Archiv der Kategorie: Sauerrahmbutter

Alltagsberichte – das Tagebuch

48 – die Geburtstagswoche

Im Fernsehen ein Bericht. Franzosen sagen wir haben das Reden gelernt, weil der Faustkeil erfunden wurde und wir durch das Quatschen Vertrauen und Mitstreiter gewinnen wollten um nicht im Schlaf abgemurkst zu werden. Ich halte die Theorie für Schwachsinn. Reden hat so viel mehr Vorteile, sich absprechen und verabreden zu können und nicht nur mit Zeichensprache arbeiten zu können z.B. bei der Nahrungsbeschaffung und bei Allem. Diesen Franzosen sollte man es verbieten als Wissenschaftler zu arbeiten. Andererseits ist es der Running Gag, dass Stephan gefährlich lebt, weil er zu wenig redet.

15.07. neuer Jahrestag. Erinnere mich eher wie das vor einem Jahr anfing mit dem Durchfall. Auge war schlimm in Italien und Stephan wird angeblich schon darauf angesprochen, will mir aber nicht sagen von wem. Ich freue mich aber über meine Gesundheit und finde ich strotze vor Gesundheit im Vergleich zu der schlimmen Zeit 2014. Depressionen habe ich nur wegen des guten Kaffees in Italien, mache keinen mehr im Büro, wäre zu krass scheiße. Will Cafe Fredo oder Creme di Caffe. Die Kollegin fährt nach Frankreich. Ich weiß nicht, ich bin doch eher von der Italienfraktion. Alleine der Kaffee ist so gut (während man in Paris Mühe hat einen guten Kaffee zu finden und erst schwule Australier finden muss, gibt es dort in jeder Bahnhofspinte richtig leckeres Zeug. Das ist alleine schon so viel Wert.

16.07. Frau Demenz, soll Fliegenplage haben und ich rufe innerlich schon Martin zur Hilfe. Pflegedienst will sich erst nächste Woche dort treffen, nein Morgen. Bringe Bildzeitung, die im Flur liegt, mit rein. Was Schweinsteiger verdient, was geht uns das an, regt sie sich auf. Wendler gestürzt (wobei nur?) und das Beste, Nürnberg oder Uni Erlangen: Essen aus dem 3-D Drucker für Senioren. Auch hier drehen die Katzen auf mich durch und ich krieg die fetten Biester kaum vom Schoß.

17.07. Scheidung, hätte Termin fast verbaselt, d.h. 9:40 war der Termin, der wegen Italien verschoben wurde. Um 10 vor 9 entdecke ich, dass ich um 9 beim Gericht sein muss und Robe aus dem Büro muss ich auch noch holen. Komme trotzdem kurz vor der Richterin. Sie sind arm und verstehen sich. Alles mit den Kindern ist geregelt und es werden ein paar Rentenanwartschaften hin- und herübertragen. Solche Scheidungen mag ich.

Afrikanerin, hat die erste Spritze schon nicht genommen. Hier ein Foto vom letzten Klinikaufenthalt auf der Besuchertoilette. Der Stationsarzt hat sie definitiv nicht durchschaut, aber darüber habe ich mich ja schon beschwert…

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Öffnet nicht auf Anklopfen, ich gehe rein. Liegt auf dem Bett und hört laut Bibel-TV. Vergleicht sich mit Luther. Der war schwer krank, sie ja nicht. Muss gegen „Witchkraft“ kämpfen und stark und geduldig sein, das ist ihre Mission. Ich werde sie wieder ins Krankenhaus bringen müssen zur Spritze. Gut, wenn es sein muss, wird sie gehen. Wenn sie freiwillig geht, sage ich meine Termine ab und bestelle gleich einen Krankenwagen, nein, nicht freiwillig, sie will die harte Tour mit Polizei usw. Das scheint besser ins Konzept zu passen, obwohl sie mir erklärt, „that it’s a mental war, not a physical one“. Sie führt einen Krieg, gehöre ich zu den Bösen, die sie vom Glauben abbringen wollen, sage ihr, dass dem nicht so sei. Gebe auch zu bedenken, dass ich nicht glaube, dass Luther sich im Zimmer verschanzt hat um den ganzen Tag Bibel-TV zu schauen, gerade weil sie sagt, das reden zählt nicht, sondern die Taten. „The body is still, but the mind is working at the same time“. Da ich länger bei ihr bleibe, bekomme ich eindrucksvoll mit, wie die Psychose bei ihr arbeitet und sie offenbar überall Dinge sieht. Zeigt mir auch ein Foto von einem langhaarigen Typen. Sie hat die Europäer für Engel gehalten, aber „they lie“. Lächeln bedeutet gar nichts, hat sie gelernt. Sie will die Medis nicht, weil ihr Kopfkino dann weg ist.

Bahlsenkekse bringe ich bei Mutter und Sohn wobei, wo ich etwas Zeit vertreiben muss. Sie muss lachen und zwar irgendwie hysterisch, wie auf Droge. Sie kauft die nicht, weil bei denen kann sie nicht aufhören bei Bahlsen Kekse und bei Russisch Brot, sonst schon und beim Obst bei Kirschen. Er: Bahlsen, drei Brüder, Locken, sehen alle gleich aus, einer hat die Kekse, einer einen Pflegedienst und der Dritte hat kein Geld. Saß nackt vor ihm und hat „schwul“ gesagt und er sagte, er mag keinen Schwulen. Weil er schwul ist, deswegen wurde er enterbt. Wenn Männer sich küssen ist es ekelhaft, nur wenn Frauen sich küssen ist es in Ordnung. Ich widerspreche seiner Schwulenfeindlichkeit und sage, Schwule mögen wir wie andere Menschen auch und das ist nicht eklig, wenn sie zwei Menschen lieben. Seine Mutter, die im Übrigen Analphabetin ist, sei begabt. Sie widerspricht. Ist sie nicht, lässt sich nur nichts gefallen. Beide, Mutter und Sohn wären gerne Anwälte geworden. Die Nachbarn sind Araber und tragen Röcke. Mutter will mit Enkel in die Türkei fliegen, ist da Krieg? Lobt meine Klamotten. Apropos Kekse….

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Die neue Betreute mit der Leukämie macht sich um einen Rasenmäher sorgen für ein winzige Gartenparzelle, trägt Perücke, hat eine Tüte voller Medikamente und eine kaum eingerichtete Wohnung. Sie war schon überall auf der Welt auf internationalen Schulen, auch in Krisengebieten. Irgendwie werde ich aus der nicht schlau.

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18.07. Schlafe alleine, weil ich was zu „Fenster zu“ gesagt hatte. Merke es erst nachdem ich pinkeln war, dass das halbe Bett leer ist, mache das Fenster zu und schlafe weiter. Auch 7 ist noch zu früh. Traum: erst bayrische Gaststätte, ich bin verknallt in den Wirt und küsse ihn und sage, so lustig und schlau wie er ist könnte er auch studieren, aber vielleicht will er lieber seine Kneipe machen. Er sagt, wir werden gute Freunde und ist leiert (weist mich also quasi zurück, weil ich offenbar mehr wollte). Hotel und so eine Art Familientreffen. Ich fahre ohne Stephan zurück und muss mir Mitfahrgelegenheit suchen. Ein Pärchen hat sich offenbar gemeldet, aber ich weiß nichts davon bis ich angesprochen werde von einem weiblichen Hotelgast. Die müssen doch dann nach mir fragen statt genervt zu sein. Zwei Frauen, eine im Rollstuhl. Es ist schon 16 Uhr und wir wollen bald aufbrechen. Stephan will auch mit, weiß nicht, ob das ins Auto geht, weil die eine doch im Rollstuhl ist. Beim Gehen, will das Hotel noch 229,- € von uns, weil wir als Nichthotelgäste noch einen Tag im Hotel geblieben wären und das Restaurant genutzt hätten. Das kostet kein Geld, sie haben meine Adresse in Hannover und sollen mich verklagen. Wir haben bezahlt im Restaurant und hätten da auch bis 16 Uhr sitzen bleiben können. Der einen flüstere ich ins Ohr, dass es selbst im Barreis nur 40,- € kostet Tagesgast zu sein und da hat man die ganze Wellnessprogramm mit Saunen und Wasserfall im Garten. Relativ klaglos ziehen sie wieder ab als es nicht geklappt hat und ich wundere mich was das sein soll, so auf blöd versuchen, ob einer zahlt. Das ist auch schlecht für den Ruf. Frage andere Hotelgäste ob man es bei ihnen auch versucht hat.

Etwas Schrott und Bastelkram zusammenräumen für Montag. Zu meinen Schwiegereltern und dann heute Abend zum Geburtstag eingeladen. Stephan bestellt mir Twillings zum Geburtstag Rasberry Echniachea und ich suche Einiges dazu um Portofreiheit zu erreichen. Als Prämie kriege ich einen Coco Pops Becher. Yuhu! Geburtstag kann kommen. Lecker Obstteller. Stephan hat Beeren auf dem Markt gekauft.

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Die Knochenlampe ist viel schöner als erwartet. Er hat echt Geschmack und ich hätte ihm blind vertrauen können (hatte ihm noch verboten, den großen Knochen zu zersägen). Siegfried Neuenhausen will, dass wir bei ihm anfangen, aber ich weigere mich, bin wegen Gerd da und der kann was, Dada im besten Kurt Schwitters Sinne, etwas trashiger und moderner. Ich mag nicht alles, aber er hat’s echt drauf und ich weiß nicht, warum er nicht berühmt ist. Schön dazu die abgeblätterte Balisto-Werbung.

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Nehmen eine nette Frau mit vom Bahnhof Nordstadt mit ihrem Fahrrad mit auf unserer Gruppentageskarte. Ihre braucht sie nicht abstempeln und nein, wir wollen keine 3,- € Beteiligung, hätten auch so Gruppentagesticket gekauft. Zwei Söhne, einer in Hamburg, der andere bei Wunstorf. Kastrierte Kühe, ohne Euter und ohne Penis/Hoden. Grillen bei meinen Schwiegereltern, Socken zu Ende bringen ist schwere Geburt. Meine Schwiegermutter schimpft, wenn ich Fäden vernähe, statt aufzupassen. Meine Schwägerin fährt zur Expo nach Mailand mit Anke und Kevin. Würde ich da auch gerne hin? Bin jedenfalls auf den Bericht gespannt.

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Im Da Etna Vorspeisen bestellen, wir hätten uns mit dem Sohn fast in Süditalien treffen können, sollen Bescheid sagen, wenn wir mal nach Catania fahren, der Bruder des Inhabers, kann uns was zeigen oder womöglich was zu essen geben. Sie brauchen Crema di Caffe Maschine, ja, der Sohn weiß, dass das süchtig macht. Im Garten der Riesenkakteen als Kulisse. Erzählen dem Gastgeber, dass Claudia seit Jahren Bikramyoga mit seiner Schwester macht. Lernen das Pärchen aus der Gartenstraße kennen, deren Waldkatze ich mag, d.h. ich kann sie jetzt zuordnen. Zeige der Frau Handyfotos ihrer Katze, Echo. Sie gehen Morgen auf den neunzigsten Geburtstag des Vaters von ihm. Hatte das Kalenderblatt nicht umgedreht, dieses Monat, der fast vorbei ist großes Thema Katzen und ich und Echo mittendrin.

20.07. Die lieben Briefe meiner Familie. Meine Schwester hat an die Büroadresse geschrieben und Stephan sagt, ist bestimmt Beschwerdebrief an ihre Betreuerin. Lieb gebastelt.

Hilfeplanung, vorher lieber Anruf von Sunla aus Wien auf meinem AB. Der langhaarige Sozialarbeiter nervt mich und ich ärgere ihn, ist er „rausgeflogen aus der Deisterstraße?“ frage ich ihn. Er meint, abW sei nicht die richtige Maßnahme und er nimmt meinem nicht ab, dass er von THC runter kommen will. Die Ärztin gibt mir Rückendeckung. Kaufe einen Berg voller Klamotten bei Oxfam. Dort habe ich schon ewig nichts mehr gefunden. Leider ist einiges Größe 38. Macht nichts. Eng steht mir.

Eine Betreute, die mir gratuliert und Morgen was vorbei bringen will. Ist doch wieder eine vegetarisches Rezept aus einer 1,- € Frauenzeitschrift oder ein Mandala, was sie ausgemalt hat. War dann ein Kuli zum Wegradieren „für unterwegs“. Wenn ich was nicht brauche, dann ist es die Radierfunktion.

Mein Betreuter aus dem Knast wird heute in die Therapie aufgenommen und es hat geklappt. Freitag war keiner mehr zu erreichen bei der Staatsanwaltschaft und Zurückstellung schwierig und heute erreichen mich doppelt die positiven Nachrichten. Die Anfragen hatte ich Freitag verschickt. Super. Das Aufnahmedatum kann ich mir gut merken.

Als ich gehe ein Ständchen auf dem Lindener Markt. Blasmusik, die sogar gar gut klingt. Crema Caffè bei Piu und zwei Panini. Der Rock ist wohl zu kurz für die Straße. Lauter Einkäufe, nach Hause aufs Sofa und warten bis meine Gäste kommen. Hätte ruhig eine Stunde früher einladen sollen.

Die neuen Ärzte-Freunde bringen tolle Blumen mit und Kalbsleberaufstrich mit Tomate, selbstgemacht, italienisch. Stefanies Geburtstag und die Einstimmung auf Italien durch ihre Erzählungen haben mir schon so gut gefallen, der Abend in der Weinbar. Er war die Inspiration dafür, dass ich eingeladen habe. Ich profitiere stark vom Freundeskreis dieser Freunde. Stefanie schenkt mir einen selbstgemachten Ring, ungewöhnlich, wie Tentakeln und passt zu meinen Korallen. Auf der Rückseite ein Bauchnabel, wie sie mir erklärt und man muss aufpassen beim Gesicht eincremen, sonst sieht man aus wie Scareface. Ich liebe ihn, geschwärztes Silber. Christian als Überraschungsbesuch mit Schleife um den Kopf. Lavendeleis von Markus. Gutschein für das Mera Luna Festival mit meinem Kollegen. Wir gehen zu Einstürzende Neubauten, sein Kumpel Felix spielt mit in der Band und ein Wunschmenü nach Ottolenghi was mir Sabine und Larissa geschenkt haben. Das Buch übergeben sie mir, aber ich muss die Karte lesen (das Riesenrad vom Prater kunstvoll aus Papier klappt auf), die mir erklärt, dass es sich um eine Leihgabe handelt und ich mir 3 Gerichte aussuche, die sie dann für mich kochen. Wie toll, wie einfallsreich. Micha ist der einzige, der konkret einen Auftrag hatte und macht seine Paprikapaste. Alle anderen mussten nichts machen, er schon, der Arme.

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Ich trinke nicht genug von dem Sirup. Zu fortgeschrittener Sunde versuche ich Klamotten aus meinem Fundus an die weiblichen Gäste zu verteilen und leitete das Ganze ein mit einer Modenschau meiner 20 Retro-Bademäntel. Immerhin einen Frotteebademantel aus Wien mit einem wilden Muster hat Larissa mitgenommen und Stefanie hat eine Hose, ein 60er Jahre Oberteil mit Blumenmuster und einen Leinenrock mit Segelbooten. Mein kariertes Kleid (überwiegend schwarzer Kordstoff), was im Übrigen verboten kurz ist, ist aufgeplatzt und eine Eintagsfliege. Es kann gleich weg. Steffi kommt nicht und das wundert mich.

Wir haben einen exzessiven Abend und Stephan muss übernehmen als ich nicht mehr kann und mich um 1 Uhr grußlos verkrümelt habe und hat dann um halb 4 die letzten Gäste rausgeschmissen (Chico und Michael)….Während ich mich um 8:00 rausgequält habe, lag mein Mann noch zerstört im Bett als ich ging, aber das ist auch klar und ich bin dankbar, dass er dann übernimmt.

21.07. Hangover. Muss mittags aufs Bett. Dann muss ich die Klamotten wechseln und trage seit Jahren rechts keine Armreife, links keinen Ring und vor allem kein Hütchen. Das neue Jahr beginnt super und der Wegwerfdrang hält an, großes Einmachglas und DDR-Magneteinkaufszettel auf die Straße. Yogamatte aus Schaffell mit genähter Tasche müssen auch weg und Vieles mehr. Betreute mit Demenz hat Schlüssel verloren meldet die Nachbarin. Sie haben die ganze Wohnung auf den Kopf gestellt. Sie weiß nichts davon, „aber zur Bank kann ich kurz“ und will aber nicht mehr. Nein, alles nicht so schlimm. Hausverwaltung ist nachmittags nicht da, email, dann Rückruf und 40 Minuten Zeitfenster um den Schlüssel vom Pflegedienst abzuholen und zum Schlüsseldienst, auch Ricklingen, den die Hausverwaltung vorgeben hat, zu bringen. Schließsystem kostet einer 25,- €. Der Schlüsseldienst ist echt gut, muss ich mir merken, schnell und vertrauenswürdig. Den Wohnungsschlüssel für 6,50 € kann ich ihr gleich bringen. Sie wollte sich umbringen. Doch nicht wegen ein bisschen Schlüssel, sage ich ihr. Alles sei gut.

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Sport tut richtig gut. Mein Autohass steigt ins Grenzenlose. An der Ampel die Vision, wie ich ein Cabrio als Tischmülleimer benutze und einen Pappbecher reinwerfe. Danach die leckeren Partyreste. Jeden Tag Törtchen von Mövenpick. Lavendeleis mit Heidelbeeren. Die Betreute mit den Stimmen will jetzt nicht in die Wohnung, weil sie die Stimmen mitnimmt. Ist zum Mäuse melken. Ich werde deutlich und sage, die Stimmen nimmt sie überall mit hin. Es war so schwer was zu finden, sie soll nicht rumspinnen. Sie will raus aus der Frauenunterkunft und hat so lange was gesucht und endlich gefunden und auch noch in der Nordstadt, optimal praktisch.

22.07. Ausländerstelle. Die Frau ist Minions-Fan. Wohnsitzauflage wird gestrichen und Verlängerung um 5 Monate, sonst wäre Betreute notwendig gewesen wegen Fingerabdrücke.

Kann nicht einschlafen, weil wieder Lohn gepfändet wurde und was muss ich tun und Stephan mich darauf anspricht beim Zubettgehen. Vergleich zustellen. Vollstreckungsabwehrklage. Das treibt mich um und macht meine Beine unruhig.

23.07. Traum mit Hilmar und Jochen, der auf dem Gelände des Ihmezentrums einen Heidepark in klein aufmachen will. Roller Coaster, fühlt sich total schnell an und ist aber dabei langsam, ungefährlich. Die Investoren, wer soll mit denen verhandeln. Ich wohl. Außen herum gibt es eine Rille, in der man eine Kugel laufen lassen kann einmal rings herum. Hauptsache gute Name und auf den Fähnchen lauter Lokalkolorit, z.B. Bahlsen usw. ist mein Vorschlag. Jochens Bruder ist behindert und soll da arbeiten statt in seiner Werkstatt. Wir machen Werbung und gehen dort zur Not selber mehrfach die Woche hin. Wir sollten unbedingt gut duftendes Popcorn anbieten, in sweet and salty. Werde wach.

Ich muss um 8 Uhr in Laatzen sein und um 7 Uhr aus dem Haus. Frau Türkin kommt mit dem Taxi. Die Ärztin lässt uns 1 Std. 15 Minuten warten, schlimme personelle Probleme. Ne, is klar. Kein Problem, wir wollen ja was von ihr. Zeit genug, dass meine Betreute mir von der letzten Türkeireise erzählt. Sie wird sich verloben in einen Jugendfreund, der eine Spedition hat und mit Obst und Gemüse 60.000 im Monat verdient und ihr eine Wohnung in Istanbul bei ihrer Mutter kaufen will. Er sieht gut aus und bringt sie zum Lachen. Er dachte, ihr sei beim Brustkrebs eine Brust amputiert worden und sagte, er wollte immer eine Amazonin. Intimität gibt es erst nach der Verlobung beim nächsten Mal. Er schickt ihr Flugtickets. Es gibt ihr auch Zeit mir ihre Tätowierungen zu erklären. Sie und ihre Mutter als brennende Vagina mit einem dicken Kitzler in der Mitte (sieht zumindest so aus, hängt mit der Bedeutung der türkischen Namen zusammen) und Vater steht als Schrift darüber. Ist ihr Design, nee klar. Sieht echt scheiße aus. Vom Verlobten den Namen hat sie auch schon auf die Haut schreiben lassen und er hat geweint. Die zweite Frau, die ihr Blut für ihn vergießt (nach seiner Mutter). Oh Mann. Das ist alles anstrengend. Sie bietet an jederzeit ein türkisches Büffet für mich zu kochen. Er kann noch besser kochen als sie und hatte ein Restaurant in Belgien.

Schlüsseldienst Ricklingen auf dem AB. Zweiter Schlüssel ist auch fertig. Schnell hin vor der Mittagspause. Ich zu ihr, probiere den Staubsauger aus und sauge die Katzenhaare aus dem Flur. Der geht (Pflegedienst hat behauptet, sie bräuchte einen neuen), die nutzen ihn nur nicht. Ich versuche sie aufzumuntern. Wir einigen uns auf Grundreinigung. Ich entdecke Ricklingen.

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Brief nach Wien und nach Hagenburg (Darmkette und ein Topflappen für Castellabate). Die dünnen, riesigen Binden aus Ungarn konnte ich gut gebrauchen und ich habe Karin und Georg vermisst beim Wein trinken. Ich habe von den Italienern gelernt und es gab reichlich Nüsschen und Chips.

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Frau Borderline ist so scheiße, dass ich jetzt die neue Mutter sein muss. Will die Tochter Eis essen gehen mit mir? Man muss die Kinder vor ihr schützen sonst redet sie denen noch ein, dass sie schuld sind an ihrem Krebs. Unfassbar, warum kriegen so Leute Kinder? Die sportliche Fahrradfrau und ich freuen uns darauf, die Wohnung zu entrümpeln und tabula rasa zu machen, wenn sie es nicht schafft und zum Freund zieht. Er ist Halbitaliener. Ich greife ein Kochbuch aus einer Sammlung mit „Rezepten für Singles“ und da wird Spaghetti-Bolognese empfohlen. Für eine Person? Hallo? Das kann weg. Hat sich selber disqualifiziert. Was meint der Italiener? Nein, die Kochbücher sind von ihrer Mutter und der böse Ex hat so viel weggeschmissen, dass ihr nur das geblieben ist.

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Ich will mir noch eine Orchidee kaufen, wenn Gabi wieder aus dem Urlaub zurück ist. Meine, die der Nachbar durch Gießen getötet hat, fehlt mir. Thomas kommt zu Besuch und sagt, ich hätte was sagen sollen, wenn er das gewusst hätte. Mit Michael ins Beckmanns. Weimaraner-Welpen- und Chihuahua-Terror an den Nachbartischen. Das ist so peinlich für die Besitzer, fällt so peinlich auf sie zurück. Hunde wie Kinder behandeln und dann auf den Schoß um sie zu beruhigen. Draußen sitzen und essen und Wein trinken. Das zweite Mal in dieser Woche. Lüneburger Heide mit Fahrrädern und Hund? Gehe ins Bett.

24.07. Tipps für Nürnberg, Bratwursthäusel an der Sebalduskirche und unser Friedhof, wie Freiluftmuseum. Di Sumo, der Italiener auf der Brücke, Neues Museum, Violetta das Café und Blumenladen, AEG-Gelände der Italiener im Wartehäuschen macht unter der Woche guten Kaffee oder Stadtpark Fürth und Jüdisches Museum dort mit viel Witz und dem ersten jüdischen Reinigungsbad was ich je gesehen habe.

Georg angeschrieben wegen Zitronensamen aus Castellabate. Bekomme welche. Ist wichtiger als Bananen, denn wir sind keine Babies mehr. Bei Banane mag ich eher die Pflanze als die Früchte.

Herr Palästinenser, der seit dem 20.07. wieder in Therapie ist, ist abgetaucht. Wieder Ausländerstelle wegen seiner Duldungsverlängerung und viel Disney und Prinzessinnen-Zeugs an der Wand. Warum nur Verlängerung 6 Monate, dann doch ein Jahr. Toller Hund, mittelgroß, perfekte Größe, ein Ohr unten und eines oben wartet ohne Leine vor der Tür. Auch als ich wieder rauskomme. Warten ist oberste Pflicht eines Rudelmitgliedes. Nur die Tyrannen aus dem Beckmanns lernen das nicht, weil sie wie Kinder behandelt werden. Später taucht meiner wieder auf.

Email der Sozialarbeiterin: „Herr …. ist vorhin zurück gekommen. Laut eigener Aussage habe er eine Freundin besucht, die ihn eingeschlossen habe“.

Der gut aussehende Bär, der im Anwaltszimmer sitzt. Der sieht nicht gut aus, aber ich mag den Typ. Brummiger Niedersachse. Ich steh drauf. So schön unaufgeregt, scheint die perfekte Ergänzung zu mir zu sein. Frau Reimann ist im Urlaub und die Vertretung ist krank und sie haben ihn ins kalte Wasser geworfen, er weiß doch nicht, wo was ist. Es ist wie ausgestorben im Anwaltszimmer. Er macht um 12 Uhr Feierabend, ist schon seit 5 Uhr im Dienst Kurierfahrten, da ist der Verkehr besser und auch ruhiger wegen Ferien, wenn sonst die Mütter die Kinder abholen und es keinen interessiert, ob da mal einer durch muss.

Learning english for travel. Like having a teacher with you. Ein zusammengeschnürter Typ mit Bart, der sich meldet und auf einem Koffer hockt. Tolles Plakat. Muss ich noch mal fotografieren, bin vorbei gefahren und kriege es nicht mehr zusammen. Tomatenciabatta mit Frischkäse. Die Verkäuferin von Gaues schmiert die Stullen selber.

Der Kollege hatte mich verarscht, suchte einen Fluranwalt, der nur schnell den Versorgungsausgleich ausschließen sollte. Hohes Haftungsrisiko und das für umsonst um ihm und seiner Mandantin einen Gefallen zu tun und den Ehemann abzuzocken. Das kann der befreundete Kollege nicht ernst gemeint habe. Zwei emails, dass er wohl nicht richtig nachgedacht habe….

eV mit Herrn Yoga, die ganze Vorgeschichte von Handelsvertreter bis Psychiatrie und Betreuung. Will das Schoko-Minz-Eis der Berliner Manufaktur von Edeka kaufen. Heute Sport und altes Möhrencurrygemüse und dann früh ins Bett.

Seit 48 setze ich vermehrt die Lesebrille von vor 2 Jahren auf und nehme sie auch übers Wochenende mit nach Hause wegen Nähen.

Gehe ins Bett nach Streit um den Heideausflug. Stephan hat mir auch keinen Quark geholt vom Kiosk. Ich soll die Birne in den Kühlschrank machen und hätte die kleinen Chorizo nicht aufmachen sollen. Esse die überreife Birne. Als ich das zweite Mal von einem Alptraum geweckt werde und Stephan ist noch nicht im Bett ist es halb 1. Alptraum: Ein dicker, blauer Wellensittich um den ich mich nicht genug gekümmert habe. Erst mal das Wasser auffüllen, er ist offenbar ganz schlapp. Trinkt nicht nur, sondern steckt sein ganzes Köpfchen hinein. Ich schneide ihm einen Apfel auf und er frisst und ich denke, er erholt sich langsam. Dann ist er nur eine Gesichtsmaske auf dem Boden, auseinandergerissen, aber nicht tot, er schnappt nach Luft und schaut mich an mit großen Augen. Das geht so eine Weile und ich denke, ich kann ihm nicht helfen und muss ihn erlösen. Er nehme Zeitung und einen Hammer und schlage den Kopf ein, ganz viel talghaltiges Gehirn, übertrieben groß in der Relation, klebt am Hammer. Stephan darf nichts davon erfahren.

Ich schreibe Steffi kurz eine email und gehe zurück ins Bett. Es ist 1 Uhr.

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Männerland-Hannover und Frauenleiden-Hannover

27.06. Früh wach und wieder packen (was soll alles mit nach Italien, braucht es die 30 Hütchen) irgendwie schaffe ich es nicht das nennenswert zu reduzieren und basteln. Was in Berlin ein alter Hut ist, ist in Linden heute eine Premiere. Hofflohmarkt, Andrea macht auch mit mit ihrem Laden, aber ich habe keinen Bock die Wohnung zu verlassen. Hätte selber machen sollen mit Larissa und Sabine. Stephan holt groß vom Markt Obst und Gemüse und ich koche Linseneintopf mit Curry und Kokosmilch.

Stephan will Morgen zu Hartmut El Kurdi. Ich komme mir vor wie eine Stalkerin und kenne seine Texte ja. Andererseits wenn er diese unsägliche Fritz Oblong Show übernimmt, wäre das klasse.

Mache Hütchen, eines mit Minion-Figur (Aufkleber, die ich mir in Bayreuth am Kiosk vom HBF gekauft hatte für 60 Cent zusammen mit der Taz für Stephan), nachdem er mir den geilen Trailer für den Film gezeigt hat. Ich muss da rein, vielleicht gleich zum Start am 2. Sie dienen immer einem bösen Herrn und einen zu finden ist leicht, aber nicht ihn zu behalten. Dann die lustigen Sterbeszenen mit Tyrannosaurus Rex, Dracula, dem man zum Geburtstag gratuliert und die Gardine aufreißt und er zerfällt zu Staub, der Pyramide, die man falsch aufstellt, auf die Spitze, weil der Plan falsch hing, Napoleon wird ausversehen in den Kopf geschossen und das alles begleitet von „Oouooh“ Kommentaren der Minions. Dann auf dem Boot und der Gefräßige sieht die anderen als Bananen mit spitzen gelben Köpfen. Ich muss da rein. Dann noch ein Hütchen mit den Schildkröten aus dem Malteser Laden in Berlin. Das ziehe ich abends gleich an. Ja, die Farben sind gedeckt (Stephans Kritikpunkt). Auf dem Weg allerdings passende Plakat in der Kröpkestation:

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Muss mich richtig überwinden zur Modenschau zu fahren. Mache ich nur, damit ich Suki weiter anfassen darf. In der Bahn häkele ich vor mich hin, man sieht schon wer da alles hin will. Dünne Mädels, unbequeme Schuhe oder welche mit dicken Schaumstoffsohlen. Mixen sich Alkopops selber mit Brausepulver oder sind Türkinnen mit O-Beinen und der Macker dazu kriegt die Arme vor lauter Kraft nicht an den Körper. Die steigen nicht Krügerskamp aus, welche Überraschung. Ach war das schön als hier Expo war, denke ich mir in Rentnermanier. Sie haben mit Neonbändern dekoriert. Es gibt Chari-Tea mit Vodka, man muss was abtrinken aus der Flasche und dann wird aufgefüllt. Die Bestuhlung ist alles „reserviert“ und die meisten stehen dumm herum, aber ich kann heute schlecht stehen, musste schon Bequemlichkeitsschuhe anzeigen. Ist irgendwie wie in der Bahn mit Bahn Comfort ggfs. freigeben. Setze mich. Die jungen Dinger haben Ersatzschuhe dabei, wie vernünftig. So vernünftig war ich früher nie. Vor mir unsympathisches Paar, die einen Typen weggejagt haben, der aber auch schwierig wirkte und gleich eine junge Helferin herbei rief um seine Interessen durchzusetzen. Sie dreht sich um und will Aufkleber mit mir tauschen. Ich sieze sie (Zeichen für unsympathisch finden). Nein, meine sind geiler als ihre und ich will nicht tauschen, habe auch keine doppelt, will auch nicht Panini spielen, sie soll sich wieder umdrehen. Ich kenne keinen nur eine Frau von früher. Sie sitzt uns gegenüber. Hat einen Freund von uns geheiratet nach 8 oder 10 Jahren, hatten schon 3 Kinder und ihn am Tag danach für den Trauzeugen sitzen lassen. Die Alte sieht nach 7 Kindern und 20 Jahren noch unverändert aus. Das nötigt mir Bewunderung ab, andererseits weiß ich, was sie für einen Dachschaden hat und sie sitzt ohne Gefühlsregung da, neben einem neuen Typen, nehme ich an. Hatte mich neulich schon erschrocken als ich ihr nach vielen Jahren vor der Bürotür über den Weg gelaufen war. Es geht los. 19 „Kollektionen“. Die Streetware finde ich überwiegend scheiße. T-Shirt Mode. Der zweite Auftritt ist ganz schlimm. Stoffbahnen in Falten herandrapiert und die Models gehen fast nackt und man merkt ihnen an, wie unwohl sie sich in den Sachen fühlen. Man merkt auch, wer von wem abgeguckt hat in der Klasse. Ein bisschen Falten und Formen verändern durch eine Kapuze an einer falschen Stelle, ein Bein abschneiden und dann Jesuslatschen dazu. Es gibt aber auch schöne Ideen und zum Teil gute Musik und gute Typen. Ein Jamaikaner ist mein Favorit unter den Models. Der sieht spitze aus, etwas älter, jedenfalls schon leicht ergraut, dünner Körper, lange Glieder, schöner Bauch, schöner Bauchnabel, läuft gut. Alle anderen flippen aus bei einer alten, grauhaarigen Frau. Die kann man nackt in der Oper sehen. Da macht sie Statist oder hat es getan für Calixto, eine Wagnerinszenierung war es. Auch ein Prof läuft mit. Das kommt gut, mal andere Typen dazwischen zu streuen. Das macht Kontrast und unterstreicht die eigentlichen Models. Das wird zu wenig gemacht, in Mode allgemein. Zu Screaming Jay Hawkins „I put a spell on you“ wird graue Wäsche gezeigt. Die Sachen sind gut, auch das grauhaarige Modell läuft mit. Die Designerin bekommt später einen Sonderpreis. Sie selber hat eine Venus von Willendorf Figur. Leider hat sie nicht ein Modell mit ihren Köpermaßen laufen lassen. Hätte sie gut selber machen können. Auch mal große runde Brüste und nicht nur kleine Tittchen. Kann man auch mal zeigen, etwas Vielfalt. Was ich noch nicht gesehen habe ist Männer, mittleren Alters mit Platte, d.h. Männer fallen gerne Mitte dreißig schon die Haare aus, genauso wie Frauen, auch mit Anfang 20, gerne schon Cellulite haben. So sehen menschliche Körper aus. Wenn man das gar nicht mag für Modepräsentation, rate ich zu Puppen und gepolsterten Bügeln. Den Publikumspreis aus der ersten Runde gewinnen zwei, die ich auch gewählt habe im zweiten Durchgang. Die machen abgewandelte Matrosenmode (mit Witz und gut umgesetzt) und etwas Fluch der Karibik, mit Knöpfen dekorierte Kragen und Manschetten. Das ganze darf sich auch Kollektion nennen. Bin ich sehr mit einverstanden. Die den Hauptpreis bekommt hat auch gut gearbeitet, eine Asiatin, die Rührung vortäuscht und sich immer wieder an die Augen fasst, die aber trocken sind nur damit sie vor Rührung nichts sagen muss. Ich muss sofort aufs Klo, obwohl man raus soll für den Umbau. Steffi lotst mich. Die Spiegelplätze sind alle besetzt, aber die Kabinen leer. Unfassbar. Ich blute aus wie eine abgestochene Sau. Auf dem Weg dorthin habe ich irgendwie gedacht, vielleicht lande ich auch im Krankenhaus, wenn das literweise raus kommt und mir die Beine runter läuft und ich in einer Blutpfütze da stehe, aber so schlimm ist es wohl nicht. Die Neonschnüre sind nach oben gebunden wir Quallen. Schöne Idee. Erst mal Sushi, die Plastikteller wischen wir sauber für künftige Hütchen, Stephan noch gewissenhafter als ich. Wir bleiben noch, die Musik wird schlechter. Soll er noch mal die Playlist der Modenschau spielen, da waren gute Sachen dabei wie „warm, Leatherette“. Wir sitzen draußen. Ich trinke Vodka mit Roibusch Tee. Der Alkohol betäubt. Ich lerne einen Kollegen von Steffi kennen, der mein Outfit mag. Ist alles Trödel sage ich ihn. Sein Hemd hat über 900,- € gekostet, wie mir Steffi am nächsten Tag verrät. Sah man aber nicht. Er hat Jack Russel Hunde, die aber nicht in eine Tasche gehen. So was gibt es eigentlich nicht, das ein Hund das nicht macht, aber wenn er meint dann macht er es natürlich nicht. Ich stehe an der Tanzfläche und schaue mir das Treiben an und keine Ahnung warum ich daran denken muss, sage zu Stephan, wie sehr ich mich über die Lichtinstallation im Weißen Haus gefreut habe in den Regenbogenfarben. Wie geil das aussah und wie cool von Obama, dass er so seine Befürwortung der Gerichtsentscheidung demonstriert und was hat der für geile Veranstaltungstechniker, die ihm so was auf die Schnelle bauen können.

Steffi telefoniert. Sie sieht richtig gut aus in meinem hellblauen, kurzärmeligen Wollkleid, was sie modifiziert hat passend zur Veranstaltung mit einem Neonband, doppelreihig unten am Saum mit Schleife. Ja, sie ist modisch ganz weit vorne und war es schon immer. Ich sehe sie so gerne in meinen Sachen. Das ist toll, wie Erweiterung meiner eigenen Möglichkeiten. Ich habe die Sachen nicht mehr, aber doch noch. Stephan und ich machen Witze: Ist es Suki und sie soll eine Dose Rinti mitbringen? Der hätte ne SMS geschrieben. Es war Jan. Ihre Professorin sagt mir vorwurfsvoll, dass sie mich immer sieht, jeden zweiten Tag auf dem Rad und in der Kestnergesellschaft und ich würde sie immer ignorieren. Die gibt sich ganz schön die Blöße, dass sie das offenbar so stört. Ich habe sie echt nicht wiedererkannt von früher (aufgrund medizinischer Einschnitten, die das Aussehen verändert haben) und jetzt weiß ich, wie sie ausschaut. Ich muss allerdings sagen, dass modisch sich zu kleiden nicht unbedingt zu ihren Stärken gehört. Ich weiß nicht, was sie so drauf hat, aber die Pluderhose mit den goldenen Alibaba-Schuhen wäre noch gegangen, meinetwegen auch mit der Kaffeetasche am Haarreif (etwas platt), aber spätestens das T-Shirt mit Renaissancegesicht darauf und die Hip Hop Kette mit ihrem Namen, die sie bestimmt von einem Schüler bekommen hat, machen es echt beliebig. Überhaupt sehen hier etliche lächerlich verkleidet aus, wie zum Fasching und das aus meinem Mund. Auch diejenigen die sprechen nach der Modenschau sind alle peinlich, durch die Bank, nicht nur Mehmet, der sich verhaspelt und immer auf dem Schlauch steht. Sponsorinnen, die gefragt werden, was ihnen am besten gefallen hat und denen außer „alles“ nichts einfällt und auch die vermeintlich eloquente Männer der Hochschule langweilen ohne Ende, freie Rede ist nicht unbedingt auch gute Rede. Welche Qualitäten muss man für diese Professionen haben? Der Dekan sagt alle hätten nur an den Bachelor gedacht und ich dachte, was, die RTL-Serie hat die so mitgenommen. Bin hier auch old school was akademische Bildung und die Bezeichnung der Abschlüsse anbelangt. Stephan fragt dann, wo die Absolventen jetzt alle anfangen, bei Kik? Das ist fies, trifft die Sache aber ziemlich. Wir fahren mit Steffi zurück, das Auto macht komische Geräusche. Ja, sie soll Stephan lieber die Tipps für Neapel geben, ich bin gar nicht für die Reiseleitung zuständig und für Mode, die andere gemacht haben, interessiert er sich auch tendenziell mehr für als ich. Sieht man nicht, ist aber so. Die Hunde kläffen bei der Ankunft die ganze Straße zusammen begleitet von „Aus-“ und „Schluss“-rufen des Lebensgefährten.

Ich würde gerne vollgeblutetes Papier laminieren für Schmuck, aber die schöne knallige Farbe geht leider raus.

28.06. Zu früh wach, aber die Sonne scheint. Heute will ich unterwegs sein, werde Steffi späten Nachmittag vorschlagen zum kreativen vor sich hin arbeiten und heute Abend vielleicht draußen was zusammen essen. Stephan geht zu Asian Dub Foundation. Erst mal eine Runde Schmuck machen. Will noch zwei Ketten für Italien, das kleine Messer und eine in den italienischen Farben, aber krass oder doch lieber Hut, das grüne Krokodil steht schon fest.

Etwas Sonne zum Vorbräunen für den Urlaub. Ich würde Stephan modeln lassen und er müsste was tragen, wo man seinen Hintern sieht, wie bei den Frauen gestern. Tanga und zu kurzen Rock.

Pfannkuchen mit Salzbutter und frischen Erdbeeren. Wie lecker ist das denn! Wertvollste Lektion meiner Oma, dass man ranzige oder in meinem Fall alte Butter noch total prima für Pfannkuchen verwenden kann. Da hat sie wieder richtig Aroma und alles. Meine Mutter war Sparfuchs hat früher immer Lebensmittelangebote genutzt und wenn die Butter beim Meisterkauf im Angebot war, hat sie eingekauft wie Loriot und eingefroren und die Putzfrau hat den Stecker gezogen und wir waren in den USA. Da war ich als Kind aufmerksam, was meine Oma gesagt und in die Tat umgesetzt hat.

Ich muss keinen Hofflohmarkt oder heute Hainholzflohmarkt besuchen. Ich habe so viel Kram. Ich schreibe Heike, ich kann Flohmarkt in der eigenen Wohnung machen indem ich die Schränke aufmache und schaue, was ich da alles reingestopft habe und das ist bestimmt mindestens so gut, wie das was ich auswärts finden würde. Ich rate Heike auch mit dem Lesen der Texte abzuwarten bis Stephan ca. 2-5 Tage nach der Veröffentlichung den Text liest und ich die Fehler ausmerze, zumindest einen Teil davon. Lektorat quasi.

Regelbeschwerden und die erste Schmerztablette. Keine Lust mich zu bewegen, sehe schwarz für den Urlaub und Badeanzug geht gar nicht in meinem Zustand. Lachen hilft. Tresen-Yoga Titanic, wie man Körper. Alkohol und Geist in Harmonie bringt und optimiert und verschiedene Stufen der Bewusstlosigkeit erreicht, Koma, Hausverbot. Stephan liest es mir vor und ich kriege mich nicht mehr ein. 1. Stufe: nüchtern am Tresen, beide Arme hängen locker von den Schultern herunter. Einen Punkt im Gesicht des Wirtes fixieren und ein Bier und einen Schnaps bestellen. Dann Happy Hour, beide Arme rudern und bestellen weitere Getränke bis hin zu flach auf dem Bauch vor der Kneipe liegen, die Arme ausgebreitet und der Kopf Richtung Straße. Oberkörper anheben und versuchen Passanten auf sich aufmerksam zu machen und das dann wiederholen bis es wirkt. Gut gesehen und ich mich an früher denken, die Glockseefotos von Bierleichen, die in abartigen Haltungen auf der Tanzfläche liegen, auf dem Tresen schlafen oder über Heizkörper drapiert sind. Lustig war auch wie fortschrittlich die Bahn ist, weil das Essen im ICE Bordrestaurant schon seit Jahren aus dem 3-D Drucker kommt. Lecker Krustenbraten mit angeschmorten Plastikgeschmack, aber saftig. Stephan sagt ich soll zum Arzt gehen, aber der kann nur Hormone verabreichen und das will ich ja nicht. Ist für mich zu unberechenbar. Die jetzigen Anfälle sind besser zu berechnen.

Gestern hatte mich schon über einen alten Gary Larson gefreut als Antwort auf Winnetou:

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Zwinge mich zur Bürgerschule. Die Mitbewohnerin hat die Fahrradstelleplätze mit Kies aufgeschüttet, also ich mag es nicht. Alles muss selber gemacht werden. Ich hätte das lieber von Markus schön pflastern lassen. Immer muss es billig sein, man läuft schlecht darauf und für die Schuhe ist es auch kacke. Irgendwie werde ich nie gefragt, halt Aktionismus und zahlen muss ich auch dafür (da würde Steffi sich aufregen). Ich rege mich über das Ergebnis auf, was ich nicht haben will. Finnisage, kurze Sache, der Typ hat einen ganz guten Strich, die Kuli-Zeichnungen gefallen mir auch am besten. Er hat welche, die auch meine Favoriten gewesen wären, schon verkauft. Auf dem Rückweg ein herrenloser schwarz-weißer Jagdhund auf der Brücke zur Nordstadt. Der war Stephan schon auf dem Hinweg aufgefallen. Er schließt sich immer wieder Menschen an. Eine Mutter mit Kinderwagen und Begleitung. Neues Schuhgeschäft hat gleich einen Tag, das man das hier nicht gebrauchen kann und andere Sorgen hat. Das finde ich echt kleinkariert und wenn man andere Sorgen hat, dürfen sich andere deswegen keine Schuhe kaufen? Genau wie diese Anti-DLH Plakate, dass die Versuchstiere transportieren. Dieses moralisierende, zu Boykott aufrufende hat immer so was: kauft nicht bei Juden, auch wenn es aus der anderen politischen Ecke kommt. Dieser Anwalt verteidigt einen Vergewaltiger usw.

Hey, die TV-Spielfilm hat es nicht verstanden. Die Minions waren keine Stars aus „Ich – einfach unverbesserlich“ sondern Nebenfiguren, wie Drus Mutter oder der Erfinder. Die Schmerztablette wirkt nicht und der Film mit den Minions als Nebendarsteller läuft im Fernsehen.

Ich häkele vor mich hin und Steffi paust einen Tiger ab. „Sieht böse aus, sieht nicht aus wie Kinderbuch“ ist ihr Kommentar und meiner „Gähn“ auf mein Projekt bezogen. Das Empress of Dallas Kleid aus den USA steht ihr beängstigend gut und sie hat den passenden Blazer, der aussieht als würde er dazu gehören, dann Zweiteiler und eh perfekt. Nein, nicht bedrückend, erstaunlich immer wieder, wie unterschiedlich die Trödelkleider an uns ausschauen. Angeblich kann sie keine Falten, das stimmt aber definitiv nicht.

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Das benachbarte Bauprojekt hat kleine Risse entstehen lassen über der Tür des Schlafzimmers. Ihr Freund musste ab morgens früh arbeiten und wir geben das Bett frei und verlegen uns ins Wohnzimmer. Sie zeigt mir ein Modeheft und da ist genau die Streetware-Jesuslatschen-Mode zu sehen, die in der FH gezeigt wurde, also ich scheine mich mit dem Thema, was gerade angesagt ist und als modisch zählt, nicht auszukennen. Muss ich auch nicht. Ich bin die Sonne und kenne mich nur mit BM aus. Immer wieder flucht sie und es herrscht viel Stille und die Stifte sind leer. Dann Mr. Thang. Jan kommt vorbei mit seinem eleganten Whippet, schwarz. Suki ist so viel kleiner wundere ich mich und werde als Non-Checker entlarvt, weil Whippet und italienisches Windspiel verschiedene Rassen sind. Hunderennbahn in Hildesheim, muss man Rennschein machen und in Hannover ist mehr Milieupublikum (Prostitution). Das ist doch super, soll sich der Besitzer einen Pelz mit Fuchskragen besorgen und ich wette auf seinen Hund.

Ich fühle mich heute in etwa so modisch (die Neapeltasche zur Probe).

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29.06. Montag werde ich nicht früh wach, wie am Wochenende, sondern der Wecker weckt mich brutal und ich könnte noch weiter pennen. Ich habe irgendwie von einem Essen geträumt bei der VHV, große Gruppe, eher Büro essen und ich erzähle, dass ich morgens einen Gerichtstermin hatte und die VHV auf der Gegenseite war (Gegenseite darf ich ja erzählen und ich hätte gewonnen). Jasmin sagt, dass sei hier nicht unbemerkt geblieben und die würden mich komisch anschauen. Irgendeiner ist mit einer ganz kleinen Frau zusammen. Das fällt dann erst auf der Straße richtig auf beim zum Bus laufen, sie ist nur kniehoch und ich frage mich, was das für eine Art von Behinderung sein soll und das es aber offenbar schon eine ist, wenn das so krass ist. Stephan erzählt morgens vom Konzert, was wohl erst nach 22 Uhr angefangen hat. da war ich schon im Bett. Movits seien fast so tanzbar gewesen wie die mexikanische Band lese ich in der Haz.

Meine Betreute ist unterwegs als wir kommen und wir setzen uns in den Innenhof. Sie lässt sich Handcreme und ein Bibelbuch mitbringen. Der neue Stationsarzt und die mir bekannte Sozialarbeiterin. Wir zicken uns an. Frau Afrika kann wieder arbeiten und hat eine rosige Zukunft vor sich, so der Arzt. Sie ist so kreativ, muss nur stabil bleiben. Lehnt dann aber im weiteren Gespräch leider die Ergotherapie ab, will nur im Zimmer sein und die Kirchenmitglieder sehen (bei einem religiösen Wahn bin ich misstrauisch und es gefällt mir nicht, was ich höre, aber die anderen hören es nicht). Will Integrationskurs machen. Hatte ich alles schon beantragt, hätte dafür in die Königstraße gehen müssen und sie hat den Termin abgesagt. Sie braucht mich nicht und gleichzeitig ich soll aber den Arzttermin für sie ausmachen und den Krankenschein vom Sozialamt abholen. Die lassen sich ganz schön verarschen von der Guten. Sie sagt: ja gut, Spritze, aber ich spüre, dass sie nicht überzeugt ist und es nicht lange anhalten wird. Zumindest bis nach meinem Urlaub, weil 1. Spritze wird sie nehmen, ist auch die Meinung der Frau von Frauenwohnheim. Eine Musterschülerin von Ihnen, die den Marathon mitlaufen wollte, ist abgeklappt und hat sie nicht mehr erkannt. Ist schon 8 Monate hier. Die Zimmer seien gar nicht eingerichtet, hier könne man nicht gesund werden, sagt die Sozialarbeiterin. Fahrrad in der Bahn. Um 14:36 los in Langenhagen und um 14:59 Allerweg. Gut gemacht. Gerichtspost geholt. Frau von früher getroffen, war Uni-Sekretärin und ist dann schon in meinem Referendariat Rechtspflegerin geworden. Sie bewundert immer meine Outfits und will mich für ihre 14-jährige Tochter fotografieren um der zu zeigen, wenn man kreativ sein will, muss man auch basteln und nicht nur zeichnen.

Postkarte in die Schweiz, Ritterrüstung für Frederik, nachträglich. Ständig ändern sie die Frankierung. Statt 75 kostet eine internationale Postkarte jetzt 80 Cent. Mir fehlt 1 Cent. Will Briefmarke im Automaten kaufen, geht nicht. Neuer Postmitarbeiter schenkt mir zwei 2 Cent Marken mit Werbung für Postbank. Auch gut. Viel Post. Verwaltungsrichterin will, dass ich neuen Vordruck für PKH ausfülle. Fühle mich verarscht und rufe da an.

Der Freund des Kollegen im Büro. Will nicht in Wunstorf bleiben, ist traumatisiert durch die Fixierung, dass er sich mit einem Kugelschreiber in den Arm gehakt hat, das sei nicht so schlimm, die anderen würden sich ritzen und drogeninduzierte Psychose, er sei kein Junkie, er will lieber in eine Klinik nach Lübeck, ans Meer, sich über seine Beziehungen unterhalten. 6-Wochen-Beschluss ist kein Ponyhof und er ist mir so ein bisschen wenig selbstkritisch bei dem Ganzen. Eine Teenagertochter einer Mandantin –ohne Termin – wartet auf mich um 10,- € einzuzahlen. Die Mutter braucht dringend einen Termin bei mir (die ist auch psychisch krank). Ich sage Sport ab. Zu unappetitlich unten herum. Weder Bock auf Yoga noch auf Trampolin. Ich könnte 24/7 auf dem Bidet sitzen und mache mir um die anstehende Reise Gedanken/Sorgen, ob das so geil wird in meinem Zustand und wie lange das noch anhält. Werde ich immer vor Reisen krank und das sei nicht krank, sondern ein natürlicher Vorgang beruhigt mich Stephan, aber so natürlich finde ich das nicht mehr, aber unten zunähen geht auch nicht.

Der Hausarzt von Herrn Minus will die ambulante psychiatrische Pflege verordnen und sieht es genauso wie ich. Hatte morgens mit dem Richter telefoniert, der mich bestärkt hat und dann mit der Steuerung (netter Typ, meldet sich Mittwoch wieder). Die Ärztin will ich gar nicht mehr sprechen nur ihren Vorgesetzten oder irgendjemand von der übergeordneten Stelle für Gemeindepsychiatrie, den Nachfolger von Herrn Schlieckau, wen auch immer.

Es gibt Pasta mit einer Soße aus Ochsenherzen und Fenchel mit Butter und Chili und Wallnusssalami aus Bayreuth. Geht auch das Foto von mir als Hund geschminkt im Wiener Fasching für die Goldene Theaterkarte. Wie flexibel ist das Schauspielhaus. Finde meine Augenentzündung auch langsam deprimierend. Detlef ist zu Besuch. Wie findet er das Teer- und Schwefelshampoo, was Stephan geschenkt bekommen hat. Das rieche nach Teebaumöl, aber noch fieser. Detlef kennt sich mit Zahnpasta aus und probiert gerne ausländische Sorten. Steffi schickt mir email mit dem Einbandentwurf für das Schulbuch bei dem es um Zahlen geht und wie man Kindern durch eine spannende Geschichte um eine Vergrößerungsmaschine das Rechnen schmackhaft machen kann. Mir gefällt der Entwurf total. Grafisch gut gemacht und ansprechend und lässt viel Raum für die Phantasie. Ich hefte Seepferdchen auf Häkeltürme und bin aber wenig unterhaltsam und gehe um 21:30 Uhr ins Bett. Schön Wolldecke auf die Haut um den Bauch und dann immer wieder wach und die kratzt auch. Irgendwann geht Detlef. Da hätte ich mal ein Ibuprofen nehmen sollen. Das tue ich dann als Stephan ins Bett kommt.

30.06. Traum: Besuch bei Verwandten (in Amerika). ich soll immer erklären, wer ich bin (die Tochter von…)., die Frau stellt mir ihre Töchter vor und sagt, beide seien Single und ich sage, ich sei verheiratet und beschreibe Stephan. Ist kräftig gebaut und trägt mittlerweile eine Brille. Hat verschobene Wahrnehmung und denkt immer er sei viel kleiner und schmächtiger. Ruf ihn und als er in den Raum mit Frauen kommt, lachen alle. Ich telefoniere bei Marc und Jasmin und beschimpfe die Gegenseite am Telefon. Die Psychologin bei uns aus dem Büro sitzt vor mir und lächelt und hört aufmerksam zu. Ich gehe raus und verfriemele dabei das Telefonkabel, was an der Treppe in einer Leiste befestigt ist und es ist viel kürzer. Ich versuche das zu korrigieren und kriege es natürlich nicht wieder so hin. Da wird Marc schimpfen. Ist auf einmal das Haus von Marc und Jasmin. Ich bin ganz früh eingeschlafen. Wir wollten noch eine lange Reise in ein Sternerestaurant antreten. War ich denn mit, will ich am nächsten Tag wissen und die Antwort lautet ja. Ich kann mich an nichts erinnern und es hat aber 500 pro Person gekostet. So, jetzt weiß ich, dass sich das nicht mehr lohnt für mich. Meine Eltern haben bei uns geschlafen und können hier frühstücken. Ich habe das Toast offen gelassen und Stephan hat eine ganze Tüte voller Brötchen gekauft, Käsebrötchen und Laugen. Die sind alt und müssen weggeschmissen werden. Meine Familie, Johannes ist auch da mit Familie, will sie essen. Ja, aber dann auftoasten. Kann man hier machen und alles im Kühlschrank darf gegessen werden. Mache ihn auf und da stehen lauter Tassen mit ominösen Flüssigkeiten drin u.a. trübe Flüssigkeit mit weißen Samen wie Froschlaich. Das schmeiße ich mal weg. Das ist ja eklig. Werde wach. Fühle mich nach einer Nacht der Schmerzen nicht gut ausgeschlafen.

Stefanie hat die schwerste Prüfung hinter sich gebracht und es ist gut gelaufen. Ich freue mich. Der Supermarkträuber wird von Holger verteidigt. Der war auch immer im Nordbayerischen Kurier in den Schlagzeilen und pendelte wohl wie wir zwischen Hannover und Oberfranken. Die haben mit Handyüberwachung gearbeitet und Armut war das Motiv. Er musste seine Familie unterstützen und hat sich selber nichts gegönnt und wohl nicht mal im billigsten Hotel übernachtet, sondern im Auto.

Der Kollege hat ein Bild aus der Psychiatrie geschenkt bekommen mit Zahnpasta gemalt. Ja, das hat was. Später Bagels für den Kollegen besorgen, der einen ausgeben will, aber dann noch was zu erledigen hat. 10 vor mir in der Schlange. Dauert eine geschlagene halbe Stunde. Bin ich seine Sekretärin? Gepflegte Schwule, denen gefällt, dass der Energieanbieter ihnen ein persönliches Dankeschön schickt, dann darf es ruhig etwas Mehr kosten, das ist es ihm wert und sie werden im Alter anspruchsvoller, wie sie sich wechselseitig bestätigen und das Wasser muss schmecken. Er muss es Frau Weißwein noch mal sagen und es wird ihr nicht gefallen, dass ihm ihr Wasser nicht schmeckt. Oh Mann, ich muss mensig und in den Wechseljahren sein. Ich halte es kaum aus und bekomme Tourette von so was. Der Inhaber schneidet die Bagels nicht in Viertel mit seinem Beil, sonst drückt er den Belag raus. Wir sollen abbeißen, das sei wie Küssen. Quittung haben sie auch nicht. ES IST EIN MARKTSTAND werde ich dem Kollegen erklären, was erwartet er. Herrgott noch Mal. Ich muss mich zusammen reißen mich mit dazu zu setzen und koche wieder über. Mir habe ich Bananen gekauft wegen der Minions glaube ich: „Banana“ muss ich immer denken.

Nachmittags Insolvenzverfahren und 30 Faxe. Das kostet die letzte Kraft. 5 gehen nicht durch. Ganz guter Schnitt. Die blöde Betreute hat immer noch keinen Hundeführerschein und es der letzte Tag des Monats. Warum ich sie da so unter Druck setze. Sie kann mit Hunden umgehen. Mir ist der Lappen doch wumpe. Weil sie es selber gesagt hat, dass sie es im Juni macht und ihr jeden Monat ca. 50,- € Hundebudget durch die Lappen gehen von denen sie die verdammte Hundesteuer zahlen könnte Herrgott noch mal.

Sonst geht es um Safranwasser und andere persische Getränke bei Elisabeth und heute im Ahoi Brause und Zahnfleischbluten. Sie lässt eine Tüte da, obwohl sie schon einmal zurück gekommen war und ich sie ihr in die Hand gedrückt hatte, aber darin waren nur leere Verpackungen, Vomex A und ein großes Büschel blondierte Haare. Skalp? Schamhaartoupet. Ich mag die Tüte. Die Steuermitarbeiterin hatte sich nicht getraut rein zu schauen.

Die Nachbarin deren Tochter gestern für sie gewartet hat ist durch den Wind. Immobilienverkauf am 02.02. Nicht umgesetzt, Notar gepennt und dann Poststreik, jetzt Schufa-Eintrag und Dispo soll gekündigt werden. Kann die Anwältin da was machen?

Stephan gibt mir den Tipp, falls er mal zu der Jahreszeit im Sterben liegt, ruhig ein Schälchen Himbeeren vorbei bringen. Die Nachbarin kommt bei meiner Tante vorbei als wir telefonieren, hat eingekauft, hoffentlich Vanilleeis. Nach dem Durchfall und vor der anstehenden Zahnversorgung. Sie lacht. Ja, ich bin wie sie unverwüstlich. Sie hat auch immer viel geblutet, dann wurde in England die Gebärmutter entfernt. Im Alter sei es so, dass man an Lapalien zugrunde geht, die eigentlich nebensächlich sind. Der Armbruch spielt bei ihr keine Rolle mehr. Abends denke ich dann, dieses alt werden ist dann richtig krass, Wechseljahre quasi piece of cake. Da spricht dann keiner mehr von.

Während ich mir morgens eingebildet habe, das Blut wird heller und es schleicht sich aus, stelle ich am Nachmittag fest, dass ich wieder alles knallrot vollgeblutet habe. Nach Sport ist mir nicht zu Mute und Suki versuche ich auch los zu werden. Doch lieber zum Arzt, aber was kann der schon machen? Mich zunähen? Ich suche langsam nach schuldigen? Sex und damit mein Mann? Sunla, weil sie mir die Binden geschickt hat, die ich haben wollte.

Abends die Reise ins Glück 20 Minuten schauen. Mir ist kalt und ich habe 37,2 °. Schmerztablette und eine Folge Kunst und Krempel bis sie wirkt. Dann muss ich alle 15 Minuten auf die Toilette und es kommt kaum was. Blasenentzündung? Schmerzen die ganze Nacht und keinen Schlaf, nur Stiche im Unterleib. Schmerzmittel wirkt nicht. Hölle. Aber weniger Blut. Das ändert sich dann morgens wieder.

01.07. Verlasse die Wohnung grußlos als die Zweitfrau kommt. Herr Yoga, Eltern wollen Haus aus der Zwangsversteigerung in Kirchrode kaufen. Er kann nicht in Sozialwohnung ziehen, vorher springt er vom Balkon.

Termin bei TCM-Ärztin, verspricht die Blutung vor dem Urlaub in den Griff zu bekommen, sonst nadeln. Habe Freitag gleich Folgetermin. Hormone verschieben alles nach hinten. Wechseljahre machen Hormonschwankungen und durch Zugabe wird das ausgeglichen, aber dem Körper wird simuliert, er sei nicht in den Wechseljahren und dann wird dann verschoben, aber irgendwann muss man durch und ich will durch wegen meiner Gärten im Unterleib, also Zähne zusammen beißen.

Frau Pflanzenableger, die das Bett bekommen soll rufe ich an. Ob der Kefir auch geschwefelte Trockenfrüchte verträgt. Es muss Bio sein, warum denn das? Weil er ist doch so klein, viel kleiner als ein Mensch und die Giftstoffe und am besten sind getrocknete Feigen. Die würde ich im Laden für arabische Lebensmittel kaufen. Ich kann meinen nicht mehr sehen und die sind unkaputtbar und wachsen wie Hulle. Die vertragen alles, nur ich das Zeug nicht.

Nachmittags eine Betreute, die zu meinen ersten gehört, sie hat eine quadratische Figur und mittlerweile graue, kurze Haare und die ich so gut wie nie sehe. Sie will nach 6 Jahren die Tagesstätte kündigen zum 17.07. Immer muss sie kochen und eine Teilnehmerin hat einen Löffel von ihrem Pudding gegessen und den Rest weggestellt. Sie hat sie dann gefragt, ob es nicht geschmeckt hätte und die Antwort war, sie sei satt. Da macht man alles frisch und es wird in die Tonne geworfen, außerdem sei satt eine schlechte Ausrede. Die anderen seien unhygienisch und benutzten ein Handtuch zum Hände abtrocknen und für das Geschirr. Das gehe doch nicht. Sie sei 50 und weiß wie das alles geht, braucht keine Zettel auf denen steht was man zu tun habe und die Arbeit bleibe an ihr hängen. Es würde sie nur noch runter ziehen. Die Spritze wird von 4 auf 5 Wochen verlängert. Ich sage, dass es ihre Entscheidung sei, aber ich hoffe, dass sie sich dann bei mir meldet, wenn es ihr nicht gut geht. Das hat sonst die Tagesstätte gemacht, weil es ihr dann auch so schlecht gehen kann, dass auch Melden schwierig wird und ambulant betreutes Wohnen will sie auch nicht. Dann gibt es nur mich. Sie sei stabil. Mich kann sie auch los werden. Da lacht sie, „nein, mit Ihnen habe ich einen guten Fang gemacht“.

Schadensfall mit der VHV, auch wenn ich da neulich essen war, will ich bezahlt werden (Unterschrift auf dem Klo quasi). Die Frau des Betreuten, die Mandantin ist hat mir gestern 2 kleine Torten von Efendi Bey vorbeigebracht für mich und meinen Mann als sie den Scheck über 3.500 abgeholt hat.

Frau aus Lehrte ist im Krankenhaus, 100 m von der Wohnung entfernt. Die Blutzuckerwerte sind entgleist.

Stephan spiel Ping Pong und ich habe Fenchelgemüse gemacht und einen Salat. Sabine ruft an, aber 11 A geht nicht. Bin unpässlich. Stephan kommt dann nach Hause. Die ganze Woche begleitet mich das Lied von Screamin Jay Hawkings.

Dreieckstuch aus Mohair/Poly für die kalte Jahreszeit, irgendwie Muster leicht verbockt, aber nur leicht und aufribbeln geht auch nicht bei der Wolle. Ich werde besser und dann Weihnachtsgeschenke für alle.

Schmerzen und Hitze, kann nicht schlafen. 2. Schmerztablette, wirkt auch nicht. Stephan will verständlicherweise keine Berührung zur Wolldecke bei den Temperaturen.

02.07. Irgendwann in den Morgenstunden keine Schmerzen mehr und eine Runde schlafen. Ich bin dankbar. Werde dann wach und bin voller Elan und die Stimmung ist wieder bestens. Eine Runde häkeln während die TCM-Medizin wirken soll und vor dem Kaffee. Dann duschen und Haare wachsen. Auch wenn ich noch blute, die Welt ist schön und ich sehe Licht am Ende des Tunnels. Freue mich auf das Theaterstück heute. Telefonat mit meinen Eltern. Sie wusste es nicht mit unserem Urlaub und Rick will mich an mein Istanbulversprechen erinnern. Meine Mama meint Ausschabung. Das sei nicht so schlimm. Außerdem bittet sie mich vorsichtig zu sein. Am Meer seien manchmal spitze Steine im Wasser, die man nicht sehen würde. Mama, ich bin fast 50. Das ist so süß! Mein Brief ist angekommen, den ich am 24.06. oder so losgeschickt habe. Schön Poststreik. Mein Paps ist auf Schiller, die Glocke, sein neues Lieblingszitat:

Riesengroß

Hoffnungslos

Weicht der Mensch der Götterstärke

Müßig sieht er seine Werke

Und bewundernd untergehn

Heute keine Strumpfhose. Leider blute ich noch stark, so dass ich anfange am Optimismus der Ärztin zu zweifeln, aber die Schmerzen sind fast weg und die Laune besser. Bei den Homöopathen zählte das immer mehr, wie die Energie ist.

Betreuter mit Fahrkarten, die beim Amt eingereicht werden wegen Besuche seines Sohnes in Hameln. Sie fahren jetzt zum Meer mit Niedersachsenticket, aber die Haftpflicht, die ich ihm angedreht habe und die mir mit über 100,- € auch teuer vorkommt hat gerade abgebucht. Warum wird die nicht vom Kindergeld abgezogen? Das muss dringend geprüft werden. Er war früher auch in Italien. Bambino oder so. Ja, klingt italienisch. Ja, ich habe was am Auge.

Die Frau, die immer lustig redet, hatte sich wegen Nachbarn beschwert und will sich bedanken wegen der GEZ-Befreiung, die endlich geklappt hat und die Wohnbetreuung ist eine blöde Kuh, die einfach in der Urlaub abgehauen ist, aber von dem Guten neuen aus der Tagesstätte hat sie eine Traumatherapeutin vermittelt bekommen unter meiner alten Büroadresse. Ja, wo das ist kann ich ihr gut erklären, so gut ich so was halt kann.

Doch kein italienisches Stück, sondern Chilenen. Ist ja gut, mein Mann hat Recht. Hätte halt gut gepasst für mich. Illusion wäre auch schön gewesen.

Mandant bedankt sich für Anwaltsempfehlung (Steuerstrafsache) und will jetzt noch eine Empfehlung wegen Unterhalt der Tochter. Kriegt er.

Herr Minus. Die Steuerung lehnt sich zurück, ich telefoniere denen immer hinterher. Ich will Entscheidung, rechtsmittelfähigen Bescheid. Schicke Fax. Da habe ich ganz schön mit dem Betreuungsrichter gewunken, wie mit einem Zaunpfahl, der denen Eindruck machen soll wie es juristisch läuft und der mich bestätigt hat.

Elisabeth war beim VPE (ich hatte ihr das Geld mitgegeben und nicht überwiesen, weil die sich ständig umentscheidet und wollte denen das sagen), aber Hamburgfahrt Ende des Monats ist schon voll und in Berlin müsste sie sich ein Zimmer teilen mit einem Mann. Das wird doch nichts. Auch Hamburg hätte man Zimmer teilen müssen und das fahren fast nur Männer mit und die Gruppenleiterin und die will nicht.

Ich blute ohne Ende und kriege Kreislaufprobleme und mir ist schlecht. Streiche mittags die Segel und gehe nach Hause. Muss mich aufs Bett legen. Meine Betreute (12 Uhr Termin) kam nicht und hatte die Termine verwechselt und dachte, das sei Morgen.

Zuhause liege ich auf dem Bett. Der Körper ist kalt und ich decke mich zu. Karins Mutter ist gestorben und Morgen ist die Beerdigung, aber sie fliegen trotzdem mit uns. Noch ca. einer Stunde muss kurz eingeschlafen sein. Traum: Mein Vater steht auf von einer Kirchbank hinter mir und geht nach vorne, will, dass die schlimme Orgelmusik aufhört und auf einmal ist es die Beerdigung meiner Schwester und ich sehe ihn im Gegenlicht wie er da steht und habe Angst, dass er umklappt und mir wird auch ganz anders zumute. Marc und Jasmin haben nur normales Auto, kann Stephan Ausflüge machen und ich bleibe bei Karin und hüte das Haus. Stephan will mit mir sein, aber er will auch Pompeji sehen und ich denke, es nützt nichts, wenn er verzichtet. Er kann mir dann erzählen und Fotos machen. Wenn meine Eltern Istanbul nicht mehr schaffen, kann ich sie in Bayreuth besuchen und wir erzählen. Langweilig wird es mit ihnen nie. Habe mit Zahn um den Hals geschlafen, gut die Kette hätte ich abmachen können. Um 15 Uhr wieder ins Büro. Hatte Post dabei, wo mich eine Frau von der Stadt Hannover locken will den Vergleich in einer Betreuungssache umzusetzen mit: mein Betreuter zahlt Raten und sie meine Gebühren. Denkt sie denn ich bin käuflich? Er zahlt gar nichts und ich scheiß auf die Gebühren. Gleich wieder auf 180. Stephan sagt, er habe mir schon zig mal erklärt, es sei ein guter Deal und meiner der unrechtmäßig Geld bekommen hat aufgrund eines Fehlers muss nur die Hälfte zurück zahlen, aber ich bin immer außer Rand und Band. Meine Aggression ist ein Problem.

Herr Yoga hat irgendwelchen Betrügern Geld gezahlt für einen englischen Führerschein und das klappt nicht. Hatte ich gleich gesagt, aber er hat nicht gefragt im Vorfeld, quasi Alleingang. Jetzt will er beraten werden wegen Klage und Strafanzeige. Ich kümmere mich gerade um sein Eilverfahren vor dem Sozialgericht und soll bei einem Ortstermin bei der Hausverwaltung mit dabei sein in seiner Wohnung (hat der Arzt vorgeschlagen) und will in den Urlaub. Das ist mir jetzt egal und ist vermutlich eh sinnlos.

Pflegedienst Frau Bettlägerig. Warum haben die 1.000,- € abgehoben, will Rückmeldung von seinem Chef. Geld sollte für Vorsorgevollmacht verwendet werden (Grabneugestaltung wollte sie, kostet über 600,- €) und nicht vom Pflegedienst verjuxt. Erwarte Rechtfertigung von seinem Chef, der heute auf einer Beisetzung ist. So haben wir nicht gewettet. Eine Bettlägerige braucht nicht 1.000,- €. Sie kriegt Essen auf Rädern und isst wie ein Spatz.

Herr ADHS taucht nicht auf. Morgens noch AB, dass ich ihn zurück rufen soll, aber wir hätten ja nachmittags den Termin und ich soll ihn zurück rufen. Warum, mach ich natürlich nicht, wir haben ja den Termin. Dann rufe ich an als er nicht kommt. Ist die Treppe runter gefallen und kommt gerade vom Arzt. Absage wäre halt schön gewesen. Kommt jetzt Morgen.

Bei meinem Kollegen sieht das Auge besser aus. War noch mal bei der Ärztin, es geht jetzt wohl auf. Solange es nicht hart wird und sich abkapselt. Ach ja, wie bei mir. Will ich gerade nicht hören. Auge ist nur eitel. Bauch ist wichtig, kann nicht so viele Baustellen auf einmal. Zuhause merke ich, dass Stephan mir einen neuen Schlüssel ran gemacht hat. Sieht aus wie Evva irgendwie. Neulich hat bei mir der Haustürschlüssel geklemmt und die Tür ließ sich nicht öffnen. Der Nachbar stand neben mir und ich meinte zu ihm, ob mein Mann die Schlösser ausgetauscht habe. Stephan hat seinen Sportschlüssel verloren und den Kellerschlüssel abgebrochen. Sind das seine Wechseljahre? Ich fragte ihn neulich, ob er was merken würde von hormonellem Wechsel, weil bei Männern müsse es das ja auch geben. Er meinte nicht und vielleicht wären nicht alle betroffen.

Die Wohnung des Nachbarn wurde als Spielstätte nicht genommen und die ist total geil. Was müssen die für Bewerber haben, Alter?

Ich muss mich schwer aufraffen. Theaterformen. Es ist so heiß, dass die Lift-Apfelschorle verdächtig lecker schmeckt, die wir uns vor der Vorstellung teilen. Wir sitzen am Rand. Typ: er muss mich inkommodieren. Das kann er mit seiner Frau machen. Er muss durch und kann es nicht so sagen, sondern will allen zeigen, dass er studiert hat und mehr noch, Klugscheißer ist. Das Stück finde ich super. Handelt von dem Militärputsch in Chile. Wie würde das heute laufen. Die ganzen Minister als Berater. Er darf die Erklärung an das Volk nicht einfach vor einem roten Vorhang und der Landesfahne abgeben, sondern muss optimistisch/dynamisch wirken mit Kindern. Dann schwanken sie und zeigen uns Roberto, einen 10 jährigen Jungen, den sie aus einer Kiste zaubern. Seine Mutter ist Putzfrau und sein Vater sitzt im Knast. Die Statistik besagt, dass er auch straffällig wird, um das zu verhindern soll jeder Zuschauer 20,- € für Roberto geben, damit ist seine Schulausbildung und die Uni gesichert (und sie sind sich bewusst, dass dieser Moment wenig künstlerischen Reiz und Sex Appeal hat, aber das soziale geht vor der Kunst). Sie kommen mit Klingelbeuteln und mein Mann macht einen Schein rein, der den jungen Schauspieler aufgucken lässt. Dann ein Aufschrei. Sie haben hier einen, der sich weigert. Der wird mit einer Kamera gezeigt. Woran liegt es? Hat er kein Geld? Doch Anzug und teure Schuhe und iphone 6. Hat die Geschichte von Roberto ihm nicht gereicht, dass er sein Herz öffnen kann, will er mehr. Die Schauspielerin dreht richtig auf und ist bereit für Roberto zu strippen und steht mit entblößten Bürsten vor ihm. Was das reicht immer noch nicht, will er, dass sie ihm einen bläst. Das macht sie für Roberto. Sie muss dann von ihren Kollegen weggetragen werden, weil sie sich so in Rage redet vor lauter Roberto-Rettung. Dann sagen sie uns, dass das alles nicht nützt, weil Roberto 2017 von einer verirrten Kugel getroffen wird und mit 12 stirbt. Dann ist die verirrte Kugel zu sehen, einer der Schauspieler, die alle viel tänzerisches Talent haben und Akrobatik können. Immer sei er der Böse, damit ist das doch eher der, der abdrücke und er habe Roberto schon seit Wochen im Kopf und bald wird er ihn im Kopf haben. Wir finden das Stück sehr gut und stehen zu dem Trinkgeld, was wir verteilt haben. Es hat die Richtigen getroffen. Samstag steht in der Haz es sei ein Stück was Antworten geben würde statt Fragen zu stellen und selten lustig sei. Klar, angenehmer ist es wohl, wenn sinnfrei irgendwelche Aktionen stattfinden, die interessant wirken und jeder kann was hinein interpretieren statt das Mal eine politische Aussage getroffen wird. Ich mag es lieber so. Der chilenische Präsident ruft in Amerika an als die Bomben fallen um dem dortigen zu sagen, dass sie seine Kultur nicht haben wollen. Fuck Hannah Montana. Muss später nachschauen, wer das überhaupt sein soll. Zur After Show Party kann ich nicht bleiben wegen Blutverlust und die Schmerzen strahlen in die Beine, aber ein schöner Abend war es trotzdem.

03.07. Letztes Arbeitstag. Um 11 Uhr Termin zum Nadeln. Mein Cousin hatte um Rückruf gebeten. Es geht um den Familienstreit um eine Erbschaftssache. Fakten liefern hilft nichts. Die Schwester einfach mal anrufen, dass sie sich gesehen fühlt. Das bewirkt Mehr. Sagen die Mediatoren und ich kann die ganze Aufregung um Geld nicht verstehen. Geht doch nicht an Vodafone, sondern an ein Geschwister. Ich mache ihm Mut. Er kriegt es vielleicht besser hin, seine Schwestern sind schwer eskaliert. Herr ADHS , dann zur TCM-Tante, keine Nadeln, nur weiter Tee. Den Sport verbietet sie mir. Ist auch besser so. Ich soll mich schonen. Lieber Mittagsschlaf und nein, ich fahre nicht in die Stadt um mir Häkelgarn in einer Neonfarbe zu besorgen. Vorher Schreibtisch leer machen. Alles noch bearbeiten, was noch raus muss. Die Mutter von Herrn Minus ruft an und lobt mich, mein Engagement und das Schreiben hat die Perserin vom abW (ambulant betreuten Wohnen, führe diese Abkürzung mal offiziell ein an dieser Stelle) ihr vorgelesen und was ich für den Sohn tue. Sie wüssten es zu schätzen. Habe jetzt nach dem Urlaub meine erste Clearingskonferenz, was auch immer das heißen mag. Soll eine Lösung gefunden werden. Noch mal dort treffen. Kostet mich alles Zeit. Etliche Betreute wünschen mir per mail einen erholsamen Urlaub. Das tut gut. Band neu besprechen. Die Steuermitarbeiterin fragt nach Notfällen. Gute Idee. Ich spicke sie mit Geld. Das hilft meistens und bei allen Differenzen, vertrauenswürdig ist sie. Eine Betreute schreibt mir nachmittags email was sei wenn ein Notfall eintreten würde, wenn ich weg bin. Das wusste ich, dass sie versucht da Geld rauszuschlagen und schreibe zurück. Notfall, dann zum Arzt. Sie schreibt: sie meint Geld. Ich überlege etwas und antworte ihr dann:

„Ich bin zuversichtlich, dass Sie das hinbekommen. Wir hatten den Turnus ja zwischendurch auf 2-wöchentlich und das hat jedes Mal geklappt. Ansonsten würde Ihnen Frau Perserin sicherlich mit 10 oder 20 € aushelfen, die ich ihr dann erstatte, wenn ich am 15. wieder da bin. Was meinen Sie?“.

Dann wünscht sie mir auch einen schönen Urlaub. Um 19:30 Uhr ist der 50zigste Geburtstag. Ich muss mich richtig zwingen dort hinzugehen und wir kommen 1,5 Stunden zu spät und ich missgelaunt. Beachte die Anwesenden zu wenig und setze mich gleich in eine Ecke. Mein ehemaliger Ausbilder und seine Frau kommen ganz zu kurz. Er erfährt nur als Musikfreund und Peter Gabriel Fan, dass wir zu Laurie Anderson gehen. Eine Kollegin, die neu in der Runde ist begrüßt mich überschwänglich und erklärt, wie sie die Gastgeberin kennen gelernt hat. Ich bin einsilbig und doof. Die zukünftigen Kolleginnen weichen den Freundeskreis auf in Richtung heterosexuell. Alle Ergotherapeutinnen sind blond. Das ist wohl Einstellungsvoraussetzung. Der Oberarzt aus Wunstorf sagt mir, dass Herr Ihme jetzt bei ihm sei und sich nächste Woche bei mir melden wollte. Heute Abend ist es mir sehr sympathisch und sein Freund auch, der viel von Italien erzählt und mich in Stimmung bringt und ich denke die würden gut zu den Hamburgern passt. Vielleicht mal zusammen essen gehen, aber das fällt mir erst am nächsten Morgen ein, sonst hätte ich es gleich vorgeschlagen. Ich belatschere den Fachmann mit meinem Clearingfall und gestehe dadurch, dass ich mich nicht nur mit seinem Haus anlege, sondern auch mit der Gemeindepsychiatrie. Das No-Go war schon, dass sie mir ihre Einschätzung, die schlechten Nachrichten nicht vor dem Betroffenen gesagt haben, sondern draußen vor der Tür. Hat er Recht. Ein Krass-Schimpferin (Geschlecht nicht eindeutig) zieht an den Gaststätten vorbei und lässt sich gerne nieder um dort ihre Tiraden abzulassen und dann muss man sie dezent, aber bestimmt weiter bitten und verscheuchen und die hat echt erstaunliche Schrei- und Schimpfenergie bei den Temperaturen. Jan holt auf Nachfrage seinen superedlen Hund, schwarz und elegant mit blendend weißem Gebiss. Stephan holt Suki.

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Der Schriftsteller drückt erneut seine Bewunderung für mich aus, die Hütchen und die Selbstverständlichkeit mit der ich sie trage, ich gehöre wie markante Gebäude zum Stadtbild. Mein heutiges (mit den Cowboy- und Indianerfiguren aus Stephans Kindheit) erinnert ihn an die Bundeswehrsoldaten von früher bei ihrem Abschied. Die sind zwischen Dortmund und Vechta gefahren und hatten offenbar passend zum Einsatz Dinge auf dem Hut. Chico verarscht ihn und will wissen, was der NSA in den 80ern für Hütchen getragen habe und ich weiß nur noch, dass man früher als Frau aufgefordert wurde T-Shirts zu unterschreiben. Er ist betrunken- wie immer und seine Frau macht einen auf logisch Argumentieren –auch wie immer- und guckt immer wie eine Schülerin, die Lob vom Vater erheischen will. Es sind langweilige Rhetorikskills und das was Chico sagt macht immer mehr Sinn und ist interessanter und akademischer. Da kann sie machen was sie will, die 50zig jährige Einserschülerin. Chico moniert, dass er darunter leide, dass er (als Schweizer) seit 35 Jahren nicht als Ausländer wahrgenommen werde. Ihr Mann ist ihr peinlich und sie bestimmt, dass sie jetzt gehen. Er gibt mir einen Handkuss. Barbara zeigt mir ihre Crocs, weil ich sie angefasst habe. Sie sehen nicht aus wie die Clogs mit Löchern und sind ganz leicht und wohl ultrabequem. Sie will abgerundete Kacheln vom Strand und Chico eine Postkarte. Ich werde mich erholen und die Füsse in den Pool hängen und mit den Kindern spielen. Stephan fährt hoffentlich auch ohne mich nach Pompeji. Dazu ist die Gruppenreise doch da und ich freue mich über Fotos und wenn er da gewesen ist, dann ist es fast so als sei ich auch da gewesen (Vorteil lange Partnerschaft). Ich gehe mit beiden Windhunden zum Kackstreifen und leine Mona ab. Sie ist ein anderes Kaliber als Suki, jung, doppelt so groß und doppelt so schnell und man merkt ihr das Jagdfieber an, alles was sich schnell bewegt löst den Impuls aus. Suki ist genervt, wenn sie aufdringlich spielt, aber sie übertreibt es nicht und orientiert sich an ihm und so kann ich beide kontrollieren. Beide kacken und Suki kann besser markieren. Da schaut sie nur zu. Sie ist sehr freundlich und gehorsam. Ich weiß noch nicht mal ihren Namen als ich sie mitnehme. Noma finde ich auch besser. Mir macht Kai das Licht an als ich auf dem Klo sitze. Unten herum scheint es halb so schlimm. Die Ladeninhaberin hat tolle Quiche gemacht und sehr aufmerksam bewirtet. Würde ich auch wählen den Laden für eine Feier. Um halb zwei beschließe ich, dass wir gehen sollten.

Die Eltern der Gastgeberin sind übrigens niedlicher als beide Hunde zusammen.

04.07. Traum: Ich suche einen bestimmten Bauernhof mit einem riesigen Ochsen und die haben alle möglichen Nutztiere, versuche mich mit einem Plan durchzufragen. Dann sind wir zu Besuch. Durch riesengroße Fenster im Wohnzimmer, unterteilt durch Rahmen, wie altdeutsch, sieht man das Meer wie durch eine Lupe. Der schwarze Seeelefant packt sich einen schwarzen Seelöwen oder wie heißen die, die eine Nummer kleiner sind und man sieht die weißen Zähne blitzen (wenn das nicht mit dem Vorabend zusammen hängt…..)

Schönes Bett habe ich für Suki gebaut aus dem Podest im Schlafzimmer. Dick gepolstert mit einem Bademantel oben drauf und aus dem Weg. Er schläft wie ein Baby darin, ganz entspannt und ausgestreckt und bewegt sich nicht, wenn ich pinkeln gehe. Morgens Schnappschüsse mit dem Gin von Thomas, den ich nach gestern unbedingt weiter verschenken muss. Jan muss ihn auf der Rennbahn trinken.

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Suki sucht auch einen bösen Meister, dem sie dienen kann bzw. hat einen gefunden. Corgiemischling an der Ihme. Frauchen schmeißt Futter ins Wasser damit er rein geht. Wollte Suki um kurz vor 10 abgeben, aber der Schlüssel steckt. Das monieren immer schon die Pflegedienste, dass sie da nichts tun können trotz Zweitschlüssel. Mein orangefarbener Glasring aus Wien ist bei der Hunderunde kaputt gegangen (hatte sehr lange gehalten) und mein Reißverschluss vom Rock springt auf, aber unten ist definitiv weniger Blut. Das ist gut. Schicke Moritz, dem alten Winnetou-Fan bzw. seiner Mutter Fotos von meinem Cowboy- und Indianerhütchen, auch wenn ihm die Assoziation vielleicht nicht ganz nachvollziehbar ist.

Stephan denkt dran und ich suche Karte für Christoph und Lea, die heute kirchlich heiraten. Papst findet das 11. Gebot auf einer Steintafel: „Du sollst Spaß am Sex haben und denkt“: „Scheiße“. Ich suche Adressen raus und Retrokarten aus Ischia, falls es dort keine lustigen gibt oder überhaupt weil es lustig ist, Karten von einem anderen Ort zu verschicken. Der Psychiater kriegt eine und soll sagen, ob das schon der Beginn einer Schizophrenie sein könnte.

Kleine Messer

19.06. Der niedliche, junge und schüchterne Sozialgerichtsrichter, Samt und eine gewisse Lebensuntauglichkeit bilden eine charmante Mischung. Wir kommen richtig zu Wort und es ist alles in allem eine erfreuliche Sitzung, auch wenn wir in der Sache keinen Erfolg haben und nur einen Vergleich rausschlagen können.

Herr Ihme war entlassen und ist wieder drin, hat mir aber keiner gesagt.

Nach dem Sport kaufe ich 2 Paar Schuhe im Anne Behne Outlet. Jetzt müssen mindestens 2 weg. Die alten von einer ehemaligen Strickfreundin und die gelben Cowboy Schuhe, die Andrea in lila hat. Sie will sie sogar, hat aber Größe 41. Die fallen groß aus, sonst Partnerlook mit einer Freundin. Auch andere Stücke, die sich auflösen (selbstgekaufte Tasche, neu, Wien Wollzeile und Geschenke früherer Freundinnen) kommen mal weg.

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Wetter schlecht, wir wollten draußen sitzen bei Frau Hoppe und schön einen Radausflug dort hin machen und was soll ich sagen, das Ihmezentrum reißen sie hinten ab. Der Radweg hindurch ist leicht verändert und es liegt ein Knäuel aus Metallstreben, wie Draht zusammengeknüllt da. Stephan bestellt wie wild, hat Hunger, 3 Weinflaschen. Ich finde das dreist, weil sie uns einladen, aber sie werden es überleben. Die Mango-Chili-Risotto mit Garnelen schmeckt mir am besten. Ich bekomme vor dem Nachtisch noch mal eine Extraportion aus der Küche. Auch der Nachtisch ist super. Das Creme Brulee schmeckt richtig frisch und Kirsch-Topfen-Knödel gibt es auch.

Die Kollegen mit der Kakteensammlung (wann wollen sie eigentlich Eintritt dafür nehmen?) führen ein ganz anderes Leben. Viele Prozesse. Thema: die Fehlurteile, Amtsgericht Richterin, die sich Hund vorführen lässt und dann vorne vom Pult aus sagt: Ja, vor dem hätte sie auch Angst. Alter Bullterrier mit Hautproblemen, Michael hatte ihm Tasche vor den Kopf gehauen und er reagierte nicht. Familie mit 4 oder 5 kleinen Kindern, die Hundebesitzer, sollen ausziehen und PKH gibt es auch nicht so nach dem Motto: Mieter + Ausländer = schlecht; Vermieter + Deutscher: gut. Micha kennt die Radwege zurück durch herrliche Baumalleen, schön. Wiebke will wieder mal mit uns essen gehen (sagt sie) oder Kultur.

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Ich ärgere mich so, dass die Fotos aus der Ausstellung weg sind. Ich in meinem Vernissageoutfit mit Koralle vor den Filmen von Pipi. Im Treppenhaus war Stephan die Kamera herunter gefallen und der Speicherchip war nicht drin, was er im Dunkeln nicht bemerkt hat. Muss das alles noch mal nachgestellt werden? Wie lästig und dann bin ich nicht in Stimmung. Das nervt mich ohne Ende. Wann kommt man umsonst rein ins Museum? Am Freitag? Andererseits Stephan ärgert sich schon genug und es ist ihm noch nie passiert, also muss ich auch nicht zetern ohne Ende und darauf herum reiten.

20.06. Lange geschlafen bis 10 Uhr und so herrlich geträumt. Irgendwie war Claudia darin. Nachmittags bekomme ich ihn nicht mehr zusammen. Sie hat Kokosmilch gekauft als Drink, dickflüssig und sahnig, sehr lecker. Er stand in der Kühlschranktür. Ich selber schaue zu wenig ins Kühlregal bei ausländischen Supermärkten denke ich mir da und später zeigt sie mir fetthaltige Stifte, damit malt sie auf einem Metallicballon, ein Auge auf das Tier mit Wimpern und das hält prima, ist sehr abdeckend und sehr ergiebig, weil man ihn auch verwischen kann, wie ein Kajal und Glitzer ist auch drin. Warum hat Claudia die entdeckt? Die muss ich mir auch besorgen.

Geschenk für die Fünfzigjährige, die am Tag des Fünfzigsten ihre Ausbildung beendet. Sternerestaurant auf Sylt. Der Freund, der das organisiert ruft zurück. Müller heißt der Koch dort. Ja, ich gebe das Ja für uns. Habe dazu noch schöne Straßburg-Devotionalien aus dem Museumsshop. Die grandiose Tasche mit den Lebensmitteln. Sie liebt immer die Tate: The Bigger Picture. Und sie liebt Porzellan und daher das schöne Buch mit Terrinen mit krassen Tiermotiven. DDR Porzellan habe ich auch noch. Mein Streichholzkleid soll zu Binie. Die trägt Kleider, sie stehen ihr super und das Kleid ist einfach für eine viel kleinere Frau gemacht. Ich glaube, es wird Hammer an ihr aussehen und ist irgendwie ein Struwwelpeter-Lehrerinnen-Motiv in meiner Phantasie. Ich schreibe ihr, sie wird gerade Oma.

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Selbstgemachte Postkarten für alle Pipi, die Mutter und den Vorwerktypen. Was soll der Geiz? Meine Ideen gehen nicht aus.

Wasserkefir, hat mir Michi am Donnerstag gemacht, getrocknete Feigen und Rosinen machen das Aquarium perfekt. Google erst mal, wie der gewickelt werden muss. Stephan bringt mir Zitrone mit und Himbeeren und ein großes Paket Spargel.

Ich habe gestern auf den Plakatwänden entdeckt, dass die Theaterformen vom 02. bis 12. gehen. Da wir am 3. auf dem 50zigsten sind und ab dem 4. bis 14. in Neapel and beyond, kommt nur der 2. in Frage, wenn die Festival nicht ganz an uns vorbei soll. Treibe Stephan rein, Karten zu kaufen. 5. Reihe außen oder so. Prima. Die Theatertruppe kommt sogar aus Italien.

Postkarte für Pipi und ihre Mutter mit Mutter-Kind Fotos dazu. Linzer Torte mit dem unbekannten Fruchtaufstrich (vermutlich aus Dänemark).

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Bei der Gelegenheit mache ich ausnahmsweise noch 2 Postkarten extra. Habe ja gemerkt, dass das sonst nur auf Reisen zu gehen scheint.

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Spargel mit Harald und Tobsi (die Hollandaise wird noch viel besser als letztes Mal, ich schlage solange bis der Arm weh tut und dann ist sie richtig fest und schmeckt auch opti. Nach dem Essen in die Nordstadt zum Kino mit dem englischen Popcorn. Ich will unbedingt und trage schon 3 Fledermäuse (wegen Vampir). Harald fährt auf einem Schrottrad, so was habe ich noch nie gesehen. Metallfelgen mit Riesenacht, die so schlackern, dass einem schlecht wird, der Sattel ist auch aus Metall und es sieht alles in allem aus wie eine Zirkusnummer. Er soll nächstes Mal aus Draht was bauen, einfach Drahtschlaufen als Räder, aber gerade biegen und ohne Acht.

Kurz vor der Grammophon-Fabrik, der Typ aus dem Ex-Atelier von Andrea, den ich süß finde. Er arbeitet in den Raschplatzkinos und hat etwas Angst vor mir, so kommt es mir zumindest vor. Ich rufe laut: „Hey, da ist der Kartenabreißer, der weiß wo es lang geht, alle hinterher“. Er dreht sich ängstlich um um zu schauen, wer die Irre ist und sagt: heute nicht. Als Vorfilm eine Werbung für die Grammophon-Fabrik, wenn ich es richtig verstehe. Hätten lieber mal Tierheim TV auf großer Leinwand zeigen sollen mit „der charmanten Silke“, die dreckig lacht und Gärtnerklamotten an hat. Der ist lokaler Trash pur und den würde ich gerne mal in so einem Rahmen gewürdigt sehen, aber das sind wohl nur meine Phantasien. Schwarz-weiß, wie Jim Jarmusch, der Erzählstil und die Bilder der Stadt. Ölfelder, Ölpumpen, die Katze, die perfekt spielt. Die Lektion persisch neulich von Elisabeth hat geholfen. Auch durch die Untertitel erkenne ich die Worte, Dochthar und Pessar, die mehrfach vorkommen. Der junge Vampir (eine Frau), Ringel-T-Shirt auf dem Skateboard, die Burka flattert und es sieht aus wie eine Fledermaus. Was für ein herrliches Bild? Er geht als Dracula zur Kostümparty. Sie hat böse Sachen gemacht und mag keine Hamburger. Harald geht, weil ihm der Film nicht gefällt. Stephan ist geschockt. Wollte er lieber den neuen Schwarzenegger schauen? Wir dachten, er sei Cineast. Er war bei Onkel Ollies. Meine Knie sind kalt. Regelblutung als Aderlass. Gilt das? Was sagt Anja? Das Atelier darüber, wo die Klos sind, ist super schön. Die beiden Filmdarsteller, wie Zwillinge, die aber in dem Film nicht vorkamen, aber hätten vorkommen können, tragen die Essensreste ab. Käseplatte und Salatreste, sieht opulent aus und lecker. Alles ist so schön geschmackvoll eingerichtet, ganz nach meinem Geschmack mit viel selbstgebastelt und Hammerzimmerpflanzen im Bad. Ich mag Hannover und die Locations.

Gebe mein Streichholzkleid bei Binie ab, wecke die Männer, sie lagen irgendwo und schrecken hoch, aber es brannte Licht. es ist ein Junge. Nicht ins Lux.

Wir fallen über die Schweizer Buchserli her. Schokolade können sie, die Schweizer und wie.

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21.06. Telefonat mit meinen Eltern, die Briefe, die ich meiner Mutter geschickt habe als sie krank war. Ja, die Liebe kam nur zurück. Packen für den Urlaub. Freue mich auf die Wärme. Neue Hütchen, eines mit einer Katze und einer Kinderschuheinlage kariert (der Film hat mich inspiriert) und die stinkige Käsekiste mit einer Koralle. Der Deckel aus Straßburg, der nicht von den Hunden gefressen wurde (riechen tut es immer noch) sowie eine Fliegenpilzkoralle. Claudia ist auf dem Hurricane. Binie passt das Kleid wie angegossen, sie schickt mir Foto. Freu mich, dass ich da so richtig gelegen habe. Wie lange werde ich noch bluten? Wenigstens tut es nicht weh (auch mal was Neues). Dann tut es später doch weh (habe ich es herbeigeschrieben?). Wolldecke muss her, die richtig warme.

22.06. Traum von Claudia und Elena. Elena putzt richtig viel. Wienert die Spüle und es quietscht. Sie ist getrennt, soll aber ruhig noch ein Baby machen, weil die so süß werden. Sie trägt ein 50er Jahre Kostüm, aber neu gekauft und ein Freund ist zu Besuch und holt sie ab. Sie hat einen gelben Wasserkocher. Eine Freundin, die ich auch kennen soll, war fies zu ihr. Ich tue so als wäre ich japanische Reiki-Meisterin. Bekomme einen Stab und weiß nicht, was ich damit machen soll. Mache ein paar Gesten, laufe wie mit einer Wünschelrute durch den Raum. Die Patienten sitzen mir gegenüber. Der Typ zahlt 200,-. 4 Fünfziger und ein Fünfer, den ich ihm wieder gebe. Ich weiß gar nicht, was ich machen soll, überzeuge aber trotzdem.

Stephan schlägt Theaterpremierenabo vor und legt mir das Programmheft raus. Warum nicht. Opernpremierenabo hatten wir schon und warum nicht mal das. Interessiert mich mehr und kann man mal machen. Irgendwie brauchen wir Unterhaltung.

Habe kleine Salami-Brezeln aus Bayreuth, Metzgerei meines Vertrauens, dabei. Eigentlich für das ganze Büro, schenke sie aber dem Kollegen. Dem stehe ich doch am nächsten und weiß, dass er es zu schätzen weiß. Morgens loslegen und meine Fristen abarbeiten. Es geht oft um ein Telefonat, dann Gericht. Vorher Jobcenter, diesmal mit der Frau aus Srilanka, der Bruder will einen Gewürzladen eröffnen und sie soll aus dem Leistungsbezug rausgeholt werden. Noch ein Geschäft mit ausländischen Lebensmitteln? Davon gibt es viele. Ein richtig leckeres indisch/pakistanisches Restaurant nach Londoner Vorbild, das fehlt, aber ob das funktionieren würde in Hannover weiß ich auch nicht. Erst mal hat sie einen Putzjob im Kirchenamt. Dann zu Gericht an Gaues vorbei. Verlängerung Frau SMS, wir zicken uns an, aber irgendwie will sie auch keinen Wechsel. Herr Borderline Klein und die Richterin, die wieder genesen ist. Ihr Chef, der Amtsgerichtsdirektor schaut zu. Den kannte ich vom Sehen, habe ihn für einen Strafverteidiger, der gerne trinkt, gehalten. Sie siezt mich auf einmal. Das finde ich voll verklemmt. Brief an Bayreuth, noch eine Häkelbrosche für meine Schwester, Post-Its aus Hamburg mit Seehund. Leberwurstbrot aus Bayreuth auf Gaues-Vollkorn. Sport den ersten Kurs ausfallen lassen wegen Eilantrag, bringe ich noch vorbei beim Gericht. Hatte Freitag Sport gemacht um dann essen zu gehen und war am Wochenende faul.

Abends Brad Pitt im Zombiefilm. Wenn man eine schwere Krankheit hat, dann ignorieren einen die Zombies, weil sie das riechen und nur einen gesunden Wirt wollen. Das ist mal beruhigend. Granny Squares dazu häkeln.

23.06. Kann nicht mehr schlafen. Zugewinnausgleich, das Motorrad des Mandanten, diese Dinge gehen mir durch den Kopf. Um 7:23:

„Lieber Paps,

wir wünschen Dir alles, alles Gute zu Deinem Geburtstag, einen schönen Tag mit Mama (trotz des kühlen und nassen Wetters) und ein gutes Jahr soll dem heutigen Tag folgen. Du feierst ja nach am Wochenende und das wird bestimmt prima. Da haben wir ja Einblicke dadurch, dass wir schon ein paar Mal dabei waren in Deiner echt netten Runde von Gästen. Besonders liebe Grüße an Werner Reichstein. Ich habe Dich wahnsinnig gerne als Vater und könnte mir keinen besseren vorstellen. Ich finde auch, dass Du Dich veränderst und tatsächlich weise wirst. Du bist so schön offen und ehrlich und das gehört meines Erachtens zu Deinen größten Stärken, dass Du auch unangenehme Dinge, wie das älter werden offen ansprichst. Du machst mir Mut! Es gibt Dinge, die wir nicht ändern können. Wir können nur entscheiden, wie wir damit umgehen und das ist aber vielleicht oft entscheidend. Hier bist Du schon immer ein Vorbild für mich gewesen. Außerdem mag ich Deine Neugier und Begeisterungsfähigkeit und freue mich auch, dass diese Eigenschaften nicht mit 30 weg gehen.

Dein umgerüsteter Fisch erfreut mich täglich und so bin ich dieses Jahr die Beschenkte!

Deine Franny und Stephan“

Wickele den Wasserkefir, spüle, Aquarium leeren und neu einrichten. Der schmeckt auch krass. Glaube nicht, dass das neue Haustier lange leben wird.

Frau Architektin, die Mutter des Betreuten auf dem AB. Sie beginnt jedes Gespräch stereotyp mit dem Satz, dass ich keine Zeit haben werde. Den Text auf der Bandmaschine mit: wir müssen uns nicht sprechen, sie wollte mir nur sagen, dass ihr Sohn mich nicht sehen wolle. Ich muss natürlich trotzdem hin kommen zu der Hilfeplanung zuhause. Was will die Alte von mir?

Die Frage nach geordneten wirtschaftlichen Verhältnisse bei Privatinsolvenz und Einstellung in den Staatsdienst (Referendariat). Telefonate mit Rechtspfleger und Insolvenzbüro. Irgendwann habe ich eine Meinung gebildet.

Bestatter ist im Urlaub. So haben wir nicht gewettet. Er wollte zu Frau Bettlägerig, weil er sie von früher kennt und nicht irgendwer aus seinem Büro, ich sage den Termin ab und er soll sich melden, wenn er wieder da ist. Warum soll ich zur Betreuungsanhörung heute Nachmittag wegen der Neueinrichtung der Betreuung und ein zweites Mal in die Stadt fahren? Am Ende kommt der Typ nicht und ist fahre umsonst und hocke bei der Richterin wie unterbeschäftigt. Ein bisschen weiß ich doch, wie der Hase lang läuft. Mache ich nicht und so kommt es auch, er erscheint nicht. Der will Betreuerwechsel und muss selber dafür sorgen, dass ich bestellt werde. Vorher nehme ich keine Termine war. Richterin ist ewig nicht zu erreichen, während der Anhörungszeit dann schon und das sage ich ihr. Ich bin da mittlerweile recht selbstbewusst.

Taz Artikel über Spuckschutzmasken bei der Polizei. Ich habe eine Betreute, die vermutlich mutmaßlich zur Entwicklung beigetragen hat. Hat gespuckt und eine zartbesaitete Polizistin, die nicht wusste, wie Aids übertragen wird oder Hepatitis oder was meine Betreuten überhaupt hat, war seit dem Vorfall stark traumatisiert und dienstunfähig.

Termin von Herrn Esoterik. Die junge Richterin will unbedingt, dass ich anerkenne, sonst wird es noch teurer. Der Zahnarzt aus Linden sieht aus wie ein alter Mann und ist 48, wie ich in einem Monat. Er ist sympathisch und die Zahnarzthelferin auch. Man habe zuerst gedacht das läuft über einen Heil- und Kostenplan, wie normal, aber die Kasse habe abgelehnt. Er war großkotzig und wollte sich auch nach Kostenvoranschlägen für Implantate erkundigen. Ja, das passt zu ihm. Ich stelle Fragen und die Richterin schreibt nur mit und macht kein Protokoll, weil der Streitwert so gering ist, das sie machen kann was sie will. Die Zahnärzte nehmen keine Zeugenentschädigung und die Zahnarzthelferin hat sogar Urlaub. Der Einschüchterungsversuch war umsonst. Ich will jetzt vielleicht anerkennen, mich aber erst besprechen. Sie will gleich Urteil machen am Schluss der Sitzung. Das kostet dann auch mehr, aber wenn sie so gierig darauf ist, zu schreiben und ich hatte meinem im Vorfeld gesagt, dass es wohl darauf hinausläuft und er hat die Anerkennung nicht freigegeben, dann muss er die schriftliche Begründung halt zahlen, bevor ich die Böse bin und sie hat mehr Arbeit, die blöde Kuh denke ich und wünsche allen noch einen schönen Tag beim Gehen. Ich lasse meinen Mitgliedsantrag Kunstverein liegen, dabei wollte ich den persönlich vorbei bringen und fragen, ab wann ich dann rein kann (zu Pipi).

Entlassungsbericht Ihme vom 28.05. geht heute ein. Ich soll keinen Beschluss mehr beantragen. Das bringt doch nichts. Sie entlassen ihn und ich weiß nicht Bescheid, sondern erst wenn er wieder da ist. Er hat sich vom Krankenwagen zurück fahren lassen nach Wunstorf und die haben eine große Welle gemacht dabei zahlt das seine Krankenkasse und ich bin böse, weil ich den Beschluss gemacht habe, aber er ist doch zurück, sonst wäre er jetzt Zuhause. Argumentieren mit ihm ist schwierig, sagt auch der Bewährungshelfer.

Bernd feiert im ehemaligen Ping Pong Club und wir sind leider in Italien. Freue mich, ihn zu sehen. Kriegt was von meinem Franzbrötchen ab. Habe ganzen Wallnußciabatta gekauft, nach dem halben Sesamciabatta von gestern. War auch nicht richtig. Jetzt haben wir zu viel Brot. Gabi hat eine tolle Pferdekopfbrosche aus pinkfarbenen Plastik, was geschliffen ist und glänzt und sehr edel ausschaut und empfiehlt Rotterdam, ihre Lieblingsstadt. Die Kunstmesse, die im Januar immer ist findet nächstes Mal in der Van Nelle Fabrik statt mit alten Shuttlebusen ohne Gurte. Klingt irgendwie gut. Sie sagt nur einmal Wien und dafür dort hin. Sie hat einen Vintageladen in Hannover. Nähe Lister Meile. Ich will sie da mal besuchen.

Frau Stimmen hat am selben Tag Geburtstag wie mein Papa. Hat sich ein neues Handy bestellt und nimmt 100,- mit um mit den Frauen um Wohnheim zu feiern.

Elisabeth war im VPE und die Usedomfreizeit war voll und jetzt fahren sie nach Berlin in eine Jugendherberge. Jetzt will sie englisch sprechen. „Usedom, the island was full“ und ihr fallen die schlechte Erfahrungen in Krelingen from letzten Mal ein:„At the buffet, there was chicken wings, not wings, chicken Mc nuggets und she makes so (haut sich auf die Hand) and asks me, why I don’t wait“. „Why should I wait, I am now hungry“. Es geht um die verschiedenen Beteiligten, die die Freizeit ausrichten, wohl auch ein Ehepaar. „She is not a social worker or somethng, just a house wife und she wants to be the leader and he cannot rescue himself from her“. „ I was frozen. They were driving with their baby cars. I think now myself how can this be, they are younger than I am“. „They talk about me, you can’t shave your eye browns!“ (Anm.: und sie hat die zweite Woche in Folge abrasierte Augenbrauen, die eye brows und nicht browns auf Englisch heißen, aber immerhin ihr Wortschatz ist beachtlich). Jetzt will sie mit dem VPE (Verein psychisch Kranker) nach Berlin oder Hamburg. Ich rate ihr dazu, das ist günstiger und die können sie eher aushalten. „You sleep in a youth hall, Jugendherberge and all in inside, the food“. Finde einen neuen Quittungsblock nicht. Habe ein ganzes Paket davon. Werde hektisch. Sie will erst Kondome und dann doch die Pille, damit sie nicht wieder ihre Regel bekommt und ich kann die Quittung damit zerreißen, die auf 70,- € ausgestellt war. Das gibt Ärger Zuhause. Hey, das mit der Regel nicht mehr wollen, verstehe ich. Brauche Penaten-Creme. Der Vorteil bei Elisabeth: ich kann gleich mitschreiben und sie stört sich nicht daran.

Hausärztin vom straffälligen Türken. Betreuer nennen sich Viele. Da muss man vorsichtig sein. Er ist nicht schwer herzkrank und sie will uns aber helfen mit Bestätigung für die Ausländerstelle.

Karte an Claudia aus dem Altpapier von Thomas.

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Herr Esoterik macht sich Sorgen, dass ich zu viel für ihn arbeite mit Eilverfahren und Beweisaufnahme und fragt, wie er das kompensieren kann. Süß.

Sport auf dem Trampolin. Eine Teilnehmerin meinte, die Nordstadt sei voll, auch ihre Straße, die sonst immer beschaulich sei. Ein Ausbruch der Zombies ist ihre Theorie. Der schenke ich immer Plastikblume fürs Fahrrad. Habe jetzt sogar eine auf Vorrat gekauft. Das schützt bestimmt dagegen. Die Trainerin kommt zu spät und macht kürzer. Sie geht im Juli und hat irgendwie keinen Bock mehr.

Ich häkele ein buntes Kondom mit Reservoir aus Granny Squares, eher zufällig. Brauche Hörspiel, aber diese deutsche Musikelite ist ein Witz. Der Verschwörungstheoretiker mit der Sonnenbrille. Musikalisch klingt alles gleich und geht gar nicht. Nicht auszuhalten. Wir sind ja auch mal für die Prinzen gehalten worden! Damals in Leipzig bei Carmina Burana im Backstage Zelt. Da wurden wir, d.h. Stephan und ich angesprochen, ob wir die Prinzen seien, Mitte der 90ziger und sie waren gerade auf der Höhe.

24.06. Traum: erst mein amerikanischer Cousin, dem ich sage, dass ich ihn als Kind heiraten will. Fragt nach den Konsequenzen, weil wir beide verheiratet sind, keine. Ich dachte, es sei positiv und wollte, dass er es weiß. Er heult daraufhin. Mein Ex-Kollege und seine Frau, er steht auf mich und streicht immer über seinen dicken Bauch. Wenn ich die Nachteile wüsste, die er für mich in Kauf nimmt, würde ich ihn toll finden. Schwanger wird man vom Sex sage ich ihm und das soll lustig sein. (Gestern hatte ich mit der neuen Kollegin meines Ex-Kollegen gesprochen und deswegen der Traum). Schwarze in Hameln, statt Spätzle gibt es Nudeln mit wässriger Soße, mein Ex-Bürokollege, Herr F. ist Kellner und kommt mit seinem privaten, benutzten Stofftaschentuch auf den Teller und ich beschwere mich, so was muss man doch sagen, wenn einer eine regionale Spezialität bestellt und es gibt nur Nudeln aus der Packung und das für 14,- €. Ich finde es frech. In der Pflanzentischdeko Holzschnitzfigur, Mann, der geht, soll wohl Dildo sein. Für zierliche Frau sagen die Männer. Ich lass sie mir zeigen und überlege, wie das gehen soll, der Kopf und das eine Bein, was dicker wird zur Hüfte hin. Ich will zurück. Steilküste und gegenüber Felsen mit Hütte und Ziege, ich muss mich setzen. Panikanfall. Meine Handtasche ist weg, Stephan muss zurück. Ich hatte sie von oben an den Strand fallen lassen, direkt vor Herrn Fs Füße.

Motorrad war schon verkauft bei der Scheidung. Sie bekommen Bestätigungsschreiben von der Versicherung.

Meine Nebenfrau redet mit Stephan, wenn ich vermeintlich nicht da bin. Ja, die Spitzen waren kaputt und mussten nachgeschnitten werden. Und was ist das? Ich: „mein Wasserkefir“ und wofür soll das gut sein. „Unsterblichkeit“ und Stephan: „und macht die Spitzen wieder heile“.

Im Büro sitzt ein überalterter Referendar, so sieht es zumindest aus, wie er im Besprechungszimmer an einem kleinen Tisch geparkt ist und die roten Gesetzestexte stehen vor ihm. Lustige Vorstellung, aber vermutlich Steuerprüfung. Ich grüße und schaue ihm tief und fest in die Augen, wenn wir uns im Flur begegnen.

Mein kurdischer Betreuter kommt mit lauter Geschenken vorbei. Seine Frau hat mir das Kreuz gekauft und den Brieföffner auf dem Flohmarkt hat er gefunden, sieht so schön antik aus und da musste er an mich denken und das kleine Messer schützt gegen böse Blicke oder was in der Art. Ich bedanke mich. Kekse, Flohmarktsachen, immer hat er was dabei und kommt auch ohne Termin nur um mich zu beschenken.

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Meine Tante ist in der Kurzzeitpflege. Ist nachts über eine Glasflasche gestolpert und hat sich den rechten Arm gebrochen und saß in den Glassplittern, aber es darf niemand wissen. Herrliche Familie. Wir sind sonst nicht so. ich will sie auch anrufen, scheiß auf diese Geheimnisse. Ich bin die Patentochter Herrgott noch mal und nicht jeder muss sich von den spinnerten Vorgaben tyrannisieren lassen. Ich bin nicht „jeder“. Stephan bestärkt mich, aber wir wissen das Pflegeheim nicht.

Neue Betreuungssache, der straffällige Iraner aus Ricklingen. Ich nenne ihn Pessar. Gestern mit dem Bewährungshelfer telefoniert, weil sein Schützling, der den Wechsel wollte, nicht aufgetaucht ist. Der Pessar ist wieder unten durch und muss in die Klinik gebracht werden. Die Familie hält sich zurück. Ich sage zu nachzufragen. Dort ist nichts im Rechner und die Betreuungsanregung ist am 26.05. von mir beim Gericht eingeworfen worden. Ich faxe noch mal und telefoniere mit dem Richter. Dann Herr Ihme als gemeinsamer Fall. Den hat der Richter neulich in der Straßenbahn getroffen. Erst will er mir sagen, der Stationsarzt mit dem ich nicht mehr sprechen will, sei nicht so schlimm, aber das Herr Ihme entlassen wurde bei laufendem Beschluss wurde ihm auch nicht mitgeteilt, er „weiß es offiziell nicht“. Muss ich noch mehr sagen, ich rede mit denen nicht mehr, sie können meinem Schützling nicht helfen und die Ameisen, die sich durch sein Gehirn fressen gehen nicht weg und ich rege mich sonst so über die Arbeitsweise auf, dass ich selber in der Klapse lande. Die Oberärztin ist diese Woche krank.

Alles ist angeblich klar mit der Aufnahme meines Betreuten in der dritten und letzten Therapieeinrichtung , immer biete ich meine Hilfe an wie eine Gestörte und gestern die Suchtberaterin aus der JVA Sehnde auf meinem AB, dass es nicht klappt und der Aufnahmetermin nicht gehalten werden kann. Mein Ehrgeiz ist geweckt. Gestern Nachmittag schon durchgefragt, heute Morgen Staatsanwaltschaft. Die Frau hat Zurückstellung der Strafen befürwortet, aber das Gericht muss noch entscheiden. Wir haben fast noch eine Woche. Die Akten müssen erst rüber gebracht werden und das dauert. Sitzt sie nicht im Volgersweg, frage ich. Doch, aber die Richter holen sich die nicht. Ich kann mit dem Fahrrad vorbei kommen und sie hin bringen. Sie mag meinen Ehrgeiz nicht, will mir nicht sagen, wer zuständig ist, auch keine Nummer von einer Geschäftsstelle/Serviceeinheit nennen. Aber ich bin Terrier, Büro Klawitter, 10 Minuten später habe ich sogar die Durchwahl die Richterin, die vorher nicht bekannt war. Mit dem Betreuten habe ich um 10 Uhr Telefontermin. Er vertraut nur mir. Ich weiß aber nicht, ob ich es hinbekomme, weil es nicht nur von mir abhängt. Später lässt sich die Richterin, die ausschaut wie eine Putzfrau, nur bedingt animieren. Am Telefon findet sie nicht gut und ohne Akte geht sowieso nicht. Letzte Station, die Einrichtung anschreiben, dass sie die Aufnahme nicht um Monate bis zum Sankt Nimmerleinstag aufschieben. Sie haben auch immer gesagt, alles klar und ich brauche nichts machen, quasi Mitverantwortung. Ich spreche später mit ihm in der JVA Sehnde und er vertraut nur mir.

Frau Altpapier kommt vorbei mit Mieterhöhung. Sie verlässt die Wohnung. Es geht ihr offenbar besser und ich freue mich. Fettige Haare, Hut, irgendwie passen meine Betreuten zu mir. Grundreinigung, für die ich gekämpft habe, macht sie jetzt mit dem Erzieher in Eigenregie. Die Pflegestufe soll abgelehnt werden. Da soll der Mann vom Pflegedienst sich mal was einfallen lassen.

Frau Huma aus der Beratungsstelle. Die Haz-Weihnachtshilfe ist leer und Frau Anstrengend bekommt das Bett jetzt vom Amt gezahlt (und zwar ohne Darlehen als Beihilfe), sie hat Kontakte. Ich bin beeindruckt. Gestern hatte sie gefragt, warum ich noch mit Starmoney arbeiten würde, weil da gibt es was für umsonst und genauso gut.

Frau Stimmen wurde der Arbeitsvertrag gekündigt zum 10.07. und sie ist frei gestellt. Die Grabstelle der Bettlägerigen ist schon gemacht. Rechnung kommt. Wohl doch nicht nur gegen Vorkasse. Ich will mal hin und Fotos machen. Stadtfriedhof Lahe.

Die Frau vom VPE ruft an. Berlin kostet knapp über 50,- € und da ist Übernachtung, Verpflegung und Rahmenprogramm mit drin. Nur Taschengeld geht extra. Es wird bezuschusst. Ich hoffe halt, dass Berlin Elisabeth aushalten kann.

Heute gibt es wieder Chips und kleine Hanuta, die von der Veranstaltung des Kollegen übrig geblieben sind. Das gesunde Büroessen und das Pipi-Wasser von dem Pilz muss man runter würgen. Die Kur wird wohl kurz, d.h. ich lege ihn dann erst mal still nach der nächsten Ernte.

Meine Mutter kann keine Dropbox. Sie sagt, sie sei zu alt und ich sage ihr, dass ich auch computerbehindert sei und denke an die Werbung: „wenn Sie bei externer Festplatte an so was denken“ und man sieht Pärchen beim Italiener am Meer an einem Zweiertisch und der Kellner bringt eine Serviceplatte vollgeladen mit Hummer oben drauf und „bei Blue Tooth an so was“ und man sieht ein Teenagermädchen die lächelt um blaue Zähne frei zu geben und ja, tatsächlich so auf dem Niveau bin ich. Fragen von Holger, wer ist mein Provider? Server? Viel Leerlauf im Kopf. Deprimierend.

Jobcenter, eine Nette von Frau Yoga. Ich fülle den ärztlichen Fragebogen aus und meine Betreute, die alles nicht einsieht hat sogar eingewilligt, dass die Betreuungsakte eingesehen werden kann. Die nette Frau soll sich im Gegenzug an die Leistungsabteilung bei sich im Haus wenden und ihr Glück versuchen. Die Kinder sind die ganzen Sommerferien über bei der Mutter und sie braucht Geld. Sie kann nicht mal zu mir kommen, weil die Tageskarte zu teuer ist. Ihre Kollegen sind wieder so doof, dass sie statt jedes Wochenende nur jedes zweite berechnen (dabei ist es so einfach) und ich muss dann wieder ganz viel mit Frau Yoga telefonieren und beim SMS scheiben vertippe ich mich immer und sie kann auch was für mich tun bzw. ist mein Notnagel, sonst kann ich nicht in den Urlaub fahren und die Frau hängt mir immer im Nacken.

Das P-Monster sagt den Termin ab. Muss zum Kieferchirurg und kommt Freitag. Freitag fahre ich nach Vahrenheide zur Hilfeplanung und hoffe, meine Betreute ist in Stimmung und macht Mocca.

Einkaufszettel für mich selber. Honig ins Büro wegen des neuen leckeren Vollkornbrotes von Gaues (Quark, Kürbiskern) mit Schwarztee und Tampons, warum stehen die auf dem Zettel? Weiß nicht mehr warum.

Eine junge Teilnehmerin beim Yoga fragt mich mit Namen, ob sie eine Matte für mich auslegen soll. Woher kennt die meinen Namen? Kaya hat den letztes Mal Unterricht und macht fließenden Wechsel, Mitte im Kurs, die Übergabe des Stabes quasi und um die Nachfolgerin zu etablieren, anders geht es nicht? In Savansana denke ich, dass ich langsam es wert finde älter zu werden für die Gegenleistung die man bekommt. Die Erfahrungen als Unterfütterung lassen einen höher steigen, man sieht alles aus einer anderen Perspektive und ja, ich will alt, faltig und weise werden. Das ist es wert und dann wird es vollendet sein und das geht nicht in jung. Basta. Verstanden.

Frösche, die eingefroren werden und Esel, die aus dem Hubschrauber abgeschossen werden. Der Mensch ist irre, das ist nicht Fehler wieder gut machen, sondern weitere begehen. Dann noch die ZIB 2 Nachrichten mit den Asylsuchern und ihrer Verteilung. Ein Ort, der so ähnlich heißt wie Puppenstube, Puchenstube oder so? hat am meisten und der Bürgermeister ist im Studio und meint zu Recht, Boot nicht voll. Da hatte Österreich schon mehr Asylsucher zu anderen Zeiten. Recht hat er. Früh zu Bett.

25.06. Traum: Abszess meiner Mutter in der Kniekehle, wird ausgedrückt und wir sitzen mit ihm Behandlungszimmer. Arzt will Schwerbehindertenausweis ausstellen, damit sie besser mit dem Auto ranfahren und parken kann. Sie protestiert kurz, sie duzen sich. Wie kann er das einfach so. Will er mal zwischen ihren Beinen riechen, da sei was komisch. Ich bin peinlich berührt. Zugfahrt mit Claudia durch die Schweiz, wir nehmen einfach den nächsten Zug, der eingefahren ist. Das Ziel kommt uns vom Namen bekannt vor und ist empfohlen worden. Große, gelbe Villen. Ich mache Fotos. Ein Papierladen, ein Bücherbriefumschlag mit einer runden Seite, passt perfekt, viel besser als bei uns. So was habe ich noch nie gesehen und es ist so naheliegend (nach dem wach werden frage ich mich, was abgerundet an einem Buch sein soll). Die Eule als Wahrzeichen ist hier in allen Varianten zu haben, Tasse, Kissen.

Mann (42) nach Behördenmarathon gestorben, Herzinfarkt. Haha, sagt Stephan, Behördenmarathon ist das was ich machen, möglichst viele Ämter an einem Tag abhaken.

Es geht wieder durch etwas Eilenriede zum ersten Termin. Ich fahre auf Trampelpfaden durch den Wald als hätte ich ein Mountainbike. Irgendwann werden Suki und ich neben alten Tempos und leeren Flaschen noch auf eine Leiche stoßen.

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Hund muss draußen bleiben, weil er Angst hat vor Hunden. Binde ihn im Treppenhaus des Einfamilienhauses an. Die Ärztin von der Beratungsstelle war ängstlich als ich ihn vor der Tür lassen wollte, aber hinter einem Zaun quasi neben dem Haus im Vorgarten und ich hatte ihn schon einmal verlegt, jetzt meint Frau Doust, die Wohnbetreuung ich soll ihn in den Garten machen, aber mir reicht der Heckmeck. Herr Minus in Unterhose, die kaputten Möbel, Küchentisch auch kaputt, Teller mit Schokocornflakes darunter. Die Wohnung sieht krass aus und jetzt wollen sie kein ambulant betreutes Wohnen bewilligen, sondern er soll geschlossen untergebracht werden. Ich bin geschockt. „Ungutes Gefühl in der Wohnung“, „der fixiert einen so“. Latente Fremdgefährdung, muss man warten bis was passiert? Ja, prophylaktisch die Leute wegsperren. So was gibt es nicht. Der junge Kollege, der die Ärztin begleitet ist ganz unerfahren und hat Angst, dass sie dann haften und man ihnen was anhängen kann, wenn sie die Maßnahme befürworten und es passiert was. Das ist Deutschdenke und ich rege mich auf. Ich kenne ihn schon seit Jahren und der ist harmlos (hat Angst vor dem Hund!!). Er war heute sogar gut drauf und hat sich zu uns gesetzt und gefragt, wann der Mauerfall war. Sonst kann er dem Gespräch keinen Satz lang folgen und haut sofort ab zum Rauchen. Heute sagt die Ärztin, er könne gehen, wenn es ihm zu viel werden würde! Die Hundedecke, was ein Kamelhaarmantel meiner Oma war in Zerschnitten (Rückenteil) irgendwo unterwegs verloren, wollte ihn eh los werden, aber so weiß ich nicht, wie es passiert ist.

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Dann zu Frau Klumpfuß. Die hat eine Horror-Baby-Katze. Suki ist wie eingefroren, erst ignorieren und dann rettet er sich mit letzter Kraft auf meinen Schoß. Das Monster greift alles an, meinen Schuh und hat Nadelscharfe Klauen. Viel zu jung. Da wird Psycho dabei heraus kommen, die muss doch mit anderen Tieren sozialisiert werden und nicht bei einer alten Frau alleine eingesperrt werden. Etwas vom Feuchtfutter fressen beim Gehen ist das Mindeste als Entschädigung. Das Altersheim liebt Suki besonders.

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Die Sportmannschaft im Maschpark, die Männer die in Mannschaftskleidung in zweier Paaren sich an den Schulter fassen und die Hüften kreisen lassen. Die Trainer sind von Suki begeistert und rufen ihn abwechselnd zu sich. Dem Ruf folgt er gerne und unterhält die ganze Mannschaft, wollen ihn bestimmt bald als Maskottchen. Wieder Bewunderung, wie lässig wir sind und was für ein eingespieltes Team. Im Fairkaufhaus Linden jagt er Fliegen, was auch lustig ausschaut, fangen wäre noch besser. Kleine Stofftiere zum Basteln, Hühnerpaar und eine Gans. Außerdem eine pinke Kinderhasentasche, die oben offen ist wie für Trick or Treat, vermutlich um Ostereier darin zu sammeln. 50 Cent. Perfekt für Neapel, wo alle vor dem Taschendiebstahl warnen, da gehe ich gerne in die Offensive. Auch in Mailand auf dem Flohmarkt hatte ich eine Tasche dabei, die ich mir dort second hand gekauft hatte und die bestand aus einem umgedrehten Hut (Wolle, Weinrot) mit Griffen und ging gar nicht zu zumachen. Büro, Telefonieren, Karre aus dem Dreck ziehen bei Herrn Minus. Wo gibt es so was. Ich rufe den Ossi-Mann von der ambulanten psychiatrischen Pflege an, der auch Herrn Ihme versorgt und der hat schon Straftaten begangen, hört definitiv Stimmen und hat mehr Körperspannung als der weiche Herr Minus. Wir lachen, weil wir 5 gemeinsame Fälle haben und überall die Wohnung nicht so lecker aussehen. Ich kann in Ruhe arbeiten, nie bellt der Hund, macht es einfach perfekt. Stephan bringt mir meine vorläufige Mitgliedskarte im Kunstverein, der Gute. Zum Kollege in die Rathauspassage. Auch hier bewundert die Kollegin, die vor der Tür raucht Suki und fragt, ob ich jetzt einen Hund hätte und spricht von ihrem. Mein Betreuter, der Schwerstalkoholiker aus dem Heim in Begleitung seiner Mutter, Suki will grob spielen, dreht immer mehr auf und springt sie an als wir im Wartezimmer warten und quiekt dann, weil er zu fest an den Ohren angefasst wird, er hat aber angefangen. Alle Betreuten gehören bei Suki mit zum Rudel und er dreht sich um, wenn wir uns wieder trennen, als sollten sie dabei bleiben. Das finde ich bemerkenswert. Vorbesprechung, meiner hatte 5 Promille. Da sind andere tot. Ich noch mal mit dem Strafverteidiger in unseren anderen gemeinsamen Fällen was besprechen. Jetzt wo der Bewährungshelfer mich liebt und mir lauter junge Männer, die Stimmen hören und straffällig werden, angedeihen lassen will, ist die Zusammenarbeit gesichert. Mövenpickeis Pistazie am Opernplatz und parallel die Hundescheiße wegmachen am Operndenkmal. Vom Kollegen der Jugendzentrumsnachtlebentratsch. Die Türsteherin ist vermakelt worden (Gesicht kaputt) und nicht krankenversichert. Jetzt kann man wieder in die Glocksee gehen oder was heißt das für mich? Am Küchengarten der Hund, der ausschaut wie ein Eisbär mit einem sehr krummen Bein. Ist noch jung, übt aber heute Blow Job.

Mal nur im Bett liegen, aneinander mit meiner besten Freundin. Die neue Schlafbrille ist richtig gut geworden, aber hier hängt eine lustige Schnur aus dem Auge meines Liebsten.

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26.06. Traum: wieder geht es um meine Orientierungslosigkeit (habe gestern Frau Freund von der Wohnbetreuung auch geschockt, weil ich am Haus von Herrn Minus vorbeigelaufen bin und mich noch gewundert habe, warum der Garten so verwahrlost ausschaut, sie: „wo wollen Sie hin, Frau A?“). Ich bin in Linden, überall liegt Schnee, Stephan trennt sich, ich esse eine Wurst auf dem Markt und finde nicht nach Hause. Schaue von einer Eisenbahnbrücke runter, die Gebäude kommen mir zwar bekannt vor, aber ich weiß nicht, wo ich bin. Muss mit der Straßenbahn fahren. Auch hier finde ich die Abfahrtstelle der 9 nicht. Bin so verzweifelt, dass mich ein Straßenbahnfahrer mit der Straßenbahn dorthin bringt, dann klappt es nicht mit dem Fahrkartenkauf und eine Frau hilft mir das Geld einzuwerfen, ich habe ausländische Währung, das ist kein Euro, sondern britisches Pfund. Am Ende habe ich Glück, weil auf meinem 20 Cent Stück 30 steht und der Automat es auch als 30 akzeptiert.

Die Tochter der Jobcenterfrau kommt wieder früher und ohne Hund. War bei der Caritas angestellt und es geht um Versicherungszeiten in der KV. War auch Pflegeperson der Mutter mit Pflegestufe III. Sie bekommt Anruf und sagt, dass es nicht lange dauert und sie gleich runter kommt. Der Hund? Frage ich.

Die Eltern sind auch gegen eine geschlossene Unterbringung von Herrn Minus.

Der Pflegedienst verteidigt die Jungkatze, wäre 3 Monate alt und die andere erwachsene Katze hätte überall hin gemacht, auch ins Bett und die Betreute sei ohne Katze so traurig gewesen. Ja, Haustiere sind viel Therapieobjekt.

Ich werde Georg wohl nicht sehen. Herrn Bareinzahler haben sie die Wohnung gekündigt als langjährigen Mieter mit 5 kleinen Kindern, weil er im Treppenhaus wiederholt geraucht hat. Der Fall kommt mir vor wie die Fälle von denen die Kollegen berichtet haben.

Herr Brieföffner kommt ohne Termin, entschuldigt sich. Der komplizierte Fall mit der VW Bank, seiner Frau und dem Betrügerautohaus will ich an die Kollegen abgeben, Streit verkünden, alles zu kompliziert für mich. Wird schon, keine Sorge. Er ist heute labil und sagt mir, dass er ohne mich und seine Frau verloren wäre. Ja, aber wir sind ja da und stehen zu ihm und ich benutze seinen Brieföffner und er gefällt mir.

Auf der Fahrt nach Vahrenheide sehe ich meine alte Yogalehrerin und die sieht wirklich aus wie meine Betreute, die unbetreubar ist, aber trotzdem weiter unter Betreuung stehen sollte und nicht einsieht, dass ein Gericht ihr die Kinder weggenommen und dem Vater zugesprochen hat, nachdem sie diese entführt hat und tausende Kilometer mit ihnen durch Italien gefahren ist als Regressionstherapie. Sie hat genau denselben Gesichtsausdruck. Ich weiß schon, warum ich da nicht mehr bin. Als ich 40 wurde, was das noch alles anders. Muss schon lange her sein, denke ich mir dabei. Die türkische Betreute hat Künefe selber gemacht zum Mocca. Ein Traum.

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Leute mit blühenden Orchideen haben sich die gerade aus dem Baumarkt geholt würde ich sonst denken, aber schon meine Mutti belehrt mich eines Besseren. Ich bin gerührt, wie gut es ihr mittlerweile geht und sie erzählt offen, dass sie lange brauchte um ihre Krankheit zu akzeptieren und sie hätte viel nachgedacht und sich gefragt, warum hat sie z.B. was gesagt, was gar nicht zu ihr passt. Ich bin stolz auf sie und sage, da gehört viel Selbsterkenntnis dazu und die Krankheit merkt man ihr jetzt nicht an, wenn wir uns zufällig bei Efendi Bey begegnen würden, würde ich es im Leben nicht ahnen, aber wir wissen, was sie für schlimme und heftige Phasen hatte und es ist eben nicht Diabetes, sondern eine Erkrankung, die den Kopf und damit auch den Charakter beeinflusst. Ich habe das Gefühl, dass die Krankheit und die Beschäftigung damit, die Bewältigung, sie hat wachsen lassen und jetzt strahlt sie richtig. Sie hätte sich früher auch isoliert und hat jetzt viele Kontakte von früher wieder aktiviert u.a. ihren Job, Pakete einscannen von 20 bis 24 Uhr zwei Mal die Woche. Da würde sie jedes Mal hingehen als sei es das erste Mal, so freut sie sich und die Stimmung sei super und sie versteht sich mit den Chefs. Das ist auch eine Erkenntnis, dass man sich in der Krankheit zurück zieht und keine Rückmeldungen durch andere Menschen verträgt. Die erwachsene Tochter ist bald im zweiten Lehrjahr zur Zahnarzthelferin und hat Ehrgeiz nach der Ausbildung weiter zu machen, das Wort Ärztin fällt und da gibt es ja viele Zwischenstufen von Speichel absaugen zur Zahnärztin. Es spricht für sie, dass die erwachsene Tochter noch da lebt und nicht ausgezogen ist, weil die hat ja auch heftige Phasen bei ihrer Mutter mitbekommen als Tochter. Auch hier wurde offen über alles gesprochen. Sie bringt ihren jüngeren Bruder dann zu Bett, wenn Meine arbeiten geht und da muss man ihn erinnern, dass er Zähne putzen soll (da ist sie ja bestimmt die Richtige). Zahnreinigung macht das Zahnfleisch straff, dann ist wenigstens irgendwas straff meint die neue Frau vom auswärtigen Kostenträger (Hameln). Sie ist auch ein Traum. Deutsche Mulattin, jung, rundliche Formen, aber sportlich und sie ist locker und hat guten Humor, außerdem einen Sohn, einen Hund und eine Nähmaschine von Pfaff und ein Handy sowie Navi, was mit ihr redet und von dem sie genervt ist (spricht also auch über Privates). Das war mit ihrem Vorgänger unvorstellbar. Der war wie ein Beamtenarsch und hatte gar keinen Zugang zu den Leuten. Gut, sie kommt aus Celle und steht auf die Stadt, aber es gibt schlimmeres. Dafür hat der Sohn martialisch aussehende Spielwaffen auf dem Bett liegen. Die schwarze Maschinenpistole steht mir aber auch gut.

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Schwimmt er noch und warum geht es nach Seepferdchen nicht mit anderen Meerestieren weiter, Orca zum Beispiel als nächstes Abzeichen. Es ist gerade Ramadan und meine Betreute darf mit essen, weil sie ihre Regel hat. Ich schaue später nach und blute seit dem 19.05. Für mich wäre das zur Zeit auch sehr günstig (mit dem Ramadan und den Essenregeln). Erst Monate lang nicht und dann wieder richtig. Ich gewöhne mich dran und finde es nicht schlimm. Schaue erst nach über einem Monat überhaupt nach, wie lange das schon geht. Das erste Mal ein Monat bluten war krass, jetzt ist es normal. In der Hitze von Italien mit Pool kann ich es nicht gebrauchen, also bitte, lieber Körper, dann doch mal aufhören. Wenn Ramadan gebrochen wird, gibt es ein großes Fest und die jungen bekommen Geld, wenn sie den älteren Respekt zollen und den Handkuss geben, die kleinen 1 oder 2,- €. Ihrer hat richtig abgestaubt letztes Mal. Das kann ich mir vorstellen, zumal er blond und entzückend ist und das sei doch viel Geld in bunte Tüte umgerechnet. Die junge Wohnbetreuung fährt Vespa. Das sieht schick aus, so knall jung und gebräunt. Einfach cool.

Kaufe ein Wollkleid mit Rosen und abstraktem Muster von dem Vintage Laden Lister Meile. Das zweite Mal in meinem Leben gehe ich da rein, werde aber begrüßt wie eine Stammkundin. Leider lauter Mottenlöcher. Die Verkäuferin ist überrascht, seit wann würden Motten an Wolle gehen, fragt sie mich. Was sonst meine Antwort. Sie dachte, nur Mohair. An der Allianz, Lange Laube steht öffentliche Kunst, die mir gefällt, eine Gruppe abstrakter Figuren. Hier sind Muster in den Rasen geschnitten, die nicht gemähten Stellen sehen aus wie ein Blumenteppich mit Kornblumen und Mohn, wunderschön sieht das aus.

Frau Stimmen hat den Mietvertrag für die Wohnung in der Nordstadt bekommen (mal eine gute Nachricht). Gestern hat sie gemeldet, dass sie eine Telefonrechnung von über 100,- € hat. Das geht nicht mit Einwilligungsvorbehalt.

Sage den ersten Sport ab. Nach Tanzen ist mir nicht zu Mute bzw. nach Doppelkurs, muss heute noch im Pavillon tanzen. Im Traum war meine Sporthose durchsichtig. Das haben die Frauen oft so, die vor mir tanzen und man sieht der Hintern und den Tanga. Gar nicht auszumalen, wie das bei mir zur Zeit ausschaut. Das will ich keinem zumuten.

P-Monster kommt, ruft aber vorher an, dass er sich 10 Minuten verspätet. Das interessiert mich nicht, er soll nicht immer meine Zeit stehlen. Er ist der einzige, der meine alten Bonbons isst. Ein Fax ging ein. Die Vermieterin hatte ich im Mai angeschrieben und jetzt nimmt sie sich eine Anwältin und Notarin a.D., die kurze Fristen setzt. Warum a.D., ist die schon so alt?

Jasmin schreibt. Sie fahren Morgen um 6:30 Uhr und wir dann Morgen in einer Woche. Dann sind sie bestimmt schon tiefenentspannt.

Briefe an die Schweizerinnen und der OGV mitteilen, dass Frau Querulantin da jetzt ist, in der Schweiz und ob Termin zur Vermögensauskunft am 07.07. nicht aufgehoben werden kann.

Sport mit Steffi, sie lässt uns krasse Beinübungen machen und sagt im Seitenstütz: „Haltung wie beim Pommes essen.“ Will ihr davon aus dem Schwimmbad ein Musikvideo machen während der Movenyo Sommerpause. Mal sehen ob das klappt. Vermutlich eher nicht, aber wäre lustig.

Der Nachbar steht rauchend vor der Tür mit schlecht gelaunter Tochter, die seit Jahren unverändert ausschaut mit einer Ral-Farben-Palette in der Hand.

Wir haben jetzt Theater-Gold-Karten und brauchen Fotos. Stephan nimmt ein supersüßes von sich aus London von unserem letzten Aufenthalt mit einer Plastiksuppenschale als Hut (hatte ich drapiert). Ich sehe auf allen Fotos aus der Nähe schlimm aus mit dieser Augenentzündung. Ich muss da echt was machen. Nach Italien gehe ich noch mal zum Augenarzt, den der Kollege empfohlen hat und der schneidet gerne.

An der Küchengartenampel 2 Autos mit Tätowierungen oder wie heißt das mit Airbrush Zeugs und dann eines mit Gaffa. Stephan und ich lachen über dieselbe Wahrnehmung.

Marsala. War ich noch nie. Gehen hier nur alte Menschen hin? Auch die Alten vor uns, die mal in derselben Straße gewohnt haben (und mittlerweile erschreckend alt aussehen) und er fährt immer vor, wollen da hin, blicke ich auf halbem Weg. Wohin sonst? Marc arbeitet an der Kasse. Ich gestehe gleich meine subjektive Wahrnehmungsstörung, weil ich die anderen als alt wahrnehme, die mein Alter sind und jünger und mich eher bei denen Ende 20, Anfang 30 einordne. Friedhelm ist in Hannover und im Studio und nimmt Schlager auf, die er schlimme Lieder nennt. Klingt gut. Er ist voller Energie und sucht eine Wohnung hier.

Ich war seit dem Umbau nicht im Pavillon und kenne die neuen Eingänge nicht. Bin einfach nicht Stammkundin hier und im angrenzenden Mezzo. Nicht so meine Welt, früher nicht, heute nicht. Es ist bestuhlt. Das schockt schon. Dann kommt es aber schlimmer. Die Band aus Mexiko. Das hätte ja echt was werden können, war es aber nicht und ich stehe auf Mariachi. Ich hätte mich früher an den Tresen verabschieden sollen. Der penetrante Latino-Jesus, sieht genau aus wie aus Thomas und Yunfengs Collage im Flur, der so groß ist wie sein Saxophone, die Sängerin, die nur Haare schwenken und mit ihren Ohrstöpseln an Bändern kämpfen kann. Viel inszenierte Show, wenig dahinter. Ein bisschen Reggae, Pulp Fiktion Musik anspielen, aber als Medley, anbiedernde politische Botschaften, ein bisschen Genre, ein bisschen gegen Gewalt gegen Frauen, 10 Musiker, dafür ganz wenig Musik, Schlager aus der Werbung mit dadadadadadadadadaa „Tequilla“ nachspielen. Volksfest, schlimm, unterirdisch, regelmäßig die Frage, ob wir müde sind und dann noch ins Publikum und alle zur Polonaise anleiten. Ach ja, das Publikum dazu auch ganz schlimm. Ich stehe wie angewurzelt da und denke, dass Musik ja gar nichts mit mir macht. Warum sitze ich nicht vor dem Fernseher und häkele, was für eine Zeitverschwendung und Quälerei noch dazu. Die Nachbarin das erste Mal ohne Baby (ist in Wuppertal und abgestillt). In der Pause Gin and Tonic und Blueberries n cream von Häagendasz und die Straßenmusiker aus Manchester, ja cool, die Schlagzeugerin ist Hammer und ich muss mich gleich bewegen und zwar mehr als die anderen Zuschauer, also es geht dann doch, wenn die Musik nicht so schlimm ist. Dann Movits. Ich brauche immer eine schlechte Vorband, dann kann ich noch besser abgehen ist mein Fazit. Die sind Hammer, 4 Männer, das schwedisch ist sexy, die sind charmant und machen tolle Live-Musik. Der Saxophon-Spieler ist der Knaller (und die mag ich sonst nicht) und der Turntable/Schlagzeuger/Akustikgitarre/Zweitsänger hat viel mehr Sexappeal als die Scheißtussi aus der Vorband, wenn er das Handtuch über dem Kopf schwenkt. Der Sänger ist natürlich auch spitze und eine Rampensau. Ja, da springe ich das ganze Lied durch, wenn sie das von mir fordern. Wozu üben wir das bei Movenyo? Eine aus dem Studio ist da und ich will es sie fragen, aber sie sieht mich nicht oder will mich nicht sehen.

Wir treffen Bekannte aus der Nordstadt. Er hat Geburtstag in einer Kneipe gefeiert die er angemietet hatte und wir waren noch wieder nicht in Hannover. Ich schlage vor zusammen essen zu gehen. Es hat ein Inder neu eröffnet in der Stadt.

Es gibt Mentholfilter zum Reindrehen, lerne ich vor der Tür von Tanja, die ich anschnorre und bei einem gemeinsamen Toilettengang, dass man sich im Spiegel nicht anschauen darf auf den Clubtoiletten mit greller Beleuchtung, weil das zu grausam sei und Subcancer spielen heute in der Grammophonfabrik.

Das kleine Familienfest und die Parties der Promis

15.06. Traum: Alle haben was an den Beinen, nur ich habe nackte. Mir ist kalt, Stephan hat die Sommerdecken aufgezogen. Das muss ich verarbeitet haben.

Morgens Kaffee und mittags um Türken mit dem Kollegen, etwas den Geburtstag nachfeiern auf ganz kleinem Niveau. Er war Samstag tanzen im Lux. Da hätte man also noch hingehen können. Der Ofenmann bekommt gerade Brennholz angeliefert. Die farbige Nonne kommt vorbei. Sie war gerade auf Tour in 4 Ländern. Ich spreche von Movenyo als „mein Studio“ und das irritiert sie.

Beim Sport turne ich neben eine kleinen, die eine Bärchenfigur hat. Wir sind immer schön synchron. Ich und die beiden jungen Dinger in meiner Reihe.

Mein Schwiegervater steht unten vor unserer Haustür. Haben Sie Dich nicht reingelassen? Diesen Humor musste ich erst lernen in der angeheirateten Familie und es ist mir gelungen, einigermaßen, ähnlich wie Skat. Meine Schwiegermutter sagt, ich sei dünn geworden, meiner Schwägerin geht es gut. Sie wollen nicht bleiben.

16.06. Viertel vor 6 wach, um 7 im Büro. Der Zeitungskiosk hat noch zu und der Markt auch. Gerichtspost. Auch das Amtsgericht hat halb geschlossen. Mein Schritt ist heute besonders federnd. Lieber lange Lügen als kurze Beine, sage ich nur.

Suki holen. Ein Mann aus dem Haus interessiert sich für uns, ob der andere da bleiben muss, ob der Hund in die Tasche kommen usw. Georgenpark. Suki kackt sich aus, was gut ist vor der Reise. Sommerlich gemähte Wiesen und Flächen auf denen man das Gras hat stehen lassen wechseln sich ab. Ein Baum mit Spinnweben?

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Alter Kampfhund, läuft ohne Leine, kackt auf die Wiese und alle laufen weiter. Seine Begleitung 2 Männer, die ich zunächst für Gärtner halte. Suki läuft hin und sie beschnüffeln sich. Suki bewegt sich hektisch, halt normal. Der Hund stürzt sich auf ihn. Ich bin erstarrt. Suki quiekt, kann sich befreien. Der andere Hund kommt auf uns zu. Ich stelle mein Rad dazwischen und spreche ihn an um ihn an der Vorwärtsbewegungen zu hindern. Auf die Besitzer hört er nicht und hat noch nicht mal ein Halsband um. Wir gehen weiter. Suki dreht sich immer wieder ängstlich um, aber der kommt nicht nach. Ich schaue, ob ich was an ihm sehe. Ich bin ganz zitterig, aber bloß nichts anmerken lassen. Ich will Suki nicht traumatisieren und sage: nix passiert. War ein Arschlochhund, die Hundekenntnis reichte offenbar nicht aus, er ist schließlich hingegangen, nix passiert, weiter gehen. Im Büro ist Suki entspannt auf dem Rücken. Ich freu mich so auf die Fahrt. Er blutet leicht in der Leiste. Ein Kratzer. Ob das überhaupt der andere Hund war, ist mir nicht klar. Dafür klein und falsche Stelle. Könnte auch von einem Ast kommen.

Die Frau, die Stimmen hört, hat eine Wohnung in der Nordstadt. Die Vermieterin will ihn den Vertrag zuschicken. Ich freu mich sehr für sie, aber es gilt erst, wenn der Vertrag unterschrieben ist.

Elisabeth hatte einen schwabbeligen Terroristen in der Bahn mit Bart. Sie hat ihm gesagt, dass sie ihm den Unterkiefer wegreißt und er hat Angst gekommen und sein Kinn hat angefangen zu bibbern. Sie hat einen schönen Ring aus Knochen (von Sputnik) und Glitzernagellack für 16,- € gekauft (ich sage, voll teuer und sie: das hat sich aber gelohnt. Sie will weniger Geld mitnehmen und für Krelingen sparen. Da will sie Weihnachten hin. Hat GVH Infobuch umsonst mitbekommen und muss es nicht zurück geben und liest mit daraus vor. Kinder bis 12 und Hunde fahren umsonst. Tagesticket. Die Frage sei, wann fängt so ein Tag an und wann hört er auf. Stephan schaut wegen Krelingen:

Kategorie Freizeiten  (Bibel Feiern)

Thema Gemeinsam an der Krippe

Beschreibung An der Krippe kommt uns Gott entgegen. Dort entdecken wir das Geheimnis seiner Liebe. Zum Fest laden wir Sie herzlich ein. Wer die Weihnachtstage gern in Gemeinschaft erleben möchte, egal ob jung oder alt, alleinstehend oder als Ehepaar, soll eine frohe und besinnliche Woche erleben. Die Bibelarbeiten von Bräumers, die schönen Weihnachtsgottesdienste, die stimmungsvolle Dekoration des Hauses und das festliche Essen werden Ihnen an Leib und Seele gut tun. Füllen Sie die freie Zeit mit Begegnungen, Spaziergängen, Lesen, Spielen, Singen, dem Besuch eines Weihnachtsmarktes oder einfach mit Ausruhen, ganz nach Ihren Bedürfnissen. Diese Freizeit endet am 27.12. nach dem Frühstück.

Gut, letztes Mal ist sie rausgeflogen.

Bevor ich abhaue fällt mir noch was Gutes ein. Die reiche Nachbarin anrufen und ihr Hausaufgaben aufgeben. Sie soll einen Standardmietvertrag besorgen, den wir als Anlage zu dem Mietvorvertrag nehmen. Dann ist 99 % schon geregelt und man muss nur noch Miethöhe und Mietbeginn einfügen. Dann ist das Streitpotential geringer. Sie findet es genial und ich finde es genial, wie ich den Ball zurückgegeben habe. Wenn ich einen schreibe wird es teurer und denen reicht immer ein Mustermietvertrag, also wozu?

Lange war es spannend, ob Stephan mit kommt, meine Familie war am Rande. Meine Zugfahrkarte habe ich schon vor Monaten besorgt und daher Zugbindung und kann nicht mehr switchen, jetzt wo mein Bruder schon nach dem Frühstück aus der Schweiz angefahren kommt und mittags da ist. Stephans Warnung mit Flexibilität die flöten geht, hat sich bewahrheitet. Ich hatte es genau nach seiner Ankunft ausgerichtet. Pech. Mein Bruder freut sich auf das kleine Familienfest, wie er es nennt. Suki ist tiefenentspannt und ich trinke Grüntee aus dem Bordbistro. Es war eine geniale Idee ihm keine eigene Tasche extra mitzunehmen, sondern auf der halb vollen Taschen mit unseren Sachen oben thronen zu lassen wie Prinzessin auf der Erbse, riecht nach Rudel, Hundefutter unten drunter, schön oben drauf und doch geschützt, weil stabile Tasche, fester Rand und ich muss nicht extra irgendwelche Koffer oder Taschen für den Hund schleppen. Perfekt.

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Anruf während der Zugfahrt, ob ich noch rein komme ins Büro. Der Kollege hat sich ausgesperrt. Ich bin genervt vom Bahnfahren. Der Regionalzug hat Verspätung, wird umgeleitet und ist knallvoll und alle glotzen und ich häkele und sie glotzen mehr. Meine Familie, auch mein Bruder holt uns ab. Champagner und fränkische Würste. Paps hat meinen Hornfisch aus London mit LED zur Nachtischlampe umgerüstet und er sieht großartig aus. Noch viel besser als erwartet. Blutung, aber keinen Schmerz. Meine Mutter fragt, ob ich die Regel habe. Das kann man nicht mehr so genau sagen. Doppelkopf und Suki wälzt sich lautstark und kaut auf den Pfoten. Das ist so charmant wie durchgeknallt. Arnhild hatte Läuse im Holunder (so der Stand beim Hamburgtreffen) und die Küche steht voller Uringläser. War die zweite Blüte. Stephan geht abends mit ihm eine feste Runde durch die Siedlung. Deutscher von Geburt und Franke durch Gottes Gnade Flaggen sind gehisst. Das Gästebett ist riesig. Ich werde es nicht in die Stadt schaffen. Die Firmungspaten meiner Schwester sind für 11 Uhr angekündigt. Die Feiern der Promis. Nur Promis können es sich leisten am Mittwoch zu feiern.

16.06. Prachtwetter. Mama hat Granola für mich gemacht und das gibt es mit Pfirsich im Garten, dann einen Spaziergang mit meinem Bruder. Frederik feiert eine Flipperparty und wechselt die Schuhe, soll aber neben Flipper und Computerspiele noch andere Hobbies entwickeln. Wo er es wohl nur her hat. Meine kahlen, unansehnlichen Beine müssen vor Italien ein paar Sonnenstrahlen abbekommen.

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Martha und Sepp kommen mit ihrem schwarzen Dackel-Terrier-Mischling. Es ist Waggi Nr. 6. Die heißen immer gleich. Früher waren es echte Dackel und seit einigen Jahren sind sie aus dem Tierschutz. Den Vorgänger hat Martha überfahren und es wird immer ein Grablicht für ihn angezündet (sie steht immer noch unter Schock und verarbeitet das Ganze katholisch, würde ich sagen). Auf in die Bürgerreuth. Wir fahren mit Hannes in der Familienkutsche. Pegnitz hat 3 Tattoostudios bei 13.000 Einwohnern. So sieht es an der Bushaltestelle aus. Die junge Familie mit Kinderwagen warten auf den Bus, der 3 x die Stunde kommt. Stephan sagt zu Recht, bei der richtigen Ausleuchtung (sie sitzen etwas im Schatten) wäre das ein preisgekröntes Foto geworden. Vor dem Festspielhaus ist ein Wappen aus Blumen gepflanzt und oben beim Italiener hat man einen Blick auf die Stadt. Hier habe ich im Winter Schneebälle für Suki geworfen als wir essen waren.

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Gedichte für meine Schwester und Musik, der Hilfspastor an der Gitarre. Martin ist textsicher. Die Feier ist festlich und ergreifend. Sie ist geliebt und willkommen und welche geistig Behinderte kann sich schon 2 Physikprofessoren leisten, die links und rechts neben ihr sitzen. Sie ist glücklich, die Hunde und vor allem Sepp. Immer wieder sagt sie „mein Sepp“, den sie besonders ins Herz geschlossen hat, was ich verstehen kann. Sepp ist Bergmensch, Gondeln lehnt er kategorisch ab, wenn er nicht zu Fuß hoch kann, dann nicht. Ski fahren geht nicht mehr, dann frieren seine Haxen. Uns verbindet viel, USA, die Unterstützung meiner Schwester. Suki ist wieder Therapiehund par excellence und geht immer zu den am stärksten Beeinträchtigten hin und ist dann ganz sanft, der alte Menschenversteher, gerne Menschen im Rollstuhl. Es ist heiß und wir sitzen als Familie auf der großen Holzschaukel, mein Bruder hat die Rückreise schon angetreten, dann wird Steffi abgeholt von der Gruppenleiterin. Nächstes Mal will ich ins Schustermuseum. Dann der See mit der Plassenburg im Hintergrund als Kulisse. Still, friedlich und der Imbisskiosk „Zur Kieswäsch“ mit denselben Stammgästen, wie meine Eltern wissen. Frikadelle und Kartoffelsalat. Das Bier schmeckt echt gut. Nächstes Mal will ich hier baden. Hunde sind auf den Wiesen verboten, was ich verstehen kann. Ich gehe in die andere Richtung mit Suki, wo die Kanuten sind mit spitzen Holzhäusern mit Dach bis zum Boden und finde einen Tennisball für Hunde zum Werfen. Die Klos haben keine Beleuchtung.

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Von 19 bis 20 Uhr schlafen. Dann der Streit. Von – 22 auf heute + 16 beim Doppelkopf, aber das lässt mich kalt. Stimmung im Arsch, weil ich ehrlich war. Ich habe Bedenken geäußert hinsichtlich einer anstehenden Gruppenreise. Meine Mutter verletze ich damit, was mir leid tut. Sie sollen mit den Enkeln hin und Strandurlaub machen, Insel ist nicht so meine Welt und wir haben 3 x Kalifornien und 4 x Weihnachten Vorsprung. Ich biete den Rücktritt an. Der Abend ist nicht ganz furchtbar. Ganz entzückend balanciert Suki bei meiner Mutter auf dem Schoss und wird durchgestreichelt und genießt es sicherlich und ja, Rücken streicheln kann meine Mutter. Das weiß ich noch zu gut. Sie würden ihn am liebsten da behalten und das wäre kein schlechtes Los für den Hund, kann ich das nicht meiner Freundin irgendwie verkaufen. Ja, aber ich weiß nicht, wie. Morgens – noch vor dem Frühstück -wird immer gefragt, ob der Hund nicht was bekommt und kommentiert wie grausam wir zu dem Hund sind, aber der Chef und ich sind nun mal die Erziehungsberechtigten des Gasthundes auf Zeit. Der würde dort im Schlaraffenland leben und hätte eine therapeutische Aufgabe. Auch ich genieße das mit Hund auf Reisen sein. Es erinnert mich an die glückliche Zeit mit Feininger, als wir komplett waren, eine Familie. An dieser Stelle mal was ganz anderes: die Teneriffa-Postkarte von unserem Freund Markus.

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17.06. 7 Uhr wach. Paps sagt beim Frühstück, das sei unsere Familienkultur, dass wir alles aussprechen, was da oben im Hirnkasten los ist, woanders gibt es ähnliche Gefühle und Stimmungen, aber unausgesprochen. Ich glaube, der hat Recht. Er will ohne uns nicht nach Teneriffa, weil das sonst keinen Reiz für ihn hat. Noch mehr vermittelnde Menschen. Brauchen wir mehr aus der Familie meines Mannes, meine Schwägerin noch als Verstärkung. Meine Mutter will was ganz besonderes und aufregendes, dann sind wir alle so abgelenkt, dass wir uns nicht gegenseitig an die Gurgel gehen können. Galapagos-Inseln, aber für ein Wochenende, das schaffen sie nicht.

Der Waller im Hofgartenkanal, das Beweisfoto. Stephan richtet Dropbox für Oma ein wegen Enkel-Fotos und so. Sie ist begeistert. Mein Vater anti: ist wie Plumpsklo. Es nieselt. Da wo früher der Radweg war und jetzt für die Gartenschau gesperrt ist eine große Autobahnbrücke mit schönen Durchblicken. Meine Mama geht mit mir und Suki. Ich werfe den Ball und muss ihn selber in der ungemähten Wiese suchen. Anschließend sind meine Schuhe verfärbt. Ich freue mich, dass meine Mutter ihre Putzfrau auf 11 Uhr verschoben hat. Ich fühle mich dadurch immer gestört und meine Mutter kennt mich. Sehr rücksichtsvoll.

Mein Kollege hatte um Rückruf gebeten, es sei wichtig. Er hat Psychiatriealarm im Freundeskreis. 50 Einsatzfahrzeuge und schön viel Dramatik. Ich berate ihn.

Bäckerei, Metzgerei. Ich liebe die Verkäuferin in dem Fleischereifachgeschäft. Die ist echt spitze. Ich kenne mich aus mit dem Sortiment. Ich nehme einfach alles was die Expertin vor mir nimmt. Dann kommt Stephan rein und geht wieder. Sie unterbricht und will ihn vorziehen. Das ist echt geschäftstüchtig so nach dem Motto, großer dicker Mann darf nicht so wieder abhauen und einem durch die Lappen gehen, dann muss geschwätzige Frau, deren Sachen schon halb eingetütet sind, warten.

Wieder voll nach Nürnberg, aber der Zug fährt durch und hält nicht in lauter Käffern, die man vorher nicht kannte, wie auf dem Hinweg. Schnabelwaid. Ein Schaffner mit Dauerwellenlocken nervt. Suki muss in die Tasche. Obwohl ich angespannt bin, macht er es anstandslos und sie ist viel voller mit Granola in einer großen Blechdose, Marmelade und Holunderblütensirup in Gläsern, alles kein Problem. Eine Oma im ICE, ob das Hündchen so lange still halten kann, spekuliert sie zu Beginn der Fahrt ihrem Enkel gegenüber. Spielt mit ihm verstecken mit seinem Stofftier. Er macht die Augen zu und zählt und Frido versteckt sich. Das finde ich genial. Nein, hier in der Nähe hat er sich versteckt, nicht irgendwo im Zug, wo es die Leute stört, erklärt sie ihm. Als es kritisch wird, aussteigen, umsteigen (Anschlusszug verpasst, weil wir durchs Leinetal umgeleitet werden) ist der Enkel im Tiefschlaf, Sebastian, Du musst wach werden; ich kann Dich nicht tragen. Jetzt heulen andere.

Mein Bruder lädt im August ein zu seinem Geburtstag, aber ob das sein muss. Wir können Jederzeit kommen außerdem bin ich wieder verknallt in Oberfranken, warum nicht noch mal da treffen, wenn die Kirschen in Nachbars Garten reif sind. Kann ich Suki mitbringen, sie haben das Hundegrundstück vor dem Herrn mit Wasserschutzgebiet gleich angrenzend und die Hundekackbeutelstation ist immer gefüllt (im Alter ziehe ich hier hin und zahle meinem Bruder Miete und halte ein Rudel Hunde) und wir könnten schön in den Biergarten gehen, Klöße essen und bei meinen Eltern chillen. Christoph und Lea müssen wir schreiben, die heiraten kirchlich, wenn wir weg sind und das Geo-lino Abo für Frederik muss schleunigst verlängert werden. Um 15 Uhr bin ich im Büro und schaufele etwas Arbeit weg, alles sichten. Viele Anrufe auf dem AB. Der Typ im Knast zwei Mal. Dann Hund wegbringen. Wir sind so ein eingespieltes Team, dass die Leute anerkennend schmunzeln und dann fragen, wo ist der Hund, wenn ich ohne Suki zurück kehre. Abgegeben. Umziehen, auf zur Kestner. Nan Goldin, die neuen Arbeiten bzw. die Art der Aufbereitung mit Louvre Fotos gefällt mir. Während der Dia-Show ruft der Kollege wieder an wegen seines Psychiatrie-Falles. Pipi sehe ich durch die blaue Glasscheibe. Werde gefragt, ob ich die Künstlerin sei von einer Mutti. Gut, ich habe mich anbiedernd angezogen. Kurzer Plausch mit DJ-Sabine. Dann fragt mich ein Typ, ob mein Outfit Marke Eigenkreation oder Desigual sei. Was für eine Beleidigung. Unser Miteigentümer sind da und auch total geflasht von Pipis Arbeiten.

Auf zur VHV. Wir sind erst beim alten Gebäude. Dann strahlend weiß mit Lichtkunst, Stephan geht durch die Drehtür und fragt den gut aussehenden schwarzen Pförtner, ob wir richtig sind. Der Vorstand begrüßt uns überschwänglich. Es ist offenbar eine regelmäßige Veranstaltung wo die Gönner gegen Sponsorengelder Künstlerberührung bekommen können (Streichelzoo mit Künstler zum Anfassen). In der Rede sagte Mr. VHV: Die Freunde der Künstlerinnen seien heute zahlreich vertreten, was den Altersdurchschnitt senken würde (alte Säcke). Alle dürften umsonst essen und trinken, aber sie seien eine Versicherung und da sei nichts umsonst. Dieses Gebäude wird eines Tages nichts mehr wert sein, nur das Klo, weil sie erwarten, dass die Künstler sich dort verewigen und auf dem Männerklo sei mehr los, da habe Herr Gursky schon gezeichnet. Nan Goldin war auf dem Örtchen, als sie wieder kommt und er es noch mal in Englisch übersetzt schaut sie erst entsetzt und sagt dann, sie habe schon unterschrieben. Es gibt 4 Eddings in blau, rot, grün und schwarz, die mehrfach in die Höhe gehalten und gezeigt werden. Pipi ist supersüß und stellt ihre Gäste vor und wir bekommen ein Buch mit Widmung, ein Leporello zum Aufstellen. Im Nebenraum ist eine lange Tafel, man kann das Ende kaum sehen und es gibt eine Sitzordnung. Stephan ist mit Nachnamen erwähnt und ich bin Frau Franziska, auch ganz geil. Stephan löst später das Rätsel, während ich nur irritiert war, mir aber eine sexistische Diskriminierung kaum vorstellen konnte, ist ihm als Erklärung eingefallen, dass ich meine zwei Vornamen angegeben habe und dadurch der zweite automatisch zum Nachnamen wurde. Das Namensschild ziert nun meinen Arbeitsplatz. Neben mir wird ein Platz abgedeckt, weil die Frau nicht kommt und ich sitze dann zwischen einem Buchhändler und einem Typen von Vorwerk. Gegenüber die Galeristen oder Assistentinnen von Pipi. Ich bin für duzen, ist doch privat. Die meisten sehen es eher als Linkdin- oder wie das heißt, veranstaltung. Der schwule Buchhändler findet meinen bürgerlichen Beruf langweilig, er arbeitet bei Hugendubel. Das ist ja fast so spannend, wie Kik mein Kommentar. Gegenüber die Frauen aus der Schweiz. Die eine ist Italienerin und isst keinen Fisch und nur rohes Fleisch. Essen wenig, Trinken mehr. Der Mann im Blumenpulli am Kopfende des Tisches hat sich verpisst, da stimmte die Chemie nicht, dafür ist der Vorwerk-Typ spitze. Ich sage, meine Schweigermutter hat mir so ein teures Teil zur Hochzeit geschenkt. Staubsauger für 2000 DM und wollte vermutlich den Putztrieb in mir wecken, statt mir was Praktisches zu schenken, wie ein Vibrator. Er schlagfertig: den kann man umrüsten. Er ist für Teppiche zuständig und lustig. Die Staubsauger sind nicht mehr eierschalenweiß und jagdgrün erfahre ist. Das war die alte Generation und er kennt natürlich den Designer der Teppiche im Vier-Jahreszeiten. Außerdem macht Vorwerk großes Geschäft mit einem Küchengerät, was die Hausfrau, die auch Tupper liebt (so meine Interpretation) total abfeiert und mit dem man Kuchen backen und Suppen machen kann. Name vergessen, klingt irgendwie technisch. Schlecht gelauntes VHV-Personal serviert die Speisen, die so groß sind wie ein Amuse Geule. Werden die in Haftpflichtversicherungen bezahlt? Mr. VHV meldet sich später erneut zu Wort, dass sie es noch nie hatten, dass ein Elternteil eines Künstlers anwesend sei und stellt Pipis Mutter vor aus Buchs. Großer Applaus. Pipi sitzt in der Mitte der Tafel und steht auf mit dem Vorschlag, dass jeder seinen Nachbar vorstellt oder ihm eine Postkarte schickt und wir sollen abstimmen und Handzeichen geben. Ich bin für die Postkarte und Herr Teppich stellt sich schon darauf ein, mich vorzustellen. Ich bin dafür, dass wir alle Pipis Mutter eine Postkarte schicken in die Schweiz und verbreite das bei mir in der Ecke. Der Vorwerk-Typ muss zurück nach Hameln, aber ich werde ihm noch eine Postkarte schicken. Ich mochte ihn. Pipis Mutter setzt sich zu uns und sie ist so sympathisch. Wir sprechen über das späte Wahlrecht in der Schweiz, da gingen ihre Kinder schon zur Schule und über Gallus, der Bär, der dem Schweizer geholfen hat, sein Haus zu bauen. Ist das nicht sehr unrealistisch. War einer der Braunbären Statiker? Das Haus müsste man als Kunstprojekt machen, so schief und krumm. Dann geht es auch um meine Liebe zu den Brockenhäusern und pränatale Diagnostik als Thema der jüngsten Volksabstimmung. Irgrendwann greift sie in ihre Tasche und schenkt uns eine wunderschöne Schachtel. Mr. VHV hatte auch eine von ihr bekommen. Ich sage, sie hat es so richtig gemacht mit ihren Kindern. Vielleicht etwas mehr Zeit gelassen und der Drang Geld zu verdienen war nicht ganz so präsent wie bei anderen, ist ihre Erklärung. Es ist 2 Uhr morgens. Wir begleiten Frau Rist zum Taxi. Unter der Pförtner ist noch auf seinem Posten und muss bis 6 Uhr ausharren. Was für ein toller Abend. Stephan schreibt einem gemeinsamen Freund, der uns vorgestellt hat später, dass wir Süßigkeiten von Pipis Mutter bekommen hätten und von Pipi nur ein Buch. Der ganze erlebnisreiche Abend mit echten Promis ohne ein Beweisfoto. So ist es halt manchmal und wenn man sehr im Jetzt ist, dann fällt das Dokumentieren hinten runter.

Ich schreibe Pipi am nächsten Tag:

„Liebe Pipi,

herzlichen Glückwunsch zu Deiner Ausstellung. Die Arbeiten sind wieder sehr eindrucksvoll und wir sind glücklich, dass wir sie in Hannover sehen können. Sie machen glücklich und ersetzen Drogen. Ich werde schnell in den Kunstverein eintreten, dass ich noch ein paar mal rein kann in die Ausstellung. Apropos Drogen. Ich war gestern ziemlich angetrunken, hatte aber einen herrlichen Abend. Der Highlight war Deine Mutter. Wir haben sie um 2 Uhr zum Taxi gebracht. Sie hat uns was aus der Schweiz geschenkt mit einem herrlichen Bildermotiv auf der Schachtel. Wie es schmeckt, kann ich noch nicht sagen, aber bestimmt lecker, geht ja nicht anders. Ich habe ihr im Gegenzug was aus einem Brockenhaus aus Hannover gekauft und werde es ihr schicken (aber nicht verraten). Als ich sie zu den Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen befragt habe, die sie absolviert hat, ging das sicherlich zu weit. Vorweg ging eine Diskussion über die Volksabstimmungen in der Schweiz und die pränatale Diagnostik. Wie dem auch sei, da bin ich etwas über das Ziel hinausgeschossen. Ich mag Deine Mama sehr. Eine tolle Frau. Die Erschafferin, der Erschafferin, quasi die Oberkünstlerin. Grüß sie bitte von mir und der Stefan P. von Vorwerk ist auch ein guter Typ. Dem werde ich auch noch eine Karte schreiben, auf Deine Anregung hin und ganz freiwillig. Komm mal wieder nach Hannover. Unser ganzes Haus ist Fan von Dir. Du kannst Dir ein Gästezimmer aussuchen und auch Deinen Mann, Deinen Sohn und/oder Deine Mutter mitbringen.

Kuss“

Nan Goldin, die alte Krawallschachtel aus Berlin, ehemals NY. Wir lassen derbe vollgeschmierten Klos zurück. Nicht von mir, aber die junge Gruppen um Nan Goldin habe ich im Verdacht, alles ist vollgetagt, auch die Klobrille und es sieht aus wie normale Abortschmierereien, aber Herr VHV hat danach gerufen. Was für ein toller Abend.

Ich bin nicht Fan von vielen Leuten, aber von Pipi bin ich Fan. Die macht so ästhetisch ansprechende und einwandfreie Sachen, von denen ich auch nicht ansatzweise weiß, wie das technisch geht. Ich stehe davor wie ein mittelalterlicher Bauer vor dem Petersdom mit offenem Mund und voller Bewunderung. Die Arbeiten sind schön, sprechen einen emotional an und das bei aller technischer Rafinesse. Außerdem ist Pipi ein total toller Mensch!

Käse in Kisten

 08.06. Als wir gestern zum High Tea aufgebrochen sind, geht meine Schwägerin ins KKH. Ich schreibe ihr morgens.

Meine Betreute hat bösartigen Eierstockkrebs und wird es vermutlich nicht überleben. Die Oberärztin klingt ernst und weiß nicht, was sie mir am Telefon sagen darf und ich google selber, dass nur 40 % die ersten 5 Jahre überleben und wenn er schon im Bauchraum ist, dann lebt man im Durchschnitt nur so ca. 16 Monate. Sie ist ganz ruhig und will nur über die Mehrkosten der Ernährung sprechen und das sie dann eine Zeit lang nicht schwer heben kann und wie man das organisiert kriegt. Heilt so eine Diagnose vom Hypochrondersein? Die Kinder wollen sie nicht sehen. Hat zu oft Wolf gerufen in der Vergangenheit. Dann geht es wieder los. Wäre beinahe bei der OP gestorben, weil die Lunge kollabiert ist und sie Risikopatientin ist. So was erfüllt sie immer mit Genugtuung. Das klingt alles böse, sagt mein Mann, aber die Frau hat uns alle jahrelang gequält mit ihren Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Gluten usw., Schilddrüsenzeug, Hashimoto und lauter Halbgegorenes, was keiner bestätigen oder nachvollziehen konnte. Sie wollte wissen, ob sie zum Heilpraktiker darf. Sie darf einen Schulmediziner mit homöopathischer Zusatzausbildung konsultieren und soll vorher bei der Kasse nachfragen, bevor sie was zahlt oder sich dazu verpflichtet. Die Haushaltshilfe wird schwierig, weil sie nicht im eigenen Haushalt ist. Der Freund führt auch ohne sie seinen Haushalt und bloß weil er Besuch hat, warum soll da einer von der Kasse bezahlt bei ihm Staub wischen. Ich sage ihr, dass ich für sie kämpfe und der Kasse wiederum sage, dass es mir nicht um die Staubschicht bei dem Kerl geht, sondern um meine Betrete, die keine Kaffeetasse heben darf nach der schweren OP und der Freund ist blind und kommt selber nur mit Unterstützung zu Recht, aber der Erfolg ist ungewiss. Jetzt muss sie abwägen, ob er aus Solidarität für sie das Wasser hoch trägt oder sie besteht auf die Haushaltshilfe und dann rate ich zur Rückkehr in die eigene Wohnung, was die Ärzte ohnehin befürworten, eine Nachsorge in Hannover. „Sie sind ein Engel, Frau A.“ bekomme ich zu hören, weil ihr alles vorkommt wie ein großer Berg und ist das etwas strukturiere. Also, dass ich fies sein soll, kommt nicht so bei ihr an.

Die Afrikanerin ist von Gott auserwählt und wir befinden uns in der Apokalypse und selbst wenn sie 666 (ich verstehe die Andeutung mit der Zahl) Tage lang die Medikamente nimmt, wird sie ihre Meinung nicht ändern. Ich will wahlweise, dass sie Moslem wird oder auf der Straße schläft. Ich erkläre ihr auf Englisch, dass dem nicht so sei und ich nicht glaube, dass Gott will, dass sie in der Psychiatrie ist. Das sei alles vorherbestimmt und es stand letztes Mal schon fest, dass sie wiederkommen würde.

Der Vater des Schulfreundes von Stephan ist verstorben. Ist die jugendlich wirkende Frau noch zur See gefahren, jetzt Mann tot, vor einem ¾ Jahr die Mutter. Da müssen meine Schwiegereltern wieder ran und begleiten und aushalten

Nachmittags der Mandant, der Unterhalt zahlen muss und bald keine Lust hat und sich dann arbeitslos meldet, weil er nicht mehr kann oder aufhängt und sie und der Neue machen sich ein lustiges Leben.

Die Boutique-Besitzerin, die es nicht einsieht, dass Mandantin die Raten von 500,- € nicht akzeptieren will, wir hatten es mündlich so vereinbart. Nein, hatten wir nicht, wir wollten es uns überlege und die Sachen sind schmutzig und gebraucht und sie ist nicht second hand und immer erzählt sie mir dieselbe Geschichte. Meine spielt Spiel mit ihr, dann hat sie auch so einen Fall in der Verwandtschaft, aber der ist verrentet. Sie raubt mir den letzten Nerv. Meine Auftraggeberin bestimmt und ich vollstrecke. Wir wollen alles auf einmal. Sie hat die Klamotten und wir wollen das Geld. Sie soll sich das von ihrem Anwalt erklären lassen.

Die coole Sportlehrerin mit dem Iro spricht mit einer Teilnehmerin. Es war heiß und sie ist noch müde, aber nicht Rock am Ring, sondern Kirchentag und was hat sie gesehen? Margot Käsmann, Bibelarbeit war sie und Kofi Annan war der Hammer, Halle voll und er hat gerockt. Ist irgendwie wie Festival, aber anders.

Familienfest 2017 in der Schweiz oder wieder Gernsbach. Also ich fand es da super, malerisch, guter Bäcker, brütender Schwan (habe ich noch nie gesehen), sehr gute Eisdiele, leckeres, preiswertes Essen, sogar das trashige Hotel an der Bahnhaltestelle direkt… alles war supi und ich würde auch wieder vorher in Straßburg absteigen, weil ich es da auch spitze fand. Das hätte den Vorteil, dass wir uns alle gut auskennen und wieder von der Infrastruktur vom letzten Mal profitieren könnten, also weniger Organisationsaufwand (ich buche Stadthotel Gernsbach ohne Frühstück und könnte nächstes Mal eine Gruppe anbieten und Frieda Burda Museum übernehmen, falls da was Gutes läuft zu der Zeit) und auch die Schweiz lieben wir, bei jedem Wetter, also mein Abstimmungsergebnis ist nicht eindeutig.

Die Folge American Dad und der reiche Chinese hat die Serie gekauft, es bleibt sonst alles gleich „the same, funny show you love“ und es wird während der Sendung für seine Produkte geworben und er taucht dann selber als Comicfigur auf und alle lieben ihn und können so sprechen wie er, er verkauft dann an einen Landsman gegen Gewinn, „but he’s shy. He improved it 1000 % and it’s now American-Chinese Dad“. Die Figuren wie computeraminimiert setzen Reisbüschel ins Feld, was unter Wasser steht mit Wasserbüffel, alles sprechen chinesisch mit Untertiteln. Sehr witzig.

09.06. Junger Typ, wurde mit 16 in New York inhaftiert, beteuerte seine Unschuld, wurde dann 3 Jahre ohne Prozess festgehalten, anschließend freigesprochen und hat sich nach einem Jahr umgebracht. Das ist schlimm, finde ich. Die Familie hätte 3000 Dollar Kaution aufbringen müssen und das ging nicht, waren Zeugen Jehovas. Es gibt ein neues Kino unter der Adresse des Heimes meines Betreuten, aus dem er immer abgehauen ist. Wolfstraße. Überhöhte Geschwindigkeit. 47zig Jährige wurde aus den Armen ihres Mannes gerissen, sie ist tot und er unverletzt und sie waren gerade Eis essen. Stephan liest mir die Geschichte vor und findet sie schlimm.

Telefonat mit dem Kollegen. Die Pfändung wurde zurück genommen.

Herr ADHS nervt mich, hat doch heute Nachmittag Termin.

Wir fahren in die Innenstadt. Rentner mit Helm auf Fahrrad, sehen so aus als müssten sie auch nach dem Absteigen Sturzhelm tragen lästere ich vor mich hin. Eine ehemalige Nachbarin Fr Schrebergarten/Rathauskantine kommt uns mit Helm entgegen. Gut, die ist mental schon Rentnerin. Es gibt so Leute die sind schon Mitte zwanzig gedanklich wie Rentner sind. Jetzt könnte man meinen, denen mache das älter werden nichts, aber das Gegenteil ist der Fall, weil die Jugend hatten sie nur in Zahlen und die wird ihnen genommen. Ich habe die Jugend immer und mir kann sie nicht genommen werden egal wie faltig ist werde. Ich bin die Jugend.

Mittag mit der Kollegin von der Staatsanwaltschaft, Alex, im 6 Sinne oder wie das heißt. Über den Dächern von Hannover ist auch nicht so pralle. Convenience Food und schlimme, sperrige Sitze. Die Tochter kommt dazu. Trägt eine Bree-Tasche. Alex war mit ihr in Weimar, weil der Lehrer zu faul gewesen sei. Der gemeinsame Kollege feiert heute Geburtstag und Alex macht die Nachspeise, Erdbeeren und Baiser. Mmmhh. Der Koch aus der Ole Deele mit der Sommeliere machen einen neuen Laden in der Südstadt auf. In dieser Gesellschaft sind alle bestens informiert, was Gastronomie anbelangt. Stephan macht Gerichtspost, ich finde Schweine-Salz- und Pfefferstreuer, d.h. die Uni-Frau mit der Sammlung müssen wir auch mal wieder treffen. Sie hatte die Sammlung im AK Museum ausgestellt und danach war sie nicht mehr vollständig. Stephan ist vor mir im Büro. Chico ist es zu teuer und er mag keine Flußkrebse, ist mehr für Steak und Kartoffeln. Warnt mich vor der Langeweile in Karins Haus. Er ist gespannt was ich berichten werde. Wir wollen mal wieder Karten spielen.

Nach dem Sport die Pasta-Reste vom Vortag mit Paprika und Ziegenkäse. Laurie Anderson spielt in Ravello. Das ist uns empfohlen worden von Alex und ist wohl bei uns in der Nähe.

10.06. Träume in Etappen und schließe immer wieder an. Sehr amüsante Szenen. Jasmin kommt vor, die ein rundes Gesicht hat und eine Gesichtsmaske trägt (kriege ich nicht mehr zusammen). Dann eine verrückte alte Frau, die ich bewundere und die einen 22 jährigen Freund hat. Susanne von Kaufrasch und ich haben vergessen Leihfahrräder wieder zurück zu geben und das wird teuer. Wir kramen das Geld zusammen und einer soll sie abgeben. Die verrückte Frau gehört zu dem Verleih. Dann geht es um eine Gitarre, die ich beschädigt haben soll. Drei schwule Männer sind Zeugen. Ich habe das Bein ausgestreckt und es ist etwas Holz abgesplittert an der Seite. Beschädigung soll 1.000,- € kosten. Ich streite ab. Gitarre war gar nicht verliehen und wenn dann meine Haftpflicht und die zahlt nichts für gebrauchte Gitarren, nur Zeitwert.

In der Haz steht, dass die Lehrer jetzt wieder Klassenfahrten machen.

Mein reicher Betreuter, der jetzt mittellos geworden ist, ist 2 Monate mit der Miete im Rückstand. Das Jobcenter nicht mehr zu erreichen. Den Antrag habe ich Ende Februar gestellt, d.h. das jetzt Arbeit auf mich zukommt, Eilverfahren usw. Der ist esoterisch und Yoga usw. Zuletzt schrieb er mir am 30.05. :

„Liebe Frau A,

ein alt befreundetes Ehepaar fragt mich, ob ich mit energetischer Medizin wie Engel oder Reiki ihre 5- und 7jährigen Kinder von ADHS befreien oder lindern oder medikamentenfrei bekommen kann, dazu hat das Mädchen Probleme mit den Ohren und kann nicht richtig hören und sprechen.

Ich traue mir das zu und habe für kommenden Donnerstag zugesagt. Ich muß mich sehr intensiv dafür bei den Kindern empathisch einfühlen und nicht die Symptome, sondern die seelischen Wurzeln behandeln. Ich mache das unentgeltlich, denn sollte ich erfolgreich sein, kennen diese beide Eltern noch Dutzend andere mit denselben Problemen. Der übliche Stundensatz für fähige Reikimeister, ich habe eine einjährige Intensivausbildung absolviert, beträgt etwa 130€, wovon ich mir ein Auskommen vorstellen kann, denn die o.g. Problematik ist nicht in einigen Stunden geheilt.

Wenn ich darüber nachdenke, würde ich das auch sehr gerne aus innerem Ruf her beruflich aufgreifen, aber dafür bedarf es einem ausgetüftelten Heilungssystem mit Erfolg, das ich eigentlich schon im Kopf habe. Diese Aufgabe würde mich erfüllen und mir Energie geben.“

Später schrieb er dann: „es kam leider nicht dazu, weil die Mutter das zu unheimlich findet mit Seelenanteilen usw“

Die Sonne scheint, ich bin gut ausgeschlafen und habe Termin beim Jobcenter. Meine Betreute hat Magen-Darm und sagt ab. Ich gehe alleine dort hin und lass erst mal meinen Ärger an der netten Frau aus. Neulich hatte ein Kollege von ihr mich vor einem Termin angerufen. Meine sehr kranke Betreute zu der ich keinen Kontakt habe, wollte er einladen. Er habe mir ihr telefoniert, was schon zu meiner Verwunderung führte.  Er meinte, der Termin sei nicht so wichtig. Ich äußerte nämlich Zweifel ob sie es schafft und dann müsste ich sonst AU von ihrem Arzt besorgen oder selber hingehen und er noch: nein, kein Problem. Wenn nicht, kein Problem, schickt dann ärztlichen Fragebogen raus. Stattdessen bekam ist eine Anhörung, dass sie die Leistungen kürzen wollen und bin ausgeflippt, weil ich mich nicht so verarschen lasse. Werde Kollegen beauftragen und selber der Zeuge sein. Nachdem ich Dampf abgelassen habe, verstehen wir uns gut und wollen einen neuen Termin vereinbaren, weil diese Betreute ist durchaus vermittlungsfähig und das tut ihr gut von zuhause rauszukommen und sich mehr zu verselbständigen und von den eigenen Eltern abzugrenzen. Der Sohn wird 7 und geht schon zur Schule. Sollte vielleicht eine Umschulung machen, was mit Pflege, spricht gut Deutsch, ist sehr zuverlässig, findet man immer einen Job und verdient besser als beim Putzen und kann sich etwas verselbständigen gegenüber ihrer Familie. Alleinstehende Frauen gibt es hier nicht nur bei den Eltern lebend oder verheiratet. Nur den Gerichtsvollzieher erreiche ich nicht während seiner Sprechstunde von 1 Stunde und Faxe gehen auch nicht. Gestern nicht, heute während der Sprechzeit auch nicht. Da bleibt nur email.

Elisabeth spricht mich auf die Versicherung an. Ich sage ihr, sie braucht keine Hausrat, weil ihre Sachen wertlos sind. Nein, die sind schön. Sie will keine Haftpflicht, weil ihr die Tränen der anderen egal sind. Sie ist sauer und will ihre Bankkarte und sich eine neue Betreuerin suchen. Ich erkläre ihr, dass ich sie davor schützen will eine Versicherung zu bezahlen für nichts und wieder nichts. Sie sagt, es seien Menschen in ihrer Wohnung und dann würde was fehlen und das will sie ersetzt bekommen. Dafür zahlt die Allianz aber nicht, sondern nur, wenn die Bude abfackelt oder bei einem Sturm- und Hagelschaden. Ich nehme die Karte aus der Schublade und kopiere sie, beidseitig. Sie sieht nicht ein, dass sie unterschreiben soll (ich will mir die Rückgabe quittieren lassen) und dann fragt sie mich nach dem PIN, den ich nicht weiß und geht. Das Absetzen der Spritze bekommt ihr nicht, denke ich und dann ist es halt so. Nach 10 Minuten kommt sie wieder. Ich habe ihr ausversehen eine alte Kontokarte gegeben, die 12/2014 schon abgelaufen war und sie will jetzt doch das Geld und schenkt mir einen Kugelschreiber, der hinten Taschenlampe und den sie schon angekündigt hatte von ihrer Mutter, schweres Ding. Sehr lustig, ich behaupte noch, die neue Karte habe ich nicht, hätte ich ihr gegeben. Finde sie dann doch im selben Umschlag in meiner Schublade als sie schon gegangen ist. Jeder bekommt die Betreuung, die er verdient. Mal sehen, wie das nächste Kapitel ausschaut.

Die reiche Rentnerin von Gegenüber mit dem Mietvorvertrag. Ich dachte, das sei erledigt (hatte im Dezember mal was entworfen) und hatte angerufen wegen Rechnung und jetzt lerne ich sie mal kennen, die alte Lindenerin. Yoga macht Spaß. Oft bin ich ganz verpeilt dabei. Eine Teilnehmerin, die sehr strebermäßig wirkt. Sie ist auf jeden Fall ehrgeizig und hat immer ihre eigene Matte dabei, interessiert sich für Noppenhandtücher. Auf welche Seite macht man die Noppen, will sie wissen. Ich erinnere mich daran, wie ich vor meiner ersten Periode mit den Binden meiner Mutter herumexperimentiert habe und sie mir an zwischen die Beine geklebt habe. Das war schmerzhaft. Stephan hat lecker gekocht. Reis aus der Markthalle in Stuttgart, lange abgelaufen und Staubensellerie mit Butter. Ich denke an die Koreanerin in Berlin, die meinte, nur bei den Japanern und Chinesen sei der Reis geschmacksneutral. Bei ihnen hätte er einen Eigengeschmack, eine Melange aus verschiedenen Sorten, die mehr nach Vollkorn schmecken.

11.06. Ob das so langweilig wird, jetzt haben wir auch Karten für Laurie Anderson bei einem Edelfestival für Reiche auf einem Plateau mit Blick aufs Meer in Ravello. Es wird immer besser.

Durch Fahrradkorb und die Gewöhnung  daran ist es noch entspannter mit Suki unterwegs zu sein und er dankt es mir und macht immer mehr Modell für mich. IMG_1394 IMG_1396 IMG_1397

Die Eilenriede ist wieder herrlich, leider verfahre ich mich sehr leicht darin. Frau Bettlägerig hat zu viel Geld. Ich will sie überreden beim Bestatter vorzusorgen. Sie braucht das Geld für Reisen. Nach Kroatien, ob ich mit will. Ja, soll toll das sein, fragen die Wiener Freunde, aber dazu müsste sie mir erst mal die Tür aufmachen, wenn ich komme. Aber sie kommt eh zu ihrem Sohn in die Grabstelle, die er gekauft hat. Nicht automatisch, wenn wir nichts machen, macht es die Stadt Hannover und dann wird sie eingeäschert und kommt irgendwo hin, weil die machen nur nach Kostendeckung und recherchieren nicht. Sie will lieber die Grabpflege in Auftrag geben. Das können wir gerne auch machen. Letztes Mal war sie auf dem Grab kollabiert und ein freundliches Ehepaar aus Hannover hat sie nach Hause gefahren und die Pflanzen eingepflanzt und ihr ein Bild davon geschickt mit einem Brief, dass es vielleicht doch besser wäre dafür eine Firma zu beauftragen. Daran kann ich mich gut erinnern, weil ich die noch angerufen habe um mich zu bedanken. Gegen die Bestattungsgeschichte wehrt sie sich noch, sie hat noch nicht vor zu sterben. Wer hat das schon und durch Vorsorge passiert es zum Glück nicht schneller. Habe ich mein süßes Hündchen nicht dabei heute. Der ist aber leise. Ich hebe ihn hoch und er bekommt ein Stück Leberwurstbrötchen mit Butter. Später Recherchen im Büro. Grab bis 2038 bezahlt, Doppelgrab Laher Stadtfriedhof. Neubepflanzung kostet 450 – 490 €. Machen es nur gegen Vorkasse. Ist gebongt. Dann der Bestatter. Der Mann ist 2000 beerdigt worden und der Sohn 2007, jeweils Eichensarg. Er will Termin bei ihr machen und kennt sie.

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Weil wir gerade so im Flow sind fahren wir zu der Alkoholikerin, die mir gestern hat ausrichten lassen, das ich mich melden soll. Sie hängt am Fenster und sieht mich von oben. Sie färbt sich gerade die Haare und findet es schlimm, dass sie nicht so besuchsfertig ist. Suki und mich stört es nicht. Das Balkon ist wieder prächtig bepflanzt und ihre Avocados sehen viel besser aus als meine, „ach, das ist auch Avocado“. Morgen kommt Willi und sie essen Wildlachs. Der kümmert sich um sie, hat aber eine Freundin. Heute geht sie zu ihrer Schwester in den Garten. Sie hat jetzt Handyflat für 5,- €. Da kann sie mich immer anrufen. Hat ihr Kevin gemacht. Der Name war mir an der Klingel aufgefallen. Der wohnt im Haus, will ich wissen.“ Ja, das ist doch unser Koreaner“ kommt die Antwort. Sie will das wieder in den Griff bekommen mit den Zigaretten und dem Alkohol. Es war wieder schlimm und sie konnte nicht aufhören und richtig depressiv sei sie gewesen. Suki bekommt noch Wurst. Das tue ihr nicht weh, ihm was abzugeben. Ja, das lohnt sich immer mit mir unterwegs zu sein.

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Auf den Rückweg versuchen wir es mit Fahrradwegen und irgendwie dauert es ewig. Suki liegt nach einigen Kilometern im Korb und genießt den Fahrwind und wir sind erst am Kreisel bei der MHH in der Nähe (glaube ich zumindest). Irgendwann wieder Eilenriede und dann den Hauptwegen folgen.

Dittmars, eine Tüte voll, neue Poly-Klamotten und Kittelschürzenkleider, die zu eng sind aber super aussehen für Italien. Vor der Glocksee fragt ein junger Türke (Marke cooler Drogenhändler mit gepflegtem Bart und Migrationshintergrund): „darf ich Deinen Hund streicheln?“ während ich Stephan zu Mr. Thang bestelle. Ich: klar, er macht das Zeichen, Suki springt hoch und setzt sich zu ihm, aber so, dass er sich in Vollkörperkontakt an ihn ran schmiegt und zu mir rüber schaut. Er hat es echt drauf. Ich bin stolz auf ihn. Mr. Thang. Chico läuft vorbei, abends Frau Weißwein um 9, nach dem Sport.

Ich will die Vollstreckung nicht machen gegen die Boutique-Besitzerin, soll meine Betreute einen Kollegen beauftragen. Dann willigt meine ein, dass die Boutique-Besitzerin 500,- € Raten zahlen darf. Ich erkläre ihr, dass ich kein Bock habe, weil die Zwitterstellung mit Anwalt und Betreuerin gefällt mir daran nicht und ich mache wenig Vollstreckung und dann noch gegen eine GmbH und wenn sie am Ende null bekommt, dann heult sie und dann soll sie mit einem Kollegen ihr Glück versuchen. Wieder Klage Sozialgericht. Drücke mich und dann muss es gemacht werden. Wenn der Widerspruchsbescheid vorschnell in die Welt geblasen wurde, gibt es keine andere Möglichkeit.  In einer anderen Betreuungssache ruft mich der Richter an und ist erstaunt, dass er mich direkt am Apparat hat. Ich hatte wegen Italien eine Terminverschiebung beantragt. Ob das nicht mein Kollege machen kann. Nein, der macht nur Familienrecht und wenn ich jetzt ein Eilverfahren vom Zaun gebrochen hätten, dann müsste ich ihn bitten, aber bei einem Verfahren aus 2012 und ich weiß gar nicht mehr um was es geht, sehe ich das nicht ein. Im Büro eingeschossen werden um 16:20 Uhr  und dann Schlüssel stecken lassen.

Kackstreifen die bekifften tussigen türkischen Mädchen auf der Bank kriegen sich nicht mehr ein, immer wieder schreien sie „süüüß“ und er springt hoch und dann bellt er und ist noch süßer. Er macht das nur, weil es so gut ankommt bei den Menschen und sie es praktisch von ihm einfordern oder belohnen werden. „Hat der blaue Augen?“ fragt mich eine, „ich sehe das nicht so gut“. Dann kiffe weniger hätte ich sagen sollen, ärgere mich auch, dass ich die Hunderassen richtig sage, kennen sie eh nicht. Hätte Fleckenpudel antworten sollen. Ihren stahlgrauen Listenhundwelpen (Kraftpaket, 5 Monate und bald zeugungsfähig) machen sie gerade auf bestem Weg gestört. Er liegt da und kaum kommt ein Hund stürzt sich eine der Grazien auf ihn und drückt ihn runter und hält ihn fest, dass er nicht ran kommt. Möglichst wenig Kontakt, weil der spielt so grob. Ja und? meiner sagt ihm dann schon Bescheid und beißt ihm ein Bein ab. Steffi sagt, der DJ bei der Vernissage im Bodero-Hochhaus Morgen lege gut auf und schenkt mir 2 Kartenspiele von San Francisco und die habe ich dann in der Tasche, wenn wir später Chico und Barbara treffen, dabei wollten wir nur Wein trinken und keine Karten spielen.

Sport, Steffi ist krass, macht Monsterübungen und zu Seedy Monks fragt sie, ob wir was merken. Hat sie uns Drogen gegeben? So ziemlich. Ich werde unten immer mehr undicht und brauche bald Einlagen. Denke zuerst, dass ich wirklich inkontinent bin, so wie das kontinuierlich rauströpfelt, aber es ist dieses rote Ding, was ich nicht mehr kenne. Dieses mal ist es Blut verdünnt mit Flüssigkeit. Schöne Klos hat Frau Weißwein, sogar Slip-Einlagen. Wird doch nicht zur Menstruation, ich kann das nicht mehr richtig.

Steffi schickt mir eine Foto von Suki, der ausschaut wie eine erschlagene Fliege, liegt auf der Seite man sieht nur die dünnen, langen Beine kreuz und quer abstehend in der Luft.

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Brockengeschenk, Hut modifiziert mit schwarzer Madonna. Die gibt es da beim Bäcker.

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Die Kirchenglocken bimmeln ganz doll in Einsiedeln. Hat Barbara mit dem Handy aufgenommen und auch einen Film vom Meer. Die älteren Freunde, manche mag ich und manche nicht. Das schreibende Weichei mit der Karrierefrau z.B. nicht. Das junge Pärchen gegenüber ist sehr sympathisch. Sie essen den Antipasti Teller Mix und der sieht echt lecker aus. Ist er auch, essen sie immer. Ich habe Probleme mich zu beherrschen, dass ich da nicht rangehe an ihre Salami und sage das auch. Der Typ strahlt mich immer so an. Er hat viele Muskeln und spricht von einem Wettkampf. Die weinende Wirtin. Hat Stress mit einer Nachbarin. Warum ziehen diese Leute nicht aufs Land, die keinerlei menschliche Geräusche vertragen? Ich meine, das kann man ausblenden oder sich reinsteigern. Das nervt doch, gerade die Zeit im Sommer und alle sind eh draußen. Ich bin langsam in dem Alter, dass ich mal einen umbringen kann. Welche ist es? Wie viel Fleisch schafft ihr Hund am Tag? Will ich von Chico wissen. Ich habe auch 2 Hunde, die mitessen können. Chico zahlt alles. Ich fühle mich total reich beschenkt, vor allem dass sie für mich in ein Brockenhaus gegangen sind. Ich mag die so gerne und will mich bald wieder treffen. Wein, draußen sitzen, sich nicht ärgern lassen. Linden ist laut. Die freiwillige Feuerwehr macht Joy Rides im Kreisel, Skater fahren vorbei und jetzt soll die Gastro-Frau mit der Holzsitzlandschaft an allem schuld sein.

12.06. Der ehemals reiche Betreute hat verschlafen. Ich formuliere die eidesstattliche Versicherung, dass das geliehene Geld seiner Eltern verbraucht ist und er jetzt arm. Beschwerde Herr Ihme wurde abgelehnt vom Landgericht, lange Begründung. Telefonate, dass Frau Eierstockkrebs doch zurück kommen soll nach Hannover und ich soll sie überreden.

Efendi Bay, haben neue Sachen, auch Pektin mit Früchten und Nüssen. Die Manti sind lecker und die Portion reicht locker für zwei (gerade mit dem ganzen Nachtischverlockungen), das Künefe ist totlecker. Ich liebe den Laden. Gehe zu selten hin. Dort meinen Geburtstag feiern?

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Mein neues Shampoo macht Vorfreude auf den Urlaub, der bald kommt.

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Sport und Uni-Fest. Hacky Sack auf der Wiese. Was soll ich da bei den Studenten? Andi hat entzündendes weißblondes Kind. Seifenblasen XXL mit einem kleinen Schwert. Nein, wir kennen die Clubbetreiber aus Hannover nicht. Schwule Sau hat Stand mit Sofas und Kronleuchter. Onkel Olis Kiosk hat Cocktailmaschine, die nach Blutwäsche aussieht, aber was raus kommt ist schaumig und lecker. Antilopengang sind grottenschlecht und machen mir alles kaputt was ich ja an deutschem Hip Hop gut fand. Zu Recht hatte mich Sabine vor denen gewarnt. Wir wurden gesehen von den Töchtern des Kollegen. Mit Detlef weiter. Der Navi der Versicherung war geklaut und wurde vom Zoll beschlagnahmt. Kunst im 16. Stock. Tolle Blicke durch die verschiedenen Fenster, vor allem auf die Bahngleise. Wollen wir in diese Wohnung ziehen, fragt mich Stephan und draußen verfärbt sich der Himmel rosa beim Sonnenuntergang. Frau mit auffälligem Rückentattoo spricht mich an, wir hätten uns gestern schon gesehen (ich bin irritiert, sie meint bei Frau Weißwein) und sie mag meinen Stil. Ich reagiere auf solche Bekenntnisse immer recht unoriginell und stokelig. Was ist beruflich mache? Antwort: was ganz anderes. Marianne ewig nicht gesehen. Die lokale Kunst ist überwiegend hundsmiserabel, langweilig und achtziger ohne Ende. Will man geschenkt nicht haben. Gespräch mit Aenne über Krankheit als Charakterformer. Hannover kommt einem heute vor wie eine Großstadt. Jeder Platz ist gefüllt auch auf dem Weg zurück aus der Innenstadt und in Linden und überall dazwischen.

13.06. Nähen bei Steffi. Die Hunde lecken an der Holzkäsedose aus Straßburg, die ich zum Basteln mitgebracht habe. Steffi würde sie waschen bevor sie sich auf den Kopf macht. Wir schauen Hochzeit auf Italienisch mit Sofia Loren und Marcello Mastroianni wegen der Neapelimpressionen. Toller Film, auch die Ausstattung und Schauplätze, aber auch die Geschichte, toll zum Nähen. Endlich mache ich Stephan eine neue Schlafbrille, die besser als die alte, obwohl ich sie Pi mal Daumen nähe mit einer Homer Simpson Krawatte als Bezug des Gummis.

Larissas Geburtstag. Sehr leckeres Büffet, Salzzitronen von Ottolenghi mit Humus. Lichtorgel in der Küche und ich tanze, wenn die Gastgeberin es will. Die beste Tänzerin, die sehr unscheinbar ausschaut (ich mag sie sehr) ist leider schon gegangen. Die erneute und eindeutige Bestätigung, dass die anderen auch nicht neutral sind im Falle des Paares in der Krise. Der Nachbar von oben und die Dunstabzugshaube. Er trägt Brille, ich bin der Blindfisch und halte die Schrift, die wohl verkehrt herum ist für koreanische Zeichen. Außerdem weiß er, dass Pipilotti Rist in einer Band gespielt hat. Wir hätten noch ins Lux gehen können. Dort hat mein Kollege mit Freunden zu Diskomusik getanzt in seinen Geburtstag hinein.

14.06. Mein Onkel, der jetzt in Travemünde lebt, ruft morgens um 9:40 Uhr an. Familienfest mal in Hannover oder Steinhuder Meer. Schweiz ist ihm zu weit, aber da wohnt doch sein Sohn mit Familie. Er mag die Berge nicht, die sehen alle gleich aus, da sehe einer aus wie der andere, Travemünde ist geil. Da wollen alle hin, Bombenwetter haben sie und einen Hafen mit frischem Fisch. Der lebt noch, wenn er ihn kauft. In Hamburg ist der Fisch eine Woche alt und war schon eingefroren, wenn man ihn kauft. Hat er im Fernsehen gesehen. Sehr skurriles Gespräch, habe noch nie mit dem Mann telefoniert. Andrea fliegt nach Wien. 1. Flugreise. Ich habe ihr Stephan vermittelt, der auch meine Reiseplaner ist. Hochzeit auf Italienisch ist mein neuer Lieblingsfilm und sonst im Wintergarten sitzen, Basteln und Head bangen zu Dolormite Minor. Das neue Hütchen mit Spitze entsteht in Anleihung an den Film, es soll ausschauen, wie ein verpixelter Pfeil, der auf meinen Kopf deutet. Die Idee entsteht, Suki mit nach Oberfranken zu nehmen. Mit ihm reisen macht es immer sehr viel Spaß und meiner Schwester gefällt es auch. Ich fühle mich gesegnet, weil Hollandaise ist echt einfach für mich. Heute gibt es auch Schnitzel satt.

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Die Hunde haben die Holzkiste gefressen und Steffi ruft besorgt an, wie groß war sie gewesen sei. Auch das ist ein Argument für Erziehung, weil nein, ich hatte sie nicht liegen lassen, sondern in den Mülleimer gemacht.

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Operierte Frauen um die 50 kriegen Einheitsgesichter. Sehen alle aus, wie diese Millionärsgattin. Ganz schlimm. Hässlich, Maske und kein Gesicht. Alles Individuelle weggeschnitten.

Die BM-Zwangspause

01.06. Die Bettlägerige. Geld ist eingegangen von der spanischen Immobilie. Hat geklappt. Knapp über 33.000,- €. Ich bin so froh, dass es abgeschlossen ist. Was sie hatte dort eine Wohnung, sie hat ein Konto bei der Volksbank? Fragt sie mich vor der Pflegerin. MHH mit dem Mutter/Sohn-Gespann. Bin doch Rad gefahren und hinten rangefahren und sie haben gewartet vor dem Haupteingang und sind ganz außer Atem. Hatte sie Sonntag angerufen um an den Termin zu erinnern. Der Enkel war dran gegangen und ich hatte gleich losgelegt. Dann Herr Desolat und nicht mehr im Heim, Überraschungsbesuch. Er in schwarzer Unterhose, darf ich mal rein kommen. Masturbiert er gleich? Pflegedienst macht noch gar nicht Pflegestufe 1 und zusätzliche Betreuungsleistungen, sondern nur Medi-Gabe. Das war anders besprochen. Das sieht da aus wie sau. Frau Klumpfuß haben sie die Katze weggenommen und dabei hat sie schon ein Kind verloren und die überambitionierte Beate will sie nicht mehr sehen. Sie soll jetzt auch ambulant betreutes Wohnen bekommen. 2 x Herr Ihme auf den AB. Frechheit, ich bin nicht da und er soll Ausgang bekommen. Ja, habe Betreuerwechsel beantragt und würde ihn auch gerne loswerden wegen anstrengend, glaube aber nicht, dass das Gericht das macht, weil der Grund lautet, dass ich mich geweigert habe den Beschluss aufheben zu lassen, als die Ärzte das auch so sahen. Dann der Arzt, ja, wenn er die Medis intus hat, können sie es mit Ausgang probieren. Natürlich ist es immer ein Risiko, dass er abhaut oder kifft, aber was soll man machen. Herr ADHS kommt nachmittags und hat eine Teilzeitsteller als Gärtner.

Die Yogalehrerin hört auf. Die Vertretung macht es weiter. Sie stammt aus dem selben Stall. Sie fasst einen gut an und ist mir beim Hund auf die Hände getreten (klingt blöd, war aber gut, mit ihren nackten Füßen) und bei einer Rückbeuge auf die Füße (mit ihren) und das hat richtig gut getan, so dass ich es zuhause von Stephan habe nachspielen lassen! (und das soll was heißen). Spargelbrühe nach dem Sport tut gut. Der köstliche Pfefferminztee von Michi und der Spargelsud führen zu eindrucksvollen Pinkelpausen in der Nacht, die mein Mann kommentiert.

02.06. Frau Altstadtboutique wegen der Anlage EKS und dem Drohschreiben an die Boutiquebesitzerin, dann Frau Frauenwohnheim, die Stimmen hört. Mein Hütchen sieht aus wie eine Antenne. Regionsarzt sagt, sie nimmt die Medis, ist aber so verrückt wie immer. Zwischen einer anderen und mir muss er vermitteln. Ich schreibe ihm dazu: „ Sie müssen immer diese P-Mediation machen. Das tut mir leid. Ich bin zu Borderline für die Frau und mal ganz freundschaftlich und bringe ihr Pflanzenableger (und will sie überzeugen, dass die Welt nicht so schlimm ist und man was machen kann) und manchmal zu streng (nicht schwingungsfähig), wenn ich kein Verständnis habe dafür, dass sie einfach sehr hohe Ansprüche stellt, aber weder Hilfe annimmt noch sich in irgendeiner Weise selber rührt (Anruf/email). Ihr neues Bett soll mir wichtiger sein als ihr und das schaffe ich irgendwie nicht. Lande auch noch auf Ihrer Couch….“

Vielleicht mit Chico und Barbara Flußkrebse essen? Da braucht man lustige Tischgesellschaft. Der Braunschweiger Verwandte, der Pferdewirt ist, meldet sich mit süßen Fotos. Es gibt eine Videoaufzeichnung von mir bei einer Familienfeier 2013 oder so. Vorstellung der Gäste über 50 Minuten, freie Rede und so. Es sei genial gewesen. Das ziehen die sich noch rein als Film. Krass, macht mich irgendwie stolz. Ich mag seine Bilder von seinen Rindern, die er mir schickt.

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Abends endlich die Haferkekse, gleich das doppelte Rezept und doch nicht fremde Öfen benutzen. Das ist peinlich. Dann lieber in 3 Tranchen backen. Wir sind zum Künstleressen in der VHV eingeladen, wenn Pipi Lotti kommt. Haben uns schon 3 Jahre darauf gefreut und Stephan hat Recht, sie hat uns nicht vergessen.

Kestner Pippilotti Rist

Vorstadtweiber. Die drei Kerle treffen sich. Döner auf dem Porsche essen. Na und? Er kann doch nicht Döner auf dem Maserati essen. Porsche ist doch nur VW. Ja, aber Maserati ist Fiat. Na ja, dann ist seiner (wie Smart) ja noch der Beste, weil der ist von Mercedes.

03.06. Die Frau, die ausschaut wie ein Mann und die Unterlagen stinken derart nach Rauch. Sie ist wie eine Betreute, die keine ist, versteht nicht was das Amt von ihr will. Hat gestern ihre Katze einschläfern lassen müssen.

Arbeite zu lang und schaffe die Gerichtspost nach dem Außentermin nicht. Ich muss dann auch in der Werkstatt anfangen. Ich mag die Typen dort. 3 Tagen Praktikum? Klingt reizvoll, auch für mich. Mein Herr Heinz Ehrhardt trinkt alleine in der Kantine Kaffee. Er freut sich mich zu sehen und ich dito. Warum sitzt er alleine? Was soll das? Hetze los.

Passefire? Eine Band? So hieß doch Schnuller auf Englisch, aber Pacifier geschrieben, der der Frieden stiftet. Ah hah!

Meine Betreute, die richtig verrückt ist, Elisabeth, mit der bin ich so richtig aneinander geraten, weil sie vor mir im Büro war und ich mich abgehetzt habe und selber 2 Minuten vor der Zeit da war (Funkuhr, durchgeschwitzt), aber es nicht ausreichte um sie zu bändigen und sie hat hier das Büro aufgemischt (wollte grade zu der Psychologin reinschneien, ob sie es noch merkt, falte ich sie zusammen). Was das soll. Ich bin pünktlich und wenn sie mal warten muss. Ruhig hinsetzen, Klappe halten, nicht mein Büro aufmischen. Ich bin außer mir und will Schluss machen. Sie hat Tränen in den Augen. Sie eskaliert auch und sieht ein, dass ich Stress bekomme mit den Kollegen wegen ihr und will ihre Bankkarte wieder. Das hat so keinen Sinn merke ich als ich mich abreagiert habe. Um wieder runter zu kommen, gab sie mir eine kleine Lektion in Persisch.

Dochtahr oder Doghthar; Dust-dochtar = Freund-Mädchen (durchgestrichen) Tochter. Dust-pessar (junge/Sohn). Die Plugs sind rausgefallen (ich spreche sie darauf an) und sie fragt sich auch, ob das was mit Jungfernhäutchen zu tun hat.

Der Barzahler. Jobcenter hatte Leistungen gekürzt, nachdem ich Termin für Frau abgesagt habe, weil sie im Ausland waren. Leider war die Abwesenheit nicht genehmigt. Den Aufhebungsbescheid aus November 2014 kenne ich gar nicht. Das wird wieder lustig. Nicht zugestellt. Wiedereinsetzung?

04.06. Einer duscht in der Wohnung als ich rein komme. Die Hunde kläffen wenig. Als ich schon draußen im Treppenhaus bin, merke ich: kein Halsband. Wieder rein, suche im Schlafzimmer, hoffentlich kommt der Duschende nicht gleich rein und steht nackt vor mir. Das von Mikrusch, was soll’s. Ist so dünn. Finde das breite doch noch und dann schnell weg. Treffen wieder Stelli. Hat es neulich schon nicht über die Ampel geschafft. Eckhard war bei rot mit dem Fahrrad los gefahren am Küchengarten und Stella ganz langsam rüber und hat es gerade geschafft als die Autos anfuhren. Sie ließ sich nicht animieren zum Sprint, echt alt. Ich habe die Luft angehalten. Ja, Hunde werden älter und Menschen auch. Damals, war ich dabei, als Steffi Mikrusch kennen gelernt hat.

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Verpasse einen früheren Zug nur knapp. Segafredo im HBH. Eine langhaarige Bedienung (sieht aus wie nasse Dauerwelle aus der Giotto-Werbung) flippt aus vor Begeisterung als er mich sieht. Italienisches Design? Nein, eigenes Design, dann wohl Deutsch. Orangefarben Schuhe?  Junge Frau vor mir soll nachschauen. Ach, Beige. Foto mit mir machen? Er ist viel kleiner als gedacht so neben mir. Seine Kollegin, die gar nicht will, muss ihm verklickern: Speicher voll. Liegt am What’s App, löscht was, klappt trotzdem nicht. Wann komme ich wieder? Es gibt so viele langweilige Menschen, aber das was ich mache, da muss man erst mal drauf kommen. Er lässt sich die Konstruktion genauer zeigen. Er ist Fan und auf eine sympathische Art.

Meine Betreute muss mich abholen vor dem Lehrter Krankenhaus. Patientengarten, Betreten auf eigene Gefahr, viel gepflegt mit Kräutergarten und Namensschilder für die Pflanzen. Das Badezimmer sieht nach deutscher Küste aus, ist entsprechend dekoriert. Sie will zu König der Löwen nach Hamburg. Sie spricht nicht mehr mit dem Bruder, weil er ihrer Cousine ihre Nummer gegeben hat ohne sie zu fragen. Auch die Frau vom ambulant betreuten Wohnen meint, er hätte sie vorher fragen müssen. Jetzt hat sich sogar überlegt sich eine neue Nummer zuzulegen, aber sie sieht ja, wenn die anruft und geht nicht ran. Ja, so komisch sind die Leute. Meine Betreute ist auch bekennender Expo-Fan und war wie ich 40 mal da (wenn das bei uns reicht). Da kann man in Erinnerungen schwelgen. Ja, der Schweizer Pavillon und das große Freiluftkino. Usw. Die Feuerwerkshow war uns zu kitschig. Ein Herz wurde in die Luft geschossen und dann ging ein Pfeil hindurch….Die habe ich mir nie ganz angeschaut, dafür österreichische Küche kennen gelernt, bei diesem Fernsehkoch, der damals noch keiner war, Lafer. Kürbiskerne aus der Steiermark. Schnitzel und Mehlspeisen. Auch leckere Weine. Suki in am Lehrter Stadtbrunnen. Wie eine Giraffe an der Wasserstelle, er beugt sich auf die vorderen Unterschenkel. Sieht zum Schießen aus. Wir holen neue Kackbeutel aus dem Stadtpark in Lehrte. Da gibt es ein Restaurant was gar nicht so schlecht ausschaut. Suki fährt gut im Fahrradkorb mit und entspannt sich in der Bahn. Wichtig ist, dass ich ganz entspannt bin, dann entspannt der Hund automatisch. Das tue ich bewusst und lasse die Landschaft samt Betonwerk an mir vorbei fahren.

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Österreicher auf unseren Radwegen, begegne ihnen mehrfach, beschweren sich über Hund. Die sollen sich freuen über die geilen Radwege, hallo? Neue Betreuungssache. Ich bin zwar gesperrt, aber sie hat sonst keinen, der es machen kann sagt mir die Frau von der Betreuungsstelle. Muss englisch sprechen. Frau aus Kanada in der MHH, Leukämie und muss transplantiert werden. Toller Nachname. Banal, aber Hammer Schreibweise. Telefoniere mit Arzt, sie ist wohl sehr schlau. Ich schaue Morgen mal vorbei. Mit dem Rad nach HH oder nicht? Wir gehen als Belohnung für die Urlaubsvertretung zu Frau Hoppe. Schöner Radausflug. Freu mich schon.

05.06. MHH. Ich bin eine ¾ Stunde zu spät weil ich im Büro mit Arbeit aufgehalten wurde, dann laufe ich auch noch falsch, weil ich denke, die Stationsnummer sind aufsteigend und merke es erst als ich bei St. 41 bin und hinten angekommen und dann viel Umziehaktion bis ich bei der Frau bin. Alleine im Zimmer. Die Transplantation ist Knochenmarkspende. Das läuft über dunkles Blut in den Arm. Unspektakulär. Hatte 2 Spender und hat den Schweden genommen, der besser passte. Sie ist langweilig und allein stehende Lehrerin. Ich hatte mir vorher nicht überlegt, was Pflegestufe auf Englisch heißt. Haltestelle Kröpke war geschlossen wegen Baustelle. Anderer Eingang, H, merken, wie New York. Auf der Rückfahrt finde ich nur E und F und komme Georgstraße raus statt IG von der Linde. Früher Feierabend.

Meine Porzellanblume blüht und die ganze Wohnung duftet danach.

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Zug hat Verspätung. Wie alles an diesem Tag, den Tisch hatten wir auch von 18:30 Uhr auf 20 Uhr nach hinten verschieben müssen. Thomas hat eine Promotion und wir fragen uns ob er Craftbier im Toom vorstellen muss, aber es war nur ein Ärtzeinterview. Sitzen junge Vollpfosten drin, die ihre leeren Taschen auf dem Sitz liegen lassen um ihn zu blockieren. Die Handys wirken infantil, wie sich alle daran festklammern, wie Schnuller, Pacifier halt oder Kuscheldecken. Er steigt in Harburg aus, vermutlich TU. Ich denke an Morgen und das Treffen mit der Familie von dort.

Thomas ist schon zuhause und es gibt Sekt. Ihre Porzellan-Blume, ein Ableger von meiner, blüht auch, das erste Mal. Wir hatten das Essen zeitlich nach hinten verschoben.  Yunfeng darf erst am Wochenende jemanden mitnehmen auf seiner Monatskarte und nicht mehr unter der Woche. Dafür haben sie das Streckenverzeichnis erweitert. Ja, lauter Orte, wo keine hin will, Barnsbek und Harvestehude, Pinneberg und Veddel, lästere ich ab. Stephan kauft eine Fahrkarte und das nachdem ich in Hannover schon schwarz gefahren bin mit meinem Plus-City, nämlich zur MHH und zurück. Vor allem der Hinweg dürfte schwierig zu argumentieren sein (auch für mich). Manchmal habe ich eben Lust auf Abenteuer. Das Haerlin hat sich gehörig gewandelt und das Essen ist sehr lecker. Ein junger Vietnamese bedient uns. Der konnte letztes Mal noch nicht sprechen als wir vor 17 Jahren zuletzt da waren und Jackettzwang herrschte. Jetzt ist es modern mit sehr schönem, ausgefallen Geschirr und sehr leckerem Essen, Jakobsmuschel vom leckersten, Kaisergranat (schon in der Residence ein Burner) und asiatisch angehaucht und die Weinreise ist ihr Geld wert und es gibt Douglasie zum Nachtisch und nicht nur Schoko-Kuchen. Es gibt keinen Chefkellner als Notnagel um reichen, anstrengenden Krackern Paroli bieten zu können. Mutig. Keiner ist über 30. Ich find’s gut. Bin durch mit dem überteuerten Wolfsburg und Residence ist auch nicht mehr das, aber hier war es echt spitze. Sie machen allerdings die kleinen Rezeptkarten vom Steirereck derbe nach, aber das nur am Rande. Der Wein zeigt seine Wirkung und ich pose auf dem Teppich, dessen Muster herrlich abgenutzt ausschaut. Ich kündige mindestens 2 Runden Mahjong an, bleibe sie aber schuldig.

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06.06. Das fremde Handy was am Kopfende des Bettes auflädt bimmelt und nervt. Trotzdem schlafe ich noch 3 mal ein bevor ich um 9:40 aufstehe und dann tusche.

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Mein Paps mag Motelone, erinnert ihn an Japan.

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Marinehof. Der Ehemann ist netter als gedacht. Die Tochter fährt zum internationalen Pfadfindertreffen nach Japan. Die Frau von früher sucht Zeuge für den Missbrauch der an ihr geschah und ich biete mich bereitwillig an und sage ihr gleich, wie ich es erlebt habe und dass sie immer ihren behinderten Bruder aus dem Autositz rausheben und reinsetzen musste, weil ihre Mutter sich vornehm zurück gehalten hat. Klar, bei uns war das anders. Ich finde trotzdem die durch geknallte Schwester klingt interessanter. Sie war früher schon eher mein Fall und jetzt ist sie mit 39 Koffern mit der Lufthansa ausgewandert und hat ihr Geld systematisch durchgeprasst in Luxusabsteigen. Am 15.01.15 wäre sie pleite gewesen und am 10. hat sie einen Job angenommen (auf Vermittlung der Schwester) und verdient 120.000 in der Internetbranche, was aber hinten und vorne nicht reicht. Die Schwester geht auf Distanz, weil sie sich nicht schon wieder für ein Familienmitglied aufopfern will. Die Mutter hat eine bipolare Störung und einen zugenähten Bauchnabel, deswegen haben wir sie nie bauchfrei gesehen, auch nicht damals in Kalifornien. Der Operateur war ein Verwandter. Claudias hat mexikanische Hühnersuppe gemacht mit gebackenen Pilzen und Tomaten, Avocado und Limette. Der Rhabarberkuchen hat zu viel Teig für unseren Geschmack. Es ist windig. Claudias Freunde sitzen vor der Tür. Die sind alt und haben Kleinkinder. Wenn man Leute kennt, ist das Auge gnädiger. Auf den Weg zur Abendveranstaltung entdecke ich echt coole Pflanzen, die praktisch ohne Erde auf einem Vordach wachsen und nehme mir einen Ableger für Zuhause mit.

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Claudia sagt in der Markthalle fangen sie pünktlich an und legt uns die Vorgruppe ans Herz. Da bin ich ihr sehr dankbar. Ich bin verknallt in die beiden Jungs. So jung und so gut. Die machen einen Klangteppich, dass ich zuerst nicht glauben kann, dass sie die ganze Musik nur zu zweit machen. Hammer. Der Sänger und Gitarrist ist gescheitelt und trägt Matte und Lederjacke. Er hat eine tolle Stimme. Der Schlagzeuger hat Afro und müsste nasse Haare haben, aber sie sehen aus wie frisch gefönt. Manchmal steht er auf und spielt Keyboard und setzt sich dann wieder ans Schlagzeug. So unspektakulär wie die Musik machen, als würde ich häkeln und das Ergebnis rockt ohne Ende. Die sind begabt. Dagegen sind die EODM (Eagles of Death Metal) peinlich alte Männer, die ihre Instrumente nicht spielen können. Dafür laut und große Rockposen. Nur die Selbstironie lässt es erträglich sein und dann man es den alten Herren gönnt noch mal abgefeiert zu werden für alte Hits, die sie einigermaßen abrufen können. Gut, wer zuletzt 2008 veröffentlicht hat. Es war abzusehen. Gottseidank habe ich mir kein T-Shirt gekauft. Außerdem kenne ich jetzt Dolormite Minor, also ein toller Abend. Das Publikum ist rockig in der ausverkauften Markthalle. Ein Gruppe sehr körperlicher Männer, aber dabei hetero. Das sieht man an der Neandertalerausstrahlung, wir vermuten, dass sie sich vom Tollen aus der Umkleide kennen und dadurch, dass sie sehr breit gebaut sind und teilweise auch sehr groß ist der Tipp Handballer von Land auf Gruppenausflug in die Stadt. Dann fragt Stephan mich, warum und wann man sich ein Stacheldrahttattoo am Oberarm hat machen lassen. So nach dem Motto, daran erkennt man so ca. das Alter der Trägerin und wirklich, das steht keinem, so ein dünnes draufgemaltes Oberarmband, es verunstaltet jeden Arm, diese dunkle Unterbrechung und peinlich sieht es auch noch aus. Was nicht fehlen darf ist die Turbo Jugend mit ihren Uniformen in kleinen Gruppen unterwegs, alleine eigentlich nie. Das ist fast auf einem Niveau mit Menschen, die Wachturm verteilen, quasi seine Überzeugung vor sich hertragen auf Teufel komm raus. Aber, wie gesagt, die Jungs von Dolormite Minor sind echt meine Helden und ich will sie kennen lernen und ihnen im Hotelzimmer auflauern. Ich will, dass sie berühmt, reich und glücklich werden.

Auf den letzten Drücker zum Asiaten gegenüber und früh zu Bett. Die lauwarmen Reisnudeln sind mit extra viel Gewürzen und sehr lecker und 2 Gerichte kosten unter 13,- €.

07.06. Wieder schön morgens basteln und dann bei Sonnenschein durchs Viertel laufen. Durch begrünte Wohnpassagen mit Retrokoffer aus denen Pflanzen sprießen und ein weißes Porzellanreh sitzt dazwischen. So mit heimelig basteln haben sie es drauf, die Hamburger. Idyllisch und szenig. Meine Eltern waren überteuert und schlecht Fisch essen in einem Sterneladen. Apropos Fisch, ich laufe am Jelly Fish vorbei und will das nächstes Mal hin. Den hatten unsere Hannoveraner Freunde so geliebt und die Untersetzer liegen bei mir im Badezimmer zur Deko. Der Juwelier klingt auch gut. In der Sonne häkeln bis der Kaffee Kontor aufmacht (so viel Auswahl gibt es nicht Sonntag Morgen). Schweizer wundern sich über die Wiener Kaffeespezialitäten und die junge Frau muss nachschauen: der ist mit Schnaps. Ein älterer Hamburger führt Selbstgespräche und flirtet mit der 40 Jahre jüngeren Bedienung, die nicht weg kann und weil man in der Schanze ist, duzt man sich, was die Sache nicht besser macht: „Wünsche Dir noch einen schönen Tag und so“…Ich gehe zum Yoga und man staunt über meine Papierstempelkarte. Nein, ich bin nicht registriert und habe keine Chip-Karte, einfach Kreuz machen, 3 mal habe ich noch.

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Gut gelaunt zurück und dann duschen und packen und zum High Tea. Ich hatte Thomas gestern angeboten mit ihm in die Lüneburger Heide zu fahren um seine Mutter zum High Tea abzuholen und sie dann zwischen Claudia und mich zu platzieren. Er hat abgelehnt, aber ich erbettele erfolgreich eine kleine Gin-Flache mit Whippet (natürlich für eine Fotosession mit Suki). Während die anderen draußen spielen, machen wir auf gediegene Stubenhocker und treffen Claudia und Manu. Manu ist lustig und zieht 2024 oder so zurück nach Laineck ins Haus der Mutter und hat das passende Autokennzeichen mit HH – BT 2024 oder so ähnlich. Nächstes Mal wollen wir mit ihr Gin Tonics trinken in ihrem alten und Claudis neuem Kiez. Die Clotted Cream geht ihnen aus und sie versuchen uns statt dessen eine Vanille Creme anzudrehen. Wir merken das aber. Sie ist aus, weil das Glas herunter gefallen ist. Ich finde es schlechter als letztes Mal, kleinere Teekannen, Refill kostet extra und für so ein paar Brote einfach sehr teuer. Das Savory High Tea im Fortnum würde ich wohl noch mal machen (der war echt raffiniert), aber das hier ging sich Preis-leistungs-mäßig diesmal nicht so für mich aus. Mit unseren Freunden war es trotzdem total nett und wir treten zufrieden die Heimreise an. Zuvor hatte Claudia mich noch gebeten abzuwarten bis der Kellner im Frack gegangen ist bevor ich den Scone in die Serviette packe. Ich wollte den Scone für meinen Mann einstecken und werde doch noch das Essen mitnehmen dürfen, was ich bezahlt habe und was sonst weggeworfen wird und überhaupt ist es mir zu verklemmt und sind es mir zu Benimmschule, so dass ich ausflippe und mich leider nicht mehr einkriege. Die Bilderzensur macht mir ein schlechtes Gewissen und geht mir auf die Schreib-Libido. Sie lässt die Hamburg-Reise insgesamt kurz ausfallen. Claudia, ich hoffe, ich darf Dich in mein Tagebuch aufnehmen…danke trotzdem an die Jungs. Ich hoffe, das alles gefährdet nicht unsere Freundschaft. Auch, dass ich mein Mahjong-Versprechen gebrochen habe, aber so kennt ihr mich ja.

Zuhause angekommen stehen unsere Nachbarn vor ihrem Haus, der Statiker und seine Frau, die aus Hamburg stammt und richtig mit Hamburger Akzent spricht. Wir versuchen gemeinsam herauszufinden, was unsere Miteigentümer an der Fassade verbessert haben, so nach dem Motto: finde den Fehler für Fortgeschrittene. Unsere Nachbarn sind sehr entspannt und ich mag sie gerne. Die sind immer top gebräunt und so schön gelassen. Das kommt bestimmt auch mit dem Alter.

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Baby-Doll oder der Muskelkater des Windhundes

26.05. Stephan muss ständig Bananenabtreibungen machen. Mein Fahrrad ist mir fremd geworden und das nach so kurzer Zeit. Mandantin kommt im dritten Anlauf mit dem Chihuahua auf dem Arm. Er fühlt sich den Menschen ebenbürtig, untersucht mein Büro. Sitzt macht er 3 Sekunden nach dem Kommando, dann geht es weiter auf Entdeckungstour. Klein, aber hochspringen nachdem ich ihn streichele. Neuen Follower gefunden. Tochter arbeitet beim Jobcenter. Da haben alle Angst vor mir und deswegen ist sie zu mir gekommen. Ich fühle mich geschmeichelt.

Wieder Handy für die Kollegen: Herr P auf dem AB: Widerspruchsstelle sagt, das muss über den Anwalt laufen. Er will Michael das Mandat entziehen um weiter zu kommen. Ich sage ihm zu, dass ich die Post durchschaue und mich wieder bei ihm melde.

Tochter eines Bekannten zu der er keinen Kontakt hat, ist Mandantin der Kollegen, hat Führerschein. So erfährt man Neues. Die haben überhaupt halb Linden als Mandanten. Verschwiegenheit ist Pflicht. Ich erkenne sie an der Stimmer, aber vor allem die Mutter. Es geht um Rotlichtverstoß, ob sie jetzt zahlen muss. Sie will mir Fax schicken. In der Post ist dann Bußgeldbescheid von Samstag. Ich rufe sie noch mal an, dass sie Fax nicht schicken muss und ich Frist eingetragen habe und sie meldet sich Donnerstag. Es geht um eine Eichung und Tachostand und wenn die Zahlen, die Michael hier bekommt falsch sind, dann Einspruch und sie weiß jetzt nicht, was er bekommen hat. Der Kollege wird wissen was zu tun ist und sie meldet sich.

Geschäftsstelle Neustadt, macht einen Vermerk und legt es dem Richter vor, dass er entscheiden soll über Dolmetscher albanisch-deutsch.

Frau Schlechtmutter hat bestimmt Krebs, ihrer Meinung nach eine sehr aggressive, schnell wachsende Sorte (sie klingt begeistert, endlich mal was Wichtiges). Tumor im Gyn-Bereich, nicht klar abgegrenzt zum Magen und sie ist halb vom Fach und die Kinder sollen sie nur im Krankenhaus besuchen und nicht beim Freund. Das versteht sie nicht, man kann sich ja in der Eisdiele treffen. Da es schon ein tolles Angebot von der Erzieherin ist, die Kinder in ein anderes Bundesland zu kutschieren und Hauptsache man sieht sich, das erkennt sie nicht. Diese Frau ist so verfangen in ihren Was-auch-immer-Film, dass einem vor allem die Kinder total leid tun. Tumormarker erhöht, ist noch kein Krebsnachweis. Man hat das Gefühl, dass sie total froh ist, wenn endlich mal was Schlimmes gefunden wird. Magenspiegelung ist auch nicht ohne und die blöde Erzieherin der Tochter hat ihr gesagt, dass wird nicht in Vollnarkose gemacht und ihre Risikofaktoren und überhaupt.

Die Boutique-Frau, die an den Klamotten schnüffelt (wegen Rauch, sie ist da sehr empfindlich). Sie versteht nicht, dass ihre Liste nicht mehr gilt, sondern das Urteil. Wir diskutieren über Farben, was ist braun und was oliv und kaffeefarben und türkis. Hey, ich kenne mich echt mit Farben aus. Als sie statt Baby-Doll, Barbie-Doll sagt, muss ich sie verbessern. Ob Baby-Doll oder Barbie-Doll. Das verstehe man beides. Oh Mann. Leider ist es meiner nicht gelungen, die Klamotten richtig zu bezeichnen und ein oliv farbenes Kleid fehlt und etliche Größen stimmen nicht. Zum Schluss, nach einer Stunde, sind wir alle erschöpft und es sind 20 Teile. Es sind Kleider mit vielen Perlen, die unterbezahlte Frauen da raufgestickt haben. Sie geht zur Bank. Ich will sie austricksen mit der Quittung, dass sie es nicht merkt, aber das ist anstrengend. Lange sitzt sie vor der Empfangsquittung. Es kommt mir vor wie eine halbe Ewigkeit und der Begleitung fällt ein, dass sie noch die Ratenzahlung mit vereinbaren sollte, während ich sage, das machen wir dann und ich hätte jetzt keine Zeit mehr, was stimmt, weil ich den nächsten Termin schon um den Block geschickt habe. Ich will die Quittung und dann ihr den Gerichtsvollzieher auf den Hals schicken, der blöden Kuh. Die Freundin gibt leider die richtigen Tipps und meiner hatte ich gesagt, wir brauchen um jeden Preis die Quittung und sie sagt so was, wie: dann keine Klamotten mitnehmen und noch einen Termin. Ähhh, nein. Zum Schluss schreibt sie was mit Raten, aber wir zeichnen nicht gegen und ich muss meiner aber erklären, dass wir das trotzdem machen, weil 400,- € im Monat war ursprünglich angedacht und Gerichtsvollzieher dauert ewig und es wird ja verzinst. Wir können auch versuchen sie zu ruinieren mit einem Insolvenzantrag, aber so kommt sie auch nicht zu ihrem Geld.

Post für Herrn R. kommt zurück, war nicht frankiert. Wie peinlich. Ich könnte ausflippen. Die Vollmacht. As einzig wichtige, was ich verschickt hatte. Nachmittags Telefonat mit Herrn R., dass die Vollmacht zurück kam und die Frist eigentlich erst am 02.06. abläuft, aber ich zu seiner Nervenberuhigung beim LG Aachen anrufen werde. Er faxt mir die Vollmacht zu und bedankt sich.

Zwei weitere Telefonate mit P., dass er nicht in gewohnter Weise behandelt wird, weil ich eigenen Laden habe und das viel ist. Auf einmal viel Verständnis, schicke ihm das Schreiben heute zu, war aber kein Bescheid.

Der neue Betreute über Bewährungshelfer vermittelt in Begleitung der Schwester. Ein Betreuer, ich oder ein anderer. Sie wollen mich, sagt die Schwester. Er hat „eine Klatsche“ ist seine eigene Umschreibung für Psychose. Wir regen Betreuung an.

Herr Maßregelvollzug. Ihm kürzen sie das Taschengeld um 40 € und er bekommt statt 100 nur 60. Der Vergewaltiger hat Herzprobleme, Diabetes, Bluthochdruck und Fettleber und seit 2 Jahren eine Verlobte. Er lässt sich alles gefallen und ist einfach nur brav. Wer lässt sich so das Taschengeld kürzen und nimmt das über ein Jahr hin. Mit dem kann man alles machen. Seit 5 Jahren ist er trocken und dann ohnehin sehr harmlos. Vom Heroin ist er auch los gekommen. Wie kann man so einen loswerden wollen. Der lebt hier seit 43 Jahren und ist Deutscher. Punkt.

Ich ärgere mich, dass ich mich so aufhetzten lasse und dann Partei ergreifen in einer Pärchenfrage und nehme mir vor, dass jetzt anders zu machen und auf Durchzug zu schalten. Ich fühle mich instrumentalisiert bzw. steigere mich selber zu sehr in so was rein. Das ist nicht gut.

Beim Sport hängt mein BH an einem Faden, aber er hält. Ich kann die Fotos nicht laden. BM ist wieder voll. Ich überlege, ob ich es jetzt sein lassen soll.

27.05. Traum: Wir müssen früher von der Party gehen vielleicht so gegen 10, sonst schaffe ich die Reise, die noch ansteht, nicht. Gleich beim Ankommen auf der Party fragt man mich, seit wann ich so krank bin. An einer Haltestelle wird Bruchschokolade verkauft. Erst nein, dann doch welche, weiße und dunkle mit Nüssen. Ich mache eine Sauerei beim eintüten und lege die Tüte auf einen Kuchen und ziehe damit die oberste Schicht vom Schokoladenkuchen ab, schnell in noch eine Tüte und Alufolie drum, damit es beim Abwiegen keiner sieht, auch wenn es dann mehr wiegt. Soll nicht 200 € kosten, wie Stephan versteht. Ist schon teuer, die Frau von uns hatte auch geschluckt als sie 7,- € etwas für ein Stück zahlen sollte und wir sollen 20 etwas und nicht 200 zahlen. Der Bus fährt an, man hörte den Motor angehen, Stephan rennt. Ich hatte mich voll auf sein Zeitmanagement verlassen, wenn wir den jetzt nicht schaffen, komme ich nicht mit zetere ich rum und stoße Drohungen aus und er rennt wahnsinnig schnell um den Bus doch noch zu organisieren. Vielleicht ist es der da oder jener und vielleicht kommt er um den Ecke gefahren, ich soll hier warten während er wahnsinnig schnell hin- und her rennt, hinten irgendwelchen Bussen her. Die Träume sind mittlerweile wie mein Leben.

Wieder das Fremdhandy: AB vom Vortag 20:57 Ein Typ der sich nicht mit Namen meldet und sagt Michael und Wiebke müssten sich mal melden, es ginge auch darum seinen Geburtstag nachzufeiern. Ähhh?

Olaf S. kennt Michael von früher. Freundin wird von Nachbarin aufgefordert einen Vorbau am Balkon zurück zu bauen, sonst Zivilklage. Wie sind die Aussichten. Ich mache kein Baurecht. Soll sich bitte Montag noch mal melden. Michael weiß das bestimmt Rr Nr.:….

LG Aachen, Geschäftsstelle, Durchwahl Richterin, Frist erst am 09.06. Lasse mir Faxnummer geben und schicke dann Fax, auch um Mandanten zu beruhigen.

10:12 Frau, die Termin hatte um 10 Uhr kommt nicht.

10:48 keine Frau E. Die kommt gar nicht. So wichtig war das wohl nicht mit Frist Jobcenter 30.05. Ich hatte ihr extra beschrieben, wie sie mich findet.

Herr O.: „Frau W. (Name der Kollegin), ich habe eine Frage für Sie“. Meldet sich Montag wieder.

Frau B. bittet um Rr…. Sohn ist in Glas ausgerutscht und hat sich auch verletzt und Vermieter sagt, sie müssen das zahlen und nicht die Gebäudeversicherung. Habe sie gebeten sich ab Montag zu melden.

Mann wegen Aufenthalt für seine Frau, ob da was gekommen ist. Keine Ahnung, die Fälle ruhen etwas bis Kollegen wieder da sind, weil ich nicht die ganze Post bearbeiten kann, sondern nur die wichtigen Sachen. Herr W. war 3 Jahre nicht mehr im Urlaub, bitte um Verständnis und Montag melden.

Paket abholen. Von Sunla. Liegt hier eine Stunde. Dann megatolle Polyesterblusen mit abgefahrenen Mustern von der Oma (noch aus der DDR?) und Damenbinden aus Ungarn. Tolle Mischung, großartig eingepackt. Große Überraschung und ich freu mir!

Landgericht Aachen, Verteidigungsanzeige geklärt. Hier darf echt nichts anbrennen. Ist Stammmandant, High Roller, wie Stephan sagt und Landgericht ist auch gewissen Streitwert.

Meine Betreute gleich zu Beginn: „Frau Sozialarbeiterin in der MHH. Wie finden sie eigentlich das Styling von Frau Arnhold“. Spiele mit Holzfiguren, die da stehen. Was war das noch mal? Kann sie nicht eine Runde mit uns damit spielen? Die Runden Männchen, die es in drei Größen gibt, sind die Frauen und die eckigen die Männer. Stelle uns auf. Ich bin die Größte und die Betreute mittelgroß (sie hatte geschrien, sie sei klein) und steht neben mir und die Sozialarbeiterin kleiner und am Rand. Wenn wir die Eckigen gewesen wären hätte ich die Sozialarbeiterin quer gelegt und mich darauf und die Betreute steht senkrecht auf uns. Dann sind die Eckige, die Themen. Thema Wohnheim eher am Rand und schaut weg. Die Sozialarbeiterin, die auch systemische Familientherapie macht, nimmt mir die Spielklötze weg. Ich nehme mir sie dann noch mal und sage beim Gehen, dass ich ihr eine Szene aufgestellt hätte und was soll das sein? Ich bin enttäuscht, weil ich dachte, das sei eine allgemein verständliche Sprache. Na, das sieht man doch, ein schwules Paar mit Tochter.

Treffe die Betreuungsrichterin, die wegen Krankheit ausgefallen ist mit kurzen Locken, gerade hatte ich noch an sie gedacht und sage es ihr. Sie tut ungläubig oder freut sie sich, will aber nicht sofort reden (eine Kollegin ist dabei) und will sich melden. Ich freu mich, dass sie wieder im Dienst ist.

Elisabeth macht gerade Ohrtunnel und hat Stäbchen in den Ohren, die von Woche zu Woche in rasender Geschwindigkeit größer werden. Wenn die sich so schnell weiten, wie ihre Haare wachsen, sind die in 3 Wochen fertig gedehnt. Das hatte ich beim ersten Mal schon prophezeit.

Ich hoffe, ich habe nicht zu viele Mandanten vergrault. Manche verstehen es, manche nicht. Mann wegen Aufenthalt für seine Frau, ob da was gekommen ist. Keine Ahnung, die Fälle ruhen etwas bis Kollegen wieder da sind, weil ich nicht die ganze Post bearbeiten kann, sondern nur die wichtigen Sachen. Der Kollege war 3 Jahre nicht mehr im Urlaub, bitte um Verständnis und Montag melden. Ich habe einen Ordner voller Post. Er hat nur eine Frau. Das sagt aber jeder der 100te Mandanten. Die sind absolute Dienstleistung gewohnt und ich es wohl nicht, sie zu geben.

Abends die Yogavertretung, sie tritt mir auch Füße und Hände – barfuß – und das tut richtig gut. Der Milchreis in den Aluschalen vom Türken schmeckt nicht, sonst ist der Imbiss super und der Salat und die Zucchini-Puffer sind eins A. Wieder gibt es krassen Käse immer noch aus Straßburg dazu.

Suki war wohl mit der anderen Sitterin auf einem Radausflug und ganz flatterig. Wurde zum Tierarzt gebracht von den Hundemuttis und die Diagnose lautet: schwerer Muskelkater. Wir haben es also geschafft, dem Windhund Muskelkater zu machen.Die Geschichte finden alle lustig.

Dann eine neue Koralle mit der geschenkten Poly-Wolle aus Berlin. Finde wieder kein Ende.

28.05. Im Traum erzähle ich dem Kollegen, alles was ich ihm in echt sagen wollte und Begründung und Details, als hätte ich es wirklich getan. Mein Ex-Betreuter aus der Obdachlosenunterkunft, der unbetreubar war, taucht auf. (Ich hatte ihn neulich an der Haltestelle Lindener Marktplatz) gesehen. Heute ist er müde und schläft auf einem Gästebett (graues Spannbettlaken). Ich habe Angst, dass er ins Bett pinkelt und wecke ihn und schaue nach. Muss wohl selber recht dringend.

Morgens schon 3 Telefonate in Abw., aber keine Nachrichten. Hatte Telefon abends um 19:30 Uhr im Büro gelassen als ich zum Sport ging. Morgens telefoniere ich selber und muss meine Telefonate immer beenden. Komme dadurch nicht immer rechtzeitig ran.

Ich habe Suki heute abgesagt.

Frau H.will Beratungstermin und will wissen, was das kostet. Meldet sich Montag wieder.

Herr A. geht um BaföG, Neufall, möchte am 01.06. vorbeikommen zum Termin, vormittags, weil er bis Mai Zeit hatte was zu erledigen (und dann meldet er sich am 28.?, er wartete auf ein Schreiben), seine Nr.: …..

Rechtsanwältin N. in der Sache F., Az.: RA15814-LG, Wiebke soll sich melden wegen. Räumungssache, Wiebke hat Berufung eingelegt, Mandantin ist aber gerade dabei auszuziehen, ob Verfahren für erledigt erklärt werden kann. Kollegin N. ist ab 01.06. im Urlaub und ist am 15.06. wieder da. Rechtsanwalt S. macht Vertretung, aber der hängt sich nicht in laufende Verfahren (was sie aber von mir wollte). Wiebke soll email schicken am besten.

Flüchtlingsbüro Kargah e.V. Hr R. ob der Kollege in dieser Sache was gemacht hat, mit Mandanten Termin vereinbaren.

Endlich der Bescheid auf den Herr P gewartet hat und ich habe seine Adresse beim letzten Schreiben falsch geschrieben nämlich Wolterstraße statt Voltastraße und hatte ihm noch gesagt, ich kenne die Straße ist in Vahrenwald (hat Stephan auch gehört). Gut, wenn ich debil wirke, glänzen die Kollegen umso mehr vor ihren Mandanten. Ist auch gut.

Meine Betreute, die Opfer des Versorgungsamtes Hamburg ist. Ich fasse zusammen was sonst unerträglich geworden wäre (24 Seiten was bisher an Unrecht geschah). So was kann ich.

Gerd bringt eine Tüte Schmuck und will bald sein echtes Kunstwerk verkaufen. Ich soll beim Sprengel anfragen und einen Termin machen. Schenke der Kollegin zwei Ketten, die genau ausschauen wie die die ihre Kollegin in der MHH gestern getragen hat (kleine Perlmuttscheiben mit Glasperlen dazwischen auf Nylonfaden, lang und mehrfach zu binden und sie gefällt ihr) und sie hat auch die Holzklötzchenspiel, aber nicht in einem Kasten, sondern in einer Schachtel mit anderem Krams. Wenn ich mal Bedarf hätte….Er zeigt mir Fotos der Knochenlampe. Die wird cool. Mal schauen, ob der große Knochen von Thomas, den er mir zuletzt vorbei gebracht hat, noch einen Platz findet. Zerschneiden darf er ihn nicht.

Sage dem Kollegen doch, dass ich in seiner Armee mitkämpfe. Immer dieses total Neutrale geht mir auf den Puffer. So wurde die Welt nicht erschaffen und so wird sie nicht regiert. Ich positioniere mich und stehe dazu. Scheiß auf neutral und wir haben uns alle lieb. Die Solidarität tut ihm ganz gut.

Holger will BM retten und kocht nebenbei Milchreis für die Kinder. Wir unterhalten uns. Er empfiehlt Exeter als englische Stadt (ich sage, eine mittelmäßige, wie Hannover wäre mal gut). Warum mal nicht. Südwesten, Cornwall hat man schon viel Gutes gehört, Wetter auch besser als anderswo in England und eine coole Kathedrale mit Gewölbe haben die.

29.05. Wieder für die Kollegen. Hr M. hat gestern Beschluss vom Gericht erhalten, steht was von 15.05. und er hat Angst. Auch wenn es am 15.05. rausgegangen wäre, hätte er es am 18.05. frühestens bekommen und dann wäre eine 2 Wochen Frist der 1. Soll sich wieder melden. Will es mir zeigen. Lasse mit Az geben 548 C …/15. Ich rufe bei Gericht an 347-, GS Herr O. Ist die Sache Axa / M. und die Frist läuft dort am 15.06. ab. Das teile ich Mandanten mit 0157…..

Schwarzer Mandant (Mandant der Kollegen) kommt vorbei. Fahrer einer Bäckerei, ob er was unterschreiben darf. Zusatz zum Arbeitsvertrag, dass er Fahrzeug waschen und pflegen muss und wenn nicht und dadurch Schaden entsteht, haftet er. Wenn er Öl nicht nachgießt, obwohl Lampe rot leuchtet z.B. Bitte ihm bis Montag zu warten um das beurteilen zu lassen.

Spanische Wohnung ist verkauft. Herr Ihme will, dass ich den Beschluss aufheben lassen, ich weigere mich, jetzt will er anderen Betreuer.

Herr K., WS-Bescheid Jobcenter, will zu mir als Neumandant. Ich sage Wiebke soll das machen. Ich sage, er soll Beratungsschein holen, falls Klage keinen Erfolg hat, weil das ja geprüft werden soll. Wurde abgelehnt wegen BaföG, bekommt er aber nicht, weil er 36 ist, macht Umschulung zum Rettungsassistenten, hat zwei Söhne, ist alleinerziehend, klingt nett Tel: ….

Meine Eltern mit alter USA Freundin in Hamburg treffen nächstes WE? Viele Menschen lieben meine Eltern und beneiden mich darum. Sie schießen manchmal übers Ziel hinaus, aber sie sind offen und interessiert. Ich kann den Neid verstehen.

Später Nachmittag, Kanzleieinweihung Klawitter. Ein Kollege, der immer noch raucht, kommt mir im Treppenhaus entgegen. Das halte ich nicht aus, bin eigentlich mit meinem Kollegen verabredet und schreibe ihm später: „Ich war kurz nach halb 5 da und hab’s aber nicht lang, d.h. nur wenige Minuten ausgehalten. Habe Dich nicht gesehen, dafür Vieles was ich echt abtörnend fand. Bin dann wieder gegangen, weil mich alles andere gequält hätte, da so im Flur rumstehen und ich wollte einfach nicht da sein und nur weg“. Es sind hungrige Kollegen, Berufsbetreuer und ein Gutachter da und machen sich über die kleine, belegten Laugenbrötchen her. Ich will das nicht sehen und mich mit denen nicht unterhalten, dann lieber ins Fairkaufhaus und schauen, ob ich noch was für den Geburtstag meiner Schwester finde. Sie liebt Blusen.

Es ist so eine große Erleichterung, dass die Urlaubsvertretung beendet ist. Auf dem Zettel steht bis 29.05. Um 19 Uhr nach dem Sport rufen noch Mandanten an, die wegen Abschiebung dringend den Anwalt sprechen wollen. Ich bin nicht mehr zuständig. Das kann auch irgendwie nicht deren ernst sein.

Kaisers in der Nordstadt. Ich mache mich noch lustig über die englische Karte und dann kommen lauter Uni-Nerds rein und sprechen englisch. 3 weitere junge Männer sehen aus wie aus Big Bang Theory, sogar ein Inder mit bei. Einer hat Topfhaarschnitt, Beatles mäßig und Pickel und Stephan meint, der muss jetzt masturbieren, weil er gerade mit einer Frau gesprochen hat. An einem anderen Tisch Burschenschaftler, junge mit affigen Klamotten, gemusterten Hosen und rosa Hemden und Ältere. Die Sol-Eier schauen aus, wie ein Aquarium. Ich trinke osteuropäische Limo mit krassen Geschmacksrichtungen in 0,5 l. Es gibt Estragon und Sahne! Irgendwie ist es amüsant, auch der Wachsjackenträger, der keine Hutablage findet und Curry-Wurst am Tresen isst. Ein Saufspiel ist auch dabei und ein Adventskrank mit Plastikspargelbüschel hängt von der Decke. Nachtisch mit dem holz Schweinchen. Das will ich Katharina Morgen nachträglich schenken als Kontrapunkt zur Afrika-Deko in ihrer Wohnung und den ganzen schmalen, langbeinigen Frauen und Giraffen. So habe ich es jedenfalls in Erinnerung.

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Dann Kino im Sprengel und es ist noch hell (das gab es noch nie). Wir treffen Michi und haben Popcorn aus England dabei (süß-salzig). Ein österreichischer Film über zwei ungleiche Brüder. Geil sind die trommelnden Hippies und es darf immer nur der reden, der die Apfelsine in der Hand hält. Unrealistisch dargestellt war, wie schnell man mit einem Rennrad durch Wien fahren kann.

30.05. Ich werde langsam unruhig, weil BM auf Eis liegt. Schwanke immer, ob ich es lassen soll, aber ich mache es zu gerne und will noch nicht aufhören. Das Sterben kommt später.

Kollegin holt Schüssel und Handy ab und die Telefonliste und schüttet sich mehrfach aus vor Lachen. Oh Gott, der hat auch angerufen und sie entschuldigt sich, dass wir so viel Arbeit hatten. Bin ich krank? Nein, nur im Wochenendoutfit. Zu der Strafverhandlung, wo jetzt ein Dolmetscher bestellt wird, gehen sie nicht hin, weil die keinen Vorschuss gezahlt haben.

Der Nachbar arbeitet im Treppenhaus. Er war auch auf der Picasso-Ausstellung in Hamburg und fand die pädagogischen Erklärungen, die eingeschweißt waren am schlimmsten. Recht hat er. Er stellt für Theaterformen sein Wohnzimmer zur Verfügung. Auch interessant. Wir gehen zum Theater an der Glocksee. 16 Uhr. Ihmezentrum als Titanic mit Bordkapelle. Es gibt viele Parallelen, unsinkbar, Holzklasse, die Sozialwohnungen und dann Luxusklasse, die Eigentumswohnungen. Die machen das sehr charmant und trotzen den Widrigkeiten der Witterung. Die vorbeifahrenden Radfahrer sind Delfine oder Wale. Auf einem Schlauchboot ein kleiner Turm aus Styropor. Das ist der Eisberg, der das Ihmezentrum rammt. Sie müsste sinken auf den Grund der Ihme, ähh des Atlantiks, aber sie tut es nicht. Mitmachen ist angesagt und eine alte Tür ist die Eisscholle oder das Rettungsboot und kräftige junge Männer tragen die Hauptdarstellerin darauf über die Wiese. Die Frau mit dem Megaphon sagt in regelmäßigen Abständen: Vorsicht. Hundekacke, damit der Wellengang simuliert wird von den Trägern. Ich bin so durchgefroren, dass ich Kuchen brauche und Kaffee und danach noch ein Vollbad.

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Woanders ist ganz normal Sommer, in Wien zum Beispiel und in Süddeutschland. Wir haben für nächsten Samstag zwischen 14:30 und 15 Uhr einen Tisch für 6-7 im Marinehof, bei gutem Wetter draußen.

Abends Röhrbein. Hier ist so was von toter Hose, dass man sich das nach Berlin nicht vorstellen kann, Rentnertown und geil ist das Essen auch nicht. Katharina feiert vielleicht ihren Fünfzigsten und vielleicht auch nicht und vielleicht wird es eine Tanzparty mit Büffet. Die Architektin erzählt von deren Alltag mit Ausschreibungen und Kirchengemeinden, die dann merken, dass sie kein Geld haben für das Projekt was sie ausgeschrieben haben.

31.05. Mahjong der Strohwitwer. Die Partner sind auf der Baustelle in Berlin und verbringen das WE dort bzw. Larissa kommt später zum Spargel. Stephan gewinnt ganz viel, dann sage ich falsch an und gewinne gegen ihn. Michi hat köstliche Pfefferminze aus dem Garten dabei dazu Edeka-Chips. Ich werde darauf angesprochen, dass ich wohl den Hund meiner Kollegin nicht so mögen würde. Wenn der immer böse kläfft, d.h. unfreundlich und ich erschrecke mich immer wieder wenn ich konzentriert am Arbeiten bin, das gibt halt Minuspunkte. Ich finde das ist normal und es ist leider von der Halterin nicht zu trennen. Tiere können nicht nur Sympathiepunkte machen, aber auch Minuspunkte geben. Hat sich das schon so rumgesprochen im Bekanntenkreis mit meiner Antipathie? Ich bin ein offenes Buch….

Die anatomische Uhr

11.05. Traum: Erst Besuch bei uns, wir halten bei Steffi um zu sagen, dass wir sie Silvester nicht sehen werden und schon mal alles Gute zu wünschen. Sie liegt im Bett, nach einer Weile taucht hinter ihr ein jugendlicher, italienischer Liebhaber auf. Er arbeitet als Modell. Ich finde es gut. Überall um sie herum zerschlagenes Geschirr. Ich frage mich was das zu bedeuten hat, was für ein Spiel das war, aber ich frage nicht. Die eine Kanne hat so ein schönes Muster. Da den Deckel herausbrechen mit dem Hammer. Ich will ihn haben und zeige ihr wie es geht. In den unteren Teil mit Loch kann sie eine Rankpflanze reinmachen und die wächst das raus. Das sieht gut aus, weil ihre Pflanzen sonst nicht so schön dekoriert sind. Er pflichtet mir bei.

Ich überlege, dass man Suki in die rote Reisetasche von uns rein macht bei der nächsten gemeinsamen Reise. Schön stabiler Boden und ausreichende Höhe, seine Häkeldecke rein und fertig. Die kann man dann fast zu machen und auch so ist der besser drin als in seinem Hundelabberdings.

P-Monster hat tatsächlich wieder eine Eigenbedarfskündigung zu Ende Juli. Er heult, aber es ist auch tatsächlich fies. Der Kollege hat Augenentzündung und war nicht in Prag mit den Jungs, aber mit richtig dicker, gelber Eiterbeule am Auge und geschwollenem Gesicht. Genau an der Stelle wo ich seit Monaten was habe, aber eben nur ein bisschen. Es tut wohl auch weh. Das macht mir Angst. Heute ist viel Hände waschen angesagt.

Anruf, mein Betreute soll zur Auswegberatungsgespräch beim Jobcenter Pyrmont. Was soll das sein? Ob er das Baby behalten will. Sie versteht den Witz nicht, klingt wie katholische Frauenberatung. Ich lasse mir alle Namen geben und schreibe das alles schön auf. Am 01.06. um 11 Uhr. Nein, ich komme nicht, mache das schriftlich und nicht die Berufsberatung.

Herr Ihme lässt sich zur Entgiftung einweisen, hat mir seine Oma auf den AB gesprochen und Tatsache, er wird in Wunstorf aufgenommen. Ich habe langsam keine Lust mehr mit den immer verschiedenen Ärzten zu sprechen und alles immer vor vorne zu erzählen.

Betreuter, Herr Tai Chi antwortet und schreibt:

„jetzt werden Sie bitte nicht sauer, nur weil ich mir auch mal von anderen Leuten Rat hole…

Selbstverständlich findet morgen der Termin statt, ein Kumpel von mir braucht Feuerholz!

Umgemeldet habe ich mich am 8.5..

Eine Kopie lasse ich Ihnen zukommen.

 

Im Übrigen hat Max bei der telefonischen Terminabsprache sein Interesse an Ihnen bekundet:

Er würde Sie gern kennenlernen und ich sollte doch mal anfragen… telefonummer oder ähnliches…

 

witzig, nicht wahr?“.

Später, am 14. schreibt er noch mal:

„Übrigens hat mich Max beim Termin wieder belatschert, ich soll seine Nr. weiterreichen. Hier ist sie: 0175 ….. –

Viel Spass damit!“

 

12.05. Ich träume ganz intensiv, aber früh und schlafe immer wieder. Auch morgens um 7:30 schlafe ich noch mal. Muss es echt nötig gehabt haben. Anja (Freundin aus der Nordstadt) hat einen kleinen abgesperrten Park in dem sie haust, ist mehr wie ein Käfig mit Gras und Pflanzen drin nicht verlassen und das soll geräumt werden. Alle haben Angst vor der Gewalt. Ich gehe rein und sie nimmt meine Hand und lässt sich rausführen. Später bereut sie es. Dann Vortrag für Yunfeng und Thomas und Stephan warum wir die USA so lieben mit vorbereitetem Text und Kinderbüchern. Ich habe ein ganz süßes Kleinkind auf dem Arm, eigentlich war der Vater immer in der Nähe, aber dann gerate ich in eine Phantasiewelt, in der Räume verschwinden und neu entstehen, erst wird ein Film gedreht mit einem Sportler der Bears und Männern in historischen Gewändern, dann grau gedämmte Uniräume und schlimme, teufelartige Kreaturen hinter uns her sind, die ich dann töten muss. Gehirn raus und mit dem Hammer zerstoßen, aber eher wie ein Computerspiel und nur mäßig gruselig.

Stephan hat Lions Brokante in Straßbourg gefunden nur 5 Busstationen von unserer Wohnung entfernt, ob er mich da hinbringen soll? Ist wohl ein Flohmarkt am Donnerstag.

Neue Vermieterin von P-Monster. Man kann sie nicht googeln. Sie macht auch so was wie ich und will nicht, dass die Leute sie googeln können. Was ist das für eine Logik, ist mir auch egal. Telefonnummer wird sie mir ja geben können. Ja, die 60 Jahre alten Leitungen und die Sicherung fliegt raus, wenn man die Mikrowelle an macht (das Problem kenne ich mit den neuesten Leitungen aber auch) und der Sohnemann, der mit der zweiten Ausbildung fertig ist will rein. Es interessiert mich nur wenig. Sie weiß nicht, was man den Leuten abtut, denen man die Wohnung nimmt und es interessiert mich nicht, was sie mir da alles erzählt. Da hat sie sich den falschen rausgesucht für diese Eigenbedarfssache. Ja, Makler nehmen und ihm was suchen wäre schon mal ein erster Schritt. Versuche das Gutachten der Beratungsstelle im Auftrag der Stadt zu bekommen wegen der Umzugsfähigkeit. Die Ärztin muss selber entscheiden und ist Montag wieder da. Mein Kollege hatte Augen-OP. Jetzt kommt Herr Auge und ich nenne ihn auch gleich den Experten, er kennt sich ja mit so Augenproblemen aus. Er hat Vorstellungsgespräch in der Werkstatt für Behinderte am 03.06. Frau Doust hat Urlaub und er kommt ohne Vertretung aus, Stunden ansparen. Frau Doust und ich seien seine Fans und seine Stunde würde noch kommen. Der Roller in der Werkstatt gehört seinem Bruder, zu dem er keinen Kontakt hat. Ich rufe gleich an und will das klären. Der hatte danach auch eine Insolvenz. Er muss noch Autogrammkarten machen sagt er als er geht. Ich verstehe erst nicht aber wegen Fans. Ja so richtig schön Postkartenformat wäre gut. Ich stehe auf die Unvorteilhaften und die Unterdogs. Treffe die Betreute beim Arzt. Ich sehe flott aus. Rücke erst mal die Stühle im Wartezimmer um und will direkt neben ihr sitzen wegen Solidarität. Heißt der Typ aus Stuttgart Willi Baumeister und macht so einen abstrakten Kram? Taz Artikel über den Verfassungsschutz beim Mord in Kassel. Die wird unruhig, weil wir so lange warten müssen. Der Facharzt hat naive Pop-Art, aber die gefällt mir, die Zeichensprache darin. Sie bekommt ein neues Medikament, soll den Antrieb steigern und soll die Schilddrüsenwerte vom Hausarzt überprüfen lassen. Die Mitarbeiterin setzt eine Spritze nach der anderen und dreht aber durch, weil ihr Rock einen Riss hat, obwohl man das gar nicht sieht und ein schwarzer Unterrock darunter ist. Ich rate auf die Seite drehen, aber sie dreht durch. Dann noch eine Betreute, Stippvisite Große Pfahlstraße, die will bald in die Kleiderkammer, weil sie kaum noch Sachen hat und ich würde mitkommen, schicke ihr eine mail dazu mit den Öffnungszeiten. Blumenteller für Martin alias Veronica Persica und rote Wolle mit passendem Namen (meine Schwester wird bald 40). Da kann ich noch was gebrauchen zum Basteln.

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Schlüssel von den Kollegen abholen. Die Kammer ist informiert, dass ich Vertretung mache. Die sind ja braver als die Hartz 4-ler mit dem Jobcenter und den Meldepflichten witzele ich….Es geht doch nach Teneriffa und nicht Nordfrankreich wegen des Wetters. Nach Salzbutter brauche ich also nicht fragen. Ein Handy bekomme ich auch (der größte Horror), aber das nehme ich nicht mit nach Straßburg und zur Familienfeier, sondern hole es Montag ab (Gott sei Dank).

Noch mal Oberärztin Wunstorf wegen Herrn Ihme. Ich bin verzweifelt, habe dem Arzt gestern doch schon alles gesagt. Ja, es sei jetzt geklärt, aber wie lange. Das Landei muss vielleicht doch nicht zur Auswegberatung ins Jobcenter Pyrmont. Er warnt mich vor dem Haus in das er ziehen will. Das sei berüchtigt und auf der schwarzen Liste. Nachmittags alles voller Termine. Elisabeth mag die Wohnbetreuerin nicht. Wir geraten aneinander und dann zurück spulen auf Anfang und ich biete Kaffee an und die Betreute verteilt Kinderringe. Ich nehme meinen mit dem rosa Herzen nicht an, dafür trinkt auch keiner Kaffee. Zum Spritzentermin war sie nicht. Das Beispiel mit den Leggings, eine Tiger, eine Glitzer und eine Schlangenmuster und unsere kosten 40 und sie (die Wohnbetreuerin) soll 60 zahlen, weil die Frau sie nicht mag. Was will sie damit sagen? Der Lernbehinderte und die Freundin, die ich jetzt mitbetreue. Die Betreute deren Kinder in einer Einrichtung leben und die immer öfter lange bei ihrem Freund ist liegt im Krankenhaus in Soest. Er ruft mich das erste Mal an. Sie hatte Bauchbeschwerden und sie haben jetzt einen Tumor entdeckt, der Morgen operiert wird. Bisher war sie eher durch Hypochonder sein aufgefallen. Ich rufe sie an und wünsche alles Gute, melde mich Montag wieder. Sport, Berna hört auf. Wird Mikael jetzt Grace-Trainer? Neue Musik. Wieder mal gute Mischung. Neneh Cherry: „No moneyman can win my love, it’s sweetness that I’m thinkin of“. Lange nicht gehört, so schön. Schaffe alles bis auf einen Scan für Spanien. Muss ich Morgen noch mal ins Büro? Nein, muss ich wohl nicht, da die Käuferin in Spanien auch bis zum 20.05. weg ist. Warum muss ich immer Erste mit allem sein? Großer Streit um das Thema: keine zwei Koffer. Echt heftig. Mitten in der Nacht werde ich wach von 3:30 bis 4:30.

13.05. Traum, sehr realistisch. Familienfeier und die anderen tragen Kostüme und haben eine Tanzchoreo einstudiert und ich bin wohl nicht dabei. Die sind aber synchron, mein lieber Schollie. In der Tasche sind Blätterteigkrümel und Reste mit Spinat dran. Meine Mama hat was Leckeres mitgebracht und das haben die gestern gegessen, als wir noch nicht da waren. Ein Cousin von mir, offenbar eine ausgedachte Person, versucht mit einem Kartenlesegerät Überweisungen zu machen vor allem am Tisch und es geht nicht, auch nicht mit der Karte seiner Frau. Die 257 können nicht überwiesen werden. Sie haben viele Kinder und wohl nur sein Einkommen und sind jetzt wohl pleite, aber ein riesiges Haus. Das passend zur Familienfeier kommt mir inszeniert vor und komisch, sonst wird über Probleme nicht gesprochen. Dann Demos gegen die Feier, weil wir Burschenschaftler in dem Haus beherbergen. Unser Sprecher hat bunte Haare und Punkerklamotten und ich beobachte aus dem Haus, wie der Demozug gegen unserer Feier an dem Haus vorbeigeht und es wird gegröhlt und mit dem Handy fotografiert und was soll ich machen? Auch sagen, dass ich das scheiße finde mit den Verbindungsleuten, aber es ist auch meine Familie. Mit gehangen….

In der U-Bahn Kindernotfallplan. Sie fahren in die Eilenriede und werden dort vermutlich ausgesetzt. Kurz vor der Station Waterloo fällt einer Rädelsführerin das Wort „Mega-Tunnel“ ein, was die anderen dann wiederholen, vor allem ein blonder Junge, der alles zig mal sagt. Wieder die Cola life Werbung. Sie hauen Stevia in ihre Brühe und werben so als hätten sie ein neues Produkt entwickelt. Stephan hat seine Brille vergessen und ich den fremden Büroschlüssel ausversehen mitgenommen. Ich will gerne sein Blindenhund sein, sehe jetzt aber auf einmal selber viel schlechter. Nelson fährt mit seiner Mutter in die Schweiz. Der Alibert steht offen und man sieht die ganze Verkabelung. Ich habe eine große Tüte Wolle dabei und fühle mich immer mehr wie meine Oma, die auch die Farben zusammen gestellt hat und Quadrate gestrickt hat für große Decken, die immer meliert waren dann eine Gesamtharmonie ergeben haben. So eine hat man dann zur Hochzeit oder so geschenkt bekommen. Der Grundton war meistens braun. Ich habe auch eine, aber nicht direkt von ihr bekommen. Schreibe Kerstin eine Dankesmail für die Trauerfeier und denke an Madelaines in dem Laden der irgendwas mit Journée heißt und an der Kathedrale gelegen ist.

Sonderzug nach Lourdes auf Gleis 9. Nein, wie cool.

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Vatertagsgruppe in der Bahn, über 50. Männer mit zwängig gepackten kleinen Taschen und Koffern, mit Hausschuhen in extra Beuteln, die mich groß anschauen. Letztes Jahr waren sie in Dresden. Wenn die Durchsage mit nächster Halt Straßburg kommt im TGV, ist man noch in Deutschland. Kehl heißt das. Lauter französische Schüler und Begleitpersonal, Lehrerinnen im Zug.  Ich habe den eigenen brav dagelassen und den fremden Büroschlüssel dabei und Paranoia. Wo ist er am sicherten? In meiner Tasche? Kann gestohlen werden? Auto meiner Eltern? Kann aufgebrochen werden. Auf dem Weg zum Bistrot Le Dix schon die erste Frage, ob ich aus Schottland komme. Die Polizisten und zwei Rolli-Fahrer. Auch so, die lassen sich von der Polizei Feuer geben (ich dachte, ein Problem). Schön Flammkuchen und Tarte de Jour, eine Wähe wie der Schweizer sagt, Feigen und Ei-Füllung. Parkhaus, wir parken um, Stephan hat das günstige gescheckt. Meine Mutter war bei der Einfahrt in ihr erstes Parkhaus die falsche Richtung gefahren und musste sich ermahnen lassen, dass das sonst 170,- € kosten würde. Wenn sie nicht mehr Auto fahren kann ist das schlimmer als Impotenz bei Mann behauptet mein Vater und dann zu Uniqlo-Straßburg. Unterhosen für meine Schwester und den Rest der weiblichen Direktfamilie. Sie haben eine Keith Haring Sonderedition für Kinder und so komme ich zu einem neuen T-Shirt. Haben neu eröffnet und es gibt auf alles Rabatt. Viel besser als in London. Viel besser. Apartment. Der steile Aufstieg. Der Vermieter hätte gerne mehr Aufmerksamkeit von mir bekommen, aber musste sich mit Stephan begnügen. Dritte-Weltsladen, Teeladen,  Oxfam (Armkette für Steffi) und die Umgebung erkunden. Außerdem zum Käseladen unseres Vertrauens pilgern und Stephan hat Großeinkauf gemacht und Achtung, Claudia: es gibt Geschenkgutscheine! Es gibt außerdem den tollsten Kurzwarenladen mit 100ten von Schrägbändern, die sie selber herstellen und die Muster erinnern an die 50er. Traum. Abendessen und Dietrich bekommt ausversehen Nieren. Wir trinken 2 Flaschen, so dass meine Beine zicken. Der Himmel ist zu schön. Nachts ist es sehr warm, zu warm und stickig im Spitzboden. Fenster auf auch schwer, weil die Jugendlichen am Fluss sitzen.

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14.05. Flohmarkt, mein Vater sagt, noch einen Regenschirm kaufen, noch einen? Ich kaufe einen aus Keramik als Aschenbecher (umgedrehter Schirm mit Metallgriff zum Festhalten, für Draußenraucher, man kann ihn tragen am gebogenen Metallgriff) und eine alte Glühbirne (französischer Bajonett-Verschluss, wie mir Dietrich zeigt) mit altem Schalter und altem Stecker für 50 Cent. Nimmt Paps gleich mit für die Bastelarbeit Hornfisch aus London, die ich in Auftrag gegeben habe. Zusammen mit den Schätze vom Flohmarkt zwischen Gaggenau und Gernsbach.

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Kaffee trinken ist heute schwierig, wir trennen uns und gehen in den Gugelhupfladen. Kleine Gugelhupfformen mit süß- und salzigem Hefeteig. Später die bezahlte Stadtführung. Doris ist nur 3 Jahre jünger und kann meinem Vater Paroli bieten, der gerne Statistiken abfragen will nach Durchschnittseinkommen und Energieverbrauch und so. Gutenbergplatz. Ein Schüler meinte neulich, erzählt uns Doris, dass sei der gewesen der abgeschrieben habe. Unbekannte französische Generäle, die mal aufgestellt und dann von den Deutschen wieder entfernt wurden und das mehrfach. Die Geschichte des Elsaß. Das Münster ist leider später geschlossen wegen Himmelfahrt und auch als wir uns die astronomische Uhr erklären lassen, macht der Organist Soundcheck. Die Uhr ist toll und ich meine nicht das Uhrwerk (die eigentliche Uhr nach den Uhrenkennern), sondern das drum herum mit einem Säugling für ganz bis Viertel nach, einem Krieger und ¾ bis ganz ein Greis. Die Stunde in Viertel unterteilt und die bewegen sich und der Tod spielt Pauke. Die Führerin meinte, jemand habe sie mal als anatomische Uhr bezeichnet. Wir flüchten uns in eine ruhige, unspektakuläre evangelische Kirche (Albert Schweizer und die Familie hat was mit Orgeln zu tun, die Rücklehne der Sitzbänke lässt sich nach hinten klappen und dann sitzt man mit dem Rücken zur Kanzel und schaut auf die Orgel , wenn gespielt wird) und meine Cousine Barbara mit ihren Jungs kommt zufällig dazu. Der Hammer. Sie kommen gerade aus Zürich. Die Endstation ist Petit France und wie kam es zu dem Namen. Da war ein Krankenhaus in dem man die französische Krankheit hat behandeln lassen und das war heikel. Ich entdecke das Karussell des Vortages neu (hatte mir gestern ja schon Lieblingstiere rausgesucht) bzw. habe jetzt Alibi-Kinder dabei. Julian filmt mich in Zeitraffer. Dann draußen was trinken. Ich bestelle glasweise den Cremant, aber Andi weiß wie es geht und bestellt Flaschen. Betrunken planke ich mit meinem Bruder auf dem Spielplatz. Stephan sagt peinlich, aber wir hatten Spaß. Pflücke Pfefferminze für Tee auf dem Platz wo die Kinder spielen. Haben bestimmt viele Hunde rauf gepisst. Katalin will viel fotografiert werden. Das ist ihr wichtig. Das Essen im Fete de Jour ist toll (Fischbällchen mit Mayo, großartiger Fisch mit tollen Beilagen und einen Baiser-Beeren-Nachtisch, trotzdem essen wir noch mal Aufschnitt, der auch zu lecker war) und so großartig, dass Lilli, Andreas und Birgit extra aus dem Bühler Tal gekommen sind um uns zu sehen. Was für ein schöner Tag.

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Straßburg habe ich in die TOP 10 meiner Lieblingsstädte aufgenommen neben SF, London und Wien und so. Ich liebe es dort.

Charlotte, Elisabeth, Diana und Hilda

04.05. Traum: Hotelzimmer. Blutlachen voller Blutschmierstellen. Meine Mutter ist entsetzt, aber die sind unrealistisch überall verteilt, das kann ich auch nicht auswaschen. Ich sehe keine Chance darin und will es so lassen.

Devil in the Detail im Regionshaus.- Die Ausstellung läuft nicht mehr. Schade. Toller Name und auch die Bilder sprechen mich an. Einen Grafiker von früher treffen wir auf dem Markt. Ist jetzt in der Elo. Der Ex von Sunla. Glocksee – da hätte man am 1. Mai auch hingehen können. Bin ich gar nicht auf die Idee gekommen. Ist ja nicht mehr so mein Revier. Ressentiments verschiedener Art. „Ketten und Ketschup“. Der Glockseeimbiss. Pommes aus Süßkartoffeln mit Curry-Soße. Ich sag mal Imbiss und Alkohol, passt sehr gut zusammen. Wir bestimmt ein gutes Geschäft und ist auch eine gute Idee. Der Namensvorschlag stammt von meinem Kollegen. Alter Liedtext, musste er sie drauf bringen. Er war schon auf allen kanarischen Inseln und empfiehlt Teneriffa, die Vulkaninsel, haben sie Planet der Affen gedreht und im Krater fühlt man sich wie auf dem Mond.

Eine Freundin/Bekannte, die beim Arbeitsamt arbeitet will Berufsbetreuerin werden und ich soll ihr Tipps geben. Mein Weg dorthin kann sie aber nicht gehen, weil das mit einem befreundeten Richter zusammenhing und der ist längst Amtsgerichtsdirektor woanders.

Visitenkarte bei der Pasta mit Linsen und Joghurt. Kochschule in der Davenstedter Str. Sehr sympathisch sieht das aus. Französisch-tunesisch. Quiche Menü oder Mezze Vorspeisen. Ich wäre dabei.

Zu viel Sport und ich platze vor Energie. Eine junge Frau muss Kompressionsstrümpfe tragen, aber die langen, auch beim Sport, wegen der Sprünge. Sie hat schwarze an und eine geometrische Frisur, derzeit mit Petrolblau vorne eingefärbt. Ich kann mitfühlen, weil ich die auch etliche Jahre getragen haben vor den OPs. Das fing damals an als Stephan aufgehört hatte zu rauchen und wir mit Gonca nach Stuttgart gefahren sind. Stephan hat an ihren Haaren gerochen, weil die so lecker nach Rauch gerochen haben und sie hatte Erfrischungsstäbchen dabei als Reiseproviant. Ich dachte, ich hätte immer übertrieben mit dem Tragen der Strümpfe beim Sport und am Strand. Bei ihr scheinen die tiefen Venen betroffen zu sein. Ich überschätze mich auch bzw. meinen Hüftbeuger, während ich vielleicht 110 ° oder 120 ° schaffe, kann Suki glatt 180 °.

Den englisches royalen Familienzuwachs beim High Tea feiern. High Tea wollten wir eh machen weil wir Lust auf den Tee-Rausch haben und die Clotted Cream. Ich zumindest, aber so kann man es verkaufen. Charlotte Elisabeth Diana. Ich habe gerade das Handtuch „made in China“ für die Bestellung der englischen Lebensmittel im Internet als Prämie bekommen. Der Kuss von Wilhelm und Kate. Die Baumwolle fühlt sich leider richtig beschissen an, steif und doof. Geht nichts über alte Stoffe.

Hole Pfefferminze aus dem Garten. Email an Mitbewohner, sie bearbeiten die Treppe im Hausflur und wir gehen vorbei und machen Freizeit. Wir sind faul und jedes WE weg bis Herbst. Außerdem habe ich keine Lust, das ganze Treppenhaus in eine Baustelle zu verwandeln und man weiß nicht, wann der Tischler kann. Das sind jetzt schon Stolperfallen in ausreichender Zahl, dass Treppensteigen immer mit „Achtung“ verbunden ist.

Schreibe meinem Kollegen: „Mal sehen, ob Food Lovers morgen wieder da sind. Da bin ich selber gespannt. Danke für den Kanarentipp. Kommen da eigentlich die gelben Vögel her?“. Wer wird Millionär Special. Das hat Susann gedreht.

05.05. Traum, immer wieder einschlafen morgens. Wir sind in der Oper und danach gibt es ein Menü, das ist richtig schlecht, Wiener Kellner, ich sage, dass der Nachtisch verdorben war, habe ihn gegessen, aber es war schlimm. Dann Baustelle. Ich klebe mit Gaffa auf die schicke Duschwand aus Glas. Das geht alles ab, Karton in der Dusche? Tischdecke hat große Löcher aus einem krabbelt eine stachelige schwarz-graue Raupe, die ist jetzt satt und fertigentwickelt. Es sind noch 3 weitere Löcher. Die muss ich wohl doch wegschmeißen und sie sind nicht mehr zu retten. Familienfest. Jasmin und ich liegen uns weinend in den Armen, weil wir uns schon so lange kennen. Es gibt Tanzchoreo und sie und Marc und viele andere tanzen mit, ist so ein Synchronsport, wie langsam auf Skiern den Hang runter fahren, nacheinander. Sie macht noch so eine Art Kampfsporttanz mit tiefen Kniebeugen und aus der Haltung hochspringen und die Seiten wechseln. Es gelingt mir nicht so gut, ich will es auch lernen.

Hamburg mit Übernachtung scheint nur mittelmäßig passend zu sein. Stephan und ich wehren uns beide gegen einen Bus. Suki und Berlin ist auch mit Orga verbunden, aber die hundefreundliche Wohnung der Yogalehererin am Maybachufer ist schon angemietet. Es geht also so oder so Pfingsten nach Berlin. Will mich nach dem Verblieb der Päckchen erkundigen. Schlange mit 30 Leuten vor mir bei der Post, war gerade Monatswechsel? Schuster ist wieder weg bis 11:30 (das übliche), Kioskmann sagt: „habe ich ihm schon mitgegeben“, aber die Food Lovers sind wieder da. Gottseidank. Ich dachte schon, es ist was Schlimmes.

Eintopf schmeckt Tip top. Sie waren krank mit Grippe und Allergie. Möchtegernschriftsteller schleimt am Kaffeestand. Tierärztin kommt vorbei, hat Termin, muss sich aber alle Fotos von Suki anschauen. Salon wird 10, tolles Dackelmotiv, zur Party sind wir wieder in einer anderen Stadt. Der Billig-Bäcker-Backshop am Lichtenbergplatz wird auch 10. Dann können die ja zusammen feiern.

Neue Großkanzlei in der Kröpkepassage. Sie hatten Ärger mit dem Vermieter. Vernissage mit Künstlerin, ich werde eingeladen. Was mir gefällt ist die Zeitungsauslage, Konkret und Asphalt. Hey, wir sind in Hannover und da hat man als linke Kanzlei einen Ruf zu verteidigen. Marc in Essen traut sich selbst in der Mucki-Bude nicht konkret zu lesen. Ich schlug vor, eine Hülle aus einem Playboymagazin zu basteln. Bei dem Strafverteidigerkollegen wurde eingebrochen und das Verfahren wurde am nächsten Tag eingestellt, weil der Täter zu ermitteln war. Ein Tag nach der Anzeige. Findet er auch lustig. Verbrauche 3 Quittungen, weil die Frau nicht hören will, Azubi? Mein Betreuter braucht Fahrtgeld wegen Streik (er wusste gar nicht, dass ich komme, immerhin lasse ich mir die Fahrkarte für den Hinweg zeigen). Ich will selber schreiben, aber sie will Sekretärin spielen. Sie fängt an, Quittung 20,- , mein Name und schreibt Honorar, nein, ist kein Honorar, dann zweites Exemplar mit Kanzleistempel und ihrer Unterschrift. Ich will ihr aber kein Geld geben. „Gib ihr einfach einen Zettel, unausgefüllt“ meinem Kollegen reißt bald der Geduldsfaden. Ich habe nicht an meinen Alkoholiker geglaubt und seinen russischen Entlastungszeugen, der meint, klar war Sommer und es geht im April, aber ich habe den Beweis, dass sein Perso genau zu der Zeit geklaut war in der Akte gefunden. Das gibt Freispruch oder Einstellung. Sehr gut. Bewährung läuft noch bis August 2016.

Frau Architektengattin wird 70 (Mutter meines Betreuten). Nein, sie feiert nicht, ganz ruhig. Warum sagt sie mir es denn, wenn sie keine Aufmerksamkeit will. Nein, ich habe letztes Mal nicht angerufen, war Zufall, dass ihr Sohn am nächsten Tag wieder ins Heim zurück gegangen ist. Sie macht nichts zum Geburtstag und warum sagt sie es mir dann, will doch Aufmerksamkeit. Sie ist Kontrollfreak und denkt, dass die Perserin von der Wohnbetreuung ihre Freundin ist und der Sohn am besten eingesperrt gehört, dass sie immer weiß was los ist.

Oxfam ist in Ungnade gefallen, einkaufen dort macht keinen Spaß. Hätte Ikebana-Vase für meine Tante kaufen können, aber der Geschmack ist mir unberechenbar und wir ersticken in Zeugs, was einer demnächst alles durchforsten muss. Ich glaube, es war vor allem mein Päckchenpech und das ich nicht daran gedacht habe, was das Ganze verhindert hat.

Mein Mann hat Gaues wieder entdeckt und ich esse Ciabata mit geräucherter Leberwurst und Spargelsuppe und koche Rhabarberkompott, voll einfach und ich mag‘s. Kim Kardashian ist mir so was von unsympathisch. Vorstadtweiber und neue Wolle häkeln. Ich weiß, dass es ein Ende nehmen wird, die Haarspange bastel ich seit Jahrzehnten nicht mehr und Ohrringe oder Ketten auch nur noch selten und die Hütchenproduktion lässt auch nach. Das flutschte eine Zeit lang und konnte einem schon Angst machen und jetzt kommen Zweifel und ein „Entwurf“ liegt lang rum. Ich beobachte es und kann es nicht steuern. Das geht langsam zu Ende (was auch eine Erleichterung ist, aber auch ein Rätsel warum das versiegt, gehen die Ideen doch aus?).

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06.05. Ich schleppe weitere Partykleidung für die Kollegin an. Sie sagte Kittelschürze. 3-teilige Uniform, Kleid, Kittelschürze, Strickjacke. Ein schwarz-weiß Kleid verliere ich unterwegs und muss zurück. Der erste Wutanfall des Tages, als es mir noch mal entgleitet muss der Drahtbügel dran glauben. Das mache ich alles nur, weil sie mir mal Fleisch gegeben hat. Hhmmm. Das marinierte Lamm war lecker. Später bei Oxfam doch 2 Ikebana-Teile. Ich finde sie sehr originell und ganz billig sind sie auch nicht. Die Vase ist sauschwer mit Einsatz und doppeltem Boden und Filz darunter. Egal wie schwer, egal wie riskant, ich mache es und Hauptsache immer genau sagen, das mache ich nicht und dann doch- der Kollegin hatte ich auch mehrfach angekündigt, dass sie zu mir muss, wenn sie sich was aussuchen will und jetzt hängt das halbe Büro voll.

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Der Arzt der Region schenkt mir einen Stift. Nein, ich bin nicht ansässig Lindener Markt 101. Wir sind nicht in Shanghai. Während er Hilfeplanung macht, fülle ich den Sozialhilfeantrag aus. Da ist heute Frist und dann ist es nicht ganz so langweilig für mich. Frau Antenne ist 48, beide Eltern tot. Sie hat am 19.05. bei ihm einen Termin um über Medikamente zu sprechen. Vorher Maschstraße. Endlich Fiktionsbescheinigung mit Bild. Ja, ich bin ohne Hund. Keiner vor mir. Das Basteln dauert dann noch und ich warte im Flur. Er wird jetzt doch bald in das neue Haus aufgenommen. Dann kleiner Abstecher beim Arzt, etwas Blut da lassen. Die Lernbehinderte holt auch Geld, hat Stephan 2 Termine. Bin gespannt wie er zurecht kommt, aber er ist gelassen und meint, die kennt er ja. Ich rate ihm morgens bei Elisabeth nicht totes Männli spielen, sondern dann beherzt mit dem Regenschirm oder Wanderstab auf die Nase schlagen, also zum Gegenangriff ausholen und zeigen, dass man sich das nicht bieten lässt, nicht hinlegen oder nachgeben, das kann verheerend ausgehen.

Um 12:10 faxe ich nach Straßburg, 3 Stunden Stadtführung um 12:21 Uhr kommt das Bestätigungsfax. Wir haben Doris. Kostet 206,- € für 3 Stunden.

Vermieterin Herrn Borderline Groß ist eine ganz nette Türkin nachdem ich sie etwas zu Recht gestutzt habe. Nicht meiner ist schwierig, sie hat den Mietvertrag dämlich ausgefüllt und dort wo Garage steht sind die Nebenkosten eingetragen mit einem Pfeil und so was.

Zart, Ergotherapiepraxis- Holzwerkstatt, ein ganzes ausgebautes Untergeschoss. Der Typ ist Sozialpädagoge und Tischler- wie praktisch. Dauerleihgaben von Nigel Packham hängen hier, auf die sie mächtig stolz sind.

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Wohnungsübergabe, flirten mit dem Vermieter. Haufen Müll im Garten. Ja, das wird immer mehr. Meiner hatte kein Katzenklo. Container bestellen mit Mischware schlage ich vor. Die Größe kleiner Babyelefant und dann rein damit. Mein Betreuter kann nicht, aber ich bin fit. Soll ich das mit Max machen, seinem Bauhelfer? Cat, machen die nicht Schuhe? Spießige Männer machen mich leider überhaupt nicht an, auch wenn er jung ist und gut ausschaut und bestimmt auch nicht doof ist, aber die schnöselige Art, rosa Oberhemd und die Budapester Schuhe, da mag ich eher Max.

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Wir vergessen einen Patienten, der sich meldet um 19:15 als ich gehen will, ob der Psychologe auf den er wartet überhaupt noch da sei. Er sitzt da schon über 45 Minuten. Ich hatte ihn vergessen. Er kam einmal raus und ich habe ihn zusammengeschissen, dass er alles im Blick habe vom Besprechungszimmer aus. Zurück ins Körbchen, dann vergessen und dachte immer, was sind das für Geräusche? Große Maus wohl. Peinlich, aber auch irgendwie Opfer/Devot. Das Warten hatte vielleicht einen therapeutischen Nutzen, er kann ihm noch einen Zettel schreiben. Yoga in der Siegfried und Roy- Hose, die ich am 1. Mai der Lehrerin angekündigt hatte, die aber stinkt und leider durch zu kurzes T-Shirt bauchfrei. Auch krass. Balance-Übungen klappen auf einmal gut.

07.05. Kollegin will Betreuungen machen. Stephan hat eine Vision. Warum nicht reinbugsieren und richtig groß werden? Die unfähigen Männer mit Postfach sollen aus dem Geschäft gedrängt werden. Staub. Den Getränkemarkt reißen sie in einem Tag weg. Kanal und Frau Betrunken am Rad. Ich finde alles so wie Stephan es aufgeschrieben hat. Es gibt Hühnchen für Suki, sie isst dann die Brühe. Frauchen hatte nur Reis und ich soll ihm mehr Futter geben stand auf dem Zettel. Das passt ja gut. Suki wird von meinen Betreuten verwöhnt, Woche für Woche. Die Betreute, deren Hund verstorben ist und ich haben einen ähnlichen Hundegeschmack (zeige ihr das Foto von Gismo auf dem Handy, ihrer hieß auch so) und ich nehme ihren Neuen, den sie sich noch anschafft dann wenn sie zur Entgiftung geht.

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Auf dem Rückweg will Suki bei Dietmars abbiegen. Er hat Recht, da haben wir sonst immer einen Zwischenstopp eingelegt in der List. Die Afrikanerin sitzt über der Bibel und will wissen, wann der erste Weltkrieg war. Überrede sie zu einem gemeinsamen Gespräch mit der Sozialarbeiterin. Sie heult vor Erleichterung, dass sie in Deutschland bleiben darf. Wohnung suchen, nein, wenn Gott es mit ihr vor hat, wird sie eine bekommen. Zum Arzt nur wenn man Schmerzen hat. Ich sage hier macht man auch Vorsorge z.B. beim Frauenarzt bevor man Schmerzen hat nachschauen lassen, ob alles am rechten Platz ist und noch normal ausschaut. Sie kennt die Eilenriede nicht. Mag keine gebrauchten Sachen, bezogen auf Fahrrad. Das kann man im Wohlstandeuropa geschenkt bekommen. Das ist nur aus der Not geboren, wenn man kein Geld hat. Ich habe Geld und mag keine neuen Sachen, sondern lieber alte. Ich wäre krank. Sie mag lieber eigene Sachen mit eigener Geschichte. Das haben meine auch, sogar mehr Geschichte noch. Darf denn in der Wohnung vorher einer drin gewohnt haben. Da muss sie lachen. Suki wieder Held im Frauenwohnheim.

Oma von Herrn Ihme, er ist in der MHH. Rufe dort an. Herr Ihme mit der Kopfverletzung, der entlassen werden soll um sich über den Hausarzt um eine Einweisung in der Psychiatrie zu kümmern. Beschluss geht bis Morgen. Unfähige, junge Ärztin, die immer sagt, wenn ich will als Betreuerin oder fordere. Es geht nicht um meinen Willen, sondern um das was notwendig ist für meinen Betreuten und sie soll mir nicht immer mit Eigen- oder Fremdgefährdung kommen. Sie muss die Behandlungsbedürftigkeit beurteilen. Er ist ihnen eh wieder entwischt und nein, dann soll er nicht polizeilich gesucht werden. Ihn da behalten wäre gut gewesen.

11 A und Frau Weißwein, Mädels Abend. Gefällt mir die neue Einrichtung. Gemütlich und schöne Beleuchtung. Suki steht auf den Hinterbeinen und lässt die Schneidemaschine nicht aus den Augen, will hier Girls Day machen. Will ihn zurück bringen um 22:30 Uhr und sagen, dass wir Nachtapotheke finden müssen, er ist schwanger. War ein Königspudel drauf, weil ich ihn so spät zurück bringe. Den Berliner von früher hätte ich nicht wieder erkannt.

08.05. Werde um 6 Uhr wach. Mein Betreuter schreibt, dass seine Zahnärztin ihm gesagt hat, er müsse das Hochbett nicht ausbauen beim Auszug, wenn es nicht im Mietvertrag erwähnt sei. (Ich habe dem Vermieter gesagt, dass das am Dienstag über die Bühne geht). Ich schreibe ihm morgens vor 7 die Antwort:

„Hallo Herr Tai Cai,

Sie haben aber immer eingeräumt, auch vor Zeugen, dass Sie es von einem Vormieter übernommen haben und damit ist es Ihre Sache. Umgekehrt wäre es im Mietvertrag erwähnt, wenn es mitvermietet gewesen wäre. (Name des Vermieters) kann im Zweifel beweisen, dass es vermieterseits nicht gebaut wurde. Sie haben auch bei dem Müll im Garten, wo ich noch meinte, dass ist nicht Ihrer (Stichwort Katzenklo) gesagt, doch das ist meins und aus dem Keller. Dass sie den Kellermüll wiederum auch z.T. übernommen haben ist dann Ihr Problem. Das muss man beim Einzug klären und nicht beim Auszug. Da muss man sagen, dieses Bett und diesen Kellerinhalt will ich nicht haben und der Vermieter muss ihn entsorgen jetzt oder beim Auszug oder was auch immer, aber das fand damals nicht statt, weil Sie wohl schnell in die Wohnung wollten. Ich gehe davon aus, dass der Termin am Dienstag stattfindet, sonst lassen Sie sich doch bitte weiter von der Zahnärztin juristisch beraten, aber ich mache dafür nicht im Gegenzug Ihre Zähne! Ja, ummelden haben Sie eine 2 Wochen Frist. Ich brauche dann eine Kopie davon.“

MHH, Frau soll Zwangsmedikation bekommen. Das ist kein religiöser Wahn. Sie will mitsprechen bei den Medikamenten die sie bekommt und der Blutdruck war normal und als er zu hoch war, hat sie auch was dagegen genommen. Das Risperidon was sie mal genommen hat, macht die Gefühle tot und man ist ein Fleischklumpen und sie mag Poesie und ist viel alleine. Dass man da religiöses Zwiegespräch hält ist normal, kann nur ein junge atheistischer Arzt nicht verstehen. Ihren Mann nennt sie Herr „ihr Nachname“ (man habe sich auseinander gelebt, sie weint). Sie ist oben und kommt die Wendeltreppe nicht runter und er lässt sie einfach in der Wohnung aus der sie nicht raus kann und fährt in den Urlaub. Etagen tauschen geht nicht, weil unten steht der Fernseher, m.a.W. das ist eingerichtet. Auf den Balkon geht sie auch nicht mehr, weil Herr Nachname ihr den Paravent nicht mehr hochbringt und die Nachbarn glotzen aufgrund der dichten Bebauung. Sie saß zwei Tage lang vollgekotet und -gepisst im Sessel und er hat keine Hilfe geholt. Dann hat er ihr schließlich geholfen die Klamotten aufzuschneiden, dass sie sich die nicht über den Kopf ziehen musste. Die Sau. Der ist auch Jurist, ich würde ihn gerne wegen unterlassener Hilfeleistung anzeigen. Wie Betreuung? Erst nein, dann mich hätte sie genommen als Betreuerin. Auch hier wieder wäre mein Betreuungsbüro ausbaufähig. Gaues hat die Berryman Buden in den U-Bahn Stationen übernommen. Wie geil ist das denn? Die Franzbrötchen sind der Knaller. Lieber 2, sonst Ehestreit, weil ich glaube nicht, dass ich mich nach der Hälfte zügeln kann.

Komme vor dem Richter beim Amtsgericht an, ich habe schon Post und er war aber mit dem Fahrrad unterwegs. Die schönen Treppenstufen mit dem Linoleum mit Muster gefallen mir besser als je zuvor und ich denke an die Baustellenholztreppe zuhause. Der schwule Türke wird geschieden ohne Versorgungsausgleich. Gott sei Dank. Ich hatte so Angst, dass ich es verbockt habe und er 100,- € seiner Rente abgeben muss, aber das ist noch mal gut gegangen. Paket für meinen Schwiegervater. Schön Blaubeerordner und Eichhörnchenkarte.

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Warum heißt Hamburg nicht Alsterdorf? Ich mache mich wieder beliebt. Elena, die junge Mutter, ruht in sich und scheint ihren Platz gefunden zu haben. Die Kleine steckt sich meine Armreife quer in den Mund, nachdem sie alle angesabbert hat und ich einen abmache, aber ich mache leider keine Fotos, ich bin wieder mit häkeln beschäftigt. Süß wie sie alles mit dem Mund erkundet. Sie mag Stephans tiefe Stimme. Standard Factory, die Frau mit dünnen Haaren, die auch gerne isst und nicht singen kann, Bettina, verrät mir wie der Berliner Laden heißt auf der Sonnenallee. Türkei, wie schön es dort ist, aber hier gibt es Türken mit Kopftuch, die tragen das nicht freiwillig. Ich bin da vorsichtig mit solchen Äußerungen. Ich beobachte immer, dass türkische Männer, auch „Konservative“ sehr zärtlich und gefühlbetont sind. Hier ist der Vater gerne eine zweite Mutter und sie sind sehr körperlich mit ihren Kindern, wie man es von deutschen Männern kaum kennt. Eng sitzen sie bei ihnen auf dem Schoss und geduldig üben sie zählen, acht und fünfzig, neun und fünfzig usw. Freundin von Claudia mag ich. Sie sieht gut aus und ist mit sympathisch. Savina, fremd und gleich vertraut. Wie schnell das Leben vorbeieilt, die Alters-WG und der Kirchenchor und ein Almwirt aus St. Pauli. Der Bauer hat ihm 1.000,- € gezahlt und freie Kost- und Logis und das hat ihm gar nichts ausgemacht. So reich sind diese Schweizer. Almabtrieb mit 10.000 Kühen. Ein Kalb wurde am Tag davor geboren und musste am ersten Tag seiner Lebens 10 km gelaufen, zum Schluss auf den Knie, aber die Mutter hat keinen ran gelassen (Bauer wollte das Kalb tragen). Menschlicher Nachwuchs ist hilflos, aber süß.

20150508_184402 20150508_184354 20150508_184350DSC00753DSC00755DSC00757DSC00756DSC00758DSC00759DSC00762DSC00763DSC00766DSC00768DSC00769DSC00772Hunde müssen ....

Norman konnte gut zeichnen, überall liegen Sachen von ihm aus und man darf Farbkopien mitnehmen, das tue ich auch und er konnte begnadet Dialekte sprechen, z.B. bayrisch auf unseren Anrufbeantworter. Er hat in Kommunen gelebt. Er hat uns einen über zwei Sweatshirts langgestreckten, gezeichneten Dackel  zur Hochzeit geschenkt (quasi Partnerdackel). Kerstin, die Gastgeberin, war so warmherzig und hat einem das Gefühl gegeben, dass es total wichtig war, dass man da war, auch wenn man eigentlich mit dumm herumsitzen und häkeln keinen Beitrag geleistet hat. Goldene Gans. Neue Gaues-Geschichten aus der alten Heimat. Am Nachbartisch fallen offenbar auch Straßennamen aus Hannover. Zuhause Quatschen. Wie sehr die Kindheit das ganze Leben prägt. Noch schlimmer als Schläge scheint eine gewisse Art der Lieblosigkeit für Kinder zu sein. Eltern, die offenbar nichts mit Kindern anfangen können oder diese für kleine Puppen oder Soldaten halten, die alles perfekt machen müssen und sonst keine Liebe, positive Aufmerksamkeit bekommen, sondern nur Unverständnis und Kritik.

09.05. Traum. Festival und wir schauen in eine Halle und das spielt eine total angesagte Band, Claudia kennt die, schnell rein, dann hat sich der Eintritt gelohnt. Draußen fängt es an zu regnen und wir sollen rein gehen zur Bühne, weil gleich ganz viele von draußen kommen. Zugabe, sie spielen ihren Hit. Claudia stürmt auf die Bühne als erste, andere folgen. Man tanzt oben. Ich bleibe unten, weil Claudia einen Mann kennen lernen will und es wichtiger ist, dass sie gesehen wird. Stephan erntet Lob, weil er Klopapier für die WG gekauft hat. Hamburger Wetter, sie glotzen mehr und kommen sich hanseatisch cool vor, sind aber nur unfreundlich. Mikkels, hier gibt es sogar Scores, also quasi High Tea in klein. Erst die Pinneberger, die flüstern. Die Frau findet die kleinen Kuchen so süß- ich habe das Alter hinten mir, wo ich Tee für meine Puppen und Teddybären bereite und kann mich nicht so sehr über Niedlichkeiten freuen. Bei mir darf der Kuchen ruhig normal groß sein und man schneidet Stücke ab und nicht alles auf Puppengröße. Das sage ich auch ruhig so, dass man mich hört (das ist Stephan peinlich). Er gibt Trinkgeld von 30,50 auf 35 und lässt sich dafür einen Bewirtungsbeleg geben für Frühstück. Zweite Besetzung. Hamburger Frau in meinem Alter, Wolltuch mit Muster wie gemalt, gediegen mit einer älteren, die noch gut ausschauen, der man aber die Welt erklären muss. Sie hat Blue Tooth an. Das kostet ganz viel Energie. Sie darauf, alles aus, sie will auch keine Anrufe (gut, dass ist wie ich). Was für einen Kaffee mag sie, warum steht beim Milchkaffee Espresso? Weil das mit Espresso ist und nicht mit Filterkaffee. Sie will meinen, nein, bloß nicht mit Soja, haben sie Süßstoff? Erfolgreich einkaufen bei Oxfam bei den reichen Hamburgern, alte Modeschmuckohrringe 1,- und Armreife und noch billiger. Kleidung, das Teil für 1 €. Kaufe Kordelkette und schwarzen Samtblazer, der zu eng ist, aber geil ausschaut. Hier hinter dem Bahnhof in dem weißen Haus wohnt unser Jugendfreund Filip. Dann noch eine Musterleggings mit bunter grobporiger Schlangenoptik für den Sport und den geilen Grüntee mit Zitrone von Cupper aus London gibt es bei Budni sowie Sendung mit der Maus Servietten für den Vierzigsten meiner Schwester (sie ist großer Fan) für alle Heimbewohner (2 Packungen) und Budni Kokos Body Butter, zu guter letzt bei Koz Urfa eine Spinat Pide für die Fahrt. Der Mann am Tresen hat tollen Haarausfall, einzelne Haare mit Haut dazwischen. aber trotzdem Frisur, sogar Pony und sehr behaarte Arme und ein weißes Hemd. Hätten wir Claudia das englische Geld tauschen sollen was auf dem Küchentisch lag? Ich sage nein und habe es in ihr neues Portemonnaie getan, weil ich was gegen Unordnung hätte. Im Zug hat der Hot Spot an, Martin hat geschrieben und ist in Hamburg und will uns treffen. Schnell Hauptbahnhof wieder raus aus dem Zug. High Tea geht nicht, aber Ausstellung in den Deichtorhallen. Picasso in der Kunst der Gegenwart. Es tut gut, ihn zu sehen. Seine Schwester ist in LA, -doust als Endung heißt Freund. Der eine Künstler hat eine Picassofigur gemacht um damit in New York auf die Straße zu gehen, ich habe Albert Einstein dabei. Die Frau vom Museum, die zuvor versucht hat mich heimlich zu fotografieren und ich drehte mich weg, fragt jetzt und macht auch eines von mir, für was kann sie nicht genau erklären. Ob ich das haben wolle, nein, wir hätten doch gerade selber welche gemacht. Dann noch Wild Rice. Martin bringt uns zum Zug. Ein männlicher Hund pinkelt Jackson Pollak auf die Erde in der Fußgängerzone. Es ist schade, dass wir Norman nicht mehr treffen können unter den vielen Arschlöchern in Hamburg und anderswo war er anders, freundlich, liebenswert, hat die Welt zu einem besseren Ort gemacht. Er fehlt mehr als es andere tun würden. Zuhause gibt es nur Ingwergummis (sehr scharf, Bahrenfelder Straße) und Kekse von Sainsbury. Hier beginnt es erst mal mit der Küche der Gastgeberin. Sieht nach ganz viel Tabletten zur Auswahl aus und der Ofen erinnert irgendwie an den aufgeklebten Werbegag auf dem Radisson Hotel am Dammtor, der aussah wie ein großes schwarzes Loch im Gebäude und der damals im Zusammenhang mit 9/11 für geschmacklos gehalten wurde.

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Das ist das was Du denkst oder ein Ginko-Blatt….

10.05. Verwirrend, wenn man mal Traditionen durchbricht und an einem Samstag zurück kehrt von einer Reise. Standard Factory, finde ich im Internet und muss lesen, dass sie ungeeignet ist für Kinder wegen Alkohol und Lautstärke und Hunde sind verboten wegen der strengen Hygiene und der offenen Küche. Mal ausnahmsweise frühstücken. Gersterbrötchen. Die sind echt lecker. Was ist die Arbeit der Menschen wert und wie sinnvoll ist sie? Diskussionen um Freunde und Familienangehörige. Packen für 2 Reisen. Doch nicht Gim am Goethekreisel, sondern Bratlinge mit Mango-Chutney. Die Kuhkämpfe waren an Muttertag und Fregatte ist Königin, das zweite Jahr in Folge. Nicht nachlassen, das sagt auch Mikael immer. Auch bei Kühen wird der Kampf im Kopf entschieden. Der Blick, sagt, ich mache Hackfleisch aus Dir. Die fast 200 kg schwerere jüngere Kuh, die bestimmt mehr Kraft hatte weicht. Sie ist beeindruckt, dass die andere, Fregatte so entschlossen ist und auch wenn sie weggedrückt wird, nicht nachlässt, sondern sofort wieder da ist und unerschrocken weiter macht. Das ist die Energie. Toll. Ich bin verknallt in die schwarzen Kühe, die ausschauen wie spanischer Stierkampf und will da nächstes Jahr hin. An Muttertag. Ich will das mal erleben, dieses Festival der Kühe. Weiter Korallen häkeln. Was mache ich damit? Ich werde einen Riff um Sukis Körbchen machen. Das schaut bestimmt süß aus, wenn er darin liegt wie Dori und ich kann sie unmöglich alle auf dem Kopf tragen und so habe ich ein Objekt geschaffen, ein Hundemöbel.

Die Antenne und der Rest

27.04. Jobcenter mit Herrn ADS, Verpflichtungsscheine waren falsch statt Schlafcouch, Bettgestell und Matratze und Originale fehlen ganz und sind nicht beim Bewährungshelfer angekommen. Er muss die Post von dort quittieren. Heute ist die Sachbearbeiterin jung und engagiert. Ihr Lieblingswerkzeug ist der Highlighter, den sie in verschiedenen Farben zum Einsatz bringt. Ich arbeite erst mit Einlauf und dann mit viel Lob. Das wirkt immer. Gottseidank fahre ich mit der Bahn bei dem Nieselregen.

Das mit dem jordanischen Pass klappt nicht bzw. wird komplizierter. Donnerstag hat die lernbehinderte Betreute Umzug (der allerdings ohne mich über die Bühne geht) und ich habe Termin mit einer anderen Betreuten im Möbelhaus (nehme wieder Suki mit). Hat mit ihren Eltern zusammen Couch gekauft, die zu groß ist. Storno-Gebühren 30 %.

Richterin ist für die Einweisung der Frau, die das Antennenproblem hat. Sie würde die Medis nicht nehmen, wie sie ihr gegenüber eingeräumt hat. Die Betreute schreibt mir wieder viele emails und braucht Geld. Hat derzeit keine Monatsfahrkarte und ein Vorstellungsgespräch bei einer Tankstelle als Kassiererin.

„Hallo Frau …..,

die Sozialarbeiterin die Frau ….. vertritt , die würde das bestätigen , das die mit dem Rechner Antenne manipulieren. Stimmen sind echt. (Smiley)

nur kann Sie leider nichts machen. (Mundwinkel unten)

und ich habe mein Abo vergessen ab zuschliessen . Bekomme ich am Mittwoch Bargeld ?

Mag…..“

Ich schreibe BM als Therapie und Seelenhygiene und wenn ich es geschrieben habe, ist es schon vorbei, deswegen ist es voller Fehler und auch nicht genial geschrieben.

Stuttgarter haben nach Geschenk gefragt, machen Sommerfest mit Blick auf die Stadt. Das ist reizvoll. Mittag mit dem Kollegen. Er sagt ja zu Eagles of Death Metal. Paket für Claudia auf den Weg bringen. Bin etwas stolz auf den Inhalt.

Es muss schmerzhaft sein, wenn der Partner sich vor den eigenen Augen zugrunde richtet und das gibt es wohl häufiger als gedacht.

Die rosa Bäume, die symmetrisch gepflanzt sind am Küchengarten sehen aus wie Mädchensoldaten.

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Ich habe mich verlegen und es tut am Rücken weh seitlich, dort wo Siegfried das Blatt drauf gefallen ist, d.h. auf der anderen Seiten, wo nicht das Herz ist, also rechts. Yoga heilt das, Mikael war’s in dem Fall. Stephan ist nicht zuhause und noch spät beim Sport. Ich esse ein Paket süß und salzig Nüsse, heimlich, weil er nicht kommt. War bei der Eigentümerversammlung. Ich hatte keinen Bock und habe geschwänzt. Ein Sofa steht im Garten, von mir allerdings unentdeckt.

28.04. Traum. Hausboot direkt an der Spitze von Manhattan und wir stehen im Atlantik. Habe ich das nicht großartig ausgesucht? Das Wasser schwappt über, die Frauen haben Angst vor den Wellen und für die Kinder gibt es zu wenig Beschäftigung. Also die anderen sehen es nicht ganz so optimistisch. Wir können eine Rund mit dem Boot drehen und kleine Inselgruppen gegenüber besuchen. Das sind auch andere mit Familie unterwegs. Hilmar ist dabei und steckt seinen Arm in einen Sandhaufen und tut so als sei da Geld drin. Die holländischen Kinder suchen nämlich welches in einem Sandhaufen, d.h. Münzen und eine Frau kommentiert das lustig auf Holländisch, aber so dass man es versteht und es englisch klingt. Es gibt Grasliegeflächen, die so groß sind wie Parkplätze (und an den Kinderteppich im Jobcenter gestern erinnern, den ich mit genauer angeschaut hatte). Drecka ist auch an Bord und ich will ihn gewinnen für eine Runde Spiele spielen, irgendwas mit schiefe Ebene und Kugeln, was man nur zu dritt spielen kann, aber ich setze aus und kann häkeln. Wir gehen schließlich mehr ins Städtische, in einen Stadtteil, der szenig ist aber vor dem gewarnt wird als gefährlich. Der ist so mittel interessant. Dann ist es mehr ländlich und Katzenbabies springen aus dem Fenster, vor allem ein ganz süßes, schwarz-.weißes, aber es ist ein ganz kleines Haus. Problem nur, dass es direkt an der Kreuzung steht. Die werden bald überfahren. Wie kann man es ihnen beibringen? Ich gehe los und auch hier sind Enten mit Nestern und Babies, in einem Karton und in einem Busch und sie füttern Haferflocken. Wir haben kein gescheites Futter. Soll ich davon welche mitnehmen für unsere? Ich steige durch den Mist und der Belag meiner spitzen Schuhe löst sich ab. Die Sohle auch und die sind nicht mal aus Leder. Die kann ich gleich wegschmeißen.

Ich habe jetzt zwei Umzüge am 30.04.und eine Wohnungsübergabe am 03.05. Zwei an einem Tag hatte ich noch nie.

Heinz Ehrhardt ist nicht hungrig und nicht satt. Zugstreik. Tote Hose. Die Richterin hat rheinisches Grundgesetz als schwarze Stofftasche an der Wand. Ich bin seine Anwältin und gut und erfolgreich, er bekommt alles, die Rente, die Zahnbehandlung….Verlängerung 5 Jahre. Die bleibt nicht so lange beim Amtsgericht sage ich vor beiden. Die hat promoviert und ist dann beim OLG, die hat Karriere vor, aber wir sind noch da. Rossini hat zu, ich fahre kurz vor mit dem Rad und finde ihn nicht mehr, er läuft ausversehen um den Block, weil er sofort vergisst, was ich ihm gesagt habe. Süß und so was war mal bei der Bundesbank. Kaffee ohne Madelaines und wir werden nach Zimmernummer gefragt, super klein und total überteuert. Er will das Grab seiner Eltern und des Bruders bepflanzen, Werkzeug hat er zuhause und die Blumen kauft er bei Toom. Der andere Bruder war mal Zahnarzt und lebt seit Jahren in der Männernotunterkunft.

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In Neustadt gibt es keine Radwege und ich schimpfe mich durch den Verkehr. Der Storch landet gerade. Das sieht toll aus.

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Schulbuch aus dem Bücherschrank, wo es noch menschliche Rassetypen gibt von 1972. Jung gutaussehende Version von Sabine steht neben dem Mandanten auf dem Parkplatz. Ich fahre mit dem Rad vor, halte sie erst für einen Typen. Sie ist die Tochter der Lebensgefährtin und begleitet ihn zum Termin, arbeitet in der Altenpflege. Hat Bild von seiner Kniezyste auf dem Handy.Der Mutter wurde das Bein abgenommen und das muss ausgeschählt werden und die Wunde von innen zuwachsen. Die ist süß und sympathisch.Manchmal sehen die Landmädels cooler aus als die aus Berlin. Ich bin kaputt nach fast 2 Stunden Verhandlung und dem Vergleich. Ich bin leider nicht so der Zahlenjongleur, aber wir machen das Beste daraus. Statt 344,- € Unterhalt 156,44 € aber viele Rückstände und große Raten von über 400,- € muss der Mandant ab nächsten Monat wuppen. Die Begleitung fragt, ob er Geld zurück bekommt. Schön wär’s. Zug hat Verspätung, ich springe rein und muss Fertigessen bei Denn’s besorgen. Ich habe so Hunger, dass ich nicht klar denken kann, wie pinkeln müssen im Traum und dann Schwimmbecken fahre ich am E-Damm an den Dönerbuden vorbei und mir fällt nur Denn’s ein. Fertigfalafel, Familienpackung, haltbar bis 2019 und Auberginenmayo dazu. Warum mache ich das und nicht vegetarischen Dürüm, denke ich nachher. Wollte Salat, aber der sah auch scheiße aus genau wie die Samosas. Danach geht es mir schlecht, schlechter Geschmack im Mund. Ich lasse es an Frau Antenne raus, die eine Stunde früher kommt. Ja, sie nimmt die Medis (angeblich mehr als sie soll nach einer Abfrage). Geht Morgen noch mal zu der Brillenschlange von Ärztin und hat nächste Woche einen Termin beim niedergelassenen Facharzt und lässt auch eine Blutprobe machen um den Spiegel festzustellen. Sie ist geschmeidig und ich habe den ganzen Tag keine mail bekommen. Dafür leiert sie mir 60,- € extra aus der Tasche. Tankstelle ohne Backstation hat sie sich beworben. Das mag sie nicht. Dafür hat sie kein Händchen und lässt die Brötchen anbrennen. Auch so, fürs backen ist man auch zuständig. Gut, dass ich mich entschieden habe keine neue Wolle, d.h. gebraucht, aber neu angeschafft für Sukis Körbchen zu besorgen. Da müssen nun wirklich die vorhandenen Wollreste ausreichen. Voll genug ist es hier allemal.

Der Grillplatz in Wien klappt nicht. Verärgere meine Mutter, Arbeitsmodus. Ich musste sie wegdrücken, weil Frau Yoga wissen wollte, ob ich ihre SMS bekommen habe vor einer Stunde, dass sie sich für eine Wohnung in der List interessiert. Dass ist die Betreute, die nur mit SMS arbeitet und wo ich hoffe, dass ich die bald los bin. Habe ich bekommen. Was soll ich dann? Mich überschlagen und Purzelbaum machen. Jobcenter wird nein sagen, weil sie sich verteuert. Meine Mutter beendet das Gespräch. Wir sind uns so ähnlich, später ruft Paps vermittelnd an. Nein, ich stehe nicht kurz vor der Scheidung. Familienfeier. Programm. Email kam gestern. Bin ich aus dem Verteiler geflogen?

Klage der Afrikanerin auf eigene Wohnung vor dem Verwaltungsgericht wird wohl Erfolg haben. Die Klagen der Querulantin aus der Nähe von Hameln nicht. Sie will nicht prozessieren, nur das alles gerecht ist. Mal schauen, wie sie mit dem Ergebnis zu Recht kommt.

Food Lovers wieder nicht da. Die sind uns ganz schön ans Herz gewachsen. Der Kollege hat sie heute vermisst. Wäre mal hingegangen als sie da waren. Da hatte er öfter andere vegane Pläne.

Überreiche der Mitturnerin die Stoffblume, eine diesmal wirklich hübsche Gerbera vor der Klasse. Nächstes Mal mache ich ihr gleich einen Antrag und knie nieder. Eine unvorteilhafte Türkin, ich suche den Platz neben ihr. Die findet mich bestimmt unappetitlich wie ich meine Körpersäfte in die Kleidung abwische. Ich finde mich aber nicht eklig. Habe zu wenig türkische Freunde. Kann sie vielleicht lecker kochen oder backen, denke ich ganz rassistisch/sexistisch. Mit der Synchronität bei der Choreo klappt es super zwischen uns. Festival Melt. Da spielen Alt-J und Bilderbuch? Aber Festival? Eine der rosa Kirschen aus der militärischen Reihe ist kahl, während die anderen übertrieben viele Blüten haben. Wohl tot?

Zuhause wartet ein großes Paket mit England Lebensmitteln, teuer in Deutschland bestellt. Das war da liegt sieht nicht aus als sei es das wert was es gekostet hat. Vor allem mein derzeit über alles geliebter Ingwer-Zitrus-Tee. Frau Antenne per mail stimmt zu, dass wir zusammen zum Facharzt gehen, allerdings erst am 20.05. Sie ist und bleibt geschmeidig, es bleibt spannend, ob wir ohne Einweisung auskommen. Am 08.05. ist Trauerfeier in Hamburg. Auf der Familienfeier wird es auskömmliche Getränke oder Essen geben sowie eine Frühstücksgruppe und wir sollen Fahrräder mitbringen ?? Häkeln bis Mitternacht. Fahrräder könnte man mal nach Hamburg mitnehmen im Metronom, dem gelb-blauen Doppeldecker, den ich heute früh Heinz Ehrhardt geschaut habe. Das wäre so praktisch und der Zug fährt auch nur 40 Minuten länger als der „Ice“.

29.04. Meine Eltern rufe ich an. Katalin wird heute 10 und mein Onkel mit dem brennenden Weihnachtsbaum hat sich berappelt und ist 85 geworden. Einer meiner Nachmittagstermine heißt wie einer der Verstorbenen. Ich bin irritiert. Stephen kann aufklären. Sprachnachricht um 23:45 Lohse, wenn ich ein Taxiunternehmen bin soll ich da und da hinkommen in 5 Minuten. Sie stehen unten. Rentner.

Muss erst mal schauen, ob das neon-Ding zum Basteln geeignet ist. Trete drauf, ist weich wie Kaugummi- oder Bonbonmasse.

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Ganzen Vormittag telefonieren, aber viel erreicht. Jahrspraktikant hilft beim Aufräumen. Sie lehnt ab, da hilft ein Machtwort von mir. Hilfe die uns angeboten wird und gerade wertvolle Arbeitskraft, lehnen wir nicht ab. Das können wir uns nicht leisten. Sie trifft sich jetzt mit ihm und der Wohnbetreuung. Rege mich auf, dass Grundreinigung nicht bezahlt wird, aber der schlechterzogene Dackelmischling ist der Stadt Hannover eine Hundebudget von 50 € im Monat Wert. Zu viel Futter wird davon gekauft, der Hund will aber Führung und Ausgang (das sage ich nicht, lande ja langsam in der Klapse deswegen). Frau Couch hat auch 4 Jahre lang die Monatskarte gezahlt bekommen und das war sicherlich praktisch um auf der Lister Meile Kaffee trinken zu gehen, aber das hier ist wichtig. Die erstickt im Müll. Wie werden hier die Prioritäten gesetzt? Das kann nicht sein. Lernbetreute Leistungen abgelehnt, muss ich mich kümmern. Immerhin meldet sie sich und wir verstehen uns jetzt auch. Herr Ihme. Ich würde ihm helfen wenn ich bestätige, dass er Dioden im Knie hat, dass ich das weiß. Das merkt ihm jeder an der ihm gegenüber steht.

Frau Staubsauger kommt zu mir. 90% schwerbehindert, 9 Jahre älter als ich. Muss erst mal verschnaufen. Sie ist typisch für hier und steht für das was ich an Hannover mag. Sieht aus wie Frau die Gebrauchtwarenhaus hat. Wie sie redet gefällt mir. Habe sie länger nicht gesehen. Lesbische Frau, die verheiratet war und 8 Kinder oder so hat. Neue Frisur lobe ich. Zähne hat sie auch drin. Nach 3 Stunden lösen die sich unten, weil sie da keinen Kieferknochen mehr hat. Hat neben der Renten neuen Putzjob an Land gezogen, aber Arbeitsvertrag ist falsch. Steht drin nur eine Stunde am Tag (also 5 die Woche), sollte aber 1 Stunde 50 Minuten sein, sonst lohnt sich das nicht für sie. Fahrtzeit über eine halbe Stunde. Sie haben ein Objekt am Aegi und am Friedrichswall. Sie erklärt mir alles genau. Da hat sie die ganze Etage. Sie hat sich jetzt eine Monatskarte geholt. Das sei doch sehr zentral. Sie haben jetzt Baustelle bei real an der Davenstedter Straße und reißen da alles auf. Was das wieder soll will sie wissen. Mittwochs hat sie Saugtag und da sieht es aus, wenn die 4 Tage nicht gesaugt haben. Sie saugt ja nicht so gerne, aber halbfertig geht nicht. Macht zuende und dann ist es schon 9 Uhr. Wird sie abbummeln. Der Sohn sitzt im Rollstuhl. Der soll mal Stromgeld abgeben, dann sagt sie auch nichts, dass Tag und Nacht die Glotze läuft. Er arbeitet in der Werkstatt. Die neue Freundin kann sie nicht leiden, die hat sie neulich rausgeworfen. Die ist auch krank, gut, „nichts gegen Krankheit“. Der Sohn macht so viel Dreck in der Küche, wie ein Kleinkind. Von ihrer Lebensgefährtin ist die Mutter gestorben und sie kann nicht über den Tod reden. Sie soll erst mal Urlaub machen damit sie auf neue Gedanken kommt. Die Betreuerin hat einen für sie beantragt- Das hat ihr letztes Mal auch gefallen und sie hat ja die Arbeit. Dann bekommt die Freundin eine neue Leber. Sie ist voll gestresst. Sie hingegen hat eine Blasensenkung und kauft immer Einlagen und hat Angst vor der Darmspiegelung. Von dem Zeug war sie letztes Mal 4 Tage krank und konnte nichts essen. Es kam hinten und vorne raus.

Kollege bei der Therapie. Das will ich gar nicht sehen. Verlasse zur falschen Zeit das Zimmer und sehe sie, die ich nicht sehen wollte. Statt eine Stunde mehr als zwei. Der Psychologe kommt mit seinen ganzen 50 Minuten Terminen durcheinander.

Zettel mit „kurz zur Post“, die neuste Ausrede vom Schuster. Da habe ich gerade das Einschreiben nach Spanien abgegeben. Da war er nicht.

Spargel satt. Das erste Mal. Geil hat Stephan das gemacht.

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Miteigentümer müllen ganz schön den Garten zu. Überall Sitzgelegenheiten, die keiner braucht oder nutzt. Ich werde fragen, bevor ich eine Bananenpflanze ins Büro stelle.

P-Monster meldet sich (wow), hat Morgen Termin mit der Pflege. Bei ihm wurde es bewilligt, was bei Frau Couch abgelehnt wurde. Aufzuräumen gibt es hier auch genug. Ich darf mit Suki in die Ausländerstelle Maschstraße. Dann haben wir 3 Außentermine Morgen. Gerd ruft an, endlich kann ich ihm sagen, dass ich die Kühlerfigur für seine Lampe hat, die er gerade für mich baut.

Urlaubsvertretung der Urlaubsvertretung. Himmelfahrt, Pfingsten. Wenn man an einem Freitag Post nicht guckt, weil man z.B. wieder in Berlin ist, da kräht doch kein Hahn danach. Manche sehen das ganz eng.

Der Beamtenmusiker zieht nach Hessen, Wohnung in Linden gekündigt, Gutshof mit Schulden übernommen, Schwiegermutter Messie, wie man es aus dem Fernsehen kennt, er beratungsresistent. Frau, auch dick macht gerade auf Kosten des Arbeitsamtes Busführerschein. Er hat Versetzung beantragt nach Fuldatal. Es gibt nichts in seiner Lohnklasse und er will höchstens eine runter gestuft werden. Er wird nicht mehr als Musiker arbeiten, sondern Poststelle machen, das ist Wahnsinn was die verdienen für lau. Das ist wirklich wie Postbeamte früher. Ich bin nicht traurig, wenn der weg zieht. Die Autos und Garagen, tausende verdient und mittellos, weil immer neue teurere Kreditverträge abgeschlossen und Versicherungen eingegangen werden und er weiß nicht wofür, neues Motorrad, alles teurer. Das ist eher eine Belastung für mich und nicht zu rechtfertigen.

Beim Yoga mache ich krasse Beine hinten den Kopf Übungen. Schulterstand (my favorite) Lotus, mit den Armen die Knie umarmen, Arme gerade oder dann nach unten ziehen und umarmen. Das sieht bestimmt krass aus, fühlt sich aber sehr entspannt an. Ich sehe aus, wie eine dicke westliche Frau, die sich verrenkt wie ein dünner indischer Mann.

30.04. Möbelhaus mit Suki, sehr netter Verkäufer, doch kein Poco, mehr Familienbetrieb. Er hat nicht nur Verständnis für meine, die sind sich sympathisch. Meine hat Plan dabei und Zeichnung, die Beratung ist super. Hier könnte ich auch eines fertigen lassen, wenn das 60er Jahre Sofa meiner Oma endgültig den Geist aufgibt. Suki und der Deko-Mops und ein echt fieser Kissen….

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Kaffee gegenüber, treffe die Lebensgefährtin von Frau Staubsauger mit ihrer Betreuerin, das Frühstück ist beliebt. Sie hält Suki, ich hole Kaffee. Wir besprechen über einen Wechsel beim abW. Der Typ kann nicht damit umgehen, wenn sie weint und Krisen hat, sie soll dann Unterschriften leisten und flexibler sein und er stellt seine Themen immer in den Vordergrund, trifft einen Freund bei Ikea und kauft eigene Sachen und ist dann verschwunden und sie muss ihn suchen, dann macht er ihr Vorwürfe und sie geht in die Defensive. Das erinnert mich an Herrn Rollporsche und das geht so nicht. Vielleicht können die Männer das nicht. Will ihr die Perserin vorschlagen, es wäre unser fünfter oder sechster gemeinsamer Fall. Ich soll die Gesundheitssorge übernehmen. Da sie immer wieder Suizid versucht, ist das nicht ganz ohne und ich reiße mich da bestimmt nicht drum, aber ich habe die Nerven dazu und denke, es wäre eine Entlastung für sie, wenn es so wäre, dass jemand dem Ganzen mal gewachsen ist. Wir warten auf den Verkäufer um das Geschäft abzuschließen. Ich werde unruhig und muss langsam ins Büro. Herr Wetter kommt. Leider hat das mit dem ehrenamtlichen Job bei der Stadt Hannover nicht geklappt. Er hatte es gesagt, dass er eine Strafe bekommen hat, sie haben ihm schon seinen Ausweis gegeben und er hatte erste Termine, aber die Frau kannte sich aber nicht aus. Mit Eintragungen im Führungszeugnis klappt das nicht und seine Bewährungsstrafe wegen Internetbetrug bleibt 15 Jahre lang eingetragen. Oh Weia, das ist doch wie Mord. Lebenslang. Ich versuche ihn aufzubauen. Daneben Fax, dass mein Betreuter aus der einen Einrichtung ausgezogen ist an eine unbekannte Adresse. Das war doch nur ein Wechsel. Kennen die die Adresse ihres anderen Hauses nicht? Telefonate statt Termin Ausländerstelle. Das mit der Abholung hat nicht geklappt. Heimleiter holt aus dem Krankenhaus ab. Sicherer geht doch nicht (wie Geldtransport denke ich mir in meiner naiven Art), ich habe keine Gedanken daran verschwendet. Er kam gestern aus dem Tagesurlaub nicht zurück, war angeblich mit mir unterwegs und der Heimleiter hat noch mit ihm telefoniert und eine halbe Stunde gewartet und ist dann unverrichteter Dinge wieder gefahren. Ist geplatzt, er ist dann später alkoholisiert aufgetaucht und die wollen ihn auf die Straße setzen, er hat Pfleger angegriffen oder bedroht. Warum ein Tag vorher Ausgang? Wollten die dass es scheitert? Telefonate mit Oberarzt, Unterbringungsbeschluss. Herr Ihme ist gestern auch aus Wunstorf abgehauen, aber nach der Haldolspritze, die aber erst in 7 Tagen wirkt. Fahndung muss nicht sein. Mein Gott, was machen die in diesem Krankenhaus? Wir fahren zu Herrn Ratte und ich übe im Korb fahren. Der Hund kapiert es auf Anhieb, manchmal ist es zu stressig für uns beide mit Verkehr und ich will nur zum Termin und Suki hechelt und wird nicht jünger. Bei meinem Betreuten ist Beziehungsstress angesagt, wechselseitiger Hass und Abhängigkeit. Die Frau sieht aus wie eine Hexe, dunkle lange Haare, eine prägnante Nase, ein roter Fleck im Gesicht und ist doppelt so groß wie er, nennt ihn Mausi, aber hasserfüllt. Er nervt auch kräftig und will ihr vorschreiben, dass sie sich um ihn kümmern soll statt arbeiten zu gehen. Hier kann man die Schattenseiten einer Beziehung studieren. Ich vereinbare nächsten Mittwoch eine Außentermin bei Zart, Infogespräch, ist Voraussetzung für die Aufnahme, Leider bin ich nächsten Mittwoch den ganzen Tag unterwegs, lässt sich nicht immer auf Donnerstag legen. Er füttert Suki mit Leckerli, Suki schnappt grob. An diesen Tagen brauche ich kein Futter für den Hund. Zu meinem Betreuten, der heute umziehen wollte, er zeigt mir leere Kartons.

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Gottseidank war die eine Frist keine Klage, sondern nur ein Widerspruch und den hatte ich schon eingelegt. Während Suki den ganzen Tag nicht gekläfft hat. Einmal kurz gewufft als Alfons rein geht, der keine Manieren hat und Suki liegt brav auf seinem Platz. Stephan klopft an, kein bellen. Alles super, kaum bringe ich ihn zurück, kläfft er in seinem Zuhause das ganze Treppenhaus zusammen als eine Nachbarin die Treppe herunter kommt. Das ist Erziehung oder Negativerziehung und offenbar seine Aufgabe hier. Ich bin froh, dass er es bei mir kapiert hat und lässt, weil es macht mich Aggro.

Nichts gegessen, alte Spargelbrühe und Gemüsesticks mit Kräuterquark vorbereiten. Chico und Barbara kommen und wir trinken alte Weißweine, sie rauchen viel und husten sich die Lunge aus dem Leib, er vor allem. Wir essen große Mengen Käse, Stephan schneidet für alle auf und dann ich auch noch viel Schokolade. Ich spiele schlecht und unkonzentriert und einfach auch nicht gut. Bin auch Letzte. Wir unterhalten uns über die Rollen innerhalb der Familie, die die Beziehungen prägen und auch konstant bleiben. Er will mehr reden, sie ist verschlossen und denkt, dass uns das alles nichts angeht, was mit der Tochter ist, die wir nicht kennen. Ich finde es interessant, weil sie offenbar beide enge Bindungen zu ihren Eltern haben und hatten, eine eigene Tochter und schon lange ein Paar sind. Weihnachten bietet auch hier Konflikte. Man kann so schön offen reden. Das gefällt mir. Er sagt, dass ihre Familie konfliktscheu sei, er spricht es an, wenn ihm was nicht passt und sagt seine Meinung. Sie bleiben bis 3 Uhr. Der Hund ist wahnsinnig phlegmatisch und tump. Manche mögen es, wenn sie kaum raus müssen, aber ich finde es echt abstoßend, wie ungeschickt dieser Hund ist. Er rutscht aus auf dem Holzboden aus (!) und es ist ein hörbares Rums zu vernehmen, wenn er sich hinlegt. Krass übergewichtig und bewegungsbehindert. Das wäre nicht meines. Ein sehr netter Abend. Ich habe die beiden richtig lieb gewonnen. Sie fahren am 07. für 3 Wochen oder so nach Elba.

01.05. Der neue Tramplatz. Was auch für eine linke Gesinnung spricht ist, dass die Männer viel viel besser ausschauen, vor allem die ab 40. Ich finde ja auch die Stimme wichtig. Fistelstimme = Erotikkiller. Da sind mir mal Augen und Händen und andere Attribute egal, aber wenn die Stimme scheiße ich, dann kommt das für mich in erotischer Hinsicht nicht in Frage, irgendwie sitzt da mehr die Persönlichkeit als in Körperteilen wie Augen oder Händen, zumindest für mich. Ich habe meinen Jaguar aus dem Keller holen lassen und fahre mit dem geilen Adlerfahrrad, meinem Sonntagswagen und entdecke die Gangschaltung. Noch bequemer, nicht mehr so schwergängig beim Anfahren. Das Teil ist einfach geil. Fährt sich einfach geil und sieht geil aus und ich bin stolz wie ein Autofahrerangeber. Grillfleisch. Die Stände sind gleich geblieben, man muss sie nur finden. 4 x Souflaki. Die kleinen Spieße kosten 2,50 €. Dann 3 türkische Spieße, Dürum mit Grillfleisch und Salat. Weniger Salat und keine Gurke. „Lass Dir eine Stempelkarte geben“. Ich weiß wie ich die Jugendlichen, die den Verkauf machen, zum Lachen bringen kann. Endlich Cay. Karin und Georg und Stella, der alte Hund, erkennt uns am Geruch und freut sich total, reibt sich an uns. Feininger könnte auch noch leben und wäre jetzt alt. Was es hier alles gibt an Ständen, Fairkaufhaus, üstra, was hat der ADAC hier zu suchen? Die Musik besteht aus drei Reggae-Takten. Kommt schon endlich zu „Legalize Marihuana“, dieses Vorgeplänkel mit anderen Texten ist unerträglich.

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Micha an der Warenannahme. Erst mal Kaffee trinken. Menagerie, der ruhige Hund, eine Mischung aus Schäfer, Bernersennen und Collie mit der freundlichen Besitzerin, bunt mit Dreads. Der ist mir sehr ruhig der Hund, etwas hysterischer bzw. interessierter wäre mir lieber. Die Jugendfreundin meines Kollegen ist auch noch in Linden unterwegs, viele Probleme, dreht sich um, böser Blick, Tigerstiefel, nasse Haare, zwei Typen und einen großen Hund ohne Leine im Schlepptau, eine Planentasche mit Kindergesichtaufdruck. Ganz die Alte. Verrückt sein hält jung und schlank. Er hatte ein kleines Kirschkuchenstück soll Stephan an der Kasse sagen. Ist das eine Diskriminierung? Frau, die ich von Movenyo kenne oder keine Ahnung eigentlich. Faust, wir treffen sie und ihr Freundin noch mal. Beim dritten Mal gibt es einen Schnaps. Sie kommt aus dem Rheinland und nicht von hier. Ich denke an die Szene als der Vater, der offenbar nur sonntags den Nachwuchs beaufsichtigt hier mal beim Kind auf dem Schoss halten und Zeitung blättern das Kind fallen ließ, so dass es mit dem Kopf auf den Asphalt knallte und anfing zu schreien. Männer können so was nicht, d.h. zwei Sachen auf einmal machen. Kleinkind balancieren und Zeitung. Wir sehen Oli, unseren ehemaligen Nachbarn, der mittlerweile spitze aussieht, vorne eine weiße Haarsträhne und sonst lang schwarze Mähne. Cocktails, lecker selbstgemacht an einem Fahrradstand, Musik gefällt mir auch (mehr gitarrig, die brauchen aber auch alle bessere Sänger, obwohl der eine süß ist, aber wenn er anfängt zu schreien und die Stimme zu pressen, statt zu singen, ist das auch kein Genuss) und die vielen unterschiedlichen Menschen. Cool ist die Stimmung, zumindest meine als ganz andere Musik durch die Lautsprecher läuft, eher so old school und melodisch. Vielleicht sollte sie hier mal Oper spielen. Das wäre auch interessant. Frau Steuermitarbeiterin ist auch da. Es wird heute mehr geglotzt heute, also ich werde mehr angeglotzt, müssen welches aus Springe sein. Die Kinderbespaßung wäre auch was für mich. Durchsichtige Plastikviren auf dem Wasser und daneben die Beinschlingen an Elastikbändern, Riesenschaukel, aber nur für Kinder und/oder Schlange zu lang. Treffe einen Wohnbetreuer von früher, der mich mit Frau A. anspricht und siezt, hat Kleinkind auf dem Arm und erst mal Elternzeit gemacht. Tine treffen, ja, ihr Tochter heißt Janis. Sie weiß die Adresse in Berlin nicht. Das ist ja auch deprimierend, wozu dann Kinder? Bini und Andreas werden in 2 Monaten Großeltern. Tochter will vielleicht in die USA ziehen, sie will an Schule aus Hannover wechseln. Dann die Yogalehrerin mit ihrem Freund. Ich labere sie voll, nach dem Unterricht bin ich immer zu verstrahlt. Was ist nicht sage, aber immer häufiger denke ich, dass mein Rücken nicht nur total beweglich ist, sondern sie haben dort fast alle Nervenstränge bei mir verlegt. Das was sonst auf der Vorderseite und überall verteilt ist, ist bei mir hier in einem dicken Kabelstrang zusammen gefasst. Patrick wollten wir treffen, der woanders geparkt hatte, er kommt nicht mehr. Pizza auf der Limmer. Ich mag den Laden und es ist herrlich innen zu sitzen und das Treiben mitzubekommen. Der Rotwein zur Pizza schmeckt mir. Nächstes Mal heiße ich auch Tony, ist irgendwie cooler als Ute, Carsten oder so was und keinen zwingt einen den echten Vornamen zu nennen. Zu viel Stephans, als ich meinen an der Kasse ruft dreht sich der neben ihm auch um und ich hatte doch gerade mitbekommen, dass dieser Pizzabesteller auch Stephan heißt. Das Paar neben uns, sie mag eher seine Pizza und er reagiert nicht. Er muss sie daran erinnern, dass sie nächstes Mal seine bestellt und will er noch ein Stück von ihrer? Das waren so die Themen, aber er stumpf. Das gibt keinen Sex heute. Was gibt keinen Sex, unser Trockenbauer mit Kinderanhänger ist neben uns. Ich sage dem jungen Mann mit Schnuller, dass das echt gemütlich ausschaut, er hat Angst vor Katzen sagt er durch den Schnuller, ich gestehe, dass es mir auch so geht und ob ich da nicht auch noch rein passen würde. Nein, ich sei zu schwer.

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Neue Aufkleber kommen gleich an den Briefkasten und den Masten vor der Tür. Was für ein toller 1. Mai.

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Baden mit Salzzusatz Anika oder so was für die Muskeln und Gelenke. Haare waschen – nein. Bett neu beziehen. Könnte um 8 ins Bett. Werde ich bis 9 durchhalten? Claudia hat doch nicht angerufen. Frau Antenne bombardiert mich nicht mehr und schreibt statt dessen, dass sie von den Tabletten Muskelzittern bekommt. Sie scheint sie zu nehmen, ich bin froh und schreibe ihr, dass es eine Nebenwirkung sei (das hatte die Ärztin gesagt) und wir mit der Ärztin darüber reden müssen. Da gibt es was dagegen. Sie hatten sich 60,- € extra auszahlen lassen, weil sie keine Monatskarte bekommen habe, weil sie versäumt hatte das Abo zu verlängern und Stephan meinte, warum nicht einfach Abo verlängern und sie wieder das ginge nur bis zum zehnten und Stephan wiederum das laufe ganz normal, die hätten abgebucht. Sie schreibt mir jetzt, dass es so sei und sie nächstes Mal wohl nur 10,- € bekommen würde. So vernünftig! Ich bin stolz. Ich wäre so was von froh, wenn wir hier die Kuh vom Eis bekämen und danach sieht es gerade aus. Dienstag ist Hilfeplanung und dann geht Frau Perserin leider in den Urlaub, aber die zusätzliche Unterstützung ist greifbar nahe. Vor lauter Häkeln verpasse ich den Absprung und kann dann um 23:30 Uhr als ich ins Bett gehe nicht einschlafen.

02.05. Traum. Gemeinschaftsurlaub mit Kathrin, Anke und Sunla und anderen. Ziehe zu Fuß los und treffe Sunla in einem dicken, weißen SUV, steige ein auf den Beifahrersitz. Mit zu ihr. Im Eisfach steht der neue Gin Tonic, der rosa ist in einem Glas. Nicht so süß, mehr fruchtig und ganz viel Mineralwasser drin. Ich probiere. Köstlich. Sunla hat nur einen Schluck genommen und den Rest in Gefrierfach, weil sie noch fahren wollte. Die hat Bücher über Blumen häkeln so groß wie Pixi-Bücher. Kann ich da eines mitnehmen? Wird nur ein Blumentyp gezeigt, wie Sonnenblume. Sie häkelt immer das erst Drittel und bekommt damit so abstrakte Rosetten, die sie gebrauchen kann. Hat ausgeschnittene Papiermodelle des menschlichen Körpers an die Wand gepinnt. Das eine zeigt die Bänder und wie die verkreuzt den Unterleib festhalten. Das Band für den Unterleib ist am Knie festgemacht. Interessant. Dann gibt es noch die anderen Körpersysteme wie Nerven und Muskeln, alles dünn ausgeschnitten. Die soll man dann übereinander bauen. Dann sieht man doch ganz nichts mehr. Wir gehen zusammen essen. Der Laden ist angesagt und wir haben den letzten Tisch. Lichtdurchfluteter Nebenraum mit Glasdecke. Ist etwas kitschig hier mit Pflanzen und opulenten gemusterten Tapeten, so wie ein Dschungelwintergarten, vor allem der Hauptraum. Wo ist Kathrin frage ich Anke. Die habe ich seit Tag 2 nicht gesehen. Die ist beleidigt oder was. Sie war mit Anke und Claudia los gezogen und seitdem hat sie keiner von uns mehr gesehen. Stimmt alles mit ihr. Ist was mit ihrem Arbeitsplatz und warum ist sie überhaupt mitgekommen auf die Reise. Sie wollte ihre Schweizer Skigruppe treffen, also Freunde und die haben sie hängen lassen.

Nach dem wach werden, die Sonne scheint. Schädelspalter mit Hannovers Kaufhäusern. Das Kaufhaus König mit den Fächern auf der Lister Meile kenne ich nicht, das mit den meisten Fotos. Ich bin erschüttert und dachte, ich bin in der Szene drin. Gestern auf dem 1. Mai habe ich noch mit der Frau vom Fairkaufhaus gesprochen um zu rechtfertigen, dass ich eine Pfefferminzdose mitnehme, die ich für Pillen benutze. Gefragt nach Ehrenamtlichen, was sie da suchen wegen der Betreuten. Die hat mir auch nichts gesagt und auch sonst rede ich da viel drüber. Gibt’s doch gar nicht. Was ist da schief gelaufen? Stephan braucht echt eine neue Schlafbrille, zieht sie schon doppelt übereinander. Er schlägt vor, dass wir gleich hin gehen. Ich schlage vor zu seinen Eltern, ist man mit Fahrrädern unterwegs, schöner Radausflug, braucht sich nicht ums Essen zu kümmern und ich kann die Socken zu Ende stricken, die halbfertig im Wintergarten liegen.

Stephan will zum Sport, wir fahren Kaffee trinken. Mein Netz verdreht sich um das Rad und muss mühsam abgefriemelt werden. Schließlich schauen wir uns meinen alten Arbeitsplatz an (Kaufrausch Lister Meile, Hinterhof). 20 Jahre oder so war ich hier nicht mehr. Die Katzengewürzdosen sprechen mich an, aber ich werde nicht so richtig fündig (auch gut). Werkzeug, Sammelteller, erotisches Daumenkino mit einem Handwerker. Stephan hat gedacht, dass mehr passiert, ich auch. Es ist keine Alternative zum Fairkaufhaus. Das Regalsystem ist hässlich. Da hätte ich mir ein Vernünftiges einbauen lassen, was nicht ausschaut wie Erwachsenenduplo (schwarze Plastikregale zum Stecken, die total scheiße ausschauen), schließlich soll das vermietet werden. Die Katzenurne ist eine von vielen dort angebotenen Gewürzgefäßen, innen mit Plastikstreuer. Hammer unpraktisch, aber irgendwie cool, wenn man sonst nichts hätte an Deko.

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Zuhause arbeite ich weiter an meinen diversen Häkelprojekten und packe für Straßburg vor. Ich denke an Norman und verstärkt über den Tod nach, z.B. meinen eigenen, wie wird es sein und wann. Mein Paket bei Heike ist nicht angekommen. Meine Eltern wollen nächstes Jahr ihren 50. Hochzeitstag mit der Familie feiern auf einer warmen Insel. Das ist am 01.10. Wir sollen uns was einfallen lassen. Stephan schreibt mir, Kalifornien sei doch keine Insel. Schlussendlich bestimmt mein Bruder bzw. Doro was geht und was nicht, wozu sich also Gedanken machen. Meine Wohnungsübergabe Morgen sage ich ab, der Termin wurde nicht bestätigt. Abends gibt es Reste (der Spargel wartet im Kühlschrank), ich backe eine Linzer Torte und wir schauen und Straßenbilder aus Neapel an. Café Mexiko sage ich nur. Das wird cool. Mein Hundekörbchen für Suki ist auch irgendwann fertig.

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03.05. Zu früh wach, aber schlafen geht auch nicht mehr. Traum: Frau Staubsauger hat einen Job in einer U-Bahnhaltestelle der üstra und verkauft an einem Kiosk im Treppenhaus zwischen zwei Rolltreppen. Sie richten den gerade an und wischen und befüllen den Kühlschrank mit kleinen Getränkeflaschen. Sortiment überschaubar mit Zeitungen und Kekse und Getränke im Kühlschrank mit durchsichtiger Tür und Blumensträuße, wie Kiosk im Krankenhaus eigentlich. Ich habe einen Hundewelpen, den ich erziehe für jemanden. Er muss sich überall anfassen lassen. Wir üben laufen lassen und zurück kommen, wenn er gerufen wird. Schreibe Claudia und hoffe, dass mein Päckchenpech nicht auch hier zugeschlagen hat. Heute Krankenhausbesuch oder was? Flohmarkt nur bei Ikea. Zu weit. Dieser Lindengeburtstag muss auch nicht sein. Das war für mich Faust, 1. Mai. Da feiert sich Linden.

So, mein Päckchen für Claudia –abgeschickt am 27.04. – ist nicht angekommen, sondern nur russische Schale, Schokolade, Düngerstäbchen und Baby-Rassel. Ich finde es voll doof. Sie macht wieder eine Yoga-Challenge. Gut, sie war immer die sportlichere von uns beiden. Den Inhalt habe ich dokumentiert.

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Suche alte Jugendfotos raus wegen Trauerfeier Norman. Krass Baby-Speck hatte ich mit 25 noch. Manfred ist nicht mehr im Siloah. Stephan fährt mit seinen Eltern nach Hildesheim, den restaurierten Dom besichtigen. Dazu kann ich mich nicht aufraffen. Statt Kalifornien gibt es die Kanaren. Sage ja, dass mein Bruder hier die Ansagen macht. Krass langweilig. Wasserbüffel sind süß und wohl auch sensibel, obwohl sie ganz anders aussehen, so schwarz mit strähnigem Fell und unfreundlichem Gesicht und Hörnern, auch bei den Weibchen. Sie lieben Rote Beete, die extra für sie angepflanzt wird, aber wenn eine Radlergruppe vom Tag der Landwirtschaft kommt und sie anschauen will, hauen sie ab und auch die Mutigste der Gruppe lässt sich nicht mit Roter Beete anlocken. Lieber warten bis die abgehauen sind. Ein Jungbulle hat sich in einem Seil verfangen, was um sein Bein gewickelt ist und dann um den Kopf. Der junge Landwirt, der Öko-Landwirtschaft studiert und seine Freundin, die sagt, er habe das schönste Lächeln der Welt, sie studiert was ganz anderes und hilft ihm an den Wochenenden und wird auch bei ihm bleiben und nicht in die Stadt ziehen (ein Traumpaar) muss ihn jagen um ihm auf den Boden zu legen und das Seil abzuschneiden. Der Jungbulle ist so erschöpft von der Aktion, dass er gar nicht mehr aufstehen will und zur Herde zurück und richtig zum Aufstehen körperlich animiert werden muss wie nach einer Narkose. Und sie stehen total auf Regen und legen sich in die Pfützen auf den Feldern. Das gibt es also auch unten den Säugetieren, sonst wollen alle raus auf dem Regen.

Mein Hütchen für Neapel ist krass geworden. Bin sehr zufrieden damit. Weniger mitnehmen und dafür Hammer. Das soll mein Urlaubsmotto sein. Ich hoffe, sie geben mir damit richtig krass Kaffee aus. Hey, da gibt es ganz viele Inseln auf diesen Kanaren. Warum kommt Stephan nicht wieder? Er hat mir Spargel satt versprochen und ich esse getoastetes Brot mit dick Butter und Schwarzwälder. Spargel gibt es dann doch noch und für 3, weil Micha nicht gekommen ist. Das gibt Suppe mit ganz viel Einlage. Hildesheim mag ich nicht, hatte ich Prüfung im ersten Staatsexamen. Wir sollen in einem Billighotel übernachtet haben, muss ich verdrängt haben. Zu Tisch in Schottland. Man haben die süße Highlandrinder und Ponies und landschaftlich ein Traum, aber das Wetter echt scheiße und ohne Auto kann man auch nichts werden. Dafür gibt es Jakobsmuscheln in rauhen Mengen. Die essen sie pfannenweise ohne Beilagen, nur Haferkekse gibt es dazu. Ich liebe meinen blauen durchgetragenen Filzhut aus Dittmars Kaufhaus.

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