{"id":46655,"date":"2021-11-03T18:37:03","date_gmt":"2021-11-03T16:37:03","guid":{"rendered":"http:\/\/buttermusch.de\/?p=46655"},"modified":"2021-11-03T18:37:03","modified_gmt":"2021-11-03T16:37:03","slug":"dinge-mit-denen-keiner-was-anfangen-konnte-und-die-nichts-geworden-sind-sommer-2021","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/buttermusch.de\/?p=46655","title":{"rendered":"Dinge, mit denen keiner was anfangen konnte und die nichts geworden sind Sommer 2021"},"content":{"rendered":"\n<p>Schrottwichteln mit Kunstanspruch<\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Harzgruppe,<\/p>\n\n\n\n<p>wir waren im Rahmen der Kunstfestspielen Herrenhausen f\u00fcr einem Projekt, was sich Worktable nannte angemeldet und ich wusste von nichts. Unvorbereitet erschienen wir am letzten Sonntag des Festivals um 14 Uhr. Wir gingen zu dem wei\u00dfen Zelt im Innenhof, sollten aber einen Moment warten. Es erschien ein anderes P\u00e4rchen und sie hatte die Karten getauscht, Diskussionen folgten. Irgendwann durften wir in den Vorraum eintreten. Es stand ein Regal an der Seite mit allerlei Haushalts- und Alltagsgegenst\u00e4nden. Eine alte Schreibmaschine, eine Katze aus echtem Fell, eine Herrenarmbanduhr, eine Vase mit Rose, eine Computertastatur, ein kleines gelbes Postauto, ein Teddy, eine schwarze Perlenkette mit silbernen Zwschenst\u00fccken, eine wei\u00dfe Tonflaschen mit Blumen und Schrift und Verschlusskorken , ein Apfel, ein Teddy, ein kleiner Tiersch\u00e4del\u2026. Wir wurden gebeten uns jeweils einen Gegenstand auszusuchen, den wir kaputt machen\/zerlegen w\u00fcrden. Stephan nahm zielsicher den wei\u00dfen Damenschlittschuh und ich nach einer kurzen Beratung den Schulglobus mit St\u00e4nder und Beleuchtung innen. Es wurde sodann festgehalten, was man gew\u00e4hlt hatte und die Uhrzeit wurde notiert bevor man an seinen Arbeitsplatz gef\u00fchrt wurde, nacheinander, wenn eine Kabine frei wurde. Hier war man \u2013 abgetrennt nur durch Sichtsucht, wei\u00dfen Vorgangstoff in einem Raum mit einer Werkbank, einem Holztisch und einer Auswahl an Werkzeugen: Schleifpapier, eine S\u00e4ge, diversen Hammertypen, Scheren, Zangen, Schraubenzieher, Handschuhe, Schutzbrille usw. Die Anweisung an der Wand lautet, Objekt zerlegen ohne Zeitbegrenzung und wenn man fertig war, die St\u00fccke auf ein wei\u00dfes Tablett arrangieren und sich in Raum 2 einfinden. Es war schon erstaunlich, was das mit einem gemacht hat alleine in dem Raum zu sein mit diesem Auftrag und das sagen ich als bastelerfahrener Mensch (ich glaube, das darf ich behaupten). In Raum 2 waren dann andere Teilnehmer an Gemeinschaftstischen und am Eingang standen lauter wei\u00dfe Tabletts der Vorg\u00e4nger. Ein zerschnittener Strohhut, Scherben, ein Damenmieder, was ich noch habe liegen sehen in dem Regal usw. N\u00e4chste Auftrag bestand darin, das zerlegte Objekt eines anderen wieder zusammen zu f\u00fcgen \u2013 wieder ohne zeitliche Begrenzung. Stephan war schon l\u00e4nger dabei eine minuzi\u00f6s auseinander geschraubte N\u00e4hmaschine zu beackern und war mit Pattex am Werke und hatte mit Schnur schon eine kleines S\u00e4ckchen gebunden und hinter an einer Art Kranarm befestigt. Ich habe den verhakten Kaktus gew\u00e4hlt. Auch hier hatte man wieder sch\u00f6nes Werkzeug, Bindf\u00e4den diverser Art, metallische Drahtklammern, B\u00fcroklammern, Faden und N\u00e4hnadeln, Tesa usw. Wenn man auch damit fertig war kam Raum 3, wo man die Exponate der Vorg\u00e4nge bewundern konnte und sein Objekt dazu gestellt hat. Die K\u00f6nige in ihren Disziplinen hatte aus einer Espressomaschine einen Roboterhund gebaut und aus einer zerschlagenen Teekanne einen Damenschuh gebastelt, wobei der Ausguss der Absatz war und mit den Scherben der Schuh angedeutet wurde. Dann wurde wiederum erfasst, was man zusammengebaut hatte und wann man wieder gegangen ist. So konnten sie sehen, dass manche damit nichts anfangen konnten oder eben sehr schnell waren und nach 10 Minuten wieder drau\u00dfen und andere fast 2 Stunden darin verweilten, vertieft in die Aufgabe.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war wieder aufgestockt worden und im Regal lag eine Kuckucksuhr und ich wollte noch mal\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr k\u00f6nnt ahnen, was ich vorschlagen will.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Idee, die ich wirklich sehr genial finde, geklaut oder nachgestellt (das klingt in unserem Projakt): Worktable im Harz.<\/p>\n\n\n\n<p>Jeder bringt 1 \u2013 2 Objekte mit und wegen des Werkzeugs spricht man sich ab. Ich melde mich f\u00fcr Gaffa-Klebeb\u00e4nder, N\u00e4hnadeln und Faden und diverse Scheren an. Bestimmt auch eine Schnur und eine kleine Zange\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Wer Lust hat, macht mit und wir schauen, wohin uns die Reisen mit den Dingen f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Eure Franziska<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schrottwichteln mit Kunstanspruch Liebe Harzgruppe, wir waren im Rahmen der Kunstfestspielen Herrenhausen f\u00fcr einem Projekt, was sich Worktable nannte angemeldet und ich wusste von nichts. Unvorbereitet erschienen wir am letzten Sonntag des Festivals um 14 Uhr. Wir gingen zu dem wei\u00dfen Zelt im Innenhof, sollten aber einen Moment warten. 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