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Küchenkalender Mai
Die Antenne und der Rest
27.04. Jobcenter mit Herrn ADS, Verpflichtungsscheine waren falsch statt Schlafcouch, Bettgestell und Matratze und Originale fehlen ganz und sind nicht beim Bewährungshelfer angekommen. Er muss die Post von dort quittieren. Heute ist die Sachbearbeiterin jung und engagiert. Ihr Lieblingswerkzeug ist der Highlighter, den sie in verschiedenen Farben zum Einsatz bringt. Ich arbeite erst mit Einlauf und dann mit viel Lob. Das wirkt immer. Gottseidank fahre ich mit der Bahn bei dem Nieselregen.
Das mit dem jordanischen Pass klappt nicht bzw. wird komplizierter. Donnerstag hat die lernbehinderte Betreute Umzug (der allerdings ohne mich über die Bühne geht) und ich habe Termin mit einer anderen Betreuten im Möbelhaus (nehme wieder Suki mit). Hat mit ihren Eltern zusammen Couch gekauft, die zu groß ist. Storno-Gebühren 30 %.
Richterin ist für die Einweisung der Frau, die das Antennenproblem hat. Sie würde die Medis nicht nehmen, wie sie ihr gegenüber eingeräumt hat. Die Betreute schreibt mir wieder viele emails und braucht Geld. Hat derzeit keine Monatsfahrkarte und ein Vorstellungsgespräch bei einer Tankstelle als Kassiererin.
„Hallo Frau …..,
die Sozialarbeiterin die Frau ….. vertritt , die würde das bestätigen , das die mit dem Rechner Antenne manipulieren. Stimmen sind echt. (Smiley)
nur kann Sie leider nichts machen. (Mundwinkel unten)
und ich habe mein Abo vergessen ab zuschliessen . Bekomme ich am Mittwoch Bargeld ?
Mag…..“
Ich schreibe BM als Therapie und Seelenhygiene und wenn ich es geschrieben habe, ist es schon vorbei, deswegen ist es voller Fehler und auch nicht genial geschrieben.
Stuttgarter haben nach Geschenk gefragt, machen Sommerfest mit Blick auf die Stadt. Das ist reizvoll. Mittag mit dem Kollegen. Er sagt ja zu Eagles of Death Metal. Paket für Claudia auf den Weg bringen. Bin etwas stolz auf den Inhalt.
Es muss schmerzhaft sein, wenn der Partner sich vor den eigenen Augen zugrunde richtet und das gibt es wohl häufiger als gedacht.
Die rosa Bäume, die symmetrisch gepflanzt sind am Küchengarten sehen aus wie Mädchensoldaten.
Ich habe mich verlegen und es tut am Rücken weh seitlich, dort wo Siegfried das Blatt drauf gefallen ist, d.h. auf der anderen Seiten, wo nicht das Herz ist, also rechts. Yoga heilt das, Mikael war’s in dem Fall. Stephan ist nicht zuhause und noch spät beim Sport. Ich esse ein Paket süß und salzig Nüsse, heimlich, weil er nicht kommt. War bei der Eigentümerversammlung. Ich hatte keinen Bock und habe geschwänzt. Ein Sofa steht im Garten, von mir allerdings unentdeckt.
28.04. Traum. Hausboot direkt an der Spitze von Manhattan und wir stehen im Atlantik. Habe ich das nicht großartig ausgesucht? Das Wasser schwappt über, die Frauen haben Angst vor den Wellen und für die Kinder gibt es zu wenig Beschäftigung. Also die anderen sehen es nicht ganz so optimistisch. Wir können eine Rund mit dem Boot drehen und kleine Inselgruppen gegenüber besuchen. Das sind auch andere mit Familie unterwegs. Hilmar ist dabei und steckt seinen Arm in einen Sandhaufen und tut so als sei da Geld drin. Die holländischen Kinder suchen nämlich welches in einem Sandhaufen, d.h. Münzen und eine Frau kommentiert das lustig auf Holländisch, aber so dass man es versteht und es englisch klingt. Es gibt Grasliegeflächen, die so groß sind wie Parkplätze (und an den Kinderteppich im Jobcenter gestern erinnern, den ich mit genauer angeschaut hatte). Drecka ist auch an Bord und ich will ihn gewinnen für eine Runde Spiele spielen, irgendwas mit schiefe Ebene und Kugeln, was man nur zu dritt spielen kann, aber ich setze aus und kann häkeln. Wir gehen schließlich mehr ins Städtische, in einen Stadtteil, der szenig ist aber vor dem gewarnt wird als gefährlich. Der ist so mittel interessant. Dann ist es mehr ländlich und Katzenbabies springen aus dem Fenster, vor allem ein ganz süßes, schwarz-.weißes, aber es ist ein ganz kleines Haus. Problem nur, dass es direkt an der Kreuzung steht. Die werden bald überfahren. Wie kann man es ihnen beibringen? Ich gehe los und auch hier sind Enten mit Nestern und Babies, in einem Karton und in einem Busch und sie füttern Haferflocken. Wir haben kein gescheites Futter. Soll ich davon welche mitnehmen für unsere? Ich steige durch den Mist und der Belag meiner spitzen Schuhe löst sich ab. Die Sohle auch und die sind nicht mal aus Leder. Die kann ich gleich wegschmeißen.
Ich habe jetzt zwei Umzüge am 30.04.und eine Wohnungsübergabe am 03.05. Zwei an einem Tag hatte ich noch nie.
Heinz Ehrhardt ist nicht hungrig und nicht satt. Zugstreik. Tote Hose. Die Richterin hat rheinisches Grundgesetz als schwarze Stofftasche an der Wand. Ich bin seine Anwältin und gut und erfolgreich, er bekommt alles, die Rente, die Zahnbehandlung….Verlängerung 5 Jahre. Die bleibt nicht so lange beim Amtsgericht sage ich vor beiden. Die hat promoviert und ist dann beim OLG, die hat Karriere vor, aber wir sind noch da. Rossini hat zu, ich fahre kurz vor mit dem Rad und finde ihn nicht mehr, er läuft ausversehen um den Block, weil er sofort vergisst, was ich ihm gesagt habe. Süß und so was war mal bei der Bundesbank. Kaffee ohne Madelaines und wir werden nach Zimmernummer gefragt, super klein und total überteuert. Er will das Grab seiner Eltern und des Bruders bepflanzen, Werkzeug hat er zuhause und die Blumen kauft er bei Toom. Der andere Bruder war mal Zahnarzt und lebt seit Jahren in der Männernotunterkunft.
In Neustadt gibt es keine Radwege und ich schimpfe mich durch den Verkehr. Der Storch landet gerade. Das sieht toll aus.
Schulbuch aus dem Bücherschrank, wo es noch menschliche Rassetypen gibt von 1972. Jung gutaussehende Version von Sabine steht neben dem Mandanten auf dem Parkplatz. Ich fahre mit dem Rad vor, halte sie erst für einen Typen. Sie ist die Tochter der Lebensgefährtin und begleitet ihn zum Termin, arbeitet in der Altenpflege. Hat Bild von seiner Kniezyste auf dem Handy.Der Mutter wurde das Bein abgenommen und das muss ausgeschählt werden und die Wunde von innen zuwachsen. Die ist süß und sympathisch.Manchmal sehen die Landmädels cooler aus als die aus Berlin. Ich bin kaputt nach fast 2 Stunden Verhandlung und dem Vergleich. Ich bin leider nicht so der Zahlenjongleur, aber wir machen das Beste daraus. Statt 344,- € Unterhalt 156,44 € aber viele Rückstände und große Raten von über 400,- € muss der Mandant ab nächsten Monat wuppen. Die Begleitung fragt, ob er Geld zurück bekommt. Schön wär’s. Zug hat Verspätung, ich springe rein und muss Fertigessen bei Denn’s besorgen. Ich habe so Hunger, dass ich nicht klar denken kann, wie pinkeln müssen im Traum und dann Schwimmbecken fahre ich am E-Damm an den Dönerbuden vorbei und mir fällt nur Denn’s ein. Fertigfalafel, Familienpackung, haltbar bis 2019 und Auberginenmayo dazu. Warum mache ich das und nicht vegetarischen Dürüm, denke ich nachher. Wollte Salat, aber der sah auch scheiße aus genau wie die Samosas. Danach geht es mir schlecht, schlechter Geschmack im Mund. Ich lasse es an Frau Antenne raus, die eine Stunde früher kommt. Ja, sie nimmt die Medis (angeblich mehr als sie soll nach einer Abfrage). Geht Morgen noch mal zu der Brillenschlange von Ärztin und hat nächste Woche einen Termin beim niedergelassenen Facharzt und lässt auch eine Blutprobe machen um den Spiegel festzustellen. Sie ist geschmeidig und ich habe den ganzen Tag keine mail bekommen. Dafür leiert sie mir 60,- € extra aus der Tasche. Tankstelle ohne Backstation hat sie sich beworben. Das mag sie nicht. Dafür hat sie kein Händchen und lässt die Brötchen anbrennen. Auch so, fürs backen ist man auch zuständig. Gut, dass ich mich entschieden habe keine neue Wolle, d.h. gebraucht, aber neu angeschafft für Sukis Körbchen zu besorgen. Da müssen nun wirklich die vorhandenen Wollreste ausreichen. Voll genug ist es hier allemal.
Der Grillplatz in Wien klappt nicht. Verärgere meine Mutter, Arbeitsmodus. Ich musste sie wegdrücken, weil Frau Yoga wissen wollte, ob ich ihre SMS bekommen habe vor einer Stunde, dass sie sich für eine Wohnung in der List interessiert. Dass ist die Betreute, die nur mit SMS arbeitet und wo ich hoffe, dass ich die bald los bin. Habe ich bekommen. Was soll ich dann? Mich überschlagen und Purzelbaum machen. Jobcenter wird nein sagen, weil sie sich verteuert. Meine Mutter beendet das Gespräch. Wir sind uns so ähnlich, später ruft Paps vermittelnd an. Nein, ich stehe nicht kurz vor der Scheidung. Familienfeier. Programm. Email kam gestern. Bin ich aus dem Verteiler geflogen?
Klage der Afrikanerin auf eigene Wohnung vor dem Verwaltungsgericht wird wohl Erfolg haben. Die Klagen der Querulantin aus der Nähe von Hameln nicht. Sie will nicht prozessieren, nur das alles gerecht ist. Mal schauen, wie sie mit dem Ergebnis zu Recht kommt.
Food Lovers wieder nicht da. Die sind uns ganz schön ans Herz gewachsen. Der Kollege hat sie heute vermisst. Wäre mal hingegangen als sie da waren. Da hatte er öfter andere vegane Pläne.
Überreiche der Mitturnerin die Stoffblume, eine diesmal wirklich hübsche Gerbera vor der Klasse. Nächstes Mal mache ich ihr gleich einen Antrag und knie nieder. Eine unvorteilhafte Türkin, ich suche den Platz neben ihr. Die findet mich bestimmt unappetitlich wie ich meine Körpersäfte in die Kleidung abwische. Ich finde mich aber nicht eklig. Habe zu wenig türkische Freunde. Kann sie vielleicht lecker kochen oder backen, denke ich ganz rassistisch/sexistisch. Mit der Synchronität bei der Choreo klappt es super zwischen uns. Festival Melt. Da spielen Alt-J und Bilderbuch? Aber Festival? Eine der rosa Kirschen aus der militärischen Reihe ist kahl, während die anderen übertrieben viele Blüten haben. Wohl tot?
Zuhause wartet ein großes Paket mit England Lebensmitteln, teuer in Deutschland bestellt. Das war da liegt sieht nicht aus als sei es das wert was es gekostet hat. Vor allem mein derzeit über alles geliebter Ingwer-Zitrus-Tee. Frau Antenne per mail stimmt zu, dass wir zusammen zum Facharzt gehen, allerdings erst am 20.05. Sie ist und bleibt geschmeidig, es bleibt spannend, ob wir ohne Einweisung auskommen. Am 08.05. ist Trauerfeier in Hamburg. Auf der Familienfeier wird es auskömmliche Getränke oder Essen geben sowie eine Frühstücksgruppe und wir sollen Fahrräder mitbringen ?? Häkeln bis Mitternacht. Fahrräder könnte man mal nach Hamburg mitnehmen im Metronom, dem gelb-blauen Doppeldecker, den ich heute früh Heinz Ehrhardt geschaut habe. Das wäre so praktisch und der Zug fährt auch nur 40 Minuten länger als der „Ice“.
29.04. Meine Eltern rufe ich an. Katalin wird heute 10 und mein Onkel mit dem brennenden Weihnachtsbaum hat sich berappelt und ist 85 geworden. Einer meiner Nachmittagstermine heißt wie einer der Verstorbenen. Ich bin irritiert. Stephen kann aufklären. Sprachnachricht um 23:45 Lohse, wenn ich ein Taxiunternehmen bin soll ich da und da hinkommen in 5 Minuten. Sie stehen unten. Rentner.
Muss erst mal schauen, ob das neon-Ding zum Basteln geeignet ist. Trete drauf, ist weich wie Kaugummi- oder Bonbonmasse.
Ganzen Vormittag telefonieren, aber viel erreicht. Jahrspraktikant hilft beim Aufräumen. Sie lehnt ab, da hilft ein Machtwort von mir. Hilfe die uns angeboten wird und gerade wertvolle Arbeitskraft, lehnen wir nicht ab. Das können wir uns nicht leisten. Sie trifft sich jetzt mit ihm und der Wohnbetreuung. Rege mich auf, dass Grundreinigung nicht bezahlt wird, aber der schlechterzogene Dackelmischling ist der Stadt Hannover eine Hundebudget von 50 € im Monat Wert. Zu viel Futter wird davon gekauft, der Hund will aber Führung und Ausgang (das sage ich nicht, lande ja langsam in der Klapse deswegen). Frau Couch hat auch 4 Jahre lang die Monatskarte gezahlt bekommen und das war sicherlich praktisch um auf der Lister Meile Kaffee trinken zu gehen, aber das hier ist wichtig. Die erstickt im Müll. Wie werden hier die Prioritäten gesetzt? Das kann nicht sein. Lernbetreute Leistungen abgelehnt, muss ich mich kümmern. Immerhin meldet sie sich und wir verstehen uns jetzt auch. Herr Ihme. Ich würde ihm helfen wenn ich bestätige, dass er Dioden im Knie hat, dass ich das weiß. Das merkt ihm jeder an der ihm gegenüber steht.
Frau Staubsauger kommt zu mir. 90% schwerbehindert, 9 Jahre älter als ich. Muss erst mal verschnaufen. Sie ist typisch für hier und steht für das was ich an Hannover mag. Sieht aus wie Frau die Gebrauchtwarenhaus hat. Wie sie redet gefällt mir. Habe sie länger nicht gesehen. Lesbische Frau, die verheiratet war und 8 Kinder oder so hat. Neue Frisur lobe ich. Zähne hat sie auch drin. Nach 3 Stunden lösen die sich unten, weil sie da keinen Kieferknochen mehr hat. Hat neben der Renten neuen Putzjob an Land gezogen, aber Arbeitsvertrag ist falsch. Steht drin nur eine Stunde am Tag (also 5 die Woche), sollte aber 1 Stunde 50 Minuten sein, sonst lohnt sich das nicht für sie. Fahrtzeit über eine halbe Stunde. Sie haben ein Objekt am Aegi und am Friedrichswall. Sie erklärt mir alles genau. Da hat sie die ganze Etage. Sie hat sich jetzt eine Monatskarte geholt. Das sei doch sehr zentral. Sie haben jetzt Baustelle bei real an der Davenstedter Straße und reißen da alles auf. Was das wieder soll will sie wissen. Mittwochs hat sie Saugtag und da sieht es aus, wenn die 4 Tage nicht gesaugt haben. Sie saugt ja nicht so gerne, aber halbfertig geht nicht. Macht zuende und dann ist es schon 9 Uhr. Wird sie abbummeln. Der Sohn sitzt im Rollstuhl. Der soll mal Stromgeld abgeben, dann sagt sie auch nichts, dass Tag und Nacht die Glotze läuft. Er arbeitet in der Werkstatt. Die neue Freundin kann sie nicht leiden, die hat sie neulich rausgeworfen. Die ist auch krank, gut, „nichts gegen Krankheit“. Der Sohn macht so viel Dreck in der Küche, wie ein Kleinkind. Von ihrer Lebensgefährtin ist die Mutter gestorben und sie kann nicht über den Tod reden. Sie soll erst mal Urlaub machen damit sie auf neue Gedanken kommt. Die Betreuerin hat einen für sie beantragt- Das hat ihr letztes Mal auch gefallen und sie hat ja die Arbeit. Dann bekommt die Freundin eine neue Leber. Sie ist voll gestresst. Sie hingegen hat eine Blasensenkung und kauft immer Einlagen und hat Angst vor der Darmspiegelung. Von dem Zeug war sie letztes Mal 4 Tage krank und konnte nichts essen. Es kam hinten und vorne raus.
Kollege bei der Therapie. Das will ich gar nicht sehen. Verlasse zur falschen Zeit das Zimmer und sehe sie, die ich nicht sehen wollte. Statt eine Stunde mehr als zwei. Der Psychologe kommt mit seinen ganzen 50 Minuten Terminen durcheinander.
Zettel mit „kurz zur Post“, die neuste Ausrede vom Schuster. Da habe ich gerade das Einschreiben nach Spanien abgegeben. Da war er nicht.
Spargel satt. Das erste Mal. Geil hat Stephan das gemacht.
Miteigentümer müllen ganz schön den Garten zu. Überall Sitzgelegenheiten, die keiner braucht oder nutzt. Ich werde fragen, bevor ich eine Bananenpflanze ins Büro stelle.
P-Monster meldet sich (wow), hat Morgen Termin mit der Pflege. Bei ihm wurde es bewilligt, was bei Frau Couch abgelehnt wurde. Aufzuräumen gibt es hier auch genug. Ich darf mit Suki in die Ausländerstelle Maschstraße. Dann haben wir 3 Außentermine Morgen. Gerd ruft an, endlich kann ich ihm sagen, dass ich die Kühlerfigur für seine Lampe hat, die er gerade für mich baut.
Urlaubsvertretung der Urlaubsvertretung. Himmelfahrt, Pfingsten. Wenn man an einem Freitag Post nicht guckt, weil man z.B. wieder in Berlin ist, da kräht doch kein Hahn danach. Manche sehen das ganz eng.
Der Beamtenmusiker zieht nach Hessen, Wohnung in Linden gekündigt, Gutshof mit Schulden übernommen, Schwiegermutter Messie, wie man es aus dem Fernsehen kennt, er beratungsresistent. Frau, auch dick macht gerade auf Kosten des Arbeitsamtes Busführerschein. Er hat Versetzung beantragt nach Fuldatal. Es gibt nichts in seiner Lohnklasse und er will höchstens eine runter gestuft werden. Er wird nicht mehr als Musiker arbeiten, sondern Poststelle machen, das ist Wahnsinn was die verdienen für lau. Das ist wirklich wie Postbeamte früher. Ich bin nicht traurig, wenn der weg zieht. Die Autos und Garagen, tausende verdient und mittellos, weil immer neue teurere Kreditverträge abgeschlossen und Versicherungen eingegangen werden und er weiß nicht wofür, neues Motorrad, alles teurer. Das ist eher eine Belastung für mich und nicht zu rechtfertigen.
Beim Yoga mache ich krasse Beine hinten den Kopf Übungen. Schulterstand (my favorite) Lotus, mit den Armen die Knie umarmen, Arme gerade oder dann nach unten ziehen und umarmen. Das sieht bestimmt krass aus, fühlt sich aber sehr entspannt an. Ich sehe aus, wie eine dicke westliche Frau, die sich verrenkt wie ein dünner indischer Mann.
30.04. Möbelhaus mit Suki, sehr netter Verkäufer, doch kein Poco, mehr Familienbetrieb. Er hat nicht nur Verständnis für meine, die sind sich sympathisch. Meine hat Plan dabei und Zeichnung, die Beratung ist super. Hier könnte ich auch eines fertigen lassen, wenn das 60er Jahre Sofa meiner Oma endgültig den Geist aufgibt. Suki und der Deko-Mops und ein echt fieser Kissen….
Kaffee gegenüber, treffe die Lebensgefährtin von Frau Staubsauger mit ihrer Betreuerin, das Frühstück ist beliebt. Sie hält Suki, ich hole Kaffee. Wir besprechen über einen Wechsel beim abW. Der Typ kann nicht damit umgehen, wenn sie weint und Krisen hat, sie soll dann Unterschriften leisten und flexibler sein und er stellt seine Themen immer in den Vordergrund, trifft einen Freund bei Ikea und kauft eigene Sachen und ist dann verschwunden und sie muss ihn suchen, dann macht er ihr Vorwürfe und sie geht in die Defensive. Das erinnert mich an Herrn Rollporsche und das geht so nicht. Vielleicht können die Männer das nicht. Will ihr die Perserin vorschlagen, es wäre unser fünfter oder sechster gemeinsamer Fall. Ich soll die Gesundheitssorge übernehmen. Da sie immer wieder Suizid versucht, ist das nicht ganz ohne und ich reiße mich da bestimmt nicht drum, aber ich habe die Nerven dazu und denke, es wäre eine Entlastung für sie, wenn es so wäre, dass jemand dem Ganzen mal gewachsen ist. Wir warten auf den Verkäufer um das Geschäft abzuschließen. Ich werde unruhig und muss langsam ins Büro. Herr Wetter kommt. Leider hat das mit dem ehrenamtlichen Job bei der Stadt Hannover nicht geklappt. Er hatte es gesagt, dass er eine Strafe bekommen hat, sie haben ihm schon seinen Ausweis gegeben und er hatte erste Termine, aber die Frau kannte sich aber nicht aus. Mit Eintragungen im Führungszeugnis klappt das nicht und seine Bewährungsstrafe wegen Internetbetrug bleibt 15 Jahre lang eingetragen. Oh Weia, das ist doch wie Mord. Lebenslang. Ich versuche ihn aufzubauen. Daneben Fax, dass mein Betreuter aus der einen Einrichtung ausgezogen ist an eine unbekannte Adresse. Das war doch nur ein Wechsel. Kennen die die Adresse ihres anderen Hauses nicht? Telefonate statt Termin Ausländerstelle. Das mit der Abholung hat nicht geklappt. Heimleiter holt aus dem Krankenhaus ab. Sicherer geht doch nicht (wie Geldtransport denke ich mir in meiner naiven Art), ich habe keine Gedanken daran verschwendet. Er kam gestern aus dem Tagesurlaub nicht zurück, war angeblich mit mir unterwegs und der Heimleiter hat noch mit ihm telefoniert und eine halbe Stunde gewartet und ist dann unverrichteter Dinge wieder gefahren. Ist geplatzt, er ist dann später alkoholisiert aufgetaucht und die wollen ihn auf die Straße setzen, er hat Pfleger angegriffen oder bedroht. Warum ein Tag vorher Ausgang? Wollten die dass es scheitert? Telefonate mit Oberarzt, Unterbringungsbeschluss. Herr Ihme ist gestern auch aus Wunstorf abgehauen, aber nach der Haldolspritze, die aber erst in 7 Tagen wirkt. Fahndung muss nicht sein. Mein Gott, was machen die in diesem Krankenhaus? Wir fahren zu Herrn Ratte und ich übe im Korb fahren. Der Hund kapiert es auf Anhieb, manchmal ist es zu stressig für uns beide mit Verkehr und ich will nur zum Termin und Suki hechelt und wird nicht jünger. Bei meinem Betreuten ist Beziehungsstress angesagt, wechselseitiger Hass und Abhängigkeit. Die Frau sieht aus wie eine Hexe, dunkle lange Haare, eine prägnante Nase, ein roter Fleck im Gesicht und ist doppelt so groß wie er, nennt ihn Mausi, aber hasserfüllt. Er nervt auch kräftig und will ihr vorschreiben, dass sie sich um ihn kümmern soll statt arbeiten zu gehen. Hier kann man die Schattenseiten einer Beziehung studieren. Ich vereinbare nächsten Mittwoch eine Außentermin bei Zart, Infogespräch, ist Voraussetzung für die Aufnahme, Leider bin ich nächsten Mittwoch den ganzen Tag unterwegs, lässt sich nicht immer auf Donnerstag legen. Er füttert Suki mit Leckerli, Suki schnappt grob. An diesen Tagen brauche ich kein Futter für den Hund. Zu meinem Betreuten, der heute umziehen wollte, er zeigt mir leere Kartons.
Gottseidank war die eine Frist keine Klage, sondern nur ein Widerspruch und den hatte ich schon eingelegt. Während Suki den ganzen Tag nicht gekläfft hat. Einmal kurz gewufft als Alfons rein geht, der keine Manieren hat und Suki liegt brav auf seinem Platz. Stephan klopft an, kein bellen. Alles super, kaum bringe ich ihn zurück, kläfft er in seinem Zuhause das ganze Treppenhaus zusammen als eine Nachbarin die Treppe herunter kommt. Das ist Erziehung oder Negativerziehung und offenbar seine Aufgabe hier. Ich bin froh, dass er es bei mir kapiert hat und lässt, weil es macht mich Aggro.
Nichts gegessen, alte Spargelbrühe und Gemüsesticks mit Kräuterquark vorbereiten. Chico und Barbara kommen und wir trinken alte Weißweine, sie rauchen viel und husten sich die Lunge aus dem Leib, er vor allem. Wir essen große Mengen Käse, Stephan schneidet für alle auf und dann ich auch noch viel Schokolade. Ich spiele schlecht und unkonzentriert und einfach auch nicht gut. Bin auch Letzte. Wir unterhalten uns über die Rollen innerhalb der Familie, die die Beziehungen prägen und auch konstant bleiben. Er will mehr reden, sie ist verschlossen und denkt, dass uns das alles nichts angeht, was mit der Tochter ist, die wir nicht kennen. Ich finde es interessant, weil sie offenbar beide enge Bindungen zu ihren Eltern haben und hatten, eine eigene Tochter und schon lange ein Paar sind. Weihnachten bietet auch hier Konflikte. Man kann so schön offen reden. Das gefällt mir. Er sagt, dass ihre Familie konfliktscheu sei, er spricht es an, wenn ihm was nicht passt und sagt seine Meinung. Sie bleiben bis 3 Uhr. Der Hund ist wahnsinnig phlegmatisch und tump. Manche mögen es, wenn sie kaum raus müssen, aber ich finde es echt abstoßend, wie ungeschickt dieser Hund ist. Er rutscht aus auf dem Holzboden aus (!) und es ist ein hörbares Rums zu vernehmen, wenn er sich hinlegt. Krass übergewichtig und bewegungsbehindert. Das wäre nicht meines. Ein sehr netter Abend. Ich habe die beiden richtig lieb gewonnen. Sie fahren am 07. für 3 Wochen oder so nach Elba.
01.05. Der neue Tramplatz. Was auch für eine linke Gesinnung spricht ist, dass die Männer viel viel besser ausschauen, vor allem die ab 40. Ich finde ja auch die Stimme wichtig. Fistelstimme = Erotikkiller. Da sind mir mal Augen und Händen und andere Attribute egal, aber wenn die Stimme scheiße ich, dann kommt das für mich in erotischer Hinsicht nicht in Frage, irgendwie sitzt da mehr die Persönlichkeit als in Körperteilen wie Augen oder Händen, zumindest für mich. Ich habe meinen Jaguar aus dem Keller holen lassen und fahre mit dem geilen Adlerfahrrad, meinem Sonntagswagen und entdecke die Gangschaltung. Noch bequemer, nicht mehr so schwergängig beim Anfahren. Das Teil ist einfach geil. Fährt sich einfach geil und sieht geil aus und ich bin stolz wie ein Autofahrerangeber. Grillfleisch. Die Stände sind gleich geblieben, man muss sie nur finden. 4 x Souflaki. Die kleinen Spieße kosten 2,50 €. Dann 3 türkische Spieße, Dürum mit Grillfleisch und Salat. Weniger Salat und keine Gurke. „Lass Dir eine Stempelkarte geben“. Ich weiß wie ich die Jugendlichen, die den Verkauf machen, zum Lachen bringen kann. Endlich Cay. Karin und Georg und Stella, der alte Hund, erkennt uns am Geruch und freut sich total, reibt sich an uns. Feininger könnte auch noch leben und wäre jetzt alt. Was es hier alles gibt an Ständen, Fairkaufhaus, üstra, was hat der ADAC hier zu suchen? Die Musik besteht aus drei Reggae-Takten. Kommt schon endlich zu „Legalize Marihuana“, dieses Vorgeplänkel mit anderen Texten ist unerträglich.
Micha an der Warenannahme. Erst mal Kaffee trinken. Menagerie, der ruhige Hund, eine Mischung aus Schäfer, Bernersennen und Collie mit der freundlichen Besitzerin, bunt mit Dreads. Der ist mir sehr ruhig der Hund, etwas hysterischer bzw. interessierter wäre mir lieber. Die Jugendfreundin meines Kollegen ist auch noch in Linden unterwegs, viele Probleme, dreht sich um, böser Blick, Tigerstiefel, nasse Haare, zwei Typen und einen großen Hund ohne Leine im Schlepptau, eine Planentasche mit Kindergesichtaufdruck. Ganz die Alte. Verrückt sein hält jung und schlank. Er hatte ein kleines Kirschkuchenstück soll Stephan an der Kasse sagen. Ist das eine Diskriminierung? Frau, die ich von Movenyo kenne oder keine Ahnung eigentlich. Faust, wir treffen sie und ihr Freundin noch mal. Beim dritten Mal gibt es einen Schnaps. Sie kommt aus dem Rheinland und nicht von hier. Ich denke an die Szene als der Vater, der offenbar nur sonntags den Nachwuchs beaufsichtigt hier mal beim Kind auf dem Schoss halten und Zeitung blättern das Kind fallen ließ, so dass es mit dem Kopf auf den Asphalt knallte und anfing zu schreien. Männer können so was nicht, d.h. zwei Sachen auf einmal machen. Kleinkind balancieren und Zeitung. Wir sehen Oli, unseren ehemaligen Nachbarn, der mittlerweile spitze aussieht, vorne eine weiße Haarsträhne und sonst lang schwarze Mähne. Cocktails, lecker selbstgemacht an einem Fahrradstand, Musik gefällt mir auch (mehr gitarrig, die brauchen aber auch alle bessere Sänger, obwohl der eine süß ist, aber wenn er anfängt zu schreien und die Stimme zu pressen, statt zu singen, ist das auch kein Genuss) und die vielen unterschiedlichen Menschen. Cool ist die Stimmung, zumindest meine als ganz andere Musik durch die Lautsprecher läuft, eher so old school und melodisch. Vielleicht sollte sie hier mal Oper spielen. Das wäre auch interessant. Frau Steuermitarbeiterin ist auch da. Es wird heute mehr geglotzt heute, also ich werde mehr angeglotzt, müssen welches aus Springe sein. Die Kinderbespaßung wäre auch was für mich. Durchsichtige Plastikviren auf dem Wasser und daneben die Beinschlingen an Elastikbändern, Riesenschaukel, aber nur für Kinder und/oder Schlange zu lang. Treffe einen Wohnbetreuer von früher, der mich mit Frau A. anspricht und siezt, hat Kleinkind auf dem Arm und erst mal Elternzeit gemacht. Tine treffen, ja, ihr Tochter heißt Janis. Sie weiß die Adresse in Berlin nicht. Das ist ja auch deprimierend, wozu dann Kinder? Bini und Andreas werden in 2 Monaten Großeltern. Tochter will vielleicht in die USA ziehen, sie will an Schule aus Hannover wechseln. Dann die Yogalehrerin mit ihrem Freund. Ich labere sie voll, nach dem Unterricht bin ich immer zu verstrahlt. Was ist nicht sage, aber immer häufiger denke ich, dass mein Rücken nicht nur total beweglich ist, sondern sie haben dort fast alle Nervenstränge bei mir verlegt. Das was sonst auf der Vorderseite und überall verteilt ist, ist bei mir hier in einem dicken Kabelstrang zusammen gefasst. Patrick wollten wir treffen, der woanders geparkt hatte, er kommt nicht mehr. Pizza auf der Limmer. Ich mag den Laden und es ist herrlich innen zu sitzen und das Treiben mitzubekommen. Der Rotwein zur Pizza schmeckt mir. Nächstes Mal heiße ich auch Tony, ist irgendwie cooler als Ute, Carsten oder so was und keinen zwingt einen den echten Vornamen zu nennen. Zu viel Stephans, als ich meinen an der Kasse ruft dreht sich der neben ihm auch um und ich hatte doch gerade mitbekommen, dass dieser Pizzabesteller auch Stephan heißt. Das Paar neben uns, sie mag eher seine Pizza und er reagiert nicht. Er muss sie daran erinnern, dass sie nächstes Mal seine bestellt und will er noch ein Stück von ihrer? Das waren so die Themen, aber er stumpf. Das gibt keinen Sex heute. Was gibt keinen Sex, unser Trockenbauer mit Kinderanhänger ist neben uns. Ich sage dem jungen Mann mit Schnuller, dass das echt gemütlich ausschaut, er hat Angst vor Katzen sagt er durch den Schnuller, ich gestehe, dass es mir auch so geht und ob ich da nicht auch noch rein passen würde. Nein, ich sei zu schwer.
Neue Aufkleber kommen gleich an den Briefkasten und den Masten vor der Tür. Was für ein toller 1. Mai.
Baden mit Salzzusatz Anika oder so was für die Muskeln und Gelenke. Haare waschen – nein. Bett neu beziehen. Könnte um 8 ins Bett. Werde ich bis 9 durchhalten? Claudia hat doch nicht angerufen. Frau Antenne bombardiert mich nicht mehr und schreibt statt dessen, dass sie von den Tabletten Muskelzittern bekommt. Sie scheint sie zu nehmen, ich bin froh und schreibe ihr, dass es eine Nebenwirkung sei (das hatte die Ärztin gesagt) und wir mit der Ärztin darüber reden müssen. Da gibt es was dagegen. Sie hatten sich 60,- € extra auszahlen lassen, weil sie keine Monatskarte bekommen habe, weil sie versäumt hatte das Abo zu verlängern und Stephan meinte, warum nicht einfach Abo verlängern und sie wieder das ginge nur bis zum zehnten und Stephan wiederum das laufe ganz normal, die hätten abgebucht. Sie schreibt mir jetzt, dass es so sei und sie nächstes Mal wohl nur 10,- € bekommen würde. So vernünftig! Ich bin stolz. Ich wäre so was von froh, wenn wir hier die Kuh vom Eis bekämen und danach sieht es gerade aus. Dienstag ist Hilfeplanung und dann geht Frau Perserin leider in den Urlaub, aber die zusätzliche Unterstützung ist greifbar nahe. Vor lauter Häkeln verpasse ich den Absprung und kann dann um 23:30 Uhr als ich ins Bett gehe nicht einschlafen.
02.05. Traum. Gemeinschaftsurlaub mit Kathrin, Anke und Sunla und anderen. Ziehe zu Fuß los und treffe Sunla in einem dicken, weißen SUV, steige ein auf den Beifahrersitz. Mit zu ihr. Im Eisfach steht der neue Gin Tonic, der rosa ist in einem Glas. Nicht so süß, mehr fruchtig und ganz viel Mineralwasser drin. Ich probiere. Köstlich. Sunla hat nur einen Schluck genommen und den Rest in Gefrierfach, weil sie noch fahren wollte. Die hat Bücher über Blumen häkeln so groß wie Pixi-Bücher. Kann ich da eines mitnehmen? Wird nur ein Blumentyp gezeigt, wie Sonnenblume. Sie häkelt immer das erst Drittel und bekommt damit so abstrakte Rosetten, die sie gebrauchen kann. Hat ausgeschnittene Papiermodelle des menschlichen Körpers an die Wand gepinnt. Das eine zeigt die Bänder und wie die verkreuzt den Unterleib festhalten. Das Band für den Unterleib ist am Knie festgemacht. Interessant. Dann gibt es noch die anderen Körpersysteme wie Nerven und Muskeln, alles dünn ausgeschnitten. Die soll man dann übereinander bauen. Dann sieht man doch ganz nichts mehr. Wir gehen zusammen essen. Der Laden ist angesagt und wir haben den letzten Tisch. Lichtdurchfluteter Nebenraum mit Glasdecke. Ist etwas kitschig hier mit Pflanzen und opulenten gemusterten Tapeten, so wie ein Dschungelwintergarten, vor allem der Hauptraum. Wo ist Kathrin frage ich Anke. Die habe ich seit Tag 2 nicht gesehen. Die ist beleidigt oder was. Sie war mit Anke und Claudia los gezogen und seitdem hat sie keiner von uns mehr gesehen. Stimmt alles mit ihr. Ist was mit ihrem Arbeitsplatz und warum ist sie überhaupt mitgekommen auf die Reise. Sie wollte ihre Schweizer Skigruppe treffen, also Freunde und die haben sie hängen lassen.
Nach dem wach werden, die Sonne scheint. Schädelspalter mit Hannovers Kaufhäusern. Das Kaufhaus König mit den Fächern auf der Lister Meile kenne ich nicht, das mit den meisten Fotos. Ich bin erschüttert und dachte, ich bin in der Szene drin. Gestern auf dem 1. Mai habe ich noch mit der Frau vom Fairkaufhaus gesprochen um zu rechtfertigen, dass ich eine Pfefferminzdose mitnehme, die ich für Pillen benutze. Gefragt nach Ehrenamtlichen, was sie da suchen wegen der Betreuten. Die hat mir auch nichts gesagt und auch sonst rede ich da viel drüber. Gibt’s doch gar nicht. Was ist da schief gelaufen? Stephan braucht echt eine neue Schlafbrille, zieht sie schon doppelt übereinander. Er schlägt vor, dass wir gleich hin gehen. Ich schlage vor zu seinen Eltern, ist man mit Fahrrädern unterwegs, schöner Radausflug, braucht sich nicht ums Essen zu kümmern und ich kann die Socken zu Ende stricken, die halbfertig im Wintergarten liegen.
Stephan will zum Sport, wir fahren Kaffee trinken. Mein Netz verdreht sich um das Rad und muss mühsam abgefriemelt werden. Schließlich schauen wir uns meinen alten Arbeitsplatz an (Kaufrausch Lister Meile, Hinterhof). 20 Jahre oder so war ich hier nicht mehr. Die Katzengewürzdosen sprechen mich an, aber ich werde nicht so richtig fündig (auch gut). Werkzeug, Sammelteller, erotisches Daumenkino mit einem Handwerker. Stephan hat gedacht, dass mehr passiert, ich auch. Es ist keine Alternative zum Fairkaufhaus. Das Regalsystem ist hässlich. Da hätte ich mir ein Vernünftiges einbauen lassen, was nicht ausschaut wie Erwachsenenduplo (schwarze Plastikregale zum Stecken, die total scheiße ausschauen), schließlich soll das vermietet werden. Die Katzenurne ist eine von vielen dort angebotenen Gewürzgefäßen, innen mit Plastikstreuer. Hammer unpraktisch, aber irgendwie cool, wenn man sonst nichts hätte an Deko.
Zuhause arbeite ich weiter an meinen diversen Häkelprojekten und packe für Straßburg vor. Ich denke an Norman und verstärkt über den Tod nach, z.B. meinen eigenen, wie wird es sein und wann. Mein Paket bei Heike ist nicht angekommen. Meine Eltern wollen nächstes Jahr ihren 50. Hochzeitstag mit der Familie feiern auf einer warmen Insel. Das ist am 01.10. Wir sollen uns was einfallen lassen. Stephan schreibt mir, Kalifornien sei doch keine Insel. Schlussendlich bestimmt mein Bruder bzw. Doro was geht und was nicht, wozu sich also Gedanken machen. Meine Wohnungsübergabe Morgen sage ich ab, der Termin wurde nicht bestätigt. Abends gibt es Reste (der Spargel wartet im Kühlschrank), ich backe eine Linzer Torte und wir schauen und Straßenbilder aus Neapel an. Café Mexiko sage ich nur. Das wird cool. Mein Hundekörbchen für Suki ist auch irgendwann fertig.
03.05. Zu früh wach, aber schlafen geht auch nicht mehr. Traum: Frau Staubsauger hat einen Job in einer U-Bahnhaltestelle der üstra und verkauft an einem Kiosk im Treppenhaus zwischen zwei Rolltreppen. Sie richten den gerade an und wischen und befüllen den Kühlschrank mit kleinen Getränkeflaschen. Sortiment überschaubar mit Zeitungen und Kekse und Getränke im Kühlschrank mit durchsichtiger Tür und Blumensträuße, wie Kiosk im Krankenhaus eigentlich. Ich habe einen Hundewelpen, den ich erziehe für jemanden. Er muss sich überall anfassen lassen. Wir üben laufen lassen und zurück kommen, wenn er gerufen wird. Schreibe Claudia und hoffe, dass mein Päckchenpech nicht auch hier zugeschlagen hat. Heute Krankenhausbesuch oder was? Flohmarkt nur bei Ikea. Zu weit. Dieser Lindengeburtstag muss auch nicht sein. Das war für mich Faust, 1. Mai. Da feiert sich Linden.
So, mein Päckchen für Claudia –abgeschickt am 27.04. – ist nicht angekommen, sondern nur russische Schale, Schokolade, Düngerstäbchen und Baby-Rassel. Ich finde es voll doof. Sie macht wieder eine Yoga-Challenge. Gut, sie war immer die sportlichere von uns beiden. Den Inhalt habe ich dokumentiert.
Suche alte Jugendfotos raus wegen Trauerfeier Norman. Krass Baby-Speck hatte ich mit 25 noch. Manfred ist nicht mehr im Siloah. Stephan fährt mit seinen Eltern nach Hildesheim, den restaurierten Dom besichtigen. Dazu kann ich mich nicht aufraffen. Statt Kalifornien gibt es die Kanaren. Sage ja, dass mein Bruder hier die Ansagen macht. Krass langweilig. Wasserbüffel sind süß und wohl auch sensibel, obwohl sie ganz anders aussehen, so schwarz mit strähnigem Fell und unfreundlichem Gesicht und Hörnern, auch bei den Weibchen. Sie lieben Rote Beete, die extra für sie angepflanzt wird, aber wenn eine Radlergruppe vom Tag der Landwirtschaft kommt und sie anschauen will, hauen sie ab und auch die Mutigste der Gruppe lässt sich nicht mit Roter Beete anlocken. Lieber warten bis die abgehauen sind. Ein Jungbulle hat sich in einem Seil verfangen, was um sein Bein gewickelt ist und dann um den Kopf. Der junge Landwirt, der Öko-Landwirtschaft studiert und seine Freundin, die sagt, er habe das schönste Lächeln der Welt, sie studiert was ganz anderes und hilft ihm an den Wochenenden und wird auch bei ihm bleiben und nicht in die Stadt ziehen (ein Traumpaar) muss ihn jagen um ihm auf den Boden zu legen und das Seil abzuschneiden. Der Jungbulle ist so erschöpft von der Aktion, dass er gar nicht mehr aufstehen will und zur Herde zurück und richtig zum Aufstehen körperlich animiert werden muss wie nach einer Narkose. Und sie stehen total auf Regen und legen sich in die Pfützen auf den Feldern. Das gibt es also auch unten den Säugetieren, sonst wollen alle raus auf dem Regen.
Mein Hütchen für Neapel ist krass geworden. Bin sehr zufrieden damit. Weniger mitnehmen und dafür Hammer. Das soll mein Urlaubsmotto sein. Ich hoffe, sie geben mir damit richtig krass Kaffee aus. Hey, da gibt es ganz viele Inseln auf diesen Kanaren. Warum kommt Stephan nicht wieder? Er hat mir Spargel satt versprochen und ich esse getoastetes Brot mit dick Butter und Schwarzwälder. Spargel gibt es dann doch noch und für 3, weil Micha nicht gekommen ist. Das gibt Suppe mit ganz viel Einlage. Hildesheim mag ich nicht, hatte ich Prüfung im ersten Staatsexamen. Wir sollen in einem Billighotel übernachtet haben, muss ich verdrängt haben. Zu Tisch in Schottland. Man haben die süße Highlandrinder und Ponies und landschaftlich ein Traum, aber das Wetter echt scheiße und ohne Auto kann man auch nichts werden. Dafür gibt es Jakobsmuscheln in rauhen Mengen. Die essen sie pfannenweise ohne Beilagen, nur Haferkekse gibt es dazu. Ich liebe meinen blauen durchgetragenen Filzhut aus Dittmars Kaufhaus.
BM-Outfit 24.04.
BM-Outfit 23.04.
BM-Outfit 21.04.
Business as usual
20.04. Traum am letzten Morgen in Berlin. Sabine hat ganz langes, dichtes Haare. Ich hatte – in echt – die Haare von Larissa angefasst und gesagt, sie seien dicht wie bei einem Pferd.
Hier ist es sauber wie in Zürich. Wir mögen Schmutz, aber die übertreiben es so, dass einem die Lust vergeht.
Post machen, auf Bußgeld wegen Verletzung der Ausweispflicht wird verzichtet, Konto wieder frei und Pfändung der Stadt Hannover ruht, Zulassungsstelle hat auch auf die Forderung verzichtet und ein paar andere gute Nachrichten warten auf mich. Kurzer Arbeitstag. 2 Stunden Anrufe und Post, dann Sport, aber nur ein Kurs, lieber Kino.
So eine Art Zivilbullen halten Radfahrer an, die gegen den Verkehr fahren. Das regt mich auf, haben die nichts Besseres zu tun, Herrgott noch mal. Ich warne Radfahrer, die uns entgegen kommen. Pizza auf Limmer endlich testen, Vorname wird gerufen. Pizza-Slut mit dem Emblem der Kette mit Käse gefüllter Kruste. Außen ist es zu windig. Wir gehen rein und verdrücken 3 Pizzen und ein Tiramisu. Weniger Hipster als in der Hauptstadt, auch wenn sie Englisch sprechen am Nachbartisch. Ich bin verknallt in Barbara und freue mich richtig sie zu sehen. Wir verabreden uns spontan für Morgen bei Beckmanns. Popcorn aus England, aber schlechtester Werbefilm der australischen Regierung. Ich weiß, warum die nach Addams Family keiner mehr engagiert hat. Wir hätten auch raus gehen sollen. Echte Zeitverschwendung, wie Gangsters Paradise in noch viel abgegriffener und der Slum als dekorierte Kulisse. Was war daran lesbisch? Nur sehr dezent am Rande. Auch die Gangster haben Regeln. Ein Kind als Zeuge und man ist draußen. Sonst Leute umbringen, kein Problem. Die Tür vorne zur Straße ist zu. Das hatte ich noch nie beim Apollo.
Heike hat einen cooleren Blog entdeckt. Die machen auch Korallen für den Kopf.
Meine Englanddosen von Fortnum and Mason im Bad. So fängt jede Sammlung an.
21.04. Manchmal lasse ich auch nach mit den Naturbeobachtungen. Der Pflaumenbaum vor unserem Schlafzimmerfenster steht in voller Blüte und ich hab’s irgendwie nicht gemerkt. Die Kastanien sind auch schon fast fertig.
Ich bin wieder verliebt in Hannover. Tollstes Second Hand Kaufhaus. Badehose wie aus den 70er, braun-orange mit graphischem Muster, original verpackt mit Reißverschluss und Fach für den Spintschlüssel oder Kleingeld für Pommes. Was zum Heike schicken.
Betreten ausdrücklich erwünscht, Blüten und Schirminstallation vor dem Bahnhof.
Food Lovers sind nicht da. Wir gehen Kaffee trinken auf dem Markt. Der Stuttgartvoodoo ist gebrochen, d.h. es waren keine Sachen mehr ausgelegt im Fairkaufhaus und ein senffarbenes Wollkleid von Bleyle mit dünnem Ledergürtel, hammerschön, Größe 38 wollte ich nicht auf Verdacht kaufen für eine Frau aus Stuttgart, die ich kaum kenne. Diese Anzeige bringt mich zum Lachen.
Bei der Spielsüchtigen, die sagt Gruppentherapie ist scheiße muss ich an meinen neuen Suchtberater, Sport- und Miniplifreund denken und erzähle ihr davon. Sie ist einverstanden, wenn ich ihn frage. Ihr geht es um das Thema sich willkommen fühlen bei Therapie und in Kliniken und das sei heute nicht mehr der Fall, aber in den 60ern so gewesen.
Warum meine Eltern cool sind und ich so Glück hatte? Haben mich wie Eltern behandelt und waren trotzdem Freaks, aber eben welche mit Führungsqualitäten und eigenem Leben, quasi Vorbild.
Frau Jogginghose fragt nach Hund, was ist das denn für einer und wie groß und ein Mädchen oder Junge (so was kann ich ja gar nicht leiden) und ist er kastriert. Zur Not binde ich den Köter im Treppenhaus an. Können wir dann eine Runde raus gehen mit den Hunden? Natürlich können wir das, aber ich will zumindest pro forma nicht die Hundebegegnung in den Vordergrund stellen.
Beckmanns, der dicke Bernersennenhund passt nicht zu mir, er will auch nicht mit mir mit und wartet sehnsüchtig am Fenster auf Herrchen. So behäbig wie der neben mir geht, wie ein dickes Schiff und immer wenn ich ihn anfasse, muss ich mir die Hände waschen. Bei Homöopathie und Gebärmutter raus hilft der Tierversuch. Hier kann man die Auswirkungen auf ein Säugetier testen ohne den Psychoeffekt. Unsere Freunde machen mir klar, wie assig ich in Sachen Mitarbeiterführung bin und das es so nicht geht und mein Auge auch total entzündet ist und mit einem Goldring behandelt werden muss. Der Kollege will angeblich noch mal mit mir sprechen und die Postkarte aus London, die an meiner Tür hängt, soll unfreundlich wirken. Ich fand sie lustig…..
Zuhause ziehe ich mich aus und Stephan macht ein entsetztes Gesicht. Zu Recht, die beiden Lilaholzperlen, die ich verloren habe kleben an meiner Brust und sehen aus wie ein Blutschwamm, der über Nacht gewachsen ist oder eine lila Zecke. Eine der kleinen Perlen war noch auf der Toilette herausgepurzelt aus der Strumpfhose und ich habe mich gefragt, wo die Großen sind. Komisch, dass zwei fehlen, weil ich echt gründlich gesucht und mich abgetastet habe. Die Kette hatte ich in einer kurzen Pause vor dem Sport zuhause schon wieder geschlossen (Berliner Kekse statt teures Eis nach der Post). Wer hätte mit so was gerechnet und ich habe Sport damit gemacht und auf dem Bauch gelegen und Umkleide usw. Ist nicht aufgefallen. Jetzt Kette noch mal aufschneiden. Nutzt ja nichts.
22.04. Auf der Fahrt nach Ronnenberg merke ich, dass mein Gedächtnis leer ist wie ich in die Straße komme. Vielleicht schließt sich die Lücke noch. Hand leer, zwei Personen, die ich frage, denen sagt die Straße nichts, dann treffe ich eine Betreute, die hilft mir. Gut, dass ich überall meine Spitzel habe.
Schwuler Gutachter, gut. Er bekommt alles, langes Gespräch. Bringe gleich Pflegedienst an den Start Meine Taktik erst mal ein halbes Jahr schmoren lassen und jetzt der Arschtritt und die Fahrräder werden von meinem anderen abgeholt, sonst lasse ich anderen Betreuer bestellen. Will ich jetzt nach Scheeßel, weil mich das Plakat mit dem grünen Wildschwein anspricht? Suki an Haltestelle. Bloß nicht irritieren, der soll sein Ding machen und ich muss wegschauen und schnell ins Haus.
Elisabeth denkt, dass sie die Stimme ihrer Schwester hört als ich mit einer Wohnbetreuung telefoniere. Hat sie jetzt einen Knall? Ich kenne ihre Schwester gar nicht. Ambulante Wohnbetreuung will sie nie wieder sehen, die Zusammenarbeit zu sofort und für alle Zeiten kündigen, sie ist 35 und kein Kind und hat kein Vertrauen, sollte was unterschreiben, was ich zwischenzeitlich unterschrieben habe (war ich zu vorschnell als ich sagte, die wechselt alle 2 Minuten ihre Meinung und das kann man nicht ernst nehmen?). Nein, war ich nicht, 2 Minuten später können wir die Frau mit dem englischen Namen anrufen und sie verabredet sich für Freitag an der Osho-Disko. Ich soll mal mitkommen in die Stadt. Können wir Cola trinken auf den Stufen vor Pizza-Hut. Das klingt verlockend. Will Morgen zum Augenarzt und was zum Aufbau in der Apotheke kaufen und gegen Stoffwechsel, jeweils für 20 €. Muss das sein, irgendwelche Nahrungsergänzungsmittel. Sie kann das Geld auch für was anderes ausgehen schön shoppen bei Rossmann. Brustwarzencreme. Die hält aber lange, die Tube bei der kleinen Fläche. Die pflegt und schützt und hellt auf. Auch Schamlippen innen und außen, bei Schwarzen sind die dunkel, bei ihr auch etwas da wo der Knick ist und alle wollen rosa wegen Deutsch und Schwein. Das ist Werbung, warne ich sie. Ja, aber sie glaubt daran und wenn man nicht daran glaubt, wirkt es auch nicht. Wird Zeit für eine weitere Runde Goldring auf Auge. Entweder man investiert in die Wohnung oder in die Frau sein Geld. Das ist ihre Theorie, die sie wiederholt geäußert hat.
Kollege fragt mich wegen Fall. Angehörige verstorben, sie sind unzufrieden mit der Arbeit des Betreuers und zahlen gut. Ich habe weniger Lust das aufzuarbeiten was andere verkackt haben und mich mit Kollegen anzulegen. Ich mache es schon, wenn ich z.B. eine Betreuung übernehme, aber sonst will ich lieber selber gute Arbeit machen und mich auf meine Fälle konzentrieren, auch wenn das andere lukrativer ist. Das ist mir dann egal. Außerdem ist die Tochter eine Blondine mit Kind, die immer nicht weiß. ob sie mich grüßen soll. Ich habe sie mal sozialhilferechtlich vertreten und sie ist verklemmt und das gibt schon mal einen schlechten Vorgeschmack im Mund. Ich mache es dann trotzdem.
Neuer Bewerber vom Bewährungshelfer empfohlen. Jung, Alkoholproblem, stämmig, viel „Ja, klar“ sagen und unterwürfig sein. Wie mein russischer Alkoholiker nur ist dieser 4 mal so groß. Der Greyhound und der andere ist Suki, eingeschrumpft. Süüß, denke ich mir.
Mein Kollege hat Nerven wie Drahtseile. Er muss nach Stuttgart. Das Bahnstreik ist erzählt er mir morgens. Am späten Nachmittag, dass jetzt alle Züge voll seien, die vorhin noch Plätze hatten…Was soll ich sagen?
An der Ampel, Typen in meinem Alter gucken interessiert und ich spüre den Blick von der Seite. Ich denke immer an Being John Malkovic. Wenn sie mich hätten, sie hätten keine Ahnung was sie mit mir anfangen sollten. Haargummis nach dem Sport verloren, aber neue gekauft, auch für Katalin, kleine Tiere als Kinderringe. Betty beim Sport haben sie wieder die Blume am Rad geklaut. Ich habe schon die nächste am Start für sie. Simpsons. Homer bekommt den neuen Welpen von Ned Flanders geschenkt, weil der Hund ihn so liebt. Sein Schweiß riecht nach Cheeseburger. Bei ZIP 2 gab es „einen Aufreger“ wegen irgendeines Themas. Diese herrliche Ösi-Sprache. Wir lieben es.
23.04. Schlaf ist so eine geniale Erfindung, ohne Schlaf kein Leben, auch, dass der Kopf mal abgeschaltet wird. So eine Erleichterung. Meine rosa Haargummis, mit dem Verlust hatte ich mich schon angefreundet, liegen im Treppenhaus.
Bei den BM-Fotos auf dem Balkon machen, zeigt mir ein freundlicher Rentner unten Daumen hoch und winkt mir zu. Darüber freue ich mich, bin aber auch irritiert. Kennen wir uns?
Suki frisst ihrem Hund die Leckerli weg. Der ist so überfüttert, dass er seine Hundesalami fallen lässt. Auch Feuchtfutter im Napf wird geleert. Wir sparen uns heute Futterkosten. Der dicke, hundefreundliche schwule Wohnbetreuer hat Rollkoffer dabei. Wir wandern am Tennisplatz vorbei durch die Gärtner und sie gibt vor zu wissen wo es lang geht. Das wundert mich schon lange und ich sage, wir wollten die nächsten Kleingärtner fragen. Er ist auch einmal sauer, weil er Folgetermine hat und merkt, dass er es nicht hinbekommt und sich verarscht fühlt, aber von wem, weil gesagt hatte er nichts. Der ist genauso Schuld wie sie und offenbar noch blöder oder naiver. Die ehemalige Prostituierte der sie 14 Zähne gezogen haben hat einen Knall, ob ich sie fotografiert habe, nein ich fotografiere keine Menschen ohne Zähne, sondern die Gärten. Der Riesendackel ist wie ein Kind, sie wischt ihm Pfoten und Schnauze ab, wenn er nach Hause kommt wegen der Bakterien und er war noch nie krank. Die schnüffeln auch am Kot und Arschloch anderer Hunde herum und Hunde werden nicht krank wie Menschen und haben dann eine Erkältung. Die Gärten und was Menschen daraus machen ist schon eindrucksvoll.
Suki ist wie ich. Elegantes Aussehen und prolliger Charakter. Wir haben denselben Hundegeschmack. Der ist der Hammer. Der türkische Senfhund, mit den tollen Augen. Erklärung: hat jeder seinen Senf dazu beigetragen. Bei dem bewirbt es sich ausgiebig um ein Spiel. Die Frau ist anschließend übersät mit Sukis Pfotenabdrücken vom staubigen Boden und sieht aus wie sau. Ich entschuldige mich auch. Mich springt er nicht mehr an, aber meine Betreute, Frau Zahnlos war Futterautomat und hat sich das bieten lassen. Prollig anspringen gibt Futter. Wir geraten in eine Horde Kindergartenkinder und er ist vorbildlich und geht dazwischen und alle Hände dürfen ihn durchknuddeln. Ich bin stolz und glaube er merkt das, meine positiven Gefühle. Das sagt zumindest Cesar. Angeblich ein Jack Russel, der kleine mit dem dicken Hals, sieht aus wie ein kleingeschrumpfter Panda. Hier vor der Bürotür, wenn einer aufreitet, ein Terrier, gleich Ansage, finde ich super. Im Büro wird nicht gebellt. Gut, ich hatte auch keinen der direkt an meiner Tür geklopft hat, aber telefonieren und Büroeingangstürklingel wird ignoriert. Das ist schon mal der erste Schritt. Nach den Gärten musste ich mich erst mal bei einem Kaffee aufwärmen. Schnullermobile in den Gärten. Abschlussfotos auf dem Kackstreifen. Suki fotogen wie immer.
12 emails von der Frau, die Stimmen hört, obszöner Inhalt. Sie will Betreuungsrichterin Termin. Hat angeblich die Medikamente heute genommen, aber das wäre alles echt. Erste Email des Tages:
- 35 Uhr
Bin in der Bahn .
Sagen zu einer Frau, die telefoniert. … bist bei deiner Ärztin .
Und ..
Wir sind bei (hier ihr Name) und halten ihren Unterleib fest . Stimmt machen Sie.
7.45 Geibelstr.
Waren in einer Wohnung , spielen einer Frau an der Pflaume, die hat kein Ton gesagt.
Haben Sie beim Café erzählt.
16 jährige sagt , geht weg.
Anderes Pärchen ,sagt nie wieder.
- 00 Uhr Kröpcke , viele geschockt. Das sie wieder da sind.
Mfg
…..
Gesendet über Yahoo Mail für Android
Mann vom Jobcenter in Sachen Frau Crack. Ich kann ihn zurück rufen, habe ich jetzt Psychose? Er hat mit ihr telefoniert. Mir gelingt das nicht. Wusste ich nicht, dass sie für nicht arbeitsfähig gehalten wurde. Keine Infos vom Jobcenter. Beschwerdereaktionsschreiben ist so nichtssagend, dass ich es nicht weiter leite. Kann ich meiner Betreuten auch eine „kauf ihr Auto“ Werbung schicken. Das erklärt genauso gut, warum ein Weiterbewilligungsantrag, der am 20.01. gestellt wird dazu führt, dass der Hilfeempfänger im April kein Geld hat. Die Betreute schreibt gut, eine ausführlichen Sachverhalt. Kein Essen, geschwächt, konnte nicht Fahrradfahren, kein Geld für Bahn, wenn sie erwischt wird, soll das Jobcenter zahlen, war kein Vorsatz und sie schreiben nur Textbausteine. Schade ums Papier. Das sage ich dem Fallmanager so und es scheint ihn anzumachen.
Ich bin superunfreundlich zu Steffis Vater. Er will Abholtermin vereinbaren. Ich im Arbeitsmodus, er habe sich wohl verwählt. Sagt meinen Namen und dass es um Suki geht. Ich gebe den Hund doch nicht an fremde Leute, wenn ich nichts davon weiß. Stellt sich heraus, ich habe die mail nicht gelesen.
Sport außer der Reihe bei Pia, meinem Liebling. Die Ballettmäuse unten schreien bzw. die Trainerin. Hat jemand was von Tonja Harding gehört, alle wohl zu jung. War eine Eisprinzessin, die der Mitkonkurrentin das Knie hat brechen lassen. Ich mag eine Teilnehmerin, die ausschaut wie eine Engländerin. In die bin ich auch halb verknallt. Auch hier bin ich wie Suki und kann gut den pinkelnden männlichen Hund machen. Hüftbeuger ist weit wie beim Hundemännchen. Beim Yoga denke ich. Heute ist dank Christas Beerdigung wie der Tag vor dem ersten Mai nächste Woche, ein zusätzlicher Feiertag. Scheiß Violettaspende. Ich bin zu sehr Hater. Ich sollte mal eine Woche keinen Alltag niederschreiben, sondern mich mehr oder ausschließlich auf philosophische Erkenntnisse konzentrieren. Heute Abend ist meine Erkenntnis, dass es auf Vertrauen und Respekt ankommt. Liebe ist Nabelschau und etwas was andere Säugetiere nicht kennen. Das hier andere viel universeller. Ich übe es mit dem Hund. Das gepaart mit den anderen richtig hübsch finden, gerne anfassen und um sich haben, ihm folgen ohne nachzudenken. Das ist Liebe.
Bericht über die Ringstraße in Wien auf 3Sat. Der Buttler, bügelt die Zeitung. Es gibt auch spleenige Wünsche. Und was ist Zeitung bügeln, bitte? Welche Druckerschwärze. Sind die zu doof die Zeitung zu lesen?
24.04. Ein Ladengeschäft ganz in unserer Nähe, ebenerdig mit goldenen Fensterrahmen (50er) war auf dem Markt. Ich dachte nur zur Miete und jetzt ist es verkauft. Stephan war eh dagegen. Wir besichtigen und es ist eine knallbunte und original retro eingerichtete Wohnung darüber mit grünen geschnitzten Einbauschränken und bunter Tapete und Linoleum. Jeder Raum ist heftig, Eine junge Familie ist eingezogen. Der Sohn kennt mich nicht, lehnt sich aber vertrauensvoll an mich an und zeigt mir sein Spielzeug. Sie haben auch einen gelben Vogel, mit schwarzem großen Schnabel, der in einem abgedunkelten Raum im Käfig sitzt und singt bzw. Geräusche macht. Ich sehe mir die einzelnen Räume an und bewundere die Einrichtung und Ausstattung, die ich so noch nie gesehen habe und schaue, wie der Blick aus dem Fenster ist. Sie sind toll, vor allem sehr skurril, aber was hätten wir damit anfangen sollen. Vermieten an Betreute, die eine Wohnung suchen? Die hätten Zwangs-WG machen müssen und das wäre auch in Stress ausgeartet und man ärgert sich, wenn die was kaputt machen. Irgendwie soll es nach Frankfurt gehen, aber es ist Sonntagnachmittag und Montag muss ich arbeiten. Nur für eine Stunde, das Motto ist mir zu knapp und stressig. Wir sind irgendwie mit Tyark verabredet, der auf einmal in der Wohnung ist oder auf einem Parkplatz und haben das Fahrtgeld schon entrichtet. Werden wir es wieder bekommen? Irgendwann beschließt Stephan nur zu fahren, wenn Nils uns abholt. Dann stelle ich mir vor mit ihm und seiner Freundin die lange Autofahrt und die Gespräche, hatte mir aber eh vorgenommen, dass ich da bleiben und Stephan alleine fahren lassen. Am liebsten würde ich ihn überreden auch hier zu bleiben.
Das erinnert mich an Traum von neulich an den ich immer wieder denken muss. Bayreuth meine Schule von früher, aber nur Schwarze und „exotische Kinder“, d.h. aus Indien usw. die meisten schwarz, akzentfrei oberfränkisch. Ich kann es gar nicht glauben, was sich alles geändert hat seit ich da zur Schule gegangen bin.
Gar nicht zur Arbeit. Stephan will auf Partout nicht zu seiner Familie. Erst zu meiner Schwiegerfamilie. Die Magnolie um die Ecke ist über 30 Jahre alt. Prächtig. Meine Schwiegereltern haben ihren Garten total umgebaut und auch einen blühenden Magnolienstrauß im Vorgarten, wo vorher Nadelgewächse waren. Schöner ist das schon. Die Kekse der Mädchen sind so schön dekoriert, dass meine Schwiegermutter sie nicht essen will. Ich bin für sie die Instanz in Modefragen und nicht ihre Tochter. Das ehrt mich. Beerdigung, meine Schwiegermutter parkt immer neben dem Jaguar. Die Kapelle kenne ich nicht. Moderner Jesus, der auf der dunklen Grabplatte sitzt und auferstanden ist. Osterbildnis. Die Zeremonie macht eine Frau. Sie macht es gut. Schmetterlinge als Symbol der Verwandlung. Herzluftballons, die aufsteigen, wir begleiten den Sarg im Auto auf die Straße. Später im Altersheim Kaffee und Kuchen vom Bäcker. Wie ist es wenn man dabei ist wenn jemand stirbt. Ich komme nicht dazu, so direkt zu fragen. Ich habe Stephan gesagt, dass es meiner Meinung nach nicht auf diesen letzten Moment ankommt für mich als Sterbenden (so stelle ich es mir zumindest vor). Ich weiß nicht, ob man da so klar bei Bewusstsein ist oder eher schön träumt. Die ganzen Jahre davor zählen. Er wird überbewertet im Sinn einer Schuld, wenn es nicht klappt anwesend zu sein so nach dem Motto, ausgerechnet da war ich nicht da. Mir ist es egal. Ich bin angefüllt mit dem Leben davor und zehre dann davon. Ich gehe mit den zwei Enkeln in die Gymnastikraum und wir turnen eine Runde. Auf einmal kann ich die Brücke ohne damit zu rechnen ohne Probleme und aus dem Stehgreif. Da macht sich die Training wohl doch bemerkbar. Häkeln auf dem Bahnsteig im Stehen. Das ist cool.
Ich bekomme einen wunderschönen Knochen geschenkt. Der Maschsee ist wie Hangzou, denke ich beim daran entlang fahren mit Thomas und Yunfeng. Gästefahrräder haben wir genug und ich entdecke die schnelle Pumpe von Jan, bei der man mit beiden Armen pumpt und den Reifen ruck zuck zum Platzen bringen kann. Der junge weißblonde Winzer neben mir (ich schnalle es erst nicht und denke, wo ist sein Partner, hier ist doch nur ein Platz frei) ist nett und amüsiert sich mit der zunehmend betrunken werdenden einzigen weiblichen Person am Tisch, moi. Alle Männer wollen Tipps zum Weinanbau, wie viel Trauben schneiden und wie und wann. Als ich ihm dann sage, ich hätte ein krankes Meerschweinchen zuhause, ob er da nicht ein paar Tipps für mich hätte, ist schnell das Eis gebrochen. Ja, Spätburgunder sieht aus wie altes Regelblut. Dieter kocht wie Gott. Tom ka Gai mit Melonenbällchen als Amuse Geule. Der Hauptgang mit Perlhuhn, Morcheln und Risotto ist richtig Hammer. Leider erfolgt zuhause der Absturz und der angekündigte Spieleabend fällt aus.
26.04. Viele Träume. Erst Schule, Prüfung, Geschichte schreiben. Die vorgegeben Geschichte ist so langweilig, wie eine schlechtes Kinderbuch. Ich verschreibe mich, anderes Papier, komme mit der zeit nicht hin, als man das Handtuch werfen kann, tue ich es. Überall Motten im Zimmer, unter der Decke, alles voller Motten, wie Tapetenmuster, was sich bewegt. Dann USA, wie suchen immer leckeres Essen. gegrilltes Fleisch, ganz speziell. dann wird ein goldener Ring beklaut, aber größer als ein Armreif. Wir wären alle reich. Schicken das Paket an uns selber adressiert Dann bin ich es nicht mehr, dann geht es mehr um Typen und die zu überzeugen, dass sie einen anfassen, unter Wasser. ich will nur mit ihnen vögeln und lasse sie sonst in Ruhe, weil sie verheiratet sind. Robben begleiten das Polizeiboot. wie ein Hund. Beim Schwimmen stoßen wir gegen einen Wal, der dicht an der Küste ist und eine Verwarnung bekommt. Mein Cousin Brook ist dabei. Total moderne Wohnung, über Fernbedienung kann man Essen bestellen. Auf Montagmorgen einstellen und er macht Frühstück, alles voller bunter Rohre seine Riesenwohnung. Etwas Trennung, neue Partner, die beteiligten an der Klauaktion sitzen mit Handschellen auf dem Rasen, z.B. Kinder, mit denen ich schminken spiele. Den dritten Traum weiß ich nicht mehr.
Nähen geht nicht, wir sind heute Abend bei Beardyman in der Faust, hatten wir vergessen. Ich häkele einen Hundekorb für Suki, Büro und Reisen. Mal schauen ob das klappt. Soll ja stylisch ausschauen und er kann riechen, dass ich es gemacht habe wie die Schneebälle, die ich Weihnachten geworfen habe. Aus dem Augenwinkeln sehe ich, dass die Avocado scheiße ausschaut und die Mimosenpflanze, die ich schon entsorgen wollte und die den ganzen Winter über draußen gestanden hat neu ausschlägt. Das macht mich total glücklich.
Ist unsere ehemalige Nachbarin, die den Rollstuhl geschoben hat (Freakfrau) die Tochter der Frau, die wir in Berlin getroffen haben und die am Boxi Flohmarkt macht mit dem Hausstand der Oma? Altersmäßig kommt das hin und der Nachname ist nicht wie Meier. Das wird ich noch rausfinden oder es zumindest versuchen.
Bei Frau Wohnheim geht es bergab. Sie schreibt:
„Hallo Frau ….,
heute : Sonntag , 20 Minuten
während sie in meiner Scheide rum bohrt , haut sie mir vor dem Kopf und er sagt , du bist dämlich.
! Ich werde von den Nachbarn dumm angeguckt, weil die immer noch öffentlich mit meiner Scheide spielen. DIE Senden das ja
Inzwischen brennt es bei mir unten , die können sich was einfallen lassen .
Sind jetzt an der Lunge dran , Atmung stimmt nicht mehr , auf der Brust ein Druck ,machen mir einen warmen Kopf und bohren unten
– —– du dumme Sau , du sollst einsam bleiben
Hauen mir die Kacke rein , sind unten dran , die ….. fängt an zu schreien, soll vor einer Woche auf den Boden gelegen haben , so daß sie keinen Ton mehr sagt
er sagt die (mein Name) macht mir die Tür zu ,
sie soll wohl anfangen zu strahlen
Er fragt, schmeckt der Apfel den sie mir in den Hintern gesteckt haben
der ihre Freunde sind ganz begeistert von ihr !
Frau ….. , können Sie das morgen mit Richterin ……besprechen das die mit ihre Antenne verschwinden und ich möchte Schmerzensgeld haben.
Danke Schön und meinen Kopf geht es noch gut.
Name“
Siloah. Die Eggestoffstraße könnten sie echt mal machen, stelle ich fest. Machen sie wohl auch, stand in der Haz. Ich lobe mir mein Hannover mit den geilen Radwegen. Nein, der Pförtner weiß nicht, ob Detlef arbeitet. Eine Ehefrau, die die ganze Zeit redet und alle Antworten gibt. Seit wann bist Du da, frage ich ihn. Er ist seit Mittwoch da. „Immer schön eincremen, damit er glatt bleibt“. Ich weiß jetzt was eine Nasenbrille ist. Er ist in der Infektionsabteilung und unter der Maske atmet es sich schwer. Man atmet die verbrauchte Luft immer wieder ein. Die Handschuhe mache ich ab. Sie trägt auch keine und zum Häkeln kann ich sie nicht gebrauchen. Sie begleitet ihn zum Klo und sagt dann, so viel Selbständigkeit muss sein, „auch wenn er jetzt immer mehr die Flasche verlangt“. Herrgottnoch mal er liegt daneben und bekommt alles mit und ist noch nicht so doof, wie sie ihn darstellt. Sie bügelt die Bams. Also, das gibt es wirklich! Sie wirkt wie seine Tochter, vom Aussehen und der Energie her. Er Skelett und sie rote drall mit roter Lockenmähe und Brille mit rotem Metallicgestell.
Faust. Die Vorband ist wie ABBA auf gleichgeschlechtlich mit zwei Hip Hoppern, die beat boxen und optisch nicht dazu passen. Beardyman legt auf zwei Turntables auf und das ohne Plattenspieler, Platten oder sonst was. Mit dem Mund. Er erschafft Welten mit Vögeln und Hundewelpen und sampelt die und muss sie dann ertrinken, weil er sich so viele Welpen nicht leisten kann. „Too many puppies, I can’t afford all those puppies“. Beardyman ist nicht nur talentiert und beeindruckt alle, vor allem die Männer im Publikum mit seiner Technik, er ist auch unkompliziert und lässt sich mit seinen Fans fotografieren. Einer vor mir schert aus der Garderobenschlange und nutzt die Chance. Er hat alle Videos bei Youtube gesehen und ist ein großer Fan.
Unser Blumenstrauß der Woche, schön Omma-Flieder-Farbe.
Berlin die faulste Hauptstadt der Welt
17.04. Wir können noch nicht in die Wohnung und treiben uns herum. Schon sage ich aus gegebenem Anlass mehrfach: „Berlin, die faulste Hauptstadt der Welt“. Hier haben die Läden entweder keine Öffnungszeiten oder sie gelten nicht. Wir kennen es von Vor-Aufenthalten. Fahrradverleih, macht einfach nicht auf. Der verpennte Typ schließt irgendwann auf und hat hinten im Laden geschlafen und kommt total verpennt zur Tür. Superleckeres arabisches Essen, wie Kantine. Es gibt Lahmacun mit Käse und einen Eintopf mit Kichererbsen und als Beilage auf einem Extrateller, geschnittene Tomate, eingelegtes Gemüse u.a. rosa eingefärbten Rettich, frische Minze, einen großen Strauß und Zwiebeln. Wir entdecken einen Baklava-Laden, Umkalthum auf der Sonnenallee, wo dicke Männer, die ausschauen wie Antje, das Maskottchen vom NDR, in großen Töpfen Süßes rühren, es riecht lecker und Torten verspachteln, wie die Maurer. Stephan und ich sind uns einig, falls es zum Dreier kommt. Wir gehen hier täglich hin und holen Ware.
Die Familie erwartet uns. Ich bin die schlechteste Freundin der Welt und Heike hatte am Vortag Geburtstag, was ich nicht wusste als ich uns derbe eingeladen habe. Ich schäme mich. Meine Mitbringsel passen ihr nicht oder gefallen ihr nicht. Nächstes Mal gibt es die Schneidemaschine, die ich mir von der Steuernachzahlung bei Boesner gekauft habe im Anflug von Papiermacherkursen und nie benutzt habe. Statt schlechtes Gewissen und sie steht im Keller, bin ich froh, dass ich sie bald los bin und hier wird sie gebraucht und kann was Nützliches ausrichten. Jan ist todmüde um 23 Uhr um zu erfahren, dass sein Nagel bezogen muss wegen der Nagelbettentzündung, aber das sei nicht so schlimm, da bekomme man vorher eine Spritze. Trotzdem heult das übermüdete Kind. Vielleicht doch kein Schwimmbadbesuch? Ich bekomme 2 Kleider von Heike geschenkt. Das eine mit den Blumen, da sehe ich sie noch drin. Beide trage ich gleich in Berlin. Beweisfotos werden in der Wohnung gemacht. Unsere Wohnung ist unbewohnt und ich muss mir Seife und braunen Zucker von Heike mitgeben lassen. Da achte ich zukünftig drauf. Das passiert mir nicht noch mal.
18.04. Sitzauflage für das Hipster-Café wo wir täglich einkehren. Sehr leckere Sachen. Dots heißt der Laden und wir von jungen Menschen mit Tochter betrieben. Ich trage auch jeden Tag was mit Punkten. Viele Hunde, bei manchen hat der Sterbevorgang eingesetzt. Ich fotografiere gerne Hundekacka in Berlin. Es sieht hier streckenweise aus als wäre die Straßenreinigung das letzte Mal kurz nach der Wende da gewesen. Versteinerte Hundekacke. Einmal war ein lustiges Muster aus Flüssigkeit auf dem Trottoir und wir haben beschlossen das war ein Hund mit Inkontinenzproblemen. Dann am letzten Tag war ein Wasserstreifen auf dem Gehweg und der war eindeutig zu lang für Prostata-Ding, aber ganz schmal und der ganze Dreck daneben als wäre sie ganz dezent daran vorbeigefahren mit einer ganz schmalen Spur. Wir sind gleich bei der berühmten Rüttli-Schule, die man aus den Medien kennt. Fahrräder gibt es keine, obwohl Erol’s Bike Shop gleich bei Larissa unten im Haus ist. Sie wohnt bei einer Schneiderin, die gerade in Paris ist. Erol hat aber eh nur noch ein 26er Rad und Larissa ein Auto und Misstrauen gegen die Radwege der Hauptstadt. Tag der Plattenladens. Leider werden wir mit schlechtem Krach gequält, aber das tut dem Shoppingerlebnis keinen Abbruch. Boxi, eine Frau, die mich aus Hannover erkennt und dann hinter mir Sabine sieht, die sie wirklich kennt und hier Flohmarkt macht. Montag will sie zurück und bietet uns Mitfahrgelegenheit an, aber wir haben schon. Sie kommt aus Linden und will Limmern. Ich dachte so reden die Touristen. Tolle Kaffeestände auf dem Markt. Der Indianerkaffee aus Neapel in keinen Plastikespressotassen (mitnehmen Hütchen für Neapel basteln). Ich kaufe herrliche selbstgestrickte Socken mit Lochmuster für 5,- €. Dafür braucht man nicht selber stricken. Sie sehen aus wie Ballettschuhe einer bettlägerigen Frau sagt Stephan. Ich mag sie, weil man die Strumpfhose so schön durchsieht.
Abends Soupe Populaire mit der Ausstellung von Norbert Bisky, die wir sehen wollten. Das Menü zur Ausstellung, leider schmecken die Cocktails nicht in der schicken Bar. Wir ziehen weiter und treffen Brigitte und Arnd, der mit umgehängter Hundeleine, aber ohne Hund kommt. Wir trinken Gin and Tonics bis die Augen brennen.
19.04. Sonnenstrahlen im Nacken brennen wie ein Heißlüfter oder Sonnenbrand. Bin so dankbar, dass ich nicht wirklich krank geworden bin, obwohl es zeitweise so aussah und ich Halsschmerzen bekommen habe, aber toi, toi, toi. Dots, es ist sonnig ohne Ende. Park. Zwei Flohmärkte, der eine ist wie in der List und dann Boxi. Larissa sucht ein Tablett. Das finde ich auch bei uns in der Straße auf der Straße, aber leider kaputt. Distanzlose Berlinerinnen, die sich alles anschauen wollen was ich an mir habe, aber so ganz nah und ich schaue weg und sie lassen nicht nach, weil das sieht so interessant aus und wer so ausschaut muss damit rechnen und vielleicht wollen sie das auch mal machen und nicht mehr so langweilig rumlaufen. Ich ignoriere sie, aber sie sind Borderline und merken es nicht. Da schätze ich wieder Hannover. Da sind die Leute cooler. Auf dem Heimweg ist die passende Karikatur in der Taz. Mittagsschlaf für alle außer mich. Ich ruhe nur. Abends Rosa Caleta mit herrlichen Lampen aus Plastikbechern und hier schmecken die Cocktails. Wir laufen zu Fuß zurück durchs nächtliche Berlin. Viel Polizei, aber die die gemeint sind lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. Die wissen, wie der Hase läuft und für sie ist es wie die Baustelle einrichten, das was Larissa morgen machen muss, also ihr tägliches Geschäft.
20.04. Leggings kaufen am Cottbusser Damm. „Restposten aus London“. So heißt ein Laden dort, ohne Spaß, es sind doch nur Türken, die Ware aus aller Welt, dort wo günstig produziert wird, feil bieten. Der Laden in den ich will hat wieder unverbindliche Öffnungszeiten und hätte schon längst offen sein müssen. Was soll man tun? Abwarten und frühstücken. Der türkische Verkäufer schließt mich ein. Wir haben es beide nicht gemerkt, ich war in der Umkleide, Stephan vor der Tür. Sie haben ihm Ware geklaut und Preisverhandlungen sind schwierig. Ich habe dafür die krassesten Leggings Siegfried und Roy treffen Versace. Leopardenmuster im Schritt. Frühstück im Graefekiez und dann noch mal bei Dots getrüffeltes Ei im Glas und Blueberry Pancakes und ein Nata Törtchen. Sie sieht das Kilo Baklava und fragt, ob das nicht reicht. Sie bringt dann das Törtchen nicht und ich gehe rein und frage, ob sie mich auf Diät setzen will. Wenn sie wüsste, dass wir schon im Graefekiez frühstücken waren und das die zweite Runde ist. Da würde sie ganz vom Glauben abfallen. Langsam kennen wir uns 5 mal an 4 Tagen. Sie fragt, wo wir herkommen und ob es geklappt hat mit den Rädern. Die Radwege sind hier nicht so gut, wir kommen aus Hannover. Das überrascht sie. Bis zum nächsten Mal. Wir haben Berlin-Blut geleckt. Es war toll. Wir mögen Sonnenallee. In Friedrichshain sind uns zu wenig Türken. Auf dem Weg zum Bahnhof treffe ich den Tischnachbarn aus dem arabischen Imbiss vom Anfang, den ich nach dem Kichererbseneintopf befragt habe. Small world.

































































































































































































