Archiv des Autors: administrator
BM-Outfit 24.11.
BM-Outfit 23.11.
Glaser – Körperteile haben oder nicht haben
23.11. Morgens noch mal eingeschlafen und aus Träumen gerissen worden durch den Wecker. Hellbrauner Schuh, wieder Fehlkauf, zu groß (41), zu hoch, Absatz mal wellig, mal barock, aber in Bleistift, also unlogischer Traum und für 29,- € kann man auch kein Leder erwarten, wem kann ich sie andrehen? Dann klingelt es um 8:20 (hat man uns erwischt?) wird man zuhause vertrieben. Die Weihnachtswerbung zeigt zwei Männer mit einem Golden Retriever Welpen. Hundenachwuchs als Weihnachtsgeschenk, gilt das Klischee noch? Ein schwules Paar statt Familie, aber das? Stephan sagt, die glauben mit Hundebabies kann man alles verkaufen. Den zweiten Kaffee nehme ich bei Steffi. Mein Dandy-Mantel ist doch ein Frauenmantel, zumindest spricht viel dafür, sagt Steffi. Das Kostüm meiner Oma ist eine Spende an den Fundus. Hatte meiner Mutter gesagt, historische Kleidung und weniger geeignet für Flüchtlinge (das war ihr Vorschlag) es sei denn die wollen auf dem Amt mal Eindruck schinden, weil man sieht derart streng damit aus. Es gibt ein weiteres Dreieckstuch schenke ich Steffi, aber jetzt ist gut. Jasmin hatte eine lange Feier und findet die Handtasche aus Langenhagen elegant. Das freut mich sehr, auch, dass sie den Kalender lobt. Das kann ich heute gebrauchen. Frage mich, wie es wird mit fremden Fotos eine Kalender zu machen. Das wird eine neue Erfahrung. Freitag treffen wir die Auftraggeberin zum Mittagstisch im Jante. Das geht nur noch bis 01.12. Soll ich mein Hütchen tragen oder mal abends. Ich glaube, das ist ein besserer Rahmen. Ramen wäre auch mal lecker. Eine japanische Nudelsuppe. So was fehlt mir hier. Ja, ja, der freie assoziative Fluss geht immer wieder zum Essen zurück bei mir.
Vor der Tür, ein kleiner Junge fährt seinem Vater hinterher auf dem Rad auf dem Gehweg und rutscht aus und fällt hin. Der Vater herrscht ihn an: Hast Du geträumt? Sollst aber Fahrrad fahren und nicht träumen. Man spürt die Angst des Mannes vor Emotionen, mit denen er nicht klar kommt, vor allem Tränen und dass er damit nicht umgehen könnte, also Härte zeigen und ermahnen, aber was ist mit dem Mitgefühl und wie soll es gelernt werden? Fensterputzer war da und andere haben abgeräumt. Ich wusste nichts davon. Brief an die Familienkasse Bayern hatte zu wenig Porto. Telefonate und Arbeit. Rufe die Betreuungsrichterin an mit der ich studiert habe. Die ist so kompliziert die Alte, dass ich sie mal richtig abfahren lasse. Sprach mir drauf, ich müsse nicht kommen zur Anhörung, hat letztes Mal prima ohne mich geklappt. Nur wenn ich es anders sehe soll ich mich melden, ich sehe es aber nicht anders und meine Betreute kommt Morgen mit Frau Perser, ist alles organisiert und ich bin in Bad Pyrmont. Wo ist das Problem und warum noch mal auf meinen AB mit gesieze? Das ist so verspießt, weil wir uns duzen, sie aber nicht dazu steht wegen Richter und neutral oder keine Ahnung, so was kann man aber nicht rückgängig machen. Frau Querulantin in der Schweiz bekommt tatsächlich noch mal Krankengeld. Nicht zu glauben vom 01.10. bis Mitte 2016. Was ist denn mit dem Rentenantrag? Jetzt gibt es schon einen Erstattungsanspruch vom Arbeitsamt, die eh Geld von ihr zurück haben wollen und bis zum 12.11. gezahlt haben. Wirkt sich das auf die Erstattung aus? Eigentlich ist diese Nachricht so sensationell, dass ich Feierabend machen könnte. Ich rufe beim Gericht an, warum Her Schwitzehand schon die zweite Gerichtskostenrechnung bekommt und bei Mittellosigkeit und einer beigeordneten Pflichtverteidigung fast 5.000,- € zahlen soll. Das verstehe ich nicht, was hat das mit Pflichtverteidigung für einen Sinn. Bei Prozesskostenhilfe prüft der Rechtspfleger 4 Jahre lang, ob Mittellosigkeit noch vorliegt und schreibt es dann ab. Warum hier anders. Die Frau aus der Geschäftsstelle versteht auch so viel nicht, warum meiner überhaupt straffällig wurde z.B. Doch das verstehe ich, weil er suchtkrank ist und dann säuft und steuerunfähig ist und irgendwelchen Mist macht. Zum Schluss kann ich ihr entlocken, dass es Ermessenssache ist und jetzt die Kollegin, die einen Bänderriss hat und bis nächstes Jahr ausfällt aber so entschieden hat und nun Aurich zuständig ist. Die lehnen eine Stundung ab, was keinen Sinn macht, weil die Vollstreckung zwecklos ist und nur die Kosten in die Höhe treibt und das sind auch meine Steuergelder, die so sinnlos verpulvert werden. Ja, sie sieht es auch so und kennt es auch mit Stundung aus Aurich, weiß nicht, warum es hier schief läuft. Ich will denen Raten anbieten, wenn er die Kindergeldüberzahlung zurückgezahlt hat. Das waren ca. 3.700,- € und er zahlt 25 € pro Monat ab, d.h. das behalten die automatisch ein. Das geht also noch ein paar Jahre so und er stellt sich die Frage, ob das dann überzeugen kann, höchstens die weitere Sinnlosigkeit denen vor Augen führen und sie auffordern es einem Stellenleiter zur Prüfung vorzulegen.
Stephan sucht Adressen in Istanbul, weil ich ihn gebeten habe. Das Frühstück im Privato mit den ganzen salzig-süßen Leckereien und Caymak, der Clotted Cream der Türken. Das sind wichtige Infos, die ich an Steffi weitergeben muss. Der Engadiner Nusstorte schmeckt mir heute total gut. Meine Eltern liegen mit Erkältung im Bett. Das kann kein normaler Glaser machen, der kann nur Scheiben und es muss geschliffen werden, einer der auch Spiegel macht und ärgern nützt nichts. Doof war es trotzdem. Herr Staatsanwalt fragt, wie es in Venedig war. „Gut“. Heute bin ich nicht in Flirtlaune, das ist nur, wenn ich was von ihm will. Er will Bescheinigung, dass meiner in der Therapie ist. Hier braucht man erst mal ein Fax. Ich habe ihn angemeldet, aber egal. Datenschutz heißt meistens, dass die Sozialarbeiter die Arbeit aufschieben wollen. Das ist meine Erfahrung. Theater gibt es heute fast 3 Stunden für 9,- €. Meine Betreute mit dem Haarausfall hat die Rente unbefristet bekommen und war geschockt. Ich war zu überzeugend. Wenn sie Vollzeit anfängt zu arbeiten, wird sie keiner hindern ist immer meine Rede. Morgen Tagesausflug und nichts zu häkeln. Das geht nicht, werde doch was mitnehmen müssen und wenn es bedeutet, dass ich eine ganze Tüte von der dünnen Baumwolle mitschleppen muss. Mittwoch Hilfeplanung in der Podbi. Den Betreuten dazu ist der Vergewaltiger, der in die Türkei abgeschoben werden sollte. Den sehe ich nie, gehe ich mal hin. Die Woche der seltenen Betreuten werde ich es nennen. Wie Sternschildkröten den Inder sollen sie mir Glück bringen. Rufe die Ärztin von Frau Srilanka an wegen der stationären Behandlung, ob sie sich da mal einmischen kann ob die alles so richtig machen bei dem Chaotenhaufen. Das will sie wohl nicht machen und ist gegen eine vorzeitige Entlassung mit Pflegedienst. Das beruhigt mich, weil ich der mehr vertraue und die kennt ihre Patientin schon lange, meint, sie hätte die Medikamente die letzten Monate nicht genommen und muss erst mal wieder complient gemacht werden quasi.
Stephan hat die kaputte Glasplatte rausgebaut und im gelben Sacke weggebracht und vorher mit dem Mann in der Calenberger Neustadt telefoniert. Kostet ca. 50,- €-. Mein Mann ist der Beste.
Ich liebe es, wenn in der Dunkelheit die Äste der Bäume ausschauen wir Finger, schwarz auf schwarz, Tim Burton-Optik. Große Sperrmüllberge aus Körben. Ach, das Zeug wollen sie verkloppen. Weihnachtsmarkt. Da wünscht man sich doch glatt eine neue Terrorwarnung. Wenn man volles Haus haben will im Theater muss man schulrelevanten Stoff wählen, dann ist volles Haus garantiert. Außer uns sind nur Lehrer über 20.
Schüler applaudieren nicht so viel. Stück hat mir besser gefallen als „Floh im Ohr“ und „Borgmann“. Frau Arnold (sie strippt am besten) und die anderen, vor allem Daniel und Mathias waren echt gut und es waren spielerisch viele gute Einfälle und Szenen und ich habe den Geschichtsunterricht auch gut gebrauchen können. Zwischen dem Sturm auf die Bastille und dem Kopf ab beim Monarchen lagen 2 Jahre und die waren überschuldet und Pleite, Staatsbankrott. Offenbar hatte der absolutistische Herrscher einen Schweizer Finanzberater und der hat ihm zu Zugeständnissen geraten. Das Volk will gar nicht die Monarchie abschaffen nur überleben können. So ist es ja noch heute. Die göttliche Gewalt erklärt Frau Arnold und die unmenschliche Variante der Revolution, die aber so zu verstehen ist, dass sie entpersonalisiert ist und menschlicher als die menschliche, wie Terminator, der mehr Gefühle zeigt als der Mensch, obwohl er keiner ist oder Rudger Hauer als Cyborg. Sie sagt so schön „geh scheißen“ als Marie Antoinette und als das Todesurteil bekannt wird und ihre österreichischen Wurzeln durchkommen und sie redet so süß mit dem Gatten: „Luilein, Ständeversammlung ist nicht so eine gute Idee. Die kommen dann alle nach Paris und wir haben so wenig Brot und müssen die dann verpflegen und die Schaulustigen, die mit ihnen kommen“. Ich denke nach der Vorstellung, ob ich Frau Arnold mal ein Foto von uns zur Feier französische Revolution schicken sollte aus den Achtzigern oder frühe Neunzigern, nee, war ja 200 Jahr Feier. Ich als morbide Adelige und mein Mann als Jakobiner mit Teufelspuppe auf Spieß. Natürlich ein Fanbrief dazu.
24.11. Traum: Bin in Berlin und habe keine Orientierung. Zwei Frauen helfen. Da ist Prenzlauer Berg und da Kreuzberg oder Friedrichshain oder Neukölln oder was ist gefragt hatte. Ich will dort hin wo ein großes Geschäft mit Farben ist und daneben ist ein großer Asiamarkt. Asia-Imbiss. Ich nehme eine kleine Suppe. Danach bestellen die Profis. Es gibt Schweinekruste knusprig auf Reis mit Curry und ein Typ, den ich kenne bestellt eine andere Suppe, ein Soja-Getränk und irgendwas mit Vanille. In Wasser eingelegt sind kleine Plastiktüten, wie Milchtüten früher, aber Kindergröße und die schaue ich mir an Vanille, Pomodori und Grapefruit. Die Tomatenverpackung gefällt mir und ich überlege für Zuhause, ob ich welche kaufen kann/soll. Die Bedienung beobachtet mich. Ich frage: tut man die in Wasser, nein, man trinkt sie pur. Sie reißt eine auf und zeigt mir das. Irgendein Mädchen lässt ausrichten, sie will Zuhause angerufen werden. Das nervt. Dann will sie kochen. Wir gehen nach gegenüber und ich tue so als würde ich Blätter zum Kochen, es sind Äste mit Gewürzen, einstecken und man rollt daraus Taschen tue sie aber daneben in den Korb, der zum Geschäft gehört, so dass sie da bleiben. Eine Frau steckt Blumen und ich denke sie schneidet Äste heraus, so Ikebana, aber sie bindet das Grünzeug zu Schleifen, schneidet ein und zieht durch, die dann ganz symmetrisch ausschauen und das überleben die Schnittblumen wundere ich mich. Eine alte Frau bedient Waschmaschinen, es riecht sauber und die sehen futuristisch aus, sind japanische. Ich spiele an der Armatur herum und will ein Wort tippen und mache sie fast aus Versehen an. Muss auf den Stopp-Knopf drücken. Die interessieren sich für mein T-Shirt was durch eine Strickjacke verdeckt ist. Stimmt da steht was Asiatisches drauf, wusste nicht in welcher Sprache. Ist wohl vietnamesisch. Das Mädchen findet es voll peinlich und der Mann sagt, das wäre ein total schöner Spruch irgendwas mit einem Vogel, ein Sprichwort kommt darin vor (Anm.: weil Steffi gefragt hat, ob wir zusammen nach Vietnam reisen wollen im Sommer).
Morgens ist der Himmel rosa-hellblau-rosa gestreift und wir liegen noch etwas im Bett. Ich denke an die Streifen und Häkelmuster und Reihenfolge.
Wusste gar nicht, dass Xavier Naidoo so umstritten ist, beschäftige mich nicht mit dem Typen. Ich habe diese Krankheit, die mein Vater hat und werde eine Wulstnase bekommen bin jetzt schon halb entstellt, er muss es gerade operieren lassen. Da lasse ich mir eine neue aus Glas machen. In einem Monat ist Weihnachten. Das wäre das Beste, schön glatt ohne Beulen. Entscheide spontan doch nicht nach Bad Pyrmont zu reisen, hey, das ist hinter Hameln. Hatte sogar großes Häkelpaket gepackt, aber habe hier genug zu tun. Sage meinem Bereuten Bescheid und sein Sachbearbeiter kann mich anrufen, ich bin am Platz und dann klären wir das so, dazu brauche ich nicht anreisen, das bringt nichts und die haben sich gar nicht bei mir gemeldet, wenn es so wichtig gewesen wäre. Mein Betreuter soll Schule oder Ausbildung machen, habe ich beides schon getan.
Sich aus Freundschaft vor den anwaltlichen Karren spannen lassen, ist schwierig, aber ich will helfen, weil an der Sache ist nichts dran, d.h. ich muss beruhigen und ich hasse es, wenn meine Freunde drangsaliert werden. Die Mitarbeiterin der Steuerberaterin ist geschockt von Mandanten, die überrascht sind, dass Minijobber auch einen Urlaubsanspruch haben. Ja, das ist in dem Bereich weit verbreitet, so nach dem Motto, die arbeiten doch eh so wenig. Die werden nur bezahlt für tatsächlich geleistete Arbeit und nicht wenn die krank waren oder Urlaub haben. Dann geht es noch mal um Theater und Kinderoper. Ihr Sohn (8) hat jetzt 2 Aufführungen an einem Tag (morgens Zauberflöte mit der Schule und abends das Geschenk ihrer Chefin Hänsel und Gretel), das berühmt, berüchtigte. Dann kann man sehen, ob er wagnerianisch veranlagt ist, wenn er danach nach Mehr schreit.
Brauche Bestätigung, dass Aufenthalt von Herrn Jordanien beantragt ist. Landkreis irgendwas mit Holz. Der Sachbearbeiter ist im Urlaub, seine Vertretung lustig. Die Technik nervt und manchmal wolle man einfach davon laufen und nicht wieder kommen, ob ich das kennen würde. Ich mag solche Telefonate. Ich sage, der neue Ausweis ist bestellt bei der Bundesdruckerei in Berlin, aber es kommt zu Verzögerungen wegen der Bestattung von Helmut Schmidt. Er faxt mir was ich brauche zu, druckt es aus während wir telefonieren. Vanessa hat keine Termine mehr frei dieses Jahr, ich muss zum Kollegen, jetzt habe ich den Salat. Wenn was gemacht werden muss, mache ich neuen Termin bei Vanessa. Das ist jetzt nur fürs Bonusheft.
Der befreundete Arzt ist wieder da aus der Serengeti und hat etwas Terror in Europa verpasst. Er schreibt auch was von der sog. Zivilisation an die er sich wieder gewöhnen muss. Ich schreibe: „Wir haben nächste Woche Hochzeitstag und machen normalerweise eine Reise, die ich dieses Jahr zur Enttäuschung meiner Mannes abgesagt habe. Ich habe gesagt, wir machen hier lustiges Programm. Türkisches Frühstückbüffet bei Efendi Bey am Steintor, dann in den 500er Bus (der nämlich da direkt vor der Tür hält) und nach Wunstorf und Dich bei der Arbeit besuchen (keine Angst das war ein Spaß, Busfahrt hatte ich schon vorgeschlagen, sinnlos durch die Gegend fahren und gucken, ob man was Schönes entdeckt oder nur Orte anschauen, an denen man nicht leben will)“. Meine Schwägerin fliegt nach Chicago und merkt an, dass ich immer mit meinem Schwiegervater im Bett lande. Stimmt ja auch. Der Bruder von Frau Srilanka kommt ohne Termin, die Familie braucht Geld. Schreibt mir Bankverbindung des älteren Bruders auf einen Zettel. Kenne den noch als Kind, bin trotzdem genervt von Leuten, die ohne Termin reinschneien. Will über den Gesundheitszustand seiner Schwester mit mir reden. Ich halte mich bedeckt, soll er sie gefälligst selber fragen. Den Beschluss habe er gesehen. Na dann weiß er ja Bescheid und wenn es ihr vorher besser geht, dann wird sie früher entlassen.
Schlage Stephan Mittagstisch bei Karin Klemme vor und gemeinsame Gerichtspost, sich freuen, dass man keine Zahnschmerzen hat. Die sind gerade stark verbreitet im Freundeskreis und ich könnte mir echt nicht Zahnfleischtasche selber ausspülen. Das bringe ich nicht. Den Jungs schlage ich Mahjong am 1. Advent vor. „Die Stimmung mit Kerzen hält sich ja immer in Grenzen bei uns, aber Chips und Alkohol, Spielhallenfeeling und Gewinne und Verluste gibt es zu verteilen“.
Oberfinanzdirektion die Stellenleiterin auf mein Fax. Das ging ja schnell. Andere schafften es auch von ihren kleinen Renten 10,- € abzudrücken. Überzahlung von Kindergeld. Da hat es wohl einer geschafft hier Geld einzustreichen, was ihm nicht zusteht. Da hat die Familienkasse vielleicht auch nicht aufgepasst, weil die gucken sonst 3 x wer einen Erstattungsanspruch hat bevor sie Nachzahlungen auszahlen, weil von Kindergeld kann man bekanntlich nicht leben. Sollte man die Profis eher zur Verantwortung ziehen als einen Betreuten, der betreut wird. Erst wenn die eidesstattliche Versicherung abgegeben wird, kann sie in 2 Jahren einstellen. Verstehe ich nicht, weil der hat Betreuerin und ich kann ihr alle Informationen geben und die nachweisen, da fallen nur Kosten an. Die fängt wieder damit an, meiner sei straffällig geworden und würde die Kosten verursachen und hätte die Frechheit besessen ihr Kontoauszüge mit einer Einzelüberweisung von 100 € an Fitmaxx vorzulegen, aber sie darf sich ja kein Urteil erlauben. Tut sie aber. Karin Klemme. Wieder kein Grünkohl, sondern Königsberger Klopse und Currywurst. Ich habe passend Schweine auf dem Hütchen. Wollreste meiner Oma mit Papier was sie umwickelt hat. Männer in Gruppen regen mich immer stärker auf, dumme Lache, Tumbheit in Gruppen. Die Frauen mümmeln Salat bei der Fleischermeisterin Karin. Das kann mir keiner sagen, dass das schmeckt so mitten im Winter ein bisschen kalte Gurke und geraspelte Möhre. Wien, Wohnung, guterzogener Rotweiler im 7. klingt sehr verlockend. Bin doch kaufsüchtig, obwohl Stephan die Laune trübt und für einen kurzen Stopp sorgt, eine gestreifte, kurzärmelige Bluse (8) muss es doch sein. Beim Zahlen will ich noch abbrechen, aber ziehe durch. Bei der Wolle bin ich wählerischer. Die Bluse ist in der Relation viel teurer als mein Edelmantel, wenn man von den Ausgangspreisen ausgeht. Mein Mann sagt zu Recht, wie schwer das ausmisten fällt und wie schmerzhaft es ist. Auch Leuten was schenken ist keine Wohltat, sondern eher fies. Wer anderen was schenkt, wenn die zum Sammeln neigen, ist grausam. Stephan ist schlau und aufmerksam und sucht die kleinen Körbe an der Kasse durch, wo es einzelne Kleinigkeiten 4 für 1,- € und ich denke erst, was will er da, aber er sucht meinen verlorenen Plastikohrring und das ist eine sehr, sehr gute Idee. Die Wachtmeisterei hat Zimmernummer 1001. Das fällt Stephan auf, der sagt, dass seien orientalische Märchen und die Nummer hätten die sich selber rausgesucht. Betreuung ohne Gesundheit- und Vermögenssorge wurde bis 2022 verlängert. Wenig Verantwortung, langfristige Einnahme. Das ist mal konsequent, welche Richterin war das? Fotodose. Fotos sind schon da. Habe nicht nur Menschen, sondern auch Objektfotos nachmachen lassen. 25 Jahre Hardcore, Scooter. Auf dem Rückweg fällt mir, dass ich die Erdbeerstrickmütze zurück fordere und erst Michi und Markus und dann Gabi für das Theater anbieten da ist sie besser aufgehoben und wäre doch zu lustig die mal auf der Bühne bei „Nordische Nächte“ zu sehen. Steffi ist ja meine Rückrufaktionen mittlerweile gewohnt. Sie holt Suki Donnerstagmittag wieder ab. Herr Russisch-Alkoholiker hat neulich als er in Berlin war noch mal Geld überweisen lassen, damit er dort wegkommt und dann wurde in seinem Kuhkaff mit Karte eingekauft. Fühlt man sich immer verarscht und ich lasse mich aufhetzen, rief heute an, ob Obernwöhren neben Prenzlauer Berg liegen würde, will ich wissen. Hat sich das Bein gebrochen und ist bis Jahresende still gelegt. Hat saisonbedingte Kündigung bekommen bis 01.04. in seinem Fensterputzerjob. Beinbruch war privat, will sich für 600,- € Laptop kaufen.
Überzeugende Widerspruchsbegründung. Therapie wurde abgelehnt bei Herrn Hodscha (weil aussichtslos und er keine Krankheitseinsicht zeigt). Hallo? Der hat für sich selber eine gesetzliche Betreuung beantragt und einrichten lassen und ich bin richtig in Fahrt und setze denen eine kurze Frist um einen rechtsmittelfähigen Bescheid zu erteilen. Will das sonst gerichtlich klären. Dieses den Spieß umdrehen und Druck aufbauen ist wirklich eine gute Idee und ich klopfe mir selber an die Schulter.
Die Kultur hat mich fertig gemacht und von mir aus könnte heute schon Donnerstag oder Freitag sein. Aus Berlin das Zitat des Tages: „Ich beobachte Sie schon seit geraumer Zeit beim Fahrrad fahren. Ihre Art, das Fahrrad zu lenken und in die Pedalen zu treten ähnelt meiner Art, Fahrrad zu fahren ungemein. Lediglich die Art, wie sie klingeln unterscheidet sich (unwesentlich) von meiner und ich fordere sie auf, in Zukunft zu Fuß zu gehen.“ Ich will nur Liebe, Freundschaft und gutes Essen.
Ich trinke gar keinen Kaffee mehr im Büro. Die Psychokollegen hingegen stehen alle 50 Minuten an der Tränke.
Mein Hauptbezugspfleger von Herrn Ihme hat diesen längere Zeit nicht angetroffen und hört zu Ende des Jahres in seiner Firma auf. Das ist schrecklich. Er will vorher noch mal bei mir vorbei kommen um zu klären wie es für Herrn Ihme weitergeht. Dann lieber nicht am Hundetag Donnerstag, sondern Montag früh.
Beim Sport sollen wir auf dem Bauch liegend ein angewinkeltes Bein Richtung Brustkorb ablegen. Ich höre das Stöhnen um mich herum. Das ist eine beliebte Schlafposition bei mir.
Als es Schlafensgehzeit ist erzählt mir Stephan von dem abgeschossenen russischen Kampfjet über der Türkei. Die Piloten wären vermutlich von syrischen Rebellen getötet worden. Über die Grenze geweht oder was? Ich bin sonst echt eher auf der Seite der Türkei, Putin oder Erdogan. Da kann ich nur sagen, wirklich verhaltensauffällige Männer zeigen sich mit nacktem Oberkörper. Der Zimmernachbar von Dieter soll mitunter ganz nackt zu sehen sein nach meiner Schwiegermutter. Oh Gott, wie schrecklich.
25.11. Irgendwie wie Alptraum, das bewegt sich in eine ganz komische Richtung, fühlt sich an als hätte ich noch gar nicht geschlafen aber dann fallen mir die Bilder ein, o.k. war wohl gerade am Anfang, gehe rüber, Gästebett, liegt voll, drängele mich unter die Sachen, die Tüte mit Lampenmaterial lege ich vorher raus und auf den Boden. Passe kaum unter die Decke und alles ist fest. Morgens habe ich geträumt entweder Urlaub mit Marc und Jasmin oder Familienfest. Wir machen Essen, Salat auch noch frage ich (wegen Markthalle gestern). Ja, den essen sie eigentlich immer sagt meine Mutter. Salat waschen, man ist der dreckig, war teuer und muss voller Vitamine sein rede ich mir ein, da ich ihn besorgt habe. Kann man das orangefarbene Teil an dem die Blätter festgewachsen sind auch essen. Schneide es klein und probiere ein Stück. Stephan soll gefälligst beim Putzen helfen. Die Strecke mit der Fähre, die wir zurück gelegt haben war wohl ganz kurz. Ich sehe unser Haus und da könnte man hinschwimmen. Warum sind wir jetzt hier für 500,- € die Nacht frage ich mich und es ist romantisch lautet die Antwort (haben gestern airbnb Wohnungen in Wien geguckt). Habe einen Kuchen machen lassen mit ganz viel Text. Irgendwer erzählt was drauf stand, nein das war Mehr. Den Text muss ich vom Zettel ablesen, weil der ist zerlaufen und man kann nur noch Spuren davon auf der Torte erkennen. Irgendwas mit Danksagung und Wünschen. Größere Gruppe, spielende Kinder. Komisches Gefühl beim wach werden.
Wer kommt alles mit zu Hader und ja, Stephan hat ihn beim Auftritt in München und Köln verstanden, aber das liegt beides nicht in Niederösterreich. Ich glaube, er überschätzt sich. Unsere Wiener Freunde müssen simultanübersetzen oder wir lachen einfach wenn die anderen lachen.
Das Konto von Frau Srilanka ist dicht und Überweisungen gehen nicht und auch Abbuchungen, trotz Deckung. Ich muss zur Bank wackeln und klären, ob das mit der Pfändung zusammen hängt. Das nervt mich total.
Beichte dem Sozialamt, dass Frau Stimmen auszieht und die Leistungen dann eingestellt werden müssen und alles ist wie vorher und ich die Überzahlung für Dezember zurück überweise. Wollte erst mal schauen, ob das klappt.
Konto ist dicht, Überweisungen, die wir mühsam aufgefüllt haben vom 18.11. sind vernichtet. Das sind ja tolle Nachrichten. Ich verstöre den PIN, weil ich unvorsichtig reiße statt zu rubbeln. Dann zwei Faxe. Fahre nach Misburg. Zum Glück hatte ich den Betreuten vorher angerufen. Der kennt sich aus, wäre sonst in die Grammophonfabrik gefahren, weil man mir die Hilfeplanung hier beschrieben hatte. In Misburg war ich noch nie. Vorbei am Laher Friedhof. Das sind die Gräber von Frau Bettlägerig und ich weiß jetzt so in etwa wo. Hier heißen die Haltestellen was mit Kafka, was wirklich kafkaesk ist. Stephan weiß, wie er es mir beschreiben kann, Tedi und Rossmann und schon bin ich da. Das war großartig von ihm. Der netteste Vergewaltiger den ich kenne begrüßt mich an der Tür und ist echt ruhig und aufmerksam. Superaufgeräumtes Zimmer, großer Teddy sitzt auf dem gemachten Bett. Er zeigt mir alles, wir sitzen dann im Aufenthaltszimmer, hässlich eingerichtet, Heimschick, Deko-Streu auf dem Tisch, immerhin Dartscheibe an der Wand da, wo sie freitags alle zusammen essen an einer langen Tafel. Es sind 16 Bewohner. Er hat sich auch überlegt, dass ich vom Allerweg fahren soll. Genauso habe ich es gemacht. Er ist seit fast 6 Jahren trocken und in der Kochgruppe, letztes Mal haben sie Pizza gemacht aber nicht mit Hefe, sondern einen Quarkteig. Das kannte er auch nicht, aber es hat den anderen geschmeckt. Dann ist er im Heimbeirat, wo man reingewählt wird wie ein Klassensprecher. Er ist auch zuständig für die neue Waschmaschine und Trockner, die Funktionen zu erklären, wenn die Bewohner Fragen haben. Nein, das nervt nicht. Er arbeitet 32 Stunden die Woche in der Garten-AT (Arbeitstherapie) und bekommt 40,-€ im Monat dafür, eigentlich sollten es nur 20 Stunden sein, aber kein Klagen. Sie dekorieren jetzt wieder die verschiedenen Häuser der Einrichtung mit Sträußen und Gestecken und arbeiten für den Bazar. Weil er Zweiradmechaniker gelernt hat, hat er die Fahrradwerkstatt hier im Haus mit aufgebaut. Er spielt gerne Billard mit einem Freund. Das kostet in der Spielhalle nebenan 1,50 € pro Stunde und Fußball. Jetzt ist Hallensaison und das Verletzungsrisiko höher. Mit 52 ist er bei den alten Herren. Er geht zur Sucht- und zur Sportgruppe und am Wochenende machen er und seine Freundin mit deren Eltern einen Ausflug nach Bad Nenndorf. Das lieben Rentner, sage ich. Meine Schwiegermutter fährt da auch gerne hin. Wenn die Freundin rückfällig wird, bricht er in der Zeit den Kontakt ab um sich zu schützen. Die Männergruppe war nicht mehr seins, zu viele Junge. Er könnte sich vorstellen auch mal die Küche auszuprobieren nur die Tischlerei will er nicht, mit Holz arbeiten, das ist nicht seine Sache. Er ist Analphabet und man muss ihm zeigen, wo er unterschreiben soll. Seine Tochter hat studiert und lebt teilweise mit dem Mann in Indonesien, der dort ein internationales Wirtschaftsstudium macht. Er hat regelmäßig Kontakt. Zu der jüngeren, die 27 ist, hat er keinen Kontakt und sie untereinander auch nicht, verschiedene Mütter. Bei der Unterschrift kommt die Frage nach dem Datum und der 26. wäre näher am Wochenende, sagt der Mann aus der Beratungsstelle, aber die Mitarbeiterin will heute noch erleben, weil sie nämlich später ins Theater geht sagt sie stolz. Ich frage nach: Känguru-Chroniken. Eine Kollegin hat Geburtstag und sie begleiten sie und es war schwierig 10 Karten zu bekommen. Das ist lustig kann ich schon mal verraten und verabschiede mich wieder und fahre zurück. Der junge Typ aus der Podbi will sich das Haus zeigen lassen, weil er es nicht kennt. Ich finde zuerst den Zugang zum Gleis nicht. Alki-Treffpunkt. Wieder eine alte grüne Straßenbahn. Das nervt etwas, aber die Verbindung ist eins A. Habe Hunger, bestelle das Toast bei Luis wieder ab, weil er damit anfängt als ich Törtchen und Kaffee schon verzerrt habe. Nix für ungut.
Elisabeth kommt eine halbe Stunde zu früh, führt Selbstgespräche im Flur, sagt mir dass sie mit dem Keksverkauf schon angefangen hätten. Ich sage durch die 30,- € die sie extra abgehoben hat ist das Konto leergeräumt bis auf 27 Cent, alles unter 1,- € ist für mich null und ich habe keine Zeit für Schwätzchen und es nervt, dass sie einfach irgendwann reinschneit. Ich hetzte sie auf und dann klappt das Telefonat mit der Wohnbetreuung auch nicht und sie kündigt ihr. Her mit dem Telefon, entweder neuer Termin oder nicht. Das andere interessiert nicht. Langweilig. Das passiert doch immer so und dann wird sie sie wieder anrufen und sich wieder mit ihr am Kröpke verabreden. Ich habe heute keine Nerven für ihre Spielchen und schmeiße sie wieder raus. Wir müssen uns nächste Woche Dienstag treffen. Wo ich nächsten Mittwoch bin? Das geht sie nichts an.
Bei meiner behinderten Schwester hat der Spiralenwechsel nicht geklappt nach 5 Jahren. Es muss alles in Vollnarkose gemacht werden und so kommt heute nur die Zahnreinigung dran. Meiner Mutter geht es wie mir, die verwechselt immer Eierstöcke und Gebärmutter. Paps hingegen ist der total Experte für weibliche Geschlechtsteile und weiß: die Regel kostet viel Energie. Ich sage, da soll er man einen Aufsatz drüber schreiben. Ich sage, die Gebärmutter von Mama war meine erste Wohnung und gemütlich war es da. Ich sei gebärmutterabhängig kriege ich dann zu hören. Er verdient sich ein Zubrot durch Vorträge über die Gebärmutter und ihre Nachteile und für jede Unterschrift für eine Hisektomie (oder wie das heißt) bekommt er eine Provision und bessert damit seine Rente auf. Nein, Weihnachten gibt es erst mal das Duell binärer Code, er gegen Stephan und anschließend wird es mir erklärt und dann gibt es seinen großen Vortrag: Gebärmutter, das muss nicht sein. Er ist bereit Lampe mit mir zu basteln, aber eine Idee muss ich haben. Es war einer der ersten Wienreisen mit Thomas und Yunfeng und ich habe die Lampen aus alten Dosen gesehen, die ausschauten wie stilisierte Blüten, kam wieder und ging mit Patrick zu Conrad und habe für 100,- € eingekauft. Die Tüte mit Materialen liegt seit dem in den Schubladen und ich weiß gar nicht mehr, wie die ausgeschaut haben. Bastelwillig ist mein Paps. Da braucht man viel Hardware ist seine Einschätzung. Jetzt hetze ich Stephan los wegen Fotos finden, die mich erinnern sollen.
Ein Kollege, der Arbeitsrecht macht ruft an und erzählt wie ein Fall ausgegangen ist, den ich vermittelt habe. Es ging um einen Firmenwagen und sie haben sich verglichen. Er will Mittagstisch machen und zu Rossini geht er nicht. Ich hatte gefragt, weil er da um die Ecke ist. Die betrügen, als ich nachfrage, regt er sich über die Alsterpreispolitik (!) auf. Was soll ich dazu sagen? Der wollte mich zuletzt derbe verarschen. Umsonst auftreten vor Gericht mit hohem Haftungsrisiko und das dann „Fluranwalt“ nennen, aber Schwamm drüber oder noch mal ansprechen. Bringt auch nichts. Mein Kollege schreibt mir aus dem Zug. Das ist auch mal schön von ihm zu lesen. Macht sich etwas Sorgen wegen der Bürostimmung und der anstehenden Weihnachtsfeier. Ich habe dann die Idee zur Auflockerung der Weihnachtsfeier. Jeder muss eine zweite Person mitnehmen, die mit dem Büro nichts zu tun hat und die auch einladen (wegen Weihnachten). Ich nehme Steffi mit oder wenn wir ein Pärchen dürfen Chicco und Barbara, dann sehe ich die auch mal wieder. Durchmischung hilft, Verdünnung, Ablenkung usw. Denen erklären wir, dass es einen therapeutischen Hintergrund hat. Der Psychokollege kann auch Psychospiele mit uns spielen. Das wünsche ich mir ja schon lange. Bis einer heult oder ein Knoten geplatzt ist.
Beim Yoga ist heute eine Vertretungslehrerin und das Thema Füße. Zehen spreizen und einzeln auf der Matte ablegen. Die Angeberin kann das, bei mir sind die Zehen ein unbeweglicher Klumpen. Am Ende der Stunde schöne Massage mit Weleda-Öl. Der Fuß ist angeblich eine Abbildung der Wirbelsäule und wenn man im Nacken verkrampft ist, hat das oft was mit den Füßen zu tun und man soll bei Kopfschmerzen das obere Gelenk des großen Zehs kreisen. Welches obere Gelenk? Gibt es mehrere? Bei manchen macht das wohl Knackgeräusche, bei mir nicht.
Rufe Sunl an, wenn unsere Männer schon miteinander telefonieren. Zielpunkt ist pleite schreibt mir Stephan, aber wir gehen doch immer zu Billa. Was interessiert mich das? War eh ein dämlicher Name. Ist Plus auch pleite. Die hatten früher mal zwei Läden auf der Limmer. Katastrophale Arbeitsbedingungen, das weiß ich noch allzu gut.
26.11. Traum: mein alter Ausbilder, Herr Siemering, der m.E. verstorben ist hält Vortrag über historische Esskultur, kleine tragbare goldene Butterfässer, oben mit Kuhle für Salz und welche Brühe es dazu gab auch Getreide, ganz trüb. Davor sind wir in einem Sternerestaurant im 1. OG. Die Plätze hier kenne ich nicht und die Köche hören alle interessiert zu. Er demonstriert an einem Kissen, wie man Fleisch nicht schneidet auch wenn die bei dem perfekten Diner das immer so machen würden und macht dabei Sägebewegungen. Man würde eher mit dem Messer quetschen. Ein Typ der auf mich steht und den ich morgens in der Küche treffe als ich den Toaster suche will kein Spritgeld von mir nur 100 für das Essen. Das ist genau das was ich gezahlt habe sage ich ihm (er hatte uns angemeldet). Auf einmal schaut er beleidigt. Dann geht es um einen Aufsatz über meinen Vater, den ich geschrieben habe.(Er hatte gestern gesagt, dass einen Vortrag von ihm im Internet ist, den will er kopieren, dass wir in noch sehen können, wenn er tot ist). Ich muss die Quellen aus den Fußnoten noch kopieren (durchnummeriert liegen sie auf einem Haufen und irgendwie sind sie nicht vollständig und das wäre ganz viel Arbeit das noch mal nachzuvollziehen) oder soll ich das lassen, zu viel Aufwand und wann soll ich es machen, wenig Zeit nur noch. Irgendwie sind schon alle da und ich will auch meinen Bruder sehen. Kann ich das noch an der Uni kopieren, weil das ist richtig viel. Das reicht doch, wenn ich die Quellen angebe, wie Spiegel Heft soundso Jahrgang soundso und muss es nicht kopieren (Unterschied zwischen Fußnote und Schriftsatz denke ich in wach), das interessiert doch keinen. Ich soll es vernünftig machen meint Stephan. Das wird auch so gut, aber der Text ist ausgedruckt und ich muss das dann auch durchgehen und noch mal nachtragen.
EODM wollen noch mal im Bataclan auftreten. David Sedaris liest am 03.03. im Gartenbaukino, der perfekten Location und die Übersetzung von Harry Rowohlt fand ich nicht so gut in dem Hörbuch. Shithole als Umschreibung seiner Mutter von der Wohnung seiner griechischen Oma ist nicht Scheißrattenloch. Was hat das mit Ratten zu tun? Dreckloch wäre treffender gewesen. Soll ich mich anbieten?
Das Haus bei Steffi ist fast fertig und sieht entsprechend billig aus, nur die Absperrung, hinter der es schon leer geräumt ist, hindert noch den Verkehr. Mache die Postrunde mit dem Hund bei Herrn Schwitzehand, der in Therapie ist. Hier, wo sonst mal ein Zirkus stand, bauen sie ein buntes Containerhaus für Flüchtlinge. Beneidenswert schöner Standort so im Grünen und am Fluss. Wetter so gut, eine Runde einkaufen im Kaufhaus am Steintor, Wolle (das Knäuel was ich neulich nicht genommen habe und jetzt wollte, ist natürlich weg) und Aufkleber und Armreife für Frauchen sowie Pfannen für den Kinderherd. Eine Frau steht neben mir und sagt, man kann wohl als Oma keine lilane Handtasche tragen. Warum, sie hat doch schon eine lilane Mütze wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf und das ist Leder und 80er total in und cool und kostet nur 6,- €. Und wenn die Leute lachen will sie wissen. Auf meine Verantwortung hin nimmt sie sie. Ja, die sollen sich dann bei mir melden. Mein neuer Mantel mit braun, grau, schwarz und Pelz. Ich habe den perfekten Partnerlook mit Suki. Wie gut sieht das denn aus? Ja, ich weiß es. Ziehe ich mich jetzt passend zum Hund an frage ich mich bei meinem neuen Lieblingsmantel.
Der Strafverteidiger hat einen neuen Fall. Mann hat 7 Jahre in Österreich im Knast gesessen und einen Raubüberfall gemacht mit einer deutschen Polizeiuniform, aber einer alten, grünen Känguru-Chroniken. Holger glaubt der hat Demenz und kommt nicht zu Recht, wenn er entlassen wird, Jahrgang 1947. Ich sollte das pinkeln gehen nicht so aufschieben, wenn ich ein Ganzkörperwollanzug an habe. Das ist dann echt kritisch.
Schreibe Herrn Schwitzhand u.a. „Sie haben nur 157 statt sonst 190 überwiesen bekommen. Vielleicht wird jetzt das überzahlte Kindergeld einbehalten. Da entsteht ja auch eine weitere Überzahlung wie bei allen anderen Kindergeldempfängern, weil Sie bekommen das ganze Jahr schon 188 und die berechneten bei ihm nur 184“. 10 Minuten später ruft er an, dass er die Therapie abbrechen will, wenn er jetzt weniger Geld kriegt (das ist eine Auflage und er steht ein Bewährungswiderruf auf dem Spiel und er ist da, wo er Vollverpflegung hat). Oh mein Gott. Frustrationstoleranz wirklich gleich null. Ich bin beeindruckt.
Agentur für Arbeit, Frau Querulantin, die jetzt doch Krankengeld bekommt und die Meldeauflagen des Arbeitsamtes. Macht Fahrtkosten für Vorstellungsgespräche in der Schweiz geltend und zugleich einen Krankengeldanspruch. Die Frau vom Arbeitsamt wüsste doch, wie das sei, krankgeschrieben hieße nicht, dass man keine Termine machen kann. Man kann ja auch zum Arzt und da im Wartezimmer sitzen und ich wüsste nicht, was das für eine Diagnose sei, ob man ihr das anmerkt und sie einen roten Kopf hat oder es was Inneres sei, außerdem sei es halt meine Betreute mit ihrer Thermik, aber gegen Meldeauflagen verstoßen und zugleich einen Krankengeldanspruch haben beißt sich wohl. Ich verwirrt am Telefon, verwechsele immer die Leistungen und nenn das Arbeitslosengeld Krankengeld und sage immer 01.01. statt 01.10.
Die Betreute, die viele Kinder hat, verwitwet ist, Unterleibskrebs hatte, jetzt auch noch inkontinent ist, 10 Jahre älter als ich und sehr primitiv gestrickt ist kommt heute mit der Lebensgefährtin, die auch unter Betreuung steht. Sie weint und sagt, nächste Woche wird ihr schwerster Tag. Der Sohn, der bei ihr wohnt und im Rollstuhl sitzt wird ein Bein inklusive Hüfte amputiert an unserem Hochzeitstag und zwar wegen Dekubitus bis auf den Knochen. Ich wusste nichts davon, dachte der arbeitet in der Werkstatt im Fahrradbereich. Der Sohn hat auch einen Betreuer bekommen vor einigen Jahren und dem ich wohl schlecht geworden als er es gesehen hat. Seit Juli, viel Krankenhaus, darf nicht mehr im Rollstuhl sitzen, weil da die Wunde ist, hat künstliche Ausgänge bekommen im Frederikenstift, ist abgemagert bis auf unter 50 kg, Betreuer kann die Verantwortung nicht mehr übernehmen und schickt ihn ins Krankenhaus, die schicken ihn wieder nach Hause. Pflegedienst sagt, er hat sich aufgegeben. Er spürt keinen Schmerz und vergammelt bei lebendigem Leib, das Fleisch ist schwarz und es stinkt nach Verwesung. Zwischendurch geht es immer wieder darum den Sohn rauszuschmeißen und was er sich wieder geleistet, gibt zu wenig Geld ab und das er selber schuld ist, weil er raucht z.B. So wenig Liebe, das macht mich hilflos. Sie war jeden Tag im Krankenhaus und ist überfordert. Das ist echt heftig.
Der nächste Betreute , den ich seit über 10 Jahren kenne und der jetzt Anfang dreißig ist und weniger Haare hat, die anfangen grau zu werden fragt wann ich Feierabend mache, warum will er was mit mir trinken gehen, denn so klingt es. Ich muss noch arbeiten, er sagt, dass ich aufhören soll an meinen Fingern zu puhlen. Den Hinweis habe ich auch schon mal gehört.
Suki wurde nicht abgeholt. ½ Tag? Verstehe ich nicht. Bei Frau Dement habe ich Kabel ein Fax geschickt und jetzt geht der Fernseher nicht mehr. Auch schlecht.
Ungeduldig mit Hund der sich an Ampel verhakt, lasse Leine los und bin gestresst, dunkel an Leine durch den Park. Vollmond, bin genervt von Autos und der Dunkelheit. Frauchen war beim Zahnarzt, Geschenk wird einbehalten, Strafe erfolgt bei mir sofort, wenn ich beleidigt bin, auch wenn ich dann denke, lustiger Zufall meine Antwortmail habe ich auch nicht gefunden und gut, dass sie es angeht. Wir sehen uns beim Yoga am Samstag. Das mag ich sehr.
Stephan fragt mich auch, ob was sei. Ich kann Stephan die Sache mit der Amputation nicht sagen, es ist noch zu schlimm. Morgen sage ich rede ich drüber. Er versucht durch Raten herauszufinden um was es geht, Mann oder Frau usw. Ich breche das Spiel ab bzw. gehe nicht darauf ein. Das Menü im Jante klingt Hammer. Doch Hamburg absagen und hier bleiben? Es ist wirklich schlimm mit mir. Morgen kommt Georg und bucht den NY-Flug mit Stephan. Das ist toll. Stephan gibt zu bedenken, dass wir die gar nicht so gut kennen und 2 Wochen lang sind, das könnten wir mit engen Freunden oder meinen Eltern machen. Ich sage, sie sind sehr umgänglich/verträglich, das wird schon werden, sogar gut. Lisa Arnold sieht derart gut aus als Adolf Hitler. Ich freu mich schon ganz arg.
Bleibe häkelnd vor der Glotze hängen, Nachtmagazin war früher ein Fremdwort. Stephan geht sich irgendwann nach 12 Uhr die Zähne putzen, dann wieder das Spiel, er schläft ein, ich liege wach, wechsele ins Gästezimmer auf das weiche Bett, das dauert dann auch noch ewig und ich denke an Häkelfarbreihenfolgen und dass ich das Hütchen rauslegen sollte was Georg sich anschauen soll und um 7 Uhr bin ich wieder wach, eine Stunde vor dem Wecker, Stephan schläft noch. Das ist nicht normal.
27.11. Habe Termin bei der Gerichtsvollzieherin heute um 10 Uhr in meiner Betreuungssache Herr Yoga verschoben bekommen bis Mitte Dezember und gehe mit. Der schreibt mir nachts, weil die Gerichtsvollzieherin den Namen des Vermieters haben will, dass sie bestimmt von der Ablöse weiß und ich sage, nein, es ginge allgemein um pfändbare Forderungen. Die dachte, er lebt in einer Einrichtung. Erster Advent plus 2 Wochen ist der 20.12. und das wiederum der 3. Advent. Schicke wieder kryptische Nachrichten zum Spielenachmittag. Außerdem ergeben meine riesigen Häkeldreiecke kein Quadrat. Da muss mir Stephan erst mal bei der Logik helfen, scheiß auf dies binäre System. Mein Angebermann sagt noch, das sei für ihn kein rechnen…..Nächste Woche Freitag gehe ich mit meiner Betreuten zusammen zum Notar und schlage das Erbe ihrer Mutter aus. Ich hole sie an der Haltestelle Schwarze Bär ab. Der Termin ist um 12 und heute um die Uhrzeit treffen wir die Kollegin, die mit dem Notarbüro zusammen hängt. Solche Symmetrien oder vermeintlichen Muster fallen mir immer auf oder ich reime sie mir zusammen.
Mein Schwiegervater muss sich noch gedulden, aber sein Mitbewohner ist ausgezogen, zum Glück. Wartet in der Reha im 2-Bett-Zimmer auf ihn sagt Stephan zur Belustigung.
½ Stunde mit Kabel Deutschland telefoniert. Wieder abgemeldet als Kundin, war am 04.11.2015 und zum 05.11. abgemeldet. Verbindet mich mit der Technik. Der Typ findet die Vertragsnummer nicht. War digitales Fernsehen. Vorher mit dem Vermieter, nein, hier wurde nichts geändert. Grundversorgung ist in Nebenkosten enthalten. Dann bei der Betreuten und der Frau vom Pflegedienst (Frau Ding, ja ich bin Frau Dong, der Betreuten fallen die Namen nicht ein, was ich echt verstehen kann) gelingt es von Radio auf Fernsehen zu schalten. Die Batterien waren falsch in der Fernbedienung. Wochenende gerettet.
Den schwule Türken rufe ich an wegen Frist GBH für Rauchmelderwartung, steht bei mir im Kalender. Er bedankt sich, hat Termin gemacht, war letzte Woche im Krankenhaus. Ellenbogen wurde repariert, ähhh operiert, war Schleim drin, dauerte aber nur einen Tag, war im Siloah, ganz neu, schaut von außen aus wie ein 5-Sterne-Hotel, alles automatisch und innen wenn man reinkommt wie ein amerikanisches Krankenhaus, die große Lobby. Süß, wie er begeistert ist. Bodrum empfiehlt er mir immer. Der hat echt schwere Krankheiten, HIV, Meningitis, und Krebs am After, aber alles gut überstanden und immer gut drauf. Der Hase aus Mittelfeld ist mein Vorbild.
Nicht nur Steffi kam gestern nicht, gleichzeitig angekündigt und abwesend war auch einer meiner Betreuten mit Drogenproblem, der in einer Einrichtung lebt. Rufe da noch mal an, will ihn aber nicht reinreißen. Dann den Arzt auf dem Handy, dort war er zumindest und es soll verlängert werden, so wie er es will und er vertraut nur mir. Das kommt mir bekannt vor.
Auf dem Weg ins Jante erzählen ist Stephan von der schlimmen Amputation. Während die Welt facebook und What’s App benutzt werden ganz stumm Glieder amputiert wie im Mittelalter. Kommt mir nicht fortschrittlich vor.
Ich bin Viertel vor da. Unterhalte mich mit Mona und sage Tony, dass ich ein Hütchen mit seinem Foto gemacht habe, quasi Fantum in bisher nicht bekanntem Ausmaß, was ich mal abends in Szene setzen will. Ist letzter Tag des Mittagstisches. Ich will Jante Stempelkarte.
Urlaubsfamilienfotos aus aller Welt, China, Frankreich, Portugal, NY. Großes Format. Apropos groß, Paul ist jetzt 1,80 m. Wir trinken etwas Alkohol und das Essen ist lecker, hellgrüne Sauce und Rotkohlpulver nur das Brot schmeckt uns nicht. Alex hat ein altes Handy. Die Raben habe die Lasagne gegessen und die Kinder musste ¼ wegschmeißen. Sie macht dann noch Panna Cotta. Freunde aus Basel zu Besuch. Alex bastelt zu Weihnachten und es wird schwieriger die Kinder zu motivieren. Pralinen, Tongeschirr haben sie schon bemalt in dem Laden, der das anbietet. Als Stephan sich über das häkeln auslässt erfahre ich, dass sie Topflappen in Türkis, passend zur neuen Küche gebrauchen kann. Alex hat Esterhazy-Torte gemacht und das hat sie auch an ihre Grenzen gebracht. Ich kann nur ganz primitive Sachen, habe keine Geduld für das backen und muss schon über mich selber lachen. Sie hat ihre Mutter auch gefragt, was ihr mehr Spaß machen würde und sie sagte, das Essen. Da kann ich nur beipflichten. Die Tochter, die nächstes Jahr Abi macht, war bei der Berufsberatung. Ich denke an Arbeitsamt, aber nein, das klingt nach Wirtschaftskanzlei und da wird 6 Stunden lang im Assesment Center alles durchgetestet und dann wird den Eltern 2 Stunden ein Vortrag über die Ergebnisse gehalten. Krass, soziale Neigungen der Tochter, keine. Da reizt die Mutter schon eher das Leopardenproramm in Afrika. Dann passt ja doch Jura als Berufswahl. Aabacus, der Discountbestatter ist in der Marienstraße, Kreuzung Berliner Allee.
Marktcafé bekommt einen neuen Schriftzug auf die Scheiben, kursiv. Mein geistig behinderter Betreuter versichert, dass er 1 & 1 alles geregelt habe. Als ich frage was, heißt es, es ist vereinbart, dass „die gleich morgens abbuchen“. Ich verstehe immer nur Bahnhof. Auf die Schulden der Freundin wird eine Rate überwiesen, das haben die ihnen in Baden-Baden so gesagt, dass es nichts nützt und das muss gezahlt werden und da hilft kein Schreien. Er lässt sich von denen bequatschen und das bringt so nichts. Sie soll zum Amtsgericht und einen Beratungsschein holen. Macht sie nicht, die faule Nuss.
Der depressive Perser mit der Tochter mit großen Augen. Bei der Scheidung war sie 9, jetzt ist sie ausgereift. Die spielen immer arabische Prinzessin und kommen mir unaufrichtig und manipulativ vor. Der vierjährige Sohn im Iran wird vom Stiefvater geschlagen und hat schon Narben im Gesicht, die geschiedene Frau will ihn in ein Heim geben und es bricht ihr das Herz, die Frau ist krank und droht damit erst das Kind zu töten und dann sich selber und sie machen sich Sorgen. ihr Halbbruder leidet und ist erst 4 Jahre, versteht aber schon viel und will nach Deutschland. Mein Gott macht meiner Chaos, mit solchen Psychopathinnen Kinder zeugen, das macht man nicht oder man macht sich mit schuldig. Ich weiß von nichts und dann ist es ganz dringend und hätte vorgestern geregelt werden müssen.
Sumo, das wäre ein Sport für mich, oder? Tiefe Kniebeugen, Beweglichkeit und ordentlich Kalorienzufuhr. Ich wundere mich, weil ich die eine Übung mit Terrabändern nicht hinbekomme und dann fällt der Trainerin auf, dass man nur hochrollen soll auf die Schulterblattspitzen und ich versuche in den Sitz zu kommen, die Beine gespreizt in den Bändern, die man dabei zu Boden ziehen soll, das haut mich immer aus dem Gleichgewicht. Wir müssen beide über meinen Übereifer lachen. Manche gehen mit dem Rollkoffer zu Lidl einkaufen, ich will nur Salzbutter holen.
NY gebucht, Kalender mit fremden Fotos legen, soll nicht gleich von Anfang an ins Gästebett, Mann beleidigt, ich wieder zurück, kann nicht schlafen, doch Wechsel, schlafe beschissener denn je.
28.11. Traum aus der Nacht, den ich morgens noch weiß. Das klappt sonst nicht, wenn ich mich richtig bemühe, diesmal hatte ich es nicht versucht, weil er mir egal war: Suche Tier aus dem Aquarium aus, zusammen mit Stephan, aber ich bin federführend. Wasserschildkröte. Transporttupper, sie passt nicht rein und windet sich und immer schaut ein Teil, z.B. Schwanz, aber wie von einer Ratte, über den Rand. Ich gebe es auf, das arme Tier ist sonst traumatisiert. Dann ist es ein Frosch, wird das andere Tier was ich mir ausgesucht habe, ein Insekt, auffressen. Tut es, das war aus Plastik, jetzt stirbt der Frisch elendig. Spuckt es wieder aus. Schlauer Frisch, hat gemerkt, dass es nicht essbar war. Ich küsse den Nachbar seit neustem auf dem Mund. Bin stark geschminkt mit roten Lippen, trotzdem Lindener Markplatz, guckt Stephan. Wir machen das mehrfach, mehr, d.h. Sex im Treppenhaus, würde alles verkomplizieren. Das will ich nicht. Dann geht es um Scheidungssache, ich bin außenstehend. Sie hat was mit dem Anwalt und darf sich nicht verplappern, ihn duzen vor den anderen, sagt falschen Nachnamen. Sie hat ein Café und lädt eine andere Frau (wohl die Nebenbuhlerin) und das Kind ein, dann sollen sich doch zahlen, aber nur 50 Cent für Kaffee und Kakao und bekommen noch 2 m&ms aus einem Automaten und sollen das total großzügig finden. Die Eingeladene spricht es noch mal ihrem Sohn vor, was sie alles bekommen für die 50 Cent, so wie die Cafébesitzer es ihr gesagt hat. Morgens höre ich wie Stephan ins Treppenhaus geht. Er will sich nicht dazu legen ins Gästebett. Warum ziert er sich, wir haben da auch schon zu zweit geschlafen bei Bauarbeiten. Demo gegen AfD und er will hin? Es regnet ziemlich. Ich ziehe meinen Nachtwollschal aus dem Altkleidercontainer an und den Grünkohlpulli. Ich liebe alle Dinge, die ich fast verloren hätte, diesen Pulli, die selbstgestrickte Mütze in blau-weiß. Gestern vor lauter Jante meine Pille vergessen.
Beim Yoga denke ich an die schlimmen Bilder von gestern Abend. Stephan sagt, es liegt am Häkeln, dass ich schlecht schlafe, aber ich glaube eher am Fernsehprogramm. Russlandfeldzug. In den Dörfern haben sie die Juden einfach vor Ort erschlagen, in den Straßen. Viele haben mitgemacht, die Menschen liefen dann nackt, getrieben und verzweifelt durch die Straßen und wurden erschlagen mit Knüppeln und Eisenstangen, Männer, Frauen, Kinder. Was treibt Menschen im Mob dazu so etwas zu tun? Die Zeit wirkt sonst so kultiviert, Frauen mit Hüten, Kaffeehaus. Wir sind immer noch Steinzeitmenschen bzw. zu allen Zeiten gab es solche und solche, Männer, die ihre Frauen geschätzt und als Partner behandelt haben und welche, die sagten, Frau nichts wert. Eine Evolution der Moral, daran glaube ich nicht und einmal mehr muss man die Menschen in Geschlechter einteilen und nicht in Religionen, weil die Männer waren die Täter. Gut man könnte auch sagen, Frauen haben weniger physische Möglichkeiten, aber Kinder können sie auch erschlagen, dennoch tun sie es nur im Einzelfall als Beziehungsdrama und nicht gruppenweise mit Fremden mit denen sie nichts zu tun haben und die ihnen nichts getan haben.
Wallnüsse ein paar und Ingwer ein großes Stück für 3,50 € auf dem Markt. Steffi wartet bei Luis, ich komme bei Istanbul ins Schwärmen und bei David Seradis und die andere kulturelle Veranstaltung bei der ersten Wienreise im Januar ist mir entfallen. Hader klärt mich Stephan später auf. Mein Gott, was jetzt schon alles hinten runter fällt. Steffi lacht weil ich historische Kostüme abgebe und eine Erdbeerstrickmütze wieder zurück haben will, aber versteht es auch wegen NY und der Erinnerungen. Ein brauner Labrador mit Persianerfell, hat tolle Augen. Hör auf mich zu manipulieren sage ich zu Steffi, darauf bezogen. Durch den Park nach Hause schaue ich, ob Stephans rosa Rad von der Tür steht und fahre dann weiter, noch mal Mozzarella DOP holen von Lidl, der schmeckte wie in Italien, ist aber leider ausverkauft. Auf dem Aldiparkplatz lächelt mich ein junger türkischer Autofahrer so nett an, weil ich ihm verkehrswidrig entgegenkomme und eine Entschuldigung ausdrücke mit der Mimik. Es ist ein Blick des Verstehens und der Sympathie. Das macht es ja verwirrend, dass die nicht alle Monster sind. Zuhause im Eingangsbereich zum Garten, wo ich mit meinem Fahrrad rein will, macht die Nachbarin meine Avocado klein, die ich einfach sperrig in die braune Tonne geworfen habe. Will sie Laubarbeiten machen? Ich biete mich an, heute das erste Mal. Sie lobt zwei Mal meinen Mantel und fragt nach passender Kleidung. Ich komme wieder runter mit Jacke und Stiefeln, nein, Handschuhe brauche ich nicht. Ich habe keinen Ekel davor in das nasse, gammelige Laub zu fassen, hey Verwesung ist das Ziel und mache es viel effektiver als sie und tragen kann ich auch besser. Zu irgendwas muss Yoga ja gut sein. Sie fragt, ob was Schlimmes passiert sei, dass ich mich abreagieren müsse. Also doch, das ist der Grund für Gartenarbeit bei ihr. Es war immer meine Theorie. Die Hände wasche ich im Regenwasser und gehe hoch. Larissa und Markus kommen Morgen zu Kaffee und Kuchen am ersten Advent.
Das Adele-Stück mit Roots auf Kinderinstrumenten, was Stephan morgens gespielt hat ist mein Ohrwurm die Tages. Der Kalender für meine Eltern wird echt gut. Stephan kommt von der Demo gegen AfD. Finde ich sehr gut, dass er gegangen ist. Ich mache Ingwertee mit Honig und Zitrone, er zeigt mir einen Trailer zu Ice Age 5, wie das Sonnensystem entstanden ist und die Planeten vorher wie Billardkugel im Dreieck lagen. Er schimpft über meine Lidl-Einkäufe. Parmesan und Rucola schmeckt super auf der Pasta von gestern. Warum soll ich einen winzigen Bund Rucola auf dem Markt für 1,20 € kaufen, wenn es ganz frische Ware eine Schale voll bei Lidl für 99 Cent gibt. Gut, das ganze Verpackungsmaterial nervt. Stephan findet eine Wohnung in NY, die sehr minimalistisch eingerichtet ist, eine umgebaute Kirche. Unsere erste Wahl mit zwei Badezimmern ist schon belegt. Ich bin mit allem einverstanden. Schaffe es nicht bei den Gastgebern in Hamburg anzurufen, einfach weil ich so ungern telefoniere. Muss ich mal tagsüber machen. Die pürierte Gemüsesuppe mit Sellerie, Kohlrabi, Kartoffel, Kürbis und Birnen schmeckt scharf und krass. Muss Morgen Sahne rein vom Kiosk, die gute aus der Wendland brache ich für den Kuchen. Der Topf ist voll und bleibt auf dem Herd stehen und kommt erst sehr viel später in den Flur, weil mit heiße Suppe rausstellen habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Das Holzschränkchen ist nackt und ohne Glasplatte und das Holz muss auch geschont werden. Suche bis nachts um halb 1 für den Kalender, das Wohnzimmer ist übersät, 12 Blätter sind fertig im 1. Schritt mit Collagematerial dazu. Der Urlaubsfotovorrat reicht noch 2 Jahre rechne ich aus. Wundere mich teilweise über die Auswahl der Bilder, abgeschnitten, unscharf, aber so ist das wohl mit fremden Bildern. Im Fernsehen läuft Turmspringen von Promis, der eine sieht aus wie ein dicker, türkischer Georg Clooney.
29.11. Nachts herrscht mich Stephan an, ob ich schon wieder abhauen würde und rüber gehen und ich muss nur pinkeln und rede nachts nicht gerne, muss mich aber rechtfertigen. Traum: die Schwester meiner Mutter verteidigt Hitler, den hätte man mussverstanden oder das sei differenziert zu sehen. Will ihr die Filme von den nackten Menschen, die auf offener Straße erschlagen werden vorspielen und sie zwingen sich das anzuschauen, an einen Stuhl festbinden (so Clockwork Orange mäßig) und sage es ihr. Festival, ich habe Wurst weggeworfen und zeige das einem Metzger, d.h. die Verpackungen im Müll und entschuldige mich dafür, das mit das passiert ist, dass sie schlecht wurde. Es geht um ein bestimmtes Produkt und er soll mir bei der Aufklärung helfen. Ein Metzger aus Bayreuth hat ganz tolle Sachen. Habe Glitzerleggings vom Claudia an, metallic und die löst sich schon auf. Die Schichten gehen nicht nur ab, die bekommt Löcher und das nach ein Mal tragen. Gibt es so schlechte Qualität? Alex, für die ich gestern den Kalender gemacht habe schenkt mit lauter kleine Verpackungen aus Wien zum Basteln, für Hütchen darunter auch eine besondere Rarität mit Glitzer, eine kleine eckige Verpackung eines bekannten Ladens und ihr Begleiter wundert sich noch, weil die schwer zu kriegen war und sie sich extra besorgt hat. Dann will ich eine künstlerische Collage mit einem Foto von ihr machen, aber das ist gar nicht so einfach, weil sie immer so normal ausschaut, lieb, harmlos, immer gleich, keine Hintergedanken, wie Fa-Duschdas-Werbung, d.h. da ist die noch verrucht. Sie ist zwei Mal nebeneinander auf dem Bild, was nicht geht, wie Zwillinge, lächelnd mit offenen Locken vor einer Löwenstatue. Ich schneide erst mal nur die Köpfe aus und den Löwen als Hintergrund und frage mich, ob das helfen wird und werde wach. Stephan macht schon Kaffee, es ist 9:20 Uhr. Er lobt, dass ich da geblieben bin und wollte nur beweisen, dass er mein Weggehen bemerkt, wie auf aufmerksamer Wachhund und nicht schläft, wie ich immer behaupte und ich sage, dass nachts zur Rede stellen fand ich scheiße.
Stephan schlägt Paul Anka in New Jersey vor, was ich schon ziemlich Rentnerprogramm finde und Georg schreibt, sie wollen in ein Musical oder Konzert im Central Park. O.k. da sehe ich getrennte Kulturprogramme, zumindest in diesem Punkt. Ich will lieber in eine Late Night oder Comedy Show. Ich bastele und der Rücken tut weh, gleich ist der Kalender mit den fremden Fotos fertig und die 1. Advent Gäste kommen in 30 Minuten. Ich bin stolz, dass ich so passende Collagematerial aus meiner Sammlung habe. Zu den China-Fotos finde ich handschriftliche, chinesische Quittungen von unserer China-Reise. Ich habe mit der Pfanne mit der Walnußmasse einen Abdruck auf dem Holztisch hinterlassen. Tja, da ist mein Mann fein raus, wieder alles klar, hätte er mal helfen können und wer nichts tun, macht keine Fehler und hinterlässt keine Spuren, aber so ist es natürlich nicht, weil man auch backen kann ohne was zu beschädigen, halt ich nicht. Er hat den ganzen Tag schon Borderline Anwandlungen: ich will nicht mehr mit ihm verreisen, letztes Jahr schon musste er sich die Hochzeitsreise mit meinen Verwandten teilen und dann nachdem er gesagt hat, er mag keinen Fisch oder nicht so gern sagt er Thomas und Yunfeng und Claudia wüssten wo er gerne hingehen würde. Mir platzt der Kragen und jetzt bekommt er was er wollte, ich sage ab, d.h. ich schreie Stephan an und bedrohe ihn mit einem Löffel. Dann kommen die Gäste, etwas zusammenreißen, aber sie merken die schlechte Stimmung. Larissa will lernen, wie man Dreieckstücher häkelt. Ich denke sie will mich verarschen. Ich schenke ihr mein letztes buntes, mit dem gelben Rand, was mir so gut gefallen hat, aber nur über dem Stuhl hing und das senffarbene mit Muschelmuster, was ich insgesamt 4 mal gehäkelt habe, weil ich immer wieder Fehler eingebaut und dann 2/3 wieder aufgeribbelt habe u.a. als meine Eltern zu Besuch waren und in Venedig war es dabei und dann noch den Kalender, den sie wohl gut finden. Markus hat das zum Geburtstag bekommen und sie einfach so. Unterschied ist Papier, aber vielleicht mache ich mir zu viele Gedanken. Markus nimmt die Erdbeerbommelmütze, das Mottenloch hatte ich vorher geflickt und dabei entdeckt, dass die „Made in Scotland“ ist, was sonst? Meine Engadiner Nusstorte ist richtig lecker geworden, der Mürbteig hat eine leckere, buttrige Konsistenz und schmeckt mit der Salzbutter nach Shortbread. Ich zeige Larissa Granny Square und sie macht Probestück, die Häkelnadel lässt sie liegen. Morgen ist Hagida Gegendemo. Haben die ein langes Wochenende in Hannover gemacht oder was? Später sprechen wir uns aus so gut es uns möglich ist, ich erfahre auch, wo Stephan gerne hingegangen wäre, irgendwas mit Table und er überlegt schon Dienstagabend zu fahren, aber ein Theaterprogramm ist so kurzfristig nicht auf die Beine zu stellen und ich gehe derweil den Bügelberg an. Kalender, Kuchen, Bügeln. Ich war recht produktiv. Das Video mit Adele und den Roots begleitet mich das ganze Wochenende und gefällt mir richtig gut.
BM-Outfit 20.11. bei Piu
BM-Outfit 17.11.
Der Sektkühler als Rollator und die feierliche Feier eines ganz besonderen Kindes
16.11. AB u.a. Elisabeth “Heute Morgen um Viertel vor 9 eine mächtige Faust in die Fresse bekommen, hat geblutet“…holt sich noch mal 10 oder 20 bei der Bank, o.k. bis Mittwoch.
Frau Srilanka musste fixiert werden am Wochenende. Morgens ist kein Arzt zu sprechen, sie ist fixiert, nachmittags um 17 weiß es der Arzt nicht, ob sie noch gefesselt ist und ja, 5-Punkt Fixierung. Der Kopf mit festgeschnallt? Das ist als Krisenintervention o.k., aber das geht doch nicht stunden- und tagelang.
Bei Frau Nähstube. Ja, ich bin am Haus vorbeigefahren. Ich bin so doof. Es gibt türkischen Mocca und Gemüsekuchen, überall sind Linsen usw. in den Tupperdosen. Das mit dem Kochen hat sie drauf und die Klamotten kauft sie für den Sohn, sie macht Kleiderring, gut, kostet auch Geld. Soll den Vater auf Geld anhauen, der hat gerade Haus gekauft und es geht ihm gut mit seiner Waschanlage. Das mache ich jetzt, weil sie sich nicht traut und die Bank hat ihr eine sinnlose Versicherung angedreht, Unfallversicherung, wenn man schon berentet ist. Die kann sie nur reduzieren hat man ihr gesagt. Das werden wir sehen. Der türkische Mocca ist mal wieder köstlich. Das mir Kaffee ohne Milch so gut schmecken kann. Gut seit Italien ist das eigentlich klar. Mit Herrn ADHS zum Vorgespräch auf der 11. Er und seine Freundin hassen sich richtig. Ich sitze staunend dabei und dann werden wir zum Glück von der Station reingeholt. Die Ärztin hat Spinnenfotos an der Wand und überall liegen die Spitzen und anders Material in Kartons herum. Kaufe Jasmin die Retrohandtasche, die ich Samstag im Fairkaufhaus in Langenhagen gesehen habe. Die sind echt ungewöhnlich und charmant und die Farbe ist auch gut. Die schwarz-weiß Fotoausstellung ist schon vorbei. Mittag klappt nicht.
Tochter des Kollegen hat das Konzert im Übungsraum gefilmt wie mit einem Stativ, die Aufnahmen des Künstlers waren wieder nicht zu gebrauchen.
Frau in der Umkleide weiß über den Kollegen, dass man bei Muskelkater nicht Sport machen soll. Was Du gehst zum Yoga, wenn Du Muskelkater hast, da ist doch schon alles kaputt. Das gute „Wissen“ aus dem Internet. Da kann man von A bis –A alles schriftlich finden und sucht sich dann die Informationen, die man will und das ist das Wissen. Sie lobt meine Farben und findet das „mutig“ in einem Atemzug. So habe ich es noch nie gesehen. Die redet ganz viel und stört in der Stunde weiter. Ich habe vermehrt Schwindel beim Hochkommen, ob ich da mal umfallen werde? Mache Partnerübung mit Gurt und sehe erst danach, dass die schwanger war bzw. höre es. Sie hatte zum Glück den Gurt an die richtige Stelle um die Hüften gelegt. Ich schicke meiner Tante ein Dreieckstuch. Sie mag bunt und gemütlich. Damit verbringe ich Stunden und Tage….
17.11. Werde früh wach. Meinen Schwiegervater holen sie gerade zur OP. Adventskalender für die Eltern von Hilda.
Rufe beim Gericht an, wo ich heute und Morgen überall nicht hinkomme, habe Wichtigeres zu tun. Fahre zu Frau Srilanka. Heute geht nicht wegen Taufe. 4 mal schon auf Station angerufen und der Arzt ruft einfach nicht zurück.
Marc wegen einstweiliger Verfügung gegen Stromversorger nach einem Wechsel des Kunden (unter Vorbehalt zahlen, ist das nicht einfacher). Noch mal Italien, das Haus mit Pool, Kinder haben Turniere in den Ferien. Vielleicht sehen wir uns vor Weihnachten. Mittagstischkollegin meldet sich. Ihr Vater ist verstorben. Das tut mir leid. Sie lässt gerade Fotos ihrer Familie, vor allem die Kinder wohl nachmachen für einen Kalender, also doch noch einen mehr. Das mache ich aber echt gerne. Der Kollege hier erzählt von einer türkischen Hochzeit beim Ihmezentrum wo in die Luft geschossen wurde, aber so richtig und gleich groß Alarm war mit Polizei. Alle sind vorsichtig, aber ehrlich gesagt nerven schon die Autokorsos genug.
| Datev schreibt mir: |
| Wandkalender RECHT witzig 2016 |
| Sehr geehrte Frau A,
so erleben Sie das Jahr 2016 mit einem Augenzwinkern: Der farbige und hochwertig verarbeitete Wandkalender enthält auf zwölf Monatskalenderblättern neben einem Kalendarium humorvolle Zeichnungen zum Thema Recht und Gerechtigkeit und zur Beziehung zwischen Rechtsanwalt und Mandant. Der Kalender eignet sich auch als attraktives Geschenk für Ihre Mandanten. Als DATEV-Mitglied können Sie den Kalender mit Ihrem Kanzlei-Logo und zusätzlichen Text über www.datev-e-print.de individualisieren. Dort finden Sie nach kurzer kostenloser Registrierung die Kalender im Bereich Vermarktungshilfen/Wissensvermittlung. Auf diese Weise bleiben Sie das ganze Jahr über bei Ihren Mandanten präsent. Das Format des Wandkalenders ist mit 28 cm x 28 cm (bzw. 28 cm x 33 cm individualisiert) optimal auf den Versand per Post zugeschnitten, denn er kann als Maxi-Warensendung zu je 1,90 € verschickt werden. Jeder Kalender ist bereits in einem offenen Umschlag verpackt, den Sie zum Weiterversand an Ihre Mandanten nutzen können.“ |
Oh, bloß nicht.
Kissen darf jeder nähen, wie diese länglichen Tiere, gerne Schlange oder Dackel, die man gegen Luftzug auf den Türspalt legt. Glaube nicht, dass man für so was ein Gebrauchsmusterschutz bekommt.
Frau Lustigsprech. Die kann ich auch nicht vor der Tür parken während ich noch zu Ende telefoniere, weil sie sonst alle unterhält. Es geht um Kleiderspenden für die Kranken, die eine Frau mit Glatze, aber sie sieht das Herz und nicht das Äußere. Die in Empelde, die Schrottpfeiffen, die freuen sich nicht und sage nicht danke. Wo ist dieser Turm, Endstation Marienwerder und sie weiß aber nicht mehr den Weg, will da mit Stöckern Beruhigungslauf machen. Die Wohnbetreuung hat sie gekündigt, der Fochler, der fiese Mistkerl war geizig und hat ihr nicht 2 Stunden gegeben, Kranke werden durch die Gegend gejagt, wie Frosch, so wird sie ihren Bluthochdruck nie los. Der Schrottarzt hat sie auch verarscht am Schwarzer Bären, hat ihr Chemiebombe gegeben und jetzt ist der Finger taub. Die gute Apothekerin hat ihr Knoblauchtabletten und Grapefruitsaft gesagt, auf Naturbasis. Hoffentlich ist Freitag nicht der Schrottbetreuer bei Beta, der Türen knallt mit seiner riesigen Horde, sonst haut sie gleich wieder ab.
Treffen mit dem Betreuten in der Ausländerstelle. Länger nicht gesehen. Als er noch Drogen genommen hat, sah er besser aus und hatte mehr Energie. Er ist wie ruhig gestellt und hat ein aufgedunsenes Gesicht und sitzt da wie Schluck Wasser in der Kurve. Neue Sachbearbeiterin, sie muss sich einlesen. Ihnen fehlt angeblich das Urteil der Verwaltungsgerichts zu den Abschiebungshindernissen. Ich habe nur einen von zwei Aktenordnern dabei. Ich habe alles übersandt und könnte wetten, dass ist in der Akte. Soll ich noch mal reinreichen. Fingerabdrücke nehmen sie schon mal. Am Bredero-Hochhaus hängt auch lustige Bundeswehrwerbung: Grünzeug ist auch gut für Deine Karriere. Wir sind die ersten, Stephan und ich, dann kommen Claudias Eltern mit Ex-Schwägerin und Nichte und ich lasse mich mit Kaffee bewirten an den Bierbänken im Seitenflügel der Kirche, weil das Gemeindehaus gegenüber wird gerade neu gebaut für 3 Millionen, wo Claudia und Thomas in den Kindergarten gegangen sind und esse die selbstgemachten Plätzchen, mhhh Vanille Kipferl. Ob ich es Löffel brauche zum Umrühren. Nein. Sie machen die Milch zuerst rein, erklärt mir Claudias Mutter. Ja, das ist schlau. Marcel ist sehr nett und sympathisch. Claudia hat echt die süßeste Enkeltochter der Welt und Stephan ist der allerbeste Taufpate aller Zeiten. Wir hatten so eine schöne Zeremonie und der Pastor hat das so super gemacht, eine Privataudienz an einem Dienstag (kann ich nur jedem empfehlen). Der Pastor ist echt eine Rampensau und macht seine Sache sehr gut. Ein bisschen Diva meint Stephan auch. Zu Beginn singen wir in kleiner Gruppe „He’s got the whole world in his hands“ auf deutsch mit Bewegungen dazu. Das ist für die Kinder und es kommt auch gut an. Es sorgt für Interaktion, wenn man sagt: er hat Dich und mich in seiner Hand und sich dabei zu seinem Nachbarn dreht. Paten sind wichtig, gerade für später, weil Eltern sind zu nah dran. Kinder bekommt man um sie loszulassen. „Bestes wollen“ schränkt ein. Er stellt die Taufe selber geschickt an und dreht Hilda nicht gegen ihren Willen auf den Rücken (dann winden sie sich wie Würmer weiß er), sondern lässt sie in das Becken schauen und sie darf mit dem Wasser plantschen. Er nimmt eine Muschel als Gefäß und Symbol und schenkt sie den Eltern. Muscheln nimmt man auch mit beim Jakobsweg, aber die ist nicht von einer Wallfahrt, die hat er sich von Gosch sponsern lassen. Ich lerne dazu, dass Taufe nicht nur mit Wasser was zu tun hat, sondern auch mit einem bestimmten Öl, zumindest bei den Katholiken. Ich kann das Glaubensbekenntnis sprechen und bei Vielem mitgehen, nur die Vorstellung vom ewigen Leben geht mir ab. Das spielt bei meiner Religion nicht so eine große Rolle. Da denke ich an meine Oma, die sich auch immer angelegt hat beim Thema Jungfrauengeburt (Symbol und nicht wörtlich zu nehmen), Abendmahl (Gott hat nicht seinen Sohn geopfert um uns vergeben zu können) und an Wiedergeburt glaubte, Stichwort: alte Seele. Vor der Kirche ist ein Weihnachtsmarkt aufgebaut und hier ist wohl immer viel los mit 5 oder 10 Taufen an den Sonntagen und vielen Hochzeiten. Diese Feier der Ankunft der Kindes und der Aufnahme in die Gemeinde ist für uns alle was Besonderes, besonders für die Eltern, denn sie haben es sich alles gut überlebt und Hilda hat heute auch Namenstag und es ist der Todestag ihres Großvaters väterlicherseits. Nachher zeige Claudia den hellen und warmen Anbau, den mir zuvor ihre Mutter gezeigt hatte und den ich als Wintergarten bezeichne und er korrigiert immer, dass es eine Kapelle sei, o.k., dann nenne ich es Yogaraum. Er mag mein Hütchen und will davon eine Visitenkarte, leider ist eine Blume abgefallen. Halte bei Indigo und frage, ob ich die Heißklebepistole benutzen kann. Duze die Frau, die Klebepistole ist auf Betriebstemperatur. Nordstadt und hier, die haben ganz schön expandiert. Weiße Blumen für Hildegard als Entschuldigung, dass ich sie geduzt habe. Können wir doch machen sagt sie und siezt mich weiter in einem Satz.
Ich spreche immer stolz von unserem Patenkind, weil so sei es auch gemeint wird betont und ja, dieses Amt verlangt auch eine Stellvertretung. Hilda hat das gute Laune- und Partygen und wird die neue Rihanna. Davon bin ich fest überzeugt (sie geht total ab bei Musik du macht superlustige Tanzschritte, der Hammer). Sie und ihr Kumpel Piet haben stundenlang durchgehalten und geheult oder geschrien wurde einfach nicht. Piet hat im Röhrbein einen Sektkühler umgedreht und sich selber einen Rollator gebaut. Wie schlau. Claudias Eltern sind ein Phänomen, waren damals alt als wir bei Ihnen im Garten waren und Elena eingeschult wurde und jetzt planen wir Kartoffelpuffer im Garten bei Einschulung der Urenkelin. Der Vater war schon beim Nußknacker im Bolschoi-Theater und an der Wiener Hofburg und hat alle großen Häuser Europas konsequent abgetingelt. Alles ist so stimmig an diesem Tag. Auch schön, Steffen mal wieder zu sehen, der auch gereift ist und ein Jobangebot in Hannover bei den Menschenaffen bekommen hat und das so wenig machen wird wie Claudia das Clichy übernehmen wird.
Um 5 Uhr mache ich mich auf ins Büro. Dort mache ich 2 Klagen gegen 3 Bescheide, Anlagen kopieren, faxen. Hoffe das reicht. Muss meine ganze Konzentration zusammen reißen und zu mehr reicht es eben nicht. An Sport ist nicht zu denken, fühle mich wie im Jetlag. Meine Eltern wollen das Fußballspiel gucken. Warum frage ich. Niederlande sei immer interessant und man müsse jetzt ein Zeichen setzen. Zuhause sagt mir Stephan, dass es abgesagt wurde. Live hören wir das Hörspiel. Die lakonischen Sprüche der Niedersachsen an die Budenbetreiber: hören Sie auf, Getränke und Würste zu verkaufen….es gibt keinen Grund, warum Sie sich weiter am Stadion aufhalten, gehen Sie ganz normal nach Hause. Sehr lustig. Hannover ist Paris des Nordens. Meine Mutter wollte noch, dass mein Vater anruft, dass wir nicht rausgehen sollen.
Claudia ruft noch mal an und sagt, dass ihr Kirche so auch gefallen würde, früher sei Kirche eher der Treffpunkt der bösen Menschen gewesen. Die Yogapraxis als Ersatzgottesdienst. So positiv habe ich es halt auch erlebt in Kalifornien. Freundliche Menschen, die für einander da sind, sich austauschen, ihr Leben teilen und einander unterstützen und wenn einer krank ist wird abwechselnd Essen vorbeigefahren und das wird alles organisiert. Der Ostergottesdienst im Freien, bei dem man sich vor Sonnenaufgang getroffen um den dann gemeinsam zu erleben, die Kinder im Pyjama und danach zusammen frühstücken war immer ein Highlight und man fühle sich so aufgehoben in der Gemeinschaft und das sinnliche hat immer eine große Rollen gespielt. Die Persönlichkeit war nicht als Grenze spürbar, man wurde schon als Individuum wahrgenommen und gewürdigt, das sogar sehr, aber die Einheit mit den anderen und der Natur überwog und stand im Vordergrund, wie Tropfen im Meer und nur Glück und Aufgehobensein und keine Einsamkeit und kein missverstanden werden und keine Abgrenzung. In Deutschland wurde man von den fremden Erwachsenen angesprochen so, dass es einem Angst machte. Die Frau, die meinem kleiner Bruder sagte, wenn er nicht aufhört zu weinen, dann holen ihn die schwarzen Männer ab und eine, die mich fragte, ob der Knopf fehlen würde oder ich nur zu faul war den zuzumachen. Das war viel Struwwelpeterpädagogik in echt.
18.11. Traum oder Halbtraum doch einen Kalender für Hilda und Familie oder denen schreiben. Traum: Sind in Nürnberg im Hotel. Der Wellnessbereich kostet mit Tagesticket nur 16,- aber mag Marcel so was? Dann bin ich mit Elena im Schwimmbad und wir kommen gerade aus dem Becken und Hilda ist Säugling und schläft neben einer Liege auf einer durchsichtigen Plastiktüte. Sie hat sie dort abgelegt. Ich habe eine Kerze angemacht und das Wachs ist auf das Handtuch getropft und hat es derbe eingesaut. Will es trocknen lassen und versuchen abzupuhlen und eine Frau läuft mit ihren Socken in die Wachspfütze. Als ich die Kerze auspuste beschwert sich eine Frau über den Kerzenrauch, raucht aber selber eine Zigarette. Es geht um Marianne und sie sucht ihre beiden Mitmusiker und der eine soll mit mir im Schwimmbad sein. Die haben einen Nachwuchsmusikpreis bekommen, aber ob sich das mehr auf sie und ihre Stimme bezog oder auf die Songs, die demnächst Hits werden, vermag ich nicht zu sagen. ich finde sie ist musikalisch da noch nicht so angekommen und sollte es vielleicht mit einem anderen Musikstil probieren, aber vielleicht liege ich daneben. Irgendwer hat sich ein Instrument geliehen und ich muss es Georgus zurück geben und es ist beschädigt. 3 Saiten sind gerissen und eine Verstellschraube oben ist abgeknickt. Sollte man denen ein Hotelpaket schenken mit Übernachtung und Essen und dann können sie auch nach Erlangen fahren von dort aus.
Es stürmt und die Bäume biegen sich. Stephan will mich nicht rauslassen. Wie Robert könnte ich davon fliegen, aber ich nutze keine Regenschirme zum Glück. Soll ich versuchen Claudias Eltern Festspielkarten über meine zu besorgen? Das fehlt dem Vater noch, der sonst in allen großen Häusern Europas war. Wiener Hofburg, Bolschoi-Theater, Nussknacker usw. Bei allen Verfehlungen finde ich sie irgendwie cool. Haben eine selbständiges Leben, Interessen und auch aneinander, ist scheint mir keine reine Vernunftehe oder Abhängigkeit, sondern sie sehen immer noch ihren Partner und eine derart langjährige Beziehung muss mir einfach Respekt abnötigen. Das Leben ist die Schule und die Beziehung die Universität.
Nach einigen Telefonaten mache ich mich auf. Erst Ausländerstelle, die Unterlagen gegen Empfangsbekenntnis. Hier arbeiten welche, die ausschauen, als hätten sie letztes Jahr Abi gemacht. Ich treffe Lino, der wohl einen Strafzettel bezahlt hat und er schlägt sich so durch und ich soll zuhause grüßen. War kurz davor ihm zu sagen, dass wir jetzt öfter wieder vorbei kommen, weil der Koch vom Beckmanns weggezogen ist. In der Stadt, beim Innenministerium, Landtag, Bahnhof, überall Polizei, steht sich die Beine in den Bauch und sitzt im Auto und guckt auf Handy. Dann Station 5.2. Frau SriLanka strahlt als sie mich sieht und fällt mir um den Hals. Ich bin so elegant angezogen, golden und Fell und es sieht so schön aus. Gott segne und schütze mich. Mehrfach muss sie mich umarmen. Die haben sie gefesselt, weil sie eifersüchtig sind. Sie ist mit den Kennedys verwandt und mit Bill Clinton und will zu ihren Verwandten nach Kanada auswandern und eine Greencard beantragen. Sie ist so traurig, weil der Tisch nicht gewischt ist. Sie kann sie so schlecht konzentrieren. Ja, Handy zurück schicken. Sie braucht keine neues. Zwei Überweisungen füllen wir aus. Sie hat wohl gepupst und sagt: upps, ich habe gepupst und wedelt mit der Hand und verzieht das Gesicht, wir müssen rausgehen, weil sie es nicht riechen kann. Die Sonne scheint und sie will raus an die frische Luft, aber die lassen sie nicht, sie habe keinen Ausgang. Ich habe die Unterbringung veranlasst und zu verantworten, weil es eine nach § 1906 BGB ist und kann auch entscheiden, ob ich es mir zutraue mit ihr raus zu gehen, aber eine Diskussion vor ihr will ich auch nicht. Die sind so doof. Der Zug fährt ein und ein Mann sagt, das schaffen sie, wollen sie einsteigen, „da“ zeigt mir das Fahrradabteil.
Der Dicke im Rollstuhl hat eine fristlose Kündigung bekommen und ist aufgeregt. Es gibt zu dem Servicehaus Behindertenhilfe auch keine alternative Wohnform. Die Mietrückstände weil er mit dem Elektrorolli das Telefon aus der Wand gerissen hat sind alt. Oktobermiete habe ich wohl bisher überlesen. Endlich erreiche ich den Arzt von Herrn Minus. Er verordnet alles was ich will und steht 100 % hinter mir und ist der Familie verpflichtet. Elisabeth. Korallenroter Rock, Glitzernagellack dazu wäre gut in weiß oder in bunt. Sexuelle Freiheit schadet anderen. „Warum das“, will ich wissen. Wenn sie mich jetzt entführt, weil sie mich sexuell attraktiv findet und mich missbrauchen will. Manche müssen in der Pause eine kurze Zigarette rauchen, wie heißt das? Philly. Das ist schneller Sex. Hannover ist doch kleiner, hatte 800.000 zugestanden, aber es sind nur knapp über 500.000 Einwohner. Sie spricht von Geheimcodes, dieser Mathesprache mit 0 und 1. Das sei der binäre Code und man kann damit jede Zahl ausdrücken und wie will sie wissen. Das kann ich ihr auch nicht erzählen. Will fast meinen Paps anrufen. Den lasse ich mal einfliegen für eine Privatvorlesung. Das ist mir die Sache Wert und vielleicht kapiert sie das auch besser als ich.
Normann war bei meiner Ausstellung Kunst im Korridor und das weiß ich gar nicht mehr, habe Dankesmail gefunden. Kollege hat Unterlagen vergessen, die ich suche, finde und scanne. Er sagt, er habe nicht mehr damit gerechnet, dass einer im Büro sei und warum hat er dann angerufen will ich wissen. Weil er mich fragt, ob ich noch da sei, nein, hört er doch.
Hüftöffnungen kann ich wohl gut. Ich glaube Etliche schauen erschüttert und höre wie Julia sagt, wäre langweilig wenn wir alle alles gleich gut könnten. Die anderen haben schon im Sitzen eine riesige Lücke zwischen Knie und Fuß beim Überkreuzen. Vielleicht Würzburg in den Romeo und Julia Laden oder Wein am Stein zum Hochzeitstag?
Nazibräute haben bunte Haare und erzählen völkischen Mist. Wie Stephan zu Recht sagte, die Christen mussten sich auch nicht von Breivik distanzieren. Männer sind das Problem nicht Moslems. Die sind selber Opfer der Terroristen.
Will Stephan sagen, dass er die Liebe meines Lebens ist, tue es auch, aber irgend endet das wieder schräg. Er sagt dann: das weiß ich gar nicht mehr und schon hängen wir wieder fest. Ich hatte die Jungs angeschrieben mit „Hamburg hat so viel Schönheit“ Emil Nolde. So hat der sich Aufträge erschleimt.
Ich glaube, der De Maizere will sich wichtigmachen. Stephan kennt den binären Code auch, erklärt es aber anderes und nicht mit Potenzen. Ich lasse sie Weihnachten gegeneinander antreten.
Charlie Hebdo: Sind haben die Waffen, wir den Champagner und der Typ, der oben tanzend reinfließen lässt und unten kommt es wieder raus durch die Schusslöcher, wie der reinste Tischbrunnen, schön symmetrisch. Sehr gut und besser als Kriegspropaganda. Das ist letztes Mal auch in die Hose gegangen.
Mein Magen zwickt und sticht, er gelingt mir trotzdem nach einiger Zeit einzuschlafen.
19.11. Traum: Sind mit meinem Vater und einer vierten Person (Kathrin?) unterwegs in SF. Hier in einem Wohngebiet gibt es viele interessante Schwulenbars und das wollen wir uns anschauen und dort einen Apero vor dem Essen nehmen. Es sind Privathäuser, wo sie die Garage geöffnet und umgebaut haben. Erst ist es ganz voll und dunkel und Paps verunsichert. An der Bar schauen wir auf die Cocktailliste und wählen. Paps nimmt den ohne Alk und ich entscheide mich um von einer Margarita auf was Leichteres. In Krügen ist ein kohlensäurehaltiges Getränk auf frischen Erdbeeren und sieht lecker aus. Der Barmann hat meines noch nicht gemischt und hat dann weniger Arbeit wie ich ihm sage. Er spricht auf Deutsch. Es gibt hochwertige Cashewnüsse. Warum 4 für 2 fürs Essen will Paps wissen. Weil sie jedem Gast 1/2 Portion Essenspausale für die Nüsse berechnen. An der Wand hängen Bilder, ganz dicht gehängt, Fotos und Metalplatten mit Musterdruck. Eine solche will Paps untersuchen und nimmt sie von der Wand und bekommt sie nicht wieder hingehängt. Das darf er nicht machen, das ist Kunst sage ich. Daneben sind verschiedene Fußleisten als Probestücke, wie gestreift. Das hat der Inhaber selber gemacht, Holz abgeschliffen und dann auf dem darüber schwarz gebeizt. Dann sind noch bunte schmale Proben. Mein Vater erkundigt sich nach den technischen Details und ob er das gemacht habe, bezogen auf die breiten Holzstücke (Anm.: hatte gestern eine blonde junge Frau angesprochen, die in Bayreuth Jura studiert und aus Stuttgart kommt und meine Mutter und Anna haben gesagt, er schmeißt sich wieder an Blondinnen ran, was ihn beleidigt hat, weil er nur interessiert war). Am Tresen ist mittlerweile ein Mann mit 2 Kindern auch reingekommen und irgendwo läuft ein Film aus den 70ern über Industrie. Die Männer haben Schnurrbart und tragen Schlaghosen oder kurze Hosen und gehen auf die Fabrik zu, weil ihre Schlicht beginnt und die Schornsteine qualmen doll und es ist überall schwarzer Rauch. Damals war die Luftverschmutzung noch schlimmer und das hat sich heute gebessert. Wir schauen zum Fenster raus und es gibt kleine, total aufwendig gemachte Holzhäuser, die aber frei stehen. Das finde ich total schön und ist wohl typisch SF und es hat sich doch gelohnt, dass wir uns das angeschaut haben, weil diese 3 Straßen wo eine dieser Bars an der nächsten ist, ist schon einmalig und eine besondere Attraktion
Wieder Diskussionen um den Hochzeitstag. Ob wir noch mal die Kurve kriegen? Es fängt langsam an zu nerven. Als ich los will die Absage wegen Suki. Ich bin kurz angebunden, fahre dann spontan vorbei, weil der rote Rock, die braune Strumpfhose und die Schuhpflege in meiner Tasche sind. Das geht dann nicht. Ist so stürmisch, dass die Bifis im Kiosk umgeweht sind. Werde vor der Tür angesprochen, ob ich Psychologin sei, ein einfaches „nein“ ist ausreichend. Dann ruft die Kollegin an, dass sie noch einen Parkplatz sucht. Ohne Personal muss sie ihre Termine echt besser organisiert bekommen.
Die Expertin ist beim Zahnarzt und der Vorarbeiter arbeitet nicht mehr im Sprengel-Museum, hat Urlaub und geht dann in den Ruhestand. Wir bekommen nur die Restauratorin und die sagt, kann Fälschung sein, kann aber auch echt sein, mal zum Experten bringen oder Southerby’s in Hamburg. O.k., das war kurz und schmerzlos und irgendwie nicht die Mühe wert, aber vielleicht auch klar. Der Künstler erzählt, dass das Jugendzentrum Probleme mit den vielen Drogenhändlern und -konsumenten hätte, die das Gelände belagern und echt unangenehm drauf seien. Sie würden dann die Polizei zur Hilfe rufen. Das ist auch neu. Viele Knäule Wolle mit Metallic. Das fehlte. 6,50 € ist ausreichend, muss nicht 11,50 € sein. Seide aus Hangzhou, zu eng, egal. Das muss ein Zeichen sein und Weihnachtspulli. Kinderherd reservieren lassen. Besser als das Humpty-Dumpty-Holzpuzzle, was wohl nur ich richtig super finde.
Die Mutter meiner Betreuten, um die sie sich gekümmert hat, ist gestorben. Der Sektenführer, der für die Familie zuständig ist und was mit Enerologie zu tun hat und die Betreute kommen heute Nachmittag spontan vorbei.
Mittag zuhause mit Andrea. Es gibt Suppe und alle sind geschockt oder auch nicht von meiner schlechten Fälschungsgeschichte, dreimal klebte noch der richtige Preis dran. Es war nur ein Vorschlag meinerseits, der aber echt realistisch war und interessensgerecht und hat ja auch oder trotzdem geklappt und seit wann wundert man sich über kriminelle Energie von Anwälten? Was mache ich, wenn ich da Hausverbot bekomme? Der Einwand ist berechtigt. Der eine Blütenohrring ist weg. Stephan durchsucht mich. Ich rufe sogar noch mal im Fairkaufhaus an. Ist wohl zwecklos. Am Nachmittag kann ich gut arbeiten, ja, die Kündigung soll wohl zurück genommen werden, wurde an früheren Eigentümer gezahlt, direkt vom Amt, weil das alle 6 Monate wechselt und ich keine andere Kontoverbindung hatte, die sollen das untereinander klären. Bin vor 6 schon die einzige die noch da ist. Der Patient des Kollegen klingelt um 18:30 und holt die Trinkflasche, die er hat liegen lassen. Ich habe Verständnis und sage ihm, den Inhalt hätten wir drin gelassen. Der Sektenmensch ist sehr gut zu lenken und kam mit einem weiblichen Anhänger und sagte er immer, dass ich Recht habe und alles so gemacht wird wie ich sage. Erbe ausschlagen ist meine Methode. Das andere bedeutet nur Ärger. Für 200,- € bekommt man die Wohnung nicht entrümpelt. Sport geht Morgen nicht vor dem Trüffelmenü. Hamburg gibt Fisch satt mit alten Freunden. Stephan hat den Tisch klar gemacht. Ich freue mich. Milchreis bei Aldi kostet nur 55 Cent.
20.11. Traum: Küsse den Amerikaner mit dem ich im Auto fahre spontan, er will noch mal in Ruhe und fängt dann an zu heulen, dass ich es ernst meinen soll und ich sage, so war es nicht gemeint, kein Sex und kein Partnertausch. Gebe Anja ein schönes Metallgliederarmreif für Carlotta. Ja, der ist ungewöhnlich.
Die kalte Luft ist erfrischend. Ich fühle mich wie eine Pflanze, die den Kälteimpuls braucht um die Blüten oder die Knospe später zu treiben. Handschuhe könnte ich gebrauchen. Da habe ich auch einen Verloren. Ich bin wohl schlecht in letzter Zeit. Hole Post des Betreuten und Soja-Milch von Edeka, die viel länger hält als das Bio-Zeug, was am nächsten Tag nach dem Öffnen schon wie Pudding ist. Telefoniere mit dem Sozialamt in Neustadt wegen der Bestattung. Aabacus und Verbrennung auf Waldfriedhof für Festpreis 1.095,- €. Günstiger geht wohl echt nicht.
Bestattungskosten sind ein schwieriges Thema, wie ich an diesem Vormittag lerne. Erst heißt es kein Problem, aber das war ein junger Kollege. Statt Neustadt ist Hannover zuständig, weil der Sterbeort die Zuständigkeit vorgibt. Die sind auch genervt, weil so viele in dem Landkrankenhaus dort den Abgang machen. Mit dem Kindergeld und der Familienversicherung gibt es jetzt auch Probleme, die ich lösen darf.
Die Hilfeplanung am Montag, zu der ich nicht wollte klappt auch nicht, weil der Wohnbetreuer ist krank und mit seiner Vertreterin will Herr Borderline klein nicht zu tun haben und wird dann aggro, wie die Kollegin sie gewarnt hat. Ich hatte erst letzte Woche einen Außentermin mit ihm und wäre eh nicht hingegangen, aber die anderen Beteiligten kriegen das wohl null auf die Reihe.
Stephan kauft den Herd und er ist noch viel schöner. Er hat schon in der Schlange viel Zuspruch bekommen und hätte Frauen kennen lernen können, Ohrring Fehlanzeige. Er ist nicht nur wunderschön, sondern heißt „Heiliger“, das scheint die Marke zu sein, wie passend nach der Taufe. Mir war das gar nicht aufgefallen, aber Andrea gleich. Heiliger Herd. Toll!
Stephan füllt den ganzen Insolvenzantrag noch mal aus (44 Seiten). Die reinste Schikane, sieht genauso aus. Am 15.01. ist Termin. Bis dahin muss eröffnet sein, aber das kriegen wir hin. Der Kläffer kommt spät ins Büro und stört die Ruhe. Ich gehe um 16 Uhr nach Hause. Es gelingt jemanden am Lindener Markt sein Fahrrad in die Bahn zu stellen. Das freut mich, ist eigentlich Sperrzeit und manchmal machen die Durchsagen und zwingen einen wieder zum Aussteigen. Zuhause etwas ausruhen und dann Vollbad mit Feige, mhhh. Wir fahren mit Karin, nein, das sind keine VWs auf der 60er Jahre Retrotasche, Cinquecento. Sie hat gehäkelten Minion für uns, hat eine Arbeitskollegin gemacht als Schlüsselanhänger, aber der ist hütchentauglich, das dachte Karin auch. Ich habe die Trüffeltafel für Georg dabei. Bei Dieter ist das Tafelprinzip aufgelöst und auf Tischen eingedeckt. Wir sind der einzige Vierertisch. Habe ich mich letztes Mal wohl zu doll angelegt mit dem Galeristen. Die Maroni-Suppe ist zum niederknien und das Tafelspitz-Stoffleber-Tiramisu sowie der butterige Lachs auf Lauchgemüse und der Sekt, der besser als Champagner, Ferrari. Würde gerne mal bei der Olivenernte mithelfen. Das geht frühestens 2017. Schwaben, die man als Kollegen hat und die nur auf ihren Vorteil bedacht sind. Ja, Ravello ist ein magischer Ort. Der Pastor von der Taufe hat die Trauerrede von Enke gehalten und Freunde von ihnen getraut, die Frau war geschieden. In der Bahn haben die Jugendlichen den Alkohol noch vor sich und tragen ihn bei sich, wir haben ihn schon im Blut. Treffe Morgen wohl Steffi beim Yoga.
21.11. Traum: Sind unterwegs, in der Bahn wird offen weißes Pulver genommen. Die Frau will von mir ablenken. Ich ignoriere das. Es geht um Geschwisterliebe bei Persern. Das sei sehr ausgeprägt. Hier hatten Bruder und Schwester sogar fast Nachwuchs. Der ist mehrfach gestorben. Sie können und wollen nicht voneinander lassen. Szenige Leute auf Holzbänken an der Pobdi. Das Holz ist rau, das hätte sie besser machen können sage ich der Frau neben mir die eine schwarze Feinstrumpfhose an hat. Hier hängt man ab und hat einen tollen Blick über die Stadt in den Himmel. Ich kenne es gar nicht. Drei Frauen gehen ins Gebüsch. Man wisse ja, was die machen wollen. Ich bin Mitglied im 2er Skateboarding kann ich erzählen, wenn die in der Bahn für mich Platz machen wollen. Bin seit der Mitgliedschaft auch nicht mehr da gewesen. Ein Typ erzählt, wie wir Meeresfrüchte essen, Tintenfisch in kleine, eckige Stück geschnitten mit Salz und Zitrone. Die Engländer Fish and Chips. Wir gehen auf ein Konzert und vorne sind noch Plätze. Gehen nach unten und an der Bühne vorbei. Ich kann mit meinen dicken Stiefeln nicht über die Kabel steigen und meine Beine sind wie gelähmt. Muss sie mit den Händen anheben, weil ich nicht hängen bleiben und was umreißen will. Wir sitzen vorne und der Sänger sagt, wir könnten malen. Hat eine Staffelei aufgebaut mit einem Malen und Zahlen Motiv und einem Tintenfisch aus Glas in der Mitte. Wir sollen was Charakteristisches für unser Land erzählen. Mir fällt nichts ein. Der Typ erzählt die Geschichte von eben mit den Tintenfischen. Wenn ich was sage, sagen die andere, ach die, das muss man nicht ernst nehmen, das entscheiden wir für sie usw.
Erst dachte ich ja, doch eine Frau, die am Terror beteiligt war und sich in die Luft gesprengt hat, wie die Medien berichtet haben, aber heute stellt sich heraus, war ein Typ, der das gemacht hat und sie in den Tod gerissen, also wieder normal.
Beim Yoga liege ich schon auf dem Rücken mit geschlossenen Augen. Es kommen Nachzügler. Das wird eine Überraschung und tatsächlich als ich die Augen aufmache liegt Steffi neben mir. Ich freue mich. Sie hat das Kalefornia-Shirt dabei ohne dass ich noch mal was schreiben musste und schenkt mir ein Stück von ihrem Apfelstrudel und da wir Krankenbesuch in der Paracelsusklinik am Silbersee nicht bei Winnetou sondern in Langenhagen machen und dort das Café dort samstags zu hat (ausgerechnet an dem Tag, an dem es gebraucht werden würde) und meine Schwiegermutter einen Picknickkorb mit Kaffee und anderen Kuchen dabei hatte (Mohnkuchen und Stollen) hat das gepasst wie verrückt und wir haben Kaffeetafel im Krankenzimmer gebaut. Dieter liegt im 5. Stock mit Aussicht. Wo ist dieser Silbersee will ich wissen. Unten sind 2 Schwäne hinten Absperrband zu sehen. Meinem Schwiegervater geht es schon gut, kann das Knie beugen, hat aber einen sehr nerviger Mitbewohner, der ADHS oder so hat und ist unglaublich verhaltensauffällig ist mit Krankheitswert. Jung, laut, weinerlich, lässt alle teilhaben, bekommt zu wenig Aufmerksamkeit, nackter Oberkörper, Selbstgespräche, lautes Furzen usw. Eine Frau kommt vorbei und schlägt ihm auch gleich vor, dass er was überzieht. Boss-T-Shirts aus dem Schrank will er, hat er zu eng gekauft, hat auch Prada und dann geht es um eine Tote, „bildschönes Mädel“ „Krebs“ und um Terrorangst. Weihnachtsmarkt sei auch gefährdet, in Neuberg gebe es den größten. Nürnberg verbessert die Besucherin und geht bald, weil man es echt nicht lange bei dem Pfosten aushält. Wir wissen alle, dass er eine Entzündung im Bein hat (ich glaube sogar, dass es bald abgeschnitten werden muss) und Morgen nicht entlassen werden kann, er spricht dummdeutsch und will auch ein halbes Kissen, weil sein Nachbar nach einem gefragt hat, auf den geht es fast los als die Betten bezogen werden, weil er einen Spruch von ihm in den falschen Hals bekommen hat. Dann muss das Fenster wieder aufgemacht werden, weil er braucht Luft. „War den ganzen Tag zu“, war bis vor 10 Minuten die ganze Zeit auf und da habe ich es nicht mehr ausgehalten und saß schon in voller Montur im Zimmer und habe es zugemacht. Im Winter großes Fenster auf Kipp ist auch doof. Ich häkele in dem Bewusstsein, dass ich das wieder aufmache nur um mich abzulenken. Dieter macht eine Tasse kaputt, Stephan fragt, ob der die Untertasse auch wegschmeißen soll und erntet dafür böse Blicke seiner Mutter. Marlis steckt die Wäsche ein. Dieter wollte den Pullover, hat aber Jacke gesagt. Marlis ist sauer und versteht sich mit dem anderen Bewohner und die flirten fast. Kommt Dieter noch mal nach Hause vor der Reha? Die Antwort seiner Frau ist eindeutig: „nein, nein, nein“. Herr ADHS, der Zigeuner sei, wie mein Schwiegervater mehrfach sagt, was Stephan aufregt, soll weniger furzen, wie meine Schwiegereltern im Flur feststellen zum Thema lüften. Oh mein Gott, mein armer Schwiegervater wegen so einem Kandidaten haben wir Stephan damals ein Einzelzimmer besorgt, weil es ging nicht. Dient der Mobilisierung, soll zusehen, dass er aus dem Zimmer kommt. Das Knie sieht aus wie Rollbraten und wie sagen viel ihhhh und schauen weg als der Verband neu gemacht wird.
Mein Onkel hat mir Kuhfußnägel geschickt wunderschön. Horn ist das doch.
Habe nach der Aktion Einkaufsdrang. Es ist voll im Fairkaufhaus und der Tweedrock, (nicht aus Wolle, weshalb ich ihn nicht gekauft habe) mit Samtborte ist weg, kaufe dafür ein Seidentuch (1), ein gestreiften Wollschal (4), einen selbstgenähten Sommerrock (7) und einen riesigen Wollmantel mit Pelzkragen (40). Meine Mail wegen Ohrring haben sie bekommen. Die Verarbeitung von dem Mantel ist zu toll mit Samtfutter in den Tasche, Lederband, innen gesteppt und „Made in Western Germany“ und dann noch Schnepfenmodell. Das passte wie eine eins. Sieht aus wie Dandy sagt Stephan und zuhause denke ich, Schulterpolster hängen auf meinem Oberarm, Größe nicht erkennbar, Männermantel? Ich schaue mir den Pastor bei der Enke-Trauerfeier bei Youtube an und ja, das hat er auch gut gemacht und Selbstmord und Kirche ist bekanntlich ein heikles Thema. Der setzt sich für Aids ein und abends hören wir noch andere Spekulationen, aber was soll’s
Perplex. Alle Kollegen, die nicht selber spielen sind im Publikum. Die Bestuhlung ist steil, ich brauche mein Hütchen nicht abnehmen. Stephan setzt sich dazwischen. Der Freak mit dem primitiven Partyhütchen, der mit hässlichen Klamotten, Sweatshirt mit Schriftzug und Cordhose, der sich auf den Premieren in der ersten Reihe tummelt hätte sonst neben mir gesessen. Grausam wäre das gewesen. Pärchen kommt aus dem Urlaub und die Freunde, die Blumen gießen sollten sind eingezogen. Die warmen Brüder in Nachtbeleuchtung hängen an der Wand. Mottoparty, nordische Nächte. Tolles Elchkostüm und toller Vulkan, Minirock mit Rauchwolke aus Watte auf dem Kopf. Ich hab’s gleich erkannt. Katja, die ich mal toll fand, bringt die schwächste Leistung, der Quereinsteiger aus Kiel ist unheimlich authentisch und locker und auch sympathisch und der Nackte mit dem roten Körperpflaum ist eine Rampensau. Erinnert in seiner einen Rolle an Dieters Bettnachbarn, nackt und verhaltensauffällig, nur witziger und schöner anzuschauen, unter der Dusche kommen ihm immer neue Ideen, wie die Entwicklung der Lebewesen aus Sex und Tod, aber das gab es schon, Evolution nennt sich das, Darwin und zieh Dir was an. „Vielleicht wenn Du noch mal duscht, kommt Dir eine neue Idee“. Die junge Frau, die mitspielt ist toll, wie sie als Au Pair die Dose aufbeißt sieht sie aus wie meine Frau Lustigsprech. Die weitere Auflösung des Stücks mit Abbau des Bühnenbildes und der Regisseur ist weg, hätte es für meinen Geschmack nicht gebraucht.
In der Bar treffen das Pärchen aus Finanzamt und Altersheim. Sie sollten mit Claudias Vater in die Oper gehen. Der Altenpfleger hört zuhause Maria Stuart die Texte, gesprochen von irgendwelchen Frauen aus den 50ern oder älter und ergötzt sich daran. Sorry, nicht meine Welt. Konservativer Geschmack. In Braunschweig würden spannende Sachen laufen (glaube ich nicht). Sie waren letztes Mal in Venedig, da war noch Pöhlmann in Hannover. Das Leben wird nach den Intendanten des Opernhauses eingeteilt. Frau aus meinem Sportstudio, die Supervision beim Kollegen macht kennt Oscar, den kleinen Amerikaner (überhaupt sind die alle viel kleiner als man denkt) und grüßt mich freundlich. Altenpfleger erzählt von überforderten Angehörigen. Klo in Speisekammer und halbe Tür davor abschließen. Omma drin, durch die Klappe essen reichen und abschließen und gehen. Man wollte ja raus. Die kann es nicht vertragen, wenn die Klotür zugemacht wird und kann nur noch bei offener Tür auf Toilette. Die andere wurde zu Wagnermusik ans Bett gefesselt und der Enkel war in der Disko und sie rief um Hilfe und wurde eingekotet von der Polizei befreit. Ganz bestimmt gehe ich nicht in Hänsel und Gretel mit der Overtüre von Wagner, was in Hannover schon seit 40 Jahren läuft. Danke, gute Idee, mache ich auch nicht.
22.11. Traum: Ich bemale alte Atelierhose, die ich dabei habe mit Schweinegesichtern. Erst ärgere ich mich, dass ich die alten Projekte dabei habe und kann damit nichts anfangen. Dann komme ich doch rein und setze sie fort. Die Schmuckdesignerin hat teure Armstulpen aus ganz edler Wolle für einen Weihnachtsmarkt gemacht. Total teuer (wie in dem Stoffladen, wo ich Andrea abgeholt habe). Zwei alte Hunde (der ein zumindest ist eine englische Bulldogge) treffen sich und versuchen einander zu beißen, der eine hat den Fuß des anderen im Maul. Sie sind kraftlos und gut zu trennen. (Anm: wir hatte eine Bulldogge im Hauptbahnhof gesehen, die total steif gelaufen ist und Karin sagte: solche Hunde mag sie nicht. Die haben zwar ein großes Maul, aber beißen tut ihr Terrier). Es gibt mehrere Kinder. Ich soll dem einen Mädchen meine Kunst erklären und meine Mutter säuselt mit einem Kleinkind und sagt zu ihm: sollen wir mal Deine Mutti anrufen und küsste es dabei auf die Wange. Diese Art der Aufmerksamkeit habe ich bekommen, dann kann man später gut mit Kommunikation. Der eine Jung heult, sein Arzt ist verknallt in eine Frau, die ihm wohl den Laufpass gegeben hat (er hat gehört wie sie sich gestritten haben) und er hat Angst, dass der Arzt sie jetzt rauswirft, weil sie mit der verwandt sind. Ich tröste ihn. Die Frau ist alt und dick und sitzt bei uns am Tisch. Man kann sehen, dass sie früher eine Schönheit war. Sie ist mit ihrer Freundin da und trägt einen Skianzug (das Stück gestern) mit ihrem Namen drauf. Mein Vater hat Sachen überall in der Küche verteilt. Er ist alt geworden stellt meine Mutter fest. Es sind untypische Dinge, wie Keramikvögel. Ich packe die Sachen aus und schaue sie mir an, packe sie dann wieder ein. Mein Bruder schleift Messer am Tisch mit einem anderen Messer statt einem Schleifstein oder Messerschleifer. So geht das also. Die dicken Frauen führen eine Pension und es ist dort bunt und interessant, aber sie können alles wegräumen und dann sieht es aufgeräumt und wohnlich aus. Das muss ich mir mal abgucken, wie sie das machen. Passt vermutlich alles in die Schränke.
Streit um die Anlage, die ich nicht bedienen kann. Wozu brauche ich ein Gerät mit so vielen Reglern. An- und Ausknopf reicht mir. Nicht Velvet Sounds Mischpult. Wozu? Ich würde jedes Gerät scheiße finden, Kaffeemaschine, Fernseher. Wenn ich nein sage, stimmt nicht, dann kommt: hast Du irgendwann gesagt oder wirst es noch sagen. Da bin ich machtlos gegen diese Argumentation, die keine ist und nicht zu widerlegen. Ich wollte in Venedig eine primitive Schraubkaffeemaschine für den Herd, weil ich kaufsüchtig bin, die genau meine Farben hatten und eine zweite besitzen wollte, nicht unsere abschaffen. Zum Glück habe ich den Mürbteig schon gemacht und es hat super geklappt. Wir hatten genau 310 Gramm Mehl. Outkast läuft: Ein Typ labbert: „What ever you need, get your momma a wig, your sister need some Mc Donald“. Sie: „emmmhhhmmm“. Er: „hang out like wet cloths. Bake you a pie, stand on the corner with a bow tie. Whatever it takes to be with you“. Sie: „Taxi!“. „Don’t want no girl friend, just wanna get into you“. „Metrophobie. The fear of clocks, the fear of time“. „How’s the cost of living, I take what I’ve been given“. „I ain’t got time, leave me alone. I ain’t that much time, I’ve got to fuck you now“. „Go to hell or go to Yale“. Sachen wegschmeißen, wenn ich was daran gebastelt habe muss ich das weg machen. IS-mäßig muss ich es zerstören bevor ich es nicht mehr kontrollieren kann. Outcast ist meine Musik, neben den frivolen Texten sind auch traurige Stücke dabei und schöne Texte. Idlewild ist mein Parsival. Ich bin heute in Wegwerflaune, die Avocado ist hässlich und stellt die Wohnung voll, weg damit. Mal die Abstellkammern im Gästezimmer durchsuchen. 20 Pelzmützen, die Strickmütze aus NY 1996, die in Leipzig irre Anfasser auf den Plan gerufen hat, auch weg damit. Die hätte man gut für das Theaterstück nützen können für den Skifahrer, weil die ist echt auffällig mit Erdbeeren reingestrickt und rotem Pommel. Auch aussortiert wird schwarze Breuninger Kostüm, streng, tailliert, Marke Gouvernante von meiner Oma. Die Zeiten ändern sich und mein Geschmack und Schwarz ist es nicht mehr für mich. Finde die kleinen Pelzhunde, Afghanen mit dicken Stummelbeinen. Das war damals in den 80ern total teuer und Stephan hat es mir gekauft. Viel zu schade um im Schrank zu verrotten und die Sachen fangen auch hier an zu müffeln, nicht nur im Keller, zu eng gestopft, keine Luft. Kleidung braucht Luft.
Dicke Schneeflocken sind so stimmungsvoll. Muss meiner Mutter melden, dass ich meine erste Engadiner Nusstorte gebacken habe. Soll nächstes Mal einen Löffel Backpulver in den Mürbteig machen. Stimmt, der war recht fest. Sie freut sich, dass ich ausmiste und ist schockiert, dass ich mir einen neuen Mantel gekauft habe. Ausmisten und Nusstorte backen und vorkochen für die Woche bringen mir nicht so viel Glück. Suppe vorkochen und heiß in den Flur stellen und dabei ein Möbelstück meiner Oma kaputt machen (wegen Doofheit). Die geschliffene dicke Glasplatte ist gesprungen. Die Konkret für Marc lag daneben und der Kinderherd stand daneben und ich habe noch nachgeschaut und den heißen Topf weiter gerückt auf der Glasplatte und damit vielleicht den Schaden sogar ausgelöst wegen Temperaturunterscheiden und Spannungen im Glas. Irgendwie ist mir so. Ich bin frustriert. Mein Mann im Wienfieber und hat mit einem Gutschein seiner Schwester noch Geld gespart. Yuhu, habe mein eigenes Essen vorgekocht und einen Totalschaden verursacht. Kalender ist keiner fertig geworden. Beim Raussuchen der Fotos für meine Eltern ein altes gefunden. Meine Mutter mit kurzen Haaren wegen Chemo und in Yogapose. Ich halte vorne die Trüffelübersichtstabelle, die ich gerade verschenkt habe an Georg. Losgelassen, aber Spuren finden sich noch. Ist in Freiburg im Colombi aufgenommen. Lang ist es her. Morgen ist ein extralanges Theaterstück.








































































































