{"id":37709,"date":"2019-09-07T12:32:24","date_gmt":"2019-09-07T10:32:24","guid":{"rendered":"http:\/\/buttermusch.de\/?p=37709"},"modified":"2019-09-07T12:32:24","modified_gmt":"2019-09-07T10:32:24","slug":"mein-liebesbrief-an-die-harz-gruppe","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/buttermusch.de\/?p=37709","title":{"rendered":"Mein Liebesbrief an die Harz-Gruppe"},"content":{"rendered":"\n<p>Harz-Sommer 2019<br><br>Wo Buslinienkatastrophen zum Haltestellen-Event werden und die schlechte Stimmung in Altenau (\u201ewie kann man sich nur so verschandeln\u201c) einfach weggelacht wird, weil wir statt dessen Akzeptanz gro\u00df schreiben und neugierig sind auf andere Welten, sei es Dr. Barner oder eine Dorfkneipe mit Tresenspr\u00fcchen und V\u00f6gelchen auf den Flaschenversch\u00fcssen\u2013 DANKE.<br><br>Nabu-Ansteckpins f\u00fcr alle. Ich w\u00e4hle die Bekassine, ein Vogel, der ausschaut wie ein Strandl\u00e4ufer, lange Beine, langer Schnabel, den ich zuvor in dem Hotel mit dem Charm eines Ihme-Reha-Zentrums (innen l\u00e4dt es zur Familienfeier und beherbergt zugleich die Tourist Information des Ortes und ist mit einem Innenb\u00fccherschrank in einem ger\u00e4umigen Gruppenraum dazu ausgestattet), ausgestopft in einer Vitrine neben einem Dachs gesehen hatte und eine Waldmaus f\u00fcr M\u00e4uschen sowie eine Gartenschnecke f\u00fcr Wittig. Pia kauft ein Tagauge und einen Hirschk\u00e4fer f\u00fcr Tobi, Claudia F. einen Mauersegler und Monah einen Raben. Wer nicht kauft, bereut es sp\u00e4ter. Autowandern mit Pia, die keine Anfahrthilfe am Berg hat und uns trotzdem zum Nahkauf f\u00e4hrt, wo auch der Sch\u00fctzenk\u00f6nig gerade seinen Einkauf erledigt und der K\u00f6hler Liesel-Lik\u00f6r-Nachschub gekauft werden kann. Immer wieder durch die D\u00f6rfer mit ihren halben H\u00e4usern, wie Tortenst\u00fccke, den Holzschindeln mit Tortenuntersatzmuster, den G\u00e4rten mit Tannenhecke an sehr steilen H\u00e4ngen, gehacktes Holz gestapelt vor der T\u00fcr, den Dorfkirchen in schwarze Schieferschuppen gekleidet und dann ist da noch die geilste Konditorei am Ort mit Buchweizentorte, Mohntorte warm und Bisquit-Rolle zum Mitnehmen -DANKE. <br><br>Mein Mann, so liebevoll empfangen in seinem neuen Leben, mit neuer Sicht auf die Welt nach Kunstlinse. Die grellen Farben und Muster, bei Putzlicht rechts und wie eine Folie vom Schokoriegel (Pe hat ihm Raider auf Kopfkissen gelegt) glitzern kann, so dass er sich in die reinste Elster verwandelt\u2026 DANKE.<br><br>H\u00e4ndel hatte auch grauen Star, wurde aber punktiert und dann mit einer Mischung aus Taubenblut, Salz und Zucker behandelt, die ins Auge hineingebracht wurde (von dem zweiten Quacksalber wie Stephan sagt), was seinen Zustand nicht verbessert hat. Er hatte dann alles in Reichweite. Essen und Getr\u00e4nke und hat nicht nur komponiert, sondern konnte virtuos Orgel spielen, seine eigenen Meisterst\u00fccke. Gut, dass M\u00e4uschen das H\u00f6rspiel von Ricarda erst nach der OP geh\u00f6rt hat. <br> Caro meine Schwimmschwester und mein Vorbild. Zeigt uns das Hochmoor und das Buffet ist<br> angerichtet als wir wieder kommen. Wie praktisch. Am Vortag als wir aussahen wie m\u00fcde <br> Kinder, die aus dem Schwimmbad nach Hause kommen, sind wir schon \u00fcber das Grillgem\u00fcse <br> vom Vortrag hergefallen in der K\u00fcche und habe es mit dem leckeren Dip verputzt, weil <br> Kalorien rein mussten nach dem Oderteich-Biathlon.<br> Wittig, so lieb und so eine tolle Zeichenk\u00fcnstlerin, dass ich mir fast \u00fcberlege, mir ein Tattoo <br> von ihr stechen zu lassen, weil es so reizvoll scheint, aber wo nur und sie schenkt mir dann <br> mein Motiv, was ich mir ausgesucht h\u00e4tte, weil es mich verk\u00f6rpert, zum Abschied. Das <br> bedrohliche, \u00fcberkandidelte Fluginsekt mit Taucherbrille und die Blumen wenden sich ab, <br> weil sie zu denken scheinen, was kommt da denn auf uns zu. DANKE.<br><br> Der kulinarische Harz zuhause in der Rabin. Das Leben in der K\u00fcche und sei es nur beim Im-Weg-stehen (jetzt in meinem Fall). Die neuen Rezepte von Harzer K\u00e4sechips \u00fcber Pasta-Risotto (one pot) bis hin zu Schmelzk\u00e4se-Sardinen-Carbonara-Ersatz (genau mein Ding, einfach und befriedigend zu essen). DANKE.<br><br> Anja, der Ranger, wie sie Waschb\u00e4ren und Hirschk\u00fche nachts mit der Taschenlampe stellt und<br> einen Eimer voller Waldblaubeeren pfl\u00fcckt, wozu sonst keiner die Geduld h\u00e4tte, um so einen \u200b<br> Einsatz zu bringen, f\u00fcr das leckerste Eis, was so intensiv schmeckt wie es die Zunge f\u00e4rbt. <br> DANKE.<br><br>Pe und Caro, die neben dem Smoothie-Maker auch die geile Eismaschine dabei <br> haben (ich sage nur Gin-Tonic- und Erdbeer-Eis). Claudia macht Porridge und R\u00fchrei. Julia macht K\u00e4seplatte f\u00fcrs Fr\u00fchst\u00fccksbuffet. DANKE.<br><br>Michi und Markus- die Vorbereiter, die schleppen und machen, morgens verschlafen mit B\u00e4rchensocken in der K\u00fcche stehen und neben gro\u00dfen L\u00f6ffeln auch Schnurrb\u00e4rte aus Holz schnitzen. DANKE.<br><br>Tobi und Tom habe ich mich kurzzeitig angeschlossen, bin ihnen gefolgt um mal schnelleren Schrittes den Berg hochzulaufen, die Stein- und Waldtreppe hoch, vorbei an all den Gespr\u00e4chsfetzen \u00fcber Fu\u00dfball und Hannover 96 \u2013 DANKE.<br><br>Claudia- die K\u00f6chin der gro\u00dfen T\u00f6pfe, bei denen es f\u00fcr alle reicht, die uns Jahr f\u00fcr Jahr so lecker bekocht und mich morgens als erste im Bastelb\u00fcro besucht um mir einen Kaffee zu machen- DANKE.<br><br>Christian, der Hoffotograf, der alles festh\u00e4lt f\u00fcr uns, Sibylle hat die Komb\u00fcsenregie und macht Bohnengem\u00fcse und H\u00e4hnchensalat aus den Grillresten mit allerlei lieben Sachen drin. Sie ist jederzeit daraif vorbereitet, uns einen Aperitivo mit allem drum und dran zu servieren. DANKE.<br><br>Pe f\u00e4hrt uns wohin wir wollen, auch 40 km in die Einhornstra\u00dfe (mit passendem Pflegedienst) zur Einhornh\u00f6hle, wo es genau nichts zu sehen gibt, sondern nur einen Bretterverschlag mit Eintritt und F\u00fchrungen und um 16 Uhr eh die Letzte und auch wieder heraus. DANKE.<br><br>Das stimmt nicht. Nur nicht das, was man aus der Serie offenbar kennt, aber einen sehr sch\u00f6nen Laubwald mit Schautafeln. H\u00f6rtrichter f\u00fcr die Ger\u00e4usche des Waldes und ein gro\u00dfes Holzmodell eines Einhorns mit Rippen nach vorne oder innen und 2 langen Vorderbeinen, die direkt unterhalb vom Hals festgewachsen sind und daf\u00fcr einen langen Dinosaurierschwanz zum Abst\u00fcrzen mit einem Kringel zwischen den Schwanzwirbeln vor Felsen. Leibniz hat das gezeichnet, der alte Universalgelehrte. War wohl nicht auf allen Gebieten ein Genie, wie M\u00e4uschen feststellt.<br><br>Dieser feste Jahrestermin, auf den man sich das ganze Jahr \u00fcber freut. Ein zweites Weihnachten mitten im Sommer und mitten im Totholz. Total realistisch das Harz-Familie zu nennen, das Gef\u00fchl und auch das Setting treffen das genau -mal sind Tante Gretel und Onkel Hans dabei und mal nicht und daf\u00fcr andere und immer ist es toll.Monah, endlich Monah kennen gelernt, der meine Fuchschlafbrille so gut steht und sie mag sie auch noch und Anke, schwimmfreudig und eine Bereicherung. Neue Cousinen aus der Verwandtschaft. Gleich famili\u00e4r, als w\u00e4ren sie von Anfang an dabei gewesen, wie man es im besten Fall von der biologischen Family kennt. DANKE.<br><br>Nichte Maja konnte dieses Jahr nur verk\u00fcrzt kommen, aber hat mir einen Windhundknopf in einer T\u00fcte mitgebracht, der zur\u00fcckgelassen im Gemeinschaftsraum f\u00fcr ein abendliches Krimi-R\u00e4tsel-Spiel sorgte. DANKE.<br><br>Bevor die Welt untergeht oder meine Welt, fahre ich mit Caro, Pe, Claudia, Pia, Monah, Wittig und den anderen Freunden nach Oderbr\u00fcck und bade in Cola, dann weiter nach St. Andreasberg und alle suchen sich einen Nabu-Pin aus, einen Weinschw\u00e4rmer oder Laubfrosch, Primel oder Gimpel, Eichh\u00f6rnchen oder Graureiher und dann weiter zu Kunze und Stachelbeerbaiser mit Caro-Kaffee auf der Terrasse (vielleicht kommt ein Stadtschreier vorbei und verk\u00fcndet ein Sch\u00fctzenfest oder eine andere Veranstaltung, zu der er uns einl\u00e4dt), \u200bgest\u00e4rkt befreien wir dann mit Pe und den anderen die gelben V\u00f6gel, die freudlos im Harzer-Roller  Museum in dunkeln R\u00e4umen in Einzelhaft gehalten werden. Erst mal mitnehmen in den handlichen Kofferk\u00e4figen und dann schauen, ob nicht ein besseres Leben auf sie wartet. Mit Tim und Anja in den Baumarkt fahren und Maschendraht kaufen, dann aus dem Unterstand bei Timo eine Voliere bauen, in der sie alle zusammen fliegen k\u00f6nnen und dann weiter \u00fcberlegen. Kann man ja zum Winter hin eine andere L\u00f6sung finden. Mit so vielen Helfern ist man unschlagbar. Dann bauen wir es eben wieder zur\u00fcck und Claudia kocht Dal und backt einen Kuchen mit ganz viel Butter und Mandeln um alle zu st\u00e4rken. Das geht schon. So ist das Harz-Gef\u00fchl \u2013 ein wenig nach Wunder und unschlagbar. Ein bisschen Ewigkeit. DANKE.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Harz-Sommer 2019 Wo Buslinienkatastrophen zum Haltestellen-Event werden und die schlechte Stimmung in Altenau (\u201ewie kann man sich nur so verschandeln\u201c) einfach weggelacht wird, weil wir statt dessen Akzeptanz gro\u00df schreiben und neugierig sind auf andere Welten, sei es Dr. Barner oder eine Dorfkneipe mit Tresenspr\u00fcchen und V\u00f6gelchen auf den Flaschenversch\u00fcssen\u2013 DANKE. Nabu-Ansteckpins f\u00fcr alle. 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