{"id":5586,"date":"2014-04-15T17:35:18","date_gmt":"2014-04-15T15:35:18","guid":{"rendered":"http:\/\/buttermusch.de\/?p=5586"},"modified":"2014-04-17T08:46:23","modified_gmt":"2014-04-17T06:46:23","slug":"bauschaeden-an-den-musterhaeusern","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/buttermusch.de\/?p=5586","title":{"rendered":"Bausch\u00e4den an den Musterh\u00e4usern"},"content":{"rendered":"<p>12.04. War recht fr\u00fch ins Bett gegangen. Es ist erst 7 Uhr. Zuhausewochenenden sind zum Basteln da, zumindest bei mir.<\/p>\n<p>Habe getr\u00e4umt und zwar sehr echt. Verschiedene Szene. Der kleine Bernd hat einen neuen Club gemacht, Freiluft an der Ihme. Wir lernen Hartmut El Kurdi kennen, der immer wieder schaut und uns dann auffordert uns nacheinander vorzustellen. Wir, d.h. Seb, Marc, Stephan und ich. Jeder soll sich vorstellen. Ich sage, dass ich aus Hannover kommen w\u00fcrde, das d\u00fcrfte man nach \u00fcber 20 Jahren langsam behaupten. Dann erz\u00e4hle ich, wie Stephan mir immer von diesem coolen Typen erz\u00e4hlt hat, der in Braunschweig quasi Stadtverbot hat und dann h\u00e4tten wir ihn mal im Pavillon gesehen und Stephan h\u00e4tte ihn mir gezeigt, den zweiten von links, au\u00dfen, den kleineren (er habe auf dem Podium gesessen). Dann h\u00e4tten wir ihn \u00f6fter in Linden gesehen und gedacht, er sei wohl hier her gezogen und quasi: wurde auch Zeit. Dann nimmt Seb Psychopharmaka oder ist es meine t\u00fcrkische Betreute von mir und dazu andere Drogen und ich kl\u00e4re auf und rufe in der Klinik an um mir die Wirkungen und Wechselwirkungen erkl\u00e4ren zu lassen und den n\u00e4chsten Spritzentermin f\u00fcr denjenigen. Bernd sp\u00fclt und alles ist blitzblank am Edelstahlwaschbecken. Ich habe meiner t\u00fcrkischen Betreuten geholfen Fruchtjoghurt umzuf\u00fcllen und will mir die H\u00e4nde waschen. Frage ihn, was ihm lieber ist, wenn man den Lappen benutzt oder die Papierhandt\u00fccher. F\u00fcr letztere w\u00fcrde er zahlen. Ich sage: echt? Fr\u00fcher haben wir immer Klopapier von der Uni geklaut und uns gefreut, dass wir kein Geld f\u00fcr so was ausgeben mussten. Da war ein gro\u00dfer Putzschrank und da konnte man sich bedienen. Eines Tages musste man in den sauren Apfel bei\u00dfen und anfangen das Zeug selber zu kaufen. Ringsum sind Spie\u00dfer, die Marktst\u00e4nde betreiben. Da darf er das Lager mitbenutzen. Er hat bei ebay ein Besteck ersteigert, was er jetzt gewinnbringend vermietet, wie er denen sagt und sie schauen bewundernd. Junge Leute freuen sich \u00fcber den Klub und wie cool er sei und so wenig Eintritt. Der Club macht gerade Feierabend, weil es hell wird und ich wundere mich, dass ich so lange durchgehalten habe. Wir gehen mit Marc noch zu uns, wo eine gro\u00dfe Daumendecke gerade ausl\u00fcftet und \u00fcber ein Gel\u00e4nder im Treppenhaus h\u00e4ngt und es geht irgendwie darum, dass ich schon immer schlecht rechnen konnte, auch damals im Studium. Ich frage mich, woher will er das wissen.<\/p>\n<p>Davor sind wir unterwegs. Eine ca. Mitte sechzig J\u00e4hrige, mit einem schrulligen Diener gibt sich als K\u00f6nigin aus und springt \u00fcber die Gleise und wird von einem Empfangskomitee abgeholt. Sie haben beide Pelze an mit zu kurzen Armen (wie ich gestern meinen von Jans Mutter, den ich bei recht warmem Wetter getragen habe und abends nach dem Sport zur Jogginghose). Der Diener erkl\u00e4rt, was f\u00fcr ein exotisches Tier der Pelz der K\u00f6nigin sei und das sei extra geschlossen worden, ein riesiges Tier, so dass es aus einem gen\u00e4ht werden konnte (er sieht scheckig und komisch aus, aber das passt zu der Schrulligkeit). Wir fahren Zug und jemand das Second Hand Sachen dort abgelegt mit Preisen, sie haben aber fast alle einen Wasserschaden. Ich schaue sie mir einzeln an. Aufgequollenes Portemonnaie usw. Wir besichtigen ein Schloss mit einem Gartenzimmer und sitzen oben an der Empore und schauen runter. Meine Schw\u00e4gerin Kathrin ist mit dabei. Im Giftshop kaufe ich ein lustiges, gemustertes Tee- sprich Geschirrhandtuch. Dann ist drau\u00dfen eine halb zugefrorene See mit Wellen und dort gegen\u00fcber wohnt der Einsiedler, der ungern Besuch bekommt. Sein Auto wird umsp\u00fclt von den Wellen und sein Haus steht in der Brandung. Alle staunen. Wir sitzen am Tisch und es wird Wein getrunken, ich bin n\u00fcchtern und mein Vater ist etwas angetrunken, will einem Physikerkollegen, der offenbar mit am Tisch sitzt und den er getroffen hat erz\u00e4hlen, was ein gemeinsamer Kollege ihm \u00fcber einen Wein erkl\u00e4rt habe und wird dann immer wieder bewusstlos und f\u00e4llt nach hinten und kommt dann wieder zu sich und redet sofort weiter. Meine Mutter beschlie\u00dft, er m\u00fcsse jetzt auf ein Bett des Schlosses verfrachtet werden mit tatkr\u00e4ftiger Unterst\u00fctzung. Dann geht es darum, ob ein anwesender Arzt ihm einen Beruhigungsspritze verpasst darf und dass er den verklagen wird, wenn er wieder wach ist, andererseits w\u00fcrde er sich so verletzen, meint meine Mutter (in Wirklichkeit ist Paps gestern aus Israel zur\u00fcck gekommen, als ich um 20 Uhr angerufen habe, war er seit 12:30 Uhr der Nacht davon wach und meint, aus ihm \u201ek\u00f6nne man heute keine Funken schlagen\u201c und ich sagte, das habe ich auch nicht tun wollen, wollte mich nur kurz melden). Eine Frau erz\u00e4hlt, dass sie zum grillen eingeladen waren und es gab Wein, der so schmeckte als habe jemand Wasser hinzugef\u00fcgt. Meine Schw\u00e4gerin, die auch in echt gerne schwere Rotweine trinkt, pflichtet bei und kann das verstehen. Den Cabernet Sauvignon, ihren Lieblingswein k\u00f6nnte sie allerdings nur am fr\u00fchen Abend trinken, der mache sie schnell im Kopf, aber danach sei sie dann ganz ersch\u00f6pft. Wir gehen eine Treppe hoch zu einer Aussichtsplattform. Ich muss bei der Geschichte an Kaffee denken und werde wach.<\/p>\n<p>Ich sitze im sonnigen Wintergarten und mache neue H\u00fctchen; eines zu Ende mit einer alten Flaschenb\u00fcrste auf Wollresten von K\u00e4te, in gelbgr\u00fcn, orange, dann Stoffreste von K\u00e4te mit diversen, gesammelten Fundst\u00fccken u.a. einer Hutnadel mit einer Haselnuss oben drauf mit Schraubverschluss, die ich mal auf dem klassischen Flohmarkt in Hannover gekauft habe von so einem Typ, der da regelm\u00e4\u00dfig steht und einen Zylinder tr\u00e4gt und meinte, das sei was f\u00fcr mich und dann ein N\u00e4hetui mit Schere und Einf\u00e4dler und N\u00e4hgarn und allem drum und dran, was ich f\u00fcr 50 Cent gekauft habe, das ist schon gleich fertig so wie es ist und wird einfach an das Gummiband befestigt, nur f\u00fcr den Flieger ist dieses H\u00fctchen ungeeignet. Packe f\u00fcr Berlin und Potsdam, unser Osterausflug.<\/p>\n<p>Duschen l\u00e4sst sich am besten im Bett. Ich liebe den gechillten Tagesablauf am Wochenende und genie\u00dfe es in vollen Z\u00fcgen. Stephan liest aus der Haz vor und wir regen uns beide \u00fcber dieses Prinzengehudel auf und das Backenpfeiffengesicht, was sich zu \u201eDie Krone ist zur\u00fcck\u201c ablichten l\u00e4sst. Widerlich! Abschaffen! Wir finden \u00fcbrigens beide, dass der Kollege, der Jurastudenten geholfen hat mit etwas gest\u00e4rkten Nerven in das Horrorexamen zu gehen zumindest keinen Wucher betrieben hat, weil 3.000,- \u20ac f\u00fcr eine L\u00f6sungsskizze ist sehr human, all die Weil von den durchgeknallten Kandidaten bestimmt auch das Mehrfache zu erlangen gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Ich h\u00f6re ganz lautes Vogelzwitschern und das goldene Dach bewegt sich. In meinen Gedanken, sind die V\u00f6gelchen schon beim Nestbau. In Wirklichkeit ist die Milchflasche auf der Terrasse von unten und liegt im Dreck und ich hole sie hoch. Die Nachbarin findet das Projekt o.k. und sagt, ich m\u00fcsse dran glauben, sonst klappt es nicht. Ich erz\u00e4hle ihr, wie doll meine Einbildung schon war und ich lasse mir die Pfefferminze im Garten zeigen mit der Ank\u00fcndigung, dass ich jetzt nicht mehr bei Kaufhof welche kaufen werde. Mir ist nach Architektin zumute und ich behebe die Baum\u00e4ngel der H\u00e4user und h\u00e4nge das mit dem Spitzdach aus Korb in den Zwetschgenbaum.<\/p>\n<p>Ich werde Pflanzen ausmustern m\u00fcssen, vielleicht verschenken, aber wer will die Pflanzen anderer Leute. Jeder liebt seine eigenen, wie bei Kindern. Ganz selten, dass einer mal sagt, ich h\u00e4tte gerne das Kind oder die Pflanze eines anderen.<\/p>\n<p>N\u00e4chstes Mal will ich die Etagere zu G. mit in den Garten nehmen und dann gibt es High Tea. Ja, man muss noch Pl\u00e4ne haben.<\/p>\n<p>Nachmittags backe ich die \u00fcbliche Linzer Torte, diesmal traditionell mit Hagebuttenmarmelade, die Stephan besorgt hat und nicht Marille oder was anderes. Ich mache Reparaturarbeiten, muss meine Hosen ausmustern bis auf maximal 5, die trage ich einfach nicht und sie blockieren meine Klamottenstange.<\/p>\n<p>Stephan bringt etwas Post aus dem B\u00fcro und so lese ich nachmittags auch eine Ermittlungsakte und freue mich, dass in meiner Sache Herr Borderline die Polizei klein beigegeben hat vor dem Verwaltungsgericht und den Bescheid zur erkennungsdienstlichen Behandlung aufgehoben hat und eine Erledigungserkl\u00e4rung abgegeben hat, der ich mich anschlie\u00dfen soll und meine Kosten zahlen will. Gewonnen und das freut mich. Begr\u00fcndung lautet: das Ermittlungsverfahren wegen Joint auf dem Spielplatz war zu der Zeit von der Staatsanwaltschaft eingestellt und kein neues anh\u00e4ngig. Sie haben es einfach so versucht mit der erkennungsdienstlichen Behandlung.<\/p>\n<p>Stephan sagt mir, dass wir damit rechnen m\u00fcssten, dass uns Potsdam doch beeindruckt. Er hatte unserer Freundin gegen\u00fcber, die dort einen Auftrag hat und auf der Baustelle t\u00e4tig ist, immer von kleinem Palais gesprochen, aber nein, es hei\u00dft, neues Palais und sieht riesig aus und auch eindrucksvoll und wir werden eine F\u00fchrung des Schlosses machen und daneben eine Baustellenf\u00fchrung. Das wird gro\u00dfartig.Sie war seinerzeit im Neuen Museum in Berlin t\u00e4tig und ich kann mich an die dortigen Baustellenf\u00fchrung erinnern, die einfach einmalig war. So sch\u00f6n wird man die R\u00e4ume danach nie wieder gesehen haben. Sie waren leer und kamen richtig gut zur Geltung. Mit den aufwendigen Fu\u00dfbodenmosaiken und der Wandbemalung ist die Einrichtung \u00fcberfl\u00fcssig und diese kleine Nofretete-B\u00fcste wird auch \u00fcbersch\u00e4tzt. Die verschiedenen Gewerke waren zu sehen, wie die Stuckateure arbeiteten usw.\u00a0 Es war Sommer und es standen zwei G\u00e4stefahrr\u00e4der f\u00fcr uns zur Verf\u00fcgung und wir konnten anschlie\u00dfend gleich losradeln. Es war traumhaft. Ich habe eine Trennscheibe aus dem M\u00fcll mitgenommen und ein H\u00fctchen mit Tiger darauf gebastelt und eine blaue Absperrbandscheife, so dass ich zwei H\u00fctchen von dieser historischen Baustelle habe.<\/p>\n<p>Dann mache ich noch 2 weitere H\u00fctchen, einen aus Papier, ein gro\u00dfer Kreis mit einem Stauds Verschluss aus dem Kunsthistorischen Museum innen drin, etwas labil von der Konstruktion her, aber sehr gelungen, wie ich meine (die Fischdose aus Wien, die mir Andrea zur\u00fcck gegeben hat mit Sardellenfilets, die wir ihr mitgebracht haben, habe ich bemalt, d.h. die Pappmach\u00e9-R\u00fcckseite, das ist aber nur mittelpr\u00e4chtig geworden) und einen ebenfalls aus Papier, ein Duschhaubenkarton aus dem Barreis an ein schwarzes Band gen\u00e4ht mit metallic-braunem Bastkn\u00e4ulen aufgepeppt. Dieser gef\u00e4llt mir besonders gut. Der Berg mit den Potsdam-Berlin-Sachen wird immer h\u00f6her. Ich habe manchmal Angst, dass mir die H\u00fctchenideen ausgehen werden, aber irgendwie auch nicht. 5 an einem Tag spricht irgendwie wieder dagegen. Basteln hat seinen Preis. Ich baue einen kleinen Bastelunfall, den ich abends beim Essen beichte in dem Sinne, das was passiert ist, aber nicht genau was. Die Jungs raten und Michi ist am besten mit seinem Cutter-Tipp. Stephan ist irgendwie auf 180 und will es aus mir rauskriegen, ich drohe aber nur an, ins Frauenhaus zu gehen und sage ihm, dass es doch keine Absicht war.<\/p>\n<p>Die Essener, die wir heute nicht sehen werden kommen mit nach Wien. Dar\u00fcber freue ich mich sehr.<\/p>\n<p>Wir holen die Jungs ab. Ich hatte morgens 6 Buttons aus einem Hannoverstadtplan gemacht, den ich zuhause aus dem Hausm\u00fcll gezogen habe, darunter einer mit dem Grundriss von den Herrenh\u00e4user G\u00e4rten (gut die sind vielleicht mittelpr\u00e4chtig geworden). Ich pose derweil unten auf der Stra\u00dfe.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/DSC03785.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5576\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/DSC03785-199x300.jpg\" alt=\"DSC03785\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/DSC03785-199x300.jpg 199w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/DSC03785.jpg 426w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Laune ist bestens. Ich habe das Olympiadentuch 1972 von K\u00e4te an. Wir fahren in die S\u00fcdstadt und warten bis unser Tisch fertig gemacht wird. Es ist ein lesbisches P\u00e4rchen, die den Laden f\u00fchren und die Vorspeisen sind gro\u00df und die Vinaigrette wird am Tisch dr\u00fcber gemacht. Ich esse eine Carpacccio aus Rinderschinken auf Rucolabett mit Staudensellerie und Parmesan. Das ist mit Zitronennote aromatisiert und die gro\u00dfen Parmesanst\u00fccke sind sehr lecker. Am Eingang des Ladens ist ein K\u00fchlschrank mit einer Glast\u00fcr voller Parmesan. Michi isst einen Salat und Stephan und Markus Bohnensalat mit Salatherzen vom R\u00f6mersalat oder wie der hei\u00dft, der auch f\u00fcr Ceasars salad genommen wird und vielen roten Zwiebeln und auch gro\u00dfen Parmesanst\u00fcckchen. Das Brot kommt in Brott\u00fcten, die zu Schiffchen gefaltet sind. Die Tischdecken sind grau-wei\u00df kariert und auf eine dar\u00fcber gelegte Papiertischdecke wird geschrieben. Der Laden ist skurril-gem\u00fctlich eingerichtet mit Sitzb\u00e4nken und enger Bestuhlung. Das Licht wird ged\u00e4mmt und es ist sehr gem\u00fctlich und auch gut besucht. Es gibt Tagliatelle mit Tr\u00fcffel im Parmesanleib. Das ist wohl sehr beliebt. Wir w\u00e4hlen auch Pasta, ich die gemischten Gnocci mit Butter und Parmesan, Stephan Tortelloni mit Paprikaf\u00fcllung (scharf) und Markus Tagliatelle mit Steinpilzen und Michi Ravioli mit Auberginenf\u00fcllung in Tomaten-Paprika-So\u00dfe. Unsere Wahl ist die bessere, wie alle feststellen beim Herumreichen. Insgesamt schmeckt es gut und hat viel mehr Qualit\u00e4t und macht mehr Spa\u00df als noch so ein x-beliebiger Italiener. Die Jungs probieren sich durch die Rotweine mit 0,1 und ich trinke, farblich passend dazu Traubesaftschorle. Nachtisch gibt es Mascarpone mit Ei und Schokoladenst\u00fcckchen. In der Mitte ist ein Amarettikeks versteckt mit viel S\u00fc\u00dfmandel in weich und gro\u00df. Das nehmen wir 3 x. Es ist sehr s\u00fc\u00df, aber daf\u00fcr klein. Stephan nimmt s\u00fc\u00dfe Pasta mit Apfelf\u00fcllung und Rosinen und Schoko. Klingt nicht so nach meinem Geschmack, daf\u00fcr esse ich aber sehr viel davon. Tendenziell auch sehr s\u00fc\u00df und s\u00fc\u00dfe Pasta ist \u00fcberhaupt etwas schwierig. Die Chefin kommt an den Tisch und erkl\u00e4rt, dass ihr Vater den Parmesan macht und die Weine auch aus der Verwandtschaft sind und von 2 anderen sehr kleinen Weinkellern, die sie pers\u00f6nlich kennt. Man kann alle Produkte kaufen, auch die Teller und Gl\u00e4ser, alles ist aus Italien. Michi hatte gefragt, was \u201eConcept Store\u201c am Eingang zu bedeuten hat. Ein gelungener Abend. Auf die Ablichtung unserer Speisen habe ich bewusst verzichtet (kein Bock auf weitere Essensfotos) und vertraue darauf, dass die Beschreibungen ausreichend sind. Die Au\u00dfenbestuhlung ist direkt an der Hildesheimer Stra\u00dfe, die Bestuhlung h\u00e4sslich, die beleuchtete Vitrine ebenfalls mit schlechten Fotos und Trockengestecke, die vor sich hin kr\u00fcmeln und einem gelben Schild mit Sch\u00e4ferhundprofil und Hinweis darauf das \u201eich hier wache\u201c, alles nicht so reizvoll und die Karte meiner Meinung nach viel zu gro\u00df. 80 % kleiner, w\u00e4re besser. Man kann beim Eingang in die K\u00fcche schauen und da steht eine dicke Frau. Die Frauen sind hier sie St\u00e4rke des Ladens. So sch\u00f6n, dass sie nicht nach Hamburg oder Berlin gezogen sind und es hier m\u00f6gen.<\/p>\n<p>Ich hoffe, dass es beim Essen nicht nur um meine Themen ging. Es kam mir im nachhinein so vor. Heute wurde die Kunst von K\u00e4te in Augenschein genommen, die Markus sortiert hat und man versuchte Timm Ullrichs an die Strippe zu bekommen. Es sind noch 1000 B\u00fccher \u00fcbrig. Dabei bleibt mir der Mund offen stehen. Stephan erkl\u00e4rt mir, ich m\u00fcsse mir das so vorstellen, wie bei mir Ohrringe. Ich kann mein Mitgef\u00fchl und meine Bewunderung nicht immer so direkt ausdr\u00fccken, m\u00fcndlich, meinem Gegen\u00fcber gegen\u00fcber (sozial nicht so kompatibel oder sch\u00fcchtern, vielleicht Angst vor Zur\u00fcckweisung oder das es schr\u00e4g ankommt, keine Ahnung), aber hoffe dass meine absolute Sympathie in meiner Umarmung zum Abschied sp\u00fcrbar wurde. Ich bewundere was mein Freund leistet und wie respekt- und hingebungsvoll er mit dem Nachlass seiner Mutter umgeht. Mit meinem Paps hatte ich das Thema Herzensg\u00fcte. Er hat eine Frau im Flieger nach Israel kennen gelernt und die haben sich gegenseitig ihre Lebensgeschichten erz\u00e4hlt und sie war mit ihrem zweiten Mann, der schlief unterwegs und hat von ihrem ersten, verstorbenen Ehemann erz\u00e4hlt, der beruflich sehr erfolgreich war und die erfolgreich und wohlhabend gemacht hat mit ihrem Gesch\u00e4ft, aber keine Herzensg\u00fcte hatte. Paps meint nur, dass sei wie durchgefallen im Leben, wenn die Ehefrau das \u00fcber einen sagt, wenn man tot ist. Er hat meiner Mutter Bestnoten ausgestellt von \u00fcber 9 auf einer Skala bis 10 und sich selber nur eine 7 und h\u00e4lt sich f\u00fcr verbesserungsw\u00fcrdig. Ich kann seiner Selbstkritik nachvollziehen und denke, ich sehe es bei mir \u00e4hnlich, aber ganz asozial sind wir beide nicht. Auch er hat eine deutliche soziale Ader und Putzfrauen mit Probleme haben sich immer an ihn gewandt und er hat sich eingesetzt f\u00fcr Mitarbeiter mit Schulden und bipolaren St\u00f6rungen und sonst was und die Putzfrauen haben ihm selbstgestrickte Str\u00fcmpfe zu einem 60zigsten Geburtstag, der an der Uni gefeiert wurde, geschenkt.<\/p>\n<p>13.04. Habe wieder intensiv getr\u00e4umt, aber mit Unterbrechung, bei der ich dachte, wow, das ist interessant. Ich allerdings nur noch bruchst\u00fcckhaft vorhanden. Irgendwie ging es um Fitnessstudio. In Stephans waren jeden Abend, auch am Wochenende (Stephan hatte moniert, dass mein teures Fitnessstudio st\u00e4ndig Ferien macht und das auf die Monatspreise drauf gerechnet werden m\u00fcsse). Wochenplan mit tollen, sportlich sehr interessanten Kurse in vollen R\u00e4umen, also sehr gut besucht und angesagt mit vielen M\u00e4nnern darunter auch Freunden von Hilmar. Typen, die mir Platz machen mit ihren Yogamatten. Alles sehr szenig, hier wird im Studio auch gechillt und gefeiert und Sauna gibt es und Umkleiden, wie Parkgarage, in denen man sich verlaufen kann. Es ist so eng, dass mir eine Frau bei der einen \u00dcbung einen Boxhieb ins Gesicht gibt. Muss ich jetzt wechseln und mein Studio k\u00fcndigen? Dann rei\u00dfe ich irgendwie die Zelte ab und fange an, ein bisschen zu klauen, Sachen, von denen ich meine, dass sie nicht mehr gebraucht werden, Pinsel und Farben stecke ich einfach ein und hinten im Geb\u00fcsch finde ich ein Portemonnaie mit Kreditkarten und will es abgeben. Die sind von Puppen, Sesamstra\u00dfefiguren, damit die Kinder \u00fcben k\u00f6nnen mit Geld umzugehen. Am Eingang sind ganz teure Geschenksets von Niederegger an einem Stand dekoriert, die mal \u00fcber 25,- \u20ac gekostet haben, aber die waren zu Weihnachten. Sind die nicht reduziert? W\u00e4hrend ich die Verpackung anschaue, verschwindet das am 05. Januar datierte Haltbarkeitsdatum vor meinen Augen, also abgelaufen, deutlich, dann passiert so was. Sie d\u00fcrften es nicht mehr verkaufen, aber ich will so einen Baumkuchen in Hausform, so wie eine hanseatisches oder niederl\u00e4ndisches H\u00e4userfassade, unbedingt haben und glaube, der ist noch gut, esse ihn auf eigenes Risiko, versichere ich und darf schlie\u00dflich einen mitnehmen.<\/p>\n<p>Ich massiere Stephan etwas, wohl ausdauernder als sonst. Ich finde, dass nicht nur er sich immer um mein k\u00f6rperliches Wohl k\u00fcmmern sollte. Die Ader an einer Leiste beult aus und das macht mir Angst. Das wird immer mehr und in 10 Jahren ist das Ding gro\u00df wie ne Kokosnuss und platzt und daran wird er sterben.<\/p>\n<p>Ich r\u00e4ume etwas auf. Ach, Flohmarkt ist wieder bei Hornbach, aber das Wetter ist nicht Bombe und hier ist voll genug. Mal sehen, ob sich das nicht noch \u00e4ndern wird.<\/p>\n<p>Erst mal ein weiteres Papierh\u00fctchen mit Frosch und eine passende Kette mit Zutaten des St\u00f6bertreffs, Warenwert 50 Cent, weil die H\u00fctchen von dem Spiel und die Plastikh\u00e4nde in den Reggae-Farben umsonst waren und ein H\u00fctchen mit U-Boot in Mache. Ich trage erfahrungsgem\u00e4\u00df gerne die H\u00fctchen mit Schiffen drauf, davon kann ich ein weiteres gebrauchen. Dann die K\u00e4seschachteln aus Holz vom Kutschkermarkt aus Wien. Die Seitenw\u00e4nde abgemacht, die da rangetackert sind und schon habe ich auch einen Jahresring, den ich mir an die Wand nageln kann. Diese Holzringe aus H\u00fctchen sehen crazy aus, sprengen aber wohl etwas den Rahmen. Die Hinterw\u00e4nde habe ich bemalt und dazu meine Atelierfarben aus dem Keller geholt. Damit habe ich was vor. Vorher sorge noch etwas schmirgeln. Durch die Farben wellen sich die runden Holzscheiben leider etwas. Auf jeden Fall habe ich auf die Unterlagen geachtet. Einen weiteren Bastelunfall kann ich mir an diesem Wochenende nicht leisten. Dazu h\u00f6re ich eine Mix-CD von Markus. NY-Picknick-Mix. Herrlicher Sonntag und zum N\u00e4hen bin ich auch noch verabredet. Immerhin eine braune Wollhose von meinem Schwiegervater, die sich die Motten im Schritt vorgenommen haben und die ich Stephan andrehen wollte landet jetzt im M\u00fcll.<\/p>\n<p>Stephan w\u00e4re der Polizei sehrt n\u00fctzlich gewesen. Er kann gut ermitteln, zumindest gut Akten studieren. Er schreibt zu meiner:<\/p>\n<p>\u201eMelle ist in Niedersachsen bei Osnabr\u00fcck, nah an der Grenze zu NRW, da wo die XYZ GmbH ihren Sitz in Bad Salzuflen hat. GF ist bei denen seit 5.9.12 eine XYZ aus Herford, geboren am 09.03.1992, also ein 19j\u00e4hriger damals. Gegenstand des Unternehmens ist Ausf\u00fchrung Hoch- und Tiefbau, Geb\u00e4udereinigung, Handel mit Schrott und Edelmetallen, Parkanweisung, Transport bis 3,5 Tonnen und Ger\u00fcstbau, also sehr weit aufgestellt\u201c&#8230;..<\/p>\n<p>Er hat noch viel mehr Erkenntnisse und Ermittlungsideen, Ans\u00e4tze f\u00fcr mich, aber das m\u00fcsste sowieso alles hier neutralisiert werden, also einfach mal glauben. Das ist sehr wertvolle Vorarbeit.<\/p>\n<p>Beim N\u00e4hen ist Steffi wieder meine N\u00e4hsklavin, dabei war ich entschlossen das Stoffmosaik selber auf den Pullover zu \u00fcbertragen mit Vliesofix und stattdessen n\u00e4ht sie mit der Maschine zig-zag und \u00e4rgert sich, dass es so viel ist. Ich will es und habe doch ein schlechtes Gewissen. Sie n\u00e4ht bis der dunkelblaue Faden alle ist. Den Rest soll ich dann von Hand machen. Ich bin auf das Endergebnis gespannt. Ich h\u00e4kele in der Zeit blau-wei\u00dfe Baumwolle von K\u00e4te. Da soll eine Scampi-Dose dazwischen und oben das rote U-Boot drauf. Als es fertig ist, lass ich das U-Boot weg, weil ich das H\u00fctchen so sehr sch\u00f6n finde und raffiniert, wie die Metalldose zwischen die Strickware gearbeitet ist. Steffi stehen die selbstgen\u00e4hten Hosen und das Kleid sowie der Nadelstreifenrock von Andrea sehr gut und sie freut sich dar\u00fcber. Ich habe ein gutes, neues Zuhause daf\u00fcr gefunden. Wir haben Frauenthemen rund um den Unterk\u00f6rper. Es geht um das Medizinische und auch die Optik. Jede Frau hat offenbar ihre Problemzone in Hosen und es gibt einen schmalen Mittelgrad zwischen dem zu sehr das und zu sehr jenes, der quasi unerreichbar ist. Sie ist eher Pferd und ich bin Kamel, aber ohne die gro\u00dfen braunen Augen mit den langen Wimpern, ganz ohne das. Ich bekomme nachtr\u00e4glich eine Weihnachtskarte und weil ich unterbesch\u00e4ftigt bin, nehme ich Steffi die selbstklebende Brokatkordel in der geilen, steilen Verpackung von K\u00e4te wieder ab und darf mit wei\u00dfer Glanzkordel ihrer Oma ein H\u00fctchen dazu n\u00e4hen. Es bleibt ein kleines St\u00fcck \u00fcbrig von der eleganten, wei\u00dfen Kordel und ich schlage vor einen Galgen zu machen und Suki damit im Baum aufzuh\u00e4ngen. Das w\u00fcrde so elegant ausschauen. Steffi kann nat\u00fcrlich gleich einen entsprechenden Knoten machen, aber dann passt nur noch eine Kiwi in das Loch. Ich meine trotzdem, dass es gehen w\u00fcrde, seinen kleinen Kopf da durch zu bekommen und so gut aussehen. Wir haben das Thema, die eitle und oberfl\u00e4chliche Welt der Schauspieler, die dann sympathisch sind, wenn sie einfach nur ihren Job machen und sich nicht sonst was einbilden und Steffi spielt mir Oliver Kalkhofe Nachtgedanken vor. Das Buch einer Schauspielerin, die sich beklagt, dass sie ihren Freundinnen immer was aus dem Duty free Bereich mitbringen soll und nat\u00fcrlich ist sie zwei Mal die Woche auf einem internationalen Flughafen, aber das stresst sie und einen halben Tag sei sie durch Avignon gelaufen auf der Suche nach Lavendels\u00e4ckchen. Hoffentlich ist mein Tagebuch nicht so angef\u00fcllt mit Belanglosigkeiten.<\/p>\n<p>Zuhause gibt es Schmorgurken und Kartoffeln und dann noch Milchreis mit einem Topf Sahne. Ich bin so voll, dass ich seitlich die Arme unter legen muss, weil ich sonst nicht auf dem Bauch schlafen kann.<\/p>\n<p>Bilanz des Wochenendes, 8 H\u00fctchen und Rahmenprogramm.<\/p>\n<p>Stephan liebt seine Tomatenpflanze und die kleinen Paprika. Als Liebesbeweis habe ich die Pflanze umgetopft.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/DSC03787.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5577\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/DSC03787-199x300.jpg\" alt=\"DSC03787\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/DSC03787-199x300.jpg 199w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/DSC03787.jpg 426w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/DSC03788.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5578\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/DSC03788-199x300.jpg\" alt=\"DSC03788\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/DSC03788-199x300.jpg 199w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/DSC03788.jpg 426w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>12.04. War recht fr\u00fch ins Bett gegangen. Es ist erst 7 Uhr. Zuhausewochenenden sind zum Basteln da, zumindest bei mir. Habe getr\u00e4umt und zwar sehr echt. Verschiedene Szene. Der kleine Bernd hat einen neuen Club gemacht, Freiluft an der Ihme. Wir lernen Hartmut El Kurdi kennen, der immer wieder schaut und uns dann auffordert uns [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-5586","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-der-himmel-voller-butter-aus-dem-leben-von-buttermusch"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/buttermusch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5586","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/buttermusch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/buttermusch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/buttermusch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/buttermusch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5586"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/buttermusch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5586\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5614,"href":"http:\/\/buttermusch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5586\/revisions\/5614"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/buttermusch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5586"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/buttermusch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5586"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/buttermusch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5586"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}