04.07. Traum: Irgendwie wie Fashion and Dance und S. ist voll esoterisch mit einer Kapuze und geht über Steine und sagt was von Aura, Energie und spüren und macht einen Tanz mit 3 Tänzern, die Bauchtanzsachen an haben zumindest mit viel Perlen und den kompliziertesten Yogaübungen auf einem kleinen Podest. Sie will mich vorstellen im nächsten Akt. Sie küsst mich und bohrt mir in den Po mit ihren Fingernägeln. Ich merke nichts, zumindest nichts Erotisches. Wenn ich sie anfasse, dann werde ein Schalter umgelegt gesteht sie mir zuvor (ich denke der Traum hat damit was zu tun, dass es gestern im Zug um das Thema ging, damals war dieser und auch jener schwule Mann noch mit einer Frau zusammen). Die nächste Frau hält einen Vortrag über Erfahrungen, die im Körper gespeichert sind. Es scheint eine Messe oder eine Gala wie neulich mit der Mode zu sein. Stephan wartet die ganze Zeit in einem Zelt. Ich gehe mit S. rum und wir zeigen uns überall, eine Eisbahn. Leute, die wir kennen, einen Typen mit 2 Frauen, oben im Dachboden sieht man nichts vor lauter Nebel, geht es denen noch gut? Wir rufen hinein. Dann laufen da so Krankenhausszenen. Alle werden irgendwie gequält, selbst Babys klebt man das Arschloch zu. Ist das eine Performance? Machen die das freiwillig oder sollen wir Hilfe holen. An den Wänden ganz gute Kunst, Sätze und Landkarte aus Stoff. Dann Marc und Jasmin, frage Marc, ob er Stephan gesehen hat, er antwortet was anderes, dass ein Typ auf dem Sofa liegt und einen Krampfanfall hatte. Das sei schon mal so gewesen. Die Veranstaltung fing wieder viel zu spät an und sie werden bald gehen mit den Kindern. Ich bei Stephan, gestehe ihm die Sache mit S., von der ich selber überrascht wurde sage, bei mir fühlt es sich erotisch an, wenn ich ihn anfasse oder er seinen Schenkel zwischen meinen drückt.
Lauter kleine Hunde im Park mit Frauen, alle aus dem Tierschutz. Der Yorki beißt. Die Frauen: der hat viel durchgemacht? Na und? Kann man in trotzdem nicht frei herumlaufen lassen. Wappne mich mit einem langen Stock, falls er wieder versucht mich zu zwicken. Ich übe eine Choreo mit Regenschirm in einem sonnigen Innenhof, freies Tanzen, eine Frau ganz weit weg, die auf einer Art Hochsitz sitzt, beobachtet mich.
Ich hatte nachts Schmerzen und habe Pille genommen und das Zimmer gewechselt. Morgens noch mal zurück und noch mal geschlafen. Mein Arzttermin ist im Volgersweg, dann mache ich Gerichtspost. Stephan findet das Banklesegerät nicht. Der Nachbar von oben ist mit dem Pflasterzeitplan einverstanden. Ich sage, die Überdachung soll ausschauen wie der Chinesische Turm im Englischen Garten habe ich mir überlegt, also Holzkonstruktion. Das hatte ich in München schon vorgeschlagen und Michi meinte, Parkgarage und ich parke oben im ersten Stock, da wo die Band spielte. Ich ernte Kräuter und hatte noch welche im Büro und im Gegensatz zu Zuhause sehen die hier Takko aus. Der Kühlschrank muss viel kälter eingestellt sein. Unten bei der Psychologin ist eine Neue, die mich im Treppenhaus anspricht als sie an den Briefkästen ist. Sie ist sehr natürlich, sympathisch und sie arbeitet dort 4 Stunden die Woche und wollte sich vorstellen. Sie kennt mich vom Sehen und weiß, dass ich hier auch im Haus bin. Bestelle mir Stephan rein, habe einen Riesenhaufen Post und 4 Zeitschriften am Kiosk bekommen. Stephan zählt 50 Briefe. So viel zu Urlaubszeit.
Herr Teheran hat nur Verlängerung für 2 Wochen bekommen. 2 x auf dem AB. Jetzt will er Spritze und heute entlassen werden und nach Hamburg ziehen, dass die Kinder ihn besuchen können.
Frau Dackelmischling, auch 2 x, will jeden Monat 10,- € für Buddy zurücklegen und zwar so, dass es sein Geld ist und sie nicht ran kommt, weil der wird auch älter. Dann noch mal, hat die Stromnachzahlung überwiesen und ist mit dem Termin Morgen einverstanden.
Frau Ruanda fängt heute im Psychiatrie-Café an und kann sich was dazu verdienen und hat was um die Ohren. Das ist sehr gut.
Mein Termin heute Vormittag sagt ab. Telefoniere mit Herrn Teheran und der Station. Morgen muss ich da wohl hin zur Visite und die anderen Termine umorganisieren. Ich sage ihm klipp und klar, er wirkt irre und es gibt keine schnelle Entlassung wenn es auf mich ankommt.
Möbelhaus Porta. Meine geistig Behinderte hat sich Möbel ausgesucht. Sind „nur“ über 900,- €. Verkäuferin macht Druck, ob die geschäftsfähig ist. Nein, ist sie nicht. Ich sehe kein Problem darin das zu genehmigen, wenn sie es immer noch will, verstehe nur den zeitlichen Druck nicht mit „heute“. Sie faxt mir was, aber Abholung wird nicht gehen.
Schicke den Arztbrief von gestern meinem Bruder. Ein Tumormarker in der Schilddrüse ist zu hoch. Normal bis 70 und ich habe 86. Jetzt schaue ich die alten Unterlagen und Befunde durch und versuche selber mit Logik da ranzugehen. Größenmäßig hat sich ja kaum was geändert. 2010 Volumen Gesamt 38 ml und jetzt 39 ml. Dieser Thyreoglobulin war halt 10.04.2010 18, 09.11.2010 15, 23.05.2011 6, 30.01.2012 11, 27.02.2013 12 und jetzt 86. Das ist schon krass, aber vielleicht Messfehler. Würde auf jeden Fall vorher noch mal Blut geben und nachmessen lassen. Es steht erstmaliger Hinweis auf Immunthyreopathie und das heißt Basedowsche Krankeit, Kropf? Habe ich das nicht schon die ganze Zeit? Mein Bruder muss herhalten für meine Fragen.
Frau Türkin, die die Auflage hat jede Woche in die Institutsambulanz zu gehen statt Unterbringung und hier wird sie von der abW begleitet. Die meldet mir, der Sohn „ G. hat von Freitag auf Samstag bei seiner Mutter übernachtet und gebettelt, dass er mit in den Urlaub fahren darf. Der Vater hat ihn am Samstag abgeholt, es gab Streit. Fr. T. hat G. und den Vater angeschrien. Aber am Sonntag ist G. geflogen. Fr. K. hat M. (die Tochter und Halbschwester) gebeten bei G. anzurufen, die hat aber kein Guthaben, sie traut sich nicht anzurufen, will nicht mit dem Vater sprechen.
Fr. K. hat keine weiteren Kontakte mit dem KSD gehabt und keine weiteren Schritte im Hinblick auf Sorgerecht eingeleitet.
Sie wirkt leicht ruhiger, beim Thema Vater von G. wurde sie heute nicht aggressiv, nur traurig. Sie nimmt seit letzter Woche Mittwoch die Medi. 2x5mg., so sagt sie.
Sie hat einen Bußgeldbescheid erhalten: wurde geblitzt, ist 50 km/h zu schnell gefahren: 1 Monat Fahrverbot und 350 Euro Strafe. Sie hat Einspruch eingelegt. Nach Ihrer Aussage ist die benannte Straße falsch und sie ist langsamer gefahren. Sie hat aber gemerkt, dass sie geblitzt wurde.
Am kommenden Mi. 15:00 hat sie einen Kurztermin bei Dr. R., ich begleite sie“.
Ich bedanke mich, weil sie das alles so vorzüglich organisiert und begleitet und mir Kurzmeldungen gibt. 11 A, Anruf von dem Natursteintypen, der bei uns viel gemacht hat und gerade am Timmendorfer Strand arbeitet. Dann der Kollege, der sich auf einen Kaffee dazu gesellt.
Herr Yoga schreibt: „morgen zum Termin bringe ich noch eine andere offene Rechnung von der Telekom über 450€ mit, für Erstanschluß internet, ich hoffe, die kündigen mir bei Privatinsolvenz nicht, so wie das meine Bank nach 22 Jahren machen wird. Vielleicht wird ja eine Ratenzahlung akzeptiert. Das macht mich alles voll fertig und depressiv, wie im Geist gelähmt.
Ich führe jetzt ein Ausgabenbuch, so wie von Ihnen angeraten. Ich bin schon bei 60€ REWE/Aldi und 11€ Baumarkt diesen Monat.
Erfreulich ist, daß ich eine Engel-Eingebung hatte, diese dem Vogelzüchter in Zürich mitteilte, und der mich nun damit beauftragt, eine eigene, internationale Futtermarke mit seinem bekannten Namen D. L. ins Leben zu rufen. Ich freue mich sehr über eine neue, geschäftliche Perspektive und Beschäftigung und über die Vertiefung des Kontakts zu solch einem Branchenprimus. Als erstes werde ich lediglich herausfinden, wer die großen Futterhersteller sind und die dazugehörigen Ansprechpartner Produktentwicklung, Vertrieb und Geschäftsleitung und denen dann einen Brief schreiben mit dem Angebot, den Markennamen mit einer engen Zusammenarbeit und Offenlegung seiner Futtermischungen- und geheimnisse. Tja, und dann mal sehen, vielleicht wird daraus ja eine Vollzeitbeschäftigung.“.
Volgersweg. Im Wartezimmer der Eid des Hippokrates gerahmt und in Vollversion. Blasensteine soll er nicht operieren, sondern nur derjenige, der davon Ahnung hat und Leibesfrucht töten auch nicht. Cooles Outfit kriege ich wieder zu hören. Der Ehemann kommt nicht, der kleine Sohn ist müde und weiß wo die Yogurette in Mamas Tasche sind. Außer streicheln hat sie wenig Programm für ihn. Er will dann – wie bei Jungs üblich- Knöpfe an den herumstehenden Instrumenten drehen und Sachen runter reißen und kaputt machen und ist schwer zu bändigen. Der Orthopäde ist auch Chirurg und die Praxisräume richtig altmodisch. Ein Kniegelenk von Voltaren. Das Knie komplett mit Haut und Muskeln ist wenig anschaulich, ein fleischfarbenes U-Rohr. Der Typ ist cholerisch und sieht aus wie ein Walross. Er weist das Kind zurecht, später teilt er ihm noch Schokolade zu und streitet sich mit der Betreuten auf Arabisch bis sie heult, aber sie lässt sich nichts gefallen und wehrt sich. Das finde ich gut. Deutschkurs macht sie auch gerne. Mit der könne man nicht reden sagt er zu mir. Schreiben will er auch nichts, das soll ich machen. Das bringt mehr, weil Anwalt, dann zittern alle. Das halte ich für einen Vorwand, aber was soll man machen?
Nachdem vormittags alles überstanden scheint und ich zum Qigong will kann ich nachmittags nach meinem Termin, ab 16 Uhr vor Schmerzen wieder nicht sitzen oder arbeiten. Ich fühle mich echt ausreichend gequält. Wir planen am Donnerstag schon nach Bayreuth zu fahren. Billigticket und ich stimme dem gerne zu, will es auch. Jetzt muss ich einen schon bestätigten Termin umlegen. Da ist Barbeque und Skate Party von der Schokoladenfabrik. Muss man auch den vollen Eintritt zahlen oder gibt es ein 18 Uhr Ticket wie bei der Expo? Vermutlich nicht. Dann eben 2 Tage Landesgartenschau.
Ich wälze mich und stöhne etwas auf dem Sofa vor Schmerzen, es sind Stiche in den Unterleib. Neues Quiz mit Günter Jauch mit dem Typen vom Café K als Schiedsrichter und Freund von Jauch, der mit ihm scherzt. Das ist ja ekelhaft. Der ist jetzt Promi, macht das Susann? Ich muss Sachen ausmisten, 2 Pseudoregenmäntel und kann man auch selbstgestrickte Strümpfe, ganz alte und lädierte Paare aussortieren? Ich habe keine Buscopan Plus mehr und kacke früh ab. Nachts wickele ich mich wieder in die Zauberwolle. Mein Bruder hat sich noch gemeldet und auf den AB gesprochen. Das sagt mir Stephan morgens gleich. Er scheint nicht so beunruhigt.
05.07. Traum: Fahrrad stehen lassen und jetzt muss ich es holen. Stephan ist mit mir unterwegs. Das ist alles sehr umständlich und kostet mich quasi den ganzen Tag. Freundinnen von Sabine, grüßen mich, arbeiten in einem Buchladen, wollen meine Hilfe. Amerikanische Comedyshows, Roast, machen sich lustig über die ganze ostasiatische Esoterik (the wish to make a change to change something and leave everything the same at the same time (unless the wish to permanently tear down the sun becomes stronger). Da sind noch mehr Bespiele. Ich finde es hilarious und habe es rausgerissen, aber irgendwie ausersehen entsorgt und zitiere das ganz viel. Busfahrten, aussteigen und wieder einsteigen in denselben Bus, schlammiges Feld, unterteilt in der Mitte. Bus abgetrennter Bereich hinter, da müssen alle rein, vorne muss frei bleiben. Neben mir ein älterer Mann, der angetan ist von japanischer Lyrik, auch erotisch seien die Gedichte, er ist so in Fahrt als er davon erzählt, dass er mich küsst. Dann geht es um einen durchgedrehten Typen. Er hat 3 Kinder mit einer Frau (sie sind schwarz), dem älteren Sohn lehnt er ab. Sie hat gerade ein Baby bekommen, auch ein Junge. Sie trifft sich mit ihm, dass er seinen Sohn sehen kann und er nutzt das um ihn zu entführen. Jetzt soll sie das alleinige Sorgerecht beantragen und auch ihren Namen wechseln. geht nicht anders. Der Wachtmann ruft die Polizei nach der Entführung. Hätten wir besser auf ihn aufpassen müssen. Sie fragte dann wo sind sie und dann fiel auf, er muss mit dem Baby abgehauen sein.
Mein Paps in bartfrei. Es wäre mir nicht aufgefallen. Pervers, dass ich so was nicht sehe. Bin kein visueller Mensch oder einer mit großen schwarzen Flecken. Ich mustere nur einen alten Regenmantel aus statt 3. Schmerzfrei ist herrlich, aber ich fühle mich unfit wie nach einer schweren Grippe oder Lungenentzündung, krieche die Treppen hoch. Mal sehen, ob ich auch nachmittags noch ohne Schmerzen bin. Das wäre schon mal was.
Elisabeth auf dem AB, sie spricht mich nicht direkt an, lässt mich nur mithören, wie sie Passanten beschimpft.
Erst Betreuungsverlängerung mit Herrn Yoga, der eine gute Fassade hat und man weiß nicht, wozu er die Betreuung braucht. Die Richterin will Aufgabenkreise kürzen, Vermögenssorge brauche ich aber für die Insolvenz. Wenn ich erzähle klingt das auch ganz anders. Wenn dann Wohnungsangelegenheiten, weil die Vermieter jetzt seine Eltern sind, wenn sie unbedingt einen Aufgabenkreis rausmachen will und meint das bringt was (außer, dass ein neuer Ausweis gedruckt werden muss). Dann mit der Bahn in die MHH, neues Häkelprojekt. Das Laugencroissant aus dem Bio-Laden ist teuer und schmeckt nach schlechtem Fett. Das muss ich mir mal merken, dass ich das nicht mehr kaufe. Gesundheitstourismus ist wohl ein neuer Beruf. Auf Station lieben mich Patienten und Ärzte gleichermaßen. Die männlichen Patienten versuchen es mit: was wird das? Ein Topflappen? Stricken ist 2 rechts, 2 links und eine fallen lassen. Häkeln ist Haken und Ösen und dann kommt: ich habe auch mal was gehäkelt. Mein Betreuter weiß, dass heute Zuckerfest ist, aber seit wann ist er Türke. Ich sage, ich mag ihn und er soll nicht böse sein wenn ich das jetzt sage, es sei nicht blöd gemeint, aber er setzt sich dazu, ich häkele und er hält 10 Minuten lang einen Monolog und ich weiß nicht um was es geht, er springt von Thema zu Thema und ich verstehe inhaltlich nichts und das ist sonst anders. Gedankenzerfahren. Ich kann es wohl gut einschätzen mit seiner Erkrankung und die Manie ist weg, die Psychose steht mehr im Vordergrund. Ich sage, dass ich Stimmenhören nicht ausschließe. Er hat auch körperliche Nebenwirkungen und tippelt. Auch der Oberarzt ist nicht zufrieden und will die Medis noch mal umstellen. Das dauert bestimmt noch 4 Wochen und er muss Geduld haben. Ich bin der Boss und alles was ich befehle will er machen. Ich bin mächtiger als seine Schwester. Wenn es ihm besser geht, treffe ich mich mal mit ihm in der Wohnung. Er will lieber Kaffee trinken bei Jaqueline. Ich sage, Wohnung wäre mir aber wichtiger. Dann kann ich ganz geil mit der Bahn durchfahren bis Herrenhausen und fahre zu Frau Dackelmischling. Er versucht mich zu dominieren und wenn er abblitzt ist er ganz irritiert. Ein süßes und schlaues Kerlchen, der superweich ist. Ich kann es kaum erwarten ihn zu streicheln, aber erst wenn die Initiative von mir ausgeht. Ich würde ihn nehmen, wenn sie in den Urlaub fährt und sie würde einen gut erzogenen Hund zurückbekommen. Der ist unterfordert und gelangweilt. Leute sagen ihr, ich hatte auch mal einen Dackel und er ist tot. Das machen Leute unaufgefordert bestätigt der Mann vom abW, der Bernersennen Hunde hat. Er hat mit Dorffrauen 95 Gläser Kirschmarmelade eingemacht am Wochenende mit Balsamico, Gin und anderen Beimischungen. Der Kirschbaum wurde gefällt, weil der Hund die Kerne frisst. Das ist auch ein Zeichen von Unterbeschäftigung und dann ist die Lösung den Baum zu fällen? Die Leute sind zu faul ihre Hunde zu erziehen oder sich damit auseinander zu setzen. Sie hat leicht Stimmen, die ihr sagen, dass sie ein Mädchen getötet haben und dann liegt am Geldautomaten ein Foto von einem Mädchen und Hubschrauber, die kreisen aber es geht. Die Wohnung soll renoviert werden und beim Gehen sagt sie mir, dass ich sehr süß heute ausschauen würde. Sie hatte uns ihre neuen Jeans vom Trödeltreff gezeigt für 1,- €, eine mit Goldapplikation auf den Taschen. T-Shirts für 50 Cent und hatte mir Cranberry-Saft mit Eisen serviert.
Mittagstisch im Werkhof. Ich lasse Stephan etwas warten. Tolles Plakat, auch richtig geiles, kleines Format von Lehmann Brothers Hannover mit: Papa, schick Geld, aber ich hänge es nicht ab um es nach München zu schicken zu meinem Cousin, sondern lasse es da wo es ist. Der Mittagstisch ist wirklich unterdurchschnittlich, mehr kann ich nicht geben. Versalzene Pasta, trocken. Beuteltee, halb voll. Dann auch noch eine Sprengelfrau vom abW die sich bei mir ausquatschen will während ich esse. Das verdirbt mir zusätzlich den Appetit. Mein Kollege, der Strafverteidiger hat großen Artikel in der Taz, dass ihm über spezifische Probleme mit Nordafrikanern nichts bekannt sei. Die Bedienung macht mich darauf aufmerksam, dass mir dienstliche Post aus der Tasche gefallen ist. Sehr freundlich. Ich hatte bei Schulenburger Landstraße schon an meine Betreuten gedacht, ob ich den spontan besuchen kann, das wäre ja mal ein Versuch wert gewesen. Die Haftverschonung wird abgelehnt, weil er zu gefährlich sei, aber wenn ich ihn nach Betreuungsrecht unterbringe kann er auch keine Straftaten mehr begehen und ist besser aufgehoben im Heinemannhof als im Knast. Ich muss mich kümmern.
Ich bin sehr schmerzempfindlich, die Haut am Unterbauch, der untere Rücken, das rechte Knie, alles, alles unfit wie bei einem Virus oder Zeckenstich. Stephan geht es ähnlich. Wir sind froh als wir wieder in Linden sind, hier ist es auch gleich viel wärmer. Menagerie Erbsensuppe mit Minze und Spitzkohlquiche. Das wäre die bessere Wahl gewesen. Kaffee und Kuchen gibt es hier. Telefonat mit meinem Bruder, der dann bis 03.08. Urlaub hat. Das gönne ich ihm. Ich bin nicht nervös, hat Zeit. Ich habe irgendeinen neuen Antikörper, der auf irgendwas Autoimmunmäßiges hinweist. Wann wir wieder kommen. Er hat meine Leidensgeschichte gelesen und erinnert mich an die Krankheiten, die ich noch habe wie Endometriose. Das erklärt auch vielleicht die Beschwerden und Schmerzen in den anderen Organen. Wir sind beide der Meinung auch diese Veranlagung mit der Nase zu haben und sind gespannt, wie gut sie das hinbekommen und wie schön er danach ist.
Pipi soll einen Film machen mit meinem weißen Regenmantel. Ich will mitspielen um jeden Preis und mache alles. Ich habe schon dramaturgische Idee. Ich mit dem Mantel die Straße entlang laufend und da läuft ein Film auf dem Mantel, dann hänge ich den Mantel in die Garderode und der Film läuft weiter oder auch Unterwasser mit dem Mantel. Würde auch gehen. Muss ihr mal schreiben auch wie schön in Raum in der Pinakothek ist und wie cool ist es da rein zu gehen. Das ist fast als würde man sie besuchen. Als ich ins Büro komme, wird die Gemüsekiste gerade angeliefert. Da darf man sich bedienen und zwischen dem Obst liegt eine rote Paprika, sieht sehr verlockend aus. Der Kollege bittet mich privat um Rat. Direkt fragen, es klingt immer so verklausuliert und therapeutisch was er mich sagt: wie geht es Dir damit. Schwachsinn. Paps hatte den langweiligsten Tag seines Lebens. Meine Mutter ist ungeduldig, weil der Chefarzt nicht antanzt und auf dem Sprung nach Hause. Sie ist wie ich. Paps hatte EKG und Fotos aus allen Perspektiven, selbst Glatze von hinten sowie Geruchtstest und er hat 12 von 12 Punkten erreicht. Er soll sie sich bloß nicht zu klein machen lassen. Nein, die muss groß bleiben. Das hätte Einstein als Besonderes an sich beschrieben, nicht etwa die Intelligenz, sondern große Nase, harte Stirn. Genie kann jeder mit einem IQ über 120 werden, also jeder sechste. Entscheidend ist der Wille. Steffis Erzieherin war geschockt, dass er sich die Nase machen lässt. Die sei doch schön.
„Liebe Pipi, wir waren Do-So mit Freunden aus Hannover in München. Spießig ist es da und die glotzen wie bescheuert, sonst gibt es viele Biergärten, unheimlich viele. Tagsüber Radler trinken macht doof. Die haben außerdem eine Oper mit 2 Giftshops und 5 Rängen, gefüllt mich wahnsinnig schönen und gut gekleideten Frauen jeder Altersstufe. Wir waren in der Pinakothek der Moderne, weil Michi sagte, dass es da einen Pipi-Raum gibt. Das hat Sonntag nur 1,- € Eintritt gekostet und so die Reisekasse geschont. Ich habe mich gefühlt, als wäre ich bei Dir gewesen, es war so vertraut und einfach herrlich. Das ist schon schön, wenn man sich so einen Pipi-Raum leisten kann. Das hätte ich auch gemacht, wenn mir das Museum gehören würde, aber ich hätte Eye Ball Massage gekauft. Ich mag es noch größer. Dann habe ich überteuert einen weißen Sommer- (ein wenig Regen hält er auch ab) mantel in München gekauft (second hand) für 49,- €. Als ich ihn heute getragen habe, wollte ich, dass Du einen Film darauf projizierst. Ich habe schon dramaturgische Ideen. Film im Film. Ich laufe die Straße entlang mit dem Film auf meinem Mantel und den hänge ihn in die Garderobe und der Film läuft weiter. Genial, oder? Ich bin scharf darauf in Deinem Film vorzukommen und mache alles was Du willst. Unter Wasser geht auch, mit oder ohne Mantel…. „.
Ja, stimmt, wenn die unten im Urlaub sind müssen sie vorher die Fahrräder losketten, sonst wird das ein Problem, wenn die Pflasterarbeiten los gehen. Gute Idee. Der Dicke im Rollstuhl kommt durch Sohnemann in Bedrängnis, der haust bei ihm, klaut und sprüht die Wohnung voll und auch den Fahrstuhl des Behindertenhauses und gefährdet so den Mietvertrag seines schwerbehinderte Vaters. Der macht einfach was er will. Die Großeltern sind involviert und versuchen ihr Möglichstes. Wenn diese Jugendlichen außer Kontrolle geraten. Das ist immer wieder arg. Liberale Einziehung und zu wenig Strukturen. Aus 4 wurden 35 Hippos auf der Farm von Esbobar- das ist cool.
Das Chi-Yoga wird vertreten durch eine Asiatin, die keine oder wenig Unterrichtserfahrung hat und ist kaum Yoga, sondern schnarchig und manchmal weiß man auch nicht was sie von uns will (wir sollen durch den Raum gehen? Sonnengruß frei oder die Variante, die sie gezeigt hat), aber vielleicht genau das Richtige, immerhin sind die Füße durchblutet und ich habe mich nicht überfordert. Ich koche Möhren, der Hartkäse schmeckt mir nicht so. Paps wird nicht operiert, seine Nase sieht zu gut aus, das kriegen sie nicht wieder so hin. Er hat wohl auch mit Salz Spülungen gemacht und das hat auch geholfen. Er hat noch mit einer Kollegin von der Uni Erlangen einen Wein getrunken, statt gleich nach Hause zu kommen. Meine Mutter kocht. Nachts habe ich wieder latente Schmerzen, die meinen Schlaf behindern. Muss dringend Buscopannachschub holen.
06.07. Klaus bei meinen Eltern treffen. Da stört meine Schwester nicht und er kennt sie ja. Auf einer Monsterskala ist sie schon im oberen Feld anzusiedeln, weil sie auch auf einen zukommt und nicht nur in der Ecke sitzen bleibt. Aber das ist auch nicht jeder gleich empfindlich und manche können das ab. Ja, ich habe Frederiks Geburtstag verschwitzt und bin scheiße. Ich lasse trotzdem nur bedingt Druck auf mich ausüben. Paps hat richtig doll Mitesser und die Nase ist entzündet. Das geht bei mir noch. Paps sagt, ich bin tapfer, was ich so aushalte. Das wären wir wohl alle, wir Haarers. Ich will Anna noch mal anrufen und meinem Kollegen von seinem Lieblingsfeind unter den Wirten erzählen, der jetzt TV-Star ist.
Die Frau, der die Mitarbeiterin der Kollegin einen Termin bei mir gegeben hat und die schon mal da war ist nett. Sie arbeitet und bekommt ergänzend SGB II. Wegen Erbschaft Vater oder Bruder über 2000 haben sie Leistungen abgelehnt. Was ist mit dem Freibetrag? Sie hat alles schon kopiert dabei und besorgt den Beratungsschein.
Elisabeth um kurz nach 10. Warum, sei es nicht nachmittags. Sie hatte schon Besuch, der Arzt war da, drückte das Fenster hoch und sie dachte es sei André und habe gerufen und hat ihr eine reingehauen (zeigt Faust gegen das Gesicht) und plötzlich roch alles nach altem Männer Orgasmus. Kaffee muss er woanders trinken habe sie ihm erklärt. Es ist wichtig wie sie den Kopf halten für Passfoto, sie zeigt schräg zur Seite und ob sie auf ihre Rechte verzichten. Wünscht mir viel Spaß in Frankfurt nächsten Mittwoch (ich habe ihr eindeutig zu viele Informationen gegeben). Sie wirkt heute viel geordneter. Das meldet auch die Steuerkollegin und der Arzt wundert sich, was als geordneter bei mir gilt.
Ich gehe zum Bürgeramt, wo es heute voll ist. Ein Typ begrüßt mich mit Namen. Ich erkenne ihn nicht wieder. Er meinte, er habe gerade von mir gesprochen. Er hat wohl mal abW in einer Betreuungssache von mir gemacht und er hat mit der Klientin mit der er da ist über Betreuerwechsel gesprochen. Dass die Leute immer gleich den Namen auch parat haben. Das ist mir ein Rätsel. Ein älterer Mann erzählt niedlich, dass Sachen von ihm noch gekennzeichnet werden müssen und wegen der kleinen Verpackung wie Marmelade und Honig. Die seien so fest, dass er sie alleine nicht aufbekommt. Der Typ vom Bürgeramt ist nett und verweist an die Kollegen einer Samtgemeinde wegen Personalausweise meiner Betreuten. Vor der Tür treffe ich den verkappt schwulen Sohn einer früheren Betreuten. Cool sieht er aus, mit verspiegelter Sonnenbrille und lässigen Schuhen. Wie geht es seiner Mutter. Ach so, die ist tot. Sorry. Aber er wohnt doch in Ricklingen, oder? Nicht mehr lange meint er, er ziehe nach Groningen. Das sei eine schöne Stadt und nachdem die letzte Beziehung wieder nichts geworden sei, halte ihn hier nichts. Er habe da schon mal in den 80ern gewohnt und sei wegen seiner Mutter zurückgekommen, weil die immer mit Suizid gedroht habe. Ich wünsche ihm alles Gute.
Ich sage der Anfrage ab. Wenn hier ein Anwaltsschild hängt, dann ist das nicht nur so, sondern wir sind eine Außensozietät und haften für berufliche Fehler des Kollegen. Das macht man kaum für Leute, die man richtig gut kennt geschweige denn für einen Unbekannten um den einen Gefallen zu tun und das sieht jeder Kollege ein. Mittag essen leicht versetzt. Es geht um den Fragebogen Stephanusstraße, den jeder Haushalt nur einmal abgeben darf. Wenn man sagt Einbahnstraße heißt das nicht, dass man nicht lieber Anwohnerstraße oder Fußgängerzone will. Man stimmt abgestuft jedem der Vorschläge zu. Man wird auch gefragt, ob man es in Kauf nimmt, dass dann Parkplätze weg fallen. Der Kollege lädt uns auf ein Eis ein. Mein Mann muss 2 Premiumkugeln nehmen. Avocado und Sonnenblumenkern. Avocado war früher normal bevor man die Sparte Premiumeis erfunden hat, was 1,80 € die Kugel kostet.
Mein Bruder gibt Entwarnung mit der Schilddrüse, den Tumor-Marker würden sie in der Schweiz gar nicht messen, nur bei Krebs und schon operiert als Verlaufskontrolle, weil er so wenig Aussagewert hat, aber an einer OP kann man schon denken, aber die muss gut gemacht werden. Das lasse ich dann bei ihm in der Schweiz machen und zahle privat. Dann gibt es wenigstens Trüffelpasta.
SAS zahlt uns den Zug, Mehrkosten beim Essen im Hotel und das Momofuko Ko Mittagessen mit allen alkoholfreien Cocktails auf der Karte? Ich muss Stephan anrufen. Ich kriege mich gerade nicht ein.
Das Bett der Behinderten ist zu breit und sie will es nicht, ob ich das nicht rückgängig machen kann. Nein, geht nicht, habe sie extra noch gefragt und sie hat Sozialarbeiter, die da mit ihr hingehen. Sie weiß wo der Hase lang läuft dann muss sie versuchen zu tauschen. Mir egal. Herr Teheran, 2x auf dem AB, dann in echt. Die Richterin ist nicht die Richterin, sondern ein Fake, hat eine ganz andere Stimme, ich stecke mit dem Landgericht unter einer Deck und bin korrupt. Er traut keinem deutschen Anwalt und will das Konsulat von Aserbeijan involvieren, er will seine Kinder nicht mehr, nur seine Freiheit. Ich muss ihn heute raus lassen, dass er das Land verlasse kann. Den deutschen Pass zerreißt er oder gibt ihn mir. Er ist ganz heiser. Der Arzt sagt, es habe sie so dramatisch verschlechtert mit aggressiven Durchbrüchen, dass er sogar gespritzt werden musste. Was machen die da mit ihm? Ich denke, langsam müsste mein Lumix-Print an Land kommen. Ist das wieder die innere Fristenuhr bei mir? Schaue nach. Ist 3 Woche seit Lumix.
Duncan kann kein Yoga und hat gesagt zur Ruhe kommen nicht auf den Boden kommen, Jürgen!! Kann Männern auch keine Hilfestellung geben, die nicht im Schneidersitz sitzen können. Er selber hat total geölt nach seinem Chi Arme (verdreht nach oben)-Atmen-Kuddelmuddel. Das hat mich nicht ansatzweise befriedigt eher frustriert und dafür zahle ich (!?). Ich bleibe sitzen und werde ignoriert. Eine kleine Yogafrau denkt sie wird die einzige Frau sein. Die Männer sagen, ich soll in die erste Reihe und rücken mir die Matte zu Recht. Loben das total, wie gut ich sei, im Club aufgenommen. Der Typ neben mir fragt ob es wirklich mein erstes Mal war, da konnte er keinen Seitenstütz. Wirklich gut. Ja, meinst Du ausbaufähig? Zu irgendwas muss das Yoga auch gut sein. Ich bin nicht so kontaktfreudig und habe schon einen Freund, außerdem habe ich totales Stechen dabei und wahnsinnige Schmerzen, wieder im Unterleib, dass ich es kaum überspielen kann und dachte durch Sport geht das weg. Freue mich als die Stunde vorbei ist und ich es überstanden habe ohne dass es jemand gemerkt hat. Dann kommt eine Horde Frauen u.a. meine Nachbarin von unten: Fahrräder abketten sage ich ihr. Ja, wollte sie eh machen, hat Plan rumgeschickt. Wie viele Fundamente werden es, 8 oder 12? Zuhause mit Wärmflasche geht es dann.
Neben den Kosten die sie übernommen haben hat jeder 600,- € bekommen. Das könnte ich sofort ins Jante investieren und dort eine SAS Party ausrichten. Ich bin todmüde und gehe nach der ersten Halbzeit schlafen. Heute hätte Bilderbuch in München gespielt auf dem Tollwood. Hätte man die Jungs dann für sich alleine gehabt, richtig intimes Konzert oder hätten die später angefangen (wie Stephan meint).
07.07. Traum: altmodisches Schuhgeschäft. Die mit braunem Pelz sind nicht ganz optimal und auch etwas groß. So richtig altmodische mit Spitze, er hilft mir suchen. Dann die Klamotten, ich sehe sie einzeln. Eine schlichtes graues Kleid, was jemand geändert hat was sich aber zurück bauen lässt, ein weißes und einen Rock, wo innen ein Text steht, man kann in verkehrt herum anziehen, dann ist er doppelt und wie ein Mini-Rock. Das steht alles innen als Anweisung. Es dauert noch ein bisschen, die Sachen sind einfach zu geil und ich muss sie in Ruhe durchschauen. Dann moderne Klamotten wie Turnschuhe und ich sehe irgendwie wie verkleidet aus und schlechter zurecht gemacht als Claudia. Das kann auch nicht sein. Dann irgendwas mit einer Schautafel über durchschnittliche Penislängen und das Maß, was unterdurchschnittlich sein soll kommt mir noch total groß von und das Normalmaß wie Pferdepimmel.
Morgens frage ich mich, was ich an meinem Geburtstag machen werde. Mir fallen kaum Leute ein, die ich gerne einladen würde. Ich bin so unverträglich. Die Jungs aus Hamburg und 2 Mahjongrunden und Harald, Larissa und Steffi extra an einen mahjongfreien Tisch? Stephan hat noch eine Druckerpatrone bestellt und der Kundendienst wird sich mit ihm in Verbindung setzen. Ich bin in Rage. Nicht zahlen, eher schmeiße ich den Drucker weg und nutze ihn nie wieder. Die sollen stornieren und umbuchen, wenn man erst mal doppelt gezahlt hat ist man im Arsch und ich will das nicht – verdammt.
Irgendwas machen, Bowling, habe ich selber keine Lust, Weben, da hat mich das Typ in der Psychiatrie drauf gebracht, der mich aufs Häkeln angesprochen hat, jeder macht seinen eigenen Teppich, Strickmaschine in der Uni bei Steffi, Backkurs im Marinehof, Töpfern bei Mats, japanische Keramik und ins Feuer schmeißen und dann Kochkurs darüber, aber dann können wir auch gleich hier abhängen und Vorspeisen essen. Einen Vortrag über Antisemitismus hatte ich eingetragen. Kunsthandwerk und Propaganda. Aber wer weiß, ob der gut ist. Kindergeburtstag für Erwachsene. Gipsabdrücke der Geschlechtsteile oder eines Körperteils nach Wahl, Reiten auf Islandpferden durch die Eilenriede, Paddeln, habe ich selber nur mittellust. Mehr Betreute einladen und mit denen feiern. Mit denen komme ich wenigstens zu Recht. Im Knast Torte mit dem dementen essen oder Psychiatrie zu Herrn Ihme, den befreundeten Oberarzt fragen was sie da für Kurse anbieten schlägt Stephan vor. Herr Ihme kann die Gipsabdrücke machen. Mehr Kollegen einladen schlägt Stephan vor. Die ganzen Wohnbetreuer, den aus dem Chor und die schwangere Frau Perser. Harald mit Windnormaden engagieren und einen schöne Ausflug. Müssen dann alle in den Bus passen oder Ralf Scherenschnitten oder Aenne, einen Film machen aber Rosa von Praunheim mäßig, mein Ankleidezimmer steht zur Verfügung, wenn man sich unkenntlich machen will. Dann 30,- € pro Kind und sich bespaßen lassen. Wir gehen zu ihr ins Atelier und machen was Lustiges oder sie macht bei uns den Clown. Ja, mit Andrea Andrea bei der Stadt besuchen können wir auch mal. Mein Kollege hat auch immer gute Ideen. Den werde ich mal befragen.
Schöne Runde mit Suki, Fahrräder nicht kreuzen ist verbesserungswürdig, sonst bin ich sehr zufrieden. Dann fragt Jasmin was ich an meinem Geburtstag mache. Mein Betreuter kommt, der wieder Vater geworden ist und sich nicht traute mir das zu sagen. Ich betreue ihn seit 15 Jahren. Ich gehe ja auch mal in Rente, nicht wirklich. Ich bin für Aufhebung, wenn die Verlängerung Ende des Jahres ansteht. Er sei doch ein leichter Fall. Ich mag aber Herausforderungen, wo ich noch was reißen kann. Er hat Zeit und Liebe für seine Kinder, aber auch der Sohn im Kindergarten will ein Spätschichtkind sein und fragt, warum er nicht arbeitet. Das könnte noch zum Problem werden. Er will nicht mit der Kindesmutter zusammen ziehen. Das würde nicht klappen außerdem wohnt seine Mutter in Hannover und die will er unterstützen und fühlt sich ihr verbunden. Das liegt daran, dass er solange bei ihr war auch als es ihm schlecht ging, das schweißt zusammen. Ja, er ist ein leichter Fall, dass ist doch gut so. Ich denke schwere Psychosen und Stimmen hören kann er sich auch vorstellen, etwas Psychiatrieerfahrung hat er ja. Er stimmt mir zu. In Hameln sind viele Desolate, die als Betreute für mich in Frage kommen. Das finde ich rührend, wie er sich um meine Rente, wahlweise leichte Fälle, dann neue Fälle für mich, Gedanken macht. Das muss nicht sein. Ich komme zu Recht. Er hat das Zimmer nicht verlassen, die Schule geschwänzt und war abgemagert und computersüchtig als ich die Betreuung übernommen habe, jetzt hat er 2 Kinder. Es gab schon eine persönliche Entwicklung. Die Konflikte und das schlechte Gewissen, dass er nicht arbeitet, kann man durch die Betreuung nicht weg machen und er kommt zu Recht und weiß wie man das mit den Ämtern macht, außerdem bin ich nicht aus der Welt, wenn wirklich mal was sein sollte. Was Portugal ist im Endspiel. Das ist ja schlimm. Mein Bruder rät zu einem Operateur in Hamburg. Herr Afghanistan will aus der Langzeiteinrichtung zu seiner Mutter ziehen.
Können wir diesen Fahrradstellplatz nicht mit Markus bauen. Die sollen in den Urlaub fahren und sich überraschen lassen. Fundamente und Konstruktion wie für ein Hochhaus oder zumindest eine Parkhochhaus. Es geht doch nur um ein klein wenig Dach für ein paar Fahrräder, Herr Gott nochmal.
Wir fahren zur Geibelstraße und der Mittagstisch ist total lecker. Auch die Vor- und Nachspeisen. Stephan hat einen schwarzen Reis als Nachtisch. Der beste Inder der Stadt war die Ansage des Mitbewohners. Das Missverständnis klärt sich dann auf durch einen Blick auf dem Fenster. Suki will zu einem Kleinkind was sich nach ihm verzehrt. Brainstroming mit dem Kollegen. Er findet was auf dem Wasser gut. Paartest ist nur so mittel für einen Geburtstag geeignet, gut, große Schuhe hat er schon mal an. Der Kollege ist offen für Psychiatriespaß, wir leisten Widerstand lassen uns von Pflegern 5-Punkt fixieren oder ich zahle Herrn Ihme als Partyunterhaltung, der ist billiger und kann Porträts von den Gästen malen oder einen Backkurs machen (veganen Marmorkuchen hätte ich gerne). Mit der Transall fliegen. Das wäre ein Traum. Leerstehende Wohnung im Ihmezentrum. Da drin essen und feiern. Glas blasen. Das würde ich mal gerne. So verliebt wie ich in diese Murano-Sachen bin. Das würde ich als Handwerk aussuchen. Tag der offenen Tür bei IBM. Die hatten einen Glasbläser, der die Laborsachen gemacht hat. Stephan hilft dem Kollegen beim Altpapier entsorgen. Dann darf das Eis oder der Nachtisch ruhig mal 2,- € mehr kosten.
Der russische Alki will sich Morgen von Mama zur Anhörung zum Betreuungsgericht fahren lassen und dann gleich nach Wunstorf zur Entgiftung.
Meine Eltern wollen Samstag zu einem Prof auf eine Feier. Wir kommen alleine klar, mit oder ohne die Hannoveraner Freunde. Bayreuth hat leckere Griechen. Käsefondue ist nicht mehr, der Freund ist bei ihr ausgezogen. Ich glaube der hat Probleme mit Monogamie und das war schon früher so bei der Frau mit der er zusammen war als wir uns kennen gelernt haben. Ich wäre bei so was sehr misstrauisch, weil es sich meistens wiederholt und ein Muster ist was sich nicht durchbrechen lässt, weil es weniger an den Frauen liegt, die betrogen werden, sondern an dem Mann. Das fällt mir auch jetzt erst ein. Grill und Skate ist erst am Samstag. Auch gut. Ich bin wieder hoffnungsvoller und die Schmerzen scheinen auch abzuklingen. Das hält nicht mal ein Haarer durch. Tagsüber immer Angoraunterhose. Das kann man auch keinem erzählen. Schilddrüsen-OP glaube ich aber nicht. Wenn nicht mal der Unterleib mich ausreichend leiden lässt, dann wohl kaum diese kleine Baustelle.
Ich scheiße den Fahrradschrauber zusammen, dass er ein Wicht sei und selber schuld mit seinem eigenmächtigen Kontowechsel zu dieser Amateurbank und mir das jetzt scheißegal sei was auf seinem Konto passiert. Er hätte Depressionen. O.k. bin ich weder nett. Wünsche meinem Kollegen ein Hangovermäßiges Männerwochenende in Stockholm mit Filmriss und wer ist der nackte Mann im Kofferraum und so. Jetzt noch ein paar Jahresrechnungen. Ja, auch der Hund hat keinen Bock mehr. Habe noch 10 Minuten. Lidl. Der Typ vor mir kauft 2 Paletten Red Bull und nimmt die Ice Age 2 Aufkleber nicht mit, das tue ich dann. Der neue ist mit Weltall und so, neue Figuren, ein Hase mit großen Zähnen und geflochtenen Haaren? Wir sind mehr als sonst und die Trainerin kommt durcheinander, weil sie hier unterrichtet, in der Werkstatt und bei Aspria und einen normalen Beruf habe sie auch nicht und dann weiß sie nicht, woher kennt sie die Leute vom Krankenhaus oder vom Yoga. Das Hängeyoga fordert den Teilnehmerinnen wieder viel Geduld ab. Die eine fragt schon nach einer Fortgeschrittenengruppe „Master Class“ heißt das dann hier. Die Lehrerin, deren Tuch auf einmal zu tief hängt (und das nach den ganze Kontrollen zu Beginn der Stunde) verkündet: „Wir machen 5 vor halb Schluss, weil ich denke mal wir wollen alle das Spiel sehen“. Die Schwierige in der Gruppe: Ich schaue eigentlich kein Fußball. Ich mit meinem Basilikum nach Hause. Etwas Spiel und der Bauch zwickt wieder (ist nicht ganz vorbei), aber dann doch ins Bett.
08.07. Der Wecker weckt uns brutal um nach halb 9 und alle Träume um Skilifts, noch einmal hoch fahren und den Pass ausnutzen, meine Schwägerinnen, Mode und krasse Einrichtungen was da war sind irgendwie heute zu kurz gekommen. Ich muss mich um die Wachspflanze kümmern und da einen Schlussstrich ziehen, d.h. irgendwie eine krasse Veränderung mit nachschneiden was nicht verbrannt ist und Standortwechsel. Bei Steffi ist wohl die Klingel abgestellt und er schaut mich ein Mann mit weißem Hemd an aus dem dunklem Zimmer. Warum lässt mich Jan nicht rein frage ich mich. Das war nicht Jan, sondern ein Übernachtungsbesuch. Um 5 vor 10 breche ich auf und die Betreute wartet schon. Habe wieder eine Spinne auf der Schulter und dann Schreibtisch. Wir sind hysterisch um die Wette. Wenigstens ins Treppenhaus. Dann noch eine an der Wand. Sie ist misstrauisch ob och ein Nest hier habe. Das war vielleicht die von neulich an meinem Hals. Die befördere ich richtig nach draußen mit viel kreischen und Blatt schwenken. Sie ist traurig, dass sie mich bald verliert. Wir reden darüber Ermittlungsverfahren und dass das Arbeitsamt einen Knall hat und über Hartz IV Dynastien. Der jetzige Vermieter will keinen Nachmieter, er ist eingeschnappt. Sie machen in Ruhe und renovieren und sie bleibt dann in der alten Wohnung, die näher ist an der Schule und sie machen das Beste daraus.
Die Schwester von Herrn Schmalehand hat angerufen und Angst vor der eigenen Courage. Ich rufe sie nicht zurück, sondern fahre hin. Falsche Station, auch Hibiskus, meiner wird operiert, nein, der Name ist nur ähnlich. Meiner ist gelb wie ein Asiate (man sieht, dass die Leber nicht arbeitet oder ist vor lauter Tai Chi Ehrenasiate geworden) und hat keine Zähne im Mund, er krümmt sich und jammert und schreit. Er stirbt hier und keiner hilft ihm. Alle warten, dass seine Blutwerte besser werden und die haben 2 Mitarbeiter für 40 Leute und die machen Dienst nach Vorschrift und er muss warten und ist nicht dran. Die Schwester cremt seine offenen Beine ein und er beschwert sich und beschimpft sie. Ich sage, ich schaue, ob ich was in der Akte habe was ihn aufmuntern kann. Das Jobcenter lädt ihn nächsten Mittwoch zum Beratungsgespräch ein, dabei sind die nicht mehr für ihn zuständig, weil er Rente bezieht. Ob wir uns dann Mittwoch um 9 Uhr in der Vahrenwalder Straße treffen, ja, da muss er lachen. Dann die junge Ärztin. Sie wissen nicht was er hat. Das Wasser im Herzen führt zum Rückstau in der Leber und die gibt langsam ihre Dienste auf. Sie wollen ihm ein Fenster in die Herzkammer bauen, dass das Wasser abfließen kann, aber die OP würde er nicht überleben, sondern verbluten. Das Blut ist sehr dünn. Er bekommt Entwässerungstabletten und davon fühlt er sich schlapp bei seinem niedrigen Blutdruck. Er kann nicht mehr und will nicht mehr leben und fragt nach Sterbehilfe. Hepatitis hat er nicht, Tumore finden sie nicht. Irgendwelche Tumormarke sind 100fach höher als im September. Jetzt testen sie noch eine Autoimmunhepatits und wenn es das nicht ist sind sie am Ende mit dem Latein. Aber irgendwas ist doch akut am Laufen so wie er sich in Wochen verschlechtert hat. Er wusste nicht, dass es so schlecht bestellt ist um seine Leber. Alkohol spielte nie die Rolle und Drogen nicht. Cannabis. Ob der das noch nimmt will die Ärztin wissen. Seit Sie im Krankenhaus sind, kiffen sie nicht, oder Herr K? Er lacht. Außerdem ist Cannabis nicht dafür bekannt die Leber kaputt zu machen. Ich versuche ihn etwas aufzubauen, er sagt auch, er könnte Besuch gebrauchen, aber wir haben keinen. Ich gehe seine Kontakte durch und der ehemalige Vermieter, Fachbereich Finanzen, nichts was wir gebrauchen können. Er sieht aus wie Mr. Burns von den Simpsons denke ich mehrfach. Die Schwester hat die Hühnersuppe vergessen. Sie ist so doof, was hat sie denn im Kopf? Das war doch das wichtigsten, der braucht Brokkoli oder Kohl, damit das Blut dicker wird, er heult. Sie will auch gehen (er: was Du gehst schon), sie kann nicht mehr und will zu ihrem Mann, der wartet. Er soll nicht immer liegen, im Rollstuhl nach draußen ins Grüne, das baut auf. Raus will er nicht, sagt die Schwester. Ihm ist kalt wegen der Entwässerungstabletten würde er frieren bei 24 °. Für Eitelkeiten haben wir keinen Platz, zeige ihm meine Wollhose, egal, wenn das hilft und einem besser geht. Alles scheiße. Ich stimme ihm zu, aber psychisch ist auch wichtig. Die Unsicherheit macht ihn fertig und das verstehe ich. Heute ist noch mal Blutentnahme und Ultraschall. Das sei nicht schlimm und der Arzt, die Choriphäe wäre doch ein Kumpel von ihm mit dem sei er doch so (hacke die Zeigefinger gegeneinander). Warum hat er keine Blumen, wenn die andere Schwester als Gärtnerin in der Herrenhäuser Gärten arbeitet wundere ich mich. Ich melde mich nächste Woche und will dann wissen, was raus gekommen ist und was sie planen und komme vorbei. Die Schwester sagt es wäre sehr hilfreich, dass ich da war. Die Ärztin hätte ganz anders mit ihnen geredet jetzt wo ich mich dahinter klemme. Ich bedanke mich, dass sie jetzt da ist und sage, da sei nicht einfach auszuhalten. Ich sage, selbst wenn sie operieren könnten, würde die Leber versagen und dann stirbt er daran und eine Transplantation (MHH, was sie sagte) da muss man erst Recht fit für sein, schwere OP und Warteliste. Ich sage, vernünftige Schmerzmittel sollen sie ihm geben. Schwerer Besuch.
Will was essen gehen, aber Stephan ist nicht zuhause sondern bei der Steuerberaterin. Harald ist bereit den Zeremonienmeister zu machen und einen Radausflug mit Picknick an meinem Geburtstag. Kleine Gruppe. Das ist gut. Die Nachbarin ist sauer, weil ich sie an das Räder abketten erinnere. Sie sei nicht doof (was zu beweisen wäre). Ich schreibe, es sei nur eine Erinnerung wegen Urlaub und da könne man auch mal was vergessen, sie soll nicht gleich so beleidigt sein.
Die geistig Behinderte hat das Bett umgetauscht und einen Sessel der ausschaut wie Formel eins. Das Bett ist rot und passt immer noch nicht in die Bettnische, aber sie will es so und das Sofa soll dann weg. Kino am Raschplatz OmU aus LA. Das klingt gut. Ich frage Markus und Steffi.
Noch mal das Casemanagement vom Siloah, ob sie einen ehrenamtlichen Besuchsdienst haben. Nein, so was würde es nicht geben und er will ja wohl nicht mehr. Ja und, ist tut ihm gut, wenn jemand da ist und bei ihm sitzt und mit ihm Fern sieht. Seelsorge? Ja, aber ist gerade Urlaubszeit und sie weiß nicht, ob evangelisch oder katholisch (ich frage mich was das für eine Rolle spielt und sage: ich melde ihn mal für beides an). Die kommen auch nur alle 2 Wochen und andere kommen alle 2 Wochen und fragen, ob derjenige eine Zeitung will. Jemand der sich dazu setzt, das gibt es gar nicht. Armes Deutschland denke ich. Soll ich da am Wochenende hingehen, eine Hühnersuppe mitbringen Fäden vernähen, es organisieren, dass ein anderer Betreuter von mir da hin geht. Die Schwester kommt Morgen wieder. Immerhin und an die Suppe will sie auch denken. Kann aber sein, dass sie ihm nicht schmeckt.
Stephan kommt nach über 3 Stunden schwer bepackt mit Steuerunterlagen, eigenen und fremden und hat mein Paket abgeholt und musste für Körperlotion, Seife und ein paar Nüsse 7,- € nachentrichten, weil es teurer als 26,- € war, Mehrwertsteuer und sie haben natürlich gefragt, ob es Nahrungsergänzungsmittel seien. Auch scheiße, das Geld, der ganze Aufwand, aber an so einem Tag brauche ich mich darüber nicht aufregen. Stephan muss noch den Stimmzettel für die Stephanusstraße mitnehmen und abgeben. Ich googele einen Hospizdienst und spreche denen um 15:08 auf den AB (Geschäftszeiten bis 15 Uhr), bin durcheinander und sage meinen Namen 2 x.
Mit Heinz Ehrhard formuliere ich eine Patientenverfügung und danach ist mir heute gar nicht zumute. Hospiz, kostet das extra? Dann will er es nicht und künstliche Ernährung, das wird auch teuer, wenn man dann länger lebt und wer zahlt das? Ich mache das so gut es geht und ernte viel Zuspruch: ohne mich wäre er verloren und könnte sich in ein Loch verkriechen und ich bin immer so bescheiden. Er will mir Geld für die Kopien geben. Er will eingeäschert werden und ich erkläre den Unterschied zwischen einer Bestattungsvorsorge und einer Sterbegeldversicherung, denn Versicherungen hat er schon genügend unsinnige. Er will meinen Rat. Organspende, er sei eigentlich dagegen und wenn man fragt warum kommt von: „da kann man sich was einfangen“ bis hin zu er wird eh verbrannt. Ja, also!?
Zehn vor 5, Herr Teheran, ich habe ja jetzt schon Wochenende und er wollte nicht stören…dieses ganze, Pseudoentschuldigungs-keinem-Arbeit-machen-Dings kann er sich an den Hut stecken. Ich beende das Gespräch mit: ich habe keine Lust mehr. Die weiteren Nachmittagstermine kommen offenbar nicht. Dafür rufe ich die Ossis an, denen ich einen Personalausweisantrag mit Foto und allen Daten von der Samtgemeinde Wathlingen gefaxt habe, dass ich davon ausgehe, dass der Rentenantrag entscheidungsreif ist und sie mir sonst erklären dürfen, warum das nicht ausreicht und welche Infos ihnen fehlen. Ich höre raus, dass es ihnen darum geht, dass die Betreute wirklich lebt. Das kann ich doch bestätigen: Vollpfosten.
Aufpasser der Üstra stehen vor unserer Tür. Ist das notwendig? Im Garten treffe ich die Miteigentümer. Statiker im Urlaub, wer will die Verantwortung übernehmen, wenn der Wind mal ungünstig steht. Ich melde mich gleich. Was ich nicht auf mir sitzen lasse ist, dass ich die sei, die sich als erste beschwert wenn es wackelt. Das glaubt selbst die junge Frau nicht, die dabei steht und mich das erste Mal sieht. Ich kann die Verantwortung übernehmen für die Gurken, aber nicht für den Retroroller. Das ist immer alles total überdimensioniert in Germania (ich sage nur Heizkörper im Schlafzimmer, wegen Nasszelle, füllt die ganze Wand und war noch nie über 1 an, ist berechnet für Dauerbaden und Außentemperaturen von minus 50 und selbst dann würde man ihn nicht brauchen) oder ein Dach aus Folie, das ist dann überschaubar wenn es abweht oder schön Wellpappe. Aber das ist dann wieder laut bei Niederschlag und die Nachbarn beschweren sich. Ganz viel Beton muss gemischt werden und alles schwierig. Spreche sie auf Pilates an. Das sei Sturzprophylaxe. Ah hah, das hätte ich mir denken können. Hauptsache sie macht die Räder ab. Kann es mir gerade verkneifen sie noch mal anzusprechen (habe im Treppenhaus schon das Fenster aufgemacht und mache es wieder zu). Wenn, dann habe ich es schwarz auf weiß, dass sie zu blöd ist. Nähen mit Steffi. Mein Krankenhauselan mit Nächstenliebe wird sich dann erledigt haben und es wird mir reichen, wenn ich das wieder während meiner Dienstzeit mache nächste Woche.
Ich glaube Michi nicht, dass ihm die Blasmusik fehlt. Heute sticht mein Magen ganz böse. Anna hatte es vermutet: Magen. Essen tue ich trotzdem. Ich verstehe das nicht. Kein Organ des Bauchraumes wurde ausgelassen. Ein bisschen Künefe und frisches Baklava geht auch rein. Das Baklava ist richitg warm und klebrig, köstlich eigentlich. Stephan entdeckt das Foodora Zeichen und findet es gut, dass er sich theoretisch Künefe für 3,- € Aufpreis nach Hause liefern lassen kann. Steintor ist nach wie vor die Silly Walks Meile. Wer berechnet eigentlich die Statik der riesigen Markisen und der riesigen Sonnenschirme? Es ist echt deprimierend, aber von meinen Betreuten fällt mir keiner ein, den ich zum Dienst ins Krankenhaus schicken könnte. Die sind alle verrückt bzw. voller eigener Probleme und wären keine Hilfe. Trauriges Deutschland, so viele Menschen ohne Aufgabe und so wenig, die ein Ehrenamt machen wollen oder bereit sind so was wie Krankenhausbesuchsdienste zu leisten. Eine Gruppe junger Männer, gucken wie testotestrongeschwängert und ein sehr Rothaariger dazwischen. Ich kommentiere die Szene mit: „und eine Möhre haben sie dabei“. Noch eine bunte Tüten mit Lakritze am Weiße Kreuzplatz. Wir treffen Markus, der auch sagt, die Fundamente sind größer dimensioniert als beim Carport. Schlimme Autowerbung und die Message lautet: die Menschen wollen sich frei fühlen wie Vögel und träumen von der Freiheit, aber die Greifvögel wollen Cabriolet fahren und der Vogel setzt sich auf die Rückbank. Haha. Der Film ist viel: bitch, merry christmas bitch, mit dem Taxi zum Sunset Boulevard, Donut Time, come to my show, 9 pm, sie muss für ihren Auftritt zahlen. That’s pathetic, genau wie zu denken, dass der Zuhälter der Freund oder Verlobte ist, die orangefarbene Sonne im Winter, so dass es sich nicht nach Weihnachten anfühlt, sondern wie eine Lüge, die armenische Familie am vollgedeckten Tisch, der Taxifahrer muss noch mal weg, „arbeiten“, er flieht und die Schwiegermutter blickt durch, hat die Kontoauszüge kontrolliert, sie hat auch Leo an und kauft in der selben Boutique wie Sin-Dee Rella, die Hauptfigur, die immer verspricht kein Drama zu machen aber Drama braucht wie andere Sauerstoff. Der Taxifahrer schimpft mit einer Stricherin, die halt den Schwanz nicht weggeklemmt hat, sondern falsch stand und eine Möse hat. Ihhh. Er steht auf Blasen in der Waschstraße und sie kauft ihm einen Duftbaum fürs Auto nachdem irgendwelche megabreiten Typen reingekotzt haben. Der bunte LA Film, Farben wie verzerrt, wie David La Chapelle und Martin Parr, krasse Charaktere, mehr traurig und tragisch als alles andere. Es geht schlussendlich um Außenseiter und Freundschaft. Während sie gerade mitten in der Rache ist und die weiße bitch durch die Stadt prügelt fällt ihr der Auftritt der Freundin ein: fuck, fuck, fuck, fuck, fuck. Sie unterbrechen und gehen dann da hin. Crack rauchen sie alle und der Zuhälter, Chester, stellt fest, das ist gutes Zeug, aber nicht seines und wie heißt Prostituierte auf Russisch. Prostituki? Mir gefällt die Filmästhetik, zum Beispiel der Anfang mit dem Muster auf dem zerkratzten gelben Tisch in dem Donut Laden mit Brandfleck und wie das inszeniert wird, abstrakt, dass man es erst für etwas völlig anderes hält, eine Zeichnung, was Filigranes und die Musik ist auch großartig. Markus braucht einen Gartenschlüssel. Den Film über Wiener Dog („What’s his name?“ „Cancer.“ „Why would you call his dog that?“ „It felt right.“) will ich unbedingt sehen. Soll man mit Dackeln Trampolin springen? Als wir wieder kommen passen sie zu zweit auf und müssen sich irgendwie wachhalten mit Energy Drinks, die Fahrräder stehen unverändert. In Hamburg anrufen was da los ist und geht? Ich bin zu müde.
09.07. Werde vor 6 wach, mache eine Gästeliste (soll ich einfach die Bedienung aus dem Rossi fragen, ich habe einen hohen Verschleiß an Begleitern und Gästen, die Goldreste werde ich jetzt zurück verlangen, bin für einen sauberen Schnitt. Ich bin scheiße, gemein, hinterlistig, fies, habe aber auch den Mut ehrlich zu sein, den Schlussstrich zu ziehen und weiter zu gehen), lege mich aufs Gästebett und genieße die Stille, sogar bei offenem Fenster. Draußen war Schichtwechsel und jetzt ist eine Frau dabei. Die passen auf mich auf. Gut, dass es smart phones zum Spielen gibt.
Ich nutze Gaffa um einen neuen Holzständer für die Wachsblume zu basteln und schneide sie krass nach. Hoffe, sie überlebt das. Basilikum wird umgetopft, weil den liebe ich zur Zeit und hoffe, er wäscht und gedeiht. Der Aufpasser der Üstra berät eine Oma mit zwei Enkeln. Neue Follower finde ich am Altglascontainer, den Typen, der mich 2 x anstrahlt und mir dann sagt, dass das super ausschaut finde ich auch attraktiv. Dann passt es ja wieder. Stephan beschimpft mich bei Lidl wegen Industrie und Verpackung. Den lasse ich nächstes Mal zuhause. Das bringt nichts. Er füttert mich mit leckeren auserwählten Beeren vom Markt und hat die letzten beiden Stips-Gläser gekauft. Das wird erst wieder im Herbst gekocht, wie Chrystal Meth, hat er Recht. Chia-Brot mit dick Salzbutter und dem süßen Aufstrich. Der Sterbende hatte Chia Samen auf dem Tisch stehen und ich meinte: Vogelfutter und er: wäre eine Mineralienbombe, aber schwer zu verkraften für die Verdauung eben wegen der ganzen Mineralien. Ich: muss man das nicht einweichen. Er macht es sich in den Joghurt und die Schwester bestätigt, dass man das überall rein machen könne. Ich bin müde und liege auf dem Bett. 3 Hütchen habe ich fertig, ein ganz schlichtes aus getrocknetem Seetang was vor sich hinkrümeln wird und dann noch eine Erinnerungsmail an Freelens. Vor lauter Sehnsucht habe ich ein Hütchen aus meinem Lumix-Foto gemacht mit gehäkeltem Rand. Auch gut, wird Massimo freuen. Die Glasperlen aus Venedig werden neu aufgezogen und ich brauche blaues Gummiband aus Bayreuth, muss ich dran denken. Meine Knöpfe aus New York finde ich nicht. Die ganze Tüte für 88 Dollar. Zu viel Zeug?
Dann zu Steffi. Die Rankpflanze am Gartenzaun hat einer schon abgehakt. Gestern wurde Mikrusch getreten von einem durchgeknallten Aggrotypen mit dem sie sich angelegt hat und den sie noch eine Weile danach gejagt hat zur Barcarole und darüber hinaus um Rache zu üben. Sie ist unruhig und will raus. Ich bin dickfällig und Stubenhocker. An meinem Geburtstag gibt es einen Radausflug. Das muss reichen. Mittagstisch werde ich gefragt. Sie kocht sich lecker Pak Choi, wäre am liebsten gleich noch mal zu Mimis. In Thailand ist das Essen noch leckerer als bei Mimis. Den Bericht von gestern gibt es nicht mehr in der Mediathek. Wir sollten in ein paar Wochen überlegen ob wir das zusammen machen im Februar. Das Pak Choi brät sie kurz in der Pfanne an und macht zu viel Fischsoße darauf und dann Kokosmilch. Es schmeckt sehr salzig, aber köstlich, sie tropft was davon in meine Tasche, die da steht, auf den Rock und zeigt mir das Malheur. Bangkok, ihre Lieblingsstadt, sieht schon sehr gut aus. Julia und ihre Geister als neuer, alter Italienfilm. Der sieht sehr schräg aus. Amy Sedaris ist Wäscheexpertin und wird für Wäscheparfum. Ist das die Frau von David und seit wann ist der mit einer Frau verheiratet. Sie hat einen neuen Nachttisch von dem Trödelladen auf der Limmer gegenüber vom Ökobäckercafé mit altem Geschenkpapier in den Schubladen und noch ganz leer. Ich empfehle !The Girl that walks home alone at night“ oder wie der Vampir Film der iranischen Filmemacherin heißt und die düstere Ästhetik kommt gut an. Ich vernähe vor mich hin, sie macht Überweisungen, geht mit Mikrusch raus, holt uns eine Riesenportion Eis vom Lindener Markt, 3 Kugeln Caramel Fleur de Sel, Avocado und Lavendel. So viel, dass ich wochenlang kein Eis mehr brauche. Ihre Mutter hatte Besuch im Krankenhaus und die hatte nicht mal was Ernstes. Vielleicht weil die ein christliches Krankenhaus sind. Die Vietnamurlauber brauche ich nicht fragen wegen Radausflug, die sind noch eine Weile weg. Dann fahren wir zu Luis. Ohne Kaffee draußen wird es nicht gehen, mir ist es eigentlich zu spät, aber da muss ich jetzt durch. Steffi hat eine neue rosafarbene Gabel sich einbauen lassen von Ricarda, hatte sich aber auch an das Leihfahrrad mit Korb gewöhnt. Ich lästere über den behinderten, dicken Hund der nicht laufen kann, ob wir den mitnehmen müssen. Sie ist auch sehr ungeduldig mit ihm, ich strenger mit Suki und bin für anleinen, dass die Leute in Ruhe essen können, gehe einfach nicht davon aus, dass jeder so hundeverrückt ist wie wir. Dort treffen wir die Studioinhaberin und sagen ihr, dass sie wieder öffnen soll und wir vor allem das Samstagsyoga vermissen. Sie lernt Suki kennen, den sie von BM kennt und den „Arschlochhund“ wie ich seinen lahme Bruder nenne. Der sei zu Recht auf Psychopharmaka, weil er nachts mit Bier überschüttet und dann frisiert und geföhnt wird und das vertragen seine Nerven nicht. Wir lernen ihren Freund kennen, er ist schlicht und freundlich und scheint ihr zu bekommen. Es geht um Urlaub in Italien. Wien ist verschoben. Die Tipps behalten ihre Gültigkeit, da ändert sich nichts. Der Freund empfiehlt mir Portugal wenn ich auf Kaffee stehe. Ich empfehle Hochzeit auf Italienisch als Einstimmung für Italien, Stephie mag auch Sofia. Heute sieht man meine Narbe, weil ich sie nicht durch Armreife verdeckt habe und ich werde darauf angesprochen. Dann noch ein Hippstercafé am Schwarzen Bären suchen, schön mit Hunden auf dem vollen Bürgersteig vorbei an den Dönerläden und Mikrusch kackt das dritte Mal. Er tut das gerne extrovertiert von der Straße aus und nutzt den Bordsteig wie einen Klositz. Das ist eine Schnitzeljagd und nichts anderes. Manchmal lasse ich mich auch zu gerne verarschen. Jetzt ist Schluss, ich kenne den Schwarzen Bären und ich will abbiegen. Die Üstra Baustelle gefällt mir, die vielen Zaungäste (90 % Männer mit Kamera und nur 5 % mit Kindern dazu) sind schräg. Oberleitungen werden auch gemacht. Der Typ auf der Hebebühne zeigt mir den Daumen nach oben.
Den Bericht über Thailand gibt es auch hier nicht in der Mediathek. Stephan gefällt das krasse Kleid mit dem weiß abgesetzt besser und auf einmal finde ich den Schnitt nicht so schlimm, die dicken Säcke an den Brüsten. Es muss nicht alles optimal sitzen, darauf ist mein Look nicht angewiesen, schön Gürtel rumgebunden. Geht. Stephan ist doch die Freundin Nr. 1, auch in Modefragen. Optimaler Sitz ist nicht so entscheidend bei mir, ich habe andere Reize. In das andere lasse ich einen neuen Reißverschluss einbauen. Wenn wir in Bayreuth sind hat meine Mutter Steffi. Die Nachbarn haben die Abreise verschoben. Sie fahren auch nach Kroatien, können sie die Steuerkollegin grüßen. Wie kochen Hähnchen und Gemüsepfanne und essen, vor allem Beeren und frisches Shortbread. Es läuft Ninja Warrior und ich habe nur noch 6 Tücher zu vernähen. Was, die spielen nicht um den dritten Platz. Wenn ich mal Fußballtipps gebe. Stephan will Morgen laufen gehen mit Markus und seiner Gruppe. Ich will die Baustellenstille genießen.
10.07. Traum irgendwie Familientreffen. Ich fahren auf diesen Plastikdingern vom Wischmop Ski. Das sieht wohl sehr lustig aus. Habe Echtschmuck im Angebot. Große Perlenohrringe und welche, die eine Goldschmiedin gemacht hat. In der Mitte 50er Jahre Teller und außen verschiedene, bunte Edelsteine. Barbara sagt, die stehen ihr nicht und wann soll sie sie tragen. Dann habe ich diverse Anstecknadeln. Meine Schwiegermutter schaut auch und die eine stammt von ihr. Peinlich, aber dann konnte ich die wohl nicht gebrauchen. Dann haben wir uns von einem Teil der Verwandtschaft nicht verabschiedet, weil ich dachte, die sehen wir noch, aber kommen die nach. Sage Steffi Tschüss, die außen mit Mama sitzt. Wir müssen zum Zug, Stephan brät Fleisch, brauchen nur 1 Minute die dünnen Stücke, ja, aber der Zug fährt in 15 Minuten und wir gehen mit einem Onkel, der nicht so gut zu Fuß ist und ich bin es auch nicht. Ich bin genervt und gehe einfach schon mal vor und schaue, wer es schafft. Es ist 8 Uhr und ich bin ausgeschlafen. Ich schaue den Wochenplan an. Mittwoch ist Frankfurt mit dem Kollegen. Stephan will joggen und ruft Markus an auf allen Kanälen, dann will er alleine, dann lässt er Kaffee durch und geht nicht an den Rückruf. Gästeschlüssel, dann müsste er nicht so viel Schlüssel mitnehmen. Ich bin unleidig und sage, er soll nicht so einen Popanz um das bisschen laufen machen, einfach los und ich schreibe München, will ihm gerade keine Aufmerksamkeit geben. Er soll einfach gehen. Das ist bestimmt böse und unangemessen und nicht nur Freundinnen, die zu Gast sind bekommen ihr Fett weg. Ich bereite Pfannkuchen vor und er bleibt lange weg. Steffi ruft an und fragt nach Segeln, Abenteuer, einem Ausflug. Ich bin im Stubenhockermodus und werde höchstens zum Fädenvernähen auf die Wiese wechseln und auch das ist unsicher. Ich habe genug Auslauf während der Woche und genieße das Stubenhocken. Mein Mann ist joggen. Sie hat nach Flügen geschaut weiß aber, dass wir noch keine feste Zusage gegeben haben. Jetzt ist es 11:30 Uhr. Selber schuld, wenn er nicht wieder kommt. Ich bastele Ohrringe und könnte aber langsam auch frühstücken. Ich fülle das Essen um und tropfe auch Klamotten von gestern voll. Erst mal Wäsche und alles waschen. Stephan kommt, hat Markus getroffen und ist 2 Stunden gelaufen. Viel zu lang schimpfe ich. Er kann verstehen, dass man einen Ausflug machen will. Das sei nicht per se manisch. Na gut, mir ist halt nicht danach. Er darf auch alleine mit Steffi, will aber bei mir bleiben. Ich bade und wasche mir die Haare, wenn mir kalt ist soll ich in den Wintergarten. Das ist allerdings zu viel des Guten. Stephan fragt nach seinen Eltern. Hallo, es ist 13 Uhr, ich bin im Nachthemd. Das muss doch geplant werden, was heißt, er meint es nicht ernst und will es auch nicht wirklich. Will mich erst nach draußen locken mit Flohmarkt, aber was soll ich da, hier zu voll, kein Bock, richtig Wohnungskatze. Er ist dann doch sehr fertig von der Aktion und hat eben doch übertrieben. Ich bin pickelig, mache Bangkok-Ohrringe und eine schlichte Kette aus der Steinmuschi und noch eine Bunte mit einem Gingerbreadman auch Williamsburg. Das erste Mal Ketten seit einer halben Ewigkeit. Pinguin-Gürtel häkeln. Gut, dafür bräuchte ich jetzt Steffi, weil ich das Prinzip nicht kapiere, Essen von gestern. Doku über Zivilisationen von denen ich noch nie gehört habe, die Gärten in der Wüste hatten durch Kanalsystem mit genau 4 % Gefälle. Experten sind ausschließlich schwule Amerikaner. Ich sei so schön prollig stellt mein Mann fest. Matcha-Eis von Lidl auf dem Sofa, basteln, fernsehen, aufräumen, Caro-Kaffee. Die Geburtstagseinladung schnell raus mit der heißen Nadel genäht, wie immer, schicke Outdoorgarderobe und nicht -bekleidung heißt das und Datum wäre auch hilfreich gewesen. Nicht viele, aber diesmal auch meine Cousine. Die hatte ich letztes Jahr schlicht vergessen. Markus sagt als erster zu, er ist ja bei uns am husteln in der Zeit. Steht auch noch unter dem Einfluss des Bitch-Films, wie wir. Die Hamburger melden sich wegen Geolino Verlängerung ob das noch das richtige sei oder gleich zum Playboy übergehen, wie Stephan vorschlägt. Das liegt sicherlich in seinem Interessensgebiet. Viel Arbeit zur Zeit, am Wochenende mit Erholung und Pfifferlingen, leider kein Jante in Sicht. Ein Häkelhütchen mal stärken und in eine krasse Form bringen? Die Ärzte sagen ab, was klar war und die Freundin von der ich mich trennen wollte schlägt mir Jules Mumm trinken vor. Das ist mir dann lieber, ich wollte nur eine Reaktion rauslocken. Jetzt meldet sich St. Gallen, dass sie nicht zur Radtour kommen und mein Bruder sich aber nächstes Jahr frei nehmen will zu meinem Geburtstag (warum das denn, ach so, der Runde, das wird überbewertet und unter Druck setzen lasse ich mich nicht) und dann sind sie jetzt erst mal im Urlaub nur über Handy zu erreichen sind und sonst eine elektronische Pause einlegen. Geolino taugt Frederik noch und dann überlegen wir weiter und ab 16 halt Playboy. Katalin will mit mir telefonieren und ist zufrieden mit ihrem Zeugnis und hat die Noten ins Deutsche umgerechnet und alles Einser und Zweier und sie hat viele Fleißpunkte gesammelt und bekommt nach den Sommerferien einen Kinogutschein vom Lehrer, also Arbeit würde sich schon lohnen. Sie schreibt eine Geschichte über Katzen, weil sie so abartig süße Katzenaufkleber von der Mama geschenkt bekommen hat, auf denen die Hüte tragen und wird von der Mama gelobt, weil sie die so gut beschreibt, eben nicht nur schwarz mit grünen Augen, sondern nachtschwarz mit smaragdgrünen Augen. Sie will halt, dass man es sich gut vorstellen kann. Jetzt erst mal eine Auszeit und Urlaub. Mein Bruder hatte richtig getippt mit Island gegen England und sagt was von einem autonomen Zentrum, was ich in der Schilddrüse vermutlich habe und was man dann eh operieren muss über kurz oder lang, man wird es sehen und dann rausschneiden wollen. Das höre ich nicht so gerne und autonomes Zentrum ist ja erst mal positiv besetzt in der Stadt der Chaos-Tage. Ich sage erst mal: ja, ja. Sage zu Stephan, dass alte Körper ganz beulig ausschauen, gerade die Frauen, habe es neulich in der Umkleide bei Tageslicht gesehen. Er hat keine Angst davor und für ihn bleibe ich immer schön. Das ist süß, aber vielleicht ist es auch eine Frage der Sehgewohnheiten. Buckelwale findet man auch schön, auch wenn er nicht so glatt ist wie ein 17-jähriges Modell. Ronaldo, die alte Heulsuse. Bald ist das auch vorbei. Ich gehe schlafen.
