{"id":5080,"date":"2014-03-19T14:13:12","date_gmt":"2014-03-19T12:13:12","guid":{"rendered":"http:\/\/buttermusch.de\/?p=5080"},"modified":"2016-11-16T10:32:15","modified_gmt":"2016-11-16T08:32:15","slug":"eine-kurze-kulinarische-woche","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/buttermusch.de\/?p=5080","title":{"rendered":"eine kurze, kulinarische Woche"},"content":{"rendered":"<p>10.03. Es ist so gutes Wetter, dass wir mittags in der Stadt essen. Wir sitzen im Rossini und es dauert mir zu lange. Ich bekomme schlechte Laune. \u00a0Au\u00dferdem sind mir zu viele Kollegen da. Das ist sowieso ganz schlecht f\u00fcr meine Laune. Es gibt Artischockensalat und Pasta mit Fisch. Beides sehr lecker. Neureiche Schn\u00f6sel essen hier, das Einrichtungshaus Bock ist auch vertreten. Das Sitzkissen wird vorher abgeb\u00fcrstet. \u00a0Fr\u00fcher haben die jeden Tag im Clichy gegessen. Das wurde mir zumindest mal gesagt. Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob es ein P\u00e4rchen ist oder Mutter und Sohn. J\u00fcngere Schn\u00f6sel sind auch vertreten. Eine Frau mit K\u00f6nigspudel, zwei russische M\u00e4nner, die das Salatbett nicht essen unten den gegrillten Pulpo und viel telefonieren. \u00a0Die Bedienung nennt mich, die Frau mit den Blumen im Haar. Daf\u00fcr entscheiden wir uns n\u00e4chsten Freitag mit Georg und Karin zum Ostermen\u00fc dort aufzuschlagen, auch wenn ich bei der Weinprobe passen muss. Ich trau mich trotzdem zu kommen und das Essen klingt sehr lecker.<\/p>\n<p>11.03. Ganz fr\u00fch beim Rentengutachter. Er will mich nicht dabei haben, ich fahre zum Gericht. Dort treffe ich den Betreuten, der seinen Betreuerausweis einmal aufgegessen hat. Ich sehr ihn sonst nie und nehme das zum Anlass ein paar Worte zu wechseln. Er sieht sonst nach M\u00e4nnerwohnheim aus, treibt sich aber viel im Gericht herum und k\u00f6nnte auch ein Richter sein mit seinem blendend wei\u00dfen Krawatten und wei\u00dfem Hemd. Er erz\u00e4hlt mir, dass seine Rente zu niedrig sei und man im Winter keine Wohnung finden k\u00f6nne, weil die Leute erst im Fr\u00fchjahr umziehen. Gut, er ist immer noch schwierig. Im Anwaltszimmer liegt eine NP aus und so erfahre ich, dass die Tochter einer fr\u00fcheren Yogafreundin sich als Covergirl f\u00fcr ein Tauchmagazin bewirbt und sehe, wie die jetzt aussieht und zwar als Wassernixe. Mein Betreuter ruft mich auf dem Handy an und ist fertig beim Gutachter. Wir treffen uns bei der n\u00e4chsten Fach\u00e4rztin, die das Betreuungsgutachten machen soll, aber vom 10. -21.03. ist die Praxis geschlossen. Er will einen Monat in den Iran fahren, sein Vater ist verstorben. Es soll keiner wissen. Im Laufe des Tages nervt er mich mit diversen Telefonaten. Ich sage ihm, dass wir das hinbekommen. Um die Zeit zum n\u00e4chsten Termin zu \u00fcberbr\u00fccken kehre ich bei Efendi Bay ein und trinke einen Cai und esse eine Su Borek. Es ist knallvoll in dem Laden. Das Fr\u00fchst\u00fccksb\u00fcffet ist sehr umfangreich, alles von salzig bis s\u00fc\u00df. Eierspeisen, Gurken, Gem\u00fcse, Waffeln und kostet 6,90 \u20ac und Hei\u00dfgetr\u00e4nk ist auch enthalten. Schn\u00e4ppchen. Parallelwelt. Wie einmal in Istanbul, aber zu viele Kopft\u00fccher machen die Illusion kaputt. Auch ein deutscher Bauarbeiter hat sich verirrt und l\u00e4sst es sich schmecken. Kaffee machen sie auch gut. Die Mitarbeiter fr\u00fchst\u00fccken alle am langen Tisch. T\u00fcrkisches Fr\u00fchst\u00fcck mit Tomaten, Gurken, Schafsk\u00e4se- ich mag den Anblick von oben, auch wenn das Foto schei\u00dfe geworden ist.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Essen-unter-Treppen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5042\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Essen-unter-Treppen-225x300.jpg\" alt=\"Essen unter Treppen\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Essen-unter-Treppen-225x300.jpg 225w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Essen-unter-Treppen-768x1024.jpg 768w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Essen-unter-Treppen-624x832.jpg 624w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Essen-unter-Treppen.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nachmittags kommt Herr PM, der seit gestern einen Umzugshelfer hat, der sogar \u00fcber ein eigenes Fahrzeug verf\u00fcgt. In meiner Betreuungssache von vormittags will das Amt die Leistungen einstellen zum Ende des Monats, weil die Rente befristet ist. Ich soll mich ans Jobcenter wenden. Das kann ich nun nicht gebrauchen, gerade wenn der Typ im Ausland ist. Die Rente wird aber w\u00e4hrend des Rentenweiterbewilligungsverfahrens auch weiter bezahlt. Teamleiterin, stressige Telefonate und Faxe.\u00a0 Das nervt etwas. Ich verwechsele die Uhrzeiten und komme zu sp\u00e4t zum Sport, will erst gar nicht hin und gleich nach Hause, traue mich dann doch.<\/p>\n<p>12.03. Morgens kommt ein Selbst\u00e4ndiger aus der Nachbarschaft, der \u00c4rger mit seiner Steuerberaterin hat und die soll ich anschreiben. Eine Kunde hat mich empfohlen. Wir machen viel Smalltalk. Er erz\u00e4hlt mir, wer alles bei ihnen Kunde ist, egal ob mich das interessiert oder nicht. Dann kommt eine Betreute aus der T\u00fcrkei, die mir eine Haarspange mitgebracht hat. Die ist kitschig, aber gef\u00e4llt mir und ich mache sie gleich rein. Daf\u00fcr will sie heute umarmt werden von mir als Gegenleistung so kommt es mir vor,\u00a0 aber das macht nichts oder geht sich aus, weil \u201ehugs\u201c gibt es eh \u201efor free\u201c. Sie bekommt eine Erwerbsunf\u00e4higkeitsrente und hat einen Nebenjob in einem Lottoladen. Da ist sie beliebt bei dem Chef und den Kunden und freundlich, zuverl\u00e4ssig und ehrlich. Gibt auch stapelweise Geld heraus, was liegen gelassen wurde und so was. Daf\u00fcr lobt sie sich selber sehr. Sie hat Probleme mit der Security-Firma, weil sie sich mit den M\u00e4nnern angelegt hat und ein Hausverbotsschreiben dabei, was ihr au\u00dferhalb der Arbeitszeiten f\u00fcr das ganze Center Hausverbot ausspricht und nicht unterschrieben ist. Ich halte es f\u00fcr get\u00fcrkt. Es stinkt zum Himmel und ich werde die in Hamburg ans\u00e4ssige Firma anschreiben. Das wird mir ein Vergn\u00fcgen sein.<\/p>\n<p>Die Tochter des Kollegen hat heute Geburtstag und wird 16. Wie s\u00fc\u00df. Gefeiert wird mit der Familie in der Kaffeepause. Ich habe nachmittags Aufr\u00e4umen bei Frau W. zweite Runde. Der Sohn hat die K\u00fcche nat\u00fcrlich nicht geputzt, wie versprochen, daf\u00fcr schl\u00e4ft er nachmittags um 16 Uhr. Ich sage, das sei ein gest\u00f6rter Tag-Nacht-Rhythmus und der steuere auch auf eine Betreuung zu. Alle lachen, aber ich meine es halbernst. Die ambulante Wohnbetreuung ist ein Schatz und sp\u00fclt 2 Stunden lang den ganzen Berg Abwasch. Ich mache Fotos und sage, dass schicke ich ihrem Chef, damit er wei\u00df wo die Fachleistungsstunden geblieben sind.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/dreckiger-Herd.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5046\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/dreckiger-Herd-300x225.jpg\" alt=\"dreckiger Herd\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/dreckiger-Herd-300x225.jpg 300w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/dreckiger-Herd-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/dreckiger-Herd-624x468.jpg 624w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/dreckiger-Herd.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Abwasch.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5045\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Abwasch-300x225.jpg\" alt=\"Abwasch\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Abwasch-300x225.jpg 300w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Abwasch-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Abwasch-624x468.jpg 624w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Abwasch.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sie konnte heute fr\u00fcher, weil der Sohn nicht mehr Zirkus machen darf wegen seiner R\u00fcckenprobleme. Ich sage, Zirkus am Haus der Jugend? Sie: nein, die Waldorfschule habe einen eigenen Zirkus, der sei sehr sch\u00f6n und die Auff\u00fchrungen dort auch. Ich: nee, aber ich da kein Kind und dass ist dann knapp an der Grenze zu Stufe 2 P\u00e4dophilie, wenn ich mich da herumtreibe und ich wolle nicht in so eine Ecke gedr\u00e4ngt werden. Sie lacht und fragt mich, ob ich ein Umzugsunternehmen kennen w\u00fcrde, weil sie privat umzieht. Sie habe einen Unternehmer angerufen und der habe erst mal sie gefragt, ob sie ein Auto habe. Ich sage, vielleicht die M\u00f6belbewegung, die w\u00e4ren nett und unkompliziert. W\u00e4hrend dessen bekommt sie auf dem Handy einen Kostenvoranschlag, abbauen, umziehen, aufbauen f\u00fcr 650,-. Klingt gut? will sie wissen. Ich sage, erst mal schon. Ich wei\u00df ja nicht, was sie alles hat. Oberstudienr\u00e4te und Lehrer seien problematisch beim Umzug. So viele B\u00fccher. Da seien die Frauen meiner Strickgruppe auf Jahre hinaus traumatisiert gewesen (ich war gottseidank krank), weil Klaus nicht nur so viele B\u00fccher hatte, aber auch zu doof zum Packen war und die normalen Kartons randvoll gemacht habe, so dass die keiner tragen konnte. Sie daraufhin, der Lehrer und der B\u00fccherschrank w\u00fcrde da bleiben. Sie zieht mit dem Sohn aus. Gut, dazu kann man sie nur begl\u00fcckw\u00fcnschen. Ich sortiere wieder Papier und Plastikm\u00fcll. Es sind unz\u00e4hlige Pillenkartons dazwischen. Neuroleptika und Schmerzmittel wie Smarties. Das hat auch was. Meine Betreute \u00fcberrascht mich immer wieder. Nicht nur, dass sie sich weigert M\u00fcll zu trennen und da v\u00f6llig taub ist auf dem Ohr, sie sagt auch zu einem Haufen Kleingeld, dass es \u201eauch weg k\u00f6nne\u201c. Ich hatte zun\u00e4chst gesagt, wenn ich 20 Cent zusammen habe, mache ich Feierabend und dann ein Nest voller Kupfergeld gefunden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/M\u00fcnzabfall.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5047\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/M\u00fcnzabfall-225x300.jpg\" alt=\"M\u00fcnzabfall\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/M\u00fcnzabfall-225x300.jpg 225w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/M\u00fcnzabfall-768x1024.jpg 768w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/M\u00fcnzabfall-624x832.jpg 624w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/M\u00fcnzabfall.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sie ist der Meinung, dass man es schlecht \u201eumgetauscht\u201c bekommen w\u00fcrde. Ich sage: Das brauchen sie nicht umtauschen. Es ist die g\u00fcltige W\u00e4hrung. Sie: ja, aber die nehmen es nicht so gerne. Ich: das ist egal. Man brauche es ja nicht auf einmal nehmen, aber immer wieder 20 Cent davon. Gerade im Supermarkt haben die doch gerne diese Preise mit 99 hinten, die br\u00e4uchten 1 und 2 Centst\u00fccke. Es ist doch Geld. Ich glaube, meine Worte verhallen. In zwei Wochen machen wir weiter. Ich habe wieder vergessen den T\u00fcrkranz mit der Metallschrift \u201ebelieve\u201c zu fotografieren, daf\u00fcr habe ich ca. 30 Marktkauf und Penny T\u00fcten f\u00fcr zuhause mitgenommen. Ich spare am richtigen Ende. So viel steht fest. Halte auf dem R\u00fcckweg beim Rattenk\u00f6nig, aber der ist nicht da und nur seine Freundin \u00fcber die Gegensprechanlage. Auf der H\u00f6he Marktkauf wechsele ich die Stra\u00dfenseite und ein moslemischer Typ in voller Montur \u00fcberholt mich und rei\u00dft den Arm nach oben und schimpft, weil ich eine Schlangenlinie gefahren sei. Ich p\u00f6bele zur\u00fcck, dass ich manchmal auch ausweichen m\u00fcsse, wenn eine Unebenheit in der Fahrbahn sei und er aufpassen muss beim \u00dcberholen und er tut dann so als w\u00fcrde er in mich reinfahren. Ich sage, das kenne ich auch, das sei schneiden, aber er kann auch klingeln, wenn er von hinten kommt und \u00fcberholen will. L\u00e4ngst strahlt er mich an und f\u00e4hrt in verkehrsgef\u00e4hrdender Weise neben mir mit seiner alten 70er Jahre Gurke in metallicblau mit Schrift, so dass die Fu\u00dfg\u00e4nger ausweichen m\u00fcssen. Er wolle zur Moschee. Ich sage: Weidendamm und er: ich w\u00fcrde mich auskennen. Ich: nein, das w\u00fcrde ich nicht behaupten, nur weil ich wei\u00df, wo die Moschee ist. Ich frage, wann es los geht. Wenn die Sonne untergeht. Mhhhmm, das ist ganz sch\u00f6n anspruchsvoll. Ja, jeden Tag anders. Er erz\u00e4hlt von den Propheten an die sie glauben, Moses, Jesus, Mohammed. Das waren Moslems. Nee, Jesus war Jude, sage ich. Er ist in T\u00fccher gewickelt und hat einen Vollbart und wir geben ein spitzenm\u00e4\u00dfigen P\u00e4rchen ab. Als wir uns trennen m\u00fcssen, soll ich mir die Internetseite wwe.weginspardies.de anschauen. Dann soll ich mir seine Nummer aufschreiben. Nein, sage ich. Ich will nicht. Er sagt sie mehrfach auf und will wissen, ob ich sie mir gemerkt habe. In 2 Monaten soll ich ihn anrufen. Nein, mache ich nicht. Anl\u00e4cheln tue ich ihn trotzdem. Komische Begegnung. Gef\u00e4llt mir. Sch\u00f6n flirten auf dem Weg zum Abendgebet. Der l\u00e4sst halt nichts anbrennen.<\/p>\n<p>Ich habe heute Yoga abgesagt und wir gehen ins Apollo zu Blue Jasmin, der heute um 20:15 l\u00e4uft. Das Popcorn schmeckt und die Schokolade. Den Film finde ich mittel. Ich finde die Hauptdarstellerin \u00fcberzogen, affektiert und nicht glaubw\u00fcrdig, auch die Geschichte hat deutliche Schw\u00e4chen nach meinem Daf\u00fcrhalten. Den Oscar f\u00fcr die beste Hauptrolle h\u00e4tte ich anders vergeben.<\/p>\n<p>13.03. Viele B\u00fcrotermine, Geld abholen. Abends kommt der Iraner und holt den Scheck von der Krankenkasse. Der Vater des jungen Mannes, der nicht sp\u00fclt und nur uns die Wohnung aufr\u00e4umen l\u00e4sst, hat die Baf\u00f6g-Unterlagen nicht hingeschickt, wie abgesprochen. Ich hatte ihm alles geschickt und erkl\u00e4rt, was zu tun ist. Die ganze Familie ist reif f\u00fcr Betreuung. Ich erkl\u00e4re ihm, dass wir f\u00fcr ihn die Neuberechnung anstreben und erkl\u00e4re noch mal ganz genau, was er machen muss. Erst sagt er, er habe die Unterlagen weggeschmissen, findet sie im Laufe des Telefonats doch wieder. Mittags gehen wir zu Piu, wo es riesige Pastaflatschen gibt, gef\u00fcllt mit Ricotta und Spinat. Ich nehme den gro\u00dfe Insalata della casa. Guter Laden. Es ist voll. Neben uns Vater und Tochter Momo, viel Locken, ganz d\u00fcnn. Beide bestellen Spagetti Bolognese und der Vater beschwert sich bei ihr, dass sie noch nicht einmal die H\u00e4lfte einer halben Portion gegessen habe und Stephan wundert sich, was ist das f\u00fcr ein Vater, der das Essen seiner Tochter nicht aufisst. Auch bei der Bedienung kommt das schlecht an und sie konfrontiert die beiden mit dem fast vollen Teller. Daf\u00fcr gibt es f\u00fcr T\u00f6chting einen Lolli zur Belohnung.<\/p>\n<p>Abends Buchbinderkurs. Ich empfinde es als anstrengend heute mich nach einem vollgepackten Arbeitstag zu konzentrieren und eine Frau redet ohne Unterlass und nervt alle, beschlagnahmt die Arbeitsmaterialien usw. Mit dem peniblen Mann habe ich mich angefreundet. Als ich nicht mehr kann, klebe ich T\u00fcten aus alten Schulb\u00fcchern, weil das gerade noch geht. Er: jeder nach seinen F\u00e4higkeiten. Ich stimme zu. Ich bin eher f\u00fcrs Grobe und Richtung Ma\u00dfregelvollzug. Die Nervbacke will von mir wissen, wof\u00fcr ich die T\u00fcten machen w\u00fcrde- weil sie allen schon seit knappt 3 Stunden auf den Wecker f\u00e4llt, kommt von mir: sag ich Dir nicht. Laura und die anderen sind geschockt und schauen mich ungl\u00e4ubig an. Vielleicht wenn ich zu faul bin Geschenke einzupacken setze ich noch nach um die Situation zu entsch\u00e4rfen. Es sei doch egal. Eigentlich wollte ich sagen, dass ich eine gro\u00dfe T\u00fcte klebe und sie reinstecke und dann mit dem Kn\u00fcppel drauf schlage. Der n\u00e4chste Termin ist erst am 03.04. Das ist auch mal gut eine Pause zu machen. Hole mir fettiges Essen vom T\u00fcrken.<\/p>\n<p>14.03. Morgens habe ich heute Zeit. Bekomme von Claudia vier emails mit Tattoofotos und denke zun\u00e4chst an eine Fotomontage, weil ich es gar nicht einsch\u00e4tzen kann. Sie hatte unl\u00e4ngst in Stra\u00dfburg \u00fcber die Weiber im Bikramyogastudio abgel\u00e4stert, die sich \u201eViva la Vida\u201c ins verwelkte Dekollet\u00e9 reinstechen lassen. Da wir es nicht einsch\u00e4tzen k\u00f6nnen schreibe ich ihr: hat die Fahrradversicherung so viel Geld gezahlt? Sie hat heute frei und wir telefonieren. Ja, es ist echt. Es sei der Entwurf einer Freundin nach ihrem K\u00f6rper, Muskeln und Muttermale gemacht und dann \u00fcbertragen und es habe sich gut angef\u00fchlt. Ihre Tochter, die schon seit Jahren t\u00e4towiert ist, habe gesagt, sie wolle doch nur ihre Eltern provozieren. Sie sei eben immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut und dem kann ich nur zustimmen. Daf\u00fcr liebe ich sie auch.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/20140313_214757.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5089\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/20140313_214757-300x225.jpg\" alt=\"20140313_214757\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/20140313_214757-300x225.jpg 300w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/20140313_214757-624x468.jpg 624w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/20140313_214757.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mittags treffen wir eine Freundin, die wir lange nicht gesehen haben, im 11 A. Sie sieht aus wie Diana Ross. Sie ist Psychotherapeutin und ich erz\u00e4hle ihr, wie ich mit den Psychos hier im B\u00fcro umgehe. Die Kollegin frage ich, ob sie nicht doch lieber wieder nach Paris fahren wolle, wie letztes Jahr statt nach Tansania. Ich meine, in Paris g\u00e4be es Buttercroissants und dort haben die Leute nicht genug zu essen und sie landet wom\u00f6glich im Kochtopf. Ich sch\u00e4tze sie so ein, wie eine Wei\u00dfe, die sich in einen Massai verliebt und dann gleich da bleibt und ein Buch dar\u00fcber schreibt, wie diese Schweizerin. Ich frage Dieter, ob er dann ihre Patienten \u00fcbernimmt, wenn sie nicht zur\u00fcck kommt und Dieter sage ich, dass ich einer Patientin von ihm unten aufgeschlossen habe und die hat mir hier oben die T\u00fcr vor der Nase zu gemacht und mir sei es egal, ob die bei ihm in Therapie seien, die sollen sich zusammen rei\u00dfen. Ich habe mir das Gesicht gemerkt und erwarte eine Entschuldigung beim n\u00e4chsten Mal. Das k\u00f6nne er ihr als Teil der Therapie verkaufen. Es wird dabei viel gelacht. Die Freundin hat jedenfalls derbe Schicksalsschl\u00e4ge hinter sich und atmet wieder etwas auf. Sie macht eine Ausbildung zum Seelenheiler und man ruft hier die spirituelle Welt an durch Ges\u00e4nge. Klingt etwas nach Teufelsaustreibungen mit Chorprobe verbunden. Ist wohl auch so \u00e4hnlich, aber passt zu ihr. Wir wollen uns jetzt alle 2 Monate mittags verabreden. Sie will uns auf die Hei\u00dfgetr\u00e4nke einladen, weil wir die Sache ins rollen gebracht haben. Ich sage, damit br\u00e4uchten wir gar nicht anfangen freue mich aber \u00fcber das Treffen und hoffe, dass sie auf dem Behindertenparkplatz kein Ticket bekommen hat. Sie w\u00e4re sonst zu sp\u00e4t gekommen. Die Begr\u00fcndung leuchtet ein.<\/p>\n<p>Abends beim Sport, die Lehrerin, die immer etwas unsicher ist. Als sie ank\u00fcndigt, dass sei die letzte anstrengende \u00dcbung des Abends, rufe ich spontan: das k\u00f6nne sie doch nicht wissen und alle lachen.<\/p>\n<p>So, was tun mit dem Abend? Konzert im Pavillon. Interessiert mich beides nicht. Lesung im literarischen Salon mit Synchronsprecher, wei\u00df ich auch nicht. Da hilft nur essen gehen. Habe mittags ja schlie\u00dflich nur eine Suppe zu mir genommen. Wir kriegen einen Tisch im Titus. Es ist nicht mal ausgebucht. Die Bedienung mit dem Alkoholproblem ist wohl weg vom Tisch. Der Chef \u00fcberreicht mir ein Geschenk aus Wien, niedliche Verpackung vom Demel, hier w\u00e4re das Fr\u00fchst\u00fcck besonders gut und ein Marillenkern\u00f6l von Gegenbauer. Ich freue mich. Wir essen richtig lecker. Schon das Amusegeule \u201emacht komische Dinge in meinem Mund\u201c, wie ich beim Abr\u00e4umen des leergefegten Tellers anmerke. Es ist Lachs Chili-Speck von Urbanek und dazu eine speziell bearbeiteten Karotte und gepufften, kleinen K\u00f6rnern darauf, die irgendwie nach Fisch schmecken und hammerlecker sind. Sehr toll:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03450.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5062\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03450-199x300.jpg\" alt=\"DSC03450\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03450-199x300.jpg 199w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03450.jpg 426w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Mann kann einfach kochen, vor allem Fisch ist gro\u00dfartig zubereitet, gute Qualit\u00e4t und sorgf\u00e4ltig und ideenreich verarbeitet. Es gibt Pulpo, G\u00e4nseleber, Fisch, Bandnudeln mit Morcheln satt, Spannferkel, Taube mit Sesam, K\u00e4segang sowie Nachspeisen. Hier ist das tollste eine Sauermilch in einem kleinen Sch\u00e4lchen. Sieht aus wie Creme Brul\u00e9e. Ich sage beim Abr\u00e4umen, die Milch in der Schale hat Katze am besten geschmeckt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03451.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5063\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03451-300x199.jpg\" alt=\"DSC03451\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03451-300x199.jpg 300w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03451-624x415.jpg 624w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03451.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03452.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5064\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03452-199x300.jpg\" alt=\"DSC03452\" width=\"199\" height=\"300\" 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href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03456.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5068\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03456-300x199.jpg\" alt=\"DSC03456\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03456-300x199.jpg 300w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03456-624x415.jpg 624w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03456.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03457.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5069\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03457-300x199.jpg\" alt=\"DSC03457\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03457-300x199.jpg 300w, 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src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03459-300x199.jpg\" alt=\"DSC03459\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03459-300x199.jpg 300w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03459-624x415.jpg 624w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03459.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Nachbartische: Einmal in der goldenen Ecke ein lockiger Typ, den ich vom Sehen her irgendwie kenne, der mit zwei j\u00fcngeren Grafikdesignern isst. Die erkl\u00e4ren sich gegenseitig die Welt, vor allem der \u00c4ltere den anderen nat\u00fcrlich. Die Bedingung soll mal die Weinflaschen von der Weinprobe alle herzeigen, damit die Grafikdesigner sich die Logos anschauen k\u00f6nnen und das passiert und sie werden alle auf dem Tisch aufgestellt. Stephan macht Witze, dass wir auch die Flaschen sehen wollen. Das sagt er aber nur zu mir. Hinter uns sitzt ein dunkelh\u00e4utiger Mann mit einer europ\u00e4ischen, dunkelhaarigen\u00a0Vegetarierin, die nach \u00d6ko ausschaut\u00a0und auch kein Fisch isst. Die essen nur 3 G\u00e4nge und lassen ein Glas Rotwein stehen. Ich frage Herrn Grubert sp\u00e4ter, ob das ein Problem gewesen sei und er meint, nein, besser w\u00e4re es jedoch das vorher anzuk\u00fcndigen, weil Gem\u00fcse habe er genug da, aber das wolle genauso vorbereitet werden wie Fleisch und so habe er genommen was da war, Pasta mit Morcheln und so, auch nicht schlecht. Im anderen Fall h\u00e4tte es sich mehr \u00fcberlegen k\u00f6nnen. Guter Mann. \u00a0Am h\u00e4rtesten finde ich ein P\u00e4rchen, von dem ich zun\u00e4chst denke, es sind Vater und Tochter, aber es ist wohl doch ein Paar. Sie sieht aus wie Miss Piggy und er ist dick und relativ alt. Sie t\u00e4tscheln sich viel im Gesicht und irgendwie sind sie mir sehr unsympathisch. Beim Nachtisch und wenn Herr Grubert eines kann, dann Fisch und Nachspeisen, lassen sie sich die beiden Nachtischen aufsagen und dann hei\u00dft es ihhh, nein, keine Orange und oh Gott, blo\u00df keine Ananas. Sie nehmen beide den K\u00e4segang, den wir auch einmal hatten und uns geteilt haben, mit kleinen Bratkartoffeln, sehr lecker gemacht. Als sie dann sehen, wie die anderen G\u00e4ste die Nachspeisen bekommen, wollen sie doch wissen, was das f\u00fcr ein Eis gewesen sei. Ach so, gr\u00fcner Pfeffer und Holunderbeere und eine Schokoladenmousse haben sie doch auch, will der Typ wissen. Sie bestellen dann genau das. Die Mousse mit den Eissorten. Ich finde es nur d\u00e4mlich, dass man einem guten Koch so wenig vertraut, der nun eine Nachtischkombination sich \u00fcberlegt hat und dann stattdessen die einzelnen Komponenten bestellt, die vielleicht so gar nicht zusammen passen. Arme Trottel. Das hilft nur noch eine Runde an der Nase des Gegen\u00fcbers zwicken mit den Fingern um das Bild komplett zu machen. Ach, was soll&#8217;s. War lecker, der Abend!! Ich w\u00e4re auch lieber mit dem Essen in einer anderen Umgebung gewesen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03460.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5072\" src=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03460-199x300.jpg\" alt=\"DSC03460\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03460-199x300.jpg 199w, http:\/\/buttermusch.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC03460.jpg 426w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>10.03. Es ist so gutes Wetter, dass wir mittags in der Stadt essen. Wir sitzen im Rossini und es dauert mir zu lange. Ich bekomme schlechte Laune. \u00a0Au\u00dferdem sind mir zu viele Kollegen da. Das ist sowieso ganz schlecht f\u00fcr meine Laune. Es gibt Artischockensalat und Pasta mit Fisch. Beides sehr lecker. 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