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Wien- die Gruppenreise in die Diplomatie
28.04. „All change here“, die Flughafendurchsage ist Pigeon English und während sie bei Bennemühlen nicht so viel Risiko eingehen, dass das ausländische Gäste hören ist das hier anders. Hier hat uns sogar ein Messegast am Bahnhof angesprochen und gefragt, ob die Bahn zum Flughafen fährt. Das ist echt peinlich und auch in Bennemühlen merken es die Englischschüler, wie falsch die Durchsagen sind. Nicht nur der dicke Metallknopf um den Hals, meine Lurex-Strumpfhose piept, nicht umsonst kratzt die auch so. Die Stewardess hat ihr Tattoo am Puls mit einem Pflaster abgeklebt und es schaut leicht raus. Ich dachte, die sind locker von Nikki, One World, Emirate Airlines, die Liste dessen was sie aufsagen müssen wird immer länger. Am Flughafen Wien gehen die automatischen Türen nicht schnell genug auf und wir müssen beide abbremsen. Österreichische Geschwindigkeit. Wir verfehlen Kathrin, das Gepäckband vom Flug aus Zürich ist schon leer und die letzte Reisegruppe sammelt sich. Ich hatte mir extra die Lippen nachgezogen und mit diesem Fehlschlag nicht gerechnet. Stephan hat das Handy und schlägt weitergehen vor. Das ist so schade und irgendwie eine Katastrophe, dass sie nicht mitgekommen ist und gehe auch nicht davon aus, dass sie vorgegangen ist und uns am Gleis überrascht, das ist nicht ihre Art, dann fährt die S-Bahn nach Floridsdorf schon ab als wir aussteigen wollen, weil sie nur mit Handgepäck doch mitgekommen ist. Gelbe Rapsfelder, blauer Himmel. An der Geiselbergstraße steht ein gut aussehender Türke mit gepflegtem Bart und Neonjacke auf der Swissport steht. Er ist von ihrer Firma. Vor der Tür vom Meixners der epileptische Anfall. Andreas bleibt bei dem Mann und ist sehr fürsorglich, das heißt, fasst ihn auch an. Alle nehmen was Gebackenes und vor allem den Rentnern ist das zu viel. Man muss wissen, was man essen will oder hatten sie mir blind vertraut. Paps teile halt nicht so problemlos wie wir. Blunzengröstl als Vorspeise war das Beste. Eisen im Stein. Das hat was mit Gesellen zu tun. Claudia kommt nach und ich bin zickig, der Steiff-Bär ist schon vergeben, den schenke ich meinen neuen Libanon-Betreuten. Die haben eine leere Wohnung und beide Jungs können sich daran austoben. Ich nehme es der Tochter immer noch übel, dass sie damals meinte, sie hätte den gebrauchten Rechner mehr verdient als mein Betreuter im Maßregelvollzug so nach dem Motto, er wird schon was gemacht haben dafür, dass er da einsitzt. Ich fand, wir haben uns auch ihr gegenüber großzügig gezeigt und dass sie das nichts angeht bzw. gerade die gebeutelten, die nicht nur schwierige Kindheit hatten sondern Kinderheim und Pflegefamilien haben mehr verdient. ich finde das Foto jetzt auch viel besser nachdem ich weiß, dass ist nicht aus dem Katalog, sondern zuhause bei uns auf dem Teppich und Halina in jungen Jahren. Mit der Wohnung sollen wir einen großen Wurf gelandet haben. Der Concierge sei filmreif und pflegt die 96-Jährige Adelige. Paps und Andreas hängen sich auf am Begriff Klima-Card. Das Rechnung teilen ist schwieriges Kapitel und ja, klar durch Andras haben wir die Ermäßigung bekommen, manchmal denke ich, das große Ganze sollte bilanziert werden und es ist grds. schwierig, wenn man immer das Gefühl hat zu kurz zu kommen, aber ich habe bestimmt leicht reden…Wir fahren Bahn und in der letzten Tram will eine junge Frau hinter mir wissen, was in meinem Schminkkoffer drin ist und ich mache ihn auf und zeige es hier, das geht schneller als reden und wir müssen aussteigen. Unten könnte man mit einer Pferdekutsche einreiten. Das Bad sieht aus wie im Schwarzenberg (Marmor und schwarze Keramik), aber in der B Variante, zu goldenen Armaturen etwas Silber aus dem Baumarkt. Meine Eltern haben sich Zimmer gesichert und wir sollen nebenan einziehen. Da ist Kinderbett, wenn ich vorzeitig entbinde (Witz Mutterschutz und Stephan, der fragt, ob das eine Wärmflasche sei oder ich schwanger), dann kann das Baby da rein. Die beiden Wohnungen sind ähnlich und die kleinen Küchen liegen aneinander. Drüber ist ein Durchgangszimmer als Hindernis, was ich erst später schnalle, dafür haben die schöneres Parkett. Wenn was fehlte wurde es durch Laminat ersetzt. Claudia hat Schulter-OP vor sich. Andreas mag meinen Kräutertee. Arnhild will keine Mumien sehen, da sind sie zu nah dran, sondern sich eine Trachtenjacke kaufen lassen. Stephan hat schlechte Laune, Alkohol sei eine Stimmungsdroge wird ihm immer wieder gesagt, aber das hilft auch nicht. Ich weiß, was er durchgemacht hat. Email der Freundin mit der Erbausschlagung, dass der Betreuer heute einen Eiltermin beim Notar hat und sie ihn begleitet.
29.04. Schlafe ganz schlecht ein. Mein Vater sägt durch die Schiebetür. Stereoschnarchen. Traum: Die anderen (eine Gruppe Studenten) werden durch unsere Wohnung geführt, ob ihre dann genauso geschnitten ist, sie gehen durch alle Räume. Dann wird die Pizza geliefert. Paps hatte Hunger. Wien wird für ihn das der Urlaub der Bringdienstpizzen. Arnhild schuldbewusst hat auch eine bestellt, aber zwei ganz kleine, in kleinen Boxen. Sie zahlt und wir sollen nicht sehen, was das gekostet hat (schieben Bargeld hin- und her). Sie leben ja sonst sparsam. Mama hat eine einfache Margarita. Paps hat zwei große und identische Porzellanteekannen dabei und füllt sie gerade und saut rum (nach dem Spinat neulich war Wasser in alle drei Schubladen gelaufen). Dann haben wir ja doch Teekannen!? Ich kann auch dann eine haben wenn er fertig ist. Johannes und Doro sind da und die Kinder (was wollen wir heute machen sollen sie sagen). Doro redet, es geht um eine Beerdigung einer Freundin, die schön war, weil sie in der Grundschule stattgefunden hat (die war wohl Lehrerin) und sie schaut immer nur eine bestimmte Person an, ich glaube Arnhild, egal wer mit ihr redet. Draußen steil und wie im Dschungel. Hannes will den Zug sehen (süß, denke ich, wegen Modelleisenbahn von früher Kindheitserinnerungen). Schnell, ich höre schon die Geräusche und der fährt direkt an uns vorbei und ist mit Schutt beladen. Dietrich macht verbotenerweise Fotos in einer Galerie von Fotos und schneidet das eine noch ganz schlecht ab. Das schaut sich der Galerist an und sagt nichts, schüttelt halt nur mit dem Kopf. Ein lesbisches Paar, Frederik will an einem Kiosk was mit Minze (da wird sich doch was finden lassen)….der Faden reißt ab und ich werde wach und freue mich, wie aktuell ich träume.
Dietrich kommt morgens in Unterhose in die Küche verkündet, dass wir eine gute Kommune seien. Von beiden Töchtern bekommt er jetzt Seife. „Claudia, kann ich Deine Patschuli-Seife haben“ heißt es dann morgens immer, wenn er in einer Pfütze badet und nein, die Seifenschale ist nicht aus Bakelit. Die Fenster haben lustige Feststellknöpfe und ich denke erst, ich habe es kaputt gemacht als ich es morgens öffne.
Frühstück im Schwarzenberg. Homöopathische Feuerwehr, haha. Teilung der Gruppe. Ich mit Claudi zu dem Buchladen „books for cooks“ und sie wird fündig. The Big Taste zum Geburtstag und uns läuft beiden das Wasser. Die anderen (die nicht schwindelfreien todesmutig) Karlskirche in die Kuppel. Den Buchladen gab es schon als wir mit Thomas und Yunfeng nebenan in dem Apartment was zum Hotel gehörte gewohnt haben. Auch der Second Hand Laden nebenan. Der Typ fragt mich, ob ich wisse, was das sei. Mich!??, mit meinem alten Humanamantel mit passenden Knöpfen an. Ich: Alte Klamotten. Designerstücke, das Beste aus 100 Jahren. Karl Lagerfeld hat gesagt, der beste Laden und Kate Moos und sonst wer kauft hier ein. Ich gehe wieder. Das ist so Opernball. Sienna Miller macht Werbung für Vösslauer, das hatte ich schon im Bordmagazin gesehen und Jessica Parker für Spar Convenience. Dann Naschmarkt und erst will keiner und dann ist Gerhards Jausenplatte und die Unterhaltung dazu der Höhepunkt. In der Sonne mit Grünem Veltliner und Zahnstochern im Speck. Sperl. Soll ich mit meinen Eltern nach Hause? Steffel ist schicki micki, schlimme Mode für Spielerfrauen (wollte ich da rein?), aber die Dachterrasse mit Blick auf das Dach vom Steffel ist großartig. Muss man sich merken. Ich wäre sofort auf dem Absatz wieder raus, aber das sind die Nachteile einer Gruppe Alle rennen auseinander wie Kakerlaken, wenn man das Küchenlicht anmacht. Im Museum gehen wir Sonntag, heute ist das Wetter zu schön. Alle ins Handschuhgeschäft, nur Dietrich kauft, Dorotheum kurz zeigen. So kurz das halt geht in einer Gruppe. Hier gehen nur Arnhild und Dietrich durchs Haus. Bin zu knielahm zum Suchen, müsste sie ausrufen lassen. Hans Op de Beeck ist toll und seine Arbeiten rühren mich an. Das Weinfass was ich Birgit zeigen wollte ist im Dorotheum. Stephan vergessen wir den Rucksack zu leeren und er läuft weiter mit unseren ganzen Sachen, Jacken, Mäntel, Bücher, Pralinen durch die Stadt. Arnhild geht vor und hört uns nicht. Wir haben Glück, Bianca lässt uns rein mit einem kleinen braunen Brenda-Pudel. Die anderen sind noch unterwegs. Biergarten am Belevedere und Gin Tonic. Mein Hütchen ist auffällig, aber sie werden es verstehen wenn wir im Steirereck sind verkünde ich der Gruppe. Das geht nicht auf. Die haben komplett umgebaut. Die Decke ist futuristisch und die Akustik der Hammer. Die Chefin ist unverändert. Das neue Design gefällt mir und das Essen ist Hammer. Ich lege sonst nicht so viel Wert auf Ambiente, fühle mich hier aber wohler als in der Holzvertäfelung. Weinreise teilen haben wir nur angekündigt und nicht umgesetzt. Zuhause drückt mit Andi ein Glas Sekt in die Hand, nehme einen Schluck und verpisse mich unauffällig zusammen mit Stephan.
30.04. Kutschkermarkt, Dirndl-Day. Ich kaufe die Mohnzelten leer. Der Typ am Wurststand liebt mein Hütchen und „auf die Faust“ was Claudia ihm sagt, kennt er nicht. Schoppenhauer, zu leer für deren Geschmack und zu groß die Gruppe für die Polstermöbel. Das Frühstück ist nicht so gut wie im Schwarzenberg. Ich trinke hier nur Kaffee und Tee und esse Müsli, auch wegen der Mohnvorspeise. Es ist klar, dass die Eier im Glas im Schwarzenberg, wo das eine Hausspezialität ist (Schwarzenberg Frühstück) besser sind als hier, wo sie nicht auf der Karte stehen und einen Extrawunsch darstellen. Arnhild kauft eine Strickjacke mit herrlichem Retromuster, wie mein Geschenkpapier mit Mustern der 50er aus dem Museumsshop und den Top dazu bekommt Claudia. Sie soll mal auf uns hören. Paps hat nicht so diese Ahnung von Mode. Partnerlook auf Tene kündigt Claudia an. Flohmarkt Neubaugasse. Hier gibt es Käse am Stiel (der ist angetrocknet und von minderer Qualität, aber ich brauchte das für ein Foto) und busenfreundliche Kleidung (hier passt auch etwas mehr rein) ist handschriftlich vermerkt. Die Vertretung macht den Preis für die Reisemadonna (2,- €) und der Standinhaber sagt böse: ich mache hier die Preise, aber für jetzt ist es zu spät und ich freue mich und werden den schönen Holzschrank in Ehren halten. 2 Kleider und Schuhe bei Humana. Wir verfehlen uns und der Fehler liegt bei uns. Dann lohnt sich die Heimkehr vor dem Essen nicht. Wir zeigen die Bankbar und das Kameel. Claudia bekommt im Meinl einen Einlauf, weil sie eine Zange für die Probierschokolade nicht benutzt hat und selbst als sie sich entschuldigt steigt die Frau ihr wohl nach und will das nicht gelten lassen. Im Kameel hat sich was geändert bei dem Personal. Da bin ich mir sicher. Draußen gibt es nur kleine Tische und mit 8 ist es utopisch. Stephan bringt Sachen zurück und ich führe die Gruppe mit Hilfe von Kathrin und Andreas (mein Stephan Ersatz) zum 25 hours. Schön gemacht. Dachterrasse und trotzdem lockere Stimmung und nicht wie im Hotel. Ich renne vor zum Punks um den Tisch zu sichern. Das Essen ist nicht so gut wie letztes Mal, aber die Bedienung aus Passau und der Prosecco vom Fass sind großartig. Ich mag einzelne Gänge, wie Lammzunge auf Erbspüree, aber bin nicht so fleißig mit dem fotografieren. Paps lästert über einzelne, vertrocknete Möhre und das nervt mich immer schnell. Nach der Völlerei von gestern ist das doch gut. Wir sind alle total froh, dass die Bühler einen Tag verlängern. Der Adelsschlag für die Gruppenreise. Nach Hause umziehen und Bründelmeier trinken als Vorglühen. Die Party ist ein abhängen in der Wohnung. Das passt gut zu dem Motto und die Gäste sehen auch spitze aus. Ich bekomme von zwei Seiten Geschenke, ein Lama aus Peru und 2 Eierwärmer von Gela und eine Austrian Airlines erste Klasse Tasche mit kulinarischem Inhalt von Julia. Ich lümmele auf dem Bett und liege sehr gerne an Julia. Kurvenreiche Frauen, die auf und an einem liegen – was für ein Vergnügen. Trinken geht nicht mehr, wäre zu krasser Abstieg. Die Bierdosen sind in der Badewanne. Im Gästebuch ist Stephans Seite besser bebastelt als meine. Die Wiener Freunde sind im Schockzustand wie nach einem 9/11 auf politischer Ebene. Ihre Mienen sind besorgt und verfinstert und sie suchen nach Erklärungen für das Unfassbare. Wir machen früh die Biege und Arnhild und Andi sitzen noch in der Küche. Die Stimmung kommt mir aufgeheizt vor und Stephan sagt: Deine Mutter kitzelt mal wieder alles raus und ich denke, wenn er sie umbringt, hat sie es provoziert und schlafe ein.
01.05. Werde immer 3 Stunden vor den anderen wach, aber habe auch was zu basteln. Das mit Gelas Buch lasse ich so nicht auf mir sitzen. Arnhild will auch das Kochbuch was C gefunden hat und Dietrich soll es ihr sofort bestellen. Amazon ist böse, aber sie wollen nicht schleppen und Paps glaubt nicht mehr daran, dass er die Welt verändern kann. Nein, die Stimmung am Vorabend in der Küche hatte ich falsch eingeschätzt und das Messer liegt auch ohne Blut auf dem Tisch. Der Weingarten und 3 Söhne. Es hat halt immer was von einer biblischen Geschichte. Die Lebenswegen, was vorgegeben ist und was man daraus gemacht hat, was vielleicht unveränderlich ist und so kommen musste ist immer spannend. Frühstück im Prückel (ohne Stephan, der erkundet den 1. Mai in Wien und erzählt später, dass er in einer schwulen Kurdengruppe mit Regenbogenflaggen und viel Küsschen mitgelaufen sei und, dass die PKK das beste Köfte und Grillfleisch hatte im Votivpark). Hier im schwulenfeindlichen Prückel (aber was können die Angestellten für ihre Chefin, unsere Bedienung sieht aus wie Kent Clark mit Uhrkette und schwarz gegeltem Haar und ist spitze und auf ihn lasse ich nichts kommen) ist eine große Gruppe kein Problem und es ist trotzdem mehr los als im Schoppenhauer, wo wir fast unter uns waren. Ich finde mindestens 5 Gerichte gut, aber wähle lauter Sachen von der Tageskarte, die noch nicht gehen. Als der Salat auch nicht geht streike ich. Dann ist es 12, weil das Gelage eine Weile anhält und ich bestelle die Gnocchi mit Parmesan und Butter. Unten vor den Klos habe ich nicht zu viel versprochen. Der Flohmarkt der Inhaberin und es gibt einen kaputten roten Schnürsenkel für 10 Cent und bunte, flache Asiasuppenlöffel für 2,- € (sowie kosten die nicht mal neu), außerdem Leonardo Gläser aus den 80ern zu dem Preis. Auch die anderen sind fassungslos. Ich kenne das. Auch alte Bücher, die ich hier umsonst im Bücherschrank gibt kosten in Wien alle mindestens 2,50 €. Die wissen alte Sachen mehr zu schätzen, was sich negativ preislich für den Käufer auswirkt. Abschied von Kathrin, die dann doch bis abends am Flughafen ausharren muss, weil sie Pech hat und nicht mitkommt mit dem angepeilten Flieger. Das erfahren wir erst abends. Dann KHM. Hier kann jeder suchen was ihm gefällt. Ich kaufe erst den Block für Alex und merke dann bei meinem Rundgang, dass ich die Mittelalterbilder wahnsinnig liebe. Claudia liest jede Bildleiste und ich denke, das kann ja was werden. Eine wahnsinnig schlecht gelaunte Frau im Café, die die Augen verrollt, weil wir uns zu ihr setzen. 2. Runde. Mit meinen Eltern erkunde ich die Schatzkammer. Stephan nannte es Trödel oder Kitsch. Die Spieluhren mit denen die Tischgäste unterhalten werden sollten sind Hammer sowie die Glassachen, die aus Bergkristall bestehen und groß sind wie Bodenvasen. Also ich hätte diesen Kitsch gerne für zuhause. Irgendwann stößt Stephan zu uns und dann bin ich wieder komplett. Dann erst mal Würstlstand. Ich hatte schon viel davon erzählt. Eine Bosna mit Zwiebeln und Koriander mit einer Waldviertler. Das ist wichtig, die Wienneulinge in dieses Thema einzuweihen und Andreas schaut jetzt immer schon in die Auslagen. Dann noch mal zum Steffel und die Häkelarbeiten in echt schauen. Stephan führt Dietrich zum Uhrenmuseum wegen Postkarten um die Sammlung von 912 auf 920 zu erweitern, aber die haben heute zu und meine Eltern zeigen mir auch mal was Neues in Wien, den Schottenstift. Schon oft davor gestanden, aber nichts damit anfangen können. Das ist eine Kirche und weihrauchgeschwängerter Gottesdienst in vollem Gang mit gregorianischen Chören. Dietrich pirscht sich immer näher an den Altar und die Akteure ran und ich kriege es mit der Angst zu tun. Diese verblichenen Süßigkeitsläden liebe ich auch ohne Ende. Einhornfleisch – sehr lustig. Anschließend treffen wir Sunla und Andras, der lobenswerterweise wieder den Tisch klar gemacht hat und es gibt lecker asiatisch. Pho mit Extrakräutern und gebackenen Süßkartoffeln mit Scampi (das ist frittiert) und meine Eltern bestellen nach. Die Zwillinge bestellen dasselbe wie Stephan so schön sagt, Rindfleisch mit Auberginen und ich esse reichlich davon. Habe selber Sommerrollen, die mit gegrilltem Schweinefleisch, die es eben nicht immer gibt, schmecken mir sehr gut. Paps kauft einen Rosé von nebenan für Zuhause, aber wir gehen ohne die Eltern und ohne die Wiener Freunde noch mal in die Loos-Bar. Herrliche Kellner mit weißen Hemden, Hosenträger und sehr gepflegten Bärten. Sehr gut aussehende Männer und alle Blicke folgen ihnen.
02.05. Traum: Wir sind im Theater in Berlin. Erst mal den Eingang finden. Man muss ewig einen steinigen Pfad entlanggehen, der durch eine Außenfläche führt mit Pfützen und Dreck, Müll liegt herum. Dann in der Vorstellung, neben mir echt gutaussehende, will heißen gut gestylte Frauen (die eine sehr groß mit blonden Locken), die ist mit ihrer Freundin da und muss mich ansprechen auf meine Kittelschürze mit dem tollen schwarz-weiß Muster, ist 50er (und ähnlich dem von der Twin-Set was Arnhild sich gekauft hat, wie aus meinem Mustergeschenkpapierbuch aus dem Museumsshop). Ich sage, ja, die finde ich auch toll, zwar nicht so vorteilhaft, weil Kittelschürze, aber egal, das sei es Wert. Ob sie sich das anschauen dürfe. Ich sage ja und sie findet überall Etikette, also Marke darunter tragen als ein anderes gemustertes Kleid und darüber eine knallgrüne weite Hose und darunter eine gemusterte Strumpfhose (auch in der untersten Schicht ist noch was). Sie schaut sich das alles an, außer die grüne Hose, die ich nicht so gut finde scheint eine Marke oder was Besonderes zu sein. Die Freundin zeigt ihr meine Strumpfhose bzw. die beschreiben das Muster, es ist in grün und metallic und wie russische Avantgarde. Ich finde in dem Kleid unter der Schürze, was im Muster verschiedene abstrakte Vögel an innen eingenäht Muster nach Loos (so sinngemäß). Das hatte ich noch nie gesehen. Dann auf der Bühne u.a. Christian aus Fürth und wir sitzen ganz weit vorne und ich kann ihn sehen und ich glaube, er uns auch. Er spielt heftig und ich frage mich, ob er uns sieht, weil wir 1. Reihe sitzen. Alle spielen krass, d.h. extrovertiert Irgendwas mit einer Packung Q-Tipps, die er in Publikum hält und sich in die Hosentasche steckt und umdreht und ich denke, das wird noch eine Rolle spielen. Dann sitzen wie in einem Hörsaal bis nach oben hin gestuft und die Schauspieler fahren vorbei. Ich denke, das sind ja mehr als Zuschauer. Auf einmal bin ich ausversehen auf der Bühne und muss hinter einer Stellwand versteckt und wieder weggeführt werden über den hinteren Bühnenausgang. Das war irgendwie Dietrich für verantwortlich. Ich gebe ihm die Schuld und scheiße ihn zusammen. Jetzt dürfen wir den ganzen Weg außen entlang gehen um wieder reinzukommen. Ausversehen auf der Bühne stehen, wie konnte das passieren (denke, das ist wegen der Kirchenszene mit Paps, wo ich dachte, der steht gleich vorne beim dem Pastor, der den Weihrauch schwenkt). Bis wir da sind ist das Stück vorbei. Das ist dann auch so. Nach der Vorstellung kommt ein Typ auf mich zu und reicht mir eine Visitenkarte der Produktionsfirma, die wollen mich nächste Woche sehen, dass ich vorspreche. „Uber“ steht auf der Karte, das hatte ich auch schon gehört. Auch ja, das ist die Produktionsfirma des Theaters. Ich bin jetzt echt geschmeichelt und sage ihm, ich hatte eigentlich keine Ambitionen auf die Bühne zu gehen, aber ich könne es ja ausprobieren, vielleicht würde es mir gefallen. Ich überlege dann schon, wenn das so ist, wie ich es mache mit pendeln und so.
Herr Ernst, der Hausmeister den ich bei der Übergabe nicht miterlebt habe, weil ich nicht dabei war ist echt filmreif Hans Moser mäßig mit „Küss die Hand gnädige Frau“ und die nassen Flecken auf dem T-Shirt zwischen den gestreiften Hosenträgern rühren nicht etwa daher, dass er getanzt hat, sondern die Dame des Hauses gebadet, die über neunzig ist und deren Pflegeperson er ist. Ich frage nach dem Fensterrätsel. Meine Schwägerin meinte, aus Sicherheitsgründen seien die nicht zu öffnen in Richtung der Botschaft. Nein, sie sind einfach defekt und die deutsche Botschaft nebenan wird abgerissen wegen Asbest. Das Bilderbuch für Hilda mit den kleinen Fehlern, die eingebaut sind, muss zurück bleiben. Herr Ernst kann es kaum glauben, dass wir das gefunden haben. Dann ist doch alles prima, vielleicht für die Enkel, nein, die hätten nur diesen hier im Kopf (macht Daumenspiel nach) und wir können dann noch mal zum Finale ins Schwarzenberg aufbrechen. Vorbei an schönen orientalischen Schmuck und es tut mir Leid, dass ich da nicht später noch mal hinpilgere. Ich nehme wieder den türkischen Kaffee (mit turkish delight) und reiße die Kanne mit dem langen Griff um. Meine Neuentdeckung ist die Eierspeis mit Grammeln. Bacon ist Dreck dagegen. Dann Abschied von den Eltern. Der Kellner soll sie bis 12 sitzen lassen (nach unserem Konsum haben wir die Sitzberechtigung für 3 Tage). Die bleiben bis 1, dann braucht er den Tisch wieder. Dann sind wir nur noch zu dritt. Schön, dass die Gruppe sich langsam auflöst und jetzt sind wir mit unserer alten Freundin allein. Auch mal schön. Überhaupt, es war schön und harmonisch, trotz der Unterschiede funktioniert diese Gruppe. Bei mir klappen die Massageannäherungsversuche an den Schultern z.B. nicht. Mein G-Pujnkt ist woanders sage ich Claudi während mein Mann sabbernd unter ihren Ellenbögen auf der Tischplatte liegt. Manche kenne sich mit Tesla aus und andere nur mit Radfahren. Das tut der Sache keinen Abbruch, das wichtige teilen wir, die Liebe zum Essen gehen und zu den kulinarischen Genüssen und keiner zickt, wenn den ganzen Tag gegessen und getrunken wird und man nach dem Frühstück eine Jausenplatte zu sich nimmt oder vor dem Essen noch zum Würstlstand geht und wir sind sehr familiär. Nächstes Jahr wieder. Zürich? Paps wettert dagegen, teuer und spießig. Porto? Oder noch mal Wien, hier ist es entspannt und man kennt sich schon etwas aus und es gibt noch viel zu sehen und zu essen. Beim Auschecken will ich die alte Puck fotografieren als Entschädigung, weil der geile museumsreife Wagen vor der Tür, der aussah wie ein Käfer nicht mehr da ist (war Firmung verrät uns Herr Ernst). Er stand wohl auch offen, wie jemand aus der Gruppe festgestellt hat, halt sichere Gegend. Dann kommt ein Typ rausgesprungen als wie den Feigenbaum durch die Scheibe kommentieren. Es ist der Herr des Hauses, der Stephen schon eine Joggingstrecke empfohlen hat und der ist ganz wild darauf uns seine privaten Räume zu zeigen, sein Büro, die ehemaligen Pferdeställe, in denen es Möbel, Kunst und Teppiche in einem Showroom zu sehen gibt. Da sind mir die Wiener ein Rätsel. Ich würde doch nicht meinen airbnb Gästen auflauern um ihnen mein Ankleidezimmer aufs Auge zu drücken. Vielleicht ist der Mann sehr einsam. Er hat das Haus geerbt, aber leider mit seinen Geschwistern zusammen. Dietrich nennt ihn immer Hohenzollern und fragt, wie man ihn ansprechen soll, aber macht er selber Witze über Inzucht.
Ich kaufe auf die Schnelle Schuhe in einem Laden, den ich vorher schon gesehen habe auf dem Weg in den Kochbuchladen. Gesundheitsschuhe, sehen und kaufen. Ja, ich weiß was ich will. Der Laden besteht nur aus beschrifteten und geordneten Kartons, wie Einbauschrankwände und man sieht keinen einzigen Schuh. Das können sie für Documenta anmelden sage ich dem Verkäufer, der bei mir Hand anlegt. Ein Banh Mi und Claudi lädt mich auf eine japanische Tea Ceremony ein und mag das auch. Der Laden ist echt authentisch. Ein Typ, der ausschaut wie ein Stadtstreicher mit Cowboyeinschlag bleibt vor der Scheibe stehen. Ich habe einen neuen Fan meint Claudi und der ist Millionär. In der Hand einen Gehstock und in der anderen eine riesige Oberlaa-Tüte. Eine Frau mit Rollator war beim Urbanek drin, alle Achtung. Gerhard macht mal wieder den Entertainer. Ägypten liegt am Roten Meer, Bulgarien liegt am Schwarzen Meer und in Österreich gibt es bald keine Roten und Schwarzen mehr. Tättä! Wir warten draußen beim Wurststand und werden angesprochen wo wir herkommen. Ein weiterer Typ, dem Stilwarzen überall rauswachsen, fällt beim Thema Hannover Lindener Spezial ein. Ich staune. Andere können Postleitzahlen für ihn scheint die Landkarte aus Biersorten zu bestehen. In Wunstorf sei er gewesen bei Autorennen und Neustadt am Rübenberge. Er sei Steinmetz oder Restaurator und hat 6 Jahre lang in Hamburg gearbeitet und denen ihr Stadtwappen restauriert und dann sind sie an den Wochenenden zu den Autorennen gefahren. Irgendwas mit –hagen. Hodenhagen sagt Stephan und wirft ihn aus der Bahn. Als ich dann das Stichwort Autorennen gebe weiß Stephan was er meint, Poggenhagen. Er soll zurückgehen und es dem Typen sagen. Stephan kehrt echt noch im Sperl ein und wir finden das absurdeste Schild in einem Schaufenster ever. ich habe Claudia gesagt, dass die Inhaberin dieser Boutique von Beruf Ehefrau sei oder so ähnlich und dann eine Bestätigung wie sie eindeutiger nicht mehr vorstellbar ist. Wir gehen zu Humanic sind aber schnell durch, dann noch mal H & M Home und ins Mumok zu den Nackten. Gute Bilder von Egon Schiele mit Nackten und auch krassen Themen wie tote Mutter. Auch das Motto von Klimt mit dem kannst Du es nicht allen Recht machen, dann mache es wenigen Recht, allen gefallen ist Mist, ist genau meines. Was in den 60ern geschockt hat mit Muschi und Sahne macht nicht mehr so viel her. In den 30ern ist das was anderes. Mir gefallen auch die Fotos von dem Typen, der seinen Penis mit Binden und Fisch fotografiert. Das sieht schwer nach komplizierten Untenherum-Ops aus, die verarbeitet werden müssen. Urologie sage ich nur. Die Porträts mit den Ticks, denen man den Abgebildeten sofort ansieht gefallen mir auch und das nicht als Karikatur, sondern als Auftragsarbeit in Öl.
Durch das Belevedere, wo echt hässlicher Mist herum steht, hinten Löwe und oben Tussi mit dicken Titten, ruhen wir uns auf einer Bank aus und genießen noch etwas Wien, windig ist es schon. Ich glaube Julia hat Recht, dass man es französisch ausspricht und nicht wie in der Tram mit „e“ hinter was mitgesprochen wird. Hier wirbt Sharon Stone an einem Laternenpfahl zusammen mit dem Inhaber für dessen Laden mit Klimt Devotionalien, die keiner braucht auf Tüchern und Taschen und man erkennt sie kaum, weil das Foto mindestens 20 Jahre alt ist, das reinste Jugendbild, was hier offenbar schon so lange hängt. Keine Zeit für den Schmuck, nach Hause zu Herrn Ernst. Wenn man anders abbiegt dann kommt man direkt an der steirischen Botschaft vorbei, einem lauschigen Biergarten direkt bei uns um die Ecke und den kenne ich von einem Radausflug von einem früheren Besuch. Wenn man das gewusst hätte. Von Rennweg aus kann man direkt zum Flughafen. Das spricht alles sehr für noch mal genau diese Wohnung. Fazit war, dass es trotz allen Familienstresses, der da mit dabei ist (muss auch etwas Paps abschirmen vor den Freunden, damit er nicht zu hart beleidigt oder peinlich wird, aber wenn alle sagen, ich muss nicht und wenn es mir zu krass wird schicke ich meine Schwägerin als Elternbabysitter hin) entspannter war als nur mit Freunden. Das ist wohl der Zauber von Familie und ja, ich spiegele mich in denen bis die spiegeln mich und ich weiß genau, wo die Reise hin geht, ich laufe vor wie Paps und stoße Menschen vor den Kopf und bin eindringlich und fordernd wie Mama und ungeduldig wie beide zusammen. Man muss auch das Positive sehen. Ich mag die Energie die noch da ist und das Eigenwillige.
Da wir früh in Schwechat sind gehen wir zum Demel am Flughafen, weil der Kaiserscharrn im Schwarzenberg war nicht so befriedigen und es gibt frischen Kaiserscharrn mit Zwetschenröster und der ist lecker, eine Trüffeltorte für Claudi und eine Vanillecremeschnitte für mich. Man sitzt auf Holzstühlen und es gibt echte Kaffeehauskellner und die Priese sind normal. Das ist mal Flughafengastronomie und wenn man Japaner ist oder schafft es nicht bis in die Stadt…Stephan legt nach mit Topfenpalatschinken mit warmer Vanillesauce. Schöner Abschied. Was, Morgen um 9 bin ich beim Sozialamt!? Ich bin wieder so schön in einer anderen Welt gewesen. Diesen Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung, zwischen reinpowern und abschalten kann ich echt gut und das ist auch gut so. Sollen wir Claudi zum Flugsteig begleiten, sie verneint, Stephan geht zu ihr hin auf dem Weg zu unserem und ich hatte das nicht so verstanden. Ich sehe sie nicht und warte bei uns und werde dann nervös und stehe dann doch noch mal auf um zu schauen, wo Stephan bleibt. Da hilft auch kein Österreichblatt zur Ablenkung. Dann doch noch mal ärgern, aber ist bestimmt meine Schuld. Nach Erdogan ist jetzt Österreich dran von deutscher Satire beleidigt zu werden. Kaiserschmarrn ist doch auch nur ein kaputter Pfannkuchen. Wir finden’s lustig.
BM-Outfit 28.04.
BM-Outfit 26.04.
Kaktus in Wollerde
26.04. Traum: Performance auf einer Party in einem gefüllten Haus, wie Palazzo Fortuny. Lena ist krass geschminkt. Liegt gruselig mit Zombieschminke auf einem Berg mit Klamotten, das Gesicht weiß, die Augen schwarz und ein wenig verrutschtes Bunt zu den Kleidern passend. Das ist scary, wie sie da liegt hinter Glas, dann verrutscht der Berg und sie fällt raus, baut das aber ein in die Performance. Dann viele Bastelbücher von früher (sehr toll gebastelt, dieses Gruftieblatt würde ich für Claudia nehmen), schaut ein Mann interessiert durch, der eigentlich schon Therapie machen müsste, aber sich nicht losreißen kann, weil er so fasziniert davon ist. Die Patientin, eine junge Frau, ist schon da und merkt, dass er abgelenkt ist, er wendet einen Trick an, sie soll ihm mal helfen und auch mal schauen. Theaterstück von früher, dem politischen Leben, verschiedene Phasen, Hausbesetzungszeit, kollektives Fahrradfahren alle fahren Rad und viele Räder stehen im Weg, die einheitlich ausschauen. Der im echten Leben kranke Steueranwalt in einem Eingeborenenzimmer, mit Möbeln aus Tierhäuten und -fellen und alles riecht danach und er ist wie ein Häuptling zurechtgemacht. Auf dem Tisch liegen Zeitungsausschnitte und getrocknete Hülsenfrüchte und Schalen für Spiele. Durch den Regen müssen wir zurückgehen, sind mit Thomas unterwegs, er und Stephan gehen über eine chinesische Ampel (diagonal und sehr lang), die ich nicht schaffe. In dem Laden schaue ich mir diverse Armreife an Gummibändern an, die sind breit und eigentlich nicht ganz mein Stil (das Namaste-Armband von Steffi mit bemalte Holzperlen hat gestern beim ersten Mal tragen ganz fies abgefärbt, ein bisschen Gift auf die Haut und darauf steht dann Namaste) und Haargummis gibt es von riesig bis winzig. Stephan ist vorgegangen und ich kann es ihm nicht zeigen und mich daher nicht entscheiden und lege alles wieder hin. Der Hauptteil des Traums, es ging um einen Vergleich zwischen 2 Szenarien und Jasmin kam darin vor, ist mir entfallen. Es ging danach auch irgendwie darum, dass ich sehr müde war. Stephan und die Jungs haben noch weiter gemacht oder so und tatsächlich wache ich müde auf. Zu lange noch gebacken abends, die 30 Minuten Teig kühlen hatte ich mir ganz gespart. Die Kekse waren auch mehr auseinandergegangen und eher unförmig als gerade. Hatte auch andere Butter genommen und keinen Puderzucker.
Beim Streicheln ist die Umleitung schon fast wieder aufgehoben, weil die Baustelle nur noch auf einer Seite ist bei mir am unteren Rücken. Die sieht wohl noch böse aus. Es ist wohl Verkehrsstau in der Nieschlagstraße wegen üstra-Streik. Erst verstehe ich nicht und dann, ja klar, dann fahren mehr mit dem Auto. Die fahren auch alle illegal bei uns am Haus vorbei was nur für Anlieger ist und nicht um mit Hochgeschwindigkeit durchzubrettern, so wie das gerne auch Taxis machen so nach dem Motto, darf ich nicht, dann wenigsten möglichst schnell. Beim Frühstück vor 9 gehe ich ran und er ist wieder Herr Teheran. Eisernes Schweigen meinerseits. Ob ich es sei will er wissen und wann ich in Mutterschutzurlaub gehen würde. Meine Reaktion: nächste Frage. Ich suche einen leeren Plastikblumentopf und will damit was für Wien basteln, aber nicht für das Geburtstagskind. Diese Frau bekommt dann schon 2 Sachen, aber es hatte ihr gefallen und zu ihr habe ich Ideen.
Der JVA-Mitarbeiter, dessen Namen ich mir habe geben lassen ist dann doch noch in die Puschen gekommen und hat sich um einen Besuchstermin gekümmert am 06.05. Ist eigentlich Brückentag, aber ich hatte das vorgeschlagen und so ein schönes Ausflug in die Schulenburger Landstraße und gleich danach Feierabend machen kann auch nicht schön sein, gerade wenn das Wetter mitspielt. Trödeltreff Hainholz oder der Künstlerschrebergarten.
Bringe Frau Skilanka zum Heulen. Ich mache keine Telefonie-Beratung. Sie hat zig schlaue Brüder, für die Internet und alles was dazugehört ist wie Brot und Butter und die markieren gerne mal die schlauen Berater, dann sollen sie mal zeigen, was sie so drauf haben und für ihre Schwester tun können. Sie will den Sohn sehen, kann aber mit dem Vater nicht telefonieren. Das ist schwierig, wenn man Kinder macht muss man auch die Verantwortung dafür übernehmen und nicht nur, die niedlich anziehen und hübsch, hübsch Geburtstag feiern, sondern Elternabsprache gehört auch dazu. Man sollte sich daher gut überlegen, mit wem man Kinder macht. Der Mann ist schwierig, aber eben auch Vater der Kinder und daran hat sie ihren Anteil. Es gibt 3 Möglichkeiten, entweder selber in elterlicher Verantwortung die Besuche abstimmen oder sagen: kriege ich nicht hin, dann hat man wieder begleiteten Umgang und die Frau vom Jugendamt beobachtet sie und sagt ihr, sie spielt nicht richtig mit dem Sohn oder dritte Möglichkeit sagen, mir wird das alles zu viel und dann eben keinen Kontakt bis wieder a oder b in Frage kommen. Was anderes sehe ich nicht. Der Sohn in Frankfurt läuft vor ihr weg. Ja, sie verhält sich auch nicht wie eine Mutter, sondern wie ein Riesenbaby. Immer liegt der Fokus auf ihr und ihren Gefühlen. Das Paket ist zurückgekommen, dann ist sie enttäuscht und die Frustrationsgrenze schon überschritten, aber aus seiner Sicht kam gar nichts an. Sie ist fremde Person und soll man ohne Erwartungshaltung mit ihren Eltern mitfahren wie ein Sozius und sich daran erfreuen, wie die zusammen spielen und schauen, was ist für den Sohn gut und richtig ist. Er behandelt den Sohn wie beim Militär und sie macht sich Sorgen, die neue Frau, ist Sri Lanka Frau und da müssen Kinder ganz viel arbeiten und woher weiß sie das, wenn sie keinen Kontakt hat? Von ihrer Freundin. Das ist stille Post und macht sie nur verrückt und vom Sorgen machen ist keinem geholfen. Es zerfrisst sie und dem Sohn hilft es auch nicht und vielleicht ist es ganz umsonst. Es gibt nicht die Deutsche Frau und die Sri Lanka-Frau als Serientypen S 1000. Wenn man keine neuen Partner will für die Kinder, dann muss man Scheidung abschaffen, dann wäre sie jetzt noch mit dem Kerl zusammen, die Brüder hätten beide Eltern und der Typ würde sie regelmäßig verprügeln. Das könnte man auch machen, aber Scheidung führt zu neuen Partner, weil die Leute ganz selten danach ins Kloster gehen. Ich sehe es nicht so tragisch oder es gibt schlimmeres. Der Sohn lebt in dieser Familie beim Vater und kennt es nicht anders. Es ist sein Leben und das ist auch nicht so ein Drama wie russisches Kinderheim und Regeln sind wichtig. Wenn er bei mir leben würde, dann würde ich ihn morgens um 5 wecken und er müsste Yogaübungen machen und dann ohne Frühstück in die Schule gehen. Das härtet ab. Ich sehe das eben anders. Ich hätte mir auch keine neuen Möbel für den Jugendamtsbesuch auf Raten gekauft. Habe ihr gesagt, darauf achten die nicht, auf Fengshui und Staubschichten, aber sie hat anders entschieden. Sie entschuldigt sich. Muss sie nicht. Kann ja auch sein, dass sie dazu steht und das wollte, dass jetzt alles weiß und neu ist. Jetzt bin ich endgültig heilig oder zumindest Hellseherin, weil woher weiß Arnhold das? Ich war noch nie bei ihr und sie ist weiß/ beige eingerichtet. Ja, drittes Auge. Der Bruder oder die Familie wollen ein Restaurant aufmachen und den Gewürzladen wieder verkaufen, vielleicht in der Stangriede oder anderswo. Die Schwester der Mutter hat 4 Läden in Berlin. Das finde ich super und unterstütze die Idee sehr. Läden mit exotischen Lebensmitteln gibt es sehr viele in Hannover und so Gewürze halten auch extrem lange vor. Damit ist keine Mark zu machen. Der Kollege füttert mich mit einem Salami-Brötchen. Hat neuer Bio-Stand auf dem Markt eröffnet, die Aufschnitt frisch aufschneiden.
Ich rege mich über den Vereinsbetreuer auf. Verarschen lasse ich mich nicht. Ich rufe seine Vertretung nicht zurück wie dieser vorschlägt, die Energie investiere ich lieber in die Beschwerde. Da habe ich mehr von. Die Wohnbetreuerin und der Typ kommen reingeschneit, weil sie in der Nähe waren und ich bin geladen auf 180. Die Sekretärin hat ihr gesagt, er hat es rausgeschickt vor 4 Wochen. Das war aber offenbar nicht die Zustimmung zum Wechsel sondern seine Tätigkeitsnachweise mit einer Rechtfertigungslitanei. Spreche noch mal mit der Richterin. Die Betreuungsvereine hätten es nicht leicht im Moment, weil denen die Mitarbeiter davon laufen, ist mir egal. Die ruinieren unseren Ruf.
Mittag Zuhause und meine Koralle mit Fuß in Wolle einpflanzen in einen Blumentopf, fest drücken als wäre es Erde und ein normaler Blumeneintopfvorgang. Mal schauen, ob das so hält, etwas festnähen. Im Büro wartet eine Esprit-Tüte voller Kleidung, u.a. ein orangefabenes Blumenkleid, was ich richtig Hammer finde. Der karierte Rock aus Wolle fühlt sich edel an und 2 Gläser Marmelade. Yam, yam. Was für eine tolle Überraschung.
Ich habe die Bestellungsurkunde für den Typen im Knast und die Betreuung geht bis 2023 oder so. Ich mache gleich eine kleine Recherche und Rundruf bei den Demenz-WGs der Stadt. Muss den Richter der Strafvollstreckungskammer noch mal fragen, ob das so in seinem Sinne ist, weil ohne den geht es nicht und Fleißarbeit ohne Resultat brauche ich nicht.
Die Betreute aus Garbsen kommt zum Termin und hat sich von einer Freundin fahren lassen, die unten wartet. Das Jobcenter hat die Vollmacht für ihre Freundin, die im Krankenhaus ist nicht anerkennen wollen, weil es kein Original sei. Das spürt man doch sage ich am Kugelschreiberdurchdruck auf dem Papier. Ich kann das trotzdem nicht anwaltlich bestätigen und wenn sie dann doch alles erreicht hat was sie wollte verstehe ich das Problem auch nicht ganz außer, dass sie sich geärgert hat und ich jetzt irgendwas Anwaltliches/Hoheitliches machen soll um die Welt wieder in Ordnung zu bringen. Frau Ruanda war bei der Spritze und ist richtig gut drauf. Die zuständige Frau aus dem Frauenwohnheim ruft zurück und hat die Angaben auch nachgeprüft, so dass ich das nicht noch mal machen muss (hatte den falschen Arzt angerufen und sage ihm bei Rückruf, hat sich erledigt). Sie meldet sie jetzt an für einen Hinzuverdienst-Job, gibt aber Warteliste. Sie hat auch französischen Verleger für ihr Buch aufgetan. Der nächste Spritzentermin ist wenn wir in New York sind, aber ich bin guter Dinge. Die Frau hat Potenzial und ich sehe das ganz optimistisch mit eigener Wohnung usw. Sie wird die neue Landesbischöfin, gerade die Kathos stehen auf Farbige, die das Bild abrunden. Das erinnert dann mehr an die Heiligen drei Könige und macht das Bild harmonischer, bunter, United Colors of Benetton mäßig. Claudias Mutter war auch ganz stolz auf die schwarzen Messdiener. Das zeigt, dass es diese Gemeinde geschafft hat. Gut, meine ist evangelisch und die stehen eher auf Margot Kässmann. Ich gebe eine positive Rückmeldung an die Sozialarbeiterin, die die Hilfeplanungen macht, weiter und die freut sich. Ich sage, das muss auch mal weitergeleitet werden und nicht nur die Katastrophen, die sie dann ja ohnehin oft auf den Tisch bekommen.
Die Betreute mit dem Kangal melde sich, weil ich ihr falsche Post (3 falsche Schreiben in anderen Sachen) aus Versehen geschickt haben. Die bringt sie mir vorbei, aber gibt sie nur beim Kollegen ab. Ich hätte sie gerne gesprochen, aber Elisabeth schneite rein am falschen Tag und ich war gerade besetzt. Sie hat kein Auto, nein, sie soll zwei beschädigt haben, das geht auch ohne mit Ring oder gegentreten. Egal, das führt nicht weiter. Wenn sie reinschneit, habe ich keine Zeit und bei dem was sie letzte Woche hier abgezogen hat ist meine Geduld mit ihr dünn.
Noch mal Herr Teheran, 5 x in etwa hatte ich ihn weggedrückt. Er will nicht stören. Nach 10 Minuten Rededurchfall sage ich, zum Arzt gehen, Soilan nehmen, er tyrannisiert das Büro von morgens vor 9 bis abends um 18 Uhr. Er erzählt immer dieselben Geschichten, die kenne ich alle schon und das ist seine Erkrankung. Wo will er jetzt bleiben, sein Vater will ihn nicht, dann soll er ihn zurück nach Hannover fahren. Da waren sie doch erst gestern. Was will er dem Achtzigjährigen noch alles zumuten und erzählt mir dann was davon, dass seine Familie gerne reist, der nutzt ihn aus als Pennplatz und verhindert, dass ein Pflegedienst kommt und als Fahrkarte und sonst nichts. Mich verarscht er nicht. Seine Führerscheingebühr, die er schon bezahlt hat interessiert mich nicht. Arzt, Solian. Das ist alles was mich interessiert und ich lege jetzt auf.
Die Tochter des Kollege hat Elisabeth gehört und gefragt, ob sie es sei. Die holt immer Geld ab, weil sie sonst alles auf einmal ausgibt sagt der Kollege und ich zeige ihm Bild von Elisabeth vor ein paar Jahren, auf dem sie ausschaut wie eine Musterschülerin und sehr gut aussehend. Das kann uns allen passieren dass wir so entgleiten und unvorteilhaft werden. Gut, das will die Tochter nicht hören, deswegen sage ich es auch ihm. Nach dem Rundschreiben Wien, stimmt, das Uhrenmuseum gibt es auch und Paps will eine Führung machen, er kennt sich am besten aus mit Uhren. Am besten auf der ganzen Welt? Teneriffa will er großen Mietwagen in den alle hinein passen, falls wir spontan irgendwo hin fahren wollen, dass auf jeden Fall alles umgesetzt werden kann und alle Wünsche erfüllt. Es wird diese letzte große Reise und alles soll üppig und perfekt sein. Ich finde ihn sehr süß.
Ich habe zig lustige Rundschreiben der Sparkasse bekommen nicht mit dem grauhaarigen Model, was an Orangen reicht, sondern mit Fotos von echten Sparkassenmitarbeitern. Zwei dieser Schreiben scanne ich ein und Herr Borderline groß meldet sich promot will sich nicht nur mit französischen Austauschschülern anlegen, sondern hat was von Widerspruch gelesen. Das ist einfach ein Info-Schreiben. Er kann sich doch bestimmt auch an eine Anpassung der Preise für öffentlichen Nahverkehr der üstra erinnern seit seiner Jugend. So was ist das. Einfach zur Kenntnis nehmen und gut und ja, das nutzt er alles nicht, mag sein, auch egal, die führen eben auf, was sie für Leistungen zur Verfügung stellen wie 25.000 Filialen oder Automaten.
Beim Sport die Eingebung, will noch ein zweites Konzert sehen in New York. Das ist bestimmt super dort. Irgendwas Tanzbares. Jamiroquai?
An der Fahrradstraße gibt es einen Metallrahmen mit geriffeltem Fußteil. Da kann man sich festhalten wenn man an der Ampel hält. Das ist cool und eine Luftpumpe für Fahrräder gibt es. Was für ein Service. Das Kino wird bestreikt, was hat das mit üstra zu tun und warum kündigen sie das nicht über die Homepage an. Das finde ich sehr unsolidarisch für die Kunden. Denke sie wollen den Arbeitgeber treffen. Nach Hause im Schneeregen, aber so richtig, klatschnaß kommen wir an. Hatte mich schon so an das Gerüst gewöhnt als Verknappung im Eingangsbereich.
In der Tüte eine Überraschung für mich. Sfogliatelle aus der Galerie Ernst August, hat Stephan gefunden, überteuert, aber erinnert an den Urlaub, schmeckt auch deutlich nach Salz und schön schwere Creme. Wo ist das da? Vielleicht ist es gefährlich das zu wissen. Stephan sagt, ein großes Auto ist unpraktisch und als Fahrer haben wir die Wahl zwischen den Rentnern und Claudia. Nicht so einfach in Hannover mit dem Geschenk. Die Hälfte der Besucher bei Kaufhof waren Chinesen. Die erste Runde, der untere Kreis der neuen Noppenmütze. Keine Brille dabei wegen Kino und ohne geht das Handarbeiten nur noch schwer. Hatte mich zwar schon an das unscharf sehen gewöhnt aber alles hat eine Grenze. Warum habe ich eine Meinung zu seinem Joggen. Sage ihm nur, dass er mit Claudia in Wien laufen könnte. Um 10 Uhr ins Bett, wieder mit Wärmflasche, der untere Rücken will sie noch nicht, aber sonst, vor allem die Knie und Schenkel und der Po. Bratzi ist mein neuer Spitzname von der Muse. Klingt schön italienisch Muss ich Buttermusch umbenennen in Bratzi Talk?
27.04. Die Träume entgleiten mir, war sogar richtig aufregend mit so Star Wars artigen Szenen. Was ist los. Gut ausgeschlafen. Habe keine Unterhosen gepackt für Wien. Schön wenn die Bahn wieder fährt, beruhigend. Üstra-Streik ist ja auch fies für die Messegäste, aber Stephan sagt, Messe hat auch Vertrag aufgekündigt mit denen. Erst kurze Befestigungsstiche, dann Filmchen mit Julias Sachen. Im Lux finden wahnsinnig viele Konzerte statt. Vielleicht muss ich dem Laden eine zweite Chance geben als neue Glocksee. Kathrin kommt doch mit aufs Experimentalkonzert. Heute Abend noch mal kochen, es fehlt Pale dry Sherry. Ja, Stephan hat Brot gekauft. Das Kind vom Weinweib ist schon sehr groß geworden und hilft mit seinem Buggy beim Weinausliefern. Die Familie sieht sehr entspannt aus. Mein Hütchen aus Istanbul vom Beyoglu Krankenhaus. Da werden schöne Erinnerungen wach. Ob wir da je wieder hinfahren werden frage ich mich.
Wieder Herr Teheran, ich drücke ihn weg, die Mitarbeiterin verbindet ihn, aber nur kurz, sein Guthaben ist alle. Dann Hamburger Festnetznummer. Er soll sich einen Satz überlegen, der wichtig ist um was es geht und was ich für ihn tun kann. Beim Pik As gibt es Sozialarbeiter und in Farmsen gibt es eine andere Unterkunft und ein großes Jobcenter mit vielen Gebäuden. Das will er mir sagen? Seine Übernachtungsmöglichkeiten kann ein Sozialarbeiter vor Ort klären, die kennen auch die anderen Einrichtungen und sind vor Ort, habe ihm gesagt, Hamburg wird schwer von hier aus und wenn, dann soll mich ein Sozialarbeiter anrufen, ich habe von seinem Telefonterror Faxen dick und lege auf.
P-Monster war beim Facharzt. Das erste Mal seit ich die Betreuung übernommen habe und der ist auch gut. Der Termin war gestern und ich mache Kontrollanruf.
Nein, Fotos der Freundin von der Hand-OP habe ich nicht bekommen. Schaffe es mich selber anzupinkeln am Bein und die Strumpfhose hat nasse Flecke unten. Schlimmer kann Prostata auch nicht sein. Dann habe ich so schlimm Demenz, dass ich schon wieder die Hildesheimer und Marienstraße nicht zuordnen kann und wechsele hinter dem Aegi mehrfach hin und her. Das Amt hat heute geschlossen und mein Betreuter lässt mich rein. Er ist richtig gut drauf und hat sich vorher schriftlich schon beworben. Er ist aktiv und hat konkrete Pläne und schlussendlich sind wir so überzeugend, dass wir mit einem Bildungsgutschein rausgehen. Was ist SAP? Irgendein Computergedöns und wenn er sich in der Schulung bewiesen hat kann er noch Yogakurse in der Mittagspause anbieten. Das wird alles super. Ach so, man sitzt im Großraumbüro und die Schulung findet per Bildschirm statt. Jetzt verstehe ich die Preispolitik. Das erinnert an diesen Deutsche POP-Laden, die aber einen Haufen Geld dafür nehmen, dass sie Leute in Räume sitzen und Tests am Rechner machen lassen (was jeder auch zu Hause könnte) und einen Abschluss kann man auch nicht bekommen, dafür aber eine fundierte Ausbildung zum Musikproduzenten. Der Sachbearbeiter, der Mann mit der bebastelten Postmappe, steigt ein ins Lästern und sagt, Klienten hätten ihm freudestrahlend berichtet, sie seien dort genommen worden. Alles was die wollen ist ein Haufen Geld. Sie machen schon einen Folgetermin und er schaut in den Kalender und ich verstehe nicht; saufen oder laufen. Irgendwie beides. Vatertag. Ja, aber Bollerwagen gibt es nicht mehr, Doch, er sei darüber gestolpert. O.k. in Hildesheim, die sind langsamer. Vatertag stellt man sich einen überambitionierten Vater mit Kleinkind auf den Bauch gebunden vor. Er: ja und diese Jungs bis Mitte 20, die eine Flasche Wodka mittags schon intus hätten, hätten mit Vater nix zu tun, höchstens selber einen. Im nächsten Schritt soll Herr Yoga dann eine weitere Eingliederungsvereinbarung mit Schadensersatzregelung, sehr kompliziert gestaffelt mit wenig dahinter, von der er selber nichts hält, unterzeichnen. Ich sage, er wird dann Sklave von dem Herrn Sachbearbeiter in Hildesheim. Der hat Disteln im Rasen, die man mit den Fingern rauspuhlen muss. Meiner sagt, die sehen auch ganz schön aus, wenn sie hoch wachsen. Der reinste Pflanzenfaschismus, Unkraut ist schön und blüht auch. Habe ich ihn jetzt einen Faschisten genannt. Nein, ich höre, dass er auch Schwaben kommt und da kann er nichts dafür. Das ist der Rest Kehrwoche, die in ihm steckt und die man nicht raus kriegt. Überhaupt würden mir da noch ganz andere Beschimpfungen einfallen. Ein lustiger Termin, er flirtet richtig mit mir und dafür, dass er nein sagen wollte hatten wir Erfolg auf ganzer Linie. Ich freue mich. Noch ein Betreuter der Karriere macht. Ich hatte ja auch gesagt, warum steht er nicht bundesweit zur Verfügung, wenn die Münchner ihm dieses total gute Angebot machen, dann kann er immer noch pendeln. Neue Stadt, Neubeginn. Ich sehe das alles. Wenn man es schon sieht, dann passiert es auch. Mein Betreuter hatte mich auf das Wetter angesprochen und ich tat betont cool und emotionslos. Jetzt reiße ich mich hin zu der Bemerkung, wäre ich doch wenigstens bei einem anderen Jobcenter mit Infrastruktur.
Auf dem Rückweg am Jante vorbei (Charles Knie Zirkus, haha) halte ich doch nicht bei Herrn Rollstuhl wegen der Parallelstraßensache sondern bei Frau Haus in Spanien. Die sieht aus wie das blühende Leben, drall mit engem Ringelshirt sitzt sie im Rollstuhl am Tisch. Das Essen sieht scheiße aus. Farblos irgendwas mit Omelette aus einer Maschine und Dosenobst der untersten Kategorie, gefärbte Kirsche in Zuckerwasser. Als ich ihr das Kompliment mache sagt sie, sie sieht immer gut aus. Die Frau Hasenbraten wäre ihr Vorbild, 86 und wie aus dem Ei gepellt. Die hätte man in der Königsallee in Düsseldorf gewohnt und so würde sie auch aussehen und das sei schließlich das einzige Vergnügen und die Ablenkung vor den Kleiderschrank zu stehen und zu überlegen, was man anziehen kann. Die ganze Frauentischrunde gefällt mir heute deutlich besser als sonst und es sind mehr Schicke dabei mit Golduhren an Ketten um den Hals und wenige, die nur sabbernd da sitzen. Alexander ist wieder da und kümmert sich rührend, soll aber nichts mitbekommen von ihren Finanzen. Wo sei der denn abgeblieben. Im Kastanienhof, soll sehr schick dort sein. Ja, halt wie Hotellobby. Ist er denn zufrieden? Hat schlimme Betreuerin. Ich soll nächstes Mal wieder mit dem Hund kommen. Suki wird sogar schon als Wunschprogramm bestellt. Das gefällt mir natürlich, dass wir so gut ankommen als Team. Die Frau verblüfft mich, ein paar Jahre Bettlägerigkeit und dann wie Phoenix aus der Asche. Gute Gene, aber was sind schon gute Gene. Sie hat Diabetes und immer Durchfall, aber man findet nichts, Magenspiegelung usw. Sie weiß halt viel, vor allem für jemanden der nicht selber nach draußen geht, merkt sich viel und ist lustig, aber sie war praktisch schon immer im Bett auch als die Kinder noch klein waren und das ist dann vielleicht auch nicht das Wahre. Wenn die Jungs zart gebaut und die Mädchen robust und kräftig sind ist das auch verkehrt anders als normal. Sherry im Rewe-City auf der Marienstraße und ein ganz junger Typ an der Kasse. Kein Bartwuchs, nur aus zwei Muttermalen sprießen Haare. Viel Deckhaar und eine so tiefe Stimmen, dass man sich erschreckt und es nicht glauben kann, dass sie aus ihm kommt. Lustig. Aspria Tanz in den Mai. Haha.
Commerzbank, die Pulle offen in der Handtasche. Die Filiale ist in Wunstorf. Ja, das sagte man mir schon am Telefon. Da hat er das Konto eröffnet, als er in der Klinik war, aber wir haben sonst nichts damit zu tun. Das können sie nicht ändern nur durch kompliziertes Konto schließen und online banking geht auch nicht, nicht mal den Antrag, erst muss alles über diese Filiale erfasst werden, aber alles kein Problem. Doch, umständlich und scheiße. Wie die einen Preis für irgendwas gewinnen konnten ist mir so was von schleierhaft. Testsieger Beratung. Ich glaube kein Wort.
Auf dem Rückweg eiert mein Fahrrad, weil es so schwer beladen ist, am Lenker zwei Pullen, Trinkflasche und Sherry und mit einer Hand muss ich den Hut festhalten. Der Sturm ist enorm und ich hoffe, dass es mich nicht mal umweht. Hatte Termin vergessen und komme zeitgleich mit dem Beamtenmusiker an. Er wird immer dicker ohne dass er mehr isst und als ich ihn frage, wie es ihn gehe meint er, die Ausschläge seien nivelliert. Das klingt wie die normale Unzufriedenheit, wenn Menschen mit bipolaren Störungen gut eingestellt sind. Er pendelt 2 x die Woche, ist dort in der Nähe von Kassel auf dem Dorf in die Freiwillige Feuerwehr eingetreten und bekommt gelbe Scheine auf einen Anruf. Am wichtigsten ist, dass man Samstag den Gehweg kehrt, nicht Freitag, sondern Samstag und möglichst oft gegen den Laternenpfahl schlägt mit dem Besenstiel, damit die Nachbarn das auch mitbekommen, dass man es tut. Macht sein Studium zu Ende. Im August ist Abgabe. Betreut eine Blasskapelle und ein 17-jähriger Mitmusiker ist verstorben. Kumpels haben ihn an einer Bahnhaltestelle abgesetzt und der nächste Zug kam erst so viel später, dass er zur nächsten Station laufen wollte an den Gleisen entlang. Hat ihn von hinten erwischt. Die Eltern durften ihn nicht sehen, aber die Gerichtsmediziner haben gesagt, er hat sich nicht umgedreht, keine Schrecksekunde. Selbstmörder schauen wohl direkt in die Fahrerkabine. Prozession ging durch das Dorf zum Acker, wo der Friedhof war und sie spielen sonst bei lustigen Anlässen wie Maiblasen oder Schützenfest und bei sowas bleibe einem fast die Spucke weg. War bei der Bundeswehr dasselbe. Damals war der Verstorbene afrikanischer Herkunft und die Angehörigen und Freunde kamen alle in bunten Kostümen und haben sich bedankt, dass der Verstorbenen da war und die gemeinsame Zeit und was er ihnen hinterlassen hat und sie weitergeben können und dass man sich bald wiedersieht und das eh nur die sterbliche Hülle ist, die man jetzt zu Grabe trägt und sie hätten mit ihren Uniformen da gestanden mit Salutschüssen. Eine ganz andere Welt. Er will auch über die Wahlergebnisse in Österreich mit mir sprechen. Dann komme ich wieder mit den Finanzen. Er bekommt bald einen Geldsegen aus einem Rechtsstreit. Später ruft er an, hat seinen Anwalt kontaktiert und der meinte, sie hätten gewonnen. Ja, aber das heißt nicht, dass in 2 Wochen das Geld da ist gebe ich zu bedenken. Vollstreckung kann sehr mühsam sein. Ach so, Beschwerde hat der eingelegt, heißt Berufung, na dann dauert es noch Jahre.
Die Schwester von Herrn Teheran, ob ich noch die Betreuerin sei. Er sei in Hannover, habe man ihr berichtet und erzählt ich sei schwanger und würde in den Mutterschaftsurlaub gehen und sei nicht mehr seine Betreuerin. Ich lege auf, wenn es mir zu viel wird, ich bin fast 50 und nicht schwanger. Habe höchstens einen Bauch, aber der war auch schon dicker.
Das Wohnheim wegen Frau Ruanda und dem Internetvertrag. Man kann dort keine Fritz-Box anschließen, nur Stick von Eduscho und sie hat High Speed bestellt und der Vertrag und wird zahlen für nichts. und Freitag kommt der Techniker. Kann ich nicht, doch, aber nur wenn sie will. Sie ist ja imstande das zu verstehen. Ich spreche mit ihr und sie hat das alles angeblich geklärt, gesagt, dass sie im Wohnheim wohnt ohne Telefonanschluss und die haben gesagt, sie brauchen nur Strom, Techniker und Anschluss sei umsonst. Das hat sie schriftlich. Ich sage, bei so was immer Zeugen mitnehmen, muss nicht die Mitarbeiterin sein, reicht andere Frau aus dem Wohnheim, die erzählen einem alles bzw. leugnen alles was man selber für Angaben gemacht hat und wenn es Freitag nicht klappt soll sie sich nächste Woche aber erst Dienstag bei mir melden.
Ich bin schlecht drauf. Herr Tankstelle bringt die Quittungen von seinem Arbeitgeber. Waren das nicht 3, nein. Er soll nicht immer nein sagen. Ich habe doch Recht. Schaue nach, März wollen sie auch, sofern er Vorschuss bekommen hat, was er hat. Abrechnung lag da noch nicht vor.
War scheiße zu Stephan, weil es klingelt an der Tür und am Telefon und ich muss an der Tür präsent sein, d.h. ich schlage an wie der reinste Schäferhund um alle zu schützen vor meinen Schützlingen, Kinder und Kollegen und dann ans Telefon über Kopf und ich sehe nicht wer dran ist das überfordert mich und meine Reaktion ist schlechte Laune.
Dann Herrn Architekt und da bin ich heute so scheiße, dass er bestimmt einen Betreuerwechsel will. Bundesbahn konnte nicht abbuchen, weil Geld nicht drauf war und jetzt erzähl, erzähl, 45 Minuten Warteschleife, Mahngebühren 2,50 €. Stopp, brauchen wir nicht weiterreden, ist unwirtschaftlich dass ich mir darüber Gedanken mache. Er muss für Deckung sorgen, wenn er Leuten Einzugsermächtigungen erteilt und haftet auch für Unzulänglichkeiten des Amtes. Dann muss er eben überweisen, wenn er es nicht garantieren kann. Er wird selber schreiben und sagen, sonst verklagt er die wegen Rufschädigung Paragraph soundso. Ja, kann er machen, soll nicht so dick auftragen, ist mein Tipp. Dann den Originalbescheid vom Amt, habe ich ihm geschickt. Wann? Schon die Frage bringt mich auf 180. Am 17.04. Er geht mal Post schauen. Das ist mir jetzt zu lahmarschig und ich brauche seine Mitwirkung nicht, mache es selber. Ruft noch mal an, dass er das nicht bekommen hat. Er hatte wohl heute schon geleert. Ich komme mit der Art nicht klar und komisch, weil ich habe Deckblatt abgemacht und neu frankiert und einen Stempel von mir drauf und dann sei das eben so und wir könnten nichts ändern. Er wirkt wie vor den Kopf gestoßen. Pech. Immerhin muss ich nicht mit zum Arbeitsamt, das macht die Schwangere, wo ich es nicht wissen darf.
Gut, dass ich flachen Hintern habe, alle Patienten müssen an mir vorbei wenn ich kopiere und faxe, was sehr häufig passiert. Auch hier Mundwinkel nach unten bis zum Boden.
Gela vergessen, aber Gratulation per mail geht so, bald ist anfassen angesagt.
Im Movenyo-Treppenhaus stinkt es nach einer Mischung aus unangenehm und Putzmitteln als solle da was mit künstlichen Geruchsstoffen übertüncht werden. „Cooles Video“, noch mal von der anderen Lehrerin. Der Atem ist unser Taktgeber, gerade bei ihr, sie sagt zu schnell an. Wenn ich Sonnengruß im eigenen Rhythmus mache bin ich nicht mehr gruppenfähig. Steffi geht es ähnlich. Ich komme da immer tiefer rein bis zur Atmung 1 x die Minute. Sie ist pädagogisch schlecht, weil sie ganz neue Flows machen lässt, die sie selber nicht drauf hat und das verhindert die Konzentration. Den Atem beruhigen. Das soll sie erst mal machen. Unterrichtet die mit offener TB? Ich bleibe sitzen statt Savasana. Ist Herr Motorradclub, der mir was über den Tod gesagt hat heute vielleicht auch ein Engel, der mir Botschaften überbringt. Es sind genau so unscheinbare Leute, so stelle ich es mir vor. Steffi hat selber kupferfarbene Leggings dabei und meine mail nicht gelesen, die nicht losgeschickt wurde. Kann sie meine trotzdem gebrauchen? Sie tut zumindest so.
Rosa Blütenblätter am Küchengarten sind wie mit Pattex festgeklebt.
Claudia fragt nach Dresscode, ich muss pinkeln und wasche Salat und Stephan telefoniert, soll versuchen elegant zu sein, abgerockt ist sie von ganz alleine. Das ist uncharmant. Der Teig von den Keksen fühlt sich schon beim Kneten falsch an und zu trocken. Irgendwas habe ich vergurkt. Soll ja immer nichts sagen, keine Kritik, kein Widerspruch, aber nur Essensprogramm schaffen nicht mal wir, Banh Mi, Urbanek und Sperl hintereinander weg. Das schafft keiner und bei abends groß essen. Man muss fasten um sich auf den Brotwagen zu freuen und der Banh Mi Laden macht erst um 11:30 auf (daran sind wir letztes Mal gescheitert) und ist ein Stehimbiss. Da passen wir mit 8 gar nicht rein. Die Leute wollen gemütlich sitzen und Kaffee trinken. Das wäre mein Tipp. Scheiß Postbank 50.000 € sind eingegangen und waren gutgeschrieben, trotzdem 9 nicht ausgeführte Überweisungen. Lohnt sich, sich mit denen mal anzulegen. Das ist keine Lappalie für 2,50 €, die man auch noch selber verursacht hat.
Karin schreibt süß auf Englisch, thinks statt things, vielleicht Absicht. Ich freu mich auf die beiden und sie will joggen im Central Park. Da kriege ich fast Lust mitzumachen. Stephan schreibt ihr zurück, dass wir eine Grünfläche und Park in Brooklyn direkt vor der Tür haben. Das stimmt natürlich. Fand eh, dass er aussah wie der Central Park. Passt doch perfekt dafür. Werden wir noch mal einen Hund haben? Vielleicht als Rentner in 18 Jahre. Warum, wir haben doch Suki sagt Stephan, reicht mir das nicht. Ich will ihn überraschen. Vielleicht können wir ihn mit Six überraschen, Galgo-Mischling 60 cm. Der sieht lahm aus sagt Stephan und hat bestimmt Jagdtrieb. Bei der Beschreibung steht „Katzen – muss noch getestet werden“ und er lacht und sagt. warum haben sie da keine Freiwilligen gefunden?
28.04. Traum: gehe mit Steffi zum Sport oder treffe sie hier und entscheide mich für Yoga. sie will was anderes. Die Lehrerin ist noch nicht da und wir warten. Irgendwann beschweren wir uns bei einem Typen. Die machen draußen komische Sportsachen. Dann kommen welche rein mit Menschen auf Liegen, die geschoben werden und Schläuche in der Nase haben. Reha-Fälle denke ich. Das machen sie jetzt hier auch. in einem anderen Raum macht eine Firma Sprech-Yoga und alle sagen im Chor denselben Text auf und machen Armbewegungen, wie hawaiianisch dazu. Das sieht sehr harmonisch aus. Zwischendurch geht es um einen Kriminalfall, warum ist es schwarz unter dem Fenster, sind das Spuren von Mülltüten? Ich soll da mal klopfen und wir versuchen es rauszukriegen. Mache ich. Da wohnen 2 Punkerpärchen, die alles selber bauen wollen und da ist noch wenig Haus. Es ist ein großer Baumstumpf auf einem freien Gelände und einen Schornstein hat der eine Typ schon gemauert. Wusste gar nicht, dass man das so freistehend kann sage ich bewundernd. Die Freundinnen dazu melden sich zu Wort. Die eine arbeitet bei VW, Halle 2. Merkwürdige Paare denke ich, sehen aus wie Punks, leben im Freien und reden so normal, wie Häuslebauer. Die Lehrerin kommt und ich sitze ganz vorne, weil ich versetzt sitzen will und bin im Nachthemd und wir sitzen auf Matratzen und sie schaut mich genau an. Wir sollen Arme hoch und wieder runter mit der Atmung synchronisieren. Ich hatte offenbar einen großen Hut mit Krempe auf, den ich abnehme und zur Seite werfe. Eine Teilnehmerin hat ihr schon einen Hinweis gegeben, dass sie mir sagen soll, dass man Kopfbedeckungen abnimmt und ich sage, ich hätte es nicht gemerkt. Dann stellt sie uns einen Typen vor, der jetzt auch im Team sei und Osteopath, der könne unglaubliche Sachen und ich: warum stellt sie den jetzt in so eine Schmuddelecke. So ein Image hätten die ohnehin schon (als Spaß). Er sagt seine Preise und zwar irgendwie was für Schnupperangebot 96,- €. Viermal montags 200 und verfällt nach einem Jahr, wenn man es nicht in Anspruch nimmt und ist dann nichts mehr wert, erklärt es umständlich. Dann sollen wir uns selber massieren und ich schaue wie die anderen das machen, von den Fingern die Sehnen der Arme entlang. Ich sage ihr, das tut richtig gut hier an der Stelle am Unterarm und da hätte ich mich noch nie angefasst und sie stellt fest, dass ich komisch auf irgendwas sitze und das würde so entspannt aussehen. Dann stehen wir auf und machen im Stehen Bewegungen. Irgendwie gehe ich mit ihr raus und sie will mit mir reden. Die Aussicht ist total interessant und sie erzählt von ihrer Freundin, die ich neulich kennen gelernt hätte bzw. wüsste sie nicht, ob sie es noch sei. Sie würden sich kaum sehen. Ich sage, Zeit zusammen verbringen sei schon wichtig. Wir würden noch ganz viel zusammenhocken auch nach den ganzen Jahren und sie sagt dann, na gut, manchmal brauche man auch eine Auszeit. Das habe sie ihrer Nichte auch gesagt, aber da so und schlägt die Beine hoch im Stechschritt bis zum Nase und macht alle möglichen, sehr gelenkigen und tänzerischen Silly Walks und quatscht mich die ganze Zeit voll. Wir gehen wieder in die Klasse und alle haben auf uns gewartet und sind genervt. Sie sitzen auf Schulbänken und schauen nach vorne zu uns, wie wir reinkommen. Es sind ganz andere Leute und ich sage: ohh, neue Klasse und werde wach und wundere mich über diesen Traum. Es ist erst 6 und ich sage Stephan, dass ich mich gestern vor dem Einschlafen richtig notgeil gefühlt hätte. Er sagt gut und ich sage nein, ich bin sonst schon so unausgeglichen genug mit meiner ganzen Wut, dann kann die diesen unzufriedenen Trieb, Horny sein, nicht auch noch gebrauchen. Überlege was ich auf dem Flug trage. Sieht draußen nicht 100% trocken aus und ich finde das Papierhütchen der Wiener Linien zu gewagt. Lieber was anderes. Die schreit ihre Kinder wieder so derbe an. Ich glaube die werden die Gärtnerin unter uns noch mal töten. Es besteht zumindest die Möglichkeit. Kekse schmecken anders sagt Stephan, werden wir trotzdem essen. Später verstehe ich einzelne Worte/Sätze wie: das ist ja widerlich. Muss noch duschen nicht, dass ich das gleich dort machen muss wo ich doch immer behaupte, ich dusche so selten und schone das Gemeinschaftsbad. Ich weiß, das ist zwängig. Mein Mann schläft noch so fest und süß um 7:45. Den kann ich unmöglich wecken. Brooklyn Pop Festival hat Stephan geschickt. Klingt alles gut, viel Frauengesang, wie Nico und 80er und tanzbar. Sind bestimmt live gut und kommen oft aus der Nähe (PA). Cocteau Twins sagt mir auch noch was von früher als ich mich für Musik interessiert habe. Lieber 1 – 2 Bands aussuchen, statt Marathon durch die Clubs. Weiß ja nicht, wie das funktioniert. Hangover Lounge mit DJ, soft landing for hard drinkers am Sonntag klingt auch gut und wir haben einen urlaubsbedingten Vorteil. Was machen eigentlich meine Jungs von Dolormite Minor? Ich würde gerne bei denen wieder head banging machen. Ich würde die stalken, wenn ich Single wäre und ihnen hinterher reisen.
Stephan träumt dann davon, dass Wasser läuft oder ich dusche als ich es tue, der Hahn in der Badewanne tropft. Stimmt. Das war mir auch aufgefallen. Die Kekse schmecken gut und normal sagt mein Mann. Was sonst, war ja nur ein bisschen mehr Mehl als davor. Die Konzerte kann man einzeln buchen, es gibt zumindest Karten. So was mit von einem Club zum nächsten und schauen, wo man rein kommt ist wohl eher Deutsch und die Amis sind organisierter und kontrollierter. Ist ja auch oft bestuhlt was hier keiner nachvollziehen kann.
Einer schaut von unten hoch als ich das Haarspray bei offenem Fenster anwende, ein anderer macht Haarspray auf sein Auto. Apropos Haarspray. Schnell noch Mama anrufen ob sie welches mitnimmt. Ja, aber nicht so viel. Doch brauche halbe Dose für einen Iro, der dann richtig steht, sage ich Stephan danach. Jetzt sammele ich wieder ausländische Dosen auf Reisen.
Das ist schon dick aufgetragen heute und ob ich mit dem Wollresteding am Kopf Radfahren kann wird sich zeigen. Auch der Kollegin fällt es auf, dass ich elegant aussehen würde, aber ist auch für Vienna für den Abend gedacht.
Wenn ich Musik von früher denke, muss ich an Freundinnen aus der Zeit denken, viele habe ich hinter mir gelassen wie Häute einer Schlange, aus denen man rausgewachsen ist, die ihren Zweck erfüllt haben, aber dann zu eng geworden sind. Das ist arrogant, ich weiß. Was mich als Jugendliche genervt hat ist jetzt ein Segen. Ich war Spätentwicklerin und habe neidisch auf die Patentochter meines Vaters geschaut, die frühreif war und nicht nur Kajal benutzt, sondern schon die Pillen genommen hat als sie uns besucht hat in den USA, aber während ich das Gefühl habe noch nicht am Höhepunkt der Entwicklung angekommen zu sein oder vielleicht jetzt gerade, haben die ihr Pulver schnell verschossen und hatten Anfang 30 schon graue Haare und sahen alt aus, als hätten sie die besten Zeiten schon hinter sich. Auch das ist fies.
Endlich mal was Vernünftiges zum Mitnehmen und keine Seglerzeitschrift, aber tierisch schwer im Vergleich zu Tupper vor allem. Ich lasse meine Tasche mit Arbeit stehen und berge erst mal das Wichtige. Die Mitarbeiterin dachte gleich, dass das was für mich sei. Bringe ich zu Kunst und Krempel. Sie meint eher Krempel und ich sage, hat zumindest Zeichen darunter, d.h. irgendwer hat sich dazu bekannt.
Stephan schreibt mir: Nach bisher 327,50 im Monat sind heute 404 eingegangen, es wird also nichts einbehalten und nichts an die Stadtwerke überwiesen, vielleicht ist das der Abschlagsfreie Monat? Er weiß wieder alles. Stadtwerkejahresrechnung ist fällig liege den Wohnbetreuern (der eigentliche wird vertreten) seit Wochen in den Ohren wegen der Zählerständen. Das liegt bestimmt daran.
Der Knasttyp kann mich jetzt anrufen. Ob ich ihn besuchen kann unabhängig von dem Termin an dem Freitag, auf den seien wir nicht mehr angewiesen, schaffe es nicht früher zu kommen und muss auch vorher ein paar Dinge klären. Was für eine Wohnform kann er sich vorstellen? Alles, das ist gut, es gibt so Senioren-WGs und wir warten ohnehin noch auf den Beschluss, d.h. die Entscheidung des Richters vom Landgericht und es wird vielleicht noch ein steiniger Weg, weil das nicht alle Beteiligten wollen. Warum, dürfen wir uns nicht sehen. Doch, das schon, es geht um seine vorzeitige Entlassung vor 2018. Später der Knasttyp. Ich finde es gut, dass er mich jetzt anrufen kann. Wie funktioniert das? Er hat Rufnummernfreigabe beantragt und ein Konto, auf das ich auch Geld einzahlen kann. Wenn die JVA was auf sich halten würden, dann wären Ortsgespräche umsonst sage ich. So ein Laden wie die JVA muss doch da eine Flat haben.
Wir drehen den Kopierer, dass ich mit dem Hinterm im Raum stehe. Das schlägt die Mitarbeiterin vor und zeigt uns auch gleich wie es geht. Sie ist Mitarbeiterin des Monats mit ihren innovativen Ideen und ich mache ihr Foto in einen Rahmen. Das haben wir ganz ohne Mann geschafft. Der Kollege war gerade mit der Gerichtspost reingekommen.
Bei dem Lernbehinderten Koch war der Gerichtsvollzieher, aber er weiß nichts genaues. Er war gerade nicht da und nur die Freundin.
Der demente Knacki sagte mir, der Strafverteidiger hat eine Therapeutin und Sozialarbeiterin, die immer alles macht. Das ist seine Sekretärin und sie freut sich über das Raiffeisen – wie machen den Weg frei Kompliment. Ich bin auch nicht schlecht und habe vor NY schon einen Besichtigungstermin. Der Mittwoch mit den letzten Geldausgaben. Passt mir gar nicht, aber das geht vor und die wollen unbedingt 15 Uhr zum Kaffee trinken. Antrag stellen, die brauchen mindestens eine Woche, aber ohne die Sklavenhandschellen sollen sie ihn bringen mit dem Balken lässt sich schwer Kaffee trinken und das schreckt die anderen Bewohner ab und die Begleiter sollen so tun als wären sie auf eine Rave-Party eingeladen und in Zivil kommen bitte. „Ich bin fähig zu handeln“ sage ich nur. Sunlas Kalenderspruch für Mai auf den ich schon mal vorblättere. Zeitung abbestellt. Das Foto von Frau dement für den neuen Schwerbehindertenausweis gibt es sogar zurück und ich kann es für den Perso noch mal verwenden. Meine Schwägerin kann Pop-Konzertkarten für uns kaufen mit ihrer Kreditkarte. Yuhu!
Was habe ich mir überlegt wegen Beitragsrückstände will der Typ von der Barmer wissen? Dass er Rundschreiben bekommt wegen einer Privatinsolvenz, dann muss er mich nicht immer anrufen. Soll was aufsetzen. Das macht das Programm. Ich brauche nur viele Briefmarken.
Herr Yoga freut sich über den Meilenstein gestern und zukünftig wird er solche Termine allein machen. Heute trifft bei mir das Schreiben vom Gericht ein, welche Bewährungshelferin ihm zugeteilt wurde.
Der neue Trend Betreuerin für Ehepaare, werde gleich für beide bestellt. Das 50iger Jahre Treppenhaus mit den gelben Glasfenstern gefällt mir. Fahre 5 Minuten vor der Zeit los und bin viel zu früh. Mit dem Fahrrad 1 Minute. Muss ich mir merken. Die Frau redet Englisch, ach ja, deswegen sollte ich das machen. Sie hätten schon so viele da gehabt und Auskunft gegeben. Das muss wegen was anderem gewesen sein (stellt sich später heraus, es war die Betreuungsstelle und die haben auch 2 Aktenzeichen). Der Mann muss operiert werden und es geht um die Kosten der OP. Er hat eine Erbkrankheit und man weiß nicht, ob die OP klappt. Er hat Schmerzen und zieht das Bein hinterher und sie die beiden Kinder und hangelt sich von Parkbank zu Parkbank. Ja, aber es geht nicht um den Mann, sondern um sie. Ich kündige die Richterin an, aber es kommt ein Typ und sie muss das Kopftuch schnell überziehen. Der 2-Jährige äfft das nach mit einem Handtuch und schaut aus wie ein Ägypter. Der ist überhaupt unwiderstehlich und wir machen nonverbale Kommunikation über Blicke und Zeichen. Als der mir unbekannte Typ das Wohnzimmer betritt frage ich von welcher Stelle er sei. Das will er auch von mir wissen, aber ich habe zuerst gefragt. Er soll Betreuter für den Mann werden. Sowohl er als auch die Richterin sind von meinem Englisch beeindruckt. Ich habe nichts dagegen, dass der andere den Mann übernimmt, aber nicht dass das sowieso alles über mich läuft. Er spricht nur arabisch und sie übersetzt für ihn. 3 x wird der Typ gefragt, ob er aus kulturellen Gründen was gegen eine Frau hat, aber hat er nicht. Sie hatten eine Betreuerin für beide beantragt und das haben sie jetzt bekommen. Er trägt kurze Hose zu starker Körperbehaarung und in der Ecke sehe ich einen Teller mit selbstgebackenen Teigteilen. Ich glaube, ich bin goldrichtig hier. Von zuhause aus noch telefonieren und es hilft, wenn man in der Behörde bekannt ist. Ich bekomme auf Zuruf für nächsten Dienstag um 9 Uhr einen Termin bei der zuständigen Sachbearbeiterin. Dass weniger gezahlt wurde liegt vielleicht daran, dass der eine Sohn in eine andere Altersklasse gerutscht ist. Wenn ich nicht dieses Standing hätte hieße es, sie brauchen das erst schriftlich usw. Das ist schon ein sehr großer Vorteil, der meine Arbeit erst ermöglicht in diesem Umfang.
BM-Outfit 25.04.
BM-Outfit 23.04.
BM-Outfit 22.04.
Da ist nichts
23.04. 6 Uhr ist die neue Samstagszeit. Das darf nicht wahr sein, ins Bett gegangen sind wir erst um halb eins, aber was will ich machen…. Vielleicht mal wieder die japanischen Turnschuhe ausprobieren auf Gelas Party oder NY, wenn es flach und ohne Absatz sein soll und freaky auch ein bisschen? Leider mögen meine Zehen die nicht. Ich will eine Kette mit Pelz tragen heute Abend. Schaue meinen Fundus durch und finde gleich 3. Schon mal einen Berg Ketten für New York auf einen Haufen machen. Wiege schon mal die 3 Zutaten ab für das Backen später. Butter muss Zimmertemperatur. Schreibe zurück, dass er den einen Tipp streichen soll von der Geschenkeliste. Golfo Dillo oder so ähnlich. Das wollen wir gerne schenken. Der Pflaumenbaum ist nicht nur voller Vögel, wenn man genauer hinschaut ist er auch voller Bienen und/oder Hummeln. Habe ich mir noch nie so bewusst angeschaut, sind halt auch kleiner. Irre. Stephan kennt das.
Schwerpunkt Schulterblätter, fühlen wo die sitzen. Sie zeigt es um an dem anatomischen Modell (Skelett). Ich lerne, dass man in die Brücke auch von oben kommen kann statt sich hoch zu drücken. „Welches rechts ist jetzt mal egal“, Dominique ist so süß und bekommt einen festen Kurs nach Pfingsten, leider späte Uhrzeit und Yinyoga. Samstags ist sie aber auch fest im Programm. Steffi trägt heute Perlenohrringe, ungewöhnlich und lädt mich zum Frühstück ein im Café am Küchengarten. 2 Eier im Glas wird nie bestellt, sind auch eher hart, aber die Chefin hat sie selber gemacht. Als ich noch einen Zimttee bestellen, den sie auch nicht kennt (Nr. 16 auf der Teekarte Kaneel) ist sie vollends irritiert die Bedienung und müsste mich eigentlich loben für die ungewöhnliche Bestellung. Excellent choice heißt das immer in den USA. Muss daran denken, wie Roger von American Dad sich aufregt, geradezu ausflippt, als die Bedienung Hailey lobt mit dem stereotypen „excellent choice“ und zu seiner ungewöhnlichem Bestellung nichts sagt. Portemonnaie bei Paolo gelassen und gleich Tisch bestellt beim Wiederholen. Mein Dreieckstuch im Schwarzlicht sei der Hingucker gewesen. Heute hatte sie mein Sweatshirt „Blitz“ an. Das hat mich auch gefreut. Sie hat an uns gedacht wegen Kulturmarathon. Ach so, das sei erst heute. Die Imbisswageninhaberin der Glocksee mit dem Sohn, der sie überragt. Stephan ist demonstrieren. TTIP hat irgendwas mit Genmanipuliertem Essen zu tun, sagt Steffi, was dann eingeführt wird, weil Konzerne auf Schadensersatz klagen und unsere Gesetze geändert werden müssen. Soweit ist es verstanden habe können dann multinationale Konzerne Staaten verklagen vor irgendwelchen Schiedsgerichten. Diese Schiedsgerichtsbarkeit damit ist man am Arsch und der Willkür irgendwelcher bezahlten Schiedsleute ausgeliefert, wenn Staaten so doof sind und sich auf so was einlassen und was hilft demonstrieren dagegen. Die haben ihre Berater und wenn die Lobbyisten stärker sind. Wir reden über das leerstehende Dornröschen im Zusammenhang mit dem mittelmäßigen Inder und dass ich Geld in eine Laden investieren würde, weil hier echt Bedarf ist. Eine Freundin von ihr ist Profi-Gastronomin und macht diesen Laden Meiers Lust oder so gegenüber dem Rathaus. Das hat so einen beschissenen Namen und viele Plätze, aber vielleicht mal probieren. Schon beim Yoga hatte ich eine Lasagne-Idee. Stephan hat einen Sellerie gekauft und mag den so gerne. Das mit der Bechamel und Hack mit Paprika, Tomaten und Möhren extra. Hack, 2 Fleischtomaten, eine riesige Gemüsezwiebel, 3 Möhren und frische Pfefferminze gibt es für um die 6 Euro. Ich liebe unsere türkischen Freunde. Zuhause mache ich erst mal die Füllung und Minze und Chili in die Hackfleischvariante (Zitrone und Milch verträgt sich bei der anderen nicht so gut, aber es geht dann wieder, alles gut) und dann das Shortbread. Auch wenn das nichts wird werde ich dran bleiben so gerne wie ich diese Kekse essen ist es nur naheliegend und man braucht sie nur grob schneiden. Salzbutter und noch zusätzlich Salz. Hoffe, das war nicht zu viel. Ich bin zufrieden und sie sehen hübsch und selbstgemacht aus. Erst mal eine Runde Ruhen und dann in die Keksdose von Fortnum & Mason. Dazu ein Schwarztee mit frischer Minze. Himmlisch.
Mein Mann kommt auch nicht wieder von der Demo. Ich hatte in Wien eine selbstgemachte Baskenmütze bei der Frau gesehen, ohne Streifen im Muster oder Stege, ganz schlicht. Die Vorlagen im Internet taugen alle nicht, wie schade. Mal Heike fragen. Die Lasagne ist ausnahmsweise zu meiner Zufriedenheit und ich finde sie richtig lecker. Nur alleine essen ist gewöhnungsbedürftig, alleine kochen und dann alleine essen. Ich überlege selbständig zu der Einführung zu gehen, die schon um 18:15 beginnt. Gut, so verlängert man das Ganze um eine weitere Stunde, aber vielleicht hilft es ja beim Verständnis.
Die Demo war riesig. Stephan hilft den vielen Auswärtigen, z.B. Holländern, die nach dem Plein fragen. Eine Rentenmitteilung. Ich bekomme 4.000,- € und muss noch 18 Jahre arbeiten. So lange und wie viel soll das noch werden?
Immer Tanzvideo im April. Irgendwas muss ich als Serie machen.
Wir gehen zur Einführung, eine ältere elegante Frau auf dem Hof springt aufgeregt auf mich zu und fragt nach dem Eingang der Cumberlandschen Galerie, ihr wesentlich älterer Mann muss zusehen, wie er nachkommt. Sie sind zu spät sagt sie mir und die Tür ist schon verschlossen. Dann ist es vieleicht zu früh, nein Beginn war 18 Uhr. Dann wird ihr doch Einlass gewährt.
Die Einführung ist oben mit interessanter Perspektive, aber beschissenen Akustik und auch blöder Sitzplatzanordnung. Dostojewski wurde verhaftet und war Epileptiker. Alles wird über Dialoge transportiert. Das hätten sie konsequent umgesetzt. So, so. Ich verstehe immer Bastlersohn und er sagt aber Bastardsohn, das war ein guter Hinweis, dass der Diener ein unehelicher Sohn sein soll. Das hätten wir sonst nicht so geblickt. Vor mir hat die Frau einen tollen Haarschnitt, so stufig geschnitten, gefällt mir, habe ich nicht genug Haare für so was. Wenn man etwas denkt, ist es noch nicht die Tat. Gedankenfreiheit und dann aber Schuld. Tolles Bühnenbild mit russischen Ikonen auf einem halbdurchsichtigen Vorhang, Kirchenbänken und Opferkerzen sowie ein Kruzifix auf einem verzierten Kreuz, was auch abgehängt wird, zeigt Jesus seine Herde. Dieses Bühnenbild mit dem Trichter und den Stufen und verschiedenen Ebenen nur mit einem Kaffeefilter zu assoziieren spricht für Banausentum oder es nicht verstanden haben. Wir sitzen ganz vorne im Orchestergraben und neben uns 2 junge, doofe Hühner, die von einer „Mein Kampf“- Parodie Premiere sprechen, die halb leer gewesen sein soll. Immer wieder gehen Leute raus, auch während der Vorstellung und es leert sich merklich im Laufe des Abends. Tolle Kostüme, am besten ist ein bestickter Strickrock der dünnen Frau auf Krücken, die laut schreien kann, das ist der Wahnsinn. Kirche und Religion. Gefährlich sind die christlichen Sozialisten. Glaube und Zweifel. Am ersten Tag hat Gott das Licht erschaffen und erst am 4. Sonne, Mond und Sterne, woher kam das Licht des ersten Tages. In der Pause gibt es Suppe mit Plastikschnüren drin. Was stinkt da so angekokelt? Stephan sagt, das sei Weihrauch. Krass. Lisa ist in der Rolle nicht richtig überzeugend, ihr Freund geht aber in seiner auf. Er ist Mönch und ist schwer von Zweifeln geplagt als der Priester stirbt und ihm aus dem Jenseits zuruft: Hier ist nichts. Das ist auch einer der Überlegungen in dem Stück, was ist wenn der Mensch vom Glauben und Jenseitsvorstellungen befreit ist und einfach ohne den ganzen Ballast so im Hier und Jetzt lebt und Tugenden beachtet um ihrer selbst willen, also eine frühe Vorstellung von „Imagine“ von John Lennon. Wenn das Weizenkorn auf die Erde fällt und bleibt am Leben, bleibt es allein, wenn es in die Erde fällt und stirbt, dann wächst daraus was Neues. Die russische Seele. In unserer Nähe sprechen sie viel die Sprache des Autoren nach der Pause rücken Zuschauer auf, auch Anja, die dann neben uns sitzt. Ich hatte ihr gesagt, dass man die Spucke vorne gut sehen könne. Auf dem Heimweg sagt mir Stephan, dass 5 Schauspieler gehen und 5 neue kommen werden. Zuhause ist die Party unten gerade im Auflösen begriffen. Noch einigermaßen viel Shortbread essen und dann ins Bett fallen.
24.04.Träume gerne von Walen und Seehunden. Im dunklen Wasser ziehen sie vorbei und zwar in rauen Mengen, das heißt einer nach dem anderen minutenlang. Viele Seelöwen. Schwimmer sind nicht gefährdet durch die Seelöwen und ein Hai jagt einen Seelöwen und erwischt ihn und beißt ihn in zwei Teile. Nur ich scheine fasziniert davon. Wie Junggesellinnenabschied mit meinen Schwägerinnen. Meine Schwiegermutter hat Kondome für alle besorgt und damit machen wir Spiele, sollen zeigen, wie man sie überzieht, das macht eine Frau an irgendwas anderem was rumsteht und dann geht es um Launen durch Hormone und Wechseljahre. Ich klebe meinen Schwiegereltern ungefragt Collagen an die Wand. Da habe ich schon mal was hin geklebt und erweitere das nur und überklebe es zum Teil. Abreißen führt zu Schäden. Es sind Überschriften aus Zeitung und Katzenbilder und Familienfotos.
Wir sind platt. Ich zumindest. Niedergeredet und gezeichnet von gestern. Wenn man mich einsilbig machen will helfen solche Abende und so richtig erbaulich fand ich es dann nicht. Das Theaterstück wirkt trotzdem nach. Stephan muss mir helfen wegen Sachen für Wien und der Rock aus SP mit dem Segelbooten passt mir noch. Da bin ich erstaunt, weil das hatte ich der langen Durchfallphase zugeschrieben. Wird dann an den Gracekursen liegen, bei denen Taille trainiert wird. Es bleibt trotzdem hier, irgendwie steht Maschsee oder Ostsee darauf. Ein Hütchen aus einem Vogelflügel vom Naschmarkt ist zerfressen und da sind Motten drin, weg damit. Nichts hält ewig, dann mal gleich große Wollhütchen durchwühlen und mit in den Koffer, bevor die auch zerstört sind. Ich mustere ein Kleid aus in einer neutralen Farbe, was ich gerne getragen habe, aber es ist mir zu groß und die Clips dazu auch, die Kupferleggings, in kaputter Metalloptik, die ich Claudia nachgekauft habe, steht mir nicht und zum Sport trage ich sie auch nicht, auch falsches Material. Stephan holt Brötchen. Unten ist Streit zu hören, war die Party wohl doch nicht so gut? Wieder das Mammutstück. Ich glaube, dass man sich nur noch schwer in diese Zeit hineinversetzen kann, wie sehr die Themen wie Staat und vor allem Religion als Identitätsstiftend erlebt wurden. Klar manche der Familienthemen sind zeitlos. Kinder, die bei einem wohnen sind nicht so geschätzt, sondern als selbstverständliches Inventar betrachtet und eher schlecht behandelt. Auswärtige, die nicht Zuhause Wohnen sind rar und werden mehr geschätzt. Wenn wir kuscheln sagt Stephan, er muss mit den Händen immer Umwege fahren auf dem Rücken wegen der Sperrung an den Brandstellen, das ist umständlich und dauert länger. Da Warumfragen nichts bringen fragen wie jetzt, seit wann oder woher um das zu umgehen und lachen uns schlapp dabei. Stephan schaut die fremden Akten durch 20 an der Zahl. Was alles weg kann, Vollmachten für WEG-Versammlungen, die nicht ausgefüllt wurden.
Heute ist ja wirklich ein Wetter was man am liebsten gar nicht und am zweitliebsten von innen sieht. Einer meiner Lieblingsstücke von Prince kommt mir in den Sinn und passt textlich: „Sometimes it snows in April. Sometimes I feel so sad. Sometimes I wish life was never ending. All good things they say never last.“ Wichtiges Lied, was meine Traurigkeit gut untermalt hat, in meinem jungen Leben zu einer Zeit als ich dachte, es würde jung enden. Da konnte ich mich gut meinem Selbstmitleid hingeben. Stephan ist beim Sport und Geschirrspüler und Waschmaschine laufen heiß. Ich sitze im Wintergarten still und lausche den Vögel und den Wettergeräuschen und zähle Maschen. Heute kommt mir eine Erklärung, warum die Banane noch schlecht ausschauen könnte. Was gibt es noch für Veränderungen/Ereignisse? Der Fensterputzer war da und vielleicht grob zu ihr, ähnlich wie er halt meine anderen Sachen behandelt, alles was ihm im Weg steht, weil Gießen viel oder wenig konnte ihr nie was anhaben. Später entdecke ich einen langen Ast der Hängepflanze, die an anderer Stelle lila blüht, der abgebrochen ist. Ein weiteres Indiz würde ich meinen. Ständig Hubschraubergeräusche. Ohne First Lady ist aber auch schwach. Was der wohl zu essen kriegt. Ich hätte Dieter Grubert oder Tony Hohlfeld gewählt für den Präsidenten aber mich fragt ja keiner.
Meine Eltern melden sich. Ich hatte darum gebeten aber als Retourkutsche für den Meldeterror meiner Mutter. Ich stelle mich tot. Wie South Compton. Die Hubschrauber, die über uns hinweg fliegen nehmen kein Ende und ständig hört man sie, auch wenn man auf der Toilette sitzt.
25.04. Traum, irgendwas mit Vögeln, die nummeriert und behandelt werden müssen von meinem Bruder. Die Zahlen stehen da und die Werkzeuge. Ich gehe aufs Klo und dann Stephan und ich tippe, dass es 20 vor sein wird, wenn ich ihn frage. Ist es auch, aber 20 vor 7. Noch etwas ruhen und dann höre ich die lauten Vogelgeräusche aus dem Garten, die schreien geradezu. Was ist das? Elster? Und dann als ich aufstehe höre ich die Kinder, die bald Jugendliche sein werden von unten weinen. Das tut mir immer leid und wie lange wird es andauern, bis sie ausziehen, mit Wutanfällen kleiner Kinder hat das jedenfalls nichts mehr zu tun.
Tisch im Jante am Samstag. Diese Lumix-Party wird doch immer nichts, weil man sich stundenlang die Beine in den Bauch steht während der Preisvergabe und dann keine Stimmung und nach so viel Expo-Plaza will man weg da. Schaue wegen Tanzen und da legt Sabine von Steffi im Lux auf mit Twin-Set. Stephan entdeckt Meredith Monk in NY und schlägt das vor. Denke an unsere verstorben Freundin Ingrid. Das war neben Frieda Kahlo das Beste was die mir gezeigt hat in meiner Jugend. Laurie Anderson kannte ich schon so, Ohh Superman, die alte Kifferhyme von damals, aber “I no longer love the color of your hair, I no longer love the way you hold your pen and pencil. I no longer love it…“. Wir haben sie mal im Pavillon gesehen in den 90igern und das war kultig und sie ist über 70. Kathrin fragt ob das bestuhlt sei.
Doch die italienische Farbe mit einbauen in die Noppenhäkelarbeit, die eine Kopfbedeckung werden soll. Wenn ich jetzt an Mütze denke muss ich mal testen, ob ich die überhaupt noch trage. Haare sind ab, so wenig, dass ich sogar die kleinen goldenen Haarnadeln verwenden kann, die ich nur für Deko gehalten habe. Brötchen und die kleine Beschissbutter aus der Markthalle 2,90 € aber nur 100 Gramm. Der Tresen hat vergrößert wie eine Lupe. Alles war abfällt von dem Rosmarin-Käse kann ich für mein Honigbrötchen gebrauchen. Stephan hat geträumt, dass unser Nachbarn den ganzen Garten aufgefüllt haben mit Mutterboden. Seine Mutter hatte gefragt, ob die Nachbarn alles pflanzen dürfen. Es geht wohl um eine Hecke. Ich fahre Montagmorgen wieder eine Runde zu Lidl. Gartenarbeiten auf dem Kackstreifen. Die Maschine tuckert führerlos vor sich hin und der Mann dazu steht am Baum. Zuhause funktioniert weder Telefon noch Internet. Ob es bei mir ging, will mein Mann wissen. Ich habe es nicht probiert. Stephan testet mein Handy. Er glaubt an einen Totalausfall. Was hat das damit zu tun? Ein blauer Schuh aus Amsterdam zum Schuster, Sohle kleben. Die kaputten Absätze habe ich gestern mit Gaffa geklebt. Das geht auch. Hauptsache schwarz. Er meint, die müssen auch wieder. Stimmt schon. Ich will sie noch nicht aufgeben. Hier im Büro ist alles normal und mein Vater spottet wieder über unsere technischen Probleme bzw. die von meinem Mann. Es hat alles geklappt auf der Uhrenreise obwohl sie eine Gruppe von 100 Leuten waren. In Chur ein Haus voller Uhren und Kunst, kein freier Platz an den Wänden. Der Typ ist Kieferchirurg. Es gab ein Zelt für die Mäntel und alle Getränke, die man wollte, Wein, Tee, Kaffee und seine Mitarbeiterinnen haben Service gemacht. Er hat die ganzen Fremden reingelassen, nur fotografieren durfte man nicht. Da haben sich auch alle dran gehalten. Sie wissen jetzt, dass es bei ihnen leer ist und wie einfach das Erbe wird. In seiner Uhrenrede hat er eine Uhr mit einem Pfannenwender verglichen, aber die trauen sich nichts zu sagen, weil er Professor ist. Ja, Donnerstag, sie machen die Übergabe. Ich sitze wie auf heißen Kohlen, weil mein Mann abgeschnitten ist von der Kommunikation und auch nicht arbeiten kann und kriege Panik. Ich hätte ihm mein Handy da lassen sollen. Ich versuche es regelmäßig zuhause und um 9:50 Uhr geht das Telefon wieder. Große Erleichterung bei mir und wenn ich sage, mein Vater regt mich auf dann heißt es, ich sei genauso schlimm. Nein, ich war aber voller Mitgefühl. Er hätte sonst die Akten weiter durchgepflügt. Alles kein Problem, wenn er nur so kurz ist. Das weiß man ja vorher nicht. Er hat ja so getan, als wäre eine Neutronenbombe, aber in umgekehrt gefallen. O.k. Tschüß dann.
Herr Ghana mit den Unterlagen für die Einbürgerung. Lebenslauf muss handschriftlich und Arbeitgeber müssen bestätigen, dass neben unbefristet auch ungekündigt ist. Der Nebenjob ist befristet und die wöchentliche Arbeitszeit ist auch enthalten. Das passt. Fragt nach britischem Visum im ghanaischen Pass. Das gilt bis Oktober 2017. Was ist denn damit. Vielleicht verfällt es. Die naheliegende Antwort füllt mir nicht ein. Braucht er nicht mehr mit einem deutschen Pass.
Herr Alkoholiker, braucht 120,- € extra, hat gesoffen und muss zahlen und die finden das nicht lustig. Frage danach wie wir weitere Vorfälle dieser Art vermeiden können. Ist länger schon her, er geht ihm auch schlecht und die Firma ist pleite. Hat Aussichten auf 1,- € Job und kann dann da vielleicht übernommen werden, wartet auf Post. Schlage nur 100 € vor und 20 vom Taschengeld als Strafe. Das hat er schon gemacht, waren 150. Ich würde Käsespätzle auch mal versuchen wie bei Eckhard und in einer Aufbackform dann überbacken mit Zwiebeln. Bitte Stephan neben Mehl auch Bergkäse zu kaufen. Gut, dann ist die Küche eingesaut. Auch den Ziegenfrischkäse in dem Töpfchen noch mal. Den mit Buttertoast und Gurke und dazu Schwarztee ist etwas High Tea im Büro. Standard: Jennifer Anniston haben sie zur schönsten Frau der Welt gekürt. Wie geht das denn? Games of scones. Haha. Den Rosmarinkäse esse ich mit Trauben. Auch lecker. Von dem Rosmarin klemmt sich eine kleine Tannennadel hinten zwischen meine Schneidezähne und will nicht mehr rausgehen. Ich kann mit Zunge und Fingern daran rumfummeln wie ich will. 2 neue Yogakurse bei Movenyo. Yin Yoga zu später Stunde und Schwangerenyoga. Auch wenn ich da vermutlich nichts von habe finde ich es gut, wenn das weiter ausgebaut wird. Dominique macht das klasse und ihr Kurs wird gut ankommen bei allen Frauen, die Entspannung suchen, da bin ich mir sicher.
Der Sachbearbeiter von der Stadt Neustadt. Will Hausbesuch machen bei meiner Betreuten und ihrer Mitbewohnerin, weil ich geringfügige Renovierungskosten beantragt habe. Höchstpersönlich. Gebe ihm die Nummer und warne sie vor. Heute Nachmittag will Herr Teheran kommen, der mit dem schwerbehinderten Vater auf Roadtrip ist und gerade in Uelzen er „begleitet ihn“. Die Schwester ist nicht zu erreichen.
Mittagstisch in der Street Kitchen, sehr voll. Ananas Lassi schmeckt nicht so geil wie der Klassiker. Die 4. Person, die wir zufällig getroffen haben kommt dann doch nicht, aber der Kollege hält den Stuhl frei. Warum ist er überrascht wenn ich es nicht bin. Bon bon gegenüber. Hier hängt eine Van Gogh Tapete mit einem Frühlingszweig. Der Kollege hat Gartenarbeiten mit Mutter und Tochter gemacht am Samstag und erzählt von dem Onkel einer Freundin, der im Ruhrgebiet gelebt hat und über den wenig bekannt gewesen sei. Er war schwul und alle außer der Freundin haben sofort das Erbe ausgeschlagen so von wegen, lockerer Lebenswandel. Stellt sich bei der Beerdigung raus, dass er 2 Clubs und eine Eigentumswohnung hat. Die Tochter unseres Vermieters läuft zwei Mal vorbei. Die hat eine perfekte Figur, aber die Ausstrahlung einer Gummi-Puppe. Es blüht schon schön wie noch nie sage ich, zumindest habe ich die Pflaume noch nie so üppig und ausdauernd blühen sehen und das Wetter kann die Blüten nichts anhaben und sie halten sich trotz Regen, sonst war nach einem Schauer alles vorbei. Das Selfie als Bandfoto auf der Treppe zum Übungsraum mit dem blühenden Kirschbaum im Hintergrund. Sehr schön.
Meine Schwägerin will nicht mit aufs Konzert. Ist ihr zu schräg. Ist halt auch Brian Adams. Muskalisch liegen wir nicht so ganz auf einer Wellenlänge. Weezer ging noch, lag wohl irgendwo in der Mitte. Die geistig Behinderte will Extrageld für einen Geburtstag auf dem sie eingeladen ist und ein Geschenk kaufen. Wir haben letztes Mal gesagt, das war das letzte Mal mit Extrazahlungen. Was gilt mein Wort, ihr Wort. 50 für einen Geburtstag ist viel zu viel. Goldene Hochzeit ihrer Eltern oder was? Nein, aber 3 Geburtstage. Sie quengelt und ich will weiterarbeiten. Immerhin handel ich sie auf 30 runter. Das muss ich wohl schon als Erfolg rechnen.
Meine Betreute aus Ronnenberg mit der ich eigentlich höchst selten was zu tun habe kommt vorbei um mir zu sagen, dass sie im Mai 2 Wochen weg fährt. Schön parallel zu mir, aber sie mit einem Bekannten nach Cuxhaven.
Er hat einen Koffer und ein riesige Tüte und seinen Haushalt bei sich, will aber wieder zurück nach Hamburg (soll ja die schönste Stadt der Welt sein, sagt man sagt er auf als würde sei er selber nicht davon überzeugt) und nicht in die Wohnung hier. Darauf angesprochen warum er ausschaut als würde er gerade umziehen, sagt er was von wandern. Sein Vater, der als Fahrkarte mit musste rollt die Augen und sieht es anders. Er will, dass ich lauter Sachen mache und hat verschiedene Pläne, hier Wohnung anmieten und dort. Warum hat er eine Betreuung frage ich, das bekommt man nur, wenn man eine Krankheit oder Behinderung hat und mich interessiert, dass er Medikamente nimmt, weil sich dann meiner Meinung nach etliche Probleme von alleine lösen werden. Ich glaube auch wenn er eine riesige 3 Zimmer Wohnung hätte, würden seine Kinder zur Zeit nicht zu ihm wollen. Ich provoziere ihn. Der arme alte Vater will ihn nicht in seiner Wohnung, seit 6 Monaten schon sagt er mir und man spürt seine Verzweiflung. Er tut mir auch nicht leid, wenn er in eine Notunterkunft in Hamburg muss, weil er hat ja hier eine Wohnung. Drucke ihm PIA Hamburg-Wandsbek aus von deren Seite.
In der Zeit hatte der Typ aus dem Knast versucht mich zu erreichen. Ich rufe zurück und habe einen JVA-Mitarbeiter dran. Will schon mal Termin machen, die schriftlichen Unterlagen gibt es ja demnächst und ich weiß von der Richterin von meiner Bestellung. Er umständlich, will warten und dann soll ich Besuchsdienst anrufen, will mir keine Namen sagen, frage nach seinem und verabrede mich Morgen um 10 zum Telefontermin mit meinem Betreuten.
Wir sind heute pünktlich. Steffi bekommt die karierten Schuhe von Camper und kann sie auch ihrer Kollegin schenken. Die Yogalehrerin bedankt sich bei mir für das Video. Stephie hat es ihr offenbar geschickt. Wir machen Umkehrhaltungen und Kopfstand ist und bleibt ein Problemfeld. In der Endentspannung liege ich auf dem Block. Steffi wünscht sich eine Core-Einheit nächstes Mal und ich mir fällt ein, ich bin nicht da, sondern in Wien. Dann bekommt jeder was er will, sie Bauchmuskeltraining und ich Zwetschgenröster.
Kino im Koki wird konkreter. Hatte mich eigentlich nicht festlegen wollen, aber will den Film um fiese Wettbewerbsspiele eigentlich schon sehen. Herr Schwitzehand schreibt mir (und es geht um eine Pflegestufe, die beantragt werden soll):
„Ich schätze mir wird nix anderes übrig bleiben. Um auf Besserung zu hoffen müsste ich in LA wohnen. Ich bin jetzt n halbes Jahr Invalide nicht mehr in der Lage die einfachen Hausarbeiten zu verrichten brauchte dafür Leute. Die haben aber bald auch keinen Bock mehr.
So ein beschissenes Wetter hatte ich an meinem Geburtstag noch nie – normalerweise ist es warm und die KIrschbäume blühen. Wenn ich daran denke, dass die Leute denen wir dieses Wetter mitzuverdanken haben jetzt dastehen und ihre Bonis vordern wird mir schlecht. Aber die Deutschen sind wie die Schafe – mäh“.
Ohh Mann. Dazu fällt mir nichts ein. Ich mache Spinat Ricotta Lasagne, die mir richtig gut schmeckt und noch eine Runde Shortbread, will Stephan zeigen, wie einfach das geht. Das kann man 3 x die Woche abends schnell backen. Gut, die Butter hätte man schon mal rausstellen können, damit sie warm wird, das hätte Zeit gespart. Mache mir die Heizung an und eine Wärmflasche für mein Knie. Wird das jetzt bleiben mit den Zickereien? Ich kriege langsam Angst. Glück gehabt mit dem Streik, Morgen üstra und Mittwoch Flughafen, aber wohl nur den einen Tag. Wetter soll gut werden in Wien. Probleme um die Erbausschlagungsfrist in einer Betreuungssache, die nicht meine ist. Ich bin doch immer ein Freund von: lieber einen Anruf mehr. Das ist so einfach. Stephan hat die Seite vom Nordbayerischen Kurier aufgerufen nach langer Zeit. Da ist ein Werbefilmchen für die Landesgartenschau und ich weiß jetzt erst wie genial die Expo war. Das sieht so laaangweilig aus, Aufnahme einer Hummel die Blüten anfliegt, dann ein Brunnen und das Wasser daraus fliegt durch die Gegend und dann wieder die Hummel. Wahnsinn. Da will ich doch nicht hin. Mit Muster vom Sessel sieht das auch lustig aus.

















































































































































































