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BM-Outfit 25.07.
Alles muss raus oder das große Leiden
22.07. Wien hat mich fertig gemacht. Magen-Darm-Probleme und gute Miene zum bösen Spiel haben mich den letzten Nerv gekostet. Montag im Kaffeehaus mochte ich gar nichts mehr essen, aber bloß nichts anmerken lassen. Ständig dienstliche Anrufe. Ein total nerviger Typ des Versorgungsamtes Hamburg. Meine Betreute prozessiert seit 16 Jahren und ich hatte ihm Frist gesetzt und die auch nicht verlängern wollen und er muss mich jetzt auf dem Handy (im Kaffeehaus) anrufen um zu fragen, ob ich sein Fax von Freitag bekommen hätte. Ich glaube, ich spinne und lege mehr oder weniger auf. Dann Sozialpsychiatrische Beratungsstelle um mir zu sagen, dass Elisabeth Taylor seit 2 Wochen mit der Spritze überfällig ist. Herr Yoga hat angeblich Telekomrechnungen über 100.000,- € und mich damit per mail auf Trab gehalten. Jetzt erst mal ankommen und arbeiten und hoffen, dass die Verdauung sich wieder einkriegt. Daneben sich bedanken bei den Mitreisenden und von denen Dankesmails bekommen.
Ich bin nicht mehr Betreuerin der Dauerpatientin, es gab plötzlich einen Betreuerwechsel, den ich per Fax erfahre. Ich sage meinen Termin bei ihr für Morgen ab.
Claudia sagt ja, Reizdarm und ich bin aufregt, dann müsste es sich ja wieder geben. Ich ziehe die Termine durch, rufe meine Tante in der Reha an. Mein Anruf kommt total goldrichtig, weil sie hat das Zimmer betreten und gleich gemerkt, dass hier etwas nicht stimmt und hatte zum Glück ihre Rute dabei und dann diese dicke Wasserader und der Heizungsraum mit der ganzen Elektrik und den Geräuschen. Sie kann nicht schlafen und hat letzte Nacht auf dem Flur im Eingangsbereich auf einem Sofa geschlafen. Sie hat das Zimmer moniert und alle möglichen Gäste kommen und gehen nur angeblich ist für sie kein anderes frei. Jetzt hat man ihr gesagt, nächsten Montag, aber so lange hält sie nicht durch und will der Ärztin vorschlagen, dass sie abreist und nächste Woche wieder kommt. Die Anwendungen tun ihr allerdings gut. Ich plädiere für andere Lösung und Kompromiss und als ich nachmittags noch mal anrufe haben sie ihr eine Gästewohnung im Ort zur Überbrückung angeboten und ihre Sachen kann sie erst mal im Zimmer lassen. Sie hat ohnehin Zweifel ob sie da einen Nachmieter finden werden, wobei die anderen sich eher an den Viechern stören würden, an denen sie nun wiederum kein Anstoß nimmt, Tausendfüßler, Kellerasseln und eine handtellergroße Spinne an der Decke.
Meine Betreute, zu der ich keinen Kontakt habe und die mich immer rausschmeißt wenn ich sie aufsuche, konsumiert Meth sagt der Arzt und das mitten in Linden und da kann ich nichts machen, sie ist aggressiv und verwahrlost, aber es reicht nicht für eine Einweisung. Das ist beunruhigend und ich fühle mich machtlos, aber offenbar muss ich abwarten bis sie selber es einsieht, dass sie Hilfe braucht. Wenn die Betreuung aufgehoben wird, hat sie kein Geld mehr und steht richtig auf dem Schlauch, also abwarten und weiterhin in Rufbereitschaft bleiben.
Irgendwie denke ich an diesem Tag, dass mein Darm ruhiger wäre, aber das ist ein Trugschluss, wie sich herausstellen wird.
Ich rufe an wegen Frau Tod. Ich hätte gerne einen Fahrplan wie es ist mit dem Ende des Beschlusses. Ja, Verlängerung, er schreibt ärztliche Stellungnahme.
Abends erfahre ich von Frau Tod selber, dass sie auf eine offene Station verlegt wird und Tagesausgang hat, um ihr Enkel zu sehen. Ich soll mit der Kasse klären, dass sie Taschengeld (8,- € pro Tag) für 2 Tage mitnehmen darf. Sie ruft noch mal an, dass sie jetzt „draußen sei“ und will ihr Portemonnaie bei mir abholen, weil sie ein Geschenk für die Tochter kaufen will. Erinnere sie an die Halbedelsteinkette vom Goldschmied, die bei ihr auf dem Küchentisch lag als ich sie eingewiesen habe. Die hatte sie vergessen, ja, ist gut, dann bringe ich es nächste Woche vorbei.
23.07. Rufe die Kasse an wegen der 16,- €. Keiner da, melde es der Station.
Hilfeplanung Deisterstraße und gleich Begutachtung wegen Verlängerung der Betreuung.
Meine querulatorische Betreute schickte mir schon vor Wien Einschreiben mit „Person von…“ und dann ihren Namen als Phantasienamen. Sehr kryptisch. Immer irgendwas mit Menschenrechten und dass ich die öffentliche Urkunde schicken soll mit ganz kurzer Frist sonst Strafanzeige und Schlimmeres. Nachmittags habe ich eine gerichtliche Anhörung bei der Richterin, die mich in der anderen Sachen abbestellt hat obwohl sie vorher meinte, Betreuerwechsel wäre schlecht und der Sohn erwischt Stephan, der Telefondienst macht. Stephan schreibt mir: „Schimpft sehr sehr viel, schickt Dir Fax, ist sehr fäkalinteressiert, ich sage ihm, er soll sich vorstellen, ich wäre ein Anrufbeantworter, das lässt ihn noch mehr ausflippen. Schatten und so, Neger nennt er mich. Der Mensch Tanju hört mit, sie werden wohl eine Aufzeichnung des Gespräches an das Amtsgericht schicken. Herr Mustafa, Nachnamen nennt er nicht, bezeichnet sich selber als Professor der Akademie für Menschenrechte und viel bla bla, Paragrafen nennt er. Zum Schluss sage ich noch, das ich hoffe, dass Frau M. ihm kein Geld für diesen Anruf bezahlt hat.“
Die neue Betreuerin meldet sich und wir vereinbaren für Freitag einen Termin zur Übergabe der Unterlagen, die ich vorbereiten muss. Ich sage, ungünstige Zeit zum Übernahme, weil sie gerade wieder alles gekündigt hat, das ambulant betreute Wohnen und die psychiatrische Pflege zum 16.07. ausgelaufen ist und sie den Arzt auch noch überzeugt hat die Spritze statt alle 2, alle 3 Wochen zu setzen. Ich habe viel mit der Praxis geschimpft, weil sie es mal wieder geschafft hat, alle auszutricksen. Sie wird wieder nicht hingehen und sich ins Bett legen und zu Tode hungern und dann gilt es höllisch aufzupassen, Unterbringung zu beantragen, schnell zu handeln und die Wohnung öffnen zu lassen und sie da raus zu holen. Sie scheint etwas überfordert, die Neue und wollte gerade in den Urlaub fahren. Ich kann es mir nicht verkneifen der Richterin zu schreiben, dass ich ihre Entscheidung schlecht finde für meine Betreute, weil sie als Heim- und Pflegekind gerade auf Kontinuität in den Bezugspersonen angewiesen ist. Ich kenne sie seit Jahre und wir mögen uns und ich kann den Verlauf besser beurteilen. Nicht umsonst hat das Landgericht 2 x den Betreuerwechsel abgelehnt. Es lief gut zwischen uns, so gut es eben laufen kann bei fehlender Krankheitseinsicht und ich glaube, sie hat ihr keinen Gefallen damit getan. Wie dem auch ein, es ist jetzt so.
Frau Tod ist auf der Offenen, sie kommt vorbei, holt Portemonnaie und Handy, die Tochter die ein Kind bekommen hat braucht etwas Geld. 20 Minuten später hat sie 3000,- € vom Konto genommen und es ist mit 2.500 überzogen. Rufe die Ärzte und die Psychologin an, was das für eine Verarschung sein soll. Ich spreche ab, Beschlussverlängerung und dann erfahre ich von der Betreuten, dass sie auf eine offene kommt und soll über 2 Tage Taschengeld entscheiden, sie holt zugleich Portemonnaie und überzieht das Konto. Bin gespannt, ob sie überhaupt wieder kommt. Bei der Psychologin sitzt der Schock tief und ich kann ihr ein „scheiße“ entlocken.
Heike schickt mir was mit DHL aus Berlin. Sie wollte aussortieren und ich nehme an, dass es damit im Zusammenhang steht. Auf der Losung des selbstgenähten Glückskekses, der von meiner Tasche baumelt steht „Dein zukünftiges Leben wird reich an glücklichen Freundschaften sein und auch sehr gemütlich“.
Das Atelier hatte schon vor Wien mit Rundmails genervt. Nebenkostennachzahlung für mehrere Jahre, geschätzte Zahlen bei den Heizkosten. Ich schreibe schließlich was, aber die sollen sich juristische Hilfe holen und zwar von einem Mietrechtler und nicht ich mache ehrenamtlich was. Die eine Lehrerin hat einen Nachbarn der Jurist ist, das schrieb sie gleich. Soll der ran. Warum bleibt immer alles an mir hängen? Ja, ich halte es überwiegend für verjährt. Ich bin noch nicht mal Mieterin. Das müssen die hinbekommen ein Schreiben an die Hausverwaltung aufzusetzen. Trotzdem schreibe ich 4 emails bestimmt zu dem Thema.
Frau Tod entzieht mir die Kontovollmacht und ist sauer, weil ich ihre Familie immer durcheinander bringe. Die Töchter geht das alles gar nichts an. Ich erkläre ihr, dass es meine Aufgabe ist zu reagieren und die Töchter auch sonst meine und ihre Ansprechpersonen sind. Kann sie wieder etwas beruhigen. Sie geht zumindest zurück nach Wunstorf und das Geld ist zumindest bei der Familie geblieben und nicht in einer Boutique in der Altstadt.
Abends nach dem Sport habe ich massive Probleme mit meinem Durchfall, nachts. Es wird schlimmer.
Stephan ist stolz auf seine Babies, ich hoffe, ich kann sie genießen, wenn Erntezeit ist.
24.04. Die Betreute kommt, die mich auch in Wien angerufen hat um mir zum Geburtstag zu gratulieren. Ich habe auch was geschickt bekommen, einen Stift, der 4 farbige Mienen hat, eine Fußballserviette und später noch mal einen Plan fürs Aqua Laatzium und eine CD von Xavier Naidoo oder wie der heißt. Ich muss ihr sagen, dass sie nichts mehr schicken soll.
Versuche Herrn Ihme in Wunstorf zu erreichen. Der hat Ausgang. Ich denke, er hat keinen Ausgang. Wann soll ich es wieder probieren. Eine Stunde. Zweiter und dritter Anruf. Ausgang muss doch abgesprochen werden, wann er wieder kommt. Darüber dürfen sie mir keine Auskunft am Telefon geben. Irgendwie erfahre ich, dass er nicht wieder gekommen ist und dann zur Fahndung ausgeschrieben wird, wenn er abends nicht wieder da ist.
Neues Mandat. Autoverkauf. Geschäftspartner hat Rechnung gefälscht.
Ich bin kaputt, gehe zu meinem Zahnarzttermin, abends Kestner ist nicht möglich. Laufe wieder aus ohne Ende. Langsam wird es echt anstrengend.
25.07. Die neue Betreuerin von Frau Klinik kommt. Sie arbeitet auch in Linden und ist sympathisch. Ja, sie kann mich selbstverständlich auch anrufen.
Nachmittags bewirbt sich eine spielsüchtige Frau, die bei mir um die Ecke wohnt um eine Betreuung, war am Vortag ohne Termin da gewesen und ich übernehme den 18-Jährigen, der nächste Woche Mittwoch obdachlos wird, weil er aus dem Krankenhaus raus muss und nicht mehr nach Hause kann. Für Ersatz ist gesorgt. Die Spielsüchtige hat akute Probleme, Mietrückstand und Bankdarlehen, auch hier muss ich in Vorleistung gehen und schon mal was machen.
Telefonate in der Sache des neuen Hasen. Viele neue Infos. Männerwohnheime, die erst ab 21 aufnehmen, für das Bed by night ist er hingegen weniger Monate zu alt. Wir haben Montag einen Termin im Kolpinghaus. Die hätten bis Anfang September ein 3-Bett-Zimmer. So lerne ich ihn kennen und er kann sich schon mal was anschauen.
Abends zum Sport, dann zu Mr. Thang. Statt Kino, Toilette, den ganzen Abend.
26.07. Muss Termin mit Andrea in letzter Minute absagen, weil ich merke, dass es nicht geht. Bleibe das ganze Wochenende zu Hause. Claudia sagte am Vorabend was von Darmspiegelung. Da wollte ich nichts von wissen, zum Arzt gehen? Ach ne, war meine Antwort. Habe auch echt Panik, Internetrecherchen helfen nicht dabei. Darmentzündung? Was tun, was essen, was alles nicht essen. Höre auf zu essen. Fange an zu bluten. Blut und Kot und Kot und Blut.
Heikes Paket bleibt eingepackt. Ich überlege ins Krankenhaus zu gehen, so dreckig geht es mir. Stattdessen fällt das wegschmeißen sehr leicht, wenn es einem so elend geht. 4 gelbe Säcke werden es. Plastikbastelsachen werden auch aussortiert und auf die Straße gestellt zusätzlich. An diesem Wochenende schaffe ich nur ½ Hütchen und sonst nichts. Stephan sagt, wer richtig krank ist, muss ganz viel Fernsehen und daran halte ich mich auch. Er ist mein Spiegel, weil ich es für das angefangene Hütchen nicht schaffe zum Spiegel zu gehen.
27.07. Traum mit Jasmin. Unter 50er Jahre Arkaden oben wächst die Pflanze bzw. die Wurzeln und daneben ist der Teich und darin sind grüne, dicke cluster, wie man auf englisch sagen würde mit kleinen grünen Beeren, wie Kaviar, aber grün und groß wie große Rundmalerbürsten. Ich ekele mich total davor, sie schwimmt in dem Wasser, etwas Wellengang gibt es auch. Ich habe eine große Tasche dabei und werde gefragt was darin ist. Zwei Steine, die ausschauen wie Totenköpfe und ich merke, wie cool die ausschauen und, dass Steine eigentlich nur in so groß Sinn machen.
Stephan geht Sonntag ins 11 A mit einem Freund. Ich bleibe brav zuhause, habe sogar erhöhte Temperatur. Morgen nach dem Kolpinghaus muss ein Arzt her.
28.07. Wenn tot krank keine Lust auf Armreife oder Schmuck und lieber Hose.
Wir besichtigen das Kolpinghaus, trostlos, der Gemeinschaftsraum sieht aus wie alte Kegelkneipe, der Fernsehraum im Keller macht klaustrophobisch und der Raum der Stille ist irgendwie eine Mischung aus Priestertum der 70er und Missbrauch . Im freien Zimmer wohnt einer Jahrgang 1990. Ich notiere mir die weiteren Termine beim Jobcenter U-25. Nein, Celler Straße ist keine Zonenüberschreitung mit dem Tagesticket. Er kennt sich in Hannover nicht so aus.
Ich hole mir Elektrolyte-Beutel. Die Frau in der Apotheke will wissen, ob mir die Einnahme geläufig ist. Ja, in Wasser auslösen und trinken. Sie erklärt mir, dass man das im Kühlschrank lagern muss, wenn man es angemischt hat?? Lagern? Warum man trinkt es doch. Wenn man es nicht schafft, es auszutrinken. Nachmittagstermin abgesagt, gehe zur TCM-Ärztin, bekomme Tee. Soll mich melden, wenn es in 2 Tagen nicht besser ist, nach Hause. Sofa. Kein Sport.
29.07. Mein Betreuter aus Ghana kommt mit Steuerunterlagen. Ich mache sonst so wenig, muss ich mich darum kümmern auch wenn ich mich nicht auskenne. Die andere Kollegin hat ihren gut erzogenen und gechillten braunen Labrador dabei, ausversehen. Im Auto vergessen bzw. vergessen abzugeben, merkte es erst, dass er dabei war als er sich übergeben hat. Dann die Theorien, warum der Bürowelpe ihn ankläfft. Der kläfft alle an, die Mitarbeiterin der Besitzerin, wenn die ins Zimmer kommt und die Besitzerin unternimmt nichts. Das nervt. Das unfreundliche Kläffen ist nicht nur geschäftsschädigend, sondern kommt unerwartet und ich erschrecke mich bei der Arbeit und das macht mir schlechte Laune. Da freut man sich, wenn die Kollegin Feierabend macht. Ist auch nicht so der Sinn eines Bürohundes. Dann die Spielsüchtige, die betreut werden will mit Termin. Sie war Grundschullehrerin in Göttingen und ihre Tochter soll bloß nichts rausfinden über ihre Schulden, ihre Krankheit, wie es ihr geht, überhaupt. Erinnert mich stark an das Stück „Der Hals der Giraffe“. Ich erreiche keinen bei der Bank, Kreditabteilung, gehe zur Postbank, warte, meine Waden machen unfreiwillige Zuckungen, wie Wellenbewegungen. Das sieht gespenstisch aus. Dann wieder Büro. Telefoniere mich der Bank. Zu spät um die Ratenabbuchung zu stoppen. Ich kann nicht zum Aegi und meine Betreute zum Augenarzt begleiten, das weiß ich erst seit gestern und ist nur Untersuchung, sie hatte mir ausrichten lassen, dass es schön wäre, wenn ich dabei wäre. Leider versagt, geht heute nicht. Nach Hause, Sofa, leiden.
30.07. Träume von Gruppenreise, Steffi, Thomas und Claudia sind auf jeden Fall dabei. Schiffe, Fotos, ich dränge zurück ins Hotel und denke, wir fliegen um 15 Uhr, tatsächlich erst um 20 Uhr, können wir noch essen gehen. Claudia checkt das Internet und „wie immer haben wir Glück und der Flieger hat Verspätung und wir haben noch mehr Zeit.“ Alles ist harmonisch und wir freuen uns aneinander. Wir sind alle auf dem Hotelzimmer, Steffi kommt dazu und alle schauen mir beim Packen zu.
Durchfall wie immer, vielleicht sogar ausgeprägt für morgens, aber der Kopf ist anders und ich esse Müsli mit Blaubeeren und mache mir einen Kaffee. Dietrich hat so Recht. Magen-Darm ist Kopfsache, d.h. Du merkst die Heilung erst da. Er sagte, Du bist schlecht drauf wegen Magen-Darm und weil Du schlecht drauf bist wird das auch nicht besser oder so ähnlich, quasi Teufelskreislauf. Er habe wochenlang Milchreis mit Zimt und Zucker und Mandeln gegessen in den USA. Man soll ja keine Milchprodukte. Da habe er eh nicht dran geglaubt. Man kann essen was man will. Angeblich keinen Kaffee und dann hat er welchen getrunken und es war vorbei nicht wegen des Kaffees, sondern das passierte unabhängig. Ich sitze in der Bahn und sage, danke, danke für heute Morgen und wie ich mich fühle, auch wenn es nicht das Ende ist und der Durchfall weitergeht, will ich Kraft tanken und mich daran erinnern, wie ich mich gerade fühle.
Laatzen verstehe ich nicht und Park der Sinne noch viel weniger. Die böse amerikanische Supermarktkette, wo ich früher mit Sunli einkaufen war ist jetzt ein Edeka-Center. Es ist wie für Deppen, also für mich ausgeschildert, Industriegebiet, Rentner lassen ihr Köter mitten auf den Gehweg kacken.
Das neue Gebäude der Weinstraße. Das Wartezimmer voller junger Menschen, die ein Attest für die Uni benötigen. So gesehen hat sich wenig verändert. Ich merke wie nervös meiner ist. Der Typ, der das Gespräch führt ist groß und sportlich. Wie ein Arzt wirkt er nicht. Meiner ist schlau und vor allem sehr pedantisch. Menschen die Kurse „Bilanzierung“ bei der VHS belegen, gehören nicht zu meinen Sympathieträgern, er ist 150%iger und gestresst, dass er kaum seinen Haushalt in der 40qm Wohnung gemacht bekommt. Die Psychotherapie lief Ende 2012 aus, weil die Finanzierung durch die Krankenkasse ausgeschöpft war. Facharzt hat er im Moment keinen. Die, die gute Bewertungen im Internet bekämen, nehmen keine neuen Patienten oder haben extrem lange Wartezeiten. Er war dann bei einem, den ich auch kenne und der hätte wieder mit dem ersten Medikament anfangen wollen, was damals schon nichts gebracht hat und drückte ihm dann beim Gehen einen Prospekt in die Hand, dass sie auch Botox-Behandlungen machen. Dann war es für ihn vorbei. Hausarzt will er auch wechseln. Jetzt spätestens klingt es querulatorisch, warum das auf einmal. Unzufrieden mit allen Ärzten. Die Antwort kommt prompt, der habe ihn letztes Mal im Wartezimmer vergessen und wäre dann mit Puschen durch die Gegend gelaufen und die Impfung habe auch nicht geklappt. Ich habe keinen Gesundheitssorge, aber die Idee Sozialpsychiatrische Beratungsstelle und darüber mal versuchen. Der Untersucher empfiehlt noch ein Jahr Grundsicherung, ermahnt ihn aber, sich um seine gesundheitlichen Belange zu kümmern. Zum Thema Suizidalität befragt sagt meiner, er habe nichts dagegen wenn es passiert, würde aber aktiv nichts dafür tun. Solche Antworten verblüffen mich. Ich bekomme anschließend einen Pümpelkuli der Stadtentwässerung Hannover, ein Werbegeschenk. Den fand ich mal bei einer Jobcentersachbearbeiterin toll und er hat sich das gemerkt und ihn beim Keller aufräumen gefunden. Ich liebe meine Betreuten.
Die offenen Schuhe sind die Hölle und jeder Schritt einen Qual. Sie werden naß und mache mir Blasen an den Ringzehen. Solche Schuhe sollte ich gleich wegschmeißen. Durchbrochene Schuhe nur mit Socken oder Strumpfhosen tragen kann es auch nicht sein. Ein kleiner Ausflug nach Laatzen hat schlimme Folgen und ich muss gleich danach das Schuhwerk wechseln.
Überraschungsbesuch auf dem Rückweg bei Frau Yoga. Die Wohnung sieht aus wie vor 2 Monaten. Sie ist am Sortieren. Irgendwie habe ich das schon mal gehört. Ich habe ihr eine Behinderung angedichtet. Das ist Voraussetzungen für eine Betreuung, dass man aufgrund eines Krankheit oder Behinderung nicht in der Lage ist sich um seine Belange zu kümmern. Sie hat den Glauben in die deutsche Justiz verloren, weil die Kinder beim Vater sind und der ist scheiße und sollte sie nicht erziehen dürfen. Wo bleibe das Kindeswohl. So wenn man eh nichts machen kann und sie sich jetzt damit abfindet, dass sie die Kinder 2 von 7 Tagen die Woche hat, was macht sie in der anderen Zeit um ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen, will ich von ihr wissen. Das was sie anführt als Ungeeignetheit zum Erziehen seien Lappalien, das Glück der Kindheit hänge davon ab, ob man ein stabiles und verlässliches Zuhause hat, wo man geliebt wird und es klare Regeln gibt und nicht davon, ob Wäsche zu lange in der Trommel bleibe und dann muffig rieche. Ich provoziere, sehe es aber auch so. Der Vater hat eine neue, die ist Ärztin und darf jetzt ihre Kinder miterziehen usw. lauter eigene Verletztheit. Ich habe keine Kinder und keine Ahnung. Keine Einsicht in die eigenen Unzulänglichkeiten. Sie braucht nichts, bekommt aber nichts auf die Reihe. Jule knirscht mit den Zähnen. Ob das vielleicht daran liegt, dass Mama und Papa einen ausgewachsenen Konflikt miteinander haben, frage ich. Sie hält sich vor den Kindern zurück. Ach so und dann sind die so doof, dass sie das nicht mitbekommen, dass Mama und Papa nicht miteinander reden und Papa sie immer unten an der Ecke aus dem Auto schmeißt. Er redet nicht mit ihr. Da gehören doch zwei dazu. Ruft sie denn an, legt er auf? Wollen wir ihn mal jetzt anrufen. Nein. Er antwortet auf eine SMS, dass er sie zurück rufen soll, nicht. Wann war das? Vor 5 Monaten. Ich mache angeblich nichts. Ich sage, sie lässt nichts zu. Ich beantrage Stundung bei der Staatsanwaltschaft, melde ihr Gewerbe rückwirkend ab, schreibe dem Jobcenter und Vodafone und erledige damit alles was mir aufgetragen wurde. Da ich nicht mehr tun soll und darf und sie keine Hilfe benötigt und alles super bei ihr läuft, so wie sie es sieht, tue ich alles und gebe ich mir selber eine eins. Mit diesen Worten verlasse ich die Wohnung und bin gespannt ob sie zu dem Termin beim Jobcenter am 11 morgens um 8 Uhr kommt. Ich glaube eher nicht. Ich hatte ihr erklärt, warum der sein muss und dass ich das nicht verhindern kann und ihn auch nicht initiiert habe oder so.
Herr I. ist aus der Therapie geflogen. 20.06. war Aufnahme. Lange haben wir gekämpft für die Zurückstellung der Strafen. Er ist auf dem Weg nach Hannover und zu mir. Muss er sich gleich wieder im Knast melden? Erkundige mich bei seinem Strafverteidiger. Dann in der Bachstraße beim Drogenberater meines Vertrauens. Er war schon da, übernachtet in der Wörthstraße und hat Montag ein Vorstellungstermin in der dritten von drei Therapieeinrichtungen, die zusammengehören. Falls es klappt, kennt er sie dann alle.
Ich will eigentlich mit ins Boca mit. Stephan ist mit Freunden dort verabredet und auch mal raus und auf andere Gedanken kommen. Limo auf der Bank vor dem Ökoladen mit meinem Kollegen. Danach läuft wieder irgendwas verkehrt. Meine Boca-Mitgehpläne muss ich aufgeben und noch einen Abend alleine vor dem Fernseher. Fotos gibt es trotzdem, diesmal auch für mich als reiner Zuschauer.
Nachts Unterleibskoliken, aber an den Eierstöcken vom Feinsten, wie große Stricknadeln mit denen jemand mir in den Unterleib sticht und wenn ich die Beine bewege tun die offenen Blasen an den Füßen, die vor sich hin eitern, weh. Leiden. Die lustigen Pflaster von Susann aus dem Zoo Hannover mit Animalprint kommen zum Einsatz.
31.07. Traum. Wir sind in den USA. Ich irgendwie getrennt von Stephan und begleite jemanden zu seinen Terminen. Wir landen beim Bestatter und ich habe passendes Sarghütchen. Alle sind aus dem Häuschen. die Tochter des Hauses bastelt selber ganz toll. Er Zimmer voller Collagen in Tüll mit Perlen bestickt. Es gibt eine wilde Party, ich knutsche Frauen, Steffi ist mit dabei und sieht das. Dann kommt Stephan. ich will weiter durch South Central L.A. laufen, auch wenn es Abend wird und uns lauter Gangster Rapper umzingeln, die vor allem meinen Mann in die Enge treiben. Securities aus einem Hotel holen uns da raus. Begründung: wir haben einen Tisch reserviert an unserem ersten Abend. Viel aufdringliche Bedienungen. Ich will Witze machen und bestelle Salzbutter ohne Brot als Vorspeise. Dann kommt meine. Ich mache noch Witze, dass der Chef sich wundern wird wenn leere Teller von uns zurück kommen, weil er das hier nicht gewohnt sei in den USA. Will meinen Teller aufessen und die Bedienung zieht ihn weg, erkläre ihm, dass ich mit Brot nachwischen will. Er nimmt ein Stück und wischt genervt über meinen Teller und nimmt ihn weg. Meine Reaktion, diesen Kellner lehne ich ab, mit diesem Kellner will ich nicht mehr zusammenarbeiten, war schon in hunderten von guten Restaurants. Anschließend stellt sich heraus, dass der Bereich wo wir gegessen haben sich in einen schallisolierten Container verwandeln lässt. Warum haben sie das nicht gleich gemacht. Wir probiere Yoga Übungen mit Gymnastikbällen an den Wänden. Mein Bruder ist da, Leute aus unserer Verwandtschaft und aus Amerika und er lässt alle unterschreiben. Er ist spät und ich räume Nähsachen mit auf. die Fäden aus Nadeln ziehen und sie ins Nadelkissen stecken. Meine Mutter ist stolz auf mich, zeige ihr eine Nadel als Feile und frage wozu dieses Werkzeug gut sein soll.
Habe erfolgreich Termin für Herrn Angespannt gemacht in der Königstraße für den 28.08. Auch hier kennen sie den Kollegen, bei dem er war und bestätigen die Katastrophe. Behandelt keine depressiven Patienten und schickt die weg zu ihnen und füllt keine fachärztlichen Stellungnahmen aus. Begründung: die Region Hannover tut auch nichts für ihn. Dass er das für die Patienten macht, sieht er dabei nicht. Weiß ich aus eigener Anschauung, da ich schon vor Jahren für diesen Arzt die fachärztlichen Stellungnahmen ausgefüllt habe in einer Betreuungssache wie Sekretärin und er nur unterschreiben musste und die Diagnosen eintragen und die haben sich über die verschiedenen Schriften gewundert.
Der Nachbar aus dem Hinterhaus, ein Tischler, wir schauen uns sonst nicht mit dem Arsch an, zieht aus und will auf einmal wissen, was ich hier arbeite und erzählt mir seine Lebensgeschichte. Das wundert mich etwas. Vermisst er mich jetzt doch schon oder nur verhaltensgestört oder hatte er Angst vor mir und hat sich vorher nicht getraut, wie Stephan meint.
Abends will ich es nachholen und ins Boca. Ich weiß jetzt wo die Wörthstraße ist und die Unterkunft, die gerade umgebaut und erweitert wird. Nur was Leichtes essen, draußen sitzen, wollte anschließend jemanden besuchen und sozial interagieren, meine Cousine, die gleich in der Nähe wohnt oder dem Baby Jola die Sachen vorbeibringen, die ich gekauft habe und die bald bestimmt bald nicht mehr passen werden. Daran ist nicht zu denken. Katastrophe, würde gerne noch mit den Rädern rumfahren, schaffe es aber nach einem Umweg über Parallelwelt Fährmannsfestufer kaum bis aufs Klo. Da wäre ich gerne noch ein wenig verweilt und hätte mir die Szenerie angeschaut, aber ging nicht. Stephan muss mein Rad reinbringen. Morgen ist Großkamptag. Vier Termine hintereinander habe ich organisiert.
01.08. Der Hase hat einen WG-Platz in Aussicht. Der nette schwule Arzt meint sowieso, dass das besser sei als alleine leben und der noch Unterstützungsbedarf hat.
Ich will zur TCM-Ärztin. Die hat ab 10 geöffnet. Nehme Nummer mit und rufe sie aus Wunstorf an, während die Insassen Gartenarbeiten verrichten setze ich mich auf eine Bank. Die Praxis hat heute geschlossen. Wieder ein Wochenende vor der Tür.
Erst mal Frau Tod, sie ist gerade bei der Blutentnahme und freut sich mich zu sehen. Wir gehen in den Essenssaal, der leer ist, weil alle draußen sind. Schauen die Post durch. Die Münzen mit dem gallischen Hahn will sie behalten. Ich erzähle ihr detailreich von dem Tag als ich sie nach Wunstorf gebracht habe vor 6 Wochen. Ich kann sehr gut und bildhaft so etwas wiedergeben und sie hat Gedächtnislücken, die so geschlossen werden. Ich glaube, sie profitiert davon. Will wissen, wie sehr das alles von ihr geplant war, die Bestellung der Betreuung und das Absetzen der Medis. Sie sagt, sie habe sich dann sicherer gefühlt und, dass es schon miteinander zu tun hatte und parallel ablief. Die Oberärztin kommt, eine unscheinbare Frau. Es geht um die Medis, die sie nehmen muss. Sie sei noch leicht manisch und muss auf ihren Schlaf achten. Das Lithium soll sie selber noch weiter steigern und 2 andere ausschleichen. Grds. will sie die Medis wieder absetzen, weil sie Angst vor Diabetes hat. Ich spreche das an, wie wahrscheinlich ist es. Der Vater hatte Diabetes. Wir erfahren, dass die Zuckerwerte kontrolliert werden müssen und wenn diese sich längere Zeit nicht verändern, es immer unwahrscheinlicher wird. Die Oberärztin geht wieder um den Arztbrief zu korrigieren. Frau Tod wird in einer halben Stunde abgeholt. Das Essen wird reingeschoben. Sie hat 8 Kilo abgenommen. Sie schaut mal nach. Es gibt Fisch in einer weißen Sauce mit Dillspuren und dazu Kartoffelbrei aus der Tüte, etwas Gurkensalat und Fla. Sie schiebt die dicke Panade aus Semmelbröseln auf dem Fisch beiseite und isst ihn zum Salat. Dann den Nachtisch. So sei sie immer vorgegangen und habe nur bestimmte Elemente des Essens gegessen. Ich will mich Montag mit ihr beim Psychiater treffen (ein Freak und Althippie wie sie meint) und wünsche ihr ein entspanntes Wochenende.
Herr Alk muss an der Tür gelauert haben, die nur einen schmalen Glaseinsatz hat und springt heraus. Er braucht Fahrtgeld. Ich schimpfe mit ihm und gebe ihm 10,- €. Ich schreibe eine handgebastelte Quittung und gebe ihm – verwirrt wie ich bin einen 50ziger, aber er ist ehrlich , trotz Sucht. Das wusste ich vorher schon. Er muss eigentlich weniger verbrauchen, weil er gerade Vollpension hat. Die Langzeittherapie wurde abgelehnt.
Herr Ihme isst gerade Fisch und sagt mir, dass mit den Insekten sei besser geworden. Die weitere Besprechung läuft schlecht, er hat keinen Ausgang, will dann keine Medis mehr nehmen und hat das alles mir zu verdanken. Der Krankenpfleger erklärt ihm, dass er auch Steuern zahlen muss und morgens aufstehen. Ich zahle 50,- € ein, damit man ihm Tabak kaufen kann. Er will das orale Medikament nicht nehmen, weil es impotent macht. Die Ärztin kann es umstellen, Visite ist nächsten Dienstag. Man hat das Gefühl, dass sie sich das erste Mal mit ihm unterhält und dann verabschiedet sie sich schon. Er will umziehen sagt er uns später, vielleicht WG und vielleicht auch schon von hier aus. Das wird schwierig, so wenig wie er mitwirkt. Ich habe wenig Hoffnung, dass es besser wird und muss dann schauen, wie lange ich das Einsperren mit mache. Er weiß ganz genau, wer Urlaub hat und erbettelt sich ein zweites Essen. Überlebensqualitäten hat er schon. Ich gehe und melde mich nächste Woche.
Dann der Musiker, der freiwillig da ist. Das Gericht fragt angesichts der desaströsen finanziellen Lage mit neuen Krediten nach einem Einwilligungsvorbehalt. Der Arzt ist nicht mehr zuständig, sondern die Kollegin, die sehr herb wirkt und DDR-Charme hat, damit schlimmer asymmetrischer Haarschnitt, schlimme Frisur. Er sind Orchesterferien und er will nicht mehr lange da bleiben. Sie erklärt ihm, dass er muss wegen Lithiumumstellung. Das ist so kompliziert, dass es nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen kann und stationär. Eine Gradwanderung, zu wenig und kein Wirkstoffspiegel und zu viel und es kommt zur Vergiftung. Ich denke an Frau Tod und die Oberärztin. Ich sage nichts, verstehe aber die Welt nicht mehr. Herr Musiker muss überlegen, ob er sich auf das „Behandlungsangebot“ einlässt, weil vorher hat auch sein Reha-Antrag keine Aussicht auf Erfolg und ich biete eine Privatinsolvenz an, hilfsweise die ganzen Versicherungen zu kündigen, wenn er mir Unterlagen gibt. Das will er sich bis nächste Woche überlegen.
Auf dem Rückweg am Bahnsteig spricht mich eine dicke, schwarz und langärmelig angezogene Frau mit schwarzen Haaren an, ob ich auf der 3.1. gewesen sei. Frau Tod habe ihren Entlassungsbrief und die Medikamente liegen lassen und die habe ihr schon auf die Mailbox gesprochen. Ob mir noch was einfällt. Als ich erst mal auch nichts weiteres weiß, weil Mailbox heißt ja Handy, außer, dass ich sie mir die Medis hätten mitgeben können, weil ich noch so lange auf dem Gelände war, dann wären sie wenigstens nach Linden gekommen, flippt sie aus, Entschuldigung, dass sie mich überhaupt angesprochen hat. Den Entlassungsbrief hat sie übrigens mitgenommen. Da war ich dabei. Vielleicht ein Problem der Klinik, wenn so entlassen wird. Ich erreiche nachmittags Frau Tod und sie sieht es nicht ein zurück zufahren, hat Etliche Medis zuhause (ganze Apotheke) und will improvisieren. Das fängt ja gut an.
Die Arbeit läuft gut, bis 18 Uhr ziehe ich schön durch und räume den Schreibtisch etwas auf, indem ich Sachen abarbeite. Ich verabschiede mich von meinem Kollegen, der bald mit Elefanten am Strand ist und sich stereo durchmassieren lässt. Neulich hatten sie zwei wahnsinnig gut aussehende weibliche Fans, die sich von der Musik in den Übungsraum haben locken lassen. Seine Mitmusiker nahmen etwas Haltung an. Die Stimmung änderte sich als sich herausstellte, dass die eine mit der Tochter des Bassisten zur Schule gegangen ist und woher kennt er das Mädchen will sie wissen. Er ist ihr Vater. Ach so, die überraschte Reaktion, die die Stimmung verändert.
Streit mit meiner Mutter. Ja, die Darmbakterien im Notfallpaket sind angekommen. Ich hatte letztes Wochenende ohne es zu wissen die bei mir schon vorhandenen, die ich so dringend gebraucht hätte entsorgt im Zuge der Aufräumaktion. Kapseln mit weißem Inhalt ohne Inhaltsangabe. Konnte mir zwar denken, dass sie von meiner Mutter stammten, so ordentlich wie sie eingepackt waren mit japanischer Beilage zum Entziehen von Feuchtigkeit. Jetzt lasse ich mir Nachschub zusenden um mich zu retten. Meine Mutter erwischt mich auf dem falschen Fuß mit ihrem Text, ich richte mich zugrunde und soll keine Limo trinken, sondern es mal mit Fencheltee probieren und Essen gehen ist böse. Zuhause bleiben ist aber genauso schlimm und ich kann mit den Vorwürfen heute nicht umgehen. Ach so, mal Fencheltee trinken, eine gute Idee. Ich bestehe nur aus Fencheltee. Ich weiß, die macht sich Sorgen, aber ich komme heute mit diesem, es liegt an mir Ansatz nicht klar und lege auf.
Stephan ist Wasserskifahren und feiert seinen Geburtstag nach mit Sabine und Larissa. Er hat eine neue Technik, nicht nach hinten lehnen, sondern nach vorne und schafft damit eine Runde oder eine halbe.
Es gibt Pellkartoffel und etwas Schinken und Käse und dann aber übliche Katastrophe und Leiden abends. Home cooking bringt es auch nicht. Eine Woche ohne Sport. Erst Magen-Darm auf Reisen eine Woche, dann Magen-Darm und Sport eine, dann Magen-Darm ohne Sport eine Woche. Das neue Fitnessprogramm für den Sommer.
Cesar Milan fährt mit einem „Tierfänger“ durch LA. Ein gutaussehender, cooler Schwarzer, der für herrenlose und gefährliche Tiere zuständig ist. Zwei herrenlose Shar-Pei Mischlingen, sie vermuten Mutter und Sohn, das Weibchen trächig. Die haben sich in eine Garage verschanzt und ein totes Kaninchen liegt blutig auf der Matratze, d.h. sie waren jagen. Ein Pitbullmix hat die Nachbarskatze tot gebissen. Der Halter hat 3 von der Sorte und hat seinen Nachbarn, den Katzenbesitzern erklärt, dass sie die Katzen innen lassen sollen, worauf der Schwarze zu ihm sagt: „the cats are not the problem, bro“. Er dachte, der große Garten sei genug, aber seit er mit Fahrrad und Inliner mit den Hunden läuft brechen sie auch nicht mehr aus dem Haus aus. So einfach ist die Lösung immer.
BM-Outfit 17.07.2014
9999 auf 10.000
14.07. Telefonate von Zuhause. Fahrrad nach nebenan, kann ich ab 15 Uhr wieder abholen. Nee gratuliert greift meine Hand und gratuliert mir zu 9999 Tagen. Zuvor hatte sie Stephan zu dem Weltmeistertitel beglückwünschen wollen, was er aber ablehnte. An die Zahl hatte ich schon gleich nach dem Aufwachen gedacht, wie aus 4 Zahlen bald 5 werden. Die Mathematik. Stephan fragt sich, ob das dann wieder auf Null zurück springt, aber er spielt nur damit. Bei mir ist die Verwirrung echt.
Kaum im Büro muss ich mich wieder mit Wunstorf abmühen. Frau Tod sitzt auf gepackten Koffer und ihr Typ ist da um sie abzuholen. Dann hätte ich den Termin beim Jobcenter für Morgen, bei dem über ihre berufliche Situation gesprochen werden soll ja nicht absagen müssen, denke ich scherzhaft bei mir. Als nebenbei Visite ist und ich zusage mit einem Arzt zu sprechen und mich wieder zu melden und sie erneut anruft, raste ich etwas aus, dass sie mit dem Telefonterror aufhören solle. Sie hat verstanden. Ich rufe sie nachmittags wie verabredet an. Sie will mich kündigen, die Ärzte hätten ihr schon gesagt, dass ich der Meinung bin, dass sie noch da bleiben muss, sie merke langsam auf wen sie sich verlassen könne. Ich sei schon ganz schön verlässlich sage ich. Ja, vielleicht würde sie das auch mal anders sehen. Ich erkläre ihr, dass sie das nicht einfach so tun kann. Das Gericht muss die Betreuung aufheben und das werden die derzeit wohl nicht tun. Sie weiß.
In Sachen Herr Ihme ist die Stationsärztin heute nicht da, dann doch, jedenfalls liegt mir die ärztliche Stellungnahme nicht vor. Ich spreche dann mit ihr und sie schiebt die Schuld für das Chaos auf die Kollegin, die Wochenenddienst gemacht hat. Ich kläre, worum es mich geht, nämlich zu sehen ob sich sein Zustand durch eine kontinuierliche Behandlung noch verbessern lässt. Telefoniere mit der Fallmanagerin, die am 25.07. in den Mutterschutz geht und langsam selber sehr genervt ist von ihren Kollegen aus der Leistungsabteilung, die sich auch bei ihr nicht melden, von wegen so unter Kollegen könne man doch mal anrufen. Ich denke mir, ja hat sie recht und es zeigt das Ausmaß der Ignoranz, weil den Kunden veraschen ist normal, wenn da noch eine Anwältin/Berufsbetreuerin dahinter hängt ist es schon hartnäckiger, aber sich bei der eigene Kollegin taub stellen ist schon sehr dreist.
Der Kollege kommt rein und meldet uns, dass die Feier am Steintor noch andauert. Es ist gegen Mittag.
Nachmittags treffen bei Herr Borderline zuhause mit der ambulanten Wohnbetreuung. Das ist ein dicker Typ mit Plugs in den Ohren, der gerne kurze Hosen trägt und tätowiert ist und auf Death Metal steht. Ich war noch nie in der Wohnung in Ricklingen, wusste aber, dass es sauber ist und er eine Katze hat. Stephan erklärt mir wie ich fahren muss und hat Angst so von wegen, nicht dass jetzt auf den letzten Metern noch was passiert, er will die 10.000 jetzt auch voll kriegen. Meinem Schützling geht es schlecht, seit er sich mit seiner Mutter überworfen hat, die ihm immer das Geld eingeteilt und ihn überall hingefahren hat, läuft einiges aus dem Ruder. Er kokst, aber das hat den gegenteiligen Effekt auf ihn und bringt ihn runter, wie der Wohnbetreuer zu berichten weiß. Ich frage nach dem Schlaf und erfahre, dass er sich seit dem Überfall nur noch tagsüber zu schlafen traut, weil sie nachts kommen können und tagsüber keine Chance haben und das auch wissen. Das klingt alles recht desolat. Sein Dealer sei aber ein netter Typ und habe ihm auch Geld für Essen geliehen, er schuldet ihm derzeit 200,- €. Ist der denn versorgt mit Lebensmitteln will ich wissen. Ja, er hat eine Stange Toastbrot und eine Marmelade im Kühlschrank. Ein deutliches Bäuchlein hat er auch. Auslöser des Streites mit der Mutter war eine Fahrt an die Küste. Der neue Mann ist Berufsfahrer und wohl gefahren wie Sau. Er hatte Todesangst und hat nichts gesagt. Das kann ich beides nachvollziehen und habe es auch schon so erlebt, aber ich sage, die nehmen das anders wahr und es gibt das immer zwei Wahrheiten, weil gerade die Berufsfahrer immer meinen, dass sie das alles prima im Griff hatten und das gar nicht gefährlich war, andere Wahrnehmung eben. Sie hätten es wissen müssen, dass er das nicht ab kann und dann Panik schiebt. Ich wende ein, dass er das vielleicht vorher hätte klären sollen als Selbstschutz, weil vor allem er habe es doch gewusst von wegen, wenn der Fahrer mehr als 140 km/h fährt muss ich zuhause bleiben. Die Mutter hat wohl gesagt, dass er ohne sie nichts sei. Das ist hart, aber auch ein Stück wahr. Er ist nun dafür sich zugrunde zu richten bevor er sich bei ihr wieder meldet, „ihr wieder aus der Hand frisst“, darauf warte sie nur und würde dann triumphieren. Auch eine Variante sich dann lieber selber zugrunde zu richten oder sich seinem Dealer anzuvertrauen und passt zur Borderline-Erkrankung. Wir überlegen, wie wir die Aufgaben der Mutter mit übernehmen können. Der Dicke soll Geld einteilen, ich kümmere mich um eine Krisenintervention über Opferhilfe und Sozialpsychiatrischen Dienst.
Nein, in diesem Haus wohnt er nicht. Ich fand die Mieter Sieben, Neun und Zehn faszinierend.
Ich fahre am Ihmezentrum vorbei und denke an meinen Hasen. Ist jetzt besser für ihn, dass er eingefangen ist, davon bin ich überzeugt.
Beim Sport kommen mir Ballettmäuse mit Deutschlandrouge entgegen. Es geht in der Umkleidekabine darum, dass man nicht so doof sein soll zum Sport seinen Schmuck mitzunehmen. Die Klugscheißermädchen erklären der Lehrerin, wie sie den immer zuhause abmachen, weil ihre Tochter wohl was verloren hat, was teuer ist und „was hier ganz schwer zu bekommen ist“. Die Lehrerin spricht mit der Tochter Englisch, was schon immer total überkandidelt und idiotisch daher kommt. Dann im Unterricht erzählt Jenny von ihrem 1. Hochzeitstag. Das ist mal ganz weit weg von unserem Jubiläum.
Beim Yoga lässt Mikael uns die Arme kreuzen in der Vorderbeuge und ich bin erstaunt, was das für einen Effekt hat, diese kleine Modifizierung, aber so ist der Körper wohl.
Ich finde den Ayran-Deckel nicht, den ich gefaltet habe. Das macht mir so Stress, dass ich noch mal zum Türken muss und einfach Barfuß los laufe ohne Schlüssel. Erst zum Kiosk, die haben Ayran im Tetrapack, ich brauche es anders stottere ich und stürze nach gegenüber, kaufe, trinke, falte, aber kein Vergleich, meiner war aus Istanbul, glaube ich zumindest oder war es doch nur Berlin. Findet sich wieder was Neues, aber für mich erst mal schlimm wegen Kontrollverlust. Während ich den Anfall kriege, bleibt mein Mann ganz ruhig. Füttert mich mit Beeren und Vanillejoghurt in den Intervallen. Bietet mir Honigbrot und ich brauche nur zu schauen und er weiß Bescheid, Randstück wegbeißen oder andere Seite anbieten, die hat mehr Butter. Das läuft alles non-verbal. Ich habe so ein Glück gehabt einen Mann zu finden, der mich so verehrt und mich so gut kennt und so gut mit mir kann und gut aussehend ist er auch ohne Ende. Womit habe ich das verdient? Dann finde ich den Deckel noch, habe aber schon den anderen drauf genäht, dann eben zwei. Jetzt ist es eigentlich schon zu spät und ich werde Morgen müde sein.
15.07. Traum mit Marlis und Dieter, wollen ins Theater, buchen Hotelzimmer. Stellen irgendwann mal fest, dass sie nach dem Theater zurück fahren wollen, keiner kommt auf die Idee die abzusagen. Muss wohl so sein, weil die Schlüssel hatten wir zurück gelegt in die Glasvitrine und sie sind weg, weil wir praktisch nach eines Stunde schon wieder ausgecheckt haben. Stephan will unseres damit er sich in Ruhe umziehen kann. Ich nehme Comics mit 2 Bände á 22 SF, damit es sich wenigstens etwas lohnt. Dann sind Yogafrauen da und nette Hoteljungs. Der eine will uns noch einen Milchreis machen. Yuhu, ich liebe Milchreis. Mein Kleid was ich ausgezogen habe hängt an der Tür. Das darf ich nicht vergessen. Traum erinnert an die Reise nach Berlin für nur eine Nacht.
Fallmanager von Frau Yoga ruft an. Ausgesprochen nett, neuer Termin 18.08.
Fahre zu einer Betreuten durch die Eilenriede. Weiß jetzt, dass ich immer einen Umweg fahre und beim Kanapee schon gleich links abbiegen muss statt weiter bis zum Ende, wenn die Celler Straße in der Eilenriede mündet. Ich denke an Cesar Milan und den Bernersennenhund, den er neulich in der Sendung hat, Exotenrasse an der Westküste. Swiss Mountain Dog, erklärt er, „also known as the horse of the poor man“ und zeigt alte schwarz-weiß Fotos, wie sie vor einen Wagen geschnallt werden oder einen Holzwagen mit Kindern befüllt ziehen müssen. Ich mag die Rasse nicht, aber wenn ich einen hätte, würde ich mir einen Ben Hur ähnlichen Karren bauen und mich ziehen lassen. Das ist das Hauptproblem bei den Hunden, dass sie nicht ausgelastet sind, gerade bei Arbeitshunden, dann kommen die Verhaltensauffälligkeiten und hey, das würde ganz schön cool aussehen. Ich stehend im Wagen und wenn der Hund alt würde, könnte man den Wagen ans Fahrrad schnallen und es umgekehrt machen. Meine Betreute, die zum Messytum neigt, kenne ich schon lange. Sie ist trotz aller Einschränkungen aber noch voll orientiert und nicht will, dass ich ihr Geld an den Pflegedienst überweise und der dann für sie einkaufen geht, sondern will mit und selber was aussuchen und dann auch was erleben und ich erkläre der Frau von der Stelle Hilfe zur Pflege, dass ich dann nichts tun kann und wie es sich juristisch verhält, aber wenn hier die Motten und Fliegen schwirren und zu ihr sage, „Sie sollen die Süßigkeiten nicht stapeln, hier sieht es aus als hätten Sie 20 Enkel“. Sie esse eben gerne Süßes. „Ja essen, aber nicht die Ostereier aus 2009 horten“. Sie bewundert immer meinen Schmuck, heute würde ich japanisch ausschauen und vor allem meine Ringe will sie sich aus der Nähe anschauen. Bald ist die Sitzung vorbei, aber ich bleibe noch. Bin ja auch später gekommen, „nachsitzen“ sagt sie. Ich zeige ihr Fotos von früher, sie mit dem Sohn der verstorben in der Lüneburger Heide. Markus war so ein netter Typ, alle mochten ihn und jeden zweiten kannte er, wenn man mal in der Stadt unterwegs war. Ich sage, ja, wer Flohmarkt macht hat viele Sozialkontakte. In der Lüneburger Heide waren sie damals 9 Tage und haben Urlaub gemacht und gewandert bis ihr Vater keine Lust mehr hatte weil sein Knie ihm weh getan hat. Sie habe viel Zeit zusammen mit ihren Eltern verbracht. Immer die Feiertage mit der Familie und ihre Schwiegermutter hat gebraten und gekocht. Das waren schöne Zeiten und das kann einem keiner nehmen. Sie hat so Recht. Sie weiß noch, wie die Schwiegermutter gestorben ist, sie hat gesagt, ich mache mal Kaffee und dann hatte sie noch die Kaffeekanne in der Hand und hat ihnen erklärt, wo ihre Medikamente stehen und dann Krankenwagen, der viel zu lange gebraucht hat und am 22. Juni ist sie im Krankenhaus gestorben. Die haben ihren Kopf mit einer weißen Schleife umwickelt, dass der Mund zugehalten wird und sie habe ihren Kopf angefasst und der war noch ganz warm. Vielleicht war sie nicht tot? Doch bestimmt, wende ich ein. Vielleicht dauert es eine Weile bis der Körper auskühlt. Das Familiengrab in Lahe. Damals kurz vor seinem Tod hat Markus gesagt, auf den Friedhof gehe er nie wieder und sie hat gesagt, das würde seinem Vater aber nicht gefallen und dann als er tot war hat sie gesagt: „So, Markus und jetzt wirst Du dahin gefahren im Leichenwagen.“ Ich sage, manche Leute könnten das einfach nicht vertragen mit Friedhof und Krankenhaus und würden da rückwärts rausgehen. Sie erzählt von ihrer letzten Friedhofsbegegnung und hier muss irgendwo ein Brief liegen mit Fotos und tatsächlich, ich finde ihn. Sie hat ein Ehepaar kennengelernt, die ihr schreiben, „Als wir Ihnen neulich zufällig auf dem Laher Friedhof begegnet sind und sie das Grab bepflanzen wollten, hatten wir kein Werkzeug dabei und die Blumen konnten nur provisorisch in den Töpfen in die lose Erde gesteckt werden. Mein Mann und ich haben sie jetzt eingepflanzt als wir wieder einmal dort waren und tüchtig gegossen. Wir würden Ihnen allerdings dringend raten die Grabpflege in Auftrag zu geben und hoffen, dass Sie sich wieder gut erholt haben von dem Ausflug. Unterschrift mit Name und Telefonnummer sowie Fotos von dem bepflanzten Grab und die Frau daneben, die auch so ca. Mitte 60 ist. So nett, dass es so Menschen noch gibt meinen Frau Ring und ich. Ich will sie auch anrufen und mich bedanken. Frau Ring ist einverstanden. Dann erzählt sie, was sie mit dieser „Claudia“ alles erlebt hat. Das war eine Alkoholikerin, in die ihr Sohn verknallt war. Mit der hat sie gekämpft und auch auf dem Boden gerungen. Die hat sie und sich mit Feuerzeugbenzin oder Spiritus übergossen und sie wollte verhindern, dass sie an das Feuerzeug herankommt bzw. dieses betätigt. „Die dachte immer, sie ist groß und kräftig“ und dann hat sie ihr zack mit dem Finger ins Auge gestochen und hätte es rausholen können und die dann „aua“ und sei erschrocken zurückgewichen und Markus hatte sie gewarnt „leg Dich nicht mit meiner Mutter an, die ist kräftig“. Weiteres Foto, sie ein scharfen Geschoß mit B-52 Frisur wie sie ein Rentier füttert. Ja, die waren ganz zahm und das waren diese schwarzen Lackmäntel, kommentiert sie das Bild und ihr Outfit. Die hätten sie damals von Mäntelhaus Kaiser geschenkt bekommen, die Mitarbeiterinnen, weil sie davon eine ganze Stange hatten und die nicht losgeworden sind.
Lauter Kitagruppen unterwegs, aber wenn man schnell genug heizt, dann lassen die Erzieherinnen ihre Herde nicht kreuzen. Vielleicht ist es ähnlich, ich mache mir weniger was aus süßen Kindern und Welpen, sondern mag die erwachsenen Tiere und dann gerne die, die skurril sind und vielleicht sonst nicht so gut ankommen.
Heute ist viel, viel schöner als Geburtstag. Der passiert so zufällig ohne Zutun, warum wird der überhaupt gefeiert, aber unser Jahrestag, das ist viel besser und stimmt mich viel fröhlicher. Juli statt Februar und so fühlen sich 10.000 Tage an. Nächstes Mal aber bestimmt anders. Wer hätte damals beim ersten Kuss in der WG gedacht, dass wir nach 10.000 Tagen hier landen? Jetzt geht es nach Berlin und wir fröhnen unseren Hobbies, die sich herauskristallisiert haben nach den 10.000 Tagen. Tim Raue liebt Mango, vergöttert sie, wenn ich mir das richtig gemerkt habe…
Ich musste neulich daran denken, dass wir so eine Art Lindeneinwanderer sind. Als wir ankamen wollten wir eine Wohnung in Linden und man erklärte uns, die sind schwer zu bekommen und die wollen viele und Linden nimmt nicht jeden, jetzt sind wir Hausbesitzer mit Immobilien in bester Lindenlage. So endete die persönliche Lindengeschichte.
Frau Tod entschuldigt sich, leider kann ich kein Taschengeld überweisen wie geplant, weil das online banking nicht klappt. Muss warten bis nach Berlin.
Tochter kommt Morgennachmittag und bringt mir das Portemonnaie. Sie wollte es dem Lebensgefährten geben mit ihrer Bankkarte und da sind wir alle dagegen. Gerne erkläre ich ihm das. Dann muss er vielleicht ins Kloster eine Runde meditieren.
Gebe meinem Kollegen seinen Button und den für seine Tochter mit Vorstellungstext. Er ist nicht dabei in Wien. Sein Besuch hat sich gewundert, weil die Fledermaus so klein war, dass er sie als solche nicht erkannt hat. Die Fledermäuse in Australien sind 10 x so groß, wie alle Tiere dort. Das will er seiner Tochter bald mal zeigen, wie es dort ausschaut. Der Freund ist ihr Patenonkel.
Ein Brief von der Tante im Briefkasten beim Gehen. Sie ist in der Reha und ich soll sie wohl mal anrufen.
Wir sind 20 Minuten zu früh, weil der Zug nicht um :11 sondern um :31 fährt. Das Planungstalent meines Mannes lässt nach, bzw. war in der ersten Hälfte der 20.000 Tage besser. Kontoauszüge holen und gucken ob was Komisches auf meinen Konten passiert, ohne online banking wird mein Mann nervös. Wenn es Morgen nicht geht, bringe ich das Taschengeld manuell auf den Weg. Zug hat ca. 25 Minuten Verspätung wegen „Arzteinsatz am Gleis“. Dann nehmen wir den IC sage ich. Stephan, das geht nicht wegen Zugbindung, nicht immer nur die Rosinen rauspicken. Ich frage den Bahnmitarbeiter, ab 20 Minuten Verspätung ist die Zugbindung aufgehoben. Ich sage typisch, das ist Deine Erziehung, dass das alles immer nicht geht und so hingenommen werden muss. Das ist unser Tag, verdammt noch mal und ich will nach Berlin. Ich habe einen Vertrag mit denen, aber der sieht vor, dass mein ICE um :31 fährt und um :11 ankommt und den haben die nicht eingehalten und ich nehme den IC und mach das Beste draus. Er entschuldigt sich wegen der Abfahrtszeit und ich sage; hey, ohne Dich wäre mein Leben viel Chaotischer, alles gut.
SMS von Steffi mit Glückwünschen zu unserem Zahlenspiel.
Keine Sitzplatzreservierung, auf meinem Kopf sieht es so interessant aus, deswegen bleibt die Frauen stehen
Warum ziehen die jungen Dinger diese grausamen Schlabber-Hippie-Hosen mit den schlimmen Mustern an? Unvorteilhaft ohne Ende, zeigen, dass sie alles tragen können? Können sie ja gerade nicht.
Über den Hund von Freunden stolpern kostet bzw. bringt 30.000 €. Ich halte das Urteil für idiotisch, amerikanische Verhältnisse, krass.
Wir fahren in Berlin ein. 4 Tierschädel in Kränzen außen an der Fassade, perfekt symmetrisch angebracht. In Spandau?
Erst fährt die U-Bahn nicht, dann die S-Bahn oder Regionalexpress und wir stehen ewig. Die größten Deutschlandvollpfosten (oder –spaten) haben sich hier versammelt und vermutlich nutzen sie die WM um sich zu vermehren. Wir steigen gleich an der nächsten Station und falsch aus (Stephan lässt auch nach bei der Reiseführung). Statt die lange Wartezeit zu nutzen um auf seinen Zettel zu schauen. Zug steht noch da, als wir zum Gleis zurückkehren. Kein gutes Zeichen, erst gehen die Türen nicht auf, dann doch, schnell rein, wieder warten, dann die vorhersehbare Durchsage: alle aussteigen. Defekt an den Türen, der war schon vorher da, aber jetzt geht nichts mehr haben sie nach 30 Minuten festgestellt. Stephan entschuldigt sich, aber ohne ihn wäre das Reisen undenkbar für mich, also was soll’s. Dafür fahren wir ohne. Deutschland rufen zählt heute als Fahrkarte.
Erst mal Kaffee und gebackene Schweinereien, Blaubeerkuchen vegan und Erdnusskekse mit ganz viel wie flüssiger Schokolade gefüllt oder sind es große Chocolate Chips, die etwas angeschmolzen sind? Der Blaubeerkuchen mit Haferflockenrand sieht aus wie Brot, schmeckt aber unglaublich saftig.
2 Fahrräder, Kaution am Kiosk wieder holen, weil er erst um 14 Uhr aufmacht. Öffnungszeiten 14-18 Uhr, ein Traum. Das ganze Gespräch am Kiosk ist skurril. Wir erklären unser Anliegen, 2 28er Damenfahrräder bis Morgen. Wie sind die Öffnungszeiten? Ganz normal ab 14 Uhr. 12 Uhr etwas fährt unser Zug. Er dann: o.k., dann können wir sie vorher zum Flughafen bringen. Da hat er einen Zweitladen. ???? Oder vor der Kiosk 2 Häuser weiter abstellen und dort ist die Kaution hinterlegt. Das Mädchen muss nicht aufpumpen. Sie soll meinen Sattel höher stellen. Stattdessen wir überall noch eine halb Tasse Luft reingemacht und den Auftrag vergisst sie dabei wieder bzw. findet das Werkzeug nicht.
Kiloweise Lakritze. Lakritze ist das neue Heroin, wie man Mann zu Recht feststellt. Ich hätte Claudia damals ernster nehmen müssen. Die ist auf Nachtisch fixiert und ausreichend kundig und kennt die Butter, Schoko, Salzkaramellvarianten der Welt. Als sie nach einem Skandinavienurlaub so durchdrehte und immer von diesem Nachtisch erzählte mit Schoko und Lakritze und es sei das geilste gewesen, was sie je gegessen hat. Das hätte mir mehr zu denken geben müssen, aber ich bin noch dahinter gekommen und die Lakritztrüffel sind der Burner. Wir testen 2 und Stephan kauft den Rest auf, auch um die in Wien mit unseren Freunden zu teilen.
Unser Hostel wird von Holländern betrieben und deswegen heißt es „lekkerurlaub“ (wäre sonst ein total idiotischer Name, aber so macht er Sinn). Das hätte man auch drauf kommen können. Diese Holländer sprechen immer akzentfrei englisch, so dass man erst denkt, sie seien aus einem englisch-sprachigen Land, dann kommen aber junge Backpacker und er, der Kleine mit den langen Haaren legt los mit der süßen holländischen Sprache. Fahrräder haben sie keine mehr und als ich später wissen will ob wir unsere Leihfahrräder in den Innenhof stellen können Übernacht meint die Frau, dass die Feuerschutztür nicht mehr aufgeht, wenn man sie zufallen lässt, dass wir dann nicht mehr reinkommen und ich: ja, aber wir sind zu zweit und auch nicht so doof. Sie: man weiß ja nie. Hat sie total recht und dann: vielleicht kennen wir uns erst 2 Stunden. Eine Steilvorlage, die ich einfach stehen lasse.
Heike und Georg kommen zu uns mit meiner Buttonmaschine im Gepäck und mit Bergen von Geschenken, „Küssen“ und „Essen“ zwei Sonderanfertigungen der Honey-Bones zu unserem Jubiläum. Heike und Georg haben die Halbzeit schon überschritten mit 5030. Auch eine sehr schöne Zahl. Blutwurst und Stoffravioli und eine ganze große Wundertüte, die schönsten Stücke aus der Sammlung von Heike für mich, Polyesteroberteile mit verblichenen Blumen, massenhaft Hütchen vorgefertigt, Rohlingen, wie sie es nennt, mindestens 30 Stück. Für Stephan ein Küchenhandtuch „Scherben bringen Glück“ und wunderschöne Knöpfe, Perlmutt und aus blauem Glas.
Wir schwelgen und essen.
Ich liebe Heike und Georg sehr. Es sind ganz wertvolle und besondere Menschen. Mit niemandem hätte ich diesen Tag lieber gefeiert, zumal sie nicht nach Wien kommen. Sie genießen das Essen und die leckeren Weine. Ich versuche immer die Blutwurst neu in Szene zu setzen und Heike mich auf der Toilette.
Dann Biergarten „Frank und Frei“, von Franken betrieben samt der Bierambulanz und noch mal Brigitte und Arnd treffen. Heike macht sich Gedanken um den Abwaschberg, den wir produziert haben und klingt so süß und auch irgendwie nach meiner Schwiegermutter, alles wurde immer abgeräumt samt Besteck und neu gebracht. Ich habe noch einen Gutschein für Blutwurstravioli sonst wäre ich todtraurig, dass dieser wunderschöne Abend vorbei ist. Brigitte sagt, ich hätte sie gut runtergebracht oder auf andere Gedanken und das sei nicht so leicht. Ich weiß gar nicht wodurch, freu mich aber, dass es so ist. Alte Freunde sind schon was Tolles.
Toller Mond, muss nicht immer voll sein. Die jungen Menschen sitzen in Reihe auf dem Bordstein mit den Füßen auf der Straße. Wie Spatzen schaut das aus. Was für ein herrlicher Tag. Besser hätten wir es uns nicht vorstellen können. Hier das offizielle Foto nach 10.000 Tagen…
Geburtsanzeige von Jola am 09.07. geboren und mit ganz vielen braunen Haaren auf dem Bauch ihrer strahlenden Mutter. Ich mache den Stoffglückskeks von Heike an meine rote Berlintasche. An Stephan dekoriere ich unsere neuen Honey Bones.
16.05. Nach den nächsten 10.000 werden wir richtig alt sein, Stephan geht dann auf die 80 zu und es wird sich nur vorher eine Zahl von 1 auf 2 verändert haben und sonst alles Nullen. Mathe soll mal einer verstehen. Wo werden wir uns da hinbewegt haben? Sollte ich heute mal eine Prognose abgeben? 10.001 ist auch eine schöne Zahl meint mein Mann.
Es ist 20 nach 9 und der Langhaarhippie baut die Möbel auf und stellt die Blumen auf die Tische. Er hat total schlechte Laune und Stephan meint so passend. „Frühstück ab 9, hieß das für ihn und er möchte nicht gestört werden?“ Mein Gott, vielleicht sollte er früher ins Bett oder weniger kiffen. Das 9 Uhr in Berlin ist das 5 Uhr von woanders und deswegen macht es auch Sinn, dass der Fahrradladen erst um 14 Uhr öffnet, dass ich quasi 10 Uhr in übersetzt.
Wir trinken Kaffee und essen Müsli mit Früchten und erreichen aber Dilek nicht. Dann schauen wir nach der Busstation, bringen die Fahrräder weg (der Kiosktyp weiß erst von nichts, aber es klappt dann doch) und kehren erneut in unserem Lieblingsladen ein.
Die eggs benedikt sind so was von Hammer, dass ich sie vor lauter Aufregung nicht fotografiere, sondern nur den Carrot Cake und das Avocado Toast.
Es sitzen die überdrehten Schönlinge aus ganz Europa im Café und viele sprechen Englisch. Ein junger Mann, der aussieht wie Barbie mit rundem Gesicht und vermutlich gerade vom Yoga kommt, zu den rasierten Achseln hat er ein Tuch asymmetrisch um den Oberkörper gewickelt und auch die „Hose“ sieht aus wie die Windel von Jesus. Er bekommt von seiner Schwulenfreundin ein Geschenk und hat offenbar Geburtstag. Es folgt demonstratives auspacken und sich dabei bewundern lassen, ein anderer junger Mann mit Brille ist zwischenzeitlich eingetroffen. Das Geschenk sah schon außen schrecklich aus, aber der Inhalt ist schlimmer, Billigunterwäsche „Ellen“ mit passenden Socken. „It even smells like Ellen“, verkündet er, total überdrehte Szene, der nichtsnutzige Lebenswandel wird von Papa finanziert. Ein Husky liegt mitten im Weg. Das kann jetzt teuer werden. Pillen gibt es auf der Straße und mein Ayrandeckel steht auf einer Fensterbank
Ich werde ein Ayranfreundschaftbändchensammelhütchen daraus machen. Das hatte ich vorher schon überlegt. Leider nehme ich ihn nicht mit. Kaufe eine Blechnähmaschine als Christbaumschmuck für überteuerte 6,50 €. Hat im Einkauf bestimmt höchstens 30 Cent gekostet. Ich hätte ein schlechtes Gewissen, wenn ich so mein Geld verdienen würde. Statt ein gutes Produkt anzubieten, einfach Billigware überteuert an Touristen verscherbeln, aber bei mir hat es heute geklappt. Wollte es unbedingt für ein Hütchen. Sie empfiehlt mir den besseren Boesner, den Heike schon erwähnt hat und wir waren abends mit den Rädern daran vorbei gefahren. Da würde ich richtig fündig werden. Es ist mir zu blöd ihr zu erklären, dass mein Material meistens von der Straße stammt und ich mich vom Zufall inspirieren lasse und nicht zu überteuerten Preisen Neues einkaufe. Das macht nämlich sonst keinen Spaß. Im Bus gibt es keine Fahrkarte, das passt schon wird mir bestätigt vom Fahrer. Was passt daran, wenn er keine Fahrkarten drucken kann, fahr ich umsonst. Ich bin offenbar zu spießig für die Hauptstadt. Die Klimaanlage ist nur laut und macht Klimaanlagengeräusche ohne Kühlung. Ist das wie ein japanisches Klo, fragt mich Stephan. Die Hauptstadt hat eine eigene Zeitmatrix und ist sehr esoterisch und wir fragen uns was kollektive Wundtherapie sein soll im Gegensatz zu der individuellen. Ein Schmerzmittel für alle?
Am Berliner Hauptbahnhof stellen wir meine Kotzszene vom letzten Besuch nach und tatsächlich, der Fleck scheint noch da zu sein….
Über Zugplatzreservierer habe ich mich schon genug aufgeregt. „Karin, welche sind unsere?“. Es muss das geilste sein ohne Not einen Platzrecht zu erkaufen. Auf die Frage, „ist das Ihrer“, „so sieht es aus!“ zu antworten. Dann fällt mir eigentlich nur fick Dich und noch eine gute Weiterfahrt ein. Die alten Mädchen, die sich Filmchen gegenseitigen zeigen auf laut gestellt versteht sich und über What’s App fachsimpeln um dann noch mal nach einem Magnum-Eis zu fragen, auch wenn sie schon wissen, dass die Kühlung defekt ist. Da hat sich jetzt während der Fahrt nichts geändert, weil der Elekrikerspiderman nicht auf den fahrenden Zug gesprungen ist und wenn er es wäre, wäre davon immer noch kein Eis an Bord. Was können wir tun, wird noch einer mit Bauchwagen zusteigen? „Ein Kollege mit einem Bauchwägelchen“. Kann das Bahnpersonal da was machen? Können wir nicht einen Extrahalt unterwegs machen und ich springe in Stendal kurz zum Kiosk und kaufe 2 Magnum? Man!! Mein Essen habe ich dabei.
17.07. Alptraum, wir sitzen an einer langen Tafel und empfangen die Mandanten, die Unvorteilhaften zu mir, die Schicksen, die sich scheiden lassen wollen kommen zu meinem gutaussehenden, aalglatten Kollegen (es war nicht Hilmar) und wir lachen uns tot. Nehmen jeden Fall an. Gegen Aufpreis kümmere ich mich um die Tiere, sage ich der einen Frau. Landschildkröte im Vogelkäfig im Schrank (vorübergehend), fällt erst da runter und dann noch mal die Treppe und läuft anschließend aus. Wasser kommt aus dem Panzer, wie aus einem Wasserhahn und sie stirbt, dann doch wieder lebendig und läuft in den Garten mit Hunden, die sie abschlecken. Sie ist das erste Mal draußen, dann staunt über alles, Erde, Sonne, lieber hier sterben als ewig behütet innen, rechtfertige ich die Sache und freue mich. Irgendwie stirbt sie doch oder läuft weg und wie es passiert ist, darüber lüge ich die Besitzerin an. Insektenplage in der Speisekammer, exotische Fliegen und Würmer, ganz eklig. Im Keller weniger, die genau aussehen wie meine aus Gummi und auch die Konsistenz haben, die spieße ich auf und schmeiße sie in einen Eimer, wo sie nicht raus können und entsorge sie dann. Das Problem ist gelöst aber oben ist ein Sumpf aus Schlamm und Dreck mit viel Wasser, wie ein Teich des Grauens. Dann andere Szene, die Wallrosse haben im Süßwasser überlebt und sind riesig geworden (quasi wie bei Helge Schneider, der eckige Hai, der ins Aquarium reingewachsen ist), sie leben im Garten in ganz kleinen, quadratischen Teichen, die mit Holz umrandet sind wie Kompostkuhlen. Sie tauchen auf um die Atmen und ich ekele mich, wenn ich an ihnen vorbei muss und sie dabei berühre oder in die Nähe komme, dann werde ich hysterisch. Hier bin ich so eine Art Kindermädchen.
Ziehe die Termine durch, Geld austeilen, Betreute bespaßen, arbeite durch bis zur letzten Minute. Steffi meldet sich vom ersten Apfelstrudel, Wohnung und alles schön. Meine Tante in der Reha ruf ich nicht mehr an, schaffe ich nicht. Eine Frist ist mir durch die Lappen gegangen, wie sich später herausstellt. Dann schnell nach Hause und ab zum Flughafen. Wien wir kommen. Altes Aschanti-Foto zur Erinnerung.






























































































































