateboards, aber die fahren auch nur schnell vorbei wie mir scheint. Beim Lux fällt mir ein, dass ich an Tanzen und ausgehen gedacht hatte. Wie unrealistisch, es ist zwanzig nach 10 und ich bin müde. Muss warten bis die Disko dann ab 17 Uhr ist, vielleicht im Altersheim. Die Weberey hat zu.

26.06. Traum: Schuhkauf, vielleicht noch Sandalen. Doch kein zweites Paar, bin nicht überzeugt, die sehen nach Gesundheitsschuhen und Omma aus und das was ich wollte gibt es nicht in meiner Größe, außerdem warten alle auf mich u.a. Brigitte. Zahle mit Stephans Portemonnaie. In einem Fach amerikanisches Geld. Mit meinen Eltern in Venedig. Irgendwas am Himmel. Keine Wale, die so hoch springen, Flugzeuge, alle fliegen zusammen und stürzen dann ins Wasser, direkt hinter uns auch auf dem Markusplatz. Ängstlich schauen wir in den Himmel, aber auch fatalistisch. Dietrich schlägt vor Hartmut anzurufen, der soll uns sagen, was passiert ist. Waren wohl Anschläge. Fenster auf. Junge mit Löchern in der Jacke hat großen Stock mit Algen in der Lagune gefunden. Kraken mit 9 Armen, bekommen Kälber zu fressen, die werden ins Wasser geworfen und die Kraken saugen sich an den Leichen fest. Die Rinderknochen darin oder das tierische soll ihnen helfen irgendwas zu bilden womit man pflanzliche Stoffe auflösen kann. Geht um pflanzliche Fasern aus Spültüchern und Werbung, die ich durchschaue. Ein Patent, eine Neuerung, irgendwas mit Bakterien und chemischen Formeln, was ich nicht durchschaue. Wechsele von 6 aus dem Gästebett wieder zurück. Ich kann nicht mehr einschlafen. Es donnert und blitzt draußen und ich bin schon wach. Ich finde das spannend, gerade so morgens, sonst ist es eher abends oder nachts. Ich denke daran den gestickten Satz mit der Hausordnung auf mein Kleid von Milch zu nähen. Phantomschmerzen in Brüsten und Unterleib. Habe ich jetzt auf meine letzten Tage der Tage PMS vorher mit so was? Erst mal einen Schwarztee mit Pfefferminze machen und dann vielleicht eher Mittagschlaf. Vor dem Tee setzt der Regen ein, sieht eher nicht aus wie Tag im Garten beim Kollegen. Ich will den gestreiften 2-Teiler aus Wien, der selbstgenäht ist gleich abschaffen. Sehe auf den BM-Bildern, dass er mich blass macht und die Rocklänge mir auch nicht steht. Es regnet und ich trinke köstlichen Schwarztee mit Minze und Milch. Gute Idee von Sunla, schmeckt gut. Dazu Shortbread. Herrlich. Wochenende und dem Wetter zuschauen was es draußen so anstellt wie es knurrt und bellt. Bei den Regenmengen ist ein Papierhütchen für heute Abend wohl kritisch. Thema Halina, careful with your language young lady or we won’t talk you back. Haha. Stephan schüttet meinen Milchcafé den er mir zuvor gemacht hat auf dem Holzboden. Ich hatte ihm einen Mops-Mischling aus Salzgitter gezeigt und der Laptop stand zwischen ihm und dem randvollen Morgengetränk. Schön in die Ritzen laufen soll das Gemisch. Dancing with the dead nach der Sommerpause schön mit Bowie und Prince. Ob ich es noch mal in die Glocksee schaffe in diesem Leben. Will ich überhaupt, ist die Frage.

Komischen neuen Fleck am Hals, hautfarben. Core Klasse war abgekündigt und passt jetzt gut wegen Brexit. Wir müssen zusammen bleiben und die Mitte gibt uns halt, Esoterik heute mal mit politischem Anstrich. Die Anstrengung gefällt mir und das Labern ausblenden ist Yoga. Der Bauch darf mal rund werden, weil wir alle die Augen geschlossen haben. Ich schaue auf meine Unterbauchfalten und weiß wirklich nicht wovon sie spricht oder wen sie meint. Kaneel bei Machwitz, aber die Regenpause kommt nicht. Steffi fragt auch, wer sich ändern soll und warum. Sie mag das Wetter was Urwald macht. Ich war optimistisch mit heute Abend und Radfahren, aber es ist schon arg. Thailand im Februar, mit Claudia oder Mark? Das wäre doch was. Steffis Durchhalteabenteuer ging gut aus. Sie hatte ihn von einer Parkbank und er ging vor Mittag. Ohne festen Wohnsitz, d,h. vielleicht schon irgendwo eine Wohnung, aber immer auf Achse, zwischen Berlin und Hamburg das sei so im Sommer verbreitet und man hätte seine Anlaufstellen. Das würden aber eher Männer machen Das könne ich nicht verstehen und sie: dass würde ja die Richtige sagen, so viel wie wir unterwegs seien. Sie findet bedenklich ihre Exzesse im Sinne von nicht aufhören, aber genau das mag ich. Manchmal bewundert man ja an einer Freundin das, was mal selber nicht hat oder kann oder auch Gemeinsamkeiten wie die Liebe zu alten Textilien. An Steffi liebe ich ihren modischen Geschmack und ihr Styling (auch in schwarz sieht sie stylisch aus und es ist nie ein Dauerzustand bei ihr) und ich schaue ihr gerne beim Nähen zu und mache das gerne mit ihr zusammen. Sie kann mich gut beraten beim Thema Hütchen. Auch beim Fest am Steintor hätte sie nähen sollen. Das zieht Menschen an, wie eine Performance und da kann ihr Arbeitgeber nichts dagegen haben, wenn sie im Bereich Textil arbeitet. Ist besser als ins Handy schauen und gar nichts machen. Sie will sich die Haare in der oberen Hälfte schwarz färben mit Farbverlauf. An Heike mag ich, dass sie schwer begabt ist und alles basteln kann und Hütchen machen kann wie ich, vermutlich besser und genau nach meinem Geschmack und das mühelos und ohne etwas zu erklären. Sie hätte für jedes Problem eine Lösung. Ich halte sie für eine der begabtesten Frauen, die ich kenne und bin wahnsinnig gerne mit ihr zusammen. Ich kaufe bei Lidl, treffe Stephan zuhause. Die Coop hat jetzt auch Sommerurlaub. Es gibt Beeren und Stephan kocht auch für mich. Das was wir gestern im Maschteich gesehen haben die Installation aus schwarzen Reifen mit weißen Fähnchen dran ist eine Lichtinstallation, die heute eröffnet wird. Ich schlafe nach dem Essen und dann mache ich mein Poland Spring Hütchen zu Ende und häkele. Brigitte schickt Spargelfotos. Wir schauen in trauter Eintracht Fußball. Die Torhüter haben riesige Spülhandschuhe an wie Nebenfiguren aus Sponge Bob. Dieser kleine Schweizer Mann macht ein sehr unterhaltsames Tor. Als Mann uninteressant, aber so als Maskottchen, bellt nicht, geht selber Gassi….wäre eine Überlegung wert. Stephan: Halina wird keinen englischen Grafen abstauben zum Heiraten um die englische Staatsbürgerschaft zu erschleichen mit dieser Gossensprache. „So I’m officially an immigrant. My status in this country has changed in a matter of hours and I didn’t even get a say. Sure, Article 50 won’t be enacted for a few months and the pound is recovering but this is potentially the most idiotic thing a country has ever done collectively in the history of nation states – barring maybe the election of Hitler – so well done Britain; you got your wish. Welcome to nationalism of the modern age, cloaked in the discourse of sovereignty, national interest and economic prosperity. What a load of bullshit. You will have no more sovereignty, you will have not served national interest and you certainly will not see any prosperity, economic or otherwise. Regardless of the extreme economic repercussions this WILL have on the UK, and its working class in particular, I find this is a personal matter. I am taking this as an insult to my very existence in this country. Having lived here for 16 years and contributed just as much to society as anyone else my age, I am hurt to discover that at least 52% of the population does not want me or my mother here. I naively thought otherwise. I don’t think there is much else to say in lieu of the fact that the consequences of your choices will catch up with you soon enough and I am outta here motherfuckers“. Ich: Warum, die stehen auf prollig, diese Adeligen. Ich sollte Halina fragen, ob ich mir ihren Text tätowieren lassen darf so schön wie sie das geschrieben hat. Ich zerstöre meine Kekse, weil ich das Heiße anfasse beim rausmachen und verbrenne mir die Pfoten.

Steffi sieht super aus, das Haar sitzt und sieht nicht nur gefärbt, sondern 10 cm länger aus. Es regnet und wir fahren mit ihrem Auto nach Herrenhausen, zeigen die Stelle an der Brigitte mal die coole Gleisauffahrnumer gebracht hat und warten in dem Glaskasten, in dem sie „Desingnerin“ unter die Fotos geschrieben haben, die Scheiben beschlagen und die Menschen glotzen auf die Show. Eine alte aufgetakelte Frau auf dem Klo zu mir: die Schubladen seien ja leer. Das ist sie aber enttäuscht. Ich tue so als würde ich kein Deutsch verstehen. Martina hat Zehenchucks an und zeigt ihr old school Rückentattoo. Sie würde auf meine japanischen Schuhe durchdrehen und dort würden sie wirklich geschätzt werden, hat aber viel kleinere Füße. Ich finde die Bepflanzung schön und Steffi findet sie spießig. Musterpflanzen ist nun mal das worum es geht. Wie ein Haarschnitt. Es soll nicht nach Blumenwiese ausschauen. Der Stucksaal in Herrenhausen ist wunderschön. Das Thema der Mode ist Liebe und Musik und die Rednerinnen der Einführungsworte selten unbegabt mit wirklich schwachen Stimmen. Nein, Moderation kann mit bei der deutschen POP offenbar nicht lernen. Mit einer schwergängigen Betonung lesen sie die Grüße der Schirmherrin Doris Schröder-Köpf vor. Flüchtlinge und Liebe als Botschaft für die Welt und Mode verbindet jenseits der Sprache. Vor uns sitzen Russen, er Glatze, Mukibude und Basecap und sie Tussi, der andere Typ neben ihr geht früher. Sie fächern für uns mit. Erst Kollektion von Suse, die große Buchstaben auf dem 3-D-Drucker ausgedruckt hat L-O-V-E mit bunten Schlafanzügen aus Paisley. Dann Klamotten, die sogar was mit Mode zu tun haben, interessante Röcke, Falten in Sakkos genäht, Hemden verkehrt herum, metallic, die Sachen stehen den Models und sehen gut aus. Eine hat ein aufwendiges Oberteil was gebunden ist und recht Renaissance aussieht und das passende Gesicht dazu. Gefolgt von Kindern die auf dem hinteren Teil des Laufstegs verbleiben und viel Applaus bekommen. Begleitet werden sie von einer dicken Frau, deren Kinder wohl auch mitlaufen. Kelly Family mäßig. Dann folgt ein Auftritt, der wohl gar nichts mit Mode zu tun hat sondern nur mit Tanz. Frauen mit dicken Oberschenkeln und dunkelhäutige Männer machen Ausdruckstanz. Es folgt eine Choreo wie bei einem Debütantinnen-Ball, aber die Mode sieht aus wie nachmittags vor dem Auftritt improvisiert. Unter den langen Chiffonröcken sind kürzeren bzw. die Oberteile sind Kleider durch die langen Röcke verhüllt, aber man sieht sie schon durch. Die werden abgemacht und mal hat jeweils Tupfer aus Stoff darauf genäht. Im Text heißt das „Chiffon-Abendröcke umgarnen gewickelte Cocktailkleider aus der Kollektion „Fairyality“.“ Das nächste erinnere ich nicht, auch nicht anhand des Programmheftes, ach doch, das waren zwei Frauen, die miteinander agiert haben und das war gut, aber eben nur Tanz. Die hatten Sterne auf den Hosentaschen. Dann die Meisterin von unförmigen Kleidern aus Leinen und Seide und der Ausdruckstanz der älteren Frauen kommt bei uns nicht so an, schon rein visuell. Jetzt wird eine Geschichte getanzt auf der hinteren Seite des Raumes. Schwarz gekleidete Frauen werden von einem Mann verlassen und eine weiße Braut versucht sie tanzenderweise wieder gut drauf zu bringen. Laaangweilig. Capoeira, Steffis Trainer von früher mit Tiermasken und einem Denimanzug. Die Musik ist wenigstens gut, aber auch hier wird das rhythmische Geklatsche sogar eingefordert. Mit einem Kinderzirkus mit sehr beweglichen jungen Frauen, die sich ins Rad fallen lassen und dann wieder in die Stand kommen und auch tolle Bodenwellen mit dem Körper schlagen werden wir in die Pause entlassen. Der einen, die etwas pummelig ist gelingen die Tricks mit ihrem männlichen Partner zum Teil nicht, Standübungen und die Hose ist auch noch am Schritt aufgeplatzt. Sie sind trotzdem sympathisch und bekommen extra viel Applaus als Trostpflaster. Pause offenbar dürfen manche geladenen Gäste in den Garten (was mir nicht aufgefallen wäre) und dort findet ein Hip Hop Konzert statt. Ballett mit entstellenden Gesichtsmasken aus Blüten, die ausschauen wie Bandagen aus denen was rauswächst. Die jungen Frauen müssen den ganzen langen Weg auf den Zehenspitzen entlangbalancieren, was offenbar sehr stark quält und nicht mal gut ausschaut. ??, eine Tanzschule mit echten Typen, vor allem die älteren Männer gefallen uns, die ausschauen wie Natural Born Killers jetzt aussehen würden. Die sitzen in der langen Laube. Mode? Wieder ??, eine Frau deren Sachen erklärt werden Luisa Verfürth. Sie hat mit Lakritze Korsagen gebastelt aus denen die Stück herausfallen, aber es riecht lecker und ein Bariton singt dazu. Eine Tanzschule und dazu Inselmode mit großen Korallenketten (Ausdrucksketten, wie das auf Neudeutsch heißt), die Strohhüte werfen schöne Muster und sehen z.T. gut aus, auch als Kombi zwischen Hut und Fascinator, ob die auch selber gemacht sind oder fertigen lassen? Die Models zeigen viel Brüste. Stoffe sind abgeschnitten ohne Naht. Die Schneiderkunst lässt zu wünschen übrig und die Models tragen Birkenstock in Metallic und Stofftaschen. Ich bezweifele, dass ich irgendwas haben wollte von den Sachen. Es folgt ein explosiver Auftritt aus Garbsen. Pferdeschwänze und Schmuck auf der Stirn, wie Zirkusponys. Die jungen Dinger haben zu viel Energie und leiden an ADHS und da hilft das Tanzen und Hüpfen statt Ritalin. Als letzter Auftritt die Frau aus der Stephanusstraße mit Feuerwehrschläuchen. Die Models sind tätowiert und haben viel Gesichtsschminke a la Joker. Ich finde es peinlich und unoriginell wie nur was. Zu der Heavy Metal Musik wird wiederum rhythmisch geklatscht. Vorbei. Die Nachbarn kennen Suse, die völlig überdreht an uns vorbei läuft und klatschen mit ihr ab und ihr Sprössling hat mitgetanzt bei den Kindern. Dafür hatten sie echt schlechte Plätze. Ich sage nur: Titanic: Arbeitsscheu und handysüchtig. Ist mein Kind Flüchtling? Wer die Nacht zum Tag machen will kann hier bleiben, wo gleich der Bär steppen wird oder zur Aftershowparty in den Kunstverein wo 750 Jahre Stadt gefeiert werden und ja, jetzt kann keiner sagen, dass in Hannover nichts los sei. Wir fahren ins Atelier auf die Schulenburger Landstraße zu einem vermeintlichen Konzert und die Türen sind wieder verschlossen. Wir klingeln einen Maler raus mit Pinseln in der Hand, der sich sehr bemüht um unser Wohlergehen. Nacht der Museen und überall die Kulturbusse. Steffi fährt Stephan noch vorbei an der schwachen Lichtinstallation am Rathaus und holt sich dann einen Döner bei Antalya. Ihre Hunde kläffen die ganze Straße zusammen. Dass sie da keine mietrechtlichen Probleme damit bekommt. Ich häkele zu Ende für mein Cape Cod Kochhütchen und nähe ein Hütchen aus japanischen Smarties. Eine Vorbrexitdiskussionsrunde läuft als Hörspiel dazu und wir essen richtig scharfe Wasabi-Nüsse aus Wien vom Kutschkermarkt. Sind die Engländer wegen uns ausgetreten? Ich kann nicht einschlafen und habe dolle Schmerzen ohne dass diese gerechtfertigt wären. Windel weiß oder nur ein Tropfen zartrosa Blut. Irgendwie alles so zugeschwollen, dass der Urin kaum seinen Weg nach draußen findet.

27.06. Wechsele ins Gästebett, morgens scheint die Sonne, aber die Schmerzen sind kaum auszuhalten. Gut, dass Sonntag ist und nichts von mir gefordert wird. Schmerzen wie bei einer Geburt und dann nur einen Teelöffel Blut als Ausbeute. Stephan sagt, das kommt noch mit dem Blut und bleibt dann 3 Monate. Ich würde den Spaß doch kennen. Ich trinke einen Mocca und bin bereit eine Schmerztablette einzunehmen, wenn das nicht helfen sollte. Mache dann einen Pfirsich-Joghurt mit Granola. Ein Lied machen, ein Lied gefüttert werden im Bett. Dieses ganze Frauenleiden muss ich von meiner Oma haben, aber die redete nicht über so was und sagte Dietrich als er sie auf die auswaschbaren Binden angesprochen hat, dass sie an den Beinen bluten würde. Keiner kann ahnen, wie das innen bei mir ausschaut. Stephan soll sich vorstellen, dass jemand richtig mit Schmackes auf den harten Boden gekotzt hat oder noch besser. Essen ist übrig und ich will es in eine Tupper füllen, wähle aber eine, die zu klein ist und will es nicht einsehen und probiere es trotzdem. Kann er sich das vorstellen?

Das Bett ist tagsüber verlockend weich und taugt zum Essen und Trinken und Ralf König Comics lesen. Stephan bringt mich auf den Geschmack und es geht um Sex mit dem Yogalehrer dem besten Liebhaber, einfühlsam, lässt sich Stunden lang Zeit, erkundet ihren Körper und der Affäre des Bruders, Autobahnraststätte, spricht kaum Deutsch, kommt, setzt sich auf sein Gesicht und masturbiert und ist nach 5 Minuten fertig, Das soll der perfekte Liebhaber sein. Ja, aber Du solltest seinen Arsch sehen. Wenn der noch Yoga könnte….Außerdem die bereits von Stephan erwähnte Nippelgeschichte. Er braucht Salbe, das Seidenhemd fühlt sich an wie Schleifpapier. Oh mein Gott, er muss zum Arzt, die sehen aus wie zertretene Regenwürmer. Tag des Hütchenbauens und Packens für München. Ich freu mich auf München, fast so gut wie Wien, Dampfnudeln, bayerische Kost, Englischer Garten und Eisbach, italienisches Eis und Hofbräuhaus. Mahjongspiel nehme ich mit. Die Wachspflanze, die ich umgetopft habe, habe ich jetzt umgebracht durch das Klettergerüst ist sie mehr der Sonne ausgesetzt und durch den einen Tag ohne Lüftung ganz verbrannt, nachschneiden, umsetzen, aber wohin, gleich entsorgen? Das kriege ich nicht hin, aber sie so zu sehen quält auch. Schön Mittagessen und Wallnusseis mit frischen Blaubeeren. Der Sportplan in dem Vertretungsstudio ist einen Tag vor Inkrafttreten nicht zu ersehen. So kann man seine Woche schwer planen. Der Rasen ist kariert und das Maskottchen soll wohl kein Delfin, sondern ein grinsender Pokal sein bei meinem Hörspiel. Jasmin ruft an wegen Urlaub und ich sage vielleicht vorschnell zu. Ich muss solche Dinge erst mal mit meinem Mann besprechen. Der will mich im Urlaub nicht die ganze Zeit teilen, auch weil er weiß, dass mir das nicht bekommt. Er sagt, die Gruppenurlaube nehmen überhand und er muss sich widersetzen. 50% oder 2/3 ist das Maximum und eben auch Zweisamkeit. In Kalifornien mit meinen Eltern wurde das auch immer mehr im Laufe der Zeit sagt er. An einen weiteren Urlaub mit meinen Eltern in Cali glaube ich nicht mehr, aber dann sind andere am Start. Er hat Recht, es ist ein grds. Thema. Wir schauen einen schwarz-weiß Film, der in Brooklyn spielt und im Kino lief. Zwei beste Freundinnen, die irgendwie ineinander verliebt sind, aber ohne Sex und die eine strauchelt schön und mischt gerne Essensrunden auf in dem sie angetrunken sagt, sie findet es lustig, wenn Leute, die ein Kind kriegen sagen, früher hätte sich alles um sie gedreht und jetzt nicht mehr, weil doch, geht immer noch um Dich um die kleine Version, die Du jetzt gemacht hast. Unverständnis am Tisch. Der Kursplan ist online, aber Morgen ist nichts für mich dabei. So als Königin der Schmerzen macht das vermutlich auch keinen Sinn und das auch noch diese Krankengymnastik auf dem Stuhl mit Duncan. Das macht mich nicht an. David Sedaris Lieblingswitz: „What ist he difference between an erection and a Camero? I don’t have a Camero“. Belgien gefällt mir. Ich bin dafür, dass die gewinnen mit dem rauchenden Irokesen, der immer ein Hotelzimmer mit Balkon bekommt. Die gefallen mir und besser als diese national gesinnten Ungarn. Habe heute ein kleines Indianerhütchen gemacht, mehr Haarspange und auf jeden Fall 2 Kandidaten, die wirklich nach Fasching ausschauen und die ich vermutlich nur sehr ausgewählt tragen werde. „Rendevouz in Hannover“ und eines aus dem Crepeband von Susans Oma mit Trader Joes Verpackung. Krasse Dinger. Die Köche aus Cape Cod sind auch fertig und Krümelmonster hängt am Häkelband. Wenn ich schöpferisch tätig bin, bin ich dem Schöpfer so nah. Ich werde früh zu Bett gehen und schauen, ob ich Tabletten brauche und wie der Schlaf so wird. Es fängt schon beschissen an mit noch mal hoch und wälzen.

Dein Ex juckt Dich immer noch

13.06. Traum: Ich kaufe Kuchen zum Testen für Zuhause. Kernfamilie sitzt am Tisch. Ich lasse probieren, welchen sie am besten finden als Stollenersatz und dann mitnehmen. Mein Vater weiß, ein Jurist muss sich immer mehr Wissen draufschaffen als der Chef. Mein Bruder will wissen, ob ich auch Fachzeitschriften lese. Nein, ich arbeite anders. Früher (bevor das Gehirn durch Drogen beeinträchtigt war) da war ich Meisterin des auswendig Lernens, ich habe mich aber anders entschieden, rechtfertige ich mich.

Hannover ist Norddeutschlands fahrradfreundlichste Stadt. Der Besuch kann kommen.

Nach einer Runde Lebensmittel (Mascarpone von Edeka), Joeys ist jetzt Domino, warum auch immer. Taz holen mit Orlando auf dem Titelbild. Ich denke an das Gespräch im Garten. Dass die Schwulen in P-Town oder in Amerika so Mainstream seien und nicht so politisch. Ich glaube gerade dadurch sind sie besonders politisch. Wenn Schwule, punkig und eine Randgruppe sind ist es weniger „bedrohlich“, als wenn sie mitten in der Gesellschaft leben und gepflegte Gärten haben und schöne Häuser und öffentlich Knutschen in Restaurants und auch stolz herzeigen, was sie haben an Erfolg und was sie können, im Zweifel gehört ihnen das Restaurant und sie haben es eingerichtet, selber gebaut und gekauft. Das ärgert diese Männer, die keinen Erfolg haben, weder wirtschaftlich noch mit den Frauen. Das ist politisch genug und sogar besonders politisch einfach offen schwul leben mit allen Facetten des normalen Lebens (und nicht auf Randgruppe machen), aber sich nicht verstecken, sondern offen zeigen und stellen, ein alternative Lebensstil, der ist wie der normale, aber vielleicht sogar besser, ein Fortschritt. Das Massaker ist nicht religiös motiviert und der Typ war Amerikaner. Es waren nicht die afghanischen Eltern, sondern der amerikanische Sohn und es war nicht religiös inspiriert, der ist in die Mucki Bude gegangen und nicht in die Moschee. Der weiß nichts über Religion. Wenn jüdischen Nachbarn ausgeliefert wurden hatte das in den meisten Fällen mit Sozialleid zu tun und weniger mit nationalsozialistischer Ideologie. Die waren erfolgreicher als die Deutschen und besser gebildet. Dadurch Dorn im Auge. Tora? Kann man das Essen? Und dann dieses Scheusal von Trump, der das als Aufhänger nutzen will um gegen irgendwelche vermeintlichen Islamisten vorzugehen oder Krieg zu führen. Da werden die Amerikaner hoffentlich nicht drauf reinfallen. Was sie gut können, ist handeln, auch im positiven Sinne, einfach helfen, Lebensmittel bringen. Demo ist nur bla bla und kein Handeln. Das Handeln ist viel politischer, das andere Theorie. Der Typ war verkappt selber schwul. Er hasste sich und alle, die es zugelassen haben. Hatte eine Dating-App auf seinem Handy? Geh, bitte.

Paps dachte sich gleich, dass ich für die Gegenseite bin. Ich sage ihm, sein Argument, warum die Buchrechte ihm alleine zustehen, weil das was geschrieben steht davon, dass er die Familie vertreten soll halte ich nicht für wasserdicht. Ich verstehe seine Motivation, dass das Kochbuch in der Familie bleiben soll und glaube auch, dass der Verein klein bei geben wird, weil die eben sehr kompromissbereit sind. Es verletzt mich, wenn er sagt: damit hätte er gerechnet, dass ich auf der Gegenseite sein würde. Er muss Rasen mähen. Da hätte er sich heute bei uns besser drücken können, weil es leicht regnet.

Ich bekomme eine ayurvedische Fußcreme von dem Kollegen in einer ansprechenden Verpackung. Er wurde abgeholt und alles war geplant und durchorganisiert bis hin zur Synchronmassage. Die Teekanne, was eine Kaffeekanne war aus den USA und meiner Kindheit ist undicht und werde ich bald entsorgen müssen. Das ist auch schlimm.

Die Mutter von dem neuen schneit rein und ich esse und mache ihr einen Fettfleck auf ihren Zettel. Jetzt ist die szenige, engagierte Frau vom abW (Sprengelumfeld, ist mag sie) auf einmal blöd. Schlägt Darmspiegelung vor und Zahnarzttermin wegen Mundgeruch und fragt, ob bei einer Kopfverletzung der Mutter ob häusliche Gewalt im Spiel sei (was ich aufmerksam finde). Die übersteigt ihre Kompetenzen (meiner traut sich aber nicht es ihr direkt zu sagen) und soll nur eine Wohnung suchen, sonst nichts. Wenn sie fragt, bis wann der Bewährungshelfer im Urlaub ist, dann ist das Privatsache und geht sie gar nichts an. Ich sehe das anders und man muss sich aussprechen und kann nicht immer alles abbrechen. Das sei nicht meine Art.

Die Nachbarin von Frau Dement kann als Einzelperson nicht abrechnen und soll bei einem Pflegedienst angestellt werden. Den ersten den ich anrufe, ein namhafter in Hannover, ist aufgeschlossen dafür. Die Chefin wird sich bei mir melden.

Die Türkin von Freitag hat einen Betreuerwechsel beantragt. Ja gut, aber hat sie auch aufgehört mit dem Fasten und nimmt 2 x täglich das Abilify?

Morgen kommt die Libanesin mit zur Ausländerstelle, wir treffen uns dort. Sie braucht einen neuen Ausweis.

Borderline Groß scheibt den Grünen, dass er ihnen zum Tod einer Politikerin gratuliert (war wohl die Mutter). Das sei ein Gewinn für Deutschland. C. Aishe Roth soll ihr folgen und er wünscht sich mehr Tote in ihren Reihen. Er: sein Account wurde gehackt. Ich glaube, er war das, weil er immer solche Hassreden schwingt und im Netz agitiert. Wenn er sich nicht mehr erinnert, dann vielleicht auf Grund der Vielzahl. Immer er zieht die Arschkarte. Wenn er mit vollem Namen solche Hassemails an die Grünen schickt braucht er sich nicht wundern. Er sei doch krank und müsse seine Emotionen freien Lauf lassen. Das muss er dann therapeutisch aufarbeiten und nicht Leuten schicken, denen er den Tod wünscht. Er versteht nicht, wie Mitglieder des Bundestages sich für die Antifa engagieren können. Was versteht er daran nicht? Ist sauer und geht raus und ich bleibe mit seiner Mutter zurück. Die sieht es wie ich. Ich finde, da muss er die Konsequenzen tragen bzw. merken, dass es so nicht geht. Darf ich so einen Nazi, Idioten überhaupt betreuen? Sieht er nicht das Antifa in mir? Und ich sage es auch deutlich. Ich schreibe Mike endlich den Brief mit einigen Gedanken zu Orlando.

Yoga zähflüssig (das hat auch was) und viel Entspannung bei der ich fast einschlafe. Als sie meine Füsse anfasst wird es hell um meinem Kopf herum und das mit geschlossenen Augen. Sehe Herrn Ihme an der Ampel Küchengarten stehen und rauchen. Er sieht mich nicht. Ich bin in dieser Beziehung Gott sei Dank die Katze und er der Hund.

Wir haben eine Rückfahrkarte von München nach Hannover für Sonntag, den 03.07. und können noch jemanden mitnehmen. Sabine hat Larissas Koffer schwarz gesprüht und wir sollen ihn mit Aufklebern dekorieren. Ich fahre ins Büro und nach Hause um meine Sammlungen zu holen und bin im Klebe- und Bastelrausch. Schön den Canabis Ibiza Adidias Aufkleber und das Foto vom Kopf einer schwarzen Katze, Fix und Foxi Buchstaben und vielen andere Juwelen aus der Sammlung. Stephan holt Pizza und Bier. Susann kommt spät, aber passt sehr gut in die Runde und hat Geschenke aus der Wohnung ihrer Oma dabei, eine rote Glasvase in bauchiger Likörglasform und alte Strumpfhosen aus den 60ern. Die Restauratorin fragt ob wir, Susann und ich früher in einer WG zusammen gewohnt hätten. Das könnte man wohl meinen, weil wir gleich an alte Zeiten anschließen, die Mallorca-Reise und mir immer Susanns Jugendgeschichten einfallen und man uns oft genug für Schwestern gehalten hat. Susann kann auch hier schlafen bieten die Gastgeberinnen an, aber sie zieht dann um die Häuser und trifft Doc Schwanz und der hat bei mir zuhause zumindest Hausverbot. Ein toller Abend, die Offenheit und Unverkrampftheit der Freundinnen. Ich liebe die alle ganz schön doll. Prosecco und ich beschimpfe Eckhard, der mit Stella unterwegs ist und einen Schnaps von Rewe gekauft hat, weil der Limoncello alle ist (der dicke Mann, der hässliche alte Hund, müsste schon tot sein) und zuhause noch eine kurze politische Diskussion und etwas Fußbalm. Stephan trägt ihn auf den Zeh auf wie Labello und er riecht wie Tigerbalm. Susann wirft die Deko um, den Grillenkäfig aus China, die Glasdecke bricht. Den kleinen Sammelteller aus Aachen will sie nicht. Wenn es Krieg gibt zwischen Heteros und Schwulen, ich würde zur anderen Seite wechseln.

14.06. Werde vor 6 wach und denke, der Besuch steht auch um 7 auf. Müssen wir dann immer Brote mitnehmen zur Lumix um uns dort verpflegen zu können? Ich kann heute kein so extravagantes Hütchen aufsetzen wegen der Betreuten, die ich bei der Ausländerstelle treffe. Ich schätze es so ein, dass sie das verunsichern würde. Ich suche Lumix-Buttons und bleibe an meiner Japansammlung hängen. Am nächsten Tag mache ich die Gedächtnisübung, unser Spiel vom Vorabend: Ich packe Larissas Koffer und ich packe ein, ein Sommerkleid, die Flip Flops von Sabine aus dem Schrank, wasserfesten Mascara von Loreal, ein dickes Buch, eine Stange Zigaretten aus dem Duty Free, das große rote Schnapsglas von Susann, einen Lippenstift, acetonfreier Nagellackentferner von Rossmann, ein Foto von dem roten Schlauchboot was Larissa von Sabine geschenkt bekommen hat, 5 Schlüpfer, einen Ventilator, 2 BHs, einen supersexy Bikini, 5 paar Socken, ein Foto der Geburtstagsgesellschaft gerahmt in DIN A O, einen Schwan aus Butter geschnitzt (hatte der Kollege von der Hochzeit in Srilanka erzählt)….Ich frühstücke mit meinem Mann und schaue mir an, wo ich hin muss. Kann gleich die Zähler bei Frau Bettlägerig ablesen, weil ich da in der Nähe bin, hin mit der Bahn, zurück auf dem Fahrrad. Am Kiosk lautet heute das Motto: Die Welt braucht Regenbogen. Die blaue Box mit den kleinen Aufklebern fehlt mir und ich muss den Gastgebern von gestern auf den Zeiger gehen oder ist sie doch in der Plastiktüte mit den großen. Ja? Gottseidank. Commerzbank. Ich muss noch mal in die Filiale, weil die Unterlagen nicht im System drin sind und meine Daten nicht erfasst. Am 27.04. habe ich mir alles aufgeschrieben, weil ich schon geahnt habe was das für ein Chaotenhaufen ist. Sie kann nichts dafür, aber bei ihrer Bank ist Hopfen und Malz verloren. Unprofessionell, nicht die Bank an ihrer Seite, sondern der Sporn in ihrer Ferse.

Ich bin erst mal alleine bei der Ausländerstelle. Kommt sie nicht, weil sie es nicht geschafft hat und ich habe mir umsonst Gedanken um mein Outfit und Rücksichtnahme gemacht? Ich soll warten während die Kopien gemacht werden. Dann rufe ich sie an. Sie wartet bei der Information auf mich. Die Bestätigung, dass Dublin abgeschlossen ist, ist in der Akte. Wie geil? Ich freue mich und mag die Frau total und ohne Anfassen ist noch besser, ich habe einfach zu viele Akten dabei. Sie strahlt und hat was ganz besonderes. Ich lobe ihr Outfit, schwarz, weiß, blau im Mustermix. Weil das so gut ging gehe ich zur Commerzbank. Das ist eine lange Prozedur, weil Betreuungen ist sehr exotisch für den normalen Bankmitarbeiter und der muss sich da erst reindenken und den Vordruck suchen und alles durchlesen. Das lohnt sich schon, da eine Spezialisierung zu machen, wie die Sparkasse es getan hat. Ich will helfen, Ausdruck aus dem Drucker holen, geht nicht, weil was anderes drin liegen könnte. Was denn, er müsste ja den Druckauftrag gegeben haben. Egal. Dann technische Fragen zum online banking und wir müssen meinen Mitarbeiter behelligen. Ich bin spät dran. Der Fahrkartenautomat nimmt keine zwanziger, dann nur einfache Fahrt. Unten auf dem Gleis steht ein neues S-Bahn-Modell Linie 7 nach Misburg und der Bahnsteig ist voll. Die 9 Fasanenkrug wird schon angekündigt. Warten, irgendwann nuschelt einer „technischer Defekt“ und zwar so doll, dass man den Zug nicht bewegen kann. Warten. Immer neue Menschen kommen an den Bahnsteig und probieren es mit Tür öffnen als würden die andere hier stehen, weil sie ins Koma gefallen sind oder zu doof. Dann fragen, was los ist. Ich rufe Stephan an, dass er der Insolvenzverwalterin sagen soll, ich komme später. Dann ein Dicker der den Bahnsteig entlangläuft und in den hinteren Wagen einsteigt. Telefoniert, schaltet. Irgendwann ruft er aus dem Fenster, dass er den zweiten Wagen abkoppeln, zurücksetzen und damit den vorderen schieben will. Ein Rentner flippt aus, was das soll und keine Durchsagen und er habe Termine. Es stimmt, dass das Problemmanagement der üstra für den Arsch ist, aber was kann dieser Mann, der Fahrer dafür. Da sind eine Frau mit kurzen grauen Haaren und ich uns einig und ich sage: und die Rentner haben immer Termine, vor allem die mit Orchidee in der Hand. Termin im Garten oder Frau hat gekocht. Diese neuen Modelle sind sehr anfällig. Zu viel Elektronik, aber die Klingel geht. Ist wahrscheinlich mechanisch vermutet sie. Nach 25 Minuten geht es weiter. Als ich bei der Treuhänderin ankomme, die ein Büro mit einem Kollegen aus dem Referendariat teilt ist Frau Dackelmischling mit Hund da und alles erledigt. Den Mietvertrag steuere ich noch bei und das findet sie nicht mal gut, weil sie Angst hat, dass man damit was anstellen kann. Die Mietsicherheit fällt in die Insolvenz. Ja, in einem Jahr ist der Verfahren aufgehoben und wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie in der Zeit umzieht und die Wohnung so übergibt, dass sie die ausgezahlt bekommt? Frage nach meinem Kollegen und sage, der war mal am Vahrenwalder Platz, meine schaut. Doch, so wie ich an der Markthalle. Da sei ich nie gewesen. Natürlich und wir kennen uns auch schon lange. Wie lange wird mir klar, als wir das abW erklären sollen. Vor dem Mann mit Bernersenenhund hatte sie früher so einen ganz jungen Typen, der sie in seinem Auto durch die Gegend gefahren hat zum Maschsee oder einkaufen. Der war verknallt in sie. Dann vor der Tür noch das Thema Stalking, die Stöckelschuhe über ihr und die Motorräder der Hells Angels, die um ihr Haus fahren. Doch, ich glaube ihr, aber ich muss weiter.

Laut wie ein Fliegerangriff in der Wohnung von Frau Bettlägerig. Vögel. Grausame Tierfilme. Sie schaut sich das Blumenarrangement auf meinem Kopf an. Sie ist unzufrieden, einsam. Kann ich verstehen, ich würde einen Knall kriegen, immer ans Bett gefesselt und alleine und denke, der Mensch ist ein soziales Wesen und nicht für alleine sein und nur Fernsehen geschaffen, vielleicht doch Heim. Nette Zimmernachbarin, Essenssaal mit anderen Menschen. Sie hatte immer so interessante Geschichten zu erzählen und ist einsilbig geworden, früher mochte sie Schnupftabak und hatte einen Schalk im Nacken, das kommt von der Einzelhaft. Ich bleibe etwas in der Ärzteserie hängen. Der Leipziger Künstler will nach Berlin ziehen, da will ihn ein Galerist unter Vertrag nehmen. Sein Mentor flippt aus, er will doch auch einen Zweitladen in Berlin eröffnen und die hätten das doch alles zusammen aufgebaut. Der Künstler daraufhin: ich brauche Luft zum Atmen, der kleine Galerist schubst ihn und er fällt und dann Ohnmacht, kann nicht mehr sehen und erinnert sich nicht an die Umstände des Unfalls. Denkt, der Galerist hat ihm das Leben gerettet und will dem Berliner absagen. Mein Gott, wie Hanebüchen. Ich frage, ob sie immer ZDF schaut. Fernbedienung weg. Ich suche das Bett ab bis zu ihren Beinen. Ich finde keine Nummer vom Pflegedienst und muss die dann anrufen. Die Schwester muss sie eingesteckt haben nach dem leiser machen.

Herr Adoptivtochter schaut Shopping Queen und dann Mash, da sei aus dem Koreakrieg (ich dachte Vietnam). Es geht um die schlechte Versorgungssituation. Wie geht es ihm. Gestern war er angeblich zusammen gebrochen und die wollten fast einen Notarzt rufen. Er wisse auch nicht warum. Kann man nicht unterscheiden ob einer bewusstlos ist oder nur schläft. Wann war das denn. So vor dem Abendessen um 17-18 Uhr. Da schläft man normalerweise nicht so fest, dass man sich nicht wecken lässt. Die Schlachterei an die ich mich von früher erinnere. Schwarzwälder Schinken ist alle, aber hausgeräucherten haben sie. Ich habe Hunger. Die Bedienung hält mir die Tür auf und der Chef schaut von hinten rein. Ich will mich mit Stephan treffen. Auf meinem Telefon steht Peg. Nachricht, dass Eis, der Hundekumpel von Feininger gestorben ist. Die letzte SMS war 2012 mit den Lebenseckdaten von Duke. Bekomme nur Todes-SMS. Komisch gestern noch über die anderen Spielgefährtin Stella gesagt, die sollte schon tot sein. Pasta, Apfelschorle und Kaffee und es geht mir besser. Mir gefällt das Bild auf einer Demo: „Queers against Islamophobia“. Das ist super.

Die Schwester von Herrn Teheran will ich nicht vertreten. Ihr Bruder hatte mir was von 2 Beratungsscheinen auf den AB gesprochen. Sie schreit mich an und ist beleidigt. Mir egal. Nächsten Dienstag ist Arztgespräch. Vor der Aufnahme durfte ich ihnen die ganze Vorgeschichte erzählen und seitdem ruft nur der manische Betreute bei mir an und sagt, er soll nächste Woche entlassen werden. Die Ärzte könnten sich auch mal bei mir melden.

Ich frage den Pflegedienst nach der Fernbedienung, hat die Mitarbeiterin vielleicht eingesteckt. Ruft zurück mit guter und schlechter Nachricht. Die Fernbedienung ist da, aber die Batterien fehlen. Er lacht. Kollegin erreicht, aber sie hat am Gerät leiser geschaltet. Vielleicht ebay Anzeige für Hundebesuche bei Frau Bettlägerig. Ich frage nach Ideen, wie man ihr was Gutes tun könnte. Suki liebt sie.

Frau Geistigbehindert ist pünktlich und lädt mich zum Eis ein. Sie mag Yoghurteis und keine Waffel und Bratwurst und Rotkohl von Ahrberg. Wir treffen den Kollegen mit seinen Töchtern. Sie sollen ihm einen schönen Tag machen. Fußball hat sie nicht geschaut, 21 Uhr war ihr zu spät. Auf Nachfrage: sie steht um halb 5 auf, kein Wunder. Zur Arbeit bricht sie eine Stunde vor Beginn auf. Sie braucht doch keine Stunde. Ja, aber sie gehen immer vorher zu Penny. Die Werkstatt ist vor 3 Jahren umgezogen. Ich muss sie mal besuchen. Sie ist stolz, dass sie so viel Geld hat. Sie will ein neues Bett. Boxspringmatratze sei gut.

Sport mit meiner Lieblingsfrau. In die bin ich ein bisschen verliebt in die und sie mag mich auch. Ihr Mal was schenken an was sie Freude hat. Theater oder Konzertkarten. Da kann ich Kerstin mal mit hinnehmen, weil da schwitzt man auch ein wenig und sie macht es einfach saugut. Vom Garten aus sehe ich Susann oben auf dem Balkon. Die Mischung aus Pfefferminze und Zitronenmelisse ist köstlich. Es gibt Wurzelgemüse, lieblos geschnitten, Kartoffeln und Buletten und Schnitzel vom Metzger aus dem Ofen. Susann hat tolle alte Fundstücke mitgebracht, ein Foto von ihr und der Uroma und einen Emailleaschenbecher, den sie im Ferienlager gemacht hat. Außerdem einen Zwetschgenmann mit Spruch, der 30 Jahre alt ist (ich würde sagen, eher älter). Sie erzählt von den z.T. dementen Mitbewohnern mit denen sie aber gut umgehen kann, hat schon Mensch ärgere Dich nicht mit ihnen gespielt und hilft der einen in die Jacke, die zu groß ist, weil sie abgenommen hat und geht einfach darauf ein, wenn die was falsch versteht, so dass sie nicht vor den Kopf gestoßen ist. Warum war sie Weihnachten nicht da? Dafür kommt sie nächstes Jahr. Ihre Oma, die mit alten und kranken immer nicht so gut konnte, teilt sich das Bad mit einem 77-Jährigen, der bettlägerig ist und das Bad nicht nutzen kann, den grüßt sie immer laut und wünscht ihm guten Appetit und der antwortet wohl zum Teil. Die Ex Freundin von Constantin hat ein zweites Kind und schreibt wegen Hundesitting bei ihrem alten Schäferhund. Mal kennen lernen und besser bei uns als in der kleinen 3-Zimmer Wohnung. Ich lasse mich zu einer SMS-Antwort hinreißen, aber nur einer, es soll kein Dialog aus: ich wollte mich nicht selber einladen usw. werden. Aus der kaputten Strumpfhose, deren Hosenteil fast ganz abgerissen war im Laufe des Tages, nähe ich ein Hütchen mit Rollstuhl und lasse mich von Stephan und Susann beraten. Hole auch meine Sammlung aus Verkehrsschildern aus dem Schrank, aber das wäre zu viel des Guten. Es sind zwei rote Schlauchbooten im Mini-Format. Da lässt sich was daraus basteln mit Sabine und Larissa, die darin sitzen. Susann sitzt gerne im Café Safran (was ich nicht wusste) und genießt den Blick in die Straßenschluchten. Alain mochte die Altbierbowle und hat es zuhause mit frischen Früchten probiert, was nicht schmeckte. Susann arbeitet in Köln, war liebt die Stadt nicht. Sie sieht es genauso wie ich, Hannover ist da viel szeniger und netter, wenn auch kleiner. Um 11 sind wir alle totmüde. Island gegen Portugal 1:1 und Sensation, weil Island das erste Mal dabei und kaum Einwohner und Portugal hat diesen Ronaldo.

15.06. Ende des Traums, die Federkissen sind löcherig und zerfallen und in den Fusseln ist ein dichter Ball, der vibriert. Da sind bestimmt lauter Tiere drin kurz von dem Schlüpfen, den muss ich unbedingt zum Fenster rausschmeißen. Ein Ohrenkneifer kommt raus und ich töte ihn und ein totes Muttertier liegt darin, schnell raus zum Fenster.

Susann geht, die Wiener kommen. Es regnet. Susanns Haare waren immer blond. Der Einstieg ist Leute, die Demenz haben sind schon für einen schon Tod, haben sich verabschiedet und man fragt, wo die bestattet sind obwohl sie noch leben, in diesem Fall die Oma. Ich rege mich auf. Das fällt derbe zurück auf den Menschen, der nicht anders damit umgehen kann ist meine Gegenreaktion. Wenn ich immer Susann und Sunla verwechsele heiße ich fortan Stephan. Das sehe ich auch ein. Susan ist in 50 Minuten in Liege. Da könnte man sich echt mal treffen. Das Zwetschgenmännchen was nach Wien mit sollte wird ekelhaft gefunden. O.k., dann erst mal zu meinem Kollegen ins Zimmer als Überraschung wenn er wieder da ist und wegen der familienrechtlichen Anklänge. Ich liebe Susan und bin in Wirklichkeit traurig, dass sie nicht mehr in meiner Nähe lebt. Sie macht einfach Spaß und bereichert mein Leben, wenn sie da ist. Ich liebe ihren Eintrag in mein Gästebuch. Sie wird lebenslang Kalender von mir bekommen. Mir gefällt auch ihre Meinung zu Hannover. Das scheinen wir ähnlich zu sehen. Sie sagt, schön szenig und freakiger als Köln und da ist sie nur zum Arbeiten. Auch ihrem Freund gefällt es hier immer. Dass sie das Safran so mag wegen des Blickes, der Perspektive in die Straßenfluchten, das wusste ich nicht.

Mein gepunktetes Kleid ist repariert auf dem Rückweg und vielleicht Bayreuth im August mit Landesgartenschau und Wagner und Ding. Steffi treffen wir auf der Plaza. Zu Mimis mit Alex am Tag vor einem Geburtstag.

Frau Ruanda sagt immer: „yes, dear“. Das ist süß. Das Problem ist, sie hat den alten Pass nicht und muss die Staatsangehörigkeit beweisen. Hat die Botschaft da nicht Unterlagen dazu? Herr Ihme hat sich Ende letzter Woche freiwillig entlassen lassen. Mir sagt auch hier keiner Bescheid.

Die Nachbarin wird vermutlich bei der GIS angestellt werden. Nächste Woche haben wir Termin dort um die Eckdaten des Beschäftigungsverhältnisses zu besprechen.

Der Richter vom Landgericht, der zuständig ist für die Beschwerde von Herrn Teheran ruft an und ist sehr freundlich. Wir würden und aus einer anderen Betreuungssache kennen. Wenn wir beim Arztgespräch nächsten Dienstag keine Lösung finden, fährt er Donnerstag in die Klinik zur Anhörung.

Auch die Ärztin von Frau Schwangerschaft ruft endlich zurück. Wir besprechen Depot und Androhung mit Klinik, wenn der Sohn zum Vater gebracht werden kann. Das ist dann nächsten Mittwoch das gemeinsame Gespräch.

4 Müsliriegel mit Süßstoff, statt mitnehmen habe ich sie alle aufgegessen.

Der Termin zum Umgang in meiner Betreuungssache in Frankfurt war nur für mich zur Kenntnis. Gut, kümmern muss ich mich trotzdem. Die Richterin hat das Verfahren angeleiert. Stadtwerke: Ratenzahlung für Herrn Borderline klein bitte ablehnen. Das war letztes Mal so ein Krampf. Nicht auflegen sagt die noch Frau und ich will auf laut stellen und drücke stattdessen Wahlwiederholung.

Elisabeth kommt, als ich schon gehen will und bin kurz angebunden. Sie mag die Rolle nicht, die ich heute spiele. Über den Schreibtisch noch mal zum Hörer greifen und der russische Steinmetz ist seit langer Zeit mal wieder richtig besoffen und fordert Geld. Unten geht Elisabeth auf die Toilette der Zahnärzte und schimpft vor sich hin. Nichts wie weg.

Postbank, gehe zu Frau M nachdem ich vorne schon angestanden habe. Das muss am Schalter gemacht werden. Dann Morgen.

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Im Fahrkartenautomat ein kleines Insekt. In der Bahn zeige ich den Gästen die Veränderung des Ufers an der Glocksee als neu und besser und ich sei damals als reaktionäre Bitch beschimpft worden als ich nach den Plänen gefragt habe und es in Frage gestellt habe, ob man gleich dagegen sein müsse und jetzt sei es eine Verbesserung und es kann viel besser genutzt werden und wird es auch und das was entfernt wurde war nur Gestrüpp und keine alten Bäume wie im Stuttgarter Schlosspark. Der Rentner, der Waterloo aussteigt hält an und sagt, dass er sich darüber gewundert habe, dass mich jemand für reaktionär hält und grinst. Ich treffe die schwangere Perserin vom abW. Man sieht es ihr an, der Busen ist viel größer und das Gesicht dicker. Sie ist doch so gut in Psychologie und soll mal raten, wer nicht dicht gehalten hat von unseren Kandidaten. Ja, nur die Frauen und davon mehrere. Die Männer haben geschwiegen wie Gräber. Bei der Alki-Frau hat sie auch mal aufgelegt. Ja, aber sie ist lieb, ich bin böse zu den Leuten. Ich versuche mit dem Häkeln zu beginnen, aber die Nadel ist zu klein. Es ist schon ein richtiger Ritt zur Expo-Plaza. Ab einer bestimmten Station weiß man, die wollen da auch alle hin. Der Typ, der uns gegenüber sitzt begrüßt nach dem Vortrag den Vortragenden und geht mit ihm. Er ist jetzt täglich dort. Draußen hängen die ersten Fotos von Flüchtlingen am Deutschen Pavillon. Steffi besorgt die Karten für den ersten Vortrag. Treffen draußen, bessere Gastro, guter Kaffee und Soup Sisters und schon ist der erste Vortrag fällig. Der Typ zeigt Vieles und dann irgendwie auch nichts richtig. Kurz angerissen die Arbeiten der letzten 15 Jahre (das bringt gar nichts und die Fotos sind mittelmäßig und für jemanden, der sich ausschließlich damit beschäftigt sogar unterdurchschnittlich würde ich sagen), dann Videos über das Amerika von heute, die alten Industriestätten, die verfallen. Verrottende Fordwerke von riesigem Ausmaß und die Innenstädte sind leer. Die Menschen zünden Gebäude an, weil ihnen langweilig ist oder sie Drogenhändler loswerden wollen und halten Tiere mitten in der Stadt. Die Gewalt in Chicago, ein 9-Jähriger wird hingerichtet, eine schwarze Mutter kämpft für 15 Dollar Mindestlohn bei Mc Doof, weil sie von ihren 2 Jobs die Familie nicht ernähren kann. 8 Dollar etwas die Stunde reicht nicht für Lebensmittel. Der dicke Blockwart, der für Ordnung sorgt und die Bürger sollen die Stadt zurück erobern, ist mir trotzdem superunsympatisch. Die Fragen sind doof wie eh und je. Bei den Bildern aus Detroit muss ich an den Film „Only Lovers left alive“ denken. Den würde ich mir gerne noch mal anschauen.

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Unisextoiletten sind cool, wenn man Typen die Tür aufhält. Hört man die nicht beim Pinkeln? Ist der gehemmt oder liegt es daran, dass der Urin dann nicht plätschert. Wenn der Penis zu lang ist muss man ihn dann halten, damit er nicht in der Kloschlüssel hängt? Ist das schon mal vorgekommen?

Dann wieder raus und nur wenige Bilder dazwischen. Die Süßigkeiten aus dem Buch sind auf einer Waffel und lecker. Morgen soll ein langer Tag werden, die Ausstellung müssen wir ja auch schaffen. Die Japanerin ist süß und hatte sich erst über die Menschenmenge auf der Plaza gefreut, aber die wollen zu famous German Musican= Udo. Sie erzählt persönlich ihre Geschichte, wie sie zum Fotojournalismus gekommen ist, dass sie lange gebraucht habe um herauszufinden was sie gerne tun wollte. Der Freund fragte sie, warum sie Zeitung liest und sagte, ihn interessiere nichts, was ihn nicht persönlich angeht. So wollte sie nicht sein. Sie liebt Bücher, hat amerikanische Literatur studiert, aber kein Talent zum Schreiben. An 9/11 ist sie instinktiv raus mit der Kamera und hat Blut geleckt, aber die Bilder waren schlecht. Sie wollte es besser machen und lernen. Sich öffnen und zeigen wie man ist und wer man ist, sonst machen es die Leute, deren Geschichte mal erzählen will, auch nicht. Nach Katrina Erdbeben in China mit 9000 toten Schulkindern. Fotografiert sie trauernde Eltern mit einem Bild ihrer toten Kinder. Arbeiter in Japan, ältere, die wohnungslos sind und auf der Straße leben, welche die sich zu Tode arbeiten und in Videohallenkabinen leben, Selbstmord als Tabuthema. Frauen unterbezahlt und arbeiten als Hostess. Sie vertauscht so süß „r“und „l“, kann aber beides sprechen Woher kommt das? Viel mehr Videos als in der Vergangenheit. Mit dem Auto zurück. Zu Paolo. Der mag mich und ich ihn (das steht beim dritten Besuch für mich fest) und gebe von den iranischen Süßigkeiten ab, ihm und seiner Frau. Die misstrauische Bedienung will nicht. Er gibt uns Brotsteine mit. Wir haben Festivalehrgeiz mit den Vorträgen. Sonntag Yoga ist eine gute Idee, statt Samstag und dann kann Sunla sich enthaaren lassen, wenn das dann dran ist, aber auch in der Werkstatt ist was anderes, Budokan oder so, dann vielleicht doch das Chill and Grill im Fössebad, worauf der männliche Teil des Besuchs Lust hat. Andras holt Mineralwasser am Kiosk, hatte Stephan nicht besorgt. Tagsüber hatte der Besuch schon angeboten Wasser zu kaufen und Stephan hatte nein,nein, mache ich gesagt, aber das dann nicht getan. Vor dem Plenum werden Stühle in die Höhe gestemmt vor Freude. 2 -0 für Frankreich. Larissa ist jetzt auf Korsika und schaut dort. Am Laternenpfosten eine Tomatenpflanze und die trägt sogar schon grüne Früchte. Wir trinken Sekt, aber nur zu dritt. Stephan gesellt sich nicht dazu. Auch vom Sekt, den ich verteilen wollte bleibt ausversehen was übrig, weil ich abbreche. Ich kann mit dem Bändchen nicht schlafen. Klar, geht doch.

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16.06. Traum: Steffi hat die Haare kurz, stufig im Nacken, vorne einzelne Strähnen und ich merke es erst nicht. Wundere mich über die Stufenoptik hinten und sehen nicht, dass die Haare ab sind. Wir lachen, hat ewig gedauert bis ich es gemerkt habe und ich dachte, warum sieht man den Nacken so gut und kam nicht darauf. Den sieht man jetzt besser, wie zierlich er ist als wenn die Haare davor hängen. Wollte sie immer schon und freut sich, dass ich nicht meckere. Ich frage mich, ob sie es nicht doch bereut und wie lange wird das nachwachsen dauern. Ich mochte das altmodische mit langen Haaren davor natürlich besser und will nur nett sein. Die macht einen Tanz auf Steinen im Wasser. Dann tanzen meine Eltern, aber auf der Bühne, in einem Stück und hatten Mundgeruch oder stanken und die Zuschauer, u.a. Steffi sprechen es an und denken, es war mir peinlich. Hatte Fisch vorbeigebracht und in den Flur gelegt und der hat so gestunken. Steffi hat ihn entsorgt. Die neue Putzfrau hat die Möbel aber schön gepflegt, die sehen richtig gut aus. Die Stuhlbeine nicht meint Paps und biegt sie nach oben. Er habe sich den Fisch im Müll noch mal angeschaut und der hat richtig geschimmelt und ist eklig. Wir sollen alle noch mal schauen und uns gruseln. Made darin, die läuft komisch und sieht auch komisch aus, wie ein kleiner Clown, läuft auf dem Boden und wird immer riesiger, changierend. jemand muss sie aufhalten, ich drehe durch und sie geht Richtung Schlafzimmer, ich will sie nicht aus den Augen verlieren, die anderen kommen nicht nach. Jetzt ist sie unter dem Bett verschwunden. Wir heben es an. Steffi sieht sie, sie krabbelt Richtung Wand und ist dann aber leider in einer Spalte verschwunden. Mama, Steffi und ich aus der zweiten Reihe lauern. Wir müssen schnell sein, wenn sie raus kommt. Das tut sie und kann gleich fliegen, Mama erschlägt sie und sie hinterlässt einen riesigen Fleck und lauter Flüssigkeit auf dem Teppich. Ich erschrecke und grusele mich und kann nicht mehr einschlafen. Es ist 6 oder noch davor. Muss Salat für Sandwichs kaufen und Salami, Twix und Lion kaufen für Lumix-Verpflegung und stehe dann auf. Es gibt auch viel zu lesen am frühen Morgen von Herrn Yoga:

„meine sozialen Kontakte werden durch Regelmäßigkeit immer weiter verwurzelt. So habe ich einen wichtigen Netzwerkknoten gewinnen können. Einen Geschäftsmann mit Maschinenbaubetrieb besuche ich am Samstag in Herford. Da kann auch beruflich oder geschäftlich was laufen! Er ist in meinem Alter und züchtet Vögel seit 30 Jahren. Er kennt jeden und jeder kennt ihn. Er will mir von 10! verschiedenen Leuten whatsapp-Nachrichten zeigen, in denen es um mich geht. Ich kann das gar nicht glauben, ich hab flatrate und telefoniere halt aktiv rum, um die Branche von sich aus kennenzulernen. Durch mein Eintauchen in die Szene bzw. Branche der Wellensittichzüchter verursache ich, wie sonstwo auch, stets große Wellen, die überall hinschwappen. Einer erzählt mir viel, aber eines oder zwei höre ich so raus, daß ich weiß. wem ich das weiter adressieren soll, damit das Rad sich weiter dreht, und ich wieder etwas neues woanders erfahre. Das ganze mit den Vögeln ist nur ein Riesengeschäft, ein Markt für sich. Mit dem Herrn aus Herford habe ich vor, längerfristig Kontakt zu halten, weil er halt eben Kaufmann ist und wir uns gut auf dieser als auch auf der Vogelseite sehr gut verstehen. Er war es, der Nymphensittichen, weiße Köpfe angezüchtet hat, er hat durch Zucht eine gewollte Mutation hervorgerufen. Ohne ihn gäbe es diese heute weitverbreiteten Nymphensittiche überhaupt nicht.

Ich habe ihn scharf gemacht auf rote Wellensitttiche, die es aufgrund fehlender Pigmente gar nicht geben kann, aber vielleicht durch ne Genspritze in Holland. Er sagte, dann kommen die ganzen Irren mit Reisebussen angefahren, und werden sich überbieten für solche Vögel. Wo ich hinfahre nach Zürich zu D.L., da kaufen nicht selten Leute gleich ganze Bestände für 60.000€ und so, und ich darf mit 1500€ zu dem Papst der Wellensittiche. Ich hab schon alle Futtertipps von ihm und füttere jetzt genauso wie er, u.a. mit Erde und Kräutern und Hafer als auch gekochte Eier uvm.. In Herford will er mir das wichtigste zur Auswahl der Vögel beibringen, sein 16jähriger Sohn ist Europameister mit Wellensittichen, er ist ein super Mentor für mich. Er meint, ich muß vor jedem aufpassen, auch vor L. So riet er mir, nicht 3 Pärchen mitzunehmen, sondern nur 3 Hähne und dafür in der obersten Qualitätsregion, wenn ich schon für keinen Babyvogel mehr als 600€ bezahlen soll, andere sagten übereinstimmend, erst ab 500€ pro Vogel gehts bei ihm los, so daß ich sicher bin, er macht mir Vorzugspreise. Ich bat ihn, die Verantwortung zur Auswahl meiner Vögel zu übernehmen und vertraue dabei voll auf seinen Sachverstand, den ich nicht habe. Andere haben mir nicht geglaubt, daß ich nur 250€ für einen zahlen soll. Nun bekomm ich auch noch Verständnis und Unterstützung von meinem Vater, der als junger Mann Brieftauben züchtete und nur erste Preise bei Streckenflügen gewann.

Ich weiß, Sie denken, ich sollte mich mehr auf die Fortbildung als auf Wellensittiche konzentrieren, doch ich sehe das mittlerweile mehr als ein potentielles Geschäft, insbesondere bei Zusammenarbeit mit dem Herrn aus Herford. Vielleicht entwickelt sich da was.“

Meine Teekräuter aus dem Garten und dann warte ich mit anderen vor Lidl. Warum sind es so viele. Die laufen zum Brot vom Vortag und suche es durch, eines was sie haben wollten ist nicht dabei. Eine Packung Brot für 47 Cent. Rasiere Stephan die Haare und habe den Rasierer nicht wieder weggeräumt. Das mache ich nie. Dafür habe ich die Tomaten gegossen, soweit sie trocken waren. Kein: danke, dass Du schon vor der Arbeit einkaufen warst. Das sind jetzt meine Tomaten, weil ich sie damals aus dem Wintergarten haben wollte, mein Wintergarten etc. Die Vorwürfe. So geht die Stimmung, die durch wenig Schlaf nicht sonderlich stabil ist weiter in den Keller und ich komme echt auf Anti. Habe Lust mich wie mein Vater früher bei der Arbeit zu verschanzen und die ihren Scheiß alleine machen zu lassen und dann nach Hause zu gehen, wenn ich meine Ruhe habe, aber das kann ich den Gästen nicht antun.

Das heißt nicht Chill and Grill, sondern Chili und Barbeque. Der andere Name war bestimmt schon belegt, weil der ist viel cooler. Frau M von der Postbank grüßt als ich am Schalter stehe und fragt die Kollegin, wo die neuen Lampen angehen. Sie mag Kinder und fragt die ob sie in die erste oder zweite Klasse gehen, mich scheint sie nicht so zu mögen und schaut ewig auf einen Ausweis. Meine Unterschrift entspricht nicht der auf dem Ausweis. Beim ersten Mal schon, die zwei Versuche danach sind eine Katastrophe und sie kann das so nicht akzeptieren und was dann. Ich soll üben und Morgen wieder kommen, vielleicht klappt es dann. Die Frau von der Postbank zu der ich anschließend gehe flippt aus, vermittelt mich an einen anderen Kollegen und das gibt eine Beschwerde beim Chef sagt sie ganz laut „ich glaube, ich spinne“. Ich fühle mich jetzt schon KO nach der ganzen Morgenaction.

Pflegedienst, sie wissen nichts von dem Ohnmachtsvorfall von Herrn Mash. In seiner Sache habe ich vergeblich versucht meine Legitimation nachzuweisen.

Die Ärztin von Frau Schwangerschaft. Sie hat meine Betreute erreicht, der Termin findet statt und sie will APP installieren, die die Medi Einnahme überwachen. Auch eine gute Idee. Mit Erweiterung der Betreuung und Unterbringung drohen. Ständig muss ich nach Langenhagen. Freitag habe ich einen Arzttermin.

Rufe den Russe an. Der weiß nicht mehr, dass er mich gestern angerufen hat. Braucht 30,- € extra, hat sein Geld versoffen und Kühlschrank leer. Ist wohl auch auf die Schnauze geflogen. Will nächsten Dienstag nach Rinteln zur Entgiftung, aber seine Ex ist da und er hat Angst, dass er das nicht durchsteht und abbricht. Wunstorf geht erst am 06.07. und das ist ihm zu lange. Ist erst krankgeschrieben.

Herr Teheran, lange auf dem AB, er will mich nicht überfordern, dann erreicht er mich. Er überfordert mich nicht, er langweilt mich, weil er alles 10-mal erzählt. Ich weiß es aber schon. Anhörung Landgericht am Mittwoch, soll einer aus der Familie dabei sein. Das kann er regeln. Findet überhaupt nur statt, wenn wir bei dem Arztgespräch am Dienstag keine Einigung erzielen. Wir müssten es nicht so kompliziert machen. Das sehe ich auch so. Er will beurlaubt werden bis zur Anhörung Dienstag und die Richterin sagt, ich kann das entscheiden. Kann ich auch, aber ich bespreche mich mit den Ärzten und halte es nicht für eine gute Idee.

Heute ist der wärmste Tag, noch mal umziehen. Keinen Bock, kein Bock zu gar nichts.

Noch mal den Russen anrufen, der Morgen Anhörung beim Betreuungsgericht hat von der er nichts wusste. Er hat kein Geld für eine Fahrtkarte. Von Mutter leihen ist meine Idee, aber das sieht wohl auch nicht gut aus. Der Termin ist wichtig und er krankgeschrieben, es passt gerade. Er ist auch erst im 11. Gut, dann kann er die 6 Kilometer dort hin auch zu Fuß gehen. Zuhause der Streit mit meinem Mann und ich werde körperlich mit ihm und seinem Bildschirm. Wir drohen wechselseitig zuhause zu bleiben, die Stimmung ist angespannt, aber wir können miteinander die Kurve kriegen. Wir sind früher gefahren und schauen uns vor dem ersten Vortrag den Skywalk an. Ich mag die Krebsreportage der eigenen Eltern. Das sind sehr persönliche Bilder und die berühren mich sehr. Gut finde ich auch die Reportage über den Syrer, der Landarzt in Ostdeutschland ist und dort eine Heimat gefunden hat, mit seinem Trabi (Kennzeichen DR 100 für Doktor 100 %) in den strukturschwachen Regionen Hausbesuche macht und die Omas warten schon mit Kaffee und Kuchen auf ihn. Das offene Ohr ist Teil der Behandlung. Das eine Bild mit ihm vor dem Papageikäfig ist echt spitze.

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Erin Trieb, die junge Texanerin hält einen wirklich gutes Vortrag in dem sie den Nachwuchsfotojournalisten an ihrem Erfahrungsschatz teilhaben lässt. Seine Vorbilder einfach anrufen und fragen, ob man mit ihnen abhängen kann um was zu lernen, sie begleiten. Kinky im texanischen Wahlkampf. Er hat eine Entourage um sich versammelt und die beißen sie alle weg und sagen nein, es geht nicht. Sie ruft Kinky direkt an und er sagt: ja, klar (und steht auf Blondinnen, ihr Vorteil), aber die Wahlhelfer bremsen sie aus und sind sauer, dass sie sich an ihnen vorbei manövriert hat. Sie darf nicht Tourbus mitfahren und sie sagen ihr auch nicht, wo es als nächstes hingeht. Da muss sie nach dem Auftritt schnell zu ihrem Auto hetzen und hinterher fahren wie ein Stalker. „Get involved and stay involved“. Sie mit einer amerikanischen Krankeneinheit in Afghanistan. Nach der Rückkehr haben viele der Soldaten psychische Probleme und sie bringt einen Mann in die Psychiatrie. Jeden Tag begehen 22 Rückkehrer Selbstmord. Dann statt der großen Geschichte mit dem belagerten Berg, junge Kurdinnen, die gegen die ISIS kämpfen und eine junge Frau wird von der Mutter abgegeben und hat als einzige keine Uniform an, sondern einem pinkfarbenen Jogging- eher Schlafanzug und wird von den anderen gemustert wie auf der High School. „She is in this pink…..condition.“ Auch wenn der Auftrag langweilig ist, was entdecken, die Stillleben mit Blitz, die Schwalben im Sturzflug in dem Raum. So lange ausharren bis sie gegeneinander fliegen vor dem Kruzifix, wie dort hingesteckt. Fotos machen nicht nur für das Geld, sondern auch um Spaß zu haben. Ihr Spaßprojekt sind Iraker beim picknicken (auch weil die so einen schlechten Ruf haben in ihrem Land als das Böse und sie wollte sie normal zeigen mit Ballons und Kindern) „and they are really serious about picknicken“, an 6-spurigen Straßen auf einem winzigen Grünstreifen legen sie los und sie lieben es draußen zu sein und die Natur zu genießen. Von den Fotos 2 übereinander legen. Sehr schön und die Iraker wollten wissen, wo sie her kommt und wenn sie Texas gesagt hat war die Reaktion: oh, that’s dangerous und Mafia und she was like: You live in Irak! Tropfenweise gehen die Leute, was sehr unhöflich ist. Ich kann es auch nicht verstehen. Ein Rentner knallt gegen die Glastür und sie muss noch mal Nachfragen bei der Frage, die gerade gestellt wurde because she was really distracted. Selber schuld, wenn sie keine Gruppen bilden. Sie lebt gerade in der Türkei und weiß mittlerweile, dass sie überall auf der Welt von den Fotos auch leben könnte und Aufträge bekommen würde. Die Frauen, sie und die Japanerin sind politischer, sehen die Zusammenhänge und die Zahlen, die Männer wollen nur ein großartiges, shocking Foto machen und es gut verkaufen und berühmt werden. So kommt es mir vor.

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Robin Hammond spricht schwieriges Englisch und hat einen Stock im Arsch. Die Bilder sind krass. Psychisch Kranke, die man nackt an den Boden kettet. In Zellen eingesperrt, in der Sonne festgekettet unter einem Busch, von ihren Familien im Stich gelassen. Die sind nicht einwilligungsfähig und warum darf er das trotzdem tun. Seine Schlussfolgerung: es ist nur gerechtfertigt, wenn sich auch was ändert. Sie sind nicht sexy und haben keine Lobby. There is not health without mental health. Es kommt mir vor wie Tierfotographie. Man überlässt sie ihrem Schicksal und greift nicht ein, dokumentiert es nur.

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Lerne was ein Fixer ist und dass die fehlenden Plätschergeräusche auf dem Unisex-Klo an der Auftreffoberfläche und nicht der Pinkelposition liegen. Zwei wertvolle Lessons. Brigitte am Fotografenstammtisch. Das Brot ist so hart, dass ich beim Essen nicht reden kann. Stephan hat die Gäste sich selbst überlassen und ihnen die Mayo nicht gegeben. Er war auch beschäftigt. Dafür hätte ich ja von der Arbeit nach Hause kommen können (!). Kaufe ein Food-Fotobuch, was angeblich gut zu meinem Outfit passt. Martin Parr, bin Fan von ihm. Selber behalten oder verschenken, ist jedenfalls ein gelungenes Buch. Mit Steffi nach Hause, es muss wohl so gewesen sein. Ich weiß es nicht mehr. Früh zu Bett.

17.06. Alptraum mit Stephan, der bei der Arbeit auf einmal nackt auf einem Sofa liegt und mich zu sich zieht und Sex will neben der Angestellten und ich kann ihn nicht abwehren. Dann nach dem wach werden will er alte Regeln und Absprachen von Leistung und Gegenleistung in Frage stellen. Ganz schlechter Start in den Tag. Das mit dem Traum ist ungünstig. Man ist sauer und derjenige ist unschuldig.

Neuer Fußboden im Gericht ist grau und passend zu den Leisten, die Kettenglieder darstellen. Post ist reichlich. Jetzt bin ich in Langenhagen und melde mich dann bei Susann. Vielleicht kann ich mit dem Rad mal vorbei fahren und mir das Heim ihrer Oma anschauen. Ich sage, ich habe einen neuen Knoten, aber will mein Organ nicht herausschneiden lassen, solange die Werte in Ordnung sind. Die Ärztin lobt mein Outfit und behandelt mich wie eine Idiotin (sie muss mich aufklären, ich bin Juristin wegen der Haftung bla bla), zumindest verbohrt, als würde ich eine sinnvolle Behandlung ablehnen. Nehme ich meine anderen Medikamente überhaupt noch. Schon diese Frage. Blute ich noch? Sieht man mir das an? Ist vermutlich normal die Frage. Die Antwort lautet: wird schon unregelmäßiger und verändert sich. Ich überstrecke meinen Hals und sie hat Angst, dass mir schwindelig wird. Nein, wird mir nicht. Der neue Knoten ist ganz klein, sie wundert sich, dass ich ihn wahrgenommen habe. Ja, ich beobachte meinen Körper genau, aber sie hat mir bis heute keine Argumente nennen können, die mir einleuchten, weshalb ich ein funktionierendes Organ herausschneiden lassen soll, nur weil es eine Beule hat, auch wenn es heute schon so gute Medikamente gibt. Ich habe mich über das Risiko aufklären lassen und ich kann es vernachlässigen. Die Knoten sind in etwa gleich groß geblieben links, aber wenn sie vor der Untersuchung schon wusste, dass sie größer geworden sind. Lymphknoten unauffällig und das wären sie nicht, wenn da was Böses drin wäre, erkläre ich ihr. Da ist auf meinen Körper Verlass. Synthiegraphie und meine Späße. Die Mitarbeiterin spült meine Venen mit kaltem Wasser durch. Ich habe blaue Knoten gehäkelt als ich wartete bis das radioaktive Zeug wirkt. Ich habe nicht geschluckt während der Aufnahme (um das gute Foto nicht zu gefährden) und hatte die Augen geschlossen und ein paar Tränen kamen raus, das passiert mir manchmal beim Meditieren, aber es ist kein Zustand der Traurigkeit, sondern der Dankbarkeit und des Bei-mir-seins (klingt blöd). Wegen der Flüssigkeitsansammlung im Mund ist das Hintergrundbild mit mehr blau und letztes Mal mehr weiß. Welches gefällt ihr besser? Ja, meine Kreativität. Das liegt an den Beulen und der aktiven Schilddrüse erkläre ich ihr. Glaubt sie nicht, kennt sie andere Fälle. Susann ist auf der Lister Meile. Da will ich jetzt hin. Bei Edeka sind sie noch netter als in der Werbung und ich fahre schwer beladen und bestens gelaunt gleich nach Hause und lasse mein Rad aus der Bahn heben. Schlafen hat geholfen. Sandwich mache ich selber und das alte Curry-Gemüse essen Stephan und ich. Ob ich Stephan manchmal beiße im Bett. Nur einmal, aber das war aus sexueller Frustration habe ich ihm den Rücken zerkratzt und das war in Bayreuth in der WG in einer Badewanne. Das mag ich in dem Moment nicht antworten.

Lumix, der Franzose mit dem englischen Namen, sieht aus wie Bradley Cooper. Das wäre mal eine schlaue Frage, warum hat er einen englischen und keinen französisch klingenden Namen? Macht Vertretung für einen, der abgesagt hat. Es gibt verschiedene Arten von Malaria, die asiatische von der stirbt man nicht, ist nur sehr krank, die afrikanische Form tötet einen in 3 Tagen. Muslime und Christen, jeweils eingekesselt und leben seit Jahren auf der Fläche von 2 Fußballfeldern und werden beschossen, wenn sie raus gehen wollen aus der Enklave. Wahlveranstaltung in Afrika. Die Zuschauer kommen weil die Kandidaten manchmal Geld in die Menge werfen. Gegenwert von 1,- € oder wegen einem T-Shirt wollen die sich prügeln, weil die so arm sind. Ohne Erklärung versteht man diese Bilder nicht. Die aufgeregte Menge, die versucht den Hubschrauber am Aufheben zu hindern. Soldaten blutüberströmt mit großen Löchern im Körper, in diesem Fall wohl im Gesicht, (aber das sieht man nicht so genau und das Bild des muskulösen Mannes mit viel Blut sieht einfach nur ästhetisch aus), die weiter kämpfen wollen, weil sie Psychopharmaka intus haben. Minenarbeiter, die nur verdienen, wenn sie auch Gold finden, sonst bekommen sie keine Entlohnung für die krasse Arbeit an steilen Hängen und ab zu zu kommt es zum Erdrutsch und dann sterben halt welche. Eine Frau, deren Geburt schon eingesetzt hat auf dem Motorrad ins Krankenhaus, viele hundert Kilometer weit weg. Wieder wie Tierfotographie, weil die hatten ja bestimmt ein Auto da oder wie sind sie selber da hingekommen. Die dämlichen Fragen gehen am Nerv: „How do you know what pictures to take and what is important during the assignment?“ Hätte man sagen sollen: „I see all the pictures I will take before I leave when I am still at home and then when I find them, I just shoot“. Die Frage der Bilduntertitel. Ob man Fotos ohne Erklärung auf sich wirken lassen darf. Brigitte zeigt die Mischung aus Magazin und Katalog für eine Preisausschreibung. Der Vortragende arbeitet auch für sie und wird im Anschluss an seinen Vortrag kurz von ihr angesprochen. Dr 100, der Serie, ist nicht zu haben und ich kaufe das Porträt von Bruce Lee. Ich bin überzeugt von dem Bild und es macht mir gute Laune. Brigitte interessiert sich für ein Foto aus der Serie des Klu Klux Clan in Amerika „White birds only“ unter einem Vogelhäuschen oder vom Dog Dancing, beide verkauft. Spargel holt Stephan 5 Minuten vor Schluss. Eine Bahn später und es wäre gescheitert. Mein Mann hat Nerven. Brigitte hatte heute aus Versehen eine Fahrkarte wie sich herausstellt. Sie ist die coolste Sau die ich kenne und hätte so gesehen gut zu meinem Mann gepasst, zumindest in der Hinsicht. Ich mag sie. Auf der Lumix ist ein Zeitvakuum und wenn man extra früh hin ist, ist schon der erste Vortrag und wenn der Vortrag schon um 14 Uhr war ist schon Zeit für Abendessen und man muss schnell zurück hetzen. Leckerer Weißwein. Leica verleihen, die sind krass teuer. Brigitte spricht wie Vorwerk-Vertreterin und kennt die technischen Details. Hat keinen Autofokus, alles von Hand einstellen, aber dafür werden die Fotos besser. Vielleicht kommen Brigitte und Arnd uns mal besuchen, gerne mit Hund und wir machen hier einen Fahrradausflug. Mein Ex hat sich bei ihr gemeldet und ihm geht es gut. Selbe Freundin und das Regalbaugeschäft läuft auch gut. Wir bringen sie zur Bahn. Das „You should be in Khaki, enlist today“-Plakat soll Arnd mal nach Hannover locken. Etwas Stadt, Land, Fluss mit Lumix, Hannover, Wien und Automarken ohne meinen Mann. Steffis türkisfarbener Sekt schmeckt lecker. Morgen verabreden wir uns früh.

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Brigittes Fotos vom Spargelabend:

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18.06. Träume von Leander und Valentin und dem kleinen Roller, wie für eine Puppe, der aber sehr stabil ist und mit dem Leander es trotzdem mal versuchen soll. Ich habe das getestet. Dann die Reichen, eine ältere Frau im bodenlangen braunen Pelzmantel, die von Cape Cod schwärmt und da hin will. Der Chauffeur bringt sie und ihre Tochter oder Freundin und von der Anhöhe aus kann man die Wale und Delfine viel besser sehen, weil man einen besseren Überblick hat. Im Wasser an den Felsen riesige Anemonen oder wie heißen diese weichen Dinger mit den feinen Tentakeln. Sie sind hier groß wie Lkw Reifen.

Wahnsinn wie oft ich von denen träume. Das scheint was zu bedeuten nämlich, dass ich eine tiefe Verbindung spüre. Mein „Print“ in der Zeitung, eine schöne Karte von Karin „Hase auf Putzschwamm“ ist in der Post.

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Der gut aussehende Däne, den ich gestern beim Vortrag des Franzosen schon gesehen hatte. Ich kenne seine Bilder aus der Serie Homophobia in Russia seit der letzten Lumix. 80 % der Russen haben Ressentiments, Vorurteile, Hass gegen Schwule. Ich wusste, dass ich die nicht leiden kann. Das hilft nicht bei meinen Vorurteilen. Dämliche Fragen gehen am Nerv. Ob ihm die Intimität bei den Zärtlichkeiten der Schwulen nicht zu viel war (also es war kein Sex mit Penetration und er kann von so was nicht genug bekommen, deswegen macht er den Job und was heißt Intimität, die haben Zärtlichkeiten ausgetauscht und er findet die Definition dessen komisch, manchmal lichtet man Eltern ab, die um ihr totes Kind trauern) und ob das die Menschen, die sich porträtieren nicht in Gefahr bringt, wenn sie an die Öffentlichkeit gehen (das seien Erwachsene, die wollen, dass er ihre Geschichte erzählt). Wenn sie keine Gesichter wollen, macht er das auch nicht heimlich mit dem Weitwinkel. Es basiert auf Vertrauen und wenn es jemanden zu viel wird, geht er einen Schritt zurück. Man könne unterschiedlich heran gehen und er nutzt einen Zuschauer aus der ersten Reihe für die Demonstration. Man könne 10 Meter entfernt nach einem Foto fragen und sich langsam herantasten und immer näher kommen oder sagen: „I want to make a picture of you here“ und zeigt es direkt am Gesicht der Person und dann einen Schritt zurück treten. Sehr sympathischer Typ. Gute Urwaldfotos in schwarz-weiß. Der Urwald wie ein Monster. Das beste Bild mit einer Bauchtätowierung, die einen Frauenakt darstellt mit unterschiedlich großen Brüsten und die Beine gespreizt und die Vagina ist der Bauchnabel des Trägers ist allerdings nicht von ihm. Doku eines Mädchens mit Wasser im Kopf in Burma (sie wurde im Krankenhaus in ein Abstellzimmer gelegt um dort zu sterben, die Mutter hat sie nach der Geburt zurück gelassen) und eine Dänin hat den Bericht gesehen und versucht ihr das Leben zu retten mit Geld und einer OP und das hat am Ende nicht geklappt und die Geschichte wurde trotzdem veröffentlicht. Die Frau neben mir weint. Hier auch wieder die Frage: wie geht er damit um, dass er das Leben der betroffenen Menschen beeinflusst hat. Dämlichkeit hoch drei. Wir schauen noch das Außengelände, u.a. schön die verlassenen Höfe und alte Menschen und Familien ohne Strom in den Bauernhöfen in Ungarn sowie die Serie „Everybody likes to cha-cha“ mit dogs crazy people in den USA und Terrierköpfen an Ketten unterhalb einer Deckenlampe als Schalter und fahren mit Steffi nach Linden.

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Schnell zurück und die Ruhe zuhause genießen und etwas Zweisamkeit, auch mal auf’s Klo können. Langes Telefonat mit Claudi. Shortbread, zuhause abdümpeln. Ich im Nachthemd, süß auch wenn ich mir nichts ausreißen lasse. Dann Radauflug ins Jante. Der Garten draußen ist geschlossen und die Sperrholzmöbel kleben mit Baumsperma. Werde gefragt, ob ich was Glänziges unter die Nase geklebt hätte und Sunla antwortet darauf, das gehöre so. Ich nehme nächstes Mal auch einen roten Portwein. Der hat mir geschmeckt besser als Cremont. Ich lästere über die Pet-Verkleidungsanhänger, weil ich das erbärmlich finde und trage eine Krake und zu Fasching einen Raben. Das hat nichts miteinander zu tun. Das erkläre ich auf meinen Seminaren. Jante wird immer besser, wie das Sauerteigbrot. Ich bin schwer begeistert. Die Schwarzwurzel, das Schwein mit Mais und die Wachtel mit Ragout in der Zwiebel und dem Wein dazu. Wahnsinnig lecker. Der Mann, der sich um die Nachspeisen kümmert kann das auch richtig gut. Fichtentriebe wie im Haerlin Hamburg und dort war er auch. Ich bin offensichtlich noch von den sexualisierten Obstbildern aus der Taz beeinflusst. Die Privatfeier und ich mag es dort. Eine Frau, deren Tanzstil ich aus dem Bad kenne und ewig nicht gesehen habe und andere. Liederwünsche anhand von Fotos, die man bei den DJs abgibt und sich überraschen lässt. Rufe mit Rabans Telefon meinen Kollegen an, den ich wecke. Gut zu wissen, dass er mitten in der Nacht ran geht, zumindest wenn Raban auf dem Telefon steht. Die anderen stehen herum wie Falschgeld und ich denke, die wollen gehen. Jetzt noch ins Ihmerauschen. Sie dachte nach Hause, sie braucht mehr Eingewöhnung. Dann doch lecker Hendricks mit Thomas Henry und Gurke. Das merken. Andras versteht das Raumkonzept nicht und behaart dann auf einer Erklärung des Architekten. Gut, dass er es mit der abstrakten Kunst seiner Freundin offenbar nicht so eng sieht.

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Sunlas Fotos vom Jante-Abend:

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19.06. Ich habe das dringende Gefühl das Menü oder Teile davon noch mal essen zu wollen mit einem Glas u.a. Dada dazu. Ich würde Erin Trieb engagieren, wenn ich einen Fotoauftrag zu vergeben hätte. Ich glaube, die Ergebnisse würden mich überzeugen, ich traue ihr da Einiges zu und sie hat mich überzeugt, jung, selbstbewusst, natürlich, gute Fotos, auf dem Boden und begabt. Ich bin scheiße zu meiner Freundin, unserem Gast, aus heiterem Himmel und erschrecke alle. Keiner redet mehr mit mir. Wir nerven auch mit den Diskussionen Schwarzes Kameel oder Urbanek.

Meine Schwägerin mit Schwiegermutter kommen kurz vorbei. Bringen Erdbeeren und holen die vergessenen Pflegeprodukte aus den USA sowie meine fragwürdigen Mitbringsel.

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Hat es schon wieder geregnet, ach so, dass ist die Duschkabine. Schlechtes Festival, Schwimmbadruine, nicht mehr in Betrieb und ich habe es nicht geschnallt. Hätte man Suki auch mitnehmen können und jetzt bloß keine Crepes essen stellen die Gäste fest, die meine Pfannkuchen verweigert haben. Sonst bekommen sie Ärger. Ich bin ebenfalls erschrocken, das man für so was 8,- € Eintritt nimmt, lauter Verkaufsstände, Bands und Bühnen auf die man gerne verzichten möchte, ein paar Strohballen verteilt und komische Leute, Country und Western Griller und 50er Jahre Revival Spießer; gut, die Toiletten waren gut. Pulled Pork, das erste ist Kassler mit Sauerkraut als Hamburger (bäh), guter Cheeseburger und armenische Spieße. Steffi näht schwarze Knöpfe an einen schwarzen Lackmantel, den sie in Dänemark geschossen hat. Kinderspielarea neben uns aufgebaut, etwas Animation, aber auch einfach mit Holzklötzen und diesen geriffelten Rohren aus dem Baumarkt zum Halbkreis mit einem Stück Wäscheleine verbunden und man kann einen Ball rausschleudern und mit der gegenüberliegenden Seite wieder auffangen. Es gibt Samen für eine Penischili und da soll jetzt ein kleiner Zuchtwettbewerb draus gemacht werden. Sieht schon lustig aus, wie ein Faltenhund mit Eichel in rot. Ich werde erneut sauer wenn ich falsch zitiert werde. Wie soll ich eine Freundin von früher scheiße gefunden haben und ich weiß davon nichts mehr. Das schließe ich aus und es macht mich misstrauisch, wenn so viele falsche Erinnerungen abgespeichert sind. Wenn man sonst so wenig erinnert, wer noch da war, sagt der Aussagepsychologe unglaubwürdige Zeugin, Geschichte nicht real erlebt, auch wenn sie davon überzeugt ist. Thema Freundschaft. Schwierige direkte Frauen, will ich noch? Ich will Freunde auch respektieren und bewundern können für irgendwas Erfolg, Talent, Humor, dass man gerne mit ihnen ist, eine gewisse Leichtigkeit, nicht dass es einen immer runter zieht. Was an dem anderen bewundern, sexy finden nicht nur Krisen, sonst zu einseitig und es ist schwierig und wenn sich jemand dazu noch klein macht. Das hilft nicht wirklich. Jetzt wird alles anders heißt es. Ich bin skeptisch und im Wartemodus. Das werde ich sehen und beobachten. Auch Urlaub schwierig, erst mal Teneriffa und die sollen zusammen Ski fahren, das finde ich eine gute Idee. Eigentlich will ich keine Gruppenreisen über 4 mehr, zu penetrant als Deutschengruppe, man sprengt alles und nervt in der Blase. Lieber mal wieder alleine mit meinem Mann, zuletzt zu zweit war Venedig, sagt er und das war sehr schön. Man kann mehr machen als in großen Gruppen. Fahrkarte Zone 2, ob der kleine Käfer noch hinter dem Bildschirm steckt? Große schwarze Koffer, der Abschied. Die hellblaue gemusterte Tasse hat nicht reingepasst, aber ein Ableger der Pflanze aus Neapel aus dem Kloster in der rosa Blechdose mit Karnevalfiguren von mir zum Hütchen gedremelt, aber untragbar. Lieber Cali als Thailand denke ich später. Trudy besuchen und Heidi and Bill, bevor sie sterben, (es sind Menschen an denen mein Herz hängt) und Andrea und Bill….Was will man in einem Strandparadies ohne die Menschen, entspannen und lesen. Nein, danke. Das ist mir zu fad. Dreieckstuch zusammen nähen dauert ca. 4-5 Stunden und ich habe noch 19. Schönes Foto von Jasmin und den Jungs in Holland am Strand. Was für eine strahlende Mutter und was für herrliche Jungs, die sich langsam gegen Fotos mit Mama wehren. Da hat genau die richtige Freundin Kinder bekommen, die ausgereift ist mit ihren Themen und sich auf sie einlassen kann. Wieder habe ich dieselben Fragen wie mein Mann. Das sind doch wohl noch nicht die Schulferien und der Sommerurlaub statt Castellabate, quasi der diesjährige Sommerurlaub und warum hat sie so schicke Sachen an am Strand. Spargelsuppe und ganz viel Pistazieneis mit den Himbeeren aus dem Garten. Das schmeckt köstlich. Müde. Kaputt. Lumix ist Schlauch.

Vlieseline

06.06. Gut geschlafen. Morgens um 4 war zu früh. Frau Renovierung will doch Betreuerwechsel und mich dann entlassen, wenn sie sich wen neues gesucht hat und alleine zur Anhörung am Mittwoch. Das passt mir auch gut. Dann kann ich mit dem Neuen zum JC. Andrea aus Kalifornien hat mir geschrieben. Heike wegen Stoffmalfarbe und Vlieseline.

Sie mag große Hunde, hat aber Angst vor denen. Hunde sind für Therapie. Der Hund braucht eine Woche um sich an sein neues Revier zu gewöhnen. Pascha markierte im Flur. Sie hatten ihn nur eine Nacht und sie hat ganz oft angerufen um zu fragen, was sie ihm zu fressen geben soll, aber dann hat er an der Leine gezogen und sie waren überfordert. Der Ex hat ihn angeblich weitergegeben an Familie. Aber die Familie ist ihre Freundin und da war er nur 3 Tage. Sie hat geträumt, dass er ihn hat verhungern lassen, angeleint vor einem Fressnapf. Der Erzengel Gabriel gibt einem die Wahrheit im Schlaf. Sie nimmt die Medis, aber nachts wegen Fasten. Sie will Zärtlichkeit und einen Mann kennen lernen. Gestern im Brauhaus fragte einer nach ihrer Nummer. Der wollte eine Nummer schieben mit ihr gleich um die Ecke sollte sie ihm einen blasen. Ich wende ein, dass die Frage nach einer Nummer sich gewöhnlicherweise auf die Telefonnummer bezieht wegen der Möglichkeit der späteren Kontaktaufnahme und das andere vielleicht überinterpretiert sein dürfte. Was ist das immer bei ihr, das es nicht klappt. Ihr Ex ist der Teufel in Person, der alles durchkreuzt und sagt, nein, das darf sie nicht. Ich will ihr träumen verbieten und den Hund. Ich provoziere sie immer und will auch noch Freitag mit zu der Ärztin. Hundeschule und der Lehrer soll dem Hund beibringen, dass er sie nicht leckt, höchstens die Hände, nicht aber das Gesicht. Nur sich selber nach dem pinken oder kacken darf er sich sauber machen. Der Bauchnabel, der schwangeren ABW Frau ist geploppt wie in dem Stück „Der Vorname“, aber dort war es wieder geschickt vorgetäuscht. Sie kratzt daran rum, der sei gefühlsarm, taub, Dirk wird das Kind heißen.

Der Vater von Herrn Minus. Die Stadtwerkerechnung ist nicht vollständig. Das wird moniert.

Herr Teheran spielt die Richterin und mich gegeneinander aus wie Eltern.

Ich esse Cheez-Its und schaffe das Judo-Programm heute nicht.

Frau Lustigsprech. Hat auch was Rotes an. Beleidigung auf sexueller Grundlage. Hat neue Nummer, hat die Polizei ihr zu geraten. Welche gefährlichen Hündchen aus dem Tierheim bei ihr angedockt haben. Kopf auf den Schoß und ganz lieb.

Die Pflegebegutachtung im Knast. Dann die Sparkasse Schaumburg, Herr Borderline groß, gibt den Hörer weiter, ist mit seiner Mutter offenbar da und will die als Bevollmächtigte eintragen lassen. Ich sage ja.

Die Libanesin spricht deutsch und nennt mir den Ausländeranwalt. Das mit Frankreich und Schengen sei längst vom Tisch. Der kleine von denen. Der andere scheint auch schon im Ruhestand zu sein.

Die Geistigbehinderte will wissen, wann ihre 110,- € endlich da sind. Gebe ihr Termin um Geld zu holen. Als sie da ist und ich es ihr erklären will mit 4, 11, 18 und 25 und dem nächsten Werktag, will sie nur besprechen, wann wir miteinander Eis essen und will mich einladen und fragt ängstlich, ob ich schon Post von einer Anwältin bekommen hätte. Das habe sich erledigt. Sie wollte nur wissen, wie viel Geld sie hat und weil ich doch immer keine Zeit hätte.

Beim Sport die Vertretung durch die Studioinhaberin. Sie macht das gut, dynamisch und anstrengende Haltungen im Wechsel mit Entspannung und Atmung. Das taugt mir. Steffi kommt spät mit Pflaster. Habe ihr doch eine Karte geschrieben. Weiß dann auch wieder welche, mit Pferden am Meer. Warum kam sie zu spät, ist was? In 8 Wochen werde ich mehr wissen. Erwarten wir ein Kind frage ich und greife zum Bauch. Der Kollege vor der Tür, lobe das mit dem Rauchen aufhören und sage, Samstag kommt Markus und ich will ein Penis als Mosaik. Das kann man so schön stilisiert darstellen, Auge zu esoterisch und mir gefällt’s. Ich muss noch mal an die American Dad Folge denken mit den alten Basketballspielern, Shaquille O’Neal und Roger mit Criss, Cross, Applesauce, seinem Trick und wie Roger seine Turnschuhe zu fest aufgepumpt hat, zumindest den einen Fuß und dann mit seinem Splitterbruch Shaquille O’Neal zu Fall brachte, genau berechnet von Steve. Cinnamon Mandeln aus der New Yorker U-Bahn. Das Eis am Steintor ist lecker und hat Tuchlaubentemperatur, aber die Behinderten spielen nicht mehr Beachvolleyball, sondern normale Männer. Man soll die Treppe frei halten auf einer Seite. Sotscheck liest, sein von mir verliehenes Buch von Stephan ist beim toten Kollegen. Der macht das gut und hat interessante Anekdoten über Pferdewetten anhand von Spielfilmen aus den 50ern, Katzen die ausversehen erschlagen werden, weil die angefahrene, die man erlösen wollte hängt am Autokühler und der behinderte Bruder, der zu Weihnachten abgeholt werden soll, aber der Taxifahrer holt den Falschen, Amerikaner, die die Mall suchen und dem Schild folgen, aber das heißt nur langsam auf Irisch. Auch die Geschenkpakete der Taz zum Jubiläum und er will nachts die Praline essen, die so ekelhaft schmeckt, dass er sie ausspuckt, was er noch nichtgeschluckt hat und denkt: Öko-Praline und Tom, der Zeichner, den er beim Frühstück fragt sagt: sag bloß, Du hast die Samenbombe gegessen und er: kann das unten uns bleiben? Der Gastgeber ist sympathisch und ganz spontan und macht seine Sache gut und bedankt sich viel bei den Beteiligten, auch seinen Kollegen vom Theater, er hat jetzt eine Anstellung als Dramaturg, das scheint wie Staatsdienst zu sein. Der Boxer gefällt mir, die Musik ist grausam (fremdschämen) und überhaupt der Rahmen, dieses Ritual finde ich langweilig, ist nicht meine Sache. Den Rio Reiser Abend mit Gunter Hader und Jonas Steglich werde ich mir vormerken. Das könnte was sein.

Herr Schmalehand schreibt mir, dass es auf Messers Schneide stehe, ob er überlebe oder sterbe und er sei schon im Rollstuhl. Muss ich wohl mal vorbei im Siloah. Stephan ist immer noch beleidigt wegen Hochzeitsreise letztes Jahr und will dieses Jahr wieder zuhause bleiben. Ich merke, dass ich bockig werde und dann auch nicht mehr zur Biennale nach Venedig will. Nachts im Schlaf greift er zu mir rüber und fasst mich an. Das ist wohl schon aus dem Schlaf heraus versöhnlich gemeint. Zumindest das Unterbewusstsein ist gut auf mich zu sprechen.

07.06. Alle Fenster auf, nähen im Wintergarten. Das Konzert beim Ruby Tuesday klingt gut, warum bin ich immer so faul hier? Und das ist sogar umsonst. Ich könnte bei Teilzeitflaneure den Büchertisch betreuen und immer passende Hütchen machen/aufsetzen, aber warum sollte ich das tun, so sehr liebe ich weder Bücher noch die Veranstaltung. Spargel kochen fällt aus, aber nicht wegen mir. Ich mag diese Unaufrichtigkeiten nicht. Klar sagen, was man will und was nicht geht und nicht unrealistisch sein und dann sind die anderen schuld. Ich esse wahnsinnig gerne Birnen und Äpfel aber nicht. Denke an den Birnbaum von Samstag und ob ich mich da zur Ernte mal melde. Entdecke meine ersten Halsketten, die dünnen von früher. Die mit den künstlichen Nägeln hat den gestrigen Abend in der Sporttasche nicht überlebt, aber immerhin kann sie noch mal zum Einsatz. Plastiknägel aus den 90ern sind nicht für die Ewigkeit geschaffen. Heute Maschseeschwimmen in der Mittagspause. Es klingelt und ich bin noch alleine. Beim dritten Mal habe ich Erbarmen. Der Patient will zu der Kollegin und weiß schon, dass sie noch nicht da ist und geht warten. Das ist auch deprimierend. Na ja, muss sie selber wissen. Harry Boy fragt wegen Kantine. Meine Schwester hat Geburtstag und meine Eltern sind nicht da. Ich versuche 4 x sie zu erreichen, aber die Gruppe ist nicht besetzt. Ist gut, wenn die unterwegs sind. Siloah, melde mich, komme auch wegen der Pflegestufe im Knast weiter. Rufe in der MHH an. Die Pflegerin sagt das sei ja ein Schätzchen und meint „Arschloch“. Die Liste der Medikamente ist eindrucksvoll (4 Stück, u.a. Tavor, da würde selbst ein Elefant sediert in der Ecke liegen und das zeigt den Grad der Manie, also beträchtlich). Lasse mit den vorläufigen Entlassungsbrief von Herrn Teheran zufaxen um 11:19 und um 11:13 kommt parallel eine Mail aus Berlin mit demselben Inhalt als Anlage. Polizei Berlin meldet sich auch. Der Ausländeranwalt ist jung und klingt nett. Das Dublinverfahren ist längst abgeschlossen und es wird national entschieden. So heißt das. Das Bundesamt muss das bestätigen und die tun es aber nicht. Ich muss meine Betreute beruhigen, die heult am Telefon.

Das Auto, was einfach nicht weiterfährt und die Straße blockiert. Stirbt das jetzt wie die Maus im Garten? Das wäre ja cool. Special Olympics, beim Schwimmen im Maschsee sind die Athleten mit Begleitern und Helfern unter sich und man fühlt sich wie ein Schaulustiger. Ich hatte mir vorgestellt, dass der Maschsee kocht, wie beim Triathlon, aber man kann die einzelnen Sportler kaum ausmachen, deren Köpfe sich langsam auf einen zubewegen. Die jungen Männer mit Kreuz, die groß gelobt werden von Trainern und Begleitern sind trotzdem süß und die drallen Mädchen auch. Auf der Bühne spielen 2 Frauen, die sich „Stangers standing on Sidewalks“ oder so nennen und dem Moderator eine Gänsehaut besorgt haben, wie er lügt und er würde auch zu dem Auftritt bei Fete de la Musique kommen, wenn er in Hannover wäre und es gibt Frozen Yoghurt mit Früchten von Rewe. Wir lernen neue Spielstätten kennen, aber es ist überall Pause und warten angesagt und wir sind die einzigen, die sich hier herumtreiben, so heißt durch die schmale Gänge durchmanövrieren zwischen stehenden und sitzenden Teilnehmern. Fischbrötchen am Maschsee, mit Suki Donnerstag hin wäre ein Traum für ihn, aber da habe ich Dienstliches vor. Ich mag den Sprengelschriftzug am Museum zur Bewerbung der Sammlung und Kaffee an der Wasserfläche der Nord/LB. Hier ist es kühl. Die Frau mit der Audrey Hepburn Meise hat keinen guten Kuchen, Dosenpfirsiche und dicken Teig, der Kaffee ist aber stark. Diesen Hinterhof kannte ich nicht. In den Verbindungsröhren laufen Menschen statt Hamster. Da kommen wieder ein paar Briefe, das ist hier die Flaschenpost. Wir trennen uns und ich gerate an eine unfähige Mitarbeiterin bei Idee. Unfähig wie in den USA und unfreundlich wie hier. Tolle Mischung. Lederlack geht nicht, Leder ist ja kein Stoff und sie hat nichts. Dann muss sie mir auch keinen Sprühlack andrehen, der erst Recht nicht funktionieren wird. Lesen kann ich ohne Brille nicht. Ich treffe wieder Stephan und er begleitet mich zum Arzt. Die wollen etwas Saft und ich werde gefragt, ob ich schlapp sei, weil der Blutdruck nur 100 zu 70 ist. Dann kaufen wir Duschgel für das restliche Jahr. 3,20 € finde ich teuer, dachte das kostet höchstens 1,99 €. Na ja, dann ist es eben so. Herr Teheran bügele ich ab mit den Worten, er soll es einer Parkuhr erzählen. Dem Amt schreibe ich, dass sie mir 20,- € überweisen sollen. Stephan sagt, der Kollege hätte mich fragen müssen. Ja, aber dann keine Vertretung. Das ist mein Risiko. Der Drucker schmiert doller denn je und mir reicht es. Ich nehme mein gutes und teures Papier raus. Er hat schon hunderte von Seiten ruiniert und meine Geduld ist am Ende. Neue Kartusche sagt mein Mann. Ich fühle mich schon wieder verarscht.

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Ich schreibe Marabu und die antworten ganz vorbildlich:

„vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihr Interesse an unseren Produkten.

Für einen Regenmantel mit Kunststoffbeschichtung ist unsere Textilfarbe eher ungeeignet, da diese für Naturfasern entwickelt wurde und dazu noch im Ofen fixiert werden muss. Wir würden Ihnen eher empfehlen, es mit einem elastischen Polyurethan- oder PU-Acrylat-Hybridlack zu versuchen. Solche Lacke finden Sie im Baumarkt. Diese sind auch für außen geeignet, so dass eine Belastung mit Wasser (Regen) kein Problem sein sollte.

Hilft Ihnen das weiter? Bei weiteren Fragen können Sie sich gerne jederzeit wieder an uns wenden“.

4 x meine Schwester versucht. Das gibt eine Beschwerde beim Betreuungsgericht, dass meine Mutter wieder beim Geburtstag nicht da war. Ich finde Post vom 01. oder so, die hier im Öffnungsprozess liegen geblieben ist.

Die Jungs wolle Freitag zu den Special Olympics mit uns, aber so wie wir das angestellt haben, bringt es wenig. Abends Mimi (Thai). Ich sage dann Sport ab. Muss man mit 50 zum Psychologen?

Apropos Sport. Die Balettmaus nimmt uns so hart ran, dass ich schwitze und der Arsch und die Schenkel brennen, nachher sitze ich auf dem Sessel und will die Arme nicht mehr heben und mir alles reichen und halten lassen. C. schneidet Obst vor für die einhändige Ernährung. Stephan läuft mit dem kleinen Turner und ich kann nur essen und häkeln. Konzerte finden nur noch in der Wunschvorstellung statt. Diskussionen um Birnen. Die von der Wendland und die von Lidl. Ich bin müde, lasse mich aber nicht verbiegen.

08.06. Wieder gut geschlafen. Irre geträumt. Ausgehen und es gab irre Toffeecocktails in einer aufgetakelten Schwulenbar mit mehreren Frauen, die historisch gekleidet waren, aber wir waren eher Konkurrentinnen (im Nachthemd auf die Straße, geht das in China?), aber die Cocktails gab es nur bis 17 Uhr. Komisch, erst danach wollte ich einen bestellen, aber dann war schon abgebaut. Die Strategie verstehe ich nicht, will vielleicht nicht so viel Arbeit haben der Bartender. In einem anderen Traum war ich ein Insekt und konnte mich durch eine ganz enge Passage (durchsichtigen Plastikschlauch) hindurch drücken und mein Artgenosse war erschlagen worden. Ich habe mich dann als der Tote ausgegeben, weil die nachschauen wollte, ob er auch tot ist und ganz still gehalten, als ich angefasst wurde, (pelzig, nicht wegfliegen als Zeichen, dass ich tot bin).

Vor über einem Jahr war die Trauerfeier, schreibe die Witwe. Neben Trauer und Arbeit war sie jetzt sogar im Urlaub: „Mit drei Männern (9, 33 und 57 Jahre alt) auf der etwas langweiligen Insel Gozo. Wir hatten aber ein fantastisches Haus und haben jeden Tag wie die Weltmeister gekocht. Alles was so im Meer herum schwimmt kam auf den Teller.  Es war ein sehr entspannter und unglaublich lustiger Urlaub.“  Das gönne ich ihr von ganzem Herzen und kann mir die Truppe so richtig gut vorstellen. Der Inselurlaub mit dem Verstorbenen war auch prägend für mich.

Vielleicht Jugendtheater für 5,- €. Hölty Gymnasium aus Wunstorf mit selbstgeschriebenen Texten. Klingt gut. Sky Du Mont liest bei Hugendubel. Da sollte ich Elisabeth hinschicken. Meine Eltern sind wieder im Lande und sprechen mit Stephan, der nebenbei die BM-Outfit Fotos macht. Sind nach Personenschaden im Zug erst um 2 Uhr nachts angekommen. Mama war in Travemünde bei der Familie. Freitag o.k. oder IGS Linden Basketball, aber nicht nur in der Umkleide rumhängen. Das muss besser recherchiert werden. Die Mannschaft aus Hessen auf dem Weg zur IGS Sporthalle, nehme ich an. Im Vorbeifahren wünsche ich denen viel Glück. Wenn ich Gruppen von Kindergartenkindern sehe, wie sie mit ihren stolzen Erzieherinnen unterwegs sind frage ich mich, was sie an denen so süß finden. Die sind doch auch ein bisschen behindert.

Manchmal ist eine dicke Gummischnur hilfreich, wenn das Hütchen z.B. größer und schwerer ist. Dieses sitzt auch auf dem Fahrrad wie eine eins. Lützeroder Straße Jobcenter, Außentermin, habe ich mir angeschaut, aber bin eher irisch veranlagt (Ralf Sotscheck sagte, die Verkehrsschilder seien noch mit Worten erklärt, Unterzeilen quasi) und weniger visuell, bitte Stephan um eine Beschreibung mit Worten. Auf dem AB Wunstorf, eine Nebenstation, ob ich noch Betreuerin sei, soll mich melden, der Hase ist gestern Abend wieder aufgenommen worden. Sehr gut gemacht sage ich, fast Punktlandung. Das Rätsel um die Anwältin löst sich, es war die Rechtspflegerin, die mich wegen einer Unzufriedenheit der geistig Behinderten angeschrieben hat.

Mein Betreuter, der noch nie gearbeitet hat ist das zweite Mal Vater geworden, das Jugendamt Hameln meint, dass er leistungsfähig sei. Wie das, er bekommt SGB XII. Der Selbstbehalt sei 800 und er kriegt 820,- €. Da spricht schon der gesunde Menschenverstand dagegen. Ich rufe später ihn an und er sagt mir, er wäre Vater geworden. Ja, das habe ich von der UVG-Stelle gerade erfahren. Ihm wäre es immer unangenehm mir das zu sagen. Was soll mir das sagen? Er kümmert sich mit um die Kleine und entlastet seine Freundin und meldet sich Anfang der Woche bei mir. Gratuliert habe ich ihm auch nicht.

Wieder Frau Türkin, sie muss raus aus der Wohnung, weil ihr Ex drin war und egal wie viel sie putzt. Hier klingelt es für mich und wir sehen uns Freitag.

Mein uralt Betreuter, der Syrer kommt mal vorbei wegen Mieterhöhung. Spritze bekommt er alle 2 Wochen.

Die umständliche Richterin von Herr Teheran schickt mir ein Fax. Er hat ganz klar Beschwerde gegen den Unterbringungsbeschluss eingelegt in einem handschriftlichen Fax und ich soll dazu Stellung nehmen. Die hält mich beschäftigt. Was gibt es daran bitte nicht zu verstehen? Ich nehme einen Kaffee bei Luis auf dem Weg ins Siloah. Bei dem Wetter und vor allem Blutdruck kann ich einen extra vertragen.

Ich treffe ihn beim Rauchen, seine Beine sind rot und waren mal aufgeplatzt. Ich schiebe den Rollstuhl, wie ein Profi, wie er bestätigt und das Hütchen kommt mir vor wie eine Haube und mein Outfit wie eine Schwesternuniform. Er wird behandelt wie ein Privatpatient und ist mit der Koryphäe von Arzt befreundet, quasi. Auf seinem Zimmer läuft Nordfernsehen mit Untertitel und ich sehe, dass ich gar nicht zuständig bin für Gesundheitssorge (so was spielt für mich keine Rolle, ich mache, was ich für erforderlich halte und nicht was in dem Ausweis steht, so viel fürs Protokoll). Bei ihm wird Blutzucker gemessen und ich lasse meine Kontaktdaten da. Will mal schauen, wie wir den Krankenhausaufenthalt für die Pflegeeinstufung nutzen können. Casemanagement heißt der Sozialdienst. Hibiskus die Station. Freundin aus Köln hat sich für Mo und Di angekündigt, dann ist die Woche voll. Ich mache keine großen Sprünge. Letztes Mal abgesagt. Ich merke, ich bin nachtragend bei so was und denke, die Luft ist auch raus. Wir haben Nichtraucherwohnung fällt mir zu dem Besuch ein, aber geraucht werden darf bestimmt bei dem Geburtstag am Montag, zu dem sie mitkommen kann und da wird sie Leute von früher kennen. War mir alles doch sehr kompliziert und auch einseitig die letzten Jahre. Ich bin vielleicht sehr ich-bezogen und ungerecht, aber wenn das Feuer bei mir ausgeht, ist es schwer wieder zu entfachen.

Ich fahre wie eine Demenzkranke und bekenne das. Neues Jobcenter zwischen Kanapee und Boca. Fahr an den Lister Platz und weiß nicht mehr wo ich überhaupt hin wollte, dann Drostestraße und rechts abbiegen, will rüberkreuzen, aber das heißt dann Kollenrodtstraße, muss schließlich zick zack und genau den Weg zurück fahren, sonst finde ich es nicht. Auch deprimierend. Die Reha-Beraterin glotzt auf mein Hütchen und will wissen, was dahinter steckt. Das verrate ich ihr. Sie hat eine Abdeckung auf der Tastatur wegen Krümmel und Kaffeeflecken. Mein Betreuter soll nach seinen IQ nicht geeignet sein für den Bürojob bzw. die Ausbildung, die er anvisiert. Warum muss man da so schlau sein, muss er jetzt Tierpfleger werden? Nebenan beim Maßnahmenträger der Dipl-Psych. Endlich komme ich zu meinem Kaffee, aber Bürokaffee aus Thermoskanne. Hatte mir ja vorgenommen, mehr davon zu trinken wegen Blutdruck. Er könnte auch nicht als Tempeltänzerin anfangen sagt der Reha-Typ. Warum nicht? Ist das schon getestet worden? Schaue mir die Testereignisse meines Betreuten an. Durchschnitt oder darunter, Mathe besser als Sprache und Schrift sowie räumliches Denken. Er mag aber trotzdem nicht löten und Gartenarbeit ist auch nicht so sehr sein Ding, er mag lieber theoretische Sachen wie Portokosten ausrechnen. Manchmal kommt es auch nur auf den Abschluss an. Gerade wenn da Anna-Stift drauf steht wird man nicht in der freien Wirtschaft mit konkurrieren können, dann ist es auch fast egal und man kann machen wozu man Bock hat. Bei Dittmars, habe Angst davor, dass es den Laden eines Tages nicht mehr geben wird, der Putz fällt von der Wand oder irgendwas kracht gehörig, die Treppe wird immer baufälliger und es wird immer voller. Das denke ich nur, weil hören mag sie es sicherlich nicht. Halt mehr Input als raus geht. Mit fast 50 gibt es jetzt einen Bikini. Egal ob der mir passt oder nicht, ich will ihn haben. Unten verstummen Frau Dittmar und ihre bessere Hälfte. Ich sehe heute so toll aus, da müsste man ein Foto machen. Danke. Das Kompliment hat was zu heißen und 24,50 € für eine ganze Tüte voller Klamotten und was für welche. Gorgeous. Es kommen junge Kundinnen, die sich hier nicht auskennen und mich mit großen Augen anschauen. Das eine Teil was die jungen Dinger hier finden ist auch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Im Büro werde ich auch über den grünen Klee gelobt. Diese Strumpfhose zu dem Kleid. Die Kollegin muss mir auf die Beine starren. Heute scheint mir ein großer Wurf gelungen, vor allem mit dem Hütchen, was ich mit der entsprechenden Begeisterung trage, weil es aktuell ist und alles daran, außer der Plattform, auch von der Reise stammt. Elisabeth kommt und mein Eis wartet. Ihr fällt auf, dass meine Arme braun geworden sind, aber mit einer Sache liegt sie falsch. Die Kette besteht nicht aus Federn, sondern Aquariumspflanzen, das Blaue. Stephan hat Überraschungseis geholt. Schmeckt nach Hasenfurz. Ach so, das ist Spargel. Ich probiere übermütig meinen neuen Bikini an mit dem Tüteneinsatz für den Busen. Ohne würde das Teil auseinander fallen. Muss ich bei allem Streben nach Natürlichkeit wohl drin lassen. Bitte was einkaufen. Es gibt nur Brot oder Gemüse für Pasta.

Ich rufe an, wie der Termin war. Die Richterin sucht Frau Mieterbund eine neue Betreuerin und das ist auch gut so. Sie war mir nie sympathisch und die Halbwertszeit der Betreuer scheint bei ihr bei 2,5 Jahren zu liegen.

Die Schwester von Herrn Teheran will vorbei kommen, nur 15 Minuten und über die längere Unterbringung ihres Bruders mit mir reden und hat mir auch was aus Persien mitgebracht. Ich wimmele sie ab. Keine Drittgespräche es sei denn, er will es. Dafür bin ich Profi und lasse mich nicht bequatschen.

Der andere Herr Teheran, der Depressive, der oft weg ist und selten da kommt und weiß, dass ich in Amerika war. Hat Rechnung der Feuerwehr, Fenster war offen und er in Teheran und die dachten, er ist tot und haben die Wohnung aufgebrochen. Warum muss er das zahlen? Gerd ruft an und erkundigt sich, wie der Urlaub war und wie es mir geht. Der ist echt treu.

C. schreibt mir und hat die OP gut überstanden. Sie will ein Bikini-Foto. O.k. das ist jetzt pervers, aber die Liebe zu C. ist ja auch schon ein bisschen älter und dann ist das schon o.k. Noch mal meine Eltern. Sachschaden durch Nachbarin, nicht angezeigt, der Vertrauensbruch. Meine Mutter will sie ansprechen um sie zu entlasten, weil es muss eine Belastung für sie sein. Auch eine verquere Sichtweise. Alkoholikerbruder, fährt aggressive Auto, Gefahr für Mitmenschen, ist zu fett, Bauch hängt über die Hose, macht Kohldiät.

Die Frauen, die vermeintlich elfenhafte Körperteile haben und darauf stolz sind und meinen damit einen Vorteil zu haben. Das stimmt mich anti. Tausche meine Elefantenfüsse nicht. Sehe in jeder Yogastunde was mein Körper kann und weiß es auch außerhalb von Yoga und bin eher zufrieden damit als ich es je war und auch stolz darauf, sonst war Körper pfui, Geist gut. Die Lehrerin moniert die Unruhe im Kurs. Sind wohl welche rausgegangen, vor allem die Walküre, die ich für Borderline halte und die sich groß rechtfertigt im Anschluss, was dann auch wieder passt. Ich war echt im Flow und bei mir und es war toll. Die Atemtechnik mit Zunge an die Zähne und durch den Mund die Luft einsaugen (für die Nichttoller) führt dazu, dass ich viel länger einatmen kann als ausatmen (also das Gegenteil von sonst). Das finde ich interessant. Steffi arbeitet morgen nicht, aber hat Küchenaction. Der Freund mit Sonnenbrille versteckt sich an der Haltestelle. Die Beziehung kommt mir nicht so liebevoll vor, aber wer bin ich es zu beurteilen.

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Stephan kocht und es gibt Spargel. So lecker wie nie. Der war so perfekt, knackig, frisch, intensiv, süß, kein bisschen bitter und dazu Kartoffeln und Butter (auch beides geht nicht besser) außerdem Frühlingszwiebeln und Räucherwurst statt Räucherschinken (halt was der Kühlschrank zu bieten hat).

Vorleger fertig gehäkelt. Ob den eine will? Habe Gumminoppen für Socken bei Idee gesehen, die man aus einer Tube selber auftragen kann. Wenn dann die. Die Jugendeinrichtung schreibt betreff Anzeige der Kinder und ich denke, die haben ihre krebskranke Mutter wegen Kindesmissbrauch angezeigt. Das musste ja kommen und ich habe den Konflikt, aber es geht nur um einen Fahrraddiebstahl am Bahnhof auf dem Land, noch vor dem Wegzug und ich soll die Strafanzeige unterschreiben für die Mutter, Vater hat schon. C. hatte sich über das Tel Aviv Heft aus dem Flugzeug gefreut als Lektüre für die nächste Zeit. Die Meldung zwischendrin: Anschlag in Tel Aviv, die haben die Täter gleich festgenommen. Der israelische Geheimdienst und auch Polizei haben deutlich mehr auf dem Kasten als Cobra und Co. Das war schon immer mein Eindruck.

09.06. Frage nachts: „Wo sind die Klos“ und Stephan dann: ob ich es gefunden hätte. Italien, Fähre, Stephan ist nass geworden in einer Welle und will noch mal in die Stadt neue Klamotten kaufen. Das schafft er nicht bis sie ablegt und die Sachen trocknen in der Sonne und überhaupt wie doof ist er denn. Das muss man ausziehen und in den Rucksack machen damit es trocknen bleibt. Ich bleibe hier und wenn er es nicht schafft dann gehe ich auch nicht an Bord. Verstecke mich hinter einem Mast und er bleibt doch in der Nähe und kommt mit einer braunen Kordjacke über die Schultern gehängt zurück (gar nicht sein Stil). Tickets für eine frühere Fähre tauschen kostet über 100,-. Dann sind wir nur länger am Flughafen. Bringt nichts. Einmal nach dem Sternerestaurant müssten wir woanders übernachten, weil die letzte Fähre um 20:30 geht und das hätten wir nicht geschafft. Olaf, unser Nachbar kennt auch die Trattoria (das Essen war mäßig), zeigt mir What’s App Fotos, wie Schinken durch die Wand gereicht wird und der Typ, der immer ruft und das Essen bewirbt, vermietet die Wohnungen. Die Werbung hängt gleich am Bootsanleger. Die in der wir wohnen hat er verkauft und dafür eine Provision kassiert. Warum hat er sie verkauft, die Vermietung lief doch gut.. Er wollte die Provision kassieren, jetzt hängt er Schild am Fenster auf dem wohl steht: verkauft. Zuckerwatte, die Asiatin verkauft sie wie in Brooklyn auf dem Markt. Bunte Flüssigkeit in 4 Geschmacksrichtungen. Hatte pur genommen. Kann man zuhause auch noch mal warm machen und reaktivieren. Schaue zu, wie sie den Stand einpackt. Ist fast alles losgeworden und es lässt sich mit dem Rad abtransportieren. Die machen richtig Geld, Materialeinsatz gleich null.

Ich wollte gestern Pizza essen, aber es gab den besten Spargel, leckerer. Hätte mich vermutlich nicht aufraffen können. Es ging um Hochzeitsreise. Stephan ist passiv und ich soll alles raussuchen und entscheiden. So macht mir das kein Spaß. Kathrin hat Nüsse und getrocknete Oliven selber gemacht. Die Oliven von Whole Fonds waren gesüßt mit Puderzucker tippe ich. Das war das leckere salzig, süß.

Muss morgens noch Erbsache klären. Mein Vater ruft nach juristischen Schritten und sieht mich besonders gefordert. Das kann ich so nicht stehen lassen. Werde da nämlich mich nicht vor den Karren spannen lassen und meinen Anspruch eher verfallen lassen. Bin also die falsche Ansprechperson.

„Ich habe Thomas geschrieben und ärgere mich fast ein bisschen, dass ich mich sofort wie angeknipst reintreiben lasse.

@ Paps: Für Steffis Anteil zu kämpfen lohnt sich nicht (ist besonders idiotisch), weil sie Heimbewohnerin ist (und sich aus Geld im Übrigen nichts macht, aber so gar nicht). Soweit ist weiß, ist Mama die Betreuerin und ich die Vertreterin oder habe ich da was missverstanden?

Du solltest (könntest zumindest) Dich im Übrigen besonders freuen, dass wir hier alle so passiv und zahnlos, d.h. freundlich und nicht kampfeslustig gestimmt sind, weil das eine gute Prognose für euer Erbe ist m.a.W. wenn ich schon einen Verein nicht belangen will, den die Erblasserin sich ausgesucht hat als deren mutmaßlicher Wille, würde ich mich kaum hinreißen lassen meinen Bruder vor den Kadi zu ziehen und zwar egal was er macht: euer Haus ausräumt, alle Uhren nimmt, alles Geld. Dann ist das eben so. Ich habe da eine andere Einstellung und vor allem tiefe Zufriedenheit mit dem was ich schon bekommen habe und habe im Leben. Das solltet ihr auch wissen, weil ich nicht bereit bin bei eurem Erbe juristische Schritte zu gehen, z.B. bei der Uhrenverteilung oder wenn einer sie nicht richtig hängt oder wartet oder als Untertasse benutzt. Dann sucht euch bitte einen Testamentsvollstrecker, aber einen der sein Amt antritt!

Ich wundere mich immer über das was Du sagst, Du willst Harmonie und lieb sein, auch bezogen auf Dein Erbe und dann den Groll, den Du gegen Hannas Freunde hegst. Das muss eine tiefe Verletzung sein, die ich auch nachvollziehen kann, aber so machst Du es nicht besser mit Misstrauen dem Verein gegenüber, ob die überhaupt eingetragen sind, was die im Schilde führen etc. Das ist schon fast krankhaft, zumal Du davon nicht betroffen bist als enterbter Bruder. Die Auskunft kann ich Dir schon mal juristisch geben. Ich muss mich nun meinem Tagesgeschäft zuwenden.“

Zu harte Worte? Die Selbstzweifel. Bikini-Foto für Claudi, die Altkleider stinken. Lüfte die Wohnung kalt. Die Ex-Betreute hat wieder 50,- € bekommen von der Frau, die ihre Firma aufgegeben hat und Hartz IV bezieht. Die soll dankbar sein und von jeder Rate 5 spenden. Ich hatte auf die letzten Mails nicht reagiert, weil sie so viel Thermik macht. Hole den Hund um nach halb 10 und bin kurz angebunden, in der Küche sind sie schon am Werke, fahre los. Auf der Hundeauslauffläche die nette Frau aus Linden Nord, Ottenstraße mit einer anderen. Wäre das der Hund, den ihrer mal so angezickt hat? Egal. Hunde sind nicht nachtragend und meiner ist hart wie Windhunde. Sie redet auf ihren ein, dass alles o.k. sei. Suki lässt sich von den Zicken nicht beeindrucken und fordert sie zum Jagen und spielen auf. Der sei ja hübsch, außergewöhnlich-. Ja, niedlicher als ihre 3 zusammen. Das muss deprimierend sein. Ich nehme wohl nur hübsche Hunde, weil ich mich selber zurecht machen. Au contraire, je hässlich, desto lieber, dicke, kurz, krumme Beine, Unterbiss, scheckiges Fell, aber ihrer seien eben auch nicht hässlich, sondern genau mittel. Ihrer ist auch ein Rescue. Ich zitiere David Sedaris.

Vor der Tür Gunter mit einem Kaffee to go. War er bei Lisa oder wohnt er hier selber? Das frage ich natürlich nicht, bin ja schüchtern. Kläre Feuerwehreinsatz und Pflegeeinstufung. Die Frau vom Siloah ruft mich zurück. Das ist erfreulich. Der Hund ist schön entspannt. So ist es angenehm ihn im Büro zu haben. Ich kann rumlaufen, er bleibt liegen. Restanspannung ist noch da und mit einem halb geöffneten Auge beobachtet er mich und ist auf dem Sprung. Das muss noch besser werden, aber wir sind schon auf dem richtigen Weg. Herr Teheran wegen Ausgang. Reicht mich an das Pflegepersonal weiter. Habe gehört in der Ladenpassage sind Apothekenpreise. Ja, es ist so wie ich sage, die trauen ihm nicht und er ist manisch ohne Ende und will Autos kaufen. Hatte schon mal mehr Ausgang, aber das wurde zurückgefahren. Richterin der Türkin gestern und heute nicht zu erreichen. Die Zahnspange vom Sohn ging verloren, das zahlt keine KV. Rufe da an, Kindesvater wollte es zahlen. Dann rufe ich den an, ist gerade in der Türkei (leider ohne den Sohn, sind ja auch keine Ferien) und ich melde mich, wenn er wieder da ist und wir treffen uns. Männer die gut labern können= gefährlich. Unbeholfene= harmlos. Hallo? Hier ist Frau A, ich versuche  Herrn K. zu erreichen? Ja. Spreche ich mit Herrn K.? (genervt): Das habe ich doch gesagt und dann schließlich die Tochter (von einem anderen Vater) auf der Arbeit in der Zahnarztpraxis. Es geht nicht anders, ich will wissen, dass sie weiß, dass ich weiß, dass ihre Mutter wieder krank ist und sie sich bei mir melden kann (und ich hoffe, das Vertrauen ist da), wenn es aus dem Ruder läuft auch wegen ihres Bruders. Ja, das geht schon länger so, ein paar Monate, Ideen um das Haus und redet böse über Vater des Bruders und der ist nicht so und sie heult und schreit viel. Ich versuche mich Morgen mit ihr in der Klinik zu treffen und kann nichts versprechen. Ich wollte sie nicht bei der Arbeit nerven und jetzt soll sie sich wieder auf die Zahnreinigung konzentrieren. Ist es o.k. wenn ich sie noch duze?

Mama bekommt mein neues gepunktetes Kleid aus Bushwick zur Reparatur und gleich reißt das was ich heute anhabe, aber gehörig. Zu eng für Fahrradfahren.

Zuhause Spargelsuppe. Der Chef der Betreuungsstelle hat mich offenbar gelobt. Schöne Bestätigung, aber die bekomme ich von den Leuten selber. Mein Neuer, den ich gestern begleitet habe, sein alter Betreuer sieht ihn als Ex-Knacki, der Mädchen angegrabscht hat. Ich sehe ihn nicht so. Das ist der Unterschied und das Geheimnis und dass Mama mir beigebracht hat, auch da hingehen, wo es weh tut, wenn es nötig ist oder in der Sache hilft, nicht zögern. Lästere zuhause über Frau Richterin Übereifrig. Sie war Samstag bei Herrn Teheran und er findet das nicht toll, dass sie so eifrig ist, sondern ist irritiert und hat ein schlechtes Gewissen, dass das Gericht extra am Samstag bei ihm war. Fax von der blöden Kuh erwartet mich. Jetzt gibt es schriftliche Antwort, auch, dass ich trotz der Klarheit und mündlichen Absprachen lauter Faxe lesen und schreiben muss empfinde ich nicht als zielführend (sondern als Schikane, das denke ich nur).

Suki liegt auf einem hohen Berg aus Wolldecke, Unterlagen, Schloss und Jacke und ich fahre wie auf rohen Eiern. Braves Hündchen kommentiert einer, der mich überholt. Termin klappt nicht. Schlechtes Gewissen, weil ich für die Orga zuständig war. Männer können so alt werden wie Frauen, wenn sie sich an der Kindererziehung beteiligen und Hoden entfernen hilft auch verkünde ich dem Kollegen und seinem Referendar.

Flüssige Philadephiatorte (Brausetabletten Zitrus mit Vanillezucker). Zum Glück habe ich die Lederleine nicht vergessen. Der Erbe hat geantwortet und Geld angekündigt. Wohnungen werden im Juli aufgelöst.

Abends Katja vom Landestheater auf dem Mountainbike. Stephan sieht sie auch. Sieht sie häufiger als meinen Kollegen. Es gibt Lakritze mit Schoko aus Kopenhagen vom Flughafen. Mein Mann hatte Kronen dabei, der Checker und wir durften uns alle was Überteuertes aussuchen beim Umsteigen auf dem Hinflug. Jugendtheater, nicht so gut, wie ich gehofft hatte, aber man haben manche kleinen, dünnen Mädchen dickes Haar, nicht zu glauben. Einfallslos und Effekte wie alle fallen um werden zu oft benutzt. Am schlimmsten die Eltern, die rhythmisch klatschen und zu den plattesten Witzen übertrieben laut lachen. Das nervt voll. Das Stück ist langweilig. Die Drogen der jungen Leute sind glutenfreies Mehl. Das kommt leider so einigermaßen hin, auch wenn es lustig gemeint war. Der Himmel sieht unglaublich geil aus, wie gemalt. Ich mag die neuen Plakate für Koffeingetränke mit Wachhund und richtig riesigen Pupillen. Pizza auf der Straße, der Nachbar lacht über meine Psychiatriegespräche. Zuhause noch Shortbread machen. Brigitte kommt einen Tag zur Lumix.

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10.06. Schlafe auch die letzte halbe Stunde von 7 bis halb 8. Träume: Wir sind bei Marc und Jasmin. Überraschungsgast für die Kinder. Habe Mützen dabei, die sie selber gestaltet haben und vergessen. Lauter Sachen für Jasmin. Gemusterten Mantel (außen graphisch weinrot, innen Pop-Art), und Schuhe (aus den USA Sketchers, die mir zu eng waren) und Kleid oder Rock. Sie zeigt sie Marc und will die Sachen gleich auf eine Dienstreise mitnehmen in ein Land (Name vergessen) und ich sage: die stehen auf solche strengen Muster. Davor hatte sie viel geraucht morgens in der Küche, es waren auch Freunde von Marc da, aber der Qualm kam von ihr und es musste gelüftet werden. Dann dienstlicher Anruf am Sonntag und sie hat was am Knie, der Arztbericht liegt vor (Knochen leicht angebrochen) und sie stopft Zigaretten auf dem Boden kauernd wegen Dienstreise und Vorrat. Sitzt im Rollstuhl und zeigt mir an einem Bildschirm den digitalen Befund, d.h. die Bilder. Wo fährt sie hin mit der Maus frage ich als es bei der männlichen Figur richtig Schritt geht (aber das ist anatomisch). Kann sie trotzdem arbeiten? Jasmin hat Angst, weil in Amerika so viele Übergewicht haben und dick sind und außerdem: kann man das Essen dort überhaupt essen, muss man Business Class fliegen? Es stimmt, die Portionen sind groß und man isst eher zu viel, aber weil es schmeckt. Mir zumindest. In Essen gibt es eine Passage mit lauter Automaten, die ich nicht ganz verstehe (da hätte Paps seine Freude), man kann Postkarten selber gestalten, schaue zu wie ein anderer das macht. Überall übernachten Leute, ein Ehepaar geht in mein Ankleidezimmer. Ich denke, die suchen das Klo, aber haben da wohl übernachtet. Ich rede später mit ihnen, sind nett. Draußen lernen Frauen mit einem Buch mit Setzlingen aufgeschlagen auf dem Schoß türkisch über Kopfhörer und sprechen Sätze nach. Dann geht es um Hochzeit (ich glaube meiner Sporttrainerin) und was mit Feder nähen, die anderen Frauen schlagen vor auf ein Oberteil dort wo der Busen sitzt, einen Beitrag für ein Buch gestalten. Ich würde gerne was 3-D machen, aber das verstehen die anderen nicht. Kann man doch die erste Seite gestalten, die muss nicht so gut schließen.

Davor in dem Traum war Theater, wenig Leute und Stephan und ich sind eingeschlafen. Zuletzt hatte eine Stückeschreiberin von ihren neuen Ideen erzählt. Man liegt auf den Sitzen wie Business Class. Nach der Vorstellung gibt es was zu gewinnen und Stephan meldet sich und will, aber unser Name wird nicht aufgerufen. Dann Toilette. Eine Frau telefoniert mit einer Freundin, hat sie wirklich Karten für das Opernhaus Morgen. Sie ist gerade im Theater. Das Stück hat ihnen gefallen. Um was es ging kann sie offenbar noch schlechter beschreiben als ich es könnte. Chaos und ein Gewinnspiel spielte eine Rolle. Die Schlange ist umsonst, es sind Kabinen frei. Schwingtüren wie im Salon und man kann durchsehen. Eine Aufsicht, schwarzer Mann, schickt einen anderen Mann raus, aber in der Kabine gegenüber sind zwei Männer. Metallklo und man kann sich nicht setzen und ganz hoch. Rand verschmutzt (vielleicht Andeutung auf einen aktuellen Zustand bei Verdacht auf Pilz und wo hat man es sich eingefangen). Ich halte mich irgendwie fest und meine Füße schauen raus. das kommentiert der Aufpasser, wie ich das machen würde und wie lange ich pinkele und ich; ja, ich musste echt und es spritzt leider sehr, auch auf mich.

Stephan träumt wir haben Bären in der Wohnung, erst ein Babybär, dann ein Erwachsener, der aber erst ganz lieb war und im leerstehenden Bärenzimmer bei dem Babybären im Hochbett schlafen wollte (da hätten wir bestimmt nichts dagegen, sie konnten sprechen). Dann sind ihre Bärenfreunde sie besuchen gekommen. Dann war der Bär in meinem Ankleidezimmer und hat Sachen rausgetragen. Stephan wollte ihn aufhalten und hat dann gemerkt, der ist total kräftig und hat Klauen, das könnte jetzt gefährlich werden. Die Bullen rufen, damit die ihn festhalten oder betäuben. Versucht ihn zu begrenzen und macht Tür zu, die ist aber aus Glas und er sieht den Bären und der sieht ihn.

Ist meine Schamlippe geschwollen? Muss Rückbaugymnastik machen sagt mein Mann. Er holt Brötchen und meines ist dick belegt mit Peanut Butter aus USA und Jelly von Claudis Mutter (Brombeere), so lecker. Erdnüsse haben in den USA eine ganz andere Qualität, das lässt sich nicht vergleichen mit dem Zeug, was man hier kaufen kann, wie Mais, da sind die auch beim Tierfutter stehen geblieben. Lidl, blöde Öko-Tante vor mir, hat einen Haufen Sachen, lässt keinen vor, ich muss meine halten und will dann über den Fenchelpreis mit der Kassiererin verhandeln, weil der nicht mehr so aussieht.

Warum ist der Geburtstag des Kollegen eigentlich nicht im Bürokalender eingetragen, aber sonst alle? Er schickt Foto mit der Braut und sieht unsicher aus. Mein Frauengeschmack ist ein anderer. In der Bahn stinkt es und alle halten sich die Nase zu. Am Vahrenwalder Platz müssen alle raus, Bahn defekt. Voll und die Leute stehen blöd im Weg. Gut gefällt mir der Spruch: Wer sich erinnert, war nicht dabei und pro Wort eine Zeile und in unterschiedlichen, nostalgischen Schriftzügen und das gefällt mir besser als die abgenudelten Klischees von gestern. Waren wohl doch Landeier. Auch in Langenhagen lungern sie mit ABI rot geschrieben auf den Wangen herum.

Frau Türkin ist auch eine halbe Stunde zu früh (ich wollte vorher auf eine andere Station und eine Verfahrenspflegschaft miterledigen). Kein Fasten, wenn man krank ist. Ist sie nicht wie ihre Mutter und bekommt das gut hin. Wichtig ist niet. Das man nichts isst? Nein, das Gebet um einen geistig aufs Fasten vorzubereiten. Heute ist ein neuer Pfleger da und fragt, um wen es geht (mich oder die andere). Der AVD (Arzt vom Dienst lässt auf sich warten). Nie ist man dem Schöpfer so nah wie in der Schwangerschaft. Bei welcher Gemeinde ist sie angebunden? Moschee heißt das. Früher in Vahrenheide. Aber die waren doof zu dem Sohn und sie will sowieso in das Reihenhaus nach Isernhagen ziehen. Wo? Da war früher Penny drin. Ein interessanter Typ: Entschuldigung. Gibt es Neues bei der Moschee? Wie Georgus, aber mehr Cowboy und offenbar Türke. Dicke Farbreste an den Fingern, viel Schmuck mit Straß, Straßpferdekopf um den Hals, Fimoring (dicker Silberring mit Fimostein), Leinenjacke dunkelblau-weiß gestreift mit Niedersachsenpferdaufnäher auf dem Oberarm. Gibt es was Neues? In der Leipziger Straße ist eine Schule, die kennt auch die Frau vom Heidehaus daneben, die auf ihr Taxi wartet um sie zurück ins Heidehaus zu fahren (denke erst, die gehören zusammen, was aber nicht der Fall ist). Weidendamm, in der großen Moschee ist meine aufgewachsen. Manchmal wenn nicht genug Platz ist mussten sie im Hof beten berichtet der Mann. Es gäbe auch Hassprediger. Er war mal in einer Moschee in der Stiftsstraße und da hat der Imam nach der Predigt gesagt, ein Moslem habe das Recht einen Christen zu töten. Er wollte ganz laut „NEIN“ schreien, aber er hat sich nicht getraut, war dann wie gelähmt und ist in ein Café neben dem Pavillon zu einer jungen Frau, die alleine am Tisch saß und der erzählt was ihm widerfahren ist und wollte ihren Rat und sie meinte, Aufschreiben, auch die Träume und in einem Buch veröffentlichen. Das habe er aber nicht gemacht. Preisen hilft, sortiert alles im Kopf und heilt auch die Zellen und Gott sagt, wenn Du mich preist, schaue ich auf Dich, man bekommt es also zurück. Beide haben Tränen in den Augen, dann geht es Türkisch weiter. Ich beneide sie, dass man mit einem Wildfremden gleich so emotional werden kann von null auf hundert. Der Arzt ist genervt, immer klingelt das Telefon und er will den Schwachsinn nicht hören. Sie sind ein Krankenhaus und behandeln Menschen, die stationär behandelt werden müssen und nicht der Kaufmann der sich zu Wort meldet und vor dem Wochenende alle Betten voll machen will. Sie nimmt zu wenig, soll die Dosis verdoppeln und fasten darf sie nicht als Kranke.

Dann zur 6. Fasching? Irgendwie sind die Insassen heute nicht so freundlich, dafür die neue dicke türkische Ärztin. Sie ist neu und ich soll ihr mal erklären, was meine Rolle als Verfahrenspflegerin ist. Mache ich gerne. 413 auf den Kopf sieht aus wie das Wort Eis auf die Hand geschrieben. Wollte sie sich daran erinnern frage ich und sie muss lachen. Kaffee bei Luis. Fahrrad fällt um mit allem Inhalt des Korbes, liegen lassen herrsche ich das junge Ding an, ich mache das schon, sie soll einfach weitergehen. Luis fragt nach USA und auf einmal steht der Vater von Herrn Minus neben mir und kauft auch Törtchen zum Mitnehmen. Meine Tasche steht außen, ich fühle mich immer so ertappt und haue ab, ohne ihn zu beachten. Er war im Büro und hat die Stadtwerketurnusrechnung abgegeben und handschriftlich notiert 14 Tage Urlaub, keine Mails nur Telefon. Herr Teheran war da und richtig kultiviert sagt die Mitarbeiterin der Kollegin. Das war der Bruder. Hat mir Baklava in einer Bücherhülle da gelassen und ich soll ihn dringend anrufen. Im Büro die Flugblätter mit denen sie uns warnen, dass sie eine Erlaubnis der Stadt Hannover haben zum Public Viewing und wenn Deutschland spielt oder Finale, dann großer Aufbau, bei allen anderen Spielen, kleiner Aufbau. Als ich gehe ist die Lautstärke ohrenbetäubend, ist Inklusion für alle Schwerhörigen, dass sie es auch mitbekommen. Die Taz kostet schon 2,50 € für eine riesigen Fußballbeilage und Sonderteile. Ist man denn nirgends sicher vor dem Scheiß. Da stehen echt alle drauf. Konsens durch alle Schichten und politischen Lager. Mit der neuen Website meines Studios komme ich nicht zu Recht. Optisch eine Verbesserung, aktuelle Fotos und alle Damen sehen spitze aus. Die eine aus der Yogafraktion hat sich mit dem Hund/Kind ablichten lassen.

Zuhause noch 2 Teller Spargelsuppe, auch die Kartoffeln haben so einen endgeilen Geschmack. Stephan bestellt Spargel für nächsten Freitag. Der Neue trägt auch zwei unterschiedliche Socken. Bestelle das Mittel gegen Scheidenpilz selber in der Apotheke. Garten, der neue Nachbargarten ist toll. Gefällt mir, das Haus und alles (die Marlboroaschenbecher gestapelt, alle die gleichen). Ja, P-Town ist vielleicht Mainstream und nicht so politisch wie Ostberlin. In Amerika funktioniert politisch eben auch anders als in Deutschland. Das kann man nicht vergleichen meine ich. Bewundere die Rosen, übe das Penismotiv aus Pflasterstein und 3 Steine oben raus als Ejakulat, kein Mahjong. Das Potential der Flüchtlinge, schlau und motiviert, wenn man den Deutschen sagt, dass sie anschließend aufräumen sollen, rotzen sie noch hin. Die Hartz-IV Dynastien haben wenig brauchbare Substanz zum Arbeiten, sind überfordert und habe hohe Ansprüche, aber wenig zu bieten. Das merke ich ja auch in meinem Job. Wir besprechen München vor. Pinakothek und auch die andere Ausstellung, Fahrräder, Englischer Garten, meine neue Bikini-Mode. Darf ich große Hütchen tragen. Habe eine Brezel aus Strumpfhosen geflochten, die muss man absetzen beim Radfahren. Ist eigentlich untragbar, aber wenn nicht da, wo sonst. Dann bekommt aufgebrezelt eine ganz neue Bedeutung sagt Markus. Das was ich heute anhabe von Heike wird als Malerjacke erkannt. Nein, neu ist das weiß Gott nicht. Ich dachte diese Jacke hieße: Für die Liebe sterben. Auf zur Hildesheimer. Endlich Mimi. Die vegetarischen Frühlingsrollen, der gebackene Schweinebauch mit Wasserspinat, der ganze frittierte Fisch und die geile Tamarindsauce dazu. Das selbstgemachte Eis, Matcha und vor allem Stinkefrucht und der Klebereis, süß salzig mit köstlicher, frischer Mangohälfte. Alles selbst gemacht. Hammer. Der glückliche Deutsche, der diese Frau bekommen hat, sie so kochen kann und dann noch niedlich ausschaut. Falscher Stadtteil sage ich. Sie wären keine Profis und haben erst mal langsam angefangen und wenn sich ein geeignetes Objekt ergibt. Das klingt gut. Die Seife mit Luffa-Schwamm in der Mitte gefällt mir. Die ist aus Thailand, aber da fliegen sie ja hin in der Sommerpause. Können mir welche mitbringen und ein Kochen mit Puh-Kochbuch für Michi. Kultur ist Alibi und schnell erledigt. Im Kunstverein habe ich wieder nicht verstanden, was da ausgestellt wird und was das miteinander und mit bildender Kunst zu tun hat (und denke die anderen täuschen es auch vor, wie Markus sagte, des Kaisers neue Kleider), dann noch kurz vorbei an der Ballhofbühne. Ich rufe immer laut Stin-ke-reis auf dem Fahrrad. Das macht mir gute Laune.

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11.06. Nachts juckt es. Ich habe geträumt, wir sind auf einer Insel. Travemünde, nein Venedig. Die Menschen hier seien ganz selbstbewusst. Können sie auch, sie haben so viele Touristen wie der Buckingham Palast 1 Mio pro Jahr. Auf Gruppenfotos sehe nur ich böse aus. Die Insel spiegelt einen ganz gut meint Claudi oder wir spiegeln uns gegenseitig. Ein Hundepark und wir haben einen mittelmäßigen Mischling. Da sind Desinfektionstücher und damit wische ich ihm den Hintern bevor wir gehen (da hängt immer Kot drin). Der Hund ist überrascht, dann ohne Leine weiter und noch mal große Runde auf der Insel, weil die Hunde Gassi gehen wollen. Spielwarenladen und wir gehen rein. Lauter Sportgeräte und Fahrräder. Wir sollen nach oben. Da sind Menschen wie Kampfroboter verkleidet. Ich gehe vor und mache einen auf Kickbox und lege mich dann auf dem Boden und schmuse mit einem Tier (harmlos). Die Frau der Familie (es sind Zeichentrickfiguren) trifft einen alten Jugendfreund und landet mit dem in einer herzförmigen Badewanne und er steckt seinen Finger in ihre Nase und dann Bauchnabel und sagt das habe er früher immer gemacht und sie kommen sich näher. Dann werden alle von der Polizei rausgeholt, weil ihr Ehemann die Ferienwohnung in ein Aquarium verwandelt hat. Die Küche schaut so aus, aber das muss ein optischer Trick sein. Ich versuche herauszufinden, wie.

Bin die ganze Nacht nicht aufgestanden. Das war bestimmt gut, jetzt habe ich Durst. Überlege zu dem Pflastermotiv, dass ich sagen werde, sie können mit dem ganzen Garten machen was sie wollen, sich gärtnerisch austoben und nie erhebe ich Einspruch oder will ein Mitspracherecht, Beete, Schaukeln, Baumhäuser, Tische, Sitzecken, Solarlampen, weiß der Teufel. Kann ich nicht über diesen winzigen Bereich der Fahrräder entscheiden, wenn mich das glücklich macht. Ist das zu viel verlangt? Wäre das nicht fair? Mal schauen, wie der Termin läuft. Das eine ist das im Kopf und das andere die Realität. Ist wie gehe heute Abend auf ein Konzert in der Glocksee. Vielleicht Sonntag mit Steffi zu Amy. Ich werde sie fragen. Apollo hat Renovierungspause in der Sommerpause.

Diese Badehose ist nicht mehr schwimmbadtauglich, auch wenn Brigitte sie Stephan geklaut hat und Martin die identische, damals in den 80ern, Kreuzsteinbad. Das Gummi geht raus, ist ausgeleiert und sie hängt wie ein Fetzen. Für meine Batiksachen gibt es bei DM einen Fixierer. Dominique ist ein Traum. So in sich ruhend und toll macht sie den Unterricht. Kompetent, humorvoll und gibt jeder was sie braucht (mir zeigt sie das Kuhgesicht im Liegen). Das war für mich die Brezel. Ich sage nur Brot, Rosinenbrot. Sie findet die Musiker toll, wir finden sie toll. Sie ist der Star. Ich bin so verstrahlt, dass ich an Yin Yoga nur mit 2 Zivis und einem Transportschein denken darf. Zusammen zum Aerialyoga, was ich heute Acro nenne oder mal nach Thailand, alle zusammen. Steffis Erkältung ist weg und mein Schritt juckt nicht mehr. Yoga heilt. Kaffee in der Küche. Steffis Hausmeisterschlüsselbund und die lustige Geschichte der Küchenbauerin vom eingeschlossen sein im Übungsraum, hatte sich einsperren lassen damit keiner stört und den falschen Schlüssel zuhause vom Bund abgenommen (um eben nicht alle immer dabei zu haben). Es gibt kulturelle Dinge, die kosten Geld und daran hat man sich gewöhnt und andere sollen immer umsonst sein. Warum sagt bei einer Ausstellung: ich habe Räume, kannst Du schön was ausstellen und aufhängen darin und nicht auch bei Musik: habe ich eine Bühne, kannst Du schön umsonst spielen. In jedem Fall bestellt man doch Kunst als Unterhaltung und einmal eben für lau. Daran was zu ändern dürfte auch schwer sein, weil es sich so eingespielt hat. Pat bringt Erdbeeren vorbei und muss erst mal die Lammlachse essen bevor es Spaghettoni gibt. Ich probiere den Schnupftabak mit Menthol, der auf dem Küchentisch steht, weil mich die Verpackung mit dem Löwen anmacht, was ich ja schon für den Mund hasse, aber Fishermens Friends in der Nase ist noch deutlich unangenehmer. Taschentuch hilft nicht, die Schleimhäute haben das braune Pulver absorbiert.

Treffen im Garten (zeige den Entwurf, „mit Emil abgesprochen, der Sohn von unten) und ich bin damit zufrieden, dass wir dieses organische Muster bekommen (aus dem schönen dunklen Stein aus großen und kleinen Stücken). Das gefällt mir sehr gut und dadurch, dass Markus es legt, ist es ein Unikat von ihm und alles was ich wollte. Muss ihm das noch mal schreiben bevor er sich zu viele Gedanken um meine Motivwünsche macht, weil wir Witze machen, dass vielleicht doch zufällig ein Penis reingerät beim Legen. Hat mir 2 Vorlagen mitgebracht zum Abreagieren mit weiteren Vorschlägen. Ich sage ihm, dass ich immer den Penis darin sehen werde. Die Architektin sagt gerne technische Sachen, wie T-4 Träger, Fundament gießen oder 4er Bohrung. Ich mache mich lustig über so was. Markus hält sie davon ab, den Kies, den wir jetzt über haben auf den Betonplatte zu schütten um die Delle auszugleichen (damit es schön gerade ist optisch). Wenn die Betondecke schon gebrochen ist und durchhängt ist das vielleicht nicht so der genialste Einfall da noch ganz viel Gewicht und Steine draufzukippen. Baumarkt, die Freunde von Hilmar mit einem Rasenmäherproblem, sie genervt, er geduldig, ertragend. Schwer eierig zurück. 35 Liter Erde auf dem zarten Fahrradkörbchen. Der Wecker hat wieder gehalten, weil der Fussel den Zeiger blockiert hat. Ich habe nicht geschlafen, mein erster Impuls und warum sind zwei dunkle Sabberflecke neben meinem Kopf auf dem Matratzenbezug und wo ich Stephan abgeblieben. Kleiner Fressflash an den Erdbeeren vorbei, Shortbread und Magnum-Eis. Steffi steht die Ente von M & J Trimmings NY sehr gut.

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Auf der Deisterstraße ist richtig viel los, Bühnen und Essen und es tut mir schon fast leid, dass wir anderweitig verplant sind. Neben Mittelfeld ist Seelhorst. Abgelegen und verkitscht. Die Bedienung ist die Freundin vom Chef und kein Profi. Sie macht nebenbei eine Yogalehrerausbildung (was sonst). Sie sagt mehrfach, dass sie richtig schön eindecken will, aber das Tischdecken auflegen gestaltet sich sehr schwierig und wir müssen alle mithelfen. Buttermesser bekommen wir erst nachdem wir dann das Brot schon aufgegessen haben und die Butter liegt auf Eis und schmeckt nach Kühlschrank. Die dicken Papierservietten sollen nicht auf die Teller, da hat irgendwo gestanden. Nachgefragt: er (der Chef) mag es nicht so, ist Ästhet. Dann soll er mal was an den Klos machen wenn das so ist. Das Essen ist hochpreisig, die Karte viel zu groß für die Anzahl der Gäste (die Beilagen sind einheitlich, dann muss man auch nicht 6 verschieden Fischgerichte vorrätig halten). Durch Biergartenbetrieb und sich selber ausbeuten versucht man über die Runden zu kommen. Es geht um Yoga versus Fitness durch schwitzen und Kardio, um Körperoptimierungen und die Gegenargumente, um Aspria und Proteinshakes. Der Kollege (wurde 60 und hat sich extrem gut gehalten) und seine Frau haben eine Wohnung in Berlin-Charlottenburg und sind da öfter. Das wäre auch mal lustig sich dort zu treffen. Die Kinder beidseits sind erwachsen und machen ihr Ding, haben Partner oder verwirklichen sich beruflich. Auch der Rückweg ist eine Freude. Man kann offen reden und auch über die ernsten Themen des Lebens. Auch der Schmerz wird offen angesprochen. Das finde ich gut. Im Herbst sind 2 große Feiern angesagt. Auch schön. Freu ich mich drauf.

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12.06. Traum: Paps hat die japanische Porzellan-Tasse im hohen Bogen weggeworfen und sie landete auf einem Berg Schutt und ist heil geblieben. Das ist ein Zeichen, dass ich sie doch behalten sollte, gehe hin um sie zu bergen. Frittiertes Essen. Beliebt ist das Hähnchen, Stephan mag Kartoffel, aber das ist frittierter Kartoffelbrei. Wir haben ein Krokodil in der Mietwohnung, unter der Bettdecke. Die Security-Männer treiben es raus, haben Baseballschläger und drohen ihm, verschwinde, sonst wirst Du in so eine Jacke verwandelt. Wieder irgendwas mit einem großen Hai. Kommt er, war er schon da. Die Jungs haben uns betrogen und uns fehlt ein Fahrrad. Daher nehmen wir eines von ihren mit als Ausgleich. Stephan will das körperlich durchsetzen. Sie wollen uns eine Absperrung mitgeben, wie Fahrradständer, aber Stephan sagt, wir brauchen ein richtiges Fahrrad als Kompensation. Ich zweifele, ob das gut gehen wird (Traumdeutung, die Hofbegehung wegen Pflasterung mit den Fahrradständern bei uns und abends der Radausflug mit 2 vermeintlich identischen Rädern und das eine hat eine andere Sitzposition und wird daher abgelehnt, Probefahrt auf Stephans).

Endlich mal ein paar alte und neue Hütchenprojekte umsetzen. Ja, beim Gebären ist man dem Schöpfer nah, aber ich mache das geistig, nicht körperlich und durch basteln statt Schwangerschaft.

Die Wachspflanze, die ich längere Zeit ignoriert hatte, wie sie immer dicker wird und nach innen blüht, so ganz in sich versunken ist so hin den Topf reingewachsen, dass die Wasserauffangschale am dem Topf festgewachsen ist und sich nicht lösen lässt. Da muss man richtig rabiat werden. Stephan wollte davor schon über Beschneidung mit mir reden. Die Pflanzen müsste man nicht immer so ungezügelt wachsen lassen und die müssen nicht immer größer werden. Das Rankgitter sieht zwergenhaft unterdimensioniert aus und würde dem Gewicht der Pflanze auch nicht standhalten. Ich verliere die Nerven und fange an zu schreien und die Pflanzen zu schütteln und zu versuchen durch Ziehen und massives Rütteln auseinander zu bekommen (und dabei blüht das arme Ding). Das ist wie Schwangere schlagen. Wenn mein Mann was von Beschneiden sagt und eine Idee hat, soll er machen. Er ist der Friseur in der Familie. Susann fragt wegen Fußball gucken und will auch nicht zum Essen kommen. Das ist aber lecker und wir gehen zu zweit ins Kino. Ich mag wie President Obama zur Nation spricht nach dem Anschlag von Miami (das schaut Stephan auf dem Rechner). Das wird mir fehlen. Ich denke, wir werden alleine sein, aber das Apollo ist einigermaßen gut besucht mit Fußballverweigerern. Sehr gut. Amy, der Film ist brutal ehrlich und regt zum Nachdenken an. Ich weiß noch, wie die Stimme mich beim ersten Mal hören sofort gefangen hat (das war schon der Hit Rehab glaube ich, jedenfalls räkelte sie sich in einer Badewanne) und als ich sie sah habe ich es nicht zusammen gekriegt: Erscheinung und Stimme. Man dachte, da singt eine korpulente, ältere Mama. Das ging wohl Vielen so. Sie mit Tony Bennet im Duett (sie voller Selbstzweifel) als seien sie gleich alt, wie eine Sechzigjährige. Wie man sie gequält hat. Der Vater, den sie verehrte obwohl er die Familie verlassen hat (Daddy’s Girl Tattoo) kommt mit dem Reality Film Team auf die karibische Insel auf die sie geflohen ist. Er hat sie als Kind sitzen lassen und kam dann nur wieder um an ihrem Erfolg zu profitieren (Pseudomanager, ganz armselig). Die Bulimie, die Selbstzerstörung durch die falschen Beziehungen. Sie wollte einen Mann, der sie liebt und zu ihr steht, hat sich aber immer welche ausgesucht, die sie verlassen und ihr geschadet haben und dann wie man sie mit der Presse gejagt und fertig gemacht hat. Sie wollte die Grammy’s nicht, sie wollte lieber nur in kleinen Clubs spielen und wollte ihr Leben zurück. Sie wollte nicht immer Back to Black singen müssen auf riesigen Bühnen, aber das verlangte man von ihr, weil das große Publikum die Hits hören will. Das Openair in Serbien, bei dem sie auf die Bühne torkelt und dann gar nicht singt. Das war das besonders was ihre Stimme aufgemacht hat, das sie es fühlen musste um es rüber zu bringen. Der Film ist echt gut nur ein Rentner scheint es anders zu sehen. Aus dem Dunkeln des Kinos ertönt seine Stimme: Ich will raus, ich habe bezahlt.