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Pflasterzeiten

04.07. Traum: Irgendwie wie Fashion and Dance und S. ist voll esoterisch mit einer Kapuze und geht über Steine und sagt was von Aura, Energie und spüren und macht einen Tanz mit 3 Tänzern, die Bauchtanzsachen an haben zumindest mit viel Perlen und den kompliziertesten Yogaübungen auf einem kleinen Podest. Sie will mich vorstellen im nächsten Akt. Sie küsst mich und bohrt mir in den Po mit ihren Fingernägeln. Ich merke nichts, zumindest nichts Erotisches. Wenn ich sie anfasse, dann werde ein Schalter umgelegt gesteht sie mir zuvor (ich denke der Traum hat damit was zu tun, dass es gestern im Zug um das Thema ging, damals war dieser und auch jener schwule Mann noch mit einer Frau zusammen). Die nächste Frau hält einen Vortrag über Erfahrungen, die im Körper gespeichert sind. Es scheint eine Messe oder eine Gala wie neulich mit der Mode zu sein. Stephan wartet die ganze Zeit in einem Zelt. Ich gehe mit S. rum und wir zeigen uns überall, eine Eisbahn. Leute, die wir kennen, einen Typen mit 2 Frauen, oben im Dachboden sieht man nichts vor lauter Nebel, geht es denen noch gut? Wir rufen hinein. Dann laufen da so Krankenhausszenen. Alle werden irgendwie gequält, selbst Babys klebt man das Arschloch zu. Ist das eine Performance? Machen die das freiwillig oder sollen wir Hilfe holen. An den Wänden ganz gute Kunst, Sätze und Landkarte aus Stoff. Dann Marc und Jasmin, frage Marc, ob er Stephan gesehen hat, er antwortet was anderes, dass ein Typ auf dem Sofa liegt und einen Krampfanfall hatte. Das sei schon mal so gewesen. Die Veranstaltung fing wieder viel zu spät an und sie werden bald gehen mit den Kindern. Ich bei Stephan, gestehe ihm die Sache mit S., von der ich selber überrascht wurde sage, bei mir fühlt es sich erotisch an, wenn ich ihn anfasse oder er seinen Schenkel zwischen meinen drückt.

Lauter kleine Hunde im Park mit Frauen, alle aus dem Tierschutz. Der Yorki beißt. Die Frauen: der hat viel durchgemacht? Na und? Kann man in trotzdem nicht frei herumlaufen lassen. Wappne mich mit einem langen Stock, falls er wieder versucht mich zu zwicken. Ich übe eine Choreo mit Regenschirm in einem sonnigen Innenhof, freies Tanzen, eine Frau ganz weit weg, die auf einer Art Hochsitz sitzt, beobachtet mich.

Ich hatte nachts Schmerzen und habe Pille genommen und das Zimmer gewechselt. Morgens noch mal zurück und noch mal geschlafen. Mein Arzttermin ist im Volgersweg, dann mache ich Gerichtspost. Stephan findet das Banklesegerät nicht. Der Nachbar von oben ist mit dem Pflasterzeitplan einverstanden. Ich sage, die Überdachung soll ausschauen wie der Chinesische Turm im Englischen Garten habe ich mir überlegt, also Holzkonstruktion. Das hatte ich in München schon vorgeschlagen und Michi meinte, Parkgarage und ich parke oben im ersten Stock, da wo die Band spielte. Ich ernte Kräuter und hatte noch welche im Büro und im Gegensatz zu Zuhause sehen die hier Takko aus. Der Kühlschrank muss viel kälter eingestellt sein. Unten bei der Psychologin ist eine Neue, die mich im Treppenhaus anspricht als sie an den Briefkästen ist. Sie ist sehr natürlich, sympathisch und sie arbeitet dort 4 Stunden die Woche und wollte sich vorstellen. Sie kennt mich vom Sehen und weiß, dass ich hier auch im Haus bin. Bestelle mir Stephan rein, habe einen Riesenhaufen Post und 4 Zeitschriften am Kiosk bekommen. Stephan zählt 50 Briefe. So viel zu Urlaubszeit.

Herr Teheran hat nur Verlängerung für 2 Wochen bekommen. 2 x auf dem AB. Jetzt will er Spritze und heute entlassen werden und nach Hamburg ziehen, dass die Kinder ihn besuchen können.

Frau Dackelmischling, auch 2 x, will jeden Monat 10,- € für Buddy zurücklegen und zwar so, dass es sein Geld ist und sie nicht ran kommt, weil der wird auch älter. Dann noch mal, hat die Stromnachzahlung überwiesen und ist mit dem Termin Morgen einverstanden.

Frau Ruanda fängt heute im Psychiatrie-Café an und kann sich was dazu verdienen und hat was um die Ohren. Das ist sehr gut.

Mein Termin heute Vormittag sagt ab. Telefoniere mit Herrn Teheran und der Station. Morgen muss ich da wohl hin zur Visite und die anderen Termine umorganisieren. Ich sage ihm klipp und klar, er wirkt irre und es gibt keine schnelle Entlassung wenn es auf mich ankommt.

Möbelhaus Porta. Meine geistig Behinderte hat sich Möbel ausgesucht. Sind „nur“ über 900,- €. Verkäuferin macht Druck, ob die geschäftsfähig ist. Nein, ist sie nicht. Ich sehe kein Problem darin das zu genehmigen, wenn sie es immer noch will, verstehe nur den zeitlichen Druck nicht mit „heute“. Sie faxt mir was, aber Abholung wird nicht gehen.

Schicke den Arztbrief von gestern meinem Bruder. Ein Tumormarker in der Schilddrüse ist zu hoch. Normal bis 70 und ich habe 86. Jetzt schaue ich die alten Unterlagen und Befunde durch und versuche selber mit Logik da ranzugehen. Größenmäßig hat sich ja kaum was geändert. 2010 Volumen Gesamt 38 ml und jetzt 39 ml. Dieser Thyreoglobulin war halt 10.04.2010 18, 09.11.2010 15, 23.05.2011 6, 30.01.2012 11, 27.02.2013 12 und jetzt 86. Das ist schon krass, aber vielleicht Messfehler. Würde auf jeden Fall vorher noch mal Blut geben und nachmessen lassen. Es steht erstmaliger Hinweis auf Immunthyreopathie und das heißt Basedowsche Krankeit, Kropf? Habe ich das nicht schon die ganze Zeit? Mein Bruder muss herhalten für meine Fragen.

Frau Türkin, die die Auflage hat jede Woche in die Institutsambulanz zu gehen statt Unterbringung und hier wird sie von der abW begleitet. Die meldet mir, der Sohn „ G. hat von Freitag auf Samstag bei seiner Mutter übernachtet und gebettelt, dass er mit in den Urlaub fahren darf. Der Vater hat ihn am Samstag abgeholt, es gab Streit. Fr. T. hat G. und den Vater angeschrien.  Aber am Sonntag ist G. geflogen. Fr. K. hat M. (die Tochter und Halbschwester) gebeten bei G. anzurufen, die hat aber kein Guthaben, sie traut sich nicht anzurufen, will nicht mit dem Vater sprechen.

Fr. K. hat keine weiteren Kontakte mit dem KSD gehabt und keine weiteren Schritte im Hinblick auf Sorgerecht eingeleitet.

Sie wirkt leicht ruhiger, beim Thema Vater von G. wurde sie heute nicht aggressiv, nur traurig. Sie nimmt seit letzter Woche Mittwoch die Medi. 2x5mg., so sagt sie.

Sie hat einen Bußgeldbescheid erhalten: wurde geblitzt, ist 50 km/h zu schnell gefahren: 1 Monat Fahrverbot und 350 Euro Strafe. Sie hat Einspruch eingelegt. Nach Ihrer Aussage ist die benannte Straße falsch und sie ist langsamer gefahren. Sie hat aber gemerkt, dass sie geblitzt wurde.

Am kommenden Mi. 15:00 hat sie einen Kurztermin bei Dr. R., ich begleite sie“.

Ich bedanke mich, weil sie das alles so vorzüglich organisiert und begleitet und mir Kurzmeldungen gibt. 11 A, Anruf von dem Natursteintypen, der bei uns viel gemacht hat und gerade am Timmendorfer Strand arbeitet. Dann der Kollege, der sich auf einen Kaffee dazu gesellt.

Herr Yoga schreibt: „morgen zum Termin bringe ich noch eine andere offene Rechnung von der Telekom über 450€ mit, für Erstanschluß internet, ich hoffe, die kündigen mir bei Privatinsolvenz nicht, so wie das meine Bank nach 22 Jahren machen wird. Vielleicht wird ja eine Ratenzahlung akzeptiert. Das macht mich alles voll fertig und depressiv, wie im Geist gelähmt.

Ich führe jetzt ein Ausgabenbuch, so wie von Ihnen angeraten. Ich bin schon bei 60€ REWE/Aldi und 11€ Baumarkt diesen Monat.

Erfreulich ist, daß ich eine Engel-Eingebung hatte, diese dem Vogelzüchter in Zürich mitteilte, und der mich nun damit beauftragt, eine eigene, internationale Futtermarke mit seinem bekannten Namen D. L. ins Leben zu rufen. Ich freue mich sehr über eine neue, geschäftliche Perspektive und Beschäftigung und über die Vertiefung des Kontakts zu solch einem Branchenprimus. Als erstes werde ich lediglich herausfinden, wer die großen Futterhersteller sind und die dazugehörigen Ansprechpartner Produktentwicklung, Vertrieb und Geschäftsleitung und denen dann einen Brief schreiben mit dem Angebot, den Markennamen mit einer engen Zusammenarbeit und Offenlegung seiner Futtermischungen- und geheimnisse. Tja, und dann mal sehen, vielleicht wird daraus ja eine Vollzeitbeschäftigung.“.

Volgersweg. Im Wartezimmer der Eid des Hippokrates gerahmt und in Vollversion. Blasensteine soll er nicht operieren, sondern nur derjenige, der davon Ahnung hat und Leibesfrucht töten auch nicht. Cooles Outfit kriege ich wieder zu hören. Der Ehemann kommt nicht, der kleine Sohn ist müde und weiß wo die Yogurette in Mamas Tasche sind. Außer streicheln hat sie wenig Programm für ihn. Er will dann – wie bei Jungs üblich- Knöpfe an den herumstehenden Instrumenten drehen und Sachen runter reißen und kaputt machen und ist schwer zu bändigen. Der Orthopäde ist auch Chirurg und die Praxisräume richtig altmodisch. Ein Kniegelenk von Voltaren. Das Knie komplett mit Haut und Muskeln ist wenig anschaulich, ein fleischfarbenes U-Rohr. Der Typ ist cholerisch und sieht aus wie ein Walross. Er weist das Kind zurecht, später teilt er ihm noch Schokolade zu und streitet sich mit der Betreuten auf Arabisch bis sie heult, aber sie lässt sich nichts gefallen und wehrt sich. Das finde ich gut. Deutschkurs macht sie auch gerne. Mit der könne man nicht reden sagt er zu mir. Schreiben will er auch nichts, das soll ich machen. Das bringt mehr, weil Anwalt, dann zittern alle. Das halte ich für einen Vorwand, aber was soll man machen?

Nachdem vormittags alles überstanden scheint und ich zum Qigong will kann ich nachmittags nach meinem Termin, ab 16 Uhr vor Schmerzen wieder nicht sitzen oder arbeiten. Ich fühle mich echt ausreichend gequält. Wir planen am Donnerstag schon nach Bayreuth zu fahren. Billigticket und ich stimme dem gerne zu, will es auch. Jetzt muss ich einen schon bestätigten Termin umlegen. Da ist Barbeque und Skate Party von der Schokoladenfabrik. Muss man auch den vollen Eintritt zahlen oder gibt es ein 18 Uhr Ticket wie bei der Expo? Vermutlich nicht. Dann eben 2 Tage Landesgartenschau.

Ich wälze mich und stöhne etwas auf dem Sofa vor Schmerzen, es sind Stiche in den Unterleib. Neues Quiz mit Günter Jauch mit dem Typen vom Café K als Schiedsrichter und Freund von Jauch, der mit ihm scherzt. Das ist ja ekelhaft. Der ist jetzt Promi, macht das Susann? Ich muss Sachen ausmisten, 2 Pseudoregenmäntel und kann man auch selbstgestrickte Strümpfe, ganz alte und lädierte Paare aussortieren? Ich habe keine Buscopan Plus mehr und kacke früh ab. Nachts wickele ich mich wieder in die Zauberwolle. Mein Bruder hat sich noch gemeldet und auf den AB gesprochen. Das sagt mir Stephan morgens gleich. Er scheint nicht so beunruhigt.

05.07. Traum: Fahrrad stehen lassen und jetzt muss ich es holen. Stephan ist mit mir unterwegs. Das ist alles sehr umständlich und kostet mich quasi den ganzen Tag. Freundinnen von Sabine, grüßen mich, arbeiten in einem Buchladen, wollen meine Hilfe. Amerikanische Comedyshows, Roast, machen sich lustig über die ganze ostasiatische Esoterik (the wish to make a change to change something and leave everything the same at the same time (unless the wish to permanently tear down the sun becomes stronger). Da sind noch mehr Bespiele. Ich finde es hilarious und habe es rausgerissen, aber irgendwie ausersehen entsorgt und zitiere das ganz viel. Busfahrten, aussteigen und wieder einsteigen in denselben Bus, schlammiges Feld, unterteilt in der Mitte. Bus abgetrennter Bereich hinter, da müssen alle rein, vorne muss frei bleiben. Neben mir ein älterer Mann, der angetan ist von japanischer Lyrik, auch erotisch seien die Gedichte, er ist so in Fahrt als er davon erzählt, dass er mich küsst. Dann geht es um einen durchgedrehten Typen. Er hat 3 Kinder mit einer Frau (sie sind schwarz), dem älteren Sohn lehnt er ab. Sie hat gerade ein Baby bekommen, auch ein Junge. Sie trifft sich mit ihm, dass er seinen Sohn sehen kann und er nutzt das um ihn zu entführen. Jetzt soll sie das alleinige Sorgerecht beantragen und auch ihren Namen wechseln. geht nicht anders. Der Wachtmann ruft die Polizei nach der Entführung. Hätten wir besser auf ihn aufpassen müssen. Sie fragte dann wo sind sie und dann fiel auf, er muss mit dem Baby abgehauen sein.

Mein Paps in bartfrei. Es wäre mir nicht aufgefallen. Pervers, dass ich so was nicht sehe. Bin kein visueller Mensch oder einer mit großen schwarzen Flecken. Ich mustere nur einen alten Regenmantel aus statt 3. Schmerzfrei ist herrlich, aber ich fühle mich unfit wie nach einer schweren Grippe oder Lungenentzündung, krieche die Treppen hoch. Mal sehen, ob ich auch nachmittags noch ohne Schmerzen bin. Das wäre schon mal was.

Elisabeth auf dem AB, sie spricht mich nicht direkt an, lässt mich nur mithören, wie sie Passanten beschimpft.

Erst Betreuungsverlängerung mit Herrn Yoga, der eine gute Fassade hat und man weiß nicht, wozu er die Betreuung braucht. Die Richterin will Aufgabenkreise kürzen, Vermögenssorge brauche ich aber für die Insolvenz. Wenn ich erzähle klingt das auch ganz anders. Wenn dann Wohnungsangelegenheiten, weil die Vermieter jetzt seine Eltern sind, wenn sie unbedingt einen Aufgabenkreis rausmachen will und meint das bringt was (außer, dass ein neuer Ausweis gedruckt werden muss). Dann mit der Bahn in die MHH, neues Häkelprojekt. Das Laugencroissant aus dem Bio-Laden ist teuer und schmeckt nach schlechtem Fett. Das muss ich mir mal merken, dass ich das nicht mehr kaufe. Gesundheitstourismus ist wohl ein neuer Beruf. Auf Station lieben mich Patienten und Ärzte gleichermaßen. Die männlichen Patienten versuchen es mit: was wird das? Ein Topflappen? Stricken ist 2 rechts, 2 links und eine fallen lassen. Häkeln ist Haken und Ösen und dann kommt: ich habe auch mal was gehäkelt. Mein Betreuter weiß, dass heute Zuckerfest ist, aber seit wann ist er Türke. Ich sage, ich mag ihn und er soll nicht böse sein wenn ich das jetzt sage, es sei nicht blöd gemeint, aber er setzt sich dazu, ich häkele und er hält 10 Minuten lang einen Monolog und ich weiß nicht um was es geht, er springt von Thema zu Thema und ich verstehe inhaltlich nichts und das ist sonst anders. Gedankenzerfahren. Ich kann es wohl gut einschätzen mit seiner Erkrankung und die Manie ist weg, die Psychose steht mehr im Vordergrund. Ich sage, dass ich Stimmenhören nicht ausschließe. Er hat auch körperliche Nebenwirkungen und tippelt. Auch der Oberarzt ist nicht zufrieden und will die Medis noch mal umstellen. Das dauert bestimmt noch 4 Wochen und er muss Geduld haben. Ich bin der Boss und alles was ich befehle will er machen. Ich bin mächtiger als seine Schwester. Wenn es ihm besser geht, treffe ich mich mal mit ihm in der Wohnung. Er will lieber Kaffee trinken bei Jaqueline. Ich sage, Wohnung wäre mir aber wichtiger. Dann kann ich ganz geil mit der Bahn durchfahren bis Herrenhausen und fahre zu Frau Dackelmischling. Er versucht mich zu dominieren und wenn er abblitzt ist er ganz irritiert. Ein süßes und schlaues Kerlchen, der superweich ist. Ich kann es kaum erwarten ihn zu streicheln, aber erst wenn die Initiative von mir ausgeht. Ich würde ihn nehmen, wenn sie in den Urlaub fährt und sie würde einen gut erzogenen Hund zurückbekommen. Der ist unterfordert und gelangweilt. Leute sagen ihr, ich hatte auch mal einen Dackel und er ist tot. Das machen Leute unaufgefordert bestätigt der Mann vom abW, der Bernersennen Hunde hat. Er hat mit Dorffrauen 95 Gläser Kirschmarmelade eingemacht am Wochenende mit Balsamico, Gin und anderen Beimischungen. Der Kirschbaum wurde gefällt, weil der Hund die Kerne frisst. Das ist auch ein Zeichen von Unterbeschäftigung und dann ist die Lösung den Baum zu fällen? Die Leute sind zu faul ihre Hunde zu erziehen oder sich damit auseinander zu setzen. Sie hat leicht Stimmen, die ihr sagen, dass sie ein Mädchen getötet haben und dann liegt am Geldautomaten ein Foto von einem Mädchen und Hubschrauber, die kreisen aber es geht. Die Wohnung soll renoviert werden und beim Gehen sagt sie mir, dass ich sehr süß heute ausschauen würde. Sie hatte uns ihre neuen Jeans vom Trödeltreff gezeigt für 1,- €, eine mit Goldapplikation auf den Taschen. T-Shirts für 50 Cent und hatte mir Cranberry-Saft mit Eisen serviert.

Mittagstisch im Werkhof. Ich lasse Stephan etwas warten. Tolles Plakat, auch richtig geiles, kleines Format von Lehmann Brothers Hannover mit: Papa, schick Geld, aber ich hänge es nicht ab um es nach München zu schicken zu meinem Cousin, sondern lasse es da wo es ist. Der Mittagstisch ist wirklich unterdurchschnittlich, mehr kann ich nicht geben. Versalzene Pasta, trocken. Beuteltee, halb voll. Dann auch noch eine Sprengelfrau vom abW die sich bei mir ausquatschen will während ich esse. Das verdirbt mir zusätzlich den Appetit. Mein Kollege, der Strafverteidiger hat großen Artikel in der Taz, dass ihm über spezifische Probleme mit Nordafrikanern nichts bekannt sei. Die Bedienung macht mich darauf aufmerksam, dass mir dienstliche Post aus der Tasche gefallen ist. Sehr freundlich. Ich hatte bei Schulenburger Landstraße schon an meine Betreuten gedacht, ob ich den spontan besuchen kann, das wäre ja mal ein Versuch wert gewesen. Die Haftverschonung wird abgelehnt, weil er zu gefährlich sei, aber wenn ich ihn nach Betreuungsrecht unterbringe kann er auch keine Straftaten mehr begehen und ist besser aufgehoben im Heinemannhof als im Knast. Ich muss mich kümmern.

Ich bin sehr schmerzempfindlich, die Haut am Unterbauch, der untere Rücken, das rechte Knie, alles, alles unfit wie bei einem Virus oder Zeckenstich. Stephan geht es ähnlich. Wir sind froh als wir wieder in Linden sind, hier ist es auch gleich viel wärmer. Menagerie Erbsensuppe mit Minze und Spitzkohlquiche. Das wäre die bessere Wahl gewesen. Kaffee und Kuchen gibt es hier. Telefonat mit meinem Bruder, der dann bis 03.08. Urlaub hat. Das gönne ich ihm. Ich bin nicht nervös, hat Zeit. Ich habe irgendeinen neuen Antikörper, der auf irgendwas Autoimmunmäßiges hinweist. Wann wir wieder kommen. Er hat meine Leidensgeschichte gelesen und erinnert mich an die Krankheiten, die ich noch habe wie Endometriose. Das erklärt auch vielleicht die Beschwerden und Schmerzen in den anderen Organen. Wir sind beide der Meinung auch diese Veranlagung mit der Nase zu haben und sind gespannt, wie gut sie das hinbekommen und wie schön er danach ist.

Pipi soll einen Film machen mit meinem weißen Regenmantel. Ich will mitspielen um jeden Preis und mache alles. Ich habe schon dramaturgische Idee. Ich mit dem Mantel die Straße entlang laufend und da läuft ein Film auf dem Mantel, dann hänge ich den Mantel in die Garderode und der Film läuft weiter oder auch Unterwasser mit dem Mantel. Würde auch gehen. Muss ihr mal schreiben auch wie schön in Raum in der Pinakothek ist und wie cool ist es da rein zu gehen. Das ist fast als würde man sie besuchen. Als ich ins Büro komme, wird die Gemüsekiste gerade angeliefert. Da darf man sich bedienen und zwischen dem Obst liegt eine rote Paprika, sieht sehr verlockend aus. Der Kollege bittet mich privat um Rat. Direkt fragen, es klingt immer so verklausuliert und therapeutisch was er mich sagt: wie geht es Dir damit. Schwachsinn. Paps hatte den langweiligsten Tag seines Lebens. Meine Mutter ist ungeduldig, weil der Chefarzt nicht antanzt und auf dem Sprung nach Hause. Sie ist wie ich. Paps hatte EKG und Fotos aus allen Perspektiven, selbst Glatze von hinten sowie Geruchtstest und er hat 12 von 12 Punkten erreicht. Er soll sie sich bloß nicht zu klein machen lassen. Nein, die muss groß bleiben. Das hätte Einstein als Besonderes an sich beschrieben, nicht etwa die Intelligenz, sondern große Nase, harte Stirn. Genie kann jeder mit einem IQ über 120 werden, also jeder sechste. Entscheidend ist der Wille. Steffis Erzieherin war geschockt, dass er sich die Nase machen lässt. Die sei doch schön.

„Liebe Pipi, wir waren Do-So mit Freunden aus Hannover in München. Spießig ist es da und die glotzen wie bescheuert, sonst gibt es viele Biergärten, unheimlich viele. Tagsüber Radler trinken macht doof. Die haben außerdem eine Oper mit 2 Giftshops und 5 Rängen, gefüllt mich wahnsinnig schönen und gut gekleideten Frauen jeder Altersstufe. Wir waren in der Pinakothek der Moderne, weil Michi sagte, dass es da einen Pipi-Raum gibt. Das hat Sonntag nur 1,- € Eintritt gekostet und so die Reisekasse geschont. Ich habe mich gefühlt, als wäre ich bei Dir gewesen, es war so vertraut und einfach herrlich. Das ist schon schön, wenn man sich so einen Pipi-Raum leisten kann. Das hätte ich auch gemacht, wenn mir das Museum gehören würde, aber ich hätte Eye Ball Massage gekauft. Ich mag es noch größer. Dann habe ich überteuert einen weißen Sommer- (ein wenig Regen hält er auch ab) mantel in München gekauft (second hand) für 49,- €. Als ich ihn heute getragen habe, wollte ich, dass Du einen Film darauf projizierst. Ich habe schon dramaturgische Ideen. Film im Film. Ich laufe die Straße entlang mit dem Film auf meinem Mantel und den hänge ihn in die Garderobe und der Film läuft weiter. Genial, oder? Ich bin scharf darauf in Deinem Film vorzukommen und mache alles was Du willst. Unter Wasser geht auch, mit oder ohne Mantel…. „.

Ja, stimmt, wenn die unten im Urlaub sind müssen sie vorher die Fahrräder losketten, sonst wird das ein Problem, wenn die Pflasterarbeiten los gehen. Gute Idee. Der Dicke im Rollstuhl kommt durch Sohnemann in Bedrängnis, der haust bei ihm, klaut und sprüht die Wohnung voll und auch den Fahrstuhl des Behindertenhauses und gefährdet so den Mietvertrag seines schwerbehinderte Vaters. Der macht einfach was er will. Die Großeltern sind involviert und versuchen ihr Möglichstes. Wenn diese Jugendlichen außer Kontrolle geraten. Das ist immer wieder arg. Liberale Einziehung und zu wenig Strukturen. Aus 4 wurden 35 Hippos auf der Farm von Esbobar- das ist cool.

Das Chi-Yoga wird vertreten durch eine Asiatin, die keine oder wenig Unterrichtserfahrung hat und ist kaum Yoga, sondern schnarchig und manchmal weiß man auch nicht was sie von uns will (wir sollen durch den Raum gehen? Sonnengruß frei oder die Variante, die sie gezeigt hat), aber vielleicht genau das Richtige, immerhin sind die Füße durchblutet und ich habe mich nicht überfordert. Ich koche Möhren, der Hartkäse schmeckt mir nicht so. Paps wird nicht operiert, seine Nase sieht zu gut aus, das kriegen sie nicht wieder so hin. Er hat wohl auch mit Salz Spülungen gemacht und das hat auch geholfen. Er hat noch mit einer Kollegin von der Uni Erlangen einen Wein getrunken, statt gleich nach Hause zu kommen. Meine Mutter kocht. Nachts habe ich wieder latente Schmerzen, die meinen Schlaf behindern. Muss dringend Buscopannachschub holen.

06.07. Klaus bei meinen Eltern treffen. Da stört meine Schwester nicht und er kennt sie ja. Auf einer Monsterskala ist sie schon im oberen Feld anzusiedeln, weil sie auch auf einen zukommt und nicht nur in der Ecke sitzen bleibt. Aber das ist auch nicht jeder gleich empfindlich und manche können das ab. Ja, ich habe Frederiks Geburtstag verschwitzt und bin scheiße. Ich lasse trotzdem nur bedingt Druck auf mich ausüben. Paps hat richtig doll Mitesser und die Nase ist entzündet. Das geht bei mir noch. Paps sagt, ich bin tapfer, was ich so aushalte. Das wären wir wohl alle, wir Haarers. Ich will Anna noch mal anrufen und meinem Kollegen von seinem Lieblingsfeind unter den Wirten erzählen, der jetzt TV-Star ist.

Die Frau, der die Mitarbeiterin der Kollegin einen Termin bei mir gegeben hat und die schon mal da war ist nett. Sie arbeitet und bekommt ergänzend SGB II. Wegen Erbschaft Vater oder Bruder über 2000 haben sie Leistungen abgelehnt. Was ist mit dem Freibetrag? Sie hat alles schon kopiert dabei und besorgt den Beratungsschein.

Elisabeth um kurz nach 10. Warum, sei es nicht nachmittags. Sie hatte schon Besuch, der Arzt war da, drückte das Fenster hoch und sie dachte es sei André und habe gerufen und hat ihr eine reingehauen (zeigt Faust gegen das Gesicht) und plötzlich roch alles nach altem Männer Orgasmus. Kaffee muss er woanders trinken habe sie ihm erklärt. Es ist wichtig wie sie den Kopf halten für Passfoto, sie zeigt schräg zur Seite und ob sie auf ihre Rechte verzichten. Wünscht mir viel Spaß in Frankfurt nächsten Mittwoch (ich habe ihr eindeutig zu viele Informationen gegeben). Sie wirkt heute viel geordneter. Das meldet auch die Steuerkollegin und der Arzt wundert sich, was als geordneter bei mir gilt.

Ich gehe zum Bürgeramt, wo es heute voll ist. Ein Typ begrüßt mich mit Namen. Ich erkenne ihn nicht wieder. Er meinte, er habe gerade von mir gesprochen. Er hat wohl mal abW in einer Betreuungssache von mir gemacht und er hat mit der Klientin mit der er da ist über Betreuerwechsel gesprochen. Dass die Leute immer gleich den Namen auch parat haben. Das ist mir ein Rätsel. Ein älterer Mann erzählt niedlich, dass Sachen von ihm noch gekennzeichnet werden müssen und wegen der kleinen Verpackung wie Marmelade und Honig. Die seien so fest, dass er sie alleine nicht aufbekommt. Der Typ vom Bürgeramt ist nett und verweist an die Kollegen einer Samtgemeinde wegen Personalausweise meiner Betreuten. Vor der Tür treffe ich den verkappt schwulen Sohn einer früheren Betreuten. Cool sieht er aus, mit verspiegelter Sonnenbrille und lässigen Schuhen. Wie geht es seiner Mutter. Ach so, die ist tot. Sorry. Aber er wohnt doch in Ricklingen, oder? Nicht mehr lange meint er, er ziehe nach Groningen. Das sei eine schöne Stadt und nachdem die letzte Beziehung wieder nichts geworden sei, halte ihn hier nichts. Er habe da schon mal in den 80ern gewohnt und sei wegen seiner Mutter zurückgekommen, weil die immer mit Suizid gedroht habe. Ich wünsche ihm alles Gute.

Ich sage der Anfrage ab. Wenn hier ein Anwaltsschild hängt, dann ist das nicht nur so, sondern wir sind eine Außensozietät und haften für berufliche Fehler des Kollegen. Das macht man kaum für Leute, die man richtig gut kennt geschweige denn für einen Unbekannten um den einen Gefallen zu tun und das sieht jeder Kollege ein. Mittag essen leicht versetzt. Es geht um den Fragebogen Stephanusstraße, den jeder Haushalt nur einmal abgeben darf. Wenn man sagt Einbahnstraße heißt das nicht, dass man nicht lieber Anwohnerstraße oder Fußgängerzone will. Man stimmt abgestuft jedem der Vorschläge zu. Man wird auch gefragt, ob man es in Kauf nimmt, dass dann Parkplätze weg fallen. Der Kollege lädt uns auf ein Eis ein. Mein Mann muss 2 Premiumkugeln nehmen. Avocado und Sonnenblumenkern. Avocado war früher normal bevor man die Sparte Premiumeis erfunden hat, was 1,80 € die Kugel kostet.

Mein Bruder gibt Entwarnung mit der Schilddrüse, den Tumor-Marker würden sie in der Schweiz gar nicht messen, nur bei Krebs und schon operiert als Verlaufskontrolle, weil er so wenig Aussagewert hat, aber an einer OP kann man schon denken, aber die muss gut gemacht werden. Das lasse ich dann bei ihm in der Schweiz machen und zahle privat. Dann gibt es wenigstens Trüffelpasta.

SAS zahlt uns den Zug, Mehrkosten beim Essen im Hotel und das Momofuko Ko Mittagessen mit allen alkoholfreien Cocktails auf der Karte? Ich muss Stephan anrufen. Ich kriege mich gerade nicht ein.

Das Bett der Behinderten ist zu breit und sie will es nicht, ob ich das nicht rückgängig machen kann. Nein, geht nicht, habe sie extra noch gefragt und sie hat Sozialarbeiter, die da mit ihr hingehen. Sie weiß wo der Hase lang läuft dann muss sie versuchen zu tauschen. Mir egal. Herr Teheran, 2x auf dem AB, dann in echt. Die Richterin ist nicht die Richterin, sondern ein Fake, hat eine ganz andere Stimme, ich stecke mit dem Landgericht unter einer Deck und bin korrupt. Er traut keinem deutschen Anwalt und will das Konsulat von Aserbeijan involvieren, er will seine Kinder nicht mehr, nur seine Freiheit. Ich muss ihn heute raus lassen, dass er das Land verlasse kann. Den deutschen Pass zerreißt er oder gibt ihn mir. Er ist ganz heiser. Der Arzt sagt, es habe sie so dramatisch verschlechtert mit aggressiven Durchbrüchen, dass er sogar gespritzt werden musste. Was machen die da mit ihm? Ich denke, langsam müsste mein Lumix-Print an Land kommen. Ist das wieder die innere Fristenuhr bei mir? Schaue nach. Ist 3 Woche seit Lumix.

Duncan kann kein Yoga und hat gesagt zur Ruhe kommen nicht auf den Boden kommen, Jürgen!! Kann Männern auch keine Hilfestellung geben, die nicht im Schneidersitz sitzen können. Er selber hat total geölt nach seinem Chi Arme (verdreht nach oben)-Atmen-Kuddelmuddel. Das hat mich nicht ansatzweise befriedigt eher frustriert und dafür zahle ich (!?). Ich bleibe sitzen und werde ignoriert. Eine kleine Yogafrau denkt sie wird die einzige Frau sein. Die Männer sagen, ich soll in die erste Reihe und rücken mir die Matte zu Recht. Loben das total, wie gut ich sei, im Club aufgenommen. Der Typ neben mir fragt ob es wirklich mein erstes Mal war, da konnte er keinen Seitenstütz. Wirklich gut. Ja, meinst Du ausbaufähig? Zu irgendwas muss das Yoga auch gut sein. Ich bin nicht so kontaktfreudig und habe schon einen Freund, außerdem habe ich totales Stechen dabei und wahnsinnige Schmerzen, wieder im Unterleib, dass ich es kaum überspielen kann und dachte durch Sport geht das weg. Freue mich als die Stunde vorbei ist und ich es überstanden habe ohne dass es jemand gemerkt hat. Dann kommt eine Horde Frauen u.a. meine Nachbarin von unten: Fahrräder abketten sage ich ihr. Ja, wollte sie eh machen, hat Plan rumgeschickt. Wie viele Fundamente werden es, 8 oder 12? Zuhause mit Wärmflasche geht es dann.

Neben den Kosten die sie übernommen haben hat jeder 600,- € bekommen. Das könnte ich sofort ins Jante investieren und dort eine SAS Party ausrichten. Ich bin todmüde und gehe nach der ersten Halbzeit schlafen. Heute hätte Bilderbuch in München gespielt auf dem Tollwood. Hätte man die Jungs dann für sich alleine gehabt, richtig intimes Konzert oder hätten die später angefangen (wie Stephan meint).

07.07. Traum: altmodisches Schuhgeschäft. Die mit braunem Pelz sind nicht ganz optimal und auch etwas groß. So richtig altmodische mit Spitze, er hilft mir suchen. Dann die Klamotten, ich sehe sie einzeln. Eine schlichtes graues Kleid, was jemand geändert hat was sich aber zurück bauen lässt, ein weißes und einen Rock, wo innen ein Text steht, man kann in verkehrt herum anziehen, dann ist er doppelt und wie ein Mini-Rock. Das steht alles innen als Anweisung. Es dauert noch ein bisschen, die Sachen sind einfach zu geil und ich muss sie in Ruhe durchschauen. Dann moderne Klamotten wie Turnschuhe und ich sehe irgendwie wie verkleidet aus und schlechter zurecht gemacht als Claudia. Das kann auch nicht sein. Dann irgendwas mit einer Schautafel über durchschnittliche Penislängen und das Maß, was unterdurchschnittlich sein soll kommt mir noch total groß von und das Normalmaß wie Pferdepimmel.

Morgens frage ich mich, was ich an meinem Geburtstag machen werde. Mir fallen kaum Leute ein, die ich gerne einladen würde. Ich bin so unverträglich. Die Jungs aus Hamburg und 2 Mahjongrunden und Harald, Larissa und Steffi extra an einen mahjongfreien Tisch? Stephan hat noch eine Druckerpatrone bestellt und der Kundendienst wird sich mit ihm in Verbindung setzen. Ich bin in Rage. Nicht zahlen, eher schmeiße ich den Drucker weg und nutze ihn nie wieder. Die sollen stornieren und umbuchen, wenn man erst mal doppelt gezahlt hat ist man im Arsch und ich will das nicht – verdammt.

Irgendwas machen, Bowling, habe ich selber keine Lust, Weben, da hat mich das Typ in der Psychiatrie drauf gebracht, der mich aufs Häkeln angesprochen hat, jeder macht seinen eigenen Teppich, Strickmaschine in der Uni bei Steffi, Backkurs im Marinehof, Töpfern bei Mats, japanische Keramik und ins Feuer schmeißen und dann Kochkurs darüber, aber dann können wir auch gleich hier abhängen und Vorspeisen essen. Einen Vortrag über Antisemitismus hatte ich eingetragen. Kunsthandwerk und Propaganda. Aber wer weiß, ob der gut ist. Kindergeburtstag für Erwachsene. Gipsabdrücke der Geschlechtsteile oder eines Körperteils nach Wahl, Reiten auf Islandpferden durch die Eilenriede, Paddeln, habe ich selber nur mittellust. Mehr Betreute einladen und mit denen feiern. Mit denen komme ich wenigstens zu Recht. Im Knast Torte mit dem dementen essen oder Psychiatrie zu Herrn Ihme, den befreundeten Oberarzt fragen was sie da für Kurse anbieten schlägt Stephan vor. Herr Ihme kann die Gipsabdrücke machen. Mehr Kollegen einladen schlägt Stephan vor. Die ganzen Wohnbetreuer, den aus dem Chor und die schwangere Frau Perser. Harald mit Windnormaden engagieren und einen schöne Ausflug. Müssen dann alle in den Bus passen oder Ralf Scherenschnitten oder Aenne, einen Film machen aber Rosa von Praunheim mäßig, mein Ankleidezimmer steht zur Verfügung, wenn man sich unkenntlich machen will. Dann 30,- € pro Kind und sich bespaßen lassen. Wir gehen zu ihr ins Atelier und machen was Lustiges oder sie macht bei uns den Clown. Ja, mit Andrea Andrea bei der Stadt besuchen können wir auch mal. Mein Kollege hat auch immer gute Ideen. Den werde ich mal befragen.

Schöne Runde mit Suki, Fahrräder nicht kreuzen ist verbesserungswürdig, sonst bin ich sehr zufrieden. Dann fragt Jasmin was ich an meinem Geburtstag mache. Mein Betreuter kommt, der wieder Vater geworden ist und sich nicht traute mir das zu sagen. Ich betreue ihn seit 15 Jahren. Ich gehe ja auch mal in Rente, nicht wirklich. Ich bin für Aufhebung, wenn die Verlängerung Ende des Jahres ansteht. Er sei doch ein leichter Fall. Ich mag aber Herausforderungen, wo ich noch was reißen kann. Er hat Zeit und Liebe für seine Kinder, aber auch der Sohn im Kindergarten will ein Spätschichtkind sein und fragt, warum er nicht arbeitet. Das könnte noch zum Problem werden. Er will nicht mit der Kindesmutter zusammen ziehen. Das würde nicht klappen außerdem wohnt seine Mutter in Hannover und die will er unterstützen und fühlt sich ihr verbunden. Das liegt daran, dass er solange bei ihr war auch als es ihm schlecht ging, das schweißt zusammen. Ja, er ist ein leichter Fall, dass ist doch gut so. Ich denke schwere Psychosen und Stimmen hören kann er sich auch vorstellen, etwas Psychiatrieerfahrung hat er ja. Er stimmt mir zu. In Hameln sind viele Desolate, die als Betreute für mich in Frage kommen. Das finde ich rührend, wie er sich um meine Rente, wahlweise leichte Fälle, dann neue Fälle für mich, Gedanken macht. Das muss nicht sein. Ich komme zu Recht. Er hat das Zimmer nicht verlassen, die Schule geschwänzt und war abgemagert und computersüchtig als ich die Betreuung übernommen habe, jetzt hat er 2 Kinder. Es gab schon eine persönliche Entwicklung. Die Konflikte und das schlechte Gewissen, dass er nicht arbeitet, kann man durch die Betreuung nicht weg machen und er kommt zu Recht und weiß wie man das mit den Ämtern macht, außerdem bin ich nicht aus der Welt, wenn wirklich mal was sein sollte. Was Portugal ist im Endspiel. Das ist ja schlimm. Mein Bruder rät zu einem Operateur in Hamburg. Herr Afghanistan will aus der Langzeiteinrichtung zu seiner Mutter ziehen.

Können wir diesen Fahrradstellplatz nicht mit Markus bauen. Die sollen in den Urlaub fahren und sich überraschen lassen. Fundamente und Konstruktion wie für ein Hochhaus oder zumindest eine Parkhochhaus. Es geht doch nur um ein klein wenig Dach für ein paar Fahrräder, Herr Gott nochmal.

Wir fahren zur Geibelstraße und der Mittagstisch ist total lecker. Auch die Vor- und Nachspeisen. Stephan hat einen schwarzen Reis als Nachtisch. Der beste Inder der Stadt war die Ansage des Mitbewohners. Das Missverständnis klärt sich dann auf durch einen Blick auf dem Fenster. Suki will zu einem Kleinkind was sich nach ihm verzehrt. Brainstroming mit dem Kollegen. Er findet was auf dem Wasser gut. Paartest ist nur so mittel für einen Geburtstag geeignet, gut, große Schuhe hat er schon mal an. Der Kollege ist offen für Psychiatriespaß, wir leisten Widerstand lassen uns von Pflegern 5-Punkt fixieren oder ich zahle Herrn Ihme als Partyunterhaltung, der ist billiger und kann Porträts von den Gästen malen oder einen Backkurs machen (veganen Marmorkuchen hätte ich gerne). Mit der Transall fliegen. Das wäre ein Traum. Leerstehende Wohnung im Ihmezentrum. Da drin essen und feiern. Glas blasen. Das würde ich mal gerne. So verliebt wie ich in diese Murano-Sachen bin. Das würde ich als Handwerk aussuchen. Tag der offenen Tür bei IBM. Die hatten einen Glasbläser, der die Laborsachen gemacht hat. Stephan hilft dem Kollegen beim Altpapier entsorgen. Dann darf das Eis oder der Nachtisch ruhig mal 2,- € mehr kosten.

Der russische Alki will sich Morgen von Mama zur Anhörung zum Betreuungsgericht fahren lassen und dann gleich nach Wunstorf zur Entgiftung.

Meine Eltern wollen Samstag zu einem Prof auf eine Feier. Wir kommen alleine klar, mit oder ohne die Hannoveraner Freunde. Bayreuth hat leckere Griechen. Käsefondue ist nicht mehr, der Freund ist bei ihr ausgezogen. Ich glaube der hat Probleme mit Monogamie und das war schon früher so bei der Frau mit der er zusammen war als wir uns kennen gelernt haben. Ich wäre bei so was sehr misstrauisch, weil es sich meistens wiederholt und ein Muster ist was sich nicht durchbrechen lässt, weil es weniger an den Frauen liegt, die betrogen werden, sondern an dem Mann. Das fällt mir auch jetzt erst ein. Grill und Skate ist erst am Samstag. Auch gut. Ich bin wieder hoffnungsvoller und die Schmerzen scheinen auch abzuklingen. Das hält nicht mal ein Haarer durch. Tagsüber immer Angoraunterhose. Das kann man auch keinem erzählen. Schilddrüsen-OP glaube ich aber nicht. Wenn nicht mal der Unterleib mich ausreichend leiden lässt, dann wohl kaum diese kleine Baustelle.

Ich scheiße den Fahrradschrauber zusammen, dass er ein Wicht sei und selber schuld mit seinem eigenmächtigen Kontowechsel zu dieser Amateurbank und mir das jetzt scheißegal sei was auf seinem Konto passiert. Er hätte Depressionen. O.k. bin ich weder nett. Wünsche meinem Kollegen ein Hangovermäßiges Männerwochenende in Stockholm mit Filmriss und wer ist der nackte Mann im Kofferraum und so. Jetzt noch ein paar Jahresrechnungen. Ja, auch der Hund hat keinen Bock mehr. Habe noch 10 Minuten. Lidl. Der Typ vor mir kauft 2 Paletten Red Bull und nimmt die Ice Age 2 Aufkleber nicht mit, das tue ich dann. Der neue ist mit Weltall und so, neue Figuren, ein Hase mit großen Zähnen und geflochtenen Haaren? Wir sind mehr als sonst und die Trainerin kommt durcheinander, weil sie hier unterrichtet, in der Werkstatt und bei Aspria und einen normalen Beruf habe sie auch nicht und dann weiß sie nicht, woher kennt sie die Leute vom Krankenhaus oder vom Yoga. Das Hängeyoga fordert den Teilnehmerinnen wieder viel Geduld ab. Die eine fragt schon nach einer Fortgeschrittenengruppe „Master Class“ heißt das dann hier. Die Lehrerin, deren Tuch auf einmal zu tief hängt (und das nach den ganze Kontrollen zu Beginn der Stunde) verkündet: „Wir machen 5 vor halb Schluss, weil ich denke mal wir wollen alle das Spiel sehen“. Die Schwierige in der Gruppe: Ich schaue eigentlich kein Fußball. Ich mit meinem Basilikum nach Hause. Etwas Spiel und der Bauch zwickt wieder (ist nicht ganz vorbei), aber dann doch ins Bett.

08.07. Der Wecker weckt uns brutal um nach halb 9 und alle Träume um Skilifts, noch einmal hoch fahren und den Pass ausnutzen, meine Schwägerinnen, Mode und krasse Einrichtungen was da war sind irgendwie heute zu kurz gekommen. Ich muss mich um die Wachspflanze kümmern und da einen Schlussstrich ziehen, d.h. irgendwie eine krasse Veränderung mit nachschneiden was nicht verbrannt ist und Standortwechsel. Bei Steffi ist wohl die Klingel abgestellt und er schaut mich ein Mann mit weißem Hemd an aus dem dunklem Zimmer. Warum lässt mich Jan nicht rein frage ich mich. Das war nicht Jan, sondern ein Übernachtungsbesuch. Um 5 vor 10 breche ich auf und die Betreute wartet schon. Habe wieder eine Spinne auf der Schulter und dann Schreibtisch. Wir sind hysterisch um die Wette. Wenigstens ins Treppenhaus. Dann noch eine an der Wand. Sie ist misstrauisch ob och ein Nest hier habe. Das war vielleicht die von neulich an meinem Hals. Die befördere ich richtig nach draußen mit viel kreischen und Blatt schwenken. Sie ist traurig, dass sie mich bald verliert. Wir reden darüber Ermittlungsverfahren und dass das Arbeitsamt einen Knall hat und über Hartz IV Dynastien. Der jetzige Vermieter will keinen Nachmieter, er ist eingeschnappt. Sie machen in Ruhe und renovieren und sie bleibt dann in der alten Wohnung, die näher ist an der Schule und sie machen das Beste daraus.

Die Schwester von Herrn Schmalehand hat angerufen und Angst vor der eigenen Courage. Ich rufe sie nicht zurück, sondern fahre hin. Falsche Station, auch Hibiskus, meiner wird operiert, nein, der Name ist nur ähnlich. Meiner ist gelb wie ein Asiate (man sieht, dass die Leber nicht arbeitet oder ist vor lauter Tai Chi Ehrenasiate geworden) und hat keine Zähne im Mund, er krümmt sich und jammert und schreit. Er stirbt hier und keiner hilft ihm. Alle warten, dass seine Blutwerte besser werden und die haben 2 Mitarbeiter für 40 Leute und die machen Dienst nach Vorschrift und er muss warten und ist nicht dran. Die Schwester cremt seine offenen Beine ein und er beschwert sich und beschimpft sie. Ich sage, ich schaue, ob ich was in der Akte habe was ihn aufmuntern kann. Das Jobcenter lädt ihn nächsten Mittwoch zum Beratungsgespräch ein, dabei sind die nicht mehr für ihn zuständig, weil er Rente bezieht. Ob wir uns dann Mittwoch um 9 Uhr in der Vahrenwalder Straße treffen, ja, da muss er lachen. Dann die junge Ärztin. Sie wissen nicht was er hat. Das Wasser im Herzen führt zum Rückstau in der Leber und die gibt langsam ihre Dienste auf. Sie wollen ihm ein Fenster in die Herzkammer bauen, dass das Wasser abfließen kann, aber die OP würde er nicht überleben, sondern verbluten. Das Blut ist sehr dünn. Er bekommt Entwässerungstabletten und davon fühlt er sich schlapp bei seinem niedrigen Blutdruck. Er kann nicht mehr und will nicht mehr leben und fragt nach Sterbehilfe. Hepatitis hat er nicht, Tumore finden sie nicht. Irgendwelche Tumormarke sind 100fach höher als im September. Jetzt testen sie noch eine Autoimmunhepatits und wenn es das nicht ist sind sie am Ende mit dem Latein. Aber irgendwas ist doch akut am Laufen so wie er sich in Wochen verschlechtert hat. Er wusste nicht, dass es so schlecht bestellt ist um seine Leber. Alkohol spielte nie die Rolle und Drogen nicht. Cannabis. Ob der das noch nimmt will die Ärztin wissen. Seit Sie im Krankenhaus sind, kiffen sie nicht, oder Herr K? Er lacht. Außerdem ist Cannabis nicht dafür bekannt die Leber kaputt zu machen. Ich versuche ihn etwas aufzubauen, er sagt auch, er könnte Besuch gebrauchen, aber wir haben keinen. Ich gehe seine Kontakte durch und der ehemalige Vermieter, Fachbereich Finanzen, nichts was wir gebrauchen können. Er sieht aus wie Mr. Burns von den Simpsons denke ich mehrfach. Die Schwester hat die Hühnersuppe vergessen. Sie ist so doof, was hat sie denn im Kopf? Das war doch das wichtigsten, der braucht Brokkoli oder Kohl, damit das Blut dicker wird, er heult. Sie will auch gehen (er: was Du gehst schon), sie kann nicht mehr und will zu ihrem Mann, der wartet. Er soll nicht immer liegen, im Rollstuhl nach draußen ins Grüne, das baut auf. Raus will er nicht, sagt die Schwester. Ihm ist kalt wegen der Entwässerungstabletten würde er frieren bei 24 °. Für Eitelkeiten haben wir keinen Platz, zeige ihm meine Wollhose, egal, wenn das hilft und einem besser geht. Alles scheiße. Ich stimme ihm zu, aber psychisch ist auch wichtig. Die Unsicherheit macht ihn fertig und das verstehe ich. Heute ist noch mal Blutentnahme und Ultraschall. Das sei nicht schlimm und der Arzt, die Choriphäe wäre doch ein Kumpel von ihm mit dem sei er doch so (hacke die Zeigefinger gegeneinander). Warum hat er keine Blumen, wenn die andere Schwester als Gärtnerin in der Herrenhäuser Gärten arbeitet wundere ich mich. Ich melde mich nächste Woche und will dann wissen, was raus gekommen ist und was sie planen und komme vorbei. Die Schwester sagt es wäre sehr hilfreich, dass ich da war. Die Ärztin hätte ganz anders mit ihnen geredet jetzt wo ich mich dahinter klemme. Ich bedanke mich, dass sie jetzt da ist und sage, da sei nicht einfach auszuhalten. Ich sage, selbst wenn sie operieren könnten, würde die Leber versagen und dann stirbt er daran und eine Transplantation (MHH, was sie sagte) da muss man erst Recht fit für sein, schwere OP und Warteliste. Ich sage, vernünftige Schmerzmittel sollen sie ihm geben. Schwerer Besuch.

Will was essen gehen, aber Stephan ist nicht zuhause sondern bei der Steuerberaterin. Harald ist bereit den Zeremonienmeister zu machen und einen Radausflug mit Picknick an meinem Geburtstag. Kleine Gruppe. Das ist gut. Die Nachbarin ist sauer, weil ich sie an das Räder abketten erinnere. Sie sei nicht doof (was zu beweisen wäre). Ich schreibe, es sei nur eine Erinnerung wegen Urlaub und da könne man auch mal was vergessen, sie soll nicht gleich so beleidigt sein.

Die geistig Behinderte hat das Bett umgetauscht und einen Sessel der ausschaut wie Formel eins. Das Bett ist rot und passt immer noch nicht in die Bettnische, aber sie will es so und das Sofa soll dann weg. Kino am Raschplatz OmU aus LA. Das klingt gut. Ich frage Markus und Steffi.

Noch mal das Casemanagement vom Siloah, ob sie einen ehrenamtlichen Besuchsdienst haben. Nein, so was würde es nicht geben und er will ja wohl nicht mehr. Ja und, ist tut ihm gut, wenn jemand da ist und bei ihm sitzt und mit ihm Fern sieht. Seelsorge? Ja, aber ist gerade Urlaubszeit und sie weiß nicht, ob evangelisch oder katholisch (ich frage mich was das für eine Rolle spielt und sage: ich melde ihn mal für beides an). Die kommen auch nur alle 2 Wochen und andere kommen alle 2 Wochen und fragen, ob derjenige eine Zeitung will. Jemand der sich dazu setzt, das gibt es gar nicht. Armes Deutschland denke ich. Soll ich da am Wochenende hingehen, eine Hühnersuppe mitbringen Fäden vernähen, es organisieren, dass ein anderer Betreuter von mir da hin geht. Die Schwester kommt Morgen wieder. Immerhin und an die Suppe will sie auch denken. Kann aber sein, dass sie ihm nicht schmeckt.

Stephan kommt nach über 3 Stunden schwer bepackt mit Steuerunterlagen, eigenen und fremden und hat mein Paket abgeholt und musste für Körperlotion, Seife und ein paar Nüsse 7,- € nachentrichten, weil es teurer als 26,- € war, Mehrwertsteuer und sie haben natürlich gefragt, ob es Nahrungsergänzungsmittel seien. Auch scheiße, das Geld, der ganze Aufwand, aber an so einem Tag brauche ich mich darüber nicht aufregen. Stephan muss noch den Stimmzettel für die Stephanusstraße mitnehmen und abgeben. Ich googele einen Hospizdienst und spreche denen um 15:08 auf den AB (Geschäftszeiten bis 15 Uhr), bin durcheinander und sage meinen Namen 2 x.

Mit Heinz Ehrhard formuliere ich eine Patientenverfügung und danach ist mir heute gar nicht zumute. Hospiz, kostet das extra? Dann will er es nicht und künstliche Ernährung, das wird auch teuer, wenn man dann länger lebt und wer zahlt das? Ich mache das so gut es geht und ernte viel Zuspruch: ohne mich wäre er verloren und könnte sich in ein Loch verkriechen und ich bin immer so bescheiden. Er will mir Geld für die Kopien geben. Er will eingeäschert werden und ich erkläre den Unterschied zwischen einer Bestattungsvorsorge und einer Sterbegeldversicherung, denn Versicherungen hat er schon genügend unsinnige. Er will meinen Rat. Organspende, er sei eigentlich dagegen und wenn man fragt warum kommt von: „da kann man sich was einfangen“ bis hin zu er wird eh verbrannt. Ja, also!?

Zehn vor 5, Herr Teheran, ich habe ja jetzt schon Wochenende und er wollte nicht stören…dieses ganze, Pseudoentschuldigungs-keinem-Arbeit-machen-Dings kann er sich an den Hut stecken. Ich beende das Gespräch mit: ich habe keine Lust mehr. Die weiteren Nachmittagstermine kommen offenbar nicht. Dafür rufe ich die Ossis an, denen ich einen Personalausweisantrag mit Foto und allen Daten von der Samtgemeinde Wathlingen gefaxt habe, dass ich davon ausgehe, dass der Rentenantrag entscheidungsreif ist und sie mir sonst erklären dürfen, warum das nicht ausreicht und welche Infos ihnen fehlen. Ich höre raus, dass es ihnen darum geht, dass die Betreute wirklich lebt. Das kann ich doch bestätigen: Vollpfosten.

Aufpasser der Üstra stehen vor unserer Tür. Ist das notwendig? Im Garten treffe ich die Miteigentümer. Statiker im Urlaub, wer will die Verantwortung übernehmen, wenn der Wind mal ungünstig steht. Ich melde mich gleich. Was ich nicht auf mir sitzen lasse ist, dass ich die sei, die sich als erste beschwert wenn es wackelt. Das glaubt selbst die junge Frau nicht, die dabei steht und mich das erste Mal sieht. Ich kann die Verantwortung übernehmen für die Gurken, aber nicht für den Retroroller. Das ist immer alles total überdimensioniert in Germania (ich sage nur Heizkörper im Schlafzimmer, wegen Nasszelle, füllt die ganze Wand und war noch nie über 1 an, ist berechnet für Dauerbaden und Außentemperaturen von minus 50 und selbst dann würde man ihn nicht brauchen) oder ein Dach aus Folie, das ist dann überschaubar wenn es abweht oder schön Wellpappe. Aber das ist dann wieder laut bei Niederschlag und die Nachbarn beschweren sich. Ganz viel Beton muss gemischt werden und alles schwierig. Spreche sie auf Pilates an. Das sei Sturzprophylaxe. Ah hah, das hätte ich mir denken können. Hauptsache sie macht die Räder ab. Kann es mir gerade verkneifen sie noch mal anzusprechen (habe im Treppenhaus schon das Fenster aufgemacht und mache es wieder zu). Wenn, dann habe ich es schwarz auf weiß, dass sie zu blöd ist. Nähen mit Steffi. Mein Krankenhauselan mit Nächstenliebe wird sich dann erledigt haben und es wird mir reichen, wenn ich das wieder während meiner Dienstzeit mache nächste Woche.

Ich glaube Michi nicht, dass ihm die Blasmusik fehlt. Heute sticht mein Magen ganz böse. Anna hatte es vermutet: Magen. Essen tue ich trotzdem. Ich verstehe das nicht. Kein Organ des Bauchraumes wurde ausgelassen. Ein bisschen Künefe und frisches Baklava geht auch rein. Das Baklava ist richitg warm und klebrig, köstlich eigentlich. Stephan entdeckt das Foodora Zeichen und findet es gut, dass er sich theoretisch Künefe für 3,- € Aufpreis nach Hause liefern lassen kann. Steintor ist nach wie vor die Silly Walks Meile. Wer berechnet eigentlich die Statik der riesigen Markisen und der riesigen Sonnenschirme? Es ist echt deprimierend, aber von meinen Betreuten fällt mir keiner ein, den ich zum Dienst ins Krankenhaus schicken könnte. Die sind alle verrückt bzw. voller eigener Probleme und wären keine Hilfe. Trauriges Deutschland, so viele Menschen ohne Aufgabe und so wenig, die ein Ehrenamt machen wollen oder bereit sind so was wie Krankenhausbesuchsdienste zu leisten. Eine Gruppe junger Männer, gucken wie testotestrongeschwängert und ein sehr Rothaariger dazwischen. Ich kommentiere die Szene mit: „und eine Möhre haben sie dabei“.  Noch eine bunte Tüten mit Lakritze am Weiße Kreuzplatz. Wir treffen Markus, der auch sagt, die Fundamente sind größer dimensioniert als beim Carport. Schlimme Autowerbung und die Message lautet: die Menschen wollen sich frei fühlen wie Vögel und träumen von der Freiheit, aber die Greifvögel wollen Cabriolet fahren und der Vogel setzt sich auf die Rückbank. Haha. Der Film ist viel: bitch, merry christmas bitch, mit dem Taxi zum Sunset Boulevard, Donut Time, come to my show, 9 pm, sie muss für ihren Auftritt zahlen. That’s pathetic, genau wie zu denken, dass der Zuhälter der Freund oder Verlobte ist, die orangefarbene Sonne im Winter, so dass es sich nicht nach Weihnachten anfühlt, sondern wie eine Lüge, die armenische Familie am vollgedeckten Tisch, der Taxifahrer muss noch mal weg, „arbeiten“, er flieht und die Schwiegermutter blickt durch, hat die Kontoauszüge kontrolliert, sie hat auch Leo an und kauft in der selben Boutique wie Sin-Dee Rella, die Hauptfigur, die immer verspricht kein Drama zu machen aber Drama braucht wie andere Sauerstoff. Der Taxifahrer schimpft mit einer Stricherin, die halt den Schwanz nicht weggeklemmt hat, sondern falsch stand und eine Möse hat. Ihhh. Er steht auf Blasen in der Waschstraße und sie kauft ihm einen Duftbaum fürs Auto nachdem irgendwelche megabreiten Typen reingekotzt haben. Der bunte LA Film, Farben wie verzerrt, wie David La Chapelle und Martin Parr, krasse Charaktere, mehr traurig und tragisch als alles andere. Es geht schlussendlich um Außenseiter und Freundschaft. Während sie gerade mitten in der Rache ist und die weiße bitch durch die Stadt prügelt fällt ihr der Auftritt der Freundin ein: fuck, fuck, fuck, fuck, fuck. Sie unterbrechen und gehen dann da hin. Crack rauchen sie alle und der Zuhälter, Chester, stellt fest, das ist gutes Zeug, aber nicht seines und wie heißt Prostituierte auf Russisch. Prostituki? Mir gefällt die Filmästhetik, zum Beispiel der Anfang mit dem Muster auf dem zerkratzten gelben Tisch in dem Donut Laden mit Brandfleck und wie das inszeniert wird, abstrakt, dass man es erst für etwas völlig anderes hält, eine Zeichnung, was Filigranes und die Musik ist auch großartig. Markus braucht einen Gartenschlüssel. Den Film über Wiener Dog („What’s his name?“ „Cancer.“ „Why would you call his dog that?“ „It felt right.“) will ich unbedingt sehen. Soll man mit Dackeln Trampolin springen? Als wir wieder kommen passen sie zu zweit auf und müssen sich irgendwie wachhalten mit Energy Drinks, die Fahrräder stehen unverändert. In Hamburg anrufen was da los ist und geht? Ich bin zu müde.

09.07. Werde vor 6 wach, mache eine Gästeliste (soll ich einfach die Bedienung aus dem Rossi fragen, ich habe einen hohen Verschleiß an Begleitern und Gästen, die Goldreste werde ich jetzt zurück verlangen, bin für einen sauberen Schnitt. Ich bin scheiße, gemein, hinterlistig, fies, habe aber auch den Mut ehrlich zu sein, den Schlussstrich zu ziehen und weiter zu gehen), lege mich aufs Gästebett und genieße die Stille, sogar bei offenem Fenster. Draußen war Schichtwechsel und jetzt ist eine Frau dabei. Die passen auf mich auf. Gut, dass es smart phones zum Spielen gibt.

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Ich nutze Gaffa um einen neuen Holzständer für die Wachsblume zu basteln und schneide sie krass nach. Hoffe, sie überlebt das. Basilikum wird umgetopft, weil den liebe ich zur Zeit und hoffe, er wäscht und gedeiht. Der Aufpasser der Üstra berät eine Oma mit zwei Enkeln. Neue Follower finde ich am Altglascontainer, den Typen, der mich 2 x anstrahlt und mir dann sagt, dass das super ausschaut finde ich auch attraktiv. Dann passt es ja wieder. Stephan beschimpft mich bei Lidl wegen Industrie und Verpackung. Den lasse ich nächstes Mal zuhause. Das bringt nichts. Er füttert mich mit leckeren auserwählten Beeren vom Markt und hat die letzten beiden Stips-Gläser gekauft. Das wird erst wieder im Herbst gekocht, wie Chrystal Meth, hat er Recht. Chia-Brot mit dick Salzbutter und dem süßen Aufstrich. Der Sterbende hatte Chia Samen auf dem Tisch stehen und ich meinte: Vogelfutter und er: wäre eine Mineralienbombe, aber schwer zu verkraften für die Verdauung eben wegen der ganzen Mineralien. Ich: muss man das nicht einweichen. Er macht es sich in den Joghurt und die Schwester bestätigt, dass man das überall rein machen könne. Ich bin müde und liege auf dem Bett. 3 Hütchen habe ich fertig, ein ganz schlichtes aus getrocknetem Seetang was vor sich hinkrümeln wird und dann noch eine Erinnerungsmail an Freelens. Vor lauter Sehnsucht habe ich ein Hütchen aus meinem Lumix-Foto gemacht mit gehäkeltem Rand. Auch gut, wird Massimo freuen. Die Glasperlen aus Venedig werden neu aufgezogen und ich brauche blaues Gummiband aus Bayreuth, muss ich dran denken. Meine Knöpfe aus New York finde ich nicht. Die ganze Tüte für 88 Dollar. Zu viel Zeug?

Dann zu Steffi. Die Rankpflanze am Gartenzaun hat einer schon abgehakt. Gestern wurde Mikrusch getreten von einem durchgeknallten Aggrotypen mit dem sie sich angelegt hat und den sie noch eine Weile danach gejagt hat zur Barcarole und darüber hinaus um Rache zu üben. Sie ist unruhig und will raus. Ich bin dickfällig und Stubenhocker. An meinem Geburtstag gibt es einen Radausflug. Das muss reichen. Mittagstisch werde ich gefragt. Sie kocht sich lecker Pak Choi, wäre am liebsten gleich noch mal zu Mimis. In Thailand ist das Essen noch leckerer als bei Mimis. Den Bericht von gestern gibt es nicht mehr in der Mediathek. Wir sollten in ein paar Wochen überlegen ob wir das zusammen machen im Februar. Das Pak Choi brät sie kurz in der Pfanne an und macht zu viel Fischsoße darauf und dann Kokosmilch. Es schmeckt sehr salzig, aber köstlich, sie tropft was davon in meine Tasche, die da steht, auf den Rock und zeigt mir das Malheur. Bangkok, ihre Lieblingsstadt, sieht schon sehr gut aus. Julia und ihre Geister als neuer, alter Italienfilm. Der sieht sehr schräg aus. Amy Sedaris ist Wäscheexpertin und wird für Wäscheparfum. Ist das die Frau von David und seit wann ist der mit einer Frau verheiratet. Sie hat einen neuen Nachttisch von dem Trödelladen auf der Limmer gegenüber vom Ökobäckercafé mit altem Geschenkpapier in den Schubladen und noch ganz leer. Ich empfehle !The Girl that walks home alone at night“ oder wie der Vampir Film der iranischen Filmemacherin heißt und die düstere Ästhetik kommt gut an. Ich vernähe vor mich hin, sie macht Überweisungen, geht mit Mikrusch raus, holt uns eine Riesenportion Eis vom Lindener Markt, 3 Kugeln Caramel Fleur de Sel, Avocado und Lavendel. So viel, dass ich wochenlang kein Eis mehr brauche. Ihre Mutter hatte Besuch im Krankenhaus und die hatte nicht mal was Ernstes. Vielleicht weil die ein christliches Krankenhaus sind. Die Vietnamurlauber brauche ich nicht fragen wegen Radausflug, die sind noch eine Weile weg. Dann fahren wir zu Luis. Ohne Kaffee draußen wird es nicht gehen, mir ist es eigentlich zu spät, aber da muss ich jetzt durch. Steffi hat eine neue rosafarbene Gabel sich einbauen lassen von Ricarda, hatte sich aber auch an das Leihfahrrad mit Korb gewöhnt. Ich lästere über den behinderten, dicken Hund der nicht laufen kann, ob wir den mitnehmen müssen. Sie ist auch sehr ungeduldig mit ihm, ich strenger mit Suki und bin für anleinen, dass die Leute in Ruhe essen können, gehe einfach nicht davon aus, dass jeder so hundeverrückt ist wie wir. Dort treffen wir die Studioinhaberin und sagen ihr, dass sie wieder öffnen soll und wir vor allem das Samstagsyoga vermissen. Sie lernt Suki kennen, den sie von BM kennt und den „Arschlochhund“ wie ich seinen lahme Bruder nenne. Der sei zu Recht auf Psychopharmaka, weil er nachts mit Bier überschüttet und dann frisiert und geföhnt wird und das vertragen seine Nerven nicht. Wir lernen ihren Freund kennen, er ist schlicht und freundlich und scheint ihr zu bekommen. Es geht um Urlaub in Italien. Wien ist verschoben. Die Tipps behalten ihre Gültigkeit, da ändert sich nichts. Der Freund empfiehlt mir Portugal wenn ich auf Kaffee stehe. Ich empfehle Hochzeit auf Italienisch als Einstimmung für Italien, Stephie mag auch Sofia. Heute sieht man meine Narbe, weil ich sie nicht durch Armreife verdeckt habe und ich werde darauf angesprochen. Dann noch ein Hippstercafé am Schwarzen Bären suchen, schön mit Hunden auf dem vollen Bürgersteig vorbei an den Dönerläden und Mikrusch kackt das dritte Mal. Er tut das gerne extrovertiert von der Straße aus und nutzt den Bordsteig wie einen Klositz. Das ist eine Schnitzeljagd und nichts anderes. Manchmal lasse ich mich auch zu gerne verarschen. Jetzt ist Schluss, ich kenne den Schwarzen Bären und ich will abbiegen. Die Üstra Baustelle gefällt mir, die vielen Zaungäste (90 % Männer mit Kamera und nur 5 % mit Kindern dazu) sind schräg. Oberleitungen werden auch gemacht. Der Typ auf der Hebebühne zeigt mir den Daumen nach oben.

Den Bericht über Thailand gibt es auch hier nicht in der Mediathek. Stephan gefällt das krasse Kleid mit dem weiß abgesetzt besser und auf einmal finde ich den Schnitt nicht so schlimm, die dicken Säcke an den Brüsten. Es muss nicht alles optimal sitzen, darauf ist mein Look nicht angewiesen, schön Gürtel rumgebunden. Geht. Stephan ist doch die Freundin Nr. 1, auch in Modefragen. Optimaler Sitz ist nicht so entscheidend bei mir, ich habe andere Reize. In das andere lasse ich einen neuen Reißverschluss einbauen. Wenn wir in Bayreuth sind hat meine Mutter Steffi. Die Nachbarn haben die Abreise verschoben. Sie fahren auch nach Kroatien, können sie die Steuerkollegin grüßen. Wie kochen Hähnchen und Gemüsepfanne und essen, vor allem Beeren und frisches Shortbread. Es läuft Ninja Warrior und ich habe nur noch 6 Tücher zu vernähen. Was, die spielen nicht um den dritten Platz. Wenn ich mal Fußballtipps gebe. Stephan will Morgen laufen gehen mit Markus und seiner Gruppe. Ich will die Baustellenstille genießen.

10.07. Traum irgendwie Familientreffen. Ich fahren auf diesen Plastikdingern vom Wischmop Ski. Das sieht wohl sehr lustig aus. Habe Echtschmuck im Angebot. Große Perlenohrringe und welche, die eine Goldschmiedin gemacht hat. In der Mitte 50er Jahre Teller und außen verschiedene, bunte Edelsteine. Barbara sagt, die stehen ihr nicht und wann soll sie sie tragen. Dann habe ich diverse Anstecknadeln. Meine Schwiegermutter schaut auch und die eine stammt von ihr. Peinlich, aber dann konnte ich die wohl nicht gebrauchen. Dann haben wir uns von einem Teil der Verwandtschaft nicht verabschiedet, weil ich dachte, die sehen wir noch, aber kommen die nach. Sage Steffi Tschüss, die außen mit Mama sitzt. Wir müssen zum Zug, Stephan brät Fleisch, brauchen nur 1 Minute die dünnen Stücke, ja, aber der Zug fährt in 15 Minuten und wir gehen mit einem Onkel, der nicht so gut zu Fuß ist und ich bin es auch nicht. Ich bin genervt und gehe einfach schon mal vor und schaue, wer es schafft. Es ist 8 Uhr und ich bin ausgeschlafen. Ich schaue den Wochenplan an. Mittwoch ist Frankfurt mit dem Kollegen. Stephan will joggen und ruft Markus an auf allen Kanälen, dann will er alleine, dann lässt er Kaffee durch und geht nicht an den Rückruf. Gästeschlüssel, dann müsste er nicht so viel Schlüssel mitnehmen. Ich bin unleidig und sage, er soll nicht so einen Popanz um das bisschen laufen machen, einfach los und ich schreibe München, will ihm gerade keine Aufmerksamkeit geben. Er soll einfach gehen. Das ist bestimmt böse und unangemessen und nicht nur Freundinnen, die zu Gast sind bekommen ihr Fett weg. Ich bereite Pfannkuchen vor und er bleibt lange weg. Steffi ruft an und fragt nach Segeln, Abenteuer, einem Ausflug. Ich bin im Stubenhockermodus und werde höchstens zum Fädenvernähen auf die Wiese wechseln und auch das ist unsicher. Ich habe genug Auslauf während der Woche und genieße das Stubenhocken. Mein Mann ist joggen. Sie hat nach Flügen geschaut weiß aber, dass wir noch keine feste Zusage gegeben haben. Jetzt ist es 11:30 Uhr. Selber schuld, wenn er nicht wieder kommt. Ich bastele Ohrringe und könnte aber langsam auch frühstücken. Ich fülle das Essen um und tropfe auch Klamotten von gestern voll. Erst mal Wäsche und alles waschen. Stephan kommt, hat Markus getroffen und ist 2 Stunden gelaufen. Viel zu lang schimpfe ich. Er kann verstehen, dass man einen Ausflug machen will. Das sei nicht per se manisch. Na gut, mir ist halt nicht danach. Er darf auch alleine mit Steffi, will aber bei mir bleiben. Ich bade und wasche mir die Haare, wenn mir kalt ist soll ich in den Wintergarten. Das ist allerdings zu viel des Guten. Stephan fragt nach seinen Eltern. Hallo, es ist 13 Uhr, ich bin im Nachthemd. Das muss doch geplant werden, was heißt, er meint es nicht ernst und will es auch nicht wirklich. Will mich erst nach draußen locken mit Flohmarkt, aber was soll ich da, hier zu voll, kein Bock, richtig Wohnungskatze. Er ist dann doch sehr fertig von der Aktion und hat eben doch übertrieben. Ich bin pickelig, mache Bangkok-Ohrringe und eine schlichte Kette aus der Steinmuschi und noch eine Bunte mit einem Gingerbreadman auch Williamsburg. Das erste Mal Ketten seit einer halben Ewigkeit. Pinguin-Gürtel häkeln. Gut, dafür bräuchte ich jetzt Steffi, weil ich das Prinzip nicht kapiere, Essen von gestern. Doku über Zivilisationen von denen ich noch nie gehört habe, die Gärten in der Wüste hatten durch Kanalsystem mit genau 4 % Gefälle. Experten sind ausschließlich schwule Amerikaner. Ich sei so schön prollig stellt mein Mann fest. Matcha-Eis von Lidl auf dem Sofa, basteln, fernsehen, aufräumen, Caro-Kaffee. Die Geburtstagseinladung schnell raus mit der heißen Nadel genäht, wie immer, schicke Outdoorgarderobe und nicht -bekleidung heißt das und Datum wäre auch hilfreich gewesen. Nicht viele, aber diesmal auch meine Cousine. Die hatte ich letztes Jahr schlicht vergessen. Markus sagt als erster zu, er ist ja bei uns am husteln in der Zeit. Steht auch noch unter dem Einfluss des Bitch-Films, wie wir. Die Hamburger melden sich wegen Geolino Verlängerung ob das noch das richtige sei oder gleich zum Playboy übergehen, wie Stephan vorschlägt. Das liegt sicherlich in seinem Interessensgebiet. Viel Arbeit zur Zeit, am Wochenende mit Erholung und Pfifferlingen, leider kein Jante in Sicht. Ein Häkelhütchen mal stärken und in eine krasse Form bringen? Die Ärzte sagen ab, was klar war und die Freundin von der ich mich trennen wollte schlägt mir Jules Mumm trinken vor. Das ist mir dann lieber, ich wollte nur eine Reaktion rauslocken. Jetzt meldet sich St. Gallen, dass sie nicht zur Radtour kommen und mein Bruder sich aber nächstes Jahr frei nehmen will zu meinem Geburtstag (warum das denn, ach so, der Runde, das wird überbewertet und unter Druck setzen lasse ich mich nicht) und dann sind sie jetzt erst mal im Urlaub nur über Handy zu erreichen sind und sonst eine elektronische Pause einlegen. Geolino taugt Frederik noch und dann überlegen wir weiter und ab 16 halt Playboy. Katalin will mit mir telefonieren und ist zufrieden mit ihrem Zeugnis und hat die Noten ins Deutsche umgerechnet und alles Einser und Zweier und sie hat viele Fleißpunkte gesammelt und bekommt nach den Sommerferien einen Kinogutschein vom Lehrer, also Arbeit würde sich schon lohnen. Sie schreibt eine Geschichte über Katzen, weil sie so abartig süße Katzenaufkleber von der Mama geschenkt bekommen hat, auf denen die Hüte tragen und wird von der Mama gelobt, weil sie die so gut beschreibt, eben nicht nur schwarz mit grünen Augen, sondern nachtschwarz mit smaragdgrünen Augen. Sie will halt, dass man es sich gut vorstellen kann. Jetzt erst mal eine Auszeit und Urlaub. Mein Bruder hatte richtig getippt mit Island gegen England und sagt was von einem autonomen Zentrum, was ich in der Schilddrüse vermutlich habe und was man dann eh operieren muss über kurz oder lang, man wird es sehen und dann rausschneiden wollen. Das höre ich nicht so gerne und autonomes Zentrum ist ja erst mal positiv besetzt in der Stadt der Chaos-Tage. Ich sage erst mal: ja, ja. Sage zu Stephan, dass alte Körper ganz beulig ausschauen, gerade die Frauen, habe es neulich in der Umkleide bei Tageslicht gesehen. Er hat keine Angst davor und für ihn bleibe ich immer schön. Das ist süß, aber vielleicht ist es auch eine Frage der Sehgewohnheiten. Buckelwale findet man auch schön, auch wenn er nicht so glatt ist wie ein 17-jähriges Modell. Ronaldo, die alte Heulsuse. Bald ist das auch vorbei. Ich gehe schlafen.

Unser Nachbar – Herr Boateng

30.06. Im Zug, ich bitte einen Typen sich umzusetzen, damit wir einen Vierertisch haben. Nebenan 2 Rentner, die Frau ist jünger und fitter, Geschwister? Sie wirken nicht wie ein Ehepaar. Es geht viel um Feiern und irgendein Kind was sich an heißem Tee verbrannt hat, „aber frage nicht wie“ und 2 Wochen im Krankenhaus war. Der Typ erinnert an missgelaunte Fleischberge, Mundwinkel nach unten, ein großer Sack hängt unter dem dritten Kinn sieht aus wie Jabba the Hutt, der über dem Sudoku einschläft und an den Stift nicht ran kommt, den er auf den Boden fallen gelassen hat. die Jungs erzählen von der Weinbar, man wird gefragt wie viele Leute Alkohol trinken und von 3 müssen 2 Trinker dabei sein. Dann fragt man nach einem leichten Tafelwein und die Frau: da kenn ich mich nicht aus, frage den Kollegen. Kommt mit Glas wieder und welcher ist das jetzt: weiß ich nicht, frage den Kollegen und kehrt nie wieder. Warum nicht um 18 Uhr mit Klaus im Biergarten treffen und vor der Oper was essen. Ach so, dann sind wir schon in der Oper. Bei der Ankunft geht es mir saudreckig. Ich denke Blutsturz, kann nicht mithalten mit einem schnellen Schritt und als würde ich schlechter sehen, alles versagt, setze mich in der Bahn nicht hin und habe Paranoia wegen riesigem Blutfleck. Die Waden zittern in Wellenbewegungen. Die Monumentalbauten erinnern an Wien. Am Hauptbahnhof ist die Straße gesäumt mir Dirndlläden. Wer hat eigentlich gesagt, dass blau-weiß gestreifte Pullover allen Frauen stehen. Ich finde rote Karohemden eher. Wie oft waren wir in München. Hier sind krasse Sachen passiert fällt mir ein. Orgasmus wie ein Kerl im Hotel, dann Pillenumstellung am Gärtnerplatz, richtig legendär, die erste Einnahme. Wir versuchen gemeinsam nachzuzählen. Familienfest am Englischen Garten, mit Feininger im Englischen Garten verlaufen nach dem Tantris, Kutschfahrt mit Susanne im Englischen Garten, Lehel, Hotel war eine Empfehlung von Herrn M, Eisbach. War Paps damals bei der Eliteakademie? Dann zum Bayerischen Verdienstorden, anderes Hotelim selben Block wie das „Opera“ Muss 2006 gewesen sein mit WM. Apartment mit meinen Cousinen, Café Jasmin, englischer Garten mit Schnee. Dann Georgs Ausstellung, Hotel war Empfehlung von Claudia aus Wien, bei der Oktoberfestwiese um die Ecke, Psychiatrie gleich nebenan. Fahrräder, Dallmeyer. Dann im Diskoklo der Vermieterin kann ich endlich nachschauen und es war kein Blut, sondern Schweiß. Die Art der Flüssigkeit kann man nicht sagen, läuft mir seit morgens den Körper entlang. Vermieterin nett, hat mir einen Gutschein da gelassen für ihr Fitnessstudio, unterrichtet Pilates und da geht es um Core, das würde den Yogis manchmal fehlen sagt sie und mustert mich. Es gäbe eine Insel in der Isar, auf der alles erlaubt sein, aber es ist steinig und ohne Badelatschen schmerzhaft dort hin zu kommen. Bei den Haushaltsthemen schaut sie immer mich an. Das gibt einen Einlauf, bloß weil ich die Frau sei, das würde sie missverstehen. Wohnung gut, wir schlafen im rosa Mädchenzimmer, krasse 70er Tapeten, bestimmt nachgemacht, schöner Balkon und vor allem optimal gelegen, gleich neben der Isar und Frauenhofer Straße. Michi macht uns auf den großen Busen aufmerksam, der sogar den Rahmen sprengt. Das Klo hat zu wenig Wasserdruck und dafür das kleine Waschbecken zu viel und spitzt einen voll. Trotzdem: Ich bin happy. So happy es eben unter den Umständen geht.

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Als wir die Karten abholen gehen die Operngäste schon reichlich rein. Hier in der Straße war mal die Boutique von Herrn Mooshammer und das Porträt von ihm und Daisy stand im Schaufenster. Treffen Klaus gegenüber im Spaten, am Platz direkt, nicht um die Ecke im Franziskaner. Das war ganz schön mutig/sportlich um 15 Uhr ankommen, wenn die Oper um 18 Uhr anfängt. Es war später und wir mussten noch Apartment und Leihfahrräder checken. Ich nerve den Ober und prügele mir einen Feldsalat rein, Apfelschorle, die ausschaut wie das Bier. Dann lassen wir die Jungs mit Klaus zurück. Ich hatte nur von den Frauen in der Verwandtschaft erzählt. Morgen mittags treffen auf dem Viktualienmarkt. Ich sage Brunch ist für Babys. Habe zu wenig getrunken und meine Blase spinnt ganz derbe. In der Oper trinke ich bestimmt 6 Liter aus der Trinkflasche, am Waschbecken auffüllen, dann in der Kabine leer trinken, dann wieder auffüllen, am Waschbecken trinken und noch mal voll machen und rein nehmen. Urin kommt lange keiner, dann wird es etwas besser. Oper ist prächtig und lauter aufgebrezelte, gut aussehende und gut gekleidete Frauen jeder Altersstufe. Welche Oper hat schon 2 Giftshops? Fette Kronleuchter, auch Murano darf nicht fehlen und Kunst alt und neu. Wir lernen den Unterschied zwischen Balkon und Rang kennen. Nach dem Balkon kommen die Ränge, wir sitzen im zweiten und es sind noch 2 über uns, also 4 Ränge und die vorderen Plätze sind hintereinander, wie im Bob ist die Bestuhlung. Meine erste französische Oper. „Je ne regrette rien“ musste ja darin vorkommen. Hinter uns sitzen Französinnen. Es ist wie ein Separee und man hat ein Handschuhfach und alles ist plüschig. Mir gefällt’s und auch das Stück ist gar nicht schlecht. Tolle stimmliche Leistung (hoffe, die verdienen so viel wie die Fußballer, knapp darunter meint Klaus dann später) zu wenig Chor für meinen Geschmack, gutes, reduziertes Bühnenbild (ist die neue innerisraelische Mauer erklärt mir Stephan, der es wohl gelesen hat). Kinder gut eingesetzt nicht nur weiß und unschuldig, sondern auch Täter wie kleine Kindersoldaten werfen Steine auf den Juden und dann bewerfen sie sich gegenseitig. Beim Opferlamm und dem Film denke ich da war wer in Berlin im Jüdischen Museum in der Ausstellung zu Issac und Jakob. Diese Geschichte vereint die monotheistischen Weltreligionen. Wenn mir langweilig ist dann fällt mir ein, dass ich mit den Sketchers Schuhen (Vollplastik) ins Wasser kann (weil die Vermieterin eine Insel in der Isar empfohlen hat). Die Butterkugeln in den Glasschalen (Stephan witzelte vorher das seien Snackschalen für mich) waren Vanilleeis, was es mit heißen Himbeeren gibt. Tolle Idee!! 3 Maccarons, die wir uns teilen. Den Preis will ich nicht wissen sagt Stephan. Ich fühlte mich nicht nur scheiße an diesem Abend, ich sah auch scheiße aus, aber die Bilder werden trotzdem nicht zensiert. So war es eben. Schlechtestes Selfie aller Zeiten, ging nicht besser. Irgendwie sieht mein Llächeln auch falsch aus. Nach der Vorstellung Stinkbombe auf dem Klo, mehrere Frauen warnen, dass man da nicht rein könne. 

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Holen Michi ab. Fahren durch´s nächtliche München auf dem Weg zurück, der kurz ist, an allem vorbei, HBH (und das steht für Hofbräuhaus und nicht Hauptbahnhof), Viktualienmarkt, Gärtnerplatz. Schön so herum zu fahren, auch nachts. Mal etwas andere Szene. Sommergewitter und wir fahren durch. Dann „Roter Hahn“, die Kneipe um die Ecke, macht ein Berliner. Sie schauen Polen gegen Portugal aber ohne Ton und zu Punkmusik. Irgendeiner ruft „Du Arschloch“ (wir sind mit dem Rücken zu den Bilder und frontal zu den Kneipenbesuchern, überwiegend Männer). Ich sage zuerst: Kasperle hört Dich nicht und dann: ach, das war Ronaldo. Ja, stimmt, der ist ein Arschloch. Michi will vielleicht nach Nymphenburg. Soll auch nur ca. 15 Minuten mit dem Rad entfernt sein, also ich bin dabei. Stellt fest, dass hier alles so sauber und bepflanzt ist. Ja, auch in so einer Punkrockkneipe sind die Aufkleber alle auf ein Fass geklebt und sonst ist alles clean und klebt nicht. Die Jungs haben lecker gegessen. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Gut, Morgen ist auch ein Tag. Zuhause Blasentee und Wärmflasche. Blase mag schütteln, wenn ich die Hand drauf lege und vibriere. Ich stehe nachts ca. 12-mal auf um zu pinkeln, unterschiedliche Mengen und trinken und immer Unterleib wärmen.

01.07. Dann morgens vor 5 ist es vorbei. Richtig praktisch wäre das Papiermahjongspiel, wenn man es aus dem Karton herausnimmt und nur die kleinen Spielkarten mitnimmt in einer Tüte und die 4 Bänke. Mails schauen, neue Blasentees, neue Wärmflasche, Baumwollstrumpfhose im Bett. Die Blutung ist versiegt, die Unterleibsschmerzen sind geblieben. Irgendwie schlafe ich noch mal ein und dann scheint die Sonne und es ist ca. 9. Ich habe geträumt von meinem Sportstudio, was ganz anders aussieht. Alle sitzen in einem Besprechungszimmer und der Kurs geht nicht los. Die Inhaberin, die gar nicht da ist, sondern nur die Bürofrau würde einen Nachfolger suchen und es ist Krisensitzung. Wir sollen sagen, wer vielleicht – auch übergangsweise- einen Kurs übernehmen kann. Soll ich mal Grace unterrichten? Die Zimmer sind verwahrlost. In einem stehen lauter Pflanzen von mir um die sich keiner gekümmert hat und ich denke, die müssen mal entsorgt werden. In einer wuselt es, lauter Käfer und der Raum ist übervoll mit Fliegen, die sich auf alles draufsetzten. Die Türzarge kaputt und da nistet oben ein Vogel drin. Wer könnte das Studio übernehmen? Irgendwie fällt mir wer ein, den ich fragen könnte. Ein Typ ähnlich meinem Betreuten Herrn Yoga? Der will doch immer freiberuflich arbeiten und Räume einrichten kann er auch. Dass es denen schlecht ging hätte ich wissen müssen seit das Telefon von Herrn Yoga abgestellt wurde, Stephan hatte Post, dass da ein Insolvenzverfahren läuft. Ich denke, dieser Traum hat damit was zu tun, dass ich gestern die eine Movenyo-Teilnehmerin auf der Rolltreppe am Sendlinger Tor gesehen habe. Dusche, nehme ein Handtuch von den Jungs, deren Zimmer noch zu ist. Wir hatten auch welche im Zimmer liegen, die ich übersehen habe. Die Gastgeberin hatte uns Extrahandtücher gezeigt in dem Schrank, falls die nicht reichen. Sie hat ein schönes, buntes Pferd. Heute Morgen bin ich noch in der Küche, erst Übermorgen werde ich den Balkon erkunden.

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Frühstück im Café Baader. Es gibt Burritos und auch French Toast mit frischen Früchten. Die Second Hand Läden haben zu bis 13 Uhr. Am Gärtnerplatz vorbei. Die Häuser sind Rosa und die Bepflanzung entsprechend. Mit Michi fährt man nicht nur vorbei, sondern schaut genauer hin. Er weiß auch immer wie die Männer heißen, z.B. der gerade in Herrenhausen die Bepflanzung gemacht hat. Die krassen Farbkombis gefallen mir. Rot, Rosa, fast Neon, Lila. Ich sage das Ejakulat vom Springbrunnen ist mir zu wenig, auch proportional. Das sieht scheiße aus und dann: wenn wir an denen vorbei gehen sage ich ganz laut: genauso baust Du mir das in Hannover nach. Michi schlägt vor, Wasser der Fontäne einzufärben nachdem ich mir Schaum gewünscht hatte. Genial. Er meint, dann könne man sich das „Kein Trinkwasser“ Schild auch sparen und Recht hat er. Dann Viktualienmarkt Biergarten am Maibaum treffen. Klaus macht einen Tisch klar. Der Typ, der dort schon sitzt ist gesprächig. Klaus erklärt Lektion Biergarten, wie das entstanden ist, der Fremde stimmt zu und ich sage, dass sei doch ein bezahlter Zeuge. Die haben das Fluss Eis eingelagert um das Bier zu kühlen und dann Kastanien gepflanzt, weil die schnell wachsen und verschatten. Die Leute sind mit Bierkrügen gekommen und wollten sich Bier abholen, irgendwann hatten sie eine Brotzeit dabei und dann Bänke und so ist es bis heute. Man kann da sitzen und seine Brotzeit selber mitbringen, kein Verzehrzwang. Das ist schon super. Getränkeberatung: Russe ist ein Radler aus dunklem Weizen (gibt es aber nur als Liter), Riesenbrezel sieht klasse aus und der Schnittkäse wird gesalzen und gepfeffert. Der Fremde erzählt vom Tourismus durch die reichen Araber. Die kommen im August, wenn die Münchner im Urlaub sind und lieben die Stadt. Machen Sightseeing, lassen sich durch die Gegend fahren zum Starnberger See oder zu den Kliniken für Schönheits-OPs. Klaus sagt, die stehen auch auf airbnb wie wir, weil sie dann besser die Hüllen fallen lassen können und keine Angst haben müssen, dass fremde Leute reinkommen oder sie welchen begegnen, wie im Hotel. Er kannte einen Fahrer und der musste in der Mittagspause den Bus verlassen, dann machen sie die Fensterläden runter und enthüllen sich und sind unter sich und er wartet draußen und isst eine Leberwurstsemmel. Dann erzählt er seine eindrucksvolle Heiner Müller Geschichte. Er hat eine alte Freundin aus der Tanzschule in Regensburg, Bettina, in Bayreuth getroffen und die wollte ihm ihren Mann Heiner vorstellen. Die erste Inszenierung Anfang der 80er und er hat den Vorhang geschoben im toten Winkel, erst der Applaus von 2000 Leuten für die Sänger und dann die ganzen Schwarzen und die Buhrufe. Er hatte eine Ganzkörpergänsehaut. Er hat Heiner dann mal gefragt, wie man damit umgeht, wenn man 2 Jahre dafür gearbeitet habe und der meinte, zigarrenpuffend, er solle es nicht weitersagen, aber sie wollen provozieren und gar nicht gefallen und dann der 90 Minuten Applaus nach seinem Tod für dieselbe Inszenierung mit 111 Vorhängen, die gekurbelt werden müssen und nach 5 x muss man den Techniker austauschen. Wir sehen uns in einem Monat in Bayreuth. Dann ist Sommernachtsfest in der Eremitage und er hilft. Seine Tochter macht erst mit 20 Abi, also kommt das noch. Ja, Augustinerkeller ist super und hier gibt es einen neuen Riesenladen mit italienischer Feinkost Eataly heißt das. Ist Kette, war in NY auch angesagt. Wir verabschieden uns. Englischer Garten. Viele Gänse, eine knallt Stephan ins Fahrrad. Hier kann man deutlich besser radeln als im Central Park, wo alles verboten und reglementiert ist, weil ja bekanntlich so viele Fußgänger von Radfahrern überfahren werden. Hier ist schon europäische Anarchie und das lobe ich mir, sonst kann man sich das Radfahren auch sparen, der Spaß geht zumindest flöten. Der englische Garten ist schön. Wir liegen auf dem Rasen und schauen in die Bäume. Ich pirsche mich an Michi ran, der bei dieser Reise fotografiert. Die reinste Tierfotografie aus dem Gebüsch und so. Dann eine Runde Mahjong am Chinesischen Turm, weil es gut passt. Ich habe die Papiersteine in meine Teeverpackung gemacht und das ist jetzt megapraktisch für unterwegs, weil man auch ohne Tisch spielen kann mit einer Zeitung und 4 Bänken. Die Gastro ist ein bisschen Kantine und den Wurstsalat, den ich ausgesucht habe, essen wir nicht, hätte man es beim Radi belassen sollen und ich muss die heiß geräucherte Makrele schon alleine essen und ich bin essensmäßig noch nicht in Ordnung und kann nicht wie sonst, so dass das ganz schön blöd ist. Noch mehr Radler schmeckt nicht mehr. Ist wie Kaffeehaus der Wiener im Sinne von entspannter Gastronomie nicht wie: „wir sind eine Weinbar“ usw., sondern Gastfreundschaft hat auch was mit Ruhe und die Leute machen lassen in ihrem Tempo zu tun. Die Bayerische Band spielt auf und die kindlichen Melodien machen unweigerlich gute Laune, das Prosit auf die Gemütlichkeit nervt hingegen und es werden Volkslieder aus verschiedenen Ländern gespielt, was Michi ganz geschickt findet, weil alle es dann an irgendeiner Stelle toll finden zumindest die Sachen die sie wieder erkennen aus ihrem Kulturkreis und das dann auf Bayerisch zu hören, das würde bestimmt gut ankommen. Eine Afrikanerin erinnert mich an die Frau am Küchengartenplatz und ihr Hund scheint komisch zu sein, weil schon 2 Hunde haben angeschlagen und negativ auf ihn reagiert. Der Abräumer bleibt total interessiert stehen und glotzt auf unser Spiel, aber ohne zu fragen. Michi will in die Pinakothek und wir fahren mit Markus am Fluss entlang und durchs Viertel. Schöne Unterführung, gesprayt und beleuchtet, der Second Hand Laden mit den Aschenbechern erkenne ich am Inhaber und dem Windhund, der noch älter ist, nur noch auf dem Teppich liegt und sich nicht rührt. Dick, lebt der überhaupt noch? Gegenüber Espresso und mein Mann und ich diskutieren. Markus kommt wieder von seiner Runde, wir sehen uns gleich. Wir noch mal in den Mädel Second Hand, hier habe ich den geilen blau-weiß gemusterten Mantel gekauft, probiere auch wieder welche an und mache einen Wassertest mit einem weißen, der sich angenehm anfühlt und aus Baumwolle ist. Erst perlt es ein wenig, dann saugt es sich voll. Die Frau siezt mich obwohl ich sie duze. Die Frauenhofer entlang zu einem Oxfam. Dann eine Runde an der Isar sitzen gegenüber dem was ausschaut wie Notre Dame, kleinen Mädchen beim Schlamm catchen zuschauen, gegenüber sind die Ödels, da ist Stein am Fluss und ein Basketballkorb. Ein Eis im Beschissbecher. Birne ist sehr lecker. Tengelmann. Habe eine beschissene Lego-Mini-Figur für 2,49 € gekauft, dachte das sind wenigstens zwei, dafür war es ein Ninja, den Stephan mir zusammen gebastelt hat. Ein älterer Typ hat Anschlussbedarf und quatscht alle jungen Frauen an, hatte vor der Tür einen weißen Schäfer gestreichelt, der die Besitzerin fast vom Rad gezogen hat und sie: Hände weg. Ich dann laut: der Laden ist klein wie für Travemünde und hier machen sie aus einem einen Strauß, auch aus Nudeln (Anspielung auf die Gewürzsträuße vom Viktualienmarkt heute Morgen). Da dachte ich, so was muss ich mal in anders nachbauen. Entenbachstraße. Das Opernplakat hätte ich der Oper nicht zugeordnet. Die Jungs sind zuhause und chillen.

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Doch noch was essen gehen. Ich könnte glatt hier bleiben und habe auch keinen Hunger, nehme meine letzten Energien zusammen, weil ich doch dabei sein will. Jetzt weiß ich, ich hätte eine Angoraunterhose mitnehmen sollen. Dann hätte ich besser draußen sitzen können. Stephan kommt nicht vom Telefon weg mit meiner Cousine und er sagt gar nichts. Das scheint alles komplizierter zu sein und sie erzählt von den Problemen des Sohnes und sie will nicht alleine Fußball gucken und ich bereue es schon und vor allem wollen wir alle los. Im Innenhof wieder Volksmusik und ich sage: das hören die Leute auch privat- krass. Es wird das Fiedler und Fuchs mit grünem Putzmustern in 30er Jahre Häusern, wie Michi meint, gegenüber. Das Mädchen zu mir: das ist ein lustiger Schlauch den Du auf dem Kopf hast. Michi: Das ist doch kein Schlauch. Ich sage, es sei eine Brezel und stelle es auf und, das sei nur blöd zum Radfahren, wenn es steht und sie: das ist doch keine Brezel. Ich kannte die nicht besser und habe mein Bestes gegeben. Was stimmt denn nicht, welcher Teil. Das kann sie mir auch nicht erklären. Die Frau neben uns sagt zu viele Enden. Das Typ hinter uns unterhält sich über Steuerhinterziehung, die nicht so doll bestraft werden dürfe wie Kindervergewaltigung und zu versteuerndes Gesamteinkommen von 100.000 €. Das sind nicht die Themen, die mich anmachen. Gegenüber schlecht erzogene Hunde, die alles zusammenkläffen und die Besitzer verharmlosen das und versuchen es mit Schnauze zuhalten. Der Weimaraner von dem Hippiemädel ist kurz davor sich beim Obazda vom Tisch zu bedienen. Gefüttert werden sie alle vom Tisch. Keiner hat seinen Hund im Griff und ich denke, die darf man doch nicht in so eine engbestuhlte Gastronomie nehmen. Ich denke unweigerlich ans Büro. Erfreulich wenig Deutschlandbeflaggung in München. Man sieht kaum was. Das scheint ein Unterschichtenphänomen zu sein. Nach den Vorspeisen sind wir schon satt. Es war viel zu viel und man hätte sich 2 oder 3 Hauptspeisen teilen sollen und zumindest 3 in der Gruppe geht es nicht richtig gut danach. Markus Hauptgericht kommt nicht mit unseren. Stephan nimmt noch Marillenknödel, die auch ewig dauern, der Strom ist ihnen rausgeknallt und die gesprächige zweite Bedienung (männlich) hat das erste Mal ein Nikorette-Spray ausprobiert, wie er uns wissen lässt und das schmeckt echt scheiße und sei total scharf. Die erste Bedienung sortiert Besteck. Schlussendlich gibt es wenig Trinkgeld. Die Leistung war auch mäßig. Sie ist sauer und er verabschiedet sich mit Handschlag und ich habe das Gefühl, er wäre mir am liebsten um den Hals gefallen. Das ist schön unsynchron. Ich bin wieder mal platt.

02.07. Traum: Das 1000-Füßlerei ist geschlüpft, das muss es sein. Sie krabbeln die Wand hoch. Schnell, jetzt sind es Babys, ich flippe, wenn einer davon groß wird. Womit sie töten? Ich bitte Stephan mir zu helfen und muss es alleine machen, sie von oben an der Wand runterstoßen, die ersten, das die nicht entkommen und dann mit Gabel aufspießen. Erst bin ich zu vorsichtig. Die Brennen wie Feuer auf der Haut und sind wir mit rotem Chiliöl eingerieben, wenn sie zermatschen. Auch die anderen Sachen, Muscheln und so, die von mir sind und damit in Berührung kamen, werden mit entsorgt.

Dann im weiteren Traum: die Steuerkollegin hat jetzt 3 Mitarbeiter. Die will zumindest mich da raus drängeln. Wie lange geht der Mietvertrag noch. Ich finde, ich sollte den ersten Schritt machen und gehen bevor sie dann die Mehrheit hat und mir kündigt. Irgendwas mit Zimmerblatt und einer anderen Pflanze. Gar kompliziert mit aus Samen ziehen und kaum habe ich das alles für teuer gekauft und angesetzt sehe ich beide Pflanzen für günstig bei Edeka hinterm Tresen. Was tun? Das Experiment für gescheitert erklären, die Nachzucht weghauen und die nehmen? Wollte die eine in die andere pflanzen und dann in den Balkonbereich am Haus und hoffen, dass sie draußen überwintern. Dann sagt mir eine Frau, die gegen meinen Hintern kommt, ich würde auch zu denen zählen, die im Unterkörper die Muskeln hätten und oben weich seien. Woher weiß sie das? Ein Floß im Wasser und Gorillas schwimmen vorbei, alle hintereinander und man sieht immer nur einen schwarzen Arm. Der Führer wird gefragt, was das sei und erzählt eine irre Geschichte, dass das Körperteile seien und dann soll sich daraus was entwickeln, eine Filmgeschichte und aus dem Auto springen die 3 Mischlingshunde, der Geschichte der große muss sich immer bei der kleinen älteren melden durch Schnauzenkontakt und sie sagt wo es lang geht, weil sie ist die Chefin. Dann backen wir für Freunde einen Kuchen. An einer Stelle sollen sie mit irgendwas überrascht werden und ich verpasse den Punkt. Der Kuchen zerfällt auch etwas. Gut, ich mache ihn neu und jetzt ist der Punkt wieder überschritten und Stephan holt sie und ich sage, das bringt doch nichts, ich wollte sie gar nicht einweihen und ihren missratenen Zeugen. Dann ist es halt so. Wir sind unterwegs und Scheiße, der Kuchen ist noch im Ofen. Das Eigelb-Zuckergemisch auf den heißen Kuchen geben oder muss das noch mitgebacken werden. Nur den Bruch essen. Diese Worte gelten nicht für die Gäste, sondern für meinen Mann. Ist es dann was ihn nervt und wo er meint, alle anderen werden besser behandelt denke ich nach dem Aufstehen? Das ist aber nicht so, sondern ein Privileg. So behandele ich nur ihn. Ich streichele ihn nach dem wach werden. Fühle mich heute besser und glaube, ich kann auch wieder lieber sein. Es ist kurz nach halb sieben. Gute Zeit, habe viel besser geschlafen. Es geht bergauf und ich bin froh. Vielleicht den großen Second Hand Laden in der Innenstadt beim Möbelgeschäft gegenüber? Vielleicht doch den weißen Mantel kaufen. Irgendwie mag ich ihn doch. Plastikohrringe, alle Ohrringe kosten 12,- €, so dass 51,- € im Verhältnis gar nicht so teuer ist. Für ein Wollsakko will sie einen ähnlichen Preis. Mehr als 51 zahle ich nicht. Mein Hintern tut weh. Liegt das an zu viel Bierbank. Eher ist er wund, weil auf harten Oberflächen sitzt kann ich sehr gut. Soll ich eine Runde baden? Ich schreibe dafür eine Runde. Es ist jetzt nach 8.

Spiel Österreich-Island muss im Herbst widerholt werden. Haha, der ist gut. Rufe Anna an, die gestern mit uns gerechnet hat. Sie hat Verständnis, dass ich die Tochter nicht auch noch treffen will, weil es zu stressig wird. Um 11 bei ihr. Mit den Jungs zum Italiener an der Ecke, wie Autobahnraststätte, aber bei uns und nicht in Italien und Preise ordentlich 1,80 € für einen Espresso. Wir weiter, vorbei am Augustiner, wo die schnöseligsten jungen Trachtenheinis, Trachtenpärchen und ganze Familien vorbeiziehen. Ekelhaft. Ich kriege Schimpftourette von so was. Der Biergarten ist riesig. Anna wohnt gegenüber einer Substitutionsausgabe, das erkenne ich gleich. An der Sedlmayer Straße sind wir auch vorbei gefahren. Was ist eigentlich aus Moshammers Erbe geworden. Daisy ist doch bestimmt schon tot. Wir würde da was verwechseln, nein, das eine führt nur zum anderen. Die Wohnung ist beängstigend aufgeräumt wie im Hotel mit alten schönen Möbeln eingerichtet, Familienstücke, der Klavierstuhl von Tante Lore steht am Eingang. Porträts der Großeltern und der Perser ist 25.000 € wert. Sie hat Tee gemacht und Kuchen da und ich frage mich, wie die Eier so aufrecht auf den Tellern stehen, bis ich sehe dass es Aprikosen sind. Sie redet extrem offen und ehrlich über die familiären Probleme, sie seien erblich vorbelastet, sie hätten alle einen Knall und erzählt von ihrer eigenen Krankengeschichte und zwei Frauen aus der Familie wären – im Märchen würde man sagen – an gebrochenem Herzen gestorben. Die Tochter war sportlich und konnte den Speer 25 Meter werfen, der Vater war 10-Kämpfer in der Olympiaauswahl, dann kam die erste unglückliche Liebe. Den Enkel hat es schwer getroffen in seinen jungen Jahren und er lässt keine Eskapade aus und hat keine Krankheitseinsicht und denkt, die Medikamente machen ihn krank und die Klinik blockt die Angehörigen ab, auch wenn sie sich als Kollegin zu erkennen gibt. Wenn er gegen die Regeln verstößt, schmeißen sie ihn raus mit einer lange Liste schwerster Psychopharmaka und einem Termin in der Ambulanz in 4 Wochen. Sie findet das alles unverantwortlich. Auf der geschlossenen Station gehe es zu wie im Taubenschlag und die hätten ihm seine Drogen auf Station gebracht. Jetzt ist er woanders mit Besucherkontrolle und nur Mutter, Oma, Tante. Sie erzählt von der OP-Methode, die sie gelernt und praktiziert hat und man kommt mit 70 % weniger Schmerzmedikamenten dabei aus. Einmal in den Kinderschuhen bei einem anderen habe es nicht geklappt und der Typ konnte nach seiner Prostata-OP Witze zitieren, die sie während der OP gemacht hätten. Dann wäre es nie wieder angewandt worden. Sie hat es bei einem anderen gelernt mit veränderter Rezeptur und man braucht nur schwere Opiate in den ersten 20 Minuten, danach fährt man den Patienten auf Nadeln im Ohr, Niedrigstrom und Lachgas. Hier haben sie eine Frau bei einer Herzklappen-OP ins Bewusstsein gebracht mitten während der OP bei geöffnetem Brustkorb. Sie sollte durch Kopfschütteln Antworten geben, wohnt sie in München, Kopfschütteln nein, wohnt sie in Augsburg, Kopfschütteln ja, hat sie Schmerzen, Kopfschütteln nein, dann wir schicken sie jetzt noch mal in die Narkose und in 40 Minuten sind wir fertig. Sie war voll orientiert und schmerzfrei. Sie hat nach dieser Methode Jahre lang erfolgreich operiert. Patienten mit schwersten Operationen, Dickdarmentfernung nach Krebs sind abends mit dem Ständer den Gang entlangspaziert so dass die Pfleger gefragt haben was sie mit denen gemacht hätten. Sie will über die Methode berichten und es interessiert keinen weil die alle am Tropf der Pharma Industrie hängen. Die nutzen TCM um die Nebenwirkungen der schweren Narkosen wie Übelkeit zu minimieren und sagen ihr, dass würde ja nicht in alle Fällen klappen und sie sagt, doch sie hat 8000 dokumentierte Fälle und es habe immer geklappt, aber das interessiert keinen. Sie nutzt TCM auch an sich selber und im Gegensatz zu Psychopharmaka, bei denen man Depressionen bekomme im Alter ginge es ihr immer besser und sie brauche weniger. Sie schaut gerne Fußball, die Zeitlupe, das reinste Männerballett, die Körper. Balletttänzer seien auch nicht schlecht so vom Körper her. Ja, aber die seien schwul. Sie kann doch nicht mit denen vögeln, dann ist doch egal, mit wem die ins Bett gehen wende ich ein. Sie untersucht mich kurz und die Druckstellen am unteren Rücken fallen ihr auf. Das ist die Verbrennung von der Wärmflasche, die kaputt gegangen ist. Sie weiß, was mir fehlt und will mir japanische Tropfen schicken. Unten zu viel Kälte und oben zu viel Hitze (die belegte Zunge sei Hitze). Wir treffen uns in der Stadt, sie fährt Bahn. Wir müssen noch die Katzenboutique fotografieren auf dem Rückweg. Die kennt sie nicht und interessiert sich sehr dafür und lässt sich die Fotos später zeigen und will wissen, wie wir davon erfahren haben. Gar nicht, durch vorbeifahren und fanden es schräg. Wir treffen die mittlere Tochter, die sich heute um ihren Handyvertrag kümmern will und von rassistischen Bemerkungen ihrer Mutter erzählt mit denen sie alle schockt und sie schmeißt Sachen der anderen Tochter weg und sagt, die sei Messy und ich denke, das kann noch lustig werden. Das Hofbräuhaus war eine schlechte Entscheidung, zu voll, Kellner die einen ignorieren, amerikanische Touristen gehen nach einer halben Stunde. So kann es gar nicht schmecken und es ist leider nur nervig und nichts von dem Kultcharakter, den ich angekündigt hatte. Wenn wir nicht verabredet wären, wären wir schon gegangen. Wir sehen sie erst nicht. Sie kratzt das Salz von der Brezel sehr zum Entsetzen von Michi. Ins Möbelhaus und Second Hand will sie auch mit. Den Second Hand Laden gibt es nicht mehr und den der da ist, der ist total überteuert. Kaufe mir eine Kellybag aus Plastik in Schlammfarbe. Sie ist fit, lässt sich duzen (das hatte ich vorher gefragt) verabschiedet sich anschließend mit Umarmung von allen. Sie hat abends Karten für das Filmfest. Was für eine interessante Frau. Ich mag sie sehr und schon sie getroffen zu haben, dafür hat sich die Reise gelohnt.

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Dann gehen wir in die Ausstellung mit dem Licht. Echt tolle Bilder dabei, komisch, dass man noch nie was von dem Typen gehört hat, der ist schwer begabt. Ich mag einzelne Bilder sehr, vor allem die mit den Jungs unter Wasser, die sind so toll gemalt, auch die Farben. Zum Teil skurrile Bildauswahl: der Priester mit den kranken nackten Kindern. Ich bin so ignorant, dass ich wieder nicht weiß, wie der Typ heißt (Joaqín Sorolla), habe einfach nicht geschaut. Markus ist nicht mit reingegangen. Ich habe wieder das Problem mit nicht genug getrunken. Ich hole den weißen Mantel und auf dem Weg noch einen weißen Glasring, Swarovski Modeschmuck. Stephan führt mich hin und bittet mich reinzugehen. Die Inhaberin hat tolle Basttaschen aus den 50er und entscheidet nach Sympathie meint der Typ, der gerade einen Anzug anprobiert und sie erklärt, er kann mitwachsen und das soll nicht so eng und er: er wollte nicht mehr wachsen und mhhhhm und ich ohne es zu sehen: Begeisterung klinge anders und er: Männerbegeisterung und ich zahle 5,- € weniger ohne gefragt zu haben.

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Mein Arschloch ist so wund (und ich weiß nicht wovon), dass Radfahren auch grausam wird. Jetzt kann ich nur noch liegen. Bade, weil mit kalt ist. Kratzige Kirschen, die das Rutschen im Stehen verhindern sollen mindern das Vergnügen. Zu viel Schaum erwischt. Sage meiner Cousine ab. Sie will sich Morgen treffen. Ich melde mich, wenn es passt, lasse mich auf nichts ein, was ich nicht will. Bitte um Verständnis, wir sind mit Freunden unterwegs, ich melde mich nächstes Mal. Sie ist enttäuscht, ich entschuldige mich. Schlafe fast im Sitzen ein, Hunger null. Wirtshaus in der Au, da war der Karl Valentin. Ich werde unglaublich angeglotzt. Tim ist unsere Bedienung, ob der eine Ausbildung dort macht, weil zum Studieren scheint er zu jung und die jungen weiblichen Kolleginnen müssen lange Dirndl-Röcke tragen (die tun mir immer leid und ich kann nicht beurteilen, ob sie es so schlimm finden wir ich), aber wenigstens dürfen sie Turnschuhe dazu tragen. Auch hier bin ich wieder „die Dame“ und werde gesiezt, auch wenn ich duze. Ich rolle meinen neuen weißen Mantel zu einem Donut, wie für Hühneraugen, als Druckentlastung und will so meinen wunden Hintern schonen. Dann ziehe ich einen Schuh aus und schiebe das Bein auf einer Seite nach hinten und was anderes auf die Seite gegenüber. Mit dem Nachtischlöffel kratze ich mich nicht und ich hebe ihn nicht vom Boden, sondern ich nutze ihn als Schuhlöffel unter dem, Tisch. Ich esse nur Tomatensuppe und teile mir einen Brotzeitteller auf Stelzen (gut gemacht, Schinken und Braten dick geschnitten, Obazda lecker und auch die kleinen Paprika), dann große Nachtischplatte mit Wunderkerze wird sie serviert wie auf einer Landhochzeit oder Kreuzfahrt, esse auch die Zuckerwatte. Zuckerrausch pur. Erst sitze ich mit dem Rücken zu den Bildschirmen. Dachte das erste Tor hätte gegolten und 2-0 wäre richtig schön als Vorsprung, als es dann 1-0 ist denke ich, gut, dass noch 20 Minuten halten und dann das Handspiel. Das war ja richtig unnötig und doof. Schade. Wenn sie jetzt verkacken sind sie selber schuld. Penalties und dazu das Blau der italienischen Mannschaft, nie wieder ohne Penaten auf eine Reise. Das habe ich mir geschworen. Kieselsteine auf dem Klo, dazu viel Holz, ein bisschen wie Schwarzwald und alte Foto von Bayerischen Trachten, Männer mit gezwirbeltem Bart und Floßfischer. 60 Menschen auf einem großen Holzfloß. Ich fahre mit Markus vor und er packt zur Verlängerung. Das elf Meter schießen schaue ich dann zuhause auf seinem Bett. Wir sind beide für Deutschland. Auch Politisch, nicht, dass unser Nachbar mit seinem Handspiel wieder an allem die Schuld hat. Markus hatte das erzählt mit dem Politiker, der meinte, guter Fußballer, aber den wolle nach ja nicht als Nachbar haben. Ich bin wieder fertig.

03.07. Habe beschissen geschlafen wie nie, Unterleibsschmerzen ohne erkennbaren Grund, zig mal auf dem Klo, im Bett verkehrt herum, d.h. Kopf zu Stephans Füßen, erst um halb 5 komme ich auf die Idee ein Schmerzmittel zu nehmen.

Traum: Gemeinsame Fernreise. Flughafen und der Flieger ist bereit. Wir warten noch auf eine Frau am Flughafen. Sie ist dann gekommen und nicht gleich zu uns, sondern erst mal noch mal woanders hin. Das macht man nicht, lästern welche die sie gar nicht kennen. Das kann ja heiter werden, wenn die Stimmung vorher schon so schlecht ist. Die Frau von unten aus unserem Haus will meinen Pass, habe 3 in der Tasche, Stephan muss mir meinen reingemacht haben und den von meinem Schwiegervater habe ich auch.  (Hatte den Miteigentümern geschrieben, dass Markus spätestens am 11.07. mit dem Pflasterarbeiten anfangen will). Schlange und man kann sich Burger machen lassen. Der Typ neben mir wird gefragt und sie verstehen ihn nicht. Ich übersetze, er will einen Burger wie der Typ vor ihm, aber vielleicht noch eine andere Variante und ohne Käse. Es ist 8:20, ich bin verschwitzt. Auf dem Klo dringen Gesprächsfetzen von draußen an mein Ohr. Das bayerisch klingt fremd und bellend. Da würde ich lieber eine andere fremde Sprache hören. Es sind Schotten, die sich auf eine Radtour vorbereiten und mit den Fahrradsteppschuhen durchs Haus laufen. Die ersten 20 Minuten Radweg, ist dann nicht so anstrengend, gegen 15 Uhr sind sie wieder da. Wenn die Energy nach lässt, können sie auch was essen und wenn das Wetter schön ist, auch schwimmen. Ich tusche und denke, Innenhofszene wie aus Pumuckl, aber ohne Schreinerei. Ich warte ewig bis die anderen fertig sind, aber ich bin konditionell nicht in der Lage Druck zu machen oder es würde mir nicht bekommen. Ich tusche Karten z.T. auch mit den Foto aus Williamsburg. Michi hat sich für einen jungen schwarzen Mann entschieden aus dem ich eine Gärtner mache. Ich frage ihn ob er nur das Foto will oder eine Collage dazu, weil ich ihm da nichts aufzwängen will, nicht mehr als ich es eh schon tue. Abschiedsfoto mit Dackel. Quer durch die Stadt ins Café Jasmin. Herrlich 50er und ein bisschen Wien. Frühstück mit und ohne Wurst und wir nehmen Chia mit Waldbeeren. Echt viele und aufwendige vegane Sachen. Klingt alles lecker und wer sogar die Marmelade selber kocht, ist ambitioniert. Ich mache ein Hakenfoto für Sunla. Gleich Mittagessen geht nicht. Wir trennen uns. Pinakothek der Modern kostete heute nur 1,- €. Michi hat Recht, die Architektur ist sehr schön, war mir gar nicht so aufgefallen. Pippis Raum ist toll und als wäre man bei ihr zu Besuch und ganz nahe. Ich könnte länger verweilen, aber in 10 Minuten treffen wir uns an den Rädern. Die Murano-Glas Sachen aus den 50ern sind wie in Venedig und ich bin verknallt in das Zeug. Vor lauter durch fotografieren lasse ich Stephan warten, muss nach Gefühl gehen und habe weder Uhr noch Handy. Ich habe 40 Bilder gemacht und schaffe es kaum eine Auswahl für BM zu treffen und die Anzahl zu reduzieren. Ich liebe das Zeug. Das Sedlmayer (Empfehlung aus Fürth) hat zu, dann den Biergarten mit Selbstbedienung, Muffat Halle heißt das mh. Da hätte man open air Fußball schauen können. Das Obazdabrot packe ich ein in eine Serviette für den Zug und schmeiße es dann weg. Die Vermieterin verspätet sich und wir hauen ab, treffen sie unterwegs, aber ich gehe stumpf weiter, kein Interesse, hätte sie nicht wiedererkannt und habe keine Lust auf Smalltalk.

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Im Zug, Sammelsurium aus Zugtypen, lauter Einzelwagen aneinander gesetzt. Ich bin zu unfit und lasse es mir nur schildern. Wir sitzen in einem RE-Abteil mit offenen Fenster und tierisch laut, Fahrradabteil nebenan. Männer in Wurstpelle mit Bierkästen und ein Typ aus Hamburg, der sich aufregt über das Fahrradreservierungssystem. Die beiden Dreieckstücher sind vernäht. Wir fahren nicht über Amberg und Treuchtlingen oder was weiß ich, sondern eine andere Strecke. Wenn wir Bayreuth kreuzen sollen sie das Sofa reinreichen, wie haben Markus dabei. Ein Tag im Zug. Das blau-weiß des Himmels sieht nicht mehr so reaktionär aus ab Kassel. Ich bin froh wieder da zu sein, ab Würzburg schon habe ich keine Panik mehr zu stranden und dann heißt es irgendwann mal Heidezug. Dann müssen wir ganz in der Nähe sein. Der Gassi-Hund wurde eingeschläfert. Paps wird operiert. Wir telefonieren länger und er will wissen, von wem war die Oper (Jacques Fromental Halévy, 1835). Einem Franzosen und von wann. Keine Ahnung, so ca. Wagner, so Opernschreibzeit halt und die Musik. Nein, kein Barock, halt auch wie Wagner aber eben kein Wagner. Solisten, Chor, aber wenig. Recht gefällig. Was soll ich sagen. Er musste seinen Oberlippenbart abrasieren und die Oberlippe ist total empfindlich, auch gegen einen Luftzug. Sie ist das schützende Fell seit vielen Jahrzehnten gewohnt. Mama findet es gut in ab. Wenn die Jungs zur Gartenschau kommen an dem Wochenende mit uns ist das kein Problem, das dachte ich schon und hatte 2 Gästezimmer angepriesen und Bad dazu, wir könne auch oben das mit nutzen und Luftlinie 300 Meter und so. Sie haben keine weiteren Verpflichtungen nur Pennplatz und vor meiner Schwester werden sie auch keine Angst haben. Beim Aussteigen ist eine Zugtelefonzelle mit Kartentelefon. Schon das ist superschräg an diesem zusammengeschusterten Zug.

Oberfranken in einem Monat. Da freue ich mich drauf (und die machen auch bessere Wollwürste), aber dieses Bayern kann mich erst mal. Davon habe ich die Schnauze voll- mit meinen Verwandten war es sehr nett. Ich werde Anna mal anrufen. Markus meinte München hat viel mit Franz-Josef-Strauß und geht gar nicht zu tun gehabt und ein bisschen ist es ja immer noch so.

Die Ankunft in Hannover ist super und eine Frau spricht mich am Bahnsteig an, dass ihr mein Kopfschmuck gefällt, sie duzt mich, was alleine schon großartig ist (dort wurde man überall gesiezt, ob kleiner Second Hand Laden oder Gastronomie, wo man selber geduzt hat, da war ich dann immer „die Dame“)und ausnahmsweise mache ich mehr draus und sage ihr, ich war schon arg gebeutelt durch München und das schlimme Glotzen sie: die sind da so komisch, auch wenn man nicht besonders auffällig ist, sobald man nur leicht anders sei oder so eine Aura verströme. Ich dachte auch schon, dass nicht nur die Hütchen schuld seien und die auch sonst geglotzt hätten. Als erstes fülle ich Penaten in einen kleinen Tigel. Das soll mir nie wieder passieren. Der Kaktus hat geblüht als wir nicht da waren, das sind immer nur 2-3 Tage, zwei weiße Blüten und sie sind verwelkt.

Grace

27.06. Mit beschissen einschlafen fängt es erst an. Seit 4 Uhr wach. Hölle. Der Unterleib ist voller kalter Steine. Wärmflasche. Ablenkung am Rechner. Griechenland, Portugal, Irland, Schottland, Südengland, Exeter, Bodensee, Lago Maggiore, Izmir, Efes, ich lasse mich bei airbnb treiben. Bodrum und Belfast mit Hot Tub auf dem Dach (Süditalien ist Quälerei im August, dann kann man auch gleich nach Schottland). Ich scheine Städte mit „B“ zu mögen. Sehe, dass ich um 10:30 beim Gericht sein muss. In den Pausen gehe ich immer wieder aufs Bett und nerve meinen Mann, der schläft bis er mit mir redet und sagt: Neapel mit denen sei doch o.k. Ich kann in die Eierstöcke atmen, das hilft. Der Sous Chef vom Steirer Eck kommt aus London und hat einen eigenen Laden mit nur 8 Gerichten in Wien eröffnet mit seiner Frau. Das freut mich für die beiden. Sehr schön. Auch das Konzept ist großartig. Werden wir bestimmt mal hingehen. Er hat im Steirereck angefangen weil er sich dachte, in der Gastronomie arbeiten und am Wochenenden frei haben. Wo gibt es so was Geiles denn bitte. Die Heißklebepistole war die ganze Zeit an. Die hätte ich früher ausmachen können. Schon vor Stunden.

Herr Yoga schreibt mir: „der Termin am Mittwoch ist vom Betreuungsgericht unbestimmt verschoben worden. Ich muss dann mal, wann am besten?, zu Ihnen kommen mit den ganzen Mahnungen, und um diese Sache sowie andere zu besprechen.

Ich mache mir den total unnötigen Stress, daß die 19jährge S. mir per Audiodatei den Tod wünscht, Gewalt 3. androht und mich anzeigen will, weil ich ihrer Freundin auf instagram geschrieben habe, mit welchen Freundinnen von ihr, ihr Freund ins Bett geht. Sie meint, das ist stalken und verboten, aber vielleicht denkt sie sich auch noch einen Grund aus. Daraufhin meldet sich auch der Typ mit S. bei mir und droht, mich fertig zu machen und zu mir nach Hause zu kommen. Soll ich die beiden zuvor kommend vorsorglich anzeigen wegen gemeinschaftlicher Bedrohung, bevor die mich anzeigen?

Mit den sozialen Kontakten läuft es ansonsten weiterhin prima. Am Donnerstag besucht mich der Herr aus Herford wegen unserer geplanten Zuchtgemeinschaft, die kommerziell ausgerichtet sein soll und in 2 Jahren fünfstellige Erträge generieren kann. Der Besuch in Zürich hat mir in der Welt der Vogelzüchter einen hohen Bekanntheitsgrad eingebracht und ich habe ein Dutzend neuer Freunde auf facebook.“

Dafür 2 dienstliche Mails ohne Inhalt, auch später im Büro. Melde es jeweils und kriegen dann wiederum eine Fehlermeldung. Kurz in Bayreuth melden beim Kaffee. Frage wie meine Eltern das Wochenende überstanden haben. Mama hatte doppelt eingedeckt und war auf innen und außen eingestellt. Gut, Paps wird bald operiert an der Nase in Erlangen und Mama übernachtet bei seiner ehemaligen Sekretärin, die jetzt an einer Schule mit 1200 Schülern und 150 Lehrern arbeitet und immer früh raus muss. Paps hat teure Garnelen gekauft und die mit den Jakobsmuscheln zusammen vom Künstler grillen lassen und die waren dann wohl etwas verkohlt. Aufgegessen wurde trotzdem. Wir sollen doch Ende Juli kommen und nicht das Augustwochenende was ich mir eingetragen hatte. Irgendwie Missverständnis. Beide Erziehungsberechtige widersprechen mir. Das ist immer nicht so schön wegen Monatswechsel, aber wird schon gehen. Stephan will heute Mittag Kartoffeln kochen. Sage Frau Srilanka, dass der Kollege und ich sie beide nach Frankfurt zu dem Termin begleiten werden und sie sich nächste Woche wegen Termin zur Unterzeichnung Vollmacht und PKH melden soll. Bin verwirrt, ist leider Montag und nicht Freitag. MHH wegen Herrn Teheran, ob Beschluss verlängert werden muss, da will der Arzt sich noch nicht festlegen, sie haben dafür das Thema Einwilligungsvorbehalt im Team besprochen, weil er Geschäfte macht, sein Handy verleiht und auf einmal Zigaretten im Wert von über 100,- € hat und keiner weiß woher. Das passt für mich nicht zusammen und wer letzte Woche auf einer offenen Station nicht führbar war erscheint mir nicht entlassungsreif. Dann ruft er selber an und erzählt wirres Zeug, dass er wieder Beschwerde eingelegt habe und ich ihn früher gehen lassen soll. Ich muss die Amtsrichterin und den Oberarzt sprechen. Bei Frau Türkin war die externe Gutachterin und will jetzt vorschlagen, dass sie in Begleitung vom abW jede Woche in der Institutsambulanz vorstellig wird. Das wird nichts bringen. Da wird sie immer einsilbig und angepasst sein. Der Sohn wurde zum Glück gestern vom Vater abgeholt und sie sagte, wenn Du den mehr liebst und ich sterbe dann und so ein Kack. Kinder psychisch kranker Eltern sind schon ganz schön gestraft. Da sind ein paar Schläge nichts dagegen. Die überlegen schon von Kleinkindalter an, wie kann man Mama glücklich machen, dass sie nicht weint oder wieder in die Klinik muss. Bin ich schuld bzw. wie muss ich mich verhalten, was muss ich sagen. Ohne Sohn ist es schwerer für meine Betreute, aber ein Kind ist keine Therapie für die Mutter. Anhörung beim Gericht. Ich sitze breitbeinig da und habe Schmerzen. Er hat die Einbürgerungszusage der Landeshauptstadt bis 2018. Er ist seit 2006 stabil und die Betreuung wird jetzt aufgehoben, auch wenn er mich gerne noch hätte bis zur Einbürgerung. Das kann sich die Landeskasse nicht leisten. Keine Panik, er kommt Mittwoch trotzdem vorbei. Ich lasse ihn nicht hängen. Angeblich ist die Aufhebung erst wirksam, wenn ich es in der Post habe. Sie diktiert es später, dann Geschäftsstelle. Ich denke, es ist wie bei einer Bestellung mit Bekanntgabe durch das Gericht, aber das soll mir auch Wurscht sein. Ich bin nicht kleinlich und feilsche nicht. Er soll es nicht als Niederlage sehen. Das Gegenteil ist der Fall und es wird alles klappen. Er wird schon sehen. Will Fisch zu den Kartoffeln holen, aber der Stand hat zu in der Markthalle. Schon wieder pleite. Nein, liegt wohl an Montag. Wir München, andere Fusion. Ob ich eines meiner neuen Krasshütchen zu meinem 49zigsten trage und nein, das ist keine Verkleidung oder Verstellung, das bin ich.

Frühes Mittagessen. Ich mache Salat mit Äpfeln und Zwiebeln und Majo, Zitrone. Der Salat hat durchgehalten dank Sunlas Schnitttechnik. Die Essener wollen Strandurlaub und keine Städtereise oder Road Trip. Mein Vater macht Stress mit dem Sofa, der Möbeltyp kann es nicht lagern und sie auch nicht. Danach ruhen wir eine Runde. Die Querulatorin aus der Schweiz meldet sich pünktlich. Nicht nur Versäumnisurteil auch Vollstreckungsbescheid von Telefonica. Landessozialgericht und sie schuldet dem Landkreis Oldenburg ca. 20.000,- €. Durch Post nicht abholen und dann nicht öffnen und zurück schicken kann sie das nicht verhindern. Dann weiß sie nur nicht was drin steht. Das nennt sich Niederlegung und sie ist kindisch. Krankenversicherung schreibt, sie wäre da nicht mehr. Sie nimmt das alles nicht einst und ich flippe fast aus beim Rentenantrag per Telefon. Sie war in 6 Krankenkassen und wann sie studiert hat weiß sie auch nicht. Ob ich skype. Nein.

Der Kindesvater der Türkin mit neuer Frau und Sohn. Den schicken wir malen. Ich unterstütze es, dass er mit dem Sohn in die Türkei fliegt. Sie hatte nein gesagt und er ist erst mal alleine geflogen und zum Glück wieder gekommen um ihn zu holen. Das Kind will es auch und es entspricht dem Kindeswohl.

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Die neue Frau ist schwanger und bleibt hier. Wenn einer die Kinderzeichnung sieht ist sowieso alles klar. Meine Betreute beschimpft mich, ich rege sie auf und sie traut mir nicht und ich war schon immer eine schlechte Betreuerin und hatte es nicht drauf, damals und heute und von Kindern habe ich keine Ahnung. Gut, sie ist sauer auf mich und das mit der Türkei weiß sie noch nicht mal. Das sage ich ihr Morgen (habe mir noch mal familienrechtlich Rückendeckung vom Kollegen geholt) und will sie bitten, einen Koffer für ihren Sohn zu packen. Ich kann das aushalten. Mit der Frau vom abW spreche ich mich ab im Sinne von good cop, bad cop und nehme alles auf meine Kappe. Die Nervrichterin von Herrn Teheran schickt mir schon Erinnerungsfax. Ich schreibe langen Unterbringungsantrag mit dezidierter Begründung. Ich antworte außerdem der Freundin, der ich eine Antwort schuldig geblieben war. Der Wiener Freund heißt GC und ich hatte immer Cheesy verstanden. Die, d.h. seine Freundin hat uns seinerzeit eine Urlaubsstadt am Mittelmeer oder der Adria empfohlen, die uns gefallen würde. Ich habe es so in Erinnerung, dass sie mal italienisch war und irgendwie wie Wien, alt und mit Patina und viel cooler als Rimini und nicht so überlaufen, aber ich komme nicht darauf welche. Triest ist doch italienisch, aber selbst für den Teil der Geschichte kann ich keine Garantie abgeben. Meine Eltern sind ganz entspannt, hat alles Zeit. Komisch diese zwei Geschichten. Stephan schrieb nach dem Telefonat mit Paps was von Deadine und man könne das Sofa ja sonst verschrotten hätte der vorgeschlagen. Der Kollege geht. Fußball. Wer spielt? Deutschland? Er rollt die Augen. Untenherum tun alle Öffnungen weh als würde einer mit dem Messer da reinhacken. Das muss noch werden vor München, es fühlt sich an wie krank. 2 kleine Steine lösen sich. Danach besser, aber viel Aua. Fußballhörspiel und irgendwas häkeln, was dann 4 mal wieder aufgemacht wird. Hauptsache Ablenkung. Brille habe ich im Büro liegen lassen. Die Pantomime der Isländer, Geburt des Fußballes gefällt mir umso besser. Auch der Angler und der Klogang, echt gut gemacht. Diese Isländer sehen aus wie The Revenant. Die würden mir auch Angst machen und der Torwart ist Regisseur. Wusste ich schon immer, dass das nicht so schwer sein kann so ein bisschen Ballspiel und Bolzen. Deix, der Gute, ist gestorben. Er hatte wohl sehr viele Katzen (39?!). Schaffe es nicht in den Garten zu den Kräutern, dann Beuteltee. Schmerzen so doll, dass mir latent schlecht ist. Nichts essen, bloß kein Brot. Dann lieber Tomate- Mozzarella, und eine halbe Tüte Chips mit Karamell-Geschmack. Irgendwie eklig. Deutschland spielt Samstag wenn wir in München sind, da habe ich ein Deja Vu. Irgendwie waren wir schon mal zu einem Fußballspiel (vielleicht auch gegen Italien) bei einem Italiener in München mit meinen Eltern und da lief natürlich Fußball. Ich habe einen Schnaps getrunken. Limoncello? Stephan fällt ein, dass es für jedes Italientor einen Schnaps gab. Wie werden die Pflanzen München überleben und ein Fenster tagelang auf. Das duldet mein Mann nicht. Im Wintergarten ist alles aus Stein und es kann nichts passieren. Uga, nach dem Spiel sieht man was die Geräusche gemacht hat. Klatschen Vikingerstyle und die heiser-hysterischen Schreie des isländischen Kommentators. Ich lach mich tot. Die Schmerzmittel wirken nicht bei Koliken. Will überdosieren und alle nehmen und es Stephan dann sagen, dass ich jetzt gehe und mich entschuldigen, dass ich ihm die Wohnung so unaufgeräumt hinterlasse. Das Sofa muss er dann auch nicht mehr holen.

Wechsele Bett und Nachthemd, neue Wärmflasche, sitze noch mal auf dem Sofa und dann alles von vorne, wechsele.

28.06. Traum war eine Werkstatt für behinderte Menschen. Model der Werkstatt und jeder soll anhand dessen seinen Arbeitsplatz zeigen d.h. sich zuordnen. Ich bin hier – als Gast und Berichterstatter -und trete über den Wasserkanal. Den Wasserfleck sieht man noch. Vor allem die älteren behinderten Frauen haben es mir angetan. Die eine packt Lunchpakete und manchmal geht das geschmierte Brot nicht rein, zu groß. Ihre Kollegin ist kreativ und macht nicht alles nach Vorschrift, sondern größer. Die sieht Muster in dem Brot und schmiert die dann zu mit Butter erklärt sie. So hatte ich das noch gar nicht gesehen. Die andere sitzt auf einem Floss wie in Vietnam und schneidet Hühnerfleisch und Pakchoi. Das macht sie richtig gut. Ich sollte hier mittags immer eine warme asiatische Suppe essen. Das wäre mir zuträglich. Dann habe ich Sachen erstanden. 3 Lampen mit Glaselementen, teils wie Blumenblätter, die sie hier gebaut haben und eine Krone. Ich will sie in 2 – 2 aufteilen. Zu der Krone passt dieses und dann die beiden anderen. Ein Paket bekommt mein Bruder. Können die überhaupt so viele Stehlampen gebrauchen? Die kann man immer gebrauchen. Dann sind es Möbel. Sessel mit ganz viel Polsterung und ein filigranes Schränkchen mit Holzbrüsten im oberen Bereich, die macht aufmachen kann. Das macht Paps eher an, aber er soll keine Möbel mehr. In den Schubladen Dinge, die ich aus ihrem Haushalt kenne und die sie wohl loswerden wollten und zu meiner Schwester ins Heim gegeben haben. Ein altmodischer schwarz verzierter Automaten mit dem man bewegte Bilder sehen kann. Den fische ich raus und will ihn behalten. Dann ein Model von irgendwas, was dann doch nicht gebaut wurde. Das kann wohl weg. Mein Bruder sei sehr erfolgreich mit seinem Schottlandblog oder ist es eine What’s App Gruppe. Ich schaue es mir kurz an und es sind Landkarten mit getuschten Flecken darauf. Das sieht ganz gut aus.

Es ist wieder 6, aber irgendwie besser. Schlafen kann ich auch nicht mehr.

Steffi fragt wegen Stylingberatung heute oder Morgen. Heute nur ein Kurs, Morgen zwei, wenn ich schaffe, aber dafür früher und Abschluss gleich. Ich habe nichts zum Thema Parasiten. Das sind ja nicht Schädlinge allgemein. Martins Pest Control Hütchen?

Bud Spencer ist tot. Spiegel online. „Bei einem Treffen vor fünf Jahren sagte Bud Spencer, man dürfe keine Pläne machen. Wünsche müsse man haben, aber keine Pläne. Er sprach mit der Gelassenheit eines Mannes, in dessen Leben sich immer alles gefügt hatte“.

Passt zu dem Thema neulich, was der Kollege gesagt hat. Das Beste und entscheidende im Leben ist aus Zufall entstanden. Ein Fan von Italien aus dem Freundeskreis angetrunken nach dem Spiel im Proberaum und greift zum Mikrofon. Kann eigentlich nicht singen, aber dank Technik und an diesem Abend passt es einfach. Keine Pläne machen. Ich sage, vielleicht schon, aber offen sein dafür, dass man sie über Bord wirft. Daran hapert es bei mir, habe Plan (z.B. was letztes Mal schön war in NY) und ziehe den durch ohne zu schauen, was ergibt sich dieses Mal oder zu wenig. Man müsse für den spontanen Richtungswechsel offen sein und bereit, den Plan im Kopf nicht umzusetzen. Pläne an und für sich halte ich schon für gut, weil nicht immer ergibt sich was.

Dann noch Interview mit Götz George, der etwas redet wie Jörg. In die Rollen hineinschlüpfen und sich mit denen identifizieren. Ja, auch Haarmann (dämliche Frage). Hier war alles durch die Protokolle vorgegeben. Die esoterische Deutung einer Lungenentzündung nach der Produktion lehnt er ab. Hat nicht auf seinen Körper gehört. Man müsse als Schauspieler schizophren sein und sehr fleißig. Schizophren weil man ehrlich sein muss und trotzdem Lügen und es vortäuschen (man spielt eine heiße Sexszene und es ist die Kollegin, bei der man sich entschuldigt wenn man mit dem Ellbogen gegen ihre Brust gekommen ist). Ein Riesenego braucht man, was man aber am besten nach der Vorstellung wieder abgibt. Er lobt die Stärke klarer Aufteilung in einer Beziehung, einer der sagt wo es lang geht und ein anderer (in dem Fall die Frau), der sich freiwillig darauf einlässt. Das geht nur, wenn es stimmig ist für beide, d.h. der Partner muss auch die Qualitäten haben, dass man sich ihm dann gerne hingibt. Besser als das tägliche Zermürben in modernen Beziehungen mit: das lass ich mir nicht bieten.

Kein neues Häkelprojekt für die Zugfahrt vom Zaun brechen, Dreieckstücher vernähen auf der Reise. Das ist genial. Stephan hat Angst wegen meiner Frage nach exotischen und schwer zu erreichenden Städten. Ja, aber beim Urlaub mit Familie haben wir Fahrer und müssen das ausnützen. Warum will ich auf einmal einen Roadtrip. In Castellabate habe ich die Ausflüge zu den Grotten bereut und wäre lieber zuhause geblieben und hätte getuscht. Da hat er auch Recht.

Morgens barfuß in den Garten, Himbeeren und Kräuter. Der Himbeerjoghurt steht mir schon vor dem Hals. Am Markt noch ein VK-Brot, ein halbes. Es wird immer schlimmer, tut an der linken Seite unter den Rippen weh. Habe Angst vor massivem Stau im Darm oder Schlimmerem. Unheimlich Durst, kein Hunger, Stephan kommt rein, bringt mir Kontoauszüge. So dreckig, dass ich kaum reden kann und es nicht schaffe Stephan zu sagen, dass er mittags nichts kochen soll, weil ich eh nichts esse. Die Richterin hat Beweisbeschluss gemacht und mit faxen lassen. Frau Türkin geht nicht ans Telefon, dann AB. Ich will mittags wieder nach Hause und ins Bett. Hier ist nicht so viel los und mir geht es echt dreckig. Auch den Kollegen verrate ich nichts und schleppe mich raus. Die 4 Briefe nehme ich schon mal mit. Zuhause Schmerzen, leichte Übelkeit, wie krank. Vor allem die Schmerzen. Darmmassage in die falsche Richtung (seit wann kann Stephan nicht Uhrzeigersinn?) und Druckmassage an der Hand zwischen Daumen und Zeigefinger. Panik, weil ich mir einbilde, dass links was fest sitzt und die Himbeersamen da alle drin hängen. Dann steht im Internet dass Himbeeren gerade ein Hausrezept sein sollen. Stephan holt mir was aus der Apotheke, sollte eigentlich Klistier sein (bin zu allem bereit), aber es ist ein Pulver mit „M“ im Namen. Nach der Einnahme wieder zwei Steine geboren, aber das kann nicht davon sein. Das ging zu schnell, war eher der Akkupressurpunkt, da habe ich gleich gefurzt als ich den massiert habe. Mache Foto von Blut und Stuhl und Stephan verbietet es mir, dass für BM zu benutzen. Stephan fährt ins Büro und nimmt die Unterlagen von Herrn Yoga in Empfang. Hätte ihm sagen sollen, dass es mir nicht gut ging, nicht einfach: sie ist nicht da. Das wirkt arschig. Tierpfleger in Leipzig, leiden, trinken. Ich bin die Madonna der tausend Schmerzen oder des Bauchschusses. Wie dem auch sei. Das Schöne am Leiden ist die Dankbarkeit, wenn es wieder weniger wird. Den Blasensirup aus Wien (4 große Gläser damit). Mit der ist auch was. Habe ich bestimmt verkühlt mit der Gartenaktion und habe deswegen gleich gestrickte Strümpfe angezogen danach. Frau Gauer auf dem AB, aber kein RR. Dick belegte Zunge, sieht richtig grausam aus. TCM sei gerade für das Akute gut. Am Ende des Tages tun am meistens die Stellen an den Händen weh, die ich wund massiert habe. Stephan fühlt sich auch nicht. Noch mal das Pulver was den Stuhl weich machen soll (Magnesium habe ich auch schon 2 intus) und eine Airborne und oben drauf noch eine emergen C. Eine gefährliche Darmverschlingung kann es nicht sein. Immerhin kam gestern und heute was raus. Wenn ich meine Regel habe arbeitet mein Darm nicht. Stephan sagt, dass kennen wir schon. Ich muss damit besser umgehen. Nicht umsonst wird meine Oma immer diese eingeweichten Pflaumen und geschroteten Leinsamen gegessen haben. Ich habe heute nur die paar Löffel Himbeeren mit Granola und Joghurt gegessen und keinen Hunger. Das macht mir am meisten Angst. Habe mir zwei weitere Termine für Morgen gesetzt, der einen Betreuten aber gesagt, dass es mir nicht gut geht. Das andere ist Geld holen und muss sein. Ich hatte zum Glück gefragt und der wollte Donnerstag kommen. Bin ich nicht da. Stephan ist auch aufgefallen, dass wir schon mal zu einem Fußballevent in München waren und er hat recherchiert: 2006, WM und es war Deutschland gegen Italien und Italien hat mit 2 Toren gewonnen. Abends vor 21 abbrechen, vorher habe ich ein Dreieckstuch vernäht. Immerhin nicht nur sinnlos Glotze. Bud Spencer sagt im Interview wichtig ist, dass man liebt, ob man geliebt wird könne man sowieso nicht sagen. Da ist was dran. Wickele mich in die Woll-Zauber-Decke meiner Tante und hoffe aufs Beste.

29.06. Immer wieder mit Unterbrechungen, wenig pinkeln, trinken, eine Runde wälzen. Morgens 7:30 37,8°. Mehr als gestern, aber ich fühle mich besser. Ist immer morgens so. Der Bauch fühlt sich wund, wie eine Darm-, Eierstock- und Blasenentzündung auf einmal.

Traum. Heike und Andrea sollen mir Sachen abnehmen, habe zu viel und werde richtig hysterisch, weil ich an nichts mehr ran komme. Wer braucht 4 weiße und 10 schwarze Röcke? Ein edles Stück von Andrea hängt noch mit Preisschild (?!) unbenutzt an der Stange (das soll sie nicht sehen), aber genau das will ich noch behalten und hatte nur noch keine Gelegenheit. Habe in dienstlich getrennt und die Sakkos und einfarbige Sachen hängen zusammen. Sie nehmen mir zum Glück auch Sachen ab. Irgendwie Reise mit Studenten. Wir wollen zur Lumix, aber sind spät dran. Einer der Studenten zeigt mir was er sammelt. Aushänge, dass Profs ihre Schlüssel verloren haben. Genial. Davon eine Ausstellung. Ich muss noch Ohrringe suchen und finde sie nicht, wohl nur 30 andere Paare dabei und halte alle auf. Die sollen ohne mich fahren, außerdem wenn wir da zu spät sind lassen sie uns nicht mehr rein in den Vortrag. Ich war immer sehr ehrgeizig und wir waren immer 20 Minuten vor der Zeit da und haben immer in der zweiten Reihe auf denselben Plätzen gesessen. Eine Studentin meint, der Vortrag wird nach draußen übertragen. Dann schnell zur Bahn. Ist sehr hässlich, wie Industriegebiet und neumodische Fressbuden. Meine Karamellbonbons fallen immer aus der Papiertüte, die undicht ist und ich muss sie wieder einsammeln. Ich sage, wenn sie Hannover mögen müssen sie mal wieder kommen und dann nach Linden (da wohnen wir, will ich erst sagen, aber Andrea wohnt da ja nicht, also ich) oder in die Nordstadt. Hier hätten sie den falschen Eindruck, dass es nur Hässlichkeit geben würde. Dann fahren wir Öffis und ich wundere mich, dass man rauchen kann. Ist so ein Touribus und wir sitzen draußen. Dann treffe ich einen Typen, der wie eine jüdische Intellektuellenfigur aus einem Woody Allen ist. Ich sage, seine Frau mochte ich auch sehr gerne. Ich sei in sie beide verliebt. Was würde ihn denn interessieren? Wir liegen dabei ganz intim unter einem Bettdecke und er an meiner Brust. Beziehungen. Wie lange seien sie denn verheiratet? Wir sind es länger. Das hätten wir schon geklärt. Er verteidigt den Stadtteil (Mittelfeld oder Messe Ost), weil er hier auch wohnt, besser als unsere Bruchbude, in die wir unser Geld gesteckt hätten. Den Vortragenden kennt er. Mit ihm ist er in einem Aufsichtsrat, bei Bayer? Dann ist da ein komischer Typ mit einem selbst gemalten Plakat und ich sage, ich sollte schreien; ich will ein Kind von Dir und er: der würde vielleicht eher mit mir schlafen als er es tun würde.

Ich versuche morgens das Nötigste auf die Reihe zu kriegen und es langsam angehen zu lassen. Claudia ruft an wegen ihres Mail Accounts und wir werden 2 x unterbrochen. Dann Büro. Vorher vorbei an der Arztpraxis, aber die haben heute erst ab 13 Uhr und vielleicht sind sie gar nicht da. Auf den AB habe ich ja schon gesprochen. Am Kiosk die reichen Nachbarn auf die Frage wie es geht. Man quält sich so durch. Ich kann nur dito sagen.

Erst Station von Herrn Teheran und der neue Arzt sagt, er gäbe schon einen Beschluss. Die Stellungnahme würde er gerade schreiben. Das macht keinen Sinn, weil die Richterin die braucht um zu entscheiden, bis wann soll der denn sein (Antwort: bis 28.06., ja, das macht auch keinen Sinn) und siehe da, er hat sich vertan. Dann die Kollegin, die Morgen die Anhörung macht, sich über das Landgericht ärgert, dass die ihn nötigen, die Beschwerde zurück zu nehmen statt klar zu entscheiden (irgendwie hat sie Recht, gerade so unstet wie er mit dieser Entscheidung war), außerdem fragt sie sich und mich ob 4 Wochen (was die MHH vorschlagen wird) ausreichen werden. Ich bin genauso skeptisch. Ich bin als Verfahrenspflegerin gestern noch bestellt worden, das Fax liegt bei mir auf dem Tisch und da wäre die Anhörung auch Morgen. Den Richter rufe ich an, dass ich nicht kann und das nachhole.

Telefonat mit Claudia und ich kotze mich aus. Sie fragt nach Flohsamen (ja, die haben super geholfen bei dem krassen Durchfall) und sagt die helfen in beide Richtungen, sie schaffen Ausgleich. Gute Idee, weil das andere Zeug was Stephan geholt hat und was offenbar auch seine Mutter nimmt und bei der wirkt es richtig gut, zeigt keinerlei Wirkung. Ich sage, mein Mann ist immer mit schwanger und schläft dann auch beide Nächte schlecht und hat Kopfschmerzen und was am Fuß und fühlt sich nicht und geht nicht zum Sport. Da sind wir synchronisiert, nicht nur da. Sie ist mutige Monatshygienevorreiterin und ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das auswaschbare Schnapsglas technisch funktioniert. Zu verklemmt? Sie hat mir ein Video geschickt. Es geht um Brustschmerzen beim PMS und ihr ist schleierhaft wie man sich als Frau daran operieren lassen kann. Stellt sich heraus, dass es doch was an sich hat mit Babystimme und sich darüber aufregen, aber in anders. Sie hat gleich Ideen zu Griechenland und hätte auch Lust. Erst Athen und dann auf eine Insel. Sie weiß, wo es gut ist und man kann alles ohne Auto machen und abends zum Restaurant laufen. Das finde ich sehr reizvoll.

Herr Ghana, dessen Betreuung Montag aufgehoben wird sagt den Termin ab. Er musste einspringen und arbeiten. Das ist mir auch Recht.

Dann die Betreute, die ab dem 01.08, in den regulären Schuldienst aufgenommen wird. Ich bin richtig stolz auf sie und sie wird mich bald los sein. Hatte amtsärztliche Untersuchung bei einer Frau „leider“ und das lief wohl nicht so gut. Die fragte nach Psychotherapie, was meine verneinte, weil sie die nicht brauche. Jetzt hat der behandelnde Arzt vorsorglich ein Attest geschrieben und ihr Symptomfreiheit seit über einem Jahr und volle Dienstfähigkeit bescheinigt. Zieht mit ihrem Freund zusammen und hatte Wohnung abgesagt nach einem Tag, weil sie eine bessere gefunden haben und der Vermieter aus Berlin droht und sagt, dass sei einer deutschen Erzieherin nicht würdig und so. Sie ist froh, dass sie bei dem Nazi nicht eingezogen ist. Die können ihr nichts, aber schon sieht man den Lehrerinneneinfluss. Sie zieht in die List.

Der Kollege will ein Quartett bei uns spielen lassen. Was könnte ich dagegen haben. Dachte er sagt mir, dass er den ganzen September auf Tour ist. Wenn es die Japan-Asien-Tour ist macht er Mädchen für alles. Das hatte eine frühere Freundin mal verhindert für eine Mädchenband in den USA. So was kann ich nicht verstehen. Ich würde doch sagen: hau rein und tue nichts, was ich nicht auch tun würde. Er hatte Aggro-Frau im Scheidungsverfahren mit Fick Dich und dem Ex gegen das Schienbein treten – wohl eine eindrucksvolle Darbietung. Er versteht sich mit unserem Nachbarn. Die beiden spielen auch sehr gut zusammen Tischtennis. Ich sage, ob sie nicht ein schwules Paar ohne Sex sein wollen. Partnerlook machen sie ja zum Teil auch schon.

Elisabeths Schwester ruft mich an hat am 20.06.die Mutter geschlagen und sie hat die Polizei gerufen. Da war sie schon weg. Es muss was passieren. Wenn ich es mache, wird es das Vertrauensverhältnis zerstören und ich sei die einzige Konstante in ihrem Leben. Das ist eine schwierige Frage. Haben schon versucht die Richterin zu erreichen, dem Hisbollah-Arzt, der auch der Arzt von Frau Lehrerin ist eine Mail geschrieben und versucht den Gutachter zu erreichen, der im September die Verlängerung der Betreuung gemacht hat.

Mittag zuhause. Beine zittern in Wellenbewegungen. Nervenschäden. Das habe ich bei Alkohol oder wenn es mir schlecht geht. Verpisse mich ins Schlafzimmer und ruhe. Stephan macht mir einen geriebenen Apfel. Das ist gut. Kathrin war gestern in Hannover. Hatte nachmittags angerufen. Erst will ich Stephan Geld auszahlen schicken und gehe dann doch lieber selber wieder ins Büro. Krieche wie eine Schnecke. Fühle mich wie nach der Blindarmsache damals.

Stephan kümmert sich um die Londonanfrage von der Tochter des Kollegen wegen Second Hand und Essen und das beides möglichst preiswert. Meine Cousine fragt nach Fußballschauen mit Gastro verbinden am Samstag. Das wäre ein schönes Revival, aber dann zum Italiener und nicht Massenveranstaltung mit den ganzen Vollpfosten. 2 total süße Postkarten von Sabine und den Ärzten aus Paris. Paris ist nicht P-Town mit 3 Frauen in 50er Jahren Kleider vor dem Eifelturm. Ein sehr gutes Motiv. Ich freu mich sehr doll über beide Karten und melde das auch.

Die ostdeutsche Rentenversicherung. Wenn meine Frau Damenbart die Kopie ihres Ausweises nicht innerhalb von 2 Wochen einschickt wird der Rentenantrag wegen fehlender Mitwirkung abgelehnt und ich sei doch Betreuerin und überhaupt. Ja, ich fahre nächste Woche zu ihr und mache das höchstpersönlich. Ich versuche sie anzurufen, vergeblich. Dann fällt mir ein, dass ich das vielleicht auch leichter im Bürgerbüro bekommen kann. Mal sehen. Das wird spannend-Montag dann.

Elisabeth kommt mit einem großen Ast rein, wie ein Höhlenmensch. Das wirkt bedrohlich und sie ist auch griffig. Ich sehe lecker aus, kommentiert sie. Will sie nicht mal wieder in die Königstraße? Der Arzt ist von der Hisbollah. An der Uni steht ein Wort und das steht für Dickerchen und damit wollen sie ein Mädchen ärgern, die daran immer vorbei geht, so wie sie damals SEX an ihre Hauswand geschrieben haben. Zwischen den Beinen riecht es nach Moos, erdig, sie kennt den Geruch von früher. In Indien ist das Wasser nicht so sauber, aber da kann man sich trotzdem waschen, besser als gar nicht. Studentinnen, Duschgel bei Douglas, Hugo Boss und andere Marken für 9,95 €, die eine Studentin sagt, sie nimmt morgens den Schwanz von ihrem Bruder in den Mund und dann ist sie sauber, statt zu duschen. Wie kommt man an die Uni? Durch heiraten, die wollen sich nicht alle ausziehen. Das ist das Problem. Dann geht es um Leibniz und die Philosophie und sie sagt: jetzt reden sie von indische Gottheiten als würde sie Stimmen hören. Sie hat was von der Leibnizdeko an den Bäumen abgemacht (angeblich gefunden) und zeigt es mir in ihrer Tasche. Die haben Leibniz umgebracht. Man sagt ja immer August umbringen. Ich wende mich an den Hisbollah-Arzt, der Montag einen Hausbesuch versuchen will. Er soll es erst mal ohne mich probieren oder die Schwester einbinden. Er fragt, ob Montag zu früh sei und ich, nein, bitte so früh wie möglich. Von Zuhause schreibe ich:

„Bitte machen so früh es geht. Sie war heute mit einem Ast (ca. 2 m und Oberarm dick bei mir) und auf Krawall gebürstet. Als ich sagte, mal wieder zu Ihnen sagte sie, sie wären von der Hisbollah. Da hätte sie auch gleich im Iran bleiben können. Ich bin Morgen und Freitag nicht da. Montag schon. Hilft das, wenn ich dazu komme? Ich glaube eigentlich kaum. Vielleicht die Schwester einbinden oder einen Bruder hat sie auch. Ich sehe sie immer mittwochs um 15:30 Uhr bei mir in der Kanzlei. So kam auch die Begutachtung für die Betreuungsverlängerung durch Herrn A. (meine ich) zustande. Das würde ich Ihnen dann noch schicken, aber erst am Montag oder brauchen Sie es früher?

Danke. Ich weiß nicht mehr weiter und denke, es wird eskalieren bzw. ist es schon. Sie war mit Spielzeugmaschinengewehr bei mir und hat die in der Galerie Luise benutzt (hat mein Mann gesehen). Das ist auch für sie selber gefährlich, dass man das mal ernst nimmt“.

Sage Steffi ab mit der Modeberatung, schaffe ich nicht. Vielleicht pflanzlich, als Mistel gehen. Die waren zum Teil beim Baumbeschnitt dabei, ist aber wahrscheinlich schon abgeräumt.

Alles einigermaßen geschafft. Unten herum wund, am liebsten nichts dran machen und in den Boden bluten. Was alles mitnehmen. Schmerzpillen ohne Ende. Wärmflasche. Teste die kratzigen Wollschals welcher sich am besten für um den Bauch binden eignet. Stephan holt mir einen Kasten Wasser und sagt, Bombenräumung bis Badenstedter Str. ab 20 Uhr. Panik: sind wir betroffen? Mehr will ich nicht wissen. Nein, aber so knapp war es noch nie. Das wäre was gewesen. Na gut, ich hätte mich zu Steffi geflüchtet. Ich mache etwas Kartoffelbrei aus dem alten Kartoffeln. Später noch ein Käsebrot mit Flohsamen. Markus ruft an. Wir treffen uns am Bahnhof und haben wohl die Zugkarten. Ich liege im Bett. Günter kommt zu Besuch, der darf ins Schlafzimmer kommen, gehört zur Familie. Ich habe immer einen kalten Stein im unteren Bauch. Das ist diese Unterleibskälte von der die TCM Frau sprach. Ich glaube, ich kann das auch spüren. Was befummele ich mich vor Günter unter der Decke wurde ich gefragt, ob ich masturbiere. Ja, von rechts nach links. Stephan soll jetzt mit den Chilis anfangen bei unserem Wintergarten rät sein Freund, der gerade eine Bahncard 25 geschenkt bekommen hat. Die sind praktischer als die BC 50, weil man die besser kombinieren kann. Das weiß Günter. Ich verstehe die Logik der Bahn nicht. Höre noch, wie es fragt, warum München, will erst mit in die Küche, bleibe aber im Bett. Schlafe erst später ein und nehme noch eine Schmerztablette, weiß nicht welche. Egal. Buscopan plus oder eine Ibu. Wirkt beides gleich gut oder nicht. Schlaf.

30.06. Traum: Ich will eine Deko anbringen, irgendwas aus Japan was ich im Koffer gefunden habe, passt, stehe auf dem Tisch über dem Büffet ein Kerzenstände und mein Nachthemd fängt an zu brennen und macht ein Loch, brennt weiter ohne dass ich es merke und meine Brust ist verbrannt und hart und steif. Wo? Ein Typ, dem ich da zeige schaut es sich lieblos an. Das soll sie Stelle sein? Johannes, hat metallic-regenbogenfarben (wie mein Armreif) in seiner Sonnenbrille. Wir fahren nachts mit ihm mit und er muss einem auf die Fahrbahn Laufenden ausweichen. Soll in der Kabine bleiben, der Typ weißt ihn das zweite Mal zu Recht. Er entschuldigt sich, ihm sei gerade fast ein Kind vors Auto gelaufen. Er ist schwer im Schock und geht in die Ecke und hält sich die Hand vors Gesicht. Ich glaube an dieser Stelle wechsele ich das Bett, bin verschwitzter als ich dachte und muss was anders anziehen. Oberteil reicht mit der Zauberdecke unten. Ich denke, ich fühle mich fast wieder normal und denke an geriebenen Apfel oder Joghurt zum Frühstück, dass ich wieder Lust habe zu essen ist ein gutes Zeichen.

Traum: Mit Steffi in einer Kirche, erst sollen wir das alleine machen, zeigen ihr die Bemalung, sie soll die Füße von der Bank nehmen, erst geht es einigermaßen, dann bockt sie total und ohne meine Mutter hätten wir es nicht geschafft, macht sich steif und lässt sich fallen und man bekommt sie kaum hoch. Ist sie müde und will einen Mittagschlaf machen. Immer wenn sie was sagt Vögel, großes Lob und Interpretation meiner Mutter als hätte das jetzt was Sinnhaftes, ich gehe im Treppenhaus nach unten und bin in einer Kapelle (darf man hier überhaupt rein?) dann raus auf die Straße, sie Markt. Treffe 2 Schwestern aus BT, was machen sie hier? Ausstellung in der Kirche wurde empfohlen und ich: statt Mittagspause heute, denke, dass Stephan uns sieht, winke, dann wünsche ich denen alles Gute und vielleicht sieht man sich bald mal wieder und Stephan ist weg. Suche ihn und verliere meine Jacke und Schuhe, beides neu gebraucht gekauft und das erste Mal an. Egal, haben sie 5,6 oder 9 € gekostet. Es regnet und ich will nur nach Hause, bin barfuß. Dann Stephan, dem ich sage, was alles weg ist. Jacke hatte ich an einen Marktstand gelegt und nicht wiedergefunden. Er will die Sachen suchen und zieht los und ich soll auf ihn warten. Es regnet und ich stelle mich unten, sitze vor Imbissbuden, die aber geschlossen haben, es läuft eine bunte Videoinstallation am Himmel. Zwei Typen gegenüber, nehmen Kontakt auf und setzen sich zu mir, sind Holländer, der eine sitzt zwischen meinen Beinen ganz dicht, der andere ist davor. Das hat ihre Mutter gemacht, erklären sie mir, es sind irgendwelche Teilchen, die in der Natur vorkommen und die sie ausgegraben, entdeckt hat erklären sie mir. Es sind verschiedenen Formen von Spiralen, die sich durch den Nachthimmel bewegen. Er schubbert sich an mir und es ist sexuell, aber wir tun so als wäre nichts als würden wir nichts bemerken oder es sei Zufall. Ich sage Lichtinstallationen seien echt besser geworden. Früher wäre ich bei Videoinstallationen immer weiter gegangen. Sie gehen und ich suche Stephan und es regnet immer doller, ich gehe zurück und vor dem Unterschlupf werde ich noch mal richtig geduscht. Was spricht dagegen, dass ich einfach nach Hause fahre, Stephan wird das schon verstehen. Steige in die Bahn. Die Station hat einen komischen Namen, steige aus. Erst kapiere ich es nicht, lauter Kunst. Erotiksachen, die mich nicht so interessieren. Hinter der einen Tür eine Führung. Im Treppenhaus ein total cooles Video, großartig gebastelte Figuren, Tiere, die sich ständig ineinander verändern. Da steht „Take a picture and post it on so and so“. Gute Idee, auch zum Zeigen für Stephan. Hole die Kamera raus und will Video machen. Finde nicht, wie man das umstellt. Dann die Frau, die die Führung gemacht hat, ob ich gerade ein Foto von ihr gemacht hätte. Ich: nein. Denke, sie macht gerade ganz nahe eines von mir, werde sauer und aggro und drohe sie zu schlagen oder zumindest die Kamera wegzunehmen. Dann sie: darf sie jetzt anfangen mit der Führung? Und ich: darf ich vorher gehen? Dann bin ich im Giftshop und Restaurant. Da gibt es total tolle Keramik mit seinen Figuren. Was davon kaufen für Michi du Markus, aber das versteht man nicht, wenn man die Sachen nicht gesehen hat. Werde wach. Es scheint überstanden und fühlt sich normal an. Das ist echt krass, wie es von 100 auf null wieder weg ist. Es ist immerhin schon 6 und nicht 4. Ich denke an Leberknödelsuppe und habe wieder Lust auf Essen. Die Ärzte-Jungs melden sich, sind noch in Paris und waren in der Oper und auch Opernführung und Stephan schickt mir eine Mail:

„Liebe Gäste!

Das magistratische Bezirksamt hat pünktlich zu unserem ersten Geburtstag entschlossen uns auch zu beschenken, und zwar mit Blomben auf unseren Herdplatten und der Lüftung. Da unter diesen Umständen das Weiterführen unseres Konzepts nicht möglich ist, verabschieden wir uns vorläufig in den Untergrund und melden ins Kürze mit Neuigkeiten zurück.
In der Florianigasse 50 gibt es weiterhin Prosecco, Naturweine, Erzbräu, kalte Kleinigkeiten und Toasts. Da wir erst lernen müssen was man mit einem Toaster alles machen kann, bespielen wir den Raum vorläufig unter dem Titel „Punks not dead“ bis wir schlauer sind.

Da zum Alltag von Punks auch die ständige Wegweisung gehört, bedanken wir uns beim Magistrat und den Nachbarn, dafür dass sie unser Konzept so gut verstanden haben und ihren Beitrag zum Schauspiel beigesteuert haben.

We apologize for all the convenience!
Dont panic!

das Punks-Team“.

Hey, ich wusste, dass ich die liebe und will in Kontakt bleiben. Die sind groß und lustig und mit denen macht Gastronomie Spaß. Das hat Herr Cortin Severin nicht kapiert. Punks erkennt man nicht am Äußeren, es ist eine Einstellung. Ein Iro und eine Sicherheitsnadel im Ohr ist Punkuniform. Es sind Menschen, die einen anderen Punk nachmachen. Das ist eher kein Punk. Man muss den eigenen Punk entdecken.

Gehe ins Bett und Stephan wärmt den unteren Rücken (hatte ich ihm erklärt, Gegenstück zu vorne). Ich sage heiße Schokolade und später denke ich Eier. Stephan schläft und ich ruhe neben ihm, Gestank wie aus dem Abfluss oder ist das Stephans Atem oder war ich doch kurz weg. Es ist kurz nach 8. Packe all die Sachen ein, an die ich gedacht hatte. Mocca, Picknickdecke, Nüsse für den Zug, Wärmflasche. Es soll mir an nichts fehlen und ich habe einen großen Koffer. Dann ein Bad bei moderarten Temperaturen. Mein Cousin hat sich nicht gemeldet, aber die Karten werden bei der Kasse hinterlegt sein. So ist es normal. Weiß Stephan noch das Kurzwaren und Handarbeitsgeschäft. Natürlich weiß er. Doch noch Häkelnadel mitnehmen, aber ich will nichts mehr machen. Stolas trage ich nicht, die die sie wollen haben sie schon und bekommen sie nicht also Abnehmer gleich null. Vielleicht mal eine Cousine damit beglücken. Yoga in anderen Städten. Hat das eigentlich mal geklappt? Mit Michi war ich in Istanbul, in Köln gegenüber war ich dann alleine. Nein, muss nicht sein. Unsere Vermieterin sei Pilates-Lehrerin sagt Stephan. Ich muss an die Ex von Oliver Pocher, die oberflächliche blöde Kuh mit ihrem Jet-Set Pilates denken. Da sieht man was für ein Vollpfosten dieser Typ ist, weil er sich so eine Frau rausgesucht hat. Das sagt eigentlich alles oder genug. Apropos Männer, die sich eine bestimmten Frauentyp raussuchen. Ich will den Film über Lou Andreas-Salome sehen. „Wenn sie mit einem intellektuellen Mann zusammen kommt, gibt er nach 9 Monaten ein Buch zur Welt“ oder so ähnlich. Taz habe ich nicht abgesagt. Kann er ja heute noch holen und machen. Ich mache total leckeres Käseomelette und da sag mal einer, dass ich mit Eiern nicht umgehen kann. Fluffig, leicht butterig und perfekt. Ich habe leicht Kreislauf und schwitze schnell und bin nicht 100 % fit. Sollte es langsam angehen lassen, dann passt ja so eine Zugfahrt sehr gut. Das mit der Banane, was ich für Werbung hielt sind Stimmzettel für Verkehrsberuhigung der Stephanusstraße, FuZo oder Einbahnstraße. Bis 09.07. bei Annabe abzugehen. Schreiben den Kollegen eine kurze Mail, damit das nicht im Müll landet, weil ich gerne meine Stimme abgeben will.

Anruf beim Sozialamt von zuhause. Geht um Darlehen für Stadtwerkerückstände. Vorgestern Erinnerung an Einreichung eines förmlichen Darlehensantrages bekommen. Kam mir spanisch vor, hätte ich bestimmt bearbeitet, weil ich ja weiß, wie wichtig das ist und mich gekümmert habe. Das Ursprungsschreiben trägt Datum vom 07.06. Da wusste ich noch nichts von dem Darlehensantrag und ist hier nicht eingegangen. Telefonat mit einer Sachbearbeiterin. Ich soll es faxen und sie macht es dann am selben Tag fertig. Gestern wieder diese Frau. Mein Fax sei da, die Akte weg und es sei nicht ihre. Heute hat die Frau, die gestern Sachbearbeiterin war und sich auf den Weg machen wollte es schon gemacht und es liegt dem Chef vor. Alles bestens.

Ach, was ist so eine Verdauung doch ein kompliziertes und wundervolles Verfahren. Hat doch mal ein Künstler versucht einen durchsichtigen Darm nachzubauen, wo man Lebensmittel oben rein schmeißt und der kackt und das kann man nicht einfach so nachbauen, wenn man nicht Gott ist. Wunderwerk Natur und Körper. Man nimmt es immer so selbstverständlich bis was nicht geht, dann fängt man mit dem Streicheln und der Achtsamkeit an. So ist es zumindest bei mir. Streichele meinen Mann ja auch als wäre er ein Pferd. Nein, Esel hat er neulich korrigiert. Grobes Klopfen halt.

In der Bahn herrliche Hannoverszenen. Eine Frau mit mehreren desolaten Drogis unterwegs beschwert sich, „die Leute bleiben mit ihren Blagen im Weg stehen und ich kann mir deinen Rollator auch nicht auf den Rücken schnallen“. Die Männer, die dazu gehören stehen auch im Weg und halten sich an den durchsichtigen Trennwänden fest. Ein Mädchen was zur Gruppe gehört macht Klimmzüge und schlägt gegen die Haltegriffe. Eine lustige Truppe.

Ich habe in den letzten Tagen auch was Neues gelernt, wenn der Darm nicht arbeitet, hat man keinen Hunger. Jetzt erst mal auf nach München.

In einer guten Lebensphase – Camero

20.06. Traum, den ich später selber nicht verstehe: Hänge an eines Stange (?), muss auf‘ Klo. Pinkele dann im Freien. Wie hat es geklappt, werde ich gefragt? Gut. Wir haben was runtertropfen sehen sagen mir Mann und Kind/Mädchen dazu, soll meine Beine zeigen. Weigere mich und verdecke sie und gehe. Lerne jungen Typen kennen (wie den Sohn der Geburtstagsfrau, ca. oder wie Harold von Harold and Maude), kommt aus einer reichen Familie und wir sind in seinem Auto unterwegs. Er verliebt sich in mich und könnte es sich mit mir vorstellen. Ich bin geschmeichelt und mag ihn auch total und die Frau beneide ich jetzt schon, die ihn bekommt, aber ich habe einen Mann seit 30 Jahren und wir sind total synchron und erzählen wortwörtlich dasselbe melden Freunde, also den verlasse ich nicht, weil ich ihn liebe und es ihm auch das Herz brechen würde. Wir knutschen im Auto und ich sage, wir können trotzdem mal miteinander schlafen und das lohnt sich bei mir, weil dieser Körperteil funktioniert noch am besten bei mir (so ganz selbstbewusst). Jetzt war er so abgelenkt, dass die Fußgängerampel, die er mit dem Auto nutzen wollte wieder rot ist. Er will, dass ich 2017 mit ihm Weihnachten feiere und ich sage, wir können schon Freunde bleiben, aber das ist schwierig wegen meiner behinderten Schwester und erzähle unsere Familiengeschichte mit Weihnachten und die Rituale. Da wird ein guter Freund von ihm beerdigt, verabschiedet und er wollte meine Unterstützung. Im Laufe des Tages fällt mir ein alter Traumfetzen ein: Claudias Marken- oder Designeroberteil, Saum mit Spitze aufgenäht ist ausgerissen am Träger und das nach einmal tragen. Blase bis zum Schluss leeren und ausdrücken. Das ist der Trick, dann tröpfelt es nicht.

Massimo hat den Haz-Publikumspreis gewonnen. Ich sollte ihm schreiben und fragen, ob er noch mal herkommen will. Bruce Lee sitzt im Knast. Vielleicht ist das die Geschichte, die mein Leben ändern sollte. Ich fahre nach Bukarest und besuche ihn im Knast oder Brieffreundschaft und überweise ihm Taschengeld für Kippen. Vielleicht ist das die Cecil und Victoria Geschichte, die mein Leben ändern wird. Nubian Heritage Body Lotion wünsche ich mir von Stephan zum Geburtstag. Hat seit Kalifornien gereicht. Die Marke war mir unbekannt. Von denen ist auch die schwarze „African“ Seife aus Brooklyn, die Karin sich dann auch gekauft hat auf Cape Cod im Whole Foods. Wusste ich nicht, scheine eine Schwäche für deren Produkte zu haben. Nicht aus den USA schicken, lieber nur England und dann halt nicht Goat’s Milk and Chai sondern eine andere Geschmacksrichtung.

Die Stieftochter der Nachbarn spreche ich mit Namen an und sie starrt vor sich hin und schiebt mit ausdrucksloser Mine den Kinderwagen. Das ist beängstigend. Das wäre mein Alptraum, aber offenbar kann man auch die Verantwortung wegdrücken. Wer kümmert sich um sie? Der Kollege ist gut zum Reflektieren und ich freue mich über den Austausch, der anregende Gespräch beim Kaffee. Die Todesliste des Bären und Depressionen im Freundeskreis. 3 x Herr Teheran auf dem AB. MHH wegen Besprechung Morgen, sagt den falschen Namen, von mir gibt es kein Geld, auch wenn ihm Kippen fehlen. Bruder und Schwester anhauen. Der Fette beim Arbeitsamt, braucht selber Reha. Spargelsuppe und Erdbeeren. Darf mich nicht auf’s Bett legen. Häkelprojekt für unterwegs. Schöne lange, positive Mail von Jasmin. Sind in einer guten Lebensphase und das sieht man ihnen an. Ich bewundere diese Frau, Hingabe für andere, Disziplin mit morgens um 6 Uhr schwimmen, Karriere und soziales Engagement für Flüchtlingsfrauen. Es gibt Frauen mit mehr Energie und die ihre Zeit sinnvoller nutzen und mehr auf die Beine stellen. Das sind dann Vorbilder für mich oder Frauen, die ich bewundere. Vizechefin vom abW nach der Kinderpause, die die schwangere Kollegin ablöst. Ich ziehe es jetzt durch und mache Unterbringung, wenn sie nicht Depot nimmt oder APP akzeptiert. Es geht nicht mehr, auch weil der Sohn im Haushalt lebt und ich bleibe dran. Da gibt es kein Wegbeißen. Die Betreuungsstelle wegen Frau Renovierung und dem Betreuerwechsel. Gebe so gut es geht meine Einschätzung.

Herr ADHS, Tankstellenwart. Will seinen Sohn adoptieren lassen vom neuen Freund der Mutter und weiß nicht, ob er der seine Adresse geben soll. Ähhh. Sie sagte was von Anwalt, der vielleicht schreibt. Ja, aber Schreiben müssen ihn ja trotzdem erreichen. Ach so. Die Steuerberaterin lästert über die alte Betreuerin, einen Haufen unnützer Unterlagen und unorganisiert. Stephan hält sich zurück. Das ist gut und ganz professionell.

Auf dem Weg zum Sport grölender Handwerker, der mir aus einem vorbeifahrenden Auto was zu grölt (?). Yoga mit Thema Geben und Nehmen und schön Partnerübung. Nein, ich bin nicht sauer auf Steffi weil sie zu spät kam (warum auch? Weil ich immer sauer auf irgendwen bin). Die Frau neben mir hatte gefragt und dann zu sagen: ich mache aber nur mit meiner Freundin, ist mir zu affig. Es klappt sehr gut mit uns und wir atmen synchron und erst führe ich und wir gehen dann wortlos dazu über, dass sie mal führt. War für uns beide schön, wie wir uns anschließend bestätigen. Steffi redet mit ihrer Partnerin viel mehr und die hat wohl auch Körpergeruch oder Haarspray. Modeschau Deutsche Pop. Na gut, ich bin dabei, aber nur um was mit Stephan und Steffi zu machen. Susann hat uns gratuliert wie immer, zwischen den Geburtstagtagen. Ich mag das. Burger im Duke (der Freund des Nachbarn mit seinem Sohn) mit Pommes mit Wasabi-Honig und die Burger sind lecker, Chili-Cheese für mich und BBQ für den Hasen. Ich wollte zum Türken und Schwarztee trinken. Das lohnte sich mehr als das blöde Festival und man kann einfach entspannt sitzen und die Qualität des Essens stimmt und anschließend Eis mit Joghurt und türkischem Mocca am Kröpcke. Auch beides hammerlecker sowie die dunkle Schokolade, die wir probieren dürfen.

Einer meiner ersten Kontakte zum abW singt nicht nur im Chor, sondern organisiert das mit. Ich bin kurz angebunden, er will mit mir reden oder mich sogar umarmen. Schräger Abend. Die Frauenchöre bestehen aus extremen Typen, vor allem die Leineperlen aus Hannover, eine große so ca. 50 mit kurzen blonden Haaren, die sich die Federboa immer wieder vom Hals reißt weil sie Luft braucht und ins Publikum ruft in einer Singpause. Zahnlose Frauen singen im Chor, alte Frauen, die ausschauen wie Else vom Lande, andere die ausschauen wie alte Typen. Der Organisator heult sofort als er sich bei seinem Freund bedankt. Er bedankt sich bei Christoph Müller, dem Schauspieler und auch dem Typen vom Schützenverein. Der Junge Chor Hannover ist auch, anders toll zum Anschauen (eher schön und jung), hat junge Talente und ist gemischt (bis 33 kann man eintreten). Eine aus meinem Sportstudio ist dabei. Alle haben etwas Grünes an, T-Shirt oder Schuhe oder Kette oder Ohrringe oder Kuli im Sakko. Das sieht gut aus. Die Moderation macht eine Transe, die aus Hannover kommt und in Hamburg lebt (und die ist mittelprächtig mit amüsieren Sie sich? Dann sagen Sie es auch Ihrem Gesicht… und eine Frau aus der ersten Reihe, die die Karte geschenkt bekommen hat und fast einschläft entlockt er, dass ihr einziger schwuler Arbeitskollege bei der Firma Kone Aufzüge heute hier auftritt, was immer wieder für Gags und Gekreische sorgt) und Vox Homana ist auch sehr unterhaltsam. Fast reinrassige homosexuell die Veranstaltung. Frauke B vom Verein katholischer Frauen, von der ich mal eine Betreuung übernommen habe vor Urzeiten, meine geistig Behinderte ist auch lesbisch. Hätte ich mir denken können so spröde wie die immer war. Auf dem Heimweg regnet es kräftig und wir werden total nass. Dann hilft der warme Wintergarten als Ausgleich. Regelbeschwerden losgelöst von der erkennbaren Ursache. Ich habe was Hartes unter der Bauchdecke, d.h. dem weichen Fett, entweder ein Tumor oder Bauchmuskeln. Schoggi aus den USA. Toffee mit Briefmarke außen und Gedicht innen in die Packung gedruckt,

21.06. Ein Pudel erschnüffelt Schimmel. Sehr schön das Bild, wie er mit der Pfote elegant an der Wand anzeigt. Vielleicht lieber zu einer Bühne als ins Kino. Früh ins Büro und dann zum ersten Außentermin. Zuhause noch eine Strickjacke und zwar die aus Kalifornien, weißes Polyester mit Golfstickereien, in New York gab es eine fast identische, aber mit besseren Sportmotiven und Bienen in Gelb, aber ich hatte ja schon meine. Vom KSD die Neue ist jung und nett und ich werde meine Betreute vielleicht nach Frankfurt begleiten müssen. Alleine kann man sie nicht hinschicken und ein fremder Anwalt nutzt uns nichts und es ist echt das wichtigste Thema in ihrem Leben. Heute spielt Deutschland gegen die Türkei informiert mich meine Betreute. Gute Idee zum Königsworther Platz und von dort aus zur MHH. Kann man schön nach unten fahren mit dem Rad. Ab Kröpcke habe ich eine Klappbank für mich und kann häkeln. Rentner mit Klapprad ist auf Krawall gebürstet, aber meine Sportlichkeit gefällt ihm. Erst zu Herrn Minus, seine Hose hängt so tief und rutscht und ich habe Angst, dass ich was sehe, was ich nicht will. Er fummelt auch immer an sich herum und ich denke dann: könnte das mal komisch werden, aber er ist wie ein Kind und legt gerade ein Puzzle mit dem Eifelturm oder machen das andere? An der Tür die Hinweise für die Pflegedienstmitarbeiter, dass man mit ihm einkaufen gehen soll und keine teuren Markenprodukte kaufen. MHH auf dem Parkplatz auf dem Boden kauernd unter einem Baum. Ein Sandwich mit den Tortillachips von Sonntag in der kleinen Tüte. Passen nur etwa 10 Chips rein. Dann die Station. Herr Teheran schläft. Er wurde gestern durch die Sicherheit wieder auf Station gebracht, nachdem er die Ladenpassage aufgemischt hat. Ich setze mich in den Innenhof (wo es nass ist, wird erst zum Deutschlandspiel schön und die spielen gegen Irland und nicht die Türkei) und häkele. Wieder Komplimente der Mitpatienten, echt individuell und so würden sie sich auch gerne anziehen, wenn sie sich trauen würden. Was häkele ich da. Nein, keine Boshi-Mütze so wie sie. Dann kommt er aus der Tiefschlafphase gleich in den Monolog. Ohne Essen kann er auskommen und das ist er gewöhnt, aber er ist tabaksüchtig seit 40 Jahren, also seit er 10 ist. Die große Arztrunde gefällt mir. Er kommt auf die offene, aber mit Beschluss und der muss vermutlich sogar verlängert werden und wir versprechen ihm nichts. Er geht gleich wieder in die Forderungshaltung und will heute noch verlegt werden und wenn kein Bett frei ist dann in den Flur. Er kann sich zur Beschwerde und einer Rücknahme nicht klar positionieren und dann kommt eben der Landgerichtsrichter. Ist auch kein Problem. Will deutsche Staatsbürgerschaft zurückgeben, wenn wir ihn rauslassen. Er will vielleicht in seine Wohnung, aber er wird nicht bei der Stange bleiben können, weil er zu sprunghaft ist und wieder durch die Republik ziehen und in Konflikte geraten und Straftaten begehen. Das ist so meine Einschätzung und deswegen entscheide ich, dass er hier blieben muss. Er kann es nicht einsehen, das ist Teil der Erkrankung. Zurück zum Aegi und dann Stephan auf einen Kaffee bei den Hippstern treffen. Da arbeitet die Kleine aus der Bar. Du, hier? Frage nach Industry Standard. Hat nicht geklappt. Das Sofa sei ein Traum meint der Möbelrestaurator und man kann den Bezug lassen und nur ein paar Schrauben setzen. Die Kinder mochten die Landesgartenschau nicht so (ach!=). Piglet muss Mama aus dem Müll holen. Mein englisches Schwein, was ich extra immer angemahnt hatte, dass es auch mitkommt, wollten sie entsorgen. Die Kissen seien gut. Das Leben anderer Menschen wegwerfen ist eine Belastung und Zumutung. Paps hat Geburtstag an einem wichtigen Tag. Die Briten entscheiden über Brexit und das wird ein spannender Geburtstag, wichtiger Tag ja und hier sind niedersächsische Schulferien und ich freue mich schon auf die Leere im Büro.

Nach dem Termin ruft Herr Teheran noch 2 Mal an. Das erste Mal sagt er das sei das letzte Mal für die 8 Tage. Dann Richter braucht nicht kommen nachdem ich schon mit ihm gesprochen habe, zu spät. Seine Familie war gestern in der Geschäftsstelle und die haben Ängste und befürchten das schlimmste.

Ich schreibe Jasmin und sie zurück, dass ich ihr Role Model in punkto beinharte Ehrlichkeit sei. Das ist schön zu lesen. Der Kollege ist bereit den Termin in Frankfurt mit mir zusammen zu machen, sonst würde er es nicht machen. Das ist auch schön. Ich komme aus dem Büro und alle schreien wegen des einen Tors.

Sport an der Stange. Habe ich gestern übertrieben und merke meinen unteren Rücken und das Knie zickt auch noch. Wieder höre ich von meinem Mut (jetzt 2-3 Mal am Tag). Bei ihr sind die Haare sehr schnell gewachsen. Ja und färben tut sie nur oben und lässt darunter die Naturhaarfarbe, solange man das noch tragen kann sagt die gut aussehende Polin in der Umkleide.

Steffi am Steintor. Ina, die Kollegin, die meine braunen Eichelschuhe trägt und keine anderen mehr. Das freut mich und sie sieht echt gut aus. Steffi macht ein Foto im Rahmen zum Ausdrucken und ich sehe richtig schön scheiße aus. Gefällt mir! Der Mann warnt vor einem Sieg der Türkei und einem Autokorso als möglicher Folge. An der Marktkirche ist Fairmannsfestwerbung und Herr Holik läuft durch die Gegend, viel philippinische Frittenbude, glotzende Leute und der Auftritt der Israelin beginnt mit einer fetten Rückkoppelung, dass sich alle die Ohren zuhalten. Seit Event Manager, die Ausbildung von Hartz IV Töpfen gefördert wird, wie Steffi am nächsten Tag zu Recht anmerkt, ist die Sachen im argen und ordentliche Tontechniker Mangelware.

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Mal ins Oscars, da sollen die Cocktails schmecken und draußen zu den anderen Alkoholikerin setzen und das Salzgebäck auffressen. Gin mit Cola (Hot Shanghai Retriever?), seit wann bestelle ich so beschissene Cocktails? Zutaten mag ich beide nicht. Die Lärmkulisse zwischen den Bühnen und der schlechte Sound und die Beschallung sind unerträglich. Wieder ein Eis, was lecker ist und „fick die AfD“ vor C & A. O.k. das ist lustig. Klingele bei der Nachbarin was auch nicht so gut ankommt. Ich sage ihr, dass ich ihre Mails nicht lese. Die Zeichnungen und Hinweise auf ihren Statiker machen mir schlechte Laune. Habe Befindlichkeiten an den Brüsten, Eierstockdings und im Bauchnabel innen drin.

22.06. Traum: Meine Schwester in einem neuen Heim und ich bin zuständig, mache es ihr schmackhaft. Wie Glocksee oder Böser Wolf. Feier, ich tanze, die Schuhe sind zu klein und die Zehen stoßen vorne an.

Abends denke ich daran, was ich anziehen will. Das neue blau-weiße Kleid und das Hütchen. Hatte ich schon rausgelegt für die Lumix und finde es nicht. Das ist sehr merkwürdig. Kann mir das Verschwinden nicht erklären. Ich bin paranoid und finde es wieder, allerdings muss man die Neon-Bemalung auf dem Schaumstoff des Hütchens in regelmäßigen Abständen, d.h. vor dem Tragen erneuern. Das verblasst oder wird aufgesogen von dem Schaumstoff.

Deutsche Forscher bei 46 ° gewandert in den USA trotz Hitzewarnung und jetzt trauern die Kollegen. Tot und nicht nur der. Wie geht das so schnell? Ohne Flüssigkeit kann man viele Tage überleben. Den Orthopäden, der abgestürzt ist und Zechen prellt und betrunken Rad fährt und Polizisten beleidigt kennen wir von der Expo und 2012 war er noch Gutachter für die Rentenversicherung. Ich kann wieder mal gut beleidigen. Wenn ich das nicht weiß mit der Post, warum fragt er sinnlos Leute die es erst recht nicht wissen. Das beleidigt meinen Verstand und ich dann diese Menschen und sage, kann man gleich Schüler an der Haltestelle fragen. Für Paps auch eine Seife von Nubian, dann nachträglich. Ist nicht so warm wie angekündigt und ich sehne mich nach einer Strumpfhose. Verpasse die Bahn Allerweg, hetzte dann zur Werderstraße, was quer durch die Stadt und weiter ist. Die kleine Türkin, die im Boca arbeitet, fragt, ob sie mir mit meinem Fahrrad die Treppe runter helfen kann. Süß. Ich brauche einen Gin and Tonic. Dann Institutsambulanz, Nummer aus dem Kopf auf den AB, dass ich vielleicht 5 Minuten zu spät komme, komme aber pünktlich, fahre um die Schüler, die sich in die Sommerferien verabschieden, herum im Slalom. In der Bahn treffe ich Karin, überlege lange, ob sie es sein kann und sie kommt dann auf mich zu. So spät zur Arbeit? War in Berlin, mag die gestrickten Kleinststulpen von Heike und bedankt sich und ich mich für die Karte mit Hase und Putzschwamm. Sie hat das Orchester vor der Oper gehört mit Gastmusikern dazu. Wer nicht kommt ist meine Betreute. Die Ärztin erreicht sie nicht (war mir klar, die kommt 30 Minuten zu früh oder gar nicht). Schreibt mit, merkt sich nix und alles erzähle ich der doppelt und dreifach. Sie will Stellungnahme schreiben zur Unterbringung für 4 Wochen. Sohn soll dann zum Vater. So mein Plan. Die rote Strickstofftasche, länglich mit einem Wollknäuel und Stricknadeln, ist verkauft. Neues Kondomplakat: „egal auf was Du stehst, benutze Kondome“ und das eine Paar in langen schwarzen Highheelstiefeln und das andere mit Hasenpuschen (gezeichnet). Bahn leer, fahre bis Allerweg. Stephan wird mir eine Strumpfhose bringen. Frau Schwangerschaft ruft an wegen Schulbücher für den Sohn, die ich jetzt schon beantragen soll und konnte nicht kommen wegen Sohn und Zeugnissen. Ich sage ihr, dass sie sich stationär behandeln lassen soll, so wie die Ärztin ihr das auch gesagt hat, ständig telefonieren wir parallel. Sie mit mir und der Ärztin, die Ärztin ruft auf dem Handy an und ich habe sie in der anderen Leitung. Die Medis kann die Frau vom abW kontrollieren, die montags immer kommt. Das ist zu wenig. Sie schreit: Freiheitsberaubung. Mein Mann lässt mich warten. Ich spreche ihn auf die Farbpatrone an und erfahre, es war seine Schuld. Gut, über 320,- € das ist eine Flugreise und dann nehme ich eben Blau die nächsten 3,5 Jahre und er bestellt kein Büromaterial mehr. Blau kann man nicht so einfach reinmachen. Mein blaues Armband reißt im Treppenhaus. Er soll das gefälligst klären. Samstag eine Mail geschrieben. Es ist Mittwoch und das er es verbockt hat, hat er mir auch nicht gesagt, sondern deren Fehler, er habe das selbe bestellt wie letztes Mal. Ich habe seit Wochen keine Druckerpatrone. Im 11 A alle glücklichen Eltern mit ihren Kinders. Ich habe nur 20 Minuten Zeit. Mal schauen sagt die Bedienung. Gegenüber die böse Macht der Gene. Mutter schwarz, ein bisschen wie ein Model, Vater Geschäftsmann mit Brille. Alle 3 Kinder tragen Brille. Essen kommt ganz spät und ich muss es schlingen. Komme genau rechtzeitig in den Innenhof beim Musikzentrum, wie Gewebegebiet. Die Frau von der GIS ist nett und kompetent und wird einen Vertrag mit der Nachbarin machen ab Juli. Die ist in Begleitung ihres Mannes, der sie gefahren hat und auch die Unterlagen für sie ausfüllt, weil sie einen Gips hat. Ich frage ihn, ob sie einen Garten hätten, was er bestätigt. Haben sie mir das mal gesagt oder sehe ich es seiner Hautfarbe an. Viel Arbeit, aber man müsse sich Gerätschaften zulegen, die es erleichtern, Rasen mähen habe man früher von Hand gemacht und jetzt gäbe es sogar eine Maschine für den Heckenschnitt. Meine Betreute kennen die beiden seit über 40 Jahren, wohnen im selben Haus. Ich habe ein gutes Gefühl. Großer Arbeitgeber, über 1000 Angestellte, Betriebsrat und auch Urlaub für geringfügig Beschäftigte und Krankenversicherung. Alles gut. Ich verfahre mich auf dem Innenhof zwei Mal (das darf keiner sehen) und halte kurz in der Nordstadt, aber leckeren türkischen Honig wie aus dem Buch aus Teheran gibt es nicht und dann wieder Büro. Die Fußballspieler sehen aus als wären sie mit Blut und Eiter besudelt, aber das ist das Trikot. Elisabeth führt Selbstgespräche im Flur wie immer. Der Bürohund dreht durch, fährt aber Morgen 3 Wochen nach Kroatien. Sie sagt ich habe sexy Beine und will meine Schenkel sehen. Das geht nicht. Pastrami in Frankfurt und am Samstag vielleicht zu dem Kollegen in den Garten bevor da Mieter drin sind. Rufe den Jugendamtsmitarbeiter an bei dem Frau Psychose Türkin Montag mit einer Arbeitskollegin war wegen Sorgerecht für den Sohn. Der ist laut AB im Urlaub, also da tut sich nichts.

Ich bekomme Fressflash und esse zwei Ice creme Sandwichs und die ganze Packung Studentenfutter, die von der Lumixverpflegung übrig geblieben ist. Schreibe Erin eine Mail.

Auf dem Weg zum Sport, Elisabeth an der Brücke Königsworther Straße, dicke Daunenjacke, krasse Selbstgespräche, sieht mich und lächelt und grüßt mich mit Namen. Mir macht das Angst. Sport ist wieder mit viel Quatschen und therapeutischen Hinweisen verbunden. Steffi nervt es mehr als mich. Ich schaue mir kurz die neuen weißen Küchenoberschränke an, die ein Muster haben, wie Diamantschliff und nicht glatt sind. Gefällt mir. Ich bekomme Blumen geschenkt. Morgen ist Home Office und ich fahre morgens eine Runde mit Suki. Zuhause bin ich satt, aber Stephan hat sehr lecker gekocht mit Tofu und Tomatensauce und Fenchel, scharf. Ich nehme keinen Käse (mein neuster Trick), dann schmeckt man das Essen besser. Stephan hat von Christoph ein Weißbrot geschenkt bekommen. Nachdem der Gaues wieder raus ist aus dem Geschäft wollen die selber backen (das einzig vernünftige). Es schmeckt und hat eine gute Konsistenz, also noch mehrere Brote mit Sakzbutter und Honig. Ich kann Unmengen vertilgen. Mache Stevia-Pfefferminz-Sirup aus Paris in den Tee, wenn Ingwer-Kräuter aus dem Garten im zweiten Aufguss etwas schwächelt. Etwas häkeln, das beruhigt, auch vernähen, Haare waschen, verpasse das Tor der Iren gegen Italien, obwohl ich davor sitze. American Dad und Steve als Bowling Talent und Roger und Hailey im Wettbewerb in Sachen short attention span schauen sich langweilige 6-Stunden Fahrradfilme von Klaus an. Ich will unbedingt 2017 wieder ein Haus mieten mit Marc, Jasmin und den Jungs. Ich frage, wo sie gerne hin wollen, weil ich habe mehr Zeit zum Suchen. Spanien, in der Nähe von Barcelona oder San Sebastian oder wieder nach Castellabate und wir vorher Neapel oder ganz was anderes, ich bin dabei. Hauptsache zusammen. Gehe ins Bett und massiere die Füße mit dem Ayurveda-Zeug, alles riecht penetrant nach Pfefferminze, wie der reinste Sauna-Aufguss.

23.06. Früherer Traum (werde um 5 Uhr wach): Wir sind im Theater und sitzen seitlich von der Bühne und dafür erhöht und schauen von hinten. Interessante Perspektive. Dann ertönt die Klingel, aber dauerhaft. Ist Alarm, Theater wird evakuiert. Zug entgleist. Man soll nicht hinschauen, weil die Bilder zu shocking sind. Dann kann nicht am Hauptbahnhof passiert sein, weil er nicht so weit gefahren wäre, sondern unterwegs auf den Gleisen muss er entgleist sein. Eine Tüte mit meinen Sachen. Ich schaue mir den Zustand nach dem schweren Unfall an, teils verbrannt.

Lerne lauter interessante ältere Typen kennen, die alle in einem Haus wohnen. Die haben schräge Wohnungen mit alten Kacheln auf mehreren Etagen. Der eine ist 60 und nimmt Heroin und ein anderer hat einen Yorki, der mit Katzen aufgewachsen ist (altes Video, die Welpen haben alle blaue Augen und sehen gleich aus und säugen bei der Katze). Ja, ich weiß, ich soll den Hund nicht zuerst begrüßen sonst Follower, habe auch meinen Cesar Millan geschaut. Der hat spitze Zähne und verhält sich wie eine Katze, spielt so, beißt in Spielsachen und kratzt. Den kann ich mal Sitten, wir nehmen auch Stella von Eckhard. Dann will ich über seine Wohnung aussteigen und werfe was um (ein Gerüst mit Rankpflanze dran, wie bei mir jetzt im Wintergarten), er kommt rein und überrascht mich mit einem Schäferhund an der Leine und ich sage, ich wusste keinen anderen Ausgang. Gesteppter Windhund, wie Suki, aber verliert keine Haare, springt auf den Arm. Meine Eltern streicheln ihn. Ich will essen gehen und was ist mit den Einmachgläsern, meine Mutter isst Spargel daraus. Ich will was klauen, Sitzkissen zusammen genäht und mit 70er Jahre Stoff bezogene Bücher, der hat so viele, das fällt nicht auf. Kann Pflanze darauf stellen. Versuche das in meine Handtasche zu machen wenn keiner schaut. Der eine Typ in jung, Punkervideo mit Eileen aus B, er erzählt, wie er immer klaut und man sieht ihn von hinten, seinen Hintern, versuche ihn zu erkennen. Polizeikontrolle, beide nackt im Wald, dann mit toten Tierköpfen, aber exotische Tiere, wie Löwe, Elefant und unten Klamotten, werden liegend gefilmt. Echt gut gemacht. Was ich für interessante Typen kennen gelernt habe und der eine macht Musik und Film. Ja, aber von Pornos werde ich korrigiert. Das sind auch Filme, verteidige ich.

Morgens Unterleib. Frau Chefin vom abW fragt wie der Termin bei der Ärztin und Frau Türkin gestern gelaufen ist. Wollte ich melden. Rufe Paps an. Die Geschichte mit dem Familienschmuck. Meine Schwägerin nimmt sich ein Herzanhänger mit einem Scherenschnitt. Mein Bruder geht zum Juwelier und will die Inschrift rauskratzen lassen (L.H. für meine L.M. oder so). Der erklärt ihm, das sei ganz selten und wertvoll. Widmung des Vorfahren Hirth an seine Frau mit Haaren gelegt (!). Ach, ist mein Bruder süß und die Kunsthistorikerin, die er zur Frau hat. Fotos gab es nicht, daher ein Scherenschnitt von dem Schenker von der Seite. Ältestes Familienschmuckstück jetzt bei meiner Schwägerin. Dann nicht so ablästern über meine Familie, sonst nichts um den Hals tragen, sondern Schmuck aus dem eigenen Wohnwagen. Ich trage auch nichts von der Familie Dellin um den Hals. Das neue Bild, ein Foto der Familie vom Familienfest haben sie darüber machen lassen. Immer wieder das Sofa. Ich will es mir erst mal anschauen und mich vorher nicht bequatschen lassen. Vermutlich Reparatur mit Minimalaufwand.

Mit Stephan und Suki eine Runde fahren und Kaffee trinken. Steffi hat durchgemacht und ist mit einem komischen Typen in der Küche. Er hatte kein Wasser und hat geklebt (soll ich Anwaltsbrief schreiben?) und sie hätten gesoffen wie Kerle lässt er mich wissen. Ich will wieder raus. Berlin ist eine geile Stadt, waah? Keine Ahnung, geht so. So sieht heute also das Home office aus. Ich gebe eine Sonnenbrille ab (Hippster gibt es in München, da bin ich doch bald, was sage ich Expo-Plaza?). Bin etwas geschockt von der Szene. Hoffe, es ist richtig, dass ich mich nicht einmische. Ecki mit Stella treffen wir im Kurpark. Er nimmt mir meine Ausfälle von neulich übel und ich drücke ihm nicht rein, dass ich von ihm geträumt habe. Eine schwarze Katze wird vermisst. Die soll Suki suchen sage ich zum Spaß am Altersheim Ottenstraße. Das Maskottchen der Olympiade wurde erschossen, eine Großkatze von der es kaum noch welche gibt, wie aus American Dad so beinhart und skurril. Soll man die an einer Leine auf eine Großveranstaltung führen. Was das nicht etwas gewagt oder unverantwortlich? Wir fahren ins Rossi und in der Straße dorthin blockiert eine schwarze Katze den Gehweg und bleibt stehen und macht sich rund. Der Hund ist schlau und gibt nach, weicht kurz auf die Straße aus. Das sehen wir beide ein. Das hätte böse enden können, auch wenn sie einen Kopf kleiner ist, er hat es richtig eingeschätzt und die ist gefährlich. Die Bedienung malt mir einen Smiley auf den Kaffee, weil sie mich mag. Und Stephan moniert, dass er keines hat. Hat das dann aber nicht so gemeint, angeblich bzw. nur lustig gemeint.

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So, jetzt kann der Hund zurück. Wird wohl heute mehr Wohnung werden, wenn Frauchen dann mal schläft. Sie hören mich nicht und ich mache Suki an, dass er kläfft und mir eine Stimme verschafft. Bellen machen Hunde, wenn Frauchen es will. Davon bin ich überzeugt. Wenn Steffi auf dem Gelände des Fössebades wohnen würde in der Hausmeisterwohnung dann hätte sie auch einen großen Hund, der sie wirklich beschützen würde nicht nur durch verbales Anschlagen. Ich verpisse mich schnell wieder, weil ich es kaum aushalte dort und hoffe, die ist dem noch gewachsen und ich nicht verantwortungslos, aber bin nicht da als Betreuerin. Am Wochenende den Schäferhund kennen lernen. Der Vorteil ist, dass der Chef und ich ein starkes Rudel sind und so können wir einen Hund gut integrieren bzw. der passt sich praktisch automatisch an. Fange später an, dann eben kein Mittag. Steuersachen für den neuen, fragen wo Herr Teheran abgeblieben ist, erst falsche Station, Nachbarstation, warte auf Rückruf. Fax vom Landgericht, hat Beschwerde zurück genommen, weil Richter ihm erklärt hat, dass es keinen Sinn macht. Die Station ruft nicht zurück, dafür mehrfach Herr Teheran, der auch einen Rückruf nicht abwarten kann. Ich war ja nicht da, hat Beschwerde zurück genommen um mir und der Richterin Arbeit zu ersparen. Das ist alles Quatsch sage ich ihm. Einwilligungsvorbehalt für die demente Frau, die ihr Geld durchgebracht hat. Richterin nicht da, mache es schriftlich, hätte mich aber gerne beraten. Die für Frau Türkin zuständige Richterin. Die türkische Ärztin empfiehlt die Unterbringung für 4 Wochen, hat meine Betreute aber nicht gesehen. Sie wird das einer anderen Gutachterin in Auftrag geben. Rufe meine Tante in München an. Sie freut sich und will uns treffen am chinesischen Turm. Dann ehrliche Worte zurück an die Freundin in Wien. Vielleicht zu deutlich, aber wer danach fragt soll es auch erhalten eine einigermaßen klare Aussage, was ich denke. So spontan ist mir das manchmal nicht möglich, dafür führe ich ja auch Tagebuch, weil ich die Dinge verschriftlichen will. Schwimmen im Kanal glaube ich eher nicht, aber ich gehe Barfuß durchs Büro und denke an einen frühen Feierabend. Die Ärztin aus der MHH von der offenen ruft zurück. Herr Teheran ist dort nicht führbar und soll zurück verlegt werden. Sie haben noch eine manische Patientin und die schaukeln sich gegenseitig hoch bzw. er bekommt ihr nicht. Ich bin sehr einverstanden und habe es eh für eine Schnaps-Idee gehalten. Mit ihm kann man nicht verhandeln, er ist noch zu krank. Sie weiß nicht, ob er zurück kann. Muss doch gehen, sie sind sektormäßig zuständig und er hat einen Beschluss. Nicht, dass er abhaut. Dann haben wir ein Problem.

Ich schreibe heute Massimo Branca von dem ich das Bruce Lee Bild gekauft habe. I wanted to hang it in my office because it makes me smile everytime I see it. Er antwortet mir gleich und sagt, dass Bruce Lee zu 13 Jahren verurteilt wurde wegen organisierter Kriminalität und er das Urteil aber für falsch hält und er hin fahren will sobald er Geld hat und ich ihm was schreiben kann, was er dann mitnimmt, außerdem hat er ein Buch gedruckt und kann es auch versenden„PS-2. thank you for your picture, it made me smile :)“. Ich esse Wallnußkekse. Fresse viel, wie Herr Castro nur mit dem Fasten dazwischen habe ich es nicht so.

Mir ist nach Sport und ich steige heute ein in der Sommerspecial von Moving bones für 3 Monate. Donnerstag dann immer Aerial Yoga, wenn die Laune es zulässt. Mein Mann unterstützt mich. Das ist abwechslungsreicher als nur my score und wer weiß, wie die Yogis dort wieder gestrickt sind, ist außerdem um die Ecke, von mir und von Lidl. Morgen ist Critical Mass. Auch gut. Elisabeth ruft an und wollte mir sagen, dass mein Kollege gerade mit blauem Hemd und schwarzer Hose mit Handy am Ohr die Hildesheimer Straße entlang läuft. Die denken, sie ist mit ihm zusammen und verfolgen sie. Sehr lustig, dass meine Spione mich über alles informieren. Ihr schlage ich vor, vielleicht in die Königstraße, wenn es ihr nicht gut geht. Sie führt Selbstgespräche. Ja, aber die Straße gehört nicht denen und wenn die oder ich, die Finger nicht von ihr lassen können….Der Nachbar konnte sich nicht melden, war unterwegs und ruft mich an. Ich brauche ihn als Dolmetscher für die unten.

Treffe wieder Karin vor der Tür, die beim Zahnarzt war. Ich muss Eckhard echt beleidigt haben und er hat ihr auch von meinen verbalen Ausfällen erzählt und werde versuchen das wieder gut zu machen.

Ich kaufe die Sommerflat und schon der erste Kurs ist gefährdet. Wo ist Undine, hat sie die Uhrzeiten verwechselt. Erst um 18 Uhr kommen ihre Kollegen auf die Idee sie anzurufen und ja, kommt erst um 19:15 Uhr. Ich will jetzt was machen, egal was, sonst fange ich an ihr Studio zu streichen. Das versteht Duncan. Die Bedienung aus dem Rossi ist auch da und es gibt eine Kombination aus Tai Chi und Yoga, es geht um die zu den Jahreszeiten, die mit Organen korrespondieren. Jetzt ist Frühsommer und Magen und Milz. Viel Bärenposition und sinnlich räkeln, irgendwie intuitiv zu Musik schwingen und sich frei und bewusst bewegen und „ausprobieren“. Dann rollen wir die Außenschenkel über eine Schaumstoffrolle was irgendwas lösen soll an Verklebungen im Oberschenkelmuskel. Die anderen Frauen leiden stärker. Aerial und immer erst zuschauen und sie demonstriert alles inklusive Seitenwechsel (was man sich echt vorstellen kann) und man muss ihr zuschauen und darf dabei nichts anders machen, wird zurück gepfiffen weil es sonst zu wuselig wird (mit 2 Schülern!?). Das nervt mich, aber ich versuche damit zu leben. Die andere ist auch Fledermaus vom Aszendenten und will sofort ein Tuch für Zuhause und wir freuen uns und lachen will, Stirn im Tuch und nach vorne hängen. Burka-Yoga. Ich drücke den Strang gegen meinen Unterleib und mein Körpergewicht und hänge mich rein. Gegenschmerz. Mein Gegenspielerin ist das an der Hüfte zu viel. Ich finde das hängen lassen an den Achseln eher schmerzhaft. T-Shirt über die Achseln um das Tuch zu schonen. Bei meinem habe ich die Ärmel abgeschnitten. Der Verstoß gegen Kleiderordnung fällt der Lehrerin erst in den letzten 10 Minuten auf. Ich hätte ein Ersatz-T-Shirt genommen, genau wie ich auch meine Haarnadel rausgemacht habe. Die haben alle, alle Gebäude weggerissen, auch die Taxi-Garagen und es sind nur noch Haufen aus Schutt. Unter grüßt mich der Türsteher aus seinem Boxtraining, da mache ich auch noch mal Probetraining. Zehen wie Elefant, geschlossenes Bild von der Rückseite, wie die Zehen so aufliegen, breite Auflagefläche. Werde abends immer massiert mit dem Pfefferminzzeug was in den Augen brennt.

Zitronenpflanzen fast eingegangen. Tomatenpflanzen auch verdörrt zum Teil. Kein Fenster war offen im Wintergarten. Das hält keine Pflanze durch. Kursplan für nächste Woche noch nicht online. Die sind unorganisiert. Ich schaue Eddy Murphy den alten 80er Jahre Film mit Samuel L. Jackson als Räuber, schöne kleine Nebenrolle. Foto mit mir und dem Chef im Pariser Museum auf einer Rolltreppe fürs Portemonnaie, wo früher der Perso war bis er zur Scheckkarte wurde.

24.06. Traum Nr. 1: Wo lernt mein Mann diese Typen kennen. In Wohnung, keine Einrichtung, Kind, sieht süß aus, wird gefilmt aber nichts Persönliches in der Wohnung. Ich habe irgendwie Schlüssel, Papierblüten an den Wänden (2 Stück) und Mooskacheln im Bad aus Papier, nehme Papier mit, war für Kind als Schmierpapier. Will gehen bevor er kommt setze mich im Treppenhaus hin, nur eine Etage über ihnen. Er schaut nach oben und zieht Vorhang zu, der ausschaut wie ein Bademantel, ich tue so als würde ich schlafen. Er kommt hoch und ich denke mir eine Ausrede aus. Dann mit runter, ich habe Bademantel an und bin nackt darunter und wir unterhalten uns ganz entspannt. Es ist so ordentlich bei denen, aber er findet es lustig, dass ich meine Hände so schwarz eingesaut habe. Wie viel verdient er mit dem Sport? Hat er Einnahmen von vielleicht 5000, Geld kommt über den normalen Job rein. Lohnt sich das. Sponsoren machen ihm Vorschriften und er darf sich keine Glatze rasieren oder einfach mal machen was er will. Frau hat Restaurant aufgemacht, russisches oder polnisches. Da gehen wir gerne mal hin. Mein Mann hat auch diesen anderen Typen kennen gelernt in seinem Studio, Boxer Klitschko oder so, bekannt aus dem Fernsehen.

Traum Nr. 2: Komische Gegend, die Häuser, kenne ich gar nicht, aber irgendwie malerisch, viel Natur und ungewöhnliche Häuser und Villen. Auch russische Einwanderer. Alle haben Hunde, die sich auffällig verhalten und alle unterhalten sich über Hundeerziehung. Mühle und Burg bei Vollmond. Das sieht toll aus, wollen Foto machen, erst machen die anderen Selfie mit dem Laptop und es blitzt, wir sind danach dran. Ich steige hoch, Docht brennt durch die Bewegung des Rades, Feuer, Enten oder Gänse, aber schon abgepackt zum Braten und die nächsten warten schon, rutsche aus auf dem Fett, alles eingesaut, Frau muss mir hochhelfen. Als nächstes wollen sie ein Foto machen. Merkwürdige Gegend. Kannte ich noch nicht. Schritte über mir, der Nachbar ist schon aktiv, ist erst Viertel nach 5. Ich schreibe kurz auf. Schlafen in Etappen. Erst das kurzärmelige Nachthemd, geschwitzt, dann nackt Gästebett und morgens noch mal mit Ärmeln auf unserem.

Traum Nr. 3: Mit Claudia am Strand (Larissa und Sabine). Die Felsen bewegen sich, sind Wale, ganz nah am Ufer, schieben den Schwanz aus dem Wasser an den Strand und dann sieht man auch den Kopf von einem Blauwal. So was hatte ich noch nie. Läuft Film openair gegen den schwarzen Nachthimmel über die Zerstörung der Erde durch den Menschen mit Zahlen und Zeichnungen. Gehe rein. Stephan legt auf und die Gäste essen, u.a. Patrick. Die neue Glocksee mit Küche. Durch die Küche durch sind die Klos. Ich habe einen festsitzenden Husten und mache Auswurf auf die Polstermöbel, den ich gerade wegwischen will. Ist schon 8:15 Uhr.

Pflücke Himbeeren im Garten. Die Baustelle der üstra gefällt mir jetzt schon. Schön Lindener Marktplatz für Autoverkehr gesperrt. Herrlich. I like. Im Büro wartet ein Flyer mit der Stephanusstraße in einer Banane, Vorschlag der Grünen für eine verkehrsberuhigte Zone. Der Kollege und ich fragen, wo wir unterschreiben müssen.

Mich hat das sehr überrascht mit dem Wahlergebnis. War doch ein historischer Tag der Geburtstag von Paps. Er meint dazu, Brexit geschieht den Briten recht. De Gaulle hatte Recht und die wollen nicht dazu gehören und der Austritt wird Europa eher entspannen und stärker machen, weil die eh nie wollten. Uns schadet es 20 % und denen 80 %, also ist mein Vater Deutsch-Ego und schadenfroh. Sie bekommen heute Besuch aus Stuttgart vom K und Morgen feiert er seinen Geburtstag nach.

Habe die Einzugsermächtigung der Stadtwerke bei Frau Dement zu spät widerrufen und die haben es noch mal versucht. War da noch nicht als Betreuerin bekannt. Mein Fehler. Termin bei der Venenärztin, Orthopädenpraxis heute zu.

Die alte Betreuerin holt Montag die Unterlagen vom Gericht und ich bitte sie, sie direkt bei der Steuerberatung vorbei zu bringen. Nicht bei mir, die alte, die sie beauftragt hatte. 10:40, die Sachbearbeiterin vom Finanzamt ist noch nicht im Hause (!) an einem Freitag. Bitte um Rückruf. Noch mal der Afrikaner, der mir gestern auf die Mailbox gesprochen hat. Sie haben ihn abgeschoben nach Nigeria aus der JVA und er hat geheiratet. Er will Termin machen, aber nicht mit mir. Wünsche ihm alles Gute, aber ich übernehme seinen Fall nicht. Ohne Portemonnaie. Der Kollege dachte sich das schon (?), will Kaffee trinken und lädt mich ein. Erzähle vom Aerial-Yoga, dass ich mir so ein Tuch zum Geburtstag wünschen sollte und er meint, im Büro aufhängen könne ich vergessen. Das hält nicht. Ich rufe die MHH an. Herr Teheran ist wieder auf der geschlossenen. Herr Ihme ist auch wieder bei seiner Familie in Wunstorf. Meine Frauenärztin mit ihrer süßen Teenagertochter im Marktkaffee mit einem schwarzen kleinen Mischlingshund. Eine dicke unvorteilhafte Frau hören wir sagen: Holzstäbchen zu einer Welle aneinander gemacht und darauf eine geräucherte Schwarzwurzel mit Kleksen von Zitronenmayo und Thymian…..die Pilze waren vakuumiert und dann gegrillt und haben so intensiv und aromatisch geschmeckt, wie getrocknete. Die Freundin, der sie davon erzählt: vielleicht haben sie Pilzaroma da reingespritzt. Wir wissen worum es geht bei diesem Hörbuch. Ich melde den Vorfall Mona. Ja, ich bin nicht nur Fan, sondern auch Jante-Spitzel. Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten: „Ihr seid klasse!!! ???? wie geil ist das denn?! Pilzaroma reingespritzt? Auf solche Ideen kommen wir gar nicht :). Da sieht man mal, dass die Leute nur diese ganzen geschmacklosen Produkte kennen. Alles verkocht und ungewürzt. Das aber ein einfacher Pilz mit richtiger Zubereitung schmeckt, wie er schmecken sollte, ist für viele doch ungewöhnlich. 🙂 Herrlich, freut uns aber sehr! Coole Sache!

Es ist echt sau cool, so geniale Menschen wie euch zu kennen.

Ihr lieben, ich wünsche euch ein schönes Wochenende!“.

Diese Frau gibt mir immer extra Wein, auch wenn das meiner Gesundheit nicht so zuträglich sein mag. Spaß macht es schon und zwar sehr. Wir treffen in München jetzt sowohl meine Tante als auch meine Cousine, die sich beide total freuen uns zu sehen und das wir uns gemeldet haben. Richtige Entscheidung. Meinen Cousin werden wir auch sehen wegen der Calixto-Karten. Nur seine Eltern sind raus, weil der Architekt mit der Demenz, der schon immer unflexibel war. Mit denen kann man nichts anfangen und das wäre nur Höflichkeit. Für die gut aussehende Ehefrau, die das alles durchhält tut es einem Leid, aber das ist der Preis dafür. Außerdem sind wir mit Freunden unterwegs und zu viel Familie ist dann auch zu viel.

Termin mit Herrn Palästinenser klappt endlich. Er ist durch, schwitzt und vielleicht hat er auch was intus, auch leicht aggro, aber pünktlich und hat neue Zähne (Provisorium). Man hat immer Natron mit sich. Irgendein Drogi-Geheimnis, was ich nicht kapiere und was mich aber auch nur mäßig interessiert. Er will in ein Wohnheim Christuskirche, dann ist er wieder in meiner Nähe, aber mehr Freiheit hat immer zu hoch die Tassen, Steintor, Straftat, Untersuchungshaft, Knast geführt. Nein, er macht keinen Scheiß. Ich soll mir das Klamottengeld auszahlen lassen. Er wollte schon klauen, aber der Ladendetektiv hat ihn erkannt und mit Namen angesprochen. Es ist dunkel und ich habe keinen Bock auf die Radtour unter Gleichgesinnten, für die ich noch geworben hatte. Absage durch mich. Apropos, ich habe weiche Haut wie es weicher kaum geht und das ganz ohne Wax and the City.

Sport und Schweiß. Hat das Chi gewirkt und meinem Knie geht es besser? Nachlassende Sinne, schlechter Sehen und Hören lassen einen Mehr bei sich sein und nach Innen schauen, weil außen alles verschwindet oder unscharf wird so ohne Brille z.B. Freue mich schon auf die nächsten 30 Jahre mit schwindender Kraft und Wahrnehmung. Mit der Freundin schreibe ich Mails. Sie beurteilt Freundinnen nicht nach ihrem Unterhaltungswert, sondern es geht um die Energie. Das ist irgendwie dasselbe. Laut lachen heißt nicht, dass man fröhlich ist und ich glaube nicht daran, dass wir uns ändern. Wir bleiben gleich mit unseren Macken. Man kann von jemand anderem auch nicht verlangen, dass er sich ändert. Sie behauptet es jedoch und ich glaube nicht daran. Sie ist dieselbe und ich bin dieselbe.

Die Entschuldigung bei Eckhard hat gewirkt und das erleichtert mich. Schreibt, dass es o.k. sei und schickt Bild vom tasmanischer Teufel und Stella, die sich sehr ähnlich sehen. Meine Post ist in den USA angekommen und mein Husband aus P-Town schreibt mir, dass er sich gefreut hat und das online Magazin end of the day today fertig ist und dann mehr. Das höre ich nicht das erste Mal und bin jetzt eine Runde passiv und bei Halina habe ich in die Vollen getroffen mit meiner Anfrage zu Brexit. Stephan liest mir Ihre Beiträge auf fb vor (das Dämlichste was ein Volk je getan freiwillig entschieden hat bei einer Abstimmung abgesehen von der Wahl von Adolf Hitler ist harter Tobak) und kommentiert das mit: Halina declares war. Gut, dass ich jetzt Shortbread selber backen kann, bevor es zum Äußersten kommt.

Falsche Entscheidung CM abzusagen, die Sonne scheint. Stephan kocht, ich dusche und fühle mich frisch, setze passendes Hütchen auf mit Fahrradschlauch und wir machen CM zu zweit. Die Nachbarn feiern eine Gartenparty und da heißt es abhauen, man fühlt sich wie ein Spanner und raus will ich außerdem bei dem tollen Wetter. Die Gäste, Mutter und Sohn, die ich in den Garten lassen will beäugen mich misstrauisch. Schön am Maschsee entlang und neue Nachbarschaften in der Südstadt entdecken. Beinhart. Hier könnte ich nicht wohnen. Uns ins Mendelssohn zu setzen bringen wir doch nicht fertig. Stephans Rock ist einfach zu kurz. Der Dreck klebt an meinen Beinen. Das Massageöl aus dem Hotel von Kathrin zieht nicht ein. Zu Frau Hoppe. Eine Frau mit Rollator mischt den Laden auf. Am Nachbartisch haben sie sich abgewandt und Sonnenbrillen aufgesetzt und sind erleichtert als sie zahlt mit den Worten: Zahlen und dauert das noch lang. Sie kommt dann wieder und ich sage so was wie: Nachtisch oder will sie sich entschuldigen. Die hat Demenz und pisst sich manchmal ein und findet nicht nach Hause zurück und läuft mit einem Haufen Geld rum „ihr Pflegefall“ und sie geben ihr nur noch 2 Gläser Wein und sie schimpft dann rum (nicht sonderlich alt). Wir teilen uns Vorspeisen und Pasta mit Zuckerschoten und Flusskrebsen und Käseteller und Nachtischvariationen und wollten Christine noch mal kurz sprechen bevor wir gehen. Ich soll sie nicht anfassen, weil sie nass ist und schwitzt. Sie erzählt Geschichte von der Italienerin, die hier mal gearbeitet hat und mit der es aus dem Ruder gelaufen ist und gesundheitlichen Problemen ab 50. Hier in der Gegend gibt es schöne Villen, aber wer will hier wohnen. Einzelne Freaks auf Inlinern und Skateboards, aber die fahren auch nur schnell vorbei wie mir scheint. Beim Lux fällt mir ein, dass ich an Tanzen und ausgehen gedacht hatte. Wie unrealistisch, es ist zwanzig nach 10 und ich bin müde. Muss warten bis die Disko dann ab 17 Uhr ist, vielleicht im Altersheim. Die Weberey hat zu.

26.06. Traum: Schuhkauf, vielleicht noch Sandalen. Doch kein zweites Paar, bin nicht überzeugt, die sehen nach Gesundheitsschuhen und Omma aus und das was ich wollte gibt es nicht in meiner Größe, außerdem warten alle auf mich u.a. Brigitte. Zahle mit Stephans Portemonnaie. In einem Fach amerikanisches Geld. Mit meinen Eltern in Venedig. Irgendwas am Himmel. Keine Wale, die so hoch springen, Flugzeuge, alle fliegen zusammen und stürzen dann ins Wasser, direkt hinter uns auch auf dem Markusplatz. Ängstlich schauen wir in den Himmel, aber auch fatalistisch. Dietrich schlägt vor Hartmut anzurufen, der soll uns sagen, was passiert ist. Waren wohl Anschläge. Fenster auf. Junge mit Löchern in der Jacke hat großen Stock mit Algen in der Lagune gefunden. Kraken mit 9 Armen, bekommen Kälber zu fressen, die werden ins Wasser geworfen und die Kraken saugen sich an den Leichen fest. Die Rinderknochen darin oder das tierische soll ihnen helfen irgendwas zu bilden womit man pflanzliche Stoffe auflösen kann. Geht um pflanzliche Fasern aus Spültüchern und Werbung, die ich durchschaue. Ein Patent, eine Neuerung, irgendwas mit Bakterien und chemischen Formeln, was ich nicht durchschaue. Wechsele von 6 aus dem Gästebett wieder zurück. Ich kann nicht mehr einschlafen. Es donnert und blitzt draußen und ich bin schon wach. Ich finde das spannend, gerade so morgens, sonst ist es eher abends oder nachts. Ich denke daran den gestickten Satz mit der Hausordnung auf mein Kleid von Milch zu nähen. Phantomschmerzen in Brüsten und Unterleib. Habe ich jetzt auf meine letzten Tage der Tage PMS vorher mit so was? Erst mal einen Schwarztee mit Pfefferminze machen und dann vielleicht eher Mittagschlaf. Vor dem Tee setzt der Regen ein, sieht eher nicht aus wie Tag im Garten beim Kollegen. Ich will den gestreiften 2-Teiler aus Wien, der selbstgenäht ist gleich abschaffen. Sehe auf den BM-Bildern, dass er mich blass macht und die Rocklänge mir auch nicht steht. Es regnet und ich trinke köstlichen Schwarztee mit Minze und Milch. Gute Idee von Sunla, schmeckt gut. Dazu Shortbread. Herrlich. Wochenende und dem Wetter zuschauen was es draußen so anstellt wie es knurrt und bellt. Bei den Regenmengen ist ein Papierhütchen für heute Abend wohl kritisch. Thema Halina, careful with your language young lady or we won’t talk you back. Haha. Stephan schüttet meinen Milchcafé den er mir zuvor gemacht hat auf dem Holzboden. Ich hatte ihm einen Mops-Mischling aus Salzgitter gezeigt und der Laptop stand zwischen ihm und dem randvollen Morgengetränk. Schön in die Ritzen laufen soll das Gemisch. Dancing with the dead nach der Sommerpause schön mit Bowie und Prince. Ob ich es noch mal in die Glocksee schaffe in diesem Leben. Will ich überhaupt, ist die Frage.

Komischen neuen Fleck am Hals, hautfarben. Core Klasse war abgekündigt und passt jetzt gut wegen Brexit. Wir müssen zusammen bleiben und die Mitte gibt uns halt, Esoterik heute mal mit politischem Anstrich. Die Anstrengung gefällt mir und das Labern ausblenden ist Yoga. Der Bauch darf mal rund werden, weil wir alle die Augen geschlossen haben. Ich schaue auf meine Unterbauchfalten und weiß wirklich nicht wovon sie spricht oder wen sie meint. Kaneel bei Machwitz, aber die Regenpause kommt nicht. Steffi fragt auch, wer sich ändern soll und warum. Sie mag das Wetter was Urwald macht. Ich war optimistisch mit heute Abend und Radfahren, aber es ist schon arg. Thailand im Februar, mit Claudia oder Mark? Das wäre doch was. Steffis Durchhalteabenteuer ging gut aus. Sie hatte ihn von einer Parkbank und er ging vor Mittag. Ohne festen Wohnsitz, d,h. vielleicht schon irgendwo eine Wohnung, aber immer auf Achse, zwischen Berlin und Hamburg das sei so im Sommer verbreitet und man hätte seine Anlaufstellen. Das würden aber eher Männer machen Das könne ich nicht verstehen und sie: dass würde ja die Richtige sagen, so viel wie wir unterwegs seien. Sie findet bedenklich ihre Exzesse im Sinne von nicht aufhören, aber genau das mag ich. Manchmal bewundert man ja an einer Freundin das, was mal selber nicht hat oder kann oder auch Gemeinsamkeiten wie die Liebe zu alten Textilien. An Steffi liebe ich ihren modischen Geschmack und ihr Styling (auch in schwarz sieht sie stylisch aus und es ist nie ein Dauerzustand bei ihr) und ich schaue ihr gerne beim Nähen zu und mache das gerne mit ihr zusammen. Sie kann mich gut beraten beim Thema Hütchen. Auch beim Fest am Steintor hätte sie nähen sollen. Das zieht Menschen an, wie eine Performance und da kann ihr Arbeitgeber nichts dagegen haben, wenn sie im Bereich Textil arbeitet. Ist besser als ins Handy schauen und gar nichts machen. Sie will sich die Haare in der oberen Hälfte schwarz färben mit Farbverlauf. An Heike mag ich, dass sie schwer begabt ist und alles basteln kann und Hütchen machen kann wie ich, vermutlich besser und genau nach meinem Geschmack und das mühelos und ohne etwas zu erklären. Sie hätte für jedes Problem eine Lösung. Ich halte sie für eine der begabtesten Frauen, die ich kenne und bin wahnsinnig gerne mit ihr zusammen. Ich kaufe bei Lidl, treffe Stephan zuhause. Die Coop hat jetzt auch Sommerurlaub. Es gibt Beeren und Stephan kocht auch für mich. Das was wir gestern im Maschteich gesehen haben die Installation aus schwarzen Reifen mit weißen Fähnchen dran ist eine Lichtinstallation, die heute eröffnet wird. Ich schlafe nach dem Essen und dann mache ich mein Poland Spring Hütchen zu Ende und häkele. Brigitte schickt Spargelfotos. Wir schauen in trauter Eintracht Fußball. Die Torhüter haben riesige Spülhandschuhe an wie Nebenfiguren aus Sponge Bob. Dieser kleine Schweizer Mann macht ein sehr unterhaltsames Tor. Als Mann uninteressant, aber so als Maskottchen, bellt nicht, geht selber Gassi….wäre eine Überlegung wert. Stephan: Halina wird keinen englischen Grafen abstauben zum Heiraten um die englische Staatsbürgerschaft zu erschleichen mit dieser Gossensprache. „So I’m officially an immigrant. My status in this country has changed in a matter of hours and I didn’t even get a say. Sure, Article 50 won’t be enacted for a few months and the pound is recovering but this is potentially the most idiotic thing a country has ever done collectively in the history of nation states – barring maybe the election of Hitler – so well done Britain; you got your wish. Welcome to nationalism of the modern age, cloaked in the discourse of sovereignty, national interest and economic prosperity. What a load of bullshit. You will have no more sovereignty, you will have not served national interest and you certainly will not see any prosperity, economic or otherwise. Regardless of the extreme economic repercussions this WILL have on the UK, and its working class in particular, I find this is a personal matter. I am taking this as an insult to my very existence in this country. Having lived here for 16 years and contributed just as much to society as anyone else my age, I am hurt to discover that at least 52% of the population does not want me or my mother here. I naively thought otherwise. I don’t think there is much else to say in lieu of the fact that the consequences of your choices will catch up with you soon enough and I am outta here motherfuckers“. Ich: Warum, die stehen auf prollig, diese Adeligen. Ich sollte Halina fragen, ob ich mir ihren Text tätowieren lassen darf so schön wie sie das geschrieben hat. Ich zerstöre meine Kekse, weil ich das Heiße anfasse beim rausmachen und verbrenne mir die Pfoten.

Steffi sieht super aus, das Haar sitzt und sieht nicht nur gefärbt, sondern 10 cm länger aus. Es regnet und wir fahren mit ihrem Auto nach Herrenhausen, zeigen die Stelle an der Brigitte mal die coole Gleisauffahrnumer gebracht hat und warten in dem Glaskasten, in dem sie „Desingnerin“ unter die Fotos geschrieben haben, die Scheiben beschlagen und die Menschen glotzen auf die Show. Eine alte aufgetakelte Frau auf dem Klo zu mir: die Schubladen seien ja leer. Das ist sie aber enttäuscht. Ich tue so als würde ich kein Deutsch verstehen. Martina hat Zehenchucks an und zeigt ihr old school Rückentattoo. Sie würde auf meine japanischen Schuhe durchdrehen und dort würden sie wirklich geschätzt werden, hat aber viel kleinere Füße. Ich finde die Bepflanzung schön und Steffi findet sie spießig. Musterpflanzen ist nun mal das worum es geht. Wie ein Haarschnitt. Es soll nicht nach Blumenwiese ausschauen. Der Stucksaal in Herrenhausen ist wunderschön. Das Thema der Mode ist Liebe und Musik und die Rednerinnen der Einführungsworte selten unbegabt mit wirklich schwachen Stimmen. Nein, Moderation kann mit bei der deutschen POP offenbar nicht lernen. Mit einer schwergängigen Betonung lesen sie die Grüße der Schirmherrin Doris Schröder-Köpf vor. Flüchtlinge und Liebe als Botschaft für die Welt und Mode verbindet jenseits der Sprache. Vor uns sitzen Russen, er Glatze, Mukibude und Basecap und sie Tussi, der andere Typ neben ihr geht früher. Sie fächern für uns mit. Erst Kollektion von Suse, die große Buchstaben auf dem 3-D-Drucker ausgedruckt hat L-O-V-E mit bunten Schlafanzügen aus Paisley. Dann Klamotten, die sogar was mit Mode zu tun haben, interessante Röcke, Falten in Sakkos genäht, Hemden verkehrt herum, metallic, die Sachen stehen den Models und sehen gut aus. Eine hat ein aufwendiges Oberteil was gebunden ist und recht Renaissance aussieht und das passende Gesicht dazu. Gefolgt von Kindern die auf dem hinteren Teil des Laufstegs verbleiben und viel Applaus bekommen. Begleitet werden sie von einer dicken Frau, deren Kinder wohl auch mitlaufen. Kelly Family mäßig. Dann folgt ein Auftritt, der wohl gar nichts mit Mode zu tun hat sondern nur mit Tanz. Frauen mit dicken Oberschenkeln und dunkelhäutige Männer machen Ausdruckstanz. Es folgt eine Choreo wie bei einem Debütantinnen-Ball, aber die Mode sieht aus wie nachmittags vor dem Auftritt improvisiert. Unter den langen Chiffonröcken sind kürzeren bzw. die Oberteile sind Kleider durch die langen Röcke verhüllt, aber man sieht sie schon durch. Die werden abgemacht und mal hat jeweils Tupfer aus Stoff darauf genäht. Im Text heißt das „Chiffon-Abendröcke umgarnen gewickelte Cocktailkleider aus der Kollektion „Fairyality“.“ Das nächste erinnere ich nicht, auch nicht anhand des Programmheftes, ach doch, das waren zwei Frauen, die miteinander agiert haben und das war gut, aber eben nur Tanz. Die hatten Sterne auf den Hosentaschen. Dann die Meisterin von unförmigen Kleidern aus Leinen und Seide und der Ausdruckstanz der älteren Frauen kommt bei uns nicht so an, schon rein visuell. Jetzt wird eine Geschichte getanzt auf der hinteren Seite des Raumes. Schwarz gekleidete Frauen werden von einem Mann verlassen und eine weiße Braut versucht sie tanzenderweise wieder gut drauf zu bringen. Laaangweilig. Capoeira, Steffis Trainer von früher mit Tiermasken und einem Denimanzug. Die Musik ist wenigstens gut, aber auch hier wird das rhythmische Geklatsche sogar eingefordert. Mit einem Kinderzirkus mit sehr beweglichen jungen Frauen, die sich ins Rad fallen lassen und dann wieder in die Stand kommen und auch tolle Bodenwellen mit dem Körper schlagen werden wir in die Pause entlassen. Der einen, die etwas pummelig ist gelingen die Tricks mit ihrem männlichen Partner zum Teil nicht, Standübungen und die Hose ist auch noch am Schritt aufgeplatzt. Sie sind trotzdem sympathisch und bekommen extra viel Applaus als Trostpflaster. Pause offenbar dürfen manche geladenen Gäste in den Garten (was mir nicht aufgefallen wäre) und dort findet ein Hip Hop Konzert statt. Ballett mit entstellenden Gesichtsmasken aus Blüten, die ausschauen wie Bandagen aus denen was rauswächst. Die jungen Frauen müssen den ganzen langen Weg auf den Zehenspitzen entlangbalancieren, was offenbar sehr stark quält und nicht mal gut ausschaut. ??, eine Tanzschule mit echten Typen, vor allem die älteren Männer gefallen uns, die ausschauen wie Natural Born Killers jetzt aussehen würden. Die sitzen in der langen Laube. Mode? Wieder ??, eine Frau deren Sachen erklärt werden Luisa Verfürth. Sie hat mit Lakritze Korsagen gebastelt aus denen die Stück herausfallen, aber es riecht lecker und ein Bariton singt dazu. Eine Tanzschule und dazu Inselmode mit großen Korallenketten (Ausdrucksketten, wie das auf Neudeutsch heißt), die Strohhüte werfen schöne Muster und sehen z.T. gut aus, auch als Kombi zwischen Hut und Fascinator, ob die auch selber gemacht sind oder fertigen lassen? Die Models zeigen viel Brüste. Stoffe sind abgeschnitten ohne Naht. Die Schneiderkunst lässt zu wünschen übrig und die Models tragen Birkenstock in Metallic und Stofftaschen. Ich bezweifele, dass ich irgendwas haben wollte von den Sachen. Es folgt ein explosiver Auftritt aus Garbsen. Pferdeschwänze und Schmuck auf der Stirn, wie Zirkusponys. Die jungen Dinger haben zu viel Energie und leiden an ADHS und da hilft das Tanzen und Hüpfen statt Ritalin. Als letzter Auftritt die Frau aus der Stephanusstraße mit Feuerwehrschläuchen. Die Models sind tätowiert und haben viel Gesichtsschminke a la Joker. Ich finde es peinlich und unoriginell wie nur was. Zu der Heavy Metal Musik wird wiederum rhythmisch geklatscht. Vorbei. Die Nachbarn kennen Suse, die völlig überdreht an uns vorbei läuft und klatschen mit ihr ab und ihr Sprössling hat mitgetanzt bei den Kindern. Dafür hatten sie echt schlechte Plätze. Ich sage nur: Titanic: Arbeitsscheu und handysüchtig. Ist mein Kind Flüchtling? Wer die Nacht zum Tag machen will kann hier bleiben, wo gleich der Bär steppen wird oder zur Aftershowparty in den Kunstverein wo 750 Jahre Stadt gefeiert werden und ja, jetzt kann keiner sagen, dass in Hannover nichts los sei. Wir fahren ins Atelier auf die Schulenburger Landstraße zu einem vermeintlichen Konzert und die Türen sind wieder verschlossen. Wir klingeln einen Maler raus mit Pinseln in der Hand, der sich sehr bemüht um unser Wohlergehen. Nacht der Museen und überall die Kulturbusse. Steffi fährt Stephan noch vorbei an der schwachen Lichtinstallation am Rathaus und holt sich dann einen Döner bei Antalya. Ihre Hunde kläffen die ganze Straße zusammen. Dass sie da keine mietrechtlichen Probleme damit bekommt. Ich häkele zu Ende für mein Cape Cod Kochhütchen und nähe ein Hütchen aus japanischen Smarties. Eine Vorbrexitdiskussionsrunde läuft als Hörspiel dazu und wir essen richtig scharfe Wasabi-Nüsse aus Wien vom Kutschkermarkt. Sind die Engländer wegen uns ausgetreten? Ich kann nicht einschlafen und habe dolle Schmerzen ohne dass diese gerechtfertigt wären. Windel weiß oder nur ein Tropfen zartrosa Blut. Irgendwie alles so zugeschwollen, dass der Urin kaum seinen Weg nach draußen findet.

27.06. Wechsele ins Gästebett, morgens scheint die Sonne, aber die Schmerzen sind kaum auszuhalten. Gut, dass Sonntag ist und nichts von mir gefordert wird. Schmerzen wie bei einer Geburt und dann nur einen Teelöffel Blut als Ausbeute. Stephan sagt, das kommt noch mit dem Blut und bleibt dann 3 Monate. Ich würde den Spaß doch kennen. Ich trinke einen Mocca und bin bereit eine Schmerztablette einzunehmen, wenn das nicht helfen sollte. Mache dann einen Pfirsich-Joghurt mit Granola. Ein Lied machen, ein Lied gefüttert werden im Bett. Dieses ganze Frauenleiden muss ich von meiner Oma haben, aber die redete nicht über so was und sagte Dietrich als er sie auf die auswaschbaren Binden angesprochen hat, dass sie an den Beinen bluten würde. Keiner kann ahnen, wie das innen bei mir ausschaut. Stephan soll sich vorstellen, dass jemand richtig mit Schmackes auf den harten Boden gekotzt hat oder noch besser. Essen ist übrig und ich will es in eine Tupper füllen, wähle aber eine, die zu klein ist und will es nicht einsehen und probiere es trotzdem. Kann er sich das vorstellen?

Das Bett ist tagsüber verlockend weich und taugt zum Essen und Trinken und Ralf König Comics lesen. Stephan bringt mich auf den Geschmack und es geht um Sex mit dem Yogalehrer dem besten Liebhaber, einfühlsam, lässt sich Stunden lang Zeit, erkundet ihren Körper und der Affäre des Bruders, Autobahnraststätte, spricht kaum Deutsch, kommt, setzt sich auf sein Gesicht und masturbiert und ist nach 5 Minuten fertig, Das soll der perfekte Liebhaber sein. Ja, aber Du solltest seinen Arsch sehen. Wenn der noch Yoga könnte….Außerdem die bereits von Stephan erwähnte Nippelgeschichte. Er braucht Salbe, das Seidenhemd fühlt sich an wie Schleifpapier. Oh mein Gott, er muss zum Arzt, die sehen aus wie zertretene Regenwürmer. Tag des Hütchenbauens und Packens für München. Ich freu mich auf München, fast so gut wie Wien, Dampfnudeln, bayerische Kost, Englischer Garten und Eisbach, italienisches Eis und Hofbräuhaus. Mahjongspiel nehme ich mit. Die Wachspflanze, die ich umgetopft habe, habe ich jetzt umgebracht durch das Klettergerüst ist sie mehr der Sonne ausgesetzt und durch den einen Tag ohne Lüftung ganz verbrannt, nachschneiden, umsetzen, aber wohin, gleich entsorgen? Das kriege ich nicht hin, aber sie so zu sehen quält auch. Schön Mittagessen und Wallnusseis mit frischen Blaubeeren. Der Sportplan in dem Vertretungsstudio ist einen Tag vor Inkrafttreten nicht zu ersehen. So kann man seine Woche schwer planen. Der Rasen ist kariert und das Maskottchen soll wohl kein Delfin, sondern ein grinsender Pokal sein bei meinem Hörspiel. Jasmin ruft an wegen Urlaub und ich sage vielleicht vorschnell zu. Ich muss solche Dinge erst mal mit meinem Mann besprechen. Der will mich im Urlaub nicht die ganze Zeit teilen, auch weil er weiß, dass mir das nicht bekommt. Er sagt, die Gruppenurlaube nehmen überhand und er muss sich widersetzen. 50% oder 2/3 ist das Maximum und eben auch Zweisamkeit. In Kalifornien mit meinen Eltern wurde das auch immer mehr im Laufe der Zeit sagt er. An einen weiteren Urlaub mit meinen Eltern in Cali glaube ich nicht mehr, aber dann sind andere am Start. Er hat Recht, es ist ein grds. Thema. Wir schauen einen schwarz-weiß Film, der in Brooklyn spielt und im Kino lief. Zwei beste Freundinnen, die irgendwie ineinander verliebt sind, aber ohne Sex und die eine strauchelt schön und mischt gerne Essensrunden auf in dem sie angetrunken sagt, sie findet es lustig, wenn Leute, die ein Kind kriegen sagen, früher hätte sich alles um sie gedreht und jetzt nicht mehr, weil doch, geht immer noch um Dich um die kleine Version, die Du jetzt gemacht hast. Unverständnis am Tisch. Der Kursplan ist online, aber Morgen ist nichts für mich dabei. So als Königin der Schmerzen macht das vermutlich auch keinen Sinn und das auch noch diese Krankengymnastik auf dem Stuhl mit Duncan. Das macht mich nicht an. David Sedaris Lieblingswitz: „What ist he difference between an erection and a Camero? I don’t have a Camero“. Belgien gefällt mir. Ich bin dafür, dass die gewinnen mit dem rauchenden Irokesen, der immer ein Hotelzimmer mit Balkon bekommt. Die gefallen mir und besser als diese national gesinnten Ungarn. Habe heute ein kleines Indianerhütchen gemacht, mehr Haarspange und auf jeden Fall 2 Kandidaten, die wirklich nach Fasching ausschauen und die ich vermutlich nur sehr ausgewählt tragen werde. „Rendevouz in Hannover“ und eines aus dem Crepeband von Susans Oma mit Trader Joes Verpackung. Krasse Dinger. Die Köche aus Cape Cod sind auch fertig und Krümelmonster hängt am Häkelband. Wenn ich schöpferisch tätig bin, bin ich dem Schöpfer so nah. Ich werde früh zu Bett gehen und schauen, ob ich Tabletten brauche und wie der Schlaf so wird. Es fängt schon beschissen an mit noch mal hoch und wälzen.