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Blaslila

17.08. Mitten in der Nacht die Fehlzündung des Weckers weil Batterie alle, was ich auch wusste, aber wieder vergessen habe, ausmachen, auch egal, habe keine Termine und werde schon wach werden. Tue es um Viertel nach 7. Geiselnahme im Marinehof. Ich übernehme und die beiden Mitarbeiterinnen dürfen gehen, Polizei trifft ein und hält mich für diejenige, habe meinen Termin heute um 8 beim Arbeitsamt versäumt, nein, die andere Frau, nicht abhauen lassen. Sie ist harmlos und nett, hat keinen richtig gegen seinen Willen festgehalten. Ich bin freiwillig bei ihr geblieben, braucht einen guten Betreuer. Der Inder, der bestimmen will was ich esse in seinem Restaurant, führt mich an der Hand nach draußen, die anderen wünschen ihm in einer Sprache, die ich nicht verstehe viel Spaß mit mir. Dazwischen der Traum, dass die Yoga machen bevor der Unterricht anfängt, Claudi und andere. Ich will mitmachen und habe keine Matte, nehme einen runden Schlauch aus Gummi, den ich mir umhänge. Das ist nicht so praktisch. Wir sind auf einer Gruftie-Mottoparty auf dem Land, alle sind scheiße angezogen, ist Disco. Eine Frau quatscht uns an. Wir sind nicht verkleidet und laufen immer so rum. Sie untersucht meine Ohrringe, die ich aus Papier gemacht habe.

Morgens wach werden und sich nicht bewegen können, das kenne ich in der Tat nicht. Ich bin gleich voll funktionsfähig.

Habe den Impuls zu Edeka zu fahren und mir ein Fischbrötchen zu holen und wieder Wasabi-Nüsse und körnigen Frischkäse, cottage cheese auf Englisch, aber ich widerstehe der Versuchung und biege ab ins Büro. Die Zeit vor 9 ist die schönste des Tages. Polnische Feinkost am Lindener Markt und seit einiger Zeit in Lettern so groß wie DIN-A4 Seiten. O-Saft zum selber pressen.

Betreute aus Linden. Hat 21.000,- € auf dem Konto und wir müssen Amtsgericht erklären, warum sie keine Selbstzahlerin ist oder es zumindest probieren. Der Schwiegersohn hatte Aneurysma im Kopf und liegt wieder im Krankenhaus.

Meine Eltern haben nur Besuch, der drückt sich die Klinke in die Hand. Freudenstadt und Pinneberg und jetzt kommt noch meine Cousine für eine Woche ohne Kinder. Meine Eltern sind halt beliebt. Die Cousine meiner Mutter ist so krank und depressiv und hat sie jetzt angerufen und sie gebeten zu Besuch zu kommen und dann steht meine Mutter Morgen auf der Matte. Jetzt verstehe ich es auch. Er ist mein Neffe 2. Grades, weil sonst wäre seine Mutter meine Schwester und nicht meine Cousine.

Mieterin zahlt nicht, unser Nachbar will dass ich das mache. Ich mache so was eigentlich gar nicht mehr, wer denn dann? Bei uns keiner. Ich will ihn nicht wegschicken, ich mache es nur, weil ich seine Familie so lieb habe. Er lacht und schickt mir die Unterlagen zu. Jetzt ist der Freund auch Mieter, aber schon ausgezogen. Das macht die Sache nicht leichter.

Ein lieber Kollege will Hilfe für eine neue Auszubildende. Hat behinderten Bruder, Mutter hat ihn im Altenheim geparkt, weil sie in den Urlaub wollte. Da ist er ins Zimmer eingesperrt und hat Durst. Polizei war auch schon da und hat gesehen, dass die das Zimmer erst aufsperren mussten. Ziel: Mutter soll nicht mehr Betreuerin, aber da wohnt er. Die Betreuung will ich nicht übernehmen, aber der Frau erst mal helfen: ja. Sie ruft mich gleich an wird gesagt.

Kollege zeigt die Ferienwohnung auf einer französischen Insel, wo er hinfährt, Angeberteil, von der riesigen Terrasse Blick aufs Meer, es sei ganz schön oder und Stephan: „und was soll daran schön sein?“ Ich lache Tränen.

 

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Ich mache die Edeka-Runde mit Stephan. Die Beutel voller Plastiktiere für 50 Cent beim Fairkaufhaus Deisterstraße sind vergriffen. Vielleicht mache ich auch zu viel mit Tieren, so hütchenmäßig. Wer hat die Tiere sortiert frage ich mich schon die ganze Zeit. In der Charlottenstraße hat ein Sprayer geschrieben: „Charlotte, Du bist so differenziert“. Stephan hat es mir mal vorgelesen, weil ich es nicht entziffern konnte. Großartig, ich freu mich jedes Mal. Weiter hinten Titten, gesprayte stilisierter Frauenoberkörper, Hals bis Hüfte auf Satellitenschlüssel in Reihe, immer derselbe. Habe ich das richtig beschrieben? Ricklingen ist so geil. Auch Fun City müsste eine konsequente Reggae Kneipe werden und Außendependance vom 2er Skateboarding werden. So gut, freue mich jedes Mal und denke: kann nicht einer mal…

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Scheiße ist der hässliche Second Hand Laden, der auf Markenkleidung macht. Das geht nicht auf. Es stinkt nach Altkleidern und ich finde besser Sachen in jedem Container, aber dafür hochnäsige Attitüde und gesalzene Preise. Das Geschäftskonzept wird nicht aufgehen. Wäre erstaunt, wenn die überhaupt was verkauft. Zeige Stephan den Schünemannplatz und den Türken, der echt vertrauenswürdig ausschaut. Gut besucht, Linsensuppe, Plastikbestuhlung vom billigsten. In der Göttinger Chaussee gibt es auch eine freistehende Villa und man ist näher an Edeka. Fischbrötchen bei Edeka vor der Tür auf einer Gitterbank essen, schauen, wo der Eingang zum Finanzamt ist. Wir fahren vorbei an meinen Lieblingskneipen, „Zum Kreisel“ und „Fiskus“. Ich will mal zum Griechen „Artemis“ und den Mittagstisch probieren. Kann man draußen sitzen und es gibt Tintenfisch. Bestimmt besser als gestern und man muss sich mal konsequenter durch die Nachbarschaft durchfuttern. Gleich um die Ecke eine frühere Betreute unverhofft auf einem Erdgeschossbalkon, sie erkennt mich, hatte aber ihr Sprachvermögen verloren. Ich höre sie ähh? sagen. Sie kann nicht reden und ich will nicht halten, ist nicht so ein privates Ding, sondern halt beruflich. So viel Interesse ist da nicht mehr, wenn Betreuung aufgehoben wurde und ich nicht mehr bezahlt werde. Habe Reiseproviant für meinen Kollegen besorgt. Der hat es auch nicht einfach. Büroaufhebungsvertrag. Er ist zu gutmütig, wenn ich knapp bei Kasse wäre, würde ich auch ihn als erstes nicht bezahlen so nach dem Motto, mit ihm kann man es machen. Deswegen habe ich ihm Cola-Drops und Wasabi-Erdnüsse mitgebracht.

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Seit 20.07. in der Therapie, vorher Knast kommt zu mir weil er Monatsfahrkarte braucht. Schon 3 mal beim Schwarzfahren erwischt worden. Ich mache das schon. Er ist schlecht gelaunt und glaubt, dass ich alles machen kann. Monatskarte organisieren. Pass oder Reiseausweisdokument. Hey, er lebt hier seit 27 Jahren. Ist aber immer wieder straffällig geworden. Ich soll mir was einfallen lassen, europäischer Gerichtshof für Menschenrechte. Auch mal die Schuld bei sich suchen, Fehlanzeige. Wenn er den Pass bekommt, dann wird er vielleicht nicht mehr straffällig und das war kein Raub. Doch, er wurde deswegen verurteilt. Nur weil seine Straftaten völlig dilettantisch begangen wurden und die Brutalität und Coolness eines Natural Born Killers vermissen lassen, ist er technisch trotzdem ein Raub, der eine schlägt und der andere hebt vollgedröhnt das Handy auf. Das wird nicht belohnt, dass man sich dämlich anstellt und die Tat mehr Kinderkram ist als alles andere. Wenn er erst mal in Holland ist, dann findet er bestimmt gleich einen Job. Nein, glaube ich nicht. Knast, kennt er ja, das ist eingesperrt sein, aber nicht reisen können, davon sind viele Menschen betroffen und wenn er den Pass hätte, wäre es das fehlende Geld. Kommt noch mal rein, weil er für die Einrichtung eine Bestätigung braucht, dass er bei mir war. Will von den englischen Toffees, die ich gerade esse und die vor mir liegen, die ich mir ihm Internet bestellt habe bzw. habe bestellen lassen. Sein Mund ist trocken. Da helfen klebrige Süßigkeiten nicht. Wasser kann er kriegen. Ich zeige ihm gerne wo die Grenze ist. Die Anspruchshaltung nervt, Eigenverantwortung Fehlanzeige.

Herr Glocksee. Die Bullen waren da und haben nach seinem Sohn gefragt/gesucht. Von welcher Dienststelle, will ich wissen. Weiß er nicht, sehen alle gleich aus von dem Trachtenverein. Afri-Cola oder anderen Kühlschrank gibt es erst mal nicht. Ich sage ihm, dass ich es nicht lustig fand, dass er mich verarscht und wer die aktuellen 20,- € Raten an die Staatsanwaltschaft zahlen kann, muss auf einen schicken Kühlschrank sparen. Das sieht er ein und entschuldigt sich quasi. Grüße an Sucuk, der Hund hat ihn schwer beeindruckt.

Elisabeth ruft an und will die Telefonnummer der Wohnbetreuung (ich wundere mich). Die Frau mit dem englischen Namen hatte heute auch bei mir angerufen und wollte Elisabeth am Donnerstag um 12:15 an der Kröpke-Uhr treffen. Sie konnte sie telefonisch nicht erreichen und bat mich es ihr auszurichten. Ich sagte, irgendwie auch Handy weg, beim VPE verloren und dass mit ihr zur Zeit nicht gut Kirschen essen wäre. Dann wieder 180 ° Drehung, sie will diese Betreuung nicht und kann doch keine Fremden in die Wohnung lassen und die will sie kennen lernen und Kaffee trinken, die soll zu Parship. Hallo?? sie hat bei mir angerufen und nach der Nummer gefragt. Sie hätte doch nicht mehr alle Tassen im Schrank bestätige ich ihr.

Herr Ihme freut sich, dass ich in die Zahnklinik zur OP-Aufklärung begleite wird mir ausgerichtet von der zuständigen Psychologin. Ich schlage vor um 8 oder 8:30 Uhr da zu sein, das ist mit einem schweren Opfer für mich verbunden und ich kann nur hoffen und beten, dass das dann alles klappt und die Opfer wert ist.

Ich kann Frau Demenz nicht erreichen und habe Morgen einen Termin bei ihr wegen Grundreinigung, Rufe schließlich den Pflegedienst an und die haben sie heute normal gesehen. Das ist schon mal etwas, weil Schlüssel habe ich, aber keine Lust, sie tot in der Wohnung zu finden.

Nigel-nagel- neuer schwarz-weißer neuer Radweg zwischen Küchengarten und Glocksee. Schwarzer Teer und krass weiße Begrenzungsmarkierung. Richtig Takko. Sieht spitze aus. Der Mann einer Freundin von früher mit ihrem Hund. Hätte ich mal halten sollen. Es liegt nicht an der fehlenden Sympathie, sondern ich bin tatsächlich schüchtern, auch weil ich ihn mag und wir trotzdem nie so richtig Kontakt hatten.

Beim Montagsyoga merke ich, dass die Nackenmuskulatur oder Sehnen mit der Hüfte verbunden ist. Das ist manchmal ganz interessant, was man für Körperwahrnehmungen hat bei der Praxis. Blaue Haare die Movenyo-Frau, die beim Mera Luna hinterm Teestand gearbeitet hat und wieder fallen mir die ganzen Spießer ein, der hundertste Gary Oldman Verschnitt aus Bran Stokers Dracula mit seiner Lady. Und dann Zelten mit den Ossis. Meine Welt ist das nicht.

Es gibt Zucchini aus dem Garten (zu dem Zeitpunkt wissen wir nicht, wie gefährlich das ist, wie Kugelfisch), die Stephan total köstlich zubereitet mit Pernot und Ziegenfrischkäse, dazu Reis und eine große Portion Pistazieneis mit Erdbeeren. Die letzten Korallen sind dran genäht. Eine muss ich noch nachhäkeln und dann ist das Körbchen fertig.

18.08. Traum: Markthalle FFM, Japaner benutzt Wurst der Italiener, Mortadella in dem Fall und macht daraus was Japanisches, was richtig lecker aussieht und riecht, wie originell, die haben eh immer zu viel Zeug. Bestelle das und bekomme 2 Müsliriegel. Ist irgendwie schief gelaufen. Ein Raum in der Markthalle nur mit schwarzen Öfen und es wird gegrillt und asiatisch gegessen. Skilift in der Stadt. Ich wundere mich. Schicke Ch. und Jörg weg. Die wandern und es hat geregnet. Total nass kommen sie wieder und müssen jetzt duschen. Rufe meine Cousine Barbara an. Jetzt müssen wir was anderes machen, sie kann uns im Auto rumfahren, sight seeing schlagen sie vor. Ob sie das macht? Viele Kinder haben mir gratuliert und geschrieben. Kinder von einem Betreuten, Kurden, Jugendliebe haben 3 Kinder, sind erst Ende zwanzig, süßes Mädchen und der älteste ist Junge, genau wie der Kleine, der flachen Hinterkopf hat und total behaart ist. Ich finde ihn süß und erzähle davon, schaut halt aus wie ein Kurde. Nur von meinen Nichten und Neffen habe ich den Brief noch nicht gelesen bzw. mache es als letztes. Mein Bruder erzählt, Frederik hat Asthma und die Haare brechen ab. Woher hat er die ganzen körperlichen Gebrechen? Nicht von unserer Familie. Katalin hat kleine Buttons gemacht mit meiner Maschine und die haben alle eine Stelle, wo es nicht optimal gepresst wurde und eine Kante raussteht. Sie seien nicht zu gebrauchen für den Kindergeburtstag heißt es. Das kann ich nicht nachvollziehen bzw. man sind die pingelig.

Stephan sagte noch, wir werden auf jeden Fall vor halb neun wach, so zeitig wie wir uns Bett gehen und Pustekuchen. Er muss mich um 5 vor wecken. Als ich sage, Steffi hätte das Hühnerhütchen als Folklore bezeichnet und es hätte ihr nicht so gut gefallen, wenn Frieda Kahlo Folklore ist. Wieder der Vergleich, der schmeichelt. Das hat die Studioinhaberin gestern schon gesagt, dass sie ein Bild von Frieda Kahlo gesehen hätte, wo sie so ausschaut wie ich. Großes Kompliment. Besser geht es nicht.

Im Regen zu Frau Dement. Nässe richtig durch. Die vom neuen Pflegedienst ist patent. Telefon ist nicht auf der Kommode im Flur. Fällt das dem aktuellen Pflegedienst nicht auf? Die beiden Katzenklos, die ich besorgt habe sind auch nicht aufzufinden und ich suche danach und die sind schließlich größer als eine Schachtel Zigaretten. Angeblich wollte sie nicht zwei und das eine wäre schon das neue Klo. Welche Farbe die hatten (ich komme an meine Grenze). Die Grundreinigungsfrau, die Neue, findet zwar das Telefon und den Notruf zusammengeknäult in der obersten Schublade, kann den Stecker aber nicht richten, ich nehme es mit und will neues kaufen, aber am Deisterkreisel ist kein Shop nur das T. Das Richten des Steckers schafft erst Stephan später. Jetzt darf ich es zeitnah zurück bringen. Die zusätzlichen Betreuungsleistungen werden vom alten Pflegedienst nicht abgerufen, weil die kein Personal dafür haben.

Die Perückenfrau trifft sich gleich mit der von der integrierten Versorgung beim Bäcker. Russische Lebensmittel mit einer folkloristischen Heidi als Maskottchen und dann komme ich dazu. Zitronenmayo in einer abartigen Verpackung, wie Sunkist aus Plastik nur größer mit Schraubverschluss dazu Sauerrahm mit vielen Umdrehungen.

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Bei Heyde Eibrötchen, Kaffee schmeckt nicht. Wir treffen die Demente mit der Nachbarin, die gerade beim Hausbesuch die Frühstückspause angekündigt hatte bei Heyde. Hier treffen sich die Rentner und Arbeiter mit immer derselben Bedienung. Die Kneipe gegenüber ist dicht, deswegen geht sie da nicht mehr hin, Frau Dement. Sagte, dass da nichts los wäre oder nicht die richtigen Leute da. Die Rentner frühstücken hier verstärkt in Gruppen und glotzen ganz doll. Ich hingegen schaue mir die 3 verschiedenen Bahntypen an, die man von meinem Platz aus sehr gut sehen kann, wie sie gegenüber halten. Grün, Silberpfeil und die schwarzen neuen mit Leuchtschrift. Die Sitze wären unbequem wendet die Sofaumtauscherin ein. Die Schienenbauer Ricklinger Straße machen die B.A.S. Absperrung für mich auf, ich fahre da lang, wo das Radpiktogramm durchgestrichen ist. Mach mal für die Dame auf. Gefällt mir.

Will Einlauf machen wegen gestern, Herr Palästinenser mit seiner Anspruchshaltung und verwechsele die drogenabhängigen Männer, die in der selben Einrichtung sind, allerdings in einem anderen Haus. Erst als die Sozialarbeiterin sagt, er wäre gestern nicht bei mir gewesen fällt die Sache auf. Peinlich.

Kläre das mit dem geistig Behinderten, den die Mutter einsperrt. Sage der angehenden Renogehilfin wer von den Richtern zuständig ist und was sie machen kann. Richterin sagt, die Russen lassen sich nicht gerne in die Karten schauen, aber sie lässt die Eignung dann überprüfen von der Betreuungsstelle. Kommen die ohne Anmeldung weil sonst verstellt sich ihre Mutter, so die Azubine, die ich duzen darf, aber nicht duze. Nein. Sie hat Angst vor der Mutter, wird sie das erfahren, dass sie die auf den Plan gerufen hat. Ja, anonyme Hinweisgeber gibt es hier nicht und es macht auch wenig Sinn. Sie muss schon dazu stehen. Ein neuer Betreuter meldet sich. Der Betreuungswechsel wurde vor 1,5 Monaten vollzogen. Ich gebe ihm Termin am Donnerstag, brauche es aber schriftlich und habe noch nix.

Fax wegen Herrn Ihme, sollte ihn Donnerstag ja treffen. Das wird bestätigt, dann 3 Stunden später geht er nach Hause. Dann muss er sich erst melden. Ich gehe nicht auf Verdacht in die Zahnklinik, zumal er noch nie einen Termin eingehalten hat.

Mein Gespräch mit den Stadtwerken wird zu Schulungszwecken aufgezeichnet.

Mandantin schickt Tochter vorbei 400,- € einzahlen, weil es vorher keinen Termin gibt. Das ist mir peinlich, die soll keine Minderjährige als Kurier benutzen, sondern überweisen.

Sport. Auf dem Weg eine ehemalige Atelierkollegin, die ich kaum erkenne. Sie war immer sehr unscheinbar. Sie hält einen Säugling in die Armen und ich kann den Stolz in ihrem Blick sehen. Der fällt bei mir ins Leere. Worauf sind die stolz? Bei mir regt sich nichts. Im Gegensatz zu meinem Mann (sonst immer same-same) stehe ich auf kleine Frauen, die mich an kleine Mäuse erinnern und mit denen ich Akrobatik und/oder Tanz machen will mit Hebefiguren. Eine Maus ist neu im Studio und lag neben mir bei Yoga und heute hat sie ein Billabong Austria T-Shirt, was mich auch neugierig macht. Pia studiert Lehramt für Grundschule und ist nach Hildesheim gezogen und findet es toll dort. Ich in der Umkleide. Hildesheim ist scheiße, der Rosenstock überbewertet. Anders pflichten mir bei. Die Neue, die „alt“ ist, wie ich, kommt aus Hildesheim und fährt extra für movenyo nach Hannover. Sie ist geschockt, dass Pia statt Sport, Deutsch und Religion hat und Philosophie als Nebenfach. Na dann Hegel und Kant nicht vergessen verabschiede ich mich.

Ich freue mich sehr über das persische Restaurant und freue mich schon auf die kältere Jahreszeit und die Hühnersuppe mit Reis sowie die mit Käse gefüllten Hackbällchen. Das ist ein Glücksfall für uns, auch wenn es innen nicht optimal ausschaut und die Außensitzplätze bestimmt das geilere Sitzen bedeuten. Zuhause gibt es Tomatensalat und Brot und Käse. Ich habe lauter Gemüse gekauft auf dem Markt, aber nicht so viel Hunger. Ich esse zur Zeit ca. 750 gr. Gesalzene Erdnüsse am Tag, vorzugsweise mit was Süßem dazu, wie Toffee, was zu einer gewissen Grundsättigung des Eichhörnchens führt, so dass Stephan schon sagt, die fettigen Nüssen. Auch einem Brot mit Zuckerrübensirup ist mein bevorzugtes Frühstück am Wochenende.

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Wir regen uns beide auf über Leute, die den Käse so hauchdünnn schneiden. Das macht uns krank. Lustig, dass wir hier auch wie Zwillinge werden. Der Weihnachtsplan steht und Essigbrätlein am 23.12. Borgus ist in einer Pflegefamilie. Bam! Gibt es doch mehr Menschen mit einem Fetisch für hässliche Hunde als ich immer denke. Letzte Koralle gehäkelt und Körbchen fertig, erst mal. Das kann immer weiter wachsen das Riff, wenn ich es will. Freu mich schon bis Ickelchen drin liegt (so nenne ich Suki, wenn ich über ihn spreche, Trick der Hütehunderzieher, dem Hund zwei Namen geben, sonst fühlt er sich immer angesprochen, auch wenn man es nicht will).

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Fange doch noch ein Dreieckstuch an aus ganz dünner Baumwolle, die Häkelnadel sieht aus wie eine, die ich mir in den Arm stechen könnte. Ungewohnt, wie feinmotorisch man hier sein muss.

19.08. Befestige das Ei am Zopf. Statisch notwendig und besser. Bei Hühnersuppe vom Perser meint Stephan, dass wir die Reste als Geruchsschutz ins Klo schütten könnten und meint damit mein Fernsehhörspiel vom Vorabend.

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Die selbständige Betreute erklärt die Jahreseinnahmen für das Gericht. Sie war zuletzt vor einem Jahr in der Klinik und braucht die Betreuung vielleicht nicht mehr, auch wenn etwas länger stabil vielleicht auch gut wäre. Soziale Kontrolle hat sie durch den Mitbewohner. Auch die Frau aus Kanada werden sie wohl als mittellos durchgehen lassen. Schädlicher ist ein Vermögen über 2.6. Ich lerne langsam, wie die Rechtspfleger ticken. Will meinen Eltern die frohe Botschaft übermitteln, komme aber nicht dazu.

An der Wollbahn, hier gibt es lustige Straßennamen. Es geht um Pflegeberatung im Auftrag der AOK, weil sie ja eine private Pflegeperson hat. Duschhocker und das errate ich. Das war die geile Pflegeberatung, die nach wenigen Minuten beendet ist. Sollte im erste Halbjahr den Termin machen und dann war es eben heute. Das kann Probleme geben, dann muss sie das privat zahlen. Quatsch sage ich, ich mach das schon. Nach dem Termin die Zeitreise nach Mittelfeld, damals mit Sunla, ich muss sogar zum Friedhof fahren und durch das Eingangstor schauen, ob ich da was wiedererkenne. Rad abschließen und rum laufen, soweit geht es dann doch nicht. War ich hier mal auf einer Beerdigung oder nur Spaziergang mit Sunl. Da auch russischer Supermarkt der ersten Stunde. Mir ist ganz nostalgisch zumute.

Fairkaufhaus in Laatzen ist scheiße, aber dann habe ich es wenigstens auch mal gesehen und abgehackt. Ist auch weiter weg von Mittelfeld als ich dachte. Natürlich gibt es zwei Tattoostudios auf dem Weg und eine Schnitzelbude mit lustiger 80er Jahre Schrift, so wie Blitze geschrieben, die mir schon mal aufgefallen ist, aber man weiß nicht, ob die überhaupt in Betrieb ist. Ich komme zeitlich nicht hin, obwohl ich auf den Edeka verzichte, der in den ehemaligen Räume von Walmart ist und der muss riesig sein (auch damals mit Sunl mehrfach hingepilgert, auch wegen Mayo und sie sorgte sich, dass wir abartige Mengen davon vertilgen würden) und kann trotzdem keine Gerichtspost machen. Stephan: „Du bist so schön egoistisch“. Ist wohl so. Ich fahre auch dämlich und Umwege. Der Fluss, der durch Linden Süd fließt ist gelb wie der Mekong River. Die Hautklinik ist nicht mehr wieder zu erkennen. Hier entstehen die neuen Wohnungen. Ich habe Hunger ohne Ende und muss sofort was essen. Der neue Falafelking ist gemischt, schlecht eingerichtet und der Typ fasst alles an. Das Hähnchenfleisch liegt offen da in seiner Marinade. Außerdem ist die Rolle schlecht gewickelt und man kann sie nicht essen ohne dass die Hälfte raus fällt. Dafür macht er die Falafel frisch. Esse das Teil auf einer Bank, die sonst den Trinkern vorbehalten ist. Der Inder auf der Hildesheimer war auf dem Rückweg ist voll und es roch sehr lecker, da beherrsche ich mich noch und will mal mit Stephan hin.

Frau Stimmen ist nicht so für gebrauchte Möbel zu haben, die Sofas stinken und gefallen ihr nicht. Die Tische sind auch nicht schön. Bei Seats and Sofas bekommt man 16 Teile, inklusive Waffeleisen und Staubsauger. Das will sie haben.

AOK wegen Pflegebegutachtung. Da ist viel Kontrolle schon durch mich als Betreuerin, die weiß, wie es vor Ort ausschaut und der MDK-Gutachten war doch ja erst am 06.01.2015 da. Wie viel Termine denn noch. Ja, dann gilt das und das erste Halbjahr ist dadurch abgedeckt und wir müssen erst wieder im ersten HJ 2016. Geht doch. Trage ich mir ein für Mai.

Nicht nur, dass ich mich aufrege, dass ich fünfzigfach Regio-S-Karten und Hannover Aktiv Pässe zugeschickt bekomme, die ich umfrankieren muss. Ich tue heute einen in einen Umschlag und sehe meine Adresse im Adressfeld. Uh oh, nicht dass ich das übersehen habe bei dem, den ich schon losgeschickt habe. Da habe ich doch bestimmt noch mal raufgeschaut. Denkste. Ich rege mich über das teure Porto auf und schicke mir dann selber einen Hannover-Aktiv-Pass. Tolle Wurst.

Die Polizei ist bei Frau Hundeprüfung und die Nachbarin hat angeblich ihren Rucksack geklaut mit allen Schlüssel und Dokumenten drin. Sie ist fix- und fertig. Jetzt macht sie die Tür nicht auf und die Polizei kann dann nichts machen, wenn sie nicht aufmacht, aber da ist sie. Jetzt werden sie ungeduldig, weil sie so lange mit mir telefoniert. Früher am heutigen Tag war schon Thema: Sie bekommt ein persönliches Budget von 50,- € pro Monat für den Hund. Soll aber Nachweise vorlegen. Ich sage abzüglich Hundehaftpflicht und Steuer verbleibt ein Rest und da muss sie theoretisch die Quittungen für Hundefutter und so was vorlegen und wenn sie das nicht kann, dann das Geld zurück zahlen. Das sei kein Problem, sie macht Buchhaltung oder Buchführung und hat mir das doch schon mal gezeigt. Wie es der Zufall so will ist am selben Nachmittag der Rucksack mit ihrem Leben weg, ihren Schlüsseln, ihrer Bankkarte, ihrem Ausweis, dem Impfausweis des Hundes, alle Papiere, alle Briefe, den ganzen persönlichen Sachen usw. Angeblich verzichtet das Amt auf die Belege. Das wäre schlau von denen wenn es so wäre.

Elisabeth kommt eine Stunde zu spät. Sie hatte keine Uhr. Auf öffentliche zu schauen, verstößt wohl gegen ihre Religion meint Stephan. Ich gehe mit ihr in ein Besprechungszimmer. Da sitzt ein Mann mit weißem T-Shirt und Glatze bei mir im Zimmer und beugt sich über meinen Schreibtisch. Sie hat Bilder von mir im Internet gesehen. Ich bekomme zuerst Angst, aber es geht um Kaffeetrinken in der Schweiz. Ich mit ihrem Vater und dann verschwinde ich, so wie es ihr ergangen ist. Sie hat Post vom Amtsgericht bekommen und hält den Brief eh für gefälscht, das Wappen ist zu groß oder zu klein. Es stimmt, dass es unterschiedlich groß ist auf den verschiedenen Seiten, je nachdem ob Mitte über dem Beschluss oder im Absender. Ich versichere ihr, dass es sich nicht um eine plumpe Fälschung handelt. Nee, der ist echt. Habe ich auch gekriegt. Sie entdeckt bei allem Chaos den Fehler. Das Gericht hat eine Ersatzbetreuerin aufgelistet aus Hemmingen, die ich auch nicht kenne. Die will sie nicht, nur mich und den Gutachter lässt sie nicht rein, einen wildfremden Mann. Sie sitzt doch nicht im Rollstuhl. Das muss ich ihm erklären. Sie hat den Spendenvertrag mit dem WWF gefunden. Die sagen, das Haie nicht gefährlich sein, aber das stimmt, die Zähne von denen, zick zack aus Eisen und Wale seien angeblich gefährlich, nur weil die so dick sind und der pazifische Ozean, der besonders blau ist und das Hotel in Dubai und die Frauen, die mir Klamotten baden, die ihnen dann runter gerissen werden und ihre Alpträume zum pazifischen Ozean, sie bilden einen menschliche Schutzwand und es ist Krieg ausgebrochen zwischen Iran und Afghanistan und dem Hai gibt sie einen Kinnhaken (offenbar regt sie das WWF-Magazin von denen zu sehr auf). Sie macht das mit dem Thermenmann und ich muss nicht kommen. Sie will es nicht, dass die Rechtsanwältin extra den weiten Weg kommt, das geht nicht und dreht auf bis ich sage, o.k., sie soll es alleine probieren. Na, der wird sich freuen, das arme Opfer. Nur kurz geht es um schwulen Gruppensex, einer in der Mitte und 5 drum herum, sie weiß nicht, ob ich solche Videos kenne.

Eis gegenüber. Ich nehme Malaga und Zwetschge. Stephan weiße Schokolade. Ist das die mit en großen Schokocrossies oben drauf. Der Typ ignoriert sein offensichtliches Gebettel und weiße Schokolade schmeckt nur süß.

Bei der Meditation merke ich, wie dankbar ich meinem Mann bin wegen Weihnachten und wie erleichtert. Wenn er mir Kokain besorgen kann, versuche ich mein Bestes mit ihm auszugehen in BT. Ich würde so gerne in meine second hand Vergangenheit, noch einmal hinter dem Apollo oder noch besser Mimmi-Fuhlrott-Gang in das Altkleiderlager. Gehörte das nicht irgendwie zusammen? Jetzt noch im Herbst eine schöne Reise vor der Hochzeitsreise.

Der Yogi, der einzige Mann im Kurs erschreckt mich zu Tode als er mich mit dem Fahrrad überholt und ich kann nur Laute machen.

Lieber Berlin im Herbst als Wien. In Berlin sind A + B + C und Heike und man kann herrlich Rad fahren, andererseits haben wir nur noch 7 x Zottertrinkschokolade und das sollte eine gerade Zahl sein. Vielleicht mal Menagerie vor der Arbeit? Muss Frau Demenz das Telefon wieder bringen und zu früh kann ich da nicht hinfahren. Die russische Zitronenmayo schmeckt. Es gibt Tomatensalat mit Balsamico und ich stehe zur Zeit auf Reis statt Nudeln. Spinat mit Zwiebeln, Knoblauch, Speck und Ziegenkäse. Etwas besser hätte ich ihn waschen können.

Mail an Steffi, dass ich da selber schon geflucht hätte wegen meiner Meise mit den kurzen Fäden, Wolle sparen, nicht dass genau das Stück fehlt, zwanghaft und ist nicht handarbeitsgerecht, weil man z.T. die Nadel durchschieben und dann einfädeln muss und das ist alles nervig. Ich freu mich, dass sie mein zweites und letztes Riesentuch hat. Es steht ihr zu gut und die Blautöne sehen so gut aus zu Jeans und die stehen ihr so was von. Sie ist da das Gegenteil von mir. Sollte ich der anderen mit dem Vornamen wo ich Morgen bin vorschlagen, dass wir Barbara dazu bitten. Sie ist alleine und ihr Mann in Einsiedeln. Das geht schlecht, wenn ich selber eingeladen bin. Will ich auch kurz halten, weil ohne Stephan. Ich hoffe, sie ist nicht sauer, dass sie ein Emaillearmband nacharbeiten soll, aber so kann ich nichts damit anfangen und habe ein Segment schon verloren. Wenn Vollpfostenstraftaten cool sind, dann bekommen diese Entführer aus Dresden oder Meissen auch milderen Umstände. Mädchen, die Gassi geht entführen und sich dann überlegen, man war unmaskiert und die 17-Jährige kann sie erkennen? Wir gehen früh zu Bett, Stephan ist wohl sehr voll.

20.08. Werde schon um 6 Uhr wach. Räumungsklage gegen 2 wenn es hart auf hart kommt. Ich kann nicht alles weiter geben und muss etwas in der anwaltlichen Übung bleiben, sonst verliere ich meinen Touch und wenn Ich schwache Nerven bekomme, unterstützt mich mein Mann.

Stephan lacht über meine Riesenknäule. Das ist Häkelgarn. Haz am Morgen. After Work Pferderennen. Hatte die Plakate gesehen und mich gewundert. Bierquälerei. Einbrecher öffnen 1200 Flachen um an Gewinnspiel teilnehmen zu können. Dann ist es wohl nicht nur meine Betreute, heute in der Haz der Artikel dazu Sitze in der neuen Stadtbahn in der Kritik. Trauerfeier am Kiosk. Das rührt Stephan. Gin aus Hannover, Destillerie am Weidendamm. Das mit den Stichtagen zu dem Jahresrechnungen nehmen die nicht so genau meinte Stephan und ich soll die Konten immer mit den Einträge des Vorjahres vergleichen was wir da reingeschrieben haben wegen Mietkautionskonto und so was. Auch heute Morgen wieder das Thema nach 15 Jahren lernen, wie die Rechtspfleger ticken. Ich sage, ich glaube nicht, dass es Paranoia ist, aber wenn ich bei Betreuungsgericht in letzter Zeit anrufe habe ich das Gefühl, dass die mich alle kennen. So tun sie zumindest. Stephan bestätigt und meint, meine Rechnungen würden ultraschnell bezahlt, innerhalb von 3 Tagen zum Teil, so dass er sich richtig erschrecken würde.

Ich wollte Julian ein Foto schicken von meinem Tagesoutfit, weil ich das erste Mal seinen Loop-Armreif trage, den er mir in Zürich gehäkelt hat in Neon. Hatte es aber vergessen und mir Michael Jackson mäßig in den Schritt gegriffen. Dann kommt das Foto wohl doch nicht in Frage.

Erst mal Pflegebegutachtung mittags absagen. Das soll der Pflegedienst alleine regeln. Ich habe anderes vor und bringe das Telefon zurück. Muss nicht jeden Tag so sportlich sein und muss auch nicht übertrieben fleißig sein. Wenn die Nachfragen haben, sollen sie anrufen, ich war erst da und kenne die häusliche Situation und vom Pflegedienst, die keine gescheiten Abrechnungen machen und die Küchenrenovierung, die sie machen wollen nicht zustande kriegen, bin ich auch nicht begeistert.

Mein Papa freut sich so, dass Stephan Weihnachten kommt, dass er sich setzen muss. Er sei so im Alter, anhänglich, emotional, schlecht drauf. Altersdepression, weil er nie was hatte und mit den ganzen Zipperlein zurecht kommen muss. Weihnachten alleine das wäre schlimm gewesen und das Kartenspielen hätte ihm gefehlt. Bekommt Außenuhr geschenkt, die 40 kg wiegt. Wollte nicht nein sagen und merkt, dass er dieses Projekt nicht mehr hinbekommt. Muss heute mit Arnhild einen Champagner trinken zur Feier des Tages, wegen der guten Neuigkeiten. Sie hat ihre Brille verloren und fragt, ob das Demenz sei. Noch nie in ihrem Leben hat sie was verloren, noch keinen Schlüssel. Dann habe ich eine schlimmere Demenz tröste ich sie. Jetzt müssen wir vorher auch nicht kommen, können wir natürlich. Mama ist beim Zahnarzt und macht Zahnreinigung. Sie war beleidigt, weil die sagten, sonst würden ihr in 10 Jahren die Zähne ausfallen. Das kann ich verstehen, weil meine Mutter hat mit Mitte 70 die Zähne einer Zwanzigjährigen.

Herr Ihme ist wieder in Wunstorf und eine Frau mit russischem Akzent ruft an wegen des Termins in der MHH. Der wäre heute Morgen vor einer Stunde gewesen. Auch das muss sich besser lösen lassen. Das versuche ich dann mit Anästhesieambulanz und OP-Einwilligung faxen.

Mein Kollege kommt seit Tagen nicht weg. Wollte Montag in den Urlaub. Langsam mische ich mich ein, ob er mir leid tun muss, ich was tun kann. Sein Rechner ist kaputt gegangen mit Fristsachen drauf. Der Arme. Ob ich den Urlaub hinter raus um 3 Tage verlängern soll. Ich trage ihn einfach aus bis Ende der ersten Septemberwoche. Das geht nicht, weil die Ferien da schon zu Ende sind. Danach scheitert es bestimmt, dass die Kinder schon so viel verreist sind, dass sie kotzen müssen beim Gedanken an eine erneute Reise. Er will heute Abend belgische Pommes in Brügge essen. Klingt gut.

Jetzt hat sich die säumige Mieterin beim Mandanten gemeldet. Sie will 500,- € zahlen, ihr ist gekündigt worden. Sie bekommt von keiner Stelle Geld. Er hat ihr gesagt, dass er es seiner Anwältin übergeben hat. Ich antworte, dass das nicht sein könne und mache Einwohnermeldeamtsanfrage.

Der Frau von der Stadt Hannover will ich die lustige Geschichte erzählen von morgens Buchführung, alles kein Problem, nachmittags, Rucksack weg mit gesamtem Lebensinhalt. Frau hat meine mit dem Hund gestern kennen gelernt und sie will keine Belege (ich sage Miezo Bello 9,49 €). Das sei nur für den Fall gedacht, dass Buddy im Bewilligungszeitraum stirbt. Das wollte sie der Hundemutti gestern nicht erzählen. Sie hätte Angst vor Hunden und der hätte sich ruhig verhalten und sie hat keinen Zweifel, dass Mutti mindestens 50,- € für ihn verbraucht. Ja und noch mal sage ich, lauter lustiges Zubehör. Kampfschmuser-Geschirre und viel Spielzeug, was halt der Besitzer für sich besorgt. Ist Kind- und Partnerersatz. Sie habe Angst vor Hunden und der was ganz ruhig und gut erzogen (!) und sie hat auch noch mal gesagt, sie kennt sich mit Hunden nicht aus, aber nur 1 x am Tag raus, wenn es ihr schlecht geht und Folie auf den Balkon sei nicht Sinn der Sache. Der Hund mit 50,- € persönlichem Budget soll ja der Mobilisierung dienen.

Gestern haben wir einen Interessentenbogen ausgefüllt und Erdgeschoss und nur 3 Stadtteile angekreuzt und barrierefrei, ich und Frau Yorkshireterrier mit der Leberzirrhose und ich habe ihn eingescannt. Dachte das wird nie was oder dauert Jahre und heute Morgen schickt mir die GBH das erste Angebot mit Grundriss. Die Wohnung ist Ende November frei. Coole Sache. Wo ist der Görlitzer Hof?

Herr Yoga der mir emails schreibt von seiner „96jährige Oma, körperlich topfit, begegnet wohl gedresst morgens um halb sieben meiner Mutter im Flur und sagt, sie geht spazieren wegen der schönen Luft. In Wahrheit fährt sie mit dem Zug von Burgdorf nach Hannover, um die Weiterreise nach Berlin zur Bundeskanzlerin zu vollenden. Gott sei Dank wurde sie sichtlich verwirrt mit den Fahrplänen von der Bundespolizei aufgegriffen, denen sie versicherte, sie hätte im Bundeskanzleramt einen Termin.

Ich amüsiere mich köstlich.“ Das war vor zwei Tagen. Seine Eltern haben wieder eine Wohnung in Aussicht oder gekauft, in die er ziehen soll, aber das kann unmöglich schon umgesetzt worden sein. Das hat schon öfter nicht geklappt mit Zwangsversteigerung und am 15. schrieb er mir davon und dann heute:

„der Umzug rückt näher. Zur Renovierung des neuen Wohnraums möchte ich am liebsten ein Baugewerbe anmelden, um bessere Materialpreise zu erhalten. Ich würde gleich am nächsten Tag das Gewerbe wieder abmelden, weil ich nur die Anmeldung als Kopie brauche. Es geht um mehrere Tausend Euro. Ich denke, daß das heikel ist, wenn das Jobcenter das mitbekommt. Was sagen Sie?“.

Stephan: „Spontan fallen mir dann Begriffe wie Steuerbetrug, Steuerberater, Gewerbesteuer ein. Und „auf gar keinen Fall“.“

Die tätowierte, fettfreie Türkin, die ich sehr anstrengend finde, will jetzt Murat den Arsch aufreißen. Sie will nach rückwirkend Urlaubsgeld und alles Mögliche. Ich sage, mir ist es zu doof. Wir haben dem Amt selber geschrieben, dass sie im Juni das letzte Geld bekommen hat und ab Juli haben sie nachgezahlt. Sie hat keinen Schaden und ich habe mir das nicht ausgedacht, sie wird mir das so erzählt haben. Soll sie bitte selber klären und dem Amt sagen, es war ein Missverständnis.

Sehe eine unscheinbare Betreuungsrichterin zu Fuß durch Ricklingen laufen. Beim Fotografieren trete ich in weiche Hundekacke. Heute ist in Ricklingen Markt, direkt hinter der Friseurinnung oder Innung für das Friseurhandwerk und den Orthopädieschuhmachermeistern. Ich treffe wieder den extrovertierten Typen um die 60 mit dem riesigen Blumenkorb vorne am Rad. Der heute beim Fahren aufsteht und gegen die Schilder haut und Gymnastik auf dem Rad macht. Kommt mir vor als wolle der mich auf sich aufmerksam machen.

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Frau Demenz regt sich auf, sie hat schlimme Post bekommen. Es ist mein Vergütungsbeschluss. 600 Mark für die paar Besuche. Ich sage, ja, aber es ist gesetzlich festgelegt was ich abrechne, außerdem war ich in letzter Zeit 5 oder 6 mal da, aber auch wenn nicht, rechne ich nach der Pauschale ab. Sie ist nur sauer, weil mit den Rentnern kann man’s ja machen, aber ich kann nichts dafür. Sie hat früher ihr Geld nicht so leicht verdient. Finde das zweite Katzenklo. Kaufe zu viele Säfte bei Edeka. Rhabarbernektar 100 % für heute Abend zum Mitnehmen. Kann kaum Radfahren damit, nur schleichen und der Korb schlackert. Ist etwas 7 mal so schwer wie Ickelchen. Fahre gleich nach Hause damit, nicht zwei Mal die Treppe hoch. Wieder vorbei an dem begrünten Balkon meiner Ex-Betreuten, sie hat eine Banane. Ich bin doch neugierig und werde irgendwann im Dunkeln schauen, ob ihr Name an der Klingel steht. Ich habe neulich eine Frau gesehen, die ich als ihre Verwandte identifiziert habe und mit dem viele Grün kommt auch hin. Ich bin mir ziemlich sicher. Stephan beschwert sich, dass ich nach Fischbrötchen stinke aus dem Mund. Das waren die vielen rohen Zwiebeln. Stinke jetzt oben und unten. Meine Schwiegereltern haben Blaubeeren vorbei gebracht. Die schmecken bestimmt besser als die mehligen vom Markt.

„Hallo Franny/Stephan,

Eine wunderbare Nachricht durcheilt diesen Tag.

Nun habe ich wenigstens meinen Sauternes nicht umsonst gestapelt.

Und zwei neue Fahrradgriffe sind auch montiert.

Herzlichst

Paps“

Ich bin in einer Besprechung. Die Frau mit der hübschen, patenten Tochter mit Bargeld hat eine Anhörung im Bußgeldverfahren, weil sie eine Krankenversicherung, 30 %, Rest Beihilfe nicht gezahlt hat. Ich bin verwirrt was das soll. Ich mache so was nicht, aber sie hat Anzahlung geleistet und ihr muss geholfen werden. Sie macht Post nicht auf und dieser Brief schaute oben raus und ihre Tochter hat ihn raufgebracht. Frage, ob sie sich Betreuung überlegen will. Hat lauter Probleme, Kontopfändung, Schrottimmobilien. Der Sohn hat ADHS, Legasthenie und eine Inselbegabung. Das glaube ich sofort, habe ihn mal zeichnen sehen und habe das was er auf die Mediationstafel des Kollegen gemalt hat, total technische und detailgenaue Zeichnungen von einem Bus, Flugzeug und Schiff ausgeschnitten. Außergewöhnlich fällt mir dazu ein. Er ist auf dem Gymnasium, was ihn nur genommen hat, weil seine Schwester so eine Ausnahmeschülerin ist und wird zur Zeit nur mündlich bewertet. Die Schwester musste schnell erwachsen werden. Der Vater ist vor ca. 7 Jahren gestorben und die Mutter ist depressiv und sie darf Erledigungen aller Art für sie machen. Als der Mann gestorben war, hatte er keine Zusatzversicherung und so fing die Misere an, dass sie die ganzen Arzt- und Krankenhausrechnungen zahlen musste und das hat sie reingerissen ins Finanzchaos. Ihr Schwager, mit dem sie sich nicht versteht, hat ihr die Versicherung besorgt, Lebensversicherung auch, die sie nicht weiter bezahlen konnte und die dann gekündigt wurde. Sie wollte die Beiträge stunden lassen und er sagte, das machen die nicht. Sie glaubt jetzt, dass sie 2.500,- € zahlen muss und das ist nur die Höchstgrenze des Bußgeldes und sie hat auch nur ein Anhörungsschreiben bekommen. Ein Kosmetikstudio ruft an, ob ich die Anwältin von Elisabeth sei. Sie war da und hat nächste Woche einen Termin am Donnerstag und den wollen sie absagen. Über mich? Das gibt es doch nicht. Bin ich Vorzimmer der Verrücktesten? Den Gutachter warne ich, dass er keinen Hausbesuch bei ihr probieren soll. Er hat keine Praxis und ist Klinikarzt. Sie muss dann nach Wunstorf. Das schafft sie.

Rufe noch mal in Wunstorf an. Die russische Ärztin weiß nicht, ob ihr Telefon funktioniert und die Pforte kennt sie nicht und kann mit dem Namen nichts anfangen. Sie weiß aber was Sache ist und macht einen organisierten Eindruck. Herr Ihme hat Morgen einen Termin in der Zahnklinik und wird vom Pfleger begleitet.

Die Frau mit dem skurrilen Bußgeldverfahren meldet sich

„Hallo Frau,

aufgrund unseres Gesprächs, für das ich mich bedanke und über das ich noch nachdenken werde, habe ich mich überwunden, die ersten Briefe aus dem Postkasten zu nehmen. Sie brauchen bei der Gothaer wahrscheinlich nicht mehr anzurufen, weil ich ein Schreiben vom Gerichtsvollzieher bekommen habe, wonach ich bis zum 14.9. an die Gothaer die offenen Beträge zahlen muss. Demnach haben sie mich wohl nicht gekündigt.

Mit freundlichen Grüßen“

Mein neuer Betreuter, Jahrgang 1990, Beschluss war in der Post macht beim ersten Mal no-show. Kein guter Einstieg.

Stephan hat mir wunderschöne Blumen von Gabi besorgt und Blumenerde. Ich fange an zu kochen und das Gas geht aus. Da war er offenbar gerade heute im Baumarkt. Ich muss mir das mal zeigen lassen, wie man die Gasflaschen anschließt und selbständig werden. Auf zu den Frau, die früher hart gelötet hat. Ösen an meinem Armreif schließen geht nicht aus technischen Gründen, weil man da eben nicht löten kann.

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Mit Handpuppe macht das Kind keine Fehler, weil es nicht unter Druck steht, quasi andere Person. So wie ich früher mit Zotti, meinem Teddy die Uhren angehalten habe, indem ist ihm den Pendel habe stoppen und ihn verdroschen habe (so die Erzählung). Hunde mit 3 Beinen sind nicht traumatisiert und bissig. Das ist Menschendenke. Suki überlegt sich auch nicht, warum er so dünnes Fell hat und nicht so üppige Locken wie ein Pudel. So denken wir. Hunde wissen nicht, dass sie behindert sind, haben dafür kein Bewusstsein, nur Menschen können am Trauma festhalten, auch für den Hund, indem sie in dauernd anders behandeln und das transportieren. Hey, Leute ich bin seit heute Mitglied bei 2er bzw. habe den Beitritt heute erklärt. Ich bin glücklich darüber, auch wenn das Foto nicht so ausschaut, aber das ist ja auch nicht aktuell, sondern alt, ich schätze nach meinem 1. oder 2. Staatsexamen entstanden, eher nach dem zweiten und jetzt mit fast 50 war ich nie näher dran am Skateboarden, von Gefühl her.

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Ist fast 10. Bin wieder zuhause, früher ging nicht, erkläre ich meinem Mann. Ich bin so verschieden von meinen Freundinnen, dass ist krass. Ich empfinde sie oft als Bedenkenträger und grüblerisch in einer Weise, die ich so nicht kenne. In diesem Fall macht sie es schon richtig und ihren Ärger über die Justizfehler kann ich total nachvollziehen. So ist es manchmal, auch als Profi, dass einem diese Fehlurteile total unter die Haut gehen und belasten und man Probleme hat, sie weg zu stecken. Ich schätze die Gefahren des Radfahrens trotzdem anders ein. Sie gehen auf dieselben Flohmärkte, aber wir begegnen uns nie, sie sind Frühschicht. Sie sind geschockt über meinen Erdnussverbrauch. Ich: Erdnüsse sind fettig? Salat mit Sumach reicht mir jedenfalls nicht und ich wollte auch zuhause noch was essen. Ich koche Karotten mit Karottensaft und Sahne und Speck, dazu läuft Gilmore Girls, das habe ich immer geguckt als ich im Friederikenstift war. Esse dicke Käse- und Butterbrote und Sahnequark mit Erdbeeren, eine ganz Schale voll, dann von dem Essen einen großen Teller mit Reis und eine Tüte Salt and Vinegar Chips. Exzessiv ist meine Sache. War Konzert bei den Containerleuten neben 2er (das wird immer so betont, dass es ein anderes Projekt sei) und Morgen ist Velo City Night, eine kleine und eine große Tour, nur einen Sportkurs machen, weil ich sonst zu müde bin? Ich würde gerne mit dem schwarze Adler fahren. Ich würde gerne mal wieder ausgehen zum Tanzen und nicht Sportstudiochoreo mit nur Frauen vor einem Spiegel. Kann ich Stephan davon was vortanzen fragt er und geht vor mir zum Zähneputzen. Ich bleibe wieder am Häkeln hängen.

21.08. Traum, Pflanze sieht so prächtig aus, kippt um und Stand auf anderer Pflanze sowie einem Berg Kleidung von mir. Ich ziehe mich schick an zusammen mit Stephie von Movenyo. Sie will vortanzen, hat einen Auftritt. Das Studio schließt und es ist der letzte Abend. Was, ich habe Tanzkurs. Andrea kommt wieder aus Wien, die Reise war anstrengend, weil sie früh morgens los ging, so dass sie abends um 7 schon müde war. Sie hatte Haarteil an und das hat sich mit ihrem Duft zu einem neuen Duft verbunden und stank dann. Macht sich überall Applikationen auf die Kleidung, wächst so organisch wie ein Mosaik aus Aufbügelteilen und übernimmt meine Rolle seit ich die Strickgruppe verlassen hat. Ich freu mich, fühle mich geschmeichelt, sieht geil aus. Manche sagen ihr, es reicht und sie soll aufhören. Ich finde Sachen nicht, sind alle in Koffern und auf Stapeln liegen sie herum, Stephie will los, nehme doch das kleinere Hütchen. Unten sagen alle, ich habe neue Frisur, nein, wie immer. Ich eile vorbei zu Stephan, der mir an die Brust fasst. Ein Showtänzer zündet eine Fackel an, wird zu einem riesigen Regenbogenleuchtstab, den er weiterreicht. Damit soll man dann tanzen und es immer weitergeben. Kleinstadt, aber die Leute sind alle Individualisten, soll Kopenhagen oder Dänemark sein. Keine Autos, nur Fußgänger und Radfahrer. Ich bin begeistert, die amerikanischen Gäste auch. Ich werde wach, weil ich die Schritte in der Wohnung höre, dass er früher auf den Beinen ist, ist ungewöhnlich.

Stephan sieht mein Geschlechtsteil während ich auf der Couch sitze, er ist hetero. Das ist gut so. Hintergründe des Traums. Meine Klamotten wurden abgelehnt, auch der Rock wo ihr Name drauf steht sei an den Hüften zu eng. Den muss sie selber wegschmeißen. Rot-weiß karierte Capri-Hose für Andrea wieder mitbekommen. Ich will bodenlangen mexikanischen Rock aus Cali rot-grün total schwer mit Spiegeln, den ich noch nie an hatte seit Kalifornien mal tragen, vielleicht zum Essen, Tropeano? So was hatte ich dann im Traum an für den Tanzabend. Außerdem ist heute Abend Velo City Night, kleine und große Runde außerdem Hip Hop in der Faust und Twin Set im Limmer Volksbad und ich will mal wieder richtig tanzen im Sinne von Disko und nicht vor einem Spiegel zu denselben Stücken eine Choreo abtanzen nur mit den Sportkursfrauen (langweilig) und ich überlege, nur einen Sportkurs zu machen, weil ich sonst müde werde oder nicht genügend Kondition habe.

Ich topfe die Banane endlich ein. Monatelang hat sie ausgeharrt und ich kündige an, sie ins Büro stellen zu wollen. Da haben andere die Dienstaufsicht über die Büropflanzen. Jetzt haben wir auch die geile B.A.S. Absperrung bald vor der Tür. Ich will den Lkw mit der entsprechenden Beschriftung fotografieren, bin aber oben ohne und will nicht damit das Fenster aufreißen, dann ist er weg. Tanztheater in Hannover, Mathias Göke oder wie der heißt. Auch hier weiß ich keine Namen, keine Marken, das Gegenteil von Freunden. Ich bin nicht stolz darauf, stelle es nur fest, wir sind sehr gefräßige Banausen, aber ich stehe dazu. Ich brauche leere Eierschachtel für die Zitrone. Die Eierkartons am Glascontainer, Reste eines Obdachlosenwagens sind zu eklig mittlerweile. Die letzten, die ich hier weg geholt habe, habe ich ausgeschnitten. Die werden zum Hütchen. Der gammelnde Haufen schreckt selbst mich ab, die alte Schlampe, die nicht mal Hundescheiße unterm Schuh richtig gut weg macht, sondern mit der Klobürste und sich dann denkt, das geht schon ab im Laufe der Zeit. Ich trete in Pfützen und wische auf verschiedenen Untergründen und es wird weniger und irgendwann sind es Moleküle, die wir einatmen und damit essen wir alle Scheiße. Welcher Film war das nicht mal mit den Ehepaaren, die nach einer Party Partnertausch machen, irgendwas mit Schlüsseln und dem heftigen Eissturm und dem Schulorchester und Christina Ricci ist noch gut und Kinderstar. Hey, aber bei Lidl sind Englandwochen meinte Kai gestern. Das fällt mir dann ein, noch mehr Lebensmittel horten und tonnenweise essen. Ich bin gefräßig und das Gegenteil von Etikette und wenn ich böse bin, sind das keine Menschen, die ich bewundere, sondern Sklaven und Emporkömmlinge in meinen Augen. Das zu schreiben ist gefährlich, wo ich jetzt weiß, wer doch alles das Tagebuch liest, aber ohne Ehrlichkeit kann ich gleich einen Roman mit autobiografischen Zügen schreiben. Ich nehme auch in Kauf, es mir mit allen zu verscherzen. Das gehört zum Programm und geschieht mit Dolus eventualis. Wie war das noch mal Dolus directus 1. Grades man will den Erfolg und hat es auf ihn abgesehen bzw. es kommt einem gerade auf diesen Erfolg, Tod eines Menschen als Erfolg der Tat, an. 2. Grades, es ist nicht das Ziel, aber man weiß sicher, dass es passieren wird und nimmt es billigend in Kauf, nein, stimmt nicht? Doch was vergessen vom Lernstoff. Auch egal. Yufka wird renoviert einen Monat. Sie verweisen auf die Filiale Engelbosteler Damm.

Gaby feiert am selben Tag wie der Kuhausflug. Das hilft eher. Schön, spätestens dann tanzen. Ich habe schon eine Idee für ein Geschenk, Gutschein in dem neuen Laden, die ich lobe. Essensgutscheine. Ich würde mich freuen.

Zuhause konnte ich den Text nicht lesen, zu verschwommen. Herr Yoga meldet sich erneut:

„Liebe Frau ,

ich muß feststellen, daß mich die Aktivitäten der letzten Tage sehr stressen, ich meine damit, ich habe keine Geduld bei den Gesprächen wenn der Gesprächspartner nicht zielorientiert redet und bin äußerst genervt von diesen Gesprächen, so daß ich inadäquate Affekte zeige, weil ich nicht so viel Aufnahmefähigkeit aufbringen kann. Sogar wenn meine Mutter mir zu viele Details über irgendwelche Leute erzählt, die ich gar nicht kenne. Das kommt bestimmt vom vielen Alleinsein. Ich bezweifel, daß ich eine beratungsintensive, berufliche Aufgabe gut erfülle wie gedacht. Ich denke zwar, früher war das auch schon so, aber irgendwie konnte ich damals alles überspielen. Vorgestern ein paar Stunden Handwerker, gestern vormitttag Küchenstudio, das ich vorzeitig verlassen hab, weil der Berater sein Verkäufer-ABC runterplapperte, obwohl ich extra 12 Km mit dem Rad dahin fuhr, und sagte ihm, ich halte es keine drei Stunden mit ihm aus, die Küche zu planen. Ich weiß konkret, was ich will und gebe der Sache eine halbe Stunde. Dem Verkaufsleiter gab ich dann noch 2 Minuten, mir einen anderen Berater zuzuordnen. Dann fuhr ich zurück ohne Ergebnis und legte mich mittags schlafen. Nachmittags 1 Badezimmerausstellung und ich war ebenfalls schwer erschöpft davon. Vielleicht weil ich nichts esse. Heute habe ich erstmals wieder was festes gegessen, ein Viertel sandwich von subway, mehr als 4x Abbeissen schaffe ich gar nicht.

Ich hoffe, ich gewöhne mich an die Belastungen und werde in diesem Jahr die Renovierungsarbeiten für das Haus abschließen. Anschließend stelle ich mir die Reha-Maßnahme vor, entweder vom Jobcenter oder von BFW / beta-reha oder beides. Am 28.8. bin ich wieder bei Dr. K.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Yoga“.

Meine Betreute aus Sri Lanka sagt den Termin ab, sie musste arbeiten bzw. verschiebt auf Montag. Soll ich meinen Augenarzt schon wieder verschieben? Es sieht doch jetzt echt besser aus. Nein, ich ziehe das durch, auch wenn ich mich dann gegen eine Behandlung entscheide. Ikelchen bleibt beim Chef. Paps hat eine Blasenspiegelung und macht das stationär, dann ist er Beihilfe und gleich morgens um 7 da und die können los legen. In meiner Familie kümmert man sich schon um seine Gesundheit. Er ist so schön egozentrisch, wie ich und will wissen, ob er die email zu früh geschickt hat um seiner Freude wegen Weihnachten Ausdruck zu verleihen, weil wir noch nicht darauf reagiert hätten.

Der alte Betreuer ruft zurück. Die neue Betreuungssache ist ein Wechsel. Ich hatte um Rückruf gebeten. Es geht um die Übergabe der Sachen. Er hat eine schwache, unsympathische Stimme. Was ich brauche fragt er mich. Na, den letzten SGB-II Bescheid, was gerade so ansteht und das Übliche halt. Er hat wohl Angst, dass ich vorbei komme und schlägt den Postweg vor.

Bestatterscheckkarte ist in der Post.

Bei Herrn Unvorteilhaft haben sie beide Augen operiert. Vorgeschichte, es war ein Busunfall, d.h. er ist Bus gefahren und wollte aussteigen und hat sich bei einer Vollbremsung nicht gut genug festgehalten. Er war auf dem Weg zum Betreuungsgutachter in Wunstorf meine ich. Seit dem entstellt und zahlreiche OPs. Schmerzensgeld gibt es für so was nicht. Ich hatte das geprüft.

Auf dem Weg in die Stadt Bauarbeiter, die Platten in der Mitte zerteilen indem sie sie gegen das Gerüst schlagen. Gefällt mir, will ich mitmachen. Eierkartons aus Papier sind vielleicht nicht so geeignet für die Pflanzenzucht. Plastikvorrichtungen für Setzlinge, Hamburger Jungs zu bitten erscheint mir zu umständlich dann lieber selber besorgen. Mein Fach ist markiert mit einem gelben, eckigen Judenstern. Frage Frau Reimann, mein Tipp wäre gewesen, dass es anzeigt, wer ein Fach alleine belegt. Das stimmt und dann steht es noch für keine Werbung. Eine Sonderausstellung Sucht & Genuss spricht mich sehr an, aber Bad Münder. Da komme ich nicht hin. Was diese Kurierfahrer alles aufgreifen auf ihrer Tour. Ich mag sie (sie ist auch Wienfan und hat Freunde dort) und will ihr mal was schenken. Eine Brosche? Selbstgebastelt? Stephan wünscht ihr immer ein aufregendes oder erlebnisreiches Wochenende. Die halbe Stadt ist zugebaut mit den Baustellenduplosteinen von B.A.S. In der Ernst August Galerie schmeckt der Café Crema nicht, hatte Stephan schon getestet und der Philatelie-Shop hat zu. Die Beine volltätowieren lassen ist der neuste Schrei mit Strumpfbändern. Beim Sport hat eine Frau mittleren Alters eine Schleife am Knöchel von der zwei Kirschen baumeln. Aua. Mutter und Tochter in der Galerie, aber die Mutti hat das Explizit Content T-Shirt an. Parental Advisory führt bei ihr zu einem Lacher der besonderen Sorte. Die Alte schnallt es nicht, was sie an hat. Internationale Lebensmittel i-Laden ist so gut sortiert. Muss man nicht teuer im Internet bestellen. Currypaste und Ginger gerieben, gibt es alles hier und viel mehr. Tamarind, aber wie wird das verarbeitet und eine riesige Auswahl von Tees und frischen Kräutern. Stephan verhindert den Rieseneinkauf und ich bin ihm auch dankbar. Nelken gemahlen. Dann können wir wohl die anderen wegwerfen. Stimmt, können wir wohl. Die haben so lecker gerochen und ich dachte, damit würze ich ab jetzt. Der thailändische Nescafé mit Trockenmilch gleich mit drin ist praktisch für Reisen und schon alleine die Verpackung macht ihn überzeugend, ja geradezu unwiderstehlich.

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Keiner will lesen, wie ich wieder Häkelwolle suche in den diversen Häusern. Kaufe auch ein Knäuel neu. Kostet 2,49 Häkelgarn, gebraucht 1,- aber man findet nie die Farben, die man will. Gespräch der Fairkaufmitarbeiter, erst geht es um ihre Zähne, die dachte sie stirbt, ist dann nicht mehr rausgegangen und dachte, die sei verrückt und ist sogar zum Neurologen gegangen und dann Pause, ich schaue woanders, seine Füße stinken auf einmal, dann kommt er dahinter wegen Entgiftung, der Alkohol geht raus aus dem Körper. Er hat nachgelesen, das ist so.

5 auf den AB. Die Tochter von Frau Mittelfeld will die Wohnung besichtigen, die uns angeboten wurde und die Tochter bietet mir ihre email Adresse an für schnellere Korrespondenz. Pflegedienst ist eingeschnappt und ich erst. Die lassen jeden Monat 104,- € verfallen statt sich um meine Frau Dement zu kümmern und jetzt wo ich einen anderen Dienst am Start haben können sie angeblich los legen ab 01.08. Neulich meinte sie noch, sie hätten keine Mitarbeiter und ich habe keine Demenz. Dumm gelaufen, hat sich überschnitten. Die anderen sind beauftragt. Das sei nur Option gewesen. Ich glaube, sie haben ihre Felle davon schwimmen sehen. Wie dem auch sei. Es ist nun so. Das tut ihr Leid, gerade wegen Frau Dement, weil sie jetzt einen Draht zu ihr haben. Glaube ich nicht, sie hat sich beschwert, dass immer wer Neues kommt. Die informieren mich nicht und der neue Dienst nennt mir gleich Namen, Vor- und Nachnamen und nicht immer nur Schwestersoundso und meldet sich zeitnah auf emails. Ich handele schon zum Wohl meiner Betreuten, sie hatten ihre Chance und haben ihr einen Schaden durch Unterlassen zugefügt und mich verascht. Welcher Pflegedienst dem ich die Bescheide zufaxe fragt die Leistungen einfach nicht ab!? Ein dämlicher!

Rufe in Wunstorf an, Zahn-OP-Aufklärung von Herrn Ameise ähhh Ihmeist erst Dienstag. Vorher haben sie das personell nicht hinbekommen.

Kunstverein, die gegenwärtige Ausstellung geht nur bis Sonntag. Dann kommt nur Morgen in Frage. Ich bin sehr launisch und habe leicht Kopfweh und bin müde. Der Sport kann mich mal. Ich will nur mit dem coolen Adlernazifahrrad in einer großen Gruppe durch Hannover brausen. So endet das dann. Es stimmt, ich bin sprunghaft, ohne Ende sogar.

Adler aus dem Keller, weiß nicht wie das Licht angeht. Stephan meint nur wegen Polizeibegleitung. Ist mir egal und ich bin mir sicher, dass es funktioniert und lasse mir das ansonsten von denen mal zeigen. Zu früh, genau zwischen den beiden Läufen. Efendi Bey. Wir bleiben denen treu und probieren nicht den größeren Laden daneben aus, wo mehr los ist. Urfa Sofrasi ist in die Nordmannpassage umgezogen.

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Schräges Publikum. Viele junge Männer, welche mit Migrationshintergrund und Drogisten. Bei Efendi steht auf der Karte: Tiramisu bei uns ohne Alkohol. Im Zuckerstreuer eine Wespe, sieht aus wie lebendige Lavalampe. Ich hatte heute lecker Blaubeeren aus dem Garten meiner Schwiegereltern mit Müsli. Schmeckten viel besser als die Mehligen vom Markt. Das Müsli war teuer aus dem Internet, englisch, aber dafür mit Paranüssen. Meine Schwiegereltern waren Stahl einkaufen und Dieter kennt die Stahlpreise, wie andere die Goldpreise und beobachtet die Entwicklung. Das findet Stephan cool. Dabei denke ich an meine Goldmünze von der Bundesbank, Stephanie hatte mich danach gefragt. Das ist Raubgold. Wie ist denn nun der Goldpreis. Ich weiß ihn nicht. Denke an die anderen Stücke aus zweifelhaften Haushaltsauflösungen. Die Bakelitdose mit Dackeln drauf könnte ich mal weiter verschenken an Sabine Senk. Ich muss viel auf Fahrräder glotzen. Das metallic-orange farbene 26er schiebt der Typ rückwärts zurück und sitzt darauf und das ohne nach hinten zu schauen. Will der mich beeindrucken? Stephan sagt, ich brauche Visitenkarten wegen Betreuung. Schön verrückte Leute. Hier fährt der 700ter Bus zum ZOB Wunstorf. Jetzt hatte ich gerade Geburtstag. Das wäre sonst ein schöner Ausflug. Frühstücksbrunch bei Efendi und dann in den Bus steigen und Ausflug nach Wunstorf. Anderer Typ Kerle, die vorbeiflanieren sind oft sehr muskelbepackt, aber so fitnessstudiomäßig. Das sieht man, wenn das künstlich gemacht wurde, finde ich. Sonnenbrille am rasierten Hinterkopf tragen kann ich nicht verstehen und sieht dämlich aus. Die Frau ohne Beine im Elektrorolli bestellt eine Cola Light und eine Portion Manti, die riesig ist wie ich weiß. Die decken mit so vielen dicken Servietten ein bei Efendi, dass ich 3 in die Tasche stecke. Die kann ich für zuhause gebrauchen zum auswischen des Espressosatzes. Dieser Spargedanke, jahrelang haben wir Klopapier nie gekauft sondern immer aus der Uni mitgenommen, ist aus mir wohl nicht rauszukriegen. Künefe kommt genau richtig. Als wir beim Klagesmarkt ankommen setzt sich der Zug der Fahrräder 2 Minuten später in Gang. Soll Gebühr kosten, daher die Hawaiiblumenketten. Plastikmüll unterstütze ich nicht. Dafür gibt es Wasser in Plastikbechern auf einem Tisch wie beim Marathon. Kinder fahren mit, Fahrräder mit Discoanlage. Discokugel auf dem Kopf. Nena, ich hab heute nichts versäumt, denn ich hab nur von Dir geträumt und Life is Life Musik. Bald muss ich seine Anlage kaputt machen. Die Liegendfraktion. Das eine sieht von hinten aus wie ein Rollstuhl. Zwei sehen aus wie kleine Autos, mit umschlossenem Fahrgestell oder wie große Munition oder kleine Bomben. Jugendliche hören Musik mit deutschen Texten. „Bleib so wie Du bist, lass die anderen sich verändern“. Ist auch eine Illusion der Jugend. Die Lieder wiederholen sich, haben wohl nicht so viel auf dem Tonträger. Die beste Musik kommt von einem Typen mit Klapprad, der hat Lou Reed und Reggae im Programm. Wir sind die Attraktion in Stadtteilen, deren Namen ich nicht kenne. Die Rentnerpärchen treten vor die Mauern und hohen Zäune, die ihre Häuser umschließen. Der reinste Karneval der Kulturen und Love Parade für die. Vahrenheide kannte ich noch. Da haben türkische Väter mit Kleinkindern an der Straße gestanden und gewunken und ein buntes Lichterrad gedreht. Meine Sturmklingel kommt oft zum Einsatz und eine Frau hat Seifenblasenautomaten am Rad. Es macht wieder Spaß ohne Ende. Die Ordner überholen immer (wovon ich natürlich genervt bin) und legen ihre Räder dann auf die Straße, dass der Autoverkehr nicht durchfährt. Ach was? Wenn Stauende ist heben die Radfahrer die Hände. Man kann heizen, in der Gruppe durch die Stadt fahren, neues entdecken, ein Riesencasino beim Finanzamt gegenüber. Passt ja. Dann fahren wie vorbei an Urfam, da arbeiten wohl Frauen meint Stephan und Göz Urfa gibt es auch. Ein abgefahrener Autoaußenspiegel. Nur der Busfahrer tut mir leid, da merkt man wo die Sympathien liegen. Die anderen Autofahrer sind keine Menschen und hier schwächele ich beim Feindbild. Schon auf dem Weg dorthin habe ich wieder gemerkt, ich habe die falsche Farbe für mein Fahrrad gewählt, eines in grün-gelb fast neon fährt vor uns. Das gefällt mir. Am besten gefiel mir das gelbe Leihfahrrad aus SF. Das fand ich toll. Nach gut einer Stunde tut der Hintern weh. Gut, ist mein Sonntagsrad, aber trotzdem ich will so gerne mal Radurlaub machen und 6-8 Stunden am Tag fahren. Konditionsmäßig wäre das kein Problem, brauche nur einen bequemen Sitz. Sterben durch Autotür, die aufgeht. Das wäre konsequent, aber lieber will ich, dass ein Hai mir den Arm abbeißt und ich verblute. Der Riesenhai neulich im Video, der hat mich beeindruckt. Schwanger mit 50. Der kann keinen Arm abbeißen, ist zu fummelig. Menschen sind wie eine Garnele zum Puhlen. Jedenfalls scheint Radfahren in Gruppe unser neues Hobby zu sein.

Am Glockseehof vorbei, ob der Imbisswagen geöffnet hat, womit nicht zu rechnen ist, aber einfach mal schauen, wie es hier so ausschaut. Es sitzen Gruppen privat im Innenhof. Leute von früher huschen verlegen vorbei. Man hat mit denen wohl echt nichts mehr zu tun. Auf dem Weg nach Hause, Küchengarten ist voll. Wir klingeln bei Barbara, die ist ja alleine, ob sie ein Getränk mit uns nehmen will. Sie ist nicht da. Schöner Kaktus steht auf dem Müll. Treibt gerade aus, aber ich habe so einen schon in der Küche. Trotzdem Gin and Tonic Greenalls in der Weinbar. Während andere die Klos fotografieren bzw. den Gastraum von den Klos aus, stelle ich mich dämlich an. Undicht werden im Alter, das ist auch so ein Thema an das ich mich nur schwer gewöhne. Etwas eingepisst geht der Abend weiter, ist eh dunkel. Ich fühle mich an meine Jugend zurück erinnert, wo ich ein massives Problem damit hatte. Ja, nicht nur andere bekommen ihr Fett weg bei BM. Immer noch zu früh für die Faust. Es ist voll und man findet keinen Sitzplatz. Habe vergesse meine Cousine in England anzurufen. Hundeleuchthalsbänder in grün, rot, blau auf dem Kinderspielplatz, sogar auf dem Karussell. Ich mag es, wenn Erwachsene die Spiel- und andern Plätze in Beschlag nehmen, das sind gerne die Trinker. Bei uns gegenüber wurde letztes Wochenende auf den kleinen Spieltischen gepicknickt. Stephan sagt, es wurde ein Kindergeburtstag gefeiert. Ein kleines Kind steckte in einer runden Gehlernhilfe auf Rollen. Kenne ich noch aus den USA, die Mutter tritt „liebevoll“ dagegen um es wieder in Gang zu setzen. Der Spanier, den ich für einen Portugiesen halte oder der Portugiese, der mit seinen Freunden spanisch spricht und den ich vom Sehen kenne, aus Stephans Studio, der aus einem Stadtwerkewagen ausgestiegen ist an der Markthalle um den Nazis Schläge anzubieten. Isabelle mit einer jungen Frau, die mich grüßt. Offenbar frühere Bedienung, die aber immer noch nach Studentin ausschaut. Ich stelle Überlegungen zum Umbau des Platzes, wann und wie es früher ausgeschaut hat an. Stimmt, hier war eine Tankstelle. Wir wollen zum 2er und Barbara und Hund laufen uns über den Weg. Gemeinsam zurück zur Bar. Gini oder Jeanny sucht Männerkontakt, den sie immer wieder findet und auskostet. Sie vermisst Herrchen. Netter Abend. Italienisch lernen und wie sie als Studentin in Süditalien nach einem Erdbeben Hilfe geleistet hat. Das prägte fürs Leben. Eine Freundin der Tochter hat diese heute auf der Limmerstraße gesehen. Barbara kennt sie seit der Einschulung. Sie sagt mein Auge sei besser geworden (das ist gut so eine Bestätigung zu bekommen, weil Stephan hatte sich verweigert). Ich soll trotzdem zum Arzt gehen und nachschauen lassen, so lange wie ich das schon habe. Ich was vermutlich der Grund für Stephans Weigerung. So was ist bestimmt lustig und geht uns ab. Irgendwie gehe ich nicht in die Faust, ich würde gerne Hip Hop hören und tanzen, aber ich gehöre da nicht hin und wenn ich nur an das Publikum denke, fühle ich mich wie ein Dinosaurier, Hip Hop Franzi. Lars und Arne, Expo 2000. Man muss erkennen, wenn es vorbei ist und andere dran sind. Zum Schluss kommt Thomas, der Keyboarder mit seinem Freund/Liebhaber vorbei, den ich nicht kenne. Er erkennt dafür den grünen 70er Jahre Wurm, den ich in meinem Hütchen habe. Barbara meinte Pfeifenreiniger und ich sagte, nein, hat vorne einen Perlonschnur und da gab es Spezialisten, die konnten den dann so bewegen, dass es aussah wie ein Tierchen, was zwischen ihren Fingern sich schlängelte und vorne ist noch ein Stückchen von der durchsichtigen Schnur und er hat Augen, habe ihn auf der Straße gefunden. Das war die Zeit als es diesen Vogel mit dem roten Schnabel gab und immer noch vorne gewippt ist und dann in ein Wasserglas eintauchte. Thomas ist umgezogen in Hainholz, der Kiez zwischen Tankstelle und Supermarkt. Sie wollen zur Barcarole. Wir gehen ein Stück gemeinsam die Rampe entlang und fahren dann plötzlich weiter. Ich wollte wohl noch mal die Sturmklingel hören. 1 Gin and Tonic und 2 Gläser Rotwein und ich bin blau. Trinkflasche mit Tee als Handtaschengewicht dabei.

22.08. Traum: Ich streichele einen fremden Hund, der auf mich zu kommt. Er hat eine tolle Maserung. Die Besitzer sind ganz verwundert, weil er das sonst wohl nicht macht. Ich sage, ich finde ihn toll und das würden die Hunde meistens merken. Sie: er lässt sich sonst nicht anfassen am Rücken. Er hatte sich auf den Bauch gedreht. Ich komme mit dem Typen ins Gespräch. Sie sind ein junges Paar und gerade nach Linden gezogen vor 4 Tage. Er arbeitet als Krankenpfleger. Ich erzähle von Detlef aus Bayreuth. Er interessiert sich für meinen Schmuck. Ich zeige ihm meine Sammlung. Er will alle Ohrringe sehen. Das ist zu viel. Im Traum liegen die Paare ordentlich nebeneinander und die Hütchen sind in Kartons. Ihm gefällt Montageschaum angesprüht. Ich schenke ihm eine Figur, die ich so gemacht habe, einen Hasen, weil ich zu viel habe. Habe letztes Wochenende 10 neue gemacht berichte ich wahrheitsgemäß. Er ist sich unsicher, ob er die gebrauchen kann. Dann knurrt der Hund immer und beißt einem in die Schuhe und Steffi kommt dazu und packt ihn ganz selbstverständlich, auch am Rücken und zieht ihn lang und er lässt sich alles gefallen. Ich habe mein Selbstvertrauen verloren und schaue immer zu den anderen Menschen und dann klappt es nicht mit dem Hund. Er hat keinen Respekt vor mir. Mehr weiß ich noch vom Traum, werde im Gästebett wach, Stephan hat sich gerade angezogen. Es ist kurz vor 9.

Heute noch mal abwarten mit dem Orchideenkauf.

Frau Opfer hat mir nachts um 3:45 geschrieben:

„Hallo, Frau

Erst einmal vielen Dank

Kann man eigentlich eine Versicherung  (Gothaer) noch um Ratenzahlung bitten, wenn schon ein Gerichtsvollzieher eingeschaltet is

Mit freundlichen Grüßen“

Ich antworte morgens, ja, kann man, gerade wenn andere Gläubiger schon das Konto pfänden und man mit zwei Kindern eine hohe Pfändungsfreigrenze hat.

Sie antwortet mir viel zu früh am Morgen nämlich um 10. Zu wenig Schlaf.

Heute mal Klamotten aussortieren für den Tauschcontainer. So zieht man mal andere Sachen an bei dem Graben. Jugendohrringe und eine kurze Hose aus Schottland. Wenn nicht jetzt, wann dann und das was ich gestern am Steintor zu sehen bekommen habe, bekräftigt meine Entscheidung. Da werden kurze Hosen getragen von unförmigen Teenagern mit X-Beinen. Man soll sich nicht von seinen Hemmungen ausbremsen lassen. Das Thema hatten wir neulich mit Steffi. Es ging darum, dass man bestimmte leichte Kleidung nicht trägt um Körperteile, die man nicht vorzeigbar hält bedeckt zu halten (und wie man sich denken kann, ging es nicht um sie). Ich habe das auch, aber irgendwann geht es auch um das eigene Wohlbefinden, was vorgeht vor den Sehgewohnheiten der anderen. So und ich heute in kurzer Hose einkaufen. Muss an die Kebekus denken oder wie die Komikerin heißt, die im Bühnenprogramm sich darüber lustig macht, wie die Frauen gestresst werden mit Arschcreme und Cellulite ist eine Frage der Beleuchtung. Schönheits-OPs bei Schauspielerinnen als würden Tischler sich die Hand abhacken lassen. Stellt die Szene nach, knickt das Handgelenk um und sagt: „das habe ich machen lassen.“

Stringtangas zwischen Bandschleifpapier. Ich mag’s. Große Auswahl an Wolle, sogar Strickliesel gibt es. Hundekotbeutel im Spender, parfümiert und eine Städtepuzzle, was ihm Dunkeln leuchtet. Will es gleich für Gabi kaufen, tue es aber nicht, weil ich nicht weiß, ob es ankommen würde. Die Möhren mit Grünzeug sehen besser aus als vom Markt und kosten weniger als die Hälfte. Himbeeren, Kiwis, große Pilze, Frühlingszwiebeln. Das sagt auch der Test. Tierbedarf, Katzenklos und Kratzmöbel, Krallenschere. Puzzle mit Leuchtteilen. Bea und Olli wollen auch zu Lidl. Habe ich Möhrchen eingekauft? Nein, Kekse. Wie kommen sie darauf? Vergesse wieder was ich auf dem Kopf trage. Bea hat Glitzercreme aufgelegt und richtig große Silberstücke im Dekoltée und ich soll sie mal im Garten besuchen beim Recyclinghof. Er muss arbeiten und gleich ins Stadium und drängelt. Wenn mal wieder was ist mit einer Betreuten und dem Fußball, dann auf dem kurzen Dienstweg. Nur die Förmchen für die Setzlinge finde ich nicht. Hätte ich die Pappuntersetzer für die Früchte (Verpackung) von Lidl mitnehmen sollen. Da war eines leer. Ist wie Eierkarton auch aus Altpapier und flach und nimmt viel Platz weg.

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Ich bin so passend angezogen für das Shortbread.

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Die Pflanzenprofis kommen früh. Kann man einfach in einen Topf machen, die Samen. Sie haben Orchidee dabei für mich und japanische Süßigkeiten. Bekommen dafür Shortbread. Da schimpft Stephan nicht so doll über meine Lebensmittelvorräte, die ich anlege. Vor der Tür ein Toyhund mit rasiertem Iro auf dem Rücken, der Streifen aus Fell geht direkt über in den Schwanz, aber wie Löwe schaut das nicht aus, eher Accessoire. Schöner Radausflug durchs Grüne. Auf den Jahrgang achten ist Programm. Leider habe ich mein Outfit zusammen mit dem Anstecker nicht fotografieren lassen.

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„Der versteckte Panda“ heißt das Hütchen. Ein ehemaliger Mitarbeiter führt durch das Rieslingprogramm. Die Weinprinzessin darf wohl umsonst speisen und repräsentiert. Investoren führen das Weingut und schauen einmal im Jahr vorbei (wenn die Zahlen sonst stimmen). Die Quartettdetails interessieren mich nicht. Das Essen ist großartig. Kalte Tom Ka Gai mit Debreziner und auch das Hauptgericht mit Rind, Erben und roten Paprikakleksen ist tot lecker und natürlich hätte man lieber einen Rotwein dazu getrunken.

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Wie Thomas feststellte, ist es deprimieren, wenn man mit 50 den Altersdurchschnitt senkt. Eine Frau macht mir ein Kompliment auf der Toilette, dass sie mein Outfit so toll findet. Ein idiotischer Renter dafür „Fassenacht?“. Er und seine Frau gehen vor dem Nachtisch. Das zeigt schon, wie idiotisch die sind. Snickers Panacotta und Champignoneis. Er fand es zu reichhaltig und die Shitakepilze zu dem einen Fischgang fand er langweilig. Da hätte er lieber Champignons gegessen verrät er Dieter Grubert. Ich finde das nur lächerlich und sage betrunken später zu Dieter, er hätte lieber Shitakeeis machen sollen. Was wollen diese Rentner hier? Ihmerauschen. Der Gin ist alle und Chico sitzt mit einer Blondine an der Bar. Später kommt mir der Gedanke, dass es seine Tochter oder eine Freundin sein könnte. 2 Runden Mahjong gehen noch.

Suki, die zweite Urlaubswoche

10.08. „Hey little gothic girl, watch out, you might get a sun tan“. Video International Pony. Ich brauche Kack-Beutel aus Bayreuth, wenn meine Mutter mir nächstes mal Wolle schickt, soll sie 50 Tüten oder was da hängt bis auf 3 mir schicken, weil hier sind die Dinger immer leer und das trägt nicht weiter auf im Päckchen.

Frau Ronnenberg, die Tageskontaktstätte läuft diese Woche aus. Ich dachte, es sei schon, aber sie hat es ausschleichen lassen. Sie macht Leihoma in der Nordstadt. Der 3-Jährige ist stubenrein und sie hat Fortbildungen gemacht und weiß, wenn was ist, soll man den Arzt rufen und so. Ich würde die keinen 3-Jährigen beaufsichtigen lassen. Sie macht es allerdings für 6,- € die Woche (2 x 3 Stunden plus Fahrt). Das ist zu wenig, sie wird ausgenützt von der angehenden Ärztin sage ich dazu, aber sie will es erst mal so.

P-Monster. Überraschung der Woche. Er hat am Wochenende seine Fahrradbastelsachen von meinem andren Betreuten abgeholt mit seiner Schwester. 2 Tonnen. Der Pflegedienst, 2 Frauen, eine steif und förmlich, fragt rechtliche Dinge ab und da ist sie bei mir an die Richtige geraten. Bremse sie aus bis die Sache geklärt ist und sie eine Frage mehr hat. Die schwarz-weiß Katze macht einen dicken Schwanz und haut ab (Herr P. sagt, er hat Angst). Spring-ins-Feld leert den Napf und checkt aus sonst alles total angstfrei. Den Dachboden, der geräumt werden soll besichtigen. Im Treppenhaus dorthin gibt es coole blaue 70-er Jahre Tapete mit einem irren Paisley-Muster unter einer kackbraunen . Er will Sperrmüll bestellen. Dazu muss er eine Liste machen. Er will mir wieder ein Klapprad andrehen was im Flur steht. Sieht echt cool aus, metallic-orange. Nur, wenn der Schwanz seiner Katze am Lenker hängt. Zählerstände. Dann merkt die Katze, dass wer am Napf war und verteidigt ihn halbherzig. Suki fährt viel im Korb mit und will gar nicht raus. Zu warm. In den ruhigen Seitenstraße üben wir parallel laufen und es klappt immer besser. Ich bin sehr zufrieden.

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Wiebke kennt Zweier und dort ist immer was los bei gutem Wetter. Es ist ihre Strecke zu den Pferden. Sabine hat bis 12 Uhr mittags aufgelegt, die anderen DJs hatten sich verpisst. Der Typ vor der Tür kam da ja auch her, den ich etwa um die Uhrzeit getroffen habe.

Plastiktiere in Tüten im Fairkaufhaus Linden. Je Tüte 50 Cent, sonst kostet ein Tier ca. 20 Cent. Es sind zwischen 11 und 14 pro Tüte. Die reinsten Wundertüten beim Öffnen. Ich kann das System dahinter nicht verstehen.

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Günters Balkonfrüchte sehen spitze aus.

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Meine Tante sagt, ich klinge traurig. Ich bin aber nur müde. Ich häkele Zackenborte oder wie das heißt. Schaut aus wie eine kleine Fähnchengirlande. Die Wolle auf dem Flohmarkt war so teuer wie im Laden, aber offenbar halt Flohmarkt. Ich kann sie für mein gegenwärtiges Projekt, das zweite Dreieckstuch, nicht gebrauchen, vielleicht eine Kette aus Fähnchen? Ich warte die Gassigehrunde ab und wir gehen alle ins Bett. Hast Du gepupst? Nein. Ich auch nicht. Das ist unheimlich. Es liegt auch nicht an den Zimmerpflanzen. Gewitter und elektrische Zahnbürste flackern um die Wette. Ich kann nicht schlafen und verlasse Mann und Hund.

11.08. Der Handwerkertermin am Donnerstag hat die Hausverwaltung abgesagt, weil sie mit Sohn mit dabei sein will. Ich organisiere und die hätte nur schauen und Vorschläge machen sollen. Jetzt bin ich raus aus der Nummer, weil das ist Beschäftigungstherapie für mich.

Ich schimpfe, weil die Behinderte wieder Extrageld will. Ausflug nach Bad Nenndorf und sie braucht 70,- €. Fährt umsonst, will Eis essen. Das kostet 5,- € und macht keinen Sinn. Sie will keine Dauerkarte für 96 mehr. Ich bin ganz überrascht. Auf Nachfrage, weil da ist eine Frau, die sie erpresst. Eine Marina mit Mann und Familie und die fordert von ihr Geld und droht ihr sonst mit Schlägen. Sie hat der ambulanten Wohnbetreuung, Bescheid gesagt und ich überlege was ich da mache, weil das macht mich sauer und sauer kann ich ja ganz gut zur Zeit. Es bringt wahrscheinlich nichts.

Coole Post von meinem Neffen 2. Grades. Es sind mehrere Umschläge, die miteinander verbunden sind und eine asymmetrische Würfelfigur ergibt. Innen sind verspätete Geburtstagswünsche und Postkarten aus Zürich sowie ein Foto und eine professionell bedruckte Karte. Warum eigentlich 2. Grades? Entfernte Verwandte habe ich zur Genüge, aber seine Mutter ist meine Cousine 1. Grades. Er ist ungeduldig und schickt mir schon über What’s App (was ich nicht benutze) eine Nachfrage, ob es angekommen sei.

Kaffee auf dem Markt. Suki hat zu viel gekokst, die Nasenscheidewand ist ganz krumm. Ich habe Fanartikelkatalog von 96 zugeschickt bekommen. Alter, krasses Altpapier, aber dann doch die besten Motive für Kalender 2016. Hilmar will am Wochenende Meet the Feebles auf Beamer gucken. Ich empfehle Crank Yankers.

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3 Betreute in Vahrenwald leben alle einen Steinwurf voneinander entfernt. Herr Borderline Klein mit nacktem Oberkörper, Freundin liegt wohl auf dem Bett/Sofa, Zimmer abgedunkelt. Suki macht eine kurze Hauskontrolle und ich reiche die Regio-S und Hannoverkarten rein. Frau Plastiktüten fasst den Hund immer noch nicht an und das macht ihn verrückt. Ich halte ihn an der Leine, weil er hin will und heult. Es sieht dreckig aus, aber leerer. Mr. Syrien mit der gelähmten und verkrüppelten Hand (hatte mal versucht sich mit Pillen umzubringen und lag 2 Tage auf der Hand und die Nerven sind abgestorben, dann Intensivstation) streichelt sehr grob, aber Suki lässt es geschehen und geht immer wieder hin. Ich muss grelle Orangenlimo trinken, die mir als Orangensaft angeboten wird. Der Fernseher ist kaputt. Ein neuer kostet 600,-. Suki legt sich zu unseren Füßen unten den flachen Tisch. Als ich ihn rufe zum Gehen, knallt er mit dem Kopf dagegen. Elegant aussehen und prollig und ungeschickt sein. Genau wie Mutti.

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So exotisch fahre ich zurück durch die Schrebergärten am Niedersachsenring nach Hainholz, dass diese mit Hundekackbeutelständer bestückt sind. Trödeltreff, grummeliger Typ an der Kasse und Ventilator an, obwohl ich Jacke trage. Suki wartet vor der Tür. Zahle 1,15 € für meine Sachen und zwei Holzbügel, einen bemalt mit Edelweiß, gibt es umsonst dazu. Schenke dem Kollegen den für Ursula’s letzte Aschenbecher für die WG.

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Im Park ist er so nervenstark und cool und geht auf Hunderudel zu und lässt sich von den Schäferhunden beschnüffeln. Typ mit einem ferngesteuerten Hubschrauber. Ich traue mich erst nicht vorbei und denke, der stürzt ab und fliegt irgendwo gegen, z.B. mich und dann ist es ein total konzentrierter Profi, der so eine Art Tanz mit dem „Spielzeug“ macht. Hat einen tollen Mischling, etwas Dackel, gefleckt wie Suki, aber Beigetöne, kurze Beine und bernsteinfarbene Augen.

Herr Yoga bekommt erst ab September SGB-II Leistungen. Das Darlehen seiner Eltern haben wir nicht plausibel genug vorgetragen, ist unglaubwürdig und Gefälligkeit. Irgendwie steht eine Beschwerde vor der Landessozialgericht im Raum. Die Entscheidung ist halbherzig. Wenn sie uns nicht glauben und er 119.000,- € hat, dann ist er auch nicht nach 6 Monaten mittellos.

Abends Karotten-Orangen Suppe-Eintopf. Die sind so frisch, dass sie in Stücke geschnitten nach einer Stunde kochen immer noch Biss haben. Dazu Tiroler Speck. Zum Häkeln Crank Yankers. Das neue Dreieckstuch wird Zytanien-tauglich mit den Neon-Farben, falls es für Harald sein sollte.

Alte Crack Yankers Folgen: Ein Typ ruft beim Finanzamt oder Steuerberater an, ob er Kosten für Prosituierte von der Steuer absetzen kann. „He needs to release pressure“ von seinem stressigen Job. „How can you prove it?“ „The condoms are like really füll“. „What does he work“. „He sells small soap bars to hotels“. Verwickelt den Typen in ein Gespräch, wo er ihm auf Nachfrage sagt, dass er mit 18 bei einer Prostituierten war um ihm dann zu sagen, sie wären jetzt beide in die Sache verwickelt. Er wäre ja auch bei Nutten gewesen, wie er selber gesagt hat.

Der Alte Anrufer ruft beim Park and Recreation Department an und will sich beschweren: „I wanna make a compliant. (herrlicher New Yorker Dialekt). I’m 85 years old. Today, I saw a black guy who had his thing out and was touching himself. …It was enormous like a salami. The park, where children would run and play and we would play games: checkers, chess, monopoly, battleship and I remember the time, when you could get 3 hot dogs for a nickel with all the toppings, sauerkraut, onions, mustard, the kids sometims ketchup. My brother used to love grape soda“.

Die Frau. Super Telefonstimme, sucht einen Schulplatz und will wissen, ob es männliche Lehrer oder Professoren gibt, die ihr Ausnahmegenehmigungen machen, weil sie gut aussieht. „Like I am really good looking, so maybe I can start later or pay less tuition“. Die Frauen erklären ihr, dass alle gleich behandelt werden und das nichts zur Sache tut „that has nothing to so with it“. Sie: „Well normally, that has everything to do with everything“. Zum Schluss fragt sie die Frau: „do you have a couch in your room or a desk. I could do lap dance for you“. „You need a conselor“. „Well aren’t you a conselor?“.

Dann Kostümverleih. Do you have like really individual, crazy costumes, she was thinking of sexy Hitler. Die im Verleih: „What did Hilter wear?“ „Brown Uniform, arm band, straight mustache“. Dann die Frau im Verleih hat sich erkundigt, sie haben einen Trench Coat mit swastika Armbinde. Und sie dann „swastika but more lacy, big boobs“.

Suki kann einem auf den Fuß treten als würde er 70 kg wiegen. Das macht er um einen zu sichern für sich.

12.08. Traum: Eine Russin, die Uhren und Geigen sammelt und aufkauft. Weiß nicht, durfte sich auch was aussuchen aus unseren Haushaltsauflösungen, jedenfalls sind Sachen dabei, die ich von zuhause kenne. Mein Vater ist neugierig und will in den Keller und sich das anschauen. Ich helfe beim Einpacken der Sachen u.a. Porzellan und Geigen und Uhren liegen auf dem Boden. Ich schlage vor, eine geometrische Figur zu legen. Die Uhren in einen Kreis und die Geigen in ein Dreieck oder so. Dann ist es wie ein Film. Sie müssen noch zueinander finden bevor es vorbei ist. Sie ist verknallt in ihn und er noch abweisend oder umgekehrt. Sie ist mit einem Typen unterwegs, aber die sind nur gute Freunde. Dann ist das Pärchen was sich finden muss irgendwie Stephan und ich, aber wir sehen komplett anders aus, eben Schauspieler. Großes Fest. Ich schreibe Rundmail vom Handy und will eine nur an den Typen schicken und die ist auch noch nicht fertig und drücke ausversehen den falschen Knopf und habe die Liebes-SMS, die noch gar nicht fertig war an alle geschickt.

Wolfgang fragte nach der Schuhgröße für Gummistiefel. Wir sind Ende September in Braunschweig verabredet um seine Rinder zu gucken. Er schickt mir Foto von einem Wasserbüffel mit einem Neugeborenen. Wau wau eher zuhause lassen.

Kuh mit Kalb

Fairkaufhaus ist nicht Hildesheimer Str. 47 bzw. schon aber in Laatzen. Ein Typ ruft laut ein Loblied auf mein Korallenhütchen bei der Stadtbücherei im Vorbeifahren, reaktionsschnell. Ich habe mich beim Annähen des Gummibandes vor dem ersten Tragen auf das Hütchen gesetzt mit vollem Gewicht in die Sessel geworfen, wie der reinste Grobi, so dass es schon stark lädiert geboren wurde und nicht lange halten wird. So ist es eben bei mir- und meine Hannoveraner Fans liebe ich natürlich umso mehr, Das baut auf.

Der übergewichtige Betreute liegt im Bett und 3 Pflegepersonen tanzen an für das morgendliche Pflegeballett. Ich unterhalte mich mit der gutaussehenden gebräunten Hippie-Wohnbetreuerin über das Summertale Festival, der Mitbewohner hat ihr und ihrem Freund Gästekarten gegeben. Tagesticket kostet wohl 100 €. Für betuchte Familien mit Demeter essen und Leipzig. Sie kommt aus dem Osten und ist Fan, „da geht es ab“. Waren mir Ende der 90er zu viele Nazis und zu wenig Ausländer. Suki liebt den schwergewichtigen Betreuten und hütet seinen E-Rolli, untersucht ihn unten auch ganz genau. Da liegen überall Lebensmittelreste. Er nennt ihn Sushi, was mit viel besser gefällt als Name. Er will auch einen Hund, aber meiner erinnert ihn eher an eine Katze, wenn er nicht mit dem Schwanz wedeln würde. Jette hat jetzt eine Dobermann-Zucht in Berlin. Sein jüngerer Sohn hat Ausbildung begonnen, irgendwas mit Auto und kommt jeden 2. Tag vorbei. Der Kühlschrank ist nicht kaputt, er holt den Rest H-Milch raus für seinen Kaffee, sondern schließt angeblich schwer und verbraucht zu viel Strom. Er wollte sich eine Afri-Cola Kühlschrank holen und ich habe beim Amt ein Darlehen beantragt und Vordrucke ausgefüllt und Kontoauszüge gefaxt . Ich fühle mich verarscht.

Cooler Steinmetz am Engesohder Friedhof. Achte auf deine Gedanken, achte auf deine Gewohnheiten steht an der Fassade. Die Werkstatt sieht zen aus, auch der Typ, der meditativ vor sich hin arbeitet. Vorne am Maschsee sind die ganzen Buden und das Clichy zig mal und Sylt und Erleichterungsoase, Luxusklos steht da dran mit einer Düne als Fototapete. Suki findet überall was bis es mir zu bunt wird und er in den Korb kommt. Er hat zu viel gekokst sage ich immer. Das sieht man an der schiefen Nasenscheidewand.

Herr Ihme konnte nicht operiert werden. Dachte es wird in Vollnarkose gemacht und kam gut gefrühstückt und konnte sich an das Aufklärungsgespräch nicht erinnern und erzählte von den Ameisen. Das war denen das zu heikel. Die Baby-Katze kratzt sich überall und hat schon Stellen und muss zum Tierarzt. Frau Hanebuth hat die Tierhalterprüfung bestanden. Ich glaube es nicht. Bei Frau Stimmen ist die Wohnungsübergabe Freitag statt Donnerstag- Die neue Vermieterin sagt, der Vormieter ziehe nach unten und der mache auch beruflich Betreuungen und sie wollte vorschlagen, dass er die Betreuung von meiner übernimmt, aber der reißt sich da wohl nicht drum und warum ist sie berentet. Kann ich es ihr nicht in groben Zügen erzählen. Nein, kann ich nicht. Muss Frau Stimmen heute briefen, dass wir die Vermieterin auf Distanz halten und nichts von den Sendungen erzählen. Die persische Wohnbetreuung macht Montag den Umzug. Bei Herrn Minus ist eine Tasse durch die Scheibe geflogen und das Küchenfenster ist kaputt. Das war während des Gewitters und der Pfleger hat die Scherben entfernt, zumindest innen und die Eltern sind informiert und kommen heute auch nach Hannover zur Schadensbeseitigung. Meine Reaktion: spannend. Das hätte ich gerne mal gesehen, wie so eine Tasse durch die Scheibe fliegt. Nächstes Mal soll er mir vorher Bescheid sagen, dann hat er einen Zaungast. Der Schornsteinfeger will nicht alleine zu Elisabeth. Sie sagte was davon, dass er ihr an die Wäsche wolle und das ist ihm zu heikel. Das ist eine halbe Weltreise, aber ich sehe es ein. Elisabeth kommt zur falschen Uhrzeit und die Therme ist ihr Herz und keiner darf in ihre Wohnung und ich vergewaltige sie auch schon seit Jahren. Sie ist außer Rand und Band und ich muss sie rausschmeißen, weil Frau Stimmen schon vor der Tür wartet. Die beiden Frauen begegnen sich und Frau Stimmen kann sich heute mal ganz normal fühlen. Wir machen Umzugsplan. Sie holt Morgen die Möbellagerscheine und schaut dann wegen Matratze und Sofa und holt sich Geld und schaut, wann alles geliefert werden kann. Umzug macht die mit der Perserin. Ich sage bei der Wohnungsübergabe und auch sonst soll sie sich vor der neugierigen Vermieterin in Acht nehmen. Nichts von den Sendungen erzählen, ganz bedeckt halten und nur das Notwendige mit ihr besprechen. Nachts hat wohl eine Frau versucht sich umzubringen im Wohnheim und wollte sich mit dem Duschschlauch aufhängen und Frau Stimme hat sie dabei „erwischt“. Ich wollte sie darauf ansprechen, habe es aber unter dem Eindruck von Elisabeth aus den Augen verloren. Stattdessen sage ich, dass alles gut wird und wir bald Einweihungsparty bei ihr machen. Sie sagt: Einzugsgeschenke und ich sage: Kaktus und wir müssen beide lachen.

Wohnung in der List. Herr ADHS. Den Vermieter kenne ich und auch die Wohnung, über eine Durchfahrt mit einer Raumhöhe von 1,70 wie Being John Malkovic, das Zwischengeschoss, also bin ich auf Einiges vorbereitet. Die Schrägen führen zu ca. 5 qm Grundfläche, es ist echt so krass, dass ich auf einer Fläche von ca. einem Fahrstuhl gerade stehen kann und das über eine Länge von ca. 6 Metern. Man bekommt Beklemmungen ohne Ende, auch wenn man keine Meise hat. Richtig krass, dafür hat er 3-Jahres-Vertrag unterschrieben. Hätte er auch mal vorbei bei mir nachfragen können. Aufgeräumt wie einer der eine langjährige Knaststrafe abgesessen hat. Er fährt viel Rad und kompensiert so die Drogensucht. Ohne Heroin würde keiner Bikram-Yoga machen. Die neue Wohnbetreuung, eine gutaussehende Ernährungsberaterin begleitet ihn zum HBH, wo er Spartickets nach Bad Bentheim kaufen will. Ich habe ihm dort beim Jugendamt einen Termin besorgt. Er hat immer geschrien, Kontakt zum Sohn, der 4 ist und den er nur 1 x bisher gesehen hat und ich habe es jetzt organisiert. Jetzt kann er sich mal beweisen. Der Jugendamtstyp holt ihn vom Bahnhof ab, dann muss er nicht mit dem Bus dorthin jükeln.

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Suki macht Fotos, auch wenn er eigentlich nicht so gerne will (weil Untergrund naß) und nicht verstehen kann, was ihm abverlangt wird, auch egal, weil ich es sage.

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Stephans Rucksack, den er loswerden will aus Japan oder China können die Flüchtlinge gebrauchen. Meine Mutter will ihnen immer selbstgestrickte Socken meiner Oma vermachen. Ich glaube, den hier können sie besser gebrauchen und ich werde meine Augen offen halten.

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Adam und Eva. Ein Format was so schmerzhaft ist, dass man es nicht länger als 5 Minuten ertragen kann, auch nicht wenn man Trash-TV Formate gewohnt ist und da echt viel ab kann. Ich werde noch lesbisch, wenn ich diesen Männern unweigerlich auf ihre unästhetischen, rasierten Penisse glotzen muss. Menschen ohne Klamotten. Da denke ich an Ausschwitz. Man hat ihnen alles genommen, auch ihre Identität und ihren Charakter und ich finde sie angezogen viel ästhetischer. Ich bin echt kein nackt-Fan und wenn die bei großen Brüsten von „Hupen“ sprechen ist auch alles klar.

13.08. Meine Haarbürste löst sich in Wohlgefallen auf. Das Gummi wird brüchig und die Nadeln werden raus fallen. Hallo? Ich weiß noch wie ich die gekauft habe bei einem Friseurbedarf in Hamburg beim Chile-Haus. Welchen Schuh soll ich anziehen. Stelle mich vor Stephan. Suki guckt konzentriert auf meine Füße, als würde er mitentscheiden, aber ich denke, er hat was anderes im Kopf. Der Busch gegenüber sieht richtig hawaiianisch aus.

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Das Blatt für meine Schwiegereltern wird früher fertig. Die Afrikanerin soll erst mal nicht untergebracht werden. Wir beobachten und versuchen schneller zu handeln, wenn es soweit ist. Bett und Matratze 200,- Frau Stimme. Sie soll mir ihren Plan erklären bevor ich ihr das Geld gebe. Das Amt will erst mal eine Ummeldung bevor sie Möbelscheine bekommt (man ist das umständlich). Dann soll sie das erledigen Morgen. Mittags zuhause was essen und Mittagschlaf. Ein Alkoholiker, der Mäuse sieht und auf einer Bank sitzt, seine Sachen waren da gestern schon verteilt schreit Suki der immer zu jedem hingeht, der auf einer Bank sitzt, an wie verrückt und gestikuliert wild dazu als würde er ihn treten oder schlagen wollen, ist aber wohl nur akustisch und ich erschrecke mich voll. Nichts anmerken lassen, nicht auf das Tier übertragen. Es gibt genügend nette Alkis. Die Gruppe vorne am Ihmerauschen treffen wir jeden Tag. Der dicke Mann grillt und hat einen riesigen Hund, Bernhardinermischling. Der ist lieb, wird immer gesagt. Daran habe ich keine Zweifel. Der Alki-Frau aus der Gruppe (neu) sage ich, mit 3 Beinen sieht meiner auch noch niedlich aus (Stephans Spruch) und sie: was, der hat nur 3 Beine, war ihr gar nicht aufgefallen. Heute lässt sich Sushi nicht rüber locken, sie hat Wasser in einer Schale und er soll kommen, sie steckt die Finger rein, aber er hat seine Lektion für heute gelernt.

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Immer hat man ein schlechtes Gewissen, wenn man mit dem Finanzamt telefoniert. Steuerident-Nummern gibt es beim Bürgeramt. Sehr schwuler, netter Typ. Wir suchen uns „einen Wolf“, weil mein Betreuter, der aus dem Iran stammt mit unterschiedlichen Geburtsdaten eingetragen ist (wegen Umrechnung). Ich verrate ihm, dass ich mich beim Warten in das Kindermemory am Bildschirm vertieft hätte. Er: „und die Kinder mussten warten oder was?“.

Ich gehe im Nachthemd und Morgenmantel die Blockrunde, was Stephan irgendwie stört zu meiner Verwunderung. Aus dem nichts bellt Suki einen jungen Mann mit Afro an und läuft auf ihn zu. Wir machen nichts, ich will mich noch entschuldigen, tue es aber nicht. Stephan meint, wir hätten uns abwenden und weggehen müssen. Wir hatten davor geknutscht. Offenbar hält er uns für unzurechnungsfähige Kinder, wenn wir zu zweit mit ihm unterwegs sind. Ich will den Perser an der Ecke ausprobieren. Da gibt es Melonensmoothies mit Rosenwasser und diverse frisch gepresste Säfte. Vielleicht heute Abend vor dem Hainhölzer Kultursommer in einer Fabriketage, die wir nicht kennen. Aenne und Gerd machen mit.

Tanzsendung in der Glotze. Zwei coole akrobatische Tänzer aus Hannover, die zusammen wohnen und tanzen, aber angeblich Freundinnen haben, die sie alibi-mäßig anrufen nach dem Auftritt. Habe ich zu viel Wolle von Steffi verbraucht. Das Pink ist ganz schön dezimiert, Polyestergarn in krasspink gibt es für 1,99 € immer wieder bei Woolworth und es war die Kofferleih- und Sukihütegebühr, oder? Ich nehme für die letzten Reihen noch orange um es richtig krass zu machen.

14.08. Flüchtlingskind in der Unterkunft geboren heißt Angela Merkel und die sieht echt süß aus. Sie bauen Low Line Park in NYC. Morgenmantel aus Frottee mit italienischen Farben für Georg? Ich sehe ihn Sugo darin kochen, aber das sind wohl nur meine Phantasien.

Morgens wieder vor der Tür, distanzlose Freude bei einem unschuldig an der Haltestelle Wartenden. Ihm fehlt die Menschenkenntnis. Nicht jeder will freudig begrüßt und bedrängelt werden. Nur 95 % der Leute.

Herr Ihme schließt einen Handyvertrag nach dem nächsten ab, die alle nicht bezahlt werden können und zurück gebucht werden. Wenn ich Einwilligungsvorbehalt beantrage, dann ist der Ofen aus, aber gerechtfertigt wäre es. Auch in eine Zahn-OP kann er nicht erfolgreich einwilligen. Die blöde Kuh auf Wunstorf fragt nach Vorschuss, weil ich doch die Finanzen mache.

Krankenkassenbeiträge Herr Yoga. Der Typ von der Barmer ist so was von verständnisvoll. Mein Palästinenser-Drogist kommt Montag vorbei. Braucht Monatskarte und ist schon 3 x beim Schwarzfahren erwischt worden und das bei Bewährung und gerade in der Therapie, aber ich mache das schon oder was?

Frau Stimmen bekommt 230,- € mit, macht heute eine vernünftigen und guten Eindruck. Ist organisiert und hat alles dabei und alle Termine auf dem Schirm. Bürgeramt hat sich geweigert sie umzumelden und wollten den Schlüssel sehen. Seit wann denn das? Dann soll sie einfach irgendeinen zeigen. Ich schicke sie nach gegenüber. Die sollen mich im Büro anrufen, wenn es Fragen gibt und ich komme dann rüber.

Müllgebühren, Windeln? Stephan findet zu Recht 409,56 € für Müll sehr viel, 1755 Liter berechnen sie ihr. Er fragt: Sammelt sie wenigstens Altpapier, Altglas und Gelben Sack getrennt? Sind das wirklich nur die Windeln? Da steht was von Chip, der Müll wird also mittels eines Chips irgendwie registriert, womöglich sogar abgewogen, keine Ahnung, mal den Pflegedienst fragen und anweisen? Meine Eltern zahlen nur 100 oder so im Jahr.

„Liebe Frau A,

die Zahlungsverpflichtungen wie Miete haben meine Eltern in den letzten Monaten gezahlt, weil sie befürchteten, daß es mir sonst schlechter geht mit dem Gedanken einer drohenden fristlosen Kündigung und weil ich ihnen sagte, das wird von der Nachzahlung des Jobcenters ab März ausgeglichen.

Diese Einkäufe ohne Kontodeckung sind psychisch krank, ich bin gewohnt gewesen, fast jeden Tag eine Kleinigkeit zu shoppen. Ich hatte ein Erlebnis während einer Meditation und war danach besessen, diese Statue zu besitzen.

Ansonsten kauf ich nichts ein und geb nichts aus. Ich habe seit zwei Monaten nichts gegessen und lebe nur von Milch und Saft. Die Verrechnungsgesellschaft des Zahnarztes hat sich nun auch gemeldet wegen der restlichen Verbindlichkeit.

Mit der Gerichtsentscheidung bin ich natürlich nicht so ganz zufrieden. Gut ist, daß ab September Leistungen fließen, aber vielleicht sollten wir auf einen Verhandlungstermin drängen, bei dem meine Eltern Zeugnis ablegen.“

Finanzamt hatte gestern angerufen. Offenes Verfahren. Lohnsteuererklärung führte zur Nachzahlung wegen Zweitjob, der nicht pauschaliert war und sich so noch weniger lohnte bzw. noch mehr Ausbeutung war. Scheiß Balzac. Hat der nicht für einen Verwandten gearbeitet meint der Finanzamtsheini. Klar, Onkel Mc Donald. Das ist eine Kette. Ich sagte gestern, es war irgendwas mit Personalkosten bei den Nebenkosten, die absetzbar sein sollten nach meiner Kollegin. Haushaltsnahe Dienstleistungen heißt das. Vielleicht kriegt er ja 12,- € scherze ich. Heute ruft er noch mal und meiner bekommt 15,- €. Yuhu.

Stadtfahrt, Häkelgarn. Mit Suki war ich illegal bei Oxfam. Cafè Crema, zwei. Auf einem Bein kann man nicht stehen. Frau Piu ist braun von Sardinien. Dann zum Zweiergelände. Ich hatte ihm so viel davon erzählt. Charmant, aber überwiegend zu. Hier kann ich meine ausgemusterten Klamotten hinbringen. Es gibt eine Tauschbörse im Bauwagen. Öffnungszeiten Freitag 15 bis 18 Uhr. Ich habe kein Interesse an Tauschen, will meine Sachen aber in gute Hände abgeben und ein interessantes Projekt unterstützen. Muss nicht alles in den Fundus, verteilen ist auch gut. Ich rege mich auf über eine Hippiebraut, die mit Dreads alleine im SUV sitzt. Das sei kein SUV wendet Stephan ein. Trotzdem finde ich den Anblick zum Kotzen. Dann großes Softeis mit Schoko-Bezug. Das wird wohl wenig verlangt. Danach sind wir vollgemöppelt mit cremigem Eis. Die Villa hat ein neues Dach. Hätte das nicht besser rot gemacht werden sollen zu den Ziegeln statt schwarz.

Die krebskranke Borderlinemutter hat schnell die Entscheidung über die Erhöhung der Schwerbehinderung bekommen. Der blinde Freund nervte noch und als ich sagte, dass ich es beantragt hätte und mehr nicht machen könne und sie doch immer umsonst als seine Begleitperson fahren würde, meinte er was von Selbständigkeit, die wichtig wäre. Mir war indes klar, dass es das Merkzeichen bei ihr nicht ohne weiteres geben würde und so ist es auch. Jetzt hat sie 100 %, aber ohne „G“ und kann mir gerne ein Foto schicken für den neuen Ausweis. Auf dem letzten was sie noch Moslem und trug Kopftuch. Das ist m.a.W. schon eine Weile her.

Frau Hundeprüfung ruft an, weil sie andauernd so komisch angesprochen wird und mir das mal sagen wollte. Ein Tunesier fasst sie an und den Hund und quatscht auf Französisch. Das sei nicht normal und der Rechner geht auch nicht mehr. Hat sich gestern einen Vorschuss beim Amt geholt. Wofür will ich wissen. Nie hat sie eine Erstausstattung bekommen und das soziale Kaufhaus. Großen weißen Teller für Pasta 60 Cent, zuhause sieht sie der ist von Villeroy und Boch. Da hat sie sich am nächsten Tag die anderen 5 auch geholt. Kann man Spagetti in die Mitte tun und außen dekorieren, sieht ganz schön aus. Auch bei Klamotten besteht sie gar nicht auf neu, aber das kann auch süchtig machen. WEM sagt sie das?

Der Hund hat die Woche über gelernt im Büro zu entspannen.

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Früher Feierabend. Lasse den Kollegen abfahren mit seinem Video-Abend „Meet the Feebles“ hat er bei Amazon bestellt um ihn mit uns zu gucken und es ist frisch geliefert worden, aber ich habe keinen Bock, auch sonst nicht auf soziale Interaktion. Spiele mit Suki, „such den Virus“. Große gemeinsame Abschlussfahrradrunde mit Suki. Die Temperaturen sind besser. Treffen die Frau aus der Ottenstraße. Hatte immer einen niedlichen, kleinen Uralthund. Der ist jetzt nicht mehr. Der Neue schwarz-weiß aus dem Tierschutz wird aggro gegen Suki. Sie sagt, dass sie angespannt war und erkennt es, wie sich das überträgt durch die Leine. Wir bleiben ruhig und bleiben stehen. Unerschrocken geht Suki vorsichtig noch mal hin. Das finde ich toll an ihm, dass er so nervenstark ist. Er passt so gut zu uns, wird uns erneut bestätigt und das stimmt auch. Läuft die ganze Zeit parallel auf dem Gehweg, was auch für viel Erstaunen und Bewunderung sorgt. Nein, er ist kein Brandstifter, nur wieder mein Fotoopfer.

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Dann der Perser an der Ecke. Tussige, verpeilte Bedingung, ich frage nach Besteck und Stephan benutzt das dreieckige Brot als Essschaufelstäbchen um die Vorspeise darauf zu häufen. Hatten wir nicht welches? kam die schlaue Reaktion, nein, sonst würde ich nicht danach fragen und die kleinen Tischchen lassen mich den Überblick behalten und führen aus dazu, dass wir den Gauloises Tischkartenhalter aus Glas kaputt machen, weil neben diversen Plastikkarten und einer Rose der Tisch zu voll ist für die riesigen Teller. Muss an Frau Hundeprüfung denken bei den Serviertellern. Ich will einen frisch gepressten Saft. Sie schaut wie Auto. Die ganze Woche gehe ich hier immer vorbei und lese auf dem Schild was von Melonensmoothies mit Rosenwasser und jetzt wo ich da bin, ist das Schild weg. 1. Reaktion: dann gibt es die auch nicht. Dann soll ich in die Karte schauen und da steht: frische Tagessäfte, sprechen Sie uns an. Ja und das versuche ich gerade. Ich habe keine Allergien oder Unverträglichkeiten und mag alles, sie soll mich überraschen und die Küche soll irgendwas machen an Tagessaft. Ich bin mit allem einverstanden nur die Bedienung ist damit überfordert. Essen echt lecker, selbstgemacht und gut, originell. Toller mariniertes Grillfleisch, auf Holzkohle, selber eingelegte Oliven, mit süßlicher Note und selber eingelegte Mix Pickles, wie in Japan, fermentierte Säure, Joghurt gut abgehangen, einen Kartoffelsalat mit Majo und Salzgurken, total nach meinem Geschmack, wie leckerste Feinkost. Den Milchreis mit Rosenwasser und Pistazien gibt es nicht erfahren wir als der Nachbartisch bestellen will. Die Bedienung geht nach Schichtende in eine Shisha-Bar. Ihre Freundin holt sie ab und sie üben schon mal Zigaretten rauchen. Alles in allem ein Glücksgriff bei der anderen Gastro, die wir hier haben. Von den Eckhäusern kann man gut auf den Pariser Platz glotzen. Viele suchen Parkplätze, so auch Hartwig. Stephan spricht ihn auf die Baustelle an, die bei uns vor der Tür stattfinden wird. Die Schienen seien kaputt und würden immer wieder geschweißt. Sehe ich das nicht? fragt mich erstaunt mein Nachbar. Weiß ich, wie Schienen ausschauen? Nein. Schaue ich mir die an? Nein. Wusste gar nicht, dass Hartwig ein Auto hat, ist wohl ein Markenauto merke ich an. Wenn ich einen alten VW als solches bezeichne wundert er sich. Ein Freund aus Wien schickt uns Tesla-Werbung, wie Tupper, wir sollen eines bestellen und er bekommt eine Prämie. Ähhh? Meine Reaktion: Potenzproblem und Stephan: Wie viele soll er ordern? Auf nach Hainholz. Der Kultursommer hat schon vor Stunden aufgehört. Da hätte ich Hainholz mehr zugetraut, aber in der Nordstadt kann man noch nicht mal richtig Limmern, während es in Linden auch in den Nebenstraßen gut damit klappt. Die Restrunde sitzt beisammen. Eine Frau siezt mich. Geht das jetzt weiter? Hat die Bedienung schon ihr Trinkgeld gekostet. Der Typ kennt mich von einer Ausstellung in der List und das Atelier wird Morgen 6 Jahre. Aenne will ich mal besuchen, wenn sie Aufsicht hat. Sie kennt den Flohmarkt bei Kaufland auf dem Parkplatz nicht, direkt vor ihrer Tür. Dafür schwärmt sie von den Autoschraubern. Es gibt Auto An- und Verkauf mit arabischer Schrift und einen Bauhaus Drive-In. Wird Zeit, dass der Sport wieder anfängt, mein Bauch wird immer dicker und die Klamotten passen nicht mehr. Das Kleid zwickt und reißt an den Nähten. Weniger Kalorien essen, das mache einfach nicht. Morgen Edeka, Eis, Zitronengras, Wasabi-Erdnüsse im Teigmantel und zurück zu dem neuen Trödler gegen Stadler die Ohrring holen zum Basteln?

15.08. Werde vor 6 wach. Das ist krass. Wohnungen in Brooklyn gucken, häkeln und nähen im Wintergarten. Schlechtelaunetag, den ich streichen könnte. Pfannkuchen mit ganz viel Salzbutter und Ahornsirup und Pecannüssen und frischen Beeren. Köstlich und auch das hilft nicht. Mein Lieblingstee ist schwarzer mit frischer Minze, die Stephan mir täglich in seinem Bio-Verein besorgt. Da hat der teure Einkauf aus Paris was gebracht, nämlich mich auf Gedanken. Kein Nähen mit Steffi, ich sage ab und die Hausbewohner will ich auch nicht sehen. Nachmittags 6 neue Hütchen, ein Lichtblick. Die Plastiktiere werden konsequent verbaut. Es gibt Tage da kann ich nur meinen Mann um mich ertragen und er muss dann alle Rollen übernehmen und sich zu mir setzen wenn ich nähe wie meine Freundin. Beim Dremeln fliegt mir ein Plastikspann ins Auge. Mensch, wie bei meinem Schwiegervater der Arbeitsunfall. Muss ich Schutzbrille tragen?

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Ich suche eine Brosche mit Tauben für Stefanie und es macht mich verrückt, wenn ich was nicht finde. Dabei werde ich nostalgisch auf der Suche danach und es kommen verschüttete Schätze vom Vorschein. Bestickte Taschentuchtasche mit einem Fuchs und zwei Knopfknöpfen und dem Monogramm M.K. Mathilde Kayßer, den Mädchenname meiner Oma und frühe Ohrringe aus Schaumstoff mit Lackmalstift bemalt. Außerdem Sachen, deren Bastelgeschichte neu geschrieben werden muss. Pflegehund schlage ich Stephan vor. Es gibt so einen geil hässlichen, der ausschaut wie ein Corgie, mit Stehohren, schwarz umrandet, kurze Schnauze, breites Gesicht. Borgus. Den könnten wir doch vorübergehend nehmen. Der passt zu uns und das wäre was Neues und als Team sind wir sehr gut in der Hundeerziehung. Wir haben ja einen Hund sagt Stephan und da hat er auch Recht. Der wohnt zum Teil halt woanders.

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Jasmin meldet sich, Marc war nur am Pendeln zwischen Lemgo und sonstwo. Kann der sich nicht trotzdem selber mal melden. Das Rätsel ist gelöst, Merkel ist auch ein Vorname. Angela Merkel Ade, Hannover überregional in den Medien. Es gibt Schmorgurken und Reis mit Tomatensalat.

16.08. Wieder Pfannkuchen, Steffi bringt Marillenmarmelade und Brot und Schuhe Größe 39. Wien war ein Klamotten El Dorado. Ich kenne es ja und die Kellner, die sich ins Gespräch einmischen und der Schmäh, die schönen Redewendungen. Pat hat uns Tonkabohnensalz aus dem Kameel gekauft, was vielversprechend riecht. Sie bekommt ein süßes Nachthemd, was ich nie anhatte wegen kurzärmelig, rosa mit Blüten und Kirschen, tolle Baumwolle, einen herrlichen Plastikring in blasslila, der herrlich zu meinem Kleid passt, aber zu eng ist für meinen Finger und mein 2. Häkeltuch. Immerhin die Fäden muss ich nicht mehr selber vernähen. Ich habe den Hund betreut und das Tuch gemacht, eine Woche lang.

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Dackelvideo. Ein dicker Dackel, der auf einen dicken alten Golden Retriever drauf steigt und sich hinlegt und wenn der sich bewegt, das ausbalanciert und oben bleibt. Flohmarkt, keine Kamera, kein Handy. Ich liebe die Metallsachen. Vorschlaghammer bei denen das Holz hinten strohig zur Seite steht, Werkzeugkoffer für Frauen, ein Messerbouquet in einem Krug, die verschiedenen Griffe schauen raus, ein Flamingo im Gitterkäfig, ein cooler alten Kinderwagen, eine Frau, die kleine Socken häkelt und 600 davon gemacht hat. Sie packt mich am Arm und bewegt mich zu ihrem Auto. Eine Schürze mit Aboriginemotiven. Ich hätte sie genommen und über ein schwarzes Kleid in die Oper getragen, aber Stephan findet es nicht so geil, aber ich hätte sie doch kaufen sollen. Insgesamt 2,20 € auf dem Flohmarkt gelassen. Darunter einen Schlüsselbundanhänger mit „Lehrer sind wie Mineralwasser, aufbrausend und ohne Geschmack“ für 20 Cent für meinen Kollegen als Entschädigung für Freitag und weil wir uns neulich gefragt habe, ob wir einen sympathischen Lehrer kennen oder einfach weil ich kaufsüchtig bin. Er hat beruflich immer wieder mit ihnen zu tun. Ich bin dann auf eine Grundschullehrerin aus dem Freundeskreis gekommen, aber die zählte nicht. Ein Buch über Shih Zus auf Englisch mit den tollsten Bildern (25 Cent, das ist dann auch egal ob Bücherschrank oder hier), ein Schälchen aus Emaille und einen Schal mit Seidenmalerei auf dem Ergotherapie steht, Bäume und Blätter, Vögel, einer trägt einen Brief im Schnabel und ein Blitz aus dem Himmel, sieht christlich aus, wie Arche Noah und heiliger Geist auf einmal. Das soll beides auch ein Geschenk sein und ein Spaß, aber ob der ankommt. Deko-Streu aus Stoff kriege ich geschenkt. Als eine Frau aus dem Hinterhalt ein Foto von mir schießt mit ihrem Handy flippe ich etwas aus. Sie findet mich gut, ist mir scheißegal sage ich. Ich habe wohl dabei einen Tropfen an der Nasenspitze und sehe irre aus. Stephan findet das süß. Ich habe echt Glück gehabt mit meinem Deckel, den ich gefunden habe. Das ist mein größtes Glück.

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An Zweier vorbei nach Hause, vorbei auch an der Stelle beim Hotel Amadeus wo man als Radfahrer wählen kann, ob man den Radweg benutzen will oder die Straße. Es gibt zwei Pfeile in verschiedenen Richtungen und wir freuen uns immer wieder darüber. Weiter basteln. Später ein Anruf. Ich will die Ergotherapiesache nicht so kompliziert machen, dass ich auch noch sonntags über meine Betreute sprechen muss, dafür habe ich zu viele Fälle. Ratz Fatz alle Korallen rangenäht bis auf 4. Es sieht großartig aus. Ich freu mich auf New York und trage den blauen Kordmantel mit einem Ärztezeichen drauf, den ich dort gekauft habe zusammen mit dem karierten Wollbademantel, der von Mottenlöchern zersetzt war. Nebenan gab es Plexiglas in allen Farben und Formen und Stephan findet den neuen Laden vom Momufuko sowie das Bild was im Büro steht mit Law Offices neben Psychic Reading. Das ist auf Google Streetview zu sehen. Ach ja, New York wird geil. Ich will Rad fahren in Brooklyn. Tyark kommt. Das Hundekörbchen kann man nicht waschen, wendet er ein, muss man auch nicht bei mir. Dann findet mich zwar als Künstlerin bewunderswert bzw. „wird lebenslang Fan bleiben“, aber die Ästhetik des Hundes sei anders. Da glaube ich auch nicht dran. 11 A. Der tätowierte Österreicher ist nett. Die Pasta gut, die Gnocchi sind lecker und scheiße, die mit Kalamaretti, die echt furchtbar fischig schmecken und eklig sind und das Pesto dazu hilft auch nicht und ist penetrant und fettig und die kalte Borschtsuppe auch durchmischt, lecker der Bratapfel mit Kerbelquark und versalzen die Suppe. Wir erinnern uns an die Vergangenheit, die Exen von Tyark, deren Namen uns nicht alle einfallen, auch ihm nicht oder erst sehr verzögert, als Stephan viele Hinweise gibt. Sie hat an der Musikhochschule gelebt und ist dann nach Hamburg gezogen. Larissa mit ihrem Schirm aus der Tchibo-Ecke von Budni, im 60er Jahre schwarz-weiß Retromuster, dann Sabine. Bei Zweier war zum Schluss die Polizei auf dem Gelände, aber nicht wegen der Musik. Hippieveranstaltung. Die Sonne hätte geschienen und ein Typ hätte nackt getanzt. Das hätte andere Typen am meisten aufgeregt und sie meinte nur, der tue doch keinem was und belästige niemanden. Im Wechsel Tyark Storys aus der Fröbelstraße. Der kalte Winter und das Ofenrohr hatte ein Loch Die Fenster zugefroren und die Flasche Ouzo darin. Liegestütze und einen kräftigen Schluck Ouzo zum wach werden. Kohle ohne Holz anfeuern mit Terpentin. Haare abgesenkt und knapp dem Wohnungsbrand entgangen. Erst mal ein Lindener Bier am Kiosk. Die große Spinne will partout neben mir sitzen. Sie ist riesig und geht an die Ecke des Tisches neben mir, ich kann nicht weg, weil ich neben Tyark im Strandkorb sitze. Er muss schnell aufstehen. Stephan unterstützt mich, weil er es nicht ernst nimmt, es aber ernst ist. Er sagt dann „Spiderman“ und pustet sie weg und dazu der Vortrag: gerade die Großen sind Nützlinge. Ich bin skeptisch und Stephan noch mehr, ob ich mich da wieder hinsetzen soll, aber Tyark meint, die wird nicht wieder auf den Tisch kommen, was meinen wir denn. Sie sitzt dann auf dem Metall des Strandkorbes direkt neben meinem Gesicht. Panik und jetzt gehe ich nicht mehr in die Falle. Es schüttet als würde einer den Hahn aufdrehen. Am Lichtenbergplatz haben sich Gassigeher mir den Hunden unter den Baum gestellt und Stephan und ich suchen beide ob Suki dabei ist. Sunla mag meine Sachen bis auf die türkisfarbene Hose, die ich dann wieder haben will und nächstes Mal wieder mitnehme. Dann ist eine Yogahose schon da. Schlägt Termine im September für Lipot vor, genauso Georg wegen Vorbesprechung New York. „Feinste Seide“ steht auf meinem roten Turnbeutel. Tyark kennt Bilderbuch nicht. Ich zeige ihm 2 Videos. Seit neustem geht Stephan immer mit mir ins Bett.

Minion aus Sandstein

03.08. Zu Mera Luna doch kein Häkelkostüm. Ist doch sehr schwarz, da habe ich eine andere Idee. Ich muss auch mehr alten Kram loswerden, wie frühe Stickarbeiten. Keiner kann es lesen. Es ist der Rat eines chinesischen Feldherrn. „Locke den Feind mit einem Köder, täusche Unordnung vor und überwältige ihn“ steht auf meinem Rücken.

Das Teil selber, der Träger, ist leider sehr unvorteilhaft. DSC02660

Überall sehe ich Moses-tags an Hauswänden und Bahnüberführungen. Ich bin stolz auf den Hannoveraner, der die Zugtür/S-Bahntür in Hamburg zugemauert hat. Der Film dazu. So cool. Stephan fragt immer nach kussechtem Lippenstift. Claudia hätte ihn. Ich erkläre dann, dass ist Grütze, wie knitterfreie Kleidung, Qualitätsschrott. Vielleicht gibt es die auch in gut, was ich sagen will ist, dass das asiges Zeug ist. Halt, frisst sich rein, trocknet die Lippen aus, sieht kacke aus. Fühlt sich heute an wie Urlaub. Habe Lidl, Empfehlung von Stefanie wegen Matcha-Eis entdeckt und kaufe das Portemonnaie leer. Nicht nur Glückskekse und Eis, allerdings nur Ingwer, auch Pritt zum Basteln der Jahreskalender ab September. Im Büro ist keiner. Frau Afrika ist aus dem Wohnheim abgehauen. Reiseverbindung nach Rügen liegt durchgerissen im Zimmer. Erst mal keine Vermisstenanzeige. Bei Frau Gismo haben sie eingebrochen und das Fahrrad des Sohnes der koreanischen Nachbarin geklaut und ihres und die Nachbarin wäre beinahe durchgedreht. Jetzt Hausverwaltung von Frau Schwierig. Sie wollen die ganze Wohnung professionell machen lassen, Elektriker, Sanitätsfirma und Maler. Sie erteilen die Aufträge und schicken mir die Liste und Meine kann nach Belieben die Termine mit den Handwerkern vereinbaren. Sie ist misstrauisch, will man ihr das anhängen mit den Wasserschäden vor zig Jahren und sie muss zahlen? Nein. Dann verblüfft. Wie habe ich das geschafft? Ich kann Zaubern lautet die einzige plausible Erklärung. Die Kette vom Flohmarkt ist unvollständig und ein Plastikteil muss ergänzt werden. Finde den Fehler auf BM. DSC02658

Endlich mal zu Camping Schrader. Hier haben die Strickfrauen immer schon von vorgeschwärmt, die haben alles, Hornbach für die Näherin, Karabinerhaken und Verschlüsse und Lederreste. Ich lasse mir Schaumstoff zuschneiden, kostet 2,88 € und der Typ zeichnet an wie ein Profi und schneidet mit Elektromesser und verschnürt das Ganze wie die reinste japanische Erotik. Ich bin begeistert und glücklich. DSC02654

Drostestraße, der Betreute der umgezogen ist, viele Alkis und er muss wieder Karate machen, hat aber Hemmungen, die er früher nicht hatte, sonst alles gut. Geburtstag der Lernbehinderten wird nachgefeiert, die Wohnung sieht viel besser aus, wir loben sie. 96 Karten gibt es nur noch Sitzplätze. Habe ich da jemanden oder mache ich meinen Schmuck selber will die Doofe vom abW wissen, die ich kompliziert und bescheuert finde. Sie war auch gegen den Umzug, weil die neue Wohnung 2 qm kleiner war. Sie kennt die Betreute nicht und bringt ihr eine Lavendelpflanze mit. B. mag keine Blumen und auch keine Pflanzen und sagt das ganz deutlich. Der Putzdienst kann gekündigt werden. Sie macht das jetzt selber. Dann Shoppingmall, Körperpflege für den Bruder, weil duschen tut er gerne. Gorilla-Perfumes, was ich total überteuert in London gekauft habe, gibt es auch hier. Gut, die Beratung dort war es Wert, der total Schwule, der uns erklärt hat, dass sie darauf verzichten, es in Männer- und Frauendüfte einzuteilen und den Leuten vorzuschreiben, was ihnen gefallen soll, aber dafür hätte ich nicht kaufen müssen. Die Verkäuferin bei Lush ein junges Mädchen lobt meinen Stil. Das muss sie mir mal sagen, dass ihr das gefällt. Das wäre echt mal was Individuelles und nicht das was man sonst immer so sieht. Elisabeth ohne Termin. Alle haben Angst vor ihr. Sie dreht immer mehr auf. Hat ihr Handy im VPE verloren. Die wollen sie auf dem Klo beobachten und in ihren Körper hinein, ihn tragen, wie einen Pelz, eine Hülle. Sie gerät immer mehr aus den Fugen. Da war neulich noch harmlos, wo sie die Papiertüte hat liegen lassen. Den Inhalt habe ich dokumentiert und die Verpackungen beeindrucken mich nach wie vor. Vomex A ist ein heftiges Zeug, glaube ich. Keine Ahnung, was die sich alles reinpfeifft oder trägt sie nur die leeren Verpackungen mit sich rum.

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Die Essener Jungs rufen an und bedanken sich für die Post. Minions als Gummibärchen haben Leander gefallen und der Anstecker vom Balderney-See. Jasmin spreche ich auch noch. Sie kann verstehen, dass ich so verknallt bin in den St. Johannis-Friedhof. Die Jungs sind im Tennislager und Marc meldet sich vielleicht bei uns unter der Woche. Ist bei der Schwiegermutter . Ich habe das Körbchen gestern „gemacht“, Schaumstoffverstärkung. Sieht astrein aus, war ein super Tipp von Steffi. Jetzt noch die Fleißarbeit mit den Korallen… Fernseher geht nicht, wir schauen Kunst und Krempel und das Dreieckstuch wächst und wächst. Nachbarn im Garten, mal die anderen. Melone von Edeka, Ziegenfrischkäse vom Markt mit Eisproportionierer gemacht, köstlich zusammen. Sinnsprüche sind auch gut für den Geburtstag. „Ein Verliebter sieht eine Blume anders als ein Kamel“. IMG_1505

04.08. Die Afrikanerin ist wieder zuhause. Ich lerne die Eltern von Herrn Yoga kennen. Die Mutter sieht ihn mit den Augen einer Mutter. Er muss nur zur Ruhe kommen und dann kann er wieder arbeiten. Der andere Sohn hat eine unheilbare Autoimmunerkrankung, bei der sich die Gallenverbindungen auflösen oder so ähnlich (ich verstehe es nicht) und eine Pflegestufe und sie sind täglich da und kaufen ein usw. Sie macht die Finanzen, während ihr Mann der Handwerker ist. Es ist einfacher zu sagen, was er nicht kann. Wasser- und Stromleitungen an den Zähler anschließen z.B. Verlegen ist ja einfach. Er hat die Häuser gebaut, von denen ihnen jetzt nichts übrig geblieben ist und die Leute haben ihn gefragt, was er von Beruf sei. Er habe jeden Tag einen anderen Beruf. Der Richter kommt nicht. Ich lasse den Sitzungssaal aufschließen und wir verfallen in Smalltalk. Ich und die Prozessvertreterin der Stadt Hannover. Wir, d.h. die Mutter des Betreuten und ich lästern schon über Wulffs, weil sie im selben Ort wohnen und ich das verwechsele mit dem Standort der Ole Deele. Wie verzweifelt muss man sein, wenn man da wieder zusammen kommt so nach dem Motto, jemand anderes wird man nicht finden und jetzt ist man schon C-Promi und alle hassen einen. In dem Moment wo mein Betreuter die in Schutz nehmen will und sich das erste Mal einmischt kommt die Frau aus der Geschäftsstelle. Richter sei ganz plötzlich erkrankt. Irgendwie hat man uns vergessen. Maschseefest? Wie Stephan zu Recht meint. Der Reißverschluss an dem geilen Baumwolkleid piekst und kitzelt vor sich hin, am unteren Rücken. Hölle. Andrea ist im Stoffgeschäft und ich versuche ihr die schwarz-weiß Bluse aus Zürich anzudrehen. Sie hat täglich eine Stunde Mittagspause. Vor Rossmann ein schöner Dackel-Terrier mit bernsteinfarbenen Augen. Die Besitzerin kommt raus. Er ist aus dem Tierschutz aus Griechenland und sie hat ihn erst 2 Tage, er sei platt, weil er am Rad gelaufen sei. Sie scheint alles richtig zu machen, der Hund ist ausgeglichen. Robuste Sorte, können Igel zerbeißen erkläre ich Andrea. Die Kollegin hat Geburtstag, aber ihr Hund kläfft böse und kommt aus ihrem Zimmer rausgeschossen auf meine Kundschaft zu. Das geht nicht. Das nervt mich ohne Ende und ich hoffe, der wird bald überfahren oder totgebissen. Die Bagelstandleute fahren nach Berlin. Ich muss mich anschließend immer duschen müsste es tun, wenn ich hier einen Bagel esse, so arg saue ich mich dabei ein. Die Kinder der Betreuten besuchen mich alleine zum Eis essen. Das freut mich umso mehr. Frau Schwierig hat die emails wegen Wohnungsrenovierung noch nicht gesehen (??), will ihren neuen Computer umtauschen. Sie hat ihn eingeschickt und will jetzt aber lieber einen Neuen. Kleines ABC des Kaufrechts, aber ich habe keine Lust mich da reinzudenken. Herr Borderline Klein Ratenzahlung Stadtwerke, 5 Raten, die erste ist am 18.08. fällig. Meiner muss was einzahlen. Der andere hat das ganze Geld ausgegeben und der Kühlschrank wurde wieder mitgenommen, weil 40 € fehlten. Die Rate an die Staatsanwaltschaft muss ich stunden lassen. Mit Pflegestufe II und im Rollstuhl ist er eh haftunfähig. Augenarzttermin verschoben auf den 24. Montag mit Suki hin und dort die Sozialarbeiterin treffen, die ihn zum Kühlschrankkauf begleitet hat und sein Geld künftig einteilen soll. Der Fensterputzer mit Einwilligungsvorbehalt bekommt vom Strafverteidiger eine Rechnung über knapp 300,- € und ich zahle gleich alles; wenn ich das Geld kontrolliere geht das und der Kollege hat schon so gut gearbeitet. Mein Mann schreibt mir geile emails: „7, ja. Ja, nur ein grüner Socke dabei aber nicht gefärbt“. Die Frau von der Kestner hatte ich am 22.07. angeschrieben. Erst antwortete sie schnell über iphone und dann kam ich mit meinem Anliegen aus Kunst und Krempel und seit dem: still ruht der See. Ich werde jetzt das Sprengelmuseum direkt kontaktieren. Mein Mandant will es so und ich will es für ihn klären und wenn ich selber das Gutachten in Auftrag geben und zahlen muss. Er ist ja auch ein Freund und tut Sachen für mich. Ich gehe Eis essen mit den Kindern, auch der Junge ist groß geworden. Er geht am Herrenhäuser Markt zur Schule und alle Freunde sind in den Urlaub gefahren und er langweilt sich. Sie sind die beiden einzigen Kinder in der Einrichtung. Er und ich essen Spaghetti Eis. Die Tochter einen Schoko-Becher. Sie singt im Chor, das heißt was mit Musical und man bekommt auch Tanz- und Schauspielunterricht, ist im Schwimmverein 2 Mal die Woche und fährt bald nach Schweden zum Kanufahren. Das ist in der Wildnis, sie war letztes Jahr schon mal da und freut sich, auch auf die Fähre. Sie fährt gerne Fähre. Wenn man nachts an der Railing steht…Frankreich hat ihr gut gefallen. Da hätte sie wohnen bleiben können. Außerdem arbeitet sie in den Ferien und fährt Freitag mit einer Freundin nach Hamburg. Ich bedanke mich für den Besuch und verabschiede die beiden. Sie wollten auch wissen, warum ich das mache und ich versuche es ihnen zu erklären. Meine Brotzeiten für das Büro sehen manchmal so aus. IMG_1507 Stephan will heute nach der Thai-Massage zu Pipilotti und ich bin wieder faul….Ich will mich breit schlagen lassen mit seinem: „wir machen jetzt Kultur“ wird er es mir noch insgesamt austreiben. Dann regnet es und das rettet mich. Ist gar nicht heiß, sondern wieder nass und regnerisch. Mit dem Kollegen unterhalten wir uns über das Geld verdienen. Bei Manchen ist es so, als würde das gar nicht helfen, wenn viel rein kommt, sie kommen trotzdem nicht damit aus. Ich sage nur 50 Cent mit 72.000 Dollar für das Anwesen und 5.000 für den Gärtner. Der Kollege erzählt von einer befreundeten Therapeutin, die jetzt für ihre Verhältnisse im Geld schwimmt seitdem sie die Praxis aufgemacht hat, aber auch von Mandanten, die mit 12.000 nach Steuern immer pleite sind. Manche haben es nicht drauf, andere schon. Meine Schwiegereltern kommen gut aus mit Geld und ich denke auch an meinen Tai Chi Betreuten, der sagte mir, er kommt sich richtig wohlhabend vor. Die anderen dort hätten nichts. Die Alkis „leben vom Flaschenpfand“. Dabei haben die so viel wie er. Wir beschließen am Sonntag um 16 Uhr los zu fahren. Vielleicht nackter Oberkörper für die Jungs und das Neubauten Logo auf die graubehaarte Brust. Das kann ich mir gerade gut vorstellen. Abends häkele ich das große Tuch zu Ende und fange an die unzähligen Fäden zu vernähen. Wenn ich sage, nur noch eine Reihe sagt Stephan wie beim Junkie mit dem letzten Schuss. Heute geht Stephan auch früh ins Bett. 05.08. Traum: ein Zwergkurzhaardackel wird mit Zettel ausgesetzt. Das war der Hund meiner Kindheit, Tinkel, mein Hund. Im Traum denke ich, es ist gar nicht mehr meine Lieblingsrasse, aber das Schicksal hat es so bestimmt und ich nehme ihn. Dann haben wir noch einen herrenlosen Dackel, größer ungepflegt und so viel Fleisch übrig, was keiner essen will. Ich beiße die rohen Stücke vom Knochen und füttere die Hunde heimlich unter dem Tisch. Stephan darf das nicht mitbekommen. Dann haben wir einen kranken räudigen Papagei. Den müssen wir mal mit Nüssen und Obst füttern damit er zu Kräften kommt. Den Dackel? Nein, den Vogel. Sachen für die Schwiegermutter raussuchen. Ich habe ihr Eulen für einen Kranz an der Tür (sie macht so was gerne) gekauft und eine Auswahl Pfefferminze. Fairkaufhaus, Lidl und Italien. Die Eulen bimmeln unangenehm in der Tasche. IMG_1506 Es kommen faustgroße Schnecken auf uns zu. Später bei Spiegel-Online der Bericht, dass der Süden von Italien stirbt. Die reinsten Horrormeldungen andererseits darf man nicht alles glauben was in der Zeitung steht. Ich bin bereit dort hinzuziehen. Frau Kanada auf dem AB. Sie will mich treffen, aber nicht mehr in der Wohnung bei sich, sondern im Backshop an der Ecke. Es geht wieder um die Kürzung des Taschengeldes von dem Vergewaltiger. Die haben frecherweise von 100 40,- € einbehalten und die Kürzung sollte wieder raus bzw. nur 10,- € und dafür eine Nachzahlung des übersteigenden Ratenbetrages für die Vergangenheit. Gestern rief er an, weil er in der Bahn vergessen hat abzustempeln. Er hatte das Ticket in der Hand und ist eingestiegen und innen gab es keinen Abstempler und jetzt hat er Angst vor der Reaktion der Ausländerbehörde, der Hase. Der depressive Iraner bei dem ich heute um 18 Uhr Hausbesuch machen wollte ruft um 9:50 Uhr an, hat heute Zahnarzttermin. Heißt das er will absagen, ja, meldet sich nächste Woche. Endlich raffe ich mich auf und rufe im Sprengelmuseum an um das Kunstwerk anzubieten und es ist total easy und macht Spaß. Freue mich jetzt richtig auf mein privates Kunst und Krempel und frage mich, wie ich nur Hemmungen haben konnte. Zwischen Stephan und mir ist es schon manchmal mühsam: Ich: 13 Uhr im Atelier oder vorher zuhause? Stephan: Ich denke das meine Eltern erst zu mir kommen und wir dann gemeinsam hingehen, die wissen ja gar nicht wo das genau ist. Das mit zu Hause hatte ich auch wegen gemeinsam Mittagessen mit Dir vorgeschlagen, das hattest Du ja schon abgelehnt weil Du ja Essen mitgenommen hast. (Anm.: im Vorfeld hatte ich vorgeschlagen mit seinen Eltern Mittagstisch zu machen, was er abgelehnt hat). Ich: Das weiß ich alles. Wo soll ich hinkommen war die Frage. Das entscheide ich jetzt selber und sage: ich komme um 10 vor 1 nach Hause. Stephan: Und warum sollte ich dann diese Frage beantworten wo Du hinkommen sollst? Ich: Du musst mehr Sport machen oder weniger? Stephan: Weil ich dann Deine Frage besser verstehe, mehr oder weniger? Ich rufe beim Sozialgericht an um nach der Vertretung zu fragen, schließlich ist es ein Eilverfahren und dauert schon lange, wie gestern sogar die Gegenseite meinte. Der Richter ist heute wieder im Dienst. Spricht ja viel für Maschseefestkrankheit. Ich bin sauer und will heute lieber nicht mit ihm telefonieren. Mein Betreuter schreibt mir:

„Liebe Frau…, gut, daß es weiter geht. Vielen Dank für die rücksichtsvolle und einfühlsame Art gegenüber meiner Mutter wegen ihrer Schwerbehinderung. Meiner Mutter ist es wichtig, daß Sie wissen, es war eine politische und nicht strafrechtliche Inhaftierung durch die Sowjets. Meine Eltern sind total begeistert von Ihnen und froh, daß Sie mich betreuen. Zu Beta-Reha bin ich heute nicht gegangen, ich fühle mich nicht so gut und bleibe lieber zu Hause. Die nächste Veranstaltung ist am 19.8. bzw. 8.9. beim BFW.“

Banane aus Sandstein oder Minion, den der Hunger hat mit einer Banane, aber als riesige Sandsteinfigur 5 Meter groß. Das wäre cool. Was kostet das denn? Die Bahlsenjünglinge in Stein als Brunnenfiguren, zwischen Nazikunst und Päderastentum. Penibel aufgeräumt ist es. Ist der Flex-Messy frage ich, weil er 8 Stück hat. Überhaupt mache ich nur dumme Sprüche. Meine Schwiegereltern bestellen die stilisierte Muschi in XXL. Bildhauerei hat ganz viel mit Muschi zu tun sagte er noch in der Bar. Jetzt ist es auf einmal ein stilisiertes Blatt. Und für mich den Riesenminion aus Sandstein mit Banana oder die Latte aus Marmor, wie in Neapel gesehen, nur der Torso und der Faltenwurf mit Beule. Sieht auch gut aus im Garten, aber ich habe Zweifel, ob man dafür nicht mehr Talent benötigt. Gestern Eis mit den Kindern. Heute bekommt die Mutter den Rentenbescheid, dass die Zeitrente umgewandelt wurde in eine unbefristete bis zur Altersrente Anfang 2040. Das ging schnell. Dann war der Krankenhausbericht wegen Krebs wohl doch so eindeutig. Ich konnte die Krankenhausberichte mit Laborwerten nicht richtig lesen und habe sie auch nur überflogen. Elisabeth. Ich sehe aus wie sie früher, mit 16. In Berlin vor der Maueröffnung. Ich soll in ihr Buch schreiben oder einen Aufkleber rein machen, ein Autogramm will sie von mir und ich habe ihr noch gar keinen Kuss gegeben. Darf sie mich einfach mal eine Stunde beobachten? NEIN. Das ganze Büro riecht streng nach ihrem Schweiß. Ein Choleriker fährt mit nach Hildesheim. Ich sage, mein Kollege ist der Fahrer und muss sagen, was geht. Wenn der uns den Tag versaut, dann ist es so. Zu sagen, es sei mein Geburtstag und ich soll ihn ausladen, das lasse ich auch nicht auf mir sitzen. Treppenhaussanierung, der Ortstermin mit dem Trupp vom Neuen Museum. Die Gerüstbauer nebenan hören echt gute Musik. Morgens macht es Spaß, wenn ich das Fahrrad aufschließe. Mittags stehen sie auf dem Gerüst und glotzen nach unten. Gut, ich sehe bestimmt aus wie eine Ameise von oben. Die Malereien unten sehen nach Pompeji aus. Das Weinrot. Das waren vielleicht es die Schüler, die Pompeji in der Schule durchgenommen haben. Mein Kollege ruft mich auf dem Handy an, ob ich Post schon weggebracht hätte, er wollte einen Brief noch mal rausfischen. Dafür liegt mein Brief an Sunla wieder im Kasten und sie ist unbekannt, dabei stimmt die Andresse (tut sie doch nicht, wie sich herausstellt). Während ich Eis für mich und Andrea kaufe, d.h. anstehe, eine Kugel schwarze Johannisbeere und für mich Nutella und Mango, genau im Moment des Zahlungsvorgangs, der Anruf. Meine Betreute macht gerade die Hundesachprüfung und will die Rechnung selber beim Amt einreichen. Darf sie das? Sie schreibt mal meine Nummer auf, zur Sicherheit. Mario lernt Tätowierer in Burgdorf. Jedes Burgdorf hat ja heutzutage 3 Tattoostudios, damit sich wirklich jeder ein Bild auf den Körper machen lässt. Es ist krass, wer alles tätowiert ist. Ohne ist schon radikal. Bei Mario war vielleicht naheliegend mit seinem Zeichentalent. Von Kurdirektion zum „menschlichen Abfall“. Das sind harte Worte. Pflegefall mit 50 und der Sohn ist noch nicht volljährig. Das klingt alles sehr schwer. Mit der Frau macht Andrea jetzt den Flightclub (weil wir fliegen so gerne, dass ein Absturz nicht schlimm wäre) und will die Ziele erkunden, die man mit Direktflug aus Hannover erreichen kann. Mal schauen ob die schwarz-weiß Bluse von Ponicanova, Zürich, bei ihr bleibt. Sie schenkt mir eine Aktion-Figur, die sie an mich erinnert hätte. DSC02673 Der Kollege weiß, dass Hund sich schlecht benimmt, wenn Halterin unsicher ist und der Hund daher den Charakter des jeweiligen Handlers eins zu eins spiegelt. Der kennt sich aus und hat es durchschaut. Harald kommt vorbei zum Haare schneiden. Was, das hat uns noch nie jemand gesagt, dass wir arrogant rüberkommen, als sei alles das was wir machen super und was die anderen machen sei scheiße oder langweilig. Warum, ist es nicht so? sage ich zum Spaß, aber ein Körnchen Wahrheit ist natürlich dran. Ich bin gegen das Rasieren von Haralds Kopf, aber aus ästhetischen Gründen. Später steht es ihm doch. Es gibt Sekt und Erdbeerquark. Harald mag meinen gefilzten blutigen Tampon. Der hat viele Fans. Dann modelt er mit dem Dreieckstuch nachdem ich die Fäden alle vernäht habe. Es gibt ein Gefühl der Geborgenheit sagt er. Gut, wenn Stefanie es nicht will und die andere Steffi hat volle Schränke, der biete ich es gar nicht an, bekommt er es. Er gibt sein Landdomizil auf von dem ich nicht wusste, dass er es hat. Es sei nicht winterfest. Ist er denn wohnungsmietsüchtig? Es sollte ihm über Berlin hinweg helfen, wie die Affäre nach einer Beziehung, Hat wohl geklappt. Ich bin für Landpartei mit Übernachtung und Suki. Harald als alter Ex-Gruftie gibt uns wertvolle Modetipps für Mera Luna und wir sprechen den Anziehplan mit ihm durch. Ich habe wieder mit Koralle angefangen. Das wirkt wie Koks. Harald nimmt eine kleine Blechdose mit einer Koch- und Frittieranweisung darauf. Stephan geht wieder mit mir ins Bett. 06.08. Heute habe ich den Rock an, den ich mit Steffi genäht habe aus alten Handtüchern und alten Samtstücken. Ich liebe ihn. Da kann ruhig noch ein Ponicanova zu Andrea. Diese perfekt genähten raffinierten Sachen üben nicht so eine Faszination auf mich aus wie mein Gefusche. Hibbe aus Neustadt arbeitet im Fairkaufhaus als Leiter. Ich habe immer „Hibbe, Hibbe“ gerufen, das Kaufhaus in Neustadt und dann war die Insolvenz plakatiert und er hat sich auf eine Stellenausschreibung beworben und kann dort „seine kreative Arbeit fortsetzen“. Wovon reden die? So erfahre ich, dass sie weitere Filialen in Laatzen und auf der Hildesheimer Straße haben. Arzt auf dem AB. Die Kanadierin ist wieder stationär aufgenommen worden in der MHH. Nichts mit Backshop. Nein, ich muss nicht unterschreiben, sie ist einwilligungsfähig und nicht im Koma. Ich sage erst, dass ich komme, weil ich eh in Kleefeld jetzt bin, dann habe ich doch andere Arbeit und es ist heiß und ich weiß in dieser Sache nicht, wie ich bezahlt werde, also ist mein Elan nicht so groß, außerdem werde ich auch nicht wirklich gebraucht in dem Sinne. Beantrage Befreiung von der Zuzahlung bei der Kasse und Dinge, die Sinn machen und organisatorischer Natur sind. Herr Ihme hatte die Wohnung durchseucht mit Phoenix-Ameisen, was auch immer das sein mag. Das sind wie Bienenköniginnen und die legen die Eier. Sie sei von der Polizei versiegelt worden, erzählt er auf Station. Er war erst in der MHH und ist jetzt auf der Suchtstation. Ich hatte von der psychiatrischen Pflege die Rückmeldung, dass er offenbar nicht in der Wohnung war, weil Visitenkarte noch unter der Tür lag. Dann habe ich erneut das Krankenhaus in Wunstorf angeschrieben und die haben ihn tatsächlich gefunden. Den komplizierten Fall mit Autohausbetrügereien (gefälschte Lohnabrechnung) und VW-Bank versuche ich den Kollegen anzudrehen. Die Prozesserfahrung geht mir ab. Ich mache den Termin mit Sprengel Kunst- und Krempel klar. Das ist so spannend. Harald trägt auf der Startseite von seinem Blog ein Pelzensemble von mir was ihm sehr gut steht. Wenn Stefanie das Dreieckstuch nicht nimmt, das große, dann biete ich es ihm an für seine Abenteuer und kalte Wohnungen. Ich will unbedingt in die Kantine in Bremen kennen lernen (die beste Kantine der Welt nach Harald, meinem alten Rathauskantinenkompagnon) und schlage ein Wochenende Bremen und Landausflug mit Übernachtung vor. Stephan kauft 5 x Tanztheater auf Haralds Empfehlung, Peeping Tom heißt einer der Kompanien, Stempelkartentrick: die fünfte Karte gibt es umsonst. Kollege will mehr mit Uniform machen und sein Kumpel hat einen weißen Fuchs mit Kopf für ihn, den er als Höschen tragen will und Stiefel dazu, aber er will Fotos verweigern, die Harald sich erbeten hatte. Was soll das? Machen wir Balken über seine Augen. 3 Minuten später kommt er wieder rein. Ob ich wüsste wie DAF früher aufgetreten seien. Er und Stephan sähen so ähnlich aus wie die. Dann brauchen sie aber beide lange schwarze Lederstiefel. Er würde sich ja welche kaufen. Er soll mal wieder arbeiten gehen. Telefonieren und das Telefon ca. 30 cm vom Kopf weghalten und auf laut gestellt haben. Was ist das eigentlich für eine Störung? Pat hat beide im Schlepptau an der Leine und der Dicke läuft vor und Suki langsam hinterher, gebeugter Rücken, wie geprügelt oder Gehfehler, ganz langsam. Ist mal interessant, bei uns immer Spring-ins-Feld, wie er sich bei anderen so aufführt. Der Nachbar von nebenan fragt ob die von unten wieder da seien. Er hat Licht gesehen. Das erste Mal in der Wohnung der Sehbehinderten, die QVC-süchtig ist. Ich entdecke wieder neue Nachbarschaften in der Nähe des Kantplatzes. Der Glanz vergangener Tage. IMG_1508-1 Stephan will antworten. Sie hat 1.055 € in bar abgehoben im Juli, wo ist das Geld geblieben? Lebensmittel, ein gebrauchtes Handy beim An- und Verkauf, sie kauft schon billig. Hosen für 9,- € bei kik. So was finde ich scheiße, sie kauft zu viel. Sie regt sich auf über die Stadtwerkejahresrechnung mit knapp 510,- € Nachzahlung. Das ist gar nichts. Sie gibt pro Monat 450,- € für QVC aus, das ist 12 x so viel wie das bisschen Stadtwerkenachzahlung. Als sie davon hörte gestern am Telefon, war ihre Reaktion, dass sie ausziehen muss aus der Wohnung. Das bringt nichts, die Wohnung ist günstig, sie soll sich ein anderes Hobby suchen als Teleshopping. Was kauft sie? Antwort: Sachen für den Hausstand. Ich: Sie hat doch alles oder ist sie 18 und gerade ausgezogen? Sie: Ja, aber nicht den Dosenöffner, der alles kann und neue Bettwäsche braucht sie, die ist noch aus der alten Wohnung (na und=?) und ein neues Oberbett und die Diakonie, die mit ihr zum Bettenhaus Einkaufen geht. Wenn ein Pflegedienst dazu führt, dass sie besser einkaufen kann, bin ich dagegen. Die Zahlen stimmen nicht mit ihren Worten überein. Ich muss Infos rausfinden und es gelingt mir nicht. Folter würde meines Erachtens auch nichts helfen. Ich verhöre schon hart. Ich will beim Sofaloft vorbeischauen und mir eine Ausstellung anschauen, aber irgendwie fahre ich am Kuppelsaal vorbei und bin dann am Braunschweiger Platz. Leider klappt das meistens nicht, wenn ich irgendwo hin will, dass ich dann auch dort ankomme, sondern irgendwo anders komme ich hin. Wasabi-Käse bei Denns ist eine gute Übersprungshandlung. Ich backe die Haferflockenschmalzkekse zu Hause. Ist zu kompliziert bei Freundinnen oder Nachbarn anfragen. Doppelte Lage, dann brauche ich nur 2 Tranchen backen, also 1 Std. gesamt. Das geht. Endlich brauche ich das Gänseschmalz von 2013 auf. Leicht ranzig, aber geht noch und nur wenig, Rest Schwein. Freu mich auf Haferkekse aus frischem Gänseschmalz nach Weihnachten 2015. Die werden richtig lecker. Stephan macht mir auch mit Bremen einen Strich durch die Rechnung. Er will gar nicht aufs Land oder nicht mehr mit mir reisen. Keine Ahnung. Ich bin verunsichert und sauer. Ich hole das Kleid doch. Meine Form des Protestes, kaufen? Werden wir wie Kermit und Miss Piggy ihre Trennung gekannt geben, aber wollen beruflich noch zusammen arbeiten. Ich wurde in der Pubertät auf einem bayerischen Jungengymnasium aus den USA kommend als Miss Piggy karikiert von den Jungs, die Zettel weitergereicht haben mit einer Zeichnung und meinem Namen darunter und gelacht haben. Das saß tief.

07.08. Traum: Wir sind mit Verbrecherfamilien unterwegs. Eine gut aussehende Blondine schläft mit allen und lässt sich von einem Typen vögeln nur damit ihr Freund zuhören kann (quasi qualifizierter Telefonsex). ich mag die Kinder/Jugendlichen aus der Gruppe sehr. Ein Typ will einen Nebenbuhler erschießen. Die Kugel soll wie ein Querschläger wirken und durch ein Auto unten hindurch abgefeuert werden. Wie in Zeitlupe sieht man die Kugel fliegen und eine Frau dreht sich weg und Kettenreaktion und dann wird sein Sohn stattdessen getroffen und fällt tot um. Er hat zwei einen älteren dunkelhaarige und eine ganz schlauen, lebendigen Blonden und es trifft den jüngeren. Wir nehmen zuhause die Handwerker in Empfang, aber ich weiß was gemacht werden soll für den Typen, dessen Sohn gerade erschossen wurde. ich kann mir den Namen so schlecht merken sage ich der Nachbarin und zu den Handwerkern, dass der Schaufelbagger in eine andere Ecke des Zimmers gestellt werden soll. Er will damit eine Bar aufmachen und wie heißt Schaufelbagger auf Englisch? Ganz ähnliches Wort. Er vermietet Plattenstellplätze. Hier in San Francisco sind die Wohnungen so klein, dass Leute ihr Platten nicht unterstellen können. Er hat so Befestigungsmöglichkeiten in der Wand, die man jetzt nicht mehr sieht, weil er renoviert hat für die Bar und da kann man selber ein Gitter davor bauen und das befestigen und zahlt ihm dann Miete. Es geht um die Steckdosen, da sollte man die flachen Stecker benutzen. Das hat der Typ, der es selber gemacht hat, wohl nicht getan und muss die alle wieder aufmachen oder es einfach so lassen. Wir fahren mit der Gruppe nach LA und sitzen alle im Cabrio. Ich bin vorne auf dem Beifahrersitz. Die Fahrer sind alle so müde, dass sie ständig einschlafen. Dann fährt eine Frau. Neben ihr sitzen Wiebke und Michael und teilen sich einen Sitz. Stephan lästert, dass die müde sind, ist aber verständlich, weil sie immer erst mit mir ins Bett sind um 1 oder 2 und dann um 7 oder so schon wieder aufstehen. Die Frau fährt ganz nah an der Küste und ich sehe in der Welle dutzende Seelöwenköpfe in schwarz und Wasserschlange im klaren Wasser und Anemonen. Ich wundere mich, dass sie direkt auf einen großen Haufen Seetang zusteuert und dabei ist sie auch wieder eingeschlafen. Das Schlauchboot kippt mit unserem ganzen Gepäck drin. Ein mexikanischer Teenager mit einem tollen Heavy Metal T-Shirt, die Band Slayer oder so in Los Angeles, alles in den mexikanischen Farben, auch das Bandlogo rot, grün, weiß und Aztekenmotiven. Sie helfen uns an Land und der Vater hat ein Motorboot. Er nimmt unseres in Zahlung und sagt, was er noch haben will. Er zählt das Geld, aber es fehlen 50. Ich sitze direkt bei ihm, die Gruppe ist weiter weg. Immer müsse er zu den Waffen greifen. Ich sage, nein, er bekommt sein Geld bestimmt, aber keiner hört auf mich. ich denke, jetzt wird er mich bedrohen und als Geisel nehmen, stattdessen zieht er ein Taschenmesser raus und schneidet mir damit tief in den Finger, dass ich alles voll blute dann schneide er sich in den Finger und tropft sein Blut auf mich und in meine Wunde. Will er mich mit Aids anstecken oder soll das nur möglichst blutig ausschauen? Warum reagiert keiner aus meiner Gruppe? Ich habe vorher noch gedacht, gut, dass ich gerade noch gewaschen habe. Das rot-weiß gepunktete Kleid ist frisch gewaschen und ich kann es in L.A. anziehen (Anm.: das gehörte zu dem riesigen Berg Bügelwäsche, den ich gestern besiegt habe und geschwitzt dabei, aber geschafft). Dann kommt der obligatorische Abschnitt mit Pinkeln. ich muss auf dem Klo in eine Plastiktüte pinkeln und total daneben, die Vorleger und alles sind nass bzw. werden dann als Wischlappen benutzt. Beim zweiten Mal passiert es wieder, es kommen zwei Jungs rein. Warum ist der Fußboden so nass, wollen sie von mir wissen. Das waren die Handwerker mit ihren Schuhe, die haben das rein getragen lüge ich mich raus. Die Handwerker unterhalten sich und man hört einzelne Sätze. Der Dachdecker war noch nicht da. Eine Stimme klingt wie die von Dieter Grubert. Da ich mit dem Thema von gestern anfange und nicht so tue, als wäre nichts und irgendwie noch denke, man bekommt es aufgelöst, geht es morgens gleich so weiter. Brötchen werden dann doch nicht geholt und ich will in Hamburg anrufen um mir anzuhören, wie es hier verstanden wurde, dass wir dort hinkommen und ich kündige an, eine Wienreise zu Sunla mit Lipot alleine zu planen. Ist es eine Machtprobe, keine Ahnung, aber es ist mir zu widersprüchlich und unlogisch die Verweigerung und ich will mich nicht erpressen lassen. Mein Mann ist sehr stur, das wird wohl schwierig. Immerhin telefonieren wir später beide mit Thomas. Wie Weltuntergang auf dem Weg ins Büro, kleine Früchte fallen aus dem Baum und der Kiosk hat den Rollladen herunter gezogen und zu. Das erste Mal, dass ich das sehe. Die Psycho-Kollegin will statt des Familienrechtsklubs ein Netzwerk mit Professionellen für die Flüchtlingen machen und Therapeuten brauchen die eh alle. Sie spricht wie ein Junkie, der einen riesigen Haufen Koks direkt vor sich hat. Erregt, voller Vorfreude und die Phantasie geht mit ihr durch. Sie sagt so Sachen: wie „auf der Megaebene entscheiden“ und meint damit die Politik. Dann kann sie sich prima Arbeit besorgen bzw. hat mit vielen Kollegen Beschäftigung und Lebensberechtigung auf Jahrzehnte oder bis an ihr Lebensende. Ist schon praktisch so ein Flüchtlingsstrom. Quasi Win-Win-Situation. Es gibt nur Verpflichtungsgutschein und Möbellagerscheine und für die Matratze gibt es 80,- €. Damit kommt man nicht weit. Sie will Futon. Matratze ist wichtig. Sie hat Rückenprobleme und Asthma. Alle Möbel müssen geliefert werden. Auch dafür brauchen sie ein ärztliches Attest. Meine Freundin aus der Beratungsstelle sagt, warum auch in gesund könne man Möbel schlecht alleine tragen und irgendwie hat das viel für sich. Herr Ihme soll nur noch Hofausgang bekommen, damit er in der Klinik bleibt bis zum 12.08. dann findet die Zahn OP statt. Meinen Segen haben sie. Sie sollen es bitte so umsetzen und ich gebe mein Okay und stelle alle notwendigen Anträge bei Gericht. Bin auch nicht weg und immer erreichbar oder melde mich zurück. Ist das klar? Später versuche ich es mit Patiententelefon. Er will nicht mit mir sprechen bzw. nicht ans Telefon kommen. Das Gericht fragt ob er Betreuerwechsel noch will. Das kann ich gar nicht sagen. Eine neue Kandidatin, die beim Kollegen in Behandlung war und in Linden wohnt ruft mich an und bewirbt sich. Klingt nett. Für Nachwuchs ist immer gesorgt und irgendwie bin ich verwöhnt, weil sie meistens echt Fans sind. Er war es ja auch und wollte adoptiert werden. Gruftieauto steht vor der Kanzlei. Kollege schickt mir Foto. Bananentörtchen bei Luiz, Banana, yam, yam. Bei Alles, ich kaufe doch den Rock für Stefanie, weil ich denke, da steht ihr Name drauf, sie liebt diese Grüntöne, neon und lind  und die Muster mit Blumen, die gemalt ausschauen und er hat eine tolle Qualität und kostet 2,50 € und das Risiko, dass er in den Kreislauf zurück kehrt, ist überschaubar, wie ein Milchkaffee, billiger noch. Treffe die Frau Schneewittchen von Fenster zur Stadt. Sie kauft zwei Männerhosen, immer der Fetisch frage ich sie. IMG_1510-1IMG_1509-1 Dann wieder rum spinnen mit Mera Luna. Wir brauchen Doggen sagt der Kollege. Ja, die ziehen mich in einem Ben Hur Wagen und er dann: und Stephan und er taumeln angekettet hinterher und ich peitsche nach vorne und nach hinten. Das Lineup spottet jeder Beschreibung, Joachim Witt! Wer will den sehen und Philipp Boa, der vor 20 Jahren schon ein frustrierter alter Mann war, der nichts Neues gemacht hat und Nightwish, da sieht das Plakat schon so scheiße aus. Dafür Geld zahlen und auf ein Festival fahren. Da muss es wohl was anderes geben, was die Leute kommen lässt. Ich merke, dass ich mich zu doll aufrege. Will gleich mit jedem in den Ring steigen wie mein Kollege treffend anmerkt. Fast jedes Telefonat endet mit einem Wutanfall meinerseits und dass ich den Hörer aufdonnere. Das geht so nicht weiter. Will beim Geschäft unten Stein in die Scheibe schmeißen oder der Frau einfach sagen, wie scheiße ich sie finde, dass sie keinen Geschmack hat und ich hoffe, dass sie bald pleite ist und dann mit ihrem unvorteilhaften, stumpfen Alkoholikermann zuhause sitzt. Eine Mitarbeiter, die so gut, ja überqualifiziert ist und tausende von Euros an Umsatz erwirtschaftet bei 8,50 € die Stunde trägt kein unternehmerisches Risiko. Punkt. Klingel aus dem Keller geht zu Andrea. DSC02668 Mein Herr Messy mit seiner Wohnungskündigung und drohenden Räumungsklage, ich treffe den Pflegedienst am Montag. Die entfernen den Staub aus dem Treppenhaus und die Blätter von der Fensterbank. Er muss seinen Fahrradschrott entfernen aus Räumen, die er nicht gemietet hat und auch vom Dachboden meines anderen Betreuten. Die Schwester meint, er arbeite gut mit. Ich bestehe darauf, dass wir uns vor Ort treffen, weil ich glaube, dass sie an der Sache vorbeiarbeiten. Der Typ breitet sich aus wie Hausschwamm. Harte Worte, aber ich stehe dazu. Der Kollege verabschiedet sich mit einer Outfitzeichnung ins Wochenende. Er in Naziuniform mit Stiefeln und mein Mann mit sehr vielen Muskeln und nacktem Oberkörper mit Neubauten-Logo und Tütü. Die böse Frau saß vor dem Stoffladen und hat Eis gegessen sagt die Azubin aus dem Hutgeschäft. Dass ich so gesehen werde ist keine Überraschung für mich. Früher war ich nur 3 Tage im Monat böse, sagt Stephan. Es nimmt Überhand. Einladung zum Essen. Häkeldecke und den Rock, den ich doch gekauft habe, werden verschenkt. Das kleinere Dreieckshäkeltuch, irgendwie sinnlose Größe, aber Wolle ging aus, behalte ich erst mal als Erstlingswerk und weil sie sich so gut als Burka macht und das Muster dann völlig anders wirkt. DSC02672DSC02669DSC02670

Die Geldwaschanlage in Gestalt einer Pizzeria gegenüber. Die anderen Gäste bringen verwelkte Blumen mit. Die Gastgeberin erzählt von Hausbesuchen in ihrem neuen Job. Chico kann das nicht verstehen, ich total. Die Nachbarin ansprechen und vermitteln, wenn jemand sich krankheitsbedingt am Lärm stört und sich nicht traut. Für Verständnis werben, dass die nicht ihr den Abend versauen will, sondern es einen medizinischen Hintergrund gibt. Und andererseits der Patientin zeigen, dass die Nachbarin kein Monster ist. Die Gastgeberin regt sich auf über den Typen gegenüber mit nacktem Oberkörper, der sich auf die Regenrinne raussetzt. Das geht ihr zu weit, so ästhetisch und so. Auch die Keramikkatze regt die Gemüter auf. Ich kann da mehr ab. Vielleicht sollte ich ihr hier mal einen Hausbesuch mit meiner Hilfe anbieten. Vermitteln auf ästhetischem Gebiet. 2 Uhr. Zu viel Wein getrunken. Wir bleiben länger als Chico.

08.08. Der tote Klaus aus dem Kanal. Außerdem: ist Berlin mit einem Fluch belegt? Mein Mann, der Fliegen mit leeren Wasserflaschen jagt, will sich nicht für die Grufties verkleiden, für eine Privatparty macht er sich zum Deppen. Ich kann’s verstehen. Karin und Georg auf dem Markt, Zitronen und Mandelküchlein aus Castellabate. Yam, yam. Wir fahren in die Stadt, Einkaufen ohne was zu kaufen ist Frust pur, Wolle, Kalender, Minions-Koffer. Nichts klappt. Noch mal Danke von Stefanie für das Tuch. Das hat Stunden, Tage gedauert. Ja, ist ja meine Ergotherapie und ich war so süchtig nach neuer Baumwolle, dass ich ins Fairkaufhaus gefahren bin. Neu kaufen geht nicht, verstößt gegen meine Religion. Gebraucht gibt es nicht, wäre echt großer Zufall. Loblied auf meine Mutter. Hatte ich im Büro schon gehalten. Da ging es um berufstätige Mütter als Vorbild. Ich sage, ich bin fasziniert von meiner Mutter. Es war ein Glück für mich als Kind, dass sie total Mutter war und immer da, wenn man aus der Schule kam und offenes Ohr, gekochtes Essen und nicht nur bis 8. Gleichzeitig selbstbewusst und nie abgeflacht. Interessante Gesprächspartnerin für ihren Mann auf Augenhöhe. Internationale Gäste in beliebiger Anzahl bewirten. Sie war früh berufstätig und sehr erfolgreich und das in einem Job, den sie nie machen wollte. Sie hätte locker Ärztin werden können. Danach behinderte Tochter, viel Engagement und ehrenamtliche Projekte, nie verlegen. Jetzt ist mein Vater Rentner und wird betüttelt und richtig verwöhnt. Das Essen muss Gourmet schmecken, dass er sein Gewicht hält. Ihm den Rücken frei halten und den Familienbetrieb schmeißen, das hat sie eh immer perfekt gemacht. Das reicht den meisten Frauen heute nicht mehr, nur Hausfrau und sie wollen arbeiten, um sich selber zu verwirklichen. Die Arbeit ist aber mehr Hobby, Egoismus und bringt wenig Geld ein. Der Mann soll trotzdem nach dem Dienst als Oberarzt, kochen und staubsaugen und die Kinder versorgen als selbstverständliche Pflicht. Die Aufgabenteilung ist dahin, aber die Gleichung geht nicht auf. Die vermeintliche Gleichberechtigung verursacht eine Schieflage. Nähen mit Steffi. Sie näht 3 Korallen an das Körbchen. Ich rechne später aus, wie viele Sitzungen wir brauchen bis es fertig ist. Lasse sie meine Arbeit machen. Ich bin so was von unverschämt und faul. Sie kocht lecker Pasta mit Schinken. Sie berät mich in einer T-Shirt-Frage, wie man das cooler machen kann, das Castellabate-T-Shirt, Kragen abschneiden und Kordel an die Ärmel, mehr maritim. Kann ich häkeln, die Kordel. Sie ist verwundert: und das hat dann Kordel-Optik. Ich: nee, häkeln. Ich bin manchmal so stumpf, dass man es nur mühsam wiedergeben kann. Lästere über diese Hund-Katze-Maus Sendungen. Spielsachen für die Hunde, die von den Helfern ins Tierheim gebracht werden. Noch nie haben ihnen Menschen Spielsachen geschenkt und sie merken die Liebe? Ähh, es sind Hunde, wozu Spielsachen? Das gehört nicht zu deren Grundbedürfnissen, sondern zu denen der kinderlosen Tierschützerinnen. Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Wenn die Geschichte nur rührend genug ist, dann macht die Hundehaltung doppelt so viel Spaß und meistens wurde er im bösen Griechenland oder Italien über den Zaun geworfen (so der, den ich für einen Pudel halte beim Sonntagsausflug auf die Wiese). Suki weidet für sein Leben gerne, wie das reinste Schaf. Ich hatte Steffi Lurex-Teil mitgebracht. Neckholder, den ich mal „genäht“ habe, d.h. geschnitten und irgendwie mit der Maschine zu einem Schlauch verarbeitet. Sie macht einen Einteiler daraus und sieht derart sexy darin aus, dass es deprimierend ist. Davon berichte ich meinem Mann. Er will nichts davon hören. Steffi leiht sich den grünen Koffer, Jelly Bean und muss dafür Zehsocken und Trainingshosen nach Wien mitnehmen. Sorgerechtsstreit, ich hätte Suki zu Zweier mitgenommen. Suki ist auch nur ein Minion, der einen bösen Herrscher sucht, dem er dienen kann. Zweier on Fire. Doch weiter mit Alkohol. Gin and Tonic. Steffi kaut Gurke, nein, sie macht es mit den Fingern, das ist meine Phantasie. Man ist das Gelände groß geworden und immer nur noch geiler. Das ist derart kultig da, dass Brooklyn und Berlin entweder nichts Gleichwertiges haben oder man lange suchen muss. Ich verlaufe mich bzw. kann voll die Orientierung verlieren, voll Altersdemenz. Ein BMX-Bereich, die Container, die neu dazugekommen sind, die ganzen Pipes, ein Abenteuerspielplatz für klein und groß. Selbstgebaute Bank aus alten Skateboards. Das will ich für den Garten und spätestens im Altersheim. Es gibt alle möglichen Buden. Sandwichs. Der klebrige Pizzateig. Das sieht nicht so appetitlich aus. Der Cocktailstand ist dafür vollprofessionell und es gibt White Russian auch mit Kokos statt Milch oder Sahne. Die Plastikaffen für Cocktailgläser als Deko gibt es noch und Plastikbecher, die ausschauen, wie die Ikea-Milchkaffee bzw. Trinkgläser. Der Typ aus der Markthalle. Der Tisch ist getagt und er erklärt mir, dass sie das lesen, „Poesiealbum für Jungs“. Nicht verstehen kann ich die vielen Handytelefonate bei einer Luftlinie von 50 Metern. Das liegt eher am desolaten Zustand des Freundes. Immer wieder verabredet man sich und es klappt offenbar nicht. Warum laufen Frauen so einem Typen in dem Zustand hinterher? Ich verstehe es nicht. Ich würde eher weiter weg gehen. Der einzige Typ aus meiner Yogaklasse ist auch da. Marc und Olaf, die beiden Ex-Freunde der Sizilianerin. Ich will die Zusammenführung der Exen machen. Das kommt nicht so gut an. Marc habe ich seit 25 Jahren oder so nicht mehr gesehen, ich erkenne ihn und er weiß meinen Namen noch! Macht in Fliegerei. Ist beeindruckt, dass ich noch mit Stephan zusammen bin. Das kennt es nur von seinen Eltern. Es geht um seine Ex mit dem Sohn. Wir sitzen an einer Feuertonne. Ein junger Typ grillt ein Würstchen, sieht aus als würde er seinen Penis ins Feuer halten. Irgendwann ist der Käsekrainer dann schön braun und er teilt mit uns. Ich beiße ab. Ich stachele sie auf Möbel zu verbrennen und die Jungs tun einen Korbstuhl zu meinen Ehren ins Feuer. Ich schaue immer fasziniert in die dunkle Pissecke. Da steht ein Dixi-Urinal und die Typen stehen nebeneinander und es sieht aus als würden sie eine grauen Stein behüpfen. Ich denke an den Moonwalk von Suki, der von Jan beschrieben wurde. Der Bruder von Marc hat XXL Zigaretten, eine riesige Packung mit 50 Stück drin oder so von Hotel Amadeus geholt. Leider live Bands, die alle irgendwie gleich klingen bis morgens um 4 (dann sind wir gegangen), warteten eigentlich auf das DJ-Set mit unserer Freundin Sabine, haben dann doch die Segel gestrichen. 09.08. Meine Tante soll vor der Kur zu meinen Eltern oder sie dorthin und nehmen sich ein Hotelzimmer und kümmern sich dann 4 Stunden am Tag um sie. Meine Mutter muss schon deswegen mit, damit mein Paps Dampf ablassen kann, sonst wird das nichts. Es wird vermutlich eh nichts, weil das nicht umsetzbar ist und nicht gewollt was man so andenkt am grünen Tisch. Einer der letzten Zweier-Teilnehmer sitzt auf der Türschwelle und isst Döner. Er entschuldigt sich und sitzt mit dem Rücken zu mir. Dann wieder überschwängliches Lob für mein Hütchen, ernsthaft und sehr schmeichelnd. Das war am Abend schon sehr auffällig. Ich habe es wohl richtig gewählt. Die Hasen im Käfig sind Krippenfiguren aus der entsprechenden Gasse in Neapel. Ich werde jetzt eh Mitglied in dem Laden, weil die Liebe beruht auf Gegenseitigkeit. Flohmarkt Real ist nächste Woche, Brötchen gibt es nur noch normale, Ingwer beim Türken ist vertrocknet. Geht das jetzt so weiter mit dem Einkaufserfolgen? Nein, Obi-Parkplatz leider keine Kamera dabei und Handy in der Ladestation. Ich bin aufs Beschreiben angewiesen. Rotes T-Shirt auf dickem Männerbauch, der Kinderwagen schiebt: „Mann mit Grill sucht Frau mit Kohle“. Tätä Tätäratä. Willy Millowich Großes Ringelpietz mit Anfassen, Platte. Klodeckel mit Katzenmotiven. Marc und sein Bruder vor leeren Würstchenpappen, rauchend mit roten Augen sind auch wieder da und ziehen ihre Bahnen. Ich kaufe eine hässliche moderne Kirche, muss evangelisch sein. Zwei Dackelmischlinge, einmal Schäferhund, Weibchen, stark übergewichtig, tolle Pfoten mit definierten Zehen und schwarzen Klauen. Der andere hat Haare und Verdickung mitten im Gesicht, die Tierärztin meinte wie ein Klingone. Er ist zu dick. Liegt daran, dass er nicht reinrassig ist. Weil die echten Dackel sind alle so schlank. Ah so und hier ist eine dicke Hunderasse mit drin. Ich bekomme alles, sogar Baumwolle finde ich, so teuer wie im Laden und später nicht zu gebrauchen, ich habe schon eine Flohmarktmeise, der Seidenrock kostet nur 1,- € und das Muster ist Hammer, dafür ist er zu eng, hier gab es auch Postkarte für 10 Cent, das Tonschwein ist für Chorizowürste und ich will es Micha schenken (für andere kaufen ist auch ein Spezialgebiet) und jetzt habe ich noch zu allem Überfluss einen Schweinefuß mit italienischem Strumpfhalter für 3,- €. Biagio wird das nicht verstehen. Kann er in eine Clutch verwandelt werden? Er steht mir. Mein Gott ist dieses Foto unvorteilhaft. Ich muss wieder Bauchübungen machen, diese Movenyo-Pause macht sich bemerkbar. DSC02680 DSC02683 Stephan in seinem Minion-Kostüm, schneidet Äste im Garten. Sexy. Später stellt sich heraus, dass der Nachbar einen Hexler hat für Gartenabfälle. Stephan bewegt sich in der Wohnung orientiert in Hannover, im Badezimmer doziert er: jetzt Richtung Flughafen und jetzt Richtung Nordstadt, Günter während er sich vor dem Klo hin- und her bewegt. Ich hatte gefragt, aber meinte was anderes. Wie man von der Hildesheimer Straße nach Ronnenberg kommt. Das Ergebnis ist deprimierend für mich. Die Paybackgewinnerin an der Tanke. Ich hatte davon gelesen und sie tankt umsonst und hat vollgetankt für knapp über 50,- €. Sie kann ihr Glück nicht fassen und reißt die Arme hoch, so dass es Hilmar schon auffällt, der an de Säule steht und sich wundert, was wir mit der gemacht haben. Der Gastronom ist unangenehm großkotzig. Das stößt mich ab und ich lade doch nicht zu Tee und Gepäck, sondern lasse ihn zahlen, weil es 44,- € kostet und er von jedem Teilchen eines ordert für Zuhause, was wir dann tragen dürfen, weil er keine Tasche dabei hat. Die Teile liegen da offenbar schon länger und da probiert man doch vorher eines, meint mein Kollege. Ich hatte aus Protest nichts davon gegessen. Vorher will er mir ein Ticket kaufen, weil ich auf der Gästeliste stehe, aber ausversehen meinen Ausweis nicht mitgenommen habe. Ich will aber zurück nach Linden und ihn holen. Ärgere mich natürlich, dass ich mal die Doofe bin und wundere mich über den Hanebuthwinkel. Hier wohnte ein Typ, den sie als Kinder gequält haben. Festivalsupermarkt, dann Festivalkarte mit Stempel, wie ich es vom Flohmarkt von Berghütten und Retro-Postkarten kenne für Claudia, schreiben tue ich sie erst am nächsten Tag. Tolle T-shirts u.a. vorne: Inquisition, Hexenverbrennungen, Kreuzigungen und hinten: Wir wissen, wie man feiert, Ihre Kirche. Der Schwager meines Kollegen hat ein paar Jahre lang das Festival organisiert und jetzt macht es Scorpio oder wie die heißen, was die bescheuerte Musikauswahl erklärt, weil die wollen ihre Schafe, die sie unter Vertrag haben an den Mann bringen. Ist doch klar. Blixa Bargeld erinnert mich an Helmut Schmidt und ja, an der einen Stelle denke ist, jetzt wird er gleich sauer und flippt aus und der Bassist ist echt cool und hat Energie. Insgesamt machen sie eine gute Figur. Mein Gummihütchen, was ausschaut wie eine Säge war gut gewählt und sieht aus wie einer ihrer Instrumente. Nightwish, Helene Fischer meets Gothic sage ich nach dem Plakat zu urteilen, aber das trifft es ziemlich. Brachial, aber scheiße mit viel Pyro. Ist unterirdisch genau wie die ganze schlechte Goth-Mode von der Stange. Wer trägt so was? DSC02684 DSC02688 DSC02690 DSC02691 DSC02692 DSC02693 DSC02694 DSC02697 DSC02700 DSC02703 DSC02707 DSC02710 DSC02711 Hier wird Campingkultur ganz groß geschrieben und viele sitzen die Sache im Vorzelt aus und machen Party mit anderen Gleichgesinnten. Grill und Ghettoblaster haben sie dabei. Die Bühne wird nur selten aufgesucht. Felix, das Nesthäkchen, auch heute. Ich dachte damals mein Kollege ist Päderast als der in die WG eingezogen ist, weil er 5 Jahre jünger ist. Auf dem Heimweg ruft Felix, der beim Freund wartet, an, dass H. Bier mitbringen soll. Herri wenn es geht. Starallüren scherze ich. DSC02712