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Sangsusi
17.04. Geträumt von einer schrägen Kreuzfahrt, irgendwas Nordisches sollte das sein, dunkler Kies, alte Frauen, die mich fragen, wo ihr Taschen sind, die ich ihnen wohl zuvor gereicht habe. „Ich habe sie nicht geklaut und die Verantwortung dafür abgegeben als ich sie angereicht habe“ lautet meine Antwort. Es wird anhand zweier Models an Bord die neuste 70er oder 80er Jahre Mode demonstriert. Wir essen schick und der Tisch steht auf Rollen und wir albern damit rum. An einer Stelle sind wir nicht schnell genug beim Essen (unrealistischer Traum bzw. kann nicht stimmen) und die Bedienung nimmt den gepulten Scampi und die Artischocke in Öl mit den Fingern von unserem jeweiligen Teller und legt sie auf einen benutzten Servierteller in der Mitte und räumt unsere Teller dafür ab. Ich bin fassungslos. Irgendwer war in Frankreich und hat neue gesüßte Kondensmilchsorten entdeckt und für sich mitgebracht mit anderen Verpackungen, aber nur 9 % fett, außerdem habe ich ja noch einen Vorrat. Dann bin ich offenbar in Wien am Naschmarkt und frage nach dem Bruder vom Urbanek, weil nur einer im Laden ist und es heißt, Thomas ist gestorben. Ich werde sofort wach. Es ist erst 6 Uhr, aber das ist normal (Reiseaufgeregtheit wie wir sie aus Grand Budapest kennen) und heute geht es los nach Potsdam.
Kurzes Frühstück. Wir haben die geilste Erdbeermarmelade aus dem Bühlertal für 2,- €. Die stand an der Straße an der Toreinfahrt zu einem Hof mit Selbstbedienung, d.h. ein Stand, die Ware und eine Kasse zum Reinlegen des Geldes. Da waren auch sehr leckere Schale mit Beeren und eben diese Marmelade, die irgendeine Marmeladengöttin eingekocht hat mit großen Erdbeerstücken und dem Wahnsinnsgeschmack.
Kurz nach 9 steht Sabine an der Bushaltestelle. Ich erkenne ihren Unterkörper. Sie hat kleines Gepäck dabei im Gegensatz zu uns und war am Abend vorher aus. Fösse 77. Sie sei etwas versackt, dafür hat sie den Harald Glöckler aus Hannover kennen gelernt, zumindest von aussehen her und dabei hat sie sich verquatscht. Er hat ein Bestattungsunternehmen, Larissa bedauert später, dass sie nicht gefragt hat welches. Im Zug setzen wir uns an einen Vierertisch zu einer Frau, die auch was Handgeschriebenes in ein Buch schreibt und Kopfhörer trägt. Aus ihrem Rucksack holt sie ein dickes Kopfkissen mit starken Gebrauchsspuren, wie Linus Deckchen. Immer wieder sind Quak-Geräusche zu hören. Ich vermute das ist eine Ente vom Maschsee, die auch mal einen Ausflug machen will zu ihren Freunden auf dem Tegeler See oder Wannsee. Meine Laune ist bestens. In Spandau und Charlottenburg steigen wir um. Die letzte S-Bahn ist sehr voll mit jungen Menschen, französischen Ausflugstouristen mit Rädern dabei sowie einem Alkoholiker, der einen Spazierstock hat und die Tasche voller Schluck und einem Sozialarbeiter „Tolerantes Brandenburg“, der die Fahrt zum arbeiten nutzt und immer wieder unterbrochen wird und dieselbe Adresse am Handy durchgibt, so dass der ganze Zug im Chor mitsprechen könnte. Stephan trägt seine coole Pornobrille, die Scherzartikel und kein UV-Schutz ist, wie ich immer betone und kann sich aber nirgends festhalten. Als der Zug bremst fällt er auf die Sitzenden vor ihm, so dass ihm von einem jungen Mann, der liest und ihn mit auffängt, einen Sitzplatz angeboten wird. So ist es eben kurz vor 50 mit der ungewohnten Faschings-Porno-Brille.
Wir warten an der falschen Seite, am Hinterausgang des Bahnhofs und alles ist auf Touristen eingestellt, Doppeldeckertouribusse mit Schlösserrundfahrten und viele Menschen, die hauptberuflich Flyer und Stadtpläne verteilen. Ich lehne dankend ab. Gibt es hier was zu sehen?
Wir fahren in die Innenstadt, wo es die kleinen, netten Geschäfte gibt. Holländisches Viertel.
Unserer Freundin ist hier immer nur zum Arbeiten und kennt es nicht, bei geöffneten Geschäften tagsüber im Café zu lungern, aber das tun wir heute. Wir laufen etwas herum wie die Touristen. Potsdam hat ein Brandenburger Tor und auch andere Tore, eines mit Jagdmotiven. Der Essenplan ist durchorganisiert und wir kehren ein ins Lindner und hier gibt es Feinkost und vor allem sehr leckeren Edelsalate, die man einzeln abwiegen lassen kann. Zum Nachtisch gibt es Nougathase.
Über die riesigen, überdimensionierten Tortenstücke mache ich mich lustig. Später werde ich eine Filiale von dem Laden in Berlin am Prenzlauer Berg entdecken, allerdings geschlossen am Ostermontag. Bevor wir hier shoppen oder es versuchen, wollen wir lieber beim schönen Wetter eine Bootsfahrt unternehmen und Larissa fährt zur Uferpromenade. Hier wächst Hopfen an langen Seilen und dazwischen Tulpen. Das Schloss ist zu sehen, direkt neben einem sehr hässlichen Hotel, viel Plattenbau und dazwischen etwas Schloss und auf einer Verkehrsinsel haben sie eine Krimes aufgebaut, die sehr deprimierend aussieht. Larissa fragt die Butterfahrtsmatrosen und wir entscheiden uns für die Schlössertour für 13,- €. Wir sitzen an Deck und lauschen der Durchsage. Die englische Übersetzung ist peinlich schlecht und zum Teil auch richtig falsch und unverständlich. Es tauchen am Ufer oder weiter hinten zwischen den Bäumen immer wieder die tollsten Bauwerke auf und richtig viele davon. Der Akku unserer Kamera ist leer, was den Blog entlastet. Stephan macht Fotos mit Larissas Kamera, aber die habe ich nicht zur Verfügung. Zum Schluss sage ich, dass sich jeder ein Schloss aussuchen soll. Ich nehme das Pumpenhaus mit dem hohen Schornstein, der an Rapunzels Turm erinnert, direkt am Wasser gelegen, schön duster mit klitzekleinen Fenstern. Im Garten würde ich ein Rudel von Staffordshire Terriern halten. Larissa entscheidet sich für das Casino mit Billardzimmer und luftigen Arkaden im italienischen Stil. Sabine warnt sie noch, dass es zu klein sei, aber da gibt es wohl noch mehr Gebäude dahinter. Larissa kennt sich aus und Billardzimmer ist ja was für Sabine. Stephan entscheidet sich für die riesige Villa eines Windmühlefabrikanten mit Merkur auf dem Dach und über 2000 qm Wohnfläche. So hat dann jeder seine Residenz nach seiner Vorstellung in meiner Phantasie. An der Anlegestelle ist ein großer Brunnen mit Wagenfigur mit Wasserelementen, d.h. so eine Art Neptun und der wird von Wasserpferden gezogen, von dem kaum was übrig ist. Modern wurde es mit Drahtgestänge ergänzt. Das sieht schlimm aus, soll aber Dampf abgeben, aber der Automat, in den man das Geld einwirft für dieses Schauspiel hat einen Aufkleber mit „defekt“ und so probieren wir es gar nicht erst mit unserem Kleingeld, sondern gehen zurück zum Auto und fahren in die Ribbeckstraße. Wir schauen uns die Werkswohnung an mit großem Garten. Eine gemütliche Küche mit Blick in diesen. Eine ehemalige Scheue und eine leuchte gelb-orange blühende Hecke. Ländliche Idylle pur. Wir bauen unser Bett auf und während die Frauen etwas Mittagsruhe am frühen Abend halten, geht Stephan eine Runde laufen im Schlosspark Sanssouci. Er kommt total euphorisiert wieder und hat die Palmen gesehen und ist die 100 Treppenstufen zur Orangerie hochgelaufen wie in Rocky. Wir machen uns fertig für die Abendgestaltung. Da die Zeit knapp ist, lernen wir einen netten Taxifahrer kennen. Rechts sehen wir „Sangsusi“, wie die Einheimischen sagen. Wir haben einen Tisch bei Juliette. Nirgends in Potsdam gibt es Tafelwasser, weil der Chef das immer nicht so gerne sieht. Das Essen ist sehr lecker, foie gras und Kalbstartar mit Kapern und Sardellen, ein Paprikasüppchen mit Ochsenschwanzrsavioli, gerade der vegetarische Hauptgang mit Variationen vom Sellerie ist der Burner. Die Nachspeisen lassen etwas nach, dafür war der warme Käsegang jeweils sehr lecker.
Die Toiletten sind über den Hof, der Durchgang ist knallrot und Bach Musikschule gegenüber mit einem Porträt des Herrn Bach und seit der Expo weiß ich, wie selten das ist (leider kein Foto gemacht). Unser Freund fährt uns wieder nach Hause und wir gehen bald zu Bett, weil wir Morgen das Schlossprogramm vor uns haben.
Ich konnte nachts das Klo nicht finden bzw. den Zimmerausgang. Rollläden dichten den Raum ab und ich taste mich entlang der Wand und fühle nur Schrank und nicht Tür, werde wütend, Stephan wach. Das Klo ist im Treppenhaus, aber wir sind alleine. Beim zweiten Mal sehe ich schon besser, weil es wohl dämmerig ist, lasse dafür die Spülung ausversehen laufen. Es ist 9:20 als ich wach werde und mich ausgeschlafen fühle.
18.04. Larissa hat liebevoll Frühstück gemacht und Sabine spült immer ab, so dass die Küche makellos ausschaut. Da wir ja paar Apfelstücke übrig haben, will ich die Pferde gegenüber füttern. Die habe ich durch die Fenster, die eine lustige verschwommen Sicht machen durch altes Glas hindurch gesehen. Ich darf sie aber nur bei dem humorlosen Ossistallbursen um die 60 mit der lustigen, selbstgehäkelten Strickmütze mit Bommeln abgeben und er wirft sie auf seine Schubkarre und erzählt uns, dass er den Pferden nur das lange Gras geben darf, weil sie beim kurzen zu viel Luft schlucken beim Fressen und dann Koliken bekommen. Sind auch so empfindlich dieser Viecher. Wir laufen wenige Meter und sind schon auf dem Gelände des Schlosses. Das ist ganz toll!!
Alles was nicht Barockgarten ist und zufällig aussieht, ist englischer Landschaftsgarten. Das weiß ich seit der Führung neulich in Herrenhausen und es wird heute wieder bestätigt. Auch hier viel Urwald, ein Parkplatz mit Reisebussen aus Tschechien und Polen.
Der Himmel ist bewölkt, die Außenanlage beeindruckend. Eine holländische Windmühle gab es auch, aber Stephan meint ohnehin, dass ich zu viele Fotos veröffentliche…
Sanssouci selbst ist echt schön, die 11 Räume. Sehr beeindruckend.
Der Stuck mit dem Spinnennetz mit drei dicken Spinnen drin ist mein Favorit! Ja, Sanssouci hat was mit Lebenslust zu tun und Sinnenfreuden und Natur.
Auch das Gästezimmer von Voltaire hat es mir angetan, über und über voll mit gemalten Holzblüten, Ranken und Vögeln. Herrlich und ganz nach meinem Geschmack.
Hier kann man ihn nur schwach erkennen, aber ich habe Beweisfotos, hier habe ich meinen Button mit dem Mund und der grünen Olive darin noch. Den habe ist später in Berlin nicht mehr. Ein bisschen Schwund ist immer. Schade ist es trotzdem. Es war ein Barcelona-Button für mich.
Auch die Bibliothek ist wahnsinnig schön. Die Stimme im Ohr erzählt uns von dem bösen Vater, der die Bücher seines Sohnes einfach verkauft hat. Der Sohn, der König von Preußen, der Flöte spielte und nur sein Lehrer durfte ihn kritisieren durch leichtes Räuspern. Der König, der lieber Künstler oder Architekt werden wollte. Hartes Schicksal. Alle wollen immer was anderes werden, stelle ich mit Stephan fest. Der König Künstler, der Künstler König usw. Wir machen einen kurzen Abstecher in den Giftshop während eines Regenschauers und ich kaufe Postkarten und Samen für die Kleingärtner zuhause. Die sehen zu hübsch aus mit den Schlössern auf der Packung. Da fällt man leicht drauf rein. Dann gehen wir zur Orangerie und ich gebe mich gleich geschlagen. Ich habe ja gelernt, dass je mehr Orangenbäume, desto mehr Wohlstand und hier gibt es Palmen, groß wie Bäume und hey, da kann Herrenhausen nicht mithalten. Das ist mal ganz klar.
Auch hier gibt es was zu besichtigen, aber trotz unserer Universaleintrittskarte ist das nicht so einfach. Immer wieder Kasse und sich einer Führung zuordnen lassen. Umständliches Procedere. Auf Filzschuhen folgen wir der ambitionierten Führerin, die besonders die Kinder animiert. Hier gibt es ein Bernsteinzimmer
und verschiedene Edelsteinzimmer, Lapislazuli und Malachit.
Die 4 Elemente in Porzellan, die typisch Meißen ausschauen für meinen Geschmack, aber durchaus charmant sind.
Der König mochte gerne Seide und Porzellan. Die Gemäldegalerie ist nicht 100% meins, aber bestimmt auch nicht zu verachten. Ich stehe offenbar auch auf die kitschigen weißen Figuren, nackte, putzige Kinder mit Weinreben oder Hunden. Kategorie II Darstellungen auf jeden Fall.
Auf den Turm steigen wir nicht mehr, sondern gehen ins Drachenhaus, wo wir einen Tisch bestellt haben.
Auch hier gibt es Leitungswasser auf Anweisung des Chefs nur zum Kaffee. Wir essen das Spargelmenü. Der Spargelnachtisch mit Glibber ist leider ungenießbar. Ich esse ihn trotzdem. Als ich mir keinen grünen Tee (1 Kännchen) mit Larissa teilen darf, weil die Kännchen nur mit einer Tasse serviert werden, wird sie sauer. Ein andere Gast kommt ganz nah an mich ran und sagt sehr laut, dass er so eine Uniform noch nie gesehen habe, „Italien, interessant“. Ich sage irgendwann, dass ich seine Uniform „Funktionskleidung, Jack Wolfskin“ hingegen leider schon sehr oft gesehen hätte. Dann laufen wir zum Neuen Palais.
Wir haben den Bemsel für die Fotoerlaubnis leider verloren, weil das schlecht gemacht ist und das Papier einfach abgeht vom Handgelenk und der Verschluss nicht taugt. In jedem Raum wird man angesprochen. Mir reißt die Hutschnur und ich sage, dass ich es dann lasse mit dem Fotografieren, wenn es so kompliziert sei und man wirklich in jedem Raum sich rechtfertigen muss. Eine Angestellte verspricht Abhilfe. Statt, dass sie uns einen neuen Bemsel bringt (das geht nicht), tackert sie den Bon mit dem Zahlungsnachweis an Stephan Brust, an das Sweatshirt. Es gibt wieder weiße Nackte und tolle Standuhren, mein Papa würde echt auf die abfahren.
In jedem Raum ein Kamin mit königlichen Fliesen.
Außerdem tolle Holzböden und immer wieder Hunde.
Die Schlafnische. Ich kenne mich langsam aus.
Tolles Porzellan. Der Greifvogel ist mein Liebling!
Eine schöne Abdeckung aus Metall:
und sogar eine Badewanne, weil die englische Königin für Hygiene war. Sehr schickes Teil, eingebaut in eine Ecke und man konnte durchbrochene Türen zumachen und dann rausschauen, aber nicht rein.
Es gibt diverse Klingelknöpfe an der Wand, die Zugehfrau, die Zimmerfrau, die Ankleidehilfe und 5 weitere. Man weiß gar nicht, was die im Einzelnen alles machen sollten (außer Ankleidefrau natürlich). Sabine hat mich darauf aufmerksam gemacht. Das stammt wohl aus einer späteren Zeit nach der Elektrifizierung.
Die Gruppe ist gespalten, erkläre ich einem der Aufpasser. Ich bin strenger Befürworter des Rococo, aber Larissa ist Anhängerin des Klassizismus…. Draußen an der Fassade große Monsterengel, riesige Köpfe und fast verzerrte Gesichter.
Im Neuen Palais gibt es silbernen Stuck an den Decken, das schafft eine ganz andere Atmo als der goldene. Ich kann irgendwann keine Prachträume mehr sehen.
Wir laufen durch den Park zum Chinesischen Haus, was ich nicht so doll finde, aber die Fotos davon sind schön. Da sieht man mal was Wetter und Licht ausmachen.
Auch hier wieder Schnitzeljagd. Mit den Generalkarten zu einem Bauwagen und Nullkarten holen (!?). Das ist alles unlustige Schikane. Larissa erledigt es für uns, aber überflüssig ist es trotzdem. Ein Mann will nur einen Blick werfen, das geht auch nicht. Innen ist es mäßig schön, der Kitsch hier ist nicht so meines. Auf den Fotos gefällt es mir wiederum besser.
Vor Ort gut gefallen haben mir allerdings die Teller mit Phantasietieren.
Der Fußboden ordinärer Marmor. Nicht alles was alt ist muss als Museum behandelt werden. Hier könnte man eine Gastronomie rein machen, ein flottes Café oder ein Yogastudio. Früher sind die Räume doch auch benutzt worden. Dafür sollten sie da sein. Stattdessen steht man in dem hohen ungemütlichen Raum und fragt sich was das soll.
Wir gehen zurück, die Sonne scheint auf die Parkanlage.
Mit Brunnen hatte es der König nicht so, stellt Sabine zu Recht fest. Für den Turm reicht es nicht, zeitlich. Wir schließen die großen Koffer und Larissa fährt uns zum Bahnhof und wir nehmen um 18:09 Uhr die S-Bahn nach Berlin. Vorher bedanken wir uns bei unseren lieben Freundinnen für die herrlichen Tage. Mein Kopf ist voller Eindrücke.
BM-Outfit 17.04.
BM-Outfit 16.04. Hütchen „Gs Teichfrösche treffen den Buchbinder“
BM Outfit 14.04. Hütchen „Kätes Scampi“
Dom Hemingway
14.04. 7 Uhr bleibt konstant meine Zeit.
Altkleidercontainer in der Nieschlagstraße ist weg, fahre instinktiv zum Schmuckplatz und ziehe gleich was Neues raus beim rein tun, eine Homer Simpson Krawatte mit verschiedenen Gesichtsausdrücken. Die muss mit.
Vor dem Betreuerausweis ist der erste Ordner schon voll. Telefonat mit der Anwältin des Mannes, er will, dass es über sie läuft. Immerhin sind die Schulbücher zurückgebracht worden und nur 6,50 Mahngebühren noch offen.
Bei der Ermittlungsakte geht es um den Vorwurf des Kreditbetruges und irgendjemand hat eine Lohnabrechnung gefälscht. Der Autokreditvermittler und Leute aus seinem „Kulturkreis“ die mit ihm gemeinsame Sache gemacht haben. Mein Betreuter sagt jetzt, es sei nicht die Unterschrift seiner Frau. Er will mir die zeigen. Ich sage, dann ist es ja auch nicht ihr Unterschrift, wenn er sie macht. Aber er kann diverse Unterschriften echt gut, u.a. von seiner Frau und seinem Vater.
Schon wieder Herrn Ihme Geld leihen. Ich scheiße ihn zusammen, dass ich es nicht mag, wenn er hier reinschneit ohne Termin. Selber schuld, wenn man über 1/3 seines Monatsbudgets für ein Scheißhandy ausgibt. Essen ist wichtiger. Es ruft ihn sowieso keiner an außer seiner Oma und er ruft mich leider nicht an bevor er kommt. Was nutzt dieses Telefon? Ich muss ihm nächsten sein Geld einteilen, anders geht es leider nicht. Sagt zu allem ja.
Neuer Laden am Kreisel. Große Fenster. Die Frau von der Weißwein- und Lachbar. Kostprobe heißt der und irgendwie Selbstbedienung, auch bei den Weinen, die ringsherum an den Wänden stehen und dann Karteikarte nehmen und sammeln oder gleich zur Kasse. Es gibt eine Salatbar zum selber zusammenstellen. So was fehlte tatsächlich in Linden. Uns macht sie Tagliatelle mit Tomaten- und Walnusspesto und Rucola bzw. gegrilltem Gemüse als Extrazutat (1,50). Lecker, man sitzt gut und schaut durch die großen Fenster hinaus auf den Lichtenbergplatz und in den Himmel und stellt fest, wie schön der Himmel aussieht und wie groß die Kastanie schon geworden ist. Die Qualität stimmt und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Sehr leckere und butterige Kekse „Cardamonie“ für 60 Cent taugen mehr als die alten Törtchen von Luis für 1,80 im Marktkaffee und die Schokotarte ist auch um Längen besser. Die können da nicht richtig backen und die belegten Brote haben assige Zutaten, Toast mit Formschinken, da hat doch so ein leckerer Käseteller mit Feigensenf und Früchtebrot mehr Klasse. Den gibt es hier in 3 Größen und entsprechend auch gute, frisch belegte Brötchen. In Frankreich würde man so einen Käseteller gleich akzeptieren als Mittagssnack. Fromagerie Tourette, hallo!! Ich finde das Konzept gut und werde den Laden unterstützen und man hat seine Ruhe und kann schön sitzen ganz ohne Babyalarm und Jugendamtsmitarbeiter im Rudel.
Nachmittags führe ich Verhandlungen mit dem Insolvenzverwalter. Gut, ich mache es und lass mich breit schlagen, aber wir bleiben im engen Austausch und wenn es einen Monat nicht klappt, ist sie selber schuld und ich kündige es auf. Nach der Probezeit wird der Arbeitgeber ohnehin informiert. Wozu das Ganze, kann man sich auch fragen.
Herr Subutex kommt um einen Zeugenaussage für die Polizei zu formulieren. Es ist ein Nervenbündel und hat sich verschanzt in der Wohnung und hatte Todesangst und Panikattacken. Den Haupttäter hat er getroffen und sich in eine Apotheke geflüchtet und die Polizei gerufen. Er hat es in seiner Wohnung nicht ausgehalten und die Feuerwehr war da und die wollten ihn in eine Klinik bringen und jetzt ist er bei seiner Mutter. Armer Hase, ist wohl PTBS, schlechte Konzentration, neben sich Stehen, Heulen, Nervenbündel sein. Hier die Ergebnisse unserer Arbeit:
„ich beziehe mich auf Ihr Schreiben vom 07.04.2014. Wir Sie bereits wissen, bin ich die Betreuerin des Geschädigten….. Dieser möchte eine schriftliche Zeugenaussage machen wie folgt:
Am Abend des 01.04.2014 um ca. 21:30 Uhr stand ich zusammen mit A.P., J., T. & M. an der Stadtwegapotheke mit einigen Rumänen zusammen in einer Gruppe. Die Stimmung war freundlich. Mein Freund A. P. hatte sich eingemischt in den Streit eines Paares um hier zu schlichten. Sowohl der Mann als auch die Frau gehörten zu der Gruppe der Rumänen. Die Frau war klein und eher knapp unter 1,60 m groß, sie hatte dunkle lange Haare, die mit einer Klammer am Hinterkopf befestigt waren, dunkle Augen und ihr Alter schätze ich auf 25-30 Jahre. Ich würde die Frau wiedererkennen. Als die Tonlage lauter wurde, bin ich auch hingegangen um ebenfalls zu schlichten. Grund der Auseinandersetzung war wohl, dass die Männer in der Gruppe die Frau mit Alkohol und Zigaretten freigehalten hatten den Abend über und nun eine sexuelle Gegenleistung erwartet haben, weil die Frau wohl als Prostituierte arbeitet. Die Streitschlichtung klappte auch gut, das heißt, der Typ war ansprechbar. Er war ca. 1,70 m groß und kräftig gebaut, zwischen 25 und 30 Jahre alt und hatte dunkle, kurze Haare sowie eine Frisur mit Seitenscheitel. Ich habe diesen Mann im Übrigen auch nach der späteren Tat wiedererkannt und die Polizei verständigt, das war am Samstag, den 12.04. Als der Streit beigelegt war, verließ der Rumäne den Platz und die Frau kehrte zu der Gruppe zurück, d.h. zu uns. Rumänen waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr da.
Ca. 10 Minuten später hörte ich Geräusche und sah, dass sich 5 Rumänen um A. P. gestellt haben und auf eintraten. Alle Tritte waren gezielt und richteten sich gegen den Kopf. Das passierte auf dem Schünemannplatz neben der Telefonzelle. Ich bin dann meinem Freund zur Hilfe geeilt und habe versucht auf die Männer einzuwirken, dass sie damit aufhören sollten. Ich war nicht der einzige, meiner Meinung nach haben auch J., T. und M. ebenfalls versucht auf die Rumänen einzuwirken, damit sie aufhören. Die Rumänen waren nicht ansprechbar und haben einfach weiter gemacht. Sie haben weder zugehört noch sich abhalten lassen. Der Typ, der den Streit mit der Frau provoziert hatte, war hier der Haupttäter, der am meisten körperlich gegen Herrn P. vorging. Die Rumänen traten wie von Sinnen auf Herrn P. ein. Die Täter haben den Kopf getreten wie einen Fußball und ich sah ihn immer hin- und herfliegen. Weil ich mir nicht anders zu helfen wusste und nichts geholfen hat, habe ich dem Haupttäter mit einer leere Flasche auf den Kopf gehauen, damit er aufhört. Diese ging zu Bruch, aber er hatte keine sichtbare Verletzung davon. Daraufhin richtet sich die Wut der Gruppe gegen mich und sie haben mich zu Fall gebracht und fingen an mich zu treten, ebenfalls nur gegen den Kopf. Ich habe 4 Tritte gezählt und dann das Bewusstsein verloren und bin im Krankenhaus wieder zu mir gekommen. Ich musste offenbar im Krankenwagen wiederbelebt werden und war zunächst auf der Intensivstation des Nordstadtkrankenhauses. Ich hatte diverse Gesichtsfrakturen, vor allem das Jochbein war mehrfach gebrochen. Mein Handy ist bei dem Überfall gestohlen worden sowie ein kleines schwarzes Portemonnaie mit Kette, in dem ca. knapp über 30,- € waren. Das Portemonnaie hat meine Mutter im Gebüsch gefunden, einen Tag später, aber es war leer und nicht mehr zu gebrauchen. Das Fahrrad hatte ein Bekannter für mich gesichert. Ich bin dann am 09.04. operiert worden und am 11.04. nach Hause entlassen worden. Ich habe da festgestellt, dass ich nicht alleine in meiner Wohnung sein kann und hatte Panikzustände, so dass ich mich nunmehr um stationäre Hilfe bemühen muss (Traumastation). „
Ich mache schon Witze und sage, so billig kann man Sex haben von einer Professionellen? Ein bisschen Alkohol und Zigaretten reicht da schon. Die würde den Russen gehören und die hätten versucht sie jetzt A.P. anzudrehen, von wegen sie gehöre erst ihm und er könne sie haben. Ich sage, er kann doch im Moment nicht alleine sein, ist sie denn gut zu Katzen und wir lachen alle drei, er, seine Mutter und ich. Manchmal lockert das am besten auf.
Jobcentertyp von Freitag, mein neuer Kumpel ruft an. Ja, Erlös aus dem Hausverkauf ist geflossen, 17 tausend, aber ist weg. Er muss sich das Thelma und Luise-mäßig vorstellen, ein Roadtrip durch Italien und alle 3 Tage 500,- € mit Kreditkarte oder am Automaten.
Hier ist um Viertel vor 5 das Büro leer. Alle haben Urlaub oder früher Feierabend gemacht.
Ich habe keinen Sport und rufe meine Freundin Claudia an. Fix ist beschlossen, dass wir zu ihrem Geburtstag nach Hamburg kommen. Das muss auch mal seien, dass man sich bei Freunden blicken lässt, die Lust darauf haben. Ich habe eine prima Geschenkidee, die allerdings der Absprache bedarf und mit einem Gutschein zu tun hat. Da scheiden sich ja die Geister. Ich liebe Gutscheine, zumindest sie verschenken. Sie will auf der MS Claudia feiern. Da spielt eine alte Punkband á la Hansaplast und Fehlfarben. Ich sage, die Attribute „alt“ und „punk“ passen doch wie die Faust aufs Auge zu uns.
Der Mond war Sonntagabend schön, aber sehr aggressiv. Heute auf dem Weg in die Innenstadt geht der Mond auf und die Vögel zwitschern dazu. Riesengroß neben der Kulisse vom neuen Rathaus und dann neben der NordLB, teils mit grauen Wolken bedeckt, die aber keine klare Umgrenzung haben, sieht sehr unheimlich aus und beeindruckend. Ich will unbedingt einen türkischen Cai trinken.
Trinke stattdessen Pfefferminztee im Kino. Dom Hemingway. Cooler Film, großartiger schauspielerischer Auftritt von Jude Law und tolles Englisch und Szenen aus London sowie großartiger Affenkunst in der Villa von dem russischen Oberboss in Italien. Optisch sehr schön diese Einstellung, die Männer in den Sesseln vor den Affenporträts. Ich kurz vor meinen Wechseljahren, habe auch so Aggro-Impulsdurchbrüche, weniger körperlich, aber halt verbal und das hat er hat, bin gleich auf 10 von 10 Eskalationsstufe. Ich kann so einen Typen besser verstehen denn eh zuvor. Außerdem kann er auch nach dem Exzess überzeugend Entschuldigung sagen. Das kann ich auch. Im Film fragt er erst, ob Ivan die Kurzform von Ivana sei und beleidigt den Boss nach Strich und Faden und will kein Kaninchen essen, weil das Haustieren seien, die würde er nicht essen. Eben solches wird ihm serviert auf einem silbernen Tablett, aber zu dem Zeitpunkt hat er schon zugestanden, that he „was behaving like a cunt“, sich also entschuldigt. Es ist quasi die Bewährungsprobe. Ich esse gerne Kaninchen und würde mich allerdings bei der Person bedanken, die meinen Partner versorgt und gevögelt hat als ich im Knast war und der Partner an Krebs starb, statt sein Gesicht zu Bolognese zu schlagen. Den Ansatz kann ich nicht verstehen. Der Film ist aber ohne Pathos und zeigt, wie einer nicht aus seiner Haut kann und das Glück kommt nur zaghaft und man muss viel dafür tun, erst mal sich das richtige wünschen.
15.04. Traum. Mein jetziger Kollege verhandelt einen Kunstaustausch. Es geht Gurlittmäßig um 140 Kunstwerke, mit denen man ein Museum ausstatten oder gründen könnte. Die eine Seite hat einen besonders guten Deal gemacht und irgendwie bin ich involviert und kann es gar nicht glauben und bin mit dem einen Kunsttypen zusammen und wir hausen in Amsterdam, aber das nur am Rande. Dann treffe ich mich mit meinem ehemaligen Kollegen, mit dem ich mich voll versöhne und erzähle ihm dem ich von dem Fall unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit (ich hatte neulich eine dienstliche Indiskretion, die mich wohl verfolgt), weil er Ahnung von Kunst hat und sage, die Sammlung sei um Längen besser als das was das Sprengelmuseum zu bieten hat. Ich lade ihn zum Essen ein in eine Street kitchen, eine kleine Garküche an der Straße mit Hockern mit Fleischauswahl, man sucht sich was aus und es wird dann gegrillt. Er wählt mehrere Fleischstücke, die dann für ihn gegrillt werden.
Im Büro Steuerprüfung von irgend einem Mandanten der Kollegin. Ihre Tochter ist heute mit im Büro, Osterferien. Sie trägt einen Button von mir mit Stadtplan der eigenen Straße. Die Steuertussis sehen immer gleich aus diese Frauen mit den farbigen Wollpullis und farbigen Brillen, die gerne die Zahlen durchprüfen wollen und sich die Ordner vornehmen. Ekelhaft.
Mache meine Frau Karlsruhe, die wegen Geld kommt fertig. Die hat die Mobil-S Card und die normale, übertragbare Monatskarte. Entschuldige mich dann für den Wutausbruch, aber es sei so ärgerlich, das schöne Geld und sie muss dafür lange putzen und es ist doch klar, dass man die anderen Karten zurückgeben muss. Das versteht doch jeder, weil man sonst zwei Monatskarten hat und da sonst wer mit fahren kann. Sie sagt immer zu sich zu kümmern und dann fasse ich nach und es ist doch nicht so. Drohe ihr damit, dass ich das nachkontrollieren werde und wehe, sie macht es nicht. Ihr tun die Füße weh. Ich sage, zu viel Schlossbesichtigung in Süddeutschland am Wochenende. Da hatte sich schon Geld von der Bank geholt.
Finanzamt Celle in meiner neuen Betreuungssache. Hat gewerbliche Tätigkeit angemeldet, wird als Liebhaberei eingestuft. Ich frage: Schmuck machen, Zipfelmützen nähen.
Die ehrenamtliche Besucherin meiner Betreuten rief gestern an. Eine Heimmitarbeiterin hat geklaut, Schmuck und Geld. Die wurde mit präpariertem Geld überführt. Die dicke Goldkette meiner Betreuten, die sie immer getragen hat, fehlte auch einmal und ich habe gleich gedacht, dass ist wohl beim pflegen passiert. Jetzt frage ich mich bei der Polizei durch, weil das Heim mauert.
Mein Kollege kommt spät. Ich befürchte, dass man ihn eines Tages mit einem Messer im Rücken finden wird. Ich weiß dann, wer es war.
Wir fahren in die Kantine. Ich muss daran denken, wie letzte Woche dubiose Ortelwerbefuzzies an allen möglichen Stellen mobile Stände aufgebaut hatten mit Werbung, wie Obdachlose in roten Uniformen mit roten Windjacken und Basekappen. Ganz würdelos der Job. Straßenstrich für eine Handyfirma.
Harald trifft ein, als wir schon fertig gegessen haben. Die Gnocci mit Spargelragu sind alle und er isst lustlos Erbsen und Möhren mit Pommes und Ketchup. Wir leisten ihm Gesellschaft und dann muss zurück zur Arbeit. Nicht schreiben, sondern schneiden. Ja, wir kennen die Welt nur aus klimatisierten Luxusschlitten und ja, es wird die Regierung gewählt, ne, die Region. Was ist das noch mal. Kaffee bei uns, nachdem die Kostprobe verwaist war und wir wieder abgehauen sind. Soundtrack Dom Hemingway. Ich liebe Debaser von den Pixies. Das macht mir gute Laune.
Telefonat mit der Urlaubsvertretung des Strafverteidigers. Ich kenne den Kollegen, der gerne legere auftritt und vom Sport kommt. Er sagt mir was zu tun ist und ich stelle lauter Anträge an die Staatsanwaltschaft auf Zurückstellung der Strafe nach § 35 BtMG und Beschwerde gegen Bewährungswiderruf um Zeit zu gewinnen.
Betreuungsstelle ruft an. Schon wieder neue Betreuung. Zooviertel. Auch nicht mein Revier. Sei ein sympathischer Typ, der wohl viel Geld gehabt hat, aber jetzt nur von der Unterstützung von seinen Eltern lebt in einer riesigen Wohnung mit Dachterrasse. Ich will ihn anrufen, um mir einen Eindruck zu verschaffen, aber das klappt nicht. Jetzt muss ich so entscheiden on hopp oder topp.
Elisabeth Taylor ruft an, die ambulante Wohnbetreuung wollte heute kommen und hat sich krank gemeldet. Das ginge doch gar nicht, die war gerade im Mutter-Kind-Urlaub. Sie will sowieso nicht mehr mit der und hat sich bei ihrer Kollegin beworben. Mir wünscht sie einen schönen Feierabend. Ich frage mich, warum auch die Schwierigsten bei mir so handzahm sind. Was ist mein Geheimnis und sollte ich die neue Sache nicht in diesem Sinne mutig angehen oder werde ich größenwahnsinnig. Lässt sich das alles noch so gut jonglieren?
Ich komme wieder früh nach Hause ohne Sport. Erst der Regenbogen über Linden
dann setze ich mich in den Wintergarten und nähe bei zunehmender Dunkelheit und lasse das Wetter, was in Regen und große Wolken umschlägt auf mich einwirken.
Stephan kommt vom Sport und da hat er ein Zitat aufgeschnappt, da waren welche beim „Meditor“. Das finden wir beide total lustig. Es gibt einen großen gemischten Salat mit Kernöl und etwas Zitronenöl sowie Kartoffeln. Wer hat uns nur dieses leckere Zitronenöl geschenkt? Das ist der Hammer. Der Film mit den bösen Jungs aus den Vorstädten von London und den Aliens, die vom Himmel fallen, erscheint mir zu schwachsinnig.
A.B. und C. melden sich aus Berlin und wir sind Samstag zum Essen verabredet. Schönes Date. Schöne Aussicht. Kann ich ins Bett gehen.
16.04. Ich muss heute nach die Kette tragen, die aus Zutaten des Trödeltreffes stammt und die ich insgesamt 4 Mal aufgezogen habe und perfekt ist sie immer noch nicht. Mir ist nach Frosch zumute.
Großer Artikel in der Haz über das Fairkaufhaus. Das kann ich gar nicht gebrauchen, dass es da noch voller wird.
In die Weinstraße. Die ziehen um nach Laatzen.
Noch mal Fotos, wie es mal war und nicht mehr sein wird. Die Reiterin mit der Zimmerpflanze und das alte Badeplakat.
Wir hätten gegenüber fast mal eine Wohnung abgemietet, denke ich immer wenn ich da bin. Damals dachte ich schon, was soll ich mit dem großen Balkon und die Nachbarschaft ist hier nicht gerade erbaulich. Die hatte ein perfektes Ankleidezimmer, aber zum Glück sind wir in Linden geblieben.
Die JVA liefert etwas spät an. Meiner humpelt. Das ist die versteckte Fußfessel. Er hat Probleme mit einem Albaner beim Sport, der ihn als Junkie beschimpft und geht deswegen nicht mehr hin. Konfliktmanagement muss er lernen. Ich biete Yogakurse in der JVA an. Dem Albaner mal zeigen, wo der Hammer hängt. Ostereierverstecken ist echt schlecht im Innenhof der JVA, schade eigentlich. Ich greife in die Süßigkeitsschale nach einem gelben Ball. Das sei ein „Wutball“, erklärt mir die Fachärztin, den kann man so drücken und ich: und das hilft? Dann sind da grüne Hartplastikteile zwischen den Halsbonbons und ich frage, ob das Beißringe seien und Gelherzen. Davon lege ich mir eines aufs Auge und sehe dann den Werbeaufdruck der Region. Es sind Wärmekissen und ich betätige gleich den Mechanismus und es wird warm und hart. Ich will es wieder zurück legen zu den Bonbons und die anderen sollen nicht petzen, wenn die Sozialarbeiterin gleich wieder rein kommt vom Kopieren. Wollte sie bestimmt eh los werden wegen des Umzuges. So ist es, ohne zu fragen bekomme ich das Herz geschenkt. Ich sag Valentinshütchen und werde nach der Unterlage von meinem Frosch befragt. Das liegt an dem Bucherbinderkurs, den ich besucht habe, weil ich einen Eimer Kleber gekauft habe, erkläre ich die Sache so gut es geht.
Ich fahre vorbei bei Frau PM im Heim. iHr geht es schlecht. Ich sage, das Geld ist bald verbraucht du dann kann sie kein Hausgeld mehr für Spanien zahlen. Sie hat einen deutlichen Tremor. Heimleitung und Facharzt sind im Urlaub. Ihre Tochter kommt Ostern. Ich habe gar nicht die Gesundheitssorge, will mich trotzdem kümmern. Nach dem Besuch fahre ich an der Wohnung gegenüber vorbei, der ehemaligen. Sie ist leer. Die Vereinsbetreuerin der Lebensgefährten hat ganze Arbeit geleistet. Seine ganzen Bilder sind auf dem Müll bis auf das eine, was es mir geschenkt hat. Ja, so endet so was.
Polizei hat sich gemeldet wegen Tätererkennung und ihn gute Besserung wünschen lassen. Er soll sich an die Opferhilfe oder den weißen Ring wenden. Das gebe ich weiter und begleite ihn Dienstag nach Ostern zur Polizei. Täterfotos schauen, so was habe ich auch noch nie gemacht. Dann ruft der Typ von der Opferhilfe an und wollte mich nicht übergeben als Betreuerin und ich sage, bitte direkt anrufen, habe hier genug zu tun und das andere sei stille Post.
Bei Frau Yoga hat schon die erste Firma auf die Forderung verzichtet. Es läuft so derart wie geschmiert, sage ich der Betreuungsstelle, dass ich den neuen Fall auf übernehmen möchte.
In einer Erbschaftssache ist die Schwester einfach gierig und will einfach 10.000,- € mehr als ihr zustehen plus ihre Anwaltskosten. Begründung: null bzw. sonst wird es alles komplizierter. Der neue Anwalt hatte dezidierte Begründungen avisiert seit Dezember und das ist nun das Ergebnis? So kann man auch verhandeln.
Mittags esse ich den großen Käseteller und die Butterkekse in dem Glas futtern wir gleich ganz auf. Ich verschenke eine Postkarte, ein Hund mit Elvisfrisur, die wartet schon lange auf denjenigen, dem ich sie zugedacht habe und heute kann ich dann mal spontan handeln. Das freut mich. Der Elvis von meinem Vierzigsten Geburtstag freut sich auch.
Termin beim Jobcenter um 14 Uhr. Meiner hat noch geschlafen und kommt später. Diese Frau ist ein Sechser im Lotto und so sympathisch. Ich schlage Arbeitserprobung im DOC-Center vor, mein verkopfter Architekt soll mal eine Einschätzung bekommen von Profis und die Gelegenheit haben Praktika abzuleisten. Er erzählt von seiner Kochgruppe und wie begeistert alle von seiner Suppe waren, die besser geschmeckt hätte als die Hauptspeise und wir entsetzt er war, dass die nur billigste Zutaten nehmen wollen. Den Speck hätte er dann spendiert. Ich sage, Architekten sind scheiße, Köche sind Gott. Das geht langsam in die richtige Richtung. Es können nicht alle IT machen, einer soll mal lieber einen guten Ziegenkäse herstellen, da haben wir mehr davon. Die Frau muss immer schmunzeln und scheint meiner Meinung zu sein. Außerdem hat sie Ringelnatz an der Wand:
In Hamburg lebten zwei Ameisen,
Die wollten nach Australien reisen.
Bei Altona auf der Chaussee
Da taten ihnen die Beine weh,
Und da verzichteten sie weise
Dann auf den letzten Teil der Reise.
Herrlich.
So, die Zurückstellung der Strafe wurde schon abgelehnt von der Staatsanwaltschaft, weil die Einrichtung keine Anerkennung nach § 35 BtMG hat. Immerhin haben sie schnelle reagieren. Dass dies so auch drin stand in der Email, die ich vor wenigen Tagen bekam, aber nur überflogen habe, merke ich erst jetzt. Die Frau von der JVA will mit der Rechtspflegerin telefonieren. Die haben schließlich diese Einrichtung ausgesucht.
Bei Frau Yoga schreibt mir eine Wichtig-Wichtig-Kanzlei mit zwei Empfangsbekenntnissen Zustellung von Anwalt zu Anwalt. Erneute Kündigungen beider Wohnungen. Die Tussi ist im Urlaub und der Typ von der Hausverwaltung eiert rum und kann nichts alleine entscheiden, ohne seine Anwältin. Weichei, dem die Frauen sagen müssen, was zu tun ist. Deswegen ist seine Frau auch Firmeninhaberin, weil er keine Eier in der Hose hat. Er treibt die Kosten unnötig in die Höhe, hätte es nicht abgeben sollen an „seine Anwältin“, das beeindruckt mich sowieso nicht, bin selber eine. Ich wollte eine Lösung finden, war 4 Stunden beim Jobcenter wegen seiner Mietrückstände, kann es aber auch vor die Wand fahren lassen, wenn er mir so kommt, sie ist mittellos. Er hat es nicht verstanden. Er hätte lieber selber groß sein sollen und es mit mir klären, es gab keinen Grund für diese überflüssigen Schreiben, die ich bekommen habe. Er hat doch eine Hausverwaltung und ist nicht unbeleckt, dass er eine Vertretung braucht oder braucht er eine Betreuung? Ich raste wieder Dom Hemingway mäßig aus und lege irgendwann mal den Hörer auf. Anschließend sehe ich, dass die Anwältin das wichtige Kündigungsschreiben nicht unterzeichnet hat. Die blöde Kuh, will nur Gebühren schinden. Waren doch schon gekündigt, die Wohnungen. Jetzt wo ich Dampf abgelassen habe, werde ich in aller Ruhe überlegen, wann ich das festgestellt habe, dass die wichtige Kündigung keine Unterschriften trägt. Denke an meinen alten Lehrmeister zurück.
Bevor ich selber nach Berlin fahre noch mal einen Wiedereinsetzungsantrag beim Mahngericht Wedding Paypal gegen meinen Betreuten, der geschäftsunfähig ist. Mal sehen, wer das gewinnt. Kontopfändung läuft Mahnbescheid ist aus Dezember. Er hatte wohl Einspruch eingelegt, aber die habe ihn verarscht und er hat ihn zurück genommen. Ich schimpfe mit ihm, muss aber vorsichtig sein, weil er schnell beleidigt wird.
Letzter Anruf vor Oster, Herr PM, der so genannt wird in Anleihe an das Krümelmonster, obwohl er mehr von Oscar in the trash can hat. Er schreibt mir zig SMS, dass er Zysten am Kiefer hat und Wurzelbehandlungen, 3 Zähne müssen gezogen werden und überhaupt, Umzug zieht sich alles. Er wohnt jetzt an meiner Bahnstrecke und steigt Samstag aus der Bahn als ich das Haus verlasse. Wir haben uns gesehen als er in der Bahn stand und ich aus dem Haus trat und er grinst breit und wünscht mir ein schönes Wochenende. Er sieht säuberlich zu Recht gemacht aus in seinen viel zu großen Chucks, wie er da steht. Ja, er will jetzt bürgerlich werden und eine Frau. Jetzt ist er gerade mit seiner Schwester dabei die alte Wohnung besenrein zu machen. Ich bin sehr kurz angebunden bei Handygesprächen und er ist immer so umständlich, das bin ich doppelt genervt und der Dom Hemingway kommt wieder raus andererseits will ihn aber auch bei Laune halten, weil Gott sei Dank, das sind gute Nachrichtgen. Lass die Schwester grüßen und schreibe diverse Krankenhäuser für ihn an. Wegen seiner Auseinandersetzung mit der Polizei bei der Einweisung habe ich schon gemacht und dann noch wegen der Schwerbehinderung und unserem Widerspruchsverfahren, weil er einen höheren Grad und vor allem das Merkzeichen „G“ will. Meine weiche Seite ist einfach nur froh, dass er eine neue Wohnung hat und sich auch noch richtig wohl fühlt und nicht nachts von Kleefeld zu einem Hochhaus in Ricklingen gefahren ist, von dem er von einer Wohnungsbesichtigung wusste, dass man zu einem Balkon gelangen kann und dann gesprungen ist in der Nacht vor dem Umzug, wie mein Betreuter letztes Jahr es getan hat. In diesem Sinne: ich bin dann mal weg und frohe Ostern.
BM-Outfit 12.04.
Bauschäden an den Musterhäusern
12.04. War recht früh ins Bett gegangen. Es ist erst 7 Uhr. Zuhausewochenenden sind zum Basteln da, zumindest bei mir.
Habe geträumt und zwar sehr echt. Verschiedene Szene. Der kleine Bernd hat einen neuen Club gemacht, Freiluft an der Ihme. Wir lernen Hartmut El Kurdi kennen, der immer wieder schaut und uns dann auffordert uns nacheinander vorzustellen. Wir, d.h. Seb, Marc, Stephan und ich. Jeder soll sich vorstellen. Ich sage, dass ich aus Hannover kommen würde, das dürfte man nach über 20 Jahren langsam behaupten. Dann erzähle ich, wie Stephan mir immer von diesem coolen Typen erzählt hat, der in Braunschweig quasi Stadtverbot hat und dann hätten wir ihn mal im Pavillon gesehen und Stephan hätte ihn mir gezeigt, den zweiten von links, außen, den kleineren (er habe auf dem Podium gesessen). Dann hätten wir ihn öfter in Linden gesehen und gedacht, er sei wohl hier her gezogen und quasi: wurde auch Zeit. Dann nimmt Seb Psychopharmaka oder ist es meine türkische Betreute von mir und dazu andere Drogen und ich kläre auf und rufe in der Klinik an um mir die Wirkungen und Wechselwirkungen erklären zu lassen und den nächsten Spritzentermin für denjenigen. Bernd spült und alles ist blitzblank am Edelstahlwaschbecken. Ich habe meiner türkischen Betreuten geholfen Fruchtjoghurt umzufüllen und will mir die Hände waschen. Frage ihn, was ihm lieber ist, wenn man den Lappen benutzt oder die Papierhandtücher. Für letztere würde er zahlen. Ich sage: echt? Früher haben wir immer Klopapier von der Uni geklaut und uns gefreut, dass wir kein Geld für so was ausgeben mussten. Da war ein großer Putzschrank und da konnte man sich bedienen. Eines Tages musste man in den sauren Apfel beißen und anfangen das Zeug selber zu kaufen. Ringsum sind Spießer, die Marktstände betreiben. Da darf er das Lager mitbenutzen. Er hat bei ebay ein Besteck ersteigert, was er jetzt gewinnbringend vermietet, wie er denen sagt und sie schauen bewundernd. Junge Leute freuen sich über den Klub und wie cool er sei und so wenig Eintritt. Der Club macht gerade Feierabend, weil es hell wird und ich wundere mich, dass ich so lange durchgehalten habe. Wir gehen mit Marc noch zu uns, wo eine große Daumendecke gerade auslüftet und über ein Geländer im Treppenhaus hängt und es geht irgendwie darum, dass ich schon immer schlecht rechnen konnte, auch damals im Studium. Ich frage mich, woher will er das wissen.
Davor sind wir unterwegs. Eine ca. Mitte sechzig Jährige, mit einem schrulligen Diener gibt sich als Königin aus und springt über die Gleise und wird von einem Empfangskomitee abgeholt. Sie haben beide Pelze an mit zu kurzen Armen (wie ich gestern meinen von Jans Mutter, den ich bei recht warmem Wetter getragen habe und abends nach dem Sport zur Jogginghose). Der Diener erklärt, was für ein exotisches Tier der Pelz der Königin sei und das sei extra geschlossen worden, ein riesiges Tier, so dass es aus einem genäht werden konnte (er sieht scheckig und komisch aus, aber das passt zu der Schrulligkeit). Wir fahren Zug und jemand das Second Hand Sachen dort abgelegt mit Preisen, sie haben aber fast alle einen Wasserschaden. Ich schaue sie mir einzeln an. Aufgequollenes Portemonnaie usw. Wir besichtigen ein Schloss mit einem Gartenzimmer und sitzen oben an der Empore und schauen runter. Meine Schwägerin Kathrin ist mit dabei. Im Giftshop kaufe ich ein lustiges, gemustertes Tee- sprich Geschirrhandtuch. Dann ist draußen eine halb zugefrorene See mit Wellen und dort gegenüber wohnt der Einsiedler, der ungern Besuch bekommt. Sein Auto wird umspült von den Wellen und sein Haus steht in der Brandung. Alle staunen. Wir sitzen am Tisch und es wird Wein getrunken, ich bin nüchtern und mein Vater ist etwas angetrunken, will einem Physikerkollegen, der offenbar mit am Tisch sitzt und den er getroffen hat erzählen, was ein gemeinsamer Kollege ihm über einen Wein erklärt habe und wird dann immer wieder bewusstlos und fällt nach hinten und kommt dann wieder zu sich und redet sofort weiter. Meine Mutter beschließt, er müsse jetzt auf ein Bett des Schlosses verfrachtet werden mit tatkräftiger Unterstützung. Dann geht es darum, ob ein anwesender Arzt ihm einen Beruhigungsspritze verpasst darf und dass er den verklagen wird, wenn er wieder wach ist, andererseits würde er sich so verletzen, meint meine Mutter (in Wirklichkeit ist Paps gestern aus Israel zurück gekommen, als ich um 20 Uhr angerufen habe, war er seit 12:30 Uhr der Nacht davon wach und meint, aus ihm „könne man heute keine Funken schlagen“ und ich sagte, das habe ich auch nicht tun wollen, wollte mich nur kurz melden). Eine Frau erzählt, dass sie zum grillen eingeladen waren und es gab Wein, der so schmeckte als habe jemand Wasser hinzugefügt. Meine Schwägerin, die auch in echt gerne schwere Rotweine trinkt, pflichtet bei und kann das verstehen. Den Cabernet Sauvignon, ihren Lieblingswein könnte sie allerdings nur am frühen Abend trinken, der mache sie schnell im Kopf, aber danach sei sie dann ganz erschöpft. Wir gehen eine Treppe hoch zu einer Aussichtsplattform. Ich muss bei der Geschichte an Kaffee denken und werde wach.
Ich sitze im sonnigen Wintergarten und mache neue Hütchen; eines zu Ende mit einer alten Flaschenbürste auf Wollresten von Käte, in gelbgrün, orange, dann Stoffreste von Käte mit diversen, gesammelten Fundstücken u.a. einer Hutnadel mit einer Haselnuss oben drauf mit Schraubverschluss, die ich mal auf dem klassischen Flohmarkt in Hannover gekauft habe von so einem Typ, der da regelmäßig steht und einen Zylinder trägt und meinte, das sei was für mich und dann ein Nähetui mit Schere und Einfädler und Nähgarn und allem drum und dran, was ich für 50 Cent gekauft habe, das ist schon gleich fertig so wie es ist und wird einfach an das Gummiband befestigt, nur für den Flieger ist dieses Hütchen ungeeignet. Packe für Berlin und Potsdam, unser Osterausflug.
Duschen lässt sich am besten im Bett. Ich liebe den gechillten Tagesablauf am Wochenende und genieße es in vollen Zügen. Stephan liest aus der Haz vor und wir regen uns beide über dieses Prinzengehudel auf und das Backenpfeiffengesicht, was sich zu „Die Krone ist zurück“ ablichten lässt. Widerlich! Abschaffen! Wir finden übrigens beide, dass der Kollege, der Jurastudenten geholfen hat mit etwas gestärkten Nerven in das Horrorexamen zu gehen zumindest keinen Wucher betrieben hat, weil 3.000,- € für eine Lösungsskizze ist sehr human, all die Weil von den durchgeknallten Kandidaten bestimmt auch das Mehrfache zu erlangen gewesen wäre.
Ich höre ganz lautes Vogelzwitschern und das goldene Dach bewegt sich. In meinen Gedanken, sind die Vögelchen schon beim Nestbau. In Wirklichkeit ist die Milchflasche auf der Terrasse von unten und liegt im Dreck und ich hole sie hoch. Die Nachbarin findet das Projekt o.k. und sagt, ich müsse dran glauben, sonst klappt es nicht. Ich erzähle ihr, wie doll meine Einbildung schon war und ich lasse mir die Pfefferminze im Garten zeigen mit der Ankündigung, dass ich jetzt nicht mehr bei Kaufhof welche kaufen werde. Mir ist nach Architektin zumute und ich behebe die Baumängel der Häuser und hänge das mit dem Spitzdach aus Korb in den Zwetschgenbaum.
Ich werde Pflanzen ausmustern müssen, vielleicht verschenken, aber wer will die Pflanzen anderer Leute. Jeder liebt seine eigenen, wie bei Kindern. Ganz selten, dass einer mal sagt, ich hätte gerne das Kind oder die Pflanze eines anderen.
Nächstes Mal will ich die Etagere zu G. mit in den Garten nehmen und dann gibt es High Tea. Ja, man muss noch Pläne haben.
Nachmittags backe ich die übliche Linzer Torte, diesmal traditionell mit Hagebuttenmarmelade, die Stephan besorgt hat und nicht Marille oder was anderes. Ich mache Reparaturarbeiten, muss meine Hosen ausmustern bis auf maximal 5, die trage ich einfach nicht und sie blockieren meine Klamottenstange.
Stephan bringt etwas Post aus dem Büro und so lese ich nachmittags auch eine Ermittlungsakte und freue mich, dass in meiner Sache Herr Borderline die Polizei klein beigegeben hat vor dem Verwaltungsgericht und den Bescheid zur erkennungsdienstlichen Behandlung aufgehoben hat und eine Erledigungserklärung abgegeben hat, der ich mich anschließen soll und meine Kosten zahlen will. Gewonnen und das freut mich. Begründung lautet: das Ermittlungsverfahren wegen Joint auf dem Spielplatz war zu der Zeit von der Staatsanwaltschaft eingestellt und kein neues anhängig. Sie haben es einfach so versucht mit der erkennungsdienstlichen Behandlung.
Stephan sagt mir, dass wir damit rechnen müssten, dass uns Potsdam doch beeindruckt. Er hatte unserer Freundin gegenüber, die dort einen Auftrag hat und auf der Baustelle tätig ist, immer von kleinem Palais gesprochen, aber nein, es heißt, neues Palais und sieht riesig aus und auch eindrucksvoll und wir werden eine Führung des Schlosses machen und daneben eine Baustellenführung. Das wird großartig.Sie war seinerzeit im Neuen Museum in Berlin tätig und ich kann mich an die dortigen Baustellenführung erinnern, die einfach einmalig war. So schön wird man die Räume danach nie wieder gesehen haben. Sie waren leer und kamen richtig gut zur Geltung. Mit den aufwendigen Fußbodenmosaiken und der Wandbemalung ist die Einrichtung überflüssig und diese kleine Nofretete-Büste wird auch überschätzt. Die verschiedenen Gewerke waren zu sehen, wie die Stuckateure arbeiteten usw. Es war Sommer und es standen zwei Gästefahrräder für uns zur Verfügung und wir konnten anschließend gleich losradeln. Es war traumhaft. Ich habe eine Trennscheibe aus dem Müll mitgenommen und ein Hütchen mit Tiger darauf gebastelt und eine blaue Absperrbandscheife, so dass ich zwei Hütchen von dieser historischen Baustelle habe.
Dann mache ich noch 2 weitere Hütchen, einen aus Papier, ein großer Kreis mit einem Stauds Verschluss aus dem Kunsthistorischen Museum innen drin, etwas labil von der Konstruktion her, aber sehr gelungen, wie ich meine (die Fischdose aus Wien, die mir Andrea zurück gegeben hat mit Sardellenfilets, die wir ihr mitgebracht haben, habe ich bemalt, d.h. die Pappmaché-Rückseite, das ist aber nur mittelprächtig geworden) und einen ebenfalls aus Papier, ein Duschhaubenkarton aus dem Barreis an ein schwarzes Band genäht mit metallic-braunem Bastknäulen aufgepeppt. Dieser gefällt mir besonders gut. Der Berg mit den Potsdam-Berlin-Sachen wird immer höher. Ich habe manchmal Angst, dass mir die Hütchenideen ausgehen werden, aber irgendwie auch nicht. 5 an einem Tag spricht irgendwie wieder dagegen. Basteln hat seinen Preis. Ich baue einen kleinen Bastelunfall, den ich abends beim Essen beichte in dem Sinne, das was passiert ist, aber nicht genau was. Die Jungs raten und Michi ist am besten mit seinem Cutter-Tipp. Stephan ist irgendwie auf 180 und will es aus mir rauskriegen, ich drohe aber nur an, ins Frauenhaus zu gehen und sage ihm, dass es doch keine Absicht war.
Die Essener, die wir heute nicht sehen werden kommen mit nach Wien. Darüber freue ich mich sehr.
Wir holen die Jungs ab. Ich hatte morgens 6 Buttons aus einem Hannoverstadtplan gemacht, den ich zuhause aus dem Hausmüll gezogen habe, darunter einer mit dem Grundriss von den Herrenhäuser Gärten (gut die sind vielleicht mittelprächtig geworden). Ich pose derweil unten auf der Straße.
Die Laune ist bestens. Ich habe das Olympiadentuch 1972 von Käte an. Wir fahren in die Südstadt und warten bis unser Tisch fertig gemacht wird. Es ist ein lesbisches Pärchen, die den Laden führen und die Vorspeisen sind groß und die Vinaigrette wird am Tisch drüber gemacht. Ich esse eine Carpacccio aus Rinderschinken auf Rucolabett mit Staudensellerie und Parmesan. Das ist mit Zitronennote aromatisiert und die großen Parmesanstücke sind sehr lecker. Am Eingang des Ladens ist ein Kühlschrank mit einer Glastür voller Parmesan. Michi isst einen Salat und Stephan und Markus Bohnensalat mit Salatherzen vom Römersalat oder wie der heißt, der auch für Ceasars salad genommen wird und vielen roten Zwiebeln und auch großen Parmesanstückchen. Das Brot kommt in Brottüten, die zu Schiffchen gefaltet sind. Die Tischdecken sind grau-weiß kariert und auf eine darüber gelegte Papiertischdecke wird geschrieben. Der Laden ist skurril-gemütlich eingerichtet mit Sitzbänken und enger Bestuhlung. Das Licht wird gedämmt und es ist sehr gemütlich und auch gut besucht. Es gibt Tagliatelle mit Trüffel im Parmesanleib. Das ist wohl sehr beliebt. Wir wählen auch Pasta, ich die gemischten Gnocci mit Butter und Parmesan, Stephan Tortelloni mit Paprikafüllung (scharf) und Markus Tagliatelle mit Steinpilzen und Michi Ravioli mit Auberginenfüllung in Tomaten-Paprika-Soße. Unsere Wahl ist die bessere, wie alle feststellen beim Herumreichen. Insgesamt schmeckt es gut und hat viel mehr Qualität und macht mehr Spaß als noch so ein x-beliebiger Italiener. Die Jungs probieren sich durch die Rotweine mit 0,1 und ich trinke, farblich passend dazu Traubesaftschorle. Nachtisch gibt es Mascarpone mit Ei und Schokoladenstückchen. In der Mitte ist ein Amarettikeks versteckt mit viel Süßmandel in weich und groß. Das nehmen wir 3 x. Es ist sehr süß, aber dafür klein. Stephan nimmt süße Pasta mit Apfelfüllung und Rosinen und Schoko. Klingt nicht so nach meinem Geschmack, dafür esse ich aber sehr viel davon. Tendenziell auch sehr süß und süße Pasta ist überhaupt etwas schwierig. Die Chefin kommt an den Tisch und erklärt, dass ihr Vater den Parmesan macht und die Weine auch aus der Verwandtschaft sind und von 2 anderen sehr kleinen Weinkellern, die sie persönlich kennt. Man kann alle Produkte kaufen, auch die Teller und Gläser, alles ist aus Italien. Michi hatte gefragt, was „Concept Store“ am Eingang zu bedeuten hat. Ein gelungener Abend. Auf die Ablichtung unserer Speisen habe ich bewusst verzichtet (kein Bock auf weitere Essensfotos) und vertraue darauf, dass die Beschreibungen ausreichend sind. Die Außenbestuhlung ist direkt an der Hildesheimer Straße, die Bestuhlung hässlich, die beleuchtete Vitrine ebenfalls mit schlechten Fotos und Trockengestecke, die vor sich hin krümeln und einem gelben Schild mit Schäferhundprofil und Hinweis darauf das „ich hier wache“, alles nicht so reizvoll und die Karte meiner Meinung nach viel zu groß. 80 % kleiner, wäre besser. Man kann beim Eingang in die Küche schauen und da steht eine dicke Frau. Die Frauen sind hier sie Stärke des Ladens. So schön, dass sie nicht nach Hamburg oder Berlin gezogen sind und es hier mögen.
Ich hoffe, dass es beim Essen nicht nur um meine Themen ging. Es kam mir im nachhinein so vor. Heute wurde die Kunst von Käte in Augenschein genommen, die Markus sortiert hat und man versuchte Timm Ullrichs an die Strippe zu bekommen. Es sind noch 1000 Bücher übrig. Dabei bleibt mir der Mund offen stehen. Stephan erklärt mir, ich müsse mir das so vorstellen, wie bei mir Ohrringe. Ich kann mein Mitgefühl und meine Bewunderung nicht immer so direkt ausdrücken, mündlich, meinem Gegenüber gegenüber (sozial nicht so kompatibel oder schüchtern, vielleicht Angst vor Zurückweisung oder das es schräg ankommt, keine Ahnung), aber hoffe dass meine absolute Sympathie in meiner Umarmung zum Abschied spürbar wurde. Ich bewundere was mein Freund leistet und wie respekt- und hingebungsvoll er mit dem Nachlass seiner Mutter umgeht. Mit meinem Paps hatte ich das Thema Herzensgüte. Er hat eine Frau im Flieger nach Israel kennen gelernt und die haben sich gegenseitig ihre Lebensgeschichten erzählt und sie war mit ihrem zweiten Mann, der schlief unterwegs und hat von ihrem ersten, verstorbenen Ehemann erzählt, der beruflich sehr erfolgreich war und die erfolgreich und wohlhabend gemacht hat mit ihrem Geschäft, aber keine Herzensgüte hatte. Paps meint nur, dass sei wie durchgefallen im Leben, wenn die Ehefrau das über einen sagt, wenn man tot ist. Er hat meiner Mutter Bestnoten ausgestellt von über 9 auf einer Skala bis 10 und sich selber nur eine 7 und hält sich für verbesserungswürdig. Ich kann seiner Selbstkritik nachvollziehen und denke, ich sehe es bei mir ähnlich, aber ganz asozial sind wir beide nicht. Auch er hat eine deutliche soziale Ader und Putzfrauen mit Probleme haben sich immer an ihn gewandt und er hat sich eingesetzt für Mitarbeiter mit Schulden und bipolaren Störungen und sonst was und die Putzfrauen haben ihm selbstgestrickte Strümpfe zu einem 60zigsten Geburtstag, der an der Uni gefeiert wurde, geschenkt.
13.04. Habe wieder intensiv geträumt, aber mit Unterbrechung, bei der ich dachte, wow, das ist interessant. Ich allerdings nur noch bruchstückhaft vorhanden. Irgendwie ging es um Fitnessstudio. In Stephans waren jeden Abend, auch am Wochenende (Stephan hatte moniert, dass mein teures Fitnessstudio ständig Ferien macht und das auf die Monatspreise drauf gerechnet werden müsse). Wochenplan mit tollen, sportlich sehr interessanten Kurse in vollen Räumen, also sehr gut besucht und angesagt mit vielen Männern darunter auch Freunden von Hilmar. Typen, die mir Platz machen mit ihren Yogamatten. Alles sehr szenig, hier wird im Studio auch gechillt und gefeiert und Sauna gibt es und Umkleiden, wie Parkgarage, in denen man sich verlaufen kann. Es ist so eng, dass mir eine Frau bei der einen Übung einen Boxhieb ins Gesicht gibt. Muss ich jetzt wechseln und mein Studio kündigen? Dann reiße ich irgendwie die Zelte ab und fange an, ein bisschen zu klauen, Sachen, von denen ich meine, dass sie nicht mehr gebraucht werden, Pinsel und Farben stecke ich einfach ein und hinten im Gebüsch finde ich ein Portemonnaie mit Kreditkarten und will es abgeben. Die sind von Puppen, Sesamstraßefiguren, damit die Kinder üben können mit Geld umzugehen. Am Eingang sind ganz teure Geschenksets von Niederegger an einem Stand dekoriert, die mal über 25,- € gekostet haben, aber die waren zu Weihnachten. Sind die nicht reduziert? Während ich die Verpackung anschaue, verschwindet das am 05. Januar datierte Haltbarkeitsdatum vor meinen Augen, also abgelaufen, deutlich, dann passiert so was. Sie dürften es nicht mehr verkaufen, aber ich will so einen Baumkuchen in Hausform, so wie eine hanseatisches oder niederländisches Häuserfassade, unbedingt haben und glaube, der ist noch gut, esse ihn auf eigenes Risiko, versichere ich und darf schließlich einen mitnehmen.
Ich massiere Stephan etwas, wohl ausdauernder als sonst. Ich finde, dass nicht nur er sich immer um mein körperliches Wohl kümmern sollte. Die Ader an einer Leiste beult aus und das macht mir Angst. Das wird immer mehr und in 10 Jahren ist das Ding groß wie ne Kokosnuss und platzt und daran wird er sterben.
Ich räume etwas auf. Ach, Flohmarkt ist wieder bei Hornbach, aber das Wetter ist nicht Bombe und hier ist voll genug. Mal sehen, ob sich das nicht noch ändern wird.
Erst mal ein weiteres Papierhütchen mit Frosch und eine passende Kette mit Zutaten des Stöbertreffs, Warenwert 50 Cent, weil die Hütchen von dem Spiel und die Plastikhände in den Reggae-Farben umsonst waren und ein Hütchen mit U-Boot in Mache. Ich trage erfahrungsgemäß gerne die Hütchen mit Schiffen drauf, davon kann ich ein weiteres gebrauchen. Dann die Käseschachteln aus Holz vom Kutschkermarkt aus Wien. Die Seitenwände abgemacht, die da rangetackert sind und schon habe ich auch einen Jahresring, den ich mir an die Wand nageln kann. Diese Holzringe aus Hütchen sehen crazy aus, sprengen aber wohl etwas den Rahmen. Die Hinterwände habe ich bemalt und dazu meine Atelierfarben aus dem Keller geholt. Damit habe ich was vor. Vorher sorge noch etwas schmirgeln. Durch die Farben wellen sich die runden Holzscheiben leider etwas. Auf jeden Fall habe ich auf die Unterlagen geachtet. Einen weiteren Bastelunfall kann ich mir an diesem Wochenende nicht leisten. Dazu höre ich eine Mix-CD von Markus. NY-Picknick-Mix. Herrlicher Sonntag und zum Nähen bin ich auch noch verabredet. Immerhin eine braune Wollhose von meinem Schwiegervater, die sich die Motten im Schritt vorgenommen haben und die ich Stephan andrehen wollte landet jetzt im Müll.
Stephan wäre der Polizei sehrt nützlich gewesen. Er kann gut ermitteln, zumindest gut Akten studieren. Er schreibt zu meiner:
„Melle ist in Niedersachsen bei Osnabrück, nah an der Grenze zu NRW, da wo die XYZ GmbH ihren Sitz in Bad Salzuflen hat. GF ist bei denen seit 5.9.12 eine XYZ aus Herford, geboren am 09.03.1992, also ein 19jähriger damals. Gegenstand des Unternehmens ist Ausführung Hoch- und Tiefbau, Gebäudereinigung, Handel mit Schrott und Edelmetallen, Parkanweisung, Transport bis 3,5 Tonnen und Gerüstbau, also sehr weit aufgestellt“…..
Er hat noch viel mehr Erkenntnisse und Ermittlungsideen, Ansätze für mich, aber das müsste sowieso alles hier neutralisiert werden, also einfach mal glauben. Das ist sehr wertvolle Vorarbeit.
Beim Nähen ist Steffi wieder meine Nähsklavin, dabei war ich entschlossen das Stoffmosaik selber auf den Pullover zu übertragen mit Vliesofix und stattdessen näht sie mit der Maschine zig-zag und ärgert sich, dass es so viel ist. Ich will es und habe doch ein schlechtes Gewissen. Sie näht bis der dunkelblaue Faden alle ist. Den Rest soll ich dann von Hand machen. Ich bin auf das Endergebnis gespannt. Ich häkele in der Zeit blau-weiße Baumwolle von Käte. Da soll eine Scampi-Dose dazwischen und oben das rote U-Boot drauf. Als es fertig ist, lass ich das U-Boot weg, weil ich das Hütchen so sehr schön finde und raffiniert, wie die Metalldose zwischen die Strickware gearbeitet ist. Steffi stehen die selbstgenähten Hosen und das Kleid sowie der Nadelstreifenrock von Andrea sehr gut und sie freut sich darüber. Ich habe ein gutes, neues Zuhause dafür gefunden. Wir haben Frauenthemen rund um den Unterkörper. Es geht um das Medizinische und auch die Optik. Jede Frau hat offenbar ihre Problemzone in Hosen und es gibt einen schmalen Mittelgrad zwischen dem zu sehr das und zu sehr jenes, der quasi unerreichbar ist. Sie ist eher Pferd und ich bin Kamel, aber ohne die großen braunen Augen mit den langen Wimpern, ganz ohne das. Ich bekomme nachträglich eine Weihnachtskarte und weil ich unterbeschäftigt bin, nehme ich Steffi die selbstklebende Brokatkordel in der geilen, steilen Verpackung von Käte wieder ab und darf mit weißer Glanzkordel ihrer Oma ein Hütchen dazu nähen. Es bleibt ein kleines Stück übrig von der eleganten, weißen Kordel und ich schlage vor einen Galgen zu machen und Suki damit im Baum aufzuhängen. Das würde so elegant ausschauen. Steffi kann natürlich gleich einen entsprechenden Knoten machen, aber dann passt nur noch eine Kiwi in das Loch. Ich meine trotzdem, dass es gehen würde, seinen kleinen Kopf da durch zu bekommen und so gut aussehen. Wir haben das Thema, die eitle und oberflächliche Welt der Schauspieler, die dann sympathisch sind, wenn sie einfach nur ihren Job machen und sich nicht sonst was einbilden und Steffi spielt mir Oliver Kalkhofe Nachtgedanken vor. Das Buch einer Schauspielerin, die sich beklagt, dass sie ihren Freundinnen immer was aus dem Duty free Bereich mitbringen soll und natürlich ist sie zwei Mal die Woche auf einem internationalen Flughafen, aber das stresst sie und einen halben Tag sei sie durch Avignon gelaufen auf der Suche nach Lavendelsäckchen. Hoffentlich ist mein Tagebuch nicht so angefüllt mit Belanglosigkeiten.
Zuhause gibt es Schmorgurken und Kartoffeln und dann noch Milchreis mit einem Topf Sahne. Ich bin so voll, dass ich seitlich die Arme unter legen muss, weil ich sonst nicht auf dem Bauch schlafen kann.
Bilanz des Wochenendes, 8 Hütchen und Rahmenprogramm.
Stephan liebt seine Tomatenpflanze und die kleinen Paprika. Als Liebesbeweis habe ich die Pflanze umgetopft.


























































































































































