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Das Nachbeben von Venedig

27.10. Abends im Taxi stelle ich fest. Das einzige was blöd an Venedig ist bzw. besser in Hannover, dort gibt es zu wenig Bäume. Die machen Dreck, aber auch Stimmung.  Hier sehen die Absperrungen der Baustelle aus wie in Sand eingebuddelt.  Die Glasarbeit mit Herbstlaub auf Murano war unrealistisch.

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28.10. Hans Op de Beeck war meine filmische Entdeckung. Aquarellbilder aus 7 Jahren animiert, traurig, gefühlvoll und schön. Der macht Theater in Frankfurt. Es ist nebelig, aber es leuchtet gelb-orange im Garten. Deswegen will unser Venedigvermieter auch in die Berge, weil ihm die Natur fehlt. Er schickt uns Panorama-Bilder von dort.

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Mein schöner Linsenschmetterling aus Venedig und der Verkäufer, der so viel dazu erklärt und geschrieben hat (Zertifikat, wie er das nannte). „Don’t write me a letter, I’m here“ sagte ich und er hat mich leicht gehauen, d.h. wir hatten und schon angefreundet. Der hatte eine Sammlung von Insektenbroschen. Ameisen mit dickem Leib aus Bernstein und eben eine Schmetterlingssammlung und ich habe den mit eingegossenen Linsen genommen und dann die passende Schachtel und mehrfach zeigte er mir, das der Tesa sich rückstandsfrei wieder lösen lässt.

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Die Überraschung im Wintergarten. Die eine Sukkulente aus Neapel blüht. Ich bin aus dem Häuschen vor Freude. Ich bin gerne wieder in unserem Palazzo Fortuny, auch wenn er weniger stylisch ist, ist eben unserer,

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Der Fensterputzer steht unten vor der Tür und will wissen, ob mein Mann schon wach sei. Ich ignoriere die freche Frage. Manche Leute halten frühes Aufstehen für ihre größte Errungenschaft und Tugend. Ich wache selbst m Urlaub immer um 6:40 Uhr oder früher auf, aber ich mache mir nichts draus.

Eine ganzen schweren Sack voller ordentlich gefalteter, selbstgenähter Klamotten von Andrea und ein Minion begrüßen mich im Büro. 20 Nachrichten auf dem AB u.a. die Frau, die so lustig spricht und schreibt und von der ich ewig nichts gehört habe, neue Gruppe von Beta, kann man Ausflüge machen für wenig Geld und kommt unter Leute, Empelde ist ein totes Kaff, schlecht für ihre Psyche und voll mit fiesen Leute, die einen verarschen und da kann sie keine Freunde finden. Elisabeth und die Anhörung beim Gericht scheint nicht geklappt zu haben, sie ist nicht gleich rangekommen und da waren zwei Männer, sie wünscht mir gute Besserung oder einen schönen Urlaub. Frau Srilanka heult und ist verzweifelt und überfordert. Im Krankenhaus hat man sie nach Hause geschickt, in die Psychiatrie will sie nicht, soll in die Tagesklinik, hat da aber erst im Dezember einen Termin. Die Fachärztin der Beratungsstelle ist im Urlaub und ich mache schon mal prophylaktisch für nächste Woche einen Termin und hoffe, sie hält so lange durch. Sie bedankt sich und scheint erleichtert. IKEM ehrenamtlicher Besuchsdienst geht nicht, weil Frau Babykatze 60 wird und damit zu alt ist. Bei Herrn Ihme wurde der neue Zylinder noch nicht eingebaut und er hat Montag einen Termin um die stationäre Einrichtung außerhalb sich anzuschauen, die empfohlen wurde. Mir hatte er eine Absage erteilt, weil er nicht seelisch krank sei. Ich glaube, er merkt langsam, dass er schlecht zu Recht kommt. Die Wohnungstür öffnet er zur Zeit mit einer Scheckkarte. Das ganze Zimmer schwankt als sei ich auf einem Vaporetto.

Frau Stimmen will nicht zurück in die Wohnung und die kündigen. Der Polizist war mit der Vollmachtgeberin bei der Sparkasse Gehrden und es sind wohl keine Gelder groß veruntreut worden. D.h. das Vermögen ist recht konstant geblieben. Gut, man könne sich überlegen ob eine 75-Jährige einen Bausparvertag braucht. Sie hat jetzt Vertrauen zu ihm und ich bin so schwer zu erreichen und will jetzt, dass er das macht mit der Betreuung und wenn das nicht zu viel Arbeit macht, würde er es wohl machen. Kann er, ich dränge mich da nicht auf. Meine Mama ist an der Ostsee und da scheint die Sonne. Sie trifft Morgen Paps in Nürnberg. Ich fühle mich manchmal von meiner Familie nicht richtig verstanden. Sie wissen nicht, warum ich die Dinge so mache und ich bin ihnen da wohl fremd. Meine neue Familie ist ja auch mein Mann und der versteht mich.

Elisabeth kommt eine halbe Stunde zu früh und ist voll auf aggro, dass ich ihr ihre idiotische Bandansage vorgespielt habe hilft nicht bei der Deeskalierung. Sie wurde gesehen, die war zu früh und die Richterin hatte noch andere Kundschaft. Sie mag mich nicht und was ich ihr alles angetan habe mit der Polizei, Schlagstock, Arme grün und blau (wann war das denn will ich wissen) und nur weil man die Votze nicht zeigen will oder ficken, sie wird laut und sie ist iranische Soldatin zusammen mit ihrem Bruder und bald kommen die Flugzeuge und finden mich dann sieht es hier aus wie nach Weltkrieg Nr. 2 und ich werde Steine einsammeln wie eine Trümmerfrau und es blinkt rot auf ihrer Jacke. Dann ist sie wieder nett und will Stifte tauschen, weil ihrer vom Frauenarzt passt viel besser zu meinen Armreifen und der ist bunt und nur mit blau malen ist langweilig. Das sind gute Argumente aber ich lehne ab, weil ich den selber geschenkt bekommen habe und der hat einen Radierer. Sie hat Schreiben der Üstra zerrissen und ich klebe es wieder mit etwas Tesa. Man muss nicht alles glauben was schwarz auf weiß steht. Ich bin dünn geworden und mein Hintern auch und man muss wohl nicht jemanden behandeln als Arzt oder Studierter, sondern das ist reine Sympathie wie Kaffee trinken. Sie muss irgendwo abgelehnt worden sein.

Den neuen James Bond gibt es schon und das spielt noch der Alte. Konto für Jedermann muss man die Banken dazu gesetzlich verpflichten, auch klar. Hader, die Aufschneider, Mediation wird ganz falsch dargestellt, indem die Konfliktparteien alles rauslassen und aufeinander los gehen. Das muss ich meinem Kollegen sagen. Ist das Merrit Becker, die die Berlinerin spielt: das ist nicht Wiener Schmäh, das ist konfliktscheu. Häkeltuch fast zu groß.

29.10. Früh wach, Steffis Geburtstag verpennt. Das war keine Retourkutsche, Tee und Kuchen mit Kerze, kurzer Venedig-Abklatsch. Hilfeplanung mit Suki, kommt wieder gut an. Ich nehme eine japanische Tasse mit aus dem Regal „zum Mitnehmen“, war vielleicht nicht für mich gedacht. Der Tango-Mann erklärt es mir mit Vahrenwalder Straße in Richtung Süden. Richtung Süden? Welches Schuhgeschäft? Ich bin eine Frau. Kommentiere die Kuli-Sammlung und fasse sie an. Die sind nur zum Anschauen. Lege einen von mir auf den Tisch als vertrauensbildende Maßnahme. Herr Tango ist der Mann fürs Praktische, zum Schrank aufbauen und Frau Perser ist die Psycho-Tante. Gut gesagt, aber so wollen sie es nicht ins Protokoll aufnehmen. Die ist jetzt Master, hat das geklappt? Was ist sie jetzt? Master von was, Master of the universe? Herr Tango stellt fest, dass Herr Architekt in der hohen Erwartungshaltung gefangen ist. Ansprüche ganz hoch, Ergebnis dann Null, weil gar nichts gemacht wird vor lauter Druck und Überforderung und der langen Liste. Mittelmaß muss er noch lernen. Da kann ihm Herr Tango bestimmt gut bei helfen. Ich mag den Typen von der Beratungsstelle und er mich auch. Die, die mitschreibt, ist das die Ärztin gewesen? Wenn ich lache, will Herr Beratungsstelle, dass ich sie teilhaben lasse an meinen Gedanken.

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Frau Perser, hat diese Woche Urlaub und war aber bei Herrn Uno und hat ihn einweisen lassen. Er hatte sich ganz doll in die Hand geschnitten und ist dann mit dem Notarzt mitgegangen. Die MHH ist um die Ecke. Ich sage, dass mir die Eltern auf den Sack gehen, die mir ihre neue Anschrift in Linden mitteilen und der Sohn, mein Betreuter soll es nicht wissen, weil sie Angst haben, dass er sonst vor der Tür steht. Dann sollten sie es mir am besten auch nicht sagen, weil es mich nicht interessiert und ich auch nicht garantieren kann, dass ich dicht halte. Ich mag ihre Vertretung. Ist das ironisch? Nein, bloß weil ich mich auch mit Herrn Tango verstehe und sie nicht.

Die Stieftochter des Kollegen macht FSJ in Tansania. Sie strahlt. Hoffentlich kommt sie da nicht in den Kochtopf, also ich hätte Angst um meine Tochter. Der Oberarzt ist in Afrika bis Ende November. Der junge Mann, der nach Hameln gezogen ist meldet sich. Das Jobcenter will nächstes Mal den Termin mit Betreuer, wenn ich es noch bin werde ich antanzen, trage mir den Termin schon mal ein.

Das zweite Mal die Eltern von Herrn Uno, der sich die Hand geschnitten hat. Diesmal der Vater. Der lässt sich ja nicht behandeln oder Spritze geben. Ob ich schon was weiß. Nein, dann hätte ich mich gemeldet. Das habe ich seiner Frau ja so gesagt, aber das die MHH anruft ist auch unwahrscheinlich. Sie halten es wohl doch nicht aus und werden da anrufen. Zwischen totaler Einmischung und nichts damit zu tun haben sollen schwanken diese Eltern hin und her, dass es unerträglich ist.

Was ich an Suki am meisten liebe ist, dass er Kinder so mag. Wenn sie kreischen „süüüßß“ wenn sie ihn sehen und fragen: dürfen wir den streicheln kann ich bedingungslos ja sagen und rufe ihn ran. Er ist dann so nervenstark und souverän, wie ich es von keinem kleineren Hund kenne. Besser geht nicht. Ich bin dann so stolz auf ihn und nach Cesar spürt er das auch.

30.10. Die Mutter von Herrn Minus weiß, dass er Schmerzen nicht ertragen kann, sind gerade am Packen und übernachten im Steuerndieb.

Herr Gnadengesuch, der bald in die Entgiftung geht. Die Wohnung ist beim Rossi um die Ecke. CCCP und Die Linke Fahnen an der Wand. Absolut-Vodka Flasche im Deko-Regal neben Flughafen-Hannover Aufblasball. Gottseidank sei er raus aus Linden, dem Sumpf. Die Staatsanwältin wollte ihm schon mit 18 eine Auflage machen, dass er aus Linden wegziehen muss. Auch die normalen Arbeiter, saufen und kiffen alle. Das sei nicht normal. Dafür ist das Heizkraftwerk als Logo gerahmt an der sonst spartanischen Wand als Kreuz über den Sofa. Ich lobe die schöne und helle Wohnung. Das sei wohl die neue Waschmaschine. „Hat nur Touchscreen und keine Knöpfe und das für 300,- €“. Ja, er ist Vater und schon deswegen will er das alles auf die Reihe kriegen. Klingt wie aufgesagt. Ich werde seinen Briefkasten leeren wenn er zur Therapie weg ist.

Herr Auge war im Bayerischen Wald über den Sozialverband, der Urlaubsreisen veranstaltet. Wie war es, will ich wissen. Er braucht nächstes Jahr ein Attest gegen Mehrbettzimmer und hat 3 kg zugenommen. Er muss Frau Perser ihren Koffer wiedergeben, den sie ihm geliehen hat.

Ich schicke den Sozialpsychiatrischen Dienst zu Herrn Minus, dessen Hand dreckig ist und voller Tabakkrümel. Der Mann, den ich kenne, wird den Fall der Ärztin, die heute Dienst hat und Vertretung macht, schilden und die wird entscheiden, ob sie heut hinfahren oder Montag. Der von der psychiatrischen Pflege hat Alarm geschlagen und dessen Nummer gebe ich dann auch an. Erst rufe ich in der MHH an. Der Oberarzt der Psychiatrie mutmaßt, dass die Hand behandelt wurde und er wieder weggeschickt wurde. Das sei üblich in solchen Fällen. Er soll mir nicht sagen, was üblicherweise passiert, sondern was hier passiert ist. O.k. er ist abgehauen bevor ihn ein Arzt gesehen hat. Dann ist die Ärztin da und sagt was von Blutvergiftung, die Hand sei schon dick und ich sage, ich will nicht, dass Gewalt angewendet wird, mit mir fährt er mit, ich bin seine Mutti wenn die Eltern nicht da sind, sagte er mir am Telefon. Ich versuche ihn fernmündlich zu überreden und soll laut Ärztin ein Fax an das Betreuungsgericht schicken, was ich mache. Dann Feuerwehrmann. Ich muss vor Ort sein, ja kann kommen, aber er fährt wieder, dann verabrede ich mich mit ihm, wenn ich da bin. Lass mir seinen Namen sagen. Noch mal der Betreute, dass ich mitfahren soll im Krankenwagen. Dann nimmt sich die Ärztin das Telefon und sagt, sie wird das jetzt anders lösen und wird notieren, dass ich nicht hilfreich war und legt auf und geht nicht mehr ans Telefon. Losstürzen ohne Betreuerausweis. Taxifahrer merkt, dass ich aufgeregt bin. Gegen die roten Ampeln in der Marienstraße hilft das auch nicht. Erst denke ich, ich komme zu spät, weil kein Krankenwagen, aber die Tür steht auf und die Ärztin sitzt im Treppenhaus, die blöde Kuh. Wäre gleich gekommen, aber wusste ja nicht wann, ob heute oder Montag. Frechheit. Ich ignoriere sie und wende mich meinem Betreuten zu nachdem ich der Feuerwehr gesagt habe, dass ich da bin und sie kommen können. Die Wohnung ist voller Bluttropfen, wie Jackson Pollock aus Blut.

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Wollen wir Uno spielen frage ich ihn, die Ärztin holt ihm Marlboro. Im Krankenwagen sitzen wir parallel wir König und Königin beim Schach. Die Richterin ruft mich an, als wir gerade bei der MHH einfahren. Sie sagt, sie ärgert sich auch über die Ärztin und ich soll mal eine Beschwerde schreiben. Immerhin lasse ich hier gleich den Beschluss hinfaxen. Ostmäßige Gummizelle in ocker. Er ist ganz klein, kann ich ihm nicht einen Namen geben. Seinen Vornamen will er nicht. Babytiger? Er darf nicht geröntgt werden, er ist noch zu jung. Alle schauen erstaunt als er das in der vollen Notaufnahme verkündet. Dann nur Handbad und Wellness. Das steckt kein Glas drin, das ist eh übertrieben. Bei einem Typen guckt ein Metallstück aus dem Verband. Das sieht auch nicht lecker aus. Ihm wird es langsam zu viel und er will gehen. Nur mühsam kann ich ihn bei der Stange halten und wir bringen ihn auf Station. Ich trage seine Tasche. Dort fragt ein Patient an der Tür, Neuaufnahme, wer von uns. Ich antworte nicht. Das wird er schon sehen. Die Mitarbeiter kennen mich und meiner geht mit dem Neugierigen eine rauchen. Meine Ex-Betreute ist da und begrüßt mich freudig, ja, sie hat mir mehrfach auf den AB gesprochen, aber ich bin nicht mehr für sie zuständig. Ich sage meinem, dass ich verfüge, dass er hier bleiben muss, weil er seine rechte Hand noch braucht und wir die Wohnung schick machen müssen. Meine Daten soll ich wieder auf einen großen Zettel schreiben. Oh Mann, dieser Laden ist unglaublich. Arzt ruft mich noch mal in der Bahn an. War ich nicht lange genug da, ca. 1,5 Stunden? Wir hatten die Medikation schon besprochen und ich hatte gesagt, wie er zuletzt aus der MHH entlassen wurde, sonst Birkenhof anrufen. Rufe die Eltern an. Vater soll Essen auf Rädern übernehmen und Mutter hat Mitleid mit mir, das sei schon ein schwerer Fall und würde mich auch emotional bewegen. Ja, allerdings und ich bin stolz darauf, dass er so ein Vertrauen zu mir hat, aber das sage ich nicht. Die Reinigung können sie nicht selber machen, das ist was für den Tatortreiniger. Da müssen Profis ran, wozu bekommt er jetzt Pflegegeld. Sie haben es für Dienstag in Auftrag gegeben.

Der Polizist will mit Frau Vollmacht einen Beratungstermin Montag oder Dienstag. Nein, ich habe das einmal gemacht unentgeltlich aus Gutmenschentum und bin jetzt raus aus der Sache und will die Betreuung nicht übernehmen, nur die Unterlagen dem zuständigen übergeben oder der Therapeutin. Das ist alles.

Ich bringe die Röcke von Andrea, die übrig sind, zu Steffi und die sucht sich welche aus die ihr echt gut stehen und auch Sachen von mir, die Strickjacke aus Santa Cruz und die Bluse aus Nürnberg. Sehr schön. Stephan holt mich ab. In der Weinbar ist es laut und die Frauen vom Lindener Markt haben Klamottenstangen aufgebaut. Ich trinke vor der Tür mit Freundinnen von Sabine und Larissa. Meine grünen Schuhe und 4 Röcke von Andrea finden ein neues und sehr würdiges Zuhause und die Frauen, die keineswegs aus allen Nähten platzen wie ich, freuen sich richtig. Andrea, da haben wir welche glücklich gemacht und zwar die Richtigen. Die eine hat ihren Mann verloren, der vorher nach einem Schlaganfall im Pflegeheim war und sie mit 2 Kindern auf Grundsicherung, weil sie die 4.000 jeden Monate nicht aufbringen konnte. Jetzt hat sie ihre Mutter ins Heim gebracht, die unzufrieden ist und sagt, hier soll ich bleiben bis ich sterbe und sie erklärt ihr, dass es ihr in 20 oder 30 Jahren auch so ergehen wird, weil der Sohn wird sie auch nicht aufnehmen bei sich, was dieser bestätigt und sie findet es arg bzw. ein Ungleichgewicht, dass man sein ganzes Leben arbeitet seit 15, wie im Fall ihrer Mutter und noch nicht mal für die Kinder eine Pause eingelegt hat und die Rente nur 1.200 beträgt und nicht fürs Heim reicht. Ja, da stimmt am System nicht. Trinke zu viel. Hänge die eine Bluse, grün mit großem Blumenmuster auf einen Ständer vorne ran, weil die mir nicht selbstgenäht erscheint und ich sie los werden will. Eine Frau nimmt sie. Ich schnell hin, weil die wollen doch alle Geld bei diesem „Tausch“ und sage, die gehört mir und die Knöpfe fehlen, aber sie kann die gerne haben. Die ist aus dem Häuschen vor Freunde und will mir noch einen Wein ausgeben. Bloß nicht. Schon zu viel Gin Fizz getrunken. Sabine habe ich eine Strick-Häkelmütze von mir geschenkt. Angora und blau. Wenn ich mal wieder so eine mache, mache ich nicht mehr, dann soll sie die nehmen. Trage ich ganz selten und habe noch andere Modelle.

31.10. Basteln und abends Shockheaded Peter.

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Struwwelpeter war bei uns Familienlektüre, das heißt, ich habe eine umgewidmete Version von Paps zum Abi bekommen. Das wäre mehr ihr Thema gewesen und es war derart grandios umgesetzt. Das Bühnenbild und die szenischen Darstellungen der Hammer. So lasse ich mir Musical gefallen. Punk Oper nennen sie das. Der Riesenelefant als Puppe und dann Chucky als Jack in the Box Puppe und später als Kostüm und seine Eltern, deren Verfall, Trauer und Scheitern an der Frustration man miterlebt, einfach großartig, auch Paulinchen, die Katzen, die Figur, die ich zu meinem 21sten war und der Suppenkasper, der von den Augen des Publikums von dick zu tot geht sowie der Daumenlutscher, dem die Daumen abgeschnitten und er stirbt am Blutverlust. Das Blut sind rote Stofffäden. Einfach toll gemacht. Nachdenklich stimmen, die Zombies, die zerfallen und dann zum Ende hin zärtlich zueinander werden, sie wollen ein „Baby“, vor allem die Frau vom Storch. Das Baby ist hässlich und stinkt und hat lange Nägel und sie können keine Liebe dafür empfinden und dann werden sie so wie das Kind. Ein Zirkus-Revue-Feuerwerk der Extraklasse und so kurzweilige Unterhaltung, dass man die 2,5 Stunden nicht gemerkt hat und noch eine Zugabe hätte vertragen können. Wir treffen Markus mit Gabi und nein, der Stoff an meinem Rock habe ich nicht von ihr vom Flohmarkt gekauft. Mag sein, dass es die Kindergardine ihres Bruders war, aber da ist wohl mehr von hergestellt worden und ich weiß was ich von ihr gekauft habe, eine Tasche mit blauen Nelken aus einem Morgenmantel und ein Buch über die Farben der Tiere. Beides überflüssig im Übrigen. Phantasielose Halloweenverkleidungen in der Bahn. Tim Burton-artige Totenkopfbemalung im Doppelpack. Das lenkt von den kurzen dicken Beinen ab und Kontaktlinsen, auch immer wieder beliebt. Wir treffen den ehemaligen Schülermitarbeiter, der nach Köln zum Studieren gegangen ist. Die Burschenschaft war eine Sache (angeblich nur fechten und nicht rechtsradikal), jetzt ist er nach der Zwischenprüfung nach Göttingen gewechselt, näher an der Heimat und kommt gerade aus der Madonnenausstellung im Landesmuseum, dort war er mit Kollegen und sie haben ein paar Bier getrunken. Der junge Mann war unsere szenige Hoffnung. Das geht in eine komische Richtung. Wir zu Urfa und lauter Extras, Salate und Baklava. Die Bäuche tun uns weh.

01.11. Traum: Gestern kam u.a. die Frage vor, dass wir wohl das glücklichste Paar von Hannover seien. Heute sind wir in einem Ferienhaus und müssen aufbrechen. Die Tramperin, die wir mitgenommen haben trinkt ein Bier und ich schlage Handabwasch vor, weil das überwiegend Goldrand hat und darf nicht in die Maschine. Wir wohnen mit Punks zusammen und es geht ans Packen, ich werfe alles in den Koffer, wie immer. Ein Affe fährt mich auf dem Fahrrad. Das schaut wohl sehr lustig aus. Er soll sich noch mal auf meine Schultern setzen, nein, nicht auf den Kopf. Schultern ist stabiler. Gegenverkehr. Constantin ist jetzt Pilateslehrer, da kann man einzelne Muskelpartien üben. Das man besser atmet und weniger Atemzüge braucht, wenn man Yoga praktiziert, das habe ich schon bemerkt, aber man soll ganz aufhören können. Das kann auch nicht sein. Claudia nimmt am Kochwettbewerb teil und macht nur eine kleine Probierportion. Ich wollte ihr helfen, aber da war eine Plastiktüte in der Pfanne und die ich geschmolzen und ich sagte, das muss ich wohl noch mal machen und ich hoffe, das hat sie noch mal, war aber nur eine Scheibe Brot, die angeröstet werden sollte, spüle erst mal. Sie brät ganz kleine Zimtcroutons an. Leiht sich eine Hose von Sylvia, weil das sei ihre Größe und ihre ist ganz dreckig und sie hat nur die eine dabei und tatsächlich hat sie einen großem, braunen Fleck hinten und sie dachte sowieso, dass die Jogging-Trainingshose besser sitzen würde als sie es tut (hat Gürtel und Gesäßtaschen hinten).

Kalender, noch nicht mal die Hälfte geschafft. Susann soll ich die noch machen? Man hat gar keinen Kontakt mehr. Kommt mir vor wie ein Haufen Asche. Vielleicht einen letzten mit Absage, d.h. Schluss machen.

Frau List hatte mich in Venedig schon genervt, dass die 65jährigen Handwerker der Hausverwaltung nicht schnell genug seien und noch andere Aufträge hätten. Der Fußboden muss gleich am nächsten Tag gemacht werden. Die Hausverwaltung will ihre Leute schonen und sagt, meine soll sich selber Handwerker suchen, die das so machen, wie sie will und die zahlen. Wieder Ungläubigkeit, wie ich das hinbekommen habe.

Heute schreibt sie seitenlange mail über die neusten Katastrophen für die sie nichts kann. Das Leben macht es mit ihr:

Hallo Frau A!

Ich brauche dringend ihr talent als Krisenmanagerin!
Ich hatte am Samstag einen Nervenzusammenbruch und habe bis heute morgen durchgeheult.
Der einzige Grund warum ich ihnen schreiben kann, ist weil ich zu fertig bin um weiter zu heulen.
Doch das größere Problem ist, dass ich nicht mehr klar denken kann.
Die situation hier ist total eskaliert. Ich hatte im web inseriert, dass ich jemanden suche der mir Freitag/samstag Fußboden verlegt.
Es hat sich auch ein Parkettleger, Herr XY, gemeldet.
Doch als der hier war, hat er die Arbeit von Herrn Rentner von der Hausverwaltung gesehen und meinte das wäre Pfusch und das er auch Malerarbeiten machen würde.
Ich habe ihm daraufhin gesagt, dass ich so fertig von dem Chaos in meiner Wohnung bin, dass ich die Arbeit von Herrn Rentner von der HV abnicken werde, weil ich nur noch will dass mein Wohnraum wieder bewohnbar wird. Die Malerarbeiten im Flur wollte ich später machen lassen, weil ich da ja schon am Limit war.
Wie sehr, war mir garnicht klar.
Da die Hausverwaltung ja einen Kostenvoranschlag haben wollte, ist Her XY zu denen gefahren und hat mit Frau HV wer-weiß-was ausgemacht.
Er hat mich dann angerufen und meinte, er könne sofort mit den Malerarbeiten anfangen und würde Samstag mit seinem Kollegen kommen um Das Zimmer neu streich, außerdem den Heizkörper und würde die Fenster und die Türen anschleifen.
Da habe schon gesagt, dass ich eigentlich den Fußboden wollte und dann ging drerselbe Scheiß wie mit Herrn Rentner von der HV wieder los:
Es muss zuerst gestrichen werden, dann die Türen und nächsten Samstag erst der Fußboden.
Zusätzlich haben die mich jetzt zu zweit gegen meinen Willen praktisch dazu genötigt den Flur auch noch auszuräumen. Ich habe versucht was ich konnte, um das zu verhindern, aber offensichtlich hatte ich da schon abgeschaltet. Ich konnte mich einfach nicht gegen die wehren.Am Ende habe ich nur noch gejammert dass ich Angst habe dass meine Sachen kaputt gehen.
Damit muss ich leben war deren Antwort und ich solle froh sein dass die mir Kartons mitgebracht haben! Andere Handwerker würden,
ich zitiere „meinen Scheiß“ einfach auf´s Bett schmeißen!
Ich hab´s weiter versucht und gesagt, dass das genau das ist was ich nicht wollte:Noch eine Woche auf noch engerem Raum mit noch mehr Dreck leben!
Bei dieser ruppigen Schnellaktion, die garnicht hätte sein müssen wenn der eh erst nächstes Wochenende Boden verlegt, ist nun auch schon was beschädigt worden.
Beim ausräumen des Flurs musste ich mithelfen und habe dabei mein (einziges) Kleid und meine (einzige) Sweatshirtjacke mit Lackkram vollgeschmiert.
Ich habe kurz versucht das rauszuwaschen, aber es ging nicht und richtig waschen kann ich jetzt nicht. Außerdem haben die eine kleine Holzgaderobe einfach mit Wandfarbe übergeschmiert.
Was sonst von meinem Kram bei der Aktion noch beschädigt wird weiß ich noch gar nicht.
Was das Eigentum der HV angeht, haben sie die Lichtschalter im Flur mit Wandfarbe übergeschmiert.
Als der Typ das nebenbei erwähnte dachte ich noch er wüsste was er tut, doch diese zugeschmierten Schalter gehen Garnicht.
Außerdem ist unter der Heizung auf einmal ein Loch in der Wand und Herr Rentner von der HV Hätte dasbestimmt zugespachtelt, aber ich weiß es nicht.
Ich weiß nur, dass da ursprüglich kein Loch war.
Heute morgen in der Sonne habe dann gesehen, dass mein Computer total voll Feinstaub ist, weil die natürlich auch in der Küche angefangen haben zu schleifen, obwohl ich da drin saß.
Nuun habe ich Angst dass dieser Feinstaub meinen Computer schädigt. Der wird ja warm und ich will garnicht wissen was da passieren kann.
Am Liebsten würde ich ihn vorsichtshalber zu ACER schicken und reinigen lassen. Doch das kann ich mir nicht leisten. Der kostet mich 900€ und ist 1 Woche alt.
Was soll ich bloß machen? Morgen kommt der eine von den beiden wieder und macht die Türen und Fenster fertig und ich kann eigentlich nicht.
Ich will nur noch dass das fertig wird, aber ich kann nicht mehr mit denen reden. Die hören eh nich zu und machen was sie wollen. Sie müssen mir helfen!
Ich hab solche Angst, dass die mit meinen eh schon klapprigen Möbeln genauso umgehen wie mit mir.
Ich kann doch nichts davon ersetzen.
Außerdem muss ich jetzt noch 1 Woche in dem Chaos sitzen bis der Typ den Boden verlegt und eigentlich wollte ich den Boden mit ihm zusammen kaufen, aber ich kann nicht.
erstens will ich am Liebsten keinen von denen je wieder sehen und zweitens labert und diskutiert der XY ohne Punkt und Komma.
Das kann ch jetzt nicht mehr leisten. Ich bin froh, das ich dies hier schreiben kann.
Gestern ging´s mir so schlecht, dass ich fast ins Krankenhaus gegangen wäre. Ich bräuchte eigentlich Beruhigungstabletten und müsste 1 Wche im Bett bleiben.
Doch kann ich ja nicht!
Der Maler muss hier überall ran und ich kann mich nirgendwohin mehr zurück ziehen, geschweige denn ins Bett. Mal angesehen davon dass die Farbe stinkt wie verrückt,
habe ich ja die ganze Woche genau das Chaos vor Augen was mich so belastet.
Was soll ich bloß tun? Können Sie die Leute irgendwie an die Leine legen? Können Sie Frau NV sagen, dass sie die an die Leine legen soll?
Die hören nicht auf mich! Die hörn nicht. Irgenwer muss denen auch sagen dass sie meine Gaderobe und die Lichtschalter wieder reinigen sollen.
Wenn ich das hier nicht so schnell wie möglich beenden wollte, würde ich die Leute feuern!
Wenn es irgendeine Möglichkeit gäbe schneller an den Fußbden zu kommen würde ich die feuern Doch die habe ja wohl einen Vertrag mit der Hausverwaltung, ode ?
Was soll ich bloß tun?
Ich hab´ solche Angst dass hier alles kaputt geht…
Ach ja, die Heizung ist gerade Kaputt gegangen. Sie hat gekracht und gerumpelt und hat den Fehler E5 gemeldet. Das bedeutet, sie überhitzt und müsste eigentlich umgehend von einem Monteur geprüft werden. Doch ich befürchte, im Bad ist garnicht genug platz um die auseinander zu bauen.
Dann müsste ich den ganzen Kram den ich da in die Ecken gestopft habe auch noch hier in die dreckige Wohnung stopfen.
Was dem Maler garantiert nicht passt.
Sie müssen irgendwas tun. Ich weiß nicht was ich machen soll…
Ich aknn das alles garnicht fassen. Ich wollte nur Material zum selber streichen und ´nen billiges Laminat…“.

Ich komme jetzt schon nicht klar mit der Alten und die Sekretärin der Beratungsstelle muss immer zwischen ihr und mir vermitteln. Irgendwie tut sie mir fast leid und man könnte lachen, wenn man da nicht mit drin stecken würde. Sieht sie jetzt ein, dass man es ihr nicht Recht machen kann? Bestimmt nicht, es sind wieder die anderen, aber was soll ich tun. Kann hier nicht mehr professionell agieren, weil ich mich selber zu sehr aufrege, dass ich Beruhigungsmittel brauche. Am besten dann nicht reagieren und ihre Freundin aus der Beratungsstelle Morgen anrufen.

Wir essen lecker Spagetti mit Zucchini, schön Biss. Das haben wir noch besser gelernt. Der Büffelricotta hat sich orange verfärbt vom Einwickelpapier. 2 x durch die Nacht mit. Der Regisseur von Blues Brothers ist der größere Komiker als Terry Gilliam. Als es um Tarantino geht, erzählt John Landis, dass er nach 10 Minuten meinte: City of fire, weil da geht es auch um Mr. White usw. und er kannte den Film nur, weil die fragen, warum sie sich so anziehen müssen und als Antwort „Blues Brothers“ bekommen und Tarantino hätte er das fragen wollen und der meinte von sich aus: City of Fire, bevor er fragen konnte. Auch tolle Geschichten zu Michael Jackson in Disneyland mit Mickey und ihm und die hysterischen Fans, wie eine Insektenplage innerhalb von Minuten und Body Guards nervös und aus dem Häuschen, werfen sie in eine Stretch Limo und ihm, Mickey und dem Fahrer ist der Arsch auf Grundeis gegangen und sie hatten richtig Schiss, alle bis auf Michael, der die Ruhe selbst war und den Fans zugewunken hat. Dann auch Billy Wilder, der einem aufgebrezelten Kapitän, hochdekoriert mit weißem Zweireiher und Goldknöpfen auf einem See in Italien zugerufen hat, „You still look like a jew“ und als sein Nachname verwechselt wurde mit Wyler sagte „Wilder, Wyler, Manet, Monet, where is the difference?“ Terry Gilliam lobt seine Sohn als Modell für Hermes und John Landis sagt: „oh, that’s great“ und sein eigener Sohn verdient Millionen mit Drehbüchern. Ich will schon um 9:30 zu Bett, vernähe aber zu Ende.

02.11. Frau Schimpferin, meine frühere Betreute verreist und ich soll den Schlüssel bekommen wegen Altpapier. Das ist zu lauter Paketen zusammengeschnürt in der Wohnung. Der Altpapiercontainer steht gegenüber. Da hätte ich jetzt ein paar Mal laufen können. Am Flughafen kaufe ich Herrn Minus, der ist es auf ein Mal, seine Fahrtkarte ab, die braucht er nicht mehr, gebe erst 6,20 €, aber es sind 6,60 € und ich gebe ihm noch mal 40 Cent. Muss alles seine Richtigkeit haben. Was ist das denn? Das neue Geld sieht aus wie ein Smartphone, dicke Kassetten mit Bildschirm. Die Währung steht auf der schmalen Seite. Da steht eine digitale Null. Was soll das denn und die „Scheine“ passen nicht ins Portemonnaie. Braucht man da einen Geldkoffer wenn man Bargeld dabei hat. Die wollen, dass man alles mit Karte macht, dass sie einen besser überwachen können. Bloß die alten Scheine behalten und sammeln. Das bringt auch nichts. Ich will Sex mit einem der Sozialarbeiter, das ist mir jetzt auch egal. Sage es ihm direkt. Es will was machen, was ich nicht will beim ersten Mal. Nehme den anderen und er schaut zu. Dann zurück in der Wohnung mit ihr. Ich hätte die Spagetti vom Herd nehmen sollen. Die kochen jetzt seit Stunden. Haben eine durchsichtige Hülle. Ich probiere eine, schon nicht so lecker, aber will sie die nicht mit etwas Butter mitnehmen. Dann wieder Verabschiedungsszenen am Flughafen. Ich freue mich ganz doll für sie. Dann in der Wohnung von Herrn Minus, der verreist ist. Er hat gekochtes Essen überall verteilt. Im Flur auf dem Boden und im Bett und da sind richtig fette Maden dran. Ich ekel mich und will so tun als hätte ich es nicht gesehen. Das sollen die Eltern wegmachen, vielleicht haben die Maden es auch aufgegessen bevor sie kommen und sind dann selber verschwunden. Ein mir unbekannter Sozialarbeiter sagt, wir müssten das machen und zwar bevor seine Frau es sieht, die ekelt sich nämlich. Ach!

Känguru im Spint

18.10. Herr Yoga schreibt mir zum Thema Haarschmuck.

„ich weiß Ihre Vorliebe für Haarschmuck und kann mir vorstellen, daß es nicht so einfach ist, immer das passende zu finden. Nun ich habe eine junge Frau kennengelernt, die so etwas und anderes anfertigt. Sie finden die Collection unter Fotos auf Facebook unter CactusJumper.“

Ein Tag auf dem Land bei meinen Schwiegereltern. Meine Eltern machen Mittagschlaf und wir spielen Skat mit Dieter. Immer wird neu eingedeckt mit Porzellanserviettenhaltern von meiner Schwiegermutter.

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Wir nehmen einen Sack mit Wallnüssen mit. Total gut! Sieht aus wie der Nikolaus. Schleppe den ganzen Tag außerdem Känguru und Kind im Beutel als Stofftier meiner Kindheit mit mir herum und es kommt nicht zum Einsatz, sondern guckt unentschlossen aus meiner Tasche. Auf dem Weg zum Ballhof erschrecke meine Mutter ausversehen mit der Ansage: Vorsicht tote Taube und sie überrascht mich mit einer ähnlich hysterischen Reaktion, wie ich bei einer Spinne. Daher habe ich das.

Känguru-Held. Das Kostüm mit Chucks hinten und Känguru-Füssen vorne und dem riesigen Schwanz und dem Ringel-S-Shirts: „Hier könnte ihre Werbung stehen“ ist echt sehr gut passend und eben nicht zu perfekt, sondern genau die richtige Mischung, die auch zum Charakter der Figur gut passt. Das Phänomen Mann mit Gorilla-Kostüm, den man nicht durch Bild laufen sieht in echt, d.h. man konzentriert sich so auf den Beutel auf dem Scanner bei der Flughafenkontrolle, dass man sich anschließend wundert als der andere Schauspieler auf einmal nackt auf der Bühne steht. Der muss sich in der Zeit ausgezogen haben und es hat keiner gemerkt. Anschließend Familienthemen nach dem Jugendstück. Schwer zu verstehen, wenn man weder Nirvana kennt noch Klingeltöne, die man kaufen kann. Familie ist schwierig, die Höflichkeit geht manchmal ganz flöten. Er fordert die Expertise für die gefälschte Uhr. Ich gehe auch nicht zu Gastgeberinnen und lasse mir den Kleiderschrank zeigen um denen zu sagen, wie geschmacklos ihre Klamotten sind, aber das kommt vielleicht noch. Warum schreibe ich öffentlich Tagebuch? „In der Ruhe liegt die Kraft“. Klaus Klinski sage ich nur. Ich fühle mich dem Känguru sehr nahe und meine Mutter sagt, schlechtes Beispiel für die Jugend, wenn Chaos gemacht wird auf der Bühne, aber so funktioniert das nicht, dass man fremdgehen in der Oper sieht und sich denkt: gute Idee, das mache ich auch mal. Außerdem sind wir Freunde der Aufruhr, so dass es uns sympathisch ist. Känguru, was Schnapspralinen futtert und einen Bundeswehrsoldaten verarscht. Sehr gut.

Trinke vorsätzlich im Kino Grüntee, weil ich so durstig bin. Kann nicht einschlafen.

Stephan steht mehrfach auf. Hat Weißwein im Eisfach vergessen, den ere um 0 Uhr noch reingelegt hatte.

19.10. Traum: Viel Marc und Jasmin und die Jungs. Flohmarkt, Trakt abgesperrt, indem sie Sachen auslegen. Ich laufe dazwischen, steige hindurch, was sehr mühsam ist, weil ich nichts beschädigen will und sie mich nicht hören sollen. Ginset, ganz Antik, aus Glas mit Presse für die Zitrusfrüchte, nicht den gesteppten Rock, zu einfarbig und langweilig. Habe ungewöhnliches Hütchen auf mit Metallanteilen, Komplimente. Will eher ignoriert werden, sage danke, man muss höflich sein. Man angelt, Fisch nicht tot, verwandelt sich in ein Pferd mit Pfeil im Rücken und läuft weg. Hält es Unterwasser, Marc schwimmt mit den Jungs vorbei und statt sie abzulenken, lässt er sie tauchen und Valentin sieht es und ich sehe sein entsetztes Gesicht. Valentins Oberteil sieht aus wie ganz feine Holzuntersetzer, ist Leder, geflochten. Kleiner Mann in Zimmermannkluft schiebt mich den Berg hoch und trägt mich dann eine steile Treppe hoch. Rufe ihm nach, ob er sonst an sehr schweren Türen quasi trainiert und übt, die 100 kg wiegen.

Meine Eltern flüstern im Bad. Mein Vater, der alte WG-Mensch sägt Metallstangen in der Küche  mit dem Edelstahl-Gasherd als Unterlage um dann zu beteuern, wie unproblematisch er ist. Wenn da ein Kratzer rein kommt zahlt er 1000,- €. Ich habe Angst vor so was bei mir. Ich bin auch so, verwüste Wohnungen bei Freunden, breite mich überall aus wie ein Tsunami, wenn wir zu Besuch sind und lobe mich, weil ich alles wieder zusammen räume, wenn ich gehe, wie unproblematisch ich doch sei und dabei gehe ich bestimmt auch allen tierisch auf den Sender. Ist bestimmt auch total assig wie ich drauf bin und mich verhalte. Hey, WG-Menschen zeichnen sich nicht dadurch aus, dass sie im Stehen pinkeln, wenn sie bei sehr ordentlichen Leuten mit Porzellanservierhaltern und alles passend zu Besuch sind und den Klodeckel nicht mal wieder runter klappen.

Wir haben Kamera bei meinen Schwiegereltern liegen lassen und sie müssen jetzt nach Hannover kommen und sie uns bringen. Wie peinlich ist das denn? Den ganzen Tag wurde bewirtet und neu eingedeckt, die haben lauter Krankheitsfälle im Freundes- und Familienkreis und es geht selber nicht gut und dürfen uns die Kamera hinterher fahren, Ich bin echt entsetzt und das weil ein Foto von der Tischdeko gemacht wurde, nicht dass wir tolle Garten- und Gruppenfotos gemacht hätten. Das nicht, d.h. meine Eltern auf der Besuchercouch sollte ich noch fotografieren. Trotzdem, große Blamage. Hauptsache wir haben an die 10 kg Wallnüsse für uns gedacht. Wir sollten sie zur Strafe nicht dabei haben in Venedig, ich sollte meine Blog einstampfen, Stephan schreibt: ich und meine Bestrafungsphantasien. Telefonat mit Schwägerin. Bei Bauhaus waren sie neulich, dass es im dort hinter der Kasse angekettete Sägen und Werkzeuge geben würde wo Kunden mit arbeiten und selber Sachen schneiden und bohren und sägen können, wie die Geschenkpapierstation bei Rossmann. Da ist auch Papier, Schleife und Schere für Kunden zum Selbermachen.

Der asiatische Lebensmittelladen von Frau Srilankas Familie wurde eröffnet.

Der Bruder von Elisabeth ruft mich an und bitte mich um Rat und bedankt sich für meine Arbeit. Sie ist wohl sehr aggro und schlägt die Mutter. Was kann er tun? Die Eltern müssen sich abgrenzen. Außerdem sind Angehörigengruppen auch eine Form der Unterstützung. Er lobt mich als Ausnahmetalent, weil seine Schwester sonst nie so lange Kontakt zu einem Menschen hält, wie zu mir und sie wissen alle was ich leiste. Das tut gut, Danke.

Erbkram beschäftigt mich. Bruder gestorben und die Mutter ist so alt, das man es ihr nicht sagt. Das ist ein realer Fall und ich kenne die Betroffenen und alles so Horror, dass ich es mir kaum vorstellen kann. So viel Schmerz und die Frau, die mich um Rat fragt, hilft selber so viel.

Mittags Fußbad in Senf. Ins Bett. Abends Schuhe aus im Kino, kalte Füße

Perlen Doppelprogramm. David Sedaris ist so süß. „I don‘t think, I sound like a woman, maybe like a very small man“ und er zeigt 30 cm. Er ist seit 30 Jahren mit seinem Freund zusammen, der hat eine unmännliche Stimme, aber kann handwerklich alles im Haus machen, Leitungen verlegen usw. „He can beat me or set me on fire, when I am sleeping. I never want to go on a date again in my entire life and I never want to go to a gay bar again.“ Manche nutzen die Stimme vorsätzlich, damit gleich alles klar ist. Gut gefällt mir auch der Kabarettist, der sagt: „If a should ever see 2 men blowing each other, I would be like: good evening, gentlemen. But if they start talking like (und er macht bewusst auf schwulen Singsang) if you’re from Phoenix, then your phonesian, I would be like: shut up, you faggot“. Außerdem kann auch eine schwule Stimme sehr autoritär wirken, dass man sofort alles macht, was derjenige will. So eine böse, große Diva halt. Ich kenne zumindest einen.

„In the grayscale“ hat flache Schauspieler bis auf Emilio Edwards mit 5 Fahrrädern hätten wir gerne eine Stadtführung mit ihm. Erst Stadtrundfahrt und mir kann er dann Kaffee machen und ein Avocadobrot. Die anderen Darsteller sind farblos. Goldlöckchen sieht aus wie der Sohn des Nachbarn, Schönling, aber farblos und unentschlossen, Weichei.

Der Kronleuchter am Kröpke ist das reinste Putzlicht.

20.10. Traum. Letzte Sequenz im Auto, ich sitze hinten in der Mitte, wie meistens neben Elli und mache pädagogische Hausaufgaben, indem ich frage, wie sie mit Rechtschreibung zurechtkommt, ob es ihr schwer fällt und sie lernt es ja gerade erst. Und wenn schreibt man manchmal mit 2 „n“ in dem Sinne von Bedingung, wenn Du auch da bist, sehen wir uns und wenn es zeitlich gemeint ist, dann mit „h“. Beim wachwerden merke ich, das ich englisch „when I was young“ gedacht habe. Polizeiliche Absperrung an der Glocksee. Ich bin nicht angeschnallt und tue dann zumindest so. Wir halten den Wagen, Straßenbahn steht, machen sie da Razzia, nein, die Schaulustigen sind am Fluss, hier ist ein Gitter hochgehoben und es laufen 1000e Ratten unten entlang und quietschen und machen Rattengeräusche. Viele finden das eklig, ich nicht. Manche kommen hoch und ein Hund versucht sie wieder zurück zu treiben, die 3 haben selber Hundemarken um und ich sehe den Terrier in der Ratte, sie sind größer und haben quasi ausversehen bei den Ratten gelebt. Sie laufen jetzt in Richtung Küchengartenplatz. Eine andere beißt mich durch meine Klamotten und ich habe Angst vor Krankheiten und der Biss wird die Haut durchbrechen. Um den Biss zu lösen trete ich ihr auf den Kopf mit Strümpfen (genau der gemusterten Strumpfhose, die ich anhatte an dem Tag) und wenn sie jetzt schwer verletzt ist, überlege ich, das bringt nichts, ich muss die Sache konsequent zu Ende bringen und trete doller zu bis sie stirbt. Das wird dann gefilmt von wegen wie brutal ich bin. Es fließt Blut, ein letzte Aufbäumen, dann Entspannung, sie ist tot. Mein Kollege findet mich auch krass, Zuvor hatte ich ihm Vasen aus Italien gezeigt, ein Bild was ich angeblich auf der Straße gefunden habe, in Wirklichkeit geklaut habe, es braucht einen Rahmen und dann 2 kleine Vasen mit Deutschlandfarben, echt abartig und kitschig, die eine in Stiefelform und er macht ein Arrangement daraus. Davor sind wir in Italien, auch mit Steffi. Frittierter Kuchen, ja mit Käse, zeige auf die Tafel, dauert 10 Minuten, wir sollen wieder kommen. Das historische Neapel, immer wieder krasse Szenen, man ist auf einmal in einem Altenheim. Steffi zeigt uns wo es die besten Spezialitäten gibt und den besten Kaffee. Irgendwas hat mich gebissen und da steht jetzt das Wort „Satan“ auf meinem Hals an der Stelle, vorher stand ein anderes Wort, das wechselt. Das ist mir unheimlich, Stephan soll es abkratzen. Wir sind in einem Glasgeschäft. Dieses Schnapsglas oder kleine Vase ist sehr ungewöhnlich und würde Kathrin gefallen. Der Tiger ist ganz kompliziert gemacht mit den Barthaaren, kostet aber über 100 €, ach so, ist 60% reduziert, aber hat eine Schrift auf dem Rücken, die ich nicht verstehe, ist vielleicht Werbung. Ich kaufe große blaue Glasohrringe, die Blütenblatt zeigen. Die seien nicht so interessant, doch, hinten ist das Gegenstück für das Ohrläppchen auch aus blauem Glas und nicht nur ein gekaufter Rohling. Etliche andere, echt reizvolle Träume, die ich beim Zwischenwachwerden immer noch gedanklich aufsagen kann, werden durch den Rattentraum überschrieben, bin zu faul aufzustehen um zu schreiben, lieber schlafen und Kräfte sammeln, ist wichtiger. Stephan erzähle ich den Rattentraum und er meint, ich war die Ratte, die zertreten wurde wegen Blut.

Lässt die Regel nach, wollte heute zu der TCM-Frau und mir einen Akuttee geben lassen, damit ich Venedig überstehe. Weniger rot und die Energie ist viel besser, wie normal und keine Schmerzen.

Verhelfe Herrn Borderline Groß, dem Schlägernazi nicht zur Pflegestufe.

Der Hochsitz im Gericht. Gruppe von Asiaten auf Besichtigungstour. Termin bei Dr. M. Frau Perücke wollte sich letztes Mal umbringen nach dem Termin bei ihm. Was? Er ist geschockt. Ja, sie hat immer schlimme Versagensängste und setzt sich unheimlich unter Druck. Was macht sie so tagsüber. Viel im Bett liegen. Phantasy-Hörbücher. Ist das nicht gruselig und brutal. Doch, aber anderes auch. Dann müsste sie Biene Maja hören und das ist bestimmt auch irgendwie brutal. Kennen Sie das, Frau A. fragt er mich. Nee, aber Willi wird bestimmt gemobbt. Er bekommt einen Anruf, dass ein Bekannter plötzlich verstorben ist und krickelt mit dem Füller und ist etwas von der Rolle. So schnell kann es gehen, dass was Schlimmes passiert. Höchstfrist 7 Jahre und Gesundheitssorge wird neu aufgenommen. Dann kriege ich jetzt Versagensängste, weil sie ist so krankheits- und therapieerfahren meine Betreute und jetzt habe ich neu den Aufgabenkreis und muss dieses rosane Einhorn was fliegen kann aus der Tasche zaubern und das Blatt noch mal neu wenden, will heißen, ich schaue in Absprache mit ihr wie ich sie unterstützen kann und glaube nicht, dass ich Wunder bewirken kann.

Ich bin genervt vom Schuster, der 3 x morgens zu hat. ich mache das jetzt selber. Kollege fragt wegen Kaffee, aber ich habe keine Zeit, muss Arbeit wegschaffen und will lieber zuhause kochen. Bin zur Zeit auch nicht so auf Kaffee. Harald, der wegen Rathauskantine fragt muss ich auch eine Abfuhr erteilen. Er fragt (zurecht) ob die Schwulenfilme nicht gegen das Frauenleiden geholfen hätten.

Arbeite bis abends um 20 Uhr, Sport wird abgesagt. Unser Gastgeber in Venedig ist 1,90 m groß.

21.10. Morgens packen usw.

Herr Glocksee, Handy und Laptop kaputt und Bewegungsmelder im Flur. Der ältere Sohn ist18 und studiert Kunst, d.h. er sprüht die Wände voll. Känguru-Chroniken halt. Der Jüngere macht schon eine Ausbildung, irgendwas mit Auto. Mein Stoffkänguru steht hier im Büro.

Die Vertretung von Frau Perser hat Plugs und sieht gut aus. Sie holt 50,- € für Frau Stimmen, die sie Freitag sieht und die nicht zurück will in die Wohnung. Das Alleinsein hat sie wohl unterschätzt.

Mittags schreibt die Mitarbeiterin: ein Herr H. von der Polizeiinspektion West hat angerufen…Eine Frau Misstrauen in die Bevollmächtigten war bei ihm und hat etwas wirre Sachen erzählt. Er wollte noch mal Rücksprache mit Ihnen halten, bevor er weitere Ermittlungen aufnimmt. Bitte Rückruf unter 109….

Für Herrn Schwitzehand muss ich heute was schreiben zum Gnadengesuch. Nächsten Freitag schaue ich mir seine Wohnung in Limmer an. Am 04.11. geht es in die Entgiftung und von dort zur stationären Therapie am 16.11. ohne Zwischenstopp zuhause. Wenn das nicht überzeugt. Elisabeth kommt mit Bierflaschen und das ist laut. Will alleine zur Richterin am Freitag und will wissen, wie viel Zeit die für sie hat. ich sage, ganz viel, mindestens eine Stunde. Die muss Ihnen zuhören und da können Sie mal richtig erklären, was Ihnen aus der Seele brennt. Ja, ich bin fies, aber das hilft bei der Würdigung meiner Arbeit.

Beim Yoga bin ich mal wieder irritiert, was der normalen Person alles weh tut und bei welchen Entspannungsübungen Druckgefühle im Bauch entstehen. Ich habe ein ungeheures Gefühl der Dankbarkeit, wie American Beauty, all die Schönheit, wenn ich die Augen schließe und das Erlebte abspule überwältigt es mich und ich denke, es war so viel und ich bin so gesegnet. Die Trainerin sagt, wir werden heute schlafen wie Babies und tatsächlich habe ich schon während des Kurses ein Gefühl der bleiernen Müdigkeit und nur durch eine Runde Häkeln schaffe ich 22:30.

22.10. 22.10. Umzug ins Gästebett. Ist einfach zu weich dort, fast so gemütlich wie in Lausanne, fehlt nur der Vorhang, damit es wie Himmelbett/Höhle ist. Als ich um 4 Uhr wach bin, ist es noch zu früh sich seiner Reiseaufgeregtheit hinzugeben. Um halb 7 ist Schluss mit Schlaf bzw. ich darf mich der Reiseaufgeregtheit endlich hingeben.

Traum Familientreffen, 7 Hütchen dabei, ziehe immer dasselbe an. Mein Cousin Rüdiger putzt mit einer Cousine. Schrubben den Boden mit einer Klobürste? Ein Laden mit coolen selbstgenähten Klamotten, ist ein Waschsalon und ein Modell wäscht ihre Wäsche (irgendwie Filmsequenz). Vorher hat sie gesagt, sie sei eine Kampfmaschine und kämpfe mit dem Teil in das die Männer immer rein wollen, das hätten diese nicht. Die Klamotten sind Fahrradklamotten, aber anders, der Rucksack gleich mit draufgenäht oder bunte Unterwäsche, Korsagen und Strumpfhalter. Das Modell hat einen Stalker und wird vergewaltigt auf dem Tisch wo die Klamotten standen mit dem Bein einer Schaufensterpuppe, aber es ist nicht dramatisch, sondern eher total überzogen und man denkt, unrealistisch der Film. Dann einkaufen in der Schweiz, ich bin bei Migros oder so. Bio-Klamotten, doch noch eine grüne Yogahose, ich trage die Einkäufe, die ich schon dabei hatte, aber zum Glück stehen überall Einkaufswagen herum und die sind noch ohne Pfand. Ich laufe durch den Laden, hinten haben die Möbel, wie skandinavische Holzmöbel. Stühle mit integriertem Licht, darunter eine Glühbirne und das eine ist ein Eisbär aus Holz und das Licht ist in Bewegung und wird heller und dunkler und das macht Muster, aber ich glaube nicht, dass ich den kaufen darf. Stephan treffe ich in der Kantine.

Letzten Dienstag ist der Mann der Vollmachtgeberin verstorben, War das nicht der Tag als sie bei mir war. Netter Polizist, ich schicke ihm die Unterlagen und er will sie mal zur auswärtigen Sparkasse hinbegleiten um sich einen Überblick über das Schrumpfen des Vermögens mit ihr zu machen.

Warum habe ich bei Elisabeth Uno (denke an das Kartenspiel) im Kalender stehen und was habe ich gemeint, wie habe ich mich da verschrieben. Ach so, ist die Spende und das Fax was ich schicken wollte. Bin zu doof meinem Betreuten Post zu schicken und schreibe ihm das. Ging an die alte Anschrift. In der Sache mit dem jordanischen Pass der Landkreis Holzminden. Ich mag ihn nicht mehr hat der Sachbearbeiter gehört, weil ich streng rede zu seiner Kollegin. Ich: mochte ich ihn mal? Meiner wird eine Niederlassungserlaubnis bekommen. Das ist sehr gut. Die Strafsachen sind alle Lappalien und wegen seiner Sucht. Vodkaflachmann für 1,59 € klauen und einen Teil vom Einkauf bezahlen, wenn er nicht steuerungsfähig ist.

Rentner fragen, ob die Bahn auch fährt und laufen lustig an den Gleisen die Baustelle entlang.

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Warum schimmelt eigentlich eine Chili. Ist das den Schimmelpilzen nicht zu scharf? Anders zum Flughafen, nämlich mit S-Bahn und Bus. Wir sind die einzigen Fahrgäste, wie großes Taxi. Davor fährt ein Daniel Craig –Bauarbeiter, aber 100% von der Optik her mit und eine junge Mutter, die im Industriegebiet aussteigt, Auf der grauen Trainingshose steht auf dem Arsch PARIS.

Beutel voller Stengel

12.10. Traum mit Sunla, die neues giftigen Mittel hat, was eigentlich ein Medikament ist gegen Bluthochdruck oder so was, aber die Trinkflaschen total sauber macht. Ich nutze immer eine Bürste, die ausschaut wie in der Autowaschanlage. Bühnenauftritt, auf dem Festivalparkplatz abgelaufene Joghurts, umsonst, aber Polizei mahnt zum Aufräumen. Ich habe meine Pelzstola um und Angst vor Angriffen. Ich soll bei einer Mutter und Tochter übernachten und die muss früh raus, so dass wir fahren müssen. Der Hauptakt, der viel früher spielen sollte ist doch super, so dass Stephan ihn gucken will und nach vorne geht und im Tanzmodus ist. Ich stehe neben den Akteuren. Die Tänzer haben lustige Kostüme, dass sie ausschauen wie Müll oder Farbklekse und damit machen sie unterschiedliche Übungen auf dem Fußboden und verwandeln sich dabei. Der eine Musiker hat was Selbstgestricktes an in Farbverlauf mit Muster, ich teste, ob es Baumwolle ist und schneide einen Fleck aus, d.h. es soll ausschauen wie ein Fleck und das gelingt mir ganz gut.

Doch was aussortieren von dem Venedigberg? Ich mag es einfach eine ordentliche Auswahl zu haben, wie hier. Sortiere doch was aus und habe nur noch 12 Hütchen. Reicht auch für 6 Tage.

Eine Woche voller Außentermine steht an, Stephan geht Mittwoch allein zum Faust und Freitag kommen meine Eltern. Heute erst mal Ausländerstelle, Akteneinsicht und dann zu Herrn Steintor Zählerstände ablesen.

Herr Yoga ist manisch. Nachts um nach 2 Uhr schreibt er mir:

„ich bin süchtig nach Briefe und emails schreiben, das gibt mir so richtig einen Kick ins Leben durch Gefühlsstrom.

Dieses nachfolgende Schreiben habe ich zur Erreichung meiner Forderung inhaltlich durch Engelchanneling formuliert und gebe das morgen meinen Vermietern im Hinterhaus. Das Mieterhöhungsverlangen haben sie über den Vater laufen lassen, der bis vor kurzem noch der Eigentümer hier war, wohl damit sie, die hier mit mir wohnen, nicht die Bösen sind. Ich habe auch gechannelt, daß einer aus deren Familie wohl karmisch mit mir verwandt ist und am selben Tag Geburtstag hat, sehen Sie selbst im Text, ich habe Anmerkungen hinzugefügt.

Ist schon der Hammer, wenn das so die Forderung einbringt, nachdem anwaltliche Bemühungen erfolglos waren, aber ein bißchen Glück ist schon noch dafür notwendig.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Yoga ______________________________________________________________________________________________

Sehr geehrte Frau B.,

sehr geehrter Herr Dr. B.,

ich lebe nun mehr als 13 Jahre hier und Sie sind, soweit ich informiert wurde, meine neuen Vermieter. Solange habe ich noch nie irgendwo gewohnt, nicht einmal in meiner Kindheit.

Ich fühle mich hier trotzdem nicht wohl, weil ich mich hier ungewollt fühle, die Methoden des Dr. F. nicht vertrage. Herr W. hatte keine Probleme, einen neuen Geschirrspüler zu erhalten, melde ich einen defekten Geschirrspüler, unterstellt Dr. F. mir, es verursacht zu haben und will die ganze Wohnung besichtigen. Dabei hat er mir in der Vergangenheit stets das Heimgefühl zerstört, wenn er u.a. meine persönlichen Sachen filmt usw.. Desweiteren antwortet er daraufhin mit Mieterhöhung und behauptet, es breitet sich Schimmel in der Wohnung aus mit Klageandrohung zur Besichtigung der Wohnung. Zuletzt ließ er mein Auto abschleppen, weil es unansehnlich war. Dafür habe ich ja irgendwo Verständnis, aber die Methode war kriminell, Autodiebstahl. Vor einem Monat hat mir jemand anonym die Polizei nach Hause geschickt, weil ich ein Waffenlager besitzen soll. Beschlagnahmt wurden zwei erwerbsfreie Luftpistolen,die Dr. F. damals auch filmte, sowie mein der Inhalt meines outdoor-Rucksackes mit Messern und Machete u.a. mutmaßliche Gegenstände. Das war mir zuviel des Schikane-Erlebens. Ich habe daraufhin spontan entschieden, ein kleines Haus zu kaufen, um Ruhe zu haben, bin aber wieder davon ab, weil ich mich auf andere Themen konzentriere.

—> kleine Notlüge, die Polizei hat die Vermieter während der Durchsuchung darüber informiert als sie fragten wer diese seien

Auch erzählten mir die Nachbarn, die gesamte Nebenkostenabrechnung, mir wurde diese nur auf korrigierte Version nur Anforderung zugestellt aber habe sie nicht angeschaut, ist zum Nachteil der Mieter um einen 4stelligen Betrag falsch und das wohl schon jahrelang. Das soll wohl aus Berechnungen stammen, in denen der Gärtner komplett den Mietern aufgelastet wurde und anderem, wie unerklärlich hoher Allgemeinstrom. Das ist ein Skandal. Auch weiß ich nicht, ob der Garagenstrom auf Sie uminstalliert wurde bei der Kündigung oder während der Umbauarbeiten. Ich möchte mich aber damit gar nicht beschäftigen, sondern notwendige Ruhe und Frieden finden für meine geistige Arbeit.

Ich schreibe Ihnen, weil ich innerlich diese Ungerechtigkeit quält, hier immer wieder bedrängt und benachteiligt zu werden, obwohl ich mehr als Mieterleistungen erbracht habe. Ich bin sicher, Sie wissen gar nicht, wer hier wirklich wohnt. Ich bin in dieser Wohnung ein sehr spirituell entwickelter und ausgebildeter Mensch geworden, ich bin Yogalehrer, helfe als Reikimeister unentgeltlich ADS-Kindern und Jugendlichen oder begradige Hüft- und Wirbelsäulenleiden ohne eine Berührung und aus der Ferne, führe Engelchannelings durch, bin ausgebildet in Aura- und Chakraarbeit, CQM, ERV, Prana-Lichtnahrung, OBE, Engel der Kabbalah u.a. Methoden der energetischen Arbeit.

–> die denken, ich bin der Oberprolet, der sich weltlich sättigt

Ich bin der Ansicht und überzeugt, es gibt keine Zufälle, nur Ursachen und Wirkungen, auch wenn wir Menschen sie nicht immer sehen oder verstehen und nur mit unserer Lebenszeit dazwischen schweben, sind es immer nur ursprüngliche Energien unseres Schöpfers gleich, die sich bestreben auszugleichen was sie ihrem Ursprung abweichen, die wir sind als inkarnierte Seelenwesen. So wohne ich hier auch nicht aus einem Zufall und wir werden uns als andere Existenzen wieder begegnen. So wie: man sieht sich sprichwörtlich nicht zweimal im Leben, dafür unendlich oft in der Ewigkeit bis zur Vervollkommnung. Wenn Sie oder jemand aus Ihrer Familie die Geburtszahlen 1 3 7, die kosmische Zahl, hat so wie ich. 1.3.70 oder auch 13.7 oder 17.3. oder eine zufällig vergebene Telefonnummer voller 7er oder eine 77er-Hausnummer oder ein Produkt oder Quersumme aus 7 (das sind Kabbalah-Formeln), wundert es mich nicht, ich erlebe sehr oft solche Begegnungen. Ich habe mich 1990 um einen Ausbildungsplatz bei D. L. GmbH beworben, Herr K. wollte mich gerne haben, aber Frau D. und Herr B. hatten starke Bedenken, da ich sagte, keine normale Ausbildung anzustreben, sondern vielmehr eine Assistenz der Geschäftsführung. Ich wurde dann, meinem Wunsch entsprechend, bei einem Computerhersteller zum IT-Kaufmann ausgebildet und war einige Jahre im Vertrieb.

–> das ist wirklich so. ich bin 80% sicher, jemand von denen hat am 1.3. Geburtstag

Ich zahle so viele Jahre die Miete, habe stets die Wohnung renoviert, allein in den letzten 12 Monaten sind alle Innentüren und Wände gestrichen worden, der dauerfeuchte Rasenabschnitt auf der Terrasse wurde entfernt und durch Granitplatten ersetzt, eine neue Badewanne wurde installiert und mit Granit eingefasst, der Waschtisch und die Armatur wurden ausgetauscht. Vieles hätte ich gar nicht selbst bezahlen müssen und trotzdem führe ich hier in der Wohnung Reparaturen, soweit wie möglich, selbst auf eigene Rechnung aus, meistens ist es mein fachkundiger, 77jähriger Vater, der es ausführt. So hat er auch vor dem Einzug teuren Granit verlegt uvm, ich habe eine Gipskartondecke in der gesamten Wohnung einziehen lassen und die 35m² Terrasse komplett mit Granit ausgestattet. Desweiteren wurde damals das Bad aufwendig u.a. mit einer luxuriösen Duschanlage gestaltet. Insgesamt fünfstellig. Sie, Herr Dr. B., haben damals anstelle Ihres Vaters die abgeschlossenen Arbeiten besichtigt. Dafür war eine Kostenerstattung vereinbart, die dann von Dr. F. vorwändig zurückgewiesen wurde wegen einer, aus seiner Sicht notwendigen, Duschabtrennung für ein paar Euro zum Trotz aller anderen erbrachten Leistungen. Das war auch eine grobe menschliche Missachtung.

Ich möchte Sie bitten, mir den ausstehenden Betrag zukommen zu lassen. Für mich ist es mehr Geld als für Sie und ich habe mehr als genug für Sie in diese Mietwohnung investiert und bin sicher, daß Sie eine anstandsvolle Lösung herbeiführen können.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und

grüße freundlich aus dem Vorderhaus“

Morgens um 8 schreibt er mir, dass er herrlich geschlafen hat und voller Energie sei!

Büro, Ausländerstelle, Kopierer blockieren, 3,75 €. Er war als Kind alleine mit seiner Schwester im Ausland, Mutter war nicht da und es gab einen Vormund für ihn und seine Schwester. Lauter alte Ausweise mit Kinderfotos, Bestätigungen diverser Schulen, dass er dort in die fünfte und siebte Klasse geht. Sehr traurig.

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Fairkaufhaus, neue Wollreste, Polyesteroberteil, nicht mein Stil, aber richtig geil. Sturm auf der Südseeinsel- hatte heute Morgen überlegt mit noch mal „Was ihr wollt“ anzuschauen, alte Polyesterbluse in orange, lindgrün, braun, aber sitzt. Hier gibt es Retrosackos, genauso schön wie in London nur die stylische Umgebung fehlt. Muss ich mal mit Stephan hin und wenn er nur welche mir zuliebe anprobiert.

Mittagstisch bei Metzgereimeisterin Karin Klemme in der Markthalle. Der Hunger überfällt mich. Gut, schnell, frisch, viel Umsatz, Preis-Leistung hammer. Roast Beef (wenig, aber gut) mit haugemachter Remoulade und Bratkartoffeln 6,90 €. Es gibt von Milchreis, über Hochzeitssuppe bis hin zu Salaten und dann Sauerfleisch, Schnitzel alles. Da könnte ich Freitag mit meinen Eltern hin, aber die müssen zur Thai Massage.

Ricklingen, der ruhige Platz am Kinderspielplatz. Er mag die Kälte, ist hier aufgewachsen. Die Hitze ist nicht seins. Der Vormund, da war damals, ganz lange her, die üble Tante aus Oldenburg, hässliche Familie, die kann ihm gar nichts, da bin ich eher sein Vormund, als diese blöde Kuh. Der Mann von ihr hat vom Vater Geld verlangt, 30.000,- er hat die Unterlagen der Mutter zerrissen, die sie extra aus dem Irak geholt hat, ist 3 x abgeschoben worden und zurück gekommen und ihm hat er neulich ins Gesicht gerotzt, wieder geht es um den Vater und die dritte Frau, die übelst reich sind. Er will nach Enschede ziehen zu einer Frau, die er kennen gelernt hat. Hat den Kontakt abgebrochen, weil er nur scheiße gebaut hat. Hier ist er stigmatisiert als Drogenhändler und wenn er mal Kinder bekommt, dann ist das schlecht. Er ist auf der Straße groß geworden und zwischen 14 und 2 hat er mit Gras gedealt. Das lief richtig gut. Ein Freund hat ihn um 20.000 € beschissen und ihn bei der Polizei angeschissen. Er will Kampfschule aufmachen, aber trainiert seit Jahren nicht mehr, seit er in der Psychiatrie war. Erst zeigt es mir die Therme zum Ablesen, aber da gibt es nur den Zeiger und darunter steht bar. Schlussendlich gelingt es uns, auch im dunklen Keller und seine Augen sind besser als meine. Als Polizei neulich da war haben sie Beutel beschlagnahmt, da war nicht mal Gras drin, sondern nur die Stängel. Da hat ihn nicht interessiert und lag auf der Erde. Seine Freunde machen sich davon einen Tee und breit wird man auch. Ein Verfahren wegen Sachbeschädigung ist eingestellt worden. Ich spreche ihn auf die Therapie an und er hat heute noch einen Termin.

Treffe Stephan auf einen Kaffee bei Luis, echauffiere mich über junge Frau mit nerviger Stimme, die ununterbrochen redet und zwei Männer hören ihr zu und Abstriche gemacht sagt, die früher ins Wochenende will, weil sie studiert, später anfangen bringt ihr nichts, sie frühstückt eh im Büro. Wir dürfen alles mithören. Ich bin zu intolerant. Das Spezialtörtchen für 40 Cent extra schmeckt gut.

Frau Bipolar wird weiterhin als mittellos anerkannt. Das ist auch gut.

Zicke beim Sport beide Lehrerinnen an. Beim Yoga, wenn man in der Hocke einen Twist macht, geht das eine Knie nach vorne, das soll man zurück schieben, ist aber gegen die Anatomie und ich mache es nicht so fleißig und lasse mich nur widerwillig korrigieren. Dann die andere, die immer so brüllt, wenn sie stöhnen will. Sieht gut aus, aber ist so was von unsexy, wie ich finde, keine Ausstrahlung, wie Parkuhr. Die Frau vor mir ist totale Bewegungslegasthenikerin und mich will sie korrigieren. Das kann sie mal glatt knicken. Beim unteren Rücken gibt es keine Korrekturen durchzuführen, nicht bei mir. Das weiß ich nach 10 Jahre Yoga und da lasse ich mich nicht verunsichern.

13.10. Traum: Lauter Collageteile, ich halte die erst getrennt durch die Kalenderblätter und kann sie so auch transportieren, auch wenn es etwas mühsam ist, aber durch irgendeinen Impuls kippe ich alles zusammen. Das war so dämlich, warum habe ich das gemacht jetzt muss ich alles neu sortieren. Nächstes Mal mache ich alle Teile für einen Monat in eine Zipp-Bag, dass das nie wieder passieren kann.

Eine 72-Jährige, die eine Betreuung will. Der Mann ist zwanzig Jahre älter und macht es wohl nicht mehr so lange, er ist im Pflegeheim. Es gibt eine notarielle Vollmacht, die alles umfasst, aber sie hat kein Vertrauen mehr in die bevollmächtigten Personen, ein Ehepaar. Es sind Freunde des Mannes und mit der Mutter hatte er ein Verhältnis. Sie haben Geld geerbt von der Schwägerin ca. 300.000,- € und hatten vorher selber ca. 250.000,- €. Sie hat ihn, den Ehemann, mal gefragt, ob er sie denn auch so oft nach Wunstorf gebracht hätte, wenn er sie mehr geliebt hätte und er sagte darauf, sie sei da ja gut aufgehoben gewesen. Er ist 1982 in den Ruhestand gegangen und hat dann immer lange Radtouren gemacht, auch zu anderen Frauen. Sie hat keinen Überblick und ist misstrauisch, weil der Vollmachtgeber immer sagte „ihre Millionen“ und jetzt sagte er, wenn sie weiterhin sparsam von 500,- € lebt, dann könne sie zuhause bleiben und muss nicht in ein Heim im Pflegefall und, dass sie selber, er und seine Frau, wenig Geld hätten, weil die Frau Kinder erzogen hat und nur eine kleine Rente bekommt. Sie hätten deren Kinder schon jeweils 20.000,- € geschenkt und der Sohn würde jetzt bauen und das sei eine gute Geldanlage. Sie traut denen nicht und hat Horror von dem Tod des Mannes und dann bei der Beerdigung ganz alleine mit denen zu sein. Es gibt sonst keine Familie oder Freunde. Mich mag sie und es ist ihr eine Beruhigung, wenn ich die Unterlagen gleich da behalte, eine sehr sympathische Frau. Ich telefoniere schon mal mit der zuständigen Richterin, einer Studienkollegin, weil hier gibt es ja Vollmachten, die aber nicht mehr gewollt sind. Sie hat ihrem Mann gesagt, dass sie eine Betreuung will und er meinte, das ließe sich „Gerhard“ nicht gefallen und man würde nicht gegen ihn ankommen. Ich finde das richtig übel und habe Lust den zu zerlegen.

Ich ärgere mich über Herrn ADHS, der statt Morgen um 11 Uhr heute um 10:40 Uhr kommt. Formulierungshilfen für die Therapeutin. Doch auf meinem Briefbogen.

Herr Yoga schickt mir den Beweis, dass seine Oma sich mit der Kanzlerin getroffen hat. Ich kann den Anhang nicht öffnen.

Meine Mutter arbeitet seit Tage an dem räudigen Pelzmantel (da hätte sie sagen sollen Totalschaden, der Volvo ist ausversehen drüber gefahren) und will gefrorene Kirschen mitbringen. Warum sind sie Horror für mich, wollen sie wissen. Mein Vater sagt, er sei milde und alt geworden und ich freue mich auch auf sie. Sage Sport ab für Freitag. Nur in Begleitung die Treppe hoch, krasse Baustelle mit Sturzgefahr. Erst Vernissage zum Lästern und dann Boca. Samstag bei uns und Karten spielen.

Pflegedienst ärgert mich. Ich hätte ihnen was weggenommen und jetzt verwahrlost sie. Warmwasser geht. Ich schreibe statt Schwester Schwerste. Ist das dann ein Freudsche Fehlleistung? Kollegin ärgert sich über Handtücher, sie macht den Waschservice und einer von uns nutzt sie als Einweghandtücher. Ich komme ausnahmsweise nicht als Verdächtige in Frage. War es der Kollege, der auf Hygiene aus ist, wenn es ihm zu nass ist, dann über die Heizung bzw. man kann sich auch mit nassem Handtuch die Hände abtrocknen, Hände trocknen wird überbewertet, sagt die Kollegin und ich empfehle seine Jeans und er gibt quasi zu, dass er es ist und will sich einen eigenen Haken anbringen, weil wenn nur er es nutzt, dann geht das auch 3 Wochen lang (äääähhh?, wir schauen uns irritiert an), seine Tochter sei die Hygienebeauftragte (das wird ja immer schlimmer) und den Hund kann ich richtig irritieren, wenn ich Faxen mache auf dem Stuhl, da weiß er nichts mit anzufangen und legt den Kopf schief.

Der Termin bei Frau List läuft sowas von unproblematisch. Ich soll 10 Minuten vorher kommen, damit wir uns vorbesprechen können. Mache ich und sie erklärt mir: Die Hausverwaltung kommt immer mit dem Sohnemann, wegen Zeugen und der lügt dann vor Gericht und beginnen sie die Prozesse und den wird sie nicht reinlassen. Tut sie nicht, ist nur mit dem Handwerker gekommen. Fragt nach dessen Qualifikationen. Elektromeister. Es fehlt ein Stöpsel im Waschbecken im Bad seit Jahren. Die gibt es doch für 2,- € auf der Lister Meile, er hat sich Mickey Maus geholt, gibt es auch mit der britischen Flagge. Nein, wird besorgt, Bad wird gemacht, genauso wie sie es will und Fallrohr am Balkon und Belag im Sommer oder wenn die Temperaturen es zulassen. Sie hat sich Kamera besorgt mit der sie nicht umgehen kann, ich soll wieder Handyfotos machen, habe ich aber schon und der Hausverwaltung geschickt. Sie sind mittelprächtig geworden. Denen verbietet sie das Fotografieren, auch des bemoosten Fallrohres auf dem Balkon. Die Frau Hausverwaltung soll nicht immer Sanierung sagen, die wollen nur Miete erhöhen, nein, will sie nicht. Das glaubt sie nicht und will es schriftlich. Das soll sie bitte mich machen lassen. Mit diesen Leuten kann man nicht spaßen verrät sie mir, als die kurz nach oben zur Nachbarin gehen. Ich finde sie aber nett und manchmal bringt einen Freundlichkeit halt weiter. Ist deswegen nicht meine beste Freundin. Sie wollen sie los werden, war immer die Theorie, Frau Hausverwaltung bietet einen Wohnungstausch in eine komplett sanierte Wohnung in dem selben Haus an. Sie macht alles, Handwerker sollen renovieren, wenn sie drin ist oder soll ihr helfen und sie bekommt das Material gestellt und kann es in Ruhe selber machen, neuer Bodenbelag ihrer Wahl, alles was sie will außer Hotelkosten. Das hat sie in 30 Jahren Hausverwaltung noch nicht gehört. Das es so was gibt. Sweet Chili Chips von Edeka. Teuer Schokolade im Elysée, schlecht eingerichtet ist das Café. Das können sie echt nicht. Betthupferl für meine Eltern.

Der Tod des Bruders einer Freundin beschäftigt mich und tut mir wahnsinnig leid und ich hoffe, ich kann etwas helfen.

Sport trotz kalter Füße, die Inhaberin ist krank und ich mache mir Sorgen um sie. Ballettstange ist toll um krasse Übungen zu machen, ich kann Schulterstand ohne Hände und kann da richtig die Beine auseinander grätzen und es ist cool. Cool ist auch, dass ich als Teenager keine Sit Ups konnte und mit fast 50 Bauch- und Armmuskeln entdeckt habe und Liegestütze gerne mache, zumindest an der Stange. Stephan holt mir Salat vom Türken auf meine Bitte, damit ich nicht nur Fett esse. Häkele ewig, Gisys Abschied, zu spät Kaffee getrunken, kann nicht schlafen. Ziehe ins Gästezimmer und häkele in Gedanken weiter, welche Farbe als nächste. Mache mir über den frühen Tod Gedanken. Das war der jüngere Bruder und ich weiß den Namen nicht. Bin ich so egoman, das die Leute viel von mir wissen und umgekehrt weiß ich nicht so viel oder bin einfach unaufmerksam?

14.10. Werde früh wach und trete auf die Pralinen, die neben dem Gästebett liegen. State Parks im New York. Dann fällt mir ein, dass Stephan Morgen Suki nehmen muss, weil ich ins Sprengelmuseum muss. Das hatte ich total ignoriert.

Haare schneiden, dass das nicht so zottelig ausschaut. Tanja Neef oder doch mein Mann. Hat der eine Vision? Topfschnitt und dann Kamera daneben, wenn ich wieder heule. Das macht mir ja Mut. Was ist mit den Haargummis, farblich passend? Geht wohl doch nicht.

Fahrrad umlackieren. Pastellgelb.

Eine Mandantin bekommt ein Bußgeld von 75,- €, weil sie Krankenkassenbeiträge nicht gezahlt hat. Ich habe geschrieben, sie war überfordert und es kam unverschuldet zu einem finanziellen Engpass und das hat offenbar nicht überzeugt. Sie hat zwischenzeitlich in Raten gezahlt. Ich frage nach beim Strafrechtler, ob das „normal“ sei, dass so was, was ich für zivilrechtlich halte, strafrechtliche Konsequenzen nach sich zieht.

Er: „in strafrechtlicher Hinsicht verwirklicht man nichts aber es ist eine Ordnungswidrigkeit nach § 121 Abs 1 Nr. 6 SGB XI“

Ich: „Das habe ich auch gelesen, ich frage mich halt, ob schlecht geschminkt das Haus verlassen auch bald bußgeldbewährt ist. Bin ich wohl so weltfremd. Das kommt durch die vielen Betreuungen.

Danke.“

Hatte Stephan gebeten mir die Mail Adresse von Mona zu besorgen, weil ich mich bedanken wollte.

„Liebe Mona und liebes Team vom Jante,

wir hatten einen ganz tollen Abend bei euch am 10.10. und haben noch tagelang davon geschwärmt. Ich bin so froh, dass ihr das gemacht habt mit dem Jante und es ist so gut geworden und so eine wahnsinnige Bereicherung für Hannover. Danke, danke, danke.

Das Essen ist echt super und genau nach unserem Geschmack und die Atmo ist auch total schön und entspannt und Mona: Dir steht das offene Haar und die Weine waren auch sehr lecker. Es ist halt insgesamt ein tolles Erlebnis zu euch zu kommen.

In diesem Sinne liebe Grüße an den Braunschweiger Platz“

Die Antwort kommt prompt:

„Hallo ihr lieben,

WOOOWW! Vielen, vielen, vielen Dank! Ihr seid echt so Wahnsinns lieb. Wir freuen uns soooo extrem darüber. Es macht uns immer riesig viel Spaß mit Euch und ich kann es gar nicht in Worte fassen, wie sehr wir uns freuen!!!

Fühlt Euch gedrückt 🙂

Franziska, Du sieht wieder klasse aus! ;)“.

Flippe mehrfach aus, auch gegenüber der Stellenleiterin der Wohngeldstelle. Muss Widersprüche beim Jobcenter zurück nehmen, sonst gibt es kein Wohngeld. Wo ist da sie Logik? Das Wetter ist so eklig heute und Stephan braucht einen Wollmantel. Noch mehr Argumente für Fairkaufhaus, die Männerabteilung. Die letzten Nächte immer mit kratziger Wolldecke um den Leib geschlungen. Es ist bald wieder so weit. Mittagstisch in der Kita mit den übereifrigen Spätgebärenden, Väter und Mütter. Neon lesen. Pasta, halbe Portionen gibt es auch? Wer will so was? Der Kuchen ist doch schon halbe Portion zu 1,5 Preisen. Komme hoch, der Bürohund kläfft uns an als wir rein kommen, ich erschrecke mich und lasse die schlechte Laune voll raus. Das nervt, das sie das so wenig im Griff hat. Dann kann der hier nicht frei durch die Gegend laufen, sondern muss am Heizkörper angekettet werden. Ich nehme bald eine Gitarrensaite und hänge in den Baum und hetze ihn vors Auto. Das ist natürliche Auslese. Frau Stimmen auf den AB, ich soll runter kommen zum Geldübergabe und sie geht wieder in die Psychiatrie, hat schwache Beine und rötlichen Urin. Bei mir ist auch was rot.

Herr Yoga schreibt:

„Liebe Frau A.,

gut, daß Sie nicht mit bei dem Termin waren. Er sagte mir lediglich, daß er vergeblich versuchte, mich telefonisch zu erreichen, was Quatsch ist, und, daß die Stelle für Rehabilitanten für mich zuständig sei und sich wohl bald melde. Dann versuchte er sich als Lebensberater mit aggresive talk, da hab ich mich verabschiedet.

Mit freundlichen Grüßen“.

Elisabeth kommt um 14:10 statt um 15:30 barfuß in Birkenstöckern mit zerrissener Daumenjacke und hat vorgestern 50,- € selber bei der Bank geholt, besteht aber auf die 70,- €, das wäre „ihr Glück und das braucht sie“ und sonst müsste ich ihr die Karte wieder geben, weil es eskalieren würde. Sie erzählt was von der Korn wo sie vorbeigegangen sei und Artikel 4 des Grundgesetzes zitiert hätte, die Religionsfreiheit und so Jurastudentinnen, die hatten so Beine wie ich, Gazellenbeine nennt man das und die waren in Lack und Leder und hatten Stiefel an. Ich bin schlecht drauf und kurz angebunden heute. Sie meinte, ich müsse Zeit für sie haben, bloß weil andere auch ihr Geld abholen wollten. Das bringt mich alles sehr schlecht und Anti drauf und das sollte man mit mir in diesem Zustand nicht versuchen. Würde ihr am liebsten die Karte geben und sie zum Teufel jagen.

Frau Stimmen kommt auch zu früh, sie kann keine Treppen laufen und es geht ihr sehr schlecht, die hat gestern schon geheult deswegen und ist ganz zitterig. Frage, ob sie schon im Krankenhaus angerufen hat und sie verneint (kein Telefongeld) und bittet mich darum. Ich rufe die ehemalige Stationsärztin aus Langenhagen an und kündige ihre Ankunft an. Sie kann nicht versprechen, dass sie auf dieselbe Station kommt, gut, aber eine erneute Aufnahme hatte es ihr ja angeboten bei dem Entlassungsgespräch am Freitag. Wenn sie länger in Langenhagen ist, kann ich noch zum dortigen Fairkaufhaus. Das wäre auch schön.

Thomas kommt, aber ich bin raus mit dem erneuten Vollprogramm abends. Schade, aber ist mir echt zu viel Alk und unter der Woche und Ding.

Herr Borderline groß ist durch den Wind. Hatte mich schon eine Mail geschickt, dass ich einen Reichsausweis für ihn besorgen soll, es läuft Propaganda über den Rechner. Er hat Bericht gelesen, dass Leute, die z.B. Nigger zu einem Schwarzen sagen in ein Lager kommen wo Tag und Nacht auf sie eingeredet wird, damit sie toleranter werden. Also ich wäre dafür, sage ich. Habe Angst, dass die gegen die die Intoleranz sich richtet bald in Lager kommen. Bunderepublik Deutschland ist kein anerkannter Staat, alle Wahlen seit 1956 sind unwirksam und wir sind staatenlos. Er hat Angst vor den ganze Islamisten, die herkommen, weil das keiner kontrolliert an den Grenzen was das für Leute sind. An einer Autobahnbrücke haben sie ein Transparent gehängt in Solingen oder so und da stand drauf: konvertiert zum Islam, sonst bringen wir eure Kinder um. Ähhh, was will er damit sagen? Jugendliche werfen auch manchmal Steine von der Autobahnbrücke auf Autos. Die Amis sind der größte Aggressor und wir noch Besatzungszone. Er hat Angst vor dem Atomkrieg und dann sind wir weg alles zwischen Hameln und Fallingbostel. Er hat Strafanzeige erstattet gegen Gysi und Angela Merkel. Was hat Gysi, der jetzt gerade seine politische Ämter aufgibt und nur noch in Talkshows auftritt, der alte Charmeur Schlimmes gemacht will ich wissen. Er hat Strafanzeige wegen Verhetzung gestellt und spielt uns einen Aufruf zu einer Demo gegen Nazis vor, Tonmitschnitt. Ähhhh? Und ein Major der Bundewehr hat Strafanzeige gegen Angela Merkel gestellt, weil er gezwungen wird als Schleuser zu arbeiten, weil die Flüchtlinge von den Booten aus zu uns gebracht und nicht zurück geschickt werden nach Schwarzafrika. Er nervt, ich halte dagegen. 1,3 Millionen Flüchtlinge, das sei eine Großstadt und die werden dann ihre Familien holen. Frau und Kinder und dann die Eltern. Die sind zu alt und sterben in dem vom Krieg zerstörten Land oder sind schon tot. Ich halte kräftig dagegen, aber er ist so bescheuert, dass das schwer fällt. Straftaten gegen Ausländer werden unter den Tisch gekehrt, umgekehrt, NSU. Die erschließen jahrelang Ausländer und bilden eine kriminelle Vereinigung und das mit Steuergelder unterstützt und unter den Augen der Verfassungsschutzes. Man ist nicht Nazi bloß weil man mal was gegen Ausländer sagt. Wenn man sagt, deswegen sei man kein Nazi, dann schon. Die Strafanzeige wegen Sachbeschädigung an seinem Fahrrad ist eingestellt worden, weil der Typ keinen Wohnsitz hat und wenn er jemanden gehauen hat, wurde er immer bestraft. Was soll das? Erstens: was sollen sie machen, wenn sie den Typen nicht vorladen können. Bundesweit fahnden und auch das bringt manchmal nichts und ist unverhältnismäßig bei der Vorwurf, außerdem ist Menschen beschädigen schlimmer als Sachen, oder? Er verkauft jeden zweiten Tag die halbe Subutex um über die Runden zu kommen. Wahnsinn so viel Borniertheit und Blödheit auf einmal und das aus „meinen Reihen“, aber auch das gehört wohl dazu.

Edeka, Wallnußöl. Die Erdnüsse von Ültje im großen Beutel gibt es nicht mehr. Soll ich zum Sport? Gehe hin, habe selbstgestickten Socken meiner Schwiegermutter verloren und nehme einen schwarzen Baumwollsocken aus dem Lost and Found. Es geht um das dritte Gesetz von Newton und ich friere fast die ganze Zeit. Sie macht das gut. Trikonasana ist man eine Scheibe Toast im Toaster und will knusprig werden, aber nicht ankokeln. Fahre zurück, wie ich gekommen bin, mal gegen die Fahrrichtung und finde den Socken trotz Dunkelheit, nass auf der Straße.

Will früh ins Bett. Ist dann doch nach 22 Uhr und ich kann nicht schlafen. Buscopan Plus hilft nicht. Bin wach als Stephan nach Hause kommt, aber rede nicht.

15.10. Ab 5 Uhr morgens grübel und häkel ich und bereite mich auf den Tag vor und hoffe, dass er bald vorbei geht und ich dann mal echt früh ins Bett kann bzw. früh schlafen.

Hole Suki. Da ist noch wer in der Wohnung, es brennt Licht, aber wer? Schnell wieder raus. Ist das andere Knäuel, was sie mir hingelegt hat. Macht nichts. Sie bekommt die Hipsterkette in schwarz und gold mit Fliege aus Metall.

Im Regen zum Sprengel und 10 Minuten mindestens vor der Tür warten (die öffnen erst um 10 Uhr), wie beim Jobcenter, innen wuselt alles, aber die Türen bleiben geschlossen. Der Mandant hat das Werk dabei und extra eine Kunstledertasche dafür nähen lassen. Lauter Schulklassen. Die Frau am Empfang erreicht keinen. Ich denke mir nichts und bringe meine nassen Sachen in das Schließfach. Ein junger Mann sagt zu mir: „Sie sehen toll aus“. Das ist nett, aber die Laune im Arsch, nachdem uns der Sekretär erklärt, dass die Kuratorin auf Dienstreise ist und es den Termin verschwitzt hat. Wir haben beide die Bestätigungsemail ausgedruckt und dabei aber das hilft nun auch nichts.

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Total nass nach Hause und baden, Wasser nicht heiß genug, Stephan soll mir mal irgendeine Schmerztablette raussuchen. Thomas ist da und sieht, wie so ein Arbeitstag verläuft, rumjammern, im Morgenmantel Kaffee trinken, mit dem Hund spielen. Ganz viel Wolle muss ich anziehen und Suki muss in eine Handtasche rein (wegen Bahnfahren) dann gehe ich wieder los und rufe an wegen des Nachmittagstermins, nicht dass ich da auch umsonst hinfahre. Das halte ich sonst nicht aus. Hier kommen sie zu dritt.

Herr Ihme kommt ohne Termin. Will Kaffee. Lehne ich harsch ab, Kaffee gibt es nicht, soll zu Backfactory gehen. Zeige ihm das Heim, was empfohlen wurde mit Einzelappartements. Er ist nicht seelisch behindert oder krank. O.k., dann nicht. Habe nur Ring an, sonst keinen Schmuck und er sagt: „schöner Ring“ und ist dann so irritiert, dass er nicht reden kann, immer wenn er da hinschaut, muss er lachen und kann sich nicht beherrschen. Ich glaube, der sieht komische Sachen, sein Blick wandert durch den Raum oder sonst ist es so viel, dass er sich nicht konzentrieren kann auf ein Teil. Er will zum Amt, Vorschuss holen. Ich habe neue Leistungen beantragt, o.k. das wollte er wissen, bedankt sich.

Fahre doch Fahrrad. Der Hund braucht Auslauf und vielleicht hilft mir die Bewegung. Das Gegenteil ist der Fall, Kälte und Nässe macht alles nur schlimmer. Das heilige Dreigestirn aus der Peiner Straße erteilt mir ne Abfuhr. Anderweitige vorrangige Hilfen, ehrenamtliche Helfer und mit der Ergotherapeutin Klamotten auf dem Markt kaufen und APP über die Beratungsstelle, die gerade nach Roderbruch zieht. Ich gehe auf dem Zahnfleisch. Suki merkt das, habe kaum Energie. Hund abgeben, Schüttelfrost, 37,7 °, nichts gegessen. Mir ist schlecht. Schmerzmittel helfen nichts.

Frau List meldet sich und bekomme Einblicke in die Negativität:

„Hallo Frau A!

Haben Sie die schriftliche Bestätigung dass die Miete nicht erhöht werden soll besorgt?

Doch die kriegen Sie wohl eh nicht.

Außerdem haben wir ein paar Dinge vergessen, aber ich habe Frau K. meine Liste geschickt. Ebenso habe ich sie informiert, dass ich im Waschbecken den ursprünglichen Mechanismus ersetzt haben möchte und keinen „lustigen Gummistöpsel aus dem Baumarkt“!

Was den Fußboden angeht, werde ich mir PVC angucken, im Namen der Kooperation, aber mir Laminat zu verweigern wegen meiner Zimmerpflanzen ist eine Frechheit. Es ist mir total egal ob sie beide das nicht mögen! Ich wohne hier und wenn mir das PVC nicht gefällt, lehne ich das ab!“.

Anm.: Sie hatte nicht Laminat verweigert, sondern ihr was Hochwertigeres angeboten, einen dicken PVC in Holzoptik, den man von Holz nicht unterscheiden könne, außer man fasst es an. Dann hat sie selber eine private Anekdote erzählt, wie ein nasser Rucksack eines Freundes des Sohnes 1 Stunde abgestellt wurde und das Laminat sich wellte, was sie inzwischen entfernt hat. Frau List wollte, dass der Handwerker Fußbodenmuster mitbringt! Es ist ohne Worte. Ich rufe in der Beratungsstelle an, dass ich jetzt weiß, wie schlimm das ist und dass sie nie zufrieden gestellt werden kann. Von hier hat sie sich die Kamera geliehen.

16.10. Traum: Wir sind in Süditalien und es gibt lauter supersüße Streunerhunde, dünn der eine legt sich ganz vertrauensvoll in Stephans Arm. Dann fällt uns auf, dass sie alle Halsbänder umhaben. Wir sind dann bei den Hausbesitzern mit dem großen Grundstück im Schlafzimmer und sie liegen im Bett. 2 Welpen würden wir nehmen, beide sind klein und haben viel Windhundanteil, der eine Rauhaar und der andere hat violette Flecken im Fell, sieht sehr besonders aus. Das Ehepaar hat so viele Hunde, da können wir zwei nehmen, kosten 50 oder 100. Das ist zu viel, erst mal nehmen und dann sehen wir. Einer zerbeißt den Glasring mit der weißen Flüssigkeit, den ich trage. Ich denke, der macht sich die Welpenzähne kaputt, aber stattdessen zerbricht der Ring. Die Milch läuft raus, leckt in den Glassplittern, schnell weg nehmen und aufwischen. Lustig ist, dass ich den Ring an diesem Tag auch trage.

Meine Schwiegermutter hat eine Frage an mich. Ich denke immer was Juristisches, aber die sagt stattdessen, sie habe „schön Hühnersuppe gemacht“ was heißt schön, Hühnersuppe halt und welchen Salat. Sie mag ja immer Gurkensalat, aber Else sagt, das passt nicht. Meine Laune ist unbeschreiblich schlecht. Wo ist meine Handtasche?? Ich bin 3 x durch die Wohnung gelaufen und flippe gleich aus. Stephan muss sie suchen bzw. mir sofort bringen. In diesem Zustand nehmen meine Eltern mich auch nicht wieder zurück. Ich steige nicht in die Bahn, weil ich verunsichert bin und die Station nichts mit Bemeroder Rathaus heißt sondern Am Brabrinke oder so ähnlich. Die nächste kommt zum Glück in 3 Minuten.

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Den Vater, der aus Süddeutschland angereist ist und nachts durchgefahren treffe ich unten am Fahrstuhl. Der Jugendamtsmitarbeiter ist HSV-Fan und stelle das zur Schau. Ich sage nur HSV-Kaffeetasse und Maschen kennt man von den Staumeldungen. Er zeigt uns seinen Kulli, der nervige Fußballmelodien abspielen kann. Wir sind alle peinlich berührt, auch die Kinder. Ich sage: „Kinder ich zeige euch jetzt mal, wie man lügt. Wir finden es schön hier bei Ihnen, Herr HSV“. Der Sozialarbeiter aus der Einrichtung muss viel über mich lachen und kennt meinen Kollegen, den ich grüßen soll. Haben die Kinder neben Sport auch Intellektuellenhobbys wie Skat will ich wissen. Das Mädchen singt und ich schlage einen gemeinsamen Opernbesuch vor. Sie wäre begeistert. Natürlich muss die Einrichtung zustimmen. Das tun sie wohl. Kinder und Einrichtung besuchen den Vater in Freiburg. Das ist das Essen gut und schön ist es auch und das Wetter ist besser. Auf dem Rückweg ein Tittenkuchen in der Bahn, schön helles Marzipan. Der Typ wird wohl 24. Ich treffe Stephan auf dem Rückweg in der Bahn, er steigt Markthalle zu und wir freuen uns beide. Er muss mit ins Büro, mich begleiten und ich kann gar nichts mehr. Nach Hause.

Meine Eltern sind bei Freunden zu Besuch. Das wird in der Familie als Notlüge erzählt. Dietrich ist von seiner Mutter verprügelt worden, die sich im Stundenplan geirrt hat und hinter der Tür auf ihn lauerte und dann mit beiden Armen auf ihn eingeschlagen hat bis sie ihr weh taten, so dass sie sich beschwerte, dass sie sich völlig verausgabt habe. Als er nach dem Grund fragte, hatte sie sich im Tag geirrt und tröstete ihn: er habe ein Mal gut. Hat ihn auch geliebt und das hat das offenbar ausgeglichen. Ich finde es immer faszinierend wie unterschiedlich Leute das Erlebte verarbeiten von Trauma und Leben zerstört bis hin zu einem Abschütteln scheint alles möglich.

Morgenmantel an, dolle Schmerzen. Abends Blutsturz, es läuft mir das Bein runter in den Socken. Das macht mir Angst. Später frage ich Paps, ob Oma das auch so schlimm hatte. Er hat nach den dicken Binden gefragt und sie meinte, sie blute an den Beinen. Also so wie ich, vermutlich. Nein, nicht absagen, obwohl mir schlecht ist und ich kaum was esse. Erst mal das Dreieckstuch mit Muster zu 2/3 aufribbeln. Ja, meine Mama ist wichtig und hat einen größeren Beitrag geleistet. Ihr Uterus war schließlich meine erste Wohnung. Meine Eltern haben Leinenhandtücher dabei mit Kleeblattmuster, die sind 100 Jahre alt und gehörten zur Aussteuer von Bertha Roos, geb. Münz. Die war dick und hat immer in der Ecke gegessen und gestickt. Ihr Vater war Professor und ihr Mann Erfinder und hat Dietrich das Basteln beigebracht. Er hat den Kolonialwarenladen der Familie seiner Frau bankrott gewirtschaftet und sich seiner Bastelleidenschaft und Werkstatt hingegeben. Wir haben auch Holzstühle mit Lochmuster von dieser Frau, die aber nur mit meiner Kochbuchtante befreundet war. Dann mit Tageskarte ins Boca. Kriminal Dinner in Hamburg seit 2 Jahren jeden Samstag lässt mich ahnen, was andere zu leiden haben. Das schlechte Steak wird mitgenommen für den Sonntags-Brunch. Der schwäbische Apfelkuchen wird nur gezeigt sowie die Büros in der Wohnung gegenüber. Die Mädchen spielen Instrumente. Die Mandoline ist sehr schön. Sei wie eine Laute. Das hilft mir auch nicht. Die jüngere, die Morgen eine Schlechtwetterkarte für den Heidepark hat (wird eine Dauerkarte, wenn sie Glück hat, weil eine Stunde Regen schafft sie Morgen bestimmt wieder) spielt Klavier nach penetrantester Aufforderung und das sieht entzückend aus und Paps singt „dadada“ die Titanicmelodie dazu, ob es passt oder nicht. Ich sage den Mädels, ihr denkt vielleicht ihr habt schöne Haare, aber das hier ist weicher Pflaum und zerwusele die Haare beim Rentner neben mir. Das soll ihnen die Angst nehmen vor dem Mann. Die Ältere ist begeistert als sie Känguru-Chroniker hört, scheint ein Jugendroman zu sein. Ich habe einen tollen gemusterten Stoffhandschuh aus Wien verloren, die Laune ist eh schon schlecht. Ich habe mich morgens wohl gut zusammen gerissen. Die Einrichtung schreibt:

„Hallo Frau A!

Vielen Dank für ihr engagiertes Auftreten während des HPG´s.
A und S sind immer schwer begeistert. Diesmal aber besonders, weil sie
von Ihnen gehört haben, dass das Verhalten der Mutter nicht ok ist und sie dies
auch einfach so sagen. Das hat Beiden sehr gut getan.
Und natürlich haben sie wesentlich zur lockeren Gestaltung beigetragen.
Hierfür danken L H (der nette Sozialarbeiter) und ich Ihnen sehr.

Danke!“

Noch etwas Karten spielen und Weine für Morgen aussuchen oder überhaupt welche, die uns verbinden und getrunken werden sollen und dann zu Bett. Oben ist viel Bass und schlechte Musik. Mitten in der Nacht sind wir alle wach und ich habe Angst, dass es so bleibt und ich Stephan hoch schicken muss, aber wir schlafen wieder ein.

17.10. Bin stärker als Paps und kann das Marmeladenglas aufmachen. Einkaufen auf dem Markt mit Mama, dann mit Paps zum Baumarkt. Die Würden ganz schön alt ausschauen, wenn nur ich da wäre. Mama näht für mich, Mittagsschlaf machen wir alle, außer Stephan, der zum Sport geht. Stephan wird Patenonkel. Der Unterschied zwischen Ablöschen und Aufgießen, wenn es zum einen Kabinett-Wein aus Württemberg geht. Paps kocht eingemachtes Kalbsfleisch und die Flasche ist fast leer. Ich soll neben den Schmerzmitteln sowieso nicht so viel Alk trinken. Stephan sagte noch, das war nur Vorglühen gestern und ich lache: haha und es geht abends wieder richtig zur Sache mit lauter Musik von oben. Dietrich kündigt mehrfach an, hochgehen zu wollen. Ich sage, die Reise zur Goldenen Hochzeit soll schön werden, das sei mein Ziel, meinen Eltern ein herrliches Jubiläum mit einer unvergesslichen Reise zu bescheren. Die Müdigkeit wird überwunden, ich liege hinten mit fast 40 Minus, wenn ich die 40 überschritten habe, höre ich auf, kündige ich mehrfach an, aber nur zum Spaß und weil ich halt müde bin, Stephan gleicht mein Minus aus. Wir spielen bis 1 Uhr Karten und die Jugendlichen müssen ausgegangen sein. Die Aufregung war umsonst, aber war oben ein Killer und ich muss mir Sorgen machen, dass sie alle tot sind. Die Stille tut in den Ohren weh. Meine liebste Fotoserie ist Menschen, die auf Hände starren. Ein Fotograf hat die Smartphones und Tabletts entfernt und man sieht die leeren Blicke und die Menschen stehen nebeneinander, wie die frisch Vermählten, aber jeder ist in seiner eigenen Welt

Das größere Rudel

08.10. Traum: Lieselotte ist zu Besuch gut, dass Marlis heute meine Fußböden gewischt hat. Warum ist diese Erhebung im Dorf, ich sage, ist vielleicht natürlich, aber sie sind misstrauisch und vermuten irgendwas Kriminelles dahinter. Der Typ, den sie im Verdacht haben, ein Bürgermeister oder Dorfbewohner war seit Jahren nicht mehr da wo sie wohnen und weiß nicht, wie es ausschaut. Geld ist da, dann sollen sie Probebohrung machen lassen und wenn die nur Erde finden, sind sie beruhigt. Was sollen die finden, Leichen wären schon zersetzt und auch Erde oder meinen die Giftmüll, eine illegale Mülldeponie auf der gebaut wurde? Wird an einer Stelle gebohrt einmal nach unten durch oder verschiedenen Probebohrungen? Anhand der Flechten erkennt man das wissen meine Schwiegereltern und die verschiedenen Mineralien geben Aufschluss. Schön Nix sagt meine Schwiegermutter und nennt andere Namen von Mineralien, die ich noch nie gehört habe. Ich wusste nicht, dass sie sich hier so auskennt, stehe auf und sage zu Stephan: Deine Mutter sagt komische Wort zu mir. Ich stehe kurz auf und gehe an den hellen Rechner um ein paar Stichworte aufzuschreiben. Es ist 5:20. Packen wegen Venedig ist schlecht, wenn meine Eltern an dem Wochenende da sind.

Zweiter Traum: Großes Holzrad, wo man sich anschnallen lassen an kann an Lederriemen an kleineren Rädern, die daran befestigt sind und sich auch drehen um auszuprobieren, wie Folter früher funktioniert hat, ein bisschen wie Kreuzigung. Hier lernen die Männer sich kennen, der englische Schauspieler, Colin Firth, der dort englische Reden schwingt, wie ein Animateur in historischem Gewand. Er ist wie ein Film, dann der Teenager, der sich in mich verknallt hat. Das geht nicht, er ist erst 13. Ich werde bestimmt mal in einer Band mitspielen, nein er. Er steht auf mich, bin Liebe seines Lebens. Geht nicht, ich mag ihn total, aber er ist noch ein Kind. Kronkorken aus dem Dreck, jede Menge, jeder nimmt ein paar Handvoll und macht sie vorne ins Auto hinter die Windschutzscheibe und von dort aus holen wir sie wieder raus. Es gibt Pfand beim Festival, der Typ ist Alki und ich denke, wir schulden ihm noch 10,- € für eine Flasche Alk. Ist unklar ob das so ist, aber lieber nichts schuldig bleiben und das hat uns 60 oder so gebracht und da waren die 10,- € Trinkgeld oder seine Beteiligung, aber er hat den Pfand ja vorher auch von irgendwelchen Leuten kassiert. Männliche Jugendliche im Bus machen Kommentare zu Suki: teurer Hund, teures Halsband, nicht teurer als Deines sage ich und nicht mein Hund. Wie würde die Besitzerin reagieren, wenn wir den nicht zurück bringen. Sie vertraut uns. Suki beißt zweimal Welpen fast tot und die reagieren nicht. Ich denke, das war Instinkt, dass mit denen was nicht stimmte oder natürliche Auslese. Aus Kartons werden gezüchtete Chihuahuawelpen angeboten am Straßenrand, wie Ware, die dann lieblos wieder zusammengeräumt werden am Ende des Tages. Da bin ich dagegen, die haben hier genug Straßenhunde. Das braucht kein Mensch.

Yogamatte zurück und ein schönes Wollknäuel liegt für mich bereit. Gemeinsame Hunderunde. Suki, das alte Hütetier, der sich nicht recht entscheiden konnte als unsere Wege sich trennten und ich ins Büro abgebogen bin, ich bin zurück gefahren und habe Stephan die Leine gegeben so nach dem Motto, er hat kurz durchgezählt und ihr seid zahlenmäßig das größere Rudel und bin jetzt mit Hund und ohne Leine im Büro angekommen. Macht nichts, hier ist eine alte von Feininger. Beim Foto des Tages merkt man, dass wir zu zweit unterwegs sind, weil er schaut Stephan an.

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Frau Srilanka auf dem AB. Die Asialadeneröffnung zu der wir alle eingeladen waren ist doch nicht Samstag, sondern später, weil sie noch Feuerschutzbestimmungen umsetzen müssen, Notausgang, Feuerlöscher usw. Harald hat von mir geträumt, unspektakulär wie er schreibt, aber 3D und in Farbe. Ich will ihn mal in Bremen treffen und dann Kantine, die beste der Welt und abends Theater.

Endlich raffe ich mich auf den Richter anzurufen. Die ärgerliche Münchner Kanzlei der Autovermietung, die Massenprozesse machen und mit der man keinen Vergleich schließen kann. Das Gespräch hat geholfen. Ich werde die Hauptforderung anerkennen und dann fällt die Vergleichsgebühr weg und die Gerichtsgebühren ermäßigen sich, weil auf ein Goodwill dieser Arschlochanwälte kann man nicht zählen und die werden die Raten akzeptieren, weil einem nackten Mann usw. sonst kommen sie auch nicht an ihr Geld.

Rufe in der MHH an, wo man fast 400,- € für Zahnbehandlung von Frau Dackelmischling will werden von der Finanzbuchhaltung/FiBu in eine andere Abteilung verbunden und mitten im Gespräch geht der Alarm los und sie muss Schluss machen, weil da gleich alle raus müssen. Hoffentlich brennt der Laden ab. Nein, das auch nicht.

Mandant wegen alter Zahnarztrechnung für ein Kind. Es gibt Titel, er hat nie was davon erfahren, ging alles an seine Ex, die Post. Wiedereinsetzung? Was bringt das, wenn die Forderung berechtigt ist? Kann auch Mehrkosten bedeuten unterm Strich. Klingt alles sehr kompliziert, gebe ich an die Kollegen ab bzw. rate ihm es dort zu versuchen.

Eine Schauspielerin von früher, die nach Oldenburg gezogen ist. Weiß ich, wer sie ist. Nein. Das ist bestimmt deprimierend die Antwort. Der Onkel will ihr was vererben, aber Notar ist zu teuer und er kriegt das nicht hin und ist so mit seiner kranken Frau beschäftigt. Wie kann man Erbschaftssteuer sparen. Durch Vorabschenkungen, aber wenn er das alles nicht umsetzt, dann wird sie nichts tun können. Wenn die Berliner Testament habe und er vorverstirbt ist sie raus als Erbin, es sei denn er hat das testamentarisch verfügt. Es gilt gesetzliche Erbfolge und wenn bei ihm kaum Verwandte da sind, dann erbt sie vielleicht auch regulär, wenn die Frau vorverstirbt.

Dann der Pfleger vom P-Monster. Ich kann ihm die Ghost Busters vorbeischicken. Habe das alles schon gemacht, aber das bewegte sich die ganze Wohnung, so wie ich es außer in Horrorfilmen noch nie gesehen hatte. Habe hier Angst mit Kanonen auf Spatzen zu schießen und er muss die auch reinlassen. Der Pflegedienst kam mir hysterisch vor und auch wenn er sagt, die Kollegin sieht wohl schlimm aus, manche Menschen bekommen vom Wespenstich ein Elefantenbein. Es ist halt so. Er eruiert das Morgen und meldet sich.

Zu spät, treffen den Chef mit Stella am Tor zum Von-Alten-Park. Suppenstube, Einrichtung zu Hippie und lauter Staubfänger (ja Gastro habe ich einen anderen Geschmack), aber Konzept gut. Suppe gleich abholen auf einem Tablett, keine Wartezeit. Dafür schmeckt es nicht so lecker wie in der Kaffeepause, mehr nach Würzmitteln und zerkocht. Bio-Brause. Wird wohl nicht unser neuer Stammladen. Nebenan bei V17 gibt es Apfelkuchen wie bei Isabelle, aber leckerer tendenziell, nicht so süß, Äpfel matschiger. Wird das heute Ohnsorgtheater, so wie Gabi es meinte? Die beiden Hunde passen besser zueinander als Suki und Mikrusch so viel steht fest, ähnliche Energie. Sie profitiert und orientiert sich an ihm und läuft auch schneller mit. Der Geniestreich fällt uns im Park ein. Beide Hunde aneinander leinen, die Leine mit zwei Köpfen gibt das her. Das ist genial. Sieht spitze aus, die synchronisieren sich und wenn einer von der Parkaufsicht kommt, dann sind die Hunde angeleint. Keiner sagt, dass ein Mensch die Leine halten muss. Das geht nicht mal aus dem Schild hervor. Rücksichtsvoll und geduldig wartet Suki während sie schnüffelt und bringt sie dann zurück zum Rudel. Therapie- und Hütehund durch und durch. Das ist toll.

Frau List/Renovierung nervt. Ich hätte auf ihre Mails nicht reagiert. Stimmt auch, weil Screenshot über das aus Spendenmitteln gekaufte Bett war nicht mit bei, sondern dämliche Muster für Mängelschreiben und ihre Ergüsse dazu und da halte ich nichts davon, weil Mängelschreiben dienen dazu einen neu aufgetretenen Mangel beim Vermieter anzuzeigen und den zur Beseitigung aufzufordern mit Fristsetzung. Sie hat uralt Mängel und der Vermieter will was machen lassen auf seine Kosten und dafür haben wir Termin mit Handwerken nächsten Dienstag, also was soll ein Mängelschreiben und nein, ich besorge ihr keinen Beratungsschein, wenn sie mir das nicht glaubt, dann darf sie selber morgens hingehen und Schlange stehen und ich weiß auch keinen Kollegen, den ich ihn empfehlen kann. Bis Dienstag. Irgendwie scheint sie es verstanden zu haben.

Ich habe Kontoausdrucke von Herrn ADHS ab 01.09. in der Suppenstube liegen lassen. Brauchte ich erst später, Stephan hat sie mir mitgebracht und ich hatte keine Tasche dabei und wollte sie nicht knicken. Ganz dämlich. Er ruft an, dass sie das wegschmeißen sollen und ich bitte ihn mir keine Unterlagen mehr ins Café zu bringen, wenn ich keine Tasche dabei habe. Das scheint ganz ungünstig zu sein.

Frau Geistigbehindert muss sich mit 50,- € für die Infa zufrieden geben. Das ist genauso gut wie 3 x 50. Suki springt zuhause wohl aufs Sofa und reißt sogar ein Wollknäuel von mir runter (!) Hört, hört! Die Tochter des Kollegen macht Hausaufgaben, Text korrigieren: Sehlöwe. Sie geht jetzt auf eine Schule mit dem Mädchen unter uns. Das haben sie heute entdeckt. An meinen Sekretärinnenqualitäten muss ich arbeiten, Ziffer 1 statt 9, aber klappt dann doch.

Von Herrn Steintor die Schwester bringt neue Post vorbei. Wieder ein Strafbefehl. 1 Gramm Marihuana (netto). Wahnsinn, dass man mit so was erwischt wird und es strafrechtliche Konsequenzen hat. Da muss man schon sehr begabt sein. Ich gehe jetzt Montag zu ihm, dann kann er mir mal seine Wohnung zeigen und die Zähler im Keller, deren Stände ich ablesen werde und etwa 6 Vollmachten für den Strafverteidiger unterzeichnen lassen.

Frau Krieger aus dem Ruhestand. Ob ich noch weiß wer sie ist? Klar, Orchideen, ein Schnapsglas Wasser pro Woche. Geheimnummer, weil sie Klinikberichte für Herrn Ihme bekommen (das Friederikenstift schickt sie noch nach 10 Jahren) und sich für den Ausgang eines gerichtlichen Verfahrens in einer gemeinsamen Sache interessieren. Er spricht im Hintergrund immer rein.

Frau Renovierung/List hat sich ausgeheult über mich in der Beratungsstelle, „geweint am Telefon“, ich verarsche sie und weigere mich ihr einen Beratungsschein zu besorgen und sie kann nicht mit 100 Leuten in einer Schlange warten usw. Oh Mann, wenn das Betreuerwechsel ansteht bin ich auch nicht traurig. Die Alte nervt mich echt.

Kackstreifen mit beiden Hunden, zuerst sind sie wieder aneinander geleint auf dem Weg dorthin und das sieht zum Schießen aus. Ich warne eine Frau, die sich nach Stella bückt, dass sie zu unverhofften Schnappen neigt. Sie sagt mir, da sei sie dann selber schuld, wenn sie einen fremden Hund streichelt und ich denke, nein, ich finde es nicht normal, wenn Hunde nach Menschen schnappen, auch nicht kleine und denke so was sollte eher eingeschläfert werden oder man sollte eingreifen in der Erziehung, weil das kann man und dann kommt es nicht soweit. Sie kenn mich angeblich mit Stella (verwechselt also irgendwas), jedenfalls dachte ich: ich würde mich erschrecken an ihrer Stelle und wollte nur nett sein. Ihr Hund, groß auf kurzen Beinen mit schöner Palme, ist jedenfalls herrlich spielt sehr schön mit einem Riesenwelpen.

Was hat mein Mann eigentlich abgeholt neulich von den Italienkennern? Ach ein Slow Food Gastroführer. Sich die Programmhefte wechselseitig vorlesen, ob wir das auch machen wollen? Da könnte man mal ein Hörspiel für längere Autofahrten raus machen.

Wir wollen los, habe Gästezimmer zugemacht und wir finden den Hund nicht. Stephan hat den richtigen Riecher, sie liegt im Gästebett auf der Federdecke und schläft tief und fest. Neulich hat sie Stephan bei uns im Bett erwischt (allerdings Fußende, so viel Respekt war dann schon noch da) und wegen Taub und Blind hat sie nicht gemerkt als er reinkam und das Licht angemacht hat, sondern war im Tiefschlaf. Fies.

Ich gehe schon mal rein und drehe mich um nach Stephan und denke, was ist das für ein mir unbekanntes Schwulenpärchen mit dem Stephan sich unterhält, aber es ist nur unser ehemaliger Nachbar, der meint, dass etliche der Schauspieler in Linden wohnen würden. Nach dem Stück fragt ihn Stephan, welche und er zählt sie auf und weil er ein engagierter Lindenpolitiker der Grünen ist frage ich, ob die sich bei ihm melden müssen. Das Bühnenbild bekommt eine eins. Der Linoleumboden, den sie nachgemalt haben. Sonst fragt man sich, wie man ohne Not so ein schwachsinniges Stück aufführen kann. Das ist wie Kochduell und die haben Schweinohren und Marshmellows mitgebracht aber so ist es ja nicht, die haben die freie Auswahl. Vielleicht ist es doch nicht so schlecht. Einige Ansätze sind ganz lustig und Opern haben auch schwachsinnige Handlungen. Einige Ansätze sind o.k., aber insgesamt Benno Ohnesorg Theater, wie ich es nannte, halt die Boulevard-Komödie noch überzeichnet, mit welcher Intention auch immer. Ich denke, dass man es eben noch karikiert und ins Extreme treibt. Es gehen haufenweise Leute raus.

Wieder Geburtstag vergessen. Zwei andere Gäste, die kurz nach uns kommen, aber in trocken, waren mit uns im Theater mit einem Kollegen von mir, der mit mir studiert hat. Der ist Richter am Landgericht. Das erzählen sie mehrfach. Der Geschäftsmann mit dem Rollkoffer erzählt von den dollen Restaurants in Frankfurt. Paps hatte Ausstellung im Städel empfohlen. Jan empfiehlt Botticelli-Ausstellung in Berlin. Das Theaterpärchen ist lustiger. Die wohnen in Bemerode. Das sind ganz schön viele Stationen, erstaunlich, dass das noch Zone 1 ist. Da sind es weniger nach Langenhagen. Das gehört nicht zu Hannover. Gut, das ist Definitionssache: Linden auch nicht freiwillig. Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber die zweite Maus kriegt den Käse. Feiern wir was frage ich als ich die Blumen sehe. Ich dachte die anstehende Weltreise des Sprösslings. Ja, unser Nachbar hat wieder Geburtstag (ich habe so schlimm Demenz und schäme mich) und das Haus haben wir vor 13 Jahren gekauft (aber das ist nicht Anlass, sondern zwangsläufiges Anhängsel). Die Bahncard 100. Der Berliner Busfahrer fragt, ob er aufstehen muss. Haha, ich finde diese Karte wirklich sexy und nicht eine schwarze American Express (bei der die Kellner salutieren würden, wie der Geschäftsmann der Runde uns wissen lässt) oder einen roten Porsche. So sind die Geschmäcker eben verschieden. Er will sich eine Arbeit von Pipilotti kaufen. Das sind wohl geschmackliche Überlappungen. Ich frage nicht weiter nach, weil das sein Ego noch mehr befeuern könnte. Die Frau vom Koch schaut mich an, ob wir uns noch mal sehen würden will sie wissen und ich drehe mich um und schaue den Typen hinter mir an, weil ich mich nicht angesprochen fühle. Immer wenn wir rausgehen dreht einer den Wasserhahn an.

09.10. Traum: Irgendwie das Haus, wir haben einen ausgebauten Dachboden, warum haben wir den dunklen Holzboden gewählt und auch an den Wänden vertäfelt statt hell, das sieht nicht aus, aber die Aussicht ist toll. Die Zimmerleute kommen und die Balken sind mit durchsichtigem Tesafilm geklebt. Hier könnte man sich aufhängen und solche Orte gibt es recht selten, die geeignet sind demonstriert der eine Handwerker. ich will ausmisten und brauche Unterstützung. In dem Regal sind eine Sammlung alter Tassen, zum Teil kaputt und Tupper, das kann alles weg und dann ist nur noch das Diktafon drin mit dem gewickeltem Kabel. Ich habe eine CD geschenkt bekomme in Schmetterlingsform und man kann das eine aufklappen zu einem Ganzen. Das ist auch cool. Das kommt besser zur Geltung, wenn ich alles was ich noch mehr will konsequent wegwerfe und nur die Sachen behalte, die ich aktuell gut finde, vielleicht das Regal ganz leer machen oder auch weg. Dann zwei Dörfer in der Heide, die Moorhuhn heißen und man sieht weiße Hühner als Zeichen dafür. Gibt es die in echt? Ich in der Konditorei, Ich will das mit Schoko und Wallnüssen, was die Frau vor mir hatte. Die bieten mir alle möglichen Kekse an. Nein, das war feucht und lecker und nicht trocken, Das war es alles nicht, der Typ neben mir ist Zeuge. Dann zeigt sie einen Gugelhupf und tut so, als würde sie die quadratische Schnitte daraus ausstanzen, aber stattdessen schneidet sie es nur in winzige Stücke und macht Puderzucker drauf. Enttäuschung. Dann nehme ich noch das Madelaine aus der Vitrine, was mit Obst gefüllt ist. Ist in einem Weckglas und steht in geschnittener Mango. Muss erst rausgenommen und sauber gewischt werden. Zwei Frauen hinten in der Schlange sagen was mit Hygiene. Ist doch nur Deko, auch wenn ich es auch nicht so verstehen kann. Dass meine Brüste größer geworden sind finde ich jetzt wohl auch ganz gut, werde ich gefragt. Ja, halt fester sage ich halbherzig während ich sie teste und werde wach.

Stephan hat die alten Polaroids eingescannt und will mir die immer zeigen, wie süß ich sei. Na ja, geht so. Durch die Vergrößerung könne man mehr erkennen. Ob ich das bin in dieser Werkstatt bezweifele ich, weil mir der Ort unbekannt vorkommt und der Schal auch untypisch ausschaut. Sieht ein bisschen aus wie Stephan, aber vermutlich sehen wir uns einfach total ähnlich, wie sich das gehört für Lebenspartnerpärchen. Am Morgen den Axel Schröder Witz von gestern an den Mann gebracht und meinem Studio geschickt: Pilates? Ist das nicht der Typ, der Jesus umgebracht hat? Ich habe mir gestern Tee gemacht ohne Tee, also lecker heißes Wasser, was jetzt erkaltet ist.

Frau Altersheim ruft an, das ich 300,- extra aufs Taschengeldkonto zahlen soll. Jetzt wären die Geburtstage. Wird gemacht. Montag habe ich Termin zur Akteneinsicht in der Ausländerstelle. Das mache ich immer ganz gerne.

Häkeln ist Yoga, ich stehe in der Bahn und balanciere mein Fahrrad und bin wie weggebeamt. Es ist Herbst und es fallen harte Dinge von den Bäumen und es liegen harte Dinge auf dem Boden. Im CCL kaufe ich im Kurzwarenladen ein. Ich mag das Bild Seehund im Farbenmeer oder –sturm sehr.

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Frau Stimmen knotet ein Freundschaftsarmband. Wir sind verschieden. Sie mag mehr MHH und ich diesen Laden. Hätte mir auch die offene Station 14 angeschaut. Sie: da soll es Tiere geben und man muss die Käfige sauber machen. Ja, Gorillas bzw. das sind keine, das ist Geriatrie. Es gibt donnerstags eine Disko in der MHH, da können auch andere hin, ich: „ach, auch Normale“? Vor allem die Chirurgen müssen sich locker machen. Ärzte und Pfleger begleiten das. Ja, die legen auf. Playlist, mehr Cro. Frau Perser gibt ihr den Wohnungsschlüssel zurück. Wie viele Exemplare hat sie denn? 3, eines hat die Vermieterin. Der würde ich es nicht geben, die hat einen an der Marmel und wollte ihr den anderen Mieter als Betreuer angedeihen lassen, dann lieber Frau Perser. Da ist er besser aufgehoben. Fairkaufhaus Langenhagen ist großartig, 2 Traummäntel, einer blau, Wolle, doppelreihige große, runde und schlichte Silberknöpfe, Fellkragen, braun unecht, tadellos, wie neu. 60er oder 70er, ein Traum und noch besser, total weiche Wolle, alte Knöpfe, Ton in Ton, lodengrün mit echtem Pelzkragen (zu groß). Die Blumenvasen und Porzellansachen sind hammer (leider bin ich schon eingerichtet) und die Schuhauswahl. Traumschuhe, hinten offen in weiß, aber leider Größe 39 und fast hätte ich altmodische Wanderschuhe aus Leder gekauft (nix Funktionskleidung). Außerdem viele Hüte und Taschen und alles was Herz begehrt. Das muss ich unbedingt Steffi sagen. Lange geguckt, Vieles ausgeschlagen. Großes Grand Canaria Bilderbuch für die Eltern (1,30), 2 großartige Spiele (bzw. das eines davon ein Puzzle je 2), wo ich nicht wiederstehen konnte, Hipsterschuhe für mich in kupfermetallic zu den Leggings (6) und Schmuck für Steffi (1,80), zusammen 13,10. Was will man mehr?

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Die Fußballexperten vom Jobcenter in der Bahn, steigen Vahrenwalder Straße zu. Das ist schmerzhaft, die ganze Zeit: der und der Spieler „ist heiß“, guter Schuss, die Größe der Städte (Einwohnerzahl) im Verhältnis der Bundeligaeingruppierung und von Freundschaftsspielen hält er wenig, bringen meistens nichts, er macht nie Vertretung für seinen Buchstaben. Dann wechsele ich in eine sehr volle alte grüne Bahn und spreche zwei Mitfahrende an, die ich etwas in die Ecke bei der Tür eingekeilt habe. Die Frau, die meint, dass sei die Zukunft, voll wie in Indien, alle nur Stehplätze, wenn die aus Indien auch alle kommen würden. Totaler Schwachsinn und ärgerlich. Wie Stephan meint, dass ist so als seien 99 Leute in der Disko und dann sind es 100 und man stellt fest, jetzt ist es voll geworden.

Marc muss zwischen Berlin und Hannover noch mal nach Essen wegen einer Frist und auch Parasiten. Ich denke, vielleicht kann ich helfen mit Untervollmacht und einem Faxgerät. Ich glaube, das machen schon andere in der Kaffeepause. Eine Gruppe von Frauen, Therapeutinnen und so mit einem schwulen Lehrer die sich über Kinder Gedanken machen, die man aus den Familien holen müsste. Die eine Mutter schreibt ihm eine SMS. Die wird er erst mal zappeln lassen bis 5 und ihr dann scheiben, dass er am Wochenende nicht da ist und sie frühestens Montag Kontakt haben können (der hat’s ja voll drauf).

Frau List beschwert sich bitterlich, dass ich sie nicht ernst nehme und über den Mieterschutzbund schlecht gesprochen hätte.

Jan lädt uns auch noch zum Rehessen ein (hat 2,5 Kilo vom Sohn geschenkt bekommen, der kennt seinen Vater). Ich: „Lieber Jan, Du weißt gar nicht, wie peinlich mir das ist, dass ich gestern wieder der Volldepp war. Ich hatte trotzdem einen sehr netten Abend. Danke dafür. In der Tradition des Volldepps weiß ich auch nicht, wie meine Tischnachbarn hießen, der Pärchen aus Bemerode. Die mag ich jedenfalls. Das mit dem Reh ist unverdient, aber ich freu mich trotzdem (zwischen dem Schämen). Wir würden Dich gerne ins Jante einladen in einer neuen Runde. Vielleicht wollen die aus Bemerode ja mitkommen….Deine Nachbarin mit Pelz im Kopf…“.

Beim Sport fühle ich mich wie ein Dressurpferd. Lange, dünne Beine, die haben auch einen vergleichsweise dicken Bauch. Ich kann elegant die Füße aufsetzen auf dem Trampolin. Sehe mich bei Olympia die Choreo tänzeln als Dressurpferd, die meine Reiterin, in diesem Fall Stephie mir vorgibt (das Ganze weniger konkret, mehr abstrakt) und muss an meine Kindheit und Jugend denken, wo wir Pferde gespielt haben, ich und die amerikanische Nachbarstochter. Der Beckenboden des Pferdchens funktioniert besser als noch letztens. Eine Frau, die aussieht wie meine Ex-Betreute, die Gymnastiklehrerin, die sich immer in ihrer Wohnung verschanzt hat und sich ins Bett gelegt hat um da zu sterben, hörte dann auf zu Essen und zu Trinken und man musste die mit Polizei und Feuerwehr da rausholen. Gut, die Mitturnerin sieht besser aus und hat auch keine Warze im Gesicht und keine Schuppenflechte, sie fragt nach der Critical Mass, wo es noch hingegangen sei und behauptet, wir hätten uns unterhalten. Ich erinnere mich nicht an sie. Auch krass, aber ich rede mit ihr über die Veranstaltung und sie sei zufällig dazu gestoßen und es hat ihr eben auch richtig gut gefallen.

Aldi auf der Suche nach dem Stilton, den Claudi empfohlen hat. Finde alles Mögliche andere, vor allem Eis und die haben Kassensturz. Zu Lidl gehe ich dann nicht mehr. Leckere Pasta mit Knoblauch, roter Zwiebel, Fenchel, Paprika und Chili und einer Tomatensoße mit grünen Oliven von Barilla. Die Pasta hat Biss. Ich häkele die Abschlussborte und muss das Muster wieder neu schauen, finde es aber. Bügele auch eine Runde, Stephan trägt sein Sub-Cancer T-Shirt (kannte ich gar nicht) und hat nur noch 2 im Schrank, dabei hat er angeblich so viele. Da sieht man wie weit ich es kommen lassen kann mit dem Bügelberg. Kathrin ruft an und kommt Morgen gegen 17 Uhr und wir fahren mit den Rädern und holen Michi und Markus ab. Das Aldi-Eis mit Macadamia-Nuss ist besser als das Markeneis. Die Nüsse weniger karamelisiert und haufenweise drin, richtig üppig. Das erste Eis von 5 ist gelutscht. Butter mit Meersalz und Pfefferbutter im Glas gab es auch. Ich zeige Stephan die Elastikbände, die ich in einem Kurzwarenladen im CCL gekauft habe. Lumpige 5 Stück, weniger als eine Handvoll für 17,- €. Das ist auch teuer so ein Bastelhobby. Ich kann es selber kaum fassen. An die niedlichen Rüschen muss was aus Müll um einen Kontrast zu setzen, das nehme ich mit gleich nach dem Kauf vor. Er geht recht lange mit Stella raus (ich hatte ihn ermahnt nicht nur immer um den Block) und lernt seinen Lieblingsmischling, einen Kampfhund-Dackel, wo aber angeblich Jack-Russell und nicht Dackel drin ist, näher kennen. Hat er sich als Sitter angeboten? Er wollte wohl nicht zu aufdringlich sein und das kann ich auch verstehen. Stella wollte wohl immer weiter, so dass er keine Ausrede hatte um weiter stehen zu blieben und zu glotzen bzw. sich zu verzehren. Stella ist wohl im Schlafzimmer, ich höre sie scharren (Bett machen). Wie ist sie an Stephan vorbei gekommen, der auf dem Klo sitzt. Wie ein Geist. Sonst hört man das tippeln, kann sie auch die Nägel hochziehen und quasi auf Zehenspitzen sich schleichend fortbewegen. Nicht das erste Mal erscheint sie als Geist und ist auf einmal da, hinter einem, neben einem.

10.10. Laufen und springen noch rein in den Zug, machen schon die Türen zu. Die Abteile sind wie große Klos und voll, d.h. die stehen schon. Dann zwei Plätze ganz außen, nebeneinander. Die Frauen davor stehen auf und lassen uns durch. Ich sehe den Kapitän und das Flugzeug ist steil und alle müssen sich festhalten. Ich bin heilfroh als wie sitzen und Stephan, ob ich nicht lieber Plätze mit Fenster hätte. Bin jetzt erst mal froh zu sitzen und das andere kann er später schauen. 6:30. Probleme wieder einzuschlafen. Jasmin fragt, was ist mit der Collage für Claudia? Die muss ich noch machen. Habe Fotoausschnitte wie Puzzlestücke ausgeschnitten (das eine Spiel, „Wie geht kennst Du Deutschland ist ein Puzzle mit Landkarte und 110 Stücken, Wien war auf dem einen drauf, hatte es aufgeschnitten und kurz angeschaut gestern Abend) und muss Hintergrund bemalen. Leider nur eine Seite von 2 ausgedruckt. Wie komme ich an die andere? Wer ist zuhause bzw. hat hier einen Drucker? Kathrin fragt, was ist mit ihr? Da habe ich keine Collage gemacht, weil ich wusste, sie ist zu eitel und will das nicht (sie hat heute Geburtstag und ich bastele einen Kalender für sie und das ist hier sicherlich ausschlaggebend). Stelle fest, dass die Puzzlestücke aneinander liegen und abschließen und ich wohl nichts oder so gut wie nichts malen muss. Auch Seite 2, größere Stücke und dafür weniger, aber auch DIN A 4. Wir liegen mit zwei Kindern da als Jasmin vorbei kommt und der eine Junge versucht immer mein Geschlechtsteil zu sehen. Ist vielleicht normal und er ist so jung, dass er sich später nicht erinnern wird. Ein Vater schreit und droht seinem Kind Schläge an. Woher kommen die Geräusche? Aus dem Haus oder Auto (das habe ich mich gestern beim Aldi gefragt wegen Hundegebell, eine ganze Meute, vermutlich im Auto und es schallte in den Markt). Die Frau sagt: und der sei erst zwei. Es ist 8:30. Stephan steht kurz nach mir um 8:45 auf.

Stella war im Schlafzimmer eingeschlossen. Sie liegt sonst gern in meinem Ankleidezimmer auf dem Kleid von Andrea, was auf dem Boden liegt. Sie knirscht viel mit den Zähnen.

Es gibt Zimtsterneis, bügeln, Kalender basteln für die Schwägerin mit lauter Bildern von gemeinsamen Reisen, Kopenhagen, London, Paris, San Francisco. Claudia hat den Wunderbrief bekommen. Der Inhalt sieht überzeugend aus, aber vermutlich nur für mich. Ich hätte mir selber einen schicken sollen.

Puzzle von Deutschland mit komischen Grenzen (Naziweltbild mit polnisch verwalteten Ostgebieten) und Puzzlestücken, die gleich wieder auseinander fallen und nicht einhaken. Meine Schwägerin ist zu Besuch und bringt uns immer was zu essen aus der Schweiz mit und sie weiß, was wir mögen, so lieb, so thoughtful. Statte Kathrin mit Mütze, Schal und Zigeunertuch aus. Dann gemeinsame Radtour zum Jante mit Gästefahrrad; Michi, der alte Taxifahrer führt. Es ist sehr kalt geworden. Marc und Jasmin sind schon da. Jasmin hat eine Abwesenheitsmitteilung bis Dezember 2014. Die Freundin hat den Kiefer operieren lassen. Kathrin gibt eine Runde Champagner aus. Ich bin verknallt in Mona, die immer wieder ins Sie rutscht. Die Jungköcher sind auch nicht schlecht, aber schüchtern. Ich kenne langsam meine Weindosis, die ich vertrage 4 Gläser und einen Aperitif geht. Komme in den Genuss beide Menüs zu probieren, der stramme Max aus dem kleinen ist hammer, die Gurkenvariationen, der Hummer in Buttermilch, das Reh ist aus dem großen sind auch voll lecker, das Reh ungewöhnlich, der Weißwein dazu eine gute Idee, die Schwarzwurzel ist auch toll gemacht und unser Nachtisch mit Schoko und Haselnuss aus unserem und dann noch Berliner mit Senf, yam, yam. Ich werde meine Sachen los, Schuhe und das große Spiel und bekomme ein großes Geschenk, schöner Hut, braun mit Punkten und Schuhe, die mir zu groß sind. Ich kämpfe dagegen an, dass es hier immer voller wird, aber es wird mir schwer gemacht, ein paar Schuhe weggegeben und ein neues, was auch irgendwo wieder weg muss. Marc redet über TTIP und zeigt seine Bauchmuskeln, ich mag ihn echt, unseren Trauzeugen und einen Knall haben wir alle.

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11.10. Werde um 8 wach, 9:30 Uhr hätte gereicht, da bekommen wir Stella zurück. Es ist sonnig, die Herbstfarben im Garten werden immer krasser und schöner. Schaue mir die Videos vom Schauspielhaus an, aber mit dem Frühstück um 11, das wird wohl nichts. Will lieber basteln. Stephan soll mich bitte daran erinnern, dass ich nächstes Jahr keine Fotos für Kalender nachmachen lasse. Habe für die nächsten 5-10 Jahre Material da und teils doppelt. Schwägerin nimmt ein großes Baumwollhäkeltuch mit und das freut mich ungemein, dass sie eines hat und das mochte und nicht nur ich es für sie mochte und Schuhe und Hut einer Modistin aus HH, den sie aber beschneiden will. Steffi sage ich ab, weil ich für Vendig packe. Mein Mann unterstützt mich und schaut immer wieder. Es ist wie immer, wenige Outfits enden in 14 Hütchen für 6 Tage und einem riesigen Berg Schmuck vor allem. Ich vernähe Fäden in neustem Dreieckstuch, d.h. ich habe noch eines auf Lager. Später kommen Karin und Georg, aber die Bewirtungsqualitäten sind schwach ausgeprägt. Wir haben schon am späten Nachmittag gegessen. Kokosflocken in die Tomatensauce schmeißen geht gut. Ich vergesse die zarten Zitronensetzlinge und das Hütchen aus Kuchenuntersetzern aus Castellabate (mein Geburtstagsgeschenk von ihnen) zu zeigen. Eckhard ist wieder da und holt Stella direkt. Wir schauen Wohnungen in NY und ich finde es sympathisch, dass sie das etwas punkige Loft, was mehr roh ausschaut mit den Hammerblicken bevorzugen, auch wenn es nur ein Bad hat. Hier wird es nicht klappen, die Frau schreibt zurück, dass sie nicht vermietet. Da helfen auch keine weiteren Anfragen, muss man so akzeptieren. Wo geht man außerhalb von New York hin. Muss mal meine Mutter fragen nach der Collin, die auf Long Island lebt und die mich noch als Kind kennt als ich ihrem Sohn das Wasser nicht über den Kopf schütten sollte und dann genau das getan habe. Ich war damals halt auch schon ein Schätzchen.