{"id":5182,"date":"2014-03-25T10:50:31","date_gmt":"2014-03-25T08:50:31","guid":{"rendered":"http:\/\/buttermusch.de\/?p=5182"},"modified":"2014-03-26T15:37:02","modified_gmt":"2014-03-26T13:37:02","slug":"napoleon-und-die-gutaussehenden-sechzigjaehrigen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/buttermusch.de\/?p=5182","title":{"rendered":"Napoleon und die gutaussehenden Sechzigj\u00e4hrigen"},"content":{"rendered":"<p>15.03. Das ganze Wochenende besteht nur aus Basteln. Ich lege jetzt los mit der japanischen Buchbinderei und mache mehrere Bilderb\u00fccher mit Text zu alten Zeitschrifteninhalten und Werbung. Nat\u00fcrlich ist das Ergebnis nicht so ordentlich, aber ich werde besser und es gef\u00e4llt mir und macht sehr viel Spa\u00df die Bl\u00e4tter in einen neuen Zusammenhang zu stellen und ich bin ganz stolz auf die Ergebnisse.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03471.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5189\" alt=\"DSC03471\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03471-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03471-300x199.jpg 300w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03471-624x415.jpg 624w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03471.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03501.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5162\" alt=\"DSC03501\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03501-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03501-300x199.jpg 300w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03501-624x415.jpg 624w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03501.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nur Samstagabend verlasse ich kurz das Haus. Freunde eines Freundes aus Bayreuth, die jetzt in Hamburg leben sind in der Stadt und haben Gutscheine f\u00fcrs Plenum. Ich h\u00e4tte schw\u00f6ren k\u00f6nnen, dass mein Mann sich weigert da hinzugehen, aber er sagt, wir k\u00f6nnten das mal ausprobieren bzw. \u201edem Laden eine Chance geben\u201c. Wie fr\u00fcher als Studenten. Schlechte Cocktails in gro\u00dfen Gl\u00e4sern mit Dekofransenst\u00e4bchen. Das Dal schmeckt nur nach Tomate aus der Konserve. Die Gruppe war in Wolfsburg. Die Frauen im Outlet und die M\u00e4nner in der Sportsbar. Sie wollen nach Hause. Es geht um allerlei Schicksalsschl\u00e4ge der vergangenen 12 Monate, so dass einem vom Zuh\u00f6ren schon schwindelig wird. Mir weht es das H\u00fctchen von Kopf, was mir schlechte Laune macht, aber es gibt ja eine tolle Busverbindung in die Nordstadt. Wir fahren zur Vernissage \u201eArt meets music\/ Starry night\u201c (?). Tolle Location \u00fcber einem Parkhaus im zweiten Stock steht man auf einem gro\u00dfen Parkdeck und hier ist der Anbau in dem das Ganze stattfindet. Sollte eine Zahnarztpraxis werden, erz\u00e4hlt man sich. Riesengro\u00df, aber schlechte Musik, instrumental-elektro oder auch \u201eelevator music\u201c, wie ich es gerne nenne. Die Schlange am Tresen ist lang und wird nur sehr langsam von 2 Kr\u00e4ften abgearbeitet. Es gibt Cocktails, die Magnum-Grand-Marnier-Flasche zeugt davon. Wir kaufen einem Bekannten sein Bier mit, der sich zu uns in der Schlange gesellt. Er ist gelegentlich K\u00fcchenhilfe beim Weinweib und war gerade zum Karneval in K\u00f6ln als Julija Timoschenko. Er zeigt uns beeindruckende Fotos auf seinem Handy. Der Bus kommt nicht und wir stehen im Wind. Ich denke, dass ich eine 16-J\u00e4hrige Tochter erkenne, die treffen wir dann tats\u00e4chlich 2 Haltestellen sp\u00e4ter. Sie f\u00e4hrt gerade mit ihren Freundinnen Heim aus der Korn. Der beliebte Treffpunkt der M\u00e4dels. Die Schwester hat ihren 16. Geburtstag auf der Veranstaltung gefeiert, die wir verlassen hatten und war bis morgens da.<\/p>\n<p>Sonst ist alles Nachthemd und Papier.<\/p>\n<p>17.03. Mein Betreuter mit der Glatze, der immer dicker wird und substituiert ist, kommt vorbei. Letzte Woche war er schon mal da und hatte ein pinkfarbenes, enges Polyester-T-Shirt an und eine neongelbe Trainingsjacke dar\u00fcber. Sah spitzenm\u00e4\u00dfig aus. Er ist \u00fcber den 1,- \u20ac Job im Fahrradladen wieder zum Koks gekommen und will entgiften. Da er auch eine Borderline-Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung hat, fliegt er aus der station\u00e4ren Entgiftung raus. Handys mussten sie abgeben und die wurden dann von 18 bis 21 Uhr ausgeh\u00e4ndigt. Er dachte, kein Problem, er hatte ein Tablett dabei und wollte damit emails schreiben z.B. an mich und sich um eine Anschlusstherapie k\u00fcmmern (also nur ehrenwerte Vorhaben, ist klar). Das wurde ihm untersagt. Ein Russe durfte seines behalten und bei ihm hie\u00df es, ginge das nicht, weil Spiels\u00fcchtige auf Station seien und deswegen kein Internet benutzt werden solle und dann hie\u00df es, dass eines geklaut worden sei und er solle mit der Sozialarbeiterin nach einer Therapieeinrichtung suchen. Das sei Kinderkram und er habe mich und seinen ambulanten Wohnbetreuer und die h\u00e4tten sich immer widersprochen in den Begr\u00fcndungen und die Mitarbeiter h\u00e4tten selber den ganzen Tag an ihren Ger\u00e4ten gedaddelt im Stationszimmer. Die \u201eHygiene\u201c sei allerdings \u201eeinwandfrei\u201c gewesen. Ich frage ihn, was er damit meint. Es habe Hygienet\u00fccher auf den Klos gegeben. Das habe er so noch nicht gesehen und es habe ihm gefallen. Ich denke immer nur, \u201etoll\u201c und \u201elustig\u201c. Au\u00dferdem hat er Probleme mit der Polizei. Die haben ihn mit Cannabis erwischt und observiert und dachten, er sei Dealer. Die wussten, wann seine Eltern zu Besuch waren und es gab eine Hausdurchsuchung er sagt zu ihnen: \u201ehey, Leute, warum kommt ihr nicht gleich vorbei, sondern verhaftet mich mitten auf dem Sch\u00fcnemannplatz?\u201c.\u00a0 Sie haben ihn observiert und er bekommt Strafanzeige wegen Cannabis und hat den Vorfall schon seiner Bew\u00e4hrungshelferin gemeldet. Ich sage, dass ich jetzt immer wegen einer anderen Betreuungssache am Sch\u00fcnemannplatz vorbei fahre und die sch\u00f6nen Listenhunde bewundere und ich frage ihn, wie er mit seiner Hundephobie auf dem Platz klar kommt. Er wei\u00df mittlerweile, wie die Hunde ticken. Der gro\u00dfe Schwarze hei\u00dft Pinsel. Spitzenm\u00e4\u00dfiger Name.<\/p>\n<p>Heute kommt er, weil er aus der zweiten Klinik rausgeflogen ist. Sie haben sich geweigert ihm sein Subutex zu geben und haben ihm ein Generika stattdessen verabreicht. Das vertr\u00e4gt er aber nicht und es folgten Telefonate am Wochenende mit seinem Arzt und der Arzt hat mit dem Krankenhaus gesprochen. Erst hie\u00df es, dass sein Medikament das Budget sprengen w\u00fcrde, dann, dass damit getrickst wird. Auch hier haben sie ihn also wieder verarscht. Ich sage, ich verstehe nicht, dass man ein inhaltsgleiches Pr\u00e4parat nicht vertr\u00e4gt, aber ich verstehe auch nicht, warum das Krankenhaus einem nicht das gibt, was der Arzt verordnet hat. Die k\u00f6nnen schlecht sagen, die Herzmedikamente sind uns zu teuer. Er kommt gerade vom Arzt mit seiner Mutter und die durften das nicht zerm\u00f6rsern, sie h\u00e4tten es dadurch ver\u00e4ndert in seiner Wirkung. Sie haben sich strafbar gemacht, weil sie das Medikament ver\u00e4ndert haben, Versto\u00df gegen das Arzneimittelgesetz und K\u00f6rperverletzung. Er will Strafanzeige erstatten. Ich frage nach seiner Intention und die scheint zu sein, dass er denen einen reinw\u00fcrgen will.<\/p>\n<p>Nachmittags der 60ste Geburtstag im Wilhelm-Busch-Museum. Eine Gruppe von ca. 25 Frauen trifft sich w\u00e4hrend das Museum montags geschlossen hat. Erst f\u00fchrt die Gastgeberin durch die Ausstellung und ich lerne wieder allerhand Neues. Dass der Ausdruck Grotesk von Zeichnungen auf den W\u00e4nden von Grotten stammt, auf denen Abbildungen gefunden wurden, die halb Mensch, halb Tier waren. W\u00e4hrend die Renaissance sich dem idealen Menschen versuchte anzun\u00e4hern, hat sich diese Kunstrichtung, die zeitgleich entstanden ist, der \u00fcbertriebenen Darstellung von Makeln und der H\u00e4sslichkeit verschrieben. Dass der erste Berufskarikaturist aus Italien kam. Dass diese Kunst auf fruchtbaren Boden gefallen ist in England, dem Land in dem der Humor sehr fortgeschritten ist und die Menschen auch die Gabe habe \u00fcber sich selber zu lachen. Dass damals die M\u00e4nnermode sehr ausgefeilt war mit hunderten von Schneidern in London und das Dandytum erfunden wurde. Dass es einen Mann gab, der Beau Brummell hie\u00df und Frauen regelm\u00e4\u00dfig ohnm\u00e4chtig wurden, wenn er aufgetreten ist, weil er so sch\u00f6n war und Riechsalz bereit gehalten werden musste. Dass dieser Mensch bis zu 4 Stunden an seiner Fliege gebunden hat bis diese optimal sa\u00df, so dass er das Haus verlassen konnte und die Karikaturisten ihn dargestellt habe, indem sie eine gro\u00dfe Fliege gezeichnet haben mit einem kleinen Kopf dar\u00fcber und kleinen Beinen unten dran und alle wussten, was gemeint war. Dass Napoleon die meist karikierte Person der Weltgeschichte ist und sie haben eine tolle alte Zeichnung, die zun\u00e4chst unauff\u00e4llig aussieht, aber sein Gesicht besteht aus Leichenteilen und der schwarze Hut ist ein Vogel, der zusammengefaltet auf seinem Kopf liegt, der angesteckte Kreuz ist ein Spinnennetz. Weitere Infos, dass offenbar das Museum in Hannover so einen guten Ruf hat, dass die Erben F.K. W\u00e4chter die Sammlung hierher gegeben haben statt nach Frankfurt. Auch Marie Marcks wird wohl vom Wilhelm-Busch-Museum beerbt werden. Hier h\u00e4ngt ein Hippiemann, der die schwere Last der Weltkugel auf den Schultern tr\u00e4gt und die Frau sagt nur: \u201eRoll ihn doch, Du Trottel\u201c. Auch eine ganz toll die Zeichnung von Hader mit zwei Frauen am Wasser vor einem Sonnenuntergang, einer jungen, knackigen Frau mit Vogeltattoo am Po und einer faltigen mit gebl\u00fcmter Badekappe, die zu ihr sagt, \u201emeines war auch mal ein Adler\u201c und man sieht die Reste des Vogels aus den Falten ihres Hinterns hervorschauen. In Krems muss es ein gutes Karikaturenmuseum geben, was sehr sehenswert ist. Ich sagte ja zu Sunla bei letzten Besuch in Wien, dass die Menschen dort oft sehr diesen Karikaturen gleichen, so dass man \u00fcberall Deix sieht und auch denkt, der hat gar nicht stark \u00fcbertrieben, sondern hat nur Augen im Kopf und kann gut malen. Ich w\u00fcrde an seiner Stelle dasselbe tun.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend gibt es Kaffee und Kuchen und die tolle Ansprache der j\u00fcngeren Schwester die erz\u00e4hlt, wie sie das Geburtstagskind in spe immer bewundert hat, die fr\u00fch schon Steinsammlungen angelegt und in Kartons gesammelt hat und Stifte, w\u00e4hrend ihre Wachsmalkreiden immer nur in die Ecke flogen und die sich sp\u00e4ter bei den Eltern beschwerte als beide w\u00e4hrend des Studiums und der Ausbildung zusammen wohnten, dass die Schwester Zeitung lese und sich nicht mit ihr unterhalten w\u00fcrde und ihr langweilig sei. Es ist au\u00dfergew\u00f6hnlich was f\u00fcr gut gekleidete und sympathische Frauen um die 60 ich treffe. Ich staune immer wieder, wo sie diese in Hannover aufgetrieben hat. Die Franz\u00f6sin mit dem dunklen Brillengestell, die ich vom Sommer kenne ist wieder dabei und es gibt wieder Kekse wie Petit Four vom Holl\u00e4ndischen Kakaost\u00fcbchen. Ich lerne Niki kennen und wir unterhalten uns angeregt, sie hat GbRs in Ostdeutschland gerettet und stellt sich das \u00e4hnlich vor wie meine Betreuungsf\u00e4lle. Man bekommt einen verworrenen Haufen und muss Ordnung schaffen. Wir reden \u00fcber Karriere, das Leben, die Liebe, sie hat erst mal Kinder bekommen und sich dann weiter fortgebildet, Steuern, Immobilienfachausbildung. Als ich frage, wie alt diese sind, guckt sie mich verwundert an und sagt, der j\u00fcngste sei 36 und ich sage, na ja, ich dachte 4 und 7, man wisse ja nicht wegen Gianna Nanini. Sie lacht. Der Sohn lebt in South Kensington auf 60 Quadratmeter. Ich sage, riesig und, dass die Immobilienpreise leicht h\u00f6her seien als in der List, wie sie sicher am besten wisse. Wir reden beruflich und privat bis sie feststellt, dass ich schlau und gutaussehend sei und ich etwas verliebt bin in ihre Gr\u00fcbchen, also quasi kurz vor dem Zungenkuss, aber man siezt sich. Sie kommt dann mit der Franz\u00f6sin im Schlepptau und will sie mir vorstellen und ich sage, wir kennen uns schon und sind schon weiter, wir duzen uns auch schon, \u201enicht war M\u00e4uschen?\u201c. Eine andere Frau erz\u00e4hlt von der Haushaltsaufl\u00f6sung der Mutter. Alles Original 50er Jahre, \u201eman konnte nicht alles behalten, aber man wollte auch nicht alles wegschmei\u00dfen\u201c.\u00a0 Mir l\u00e4uft das Wasser im Mund zusammen. Eltern tot, man sei eine Position aufger\u00fcckt. Das kann ich nachvollziehen und habe Bange vor dem Schnitt bei uns im Leben. Was f\u00fcr ein erf\u00fcllter Nachmittag in einer ganz anderen Welt. So sch\u00f6n und auch eindrucksvoll und ganz ohne Rausch und sogar mit Siezen. Komisch. Warum wollen die M\u00e4nner j\u00fcngere Frauen? Das kann man auch nicht verstehen, so viel Sch\u00f6nheit und auch Sexappeal der hier von der Gruppe ausgeht, dass ich selbst drauf reinfalle. Beschwingt und heiter fahre ich zum Yoga.<\/p>\n<p>18.03. Werde wach mit einem Traum, dass mein Mann eingreift als die Nachbarn ihre Kinder anschreien. Habe die Ger\u00e4uschkulisse wohl\u00a0 in den Traum eingebaut.<\/p>\n<p>Nachdem wir versuchen 20 Freunde nach Wien zu lotsen und einen gemeinsamen 97. Geburtstag ausgelobt haben, erfahren wir, dass das Meixners diesen Jahr ausnahmsweise ab dem 13.07. Betriebsferien macht. Ich bin am Boden zerst\u00f6rt und Stephan soll schreiben, dass ich bettl\u00e4gerig bin und dann, dass sich mein Zustand verschlechtert hat und ich zu Michael Schumacher auf die Station verlegt werden musste, aber sie zuversichtlich sind, dass nach dem 20.07. mit der Aufwachphase begonnen werden kann.<\/p>\n<p>Morgens ist die Strafverhandlung. Meiner kommt sp\u00e4t, weil sie ihn nicht fr\u00fcher aus dem Bett geholt haben. Ich fahre in einem offenen Fahrstuhl vom Erdgeschoss bis in den Eingangsbereich. Vor dem Saal warten schon alles anderen Beteiligten, inklusive der Jugendgerichtshilfe, die mich auf meinen neuen Betreuten, der Stimmen h\u00f6rt, anspricht. Der eine Sch\u00f6ffe hat Kopfh\u00f6rer auf, weil er schwerh\u00f6rig ist. Der Tatvorwurf wird einger\u00e4umt. Der Jugendliche ist einer schweren Gehirnw\u00e4sche unterzogen worden und sagt, dass er erstmalig am 15.01.2013 gekifft habe und seit dem 02.11. \u201eclean\u201c sei und weg von der Sucht. Er habe dem Vater angeboten was zu besorgen, aber der habe auch davor schon mit ihm Joints geraucht und w\u00fcrde sich nicht so gut k\u00fcmmern, so dass er sich wundere, warum der noch Sorgerecht habe. Der \u00fcbereifrige junge Staatsanwalt will ein neues Verfahren einleiten wegen des Tatvorwurfs eines Verbrechens wegen der Weiterreichung von Joints an einen unter 18-J\u00e4hrigen. Der Verteidiger legt sich ins Zeug. Schlie\u00dflich einigt man sich darauf, dass der Jugendliche sich noch mit seiner Mutter ber\u00e4t und man das heute nicht vertieft. Der Staatsanwalt fordert 1 Jahr Mindeststrafe auf Bew\u00e4hrung f\u00fcr den Vater. Die Ex h\u00e4lt das Pl\u00e4doyer des Verteidigers nicht aus, der \u00fcber medizinisches Marihuana und politische \u00c4nderungen, die uns bevorstehen spricht, dass jemand der schwer krank ist nicht mehr in die Illegalit\u00e4t abgedr\u00e4ngt wird und verl\u00e4sst den Sitzungssaal, weil sie es nicht mehr ertragen kann mit entsprechenden Gesten und Ger\u00e4uschen. Als es um letzte Worte vor dem Urteil geht sagt sie \u201eich wollte noch sagen, dass ich meinen Ex nur kiffend kenne\u201c. Meiner ist gelassen und sagt anschlie\u00dfend, dass er sein Ex auch nur kiffend kennt, aber er hat es nicht n\u00f6tig so um sich zu hauen. Der Stiefvater ist ein Wicht, der als ungelernter Koch im Altersheim arbeitet. Es kommt heraus 100 Tagess\u00e4tze zu 20,-. Berufung von beiden Seiten noch offen. Der Verteidiger sagt uns, dass ein weiteres Verfahren kommen wird und wir haben alles keine Zweifel, dass diese hasserf\u00fcllte Mutter ihren Sohn zur Polizei schleppen wird und da werden sie jeden einzelnen Joint, der weitergereicht wurde zur Anzeige bringen. Das l\u00f6st nicht die Probleme dieser Familie, wie mein ehemaliger Studienfreund richtig in seiner Verteidigungsansprache gesagt hat. Ich f\u00fchle mich leicht angeschlagen. Ich finde meinen sehr behinderten Betreuten sehr gro\u00dfartig. Nat\u00fcrlich was es seine Schuld, der Sohn kann nichts daf\u00fcr. Er leidet darunter, dass er eine Kontaktsperre hat und auch den j\u00fcngeren nicht sehen darf. Das Handy meines Betreuten geht nicht und sein Festnetz auch nicht, schon seit einigen Wochen. Er bekommt es nicht hin, ich soll mich k\u00fcmmern. Ich gehe erst mal eine Runde ins Fairkaufhaus um mich etwas abzulenken. Ein N\u00e4hetui aus Leder mit Schere f\u00fcr 50 Cent.<\/p>\n<p>Die Dauerpatientin ist wieder zuhause und war heute beim Facharzt. Es fangen wieder die Telefonsexanrufe in der Praxis an, weil ich immer die Mitarbeiterin anrufen und mich erkundigen muss. Ich scherze dar\u00fcber mit ihr. Die Spritze bekommt sie am 01.04. und am 15.04. sind Osterferien und sie muss zur Vertretung.<\/p>\n<p>Kabel Deutschland, Modem ist offline. Nachmittags geht das Telefon wieder. Daf\u00fcr erfahre ich, dass meiner eine T\u00fcr kaputt gefahren hat und ich das der Haftpflicht melden soll. Er ist eindeutig ein Grobi, aber ich mag ihn und er musste heute viel einstecken.<\/p>\n<p>Die, die es immer eilig haben und sich beschweren, weil alles zu lange dauert, schieben selber alles auf die lange Bank. Psychologie ist so einfach. Der Braunschweiger, der ab \u00fcbern\u00e4chsten Monat eine Erprobung f\u00fcr eine Umschulung macht und f\u00fcr den die SGB III Leistungen auslaufen und auf SGB II umgestellt werden m\u00fcssen. Er hatte Termin heute, will aber lieber n\u00e4chsten Dienstag kommen. Ist ja nicht mein Neuantrag.<\/p>\n<p>Der Umzugshelfer meines Betreuten PM, der Messie mit der R\u00e4umungsklage, ist krank geworden. Es schleppt sich hin.<\/p>\n<p>Ich schicke dem Geburtstagskind einen sch\u00f6nen Wollschal mit lila Blumenmuster, leicht unscharf, die mich an Monet erinnern, verbunden mit einem Dankesch\u00f6n f\u00fcr gestern. Ich hoffe, das kommt gut an. Sonst tr\u00e4gt sie gerne grau und schwarz, aber Wolle und auch Blumenmotive k\u00f6nnten passen. Sonst hat sie ja genug Freundinnen, die als Abnehmer in Frage kommen.<\/p>\n<p>19.03. Morgens eine herrliche Ruhe ohne Bus und Bahn vor der T\u00fcr, wie Urlaub. Die k\u00f6nnen wochenlang streiken von mir aus. Was, die wollen Amor aus dem Museum verbannen? Die spinnen total. Nat\u00fcrlich sind das explizite Darstellungen. Das zeigt nur, dass es diese \u00c4sthetik und dieses Interesse schon vor dem Internet gab. Zensur\u00a0der klassischen Kunst, ich glaube, wir sind kurz vor den B\u00fccherverbrennungen angelangt und das vertrete ich mit Vehemenz und dabei interessiere ich mich sexuell f\u00fcr t\u00fcrkische Bauarbeiter und nicht f\u00fcr haarlose Kinder. Ich wei\u00df nur, heute verbieten sie das, Morgen jenes und ich bin solidarisch. Im B\u00fcro die K\u00fchlschrankpolizei. Kollegin hat abgelaufene Joghurts rausgestellt. Wei\u00df sie nicht, dass die noch Jahre sp\u00e4ter unbedenklich verzehrt werden k\u00f6nnen. Ich esse 3.<\/p>\n<p>Die Rente des Iraners wird verl\u00e4ngert. Schnell dem Amt anzeigen, dass die weiterzahlen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Viel in meiner neuen Betreuungssache, der Stimmen h\u00f6rt und nicht zu Terminen kommt. Er soll untergebracht werden. Oma war Samstag da und hat ihm Geld gebracht. Da war nur noch 1 Brief im Briefkasten (ein offizieller mit einem Fenster). Anh\u00f6rung bei der Richterin am 11.04. Das Betreuungsgutachten hatte wohl betreuungsrechtliche Einweisung und Unterbringung empfohlen. Meine Reaktion: das habe ich nicht. Habe ich doch, aber wohl noch nicht gut gelesen. \u00c4rztin kann verstehen, dass ich z\u00f6gere ihn gegen seine Willen mit Polizei und Feuerwehr aus der Wohnung zu holen. Ich faxe ihr das Gutachten und wir vereinbaren, dass sie ihn n\u00e4chstes Mal wirklich da behalten und nicht auf den Hof rauchen lassen, wenn er da ist. Bew\u00e4hrungshelfer sagt, es sei schon alles probiert worden und Medikamenten und ambulanter Therapie. Viele Telefonate also.<\/p>\n<p>Meine Freundin ist jetzt 60 geworden und h\u00f6rt die Pharell Williams CD, die sie sich gew\u00fcnscht hatte und freut sich \u00fcber das Wolltuch\u00a0und wollte in den Wes Anderson Film, er ist ihr Lieblingsregisseur.\u00a0Das\u00a0best\u00e4tigt nur mein Bild von ihr. \u00a0Ich sollte doch noch mal in Ruhe Tiefseetaucher anschauen.<\/p>\n<p>Telefonate mit meiner Tante in Stuttgart. Beim Ikebanakurs muss geschwiegen werden. Am Schluss gibt es einen bunten Abend und man redet, vorher schweigt man und ist kreativ. Wie herrlich. Vielleicht sollte ich das Hobby wechseln. Wir treffen uns beim Landtag in Stuttgart am 13.06. und gehen anschlie\u00dfend in die Stoffausstellung. Vielleicht will meine Tante \u00fcber Pfingsten zu einem gregorianischen Seminar in Hildesheim. Ja, da w\u00fcrde ich auch hinkommen um sie zu treffen, aber von Hildesheim kann ich nur abraten. Langweiliges Kaff. 1000 j\u00e4hriger Rosenstock, g\u00e4hn. Die haben ein gro\u00dfes Metallportal mit biblischen Geschichten drauf, Adam und Eva und alle wundern sich, wie sie das ohne Schwei\u00dfnaht geschafft haben, aber die Begeisterung h\u00e4lt sich bei mir in Grenzen. Engen Grenzen.<\/p>\n<p>Heute vielleicht zu Kundalini. Das k\u00f6nnte ich mal wieder gebrauchen und dann in der Schlussrunde asig sagen: ich will nichts sagen. Das viele Gelabere hat mir hier auch alles kaputt gemacht. Dass die Menschen nicht mal die Klappe halten k\u00f6nnen und immer alles breitlabern, das macht die Stimmung kaputt.<\/p>\n<p>Ein sch\u00f6ner Abend mit Doppelyogastunde. Mehrere Frauen freuen sich, dass ich wieder da bin und sagen es auch. Ja, ich bin lustig. Eine Teilnehmerin war lange schwanger und ist es wieder. Ich fass es am Bauch und an will wissen: \u201ewer hat Dir das angetan?\u201c Sie lacht. Sie darf ganz viel Kundalini nicht mitmachen. Da hei\u00dft es immer, alle, die nicht schwanger ist. Sie f\u00fchlt sich danach n\u00f6lig. Ich sage, Du wurdest ja auch viel diskriminiert. Es soll bald einen Kundalini Kurs f\u00fcr Schwangere geben. Sie sagt, hoffentlich vor Juli. Ich \u201ewas, bis Juli? Das Ding muss vorher raus\u201c. Ihr\u00a0 Zahnarzt hat sie gefragt, ob sie noch andere Hobbys habe. Nach Kundalini sagt die Lehrerin, dass man Tage habe, da w\u00fcrde man nach Hause gehen und sich eine Pizza reinziehen, weil einem alles egal sei. Ich teile mir an diesem Abend tats\u00e4chlich noch eine Familienpizza, dazu Blumenkohl \u00fcberbacken und Schokolade zum Nachtisch und frage mich, wie man so eine negative Einstellung zum Essen haben kann und was hat die Frau gegen Pizza und wovon leben diese Yogis. Mein K\u00f6rper braucht nach so einer Doppelsession erst mal Kalorien und dann Schlaf.<\/p>\n<p>20.03. Morgens um vor 9 war der stimmenh\u00f6rende Mann ohne Termin da. Die Mitarbeiterin des Kollegen schickt mir eine email, weil sie mich nicht erreichen konnte das verursacht Stress und schlecht Laune. Sie will wissen, wann bin ich immer im B\u00fcro. Ich sage trotzig: keine Kernarbeitszeit. Ich bin dann im B\u00fcro, wenn Leute einen Termin mit mir ausgemacht haben. Sie ist nett, aber ich f\u00fchle mich genervt von ihrer Art und lasse mir ungern in meiner Arbeit hineinreden. Es ist nicht ihr Problem, sie soll sich keine Gedanken machen. Nein, die Post muss sie auch nicht mitnehmen. Das mache ich, so wie ich es immer mache, alleine und ohne fremde Hilfe. Die brauche ich nicht.<\/p>\n<p>Ich nenne ihn Herrn Ihme, er wollte um 9:20 Uhr wieder kommen, er kommt um kurz vor 12. Er \u00fcberrascht mich damit, dass er einen Antrag f\u00fcr ambulant betreutes Wohnen dabei hat und f\u00fcr eine Zeitarbeitsfirma arbeiten will. Er m\u00f6chte mein Telefon benutzen und ruft bei diversen Firmen an, denen er erkl\u00e4rt, dass er seine Schulpflicht absolviert hat und als Lagerist eine Anstellung finden m\u00f6chte. Er dr\u00fcckt sich umst\u00e4ndlich aus, schlie\u00dflich schreibe ich eine Bewerbung anhand seiner handschriftlichen auf dem Rechner f\u00fcr ihn und drucke sie 10 mal aus. Er lobt meinen Drucker. Ich sage, ob er glaubt, dass er das hinbekommt mit unseren Terminen und auch einer Arbeit. Da m\u00fcsse er p\u00fcnktlich da sein, dass sei das Mindeste was erwartet werde. Er bejaht. Er habe Schwierigkeiten mit den Weisheitsz\u00e4hnen, die faulig seien und die Bakterien w\u00e4ren das Problem gewesen, nicht die Psychose. Er habe gesp\u00fcrt, wie die Antibiotika die Bakterien in seinem Blut bek\u00e4mpft h\u00e4tten (Gras wachsen h\u00f6ren, nichts dagegen). Er tr\u00e4gt nur schwarz, erkl\u00e4rt er mir, das w\u00fcrde am besten zu ihm passen und, dass er nur noch eine Packung Cornflakes und einen Liter Milch habe bis zum Ende des Monats und er k\u00f6nne gleich nach Hause und den K\u00fchlschrank leeren. Ich frage nach Suppenk\u00fcche. Da will er nicht hin, er wolle \u201elieber auf dem Stein liegen und nicht dem Moos\u201c. Au\u00dferdem wolle er da nicht Kohlrabi schneiden. Ich frage, was er gegen Kohlrabi habe. Nichts, den mag er. Wenn wir Anh\u00f6rung haben am 11.04. soll ich ihm ein Fahrrad leihen und damit abholen. Ich verabrede mich n\u00e4chste Woche mit ihm und sage, er soll mal so tun, als sei das sein erster Arbeitstag bei mir. Dann ruft er seine Oma an, die gleich vorbei kommen wird. Sie wollen zusammen was essen gehen. Ich bin so was von gespannt, wie dieser Fall weitergeht. Stephan ist begeistert, dass er ein Fahrrad irgendwo hinfahren und dann zu Fu\u00df zur\u00fcck laufen soll, der Kerl k\u00f6nne zum Amtsgericht laufen.<\/p>\n<p>Nachmittags kommt der Erbschaftsfall mit Beratungshilfe. Wir stellen fest, dass der Insolvenzverwalter die H\u00e4lfte haben will und dann bleibt genau das \u00fcbrig was sie behalten darf, dass das Amt nichts fordert. Daf\u00fcr w\u00fcrde ich mich nicht mit der Lebensgef\u00e4hrtin meines Vaters streiten, auch wenn die Todesanzeige f\u00fcr \u00fcber 200 teuer war. Sie sieht es genauso wie ich und ich erkl\u00e4re dem Ehemann, der neunmal klug ist und sie vertritt, wie die n\u00e4chsten Schritte ausschauen k\u00f6nnten, weil meine Arbeit f\u00fcr eine Beratungsschein damit ersch\u00f6pft sind und ich nichts mehr tun will. Die Lebensgef\u00e4hrtin ist umg\u00e4nglich und man kann mit ihr reden, einfach anrufen. Dann Erbschein beantragen, dann Termin mit Insolvenzverwalter. Ich w\u00fcnsche den beiden alles Gute. Man muss seine Grenzen kennen und die den anderen auszeigen. Das konnte ich schon immer gut und es wird respektiert. Wie viel soll man auch machen f\u00fcr so wenig Geld? Das kann keiner erwarten, dass ich f\u00fcr 100 eine Erbschaftauseinandersetzung mache. Mache ich nicht.\u00a0Sage ich klar.<\/p>\n<p>Abends kommt Thomas und wir gehen ins 11 A. Ich setze meine neuen Salz- und Pfefferstreuer in Szene.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03480.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5191\" alt=\"DSC03480\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03480-199x300.jpg\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03480-199x300.jpg 199w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03480.jpg 426w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03483.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5192\" alt=\"DSC03483\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03483-199x300.jpg\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03483-199x300.jpg 199w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03483.jpg 426w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03484.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5193\" alt=\"DSC03484\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03484-199x300.jpg\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03484-199x300.jpg 199w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03484.jpg 426w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir versuchen ihn von der Wienidee zu \u00fcberreden und wie herrlich man in der Wachau wandern kann. Einen ganzen Natururlaub kann man darum herum basteln und lecker Essen gibt es \u00fcberall dort und Weine, landschaftlich sch\u00f6n wie aus M\u00e4rchenb\u00fcchern von der Lorelei, die Felsvorspr\u00fcnge und Burgen, der Blick auf den m\u00e4chtigen Fluss von oben. Au\u00dferdem k\u00f6nnen wir uns alle 2-3 Apartments teilen und zusammen sch\u00f6ne Tage in Wien verbringen und einen drauf machen. Ich freue mich sehr, dass er uns einen Besuch abgestattet hat. Er wird im Herbst 50 und \u00fcberlegt was mit uns zu machen. Das freut mich, er ist halt ein alter und sehr guter Freund. Brav schaut er sich die Ergebnisse meiner Buchbinderei an.<\/p>\n<p>Ich habe was ausgeplaudert \u00fcber den Wechsel einer Kollegin und diese Kollegen sind wie Haie. Es l\u00e4sst sich aber nicht wieder r\u00fcckg\u00e4ngig machen. Dass es sowieso rausgekommen w\u00e4re, tr\u00f6stet mich heute nicht. Ich komme mir d\u00e4mlich vor.<\/p>\n<p>Nachts schreibt mir eine Mandantin, von der ich noch 1000 \u20ac bekomme, sie hat den n\u00e4chsten Auftrag, ich will erst mal mein Geld. Ich antworte so taktisch klug, wie es mir um 23 Uhr m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>21.03. Ich lasse es langsam angehen, konnte schlecht einschlafen. Ich bewundere meine Sch\u00e4tze und bin fest entschlossen, die Arbeit einer anderen zu Ende zu bringen. Das wird spannend. So liebevoll ist der Nachlass durchsortiert, dass es mir Respekt und Bewunderung abn\u00f6tigt. Das sind Liebesdienste der besonderen Art, posthum:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03479.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5190\" alt=\"DSC03479\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03479-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03479-300x199.jpg 300w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03479-624x415.jpg 624w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03479.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Hier ist mein Haufen nach einer sorgf\u00e4ltigen Auswahl:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03485.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5194\" alt=\"DSC03485\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03485-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03485-300x199.jpg 300w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03485-624x415.jpg 624w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03485.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich freue mich auf das Ostermen\u00fc heute Abend. Zwei Freunde von Georg und Karin kommen auch. Mal sehen, ob es viel Generve gibt, weil ich nur Wasser trinke oder der italienische Winzer Verst\u00e4ndnis hat. Die Zeit zwischen Sport und Essen werde ich Ostereier f\u00fcr die Jungs aus Essen kaufen. Das Buch ist fertig, das Paket will gepackt werden. Ich frage, ob wir uns dort treffen wollen und nein, mein Mann holt mich gerne ab. Er ist so s\u00fc\u00df und der beste Mann der Welt f\u00fcr mich.<\/p>\n<p>Meine Betreute, die einen Putzjob hat und daf\u00fcr nachts um 3 Uhr aufsteht und Handykosten von 300,- hatte wegen Telefonate nach Srilanka und lauter Versicherungen abgeschlossen hat, die ich wieder r\u00fcckg\u00e4ngig machen darf, kommt \u00fcberm\u00fcdet und braucht Geld f\u00fcr Kinderklamotten. Der Sohn ist gewachsen und braucht neue Sommerschuhe. Ich erz\u00e4hle ihr vom Fairkaufhaus und drucke die Kleiderkammer Burgstra\u00dfe aus. Sie ist begeistert, wenn ich da auch Sachen kaufe, sie wusste es nicht. Beste Nachricht des Tages. Das gesperrte Konto der Betreuten in der Insolvenz ist wieder frei und die Bank will nicht mehr 950,- \u20ac an den Insolvenzverwalter abf\u00fchren, die wie angespart haben. Eine andere Betreute hat eine Kontopf\u00e4ndung wegen Tierheimkosten. Ich hatte einen Verzicht, hilfsweise eine Stundung beantragt und die Vollstreckung ist die Antwort darauf. Ich sage der Stellenleiterin, dass es eine Welt gibt in der normale B\u00fcrger, wie Sie und ich leben und eine Welt meiner Betreuten, die auf einem anderen Planeten stattfindet und da bekommt man die Tierheimkosten aufgebrummt, wenn man ein herrenloses Tier abgibt. Andere k\u00f6nnen ruhig die Tierrettung anrufen, wenn sie eine angefahrene Taube irgendwo finden, die dann f\u00fcr hunderte von Euros wieder zusammen geflickt wird. Es war nicht ihre Katze, der Terrier ist unvertr\u00e4glich mit Katzen. Ich soll noch mal en Detail darstellen, warum sie keine Raten bezahlen kann. Das kann sie nicht, weil das Geld nicht reicht, sie Raucherin ist und selbst eine Zahnzusatzversicherung, die sie abgeschlossen hat f\u00fcr 5,- \u20ac wieder zur\u00fcck gebucht wird und gek\u00fcndigt werden musste. Heute ist Sisyphusarbeit angesagt.<\/p>\n<p>Ich schaue mir die Seite des Hutladens an, weil ich wissen will, wie lange Andrea morgen arbeitet. Sie hat eingewilligt mir neue Sachen aus meinem neuen Fundus zu n\u00e4hen. Lauter bekannte Gesichter. Es ist mir trotzdem unsympathisch und ich muss solche S\u00e4tze lesen, wie es erfordere Mut einen Hut zu tragen. Schwachsinn, wer das glaubt und auch noch vertritt, sollte es lassen.<\/p>\n<p>Eine Betreute will zu mir wechseln und \u201eklagt das jetzt ein, den Betreuerwechsel\u201c so die engagierte Freundin. Was es alles gibt.<\/p>\n<p>Ich \u00fcberbringe schlechte Nachrichten, weil eine Einwohnermeldeamtsanfrage negativ verlaufen ist. Wenn die Person keine Meldeadresse hat, kommt man mit dem Forderungseinzug nicht weiter.<\/p>\n<p>Ich kaufe ein paar Schokoeier f\u00fcr knapp 14,- \u20ac. Teuer ist das Zeug, aber es macht Kindern Freude. Ich verzichte lieber auf die niedliche Form und kaufe mir daf\u00fcr lieber\u00a0gleich eine Tafel. Da habe ich mehr davon. Die Eier und das Kinderbuch:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03503.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5164\" alt=\"DSC03503\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03503-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03503-300x199.jpg 300w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03503-624x415.jpg 624w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03503.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03504.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5165\" alt=\"DSC03504\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03504-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03504-300x199.jpg 300w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03504-624x415.jpg 624w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03504.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03505-e1395727966588.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5166\" alt=\"DSC03505\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03505-e1395727966588-199x300.jpg\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03505-e1395727966588-199x300.jpg 199w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03505-e1395727966588.jpg 426w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03500-e1395727934529.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5161\" alt=\"DSC03500\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03500-e1395727934529-199x300.jpg\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03500-e1395727934529-199x300.jpg 199w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03500-e1395727934529.jpg 426w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Im Rossini erwartet man uns schon und es wird ein sehr netter Abend. Karin und Georg haben Freunde aus Wunstorf mit dabei, die Oper lieben und La Traviata in Hannover sehr empfehlen. Sie waren schon 6 Mal drin und erleben das St\u00fcck immer neu. Offenbar hat man die S\u00e4nger bis auf eine im Publikum postiert, so dass man wahlweise im 2. Rang beim Chor oder im 1. beim Tenor sitzt und so eine ganz andere Wahrnehmung hat, zumindest wenn man opernsensibel ist. Die Oper sei allerdings in diese Spielperiode bereist ausverkauft. Da die Frau schon \u201eDer Hals der Giraffe\u201c gesehen hat und es uns noch nicht gelungen ist daf\u00fcr Karten zu ergattern, muss ich die Kulturtipps besonders ernst nehmen. Der Typ liebt Ballett, Schwanensee, obwohl er nicht schwul sei, (ich hatte zuvor gesagt, dass Wagneropern vom schwulen Publikum leben und daf\u00fcr interessierten sie sich auch). Sie war Lehrerin und hatte Whippets. Wir zeigen Fotos von Suki. Da ist sie nat\u00fcrlich hin- und weg von dem sch\u00f6nen Tier. Dann geht es darum, dass er aus dem Resten des Pflaumenmuses, den Kernen, Amaretto macht und jetzt mittlerweile den Brotaufstrich nur noch macht um an die Kerne heranzukommen. Die werden mit Alkohol und Kandis eingelegt. Die Tischnachbarn sind erstaunt und betonen mehrfach bewundernd, dass wir mit dem Rad da sind und noch fahren wollen. Ja, schlimm f\u00fcr mich w\u00e4re, wenn ich noch nach Wunstorf m\u00fcsste. Der Amaretto-Opern-Mann sagt, wenn er es nicht gewusst h\u00e4tte, dass wir beide keinen F\u00fchrerschein haben, h\u00e4tte ich bei mir auf Mini getippt. Seine Frau meint dann, Quatsch, viel zu klein und \u201ewie soll sie da rein passen?\u201c. Ich brauche eine Weile bis ich schnalle, dass sie auf Automarke tippen, quasi Stra\u00dfenverkehrshoroskop.<\/p>\n<p>Das Rossini ist unter neuer F\u00fchrung. Die Griechin, die sagt, ich w\u00e4re die Frau mit den Blumen im Haar. Auch heute lobt sie wieder mein Outfit. Ich w\u00fcrde sie auch f\u00fcr eine Italienerin halten, aber sie ist Griechin und hat den Laden vor 2 Monaten \u00fcbernommen und bis 4 Uhr morgens in der K\u00fcche gestanden. Wir rauchen zusammen und ich erfahre etwas mehr. Sie hat fr\u00fcher das Au Camenbert gemacht und K\u00f6che von fr\u00fcher heute als Verst\u00e4rkung angefordert. Dann hat sie den Laden verkauft und ist wieder nach Griechenland, weil ihre Mutter krank wurde. Als die in Athen verstarb merkte sie, dass sie sozialisiert\u00a0sei von 30 Jahren Deutschland und dort nicht mehr zu recht kommt und kam zur\u00fcck. Man bekommt viel f\u00fcr sein Geld an diesem Abend. Das Amusegeule ist Schafsk\u00e4se in Bl\u00e4tterteig auf Artischockensalat (roh und d\u00fcnn gehobelt) mit Minze, dann geht es weiter mit Tartar von Kalb (hat Auszeichnungen gewonnen, das Fleisch, einfach k\u00f6stlich), gefolgt von Scampi auf Bohnenmus (sehr lecker), Risotto mit ganz viel Spargel und dann Milchzicklein, statt Lamm. Das m\u00f6gen die anderen Frauen am Tisch nicht so. Ich finde es gut und wie Georg zu Recht sagt, dieses Fleisch enth\u00e4lt keine Chemie. Der Nachtisch, Crespelle mit knusprigen Krokantst\u00fcckchen innen drin und Eis mit Orangenfilets und Zesten, sehr aromatisch und k\u00f6stlich vers\u00f6hnt wieder alle.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03499.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5143\" alt=\"DSC03499\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03499-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03499-300x199.jpg 300w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03499-624x415.jpg 624w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03499.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03498.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5142\" alt=\"DSC03498\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03498-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03498-300x199.jpg 300w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03498-624x415.jpg 624w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03498.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03497.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5141\" alt=\"DSC03497\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03497-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03497-300x199.jpg 300w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03497-624x415.jpg 624w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03497.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03496.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5140\" alt=\"DSC03496\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03496-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03496-300x199.jpg 300w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03496-624x415.jpg 624w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03496.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03495.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5139\" alt=\"DSC03495\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03495-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03495-300x199.jpg 300w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03495-624x415.jpg 624w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03495.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03494.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5138\" alt=\"DSC03494\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03494-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03494-300x199.jpg 300w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03494-624x415.jpg 624w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03494.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich habe auch keine Schwierigkeiten beim Wein auszusetzen. Er scheint mir nicht so reizvoll. Ihr wird wohl von einem Gast erkl\u00e4rt, dass sie ihr Essen zu billig verkaufen w\u00fcrde und sie fragt ihn, was er macht und er sagt: Computerfachmann. Sie sagt, davon verstehe sie nichts und er offenbar nicht von Gastronomie, also sollten sie das Thema lieber lassen. Sie bekommt die H\u00e4lfte vom Wein und Fleisch geschenkt und warum solle sie das nicht an ihre G\u00e4ste weitergeben, au\u00dferdem sei sie noch in der Bew\u00e4hrungszeit, wo alle sich fragen, ob sie es hinbekommt und alles so gut ist, wie bei ihrem Vorg\u00e4nger, dessen Sohn an diesem Abend bedient und wohl bald studieren will, der Vater ist zur\u00fcck gegangen nach Italien. Da sei so ein Abend Werbung und sie w\u00fcrde sonst nichts f\u00fcr Werbung ausgeben und zufriedene G\u00e4ste seien unbezahlbar. Au\u00dferdem w\u00fcrden die dann zum Mittagstisch wieder kommen. Ich glaube, ihre Rechnung geht auf und mich hat sie jedenfalls \u00fcberzeugt. Ich nehme das Geschenk gerne an und bedanke mich herzlich bei ihr beim Gehen. Sie fragt, ob ich Alexas Sorbas kennen w\u00fcrde, was ich leider verneinen musste. Ich schlage ihr einen Filmabend im Sommer vor. Auf d dem Weg zur\u00fcck machen Autos total beschissene und gef\u00e4hrliche Autorennen in der Stadt und Krach in dem Tunnel zum Gericht. Wenn mich mal so ein Wichser erwischt, dann w\u00e4re es der schlimmste Tod, den ich mir vorstellen kann, weil ich da so dagegen bin, dann soll mich lieber der Krebs holen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem gibt es eine weitere und spontane Zusage f\u00fcr Wien von Steffi und ich freue mich derma\u00dfen, dass so viele Freunde verr\u00fcckt genug sind unserer Einladung zu folgen und ich glaube, das wird richtig gut und ich werde bei der Gelegenheit auch schon mal meinen F\u00fcnfzigsten vorfeiern.<\/p>\n<p>Nach der ersten Runde Wochenendbasteln kommt Steffi vorbei. Sie entdeckt in den Schatzbergen aus Handarbeitsmaterialien von K\u00e4te noch Neues, was ich \u00fcbersehen hatte (Brokatband mit Selbstklebender Folie in einer tollen Schachtel).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03506.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5167\" alt=\"DSC03506\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03506-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03506-300x199.jpg 300w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03506-624x415.jpg 624w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03506.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich wei\u00df, warum ich den Lindener Markt am Samstag vermeide. Es nervt nur. Andrea schenkt mir eine ganze T\u00fcte voller selbstgen\u00e4hter Kleidung u.a. den silbernen Rock mit dem Tapetenmuster, den ich jetzt schon liebe. Er wird total gut zu Suki passen mit seinen Grau- und Silbert\u00f6nen. Ein Haufen \u00d6ko-Kuchen sowie 2,5 kg Kartoffeln springen auch dabei heraus. Ich habe ihr einen Stoff aus der Hinterlassenschaft gebracht, ein grobes Material mit Druck, was total nach Waldorf Schule, Eurhythmie, 60er Jahre, Braunt\u00f6ne ausschaut. Klingt alles fruchtbar, aber der Rock wird toll und er wird eine Kellerfalte haben zum Fahrradfahren. Ein Originalmetallrei\u00dfverschluss aus dem Fundus ist auch dabei. Daf\u00fcr fahre ich sogar extra noch mal nach Hause.<\/p>\n<p>Das Gewebepuzzle einer Anderen zu Ende bringen ist Schwerstarbeit, weil ich ungeeignet bin f\u00fcr das nach Plan arbeiten und so wie ich rechts und links verwechsele und immer in die falsche Richtung den Bahnhof verlassen will, weit\u00a0jenseits der normalen 50-50 Wahrscheinlichkeit, beklebe ich hier mal um mal die falsche Seite, obwohl ich daneben sitze und\u00a0es immer wieder teste\u00a0und fluche viel dazu. So bin ich eben. Daf\u00fcr wird das erste Gehirn aus Wollresten richtig gut und d\u00fcrfte sowohl w\u00e4rmen, als auch beim Radunfall n\u00fctzlich sein, zumindest um das Blut aufzusaugen, was dann aus meinem Kopf flie\u00dft.<\/p>\n<p>Schwieriges Telefonat mit meiner Mutter. Das belastet immer. Eine schwer behinderte Schwester, die aus der Reihe tanzt und unf\u00fchrbar wird, eine Mutter, die das Schlimmste bef\u00fcrchtet und zu fast allem bereit ist, eine Schwester, die am Wochenende manchmal keine Nerven f\u00fcr so was hat und sich dann brutal abgrenzen muss. Das trifft an diesem Tag alles aufeinander und knallt.<\/p>\n<p>Ich muss das puzzeln abbrechen und wir gehen ins Boca und treffen Detlef. Hier ist es sehr lecker heute, der Bohnensalat mit Tr\u00fcffelcreme und die Maiscremesuppe mit Polenta und Popcorn. Die kleinen Jungs aus der Ole Deele bekommen das schon hin, wenn man sie nur l\u00e4sst. Es regnet und wir fahren ins Sprengelkino. Wenzel ist schon da und jemand, den ich scheinbar total schlimm am Telefon beleidigt habe ohne es zu merken, weil sie mich mit jemandem verwechselte und bei der Arbeit anrief. Ja, da bin ich in einem anderen Modus, Freunde wissen das, au\u00dferdem erkenne ich die Leute nur schwer am Telefon und reagiere daher oft ungehalten auf ein \u201ehallo, ich bin\u2019s\u201c was ich nicht zuordnen kann. Gerd ist der Meinung, dass das verschwunden Flugzeug vermutlich ins All geflogen ist. Wenzel besorgt es uns richtig. Der Glanz dieser Tage, Popel von Messdienern sammeln und dann in Geheimg\u00e4ngen des Vatikan einlagern. Die Trinkerbilder aus Hildesheim Anfang der 80er sind immer wieder spitze. Paulus, der Vermittler, der fremde Trinker wegschickt oder akzeptiert und dann d\u00fcrfen sie mittrinken. Elitetrinker, die bei Edeka aufs Klo durften. Es wird die Vergangenheit wiedergek\u00e4ut, aber es ist trotzdem immer wieder sch\u00f6n, wie ein anderer Filmklassiker. Aus Sommer der Liebe lernen wir, dass die Texte oft eins zu eins der Bravo und anderen Zeitschriften entstammten. Diese langhaarigen Hippies, die kennen keine Tempos und Servietten, Fehlanzeige, da werden die fettigen Finger an der n\u00e4chst besten Jeans sauber gewischt. J\u00fcrgen H\u00f6hne erkl\u00e4rt, dass Szenen aus dem Leben nachgespielt wurden. Der Hippie, Claudias Bruder im Kornfeld mit einer Frau am rummachen und alle steigen \u00fcber sie dr\u00fcber. Er sei einmal mit seiner Frau spazieren gegangen und sie seien Mitte auf dem Feldweg auf ein Liebespaar gesto\u00dfen.\u00a0Seine Frau habe umkehren wollen und er sagte: nee, den ganzen Weg zur\u00fcck, nur weil die zu doof sind, dann sollen sie sich eine bessere Stelle aussuchen.<\/p>\n<p>Freundinnen erz\u00e4hlen in der Pause von einer Tier\u00e4rztin, die Notdienst hatte und im Heideviertel ein verwahrlostes Reihenhaus bewohnt. Sie empf\u00e4ngt die Patienten mit blutverschmiertem Kittel. Sie bewohnt das Haus, das sie vorher noch aufr\u00e4umen wollte, mit 9 Katzen und alles stinkt nach Tierschei\u00dfe, alles ist voller entsprechender Flecke. Die Untersuchung der Katze findet auf dem Scho\u00df der \u00c4rztin statt, aber sie hat viele Qualifikationen und die Behandlung kostet nur 45,- \u20ac inklusive der Medikamente. Die Katze hatte bereits im Sommer eine Bluttransfusion bekommen.\u00a0Stephan fragt bei der Gelegenheit, ob\u00a0Katzen\u00a0Blut spenden und ich finde die Vorstellung\u00a0sehr am\u00fcsant, dass Katze auf dem R\u00fccken auf einer Liege vom Roten Kreuz den Arm hinhalten.\u00a0Wenzel Storch artige Welten der Jetztzeit. Zuhause helfen mir Stephan und Detlef noch ein bisschen bei meinem Puzzle und schauen mir bei der L\u00f6sung einfach geduldig zu, was genauso hilfreich ist. Ich habe gefuscht und muss morgen einige Figuren noch mal machen, aber nicht bei schlechter Beleuchtung mitten in der Nacht basteln. Das sagt mir die Lebenserfahrung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>15.03. Das ganze Wochenende besteht nur aus Basteln. Ich lege jetzt los mit der japanischen Buchbinderei und mache mehrere Bilderb\u00fccher mit Text zu alten Zeitschrifteninhalten und Werbung. 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