{"id":8723,"date":"2014-11-16T18:14:31","date_gmt":"2014-11-16T16:14:31","guid":{"rendered":"http:\/\/buttermusch.de\/?p=8723"},"modified":"2014-11-22T16:11:30","modified_gmt":"2014-11-22T14:11:30","slug":"november","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/buttermusch.de\/?p=8723","title":{"rendered":"November"},"content":{"rendered":"<p>01.11. Telefonat mit Wien und wir reden immer gleichzeitig. Hatte Sunla ja gewarnt, dass ich das nicht so gut kann. Ist mir peinlich, aber nach dem Mittagschlaf lasse ich Stephan alleine zu G\u00fcnter fahren, der f\u00fcr uns gekocht hat und h\u00fcte das Sofa. Kopfschmerzen, wenn auch nur leicht, sind immer ein schlechtes Zeichen bei mir. Daneben viel Gebastele. Es gibt doch einen B\u00fcrokalender, aber nur klein und ohne Fotos. Viele Hundeanspielungen, halt das was aus meiner Sicht so ansteht im B\u00fcro. Stephan kommt wieder und hat Essen dabei. Das esse ich erst am n\u00e4chsten Tag, aber es ist echt lecker. G\u00fcnter sollte ein Restaurant aufmachen. Viele Gew\u00fcrze und mit indischem Einschlag. So wird G\u00fcnter eines Tages f\u00fcr mich kochen, wenn ich gezwungenerma\u00dfen mit ihm zusammen komme, in der Trauer werden wir zueinander finden. Ich grusel mich mit diesen Geschichten und Stephan steigert mich noch rein.<\/p>\n<p>02.11. Telefonat mit Hamburg. Wir kommen zum Konzert. Jetzt wo ich festgestellt habe, dass ich Alt-J vielleicht nicht mag und wir da Konzertkarten haben und nach K\u00f6ln fahren und das nur, weil ich blind auf den Freund vertraut habe, dessen Mix-CDs mich fast jedes Wochenende gl\u00fccklich machen. Ich dachte, wir liegen musikm\u00e4\u00dfig auf einer Linie und will jetzt mal was Tanzbares (von dem was er mir immer aufnimmt!). Claudia kommt mit und wir sehen uns. Das ist sch\u00f6n. Die Yogakarte von vor vielen Jahren muss auch mal abgearbeitet werden. Mal schauen, was so geht in der Hafenstadt. Sie fragt mich nach dem F\u00e4hrhaus, einem kleinen Laden f\u00fcr Konzerte in H. und ich sage, ich kenne nur das Fairkaufhaus. Bin ich schon so drau\u00dfen? Stellt sich heraus, dass sich nur das Ferrys umbenannt hat und die Steuerfachangestellte dort ihre Depeche Mode Partys absolviert. Doch nichts Neues.<\/p>\n<p>Kalenderbasteln und dann Kino. Zu dem Geburtstag gehe ich nicht. Ich wei\u00df nicht, was ich da soll. Die neue, schonungslose Ehrlichkeit. Keine h\u00f6flichen Pflichttermine mehr, bringt nichts. Sie versteht sich nicht mit der anderen Frau im Haus. Beides Szenegr\u00f6\u00dfen der Stadt. Ich bin froh, dass ich mit der Freundin der Einladenden befreundet bin nach vielen Jahren jetzt wirklich und wir zusammen n\u00e4hen. Das ist schlie\u00dflich die Frau, in die ich mich verknallt habe als wir nach Hannover kamen (Wohnungsbesichtigung f\u00fcr die erste Wohnung) und ich habe mittlerweile ein gemeinsames Kind mit ihr (vierbeinig). Es hat meine blauen Augen und ihre gute Figur. Im Koki gibt es Nachmittagskino. Das Gro\u00dfe Museum. Nur f\u00fcr Freaks. Stephan zeigt seine Jahreskarte und fragt nach einer Erm\u00e4\u00dfigung (der alte Angeber). Herrliche Szene, die langen Arbeitswege im Backstage, wo die r\u00f6mischen M\u00fcnzen in Einbauschr\u00e4nken sortiert liegen und der Mann mit dem Tretroller zum Kopierer fahren muss und wir folgen ihm auf seiner Schulter sitzend. Die M\u00e4nner, die die Bilder h\u00e4ngen mit Vokuhila. Sie h\u00f6ren mehr auf die Dicke als die D\u00fcnne, die Etepetete daher kommt und Chefin der Gem\u00e4ldegalerie ist. Echt was f\u00fcr Randgruppen der Film, der mit wenig Text auskommt, die entweder selber im Museum arbeiten oder eben dieses sehr lieben. Der Chef der Finanzen nervt auch, der beklagt, dass die nicht den ganzen Haushalt des Landes bekommen und sich den Etat auch noch mit Krankenh\u00e4usern teilen m\u00fcssen (eine Zumutung) und im Wettbewerb stehen sie mit anderen H\u00e4usern. Aber bei dem Wettbewerbsvorteil den sie durch ihre Sammlung haben (ich sage nur Breugelraum, Archimboldo, Velasquez, Lucas Cranach d.\u00c4., Hieronymus Bosch, D\u00fcrer massenhaft, best\u00fccken alle Ausstellungen die anderswo laufen mit ihrer st\u00e4ndigen Sammlung). Heul doch, denke ich mir da. Der scheidende Mitarbeiter, der den V\u00f6geln K\u00e4se und Walln\u00fcsse auf die Fensterbank legt, gef\u00e4llt mir. Die \u00d6sis nennen sich mit Titel, aber duzen sich dabei. Ja, halt die Wiener-Stimmung, voll. Die basteln da den ganzen Tag vor sich hin an alten Schiffsmodellen, die Spieluhren enthalten (Spielzeug f\u00fcr Erwachsene der Extraklasse und schwitzen dabei) oder machen Zahnreinigung bei ausgestopften Eisb\u00e4ren, die auf einen Umhang gen\u00e4ht sind. Ich k\u00f6nnte mir ewig die Bilder anschauen. Die Vitrinenreinigung alleine, die Dicke, die von au\u00dfen kontrolliert und dann zeigt, wo man noch muss, der Schwule, der ewig die Vitrine einrichtet, indem er die Pokale und anderen Dinge Millimeterweise r\u00fcckt und dreht bis alles stimmig ist. Ich k\u00f6nnte stundenlang zuschauen. Erst denke ich, dass ich doch das falsche Leben f\u00fchre, aber es w\u00e4re mir auf Dauer doch zu langweilig, weil das Basteln zu unkreativ erfolgt. Doch nicht Sushi, sondern ins Roma. Reiche Asis \u00e1 la Ernst August, die sich unter einander alle kennen. Woher kommen diese Menschen. Es muss ein Stadtteil in Hannover sein, Wedemark glaube ich nicht. Die gehen ja ins 11 A und sind dann doch nicht so schlimm. Einer ist wohl p\u00e4dophil und hat einen jungen Mann am Tisch, der sein Enkel sein k\u00f6nnte und er will nicht, dass Lino andere G\u00e4ste an seinen vierer Tisch setzt. Die Frau gegen\u00fcber hat eine versteinerte Miene, zu viel Botox. Ihr Mann muss zur Darmspiegelung erz\u00e4hlt sie Lino beim Gehen. Einer mit doppelreihigem Sakko und Goldkn\u00f6pfen will wissen, ob seine Ole schon da ist. Sie sitzen im Separee und essen Fisch. Wie der Pinkelprinz sieht er aus und stopft sich die Servietten in den Sakkoausschnitt. Bei einem anderen hat die Freundin mit den Extensions \u00fcbertrieben und er tr\u00e4gt Pastellt\u00f6ne und hat eine Jeans hochzuzogen, so dass sie im Schritt sch\u00f6n kneift. Sie lassen einpacken. Neben uns sitzt ein Dicker, den ich aus Linden-Mitte kenne, als Besucher. Ich dachte, der macht in Modeboutiquen. Hat erwachsene T\u00f6chter. Heute ist er mit der kleinen Frau Essen. Beide spielen auf ihren Handys wie Teenager und es geht um Pflanzen und was passt und was 15 Meter hoch wird und, dass sie nach Hamburg fahren m\u00fcssen. Sein Kaninchenst\u00fcck ist ihm zu klein und Lino verspricht Nachschub, der nicht kommt. Verhungert sei das Tier, beschwert er sich mehrfach, Nachtisch lehnt er beleidigt ab, weil es doch bei dem kleinen St\u00fcck geblieben ist. Dann geht er lieber einen Joint rauchen, das w\u00fcrde auch satt machen. Hallo, k\u00fcssen sich, winken und geben sich die Hand, wenn sie die Tische passieren oder rein kommen. Ekelhaft, ich wei\u00df warum ich so lange nicht mehr da war. Das Publikum ist nicht zu ertragen, aber die Scampis haben mir gefehlt. F\u00fcr Nachtisch haben wir keine Geduld. Lino fragt. Ob unser Freund mit der Glatze eine neue Freundin hat (der wei\u00df auch jeden Tratsch). Zuhause Picassobericht. Stephan sagt, er hatte auch viele Frauen und die leben auch mit ihm unter einem Dach. Wie s\u00fc\u00df. 1000 Keramiken in einem Jahr. Ich mag den Output von diesem Mann und kann das mehr verstehen als st\u00e4ndige Schaffenskrisen. Dann sollte man es doch lassen. Ich will auch nicht im Sprint gut werden. Es macht keinen Sinn. Dieser Mann war schon ein Jahrhundertgenie. Wie es die Stile alle beherrscht hat und seine Bilder, die er als Jugendlicher schon gemalt hat, die aussahen wie alte Meister und sein totsicherer Strich. Das ist einfach toll und einzigartig und schlau war er auch.<\/p>\n<p>03.11. Beim EDC. Die Gespr\u00e4che im Nachbarraum. Ich h\u00f6re was von Wunde. \u201eSie merken, wo ich den Finger reinmache da hinten?\u201c\u2026.\u201cIhr Stuhl muss sich da durcharbeiten. Bei manchen Frauen sind die D\u00e4rme so. Da k\u00f6nnen Sie nichts daf\u00fcr. Das sitzt dann da drin und dann fangen Sie an zu pressen und damit machen Sie sich den Beckenboden kaputt\u201c. Irgendwie kommt mir das bekannt vor und ich h\u00f6re sie: \u201eJa, aber das st\u00f6rt, wenn\u00a0ich auf die B\u00fchne muss\u201c. Dann kommt der Doktor zu mir. Meine Werte sind gut, die Flohsamen soll ich nehmen bis der Stuhl die gew\u00fcnschte Konsistenz hat und die Darmspiegelung gibt es erst mit 50, alles klar. Nehme Stift mit. Und daf\u00fcr war ich aufgeregt? Gerichtspost. Frau Reimann k\u00f6nnte ich auch mal einen Kalender machen. Mein 18-J\u00e4hriger hat verschlafen und kommt nicht. Wir wollten den Kontoer\u00f6ffnungsantrag ausf\u00fcllen. Kaffee mit dem Kollegen, den ich diese und n\u00e4chste Woche kaum sehen werde. Der Bandname steht (sie musste sich entscheiden, weil die Konzertank\u00fcndigung oder das Plakat raus musste). Viele Dinge. Gerade ist Bew\u00e4hrung abgelaufen und Verfahrenskosten wurden niedergeschlagen, steht Termin beim Gerichtsvollzieher am Mittwoch an. Er hat zuf\u00e4llig heute seine eine Stunde Sprechzeit und st\u00e4ndig ist besetzt. Ich schicke Fax und erreiche ihn dann 3 Minuten nach der Zeit. Er wei\u00df schon, wer dran ist und begr\u00fc\u00dft mich mit Namen. Legt er den H\u00f6rer daneben bis die Stunde rum ist, will ich wissen. Es geht um irgendwelche Gerichts- oder Strafsachen. Hebt dem Termin \u00fcbermorgen erst mal auf und schickt mir die Sachen. Ausgerechnet heute, wo ich die Post kriege, dass die letzte Sache erledigt ist. Meine Arbeit darf auch nicht zu Ende gehen. Mein Neuer kommt nicht, nur Mutter mit Haftantritt. Stephan bringt mir Kn\u00e4ckebrot. Das hatte ich mir f\u00fcrs B\u00fcro gew\u00fcnscht. Immer sch\u00f6n K\u00e4se und Butter und Honig.<\/p>\n<p>Nachmittags kommt nur die Mutter, aber nicht der neue Betreuter, der multiplen Substanzmissbrauch betreibt. Sie bringt Ladung zum Haftantritt mit. Wir besprechen, was jeweils zu tun ist. Auf Dauer komme ich damit nicht aus, wenn sie immer alleine kommt. Ich muss schon ihren Sohn sehen. Hammerfoto erfreut den Nachmittag.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG-20141102-00184.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-8669\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG-20141102-00184-300x225.jpg\" alt=\"IMG-20141102-00184\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG-20141102-00184-300x225.jpg 300w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG-20141102-00184-624x468.jpg 624w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG-20141102-00184.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sport war super. Junge, sympathische Teilnehmerin. Irgendwie habe ich meine gro\u00dfe Haarnadel verbaselt. Abends ist die K\u00fcrbissuppe so scharf (dank eingelegter Gem\u00fcsen aus Oberfranken), dass ich sie kaum essen kann und dabei waren die Zutaten so lecker und man schmeckt nichts mehr. Stephan sagt, dass er es mag, seinen Unfall. Die Laune ist entsprechend. K\u00e4sebrot und Peanutfudge. Wir schauen The Descendants. Ich mag den Film, nicht nur, weil George Clooney der Betrogene ist. Ich finde ihn einer der wenigen guten Filme mit dem Mann und seine Filmt\u00f6chter sind gro\u00dfartig. Die Junge, die sich Strandm\u00f6pse aus Sand in den Bikinioberteil rein macht. Der Freund der \u00e4lteren, der Gitarre spielen und kochen kann und immer Gras am Start hat. \u201eDeine Mutter muss unheimlich stolz auf Dich sein\u201c kommentiert das Georg. Wie Georg der betrogenen Frau, die nichts davon wei\u00df auf den Mund k\u00fcsst beim Gehen, wie er dicht h\u00e4lt auch als sein Schwiegervater ihn provoziert, was f\u00fcr eine treusorgende Ehefrau seine Tochter gewesen sei und, dass sie was Besseres verdient h\u00e4tte. Irgendwie ist Herrn Clooney auch \u00fcberzeugend ein Abk\u00f6mmling eines hawaiianischen K\u00f6nigs. Zum Schluss er mit seinen T\u00f6chter mit Eis vor dem Fernseher. Herrlich. Ich mag den Film. Zwei Mal Wien zu Jahresbeginn ist beschlossene Sache. Schreibe dem Typen, der die Wohnung direkt am Yppenplatz hat von Stephans Account. Freue mich auf sinnlose Tage in Wien, KHM und schlemmen und dann auf Fasching und Geburtstag beim n\u00e4chsten Mal.<\/p>\n<p>04.11. Mein USA Paket ist angekommen in der Nacht. Yuhu!!! Im Zug meldet sich der Drogenberater, dass er meinen neuen Betreuten im Mecki-Laden gefunden hat. Er soll die Fiktionsbescheinigung einkassieren, damit ich das dann machen kann, wenn er es nicht hinbekommt. Lehrte ist schei\u00dfe und wenn man es den Leute dort sagt, sind sie beleidigt, aber wer will hier schon wohnen an der Peripherie von Hannover? Handgemachte Teddies aus Mohair, der eine hat richtig Z\u00e4hne.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG_1036.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-8688\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG_1036-300x225.jpg\" alt=\"IMG_1036\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG_1036-300x225.jpg 300w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG_1036-624x468.jpg 624w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG_1036.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mich hat so ein B\u00e4r durchs Leben begleitet. Zotti wurde in San Jose entf\u00fchrt und meine Mutter musste L\u00f6segeld zahlen um ihn wieder zu bekommen (ich hatte ihn auf seiner Schaukel liegen lassen). Dann wurde er auch operiert und seine Flicken an H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen wurden erneuert und seine Nase nachgen\u00e4ht. Stehen junge M\u00fctter auf so was oder ist es zu altmodisch. Das m\u00fcsste ich schon wissen bevor ich 99,- \u20ac ausgebe. Viele Fotos abgeholt. Echt sch\u00f6ne Bilder dabei. Manche kommen gleich in die Post und zwar 2 x nach Berlin.<\/p>\n<p>Nachmittags arbeiten, Heizung ist kaputt. Sozialarbeiter, die ich anrufe, kommen auf Datenschutz und ich soll ihnen eine Visitenkarte zu faxen, damit sie wissen, dass ich auch diejenige bin. Was ist das f\u00fcr ein Schwachsinn?<\/p>\n<p>Die Borderline Frau ruft an, dass sie bei der Telekom sei, weil ich wollte, dass sie sich beraten l\u00e4sst um die Telefonkosten zu senken. Nein, das wollte ich nicht. Vor Jahren hatte sie Rechnungen \u00fcber 150,- \u20ac, weil sie kostenpflichtige Spiele gespielt hat und das sollte sie bleiben lassen. Zur Beratung geschickt habe ich sie garantiert nicht. Kann es sein, dass sie aus eigenem Antrieb bei der Telekom sitzt? Ich hasse es, wenn Dinge verdreht werden und damit bin ich sehr zuverl\u00e4ssig indem ich Details wei\u00df, was ich und andere gesagt haben. Da lasse ich mich auch von einer Borderlinerin nicht verarschen. Sie soll nichts unterschreiben, sondern das Angebot mitnehmen und pr\u00fcfen lassen. Die behaupten, es wird billiger und drehen einem irgendeinen Vertrag an und am Ende ist es doppelt so teuer. Ob sie das nicht kennt?<\/p>\n<p>Meine Mutter hat M\u00e4use in der K\u00fcche (Fallen sind schon gestellt, aber Lebendfallen). W\u00e4hrend ich panische Angst vor Spinnen habe und meine Mutter sie auf ihren Armen herum laufen l\u00e4sst und mich damit durch die Wohnung jagt, mag ich M\u00e4use und schlage ihr vor, sie mit K\u00e4se einzufangen und als Haustiere zu halten. Sie schreibt mir, dass eine Jugendfreundin von mir gerade nach Manchester zieht. Die Stadt lieben wir und sie liegt nahe an Liverpool, wo meine Cousine lebt. Das k\u00f6nnte also mal was werden.<\/p>\n<p>Mein Betreuter, der immer anruft mit iranischer Vorwahl und angeblich in Stuttgart ist (Stephan verarscht das immer), kommt vorbei, nach einem vergeblichen Anlauf gestern. Ich soll mich um die Einb\u00fcrgerung k\u00fcmmern. Er will mir Pistazien aus Teheran schenken. Ich lehne ab, aber freundlich und sage, die kann er selber besser verwenden.<\/p>\n<p>Meine Haarnadel (und sie ist riesig und aus einem Naturstoff wie Horn und unersetzlich) wurde beim Putzen hinter der Bank gefunden. Yuhu!! Heute ist mein Gl\u00fcckstag. Erst kommt das Paket an und dann das.<\/p>\n<p>05.11. Ewig tr\u00e4ume ich, weil Stephan und ich uns einen Hundewelpen aussuchen und jeder sieht extrem anders aus von diesen Mischlingen, der eine Wei\u00dfe hat mehr Pudel und verliert dadurch weniger Haare, der gestromte kam gleich auf mich zu. Ich sehe jeden Hund ganz detailliert. Wir kriegen 5 mit zur Probe und Stephan macht Gehorsamkeitstests mit dem Futter, was mit dann etwas auf die Nerven geht. Die Frau\/Verk\u00e4uferin meint, dass sie Feininger in tot gesehen hat und ich erkl\u00e4re ihr, dass sie uns verwechselt, weil sie daf\u00fcr zu jung ist. Das sei schon 10 Jahre her. Ich bin eigentlich gegen Welpen, weil das ist \u00dcberraschungspaket und man wei\u00df nicht, wie die in Ausgewachsen aussehen. Mit dem Mann flirte ich etwas und es geht um Mate-Kaffee, der ganz stark ist und aussieht wie Eiskaffee. Lecker. Daran merke ich, dass es Zeit ist aufzuwachen, wenn ich vom Kaffee tr\u00e4ume.<\/p>\n<p>Trudy hat das \u00fcberwiegend f\u00fcr sie bestimmte Paket weitergegeben und Sedric durfte es erst aufmachen wenn er seine Hausaufgaben fertig hat. Sie ist dann gegangen. Morgens kommt die Meldung von Andrea. Meine Kette mit den Vogelknochen ist angekommen. Sie schickt mir ein Foto von Halloween. Sie und ihre Arbeitskolleginnen haben sich als Minions mit Gru verkleidet und damit den Gruppenwettbewerb gewonnen. Sie w\u00fcrden uns so gerne in besuchen kommen und Alannah redet immer davon, ist aber noch zu jung um alleine zu kommen.<\/p>\n<p>Ganz s\u00fc\u00dfe Tipps von unserer kanadischen Gastgeberin aus Lausanne. Freue mich schon auf das teilen der Wohnung und die 2 Katzen, w\u00e4hrend mein Mann gerne gediegen unsere 20. Hochzeitstag begehen w\u00fcrde. Freue mich auf Crepes und Fondue. Das Restaurant was einen auf Zug macht mit 1. Klasse usw. als Einteilung des Men\u00fcs gef\u00e4llt mir total, auch wenn ich das Bocuse-Zitat leider nicht verstehe.<\/p>\n<p>Ladung zum Haftantritt ist aus der Welt. Geld wurde umgebucht. 10,- \u20ac werden ausgebucht. Ist erledigt.<\/p>\n<p>Mein Betreuter, der sich Wochen lang nicht erreichen lie\u00df, ist in der Reha, 5 Wochen. Hat die Rentenversicherung ihm verordnet, dem alten Orchestermusiker im Staatsdienst. Ich muss mich um das Krankengeld k\u00fcmmern. Die Auszahlscheine liegen noch auf seinem Schreibtisch.<\/p>\n<p>Der Spiels\u00fcchtiger werde ich Geld leihen, dass sie zum Vorstellungsgespr\u00e4ch f\u00fcr die station\u00e4re Therapie fahren kann. Sie bringt mir Morgen die 50,- \u20ac vorbei, die bis zum Monatsende reichen m\u00fcssen und ich teile es ihr ein. Langsam f\u00e4ngt sie an, Vertrauen zu gewinnen und ich bin ja eh locker. Sie hat einen Termin mit einem Pflegedienst, aber will sich mit denen im Caf\u00e9 treffen und sie erst mal nicht in die Wohnung lassen. Die Erweiterung der Betreuung um den Bereich Gesundheitssorge, weil ich mich eh k\u00fcmmere und sie ja auch von ihren N\u00f6ten mir berichtet, will sie sich \u00fcberlegen.<\/p>\n<p>Peinlich, aber mein Betreuer muss 175,- \u20ac nachzahlen nach Steuererkl\u00e4rungen f\u00fcr 3 Jahre. Das ist die Firma Balzac dran schuld. Gut, da gehe ich auch nicht mehr Kaffee trinken. Das die schei\u00dfe bezahlen wusste ich vorher schon.<\/p>\n<p>Meine Mutter meldet Stephan, dass unsere ehemalige Nachbarin die Wohnung in Berlin aufgel\u00f6st hat, die sie mit ihrem Mann hatte. Er fliegt aus einer Gro\u00dfkanzlei nach der n\u00e4chsten, war aber f\u00fcr meinen Paps immer der erfolgreiche Wirtschaftsjurist. Sie zieht jetzt nach Manchester. Die Stadt liebe ich ja, vielleicht besuchen wir sie da mal. Ich sollte mal schreiben.<\/p>\n<p>Ich liebe es, wenn die B\u00e4ume gelb sind. Der gelbe Tsunami vor unseren Fenstern. Da k\u00f6nnte ich Tage lang drauf gucken und mich nicht satt sehen, aber auch drau\u00dfen, wenn man durch die Stadt f\u00e4hrt. Einfach toll-<\/p>\n<p>Ich werde nicht auf den Stra\u00dfenstrich gehen f\u00fcr Herrn Morrissey stattdessen Yoga. Beim Kundalini war ich das letzte Mal. Das konstante Dummgelabere ist so was von abt\u00f6rnend und dann dieser Zahlenfetischismus. 52 Vorderbeugen und jeder in seinem eigenen Tempo und dann doch nicht und Eigenliebe ist ein wichtiges Thema unserer Zeit. Nein, Eigenliebe gibt es zu viel. Selbstverliebtheit und Egoismus. Das ist gerade das Problem, dass alle auf sich gucken. Sie wollte ein Set machen f\u00fcr die Bauchspeicheldr\u00fcse, aber die Teilnehmerin ist heute nicht da. Die Organe tun ihren Dienst bis sie eines Tages sich bemerkbar machen, weil man ein Gummib\u00e4rchen zu viel gegessen hat (!?). Intuition und Wahrnehmung, das ist das gleiche, so was stellt die schlaue Lehrerin am laufenden Band fest, bemerkt aber wieder neu nach der H\u00e4lfte der Stunde, dass wir eine Schwangere in der Gruppe haben. Die kenne ich schon und ich bin erst das zweite Mal wieder da. Wahrnehmung und Intuition bekommt sie von mir eine sechs und sie nervt mit ihrem Dummgeschw\u00e4tze ohne Ende. Nachdem sie uns zum Schluss ein englisches Lied mit \u201einner light, guiding your way\u201c und dass sie uns w\u00fcnscht, dass immer die Sonne f\u00fcr uns scheint (und das will ich selber nicht, weil ich Schatten f\u00fcr durchaus wichtig halte, auch im \u00fcbertragenen Sinn) vorgespielt und \u00fcbersetzt hat, will ich nur kotzen und wir sollen alle nur ein Wort sagen, ein Gef\u00fchl was jetzt pr\u00e4sent ist. Ich hatte mir vorgenommen heute \u201eweiter\u201c zu sagen. Die Frau vor mir beginnt damit und nach 4 x weiter bricht sie das ab. Ich gehe da nie wieder hin. Lieber sch\u00f6n Pilates ohne Gelaber, da ist viel mehr Yoga drin. Kaya macht es ganz hervorragend und kompensiert mich etwas. Beim Meditieren ist mir eingefallen B a r b a r a C h i c o. Das sind genau 12. Da kann ich jeden Monat mit einem Buchstaben versehen im Kalender. Dann kommt mir die Sterbehilfe Diskussion in den Kopf. Das Recht auf Selbstbestimmung und der Fall der jungen Amerikanerin, der durch die Presse ging. Sie sagte, wenn Du stirbst, l\u00e4uft ein Film vor Deinen Augen ab, mach, dass er sehenswert ist. Ich sehe das anders und meiner w\u00fcrde dann eher ein Horrorfilm werden, aus dieser Sicht. Ich selber habe eine f\u00fcr mich selber \u00fcberraschende konservative Einstellung dazu. Ich denke, ich habe kein Recht mein Leben zu beenden. Ich habe es mir nicht selber gegeben und darf es nicht nehmen oder das Ende selber bestimmen. Wenn Schlimmes auf mich wartet, dann ist es eine Pr\u00fcfung durch die ich durch muss und wer wei\u00df, was im Schlimmen innen verborgen ist, f\u00fcr Tr\u00e4ume, Erkenntnisse, Gef\u00fchle. Das alles vorher abzubrechen, da nimmt man sich viel Erfahrung und ist feige. So sehe ich das, aber ohne Sendungsbewusstsein, d.h. das k\u00f6nnen andere gerne anders machen. Ich w\u00fcrde es f\u00fcr mich aber nicht wollen oder in Anspruch nehmen. Es muss nicht immer alles sch\u00f6n und gesund sein.<\/p>\n<p>Zuhause hat mein Mann Kartoffeln gekocht und Salat geputzt. Das ist toll.<\/p>\n<p>06.11. Morgens versuche ich die Ummeldung meines neuen Betreuten, nachdem die Schlange bei der Ausl\u00e4nderstelle zu lang ist und merke, wie man abf\u00e4hrt damit. Der Mann druckt mir Sachen aus dem Internet aus, wenn ein nicht EU-B\u00fcrger von au\u00dferhalb (war vorher in Stadthagen angemeldet) zuzieht usw. Ich bin genervt und fahre zum Wohnungsamt. Dort wartet schon Herr Ihme mit Begleitung. Wir stehen im Flur und ich erkl\u00e4re allen Wartenden wie das Procedere sein wird, dass sie als Erstes erkl\u00e4ren, dass die Stadt Hannover nur ein Belegrecht f\u00fcr 10 % der Wohnungen hat. Ich frage einen \u00e4lteren netten Mann von der Security, ob er schon mal Antragsformulare gibt, damit man die Wartezeit nutzen kann. Nein, die gibt es nur in den Zimmern. Ja, oder im Internet, wie ich feststelle und mich \u00e4rgere, dass ich schlecht vorbereitet bin. Alle, der Mitarbeiter und die Wartenden stellen fest, dass man das verbessern k\u00f6nnte, \u201ewie beim Finanzamt\u201c, wie der Rentner meint, mit dem ich Fahlstuhl gefahren bin. Im Fahrstuhl fuhr ein technischer Mitarbeiter, der schwer nach einem in die Jahre gekommenen Szenehengst aussah, sehr d\u00fcnn, gro\u00dfe Nase, Tattoos, Ray Ban Brille, schaut mich von der Seite an. So ganz d\u00fcnne M\u00e4nner sind ja nicht meins. Der Termin l\u00e4uft gut, au\u00dfer dass Herr Ihme am 05.11. schon pleite ist und keine 19,- \u20ac hat. Wir reden mit ihm im Treppenhaus. Wo das Geld ist, wei\u00df er nicht. Wieder Handy gekauft. Die Nummer brauche ich mir gar nicht aufschreiben, weil das wird er n\u00e4chste Woche versetzen, mit einem Verlust. Es ist so berechenbar. Er muss einsehen, dass es so nicht weiter geht. Er hat die K\u00e4fer im Kopf und ihm ist alles egal, er habe kein Geld oder zu wenig und seine Schuhe sind kaputt. Es ist ganz schwierig. Ich sage, von einer neuen Wohnung alleine d\u00fcrfe er sich nicht zu viel versprechen, weil seine Probleme w\u00fcrden doch bleiben und auch mit wenig Geld k\u00f6nne man eine wohnliche Wohnung haben, weil man hat viel Zeit. das sei Veranlagungssache.\u00a0Dass es bei ihm so aussieht, wie es tut, h\u00e4ngt mit anderen Dingen zusammen und auch wenn ich ihm 1000,- \u20ac geben w\u00fcrde, h\u00e4tte er n\u00e4chsten Monat diese kaputten Schuhe an. Da w\u00e4re ich mir ganz sicher. Wir schlagen ihm eine betreute WG vor. Die K\u00e4fer im Kopf. Es k\u00f6nne sein, dass er damit leben muss, dann braucht er Ablenkung, wie jemand der Tinnitus hat. Er denkt immer, wir nehmen ihn nicht ernst, aber das stimmt nicht. Lange setzt er sich dem Gespr\u00e4ch aus. Ich verstehe, dass er so lebt als gebe es kein Morgen, aber das macht meine Arbeit und eine Verbesserung seiner \u00e4u\u00dferen Situation durch eine neue Wohnung oder so was nicht gerade leichter.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG_1037.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-8689\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG_1037-300x225.jpg\" alt=\"IMG_1037\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG_1037-300x225.jpg 300w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG_1037-624x468.jpg 624w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG_1037.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG_1038.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-8690\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG_1038-225x300.jpg\" alt=\"IMG_1038\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG_1038-225x300.jpg 225w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG_1038.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG_1039.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-8691\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG_1039-225x300.jpg\" alt=\"IMG_1039\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG_1039-225x300.jpg 225w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG_1039.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dann fahre ich bei meiner Altenheimbewohnerin vorbei und besuche sie. Ihre Augen-OP ist verschoben. Sie hat zwar Demenz ist aber erstaunlich gut im Bilde. Ich sage ihr, dass ich bald Sozialhilfe f\u00fcr sie beantragen muss, weil ihr Geld aufgebraucht ist, dass sie 100 Mark im Monat bekommt (es sind 100,- \u20ac Taschengeld) und das Geld nicht aufbraucht (was auch stimmt, sie spart noch davon). Sie habe immer sparsam gelebt. Ich soll die Tochter in Hamburg anrufen, dass die OP ausf\u00e4llt. Das vergesse ich im Eifer des Gefechts und die kann sich auch mal melden, entschuldige ich meine Panne damit. Meine Mutter nervt mich etwas und will mich einspannen f\u00fcr Dinge, die ich nicht einsehe. Das Heim fragen was mit den Spendengeldern geworden ist, wo sie eine Abrechnung angek\u00fcndigt haben. Diesen Satz kann meine Mutter selber formulieren, von ihr habe ich doch mein Talent. Meine Schwester soll auch Unterhosen von Uniqlo bekommen, weil wir welche in San Jose gekauft haben und ich soll sie im Internet bestellen, weil sie keine Karte hat. Mein Vater ist doch Meister des Internets und der Kartenbestellungen. Sie ist au\u00dferdem misstrauisch, warum Dr. Po erst mit 50 eine Darmspiegelung bei mir machen will und bef\u00fcrchtet Vorurteile und Diskriminierung dahinter, sagt mir das aber nicht direkt, sondern Stephan. Auch das macht mich w\u00fctend. Ich hatte ihr schon erkl\u00e4rt, dass ich mich an einen Experten gewandt habe und nun das Ergebnis akzeptiere und nicht schlauer bin als er und ihm sage, was er machen muss. Selber spiegeln geht kaum. Hier muss ich eine Runde ignorieren, sonst eskaliert das. ich kann es nicht ruhig formulieren und das Problem ist, dass ich als Tochter erst mal ja sage und mich dann vermutlich am meistens \u00fcber mich selber \u00e4rgere.<\/p>\n<p>Nachmittags kommen die Frauen zum Geld holen. Die Spiels\u00fcchtige hat nur 25,- \u20ac dabei und will die auf einmal wieder abholen. Gesundheitssorge soll nicht \u00fcber das Gericht laufen, aber Schweigepflichtsentbindung w\u00fcrde sie erteilen. Elisabeth Taylor hat Sex im Wald und es ist ein Pole hinter ihr her, der immer anruft. Deswegen will sie die Kontoausdrucke auch nicht mitnehmen, nicht dass die in falsche H\u00e4nde fallen. Spritze hat sie genommen und auch Pillenrezept eingel\u00f6st. Nach 50 Minuten zuh\u00f6ren bin ich ersch\u00f6pft. Steffi sagt unser Abendprogramm ab. Ich bin entschlossen das Kinoprogramm trotzdem durchzuziehen. Ich lese die \u00e4rztlichen Gutachten zu meinem neuen Betreuten, zwar Sucht, aber geschlossenen Unterbringung, weil er keinen freien Willen bilden kann und sich dann umbringt, wenn man nicht handelt, telefoniere mit der Mutter, wie wir die Entgiftung organisiert bekommen. Ich k\u00fcmmere mich um einen Platz und sie f\u00e4hrt ihn hin. Zuhause bekommt Detlef seine Zahnpasta aus Paris und USA und er und Stephan bereiten sich auf den Jazz-Club vor. Wir essen schnell ein paar K\u00e4sebrote. Ich Sn\u00e4ckebrot mit Pretzelsalz. Nein, das ist kein Kn\u00e4ckebrot, es hat Fett drin. Nein, ich gehe nicht mit, vielleicht sp\u00e4ter bei Feinkostlampe. Ich esse eine Thunfischpizza auf der Limmerstra\u00dfe und gehe das erste Mal im Leben alleine ins Kino. Philomena mit Judi Densch. Guter Film, sch\u00f6ne irische Landschaften und gut erz\u00e4hlt. Sie spielt die einfache Frau, die so viel Schlechtes widerfahren ist, Teeangergeburt, von der Familie versto\u00dfen, ins Kloster gegeben, dort Zwangsarbeit, ihren Sohn darf sie eine Stunde am Tag oder in der Woche sehen und sie nehmen ihr ihr Kind weg. Sie ist trotzdem nicht verbittert und verzeiht, ist immer nett zum Personal. Sie findet den Sohn nicht, weil der nach Amerika adoptiert worden ist und dort beruflich erfolgreich war als Anwalt unter der Reagan-Busch Administration, aber heimlich schwul war (mit einer Kollegin, die ihn zu offiziellen Anl\u00e4ssen begleitet hat) und an Aids gestorben ist. Beerdigt ist er auf dem Gel\u00e4nde des Klosters und die Nonnen haben bewusst einen Kontakt zwischen Mutter und Sohn, die sich gesucht haben verhindert. Das ist so gemein. Zum Personal bin ich auch nett, aber ich habe doch viel mehr Wut in mir. Anschlie\u00dfend in einem vollen Club, ich mache gleich kehrt auf dem Absatz. Zuhause treffe ich Detlef und Stephan und das Konzert h\u00e4tte mir allem Anschein nach gefallen. Auch meine Papiersachen h\u00e4tte ich aus dem Atelier abholen k\u00f6nnen, aber ich habe mich f\u00fcr Kino entschieden. Morgen will ich ins Siloah, dem Arbeitsplatz unseres Freundes. Eine Betreute wurde an der Lunge operiert.<\/p>\n<p>07.11. Ich tr\u00e4ume, dass ich bei Steffi, die m\u00e4nnliche Geschlechtsteile hat, Sexualpraktiken absolviere, die ich nicht mal bei Stephan mache. Wir feiern mit ihrem Ex aus der Glocksee und es geht alles etwas exzessiv daher. Erz\u00e4hle Stephan von dem Traum und habe irgendwie ein schlechtes Gewissen. Ich fahre zu meiner Betreuten, die Lungenkrebs hat. Die Tochter und der Schwiegersohn sind da. Beide waren Junkies, sind aber clean, die Tochter arbeitet und sie haben Kinder. Ich will nicht st\u00f6ren, nur wer so nah bei mir liegt, da wollte ich rum kommen. Nein, ich st\u00f6re nicht. Der Kaffee sei nur halbvoll und koste 2,- \u20ac. Das sei frech. Auch der Fernseher sei in anderen H\u00e4usern umsonst. Hier kostet das Medienpaket 3,99 \u20ac am Tag. Liebevoll zeigt der Schwiegersohn Mama die Fernseheinstellungen an dem flachen Tablett auf dem Schwenkarm. Das Essen ist f\u00fcr Frau M\u00fcller, die schon entlassen wurde. Chaotisch geht es zu auf der Station mit den Lilaabziehbildchen an den W\u00e4nden. Keiner wei\u00df Bescheid und die Mitarbeiter schauen nur kurz rein und sind dankbar wenn andere Personen mithelfen. Die Tochter will sich \u00fcber die Krankheit informieren als Angeh\u00f6rige, dass sie besser beraten kann. Lungenkrebs sei keine Erk\u00e4ltung und Mama h\u00e4tte nun mal exzessiv geraucht und irgendwann bekommen wir alle die Quittung, sie m\u00fcssten jetzt auch aufh\u00f6ren damit. Sie macht ihrer Mutter das Essen klein und redet ihr gut zu, dass sie essen m\u00fcsse. Wir loben sie alle, wie gut sie drauf ist daf\u00fcr, dass sie gestern operiert wurde und auf der Intensivstation war. Sie liegt auf einem dicken Schlauch, der in einen Koffer voller\u00a0Technik\u00a0hineinf\u00fchren und man sieht das verd\u00fcnnte Blut hin- und herschwappen. Das sind nicht die Schmerzmittel, die aus einer Kan\u00fcle kommen. Was ist das? Blutw\u00e4sche?<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG_1040.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-8692\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG_1040-225x300.jpg\" alt=\"IMG_1040\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG_1040-225x300.jpg 225w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/IMG_1040.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Offenbar flie\u00dft hier die Wundfl\u00fcssigkeit ab und nicht mehr in so Beutel mit Unterdruck, wie ich es noch kenne, aber so ein dicker Schlauch, der \u00fcber den R\u00fccken in den Rumpf geht. Ich mag mir das gar nicht vorstellen, auch wenn er sich vielleicht noch verj\u00fcngt bevor er in den K\u00f6rper geht. Ich mag die Tochter mit den dunklen kurzen Haaren, den strahlend blauen Augen und der Turnerfigur. Sie will ihr nach der Arbeit Obst vorbeibringen und der Yorkshire Terrier ist bei ihr in Pflege. Ich fragte danach. Meine Betreute sagt, Morgen reicht. Die Tochter soll sich nicht so abhetzen. Sie wundern sich allerding alle dar\u00fcber, warum die 2 mal eine CT gemacht haben und nichts gefunden und jetzt hat sie Lungenkrebs und die schnell wachsende Beule an ihrem Arm muss auch operiert werden und das ist ganz leicht. Ihr Arzt hatte ihr gesagt, eine OP sei aufwendig und sie solle es mit Krankengymnastik versuchen. Das sind Behandlungsverweigerer und nicht mein Dr. Po. Ja, ich soll Gesundheitssorge auch mit machen und eine Erweiterung beim Gericht beantragen. Der Schwiegersohn stellt fest, dass sie mich brauchen, weil wenn sie was beantragen, wird das gleich abgeschmettert. Ich speichere die Nummer in mein Telefon, aber man kann nicht anrufen. Das Stationspersonal kann auch nicht weiterhelfen, ob da was freigeschaltet werden muss. Die dr\u00fccken einem allen Ernstes die Brosch\u00fcre in die Hand, als w\u00fcrde ich Mandanten den Palandt, die Gesetzsammlung zum Lesen geben. Ich habe keine Worte f\u00fcr die Krankenh\u00e4user. Ich verabschiede mich und sage, sie soll nicht zu viele Gerichtssendungen schauen, weil gerade eine l\u00e4uft. Das w\u00e4re nicht f\u00f6rderlich bei der Heilung. Alle lachen.<\/p>\n<p>Unten gehe ich durch die Cafeteria und stelle fest, dass die Leute aus wei\u00dfen d\u00fcnnen Plastikschalen essen. Schnurstracks mit Stechschritt zu meinem Fahrrad. Es klopft gegen die Glasscheibe. Das ignoriere ich gekonnt. Ein junger Typ l\u00e4uft mir nach, sein Vater usw. es ist ein Kollege, der seit Monaten im Krankenhaus ist. Ich habe etwas Zeit und setze mich dazu. Blutw\u00e4sche war angesagt und da sehe man das personifizierte Leiden und wolle nicht mehr leben. Schreiben will er nicht dar\u00fcber, das wolle keiner lesen. Er kann malen, wie Helnwein und ich schlage vor, die Blutw\u00e4schemaschine, die er eindrucksvoll beschreibt als Motiv zu w\u00e4hlen, statt einer irischen Landschaft. Sein Essen, H\u00fchnerfrikas\u00e9e soll das wohl sein, sieht erb\u00e4rmlich aus. Ich will n\u00e4chste Woche was Besseres vorbei bringen. Ja, das sei wichtig f\u00fcr die Genesung. Er will sich bei mir melden. Jetzt habe er das Gr\u00f6bste \u00fcberstanden und ohne Fu\u00df k\u00f6nne man leben. Das habe der Sohn auch gesagt. Er kann nur bedingt dar\u00fcber lachen und ihm wird es dann nach ca. 1 Std. zu viel und wir verabschieden uns. Die Kontaktdaten des konservativen Sohnemannes will ich nicht notieren. Wo bleibt seine Frau? Das habe ich nicht gefragt und bin auch nur mit ihm befreundet. Es geht um die Hautklinik und verseuchtes Wasser und eine Kita und die Junkies dort und Polizeikontrollen. Dem Sohn erkl\u00e4re ich, dass sein Vater es eher immer mit den Kindern hat und ich mit den Junkies. Als er um die Polizeikontrollen geht, die mit dem Wagen auf den Spielplatz fahren sage ich, die nehmen denen ihr Substitutionsmittel ab, was sie nicht gleich in der Praxis eingenommen haben und behaupten, dass sie damit Handel treiben wollten. Ja, das stimmt ja auch meistens, wei\u00df der Naseweis von Sohn und wenn es so w\u00e4re, ist verfehlte Drogenpolitik und die richtigen Verbrecher k\u00f6nnen sie nicht erwischen, weil die ihnen \u00fcberlegen sind und konzentrieren sich dann auf die einfache Beute und verschwenden damit meine Steuergelder bzw. die von anderen und verschaffen mir ein Einkommen, wenn ich dann teuer bestellt werden muss. Fr\u00fcher waren die Eltern konservativ und die Studenten ein bisschen freaky. Das ist jetzt umgekehrt. Mein Kollege interessiert sich f\u00fcr Kunst und Wissenschaft und hat immer verr\u00fcckte Ideen und Pl\u00e4ne, experimentiert mit Schellack und l\u00e4sst eine Rede in einen nieders\u00e4chsischen Dialekt (N\u00e4he Cloppenburg), der einer eigenen Sprache gleich kommt, weil die im Moor leben und abgeschieden sind von einem amerikanischen Wissenschaftler \u00fcbersetzen. Der Mann hat B\u00fccher dar\u00fcber geschrieben und das neue Testament, ein Schwarzer, der erst \u00fcber r\u00e4toromanische Sprachen studieren wollte, aber das Fach schon belegt war. Die Rede, mit der er die Familie der Braut seines Neffen etwas aufs Korn nehmen wollte, konnte er nicht mehr halten, weil er im Krankenhaus landete, wo er nun Monate verbringt. Was f\u00fcr ein Zufall, dass ich ihn getroffen habe, aber Zufall gibt es vielleicht nicht. Will ihm meinen Ai Wei Wei Stift aus SF schenken. \u201eCreativity is human and can only be untaught\u201c steht da drauf.<\/p>\n<p>Ein wirklich langj\u00e4hriger Betreuter kommt vorbei. Den sehe ich vielleicht zwei Mal im Jahr. Der Sohn hatte Vorhautverengung. Da haben sie alle Probleme mit ihrem Schniedelwutz, er wei\u00df auch nicht. Mit dem Sohn macht er das bestimmt gut, seine Mutter war Erzieherin. Ist jetzt arbeitslos kurz vor der Rente, auch den 1,- \u20ac Job hat sie nicht mehr, weil sie nicht gesund und abwechslungsreich genug gekocht hat f\u00fcr die Kita. Die Anspr\u00fcche seien heutzutage anders. Der Bruder hat Angst, dass er f\u00fcr die Eltern zahlen muss. Lasse mir die Eckdaten geben. Nein, muss er nicht bei seinem Einkommen und er hat selber 2 Kinder. Da kann er ihn beruhigen. Ich kenne den Betreuten als er noch im Jugendzimmer zuhause gesessen hat und das Haus nicht verlassen hat und s\u00fcchtig war nach Computerspielen und ein Starwarsposter hing an der T\u00fcr, dann Tiefenbrunn, im Auto mit Bruder und Schw\u00e4gerin zusammen hingefahren und eine Mitpatientin mit der er zusammen gekommen war hat sich nach der Entlassung das Leben genommen und man hatte Angst, dass er sich was antut. Wir haben schon einiges zusammen erlebt. Er merkt jetzt im Alter, dass alle Probleme haben, Schulfreunde haben zwar Job und Familie, kiffen aber zu viel. Da seien seine Probleme noch mittel. Er nimmt angstl\u00f6sende Mittel \u00fcber die wir sprechen, Dosierung und Wirkung. Wie lange kennen wir uns schon, will er von mir wissen. Bestimmt 15 Jahre. Wie lang hat er mich noch und wann gehe ich in Rente. Das ist noch nicht so weit, kann ich ihn tr\u00f6sten. Seine Mutter ins Pflegeheim und ich in Rente, da haben wir noch etwas Zeit. Er merkte auch, dass er \u00e4lter wird, der R\u00fccken tut weh, die Haare werden grau. Betreute altern sehen ist f\u00fcr mich fast wie Kinder haben.<\/p>\n<p>Heute mal Sport. Werde in der Umkleide auf mein Kleid angesprochen. Von meiner Oma. \u201eFlotte Oma\u201c. Hat sie zur Hochzeit meiner Eltern getragen, weil ihr Mann war gerade gestorben war, hat sie schwarz getragen. \u201eDas wolltest Du gar nicht wissen\u201c, sage ich dann, aber es ist mir so eingefallen. Alles gut sagt sie und ich denke, ist \u00e4lter als ich das Kleid und das Bild von ihr auf der Hochzeitsfeier hat sich bei mir eingebrannt. Habe ja nicht viele Kleider von meiner Oma und wohl einigerma\u00dfen ihren K\u00f6rperbau. Erst Tanzen, Hideaway ist der Aufw\u00e4rmsong, Freestyle sogar mit Diskokugel, dann Grace, eine Neue macht ein Gesicht als w\u00fcrde sie was bitter-saures Essen.<\/p>\n<p>Beckmanns. Der beste Fisch mit Kartoffelp\u00fcree und Muschelsud und auch das Parmesanlastige Risotto ist k\u00f6stlich. Ich liebe den Laden. Dann ins Sprengelkino. Night moves. So hei\u00dft das Boot was sie einem Rentner abkaufen, die Umweltaktivisten, um damit einen Staudamm in die Luft zu sprengen. Vorher m\u00fcssen sie D\u00fcngemittel kaufen. Das macht die Frau in der Gruppe und erz\u00e4hlt von der Brokkoli-Ernte. Bei der Aktion wird ein Camper get\u00f6tet und das zerm\u00fcrbt die drei Akteure, vor allem die beiden Hauptdarsteller. Der Mann ist gef\u00fchlsgest\u00f6rt und arbeitet\u00a0in einem Farmkollektiv in einer Jurte mit Loch in der Decke, das hei\u00dft kreisrunder \u00d6ffnung nach oben. Er hat einfach nicht nachgedacht was seine Taten f\u00fcr Auswirkungen auf andere haben k\u00f6nnen. Die Polizei ermittelt und vom seinem Chef, sie leben eher wie in einer Familie, der die Farm betreibt, werden die Rechner beschlagnahmt und sein Lebenswerk und die Existenz seiner Familie steht auf dem Spiel. Dieser hatte vorher die Tat damit kommentiert, dass es Theater sein und nichts bringe, weil der Fluss 20 Staud\u00e4mme habe. Die Ermittlungen bekommt man nur am Rande mit wie auch die ganzen Medien, die fast aufgeblendet sind. Der Film ist sehr langsam erz\u00e4hlt und hintergr\u00fcndig. Die Frau, die in einer Frauensauna arbeitet ist am Boden zerst\u00f6rt und hat hektische Flecke und muss dar\u00fcber reden. Sie macht sich Vorw\u00fcrfe und er will wiederum verhindern, dass sie redet.<\/p>\n<p>08.11. Email aus meinem ehemaligen Atelier. Die Nebenkostennachzahlung schulden wir, sagt die Anw\u00e4ltin und der Hauptmieter ist angesichts einer Zahlungsfrist panisch geworden und hat schon mal gezahlt. Das \u00e4rgert mich, weil ich denke, ich w\u00e4re hartn\u00e4ckiger gewesen. Ich glaube, sie w\u00e4ren gerichtlich nicht damit durchgekommen, das Atelier wird eh aufgel\u00f6st. Was ist mit Verj\u00e4hrung? Hier werden viele Jahren nachtr\u00e4glich aufgerollt und man hatte mit Sch\u00e4tzzahlen gearbeitet und bereits Abrechnungen gemacht. Warum gelten die nicht mehr. Ist der Typ nicht erwachsen? Was l\u00e4sst er sich von einer Zahlungsfrist so ins Bockshorn jagen? Jetzt muss ich auch zahlen, weil ich den netten K\u00fcnstler nicht h\u00e4ngen lassen will. Es zeigt sich mal wieder, Leute zum Anwalt schicken bringt nichts. Das regt mich auf und, dass die Mutter meinen Betreuten erfolgreich in die Entgiftung gebracht hat und dann an der Haust\u00fcr im B\u00fcro gescheitert ist. Man lie\u00df sie nicht rein in den Hausflur mit den Worten, es sei Wochenende. Ich bin stocksauer und werde keine Zalando-Pakete mehr annehmen bzw. es jedem Hausbewohner gegen\u00fcber zur Sprache bringen, was das soll. Man kann doch aufmachen, wenn Leute was in den Briefkasten stecken wollen. Postkarte von einer ehemaligen N\u00e4hfreundin. K\u00f6rperplakat aus der Kinderzeitschrift f\u00fcr das Krankenhauszimmer. Steffi kommt vorbei mit Blumen. Mein Lokal, dein Lokal, peinlich ist der Typ vom Chimu mit viel Fremdsch\u00e4men und dazu Kalender basteln. Nicht schon wieder Kino. Einfach ein Wochenende im Schlafanzug und Pasta mit gegrillten Artischocken. Meine Br\u00fcste sind kleiner geworden und haben vielleicht eine K\u00f6rbchengr\u00f6\u00dfe verloren und das sagt mir keiner? Ich merke es an den ganzen B\u00fcgel-BHs, die nicht mehr passen (eigentlich peinlich, dass ich es selber nicht merke und dazu die BHs brauche). Sie sind mir auch unsympathisch geworden und ich schmei\u00dfe 10 St\u00fcck weg (bringt nicht so viel vom Volumen, aber trotzdem besser, man hat mehr \u00dcberblick). Ich habe mich \u00fcbrigens umentschieden und will unbedingt in die Beckmann-Ausstellung. Es stimmt, dass ich schon viel von ihm gesehen haben, aber die Stillleben interessieren mich sehr.<\/p>\n<p>09.11. Basteln und B\u00fcgeln wird nur unterbrochen durch einen Ausflug ins Siloah. Daf\u00fcr mal etwas aufbrezeln. Das kann ich nicht zur Arbeit tragen. Calendula-Station, alles in Gelb. Wir genie\u00dfen den Ausblick, das Geb\u00e4ude der Bezirksregierung (?) soll einen total sch\u00f6nen Braunton bekommen, wenn es von der Abendsonne angestrahlt wird. Wir plaudern etwas und k\u00f6nnen unsere Fahrr\u00e4der von oben sehen, wir sie im Innenhof nebeneinander und allein auf weiter Flur stehen und die Farben, rosa und lila passen so gut zusammen. Sein Sohn war mit einer T\u00fcrkin zusammen und kann T\u00fcrkisch, o.k. das ist cool. Das Plakat habe ich nicht dabei, habe mich nicht getraut, dabei h\u00e4tte es super an den schmalen Schrank gepasst. Ich schmei\u00dfe Klamotten weg. Ich gefalle mir nicht in Hosen und die k\u00f6nnen mal alle weg. Eine alte M\u00e4nnerhose drehe ich Stephan an. Sie steht ihm eh viel besser und sein Hintern sieht besser darin aus und so sehe ich sie wenigstens. Dicke Gem\u00fcsesuppe mit Sellerie und Schnittlauch, Ziegenk\u00e4se und Cracker. T\u00fcrkischen Dokumentarfilm und ich b\u00fcgele dazu und n\u00e4he Kn\u00f6pfe an. Dann Hader an der Uni M\u00fcnchen. Der Typ ist Hammer. So gut beherrscht er die Technik der Publikum Verunsicherns, weil er harmlos anf\u00e4ngt und alle seinen Aussagen beipflichten (gegen Massentierhaltung, gesundes Essen vom Bauernhof) und dann l\u00e4sst er es immer weiter entarten (Schimmel auf der Marmelade als G\u00fctesiegel und die gierigen, alten Landwirte, die nur wissen wollen, ob sie was dazu kriegen k\u00f6nnen, wenn einer stirbt) und spielt mit den Reaktionen. Daran merkt er, dass er \u00e4lter wird. Er wollte neulich seine Kinder anrufen und dann fiel ihm ein, dass er keine hat. Schnell die Knoblauchtabletten genommen. Er und seine Frau haben sich gegen Kinder entschieden, lange vor der Scheidung, weil auch Kinder machen CO2, nicht nur der Gel\u00e4ndewagen und dann haben sie abgewogen und kamen zum Ergebnis, dass man mit Kindern nicht so schnell von A nach B kommt und \u00fcberhaupt, schlafen nachts nicht, wenn sie klein sind und sp\u00e4ter kommen sie nicht Heim nachts und dann erben sie alles und stecken einen ins Altersheim und besuchen einen nie. Die Kosten-Nutzen-Rechnung sei nicht aufgegangen. \u00dcberhaupt sei Vieles eine Entt\u00e4uschung im Leben und in Wirklichkeit kleiner und dreckiger als in der Vorstellung oder im Prospekt: die Liebe, die Ehe, die Akropolis&#8230;. In einer Beziehung ist man zusammen, schon klar, aber sie sei ganz viel da gewesen, im selben Raum und dann kurz weg und dann wieder daaaa. Und dann dieses auf der Schulter\u00a0einschlafen, man liegt schon mit der Schulter ganz oben und trotzdem und es dr\u00fcckt einem die Bandscheibe raus und blo\u00df nicht bewegen, sonst wird sie wach und will reden.<\/p>\n<p>Morgens getr\u00e4umt von einem\u00a0sch\u00fcchternen Mann, der zu mir will und im Treppenhaus vom B\u00fcro einfach stehen bleibt und nicht rein kommt. War das Herr Hader in gut aussehend?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>01.11. Telefonat mit Wien und wir reden immer gleichzeitig. Hatte Sunla ja gewarnt, dass ich das nicht so gut kann. Ist mir peinlich, aber nach dem Mittagschlaf lasse ich Stephan alleine zu G\u00fcnter fahren, der f\u00fcr uns gekocht hat und h\u00fcte das Sofa. Kopfschmerzen, wenn auch nur leicht, sind immer ein schlechtes Zeichen bei mir. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-8723","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-der-himmel-voller-butter-aus-dem-leben-von-buttermusch"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/buttermusch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8723","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/buttermusch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/buttermusch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/buttermusch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/buttermusch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8723"}],"version-history":[{"count":6,"href":"http:\/\/buttermusch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8723\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8769,"href":"http:\/\/buttermusch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8723\/revisions\/8769"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/buttermusch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8723"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/buttermusch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8723"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/buttermusch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8723"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}